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Laborfleisch-NGO will Österreicher befragt und dabei Mehrheit für Laborfleisch gefunden haben
Die etablierten Systemmedien sind aktuell voll von Jubelartikeln zu einer angeblichen Umfrage, welche im Auftrag der NGO Good Food Institute in Österreich durchgeführt wurde. Dieser Auftraggeber ist eine bekannte Lobbyorganisation für verschiedene Fleischersatzprodukte – dahinter steht ursprünglich unter anderem das Open Philanthropy Project von Facebook-Mitbegründer Dustin Moskovitz, inzwischen aber zahlreiche multinationale Nahrungsmittelhersteller. Die Umfrage habe eine zwei-Drittel Mehrheit von Bürgern ergeben, welche „sicheres Laborfleisch“ befürworten.
Wenn eine Umfrage publiziert wird, muss man sich stets ansehen, wer sie in Auftrag gegeben hat. Die herkömmlichen Medien sind meistens nicht sehr genau, wenn es darum geht, die Lobbyinteressen und Hintermänner gewisser NGOs zu durchleuchten und zu benennen, speziell wenn es um tendenziell „linke“ Themen geht. Es gilt als deklarierter Teil der Agenda 2030 bzw. des Great Reset, die Landwirtschaft weltweit abzuschaffen. Die Menschen sollen bei der Ernährung vollständig von Großkonzernen und Regierungen abhängig gemacht werden.
Was wie eine wirre Verschwörungstheorie klingt, wird in vielen Testgebieten bereits umgesetzt. Die Viehzucht wird in manchen Ländern bereits stark eingeschränkt oder verboten, weil man damit das Klima retten könne. Dasselbe gilt für den Ackerbau. Nicht zuletzt deshalb mehren sich die Bauernproteste in vielen Nationen der EU.
Nun bejubeln manche Systemmedien weitgehend unkritisch eine Umfrage, welche von YouGov im Auftrag der NGO Good Food Institute durchgeführt worden wäre. Woher der Wind weht, würde man erkennen, wenn man zunächst den Internetauftritt dieses Auftraggebers besucht. Es handelt sich unschwer erkennbar um eine Lobbyorganisation, die drei Ziele für künstliche Ernährung verfolgt: Pflanzenbasierter Fleischersatz, Kunstfleisch aus dem Labor und fermentierte Lebensmittel. Damit soll die notwendige Proteinversorgung der Menschen in Zukunft erfolgen.
Behauptet wird, dass sich 63 Prozent der Österreicher für eine Zulassung von Laborfleisch aussprechen, sofern es „sicher“ sei. (Beim Stichwort „sicher“ denkt man gleich an Pfizer/Biontech, aber das ist eine andere Geschichte). 59 Prozent würden befinden, dass zu viele tierische Produkte konsumiert werden. 43 Prozent würden Laborfleisch „zumindest einmal probieren“. Wie es dazu kommen kann, dass eine Umfrage von einer NGO, die bis dahin niemand kannte, sogar im ORF zitiert und breit aber unkritisch vorgestellt wird, kann jeder selbst überlegen.
GFI behauptet, dass das Industriefleisch nicht aus unsterblichen Krebszellenkulturen stamme, sondern aus Stammzellen, die man Rinderföten entnimmt. Bei der Entnahme würden Fötus und Muttertier ums Leben kommen. Inwiefern man somit beispielsweise Vegetariern und Veganern ein Angebot machen kann, welche Tierleid generell ablehnen, muss ebenso diskutiert werden.
Die Wortwahl entlarvt die Hintermänner, denn die inflationäre Verwendung von Vokabeln wie „sustainable“ zeigt die enge Verwandtschaft mit der Agenda 2030 und dem Great Reset des Weltwirtschaftsforums auf. Außerdem hat GFI im Jahr 2016 bekannt gegeben, auch auf die Sprache der Menschen Einfluss nehmen zu wollen. Laborfleisch solle in Hinkunft als „clean meat“ – also sauberes Fleisch bezeichnet werden. Dies bedeute in zweiter Linie auch, dass es sich um „koscheres“ Fleisch handle. Ob dieses Vorhaben hierzulande noch kommt oder aufgegeben wurde, ist nicht bekannt – in den erwähnten Systemmedien wird der „alte“ Werbebegriff der GFI, „kultiviertes Fleisch“ übernommen.
Die GFI wird mutmaßlich von verschiedenen „Big Players“ finanziert, die möglicherweise großes Eigeninteresse an dem Milliardenmarkt haben. So wären laut GFI International im Jahr 2020 bereits 1,5 Milliarden US-Dollar für die Entwicklung „alternativer Proteine“ geflossen. Die GFI fordert ein jährliches Investment von 10 Milliarden US-Dollar pro Jahr, das von den Regierungen der Welt kommen soll (also aus Steuergeld). Dort sieht man auch, wer in diesem Bereich investiert (wobei dies nicht automatisch bedeutet, dass all diese Firmen auch GFI finanzieren):
Breakthrough Energy Ventures (Bill Gates), Temasek, Horizons Ventures, CPP Investment Board, Louis Dreyfus Co., Bunge Ventures, Kellogg, ADM Capital, Danone, Kraft Heinz, Mars, Tyson, SOSV, Viking Global, Thiel Capital, Generation Investment Management, Mayfield Fund und Techstars
Auf der internationalen Homepage wird damit geprahlt, dass man verschiedene Regierungen (wörtlich!) beeinflussen konnte, darunter jene der USA, Kalifornien, Großbritanninen, Israel und Singapur. Der Jahresbericht 2022 zeigt, die NGO ist finanziell und personell perfekt ausgestattet. Zu glauben, so eine Organisation könne nur durch Spenden von Privatpersonen hochgezogen und finanziert werden, ist völlig lächerlich, abgesehen davon hätten Privatleute keinerlei nachvollziehbares Interesse an so einem Lobby-Thinktank.
Woher die GFI nun konkret ihr Millionenbudget bezieht, ist völlig unbekannt und findet sich auch nicht in den Jahresberichten. Im allgemeinen Bericht, der mehr als PR-Folder zu beschreiben ist, werden nur Projekte erwähnt, welche von GFI Geld erhalten haben. Unter Partner findet man „Alliance to save our Antibiotics“, „Eating Better“, „EIT Food“, „Europäische Union“, „Foodforce“, „European Alliance for Plant-based Foods“ und „Plan-based Food Alliance UK“. Während herkömmliche Medien sonst stets wettern, wenn die Finanzierung eines Projekts nicht transparent ist, stört sich beim GFI aber niemand daran. Nach längerer Suche fanden wir zumindest eine Liste von Sponsoren für die Good Food Conference 2021:
Agency for Science, Technology and Research, Singapur; Beyond Meat; Bright Green Partners; Big Idea Ventures; Cargill; CIBO; CPKelco; Firmenich; Griffith Foods; Givaudan; IFF; JUS; KERRY; LaurusBio; Merck; PowerPlant Partners; Synthesis Capital
Im Jahr 2023 finden sich bereits viel mehr Firmen, darunter zahlreiche Nahrungsmittelhersteller:
ADM; Cargill; Givaudan; Mista; CPF; Beyond Meat; CoBank; Kerry; Klick Health; Twelce; Moolec; Nobell; Stancu Law; Synthesis Capital; TetraPak; Agency for Science, Technology and Research, Singapur; Aleph Farms; The Better Meat Co.; Black & Veatch; Clextral; Elementar; GEA Engineering; Gusmer Enterprises; Hamilton; Himedia; JRS; Kitchentown; LDC; Marqmetix; Merrick; IFFA; Millipore Sigma; NuProtein; nutreco; PeptiGrowth; Pow.Bio; Puris; Quorn Foods; Schenck Process; Stantec; TUX; ThermoFisher Scientific; Upside Foods; 3D Bio-Tissues; Bright Green Partners; Conservation Strategy Group; Sea-Stematic; Wiley
Staatsduma ruft Bundestag auf, sich zu deutschen Beteiligungen an Verbrechen des Kiewer Regimes und Beschädigungen der Zivilinfrastruktur in Russland zu äußern.
