Kategorie: Nachrichten
Vom Kongress gegründete nationale Konferenz für Staatsbürgerschaft rekrutiert Freiwillige zur Überwachung und Kennzeichnung von „Fehlinformationen“
Vor kurzem organisierte die Gruppe eine Veranstaltung, bei der verschiedene Referenten darüber sprachen, wie sie Freiwillige rekrutieren, um „Fehlinformationen“ im Internet zu überwachen und zu melden.
Es gibt wohl kaum ein größeres Kompliment für eine Klage, als wenn sich eine Gruppe von Aktivisten und ihre Dachorganisation, die an der Zensur beteiligt sind, darüber beschweren, dass diese eine „abschreckende Wirkung“ auf ihre Arbeit habe.
Aber genau das war kürzlich auf einer Podiumsdiskussion der National Conference on Citizenship (NCoC) zum Fall Missouri v. Biden (jetzt Murthy v. Missouri) zu hören. Der Fall ist in diesen Kreisen „berüchtigt“, weil er die Regierung daran hindert, Technologieunternehmen zur Einhaltung ihrer Zensurvorgaben zu zwingen.
Die Anwesenden sprachen auch darüber, wie sie freiwillige Zensoren rekrutieren, die die sozialen Medien überwachen und Inhalte als „Fehlinformationen“ kennzeichnen. (Wenn sie den Ton angeben und das Geschehen auf den Plattformen lenken, werden sie als „vertrauenswürdige Botschafter“ bezeichnet.)
Die National Conference on Citizenship ist jedoch eine vom Kongress beauftragte Organisation und dennoch Teil eines Netzwerks, das nach „Fehlinformationen“ in privaten Nachrichten sucht.
Während der hart umkämpften US-Wahlen 2020 war die Online-Zensur im Wesentlichen eine Angelegenheit der Regierung, deren öffentliches „Gesicht“ die Election Integrity Partnership war, die ihren Ursprung im Department of Homeland Security (DHS) hat.
Nachdem die „Zensurindustrie“ in unterschiedlichem Maße nicht nur von Bürgern, sondern auch von Gesetzgebern und sogar Technologieunternehmen unter Druck gesetzt wurde, sucht sie nun nach Wegen, sich neu zu erfinden.
Einer dieser Wege besteht darin, zivilgesellschaftliche Gruppen und einzelne Bürger zu Werkzeugen der Zensur zu machen. Sie werden zu diesem Zweck rekrutiert und ausgebildet, schreibt die Foundation for Freedom Online und enthüllt, dass das Algorithmic Transparency Institute (ATI) des NCoC dafür einen Namen hat: „Civic Listening“.
Übersetzt in nicht-orrwellsches Englisch bedeutet dies, dass Individuen zu Spionen und Zensoren öffentlicher und privater Äußerungen gemacht werden, auch in Apps wie WhatsApp und Telegram, die ihre Nutzer eigentlich durch Verschlüsselung schützen sollen.
Vor kurzem fand auf der Annual Conference on Citizenship – dem Flaggschiff der NCoC – ein Panel mit dem Titel „Understanding the Conversation Around the 2024 Elections“ statt.
Dort erfuhren wir, dass die Latino-Gemeinschaften in Bezug auf das „Civic Listening“ am meisten durch die Aktivitäten von „freiwilligen Zensoren und ‚vertrauenswürdigen Botschaftern’“ bedroht zu sein scheinen.
Die Bedeutung dieses Themas für die Wahlen in den USA ist angesichts der demografischen Situation in einer Reihe von Bundesstaaten offensichtlich, und eine bemerkenswerte Gruppe, die diese Arbeit leistet, ist die National Association of Elected Latino Officials (NALEO).
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