Kategorie: NACHRICHTEN
Kältereport Nr. 11 / 2026
Vorbemerkung: Dieser Kältereport ist kürzer als sonst. Cap Allon bringt meist nur ein oder zwei aktuelle Meldungen, dafür jedoch eine ganze Reihe von Nachrichten, die Eingang in die nächste Ausgabe der „Kurzmeldungen“ finden werden. Den Anfang der nächsten Woche deutet sich in den USA eine Mega-Entwicklung an, die hier aber als Vorausschau nur kurz Eingang findet.
Weiter geht es mit
Einer Meldung vom 10. Februar 2026:
Antarktis: unter –60°C – Meereis stabilisiert sich
Die eisige Kälte der Antarktis ist früh zurückgekehrt.
Am 8. März sanken die Temperaturen an der Concordia-Station auf -60,3 °C und markierten damit den ersten Wert unter -60 °C in dieser Saison.
Solche Extremwerte sind für das Hochplateau der Ostantarktis nicht ungewöhnlich, wo klarer Himmel, trockene Luft und lange Polarnächte dafür sorgen, dass Wärme rasch ins All abstrahlt. Wenn das Sonnenlicht im Winter nachlässt, sinken die Temperaturen regelmäßig stark ab. Dennoch wird die Schwelle von -60 °C normalerweise erst später im Herbst unterschritten, nicht bereits Anfang März.
Dieser Messwert wurde verzeichnet, während sich das antarktische Meereis nach der sommerlichen Schmelzperiode stabilisiert.
Nach Angaben des NSIDC erreichte das Meereis des Kontinents am 26. Februar mit 2,58 Millionen km² sein jährliches Minimum. Diese vorläufige Zahl stellt eine deutliche Erholung gegenüber dem 2023 beobachteten Tiefstand dar und liegt nahe am Durchschnitt der Jahre 1981–2010.
„Während des größten Teils des Jahres lag das antarktische Meereis deutlich unter dem Tagesdurchschnitt“, sagte Ted Scambos, leitender Wissenschaftler am CIRES und Mitarbeiter des NSIDC. „Dann drückten im Januar und Februar starke Winde aus dem Süden das Meereis in der Weddellsee nach außen. Dies verlangsamte den allgemeinen Rückgang der Ausdehnung und führte zu einem nahezu durchschnittlichen Minimum.“
Das Gesamtbild bestätigt, was die Daten aus der Antarktis schon seit langem zeigen: enorme Schwankungen von Jahr zu Jahr, die in erster Linie durch Wind- und Ozeanströmungen bedingt sind.
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Eine Meldung vom 11. März 2026:
Zentral-Asien: schwere Schneestürme
Ein heftiger Schneesturm in der späten Saison traf Astana in Kasachstan und brachte viel Schnee sowie extreme Kälte über die Hauptstadt und die umliegende Steppe.
Der Flugverkehr wurde beeinträchtigt, und die Straßen wurden schnell unpassierbar; auf der Autobahn zwischen Astana und Karaganda kam es zu einer Massenkarambolage mit sieben Fahrzeugen.
Die Temperaturen sanken rapide, als sich der Sturm verstärkte.
In der Hauptstadt wurden am frühen Mittwoch Tiefstwerte von -27 °C gemessen.
Im gesamten Norden Kasachstans sind die Tiefstwerte weitgehend auf -20 °C gefallen, begleitet von starkem Schneefall und Schneestürmen.
Der Kälteeinbruch ist Teil einer größeren arktischen Kaltluftwelle, die diese Woche über Zentral- und Nordasien hinwegfegt. Winterliche Bedingungen und Schnee haben unter dem Einfluss der gleichen arktischen Luftmasse auch Kirgisistan, Tadschikistan und Westchina erreicht.
Später Schneefall ist in der Steppe zwar üblich, doch die Kombination aus bitterer Kälte, starken Winden und weitreichenden Schneefällen hat zu einem der härtesten Kälteeinbrüche im März der letzten Jahre in Zentralasien geführt.