Aufruf der Staatsduma an den Deutschen Bundestag im Zusammenhang mit deutscher Beteiligung an Verbrechen des Kiewer Regimes gegen Zivilbevölkerung und an Beschädigung von Zivilinfrastruktur in Russland
Die Abgeordneten der Staatsduma der Föderalen Versammlung der Russischen Föderation halten es für grundlegend wichtig, zeitgerecht und nötig, sich an die deutschen Parlamentarier, die Mitglieder des Deutschen Bundestags, zu wenden und beziehen sich dabei auf die Berichte über ein Gespräch deutscher Bundeswehroffiziere, bei dem es um die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine ging und ihre Verwendbarkeit gegen die auf dem russischen Gebiet gelegene kritische Infrastruktur, einschließlich der Krim-Brücke über die Straße von Kertsch, durch ukrainische bewaffnete Einheiten. Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, unterwies hochrangige deutsche Offiziere, wie die Lieferungen der weitreichenden Raketensysteme in die Ukraine geplant und die Ausbildung des ukrainischen Personals an diesen beschleunigt organisiert werden kann sowie auf welche Weise diesem die nötigen nachrichtendienstlichen Erkenntnisse zur Vernichtung der maßgeblichen Verkehrsader, die russische Regionen miteinander verbindet, zur Verfügung gestellt werden können. Ganz nach Tradition der hitlerschen Luftwaffe und unter Inkaufnahme möglicher ziviler Opfer unter russischen Bürgern und humanitärer Folgen, die die Zerstörung der Krim-Brücke für mehrere Millionen Einwohner der Halbinsel haben könnte, war dieser Militärchef ausschließlich auf die Vertuschung der Mittäterschaft der deutschen Truppen an den geplanten Verbrechen des Kiewer Regimes und auf die Zurückweisung unausweichlicher Vorwürfe gegen die politische Führung der Bundesrepublik Deutschland, vor allem gegen den Bundeskanzler Olaf Scholz, bedacht.
Schafft das Schicksal der US-Waffen in der Ukraine eine Denkpause für einen Krieg mit China?
Brian Berletic
In den vergangenen Monaten wurden moderne amerikanische Waffensysteme, die den ukrainischen Streitkräften zur Verfügung gestellt worden waren, von russischen Truppen in die Enge getrieben und auf dem Schlachtfeld zerstört. Dazu gehören die ersten jemals bestätigten Bilder eines US M142 High Mobility Artillery Rocket System (HIMARS), die Zerstörung mehrerer M1 Abrams Kampfpanzer und der weitere Verlust mehrerer Bradley Schützenpanzer, wie Newsweek berichtete.
Vergangenes Jahr räumte das US-Verteidigungsministerium laut CNN ein, dass eine in den USA hergestellte Patriot-Luftabwehrbatterie durch einen russischen Raketenangriff beschädigt wurde. In diesem Jahr wurde in einem Forbes-Artikel eingeräumt, dass eine russische ballistische Kurzstreckenrakete vom Typ Iskander mindestens zwei Patriot-Raketenwerfer zerstört hat.
Diese Entwicklungen beenden die jahrzehntelangen Behauptungen der USA über die Überlegenheit ihrer Waffensysteme, einschließlich der Prahlerei, dass Russlands Ausrüstung aus Sowjetzeiten den US-Waffen „nicht gewachsen“ sei, wie der Business Insider in Bezug auf die an die Ukraine gesandten M1 Abrams behauptete.
Entlarvung des Mythos von der militärischen Überlegenheit der USA
Der Businessinsider-Artikel wiederholte, wie viele andere Artikel in westlichen Medien, den Mythos von der Überlegenheit amerikanischer Militärtechnologie, der auf einer falschen Analyse der Leistungen der USA im Golfkrieg 1991 und der US-geführten Invasion im Irak 2003 beruht. In beiden Fällen setzten die USA ihre besten Truppen und ihre beste Ausrüstung gegen schlecht ausgebildete irakische Streitkräfte ein, deren Ausrüstung noch aus der Sowjetzeit stammte und zu diesem Zeitpunkt bereits veraltet war.
Die einseitigen Kampfergebnisse in beiden Konflikten wurden als Beweis für die amerikanische Überlegenheit über die sowjetische und später russische Militärtechnologie angeführt. Sie dienten auch als Grundlage für die vermeintliche militärische Überlegenheit gegenüber der chinesischen Militärmacht. Solche unilateralen Kämpfe wurden von westlichen Analytikern schon vor der Ankunft amerikanischer Waffen auf dem Schlachtfeld in der Ukraine vorhergesagt, und trotz der schlechten Leistung dieser Systeme in der Ukraine werden solche unilateralen Kämpfe immer noch in jedem potenziellen Konflikt zwischen den USA und China vermutet.
Analysten, die die Entwicklung der modernen Kriegsführung von 1991 bis heute aufmerksam verfolgen, stellen jedoch fest, dass die Unterschiede zwischen westlicher Militärtechnologie und der Technologie nicht staatlicher bewaffneter Organisationen immer geringer werden. Während der israelischen Invasion im Südlibanon 2006 setzte die Hisbollah moderne russische Panzerabwehrwaffen ein und fügte den israelischen Streitkräften schwere Verluste zu, wie Haaretz berichtete. Dank ihrer verstärkten militärischen Schlagkraft konnte die Hisbollah den Vormarsch der israelischen Merkava-Kampfpanzer und der sie unterstützenden Truppen aufhalten, lange bevor diese ihr erklärtes Ziel, den Litani-Fluss, erreicht hatten.
Der erfolgreiche Einsatz von Luftabwehrsystemen sowjetischer und russischer Bauart durch die Syrische Arabische Armee während des anhaltenden Konflikts in Syrien zwang amerikanische, europäische und israelische Kampfflugzeuge, Angriffe mit Waffen größerer Reichweite aus der Ferne zu fliegen. Dieselben Flugabwehrsysteme wurden eingesetzt, um westliche Marschflugkörper abzufangen und so den Schaden an Zielen im ganzen Land zu verringern.
Der Intervention Russlands in Syrien auf Einladung von Damaskus im Jahr 2015 folgte ein effektiver Einsatz moderner russischer Luftstreitkräfte, die die Nachschublinien der vom Westen unterstützten Kämpfer unterbrachen und die syrischen Bodentruppen bei der Einkesselung und Vernichtung dieser Kämpfer unterstützten.
Es wurde deutlich, dass der Mythos der militärischen Überlegenheit des Westens ins Wanken geriet, als moderne westliche Waffensysteme auf moderne russische Militärtechnologie trafen. Es wurde auch deutlich, dass sich die Lücke zwischen amerikanischer und chinesischer Militärtechnologie in ähnlicher Weise schließt.
Auf dem Schlachtfeld in der Ukraine vernichteten russische Streitkräfte mit modernen russischen Waffen ukrainische Brigaden, die von den USA und anderen NATO-Mitgliedern ausgebildet und ausgerüstet worden waren. Trotz hoher Erwartungen im Vorfeld der ukrainischen Offensive 2023 wurden in monatelangen Kämpfen bis zu neun von der NATO ausgebildete und bewaffnete Brigaden dezimiert. Die New York Times berichtete Ende 2023, dass Russland trotz der massiven Offensive der Ukraine in diesem Jahr die meisten Gebiete gewonnen habe.
Zwar hatte die Ukraine nicht genügend Zeit, um die ab 2022 gelieferten westlichen Waffen ordnungsgemäß zu integrieren, doch hat die Leistung sowohl westlicher als auch russischer Waffen auf dem Schlachtfeld deutlich gemacht, dass die Vorstellung von der militärischen Überlegenheit des Westens heute mehr denn je eine eher nostalgische Interpretation der Geschichte und weit entfernt von der heutigen Realität ist.
Abgesehen von der Leistungsfähigkeit westlicher und russischer Waffen auf dem Schlachtfeld selbst wurden die militärisch-industriellen Kapazitäten sowohl des Westens als auch Russlands auf die Probe gestellt. Die von der westlichen Privatindustrie betriebene Rüstungsproduktion war nicht in der Lage, die für die langwierigen und großangelegten Kämpfe in der Ukraine erforderlichen Kapazitäten zu entwickeln. Russlands militärisch-industrielle Basis hat diese Fähigkeiten von der Sowjetunion geerbt, verbessert und modernisiert und ist laut New York Times trotz der Sanktionen dem kollektiven Westen nun weit voraus.
