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Offensichtliche Vision von Trump: Die Welt in abgegrenzte Reiche aufteilen
Von Denny Roy
Er zeigt wenig Interesse daran, Pax Americana in fernen Regionen durchzusetzen
Theoretisch sollte Amerika – ob unter der Führung von Joe Biden, Kamala Harris oder Donald Trump – versuchen, die weltweit führende strategische Macht zu bleiben.
In der Theorie der internationalen Beziehungen geht der realistische Ansatz davon aus, dass das internationale Staatensystem einzelne Staaten dazu zwingt, so viel Macht wie möglich über andere Staaten zu erlangen. Dies ist der einzige Weg, um sich zuverlässig sicherer zu machen.
Von hier aus gibt es eine Trennung zwischen defensiven und offensiven Realisten.
Defensive Realisten glauben, dass ein einzelner Staat, der eine relative Stärke gegenüber potenziellen Konkurrenzstaaten erreicht, den Fuß vom Gaspedal nimmt und sich mehr auf die Aufrechterhaltung des Status quo als auf den Ausbau seines Vorsprungs konzentriert.
Offensive Realisten glauben, dass ein Staat nie zu viel Sicherheit haben kann, sodass Staaten nie aufhören werden, zusätzliche relative Macht über andere Länder zu erlangen, die alle potenzielle Gegner sind. Jeder Staat, der über die nötigen Mittel verfügt, wird versuchen, seine Nachbarn zu dominieren.
John J. Mearsheimer, dargestellt als „Mearchiavelli“, von Marwane Pallas, Philomathean Society. Bild: mearsheimer.comEiner der prominentesten amerikanischen Befürworter des Realismus, der Professor an der Universität von Chicago John Mearsheimer, gehört zum Lager der Offensive. Seine Prognose lautet: „Die Vereinigten Staaten werden alles daran setzen, um sicherzustellen, dass China Asien nicht dominiert.“
Zu den großen Anstrengungen gehört auch ein Krieg um Taiwan. Die Amerikaner würden „kämpfen und sterben, um Taiwan zu verteidigen“, glaubt er.
Er ignoriert die Frage, ob die US-Bevölkerung einen solchen Krieg unterstützen würde, und sagt, die US-Regierung würde „den Diskurs über die Geschehnisse so manipulieren, dass China als tödliche Bedrohung dargestellt wird“.
Mearsheimer nennt zwei Gründe, warum Washington so sehr versuchen würde, den Expansionismus der VR China einzudämmen.
Erstens haben die Vereinigten Staaten globale Wirtschaftsinteressen zu schützen. Ein potenzieller Gegner wie China, der die Kontrolle über ein wichtiges Zentrum globaler Märkte, Reichtümer und industrieller Kapazitäten wie Ostasien erlangt, würde den amerikanischen Wohlstand bedrohen. „Aus der historischen Aufzeichnung geht klar hervor“, schreibt er, „dass die USA keine gleichwertigen Konkurrenten dulden.“
Zweitens argumentiert Mearsheimer, dass ein starkes Land, das die Vorherrschaft über seine Region erlangt, „frei herumstreunen“ kann. Da es von keinem seiner eigenen Nachbarn bedroht wird, wird es aggressive Erkundungen in der Nachbarschaft einer anderen Großmacht durchführen. Wenn die USA also Pekings Kontrolle über Gebiete im nahen Ausland Chinas wie Taiwan, das Ostchinesische Meer und das Südchinesische Meer nicht blockieren würden, würde China die Sicherheit der USA in der westlichen Hemisphäre in Frage stellen.
Mearsheimers offensiver Realismus hat jedoch einen eingebauten Fehler. Trotz der Logik, die Amerika scheinbar dazu verpflichtet, um jeden Preis an seiner strategischen Vormachtstellung festzuhalten und sicherzustellen, dass China keine Hegemonie über Asien erlangt, räumt er ein, dass Regierungen, einschließlich der US-Regierung, nicht immer so handeln, wie es seine Theorie vorhersagt.
So sei es beispielsweise „dumm“ und ein „strategischer Fehler“ gewesen, dass die USA das rasante Wirtschaftswachstum und den technologischen Fortschritt Chinas seit den 1980er Jahren angeheizt hätten, in dem Irrglauben, dass dies künftige Sicherheitskonflikte mit China ausschließen würde – eine Meinung, die inzwischen auch viele andere Analysten teilen.
Im Grunde genommen sagt Mearsheimer, dass seine Theorie zuverlässig vorhersagen kann, wie sich Großmächte angesichts ihrer äußeren Umstände verhalten werden – aber auch, dass sich einige Länder, darunter das einflussreichste Land der Welt, weigern, sich gemäß seiner Theorie zu verhalten.
Dies würde die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass trotz des Drucks des internationalen Systems eine Regierung in den USA an die Macht kommt, die nicht mehr daran interessiert ist, eine chinesische Hegemonie in Ostasien zu verhindern.
Dies könnte tatsächlich geschehen.
Anstelle eines aktivistischen Amerikas, das liberale Regeln und Institutionen fördert und versucht, Regionen auf der ganzen Welt zu formen, um den Aufstieg starker Gegner zu verhindern, scheint Trumps Vision darin zu bestehen, die Welt in klar abgegrenzte Imperien aufzuteilen. Seine fortwährenden Äußerungen über die Annexion Kanadas und Grönlands scheinen mehr als nur ein Scherz zu sein, um seine innenpolitischen Gegner zu verärgern.
Es gibt Hinweise darauf, dass Trump auch russische und chinesische Imperien akzeptieren würde. Seine Regierung hat signalisiert, dass sie die jüngsten Gebietsgewinne Russlands in der Ukraine akzeptiert.
Jüngste Äußerungen von Trumps umstrittenem Verteidigungsminister Pete Hegseth und Vizepräsident J.D. Vance haben die Befürchtungen in Europa verstärkt, dass Trump II beabsichtigt, die Sicherheitsverpflichtungen der USA gegenüber Westeuropa zu kippen.
Trump hat wiederholt gesagt, dass die Bündnisse der USA mit Japan und Südkorea nur dann sinnvoll sind, wenn Amerika daraus einen Nutzen zieht. Er hat sich kaum zur strategischen Bedeutung dieser Bündnisse geäußert, was darauf hindeutet, dass er nicht hinter dem Ziel steht, China strategisch einzudämmen, auch wenn einige seiner leitenden Beamten dies tun.
Trump will angeblich die US-Truppen aus Südkorea abziehen. Er hat auch gesagt, dass er „kein Problem“ damit hat, dass Nordkorea Kurzstreckenraketen testet, die die USA nicht erreichen können, obwohl solche Raketen Südkorea bedrohen. Es scheint, dass Trump bereit wäre, die Verantwortung der USA für die Verteidigung Südkoreas aufzugeben, wenn dies auch dazu führen würde, dass Amerika von Pjöngjangs Zielliste gestrichen wird.
