Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Paukenschlag: AfD beantragt Abschaffung von „Majestätsbeleidigungs“-Paragraf 188 — Causa David Bendels: Schriftliches Urteil liegt vor

Paukenschlag: AfD beantragt Abschaffung von „Majestätsbeleidigungs“-Paragraf 188 — Causa David Bendels: Schriftliches Urteil liegt vor

Paukenschlag: AfD beantragt Abschaffung von „Majestätsbeleidigungs“-Paragraf 188 — Causa David Bendels: Schriftliches Urteil liegt vor

Stunde der Wahrheit im Deutschen Bundestag: Am Donnerstag (29.Januar) bringt Stephan Brandner für die AfD-Fraktion einen Gesetzentwurf zur Abschaffung des „Majestätsbeleidigungs“-Paragrafen 188 StGB im Parlament ein. Dann heißt es für CDU und CSU Farbe bekennen, nachdem Unions-Fraktionschef Jens Spahn (CDU) ebenfalls gefordert hatte, diesen verschärften Sonderschutz im Strafgesetzbuch für Politiker vor Beleidigung/Verleumdung aufzuheben.

Der AfD-Gesetzesantrag, der dem Deutschland-Kurier vorliegt, nimmt ausdrücklich Bezug auf die Causa David Bendels (Faeser-Meme). Dazu liegt inzwischen das schriftliche Urteil des Landgerichts Bamberg (Freispruch Erster Klasse) vor.

Weil für die formelle Aufhebung (Abschaffung) eines Gesetzes grundsätzlich ein Rechtsakt in Gestalt eines neuen Gesetzes erforderlich ist, will die AfD-Bundestagsfraktion am Donnerstagnachmittag einen entsprechenden Entwurf im Plenum des Deutschen Bundestages einbringen. Der Gesetzesantrag steht unter der Überschrift: „Stärkung der Meinungsfreiheit und Gleichheit vor dem Gesetz“. Die Einbringungsrede hält Stephan Brandner, Justitiar und Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion. Er hat die Initiative federführend ausgearbeitet.

Der Gesetzentwurf der AfD nimmt ausführlich Bezug auf die Causa David Bendels (Faeser-Meme): „Auch Journalisten geraten immer mehr ins Visier von Politikern, die den § 188 nutzen, um ihnen unliebsame Journalisten abzuschrecken und zu bestrafen. So wurde im April 2025 David Bendels, der Herausgeber und Chefredakteur des ‚Deutschland-Kuriers‘, vom Amtsgericht Bamberg zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten verurteilt. Da er nicht vorbestraft war, wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Bendels hatte Ende Februar 2024 eine Fotomontage der Bundesinnenministerin Nancy Faeser auf dem X-Kanal des ‚Deutschland-Kuriers‘ gepostet. Darauf trug Faeser ein Schild mit der Aufschrift: ‚Ich hasse die Meinungsfreiheit.‘ Ein Urteil, das national als auch international hohe Wellen schlug…“

Was nun, Herr Spahn?

Für die CDU/CSU heißt es in dieser Woche: Butter bei die Fische! Denn auch Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat sich öffentlich für eine Abschaffung des hoch umstrittenen „Majestätsbeleidigungs“-Paragrafen 188 im Strafgesetzbuch (StGB) ausgesprochen. Der Paragraf stellt die Beleidigung von Personen des politischen Lebens unter ein drastisch verschärftes Strafmaß im Vergleich zu den allgemeinen Beleidigungsparagrafen.

„Die Idee war, Kommunalpolitiker und Institutionen besser zu schützen“, sagte Spahn kürzlich der „Süddeutschen Zeitung“ zur erweiterten Neufassung aus dem Jahr 2021. Entstanden sei aber der Eindruck, dass die Mächtigen sich ein Sonderrecht geschaffen hätten. Das sei das Gegenteil von dem, was man habe erreichen wollen, betonte Spahn und unterstrich: „Es gibt auch so den Tatbestand der Beleidigung. Der gilt für alle.“

Schriftliche Begründung

Unterdessen liegt in der Causa David Bendels die schriftliche Urteilsbegründung des Landgerichts Bamberg zur Berufungsverhandlung am 14. Januar 2026 vor. Der Herausgeber und Chefredakteur des Deutschland-Kurier war vor zwei Wochen aus „rechtlichen Gründen“ komplett freigesprochen worden vom Vorwurf der Politiker-Verleumdung.

In der jetzt den Anwälten von Bendels zugestellten schriftlichen Urteilsbegründung betont das Landgericht Bamberg,  der in Rede stehende Beitrag (Faeser-Meme) sei unter Berücksichtigung aller wesentlichen Umstände des konkreten Einzelfalls „vom Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt und als solcher straflos.“

Was folgt ist eine einzige Ohrfeige für das Amtsgericht Bamberg und die Staatsanwaltschaft, die ebenfalls Berufung eingelegt hatte, um sogar noch eine Strafverschärfung (acht Monate) zu erreichen. Das Landgericht Bamberg hält dem entgegen: „Zu den verfassungsrechtlichen Anforderungen bei der Deutung einer Äußerung und der Einordnung, ob diese Äußerung ihrem Schwerpunkt nach als Meinungsäußerung oder als Tatsachenbehauptung anzusehen ist, gehört, dass sie unter Einbeziehung ihres Gesamtkontextes ausgelegt wird. Maßgeblich für die Deutung einer Äußerung ist dabei weder die subjektive Absicht des sich Äußernden noch das subjektive Verständnis der von der Äußerung Betroffenen, sondern der Sinn, der ihr nach dem Verständnis eines unvoreingenommenen und verständigen Durchschnittspublikums zukommt. Um diesen objektiven Sinngehalt einer Äußerung abzugrenzen, darf nicht allein der Wortlaut und die Form, sondern muss vielmehr auch Sinn und Gesamtzusammenhang der Äußerung, wie sie beim angesprochenen Adressaten verstanden werden muss, berücksichtigt werden.“

Zur Erinnerung: Das Amtsgericht Bamberg (Richter Martin Waschner) hatte allen Ernstes argumentiert, das Faeser-Meme sei nicht als satirisch-kritischer Beitrag erkennbar gewesen – vielmehr habe der durchschnittliche Betrachter meinen können, die Ex-Innenministerin hätte wirklich so ein Schild („Ich hasse die Meinungsfreiheit!“) vor sich hergetragen.

