Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Vom Größenwahn zur Demut

Vom Größenwahn zur Demut

Vom Größenwahn zur Demut

Wird Donald Trumps „Revolution des gesunden Menschenverstands“ den Gnostizismus eindämmen können?

Edgar L. Gärtner

Donald Trump und seine Getreuen haben sich vorgenommen, die selbstmörderische Woke-Ideologie zurückzudrängen, wenn nicht auszurotten, was auch ich sympathisch finde. Doch die Begeisterung für Donald Trumps und Elon Musks Revolution, sofern sie bei uns überhaupt vorhanden war, lässt schon wieder nach. Ursache ist weniger die ungewohnte Tatsache, dass Trump tatsächlich mit seinen Wahlversprechen ernst macht, sondern das Nachgeben von Börsekursen als Reaktion auf die von Trump verhängten Zölle und die von Musks „extragouvernementalen“ Behörde verfügte Entlassung Zigtausender von Beamten und Forschern sowie der Boykott von Produkten der von Trump und Musk repräsentierten neuen Elite auf dem Markt, der Trump-freundliche Milliardäre viel Geld verlieren lässt. Um zu erkunden, wohin die beiden mit ihren zum Teil drakonischen Maßnahmen überhaupt wollen, ist es ratsam, sich intensiver mit deren theologischen und ideologischen Begründungen zu beschäftigen. Es geht im Folgenden also nicht um den problematischen Charakter Trumps und die extravagante Psyche seiner Förderer Elon Musk und Peter Thiel, sondern um deren Glauben.

Sage niemand, Politik im Allgemeinen und speziell Klima- und Energiepolitik habe nichts mit Theologie zu tun. Zumindest die Pastorentochter Angela Merkel würde der Aussage, dass Politik einer theologischen Begründung bedarf, wohl nicht widersprechen. Für die Begründung des von ihr aus wahltaktischen Gründen überstürzt verfügten Ausstieg aus der zivilen Nutzung der Kernenergie nach der Havarie von Fukushima setzte sie im März 2011 die „Ethik-Kommission für eine sichere Energieversorgung“ ein, der zwar führende römisch-katholische und protestantische Bischöfe, aber keine Ingenieure angehörten.

Deutsche Bischöfe gehen voran

Besonders profiliert hat sich in und um diese Kommission der damalige Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK) Kardinal Reinhard Marx. Im Mai 2011 veröffentlichte dieser in der „Frankfurter Allgemeinen“ einen ganzseitigen Gastbeitrag unter dem Titel „Energie – eine Frage der Gerechtigkeit“. Darin forderte er, sich auf eine weit ins technische Detail gehende Ausarbeitung der DBK unter dem Titel „Der Schöpfung verpflichtet“ berufend: „Der Ausstieg aus der Kernenergie sollte…auf jeden Fall unter der Prämisse einer gleichzeitigen Abkehr von den fossilen Energieträgern erfolgen.“

„Der Schöpfung verpflichtet“ oder „Schöpfung bewahren“ sind wiederkehrende Schlagworte, die der Forderung nach einem Stopp des Einsatzes „fossiler“ Energieträger den Anschein einer biblischen Begründung verleihen sollen. In Wirklichkeit widersprechen sie aber nicht nur dem Wortlaut des Alten Testaments, sondern auch dem gesunden Menschenverstand, den der Schöpfer der Krone seiner Schöpfung (zusammen mit der Freiheit, sich dieser Gabe zu bedienen oder darauf zu verzichten) mitgegeben hat. Im Buch „Genesis“ heißt es nur: „Gott setzte den Menschen in den Garten Eden, dass er ihn bebaue und bewahre.“ (1. Mose 2,15) Das Bebauen, Umwandeln einer Landschaft kommt also eindeutig vor dem Bewahren. Ginge es nur um das Bewahren, müssten die Menschen sich eigentlich abschaffen. Es geht aber bei dem göttlichen Auftrag gar nicht um das Ganze, sondern um einen eingezäunten Bereich, den wir einigermaßen überblicken und kontrollieren können. Die Schöpfung in ihrer Gänze bewahren zu wollen, wäre ein blasphemisches Ansinnen, denn logischerweise könnte nur der Schöpfer selbst das tun, weil uns sterblichen Menschen dazu Durchblick und Übersicht fehlen.

Grenzen der Erkenntnis

In Form des Verbotes, vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, warnt das erste Buch Mose vor dem Versuch, unsere grundsätzlichen Verständnisgrenzen verbal zu überschreiten. Heute zeigt uns die Quantenphysik diese Grenzen. Wir wissen zum Beispiel, dass die verzögerungsfreie Verschränkung von Elementarteilchen eine experimentell überprüfbare und technisch nutzbare Tatsache ist. Wir verstehen aber nicht, was dahintersteckt. Wir können (und müssen) die Gravitation, die Anziehungskraft zwischen Körpern messen und für die Konstruktion mechanischer Vorrichtungen zur Befriedigung unserer Bedürfnisse nutzen. Wir wissen aber nicht, was Gravitation ist.

Deshalb stützen sich die 10 Gebote des Mose, eigentlich Regeln, die im Futur und nicht im Imperativ formuliert sind (den einen Gott respektieren, nicht morden, nicht stehlen, nicht ehebrechen, nicht neiden), mit denen meiner Ansicht nach das Menschsein beginnt, nicht primär auf Aussagen über den Zustand der äußeren Welt. Nach Ansicht des liberalen Wirtschaftsnobelpreisträgers Friedrich-August von Hayek handelt es sich dabei vielmehr um „Regeln, die uns zwar nicht sagen, was in dieser Welt geschieht, aber sagen, dass uns wahrscheinlich nichts geschehen wird, wenn wir sie befolgen.“ Das legt Demut nahe. Hayek zufolge begünstigt der freie marktwirtschaftliche Wettbewerb diese Haltung. So kommt es zu einem Gleichklang zwischen der Demutsforderung des Dekalogs und dem klassischen Liberalismus.

Wissensanmaßung

Das Gegenteil von Demut ist die Wissensanmaßung. Nach der Gnosis, einer einflussreichen geistigen Strömung in der Spätantike, nennt man diese Wissensanmaßung, die die Göttlichkeit des Menschen behauptet bzw. das Gottspielen zum Programm erhebt und letzten Endes nicht davor zurückschreckt, für das Ansteuern „alternativloser“ Ziele den Dekalog in Frage zu stellen, Gnostizismus. Schon die Bibel lehrt, dass die Versuchung groß ist, etwas zu behaupten, was eigentlich nur Gott wissen könnte, und berichtet, dass sich immer wieder gnostische Sekten bildeten, denen Wissensanmaßung und Rechthaberei zum Lebensbedürfnis geworden waren. Im Neuen Testament geht es dabei vor allem um die Sadduzäer (Tempelwächter), die Jesus Christus ans Kreuz brachten, zum Teil aber auch um die beleseneren und toleranteren Pharisäer, d.h. Schriftgelehrte, denen Jesus Christus weniger ablehnend gegenüberstand. Zu diesen gehörte der Rabbi Saulus, der später durch sein „Damaskus-Erlebnis“ zum maßgeblichen Interpreten des Wortes Jesu wurde. Auch in den frühen christlichen Gemeinden tauchten immer wieder falsche Propheten auf, mit denen sich Saulus/Paulus in seinen berühmten apostolischen Briefen auseinandersetzte. Diese Briefe bilden einen kanonischen Bestandteil des Neuen Testaments.

Mit dem (Märtyrer-)Tod der letzten Apostel gilt die biblische Offenbarung als abgeschlossen. In der nachapostolischen Zeit (im 2. Jh. n. Chr.) erlangte die dualistische Häresie des reichen Reeders Marcion großen Einfluss. Marcion leugnete die Fleischwerdung des Wortes Jesu und konstruierte einen Gegensatz zwischen dem bösen Gott des Alten und dem guten Gott des Neuen Testaments und lieferte damit dem Antisemitismus Argumente, die noch heute benutzt werden. Von seinen Schriften sind nur die Zitate überliefert, die der 130 n. Chr. In Smyrna (Kleinasien) geborene Märtyrer-Bischof Irenäus von Lyon in seinen Polemiken gegen den Häretiker verwendete, weil die Gemeinden der treuen Jesu-Nachfolger alle seine Schriften verbrannten. Damit waren die gnostischen Ideen allerdings nicht aus der Welt. Im Gegenteil blieb die Geschichte des Christentums eine ständige Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen des Gnostizismus.

Konsequenzialismus

Worauf es hier ankommt, ist die Tatsache, dass Formen des Gnostizismus eine besondere Rolle in der europäischen „Aufklärung“ und in den Schriften der davon beeinflussten Gründerväter der USA spielten. Namentlich die französischen Aufklärer beriefen sich auf einen Sinn der Geschichte, der auf mechanische bzw. fatalistische Weise auf ein „Endziel“, den Kommunismus oder die Freiheit (ober- und unterhalb der Gürtellinie) hinführt. Der Dekalog (einschließlich des Mordverbots) wurde dadurch nach und nach vom Konsequenzialismus verdrängt: Als „gut“ galt fortan alles, was den Fortschritt in Richtung auf das Endziel fördert, als „böse“ das, was den Fortschritt hemmt. Dabei verschwanden bei vielen Akteuren die letzten religiös begründeten Skrupel. Der Darwinismus lieferte dafür später die szientistische Begründung. Heute finden wir das gleiche Argumentationsschema bei der Begründung der „Brandmauer“ gegen die verteufelten „Rechten“. Ein solches Denken muss m.E. in eine Sackgasse münden, was man gerade bei den unglücklichen Verhandlungen des Kanzlerkandidaten der CDU über eine mögliche Regierungskoalition unter Ausschluss der „bösen“ AfD beobachten kann. Aber das ist nicht Thema dieses Beitrags.

Die Gründerväter der USA haben sich offen zu einer gnostizistischen Verfälschung der Bibel bekannt. Das gilt insbesondere für den dritten Präsidenten der USA Thomas Jefferson (1743-1826), dem Hauptverfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, der so weit ging, eine eigene gnostisch zurechtgestutzte Version des Neuen Testamentes zu schreiben. Wie man darin sofort erkennt, verstand er die Bibel als Märchenbuch und wollte sie lediglich als moralische Anleitung verstehen. Er sah folglich alles, was darin über Wunder (einschließlich des Wunders der leiblichen Auferstehung Jesu Christi nach seinem Kreuzestod) berichtet wird, als überflüssig, wenn nicht irreführend und schädlich an. Als Zumutung muss ihm auch die Offenbarung des Johannes erschienen sein. So eliminierte er alles, was dem Geist der „Aufklärung“ widersprach, und schuf damit ein Kompendium erbaulicher Sprüche und Handlungsempfehlungen, das sich heute wohl gut als Glaubensbekenntnis einer „woken“ bzw. gnostischen Sekte eignen würde. Das Kompendium wurde allerdings erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts, also lange nach Jeffersons Tod, in Amerika veröffentlicht. Immerhin könnte Jeffersons Kompendium meines Erachtens die Erkenntnis fördern, dass die „Aufklärung“, auf die sich Liberalismus und Sozialismus gleichermaßen berufen, im Kern eine in Selbstbeweihräucherung schwelgende gnostische Bewegung war. (Ich habe darauf in meinem auch hier erschienen Aufsatz „Abschied von der Aufklärung“ hingewiesen.)

Kein Zweifel: Die politische Instrumentalisierung des ideologisch zurechtgestutzten Neuen Testaments hat in den USA Tradition. Führt nicht ein mehr oder weniger direkter Weg von Jefferson zu Trump und Musk? Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Trump und Musk müssen zwar als typisch amerikanisch betrachtet werden, können aber aus europäischer Sicht äußerlich kaum als Vertreter des authentischen Christentums gelten. Beim US-Vizepräsidenten J.D. Vance ist das nach allem, was ich über seine Konversion zum orthodoxen Katholizismus mithilfe eines Dominikaners weiß, ganz anders. Nicht von ungefähr gilt Vance bei den Verfechtern der Woke-Bewegung als gefährlicher als Trump. Deshalb unterstütze ich bis auf Weiteres den Kreuzzug der drei sowie ihres Sponsors Peter Thiel gegen den Wokismus („Es gibt nur zwei Geschlechter“) und insbesondere ihren Einsatz für die Meinungs- und Redefreiheit, weil sich die Woke-Bewegung noch viel weiter von den 10 Geboten und dem gesunden Menschenverstand entfernt hat. Gegen deren auffälligen Irrationalismus sündigen Donald Trump, Elon Musk und Peter Thiel meines Erachtens vielleicht eher durch übertriebenen Rationalismus.

