Kategorie: Nachrichten
Energiesparen absurd – Die Senkung der Energieintensität der Wirtschaft ist fast ausgereizt
Edgar L. Gärtner
Finden Sie es nicht auch absurd, wenn große Stromkonzerne wie die französische EDF in Radio und Fernsehen eifrig Reklame für das Stromsparen machen. Zumal, wenn bekannt ist, dass EDF ihren Schuldenberg in Höhe von Zig Milliarden Euro nur abtragen kann, wenn sie mehr Strom verkauft. Folgt EDF neuerdings statt dem gesunden Menschenverstand nicht einer Selbstmord-Agenda?
Als eine solche könnte man das französische Gesetz über die mehrjährige Energie-Programmierung (Loi de programmation énergie-climat), das schon im ersten Halbjahr 2 verabschiedet werden sollte, durchaus sehen. Darin eine Senkung des französischen Energieeinsatzes von derzeit etwa 1.600 Terawattstunden (TWh) auf 1.200 TWh bis 2030 vorgesehen. In nur sieben Jahren soll der Energieeinsatz also um nicht weniger als ein Viertel sinken, obwohl das französische Kernenergieprogramm die preisgünstige Produktion von „klimaneutralem“ Strom im Überfluss zuließe. Doch die parlamentarische Gesetzes-Pipeline Frankreichs ist zurzeit durch den Streit um verschiedene Sozialgesetze verstopft. So muss das selbstmörderische Gesetz zum Glück noch warten. Aber die Linken werden wohl nicht nachgeben. Sozialisten, Kommunisten und Grüne in allen politischen Parteien halten die Entdeckung eines Todestriebs in der Geschichte durch den russischen Star-Mathematiker Igor R. Schafarewitsch zwar für eine böswillige Unterstellung der extremen Rechten. Doch was ist das Ziel „Net Zero“ CO2 anderes als eine Manifestation dieses Todestriebs?
Lange galt der Umfang des Energieeinsatzes als wichtiger Indikator des gesellschaftlichen Wohlstandes. Inzwischen ist die dahinter stehende Tonnenideologie zu recht in Verruf geraten. Es ist wichtig, zwischen der Energieintensität einer Volkswirtschaft (gemessen in Gigajoule je Einheit des Brutto-Inlandsprodukts bzw. je Milliarde Dollar Umsatz) und der Energie-Effizienz zu unterscheiden, die vom Ziel des jeweils betrachteten Energieumwandlungsprozesses abhängt. Die Höhe der Energieintensität einer Volkswirtschaft hängt von verschiedenen Umständen ab. Es liegt auf der Hand, dass Länder in kalten Klimazonen mehr Energie benötigen als Länder mit einem günstigeren Klima, um vergleichbaren materiellen Reichtum erzeugen zu können. Aus den Erfahrungen mit der untergegangenen Sowjetunion wissen wir aber, dass die Intensität des Energieeinsatzes doch stärker von gesellschaftlichen als von klimatischen Bedingungen abhängen kann.
Im Westen gibt es schon seit etwa einem Jahrhundert und insbesondere in den letzten vier Jahrzehnten lautstarke politische Initiativen zur Senkung der volkswirtschaftlichen Energieintensität durch bewusste Sparmaßnahmen. Begründet wurden diese meist mit dem Hinweis auf sinkende Rohöl- und Gas-Reserven, in jüngerer Zeit aber eher durch die angebliche Notwendigkeit des „Klimaschutzes“. Tatsächlich sank die Energieintensität weltweit seit dem Jahr 1990 deutlich. Das zeigen Daten der Weltbank und des Energy Institutes (siehe Grafik). Die Energieintensität sank global von 150 Gigajoules je einer Milliarde Dollar Umsatz im Jahre 1990 auf 60 GJ/B$, das heißt um 60 Prozent oder um 1,9 Prozent jährlich. Mein Freund Samuel Furfari weist allerdings darauf hin, dass die Annahme, das könne noch länger so weitergehen, unbegründet ist. Denn die Kurven der Öl-, Gas- und Kohle-Intensität streben augenfällig asymptotisch einem Grenzwert zu, der bei etwa 20 GJ/B$ liegt.

Es ist also illusorisch, das Ziel „Net Zero“ allein durch noch so drakonische Energiesparmaßnahmen erreichen zu wollen, zumal die meisten der in Frage kommenden Energiesparmaßnahmen wie die Gebäudedämmung oder der von der „Ampel“ geforderte Heizungsaustausch nur um den Preis zusätzlichen Energieeinsatzes zu haben sind. Da auch der vollständige Ersatz böser „fossiler“ durch gute „erneuerbare“ Energieträger inzwischen selbst bei vielen Grünen als ebenso unmöglich gilt, bliebe als Ausweg nur der Verzicht auf Industrie. Das aber zöge in den bis dato wohlhabenden OECD-Ländern ein Massensterben nach sich. Der Energieeinsatz wird also trotz Effizienzgewinnen im Detail in diesen Ländern weiter steigen, wenn auch vielleicht nicht mehr so stark wie unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Eine humane und kluge Politik sollte also von einem weiter steigenden Energiebedarf ausgehen, der am saubersten und nachhaltigsten durch (große und kleine) Kernkraftwerke gedeckt werden kann. Außerhalb Deutschlands sehen das auch die meisten Regierungen, auch wenn sie manchmal aus wahltaktischen Gründen faule Kompromisse mit den Grünen aushandeln müssen.