David Bendels: „Elementares Grundsatzurteil für die Meinungsfreiheit“

Rechtsanwalt (RA) Peter Richter, einer von drei Verteidigern (Weitere Verteidiger: RA Ulrich Vosgerau; RA Michael Baitinger), die DK-Chef Bendels im „Faeser-Meme“-Verfahren vertraten, erklärte zur schriftlichen Urteilsbegründung: „Das Urteil des Landgerichts Bamberg beendet mit erfrischender Deutlichkeit die rechtsdogmatische Geisterfahrt des Amtsgerichts. Unter Anwendung der einschlägigen bundesverfassungsgerichtlichen Rechtsprechung wird das Faeser-Meme zutreffend als Werturteil und nicht als Tatsachenbehauptung eingestuft. Zugleich wird klargestellt, dass bei Meinungsäußerungen in einer die Öffentlichkeit wesentlich berührenden Frage eine Vermutung für das Recht auf Freiheit der Rede streitet. Frau Faeser ist die aufmerksame Lektüre dieses Urteils dringend anzuempfehlen.“

DK-Chef David Bendels erklärte zum Abschluss des Verfahrens und zur Urteilsbegründung: 

„Wir haben couragiert, stabil und hartnäckig für die Meinungsfreiheit gekämpft — und wir haben für die Meinungsfreiheit gesiegt! Dieses Urteil ist ein elementareres Grundsatzurteil im Sinne des künftigen Schutzes der Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland. Ich bezweifele jedoch sehr stark, dass Nancy Faeser intellektuell befähigt ist, die verfassungsrechtliche Bedeutung dieses wichtigen Grundsatzurteils zu erfassen. Frau Faeser ist meines Erachtens nach nicht nur eine gefährliche und dreiste Politikerin, sie ist zudem eine unfähige und furchtbare Juristin.“

Abschließend bekräftigte Bendels: „Das Bamberger Faeser-Meme-Urteil zeigt ganz eindeutig: Der „Majestätsbeleidigungs“-Paragraph muss im Sinne der Presse-und Meinungsfreiheit vollumfänglich und rasch abgeschafft werden. Ich freue mich sehr, dass die AfD an diesem Donnerstag nun einen entsprechenden Abschaffungsantrag im Deutschen Bundestag einbringen wird.“ 

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Der eurasische Schlüsselpunkt

Von Abbas al-Zein

Die geografische Lage des Iran hat das Land zu einem strategischen Dreh- und Angelpunkt gemacht – einem Dreh- und Angelpunkt, der Russlands südliche Tiefe verankert und China einen Ausweg aus der maritimen Eindämmung durch die USA bietet.

In den Korridoren der strategischen Entscheidungsfindung der USA wird der Iran nicht mehr als eigenständiges regionales Thema behandelt. Der Umgang mit Teheran ist untrennbar mit dem Wettbewerb der Großmächte selbst verbunden. Die Koordination zwischen dem Iran, Russland und China geht über eine situative Annäherung hinaus und verschmilzt zu einer Form der „strukturellen Synergie“, wie westliche Analysten es zunehmend beschreiben, die Washingtons Fähigkeit untergräbt, seine Rivalen zu isolieren.

Diese Einschätzung deckt sich mit den Schlussfolgerungen des Carnegie Endowment in seinem Bericht über Amerikas zukünftige Bedrohungen, in dem der Iran als „zentraler Knotenpunkt“ auf dem eurasischen Kontinent identifiziert wird – einer, der die geografische Isolation Russlands verhindert und gleichzeitig Chinas Energiebedarf außerhalb der Reichweite der US-Marine sichert.

Jede ernsthafte Destabilisierung der Islamischen Republik würde nicht innerhalb ihrer Grenzen bleiben. Sie würde zu einer doppelten strategischen Blockade führen, die sowohl China als auch Russland ins Visier nimmt: Sie würde das Sicherheitschaos im Inneren Eurasiens wiederbeleben und gleichzeitig die Finanz- und Energieplattformen treffen, auf die sich die aufstrebenden Mächte zunehmend stützen, um die unipolare Dominanz zu lockern.

Geografie als strategische Tiefe

Für Moskau beginnt die Bedeutung des Iran mit seiner Geografie. Er bietet Russland eine wichtige geopolitische Öffnung über seine unmittelbaren Grenzen hinaus. Studien des Valdai-Clubs zufolge liegt die Bedeutung des Iran nicht in der formellen Bündnispolitik, sondern in seiner Funktion als einzige Landbrücke, die das eurasische Kernland über den Internationalen Nord-Süd-Transportkorridor (INSTC) mit dem Indischen Ozean verbindet.

Diese Route schützt Russland vor dem maritimen Druck der NATO in der Ostsee und im Mittelmeer und verwandelt das iranische Territorium effektiv in eine strategische Tiefe, die die Südflanke Russlands schützt.

Diese geografische Interdependenz hat zu einem gemeinsamen politischen Interesse geführt, das über taktische Koordination hinausgeht. Die Stabilität des iranischen Staates dient als Schutz vor einer Fragmentierung des Kaukasus und Zentralasiens, wie sie dem Krieg in der Ukraine vorausging. Untersuchungen des Russischen Rates für internationale Angelegenheiten (RIAC) stellen die iranische Geografie als Eckpfeiler des Konzepts „Groß-Eurasien” dar, das für Moskaus Bemühungen, die westliche Vorherrschaft auf dem Kontinent zu schwächen, von zentraler Bedeutung ist.

Für Peking spielt der Iran eine vergleichbare Rolle innerhalb einer anderen strategischen Gleichung. Da der Druck der US-Marine im Pazifik zunimmt, wird Chinas Westausdehnung durch den Iran zunehmend schwieriger zu ersetzen. Untersuchungen des Council on Foreign Relations (CFR) identifizieren den Iran als einen der wichtigsten geografischen Knotenpunkte der Belt and Road Initiative (BRI), der Peking einen landgestützten Korridor nach Westasien bietet, der die von den USA kontrollierten maritimen Engpässe – von der Taiwanstraße bis zu den Zugängen zum Mittelmeer – umgeht.

Die Zwischenposition des Iran zwischen dem eurasischen Binnenland und dem offenen Meer hat daher zu einer dauerhaften Verflechtung zwischen Teheran, Moskau und Peking geführt. In dieser Konstellation wird die politische Ausrichtung weniger von Ideologie als von physisch-geografischen Notwendigkeiten bestimmt.