Technokratie

Schon das überhebliche und siegesgewisse, wenn nicht großmäulige Auftreten Trumps weist m.E. darauf hin, dass nicht die demütige Nachfolge Christi, sondern die vom Gnostizismus beeinflusste Technokratie sein geistiger Hintergrund ist. „Technokratie“ war in den USA im 20. Jahrhundert über lange Zeit kein Schimpfwort, sondern der Name einer relativ anspruchsvollen und einflussreichen intellektuellen Bewegung, die auch in Europa Anhänger fand, wenn auch nicht massenhaft. Der italienischstämmige amerikanische Autor Guido Giacomo Preparata führt den in den USA sich ausbreitenden technik-affinen Neognostizismus auf überwiegend französische Wurzeln zurück. In seinem lesenswerten Buch „Die Ideologie der Tyrannei“ (ins Deutsche übersetzt von unserem Freund Helmut Böttiger) zeigt er auf, wie das pornografische und gnostische Weltbild eines Georges Bataille (1897-1962) über Michel Foucault (1926-1984), Gilles Deleuze 1925-1995) und Félix Guattari 1930-1992) sowie über den Machiavellismus eines Leo Strauss (1899-1973) in Nordamerika Fuß fasste.

Worum es dabei ging und noch geht, zeigt beispielhaft das 1911 erschienene Buch „The Principles of Scientific Management“ des bekannten US-Ingenieurs Frederick Winslow Taylor, der zum Namensgeber einer internationalen Bewegung wurde. Der Taylorismus, die Philosophie der Fließband-Arbeit, ist heute zwar verrufen, aber noch immer wirksam. Links-Libertäre Autoren wie Iain Davis mutmaßen, dass Trump und seine Leute nicht nur auf eine staatsstreichartige Ersetzung der aktuellen woken durch eine technokratische Elite aus sind, sondern auch auf einen privat-öffentlichen Überwachungsstaat mithilfe der KI. Das zeige ihre neokameralistische Gleichsetzung des Staates mit einem Unternehmen („Gov-Corp“). Es gehe ihnen letzten Endes um eine Umpolung von Klaus Schwabs „Great Reset“. Immerhin wirft Davis in seiner Kritik Trump und Musk keine Heuchelei vor, denn bisher haben diese stur versucht, ihre Ankündigungen wahrzumachen. Gerade das macht der verlogenen EU-Kaste um Ursula von der Leyen ja Angst.

Dunkle Aufklärung

Die Tech-Milliardäre Elon Musk und Peter Thiel, die Trumps Wahlkampf großzügig finanzieren halfen, berufen sich beide offen auf die Denkschule des neoreaktionären „Dark Enlightenment“ (Dunkle Aufklärung), als deren Köpfe Curtis Yarvin und Nick Land gelten. Curtis Yarvin, auf den sich auch Vizepräsident J.D. Vance beruft, ist wohl irgendwann klargeworden, dass libertäre Ideen chancenlos sind, wenn sie nicht autoritär durchgesetzt werden. Der bisherige Erfolg Javier Mileis in Argentinien scheint ihnen rechtzugeben. Doch muss man mit schwer kontrollierbaren Gegenbewegungen an den Börsen rechnen.

Die verschiedenen Richtungen der Technokratie sind sich einig in der Überzeugung, dass es für alle sozialen, wirtschaftlichen und politischen Probleme technische Lösungen gibt. Sich auf Systemdenken, Verhaltenskontrolle durch Social Engineering und beschleunigte technische Innovationen zu konzentrieren und dabei individuelle Emanzipationsbestrebungen zu vernachlässigen wird auch Trump und Musk vorgeworfen. Der technokratische Ansatz laufe auf die Ersetzung der Demokratie durch eine Oligarchie hinaus: Die Intelligentesten und nicht der Wille der schlecht informierten Mehrheit sollen die Hackordnung bestimmen, klagt Davis. (In der EU herrscht dagegen, wie es scheint, das Prinzip der negativen Auslese.) Die deutschen Klassiker Goethe und Schiller dachten ähnlich und ich selbst halte mich mit meiner mittleren Intelligenz an diesen Grundsatz, indem ich versuche, intelligenten Anhängern der Lehren Jesu zu folgen.

Das bringt mich aber, im Unterschied zu den „Tech-Kings“ Musk und Thiel, in größere Distanz zum Staat und dessen militärischen und zivilen Geheimdiensten. Ich denke dabei an Thieles Spionagesoftware-Unternehmen Palantir und an Musks Starlink-Satellitensystem, die beide im Ukraine-Krieg offensiv eingesetzt werden. Was mich aber nachdenklich macht, sind deren Sympathien für Konzepte des Transhumanismus. Thiel entschied sich für die Kryokonservierung seines Leichnams durch die „Alcor Life Extension Foundation“ in Arizona, weil er offenbar so zum ewigen Leben gelangen möchte. Gleichzeitig bekennt sich Thiel aber zum Christentum, in dem die Sterblichkeit des Leibes zum normalen Leben gehört und Gott über dessen Ende und die Unsterblichkeit der Seele entscheidet. Deshalb zweifelt der hier zitierte Iain Davis an der Ernsthaftigkeit von Thieles religiösem Engagement. Ich selbst bin als Biologe christlichen Glaubens davon überzeugt, dass die irdische Wiederauferstehung nach der Kryokonservierung nicht funktionieren wird, und mache mich deshalb über die Träume der Milliardäre des Silicon Valley eher lustig.

René Girards Sündenbock-Theorie

Immerhin weist Davis aber darauf hin, dass Thiel in Stanford bei dem in Avignon geborenen Literaturwissenschaftler und Anthropologen René Girard (1923-2015), der 1959 zum Katholismus konvertiert ist, studiert hat und dessen Mimesis- und Sündenbock-Theorie so ernstnimmt, dass er dadurch selbst zum – freilich kopflastigen – Gläubigen wurde. Er betrieb, wie wir wissen, auf der Grundlage der Theorie von Girard sogar christliche Missionsarbeit.

Karikaturmäßig verkürzt, könnte man die Theorie Girards so zusammenfassen: Der als guter Mensch geschaffene Adam wurde durch Eva zur Ursünde des Essens vom Baum der Erkenntnis verführt. Die in Horden und Stämmen lebenden Kinder und Kindeskinder des Paares wurden, angetrieben durch die Mimetik, d.h. den Neid zu Kannibalen, indem sie ihren Hass auf einen schuldig gesprochenen Sündenbock konzentrierten, durch dessen kollektive Opferung für eine Weile Frieden geschaffen wurde. Am Ursprung aller Gesellschaften steht nach Girard ein „Gründungsmord“. Auch den Kreuzestod Jesu Christi interpretiert Girard als Opferung eines angeblichen, in Wirklichkeit aber unschuldigen Sündenbocks. Das Christentum macht also Schluss mit der Opferung Unschuldiger. Moses Zehn Gebote führten bei den Juden zum Ersatz der Menschen- durch Tieropfer und das Andenken an Jesu Christis Kreuzestod in der Eucharistie (nach Girard die Sublimierung des Kannibalismus) gibt uns die Chance, den „Frieden des Reiches Gottes“ zu erreichen.

Mir selbst half die Lektüre einiger Bücher Girards, zum Glauben meiner Jugend zurückzufinden. Besonders beeindruckt hat mich Girards auch auf deutsch erschienenes Spätwerk „Eine kritische Apologie des Christentums“ (2002, 2008). Darin geht Girard auch der philosophischen Ursache von Friedrich Nietzsches Zusammenbruch in Turin nach. Ich habe auf der Grundlage der Theorie Girards am 1. November 2014 in einem Vortrag beim Lutherischen Konvent im Rheinland (abgedruckt in: Lutherische Nachrichten 35. Jg. Nr.1) mit dem Titel „Die Öko-Religion – eine manichäische Häresie“ die theologischen Hintergründe des suizidären Ökologismus analysiert. Ich konnte vor zehn Jahren nicht ahnen, dass Girards Sündenbock-Theorie einmal in den USA quasi zu einer Regierungsdoktrin werden würde.

Die Apokalypse nicht ausschließen

Wie bei Girard spielt auch in der Gedankenwelt Peter Thiels und J.D. Vances die Wiederkunft Christi, die Apokalypse eine zentrale Rolle. Dieser von „Gutmenschen“ verdrängte, wenn nicht gar mit Häme bedachter Text muss als integraler Teil der frohen Botschaft des Neuen Testaments betrachtet werden. Trump, Vance, Musk und Thiel können ihre bedingungslose Unterstützung des Kampfes Israels direkt mit der Offenbarung des Johannes rechtfertigen, denn Israel muss bei der Wiederkunft des Herrn noch existieren. Insofern ist die Apokalypse keine selbsterfüllende Prophezeiung. Thiel sieht in dem von den „Guten“ angestrebten Eine-Welt-Staat das Werk des „Antichrist“. Das zeigt, dass er und sein Schüler Vance dem Geist des Neuen Testaments näherstehen als Jefferson, auch wenn sie nicht von gnostischen Einflüssen frei sind. Man kann eben nicht alles haben.

Schließlich sollte man m.E. nicht verdrängen, dass Donald Trump und seine Mitkämpfer trotz ihres manchmal etwas lautstarken und rabiaten Auftretens grundsätzlich viel bescheidener sind als Joe Biden und seine neokonservativen Berater, weil sie für eine multipolare Weltordnung anstelle der Verteidigung der US-Hegemonie um beinahe jeden Preis eintreten und sich gleichzeitig auf handfeste Deals mit Immobilien, Öl, Gas und Mineralien konzentrieren statt auf „Luftgeschäfte“ mit CO2-Zertifikaten. Wir dürfen außerdem nicht vergessen, dass religiöse Überzeugungen viel weiter tragen können als wirtschaftliche Gewinnerwartungen. Deshalb können wir uns wohl darauf verlassen, dass Trumps „Revolution des gesunden Menschenverstandes“ keine Eintagsfliege bleiben wird. Doch kein Sterblicher kennt die Zukunft.

 

Der Beitrag Vom Größenwahn zur Demut erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Das beste Steinmeier-Deutschland, das es jemals gab: Frühlingsfeste werden reihenweise abgesagt!

Das beste Steinmeier-Deutschland, das es jemals gab: Frühlingsfeste werden reihenweise abgesagt!

Das beste Steinmeier-Deutschland, das es jemals gab: Frühlingsfeste werden reihenweise abgesagt!

Jeder spürt es, sieht es: Der Frühling kommt mit aller Macht! Traditionell ist es auch die Zeit der ersten Volksfeste im neuen Jahr, der Oster-Kirmessen. Die fallen heuer vielerorts aus – wegen Terrorgefahr und zu hoher Sicherheitsauflagen!

So zum Beispiel in Lage (NRW) die Frühjahrskirmes; in Marburg (Hessen) wird das Kirschblütenfest gestrichen; in Berlin gehört das Bölschefest der Vergangenheit an; das Osterfeuer in Frohnau vor den Toren der Hauptstadt bleibt kalt; in Elmshorn (Schleswig-Holstein) wurde das Pfingstochsenfest ebenso abgesagt wie das Osterbrunnenfest in Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg); in Dallgow-Döberitz (Havelland) fällt die Walpurgisnachtaus; und so weiter und so fort.

Tja, so schaut’s aus im „besten Deutschland, das es jemals gegeben hat“ (Frank-Walter Steinmeier).

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Cannabis und Herzgesundheit: Alarmierende Erkenntnisse für junge Nutzer

Cannabis und Herzgesundheit: Alarmierende Erkenntnisse für junge Nutzer

Cannabis und Herzgesundheit: Alarmierende Erkenntnisse für junge Nutzer

Auf Basis mehrerer Untersuchungen haben amerikanische Kardiologen einen Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Herzinfarkten, sowie Herzinsuffizienz festgestellt. Man müsse Cannabis als “ernstzunehmenden Risikofaktor” für Patienten verstehen, was kardiovaskuläre Erkrankungen betrifft, so die Studienautoren.

In den letzten Jahren hat die Legalisierung von Cannabis in vielen Ländern der Welt, darunter auch in Deutschland, zu einem Anstieg des Konsums geführt. Während die gesellschaftliche Akzeptanz wächst, zeigen neue wissenschaftliche Erkenntnisse, dass der Genuss von Cannabis, insbesondere bei jüngeren Nutzern, erhebliche gesundheitliche Risiken birgt. Eine aktuelle Meldung des American College of Cardiology bringt beunruhigende Ergebnisse mit sich, die die Verbindung zwischen regelmäßigem Cannabiskonsum und einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte beleuchten.

Die Studie mit dem Titel “Risk of Myocardial Infarction in Cannabis Users: A Systematic Review and Meta-Analysis”, die am 29. März 2025 veröffentlicht werden soll, basiert auf einer retrospektiven Analyse und einer Meta-Analyse von insgesamt 12 vorhergehenden Studien. Die Ergebnisse sind eindeutig: Nutzer von Cannabis unter 50 Jahren haben ein sechsmal höheres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, verglichen mit Personen, die kein Cannabis konsumieren. Darüber hinaus zeigt die Meta-Analyse, dass Cannabis-Nutzer ein um 50 Prozent höheres Risiko für Herzinsuffizienz aufweisen. Diese alarmierenden Zahlen werfen ein grelles Licht auf die gesundheitlichen Folgen des Cannabiskonsums, die oft in der öffentlichen Diskussion vernachlässigt werden.

Die Menschen zumindest über die Risiken informieren

Ibrahim Kamel, ein Forscher der Boston University, zieht einen Vergleich zwischen Cannabis und Zigaretten. „Die Frage nach dem Cannabiskonsum sollte Teil der ärztlichen Untersuchung sein, um das gesamte kardiovaskuläre Risiko der Patienten zu verstehen, ähnlich wie die Frage nach dem Rauchen von Zigaretten“, erklärt Kamel. Diese Aussage unterstreicht die Notwendigkeit, Cannabis als ernstzunehmenden Risikofaktor in der medizinischen Praxis zu betrachten. „Auf politischer Ebene sollte eine faire Warnung ausgesprochen werden, damit die Menschen, die Cannabis konsumieren, sich der Risiken bewusst sind“, fügt er hinzu.