Tipps und Ratschläge zur Impfung von Kindern

Die Pharmabranche hat die Impfung von Kindern als höchst profitables Geschäft erkannt. Die Folge ist zunehmend häufigeres Auftreten von Autismus. Nur bei Bevölkerungsgruppen wie den Amischen und den ultra-orthodoxen Juden, wo gar nicht geimpft wird, ist Autismus unbekannt. Wegen der enormen negativen Folgen – Impfschäden und erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und Krankheiten – haben sich […]
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Befreite Amazon-Äpfel in New York

Ein Amazon-Supermarkt in New York war das Ziel einer Aktion einer ungehorsamen Gruppe. Es war der 15. Dezember in New York. Eine Gruppe von Menschen betrat einen „Whole-Foods“-Supermarkt, der Amazon gehört. Die Menschen tragen Masken, Jeff-Bezos-Masken. Sie nahmen Lebensmittel, doch anstatt zur Kassa zu gehen, gingen sie ohne zu bezahlen. Gegen Lebensmittelkonzerne und Amazon Eine […]
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Rechtsprechung: Regierungskritik allein reicht für „Verfassungsfeindlichkeit“

Von MANFRED ROUHS | Der politischen Klasse fällt es immer schwerer, ihre Machtposition gegen politische Konkurrenten zu verteidigen und sie in die üblichen Schablonen von Links- und Rechtsextremismus einzusortieren. Denn dabei handelt es sich um relativ geschlossene politische Konzepte aus dem 20. Jahrhundert, die in unserer Zeit überkommen sind, kaum noch echte Anhänger haben und […]
Zum Tod von Wolfgang Schäuble (CDU): Sein Traum von der Kanzlerschaft ging nie in Erfüllung

Mit Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) ist einer der einflussreichsten Altparteien-Politiker der vergangenen Jahrzehnte im Alter von 81 Jahren verstorben. Der Badener, der seit dem Attentat im Oktober 1990 an den Rollstuhl gefesselt war, erlag laut Medienberichten einem langjährigen, bis zuletzt geheimgehaltenen Krebsleiden.
Schäuble war der Prototyp des Berufspolitikers. 1972 erstmals in den Deutschen Bundestag eingezogen, gehörte er dem Parlament ohne Unterbrechung bis zu seinem Tod am Zweiten Weihnachtsfeiertag an. Unter Helmut Kohl (CDU) war Schäuble Chef des Kanzleramtes, zweimal Innenminister, Finanzminister unter Angela Merkel (CDU) und führte in den 90er Jahren die CDU/CSU-Bundestagsfraktion der Bonner Republik.
Schäuble galt als Strippenzieher, graue Eminenz oder auch Sphinx, weil er nur schwer zu durchschauen war. Zusammen mit Merkel hatte er den Sturz seines früheren Mentors Kohl als CDU-Chef betrieben. Unbestritten ist, dass Schäuble, der mit der DDR den Einheitsvertrag ausgehandelt hatte, entscheidend zum Regierungsumzug von Bonn in die deutsche Hauptstadt Berlin beitrug.
Niemand gehörte dem Deutschen Bundestag jemals länger an als der „ewige Abgeordnete“ Wolfgang Schäuble. Seinen Traum von der Kanzlerschaft musste der Badener, der wie Kohl tief verstrickt war in die CDU-Parteispenden-Affäre, ebenso aufgeben wie später seine von Merkel durchkreuzten Ambitionen auf das Amt des Bundespräsidenten.
„De mortuis nil nisi bene“ (über die Toten nur Gutes), sagt der Lateiner. Dennoch soll nicht verschwiegen bleiben, dass sich Schäuble mit Blick auf die illegale Masseneinwanderung zu dem Satz verstieg: „Abschottung würde uns in Inzucht degenerieren lassen.“
Nicht zu vergessen: Als Bundestagspräsident sprach Wolfgang Schäuble der AfD-Fraktion vehement das Recht auf einen Vizepräsidenten ab. (oys)
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Ukraine-Krieg: Wie geht es weiter?
Die Geschichte auf einen Blick
- Lex Fridman interviewt John Mearsheimer, einen Wissenschaftler für internationale Beziehungen an der Universität von Chicago, über das mögliche Ende des Krieges in der Ukraine
- Im besten Fall prognostiziert Mearsheimer einen Waffenstillstand, der zu einem eingefrorenen Konflikt führt
- Im Falle eines eingefrorenen Konflikts glaubt Mearsheimer, dass dieser instabil sein wird, wobei die Ukrainer versuchen werden, Russlands Position zu schwächen, und die Russen „große Anstrengungen unternehmen“, um der Ukraine zu schaden und Zwietracht innerhalb des Bündnisses zu säen
- Wenn sich die USA weiterhin in den Krieg einmischen, lautet die Antwort auf die Frage, ob der Konflikt gelöst werden kann, laut Mearsheimer „definitiv nein … Man muss die Amerikaner rausholen“
- Mearsheimer glaubt, dass es eine „winzige Chance“ gibt, den Krieg zu beenden, aber um dies zu erreichen, muss die Ukraine neutral werden und alle Sicherheitsbeziehungen mit dem Westen vollständig abbrechen
Im obigen Video spricht Lex Fridman mit John Mearsheimer, einem Wissenschaftler für internationale Beziehungen an der Universität von Chicago, über das mögliche Ende des Krieges in der Ukraine. Mearsheimer ist nicht optimistisch.
Seit Beginn des Krieges im Februar 2022 wurden etwa 500.000 ukrainische und russische Soldaten getötet oder verwundet, und mehr als 9.600 Zivilisten sind in der Ukraine ums Leben gekommen. In der Zwischenzeit haben die USA nach offiziellen Angaben bis Ende Juli 2023 76,8 Milliarden Dollar an militärischer, finanzieller und humanitärer Hilfe in die Ukraine geschickt. Die Europäische Union hat im selben Zeitraum weitere 85,1 Milliarden Dollar bereitgestellt.
Dieser Krieg könnte nicht nur durch Korruption ausgelöst werden, er könnte auch nicht zu gewinnen sein. „Ich glaube nicht, dass es eine echte Aussicht auf ein sinnvolles Friedensabkommen gibt“, sagte Mearsheimer. „Ich denke, es ist fast unmöglich. Ich denke, das Beste, worauf man im Moment hoffen kann, ist, dass die Schießerei aufhört. Man hat einen Waffenstillstand und dann einen eingefrorenen Konflikt“.
Haben sich die USA einer Lösung in den Weg gestellt?