Jeder Versuch, das iranische Plateau zu destabilisieren, würde wahrscheinlich eine Kettenreaktion im Inneren Eurasiens auslösen und eine regionale Konfrontation zu einer systemischen Blockade eskalieren lassen, die darauf abzielt, den Aufstieg rivalisierender Machtzentren zu verhindern.

Pufferstaat und Sicherheitsfirewall

Über die Logistik hinaus fungiert der Iran als stabilisierender Puffer innerhalb der Sicherheitsarchitektur Ost-Eurasien. Ein Forschungsbericht von RAND zum Thema „Extending Russia” spricht von Strategien zur Erschöpfung des Gegners, die den Einsatz peripherer Instabilität betonen, um rivalisierende Mächte zu schwächen. Aus dieser Perspektive stellt der Iran eine wichtige Firewall dar.

Instabilität innerhalb des Iran würde automatisch die Sicherheitskoordination an der südlichen Peripherie Russlands untergraben, insbesondere im Kaukasus und in Zentralasien. RIAC-Bewertungen warnen davor, dass ein solcher Zusammenbruch extremistischen Netzwerken, transkontinentalem Schmuggel und militanten Ausläufern Tür und Tor öffnen würde – Bedrohungen, die Moskau wiederholt als existenziell eingestuft hat.

Für China liegt die Sorge in einer möglichen Ansteckungsgefahr. Die Stabilität des Iran begrenzt die Ausbreitung von Unruhen über die Gebirgskorridore Zentralasiens, wo Teheran als integraler Sicherheitspartner innerhalb der Shanghai Cooperation Organization (SCO) fungiert. Diese Rolle verschafft Peking ein gewisses Maß an sicherheitspolitischer Isolation, sodass es seine globalen Ambitionen verfolgen kann, ohne in zermürbende Grenzkonflikte verwickelt zu werden.

Energie- und Finanzhoheit

Wirtschaftlich gesehen geht die Rolle des Iran über die herkömmliche Handelslogik hinaus. Seine Partnerschaften mit Russland und China sind zunehmend Teil einer alternativen Finanz- und Energiearchitektur, die darauf abzielt, den Einfluss des Westens zu schwächen.

Aus Pekings Sicht ist iranisches Öl zu einer Form der strategischen Isolierung geworden. Daten zeigen, dass China täglich rund 1,3 Millionen Barrel (bpd) iranisches Rohöl kauft – etwa 13,4 Prozent seiner Ölimporte auf dem Seeweg –, wobei fast 80 Prozent der iranischen Exporte nach Osten fließen. Die zunehmende Abwicklung über Nicht-Dollar-Mechanismen, darunter der digitale Yuan, hat die Anfälligkeit gegenüber dem Druck der USA weiter verringert, insbesondere an Engpässen wie der Straße von Malakka.

Berichte des Electricity Hub bestätigen, dass China im Jahr 2025 mehr als 57 Millionen Tonnen iranisches – oder vermutlich iranisches – Öl importiert hat, das oft über Zwischenhändler wie Malaysia transportiert wurde. Die Zahlen unterstreichen die abnehmende Wirksamkeit von Sanktionen angesichts geoökonomischer Notwendigkeiten.

Russlands Kalkül folgt einem anderen Weg zum gleichen Ergebnis. Die Zusammenarbeit mit dem Iran hat sich zu einem der wichtigsten Wege Moskaus entwickelt, um die SWIFT-basierte Isolation zu umgehen. Daten der Regierung der Russischen Föderation zeigen, dass der bilaterale Handel nach dem im Mai 2025 in Kraft getretenen Freihandelsabkommen der Eurasischen Wirtschaftsunion um 35 Prozent gestiegen ist.

Eine zentrale Veränderung betraf den Währungsbereich. Im Januar 2025 gab die iranische Zentralbank die vollständige Konnektivität zwischen dem russischen Zahlungssystem MIR und dem iranischen Zahlungssystem Shetab bekannt, wodurch ein geschützter Finanzkorridor geschaffen wurde. Laut iranischen Beamten streben der Iran und Russland an, den bilateralen Handel in den nächsten zehn Jahren auf 10 Milliarden US-Dollar auszuweiten, während die iranischen Exporte nach Russland bis zum Ende des laufenden iranischen Kalenderjahres (20. März 2026) voraussichtlich auf etwa 1,4 Milliarden US-Dollar steigen werden.

Teheran fungiert zunehmend als Reexport-Drehscheibe für russische Technologien und Waren, was die Bemühungen um eine wirtschaftliche Isolierung Moskaus erschwert.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Strategie der USA weiterentwickelt. Anstatt sich ausschließlich auf Druck oder offene Konfrontation zu verlassen, tendiert Washington nun zu einer Strategie, die in westlichen Politikkreisen als „Strategie der Trennung“ bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um den Versuch, die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Teheran, Moskau und Peking zu lockern, indem alternative Wege angeboten werden, anstatt den Block direkt zu konfrontieren.

An der chinesischen Front hat sich Energie als wichtigster Hebel herauskristallisiert. Als weltweit größter Ölimporteur reagiert Peking nach wie vor sensibel auf Fragen der Versorgungsstabilität und Preisgestaltung. Die Maßnahmen der USA in Lateinamerika – insbesondere in Bezug auf Venezuela – werden weithin als Bemühungen interpretiert, große Ölreserven unter westlichen Regulierungsrahmen wieder in die globalen Märkte zu integrieren, was die Rolle des Iran in Chinas Kalkül zur Energiesicherheit potenziell schwächen könnte.

Parallel dazu hat Washington seine Marine- und Koalitionspräsenz in wichtigen Handelskorridoren vom Indischen Ozean bis zum westlichen Pazifik ausgebaut. Diese Haltung dient nicht nur der Abschreckung, sondern auch als ständige Erinnerung daran, dass die Sicherheit der maritimen Versorgung weiterhin an das von den USA geführte Machtgleichgewicht gebunden ist.

An der russischen Front spielt die Ukraine eine zentrale Rolle. Während anhaltender militärischer und wirtschaftlicher Druck darauf abzielt, Moskaus Kapazitäten zu schwächen, deuten vereinzelte diplomatische Signale auf ein Interesse an getrennten Vereinbarungen über die europäische Sicherheit hin. Dahinter steht die Annahme, dass die Kerninteressen Russlands in Europa teilweise berücksichtigt werden könnten, wodurch der langfristige Wert seiner Partnerschaft mit dem Iran gemindert würde.

