Kategorie: Nachrichten
Für Politiker nur das Beste: Berliner Abgeordnetenhaus gönnt sich teuerste Luxusmöbel
Während überall sonst das Geld knapp ist, scheint im Berliner Abgeordnetenhaus die Haushaltslage entspannter zu sein: Dort gönnt man sich neue Sofas, Sessel und Beistelltische für schlappe 158.000 Euro – fürstlicher Luxus, bezahlt von den klammen Steuerzahlern. Laut der Parlamentsverwaltung war die Anschaffung absolut notwendig.
Im Berliner Abgeordnetenhaus wurden die Wandelhalle, das Foyer und mehrere Flure mit neuen Sitzmöbeln in Beige und Schwarz und Beistelltischen ausgestattet – zum Gesamtpreis von 157.774,03 Euro. Der B.Z. zufolge hatten die Grünen die Ausgaben bei einer Haushaltsberatung auf die Tagesordnung gesetzt und eine Aufschlüsselung der Kosten gefordert. Über das Ergebnis kann man nur den Kopf schütteln:
Sechs Sofas zum Preis von jeweils 3594,78 Euro, 40 Sessel für 2212,04 Euro pro Stück, weitere acht Sessel für jeweils 2111,05 Euro, dazu 25 Beistelltische für insgesamt rund 30.000 Euro.
Laut Verwaltung war die Anschaffung eine notwendige Maßnahme: Das Mobiliar stammte größtenteils noch aus dem Jahr 1993, wäre irreparabel beschädigt gewesen oder hätte nicht mehr den Brandschutzvorschriften entsprochen. Daher entschied man sich für eine Neuanschaffung beim süddeutschen Hersteller Walter Knoll, einem renommierten Produzenten hochwertiger Designermöbel. Niemand verlangt, dass Abgeordnete und Besucher auf wackligen Stühlen Platz nehmen. Aber muss es Designermobiliar sein?
Alexander Kraus, Landesvorsitzender des Berliner Steuerzahlerbundes, äußerte deutliche Kritik an den hohen Ausgaben: „Die einzelnen Möbel bewegen sich preislich im Luxussegment und können nur bezahlt werden, weil gewaltige Staatsschulden aufgenommen werden“, sagte Kraus. „Hier hätte ein bisschen Bescheidenheit sicherlich gutgetan, um zu zeigen, dass es dem Abgeordnetenhaus mit dem Sparen ernst ist.“
Designermöbel für rund 158.000 Euro – das ist kein notwendiger Ersatz, das ist ein Statement gegen den Steuerzahler. Ein Statement, das in Zeiten knapper Kassen und steigender Lebenshaltungskosten sicherlich richtig verstanden wird. Wer den Bürgern erklärt, warum kein Geld für neue Lehrerstellen oder Straßenreparaturen da ist, sollte belegen können, warum ein Parlamentssofa teurer sein muss als das Monatsgehalt vieler Berliner. Letztlich sind weniger die Möbel das Problem, es ist die Haltung dahinter: die Selbstverständlichkeit, mit der das Geld der Steuerzahler für Luxus verschwendet wird.
UNO-Chef Guterres fordert 1,3 Billionen Subvention für die Klima-Industrie

Im Zuge einer Eskalation des Klimaaktivismus hat UN-Generalsekretär António Guterres 1,3 Billionen Dollar an Klimafinanzierungen gefordert, während eine brasilianische Schauspielerin einen Nacktprotest während des COP30-Gipfels plant, der in ihrem Heimatland stattfinden wird. Guterres, ehemaliger noch unter dem faschistischen Diktator Salazar aufgewachsener portugiesischer Premier und nun UNO-Generalsekretär, hat den bevorstehenden COP30-Gipfel aufgefordert, diese exorbitante Summe bereitzustellen […]
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Das „DARPAVERSE“ kommt, um militärische Operationen zu modellieren, zu simulieren und zu optimieren
Von The Sociable
Die DARPA manifestiert metaphorisch Eris, die griechische Göttin der Zwietracht und des Streits, indem sie versucht, menschliches Verhalten zu simulieren, vorherzusagen und zu manipulieren: Perspektive
Die DARPA schreibt einen „Programmwettbewerb“ aus, um eine „DARPAVERSE“-Plattform zu schaffen, mit der Szenarien zur Optimierung militärischer Operationen modelliert und simuliert werden können.
Am 10. Oktober 2025 hat die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) den DARPAVERSE-Wettbewerb als „Special Topic Area (STA)” für ein bereits bestehendes Projekt namens ERIS ausgeschrieben.
„DARPAVERSE: Eine einheitliche Plattform, die eine beschleunigte Entwicklung und Bereitstellung von Fähigkeiten sowie optimale Vorgehensweisen für Soldaten ermöglicht“
DARPA, DARPAVERSE-Programmwettbewerb, Oktober 2025
Laut der Ankündigung von DARPAVERSE:
„Das DARPAVERSE-Programm zielt darauf ab, eine kollaborative Umgebung zu schaffen, die die Art und Weise verändert, wie Soldaten, Analysten und Programmmanager mit komplexen Modellierungssystemen interagieren, indem Modelle komplexer Multi-Domain-Probleme iterativ entwickelt und eingesetzt werden, um mit jeder Iteration die Annahmen und die Lösungsqualität zu verbessern und sich einer Pareto-Frontier dominanter Lösungen anzunähern.“
Die Idee besteht darin, die Modellierungssysteme kontinuierlich zu verbessern, um mit minimalen Nachteilen die besten Ergebnisse zu erzielen.
Die Plattform DARPAVERSE soll dabei extrem schnell arbeiten, in weniger als 24 Stunden.
„Dieses Programm zielt darauf ab, eine neue, iterative Fähigkeit zu entwickeln, mit der sich Multi-Domain-Modelle von Konzepten und Szenarien in weniger als einem Tag erstellen lassen.“
DARPA, DARPAVERSE-Programmwettbewerb, Oktober 2025
Während die Plattform DARPAVERSE mit der Planung militärischer Operationen zu tun hat, wird in dieser speziellen STA nicht erwähnt, wer konkret die beabsichtigten Ziele sind.
Betrachtet man dies aus der Perspektive militärischer Geheimdienstoperationen, könnten die beabsichtigten Ziele die Zivilbevölkerung, ausländische Regierungen, kriminelle Organisationen, kritische Infrastrukturen usw. sein.
„Die endgültige DARPAVERSE-Fähigkeit zielt darauf ab, eine einheitliche Plattform und eine immersive Umgebung für die schnelle Konzeptuntersuchung bereitzustellen, damit Soldaten, Programmmanager und Analysten iterative Fragen stellen und sich schneller über Problembereiche informieren können, um zu disruptiven Lösungen zu gelangen.“
DARPA, DARPAVERSE-Programmwettbewerb, Oktober 2025
Angesichts der Komplexität eines solchen Vorhabens, bei dem verschiedene Arten von Modellen und Simulationsumgebungen miteinander verschmolzen werden, hebt die Ankündigung von DARPAVERSE Folgendes hervor:
„DARPAVERSE stellt die derzeitige Arbeitshypothese in Frage, dass komplexe Szenarien und Konzepte für Multi-Domain-Modelle aus isolierten und monolithischen Simulationsumgebungen abgeleitet werden müssen, was zu Modellen führt, die nicht wartbar, nicht faktorierbar und nicht mit anderen Modellen unterschiedlicher Herkunft kombinierbar sind.
DARPAVERSE will diese Annahmen durchbrechen, indem es eine neue, offene Umgebung schafft, die automatisierte Modelle mit reduzierter Ordnung nutzt, um bestehende Modelle zu beschleunigen, Modelle aus Daten abzuleiten und neue Darstellungen dieser Modelle zu erstellen, die zerlegt und neu zusammengesetzt werden können, um neue Probleme zu lösen und neue Annahmen darzustellen, sobald diese auftreten.“
Die DARPAVERSE-Herausforderung befasst sich mit drei hochtechnischen Bereichen:
- Adaptives Software-Repository
- Adaptives Co-Design und Orchestrierung
- Adaptive Definition und Vision
Um zu sehen, woraus diese technischen Bereiche bestehen, können Sie sich die Einzelheiten in den folgenden Screenshots ansehen.
Wie bereits erwähnt, ist das DARPAVERSE STA ein Zusatzthema zum DARPA ERIS-Programm.