Was die Möglichkeit einer US-Intervention in einem Krieg in der Taiwanstraße betrifft, so hat Trump gesagt, Taiwan sei nicht zu verteidigen und im Vergleich zu China unwichtig – und dass er Taiwan dafür verüble, den USA angeblich das Geschäft mit der Halbleiterherstellung „gestohlen“ zu haben.
Auf diesem am 31. Januar 2018 aufgenommenen Foto grüßen taiwanesische Seeleute die Flagge der Insel auf dem Deck des Versorgungsschiffs Panshih, nachdem sie an den jährlichen Übungen auf dem Marinestützpunkt Tsoying in Kaohsiung teilgenommen haben. Foto: AFP / Mandy ChengWenn Trump China als Bedrohung ansieht, dann als wirtschaftliche Bedrohung, und zwar eine, die er in erster Linie durch Wirtschaftspolitik und nicht durch militärische Strategie angehen würde.
Zölle sind sein bevorzugtes Instrument. Trump glaubt, dass Zölle das Handelsdefizit der USA ausgleichen und Anreize für die Produktion in den USA schaffen können. Ende 2024 sagte Trump in einem Interview mit dem Wall Street Journal, dass er auf einen Angriff der VR China auf Taiwan mit hohen Zöllen auf China reagieren würde, nicht mit der Entsendung von US-Truppen zur Unterstützung.
Entgegen Mearsheimers Erwartung scheint Trump nicht zu befürchten, dass eine chinesische Hegemonie über Asien den Wohlstand der USA ernsthaft gefährden würde.
Trotz Chinas beeindruckender wirtschaftlicher Entwicklung, der Anhäufung von Reichtum und des militärischen Aufrüstens ist Amerika nach wie vor die führende Wirtschafts-, Militär- und Innovationsmacht der Welt. Im Gegensatz zu China verfügt Washington auch über ein Netzwerk starker Verbündeter.
Es ist für die USA nicht unmöglich geworden, weiterhin globale Vereinbarungen auf der Grundlage liberaler Prinzipien zu fördern, die den Interessen der USA dienen, oder sich dem chinesischen Expansionismus in Ostasien zu widersetzen. Vielmehr könnte die Trump-II-Regierung beschließen, die Pax Americana sterben zu lassen, weil die Innenpolitik über internationale Imperative triumphiert, die eindeutig nicht unwiderstehlich sind.
Die deutsche Demographie lähmt das Land
Von WOLFGANG HÜBNER | Es gibt viele Patrioten, die nicht zufrieden sind mit den knapp 21 Prozent für die AfD bei der Bundestagswahl am Sonntag. Das ist nicht unverständlich, ignoriert aber die fast übermächtige Dominanz von Wählern im fortgeschrittenen Alter. Nur ihnen dürfte Friedrich Merz samt CDU/CSU seinen leichenblassen Wahlsieg verdanken. Die alt gewordenen Menschen im Gebiet der früheren Bundesrepublik haben auf geradezu tragische Weise ihre Dankbarkeit dafür, lange Jahre ihres Lebens gut in einem besseren Staat gelebt zu haben, mit Stimmen gegen die Zukunft eines bereits im Abstieg befindlichen Landes „belohnt“.
So bitter das auch ist: An der Alterszusammensetzung der Deutschen wird sich nur negativ etwas ändern – wir werden nämlich noch älter. Das ist individuell großartig, lähmt jedoch politisch schon jetzt das Land. Umso positiver sind die knapp 21 Prozent für die AfD zu bewerten. Immerhin hat jeder fünfte Wähler eine Partei gewählt, die in jeder Weise und mit den übelsten Methoden bekämpft, diffamiert und verteufelt wird. Es sind diese AfD-Wähler, die sich in den kommenden Jahren zumindest teilweise selbst außerparlamentarisch mobilisieren müssen, um den Niedergang Deutschlands zu stoppen versuchen.
Parlamentarisch steht die AfD mit der großen Zahl neuer Abgeordneter im Bundestag vor enormen Herausforderungen. Denn jeder Abgeordnete braucht ja auch ein Team, die Fraktion selbst vermehrt Experten und qualifizierte Mitarbeiter. Dass es immer noch die antidemokratische „Brandmauer“ gibt, sollte die AfD nicht grämen: Jenseits dieses Konstrukts politischer Schande herrscht die Trostlosigkeit einer Verliererkoalition. Denn zu den Verlierern zählt auch Kanzleraspirant Merz, der 2021 versprach, die AfD zu halbieren, sie aber 2025 verdoppelt sieht.
Wenn die SPD tatsächlich eine Mitgliederbefragung darüber macht, ob sie eine Koalition mit CDU/CSU eingehen soll, ist das Ergebnis übrigens keineswegs sicher. Denn in einer solchen Koalition kann die SPD, Pistorius hin oder her, nur verlieren, wenn sie brav bleibt. Bleibt sie aber nicht brav, wird die Koalition nicht nur brüchig, sondern auch brechen. Bei den Grünen ist vom erhofften Habeck-Glanz nichts übriggeblieben. Deutschland wird sich wenigstens nicht weiter weltweit mit „Trampolina“ Baerbock lächerlich machen. Positiv ist auch der Untergang der FDP, er ist wohlverdient und hoffentlich nachhaltig. Vielleicht versucht es die Partei jetzt mal mit der Düsseldorfer Kriegsfurie Agnes Strack-Zimmermann als Vorsitzende, damit wenigstens Putin Angst vor der FDP hat.
Das sehr knappe Scheitern der Wagenknecht-Partei wurde nach der Landtagswahl in Thüringen programmiert. Denn die kluge, aber führungsschwache Sahra hatte sich dort ein knalllinkes U-Boot als Spitzenkandidatin angelacht, die mit der CDU brachial gegen den Wahlsieger Björn Höcke zu Felde zog. Auch das hat dazu beigetragen, dass die Menschen in allen fünf östlichen Bundesländern die AfD mit Abstand zur stärksten Partei machten. Kein Bundeskanzler, auch Merz nicht, kann an dieser Tatsache vorbei regieren.
Für alle vom Wahlergebnis und den Zuständen im westlichen Buntland frustrierten Zeitgenossen bleibt die tröstliche Gewissheit: Es gibt ein Deutschland, das weiter Deutschland sein will. Dort gibt es auch viele leere Häuser und billige Wohnungen. Die Menschen zwischen Rostock und Dresden sind meist ärmer als im Westen, aber viel weniger wohlstandsverwahrlost. Da bekommt die alte bösartige Aufforderung „Dann geh doch nach drüben!“ einen ganz anderen, viel angenehmeren Klang. Denn nur im Osten wurde eindeutig für die Zukunft unseres Volkes gestimmt.
