Kategorie: Nachrichten
Gewinner – Verlierer der Woche

Gewinner der Woche
Die 10. Klasse des Osterburger Gymnasiums in der Altmark war diese Woche zu Besuch im Landtag von Sachsen-Anhalt. „Ein toller Termin mit vielen spannenden Fragen rund um den politischen Alltag – ich danke euch ganz herzlich für den Rückenwind und den Zuspruch! Euch weiterhin alles erdenklich Gute!“, schrieb AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) auf Facebook und postete ein Selfie mit stolz lächelnden (hübschen) zehn Zehntklässlerinnen.
Es ist ein Bild, wie es harmloser kaum sein könnte: Ein Politiker posiert mit einer Gruppe fröhlicher Schülerinnen für ein Selfie. Geht gar nicht!, schnappatmete der öffentlich-rechtliche Systemfunk. Denn: Das Bild ging auf der Plattform X viral und erreichte über 900.000 Impressionen.
Der Deutschland-Kurier meint: Noch ist die Heimat nicht verloren – FOTOBEWEIS!
Verlierer der Woche
Arroganz, Überheblichkeit, Wählerverachtung und damit einhergehend Wählerbeschimpfung: Der sogenannte Altbundespräsident Joachim Gauck (86/parteilos) steht dem Noch-Staatsoberhaupt Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist nichts nach – Walter der Spalter, Joachim der Gaukler!
Letzterer erklärte die hohen Umfragewerte für die AfD im Osten jüngst auf einer Veranstaltung der „Rheinischen Post“ (Düsseldorf) mit angeblich fehlender „Demokratiekompetenz“ seiner Landsleute. Mit anderen Worten: Die Ostdeutschen wissen nicht, wie man (richtig) wählt. Ausgerechnet die Ostdeutschen, die ihre Demokratiekompetenz 1989 historisch eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben!
Man fragt sich, wofür dieser Pensionspräsident und Systembonze vom Steuerzahler jährlich und lebenslang einen „Ehrensold“ von rund 220.000 Euro erhält? Gerüchteweise hieß es mal, Gauck habe sich das Außerdienst-Klo in seinen ebenfalls vom Steuerzahler finanzierten Büroräumen in einer Liegenschaft des Deutschen Bundestages vergolden lassen. Trotz Dementi meint der Deutschland-Kurier: Auch Gold verhindert keinen geistigen Dünnschiss!
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Startschuss zum Superwahljahr 2026: Knackt die AfD in Baden-Württemberg die 20 Prozent?

Rund 18 Millionen Wahlberechtigte sind am Sonntag (8.März) zur Landtagswahl in Baden-Württemberg und zu Kommunalwahlen in Bayern aufgerufen. Beide Wahlen werden von der neuen Energiepreis-Explosion durch den Iran-Krieg überschattet, auch wenn es primär um regionale Themen geht. Im Südwesten hat die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier den Umfragen zufolge Chancen, im ersten westdeutschen Bundesland die 20 Prozent-Marke zu knacken. In Bayern droht Ministerpräsident Markus Söder und der CSU ein Debakel.
In Baden-Württemberg geht so oder so am Sonntag eine Ära zu Ende. Winfried Kretschmann, seit 2011 der erste „Grünen“ Ministerpräsident, tritt nicht mehr an. Die Entscheidung über die Nachfolge des 77-Jährigen fällt zwischen Ökosozialist Cem Özdemir und dem blassen CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel.
„Grüne“ und Union lagen in den Umfragen zuletzt mit 27 bzw. 28 Prozent fast gleichauf. Die 7,7 Millionen Wähler in Baden-Württemberg haben also die Wahl zwischen Pest und Cholera: „Grün“-Schwarz wie bisher oder künftig Schwarz-„Grün“? Eine Koalition mit der AfD schließen alle Landtagsparteien aus.
Der Landtag setzt sich aus mindestens 120 Abgeordneten zusammen: 70 davon werden direkt aus den Wahlkreisen gewählt, mindestens 50 Abgeordnete über die Zweitstimme für die Parteien.
Eine weitere spannende Frage wird sein: Fliegt die FDP auch in ihrem „Stammland“ aus dem Landtag? Danach sah es zuletzt eher nicht aus.
Die letzte Umfrage (BW-Trend) von Infratest dimap für den „Südwestrundfunk“ (SWR) vom 26. Februar ergab folgende Werte: CDU 28 Prozent; „Grüne“ 27 Prozent; AfD 18 Prozent; SPD sieben Prozent; FDP sechs Prozent; Linke 5,5 Prozent.
