Kategorie: Nachrichten
Machtkampf bei den „Grünen“!
Während Olaf Scholz (SPD) bereits von einer zweiten Amtszeit als Kanzler träumt, brodelt es im Kabinett gewaltig: Zwei „grüne“ Minister sind sich alles andere als grün und drei SPD-Minister wackeln heftig bzw. sind auf dem Absprung.
Hinter den Hauptstadtkulissen tobt ein erbitterter Machtkampf bei den „Grünen“. Ausgetragen wird er zwischen Außenministerin Annalena Baerbock und Vizekanzler/Wirtschaftsminister Robert Habeck.
Seit Baerbock ihren Rivalen Habeck in den Umfragen abgehängt hat, wittert die Außenministerin wieder Morgenluft. Insgeheim hängt sie noch immer ihrem Traum nach, die erste „grüne“ Kanzlerin zu werden.
Baerbock rechnet sich spätestens für die Bundestagswahl 2025 gute Chancen aus. Das parteiinterne Rennen mit Robert Habeck um die Kanzlerkandidatur bei den Ökosozialisten sei drei Jahre vor der (regulären) Wahl eröffnet, berichtete „Bild am Sonntag“.
Baerbock hier, Baerbock da
Auf ihren Auslandsreisen wie dieser Tage in Indien legt Baerbock Wert auf gefühlvolle Fotos – etwa beim Plätzchen-Backen mit Kindern. Oder beim Besuch eines Krankenhauses. Baerbock hier, Baerbock da – ob Ukraine, Nato oder Klimagipfel. Die Bilder aus dem Ausland sind eine Botschaft – sie sollen der „grünen“ Basis signalisieren: Seht her, ich kann es doch!
Rache schmeckt am besten kalt
Tatsächlich, so pfeifen es die Spatzen im Regierungsviertel von den Dächern, gilt das Verhältnis zwischen dem „grünen“ Vizekanzler und der „grünen“ Außenministerin als zerrüttet. Oder, um im Sprachbild zu bleiben: Beide sind sich nicht grün. Sie würden kaum noch miteinander sprechen, heißt es.
Baerbock hat noch eine Rechnung mit Habeck offen. Sie hat nicht vergessen, wie der sie 2021 als Kanzlerkandidatin während der Plagiatsaffäre um ihr Buch im Regen stehen ließ. Und anschließend mit nicht nur klammheimlicher Schadenfreude öffentlich Fehler beklagte.
Hinzu kommt Baerbocks Entmachtung direkt nach der Bundestagswahl: Habeck hatte ihr deutlich gemacht, dass er Vizekanzler werde – nicht sie, die „grüne“ Kanzlerkandidatin.
Rache ist eine Speise, die auch bei den „Grünen“ am besten mundet, wenn kalt genossen: Als Habeck zaghaft für längere AKW-Laufzeiten warb, stachelte Baerbock die Fraktion gegen ihn auf. Inzwischen reicht es nicht einmal mehr für gemeinsame Projekte: Baerbock und Habeck verfolgen jeweils ihre eigenen Strategien, etwa in der China-Politik.
Beide sammeln ihre Truppen, heißt es bei den Ökosozialisten. Klar scheint: Die „grüne“ Basis will dieses Mal bei der K-Frage mitentscheiden. Aktuell läge wohl Baerbock vorn.
Kabinettsumbildung im neuen Jahr
Immer offensichtlicher wird, dass Olaf Scholz Genossin Nancy Faeser nur als Innenministerin nach Berlin geholt hat, um deren Chancen zu verbessern, in Wiesbaden Ministerpräsidentin zu werden. In Hessen wird im Herbst 2023 gewählt. Faeser ist Chefin der Landes-SPD und rechnet sich gute Chancen als „Landesmutter“ aus.
Ihren Wechsel könnte Scholz zum Anlass für eine größere Kabinettsumbildung nehmen. Als „heißer Tipp“ für die Faeser-Nachfolge gelten in der Hauptstadt die SPD-Vorsitzende Saskia Esken oder der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD).
Scholz könnte dann in einem Aufwasch zwei weitere SPD-Luschen austauschen: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und Verteidigungsministerin Christine Lambrecht!
Für letztere wird bereits die Wehrbeauftragte Eva Högl (SPD) als Nachfolgerin gehandelt. Für die Lauterbach-Nachfolge halte sich die sächsische Sozialministerin Petra Köpping (SPD) bereit, heißt es. (oys)
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Reichsbürger-Putsch als Medien-Show

Wildes Medienspektakel rund um den laut Polizei vereitelten Putsch in Deutschland. Viele sorgen sich, dass der vereitelte Putsch eigentlich der erste Akt einer neuen Repressionswelle in Deutschland ist. 3000 Polizisten nahmen in einer Spezialoperation 50 Putschisten fest. Die Medien hautnah dran und vorinformiert. In der Politik war man bereits tagelang informiert. Ein „offenes Geheimnis“ sei […]
Der Beitrag Reichsbürger-Putsch als Medien-Show erschien zuerst unter tkp.at.
Das Corona-Unrecht und die Täter
anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert

Das Corona-Unrecht und die Täter
Sie haben mitgemacht. Sind zu Tätern geworden. Haben unbescholtene Bürger mit Hass und Gewalt überzogen, sie ihrer Freiheit beraubt. Haben kontrolliert, bedroht, gezwungen und bestraft. Gehetzt, gespalten, entmenschlicht und traumatisiert. Kritiker zu Staatsfeinden erklärt. Politiker, Journalisten, Wissenschaftler und Bosse waren sich nicht zu schade, sich als Totengräber der Demokratie zu betätigen und mittels quasireligiöser Dogmen und vermeintlich letzter Wahrheiten das Ende der liberalen Ordnung einzuläuten.
von Markus Klöckner und Jens Wernicke
Die innere Verfasstheit unserer Gesellschaft beruht auf der Gewissheit, dass die Grundrechte unveräußerlich sind und für alle Menschen gelten. Die Grundrechte sind nicht verhandelbar! Wer sie einschränken will oder angreift, muss mit Widerstand rechnen. Und die Grundrechte sind Abwehrrechte gegen Übergriffe des Staates und insofern als ein Schutzwall für die Bürger zu begreifen. Der Staat hat sich in der Pandemie unter Beteiligung der Medien, der Justiz und der Wissenschaft erlaubt, diesen Schutzwall wegzunehmen. Die bittere Erkenntnis lautet: Ein effektiver Grundrechtsschutz hat weitgehend nicht mehr bestanden.
In persönlichen Gesprächen, aber auch aus unzähligen Beiträgen in den sozialen Medien haben wir erfahren, dass die Übergriffigkeit des Staates für viele ein traumatisierendes Erlebnis war. Selbst in der eigenen Wohnung waren Bürger nicht mehr vor Übergriffen des Staates geschützt. Der Anruf eines Denunzianten in der Nachbarschaft hat ausgereicht, und Polizisten sind in Wohnungen eingedrungen, um zu kontrollieren, wie viele Menschen sich darin aufhielten. Zuweilen kam es vor den Augen von Kindern zu Szenen, die eines Rechtsstaates unwürdig sind.
Viele derjenigen, die aufgrund ihrer herausgehobenen Stellung in unserer Gesellschaft in der Lage gewesen wären, ihre Stimme zu erheben, um der Politik im Hinblick auf den Maßnahmenwahnsinn entgegenzutreten, haben geschwiegen oder, viel schlimmer, die Stimmung angeheizt. Hart, härter noch härter: So sollte der Staat gegenüber Menschen vorgehen, die zum Beispiel Bedenken hatten, sich einer „Impfung“ zu unterziehen. Durchgreifen. Konsequent. Ohne Wenn und Aber. Viele der Aussagen, die in diesem Buch und auf der Website ich-habe-mitgemacht.de dokumentiert sind, hatten eine enorme Wirkung.
