Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.
So hat alles angefangen:
Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.
Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.
Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.
Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.
Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.
Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.
Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.
Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.
Die Staatsanwaltschaft auf Palma de Mallorca hat die Zuständigkeit der Gerichte in Spanien für die von der Schauspielerin Collien Fernandes angezeigten Beschuldigungen gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (u.a. sog. Deepfakes) verneint und die Übertragung der Verfahren an deutsche Behörden beantragt. Das gaben die Anwälte von Christian Ulmen, Schertz Bergmann Rechtsanwälte, in einer in Berlin veröffentlichten Pressemitteilung bekannt. Die offensichtliche „Deepfake“-Lügenstory des Hamburger Gerüchtemagazins „Spiegel“, die in Deutschland eine neue Massenhysterie der sogenannten „Zivilgesellschaft“ ausgelöst hat, bricht immer mehr in sich zusammen – eine Verurteilung von Ulmen in Spanien ist vom Tisch!
„Die spanische Staatsanwaltschaft kommt insofern zu dem klaren Ergebnis, dass sie für keinen der von der Anzeige erfassten Sachverhalte zuständig ist“, heißt es in der Verlautbarung von Ulmens Anwälten. Demnach falle nur ein Vorfall, der sich im Jahr 2023 in Palma ereignet haben soll und mit der Festnahme beider Ehegatten endete, in den Zuständigkeitsbereich von Spanien. Dieses Verfahren sei bereits durch das zuständige Gericht eingestellt worden, betonen die Anwälte.
Weitere zur Anzeige gebrachten Sachverhalten, die angeblich in Spanien geschehen seien, bescheinige die Staatsanwaltschaft keinerlei hinreichende strafrechtliche Relevanz. „Die verbleibenden unterstellten Sachverhalte fallen ihrer Ansicht nach ausschließlich in die Zuständigkeit deutscher Behörden“, heißt es in der Mitteilung von Schertz Bergmann Rechtsanwälte weiter.
Fernandes (Netz-Spott „Erfandes“) hatte Ende vergangenen Jahres in Palma Anzeige gegen Ulmen erstattet. Die von ihr erhobenen Vorwürfe lauten nach Angaben einer Sprecherin des spanischen Gerichts auf Identitätsdiebstahl, Geheimnisverrat, öffentliche Verleumdung, wiederholte Misshandlung und schwere Bedrohung.
Laut „Spiegel“ erhebt Fernandes schwere Vorwürfe gegen Ulmen. Sie wirft ihrem Ex-Mann vor, täuschend echt aussehende Fake-Profile von ihr auf Social Media erstellt und darüber „hunderte“ Männer kontaktiert zu haben. Dabei soll er auch erotische Bilder und Videos an diese verschickt haben, die den Eindruck erweckt hätten, es handle sich um Aufnahmen von Fernandes.
„Miosga“-Redaktion in Erklärungsnöten
Unterdessen geht die Diskussion über den Fernandes-Soloauftritt im ARD-Talk „Caren Miosga“ und den nur allzu durchsichtigen politischen Zweck der Sendung weiter! Caren Miosga diskutierte in den ersten 15 Minuten ihrer Sendung in einem Einzelinterview mit Fernandes. Danach schloss sich eine Diskussionsrunde u.a. mit Bundesjustizministerin Stefanie Hubig SPD) an, bei der die Ministerin ihre geplanten Gesetzesverschärfungen mit Blick vor allem auf KI-generierte Beiträge im Netz vortrug.
Gegenüber der „Bild“-Zeitung ließ Miosga mitteilen: „Die Entscheidung, Collien Fernandes ausschließlich im Einzelgespräch zu befragen, ist eine redaktionelle Entscheidung. Die anschließende Diskussionsrunde behandelt das Thema digitale Gewalt in seiner ganzen Breite – einschließlich rechtlicher, politischer und gesellschaftlicher Aspekte, die über den konkreten Fall hinausgehen“.
Vor der Aufzeichnung hatte es laut „Welt“ eine offenbar kurzfristige Änderung bei der Gästeauswahl gegeben. Neben Justizministerin Hubig diskutierten am Sonntag (29-März) die Klima-Aktivistin Theresia Crone sowie der auf Rechtsthemen spezialisierte Journalist Ronen Steinke von der „Süddeutschen Zeitung“.
Ulmens Anwalt Christian Schertz hatte erklärt, er habe angeboten, ebenfalls in die Sendung zu kommen, dies sei abgelehnt worden. Die „Miosga“-Redaktion widersprach dieser Darstellung. Man habe Schertz ein Konfrontationsschreiben mit Fragen zum Fall zukommen lassen, woraufhin es ein Telefonat zwischen dem Anwalt und dem Redaktionsleiter von „Miosga“ gegeben habe, erklärte die Redaktion in einem Statement. Demnach soll Schertz dieses Telefonat „ausdrücklich als Hintergrundgespräch deklariert“ haben.
Weiter hieß es von Seiten der „Miosga“-Redaktion: Zudem sei der thematische Schwerpunkt der Sendung „digitale Gewalt“ gewesen und nicht der Einzelfall Fernandes, weshalb man keine Veranlassung für die Anwesenheit von Schertz gesehen habe. Man weise den Vorwurf der Einseitigkeit „entschieden zurück“.
Nach einer Messerattacke in der Nähe einer Hamburger Schule wurden zwei jugendliche Syrer festgenommen. Das lebensgefährlich verletzte Opfer, ein 13-Jähriger, soll auf dem Weg der Besserung sein, sein Zustand sei inzwischen stabil, hieß es. Eine Mordkommission ermittelt.
Im Verlauf der Fahndung, bei der auch ein Hubschrauber zum Einsatz kam, waren zwei 15-jährige Jugendliche mit syrischer Staatsangehörigkeit vorläufig festgenommen worden. Zu ihnen machte die Polizei zunächst nur knappe Angaben. Ihr Aufenthaltsstatus sei ungeklärt. Einer der beiden Syrer als der Haupttatverdächtige sollte dem Haftrichter vorgeführt werden.
Der 13 Jahre alte Schüler war am Montagmittag (30.März) von mindestens einem der beiden Syrer mit mehreren Messerstichen verletzt worden, wie die Polizei mitteilte. Die Tat ereignete sich im Umfeld einer Stadtteilschule im Stadtteil Flottbek.
In den Linksmedien (u.a. „Spiegel“, „Tagesschau.de“) sucht man – wie gehabt – vergeblich nach Angaben zur Herkunft der Täter.
Fünf unabhängige Dokumente bestätigen den Besuch im März 2013. Was im Bundesarchiv darüber hinaus zu finden ist, ist die Geschichte, die noch niemand vollständig erzählt hat.
Im Jahr 2013 flog der reichste Mann der Welt mit seinem Privatjet zum Anwesen eines wegen Sexhandels verurteilten Mannes. Die Unterlagen der Bundesbehörden zeigen, was diesen Besuch umgab – und was fünf Monate später unterzeichnet wurde.
1/ EXCLUSIVE: Federal documents, unreported until now, show Bill Gates flew to Jeffrey Epstein’s Palm Beach estate in 2013 — alone, without his security team, on Epstein’s private plane.
Übersetzung von „X“: EXKLUSIV: Bislang unveröffentlichte Dokumente der US-Bundesbehörden belegen, dass Bill Gates 2013 zu Jeffrey Epsteins Anwesen in Palm Beach flog – allein, ohne sein Sicherheitsteam, in Epsteins Privatjet. Hier finden Sie den vollständigen Bericht über die Umstände dieses Besuchs.
Lassen Sie uns genau darlegen, wer Jeffrey Epstein im März 2013 war.
Er war keine umstrittene Persönlichkeit mit einer komplizierten Vergangenheit. Er war kein wohlhabender Mann, über dem ein Verdachtsschatten lag.
Er war ein verurteilter Sexualstraftäter, der sich 2008 schuldig bekannt hatte, eine Minderjährige zur Prostitution angeworben zu haben – eine Anklage, deren Wortlaut alles darüber aussagt, wen das System schützte. Das Mädchen war ein Opfer. Das Rechtssystem bezeichnete sie als Prostituierte.
Diese Anklage war zudem eine der mildesten Abwicklungen einer bundesstaatlichen Ermittlung wegen Kinderhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung in der amerikanischen Rechtsgeschichte. Bundesstaatsanwälte hatten 36 Opfer identifiziert – 34 davon bestätigte Minderjährige. Sie hatten eine 53-seitige Anklageschrift vorbereitet. Nichts davon wurde jemals eingereicht. (EFTA01051095) Stattdessen verbüßte Epstein dreizehn Monate in einem Gefängnis in Palm Beach County, während derer er an sechs Tagen in der Woche das Gefängnis verlassen durfte. Er ließ sich als Sexualstraftäter registrieren. Er blieb unter Bundesaufsicht.
Und während all das öffentlich bekannt war – während mehr als dreißig seiner Opfer noch vor dem Bundesgericht um ihr Recht auf Anhörung kämpften – flog der reichste Mann der Welt in sein Haus.
Er war zudem genau in diesem Moment Gegenstand eines laufenden Bundesverfahrens wegen Verletzung der Bürgerrechte, in dem mehr als dreißig Frauen – die meisten von ihnen zum Zeitpunkt des Missbrauchs noch minderjährig – vor einem Bundesgericht um das Recht kämpften, als seine Opfer anerkannt zu werden. Diese Frauen waren zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung nicht darüber informiert worden. Das Verfahren war noch nicht abgeschlossen. Die Unterlagen waren unter Verschluss. Die Frauen warteten noch immer.
Nicht zu einer Konferenz. Nicht zu einer Stiftungssitzung. Nicht an einen neutralen Ort.
Zu seinem Haus.
Dies ist die Geschichte dieser Reise – dokumentiert durch fünf unabhängige Quellen – und alles, was das Bundesarchiv über die Umstände dieser Reise offenlegt.
Jedes unten zitierte Dokument ist öffentlich. Jede Bates-Nummer ist unter justice.gov/epstein abrufbar.
Der Mann, den die Welt immer noch besuchen wollte
Im Jahr 2013 war Epsteins Vorstrafenregister kein Geheimnis mehr. Die „Palm Beach Post“ hatte darüber berichtet. Gerichtsakten waren verfügbar. Er hatte sich als Sexualstraftäter registriert. Er war gesetzlich verpflichtet, seine Nachbarn über seinen Status zu informieren. Die Klage seiner Opfer gegen die Bundesregierung war öffentlich bekannt.
Und doch gingen die Besuche weiter. Nicht von Menschen, die nichts davon wussten. Sondern von Menschen, deren Mitarbeiter sich mit Epsteins Mitarbeitern abstimmten, deren Sicherheitsteams die Logistik organisierten, deren Verwaltungsleiter die Details regelten.
Die Frage, die diese Untersuchung stellt, ist nicht, ob die Besuche stattfanden. Sie sind zweifelsfrei dokumentiert. Die Frage ist, wie diese Besuche von innen aussahen – und womit sie in Verbindung standen.
