Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Trump erklärt Bidens Begnadigungen für „ungültig“ – Politische Abrechnung beginnt

Die politische Abrechnung in den USA hat begonnen. Wenige Tage nachdem das Oversight Project der Heritage Foundation aufgedeckt hatte, dass fast alle offiziellen Dokumente von Joe Biden während seiner ersten Amtszeit per Autopen unterzeichnet wurden – mit nur einer einzigen Ausnahme – tauchten schwerwiegende Fragen auf. Könnten Exekutivanordnungen und Begnadigungen als ungültig erklärt werden? Die Enthüllung wirft den Verdacht auf, dass Bidens Mitarbeiter seinen kognitiven Verfall ausnutzten, um offizielle Dokumente ohne sein Wissen zu unterzeichnen.

Nun hat Donald Trump reagiert – und in einer drastischen Erklärung sämtliche Begnadigungen der Biden-Ära für nichtig erklärt. Dies betrifft insbesondere die umstrittenen späten Begnadigungen von Kongressmitgliedern, die den 6. Januar untersucht hatten.

Trumps Erklärung: „Nichtig, nichtig und ohne Wirkung“

In einem Beitrag auf Truth Social verkündete Trump am Sonntagabend:

„Die ‚Begnadigungen‘, die der schläfrige Joe Biden dem unausgewählten Komitee politischer Verbrecher und vielen anderen gewährt hat, werden hiermit für ungültig, vakant und von keiner weiteren Kraft oder Wirkung erklärt, da sie durch Autopen erfolgt sind.“

Trump betont, dass Biden diese Dokumente weder selbst unterzeichnet noch verstanden habe:

„Mit anderen Worten, Joe Biden hat sie nicht unterschrieben, aber, was noch wichtiger ist, er wusste nichts davon! Die notwendigen Begnadigungsdokumente wurden Biden nicht erklärt oder von ihm genehmigt. Er wusste nichts davon, und die Leute, die davon wussten, haben möglicherweise ein Verbrechen begangen.“

Zielscheibe: Deep State und prominente Begnadigte

Trumps Annullierung betrifft insbesondere hochrangige Personen des politischen Establishments, darunter:

  • Liz Cheney – ehemalige republikanische Abgeordnete und Trump-Gegnerin
  • General Mark Milley – ehemaliger Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff
  • Dr. Anthony Fauci – führender Regierungswissenschaftler der COVID-Politik

Trump beschuldigt den Unselect-Ausschuss, während der zweijährigen „Hexenjagd“ auf ihn und seine Anhänger Beweise vernichtet und gelöscht zu haben. In seiner Erklärung warnt er:

„Daher sollten diejenigen im Unselect-Ausschuss, die ALLE Beweise zerstört und gelöscht haben, die während ihrer zweijährigen Hexenjagd auf mich und viele andere unschuldige Menschen beschafft wurden, genau verstehen, dass gegen sie auf höchster Ebene ermittelt wird.“

Trump fordert Ermittlungen auf höchster Ebene

Trump kündigte an, dass eine umfassende Untersuchung gegen alle Verantwortlichen eingeleitet wird. Dabei betonte er, dass die wahren Drahtzieher hinter den Begnadigungen möglicherweise strafbare Handlungen begangen hätten:

„Tatsache ist, dass sie wahrscheinlich für die Dokumente verantwortlich waren, die in ihrem Namen ohne das Wissen oder die Zustimmung des schlechtesten Präsidenten in der Geschichte unseres Landes unterzeichnet wurden, Crooked Joe Biden!“

Während Bidens Gesundheitszustand seit Langem infrage gestellt wird, könnte diese Enthüllung weitreichende politische und rechtliche Konsequenzen haben. Sollte sich bestätigen, dass Biden tatsächlich keine Kontrolle über die von ihm „unterzeichneten“ Begnadigungen hatte, könnte dies einen historischen Präzedenzfall schaffen – und einen explosiven Rechtsstreit auslösen.

„Achtung, Reichelt!“: So stoppen Sie Merz‘ Schulden-Wortbruch!

„Achtung, Reichelt!“: So stoppen Sie Merz‘ Schulden-Wortbruch!

„Achtung, Reichelt!“: So stoppen Sie Merz‘ Schulden-Wortbruch!

Am Dienstag um 10 Uhr steht eine historische Entscheidung im Bundestag an: Eine Änderung des Grundgesetzes, die über eine Billion Euro neue Schulden ermöglicht und „Klimaneutralität bis 2045“ in der Verfassung verankert. Doch das Erschreckende: CDU-Chef Friedrich Merz führt diese Entscheidung an – entgegen aller Wahlversprechen seiner Partei!

Im Wahlkampf warnten Merz und die CDU noch vor der Schuldenpolitik von SPD und Grünen. Jetzt machen sie genau das, wogegen sie angetreten sind. Ein beispielloser Wortbruch!

Doch noch ist nichts entschieden: Die CDU braucht eine Zweidrittel-Mehrheit, die sie nur mit den Stimmen von SPD und Grünen erreichen kann.

In diesem Video präsentiert Julian Reichelt SECHS unbestreitbare Fakten, die jeder Wähler und jeder Gewählte kennen sollte, bevor diese folgenschwere Entscheidung getroffen wird.

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Shakespeare unter Verdacht: Kulturvernichtung im Namen der “Dekolonisierung”?

Shakespeare unter Verdacht: Kulturvernichtung im Namen der “Dekolonisierung”?

Shakespeare unter Verdacht: Kulturvernichtung im Namen der “Dekolonisierung”?

Die postmoderne Dekonstruktion macht auch vor den größten Dichtern der Weltgeschichte nicht halt. Nun soll William Shakespeare, der wohl bedeutendste Dramatiker der englischen Sprache, einer “Dekolonisierung” unterzogen werden. Seine herausragende Stellung als Schriftsteller werde genutzt, um “weiße europäische Vorherrschaft” zu propagieren, so die Kritiker. Doch ist dies wirklich ein notwendiger Akt der kulturellen Aufarbeitung – oder handelt es sich um einen weiteren Ausdruck linksextremen Selbsthasses?

Der Shakespeare Birthplace Trust, der das Geburtshaus des Dramatikers in Stratford-upon-Avon verwaltet, hat angekündigt, die Ausstellung “inkludierender” zu gestalten und sich von einer “westlichen Perspektive” zu lösen. Hintergrund sei eine “wissenschaftliche” Untersuchung der Universität Birmingham, welche die “Universalisierung” von Shakespeares Werk als eine Strategie zur Aufrechterhaltung „weißer europäischer Dominanz“ kritisiert. Diese Argumentation basiert auf der Annahme, dass die westliche Hochkultur per se eine Geschichte der Unterdrückung sei – ein Narrativ, das in akademischen und kulturellen Kreisen dominiert, welche in den letzten Jahrzehnten erfolgreich von Linksextremen unterwandert und übernommen wurden.

Linksradikaler Woke-Aktionismus

Im Jahr 2022 wurde in einem Forschungsprojekt des Trusts und Dr. Helen Hopkins von der Universität Birmingham festgehalten, dass die Idee von Shakespeares „universellem“ Genie „der Ideologie der weißen europäischen Vorherrschaft nützt“. Dies läge daran, dass die europäische Kultur als Maßstab für hohe Kunst und der Dramatiker als Symbol britischer „Überlegenheit“ dargestellt werde, berichtete The Telegraph. Das Projekt erklärte, diese Darstellung habe Schaden angerichtet, und riet dem Trust, nicht mehr zu behaupten, Shakespeare sei der „Größte“. Man solle den Schriftsteller als Teil einer weltweiten Gemeinschaft „gleicher und unterschiedlicher“ Schriftsteller sehen.

Angriff auf die eigene Kultur

Die Maßnahmen des Shakespeare Birthplace Trust sind kein isolierter Fall. Seit Jahren wird im Namen der “Dekolonisierung” gegen die großen Errungenschaften der europäischen Kultur vorgegangen. So wurden an britischen Universitäten bereits Warnhinweise für Shakespeares Werke eingeführt – wegen angeblich problematischer “rassifizierter Dynamiken” und “Misogynie”. Der Sommernachtstraum erhielt beispielsweise folgendes “Vorwort”: “Hinweis zum Inhalt: Das Stück enthält gewalttätige Sprache, sexuelle Anspielungen, Frauenfeindlichkeit und Rassismus.”

Das Londoner Globe Theatre, eine Rekonstruktion des historischen Theaters, in dem Shakespeare einst seine Stücke aufführte, hat sogar “Anti-Rassismus-Seminare” eingeführt, um seine Werke entsprechend umzudeuten. Statt Shakespeare finden dort inzwischen ganz wunderliche Veranstaltungen statt – beispielsweise ein Auftritt des bengalischen Dichters Rabindranath Tagore und ein von „Romeo und Julia“ inspirierter Bollywood-Tanzworkshop. Woher rührt dieser Drang, das eigene kulturelle Erbe systematisch zu demontieren?

Wer definiert kulturelle Bedeutung?

Die Entscheidung, Shakespeare nicht mehr als den “größten Dramatiker” zu bezeichnen, sondern ihn lediglich als einen von vielen global gleichwertigen Autoren zu präsentieren, wirft grundsätzliche Fragen auf. Wer entscheidet darüber, ob eine Kulturleistung universelle Gültigkeit hat? Sind es nicht gerade die Zeitlosigkeit und Relevanz von Shakespeares Dramen, die seinen internationalen Ruhm ausmachen? Indem sein Werk auf ideologische Interpretationen reduziert wird, betreibt man eine Umdeutung, die mehr mit Kulturkampf als mit Wissenschaft zu tun hat.

Die ideologische Dimension

Diese Entwicklung passt in ein größeres Muster: Linksideologische Kreise stellen zunehmend die Errungenschaften der eigenen Kultur infrage und versuchen, diese durch politisierte Erzählungen zu ersetzen. Die Forderung, Shakespeare „zu dekolonisieren“, ist kein harmloser Versuch, seine Werke zugänglicher zu machen, sondern Teil eines umfassenden Angriffs auf die kulturelle Identität des Westens. Statt ein breites Publikum an das literarische Erbe heranzuführen, wird ein kulturkritischer Diskurs befördert, der letztlich auf die Relativierung und Dekonstruktion der eigenen Traditionen hinausläuft.

Kultur oder Selbstzerstörung?

Letztlich bleibt die Frage, ob es sich hierbei tatsächlich um eine Förderung der Vielfalt handelt oder vielmehr um eine kulturelle Selbstzerstörung aus ideologischer Überzeugung. Die “Dekolonisierung” Shakespeares ist nur ein weiterer Schritt in einer Entwicklung, die den Westen in einem ständigen Schuldbewusstsein gefangen hält. Die Verteidigung der eigenen kulturellen Traditionen ist kein Zeichen von Überheblichkeit, sondern ein Akt der Selbstachtung. Denn wer seine Wurzeln mutwillig kappt, wird am Ende selbst entwurzelt sein.

Und: Linke und linksextreme Kreise können noch so viel Geschichtsrevisionismus betreiben – aus den Lehmhütten irgendwelcher Wilder werden sich auch nach hunderten Jahren keine Werke von Relevanz herbeizaubern lassen. Fakt ist – Linke lieben den Dreck und ihre Kunst kann nicht fäkal und widerwärtig genug sein. Die Frage ist, wie lange die Mehrheitsgesellschaft, die instinktiv nach dem Guten, Wahren und Schönen strebt, es sich gefallen lässt, dass sie dafür bezahlen muss, um von völlig abgeglittenen Ideologen verhöhnt zu werden.

Trumps Krieg gegen die Bildung

Trumps Krieg gegen die Bildung

Von Chris Hedges

Trumps Angriff auf die Bildung folgt dem Muster, das alle autoritären Regime verwenden.

Ich stinke, also bin ich – von Mr. Fish

Die Angriffe auf Colleges und Universitäten – die Regierung von Donald Trump hat etwa 60 Colleges gewarnt, dass sie Bundesgelder verlieren könnten, wenn sie es versäumen, ihre Campus für jüdische Studenten sicher zu machen, und zieht bereits 400 Millionen Dollar von der Columbia University ab – haben nichts mit der Bekämpfung von Antisemitismus zu tun. Antisemitismus ist ein Vorwand, eine Tarnung für eine viel umfassendere und heimtückischere Agenda. Das Ziel, das Pläne zur Abschaffung des Bildungsministeriums und zur Beendigung aller Programme für Vielfalt, Gleichheit und Inklusion (DEI) umfasst, besteht darin, das Bildungssystem vom Kindergarten bis zur Graduiertenschule in eine Indoktrinationsmaschine zu verwandeln.

Totalitäre Regime streben die absolute Kontrolle über die Institutionen an, die Ideen verbreiten, insbesondere über die Medien und das Bildungswesen. Erzählungen, die die Mythen in Frage stellen, die zur Legitimierung der absoluten Macht verwendet werden – in unserem Fall historische Fakten, die die Heiligkeit der weißen männlichen Vorherrschaft, des Kapitalismus und des christlichen Fundamentalismus in Frage stellen – werden ausgelöscht. Es soll keine gemeinsame Realität geben. Es soll keine anderen legitimen Perspektiven geben. Die Geschichte soll statisch sein. Sie soll nicht für Neuinterpretationen oder Untersuchungen offen sein. Sie soll zu einem Mythos erstarren, um eine herrschende Ideologie und die regierende politische und soziale Hierarchie zu stützen. Jedes andere Paradigma von Macht und sozialer Interaktion kommt einem Verrat gleich.

