Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

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Habeck im Größenwahn

Habeck im Größenwahn

Habeck im Größenwahn

Von RAINER K. KÄMPF | Allein die Idee und die ins Auge gefasste Konstruktion kennzeichnen den absurden Zustand der Politikkomparsen, die unser Land mit breiter Zustimmung des Volkes usurpiert haben. Habeck will die Russen enteignen. Während sich die internationalen Kräfteverhältnisse langsam, aber deutlich wahrnehmbar, verschieben, in eine Richtung, die den Einfluss der US-Hegemonie auf die […]

Bonhoff: Das Wasserstoff-Lobbynetzwerk im Verkehrsministerium

Bonhoff: Das Wasserstoff-Lobbynetzwerk im Verkehrsministerium

Unsere neue Recherche beleuchtet ein fragwürdiges Lobby-Freundschaftsnetzwerk rund um die Vergabe von Fördergeldern für die umstrittene Wasserstoff-Mobilität. Es entsteht der Anschein, dass dieses bei der Vergabe von Fördergeldern eine Rolle gespielt hat.

Schon seit mehreren Monaten steht Volker Wissings Verkehrsministerium unter dem Verdacht der Vetternwirtschaft. Es geht um ein Lobby- und Freundschaftsnetzwerk rund um die Vergabe von Fördergeldern für den Einsatz von Wasserstoff zum Tanken. Das ist brisant, weil zahlreiche Fachleute die wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle für teuer und ineffizient halten.

Es besteht der Verdacht, dass diese Gelder einseitig vergeben werden. Unsere neue Recherche zeigt nun, dass die Kontakte zwischen Geldgebern und Geldempfängern aus dem Freundschafts- und Lobbynetzwerk enger sind als bislang bekannt. Dabei wird auch deutlich: Die Compliance-Regeln im zuständigen Verkehrsministerium sind völlig unzureichend.

Bonhoff: Das Wasserstoff-Lobbynetzwerk im VerkehrsministeriumRund um die Vergabe von Fördermitteln zur Wasserstoff-Mobilität gibt es ein ganzes Freundschafts- und Lobby-Netzwerk

Zusammenfassung

  • Abteilungsleiter Klaus Bonhoff aus dem Verkehrsministerium hat bei der Vergabe von Fördergeldern nicht sauber zwischen privaten und dienstlichen Kontakten getrennt: Er war in die Kommunikation zu einer Fördermittelzusage involviert – und zwar an einen Lobbyverband, mit dessen Führungspersonal er sehr eng befreundet ist.
  • Dabei ging es um Gelder für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge im Straßenverkehr. Fachleute kritisieren schon länger, dass Wasserstoff-Autos wenig effizient sind und gleichzeitig übermäßig subventioniert werden. Nun verdichten sich Hinweise, dass dabei ein enges Freundschafts- und Lobbynetzwerk eine Rolle gespielt hat.
  • Bonhoff hätte sich laut Verhaltensregeln gegen Korruption für befangen erklären und aus dem Vorgang zurückziehen sollen. Doch er hat das Ministerium noch nicht einmal über seine Freundschaften informiert. Das ist höchst fragwürdig – und zeigt, dass bestehende Compliance-Regeln nicht ausreichen.
  • Über die Vorwürfe gegen Abteilungsleiter Bonhoff hatte das Handelsblatt bereits im Sommer 2023 berichtet. Das Verkehrsministerium hat seitdem immer wieder abgewiegelt und die Vorgänge für unproblematisch erklärt. Damit sendet es ein völlig falsches Signal.
  • Fragwürdige Freundschafts- und Lobbynetzwerke sorgen zurecht für viel Empörung. Schon der Anschein, dass solche Netzwerke im Verkehrsministerium bei der Vergabe öffentlicher Gelder eine Rolle gespielt haben, ist schädlich für die Demokratie. Es braucht deswegen dringend modernisierte Compliance-Regeln für die Bundesregierung.

Ski-Connection mit Faible für Brennstoffzellen

Im Zentrum der Vorwürfe der Vetternwirtschaft im Verkehrsministerium steht ein enger Freundeskreis, der regelmäßig zusammen in den Ski-Urlaub fährt, aber auch dienstlich Kontakt pflegt. Es geht um Oliver Weinmann und Werner Diwald, die beide Spitzenfunktionen im Deutschen Verband für Wasserstoff- und Brennstoffzellen (DWV) inne haben: Weinmann ist dort ehrenamtlicher Präsident, Diwald hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender.

Der DWV ist der zentrale Lobbyverband für die wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle, die nach Wünschen des Verbands vor allem im Verkehrssektor zur Anwendung kommen soll. Die dritte Person aus der Skifahrergruppe ist Klaus Bonhoff, Abteilungsleiter Grundsatzfragen im Verkehrsministerium.

Die drei Personen eint das Interesse am Thema Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Alle drei sind seit vielen Jahren in diesem Bereich beruflich engagiert und in verschiedene Netzwerke eingebunden. Dabei haben sie allerdings verschiedene Rollen. Weinmann und Diwald profitieren in verschiedener Weise von den hohen Fördersummen, die in diesem Bereich vergeben werden. Bonhoff dagegen ist für die Fördermittelvergabe mitverantwortlich.

Er ist schon länger als „Mister Wasserstoff“ bekannt, weil er sich beruflich ganz der Brennstoffzelle verschrieben hat. Genau diese Konstellation aus Geldempfängern und Geldgebern macht den Freundeskreis so problematisch. Dokumente, die der Bundestagsabgeordnete Victor Perli (Linke) vom Verkehrsministerium angefordert hat, zeigen, dass Abteilungsleiter Bonhoff sich offenbar für Fördersummen für den Lobbyverband seines Skifreundes eingesetzt hat.

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Bonhoff leitet Mail seines Skikumpels weiter: „Wie besprochen“

Im Frühjahr 2021 trafen sich Bonhoff und sein Skifreund und Brennstoffzellen-Lobbyist Diwald in dienstlicher Funktion auf einer Veranstaltung. Damals sprachen die beiden darüber, ob das Verkehrsministerium eine Kommunikations- und Vernetzungsplattform fördern könnte, die beim Brennstoffzellen-Lobbyverband angesiedelt ist. Dabei ging es ganz explizit um Gelder aus einem Förderprogramm des Verkehrsministeriums.

Als Vorbild diente die Plattform HySteel, die aus dem selben Programm bereits bei dem Verband gefördert wurde. Wenig später schickte Diwald „erläuternde Unterlagen“ zu dem geplanten Projekt an Bonhoff – mit der Anrede „lieber Klaus“. Bonhoff wiederum leitete diese Mail an das zuständige Fachreferat im Verkehrsministerium weiter.

Der Begleittext von Bonhoff an seinen Referatsleiter lautete wörtlich: „Wie besprochen – können wir analog zu BMU Vernetzung/Kommunikation fördern?“ Laut den uns vorliegenden Unterlagen hatte Bonhoff das Projekt bereits zuvor mündlich befürwortet. Nur rund ein Jahr später startete tatsächlich das Projekt „HyMobility“, das mit 1,4 Millionen Euro aus einem Fördertopf vom Verkehrsministerium ausgestattet war.

Ziele des Projekts sind Netzwerken und Lobbyarbeit zur Wasserstoff-Mobilität. Dass Bonhoff hierbei einen Interessenkonflikt im besonders korruptionsgefährdeten Verfahren der Geldervergabe hatte, kam ihm dabei offenbar gar nicht in den Sinn. Sonst hätte er sich aus dem Verfahren von Beginn an zurückziehen sollen – und die Mail gar nicht erst weiterleiten sollen. Stattdessen hielt Bonhoff in Vertretung seines Staatssekretärs zum Programmbeginn sogar die Eröffnungsrede.

Dokumente aus dem Verkehrsministerium belegen, dass Bonhoff nicht klar zwischen dienstlichen und privaten Kontakten getrennt hat

Reaktionen aus dem Verkehrsministerium

Das Handelsblatt hatte bereits im Juli 2023 auf Bonhoffs Netzwerke zur Wasserstoffwirtschaft hingewiesen. Damals waren einige Details der Kommunikation zwischen Bonhoff und dem Brennstoffzellen-Lobbyverband noch nicht bekannt. Dennoch hatte das Verkehrsministerium damals eine Untersuchung eingeleitet und Ende August 2023 einen ersten Zwischenbericht vorgestellt.