Die Terminnotiz, die allem vorausgeht
Vor März 2013 liegt der Dezember 2010.
Am 28. November 2010 – zwei Jahre nach Epsteins Verurteilung, zwei Jahre nach seiner Registrierung als Sexualstraftäter – erhielt Epsteins Haushaltsassistentin Lesley Groff eine Terminnotiz von ihrem Arbeitgeber:
„Jetzt der 6. … die Mädchen sollten von 5 bis 7 Uhr da sein, von 7 bis –“
Lesley Groff wurde später wegen Verschwörung zum Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung auf Bundesebene angeklagt und verurteilt. Sie war keine passive Verwaltungsbeamtin. Sie war eine Mitwirkende – und wurde als solche von einer Bundesjury verurteilt.
Das Dokument gibt keinen Aufschluss darüber, was während des Zeitraums von 17 bis 19 Uhr am 6. Dezember 2010 geschah. Es berichtet, wie der Abend von den Organisatoren schriftlich beschrieben wurde: zwei Stunden, die als „Mädchen“ bezeichnet wurden, gefolgt von Gates’ Ankunft um 19 Uhr.
Dies ist der operative Kontext, in den Gates eintrat. Nicht im Jahr 2019, als nichts davon öffentlich war. Im Jahr 2010. Zwei Jahre nach der Verurteilung. Zwei Jahre nach der Registrierung. Während die Klage der Opfer vor dem Bundesgericht anhängig war.
März 2013: Der Besuch
Drei Jahre später war die Logistik aufwendiger geworden – weil sich die Beziehung vertieft hatte.
Am 26. Februar 2013 leitete Lesley Groff die Terminplanungsdetails für eine Reise, die am folgenden Mittwoch beginnen sollte, an Epsteins Piloten und Hauspersonal weiter. Zu diesem Zeitpunkt hatten Gates’ Team und Epsteins Team eine koordinierte Logistikoperation aufgebaut: fünf Personen aus beiden Teams, die Terminpläne, Hubschraubertransfers und Bodentransporte verwalteten.
Mittwoch, 27. Februar: Ein Ansprechpartner der Gates Foundation schickte eine E-Mail an Boris Nikolic – Gates’ Chefberater für Wissenschaft und Technologie in seinem privaten Büro bgC3 –, um die Vereinbarungen für diesen Tag zu bestätigen. Gates würde von 14:00 bis 15:30 Uhr im Four Seasons Hotel in seiner eigenen Suite sein. In der E-Mail wurde darauf hingewiesen, dass Gates kein Mobiltelefon bei sich trägt. Um ihn zu erreichen, musste man sich an seinen persönlichen Sicherheitsbeauftragten Al oder die Ansprechpartnerin der Stiftung, Koren Bell, wenden. Epstein sollte bei seiner Ankunft einen der beiden anrufen. „Bei Problemen – sag ihm, er soll mich anrufen.“EFTA_R1_00803718 / EFTA02145847
Früher am Mittwochabend hatte Epstein bereits seinem Hauspersonal in Palm Beach eine Nachricht geschickt: „Komme Freitag um 23:00 Uhr in Palm Beach an, sag Janusch Bescheid, ich nehme Gates mit.“ Er organisierte nicht die Anreise für einen Gast. Er nahm ihn mit. EFTA00652820
Am selben Abend – während er gleichzeitig die Hubschrauberlogistik und das Catering in Palm Beach koordinierte – schrieb Epstein an den Stanford-Neurowissenschaftler Stephen Kosslyn: „Ich habe Bill Gates heute Abend nach 22 Uhr im Haus … kennt Bob Kerry Bill, wie gut, würde er gerne kommen?“ Er suchte nach weiteren Gästen für ein spätabendliches Treffen mit Gates in seinem Haus. In Echtzeit. Von demselben Gmail-Konto aus. EFTA_R1_00066616
Donnerstag, 28. Februar: Um 18:45 Uhr traf Terje Rød-Larsen zu einem vereinbarten Termin bei Epstein ein. Rød-Larsen war Präsident des International Peace Institute, ehemaliger stellvertretender norwegischer Ministerpräsident und Architekt der Osloer Verträge. Neun Tage später richtete er einen Kanal ein, über den geheime Briefings des UN-Sicherheitsrats, Lageberichte der Taliban und aktuelle Kurzberichte zur Friedenssicherung an Epsteins persönliches Gmail-Konto weitergeleitet wurden. Er war am Abend vor dem Flug nach Palm Beach in Epsteins Haus. EFTA00394594
Freitag, 1. März: Mittagessen bei Epstein zu Hause mit Gates und Woody Allen um 13:00 Uhr. Anschließend der Flug.
Am 28. Februar schickte Groff um 12:54 Uhr eine E-Mail an Epstein: „Wird Gates mit dir zum Haus in Palm Beach fliegen?“ Um 15:16 Uhr schrieb sie an Epstein und den Piloten Larry Visoski: „Al Spallings, Bill Gates’ Sicherheitsmann, hat mich angerufen, um mir mitzuteilen, dass nur Bill mit dir im Flugzeug fliegen wird … es wird kein Sicherheitspersonal mit ihm reisen. Bill plant, morgen gegen 11 Uhr mit dem Hubschrauber nach Teterboro zu fliegen.“ Gates flog ohne sein eigenes Sicherheitsteam in das Privatflugzeug eines verurteilten Sexualstraftäters. Sein Assistent Matt O’Malley würde das Gepäck separat zum Flughafen bringen. Gates’ Verwaltungsleiterin Yeon Cramer organisierte den Bodentransport in Palm Beach. An diesem Abend koordinierte Epsteins Hauspersonal ein warmes Mittagessen für den Flug – Gates’ Büro hatte gefragt, ob eines serviert werden könne. Zwei Portionen Hähnchen-Parmigiana von Scalinatella, Sandwiches von Sant Ambroeus für etwaige Sicherheitsleute, die Gates mitbringen könnte. Er brachte keine mit. Am nächsten Morgen kam Gates mit dem Hubschrauber von Manhattan nach Teterboro und stieg dort in Epsteins Flugzeug für den zweieinhalbstündigen Flug nach Süden um. Um 11:38 Uhr ein einziges Wort von Gates’ Sicherheitsspezialisten an Groff und den Piloten: „Skeds up.“ Gates war in der Luft. EFTA_R1_01658042 | EFTA_R1_00067930 | EFTA00394558 | EFTA_R1_00803906 | EFTA00394192
An diesem Abend schrieb Epstein an die Promi-PR-Agentin Peggy Siegal: „Ich bin in Palm Beach, mit Bill Gates im Haus.“EFTA00955261
Am nächsten Morgen antwortete Siegal aus der Dominikanischen Republik – wo sie sich auf einer Mitternachtsparty mit Lord und Lady Astor, dem Herzog von Marlborough und Wilbur Ross befand. Mitten in ihrem Bericht über das gesellschaftliche Treiben kam sie auf Folgendes zu sprechen:
„Sehr spannend, was Bill Gates betrifft. Wo ist Melinda?“ EFTA_R1_00331580
Siegal fragte nicht aus bloßer Neugier. Zwei Tage zuvor war sie gebeten worden, Anne Hathaway und ihren Ehemann um 22:30 Uhr zu Epsteins Haus zu bringen, um Gates zu treffen. Ihre Antwort auf diese Bitte: „Warum bitte ich sie, um 22:30 Uhr mit ihrem Ehemann zu Ihrem Haus zu kommen, um Bill Gates zu treffen?“EFTA_R1_01658692
Sie wusste, was für Abende unter dieser Adresse stattfanden. In derselben Nachricht wurde ein Kontakt genannt, der Ann Hathaway betreute – dieselbe Person, die Siegal zwei Tage zuvor gebeten worden war, um 22:30 Uhr zu Epstein nach Hause zu bringen, um Gates zu treffen. Sie fragte, wo Gates’ Frau sei.
Was gleichzeitig im Gange war
Hier liegt der Grund, warum der Besuch in Palm Beach über seine gesellschaftlichen Aspekte hinaus von Bedeutung ist.
Während Gates mit Epsteins Flugzeug nach West Palm Beach flog, erledigte Epstein über dasselbe Gmail-Konto parallel eine Reihe weiterer Aufgaben. Er war nicht nur ein gesellschaftlicher Vermittler. Genau in diesem Moment, Anfang 2013, war er:
Koordinator einer sorgfältig zusammengestellten Gästeliste für eine Veranstaltung von Gates, zu der der CIA-Direktor, der UN-Generalsekretär und der Premierminister von Katar gehörten. EFTA00668377
Rød-Larsen – der am Abend vor dem Flug nach Palm Beach noch bei sich zu Hause gewesen war – wurde damit beauftragt, Gates’ wissenschaftlichem Berater Informationen über Pakistan und Nigeria zu liefern. EFTA00955128
Vermittlung eines Treffens zwischen Gates und Roman Abramovich unter bestimmten Bedingungen, die Abramovich gestellt hatte. Verwaltung der privaten Finanzstruktur hinter einer Zusage der Gates Foundation in Höhe von 100 Millionen Dollar an Bloomberg. Weiterleitung von Kontaktanfragen europäischer Intellektueller, die eine Vorstellung bei Gates wünschten.
All dies über jeevacation@gmail.com. Das private Gmail-Konto eines registrierten Sexualstraftäters, dessen Verurteilung zwei Jahre zurücklag und dessen Opfer noch immer vor einem Bundesgericht darum kämpften, Gehör zu finden.
Vier Tage nach der Reise nach Palm Beach schrieb Epstein an Nikolic einen Bericht. Seine Zusammenfassung zu Gates: „Bill war unterhaltsam.“ Was folgte, war ein zehn Punkte umfassendes operatives Memo, in dem Rød-Larsen als Geheimdienstquelle für Pakistan und Nigeria benannt und Reformen zur Umstrukturierung von philanthropischen Spenden in Milliardenhöhe vorgeschlagen wurden. EFTA00955128
Juni 2013: Wie das gesellschaftliche Register aussah
Bis Juni 2013 hatte das gesellschaftliche Register der Beziehung einen weiteren Moment festgehalten.
Am 8. Juni schrieb Nikolic aus Paris an Gates, mit dem Betreff „Wichtigkeit: Hoch“:
„Warst du schon einmal im legendären Crazy Horse in Paris? Es ist eine dieser erotischen, gehobenen, eleganten Shows – es macht Spaß, wenn man noch nie dort war… Höchstwahrscheinlich können wir hinter die Bühne gehen und einige Künstler treffen, da Jeffrey mit einigen von ihnen ausgegangen ist.“
Gates’ Antwort: „Ich werde dafür zu müde sein und möchte das Risiko nicht eingehen. Als ich jünger war, hätte ich das gemacht, aber dieses Mal muss ich darauf verzichten!“
Gates’ wissenschaftlicher Berater – der über Epsteins Netzwerk agierte – bot ihm Backstage-Zugang zu Darstellern an, mit denen Epstein ausgegangen war. Gates lehnte ab. In seiner Antwort bestätigte er unmissverständlich die Art der Einladung: „Als ich jünger war, hätte ich das gemacht.“
Vier Tage später veranlasste die Gates Foundation eine Zusage in Höhe von fünf Millionen Dollar an das International Peace Institute – dessen Präsident in der Nacht vor dem Flug nach Palm Beach in Epsteins Haus gewesen war.