Diejenigen, die so massiv gegen Impf- und Maßnahmenkritiker zu Felde gezogen sind, sind keine Dummköpfe. Wohl der größte Teil verfügt über hohe formale Bildungsabschlüsse. Viele von ihnen sind erfahren im Umgang mit der Öffentlichkeit. Von ihnen ist anzunehmen, dass sie wussten, ja: genau wussten, was ihre Aussagen auslösen würden. Viele dieser Akteure sind erfahren im Umgang mit Sprache. Wenn ein so versierter Journalist wie Nikolaus Blome (siehe das Titelbild dieses Beitrags) im Spiegel schreibt, die ganze Republik möge mit dem Finger auf die Ungeimpften zeigen, dann fällt es schwer zu sagen: „Ups, da waren die Emotionen wohl schneller als der Verstand. Schwamm drüber.“
Wer journalistische Arbeitsprozesse kennt, weiß: Solche Texte entstehen nicht zwischen Tür und Angel und sind innerhalb von zehn Minuten hastig geschrieben und ebenso schnell veröffentlicht. Solche Texte entstehen nach einer gedanklichen Auseinandersetzung mit einem Thema. Und es gibt eine Redaktion, die so einen Text gegenliest, prüft und, wenn nötig, redigiert. Anders gesagt: Unbedachtheit lässt sich hier kaum zugutehalten. Hinzu kommt: Uns ist von keinem prominenten Akteur bekannt, dass er sich öffentlich und glaubhaft für seine Aussagen und sein Verhalten in der Pandemie entschuldigt hat. (1)
Wie weit wären sie noch gegangen? Diese Frage muss einen umtreiben. Was hätten diejenigen, die gegen Impf- und Maßnahmenkritiker gehetzt haben, bei einer angeblich anhaltenden Pandemielage noch alles gesagt – oder getan? Wozu wären Politiker, Journalisten, Wissenschaftler, Richter und Mitbürger im Hinblick auf den Umgang mit Ungeimpften noch in der Lage gewesen? Wie weit wären die Menschen in unserer nächsten Umgebung noch gegangen? Wo wäre die Grenze für Arbeitskollegen, Nachbarn, Bekannte, Freunde oder Familienmitglieder gewesen? Oder anders gefragt: Hätte es für sie überhaupt Grenzen gegeben? (…)
„Ich hingegen möchte an dieser Stelle ausdrücklich um gesellschaftliche Nachteile für all jene ersuchen, die freiwillig auf eine Impfung verzichten. Möge die gesamte Republik mit dem Finger auf sie zeigen.“ (Nikolaus Blome, Kolumnist, Spiegel Online)
Der Beitrag des Spiegel-Kolumnisten Nikolaus Blome gehört wohl zu jenen in der Pandemie, die aufseiten der Maßnahmenkritiker und Ungeimpften die größte Empörung hervorgerufen haben. Aus einer Aussage wie seiner kann schnell mehr werden als nur ein „Fingerzeig“. Blome agiert als Brandstifter. Würde eine „gesamte Republik“ auf eine Minderheit zeigen (zum Glück ist nicht die „gesamte Republik“ dieser Handlungsanweisung gefolgt), dann wären wohl gewalttätige Übergriffe oder gar Lynchmorde nicht auszuschließen.
Bei der Einordnung und Analyse von Aussagen ist es wichtig, auch den Kontext zu berücksichtigen. Dazu gehört: Wo wurde die Aussage getätigt und wer tätigte sie? Blome ist Kolumnist für Spiegel Online. Das Nachrichtenportal gehört zu den reichweitenstärksten des Landes mit allwöchentlich Millionen von Lesern. Blome ist einer der bekanntesten Journalisten in Deutschland. Er war stellvertretender Chefredakteur und Politikchef der Bild-Zeitung und von 2013 bis 2015 leitete er als Mitglied der Chefredaktion das Spiegel-Hauptstadtbüro. Außerdem leitet er seit August 2020 das Politikressort bei RTL und n-tv. Mit anderen Worten: Hier spricht kein Schreiberling aus der fünften Reihe, der bei irgendeiner Wald- und-Wiesen-Zeitung arbeitet. Hier äußert sich in einer Kolumne ein Alpha-Journalist, dessen Meinung aufgrund seiner Reputation ein enormes Gewicht hat. Und Spiegel Online als allseits bekanntes Medium verleiht ihr noch mehr Gewicht.
Unter der Überschrift „Impfpflicht! Was denn sonst?“ schreibt Blome mit der spitzen Feder eines „Top-Kolumnisten“ zu einem Thema, das die ganze Republik bewegt. Es ist Dezember 2020, die Corona-Krise läuft seit etwa neun Monaten. Die Stimmung ist aufgeheizt. In Teilen der Bevölkerung geht die Angst vor einer drohenden Corona-Impfpflicht um. Blome positioniert sich eindeutig. Er vertritt die Auffassung, dass eine Impfpflicht eingeführt werden sollte, rechtliche Bedenken sieht er keine. Scharf geht er mit der Politik ins Gericht und kritisiert diese für ihre Haltung und ist der Auffassung, „an diesem Punkt ziert sich die Obrigkeit“. Dass Blome so pointiert, wie es sich für einen guten Kolumnisten gehört, an das Thema rangeht, kann man ihm natürlich nicht zum Vorwurf machen. Auch darf er die Auffassung vertreten, eine Corona-Impfpflicht sei angebracht (auch wenn er diese Auffassung im Hinblick auf das Recht auf körperliche Unversehrtheit besser nicht vertreten sollte).
Doch mit der Aussage, „möge die gesamte Republik mit dem Finger auf sie zeigen“, hat Blome mit der journalistischen Verantwortungspflicht gebrochen. Ein Journalist sollte viele Freiheiten im Hinblick auf seine Worte und seine Sprache haben. Eine freiheitlich-demokratische Gesellschaft kann und muss vieles ertragen, was von Journalisten als Meinungsäußerung in Form von Kommentaren, Kolumnen oder Glossen geschrieben und gesagt wird. Schließlich muss niemand ihre Meinung teilen. Es muss, gewiss, keine Goldwaage im Bereich der politischen Kommentierungen in der Presse verwendet werden. Doch über eine Aussage wie diese darf nicht einfach so hinweggegangen werden. Denn ein Journalist muss sich dessen bewusst sein, welch ein scharfes Schwert er mit der ihm gegebenen Reichweitenmacht hat. Und Blome ist kein unerfahrener Journalist, der bei seinen ersten journalistischen Gehversuchen „übersteuert“ und dem gegebenenfalls ein Redakteur sagen würde, dass er sich vergaloppiert hat. Blome kann man unterstellen, dass er seine Worte mit Bedacht gewählt hat.
Er sagt mit anderen Worten nichts anderes, als dass die Gruppe derjenigen, die sich nicht gegen Corona impfen lassen will, ein so verachtenswertes Verhalten an den Tag legt, dass man sie an den Pranger stellen sollte. Mit dem Finger auf jemanden zeigen heißt in unserem Sprachverständnis, jemanden bloßzustellen. Wenn ein Mensch auf einen anderen mit dem Finger zeigt, weil dieser aus seiner Sicht etwas getan hat, was moralisch verächtlich ist, dann kann das für den Betroffenen schon sehr schlimm sein. Wenn aber ein gesamtes Land einen Menschen oder eine Gruppe bloßstellt, dann hat das nichts mehr mit einem gewöhnlichen zwischenmenschlichen Konflikt zu tun. Man kann es auch anders ausdrücken: Blome stellt die Ungeimpften an den Pranger und fordert im Grunde dazu auf, sie öffentlich verächtlich zu machen und zu demütigen. Mit dieser Forderung aber gibt er einer Eigendynamik eines gesellschaftlichen und individuellen Verhaltens einen Raum, den er gar nicht kontrollieren kann.
Blome hätte sein Anliegen auch anders formulieren können. Er hätte, zum Beispiel, auch schreiben können: „Möge die Politik mit ihren Mitteln dafür sorgen, dass sich alle Bürger impfen lassen.“ Natürlich ist diese Formulierung inhaltlich etwas anders gelagert und nicht so scharf. Aber die Frage ist zu stellen, wie Blome überhaupt dazu kommt, in einer solch schwierigen und ohnehin angespannten Situation mit so brachialen Worten an die Öffentlichkeit zu treten. Stimmung schüren. Stimmung anheizen. Ja: aufheizen! Benzin ins Feuer gießen, das mag ein Journalist auch mal dürfen, aber es erfordert sehr viel Einfühlungsvermögen in Spannungssituationen und Verständnis von politischen und gesellschaftlichen Krisenzonen. Wer als Journalist zu diesen Mitteln greift, handelt so, als wolle er mit einem Sprengsatz eine Tür öffnen. Mitunter ist das Türöffnen auf diese Weise angebracht. Aber das sollte besser niemand tun, der kein ausgebildeter Sprengstoffexperte ist.