In diesem Rahmen hatte der zuständige Staatssekretär Stefan Schnorr bereits öffentlich zugegeben, dass der enge Freundeskreis um Bonhoff und den Vertretern vom Brennstoffzellen-Lobbyverband tatsächlich bestehe. Die Freundschaft zwischen Bonhoff und dem Führungspersonal des Wasserstoff-Lobbyverbands war bekannt. Zugleich räumte Schnorr ein, dass Klaus Bonhoff eine an ihn persönlich gerichtete Mail des Brennstoffzellenverbands mit der Anrede „lieber Klaus“ zu einer Förderbitte direkt an das zuständige Fachreferat weitergeleitet habe.

Auf Nachfrage der Unions-Bundestagsfraktion schrieb das Verkehrsministerium, dass Bonhoff mit dem darauf folgenden Bewilligungsverfahren nicht weiter befasst war. Vor allem darauf begründet es seine Einschätzung, dass das Verfahren regelkonform gewesen sei. Doch das ist fragwürdig: Schließlich hatte Bonhoff ja offenbar im Vorfeld bereits der Förderung zugestimmt, worauf er in der Mail offenbar noch einmal hinweist. Es liegt nahe, dass das Auswirkungen auf die Förderentscheidung des Referats gehabt hat, das Bonhoff untergeordnet ist.

Das Verkehrsministerium schreibt auf Anfrage von LobbyControl selbst, dass „Fördermaßnahmen“ ein besonders korruptionsgefährdetes Arbeitsgebiet seien und Beschäftigte des Verkehrsministeriums darum hier besonders geschult und sensibilisiert werden.

„Private Verbindungen bei Geldervergabe tunlichst vermeiden“

Wichtig ist vor allem: Selbst wenn es kein Fehlverhalten im juristischen Sinne gab, bleibt der Umgang mit privaten Freundschaften rund um die Vergabe von Fördergeldern im Verkehrsministerium problematisch. Der Vorgang unterstreicht deswegen umso mehr, dass es einen angemessenen Umgang mit Interessenkonflikt braucht und entsprechend auch modernisierte Compliance-Regeln (mehr dazu in unserem früheren Blogbeitrag).

Professor Manuel Theisen, renommierter Compliance-Experte, sagte gegenüber dem Handelsblatt: „Private Verbindungen im Umfeld der Vergabe öffentlicher Gelder sollten tunlichst vermieden werden“. Dies werfe zurecht Fragen auf.

Problematisch ist auch, dass das Ministerium nur Vorgänge bis August 2019 untersucht hat und selbst schreibt, dass es „bislang“ keine Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten gebe. Warum wurden die Jahre 2020 bis 2023 nicht untersucht? Zudem waren offenbar einige weitere Verbindungen – wie etwa verwandtschaftliche Verbindungen – gar nicht oder nur zum Teil bekannt.

Weder der Zwischenbericht noch der Abschlussbericht sind öffentlich einsehbar. Das kritisieren auch die Oppositionsparteien Linke und CDU. Der Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange (CDU) sagte gegenüber TableMedia, dass das Ministerium bei der Aufarbeitung des Falls „sehr intransparent“ agiere.

Wasserstoff-betriebene PKWs? Perspektiven der Wissenschaft und Lobbyinteressen

Das Verkehrsministerium fördert sowohl batterieelektrische Antriebe als auch wasserstoffbetrieben Brennstoffzelle. Dennoch hat sich mit einem Marktanteil von 99,9 Prozent das batterieelektrische Fahrzeug im Markt der Fahrzeuge ohne CO2-Emissionen ganz klar durchgesetzt. Laut einer Studie des Borderstep-Institut, die vom Bundesforschungsministerium beauftragt und finanziert wurde, wird sich an diesen Marktanteilen auch in den nächsten Jahren nichts wesentlich ändern.

Wenn weiter die wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle im Verkehrssektor gefördert wird, führe dieses zu negativen Lock-in-Effekten und sei dies insgesamt ineffizient – gerade auch angesichts der weiter bestehenden Knappheit von grünem Wasserstoff. Die Entwicklung und Markteinführung alternativer effizienter Alternativen werde so ausgebremst. Die Bundesregierung scheine hier einem „Hype zu erliegen, der zwar richtigerweise die sehr wichtige Rolle von Wasserstoff für die Dekarbonisierung anerkennt, jedoch die nutzbaren Mengen in naher und mittelfristiger Zukunft deutlich überschätzt.“

Fachleute weisen schon länger darauf hin, dass Wasserstoff zum Tanken nur sehr eingeschränkt sinnvoll sein könnte. Dass sich die Erzählung von der Zukunft des Wasserstoffautos weiter hält, liegt auch an mächtigen Lobbyinteressen. Die Aussicht auf Wasserstoff oder auch E-Fuels verspricht eine Zukunft für bestehende Tankstelleninfrastrukturen und Lieferketten. Deswegen sind es vor allem die großen Mineralöl- und Gaskonzerne, die über den Verband für Wasserstoff- und Brennstoffzellen (DWV) für den Einsatz von Wasserstoff beim Tanken lobbyieren. Diese Argumente seien laut Borderstep-Institut „analog zu den Argumenten der Gasindustrie, was die Nutzung von Wasserstoff im Heizungsbereich angeht.“

Ähnliche Kritik kommt auch von Umweltverbänden. Jens Hilgenberg, Verkehrsreferent beim Umweltverband BUND, hält es für „auffällig“, wie stark das Bundesverkehrsministerium „an der Vision von wasserstoffbetriebenen Pkw“ festhält. „Obwohl nur wenige Konzerne mit einigen Kleinserien in diesem Segment tätig sind, werden hohe Fördersummen in diesem Bereich gewährt und über Subventionen für Produkte gesprochen, die es nicht gibt und mit hoher Wahrscheinlichkeit nie geben wird,“ so Hilgenberg.

Wasserstoff-Tankstelle in Berlin Trotz Fördergelder kaum am Markt erfolgreich: Tanken mit Wasserstoff

Bonhoff: „Mister Wasserstoff“ im Verkehrsministerium

Ein genauerer Blick auf das Verkehrsministerium, die bundeseigene NOW GmbH und den Brennstoffzellen-Lobbyverband führt zu einem ganzen Geflecht aus Lobbyverbindungen bis hin zu familiären Verbindungen – und einer einseitigen Förderpolitik. Bonhoffs Abteilung im Bundesverkehrsministerium ist für die Vergabe hoher Fördersummen verantwortlich – so etwa über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP). Allein zwischen 2017 und 2022 wurden im Rahmen dieses Programm fast 1,7 Milliarden Euro Fördergelder für Wasserstoff-Projekte bewilligt. Solche hohen Summen wecken Begehrlichkeiten in der Branche.

Schon als Bonhoff vom damaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) eingestellt wurde, war er als „Mister Wasserstoff“ bekannt. Sein gesamtes Berufsleben war auf die Förderung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie ausgerichtet. Zu diesem Thema forschte er zunächst, später leitete er die bundeseigene NOW GmbH, die die Fördermittelvergabe in diesem Bereich koordiniert. Über seine Mitgliedschaft im Beirat des Gaslobbyverbands Zukunft Gas pflegt er außerdem enge Kontakte zu großen Öl- und Gaskonzernen wie Shell oder VNG. Als Scheuers Nachfolger im Amt des Verkehrsministers übernahm Volker Wissing (FDP) Bonhoff, obwohl ein Personalaustausch auf dieser Ebene nach Regierungswechseln nicht unüblich ist.

Bonhoffs spezielles Profil auf diesem Posten ist durchaus problematisch. Denn die Frage, welche Technologien im Verkehrssektor gefördert werden, ist immer wieder umstritten. Laut Handelsblatt regt sich im Verkehrsministerium schon länger Kritik, dass ein Abteilungsleiter, der sich ganz der wasserstoffbetriebenen Brennstoffzelle verschrieben hat, nicht unabhängig über die Vergabe von Fördergeldern in diesem Bereich entscheiden könne. Laut Spiegel sei außerdem schon lange bekannt gewesen, dass Bonhoff bei der konkurrierenden batteriebetriebenen E-Mobilität „kräftig auf der Bremse gestanden“ habe.