Kommunalwahlen Bayern: Söder-CSU droht Desaster!
Im Freistaat Bayern sind am Sonntag mehr als zehn Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, neue Bürgermeister, Landräte und Stadträte zu wählen. Zu vergeben sind insgesamt 39.300 Mandate.
Da geht es nicht nur darum, wer eine Stadt oder einen Landkreis regiert. Auf dem Land ist auch das politische Versagen der Altparteien überall und unmittelbar spürbar: Migrations-Chaos, zerrüttete Gemeindefinanzen, Krankenhaussterben.
Die CSU könnte ihr desaströses Ergebnis von 2020 dabei noch unterbieten. Laut dem Wählercheck von SAT.1 Bayern kamen die Christsozialen zuletzt auf 33 Prozent. 2020 hatte die Söder-CSU 34,5 Prozent erreicht.
Hinter der CSU notiert die AfD Bayern mit 14 Prozent auf Platz zwei. Sie würde damit ihr Kommunalwahl-Ergebnis von 2020 (4,7 Prozent) sprungartig verbessern. Die Partei tritt mit rund 5.500 Kandidaten an. Wobei zu beachten gilt, dass jeweils spezifisch kommunale Gegebenheiten eine gewichtige Rolle spielen. In der „Sonntagsfrage“ zur Landtagswahl erreichte die AfD Bayern zuletzt sogar Werte nahe 20 Prozent.
Die Freien Wähler kommen der SAT.1 Bayern-Umfrage zufolge auf elf Prozent und würden damit knapp unter dem Wert von 2020 (11,9 Prozent) landen. Die „Grünen“ fallen nach ihrem Rekordergebnis von vor sechs Jahren (17,5 Prozent) auf zehn Prozent. Die SPD ist mit acht Prozent (2020: 13,7 Prozent) auf bestem Weg zur Randpartei im Freistaat.
Rückkehr zur „Politik der Vernunft“
Erklärtes Wahlziel der AfD Bayern ist laut ihrem Kommunalwahlprogramm „die Rückkehr zu einer Politik der Vernunft“. Als zentrale Forderung verspricht die AfD Bayern mehr Transparenz bei kommunalen Entscheidungsprozessen. Weitere Kernpunkte:
Raus aus dem Windrad-Irrsinn!
Regenbogenfahnen-Verbot für alle öffentlichen Gebäude (nur noch Bayern- und Deutschlandfahne)!
Keine Unterbringung von Asyl-Migranten mehr in kleinen Ortschaften!
Aufnahmestopp wegen Überforderung!
Beide Wahlen am Sonntag dürften ein erstes Vorbeben sein: Das eigentliche Politbeben steht mit den Landtagswahlen am 6. September in Sachsen-Anhalt und am 20. September in Mecklenburg-Vorpommern bevor.
Gewählt wird in diesem Jahr außerdem am 15.März in Hessen (Kommunalwahl), am 22. März in Rheinland-Pfalz (Landtag) sowie am 20.September in Berlin (Abgeordnetenhaus).
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Teil 2: „Die USA könnten den Golf verlieren“
Hegemonie, Abschreckung, Perspektive: eine erste Einschätzung des Konflikts zwischen Israel, den USA und dem Iran

Der 28. Februar 2026 markiert einen Wendepunkt in der strategischen Geschichte Westasiens. Zusammenfassung der ersten Tage des Konflikts. Der 28. Februar 2026 markiert einen Wendepunkt in der strategischen Geschichte Westasiens. An diesem Tag starteten die Vereinigten Staaten in operativer Abstimmung mit Israel eine groß angelegte Militäroffensive gegen die Islamische Republik Iran und griffen die oberste politische […]
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Europäisches Parlament beschleunigt Einführung des Digitalen Euro

Das EU-Parlament hat nun seine Unterstützung für die Schaffung eines digitalen Euro bekundet und damit einen weitere Schritt in Richtung Einführung einer digitalen Zentralbankwährung in der Eurozone getan. Während das Projekt bereits seit mehreren Jahren bei der EU-Zentralbank in der Entwicklung ist, signalisiert diese Abstimmung, dass Brüssel die Umsetzung vorantreibt. Die Mitglieder des Parlaments stimmten […]
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Wie uns Brüssel ein grünes Trojanisches Pferd als “Industrie-Rettung” verkauft!
Unsere Wirtschaft schmiert ab, Traditionsunternehmen flüchten ins Ausland, die Energiepreise explodieren – und was macht Brüssel? Die Eurokraten verkaufen uns ein neues Gesetz als große “Industrie-Rettung”. Doch der sogenannte “Industrial Accelerator Act” ist ein dreister Etikettenschwindel! Statt unsere Wirtschaft zu retten, peitscht Ursula von der Leyens EU-Kommission knallharte Klima-Ideologie durch.