Das Engagement der USA hat sich auch in Zentralasien und im Kaukasus verstärkt – Regionen, die für Russland strategische Tiefe und für Chinas BRI wichtige Korridore darstellen. Aus Sicht Moskaus und Pekings stellen die erweiterten Sicherheits- und Investitionsbeziehungen in diesen Gebieten einen Versuch dar, den Iran geografisch zu umzingeln und seine Rolle als Verbindungsglied Eurasiens zu schwächen.

Warum die Wette scheitert

Trotz des Umfangs dieser Bemühungen stößt die Strategie der Trennung sowohl in Moskau als auch in Peking auf tief verwurzeltes Misstrauen. Für die beiden Mächte geht es nicht um die Höhe der angebotenen Anreize, sondern um die Struktur des internationalen Systems selbst – und die gesammelten Erfahrungen mit Sanktionen, Zwangsmaßnahmen und unbeständigen Verpflichtungen des Westens.

Aus russischer Sicht stellt jeder Kompromiss zwischen dem Iran und der Ukraine eine strategische Falle dar. Der Iran sichert Russlands südlichen Zugang zum Indischen Ozean; sein Zusammenbruch würde den Kaukasus-Zentralasien-Bogen chronischer Instabilität aussetzen. Gewinne in Osteuropa würden nur einen geringen Ausgleich für eine strukturell geschwächte Südflanke bieten.

Chinas Argumentation ist ähnlich fundiert. Alternative Energieversorger bleiben in Lieferketten eingebettet, die Washington beeinflussen oder stören kann. Iranisches Öl hingegen bietet ein höheres Maß an geografischer und politischer Autonomie. Sein Wert liegt weniger im Preis als in seiner Widerstandsfähigkeit.

Die letzte Barriere

Im Kern stehen sich im Streit um den Iran zwei Logiken gegenüber. Die eine geht davon aus, dass geopolitische Netzwerke durch Anreize und selektive Neuausrichtung aufgelöst werden können. Die andere erkennt an, dass Geografie, gesammelte Erfahrungen und der Verlust von Vertrauen solche Garantien in einer Welt, die sich stetig in Richtung Multipolarität bewegt, fragil machen.

Der Zusammenbruch des Iran oder eine anhaltende interne Destabilisierung würden nicht nur zu einer Neuordnung der Energiemärkte oder regionalen Bündnisse führen. Sie würden Westasien wieder zu einer Zone machen, in der fast ausschließlich der Einfluss der USA herrscht, und damit einen strategischen Bogen über Westeurasien schließen. Seit mehr als einem Jahrhundert ist die Region ein zentraler Schauplatz des globalen Machtkampfs – von imperialen Rivalitäten über den Kalten Krieg bis hin zum gegenwärtigen Übergang zur Multipolarität.

Daher wird der Iran zu mehr als einem Dreh- und Angelpunktstaat. So wie Venezuela einst die äußerste Grenze des Widerstands gegen die Macht der USA in der westlichen Hemisphäre darstellte, ist der Iran heute die letzte geopolitische Barriere für die Konsolidierung der amerikanischen Hegemonie im Herzen Eurasiens.

Sein Zusammenhalt dient nicht nur seinen eigenen nationalen Interessen, sondern auch dem übergeordneten Ziel, das Moskau und Peking teilen: die Einschränkung der einseitigen Dominanz und die Wahrung der strategischen Autonomie in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft.

„So wurde aus der Lüge Wahrheit“ – Maaßen rechnete mit Systemmedien ab

„So wurde aus der Lüge Wahrheit“ – Maaßen rechnete mit Systemmedien ab

„So wurde aus der Lüge Wahrheit“ – Maaßen rechnete mit Systemmedien ab

In einem ausführlichen Interview spricht der frühere Präsident des deutschen Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, über die Flüchtlingspolitik seit 2015 – noch während seiner Amtszeit – die verheerenden sicherheitspolitischen Folgen inklusive islamistischer Anschläge und die desinformierende Rolle der Medien. Besonders die Ereignisse von Chemnitz 2018 bewertet er als Wendepunkt, an dem aus seiner Sicht journalistische Standards endgültig aufgegeben wurden.

Das vollständige Interview erschien bereits am 21. Juni 2025 im YouTube-Podcast Ungeskriptet von Ben Berndt – dieser veröffentlichte gestern einen wichtigen Ausschnitt, um an die für Deutschland zentral wichtigen Fragestellungen nochmals zu erinnern. Zu Gast war der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen, der rückblickend zentrale politische Entscheidungen und deren mediale Begleitung einordnet.

Maaßen beschreibt die Grenzöffnung des Jahres 2015 als politisch motivierte Maßnahme ohne rechtliche Grundlage oder Verpflichtung. Weder das Grundgesetz noch das Aufenthaltsrecht hätten eine Aufnahme von Millionen Menschen erzwungen. Eine akute humanitäre Notlage, die diesen Schritt gerechtfertigt hätte, habe für den Großteil der Ankommenden nicht bestanden. Viele Migranten seien aus sicheren Drittstaaten oder aus bereits bestehenden Flüchtlingslagern nach Deutschland gelangt, nicht unmittelbar aus Kriegsgebieten. Angela Merkel habe aus ideologischen Gründen gehandelt – das wäre spätestens dann klar geworden, als sie zum Flüchtlingsthema einen Bruch mit ihrer Partei in Aussicht gestellt hat, um ihren Kurs unbeirrt fortzuführen.

Anschläge logische Folge der unkontrollierten Massenmigration

Aus seiner damaligen Verantwortung heraus schildert Maaßen die massiven Folgen für die Sicherheitsarchitektur. Ein erheblicher Teil der Migranten sei ohne Ausweisdokumente eingereist, oft nach gezielter Anleitung von Schleusern. Die Registrierung habe vielfach auf reinen Selbstauskünften beruht. Für den Verfassungsschutz habe dies bedeutet, dass nicht mehr nachvollziehbar gewesen sei, wer sich tatsächlich im Land aufhielt.

Bereits vor 2015 habe der Verfassungsschutz mit einer begrenzten Zahl bekannter Gefährder gearbeitet. Der unkontrollierte Zuzug habe dieses System faktisch außer Kraft gesetzt. Interne Warnungen über Überlastung und Sicherheitsrisiken seien innerhalb der Verwaltung wiederholt vorgetragen worden, politisch jedoch ohne Konsequenzen geblieben. Die Folge sei eine fragile Sicherheitslage gewesen, die sich in mehreren schweren Anschlägen manifestiert habe, auch wenn zahlreiche weitere Taten verhindert worden seien.

