Kategorie: NACHRICHTEN
Realität? – Das Imperium zerbricht und eine neue Weltordnung entsteht
Fiktion: Die Monate, in denen die Weltordnung starb
Es begann nicht mit dem großen Knall.
Es begann mit einem Flackern.
Ein paar Tanker blieben stehen. Ein paar Versicherer zogen sich zurück. Ein paar Regierungen erklärten, alles sei unter Kontrolle. Ein paar Märkte glaubten das noch für ein paar Tage. Dann kippte etwas Grundsätzliches: nicht nur der Ölfluss, sondern der Glaube, dass das System sich wie immer selbst stabilisieren würde.
Die Straße von Hormus war offiziell offen und tatsächlich geschlossen. Genau das war das perfekte Symbol für die neue Epoche: Alles existierte noch auf dem Papier, aber nichts funktionierte mehr in der Realität.
Die ersten Wochen brachten keine Ordnung hervor, sondern Widersprüche. Washington sprach von Stärke und suchte gleichzeitig fieberhaft nach Notausgängen. Europa sprach von Zusammenhalt und begann hinter den Kulissen, nationale Überlebenspläne zu schreiben. Die Golfstaaten redeten von Partnerschaften und verstanden plötzlich, dass amerikanische Basen auf ihrem Boden keine Lebensversicherung waren, sondern Leuchttürme für Raketen.
Dann griff die Panik von der Geopolitik auf die Ökonomie über.
Öl verteuerte sich nicht einfach. Es wurde politisch. Gas wurde nicht nur knapp. Es wurde selektiv. Schifffahrt wurde nicht unterbrochen, sondern konditioniert: mit Erlaubnissen, Drohungen, Ausnahmen, Grauzonen. Die Märkte konnten das nicht einpreisen, weil Märkte nur Risiken berechnen können, aber keine zivilisatorische Erosion.
Fluggesellschaften strichen Verbindungen. Frachtraten explodierten. Lebensmittelpreise begannen in Wellen zu steigen. Strom wurde in Industrieländern zur strategischen Frage. Raffinerien arbeiteten unter Druck. Häfen füllten sich mit Ladung, die niemand mehr absichern wollte. Ganze Lieferketten gerieten in einen Zustand aus Warteposition, Nervenzusammenbruch und improvisierter Lüge.
Und unter allem arbeitete eine dunklere Wahrheit:
Die billigste Waffe hatte die teuerste Wirkung.
Nicht Raketen. Nicht Drohnen. Nicht Bomben.
Sondern Unsicherheit.
Unsicherheit in Hormus bedeutete Unsicherheit für Energie. Unsicherheit für Energie bedeutete Unsicherheit für Kredit. Unsicherheit für Kredit bedeutete Unsicherheit für Staaten. Plötzlich waren es nicht mehr nur Börsenkurse, die fielen, sondern Glaubwürdigkeitswerte von Regierungen, Zentralbanken, Bündnissen, Imperien.
Der Zusammenbruch des US-Imperiums geschah nicht als Niederlage in einer Schlacht. Er geschah als Verlust des letzten universellen Mythos: dass Amerika zwar Fehler machen könne, am Ende aber immer die Ordnung wiederherstelle.
Diesmal nicht.
Diesmal konnte Washington noch zerstören, aber nicht mehr steuern. Noch drohen, aber nicht mehr überzeugen. Noch bombardieren, aber nicht mehr definieren, was nach dem Bombardement gelten sollte. Genau darin lag die historische Demütigung. Eine Supermacht, die militärisch überall war, aber politisch nirgends mehr das letzte Wort hatte.
Verbündete sahen das zuerst mit Schrecken und dann mit kalter Berechnung.
In Westasien begann der amerikanische Sicherheitsrahmen zu verrotten. Die Petromonarchien erkannten, dass sie jahrzehntelang Schutz gemietet hatten, der im Ernstfall zur Zielmarkierung wurde. Ihre Türme standen noch. Ihre Börsen liefen noch. Ihre Flughäfen blinkten noch. Aber das Vertrauen, auf dem ihr Modell beruhte, war tot.
Dubai starb nicht durch Feuer.
Dubai starb durch Erkenntnis.
Der Ort, der sich als ewiger Knotenpunkt von Kapital, Transit und Luxus verkauft hatte, wurde über Nacht als das gesehen, was er in einer harten Weltordnungskrise war: eine glänzende Zwischenstation ohne Souveränität. Geld verschwindet nicht gern unter Sirenen. Vermögen liebt keine Kriegsgeografie. Investoren brauchen nicht einmal Einschläge, um zu fliehen. Es reicht, wenn sie sich vorstellen können, dass der nächste Monat schlimmer sein wird als der heutige.
So wurde aus der Ikone des globalisierten Friedens ein Mahnmal der Überdehnung.
Europa folgte dicht dahinter.
Die Europäische Union war bereits geschwächt, ausgezehrt von Sanktionen, Energiebruch, Inflation, strategischer Unterordnung und der Illusion, Moral könne Physik ersetzen. Dann verlor sie den Zugang zu zwei Lebensadern zugleich: billige russische Energie war politisch verbrannt, westasiatische Energie geopolitisch blockiert. Übrig blieben teure Spotmärkte, amerikanische Versprechen und ein Brüssel, das weiter in Pressemitteilungen sprach, während in der realen Ökonomie das Licht ausging.
Deutschland verlor seine industrielle Nervenbahn. Frankreich verlor seine politische Gravitation. Italien, Spanien und Griechenland drängten auf Überlebenslösungen. Osteuropa verlangte Härte, Aufrüstung und noch mehr Unterordnung unter Washington, gerade während Washington sichtbar die Kontrolle verlor. Nordeuropa sprach von Prinzipien, während Unternehmen stillschweigend Standorte verlagerten.
Die EU brach nicht an einem Tag auseinander.
Sie faulten von innen.
Zuerst kamen Energie-Notverordnungen. Dann Haushaltsausnahmen. Dann nationale Subventionskriege. Dann Grenzkontrollen, Exportbremsen, Versorgungsprioritäten. Irgendwann merkte jeder, dass „europäische Einheit“ nur noch bedeutete, den eigenen Zerfall in gemeinsame Sprache zu kleiden.
Die Kommission existierte noch. Die Flaggen hingen noch. Die Gipfel fanden noch statt. Aber die Union war nur noch Kulisse. Hinter ihr standen Staaten, die sich bereits auf die Zeit nach der Fiktion vorbereiteten.
Und während der Westen in Erklärungen zerfiel, arbeitete im Osten bereits die neue Mechanik.