Im Falle eines eingefrorenen Konflikts glaubt Mearsheimer, dass dieser instabil sein wird, wobei die Ukrainer versuchen werden, Russlands Position zu schwächen, und die Russen „große Anstrengungen unternehmen werden“, um der Ukraine zu schaden und Zwietracht innerhalb des Bündnisses zu säen, „und das gilt auch für die transatlantischen Beziehungen“, sagt er … „Das Potenzial für eine Eskalation wird dort groß sein. Ich halte das also für eine Katastrophe.“
Nebenbei bemerkt hat das 2021 gegründete Zentrum des ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky für die Bekämpfung von Desinformation eine schwarze Liste amerikanischer „pro-russischer Propagandisten“ herausgegeben, auf der Mearsheimer zusammen mit Senator Rand Paul, R-Ky, der ehemaligen Abgeordneten Tulsi Gabbard, D-Hawaii, dem unabhängigen Journalisten Glenn Greenwald und dem pensionierten Oberst Douglas Macgregor steht.
Als Fridman Mearsheimer fragt, ob er es für möglich hält, dass sich die beiden Führer zusammensetzen und eine Lösung finden, antwortet dieser schnell: „Ich denke, die Antwort ist nein“. Fridman fragt dann: „Selbst wenn die Vereinigten Staaten involviert sind … drei Personen im Raum?“ Darauf antwortet Mearsheimer: „Wenn die Vereinigten Staaten involviert sind, ist die Antwort definitiv nein … Man muss die Amerikaner herausholen … die Amerikaner sind ein echtes Problem.“
Mearsheimer geht auf den Beginn des Krieges zurück, als die beiden Seiten in Istanbul verhandelten. Der ehemalige Premierminister Naftali Bennett fungierte als Vermittler, und laut Mearsheimer wurden Fortschritte erzielt, bis sich die USA und Großbritannien einschalteten:
„Bennett spricht sowohl mit Putin als auch mit Zelensky persönlich. Und was passiert, wenn es scheitert? Die Antwort ist, dass die Vereinigten Staaten und Großbritannien sich einmischen und Zelensky sagen, er solle gehen … wenn sie gekommen wären und Zelensky ermutigt hätten, einen Weg mit Putin zu finden, um den Krieg zu beenden, und mit Bennett zusammengearbeitet hätten … dann hätten wir den Krieg vielleicht beenden können.“
Die Einmischung der USA in den Ukraine-Konflikt zeigt, dass sie nicht bereit sind, ihre imperialistischen Tendenzen aufzugeben. Doch die Zensur hat jede offene Diskussion zum Schweigen gebracht, die dem offiziellen Narrativ über den Krieg in der Ukraine widerspricht.
Die Mainstream-Medien sind sich in ihrer Botschaft einig, dass der Krieg in der Ukraine das Ergebnis einer unprovozierten und ungerechtfertigten Invasion ist, aber es gibt eine Vorgeschichte. Jeffrey Sachs, ehemaliger Direktor des Earth Institute an der Columbia University, Berater der Vereinten Nationen und Wirtschaftsprofessor, der seit Jahrzehnten in mehr als 100 Ländern diplomatisch tätig ist, hat das Weiße Haus aufgefordert, Friedensverhandlungen zu führen und die Ukraine von einem NATO-Beitritt abzuhalten.
Das Weiße Haus lehnte dies mit der Begründung ab, jeder habe das Recht, der NATO beizutreten, wenn er dies wolle. Aber wie Sachs feststellte, geht es hier nicht um das „Recht“ der Ukraine, der NATO beizutreten, sondern um die Bedrohung, die von ihr für ihre Nachbarn, insbesondere Russland, ausgeht.
Russland hat seit Langem deutlich gemacht, dass es einen NATO-Beitritt der Ukraine nicht zulassen wird, und zwar aus dem einfachen Grund, dass dies eine militärische Präsenz der NATO direkt an seiner Grenze bedeuten würde. Russland möchte, dass die Ukraine eine unabhängige „Pufferzone“ zwischen sich und den NATO-Ländern bleibt.
Wäre es für die USA in Ordnung, wenn Mexiko ein Militärbündnis mit China eingehen und chinesisches Militär an unserer Südgrenze stationieren würde? fragt sich Sachs. Das ist höchst unwahrscheinlich, aber genau das wird in der Ukraine angestrebt.
Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine haben die USA die Eskalation des Konflikts vorangetrieben, bis zu dem Punkt, an dem ein Atomkrieg ins Spiel kam. Warum sollten die USA ein solches Risiko eingehen? Um für das „Recht“ der Ukraine auf einen NATO-Beitritt einzutreten? Das ist mehr als irrational, aber so weit sind wir schon.
Gibt es einen Funken einer Chance, den Krieg zu beenden?
Mearsheimer glaubt, dass es eine „winzige Chance“ gibt, den Krieg zu beenden, aber um das zu erreichen, müssen zwei Dinge getan werden, sagt er:
„Die eine ist, dass die Ukraine neutral werden muss und alle Sicherheitsbeziehungen zum Westen vollständig kappen muss. Es ist nicht so, dass man sagen kann: ‚Wir werden die NATO nicht auf die Ukraine ausweiten, aber wir werden weiterhin eine lose Sicherheitsvereinbarung mit der Ukraine haben.‘ Nichts von alledem. Sie muss vollständig aufgelöst werden – die Ukraine muss auf sich allein gestellt sein.
Und zweitens muss die Ukraine die Tatsache akzeptieren, dass die Russen die vier Oblaste, die sie jetzt annektiert haben, und die Krim behalten werden. Die Russen werden sie nicht zurückgeben. Und wenn Sie Zelensky sind, oder wer auch immer die Ukraine in diesem Szenario regiert, möchten Sie sicherstellen, dass die Russen nicht noch weitere vier Oblaste, einschließlich Charkiw und Odessa, einnehmen, richtig?