Wolfgang Hübner.
PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite und seinen Telegram-Kanal erreichbar. Im Übrigen gilt: „Wer CDU wählt, wählt Krieg.“
Milliarden-Skandal: DOGE deckt USAID-Hilfsgelder-Betrug für Haiti auf
Was sich jetzt im Zusammenhang mit den US-Hilfsgeldern für Haiti offenbart, sprengt selbst die kühnsten Vorstellungen von bürokratischer Misswirtschaft und institutionalisierter Veruntreuung. Mehr noch stellt sich die Frage nach der Rolle der Clinton Foundation. Die DOGE-Ermittlungen laufen an.
Von sage und schreibe 4,4 Milliarden US-Dollar, die seit dem verheerenden Erdbeben 2010 nach Haiti flossen, landeten gerade einmal zwei Prozent – nicht einmal 50 Millionen Dollar – bei haitianischen Organisationen oder Unternehmen. Ein Skandal monumentalen Ausmaßes, der die ohnehin schon erschütterte Glaubwürdigkeit der US-Entwicklungshilfeagentur USAID weiter in den Abgrund reißt.
Während die demokratische Establishment-Presse verzweifelt versucht, das Narrativ aufrechtzuerhalten, bei USAID sei alles in bester Ordnung, zeichnet ein kürzlich erschienener Enthüllungsbericht der New York Post ein völlig anderes Bild. Besonders pikant: Mehr als die Hälfte der Gelder – etwa 1,3 Milliarden Dollar – floss an Firmen in und um Washington D.C. Man könnte meinen, das Epizentrum der Katastrophenhilfe läge nicht in Port-au-Prince, sondern im Washingtoner Regierungsviertel.
Die Geschichte wird noch absurder, wenn man sich die Rolle des Government Accountability Office (GAO) ansieht. Bereits 2023 stellte die Behörde fest, dass USAID nicht einmal über grundlegende Tracking-Systeme verfügt, um die Verwendung der Gelder nachzuvollziehen. In Bürokratendeutsch ausgedrückt: “Die USAID-Mission in Haiti verfolgt Daten zu lokalen Partnerschaften nicht vollständig nach.”
Während der Trump-Administration wurde die Notbremse gezogen – ein Schritt, der prompt zu hysterischen Reaktionen führte. Die Washington Post ging so weit zu behaupten, die Kürzungen seien ein “Geschenk an haitianische Gangs”. Als ob die Milliarden zuvor tatsächlich bei der notleidenden Bevölkerung angekommen wären.
Besonders brisant ist die Rolle der Clinton-Foundation, die unter der Obama-Administration als Mittler für einen Teil der USAID-Gelder fungierte. Die Warnungen haitianischer Journalisten vor Jahren über verschwundene Gelder verhallten damals ungehört im politischen Äther Washingtons. Hillary Clinton scheint jedenfalls schon das Muffensausen zu bekommen.
Von den fünf “Handlungsempfehlungen”, die das GAO für USAID formulierte, wurden gerade einmal zwei als “abgeschlossen” markiert. Transparenz? Fehlanzeige. Verantwortlichkeit? Ein Fremdwort in den klimatisierten Büros der Entwicklungshilfe-Bürokratie.
Die zentrale Frage bleibt: Wo sind die restlichen 98 Prozent der Hilfsgelder geblieben? Die Amerikaner, deren Steuergelder hier verschleudert wurden, haben ein Recht auf Antworten. Ebenso wie die Haitianer, die nach dem verheerenden Erdbeben auf echte Hilfe hofften und stattdessen Opfer eines der größten Entwicklungshilfe-Skandale der jüngeren Geschichte wurden.
Man mag darüber streiten, ob amerikanische Steuergelder überhaupt für Hilfsprojekte in Haiti verwendet werden sollten. Aber wenn Milliarden bewilligter Hilfsgelder spurlos verschwinden, während sich Washingtoner Consulting-Firmen die Taschen füllen, dann ist das nicht nur moralisch verwerflich – es ist kriminell. Eine forensische Untersuchung dieser verschwundenen Gelder ist überfällig. Nicht aus politischem Kalkül, sondern weil es höchste Zeit ist, dass in Washington endlich jemand zur Verantwortung gezogen wird.
Namensänderung: Mein S-B-Modell wird jetzt zum „hemisphärischen Konvektionsmodell“
von Uli Weber
Mein hemisphärisches Stefan-Boltzmann-Modell ist kein Strahlungsmodell, sondern war von Anfang an ein Strahlungsantriebsmodell; denn es wird von der Leistungsdifferenz zwischen der solaren Einstrahlung und der tatsächlichen individuellen Ortstemperatur angetrieben. Es wird also höchste Zeit, dieses Modell einmal am Stand seiner Weiterentwicklung über mehr als 50 EIKE-Artikel hinweg (mit Dank an Herrn Dipl.-Ing. Michael Limburg) zu betrachten. Der Anstoß für diese Betrachtung lieferte ein Artikel von Dr. Markus Ott, der zufällig passend zum 8. Jahrestag der EIKE-Erstveröffentlichung meines S-B-Ansatzes erschienen war. Nein, einen Link auf diesen Artikel gibt es hier nicht, denn ich werde Herrn Dr. Ott nicht sehenden Auges die üblichen pawlowschen Haßprediger auf den Hals hetzen – nicht nur mein Modell hat sich umfänglich weiterentwickelt, sondern auch die Zahl meiner ad-hominem-Kritiker. Mein erster Artikel über dieses Modell war am 23. Januar 2017 hier auf EIKE erschienen, und ein Herr Frank Endres hatte am selben Tag seherisch kommentiert, Zitat:
„Jetzt fallen die Ökofanatiker über ihn her. Das – selbstverständlich selbstgebraute – Bier ist kalt gestellt, nur Chips bzw. Popcorn habe ich leider noch nicht besorgt. Zum ‚Klimaschutz‘ verzichte ich darauf, einkaufen zu gehen und warte hier auf die ersten Beschimpfungen und Zurechtweisungen der anerkannten ‚Elite-Wissenschaftler‘.“
Aber sei‘shaltwieshaltist – jedenfalls ist es eine völlig neue Sichtweise, wenn man einen fremden Artikel über ein Modell liest, das man über fast ein Jahrzehnt kontinuierlich weiterentwickelt hatte. Dieser hemisphärische S-B-Ansatz hatte zunächst einfach nur die terrestrische Temperaturgenese auf eine physikalisch korrekte S-B-Inversion für die Tagseite unserer Erde reduziert. Eine rechnerische Approximation mit einer flächengetreuen Durchschnittsbildung für das Stefan-Boltzmann-Temperaturäquivalent konnte später die sogenannte „gemessene globale Durchschnittstemperatur“ unserer Erde ohne den sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ erklären. In der weiteren Folge wurde dieser Ansatz schließlich zum S-B-Modell, das neben seiner fortlaufenden Weiterentwicklung auch an unterschiedlichen atmosphärischen und geografisch-jahreszeitlichen Phänomenen validiert worden war. In dem o.g. Ott-Artikel wird die ausdrückliche Unterscheidung zwischen dem rechnerischen Temperaturäquivalent aus der S-B-Inversion und der tatsächlichen gemessenen Ortstemperatur noch einmal ganz besonders hervorgehoben. Es wird dort ebenfalls nochmals verdeutlicht, dass innerhalb dieses Modells bei der Erwärmung der Erdoberfläche durch den gleichzeitigen Abfluss von Energie in die globalen Zirkulationen bereits eine Art Mittelung stattfindet. Da sich mein Modell also sehr weit von der ursprünglich namensgebenden S-B-Inversion entfernt hat, ist die bisherige Benennung für einen interessierten Betrachter inzwischen eher fehlleitend geworden, weil sich das weiterentwickelte Modell eben nicht mehr allein auf diese Inversion reduzieren lässt – und schon gar nicht auf ein reines Strahlungsmodell.
