Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Es sind nicht nur die deutschen Landwirte – Der Untergang der Landwirte in der EU

Aktuell erfahren die Proteste der Landwirte in Deutschland wegen der geplanten Kürzungen der Bundesregierung große Aufmerksamkeit. Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt sogar dass von den Protesten eine rechtsextreme Bedrohung ausgehen könnte. Grund hierfür sind die geplante Abschaffung der Subventionen für Agrardiesel und die zwischenzeitlich geplante Einführung der Kraftfahrzeugsteuer für Landwirtschaftsfahrzeuge. Für diese Punkte hat sich die deutsche Bundesregierung entschieden um das aktuelle Haushaltsdefizit ausgleichen.
Zuletzt wurde der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) von protestierenden Landwirte konfrontiert, als dieser mit einer Fähre in Schlüttsiel angekommen ist. Laut Berichterstattung hätten die Landwirte versucht die Fähre zu erstürmen. [1] Wie auf den Videoaufnahmen zu sehen ist und mittlerweile von der Presse zugegeben wird, gab es aber keinen Versuch die Fähre zu erstürmen oder Gewalt anzuwenden.

Erfahrungen bei der Anti-AfD-Demo in München: Den Herrschenden nicht auf den Leim gehen

Am 21. Januar demonstrierten mehr als 250.000 Menschen in München gegen die AfD. Als DKP hatten wir uns entschieden, noch nicht zu der Demo zu mobilisieren, sondern sie uns erst mal anzusehen und für die Proteste gegen die NATO-Sicherheitskonferenz zu mobilisieren.

In der Gruppe „Olga Benario“ (München Süd-Ost) haben wir ausgewertet: Die Münchner Demo organisierten vor allem bekannte linke Aktivisten und gewannen dafür über 200 Organisationen als Unterstützer. Um sich von der etablierten Politik abzusetzen, wurden Parteien ausgeschlossen. Dennoch drängelte sich die Münchner Lokalpolitik in die ersten Reihen vor die Kameras. Die Kritik, die von den linken Organisatoren auch an der Ampel-Regierung geäußert wurde, ging fast vollkommen unter. Schwerer wiegt aber, dass das Thema Krieg keinerlei Rolle spielte. Der Völkermord Israels in Gaza wurde schon im Vorfeld ausgeklammert. Der Block der Freunde von „Palästina spricht“ wurde

Gideon Levy: Unmöglich, über die in Gaza getöteten Kinder zu schweigen

Der Journalist und Mitherausgeber der israelischen Tageszeitung Haaretz, Gideon Levy, beklagte dort am Sonntag in einem Kommentar das Schweigen über die in Gaza getöteten Kinder. Er bezieht sich auf ein Video, das Al-Dschasira veröfftenlichte.

Zweihundertsechzig Namen von Babys, die null Jahre alt waren; Namen von Babys, die weder ihren ersten Geburtstag feiern konnten, noch jemals etwas anderes feiern werden. (…) Welche Träume hatten ihre Eltern für sie? Hunderte von Namen von ein- und zweijährigen Kindern, Kleinkindern im Alter von drei oder vier Jahren, Kindern, die fünf, sechs, sieben oder acht Jahre alt waren, bis hin zu Jugendlichen, die 17 Jahre alt waren, als sie starben. Tausende von Namen, einer nach dem anderen, von den 11.500 Kindern, die in den letzten vier Monaten von den israelischen Streitkräften in Gaza getötet wurden. Der Sender Al-Dschasira veröffentlichte am Wochenende eine Liste der ihm bekannten Namen, die nach Angaben des Hamas-

Ein Bang-Moment!

John Mauldin

Wenn ich über die 2020er Jahre nachdenke, muss ich oft an die 1920er Jahre zurückdenken. Dieses Jahrzehnt begann mit einer tiefen Rezession/Depression und endete mit einem Börsencrash. Während wir die 1920er Jahre heute als eine Art „Zwischenzeit“ betrachten, wussten die Menschen damals nicht, dass eine weitere Depression und ein Krieg bevorstanden. Sie freuten sich auf gute Dinge und waren oft risikofreudig – daher auch die Bezeichnung „Goldene Zwanziger“.

Ernest Hemingway verbrachte einen Teil der 1920er Jahre als amerikanischer Journalist in Europa. Sein Roman „The Sun Also Rises“ basiert zum Teil auf diesen Erfahrungen. In dem Buch gibt es eine Zeile, die heute ein bekanntes Zitat ist: „Wie ist man bankrott gegangen? Auf zwei Arten: Allmählich und dann plötzlich.“ Der Kontext dieses Zitats ist sogar noch aufschlussreicher. Es geht um zwei Freunde, die sich über ihre finanziellen Probleme unterhalten:

„Wie bist du bankrott gegangen?“, fragte Bill.
„Auf zwei Arten“, sagte Mike. „Allmählich und dann plötzlich.“
„Wie kam es dazu?“
„Freunde“, erklärte Mike. „Ich hatte eine Menge Freunde. Falsche Freunde. Und dann hatte ich auch noch Gläubiger. Wahrscheinlich hatte ich mehr Gläubiger als jeder andere in England.“

Ich denke, dieser Abschnitt zeigt, wie Schulden oft schief gehen. Mike hatte ein gutes Leben, aber er dachte, er hätte mehr Freunde als er wirklich hatte. Ihre Freundschaft erwies sich als falsch oder zumindest als oberflächlich. Und Mike hatte auch Gläubiger, denen er Geld schuldete, und die schließlich seine guten Zeiten beendeten. Die Situation der US-Staatsverschuldung weist eine ähnliche Spannung auf. Wir haben Freunde und Ressourcen. Wir sind eindeutig die reichste Nation der Welt. Es geschehen einige großartige Dinge, auch wenn man nicht davon hört. Doch weil unsere Freunde und Ressourcen nicht so tief sind, wie wir vielleicht denken, rutschen wir allmählich auf einen gigantischen Bankrott zu.

Statement von Akif Pirinçci zum 9 Monate Knast-Skandalurteil

Statement von Akif Pirinçci zum 9 Monate Knast-Skandalurteil

Statement von Akif Pirinçci zum 9 Monate Knast-Skandalurteil

Das Urteil ist gefällt … und lautet, daß ich wegen Volksverhetzung 9 Monate ins Gefängnis ohne Bewährung muß. Der türkischstämmige Staatsanwalt hatte in seiner unendlichen Güte “nur” 7 Monate Knast verlangt. Vielleicht aus Solidarität mit seinem theoretischen Landsmann. Doch ein moralmeisterlicher deutscher Richter läßt sich in Sachen illegaler Migrationskritik nicht lumpen und setzt noch einen drauf. […]

Der Januar zerlegt den CO₂-Treibhauseffekt – Teil 1

Der Januar zerlegt den CO₂-Treibhauseffekt – Teil 1

Der Januar ist der Monat mit dem größten Temperatursprung

Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch,

Der Januar zerlegt den CO₂-Treibhauseffekt – Teil 1

Grafik 1: Seit den Aufzeichnungen der ersten 100 Jahre keine Erwärmung. Von 1987 auf 1988 ein großer Temperatursprung von 2 Grad. Seit 1988 keine Erwärmung mehr.

Auswertung: Keine Erwärmung, großer Temperatursprung, keine Erwärmung.

Behauptet wird vom Geschäftsmodell Treibhauserwärmung, dass allein CO₂ und andere Treibhausgase die Temperaturen bestimmen. Und weil die Konzentrationen vor allem von CO₂ angeblich seit über 140 Jahren zunehmen, würden auch die Temperaturen deshalb stetig zunehmen.

Die Grafik 1 zeigt bereits mit aller Deutlichkeit , dass diese von der bezahlten Treibhausforschung behauptete Ursache Wirkungskombination vollkommen falsch ist.