Ferner erfordert die Komplexität moderner westlicher Waffen ein umfangreiches Logistik-, Wartungs- und Instandhaltungsnetzwerk, um diese Waffen auf dem Schlachtfeld einsatzbereit zu halten. Aus einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung des Generalinspekteurs des US-Verteidigungsministeriums geht hervor, dass für die an die Ukraine gelieferten US-Waffen kein solches System geschaffen wurde und die Ukrainer ohne ein solches System nicht in der Lage wären, diese Waffensysteme zu warten.
Eine solche Unterstützung wurde der Ukraine nicht gewährt, weil es sich um ein gewaltiges Unterfangen handelt. Für jede Kampftruppe ist ein Vielfaches erforderlich, um diese Truppe und die von ihr verwendeten Waffen und Fahrzeuge zu unterstützen, zu warten und instand zu halten.
Alle diese Schwächen der westlichen Militärtechnologie zusammengenommen verheißen für die USA nichts Gutes im Hinblick auf einen möglichen direkten oder stellvertretenden Konflikt mit China.
Die Kluft zwischen amerikanischer und chinesischer Militärmacht wird kleiner
China verfügt nicht nur über viele Waffensysteme, die mit denen vergleichbar sind, die Russland derzeit in der Ukraine einsetzt, sondern hat auch einige der besten russischen Militärtechnologien von Russland selbst erworben. Dazu gehören das Kampfflugzeug Su-35 und das Flugabwehrsystem S-400.
Das US-Verteidigungsministerium räumt ein, dass die Fähigkeiten chinesischer Militärsysteme zunehmen, insbesondere im Bereich der Raketentechnologie, sowohl bei Boden-Boden-Raketen als auch bei Luft-Luft-Raketen, die von Kampfflugzeugen abgefeuert werden und die Fähigkeiten amerikanischer Raketen erreichen oder übertreffen, wie das Air and Space Forces Magazine berichtet.
In einem Reuters-Artikel aus dem Jahr 2023 wird auch das US-Verteidigungsministerium zitiert, das einräumt, dass die chinesische Marine bereits größer sei als die US-Navy.
Auch wenn Russlands militärisch-industrielle Basis die des Westens insgesamt übertrifft, ist Chinas industrielle Basis noch größer. Die Schwierigkeiten der USA, Russland bei militärischer Ausrüstung und Munition zu übertreffen, verblassen im Vergleich zu Chinas militärischer Industrieproduktion.
Wenn man bedenkt, dass jeder potenzielle Konflikt, den die USA mit China zu provozieren versuchen, im asiatisch-pazifischen Raum, Tausende Kilometer von der US-Küste entfernt, ausgetragen werden wird, und wenn man die weitreichenden Netzwerke in Betracht zieht, die erforderlich sind, um US-Militärtechnologie auf das Schlachtfeld zu bringen, erscheint die Vorstellung, dass Washington einen bewaffneten Konflikt gegen China führen und gewinnen könnte, besonders absurd.
Auch wenn die Strategie Washingtons nicht darin besteht, China durch die Drohung, einen Krieg gegen China in der asiatisch-pazifischen Region zu führen und zu gewinnen, zu unterwerfen, sondern darin, Frieden und Stabilität in der Region durch die Androhung eines Krieges unabhängig von dessen Ausgang in Geiselhaft zu nehmen, befinden sich die USA in einer schwierigen und von Jahr zu Jahr schwächer werdenden Position.
Die gegenwärtige Außenpolitik der USA basiert auf der Prämisse „Macht schafft Recht“. Die USA sind aber eindeutig nicht mehr „der Mächtigste“. Indem sie direkt oder durch Stellvertreter Konflikte rund um den Globus provozieren, riskieren sie schwerwiegende Konsequenzen, vor denen sie ihre früheren militärischen Vorteile jahrzehntelang geschützt haben.
Die Fortsetzung einer solchen unhaltbaren Politik wird für Washington und das amerikanische Volk in einer Katastrophe enden. Die USA könnten jedoch jederzeit zu einer Politik der Koexistenz und Kooperation übergehen, die auf gegenseitigem Respekt für andere Nationen wie Russland und China und auf dem Primat der nationalen Souveränität aller Nationen beruht.
Die USA wären dann zwar nicht mehr die weltweit mächtigste Nation, würden aber in einer multipolaren Welt immer noch eine herausragende und respektierte Position einnehmen. Wenn sie dagegen weiterhin eine kriegerische Außenpolitik betreiben, werden sie zwar auch nicht die weltweit mächtigste Nation sein, aber sie werden dies unter wesentlich schwierigeren Bedingungen erreichen.
Was sich auf den Schlachtfeldern der Ukraine abspielt, gibt dem kollektiven Westen eine Ahnung davon, was ihm selbst droht, wenn er weiterhin Konflikte in einer Welt provoziert, in der die westliche Vorherrschaft geschwächt ist und der Rest der Welt nun in der Lage ist, seine eigenen Interessen innerhalb seiner Grenzen und in seinen Regionen der Welt gegen den kollektiven Westen und seine globalen Ambitionen durchzusetzen.
Der kollektive Westen beharrt auf seinem Streben nach globaler Vorherrschaft auf eigene Gefahr.
Im Jemen haben die Stämme die Macht
Die zahlreichen Stämme im Jemen sind wichtige Akteure in den Kriegen und Konflikten des Landes. Heute ist Ansarallah und nicht ausländische Mächte die dominierende Kraft, die den Einfluss der Stämme nutzt und die verschiedenen Gruppen strategisch steuert.
In der langen Geschichte innerjemenitischer Konflikte war die einflussreiche Rolle der Stämme entscheidend für den Ausgang externer Kriege und interner Machtkämpfe.
Diese alten Stammesstrukturen, die tief im sozialen Gefüge und der militärischen Dynamik des Jemen verwurzelt sind, haben in Konfliktzeiten eine Rolle als Königsmacher gespielt – selbst dann, wenn der Staat mit seinen überlegenen Militär- und Sicherheitsapparaten involviert war, wie in den sechs Sadaa-Kriegen.
In diesen Kriegen kämpften von 2004 bis 2010 Regierungstruppen gegen die jemenitische Widerstandsbewegung Ansarallah. Doch jede Seite konnte nur mit ihren eigenen Stammesverbündeten kämpfen.
Die jemenitischen Stämme in den nördlichen Regionen, wo der Huthi-Clan beheimatet ist, haben sich im Laufe der Jahre zu einem „unerschöpflichen Reservoir an Kämpfern“ entwickelt und stellen eine gewaltige Kraft dar, die unter den richtigen politischen und sozialen Bedingungen mobilisiert werden kann.
Wie der jemenitische Schriftsteller Ali Abdullah al-Dhayani betont, sind diese besonderen jemenitischen Stämme „natürliche Krieger, da ihre Männer – und in manchen Gegenden sogar ihre Frauen – Waffen im täglichen Leben tragen“.
Die Stämme der Hashid und Bakil
Zwei prominente Stammeskonföderationen, Hashid (angeführt von der Familie Al-Ahmar) und Bakil (angeführt von der Familie Abu Lahoum), gelten als die mächtigsten Kräfte im militärischen, zivilen und exekutiven Bereich des Jemen. Der Einfluss des Hashid-Stammes hat dazu beigetragen, den Söhnen des verstorbenen Stammesführers Abdullah al-Ahmar vier Sitze im jemenitischen Repräsentantenhaus zu sichern.
Inzwischen führt Saba Abu Lahoum, ein Spross der Familie Abu Lahoum, den Bakil-Stamm an und erbt den Mantel seines Vaters Sinan Abu Lahoum, der 2021 verstarb.
Seit Jahrzehnten wetteifern die Familien Al-Ahmar und Abu Lahoum um die prestigeträchtige Position des „Scheichs der Scheichs von Jemen“, ein Titel, der je nach politischem Wind zwischen ihnen hin und her wechselt.
Das lose Bündnis zwischen den Haschid und den Bakil umfasst die Mehrheit der Stämme im Norden und Osten des Jemen und übt erheblichen Einfluss aus. Erwähnenswert ist, dass Ansarallah zur Konföderation der Bakil gehört, während der Sanhan-Clan des verstorbenen ehemaligen Präsidenten Ali Abdullah Saleh zu den Hashid zählt.