China bewegte sich nicht wie ein Sieger, sondern wie ein Rechner. Peking begriff, dass ein taumelndes Imperium gefährlich ist, aber auch nützlich. Während Washington Milliarden verbrannte, baute China Korridore. Während Europa seine Energie verteuerte, sicherte China langfristige Zuflüsse. Während der Dollar noch herrschte, entstanden bereits Räume, in denen er nur noch eine Option unter mehreren war.
Russland nutzte das Chaos nicht nur militärisch, sondern strukturell. Der Norden-Süden-Korridor bekam plötzlich eine strategische Härte, die vorher nur auf Konferenzen existiert hatte. Iran wurde vom Sanktionierten zum Drehpunkt. Nicht weil irgendjemand ihn liebte, sondern weil Geografie in Zeiten des Zusammenbruchs wieder über Ideologie triumphiert.
So formte sich die Neurordnung nicht als Vision, sondern als Notoperation.
Kein feierlicher Gipfel. Kein Gründungsdokument. Kein großes Manifest.
Nur Systeme, die starben, und Systeme, die begannen, ihre Plätze einzunehmen.
Der Petrodollar wurde nicht in einer Nacht gestürzt. Er wurde umgangen. Erst bei einzelnen Lieferungen. Dann in regionalen Abkommen. Dann in Krisenmechanismen. Schließlich in der schlichten Erkenntnis vieler Staaten, dass eine Weltreservewährung, die an Kriege, Sanktionen und politische Erpressung gekoppelt ist, kein Anker mehr ist, sondern ein Risiko.
Die USA verloren damit nicht sofort ihre Macht.
Sie verloren etwas Gefährlicheres: den Zwangscharakter ihrer Macht.
Immer mehr Länder begannen, sich zu fragen, ob amerikanische Sicherheit wirklich Schutz bedeutet oder nur Teilnahme an amerikanischen Kriegen. Immer mehr Eliten fragten sich, ob westliche Integration Zukunft bedeutet oder nur Mitverwaltung des eigenen Niedergangs. Immer mehr Militärs, Technokraten und Monarchien dachten lautlos denselben Satz:
Wenn das Imperium uns nicht mehr stabilisiert, warum sollten wir ihm weiter gehorchen?
Das war der Satz, der die alte Ordnung tötete.
In Washington wurde darauf mit dem reagiert, was sterbende Imperien immer hervorbringen: Säuberungen, Schuldzuweisungen, neue Feindbilder, neue Notstandsnarrative, Gerüchte über innere Bedrohungen, Andeutungen von Sabotage, psychologische Mobilisierung, die Suche nach dem „entscheidenden Schlag“, der alles noch einmal drehen sollte. Genau dadurch wurde die Lage noch gefährlicher.
Denn ein Imperium, das verliert und es weiß, wird irrational.
Es beginnt, zwischen Realität und Inszenierung nicht mehr unterscheiden zu können. Es verwechselt Schlagzeilen mit Kontrolle, Luftschläge mit Strategie, Einschüchterung mit Autorität. Es glaubt, eine Welt, die ihm entgleitet, durch größere Schocks wieder zu disziplinieren. Und genau in dieser Phase werden Systeme apokalyptisch: nicht, weil sie allmächtig sind, sondern weil sie ihren Niedergang nicht akzeptieren können.
Europa hing an dieser Psychose wie ein angeketteter Satellit.
Je offensichtlicher die amerikanische Erschöpfung wurde, desto hysterischer klammerte sich ein Teil der europäischen Führung an die Idee der transatlantischen Unauflöslichkeit. Nicht aus Stärke, sondern aus Leere. Weil sie keine eigene Strategie mehr besaßen. Weil sie sich angewöhnt hatten, Moral als Ersatz für Macht und Bündnistreue als Ersatz für Souveränität zu behandeln. Als die Krise eskalierte, hatten sie weder Energie noch Industriepolitik noch Diplomatie noch militärische Eigenständigkeit. Nur Vokabular.
Doch Vokabular heizt keine Städte.
Vokabular betreibt keine Chemieparks.
Vokabular ersetzt keine Pipelines.
Der soziale Zerfall folgte deshalb fast zwangsläufig.
Er begann leise.
Arbeitszeitverkürzungen. Werksschließungen. Strompreisschocks. Proteste, die zunächst nur wirtschaftlich wirkten und sich dann politisch radikalisierten. Erst gegen Preise. Dann gegen Sanktionen. Dann gegen Regierungen. Dann gegen das gesamte Nachkriegskonstrukt aus Brüssel, NATO-Disziplin und globalisiertem Finanzgehorsam.
In manchen Hauptstädten roch man bereits den kommenden Ausnahmezustand.
Gleichzeitig wurde in Westasien eine andere Zukunft geboren. Die Region war nicht friedlicher, nicht gerechter, nicht sicherer. Aber sie begann, sich aus der Selbstverständlichkeit amerikanischer Vormacht herauszulösen. Die Golfstaaten sahen Moskau und Peking plötzlich nicht mehr als Ergänzung, sondern als mögliche Schutzarchitektur. Iran war nicht mehr isolierte Zielscheibe, sondern Scharnier einer größeren eurasischen Achse. Russland war nicht mehr nur Kriegsmacht, sondern Garant von Korridoren. China war nicht mehr nur Handelspartner, sondern Systemanbieter.
Damit veränderte sich die Logik der Welt.
- Aus einer globalen Ordnung wurde ein Blockzeitalter.
- Aus universalen Regeln wurden bewaffnete Zonen.
- Aus Freihandel wurden Korridore.
- Aus Bündnissen wurden temporäre Schutzräume.
- Aus dem Westen wurde eine Region unter mehreren.
Die schlimmste Erkenntnis kam zuletzt:
Der wirtschaftliche Zusammenbruch war kein Unfall.
Er war die Rechnung.
Die Rechnung für Jahrzehnte von Finanzblasen ohne materielle Basis. Für ausgelagerte Industrie. Für Energieabhängigkeit ohne strategische Absicherung. Für militärische Überdehnung. Für Sanktionen als Ersatz für Politik. Für die Illusion, man könne eine multipolare Welt mit unipolaren Methoden regieren.
Als der Winter näher rückte, hatten die Menschen in vielen Ländern noch Strom, noch Geld, noch Arbeit, noch Regierungen. Aber sie spürten, dass die Dinge nur noch formal vorhanden waren. Die Substanz war angefressen. Die alten Institutionen standen wie prächtige Fassaden über hohlen Kellern.
