Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Die Schlachten werden zu Hause stattfinden

Die Schlachten werden zu Hause stattfinden

Die Schlachten werden zu Hause stattfinden

Von RAINER K. KÄMPF | Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, hat im ARD-„Morgenmagazin“ wieder einmal vor einem „russischen Großangriff“ gewarnt. Dieses inszenierte Schreckgespenst dient derzeit permanent als Steilvorlage für die Diskussion um die Wehrpflicht.

Weil wir aber in Deutschland sind, wird die Nummer schon vorab zur Farce. Selbst Breuer will davon ausgehen, daß erstmal Freiwillige die Hauptschlagkraft des neuen Ostheeres bilden sollen. Die Logik dahinter ist so verblüffend wie einfach. Des Pudels Kern ist die Tatsache, daß Freiwillige eben nicht verpflichtet werden müssen.

Wie aber wird die Realität aussehen? Werden sich Hunderttausende einfinden, die in höchster Verzückung das Fell zum Dnepr tragen, um einen faulenden prekären Staatskadaver in die vorteilhafte Lage zu bringen, nicht jämmerlich verreckt zu sein, sondern heldenhaft im Endkampf besiegt? Davon ist kaum auszugehen.

Früher oder später wird folgerichtig Kanonenfutter verpflichtet werden müssen. Das wird es dann gewesen sein. Es ist nicht davon auszugehen, daß UnsereDemokraten™ in der Lage und gewillt sein werden, eine Wehrpflicht mittels Zwang durchzusetzen.

Weder die Unzahl sämtlicher Geschlechtsmutationen noch das Ersatzheer der eingepaßten Ersatzdeutschen wird mit Inbrunst die letzte Ruhestätte in den weiten Steppen Neurußlands akzeptieren.

Der Spaß fängt dann so richtig an. Wenn die Rekrutierungskommandos der Feldjäger durch Berlin-Gaza (formerly known as Neukölln) streifen, wird die Post abgehen, so daß die Schlacht um Pokrowsk wahrlich wie eine Badekur erscheinen mag.


PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.

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Das Merz-Angebot: Klassenkampf von oben

Das Merz-Angebot: Klassenkampf von oben

Von WOLFGANG HÜBNER | Es ist immer gut, wenn Politiker offen sagen, welche Zumutungen sie dem Volk angedeihen lassen wollen. Es konnte bisher schon bei jedem halbwegs informierten Zeitgenossen keinen Zweifel mehr über den vom Lügenkanzler Friedrich Merz verfolgten Kurs der Militarisierung und Kriegsertüchtigung gegen Russland geben. Wenn nun am Montag die BILD-Zeitung mit der knalligen Schlagzeile „Merz schwört die Deutschen auf Schrumpf-Lohn ein“ erscheint, dann ist das eine folgerichtige Konsequenz aus diesem Kurs. Es ist aber auch die Bestätigung, dass der Klassenkampf von oben gegen die große Mehrheit alles andere als nur eine Verschwörungstheorie ist.

Empörung und Wut derer, die nicht dem weniger als einem Prozent der Bevölkerung angehören, das fast alles hat und fast alles direkt oder indirekt kontrolliert, mag über diese Attacke verständlich sein. Doch damit ist nichts gewonnen. Die Klassenkämpfer von oben, deren Agent der BlackRock-Multimillionär im Kanzleramt ist, haben nicht vor, diesen Kampf zu verlieren. Und ihre Aussichten sind bestens: In vielen Jahren demokratischer und sozialer Illusionen, ermöglicht von unverfrorener Schuldenmacherei der Regierenden, ist die Masse der erfolgreich bunt durchmischten deutschen Bevölkerung dem Glauben an das Ende der Klassengegensätze verfallen.

So lange dieser Irrglaube noch nicht brutal von der Realität blamiert worden ist, können die besitzenden Angriffskrieger mit ihren Aktienpaketen der prosperierenden Rüstungsindustrie auf den Erfolg ihres Feldzugs vertrauen. Dabei werden sie sich nicht von der ruinierten Sozialdemokratie, von kastrierten Gewerkschaften und schon gar nicht von systemtreuen Massenmedien stoppen lassen. Ein ernsthaftes politisches Hindernis könnte die AfD werden. Allerdings nur dann, wenn deren Spitze nicht auch noch der verlogenen „Alle müssen Opfer bringen!“-Propaganda erliegen sollte.

Entscheidend wird jedoch die Reaktion der angegriffenen Massen in Deutschland sein. Sie haben zum äußeren Kriegskurs bislang keine nennenswerte Gegenwehr entwickelt. Wenn sie auch den von Merz und seinesgleichen erklärten Klassenkrieg schafsgeduldig hinnehmen, kann das große soziale Schlachtfest bald beginnen.


Das Merz-Angebot: Klassenkampf von obenWolfgang Hübner.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite und seinen Telegram-Kanal erreichbar.