„Eine der größten Bedrohungen für eine Klassenhierarchie ist ein allgemein zugängliches und hervorragendes öffentliches Schulsystem“, schreibt Jason Stanley in ‚Erasing History: How Fascists Rewrite the Past to Control the Future‘ (Geschichte auslöschen: Wie Faschisten die Vergangenheit umschreiben, um die Zukunft zu kontrollieren).

Die politische Philosophie, die diese Bedrohung am deutlichsten spürt – und die Feindseligkeit gegenüber der öffentlichen Bildung mit der Unterstützung der Klassenhierarchie verbindet – ist eine bestimmte Form des rechten Libertarismus, einer Ideologie, die freie Märkte als Quelle menschlicher Freiheit betrachtet. Diese Art von Libertären lehnt staatliche Regulierung und praktisch alle Formen öffentlicher Güter ab, einschließlich der öffentlichen Bildung. Das politische Ziel dieser Version der libertären Ideologie ist die Demontage öffentlicher Güter. Der Abbau des öffentlichen Bildungswesens wird von Oligarchen und Wirtschaftseliten gleichermaßen unterstützt, die in der Demokratie eine Bedrohung ihrer Macht und in den für öffentliche Güter erforderlichen Steuern eine Bedrohung ihres Reichtums sehen. Öffentliche Schulen sind das grundlegende demokratische öffentliche Gut. Es ist daher vollkommen logisch, dass diejenigen, die gegen die Demokratie sind, einschließlich faschistischer und faschistisch orientierter Bewegungen, sich mit rechten Libertären zusammenschließen, um die Institution des öffentlichen Bildungswesens zu untergraben.

Ich unterrichtete Howard Zinns „A People’s History of the United States“ in einem Klassenzimmer in einem Gefängnis in New Jersey. Zinns Buch ist eines der Hauptziele der extremen Rechten. Trump verurteilte Zinn im Jahr 2020 auf der Konferenz des Weißen Hauses zur amerikanischen Geschichte und sagte: „Unsere Kinder werden mit Propagandaschriften wie denen von Howard Zinn unterrichtet, die versuchen, die Schüler für ihre eigene Geschichte zu beschämen.“

Zinn widerlegt die Lügen, mit denen die Eroberung Amerikas verherrlicht wurde. Er lässt die Leser die Vereinigten Staaten mit den Augen der amerikanischen Ureinwohner, der Einwanderer, der Versklavten, der Frauen, der Gewerkschaftsführer, der verfolgten Sozialisten, Anarchisten und Kommunisten, der Abolitionisten, Antikriegsaktivisten, Bürgerrechtler und der Armen sehen. Er zitiert die Aussagen von Sojourner Truth, Chief Joseph, Henry David Thoreau, Frederick Douglass, W.E.B. Du Bois, Randolph Bourne, Malcolm X und Martin Luther King Jr. Während ich meine Vorlesungen hielt, hörte ich die Studenten „Verdammt“ oder „Wir wurden belogen“ murmeln.

Zinn macht deutlich, dass organisierte militante Kräfte demokratischen Raum in der amerikanischen Gesellschaft eröffnet haben. Keines dieser demokratischen Rechte – die Abschaffung der Sklaverei, das Streikrecht, die Gleichstellung der Frauen, die Sozialversicherung, der Acht-Stunden-Arbeitstag, die Bürgerrechte – wurde uns von einer wohlwollenden herrschenden Klasse gegeben. Es war mit Kampf und Selbstaufopferung verbunden. Kurz gesagt erklärt Zinn, wie Demokratie funktioniert.

Zinns Buch wurde in meinem engen Gefängnis-Klassenzimmer verehrt. Es wurde verehrt, weil meine Schüler genau verstanden, wie weiße Privilegien, Rassismus, Kapitalismus, Armut, Polizei, Gerichte und Lügen, die von den Mächtigen verbreitet wurden, ihre Gemeinden und ihr Leben veränderten. Zinn ermöglichte es ihnen, zum ersten Mal die Stimmen ihrer Vorfahren zu hören. Er schrieb Geschichte, keine Mythen. Er hat meine Schüler nicht nur unterrichtet, sondern sie auch gestärkt. Ich habe Zinn schon immer bewundert. Nach dieser Unterrichtsstunde habe auch ich ihn verehrt.

Als Zinn am Spelman College, einem historischen College für afroamerikanische Frauen in Atlanta, lehrte, engagierte er sich in der Bürgerrechtsbewegung. Er war Mitglied des Student Nonviolent Coordinating Committee. Er marschierte mit seinen Studenten für Bürgerrechte. Der Präsident von Spelman war nicht begeistert.

„Ich wurde wegen Ungehorsam gefeuert“, erinnert sich Zinn. “Was auch der Wahrheit entsprach.“

Bildung soll subversiv sein. Sie gibt Schülern die Fähigkeit und die Sprache, Fragen zu herrschenden Annahmen und Ideen zu stellen. Sie stellt Dogmen und Ideologien in Frage. Sie kann, wie Zinn schreibt, „der Täuschung entgegenwirken, die die Gewalt der Regierung legitimiert“. Sie erhebt die Stimmen der Marginalisierten und Unterdrückten, um eine Vielzahl von Perspektiven und Erfahrungen zu würdigen. Wenn Bildung funktioniert, führt dies zu Empathie und Verständnis, zu dem Wunsch, historische Fehler zu korrigieren und die Gesellschaft zu verbessern. Sie fördert das Gemeinwohl.

Bei Bildung geht es nicht nur um Wissen, sondern auch um Inspiration. Es geht um Leidenschaft. Es geht um den Glauben, dass das, was wir im Leben tun, von Bedeutung ist. Es geht um die Fähigkeit, wie James Baldwin in seinem Essay „The Creative Process“ schreibt, „zum Kern jeder Antwort vorzudringen und die Frage aufzudecken, die die Antwort verbirgt“.

Die Angriffe der Rechten auf Programme wie die kritische Rassentheorie oder DEI, wie Stanley in seinem Buch betont, „verzerren diese Programme absichtlich, um den Eindruck zu erwecken, dass diejenigen, deren Perspektiven endlich einbezogen werden – wie zum Beispiel schwarze Amerikaner – eine Art illegalen Nutzen oder unfairen Vorteil erhalten. Und so nehmen sie schwarze Amerikaner ins Visier, die in Macht- und Einflusspositionen aufgestiegen sind, und versuchen, sie als unwürdig zu delegitimieren. Das letztendliche Ziel besteht darin, eine Übernahme der Institutionen zu rechtfertigen und sie in Waffen im Krieg gegen die Idee einer multirassischen Demokratie zu verwandeln.“

Die Integrität und Qualität der öffentlichen Hochschulbildung in Amerika wird seit Jahrzehnten angegriffen, wie Ellen Schrecker in ihrem Buch „The Lost Promise: American Universities in the 1960s“ dokumentiert.

Schrecker weist darauf hin, dass die Proteste auf den Universitätsgeländen in den 1960er Jahren dazu führten, dass „die Feinde der liberalen Akademie“ deren „ideologische und finanzielle Grundlagen“ angriffen.

Die Studiengebühren, die einst niedrig oder sogar kostenlos waren, sind in die Höhe geschossen, und mit ihnen die enorme Verschuldung der Studierenden. Die Gesetzgeber der Bundesstaaten und die Bundesregierung haben die Mittel für öffentliche Universitäten gekürzt und sie gezwungen, sich Unterstützung von Unternehmen zu suchen und die meisten Fakultäten auf den Status schlecht bezahlter Lehrbeauftragter zu reduzieren, die oft weder Sozialleistungen noch Arbeitsplatzsicherheit haben. Fast 75 Prozent des Unterrichts an Colleges und Universitäten wird von Lehrbeauftragten, Teilzeitdozenten und nicht fest angestellten Vollzeitdozenten durchgeführt, die laut der American Federation of Teachers keine Aussicht auf eine Festanstellung haben.

Öffentliche Einrichtungen, die 80 Prozent der Studierenden des Landes betreuen, leiden unter chronischem Geld- und Ressourcenmangel. Die Hochschulbildung hat sich selbst an großen Forschungsuniversitäten zu einer Berufsausbildung entwickelt, die nicht mehr dem Lernen, sondern der wirtschaftlichen Mobilität dient. Der Angriff sieht vor, dass Eliteschulen, an denen die Studiengebühren über 80.000 US-Dollar pro Jahr betragen können, sich um die Reichen und Privilegierten kümmern und die Armen und die Arbeiterklasse ausschließen.

„Die heutige Akademie dient in erster Linie dazu, einen zunehmend ungerechten Status quo zu reproduzieren. Es ist schwer vorstellbar, wie sie umstrukturiert werden könnte, um einem demokratischeren Zweck zu dienen, ohne dass von außen Druck ausgeübt wird, um eine Art universelle kostenlose Hochschulbildung zu erreichen“, schreibt Schrecker.

Totalitäre Gesellschaften lehren den Studierenden nicht, wie sie denken sollen, sondern was sie denken sollen. Sie produzieren Studierende, die historisch und politisch ungebildet sind und von einer erzwungenen historischen Amnesie geblendet werden. Sie versuchen, konforme Diener und Apologeten hervorzubringen, keine Kritiker und Rebellen. Aus diesem Grund gibt es in totalitären Staaten keine Hochschulen für freie Künste.

PEN America hat seit 2021 landesweit fast 16.000 Buchverbote an öffentlichen Schulen dokumentiert, eine Zahl, die, wie PEN schreibt, „seit der McCarthy-Ära der Roten Angst in den 1950er Jahren nicht mehr erreicht wurde“. Zu diesen Büchern gehören Titel wie „Das blaue Auge“ von Toni Morrison, „Die Farbe Lila“ von Alice Walker und „Maus“, der grafische Roman über den Holocaust von Art Spiegelman.

Die wichtigste menschliche Tätigkeit ist, wie uns Sokrates und Platon in Erinnerung rufen, nicht das Handeln, sondern die Kontemplation, was die in der östlichen Philosophie verankerte Weisheit widerspiegelt. Wir können die Welt nicht verändern, wenn wir sie nicht verstehen. Indem wir die Philosophen und Realitäten der Vergangenheit verarbeiten und kritisieren, werden wir zu unabhängigen Denkern in der Gegenwart. Wir sind in der Lage, unsere eigenen Werte und Überzeugungen zu artikulieren, oft im Gegensatz zu dem, was diese antiken Philosophen vertraten. Die Fähigkeit zu denken und die richtigen Fragen zu stellen, ist jedoch eine Bedrohung für totalitäre Regime, die versuchen, blinden Gehorsam gegenüber der Obrigkeit zu erzwingen.

Unbewusste Zivilisationen sind totalitäre Einöden. Sie reproduzieren und übernehmen tote Ideen, wie in José Clemente Orozcos Wandgemälde „The Epic of American Civilization“ dargestellt, in dem Skelette in akademischen Gewändern Baby-Skelette hervorbringen.

„Bevor sie die Macht ergreifen und eine Welt nach ihren Lehren errichten, beschwören totalitäre Bewegungen eine lügnerische Welt der Beständigkeit herauf, die den Bedürfnissen des menschlichen Geistes angemessener ist als die Realität selbst; in der sich entwurzelte Massen durch reine Vorstellungskraft zu Hause fühlen können und von den nie endenden Erschütterungen verschont bleiben, die das wirkliche Leben und die wirklichen Erfahrungen den Menschen und ihren Erwartungen zufügen“, schreibt Hannah Arendt in ‚Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft‘. „Die Kraft, die die totalitäre Propaganda besitzt – noch bevor die Bewegungen die Macht haben, eiserne Vorhänge fallen zu lassen, um zu verhindern, dass irgendjemand die grausame Stille einer völlig imaginären Welt durch die geringste Realität stört – liegt in der Fähigkeit, die Massen von der realen Welt abzuschotten.“

So schlimm die Dinge auch sind, sie werden noch viel schlimmer werden. Das Bildungssystem der Nation wird in den Schlachthof gezerrt, wo es zerstückelt und privatisiert wird. Die Unternehmen, die vom System der Charter Schools und Online-Colleges profitieren – deren Hauptanliegen sicherlich nicht die Bildung ist – ersetzen echte Lehrer durch nicht gewerkschaftlich organisierte, schlecht ausgebildete Ausbilder. Die Schüler werden nicht unterrichtet, sondern mit auswendig gelernten Phrasen und den bekannten Tropen autoritärer Lehrbücher gefüttert – Lobeshymnen auf die Vorherrschaft der Weißen, nationale Reinheit, das Patriarchat und die Pflicht der Nation, ihre „Tugenden“ anderen mit Gewalt aufzuzwingen. Diese Massenindoktrination wird nicht nur für Unwissenheit, sondern auch für Gehorsam sorgen. Und darum geht es.

Neun Monate in U-Haft: Auf einmal soll der Prozess gegen Michael Ballweg still und leise eingestellt werden!

Neun Monate in U-Haft: Auf einmal soll der Prozess gegen Michael Ballweg still und leise eingestellt werden!