In der griechischen Mythologie ist Eris die Göttin der Zwietracht und des Streits.
Für DARPA steht ERIS derzeit jedoch für Expedited Research Innovation System (beschleunigtes Forschungsinnovationssystem).
Zuvor war ERIS unter dem Namen Expedited Research Implementation Series bekannt.
Der ERIS Marketplace ist eine digitale Umgebung mit siebenminütigen Videopräsentationen nach dem Wettbewerb, die darauf abzielen, die Akquisitionsgeschwindigkeit zu beschleunigen und Innovationen im Bereich der nationalen Sicherheit voranzutreiben.
Wie dies in der Praxis funktioniert, können Sie in dem unten stehenden YouTube-Video von DARPA TV mit Zeitstempel sehen.
Die Ziele von ERIS sind die Einrichtung einer zentralen Stelle, an der DARPA disruptive, innovative technologische Lösungen bewerten kann und an der Industrie, Wissenschaft und einzelne Entwickler ihre Forschung, Technologien und damit verbundenen Produkte und Dienstleistungen gegenüber der Regierung bewerben können.
Derzeit umfasst ERIS folgende Themenbereiche:
- Erkennung und Verfolgung schwer fassbarer Objekte von Interesse in der Luft, zu Lande und im Weltraum.
- Überwindung der Einschränkungen aktueller Sensorsysteme (Größe, Gewicht, Leistung und Kosten (SWaPC), Performance).
- Entwicklung fortschrittlicher Technologien für verbesserte Widerstandsfähigkeit, Effizienz und Effektivität strategischer Systeme.
- Dieses Thema unterstützt Technologien für kritische Infrastrukturen und militärische Kommando- und Kontrollsysteme (Netzwerke und Anwendungen über strategische, kommando-, operative und taktische Grenzen hinweg).
- Fortschrittliche Technologien zur Abwehr potenzieller chemischer und biologischer Bedrohungen, unabhängig davon, ob diese von Menschen verursacht oder natürlich entstanden sind.
- Dieses Thema unterstützt Technologien zum Schutz von Menschen und Elementen der Bioökonomie, die für die nationale Sicherheit von entscheidender Bedeutung sind, darunter landwirtschaftliche Nutzpflanzen, Vieh und Organismen für die biologische Produktion, die Bedrohungsüberwachung, Bedrohungserkennung, Bedrohungsdiagnose, Konzeption von Gegenmaßnahmen, Einsatz von Gegenmaßnahmen und Bedrohungszuordnung ermöglichen, einschließlich simulations- und experimentbasierter Technologien.
- Fortschrittliche Technologien zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von US-Operationen während des gesamten Vorbereitungs-, Einsatz-, Ausführungs- und Rückführungszyklus. Dieses Thema unterstützt Technologien zur Optimierung der menschlichen Gesundheit und Leistungsfähigkeit.
- Dieses Thema unterstützt Biotechnologien für die Produktion von Versorgungsgütern, die Nutzung von Ressourcen vor Ort und die Schaffung operativer Vorteile, auch an schwierigen Standorten. Dieses Thema unterstützt Technologien zur Konvergenz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen (KI/ML) mit Chemie und Biologie, einschließlich Grundlagenmodellen und Datenfabriken.
- Entwicklung bahnbrechender Methoden und Messtechniken für komplexe, emergente und adaptive Systeme, die über die Grenzen der derzeitigen reduktiven wissenschaftlichen Methoden hinausgehen.
- Zu den Interessengebieten gehören: die Entwicklung von Messtechniken, die Quanteneigenschaften in großem Maßstab berücksichtigen; die Entwicklung gewünschter Materialeigenschaften über verschiedene Längenskalen hinweg; und die Gestaltung adaptiver und widerstandsfähiger Mensch-KI-Ökosysteme. Die Vorschläge sollten sich auf die Entwicklung wissenschaftlicher Werkzeuge, Theorien, Methoden und angewandter Lösungen konzentrieren. Rein KI-basierte, datengesteuerte Ansätze sind nicht Gegenstand dieser Ausschreibung.
ERIS und seine DARPAVERSE-Herausforderung folgen auf andere Forschungsprogramme der DARPA, die darauf abzielen, menschliches Verhalten zu simulieren, zu modellieren, vorherzusagen und zu manipulieren.
So gab die DARPA beispielsweise im Mai 2025 bekannt, dass sie sich mit der Simulation von Krankheitsausbrüchen befassen werde, einschließlich der Modellierung von Maßnahmen wie Massenimpfkampagnen, Lockdowns und Kommunikationsstrategien, und veröffentlichte dazu eine Informationsanfrage (RFI) mit dem Titel „Advanced Disease Outbreak Simulation Capabilities” (Fortgeschrittene Fähigkeiten zur Simulation von Krankheitsausbrüchen).
„Wir engagieren uns für die Entwicklung fortschrittlicher Modellierungsfähigkeiten, um Reaktionsstrategien zu optimieren und die nächste Generation von (Bio-)Technologie-Innovationen zum Schutz der Bevölkerung vor biologischen Bedrohungen zu fördern. Unser besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Verständnis der komplexen Wechselwirkungen zwischen Faktoren, die die Ausbreitung von Epidemien begünstigen, und der Bewertung der Wirksamkeit potenzieller Maßnahmen.“
DARPA, Advanced Disease Outbreak Simulation Capabilities RFI, Mai 2025
Vor der Simulation von Krankheitsausbrüchen veröffentlichte die DARPA im April 2025 ein Advanced Research Concept (ARC) mit dem Titel „Methodological Advancements for Generalizable Insights into Complex Systems (MAGICS)”, das nach neuen Paradigmen für die Modellierung und Vorhersage kollektiven menschlichen Verhaltens sucht.
In der Beschreibung von MAGICS wurde nirgendwo die Modellierung oder Vorhersage des Verhaltens von „Gegnern“ erwähnt, wie es bei der DARPA üblich ist.
Stattdessen wurde ausführlich über die „Modellierung menschlicher Systeme“ gesprochen, zusammen mit der Antizipation, Vorhersage, dem Verständnis und der Prognose von „kollektivem menschlichem Verhalten“ und „komplexen sozialen Phänomenen“, die aus „soziotechnischen Datensätzen“ abgeleitet werden.
„MAGICS ARC fordert paradigmenverändernde Ansätze für die Modellierung komplexer, dynamischer Systeme zur Vorhersage kollektiven menschlichen Verhaltens.“
DARPA, MAGICS ARC, April 2025
Und vor ERIS, DARPAVERSE und MAGICS veröffentlichte DARPA im Dezember 2024 eine Sonderbekanntmachung für ein Forschungsprogramm namens „Theory of Mind“ mit dem Ziel, „neue Fähigkeiten zu entwickeln, die es Entscheidungsträgern im Bereich der nationalen Sicherheit ermöglichen, Strategien zur Abschreckung oder Anreizsetzung für Handlungen von Gegnern zu optimieren“.
Laut der Sonderbekanntmachung „wird das Programm versuchen, Algorithmen mit menschlichem Fachwissen zu kombinieren, um in einer Modellierungs- und Simulationsumgebung potenzielle Vorgehensweisen in nationalen Sicherheitsszenarien mit weitaus größerer Bandbreite und Effizienz als derzeit möglich zu untersuchen.
Dies würde Entscheidungsträgern mehr Optionen für Anreizsysteme bieten und gleichzeitig eine unerwünschte Eskalation verhindern.”
„Das Ziel eines bevorstehenden Programms wird es sein, eine algorithmische Theorie des Geistes zu entwickeln, um das Situationsbewusstsein von Gegnern zu modellieren und zukünftiges Verhalten vorherzusagen […] Das Programm wird nicht nur darauf abzielen, die aktuelle Strategie eines Akteurs zu verstehen, sondern auch eine zerlegte Version der Strategie in relevante Basisvektoren zu finden, um Strategieänderungen unter nichtstationären Annahmen zu verfolgen.“
DARPA, „Theory of Mind“ Special Notice, Dezember 2024
Das „Theory of Mind”-Programm der DARPA wurde später in „Kallisti” umbenannt – ein Begriff, der mit dem mythologischen „Apfel der Zwietracht” und dem Beginn des Trojanischen Krieges in Verbindung steht.
Laut der Beschreibung des Kallisti-Programms „wird das Programm nicht nur versuchen, die aktuelle Strategie eines Akteurs zu verstehen, sondern auch eine zerlegte Version der Strategie in relevante Basisvektoren zu finden, um Strategieänderungen unter nicht stationären Annahmen zu verfolgen.”