NOW: mächtiger Akteur bei der Vergabe von Fördergeldern

Auch die NOW – Bonhoffs vorheriger Arbeitgeber – ist klar auf die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Förderung ausgerichtet. Sie wurde 2008 eigens von der Bundesregierung eingerichtet, um die Gelder aus dem Wasserstoff-Förderprogramm NIP zu koordinieren. Wichtig zu wissen: Die NOW hat dafür deutlich mehr Kapazitäten als die zuständigen Referate im Verkehrsministerium selbst und ist deswegen ein mächtiger Akteur bei der Vergabe. Die NOW trifft gemeinsam mit dem Projektträger Jülich die relevanten Vorentscheidungen, wer welche Gelder bekommt.

Die NOW kooperiert dabei eng mit den potentiellen Empfängern dieser Gelder. Einige davon sind sogar Mitglied in einem beratenden Beirat – so etwa Total, Shell und der Gaskonzern VNG. Diese Konzerne haben ein Interesse an der Fortführung ihrer fossilen Geschäftsmodelle. Das ist über die wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle oder auch E-Fuels besser möglich, als über die effizientere batteriebetriebene Elektromobilität: Lieferketten und Tankstelleninfrastruktur könnten erhalten bleiben (vgl. Kasten).

Ende 2019 wurde auch die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur bei der NOW angesiedelt, so dass sich ihr Aufgabenbereich nun auch breiter auf den Ausbau der batteriebetriebenen Elektromobilität erstreckt. Doch genau wie Bonhoff ist auch dessen Nachfolger als NOW-Geschäftsführer Kurt-Christoph von Knobelsdorff ein klarer Befürworter der Brennstoffzelle. Knobelsdorff ist zudem Beiratsmitglied in der E-Fuels-Alliance, die im Auftrag von Porsche, ExxonMobil, Siemens Energy und anderen Konzernen Lobbyarbeit für E-Fuels betreibt. Das Verkehrsministerium bestätigte zudem auf Anfrage, dass Knobelsdorff ebenfalls mit Bonhoff „privat befreundet“ sei. Auch diese private Verbindung sei aber erst seit August 2023 im Ministerium bekannt.

Millionensummen für einen Lobbyverband

Bonhoffs Skifreunde – Weinmann und Diwald – eint ihr gemeinsames Engagement im Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband (DWV), dem zentralen Lobbyverband für die Brennstoffzelle. Pikant dabei: Der Verband bekommt Fördergelder aus dem Wasserstoff-Förderprogramm NIP, das die NOW koordiniert. 1,4 Millionen Euro gingen an die dortige Fachkommission HyMobility. Das ist das Projekt, für das Bonhoff seinem Freund Diwald bereits vor der Entscheidung über die Fördermittelvergabe Zustimmung signalisiert hatte und eine entsprechende Mail an das zuständige Referat weitergeleitet hatte (siehe oben).

Mitglied bei HyMobility sind u.a. BMW, Shell Hydrogen, Uniper Energy, Siemens Energy, das Fraunhofer-Institut und der Wasserstoff-Tankstellen-Betreiber H2Mobility, der später noch eine Rolle spielen wird. Die beteiligten Unternehmen haben ein klares eigenes Gewinninteresse bzw. sind im Bereich Brennstoffzellentechnologie sogar abhängig von öffentlichen Geldern. Auch die bundeseigene NOW ist an den Arbeitsgruppen von HyMobility beteiligt.

Das Projekt HyMobility hat das Ziel, einen regulatorischen Rahmen für die Förderung der Brennstoffzelle auszuarbeiten und dazu „in einen engen Austausch mit der Politik zu gehen.“ Anders formuliert: HyMobility ist ein Unternehmens-Netzwerk, dass Lobbyarbeit für die Brennstoffzelle betreibt. Es ist ungewöhnlich und fragwürdig, dass ein Wirtschaftslobbyverband wie der DWV einen staatlichen Zuschuss für Aufgaben bekommt, die er ohnehin tut: Netzwerke pflegen und Lobbyarbeit betreiben. Auch die Vorgaben des Förderprogramms sehen „grundsätzlich“ nicht vor, dass Verbände Gelder bekommen. Auf Nachfrage teilte eine Ministeriumssprecherin LobbyControl mit, dass Ausnahmen möglich seien, „wenn ein erhebliches Bundesinteresse“ bestehe.

Es sollte die Aufgabe der Politik sein, im Austausch mit verschiedenen Akteuren – Wirtschaftsverbänden, Wissenschaft, aber etwa auch Umweltverbänden – Rahmenbedingungen für die Förderung von Technologien auszuarbeiten. Diese Aufgabe sollte nicht an einen Lobbyverband mit wirtschaftlichen Eigeninteressen ausgelagert werden.

Fragwürdig: Der Wasserstoff-Lobbyverband bekommt staatliche Fördergelder, um Lobbyarbeit für die eigenen Interessen zu betreiben

Beratungsfirmen für die Akquise öffentlicher Gelder

Ein weiterer fragwürdiger Zusammenhang: Die beiden Wasserstoff-Lobbyisten und Bonhoff-Skifreunde Diwald und Weinmann sind auch mit ihren eigenen Firmen Teil des Wasserstoff-Netzwerks. Diwald ist neben seiner Tätigkeit beim DWV geschäftsführender Gesellschafter der Firma PTXsolutions. Diese bietet „Politikberatung“ und „Akquise öffentlicher Gelder“ als Dienstleistung an. Als Referenzen gibt das Unternehmen unter anderem die NOW GmbH an.

Auch Weinmann hat sich im Wasserstoff-Sektor selbständig gemacht: Er gründete im Jahr 2023 die Firma HyAdvice, die ebenfalls Beratung zur Fördermittelakquise bei Wasserstoff-Projekten anbietet. Auch er gibt als Referenz und „Partner“ die NOW an. Bei der NOW sitzt er nebenbei auch dem Beirat vor. Sowohl Diwald als auch Weinmann streiten ab, dass sie durch ihre Beratungstätigkeit Interessenkonflikte gehabt hätten bzw. haben. Dennoch drängt sich der Verdacht auf, dass Weinmann und Diwalds Firmen von dem Insider-Wissen über die Fördermittelvergabe profitieren, das sie durch ihre Nähe zu Bonhoff erhalten.

Schwiegersohn profitiert von H2-Fördergeldern

Weinmann hat zudem auch noch weitere persönliche Verflechtungen: Sein Schwiegersohn kommt ebenfalls aus der Wasserstoffbranche. Lorenz Jung gehört seit 2021 der Geschäftsführung der Wasserstoff-Tankstellen Firma H2Mobility an. Seit April 2023 ist er dort einer von drei Geschäftsführern und Sprecher des Unternehmens. An H2Mobility sind u.a. die Unternehmen Daimler, Shell, TotalEnergies und BMW beteiligt.

Einen großen Teil seiner Fördermittel bekommt das Unternehmen aus dem Fördertopf NIP, den die NOW koordiniert. H2Mobility leitet zudem eine Arbeitsgruppe in der bereits erwähnten DWV-Fachkommission HyMobility, die ebenfalls Wasserstoff-Fördergelder über die NOW erhält. Auch hier drängt sich die Frage auf, ob Lorenz von den guten Kontakten seines Schwiegervaters Weinmann zur NOW und zum Verkehrsministerium profitiert. Nebenbei bemerkt: Jungs Frau, also Weinmanns Tochter, arbeitet bei der NOW als Teamleiterin in der Öffentlichkeitsarbeit.

Parallelen zum Fall Graichen

Der damalige Staatssekretär Patrick Graichen stolperte im Frühjahr 2023 über seinen Umgang mit familiäre Beziehungen im Amt. Er wurde damals zurecht entlassen, nachdem bekannt wurde, dass er die Vergabe von Fördergeldern für den BUND-Landesverband Berlin mitgezeichnet hatte. Im Vorstand saß zu dem Zeitpunkt seine Schwester. Auch H2Mobility mahnt in seinen Compliance-Vorschriften für seine Lieferanten an, dass Interessenkonflikte aufgrund von „Verwandtschaft oder Schwägerschaft, Partnerschaft“ vermieden werden sollten. Diese Compliance-Vorschriften scheinen für die Geldgeber von H2Mobility nicht gleichermaßen zu gelten.

Das Verkehrsministerium teilte LobbyControl gegenüber mit, dass die Beratungstätigkeiten von Weinmann und Diwald dort nicht bekannt gewesen seien. Auch die Personalie Lorenz Jung und dessen familiäre Beziehung zu einem der drei Skifreunde sei bei den zuständigen Fachreferaten auf Arbeitsebene nicht bekannt gewesen. In diesem Zusammenhang verwies das Ministerium darauf, dass Förderentscheidungen zugunsten der H2Mobility erst nach dem Geschäftsführerwechsel im April 2023 erfolgt seien. Mit dieser Aussage drückt das Ministerium aus, dass eine solche Konstellation problematisch hätte sein können. Tatsächlich gehört Jung der Geschäftsführung aber schon seit 2021 an, wenn auch noch in anderer Funktion.

