Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

Jetzt kostenlosen Gesprächstermin buchen

Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Slowakei ändert Verfassung: Ab 1. November gilt wieder der gesunde Menschenverstand – Nur noch zwei Geschlechter

Slowakei ändert Verfassung: Ab 1. November gilt wieder der gesunde Menschenverstand – Nur noch zwei Geschlechter

Slowakei ändert Verfassung: Ab 1. November gilt wieder der gesunde Menschenverstand – Nur noch zwei Geschlechter

Die Slowakei hat eine Verfassungsänderung beschlossen, die klarstellt, dass es biologisch nur zwei  Geschlechter gibt. „Die Slowakische Republik erkennt nur zwei Geschlechter an, nämlich männlich und weiblich, die biologisch gegeben sind“, heißt es in der entsprechenden Passage des geänderten Grundgesetzes. Die Änderung soll am 1. November in Kraft treten.

Wie die Nachrichtenagentur TASR berichtete, stimmten 90 Abgeordnete des Nationalrats in Bratislava für die Verfassungsänderung. Es gab sieben Gegenstimmen und keine Enthaltungen. Mehr als 50 Abgeordnete der Oppositionsparteien hatten das Votum boykottiert und blieben der Abstimmung fern.

Bollwerk gegen linksgrün woken Progressivismus

Die Verfassungsänderung sieht außerdem vor, dass nur noch verheiratete Paare Kinder adoptieren dürfen, was gleichgeschlechtliche Paare ausschließt, da es in dem überwiegend katholisch geprägten  EU-Land keine „Ehe für alle“ gibt. Leihmutterschaften werden ausdrücklich verboten.

Bereits im Januar hatte der national-konservative Regierungschef Robert Fico die Verfassungsänderung angekündigt. Damals sagte er, bei der Novelle gehe es um „die Traditionen, das kulturelle und geistige Erbe unserer Vorfahren“. Der slowakische Ministerpräsident bezeichnete die Reform als „Bollwerk gegen Progressivismus“ und verwies auf die kulturelle Eigenständigkeit der Slowakei. Er wolle eine „Verfassungsbarriere gegen den Progressivismus“ errichten und wieder auf „gesunden Menschenverstand“ setzen.

Fico ließ sich eigenen Angaben zufolge seinerzeit vom frisch wiedergewählten US-Präsidenten Donald Trump inspirieren. Dieser hatte verfügt, dass in den USA beim Geschlecht nur noch „weiblich“ oder „männlich“ angegeben werden darf und nicht etwa „divers“.

Eine klare Ansage an die Bevormundung aus Brüssel ist zudem die verfassungsrechtliche Klarstellung, dass in „kulturell-ethischen Fragen“ das nationale Recht der Slowakei Vorrang vor EU- und internationalem Recht hat. Dazu zählen Themen wie Familienpolitik, Bildung und Sprache. Kritiker warnen vor einer möglichen Kollision mit den europäischen Verträgen.

The post Slowakei ändert Verfassung: Ab 1. November gilt wieder der gesunde Menschenverstand – Nur noch zwei Geschlechter appeared first on Deutschland-Kurier.

Wer steuert das Welten-Chaos? Interview mit Ernst Wolff

„Wir leben wahrscheinlich im größten Umbruch in der gesamten Geschichte der Menschheit“, so Ernst Wolff im aktuellen Interview mit Kla.TV. Er bringt dort zukunftsentscheidende Zusammenhänge auf den Punkt: Was haben die Kriege in der Ukraine und im Gaza-Streifen mit den aktuellen Zielen der KI-Industrie zu tun? Welche Rolle spielen China, Russland oder sogar die AfD? Und warum wurde 2024 Klaus Schwab im WEF abgesägt? In dieser Sendung spricht E. Wolff nicht nur über die Hintergrundmächte – er gibt auch einen Vorausblick auf äußerst wichtige zukünftige Entwicklungen.
Slowakei Verfassung: Nationales vor EU-Recht und zwei Geschlechter

Slowakei Verfassung: Nationales vor EU-Recht und zwei Geschlechter

Slowakei Verfassung: Nationales vor EU-Recht und zwei Geschlechter

Die Slowakei verankert zwei Geschlechter in ihrer Verfassung, nachdem eine Änderung zur Förderung der „nationalen Identität“ mit knapper Mehrheit verabschiedet wurde. Die Änderung stellt sicher, dass EU-Recht die slowakische Verfassung in „wertbezogenen, kulturellen und ethischen Fragen“ nicht außer Kraft setzen kann. Das slowakische Parlament hat eine Verfassungsänderung verabschiedet, die das Geschlecht als männlich und weiblich […]

Der Beitrag Slowakei Verfassung: Nationales vor EU-Recht und zwei Geschlechter erschien zuerst unter tkp.at.

Der Iran baut seine Raketenfabriken wieder auf

Der Iran baut seine Raketenfabriken wieder auf

Der Iran baut seine Raketenfabriken wieder auf

Nachdem Israel gezielt die Fabriken zur Herstellung von Feststoffraketen zerstört hat, arbeitet das Mullah-Regime inzwischen am Wiederaufbau. Dies zeigen aktuelle Satellitenbilder. Doch ohne spezielle Mischmaschinen, die bei den Luftschlägen vernichtet wurden, ist dies nur Propagandafassade.

Die israelischen Luftangriffe auf die militärischen Anlagen im Iran haben die Rüstungsindustrie der Mullahs nachhaltig geschädigt. Vor allem die Produktionszentren für ballistische Raketen, die vor dem israelischen Präventivschlag bis zu 200 Stück solcher tödlichen Projektile monatlich herstellen konnten, wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Angesichts dessen, dass die “Islamische Republik” während des militärischen Schlagabtauschs im Juni und zuvor mehr als 800 solcher Raketen auf den jüdischen Staat abfeuerten und damit rund ein Drittel des Arsenals verschossen wurden, bemüht sich das islamistische Regime um den Wiederaufbau der Kapazitäten.

Satellitenbilder belegen, dass in Parchin und Shahroud die Anlagen wieder neu aufgebaut werden. Doch das Mullah-Regime hat ein Problem – und zwar die fehlenden riesigen Mischmaschinen (sogenannte “planetary mixer”) für die Produktion von Feststoffraketen. Israel hatte diese zerstört und ein Ersatz ist bislang noch nicht in Sicht. Die israelische Luftwaffe hat also ganz strategisch einen kritischen Flaschenhals der iranischen Raketenproduktion vernichtet. Ohne diese können die Iraner zwar Raketen bauen – doch ohne den “Motor” sind diese nutzlos.