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Meldungen vom 12. März 2026:
Türkei: Rekord-Schneefälle im Osten des Landes
Im Osten der Türkei haben die Schneehöhen in den Bergen der Provinz Van ein außergewöhnliches Ausmaß erreicht.
Am Karabet-Pass entlang der Autobahn Van–Bahçesaray hat die Schneehöhe laut der türkischen Generaldirektion für Meteorologie auf einer Höhe von etwa 3.000 m 3,38 m erreicht.
Diese Schneehöhe zählt zu den extremsten Werten, die jemals im Land gemessen worden sind.
Der Pass ist seit dem 27. Dezember wegen ununterbrochenen Schneefalls und der anhaltenden Lawinengefahr für den Verkehr gesperrt. Da die Hauptstraße verschüttet ist, können die Einwohner von Bahçesaray die Provinzhauptstadt Van nur über einen 250 km langen Umweg erreichen.
In einigen Gebieten in der Nähe von Van hat die Schneehöhe inoffiziellen Angaben zufolge 4 m überschritten, so dass schwere Maschinen Tunnel durch die Schneemassen graben mussten, um die lokalen Straßen befahrbar zu halten.
Dazu gibt es ein YouTube-Video
Auch die Schneefälle in der gesamten Region Ostanatolien haben in letzter Zeit für Aufsehen gesorgt, so dass die Behörden Lawinenwarnungen für die Berggebiete in der Nähe der östlichen Schwarzmeerregion und entlang der türkisch-iranischen Grenze herausgegeben haben.
Die Region Bahçesaray selbst ist vor Ort als „neunter Planet“ bekannt – ein Spitzname, der auf die ungewöhnlich langen Winter und die anhaltende Schneedecke hinweist, die regelmäßig bis weit in den Frühling hinein bestehen bleibt.
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USA: Schwerer Schneesturm droht im Gebiet der Großen Seen
Auf die Vereinigten Staaten zielt ein heftiger arktischer Kälteeinbruch zum Saisonende zu, wobei für Anfang nächster Woche ein schwerer Schneesturm erwartet wird, der die Region der Großen Seen heimsuchen wird.
Ein Ausläufer des Polarwirbels wird sich zwischen Sonntag und Dienstag von der kanadischen Arktis nach Süden ausbreiten und dabei eine Kaltluftmasse von winterlicher Stärke freisetzen, die in den letzten Wochen über Nordkanada gestaut war.
Wenn diese Luftmasse in die kontinentalen Vereinigten Staaten vordringt, wird sie auf ein sich verstärkendes Sturmsystem über dem Mittleren Westen und den Großen Seen treffen.
Das Ergebnis könnte eine heftige „Bombenzyklone“ zum Ende des Winters sein.
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Meldungen vom 13. März 2026:
China: Schwerer Schnee- und Kälteeinbruch in Xinjiang
Eine massive Kältewelle fegte diese Woche über den Nordwesten Chinas hinweg und bedeckte Teile von Xinjiang unter einer dicken Schneedecke.
In Urumqi führten starke Winde und heftige Schneefälle zu einer raschen Verschlechterung der Sichtverhältnisse, als arktische Luft nach Süden strömte. Die Temperaturen fielen innerhalb weniger Stunden um 20 Grad Celsius.
Der Sturm führte schnell zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Abschnitte der Qitai-Schnellstraße wurden durch den Schnee blockiert, wodurch Fahrzeuge festsaßen.
Heftige Schneefälle breiteten sich über den Norden Xinjiangs aus, als die Kaltfront durchzog.
So sieht die Lage in Zentralasien in letzter Zeit aus: Eine wirklich ungewöhnliche Kältewelle erstreckt sich von der arktischen Küste Sibiriens über Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan und Afghanistan bis hinein in den Iran.
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Tasmanien, Australien: Rückkehr des Schnees
Eine ausgeprägte Kaltfront ist über Südaustralien hinweggezogen und hat Tasmanien frühen Schnee beschert.
Das Tiefdruckgebiet zog Anfang der Woche über Victoria und New South Wales hinweg, drückte kältere Luft nach Norden und ließ die Temperaturen in den südlichen Bundesstaaten sinken.