Wenn ich an Putins Seite spiele und dieser Krieg weitergeht, denke ich darüber nach, vier weitere Oblaste einzunehmen. Ich will etwa 43% der Ukraine und einen Ausgang nach Russland, richtig? Und ich will auf jeden Fall Odessa und ich will auf jeden Fall Charkiw, und ich will die beiden Oblaste dazwischen.“
Aber Mearsheimer betont, dass man, wenn man jetzt über eine Einigung sprechen kann, „vielleicht in der Lage ist, diese Art von Aggression im Keim zu ersticken und Putin und Russland darauf zu beschränken, die vier bereits annektierten Gebiete sowie die Krim zu annektieren. „Das ist das Beste, was man sich erhoffen kann“, sagt er, aber das erfordert auch Zugeständnisse von der Ukraine:
„Der Punkt ist, dass man die Ukrainer dazu bringen muss, zu akzeptieren, ein wirklich neutraler Staat zu werden und zuzugeben, dass die Russen einen großen Teil des Territoriums behalten. Sie haben etwa 23 % des ukrainischen Territoriums annektiert, und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein ukrainischer Führer dem zustimmen würde.“
Die EU-Erweiterung ist ein weiterer Joker in diesem Szenario, denn es handelt sich nicht nur um eine wirtschaftliche Erweiterung, sondern auch um eine militärische Dimension:
„Im Vorfeld des Krieges – eigentlich im Vorfeld der Krise von 2014, als sie zum ersten Mal ausbrach – machten die Russen deutlich, dass sie die EU-Erweiterung als Vorwand für die NATO-Erweiterung sehen. Die EU-Erweiterung ist also heikel, aber ich denke, dass … gesunde Wirtschaftsbeziehungen … zwischen der Ukraine und dem Westen möglich sind.“
Zerbrochenes Vertrauen kann Führungskräfte davon abhalten, einen Konflikt zu lösen
Fridman glaubt an die Kraft einzelner Führungspersönlichkeiten, gemeinsam einen Krieg zu beenden, doch dies setzt Vertrauen voraus – ein Vertrauen, das, so Mearsheimer, bei den Russen gebrochen wurde. Dies sei zum großen Teil auf die Minsker Vereinbarungen zurückzuführen, die den Bürgerkrieg in der Region Donbas im Südosten der Ukraine beenden sollten.
Vier Hauptakteure waren daran beteiligt – Russland, die Ukraine, Deutschland und Frankreich. „Ich glaube, die Russen haben die Minsker Vereinbarungen ernst genommen“, erklärt Mearsheimer. „Ich glaube, Putin hat sie sehr ernst genommen. Er wollte diesen Konflikt beenden.“
Die anderen beteiligten Staatsoberhäupter – Angela Merkel aus Deutschland, Francois Hollande aus Frankreich und Petro Poroschenko aus der Ukraine – waren jedoch nicht ganz an Bord. Laut Mearsheimer:
„Alle sagten ausdrücklich, dass sie nicht ernsthaft an einer Einigung interessiert seien. In all den Gesprächen mit Putin haben sie ihn hinters Licht geführt. Sie haben versucht, ihn auszutricksen, um Zeit zu gewinnen und das ukrainische Militär aufzurüsten. Putin ist zutiefst verärgert über diese Eingeständnisse der drei Führer. Er glaubt, man habe ihm vorgegaukelt, dass Minsk funktionieren könnte.
Er glaubt, dass er in gutem Glauben verhandelt hat und sie nicht, und er glaubt, dass das Vertrauen zwischen Russland und dem Westen aufgrund dieser Erfahrung mit Minsk praktisch gleich Null ist … wenn Sie Putin sind, ist es zu diesem Zeitpunkt nicht sehr attraktiv, dem Westen zu vertrauen. In der Tat wird man allem misstrauen, was sie sagen.“
Die Aufgabe Nr. 1 eines jeden Führers ist es, das Überleben seines Staates zu sichern
Fridman vertritt erneut die Ansicht, dass einzelne Führungspersönlichkeiten sogar das tiefe Misstrauen im Westen überwinden könnten, da die menschliche Natur es den Menschen ermöglicht, anderen Menschen zu vertrauen, auch wenn sie der Einheit oder Struktur hinter ihnen misstrauen. „Das Schöne an der menschlichen Natur“, so Mearsheimer, „ist, dass es Vergebung gibt und man es wieder versuchen kann.“ Aber Mearsheimer ist sich da nicht so sicher:
„Wenn Sie der Führer eines Landes in einem anarchischen System sind, müssen Sie sehr vorsichtig sein, dass Sie Ihr Vertrauen in einen ausländischen Führer nicht zu weit gehen lassen, denn wenn dieser ausländische Führer Sie verrät oder Ihr Vertrauen missbraucht und Ihnen in den Rücken fällt, könnten Sie sterben. Und noch einmal: Denken Sie daran, dass die Hauptverantwortung eines jeden Führers – ganz gleich, um welches Land es sich handelt – darin besteht, das Überleben seines Staates zu sichern.
Und … wenn man das Vertrauen eines Führers bereits missbraucht hat, kann man sich nicht mehr auf das Vertrauen verlassen, um voranzukommen … Meine Vorhersage, dass dieser Krieg lange andauern und auf hässliche Weise enden wird, gefällt mir überhaupt nicht, also hoffe ich, dass ich falsch liege.“
Quellen:
- 1 The New York Times August 18, 2023
- 2 Statista September 2023
- 3, 5 Council on Foreign Relations September 21, 2023
- 4 Kiel Institute for the World Economy Aid to Ukraine Tracker
- 6 YouTube, Lex Clips, How the war in Ukraine will end November 21, 2023
- 7 YouTube, Lex Clips, How the war in Ukraine will end November 21, 2023, 1:23
- 8 Fox News July 25, 2022
- 9 YouTube, Lex Clips, How the war in Ukraine will end November 21, 2023, 2:20
- 10 YouTube, Lex Clips, How the war in Ukraine will end November 21, 2023, 3:54
- 11 Columbia SIPA, Jeffrey Sachs
- 12 YouTube, Russell Brand, This is How the US Have Lied About Ukraine War, November 6, 2022, 8:29
- 13 YouTube, Lex Clips, How the war in Ukraine will end November 21, 2023, 6:02
- 14 YouTube, Lex Clips, How the war in Ukraine will end November 21, 2023, 8:03
- 15 YouTube, Lex Clips, How the war in Ukraine will end November 21, 2023, 9:16
- 16 YouTube, Lex Clips, How the war in Ukraine will end November 21, 2023, 11:00
- 17 YouTube, Lex Clips, How the war in Ukraine will end November 21, 2023, 11:33
- 18 YouTube, Lex Clips, How the war in Ukraine will end November 21, 2023, 13:41
- 19 YouTube, Lex Clips, How the war in Ukraine will end November 21, 2023, 13:46
Ein Nachruf zum Tod von Wolfgang Schäuble (81)

von DeutschlandKURIER
-Kolumnist Gerald Grosz
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Aufarbeitungskommission: Historische Chance vergeben – Politik hat nichts gelernt
Am 21. Dezember fand die Pressekonferenz zur Aufarbeitung der Coronakrise statt. Dort zeigte sich: Die Politik hat ihre Lektionen nicht gelernt – unverändert wurden die immer gleichen, längst widerlegten Narrative wiederholt. Die GGI-Initiative demontiert die unwürdigen Aussagen Karl Nehammers in einer Presseaussendung und fordert eine echte Aufarbeitung des begangenen Unrechts in der sogenannten Pandemie.