Während der Iran also versucht, die Produktionsstätten für seine ballistischen Raketen wieder funktionstüchtig zu machen, fehlt es an essenziellem Gerät. Ohne ausländische Hilfe – z.B. aus China, Russland oder Nordkorea – wird es in absehbarer Zeit nicht möglich sein, die Herstellung wieder aufzunehmen. Doch dem Mullah-Regime dürfte es hierbei vor allem um Inlandspropaganda gehen. Das eigene Volk soll ja nicht glauben, dass der Goliath Iran vom David Israel derart hart getroffen wurde.

Am Ende zeigt es sich, dass gezielte Luftangriffe auf strategisch wichtige Produktionsstätten von Waffen und Raketen eine ideale Vorgehensweise ist, um militärische Bedrohungen längerfristig zu minimieren. Die Mullahs werden sich nämlich davor hüten, ihr restliches Arsenal auf Israel abzufeuern, bevor sie nicht wieder für Nachschub sorgen können.

Ex-Polizist: „Deutschland taumelt dem Untergang entgegen“

Ex-Polizist: „Deutschland taumelt dem Untergang entgegen“

Von MEINRAD MÜLLER | Ein Land befindet sich im Taumel. Deutschland wirkt wie ein Boxer, der schon zu viele Schläge kassiert hat. Der Ex-Polizist Stefan Schubert, heute Buchautor und Youtuber (“Schuberts Lagemeldung”), beschreibt die Polizei am Ende ihrer Kräfte. Polizisten zählen nicht mehr Erfolge, sondern die Tage bis zur Pension. Wer sich aufreibt, erlebt, dass Täter am nächsten Tag wieder frei herumlaufen. Frust ersetzt Einsatzbereitschaft, Schweigen tritt an die Stelle von Widerspruch.

Die Hauptstadt steht für Schubert als Sinnbild des Verfalls: Armut, geschlossene Läden, offene Gewalt. Dauerbaustellen sind die einzige Schikane. Schüsse aus fahrenden Autos sind kein Krimi mehr, sondern Alltag. Die Menschen stumpfen ab und hören nicht mehr hin, weil sie ohnehin nichts mehr erwarten.

Wirtschaft im Rückwärtsgang

Drei Jahre Rezession und in den Schlagzeilen trotzdem beschönigte Wachstumszahlen. Die Wahrheit sieht anders aus: 270.000 Menschen verließen 2024 Deutschland. Sie hatten genug davon, dass ihre Steuern eine Misswirtschaft finanzieren. Wer geht, sind die Leistungsträger, die keine Möglichkeit mehr haben, Vermögen aufzubauen. Die Steuer- und Abgabenlast erdrückt selbst Besserverdiener.

50 Milliarden für Migration und 50 Milliarden für Bürgergeld. Summen, die Jahr für Jahr durch den Haushalt gejagt werden. Die Aussicht auf Besserung existiert nicht. Der Staat pumpt Geld in Systeme, die ihn selbst zerfressen.

Großfamilien aus dem Ausland kassieren Sozialleistungsgelder



Während Rentner Pfandflaschen sammeln, kassieren manche Großfamilien aus dem Ausland Sozialleistungen in Höhen, die ein Facharbeiter nicht annähernd verdient. Die öffentlichen Kassen werden geplündert. Wer Kritik wagt, gilt sofort als Störenfried.

Seit 2008 ist die Zahl der Beschäftigten im Staatsdienst um über 900.000 gestiegen. Heute arbeiten 5,4 Millionen Menschen für Bund, Länder und Kommunen. Jede neue Stelle bedeutet mehr Loyalität, bezahlt von jenen, die noch Steuern erwirtschaften.

Schuberts Urteil fällt hart aus: Mit dieser Bundesregierung gibt es keine Rettung. Nur ein harter Schnitt, eine echte Vollbremsung, könnte das Land vor dem Absturz bewahren. Doch solange Medien beschwichtigen und Bürger ruhig gehalten werden wie Schafe im Stall, fährt Deutschland weiter auf den Abgrund zu. Viele nicken, viele schweigen, doch das Knirschen im Gebälk wird lauter.


Ex-Polizist: „Deutschland taumelt dem Untergang entgegen“Meinrad Müller.

PI-NEWS-Autor Meinrad Müller (71), Unternehmer im Ruhestand, kommentiert mit einem zwinkernden Auge Themen der Innen-, Wirtschafts- und Außenpolitik für diverse Blogs in Deutschland. Der gebürtige Bayer greift vor allem Themen auf, die in der Mainstreampresse nicht erwähnt werden. Seine humorvollen und satirischen Taschenbücher sind auf Amazon zu finden. Müllers bisherige Beiträge auf PI-NEWS gibt es hier, seinen Ratgeber für Hobbyautoren hier.

The post Ex-Polizist: „Deutschland taumelt dem Untergang entgegen“ appeared first on PI-NEWS.

Fake News: Lügenportal „Correctiv“ erleidet neue Niederlage vor Gericht!

Fake News: Lügenportal „Correctiv“ erleidet neue Niederlage vor Gericht!

Fake News: Lügenportal „Correctiv“ erleidet neue Niederlage vor Gericht!

Zwei weitere Passagen der „Correctiv“-Lügenstory über das „Potsdamer Treffen“ Ende 2023 sind gerichtlich untersagt worden. Vor dem Landgericht (LG) Berlin hat sich der Staatsrechtler Ulrich Vosgerau erfolgreich gegen die Fake News-Schleuder im Zusammenhang mit ihm zugeschriebenen Aussagen über junge Briefwählerinnen türkischer Herkunft durchgesetzt.