Das US-Imperium war nicht verschwunden.
Es war schlimmer: Es war noch da, aber nicht mehr in der Lage, seine eigene Größe in Ordnung zu übersetzen.
Die EU war nicht aufgelöst.
Sie war schlimmer: Sie existierte weiter, während ihre zentrale Fiktion bereits tot war.
Und die neue Ordnung war noch nicht geboren.
Sie lag im Blut, im Rauch, in den Energiekorridoren, in den Währungsabkommen, in den improvisierten Allianzen, in den stillen Entscheidungen der Eliten, in den Ängsten der Märkte, in den Karten der Generäle, in den Rechenzentren Pekings und in den Hafenlisten einer Welt, die bereits aufgehört hatte, westlich zu sein.
So endete nicht einfach ein Krieg.
So endete ein Zeitalter.
Nicht mit Frieden.
Nicht mit Gerechtigkeit.
Sondern mit Erschöpfung, Entzauberung und der kalten Geburt einer Ordnung, die niemand gewählt hatte, die aber aus den Ruinen der alten zwangsläufig aufstieg.
Eine Ordnung, in der Imperien nicht mehr herrschen, sondern taumeln.
Eine Ordnung, in der Europa nicht mehr Zentrum, sondern Terrain ist.
Eine Ordnung, in der Energie mehr gilt als Ideologie, Korridore mehr als Regeln und Abschreckung mehr als Recht.
Und in der über allem die dunkle Lehre dieser Monate stehen bleibt:
Die Welt ging nicht unter, weil eine Seite gewann.
Sie ging unter, weil die alte Mitte zusammenbrach.
Trump behauptet, „viele Länder“ würden Kriegsschiffe entsenden, während die USA „die Küste in Schutt und Asche legen“, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen
Von Tyler Durden
Zusammenfassung:
- US-Angriffe auf die Insel Kharg eskalieren den Krieg, während Trump behauptet, Verbündete würden Kriegsschiffe nach Hormuz entsenden: Trump sagte, US-Streitkräfte hätten militärische Ziele auf der Insel Kharg „ausgelöscht“, warnte jedoch, dass Irans kritische Ölinfrastruktur das nächste Ziel sein könnte.
- Iran schwört auf stärkere regionale Vergeltungsmaßnahmen: Die IRGC warnte die VAE, dass US-„Verstecke“ dort nun „legitime Ziele“ seien; ein Ölhafen der VAE wurde getroffen, und die US-Botschaft in Bagdad geriet nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff in Brand.
- Schwere Verluste und Explosionen im Iran dauern an: US-amerikanisch-israelische Angriffe haben seit dem 28. Februar etwa 1.450 Menschen im Iran getötet, während im Zentrum von Teheran „gewaltige Explosionen“ gemeldet wurden, nachdem Massenkundgebungen stattgefunden hatten, bei denen einige iranische Führer trotzig durch die Straßen zogen.
- Ölkrieg und extremes Risiko nehmen zu, US-Benzinpreise steigen: Die Unterbrechung des Schiffsverkehrs in Hormuz und das anhaltende Chaos haben die US-Benzinpreise um 23 % in die Höhe getrieben
- B Boden- und Luftkrieg zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon:B Große israelische Angriffe im Libanon, insbesondere auf Beirut, haben mindestens 826 Menschen getötet.
- B Trump lehnte laut Reuters Bemühungen von Verbündeten im Nahen Osten ab, GesprächeB zur Beendigung des Krieges im Iran zu führen.
- B Oman versuchte mehrmals, einen Kommunikationskanal zu eröffnenB , doch die US-Regierung hat deutlich gemacht, dass sie kein Interesse daran hat.
- Der Iran lehnt die Möglichkeit eines Waffenstillstands ab, solange die Angriffe nicht eingestellt werden.
- Die VAE haben die Verladevorgänge an einem wichtigen Energieexportknotenpunkt nach einem Drohnenangriff und einem Brand am Samstag ausgesetzt.
- Der Iran drohte, mit den USA verbundene Ölanlagen in Schutt und Asche zu legen.
- Israel geht laut Semafor der Abfangraketen „kritisch zur Neige“.
- Der iranische Außenminister sagt, die Straße von Hormus sei für alle Länder außer den USA und Israel offen.
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Update (19:55 Uhr ET):
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi sprach zuvor mit MS NOW über die aktuelle Lage an der weltweit wichtigsten maritimen Energie-Engstelle, der Straße von Hormus, die weiterhin blockiert ist.
Araghchi erklärte gegenüber dem Sender: „Tatsächlich ist die Straße von Hormus offen“, und fügte hinzu: „Sie ist nur für Tanker und Schiffe unserer Feinde gesperrt – für diejenigen, die uns angreifen, und ihre Verbündeten. Alle anderen können sie ungehindert passieren.“
“As a matter of fact, the Strait of Hormuz is open,” Iranian Foreign Minister Abbas Araghchi said. “It is only closed to the tankers and ships belong[ing] to our enemies, to those who are attacking us and their allies. Others are free to pass,” Araghchi told MS NOW
China, India,… https://t.co/ttjcTkmwDU
— zerohedge (@zerohedge) March 14, 2026
Übersetzung von „X“: „Tatsächlich ist die Straße von Hormus offen“, sagte der iranische Außenminister Abbas Araghchi. „Sie ist nur für Tanker und Schiffe geschlossen, die unseren Feinden gehören, für diejenigen, die uns angreifen, und ihre Verbündeten. Alle anderen können sie frei passieren“, erklärte Araghchi gegenüber MS NOW. China, Indien, Korea und Japan sind die wichtigsten Öltransporteure durch die Straße von Hormus.
Laut den Schiffsverfolgungsdaten von Bloomberg AIS sind sowohl die Einfahrt als auch die Ausfahrt der Engstelle am Hormuz-Kanal weiterhin mit Tankern verstopft. Der Schiffsverkehr war um 19:50 Uhr ET nach wie vor gering.

Reuters berichtete heute früh, dass zwei unter indischer Flagge fahrende Tanker mit Flüssiggas die enge Meerenge passiert hätten.
„Sie haben die Straße von Hormus heute früh sicher passiert und sind auf dem Weg nach Indien“, sagte der indische Hafenminister Rajesh Kumar Sinha.
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Update (13:58 ET):
Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, dass Filialen der US-amerikanischen Citibank in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) und in Bahrains Hauptstadt Manama über Nacht von Drohnen angegriffen wurden, was darauf hindeutet, dass zivile Infrastruktur im Konflikt zwischen den USA und dem Iran nicht verschont bleibt.