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MEHA – MAKE EUROPE HEALTHY AGAIN: Internationale Experten fordern Gesundheitsreform im EU-Parlament

MEHA – MAKE EUROPE HEALTHY AGAIN: Internationale Experten fordern Gesundheitsreform im EU-Parlament

MEHA – MAKE EUROPE HEALTHY AGAIN: Internationale Experten fordern Gesundheitsreform im EU-Parlament

Die  EU-Kommission und die EU-Bürokratie waren eine treibende Kräfte für die Durchsetzung  der Corona Maßnahmen, der Impfkampagne und des digitalen Impfpasses.  Sie haben damit enorme Schäden nicht nur an der Gesundheit, sondern auch an Demokratie und Grundrechten angerichtet. Aus dem Parlament gibt es aber immerhin wissenschaftlich fundierten Gegenwind. Unter dem Motto „Make Europe Healthy Again“ […]

Der Beitrag MEHA – MAKE EUROPE HEALTHY AGAIN: Internationale Experten fordern Gesundheitsreform im EU-Parlament erschien zuerst unter tkp.at.

Deutschlands Chemieindustrie kollabiert

Deutschlands Chemieindustrie kollabiert

Deutschlands Chemieindustrie kollabiert

Die chemische Industrie in der Bundesrepublik taumelt immer weiter in den Abgrund. Und das seit mehreren Jahren. Der Standort Deutschland ist zu teuer, zu bürokratisch und auch dank der Klimawahnpolitik einfach nicht mehr rentabel. Das hat auch langfristige Konsequenzen.

Konjunkturelle Hoch- und Tiefphasen sind normal. Doch das, was sich seit Jahren in der deutschen Chemieindustrie abzeichnet, ist ein systematischer Niedergang einer Branche, die unter den politischen Fehlentscheidungen Berlins und Brüssels leidet. Wenn der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mittlerweile einen “radikalen Reset” fordert, ist das keine Wehleidigkeit. Vielmehr ist dies ein dramatischer Ausdruck dafür, was die Zahlen inzwischen aufzeigen.

Im Juli lag die Chemieproduktion 6,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Seit 2018 beträgt der Rückgang nahezu 22 Prozent. Diese Zahlen markieren keine temporäre Schwäche, sondern den Verlust internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Mit einer Auslastung von nur 71 Prozent operieren die Unternehmen deutlich unter der rentablen Schwelle. Ganze Produktionslinien werden stillgelegt, Investitionen abgezogen, Know-how abgebaut. Besonders die Grundstoffchemie – also jene Basis, auf der nahezu alle industriellen Wertschöpfungsprozesse beruhen – gerät in eine existenzielle Schieflage.

Weder der Binnenmarkt noch die Exportmärkte bieten noch nennenswerte Impulse. Während die Vereinigten Staaten mit Energiepreisen ein Drittel unter deutschem Niveau produzieren, verliert der Standort Deutschland in allen kostenrelevanten Faktoren. Selbst dort, wo Innovation traditionell stark war, wird inzwischen abgebaut, weil sich Investitionen schlicht nicht mehr rechnen. Nur die Pharmasparte wächst – allerdings als global integrierte Branche, die längst nicht mehr von der deutschen Industriepolitik abhängt.

Doch obwohl gerade die katastrophale Netto-Null-Politik mit ihren weltfremden “Klimazielen” eines der Hauptübel für die extrem hohen Energiepreise und zusätzliche bürokratische Hürden darstellt, wagt man es seitens der Branchenvertreter kaum, dies anzusprechen. Man könnte auch sagen, die Branche fordert mehr Wettbewerbsfähigkeit, akzeptiert aber gleichzeitig die politisch-ideologischen Dogmen, die sie verhindern.

Diese Diskrepanz ist symptomatisch für das gesamte deutsche Industriesystem. Es fehlt nicht an Kompetenz, sondern an politischer Rationalität. Die Energiewende, der Atomausstieg und die CO₂-Bepreisung haben eine Struktur geschaffen, in der industrielle Produktion nur noch unter staatlicher Kompensation überleben kann. Damit ist der Marktmechanismus weitgehend aufgehoben. Subventionen ersetzen Wettbewerbsfähigkeit, und politische Zielvorgaben treten an die Stelle ökonomischer Logik. Ein Systemfehler, den nur wenige überhaupt anzusprechen wagen.

Georgien – Das Gallien im Kaukasus

Georgien – Das Gallien im Kaukasus

anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert

Georgien – Das Gallien im Kaukasus

Georgien – Das Gallien im Kaukasus

Ob Palast-Erstürmung, brennende Blockaden oder Kekse verteilende Seniorinnen – die Routinen der Demonstranten sind nahezu die gleichen, ebenso wie die der darauf reagierenden Polizei. In Georgien startete 2003 die erste Farbrevolution im postsowjetischen Raum – und hier wird diese Ära auch beendet.

von Alexander Nossowitsch

Bereits in der Nacht nach den Wahlen wurde in Georgien routinemäßig versucht, den Präsidentenpalast zu stürmen – eher aus Gewohnheit wurden Reifen angezündet und Barrikaden errichtet. Ebenso routinemäßig löschte die Polizei die Reifen und zerstreute die Demonstranten mit Wasserwerfern. Alle diese Ereignisse brachen über das Wochenende aus und ebbten ebenso schnell wieder ab.