Chemnitz 2018 als mediale Zäsur

Einen zentralen Punkt des Interviews bildet die Berichterstattung über Chemnitz 2018. Maaßen schildert, dass er zunächst davon ausgegangen sei, Medien würden bei widersprüchlichen Fakten nachrecherchieren und gegebenenfalls korrigieren. Genau das sei jedoch ausgeblieben. Stattdessen habe sich eine unbelegte Darstellung durch ständige Wiederholung verfestigt und sei zur allgemein akzeptierten Wahrheit geworden.

Für Maaßen markiert Chemnitz eine Zäsur im medialen Selbstverständnis. Während sich deutsche Massenmedien früher bei Fehlern noch selbst korrigiert hatten, sei hier vorsätzlich an einer einmal gesetzten Erzählung festgehalten worden, selbst als klar war, dass sie völlig falsch ist. Medien hätten ihre Kontrollfunktion gegenüber der Politik aufgegeben und seien selbst zu politischen Akteuren geworden. Abweichende Einschätzungen seien nicht widerlegt, sondern delegitimiert worden.

Politik, Medien und persönliche Konsequenzen

Seinen eigenen Verlust des Amtes ordnet Maaßen in diesen Zusammenhang ein. Er sieht darin keine fachliche oder rechtliche Folge seines Handelns, sondern eine politische Reaktion auf Aussagen, die dem Regierungsnarrativ widersprachen. Kritik innerhalb des Systems sei nicht widerlegt, sondern sanktioniert worden. Das sehens- und hörenswerte Interview liefert damit eine seltene Innenansicht auf das Zusammenspiel von Politik, Sicherheitsapparat und medialer Macht – man könnte auch sagen, auf den Tiefen Staat in Deutschland.

Neue Studie: Der Meeresspiegel stieg während der römischen Warmzeit 20 Mal so schnell wie derzeit.

Neue Studie: Der Meeresspiegel stieg während der römischen Warmzeit 20 Mal so schnell wie derzeit.

Kenneth Richard

„Während der letzten 6.000 Jahre wechselten sich wiederholte, meterweise, schnelle (<300 Jahre) Anstiege mit meterweisen Rückgängen ab … interpretiert als global.“ – Higgs, 2026

Eine neue Studie stützt sich auf Ausgrabungsfunde (Mauerruinen, Münzen, Keramik) und kommt zu dem Schluss, dass der Meeresspiegelanstieg (SLR) zwischen 430 und 500 n. Chr. in Südengland innerhalb von etwa 70 Jahren ~4 m betrug (60 mm/Jahr oder das 20-fache der heutigen Rate von 3 mm/Jahr).

Vor etwa 1500 bis 2000 Jahren, zeitgleich mit der Römischen Warmzeit, lag der Meeresspiegel 3 m höher als heute. Folglich lagen die Küsten zu dieser Zeit 1,5 bis 3 km weiter landeinwärts als heute.

Der Meeresspiegel sank ähnlich schnell (zum Beispiel um etwa 2 m in weniger als 100 Jahren). Tatsächlich „fanden Dutzende von Autoren weitere Belege für Schwankungen des Meeresspiegels im Holozän bis zu 5 m“.

Diese Meeresspiegelanstiegsraten waren absolut oder eustatisch (aufgrund der Wasserbelastung durch geschmolzene Eisschilde), und die Schwankungen waren wahrscheinlich globaler Natur. Ähnliche Meeresspiegelanstiegsraten von mehreren Metern pro Jahrhundert traten in diesem Zeitraum in Neuseeland, Frankreich, Brasilien und Florida (USA) auf.

Neue Studie: Der Meeresspiegel stieg während der römischen Warmzeit 20 Mal so schnell wie derzeit.

Image Source: Higgs, 2026

In deutscher Übersetzung:

Einer Studie aus dem Jahr 2024 zufolge war der Meeresspiegel vor 8200 Jahren weltweit innerhalb von nur 140 Jahren um 6,5 Meter gestiegen. Das sind 470 Zentimeter pro Jahrhundert oder 4,7 Zentimeter pro Jahr, und das in einer Zeit, in welcher der CO₂-Gehalt angeblich „sicher” und konstant bei 260 ppm lag.

Image Source: Nunn et al., 2024

In deutscher Übersetzung:

The net melt of the Greenland ice sheet (GIS) is thought to have been the largest contributor to sea level rise in recent decades. But, to put the GIS change in context, the entire ice sheet melt contribution to sea level rise was just 1.2 total centimeters from 1992-2020 (Simonsen et al., 2021).

Es wird angenommen, dass die Nettoschmelze des grönländischen Eisschildes (GIS) in den letzten Jahrzehnten den größten Beitrag zum Anstieg des Meeresspiegels geleistet hat. Um die Veränderung des GIS jedoch in einen Zusammenhang zu setzen, betrug der Beitrag der gesamten Eisschmelze zum Anstieg des Meeresspiegels zwischen 1992 und 2020 insgesamt nur 1,2 Zentimeter (Simonsen et al., 2021).

Image Source: Simonsen et al., 2021

In deutscher Übersetzung:

Link: https://notrickszone.com/2026/01/23/new-study-sea-levels-rose-20-times-the-modern-rate-during-the-roman-warm-period/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Neue Studie: Der Meeresspiegel stieg während der römischen Warmzeit 20 Mal so schnell wie derzeit. erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Trump spielt schamlos die Russland/China-Schreckgespenst-Karte für den Grönland-Raubzug

Unter Trump laden die europäischen Beschwichtiger das Desaster geradezu ein, indem sie seine Schreckgespenst-Spielchen um Grönland mitmachen.

Das alte Sprichwort, dass eine Woche in der Politik eine lange Zeit ist, gilt besonders unter der US-Präsidentschaft von Donald Trump – angesichts seiner Neigung zu entgleister Großmäuligkeit, Zickzacks, Kehrtwenden, Vendetten und Theatralik.

So drohte er letzte Woche damit, das dänische arktische Territorium Grönland notfalls mit militärischer Gewalt zu übernehmen. Trump bereitete außerdem den Start eines beispiellosen Handelskriegs gegen europäische Staaten vor, die es mit zwergenhafter Verwegenheit gewagt hatten, Dänemark zu unterstützen – ein Schritt, der das acht Jahrzehnte alte transatlantische westliche Bündnis zum Einsturz gebracht hätte.