Das neue Urteil bezieht sich auf eine Passage des „Correctiv“-Machwerks, in welcher der Eindruck erweckt wird, Vosgeraus Aussagen würden referiert werden. Im Text hieß es: „Der Verfassungsrechtler spricht über Briefwahlen, es geht um Prozesse, um das Wahlgeheimnis, um seine Bedenken in Bezug auf junge WählerInnen türkischer Herkunft, die sich keine unabhängige Meinung bilden könnten.“

Vosgerau wies die ihm pauschal unterstellte Ansicht, junge Türkinnen könnten sich keine eigene Meinung bilden, als verzerrend zurück. Er habe lediglich „wohl eher am Rande und in einem Nebensatz möglicherweise sinngemäß“ darauf hingewiesen, dass eine Jungwählerin türkischer Herkunft, die zu Hause in der Küche unter Aufsicht ihres Vaters und mehrerer Brüder ihren Wahlzettel ankreuze, dabei möglicherweise und in bestimmten Einzelfällen faktisch nicht denjenigen Freiheitsgrad genieße, den die Verfassung vorsehe.

Die 27. Zivilkammer des Landgerichts Berlin bestätigte einen Unterlassungsanspruch Vosgeraus. Dieser habe ein Recht am eigenen Wort. Lege die Wiedergabe einen bestimmten ehrverletzenden Schluss nahe, dürfe die Wiedergabe nicht unvollständig sein. Eine unvollständige Berichterstattung sei dann wie eine unwahre Tatsachenbehauptung zu behandeln, an der grundsätzlich kein überwiegendes Interesse der Presse bestehen könne, urteilte das Gericht.

Während „Correctiv“ also den falschen Eindruck erweckt hatte, Vosgerau habe jungen Wählerinnen mit türkischem Migrationshintergrund die kognitiven oder kulturellen Fähigkeiten abgesprochen, eine eigene Wahlentscheidung für eine Partei zu treffen, hat Vosgerau tatsächlich auf etwas ganz anderes hingewiesen: Er hat nämlich an einem Beispiel lediglich deutlich gemacht, es könne die Situation eintreten, dass eine junge türkische Briefwählerin an der Ausübung ihrer freien Wahlentscheidung von Dritten unter Druck gehindert wird.

Falsch ist laut Landgericht Berlin auch die Behauptung von „Correctiv“, Vosgerau habe die Darstellung des Lügenportals auf Nachfrage bestätigt.

The post Fake News: Lügenportal „Correctiv“ erleidet neue Niederlage vor Gericht! appeared first on Deutschland-Kurier.

Kältereport Nr. 38 / 2025

Kältereport Nr. 38 / 2025

Meldungen vom 22. September 2025:

Früher Schnee in den Alpen

Die Modelle zeigen einen ungewöhnlich starken Herbstbeginn in Mitteleuropa.

Die neuesten GFS-Prognosen simulieren bis zum 1. Oktober ein vollständiges Höhentief („Kaltlufttropfen“), das in den polaren Jetstream im 300 hPa-Niveau (9 km) über den Alpen eingebettet ist. Diese Konstellation wird voraussichtlich zu starken Schneefällen führen und die Schneegrenze unter 1.500 m sinken lassen.

Die Schneehöhenvorhersagen zeigen, dass sich bis Mitte der Woche in weiten Teilen der zentralen und östlichen Alpen bis zu 30 cm Schnee ansammeln werden.

Dies ist ein heftiger Start in den September, der mit einer allgemeinen Abkühlung in Europa einhergeht.

Weit verbreitete Anomalien von -4 °C bis -8 °C werden den Kontinent diese Woche erfassen.

Im Moment ist dies noch eine Vorhersage. Die Woche wird zeigen, was daraus wird. A. d. Übers.]

———————————–

Sibirien: Weitere Ausdehnung der Schneedecke, Tendenz weiter steigend

Die Schneedecke im Herbst wächst schnell in Nordrussland und Sibirien, und Prognosen deuten auf eine weitere Ausdehnung in den kommenden Tagen hin.

Die neueste Analyse des Rutgers Global Snow Lab (21. September) zeigt große positive Anomalien der Schneedecke in Sibirien:

Kältereport Nr. 38 / 2025

Mit Blick auf die Zukunft prognostizieren die neuesten GFS-Modellläufe starke, weit verbreitete Schneefälle in ganz Eurasien bis Ende September und Anfang Oktober – von Nordrussland und Sibirien bis hinunter in die Mongolei und nach Kasachstan.

Seit Jahren nehmen die „Dzuds” in der Mongolei zu (extreme Frost- und Schneevorkommen, die sowohl für Vieh als auch für Menschen tödlich sind). Zwischen 1940 und 2015 wurden zweimal pro Jahrzehnt offizielle Dzud-Erklärungen abgegeben. In den letzten Jahren treten sie nun jährlich auf. Selbst die UNO räumt ein, dass Dzuds „ein zunehmendes Phänomen” sind – allerdings bringt man dies dort mit der „globalen Erwärmung” in Verbindung. Erwärmung = Abkühlung.

Der frühe Schneevorstoß in Eurasien wird seit langem mit den Verläufen des Winterms in den weiter südlich und westlich gelegenen Regionen in Verbindung gebracht.

Die sich schnell entwickelnde Schneedecke in Sibirien trägt dazu bei, dass es später in der Saison zu Blockaden in hohen Breitengraden kommt, wodurch arktische Luft in mittlere Breitengrade vordringen kann. In Europa, Ostasien und sogar Nordamerika gab es in Jahren mit schnellem Schneezuwachs in Sibirien oft kältere und schneereichere Winter.

Bereits im September dieses Jahres hat der frühe Schnee das Artvin-Hochland in der Türkei erreicht, die Alpen wurden heimgesucht, und Kalt-Anomalien haben sich bis nach Saudi-Arabien und Korea ausgebreitet.

Die Indikatoren stimmen überein: Die Schneedecke in Eurasien ist dem Zeitplan voraus, und die Vorhersagen nehmen weiteren Schneefall an.

Link: https://electroverse.substack.com/p/early-snows-the-alps-siberian-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

———————————–

Meldungen vom 23. September 2025:

Sibirien: Früh-saisonaler Rekord-Frost

Der Schnee in Sibirien bleibt dank der außergewöhnlichen Kälte zu Beginn der Saison liegen, wobei die Temperatur auf Werte sinkt, die zu dieser Jahreszeit selten zu beobachten sind.

In Ust-Charky wurde es am Dienstag (23. September) -19,1 °C kalt – der niedrigste Wert im September seit 2014 und nicht weit entfernt vom Rekordtief im September von -21,6 °C.