Im selben Monat lud Epstein Gates nach Little St. James ein – der privaten Karibikinsel, die Bundesstaatsanwälte später als Hauptschauplatz von Epsteins Menschenhandelsgeschäft identifizierten. Auf der vorgeschlagenen Gästeliste standen unter anderem JPMorgan-CEO Jes Staley und der ehemalige Finanzminister Larry Summers. Nikolic bestätigte, dass er Gates’ Verfügbarkeit prüfen würde. EFTA01786116
Gates’ Aussage vom Februar 2026: „Ich war nie auf der Insel.“ Das Dokument belegt, dass eine Einladung ausgesprochen wurde und dass sein eigener Berater gebeten wurde, seine Verfügbarkeit zu bestätigen. Es belegt jedoch nicht, dass er dorthin gereist ist.
4. Juli 2013: Das „Leverage Inventory“
Fünfunddreißig Tage vor der Unterzeichnung einer rechtlichen Vereinbarung zwischen Epstein und Gates stellte Epstein etwas zusammen, was in den Akten der Bundesbehörden als „Leverage Inventory“ bezeichnet wird.
Das Dokument, das im Stil von Boris Nikolic verfasst war – Nikolic war Gates’ eigener wissenschaftlicher Berater –, bewertete Gates’ persönliche und berufliche Schwachstellen. Es nannte zwei Frauen. Es beschrieb eine von Gates’ Beziehungen als ein Risiko, das ihn „vom reichsten Mann zum größten Heuchler“ machen könnte. Es bewertete, was mit seinen philanthropischen Zusagen – den Milliarden, die er öffentlich im Rahmen des Giving Pledge zugesagt hatte – geschehen würde, falls das zugrunde liegende persönliche Verhalten öffentlich bekannt würde.
Im Februar 2026 bestätigte Gates, dass der Kern dieser Aufstellung zutreffend sei. Bei einer internen Mitarbeiterversammlung in seiner eigenen Stiftung, die vom Wall Street Journal aufgezeichnet und berichtet wurde, teilte Gates den Mitarbeitern mit, dass Epstein seit Jahren von seinen beiden außerehelichen Affären gewusst habe – und dass diese Informationen von Boris Nikolic stammten.
Gates’ wissenschaftlicher Berater war die Quelle der persönlichen Informationen, die Epstein 35 Tage vor der Unterzeichnung einer rechtlichen Vereinbarung zwischen Gates und ihm als Druckmittel einsetzte.
8. August 2013: Die Vereinbarung
Am 8. August 2013 – fünf Monate nach dem Flug nach Palm Beach, 35 Tage nach der Bestandsaufnahme der Druckmittel, während Epsteins Opfer noch vor dem Bundesgericht um ihr Recht auf Anhörung kämpften – unterzeichnete Gates eine sechsseitige rechtliche Vereinbarung in den bgC3-Büros in Kirkland, Washington.
Die Vereinbarung verschaffte Epstein drei Dinge:
Selbstbestimmter Zugang: Epstein konnte nach eigenem Ermessen alle vertraulichen Informationen der Bill & Melinda Gates Foundation erhalten – Personalakten, Finanzunterlagen, Förderanträge, Strategiepläne, Spenderdaten. Der Umfang wurde nicht von Gates festgelegt. Er wurde von Epstein festgelegt.
Volle Freistellung: Die Vereinbarung stellte Epsteins zwei Unternehmen auf den Jungferninseln – Southern Trust Company und Financial Trust Company – von allen vergangenen und zukünftigen Ansprüchen frei, die sich aus seiner Tätigkeit ergaben. Jede Klage, jedes rechtliche Risiko, jeder Anspruch: abgedeckt.
Fortbestehungsklausel: Die Bestimmungen der Vereinbarung galten auch nach Epsteins Tod weiter und waren für Gates’ Nachlass bindend.
Um genau zu sein, wer diese Vereinbarung wann unterzeichnet hat: Gates unterzeichnete sie fünf Jahre nach Epsteins strafrechtlicher Verurteilung. Fünf Jahre nach seiner Registrierung als Sexualstraftäter. Während Epsteins Opfer – Frauen, die zum Zeitpunkt des Missbrauchs noch minderjährig waren – noch immer in laufende Gerichtsverfahren verwickelt waren. Die Vereinbarung war kein Fehler, der begangen wurde, bevor Epsteins Verbrechen bekannt waren. Sie wurde in voller Kenntnis seiner Verurteilung, seiner Registrierung und der laufenden Gerichtsverfahren geschlossen.
Die Bedingungen der Vereinbarung entsprechen nicht denen einer philanthropischen Beratungsbeziehung. Selbstbestimmter Zugangsumfang. Vollständige Freistellung von Offshore-Holdinggesellschaften. Eine nachträgliche Nachwirkungsklausel, die den Nachlass bindet. Dies sind die Bedingungen einer Beziehung zwischen Parteien mit ungleicher Verhandlungsmacht, von denen eine Unterlagen benötigte.
20. September 2013: Der Esstisch
Sechs Wochen nach Unterzeichnung der rechtlichen Vereinbarung vermerkte Epsteins Terminplanungssystem:
„7:30 Uhr BILL & Melinda GATES treffen im Haus ein.“
Die Gästeliste an jenem Abend: Bill Gates, Melinda Gates, Terje Rød-Larsen – der später wegen Zahlungen von Epstein Gegenstand einer norwegischen strafrechtlichen Korruptionsuntersuchung wurde – und Thorbjørn Jagland, Generalsekretär des Europarats und Vorsitzender des Nobelpreiskomitees, der später wegen Korruption angeklagt wurde.
Gates kam nicht allein. Melinda war dabei. Das Abendessen war ein gesellschaftliches Ereignis, koordiniert über dieselbe operative Infrastruktur, die den Flug nach Palm Beach, die Informationskanäle und die rechtliche Vereinbarung gesteuert hatte.
Sechs Wochen nach Unterzeichnung der Vereinbarung. Derselbe Rød-Larsen, dessen Informationskanäle acht Tage nach dem Flug nach Palm Beach eröffnet worden waren. Der Vorsitzende des Nobelkomitees am selben Tisch.
Die Frage, die Siegal stellte
„Wo ist Melinda?“
Es ist die aufschlussreichste Frage in der gesamten Dokumentenreihe – nicht wegen dem, was sie vorwirft, sondern wegen dem, was sie unterstellt.
Peggy Siegal war seit Jahrzehnten in New Yorks Gesellschafts- und Unterhaltungswelt tätig. Sie kannte die Veranstaltungsorte. Sie kannte die Events. Sie wusste, was Epsteins Haus war und was dort geschah. Zwei Tage bevor sie diese Frage stellte, war sie gebeten worden, Anne Hathaway um 22:30 Uhr zu diesem Haus zu bringen, um sie Gates vorzustellen – und sie hatte diese Bitte laut in Frage gestellt.
Als sie hörte, dass Gates in Epsteins Haus in Palm Beach war, lautete ihre erste Frage nicht „Worüber sprechen sie?“ oder „Wie aufregend für die Wohltätigkeit.“ Es ging darum, wo seine Frau war.
Diese Frage, gestellt von jemandem, der die Lage kannte, ist eine ebenso präzise Charakterisierung des Besuchs in Palm Beach wie alles andere in den Akten der Bundesbehörden.
Was Gates im Februar 2026 sagte
Bei einer privaten Mitarbeiterversammlung der Gates Foundation – aufgezeichnet und berichtet vom Wall Street Journal – sagte Gates zu seinen eigenen Mitarbeitern:
Er habe Epsteins Herangehensweise an die Philanthropie interessant gefunden. Ihre Beziehung sei „ziemlich dumm“ gewesen. Sie war „definitiv das Gegenteil der Werte der Stiftung.“ Epstein hatte von seinen persönlichen Beziehungen gewusst – zwei außerehelichen Affären. Die Informationen waren über Boris Nikolic gekommen. Ihre Arbeit ist „sehr rufschädigungsanfällig.“
Was er nicht ansprach: die Terminnotiz vom Dezember 2010. Die viertägige Abfolge im Februar und März 2013, die über seinen eigenen Sicherheitsspezialisten koordiniert wurde. Der Flug nach Palm Beach. Die Nachbesprechung „Bill war lustig“ und die Informationskanäle, die sie eröffnete. Die 35 Tage vor der rechtlichen Vereinbarung zusammengestellte Liste der Druckmittel. Die in der Vereinbarung enthaltene Haftungsfreistellung für Epsteins Offshore-Holdinggesellschaften. Die Überlebensklausel, die seinen Nachlass bindet.
Die Abfolge
6. Dezember 2010 – Zwei Jahre nach der Verurteilung. „Mädchen von 17 bis 19 Uhr, Gates ab 19 Uhr.“ Der Terminplaner wurde später wegen Verschwörung zum Sexhandel auf Bundesebene verurteilt.
27. Februar 2013 – Gates im Four Seasons, bestätigt durch Mitarbeiter seiner eigenen Stiftung. Termin am späten Abend in Epsteins Haus.
28. Februar 2013 – Rød-Larsen in Epsteins Haus, 18:45 Uhr. Abend vor dem Flug nach Palm Beach.
1. März 2013 – Mittagessen: Gates und Woody Allen in Epsteins Haus. Flug nach Palm Beach. Fünf Personen aus zwei Stäben koordinierten ihn. Gates’ Sicherheitsspezialist: „Skeds up.“ An diesem Abend: „Ich bin in Palm Beach, mit Bill Gates im Haus.“ Am nächsten Morgen: „Wo ist Melinda?“
5. März 2013 — „Bill war lustig.“ Rød-Larsen als Geheimdienstquelle für Pakistan und Nigeria eingesetzt.
9. März 2013 — UN-Geheimdienstkanal wird eröffnet.
8. Juni 2013 — Einladung ins Crazy Horse. „Das hätte ich gemacht, als ich jünger war.“
Juni 2013 — Einladung auf die Insel ausgesprochen. Nikolic gebeten, Gates’ Verfügbarkeit zu bestätigen.
4. Juli 2013 — Bestandsaufnahme der Druckmittel. Zwei Affären genannt. „Vom reichsten Mann zum größten Heuchler.“
8. August 2013 — Rechtsvereinbarung unterzeichnet. Selbstbestimmter Zugang zur Stiftung. Entschädigungsvereinbarung für die Jungferninseln. Nachlassbindende Überlebensklausel. Epsteins Opfer noch immer vor Gericht.