Diese Woche verkündete Trump in einer 70-minütigen Tirade beim Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz scheinbar großmütig, er werde keine militärische Macht einsetzen, um europäische NATO-„Verbündete“ zu unterwerfen. Zugleich bestand er jedoch darauf, dass Grönland unter US-Kontrolle annektiert werden müsse.

In einer bezeichnenden Bemerkung sagte er: „Ich muss keine Gewalt anwenden.“ In diesem Punkt hat Trump recht. Militärischer Zwang ist nicht nötig, denn die europäischen „Verbündeten“ haben sich als ein Haufen zaudernder Vasallen entlarvt, die in der vergangenen Woche aus Angst und Beklemmung jämmerlich ihre Perlen umklammerten, weil Onkel Sam ihnen eine Ohrfeige verpasste.

Doch wenn Vasallen beschwichtigen, werden sie am Ende nur misshandelt. Der amerikanische Don mag in Davos seine verächtliche Rhetorik etwas abgeschwächt haben, aber es besteht kaum Zweifel daran, dass die expansionistischen Ambitionen, Grönland zu ergreifen, weiterverfolgt werden – und dass die Europäer mit der Zeit in ihrer Unterwerfung unter den amerikanischen Oberherrn weiter degradiert werden.

Seltsamerweise kleidete Trump, ein Präsident, der damit prahlt, militärische Muskeln für imperialistische Ziele spielen zu lassen, seine Übernahme Grönlands als Frage der „nationalen Sicherheit“. Er behauptet, die Vereinigten Staaten müssten das „große, schöne Stück Eis“ kontrollieren, um es vor Russland und China zu verteidigen.

Er log, es gehe nicht um Grönlands riesige Bodenschätze, darunter Öl und Seltene-Erden-Metalle. Trump behauptete, die USA seien das einzige NATO-Mitglied, das stark genug sei, Russland und China daran zu hindern, dort Fuß zu fassen. Peking wies Trumps Behauptungen als haltlos zurück.

In einer beleidigenden und absurden Bemerkung verglich er Russland und China damit, wie Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg versucht habe, Grönland von Dänemark zu erobern – und dass es die USA gewesen seien, die das verhindert hätten.

Nur wenige Tage zuvor hatte Trump sich selbst widersprochen (für ihn nicht schwer), indem er einen Kommentar veröffentlichte, in dem er verspottete, wie Russland und China als „Schreckgespenster“ benutzt würden – also als falsche Feinde.

Eine weitere Anomalie zeigte sich darin, dass Trump Russland und China einlud, sich seiner dubiosen Globalen Friedenskommission anzuschließen, die er in Davos mit viel kitschigem Tamtam vorstellte. Feinde für den Frieden?

Mit anderen Worten: In der Frage Grönlands spielt Trump zynisch die Russland- und China-Bedrohung als Vorwand, um die Souveränität eines Verbündeten offen zu verletzen.

Nicht dass Dänemark besonderes Mitleid verdiente. Es ist fraglich, wie es überhaupt irgendein territoriales Recht an einer fernen arktischen Insel beanspruchen kann, deren Bevölkerung seit Langem konsequent die Unabhängigkeit von Kopenhagens kolonialer Kontrolle fordert.

Der zivile NATO-Chef Mark Rutte, der frühere niederländische Premierminister und erbärmliche Handlanger, beschwichtigte Trump in Davos, indem er mehr NATO-Verteidigungskräfte für Grönland anbot. Rutte, der Trump zuvor als „Daddy“ bezeichnet hatte, schloss den „Deal“ privat mit Trump ab. Weder wurden Details veröffentlicht noch überhaupt mit anderen NATO-Mitgliedern geteilt. Wie klingt das als Ausdruck von Verachtung gegenüber Untergebenen?

Trump pries das sogenannte Rahmenabkommen als „großartigen Deal“ für die Vereinigten Staaten und Europa, ohne Details preiszugeben. Es gilt als wahrscheinlich, dass es die Installation von Trumps futuristischem Raketenabwehrsystem Golden Dome erlaubt. Sollte es dazu kommen, würde dies die strategischen Spannungen mit Russland verschärfen, indem die Arktis militarisiert wird – und weder Frieden noch Stabilität bringen. Dänemark soll Berichten zufolge befürchten, dass seine Souveränität in einem schmutzigen, hinter verschlossenen Türen abgewickelten Privatgeschäft verkauft wird.

Daher mag der transatlantische Sturm vorerst etwas abgeflaut sein, doch der Schaden und das Misstrauen, die das Bündnis zerschmettert haben, werden sich nicht reparieren lassen. Es wird nur schlimmer werden, da sich das Schläger-Vasallen-Verhältnis weiter auflöst.

Der kanadische Premierminister Mark Carney machte in seiner Davos-Rede ein schockierendes Eingeständnis, als er sagte, die „Fiktion der regelbasierten Ordnung“ zwischen den USA und ihren westlichen Verbündeten sei tot.

Trump mag für eine Weile beschwichtigt und ruhiggestellt worden sein. Doch das ist, als hielte man ein Raubtier auf Abstand, indem man ihm Fleischstücke hinwirft. Früher oder später stehen die Lakaien selbst auf dem Speiseplan.

Noch letzte Woche wiesen Dänemark und andere europäische Staaten Trumps abwegige Behauptungen zurück, die freie Welt vor Russland und China zu verteidigen, indem man Grönland unter Kontrolle bringe. Sie wussten, dass es ein dreister Landraub war. Nun jedoch sagt Rutte, der europäische NATO-Chef, die NATO müsse Trumps Forderungen nachkommen, um Grönland vor der angeblichen Bedrohung durch Russland und China zu schützen.

Nachdem sie gesagt hatten, es gebe keine solche Bedrohung, werden die Europäer nun Trumps Fantasie über Grönland bedienen – nur um ihn davon abzuhalten, sie offen zu misshandeln.

Das Problem für die europäischen und anderen westlichen Verbündeten der Vereinigten Staaten ist, dass sie jahrzehntelang mit amerikanischen Verletzungen des Völkerrechts paktiert haben. Sie haben bei der Farce mitgespielt, Russland und China als Zweckfeinde zu benutzen. Das hat jeden Anspruch ausgehöhlt, internationale Ordnung und Normen hochzuhalten.