Es scheint keine Fortsetzung des “Banketts” zu geben. Es wird höchstens für die Anführer der Proteste stattfinden, allerdings nicht im üblichen Sinne: Sie treten nicht als Emissäre der “freien Welt” an die Macht, sondern werden mit hoher Wahrscheinlichkeit wegen des Versuchs inhaftiert, die verfassungsmäßige Ordnung zu stürzen. Das ist ihnen selbst schon klar geworden: Sie schieben einander die Verantwortung für den Sturm auf den Präsidentenpalast zu und verweisen auf die mythischen russischen Provokateure”.

Die am Samstag in Tiflis stattgefundenen Ereignisse lassen sich als eine Art “Nachschrift” zum Scheitern des Versuchs einer “Farbrevolution in Georgien bezeichnen. Vor einem Jahr hatte der liberal-globalistische Westen – der damals noch als Einheit auftrat – erhebliche Anstrengungen unternommen, um die georgischen Regierungsstellen dazu zu bewegen, eine zweite Front gegen Russland zu eröffnen. Damals war die politische Lage in Georgien mehrere Monate lang stark aufgewühlt: Westliche “Gesandte” waren auf dem lokalen Maidan” präsent, es gab Massendemonstrationen, Straßenkämpfe, soziale Netzwerke wurden genutzt, um Studenten zu Protestaktionen zu mobilisieren, und ältere Damen knieten vor den Spezialeinheiten – alles im Einklang mit den üblichen Methoden des Regimewechsels.

Damals gelang es der georgischen Regierung, Widerstand zu leisten und den Mehrheitswillen der Bevölkerung bei den Parlamentswahlen zu verteidigen. Das, was derzeit geschieht, ist ein Echo jener Ereignisse, die sich nun in beschleunigter Form als Farce wiederholen. Es finden erneut Wahlen statt, jedoch dieses Mal auf kommunaler Ebene. Erneut behauptet die Opposition, dass ihr der Sieg gestohlen worden sei, obwohl sie dieses Mal in vielen Wahlkreisen gar nicht an den Wahlen teilgenommen und diese Wahl im Voraus für illegitim erklärt hatte. Dabei beeilte sich Brüssel nicht, “seinen” Leuten in Georgien Unterstützung zu leisten – denn sie sind nicht diejenigen, für die man seine Wochenenden opfern würde, und für Washington sind diese Leute schon gar nicht die Seinen”.

Im Grunde beschreiten die Anhänger von Michail Saakaschwili denselben Weg wie Saakaschwili selbst: vom Präsidenten Georgiens zum Obdachlosen und jetzt zum Strafgefangenen.

Der zweite und wichtigste Punkt: Das klare Scheitern dieses fünften “Maidans” in Tiflis innerhalb von vier Jahren markiert nicht nur das endgültige Ende der Ära von Michail Saakaschwili in Georgien, sondern auch das Ende der Ära der “Farbrevolutionen” an sich. Diese Ära ist vorbei. Es ist symbolisch, dass Georgien, mit dem diese Ära im postsowjetischen Raum im Jahr 2003 begann, nun auch den Schlussstrich darunter zieht.

Die von Gene Sharp entwickelten Methoden zum Regimewechsel wurden über Jahrzehnte hinweg von westlich orientierten Politikern, Journalisten und Nichtregierungsorganisationen – als Agenten US-amerikanischer und europäischer Geheimdienste – angewendet und bis ins kleinste Detail analysiert und erforscht. Um diesen Methoden entgegenzuwirken, wurden bereits wirksame Gegenmaßnahmen entwickelt und erprobt. Das Einzige, was man dazu noch benötigt, ist die äußere Souveränität, die innere Legitimität, einen funktionierenden Staat und den politischen Willen der jeweiligen Regierungen, diese Gegenmaßnahmen auch umzusetzen.

Ebenso wie einfache Methoden verlieren auch soziale Methoden mit der Zeit an Aktualität. Das Vorhandensein eines “heiligen Opfers”, der “gerechte Zorn” der Menschenmenge, die Darstellung bestochener Aktivisten als Vertreter des gesamten Volkes, niedliche Mädels, die Soldaten Bänder an ihre Uniformen nähen, und rührende Omas, die ihnen Kekse anbieten – all diese politischen Manipulationen funktionieren nicht mehr. Der Trick wurde entlarvt, und der Zauberer beeindruckt nicht mehr. Doch man darf sich nicht entspannen, die Betrügereien nehmen immer neue Formen an. Die Betrüger werden sich immer an neue Bedingungen anpassen und neue Methoden entwickeln. Und das betrifft nicht nur betrügerische Telefonanrufe und Korrespondenz in sozialen Netzwerken, sondern auch die Großpolitik.

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Trump beweist, dass Migration unter Kontrolle gebracht werden kann

Trump beweist, dass Migration unter Kontrolle gebracht werden kann

Trump beweist, dass Migration unter Kontrolle gebracht werden kannWährend die USA handeln, steckt Europa im moralischen Stillstand. Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Zahl der Flüchtlinge, die 2026 über das U.S. Refugee Resettlement Program aufgenommen werden, auf nur 7.500 Personen zu senken – den niedrigsten Stand seit den 1980er-Jahren. Damit sendet Washington ein klares Signal: Migration kann unter Kontrolle gebracht werden, wenn der politische Wille vorhanden ist. In Europa hingegen […]

Der Beitrag Trump beweist, dass Migration unter Kontrolle gebracht werden kann erschien zuerst auf Philosophia Perennis.