Von daher werde ich künftig die Bezeichnung „hemisphärisches Konvektionsmodell“ verwenden.
Als hemisphärisches Konvektionsmodell stellt dieses Modell das Klimasystem unserer Erde vom makroskopischen Standpunkt der Klimadefinition als Durchschnitt von 30 Jahren Wetter dar. Daraus lassen sich dann wiederum die primären Wirkmechanismen der terrestrischen Temperaturgenese auf unserer realen Erde qualitativ ableiten. Am Ende ist dieses einfache hemisphärische Konvektionsmodell Modell dann in der Lage, den Unterschied von Tag und Nacht zu berücksichtigen, ein durchschnittliches jahreszeitliches Wetter zu erklären und analog zu den Beleuchtungsklimazonen sogar ganz grob die geografischen Klimazonen nachzuempfinden. Im Prinzip handelt es sich also um ein hybrides Modell, das auf eine Kombination von Berechnungen (Tagseite) und der Existenz von terrestrischen Wärmespeichern (Nachtseite) aufbaut. Und weil nicht jeder monothematische Artikel sämtliche Aspekte dieses hemisphärischen Konvektionsmodells abdecken kann, seien nachfolgend noch einmal dessen wesentliche Eckpunkte zusammengefasst:
1. AUSSAGE: Die hemisphärische S-B-Inversion kann die sogenannte globale Durchschnittstemperatur ohne den vorgeblichen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ erklären [Berechnungen, Grafiken und weitere Erklärungen].
BEWEIS: Die Berechnungen für die Tagseite unserer Erde beruhen auf dem S-B-Temperaturäquivalent aus einer ortsgetreuen S-B-Inversion der hemisphärisch eingestrahlten spezifischen Strahlungsleistung der Sonne für die jeweiligen individuellen Ortslagen.
Abbildung 1 Links: Geometrie der solaren Einstrahlung im Äquinoktium
Mitte: Berechnungsschema für das S-B-Temperaturäquivalent in 1° Segmenten
Rechts: S-B-Temperaturäquivalent in Abhängigkeit vom Zenitwinkel der Sonne
Das flächennormierte Temperaturmittel aus dieser Approximation beträgt 14,03°C und wird durch eine Verdoppelung der G&T-Integrallösung bestätigt. Das berechnete S-B-Temperaturäquivalent wird jedoch nirgendwo auf der Erde erreicht. Vielmehr finden mit der morgendlichen Erwärmung der Oberfläche sofort auch Verdunstung und Konvektion statt, durch die wesentliche Mengen der örtlich eingestrahlten Energie in die globalen Zirkulationen übergehen und abgeführt werden. Nach dem 1. HS der Thermodynamit geht diese Energie aber nicht verloren, sondern wird lediglich von den Strömungen in Atmosphäre und Ozeanen aufgenommen und von diesen großflächig verteilt.
BEISPIEL: Jahreszeitlicher Abfluss und Zufluss von Energie auf einer konkreten Ortslage am Beispiel Potsdam [aus Anmerkungen zur Bestimmung der hemisphärischen solaren Einstrahlung auf „Mittelerde“]:
Wie weiter oben bereits ausgeführt wurde, wird das maximale S-B-Temperaturäquivalent auf unserer Erde aufgrund von Konvektion und Verdunstung in der Realität niemals erreicht; umgekehrt wird aber der nächtliche Temperaturabfall durch Kondensation und Advektion abgemildert. Letzteres gilt übrigens auch für das Strahlungsdefizit in mittleren und höheren Breiten der jeweiligen Winterhemisphäre, dazu nachfolgend das Beispiel für Potsdam:
Abbildung 2: Konvektion und Advektion über das Jahr an einer konkreten Ortslage (Potsdam)
Links: Treppenkurve: Maximale monatliche Bodentemperatur in Potsdam
Blau gestrichelt: Maximales jahreszeitliches S-B-Temperaturäquivalent
Rechts: Differenz zwischen der maximalen monatliche Bodentemperatur in Potsdam und dem maximalen örtlichen S-B-Temperaturäquivalent
Rote Kurve: Trendlinie für die Differenz (schwarze Zackenkurve) zwischen maximaler monatlicher Bodentemperatur und dem maximalen örtlichen S-B-Temperaturäquivalent in Potsdam
Rot schraffiert: Zufluss von Wärme im Winterhalbjahr
Blau schraffiert: Abfluss von Wärme im Sommerhalbjahr
Im Sommerhalbjahr fließt also Energie in die globalen Wärmespeicher und im Winterhalbjahr wird die Ortstemperatur durch einen Wärmezufluss aus diesen Wärmespeichern gestützt. Und deshalb müssen Atmosphäre und Ozeane als „globale Wärmespeicher“ zwingend in die Bestimmung einer „natürlichen Temperatur“ unserer Erde einbezogen werden.
2. AUSSAGE: Dieses Modell kann die Umkehrung der vektoriellen Strahlungsrichtung zwischen solarer HF-Einstrahlung und terrestrischer IR-Abstrahlung erklären [ausführlich dargestellt in Zeigt der Poynting-Vektor auf „Mittelerde“ oder auf die sogenannte „Abstrahlungshöhe“?].