Delyankir verzeichnete am selben Tag -18,2 °C und damit die niedrigste Septembertemperatur seit 2021, als mit -24 °C der Monatsrekord aufgestellt worden war. In Oymyakon, einem der kältesten bewohnten Orte der Erde, sank die Temperatur auf -17,8 °C, den niedrigsten Wert im September seit 24 Jahren, wobei der Monatsrekord hier nur geringfügig niedriger liegt: -18,3 °C.

Diese Werte, die 15 bis 20 °C unter dem Durchschnitt liegen, wurden durch die bereits jetzt ausgedehnte Schneedecke in den nördlichen Breitengraden begünstigt. Mit dieser frühen Kälteeinwirkung über dem eurasischen Kontinent sind die Voraussetzungen für einen kalten Herbst und möglicherweise einen strengen Winter gegeben.

———————————–

UK friert

Arktische Luft sorgt diese Woche für einen frühen Kälteeinbruch in Großbritannien.

In den letzten Nächten sind die Tiefsttemperaturen bereits unter den Gefrierpunkt gefallen, für vereinzelte Regionen im Norden werden -4 °C vorhergesagt.

Am Montagmorgen sank die Temperatur in Sennybridge in Wales auf -1,7 °C, während sie in Shap im Lake District auf -1,9 °C fiel, wobei in allen vier Ländern von UK Luftfrost gemessen wurde.

Zum Vergleich: Die kältesten jemals in Großbritannien für diese Jahreszeit gemessenen Werte liegen zwischen -2,6 °C am 20. September (Lagganlia 1997) und -6,1 °C am 25. September (Glenlivet 1946).

Der Wetterdienst erwartet den ersten nennenswerten Schneefall der Saison auf den höchsten Gipfeln Schottlands, wo der Mountain Weather Information Service vor „ungewöhnlich kalten” Bedingungen mit sehr kalten Nordwinden warnt.

———————————–

Australien: Beste Schnee-Saison seit Jahren

Die Skisaison 2025 in Australien ist weiterhin die beste seit Jahren, mit einer bis weit in den September hinein anhaltenden Schneedecke und Skigebieten, die bereits Verlängerungen bis weit in den Oktober hinein angekündigt haben.

Perisher in New South Wales meldet eine Schneehöhe von über 150 cm, 32 in Betrieb befindliche Lifte und ein vollständig geöffnetes Gelände. In Victoria nähern sich Mount Buller und Hotham einer Schneehöhe von 100 m. Für diese späte Saison sind das beeindruckende Zahlen.

Das Bureau of Meteorology stellt „perfekte Frühlingsbedingungen” in den Alpen fest, wo kalte Luft und klarer Himmel den Schnee an Ort und Stelle halten. Insbesondere die Skigebiete in New South Wales dürften noch wochenlang in Topform bleiben.

Link: https://electroverse.substack.com/p/13-feet-of-september-snow-for-the?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

———————————–

Meldungen vom 24. September 2025:

Mongolei: Starke Schneefälle

Ein ungewöhnlich heftiger Schneesturm im September hat Teile der westlichen Mongolei unter einer Schneedecke begraben.

Die Nationale Agentur für Meteorologie und Umweltüberwachung meldete für Sonntag und Montag Schneefälle von 25 bis 30 cm in der Provinz Zavkhan, wobei die Schneehöhe in den Bergen 60 cm überschritt.

Der Schnee bedeckte mehrere Soums, darunter Uliastai, Yaruu, Ider, Aldarkhaan, Tsagaankhairkhan, Shiluustei und Otgon. In der Folge sollen die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt fallen, was die Gefahren für Autofahrer und nomadische Hirten noch verstärkt.

Zavkhan ist kein Unbekannter für strenge Winter, aber solch heftige Schneefälle so früh in der Saison unterstreichen die zunehmende Kälte in der Mongolei – einer Region, in der tödliche Dzuds zu einer zunehmenden Gefahr geworden sind und fast jährlich auftreten.

Da Sibirien bereits eine außergewöhnlich frühe Schneedecke aufweist, scheint Nord- und Zentralasien auf einen weiteren strengen Winter vorbereitet zu sein – einer, der sich voraussichtlich nach Westen bis nach Europa ausbreiten wird.

Auch die Kälte zu Beginn der Saison in Sibirien nimmt weiter zu und sorgt für historische Tiefstwerte zu diesem frühen Zeitpunkt im Kalender.

Am 24. September sank die Temperatur in Oymyakon auf -18,2 °C – der niedrigste Wert im September seit 2001 (-18,3 °C) und der sechstkälteste Septemberwert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1943. Verkhoyansk erreichte ebenfalls -16,1 °C, den tiefsten Wert im September seit 2002 (-16,4 °C) und den fünftniedrigsten Wert für diese Jahreszeit seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1885.

———————————–

Erster Schnee auch in Skandinavien

Nicht nur Russland, auch Skandinavien wird von ungewöhnlich frühem Schnee heimgesucht.

Diese Woche kommt der Winter in den Norden Skandinaviens, wo die norwegischen Björnfjell-Berge in der Provinz Nordland bereits in Höhenlagen von nur 500 m unter einer dicken Schneedecke liegen.

Starke Nordwestwinde haben feuchte Luft in die Berge getrieben und damit starken Schneefall auf den windzugewandten Hängen ausgelöst.

———————————–

USA: Erster Schneesturm der Saison in Colorado

Das Hochland von Colorado erwacht in weißem Kleid.

Die Skigebiete von Arapahoe Basin bis Winter Park verzeichneten am Dienstag (23. September) den ersten richtigen Schneesturm der Saison, mit 5 bis 7 cm Neuschnee in den Talstationen und mehr als 18 cm am Berthoud Pass.

Der Schneefall hielt bis Dienstag oberhalb von 3.000 m an, bevor er sich nach Norden in Richtung Wyoming verlagerte.

In den nächsten Tagen wird es vorübergehend trocken bleiben, aber Modelle deuten bereits auf eine weitere Schneefallrunde in den Bergen ab dem 29. September hin, wenn das nächste Tief aus dem pazifischen Nordwesten hereinzieht.