Die retrospektive Studie nutzte Daten aus der TriNetX global health database und konzentrierte sich auf Teilnehmer unter 50 Jahren, die zu Beginn der Studie keine schwerwiegenden Herzprobleme aufwiesen und gesunde Blutdruckwerte hatten. Diese Gruppe hatte zudem keine Vorgeschichte von koronaren Herzkrankheiten, rauchte nicht und wies normale Cholesterinwerte auf. Die Meta-Analyse umfasste über 93.000 Cannabis-Nutzer und 4,5 Millionen Nicht-Nutzer, wobei die Daten aus verschiedenen Ländern, darunter Indien, Kanada und den USA, stammten.

Die Ergebnisse der Studie sind nicht nur besorgniserregend, sondern auch ein Aufruf zur Vorsicht. Kamel warnt jedoch, dass die Interpretation der Ergebnisse mit Vorsicht erfolgen sollte, da der Cannabiskonsum häufig mit dem Konsum anderer Substanzen wie Kokain oder anderen illegalen Drogen einhergeht, die in der Studie nicht berücksichtigt wurden. „Patienten sollten ihren Ärzten unbedingt von ihrem Cannabiskonsum berichten“, betont Kamel.

Großstudie kam zum selben Ergebnis

Eine weitere Studie, die 2024 im Journal of the American Heart Association veröffentlicht wurde, unterstützt diese Erkenntnisse. Sie untersuchte 434.000 Erwachsene und stellte fest, dass Menschen, die Cannabis konsumieren, ein höheres Risiko für koronare Herzkrankheiten, Schlaganfälle und Herzinfarkte aufweisen. Besonders die Raucher von Cannabis wurden als besonders gefährdet identifiziert.

Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass „Cannabiskonsum mit nachteiligen kardiovaskulären Ergebnissen assoziiert ist, wobei intensiverer Konsum mit höheren Wahrscheinlichkeiten für negative Ergebnisse verbunden ist“. Sie wiesen darauf hin, dass das Rauchen, die vorherrschende Methode des Cannabiskonsums, zusätzliche kardiovaskuläre Risiken birgt, die durch das Einatmen von Partikeln entstehen.

Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) warnen ebenfalls vor den potenziellen Gefahren des Cannabiskonsums. Sie stellen fest, dass der Konsum von Cannabis die Herzfrequenz erhöhen und den Blutdruck sofort steigern kann. Obwohl die CDC betont, dass weitere Forschung notwendig ist, um die genauen Auswirkungen auf das kardiovaskuläre System zu verstehen, sind die bisherigen Ergebnisse bereits alarmierend genug, um ernsthafte Bedenken zu äußern.

Konsumenten von Cannabis oft nicht empfänglich für Warnungen

Die gesellschaftliche Diskussion über Cannabis hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Während viele die positiven Aspekte der Legalisierung und den medizinischen Nutzen von Cannabis betonen, dürfen die gesundheitlichen Risiken nicht ignoriert werden. Die aktuellen Studienergebnisse können als Weckruf dienen, sowohl für die Öffentlichkeit als auch für die medizinische Gemeinschaft. Speziell Konsumenten von Cannabis tendieren dazu, jegliche negativen Folgen auszublenden oder teilweise vehement dagegen anzukämpfen.

In einer Zeit, in der die Legalisierung von Cannabis in vielen Teilen der Welt voranschreitet, ist es unerlässlich, auch mögliche Gefahren im Blick zu behalten. Die Ergebnisse der aktuellen Studien sind ein weiterer sehr deutlicher Hinweis darauf, dass der Konsum von Cannabis, insbesondere bei jüngeren Menschen, nicht ohne Risiko ist. Den Konsum einfach freizugeben und alle möglichen Probleme auszublenden dürfte mehr Probleme schaffen, als damit – beispielsweise mit weniger Drogenkriminalität – gelöst werden können.

Mein neues Buch ist da: “Im Zensurwahn – Die Aushöhlung von Freiheit und Demokratie“.

Massenschlägerei zwischen Migranten in Essen: Syrer und Afghane festgenommen!

Massenschlägerei zwischen Migranten in Essen: Syrer und Afghane festgenommen!

Massenschlägerei zwischen Migranten in Essen: Syrer und Afghane festgenommen!

In der Essener Innenstadt ist es am Samstagabend (22. März) zu einer brutalen Massenschlägerei zwischen zwei Migranten-Gruppen gekommen. Dabei wurde ein Beteiligter mit einem Messer in den Hals gestochen und lebensgefährlich verletzt. Nach Angaben der Polizei und Augenzeugen soll es sich bei den Beteiligten überwiegend um syrische Männer gehandelt haben, berichtet der WDR.

Der Vorfall ereignete sich gegen 17.30 Uhr vor einem gut besuchten Eiscafé. Zunächst gerieten die Gruppen offenbar verbal aneinander, ehe die Situation eskalierte. Mit Fäusten und Holzlatten prügelten die Männer aufeinander ein – bis schließlich ein Messer gezogen wurde. Ein 24-jähriger Syrer erlitt dabei eine lebensbedrohliche Verletzung an der Halsschlagader. Er konnte durch eine Notoperation gerettet werden.

Ein Syrer (27) und ein Afghane (17) wurden festgenommen. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet und ermittelt wegen versuchten Totschlags.

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Wer wie und zu welchem Ziel die Lüge der CO₂-Klima-Erwärmung aufbaute

Wer wie und zu welchem Ziel die Lüge der CO₂-Klima-Erwärmung aufbaute

Wer wie und zu welchem Ziel die Lüge der CO₂-Klima-Erwärmung aufbaute

Die Behauptung, dass das CO₂, insbesondere der menschengemachte CO₂-Ausstoß die zentrale Ursache des Klimawandels sei, wird den Menschen unentwegt medial eingehämmert, so dass er vielen als unhinterfragte Selbstverständlichkeit gilt und die großen politischen Umwandlungen wie Energiewende, Elektroautos, CO₂-Steuern etc. als Notwendigkeiten hingenommen werden. Helmut Böttiger hat nachfolgend die naturwissenschaftlichen Tatsachen detailliert dargestellt und vor allem nachgewiesen, dass die Kreise der amerikanischen Hochfinanz diese These über Jahrzehnte für ihre Machtziele aufgebaut und verbreitet haben. Es ist von ungeheurer Wichtigkeit, diese verborgenen Zusammenhänge zu durchschauen.  (hl)

Erwärmt CO₂ das Klima auf gefährliche Art?

von Gastautor Helmut Böttiger

„Ja“ sagen Medien und Politik, denn das würde die Mehrheit der Wissenschaftler bestätigten.

Inzwischen haben über 44.000 Wissenschaftler eine Petition unterzeichnet, die besagt, dass es keinen physikalischen Beweis für die Hypothese der CO₂-Klimaerwärmung gibt (siehe hier). John F. Clauser, (Nobelpreis für Physik 2022), bezeichnete den „CO₂-Klimawandel“ sogar eine „schock-journalistische Pseudowissenschaft“. Er steht damit nicht alleine, denn über 1688 Geowissenschaftler kritisieren diesen Wandel durch CO₂ ebenfalls als falsch.

Und die Medien? Unter „Covering Climate Now“ (CCN) haben sich international über 460 Medienkartelle aus 57 Ländern zusammengeschlossen, um zu verhindern, dass Berichte veröffentlicht werden, welche die Beteiligung von Kohlendioxid (CO₂) an der Erderwärmung bezweifeln. Dieser Medien-Allianz gehören große Journale und Mediensender an.

Das gleiche Ziel vertritt z. B. die „World Weather Attribution“ (WWA) aus London und ein „Netzwerk Klimajournalismus Deutschland“ (NKD) mit 302 deutschen Journalisten gegründet von Columbia Journalism Review, The Nation, The Guardian, WNYC (hier).

Gibt es dafür besondere Interessen?

Beziehen wir uns zuerst auf die Grundlagen!

Was sagt dazu der 1. CO₂-Lebenskreislauf?

Leben hängt auf der Erde in erster Linie von der eingestrahlten Sonnenenergie und der Kohlenstoffchemie ab. Relativ kurz nach der Erdentstehung soll die Erdatmosphäre nach geltendem Wissensstand zu etwa 92 % aus Kohlendioxyd (CO₂) bestanden haben. Sauerstoff (O2) gab es in der Atmosphäre damals noch nicht. Das meiste CO₂ scheint sich inzwischen mit Calcium im Meerwasser zu Kalk (CaCO3) verbunden zu haben. Der Kalk lagert sich am Meeresboden ab und wird dort zu Kalkgestein.

Blaualgen (erste noch sehr primitive Lebewesen) haben wohl seit rund 3 Mrd. Jahren Sonnenergie genutzt, um CO₂ zu spalten und sich aus seinem Kohlenstoff (C) zu ernähren. Sie verseuchten die damalige Umwelt mit O2, schufen dadurch aber die Voraussetzung für Tierleben an Land.

Im Kambrium, als Tiere das Festland zu erobern begannen, war der Bestandteil an CO₂ in der Atmosphäre bereits auf 0,7 % gesunken. Heute gibt es davon in der Atmosphäre nur noch 0,04%, d. h. rund 400 ppm (parts per million). Die Wärme-Entwicklung (Eis- und Warmzeiten) hatte bisher mit der Abnahme des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre wenig gemein.

Heute enthält die trockene Luft der Atmosphäre rund 78 % Stickstoff (N2), und 21 % Sauerstoff (O₂) und 1 % Argon (Ar), dazu noch einige Spurengase wie z. B. ganze 0,04 % des lebenswichtigen CO₂. Das heißt auf 10.000 Luftmoleküle kommen ganze 4 CO₂-Moleküle. Die Anteile der Wassermoleküle (H₂O, als Dampf, Regentropfen und Eiskristalle) werden dabei nicht berücksichtigt. Sie können auf bis zu 4% – dem Hundert-fachen des CO₂-Anteils – ansteigen.

Dagegen enthalten die Weltmeere, etwa 60-mal mehr CO₂ als die gesamte Atmosphäre (in der Atmosphäre sind es laut IPCC rund 2.200 Gigatonnen, in den Meeren l40.000 Gt). CO₂ löst sich bekanntlich besser in kaltem Wasser als in warmem. (Öffnet man eine neue Sprudelflasche, zischt die warme deutlich mehr als die kalte). Bei 1° C enthält ein Liter Wasser etwa 3,4 Gramm CO₂ bei 20°C sind es nur noch 1,7 g, also die Hälfte. Wenn das Wasser sich erwärmt, entgast es CO₂ rasch. Wenn es abkühlt, nimmt es CO₂ langsamer auf. Daher dürfte eine Klimaerwärmung (wenn sie denn stimmt) eher die Zunahme von CO₂ in der Atmosphäre bewirken. CO₂ wäre demnach eher die Folge der Klimaerwärmung, nicht die Ursache – wie behauptet wird.

Ohne CO₂ wäre ein Leben auf der Erde nicht möglich. Pflanzen nutzen Sonnenenergie, um CO₂ zu spalten. Sie benötigen seinen Kohlenstoff (C), um daraus mit Hilfe der Sonnenenergie Kohlenhydrate, d. h. ihre Substanz und biogene Energieträger für Tier und Mensch herzustellen (z. B. die einfache Glukose CHO mit 2872 kJ/mol Energieeinsatz). Das dabei freiwerdende O2, von dem Mensch und Tiere leben, ersetzt das entnommene CO₂ in der Atmosphäre. Um nur ein Glucose-Molekül zu bilden, muss eine Pflanze 15.000 Luftmoleküle durchfiltern. Wenn der CO₂-Anteil in der Luft unter 180 ppm absinkt, kommt das Leben auf diesem Planeten zum Erliegen. Mit der Produktion der Kohlehydrate besorgen die Pflanzen nicht nur Atemluft und Nahrung für Tiere, sondern kühlen mit dem Energieverbrauch sogar die Erde.

Tiere leben von Kohlehydraten und Sauerstoff. Sie erzeugen dabei wiederum CO₂ und Wasser (H₂O). Die Biomasse-Produktion ist von der CO₂-Konzentration in der Atmosphäre abhängig. Gestiegene CO₂-Gehalte erhöhen die Grünmasse-Produktion, auch die Erträge der Land- und Forstwirtschaft und die Versorgung der Tierwelt. Anders als die Pflanzen setzt Photovoltaik derzeit im besten Fall 18,7 % der Sonnenenergie in elektrischen Strom um, den Rest in Abwärme. Das gilt dann allgemein als klimafreundlich.

Und der 2. CO₂-Lebenskreislauf?