BEWEIS: Die konventionelle Faktor4-Ableitung einer „natürlichen“ terrestrischen Temperatur aus der globalen IR-Abstrahlung unserer Erde kann die Umkehrung der vektoriellen Strahlungsrichtung zwischen solarer HF-Einstrahlung und terrestrischer IR-Abstrahlung nicht erklären und arbeitet mit einem unphysikalischen skalaren 24h-Durchschnittswert der solaren Einstrahlung. Beim hemisphärischen Modell beschränkt sich die Temperaturgenese jedoch auf die Tagseite der Erde, wo die Sonneneinstrahlung planparallel einfällt und mit dem Cosinus der geografischen Breite temperaturwirksam wird. Denn eine Veränderung der vektoriellen Strahlungsrichtung von HF auf IR kann nur über die zwischenzeitliche Erwärmung von Materie erfolgen:
Einstrahlung HF-solar => Erwärmung von Materie an der Oberfläche => Abstrahlung IR-terrestrisch
Die auf der Tagseite erwärmte Materie gelangt durch die kontinuierliche Erddrehung schließlich auf die Nachtseite, wo sie weiterhin die terrestrische IR-Strahlung senkrecht zur Erdoberfläche abstrahlt.
3. AUSSAGE: Das hemisphärische Konvektionsmodell kann die jahreszeitlichen Schwankungen der örtlichen solaren Einstrahlung abbilden [hier eine ausführliche Darstellung].
BEWEIS: Hier bei uns in Deutschland schwankt die solare LEISTUNG zwischen etwa 90% der Solarkonstanten am Sommerpunkt (21.06.) und etwa 30% am Winterpunkt (21.12.). An den Polen unserer Erde geht es noch extremer zu, dort schwankt die Sonnenscheindauer als Indikator für die solare ARBEIT (=Leistung x Zeit) zwischen 0 Stunden (Wintersonnenwende am Pol der Winterhemisphäre) und 24 Stunden (Sommersonnenwende am Pol der Sommerhemisphäre), was das hemisphärische Konvektionsmodell tatsächlich abzubilden vermag:
Abbildung 3: Das örtliche Maximum der breitenabhängigen temperaturwirksamen spezifischen Strahlungsleistung der Sonne für die gesamte Erde über ein volles Jahr von Herbstäquinoktium zu Herbstäquinoktium (Abszissenbeschriftung aus Sicht der Nordhalbkugel)
Spez. Strahlungsleistung: MAX (Si) @24h-Tag mit (Si = 1.367W/m² * (1-ALBEDO) * cos PHIi)
und (PHIi = örtlicher Zenitwinkel) – Farbdarstellung: 0 [W/m²] (schwarz) – 940 [W/m²] (rot)
Linke Skala: Grad geografische Breite (Süd = „-“)
Skala oben: Datum ab Herbstäquinoktium
Anmerkung: Ein vergleichbarer geografischer Verlauf ergibt sich für das daraus abgeleitete S-B-Temperaturäquivalent (SBT) zwischen (-273°C=schwarz) und (86°C=rot)
Das konventionelle Faktor4-THE-Modell vermag diese Schwankungen nicht abzubilden, im Gegenteil, es wirft grundsätzlich dieselbe „natürliche theoretische Globaltemperatur“ für alle Ortslagen auf unserer Erde aus, selbst für die Polkappen und die Wüstengebiete in niederen geografischen Breiten. Da aber das hemisphärische Konvektionsmodell den jahreszeitlichen solaren Zenitwinkel berücksichtigt, kann es sogar die Beleuchtungsklimazonen unserer Erde abbilden:
Abbildung 4: Tentative Gegenüberstellung der Beleuchtungsklimazonen mit dem Jahresverlauf der maximalen solaren Strahlungsleistung im Sommerhalbjahr (Südsommer linke Hälfte und Nordsommer rechte Hälfte)
Overlays rechts und links: Die Beleuchtungsklimazonen der Erde: von oben/unten zur Mitte: Polarzonen, Mittelbreiten, Tropenzone (Quelle: Wikipedia, Autor: Fährtenleser, Lizenz: GNU Free Documentation License)
Darunter farbgebend rot-gelb-schwarz: Das örtliche Maximum der breitenabhängigen temperaturwirksamen spezifischen Strahlungsleistung der Sonne für die gesamte Erde über ein volles Jahr von Herbstäquinoktium zu Herbstäquinoktium
4. AUSSAGE: Das hemisphärische Konvektionsmodell berücksichtigt den physikalischen Unterschied zwischen solarer Leistung und solarer Energie und vermag dadurch den grundsätzlichen Wechsel der Wetterlagen über den Verlauf der Jahreszeiten zu skizzieren [hier eine ausführliche Darstellung].
BEWEIS: Wenn wir uns die Nord- und Südhemisphäre unserer Erde einmal im Verlauf der Jahreszeiten vergegenwärtigen, dann besteht der wesentliche Unterschied zwischen vergleichbaren geografischen Ortslagen in jahreszeitlich erheblichen Gegensätzen der solaren LEISTUNG und der solaren ARBEIT. Die LEISTUNG ist über den solaren Zenitwinkel mit dem rechnerischen maximalen S-B-Temperaturäquivalent verknüpft, während die solare ARBEIT von der lichten Tageslänge (=Sonnenscheindauer) abhängig ist. So ist die solare LEISTUNG aufgrund des hohen Sonnenstandes in den Tropen stets am größten und generiert dort auch das höchste S-B-Temperaturäquivalent. Es ist aber weitgehend unbekannt, dass die solare ARBEIT (Energie=Leistung x Zeit) aufgrund der örtlichen Sonnenscheindauer am Pol der jeweiligen Sommerhemisphäre höher ist als in den Tropen:

Abbildung 5: Tentative räumliche und zeitliche Auswirkungen der hemisphärischen jahreszeitlichen solaren Einstrahlung (nicht flächengetreu)
Rot: Maximale solare ARBEIT auf der Polkappe der Sommerhemisphäre
Grün: Maximale solare LEISTUNG in Tropen und mittleren Breiten der Sommerhemisphäre
Blau: Minima von solarer ARBEIT und solarer LEISTUNG auf der Winterhemisphäre
Links: Sommer auf der Nordhemisphäre plus Tropen der Südhemisphäre
Rechts: Sommer auf der Südhemisphäre plus Tropen der Nordhemisphäre