Merke: Der Januar wurde im Zeitraum der letzten 140 Jahre um 2 Grad wärmer. Diese Erwärmung erfolgte nicht stetig, sondern fast ausschließlich durch einen Temperatursprung im Jahre 1987 auf das Jahr 1988.

Rückblick: Beim Dezember erfolgte die 2 Grad Erwärmung erst ab 1988 bis heute. Davor war nichts. Und der Dezember hat auch keinen Temperatursprung (hier)

Etwas Ironie: Der CO₂-Treibhauseffekt wurde beim Januar durch den Weltklimarat 1987 durch eine besonders laute Silvesterballerei 86/87 aufgeschreckt, der Monat Januar sprang gleich um 2 Grad im Schnitt höher und auf diesem Niveau ist er bis heute. Vor 1987 zeigt sich keine CO₂-Erwärmungswirkung, der Treibhauseffekt hielt zunächst Dauerschlaf und ab 1988 bis heute schläft CO₂ auch wieder. CO₂ muss ein wahres Wundergas sein, dessen physikalische Wirkungen man nach Belieben zur Wirkung bringen kann.

Damit fragen wir uns als neutrale, weil unbezahlte Klimaforscher, welche anderen Ursachen die Januartemperaturen und den Temperatursprung bestimmt haben könnten.

Vorgehensweise: Betrachten wir den ersten Zeitraum näher: seit 1882- und erkennen wir sofort in Grafik 1, dass die kleine Eiszeit in Mitteleuropa eigentlich erst um 1900 endete und die Temperaturen bis etwa 1915 weiter stiegen. Beim Monat Januar sehen die vom Deutschen Wetterdienst aneinandergereihten Einzelwerte ab 1915 dann so aus:

Abb. 2: Der Januar seit 1915, also genau seit 72 Jahren zeigt laut DWD bis 1987 sogar eine Abkühlung. Auffallend die kalten Kriegs-Januare 1940 bis 1942 oder 1963, als der Bodensee einfror, aber auch extrem milde wie 1936, 1975 oder 1983. Diese Phase endet mit dem sehr kalten Jänner 1987; danach der große Klimasprung und ab 1988 fehlten sehr kalte Januar-Monate.

Einzuwenden wäre natürlich, dass um 1900 ein ganz anderes Deutschland mit anderen Grenzen bestand und die Wetterstationen samt ihren Daten von damals mit den heutigen nur bedingt vergleichbar sind. Deutschland hatte damals 104 Einwohner pro Quadratkilometer; heuer sind es mit etwa 220 gut doppelt so viele, was erwärmend wirkte. Die Wetterstationen stehen heute in den von Menschen geschaffenen Wärmeinseln und damals gab es noch typische ländliche Stationen bei Klöstern oder Forsthäusern am Waldrand oder bei frei stehenden Gutshöfen. Diese menschengemachte Erwärmung durch Einwohnerzunahme, geänderte Flächennutzung und Versetzen der Stationen an wärmere Plätze lassen wir zunächst außer Betracht. Wir arbeiten mit den Original-DWD-Temperaturen.

Die CO₂- Zunahme in der Atmosphäre: starker stetiger Anstieg

Gebetsmühlenartig werden CO₂ und Klimaerwärmung in Zusammenhang gebracht.

Ganz anders wie der Verlauf der DWD-Januartemperaturen sieht der Verlaufsanstieg der CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre aus, laut mainstream soll diese von 288 ppm um 1900 auf inzwischen 422 ppm gestiegen sein. Wir haben dies in Grafik 3 nachempfunden, wobei die Werte erst ab 1958 mit den heutigen Messmethoden gesicherte Werte sind. Wir müssen allerdings betonen, dass um 1900 in Mitteleuropa mit den damaligen chemischen Nachweisen auch bereits 400 ppm gemessen wurden und in damaligen Lexika und Lehrbüchern der Wert auch mit 400 ppm angegeben wurde. Wer sich näher dafür interessiert, schaue hier.

Abb. 3: Die CO₂-Konzentrationskurve der Atmosphäre zeigt einen steten Anstieg.

Wir stellen fest:

1) Die CO₂-Kurve der Konzentrationszunahme zeigt im Vergleich zur Entwicklung der deutschen Januartemperaturen keinerlei Ähnlichkeit.

2) Auch für den großen Temperatursprung im Jahre 1987 auf 1988 kann CO₂ nicht verantwortlich sein. Der große Temperatursprung innerhalb eines Jahres auf ein wärmeres Plateau hat somit ausschließlich natürliche Ursachen (Zirkulationsverhältnisse – mehr Westwetterlagen bei positiven NAO-Werten).

Wer oder Was bestimmt sonst noch die Temperaturen?

Der Mensch wirkt mit bei der Klimaveränderung durch Wärmeinseleffekte (WI). Klima verändert sich seit 4 Milliarden Jahren. Von Interesse wäre der Temperaturverlauf ohne die wärmenden menschlichen Veränderungen bei den Stationen. Vor allem in den letzten vier Jahrzehnten hat sich die Bebauung in die einst freie Fläche hinein erweitert, derzeit um fast 60 Hektar täglich und innerhalb der Städte und Gemeinden werden Baulücken weiter geschlossen. Im Winter wärmt zusätzlich die Abwärme der Industrie, der Haushalte und des Verkehrs. Im Umland wirken „Biogas“-, Solar- und Windkraftanlagen ebenfalls erwärmend. Insgesamt sind die WI- Effekte nach unseren bisherigen Untersuchungen im Winter geringer als in den Frühjahrs- und deutlich geringer als in Sommermonaten.

Kurzum, bei den Messstationen des DWD hat der Wärmeeintrag, bedingt durch die Bebauungsveränderungen zugenommen und die Thermometer der Stationen messen diese Zusatzwärme aus den sich täglich vergrößernden Wärmeinseln mit. Natürlich gibt es auch Stationen mit geringen wärmenden Veränderungen, vor allem seit 1988. Eine davon ist die Privatstation Amtsberg im kleinen Teilort Dittersdorf auf 425m üNN. Allerdings hat der Stationsleiter noch nicht vollständig auf die neuen DWD-Normen umgestellt, d.h. es wurde weniger gegenüber früher verändert. Schon deshalb sind die Werte realistischer.

Abb. 4: Amtsberg zeigt im Gegensatz zu den über 2000 DWD-Stationen sogar eine leichte Abkühlung. Insgesamt ist der WI-effektzuwachs bei den DWD-Daten im Januar jedoch unbedeutend klein. Die einzelnen deutschen Wetterstationen liegen bei der Trendlinie in einem engen Intervall, sogar Hamburg ist leicht negativ, Hof hingegen als WI-starke Wetterstation etwas deutlicher über der DWD-Trendlinie.

Ergebnis: Die Zunahme der Wärmeinseleffekte sind im Winter gering und können den Temperatursprung eh nicht erklären. Anstatt einer horizontal ebenen DWD-Trendlinie seit 1988 haben WI-arme Standorte lediglich eine leicht fallende.

Höher gelegene Wetterstationen: Noch stärkere Januarabkühlung – warum?

Hierzu verweisen wir auf den Januarartikel von Stefan Kämpfe, wo die Höhenabkühlung – soweit möglich – näher erklärt wird.

Der Monat Januar weist eine Besonderheit aus, höher gelegene Wetterstationen kühlen sich seit 1988 ab. Zwischen Stationshöhe und Abkühlung besteht eine Korrelation. Wir wollen das an vier Beispielen zeigen.

Abbildung 5: Die Wetterstation Zugspitze zeigt eine sehr starke Januarabkühlung in den letzten 37 Jahren

Der Feldberg im Schwarzwald, knapp unter 1500 m NN:

Abbildung 6: Der Feldberg in Ba-Wü zeigt gleichfalls eine starke Januarabkühlung, obwohl dort die CO₂-Konzentrationen wie überall in Deutschland um etwa 80 ppm im Betrachtungszeitraum gestiegen sind.