Das Programm zielt darauf ab, „Algorithmen mit menschlichem Fachwissen zu kombinieren, um in einer Modellierungs- und Simulationsumgebung potenzielle Vorgehensweisen in nationalen Sicherheitsszenarien mit weitaus größerer Breite und Effizienz als derzeit möglich zu untersuchen“.
„Das Ziel des Kallisti-Programms ist es, ein algorithmisches Modell für die Situationserkennung auf gegnerischen Plattformen zu entwickeln und zukünftiges Verhalten vorherzusagen […] Kallisti soll Entscheidungsträgern mehr Optionen für Anreizsysteme bieten und gleichzeitig eine unerwünschte Eskalation verhindern.“
DARPA, Kallisti-Programm, Januar 2025
Das Wort „Kallisti“ taucht in der griechischen Mythologie auf, als die Göttin der Zwietracht und des Streits, Eris, wütend darüber war, dass sie nicht zu einer Hochzeit eingeladen worden war.
Sie schrieb das Wort „Kallisti“, was „der Schönsten“ oder „für die Schönste“ bedeutet, auf einen goldenen Apfel, den sie in das Hochzeitsbankett warf.
Drei Göttinnen behaupteten, die Schönste zu sein und somit die rechtmäßige Empfängerin dieses goldenen „Apfels der Zwietracht“ zu sein:
- Hera: Göttin der Ehe und Familie
- Athene: Göttin des Krieges und der Weisheit
- Aphrodite: Göttin der Liebe und Schönheit
Zeus traf die Entscheidung darüber, wer die Schönste war, gegenüber Prinz Paris von Troja in dem sogenannten „Urteil des Paris“.
Um Paris zu beeinflussen, bot Hera ihm Reichtum und Macht an, Athene bot ihm Weisheit und Erfolg im Kampf an, und Aphrodite bot ihm die schönste Frau der Welt an, Helena, die bereits mit König Menelaos von Sparta verheiratet war.
Paris wählte Aphrodite als die Schönste, und so entführte er mit Aphrodites Segen Helena, was dann den Trojanischen Krieg auslöste.
Eris war hocherfreut über das Chaos, das sie angerichtet hatte.
Sie sorgte für Unruhe bei einer Hochzeit, verursachte Streit unter den Göttinnen und löste einen der größten Kriege in Mythos und Legende aus.
Während der mit „Kallisti” beschriftete mythologische Apfel Chaos säen sollte, zielt das Kallisti-Programm der DARPA darauf ab, „unerwünschte Eskalationen” zu verhindern. Aber sehen wir hier die Anfänge eines weiteren Trojanischen-Pferd-Szenarios?
Hier schließen sich die Themen hinter den DARPA-Programmen ERIS, DARPAVERSE, MAGICS, Theory of Mind und KALLISTI zu einem Kreis.
Durch diese Marktplätze, Forschungsprogramme, Sonderbekanntmachungen und Informationsanfragen manifestiert die DARPA metaphorisch die griechische Göttin der Zwietracht und des Streits, indem sie versucht, menschliches Verhalten zu simulieren, zu modellieren, vorherzusagen und zu manipulieren, um militärische Operationen zu optimieren.
Es war einmal, da brachte uns die DARPA das ARPANET, den Vorläufer des Internets.
Was wird uns das DARPAVERSE bringen?
Wenn du nicht stirbst, wirst du nach Hause geschickt – Wie Dänemarks Gesundheitssystem Impfgeschädigte im Stich lässt
„Es ist, als würde man gegen eine Wand laufen“ – Eine dänische Aktivistin spricht über das Schweigen zu Impfnebenwirkungen
Interview mit Anette Friedrichsen, Impfgeschädigten-Aktivistin, Dänemark
In diesem Interview beschreibt die dänische Patientenrechtsaktivistin Anette Friedrichsen ein Gesundheitssystem, das weder ausgestattet noch willens ist, vermutete Impfschäden zu diagnostizieren oder zu behandeln – und dadurch Betroffene zwischen Unglauben und Bürokratie gefangen hält.
TrialSite News (TSN):
Anette, Sie unterstützen Dänen, die glauben, unter Impfschäden zu leiden. Was ist der schwierigste Teil ihres Weges durch das Gesundheitssystem?
Anette Friedrichsen:
Das System selbst. In Dänemark ist der Hausarzt der Torwächter. Man kann nicht direkt zu einem Spezialisten gehen – man braucht eine Überweisung. Und hier liegt das Problem: Wenn Ihr Arzt „Impfreaktion“ auf die Überweisung schreibt, wird sie meist abgelehnt. Es gibt in Dänemark keine Fachärzte, die Impfschäden behandeln. Also wird den Menschen buchstäblich gesagt, sie sollen damit leben.
TSN:
Und wenn sie trotzdem überwiesen werden?
Anette:
Dann treffen sie auf Spezialisten, die sagen, sie hätten weder die Tests noch die Behandlungen, um Impfschäden zu erkennen. Manche verschreiben Medikamente zur Symptombehandlung, ohne wirklich zu verstehen, was falsch ist – das kann gefährlich sein. Andere führen Scans durch, die den Schaden nie zeigen. Das Ergebnis?
Die Patienten drehen sich im Kreis – 30-tägige Wartelisten, mehrere Überweisungen, keine Diagnosecodes und keine Behandlung.
„Wenn du nicht stirbst, wirst du nach Hause geschickt“
TSN:
Was passiert, wenn die Symptome so schwer sind, dass man einen Krankenwagen ruft?
Anette:
Wenn du nicht stirbst, wirst du nach Hause geschickt und sollst wieder deinen Hausarzt aufsuchen. Der Notarzt kann keine weiterführenden Tests anordnen – nichts, was etwa Gerinnungsreaktionen oder Fehlregulationen des Immunsystems aufzeigen würde. Es ist eine Endlosschleife, die Menschen monatelang oder jahrelang festhält.
„Den Älteren wird gesagt, das sei nur das Alter“
TSN:
Sie haben gesagt, dass ältere Patienten noch größeren Hürden begegnen.
Anette:
Ja. Ältere Dänen vertrauen ihren Ärzten vollkommen. Wenn sie nach der Impfung ihre Gesundheit verlieren, wird ihnen gesagt, das sei einfach das Alter. Viele haben weder Smartphones noch Computer, also können sie keine Online-Meldungen über Nebenwirkungen abgeben. Ihre Ärzte tun das selten für sie.
Dadurch stammen die offiziellen Daten fast ausschließlich von jüngeren Menschen, die selbst berichten können.
„Keine Nachverfolgung, keine Anerkennung“
TSN:
Sie erwähnten auch, dass die dänischen Gesundheitsbehörden eine Studie in Nature zitierten, um Langzeitfolgen abzuweisen.
Anette:
Genau. Das Statens Serum Institut (SSI) nutzte Daten von Patienten, die zwar negative COVID-Tests, aber schwere Nebenwirkungen hatten – Herzversagen, Thrombosen, Nervenschäden –, um zu behaupten, es gebe keine langfristigen Impfschäden. Sie sagten, diese Erkrankungen kämen von „mildem COVID“, obwohl die Patienten gar kein COVID hatten. Ohne gründliche Untersuchung oder Nachverfolgung wird jeder Bericht als „nicht bewiesen“ eingestuft. Das ist herzzerreißend.
„Wir wollen nur Wissenschaft, kein Schweigen“
Anette:
Wir fordern keine Schuldzuweisungen – wir fordern Anerkennung, Tests, Wahrheit. Wenn niemand untersucht, kann auch niemand heilen.
Was hinter der Legalisierung der Euthanasie steckt
Raphael Machado
Wenn das die fortschrittliche westliche Zivilisation ist, dann sind „Barbarei“ und „Rückständigkeit“ vorzuziehen.
Diese Woche wurde Uruguay zum ersten iberoamerikanischen Land, das die Praxis der Euthanasie offiziell legalisierte, also die medizinisch durchgeführte freiwillige Beendigung eines Lebens. In der Praxis erkannten Kolumbien und Ecuador bereits die Möglichkeit der Euthanasie an, allerdings durch gerichtliche Entscheidungen. Damit reiht sich Uruguay in die Liste der Länder ein, deren Rechtssysteme die Legalität der aktiven Suche nach dem Tod unter bestimmten Bedingungen anerkennen: die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Kanada, Spanien, Neuseeland und Portugal.