Die USA und Europa haben die Schreckgespenst-Karte in Bezug auf die Ukraine gespielt. Die Europäer unterstützten Trumps Aggression gegen Venezuela und Iran und waren mitschuldig am von den USA unterstützten Völkermord in Gaza.

In dieser Woche ermahnte der französische Präsident Emmanuel Macron Trump, im Fall Grönlands die internationale Ordnung zu respektieren – während er zugleich französische Truppen anwies, einen russisch verbundenen Öltanker in neutralen Gewässern zu beschlagnahmen. Dieser Akt der Piraterie auf hoher See war vermutlich ein Versuch Frankreichs, seine Loyalität gegenüber Washingtons Politik der Kaperung russischer Frachtschiffe zu demonstrieren.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs zahlten die Vereinigten Staaten gemeinsam mit ihren europäischen Verbündeten dem globalen Recht und der Ordnung lediglich Lippenbekenntnisse. Unter Trump gibt es nicht einmal mehr den Anschein solcher Lippenbekenntnisse. Es ist blanke imperialistische Macht zur nackten Dominanz. An einer Stelle seiner wirren Davos-Rede erklärte Trump derartiges Landrauben nach dem Recht des Stärkeren für normal.

Während der vergangenen acht Jahrzehnte der Farce und Lippenbekenntnisse brauchten die USA die Europäer als Fassade des Multilateralismus für ihren verdeckten Imperialismus. Washington gönnte den Europäern, Kanadiern und anderen den Status von „Verbündeten“. In Wirklichkeit waren sie immer Vasallen.

Nun, in der jüngsten historischen Phase der Rückkehr zu offenem Imperialismus und dreister Macht, haben die Vereinigten Staaten keinen Nutzen mehr für den Vorwand von Verbündeten. Man kann sie herumschubsen, wie die Handlanger, die sie sind. Und genau das sehen wir – mit Brutalität.

Ironischerweise haben die europäischen Mächte eine historische Neigung zur Beschwichtigung. Die Briten und Franzosen beschwichtigten in den 1930er-Jahren Nazi-Deutschland – mit katastrophalen Folgen. Heute beschwichtigen die Europäer die Vereinigten Staaten bei jeder ihrer kriminellen Forderungen. Das ermutigt die USA nur, ihren offenen Missbrauch des Völkerrechts weiter auszudehnen – oder anders gesagt: ihren Abstieg in die Barbarei.

Dabei geht es nicht bloß um Trump als exzentrischen Megalomanen. Er ist lediglich ein Symptom des globalen US-Imperiums im Verzweiflungsmodus, das versucht, seine schwindende Macht zu erhalten, während möglicherweise eine neue multipolare Welt entsteht. Die hegemonialen Ambitionen der USA sind nicht tragfähig, doch in einem verzweifelten Versuch, sich zu behaupten, wird die Welt auf den Kopf gestellt und zur Unterwerfung eingeschüchtert.

Russland und China haben – unter anderem – wiederholt die überragende Notwendigkeit betont, das Völkerrecht und die Prinzipien der UN-Charta einzuhalten. Die imperialistische Macht der USA hat keinen solchen Respekt. Trump hat das offen gesagt.

Totale Dominanz ist das einzig akzeptable Ziel des US-Imperialismus. Russland und China sollten sich darüber keinerlei Illusionen machen – selbst wenn Trump kurzfristig einen zweckmäßigen Rückzugsdeal in der Ukraine anstrebt oder sie einlädt, an seinem „Bored of Peace“-Fiasko teilzunehmen.

Die Geschichte zeigt uns, dass ungezügelte imperialistische Gewalt im Desaster endet. Unter Trump laden die europäischen Beschwichtiger das Desaster ein, indem sie seine Schreckgespenst-Spielchen um Grönland mitmachen.

Indien: Nipah-Ausbruch – Maßnahmen wie bei Covid-19!

Indien: Nipah-Ausbruch – Maßnahmen wie bei Covid-19!

Indien: Nipah-Ausbruch – Maßnahmen wie bei Covid-19!

Mehrere Flughäfen in Indien haben wegen eines Ausbruchs des Nipah-Virus wieder Überwachungsmaßnahmen wie zu Corona-Zeiten eingeführt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rührt bereits die Paniktrommel.

Indien ist aufgrund weniger Fälle von Infektionen mit dem Nipah-Virus wieder einmal im Ausnahmezustand. Im östlichen Bundesstaat West Bengal (insbesondere rund um Kolkata/Barasat) wurden in diesem Monat mehrere Fälle des Nipah-Virus bestätigt. Bisher sind mindestens 5 Infektionen dokumentiert, unter ihnen auch medizinische Mitarbeiter, die sich offenbar im klinischen Umfeld angesteckt haben. Die Behörden haben rund 100 Personen, die engen Kontakt zu den Infizierten hatten, unter Quarantäne oder strenge Beobachtung gestellt.

https://twitter.com/MoHFW_INDIA/status/2012766977639801161

Mehrere asiatische Flughäfen (unter anderem in Thailand, Nepal und Taiwan) haben Covid-ähnliche Gesundheitskontrollen für Reisende aus Indien eingeführt, einschließlich Fiebermessungen und Symptommeldungen, um mögliche Einschleppungen zu verhindern.

Angesichts dessen, dass das Virus in den indischen Bundesstaaten Kerala und West Bengal endemisch ist und es dort immer wieder zu Krankheitsausbrüchen kommt, stellt sich die Frage, warum die Gesundheitsbehörden gerade jetzt mit dieser Panikmache beginnen. Wie schon früher wird es nämlich ohnehin bei lokalen Ausbrüchen bleiben.

https://twitter.com/robinmonotti/status/1703676733331796142

Das Nipah-Virus (NiV) ist ein zoonotisches Virus – das heißt, es stammt aus Tierbeständen (insbesondere Fruchtfledermäuse) und kann auf Menschen überspringen. Die Infektion verursacht grippeähnliche Symptome, schwere Atemwegserkrankungen und oft Enzephalitis (Gehirnentzündung). Bei bestätigten Fällen liegt die Sterblichkeitsrate in etwa bei 40 bis 75 Prozent. Üblicherweise entwickeln sich die Symptome innerhalb von vier bis vierzehn Tagen und dauern dann drei bis vierzehn Tage lang an.

https://twitter.com/_Protagonist07/status/2015775095818748026

Allerdings sind Übertragungen von Mensch zu Mensch selten und eigentlich nur durch sehr engen Kontakt möglich. Das heißt, das Pandemiepotential ist extrem gering. Dennoch steht Nipah auf der WHO-“Watchlist”, gehört also zu den “priority pathogens”, die ein “pandemisches Potential” haben, falls sie mutieren. Doch dafür gibt es bislang keine Anzeichen.