20. September 2013 — Bill und Melinda Gates an Epsteins Esstisch mit zwei Männern, die später wegen Korruption angeklagt wurden.
Februar 2026 – Gates bestätigt vor den Mitarbeitern seiner eigenen Stiftung, dass Epstein jahrelang über genaue persönliche Informationen über sein Leben verfügte.
Was dies nicht ist
Diese Untersuchung belegt nicht, dass Gates an Epsteins Menschenhandelsnetzwerk beteiligt war oder davon wusste. Sie behauptet nicht, dass die rechtliche Vereinbarung durch die Nutzung von Bestandsdaten zustande kam. Sie unterstellt Gates kein kriminelles Verhalten.
Was sie belegt, ist dokumentiert, konkret und stammt aus dem Bundesarchiv:
Ein registrierter Sexualstraftäter – dessen Opfer zu der Zeit, als diese Ereignisse stattfanden, aktiv vor einem Bundesgericht klagten – erhielt Besuche vom reichsten Mann der Welt, die durch die professionellen Mitarbeiter beider Männer koordiniert wurden und zu einer unterzeichneten rechtlichen Vereinbarung mit Bedingungen führten, die nicht denen einer philanthropischen Beratungsbeziehung entsprechen, fünf Monate nach einem Flug, dessen Flugplan den Abend in zwei Blöcke unterteilte und den ersten als „Mädchen“ bezeichnete.
Die Frage, was das bedeutet, wird von dieser Untersuchung nicht beantwortet. Sie wird durch die Dokumente aufgeworfen.
Sie sind öffentlich. Sie sind nummeriert. Sie sind unter justice.gov/epstein zu finden.
Diese Untersuchung ist Teil der Epstein-Files-Reihe.Alle Dokumente sind öffentlich zugänglich unter justice.gov/epstein.
In Frankreich stehen derzeit 22 Personen vor Gericht. Die Angeklagten sind keine gewöhnlichen Kriminellen, sondern die angebliche Elite des Landes: Freimaurer, hochrangige Geheimdienstler, Militärs und Polizisten. Sie sollen eine skrupellose Killer-Truppe gebildet haben.
Frankreich wird derzeit von einem weitreichenden Skandal einer mafiösen Verbindung unter dem Dach einer Geheimgesellschaft erschüttert. Unter den Angeklagten befinden sich vier Militärs des französischen Auslandsgeheimdienstes (DGSE), zwei Polizisten und ein pensionierter Offizier des Inlandsgeheimdienstes (DGSI). Sie alle sollen Teil eines mafiösen Netzwerks gewesen sein, das aus dem Herzen der elitären Freimaurerloge “Athanor” im schicken Pariser Vorort Puteaux heraus operierte.
Die Vorwürfe sind an Brutalität kaum zu überbieten: Mord an einem Rennfahrer, versuchter Mord an einer Unternehmensberaterin und an einem Gewerkschafter, schwere Körperverletzung und kriminelle Verschwörung. 13 der 22 Angeklagten droht nun lebenslange Haft. Das Erschreckende: Die meisten dieser Männer, im Alter zwischen 30 und 73 Jahren, hatten eine blütenweiße Weste. Keine Vorstrafen. Biedere Bürger am Tag, eiskalte Auftragskiller in der Nacht?
Als mutmaßliche Köpfe der Bande gelten die Freimaurer Jean-Luc Bagur (69, der „ehrwürdige Meister“ der Loge), der Unternehmer Frederic Vaglio (53) und der Ex-Geheimdienstler Daniel Beaulieu (72). Aufgeflogen ist das mörderische Netzwerk nur durch einen stümperhaften Fehler: Im Juli 2020 wurden zwei Militärs schwer bewaffnet in der Nähe des Hauses der Unternehmensberaterin Marie-Helene Dini geschnappt. Ihre irre Ausrede bei der Polizei: Sie dachten, sie würden im offiziellen Auftrag des französischen Staates handeln, weil Dini angeblich für den israelischen Geheimdienst Mossad arbeite!
Die schmutzige Wahrheit sah laut Ermittlern ganz anders aus: Logen-Meister Bagur wollte offenbar einfach nur eine unliebsame berufliche Konkurrentin aus dem Weg räumen lassen – für ein Blutgeld von schlappen 70.000 Euro. Was als Einschüchterung begann, eskalierte völlig. Die Truppe um Beaulieus rechte Hand, den Sicherheitsmann Sebastien Leroy, schreckte vor nichts zurück. Leroy gab bei der Polizei unumwunden zu, die Drecksarbeit für die Freimaurer-Mafia erledigt zu haben.
Eine Geschäftsfrau wurde auf offener Straße überfallen und ausgeraubt, das Auto einer anderen Frau wurde abgefackelt, nachdem sie einen Finanzbetrug aufgedeckt hatte. Und 2018 fand man die Leiche des Rennfahrers Laurent Pasquali verscharrt in einem Wald. Er musste sterben, weil er angeblich Schulden bei Freunden der Freimaurer hatte.
Leroy behauptet bis heute, er sei von dem Ex-Geheimdienstler Beaulieu manipuliert worden und habe geglaubt, für die Regierung zu morden. Man habe ihm sogar eine Karriere als Informant in Aussicht gestellt. Beaulieu selbst wird vor Gericht wohl kaum zur Aufklärung beitragen: Er versuchte sich in Polizeigewahrsam das Leben zu nehmen und leidet laut seinem Anwalt nun an schweren Konzentrationsstörungen.
Jean-William Vezinet, der Anwalt eines der Opfer, erklärte: “Das Erschreckende ist, dass die Schlüsselfiguren in diesem Fall – Polizisten, Ex-Agenten und Freimaurer – genau die Menschen sind, die eigentlich für das Wohl der Gesellschaft handeln sollten.” Doch wo Macht und Geld sich konzentrieren, wird es mit der Moral nicht so genau genommen.
Es würde die Sicherheit im Nahen Osten und Nordafrika (MENA) revolutionieren, selbst wenn es nur eine beratende Plattform ist, aber ob es diese breite Region tatsächlich stabilisiert oder unbeabsichtigt weiter destabilisiert, bleibt abzuwarten.
Anfang dieses Jahres gab es Gespräche über die Bildung eines „islamischen NATO“ zwischen Saudi-Arabien, Pakistan, der Türkei und Ägypten zur Koordinierung der Politik im Nahen Osten und Nordafrika (MENA). Vor dem Dritten Golfkrieg wurde angenommen, dass Somaliland und die „Rapid Support Forces“ im Sudan die Ziele dieses Bündnisses sein würden, unabhängig davon, ob es formalisiert wird oder lediglich zu einer beratenden Plattform wird. Auch wenn das weiterhin möglich ist, könnte es nun auch als Absicherung gegen Iran und Israel dienen, die von diesen vier als Sicherheitsrisiken angesehen werden.
Das vorgeschlagene „islamische NATO“ ist weiterhin möglich, wie ein Treffen ihrer Außenminister am Rande eines Gipfels in Riad Ende März gezeigt hat. Der türkische Außenminister Hakan Fidan erklärte: „Wir prüfen, wie wir als Länder mit einem gewissen Einfluss in der Region unsere Kräfte bündeln können, um Probleme zu lösen. Vor allem sagen wir schon seit einiger Zeit, dass die Länder der Region zusammenkommen, Gespräche führen und Ideen entwickeln sollten. Wir betonen die regionale Eigenverantwortung.“
Wie sich zeigt, hat auch Russland für „regionale Eigenverantwortung“ geworben, und zwar durch sein Konzept kollektiver Sicherheit für den Golf, auf das Außenminister Sergej Lawrow kürzlich Bezug genommen hat. Angesichts des gegenseitigen Verteidigungspakts zwischen Pakistan und Saudi-Arabien, der finanziellen Abhängigkeit Ägyptens vom Königreich und der türkischen Militärbasis in Katar bestehen die Voraussetzungen dafür, Russlands Konzept auf diese drei Nicht-Golfstaaten auszuweiten. Idealerweise könnte Iran später, nach dem Ende des Krieges, ebenfalls beitreten, auch wenn dies keineswegs garantiert ist.
Das Konzept kollektiver Sicherheit, ob auf den Golf beschränkt oder unter Einbeziehung der drei Nicht-Golfstaaten, die gemeinsam mit Saudi-Arabien ein „islamisches NATO“ in Erwägung ziehen, setzt den Abzug der US-Truppen aus der Golfregion voraus. Trumps Verbündeter Lindsey Graham stellte kürzlich die Frage, ob deren Verbleib dort sinnvoll sei, nachdem die Golfmonarchien sich geweigert hatten, sich an den US-Angriffen auf Iran zu beteiligen. Es ist daher möglich, dass Trump die Truppen nach dem Krieg abzieht, um sich auf die Dominanz in der westlichen Hemisphäre und/oder die Eindämmung Chinas zu konzentrieren.
In diesem Fall könnte der Golf-Kooperationsrat (unabhängig davon, ob die Vereinigten Arabischen Emirate aufgrund ihrer jüngsten Spannungen mit Saudi-Arabien einbezogen werden) seine kollektiven Verteidigungsfähigkeiten als saudisch geführter Kern eines „islamischen NATO“ stärken, das dann als beratende Plattform mit den drei anderen Nicht-Golfstaaten fungieren würde. Ihre gemeinsamen Sicherheitsbedenken gegenüber Iran und Israel könnten dann auf diese Weise behandelt werden, wobei Russland eine spätere Einbindung Irans in diesen Rahmen fördern könnte, auch wenn die Gruppe dem möglicherweise nicht zustimmt.
Diese Form eines „islamischen NATO“ würde den Interessen seiner Mitglieder dienen und helfen, ein Machtgleichgewicht im Westasien der Nachkriegszeit aufrechtzuerhalten, könnte aber auch einen neuen Machtpol schaffen, was zu zwei unbeabsichtigten Konsequenzen führen könnte. Erstens könnten Israel, Indien, die Vereinigten Arabischen Emirate und andere das von Netanjahu vor Beginn des Krieges vorgeschlagene „Hexagon“ bilden, um dem „islamischen NATO“ entgegenzuwirken, und zweitens könnten die USA das „islamische NATO“ ausnutzen, um Afro-Eurasien zu spalten und zu beherrschen, da es sich im Zentrum dieser Region befindet.
Es ist verfrüht, weitere Prognosen zu treffen, da zu viele Variablen eine Rolle spielen, von denen einige der wichtigsten hinter verschlossenen Türen und außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung ablaufen. Festzuhalten bleibt jedoch, dass ein „islamisches NATO“ weiterhin möglich ist, auch wenn derzeit weniger darüber gesprochen wird, da der Dritte Golfkrieg im Fokus steht. Dieses Konstrukt würde die Sicherheit im Nahen Osten und Nordafrika revolutionieren, selbst wenn es nur eine beratende Plattform ist – ob es die Region stabilisiert oder unbeabsichtigt weiter destabilisiert, bleibt abzuwarten.