Deutschland und Europa deindustrialisieren sich in Rekordtempo. Die USA und Asien lachen sich über unsere irrsinnigen Energiekosten längst kaputt. Die Antwort der EU-Eliten? Ein Gesetz, das ins Deutsche übersetzt “Industrie-Beschleunigungsgesetz” heißt. Was von Brüssel als nächstes Wirtschaftswunder verkauft werden soll, ist in Wahrheit der nächste Sargnagel für unsere Unternehmen. Wer den Entwurf liest, erkennt sofort: Hier wird grüne Planwirtschaft im Gewand der Wirtschaftsförderung betrieben.
Die perfide Logik aus Brüssel: Staatliche Hilfen und Fördergelder – also Ihre Steuer-Milliarden! – fließen künftig nur noch, wenn sich die Unternehmen dem grünen Diktat unterwerfen. Wer seine Produktion nicht auf “Dekarbonisierung” und “Net-Zero” umstellt, geht leer aus. Das ist kein Konjunkturprogramm, das ist ein Erpressungsversuch! Der Plan ist Teil des berüchtigten “Clean Industrial Deal” – ein weiteres Instrument, um die europäische Industrie auf dem Altar der Klima-Religion zu opfern.
Weil die sogenannten “klimafreundlichen” Produkte auf dem freien Markt oft viel zu teuer sind und sie niemand freiwillig kaufen will, greift die EU tief in die sozialistische Mottenkiste: Der Staat soll die Nachfrage einfach künstlich erzeugen! Öffentliche Aufträge sollen knallhart an grüne Vorgaben geknüpft werden. Ein Eurokrat gab gegenüber dem Portal Politico sogar völlig ungeniert zu: Der Industrial Accelerator Act werde “die Dekarbonisierung beschleunigen – das ist der ganze Zweck.” Eine absolute Bankrotterklärung für die freie Marktwirtschaft!
Unter dem Deckmantel “Made in Europe” will man sich angeblich gegen China und die USA wappnen. Doch auch hier gilt der grüne Filter: Geschützt wird nur, was ins links-grüne Weltbild passt – E-Autos, Windräder, Wasserstoff. Für öffentliche Aufträge sollen künftig absurde Quoten gelten: 25 Prozent des Stahls müssen “klimafreundlich” sein, auch bei Aluminium gibt es strenge CO2-Vorgaben. Wer baut dann noch unsere Brücken und Autos, wenn das Material unbezahlbar wird?
Besonders entlarvend ist die Entstehungsgeschichte dieses Gesetzes: Ursprünglich hieß das Machwerk noch “Industrial Decarbonisation Accelerator Act” (Industrie-Dekarbonisierungs-Beschleunigungsgesetz). Doch weil die Menschen das Wort “Green Deal” nach Jahren der Bevormundung und Verarmung nicht mehr hören können, strichen die PR-Strategen in Brüssel den direkten Klima-Bezug einfach heimlich aus dem Titel. Man spricht jetzt lieber von “Wettbewerbsfähigkeit” und “sauberer Industrie”. Das ist eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit!
Die EU spielt mit dem Feuer und riskiert handfeste Handelskriege mit unseren internationalen Partnern. Und der Hebel, den Brüssel dafür ansetzt, ist gigantisch: Es geht um öffentliche Aufträge im Wert von über zwei Billionen Euro pro Jahr! Das sind 15 Prozent der gesamten europäischen Wirtschaftsleistung. Dieses unvorstellbare Vermögen – erwirtschaftet von hart arbeitenden Menschen – soll nun als Druckmittel für den grünen Umbau missbraucht werden.
Am Ende könnte man sagen: “Alles bleibt wie immer, nur schlimmer”. Denn anstatt die Reißleine zu ziehen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents wieder zu priorisieren, wird die Klimawahn-Politik sogar noch weiter verschärft. Doch damit wird der wirtschaftliche Niedergang nicht aufgehalten, sondern nur noch weiter beschleunigt.