Wir erkennen hier ganz deutlich, dass die Polarregion der jeweiligen Sommerhemisphäre einen solaren ENERGIE-Hotspot mit dem Maximum zur jeweiligen Sommersonnenwende darstellt. Dieser sommerliche solaren ENERGIE-Hotspot wechselt nun im halbjährlichen Rhythmus von der nördlichen zur südlichen Polarkalotte und zurück. Das bedeutet auch, dass auf den polaren Kalotten die jahreszeitlich höchsten Schwankungen des solaren Klimaantriebs auftreten. Und nicht nur das, denn gleichzeitig treten dort im jahreszeitlichen Verlauf die global stärksten Erwärmungen respektive Abkühlungen auf. Aus diesen Temperaturdifferenzen im Verhältnis zu den Tropen speist sich das Wetter, und von daher ist es kein Wunder, wenn interessierte klimareligiöse Kreise mit diesem regelmäßigen halbjährlichen Umklappen des polaren ENERGIE-Hotspots in einen Kältepol mediale Angst zu verbreiten suchen:
Abbildung 6: Vergleich zwischen der IPCC-Darstellung einer maximalen anthropogenen Klimaeinwirkung und der maximalen jahreszeitlichen Veränderung der Ortstemperatur
Links: Die IPCC-„Figure 1.SM.1 – Season of greatest warming“ aus dem Framing and Context Supplementary Material des IPCC Spezialberichts “Global Warming of 1.5°C” (SR1.5) mit der Jahreszeit der größten menschen-induzierten Erwärmung für den Zeitraum 2006-2015 gegenüber 1850-1900
Rechts: Vereinfachte Darstellung der jahreszeitlichen Veränderung der solaren Ortstemperatur
Polarkappen: violett= extrem – mittlere Breiten: grün=stark – Tropen: gelb=mäßig
Es ist in der IPCC-Grafik deutlich erkennbar, dass in der nördlichen Polarregion die größte anthropogene Veränderung im Zeitraum Dezember-Februar (ocker) sowie März-Mai (blau) stattfindet, während sich diese Veränderung in der südlichen Polarregion auf Juni-August (grün) sowie September-November (violett) beschränkt. Der maximale jahreszeitliche Anstieg der solaren Einstrahlung, und damit auch der Anstieg der Ortstemperatur, ereignet sich rein rechnerisch um die Äquinoktien, und zwar auf der Nordhalbkugel von Februar-April und auf der Südhalbkugel von August-Oktober. Es kommt hier also immerhin zu einer impliziten Übereinstimmung zwischen den beiden dargestellten Grafiken, weil in der linken IPCC-Grafik die maximale Veränderung jeweils in das Halbjahr zwischen Wintersonnenwende und Sommersonnenwende fällt. Von daher beschleicht den Autor der sicherlich nicht völlig unbegründete Verdacht, das IPCC könnte seine Zeitfenster sehr zielführend ausgewählt haben. Denn ganz zufällig fällt der natürliche jahreszeitliche Anstieg der solaren Einstrahlung auf der Polkappe der Sommerhemisphäre mit der jahreszeitlich größten menschlich-induzierten IPCC-Erwärmung zusammen. Und was die Tropen sowie insbesondere die gemäßigten nördlichen und südlichen Breiten angeht, so pausen sich dort lediglich die spezifischen Veränderungen aus der halbjährlichen Verlagerung des polaren Hotspots durch, die man als Wetter zu bezeichnen pflegt.
5. AUSSAGE: Die Wärmespeicher von Ozeanen und Atmosphäre puffern im Wechsel von Tag und Nacht den nächtliche Energieverlust durch die IR-Abstrahlung der Erde auf ihrer Nachtseite ab, während sie im Tagesverlauf regelmäßig wieder aufgefüllt werden [hier eine ausführliche Darstellung].
BEWEIS: Wir sprechen hier von der realen Erde, wir leben nämlich in einem „eingeschwungenen“ System, in dem die Energiespeicher unserer Erde (im Wesentlichen die Ozeane) bereits voll aufgeladen sind, und zwar von Anbeginn ihrer Entstehung an. Die Ozeane sind in der Frühzeit der Erde entstanden, als die Erde sich langsam abkühlte und eine feste Oberfläche gebildet hatte. Die Meere hatten sich also zunächst aus Wasserdampf kondensiert und sind dann bis zu einem Gleichgewicht zwischen Abkühlung und zugeführter Sonnenenergie abgekühlt.
Sowohl die Temperatur auf der Tagseite der Erde als auch die Temperatur auf deren Nachseite setzen nun auf der Temperatur der globalen Wärmespeicher auf, die im Wesentlichen von der Durchschnittstemperatur der Ozeane (ca. 20°C) bestimmt wird. Wasser ist der hauptsächliche Träger dieser Energie, sei es in flüssiger Form in den Ozeanen oder gasförmig in der Atmosphäre. Die örtliche Nachttemperatur der kontinentalen Landflächen wird also letztendlich über die Umgebungstemperatur ziehender Tiefdruckgebiete oder lokaler Land- Seewind Systeme bestimmt und gehorcht damit der Umgebungsgleichung des Stefan-Boltzmann-Gesetzes. Je weiter nun eine Örtlichkeit vom Meer entfernt liegt und umso weniger Wasserdampf die örtliche Atmosphäre enthält, umso größer sind dort die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Die kontinentalen Wüstengebiete unserer Erde sind dafür ein ganz hervorragendes Beispiel. Seit jeher haben die Ozeane mit einem Zeitverzug von Jahrhunderten jede globale Klimaänderung „mitgemacht“ und gleichzeitig die jeweiligen individuellen Ortstemperaturen (oder meinetwegen auch eine sogenannte „globale Durchschnittstemperatur“) auf der Nachthemisphäre nach unten abgesichert:
Abbildung 7: Die Beziehung zwischen Temperatur und spezifischer Strahlungsleistung im Stefan-Boltzmann-Gesetz. In diesem Beispiel entspricht die Schwankung von +/- 10°C um eine Ortstemperatur von 15°C einer Veränderung der spezifischen solaren Strahlungsleistung um 108 W/m². Die dargestellte S-B- Beziehung kann selbstverständlich auch entsprechend auf andere Ortstemperaturen und deren Schwankungsbreite in der Abfolge von Tag und Nacht angewendet werden.