Wenn Kapital zur Geisel wird: Warum Unternehmer jetzt über Standortalternativen nachdenken

Wenn Kapital zur Geisel wird: Warum Unternehmer jetzt über Standortalternativen nachdenken

Wenn Kapital zur Geisel wird: Warum Unternehmer jetzt über Standortalternativen nachdenken


Deutschlands Steuerzahler stehen vor einer weiteren Neuerung: Seit dem 1. Oktober werden die Bedingungen für Finanztransfers ins Ausland verschärft, Zahlungs- und Kapitalverkehr stärker reguliert, und Meldepflichten ausgeweitet. Wer sein Vermögen schützen will, sieht sich zunehmend gedrängt, Alternativen zu prüfen – insbesondere außerhalb der EU. Für viele Unternehmer, Investoren und Entscheider rücken z. B. Länder wie Nordzypern in den Fokus als Zufluchtsort finanzieller Freiheit und Rendite.

Von Holger W. Sitter

Denn während in Berlin noch über Steuererhöhungen diskutiert wird, zieht sich das Netz der Finanzregulierung für Deutschlands Unternehmer und Vermögende längst weiter zu. Neue Vorschriften, zusätzliche Meldepflichten und verschärfte Auflagen im Kapitalverkehr treten schrittweise in Kraft. Das Ziel: “Transparenz”. Die Folge: Eingeschränkte Bewegungsfreiheit für diejenigen, die Werte geschaffen haben.

Finanztransfers werden zur Hürde

Mit der Umsetzung internationaler Berichtspflichten und OECD-Standards für digitale Vermögenswerte reagiert Deutschland auf wachsende (übergriffige!) Anforderungen aus Brüssel. Doch hinter der Fassade der Harmonisierung steckt für viele Unternehmer eine unbequeme Wahrheit: Der Zugriff auf eigenes Kapital wird komplizierter.

Seit Oktober gelten strengere Offenlegungspflichten für Finanztransfers und Auslandsinvestitionen. Banken, Zahlungsdienstleister und Krypto-Plattformen werden stärker in die Pflicht genommen – und melden künftig automatisch mehr Daten an nationale und internationale Behörden.

Während der Gesetzgeber von Transparenz spricht, erleben Mittelständler und Investoren in der Praxis etwas anderes: mehr Bürokratie, mehr Unsicherheit, weniger Gestaltungsfreiheit.

Deutschland – Hochsteuerland mit schwindender Planbarkeit

Die Schere zwischen Belastung und Planbarkeit wird immer größer. Unternehmer klagen zunehmend über unklare Rahmenbedingungen, schwankende Steuerpolitik und fehlende Investitionsanreize. Wer heute Gewinne erzielt, weiß oft nicht, wie viel davon morgen noch übrig bleibt – oder wie lange sich der Standort Deutschland für Kapitalerhalt noch eignet.

Das Vertrauen in die langfristige Berechenbarkeit des Systems schwindet täglich. Energiepreise, Fachkräftemangel, Steuerdruck, und eine wachsende politische Fragmentierung tun ihr Übriges.

Ein erfahrener Finanzplaner aus München bringt es auf den Punkt: „Es geht nicht darum, Steuern zu vermeiden – sondern darum, Eigentum, Ertrag und Entscheidungsfreiheit zu bewahren.“

Der stille Exodus des Mittelstands

Längst sind es nicht nur die Großkonzerne, die neue Wege suchen. Auch und gerade mittelständische Unternehmer, die seit Jahrzehnten immer solide gewirtschaftet haben, prüfen zunehmend Alternativen. Ganz sicher nicht aus Abenteuerlust – sondern aus Vernunft und purem Selbsterhaltungswillen.

Immer häufiger fällt dabei der Blick auf jene Standorte außerhalb der Europäischen Union: Orte, an denen Eigentum noch geschützt, Investitionen noch eigenständig entschieden und Erträge noch nicht durch wachsende Abgabenpolitik aufgezehrt werden.

Der Gedanke an finanzielle Souveränität wird für viele zu einem leisen, aber spürbaren Antrieb – ganz gleich, ob sich diese Freiheit in Form einer Immobilie im Ausland, eines Unternehmenssitzes in einer Freihandelszone oder einer schrittweisen Diversifizierung des Vermögens zeigt.

Ein diskretes, aber stetig wachsendes Ziel solcher Überlegungen liegt z. B. unweit Deutschlands im östlichen Mittelmeer: Nordzypern. Nicht nur als Fluchtort, sondern vor allem als Option für mutige Menschen, die Verantwortung für ihr Vermögen und ihre Zukunft übernehmen.

Kapital braucht Vertrauen – und Raum

Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie sehr Finanzsysteme von Vertrauen leben. Wenn der Kapitalverkehr zur Risiko-Zone wird, suchen Investoren Stabilität – dort, wo Eigentum respektiert, nicht reglementiert wird. Wo Ertrag noch mit Eigenleistung in Verbindung steht. Und wo unternehmerisches Denken wieder eine Tugend ist – nicht ein Steuerproblem!