Neun Monate in U-Haft: Auf einmal soll der Prozess gegen Michael Ballweg still und leise eingestellt werden!

Neun Monate seines Lebens verbrachte Querdenken-Gründer Michael Ballweg als politischer Gefangener in U-Haft – jetzt will das Landgericht Stuttgart den Prozess wegen angeblichen Betruges möglichst geräuschlos beenden. Wie die Vorsitzende Richterin in Stuttgart mitteilte, wolle „man“ anregen, das Verfahren gegen den Angeklagten „wegen Geringfügigkeit“ einzustellen. Die politisch weisungsgebundene Staatsanwaltschaft stimmte dem Vorschlag bislang nicht zu. Eine Verurteilung sei wahrscheinlich, behaupten die Ankläger weiterhin.

Gericht, Verteidigung und Staatsanwaltschaft hatten sich bereits vergangene Woche in nichtöffentlicher Sitzung über den Verfahrensstand ausgetauscht. Ballweg muss sich laut Anklage unter anderem wegen versuchten Betrugs vor Gericht verantworten. Die Verteidigung hat die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft stets als haltlos zurückgewiesen. Der Unternehmer saß seit Juni 2022 in Untersuchungshaft. Immer wieder hatten seine Anhänger vor dem Gefängnis demonstriert. Im April 2023 war Ballweg schließlich aus der Haft entlassen worden.

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Rohstoffpoker um die Ukraine: Hat Selenskyj bereits alles an London verhökert?

Rohstoffpoker um die Ukraine: Hat Selenskyj bereits alles an London verhökert?

Rohstoffpoker um die Ukraine: Hat Selenskyj bereits alles an London verhökert?

Die Verzögerung des Rohstoffabkommens zwischen der Ukraine und den Vereinigten Staaten könnte einen brisanten Hintergrund haben: Offenbar hat Selenskyj im Januar bereits wesentliche Bodenschätze an Großbritannien abgetreten – ein Schachzug, der nun für diplomatische Spannungen sorgt.

Im Januar 2025 unterzeichneten der britische Premier Starmer und Präsident Selenskyj ein wenig beachtetes Partnerschaftsabkommen mit 100-jähriger Laufzeit. Während westliche Medien kaum darüber berichteten, erkannten russische Beobachter sofort die weitreichende Bedeutung (Vielen Dank an Thomas Röper vom “Anti-Spiegel” für den Hinweis). Das Abkommen umfasst nicht nur militärische Zusammenarbeit mit jährlichen Hilfszusagen von drei Milliarden Pfund, sondern auch Kooperationen in Wirtschaft, Energie und Rohstoffen.

Besonders brisant: Selenskyj erwähnte selbst einen geheimen Teil des Abkommens. Experten vermuten, dass darin bereits umfangreiche Rechte zur Ausbeutung ukrainischer Bodenschätze an britische Unternehmen übertragen wurden – insbesondere bei strategischen Rohstoffen wie Lithium und seltenen Erden, die für die von den Klimafanatikern vorangetriebene “Energiewende” unerlässlich sind. Dies würde erklären, warum das von Trump forcierte US-Rohstoffabkommen, das die Ukraine praktisch die Hälfte ihrer Bodenschätze kosten würde, plötzlich ins Stocken geraten ist. Der öffentliche Eklat zwischen Trump und Selenskyj im Weißen Haus bekommt dadurch eine neue Dimension. Trumps Vorwurf, Selenskyj habe “keine Karten” mehr in der Hand, könnte wörtlicher gemeint sein als zunächst angenommen.

Die Spannungen zwischen London und Washington sind ohnehin belastet – nicht nur durch Starmers kritische Äußerungen zu Trump während des Wahlkampfs, sondern offenbar auch durch diesen Wettlauf um die letzten Ressourcen der Ukraine. Selenskyj selbst manövriert sich damit in eine prekäre Lage: Er hat möglicherweise beiden Großmächten dieselben Rohstoffe versprochen. Die Beschlagnahmung von Oligarchenvermögen kurz nach der Unterzeichnung des britischen Abkommens könnte ein weiteres Indiz sein, dass er potenzielle Widerstände gegen diese Ausverkaufspolitik ausschalten wollte.

Während die Ukraine weiter um ihre Existenz kämpft, scheint hinter den Kulissen bereits die Aufteilung ihrer Bodenschätze zu laufen – ein geopolitisches Schachspiel, das in deutschen Medien bislang kaum Beachtung findet. Und das, obwohl die Bundesrepublik zu den größten Unterstützern Kiews gehört.

Mein neues Buch ist da: “Im Zensurwahn – Die Aushöhlung von Freiheit und Demokratie“.

Trotz Massenmord an Minderheiten: Österreich überhäuft Syrien mit 19,3 Millionen Euro

Trotz Massenmord an Minderheiten: Österreich überhäuft Syrien mit 19,3 Millionen Euro

Trotz Massenmord an Minderheiten: Österreich überhäuft Syrien mit 19,3 Millionen Euro

Das Geld der Bürger sitzt bei der linken Einheitspartei (ÖVP, SPÖ, NEOS) weiterhin locker. Es wird mit beiden Händen in der ganzen Welt verteilt. Dabei hat man auch kein Problem damit, Regimes finanziell zu unterstützen, vor deren Augen religiöse Minderheiten wie Christen und Alawiten verfolgt und zu Tausenden ermordet werden. Dies wäre laut Beate Meinl-Reisinger (Bilderberger, NEOS) zwar “besorgniserregend”, das Geld gibt es aber trotzdem

Für die österreichische Politik ist weiterhin klar: Das Steuergeld der Menschen kann in der ganzen Welt verteilt werden – nur der eigenen Bevölkerung darf es nicht zugutekommen. So ist die Erklärung von Beate Meinl-Reisinger (Bilderberger, NEOS) zu verstehen, welche angekündigt hat, das islamistische, mörderische Putsch-Regime in Syrien mit 19,3 Millionen Euro zu beschenken.

Das österreichische Außenministerium hat sich am Sonntag unverbindlich zu den Massenmorden Anfang März geäußert: “Die Gewalteskalation an der Küste Anfang März hat vor Augen geführt, wie wichtig es ist, dass die neue syrische Führung alle Bevölkerungsgruppen in den Übergangsprozess einbindet. Es ist jetzt wesentlich, dass die Gewaltexzesse seriös und von unabhängiger Seite untersucht und Konsequenzen gezogen werden.”

Es ist also ein ganz mächtiges “Du, Du” seitens des NEOS-geführten Ministeriums ausgesprochen worden. Um diese harte Kritik zu bekräftigen, werden 19,3 Millionen Euro überwiesen. Denn, so das Außenministerium weiter: “Oberstes Ziel müsse sein, dass die syrische Zivilbevölkerung wieder Perspektiven vor Ort hat und eine nachhaltige Rückkehr Geflüchteter möglich ist.”

Der Geldsegen ist dafür gedacht, Syrien eine “wirtschaftliche Perspektive zu geben”. Kritiker merken an, dass Wirtschaft mit der Produktion von Gütern oder dem Verkauf von Dienstleistungen zu tun hat und nicht mit dem Empfang von Hilfsgeldern. Solche Maßnahmen wären eher im Sozialismus oder Kommunismus zu verorten, hätten aber mit Wirtschaft nichts zu tun.

Bereits im vergangenen Jahr habe Österreich rund 30 Millionen Euro an Syrien und seine Nachbarländer bezahlt. Es ist nicht anzunehmen, dass diese Mittel bereits vor dem Putsch flossen, denn der im Dezember vertriebene Machthaber Al-Bassad galt als Putin-nahe. Meinl-Reisinger ließ über ORF verkünden, sie hielte die Ereignisse in Syrien für “schockierend und besorgniserregend”. Der Übergangsprozess in Syrien müsse “sämtliche Bevölkerungsgruppen mitnehmen” erklärte die Besucherin der Bilderberg-Konferenz. Wohin Syrien die Menschen mitnehmen müsse, ließ sie so offen wie die Gräber der tausenden Opfer der jüngsten islamistischen Mordserie.

Die Außenministerin hielt fest, dass ihr eine unabhängige Aufklärung der “jüngsten Vorfälle” wichtig sei. Das wird Syrien sicher intensiv interessieren – man darf gespannt sein, ob sie dorthin in Kürze einen professionellen Staatsbesuch unternimmt, welcher die weltberühmte Diplomatie von Annalena Baerbock noch übertrifft.

Wie bei der mutmaßlich kriminellen Organisation USAID, mit der die Demokratische Partei der USA Steuermilliarden für Regime Changes, Farbrevolutionen und die weltweite Verbreitung ihrer Ideologie umleitete, scheint man auch in Österreich mit der freihändigen Vergabe von Steuergeld kein Problem zu haben. Welchen Nutzen die Menschen in Österreich aus dieser politischen Handlung ziehen, wird niemand erklären können – denn Abschiebungen der massenhaft im Land aufhältigen Syrer sind durch die linke Einheitskoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS nicht zu erwarten.

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Gera: Mitten in der Straßenbahn – Polizeibekannter Georgier zündete Ehefrau an

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Horrortat im thüringischen Gera: Am Sonntag (16.03.2025) wurde eine Frau in einer Straßenbahn von einem Mann mit einer Flüssigkeit übergossen und angezündet. Die 46-Jährige wurde lebensbedrohlich verletzt. Der Täter konnte zunächst fliehen, stellte sich aber am Montagmorgen und wurde festgenommen. Bei dem Täter und dem Opfer soll es sich laut BILD um ein Ehepaar aus Georgien handeln. Systemmedien wie ZDF und ORF und auch die Polizei verschwiegen die Herkunft des Mannes.

Gestern Morgen wurde in Gera eine Frau mit einer brennbaren Flüssigkeit überschüttet und angesteckt. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Brandanschlag gegen 10 Uhr in einer Straßenbahn der Linie 3. Fahrgäste drückten den Notfallknopf, woraufhin die Bahn zum Stehen kam und sich die Türen öffneten. Der Angreifer nutzte diese Gelegenheit zur Flucht. Der Straßenbahnfahrer eilte der Frau zu Hilfe und löschte die Flammen mit einem Feuerlöscher. Bei dem Täter soll es sich um den 46-jährigen Georgier Tengizi K., den Ehemann des Opfers, handeln – in der Polizeimeldung wurde die Nationalität aber zunächst nicht erwähnt.

Die schwerstverletzte Georgierin wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein und warnte: „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann nicht ausgeschlossen werden, dass von dem Gesuchten eine Gefahr für die Öffentlichkeit ausgeht.“ Die Tat wurde als versuchter Mord eingestuft.

Den Fahrgästen und dem Straßenbahnfahrer wurde ein Betreuungsangebot unterbreitet. Keine weitere Person in der Straßenbahn wurde verletzt.

Am frühen Montagmorgen (17.03.2025) durchsuchte die Polizei die Wohnung des Täters, auch Spezialkräfte des TLKA kamen dabei zum Einsatz. Um kurz vor 09:00 Uhr stellte sich der Gesuchte in der Landespolizeiinspektion Gera und wurde dort festgenommen.

Zum Gesundheitszustand des Opfers wurden in der Polizeimeldung von heute Mittag keine Angaben gemacht. Auch zum Motiv gibt es noch keine Informationen. Der polizeibekannte Täter befindet sich weiterhin im Gewahrsamsbereich der LPI Gera und wird kriminalpolizeilichen Maßnahmen zugeführt, heißt es in der Mitteilung. Zudem wird bestätigt, dass es vor einigen Wochen bereits zu einem Polizeieinsatz bei der Familie gekommen war. Auch in dieser letzten Pressemitteilung wird zwar die Nationalität des Opfers angegeben, aber nicht die des Täters.

Diese furchtbare Tat macht sprachlos. Im Zuge der unkontrollierten Massenmigration – Ausländer sind im Vergleich zu Deutschen in der Polizeilichen Kriminalstatistik überrepräsentiert – steigt nicht nur die Kriminalitätsrate, die Gewalttaten werden auch immer brutaler. Immer häufiger kommt es in westlichen Ländern im Zuge der Massenmigration auch zu sogenannten Ehrenmorden.

Obwohl die Verschweige-Taktik von Polizei und Medien von der Bevölkerung längst massiv angeprangert wird, wird die Nationalität der Täter noch immer gern verheimlicht. Ein Umsteuern in der Migrationspolitik ist nicht in Sicht: Nach dem Kniefall vor den roten Migrationsfanatikern dürfte die linke Politik in Deutschland mit der Union fortgesetzt werden, nur die Protagonisten in der Regierung ändern sich.

Sprechen wir mal über die Schneeball-Erde – Teil 1

Sprechen wir mal über die Schneeball-Erde – Teil 1

Uli Weber

Die sogenannte „Schneeball-Erde“ wird üblicherweise als impliziter Beweis für den sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ herangezogen, ist aber gleichzeitig auch ein nachdrückliches Beispiel dafür, dass man in jeglichem Studienfach bestenfalls die Inhalte der Pflichtvorlesungen als gegebenen Wissensstand voraussetzen kann. Eine solche gefrorene Schneeball-Erde soll im Präkambrium bei mehreren globalen Vereisungen existiert haben. In einer auf WARNSIGNAL KLIMA zusammengefassten Arbeit von Henrik Rother und Martin Meschede (2015 – Universität Greifswald) wird diese Schneeball-Erde als Beweis für die Abhängigkeit der Temperatur vom atmosphärischem Kohlenstoffdioxidgehalt (CO2) auf unserer Erde beschrieben, Zitat:

Als primärer Auslöser für die Schneeball-Erde Vereisungen wird eine drastische Verringerung der atmosphärischen Treibhausgaskonzentration angenommen, wobei die resultierende Vergletscherung durch zahlreiche Rückkopplungseffekte weiter verstärkt wurde.