Verkehrsministerium nutzt teilweise Widerruf des Handelsblatt aus

Das Handelsblatt hatte als erstes bereits im Juli 2023 über problematische Netzwerke rund um die Fördermittelvergabe im Bereich Wasserstoff und Brennstoffzellen-Technologien berichtet. Dabei hatte es auch über Verbindungen zu einem bayerischen Unternehmer hingewiesen. Auch hier wurde von einer angebliche Urlaubsfreundschaft berichtet. Letzteres musste das Handelsblatt allerdings widerrufen. Die Hinweise auf die problematische Geldervergabe an den Brennstoffzellen-Verband erhärteten sich jedoch, wie auch diese Recherche zeigt.

Das Verkehrsministerium forderte daraufhin mehrere Medien auf, ihre Berichterstattung zum Fall Bonhoff zu korrigieren. Auch wir passten unsere Berichterstattung entsprechend an. Allerdings entstanden auch mehrere Presseberichte und Social-Media-Posts, die suggerierten oder sogar explizit nannten, dass jegliche Hinweise auf problematische Verbindungen von Bonhoff sich als falsch erwiesen hätten. Das Ministerium verwies auch immer wieder auf die Korrektur des Handelsblatt. Doch das war irreführend und lenkte letztlich davon ab, dass sich die problematischen Verbindungen zum Wasserstoffverband DWV, über die das Handelsblatt erstmals berichtet hatte, sich letztlich immer weiter verdichteten. Das Handelsblatt berichtete in der Folge nicht weiter über den Fall.

Großer Bedarf an modernisierten Compliance-Regeln

Insidern sind die Wasserstoff-Netzwerke rund um die NOW und das Verkehrsministerium schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Schon länger berichten sie von einer relativ kleinen Gemeinschaft, die zu Wasserstoff und Brennstoffzellen forschen, arbeiten – und Fördergelder vergeben und beziehen. Tatsächlich sind die persönlichen und beruflichen Verflechtungen zwischen Abteilungsleiter Klaus Bonhoff, der NOW GmbH und Empfängern von Fördergeldern zahlreich.

Brisant sind diese Verflechtungen zum einen, weil es um Steuergelder in Milliardenhöhe geht – und der Anschein entsteht, dass eine umstrittene Technologie einseitig gefördert wurde und damit möglicherweise die Transformation des Industriestandorts Deutschland in Richtung Zukunftsfähigkeit ausgebremst wurde. Und schließlich sind die Vorgänge auch problematisch für die Demokratie: Schon der Anschein eines fragwürdigen und einflussreichen Netzwerks schadet dem Ansehen des Verkehrsministeriums und der bundeseigenen NOW GmbH.

Misst die Bundesregierung mit zweierlei Maß?

Es ist und bleibt fragwürdig, wenn bei der Vergabe öffentlicher Fördergelder der Anschein entsteht, dass nicht sauber zwischen privaten und dienstlichen Kontakte getrennt wird. Doch genau dieser Anschein hat sich sogar weiter erhärtet. Das Verkehrsministerium macht es sich zu einfach, wenn es die Vorwürfe der Vetternwirtschaft einfach rundheraus zurückweist. Damit sendet es ein völlig falsches Signal. Es reicht nicht aus, sich auf bestehende Regeln zu berufen. Der Fall zeigt deutlich, dass die Compliance-Regeln im Ministerium unzureichend sind und dringend modernisiert werden müssen.

Zusätzlich entsteht der Eindruck, dass die Bundesregierung mit zweierlei Maß misst: Im Fall des mittlerweile entlassenen Staatssekretärs im Wirtschaftsministerium Patrick Graichen wurden vorab im Ministerium Regeln für den Umgang mit familiären Verbindungen aufgestellt. Als diese nicht eingehalten wurden, folgte die Entlassung. Die öffentliche Kritik an dem Vorgang war zurecht groß, die Entlassung folgerichtig. Der Fall Bonhoff hat auffällige Parallelen zur Causa Graichen – auch deswegen braucht es hier einen angemessenen Umgang. Der Bedarf an klareren Compliance-Regeln und -Verfahren für die Ministerien ist offenbar groß. Wir haben dazu schon im Mai Vorschläge ausgearbeitet. Minister Wissing täte gut daran, sich daran zu beteiligen, dass diese schnellstmöglich diskutiert und umgesetzt werden.


Hintergrund

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Deutschlands Position zum Krieg im Gazastreifen stürzt Berlins Vorfeldorganisationen in der arabischen Welt in ernste Probleme

Eine Schneise der Verwüstung

Deutschlands Position zum Krieg im Gazastreifen stürzt Berlins Vorfeldorganisationen in der arabischen Welt in ernste Probleme. Menschenrechtler wenden sich ab, 75 Prozent stufen die deutsche Politik als „negativ“ ein.

Die deutsche Haltung zum Krieg im Gazastreifen, darunter etwa die Weigerung, einen dauerhaften Waffenstillstand zu verlangen, führen zu ernsthaften Problemen für Vorfeldorganisationen der Berliner Außenpolitik in der arabischen Welt. Alle parteinahen Stiftungen, die mit Außenstellen in der Region präsent sind, sprechen von „Irritationen“ ihrer örtlichen Partner, verlieren einst loyale Mitarbeiter und sehen sich sogar offenen Protestaktionen gegenüber. Menschenrechtsaktivisten, die in der arabischen Welt harte Kämpfe gegen staatliche Repression führen, kündigen Berlin, von dem sie bisher punktuell gefördert wurden, jegliche Zusammenarbeit auf. „In der ganzen arabischen Welt verliert Deutschland gerade Verbündete“, hatte zu Jahresbeginn ein arabischer Publizist auch in deutschen Medien gewarnt. Umfragen zufolge galt die deutsche Außenpolitik Ende 2020 in der arabischen Welt 52 Prozent der Bevölkerung als positiv; bloß 28 Prozent stuften sie negativ ein. Aktuell sind nur 9 Prozent der Auffassung, die deutsche Politik zum Krieg im Gazastreifen sei „positiv“; 75 Prozent nennen sie „negativ“. Insider warnen vor einer „Schneise der Verwüstung“.

Destinus, das Schweizer Start-up-Unternehmen, das heimlich Militärdrohnen an die Ukraine liefert

EXKLUSIV – Das Schweizer Start-up Destinus, bekannt für seine Hyperschall-Drohnenprojekte, liefert seit 2023 unter strengster Geheimhaltung Hunderte Militärdrohnen an die Ukraine. Ihr Gründer Mikhail Kokorich, der gerade seine russische Staatsbürgerschaft aufgegeben hat, wird die Gruppe in Frankreich ansiedeln. Enthüllungen.

Wie der römische Gott Janus hat Destinus zwei Gesichter. Das eine, in den Medien viel beachtete, ist das eines vielversprechenden Start-up-Unternehmens mit Sitz in der Schweiz, das Hyperschall-Drohnen und -Flugzeuge (Geschwindigkeit über Mach 5) für den Fracht- und Passagiermarkt entwickeln will. Das andere Gesicht, blieb bisher im Verborgenen: Destinus, gegründet vom russischstämmigen Unternehmer und Putin-Gegner Michail Kokoritsch (der gerade seine russische Staatsbürgerschaft aufgegeben hat), ist seit letztem Jahr auch einer der wichtigsten europäischen Lieferanten von Militärdrohnen an die Ukraine.

Nach unseren Informationen hat Destinus seit dem zweiten Quartal 2023 Hunderte von billigen Langstrecken-Drohnen an Kiew geliefert. Diese Propellerflugzeuge namens Lord, die je nach Version eine Reichweite von 750 bis über 2.000 km haben sollen, sind für Bodenangriffe vorgesehen. Sie können aber auch Aufklärungsaufgaben übernehmen, elektromagnetische Signale abfangen und Störungen verursachen. Dies ist eine Schlüsseltechnologie, da Russland viele ukrainische Drohnen abfängt. Ihre Reichweite scheint größer zu sein als die der bisher von der ukrainischen Armee eingesetzten Flugzeuge wie Ukrjet UJ-22, UJ-25 Skyline oder UJ-26 Beaver, die nur eine Reichweite von 1.000 km haben.