Verantwortung ist das neue Investment

Deutschlands wirtschaftliche Kraft lebt immer schon vom Mut seiner Unternehmer. Doch Mut braucht Rahmenbedingungen, die ihn zulassen. Wer langfristig denkt, muss heute schon handeln – strategisch, klug, und mit Blick auf Standorte, die Stabilität, Eigentumsschutz und Gestaltungsfreiheit vereinen.

Nicht jeder wird seine Zelte abbrechen. Aber jeder, der Werte bewahren will, sollte beginnen, über Grenzen hinauszudenken.

Aktuelle Neuerungen ab Oktober 2025 

Mehrere Gesetzes- und Verordnungsinitiativen verändern aktuell die Rahmenbedingungen:

  • Eingeschränkter Kapital- und Zahlungsverkehr mit bestimmten Personen oder Gesellschaften: Die Deutsche Bundesbank hat in Anordnungen regelmäßig bestimmte Gruppen ausgewählt, für die Kapitalbewegungen stärker überwacht oder eingeschränkt werden. Quelle: bundesbank.de
  • Meldepflichten bei Finanzkonten und Vermögenswerten im Ausland, sowie Informationsaustausch im Rahmen von OECD-Standards. Deutschland verstärkt die Pflicht zur Offenlegung von Auslandskonten und grenzüberschreitenden Beteiligungen.
    Quelle: ihk-muenchen.de
  • Steuertransparenzgesetze, insbesondere mit Blick auf Kryptowährungen und digitale Werte: Anbieter von Krypto-Dienstleistungen werden vermehrt zur Sorgfalt und Meldung verpflichtet. Änderungen bei DAC8 und verwandten Regelwerken werden umgesetzt. Quelle: morganlewis.com

Für Unternehmer heißt das: Das Spielfeld wird maximal eingeschränkt. Steueroasen werden kaum noch toleriert, der Druck zur Kontrolle wird größer. Wer früher handeln kann, kann sich bessere Rahmenbedingungen sichern – bevor der Gesetzgeber (und zwar absehbar) noch weiter verschärft.

Über Holger W. Sitter

Der Autor des Buches: „Fliegen ohne Flügel“ lebt seit 2022 im Norden Zyperns. Sein Consulting-Unternehmen MS Cyprus unterstützt Interessierte mit Informationen über rechtssichere Auslandsmöglichkeiten, Investitionen und Lebensmodelle jenseits der EU und ist auf Steuer-, Finanz- und Immobilienstrategien in sicheren Märkten spezialisiert.

So manipuliert Israel Irans Twittersphäre

Eine neue unabhängige Untersuchung von Social Forensics, finanziert vom National Iranian American Council (NIAC), hat ein weitreichendes, mit der israelischen Regierung verbundenes Netzwerk gefälschter Twitter-Konten aufgedeckt. Dieses Netzwerk wurde gezielt aufgebaut, um den persischsprachigen Diskurs zu dominieren und anti-iranische Narrative nach dem Tod von Mahsa Amini im Jahr 2022 zu verstärken.

Der Bericht analysierte 1,5 Millionen Tweets von 213.000 Konten und enthüllte ein Geflecht koordinierter, unechter Aktivitäten, das darauf abzielte, die Wahrnehmung des Iran zu manipulieren und die sozialen Medien mit regierungskritischen Botschaften zu überfluten.

Die Daten zeigen, dass fast die Hälfte dieser Konten zwischen 2021 und 2022 erstellt wurde, und ein Viertel nach Aminis Tod entstand – ein Hinweis auf staatlich gesteuerte Massenproduktion von Bot-Konten. Viele dieser Profile verwendeten Kronen-Emojis und Slogans von Reza Pahlavi, um sich als monarchistische Unterstützer auszugeben und den Eindruck einer großen, organischen Anti-Regime-Bewegung zu erzeugen.

Manufacturing dissent: How Israel manipulates Iran’s Twittersphere
——
A new independent investigation by Social Forensics, funded by the National Iranian American Council (NIAC), has exposed an extensive Israeli government-linked network of fake Twitter accounts built to dominate… pic.twitter.com/ulZDexzUpL

— The Cradle (@TheCradleMedia) October 5, 2025

Laut der Untersuchung waren 95 % dieser angeblich „monarchistischen“ Konten gefälscht. Sie wurden eingesetzt, um Hashtags zu verbreiten, die öffentliche Meinung zu verzerren und iranische Exilpersonen anzugreifen, die sich für Diplomatie einsetzen oder Israels Einflusskampagnen kritisieren.

Die Forscher konnten eine direkte Koordination innerhalb des Netzwerks auf das israelische Außenministerium und dessen offiziellen persischsprachigen Twitter-Account (@IsraelPersian) zurückverfolgen, der Dutzende dieser Fake-Konten folgt und mit ihnen interagiert. Die Leiterin der persischen Medienabteilung des Ministeriums, Sharona Soleimany Avginsaz, sowie Hananya Naftali, Netanyahus Berater für soziale Medien, wurden beide mit denselben Verstärkungsnetzwerken in Verbindung gebracht. Auch Emily Schrader, eine weitere prominente pro-israelische Digitalaktivistin, profitierte laut Bericht von koordinierter Bot-Unterstützung in diesem Netzwerk. Selbst Naftalis persischsprachiger Account – den er nicht persönlich betreut – wurde künstlich durch diese Bots aufgebläht.