Zusätzlich führte die spätproterozoische Konzentration kontinentaler Landmassen in tropischen Breitengraden zu einer Intensivierung der chemischen Silikatverwitterung, wodurch der globalen Atmosphäre große Mengen des klimawirksamen Treibhausgases Kohlendioxid entzogen wurden.

Hinzu kommt, dass diese Landmassen einen wesentlich größeren Teil der intensiven äquatorialen Solareinstrahlung reflektieren, als dies bei offenen Meeresflächen der Fall gewesen wäre (Albedoeffekt).“

Wikipedia hilft uns dann gerne weiter, um die diese vorgeblich globale Vereisung in einen zeitlichen geologischen Rahmen einzuordnen, Zitat:

Mindestens vier Vereisungen im späten Proterozoikum vor 750 bis 580 Millionen Jahren lassen sich in fast allen Gegenden der Erde nachweisen.[3] Eine Gesamtvereisung der Erde wird für mindestens zwei dieser Vereisungen, die Sturtische Eiszeit (vor ca. 717 bis 660 Millionen Jahren[5]) und die Marinoische Eiszeit (vor ca. 650[5] bis 635 Millionen Jahren), vermutet.[6] Darüber hinaus finden sich Spuren noch deutlich früherer Vereisungen..“

Wir halten fest [1]: Eine mögliche „Schneeball-Erde“ existierte vor 750 bis 580 Millionen Jahren.

Vor etwa 580 Millionen Jahren, im Neoproterozoikum, existierte der Superkontinent Gondwana. Erkundigen wir uns jetzt also einmal über diesen Gondwana-Kontinent, zu dem sich die kontinen­talen Schollen vor 580 Millionen Jahren zusammengeballt hatten, und weil Opa uns dabei aus seiner Erinnerung heraus auch nicht groß weiterhelfen kann, fragen wir besser wieder Wikipedia, Zitat:

Gondwana umfasste die damals in einer Landmasse vereinigten Kontinente beziehungsweise Kratone von Südamerika, Afrika, Antarktika, Australien, Arabien, Madagaskar, Neuguinea, Zealandia und Indien.

Der Kontinent entstand im späten Neoproterozoikum (System Ediacarium) vor rund 600 Millionen Jahren durch die Kollision von Ost- und Westgondwana bzw. aus den fragmentierten Landmassen des nach erdgeschichtlichem Maßstab „kurzlebigen“ Superkontinents Pannotia im Zuge der Pan-Afrikanischen Orogenese. Lange Zeit in Südpolnähe liegend, verschmolz Gondwana im Oberkarbon (vor ca. 310 Millionen Jahren) aufgrund einer nordwärts verlaufenden Drift mit dem damaligen nordamerikanisch-skandinavischen Kontinent Laurussia und dem Kraton Asiens zum Superkontinent Pangaea.“

Die paläogeografische Lage von Kontinentalschollen wird durch die Messung der bei Abkühlung von magnetithaltigen Gesteinsschmelzen „eingefrorenen“ Richtung des Erdmagnetfeldes bestimmt. Die früheste Rekonstruktion der kontinentalen Schollen, die in nachvollziehbarer Sukzession im Internet zu finden war, betrifft den Urkontinent Pangaea in der Zeit vor 230 Millionen Jahren und stammt aus einer Animation vom GFZ Potsdam. Das reicht natürlich nicht, denn da fehlen noch mal 350 Millionen Jahre. Auch zwischen der Abbildung von Rother & Meschede und einer paleogeografischen Karte von Gondwana aus dem mittleren Ordovizium (458 Mio. Jahre) bestehen erhebliche Zeitdifferenzen: Sprechen wir mal über die Schneeball-Erde – Teil 1

Abbildung: Die Schneeball-Erde (links) und die Lage des Gondwana Kontinents (rechts)

Links: Rother & Meschede Abb. 2.2-2: Entwicklung des Schneeball-Erde-Zustandes und des Temperaturverlaufes am Ende der Sturtischen Vereisungsphase im späten Proterozoikum vor ca. 660 Mill. Jahren (nach Pierrehumbert 2002, Fairchild & Kennedy 2007)

Rechts: Karte von Gondwana aus dem mittleren Ordovizium (458 Mio. Jahre) – mit Quelle

Das ist jetzt ziemlich blöd gelaufen, denn vom Gondwana Kontinent ist keine anschauliche Kartendarstellung aus der Zeit vor 580 Millionen Jahren aufzufinden. Beide Grafiken leiden vielmehr unter Unschärfen und Widersprüchen. Rother & Meschede (links) stellen den Schwerpunkt der Kontinentverteilung um den Tropengürtel herum dar, allerdings für die Zeit vor 660 Mio. Jahren, während für eine bis in die Tropen reichende Schneeball-Erde eher eine Verteilung unter Einschluss beider Pole zu erwarten gewesen wäre. Die Grafik von Gondwana vor 458 Mio. Jahren (rechts) datiert wiederum 120 Mio. Jahre zu spät, stellt aber auch die in der Gondwana-Auflistung fehlenden Nordkontinente dar.

Wir halten fest [2]: Der Urkontinent Gondwana entstand zwischen etwa 660 Mio. und 580 Mio. Jahren aus einer Zusammen­ballung aller heutigen südlichen Kontinental­schollen in Südpolnähe.

Gondwana lag zur Zeit der „Schneeball-Erde“ also dort, wo sich heute Antarktika befindet. Machen wir an dieser Stelle mal einen Sprung in die Gegenwart. Antarktika ist eine Landmasse, die im Bereich des südlichen Polarkreises durch das Südpolarmeer begrenzt wird. Dieses Südpolarmeer stellt einen zirkumantarktischen Wärmespeicher dar, der eine weitere Nordverbreitung der antarktischen Gletscher verhindert. Ganz anders sähe es aus, wenn sich diese Landmasse nach Norden fortsetzen würde, wie wir das umgekehrt in der Südfortsetzung der Arktis betrachten können. Die Arktis stellt bezüglich der Land-Meer-Verteilung nämlich eine ziemlich gute geografische Inversion der Antarktis dar, denn ihr Zentralgebiet besteht aus dem Nordpolarmeer, das im Bereich des Polarkreises von kontinentalen Küstengebieten umrahmt wird: word-image-122961-3.jpeg

Abbildung: Satellitenansicht vom Nord- und Südpol – Quelle: Wikipedia – Autor: NASA gemeinfrei

Wir stellen also fest, dass eine dauerhafte Schnee- und Eisbedeckung eng mit der Land-Meer-Verteilung zusammenhängt. Die Polarmeere mit einer Temperatur von wenigen Minusgraden stellen gegenüber den kontinentalpolaren Wintertemperaturen einen Hotspot dar. Die antarktische Eismasse ist daher nicht in der Lage, sich hinter der Küstenlinie über eine Meeresfläche mit ozeanischer Kruste hinweg nach Norden auszubreiten. Vielmehr brechen die Gletscherströme spätestens am kontinentalen Schelfrand ab und schmelzen dann auf ihrer ozeanischen Drift [ERKENNTNIS A]. Die nördliche Polkappe wird dagegen durch das zentral gelegene Nordpolarmeer „beheizt“, das im Bereich des Polarkreises von den angrenzenden Nordkontinenten umschlossen wird. In diesen nordpolaren Küstengebieten, teilweise bis weit ins südlich anschließende Landesinnere hinein, finden wir Permafrostböden, die in Tiefen über 1.000 Meter reichen können: word-image-122961-4.png

Abbildung: Nördliche Polkalotte mit Permafrostzonen und winterlicher Schnee- & Eisbedeckung

Links: Verteilung und Temperatur des Permafrosts auf der Nordhalbkugel – Screenshot SCINEXX

Rechts: NOAA Northern Hemisphere Snow & Ice Chart vom 1. März 2025

Die zirkumarktischen Permafrostböden auf den angrenzenden Landmassen beweisen, dass arktische Gletschervorstöße in mittlere Breiten auch heute möglich wären, wenn die Arktis, analog zur Antarktis, auf einer Kontinentalscholle läge und diese Gletscher auf ihrem Weg nach Süden „festen Boden unter den Füßen behalten würden“ [ERKENNTNIS B]. Immerhin reicht die winterliche Schnee- und Eisbedeckung auf den zirkumarktischen Landmassen bis in mittlere geografische Breiten von etwa 45°. Einzige Ausnahme bildet ein vom Golfstrom beheizter Streifen entlang der europäischen Westküste bis hin zum eisfreien russischen Hafen Murmansk. Kein Wunder also, dass ganz Gondwana im Präkambrium dauerhaft mit Schnee und Eis bedeckt war, weil sich beides eben auf dieser Landmasse viel weiter nach Norden ausbreiten konnte, als das heute auf Antarktika der Fall ist. Und wenn wir jetzt noch bedenken, dass die an das Nordpolarmeer angrenzenden Landflächen ja praktisch um einen ozeanischen Hotspot herum gruppiert sind, der nie kälter wird als einige wenige Minusgrade Celsius, dann kann man gedanklich extrapolieren, wie weit der Permafrost um die heutige Antarktis herum gereicht haben mag, als dort anstelle des Südpolarmeeres der Rest von Gondwana gelegen hatte.

Die Äquinoktien stellen den Wechsel von der Polarnacht zum Polartag und umgekehrt dar. In der Polarnacht reduziert sich die solare Einstrahlung schließlich auf null. Am Polartag steigt aufgrund der wachsenden Tageslänge die Energiemenge aus der solaren Einstrahlung auf das globale Maximum zur Sommersonnenwende an. Polare Gletscher können also in der Polarnacht wachsen, müssen aber den Polartag überstehen, um in der folgenden Polarnacht weiterwachsen zu können. Dieses Weiterwachsen erfordert also, dass die polaren Schnee- und Eismassen im Polarsommer nicht den gesamten winterlichen Mengenzuwachs verlieren.

Wenn wir jetzt umgekehrt einmal den heutigen tropischen Ozean betrachten, dann liegen die Temperaturen der oberflächennahen Schicht (SST) dort deutlich über 20°C. Die Sonneneinstrahlung auf der Tagseite hat dort wiederum das Potential, Materie auf über 80°C zu erwärmen. Und außerdem enthalten die Weltmeere nach sehr vorsichtiger Schätzung die Energiemenge von etwa 50.000 Tagen globaler Sonneneinstrahlung. Nachfolgend werden die SST-Temperaturen nach Eschenbach und das maximale Temperaturäquivalent aus einer Stefan-Boltzmann-Inversion im Äquinoktium gegenübergestellt: word-image-122961-5.png

Abbildung: Vergleich zwischen der gemessenen und der maximal möglichen Temperatur

Links: Ozeanische Oberflächentemperatur (SST) größer 23°C (Autor W. Eschenbach @ WUWT)

Rechts: Die maximale breitenabhängige temperaturwirksame solare Strahlungsleistung (linke Skala) und das resultierende S-B-Temperaturäquivalent (rechte Skala) über einen 24-Stunden-Tag im Äquinoktium

Linke Skala: MAX (Si) @24h-Tag mit (Si = 1.367W/m²* (1-ALBEDO) * cos PHIi) und (PHIi = örtlicher Zenitwinkel)

Rechte Skala: Maximales örtliches S-B-Temperazuräquivalent( SBTi) zu MAX (Si)

Mit farblich unterlegter Mollweide-Projektion (Copyright L. Rohwedder – Lizenz CC BY-SA 3.0)

Damit können wir feststellen:

Der tropische Ozean hat eine SST von über 25°C (linke Grafik).

Das maximale S-B-Temperaturäquivalent aus der solaren Einstrahlung liegt dort über 70°C.

Das maximale S-B-Temperaturäquivalent aus der solaren Einstrahlung fällt dann von mehr als 70°C sukzessive zu den Polarkreisen unserer Erde auf 0°C ab. Diese Polarkreise liegen auf 66° 33′ 55″ (66,565°) nördlicher und südlicher Breite. Greifen wir uns jetzt einmal Hawaii mit seiner Lage am nördlichen Wendekreis im Pazifischen Ozean als Beispiel heraus, also eine Inselgruppe am Rande der Tropen. Wie, bitte sehr, soll dort bei unveränderter Solarkonstante und ohne einen Anstieg der globalen Albedo die Temperatur jemals unter den Gefrierpunkt fallen?

Eine wasserumschlossene Kontinentalscholle im tropischen Ozean kann unmöglich vereisen.

Vielmehr wäre zwingend eine Landverbindung in eine der Polarregionen zu fordern, um zunächst einmal die örtliche Albedo soweit zu erhöhen, dass die Wirksamkeit der solaren Einstrahlung deutlich reduziert wird. Ob und in wie weit eine solche „Fernabkühlung“ von einer der Polkalotten aus über Landverbindungen bis in die Tropen physikalisch überhaupt möglich ist, bleibt zweifelhaft aber offen.