Tasmanien wurde am stärksten davon getroffen.
Am Donnerstag wurden am Mount Williams Schneeschauer gemeldet, und in den höheren Lagen der Insel wird weiterer Schneefall erwartet. Laut Wettervorhersagen wird auch am Mount Wellington mit Neuschnee gerechnet.
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USA: Hitze und Schneesturm gehen in den nördlichen Staaten Hand in Hand
Anfang nächster Woche wird sich über Nordamerika im 500hPa-Niveau ein starker Hochkeil bilden. Er erzeugt zunächst einen „Hitzedom“ zu Beginn der Saison. Während sich dieser Hochdruckkeil verstärkt, wird der Jetstream stark nach Norden in Richtung Kanada abgelenkt, bevor er über die östliche Hälfte des Kontinents nach Süden abfällt.
Auf der Rückseite kann sich dann ein arktischer Trog bis in die zentralen Teile der USA ausdehnen.
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Das sieht aus heutiger Sicht (13. März) wirklich interessant aus. Tatsächlich treten derartig extreme Temperatursprünge zwar nicht in jedem Jahr, aber doch immer wieder auf. So konnte ich im September 1978 in Texas, genauer in der rund 1000 m hoch gelegenen Stadt Amarillo eines Tages eine Mittagstemperatur von 34°C dokumentieren. Am Abend des gleichen Tages, also nur 12 Stunden später, meldete die Stadt bei +1°C und starkem, vermutlich eisig kaltem Nordwind Schneeregen.
Mehr dazu wie angekündigt nächste Woche bei Eintreten des Ereignisses. A. d. Übers.
Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 12 / 2026
Redaktionsschluss für diesen Report: 13. März 2026
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Kältereport Nr. 11 / 2026 erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.
Historischer Absturz: Honda verbrennt Milliarden am Altar des Klima-Wahns!
Der Klimawahn reißt einen weiteren Traditionskonzern in den Abgrund. Der japanische Autobauer Honda, der seit seinem Börsengang im Jahr 1957 (!) ununterbrochen schwarze Zahlen schrieb, steht vor einem historischen Milliardenverlust. Der Grund für das Desaster? Man hat sich blindlings der politisch verordneten E-Auto-Agenda unterworfen. Nun kommt die Rechnung: 15,7 Milliarden Dollar Verlust.
Jahrelang liefen die Chefetagen der großen Autokonzerne den Öko-Phantasten und Klimaideologen hinterher. Man wollte um jeden Preis “klimaneutral” werden und setzte alles auf die Karte der umstrittenen Elektromobilität. Doch die wirtschaftliche Realität lässt sich eben nicht durch linksgrüne Wunschträume ersetzen. Honda musste nun in einer Pressemitteilung kleinlaut zugeben, dass die EV-Strategie krachend gescheitert ist. Für das am 31. März endende Geschäftsjahr rechnet man mit einem gigantischen Minus von 15,7 Milliarden US-Dollar.
Auch die Japaner setzten darauf, dass die Regierungen weltweit ihre desaströse Netto-Null-Agenda fortführen werden. Honda gibt offen zu, dass man sich auf “politische Veränderungen” in den USA verlassen hatte, die eine “breite Einführung von EVs” erzwingen sollten. Auf gut Deutsch gesagt: Man baute darauf, dass der Staat den Bürgern die Verbrenner wegnimmt und sie zwingt, überteuerte Stromer zu kaufen. Doch dann kam Donald Trump und beendete diesen Unsinn.
Mit dem Ende der unsinnigen staatlichen Subventionen – insbesondere dem Wegfall des 7.500-Dollar-Steuerbonus Ende September 2025 – und der Rückkehr zu einer vernunftbasierten Wirtschaftspolitik, brach das künstlich aufgeblähte E-Auto-Kartenhaus in den USA in sich zusammen. Ohne das Geld der hart arbeitenden Steuerzahler, das als Kaufprämie zweckentfremdet wurde, will einfach kaum jemand diese unpraktischen Fahrzeuge haben. Hinzu kommen Trumps neue Zollrichtlinien, die den Markt wieder zugunsten der heimischen Wirtschaft ordnen.