Der Bericht schließt, dass diese Kampagne eine staatlich organisierte Operation widerspiegelt, die auf dem vom israelischen Außenministerium selbst beschriebenen Prinzip der „algorithmischen Diplomatie“ basiert – einem digitalen Propagandamodell, das mithilfe automatisierter Systeme Narrative durch Code manipuliert.

Das Ergebnis ist eine mächtige Illusion: eine persische Twittersphäre, die scheinbar von anti-iranischen, pro-israelischen Stimmen beherrscht wird – in Wirklichkeit jedoch eine staatlich gesponserte Fata Morgana aus Bots und Propaganda ist.

iacta alea est – Der Würfel ist gefallen

iacta alea est – Der Würfel ist gefallen

Von William Schryver

Wie ich schon lange befürchtet habe, scheint der Kult um #EmpireAtAllCosts (Imperium um jeden Preis) die Oberhand zu gewinnen.

Sie haben beide Hände auf einer Seite des Steuerrads.

Auf der anderen Seite steht das Team Friedenspreis, das sich mit einer Hand gegenseitig auf die Schulter klopft und mit der anderen einen Cheeseburger isst.

Nicht, dass es in dieser Situation überhaupt eine Wahl gäbe in der Frage: Krieg oder kein Krieg?

Wenn man eine geschwächte ehemalige Supermacht ist, die am Rande des internationalen und nationalen Zusammenbruchs steht, wird Krieg unweigerlich zur einzigen Illusion, die man sich in seiner Hybris vorstellen kann.

Hier sind einige der wichtigsten Überlegungen:

Das Schicksal des globalen Dollarsystems und seiner großen Türme imaginärer Sicherheiten steht auf dem Spiel. Und diese Türme werden nicht sauber in ihre eigenen Grundrisse fallen. Die Kollateralschäden werden beispiellos sein.

Die chinesisch-russische Drachenbären-Allianz hat die Grundlagen für die sich rasch abzeichnende multipolare Neuordnung der Weltmachtverhältnisse gefestigt.

Während die ewigen Zaungäste in Indien und der Türkei (und anderen kleineren asiatischen Mächten) ihren altbekannten Tanz der Unentschlossenheit aufführen, haben die beeindruckenden aufstrebenden Mächte in Nordkorea und im Iran ihr Schicksal dort gesucht, wo sie es suchen müssen, um zu überleben.

Das ist also die Schlachtordnung.

Die einzige Frage ist, WER, WO und WANN.

Viele in der Machtstruktur der USA stimmen mit den Briten und der verwelkten Hülle Westeuropas überein: Die Russen sind der Feind, der zuerst vernichtet und dann in Stücke gehackt werden muss, damit die „zivilisierte Welt” ihn nach Belieben verzehren kann.

Andere sind nach wie vor davon überzeugt, dass die Chinesen bei weitem die größte Bedrohung für die amerikanische Vorherrschaft und die „regelbasierte internationale Ordnung” darstellen. Sina delenda est!

Wieder andere, darunter die Befürworter eines „Großisraels”, sind entschlossen, den Iran zum ausgewählten Kriegsziel zu machen, dessen Preis die dominante Kontrolle über die Energieproduktion und -exporte am Persischen Golf wäre.

Die letztere Option folgt einer kalten, harten Logik, denn wenn es gelingt, den Iran als drittes Standbein des eurasischen Handels- und Währungsblocks zu neutralisieren, kann Chinas Zugang zu den Energieressourcen des Persischen Golfs unterbunden werden, ebenso wie Russlands Zugang zum Indischen Ozean über den internationalen Nord-Süd-Transportkorridor.

Ja, Trump redet hart darüber, Nicolás Maduro zu stürzen und eine Marionettenregierung in Venezuela zu installieren, die Washingtons Willen in Bezug auf die riesigen unerschlossenen Ölreserven des Landes umsetzt. Die US-Marine hat eine bescheidene Flotte bestehend aus einer Amphibious Ready Group und einigen Zerstörern in die Region entsandt, um die Bolivarische Republik zur Unterwerfung zu zwingen. Aber obwohl es fast sicher ist, dass das US-Kriegsministerium einen Art Enthauptungsschlag in Form von Stand-off-Raketen versuchen wird, schätze ich die Wahrscheinlichkeit, dass sie versuchen werden, ein paar Brigaden leicht bewaffneter Marines in Caracas zu landen, als gleich null ein.

Die meisten Menschen sind sich nicht bewusst, dass Venezuela 50 % größer ist als die Ukraine (die nach Russland das größte Land Europas ist) und für eine Invasionsarmee extrem schwierige geografische und logistische Herausforderungen mit sich bringt. Es würde zu einem ebenso unlösbaren Sumpf wie Vietnam werden.

Außerdem würde die Invasion und Eroberung Venezuelas den Vereinigten Staaten nichts wirklich Wichtiges einbringen. Es würde sicherlich nichts dazu beitragen, den raschen Niedergang der amerikanischen Weltvorherrschaft aufzuhalten. Und es würde Eurasien effektiv an den Block Russland, China und Iran abtreten.