Die Aufarbeitungskommission: Historische Chance erwartungsgemäß vergeben
Presseaussendung der GGI-Initiative am 21.12.2023
Die heutige Pressekonferenz zur Aufarbeitung der Coronakrise war erwartungsgemäß enttäuschend. Echte Einsicht gab es nicht, dafür zahlreiche Rechtfertigungen. Damit wurde eine historische Chance vergeben, die Gräben in der Gesellschaft wieder kleiner zu machen. Dieses politisch unverantwortliche Verhalten wird sich spätestens am Wahltag rächen.
Das Fazit ist klar: Die Politik hat nichts gelernt. Wie schon die letzten knapp vier Jahre wurden in der heutigen Pressekonferenz die Narrative unverändert wiederholt. Die Kriegsrhetorik gegen das Virus als der Feind. Über Maßnahmen wurde geredet, als wären diese sakrosankt. Echte Einsicht ist nicht gegeben. Im Gegenteil.
Viel Steuergeld für nichts
Die Präsentation der Sozialstudie zur Corona-Aufarbeitung ist eine weitere Verhöhnung der Maßnahmengeschädigten. Dem Steuerzahler kostet diese Studie 545.000 Euro, doch die Folgekosten werden weitaus höher sein. Wer nicht ehrlich aufarbeitet, kann keine richtigen Ableitungen treffen. Offenkundig wurden die herrschenden Narrative nicht ernsthaft infrage gestellt.
Fehlende Glaskugel oder falsche Experten?
Nehammer glänzte durch Aussagen wie “Alle waren gleichermaßen betroffen.” “Wir hatten keine Glaskugel.” “Wir wollten doch nur Menschenleben retten.” und negiert hierbei die offenkundigen Fakten.
Nein, es waren nicht alle gleichermaßen betroffen. Die Betroffenheit war höchst unterschiedlich, und zwar einerseits hinsichtlich der Gefährlichkeit des Virus, andererseits hinsichtlich der Betroffenheit durch die Maßnahmen.
Es brauchte keine Glaskugel, denn damals lagen die Fakten bereits auf dem Tisch, sie wurden lediglich von der Regierung ignoriert. Zahlreiche Experten, darunter Martin Sprenger, Andreas Sönnichsen usw. lagen in ihren Prognosen richtig. Gehör schenkte man ihnen nicht. Bis heute hat sich das nicht geändert. So forderte beispielsweise Martin Sprenger bereits im Frühjahr 2020 die verschiedenen Disziplinen an einen Tisch zu holen. Heute in der Pressekonferenz wurde diese Erkenntnis als Ergebnis des Aufarbeitungsprozesses dargestellt.
“Ich will mich nicht dafür entschuldigen, dass ich bereit war, Menschenleben zu retten”, antwortete der Kanzler in der Fragerunde und vergaß hierbei völlig, dass der Zweck nicht die Mittel heiligt. Bezüglich der Notwendigkeit zum Handeln gilt jedoch Folgendes: Nur weil etwas schlecht ist, bedeutet das nicht, dass eine Gegenmaßnahme gut ist. Dieses Prinzip wurde komplett über Bord geworfen, wodurch die ganze Krise erst recht schlecht verlaufen ist. Retrospektiv ist klar: Die Maßnahmen kosteten weit mehr Menschenleben als das Virus. Um dies festzustellen, reicht schon ein Blick nach Schweden. So ist Österreich unter den Spitzenreitern an verlorenen Lebensjahren sowie der altersstandardisierten Sterblichkeit. Die Verhältnismäßigkeit war offenkundig nicht gegeben, die Maßnahmen weitgehend untauglich, um das Ziel zu erreichen. Menschen mussten allein sterben, ihre Angehörigen durften sie nicht mehr besuchen. Bei der Geburt mussten werdende Mütter Masken tragen, die Väter durften teils nicht bei der Geburt dabei sein. Die älteren, vulnerablen Gruppen wurden weggesperrt in den Alters- und Pflegeheimen. Demenz nahm rasant zu, die Einsamkeit wurde für viele unerträglich. Unmenschliche Szenen ereigneten sich. All das geschah doch nur „zu ihrer Sicherheit“. Ob sie das selbst wollten oder nicht, wurde nie gefragt. Kein Wort des Bedauerns, keine Entschuldigung kam den Verantwortlichen hierfür über die Lippen.
Aufarbeitung – aber richtig!
Aufarbeitung braucht ehrliche Einsicht, Wiedergutmachung und das Bemühen, es zukünftig besser zu machen. Erst dann kann der Prozess der Versöhnung gelingen. All das haben wir heute in der Pressekonferenz nicht gesehen. Doch genau das fordert die GGI, der Grüne Verein für Grundrechte und Informationsfreiheit seit langer Zeit.