Ergebnis: Während sich die Januar-Temperatur in den bodennahen Luftschichten (1000 hPa-Niveau) kaum abkühlte, ist über der Grundschicht eine deutliche Abkühlung zu verzeichnen. Bei Wetterstationen ab 800m Höhe ist dies gut zu erkennen.

Und der Treibhauseffekt? Gerade die höher gelegenen Wetterstationen über 800 m Höhe mit ihrer Januarabkühlung zeigen, dass der CO₂-Treibhauseffekt nicht wie vom mainstream behauptet der temperaturbestimmende Faktor der Erwärmung sein kann.

Damit sind wir weiter auf der Suche für das seltsame Temperaturverhalten des Monates Januar in Deutschland. Bleiben wir bei höher gelegenen Wetterstationen und beim Temperatursprung und fragen wir uns:

Haben höher gelegene Wetterstationen auch einen Januar-Temperatursprung im Jahre 1987/88?

Anmerkung: In den Pressemitteilungen des Deutschen Wetterdienstes findet man nichts über den hohen einmaligen Temperatursprung. Im Gegenteil, sogar Kommentatoren plappern (im Auftrag des DWD?) nach, wie der DWD diesen einmaligen Sprung 87/88 verheimlicht und behauptet: Ca. 2°C Temperaturanstieg in 50 Jahren. Da hilft alles Leugnen nichts.“

Doch zurück zur Problemstellung. Beginnen wir mit dem Hohenpeißenberg (HPB) im Alpenvorland südlich von Augsburg.

Abb. 7: Selbst die Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg, knapp unter 1000 m, zeigt den Temperatursprung von 2 Grad und eine anschließende leichtere Abkühlung.

Abb. 8: Der Fichtelberg mit 1215 m NN, der höchste Berg in Sachsen.

Die höher gelegene Wetterstation auf dem Fichtelberg zeigt ebenso den großen Januar-Temperatursprung im Jahre 1987 und dann die etwas kräftigere Abkühlung als der HPB, Quelle Abb. 1,2,4-8: DWD

Wir haben natürlich noch weitere deutsche Wetterstationen über 1000 m Höhe untersucht und überall das gleiche Bild: Temperatursprung ja, seit 1988 dann Abkühlung abhängig von der Höhe der Wetterstation.

Damit haben wir ein Erklärungsproblem dazubekommen.

  1. Was hat den Temperatursprung im Januar verursacht und
  2. Weshalb zeigen die höher gelegenen Wetterstationen seit 1988 eine Abkühlung.

Wir können dafür nur die großräumige Umstellung der Wetterlagen in Mittel- und Westeuropa im Jahre 1987/88, also natürliche Gründe der ständigen Klimaänderungen verantwortlich machen.

Die genauen Ursachen dieser Januar-Höhenabkühlung bedürfen noch weiterer Erforschung. Möglicherweise hat sie mit dem bevorstehenden Ende der AMO-Warmphase zu tun: Während die Randmeere Ost- und Nordsee durch die endende AMO-Warmphase (noch) recht warm sind, stellen sich die Zirkulationsverhältnisse in höheren Luftschichten bereits auf Abkühlung um, die später auch die bodennahen Luftschichten erfasst – ob das so eintritt, kann aber nur die Zukunft zeigen.

Alle Falschbehauptungen der bezahlten CO₂-Klimagilde behindern durch ihr dummes Treibhaus-Geschwätz die Suche nach den wirklichen Ursachen der Januartemperaturreihen in Mitteleuropa und weltweit. Dazu kommt, dass die wirklich nach den Ursachen forschenden Klimawissenschaftler nicht bezahlt werden, sondern im Gegenteil, berufliche Nachteile befürchten müssen.

Die Treibhausbasierte Klimahysterie ist eine Wissenschaft des finstersten Mittelalters! Da geht’s nur ums Geld und einen CO₂-Ablaßhandel!

Wenden wir uns nun den Stationen außerhalb Deutschlands zu und stellen die Frage: Wie verhält sich der Monat Januar im restlichen Mittel- und Westeuropa?

Abb. 9: West-Europa, etwas kleinerer Temperatursprung, keine signifikante Erwärmung. Quelle: Abb.9 und 13

Abb. 10: Geringe Januar-Abkühlung- Temperatursprung- geringe Abkühlung in Zentralengland. Quelle

Abb.11: Kopenhagen, deutlicher T-Sprung und keine Januarerwärmung ab 1988

Abb.12: In den Niederlanden zeigt sich ein fast identisches Bild zu den DWD Daten in Abb. 1

Der Monat Januar außerhalb Mittel- und Westeuropas

Wie verhalten sich nun Wetterstationen im Norden Europas?

Abb. 13: Temperatursprung von 4 Grad!!! Mit anschließender Abkühlung seit 1988. Das sieht man auch an Einzelstationen. Hier ist bisweilen der Temperatursprung noch höher

Abb.14: Sieben Grad ( 7°) Temperatursprung, allerdings sehr starke Abkühlung danach.

Abb. 15: In Finnland das gleiche Bild, T-Sprung von über 4 Grad und keine Erwärmung im Januar.

Abb. 16: Trondheim, Norwegen, starke Abkühlung im Januar, T-Sprung über 4 Grad

Ergebnis: In Nordeuropa ist der Temperatursprung im Jahre 1987/88 sogar größer als bei uns.

Wetterstationen außerhalb Europas

Wir werfen einen Blick in die USA, zur Dale-Enterprise Weather Station in Virginia, der ältesten Wetterstation in diesem Bundesstaat. Die Station hat den Vorteil, dass sie noch ländlicher und noch einen Tick wärmeinselärmer ist als deutsche Stationen. Das Wetterhäuschen steht unverändert seit Anbeginn bei einer einsamen Farm.

Abb.17: Im Gegensatz zu Deutschland – siehe Grafik 2- zeigt der Januar in den USA eine leichte Temperaturabnahme seit über 100 Jahren. Es ist auch kein Temperatursprung um 1987 auf ein höheres Niveau feststellbar.

Erg: Trotz steigender globaler CO₂-Konzentrationen wird der Januar bei dieser wärmeinselarmen Station in Virginia seit über 100 Jahren eindeutig kälter. Außerdem ist kein Temperatursprung im Jahre 1987/88 erkennbar.

Auch andernorts außerhalb Europas finden sich immer wieder Stationen ohne Januar-Erwärmung; abschließend Beispiele:

Abb. 18: Im ehemaligen Winter-Olympiaort Sapporo wurde der Januar nicht wärmer.

Abb. 19: Irkutsk, in Sibirien. Keine Januarerwärmung.

Abb. 20: Sibirien zeigt keine Januarerwärmung, sondern sogar eine leichte Abkühlung

Quelle für Abb. 11,12, 14-16,18-20

Feststellung: Irgendwie scheint sich anzudeuten, dass der Januartemperatursprung im Norden Europas noch höher als bei uns war und nach Süden hin immer geringer wird. In anderen Erdteilen kam er nicht vor.

Fazit: Gerade der Monat Januar zeigt, dass Kohlendioxid keine oder fast gar keine Wirkung auf den Temperaturverlauf haben kann. Das haben wir hier in diesem Artikel anhand vieler Wetterstationen gezeigt.

Und noch einer Ergänzung: Der Januar am Südpol bei der deutschen Antarktisstation

Abb. 21. Seit dem Einrichten der Station in der Antarktis hat der Januar eine leicht fallende Tendenz. Allerdings ist der Januar auf der Südhalbkugel ein Hochsommermonat und entspricht etwa unserem Juli. Die Daten von 2024 liegen leider noch nicht vor. Mit 2024 wäre die Trendlinie wahrscheinlich deutlich stärker fallend, denn es soll sich momentan um einen kalten Sommer handeln in der Antarktis.