Was Russland und China betrifft, so wäre es für die Vereinigten Staaten schlichtweg Wahnsinn, gegen eines dieser Länder Krieg zu führen. Es ist lächerlich, dies überhaupt in Betracht zu ziehen. Das amerikanische Militär würde innerhalb weniger Wochen die schockierendste Niederlage seiner Geschichte erleiden – wie ich in den letzten Jahren schon mehrfach geschrieben habe.

Damit bleibt der Iran als einziges ernsthaft in Betracht gezogenes Ziel übrig.

Die hoffnungslos propagandistisch beeinflusste amerikanische Öffentlichkeit und fast alle ihre idiotischen politischen Führer glauben, dass die angeblich mächtigen Luftstreitkräfte der USA und Israels den Iran mit einer überwältigenden Serie unaufhaltsamer Luftangriffe gedemütigt haben. Sie glauben, dass der Iran praktisch wehrlos geworden ist und dass weder Moskau noch Peking oder Pjöngjang es wagen würden, irgendetwas zu unternehmen, um Teheran gegen die vereinten Kräfte der USA und Israels zu unterstützen.

Ich bin mir sicher, dass sie sich irren, aber niemand wird das Ausmaß und die Tiefe dieser Täuschung erkennen, bis es zu spät ist, um noch umzukehren.

Das ist also der Stand der Dinge in der ersten Oktoberwoche 2025 – wir stehen am Rande eines Krieges, der ein für alle Mal offenbaren wird, wie mythologisch die militärische Überlegenheit der USA tatsächlich ist.

Die Macht ist vorgetäuscht.

Der Sommer ist vorbei.

Die Ernte ist eingebracht.

Die Würfel sind gefallen.

Trinkgeld

Scott Ritter: Der Zusammenbruch der NATO

Die Krise der NATO: Ein detaillierter Blick auf die aktuelle geopolitische Lage

In einer kürzlich ausgestrahlten Folge der Sendung Judging Freedom mit Moderator Andrew Napolitano sprach der ehemalige UN-Waffeninspekteur und Militärexperte Scott Ritter über die sich verschärfende geopolitische Lage – insbesondere über die schwindende Stärke der NATO, die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die potenziellen Risiken einer weiteren Eskalation.

Der folgende Artikel bietet eine umfassende Analyse der Themen, die Ritter in der Sendung ansprach, und beleuchtet die komplexen Zusammenhänge zwischen internationaler Politik, militärischer Strategie und wirtschaftlichen Herausforderungen.

NATO: Ein Bündnis in der Krise

Ritter beginnt seine Analyse mit einer provokanten These: Die NATO befinde sich in einem Zustand des fortschreitenden Zerfalls, der bereits bei ihrer Gründung 1949 angelegt war. Ursprünglich gegründet, um die Sowjetunion einzudämmen, die Deutschen „niederzuhalten“ und die USA in Europa zu verankern, habe das Bündnis nach dem Ende des Kalten Krieges seinen Daseinszweck verloren.

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion leide die NATO an einer existentiellen Sinnkrise, da es keinen klar definierten Feind mehr gebe. Diese Krise habe sich in den letzten Jahrzehnten durch politische und wirtschaftliche Fehlentwicklungen weiter verschärft.

Ein zentraler Punkt von Ritters Argumentation ist die militärische Schwäche der NATO. Während der Kalte Krieg das Bündnis zu einer der stärksten Militärallianzen der Welt gemacht habe, sei die militärische Kapazität der Mitgliedstaaten seitdem erheblich geschrumpft.

Viele NATO-Staaten seien von amerikanischen Waffensystemen abhängig, die jedoch nicht so effektiv seien, wie oft angenommen. Zudem habe sich gezeigt, dass die Lieferketten dieser Waffen instabil sind – insbesondere in Krisenzeiten, wenn die USA ihre Prioritäten auf andere Verbündete wie Israel verlagern. Diese Abhängigkeit und Unzuverlässigkeit hätten die Schlagkraft der Allianz massiv geschwächt.

Darüber hinaus kritisiert Ritter die wirtschaftspolitischen Fehlentscheidungen Europas, insbesondere die Abkopplung von russischer Energie. Diese Entscheidung habe eine strukturelle Krise ausgelöst, die die NATO in ihrer Funktionsfähigkeit direkt beeinträchtige.

„Wenn Europa kollabiert, kollabiert auch die NATO“, fasst Ritter zusammen.

Die hohen Energiepreise und die Abhängigkeit von teureren, weniger stabilen Lieferanten schwächten die Wirtschaftskraft der Mitgliedsstaaten – und damit auch ihre Fähigkeit, militärische Verpflichtungen zu erfüllen.

Ukraine: Ein Krieg der Zermürbung

Ein weiteres Kernthema der Diskussion war der Krieg in der Ukraine. Ritter beschreibt die russische Strategie als einen „Krieg der Zermürbung“, der darauf abzielt, die ukrainischen Streitkräfte systematisch zu schwächen.

Nach seinen Einschätzungen verliert die Ukraine täglich Hunderte Soldaten, während Russland seine Verluste auf ein „strategisch tragbares Maß“ begrenzen könne. Russland kontrolliere das Schlachtfeld, nutze Überlegenheit in Artillerie, Drohnen und Aufklärung – und zerstöre damit schrittweise die militärische Substanz der Ukraine.