Der Fernandes-Skandal rund um die angebliche “digitale Vergewaltigung” durch DeepFakes scheint in sich zusammenzufallen: Laut Christian Ulmens Rechtsanwalt hat die Staatsanwaltschaft in Palma de Mallorca sich für nicht zuständig erklärt und den Fall zurück nach Deutschland gegeben. Dort war bereits ein Verfahren im Sande verlaufen, das inzwischen wegen der medialen Berichterstattung wieder aufgenommen wurde. Am Sonntag war Collien Fernandes bei “Miosga” in der ARD zu Gast, wo sie klarstellte, dass es eben nicht um DeepFakes ginge: Damit kollabiert das Narrativ, an dem ein neues Gesetz aufgehängt werden soll. Die Gäste der Sendung störte das nicht – sie übertrafen sich mit absurden Forderungen.
Der folgende Artikel von Janine Beicht erschien zuerst bei Haintz.Media:
Am Sonntagabend erreicht ein medial aufgepumpter Fall seinen eigenen Endpunkt, ausgerechnet dort, wo er zuvor maximal gepusht wurde: In der Sendung »Caren Miosga«. Was als moralisch aufgeladene Anklage begann, zerfällt unter den Studiolichtern in seine Einzelteile. »Collien Fernandes selbst räumt ein«, dass es sich gerade nicht um Deepfakes handelt. Keine KI-generierten Nacktaufnahmen, keine technisch manipulierten Videos, sondern reale Aufnahmen fremder Personen, verbreitet unter falschem Namen. Damit bricht das zentrale Narrativ zusammen, das zuvor tagelang durch Medien und politische Debatten getragen wurde.
Fernandes beschreibt stattdessen ein Geflecht aus Fake-Profilen, E-Mail-Kommunikation und der gezielten Zuschreibung fremder Inhalte zu ihrer Person. Sie spricht von einem Verlauf, der „immer flirtiver“ geworden sei, bis schließlich Fotos und Videos verschickt wurden, „die so wirken sollten, als habe ich mich selbst beim Sex gefilmt oder nackt fotografiert“. Damit verschiebt sich der Fall aus dem Bereich der technisch erzeugten Täuschung hin zu klassischem Identitätsmissbrauch. Juristisch ein Unterschied von erheblicher Tragweite, politisch jedoch offenbar unerwünscht.
Ein Fernsehgericht ohne Verteidigung
Während der inhaltliche Kern der Vorwürfe bröckelt, bleibt die dramaturgische Konstruktion der Sendung unangetastet. Genau an diesem Punkt zeigt sich, dass es nicht um Aufklärung, sondern um Wirkung geht. Der Anwalt des Beschuldigten, Christian Schertz, wird nicht eingeladen, obwohl er seine Teilnahme aktiv angeboten hatte und damit die Möglichkeit bestanden hätte, zumindest ansatzweise eine juristische Einordnung vorzunehmen. Offiziell wird das formal begründet, die Runde sei bereits festgelegt gewesen. Doch diese Begründung verliert ihre ohnehin dünne Substanz in dem Moment, in dem die Gästeliste dann doch kurzfristig erweitert wird, allerdings nicht um die Verteidigung, sondern um eine zusätzliche Stimme, die das bereits vorgegebene Meinungsbild verstärkt. Die Entscheidung ist damit keine organisatorische, sondern eine inhaltliche. Diese Konstellation beschreibt »Schertz gegenüber der FAZ« unmissverständlich:
„Das Fernsehgericht tagt mit der höchsten Vertreterin der Justiz in Deutschland und der Anzeigenerstatterin.“
Die Abwesenheit der Gegenseite ist kein Detail, sondern strukturelles Prinzip dieser Sendung. Während ein laufendes Ermittlungsverfahren besteht, wird eine öffentliche Vorverhandlung inszeniert, flankiert von politischer Autorität in Gestalt von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig. Das spätere »Statement von Mioasga« selbst zur Unschuldsvermutung wirkt in diesem Kontext wie ein formaler Rettungsanker, der erst geworfen wird, nachdem das Urteil im Kopf des Publikums längst gefällt wurde.
„Halten wir abschließend fest, […] dass in Deutschland für nicht rechtskräftig verurteilte Beschuldigte stets die Unschuldsvermutung gilt.“
Was hier entsteht, ist kein Diskurs, sondern eine asymmetrische Bühne, auf der Anklage, moralische Bewertung und politische Rahmensetzung zusammenfallen.
Aktivismus statt Ausgewogenheit
Die kurzfristige Aufnahme der Aktivistin Theresia Crone in die Gästeliste verschärft die Einseitigkeit zusätzlich und entlarvt die redaktionelle Linie als bewusst gesteuert statt ausgewogen. Während die juristische Gegenseite ausgeschlossen bleibt, wird eine Stimme integriert, die nicht für Differenzierung steht, sondern für die Ausweitung moralischer Deutungsmacht. Ihre Position verlässt den Boden klassischer strafrechtlicher Kategorien und verschiebt die Debatte in einen Bereich, in dem nicht mehr Handlungen, sondern Haltungen bewertet werden. Nicht mehr nur der Täter soll verantwortlich sein, sondern auch der Beobachter, der Zuhörer, derjenige, der nicht interveniert oder sich nicht eindeutig positioniert. Damit wird ein Klima erzeugt, in dem Schweigen bereits als Schuld gelesen wird und Distanz zur impliziten Zustimmung umgedeutet wird. »Theresia Crone fordert«:
„Wir müssen davon wegkommen, Täter nur im strafrechtlichen Sinne zu sehen. Ich bin meiner Meinung nach auch schon Mittäter, wenn […] in der Umkleide ein Witz gemacht wird über sexualisierte Gewalt.“
Diese Perspektive ersetzt den klar definierten Schuldbegriff des Rechtsstaats durch eine diffuse moralische Zuschreibung, die keine präzisen Grenzen mehr kennt. Wer nicht aktiv widerspricht, wird zum Teil des Problems erklärt, wer nicht öffentlich Stellung bezieht, gerät unter Rechtfertigungsdruck. Auf diese Weise entsteht eine Form sozialer Vorverurteilung, die ohne Beweise, ohne Verfahren und ohne Verteidigung auskommt. Die Konsequenz ist eine schleichende Verschiebung vom Rechtsstaat zur sozialen Sanktionierung, bei der nicht mehr das nachweisbare Handeln entscheidend ist, sondern die Erwartungshaltung eines politisch und medial vorgezeichneten Verhaltens.
Der politische Zugriff auf den Einzelfall
Parallel zur emotionalen Aufladung des Falls wird im Studio die eigentliche Stoßrichtung immer deutlicher sichtbar, sie liegt nicht in der Aufklärung eines konkreten Sachverhalts, sondern in der Vorbereitung neuer gesetzlicher Eingriffe. Der individuelle Konflikt dient als Projektionsfläche für politische Vorhaben, die längst formuliert sind und nun mit moralischer Dringlichkeit unterlegt werden. Justizministerin »Stefanie Hubig spricht offen von« „Strafbarkeitslücken“ und kündigt Verschärfungen an, die weit über den konkreten Fall hinausreichen. Künftig soll bereits die Herstellung bestimmter Inhalte strafbar sein, nicht erst deren Verbreitung. Damit verschiebt sich der Fokus von tatsächlichem Schaden hin zu potenzieller Möglichkeit, von realer Handlung hin zu vorgelagerter Kontrolle.
Diese Verschiebung ist nicht nur juristisch relevant, sondern systemisch. Sie bedeutet, dass staatliche Eingriffe nicht mehr an eine nach außen tretende Handlung gebunden sind, sondern bereits an Inhalte, die sich im privaten Raum befinden, auf Geräten gespeichert sind oder theoretisch entstehen könnten. Ermittlungen würden damit zwangsläufig in Bereiche vordringen, die bislang unter dem Schutz der Privatsphäre standen, mit allen Konsequenzen für Durchsuchungen, Beschlagnahmen und präventive Maßnahmen. Der Staat bewegt sich damit von einer reaktiven zu einer präventiven Logik, in der nicht mehr das begangene Unrecht, sondern das mögliche Fehlverhalten zum Ausgangspunkt wird. Der SZ Journalist Ronen Steinke treibt diese Logik weiter und formuliert einen Gedanken, der die Grenze zwischen Recht und Überwachung endgültig verwischt:
„Auch gutwillige Menschen zweifeln da eine Sekunde lang, weil in der Tat: Wenn man sich vorstellt, jemand malt mit Stift und Papier einen Filmstar, den er bewundert, und zieht ihn dann nackt aus, zeigt das niemand anderem, wäre man bislang nicht so weit gegangen zu sagen, das sei bereits strafwürdig. Aber ich glaube, es ist schon wert, diesem Gedanken Raum zu geben, dass es die sexuelle Selbstbestimmung von jemandem verletzt. Die Gefahr besteht, dass das jemand anders sehen kann. Und es ist auch die Frage: Möchte man das? Dass Fremde so etwas mit einem anstellen? Was in der Fantasie geschieht, ist das eine. Aber was auf Papier oder am Computer, auf der Festplatte geschieht, ist etwas anderes. Ich glaube schon, dass es legitim ist, da eine Grenze zu ziehen.“
Gemeint ist dabei nicht nur die Bekämpfung digitaler Manipulation, sondern eine Ausdehnung des Strafbaren in Bereiche, die bislang dem individuellen Denk- und Gestaltungsraum zugeordnet waren. Selbst private Darstellungen, nicht veröffentlichte Inhalte oder bloße digitale Entwürfe geraten damit in den Fokus. In dieser Logik erscheint selbst das bislang Selbstverständliche plötzlich als potenziell sanktionierbar. Der Vorschlag läuft faktisch darauf hinaus, dass bereits nackte Darstellungen von Menschen kriminalisiert werden könnten, unabhängig davon, ob sie veröffentlicht oder überhaupt für Dritte bestimmt sind. Eine solche Position entfaltet ihre Absurdität besonders deutlich im historischen Vergleich. Ein erheblicher Teil der europäischen Kunstgeschichte würde unter diesen Maßstäben nachträglich unter Verdacht geraten. Werke wie Michelangelos „David“, Goyas „La Maja desnuda“ oder zahlreiche Darstellungen bei Picasso wären nicht mehr Ausdruck kultureller Entwicklung, sondern potenzielle Gegenstände strafrechtlicher Bewertung. Was hier als Schutzargument formuliert wird, entwickelt sich bei genauer Betrachtung zu einer radikalen Infragestellung künstlerischer Freiheit und individueller Ausdrucksräume, die weit über den ursprünglichen Anlass hinausreicht.