Im Meerwasser wird CO₂ nicht nur von den Pflanzen aufgenommen. Es verbindet sich dort zu Kohlensäure (H₂CO) und dieses wiederum mit Calcium (Ca) zu Kalziumkarbonat (CaCO) also zu Kalk. Dieser ist nicht nur für die Substanz der Knochen, Schalen und Krusten von Tieren wichtig. Kalk flockt im Meerwasser langsam aus, rieselt zu Boden, wo er die abgesunkenen Krusten, Schalen und Knochen allmählich zu Kalkfelsen verbindet. Wenn es dabei geblieben wäre, wäre das Leben auf Erden wegen CO₂-Mangel schon längst wieder versiegt.

Was geschieht also weiter? Im Meer sammeln sich gewaltige Kalk-Gebirge an, welche die Plattentektonik allmählich an die Erdoberfläche drückt. Auf dem Festland gibt es nach Aussagen von Geologen zurzeit etwa 2,8 x 1016 t Kalkstein. Nur dort verbleibt er nicht. Die Kalkgebirge werden vom Land weiter und wieder unter die Erdoberfläche bis ins Magma gedrückt. Die dort herrschenden Drücke und hohen Temperaturen wandeln Kalkstein (CaCO) wieder in Erdgase um. Den Beweis für die komplexe Umwandlung von Kalkstein in Erdgas erbrachte 2004 eine Gruppe um den Geologen Henry Scott an der Universität Indiana. Sie haben Kalkstein den Bedingungen des Magmas (entsprechend hohem Druck und hoher Temperatur) zusammen mit Eisenerz ausgesetzt. Dabei bildeten sich verschiedene Erdgase.

Die sich im Magma bildenden Erdgase gelangen über durchlässige Gesteinsschichten an die Atmosphäre, wo sie sich ohne Flammen in CO₂ und H₂O auflösen; oder sie werden in Vulkanen entsprechend verbrannt. Wo das Erdgas unter dichten Gesteinsschichten nicht durchdringt, sammelt es sich in alten oder neuen Lagerstätten an und wird – meist durch Mikroben – teilweise zu Erdöl oder Kohle verdichtet. Die energetische Nutzung von Kohlenwasserstoffen (Gas, Öl, Kohle) ist also nicht nur „Verbrauch“, sondern ist in den 2. CO₂-Kreislaufprozess des Lebens eingebunden. Es kommt dabei auf die weitgehend noch unbekannten Mengenverhältnisse von Neubildung einerseits und Entgasung und Verbrauch durch den Menschen andererseits an.

Die falsche Behauptung, Erdöl- und Erdgas-Lagerstätten seien aus abgestorbenem biologischem Material entstanden, veranlasste schon 1963 den Nobelpreisträger für Chemie (1947), Robert Robinson, zu der Aussage: „Es kann nicht stark genug betont werden, dass Erdöl nicht die Zusammensetzung erkennen lässt, die von umgewandeltem biogenetischem Material zu erwarten wäre. Alle entsprechenden Hinweise auf solche Bestandteile in sehr altem öl passen genauso gut oder sogar noch besser zu dem Konzept eines ursprünglichen Kohlenwasserstoffgemischs, dem später biologisches Material beigefügt worden ist.“ (in: Nature, Vol. 199,1963, S. 113)

Doch wie ist das nun mit dem Treibhauseffekt?

Die Erde erwärmt sich aufgrund der elektromagnetischen Sonneneinstrahlung. Sie kühlt ab, indem sie die aufgenommene Energie wieder – wenn auch in anderen Wellenbereichen – elektromagnetisch abstrahlt. Treibhausgase können bestimmte Wellenlängen der Energierückstrahlung von der Erde ins All absorbieren. Das heißt: Ein solches Molekül nimmt ein Strahlungsquantum auf.

Das führt zu einer Veränderung seines Rotationsund Schwingungszustandes. Wenn das Molekül in seinen ursprünglichen Zustand zurückkehrt, wird wieder ein Energiequantum (Photon) abgestrahlt. Die Rückstrahlung erfolgt theoretisch in alle Richtungen. Dabei kommt aber keine neue Energie ins Spiel. Allenfalls könnte der Vorgang die Energie-Abstrahlung der Erde minimal verzögern.

Die Signale der Erdabstrahlung sind auf die jeweilige Temperatur zurückzuführen, aus der sie herrühren. Die CO₂-Abstrahlung liegt deutlich niedriger als die der sonstigen Erdabstrahlungen. Nur über der Antarktis zeigt sich das Gegenteil (vgl. Grafik bei Helmut Böttiger: Wer hat ein Interesse an knapper Energie? Petersberg 2023, S. 25). CO₂ emittiert also Wärmerückstrahlung bei um die 210 K (etwa minus 60° C) und zeigt damit die Höhe der Atmosphäre an, aus der es entsprechend der Umgebungstemperatur emittiert.

Die Strahlungsbanden, die CO₂ absorbieren kann, sind in der elektromagnetischen Abstrahlung der Erde nur gering vertreten. Die Pflanzendecke der Erde emittiert vor allem Strahlung im Bereich von 3 μm, ihr Gestein zwischen 8 und 12 μm. Flüssiges Wasser emittiert im gesamten mittleren IR-Spektrum, besonders aber zwischen 2,8 und 8,3 μm. CO₂ absorbiert im Wellenbereich von 600-800 (also um etwas mehr als 14 μm). Dazu hatte der Nobelpreisträger Paul Crutzen (in seinem Lehrbuch 1993 Chemie der Atmosphäre, S. 414) geschrieben:

„Es gibt bereits so viel CO₂ in der Atmosphäre, dass in vielen Spektralbereichen die Aufnahme durch CO₂ fast vollständig ist, und zusätzliches CO₂ keine große Rolle mehr spielt.“

Welche negative Klimawirkung soll also von einer Steigerung des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre ausgehen – etwa die Zunahme des Pflanzenwuchses? Für eine Zunahme von Wärme und auch Trockenheit sorgt vielmehr die Energieentnahme aus dem Wind und die Photovoltaik über Grünland.

Die Argumentation der CO₂-Klimaerwärmung beruht vor allem auf Modellrechnungen, mit denen man die Steigerung der Durchschnittstemperatur auf den Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre zurückführt – (statt umgekehrt, wie oben anhand von Wasser gezeigt). Modell-Rechnungen – selbst, wenn sie stimmen – können etwas erklären, aber nichts beweisen. Anhand von Modellrechnungen hätte sich im Mittelalter in Bezug auf die Rückkehr der Störche und die Anzahl der Kindergeburten auch erklären lassen, dass Störche die Kinder bringen.

Was oder wer macht die CO₂-Klimahypothese so überzeugend?

Die CO₂-Klimahypothese wird – wie eingangs erwähnt – vor allem durch Medien und einige wenige Wissenschaftler verbreitet (siehe https://coveringcli- matenow.org/about/). Dazu bedarf es mächtiger Interessen. Welche sind das wohl?

Doch schauen wir zunächst in die Geschichte der CO₂- Klimakampagne. Svante Arrhenius hatte 1895 die These aufgestellt, CO₂ würde wie ein Treibhausdach die Erde vor der drohenden Eiszeit schützen. Man ging damals aufgrund von Phasen-Berechnungen davon aus, dass uns eine neue Eiszeit bevorstünde.

Arrhenius CO₂-These wurde 1909 vom Physiker Robert W. Wood widerlegt. Damit war der Fall zunächst erledigt, bis der britische Ingenieur Guy S. Callendar in seiner Freizeit feststellte, dass es zwischen 1890 bis 1935 in Boden-Nähe zu einer Erwärmung um etwa 0,3 °C gekommen sei. Er machte dafür die beginnende Industrialisierung verantwortlich. Die Idee griff der deutsche  Meteorologe der Luftwaffe, Hermann Flohn, 1941 in seinem Artikel „Die Tätigkeit des Menschen als Klimafaktor“. Flohn erhielt dafür eine besondere Karriere im Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP).

Durch Callendar angeregt, befürchtete der Ozeanograph Roger Revelle, die Ozeane könnten weniger CO₂ aufnehmen. Er wandte sich 1965 diesbezüglich warnend in einem Schreiben an US-Präsident Lyndon Johnson. Und dieser richtete daraufhin am 08.02.1965  eine Sonderbotschaft an den US-Kongress mit dem Satz:

„Diese Generation hat die Zusammensetzung der Atmosphäre im Weltmaßstab durch radioaktives Material und die ständige Zunahme an CO₂ wegen des Verbrennens fossiler Treibstoffe verändert.“

Verfasst hatte diese Botschaft sein persönlicher Berater, der Finanzier Laurance Rockefeller. Dieser hatte u.a. mit Geldern der Rockefeller Foundation (RF), die American Conservation Association gegründet, aus der später der World Wildlife Fund hervorging. Wohl gemerkt: Gewarnt wurde vor CO₂ und Kernenergie. Laurance Rockefeller gründete übrigens 1985 mit Geldern der Rockefeller- und Ford-Foundation das Woodwell Climate Research Center, die erste Organisation, die sich den Kampf gegen den CO₂-Klimawandel ausdrücklich zur zentralen Aufgabe gemacht hat.

Gewicht verlieh der CO₂-Klimahypothese erst Johnsons Nachfolger, US-Präsident Richard Nixon. In seiner Regierungserklärung vom 20.01.1969 machte er den „Umweltschutz zur wichtigsten Aufgabe seiner Regierung, vielleicht des Jahrhunderts.“ Auch ihm ging es bei den Umweltproblemen um Radioaktivität und CO₂.

Nixon hatte 2 Gründe, das Umweltthema einzuführen. Zunächst der Erste: Der Senator von Wisconsin, Gaylord Nelson hatte ihm geraten, mit Umweltfragen von der Mobilisierung der Linken gegen den Vietnamkrieg abzulenken und dazu den 22.04.1970 zum „Tag der Erde“ zu erklären. Die New York Times bejubelte den Vorschlag Nelsons 1969 mit den Worten:

„Die wachsende Besorgnis über die ökologische Krise fegt durch die Universitäts-Camps des Landes mit einer Intensität, die, wenn es so weiter geht, die Unzufriedenheit der Studenten mit dem Vietnamkrieg deckeln könnte.“ (am 30.11.1969)

Viele Menschen glauben, die „grüne“ Bewegung sei von einer „linken“ Opposition ausgelöst worden. Das war aber nicht der Fall. Den Earth Day ermöglichte neben vielen anderen Stiftungen die private Spende Robert O. Andersons, des Präsidenten der Atlantic Richfield Oil Corporation mit über $ 200.000. Henry Luce‘s Time- und Life-Magazine rührten neben anderen Medien kräftig mit und verbreiteten die Vorstellung, der Planet werde durch „CO₂ und Atom“ bedroht. Mit dem Earth Day beginnt die moderne Umweltbewegung. John D. Rockefeller III kommentierte 1969:

„Statt sich dafür zu sorgen, wie man die Jugendrevolution unterdrücken könne, sollten wir von der älteren Generation dafür sorgen, wie sie zu erhalten sei. Wir benötigen ihre Fähigkeit und Ihren Eifer in diesen beunruhigenden und schwierigen Zeiten.“

Viele Initiativen des Klima-Aktivismus wurden z.B. von der Rockefeller Brothers Fundation (RBF) und des Rockefeller Familie Fund (RFF) direkt finanziert. Dazu gehörten unter anderen 2006 der von Rockefeller finanzierte Protestmarsch „Step it Up“ gegen Kohlekraftwerke, oder 2007 „I Sky“ für eine saubere (CO₂- freie, nicht radioaktive) Energie-Wirtschaft. Ab 2008 begann z. B. die NGO „350.org“ (der Name bezieht sich auf 350 ppm, den nicht zu übersteigenden CO₂ Gehalt der Atmosphäre) junge Klimaaktivisten zu organisieren. Sie wurde über eine „Sustainable Markets Foundation“ finanziert.

Diese erhielt ihr Geld aber ausschließlich von der RBF und dem RFF – zwischen 2008 und 2017 allein 1,825 Mio. $ (nach Financial Post 14.02.2013).

Auch zu den Volksmärschen vor dem UN Klima-Gipfel in 125 Ländern im September 2014 kam es nicht – wie allgemein behauptet – spontan. Viele wurden auf Anregung von Pieter Winsemius über 350.org organisiert und von RBF und RFF finanziert, (auch Financial Post 14.02.2013) Das waren nur einige Beispiele für die Interventionen der im Öl- und Gasgeschäft führenden Rockefeller Familie. Aber auch andere Firmen waren direkt beteiligt, wie Atlantic Richfield Oil, Shell und BP.

Dass die wenigen Großkonzerne der Öl- und Gas-Industrie weitgehend zusammenarbeiten, geht übrigens schon auf das Jahr 1880 zurück. Damals brach ein Preiskrieg zwischen den Rothschild- und Nobel-Interessen einerseits und westlichen Firmen unter der Führung von Standard Oil andererseits aus. 1882 trafen sich Alfons de Rothschild und John D. Rockefeller in New York und verabredeten Regelungen, damit es nie wieder zu so etwas kommen solle.