Zusammenfassung: Der Begriff „Treibhausgas“ ist somit ein Fantasiebegriff aus der Werbebranche, der uns Angst einflößen soll, genauso wie diese völlig falsche UN-Definition von Klimawandel: Der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Oder hier. Der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Veränderungen der Temperaturen und Wettermuster. Diese Veränderungen können natürlichen Ursprungs sein und beispielsweise durch Schwankungen in der Sonnenaktivität entstehen. Doch seit dem 19. Jahrhundert ist der Klimawandel hauptsächlich auf menschliche Tätigkeiten zurückzuführen, allen voran die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas.

Oder hier: Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehen Treibhausgasemissionen, die sich wie ein Mantel um die Erde legen und so die Sonnenwärme zurückhalten und die Temperaturen ansteigen

Viel schwieriger ist es, die vollkommen unterschiedlichen Trendlinienverläufe in den verschiedensten Teilen der Welt mit den tatsächlichen Ursachen und deren Klimawirkungszusammenhängen zu erklären. Da haben es die Treibhauserwärmungsgläubigen samt ihren alimentierten Wissenschaftlern viel leichter. Wie jeder Glaube ist der Treibhausglaube ein simples Muster für Unbedarfte wie bei allen Religionen dieser Welt.

Der Januar zerlegt den CO₂-Treibhauseffekt, hieß unsere Überschrift. Das haben wir in diesem Teil durch viele Grafiken gezeigt. In Deutschland sind es die Originaldaten des Deutschen Wetterdienstes. Der Deutsche Wetterdienst selbst zerlegt den CO₂-Treibhauseffekt anhand seiner Wetterstationen. Es gibt keine stetige Erwärmung wie beim CO₂-Konzentrationsanstieg, sondern einen plötzlichen Temperatursprung.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

 

Schweden protestieren gegen die Schlagseite der staatlichen Medien

Schweden protestieren gegen die Schlagseite der staatlichen Medien

Schweden protestieren gegen die Schlagseite der staatlichen Medien

Am Samstagnachmittag fand im Zentrum Stockholms eine große Demonstration statt. Tausende Demonstranten sind vom Ticino Park zum Gebäude des staatlichen Fernsehens und des staatlichen Rundfunks marschiert, um ihre Unzufriedenheit mit der Berichterstattung zum Ausdruck zu bringen. Initiator der Demonstration ist Pierre Tinderfjäll von der Freiheitsbewegung. Der Organisator erklärt, dass Schweden von den steuerfinanzierten Akteuren des […]

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Polnische Landwirte streiken ab 9. Februar gegen die EU-Agrarpolitik

Polnische Landwirte streiken ab 9. Februar gegen die EU-Agrarpolitik

Polnische Landwirte streiken ab 9. Februar gegen die EU-Agrarpolitik

Die polnischen Landwirte haben einen landesweiten Streik ausgerufen und wollen alle Grenzübergänge zur Ukraine blockieren. Sie reagieren damit auf die ihrer Meinung nach katastrophalen Auswirkungen der EU-Politik. Sie appellieren an die Öffentlichkeit, Verständnis dafür aufzubringen, dass sich ihre Branche gegen den drohenden Bankrott wehrt. In vielen europäischen Ländern kommt es zu Bauernprotesten, die in erster […]

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Studie: mRNA-Impfungen kosteten viel mehr Leben als sie retteten!

Studie: mRNA-Impfungen kosteten viel mehr Leben als sie retteten!

Studie: mRNA-Impfungen kosteten viel mehr Leben als sie retteten!

Wissenschaftler haben den Schaden-Nutzen-Faktor der experimentellen mRNA-Spritzen von Pfizer und Moderna untersucht. Das Ergebnis: Die Genspritzen haben offensichtlich mehr Leben gekostet als gerettet. Auf einen verhinderten Covid-Tod kämen knapp 14 Impftote durch Nebenwirkungen. Nun rufen sie zu einem „globalen Moratorium“ auf.

Es wird immer deutlicher, dass die experimentellen Genspritzen von Pfizer und Moderna weder den Erwartungen der Politik und der Gesundheitsbehörden gerecht werden, noch überhaupt einen Beitrag zur Beeindigung der sogenannten „Pandemie“ leisteten. Mit erheblich geringeren Wirksamkeitsraten als offiziell angegeben führen mRNA-Covid-19-Impfstoffe laut einer aktuellen Studie zu mehr Todesfällen als geretteten Leben. Die Forscher sprechen sich für ein „globales Moratorium“ gegenüber diesen Impfungen aus und fordern die „sofortige Entfernung“ aus dem Impfplan für Kinder.

Die am 24. Januar im Cureus-Journal veröffentlichte peer-reviewed Studie analysierte Berichte der Phase-3-Tests der Covid-19-mRNA-Impfstoffe von Pfizer und Moderna. Diese Tests führten zur Genehmigung der Impfstoffe unter Emergency Use Authorization (EUA) in den Vereinigten Staaten und in Europa. Die Studie untersuchte auch andere Forschungsarbeiten und Bewertungen der Studien, und es stellte sich heraus, dass die Impfstoffe „deutlich niedrigere“ Wirksamkeitsraten aufwiesen, als von den Impfstoffunternehmen behauptet. Zudem ergab die Studie, dass die geschätzten Schäden der Covid-19-mRNA-Impfstoffe bei „konservativen Annahmen“ die positiven Effekte bei weitem übersteigen: Für jedes gerettete Leben gab es fast 14-mal mehr Todesfälle durch die modifizierten mRNA-Injektionen.

Angesichts der gut dokumentierten schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse (SAE) und des inakzeptablen Schadens-Nutzen-Verhältnisses appellieren die Forscher an Regierungen, ein „weltweites Moratorium“ für diese modifizierten mRNA-Produkte zu unterstützen und durchzusetzen. Dies soll geschehen, bis alle relevanten Fragen bezüglich Kausalität, residualer DNA und abweichender Proteinproduktion beantwortet sind.

Die Autoren der Studie empfehlen außerdem die „sofortige Entfernung“ der Covid-19-Impfstoffe aus dem Impfplan für Kinder. Ihrer Ansicht nach haben Kinder ein sehr geringes Risiko für die Infektion, und es sei ethisch nicht vertretbar, einem Kind, das nahezu kein Risiko hat, an Covid-19 zu sterben, einen experimentellen Impfstoff zu verabreichen. Dies gilt besonders vor dem Hintergrund eines nachweisbaren Risikos von 2,2 Prozent für bleibende Herzschäden, basierend auf den besten verfügbaren prospektiven Daten.

Nach den ersten Studien von Pfizer und Moderna wurde behauptet, dass mRNA-Covid-19-Impfstoffe eine 95-prozentige Reduktion von symptomatischem Covid-19 hätten. Die Studie wies darauf hin, dass diese Wirksamkeitsannahme falsch war. Pfizers Behauptung basierte darauf, dass nur acht von 22.000 Geimpften während der Studie an Covid-19 erkrankten, verglichen mit 162 von 22.000 Personen in der Placebo-Gruppe. Insgesamt wurden in beiden Gruppen 170 bestätigte Covid-19-Fälle gemeldet. Die Forscher wiesen jedoch darauf hin, dass eine große Anzahl von Infektionen unter die Kategorie „Covid-19-Verdacht“ fiel, was ignoriert wurde. In der Studie wurden insgesamt 3.410 solcher Verdachtsfälle identifiziert, das ist das 20-fache der 170 bestätigten Fälle.

„Es gab 1.594 solcher Fälle in der geimpften Gruppe und 1.816 in der Placebo-Gruppe. Wenn man sowohl bestätigte als auch verdächtige Fälle berücksichtigt, sinkt die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen das Entwickeln von Symptomen auf nur 19 Prozent, weit unterhalb der erforderlichen 50-Prozent-RR (Relative Risk) Reduktionsgrenze für die behördliche Zulassung“, so die Studie. „Somit erscheint die Wirksamkeit des Impfstoffs, wenn man sowohl bestätigte als auch verdächtige Fälle berücksichtigt, dramatisch niedriger als die offizielle Behauptung von 95 Prozent.“

Die Forscher kritisierten die Studienberichte von Pfizer und Moderna dafür, sich „ausschließlich“ auf das Relative Risiko (RR) zu konzentrieren und die absolute Risikoreduktion zu vernachlässigen. Sie argumentierten, dass die absolute Risikoreduktion „eine bessere Anzeige für die klinische Nützlichkeit eines Medikaments“ liefert. „Beide Arten der Risikobewertung sind erforderlich, um Berichtsverzerrungen zu vermeiden und eine umfassendere Perspektive zur Wirksamkeit des Impfstoffs zu bieten. Das Weglassen der absoluten Risikostatistik führt zu einer Überschätzung der klinischen Vorteile der Impfstoffe“, erklärten sie.