Von Rechenzentren über Wolkenkratzer bis hin zu Meerwasserentsalzungsanlagen – es scheint nun, dass die Drohnenangriffe der IRGC auf die Finanzinfrastruktur am Golf übergreifen. Tasnim berichtete, dass einige Banken Personal aus den Gebäuden abgezogen und den Betrieb auf Fernzugriff umgestellt hätten und dass die Citibank bestimmte Aktivitäten vor Ort in den VAE vorübergehend ausgesetzt habe.
A Missile/drone has reportedly struck the Dubai office of Citibank, one of the largest US financial institutions operating in the Persian Gulf
Follow https://t.co/B3zXG73Jym pic.twitter.com/6xyzhUvNW9
— Press TV
(@PressTV) March 14, 2026
Übersetzung von „X“: Berichten zufolge hat eine Rakete bzw. Drohne das Büro der Citibank in Dubai getroffen, eines der größten US-Finanzinstitute, das am Persischen Golf tätig ist
Tasnim wies darauf hin, dass Citi ein wichtiger Knotenpunkt im Dollarsystem ist, insbesondere in der Golfregion, wo die Bank die Finanzierung des Ölhandels, Dollar-Abrechnungen sowie Dienstleistungen für Staatsfonds und multinationale Konzerne abwickelt.
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Update (12:55 ET): Obwohl unklar ist, ob dies aus Verzweiflung geschieht oder „alles Teil des Plans“ ist … sagte Präsident Trump am Samstag, er wolle, dass andere Länder Kriegsschiffe an die Seite der Vereinigten Staaten in die Straße von Hormus entsenden, um den Würgegriff des Iran auf eine der weltweit wichtigsten Ölversorgungsadern zu brechen.
In einem Beitrag auf Truth Social am Samstag behauptete er, dass andere Länder „Kriegsschiffe entsenden werden“ – und fügte hinzu, er erwarte „hoffentlich“, dass große Volkswirtschaften eingreifen; allerdings scheint keine „Hilfe“ in Sicht zu sein. Tatsächlich könnte das Gegenteil der Fall sein, nachdem Italiens Meloni erklärte, ihr Land werde „sich nicht an einem illegalen Krieg beteiligen“.
„Hoffentlich werden China, Frankreich, Japan, Südkorea, das Vereinigte Königreich und andere, die von dieser künstlichen Einschränkung betroffen sind, Schiffe in das Gebiet entsenden, damit die Straße von Hormus nicht länger eine Bedrohung durch eine Nation darstellt, die völlig entmacht wurde“, schrieb Trump. Aber er machte gleichzeitig deutlich, dass die USA nicht untätig herumsitzen:
„In der Zwischenzeit werden die Vereinigten Staaten die Küste gnadenlos bombardieren und iranische Boote und Schiffe reihenweise versenken“, sagte er. „So oder so werden wir die Straße von Hormus bald FREI, SICHER und UNGEHINDERT machen!“
Obwohl er erklärte, dass „100 % der militärischen Kapazitäten des Iran“ zerstört worden seien, warnte Trump, Teheran könne in der engen Meerenge immer noch Chaos stiften – was sich am Samstag tatsächlich weiterhin abspielt. Dies, nachdem in der Nacht der wichtige Ölexportknotenpunkt auf der Insel Kharg schwer bombardiert worden war (siehe unten).
„Es wäre für sie ein Leichtes, ein oder zwei Drohnen zu entsenden, eine Mine abzuwerfen oder eine Kurzstreckenrakete irgendwo entlang oder in dieser Wasserstraße abzufeuern, ganz gleich, wie schwer sie geschlagen wurden“, erklärte Trump weiter. Er behauptete zudem, die US-Marine werde „sehr bald“ damit beginnen, Öltanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren – zu einem Zeitpunkt, zu dem eine Marine-Expeditionstruppe auf dem Weg von Japan ist, was eine Woche oder weniger dauern könnte.
I would say burning ports and refineries in the Gulf today suggest that 100% of Iran’s military capability has not been destroyed. https://t.co/7CG7WGIdzh
— Yaroslav Trofimov (@yarotrof) March 14, 2026
Übersetzung von „X„: Ich würde sagen, dass die heute brennenden Häfen und Raffinerien am Persischen Golf darauf hindeuten, dass nicht 100 % der militärischen Kapazitäten des Iran zerstört wurden.
Und das hier stammt erst vom Vortag…
Guys, relax, the only risk in transiting the Strait of Hormuz is that Iran will shoot a missile at your ship. Otherwise it’s open for transit.
An all-time quote from our Secretary of War. pic.twitter.com/kwQ5Ij84KT
— Ryan Petersen (@typesfast) March 13, 2026
Übersetzung von „X“: Leute, ganz ruhig, das einzige Risiko bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus besteht darin, dass der Iran eine Rakete auf euer Schiff abfeuert. Ansonsten ist sie für den Schiffsverkehr freigegeben. Ein Zitat für die Ewigkeit von unserem Kriegsminister.
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In einem Schritt, der sich als bedeutende Eskalation im seit zwei Wochen andauernden Krieg der USA und Israels gegen den Iran erweisen könnte, gab Präsident Trump am Freitagabend (beachtlicherweise nach Börsenschluss in den USA) bekannt, dass das US-Zentralkommando einen groß angelegten Luftangriff auf die Insel Kharg durchgeführt habe, über die mehr als 90 % der iranischen Rohölexporte abgewickelt werden. Wichtig ist, dass der Iran zuvor gewarnt hatte, ein Angriff auf die Insel würde eine rote Linie überschreiten und iranische Angriffe auf Energieinfrastrukturen entlang des Persischen Golfs nach sich ziehen.

Vielleicht hatte er diese frühere Warnung an den Iran im Hinterkopf – und um die Befürchtungen der US-Verbündeten in der Region zu zerstreuen, die nicht wollen, dass ihre Energieanlagen in Flammen aufgehen – betonte Trump, dass sich der Angriff auf militärische Einrichtungen konzentrierte:
„Vor wenigen Augenblicken hat das United States Central Command auf meine Anweisung hin einen der schlagkräftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens durchgeführt und jedes militärische Ziel auf der Insel Kharg, dem Kronjuwel des Iran, vollständig ausgelöscht.