In Brasilien wurde die Entscheidung durch die typische Linse der üblichen politischen Polarisierung betrachtet: Die sogenannten „Progressiven“ auf der linken Seite feierten die Entscheidung als weitere Demonstration uruguayischer „Zivilisiertheit“ und Verteidigung „individueller Freiheiten“, während die sogenannten „Konservativen“ auf der rechten Seite die Entscheidung auf der Grundlage einer christlichen Logik kritisierten, dass der Mensch nicht frei über sein eigenes Leben im Sinne eines absichtlichen Beendigens verfügen kann.
Trotz der moralischen Begriffe, in denen diese Frage sowohl von Befürwortern als auch von Kritikern gerahmt wird, scheint mir ein relevanter Aspekt der Legalisierung der Euthanasie übersehen worden zu sein.
Diese Debatte hat eine lange Geschichte innerhalb der europäischen Zivilisation und von Europa beeinflusster Zivilisationen. Selbstmord hatte zum Beispiel bei den alten Griechen und Römern unter bestimmten Umständen einen spezifischen Wert, wie zur Verteidigung der eigenen Ehre oder um unsagbares und unüberwindbares Leid zu beenden. Das Christentum jedoch legte ein Verbot über diese Debatte, aufgrund des Werts, den es dem individuellen Leben als von Gott gegebenes Geschenk beimisst.
Aber es scheint mir nicht, dass die grundlegende Frage hier die ist, die Legitimität der Verfügung über das eigene Leben zu debattieren.
Zuerst müssen wir die totale Medikalisierung des Lebens, die typisch für die liberal-demokratische Postmoderne geworden ist, als riskant sehen. Schavor vor der Geburt ist das Leben vollständig von der medizinisch-pharmazeutischen Industrie kontrolliert worden. Jede Lebensphase ist durchdrungen von Verfahren und Medikamenten, die von Nahrungsergänzungsmitteln und pränatalen Präparaten und der Gewalt der Geburtshilfe selbst reichen, sich über das gesamte Leben erstrecken – vorzugsweise gefüllt mit ästhetischen Eingriffen – und sich nun sogar auf den Tod erstrecken, mit kalter und methodischer Kontrolle über das Lebensende.
Der Tod, einst eine würdige und einsame Erfahrung, die vorzugsweise im eigenen Bett zu Hause erlebt werden sollte, wird jetzt verwaltet, als wäre er ein Heilmittel für das Leben, keimfrei verabreicht von gleichgültigen Krankenschwestern in einem von Zuhause und Familie entfremdeten Kontext (die heutzutage, im Zeitalter der Verflüssigung sozialer Beziehungen, viele nicht mehr haben).
Euthanasie teilt in diesem Sinne die gleiche Natur wie Abtreibung, Geschlechtsumwandlungen und viele der während der Gesundheitskrise implementierten Maßnahmen: als Mechanismen zur Erweiterung der Kontrolle und der Fähigkeit zur Erfassung und Reglementierung des Körpers durch die medizinisch-pharmazeutische Industrie. Foucault, und ihm folgend Agamben, bezeichnen diese Beziehungen mit dem Begriff „Biopolitik“.
Das Vordringen von Macht und Technik über den Körper impliziert natürlich und notwendigerweise eine Verringerung der Freiheiten und birgt zudem das Risiko, den Menschen zu entmenschlichen, ihn in bloßes „nacktes Leben“ zu verwandeln, entkleidet von seiner Würde und seinen tiefsten Dimensionen.
Aber jenseits der philosophischen Kritik gibt es in der Euthanasie-Industrie obskure Aspekte, die noch wenig erforscht sind.
Der erste Bericht über das kanadische Euthanasie-Programm wurde 2024 veröffentlicht, konzentrierte sich auf die Region Ontario, und laut seiner Untersuchung kamen 30 % der Menschen, die Euthanasie beantragten, ohne sich im Endstadium einer Krankheit zu befinden, aus den ärmsten Regionen Ontarios. Es handelt sich um Süchtige, Depressive und einfach Menschen mit finanziellen Schwierigkeiten.
Als Euthanasie in Kanada legalisiert wurde, war die verwendete Begründung natürlich, dass sie der „letzte Ausweg“ für Menschen mit unheilbaren Krankheiten oder mit unsagbarem Leid sein würde. Was jedoch entdeckt wurde, ist, dass Menschen in prekären Situationen Euthanasie als den „einfachsten Ausweg“ angesichts ihrer Schwierigkeiten, Probleme und ihres Leids betrachten könnten, die oft durch finanzielle Fragen verursacht werden. Dies gilt besonders nach der letzten gesetzlichen Änderung, die es sogar denen erlaubt, Euthanasie zu beantragen, die nicht an einer tödlichen Erkrankung leiden.
Dies ist noch schwerwiegender, wenn es um Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen geht, da Depressionen die Wahrnehmung der Realität sowie Zukunftsaussichten verzerren. Heute ist es noch nicht möglich, Euthanasie allein aufgrund einer psychischen Erkrankung zu beantragen, aber ab 2027 wird dies in Kanada möglich sein, was voraussichtlich die Zahl der Euthanasie-Tode in die Höhe treiben wird – sie machen bereits 5 % aller Tode aus.
Ein schrecklicher emblematicher Fall der Widersprüche innerhalb der kanadischen Innenpolitik bezüglich Euthanasie machte vor zwei Jahren Schlagzeilen. Es ist der Fall von Lois Cardinal, einer Trans-Person, die Zugang zum kanadischen Euthanasie-Programm aufgrund von jahrelangem qualvollen Schmerz beantragte.
Der Ursprung dieses qualvollen Schmerzes? Die Geschlechtsumwandlungsoperation selbst, die durchgeführt wurde, um das „körperliche Geschlecht“ an die subjektive Selbstdarstellung anzupassen, die Lois in ihrer Kondition der Geschlechtsdysphorie sich vorstellte.
Obwohl Lois‘ Vaginoplastik 2009 durchgeführt wurde, mehr als 10 Jahre nach der Operation, fühlte Lois immer noch Unbehagen und Schmerzen deswegen. Lois lebte vollgepumpt mit Medikamenten, um den Schmerz auszuhalten und zu versuchen, ein „normales Leben“ zu führen.
Unfähig, diese unerträgliche und unüberwindbare Situation zu ertragen, beantragte Lois Euthanasie. Schließlich ist dies die Art von Situation, für die Euthanasie geschaffen wurde, nicht wahr? Und heute ist es sehr einfach, in Kanada Euthanasie zu erhalten. Es ist nicht einmal mehr nötig, an einer unheilbaren Krankheit zu leiden.
Überraschenderweise wurde der Antrag auf Euthanasie wiederholt abgelehnt.
Lois Cardinal Euthanasie zu gewähren, würde bedeuten, anzuerkennen, dass Reue bezüglich Geschlechtsumwandlungsoperationen relativ häufig ist und die Operation selbst extrem traumatisch ist und unauslöschliche physische und psychologische Narben hinterlässt.
Es ist der Zusammenprall verschiedener Heiliger Kühe des Wokismus, aber natürlich hat die Gender-Ideologie Vorrang vor dem kapitalistischen Ultra-Individualismus hinter der Euthanasie.
Kurz gesagt, wenn das die fortschrittliche westliche Zivilisation ist, dann sind „Barbarei“ und „Rückständigkeit“ vorzuziehen.
Online-Games mit Iris-Scan: Die erste große Spielefirma macht jetzt ernst
Augen-Scan fürs Gaming: Erste bekannte Spielefirma macht Ernst – wie freiwillig ist „freiwillig“ wirklich?
Die Spielefirma Mythical Games (u. a. bekannt durch Titel wie „NFL Rivals“, „FIFA Rivals“, „Pudgy Party“) ist eine der ersten größeren Akteure, die eine biometrische Identifikation via Tools for Humanitys „World ID“ (Iris-Scan) in ihr Ökosystem integriert. (CoinDesk)
Was genau passiert?
- Mythical Games kooperiert mit dem Projekt World (früher „Worldcoin“) von Sam Altman, das Online-Spieler mittels Iris-Scan identifizieren und verifizieren will. (ForkLog)
- Zielsetzung: Bots ausschließen, Manipulationen in der Spiel- und Asset-Ökonomie verringern, fairere Wettbewerbsbedingungen schaffen.