Schnee im September ist in Colorado nicht besonders selten, aber so erhebliche Schneemengen wie diese geben frühzeitig den Ton an. Das Hochland hat einen guten Start hingelegt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/heavy-snow-slams-mongolia-early-flakes?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

———————————–

Meldungen vom 25. September 2025:

Europa: Erster starker Schneefall in den Alpen und den Pyrenäen

Der erste bedeutende Schneefall der Saison hat die Berge Europas erreicht. Die Temperaturen in den Pyrenäen sind um mehr als 20 °C gefallen und haben sich fast über Nacht von spätsommerlicher Wärme zu klirrender Herbstkälte gewandelt. Dieser Wechsel brachte ordentliche Schneemengen auf die hohen Gipfel, darunter den Pic du Midi de Bigorre und auch La Mongie.

Ein derart weit verbreiteter Schneefall zu dieser frühen Jahreszeit gilt als ungewöhnlich, wobei die Bedingungen nicht auf die Pyrenäen beschränkt sind. In den Alpen wurde die ganze Woche über anhaltender Schneefall beobachtet, wobei sich die Schneemengen beispielsweise im italienischen Aostatal stark erhöhten.

Gleiches gilt auch auf der Zugspitze in Deutschland, wo bereits mit der Schneeräumung begonnen wurde:

Webcam auf der Zugspitze am 25. September, wo die Temperaturen -5 °C erreichten.

Selbst in Spanien bedeckten etwa 20 cm Schnee den Collado Jermoso in den Picos de Europa, das ist dort der stärkste Schneefall im September seit 1997.

———————————–

Frankreich: Historische September-Kälte

Es ist kein Wunder, dass sich in den europäischen Gebirgen bereits früher Schneefall ansammelt – derzeit herrscht in weiten Teilen des Kontinents eine historische Kältewelle. Frankreich verzeichnete am Mittwoch einen außergewöhnlich kalten Septembertag mit Höchsttemperaturen, die mit hundertjährigen Rekorden konkurrieren.

Paris (Montsouris) erreichte nur 10,9 °C und verzeichnete damit die viertniedrigste September-Höchsttemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1873. Limoges kam nur auf 9,1 °C – die zweitniedrigste September-Höchsttemperatur seit 1973. Metz kämpfte sich auf 10,5 °C, die zweitniedrigste Temperatur seit 1936, während der Flughafen Paris Orly nur 11,1 °C erreichte, die zweitkälteste September-Höchsttemperatur seit 1949.

Und die Liste geht weiter: Nancy, Straßburg, Reims, Colmar, Grenoble und viele andere verzeichneten Tageshöchsttemperaturen im niedrigen Zehnerbereich und brachen damit langjährige Rekorde oder kamen ihnen sehr nahe.

Die landesweite Durchschnittstemperatur von nur 10,9 °C am Mittwoch ist einer der kältesten Septembertage, die jemals in Frankreich gemessen wurden, und steht damit auf einer Stufe mit den historischen Kälteeinbrüchen zu Beginn der Saison in den Jahren 1902, 1919 und 1942.

Anomaliekarten (GFS unten) bestätigen das Ausmaß der blauen und violetten Farben. Ein Großteil Westeuropas war am 24. September von winterlichen Bedingungen geprägt, wobei die Gipfel, wie beispielsweise der Mont Blanc, auf -19 °C abkühlten:

Link: https://electroverse.substack.com/p/first-heavy-snows-hit-the-pyrenees?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

———————————–

Meldungen vom 26. September 2025:

Sibirien: Frostverschärfung auf –22,6°C

Die Kältewelle in Sibirien hat sich verstärkt und Russland die niedrigsten Septembertemperaturen seit vier Jahren beschert.

Am 25. September sank die Temperatur in Batagay-Alyta (Flughafen Sakkyryr) auf -22,6 °C und erreichte damit den niedrigsten Septemberwert in ganz Russland seit den -24 °C in Delyankir im Jahr 2021. Der nationale Rekord für September liegt weiterhin bei -27,6 °C in Ilirney im Jahr 1965.

Die brutalen Kälte in Russland im September deutet erneut auf eine zunehmende Ausbreitung der Kälte in Eurasien hin, was Auswirkungen auf den bevorstehenden Winter haben wird.

Darüber hinaus nimmt die außergewöhnliche Schneedecke Sibiriens zu Beginn der Saison weiter zu:

Und es wird noch viel mehr kommen.

Die Kälte breitet sich bereits nach Westen aus und wird sich voraussichtlich mit Beginn des Oktobers in Europa verstärken:

ECMWF 2m-Temperaturanomalien, 29. September bis 6. Oktober

Link: https://electroverse.substack.com/p/siberia-plunges-to-226c-87f-early?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 39 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 26. September 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Kältereport Nr. 38 / 2025 erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Reiches „Zehn Punkte-Plan“ für den Fortgang der Energiewende

Reiches „Zehn Punkte-Plan“ für den Fortgang der Energiewende

Von PETER WÜRDIG | Der von der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche angekündigte und mit Spannung erwartete Monitoringbericht 2025 ist nun erschienen. Gleichzeitig dazu hat die Ministerin einen Zehn Punkte-Plan herausgegeben, und da dieser Plan die Tätigkeit der Regierung für die nächsten Monate beschreibt, ist es von großem Interesse, sich diese zehn Punkte einmal kritisch anzusehen.

Der Titel heißt: „Klimaneutral werden – wettbewerbsfähig bleiben“. Ja, das klingt wie ein frommer Wunsch, mich erinnert das an die bekannte Aufforderung „Wasch mir den Pelz, aber bitte, mach mich nicht nass!“. Und da wir in Deutschland schon einige Jahre nicht mehr wettbewerbsfähig sind, kann man eigentlich nur fordern, wieder wettbewerbsfähig zu werden (und eben nicht „bleiben“).

Auch wenn man erste Ansätze wahrnimmt, dass die jetzige Regierung nun doch Bruchstücke der Realität der wirtschaftlichen Entwicklung zur Kenntnis nimmt, wird die „Klimaneutralität“ wie eine Mantra vor sich hergetragen und darf auf keinen Fall hinterfragt werden.