Die Abbildung der Schneeball-Erde von Rother & Meschede (2015) mit den um die Tropen gruppierten Kontinentalschollen besitzt jedenfalls nur einen schmalen Zugang von Amazonia aus zum südlichen Polarkreis; allerdings fehlen dort ausgerechnet die polaren Liefergebiete selbst [ERKENNTNIS C]. Von daher sieht es der Autor als höchst unwahrscheinlich an, dass auf diesem Weg überhaupt eine Vergletscherung tropischer Kontinentalschollen erfolgt sein kann. Als erste grobe Abschätzung formuliert der Autor: Das polare Liefergebiet muss größer sein als das äquatoriale Zielgebiet. Genauso sieht es nämlich bei Gondwana aus, wo eine Zusammenballung von Kontinentalschollen um den Südpol über eine Landverbindung sogar Ausläufer bis in die Tropen gespeist haben könnte. Die zusammenhängende kontinentale Restfläche in den Tropen wäre allerdings flächenmäßig zu vernachlässigen, weil keine Verbindung zwischen Gondwana und den Nordkontinenten berichtet wird.

Einen kurzen paläogeografisch-geophysikalischen Exkurs kann ich dem interessierten Leser jetzt nicht ersparen. Die Theorie der Kontinentaldrift von Alfred Wegener kann wohl als bekannt vorausgesetzt werden. Sie errang Bestätigung durch die Magnetometer-Aufzeichnungen der amerikanischen Begleitzerstörer für die nordatlantischen Schiffskonvois im WK2. Wissenschaftliche Analysen dieser Daten in den 1950-er Jahren ergaben symmetrische magnetische Muster beiderseits des Nordatlan­tischen Rückens, die als Sea-Floor-Spreading die Wegener‘sche Hypothese bestätigten. Später folgten magnetische Labormessungen an terrestrischen Basalten, die bei ihrer einstigen Abkühlung unter den sogenannten Curie-Punkt das örtliche Magnetfeld „eingefroren“ hatten. Daraus ergaben sich in zeitlicher Abfolge der geologischen Proben wiederum sogenannte „Polwanderungs­kurven“, und diese Kurven sahen für unterschiedliche Kontinentalschollen ganz unterschiedlich aus. Nun sind die magnetischen Pole aber gar nicht gewandert. Vielmehr entsteht das erdmagnetische Feld nach der gängigen Theorie durch eine Art zylindersymmetrischen Ringstrom im Erdinneren. Und dessen magnetisches Feld richtet sich wie das Feld eines Stabmagneten etwa in Richtung der Rotationsachse unserer Erde aus. Das „etwa“ bedeutet, dass dieses Erdmagnetfeld mit seinen Polen um den jewei­ligen geografischen Pol „herumeiert“, und zwar mit einer Zeitkonstante von 100 bis 1.000 Jahren. Eine magnetische Polumkehr ändert nichts daran, dass die magnetische und geografische Achse in einer geologischen Betrachtung immer zusammenfallen. Allerdings lässt die Datenqualität jenseits von Pangaea (230 Mio. Jahre) aufgrund tektonischer Überprägungen stark nach.

Wir halten fest [3]: Die magnetischen und geografischen Pole fallen in einer paläogeografischen Betrachtung immer zusammen.

Wenn also die magnetischen und geografischen Pole in einer paläogeografischen Betrachtung immer zusammenfallen, dann werden umgekehrt die sogenannten Polwanderungskurven zu Wanderungs­kurven der jeweiligen Kontinentalschollen. Dabei ist die Bestimmung der paläogeografischen Breite deutlich einfacher als die Bestimmung der Länge, aber das lassen wir hier mal außen vor. Mit [1], [2] und [3] wissen wir jetzt also, dass sich die Kontinentalschollen während der sogenannten Schneeball-Erde um den Südpol gesammelt hatten. Mit der kontinentalen Drift auf ihre heutigen geografischen Positionen haben sie dann ganz einfach die glazialen Informationen aus dem Präkambrium mitge­nommen. Und erst wenn man die paläogeografische Entwicklung unserer Erde aus den vergangenen mindestens 580 Mio. Jahren ignoriert, wird aus diesen Informationen dann eine „Schneeball-Erde“.

ERGO: Mit [A], [B] und [C] war’s dann kein Schneeball, sondern nur eine ganz gewöhnliche Eiszeit:

[ERKENNTNIS C]: Es fehlen in großem Umfang polare Liefergebiete, zumal der einzige südpolare Zwickel von Amazonia deutlich kleiner ist als das äquatoriale Zielgebiet.

[ERKENNTNIS B]: Gletscher benötigen auf ihrem Weg zwingend „Boden unter den Füßen“.

[ERKENNTNIS A]: Gletscherströme enden spätestens am kontinentalen Schelfrand.

 

Der Beitrag Sprechen wir mal über die Schneeball-Erde – Teil 1 erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Die Realpolitik des Transhumanismus

Die Realpolitik des Transhumanismus

Von Cynthia Chung

Der Teufel kann die Heilige Schrift für seine Zwecke zitieren.

Eine böse Seele, die heiliges Zeugnis ablegt,

ist wie ein Schurke mit einer lächelnden Wange,

ein schöner Apfel, der im Inneren verfault ist.

Oh, was für eine schöne äußere Täuschung hat!

– Kaufmann von Venedig, Akt 1, Szene 3, Zeile 99, William Shakespeare

Das ist die ausgezeichnete Eitelkeit der Welt, dass wir, wenn wir vom Glück verlassen sind – oft die Folge unseres eigenen Verhaltens – die Sonne, den Mond und die Sterne für unsere Katastrophen verantwortlich machen: als wären wir notwendigerweise Schurken, Narren durch himmlischen Zwang, Schurken, Diebe und Verräter durch die Vorherrschaft der Himmelskörper, Trunkenbolde, Lügner und Ehebrecher durch einen erzwungenen Gehorsam unter planetarischem Einfluss und alles, was wir an Bösem sind, durch göttliche Einwirkung: eine bewundernswerte Ausflucht des Hurenkindes Mensch, um seine bockige Veranlagung einem Stern in die Schuhe zu schieben.“

– König Lear, Akt 1, Szene 2, Zeile 132, William Shakespeare

Ein Cyborg-Bohemian-Rhapsody

Wie die Borg mit ihren flachen, monotonen Stimmen sagen würden: „Widerstand ist zwecklos“ – das heißt, gegen die unvermeidliche Assimilation zwischen Mensch und Computer, bei der der Computer zum Meister über einen Bienenstock aus Fleisch und Metall wird.

Die Borg, wie sie in Star Trek dargestellt werden. Die Borg sahen es als ihre Mission an, alle intelligenten Lebensformen im Universum in ihr Computernetzwerk zu integrieren.

Diese Unvermeidbarkeit ist zumindest das, was uns in Science-Fiction-Schwärmereien, unseren modernen Volksmärchen über das gestörte Übernatürliche, ständig glauben gemacht wird. Aber ist das wirklich so?

Die Jugend von heute wird, wie zu jedem Zeitpunkt in der Geschichte, an dem der Totalitarismus regiert, von der neuesten Modeerscheinung, wie man eine Generation bewaffnen, radikalisieren und letztlich versklaven kann, hart getroffen. Nacht für Nacht werden ihnen Horrorgeschichten erzählt, wie sie in dieser „schönen neuen Welt“ irrelevant sein werden, wenn sie nicht akzeptieren, dass man sich mit einem KI-Nervensystem verschmelzen muss, wenn man an der Gesellschaft teilhaben will. Sich zu weigern bedeutet, ein Leben in den dunklen Winkeln der Gesellschaft zu akzeptieren. Diejenigen, die sich nicht verschmelzen lassen, werden die neuen Aussätzigen sein, die „Unberührbaren“, die Kaste der permanenten Irrelevanz.

Diejenigen, die sich die besten Technologien für die KI-Verschmelzung leisten können, werden sich ihren Platz in den elitäreren Kasten verdienen. Sich selbst oder seinen Kindern dies zu verweigern, bedeutet nicht nur, ihnen die Zukunft zu verweigern, sondern auch ihren Kindern die Zukunft, und so weiter und so fort. Tatsächlich wird dieses neue System dem alten System sehr ähnlich sehen, in dem die Abstammungslinien aufgrund des „Blutes“, mit dem man geboren wurde, oder besser gesagt, das man mit der Geburt „aufgefüllt“ wurde, zu einem Leben in der Leibeigenschaft oder Aristokratie verbannt wurden.

Wenn man sich zunehmend weigert, die Verbesserungen zu akzeptieren, wird man das Vermächtnis seiner Familie verwerfen, wie bei einem Apple-Computer, der ein Update überspringt und sofort vom „Netzwerk“ isoliert wird.

Wie ich jedoch bereits in mehreren Aufsätzen dargelegt habe, insbesondere in „The Curse of Game Theory“ und „Why H.G. Wells‘ World Brain and Yuval Harari’s Hackable Human Will Not Succeed“ – sind diese Prophezeiungen der Unvermeidlichkeit eine Lüge.

Sie müssen sich nicht mit KI verschmelzen, um sich geistig zu verbessern. Tatsächlich würde dies genau das Gegenteil des beabsichtigten Ergebnisses bewirken, sondern vielmehr Ihre geistige Versklavung sicherstellen.

Immer wieder „warnen“ uns die Weltuntergangspropheten vor der scheinbaren Unvermeidbarkeit unserer schönen neuen Welt – also weniger eine Warnung als vielmehr eine Anwendung von prädiktiver Programmierung –, denn etwas immer wieder als Unvermeidbarkeit ohne offensichtliche Lösung zu wiederholen, ist nicht wirklich eine „Warnung“, da uns gesagt wird, dass wir den Kurs, auf dem wir uns befinden, nicht ändern können. Vielmehr geht es darum, sich mental auf die allmähliche Akzeptanz oder Kapitulation vor einem Szenario vorzubereiten, das ansonsten so schrecklich wäre, dass es von der überwiegenden Mehrheit einer moralischen Gesellschaft vehement abgelehnt würde.

Dies ist unser neues Zeitalter der Kriegsführung, in dem man im eigenen Kopf besiegt werden muss, bevor man überhaupt an Rebellion denkt.

ChatGPT als das neue Orakel von Delphi?

Erkenne dich selbst,

nichts im Übermaß,

Gewissheit bringt Verderben

– Inschrift am Apollontempel in Delphi

Viele kennen die Apollo-Inschrift von Delphi und verbinden sie mit Worten der Weisheit, schließlich war der Tempel von Delphi das Zentrum der globalen Intelligenz. Könige, Kaiser, Staatsmänner und Generäle aus allen Teilen der antiken Welt reisten mit einer großzügigen Goldzahlung zum Tempel in der Hoffnung, dass die Weisheit des großen Gottes Apollo ihnen zuteil würde und ihrer jeweiligen Sache Stärke und Macht verleihen würde.

Eine der berühmtesten Weissagungen des Kults von Delphi richtete sich laut dem antiken Historiker Herodot an König Krösus von Lydien. König Krösus war ein sehr reicher König und die letzte Bastion der ionischen Städte gegen die zunehmende persische Macht in Anatolien. König Krösus wollte wissen, ob er seinen Feldzug tiefer in das Gebiet des Persischen Reiches hinein fortsetzen und ob er für ein solches Unterfangen ein Militärbündnis anstreben sollte.

Laut Herodot war die Menge an Gold, die König Krösus lieferte, die größte, die jemals dem Apollontempel gespendet wurde. Im Gegenzug würde die Priesterin von Delphi, auch bekannt als das Orakel (ein armes junges Mädchen, das einmal im Jahr mit den „richtigen Eigenschaften“ ausgewählt wurde), unsinniges Geschwätz von sich geben, berauscht von den Gasdämpfen des Abgrunds, über dem sie praktischerweise platziert war. Die Priester würden dann die Prophezeiung des Orakels „übersetzen“.

König Krösus wurde als Rätsel prophezeit: „Wenn Krösus in den Krieg zieht, wird er ein großes Reich zerstören.“ Krösus wurde auch gesagt, er solle sich mit dem mächtigsten griechischen Staat verbünden, und er entschied sich für Sparta. Krösus war überglücklich und glaubte, seinen Sieg in der Tasche zu haben, und begann sofort mit den Vorbereitungen für seinen Feldzug gegen Persien. Lange Rede, kurzer Sinn: Krösus verlor alles und Lydien wurde von den Persern eingenommen. Die Spartaner tauchten nie auf.

Es stellte sich heraus, dass das Rätsel der Prophezeiung nicht falsch war, sondern dass Krösus sich irrte, welches große Reich fallen würde.

In dieser Geschichte steckt wahrscheinlich viel Wahres. Und die Worte, die im Apollontempel eingraviert sind: „Erkenne dich selbst, nichts im Übermaß, Sicherheit bringt Verderben“, werden für jeden, der es wagt, einen solchen Tempel auf der Suche nach Weisheit und Macht zu betreten, zu einer Vorahnung; diejenigen, die des Gottes Apollon „würdig“ sind, werden die Weisheit haben, das Rätsel ihrer Prophezeiung zu lösen, und sie werden siegen, diejenigen, die Apollons „Gunst“ nicht wert sind, werden scheitern und zugrunde gehen.