„Es war nicht anders zu erwarten. Die Regierung hat die Chance einer echten und ehrlichen Aufarbeitung vergeben. Das ist sehr bedauerlich für die Menschen im Land.“ so Madeleine Petrovic, und weiter „Dieses Vorgehen wird spätestens am Wahltag abgestraft werden.“
Umso wichtiger ist es, dass zivilgesellschaftliche Aufarbeitungsprojekte weitergehen. “Wir werden nicht locker lassen, bis diese Krise aufgearbeitet ist”, so Monika Henninger-Erber, Sprecherin der GGI.
Letztes Interview mit dem verstorbenen Pathologen Arne Burkhardt über die große Gefahr von mRNA-Impfstoffen
Schon vor der Einführung der Corona-Impfstoffe warnten Ärzte und Wissenschaftler vor Autoimmunerkrankungen, Blutgerinnseln, Schlaganfällen und vielem mehr.
Wie stellt man im Einzelfall fest, ob der Impfstoff für eine Nebenwirkung oder gar den Tod verantwortlich ist? Durch eine Autopsie. Der deutsche Pathologe Arne Burkhardt hat 2021 Autopsien und Biopsiematerial von geimpften Patienten untersucht.
Burkhardt, der 18 Jahre lang das Pathologische Institut in Reutlingen leitete, kam zu dem Schluss, dass ein erheblicher Teil der Todesfälle nach der Corona-Impfung sehr wahrscheinlich mit dem Impfstoff zusammenhängt.
Er hielt eine Pressekonferenz über seine erstaunlichen Ergebnisse ab, die fast sofort von YouTube gelöscht wurde.
Der Journalist Taylor Hudak interviewte Professor Burkhardt im Mai 2023 kurz vor seinem Tod in seinem Labor in Reutlingen. In diesem Interview warnt er vor den Gefahren von mRNA-Impfstoffen.
Vor der Einführung der C19-Impfstoffe sah Prof. Burkhardt bei 1.500 bis 2.000 Autopsien pro Jahr ein oder zwei Fälle von Myokarditis. Er sagt, dass dies nach den C19-Impfungen eine der häufigsten Diagnosen bei jüngeren Menschen sei.
Prior to the roll out of the C19 vaccines, Prof. Burkhardt saw 1 or 2 cases of myocarditis out of 1,500 to 2,000 autopsies per year. After the C19 vaccines, he says this is one of the most common diagnoses in younger people.
Full interview: https://t.co/xKj5CFUTQJ pic.twitter.com/Ja8RhGJSWC
— Taylor Hudak (@_taylorhudak) December 23, 2023
Vor der Einführung der Corona-Impfstoffe sah Burkhardt ein bis zwei Fälle von Myokarditis bei 1.500 bis 2.000 Autopsien pro Jahr. Seit der Einführung sei sie zu einer der häufigsten Diagnosen bei jungen Menschen geworden, sagt er.
Datenanalytiker Wouter Aukema schreibt: „Sehr ausführliche und detaillierte Erklärung in diesem Interview zwischen Taylor Hudak und Arne Burkhardt. Ein wichtiges Dokument“.
Kaum anerkannte Impfschäden in Slowenien

Kaum anerkannte Impfschäden gibt es in Slowenien, wo eine Kommission die Untersuchung vornimmt. Anträge sind im Jahr 2023 aber im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. In Slowenien sind im Jahr 2023 mehr Anträge auf Entschädigung für Impfschäden eingegangen als 2022. 81 Personen hatten für das 2022 Anträge nach Gesundheitsschäden oder Todesfälle durch die Covid-Impfung gestellt. Im […]
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Klimaangst aus Unwissenheit – Klimaschau 172
Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Themen der 172. Ausgabe:
0:00 Begrüßung
0:16 Nobelpreisträger kritisiert Klimaalarm
2:02 Klimaangst durch Unwissen
Die Houthis haben Biden in der Zange
Von Mike Whitney
„Der Jemen hat erklärt, er werde die Blockade von Schiffen aus Israel aufheben, sobald genügend Lebensmittel, Wasser und Medikamente in den Gazastreifen gelangen. Ich denke, das ist zu viel verlangt.“
Elizabeth Murray@elizabethmurra
Die jemenitische Houthi-Miliz hat gezeigt, wie eine kleine Armee es mit dem amerikanischen Imperium aufnehmen und gewinnen kann. Sie haben gezeigt, wie Mut, Entschlossenheit und das Bekenntnis zu Prinzipien als Kraft-Multiplikator wirken können, der es einem viel schwächeren Militär ermöglicht, „über sein Gewicht hinauszuwachsen“. Sie haben auch gezeigt, dass ein paar gut platzierte Raketen an Schlüsselpositionen auf den wichtigsten Schifffahrtswegen der Welt die Weltwirtschaft erschüttern und die „regelbasierte Ordnung“ in ihren Grundfesten erschüttern können. Kurz gesagt, die Houthis haben gezeigt, dass David den Goliath besiegen kann, ohne ins Schwitzen zu kommen, vorausgesetzt, David hält seinen Sitzplatz an der Straße von Bab-al-Mandab.
Die Situation sieht folgendermaßen aus: Die Houthis besetzen ein Gebiet an der engsten Stelle des Roten Meeres, das den weltweit wichtigsten Schifffahrtskorridor darstellt. Er ist „für 12 % des internationalen Handels und fast ein Drittel des weltweiten Containerverkehrs verantwortlich“. Wenn der Schiffsverkehr auf dieser Wasserstraße gestört wird, schießen die Versicherungsprämien in die Höhe, die Preise für Einzelhandelswaren steigen, und die Ölpreise gehen durch die Decke. Deshalb setzen sich die westlichen Mächte dafür ein, diese Schifffahrtswege jederzeit offen zu halten, koste es, was es wolle. Hier einige Hintergrundinformationen von CNN:
Die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen im Jemen verstärken ihre Angriffe auf Schiffe im Roten Meer, die sie als Rache für den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen bezeichnen.