WAS WIRKLICH HINTER DEN LOGENTÜREN GESCHIEHT: Guido Grandt’s »Schwarzbuch Freimaurerei – Das Kompendium«
Präsident Selinskij bedroht Viktor Orbán persönlich
Der Konflikt zwischen Kiew und Budapest eskaliert. Gastbeitrag von Frank W. Haubold. Harmonisch war das Verhältnis zwischen der Regierung in Kiew und der Regierung Orbán noch nie, was sowohl wirtschaftliche als auch politische Gründe hat. Nach dem Rückzug der USA aus der Finanzierung des Ukrainekriegs ist Kiew auf Geld- und Waffenlieferungen aus Europa angewiesen, denn […]
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Die CDU entscheidet sich gegen strengere Regeln für NGOs
Die staatlichen Förderprogramme, die die Propaganda für „UnsereDemokratie“ finanzieren, geraten zunehmen in ein dunkles Licht. Verbindungen zwischen öffentlich finanzierten Organisationen und linksextremen Strukturen werden immer deutlicher. So fließen Steuergelder indirekt in ein Netzwerk, das radikale Ideologien unterstützt, sich der öffentlichen Kontrolle entzieht und den Bürgern schwer schadet. Mitten im Winter, bei Minusgraden, mussten Zehntausende tagelang […]
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8. Tag im Angriffskrieg gegen den Iran (Ticker 08:00 Uhr)

Der Angriffskrieg von USA und Israel begann am 28. Februar. Seitdem bombardieren diese Länder den Iran praktisch ohne Unterbrechung. Nach der Ermordung des geistlichen Führers und Staatschefs mit Teilen seiner Familie forderte der US-Präsident die bedingungslose Kapitulation und dass er die Führung des iranisches Staates bestimmen kann. USA lehnen gewählten Staatschef des Iran ab. Die Weiße-Haus-Sprecherin […]
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Sind die Ukraine-Verhandlungen mit Beginn des Iran-Krieges gestorben?
Schock-Meldung für Europa: Russland lenkt Gas nach Asien um – der Iran-Krieg treibt die Preise in die Höhe und droht den nächsten Preisschock für Europa auszulösen
Russland lenkt Gasströme nach Osten um – Der Iran-Krieg verschiebt die globale Energiearchitektur
Russland hat angekündigt, Gaslieferungen, die bislang für Europa bestimmt waren, verstärkt nach China, Indien, Thailand und auf die Philippinen umzuleiten. Vizepremier Alexander Nowak bestätigte, dass entsprechende Verhandlungen bereits laufen. Gleichzeitig haben bereits drei LNG-Tanker ihre Route geändert, europäische Häfen verlassen und asiatische Abnehmer angesteuert, die derzeit deutlich höhere Spotpreise zahlen.
Lesen Sie auch unsere Analyse: Krieg gegen den Iran: BRICS-Staaten legen Schritt für Schritt ihre Position offen – Endspiel zwischen dem Westen und der aufsteigenden multipolaren Ordnung zeichnet sich ab
In westlichen Medien wird dieser Schritt häufig als eine Art politischer Strafmaßnahme Russlands gegen Europa dargestellt. Doch die Realität folgt einem wesentlich einfacheren und zugleich härteren Mechanismus: Russland folgt den Marktpreisen. Und diese haben sich infolge der jüngsten Eskalation im Nahen Osten massiv nach Osten verschoben. Auslöser dafür ist der Krieg mit dem Iran und insbesondere die amerikanischen Luftangriffe, die die Energiemärkte innerhalb weniger Tage erschütterten.
BREAKING: Russia just announced it will redirect gas supplies from Europe to China, India, Thailand, and the Philippines. Deputy Prime Minister Novak confirmed negotiations are underway. Three LNG tankers have already diverted mid-voyage from European ports to Asian buyers… pic.twitter.com/xSRAheJVyX
— Shanaka Anslem Perera
(@shanaka86) March 7, 2026
Noch vor dem 28. Februar lag der Preis für europäisches TTF-Gas bei rund 35 Euro pro Megawattstunde. Am 6. März hatte sich der Preis bereits bei 52,81 Euro eingependelt – ein Anstieg von rund 50 Prozent innerhalb eines Monats. Parallel dazu explodierten die asiatischen Preise: JKM-Spotlieferungen liegen inzwischen bei über 20 US-Dollar pro Million BTU. Bangladesch zahlte für Notlieferungen sogar 28,28 US-Dollar pro Million BTU. Damit hat sich eine enorme Arbitragemöglichkeit eröffnet. LNG, das zu langfristigen europäischen Vertragspreisen verkauft würde, kann in Asien mit massiven Krisenaufschlägen gehandelt werden – eine Situation, die zuletzt während der Energiekrise von 2022 zu beobachten war.