Laut einer Studie des irakischen Wissenschaftlers Nizar al-Abadi, die auf der Website Al-Mutamar.net veröffentlicht wurde, die mit der Saleh-nahen Allgemeinen Volkskongress-Partei (GPC) im Jemen verbunden ist, „wird die Zahl der jemenitischen Stämme auf 200 geschätzt“. „168 von ihnen leben im Norden, der Rest im Süden, die meisten davon in Bergregionen“.
Klanmentalität in der Politik
Aufeinanderfolgende Regierungen im Jemen haben in der Vergangenheit versucht, Kontrolle über die Stämme auszuüben und dabei verschiedene Strategien angewandt, um sich deren Loyalität zu sichern. Ein bemerkenswertes Beispiel ist die Gründung der „Tribal Affairs Authority“ durch Saleh in den frühen 1980er Jahren, durch die monatliche Belohnungen und Prämien an zahlreiche Stammesführer im ganzen Land verteilt wurden, um sicherzustellen, dass ihre Interessen mit Salehs regierender GPC übereinstimmten.
Ein Stammesführer, der anonym bleiben möchte, berichtet The Cradle, dass dieser Regierungsansatz Materialismus und Korruption unter den Stammesführern förderte und ihre Loyalität gegenüber der Regierung Saleh erkaufte:
Die Mitgliedschaft in der Tribal Affairs Authority basierte auf Loyalität gegenüber dem Regime. Sie bestand aus Hunderten von Scheichs, die keinen Einfluss hatten, während Gegner der Regierungspartei mit Gehaltsentzug bestraft wurden. Manchmal wurden Randfiguren dazu gedrängt, die Führung zu übernehmen.
Nach dem Rücktritt Salehs Anfang 2012 wurden Forderungen laut, die Tribal Affairs Authority abzuschaffen und ihr Jahresbudget von rund 13 Milliarden jemenitischen Rial in die nationale Infrastruktur zu investieren. Die Nachfolgeregierung unter Mohammed Salem Basindwa entschied sich jedoch dagegen. Laut einer Stammesquelle wurde Salehs bewährter finanzieller Ansatz wieder aufgenommen, „um die Stammesführer auf seine Seite zu ziehen“.
Während des „Arabischen Frühlings“ im Jemen im Jahr 2011 gründete Saleh ein neues Gremium, den „Yemen Tribal Council“, um die wachsende Vorliebe der Stammesführer für die Opposition einzudämmen, insbesondere nachdem mehrere Stammesführer, darunter der Hashid-Führer Sadiq al-Ahmar, die Bevölkerung öffentlich zum Aufstand gegen seine Regierung aufgerufen hatten.
Laut dem politischen Aktivisten Shaalan al-Abrat hat die Beteiligung der Stämme der sogenannten Revolution vom 11. Februar in einigen jemenitischen Städten wie Dhamar (100 km südlich von Sanaa) erheblichen Auftrieb gegeben.
Ende 2012 wurde in der nordjemenitischen Stadt Saada, einer Hochburg der Ansarallah, der „Tribal Popular Cohesion Council“ gegründet, dem Stammesführer angehören, die die Widerstandsbewegung unterstützen. Der Rat weitete sich schnell aus und umfasste alle Stämme innerhalb und außerhalb der Gebiete, die von der gegenwärtigen Ansarallah-geführten Regierung mit Sitz in der Hauptstadt Sanaa kontrolliert werden.
Dr. Abdo al-Bahsh, Leiter der politischen Abteilung des jemenitischen Studien- und Forschungszentrums, beschreibt die Entwicklung wie folgt
[Dieser Rat] wurde durch die jemenitische politische Realität und die Versuche, den Jemen der amerikanischen Kontrolle zu unterwerfen, erzwungen … . [Er ist Ausdruck der Bestrebungen des jemenitischen Volkes und seines nationalen Willens, weit entfernt von sektiererischer, ethnischer, regionaler und engstirniger Parteilichkeit.
Der Rat wird von Dhaif Allah Rassam, einem Stammesführer aus dem Gouvernement Saada, geleitet. Er verfügt über Zweigstellen und Vertretungen in allen jemenitischen Gouvernoraten, die derzeit von Sanaa kontrolliert werden. Wichtig ist, dass sich ihr Einfluss auch auf Stämme außerhalb ihres Einflussbereichs erstreckt, z.B. in den Gebieten Shabwa, Ma’rib und Al-Dhalea im Jemen.
Abbas al-Amdi, Leiter der Dhamar-Abteilung des Rates, untermauert das Argument, dass die Stämme eine Schlüsselrolle bei der Konfliktlösung spielen, indem er darauf hinweist, dass der Rat in den Jahren der Aggression gegen den Jemen eine wichtige Rolle bei der Stärkung der inneren Einheit, der Beendigung von Stammesfehden usw. gespielt hat. Versorgung der Fronten mit Stammeskämpfern.
Der politische Aufstieg Ansarallahs
Politische Gruppen im Jemen nutzen seit langem Stammeszugehörigkeiten, um ihre Unterstützung in der Bevölkerung zu stärken. Die von Saudi-Arabien unterstützte Islah-Partei, die der Muslimbruderschaft nahesteht, verbündete sich bei ihrer Gründung 1990 strategisch mit Stammesführern, als Abdullah bin Hussein al-Ahmar, Häuptling des Hashid-Stammes, Präsident wurde.
Der Anspruch der Stammesautorität auf staatlichen Einfluss wurde von Hamid al-Ahmar, dem Bruder des Hashid-Führers, veranschaulicht, als er in einem Interview mit Al-Jazeera gefragt wurde, ob er Angst davor habe, nach Sanaa zurückzukehren, nachdem er seine Unterstützung für Salehs Opposition zum Ausdruck gebracht hatte: „Wer Sadiq [al-Ahmar] als seinen Führer und Hashid als seinen Stamm hat, braucht keine Angst zu haben“.
Der Einfluss der Stämme zeigte sich besonders deutlich beim Sturz Salehs durch die Golf-Initiative im Jahr 2012, als eine Koalition jemenitischer Stämme und politischer Fraktionen den heiklen Machtwechsel organisierte. Etwa zu dieser Zeit nutzte Ansarallah seine Stammesnetzwerke, um den Einfluss seiner Bewegung vor allem in den nördlichen Regionen des Landes auszuweiten. Im Bündnis mit Salehs GPC und den Streitkräften dehnte sie ihre Reichweite stetig auf den gesamten Jemen aus.
Die geschickte Nutzung tribaler Strukturen durch Ansarallah erleichterte ihren Aufstieg, indem sie Ideologie und Tribalismus miteinander verband, um Unterstützung zu gewinnen. Diese symbiotische Beziehung trug zu ihrem militärischen und öffentlichen Aufstieg bei, wie der jemenitische politische Analyst Abdul Salam al-Nahari feststellte:
[Vor 2012] war es aufgrund jahrelanger Desinformation schwierig, jemanden zu finden, der an Ansarallah glaubte. … Nach dem Krieg im Jemen ist der Zusammenhalt der Stämme gewachsen, nachdem sie eine wichtige Rolle dabei gespielt haben, die Gemeinschaft zusammenzuhalten und die Kampffronten mit Waffen, Geld und Männern zu versorgen.
Stammeszentrierte Strategien
Nahari weist darauf hin, dass die von Saudi-Arabien angeführte Aggression gegen den Jemen das Land an einen Scheideweg gebracht habe: entweder unter amerikanischer Vormundschaft zu bleiben oder sich um jeden Preis davon zu befreien. „Das jemenitische Volk hat sich für die Unabhängigkeit entschieden“, erklärt er.
Die ausländische Aggression einte die Jemeniten zu einer Zeit, als Ansarallah den Aufstieg vieler Stammesführer förderte und ihnen ermöglichte, die Führung zu übernehmen.
Beispiele dafür gibt es zuhauf. In der Region Al-Bayda im Zentraljemen gründete der Stammesführer Saleh bin Saleh al-Wahbi 2016 die „Wahbi-Brigaden“. Nach seinem Tod 2021 wurde sein Sohn Bakil sein Nachfolger.
In der Region Al-Razzamat im Norden des Gouvernements Saada, nahe der saudischen Südgrenze, stellte sich der Stammesführer und Abgeordnete des Repräsentantenhauses Abdullah Aydah al-Razami mit aller Kraft hinter den Ansarallah-Gründer Hussein Badr al-Din al-Houthi und seine Der Stamm führte einen erbitterten Krieg gegen die Regierungstruppen, nachdem diese getötet worden waren.