Das Start-up-Unternehmen wird Kiew auch zwei weitere Drohnentypen liefern: die Ruta, ein Reaktorflugzeug, das wie ein Marschflugkörper aussieht, mit Flügeln ausgestattet ist und eine Reichweite von 300 km hat (Bodenangriffe, Zieldrohnen, Überwachungsmissionen…); und die Hornet, eine sehr schnelle (fast 300 km/h), wenige Kilogramm leichte Minidrohne, die gegnerische Drohnen abfangen und zerstören, aber auch ein Gebiet kartografieren oder als Telekommunikationsrelais dienen kann.

In einem Interview mit Challenges bestätigte der Gründer von Destinus, Mikhail Kokorich, diese Lieferungen an die Ukraine. Der Gründer von Destinus sagt: „Wir sind bereits einer der größten Drohnenhersteller in Europa. Jeden Monat liefern wir mehr als 100 große Drohnen aus, und die Ukraine ist einer unserer wichtigsten Kunden. Unsere Produkte sind Dual-Use-Geräte, die sowohl zivile als auch militärische Aufgaben erfüllen.“

Das Unternehmen, das seit seiner Gründung nach eigenen Angaben 75 Millionen Euro eingeworben hat, erzielte 2023 einen Umsatz von 17 Millionen Euro, den größten Teil davon im letzten Quartal, sagt Mikhail Kokorich. „Der Umsatz 2024 könnte ein Vielfaches, vielleicht das Zehnfache des Vorjahres erreichen“, sagt der Manager. Destinus, das noch auf der Suche nach Kapital ist, will 2024 die Gewinnschwelle erreichen.

Das Start-up-Unternehmen hat seinen Sitz in Payerne (Schweiz) und produziert seine Drohnen bisher in Deutschland (München), Spanien (Madrid) und den Niederlanden (Hengelo), wobei letzterer Standort mit der Übernahme des Turbinenherstellers Opra 2023 zur Gruppe stoßen wird. Der Großteil der Flugzeuge wird von Deutschland aus exportiert. An einem geheim gehaltenen Standort in der Ukraine ist ebenfalls ein Werk geplant.

Mehr Details in der Quelle.

Die Schutzmaßnahmen des Internationalen Gerichtshofs

Thierry Meyssan

Der Internationale Gerichtshof hat gerade Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um die Bevölkerung von Gaza vor einem möglichen Völkermord zu schützen. Eine Entscheidung, die nichts Neues bringt, aber der politischen Position der Vereinigten Staaten eine rechtliche Unterstützung bringt. Diese Entscheidung greift in keiner Weise dem Urteil in der Sache vor, welches Israel verurteilen würde, wenn es ergeht, was aber wahrscheinlich nie der Fall sein wird. Die internationale Justiz steckt noch in den Kinderschuhen und hat noch immer Schwierigkeiten, das Recht durchzusetzen.

Der Internationale Gerichtshof unter dem Vorsitz von Joan Donoghue, einer ehemaligen Beamtin des US-Außenministeriums, hat in dem Fall zwischen Südafrika und Israel einen Sicherungsbeschluss erlassen. Es überrascht nicht, dass das Gericht genau die gleiche Entscheidung traf wie die US-Position: Israel muss alles in seiner Macht Stehende tun, um einen Völkermord zu verhindern, während es seinen Krieg gegen die Hamas fortsetzt.

Die internationale Justiz steckt noch in den Kinderschuhen

Der Gerichtshof ist eine Keimzelle der internationalen Justiz innerhalb der Vereinten Nationen. Er ersetzt den Ständigen Internationalen Gerichtshof, der 1922 im Rahmen des Völkerbundes eingerichtet wurde. Dieses System ist also erst ein Jahrhundert alt. Damit soll sichergestellt werden, dass jeder Staat die von ihm unterschriebenen Verpflichtungen einhält. Die Angelsachsen, die

Die Globalisten wollen CBDCs im Jahr 2024… Was wirklich kommt, wird sie überraschen.

Die Chancen stehen gut, dass Regierungen auf der ganzen Welt ihre Bürger bald zwingen werden, digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) zu benutzen.

CBDCs ermöglichen alle möglichen schrecklichen, totalitären Dinge.

Sie ermöglichen es Regierungen, jeden Cent, den Sie verdienen, sparen und ausgeben, zu verfolgen und zu kontrollieren. Sie sind ein mächtiges Werkzeug für Politiker, um Reichtum zu beschlagnahmen und umzuverteilen, wie sie es für richtig halten.

CBDCs werden es den Zentralbanken ermöglichen, stark negative Zinssätze zu erheben, was nichts anderes ist als eine Steuer auf das Sparen von Geld.

Regierungen könnten CBDCs so programmieren, dass sie ein Verfallsdatum haben – wie Vielfliegermeilen bei Fluggesellschaften -, um die Menschen zu zwingen, sie vor Monatsende auszugeben, wenn sie wertlos werden.

CBDCs ermöglichen ein ausgeklügeltes Social Engineering, indem sie Regierungen in die Lage versetzen, Menschen auf eine Art und Weise zu bestrafen und zu belohnen, die bisher nicht möglich war.

Nehmen wir an, Regierungen verhängen wieder Ausgangssperren wegen der Grippesaison, wegen des sogenannten „Klimawandels“ oder unter welchem Vorwand auch immer. Die CBDCs könnten so programmiert werden, dass sie nur in einem bestimmten geografischen Gebiet funktionieren, und die Regierung könnte Ihre Zahlungen verweigern, wenn Sie sich während der Sperrzeiten mehr als eine Meile von Ihrem Haus entfernen.

Angenommen, die Verantwortlichen wollen Menschen dazu bringen, ein Medikament oder ein anderes Gift einzunehmen. Mit CBDCs könnten sie Geld auf die Konten derjenigen einzahlen, die sich daran halten, und es von den Konten derjenigen abziehen, die sich nicht daran halten.

Regierungen und große Unternehmen werden CBDCs zweifellos mit einem Sozialkreditsystem verknüpfen.

Haben Sie in den sozialen Medien ein Gedankenverbrechen begangen? Oder haben Sie zu viele politisch unkorrekte Artikel im Internet gelesen? Haben Sie Ihr monatliches Kontingent an Fleisch überschritten? Dann können Sie dank der CBDCs mit einer finanziellen Strafe rechnen.

Die CBDCs sind zweifellos ein Instrument der Versklavung. Sie sind ein Quantensprung zurück in die menschliche Freiheit.

Leider werden sie bald kommen.

Die Regierungen werden CBDCs wahrscheinlich als „Lösung“ vorschreiben, wenn die nächste echte oder erfundene Krise eintritt – und das ist wahrscheinlich nicht mehr lange hin.

Das ist die schlechte Nachricht.

Die gute Nachricht ist, dass CBDCs zum Scheitern verurteilt sind.

Das heißt aber nicht, dass Regierungen nicht versuchen werden, CBDCs einzuführen – mit immens zerstörerischen Folgen für viele Menschen, die nicht darauf vorbereitet sind, mit der Situation umzugehen.

Es ist wichtig, sich an die weisen Worte von Ron Paul zu erinnern:

„Was keiner von ihnen (den Politikern) zugeben will, ist, dass der Markt mächtiger ist als die Zentralbanken und alle Wirtschaftsplaner zusammen. Auch wenn es lange dauert, der Markt gewinnt immer“.

Egal, welche Erlasse, Verordnungen oder Gesetze die Politik erlässt, sie werden den Wunsch der Menschen nach Alternativen zu CBDCs nie völlig auslöschen können. Das öffnet die Tür für andere Optionen.

Denken Sie zum Beispiel daran, dass Venezuela, Zimbabwe, Argentinien, der Libanon und viele andere Länder die Verwendung des US-Dollars einschränken. Das Ergebnis ist jedoch ein florierender Schwarzmarkt – oder besser ein freier Markt – für US-Dollar und ein paralleles Finanzsystem.

Die gleiche Dynamik ist zu erwarten, wenn Regierungen CBDCs einführen. Ich habe keinen Zweifel daran, dass sich auf natürliche Weise bedeutende Parallelsysteme und Untergrundmärkte bilden werden.

Wer vermeiden will, von CBDCs versklavt zu werden, muss lernen, in diesen Gewässern zu schwimmen.

Ich glaube, dass die CBDCs sich unweigerlich selbst zerstören werden, aber niemand weiß, wie lange das dauern wird.