Die Angriffe haben einige der größten Schifffahrts- und Ölgesellschaften der Welt dazu gezwungen, den Transit durch eine der weltweit wichtigsten Seehandelsrouten auszusetzen, was zu einem Schock für die Weltwirtschaft führen könnte.
Es wird vermutet, dass die Houthis vom Iran bewaffnet und ausgebildet wurden, und es wird befürchtet, dass ihre Angriffe den Krieg Israels gegen die Hamas zu einem größeren regionalen Konflikt ausweiten könnten.
Wer sind die Houthis, CNN
Derzeit sind diese Schifffahrtswege aufgrund von Angriffen der Houthis auf Schiffe, die nach Israel fahren, praktisch gesperrt. Dies wiederum hat den Verkehr insgesamt zum Erliegen gebracht. Wenn die derzeitige Situation anhält oder sich verschlimmert, könnten die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft katastrophal sein.
Today on UK Column News (1pm UK time) I will cover the latest on Yemen and how Ansarullah is already winning the war against the US-led global coalition destined for failure in the ‘graveyard of invaders’ which is the Yemen. pic.twitter.com/ZKXhuyiAjO
— vanessa beeley (@VanessaBeeley) December 20, 2023
Mehr dazu in der Washington Post:
Am Montag kündigte der Ölgigant BP als letztes Unternehmen an, seine Transporte durch das Rote Meer zu unterbrechen. Mehrere Schifffahrtsunternehmen, darunter MSC, Maersk, Euronav und die Evergreen Group, haben erklärt, dass sie den Suezkanal ebenfalls meiden, da die Militanten Frachtschiffe angreifen.
Etwa 10 Prozent des gesamten Ölhandels auf dem Seeweg werden über das Rote Meer abgewickelt, das über den Suezkanal mit dem Mittelmeer verbunden ist. Ohne Zugang zur Route über das Rote Meer müssen viele Schiffe die weitaus längere und kostspieligere Reise um Afrika herum auf sich nehmen, um ihre Ziele zu erreichen….
Sie forderte „die Weltgemeinschaft auf, weiterhin jede mögliche diplomatische Anstrengung zu unternehmen, um die Sicherheit in und die sichere Schifffahrt durch diese Region zu unterstützen, die für den internationalen Handel von entscheidender Bedeutung ist.„
New U.S.-led Red Sea task force will not stop shipping attacks, Houthis say, Washington Post
Es ist erwähnenswert, dass die Houthis wiederholt erklärt haben, dass Schiffe, die NICHT für israelische Häfen bestimmt sind, nicht angegriffen werden. Das hat jedoch alle großen Reedereien nicht davon abgehalten, ihre Schiffe vom Roten Meer zum Kap der Guten Hoffnung umzuleiten. Diese Ausweichroute verlängert die Fahrtzeit um Wochen und zwingt die Reedereien, ihre Frachtpreise zu erhöhen und ihre Fahrpläne anzupassen. Unterm Strich: Das Vorgehen der Houthis wird die Inflation in den westlichen Ländern weiter anheizen und ihre Volkswirtschaften in einen scharfen und lang anhaltenden Sturzflug versetzen.
Überraschenderweise haben die Houthis nichts von ihren Bemühungen zu erwarten. Vielmehr setzen sie sich selbst einem großen Risiko (der Vergeltung durch die Vereinigten Staaten) aus, um Israel zu zwingen, seine unerbittlichen Bombardierungen des Gazastreifens einzustellen und der hungernden palästinensischen Bevölkerung Zugang zu Lebensmitteln, Wasser und medizinischer Versorgung zu gewähren. Die Houthis sollten wahrscheinlich für ihr selbstloses Mitgefühl und ihre Menschlichkeit gelobt werden, aber Washington sieht das nicht so. Sie sehen die Aktion der Houthis nicht als lobenswert, tugendhaft oder gerecht an. Sie sehen darin eine Herausforderung für die amerikanische Vormachtstellung. Sie sehen darin eine Bedrohung für ihre regionale Hegemonie und ihre globale Führungsrolle. Sie sehen darin eine Einmischung in ihre Gaza-Politik, bei der Israel einen Freibrief erhalten hat, so viele Palästinenser zu töten und zu verstümmeln, wie es für richtig hält, um sein eigenes strategisches Ziel zu erreichen, nämlich Großisrael. Wir haben es also mit einer unaufhaltsamen Kraft und einem unbeweglichen Objekt zu tun. Wir haben zwei gegensätzliche Standpunkte und keine Möglichkeit, ihre Differenzen ohne eine direkte militärische Konfrontation beizulegen. Das bedeutet, dass es in sehr naher Zukunft Ärger geben wird.
Yemeni Houthis have prepared NAVAL MINES for American & Israeli ships. pic.twitter.com/niBQsghTmM
— Jackson Hinkle
(@jacksonhinklle) December 22, 2023
Deswegen gab Verteidigungsminister Lloyd Austin am vergangenen Montag bekannt, dass er eine zehnköpfige maritime Koalition zusammengestellt hat, die die Wasserstraßen im Roten Meer patrouillieren und die „Freiheit der Schifffahrt“ in diesem Gebiet verteidigen soll. (Zu den Mitgliedern der Koalition gehören: Großbritannien, Bahrain, Kanada, Frankreich, Italien, die Niederlande, Norwegen, die Seychellen und Spanien.)