Das Ergebnis ist ein Zusammenstreichen der Produktpalette. Gleich drei geplante E-Modelle für den nordamerikanischen Markt wurden nun hastig storniert. Der “Honda 0” SUV, die “0 Saloon” Limousine und der Acura RSX werden niemals das Licht der Welt erblicken. Noch im Januar hatte man auf der CES in Las Vegas stolz Prototypen präsentiert – heute sind sie nur noch teurer Elektroschrott in den Entwicklungsabteilungen.
Zusätzlich wird Honda auf den asiatischen Märkten von der chinesischer Konkurrenz überrollt, die den Markt mit Billig-Stromern flutet. Die Japaner jammern nun über ein “extrem herausforderndes Geschäftsumfeld” und eine “Unfähigkeit, flexibel zu reagieren”. Die Börse reagierte prompt: Die Honda-Aktie stürzte ab und verzeichnete auf Halbjahressicht ein sattes Minus von über 22 Prozent.
Honda ist mit diesem selbstverschuldeten Desaster keineswegs allein. Erst im Dezember musste der US-Gigant Ford einen enormen Abschreibungsschock von 19,5 Milliarden Dollar verdauen, weil auch dort die Nachfrage nach den E-Autos ins Bodenlose stürzte und Modelle eingestampft werden mussten. Auch andere Autohersteller kämpfen mit enormen finanziellen Problemen, weil Unsummen in die Elektrosparte gepumpt werden, diese jedoch keine Profite abwirft.
Rot-Schwarz in Brandenburg: SPD und CDU billigen Koalitionsvertrag

Nach dem Bruch der Koalition aus SPD und BSW wollen die Sozialdemokraten in Brandenburg künftig mit der CDU regieren. Am Samstag (14.März) billigten beide Parteien ihren Koalitionsvertrag. Das Papier (37 Seiten) steht unter dem Motto „Verantwortung für Brandenburg“.
Bei den Kernthemen Finanzen/Wirtschaft einigten sich beide Seiten auf viel Wortgeklingel: Brandenburg brauche „jetzt einen Kurs der Konsolidierung und der finanziellen Verantwortung“; mit einer „Industriestrategie Brandenburg“ soll die Ansiedlung neuer Industriebetriebe im Land unterstützt werden.
Wirklich konkret wird es nur an wenigen Stellen: Am Kohleausstieg will Rot-Schwarz festhalten. Der Gesinnungstest für Beamte („Verfassungstreuecheck“) bleibt.
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Weltfrauentag: Gewalttätige Angriffe auf Kirchen und Lebensrechtsgruppen
(David Berger) Der Internationale Frauentag am 8. März, eine Erfindung von Sozialisten, wird weltweit immer mehr zum Tag gewalttätiger Randale. In Deutschland verweisen Vertreter von Lebensrechtsorganisationen – Gruppen, die sich gegen Abtreibung einsetzen – auf mehrere Vorfälle, die zeigen, wie sehr der sog. Frauentag inzwischen von linksextremen Gewalttätern gekapert wurde. In Heidelberg wurde das Lebensrechtszentrum […]
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Das Kinsey-Dossier (4): Der moralische Abgrund der Sexualforschung – Wie das Kinsey-Institut Pädophilie »verharmloste!«
Covid-Lockdowns haben der Entwicklung von Kleinkindern geschadet

Zwei Analysen zu den Auswirkungen von Covid-bezogenen Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit auf Kinder bringen Lockdowns und Abstandsregeln mit Entwicklungsverzögerungen bei Kleinkindern in Schottland in Verbindung. Eine von der Universität Edinburgh geleitete Studie von Ian Hardie et al mit dem Titel „COVID-19 public health and social measures (PHSM) and early childhood developmental concerns in […]
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Der Libanon im Schatten des Angriffskriegs gegen den Iran

Im Libanon wehrt sich eine von UN-Resolutionen zum bewaffneten Widerstand legitimierte Widerstandsbewegung, welche jedoch in Kolonialländern als Terrororganisation eingstuft wird. Sie entstand nach Invasionen des Libanons durch Israel und wird durch den Iran unterstützt. Das geschieht im Schatten des Kriegs gegen den Iran und ist Teil des geopolitischen “Schachspiels”. Hier Details und kurze geschichtliche Rückblenden. […]