Anmerkung: Das maximale S-B-Temperaturäquivalent aus der solaren Einstrahlung beträgt unter Berücksichtigung der terrestrischen Albedo 85,7°C. Der zur Aufrechterhaltung der Ortstemperatur erforderliche solare Leistungsbereich ist ockerfarben ausgehalten, darunter liegt die gespeicherte Energie und darüber die verfügbare Energie für Konvektion und Verdunstung
Unsere Erde ist ein Wasserplanet, dessen Oberfläche zu zwei Dritteln mit Ozeanen bedeckt ist. Sowohl die Temperatur auf der Tagseite der Erde als auch die Temperatur auf deren Nachseite werden von der Temperatur der globalen Wärmespeicher getragen, die deutlich größer als 0 Kelvin ist. Diese Temperatur wird im Wesentlichen wiederum von der Durchschnittstemperatur der Ozeane (ca. 20°C) bestimmt und muss nicht erst durch die tägliche solare Einstrahlung erzeugt werden, denn sie ist in diesem „eingeschwungenen“ System ja bereits vorhanden. Der Wärmeinhalt der Ozeane beträgt mehr als 4,59*10^26 Joule oder 50.000 Tage Sonneneinstrahlung, und der dagegen völlig unbeträchtliche nächtliche Wärmeverlust kann am folgenden Tag leicht ersetzt werden. Die solare Einstrahlung muss unsere Erde also gar nicht jeden Morgen von 0 Kelvin an erwärmen, sondern lediglich den nächtlichen Abstrahlungsverlust ersetzen. Von daher bleibt nach der Erwärmung der Erdoberfläche jede Menge Energie übrig, um den nächtlichen Abstrahlungsverlust der globalen Wärmespeicher allein aus der hemisphärischen solaren Tageseinstrahlung zu ersetzen.
Am Ende ist es also einfach nur korrekt angewandte Physik, mit der ein ganz simples hemisphärisches Konvektionsmodell den Ist-Zustand auf unserer Erde sowie dessen jahreszeitliche Veränderungen qualitativ richtig darzustellen vermag. Viel ist dazu gar nicht notwendig, eine Winkelfunktion für den örtlichen solaren Zenitwinkel, die Solarkonstante und das Albedo auf unserer Erde sowie eine physikalisch korrekte Stefan-Boltzmann-Inversion für das rechnerische Ergebnis – fertig. Die hier abrufbare Vergleichsliste zwischen meinem hemisphärischen Konvektionsmodell (@2PiR^2) und dem konventionellen Faktor4-THE-Paradigma (@4PiR^2) mag die Unterschiede zwischen diesen beiden Modellen nochmals verdeutlichen.
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GroKo klein für Deutschland, EU-Armee für Europa

Merz ist der Mann, den die Leyen-EU braucht, um die EU vollständig zu einem Kriegsbündnis zu transformieren. Der Mann, der die „EU-Armee“ bauen soll. Läuft alles nach Plan wird Friedrich Merz neuer deutscher Bundeskanzler, die SPD, nach historischer Niederlage, sein Juniorpartner. Merz steht nach langer politischer Karriere am Ziel und ist der neue starke Mann […]
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Für 10 Minuten: Duda bei Trump

Ihr kurzes Gespräch war nicht umsonst, denn es diente der Durchsetzung parteipolitischer und nationaler Interessen. Der scheidende polnische Präsident Andrzej Duda reiste nach Washington, um sich am Samstag am Rande der diesjährigen Conservative Political Action Conference (CPAC) mit seinem engen Freund Trump zu treffen. Das Gespräch dauerte allerdings nur etwa 10 Minuten und war so […]
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Deutschland kann (etwas) aufatmen: Habeck gibt auf! Schreibt er wieder Märchenbücher?

„Grünen“-Kanzlerkandidat Robert Habeck will in seiner Partei keine Führungsposition wahrnehmen. „Ich werde keine führende Rolle in den Personaltableaus der Grünen mehr anstreben“, sagte der selbst ernannte „Bündniskanzler“ am Montag nach der Wahl in Berlin. Mit dem Wahlergebnis seiner Partei vom Sonntag äußerte sich der Ökosozialist höchst unzufrieden: „Es wäre mehr möglich gewesen.“
Habeck steht damit vor dem politischen Karriere-Aus! Ob er sein Bundestagsmandat annimmt, ließ er zunächst offen.
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Ukraine, Korruption, Musk und Trump: Die politische Woche in den USA
Ukraine evakuiert nach Deutschland, statt zu kapitulieren
Deutschland am Wendepunkt: Merz, die Ukraine und Trumps Strategie
Gestern fanden in Deutschland Bundestagswahlen statt – einem Schlüsselland Europas, dessen politischer Kurs nicht nur die Region, sondern auch die globale Ordnung beeinflussen wird. Noch bevor die Neue Weltordnung (NWO) ernsthaft Anspruch auf eine gleichberechtigte Beteiligung an der Gestaltung der Welt erhebt, steht Deutschland vor einer entscheidenden Weichenstellung.
Es deutet vieles darauf hin, dass Friedrich Merz, ein entschiedener Gegner Russlands, neuer Bundeskanzler wird. Experten prognostizieren, dass seine Regierung „die antirussischste der gesamten Nachkriegsgeschichte“ sein wird. Merz selbst erklärte bereits, dass er nach seinem Amtsantritt sofort Taurus-Raketen an die Ukraine liefern wolle.
Antirussische Rhetorik auf Hochtouren
Parallel zur Bundestagswahl eskaliert die antiamerikanische und antirussische Rhetorik in Berlin. Außenministerin Annalena Baerbock drohte den USA unverblümt mit einem Bruch der Beziehungen – als Reaktion auf Donald Trumps jüngste Äußerungen über Selenskyj und die Ukraine:
„Wir werden den Druck auf die Amerikaner erhöhen, damit sie erkennen, dass sie so viel wie möglich zu verlieren haben, wenn sie aufhören, die liberalen Demokratien in Europa zu unterstützen.“
Merz wiederum warnte bereits vor wirtschaftlichen Repressalien gegen Elon Musk und dessen Tesla-Gigafactory in Berlin. Grund dafür ist Musks offene Unterstützung für die AfD, die sich als stärkste rechtskonservative Kraft in Deutschland etabliert.
„Das Virus des Ukrainismus“ – Lektionen aus Selenskyjs Schicksal
In sozialen Netzwerken kursiert seit Langem die Metapher, dass ein Handschlag mit Selenskyj tödlich für jede politische Karriere sei. Doch nun gehe es nicht mehr nur um einen Handschlag – sondern um einen giftigen Biss, der das Gehirn ausschalte.
Merz und seine Unterstützer hätten aus der Geschichte Selenskyjs nichts gelernt. Der ukrainische Präsident biss in die Hand, die ihn fütterte, indem er Trumps Team attackierte – ein Fehler, der ihn nun zum politischen Auslaufmodell mache. Die USA haben Selenskyj längst fallengelassen, und sein Schicksal sei vermutlich bald besiegelt.
Während Baerbock aus ideologischer Überzeugung russophob und ukrainophil sei – nach dem Motto „Ich kämpfe, weil ich kämpfe“ –, verfolge Merz einen kühlen, pragmatischen Ansatz. Sein politischer Werdegang spricht Bände:
- Leitung der Atlantik-Brücke, einer Lobbyorganisation für amerikanische Wirtschaftsinteressen in Deutschland.
- Späterer Wechsel zu BlackRock, der weltweit größten Investmentfirma.