Im Monitoringbericht heißt es:

„Die Energieversorgung ist ein zentraler Standortfaktor für die deutsche Wirtschaft – sie steht für Verlässlichkeit, Stabilität und Belastbarkeit. Doch die Transformation hin zu einer klimaneutralen Energieversorgung eröffnet komplexe Herausforderungen: Kosteneffizienz, Versorgungssicherheit und internationale Wettbewerbsfähigkeit müssen laufend neu austariert werden. Eine ehrliche Bestandsaufnahme ist unumgänglich.“

Das sind ja alles ganz richtige Feststellungen. Eine Frage muss man denn aber doch stellen: Warum kommt die Feststellung „eine ehrliche Bestandsaufnahme ist unumgänglich“ erst jetzt, 25 Jahre nach der Einführung der Planwirtschaft und dem Beschluss zum EEG?

„Insbesondere ist der tatsächlichen Zahlungsfähigkeit von Industrie, Gewerbe und Haushalten zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden.“ Auch ganz richtig. Aber warum hat man solange nicht wirklich kritisch auf die Kosten geschaut?

„Der Weg zu nachhaltig bezahlbarer Energie benötigt mehr Markt, mehr Technologieoffenheit und Instrumente, die Innovationen fördern“. Wieso eigentlich nur „mehr Markt“, also eine Mischung aus Planwirtschaft und Anteilen von Marktwirtschaft? Außerdem, die Energieversorgung, die wir vor der Einführung der Energiewende hatten, die war nicht nur bezahlbar, sie war auch nachhaltig. Und nun sollen Innovationen gefördert werden, aber die wichtigste Innovation, die braucht man nicht zu fördern, die haben wir längst, das ist die Erfindung der Dampfmaschine. Genau diese aber sollte abgeschafft werden, das Verbrennerverbot.

Nach einer längeren Text-Passage, in der kritische Feststellungen nicht fehlen und klar ausgedrückt wird, dass der weitere Weg für die Energiewirtschaft deutlich verändert werden muss, werden die zehn Punkte vorgestellt, mit denen wir uns jetzt befassen.

1. Ehrliche Bedarfsermittlung und Planungsrealismus

„Wir bauen nur so viel zu, wie wir tatsächlich brauchen und es ökonomisch effizient ist.“ Eigentlich ganz richtig. Für das Jahr 2030 rechnet man mit einem Bedarf an elektrischer Energie von 600 bis 700 Twh. Man fordert hier auch eine „Anpassung“ bei der Offshore Kapazität an den realistischen Bedarf (damit ist wohl gemeint, nicht unbegrenzt ausbauen).

2. Erneuerbare Energie markt- und systemdienlich fördern

Die erneuerbaren Energien sollen weiter gefördert (also subventioniert) werden, dies soll aber „system- und marktorientiert“ geschehen. „Das bedeutet: die konsequente Abschaffung der fixen Einspeisevergütung sowie die vollständige Beendigung der Vergütung bei negativen Preisen.“ Ein Schritt in die richtige Richtung, wird wohl heftigen Protest bei den Grünen und den Besitzern von Anlagen verursachen, von daher fraglich, ob das politisch durchgehalten werden kann.

Im Gegenzug bietet man jetzt weitere EU-Maßnahmen an, „Contracts for Difference (CfDs)“ und „Clawback-Mechanismen“. Unklar, was das für ein verworrenes Zeugs ist, aber denglisch verkauft sich halt besser. Ganz richtig aber: „Außerdem soll eine Verpflichtung zur Direktvermarktung für Neuanlagen eingeführt werden.“ Wenn das ehrlich gemeint ist, für PV-Strom wird man am Markt, ohne versteckte Subventionen, wohl keinen Käufer finden, der mehr als ein Cent für die Kilowattstunde bieten wird, von daher wohl nicht wirklich realistisch.  Eine „Verpflichtung zur Direktvermarktung“ braucht man im übrigen nicht, wenn die Subventionen gestrichen werden, werden sich die Anbieter ganz von alleine dem Markt zuwenden (oder Anlagen abbauen).

3. Netze, erneuerbare Energie und dezentrale Flexibilität synchron ausbauen

„Die Kombination von Erneuerbare-Energien Anlagen mit Speichern kann eine bedarfsgerechtere Stromeinspeisung ermöglichen und Erzeugungsspitzen abfangen.“ Diese Aussage ist im Pirnzip richtig, insbesondere das „kann“, allerdings gibt es nach 25 Jahren Subventionierung nur marginale Ansätze der benötigten Speicher. Da durch dass EEG jede Art von Stromproduktion (und auch Strom, der nur hätte produziert werden können, „Geisterstrom“) durch feste Vergütungen honoriert wird, besteht bisher für die Erzeuger kein Anreiz, in Speicher zu investieren.

Das kläglich gescheiterte Projekt „Smart region Pellworm“ hat gezeigt, dass es auch nicht gelungen ist, nur für den Bedarf einer kleinen Insel ausreichend Speicher bereit zu stellen. Zum heutigen Zeitpunkt gibt es unter den Tausenden von Windkraftanlagen und Millionen von PV-Anlagen nicht eine einzige Anlage, die ausreichend Speicher hat, um Strom bedarfsgerecht produzieren zu können. Daher werden die Erzeugungsspitzen, die zunehmend anfallen, gegen Kosten im Ausland entsorgt.

Im weiteren Teil dieses Abschnittes ist nur noch die Rede von „Netzkapazitäten“, über Speicher findet man kein Wort (das hat man wohl weiterhin aufgegeben). Der netzfreundliche Zubau von Anlagen soll durch Netzampeln und Überbauung (Cable Pooling – was immer das sein mag?) erleichtert werden, dazu gibt es – wörtlich – „differenzierte Baukostenzuschüsse und Boni“. Erdverkabelung soll wo immer möglich vermieden werden, also mehr Freileitungen, die bei den Anwohnern nicht so beliebt sind.

4. Technologieoffenen Kapazitätsmarkt schnell implementieren

„Flexible Grundlastkraftwerke, insbesondere Gaskraftwerke mit Umstellungsperspektive auf Wasserstoff, werden priorisiert“. Was außer Gaskraftwerke noch als Grundlastkraftwerk in Frage kommen könnte (also Kernkraft oder Braunkohle, die im Lande ja reichlich vorhanden ist), darüber findet man kein Wort. Da die Erneuerbaren zeitweilig bis auf wenige Prozente der Leistung zurückgehen, müsste dann fast die gesamte Leistung eines Netzes, das ja auch noch die Leistung für Verkehr und Heizung zur Verfügung stellen soll, durch Gaskraftwerke gesichert werden.