Während der ausländischen Aggression gegen den Jemen wurde sein Sohn Yahya al-Razami zum Kommandeur der Streitkräfte der Hamidan-Achse ernannt und leitete die „Todesbrigaden“, die mit den Elitetruppen der Ansarallah verbunden waren.
Al-Nahari spielte eine entscheidende Rolle bei der Operation „Sieg von Gott“ im Jahr 2019, als seine Streitkräfte in Riad Tausende Soldat, die der jemenitischen Regierung treu ergeben waren, gefangen nahmen und eine große Menge an Waffen und militärischer Ausrüstung beschlagnahmten.
Al-Nahari behauptet, dass „das Kämpfen in einem Gebiet, in dem es keine populäre Brutstätte gibt, dem Kämpfen in offenem Gelände gleicht“. Ansarallah hat aktiv versucht, in strategisch wichtigen Gebieten ein günstiges Umfeld zu schaffen. Durch die Neutralisierung bestimmter Stämme mittels Verträgen und Abkommen.
Wieviel Don Quijote steckt in Robert Habeck?
Die Idee zu dieser Überlegung ist nicht von den Windmühlen hergekommen, an denen sich beide, wenn auch in unterschiedlichen Richtungen abarbeiten.
Sie können mir das glauben oder nicht, aber es war so, dass ich am Dienstag, noch schlaftrunken wie jeden Morgen, mit dem ersten Kaffee auf der Terrasse saß und plötzlich den Namen „Dulcinea“ im Kopf hatte. Wie lange es her ist, dass ich zuletzt den Don Quijote gelesen habe, mögen Sie daran erkennen, dass ich mir meine Frage: „Wer war denn Dulcinea?“, erst einmal mit, „Das war doch das Pferd von Don Quijote“, beantwortete. Dann allerdings Widerspruch im Kopf: „Das Pferd hieß Rosinante! Der Knappe Sancho Pansa. Der Esel? Egal, jedenfalls nicht Dulcinea.“
Manchmal warte ich, bis mir so etwas nach einer Weile ganz
Top20 Funradio: Trotz schwerer Krise den Humor nicht verlieren
(David Berger) Nachdem er mit 17 Jahren die Arbeit am Mikrofon begonnen hat, moderierte und produzierte er zehntausende Radiosendungen und tausende TV- Sendungen. Er war von der Geburtsstunde des privaten Rundfunks in Deutschland dabei und hat private Sender geplant, aufgebaut sowie geleitet und gehört somit zu den Urgesteinen der deutschen Funk- und Fernsehgeschichte. Und er ist hier weiterhin auf ganz besondere Weise präsent: Bernd Schumacher. Ich habe ihn in Berlin im Studio von Top20 Radio getroffen.
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Die Rückkehr des Mars

In der Antike imaginierte man den Krieg nicht als Folge bewusster Entscheidungen Einzelner, sondern als ein Wirken der Götter auf das menschliche Bewusstsein. Im Lichte der gegenwärtigen Kriegslust kann konstatiert werden: Mars ist zurück. Ein Beitrag aus der Perspektive der Analytischen Psychologie.
Todesopfer im Gaza-Krieg: Hamas verbreitet offensichtlich Fake-Zahlen
Faktisch seit Beginn der israelischen Vergeltungsaktion im Gazastreifen gegen die Terrororganisation Hamas wird über die Opferzahlen diskutiert. Eine statistische Auswertung der Daten zeigt, dass diese Angaben einfach nicht stimmen können. Es braucht mehr Realismus statt Propaganda.
Kriegszeiten sind üble Zeiten. Einerseits sorgen Kriege für unzählige Tote und Verstümmelte, andererseits dominieren Propaganda und Kriegslügen die Berichterstattung. Dies ist im Falle der israelischen Militäroperation im Gazastreifen gegen die palästinensische Terrororganisation Hamas nicht anders. Während die Hamas bemüht ist, die zivilen Opferzahlen möglichst groß darzustellen (Mitleidseffekt), versucht die israelische Seite ihre Erfolge bei der Bekämpfung der islamistischen Gruppe in den Vordergrund zu stellen. Doch wie viele Tote hat dieser Konflikt seit dem israelischen Einmarsch tatsächlich verursacht?
Geht man nach den vom Hamas-kontrollierten palästinensischen Gesundheitsministerium veröffentlichten Zahlen, sollen mittlerweile schon mehr als 30.000 Palästinenser bei den Kampfhandlungen ums Leben gekommen sein. Ein aktueller Bericht beim britischen Portal „The Daily Sceptic“ setzt sich nun mit statistischen Mitteln mit dem Thema auseinander. Es sei der Transparenz halber angemerkt, dass diese Publikation pro-israelisch ist, was jedoch keinen Einfluss auf die statistische Auswertung der Daten selbst hat.
Der Autor, Abraham Wyner, zeigt beispielsweise anhand einer Grafik, dass die verfügbaren detaillierten Daten vom 26. Oktober 2023 bis zum 10. November 2023 ganz offensichtlich fabriziert sind. Warum? Weil es einfach unmöglich ist, tagtäglich faktisch dieselbe Anzahl von Todesopfern zu haben, wie es die Hamas jedoch behauptete. Ein geradezu linearer Anstieg ist einfach nicht plausibel. Die Intensität der Kampfhandlungen variiert nämlich von Tag zu Tag, je nach aktueller Lage und Zielsetzung der jeweiligen Kriegsparteien. Doch die Hamas-Daten besagen, dass in diesem spezifischen Zeitraum täglich durchschnittlich 270 Menschen mit einer Varianz von 15 Prozent (also bis zu rund 40 Personen) nach oben oder unten starben. Doch eigentlich würde man erwarten, dass es an manchen Tagen (als Beispiel) „nur“ um die 200, an anderen, intensiveren Tagen jedoch bis zu 1.000 Todesopfer geben müsste.
Ein anderes Problem ist die Relation von gemeldeten Todesopfern bei Frauen und Kindern. Üblicherweise gilt das Prinzip, dass an Tagen mit besonders vielen weiblichen Opfern auch viele Kinder sterben. Warum? Es sind gerade die Frauen, die sich um die Kinder kümmern. Doch die Hamas-Zahlen sind so willkürlich und zeigen keinerlei entsprechenden Zusammenhang, sodass sie völlig fabriziert wirken. Auch gibt es laut dem Autor eine „stark negative Korrelation“ zwischen den vermeldeten geschlechtsspezifischen Todesfällen (Frauen vs. Männer). So schreibt er:
Betrachten Sie einige weitere Anomalien in den Daten: Erstens widerspricht die am 29. Oktober gemeldete Todeszahl den Zahlen vom 28. Oktober, insofern als sie darauf hindeutet, dass 26 Männer wieder zum Leben erweckt wurden. Dies kann aufgrund einer Fehlattribution oder eines einfachen Berichtsfehlers geschehen. An einigen anderen Tagen werden die Zahlen der Männer gemeldet, die nahe null sind. Wenn dies nur Berichtsfehler waren, sollte an den Tagen, an denen die Todeszahl für Männer fehlerhaft zu sein scheint, die Zahl der Frauen zumindest im Durchschnitt typisch sein. Es stellt sich jedoch heraus, dass an den drei Tagen, an denen die Zahl der Männer nahe null liegt und auf einen Fehler hindeutet, die Zahl der Frauen hoch ist. Tatsächlich ereignen sich die drei höchsten täglichen Frauen-Todesfallzahlen an diesen drei Tagen.
Ein anderes Problem liegt darin, dass die Hamas behauptet, rund 70 Prozent der Getöteten seien Frauen und Kinder. Nimmt man hinzu, dass die Terrororganisation selbst zugab, dass die eigenen Verluste rund 20 Prozent der gesamten kriegsbedingten Todesfälle ausmachten, stellt sich eine Frage: Warum sterben Frauen, Kinder und Hamas-Kämpfer, nicht aber normale palästinensische Männer, die mit den Islamisten nichts zu tun haben? Und nicht jeder männliche Palästinenser ist ein Hamas-Kämpfer.