Die Konstruktion einer Gesetzesrealität
Die politische Argumentation stützt sich auf angebliche Lücken im Strafrecht. Gleichzeitig legen juristische Analysen nahe, dass zentrale Tatbestände bereits existieren, von Beleidigung über Verleumdung bis hin zu Persönlichkeitsrechtsverletzungen und Bildnisschutz. Der Bedarf an neuen Gesetzen entsteht somit weniger aus einer tatsächlichen Regelungslücke als aus einer politischen Zielsetzung.
Der Fall Fernandes dient dabei als emotionaler Katalysator. Ein privater Konflikt wird zur Blaupause für strukturelle Eingriffe in Kommunikationsräume. Die mediale Begleitung verstärkt diesen Effekt, indem sie technische oder emotional aufgeladene Begriffe wie „Deepfake“ oder „digitale Vergewaltigung“ frühzeitig etabliert, obwohl sie auf den konkreten Fall nicht zutreffen. Auffällig ist zudem die thematische Verengung der Debatte. Während digitale Phänomene ausführlich behandelt werden, bleiben reale Gewaltverbrechen weitgehend ausgeblendet. Statistische Entwicklungen, gesellschaftliche Hintergründe oder strukturelle Ursachen werden nicht vertieft, obwohl sie im gleichen Kontext stehen.
Diese selektive Fokussierung erzeugt eine verzerrte Prioritätensetzung. Virtuelle Szenarien dominieren die politische Agenda, während physische Gewalt nur am Rande erwähnt wird.
Der Fall als Vorwand
Am Ende bleibt ein bemerkenswerter Befund. Der konkrete Sachverhalt ist in wesentlichen Punkten unklar, teilweise widersprüchlich und juristisch nicht abschließend bewertet. Gleichzeitig wird er genutzt, um weitreichende gesetzliche Veränderungen zu legitimieren. Die Sendung Caren Miosga fungiert dabei nicht als Ort der Aufklärung, sondern als Katalysator einer politischen Entwicklung. Eine Seite spricht, die andere fehlt. Ein Vorwurf steht im Raum, die Beweislage bleibt diffus. Und während die Fakten zerfallen, gewinnt die Forderung nach Kontrolle an Schärfe.
Der Fall selbst mag juristisch noch offen sein. Die Richtung der Debatte ist es nicht.
Der Iran-Krieg hat die Anfälligkeit eines Großteils des weltweiten Energiesystems offenbart. Jahrelanges politisches Theater, getarnt als Klimapolitik – bei dem fossile Brennstoffe verteufelt und unzuverlässige Wind- und Solarenergie verherrlicht wurden –, hat eine verlässliche Energieinfrastruktur zerstört.
Europa ist ein warnendes Beispiel für die „grüne“ Illusion. EU-Politiker ignorierten die physikalische Realität, dass ein Stahlwerk an einem bewölkten, windstillen Tag nicht laufen kann, und veröffentlichten stattdessen eine Pressemitteilung über „Netto-Null“. Sie unterschätzten das Risiko, die Wirtschaft an eine kleine Anzahl externer Lieferanten zu binden, und verschärften es noch, indem sie ihre eigenen Kohleminen, Gasfelder und Kernkraftwerke stilllegten.
Deutschland schaltete Kernreaktoren ab und beschleunigte die Stilllegung von Kohlekraftwerken, während es seine Abhängigkeit von importiertem russischem Gas und intermittierender Wind- und Solarenergie verstärkte. In UK legte man Kohlekraftwerke still und baute die regelbare Gaskapazität ab, wobei es auf importiertes Flüssigerdgas (LNG) und Windkraftanlagen setzte, die zwar auf das Wetter reagieren, aber nicht auf den menschlichen Bedarf.
Die europäischen Gasspeicher gingen mit einem Füllstand deutlich unter dem saisonalen Zehnjahresdurchschnitt ins Jahr 2026: Im Januar lagen die EU-Vorräte bei weniger als 50 % der Kapazität und sinken nun zum Ende des Winters auf 30 %, was kaum noch Spielraum für eine anhaltende Unterbrechung der LNG-Lieferungen lässt. Die europäischen Erdgaspreise haben sich im Vergleich zu Ende Februar etwa verdoppelt. Die Folge: Die Strompreise schießen in die Höhe, industrielle Abnehmer drosseln ihre Produktion und die Haushalte müssen höhere Heiz- und Stromrechnungen verkraften – und das alles in Volkswirtschaften, die ohnehin schon unter der Inflation leiden.
Die Ironie dabei ist, dass die Europäische Kommission nun selbst zugibt, was Kritiker seit Jahren sagen. In Paris bezeichnete Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Entscheidung, die Kernenergie an den Rand zu drängen, als „strategischen Fehler“.
Asien kämpft mit ähnlichen Fallstricken, wo Netto-Null-Ziele mit einer steigenden Nachfrage kollidieren. Indien und China, Giganten in Bezug auf Bevölkerung und Ambitionen, haben ein Vermögen für Solarmodule und Windkraftanlagen verschwendet, die ohne Sonne oder Wind ungenutzt herumstehen. Man stelle sich vor, diese Mittel wären stattdessen in den Aufbau von Vorräten an fossilen Brennstoffen oder den Ausbau der Kernkraftwerke geflossen.
Thailand, die Philippinen und Vietnam haben sich die Netto-Null-Rhetorik zu eigen gemacht. Ihre Staats- und Regierungschefs haben die eklatanten Energielücken übersehen, die durch die anhaltende Krise offenbart wurden. Viele südostasiatische Länder haben nun Maßnahmen zur Eindämmung des Öl- und Gasverbrauchs ergriffen, darunter ein Stopp des Exports von Erdölprodukten und Homeoffice-Maßnahmen für die Bürger.
Berichten zufolge bemüht sich Thailands staatliches Öl- und Gasunternehmen verzweifelt um die Sicherung der Versorgung, während Bangladesch gezwungen ist, Notlieferungen zu Preisen zu kaufen, die mehr als doppelt so hoch sind wie im Januar. Indische und vietnamesische Käufer haben Ausschreibungen für sofortige Lieferungen veröffentlicht, die jedoch nicht vergeben wurden.
In ganz Indien kommt es zu Engpässen bei Flüssiggasflaschen (LPG). Hotels und Restaurants haben Schwierigkeiten, ihren Betrieb aufrechtzuerhalten, legt doch der Mangel an Gasflaschen den Gastgewerbesektor lahm. Selten wird anerkannt, dass Energieknappheit für Milliarden Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika schon seit langem katastrophale Folgen hat.
Wenn Flüssiggasflaschen knapp und teuer werden, greifen arme Haushalte wieder auf Holz und Dung zum Heizen und Kochen zurück, was zu rauchiger Raumluft führt. Wenn Fabriken keine zuverlässige Stromversorgung sichern können, gehen Arbeitsplätze verloren und die Armut verschärft sich.
Ausnahme USA: Standhaft im Chaos
Die einzige große Volkswirtschaft, die mit einem Puffer in diese Krise geht, sind die Vereinigten Staaten. Die USA verfügen über eine massive Basis an heimischer Öl- und Gasförderung, ein direktes Erbe eines zehnjährigen Rekordwachstums bei der heimischen Förderung, das sich während der ersten Amtszeit von Trump dramatisch beschleunigte.
Der jüngste „Short-Term Energy Outlook“ der US-Energieinformationsbehörde (EIA) prognostiziert für 2026 eine durchschnittliche Rohölproduktion in den USA von rund 13,5 Millionen Barrel pro Tag, was nach mehreren Jahren des Wachstums bis hin zu Rekordfördermengen nur geringfügig unter dem Niveau von 2025 liegt. Bei Erdgas erwartet die EIA einen Anstieg der Produktion von etwa 107–108 Milliarden Kubikfuß pro Tag (bcfd) im Jahr 2025 auf 109–110 bcfd im Jahr 2026, was ein neuen Rekord wäre.
Durch die Befürwortung von Fracking, Horizontalbohrungen und einer vernünftigen Regulierung haben die USA das Potenzial des Permbeckens und anderer Schiefervorkommen freigesetzt. Sie haben einer vernünftigen Energieökonomie Vorrang vor apokalyptischen Klimabehauptungen eingeräumt.
Dieser krasse Gegensatz zwischen amerikanischer Widerstandsfähigkeit und europäischem Zusammenbruch ist eine bleibende Lektion für die Entwicklungsländer. Nationale Sicherheit sollte nicht den Launen des Wetters oder der Zustimmung von Klimaaktivisten in europäischen Hauptstädten unterworfen sein.
Was die aktuelle Krise beweist, ist einfach: Energiesicherheit beruht auf der Fähigkeit, physische Moleküle – Öl, Gas, Kohle und Uran – zu sichern, wenn geopolitische Stürme toben. Europa und weite Teile Asiens haben sich stattdessen dafür entschieden, ihre Zukunft an Slogans zu knüpfen.
This commentary was first published at The Daily Signal March 15.
Autor: Vijay Jayaraj is a Research Associate at the CO2 Coalition, Arlington, VA and writes frequently for the Cornwall Alliance. He holds a master’s degree in environmental sciences from the University of East Anglia, UK, and resides in India.
(David Berger) Im Streit um eine mögliche Beleidigung der FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat das Landgericht Köln einen Angeklagten in der Berufungsinstanz freigesprochen. Zuvor hatte bereits die Staatsanwaltschaft Köln den Erlass eines Strafbefehls beantragt, dem das Amtsgericht Köln zunächst gefolgt war. Ein weiterer Erfolg, den die Kölner Kanzlei Markus Haintz für die Meinungsfreiheit verzeichnen kann. Ausgangspunkt […]
Neu veröffentlichte Unterlagen zeigen, dass Epstein heimlich an der Planung der Rothschild-Konferenz zu Gesundheit und Sicherheit beteiligt war, einem globalen Pandemie-Forum, an dem Vertreter der WHO und internationale Entscheidungsträger teilnahmen
Teil 15 der Serie „Epstein Files“. Lesen, teilen und kommentieren Sie den X-Beitrag zu diesem Thread.
Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation hielt die Eröffnungsrede auf einer Konferenz, die von Jeffrey Epstein finanziert, geleitet und operativ gesteuert wurde.
Das Bundesdokument, das dies belegt, ist seit zwei Monaten öffentlich zugänglich.
Kein Medium hat darüber berichtet. Bis heute.
Die Dokumente zum Epstein-Files-Transparenzgesetz wurden am 14. Januar 2026 vom US-Justizministerium veröffentlicht. Drei Millionen Dokumente. Öffentlich zugänglich unter justice.gov/epstein. Verfügbar für jeden Journalisten, Forscher und Bürger auf der Welt. Das Dokument, über das niemand berichtet hat, ist EFTA02676303.
EFTA02676303 ist ein vierseitiges Dokument. Es handelt sich um die offizielle Konzeptnotiz und den Finanzplan für eine Veranstaltung namens„The Rothschild Conference on Health and Security“. Darin wird eine Konferenz beschrieben, die vom 11. bis 12. September 2015 im Palais des Nations in Genf – dem europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen – stattfand. Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation nahm daran teil. Der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz nahm daran teil. Die CDC entsandte einen hochrangigen Beamten. Der Präsident der National Academy of Medicine nahm teil. Kevin Rudd, ehemaliger Premierminister von Australien, nahm als Vorsitzender des Gremiums teil, dessen institutionelle Aufgabe darin bestand, die Empfehlungen der Konferenz an jede Geberregierung auf der Welt weiterzuleiten.