Blome hat den Sprengsatz trotzdem gezündet. Und er hat nachgelegt. Im November 2021 verfasste er eine weitere Kolumne, die es in sich hat. Darin heißt es: „Der Lockdown für alle kommt, das Hoffnungs-Narrativ der Politik zerbröselt. Wehe, wenn die Geimpften jetzt zornig werden.“ Und wieder zündelt der Spiegel-Kolumnist. Was wird denn nun sein, wenn, „wehe“, „die Geimpften jetzt zornig werden“?, möchte man Blome fragen. Was ging in seinem Kopf vor? Was hat er erwartet (oder sich womöglich gewünscht)?
Angesichts von Blomes Aussagen gibt es noch ein weiteres Problem. Was um Himmels willen ging in der zuständigen Spiegel-Redaktion vor, die offensichtlich nicht mäßigend eingegriffen hat? Die Pandemie hat gezeigt: Es gab eine unfassbare, wirklich beschämende Komplizenschaft in den Redaktionen mit den Scharfmachern und Einpeitschern. In einer gesunden Medienlandschaft hätten Medien die Hetzerei sofort aufgefangen und die Kraft des Grundgesetzes entgegengehalten. Blomes Zitat hätte man als Entgleisung abtun können. Aber dem war nicht so. Es gab kein mainstreammediales Korrektiv. Aus diesem Grund steht das Zitat auf dem Buch-Cover. Auch darüber muss geredet werden. Wie mehrmals in diesem Buch angesprochen: mit Anstand und im Sinne eines sauberen demokratischen Diskurses. Demokraten setzen Hass und Hetze nicht Hass und Hetze entgegen. Sie sind in der Lage, Kritik so zu formulieren, dass sie in einem konstruktiven Sinne ankommt. Es bedarf dringend, wirklich: dringend! einer Aufarbeitung des Verhaltens von Medien und Journalisten in der Pandemie.
„Na, herzlichen Dank an alle Ungeimpften. Dank Euch droht der nächste Winter im Lockdown. (…) Die angekündigten Maßnahmen in Sachsen und Bayern sind ein Schlag ins Gesicht für alle, die in den vergangenen Monaten solidarisch waren, die sich haben impfen lassen. (…) Alle Impfverweigerer müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, an der derzeitigen Situation mit schuld zu sein. Sie tragen Mitverantwortung dafür, dass die Gesellschaft wieder unter Druck gerät. (…) Und sie müssen sich fragen, welche Mitverantwortung sie haben an den wohl tausenden Opfern dieser Corona-Welle. Viel zu lange haben die politisch Verantwortlichen gezögert. Sie hätten viel früher den Druck auf Ungeimpfte erhöhen müssen. Sie hatten aber wohl Angst, dass sich die Wut der Ungeimpften in Wahlergebnissen niederschlägt. Das war fahrlässig und auch deswegen ist es nun, wie es ist: Die Welle lässt sich nicht mehr aufhalten.“ (Sarah Frühauf, Journalistin, MDR, Tagesthemen-Kommentar)
Die Tagesthemen hatten im Jahr 2021 im Durchschnitt pro Sendung 2,5 Millionen Zuschauer. Der Kommentar von Frühauf aus dem November 2021 konnte sich also einer enormen Reichweite erfreuen. Über ein Medium, das nach wie vor – zumindest in Teilen der Bevölkerung – über ein hohes Ansehen verfügt, attackiert sie unverhohlen die Ungeimpften. Gewiss, ein journalistischer Kommentar darf gerne zugespitzt und pointiert sein. Klare Worte, sagen, „was ist“, das macht einen guten Kommentar aus. Aber dieser Beitrag entbehrt jeder journalistischen Klasse. Er spaltet. In einer ohnehin bereits aufgeheizten Stimmung, in der die einen die Impfung und die anderen die Ungeimpften fürchten, heizt Frühauf die Stimmung noch weiter an. Bürger, Mitmenschen, die
Angst vor einer umstrittenen Impfung haben, pfercht Frühauf unter dem Begriff „Impfverweigerer“ zusammen. Sie bedient sich damit – wie es oft im Journalismus der Fall ist – eines Begriffs, der schön plakativ und „knallig“ ist, aber letztlich nicht zu einer differenzierten Debatte beiträgt. Im Gegenteil. Die Debatte wird kontaminiert. Der Bürger, der sich Sorgen um seinen Körper wegen der Impfung macht, ist sofort mit einem negativen Label versehen.
Solche Begriffe infiltrieren das Denken und können es auf eine Weise lenken, dass das Gegenüber nur noch in einer abgewerteten Form gedanklich erfasst werden kann. Der Begriff „weigern“ kann zwar auch positiv konnotiert sein, aber Mimik, Gestik und auch die weiteren Aussagen lassen keinen Zweifel, dass die Verwendung hier einen stark negativen „Dreh“ hat. Ein Verweigerer – ein Mensch, der in dem Tagesthemen-Kommentar die Position des Sturkopfes einnimmt. Ein Dickkopf, der nicht will, der sich verweigert, gleichsam wie ein störrischer Esel. Anstelle nach vorne zu gehen, seiner Aufgabe nachzukommen, bleibt dieses Tier („Vieh“) einfach stehen. Und wenn ein Esel nicht will, was sein Besitzer tut, dann muss der Besitzer eben „nachhelfen“. Frühauf setzt den Begriff „Impfverweigerer“ geschickt ein. Über den Qualitätsverfall im öffentlich-rechtlichen Journalismus wurde schon viel gesagt. Im Sinne einer journalistischen Qualitätskontrolle wäre es angebracht gewesen, von den jeweiligen verantwortlichen Redakteuren diesen Begriff zu streichen.
Geradezu perfide ist es, wie Frühauf den Begriff der „Solidarität“ verwendet. Menschen, die sich haben impfen lassen, seien „solidarisch“ gewesen. Sie überhöht dadurch die geimpften Bürger (und wertet parallel die Ungeimpften ab). Den Geimpften wird eine höhere (staatsbürgerliche) moralische Wertigkeit zugeschrieben. Während die einen „solidarisch“ sind, also im Geist der Gemeinschaft handeln, handeln die anderen unsolidarisch, sind also egoistisch, nicht am Gemeinwohl orientiert. Das ist eine überaus gefällige Erzählung von Frühauf. Und aus soziologischer Sicht spiegelt sie geradezu perfekt eine der Grundeinstellungen des „Prätentionshabitus“, wie er so oft im journalistischen Feld anzutreffen ist.
Die überwiegend aus der veritablen Mittelschicht stammenden Journalisten führen sich oft wie Moralapostel auf. Dadurch werten sie (unbewusst) auch ihre gesellschaftliche Position auf, die sich zwischen Unter- und Oberschicht befindet. Nirgendwo scheint der moralische Anspruch so hoch wie in weiten Teilen der Mittelschicht (nach außen hin). Ob er dann auch erfüllt wird, nun ja, das kann sicherlich jeder mit ein bisschen Beobachtungsgabe selbst herausfinden. Dieses Gerede von der Solidarität der Geimpften zerfällt auch dann sehr schnell, wenn man bedenkt, dass die reichen Länder zuerst Zugriff auf die Impfstoffe hatten. Wenn man schon daran glaubt, dass die Impfstoffe so unfassbar gut wirken, und von „Solidarität“ redet, dann darf die Frage erlaubt sein: Wo war die Solidarität von Frühauf und Co mit den Menschen in armen Ländern? Warum haben diejenigen, die hier von Solidarität reden, sich nicht solidarisch mit den armen Menschen in anderen Ländern erklärt und ihre Impfdosis nicht diesen Menschen gegeben? Solidarität hört doch, wie wir gerade im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine lernen, nicht an Ländergrenzen auf. Ja, ja, die Doppelmoral, sie wird so schnell sichtbar.