Unsere Waffen sind die mächtigsten und modernsten, die die Welt je gesehen hat, doch aus Gründen der Anständigkeit habe ich mich entschieden, die Ölinfrastruktur auf der Insel NICHT zu zerstören. Sollte jedoch der Iran oder irgendjemand anderes etwas unternehmen, um die freie und sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus zu behindern, werde ich diese Entscheidung unverzüglich überdenken.“
Die iranische Nachrichtenagentur FARS bestätigte den Angriff und berichtete, dass währenddessen mindestens 15 Explosionen zu hören waren. FARS berichtet, dass zu den Zielen Luftabwehranlagen, ein Marinestützpunkt, ein Flughafenkontrollturm und ein Hubschrauberhangar der Iranian Offshore Oil Company gehörten. Die Trump-Regierung veröffentlichte Videoausschnitte des Luftangriffs:
Footage has now been published by President Donald J. Trump showing today’s strikes against Iranian military targets on Kharg Island in the Northern Persian Gulf, which acts as a port hub for the export of up to 90% of oil products leaving Iran. In the footage, strikes can be… pic.twitter.com/WH3iWw74sE
— OSINTdefender (@sentdefender) March 14, 2026
Trumps Drohung, die Entscheidung, die Energieinfrastruktur auf der Insel nicht zu beschädigen, „zu überdenken“, sollte der Iran die Straße von Hormus weiterhin sperren, wird sicherlich tiefe Besorgnis unter den Verbündeten am Golf und allen anderen auslösen, die die drohende globale Wirtschaftskatastrophe fürchten, die sich abzeichnen wird, sollte die Unterbrechung der Energieversorgung aus dem Persischen Golf andauern.
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Da der Iran offenbar entschlossen ist, den USA und Israel für den Krieg verheerende Kosten aufzuerlegen – Kosten, die künftige Angriffe abschrecken sollen –,gibt es kaum Grund zu der Annahme, dass Teheran in nächster Zeit Entwarnung für die Meerenge geben wird.
Die fünf Meilen lange Insel Kharg, die 15 bis 20 Meilen vor der iranischen Festlandküste liegt, ist für den iranischen Erdölexport von entscheidender Bedeutung. Die dortigen Anlagen waren während des gesamten Krieges in Betrieb, wobei seit dem Überraschungsangriff der USA und Israels am 28. Februar mindestens 10 Tanker fast 19 Millionen Barrel abtransportiert haben. Der Iran hat jedoch versucht, seine Exportanlagen ein wenig zu diversifizieren, indem er die Energieexporte am Jask-Terminal, das südöstlich der Straße von Hormus im Golf von Oman liegt, wieder aufgenommen hat.

Am Freitagvormittag erklärte Trump, die US-Marine werde in Kürze damit beginnen, Öltanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren, und sagte gegenüber Reportern: „Das wird bald geschehen, sehr bald.“ Wenige Stunden nach seiner Ankündigung bezüglich der Insel Kharg bekräftigte Trump seine jüngste Kriegsrechtfertigung, die sich auf Irans angebliche Pläne zur Eroberung der Region stützt, und schrieb: „Der Iran hatte Pläne, den gesamten Nahen Osten zu übernehmen und Israel vollständig auszulöschen. GENAU WIE DER IRAN SELBST SIND DIESE PLÄNE JETZT VORBEI!“
Die Regierung soll Berichten zufolge erwogen haben, die Insel Kharg zu erobern. Angesichts ihrer unmittelbaren Nähe zum iranischen Festland – das von Drohnen, Marschflugkörpern und bewaffneten Schnellbooten wimmelt – könnte die Landung einer Angriffstruppe auf der Insel und deren anschließende Besetzung mit hohen Verlusten verbunden sein.
Am Freitag genehmigte Verteidigungsminister Pete Hegseth einen Antrag des CENTCOM auf Entsendung einer Marine-Expeditionseinheit in das Einsatzgebiet. Diese würde in der Regel aus etwa 5.000 Marinesoldaten und Matrosen auf mehreren Schiffen bestehen.
Iranian armed forces statement in response to Trump’s threat to attack oil infrastructure on Kharg Island (published by Iranian state media) pic.twitter.com/8J40dzIE7C
— Steve Lookner (@lookner) March 14, 2026
Übersetzung von „X“: Erklärung der iranischen Streitkräfte als Reaktion auf Trumps Drohung, die Ölinfrastruktur auf der Insel Kharg anzugreifen (veröffentlicht von den iranischen Staatsmedien)
Einige Spekulationen über die Überlegungen des Trump-Weißen Hauses hinsichtlich dieses äußerst riskanten Schachzugs auf der Insel Kharg (oder dessen, was sich letztendlich als Punkt ohne Wiederkehr erweisen könnte) von Jim Bianco:
Da sie sich bewusst waren, dass dies die Ölmärkte in Aufruhr versetzen könnte, gaben sie dies am Freitagabend bekannt, um den Märkten 48 Stunden Zeit zu geben, die Nachricht zu verdauen. Trump machte zudem deutlich, dass die Ölinfrastruktur als Nächstes an der Reihe sei, sollte der Iran Schiffen nicht die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestatten.
In Fußballbegriffen ausgedrückt: Sie versuchen jetzt einen Hail-Mary-Pass und hoffen, dass er funktioniert. Sie haben keine Zeit mehr auf der Uhr. Die Ölmärkte und die Weltwirtschaft können nicht Wochen oder Monate darauf warten, dass das Militär die Meerenge öffnet. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass politische Berater vorschlagen, dass, wenn die Ölpreise ohne diese Maßnahme ohnehin auf 200 Dollar steigen würden, dies genauso gut nächste Woche geschehen könnte, um sechs Monate Zeit zu haben, sie vor den Zwischenwahlen wieder zu senken.
Derzeit richten sich jedoch alle Augen auf den Iran und darauf, ob dessen Führung einen Angriff auf die Insel Kharg, der sich auf militärische Ziele beschränkte, als Überschreitung der roten Linie betrachtet – oder ob Energieanlagen in der gesamten Region bald von Drohnenschwärmen und ballistischen Raketenangriffen heimgesucht werden, was die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen lassen würde.
Scott Ritter: Trump schickt 2.500 Marines in eine Todesfalle – Iran vernichtet US-Basen … und Israel!
In einem aktuellen Interview analysiert der ehemalige UN-Waffeninspektor und Militärexperte Scott Ritter die Entscheidung der USA, eine Marine Expeditionary Unit (MEU) mit etwa 2.500 Marines in den Nahen Osten zu verlegen. Ritter warnt eindringlich davor, dass dieser Schritt in eine katastrophale Falle führen könnte.
Er zieht historische Parallelen und bewertet die militärische Lage realistisch: Die USA und ihre Verbündeten stecken in einem verlorenen Krieg gegen den Iran fest, der die Initiative hat und die Eskalation diktiert.