Staat greift in ärztliche Therapiefreiheit, Patientenautonomie und wissenschaftliche Evidenz ein

Die auf den Brief von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy jun.* erfolgte Entgegnung der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, dass in Deutschland ärztliche Therapiefreiheit, Patientenautonomie und wissenschaftliche Evidenz gelte, hat Prof. Dr. med. Andreas Sönnichsen veranlasst, ihr in einen offenen Brief entschieden zu widersprechen. Er weist auf vielfach gegenteilige staatliche Bestrebungen in und nach der sogenannten Corona-Pandemie hin, die z.B. mit der Masern-Impfpflicht fortgesetzt würden. Diese entbehre jeder wissenschaftlichen Grundlage. Wir veröffentlichen nachfolgend seinen Offenen Brief. (hl)

Offener Brief an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken

Salzburg, 19.01.2026

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Warken,

sehr herzlich danke ich Ihnen für Ihre kürzlich getätigten klaren Aussagen zu Therapiefreiheit und Patientenautonomie. Sie schreiben auf der

Manipulieren – aber richtig

Von Hans-Jürgen Geese 

Eine Verfassung ist eine Ordnung, die sich eine Gemeinschaft gegeben hat, um in Harmonie zusammenzuleben. In Deutschland hat es seit 1949, als die Weimarer Verfassung außer Kraft gesetzt wurde, bis auf den heutigen Tag, keine Verfassung mehr gegeben.

In dem mir vorliegenden Grundgesetz von 1949, das ausdrücklich keine Verfassung ist, heißt es im Artikel 146: „Dieses Grundgesetz verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volk in freier Entscheidung beschlossen worden ist.“

Wir warten noch immer auf diesen Tag.

Das Grundgesetz, das Provisorium, gilt also nach wie vor. Zumindest theoretisch. In der Praxis zeigt es Auflösungserscheinungen

Russland verhandelt nicht mit „inkompetenter“ EU

Von Uwe Froschauer

Vier Jahre dauert mittlerweile der Konflikt in der Ukraine. Er hätte nach 5 Wochen am Verhandlungstisch in Istanbul mit einer für beide Seiten befriedigenden Lösung beendet werden können. Jedoch der Westen war „nicht bereit den Krieg zu beenden“, wie der von der eliteinstruierten Joe Biden-Regierung vorgeschickte britische Premierminister Boris Johnson seinerzeit verkündete. Der Konflikt hat das Verhältnis zwischen Russland und Europa nachhaltig gestört. Der Kreml war zu Verhandlungen des Öfteren bereit, die von unfähigen und nicht-integren Politikern wie der Kommissionschefin Ursula von der Leyen oder der Außenbeauftragten Kaja Kallas geführte EU war es nicht. Diese beiden „Damen“ und weitere EU-Politmarionetten sowie Regierungschefs wie Emmanuell Macron, Keir Starmer und Friedrich Merz haben den beendbaren Krieg auf Kosten der Ukraine und der europäischen Steuerzahler am Laufen gehalten.

Europa ist nicht mehr relevant

Das neue Jahr hat mit elnem geopolitischen Erdbeben begonnen, das sich allerdings seit mindestens einem Jahr deutlich angekündigt hat. Was J.D. Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2025 schon hat durchblicken lassen, und was vielleicht als der letzte Aufruf zur Vernunft hätte interpretiert werden müssen, ist jetzt eingetreten.

Die USA haben neue Prioritäten gesetzt.

Es ist nicht nur wegen der für US-Amerikaner nicht nachvollziehbaren Art des Umgangs mit der Meinungsfreiheit in der EU: Die USA hatten noch nie ein Problem damit, sich mit Diktatoren zu verbünden. Franklin D. Roosevelt hat

Nach WHO-Austritt der USA: Welches Land folgt als Nächstes?

Nach WHO-Austritt der USA: Welches Land folgt als Nächstes?

Nach WHO-Austritt der USA: Welches Land folgt als Nächstes?

Erstmals in der jüngeren Geschichte ist ein Land aus der WHO ausgetreten – und zwar gleich die USA. Weitere Länder könnten folgen: Für Argentinien läuft die Ausstiegsfrist, in Israels Knesset läuft seit Monaten eine Debatte. Der „Dominoeffekt“ nach dem Austritt der USA aus der WHO, der im Januar 2025 verkündet worden war, ist bisher ausgeblieben. […]

Der Beitrag Nach WHO-Austritt der USA: Welches Land folgt als Nächstes? erschien zuerst unter tkp.at.

Medienbericht: Merz-Regierung  schiebt weniger ab als Scholz-Ampel

Medienbericht: Merz-Regierung schiebt weniger ab als Scholz-Ampel

Medienbericht: Merz-Regierung  schiebt weniger ab als Scholz-Ampel

Während Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) penetrant die angebliche „Rückführungsoffensive“ von Schwarz-Rot bejubelt, zeigt ein genauerer Blick auf die Daten, dass es sich um eine Milchmädchenrechnung handelt. Laut „Junge Freiheit“ (JF) sollen die Zahlen unterm Strich gesunken sein. Die Zahl der Abschiebungen habe unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Vergleich zur Ampel-Regierung von Olaf Scholz (SPD) nicht nur nicht übermäßig zugenommen – sie sei sogar effektiv zurückgegangen.

Dazu folgende Rechnung: Bis einschließlich Mai 2025 (Amtsantritt von Merz) fanden laut einer früheren Auskunft der Bundesregierung insgesamt 10.131 Rückführungen in den ersten fünf Monaten statt – im Schnitt etwas mehr als 2.000 Abschiebungen monatlich in diesem Zeitraum und gegenüber dem Vorjahr in der Tat eine Steigerung um 13 Prozent.

ABER: Verrechnet man diese Zahl mit den Zahlen für das Gesamtjahr, so ergibt sich der JF zufolge, dass seit Juni 12.656 Abschiebungen vollzogen wurden. Das aber ergebe durchschnittlich nur 1.808 Rückführungen im Monat – umgerechnet 218 weniger als noch unter Scholz in dessen letzten Monaten im Amt.

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