Alles in allem scheint es zumindest entsprechend den statistischen Standards und den historischen Daten zur städtischen Kriegsführung eklatante Übertreibungen und Verzerrungen zu geben. Die wahren Zahlen werden wohl noch für längere Zeit nicht ans Tageslicht kommen, doch eines ist klar: Den Angaben der Hamas über die Zahl der Todesopfer kann ganz offensichtlich nicht getraut werden. Das hindert den Mainstream freilich nicht daran, sie kritiklos zu verbreiten.
Australische Behörde: „Long Covid“ gibt es nicht

Eine Untersuchung des australischen Bundesstaates Queensland kommt zum Schluss, dass „Long Covid“ als Krankheit gestrichen werden sollte. Das deutsche Gesundheitsministerium steckt Millionen in die Forschung von „Long Covid“ und betreibt intensive Propaganda rund um angebliche Erkrankung. Auch während der Covid-Politik war „Long Covid“ ein zentraler Baustein der Staatspropaganda. Aus Australien kommt jetzt aber ein […]
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Lebensmittelzusatzstoff in Pizza und Pfannkuchen führt zu niedrigeren Spermienzahlen
Von John-Michael Dumais
Dr. Naomi Wolf schlug Alarm wegen Natriumaluminiumphosphat, einem Lebensmittelzusatzstoff, der in vielen Backwaren und verarbeiteten Lebensmitteln zu finden ist, und zitierte von Experten begutachtete Studien, die nahelegen, dass die Aufnahme von Aluminiumverbindungen zu oxidativem Stress, DNA-Schäden und einem Rückgang des Testosteronspiegels und der Spermienzahl bei männlichen Säugetieren führen kann.
Eine Zutat, die in vielen Backwaren und verarbeiteten Lebensmitteln – auch in Schulmahlzeiten – enthalten ist, kann laut Dr. Naomi Wolf bei männlichen Säugetieren oxidativen Stress, DNA-Schäden und einen Rückgang des Testosteronspiegels und der Spermienzahl verursachen.
In einem Substack-Artikel und einem Video vom 7. März wies Wolf auf die weit verbreitete Verwendung von Natriumaluminiumphosphat in alltäglichen Lebensmitteln hin, von Pfannkuchenmischungen und Backpulver bis hin zu Schmelzkäse und Tiefkühlpizza.
Unter Berufung auf begutachtete Studien stellte Wolf einen Zusammenhang zwischen den wissenschaftlichen Erkenntnissen und allgemeineren Trends im Bereich der reproduktiven Gesundheit und der Männlichkeit her.
„Bluttestosteron, meine Herren und Damen, ist Ihre Libido“, sagte sie. „Und die Spermienzahl ist die Fruchtbarkeit.“
Was ist Natriumaluminiumphosphat und wo ist es zu finden?
Natriumaluminiumphosphat ist ein Zusatzstoff, der in Lebensmitteln als Emulgator, Backtriebmittel und Stabilisator verwendet wird. Es ist ein weißer, geruchloser Feststoff, der in Wasser leicht löslich ist.
Die Zutat ist häufig in handelsüblichen Backwaren wie Kuchen, Muffins und Keksen sowie in selbst aufgehenden Mehlen und Backpulvern enthalten. Es wird auch in Schmelzkäse verwendet, um die Textur und die Schmelzeigenschaften zu verbessern.
Die weite Verbreitung von Natriumaluminiumphosphat in Schulessen und Fast-Food-Produkten wie Pizzateig und Hamburgerbrötchen ist besorgniserregend, so Wolf.
„Das ist es, was Ihr Kind isst“, sagte sie. „Das ist es, was Sie in Ihren Körper aufnehmen, wenn Sie Muffins, Fast Food, Hamburgerbrötchen, Tiefkühlpizza, Müsli und fast alle verarbeiteten Backwaren essen.“
„Warum ist das in unserem Essen?“ fragte Wolf in ihrem Video. „Es muss aus unserer Lebensmittelversorgung entfernt werden.“
Sicherheitsbedenken und Vorsichtsmaßnahmen bei der Handhabung
Das Sicherheitsdatenblatt der Marke Actif-8 von Innophos stuft Natriumaluminiumphosphat als „gefährlichen Stoff oder gefährliche Zubereitung“ ein, der/die schwere Augenschäden, Hautreizungen und Reizungen der Atemwege verursachen kann.
Das Sicherheitsdatenblatt warnt auch davor, Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol einzuatmen und sich nach der Handhabung gründlich zu waschen. Außerdem wird das Tragen von Schutzhandschuhen und eines Augen- oder Gesichtsschutzes beim Umgang mit der Substanz empfohlen.
Wenn Natriumaluminiumphosphat eingeatmet wird, kann es zu Reizungen der oberen Atemwege führen“, heißt es in dem Sicherheitsdatenblatt. Die Einnahme großer Mengen kann auch zu Bauchkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen.
Trotz dieser Warnungen stellte Wolf fest, dass die gleiche Substanz in vielen Lebensmitteln verwendet wird, ohne dass es offensichtliche Sicherheitsvorkehrungen für die Verbraucher gibt.
„Menschen, die mit diesem Produkt umgehen, müssen sich anziehen und lüften, um Augen-, Haut- und Lungenreizungen zu vermeiden“, sagte sie. „Das ist es also, was Ihr Kind isst“.
Studien über die Reproduktionstoxizität von Aluminium
Wolf zitierte eine Zusammenfassung der wissenschaftlichen Literatur über die Reproduktionstoxizität von Aluminium, die von Robert A. Yokel, Ph.D., in Critical Reviews in Toxicology veröffentlicht wurde. Darin wird festgestellt, dass die Aluminiumexposition bei männlichen und weiblichen Säugetieren zu nachteiligen Fortpflanzungsergebnissen führen kann.
Yokels Analyse ergab, dass „männliche Reproduktionsendpunkte nach einer Exposition gegenüber niedrigeren Al [Aluminium]-Werten signifikant beeinträchtigt wurden als weibliche“. Sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Mäusen und Ratten führte eine erhöhte Aluminiumaufnahme zu höheren Konzentrationen des Metalls in Fötus, Plazenta und Hoden.
Der vorgeschlagene Mechanismus für die Reproduktionstoxizität von Aluminium beinhaltet oxidativen Stress als auslösendes Ereignis, gefolgt von erhöhter DNA-Schädigung, beeinträchtigter Spermatogenese und verringerten Testosteronwerten und Spermienzahlen.
Yokel wies in seinem Bericht jedoch auch darauf hin, dass es aufgrund ethischer Bedenken keine Studien mit kontrollierter Exposition am Menschen zu den reproduktiven Auswirkungen von Aluminium gibt. Die meisten der verfügbaren Beweise stammen aus Tierstudien.
Christopher Exley, Ph.D., Forscher auf dem Gebiet der Aluminiumtoxizität und Autor von „Imagine You Are An Aluminum Atom: Discussions With Mr. Aluminum“, (Stell dir vor, du bist ein Aluminium-Atom: Gespräche mit Mr. Aluminum) lobte Wolfs Bemühungen, die toxischen Auswirkungen von Aluminium einem breiteren Publikum nahe zu bringen. Er sagte jedoch auch, dass ihre Behauptung (die sie in ihrem Video aufstellte), Aluminium sei in den mRNA-Aufnahmen enthalten, falsch sei.
„Wir leben im Aluminiumzeitalter und können den Kontakt mit Aluminium nicht vermeiden“, sagte Exley gegenüber The Defender. „Es hat einen erheblichen Einfluss auf die menschliche Gesundheit – auch auf das männliche Fortpflanzungssystem.“
Exley, ein führender Experte auf dem Gebiet der Aluminiumtoxizität, hat fast drei Jahrzehnte lang mit seinem Team an der Keele University im Vereinigten Königreich die Auswirkungen der Aluminiumexposition auf die menschliche Gesundheit untersucht – einschließlich der Verbindung von Aluminium zu Autismus.
In einer 2014 in der Fachzeitschrift Reproductive Toxicology veröffentlichten Studie lieferten Exley und Kollegen „eindeutige Beweise für hohe Aluminiumkonzentrationen in menschlichem Sperma“, was sich besorgniserregend auf die Spermatogenese und die Spermienzahl auswirkt.
Im Jahr 2017 veröffentlichte er eine Studie, die zeigte, dass eine zweimonatige Aluminiumexposition auf dem Niveau der menschlichen Ernährung die Spermatogenese und Spermienqualität bei Ratten beeinträchtigte.