Welche Kosten für diese Gaskraftwerke aufgebracht werden müssen, wo man den dazu notwendigen grünen Wasserstoff bekommen will und wie man dann doch noch einen international konkurrenzfähigen Preis für Strom erreichen will, dazu fehlt mir die Vorstellungskraft. Hier sind also die Kosten nicht auch nur im Ansatz durchgerechnet. Dieser sogenannte technologieoffene Kapazitätsmarkt soll noch bis 2027 eingeführt werden.

5. Flexibilität und Digitalisierung des Stromsystems voranbringen

Da eine gesicherte Leistung wohl nicht erwartet werden kann, muss nun die Nachfrageflexibilität aushelfen. In klaren Worten: Haushalte und Industrie sollen ihr Verhalten so einstellen, dass Strom nur verbraucht wird, wenn der Wind gut weht und die Sonne scheint. Um in dieser Richtung etwas zu erreichen, sollen Verbraucher marktnahe Preissignale erhalten, der „Rollout von Smart Metern“ soll ambitioniert erfolgen, wobei immerhin ganz ehrlich zugegeben wird, dass der Einbau bisher bei unter drei Prozent liegt.

Man hofft so, durch Echtzeit-Analysen und Home Energy Management Systeme (Denglisch klingt immer gut!), den Verbrauch im obigen Sinne steuern zu können, um einen Blackout gerade noch zu vermeiden. Dezentrale Flexibilität (des Verbrauchs?) wird durch Aggregator-Modelle (was ist das?) angehoben.

6. Einheitliche und liquide Energiemärkte erhalten und ausbauen

„Freie Märkte für Strom, Gas, Wasserstoff und CO2 schaffen attraktive Rahmenbedingungen“. Im Grundsatz zwar richtig, aber für Strom haben wir immer noch das EEG, also Planwirtschaft, und das wird so schnell nicht geändert werden, denn in einem wirklich freien Markt haben die Erneuerbaren keine Chance. Wie man dann von „Marktliquidität“ sprechen kann, ist für mich unverständlich. Und was heißt freier Markt für CO2? Betrifft das den Einkauf von CO2 als Düngemittel für Gewächshäuser (da haben wir ja freien Markt), oder soll für das Ausatmen von CO2 ein Markt mit Preisen eingerichtet werden?

7. Förderregime überprüfen, Subventionen systematisch senken

„Alle Fördermaßnahmen und Subventionen werden auf ihren volkswirtschaftlichen Nutzen hin überprüft und auf das unbedingt nötige Maß reduziert.“ Darauf warten wir schon seit vielen Jahren. Aber was ist das „unbedingt nötige Maß“ an Subventionen für Windmühlen oder PV-Anlagen? Ohne massive Subventionen läuft da gar nichts, also bleibt doch alles wie bisher.

„Unterstützende Maßnahmen sind gezielt auf energieintensive Unternehmen ausgerichtet“. Also erhalten Teile der Industrie Subventionen (sog. Industriestrompreis), die alle anderen bezahlen müssen? Der europäische Emissionshandel (ETS) wird hochgelobt, er würde die „effizientesten Energieformen“ prämieren, tut er aber nicht. Er bedient nur die Klima-Ideologie und treibt die wirklich effizienten Energieformen durch erhöhte Kosten aus dem Wettbewerb.

8. Forschung zukunftsgerichtet vorantreiben, Innovationen fördern

„Die Förderung von Forschung und Entwicklung trägt dazu bei, die technologische Entwicklung voranzutreiben“. Das ist ja im Prinzip richtig. Welche Bereiche werden dabei genannt? Es sind Tiefengeothermie, Fusion, Wasserstoff und seine Derivate. Das wichtige Potential Kernenergie, mit der man in kürzester Zeit erhebliche Ergebnisse erreichen könnte, fehlt dabei wieder einmal. Dann gehört dazu auch noch “Carbon Capture, Utilisation and Storage” (CCS/CCU). Damit bedient man allerdings nur die Klima-Ideologie, mit der man angeblich einen „substanziellen Beitrag zur Kosteneffizienz leisten“ würde. Das Gegenteil ist der Fall: die Kosten für die Energieerzeugung werden erheblich gesteigert.

9. Wasserstoff-Hochlauf pragmatisch fördern, überkomplexe Vorgaben abbauen

„Der Hochlauf von Wasserstoff gestaltet sich ambitioniert, aber flexibel und technologieoffen.“ Da ist natürlich zu fragen, ob Wasserstoff ohne Subventionen „hochlaufen“ wird. Immerhin werden die Vorgaben gemildert, kohlenstoffarmer Wasserstoff (Low-Carbon Hydrogen) wird gleichberechtigt zu grünem behandelt. Die aktuellen Elektrolyseur-Ausbauziele werden gemildert und sollen sich an der Nachfrage orientieren. Umwerfende Veränderungen sind hier nicht vorgesehen.

10. Carbon Capture, Utilisation and Storage (CCS/CCU) als Klimaschutztechnologie etablieren

Dieser Punkt widmet sich wieder ganz der Klima-Ideologie. Aus dieser Denkweise heraus kommt es zu der Feststellung: „Die Abscheidung und Nutzung/Lagerung von CO2 ist unverzichtbar für die Dekarbonisierung industrieller Prozesse.“ Für einige Bereiche der Industrie hat man Investitionshilfen, also Subventionen vorgesehen, dazu zählen vor allem die Bereiche Zement und Chemie, aber auch Kraftwerke und Energieerzeuger. Dann hat man auch (wörtlich) „regulatorische Guidance“ für CO2-Transport vorgesehen; Denglisch macht sich immer gut!

Fazit

Wenn man diese Aussagen für die Organisation der Energieversorgung liest, dann frage ich mich, mit wem man eigentlich mehr Mitleid haben muss: mit den Bürgern des Landes, die einen zunehmenden Abstieg der Wirtschaft zu verkraften haben oder mit den Regierenden, die diese Situation herbeigeführt haben und nun allmählich ängstlich wahrnehmen, wenn wir so weitermachen, wird die Sache kein gutes Ende nehmen? Die Politiker merken, dass sie sich in eine Sackgasse manövriert haben und nun hilflos hin und her irren. Es gibt zwar einen Ausweg aus der Sackgasse, aber der liegt etwas weiter rechts von der Sackgasse. Und auch nur in diese Richtung zu blinzeln, das geht aus ideologischen Gründen gar nicht.