Der Zweite Grund Nixons für die Klimainitiative und wohl der wichtigere, war, dass den USA das Gold zur Deckung des Dollar ausging. Daher musste Nixon im August 1971 die Golddeckung des Dollars aufheben. Henry Kissinger hatte vorgesorgt und mit der Konstruktion des „Petrodollar-Systems“ Ersatz geschaffen. Der Wert des Dollars sollte nun über den Ölpreis stabil gehalten werden. Im Zuge des Yom Kippur Krieges 1973 wurde zur neuen Dollarstützung der Ölpreis 1974 nahezu vervierfacht. Den Medien nach verlangten das die „Ölscheichs“. Scheich Ahmed Zaki Yamani, der damalige Ölminister Saudi Arabiens, gab der Zeitung The Guardian (dort am 14.1.2001) zu verstehen, dass die Amerikaner den höheren Preis verlangten, Henry Kissinger und US-Wirtschaftsminister William Simon habe sie, die Saudis, dazu genötigt.

Die Rockefellers waren nicht die einzigen Aktivisten. Dazu gehörte zum Beispiel auch der schon erwähnte Robert O. Anderson, der Präsident der Atlantic Richfield Oil Corporation und des Aspen Institute for Humanistic Studies, das er zusammen mit dem RBF, der Carnegie Fundation, Exxon, Chase Manhattan-Bank, der Danforth Fundation und anderen finanzierte. Dem Aspen Institute gehörten Leute wie Robert McNamara (ab 1968 Weltbank-Präsident), Leonhard Woodcock (US-Botschafter in China), Harland Clevland (US-Botschafter bei der NATO), Russell Peterson (Miteigentümer der Bank Lehman Brothers), Thornton Bradshaw (Vorsitzender der Radio Corporation of America (RCA)) und US-Präsident Johnsons Berater Laurance Rockefeller an – sicherlich keine „Linken“ oder „Grüne“. Ist „die Neue Grüne Linke“ vielleicht nur deren getarnte Interessenvertretung auf der Straße?

Anderson spendete 1968 weitere 200.000 $ zur Gründung der „Friends of the Earth“. Er verließ schon 1969 das Aspen Institute und ernannte Joseph Slater, den früheren Programmdirektor der Ford Foundation zu seinem Nachfolger. Dieser richtete im Aspen Institute das Thought Trough Action Programm on the Environment ein und unterstellte es einem Thomas W. Wilson, der schon 1970 ein Programm für den „Aufbau einer Umwelt-Frontbewegung“ geschrieben hatte.

1971 gründete Josef Slater in Verbindung mit dem Aspen Institute, aber formal unabhängig davon das „International Institute of Environmental Affairs“ (später wurde Affairs durch Development ersetzt) als ein – wie er es nannte – „Environmentalist Command Centre“. Es wurde Jack Raymond von der New York Times als Direktor und dem schon genannten Thomas W. Wilson als Associate Director unterstellt. Es erhielt Spenden von den großen Stiftungen Rockefellers, Fords, Dunforths etc., aber auch von der Weltbank. Mitglieder des Führungsstabs waren neben Anderson, Roy Jenkins von der British Labour Party, Maurice Strong (damals angestellter Verwalter der Rockefeller Foundation) und Robert McNamara (ab 1968 Weltbankpräsident).

Nixons Regierungserklärung hatte übrigens die Folge, dass die NATO noch 1969 mit dem „Komitee der Herausforderung der modernen Gesellschaft“ (CCMS) und dessen „Ausschuss zur Verbesserung der Umweltbedingungen“ ein neues ziviles Führungsgremium bekam. Bei der Gründung dieses Komitees im Dezember 1969 betonte der damalige persönliche Berater Nixons, der Demokrat Daniel P. Moynihan, dass die Dynamik der technologischen Entwicklung die Menschheit zu „vernichten“ drohe. Das würde besonders deutlich an der Anreicherung der Atmosphäre durch „Radioaktivität und CO₂″ und „den Gewächshauseffekt“ (in: Handbuch der NATO Frankfurt am Main, S. 13 u. S. 23 ff.)

Ebenfalls 1969 wurde in den USA noch der „German Marshall Fund of the US“ (GMF) gegründet. Er sollte sich der neuen NATO-Richtlinien annehmen. Als Arbeitsschwerpunkte wurden genannt: „Umweltschutz, Transformation der Industriegesellschaft und Änderung der Konsumgewohnheiten“. Im Führungsgremium des GMF saßen so „Links-Grüne“ wie David Rockefeller, Armand Hammer und John McCloy.

Unter Nixon wurden zahlreiche Forschungsprojekte zum Treibhauseffekt eingeleitet. Die Öffentlichkeit nahm damals davon aber kaum Notiz, weil noch immer die Angst vor der kommenden Eiszeit geschürt wurde – auch von der CIA. Deshalb fokussierte man ab 1972 zunächst auf „Grenzen des Wachstums“ vor allem bezüglich der fossilen Brennstoffe. Die weltweit verbreitete Studie brachte der Club of Rome heraus, den David Rockefeller auf seinem Anwesen in Bellagio am Comer See zusammen mit Aurelio Peccei und Alexander King 1968 gegründet hatte.

Als in den folgenden Jahren immer neue Öl- und Gas- Felder entdeckt wurden und die bekannten Reserven trotz des weiter steigenden Verbrauchs deutlich zunahmen, mussten die Öl-Preise zur Stützung des Dollars durch verabredete Förderbeschränkungen seitens der OPEC künstlich hochgehalten werden. Damit verlor die Umweltkampagne, die zunächst an der Knappheit der Ressourcen festgemacht war, an Überzeugungskraft. Aber auch die Angst vor einer kommenden Eiszeit verschwand aus den Medien. Dafür bauten Medien und Politik ab den 1980er Jahren die immer noch nicht physikalisch bewiesene CO₂-Klimahypothese auf.

Ein gutes Beispiel für den Umschwung lieferte Prof. Heinz Haber, der damalige Herausgeber von „Bild der Wissenschaft“ in seiner Sendung „Eiskeller oder Treibhaus. Das Klima in der Zukunft unserer Erde“ am 06.12.1979 um 17:20 Uhr (in allen Sendern der ARD), Er sagte damals:

„So sind Klimatologen heute der einhelligen Meinung, dass der natürliche Rhythmus einer irdischen Klimaschwankung zum Kalten hin Anfang des nächsten Jahrhunderts überrollt werden wird durch eine von Menschen verursachte Erwärmung unseres Planeten. Für diese Gefahr gibt es ziemlich bestürzende Prognosen. Wenn unsere Kernkraftgegner daher wieder auf die Kohle zurückgreifen wollen, werden sie unseren Enkeln keinen Gefallen tun. Für ihre Klimasorgen, die diese haben werden, würden sie bestimmt sehr gern unsere Sorgen mit den Kernkraftwerken eintauschen.“

1975 hatte William D. Nordhaus, Yale Professor, Wirtschaftsbeirat von US-Präsident Jimmy Carter (1977 – 1981) und Mitbegründer der „Neuen Politischen Ökonomie“ seine Theorie des politischen Konjunkturzyklus veröffentlicht. Die These besagt, dass es sich für Regierungen lohnt, im Wahljahr die Konjunktur durch höhere Staatsausgaben und geringere Steuern zu stimulieren, weil die Wähler die wirtschaftliche Lage anhand der Arbeitslosenquote und der Inflationsrate beurteilen. Die Senkung der Arbeitslosenquote würde zwar mit einer Erhöhung der Inflation einhergehen, aber aufgrund einer zeitlichen Verzögerung erst nach der Wahl bemerkbar werden. Unmittelbar danach machte er Instrumente der Klimapolitik zum Schwerpunkt seiner Arbeit und wurde einer ihrer wichtigsten Verfechter. 1979 legte er ein Modell zur „Integrierten (ökonomischen) Folgeabschätzung (IAM) des Klimawandels“ vor. Darin behauptete er erstmals „wissenschaftlich“ einen Zusammenhang zwischen Energieverbrauch, Emissionen und CO₂-Konzentrationen in Atmosphäre mit Klima-Folgen.

Nach dem Vortrag des Direktors des Goddard Institute for Space Studies (NASA), James E. Hansen, am 23.06.1988 vor dem US-Senat setzte die breite Medienkampagne ein. Sie schaffte es mit der Zeit, die CO₂- Klimahypothese zur allerseits anerkannten Selbstverständlichkeit werden zu lassen.

Welchen Zweck verfolgt die CO₂-Klimakampagne?

Die CO₂-Klima-Kampagne verknappt mit der Antikemenergie-Kampagne die Energieversorgung drastisch. Damit lässt sich die Herstellung der Versorgungsgüter kontrollieren und drosseln, um deren Preise und damit die Gewinne drastisch anzuheben. Geldgewinn wird zwar allgemein als wichtiges Bestreben der Großindustrie und Großbanken anerkannt, gilt aber wohl nicht in erster Linie für den inneren Kern der Hochfinanz. Wir wählen im Folgenden als Beispiel den Rockefeller Clan als einen unter den wenigen Billionären, die sich über die Kreditvergabe das Geld weitgehend selbst drucken und damit auch die wirtschaftliche Richtung vorgebenden können. Diese haben wohl drei für sie wesentlich wichtigere und für uns verhängnisvollere Ziele. Diese sind – meiner Meinung nach:

  1. der allgemeine gesellschaftliche Machterhalt bzw. deren Ausbau,
  2. die Schaffung einer abhängigen Bürokratie als Zentrale ihrer Weltherrschaft und
  3. die Reduktion der sogenannten Überbevölkerung.

Zu 2.: Bereits 1940 hatten die 5 Brüder Rockefeller [John D. III, Nelson, Laurence, Winthrop und David] neben der RF und der RFF noch den Rockefeller Brothers Fund (RBF) mit dem 1959 erklärten Ziel gegründet: „Wir können der Aufgabe nicht entfliehen, welche uns die Geschichte auferlegt hat. Diese Aufgabe ist, eine neue Weltordnung in allen ihren Dimensionen zu gestalten – spirituell, wirtschaftlich, politisch und sozial.“ (Rockefeller Panel Report: Prospect for America Doubleday N.Y. 1961 Seite 88).

1963 verkündete der RBF: „Wenn es möglich wird, aktiv in den Prozess der Atmosphäre einzugreifen, dann ergibt sich daraus wahrscheinlich die Möglichkeit, Nationale Grenzen zu überschreiten. Die Probleme, die sich damit ergeben, müssen dann auf internationaler Ebene behandelt werden. Sie könnten unlösbar werden, wenn die Entwicklung der Wetterkontrollen durch nicht abgestimmte nationale Maßnahmen angegangen werden.“ (Rockefeller Brothers Fund: Prospect for America, abgedruckt bei, Doubleday N Y, S. 1971)

Oder Henry Kissinger, der es 2009 auf den Punkt brachte: „Die ultimative Herausforderung wie die allgemeine Sorge der meisten Länder und aller, die sich Sorgen wegen der Wirtschaftskrise (…) sowie der neuen Aufgaben, wie Energie- und Klimakrise machen, erlaubt keine nationale oder

regionale Lösung mehr.“ (New York Times vom 12.1.2009)

Schaut man auf die Aktionen der Rockefeller-Familie und ihrer engen Genossen von der Gründung der Firma Standard Oil bis zur heutigen Klima-Aktivität, dann zeigt sich als ihr Hauptziel, ihre Macht weltweit zu konsolidieren und eine Welt mit einer von ihnen abhängigen Weltregierung und einem entsprechend neuen Wirtschaftssystem als „Smart Globalization“ zu schaffen. (Rockefeller Foundation: Smart Globalization – Annual Report 2007) Das Ziel ist – kurz und brutal gesagt – Globalfaschismus.

Zu 3. – Ziel Bevölkerungsreduktion: Schon 1952 hatte John D Rockefeller zusammen mit 30 handverlesenen Persönlichkeiten eine nicht öffentliche „Conference on the Population Problem“ einberufen und finanziert. Man wollte einen Plan entwickeln, wie sich die Entwicklung der Weltbevölkerung mit Familienplanung und Sterilisation unter Kontrolle halten ließe. Dies wollte man übrigens damals ausdrücklich in Zusammenarbeit mit der Pharmazeutischen Industrie bewerkstelligen. Im Anschluss an die Tagung richteten sie auf dem Unigelände der Rockefeller- Universität ein Population-Council ein mit John D. Rockefeller III als Chairman neben Detlev Bronk, Lewis Strauss und Frederick Osborn von der American Eugenics Society. Aussagen und Initiativen zur drohenden Übervölkerung der Erde finden sich bei den Rockefellers unzählig, z. B. in RBFs The Unfinished Agenda von 1977. Inzwischen scheint diese anrüchige Aufgabe an die Bill & Melinda Gates Foundation weitergereicht worden zu sein.

Bleibt noch das 1. Ziel, der Herrschafts-Erhalt: Um sich trotz „Demokratie“ beherrschen zu lassen, müssen die Menschen so unter Druck stehen, dass sie sich um nicht viel mehr als den Verdienst ihres Lebensunterhalts und etwas Unterhaltung kümmern wollen oder können. Ein solcher Druck lässt sich weltweit psychologisch durch Angsterzeugung und praktisch über die Verknappung von Energie erzeugen. Diese Maßnahme richtet sich z. B. gegen eine neue Welle, die vor allem bei den besser gestellten akademischen Jüngeren aufkam, nämlich das Streben nach einer Work-Life-Balance, etwa mit der Frage: Warum soll ich noch mehr schuften, nur um mir ein noch größeres Auto oder Haus zuKaufen?