Die Verlegung: Eine Marine Expeditionary Unit auf dem Weg in den Nahen Osten
Laut Berichten der Wall Street Journal wird eine MEU an Bord der in Japan stationierten USS Tripoli in den Nahen Osten verlegt – wahrscheinlich mit Marines aus Okinawa. Diese Einheit umfasst rund 2.500 Soldaten, darunter ein verstärktes Bataillon mit Zusatzeinheiten für Aufklärung, Logistik, Hubschrauber, Starrflügler und Artillerie (ohne Panzer, da diese beim USMC ausgemustert wurden).
Ritter erklärt, dass MEUs für schnelle, expeditionäre Operationen konzipiert sind. Sie operieren oft von Amphibien-Schiffen aus, landen per Landungsboot oder Hubschrauber und sind für begrenzte Zeit autark.
Die Einheit ist jedoch nur kurzfristig einsetzbar und verfügt über begrenzte Kampfkraft. Ritter fragt sich, welche MEU genau verlegt wird – ob sie bereits im Einsatz ist oder aus Basen wie Okinawa oder Australien kommt.
Die Verlegung erfolgt zwei Wochen nach Beginn des Konflikts, in dem die USA und Israel als Aggressoren massive Rückschläge erleiden. Diese Eskalation sei eine verzweifelte Reaktion auf die iranische Initiative, keine echte Strategie.
Historische und strategische Kritik: Warum amphibische Angriffe veraltet sind
Ritter beruft sich auf den ehemaligen Commandant des Marine Corps, General David Berger, der die nationalen Sicherheitsstrategien überprüfte. Dabei stellte er fest, dass die traditionellen amphibischen Angriffskonzepte aus dem Zweiten Weltkrieg (z. B. Iwo Jima, Tarawa) durch moderne A2/AD-Waffen (Anti-Access/Area Denial) wie Raketen und Drohnen obsolet geworden seien.
Ein Treffer auf ein Amphibien-Schiff könnte bis zu 900 Marines kosten – und damit das Ende der Operation bedeuten.
Berger versuchte, neue Strukturen im Pazifik einzuführen: kleinere Schiffe mit bis zu 75 Marines, verteilte Kräfte und Langstreckenwaffen gegen China. Dieses Konzept wurde jedoch später als gescheitert erklärt. Ritter bezeichnet die gesamte Idee als „Fantasy und Luftschlösser“.
Eine MEU – nur Bataillonsstärke – könne strategische Ziele wie die Insel Qeshm (im Transkript oft als „Car Island“ phonetisch wiedergegeben) nicht halten. Ein Bataillon sei zu schwach für eine dauerhafte Besetzung. Verstärkungen würden eine Brigade erfordern, was den Einsatz massiv eskalieren würde.
Die iranischen Kräfte auf solchen Inseln seien eingebunkert, mit vorbereiteten Feuerstellungen, Drohnen und begrenzter US-Luftabwehr (hauptsächlich tragbare MANPADS mit begrenzter Munition). Wellen von Drohnen könnten die Marines überrollen.
Mögliche Szenarien: Von Raid bis Katastrophe
Ein voller Angriff sei unmöglich, aber ein Raid – ein schneller Vorstoß mit anschließendem Rückzug – könnte machbar sein.
Marines gelten als Meister solcher Operationen: Überraschung, extreme Gewalt, Zerstörung von Zielen, Gefangennahme und anschließend geplanter Rückzug.
Von sicheren Basen, etwa in den Vereinigten Arabischen Emiraten, könnten kleine Boote und Hubschrauber eingesetzt werden, ohne große Schiffe wie die USS Tripoli in Reichweite iranischer Raketen zu bringen.
Doch selbst ein Raid birgt enorme Risiken. Ritter erinnert an den Mayaguez-Zwischenfall 1975 auf Koh Tang Island: Hubschrauber wurden abgeschossen, Kräfte geteilt und beinahe überrannt, drei Marines wurden zurückgelassen, gefangen genommen und später hingerichtet.
Qeshm könnte laut Ritter „das nächste Koh Tang“ werden – die iranischen Streitkräfte seien vorbereitet.
Aus eigener Erfahrung berichtet Ritter von Planungen während des Golfkriegs unter General Al Gray für einen Raid auf irakische Logistikziele. Dieser wurde verworfen, weil er propagandistisch gewesen wäre und eine Kompanie Marines unnötig gefährdet hätte.
Er hoffe, dass die heutige Marine-Führung ebenso entscheidet: Leben schützen statt politische Show.
Irans Dominanz: Initiative, OODA-Loop und wirtschaftlicher Hebel
Iran habe die Initiative und diktiere das Tempo der Eskalation.
Ritter erklärt dabei John Boyds OODA-Loop (Observe, Orient, Decide, Act): Iran beobachte US-Aktionen, orientiere sich schneller, entscheide und handle – und bleibe damit stets einen Schritt voraus.
Die USA reagierten nur noch: THAAD- und Patriot-Systeme wurden aus Südkorea und dem Pazifikraum abgezogen, Bodentruppen würden erwogen – alles Reaktionen auf iranische Erfolge.
Iran kontrolliere zudem die Straße von Hormuz. Trotz US-Behauptungen, die iranische Marine sei versenkt worden, seien große Kriegsschiffe für diese Aufgabe irrelevant.
Die IRGC-Arif-Brigade mit vier Bataillonen Küstenraketen könne den Durchgang blockieren. Iran habe damit die Möglichkeit, die Straße jederzeit zu schließen und die Weltwirtschaft massiv zu treffen.
Kommentare von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth („Die Straße ist offen, solange Iran nicht schießt“) und Donald Trump („Schiffe müssen mutig sein“) bezeichnet Ritter als lächerlich. Hegseth sei ein „Verkäufer“, der Unsinn verkaufe, kein wirklicher Führer.
Der Krieg zeige laut Ritter die Misserfolge der USA: kein Regimewechsel, iranische Raketen nicht zu stoppen und Angriffe, die häufig nur leere Gebäude oder zivile Ziele treffen, etwa eine Mädchenschule.
Propaganda, Vorfälle und Führungsversagen
Ritter kritisiert auch das US-Zentralkommando CENTCOM.
Brände auf der USS Ford, iranische Schiffe nahe der USS Lincoln sowie die Kollision zweier KC-135-Tanker über dem Irak mit sechs Toten würden als „Unfälle“ oder „Fehler“ dargestellt. Ritter sieht darin ein Muster der Verleugnung.