Da im Monitoringbericht kritische Anmerkungen zum Zustand der Energiewende gemacht worden sind, kam aus der grünen Ecke ein deutliches Grollen. In der Klima-Kirche empfindet man jede Kritik als eine Art von Gotteslästerung. Außerdem: wenn schon angedeutet wird, dass der Regen von Subventionen nicht mehr so üppig über das Land tröpfeln wird, dann müssen die Windmühlen-Barone fürchten, dass sie sich nicht mehr so hemmungslos die Taschen voll stopfen können für eine Leistung, die im freien Markt niemand freiwillig annehmen würde; auch von da kommt also Ärger.

Nun muss man Katherina Reiche daran messen, dass sie ja die Ergebnisse der Wirtschaftspolitik von ihrem Vorgänger übernommen hat. Robert Habeck hatte ja stolz verkündet, dass Fortschritte beim Klimaschutz erreicht worden seien, da es ja gelungen war, erhebliche Teile der Industrie aus dem Land zu treiben oder in den Konkurs zu zwingen. So gesehen, das ist ihr Verdienst, kommen mit dem Monitoring-Bericht erste Ansätze, die Ergebnisse der Energiewende kritisch zu hinterfragen, und damit kommt jetzt also doch etwas von dem angekündigten „Herbst der Reformen“.

Die Frage ist aber, ob das, was in den zehn Punkten angekündigt ist, reicht, um die laufende Deindustrialisierung zu stoppen und umzukehren. Wirklich konkret angekündigt ist, Subventionen systematisch zu senken (also, die Subventionen bleiben, sie werden nur „systematisch gesenkt“; ob das wirklich etwas ausmacht, bleibt offen) und eine Reduzierung im weiteren Ausbau von Offshore und sonst noch gelegentliche Mäßigung und Überprüfung. Der grundlegende Fehler jedoch, die Vorstellung, man könne ein Industrieland allein mit Wind und Sonne versorgen (von den 194 Ländern der UNO machen das 193 diametral anders!) bleibt unverändert erhalten und wird nicht hinterfragt.

Die sogenannten „erneuerbaren Energien“ sind schon von sich aus sehr teuer. Man hat uns zwar gesagt „die Sonne schickt keine Rechnung“, aber diese Energien sind auf eine große Landfläche verteilt, sie sind also sozusagen „dünn“, und für das Einsammeln bekommen die Betreiber hohe, durch das EEG festgelegte Vergütungen. Da die Erneuerbaren aber nur vom Wetter abhängig Energie liefern, braucht man, wie im Zehn Punkte-Plan richtig festgestellt ist, die Grundlastkraftwerke, die die schwankende Energie laufend ausgleichen.

Das waren bisher die Kernkraftwerke, wo die letzten schon von der Ampel-Regierung abgeschaltet und so schnell wie möglich zerstört wurden, und die Kraftwerke auf Basis von Braunkohle und Steinkohle. Diese aber haben den Makel, dass sie CO2 ausstoßen und damit angeblich das Klima beeinflussen. Das ist zwar eine Wahnvorstellung, CO2 hat in Wahrheit keinen Einfluss auf das Wetter. Aber, da diese Vorstellung weiterhin gilt und man so den „Klimaschutz“ gewährleisten will, sollen die Reste der noch bestehenden Kohlekraftwerke schrittweise abgeschaltet und auch zerstört werden.

Um die von den Erneuerbaren geschaffenen Lücken auszugleichen soll einerseits die  „Nachfrageflexibilität“ gestärkt werden. Das gibt es schon. Unbemerkt von der Öffentlichkeit werden stromintensive Betriebe zeitweilig von der Versorgung gegen entsprechende Vergütung abgeschaltet, was natürlich auch zu einer Erhöhung des Strompreises führt. Dieses Verfahren kann man nicht sehr viel weiter ausbauen, denn wenn auch Haushalte zeitweise vom Strom abgeschaltet werden, würde die allgemeine Akzeptanz für die Energiewende restlos verloren gehen.

Weiterhin werden im Plan „flexible Grundlastkraftwerke, insbesondere Gaskraftwerke“ genannt. Das ist schon ein Aberwitz, denn im bisherigen konventionellen Betrieb wurden Gaskraftwerke wegen der hohen Kosten nur für die Spitzenlast eingesetzt. Wenn nun Gaskraftwerke die fehlende Grundlastversorgung ersetzen sollen, dann kommen auf uns ungeahnte Kosten zu und der jetzt schon zu hohe Preis für Energie würde weiter massiv in die Höhe getrieben. Die Folge ist, und das muss man klar im Auge haben, die Deindustrialisierung Deutschlands geht weiter mit desaströsen Folgen für den Wohlstand der Bürger und der Gefahr sozialer Unruhen.


Reiches „Zehn Punkte-Plan“ für den Fortgang der EnergiewendePeter Würdig.

PI-NEWS-Autor Peter Würdig, Jahrgang 1937, ist Abgeordneter im Samtgemeinderat Land Hadeln (bei Cuxhaven). Er hat das Studium der Physik an der TU Berlin mit Abschluss Diplom-Ingenieur beendet und engagiert sich in der AfD in Landes- und Bundesfachausschuss für die Gestaltung des Parteiprogramms im Bereich Energie- und Klimapolitik. Würdig leitet ein Unternehmen, das sich mit Programmen für die medizinische Statistik und die krankenhausversorgende Apotheke beschäftigt. Aktuelles dazu erfährt man auf seiner Facebook-Seite.

The post Reiches „Zehn Punkte-Plan“ für den Fortgang der Energiewende appeared first on PI-NEWS.

Morgen sind die Parlamentswahlen in Moldawien

Die pro-westliche Regierung in Moldawien hat das ohnehin bettelarme Land seit ihrer Machtübernahme 2021 heruntergewirtschaftet, indem sie die traditionell engen Wirtschaftsbeziehungen zu Russland faktisch gekappt hat, und vor allem, indem sie billige russische Energieträger abgelehnt hat. Zwischenzeitlich steig die Inflation deswegen auf über 30 Prozent, die Wohnnebenkosten sind um das Siebenfache gestiegen und im Land […]