- Mythical sagt, Millionen von Spielern sollen Zugang zum World-Ökosystem erhalten, und bestimmte Teile ihres Spiels-/Marktplatzes könnten verifizierten „echten Menschen“ vorbehalten sein.
Warum das kritisch ist
- Zwar wird gesagt, die Verifikation sei „freiwillig“. Doch sobald bestimmte Spielfeatures oder Ökonomien nur noch für Verifizierte offen sind, entsteht ein indirekter Zwang: Wer mitmachen will, muss verifizieren.
- Biometrische Daten (wie Iris-Codes) sind besonders sensibel. Wer sie einmal hergibt, kann sie kaum zurücknehmen. Bei Missbrauch drohen Schwerwiegenderes als bei einer einfachen E-Mail-Verifikation.
- Gaming – gerade online und mobil – richtet sich oft an junge Nutzer:innen. Die Kombination mit biometrischer Erfassung wirft Fragen auf: Werden Minderjährige ausreichend geschützt? Welche Aufklärung erfolgt?
- Wenn eine größere Firma diesen Schritt macht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Wettbewerber nachziehen – und „freiwillig“ wird schnell Standard-Voraussetzung.
Der größere Trend
Diese Entwicklung passt genau in ein Muster, das wir bereits aus anderen Bereichen kennen:
- Phase: Ankündigung eines Systems als freiwillige Option („Möchtest du verifiziert werden?“)
- Phase: Vorteile nur für Verifizierte („Verifizierte Spieler haben Zulassung zu Turnieren/Märkten“)
- Phase: Verifikation wird faktisch Voraussetzung für relevante Features oder Teilnahme
- Phase: Der Standard breitet sich aus – andere Firmen springen auf den Zug auf
Mit Mythical Games ist nun eine der ersten größeren Firmen im Gaming-Bereich aktiv geworden. Wenn das Modell erfolgreich ist – aus Sicht der Anbieter –, dann ist es wahrscheinlich, dass andere Studios und Plattformen folgen werden. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann.
Was bedeutet das für die Spieler:innen?
- Wer gerne einfach nur spielt und keine Assets handelt oder an Wettbewerben teilnimmt, kann (zumindest aktuell) vermutlich ohne Verifikation auskommen.
- Wer aber auf Gewinnspiele, Marktplätze, Asset-Handel oder exklusive Turniere schaut, könnte früher oder später vor die Wahl gestellt werden: Verifiziere oder verzichte.
- Datenschutz, Überwachung und Verwendung der biometrischen Daten sind wichtige Themen:
- Wer speichert die Iris-Scans?
- Wie sicher sind sie abgelegt?
- Können sie an Dritte weitergegeben werden?
- Gibt es Löschmechanismen?
- Für Eltern, Jugendliche oder Wen-Aufs-Ganze-Gehen-Spieler: Genau hinschauen, was verlangt wird, bevor man zustimmt.
Fazit
Die Einführung der Iris-Verifikation durch Mythical Games ist ein früher und deutlicher Schritt hin zu einem Umfeld, in dem Online-Gaming nicht mehr nur Spiel, sondern zunehmend „teilweise digitale Identitäts- und Asset-Ökonomie“ ist. Dass die Verifikation zunächst „freiwillig“ sein soll, ändert wenig an der Richtung: Sobald der Zugang zu relevanten Features davon abhängt, entsteht ein starker Druck zur Teilnahme.
Spieler:innen und Beobachter:innen sollten wachsam sein:
- Welche Funktionen werden an Verifikation gekoppelt?
- Wie transparent sind Anbieter in Bezug auf Datenverwendung?
- Wie reagieren Regulatoren und Datenschutz-Instanzen?
- Wann ziehen konkurrierende Spielefirmen nach?
Die zentrale Frage lautet letztlich: Wie lange bleibt „freiwillig“, bevor „es geht nicht mehr ohne“ wird?
Neue Knochenmark-Studie entlarvt die Impfversprechen: Der langfristige Schutz war nie realistisch
Eine kürzlich veröffentlichte Studie der U.S. National Institutes of Health (NIH) bringt neue Klarheit in eine Frage, die seit Beginn der Pandemie heftig diskutiert wird:
Warum verschwanden die COVID-19-Antikörper so schnell nach der mRNA-Impfung – trotz vollmundiger Versprechen von Politik, Medien und Pharmaindustrie?
Das Ergebnis ist brisant:
Im Knochenmark der Geimpften fanden die Forscher kaum langlebige Plasmazellen – jene Immunzellen, die für dauerhaften Schutz zuständig sind.
Diese Zellen sind das Fundament jeder lang anhaltenden Immunität.
Fehlen sie, fallen die Antikörper schnell ab.
Genau das ist passiert.
Und genau das wurde der Öffentlichkeit nicht ehrlich gesagt.
Die Studie: Kaum langlebige Immunzellen nach mRNA-Impfung
Die NIH-Forscher untersuchten Knochenmarkproben von Personen, die 2–5 Dosen eines mRNA-Impfstoffs erhalten hatten. Das Ergebnis:
- Kurzlebige Antikörperzellen: zahlreich
- Langlebige Plasmazellen gegen SARS-CoV-2: kaum vorhanden
- Antikörper: fielen rasch ab, oft innerhalb weniger Monate
Zum Vergleich:
- Bei Tetanus- oder Masernimpfungen findet man große Mengen langlebiger Plasmazellen.
- Diese sorgen für Jahres- oder Jahrzehnte anhaltenden Schutz.
Bei den COVID-mRNA-Impfungen fehlte genau dieser Mechanismus.
Damit ist klar:
Ein langfristiger Schutz vor Infektion war biologisch praktisch ausgeschlossen.
Und trotzdem wurden genau solche Versprechen abgegeben.
Die Diskrepanz: Was man wusste – und was man sagte
Politik:
„Die Impfung schützt sicher vor Ansteckung.“
„Mit zwei Dosen ist die Pandemie vorbei.“
„Geimpfte geben das Virus nicht weiter.“
Pharmaindustrie:
„95–100 % Wirksamkeit gegen Infektion.“
„Langanhaltender Schutz.“
Medien:
„Durchimpfen und Corona verschwindet.“
„Wer geimpft ist, ist sicher.“
Die Realität laut Knochenmark-Studie:
- Es bildeten sich kaum langlebige Schutz-Zellen.
- Der Antikörperschutz war kurzfristig.
- Eine dauerhafte Blockierung der Infektion war von Anfang an unwahrscheinlich.
Der Widerspruch zwischen den wissenschaftlichen Grundlagen und den politischen Versprechen könnte kaum größer sein.
War es Unwissen – oder bewusste Täuschung?
Die entscheidende Frage:
Wussten Entscheidungsträger, dass eine Atemwegsimpfung keine dauerhafte Steril-Immunität erzeugen kann?
Die Antwort:
Ja, das war in der Immunologie seit Jahrzehnten bekannt.
Influenzaviren, Coronaviren, RSV – all diese Erreger mutieren schnell und besiedeln Schleimhäute.
Ein Impfstoff, der dort eine sofortige Blockade erzeugt und über Jahre hält, ist kaum möglich.
Trotzdem wurde der Öffentlichkeit vermittelt:
- Die Impfung stoppt Infektion.
- Die Impfung stoppt Übertragung.
- Die Impfung beendet die Pandemie – solange alle mitmachen.
Das war wissenschaftlich unhaltbar, und die neue Studie zeigt, warum.
Die Folgen: Gesellschaftlicher Druck, Spaltung und Zwang
Während diese unrealistischen Versprechen verbreitet wurden, geschahen:
- Berufsverbote
- 2G-Regime
- Ausschluss aus Restaurants, Sport und Kultur
- Impfpflichten für Pflegepersonal
- Reisedruck
- Soziale und politische Ausgrenzung
All das basierte auf einer Annahme, die nun klar widerlegt ist:
Der mRNA-Impfstoff konnte keine dauerhafte Barriere gegen Ansteckung erzeugen.
Damit fällt ein zentraler Pfeiler der COVID-Politik.
Fazit: Eine weitere Studie bestätigt, dass zentrale Impfversprechen nicht haltbar waren
Die Knochenmark-Studie liefert ein wichtiges Teil im Puzzle, warum der Infektionsschutz der mRNA-Impfstoffe so schnell verpuffte.
Und sie unterstreicht:
Die Versprechen von langfristigem Schutz waren unrealistisch.