Der Mann, der die Konferenz finanziert, die institutionellen Partnerschaften vermittelt, die Organisation geleitet und die Einladung an Bill Gates verfasst hatte, war nicht im Raum. Er war ein registrierter Sexualstraftäter, der von einem privaten Gmail-Konto in Manhattan aus agierte.
Er war nicht im Raum anwesend. Doch in den Planungsunterlagen, die an die Konferenzteilnehmer verteilt wurden – darunter auch an Margaret Chans Assistentin bei der WHO –, wurde er direkt neben der IPI-Führung aufgeführt. (EFTA00857205) Die Anwesenden im Raum hatten die Möglichkeit zu erfahren, wer die Veranstaltung finanziert und die Einladung zur Grundsatzrede verfasst hatte. Ob sie sich diese Informationen angesehen haben, ist eine andere Frage.
Dieses Dokument – EFTA02676303 – liegt seit zwei Monaten im Bundesarchiv. Es umfasst vier Seiten. Lesen Sie es unter justice.gov/epstein, bevor Sie auch nur ein weiteres Wort dieses Artikels lesen.
Was in dem Dokument steht
Auf Seite 3 von EFTA02676303 werden die wichtigsten organisatorischen Partner der Konferenz in einem einzigen Satz als gleichberechtigte Partner aufgeführt:
„das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR), Ärzte ohne Grenzen (MSF), die Edmond-de-Rothschild-Stiftungen und die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung.“
Die Edmond de Rothschild-Stiftungen – die in Genf und Luxemburg ansässige Privatbankendynastie, die in 27 Ländern tätig ist und ein Vermögen von rund 170 Milliarden Schweizer Franken verwaltet – sowie die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung wurden in der offiziellen Konzeptnotiz einer Konferenz, deren Budget von Jeffrey Epstein ausgehandelt wurde, als gleichberechtigte organisatorische Partner neben der WHO und dem IKRK genannt.
Die Gates-Stiftung hatte sich sechs Monate zuvor offiziell geweigert, die Konferenz mitzufinanzieren. Ihr Name steht dennoch in dem Dokument.
Seite 4 zeigt das Budget: 999.985 $. Dezember 2014 bis Dezember 2015. Der größte Einzelposten: 448.000 $ für Personal in Forschung und Programm – fast die Hälfte des gesamten Budgets floss in die Erstellung politischer Inhalte. Die beiden hochrangigen Treffen für 20 Teilnehmer in New York und Genf kosteten 197.900 $.
Es handelte sich hier nicht in erster Linie um eine Konferenz. Es war vielmehr eine Initiative zur Erarbeitung politischer Strategien. Die Treffen dienten als Plattform für die Umsetzung dieses Vorhabens.
Seite 2 formuliert das dreistufige Mandat unmissverständlich:
Phase eins: Forschungs- und Informationsmaterialien. Phase zwei: hochrangige Treffen in New York und Genf zur Erarbeitung politischer Empfehlungen zur Pandemievorsorge. Phase drei: „Die Unabhängige Kommission für Multilateralismus wird die Ergebnisse nutzen, um sie allen Geberländern als Empfehlung vorzulegen, wie die Probleme im Bereich Gesundheit und Sicherheit durch innovative Lösungen wirksam angegangen werden können.“
Private Finanzierung. Private Beratungen. Souveräne politische Ergebnisse. Keine demokratische Rechenschaftspflicht in irgendeiner Phase.
Seite 1 umreißt die Begründung anhand von Bedrohungen, darunter „pandemische Krankheiten, wiederauftretende Krankheiten oder versehentlich oder absichtlich verursachte Ausbrüche.“
Absichtlich verursachte Ausbrüche. Als Gestaltungsprämisse für die Architektur der Pandemiebekämpfung. Verfasst im Jahr 2014. Unter Epsteins operativer Leitung. Finanziert durch die Stiftung einer Rothschild-Bankendynastie.
Diese Formulierung stammt aus dem Dokument selbst. Es befindet sich im Bundesarchiv. Dort ist es seit dem 14. Januar 2026.
Der Name, der entfernt wurde
Zwei Bundesdokumente beschreiben dieselbe Konferenz. Sie nebeneinander zu lesen, ergibt die Geschichte.
Das erste Dokument ist EFTA02676303 – die interne Konzeptnotiz und der Finanzplan, die seit dem 14. Januar 2026 unter justice.gov/epstein verfügbar sind. Der Titel der Veranstaltung lautet schlicht:Die Rothschild-Konferenz zu Gesundheit und Sicherheit. Als wichtiger organisatorischer Partner werden die Edmond de Rothschild-Stiftungen genannt. Das Dokument wurde im Dezember 2014 erstellt.
Das zweite Dokument ist die offizielle IPI-Teilnehmerliste, EFTA_R1_02074407 und EFTA02702398, datiert auf Genf, 11.–12. September 2015 – den Tag, an dem die Konferenz tatsächlich stattfand. Der öffentliche Titel, unter dem sie abgehalten wurde: „Vorbereitung auf Pandemien: Lehren für effektivere Reaktionen.“
Kein Name Rothschild. Keine Offenlegung der Finanzierungsbeziehung. In dem öffentlich zugänglichen Dokument gab es keinen Hinweis darauf, wer die Veranstaltung finanziert hatte, wer die institutionellen Partnerschaften vermittelt hatte oder wie die Aktion in der internen Konzeptnotiz bezeichnet worden war.
Die Namensänderung erfolgte nicht in letzter Minute. Der Entwurf der Tagesordnung vom 19. März 2015, den Walter Kemp vom IPI an Rød-Larsen schickte – neun Tage, nachdem die Gates-Stiftung die Mitfinanzierung der Konferenz offiziell abgelehnt hatte –, trägt bereits den öffentlichen Titel „Vorbereitung auf Pandemien“ und nicht den Namen Rothschild. (EFTA00861674) Zu diesem Zeitpunkt war der Name Rothschild bereits aus der öffentlich zugänglichen Version entfernt worden, auch wenn die darin beschriebene interne Finanzierungsstruktur intakt blieb.
Am 11. Mai 2015 wurden die aktualisierte Konzeptnotiz und der Entwurf der Tagesordnung gleichzeitig an das interne IPI-Team – wobei Epstein direkt neben Rød-Larsen, Kemp und Puri in Kopie gesetzt wurde – sowie an Margaret Chans Assistentin bei der WHO verteilt. (EFTA00857205) Die WHO erhielt die Unterlagen zur Konferenzplanung über dieselbe Verteilerliste wie der verurteilte Sexualstraftäter, der die Finanzierung vermittelt hatte. Weder der öffentliche Titel der Konferenz noch die offiziellen Unterlagen der WHO enthielten darauf einen Hinweis.
Der Generaldirektor der WHO hielt die Eröffnungsrede auf einer Konferenz, die in internen Dokumenten nach ihrem Geldgeber benannt wurde. Die CDC nahm daran teil, ohne dies offenzulegen. Die National Academy of Medicine nahm daran teil, ohne dies offenzulegen. Die Empfehlungen, die über die Unabhängige Kommission für Multilateralismus an jede Geberregierung der Welt weitergeleitet wurden, enthielten keinerlei Hinweis darauf, wer sie finanziert hatte, unter wessen operativer Leitung sie erstellt worden waren oder wie die interne Konzeptnotiz die Operation neun Monate zuvor bezeichnet hatte.
EFTA02676303 ist die interne Akte. EFTA_R1_02074407 ist die öffentliche Fassade. Beide befinden sich im Bundesarchiv. Das gemeinsame Lesen dauert etwa vier Minuten.
Der Name Rothschild wurde entfernt, bevor die Türen geöffnet wurden. Die darin beschriebene Finanzierungsbeziehung jedoch nicht.
Wer hat tatsächlich dafür bezahlt?
Das Budget beträgt 999.985 Dollar. Doch die Bundesakte wirft eine Frage auf, die sie nicht vollständig beantworten kann: Woher stammte dieses Geld tatsächlich?
Im Oktober 2014 schrieb Epstein an Rød-Larsen und teilte ihm mit, dass eine mit Edmond de Rothschild verbundene Stiftung zugestimmt habe, die Konferenz zu sponsern. Eine Million Dollar, so berichtete er, würde den Anforderungen für eine seriöse Veranstaltung genügen. Er genehmigte eine Struktur mit zwei Veranstaltungsorten – Genf und New York. (EFTA_R1_01774911; EFTA02592160)
Das in EFTA02676303 dokumentierte Konferenzbudget belief sich auf 999.985 Dollar – was genau Epsteins angegebenem Beitrag in Dollar entspricht.
Doch die Bundesunterlagen enthalten auch etwas, das dieser Ankündigung vorausging. In Epsteins Akten befindet sich, ohne dass eine Übermittlungskette erkennen lässt, wer sie bereitgestellt hat, das vollständige Organigramm der Edmond de Rothschild Group – datiert auf den 30. Juni 2014, erstellt am 5. September 2014. Es zeigt die EdR Holding SA an der Spitze, mit dominierenden Einheiten in Genf (81,44 %) und London (80 %), sowie nachgelagerten Strukturen in Luxemburg, Monaco, auf den Kaimaninseln, Bermuda, in Nassau, Guernsey, Jersey, Hongkong, Tokio, auf den Niederländischen Antillen und in Uruguay. (EFTA01114424)
Jemand hatte Epstein Monate vor der Bekanntgabe seiner Finanzierungszusage eine detaillierte Übersicht über die Offshore-Struktur der Rothschilds übergeben. Aus dem Dokument geht nicht hervor, wer dies war.
Dann, einen Monat nach Abschluss der Konferenz, im Oktober 2015, wurde eine formelle Vereinbarung zwischen der Southern Trust Company, Inc. – einer von Epsteins beiden Gesellschaften auf den Jungferninseln, denselben Gesellschaften, die in seiner rechtlichen Vereinbarung mit Bill Gates aus dem Jahr 2013 freigestellt wurden – und der Edmond de Rothschild Holding S.A. unterzeichnet. Die Vereinbarung sah eine Gebühr in Höhe von 25 Millionen Dollar im Zusammenhang mit „offenen Angelegenheiten“ vor, die die Regierung der Vereinigten Staaten betrafen. (EFTA00584904)
Diese Vereinbarung betraf Angelegenheiten des Justizministeriums, die in meiner früheren Berichterstattung dokumentiert sind, nicht die Konferenz selbst. Sie bestätigt jedoch, dass Epsteins Finanzstruktur auf den Jungferninseln und die EdR Holding im gleichen Zeitrahmen wie die Konferenz eine formelle bilaterale finanzielle Beziehung unterhielten – und dass die finanzielle Beziehung zwischen Epstein und der Rothschild-Bankendynastie wesentlich tiefer ging als ein einmaliges philanthropisches Engagement für eine Gesundheitskonferenz.