Hierzu fehlen mir allerdings aus naheliegenden Gründen Belege seitens der entsprechenden Lebensstandard- Senker.

Zur der besonders hervorgehobenen Funktion des Rockefeller Clans in dieser Politik verweise ich auf das Buch von Jacob Nordangard: Rockefeller Controlling the Game, Stifteisen Pharos Verlag, Norrköping 2019.

Den Gegenstand ausführlicher behandelt und belegt siehe:

Helmut Böttiger: Wer hat ein Interesse an knapper Energie, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2023.

Weitere Bücher von Helmut Böttiger:

„Energie der Zukunft. Nuklear, fossil oder erneuerbar?“, Petersberg 2021.

„Die größten Politik-Irrtümer der heutigen Zeit“, Petersberg 2011.

„Kernenergie. Gefahr oder Nutzen“, Petersberg 2011.

„Klimawandel. Gewissheit oder politische Machenschaft?“, Petersberg 2008

————–

Dr. Helmut Böttiger, geb. 1940, hat Theologie, Pädagogik und später Soziologie studiert, wo er zum Dr. phil. promovierte. Er ist also kein Naturwissenschaftler, hat sich aber mit wissenschaftlicher Gründlichkeit in die Materie des Klimas eingearbeitet. Und die Soziologie half ihm, komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge zu durchschauen.

———————-

Zum Thema siehe auch:

Der „Weltklimarat“ – Dirigent der Klimatäuschungen

Die Lüge vom „wissenschaftlichen Klima-Konsens“ und die betrügerischen Computer-Simulationen des IPCC

Prof. Werner Kirstein: Menschengemachter Klimawandel ist von Politik beauftragter Schwindel

Scheinbeweise einer CO₂-Klimaerwärmung und totale Korruption der Wissenschaft

Dueser Beitrag erschien zuerst auf dem Blog https://fassadenkratzer.de. Nachdruck hier mit Genehmigung

Der Beitrag Wer wie und zu welchem Ziel die Lüge der CO₂-Klima-Erwärmung aufbaute erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Medien 2014: US ziehen uns hinein in einen Krieg mit Russland

Medien 2014: US ziehen uns hinein in einen Krieg mit Russland

Medien 2014: US ziehen uns hinein in einen Krieg mit Russland

Selbst für Mainstram Medien wie The Guardian war es 2014 noch klar wer wen in den Krieg zieht. 2025 sind die Verhältnisse umgekehrt, nämlich die USA. Es sind diesmal die Briten selbst, die an einer „Koalition der Willigen“ arbeiten. Der Krieg und geneell die Auseinandersetzung in der Ukraine hat nicht erst am 24. Februar 2022 […]

Der Beitrag Medien 2014: US ziehen uns hinein in einen Krieg mit Russland erschien zuerst unter tkp.at.

Proteste in der Türkei: Erdogan unter Druck

Proteste in der Türkei: Erdogan unter Druck

Proteste in der Türkei: Erdogan unter Druck

Präsident Recep Tayyip Erdogan ließ seinen größten politischen Rivalen, den Bürgermeister von Istanbul, Ekrem Imamoglu, verhaften. Daraufhin brachen in mehreren Städten Proteste aus. Hunderte Demonstranten wurden festgenommen. Die Türkei steht vor Massenunruhen gegen den “Sultan vom Bosporus”, dessen Felle langsam davonschwimmen.

In der Türkei brodelt es. Die Festnahme des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem Imamoglu hat landesweit Proteste ausgelöst, die an die massiven Demonstrationen von 2013 erinnern, als die Bürger gegen die Zerstörung des Gezi-Parks aufbegehrten. In der Nacht zum Samstag meldete das Innenministerium, dass 343 Menschen in mehreren Städten, darunter Istanbul und Ankara, festgenommen wurden. Diese Maßnahmen wurden mit dem Argument gerechtfertigt, die öffentliche Ordnung aufrechterhalten zu müssen. Die Realität ist allerdings viel komplexer und wirft Fragen über die demokratischen Grundrechte in der Türkei auf.

Die Proteste, die am 19. März begannen, sind nicht nur eine Reaktion auf die Festnahme Imamoglus, sondern spiegeln eine tiefere Unzufriedenheit mit der politischen und wirtschaftlichen Lage im Land wider. Der Bürgermeister wurde in seinem eigenen Zuhause wegen Terrorismus- und Korruptionsvorwürfen festgenommen, was viele als politisch motivierte Aktion ansehen. „Es gibt eine große Wut. Die Menschen gehen spontan auf die Straße. Einige junge Leute werden zum ersten Mal politisiert“, erklärte Yuksel Taskin, ein Abgeordneter der als sozialdemokratisch geltenden Republikanischen Volkspartei (CHP), zu den aktuellen Entwicklungen.

Imamoglu, der als ernstzunehmender Rivale von Präsident Recep Tayyip Erdogan gilt, war für den 23. März als Kandidat seiner Partei CHP für die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen im Jahr 2028 vorgesehen. Seine Festnahme könnte als Versuch gewertet werden, die politische Opposition zu schwächen und die Kontrolle über die öffentliche Meinung zu festigen. „Ich sehe heute während meiner Vernehmung, dass ich und meine Kollegen mit unvorstellbaren Anschuldigungen und Verleumdungen konfrontiert sind“, äußerte sich Imamoglu während seiner Befragung durch die Polizei.

Die Vorwürfe gegen ihn sind gravierend: von der Leitung einer kriminellen Organisation über Korruption bis hin zur Unterstützung der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Diese Anschuldigungen sind nicht nur rechtlich, sondern auch politisch brisant. Sie zielen darauf ab, Imamoglu und seine Unterstützer zu diskreditieren und die öffentliche Wahrnehmung zu manipulieren. Die Tatsache, dass die Universität von Istanbul einen Tag vor seiner Festnahme sein Diplom für ungültig erklärt hat, verstärkt den Eindruck, dass hier ein politisches Manöver im Gange ist. In der Türkei dürfen nur Menschen mit Hochschulabschlüssen für politische Ämter kandidieren.

Die Reaktion der Regierung auf die Proteste ist ebenso besorgniserregend. Innenminister Ali Yerlikaya gab bekannt, dass Hunderte von Konten in sozialen Medien identifiziert und 37 Nutzer wegen „provokativer Beiträge, die zu Verbrechen und Hass aufrufen“, festgenommen wurden. Dies zeigt, dass die Regierung nicht nur gegen die Protestierenden vorgeht, sondern auch gegen die digitale Meinungsäußerung. Die Einschränkungen auf sozialen Plattformen sind ein weiteres Zeichen für die wachsende Repression in der Türkei.

Die Proteste sind nicht nur ein Ausdruck des Unmuts über die Festnahme Imamoglus, sondern auch ein Zeichen für die weit verbreitete Frustration über die wirtschaftliche und soziale Lage im Land. „Das Gefühl, in allen Bereichen – wirtschaftlich, sozial, politisch und sogar kulturell – gefangen zu sein, ist bereits weit verbreitet“, sagte der Journalist und Autor Kemal Can. Diese Empfindungen sind in der Bevölkerung tief verwurzelt und könnten zu einem Wendepunkt in der politischen Landschaft der Türkei führen.

Die in der laizistischen, kemalistischen Tradition von Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk stehende CHP hat ihre Anhänger dazu aufgerufen, friedlich zu demonstrieren, und betont, dass die Festnahmen politisch motiviert sind. Die Partei sieht sich in der Verantwortung, die Stimme der Bürger zu vertreten und gegen die repressiven Maßnahmen der Regierung zu kämpfen. Die aktuellen Ereignisse könnten als Weckruf für viele Bürger dienen, die sich bisher aus der Politik herausgehalten haben.

Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob diese Proteste zu einer breiteren Bewegung führen können, die die politischen Verhältnisse in der Türkei grundlegend verändert. Die großosmanisch orientierte Regierung Erdogans, bestehend aus der islamistischen AKP und der islamistisch-nationalistischen MHP, hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass sie bereit ist, mit harter Hand gegen jede Form von Opposition vorzugehen. Doch die Wut der Bürger könnte ein unberechenbarer Faktor sein, der die politischen Berechnungen der Regierung durcheinanderbringt.

Andererseits gilt es zu bedenken, dass sich Erdogan mit seiner großosmanischen und ambivalenten Politik im Westen (insbesondere bei NATO, USA und EU) nicht viele Freunde gemacht hat. Ein Wechsel hin zu einem “verlässlicheren” prowestlichen Präsidenten wie Imamoglu würde gerade dem transatlantischen Militärbündnis in die Hände spielen. Die Türkei könnte in diesem Fall Aufgaben im Nahen Osten und im Kaukasus von den Vereinigten Staaten übernehmen, die sich ohnehin stärker auf Ostasien – China und Nordkorea – fokussieren wollen.

Mein neues Buch ist da: “Im Zensurwahn – Die Aushöhlung von Freiheit und Demokratie“.

Trump verhandelt mit Putin, aber die EU will Truppen schicken

Trump verhandelt mit Putin, aber die EU will Truppen schicken

Trump verhandelt mit Putin, aber die EU will Truppen schicken

Der ehemals kollektive Westen ist gespalten. Während US-Präsident Trump auf Verhandlungen mit Russland und Frieden in der Ukraine setzt, forciert die EU im Gegenteil den Krieg mit Russland. In dieser Folge von Anti-Spiegel-TV haben wir uns beides genauer angeschaut. Anti-Spiegel-TV kommt immer sonntags um 18.30 Uhr unter folgenden Links: RT DE-Webseite, aus der EU nur […]

Was, wenn die AfD übernimmt? — Ein Vorschlag zur Wiederherstellung und Reformierung des Rechtsstaates | von Dubravko Mandić

Was, wenn die AfD übernimmt? — Ein Vorschlag zur Wiederherstellung und Reformierung des Rechtsstaates | von Dubravko Mandić

Was, wenn die AfD übernimmt? — Ein Vorschlag zur Wiederherstellung und Reformierung des Rechtsstaates | von Dubravko Mandić

Was passiert, wenn die AfD Regierungsverantwortung übernimmt?

In dieser Folge von Recht aktuell gibt es brisante Einblicke: ein alternativer Strafrechtsentwurf wird vorgestellt und der Paragraph 130 steht auf dem Prüfstand.

Jetzt ist der Moment gekommen, über echte Reformen zu sprechen.

Denn eins ist sicher: Wer Gerechtigkeit will, muss Unrecht dokumentieren – und sich vorbereiten auf den politischen Wechsel, der schon näher steht, als viele denken!

Ein Vorschlag des national-konservativen Rechtsanwalts Dubravko Mandić (Freiburg).

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Die Ballweg-Vernichtung

Die Ballweg-Vernichtung

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Die Ballweg-Vernichtung

Die Ballweg-Vernichtung

Michael Ballweg sollte politisch vernichtet werden. Wegen der fragwürdigen Vorwürfe der Staatsanwaltschaft musste der Querdenken-Gründer neun Monate in Untersuchungshaft verbringen, mit absurden Tricks wurde er zum Staatsfeind erklärt.

von Wim Lukowsky

Hinter dicken Wänden der Justizvollzugsanstalt sitzt Michael Ballweg, neun Monate lang, wartet auf seine Freilassung. Seine Anwälte scheitern immer und immer wieder mit Anträgen, die den Querdenken-Gründer auf freien Fuß setzen sollen. Zuvor wurde er am 29. Juni 2022 bei einer Hausdurchsuchung festgenommen, soll hunderttausende Euro zweckentfremdet und sich selbst in die Tasche gesteckt haben. Deshalb musste er in Untersuchungshaft – zuvor hatte er die vermutlich bekannteste Protestbewegung gegen die Covid-Maßnahmen in Deutschland gegründet und geriet somit in den Fokus von Politik und Justiz.

Zu seinem Pech hat sich der Rechtsstaat in der bundesdeutschen Geschichte nie derartig repressiv, aggressiv und verurteilungsfreudig gezeigt wie während der Pandemie. Leidtragende waren ebenjene Maßnahmenkritiker und Skeptiker. Unter dem Begriff „Querdenker“ wurden sie gebrandmarkt wie zuvor nur terroristische Organisationen. Ihr Widerstand gegen die Covid-Maßnahmen wurde gar mit den Taten von Nationalsozialisten und anderen dunklen Kapiteln deutscher Geschichte verglichen.

Als Staatsfeind wurde dann Ballweg ausgemacht, der mit „Querdenken 711“ die wahrscheinlich einflussreichste Covid-kritische Bewegung ins Leben gerufen und seit dem Frühjahr 2020 zehntausende Menschen für maßnahmenkritische Proteste mobilisiert hatte. Der 49-jährige IT-Unternehmer aus Baden-Württemberg muss sich seit Oktober 2024 in mittlerweile fast 30 Verhandlungstagen gegen den Vorwurf des Betrugs und der Steuerhinterziehung wehren.

Dabei wurde in den vergangenen Monaten immer deutlicher: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat kaum handfeste Beweise für die schwerwiegenden Vorwürfe. Vielmehr könnte es sich bei dem Prozess gegen Ballweg um einen konstruierten, fast schon erfundenen Versuch handeln, einen Präzedenzfall für den Kampf gegen regierungskritische Bewegungen, kurzum sogenannte „Querdenker“ oder, wie sie auch genannt werden, „Schwurbler“, zu schaffen.