Im Gegensatz zur 95-prozentigen Wirksamkeitsrate unter Verwendung der RR-Messung betrug die absolute Risikoreduktion für die Pfizer- und Moderna-Impfstoffe laut der Studie jeweils 0,7 Prozent und 1,1 Prozent. „Eine absolute Risikoreduktion von etwa 1 Prozent für die Covid-19-mRNA-Impfungen bedeutete, dass eine erhebliche Anzahl von Personen geimpft werden müsste, um einen einzigen milden bis moderaten Fall von Covid-19 zu verhindern“, so die Wissenschaftler weiter. Um einen Fall von Covid-19-Infektion zu verhindern, müssten 142 Personen mit dem Pfizer-Impfstoff geimpft werden, so die Studie. Im Fall von Moderna müssten 88 Personen geimpft werden.

Unter Berücksichtigung dieser Zahlen sowie der Infektionssterblichkeitsraten von Covid-19 kamen die Forscher zu dem Schluss, dass etwa 52.000 Menschen geimpft werden müssten, um einen Covid-19-bedingten Tod zu verhindern. Das würde bedeuten, dass ungefähr zwei Leben durch rund 100.000 Injektionen des Pfizer-Impfstoffs gerettet werden. Allerdings bestehe ein Risiko von 27 Todesfällen pro 100.000 Dosen des Pfizer-Impfstoffs, so die Berechnungen der Forscher. Somit würden aufgrund des mRNA-Impfstoffs etwa 14 Leben verloren gehen, um ein Leben durch die Impfung zu retten, so die Studie.

Die Autoren wiesen darauf hin, dass das Beratungskomitee für Impfstoffe und verwandte biologische Produkte (VRBPAC) der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) „keine Maßnahmen zur absoluten Risikoreduktion“ in die Überprüfung der Impfstoffdaten einbezogen hat. Diese Handlung weiche von den FDA-Richtlinien ab, „die besagen, dass beide Ansätze entscheidend sind, um die fehlerhafte Verwendung von Arzneimitteln zu vermeiden“.

Was die Studie jedoch nicht berücksichtigt (weil es eben keine entsprechenden Daten gibt), sind Todesfälle durch Herzschäden, die erst später auftreten. Es ist nämlich weithin bekannt, dass Myokarditis-Schäden auch nach mehreren Jahren noch zu Todesfällen führen können. Dies impliziert jedoch auch eine weitere Verschlechterung des Schaden-Nutzen-Verhältnisses der experimentellen Genspritzen.

„Wir sind Friedensfreunde“

Exclusivinterview mit Mohammed Ali Al-Houthi von Ansar Allah über die Aussichten auf eine Eskalation, die Blockade des Jemen und darüber hinaus

Ahmed Abdulkareem

Nach dem Krieg und der Belagerung des Gazastreifens durch Israel, der am 7. Oktober letzten Jahres begann und Zehntausende von Palästinensern das Leben kostete, rief die jemenitische Armee unter Führung von Ansar Allah eine Militäroperation gegen Israel aus. Ihr Ziel: Tel Aviv soll gezwungen werden, seinen zerstörerischen Krieg gegen Gaza einzustellen.

Ansar Allah, dem Hungersnot, Völkermord und die Vertreibung von Zivilisten dank eines jahrzehntelangen Krieges, der von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gegen sein Volk geführt und von den Vereinigten Staaten von Amerika unterstützt wird, nicht fremd sind, hat den wohl konsequentesten Widerstand gegen Israels blutigen Feldzug im Gazastreifen geleistet und den kühnen und beispiellosen Schritt gewagt, Schiffe im Roten Meer und im Arabischen Meer anzugreifen, die in israelischem Besitz sind oder unter israelischer Flagge fahren.

Ansar Allah, im Westen umgangssprachlich als Houthis bekannt, erklärte die Aktionen als Reaktion auf die katastrophale humanitäre Lage im Gazastreifen und versprach, die Angriffe auf Schiffe, die mit Israel in Verbindung stehen, einzustellen, sobald die israelische Aggression aufhört. Dieses Mantra wird von den Anführern der Ansar Allah seit Beginn ihrer Kampagne wiederholt und wurde gegenüber MintPress von Mohammed Ali al-Houthi, dem Vorsitzenden des Obersten Revolutionskomitees der Houthi im Jemen, einem prominenten Mitglied der Ansar Allah-Bewegung und einem wichtigen Entscheidungsträger in der jemenitischen Regierung in Sanaa, bestätigt.

Als Reaktion auf die Kampagne von Ansar Allah gegen Israel entsandten westliche Mächte, insbesondere die Vereinigten Staaten von Amerika, eine große Flottille von Kriegsschiffen unter dem Vorwand, die Freiheit der internationalen Schifffahrt im Roten Meer und im Golf von Aden zu schützen. In den meisten westlichen Medien werden sie als Piraten oder vom Iran unterstützte Milizen abgetan. Das westliche Publikum hat nur selten die Gelegenheit, die ungefilterte Sichtweise der Anführer der Ansar Allah zu erfahren. Aus diesem Grund hat sich Ahmed Abdul-Kareem, Korrespondent von MintPress News, mit dem zweiten Befehlshaber von Ansar Allah, Mohammed Ali al-Houthi, zusammengesetzt, um über die jüngsten Ereignisse im Jemen, im Gazastreifen und im Nahen Osten zu sprechen.

MintPress News: Wie steht Ansar Allah zu der Tötung von drei amerikanischen Soldaten und der Verwundung von mehr als dreißig Soldaten bei dem Angriff auf den Tower 22? Und davor zu zwei U.S. Navy Seals, die nach Angaben der USA beim Ertrinken starben? Was ist der offizielle Standpunkt von Ansar Allah zu deren Tod?

Mohammed Ali al-Houthi: Die Anschläge – die wir als natürliche Reaktion auf die feindseligen Handlungen der Vereinigten Staaten betrachten – sind eine klare Botschaft über das große Ausmaß der Unzufriedenheit in der arabischen Welt gegenüber den Amerikanern aufgrund ihrer falschen Politik, einschließlich der Übernahme des Völkermords in Gaza und der Aggression gegen den Jemen, die ihre Soldaten und Interessen in Gefahr bringt.

Die Amerikaner müssen verstehen, dass jeder, der andere angreift, eine Antwort erhält. Ein arabisches Sprichwort sagt: „Wer an die Tür klopft, wird eine Antwort finden“.

Was die beiden Soldaten betrifft, die Sie in der anderen Hälfte der Frage erwähnt haben, so ist diese Version des Vorfalls eine amerikanische. Wir trauen dem, was Amerika verkündet, nicht. Aber wenn der amerikanische Bericht wahr ist, gibt es vielleicht ein großes Verbrechen, das die Amerikaner zu verbergen versuchen. Sie haben die Nachricht von ihren Soldaten veröffentlicht, um etwas Schlimmeres zu verbergen. Es ist unverständlich, dass eine vollständig vorbereitete Streitmacht nicht weiß, wo ihre Kollegen geblieben sind. Der Vorfall ist zweideutig. Es muss untersucht werden, um aufzudecken, was Amerika verbirgt.