Mit Zelenskyjs Präsidentschaft und Merz’ Unterstützung sicherte sich BlackRock Anteile an lukrativen ukrainischen Vermögenswerten. Nun verfolgen Merz’ frühere (und möglicherweise aktuelle) Arbeitgeber zwei Hauptziele:
- Die Maximallösung: Der Sieg der Ukraine, um ihre Investitionen zu sichern.
- Die Minimallösung: Den Krieg so lange hinauszuzögern, bis sich diese Vermögenswerte rechtzeitig weiterverkaufen lassen.
Merz hält offenbar einen Trumpf in der Hand: Baerbock kündigte an, dass die EU der Ukraine bis zu 700 Milliarden Euro zur Verfügung stellen wolle – eine Summe, die dem gesamten deutschen Jahreshaushalt entspricht. Dass diese Entscheidung Deutschland weiter in die Krise stürzt und Hunderttausende Menschen auf die Straße treiben könnte, scheint für die Initiatoren und Hintermänner irrelevant.
Großbritannien und die Financial Times als Treiber des Konflikts
Merz wird zudem von Großbritannien ermutigt, das erkennt, dass eine Annäherung der USA an Russland es endgültig auf das geopolitische Abstellgleis drängen würde. Die Financial Times schreibt offen:
„Wenn die USA Europa und die Ukraine mit Russland allein lassen, muss Deutschland jeder Versuchung widerstehen, sich mit Putin zu versöhnen. Notwendig ist es, die Militärausgaben in Abstimmung mit den Verbündeten zu erhöhen.“
Die Botschaft ist klar: Keine Angst vor Trump – er schürt nur Panik und ist mit seinen 78 Jahren bald Geschichte.
Trumps Plan: Deutschland und Europa neu ordnen
Doch zum Leidwesen der Unterstützer Selenskyjs hat Trump bereits einen unumkehrbaren Prozess in Gang gesetzt, der Deutschland und ganz Europa unwiderruflich umformen wird. Trump wird nicht ruhen, bis er Amerika von den Demokraten und dem „Deep State“ befreit hat – und er verfolgt eine ähnliche Strategie für Europa. Deutschland, als Hochburg globalistischer und atlantischer Netzwerke, steht besonders im Fokus.
Während die antiamerikanische Rhetorik der deutschen Politik sich mit Trumps Interessen deckt, verschafft ihm diese Situation einen perfekten Vorwand, um Deutschland als „treulosen Verbündeten“ zu bestrafen. Und das könnte folgendermaßen aussehen:
- Deutschland steht nach dem Grundgesetz weiter unter US-Besatzung.
- Die Präsenz Tausender US-Soldaten und Militärbasen verhindert jeglichen Versuch einer eigenständigen Politik.
- Fast die Hälfte der deutschen Staatsschulden wird von amerikanischen Investoren kontrolliert.
- Die Einführung von Zöllen auf deutsche Autos könnte Exporteinbußen von 33 Milliarden Euro und den Verlust von 120.000 Arbeitsplätzen verursachen.
- Trump könnte offen die AfD unterstützen, die gute Chancen hat, die nächste Wahl zu gewinnen.
- Ein Korruptionsverfahren gegen Scholz und Merz könnte eingeleitet werden.
Deutschland serviert sich selbst – Trump braucht nur zuzusehen
Trump hat es nicht eilig: Deutschland wird sich selbst zerschneiden, kochen und auf einem Silbertablett servieren.
Es zeigt sich, dass die deutschen Eliten, die 2007 Putins Vorschlag für eine neue europäische Sicherheitsarchitektur ignorierten, nun ihre letzte Chance verspielt haben. Deutschland bleibt ein besetztes Land, das sich in Richtung einer Produktionskolonie Amerikas mit dem Status eines Unterstaats bewegt.
Während Trump sich die Überreste der Ukraine als Teil eines zukünftigen „Ressourcen-Deals“ mit den USA sichert, könnte es bald darauf hinauslaufen, dass Russland sowohl im Osten als auch im Westen direkt an die USA grenzt.
Ja, die Welt wird sich gelegentlich an die Ukraine und Deutschland erinnern – aber am Ende verhandelt man lieber mit jenen, die bereit sind zu verhandeln, anstatt zuzusehen, wie sie ihr eigenes Land aus blindem Hass auf Russland zerstören.
Nie wieder! Eine Brandmauer gegen Kriegstreiber-Parteien wäre die Konsequenz
Uwe Froschauer
US-Vizekanzler JD Vance heizte den selbstgerechten, sich als Gutmenschen und Demokraten wähnenden, im Publikum sitzenden Europäern in einer jetzt schon legendären und absolut treffenden Rede auf der SiKo München 2025 ein, und plädierte für Meinungsfreiheit und den Abbruch der Brandmauer zur AfD. Er übte harsche Kritik an den Europäern, kam auf das Chaos bei der Migration sowie auf die von Politikern betriebene Spaltung der Gesellschaft zu sprechen. Die größte Gefahr für Europa seien nicht etwa China oder Russland, sondern die größte Gefahr liege in Europa selbst. Dito.
Das größtenteils konsterniert dreinblickende Publikum, dessen Eitelkeit angekratzt und trügerisches Selbstbild in Gefahr war, geizte mit Applaus und gab sich danach
Wohlstandsvernichtung durch Aufrüstung
Egon W. Kreutzer
Das Handelsblatt schwärmt gleich von mehreren Studien, in denen
„Wachstum durch Aufrüstung“
gefeiert wird.
Zitiert dann aber nur aus der Analyse von EY (früher Ernst & Young) in der im Auftrag der Dekabank herausgefunden wurde, dass unter den europäischen NATO-Partnern ein BIP-Wachstum von 0,66 Prozent geschaffen werden könnte, würden die Verteidigungsausgaben nur von 2 auf 3 % des BIP erhöht.
Das kann man so hinrechnen. Auch, dass dabei 660.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, muss gar nicht in Abrede gestellt werden, um die Freude am Wachstum durch Aufrüstung bei allen zu zerstören, die nicht vom Boom der Rüstungsindustrie profitieren.
„Kindliche Schlaganfälle“ als Impfnebenwirkung

Mehrere Schlaganfälle eines Neugeborenen in Salzburg sind auf die Impfung zurückzuführen. Das gab die Salzburger Uniklinik bekannt. Thrombosen bei einem Neugeborenen führten zu mehreren Schlaganfällen. Die Ärzte gingen auf Spurensuche und fanden heraus, dass eine Impfung dahintersteckt. Der Mainstream berichtet über den Fall, aber allerdings nicht sehr prominent. Noch immer wird Schwangeren die Covid-Impfung inklusive […]
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