Viel Wirbel um die Finanzierung von „Querdenken 711“

Alles begann im April 2020. „Querdenken 711“ veranstaltete die ersten, zunächst auch aufgrund des Lockdowns nur spärlich besuchten Demonstrationen gegen die wegen Covid-19 verhängten Maßnahmen. Spätestens als im August 2020 zigtausende Menschen für die Proteste mobilisiert wurden, war die mediale Empörung groß. Am 29. August 2020 versammelte Ballweg zehntausende Personen an der Siegessäule in Berlin, ein zwei Kilometer langer Zug sorgte für ausdrucksstarke Bilder: Gefordert wurde die Aufhebung aller Restriktionen aufgrund von Covid-19.

Damals sprach auch Robert F. Kennedy Jr., der Neffe des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy. Viereinhalb Jahre später ist Kennedy aufgestiegen und Gesundheitsminister der Vereinigten Staaten. Auch Ballwegs Name ist mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus bekannt – weil sich der 49-Jährige mittlerweile vor Gericht verantworten muss. Alles fing mit ebenjener Demonstration an – in der Folge wurde „Querdenken 711“ auch institutionell bekämpft: An einem eiskalten Novembertag im Jahr 2020 setzte die Polizei zunächst Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein.

Im Mai 2021 sperrte YouTube den Querdenker-Kanal mit 75.000 Abonnenten – angeblich wegen Falschinformation. Dabei stießen die Protestaufrufe zu der Zeit auf wesentlich weniger Zuspruch als noch zwölf Monate zuvor. Doch der institutionelle Kampf gegen Ballweg nahm jetzt erst richtig Fahrt auf. Im Fokus steht vor allem das Finanzmanagement der Bewegung: Laut der Staatsanwaltschaft Stuttgart, die Klägerseite in der Sache, soll Ballweg zunächst erhebliche Summen aus seinem Unternehmen und seinem Privatvermögen in „Querdenken 711“ investiert haben. So weit, so gut.

Als seine finanziellen Ressourcen verbraucht waren, soll er sich dann an seine Anhänger gewandt und um finanzielle Unterstützung gebeten haben. Die damals auf der Website aufgeführten Unterstützungsmöglichkeiten liefen allesamt über Ballweg – ein separates Konto, betonte der Unternehmer im Gespräch mit Tichys Einblick. Genutzt werden sollten darüber gesammelte Schenkungen für die organisierten Demonstrationen, für Klagen sowie die Infrastruktur von „Querdenken 711“ im Internet.

Im Mai 2021 wurde dann eine Stiftung gegründet, um die Einnahmen und Ausgaben transparenter zu gestalten. Eine Stiftung ist jedoch nicht zur Offenlegung ihrer Bilanz verpflichtet, außerdem gibt es Ungereimtheiten: Die letztlich gegründete „Herzensmenschen Familienstiftung“ soll nicht die zuvor angekündigte Querdenken-Stiftung sein und zudem nicht der Gemeinnützigkeit dienen. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk erklärte das Regierungspräsidium Darmstadt im Juli 2021, der Antrag für eine Querdenken-Stiftung sei im September 2020 eingereicht, einen Tag später jedoch wieder zurückgezogen worden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt – darunter ein Grünen-Politiker

Stattdessen sei im Mai nach einmonatiger Bearbeitungszeit die Herzensmenschen-Stiftung von Ballweg gegründet worden – die allerdings keine eindeutige Verbindung zu „Querdenken 711“ hat. Ballweg behauptet währenddessen, der Gründungsprozess sei von staatlicher Seite monatelang verzögert worden. Die Staatsanwaltschaft wird hellhörig – offenbar auch aus politischen Gründen. Bearbeitet wird der Fall auch von einem für die Grünen aktiven Staatsanwalt, darüber berichtete zuerst Nius.

Dr. Christian Schnabel kandidierte 2024 zu einem Zeitpunkt bei einer Kommunalwahl für die Grünen, als er schon gegen Ballweg ermittelte. Bei der Kommunalwahl in Ditzingen in Baden-Württemberg kandidierte er auf Listenplatz 6. Interessanterweise beschäftigten sich die Grünen bereits 2021 im baden-württembergischen Landtag mit „Querdenken 711“.

Auch Staatsanwalt Schnabel soll bereits mit dem Fall vertraut gewesen sein, bevor dieser durch Ballwegs Verhaftung im Juni 2022 überhaupt an Relevanz gewann. Ebenjene Festnahme wurde am 29. Juni 2022 vollzogen. Begründet wurde das auch mit der intransparenten Buchführung von „Querdenken 711“: Ballweg soll die Geldgeber über die Verwendung der angeblichen Schenkungen getäuscht haben, die erhaltenen Schenkungen zweckentfremdet haben.

Ebenjene Thematik wurde auch von den Grünen im Landtag angesprochen. Doch offenbar handelt es sich letztlich um einen konstruierten Vorwurf, wie sich später vor Gericht zeigen wird. In diesem Kontext kommt es auch zu Hausdurchsuchungen in zu „Querdenken 711“ gehörenden Objekten. Seit ebenjenem 29. Juni 2022 saß Ballweg in Untersuchungshaft, für neun Monate – mehrere Haftüberprüfungsanträge von den Anwälten des Querdenken-Gründers blieben während dieser Zeit vor dem Amtsgericht Stuttgart erfolglos.

Die Beschwerden reichten bis zum Bundesverfassungsgericht – das wies den Antrag ab. Der Rechtsanwalt Udo Vetter erklärte bereits im Oktober 2023, dass dieses Vorgehen jedoch nicht ungewöhnlich sei. Das Bundesverfassungsgericht würde sich nur „extrem selten in Haftfragen“ einmischen, „es empfindet sich nicht als Super-Revisionsinstanz“.

Ballwegs Verteidiger ahnten dennoch einen „Justizskandal“. Im Februar 2023, kurz vor der Aufhebung der Haft, teilten die Anwälte in einer Pressemitteilung dann mit, Ballweg seien beispielsweise entscheidende Dokumente nicht vorgelegt worden, während entlastendes Material bei den Entscheidungen ignoriert wurde – das Gericht wies das zurück. Als die Verteidiger kurz darauf im März mit der 120 Seiten starken Anklageschrift der Staatsanwaltschaft überrascht werden, geht es plötzlich auch um Steuerhinterziehung im großen Stil – doch dazu soll Ballweg zuvor gar nicht verhört worden sein.

Und auch der 2022 vollzogene Haftbefehl beinhaltete derartige Vorwürfe zuvor nicht. Zudem handelt es sich laut der Verteidigung um die nicht fristgerecht eingereichten Steuererklärungen seines Privatvermögens und Unternehmens für das Jahr 2020, die im August 2022 fällig waren – zu diesem Zeitpunkt saß Ballweg aber in Untersuchungshaft. Frei kam er erst kurz nach der Klage der Staatsanwaltschaft im März 2023.

Zunächst wurde im selben Monat der Haftbefehl durch das Oberlandesgericht Stuttgart wegen mangelndem „Fluchtreiz“ bei einer regulären Haftüberprüfung aufgehoben. Die Fluchtgefahr war zuvor an einem Hausverkauf Ballwegs festgemacht worden. Im Zuge einer Scheidung soll der Querdenken-Gründer sein Heim veräußert und seinen Hausstand in Norddeutschland untergebracht haben – weil dort seine Freundin wohnt. Die Verteidigung erklärte, Ballweg habe schon länger eine Weltreise geplant, ins Ausland ziehen wolle er aber nicht.

Am 4. April wurde der Querdenken-Gründer dann aus der Untersuchungshaft entlassen, nachdem das Landgericht Stuttgart die Untersuchungshaft aufgehoben hatte. Neun Monate lang saß Ballweg wegen Betrugs und Geldwäsche letztlich unbegründet in dem Stammheimer Gefängnis. Denn der Prozess hat bislang hauptsächlich entlastende Hinweise, fragwürdige Punkte in der Anklageschrift und erfundene Zusammenhänge der Staatsanwaltschaft offenbart.

Insgesamt 9.450 Geldgeber habe der Querdenken-Gründer durch eine nicht zweckmäßige Verwendung des Geldes betrogen, wirft die Staatsanwaltschaft Ballweg vor. Über eine Million Euro soll Ballweg für „Querdenken 711“ gesammelt und davon 575.000 Euro zweckentfremdet und zum Teil in sein Privatvermögen überführt, zum anderen Teil als Darlehen an das von ihm gegründete Software-Unternehmen „Media Access GmbH“ überwiesen haben. Die Verteidigung bestritt dieses Vorgehen von Anfang an, über 1.000 Geldgeber sagten zudem größtenteils zugunsten von Ballweg aus.

Vor Gericht trickst die Staatsanwaltschaft

Am 2. Oktober 2024 – über zwei Jahre nach seiner Verhaftung – startete dann endlich der Prozess vor dem Landgericht Stuttgart. Ein Jahr zuvor wollte ebenjenes Gericht das Hauptverfahren wegen versuchten Betrugs und Geldwäsche nicht einleiten – doch die Staatsanwaltschaft reichte Beschwerde ein, der das Oberlandesgericht Stuttgart im Januar 2024 folgte. Ballweg muss sich letztlich wegen versuchten Betrugs und Steuerhinterziehung verantworten – wegen Geldwäsche aber eben nicht. Der nächste Rückschlag für die Staatsanwaltschaft.

Auch der Vorwurf der Steuerhinterziehung wirft letztlich Fragen auf – immerhin geht es in dieser Sache nur um 2.112,18 Euro. So bleibt nur noch der Betrugsvorwurf, doch ob Ballweg hier tatsächlich verurteilt wird, ist fraglicher denn je. Während die Verteidigung von Verhandlungstag zu Verhandlungstag immer mehr auf einen Freispruch plädieren kann, schwimmen der Staatsanwaltschaft die Felle davon. Ob das Verfahren die 70 angesetzten Verhandlungstage also tatsächlich einnehmen wird, ist fraglich.

Gegenüber dem Kopp Verlag berichtete einer von Ballwegs Verteidigern, Gregor Samimi, nach dem 27. Verhandlungstag am 17. März, dass es zwischen der Staatsanwaltschaft, Ballweg und den Richtern der Wirtschaftskammer am 12. März ein Gespräch gegeben habe, bei dem das Gericht die Einstellung vorgeschlagen habe. Außerdem teilten die Richter mit, dass „weder hinsichtlich des Tatvorwurfs des versuchten Betruges in 9.450 Fällen noch hinsichtlich des Großteils der angeklagten versuchten Steuerhinterziehung bzw. vollendeten Steuerhinterziehung die Tatvorwürfe nachweisbar seien.“

Gegenüber der Verteidigung teilten die Richter in einer vorläufigen Rechtsauffassung außerdem mit, dass sie bislang keine Beweise für die vorgebrachten Vorwürfe sehen würden. Reinhard Löffler, ein weiterer Anwalt Ballwegs, erklärte, das Gericht habe vorsichtig und im Konjunktiv „den Weg in den Freispruch“ dargelegt. Zwar müssten eventuell noch einige Beweismittel gesichtet und Zeugen verhört werden, die Rechtsauffassung des Gerichts sei aber deutlich geworden.

Die Staatsanwaltschaft wollte ihr zuvor aufwendig aufgefahrenes Verfahren jedoch nicht ohne Weiteres aufgeben. An jenem 17. März stellte die Behörde deshalb als Reaktion auf das Angebot des Gerichts einen Befangenheitsantrag gegen alle drei Richter. Stichhaltige Argumente für diesen Antrag wurden laut Samimi nicht verkündet, zumal der Antrag erst fünf Tage nach dem gemeinsamen Gespräch am Mittwoch zuvor gestellt wurde. Normalerweise stünde dafür eine Frist, zumindest gelte aber ein schnelles Handeln. Das sei, so Löffler, nicht der Fall gewesen.

Über den Befangenheitsantrag der Staatsanwaltschaft müssen nun aller Voraussicht nach Richter des Oberlandesgerichts entscheiden. Wird der Antrag angenommen, erhält das Verfahren gegen Ballweg neue Ersatzrichter. Auf Anfrage des SWR teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass sie befürchte, dass die Richter sich bereits einseitig zugunsten des Angeklagten festgelegt hätten.

„Die Beweisaufnahme ist aus Sicht der Staatsanwaltschaft deshalb noch lange nicht abgeschlossen“, erklärte die Staatsanwältin Stefanie Ruben dahingehend. Das Gericht argumentiert hingegen, dass der Aufwand des Betrugsverfahrens nicht im Verhältnis zum zu erwartenden Urteilsspruch stehe. Und der Vorwurf der Steuerhinterziehung würde letztlich ebenjenen besagten Betrag in Höhe von 2.112,18 Euro offen lassen.

Bereits bei den vergangenen Verhandlungstagen hatte es offene Fragen gegeben. Nach dem 23. Verhandlungstag am 25. Februar hatte Ralf Ludwig, ebenfalls Verteidiger von Ballweg, erklärt, die Klägerseite habe versucht, Zahlungen von dem Querdenken-Gründer als unzweckmäßig zu erklären und damit von Betrug auszugehen, ohne diesen Zweck überhaupt überprüft zu haben.