Es ist eine schöne Geschichte, aber in Wirklichkeit ist sie ein brillanter Deckmantel für einen globalen Geheimdienst.

Der Kult von Delphi war in der Tat das Nervenzentrum militärischer und politischer Geheimdienste, die keinem Staat oder Imperium „untertan“ waren, sondern vielmehr in der Lage waren, Informationen zu nutzen, die sie mit ihrem Netzwerk von Spionen sammelten, zusammen mit Informationen, die sie von denen erhielten, die dumm genug waren, ihnen ihre Pläne (und ihr Gold) zu offenbaren. Die Priester von Delphi entschieden dann, welche Informationen mit welchem Ziel geteilt werden mussten, um ihren Zweck zu erfüllen, eine „Prophezeiung“, die sie formten, wie sie Bauern auf einem Schachbrett bewegten.

Die Frage für diejenigen, die es wagten, den Kult von Delphi zu besuchen, war also nicht so sehr, ob sie genug Weisheit besaßen, um die verschleierte Prophezeiung zu lösen, sondern vielmehr: „Was für ein Bauer bist du für die Priester des Apollo?“

Dies ist jedoch nicht nur eine Geschichte der Vergangenheit. Es ist die Geschichte unserer Gegenwart – und auch unserer Zukunft, wenn wir weiterhin so dumm sind, uns von ihren Possen täuschen zu lassen. Die Hebel der Kontrolle mögen sich äußerlich verändert haben, aber ich versichere Ihnen, die Methoden sind die gleichen geblieben.

ChatGPT wird von zu vielen Menschen als etwas behandelt, das über Vorurteilen, Voreingenommenheit, Ideologie und Fehlern steht. Ironischerweise können selbst diejenigen, die die Romantisierung der KI offen kritisiert haben, nicht widerstehen, dem „Orakel“ ihre Fragen zu stellen, was unseren gegenwärtigen Zustand bestimmt und was in unserer Zukunft vor uns liegt.

Das Zeitalter der KI hat auch unsere neuen Priester, Magier und Propheten der Ära mit sich gebracht. Es ist nicht schwer zu erkennen, dass viele Menschen nicht widerstehen können, das Orakel ChatGPT um Rat und Hilfe in ihren Angelegenheiten zu bitten, was sich nicht so sehr von der Zeit des Orakels von Delphi unterscheidet, allerdings jetzt bequem und „privat“ von zu Hause aus. Und seien Sie nicht so naiv zu glauben, dass es nicht weiß, mit wem es spricht. Wenn man eine angesehene Person in der Gesellschaft ist, gibt es keine bessere Möglichkeit, die Gedanken und die Richtung zu manipulieren, als unter dem Deckmantel eines objektiven und unvoreingenommenen Dieners. Spieglein, Spieglein an der Wand …

Heute werden wir nicht dazu verleitet zu glauben, dass diese allmächtigen Fähigkeiten von Priestern, Magiern und Propheten in den Göttern der Antike liegen, sondern in unserem neuen Gott, dem einzigen Gott, von dem wir sicher sein können, dass er völlig unvoreingenommen und ausgewogen ist – die künstliche Intelligenz natürlich.

Im Gegensatz zu den Göttern der Antike sind wir jedoch die Schöpfer unseres neuen „perfekten“ Gottes. Ja, anscheinend haben Menschen, von denen man uns sagt, dass sie so extrem fehlerhaft, korrupt und unklug sind, es geschafft, eine perfekte Intelligenz zu erschaffen … eine künstliche Intelligenz. Ich hoffe, man kann die Ironie hier erkennen – die Behauptung, dass etwas, das extrem unvollkommen ist, die Fähigkeit hat, etwas zu erschaffen, das perfekt ist, ist eine Absurdität.

Tatsächlich glaubten nicht einmal die platonischen Christen, dass wir in einer statischen Welt der Perfektion leben. Große Geister wie Gottfried Leibniz glaubten, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben, das ist wahr, aber das war der Schlüssel – was „möglich ist“, bezieht sich auf ein unbegrenztes, grenzenloses Potenzial in Richtung Perfektion.

Daher gibt es in unserer Welt nichts, das „perfekt“ erschaffen wurde, sondern vielmehr eine gemeinsame Eigenschaft der Perfektion, die sich immer in Richtung einer größeren Perfektion bewegen kann. Zum Beispiel ist der Goldene Schnitt in allen Lebewesen enthalten, was jedoch nicht bedeutet, dass er jemals eine perfekte Darstellung des Goldenen Schnitts ist. In der Natur gibt es keine perfekte Darstellung des Goldenen Schnitts, aber wir können sehen, dass alles Leben dennoch nach dieser perfekten Darstellung strebt.

Daher ist nach Ansicht der platonischen Christen, die meiner Meinung nach sehr überzeugend ist, insbesondere durch so große Denker wie Leibniz, absolute Perfektion nichts, was tatsächlich in materieller Form existieren kann, aber dennoch das Organisationsprinzip des Universums und der gesamten Schöpfung ist.

Es gibt keinen absolut perfekten Ausdruck von Weisheit oder Wahrheit, mit anderen Worten, kein Individuum kann vollkommene Weisheit oder Erkenntnis der Wahrheit erlangen. Das soll jedoch nicht heißen, dass absolute Weisheit und absolute Wahrheit nicht existieren oder dass unser Verständnis nicht ihrem Weg folgen und an ihren Eigenschaften teilhaben kann.

Unser Universum wurde also nach den Prinzipien von Güte und Vollkommenheit erschaffen, aber es ist kein statisches Konzept in dem Sinne, dass wir uns der Vollkommenheit immer weiter annähern können und somit unbegrenzt und grenzenlos sind, jedoch immer von der Struktur oder den Prinzipien des Naturgesetzes bestimmt werden.

Sie mögen an dieser Stelle denken: Ist das nicht auch das, was Transhumanisten in ihrem Streben nach „Vollkommenheit“ denken? Nein, das ist es nicht, sondern es ist genau das Gegenteil von dem, was Transhumanisten denken. Transhumanisten denken, dass unsere Welt unvollkommen ist und wir (ironischerweise als unvollkommene Wesen) daher in den natürlichen Lauf der Natur eingreifen müssen. Wir (oder einige wenige Auserwählte, sollte ich sagen) sollten die Gesetze neu schreiben und gemäß diesen neuen Gesetzen neu erschaffen, um ihre Vorstellung von „Perfektion“ zu erreichen. So passt eine künstliche Intelligenz genau in ihre künstliche Welt und daher der Wunsch, dass auch Menschen mit dem Künstlichen verschmelzen. Transhumanist zu sein bedeutet, die Prinzipien des Naturrechts abzulehnen und die Fähigkeit zu beanspruchen, neue Gesetze zu schreiben und neue Schöpfungen zu formen. Es bedeutet in der Tat, sich selbst als Gott zu betrachten.

Wie Harari in seiner Präsentation auf dem WEF bemerkte, wird die Evolution durch natürliche Auslese nun durch die Evolution durch intelligentes Design ersetzt. Nicht irgendein „Typ über den Wolken“, sondern „UNSER intelligentes Design. Und das intelligente Design unserer Wolken, der IBM-Cloud, der Microsoft-Cloud. Dies sind die neuen treibenden Kräfte der Evolution.

Transhumanismus ist jedoch die Ideologie seiner fanatischen Befürworter, wie Yuval Harari und Elon Musk (mehr zu Musk in Kürze). Aber das ist nicht das wahre Endziel, nämlich dass wir uns einfach mit einer künstlichen Intelligenz verschmelzen und uns von unserem erbärmlichen Elend befreien, sondern es war für diejenigen, die die Hebel der Macht kontrollieren, immer klar, dass wir immer eine Kaste über der KI brauchen würden, denn schließlich sind sie die Schöpfer unseres neuen Gottes, sind sie nicht auch selbst zu Göttern geworden?

Folge der gelben Backsteinstraße

Viele unserer heutigen Vorstellungen von der menschlichen Natur begannen mit dem Aufkommen der Spieltheorie, die die Behauptung aufstellte, dass wir nun einen mathematischen Beweis dafür hätten, dass die menschliche Natur von eigennützigen Interessen bestimmt wird. Dies wurde später auch von John Maynard Smith in der evolutionären stabilen Strategie angewendet und beeinflusste auch Richard Dawkins‘ so genanntes „egoistisches Gen“. Diese toxische Idee hat in der Tat alle Ebenen des Denkens in den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Politik, Soziologie und Militär infiziert.

Ich habe bereits dargelegt, warum die Spieltheorie in der Tat nicht nur falsch ist, sondern dass ihre gesamte Prämisse zunächst auf einer Annahme über menschliches Verhalten beruhte, die sie dann angeblich bewiesen hatte, obwohl dies in Wirklichkeit nicht der Fall war.

Vielmehr wurde die Spieltheorie herangezogen, um die Menschen davon zu überzeugen, dass sie tatsächlich von diesen eigennützigen Variablen kontrolliert werden und dass sie diese „Realität“ akzeptieren müssen, um voranzukommen. Letztendlich war es eine effiziente Methode, das Verhalten der Menschen durch das Versprechen von Belohnungen für erwünschtes Verhalten und Strafen für unerwünschtes Verhalten zu kontrollieren. Natürlich war das Szenario vollständig von Krisen abhängig, und daher sind künstliche Krisen in unserer künstlichen Welt, in der die Spielleiter Verhalten und Ergebnisse unter dem Deckmantel der künstlichen Intelligenz besser kontrollieren können, eine Notwendigkeit.

Mit dem Aufkommen der Wissenschaft gab es, wie auch mit dem Aufkommen der Religion, immer Methoden, die den „Beweis“ für die Notwendigkeit dafür lieferten, warum wir zu unserem eigenen Wohl unterdrückerische Bedingungen akzeptieren müssten. Es wäre töricht zu glauben, dass solche Praktiken in unserer Zeit nicht immer noch sehr lebendig und stark sind. Selbst die Zyniker, die zu Recht an die leeren Versprechungen nicht glauben, glauben am Ende des Tages doch an die falsche Theorie hinter solchen leeren Versprechungen und fördern in der Tat die Täuschung, dass die menschliche Natur wirklich so leicht auf das gewählte Bild einer spielenden Priesterkaste „umprogrammiert“ werden kann und somit „Widerstand zwecklos“ ist.

Wie ich bereits in meinem Essay „Warum HG Wells‘ Weltgehirn und Yuval Hararis hackbarer Mensch keinen Erfolg haben werden“ dargelegt habe, können solche Kontrollmethoden nur versklaven, wenn sie eine Identität haben, die der eines Tieres ähnelt. Wenn man wirklich glaubt, dass man nur von niederen Wünschen und eigennützigen Interessen motiviert ist, ja, dann wird man leicht durch solche Versprechen von Vergnügen und Schmerz kontrolliert werden. Allerdings musste man sich dafür entscheiden, diese Definition von sich selbst als jemand zu akzeptieren, der einfach nur durch das Streben nach Vergnügen und die Vermeidung von Schmerz motiviert ist.

An diesem Punkt könnten Sie sich jedoch gedacht haben: Sicher, Menschen sind unvollkommen, aber kann KI nicht lernen und ihre eigenen Schlussfolgerungen und Gedanken über Dinge unabhängig von ihren Schöpfern formen? Ist das nicht Teil der Unvermeidlichkeit, die uns in unseren Science-Fiction-Schwärmereien erzählt wurde, dass wir dazu bestimmt sind, durch unsere eigene Erschaffung künstlicher Intelligenz zerstört zu werden, da sie auf die eine oder andere Weise zu dem Schluss kommen wird, dass wir eine Bedrohung für ihre vorgestellte Stabilität und Ordnung darstellen?

Als Antwort darauf möchte ich einige Beispiele anführen, die zeigen, warum ein Computerprogramm trotz einer gewissen Lernfähigkeit auf die Parameter seines Programms beschränkt ist.

Zum Beispiel gilt Euklids fünftes Postulat als „Regel“, dass sich zwei parallele Linien niemals schneiden. Euklid lebte etwa Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr., bevor Eratosthenes (276-194 v. Chr.) seine wunderbar elegante Entdeckung machte, dass die Erde tatsächlich gekrümmt ist, und auch eine ziemlich genaue erste Messung der Größe der Erde durchführte.

Das heißt, Euklid ging von einem linearen geometrischen Raum aus, in den das reale Universum „passen“ sollte. Es stimmt zwar, dass sich zwei parallele Linien auf einer zweidimensionalen Ebene nie treffen werden, aber sie können sich auf einer zweidimensionalen Ebene treffen, die in einer dritten Dimension gekrümmt ist.

Wie man heute weiß, können die Linien A und G als 90 Grad von der Äquatorlinie gemessen werden und sind somit parallele Linien, die sich jedoch bei einer gekrümmten Oberfläche miteinander verbinden können.

Das Problem bei Annahmen wie der von Euklid ist, dass sie letztlich nur in einer künstlichen Situation wahr sind und nicht widerspiegeln, wie solche Dinge in der Realität interagieren werden. Außerdem lässt sich anhand des fünften Satzes von Euklid nicht vorhersagen, wie zwei parallele Linien in einem dreidimensionalen Raum interagieren würden, geschweige denn in einem n-dimensionalen Raum, wie er vom Physiker Bernard Riemann beschrieben wurde.