Frühauf fährt jedenfalls schwere Geschütze auf. „Mit schuld“ seien die Ungeimpften. Allein schon zu dem Begri „Schuld“ müssten in der Analyse hier Ausführungen folgen, die den Rahmen sprengen würden. Schuld und Sühne, Schuld und Schuldspruch: In den Aussagen von Frühauf schwingen Anklage und Schuldspruch wie im Gleichklang. Was Frühauf hier macht, darf man regelrecht als Hetzerei betrachten. Sie hetzt geradezu die Geimpften gegen die Ungeimpften auf.
Es hat etwas von publizistischer Brandstiftung, wenn anstelle der Erfassung einer hochkomplexen Situation mit einer Vielzahl von Variablen, die es zu betrachten gilt, ein Sündenbock ausgemacht und vor einem Millionenpublikum präsentiert wird. Legt man die inhaltliche Essenz dieser Aussage frei, dann sagt Frühauf, so die hier angestellte Interpretation, Folgendes: Du, Ungeimpfter, bist schuld am „Corona-Tod“ (mit oder an verstorben?) eines Mitmenschen.
Es braucht nicht viel Vorstellungskraft, was so eine Aussage unter Umständen anrichten kann. Sie ist wie gemacht, um Hass entstehen zu lassen. Inhaltlich ist sie in dieser Zuspitzung weder in medizinischer noch journalistischer Hinsicht zu vertreten. Die Gründe dafür, dass Menschen sich mit Corona infizieren, erkranken und dann auch noch versterben, sind multifaktoriell zu erfassen. Doch die Sinnwelt des Tagesthemen-Kommentars ist eindimensional.
Frühaufs „Kritik“ an der Politik zeigt hier sehr deutlich, dass Journalisten in der Pandemie mit Treiber einer Politik der Grundrechtsverletzung waren. Für nicht wenige Journalisten konnten Politiker gar nicht hart genug „durchgreifen“. Mittlerweile zeigen auch die Mainstreammedien, dass die Impfung eben kein Kindergeburtstag ist. Menschen sind aufgrund der Impfung schwer erkrankt. Ihr Leben ist zerstört. Und andere sind aufgrund der Impfung, wie es aussieht, gestorben. Das gilt es sich vor Augen zu halten. Es gilt sich vor Augen zu halten, dass es gute (!) Gründe gab und gibt, kritisch der Impfung gegenüberzustehen. Als Journalistin wäre es die Aufgabe von Frühauf gewesen, die Gründe dafür in Erfahrung zu bringen.
Aufgabe von Journalisten ist es, Sachverhalte, Informationen, Zusammenhänge fernab ihrer eigenen weltanschaulichen Überzeugungen zu sammeln und einzuordnen. Wer das nicht kann, ist für den Beruf des Journalisten nicht geeignet. Wenn Überzeugung Journalismus ersetzt, dann wird es oft düster. Der Kommentar von Frühauf war ein journalistischer Tiefpunkt.
„Jetzt bin ich genervt über die Schulklasse im Umkleideraum von meinem Sportverein, von der die Hälfte die Masken am Armgelenk trägt — auch nachdem ich sie darauf hingewiesen habe, dass sie dort niemanden schützen kann. Wieso gibt es da keine 6 für diese Schlampigkeit wie beim Vergessen der Sportschuhe? Keine Maske zu tragen (bzw. sie nicht richtig zu tragen), ist eine Form von fahrlässiger Körperverletzung — ich akzeptiere, andere vielleicht anzustecken. (…) Diese Schlampigkeit von renitenten Jugendlichen darf nicht hingenommen werden. Und jemand, der keine Maske tragen will, gehört aus dem Schuldienst entfernt. (…) Denen müssen wir klar sagen, dass es reicht. Schluss mit dem Herauszögern, Schluss mit dem Verschlampen, Schluss mit dem Umgehen der Vorschriften, Schluss mit dem Impf-Schmarotzertum. Herdenimmunität fällt nicht vom Himmel. Selten war es so leicht, sie zu bekommen. Ein Piks genügt.“ (Martin Zeyn, Redakteur, Bayerischer Rundfunk)
Der Kommentar von Martin Zeyn ist Ausdruck einer Machtfantasie, die über den „Machtbereich“ des BR-Redakteurs eindeutig hinausgeht. Wäre es nicht schön, einmal Diktator zu sein und bestimmen zu können, welcher Mensch und Bürger aufgrund bestimmter Verhaltensweisen wo sein darf und wo nicht? Man hört die Machtgelüste förmlich aus jeder Zeile tropfen. Ja, wenn Zeyn das Sagen hätte … ja, dann, dann wäre: „Schluss!“
Der Begriff „Schmarotzertum“ erinnert an die Sprache der Nationalsozialsten. Ein kurzer Blick in einen Wikipedia-Artikel: „Die jüdische Minderheit wurde von den Nationalsozialisten (…) oft mit Tiermetaphern oder mit rassistischen Vergleichen aus der Schädlingsbekämpfung beschrieben. So schrieb Hitler in Mein Kampf: ‘Der Jude ist und bleibt der typische Parasit, ein Schmarotzer, der wie ein schädlicher Bazillus sich immer mehr ausbreitet, sowie nur ein günstiger Nährboden dazu einlädt.’“
Ich halte nichts davon, bestimmte Wörter nicht mehr zu verwenden, nur weil sie im Dritten Reich gebraucht wurden (wie etwa Gleichschaltung). Wenn diese Begriffe aber zur Abwertung und Ausgrenzung von Menschen eingesetzt werden, dann ist Toleranz nicht angebracht. Der Begriff „Schmarotzer“ wirkt im Kontext dieses Artikels verheerend. Der BR als öffentlich-rechtlicher Rundfunk, dem besondere Verantwortungspflichten obliegen, muss sich die Frage gefallen lassen, wie er so eine Sprache zulassen kann. Deshalb: Insbesondere die Rolle der Öffentlich-Rechtlichen, aber auch das Verhalten der Journalisten und ihrer Vorgesetzten in der Pandemie müssen aufgearbeitet werden.
„Kommt drauf an, ob sich in den nächsten Monaten genug Leute impfen lassen. Sonst sage ich voraus, dass wir ab Mitte Oktober wieder Probleme bekommen. Ich lasse bei diesem Thema auch nicht locker. Ich finde auch, es wird höchste Zeit, dass die Impfpflicht kommt. Es ist asozial, sich nicht impfen zu lassen.“ (Wolfgang Niedecken, Musiker, Frontmann der Band BAP, Rhein-Neckar-Zeitung)
Auch die kulturellen Eliten haben bei der Abwertung der Ungeimpften mitgemacht. Was den BAP-Sänger, der sich doch so vehement gegen Rassismus einsetzt, zu dieser schlimmen Aussage getrieben hat, erschließt sich uns nicht. Wer selbstbestimmt über seinen Körper entscheidet und sich gegen die Corona-Impfung entscheidet, ist nicht „asozial“, sondern ein mündiger Mensch, dessen Entscheidung ein liberales Gemeinwesen zu akzeptieren hat. Es braucht niemanden, auch keine bekannten Sänger, die öffentlich mit einem derartig brutalen Begriff diese Mitbürger als außerhalb der Gemeinschaft stehend beschimpfen. Wer gegen Rassismus ist, sollte verstehen, was es bedeutet, Menschen und Mitbürger auszugrenzen.
„Hat jemand eine Idee, wie wir jemals aus dieser Pandemie kommen sollen, wenn sich Millionen von ultra-asozialen Vollidioten einfach nicht impfen lassen wollen? Wenn diese Deppen allen Ernstes glauben, dass man an der Impfung stirbt, und das, obwohl sie bereits milliardenfach (!) weltweit verabreicht wurde?“ (Andreas Läsker, Manager der Band Die Fantastischen Vier, via Facebook)
„Ultra-asoziale Vollidioten“? „Deppen“? Weitere Beschimpfungen, die ungeimpfte Mitbürger über sich haben ergehen lassen müssen. Woher mögen diese Aggression und der Hass gegen Ungeimpfte gekommen sein? Wie kommt der Manager der Fantastischen Vier dazu, mit den Ungeimpften auf eine sprachlich so übergriffige Weise ins Gericht zu gehen? Wir wissen: Viele Bürger ziehen ihre Realitätsvorstellungen aus den Medien. Gerade dann, wenn Medien Hass und Hetze gegenüber einer bestimmten Gruppe von Bürgern verbreiten, liegt es nahe, dass Bürger den von den Medien geschürten Hass aufgreifen und selbst weitergeben. Sie wähnen sich dabei noch im Recht. Sie glauben, sie seien „die Guten“. Wie Medien Scheinrealitäten erzeugen können, davon haben sie oft keine Ahnung. Medien müssen „die Wahrheit“ nur oft genug wiederholen, und nicht wenige Bürger glauben das, was sie in den Medien hören, lesen und sehen.