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Woher kommt der Strom? Woche beginnt mit starker Windstromerzeugung

9. Analysewoche 2026
Die aktuelle Analysewoche beginnt mit starker Windstromerzeugung. Dann folgte eine 1 ½- tägige Dunkelflautenphase. Am Dienstag kam es denn auch zu den Wochenhöchstpreisen: Vormittag (147€/MWh) und zum Vorabend (184€/MWh). Mit der PV-Stromerzeugung erreichen die Regenerativen zum Wochenende inkl. Freitag die Bedarfslinie. Die Strompreise fallen jeweils über Mittag auf die 0€/MWh-Linie. Am Montag wurde die Bedarfslinie über die Mittagsspitze ebenfalls erreicht. Da aber fiel der Preis „lediglich“ auf 3€/MWh. Während der Dunkelflautenphase kam es durchgehend zu Stromimporten. Im Rest der Woche wurde praktisch nur am Vorabend Strom importiert. Das ist gewollt, das hebt das Preisniveau.
Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 9. Analysewoche 2026 gibt Agora-Energiewende. Diese NGO erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den möglichen Prognose-Höchstwert von 86 Prozent Ausbaurate. Die Residuallasten liegen am Dienstag wieder über 70 GW. Ansonsten kommt es außer an besagtem Dienstag zu starker Strom-Übererzeugung.
Der Iran-Krieg
Selbstverständlich wird der Krieg Auswirkungen auf die Strompreise haben. Weil die Bürger in aller Regel Festpreisverträge haben, wird sich dies erst später (Vertragsverlängerung/Neuvertrag) konkret auf die Haushalte auswirken. Die Tatsache aber, dass die Kraftstoffpreise in Deutschland so massiv angezogen sind, hat in erster Linie mit den diversen „Energiewendezuschlägen plus Mehrwertsteuer auf Alles“ zu tun. Im Nachbarland Belgien habe ich aktuell 35 Cent weniger als in Deutschland für E10-Super bezahlt. Die Rohöl- und Gaspreise ab Quelle sind das eine. Die unsäglichen Abgaben in Deutschland sind das andere.
In diesem Zusammenhang mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die „Freunde der Energiewende“: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung mit Kernenergie auf, bevor es zu spät ist. Ein guter, weil wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist die geplante Änderung des alten Habeck-Heizungsgesetzes in das Gebäudemodernisierungsgesetz. Ein weiterer guter Ansatz ist das sogenannte Netzpaket. Weiter so: Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.
Bitte beachten Sie Peter Hagers Ausführungen zum „Strom aus Island“ nach den Tagesanalysen.
Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?
Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.
Sonderfall Wind- und Solarkraft
Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.
Tageswerte
Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.
Windstrom ist konstant stark. PV-Strom ist winterlich schwach. Die Strompreise wurden nicht ausgeworfen.
Wind-Stromerzeugung zieht zum Abend an. Die Strompreise.
Windflaute. Die Strompreise.
Ein Windloch über Mittag. Die Strompreise.
Wind-Stromerzeugung fällt über Tag leicht ab. Die Strompreise.
Jetzt wieder steigende regenerative Stromerzeugung auf hohem Niveau bei niedrigerem (Wochenend-)Bedarf. Die PV-Stromerzeugung dem Frühjahr entsprechend vorhanden. Die Strompreise.
Windstrom fällt wieder ab. PV-Strom ist stark. Die Strompreise.
Grüner Strom aus Island
Zum Beginn eines Jahres erhalten die Haushalte von den Stromlieferanten die Jahresabrechnung. Darin enthalten ist auch die gesetzlich vorgeschriebene Stromkennzeichnung des gelieferten Stroms an die Kunden gemäß § 42 Energiewirtschaftsgesetz.