Damit sich die vorgeworfene Summe dennoch mit den vorhandenen Belegen deckt, soll die Staatsanwaltschaft diesen Trick angewendet haben und betrügerische Zahlungen erfunden haben, die so aber gar nicht stattgefunden hätten, erklärte Ludwig. Schon damals pochte der Anwalt auf eine Einstellung des Verfahrens.

Nach zweieinhalb Jahren politischer Verfolgung und einer noch viel länger anhaltenden Medienkampagne scheint jetzt Licht am Ende des langen Tunnels sichtbar zu werden. Ballweg könnte, das lässt der aktuelle Stand vermuten, rehabilitiert werden und mit ihm tausende Menschen, die während der Pandemie als „Querdenker“ oder „Schwurbler“ delegitimiert und bekämpft wurden. Ballwegs Geschichte steht sinnbildlich für die Unterdrückung von Coronakritikern durch ein undurchsichtiges Netz an politisierten Beamten in den Tiefen des bürokratischen Apparats. Sein Freispruch wäre somit ein Sieg für den Rechtsstaat.

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Toxische Wahrheit: Japans Forscher hinterfragen Impfstoffsicherheit

Toxische Wahrheit: Japans Forscher hinterfragen Impfstoffsicherheit

Toxische Wahrheit: Japans Forscher hinterfragen Impfstoffsicherheit

Angesichts dreier Todesfälle bei Kleinstkindern infolge von Impfnebenwirkungen und der anhaltenden Übersterblichkeit in Japan seit der Corona-Impfaktion hinterfragen japanische Forscher die Sicherheit von Impfstoffen. Eine neue wissenschaftliche Publikation sorgt nun für Aufruhr.

In einer mutigen wissenschaftlichen Publikation mit dem Titel “Need for validation of vaccination programs” haben japanische Forscher die Sicherheit gängiger Kinderimpfungen und der Corona-Impfkampagne grundlegend in Frage gestellt. Auslöser waren drei tragische Todesfälle von Kindern, die innerhalb von 24 Stunden nach Routineimpfungen verstarben. Die am 14. März in der renommierten Fachzeitschrift “Discovery Medicine” veröffentlichte Studie fordert eine tiefgreifende Neubewertung des derzeitigen Impfprogramms – und geht damit gegen den globalen Konsens der Impfbefürworter vor.

Dr. Kenji Yamamoto, Herzchirurg am Okamura Memorial Hospital, thematisiert in seiner Analyse nicht nur die Kindertodesfälle, sondern zieht auch beunruhigende Parallelen zwischen dem Anstieg von Impfnebenwirkungen und der Einführung der mRNA-Covid-19-Impfstoffe in Japan. Besonders bemerkenswert: Der Mediziner spricht offen von einer “abnormalen Zunahme” der Übersterblichkeit seit Beginn der Corona-Impfkampagne – ein Tabubruch in einer Gesellschaft, die traditionell großen Wert auf Gruppenkonformität legt.

“Global wurde das Hinterfragen von Impfungen lange als Tabu betrachtet, mit starkem gesellschaftlichem Druck zur Konformität und zur Impfung. Die aggressive Förderung des Coronavirus-Impfstoffs durch einseitige Botschaften bleibt in lebhafter Erinnerung”, heißt es unmissverständlich in der Studie. Die Wissenschaftler gehen sogar so weit, eine temporäre Aussetzung des aktuellen Impfprogramms zu empfehlen, “um das volle Ausmaß potenzieller Schäden zu ermitteln”.

Die drei Todesfälle, die Japans medizinische Gemeinschaft erschütterten

Die Studie präsentiert Daten des japanischen Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt zu drei Todesfällen nach Impfungen, die besonders alarmierend sind. Ein gesunder, zwei Monate alter Junge verstarb nur 59 Minuten nach Erhalt von Hib-, Rotavirus- und Pneumokokken-Impfstoffen. Eine sechs Monate alte Tochter wurde einen Tag nach Erhalt von Hepatitis B-, Hib-, Pneumokokken- und Vierfach-Impfstoffen (Keuchhusten, Diphtherie, Tetanus, Polio) tot in ihrem Bett aufgefunden. Ein dreijähriger Junge erlitt einen Herzstillstand nur zehn Stunden nach einer Impfung gegen japanische Enzephalitis.

Nach eingehenden Untersuchungen, einschließlich Autopsien, konnten Experten keinen kausalen Zusammenhang mit den Impfungen feststellen oder bewerten. Die Todesfälle wurden stattdessen als “Bewertung nicht möglich” klassifiziert – eine Vorgehensweise, die laut Yamamoto “mögliche externe Drücke oder Interessenkonflikte bei solchen Feststellungen” vermuten lässt. Dr. Karl Jablonowski, leitender Wissenschaftler der Organisation “Children’s Health Defense”, betont, dass der zeitliche Zusammenhang nach einer Impfung “eines der Fundamente” für die Bestimmung von Kausalität bei unerwünschten Ereignissen sei.

Das japanische Impfsystem unter der Lupe

Die Studie wirft grundlegende Fragen zur Sicherheit des Impfplans für Kinder auf: “In Japan werden Impfstoffe ab einem Alter von zwei Monaten verabreicht. Bis zum Erwachsenenalter im Jahr 2024 wird ein Kind Impfstoffe gegen fast 14 verschiedene Krankheiten erhalten haben, wobei die Dosen entweder einzeln oder gleichzeitig verabreicht werden. Die Gesamtzahl der Impfungen steigt erheblich, wenn Auffrischungsdosen einbezogen werden.” Besonders beunruhigend sei laut den Forschern, dass neu entwickelte Impfstoffe, deren Nebenwirkungsprofile möglicherweise nicht vollständig bestätigt sind, oft gleichzeitig mit bestehenden Impfstoffen verabreicht werden. Dies führe dazu, dass kausale Zusammenhänge bei Nebenwirkungen von vornherein verschleiert werden könnten.

Die japanische Studie steht nicht allein da. Eine in Cureus veröffentlichte Peer-Review-Studie aus dem Jahr 2023 mit dem Titel “Reaffirming a Positive Correlation Between Number of Vaccine Doses and Infant Mortality Rates: A Response to Critics” untersuchte Kinderimpfungen in hochentwickelten Ländern und fand eine positive Korrelation zwischen der Anzahl der Impfdosen, die Säuglinge erhalten, und der Säuglingssterblichkeitsrate. Diese Ergebnisse bestätigten die Resultate einer Studie von 2011, die erstmals einen positiven statistischen Zusammenhang zwischen Säuglingssterblichkeitsraten und der Anzahl der Impfdosen bei Säuglingen identifizierte.

Corona-Impfungen, Nebenwirkungen und Übersterblichkeit: Ein beunruhigendes Muster

Yamamotos Studie äußert auch ernsthafte Bedenken hinsichtlich der mRNA-Covid-19-Impfstoffe und deren Verbindung zur erhöhten Prävalenz von Impfnebenwirkungen. “In Ländern, die mehrere Impfdosen verabreichen, ist ein Anstieg der Fälle von Gürtelrose, Affenpocken, Syphilis, schweren Streptokokken-Infektionen, Masern, Sepsis und postoperativen Infektionen zu verzeichnen”, heißt es in der Studie. Solche Nebenwirkungen treten laut den Forschern normalerweise in den ersten zwei Wochen nach der Impfung auf, “insbesondere Immunsuppression und Lymphozytenreduktion, die Infektionen, besonders durch Coronaviren, begünstigen.”

Dennoch wurden Patienten mit solchen Nebenwirkungen vom japanischen Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt oft als “ungeimpft” eingestuft. Nachdem diese Praxis unter die Lupe genommen wurde, zeigten nachfolgende Daten eine “niedrige Infektionsrate bei ungeimpften Personen” – bis das Ministerium “die Veröffentlichung der Statistiken einstellte”.

Die Studie kritisiert die japanischen Gesundheitsbehörden scharf, die weiterhin für eine breite mRNA-Covid-19-Impfung werben. “Das Risiko einer Immunschwäche im Zusammenhang mit häufigen Messenger-Ribonukleinsäure (mRNA)-Impfungen ist immer offensichtlicher geworden, was zur weitverbreiteten Einstellung zusätzlicher Dosen geführt hat, außer in Japan“, so die Studie. Sie weist darauf hin, dass Japan regelmäßig mRNA-Covid-19-Auffrischungsimpfungen für ältere Menschen verabreicht.

Die beunruhigende Übersterblichkeit in Japan

Die japanischen Behörden haben diese Praktiken trotz einer abnormal hohen Übersterblichkeit – über 600.000 – seit Beginn der umstrittenen Covid-19-Impfkampagne beibehalten, so die Studie. Die spezifischen Faktoren für diesen Anstieg bleiben zwar “umstritten”, aber die Studie deutet an, dass die hohe Zahl an Übersterblichkeit “nicht allein durch Corona-bedingte Todesfälle oder eine alternde Bevölkerung erklärt werden kann.” Stattdessen legt die Studie nahe, dass “der Anstieg der impfbedingten Todesfälle ein bedeutender Faktor sein könnte” und weist darauf hin, dass “ähnliche Trends in anderen Ländern mit intensiven Impfprogrammen beobachtet werden.

Die Studie führt das Beispiel einer 26-jährigen Gesundheitsarbeiterin in Japan an, die “Berichten zufolge vier Tage nach Erhalt einer einzigen Dosis des mRNA-Impfstoffs zu Beginn der Impfkampagne an einer Hirnblutung gestorben ist.” Obwohl der Tod der Arbeiterin als “möglicherweise mit einer impfinduzierten immunthrombotischen Thrombozytopenie verbunden” eingestuft wurde, setzte Japan seine Covid-19-Impfkampagne fort, die “nahezu obligatorisch” wurde.

Gemäß der Studie wurden über 99 Prozent der unmittelbar nach einer Covid-19-Impfung auftretenden Todesfälle in Japan als Fälle klassifiziert, bei denen “die Kausalität schwer zu bestimmen ist” – selbst in Fällen, in denen Autopsien durchgeführt wurden. Bemerkenswert ist die Feststellung, dass sieben Mitglieder des japanischen Health Science Council, der impfbedingte Nebenwirkungen untersucht, “Spenden von Pharmaunternehmen erhalten haben.

“Japan ist nicht allein mit seinen Kämpfen und Bedrängnis”, sagte Jablonowski. “Die US-amerikanischen Mainstream-Medien sind so mit der Pharmaindustrie verstrickt, dass eine kritische Haltung gegenüber Impfstoffen selbstzerstörerisch wäre. Auch wir haben eine Regulierungsbehörde mit einem hohen Grad an Interessenkonflikten und haben unerwünschte Reaktionen auf Impfstoffe konsequent ignoriert.”

Japan als unfreiwilliges Versuchslabor für neue Impftechnologien

Die Studie kritisiert auch den raschen Zeitplan, unter dem die experimentellen Covid-19-Impfstoffe entwickelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. “Während die Impfstoffentwicklung typischerweise 7-10 Jahre benötigt, beschleunigte die Coronavirus-Krankheit 2019 (Covid-19)-Pandemie den Prozess, was zur schnellen Entwicklung, Zulassung und Verteilung von Impfstoffen ohne umfangreiche Tier- oder klinische Studien führte“, heißt es in der Studie.

Japan ist jedoch noch einen Schritt weiter gegangen als andere Länder, indem es als erstes – und bisher einziges – Land einen selbstverstärkenden mRNA-Impfstoff zugelassen hat. Diese Impfstoffe wurden ebenfalls nicht ausreichend auf ihre Sicherheit getestet. “Die Impfung mit diesem Produkt hat bereits begonnen und gesellschaftliche Bedenken ausgelöst. Es scheint, als ob die japanische Öffentlichkeit jetzt unbeabsichtigt in klinische Studien einbezogen wird, um Daten zur Impfstoffsicherheit und -risiken zu sammeln”, so die Studie.

Japan verabreicht die selbstverstärkenden Impfstoffe derzeit Menschen ab 65 Jahren und 60- bis 64-Jährigen mit schweren Grunderkrankungen. “Ein großes Problem bei selbstverstärkenden mRNA-Impfstoffen ist, dass es keinen ‘Ausschalter’ gibt“, erklärt Jablonowski. “Nach der Injektion kann niemand kontrollieren, wie lange oder wie viel Antigen Ihre Zellen produzieren werden“, was möglicherweise zu Immunfunktionsstörungen führen könnte.

Die Studie fordert eine Überprüfung der Impfkampagnen, “um auf die sich derzeit ändernden Umstände zu reagieren”, und schlägt medizinische Voruntersuchungen vor der Impfung vor, einschließlich Bluttests und einer Überprüfung der mRNA-Impfgeschichte eines Patienten. “Ein impfrisikosensibler Kinderarzt muss diese Informationen bei der Risiko-Nutzen-Abwägung von Impfungen berücksichtigen“, resümiert Jablonowski und bringt damit die zentrale Herausforderung auf den Punkt, vor der Mediziner im Angesicht dieser neuen Erkenntnisse stehen.

Mein neues Buch ist da: “Im Zensurwahn – Die Aushöhlung von Freiheit und Demokratie“.