Wie hätten Läsker und so manch anderer Bürger reagiert, wenn die Berichterstattung nicht aggressiv, sondern liberal gegenüber den Ungeimpften gewesen wäre? Hätten sie dann auch auf diese Weise die Ungeimpften beschimpft?
„Man kann die Nichtgeimpften zwar nicht abführen oder zwangsimpfen, aber wir können sie von allem Möglichen ausschließen und uns so vor ihnen schützen.“ (Prof. Borwin Bandelow, Psychologe, Angstforscher an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Göttingen, Focus)
„Abführen“ und „zwangsimpfen“: Allein beim Aussprechen solcher Wörter sollte es jedem Demokraten kalt den Rücken runterlaufen. Fehlt nur das Wort „leider“, das aber unüberhörbar mitschwingt. Man will nicht wissen, was in so manchem Kopf während der Pandemie vorgegangen sein mag. In Anbetracht des nicht zu leugnenden faschistischen Moments wäre es unter verschärften Bedingungen wohl zu einem Albtraumszenario für die Ungeimpften gekommen. Aber Borwin Bandelow kann zufrieden sein, Ungeimpfte wurden tatsächlich „von allem Möglichen“ ausgeschlossen. Interessant nur, dass ein Angstforscher offensichtlich null Verständnis für Menschen aufbringt, die Angst vor einer Impfung haben. Und da spielt es keinerlei Rolle, ob diese Angst berechtigt oder nicht ist.
„Was es jetzt braucht, ist nicht mehr Offenheit, sondern ein scharfer Keil. Einer, der die Gesellschaft spaltet. (…) Richtig und tief eingeschlagen, trennt er den gefährlichen vom gefährdeten Teil der Gesellschaft.“ (Christian Vooren, Redakteur, ZEIT Online)
Unter der Überschrift „Die Gesellschaft muss sich spalten!“ positioniert sich der ZEIT-Online-Redakteur in seiner Kolumne in aller Deutlichkeit. Er ist der Auffassung, die Gesellschaft müsse sogar gespalten werden. In dem Beitrag wimmelt es nur so von abwertenden Begriffen: „Trotzige“, „Abgedrehte“, „Reichsbürger“, „Verschwörungsmythiker“. Die Signalwörter „Antisemitismus“ und „Rechtsextremismus“ garnieren die negative Rahmung der Gruppe, gegen die Vooren zu Felde zieht. Er stellt klar, wo er seine Mitbürger, die sich beharrlich einer Impfung verweigern, stehen sieht: an der „Blödsinnsflanke“. Für den Journalisten ist die Lösung denkbar einfach: Spaltung. Mit einem „scharfen Keil“, der „richtig und tief“ einschlägt, soll das Problem gelöst werden.
Was Vooren schreibt, ist brutal. Es ist im Sinne einer freiheitlich-liberalen Demokratie unerträglich. Wir fragen uns: Was für ein Demokratieverständnis liegt in diesen Zeilen? Die Unbequemen, die, die sich nicht so verhalten wie die Mehrheit, die es tatsächlich wagen, eine eigene Meinung zu haben, die sollen durch einen scharfen Keil, also: mit dem Hackebeil, abgetrennt werden von der Gesellschaft? Vooren glaubt ein „Problem“ erkannt zu haben. Was er offensichtlich nicht erkennt: Das tatsächliche Problem sind doch nicht Menschen, die im Hinblick auf einen umstrittenen Impfstoff ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit anführen. Das Problem sind doch keine „Querdenker“, die eine eigene Jobbörse für Ungeimpfte initiieren. Das eigentliche Problem sind seine Gedanken, die er in dieser Kolumne freimütig äußert.
Wo würde unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft landen, wenn sie alle Mitglieder, die nicht in „Reih und Glied“ laufen, mit einem „scharfen Keil“ von sich „abspalten“ würde? Wie genau würde die „Abspaltung“ mit einem „scharfen Keil“ aussehen? Sollten alle, die sich der Impfung widersetzen, von einem Überfallkommando aus ihrer Wohnung gezerrt werden? Samt Kindern? Und dann? Wohin sollte man sie bringen? Nach „Madagaskar“? So wie damals, in dieser nicht so ganz hellen Zeit, vorgeschlagen? Was würde man mit ihnen machen wollen, wenn sie nicht mehr Teil dieser Gesellschaft sein dürften? Ich meine, die Formulierungen mit einem „scharfen Keil“ und „richtig und tief einschlagen“ lassen nicht viele Optionen zu. Um es abzukürzen: Dieser Beitrag gehört mit zum Schlimmsten, was sich Journalisten in der Pandemie geleistet haben. (…)
Wenn diese Gesellschaft wieder zueinander finden will, dann muss dringend und zwingend eine Aufarbeitung erfolgen. Es bedarf nicht nur eines Untersuchungsausschusses. Es bedarf eines Untersuchungsausschusses für jeden zentralen Bereich unserer Gesellschaft, der in der Pandemie die allgemeinen und seine eigenen Werte mit Füßen getreten hat, der nicht seiner Aufgabe nachgekommen ist, Demokratie und Grundrechte zu schützen. Ob Politik, Justiz, Medien: Ihr Verhalten muss Gegenstand von offiziellen, anerkannten Untersuchungsausschüssen sein, denen auch die schärfsten Kritiker der Maßnahmen und der Impfung angehören.
Die Pandemiepolitik, samt ihren katastrophalen Fehlentscheidungen, muss aufgebarbeitet werden, genauso die Hetze und Diskriminierung gegenüber Ungeimpften und Maßnahmenkritikern. Parlament, Justiz und Medien sind zentrale Säulen unserer Demokratie. In der Pandemie sind alle Säulen regelrecht zerfallen. Sie haben dem Druck nicht standgehalten. Daher muss alles auf den Tisch. (…) Wir dürfen nie mehr wieder, ob bei einer neuen Pandemie oder wann auch immer, in eine Situation kommen, in der ein effektiver Grundrechtsschutz nicht mehr gegeben ist und faschistische Entwicklungen zu erkennen sind. Denn das war der Fall.
Der Beitrag Das Corona-Unrecht und die Täter ist zuerst erschienen auf anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert und wurde geschrieben von Redaktion.
Craig Murray reist durch Deutschland
Trains (Mostly) Planes and Automobiles Part 3
„Es gibt eine weitere Besonderheit. Der Laptop scheint aus der Laptoptasche genommen worden zu sein, aber der ziemlich große Bargeldbetrag in der Tasche wurde nicht mitgenommen. Was jedoch auch verschwunden ist, sind meine Herzmedikamente (Apixaban und Digoxin für Medizinisch Interessierte), die in ihren Schachteln waren und in meiner Laptoptasche in einer Ziploc-Sandwichtasche aufbewahrt wurden.
Durch einen der seltsamen kleinen Zufälle des Lebens stellte Niels, der mit einem anderen Zug aus Erfurt ankam, noch am selben Tag fest, dass sein lebenswichtiges verschreibungspflichtiges Medikament aus seinem Gepäck verschwunden war. Also müssen wir beide unsere Rezepte sortieren.
Der Tag wird mit mehreren Hin- und Rückfahrten zum Bahn-Fundbüro und mit einer Anzeige bei der Polizei verbracht. Der Tresen des Fundbüros wechselt zwischen einem Mann mit Schirmmütze, der einen ignoriert, und einer Frau mit Schirmmütze, die die Leute anschreit, sie sollen verschwinden. (…)
Das Regal war aus Glas, vermutlich absichtlich, damit man nach oben schauen und seine Taschen durchsehen konnte. Aufgrund der jüngsten Erfahrung blickte ich immer wieder auf und sah den beruhigenden Anblick des grün-weißen Gepäcketiketts an meiner Laptoptasche, das gegen das Glas gedrückt wurde.