MintPress News: Sie leiden im Jemen unter den Folgen eines seit mehr als acht Jahren andauernden Krieges und haben trotzdem eine fortschrittliche militärische und politische Position der Solidarität mit Gaza eingenommen. Warum haben Sie diese Position eingenommen, und wie reagieren Sie auf Erklärungen der amerikanischen und britischen Regierung, die behaupten, Ihre Position habe nichts mit dem Gazastreifen zu tun?

Mohammed Ali al-Houthi: Zunächst einmal ist unsere Position religiös und humanitär, und wir sehen eine enorme Ungerechtigkeit. Wir kennen das Ausmaß und die Schwere der Massaker, die an der Bevölkerung von Gaza verübt werden. Wir haben unter dem amerikanisch-saudisch-emiratischen Terrorismus einer Koalition gelitten, die einen Krieg begonnen und eine Blockade gegen uns verhängt hat, die immer noch andauert. Daher gehen wir von diesem Standpunkt aus und wollen nicht, dass sich das gleiche Verbrechen wiederholt. Wir reagieren auf die Forderung unseres Volkes, das jeden Freitag zu Millionen auf die Straße geht, um zu demonstrieren. Wir reagieren auch auf die Massen in den arabischen und islamischen Ländern und auf alle freien Menschen, die uns auffordern, ihre palästinensischen Brüder zu verteidigen.

Wir können die tragische humanitäre Situation in Gaza, die sogar vom Internationalen Gerichtshof als Völkermord anerkannt wurde, nicht tatenlos hinnehmen. Deshalb geht unser Schritt in diese Richtung: den Arroganten entgegenzutreten, die sich gegen die Unterdrückten stellen. Die Unterdrückten befinden sich in einer katastrophalen Situation und erleiden entsetzliches menschliches Leid wegen Israel und den Vereinigten Staaten von Amerika, die ihre Unterstützung für das UNRWA [Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge] eingestellt haben, obwohl sie die Unterstützung für das Hilfswerk hätten erhöhen müssen, damit es den Palästinensern weiterhin Brot geben kann.

MintPress News: In den westlichen Medien wird die Blockade des Roten Meeres als Bedrohung der Freiheit der Schifffahrt für alle Schiffe dargestellt, die das Meer befahren. Ist dies richtig? Wenn nicht, welche Länder dürfen die Straße von Bab al-Mandab problemlos befahren, und wie bestimmt die Ansar Allah, welche Schiffe passieren dürfen und welche gestoppt werden?

Mohammed Ali al-Houthi: Es gibt keine Blockade des Roten Meeres, und die in den westlichen Medien verbreitete Behauptung, wir würden die internationale Schifffahrt im Roten Meer behindern und den internationalen Handel gefährden, ist nicht wahr. Die Schifffahrt durch das Rote Meer ist für alle Schiffe sicher, mit Ausnahme derjenigen, die mit Israel in Verbindung stehen. Bis vor kurzem haben 4.874 Schiffe das Rote Meer sicher durchquert, seit wir unsere Operationen angekündigt haben. Täglich passieren etwa 70 Schiffe die Bab al-Mandab [Meerenge] ohne Schaden.

Wir haben immer wieder bestätigt, dass es sich bei den angegriffenen Schiffen nur um Schiffe handelt, die mit „Israel“ in Verbindung stehen, sei es, dass sie die besetzten Häfen ansteuern, sei es, dass sie Israelis gehören oder dass sie in den Hafen von Umm al-Rashash [Hafen von Eilat] einlaufen. Die jemenitischen Streitkräfte bestätigen wiederholt, dass alle Schiffe, die keine Verbindung zu „Israel“ haben, nicht angegriffen werden. Dies bestätigt der offizielle Sprecher der Armee wiederholt in allen veröffentlichten Erklärungen über die Marineoperationen der jemenitischen Streitkräfte.

Wir wollen nicht, dass Bab al-Mandab geschlossen wird und auch nicht, dass das Rote Meer geschlossen wird. Das beweist die Tatsache, dass wir uns darauf beschränkt haben, israelische Schiffe und Schiffe, die in die besetzten palästinensischen Gebiete fahren, ins Visier zu nehmen. Wenn wir Bab al-Mandab hätten schließen wollen, hätte es andere Maßnahmen gegeben, von denen einige einfacher waren als der Abschuss von Raketen.

Was in den westlichen Medien verbreitet wird, ist in Wirklichkeit das Ergebnis einer amerikanischen Täuschung, die darauf bedacht ist, falsche Geschichten über die Ereignisse zu verbreiten, damit sie in den internationalen Medien die Oberhand gewinnen. Die Vereinigten Staaten dämonisieren uns durch die Medien, indem sie ihre falschen Narrative verbreiten, obwohl sie und die Briten die Teufel sind, die sich weigern, den Völkermord in Gaza zu beenden und die Belagerung der Bevölkerung aufzuheben. Sie militarisieren das Rote Meer und setzen die Eskalation und Aggression gegen den Jemen fort.

Was die Identifizierung von Schiffen auf dem Weg nach Israel angeht, so beruht diese auf genauen Informationen des jemenitischen Verteidigungsministeriums. Wenn das Schiff mit Israel in Verbindung gebracht wird, wird es gewarnt, dass es das Rote Meer und die Straße von Bab al-Mandab nicht passieren darf. Lehnt es die Warnung ab – nach Ankündigung, Klärung und Signalen zum Anhalten und Zurückkehren -, wird es ins Visier genommen. Nach den militärischen Daten, denen wir vertrauen, wurde kein Schiff, das nicht auf dem Weg zu israelischen Häfen war, angegriffen. Und weder die Amerikaner noch die Briten haben das Gegenteil beweisen können.

MintPress News: Gibt es Kommunikationskanäle, die Schiffe nutzen können, um Gefahren bei der Durchfahrt durch Bab al-Mandab, das Rote Meer im Allgemeinen, das Arabische Meer und den Golf von Aden zu vermeiden?

Mohammed Ali al-Houthi: Die Marine bestätigt dies und wiederholt es immer wieder in ihren [öffentlichen] Erklärungen, dass es den Kanal Nummer 16 gibt, über den die Kommunikation stattfinden kann. Wir sagen den Schifffahrtsunternehmen (wir haben direkt mit ihnen gesprochen), dass es eine einfache Lösung gibt, die sie nutzen können, indem sie den Satz „Wir haben keine Beziehung zu Israel“ schreiben und sicher passieren können. Wir ermutigen sie auch, Digital Selective Calling zu verwenden [Digital Selective Calling ist eine Technologie, die in der Schiffskommunikation zum Senden von Notsignalen verwendet wird. Sie funktioniert wie eine digitale „Ruftaste“ in Seefunkgeräten].

MintPress News: Die westlichen Länder behaupten, dass ihre Operationen im Roten Meer die Sicherheit der internationalen Schifffahrt gewährleisten sollen. Was ist Ihre Reaktion darauf?

Mohammed Ali al-Houthi: Es ist Amerika, das die internationale Schifffahrt gefährdet, indem es die so genannte „Wohlstandsallianz“ zum Schutz israelischer Schiffe ins Leben ruft, obwohl der passendere Name dafür die „Allianz der Zerstörung, Militarisierung des Roten Meeres und Ausweitung des Konflikts“ wäre.

Ihre Warnungen, ihr wiederholter Medienterrorismus und ihre Botschaften und Anrufe an Schiffe sind die Aktionen, die der weltweiten Schifffahrt und dem Handel schaden, zusätzlich zu ihren militärischen Angriffen auf unser Land.

Das Weiße Haus versucht, die Welt in die Irre zu führen, indem es das Gerücht verbreitet, die Durchfahrt durch Bab al-Mandab sei unsicher. Es übt Druck auf internationale Schifffahrtsunternehmen aus, die keine Verbindung zu Israel haben, damit sie das Rote Meer nicht durchfahren. Dies geschieht, um den Unmut gegen die Jemeniten zu schüren und dem Verbrecher [Benjamin] Netanjahu zu dienen. Wir fordern sie auf, diese Handlungen einzustellen und sich der besten Lösung zuzuwenden, nämlich der Beendigung der Aggression und der Aufhebung der Belagerung der Bevölkerung des Gazastreifens. Die jemenitischen Streitkräfte haben die amerikanischen und britischen Schiffe nur als Reaktion auf deren Aggression und Angriffe auf unser Land angegriffen. Davor hat der Revolutionsführer [Ansar Allah-Führer Abdul-Malik al-Houthi] sie gewarnt, sich nicht im Jemen einzumischen.