Die strukturellen Veränderungen verstärken diesen Effekt. Russland lieferte im Jahr 2025 rund 13,8 Millionen Tonnen LNG nach Europa. Gleichzeitig hat die Europäische Union beschlossen, russische Gasimporte schrittweise zu reduzieren. Kurzfristige LNG-Verträge sind ab Ende April verboten. Bis zum Jahresende soll ein vollständiges Verbot russischer LNG-Importe gelten, und ab 2027 soll nur noch Pipelinegas geliefert werden. Moskau reagiert auf diese Politik nicht mit Widerstand, sondern nutzt sie strategisch aus. Jede LNG-Ladung, die vor Inkrafttreten dieser Verbote nach Asien umgeleitet wird, kann dort in langfristige Verträge mit Abnehmern überführt werden, die Russland nicht per Gesetz aus der Geschäftsbeziehung drängen werden.
Diese Entwicklung trifft auf eine außergewöhnliche Konstellation gleichzeitiger Energiekrisen. Katar musste nach einem Drohnenangriff auf das LNG-Terminal Ras Laffan am 2. März höhere Gewalt erklären. Damit fielen rund 20 Prozent der weltweiten LNG-Lieferungen aus. Gleichzeitig konkurrieren asiatische und europäische Käufer nun um jede einzelne verfügbare Tankladung auf dem Seeweg. Die Straße von Hormus gilt wegen Versicherungsrückzügen und militärischer Eskalation faktisch als blockiert. Unter diesen Bedingungen bleibt Russland der einzige große Energieexporteur, dessen Lieferketten weder durch den Persischen Golf noch durch die Straße von Hormus verlaufen. Damit ist Russland derzeit der einzige Produzent, der asiatische Märkte beliefern kann, ohne durch ein aktives Kriegsgebiet zu transportieren.
Ob diese Situation strategisch geplant wurde, ist letztlich zweitrangig. Die strukturelle Lage der Märkte sorgt automatisch für diesen Effekt. Jeder Dollar, um den der Brent-Ölpreis über 70 Dollar steigt, bringt Russland jährlich rund eine Milliarde Dollar zusätzliche Staatseinnahmen. Die derzeitigen LNG-Spotprämien verstärken diesen Effekt noch erheblich. Der Krieg mit dem Iran entwickelt sich damit zu einem der profitabelsten Ereignisse für den russischen Staatshaushalt seit dem Preisschock von 2022 – und Moskau musste dafür keine einzige Rakete abfeuern.
Ein weiteres Signal kam am 6. März aus Washington. Das US-Finanzministerium erteilte eine 30-tägige Ausnahmeregelung, die es Indien erlaubt, russisches Rohöl weiterhin direkt zu kaufen. Diese Entscheidung bestätigt letztlich, was die Energiemärkte bereits erkannt haben: Da die Lieferungen aus der Golfregion unsicher geworden sind und Katar teilweise ausfällt, ist russische Energie nicht länger ein sanktioniertes Gut, das man vermeiden sollte. Sie ist derzeit schlicht die einzige verlässlich verfügbare Alternative.
Europa befindet sich damit in einer paradoxen Situation. Die Gaspreise steigen um rund 50 Prozent, ausgelöst durch einen Krieg, den Europa weder begonnen hat noch geografisch kontrollieren kann. Gleichzeitig werden Lieferungen, die Europa ohnehin politisch zurückdrängen wollte, nun von asiatischen Käufern überboten. Die LNG-Tanker, die nun nach Osten fahren, transportieren russisches Gas dorthin, wo der höchste Preis gezahlt wird. Und Asien – mit stärkeren Staatsfinanzen und einem dringenderen Energiebedarf – wird Europa bei diesen Auktionen fast immer übertreffen.
Russland instrumentalisiert die Energie in diesem Fall nicht. Der Krieg selbst tut es. Moskau kassiert lediglich die Rechnung.
Für Europa könnten die Folgen erheblich sein. Wenn LNG-Lieferungen verstärkt nach Asien umgeleitet werden und gleichzeitig Energieexporte aus dem Persischen Golf durch den Krieg mit dem Iran ausfallen oder unsicher werden, droht erneut ein massiver Preisschock auf den europäischen Gas- und Strommärkten. Bereits jetzt konkurrieren asiatische Käufer mit Europa um jede verfügbare Tankladung und sind oft bereit, deutlich höhere Preise zu zahlen. Dadurch könnten Lieferungen, die früher nach Europa gingen, dauerhaft in asiatische Märkte umgelenkt werden, wo langfristige Verträge abgeschlossen werden. Für die europäische Industrie würde dies einen weiteren Verlust günstiger Energie bedeuten – mit steigenden Produktionskosten, wachsendem Inflationsdruck und einer beschleunigten Deindustrialisierung in Teilen der EU.