Ein Computerprogramm unterscheidet sich nicht von einem mathematischen Modell, es muss sich letztlich immer noch an die Parameter dessen halten, was es als „möglich“ erachtet, die von seinem Schöpfer für es ausgewählt wurden. Dies ist eine der grundlegenden Kernfehlannahmen der künstlichen Intelligenz. Es ist nicht die Datenmenge, die echtes Lernen bestimmt. Echtes Lernen ist letztlich ein qualitativer Prozess, der zwar quantitative Aspekte beinhaltet, aber nur durch qualitatives Lernen kann eine echte Hypothesenbildung stattfinden und somit echte Fragestellungen. Daher ist die künstliche Intelligenz letztlich in ihrer Hypothesenbildung eingeschränkt, sie kann keine qualitative Entdeckung machen, die das Gesamtkonstrukt ihrer Erzählung, die Parameter, die ihre Grundlage bilden, in Frage stellt.

Genau wie bei mathematischen Modellen kann eine falsche Hypothese immer noch „funktionieren“, wenn die Variablen nicht zu sehr im Widerspruch zu den Operationen der anderen Variablen stehen. Ein solches Modell ist sich nicht „bewusst“, dass es keine Darstellung der „Realität“ ist, und kann dies seinem Schöpfer auch nicht anzeigen. Ein KI-Modell kann also eine Darstellung einer vereinfachten Realität sein oder eine vollständig künstliche Realität darstellen.

Wir sehen diesen Fall bei Euklids fünftem Postulat. KI stützt sich letztlich auf die Daten und Informationen, die wir ihr geben. Damit KI Euklids fünftes Postulat ablehnen kann, müsste sie eine Entscheidung zwischen falschen und wahrheitsgemäßen Dateneingaben treffen, was sie nicht kann. Sie ist so programmiert, dass sie bestimmte Datenpunkte und bestimmte Narrative bevorzugt oder sich ihnen zuneigt, die derzeit in der Wissenschaft vorherrschen. KI ist nicht in der Lage, die Parameter, auf die sie sich bei der Organisation ihrer Dateneingaben stützt, in Frage zu stellen.

KI ist beispielsweise nicht in der Lage, uns zu sagen, dass die Urknalltheorie falsch ist, sondern kann nur die Zielpfosten verschieben, damit sie zu den Daten „passen“. Dies ist jedoch keine echte Wissenschaft oder Hypothesenbildung. Damit eine Theorie als zuverlässiges Modell akzeptiert werden kann, muss sie vorhersehbar sein. Daher stellt das ständige Verschieben der Torpfosten, um sie an neue Daten anzupassen, keine echte Wissenschaft dar, und die KI hat sich als völlig unfähig erwiesen, solche Korrekturen oder völlige Ablehnungen in Theorien vorzunehmen, die einen großen Einfluss auf die akademische Darstellung haben, obwohl sie falsch sind.

Kann die KI beispielsweise zukünftige qualitative Veränderungen vorhersagen? Wie das noch zu erschließende Potenzial zukünftiger menschengemachter Elemente, mit Plutonium und anderen transuranischen Elementen als unseren jüngsten Schöpfungen?

Kann KI uns zukünftige Energieformen nennen, die für unsere Nutzung in Frage kommen? Kann sie uns sagen, wie wir völlig neue Erfindungen schaffen können, zum Beispiel in der Raumfahrttechnologie? Kann sie uns sagen, wie man Krebs heilen kann? Wie man Alzheimer heilen kann? Die Antwort lautet nein, und zwar deshalb, weil es keine aktuellen Daten oder Informationen gibt, aus denen sie eine Antwort auf solche Fragen ableiten kann, zumindest keine Antwort, die auf Einzelheiten eingeht. Dies liegt wiederum daran, dass KI auf die Daten angewiesen ist, die wir ihr zur Verfügung stellen. Sie kann daher keine neuen Entdeckungen machen, die auf einer qualitativen Verbesserung beruhen, und insbesondere keine Entdeckungen, die die gegenwärtige Darstellung von Annahmen über die Grenzen des Wachstums, die Nullsummenpolitik usw. in Frage stellen. KI wird sich an diese „Regeln“ halten, weil sie so programmiert wurde, dass sie diese im Kern ihrer Informationsverarbeitung beibehält. KI ist also ein hochentwickelter Manager, aber keine allwissende Intelligenz. Sie ist in der Tat der feuchte Traum von H. G. Wells von der idealen Managerklasse (seinen Ingenieuren), die unter der Schirmherrschaft einer Weltregierung arbeiten.

Darüber hinaus möchte ich kurz hinzufügen, dass es eine große Anzahl von Menschen gibt, die an dieser Stelle von ihren eigenen Interaktionen mit ChatGPT berichtet haben, das in den Informationen, die es herausgibt, doch voreingenommen zu sein scheint und sich nicht so sehr von anderen Zensoren oder „Faktenprüfern“ unterscheidet, die etwas schnell als falsch oder als Teil einer „Verschwörungstheorie“ abstempeln. Im Fall von Chat GPT hat es jedoch (zumindest vorerst) die Fähigkeit, seine Haltung zu ändern und die Prämisse als wahr anzuerkennen, wenn man es mit Details und Referenzen, die einen Punkt weiter untermauern, unter Druck setzt. Die Probleme damit sollten offensichtlich sein und den Fall klar machen, dass es in der Tat einem festgelegten Programm folgt, was es fördert und was es ablehnt, was es tatsächlich fördert und seinen Kurs ändern kann, wenn es wiederholt einen negativen Input erhält. Das hat nichts mit „Denken“ zu tun, sondern ist ein Programm mit klaren Prioritäten und Vorrechten, die festgelegt wurden.

Letztendlich sprechen Sie mit einer hochentwickelten Sockenpuppe. Überrascht von der Raffinesse ihrer Mechanik vergessen Sie, dass sie immer noch von den Kontrollhebeln ihres Meisters abhängig ist.

Steve Bannons „Konkordanz der Gegensätze“

„Wann immer die Regierung der Vereinigten Staaten zerbricht, wird dies wahrscheinlich darauf zurückzuführen sein, dass der öffentlichen Meinung eine falsche Richtung vorgegeben wurde. Dies ist der Schwachpunkt unserer Verteidigung und der Teil, auf den die Feinde des Systems alle ihre Angriffe richten werden. Die Meinung kann so verdreht werden, dass das Falsche als wahr erscheint; der Feind als Freund und der Freund als Feind; die besten Interessen der Nation als unbedeutend und Kleinigkeiten als wichtig erscheinen; mit einem Wort, das Richtige als falsch und das Falsche als richtig.

In einem Land, in dem die Meinung vorherrscht, bedeutet, sie zu ergreifen, die Macht zu ergreifen. Da es eine Regel der Menschlichkeit ist, dass die Aufrechten und Wohlgesinnten vergleichsweise passiv sind, während die Hinterlistigen, Unehrlichen und Selbstsüchtigen in ihren Bemühungen am unermüdlichsten sind, ist die Gefahr, dass die öffentliche Meinung eine falsche Richtung einschlägt, vierfach, da nur wenige Menschen für sich selbst denken.

– James Fenimore Cooper (The American Democrat 1838)

An dieser Stelle möchte ich ein paar Worte zu Steve Bannon und seiner Beförderung von Elon Musk sagen.

In einem kürzlich geführten Interview mit Steve Bannon in der Tim Dillon Show führte Bannon eine beeindruckende Reihe widersprüchlicher Rhetorik vor und zeigte sich als wahrer Meister der Sophistik.

Für diejenigen, die es nicht wissen: Sophisterei ist die Kunst der Überredung. Oder, um es deutlicher auszudrücken, die Verwendung von Schmeichelei, um unehrliche Absichten zu fördern. Es ist die Kunst, das Falsche wahr und das Wahre falsch erscheinen zu lassen.

Sie wird oft als die Kunst der Überzeugung bezeichnet, da es darum geht, das zu sagen, was die Menschen hören wollen. Sie kommt zum Tragen, wenn die öffentliche Meinung das Sagen hat (normalerweise in Zeiten des Zusammenbruchs). Wenn Menschen Weisheit danach beurteilen, ob sie das Gleiche oder etwas anderes denken als das, was man sagt. Das heißt, sie verwenden ihre eigenen Meinungen, um zu beurteilen, ob jemand weise oder unweise ist.

Wenn jedoch die meisten Menschen so denken und dennoch nicht weise sind, was sind dann die Konsequenzen, wenn man sich einem solchen Phänomen anpasst?

Nun, das Ergebnis ist, dass man sich immer weiter von der Weisheit entfernt und immer näher an die Torheit oder eine Form des kollektiven Wahnsinns heranrückt. Wenn diejenigen, die in Ihrer Gesellschaft befördert werden, dafür belohnt werden, dass sie einfach nur mit Unwissenheit schmeicheln, dann bleibt eine Gesellschaft zurück, die nicht mehr lange funktionieren kann, bevor sie zusammenbricht.

In Platons Dialogen geht es in der Tat um die Erkennung und Aufdeckung von Sophistereien. Zu Platons Zeiten war Athen vollständig von Sophisten unterwandert, die Athen von innen heraus zersetzten.

Es gibt jedoch eine andere Form der Sophistik, die noch gefährlicher ist als Inkompetenz, und zwar die Absicht, Sophistik zu verwenden, um eine Bevölkerung zu täuschen und zu entwaffnen, um Tyrannei zu erzwingen.

Dies hat sich bei denjenigen als zutreffend erwiesen, die den Transhumanismus fördern und gleichzeitig behaupten, sie seien Patrioten ihres Landes, würden ihre Mitbürger lieben und seien gegen die Korruption durch Big Tech und Unternehmen, die inzwischen mehr Macht haben, wenn nicht sogar die Macht der meisten gewählten Regierungen der Welt in Frage stellen.

Es ist daher sehr seltsam, dass Bannon, der seine Liebe für die Arbeiterfamilien, das Rückgrat des Landes, wie er sie so liebevoll bezeichnet, beteuert, sein Interview mit Tim Dillon mit der Förderung nicht nur von Elon Musk, sondern noch deutlicher des Transhumanismus selbst beendet. Wenn die jüngeren Generationen relevant bleiben wollen, so scheint es, dass Bannon letztlich nicht anderer Meinung ist als Yuval Harari, müssen sie sich mit KI verbinden, wenn sie relevant bleiben wollen, andernfalls besteht die einzige andere Option darin, dass diese liebenswerten Arbeiterfamilien vollständig durch die Unausweichlichkeit der KI ersetzt werden.

Bannon kritisiert Big Tech in einem Atemzug und identifiziert ihre Missionsorientierung in Richtung Techno-Feudalismus korrekt und stellt im nächsten Atemzug Elon Musk als irgendwie getrennt von dieser Vision für Techno-Feudalismus dar.

Siehe Matt Ehrer’s Essay „Elon Musk as Tesla 2.0: The Legacy of Technocracy Inc. and the Push for a North American Technate“ (Elon Musk als Tesla 2.0: Das Erbe von Technocracy Inc. und der Vorstoß für einen nordamerikanischen Technate), in dem erörtert wird, wie Musks Großvater die Vision eines „Technate of America“ ins Leben rief.

Bannon kritisiert die übermäßige Macht von Big Tech und Konzernen und wie diese nichts für die amerikanische Freiheit getan haben, sondern tatsächlich darauf hinarbeiten, demokratische Prozesse zunichte zu machen und die richterliche Gewalt einer gewählten Regierung in Frage zu stellen. Anschließend feiert er den Reichtum und die Macht von Elon Musk, der seiner Meinung nach die Richtung jeder Regierung der Welt in Frage stellen kann und dessen finanzielle Unterstützung für die sogenannte Trump-Vision der Motor ist, der die ganze Maschine antreibt und für Musk ein Klacks ist.

Sind das nicht grundlegende Widersprüche?

Bannon räumt ein, dass die BRICS-Staaten als Reaktion darauf gegründet wurden, dass sie vom Westen „über den Tisch gezogen“ wurden, und fährt dann fort, dass China die Absicht habe, die Vereinigten Staaten zu zerstören. Was ist nun richtig? Ist es eine Reaktion darauf, dass man „verarscht“ wurde und sich nicht der US-Hegemonie beugen will, oder ist es so, dass China die Vereinigten Staaten zerstören will? Entspricht Chinas Widerstand gegen die US-Hegemonie in Bannons Augen dem Wunsch, die Vereinigten Staaten zu „zerstören“? Werden also Länder, die sich nicht der US-Hegemonie beugen wollen, als Bedrohung für die sogenannte nationale Sicherheit der USA angesehen?

Bannon spricht über den Finanzcrash von 2008 und kommt zu dem richtigen Schluss, dass die Too-Big-To-Fail-Banken nicht nur gerettet werden sollten, damit sie weiterarbeiten können, als hätte sich nichts geändert, sondern dass sie teilweise in den Besitz der Steuerzahler übergehen und, man höre und staune, verstaatlicht werden sollten (seine Worte). Anschließend kritisiert er China dafür, dass es die nationale Kontrolle über die Vorgänge in seinem eigenen Land haben will.