Der Kommunismus war auch dazu bestimmt, sich selbst zu zerstören, aber es hat Generationen gedauert. Ich glaube nicht, dass es auch nur annähernd so lange dauern wird, bis die CBDCs scheitern, weil es viel einfacher ist, auszusteigen.

Hier kommt Bitcoin ins Spiel.
Ist Bitcoin das Gegenmittel zu CBDCs?

Es ist wichtig zu verstehen, dass CBDCs eine Reaktion auf Bitcoin sind.

Die Zentralbanken haben das disruptive Potenzial von Bitcoin erkannt und verstanden, dass sie besser etwas unternehmen sollten, bevor Bitcoin ihr Mittagessen verspeist. CBDCs sind ihre Antwort, und wie Sie sehen werden, ist sie erbärmlich.

Kurz gesagt, trotz all des Wirbels, sind CBDCs nichts anderes als eine Neuauflage des strauchelnden Fiat-Währungsbetrugs. Alter Wein in neuen Schläuchen.

Es ist zweifelhaft, ob CBDCs grundsätzlich unsolide Währungen retten können – wie es meiner Meinung nach alle Fiat-Währungen sind.

Wenn das gegenwärtige Fiat-Währungssystem nicht überlebensfähig ist, dann sind CBDCs noch weniger überlebensfähig, da sie es der Regierung ermöglichen, eine noch extremere Abwertung der Währung vorzunehmen.

Hätte eine CBDC den simbabwischen Dollar, den venezolanischen Bolivar, den argentinischen Peso oder die libanesische Lira gerettet?

Ich glaube nicht.

Eine CBDC wird auch den US-Dollar oder den Euro nicht vor ihrem Schicksal bewahren.

CBDCs bringen viel Unheil.

Aber es gibt auch einen Silberstreif am Horizont…

CBDCs werden die Menschen an den Umgang mit digitalen Währungen heranführen und sie damit vertraut machen. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie Bitcoin entdecken.

CBDCs und Bitcoin haben einige Eigenschaften gemeinsam. Zum Beispiel sind beide digital und ermöglichen schnelle Zahlungen per Handy. Doch damit enden die Gemeinsamkeiten.

In Wirklichkeit sind CBDCs und Bitcoin in den grundlegendsten Aspekten völlig verschieden.

Man benötigt die Erlaubnis und den Segen der Regierung, um ein CBDC zu benutzen. Bei Bitcoin kann niemand an der Nutzung gehindert werden.

Regierungen können (und werden) so viele CBDC-Währungseinheiten schaffen, wie sie wollen. Bitcoin ist vollkommen resistent gegen Entwertung. Es kann nie mehr als 21 Millionen BTC geben.

CBDCs sind zentralisiert. Bitcoin ist dezentral.

Regierungen können Transaktionen zensieren und CBDC-Einheiten einfrieren, sanktionieren und beschlagnahmen, wann immer sie wollen. Bitcoin ist zensurresistent. Keine Sanktionen oder Gesetze eines Landes können das Protokoll beeinflussen.

Es gibt keine Privatsphäre für CBDCs. Mit Bitcoin ist es möglich, eine angemessene Privatsphäre zu wahren, wenn man bestimmte Schritte unternimmt.

CBDCs sind staatliches Geld, das leicht herzustellen ist und Politikern ein erschreckendes Maß an Kontrolle über das Leben der Menschen gibt. Auf der anderen Seite ist Bitcoin nicht staatliches Hartgeld, das dazu beiträgt, Individuen von staatlicher Kontrolle zu befreien.

Kurz gesagt, CBDCs sind ein kläglicher Versuch, mit Bitcoin zu konkurrieren. Sie sind ein verzweifelter, letzter Versuch, den Fiat-Währungsbetrug am Laufen zu halten – ein Ave Maria.

CBDCs machen eine minderwertige Form von Geld noch minderwertiger, aber gleichzeitig sind sie ein hervorragendes Trojanisches Pferd für Bitcoin.

Es braucht nicht viel Fantasie, um zu erkennen, dass, sobald Regierungen unweigerlich ihre CBDC-Einheiten entwerten, Transaktionen zensieren, Konten einfrieren und Gelder konfiszieren, dies die Menschen dazu veranlassen wird, nach besseren digitalen Alternativen zu suchen, allen voran Bitcoin.

Nehmen wir zum Beispiel Nigeria. Es war eines der ersten Länder, das eine CBDC einführte.

Die Globalisten benutzten Nigeria – das größte Land Afrikas in Bezug auf Bevölkerung und Wirtschaftsgröße – als Testballon, um ihre ruchlosen Pläne zur Einführung von CBDCs in Nordamerika, Europa und darüber hinaus zu testen.

Mit einer Akzeptanzrate von weniger als einem von 200 Nigerianern war es jedoch ein katastrophaler Fehlschlag, obwohl die Regierung alles tat, um die Bevölkerung zu bestechen und zur Nutzung zu zwingen.

Nach der Einführung der CBDC stieg die Inflation in Nigeria sprunghaft an und die Akzeptanz von Bitcoin nahm zu.

Das war genau das Gegenteil von dem, was sich die Globalisten erhofft hatten.

Ich erwarte eine ähnliche Dynamik überall dort, wo Regierungen CBDCs einführen.

Entgegen der landläufigen Meinung könnten CBDCs ein enormer Katalysator für die Verbreitung von Bitcoin sein.

Historisch gesehen haben sich die größten Aufwärtsbewegungen von Bitcoin rasant vollzogen… und die nächste große Bewegung könnte unmittelbar bevorstehen.

Die Impfpflicht hat gezeigt: Es braucht eine Erneuerung der Politik!

Die Impfpflicht hat gezeigt: Es braucht eine Erneuerung der Politik!

Die Impfpflicht hat gezeigt: Es braucht eine Erneuerung der Politik!

Die Impfpflicht offenbarte vor allem eines: Dass die Politik trotz heftigem Protest der Zivilbevölkerung gegen eben jene regierte, die sie eigentlich vertreten sollte. Einerseits, weil sie es konnte, und andererseits, weil sie unfähig war, Fehler einzugestehen. Die massive Spaltung der Gesellschaft, hervorgerufen durch das Aufhetzen der Bürger gegeneinander, besteht bis heute fort. Für die GGI-Initiative steht fest: Wer gegen die Bevölkerung agiert, hat in der Politik nichts verloren. Die Chancen für eine Erneuerung der Politik sind groß – doch wird man sie nutzen?

Die Impfpflicht: Eine politische Dummheit, die das Land spaltete

Presseaussendung der GGI-Initiative am 01.02.2024

Nie zuvor in der 2. Republik spaltete ein Gesetz die Bevölkerung so treffsicher und nachhaltig. Die Impfpflicht war das Paradebeispiel für schlechte Politik und offenbarte, was in unserer Demokratie falsch läuft. Der Bezug zur Bevölkerung ging völlig verloren. Die Zeit ist reif für eine Erneuerung der Politik.

Heute vor zwei Jahren, am 01.02.2022 hätte die Impfpflicht in Kraft treten sollen. Dazu kam es nicht, denn die Verantwortlichen hatten offenkundig vergessen, dass auch der Bundesrat seine Zustimmung geben musste. Dieser tagte jedoch erst am 03.02.2022.[1] Am Folgetag trat das Gesetz in Kraft. Allein das ist symbolhaft, wie wenig durchdacht diese Impfpflichtaktion war, die sich als politisches Selbstmordkommando entpuppte und das Land in der Tiefe spaltete.

Der (informelle) Beschluss

Am 18.11.2021 fand am Achensee in Tirol eine Landeshauptleutekonferenz statt. Ein Gremium, das von der Verfassung nicht vorgesehen ist und daher als rein informell gilt, ohne die Möglichkeit, verbindliche Beschlüsse zu fassen. Nach Berichten und internen Quellen wurde auf dieser Konferenz die Impfpflicht faktisch beschlossen, ohne Beisein des grünen Gesundheitsministers Mückstein, der – weil seinem E-Auto der Strom ausging – eine Stunde verspätet ankam. Da hatten sich Landeshauptleute und Kanzler Schallenberg jedoch schon auf den Pflichtstich geeinigt. Laut Kurier hatten sich die SPÖ-Landeshauptleute und Rendi-Wagner bereits am Nachmittag für eine Impfpflicht entschieden. Auch dem steirischen ÖVP-Landeshauptmann Schützenhöfer soll die Impfpflicht dem Vernehmen nach sehr wichtig gewesen sein.[2] Aus internen Kreisen war zu hören, dass auch die ÖVP Tirol vehement für eine Impfpflicht eintrat, um die Skisaison zu retten. Ob Mückstein selbst für eine Impfpflicht war, ist bis heute nicht klar. Jedoch ist das auch unerheblich, denn Fakt ist, er hat sie im Anschluss nach außen vertreten. Als Minister hat er für diese Entscheidung die Letztverantwortung und hätte die Umsetzung blockieren können.