Nun könnte sich ein vernünftiger Mensch fragen, warum Austin eine weitere behelfsmäßige Militärkoalition zusammenschustert – deren strategische Ziele alles andere als klar sind -, anstatt zunächst mit der Houthi-Führung Kontakt aufzunehmen, um zu sehen, ob eine Einigung erzielt und eine Konfrontation vermieden werden kann. Doch wer die Außenpolitik der USA in den vergangenen 30 Jahren verfolgt hat, weiß, dass die USA nicht mit Menschen oder Ländern verhandeln, die sie als unterlegen betrachten. Diese Option wurde also schnell verworfen. Stattdessen haben die USA beschlossen, ihren traditionellen Ansatz bei aufkommenden Krisen zu verfolgen, der eine Menge aufrührerischer Rhetorik gefolgt von einem militärischen Hammerschlag beinhaltet. Und das scheint die Richtung zu sein, in die sich die Dinge jetzt bewegen. Sehen Sie sich diesen Auszug aus einem Artikel von John Helmer an:
Und auch angesehene Publikationen in den westlichen Medien rufen zu einem Krieg mit den Houthis auf. Dies ist von der World Socialist Web Site:
In den US-Medien wird derweil dafür geworben, dass die Regierung Biden sowohl den Jemen als auch den Iran ins Visier nimmt. In einem Leitartikel schrieb das Wall Street Journal: „Die Presse berichtet, dass die Biden-Administration den Einsatz militärischer Gewalt als Reaktion auf die anhaltenden Angriffe der Houthi-Miliz auf die Handelsschifffahrt im Jemen in Erwägung zieht. Es ist an der Zeit. Die Raketenangriffe der Houthi stellen die größte Bedrohung für die weltweite Schifffahrt seit Jahrzehnten dar, und sie werden weitergehen, wenn sich nicht eine globale Koalition zusammenschließt, um sie zu stoppen.“
Das Journal fuhr fort: „Die Frage ist, ob die USA und andere westliche Seestreitkräfte lediglich in die Defensive gehen und Raketen abfangen, während die Houthis die Bedingungen für den Kampf festlegen. Eines Tages könnte eine Houthi-Rakete die US-Marineabwehr überwinden und amerikanische Seeleute töten. Dann wird das Weiße Haus keine andere Wahl haben, als zurückzuschlagen.“ Das Journal fordert eine Eskalation der US-Maßnahmen gegen den Iran und erklärt: „Schließlich müssen die iranischen Machthaber wissen, dass ihre Vermögenswerte – militärische und nukleare – in Gefahr sind, wenn sie weiterhin Unruhen schüren, Verbündete der USA angreifen und amerikanische Stützpunkte oder Schiffe angreifen.“
Während der Völkermord in Gaza weitergeht, bereiten die USA eine größere Eskalation des Krieges im gesamten Nahen Osten vor, World Socialist Web Site
Map of current USN positions in the region FYI pic.twitter.com/kGPF5IQ8LA
—
Aristophanes
(@Aristos_Revenge) December 19, 2023
Es gibt also definitiv ein Element innerhalb des außenpolitischen Establishments, das die Idee eines Krieges gegen Jemen unterstützt. Wir gehen davon aus, dass diese „Kriegshetze“ in den kommenden Wochen noch an Dynamik gewinnen wird, da weitere Schiffe nach Afrika umgeleitet werden und die Feindseligkeiten weiter zunehmen. Es gibt jedoch keine Anzeichen dafür, dass die Houthis zeitnah von ihren Forderungen abrücken oder die palästinensische Sache aufgeben werden. Vielmehr scheinen sie entschlossener denn je zu sein, wie dieses Zitat des Houthi-Ratsmitglieds Muhammad al-Bukhaiti zeigt,
„Selbst wenn es Amerika gelingt, die ganze Welt zu mobilisieren, werden unsere Operationen am Roten Meer nicht aufhören, solange das Massaker in Gaza nicht aufhört. Wir werden die Verantwortung für die Verteidigung der Moustazafeen (Unterdrückten) der Erde nicht aufgeben.“
Hier gibt es nicht viel Spielraum. Die Houthis möchten eine Beendigung der Gewalt und die Verteilung humanitärer Hilfe. Und sie sind bereit, gegen die Vereinigten Staaten in den Krieg zu ziehen, um sicherzustellen, dass ihre Forderungen erfüllt werden. Und niemand weiß besser als die Houthis, was das bedeutet. In den 9 Jahren, in denen sie sich im Krieg mit Saudi-Arabien befanden, lieferte Washington die Waffen und die Embargomacht, die zum Tod von schätzungsweise 377.000 Menschen geführt haben. „Mehr als die Hälfte starb an Hunger und Krankheiten, die durch die Belagerung verursacht wurden.“ (Antiwar.com)
Die Houthis wissen also, zu welchen Grausamkeiten Washington fähig ist. Trotzdem geben sie nicht nach und lassen sich nicht unterkriegen. Es wird einen Waffenstillstand geben oder es wird Krieg geben. Die Entscheidung liegt bei Biden. Aber wenn er sich für den Krieg entscheidet, sollte er sich darüber im Klaren sein, dass es kein Kinderspiel sein wird. Oh nein. Es wird Angriffe auf amerikanische Stützpunkte, amerikanische Kriegsschiffe und saudische Ölfelder und Infrastruktur geben. Die Ölpreise werden in die Höhe schießen, die kommerzielle Schifffahrt wird zum Erliegen kommen, und die weltweiten Aktienkurse werden abstürzen. Und die ganze Zeit über werden China und Russland von der Seitenlinie aus zusehen, während Onkel Sam sein letztes Quäntchen Glaubwürdigkeit und Macht in einem schwarzen Loch auf der arabischen Halbinsel versickern lässt.
So hat es der Houthi-Führer Sayyed Abdul-Malik al-Houthi auf den Punkt gebracht:
„Wenn die USA mit uns in den Krieg ziehen wollen, müssen sie wissen, dass wir auf sie warten. Wir wollen einen direkten Krieg zwischen Jemen und den USA und Israel. Wir haben keine Angst vor Amerika und das ganze jemenitische Volk wird sich gegen sie stellen.“
Diesen Krieg können die Vereinigten Staaten leicht vermeiden, indem sie einfach „das Richtige tun“ und jetzt einen Waffenstillstand genehmigen. Das würde Israels Gräueltaten ein schnelles Ende bereiten und gleichzeitig die Angriffe auf die Handelsschifffahrt beenden. Das ist eine Lösung, mit der wir alle leben können.
Bahrain? Lmfao what a sellout pic.twitter.com/24hSDP6s77
— missfalasteenia (@missfalsteenia) December 19, 2023




Yemeni Houthis have prepared NAVAL MINES for American & Israeli ships.
(@jacksonhinklle)
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