Exley, der einen Substack über die Auswirkungen von Aluminium auf die menschliche Gesundheit verfasst, sagte, dass das Thema von den Gesundheitsbehörden und den Medien kaum beachtet wurde. Er wies auch darauf hin, dass die Aluminiumindustrie „vor und nach der Veröffentlichung Zensur“ betreibt, um abweichende wissenschaftliche Meinungen zum Schweigen zu bringen.
In einem kürzlich erschienenen Artikel „Thou Shalt Not Publish“ (Du sollst nicht veröffentlichen) berichtete Exley, wie ein bekannter Troll der Aluminiumindustrie“ eingeladen wurde, seine bahnbrechende Forschung über die Rolle von Aluminium bei der Alzheimer-Krankheit zu kritisieren – Jahre nach ihrer Veröffentlichung – in einer beispiellosen Abweichung von den Normen der Peer Review.
Die Universität Keele, die von der Bill & Melinda Gates Foundation finanziert wird, schaltete 2021 Exleys Website ab und sperrte die Finanzierung seiner Forschung, was ihn zwang, die Universität zu verlassen.
‚Ein chemischer Krieg gegen Männer‘
Wolf sagte, die Auswirkungen der Aluminiumaufnahme stünden im Einklang mit dem beobachteten Rückgang von Männlichkeit, Muskelmasse und Libido bei jüngeren Männern.
Sie schlug vor, dass Umweltfaktoren wie die Aluminiumexposition dazu beitragen könnten, die erhöhten Raten von Depressionen, Gewichtszunahme und Desinteresse an Sex bei Männern zu erklären.
„Dieser Zusatzstoff verursacht nicht nur hormonelle Schäden bei Männern, sondern auch Gehirnentzündungen und wird mit Demenzerkrankungen und Parkinson in Verbindung gebracht“, sagte sie.
Als weitere mögliche Quellen der Aluminiumbelastung nannte Wolf Antazida, Impfstoffe, Kochgeschirr und sogar Geo-Engineering-Projekte, bei denen Aluminiumpartikel in die Atmosphäre gesprüht werden.
Sie verwies auf einen im BMJ veröffentlichten Artikel von Dr. Giovanni Ghirga mit dem Titel „Solar geoengineering by injecting aluminum oxide aerosol into the lower stratosphere is a serious threat to global mental health“ (Solar Geoengineering durch Einbringen von Aluminiumoxid-Aerosol in die untere Stratosphäre ist eine ernsthafte Bedrohung für die globale psychische Gesundheit).
„Ist die Ausbringung verschiedener Iterationen von Aluminium in Systemen überall um uns herum – insbesondere in Nordamerika … kein Fehler, sondern ein Merkmal?“ fragte Wolf.
Wolf sagte, sie sei „entsetzt“ über ihre Entdeckungen eines „chemischen Krieges gegen Männer“, der darauf abziele, traditionelle Männlichkeit zu reduzieren, „einschließlich der Fähigkeit, eine physische Beziehung und damit eine Familie zu stärken“ oder in einem „heißen Krieg“ zu kämpfen.
„Und eine Sache, die man einem feindlichen Land wirklich antun will, bevor man dort einmarschiert, ist, die Männer zu dezimieren“, sagte sie.
Dieser Krieg zielt auf „unsere verletzlichsten Männer, unsere vorpubertären Jungen – in unseren Schulkantinen“, fügte sie hinzu.
FDA „nicht mehr verantwortlich“
Wolf kritisierte die Aufsicht der US Food and Drug Administration (FDA) über Lebensmittelzusatzstoffe, einschließlich Natriumaluminiumphosphat, und verwies auf den „außerordentlich korrupten und fahrlässigen“ Umgang der Behörde mit den COVID-19-Impfstoffversuchen von Pfizer.
Sie wies auch darauf hin, dass die FDA keine mit Blei verunreinigten Zimtapfelmusprodukte zurückgerufen hat und stattdessen die Hersteller und Vertreiber dafür verantwortlich macht, dass ihre Produkte nicht mit schädlichen Chemikalien verunreinigt sind.
„Sie [die FDA-Beamten] geben bekannt, dass sie nicht mehr dafür verantwortlich sind, sicherzustellen, dass die aus Übersee importierten Produkte sicher sind“, sagte Wolf. „Also … Vorsicht für den Käufer.“
Wolf forderte die Verbraucher auf, proaktiv zu handeln, um aluminiumhaltige Lebensmittelzusatzstoffe zu vermeiden. Sie empfahl, die Etiketten der Inhaltsstoffe sorgfältig zu lesen und Produkte mit Aluminium aus unseren Speisekammern zu entfernen.
Als Alternative zu aluminiumhaltigen Backpulvern schlug Wolf vor, aluminiumfreie Alternativen wie Rumford und Bob’s Red Mill Backpulver zu verwenden.
„Freunde, lest die Packungen. Räumt eure Schränke aus. Backen Sie von Grund auf neu, und retten Sie den Hormonspiegel unserer Männer“, sagte sie.
Lahmer Beginn des U-Ausschusses zu COFAG-Geschenken an Unternehmer
Lange wurde die Aufarbeitung der COFAG-Geschenke an politnahe Unternehmen und Akteure gefordert: Inzwischen fanden die ersten Sitzungen des U-Ausschusses statt. Viel geliefert wurde aber bislang nicht. Ein erster Schritt wurde getan, konstatiert die GGI-Initiative, aber weitem nicht genug. Finanzielle Verstrickungen und auch die Milliardenprofite der Pharmaindustrie gehören grundlegend durchleuchtet. Doch wie viel Interesse daran von politischer Seite aus wohl besteht?
Presseaussendung GGI-Initiative
Die COFAG, die 2020 gegründet wurde, um Unternehmen während der Corona-Krise finanziell zu unterstützen, ist schnell in Verruf geraten. Politnahe Unternehmen und Einzelpersonen stehen im Verdacht der Überförderung. Ende 2023 wurde ein Untersuchungsausschuss ins Leben gerufen, der ÖVP-nahe Milliardäre und die Geldflüsse mittels COFAG im Besonderen durchleuchten soll. Die ersten Befragungen sind wenig ertragreich. Die Grünen für Grundrechte und Informationsfreiheit (GGI) fordern eine umfassende Aufklärung aller finanziellen Krisenprofite, v. a. die der Pharma-/Biotech-Branche.
Als intransparente Blackbox konzipiert
Die COVID-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH (COFAG) wurde zu Beginn der Corona-Krise im April 2020 gegründet. Der schön klingende Zweck war “rasch und effizient, transparent und nachvollziehbar finanzielle Maßnahmen zur Erhaltung der Zahlungsfähigkeit und zur Überbrückung von Liquiditätsschwierigkeiten der österreichischen Unternehmen während der Corona-Krise zu ergreifen.” Insgesamt sind über 15 Milliarden Euro Fördergelder ausbezahlt worden. [1] Es gab unterschiedliche Corona-Unterstützungen für Unternehmen, wie Fixkostenzuschuss, Verlustersatz, Ausfallbonus, Garantie, Lockdown-Umsatzersatz oder Kapitalbesicherung. Durch Zahlungserleichterungen und Stundungen kam es darüber hinaus zu einem massiven Entgang von Steuereinnahmen für den Staat.
Im Lauf der Jahre hat es immer wieder Zweifel gegeben, ob die Geldmittel wirksam eingesetzt worden sind. Zwischen Juni 2020 und Jänner 2024 gab es rund 40 parlamentarische Anfragen zur COFAG. Laut SPÖ-Finanzsprecher Kai Jan Krainer etwa seien 65 % der Auszahlungen an die sieben größten Fördernehmer gegangen. [2] Kritisiert wurde neben den immensen Kosten für externe Berater auch ein möglicher Insolvenzverzug, d. h. sonst nicht überlebensfähige Unternehmen wurden durch die Krise getragen. Politnahe Unternehmen und Einzelpersonen haben womöglich besondere Bevorzugung genossen. [3]
Milliardäre und die ÖVP
Nicht zuletzt nach dem verheerenden Rechnungshofbericht 2021 wurden Rufe immer lauter, mit der COFAG wenigstens diesen Aspekt der Pandemie aufzuklären. Schließlich wurde im Dezember 2023 auf Betreiben der Sozialdemokraten (SPÖ) und der Freiheitlichen (FPÖ) ein Untersuchungsausschuss eingerichtet, der auf die Bevorzugung ÖVP-naher Milliardäre abstellt. Auszahlungen an deren Unternehmen durch die COFAG sollen dabei im Mittelpunkt stehen. Der U-Ausschuss ist am 11.01.2024 zur konstituierenden Sitzung zusammengetreten. Planmäßig endet der U-Ausschuss nach 11 Sitzungen am 01.07.2024. [4]
Lahmer Beginn
Während der ersten Sitzungen im März war allerdings wenig Erhellendes in Erfahrung zu bringen. Neben drei anonymen Finanzbeamten waren Wolfgang Peschorn, Chef der Finanzprokuratur, sowie Marc Schimpel, derzeitiger Geschäftsführer der COFAG, geladen.