Tanker-Kollisionen entstünden oft durch überfüllten Luftraum bei hoher Einsatzrate, Notfällen und der Integration israelischer Luftoperationen.
Die Toten seien nicht schuld – die Verantwortung liege laut Ritter bei politischen und militärischen Führern wie Trump, Hegseth, Rubio und den Generälen.
Er lobt hingegen Tulsi Gabbard, die vor dem Krieg gewarnt habe: kein Sieg, kein Regimewechsel. Diese Warnungen seien ignoriert worden.
Ritter fordert sogar eine strafrechtliche Untersuchung gegen Hegseth wegen möglicher Kriegsverbrechen nach dem War Crimes Act von 1996, etwa im Zusammenhang mit dem Bombardement einer Mädchenschule.
Fazit: Eine Propagandashow mit tödlichen Risiken
Die Verlegung der MEU sei laut Ritter in erster Linie eine „Show of Force“ und Propaganda – ohne echten militärischen Nutzen.
Gleichzeitig riskiere sie hohe Verluste ohne strategischen Gewinn.
Mit Iran in der Initiative und den USA in der Defensive sei der Krieg praktisch verloren.
Ritter mahnt, aus der Geschichte zu lernen, um Fehler zu vermeiden. Die Marine-Führung müsse Leben schützen statt politische Symbolik bedienen.
Trump suche verzweifelt nach einem „Off-Ramp“, poste aber weiterhin Parolen wie „Peace through Strength“.
Die Marines könnten am Ende zu spät kommen – oder direkt in eine Falle geraten.
17. Tag im Angriffskrieg der USA gegen den Iran (Ticker 08:15 Uhr)

Der Nebel des Krieges wabert nach wie vor über dem Nahen Osten. Zensur, Propaganda, Narrative verhindern für die meisten Menschen den klaren Durchblick, was passiert. TKP versucht heute wieder so gut wie möglich den Nebel zu lichten. Zunächst zur “Sperrung” der Meerenge von Hormus: Der Iran hat sich nicht vertraglich verpflichtet, seine Hoheitsgewässer in der […]
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Wie neugeboren: Ostern

Die kalte, dunkle Zeit ist endlich überstanden, wenn Tag und Nacht am 21. März gleich lang sind. Dann feierten unsere Vorfahren Ostern, das Fest des Lichts und der Wärme, der Hoffnung und der Lebensfreude. Zeit des Wachsens, Grünens und Gebärens. Nicht umsonst haben wir die Frühjahrsrituale unserer bäuerlichen Vorfahren bewahrt. Die Eier, das grüne Gras, […]
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Die EU rast in den selbstverschuldeten energiepolitischen Abgrund

Der Wahnsinn, den die EU als „Energiepolitik“ bezeichnet, scheitert nun am Praxistest. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Energiewende den Strom verteuert und die Versorgung unsicher macht, aber die EU lehnt trotzdem russisches Gas ab, während der Iran-Krieg die Gaslieferungen aus dem Golf beendet hat und die USA ihr LNG nun meistbietend nach Asien […]
Der wachsende Widerstand gegen den Iran-Krieg beherrscht die US-Innenpolitik
NIE WIEDER! – Front- und Augenzeugenberichte vom Sterben an der Ostfront durch Kampfhandlungen
Welche langfristigen Folgen der Iran-Krieg auf die globalen Energiemärkte haben dürfte
Welche Produkte neben Öl und Gas der Weltwirtschaft wegen des Iran-Krieges noch fehlen
Beispiel einer Wärmeinsel-Verzerrung an einer offiziellen Klima-Station
Neue Temperaturstudie in Reno stellt starke städtische Wärmeinseleffekte an offizieller Klimastation fest
Unabhängiges Referenzsystem zeigt, dass die Flughafenstation Temperaturen meldet, die bis zu 1,5°C höher sind als die einer nahe gelegenen, ordnungsgemäß platzierten Station. Die offiziellen Temperaturmessungen am Reno-Tahoe International Airport sind aufgrund des städtischen Wärmeinseleffekts ungenau zu hoch.
SCHAUMBURG, ILLINOIS (10. März 2026) – Eine neue Analyse des Heartland Institute hat ergeben, dass die offizielle Temperaturmessstation am Reno-Tahoe International Airport durchweg höhere Temperaturen misst als eine nahegelegene, ordnungsgemäß platzierte Referenzstation. Dies zeigt, wie die Platzierung der Station und die örtlichen Gegebenheiten zu messbaren Verzerrungen der Temperaturmessungen führen können.
Dies ist besonders wichtig, da Reno oft als „die Stadt mit der schnellsten Erwärmung in den Vereinigten Staaten“ bezeichnet wird, wobei die Ursache dafür eindeutig im Klimawandel gesehen wird. Die offizielle Klimabeobachtungsstation der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) in Reno wird als Automated Surface Observing System (ASOS)-Station bezeichnet und befindet sich zwischen den Rollbahnen des Flughafens.
Der Bericht „Global Open Atmospheric Temperature System (GOATS): What Was Accomplished in Reno“ präsentiert die Ergebnisse eines zweijährigen Vergleichs zwischen der ASOS-Station des Flughafens und einer unabhängig betriebenen, hochmodernen Referenzstation, die strengen Standortstandards entspricht.
Der Vergleich zeigt, dass die ASOS-Station des Flughafens – umgeben von Asphalt, Start- und Landebahnen und Infrastruktur – deutlich höhere Temperaturen gemessen hat als die GOATS-Station, die nur knapp 2 km entfernt auf einer geeigneten Grasfläche ohne wärmespeichernde Oberflächen in der Nähe steht.
„Diese Messungen zeigen, dass allein die Platzierung der Station zu einer erheblichen Verzerrung der gemeldeten Temperaturdaten nach oben führen kann“, sagte Anthony Watts, Senior Fellow für Umwelt und Klima am Heartland Institute und Entwickler des Global Open Atmospheric Temperature System (GOATS). „Wenn Thermometer in der Nähe von wärmespeichernden Oberflächen wie Asphalt und Gebäuden aufgestellt werden, messen sie die Temperatur dieser Umgebung – nicht unbedingt die der allgemeinen Atmosphäre.“
Zwei Jahre parallele Messungen
Die GOATS-Referenzstation wurde im Dezember 2023 mit Genehmigung der Flughafenbehörde in der Nähe des internationalen Flughafens Reno-Tahoe installiert und sammelte fast zwei Jahre lang parallel zur offiziellen Flughafenstation Messdaten.