Die Politik baute Maßnahmen auf Annahmen, die wissenschaftlich nicht tragfähig waren.
Die Gesellschaft zahlte einen hohen Preis.
Eine ehrliche Aufarbeitung ist überfällig.
Quellen:
- NIH Research Matters – „Why protective antibodies fade after COVID-19 vaccines“
https://www.nih.gov/news-events/nih-research-matters/why-protective-antibodies-fade-after-covid-19-vaccines - UNMC – Analysis of long-lived plasma cells after mRNA vaccination
https://www.unmc.edu/healthsecurity/transmission/2024/10/30/why-protective-antibodies-fade-after-covid-19-vaccines - SARS-CoV-2-specific plasma cells are not durably established in the bone marrow long-lived compartment after mRNA vaccination https://www.nature.com/articles/s41591-024-03278-y
Mehrere Ex-Geheimdienstler warnen eindringlich: USA steuern blind auf den Dritten Weltkrieg zu – wegen Venezuela
VIPS MEMO: Was ein ausgedehnter Krieg in Venezuela bringen würde
ALARMIRENDES-MEMORANDUM FÜR: Den Präsidenten
VON: VETERAN INTELLIGENCE PROFESSIONALS FOR SANITY (VIPS)
BETREFF: Was ein ausgedehnter Krieg in Venezuela bringen würde
Sehr geehrter Präsident Trump,
Wir sind zutiefst besorgt darüber, wohin die Vereinigten Staaten in ihrer Venezuela-Politik zu steuern scheinen, und wir drängen Sie darauf, von der Intelligence Community klare, ungefilterte, „wahrheitssagende“ Analysen sowie Optionen für verdeckte Aktionen in Venezuela zu verlangen.
Unprovozierte Kriegshandlungen gegen eine lateinamerikanische Regierung, selbst eine durch jahrelange US-„Maximaldruck“-Sanktionen geschwächte, auf gut Glück zu beginnen, riskiert einen Flächenbrand, der Russland in den Konflikt hineinziehen könnte und bietet eine Null-Wahrscheinlichkeit, eine legitime, pro-amerikanische Nachfolgeregierung zu etablieren.
Wir sehen sich ein klassisches Unwetter der Politisierung in der Intelligence Community, der wir unsere Karrieren gewidmet haben, zusammenbrauen, als Folge offensichtlicher Druckausübungen, Ihnen die „richtige“ Antwort zu liefern – indem ein Vorwand für ein direktes militärisches Eingreifen in Venezuela fabriziert oder übertrieben wird.
Das Abbestellen von Ansichten im Außenministerium, die nicht mit den eigenen übereinstimmen, und die Entlassung leitender Analysten durch die Führung der Geheimdienste, deren klassifizierte, ehrliche Analyse die unbelegten Behauptungen der Regierung widerlegte, dass der venezolanische Präsident Nicolás Maduro die Tren de Aragua-Bande kontrolliere und sie benutze, um die Vereinigten Staaten anzugreifen, haben die Bereitschaft von Sammlern und Analysten gekühlt, Ihnen unvoreingenommene, neutrale und genaue Geheimdienstinformationen zu liefern.
Das haben wir schon einmal erlebt – während zahlreicher Geheimdienst- und außenpolitischer Debakel, einschließlich der gefälschten Behauptungen über Massenvernichtungswaffen im Irak. Und wir erinnern uns an die desaströsen Konsequenzen für das Land und seine Führer.
Es gibt Raum für Debatten über die Begründung einiger Sanktionen gegen Venezuela. Maduros Umgang mit Wahlen wurde zu Recht in Frage gestellt, zum Beispiel. Aber der amerikanische Widerstand gegen die Veränderungen, die die Wahl des verstorbenen Präsidenten Chávez 1999 mit sich brachte, war in den meisten dieser 26 Jahre unnachgiebig.
Die US-Regierung unter Präsidenten beider Parteien hat Sanktionen verhängt, um die Wirtschaft des Landes zu lähmen; Gegner identifiziert, ausgebildet und finanziert, einschließlich solcher, die zu ähnlicher Gewalt gegriffen haben, wie wir sie der Regierung vorwerfen; und – noch wichtiger – mehrere gescheiterte Versuche unterstützt, die Regierungen von Chávez und Maduro zu stürzen (mit unterschiedlichem Grad an Beteiligung), einschließlich eines offensichtlichen Attentatsversuchs auf Maduro am helllichten Tag.
Die Ergebnisse waren für US-Interessen verheerend.
- Maduro war besser darin, Unterstützung auf der Straße zu mobilisieren, als die Wirtschaft zu managen, aber US-Sanktionen – die darauf abzielten, eine Ölindustrie zu zerstören, die 90 Prozent der Staatseinnahmen ausmacht – waren der überwältigende Treiber für die Auswanderung von Millionen Venezolaner in Nachbarländer und die Vereinigten Staaten.
- Die allgemeine Erschöpfung durch US-Sanktionen und, mehr noch recently, die Angst vor US-Militärangriffen haben tatsächlich Verzweiflung unter einigen venezolanischen Bürgern geschürt – die Frieden sogar auf Kosten eines Putsches begrüßen würden – aber die Politik Washingtons hat Maduros Führungsteam tatsächlich geeint.
- Die Militäroffiziere, auf die die USA offenbar zählen, dass sie sich erheben, fürchten, was die US-Justiz und eine Nachfolgeregierung ihnen antun werden. Die Einstufung der Regierung von Maduro als Capo des „Cartel de los Soles“, dessen Existenz unbewiesen ist, und als „Narcoterrorist“ als Präsident eines Landes, das keine Drogen produziert und keine direkte Hand im Transport hat, ist für das Militär ein Beweis dafür, dass Washington sich letztendlich beliebige „Tatsachen“ ausdenken könnte, um auch sie zu jagen.
- Eine Oppositionskoalition schnitt bei den letzten nationalen Wahlen gut ab, aber die von den USA bevorzugte Fraktion und ihre Führer haben sie so schwer gespalten, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass sie in der Lage sein werden, die Nation und Regierung zu einen. Ihre Rhetorik zeichnet sich durch pro-Demokratie-Slogans aus, aber fast alle seriösen Analysten sehen wenig Beweise dafür, dass sie die Disziplin hätten, starken Versuchungen zu ungezügelter Macht – und Rache – zu widerstehen.
- Die US-„Maximaldruck“-Politik und Säbelrasseln in der Karibik lassen uns in ganz Lateinamerika, wenn nicht der Welt, wie Tyrannen aussehen – wie einen Hegemon, der verzweifelt zeigen will, dass er in dem, was er als seinen Hinterhof betrachtet, rücksichtslos und straflos handeln kann.
- Die Regierung hat keine Beweise dafür geliefert, dass die Schnellboote, die sie zerstört hat, Drogen in die Vereinigten Staaten transportierten, während die meisten Beweise auf den Schluss hindeuten, dass sie es nicht taten. Obwohl einige lateinamerikanische Regierungen ihre Abneigung gegen Maduro nicht verborgen haben, sind sie beschämt, dass die Vereinigten Staaten nur auf Stöcke zurückgreifen, einschließlich Drohungen mit Militärangriffen, ohne glaubwürdige Aussicht auf Verhandlungen oder Zuckerbrote. Sie kennen die Geschichte besser als wir: Was wir ihren Nachbarn antun, ist früher oder später in unserem Arsenal gegen sie – falls sie es jemals wagen sollten, uns zu widersprechen. Diese Angst schafft falsche Verbündete.
Drohungen mit Putschen und militärischen Interventionen sind die kontraproduktivsten.
- Vielleicht sagen Ihnen US-Geheimdienstoffiziere, dass sie Leute vor Ort hätten, die Maduro in einem Blitzunternehmen entführen oder ermorden können, aber wir schlagen vor, dass Sie Beweise fordern.
- Der C.I.A. hat damals offenbar den Nationalen Sicherheitsberater John Bolton überzeugt, dass Leute im Militär startbereit seien, als der von den USA designierte Präsident Juan Guaidó sie im April 2019 aufrief, sich zu erheben, um die „letzte Phase“ des Sturzes von Maduro zu vollenden. Es war ein massiver Fehlschlag.
- Caracas und jedes Militärkommando ist Maduros Territorium, also muss jeder, der behauptet, direkt unter seiner Nase saubere Anwerbungen zu machen, demonstrieren, dass er das tatsächlich getan hat.