MintPress News: Was ist der wahre Grund für die Luftangriffe der USA und Großbritanniens gegen Ansar Allah? Richten sie wirklich Schaden an, und worauf zielen sie eigentlich ab? Sind jemenitische Zivilisten bei diesen Angriffen ums Leben gekommen?

Mohammed Ali al-Houthi: Zunächst einmal ist die amerikanisch-britische Aggression gegen den Jemen nichts Neues. Diese beiden Länder üben seit 2015 eine Aggression gegen die Republik Jemen aus. Es sind die gleichen Aktionen. Wir haben keine Angst vor der Eskalation durch die USA. Wenn die beiden Länder beschließen, auf dem Landweg einzumarschieren, werden sie harte Lektionen lernen, die noch schlimmer sind als die, die sie in Vietnam, Afghanistan und Irak erlebt haben.

Das jemenitische Volk liebt die Freiheit, ist kämpferisch und gut bewaffnet. Die Armee ist gut gerüstet, und die Jemeniten haben viele Möglichkeiten, den Amerikanern in der Region eine strategische Niederlage beizubringen.

Die amerikanisch-britischen Angriffe richteten sich gegen bevölkerte Städte, darunter Sana’a, Saada, Hodeidah, Hajjah und Dhamar. Zuvor hatten sie unsere Patrouillen im Roten Meer ins Visier genommen, wobei eine Reihe von Marinesoldaten ums Leben kamen. Die Angriffe hatten keine Wirkung, und was über ihren Einfluss gesagt wird, ist eine unbegründete Illusion und ein Fehlschlag, Allah dem Allmächtigen sei Dank.

Durch ihre Aggression auf See und ihre Angriffe verteidigen die Amerikaner und die Briten die Verbrecher bei der Fortsetzung des Völkermords in Palästina und der Ermordung von Zivilisten durch den israelischen Feind, ohne dabei gestört zu werden.

Unsere Position in der Republik Jemen hingegen verteidigt die Menschlichkeit. Unsere Operation wird durchgeführt, um den Völkermord und das Töten zu stoppen. Unsere Entscheidung ist die Entscheidung der Menschheit, und es ist die richtige Entscheidung, für die wir Opfer bringen. Die Amerikaner müssen die Warnungen des Anführers [des Anführers der Ansar Allah, Abdul-Malik al-Houthi] ernst nehmen.

MintPress News: In politischen Kreisen der USA und Großbritanniens wird über eine Eskalation des Krieges gegen den Jemen gesprochen, möglicherweise sogar über eine Bodeninvasion des Landes. Wie reagiert die Ansar Allah darauf und wie plant Ansar Allah, ihre militärischen Operationen auszuweiten, falls die USA und Großbritannien eskalieren?

Mohammed Ali al-Houthi: Das jemenitische Volk wünscht sich einen Bodenkrieg, weil es dann mit denjenigen konfrontiert wird, die ihm mehr als neun Jahre lang Leid zugefügt haben. Es wird eine Chance zur Rache sein. Der Anführer der Revolution [Ansar-Allah-Führer Abdul-Malik al-Houthi] sagte: „Wenn die Amerikaner ihre Soldaten in den Jemen schicken, werden sie mit etwas Härterem konfrontiert als mit dem, was sie in Afghanistan und in Vietnam erlitten haben. Wir haben die Kraft, uns dem Feind zu stellen und standhaft zu bleiben; unser Volk hat neun Jahre lang der massiven Aggression standgehalten.“

MintPress News: Wie stehen Sie zu der Entscheidung der Regierung Biden, Ansar Allah als terroristische Organisation einzustufen? Hat diese Entscheidung Auswirkungen auf Sie?

Mohammed Ali al-Houthi: Uns als Terroristen zu bezeichnen, weil wir Gaza unterstützen, ist eine Ehre und ein Stolz. Es ist auch politisch und unmoralisch und hat keine Rechtfertigung. Der Schritt der USA hat keine Auswirkungen auf uns. Wir betreten kein amerikanisches Territorium. Wir haben auch keine Unternehmen oder Bankguthaben im Ausland. Die Lösung liegt darin, die Aggression gegen den Gazastreifen zu beenden und die Einfuhr von Lebensmitteln und Medikamenten zu ermöglichen.

MintPress News: Die westlichen Länder bezeichnen Ansar Allah als die Houthis. Warum tun sie das Ihrer Meinung nach, und was sind die grundlegenden Unterschiede zwischen „Houthi“ und „Ansar Allah“?

Mohammed Ali al-Houthi: Ansar Allah ist nach der Definition des Führers keine Organisation, politische Partei oder Gruppe, wie manche Leute behaupten. Sie sind weder organisiert noch strukturiert. Selbst als der Anführer der Märtyrer, Sayyid Hussein Badreddin al-Houthi [der Gründer von Ansar Allah], begann, die Organisation zu gründen, bildete er keine Einheit nach international bekannten Verfahren (wie Registrierungszentren oder die Ausstellung von Mitgliedsausweisen), wie es die meisten Organisationen, Gruppen und Parteien tun. Vielmehr stellte er ein Projekt vor, in dem sich die Massen verschiedener politischer Ausrichtungen, Zugehörigkeiten und gesellschaftlicher Segmente im Rahmen der in diesem Projekt enthaltenen Positionen bewegten. Man könnte also sagen, dass wir eine weit verbreitete Volksbewegung sind.

Unser Name, Ansar Allah, stammt von einem Titel aus dem Koran, der eine praktische Antwort auf die Weisungen des Allmächtigen Allahs gemäß der Methodik des Heiligen Korans ausdrückt. Wir sind stets bestrebt, „Ansar Allah“ zu sein, indem wir uns für die Belange der Nation einsetzen, die um Allahs willen unterstützt werden müssen.

Der Name „Houthis“ ist kein Name, den wir auf uns anwenden. Wir lehnen es ab, Houthis genannt zu werden. Er stammt nicht von uns. Es ist ein Name, den uns unsere Feinde gegeben haben, um zu versuchen, die breite Masse der jemenitischen Gesellschaft, die zu unserem Projekt gehört, zu verunsichern. Diese Versuche sind in der Tat gescheitert. Unser Volk wurde durch diese Bezeichnung oder andere negative Propaganda nicht beeinflusst. Darauf hat der Führer in einer seiner letzten Reden hingewiesen.

MintPress News: Westliche Länder beschuldigen Ansar Allah, ein Werkzeug des Iran zu sein. Westliche Medien berichteten kürzlich, dass die USA China gebeten haben, Druck auf den Iran auszuüben, um die Ansar Allah von ihrer Blockade des Roten Meeres abzuhalten. Was ist daran wahr, und wie ist das Verhältnis der Ansar Allah zum Iran?

Mohammed Ali al-Houthi: In seiner Rede am vergangenen Donnerstag bestätigte [der Anführer der Ansar Allah, Abdul-Malik al-Houthi], dass die Angriffe der USA und Großbritanniens fehlgeschlagen sind und keine Auswirkungen [auf uns] haben und unsere militärischen Fähigkeiten nicht einschränken werden. Er vertrat die Ansicht, dass „der Versuch Amerikas, China um Hilfe zu bitten, um uns zu überzeugen, unsere Operationen zur Unterstützung Palästinas einzustellen, eines der Zeichen seines Scheiterns ist“.