Es werden neben den fossilen Energieträgern wie Kohle oder Gas auch die Erneuerbaren Energien und deren Herkunftsländer unterschieden. Bei den Erneuerbaren gibt es weitere Differenzierungen: Gefördert nach dem EEG, aus der Region (gefördert nach dem EEG) oder mit Herkunftsnachweis (nicht gefördert nach dem EEG).
Ein Herkunftsnachweis ist ein elektronisches Dokument, welches die Erzeugung einer MWh Strom aus erneuerbaren Energien bestätigt. Diese können unabhängig vom physikalisch erzeugten Strom gehandelt werden und sowohl aus Deutschland, der EU oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (zum Beispiel Norwegen oder Island) stammen. Für die Richtigkeit der Herkunftsnachweise ist das Umweltbundesamt zuständig.
Ein großer Teil der Herkunftsnachweise in Deutschland stammt aus nordeuropäischen Ländern. Das ist sehr lukrativ, da Herkunftsnachweise aus Nordeuropa bis zu zehnmal günstiger sind als Herkunftsnachweise aus Deutschland. Jedoch sind die Herkunftsnachweise aus anderen Ländern kein Garant für eine reale Stromlieferung. Denn zwischen Island und Europa gibt es keine Stromverbindung. Der in Island regenerativ erzeugte Strom gelangt nicht ins deutsche Stromnetz.
Wenn in der Jahresabrechnung bei den Herkunftsnachweisen „Island“ angegeben ist, weiß man, dass dieser EE-Strom eine Mogelpackung ist.
Da fühlt man sich als Stromkunde – noch dazu, wenn man einen Grünstromvertrag hat – doch irgendwie verschaukelt. Aber so ist es halt. Merkwürdig ist auch, dass Deutschland viel Strom aus den Nordländern importiert aber (noch) nicht genügend Übertragungsleitungen für den selbst erzeugten Strom in Nord- und Ostsee und/oder Norddeutschland in den Süden Deutschlands hat. Da wird dann abgeregelt und „Geisterstrom“ vergütet. Dass Hamburg zu knapp 70 Prozent mit fossil erzeugtem Strom versorgt wird, ist ebenfalls bemerkenswert. Warum werden Teile des abgeregelten Stroms nicht nach Hamburg geleitet?
In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass Strom IMMER den kürzesten Weg zum Nutzer (Stromsenke) nimmt. Das ist im Raum Aachen zum Beispiel in der Hauptsache Strom, welcher im Braunkohlekraftwerk „Weisweiler“ erzeugt wird. Egal, ob der Stromvertrag „grün“ oder „schwarz“ ist. Übrigens wird in Weisweiler auch die Fernwärme für Aachen und Umgebung erzeugt. Was nach Abschaltung des Kraftwerks kommt, weiß man nicht. Von Geothermie in großem Umfang ist die Rede. Ob das dann ausreicht? Die Fernwärmekunden werden es erleben.
Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.de, Agora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.
Der Beitrag Woher kommt der Strom? Woche beginnt mit starker Windstromerzeugung erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.
„Aber genau das ist doch stets der Trick“ der alternativen Matroschkapuppe: Magnets Scheinkritik an Nius und Apollo News – Die ultimative Simulation von Dissens
In der Tat, Stefan, in der Tat: Genau das ist doch „stets der Trick“. Es…
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Epstein und das uralte Phänomen der „Hofjuden“ – Candor Intelligence Network
Quelle: Epstein and the age-old “court jew” phenomenon – Candor Intelligence Network Anmerkung meinerseits: Da…
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Gibt es Zeit? – Prof. Vlatko Vedral
Quelle: (12) Does Time Exist? Ich habe kürzlich einen Vortrag zu diesem Thema am Institute…
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Eine vollständig digitalisierte technokratische Herrschaft steht nicht vor der Tür, sie ist schon da – Gary D. Barnett
Quelle: (12) Full-Out, Digitized Technocratic Rule Is not Around the Corner, It Is Next Door…
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