Und dann habe ich nicht.
Kurz bevor wir in Bochum ankamen, schaute ich noch einmal nach oben, und es war einfach nicht da. Es war weg.
Ich war verblüfft. Niels rannte runter und sammelte unsere anderen Taschen zusammen, dann suchte er nach meinem Laptop. Ich fing an, alle im Bus zu fragen, ob sie die Tasche gesehen oder gesehen hatten, wie jemand die Tasche genommen hatte.
Um fair zu sein, hat dies in Deutschland eine viel bessere Resonanz gefunden als in Großbritannien. Praktisch alle standen auf und begannen herumzuwühlen. Ein großer Mann war besonders hilfreich und begann loszufahren und Leute dazu zu bringen, in benachbarten Waggons zu suchen. Aber alles umsonst; niemand konnte etwas finden und niemand hatte etwas gesehen.
Wir fuhren in Bochum ein. Niels stand da und verhinderte, dass die Tür wieder geschlossen wurde, während wir suchten, was das Bahnpersonal einschaltete. Am Ende stieg er mit dem Gepäck aus, während ich im Zug blieb und die Suche bis zur nächsten Station fortsetzte.
Bei Dortmund musste ich aufgeben. Ein zweiter Laptop in fünf Tagen wurde mir gestohlen.
Zurück ging es mit einem Nahverkehrszug nach Bochum. Ich hatte nicht nur meinen Laptop verloren, sondern viele wichtige Tickets, Quittungen und Dokumente in der Tasche und – und das ist für mich entscheidend – meine Lesebrille.
Als der erste Laptop verschwand, räumte ich ein, dass es möglich war, dass ein Dieb ihn schnell aus der Tasche genommen hatte, ohne zu bemerken, wie alt und ramponiert er war.
Aber ich hatte meinen neuen Laptop während der Fahrt nicht aus der Tasche genommen, und es gab keine Möglichkeit zu wissen, dass überhaupt ein Laptop darin war. Es lag neben Niels‘ viel wertvollerer Kameratasche, die unberührt war.
Der ganze Waggon war mit Gepäck überschwemmt, vermutlich weil es vom Frankfurter Flughafen kam. Die Regale an den Wagenenden waren überfüllt mit teurem Gepäck, direkt neben den Türen, weg von ihren Besitzern und an einem Bahnhof sehr leicht zu stehlen.
Warum sollte ein einfacher Dieb stattdessen meine zerbeulte Tasche direkt über dem Kopf ihres Besitzers stehlen?
Es macht offensichtlich überhaupt keinen Sinn.“
Martin Reichardt fordert Koalition aller Parteien gegen Kinderarmut

In der vergangenen Plenarwoche brachte die AfD-Fraktion im Bundestag zwei Anträge zur Unterstützung bzw. Entlastung von Familien und dem Entgegenwirken von Kinderarmut ein. Schon in der letzten Legislaturperiode hatte die AfD mit diesem Antrag den Versuch unternommen, Familien in Deutschland unter die Arme zu greifen und Kinderarmut zu bekämpfen – leider erfolglos. Kinderarmut ist in […]
Indiens Landwirte lehnen GVO ab – Weltöffentlichkeit will keine gentechnisch veränderten Lebensmittel
Colin Todhunter
Viele Wissenschaftler, die sich für die Deregulierung der „neuen genomischen Techniken“ (NGT) in der Europäischen Union einsetzen, haben entweder direkte oder indirekte Interessen an der Kommerzialisierung und Vermarktung neuer genetisch veränderter Organismen (GVO). Sie haben Patente oder Patentanmeldungen oder andere Verbindungen zur Saatgutindustrie.
Zu diesem Ergebnis kommt ein von den Grünen/EFA im Europäischen Parlament in Auftrag gegebener Untersuchungsbericht vom September 2022 – Behind the smokescreen: Vested interests of EU scientists lobbying for GMO deregulation. Diese Wissenschaftler werden finanziell oder in Bezug auf ihre Karriereentwicklung profitieren, entweder persönlich oder durch ihre Organisationen.
FOAM Organics Europe, ein Dachverband für ökologische Lebensmittel und Landwirtschaft, stellt fest, dass eine Gruppe von 91 internationalen Wissenschaftlern und Politikexperten eine öffentliche Erklärung veröffentlicht hat, in der sie sich gegen die Verwendung des Begriffs „Präzisionszüchtung“ zur Beschreibung von Gen-Editierung aussprechen, mit der Begründung, dass dieser Begriff „technisch und wissenschaftlich ungenau ist und daher das Parlament, die Regulierungsbehörden und die Öffentlichkeit in die Irre führt“, da Gen-Editierung weder präzise ist noch eine Züchtung darstellt.
Die FOAM zitiert Claire Robinson von der Industrieaufsichtsbehörde GMWatch, die sagt:
Es ist nicht nur irreführend, sondern auch gefährlich, da die Deregulierung dieser neuen Techniken schwerwiegende sozioökonomische Folgen sowie potenziell gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt haben wird.“
Der Europäische Gerichtshof erkannte dies 2018 an und entschied, dass Organismen, die mit neuen gentechnischen Verfahren gewonnen wurden, im Rahmen der bestehenden GVO-Gesetze der EU reguliert werden müssen. Die landwirtschaftliche Biotech-Industrie hat jedoch intensive Lobbyarbeit geleistet, um die Rechtsvorschriften zu schwächen: Bis Ende 2021 hatte die Branche mindestens 36 Millionen Euro für Lobbyarbeit bei der EU ausgegeben.
Der Druck auf GVO und ihre neueren NGT-Versionen ist unerbittlich – trotz der Risiken und obwohl die meisten Bürger sie nicht wollen. Das geht aus einer Studie des Pew Research Center hervor, die zwischen Oktober 2019 und März 2020 durchgeführt wurde.
In Russland zum Beispiel halten 70 % der Öffentlichkeit gentechnisch veränderte Lebensmittel für generell unsicher. In Italien sind es 62 %, in Indien 58 % und in Südkorea 57 %.
Bei der Überprüfung von Forschungsergebnissen über die öffentliche Wahrnehmung von GVO kommt GMWatch zu dem Schluss, dass viele Verbraucher keine gentechnisch veränderten (einschließlich gentechnisch veränderter) Lebensmittel wollen und eine große Mehrheit wünscht, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel auf ihre Sicherheit geprüft und gekennzeichnet werden.
Die Argumente für GVO sind schwach, trotz der ständigen PR der Industrie, dass GVO für die Ernährung der Welt notwendig seien. GMWatch weist darauf hin, dass gentechnisch veränderte Nutzpflanzen den Ertrag nicht erhöhen, sondern in einigen Fällen sogar verringern (wie in dem Buch GMO Myths and Truths beschrieben). Außerdem wird der Hunger in der Welt nicht durch einen Mangel an landwirtschaftlicher Produktivität verursacht, sondern durch Armut und ein von Natur aus ungerechtes globalisiertes Nahrungsmittelsystem.
Dennoch hält das Bestreben der Industrie, gentechnisch veränderte Pflanzen auf die Felder zu bringen, überall auf der Welt an. In Indien hat die oberste Aufsichtsbehörde des Landes kürzlich den Anbau von GV-Senf genehmigt. Dies wäre die erste gentechnisch veränderte Nahrungspflanze Indiens.
Und das trotz einer Klage im öffentlichen Interesse vor dem Obersten Gerichtshof, um den Anbau zu verhindern, und trotz der weit verbreiteten Ablehnung von GV-Senf durch Bauernorganisationen. Das ist auch Ashwani Mahajan nicht entgangen, dem nationalen Co-Convenor von Swadeshi Jagran Manch, einer Organisation, die sich für die Selbstversorgung einsetzt und mit der regierenden BJP des Landes verbunden ist.