- Die US-Geschichte in Lateinamerika zeigt zudem, dass von den USA angestiftete und unterstützte Putsche nicht zu Stabilität, Demokratie oder Menschenrechten führen. Dasselbe erscheint offensichtlich, wenn der Sturz durch US-Spezialeinheiten bewirkt und eine Marionette installiert wird.
- Am gefährlichsten ist natürlich die Aussicht auf Krieg – einen ausgedehnteren und/oder „ewigen“ Krieg – mit Venezuela und seinen ausländischen Unterstützern. Wir glauben, dass Russland und möglicherweise sogar China sich verpflichtet fühlen würden, ihre militärische Unterstützung als Reaktion auf einen Raketen-, Luft- oder sogar Drohnenangriff auf souveränes venezolanisches Territorium und militärische sowie zivile Einrichtungen zu verstärken. Eine Eskalation wäre fast unvermeidlich.
- US-Kriegsschiffe vor der Küste sind nicht immun gegen schiffsabwehrfähige Küstenraketen. Wenn nur eine die formidable Luftabwehr der Navy durchdringen würde, müssten Sie möglicherweise entscheiden, ob Sie eine weitere unkluge, verblendete Operation vom Typ Schweinebucht starten wollen.
- Trotz dem, was Ihnen andere sagen mögen, dies wäre eine ausgesprochen schlechte Idee. Wir hoffen, Sie wissen, dass 1961 C.I.A.-Analysten nicht genau um die Art von Geheimdienstbewertung gebeten wurden, die wir Ihrer Meinung nach jetzt von der Intelligence Community zu Venezuela verlangen sollten.
- Indem er C.I.A.-Analysten im Dunklen ließ, täuschte der damalige C.I.A.-Direktor Allen Dulles Präsident Kennedy, indem er behauptete, das kubanische Volk würde Castro stürzen, sobald Dulles‘ Kraut-und-Rüben-Truppen den Strand erreichten. Vierzig Jahre später sagte einer von George W. Bushs Beratern zum Irak voraus, der Krieg würde ein „Spaziergang“ sein.
- US-Bodentruppen würden US-Männer und -Frauen in eine unsichere Umgebung bringen, mit bewaffnetem Volkswiderstand, und in einen weiteren fundamental politischen Krieg, für den sie schlecht vorbereitet sind. US-Streitkräfte sind gut darin, Regierungen und Strukturen zu zerstören, aber nicht darin, neue aufzubauen. Unsere Truppen würden blutige Verluste erleiden und gedemütigt werden – und unserer Ansicht nach erneut scheitern.
Wir verstehen, dass Einzelpersonen in Ihrer Regierung für Sie „einen gewinnen“ wollen und dabei ihre eigene politische Glaubwürdigkeit stärken möchten.
Aber 26 Jahre gescheiterter Politik gegenüber Venezuela sind kein solides Fundament, um noch größere Fehler zu begehen.
FÜR DIE STEUERUNGSGRUPPE
VETERAN INTELLIGENCE PROFESSIONALS FOR SANITY (VIPS)
[Unterzeichnet von der Liste der aufgeführten Personen]
BRICS vs. G7: Vergleich der BIP-Wachstumsprognosen für 2026
Heute repräsentieren die BRICS-Länder die Hälfte der Weltbevölkerung – ein Bündnis mit wachsender wirtschaftlicher Schlagkraft.
Im Gegensatz zu vielen westlichen Staaten verzeichnen zahlreiche BRICS-Länder ein rasantes BIP-Wachstum, angetrieben durch umfangreiche Investitionen, Handel und demografische Veränderungen. In einer zunehmend multipolaren Welt übt diese Gruppe mit ihrer Expansion immer mehr Einfluss aus.
Diese Grafik – erstellt von Dorothy Neufeld für Visual Capitalist – vergleicht die realen BIP-Wachstumsprognosen der BRICS- mit denen der G7-Staaten, basierend auf Daten aus dem IMF World Economic Outlook (Oktober-Update).
Reales BIP-Wachstum: BRICS vs. G7
Unten sind die Wachstumsprognosen für die BRICS-Staaten in den Jahren 2025 und 2026 aufgeführt:
Wie zu sehen ist, wird für Indien eines der schnellsten Wachstumsraten innerhalb des Blocks erwartet – 6,6 % im Jahr 2025 und 6,2 % im Jahr 2026.
Für China wird ein Wachstum von 4,8 % im Jahr 2025 prognostiziert, da das Land den Handel über Asien, Europa und Afrika weiter stärkt. Ähnlich wie in Indien soll das Wachstum 2026 leicht zurückgehen.
Im Durchschnitt wird das Wachstum der BRICS-Staaten in den Jahren 2025 und 2026 mehr als dreimal so hoch sein wie das der G7-Staaten – ein deutlicher Unterschied, der in der folgenden Tabelle sichtbar ist.
Mit einem durchschnittlichen Wachstum von nur 1 % stehen viele G7-Länder vor Herausforderungen wie alternden Bevölkerungen und Unsicherheiten im Welthandel.
Bemerkenswert ist, dass für Deutschland 2025 eines der langsamsten BIP-Wachstumsraten weltweit prognostiziert wird – lediglich 0,2 %. Allerdings soll das Wachstum 2026 auf 0,9 % steigen – ein Trend, der sich auch in mehreren anderen G7-Staaten widerspiegelt.
Um mehr über dieses Thema zu erfahren, sieh dir die Grafik zum Anteil der BRICS am globalen BIP im Vergleich zu den G7-Ländern an.
Fleisch, Macht und Bestechung – wie JBS den Amazonas rodet und die Welt täuscht und am COP30-Klimaverhandlungen teilnimmt
Bestechung, Kinderarbeit, Tierquälerei, Abholzung: Was man über den größten industriellen Fleischproduzenten der Welt wissen sollte
Der brasilianische Fleischriese JBS wird seit Jahren mit Korruption, Arbeitsrechtsverletzungen, Rinderwäsche und der Abholzung des Amazonas in Verbindung gebracht. Trotzdem wird das Unternehmen in diesem Monat an den COP30-Klimaverhandlungen im brasilianischen Belém teilnehmen – wo es wohl seine „grünen“ Referenzen anpreisen wird. Das sorgt für Empörung darüber, dass große Umweltverschmutzer als Partner im Klimaschutz hofiert werden.
Von The Bureau of Investigative Journalism / Andrew Wasley
Ein globaler Gigant mit blutiger Vergangenheit
„Dies ist der Beginn eines aufregenden neuen Kapitels für JBS“, sagte Gilberto Tomazoni, CEO des größten Fleischunternehmens der Welt, als die Firma im Juni an der New Yorker Börse debütierte.
Der Moment krönte einen erstaunlichen Aufstieg: Aus einem kleinen Schlachtereibetrieb wurde ein Konzern, der täglich Zehntausende Rinder tötet – trotz zahlloser, teils wörtlicher Prozesse und Skandale.
Gegründet 1953 in der Stadt Anápolis durch José Batista Sobrinho – aus dessen Initialen der Firmenname JBS stammt – beschäftigt das Unternehmen heute fast 250.000 Mitarbeiter in 20 Ländern. Zu den bekanntesten Marken gehören Seara, Just Bare und Pilgrim’s Pride.
Doch hinter den bekannten Logos verbergen sich zahlreiche dunkle Kapitel.
JBS erhielt eine der höchsten Geldstrafen der Unternehmensgeschichte nach einem Korruptionsskandal, der den damaligen Präsidenten Brasiliens erschütterte.
Dem Konzern werden Arbeitsrechtsverstöße, Kinderarbeit, der Verkauf verseuchten Fleisches und eine massive Beteiligung an der Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes vorgeworfen – einer der wichtigsten ökologischen Puffer gegen die Klimakrise.
Trotz dieser Skandalserie wird JBS bei der COP30 mit internationalem Publikum auftreten und dort seine angeblich nachhaltigen Initiativen präsentieren.
Dies wirft die Frage auf: Was muss ein Unternehmen eigentlich tun, um von den globalen Klimaverhandlungen ausgeschlossen zu werden?
Rinderwäsche: Vom „schmutzigen“ zum „sauberen“ Hof
Seit Jahren berichtet The Bureau of Investigative Journalism über JBS. Bereits 2019 deckte eine erste große Recherche auf, wie das Fleisch des Konzerns zur Zerstörung weiter Teile des Amazonas beiträgt.