Er wies auch darauf hin, dass „die Chinesen sich nicht in den Dienst Amerikas stellen werden, weil sie wissen, dass es in ihrem Interesse ist, Amerika nicht zu folgen. China kennt die feindliche Politik Amerikas gegen es. Es kennt sehr gut das Ausmaß der amerikanischen Verschwörung durch das Taiwan-Dilemma.“

Obwohl es die Ankläger sind, die beweisen müssen, was sie sagen, bestätigen wir die amerikanischen Behauptungen als Illusionen. Unsere Entscheidung liegt in unseren eigenen Händen, und die Amerikaner und Israelis wissen das. Wenn sie irgendwelche Anschuldigungen gegen den Iran haben, ist das ihre Sache. Der Iran ist ein souveräner Staat. Wir machen uns nicht die Mühe, auf Feinde zu reagieren. Wir kümmern uns nicht um die Worte des Feindes, solange wir die richtige Position einnehmen.

MintPress News: Zwischen Ansar Allah und der von Saudi-Arabien geführten Koalition ist ein Waffenstillstand geschlossen worden, und es finden derzeit Verhandlungen statt, die von omanischen Vermittlern geführt werden. Wurde der Frieden im Jemen als Druckmittel benutzt, um Ihre Operationen am Roten Meer zu stoppen? Wer behindert den Friedensprozess und eine Einigung zwischen den jemenitischen Parteien?

Mohammed Ali al-Houthi: Zunächst einmal gibt es keinen Waffenstillstand, sondern Deeskalation. Wir hoffen, dass die politische Arbeit fortgesetzt wird, um einen dauerhaften Frieden für die Republik Jemen zu erreichen und die Belagerung aufzuheben.

Zweitens haben wir viele indirekte Botschaften und Drohungen von den Vereinigten Staaten erhalten, darunter die Eröffnung interner Kampffronten, die Verlegung von Fronten, die Behinderung des Friedens, die Einstellung der Hilfe usw., und zwar wegen der Haltung des jemenitischen Volkes, das sich weigert, die Auslöschung des Volkes von Gaza zuzulassen.

Wir sind Friedensfreunde. Wir wollen die Republik Jemen aufbauen. Wir möchten, dass dort Frieden herrscht. Unsere Operationen am Roten Meer finden also im Rahmen der Suche nach Frieden für unsere Brüder in Palästina statt.

Aber wer hat den Frieden im Jemen neun Jahre lang verhindert? War es nicht Amerika, das gedroht hat, ihn zu verhindern? Ja, das war es, wie bereits erklärt.

Wir haben eine Vision für eine umfassende Lösung [im Jemen] vorgelegt, die in den Medien veröffentlicht und den Vereinten Nationen übergeben wurde.

Kürzlich wurde ein Papier [veröffentlicht], dessen Punkte [von allen Parteien] akzeptiert wurden, und diejenigen, die es behinderten, waren die Amerikaner. Genau wie in früheren Verhandlungsrunden behindert Washington auch jetzt den Frieden.

Man beachte, dass sie [die Vereinigten Staaten] in Palästina zwar von Frieden sprechen, aber ihr Vetorecht nutzen, um ein Ende des Krieges zu verhindern. Im Jemen reden sie von Frieden, während sie gleichzeitig [militärische] Operationen gegen die Bevölkerung der Republik Jemen starten.

MintPress News: Gibt es direkte Verhandlungskanäle zwischen Ansar Allah und den Amerikanern? Wie können zukünftige Verhandlungen geführt werden, um die Eskalation in der Region zu verringern?

Mohammed Ali al-Houthi: Wir haben noch nicht direkt mit den Amerikanern verhandelt. Obwohl wir zu direkten Verhandlungen aufgefordert wurden, haben wir abgelehnt. Wir glauben nicht, dass wir einen Dialog mit den Amerikanern führen können, weil wir sie als terroristische Verbrecher betrachten, die alles tun, um Verbrechen und Massaker fortzusetzen. Wenn die Amerikaner hoffen, [mit uns] zu kommunizieren, dann nur über unsere Brüder im Sultanat Oman mit unserem dortigen Verhandlungsteam. Das ist der einzige Weg, auf dem ein Dialog stattfinden kann.

MintPress News: Ansar Allah hat mehrfach erklärt, dass der Grund für ihre Blockade die Solidarität und Hilfe für die Menschen in Gaza sei. Was muss Israel tun, damit Ansar Allah die Blockade und die Angriffe auf israelische Interessen einstellt?

Mohammed Ali al-Houthi: Sie müssen wissen, dass wir noch nie auf Operationen im Roten Meer zurückgegriffen haben, obwohl wir einem großen Krieg ausgesetzt waren, der hauptsächlich von den Vereinigten Staaten unterstützt wurde, aber wir tun es jetzt, um den Völkermord in Gaza zu stoppen. Unsere Operationen werden sofort eingestellt, sobald Medikamente und Lebensmittel in den Gazastreifen gelangen und die Aggression gestoppt wird. Bis dieses noble humanitäre Ziel erreicht ist, werden die bewaffneten Luft-, See- und Landstreitkräfte weiterhin israelische, amerikanische und britische Schiffe angreifen. Sie sehen, die Gleichung und Lösung ist einfach: Lassen Sie Lebensmittel und Medikamente zu den Menschen in Gaza gelangen, und die Aggression wird gestoppt werden.

MintPress News: Sowohl die Vereinigten Staaten als auch Großbritannien haben wiederholt erklärt, dass das, was sie im Roten Meer tun, der Selbstverteidigung und dem Schutz der internationalen Schifffahrt dient. Was ist Ihre Reaktion auf diese Aussagen?

Mohammed Ali al-Houthi: Die Wahrheit ist, dass Washington und London Menschen bombardieren, die tausende Kilometer von ihrem Land entfernt sind. Sie führen eine Aggression gegen ein unabhängiges Land durch, das Mitglied der Vereinten Nationen ist, ohne dass es dafür eine Rechtfertigung, eine Legitimation oder einen Rechtsbezug gibt. Sie führen die Aggression gegen den Jemen nur durch, um den israelischen Feind zu schützen. Es ist sicher und deutlich sichtbar, dass sie sich nicht in einem Verteidigungszustand befinden. Das hätten sie auch sagen können, wenn ihre Schiffe vor der Küste Floridas oder Londons angegriffen worden wären.

Außerdem hat ihre Aggression keine moralische oder humanitäre Rechtfertigung, da sie gekommen sind, um Kriminelle zu verteidigen, damit Israel weiterhin Völkermord in Palästina begehen und Zivilisten töten kann.

Das amerikanische und britische Volk sollte wissen, dass die Regierungen der Vereinigten Staaten und Großbritanniens sich nicht um die Sicherheit der internationalen Schifffahrt im Roten Meer, im Golf von Aden und im Arabischen Meer kümmern. Sie kümmern sich nur um [Benjamin] Netanjahu und ermutigen ihn, den Völkermord an der Bevölkerung von Gaza fortzusetzen, selbst wenn dies auf Kosten der Interessen ihres Volkes und des Lebens ihrer Soldaten geht.

Deshalb sagen wir zu ihnen: Ihr seid diejenigen, die gekommen sind, um die Region zu entflammen, ihr seid diejenigen, die daran arbeiten, die Schifffahrt zu bedrohen, und ihr seid diejenigen, die Gefahr und Terrorismus an das Rote Meer, das Arabische Meer oder den Golf von Aden bringen. Sie müssen mit diesen Praktiken aufhören und dorthin zurückkehren, woher Sie gekommen sind. Das Rote Meer gehört weder den Vereinigten Staaten noch den Briten. Uns ist klar, dass die Politik Amerikas feindlich ist. Es hat Ambitionen im Chinesischen Meer, es hat Ambitionen im Roten Meer, und es konkurriert auch mit Russland in der Arktis.

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Ahmed AbdulKareem ist ein jemenitischer Journalist mit Sitz in Sana’a. Er berichtet über den Krieg im Jemen für MintPress News sowie für lokale jemenitische Medien.