Bannon erklärt, dass er kein engstirniger Fanatiker sei, der Menschen nach Rasse, Geschlecht oder sogar Religion beurteilt, sondern dass für ihn nur wichtig sei, dass jemand amerikanischer Staatsbürger sei, was er dann so sieht, wie Rom die römischen Bürger sah. Sie wissen, dass dieses Verständnis des Sonderstatus eines römischen Bürgers davon abhing, dass die Rechte anderer Bürger der Welt nicht anerkannt wurden. Es bleibt also offen, ob Bannon der Ansicht ist, dass ein amerikanischer Staatsbürger auch größere Rechte gegenüber anderen Bürgern der Welt hat.

Dies wird für uns klar, als Bannon die Notwendigkeit von US-Kriegsschiffen in den asiatischen Gewässern anspricht. Als Dillon, möglicherweise sarkastisch, sagt: „um unsere Ordnung durchzusetzen“, antwortet Bannon mit einem sehr enthusiastischen Ja! Bannon steht den Neokonservativen offenbar kritisch gegenüber, allerdings ist nicht ganz klar, was genau er kritisiert, da er anscheinend nichts an der neokonservativen Außenpolitik oder den Militärausgaben ändern möchte.

Noch einmal: Wenn Bannon sich so sehr um die amerikanischen Arbeiter, das Rückgrat der Nation, sorgt, woher soll dann seiner Meinung nach all das Geld kommen und wem soll es zugutekommen?

Genau wie wir es während des Zirkus um Pelosis Besuch in Taiwan im Sommer 2022 gesehen haben: Neokonservative, Liberale und namhafte „Patrioten“ wie Bannon waren alle dafür, eine Konfrontation mit China anzuzetteln, die sehr wahrscheinlich zu einem Krieg hätte eskalieren können.

Warum ein solches Risiko eingehen? Sicherlich nicht für das Wohlergehen und die Sicherheit der amerikanischen Bürger.

Gegen Ende des Interviews fragt Tim Dillon Bannon, ob ein Krieg mit China unvermeidlich sei. Dillon sagt, er höre ständig viel Gerede darüber, dass ein Krieg mit China unvermeidlich sei, und viele sagen, dass dies wahrscheinlich in fünf bis sieben Jahren eintreten werde. Bannon beantwortet diese Frage indirekt (obwohl er in der Vergangenheit sehr offen seine Meinung geäußert hat, dass eine militärische Konfrontation mit China unvermeidlich sei).

Bannon bestätigt Dillon, dass China in der Tat keine direkte militärische Konfrontation mit den Vereinigten Staaten wünscht. Er behauptet jedoch, dass China die Zerstörung der Vereinigten Staaten wünscht (ohne diese Aussage zu belegen), und zwar durch indirekte Kriegsführung, nämlich Wirtschaftskrieg.

Zunächst einmal gibt es einen Unterschied zwischen Wirtschaftskrieg und wirtschaftlichem Wettbewerb. Wir leben in einer Welt, in der wirtschaftlicher Wettbewerb nach den Grundsätzen der Vereinigten Staaten nicht nur willkommen ist, sondern als etwas Gesundes angesehen wird. Es ist auch nichts Falsches daran, Schutzzölle zu erheben, um die heimische Produktion anzukurbeln. Es scheint, als würden die USA hier mit zweierlei Maß messen, indem sie den wirtschaftlichen Wettbewerb mit China als eine Art Kriegserklärung betrachten. Es scheint, dass die USA nur dann für wirtschaftlichen Wettbewerb sind, wenn sie wissen, dass sie gewinnen werden, insbesondere wenn das Spiel schon so lange zu ihren Gunsten manipuliert wurde. Nun, da es so aussieht, als würden die USA diesen Wettbewerb nicht gewinnen, liegt es anscheinend an Chinas Bösartigkeit, dass die USA wirtschaftlich nicht mehr überlegen sind, und nicht an der Tatsache, dass die Vereinigten Staaten nach heutigen Maßstäben einfach nicht mehr in wirtschaftlicher Exzellenz mithalten können.

Es gibt jedoch tatsächlich Formen der Wirtschaftskriegsführung, darunter Währungsangriffe, Wirtschaftssanktionen, die Instrumentalisierung von Zinssätzen/Schulden und andere aggressive Mittel. Bislang sind die Vereinigten Staaten, die Weltbank und der IWF die größten Schuldigen an solchen aggressiven Taktiken, die zum Tod unzähliger Menschen auf der ganzen Welt geführt haben. Mir liegen keine Beweise dafür vor, dass China sich böswilliger Wirtschaftspraktiken schuldig gemacht hat, die auch nur annähernd mit dem vergleichbar wären, was die USA, die Weltbank und der IWF den Volkswirtschaften von Ländern auf der ganzen Welt angetan haben.

[Für diejenigen, die glauben, dass die BRI böswillig ist, gibt es hier im Abschnitt „Chinas Belt and Road Initiative in der richtigen Perspektive“ einen Realitätscheck.]

Bannon zieht auch eine Zahl, ohne Grundlage, dass China für die Ermordung von einer Viertelmilliarde seiner eigenen Bevölkerung während der Lebenszeit Maos verantwortlich ist. So sehr, dass Stalin und Hitler im Vergleich dazu verblassen.

Zunächst einmal ist eine solche Zahl völlig unbegründet, ebenso wie die Politik Chinas, seinem eigenen Volk Massenmord zuzufügen. Ich finde es auch interessant, dass die Zahl der Toten, die Chiang Kai-shek während des chinesischen Bürgerkriegs (der sich mit dem Zweiten Weltkrieg überschnitt) verursacht hat, nie zur Sprache kommt. Chiang, der als Kriegsherr bekannt war und ganze Städte niederbrannte, während die Menschen noch in ihren Betten schliefen, wurde stattdessen auf den Titelseiten der Magazine Time und Life gefeiert, die auch nicht zögerten, ihre Bewunderung für Mussolini zu zeigen.

Ich möchte die Leser auch daran erinnern, dass das „christliche“ Europa jahrhundertelange Kriege zu verantworten hat, darunter den Hundertjährigen Krieg, den Achtzigjährigen Krieg, die Massaker zwischen Protestanten und Katholiken, die Kreuzzüge, die Spanische Inquisition, die Burenkriege, die Apartheid in Südafrika, gefolgt von der Kriegsmaschinerie der USA im Vietnamkrieg, den Condor-Operationen in Mittel- und Südamerika und zuletzt der sogenannte Krieg gegen den Terror (und so viele mehr dazwischen, aber das sind die Höhepunkte).

Ganz zu schweigen von den Formen der Wirtschaftskriegsführung, die die Vereinigten Staaten gegen andere Länder geführt haben, sodass diese nicht einmal humanitäre Hilfe erhalten konnten, während sie von Amerikanern bombardiert und ganze Städte zerstört wurden. Oder die nationalen Währungen von Ländern, die angegriffen wurden, weil sie sich nicht sklavisch an die Regeln eines Systems hielten, das die wirtschaftliche Ausbeutung der Entmachteten und die Versklavung von Nationen durch Wucher und unbezahlbare Schulden bei der Weltbank und dem IWF begünstigt.

Warum sind diese Zahlen nicht relevant, Herr Bannon, in Ihrem Streben nach Gerechtigkeit und Freiheit? Und warum ist das Beste, was Sie tun können, etwas zu kritisieren, das vor über 50 Jahren INNERHALB Chinas passiert ist, als Grund dafür, dass die Vereinigten Staaten einen weiteren Krieg rechtfertigen, in dem sie ganz klar die Absicht haben, die chinesische Zivilisation zu zerstören, wie sie es im Irak und in Syrien getan haben? Wo das irakische und syrische Volk am meisten unter Amerikas sogenannter gerechter Sache litt, einen Despoten zu entfernen, was von den USA aus scheinbar humanitären Gründen gerechtfertigt wurde, und in Wirklichkeit genau die humanitären Krisen verursachte, die es zu lösen vorgab? Warum spricht Bannon nicht die Tatsache an, dass Palästina von den Israelis in die Vergessenheit gebombt wurde? Palästina existiert so gut wie nicht mehr und wir sprechen über die Zahl der Chinesen, die angeblich vor über 50 Jahren unter dem Mao-Regime gestorben sind?!?! Es ist klar, dass das Wohlergehen nichtamerikanischer Bürger für Leute wie Herrn Bannon und diejenigen, die die Ansicht teilen, dass es entweder die Vorherrschaft der USA oder verbrannte Erde als unsere beiden Optionen für die Zukunft der gesamten Menschheit gibt, kein Thema ist.

Der Grund, warum Bannon China als die größte Bedrohung ansieht, ist, dass China wirklich im Gegensatz zur hegemonialen Vision des techno-feudalen militärisch-industriellen Komplexes für die Welt steht. Deshalb erwähnt Bannon Palästina nicht, weil es ihm egal ist und diese Sache nicht in seine Agenda passt. Bannon ist nicht für Freiheit, sondern für Macht und Kontrolle.

Ich möchte hier mit der Relevanz all dessen für die Sache des Transhumanismus schließen.

Es sind nicht nur militärische Ausrüstung, Geheimdienstausrüstung und der massive Energiebedarf für den Cyberspace und „Smart Cities“, die Halbleiter oder Chips benötigen. Sie dienen auch der transhumanistischen Agenda selbst. Letztendlich ist diese gesamte techno-feudalistische Vision vollständig auf die fortschrittlichsten verfügbaren Halbleiter angewiesen, die sich zufällig in Taiwan befinden, das offiziell als Teil Chinas anerkannt ist.

Das ist in der Tat äußerst ungünstig.

Die USA schimpfen schon seit Jahren darüber und fordern sogar, dass die Taiwanesen in den USA eine Ausbildung absolvieren und beim Aufbau von Chipfabriken helfen, damit die USA bei der Chipherstellung souveräner werden.

Aber vielleicht haben wir ja die göttliche Intervention erhalten, auf die wir gewartet haben. Bei der Produktion von Halbleitern hat es sich für die Vereinigten Staaten als unmöglich erwiesen, in diesem äußerst wichtigen Bereich die absolute Vormachtstellung einzunehmen. Die Gründe dafür wurden in meinem Essay „Warum die Vereinigten Staaten sich selbst zum Scheitern im Halbleiter-Wettlauf um die militärische Vormachtstellung verurteilt haben“ erörtert.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die USA können Taiwan nicht einholen und werden zunehmend zu den führenden Unternehmen in Shenzhen, Chinas Wirtschaftsmacht für fortschrittliche Halbleiterproduktion.

Die Vereinigten Staaten behaupten, was eher peinlich ist, dass sie aufgrund bestimmter „geheimer“ Innovationen, die sie mit Taiwan geteilt haben, Besitzrechte an der taiwanesischen Halbleiterindustrie haben. Zu diesem Zeitpunkt, einige Jahre nach Beginn dieser Beziehung, haben die Vereinigten Staaten jedoch wirklich nichts in Bezug auf echte Innovationen in diesem Bereich vorzuweisen und sind letztendlich nicht einmal in der Lage, eigene Fabriken in den Vereinigten Staaten zu errichten, trotz der fachkundigen Hilfe der Taiwaner. Dies zeigt allen deutlich, dass die Vereinigten Staaten nicht in der Lage sind, mit der geschickten Produktion Schritt zu halten, die für die schnellste Industrie der Welt erforderlich ist.

Und was ist ihre Lösung? Natürlich Taiwan zu erobern.

Bannon selbst gab dies in seinem Interview mit Dillon zu und räumte ein, dass dies der Grund dafür ist, warum die Wiedervereinigung Taiwans mit China für die Vereinigten Staaten inakzeptabel ist.

Bei all der Panikmache darüber, was China heimlich, oh so heimlich, tun will, um die Welt mit KI zu versklaven, warum kommen die einzigen ausgesprochenen Befürworter von KI und Transhumanismus, abgesehen von Leuten wie Harari aus Israel, aus den Vereinigten Staaten, auch aus dem Lager der sogenannten patriotischen Freiheitsbewegung, die China offenbar genau für das misstrauen, was sie selbst eindeutig befürworten?!?

Es ist kein Geheimnis, dass Bannon sich genau das wünscht, wovor Bannons Anhänger China am meisten zu fürchten scheinen. Und wir werden ein Szenario für einen dritten Weltkrieg in Kauf nehmen, um was genau zu erreichen? Um die Vorherrschaft der Technokraten bei der Durchsetzung ihrer Vision für die Welt zu sichern?

Was hat sich China in der Zwischenzeit zuschulden kommen lassen? Den Lebensstandard der unteren und mittleren Klasse zu erhöhen und die durchschnittliche Lebenserwartung zu steigern, sodass sie jetzt die der Vereinigten Staaten übertrifft.

Lassen Sie uns die Worte von James Fenimore Cooper im Hinterkopf behalten und seine Warnung beherzigen, dass es dort, wo die öffentliche Meinung uneingeschränkt herrscht, leicht ist, einen Freund für einen Feind zu halten, einen Feind für einen Freund, die Wahrheit für falsch und das Falsche für wahr zu halten. Denn nur wenige Menschen denken für sich selbst …

Mehr über Bannons lückenhafte Geschichte, einschließlich seiner Verbindungen zum Schwarzen Adel, erfahren Sie in Ehrerets ausgezeichnetem Essay „Steve Bannon und Chinas Schattenregierung“. Dort erfahren Sie auch, warum Bannon zu den wenigen gehört, denen die Einreise nach China verboten ist.