Ritter betont, dass Präsident Wladimir Putin entschlossen sei, diesen Kurs fortzusetzen, ohne auf nennenswerten innenpolitischen Widerstand zu stoßen.

Gerüchte über Unzufriedenheit in russischen Eliten oder gar einen möglichen Putsch weist er entschieden zurück: Putin genieße breite Unterstützung in der Bevölkerung, und die westlich orientierten Eliten der 1990er Jahre seien heute politisch bedeutungslos.

Ein besonderes Augenmerk legt Ritter auf die Gefahr einer Eskalation durch westliche Waffenlieferungen, insbesondere durch den Transfer von Tomahawk-Marschflugkörpern.

Er warnt, dass die Lieferung solcher Systeme – etwa durch die Niederlande – eine direkte Konfrontation zwischen Russland und der NATO provozieren könnte. Russlands nukleare Doktrin sehe vor, dass ein Angriff mit solchen Waffen, selbst wenn er von einem Nicht-Atomstaat ausgehe, als Angriff der unterstützenden Atommacht (USA) gewertet werde – mit potenziell nuklearer Gegenreaktion.

Ritter fordert daher den US-Kongress auf, derartige Transfers zu blockieren, um eine globale Katastrophe zu verhindern.

Der Konflikt im Nahen Osten: Israel und Hamas

Neben der Ukraine analysiert Ritter die Lage im Nahen Osten, insbesondere den Krieg zwischen Israel und Hamas.

Er argumentiert, dass Israel sich in Gaza in einer strategischen Sackgasse befinde. Trotz massiver Offensive habe es die Hamas weder militärisch besiegt noch politisch entmachtet.

„Hamas hat überlebt – und das allein bedeutet Israels strategische Niederlage“, so Ritter.

Israel verliere täglich Soldaten und Panzer, während Hamas trotz enormer Zerstörung koordinierten Widerstand leiste.

Ritter interpretiert die jüngste Verhandlungsbereitschaft Israels über einen Waffenstillstand als Zeichen der Schwäche. Premierminister Benjamin Netanjahu brauche den Krieg, um sich politisch zu retten – ein Frieden würde ihn juristisch gefährden.

Trotzdem sei Israel gezwungen, über Verhandlungen nachzudenken: Die militärische Lage sei festgefahren, die internationale Isolation wachse, und selbst unter konservativen Amerikanern schwinde die Unterstützung.

Ritter bezeichnet die Geiselnahmen der Hamas als kalkulierte Strategie, die zwei Ziele erreicht habe:

  1. Israel in einen blutigen, moralisch verheerenden Konflikt zu ziehen,
  2. und die Freilassung palästinensischer Gefangener zu erzwingen.

Er warnt jedoch, dass Israel in seiner Geschichte immer wieder Abkommen gebrochen habe – weshalb diplomatische Zusicherungen skeptisch zu betrachten seien.

Die Gefahr einer nuklearen Eskalation

Ein zentrales Motiv in Ritters Analyse ist die wachsende Gefahr eines nuklearen Konflikts.

Er verweist auf das Auslaufen des New-START-Vertrags im Februar 2026, der die Zahl strategischer Nuklearwaffen begrenzt. Ohne Verlängerung drohe ein neues Wettrüsten zwischen den USA und Russland – mit dramatischen Folgen für die globale Sicherheit.

Die Stationierung von Tomahawk-Raketen in der Ukraine würde diese Dynamik verschärfen, da Russland solche Waffen als unmittelbare Bedrohung seines Territoriums einstufen würde.

Besonders gefährlich seien die jüngsten Äußerungen von US-General Christopher Donahue, der öffentlich erklärte, man könne den russischen Exklaven Kaliningrad „militärisch neutralisieren“.

Ritter nennt diese Aussage „selbstmörderisch“: Ein Angriff auf Kaliningrad wäre ein Angriff auf russisches Kernland – und würde eine massive Gegenreaktion auslösen. Er sieht darin einen Ausdruck amerikanischer Hybris: eine Rhetorik der Stärke ohne reale militärische Grundlage.

Fazit: Ein Aufruf zur Deeskalation

Scott Ritters Analyse zeichnet ein düsteres Bild der Weltlage.

Die NATO steht am Rande einer existentiellen Krise, geschwächt durch ökonomische Fehlentscheidungen, militärische Abhängigkeiten und politische Spaltung. Der Ukraine-Krieg droht mit jeder neuen Waffenlieferung weiter zu eskalieren, während Israel im Nahen Osten in eine strategische Sackgasse geraten ist.

Ritter appelliert an die internationale Gemeinschaft – insbesondere an die USA – zur sofortigen Deeskalation: Keine weiteren Waffentransfers, keine Provokationen, sondern Diplomatie und Abrüstung.

„Wenn Vernunft nicht bald siegt, wird der nächste Krieg nicht mehr konventionell sein.“

Die Botschaft ist eindeutig:
Ohne grundlegende Kursänderung steuert die Welt auf eine Phase nie dagewesener Instabilität zu – mit der NATO als bröckelndem Symbol einer Ordnung, die ihre Legitimation längst verloren hat.