Peschorn nahm sich weitgehend aus der Problematik raus. Die Gründung der COFAG sei ihm zur Kenntnis gebracht worden. Die Finanzprokuratur sei ab 2021 zu rechtlichen Beratungen herangezogen, aber nicht mit Rückforderungen beauftragt worden. Diesbezüglich habe die COFAG bis Ende Juni Zeit. Ab Juli wären die Finanzämter zuständig. Peschorn bestätigte auch indirekt, dass Insolvenzen verschleppt wurden. Zahlungsfähigkeit sei absehbar, wenn man Gelder erhält.
Schimpel sagte im Grunde, es wäre alles gut gelaufen. Speziell zu Beginn war alles hektisch, weswegen man viele externe Berater engagiert habe. Rückforderungen betragen gesamt 134 Millionen Euro, davon sind noch 56 Millionen Euro offen.
Allgemein drehten sich die Befragungen nur wenig um die COFAG. Die aktuelle Causa Signa und damit in Zusammenhang stehende Skandale interessierten die Abgeordneten mehr.
Aufklärung dubioser Krisenprofite
Der Ausschuss hat aber bisher kaum geliefert. Zumindest ein erster Schritt in Richtung Aufklärung über dubiose Krisenprofite im politnahen Umfeld ist aber getan. Aus Sicht der GGI gehören finanzielle Verstrickungen allerdings noch viel genauer durchleuchtet. Die enormen Profite der Pharma-/Biotech-Branche (Injektionen, Massentests) sind von der COFAG-Untersuchung nicht abgedeckt, dürfen aber nicht ignoriert werden. Für das Krisenmanagement wurden über 70 Milliarden Euro Steuergeld ausgegeben, das nun an allen Ecken und Enden fehlt. Diese Ausgaben hätten großteils verhindert werden können. Nun ist restlos aufzuklären, welche Partikularinteressen hier großzügig bedient wurden. Die GGI fordert eine lückenlose Aufklärung aller wirtschaftlichen Pandemie-Aspekte, nicht zuletzt, um Lehren für zukünftige Krisen daraus zu ziehen.
Quellenangaben
[1] Anonym. Willkommen bei der COFAG. COVID-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH, 2024. online: https://www.cofag.at
[2] Anonym. Kontroverse Debatte in Nationalrat über Schlussfolgerungen des Rechnungshofs zur Arbeit der COFAG. Parlament Österreich. 2023. online: https://www.parlament.gv.at/aktuelles/pk/jahr_2023/pk0930
[3] Anonym. Ich schau Dir in die Transparenzdatenbank Kleiner! ICI – Initiative für evidenzbasierte Corona Informationen, 2023. online: https://www.her-mit-der-marie.at
[4] Anonym. COFAG-Untersuchungsausschuss (4/A-USA XXVII. GP) seit 15.12.2023. Republik Österreich Parlamentsdirektion, 2024. online: https://www.parlament.gv.at/ausschuss/XXVII/A-USA/4/00906
Dokumentation der Ausschuss-Sitzungen
Auer K, Zehenter M. U-Ausschuss: Benkos Gage, Privatjet und “depperte” Beamten. ProSiebenSat.1 PULS 4 GmbH, 2024. online: https://www.puls24.at/news/politik/liveblog-cofag-u-ausschuss-peschorn/322619
Zehenter M. Steuer-Tricks der Signa: 9 Millionen für Benkos Privatjet. ProSieben Sat1 PULS 4 GmbH, 2024. online: https://www.puls24.at/news/politik/u-ausschuss-benko-steueroase-innsbruck/322758
Graber R. Cofag-Co-Chef Schimpel spricht von “irrem Druck” auf Cofag. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H., 2024. online: https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/3000000210499/zweiter-tag-im-cofag-u-ausschuss-benkos-steuerpruefer-werden-befragt
Berühmtem Theaterregisseur platzt der Kragen: Deutsche Politiker sollen selbst an die Front
Der unter Theaterkennern weithin bekannte Theaterregisseur Stephan Suschke (65) forderte in einem bitterbösen Artikel in der Berliner Zeitung, dass Anton Hofreiter (Grüne), Norbert Röttgen (CDU) und Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) die Waffe in die Hand nehmen und an der Front kämpfen sollen. Er weist in als brutal zu bezeichnenden Worten darauf hin, wie viel Krieg und Ungerechtigkeit aus Deutschland ausgegangen ist – und empfiehlt die grüne Heinrich-Böll-Stiftung in General-Rudel-Stiftung (ein berühmter Deutscher Schlachtflieger) umzubenennen.
Ein Kommentar von Willi Huber
Suschke ist ein deutscher Theaterregisseur, Theaterintendant und Autor. Zuletzt war er als Schauspieldirektor in Linz, Oberösterreich, verpflichtet, beendete diese Tätigkeit aber mit der Spielsaison 2023/2024. Er arbeitete als enger Mitarbeiter von Reimund Heiner Müller, einer Legende unter den deutschsprachigen Dramatikern und einer der bedeutendsten Schriftsteller der DDR. Suschke, der auch mehrere Bücher verfasst hat, ist also ein Schwergewicht in der deutschsprachigen Kunst- und Kulturszene.
Wenn jemand aus dem staatlich subventionierten Betrieb so deutliche Worte findet, ist dies als Sensation und Seltenheit zu werten. Denn damit dürfte zu befürchten sein, dass der Weg zu staatlichen Gelden abgeschnitten ist. Spätestens seit 2020 geriet jeder, der Kritik am Staat ausübte, im besten Fall aufs Abstellgleis. In der aufgeheizten Stimmung Deutschland ist außerdem zu befürchten, dass die Staatsgewalt Zwangs- und Einschüchterungsmaßnahmen gegen den Regisseur vorbereitet – wie sie schon viele Menschen zu erdulden hatten, zuletzt eine 16-jährige Schülerin in Mecklenburg-Vorpommern wegen des Teilens eines Schlumpf-Videos (!).
Suschke wies auf Geschichtsrevisionismus hin, der von der aktuellen deutschen Regierung betrieben wird, spart aber auch nicht an Kritik an der Mitverantwortung der CDU. Er weist auf die bis heute aktiven Nationalsozialisten in der Ukraine hin – und erinnert daran, dass auch die Russen zu den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs zählen.
Ein Auszug:
Ich finde, die Grüne Partei sollte sich endlich auch praktisch zu ihren ideologischen Wurzeln bekennen, die sie seit vierzig Jahren so schamhaft verborgen hat. Der Gleichberechtigung wegen, mit Annalena und Kathrin in der vordersten Reihe, Ost und West, „die Reihen fest geschlossen“, vereint gegen den Russen, den gemeinsamen Feind. Das wird vielleicht mit der Frisur bei der Annalena ein bisschen schwierig werden, aber von dem gesparten Steuergeld kann sie noch die eine oder andere Granate für die Ukraine im Diplomatenkoffer mitbringen.
Wenn die Agnes SZ mit ihren Freunden von Rheinmetall spricht, würden die vielleicht eine Sonderedition produzieren: DIE GUTE ANNALENA. Aber der Fotograf müsste unbedingt dabei sein, weil er den neuen Akzent von Annalena dokumentieren muss: das role model feministischer Außenpolitik im Schützengraben, in den Weiten der Ukraine, das entscheidende Add-on für die Weltpolitik und das in Tarnfarben – ich sehe den OSCAR schon vor mir. Nicole Kidman könnte das gut spielen. Des einen Stahlhelm ist das Gesicht der anderen.
Lesen Sie die gesamte Polemik von Stephan Suschke bei der Berliner Zeitung.