Was die Unterlagen der Bundesbehörden belegen: Epstein kündigte das Engagement an. Das Budget entsprach auf den Dollar genau seiner Angabe. Er hielt die Übersicht über die EdR-Offshore-Struktur bereits vor der Ankündigung in der Hand. Seine Gesellschaft auf den Jungferninseln und die EdR Holding schlossen im Monat nach der Konferenz eine formelle Vereinbarung über 25 Millionen Dollar ab.
Was die Bundesakten nicht belegen: ob die 999.985 Dollar von einem EdR-Stiftungskonto stammten, aus Epsteins eigenen Mitteln, die über ein EdR-Vehikel geleitet wurden, von Southern Trust selbst oder aus einer Kombination dieser Quellen. Der Weg der tatsächlichen Überweisung ist in den dieser Untersuchung vorliegenden Dokumenten nicht enthalten.
Die Konferenz ist nach der Familie Rothschild benannt. Sie könnte von der Familie Rothschild finanziert worden sein. Sie könnte von Epstein finanziert worden sein, der den Namen Rothschild als institutionelle Tarnung nutzte. Die Unterlagen der Bundesbehörden können derzeit keine Aussage darüber treffen, welche der beiden Möglichkeiten zutrifft. Was sie jedoch belegen, ist, dass der Mann, der die Zusage verkündete, das Budget auf den Dollar genau einhielt, die Offshore-Karte besaß und dessen Unternehmen im selben Zeitraum eine formelle Finanzvereinbarung mit EdR Holding hatte, Jeffrey Epstein war – und dass die daraus resultierende Konferenz den Namen Rothschild in die offiziellen Programme der WHO, der CDC und der National Academy of Medicine einbrachte.
Die Frage, woher die Überweisung stammte, könnte die Vorladungsbefugnis des Kongresses, gerichtet auf die Bankunterlagen von EdR Holding, an einem einzigen Nachmittag beantworten. Bis heute hat kein Ausschuss danach gefragt.
Die Einladung zur Keynote, von der niemand wusste, dass sie geschrieben wurde
Am 11. Juni 2015 schickte Camilla Reksten-Monsen – Stabschefin von Terje Rød-Larsen, dem Präsidenten des International Peace Institute – eine E-Mail an jeevacation@gmail.com.
Der Betreff lautete „E-Mail-Entwurf“. Der Anhang war ein Brief mit der Anrede „Lieber Bill“.
Ihre Nachricht: „Hallo Jeff, unten findest du Terjes E-Mail-Entwurf an BG – könntest du ihn dir ansehen und Terje dein Feedback geben, bevor er verschickt wird?“
Jeff war Jeffrey Epstein. BG war Bill Gates.
Epstein antwortete 46 Minuten später. Der Entwurf benötigte „viel Arbeit“. Er erkannte das strukturelle Problem sofort: Wenn Weltbankpräsident Jim Yong Kim nur einen Vertreter schicken würde, anstatt persönlich teilzunehmen, würde Gates nicht kommen. Der Brief musste mit der vollständigen Liste der bestätigten Teilnehmer beginnen. Die Liste korrigieren, den Brief korrigieren.
Epstein schrieb die Einladung über Nacht um. Seine zentrale rhetorische Technik, im Entwurfstext dokumentiert:„Ich glaube, die Idee deckt sich mit Ihrer Sichtweise in dieser Angelegenheit.“
Keine Überzeugung. Zuschreibung. Gates wurde nicht gebeten, ein Programm zu unterstützen. Ihm wurde gesagt, das Programm habe ihn bereits unterstützt. Die Konferenz wurde nicht als Initiative des IPI und nicht als Initiative von Rød-Larsen dargestellt – sondern als institutioneller Ausdruck von Gates’ eigenem intellektuellen Rahmen. So geschrieben, dass Gates das Gefühl hatte, auf etwas zuzugehen, das ihm bereits gehörte.
Ein Satz, den Epstein über sich selbst schrieb, in Rød-Larsens Worten, an den Mann, den er rekrutierte: „Die Veranstaltung ist vollständig finanziert.“
Er beschrieb damit sein eigenes Engagement.
Rød-Larsen nahm geringfügige Änderungen vor und fragte am 16. Juni: „Ich habe im Folgenden ein paar kleine Änderungen vorgenommen – ist das in Ordnung?“
Das Schreiben, in dem der weltweit bekannteste private Gesundheitsphilanthrop gebeten wurde, auf einer Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema Pandemiebekämpfung eine Grundsatzrede zu halten, wurde von Jeffrey Epstein verfasst, vor dem Versand von Epstein genehmigt und unter dem Namen eines anderen Mannes versandt.
Darüber wurde bis heute noch nicht berichtet.
Wer war im Raum?
Das Bundesdokument EFTA_R1_02074407 ist die offizielle Teilnehmerliste der Konferenz, wie sie tatsächlich stattfand. Es wird hier vollständig wiedergegeben, da die Namen Gegenstand der Diskussion sind.
In dem Konflikt zwischen den USA und Iran geht es auch um die Kontrolle der Meerenge von Hormus – und damit um die Kontrolle einer der wichtigsten Energietransportrouten der Welt.
Von Alex Männer
Die am 28. Februar gestartete amerikanisch-israelische Militärintervention gegen den Iran läuft für Washington offenkundig alles andere als erfolgreich und zeigt mit jedem weiteren Tag der Kampfhandlungen zunehmend gravierende Fehler auf, die dem Pentagon bei der Planung unterlaufen sind.
Trotz der zahlreichen schmerzhaften Luftschläge gegen die iranische Führung, das Militär und die zivilen Einrichtungen der Islamischen Republik konnten die Iraner wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ergreifen und erlangten inzwischen sogar die strategische Initiative in dem Konflikt. Vor allem durch die Sperrung der Meerenge von Hormus sowie durch anhaltende massive Raketenangriffe auf Israel und Einrichtungen der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten im Persischen Golf.
Die Wissenschaft ist um eine “bahnbrechende” Erkenntnis reicher: Deutsche Frauen stehen nicht auf Syrer und Afghanen. Das haben zwei Forscherinnen der Universität Mannheim jetzt in einer aufwendigen Studie herausgefunden. Wow, wer hätte das gedacht?
Ein Kommentar von Heinz Steiner
Immer wieder werden auch Studien zu Umständen veröffentlicht, die jedem Menschen, der nicht verblendet durchs Leben geht, längst schon bekannt sind. So auch in Bezug auf den Dating-Erfolg von Syrern und Afghanen in Deutschland. In der im Journal of Family Studies veröffentlichte Studie „Is it a match? The congruence of partnership preferences between Syrian and Afghan refugees and the German population“ (zu Deutsch: Passt es? Die Übereinstimmung von Partnerschaftspräferenzen zwischen syrischen und afghanischen Flüchtlingen und der deutschen Bevölkerung) haben Stefanie Heyne und Irena Kogan von der Uni Mannheim das Offensichtliche untersucht.
Das Ergebnis fällt dabei wie zu erwarten aus: Männliche Asylforderer, die zwischen 2014 und 2016 nach Deutschland kamen, haben großes Interesse an gleichaltrigen deutschen Frauen. Dieses Interesse wird jedoch von der Gegenseite nicht erwidert. Die Begründung dafür lautet demnach, dass die Frauen die religiösen Überzeugungen und das archaische Weltbild der Syrer und Afghanen einfach ablehnen. Zu groß ist die Inkompatibilität bei Lebensstilen und Geschlechternormen. Die Migranten hingegen hätten liebend gern einheimische Partnerinnen – auch, um sozial aufzusteigen und sich den Weg in die Gesellschaft zu bahnen.
Die Forscherinnen hoffen offenbar auf gebildete deutsche Frauen, die durch “diverse Umgebungen” eher bereit wären, sich auf die moslemischen Asylforderer einzulassen. Was in der akademischen Blase dabei gern verschwiegen wird: Es gibt mittlerweile unzählige tragische Fälle, in denen Syrer, Afghanen und andere muslimische Migranten ihre deutschen (Ex-)Freundinnen ermordet haben (Stichwort: Ehrenmorde). Wer als Bahnhofsklatscherin und Plüschtierwerferin an die große interkulturelle Liebe glaubt, hat mit Pech mit einer reduzierten Lebenserwartung zu rechnen.
Um solche “Erkenntnisse” zu gewinnen, braucht man im Deutschland von heute offenbar einen Doktortitel, ein Universitätsinstitut und jede Menge Soziologie-Forschungsgelder. Die logische Konsequenz wäre, diese Männer dorthin abzuschieben, wo ihre romantischen Perspektiven besser aussehen, anstatt noch mehr Frauen aus ihren Heimatländern zu importieren. Doch in der heutigen politischen Realität ist es wohl wahrscheinlicher, dass bald staatliche Maßnahmen und Kampagnen ergriffen werden, um den deutschen Frauen mohammedanische Partner schmackhaft zu machen.
Erinnern wir uns: 2015 wurde uns noch von Politik und Medien erklärt, es sei ein “rechtes Narrativ”, dass fast nur junge Männer zu uns kommen. Als sich die Realität nicht mehr leugnen ließ, hieß es plötzlich: Das ist völlig normal, denn die Männer kommen zuerst und holen ihre Familien nach. Und heute sitzen wir auf unzähligen unintegrierbaren Männern, die keine Frau abbekommen, weil sich die deutschen Frauen offensichtlich nicht einfach so islamisieren lassen wollen. Was ist wohl die unausgesprochene Erwartungshaltung, die zwischen den Zeilen solcher Debatten mitschwingt? Deutsche Frauen sollen für die “Integration” der Moslems aus dem Nahen Osten gefälligst die Beine breitmachen?
Die Integration der mitunter Unintegrierbaren wird eiskalt an die deutschen Frauen outgesourct. Frauen, die verständlicherweise null erotisches Interesse an Neuankömmlingen aus brutalen, archaischen und frauenverachtenden Gesellschaften haben. Was kommt als Nächstes auf die Damenwelt zu – vielleicht die Aufforderung dazu, ihren Dienst am Vaterland zu tun und einen Talahon zu heiraten?
Die EU-Energieminister beraten heute über „Maßnahmen“ gegen die Energiepreisexplosion. Die Kommission spricht von „freiwilligen“ Einschränkungen. Am Dienstag kommt es zu einer kurzfristigen Videokonferenz der Energieminister der EU-Mitgliedstaaten. Im Vorfeld forderte der EU-Energiekommissar in einem Schreiben an die Minister, „freiwillige Maßnahmen zur Nachfragesenkung in Betracht zu ziehen – mit besonderem Augenmerk auf den Verkehrssektor“. EU-Bürger sollen […]