Ein Facebook-Post des Lkw-Fahrers Alessandro Ale brachte den Skandal ins Rollen: Er zeigte stolz Fotos seines Transports von 250 Rindern quer durch den südlichen Amazonas – auf seinem Lkw prangte das JBS-Logo.
Die GPS-Daten seiner Route belegten erstmals, dass JBS in sogenannte „Rinderwäsche“ verwickelt war: Tiere, die auf illegal gerodeten („schmutzigen“) Farmen aufgewachsen waren, wurden zu „sauberen“ Höfen gebracht, um dort offiziell geschlachtet zu werden.
Damals behauptete JBS, man habe den Vorfall untersucht und keine Verstöße festgestellt. Das Unternehmen kaufe nicht von Farmen, die in „Unregelmäßigkeiten“ verwickelt seien, und befinde sich „an der Spitze der Bemühungen gegen Rinderwäsche“.
Fünf Jahre später steht JBS erneut im Fokus: Eine aktuelle Greenpeace-Untersuchung zeigt, dass Rinderwäsche bis heute stattfindet – teilweise mit Fleisch, das von Farmen stammt, die illegal auf indigenem Land wirtschaften.
JBS bestreitet die Vorwürfe und erklärte, Greenpeace habe keinen Beweis geliefert, dass das betreffende Fleisch in die Schlachthöfe gelangt sei. Die betreffende Farm sei blockiert worden.
Der Skandal, der Brasilien erschütterte
Der wohl größte Korruptionsfall der Firmengeschichte erschütterte Brasilien 2017.
Die „Operation Bullish“ ergab, dass JBS-Besitzer staatliche Beamte bestochen hatten, um Hunderte Millionen Dollar an zinsgünstigen Krediten von einer staatlichen Bank zu erhalten.
Mit dem Rücken zur Wand legten die Brüder Joesley und Wesley Batista den Ermittlern einen Trumpf vor: Eine heimlich aufgenommene Tonaufnahme des damaligen Präsidenten Michel Temer, der angeblich Schweigegeldzahlungen an einen inhaftierten Politiker anordnete.
Die Enthüllung führte zu landesweiten Protesten und Forderungen nach Temers Amtsenthebung. Die Brüder, deren Muttergesellschaft J&F Investimentos die Geschäfte von JBS führte, entgingen der Haft.
Ermittler fanden auch Aufnahmen eines Temer-Vertrauten mit einem Koffer voller Bargeld – rund 150.000 US-Dollar –, die angeblich von einem JBS-Manager übergeben wurden. In Zeugenaussagen wurde offengelegt, dass das Unternehmen mehr als 1.800 Politiker bestochen und rund 250 Millionen US-Dollar verteilt hatte. JBS erhielt eine Strafe von 3,2 Milliarden US-Dollar.
Nach Bekanntwerden der Affäre stürzte der brasilianische Aktienmarkt um fast 9 % ab – der schlimmste Einbruch seit neun Jahren. Der Tag ging als „Joesley Day“ in die Finanzgeschichte ein.
Verdorbenes Fleisch und Misshandlungen
Kurz vor dem „Joesley Day“ war eine JBS-Tochterfirma in den „schmutziges Fleisch“-Skandal verwickelt. Ermittler warfen ihr vor, Inspektoren bestochen zu haben, um verdorbenes Fleisch in Umlauf zu bringen.
Produkte sollen mit Chemikalien behandelt und mit Wasser aufgespritzt worden sein, um Gewicht zu erhöhen.
Eine spätere TBIJ-Recherche zeigte, dass tausende Tonnen mit Salmonellen belastetes Hühnerfleisch, darunter Lieferungen von JBS, nach Europa exportiert wurden – auch nach Großbritannien. Teilweise gelangte Fleisch, das an der EU-Grenze abgewiesen wurde, zurück auf den brasilianischen Markt.
JBS erklärte, die Untersuchung habe „nicht den Qualitätsstandard der Produkte infrage gestellt“.
Im selben Jahr wurde JBS beschuldigt, Rindfleisch von einer Farm gekauft zu haben, auf der Arbeiter unter sklavenähnlichen Bedingungen gehalten wurden – ohne Trinkwasser, Toiletten oder Schutzräume. JBS trennte sich nach den Razzien von dem Lieferanten.
Tierschützer dokumentierten zudem Misshandlungen in US-Betrieben: Schläge auf Hühner und Schweine, brutale Eingriffe an Ferkeln. JBS reagierte mit Lieferstopps und internen Untersuchungen.
Freunde in hohen Positionen
Trotz der Skandalflut bleibt JBS politisch bestens vernetzt. 2023 begleiteten Spitzenmanager den brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva auf einer Handelsreise nach China, wohin ein Viertel der JBS-Exporte geht.
Nach Lulas Besuch in Vietnam kündigte JBS Investitionen von 100 Millionen US-Dollar in zwei neue Großfabriken an. Wenige Monate zuvor hatte der Konzern 2,5 Milliarden US-Dollar für sechs neue Schlachthöfe in Nigeria bereitgestellt.
Trotzdem reißen die Ermittlungen nicht ab: In den USA wird JBS wegen Irreführung über „grüne“ Versprechen von der Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, verklagt.
Zudem musste das Unternehmen 4 Millionen US-Dollar zahlen, um Kinderarbeit in US-Schlachthöfen zu verhindern, nachdem die Arbeitsbehörde Kinder bei gefährlichen Nachtschichten entdeckt hatte.
Im Februar folgte eine weitere Strafe: 83,5 Millionen US-Dollar wegen Preisabsprachen im Rindfleischmarkt.
Ein grünes Image trotz roter Zahlen
Eine frühere TBIJ-Recherche zeigte, dass innerhalb von sechs Jahren über 800 Millionen Bäume im Amazonas gefällt wurden – teils im Zusammenhang mit der Fleischproduktion von JBS.
Trotz der Warnungen wird JBS bei der COP30 erneut auftreten – als „Partner“ im Kampf gegen die Klimakrise.
Während die brasilianische Regierung sinkende Abholzungsraten meldet, bleiben Regenwälder und Savannen massiv bedroht. Dass ausgerechnet der weltgrößte Fleischproduzent dort über Nachhaltigkeit spricht, sehen viele als bittere Ironie.
Die Delegierten in Belém werden hören, wie JBS den Klimawandel bekämpfen will.
Man wird es ihnen nicht verdenken können, wenn sie das mit einer großen Portion Skepsis tun.
*
Ursprünglich veröffentlicht vom The Bureau of Investigative Journalism.
Andrew Wasley ist preisgekrönter Investigativjournalist mit Schwerpunkt auf Landwirtschaft und Ernährung. Er ist Mitbegründer der Agentur Ecostorm und war Chefredakteur des Magazins „The Ecologist“ (2010–2012).
Meinungsfreiheit, digitale Filter und die Gefahr einer stillen Meinungsdiktatur
Die Frage nach der tatsächlichen Reichweite der Meinungsfreiheit stellt sich heute dringlicher denn je. Gastbeitrag von David Cohnen. Während die Verfassung sie als unveräußerliches Grundrecht garantiert, zeigen sich in der digitalen Realität zunehmend Einschränkungen, die nicht offen gesetzlich angeordnet, sondern technisch und strukturell wirksam werden. In diesem Zusammenhang hat Hans-Georg Maaßen in seiner Rede auf […]
Der Beitrag Meinungsfreiheit, digitale Filter und die Gefahr einer stillen Meinungsdiktatur erschien zuerst auf Philosophia Perennis.
Weltwoche Daily: Putin kritisiert Russophobie
„Weltwoche Daily Deutschland“ – Roger Köppels täglicher Meinungs-Espresso gegen den Mainstream-Tsunami. Von Montag bis Freitag ab 6:30 Uhr mit der Daily-Show von Köppel und pointierten Kommentaren von Top-Journalisten. Die Themen in dieser Ausgabe:
- Pannen, Pfusch und Streit: Merz auf «Ampel»-Kurs.
- Zugfahren in Deutschland.
- «Linker Islamist»: Neuer Bürgermeister in New York.
- Putin kritisiert «Russophobie».
- Start meiner Deutschland-Tournee.
- Zollstreit: Einigung in Sicht.
- Parmelin sollte Lead übernehmen.
- Baume-Schneider treibt Daten-Krake des Staates voran.
- Linker Islam-Politiker gewinnt in New York.
- Zugfahrten in Deutschland.
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