Gebrochenes Versprechen

Der Bevölkerung wurde stets versprochen: Es würde keine Impfpflicht geben.[3] Juristisch gesehen war diese ohnehin nicht mit der Verfassung in Einklang zu bringen, zumal es sich um eine nur bedingt zugelassene Injektion handelt und der Zwang zur Impfung weder notwendig noch verhältnismäßig war. Dass jedoch eine Verfassungswidrigkeit das Parlament von Gesetzesbeschlüssen nicht abhielt, wurde während der Corona-Krise hinlänglich bewiesen. Dem Vernehmen nach gab es in einigen Parteien heftigen Druck auf die Abgeordneten, der Impfpflicht zuzustimmen – oft auch gegen deren Überzeugung. Hier zeigt sich, wie schädlich der – von der Verfassung nicht gedeckte – Klubzwang für die derzeitige Politik ist. Heute gilt es als Konsens, dass die Impfpflicht ein schwerer Fehler gewesen ist und niemand will damals „die treibende Kraft“ gewesen sein.[4] Auch das schadete dem Vertrauen in die Politik massiv.

Aufstand der Zivilgesellschaft

Die Folge der Impfpflichtentscheidung war der massivste Widerstand der Zivilgesellschaft, der jemals einem Gesetz entgegenschlug. Am 20.11.2022 fand die wohl größte Demonstration in der Geschichte der 2. Republik statt. Die Angaben zu den Teilnehmerzahlen variieren. Vor Ort sprach die Polizei von bis zu 350.000 Teilnehmern. Fellner nannte in der Live-Berichterstattung rund 100.000 oder mehr.[5] Fakt ist, der gesamte Ring war voll mit Demonstranten. Im parlamentarischen Verfahren wurden 106215 Stellungnahmen zum Gesetzesentwurf abgegeben und die Parlamentarier erhielten eine derartige Flut an Protestmails (eine Mail pro Minute)[6], dass sie ihrer regulären Arbeit kaum mehr nachkommen konnten.

Es wäre ein Leichtes gewesen, die Impfpflicht ohne Gesichtsverlust abzusagen, wurde doch die Delta-Variante von der deutlich milderen Omikron-Variante abgelöst. Doch in der Spitzenpolitik scheint zu gelten: Wer einmal den falschen Weg eingeschlagen hat, muss ihn auch zu Ende gehen.

Auch wenn die Impfpflicht in der Folge nicht durchgesetzt wurde, war sie in Kraft und entfaltete ihre gesamte toxische Wirkung. Sie offenbarte, dass die Spitzenpolitik trotz massivem Protest der Zivilbevölkerung gegen diejenigen regierte, die sie eigentlich vertreten sollte – und das ohne Not, einfach nur, weil sie es konnte und unfähig war, Fehler einzugestehen. Anstatt zu deeskalieren, wurde immer mehr Öl ins Feuer gegossen, der Diskurs politisiert und die Sprache verroht. Die Spaltung, die durch die gezielte Aufhetzung der Massen entstand, zieht sich bis heute durch die Gesellschaft.

Die Lehren

Die Impfpflicht hat gezeigt: Wer die Bevölkerung aufhetzt, hat in der Politik nichts verloren. Wer gegen die Bevölkerung regiert, ist des Amtes nicht würdig. Dass die Verantwortlichen von der Wählerschaft abgestraft werden, zeigt sich seither in allen Umfragen. Die mangelnde Einsicht treibt nun der FPÖ die Wähler zu. Ob sich dadurch etwas verbessert, darf ernstlich bezweifelt werden. So schwer die Schäden auch sind, welche die Entscheidungsträger zu verantworten haben, so groß ist auch die Chance für eine Erneuerung der Politik. Bleibt zu hoffen, dass sich künftig positive Kräfte, denen das Wohl der Bevölkerung am Herzen liegt, in der Zivilgesellschaft formieren und am politischen Parkett durchsetzen.


Turkmenistan: Wenn den USA Demokratie und Menschenrechte unwichtig sind

In dieser Artikel-Serie will ich beleuchten, wie die USA nach ihrer faktischen Niederlage in der Ukraine weiter vorgehen können, um Russland zu schwächen. In einem einleitenden Artikel habe die geopolitischen Zusammenhänge und Ziele der Beteiligten ausführlich erklärt. Das werde ich hier nicht wiederholen, daher empfehle ich meinen einleitenden Artikel als Lektüre zum besseren Verständnis des […]
Hetz-Kampagne gegen die AfD: Fast jeder Zweite sieht Ablenkungsmanöver der Ampel

Hetz-Kampagne gegen die AfD: Fast jeder Zweite sieht Ablenkungsmanöver der Ampel

Hetz-Kampagne gegen die AfD: Fast jeder Zweite sieht Ablenkungsmanöver der Ampel

Ungeachtet der generalstabsmäßig durchorganisierten Demonstrationen „gegen Rechts“ (für LinksGrün) wächst in Deutschland die Zahl der Menschen, die in „falscher“ und „abgehobener Politik“ die größte Gefahr für die Demokratie sehen. Dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend zufolge glaubt inzwischen fast jeder Zweite (44 Prozent), dass die politisch gesteuerten Aufmärsche gegen die AfD von den eigentlichen Problemen im Land ablenken sollen. 

Zugleich zeigt die Erhebung, dass die anhaltende Debatte um die Partei bei der Kernanhängerschaft zu deutlichen Solidarisierungseffekten führt: 51 Prozent der AfD-Anhänger können sich nicht vorstellen, „in den nächsten Jahren wieder eine der anderen Bundestagsparteien zu wählen“. Das sind zwölf Prozentpunkte mehr als im September 2023! 

Sorge um die Meinungsfreiheit

60 Prozent der Deutschen äußern laut ARD-Deutschlandtrend die Sorge, dass man „ausgegrenzt wird, wenn man bei bestimmten Themen seine Meinung sagt“. Mehr als jeder zweite Bundesbürger (53 Prozent) bangt um seinen Lebensstandard. Fast genauso viele Wahlberechtigte (52 Prozent) machen sich Sorgen, dass „zu viele fremde Menschen nach Deutschland kommen“. Ein möglicher Verlust „der deutschen Kultur und Sprache“ treibt exakt jeden Zweiten hierzulande um.

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Tucker Carlson: Die Biden-Regierung hat US-Soldaten „geopfert“, um einen Vorwand für einen Krieg mit dem Iran zu schaffen.

Amerikanische Politiker haben amerikanische Staatsbürger in diesen Ländern zum Töten zurückgelassen, um das Töten weiterer amerikanischer Staatsbürger in einem größeren Krieg gegen ein ausgezeichnet bewaffnetes Land, den Iran, zu rechtfertigen, sagte der beliebte Moderator.

Aufgrund des jahrzehntelangen Wunsches der israelischen Führung und der US-Neokonservativen, einen Krieg mit dem Iran zu beginnen, seien amerikanische Truppen in einer verwundbaren Position „als Köder“ zurückgelassen worden, „um getötet zu werden“, um einen Vorwand für einen Krieg zu schaffen, so Tucker Carlson und sein Gast, der Kongresskandidat Joe Kent aus dem US-Bundesstaat Washington.

Auf Kents Wahlkampf-Website heißt es, er sei ein Veteran der U.S. Special Forces mit Erfahrung sowohl als CIA-Außenagent als auch als politischer Berater des ehemaligen Präsidenten Donald Trump.

„Wir haben unsere Truppen an diesen gefährdeten Orten zurückgelassen“, sagte der ehemalige Green Beret. „Indem wir unsere Truppen an diesen Orten (im Wesentlichen) unverteidigt zurückließen, … haben wir sie als Köder zurückgelassen, weil so viele Leute in Washington einen Krieg mit dem Iran wollen.

Ep. 69 War with Iran? Yes. We’re already in it. Joe Kent did 11 combat tours in the U.S. Army. His wife Shannon was killed serving in Syria. Here’s his informed view of what that war will mean. pic.twitter.com/5yNCDc37Gb

— Tucker Carlson (@TuckerCarlson) January 29, 2024

Kent bedauerte den Drohnenangriff auf einen kleinen US-Militärposten nahe der jordanisch-syrischen Grenze am vergangenen Wochenende, bei dem Berichten zufolge drei US-Soldaten getötet und mehr als 40 verwundet wurden.