Er schreibt auf Twitter:
WAS FÜR EINE IRONIE! Die Regierung hat noch keinen angesehenen Landwirtschaftsführer gefunden, der gentechnisch veränderten Senf unterstützt, und sie behaupten, dass sie gentechnisch veränderten Senf im Interesse der Landwirte einführen.“
Ashwani bezieht sich auf einen Brief, den führende Landwirte an Premierminister Modi geschrieben haben und in dem sie ihn auffordern, den Einsatz von GV-Senf sofort zu stoppen.
Die Bedenken, die in dem Brief der Bauernführer geäußert wurden, sind in den zahlreichen eidesstattlichen Erklärungen im Rahmen des GM-Senf-PIL vor dem Obersten Gerichtshof dargelegt worden (der Online-Artikel Prominenter Anwalt Prashant Bhushan fordert die indische Regierung auf, die Kommerzialisierung von GM-Senf zu stoppen, gibt einen Überblick über einige der wichtigsten Beweise).
Das Schreiben richtet sich gegen die Entscheidung des Gentechnik-Bewertungsausschusses, die Freisetzung von gentechnisch verändertem HT-Senf, der Hybride DHM-11 und ihrer Elternlinien in die Umwelt zu genehmigen. Diese Elternlinien sollen an private und öffentliche Forscher verteilt werden, um weitere Hybriden zu entwickeln.
Die Bauernführer wenden sich an Premierminister Modi:
Die Landwirte sind bereits in Bedrängnis! Dieser HT (Herbizid-tolerante) Senf wird sie weiter zum Einsatz eines tödlichen Herbizids (Glufosinat) zwingen, von dem nur große agrochemische Konzerne wie Bayer, der Hersteller dieses Herbizids, profitieren werden. Die Regulierungsbehörden Ihres Ministeriums haben verschiedene ‚Behauptungen‘ zugunsten der Freigabe von DHM-11 aufgestellt, die allesamt jeder Logik und Wissenschaft entbehren.“
In dem Schreiben heißt es, dass unabhängige Wissenschaftler Behauptungen über Ertragssteigerungen durch GV-HT-Senf als hohl und unbegründet entlarvt haben. Die Daten wurden gefälscht und manipuliert, und die Protokolle wurden stark beeinträchtigt:
Es ist unwissenschaftlich, dass die indische Regierung und ihre Aufsichtsbehörden die falschen Behauptungen der Pflanzenentwickler nachplappern… Die Erträge werden sinken, wenn dieser GV-Senf zugelassen wird – das liegt daran, dass dieser GV-Senf im Vergleich zu anderen Nicht-GV-Sorten und Hybriden auf dem Markt wenig ertragreich ist.
Es wird oft behauptet, dass dieser gentechnisch veränderte Senf eine indische Schöpfung ist. Aus dem Schreiben geht jedoch klar hervor, dass es sich um ein Bayer-Konstrukt handelt, eine patentierte Technologie von Bayer Crop Science, und dies wurde den Menschen in Indien verschwiegen.
Unabhängige Experten, die die vom Pflanzenentwickler an der Universität Delhi vorgelegten Daten zur biologischen Sicherheit geprüft haben, haben deutlich darauf hingewiesen, dass der gentechnisch veränderte Senf nicht streng und angemessen getestet wurde und dass er nie als herbizidtolerante Pflanze geprüft wurde.
Das sagen die Bauernführer:
Wichtig ist auch der Hinweis, dass Glufosinat ein gefährliches Herbizid ist, wie Glyphosat. Es ist unverantwortlich, dass die Aufsichtsbehörde die Freisetzung in die Umwelt empfiehlt und dann verlangt, dass nach der Freisetzung in die Umwelt Tests durchgeführt werden, wohl wissend, dass es sich bei der Gentechnik um eine lebende Technologie handelt, die unumkehrbar und unkontrollierbar ist.“
Die Befürworter von gentechnisch verändertem Senf sagen, dass er dazu beitragen wird, die Speiseölimporte Indiens zu senken. Indien ist jedoch nahezu autark, was die Nachfrage und das Angebot an Senf betrifft. In dem Schreiben werden auch die nachteiligen Auswirkungen auf den Handel erörtert, die sich ergeben, wenn man zulässt, dass GVO die indische Lebensmittelversorgung kontaminieren.
Premierminister Modi wird auch darauf hingewiesen, dass gentechnisch veränderte Pflanzen wie DHM-11 durch Auskreuzung benachbarte Pflanzen kontaminieren werden. Er wird gefragt: Wie wird die Reinheit des Saatguts und der Kulturpflanzen gewahrt und die Bio-Zertifizierung geschützt? Und da gentechnisch veränderter Senf herbizidtolerant ist, besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass die Landwirte in eine kostspielige, gesundheits- und umweltschädigende chemische Tretmühle geraten.
In dem Schreiben heißt es, die GVO-Technologie sei unbewährt und stark von Agrochemikalien abhängig. Gentechnisch veränderte Pflanzen würden einen unnötigen zusätzlichen Druck auf ein System ausüben, das die Landwirte ohnehin schon auspresst, und die Risiken in der Landwirtschaft noch erhöhen.
Außerdem:
Mit gentechnisch veränderten Pflanzen geben wir eindeutig unsere Souveränität an Konzerninteressen ab, die unsere Lebensmittelversorgung und unsere Fähigkeit, unsere eigene Lebensmittelkette zu kontrollieren, bedrohen werden.
Indien ist ein Zentrum der Senfvielfalt, und mehrere hochrangige offizielle Ausschüsse haben sich immer wieder gegen transgene Technologien bei Kulturpflanzen ausgesprochen, für die das Land das Zentrum des Ursprungs oder der Vielfalt ist.
Das Schreiben schließt mit einer Warnung:
Wenn die indische Regierung die Interessen von Bürgern wie uns nicht in die Politikgestaltung im Zusammenhang mit solchen gefährlichen Technologien einbezieht, werden wir gezwungen sein, unsere Kämpfe zum Schutz unserer Interessen zu verstärken.
Solche Maßnahmen sind notwendig, weil Landwirte und die Öffentlichkeit GVO ablehnen, aber kompromittierte Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger eine risikoreiche Technologie fördern, deren Notwendigkeit nicht erwiesen ist, um die Profite der Industrie zu steigern, indem sie die Eroberung des Marktes und die Verdrängung einheimischer Produktionssysteme erleichtern.
Colin Todhunter ist Spezialist für Entwicklung, Ernährung und Landwirtschaft und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Centre for Research on Globalization in Montreal. Sie können sein „Mini-E-Book“, Food, Dependency and Dispossession: Cultivating Resistance, hier bestellen.
Die Regierung warnt offenbar nur, wenn keine Gefahr besteht…
… oder wie soll man das hier einordnen:
Bundesweiter Warntag: Um 11 Uhr schrillten die Handys | tagesschau.de:
„Es besteht keine Gefahr.“
Ahrtal-Katastrophe 2021, Hermann Ploppa:
„Als die Flut kommt, weht eine Kette von entsetzten Schreien durch die Gassen. Dann buchstäblich Totenstille. Bis jetzt werden immer noch die Leichname von Flutopfern aus dem überall präsenten Schlamm geborgen. Freiwillige Helfer bergen aus einer Kirche die Körper von zwanzig Ertrunkenen. Die Zählmarke der unglückseligen Ertrunkenen hat die 200er Marke überschritten. Da noch tausende Personen vermisst werden, müssen wir uns darauf gefasst machen, dass noch viel mehr Todesopfer zu befürchten sind. Das Ahrtal ist zerstört wie nach einem Bombenangriff. (1).
Einige Merkwürdigkeiten
Was verwundert: die Augenzeugenberichte sind zu zahlreich, als dass es sich hier um zufällige Momentaufnahmen handeln könnte. Aus dem Mosaik der Augenzeugenberichte schält sich das Bild einer unterlassenen Hilfeleistung in monströsen Ausmaßen seitens der Behörden und Medien ab. Sicher, es sind vor Ort auch Einheiten des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehren gesichtet worden. Aber das ist eher die Ausnahme als die Regel. An vielen Orten ist offenbar über die Tage keine Hilfe angekommen. Aus anderen Bundesländern herbei geeilte Züge des THW und der Feuerwehr wurden wieder nach Hause geschickt. Die Hilfsdienste benötigen den Einsatzbefehl der örtlichen Verwaltung, um loslegen zu können.