Die Forscher verglichen die täglichen Höchsttemperaturen (Tmax), die täglichen Tiefsttemperaturen (Tmin) und die täglichen Durchschnittstemperaturen (Tavg) der Jahre 2024 und 2025. Die Ergebnisse zeigten ein einheitliches Muster: Die offizielle Flughafenstation meldete an den meisten Tagen höhere Temperaturen.
Die durchschnittlichen Temperaturunterschiede zwischen der offiziellen ASOS-Station und der GOATS-Station waren wie folgt:
[Die folgenden Temperaturdaten sind wie in den USA üblich in Grad Fahrenheit angegeben und wurden hier gleich in Grad Celsius umgerechnet. A. d. Übers.]
2024
- Höchstwerte: +0,75°C
- Tiefstwerte: +1,62°C
- Tagesmittel: +1,18°C
2025
- Höchstwerte +0,36°C
- Tiefstwerte: +1.20°C
- Tagesmittel: +0,79°C
Die Flughafenstation meldete in beiden Messjahren in mehr als 90 Prozent der Nächte höhere Nachttemperaturen.
[Hervorhebung im Original]
Nächtliche Tiefstwerte zeigen die größte Differenz
Die Forscher stellten den größten Unterschied zwischen den Stationen bei den nächtlichen Tiefsttemperaturen fest. Dieses Phänomen ist ein klassischer Indikator für den städtischen Wärmeinseleffekt (Urban Heat Island, UHI), bei dem die tagsüber von Straßenbelägen, Beton und nahegelegenen Infrastrukturen absorbierte Wärme nachts langsam wieder abgegeben wird.
Weil Klimadaten häufig auf täglichen Durchschnittstemperaturen basieren, berechnet anhand der Tageshöchst- und -tiefsttemperaturen, können erhöhte Nachttemperaturen die langfristigen klimatischen Temperaturaufzeichnungen erheblich beeinflussen.
„Der städtische Wärmeinseleffekt ist gut dokumentiert“, so Watts. „Das Experiment in Reno zeigt, wie stark diese Effekte die Messungen beeinflussen können, wenn die Messgeräte in der Nähe künstlicher Wärmequellen aufgestellt werden.“
Konfirmation früherer nationaler Ergebnisse
Das Reno-Experiment baut auf den Ergebnissen des Berichts „Corrupted Climate Stations: The Official U.S. Surface Temperature Record Remains Fatally Flawed” (Korrupte Klimastationen: Die offiziellen Temperaturdaten der USA sind nach wie vor fatal fehlerhaft) des Heartland Institute aus dem Jahr 2022 auf, in dem weit verbreitete Probleme bei der Standortwahl offizieller Wetterstationen in den USA dokumentiert worden sind.
Im Gegensatz zu früheren Untersuchungen, die sich mit der Standortwahl der Stationen befassten, liefert das Reno-Experiment direkte Vergleichsmessungen, die unter identischen Wetterbedingungen durchgeführt wurden.
[Hervorhebung im Original]
„Dieses Projekt zeigt in der Praxis, wie sich die Lage eines Mikrostandorts auf die gemeldeten Temperaturen auswirkt”, sagte Watts. „Es zeigt, dass die Integrität der Messungen überprüft werden muss, bevor Schlussfolgerungen über langfristige Klimatrends gezogen werden können.”
Implikationen bzgl. Klimadaten und die Politik
Temperaturmessungen spielen eine wichtige Rolle bei der Gestaltung öffentlicher Diskussionen über Klimatrends und der Gestaltung von Energie-, Umwelt- und Infrastrukturpolitik.
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Platzierung von Messstationen und die Exposition von Mikrolagen bei Klimadatenprüfungen und politischen Bewertungen ausdrücklich bewertet werden sollten.
„Wenn Temperaturmessstationen durch nahegelegene Wärmequellen beeinflusst werden, müssen diese Auswirkungen verstanden und berücksichtigt werden“, sagte Watts. „Andernfalls laufen politische Entscheidungsträger Gefahr, Entscheidungen auf der Grundlage von Messungen zu treffen, die lokale Wärme-Beeinflussungen enthalten.“
Über GOATS
Das Global Open Atmospheric Temperature System (GOATS) ist ein unabhängiges Netzwerk zur Messung der Temperatur, das sich am United States Climate Reference Network (USCRN) der National Oceanic and Atmospheric Administration orientiert, dem höchsten Standard der US-Bundesregierung für verzerrungsarme Temperaturmessungen.
GOATS-Stationen verwenden dreifach redundante Sensoren, geeignete Sonnenschutzvorrichtungen und strenge Standortstandards, um den Einfluss künstlicher Wärmequellen in der Nähe zu minimieren. Sie zeichnen die Temperatur minütlich auf und veröffentlichen die Daten offen und ohne Anpassungen.
Mike Alger, ein Veteran des lokalen Fernsehens in Reno (Nevada) war maßgeblich daran beteiligt, die Genehmigung für die Aufstellung der GOATS-Station auf dem Flughafengelände neben dem Flughafen zu erhalten, um die Nähe zu gewährleisten. Nach Auswertung der Ergebnisse äußerte er sich wie folgt:
„Seit Jahrzehnten habe ich vermutet, dass die Temperaturen am Flughafen Reno aufgrund des städtischen Wärmeinseleffekts deutlich zu hoch sind. Diese Studie zeigt sehr deutlich, dass der Wärmeinseleffekt nicht nur vorhanden, sondern sogar dramatisch ausgeprägt ist. Die Verwendung von Temperaturaufzeichnungen dieser Station und vieler anderer ähnlicher Stationen muss bei der Bewertung der Klima-Temperaturentwicklung überprüft werden.“
Der vollständige Report „Global Open Atmospheric Temperature System (GOATS): What Was Accomplished in Reno,” ist hier verfügbar. Die vollständigen Daten sind hier einzusehen. Ein technisches Whitepaper zum GOATS-Projekt steht hier.
The Heartland Institute is a national free market think tank founded in 1984 that The Economist magazine called “the world’s most prominent think-tank promoting skepticism about man-made climate change.”
Der UHI ist real, zumindest in Reno:
Temperatur-Querschnitt am 28. Oktober 2008 um 23.15 Uhr Ortszeit in Reno. Temperaturbereich 45°F ~ 7,2°C; 57°F ~ 13,9°C. Wie üblich ist die Differenz zwischen Innenstadtlagen und Randgebieten abends am größten.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Beispiel einer Wärmeinsel-Verzerrung an einer offiziellen Klima-Station erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.


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