Während die jordanischen Behörden zunächst behaupteten, der Angriff habe sich auf der syrischen Seite der Grenze ereignet, schienen sie später zu bestätigen, dass er tatsächlich in Jordanien stattfand, und verurteilten den Angriff „an der Grenze zu Syrien“. Der Außenposten mit der Bezeichnung Tower 22 unterstützt die illegale US-Militärbesetzung im Nordosten Syriens.

Der Kriegsveteran erinnerte daran, dass die amerikanischen Truppen, die an diesem gefährlichen Ort stationiert sind, „seit dem 7. Oktober mindestens 150 Mal angegriffen wurden“.

Kent, dessen erste Frau im Dienst in Syrien getötet wurde, behauptete, dass die US-Behörden nicht nur einen Krieg mit dem Iran provozierten, indem sie ihre Soldaten den Angriffen schiitischer Milizen aussetzten, sondern dass sie diese Milizen auch indirekt finanzierten und ausrüsteten, indem sie die irakische Regierung unterstützten.

„Die irakische Regierung wird vollständig vom Iran kontrolliert“, sagte er. „Wir geben jedes Jahr Milliarden von Dollar aus, um die irakische Regierung zu finanzieren, zu bewaffnen, auszubilden und auszurüsten, nur damit sie sich umdreht und genau die Milizen unterstützt, die gerade unsere Truppen getötet haben.“

„Wenn man also das ganze Ausmaß der Art und Weise betrachtet, wie wir uns im Mittleren Osten eingerichtet haben, wen wir unterstützen und wo unsere Truppen sind, gibt es keine andere logische Schlussfolgerung, als dass wir sie dort als Köder zurückgelassen haben, um von den Iranern zu einer Zeit und an einem Ort ihrer Wahl getötet zu werden, damit wir den Konflikt mit dem Iran weiter eskalieren können“, schloss der Kandidat.

Carlson stimmte zu und sagte, es sei „nachweislich wahr“, dass „amerikanische Politiker Bürger in diesen Ländern zurückgelassen haben, um getötet zu werden, damit sie die Tötung weiterer amerikanischer Bürger in einem umfassenderen Krieg gegen ein hervorragend bewaffnetes Land, den Iran, rechtfertigen können“.

Am Montag sagte Pentagon-Sprecherin Sabrina Singh, der Iran trage die Verantwortung“ für den Angriff, da er diese Gruppen bewaffne, ausrüste und finanziere“, räumte aber ein, dass die USA keine Beweise für eine direkte Beteiligung der iranischen Regierung hätten.

Die New York Times berichtete am 21. Januar, dass die Biden-Administration darüber diskutiere, wie auf die zahlreichen Angriffe der Milizen zu reagieren sei, und warnte, dass dies eine „rote Linie“ darstelle, die die USA wahrscheinlich dazu veranlassen würde, den Iran direkt anzugreifen, was „zu einem ausgewachsenen Krieg eskalieren“ könnte, wenn amerikanische Truppen getötet würden.

In einem Interview mit dem ehemaligen CIA-Offizier Ray McGovern fragte Richter Andrew Napolitano am Montag: „Ist es wahrscheinlich, dass dies eine falsche Flagge war, entweder von den Israelis oder den Amerikanern oder von einer Instanz, die dort einen Krieg anzetteln und es so aussehen lassen wollte, als wäre jemand anderes schuld?

In der Vergangenheit hat McGovern dokumentiert, wie solche False flags benutzt wurden, um die Öffentlichkeit dazu zu bringen, Kriege zu akzeptieren, die von verschiedenen Gruppen, einschließlich Neokonservativen und anderen regionalen Akteuren, gewünscht wurden. Im Jahr 2013 zum Beispiel gab Präsident Barack Obama seine eigene „rote Linie“ vor, die besagte, dass die USA direkt eingreifen müssten, wenn der syrische Präsident Baschar al-Assad chemische Waffen gegen die von den USA unterstützten Rebellen einsetzen würde, die versuchten, seine Regierung zu stürzen.

Am 21. August 2013 kam es in Ghouta, einem Vorort von Damaskus, zu einem Angriff mit dem Nervengas Sarin, bei dem Hunderte Mensch getötet wurden. Die Medien waren sofort bereit, Assads syrische Regierungstruppen für den Angriff verantwortlich zu machen und forderten amerikanische Vergeltungsmaßnahmen. Doch laut McGovern deuteten „sich häufende Beweise“ darauf hin, dass die von den Amerikanern unterstützten Rebellen, die von solchen Bombardements profitieren würden, für den tödlichen Angriff verantwortlich seien.

In seiner Antwort an Napolitano betonte McGovern, wie wichtig es sei, sich auf das Prinzip des „Cui bono“ zu berufen, übersetzt, „Wem nützt es? Ausgehend von der Tatsache, dass Verbrechen oft von denjenigen begangen werden, die von ihren Folgen profitieren, kann dieses Prinzip vernünftige Verdächtige vorschlagen.

In Bezug auf die Warnung der New York Times vor einer „roten Linie“ sagte McGovern, er halte es für eine „50:50-Chance“, dass der Angriff eine falsche Flagge gewesen sei, und erklärte, er glaube, dass die Israelis in der Lage wären, einen solchen Angriff mit der Unterstützung amerikanischer Neokonservativer durchzuführen, „die keinen Unterschied zwischen den Interessen Israels“ und denen der Vereinigten Staaten sehen, „und die Interessen Israels haben im Moment Vorrang“.

Der Iran hat jede Beteiligung an dem Drohnenangriff oder anderen Angriffen vehement zurückgewiesen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Nasser Kanaani, erklärte, die Widerstandsmilizen hätten es auf die US-Truppen abgesehen, weil die Amerikaner das derzeitige Massaker Israels an Zehntausenden Zivilisten im Gazastreifen unterstützten.

„Wie wir bereits deutlich gemacht haben, reagieren die Widerstandsgruppen in der Region auf die Kriegsverbrechen und den Völkermord des kindermordenden zionistischen Regimes und nehmen keine Befehle von der Islamischen Republik Iran entgegen“, sagte er am Montag. „Diese Gruppen entscheiden und handeln auf der Grundlage ihrer eigenen Prinzipien und Prioritäten sowie der Interessen ihres Landes und Volkes.“

Seit Jahrzehnten drängt der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu die Vereinigten Staaten, sich militärisch gegen den Iran zu engagieren oder sogar in einen Krieg einzutreten. Seit 1992 hat er mit übertriebenen „Lügen“ über die Absicht des persischen Volkes, eine Atomwaffe zu bauen, „den Wolf geheult“, selbst gegen den direkten Widerspruch der US-Geheimdienste. Mit der gleichen Taktik unterstützte er erfolgreich die US-Invasion im Irak.

Seit dem Anschlag der Hamas am 7. Oktober haben die Regierung Netanyahu und viele westliche Neokonservative und Medienexperten behauptet, der Iran habe den Anschlag unterstützt und geleitet, obwohl die US-Regierung bisher keine Beweise für eine Beteiligung Teherans vorgelegt hat.

Landwirtschaft in der Krise

Liegt der Bauer tot im Zimmer – lebt er nimmer

Die Bauernproteste sind noch nicht zu Ende. Die Ampel fragt sich: „Wie kann das sein? Wir sind denen doch so weit entgegengekommen. Keine Kfz-Steuer auf Maschinen, und das Diesel-Privileg ist doch auch erst in zwei Jahren weg. Was wollen die denn noch?“

Nun, man könnte es wohlwollend „Abgehobenheit“ nennen, was sie daran hindert, die Antworten auf ihre Fragen zu finden.

Der Landwirt, den ich hier schon zu Wort habe kommen lassen, stellt ganz andere Fragen. Er stellt sie mir. Wahrscheinlich, weil er sich von der Regierung keine erwartet, weil diese Regierung seiner Meinung nach, wenn sie Antworten auf diese Fragen hätte, entweder nicht mehr verantworten könnte, das zu tun, was sie tut, oder keine Chance mehr hätte, in zwei Jahren wiedergewählt zu werden.

Das sind sie, seine Fragen, und es sind durchweg Fragen nach Gründen und Begründungen:

Warum?

  1. Warum hat man die Agrardieselvergütung