Diese Genehmigung wurde aus unerfindlichen Gründen oft nicht erteilt. Vereinzelt gingen dann Feuerwehrleute in Eigeninitiative an die Unfallorte und halfen als Privatleute. Das Gros der Nothilfe ging von Landwirten und Bauunternehmern aus, die in großer Zahl in das Ahrtal geeilt sind mit ihrem optimal geeigneten Maschinenpark. Das alles geschieht auf eigene Initiative und auf eigenes Risiko. Doch auch diese hervorragend geeigneten Nothelfer wurden immer wieder in ihrer Arbeit durch Einheiten der Polizei gestört. Maskierte Polizisten in Bürgerkriegsmontur sperrten Rettungswege ab und verlangten von den Helfern die Einhaltung der Corona-Regeln. Die Vertreter der Obrigkeit stören die Rettungsabläufe nicht anders wie besoffene Dorftölpel. (…)
Denn jetzt ist die Hydrologin Hannah Cloke von der Universität Reading in Großbritannien an die Öffentlichkeit getreten. Sie wirft der Bundesregierung ‚monumentales Versagen‘ der Kommunikationswege vor (7). Frau Cloke weiß wovon sie spricht. Denn sie ist eine der Mitbegründerin des European Flood Awareness System, kurz Efas. Dieses Flutwarnungssystem ist an die Europäische Union angebunden und wertet die Erkenntnisse von Satellitensystemen wie Columbus aus, um in Modellrechnungen zu ermitteln, wann sich Flusswasser zu gefährlichen Fluten zusammenballen kann.
Hannah Cloke in einer Presseerklärung: ‚Die Menschen hätten Warnungen erhalten sollen, sie hätten die Warnungen verstehen sollen. Es hat keinen Sinn, mit gigantischen Computer-Modellen vorherzusagen, was geschehen wird, wenn die Leute nicht wissen, wie sie sich bei einer Überschwemmung verhalten müssen.‘
Das Copernicus-Netzwerk hat ausführlich dokumentiert, wie seit dem 10. Juli 2021 tagtäglich von ihrer Seite dringende Warnungen an die Regierungen der betroffenen Länder Deutschland, Schweiz, Belgien und der Niederlande ergangen sind (8). Auf Anfrage bei der Bundespressekonferenz konnten die Regierungssprecher mit dem Begriff ‚Efas-Warnsystem‘ gar nichts anfangen (9). Man bedenke, dass hier nicht irgendeine selbsternannte Institution irgendwelche Warnungen ausgegeben hat, sondern eine auch von deutschen Steuerzahlern zu ihrem Schutz europaweit installierte Einrichtung der Europäischen Union. Diese Warnungen besitzen sogar für die Merkel-Regierung eine gewisse Verbindlichkeit.“
Sanktionen: Griechische Reeder scheren sich nicht um den Boykott von russischem Öl
Die Griechen gelten nicht nur als kreativ, wenn es darum geht, dem eigenen Staat ein Schnippchen zu schlagen. Auch wenn es um EU-Sanktionen gegen russisches Öl geht, kümmern sie sich offenkundig nicht weiter darum: Gegenüber einem französischen Medium wurde die Umgehung der Sanktionen nun regelrecht angekündigt.
Die europäischen Sanktionen gegen russisches Öl werden nur zu höheren Preisen führen, sie werden den Endverbraucher treffen, sagt Nicolas A. Vernicos, der größte griechische Reeder und Präsident der Internationalen Handelskammer. Er äußerte sich im Zusammenhang mit der Entscheidung der Europäischen Union, eine Preisobergrenze für russisches Öl einzuführen. Diese liegt seit dem 5. Dezember bei 60 Dollar pro Barrel. Zudem gab es schon zuvor Berichte darüber, dass es gerade griechische Reedereien sind, die den Russen beim Verkauf des Erdöls helfen.
Die französische Zeitung “Liberation” veröffentlichte ein Interview mit Vernicos unter dem Titel “Russisches Öl: Griechische Reeder, in deren Händen die Hälfte der Tanker der Welt liegt, kümmern sich nicht um den Boykott”. Vernicos sagt darin: “Die Transportkosten, die schon jetzt in die Höhe schießen, werden noch schneller steigen, aber das Embargo für den Transport von russischem Öl auf dem Seeweg wird sich positiv auf die Reeder auswirken, weil wir reicher werden.” Für alle anderen ist das Embargo dagegen kein Grund zur Freude: Die europäische Entscheidung über die Sanktionen werde lediglich den Seeverkehrsunternehmen einen Nettonutzen bringen, erklärte er.
Während Vernicos angab, dass Griechenland durchaus plane, die neuen Bedingungen zu erfüllen, ist ein anonymer Schifffahrtsunternehmer anderer Ansicht. Er erinnert gegenüber dem Medium daran: “Die griechische Schifffahrtsgemeinschaft ist die stärkste der Welt… Ohne sie geht nichts, und die Griechen werden mit Sicherheit einen Weg finden, die Sanktionen zu umgehen.” Und weil die Preise steigen werden, werde auch Russland Profite einfahren, erklärte er.
Die Zeitung schreibt, dass die Griechen 21 Prozent der weltweiten Schiffstonnage und 40 Prozent der Welttonnage im Öltransport in ihren Händen halten. Die Publikation hält weiterhin fest, dass die griechische Handelskooperation mit Russland seit dem 19. Jahrhundert bestehe und dass man nicht vorhaben, sie zu beenden. Daran werden auch diverse EU-Sanktionen nichts ändern.
Deutschland wird von Ukrainern gestürmt: Mutti Merkels Rekord von 2015 wird gebrochen
Deutschland schätzt, dass es bis Ende 2022 etwa 1,2 Millionen Einwanderer aufnehmen wird und damit mehr als die „Million“ von vor sieben Jahren, als Merkel die Grenzen des Landes und Europas öffnete.
Während der Einwanderungskrise 2015 nahm Deutschland offiziell etwa 890.000 Asylbewerber auf, obwohl die Zahl in Wirklichkeit vermutlich viel höher ist, nämlich mindestens eine Million.
Damals gaben Einwanderer Merkel den Spitznamen „Mutti“, weil sie sie alle in ihrem großzügigen Schoß willkommen hieß.
Doch in diesem Jahr wird der Rekord voraussichtlich gebrochen, denn seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine Ende Februar sind allein aus der Ukraine rund eine Million Zuwanderer nach Deutschland gekommen.
Darüber hinaus wird erwartet, dass bis Ende dieses Jahres etwa 200.000 Migranten aus anderen Ländern nach Deutschland kommen werden.
Die Welle von Ukrainern macht es für Deutschland sehr schwierig, sie unterzubringen. Viele Kommunen sagen, dass sie die Situation nicht mehr bewältigen können, da ihre Unterbringungskapazitäten überlastet sind.
Manfred Weber, Vorsitzender der Europäischen Volkspartei, sagte:
„Deutschland schlafwandelt in eine neue Migrantenkrise. Angesichts der fortschreitenden Zerstörung der ukrainischen Energieinfrastruktur durch Putin müssen wir uns darauf einstellen, dass in diesem Winter eine große Zahl von Ukrainern in die EU kommen wird. Und viele von ihnen nach Deutschland. Ich fürchte, wir stehen vor einem dramatischen Winter der Abwanderung“.
Deutschland ist eines der Länder, die am stärksten von den westlichen Sanktionen gegen Russland betroffen sind, und die Regierung von Olaf Scholz hat ihren Bürgern in diesem Winter bereits schwere Opfer abverlangt, die sich als sehr hart erweisen werden.
Die Welle der ukrainischen Migranten ist eine zusätzliche Belastung für die Deutschen.
China bestätigt mit erstem offiziellen Kauf seit 3 Jahren, dass es ein „mysteriöser“ massiver Goldkäufer ist
Vor einem Monat sorgten wir in Edelmetallkreisen für Aufregung, als wir berichteten, dass ein „geheimnisvoller“ Käufer rund 300 Tonnen Gold gekauft hatte, was etwa drei Viertel des Rekordvolumens von 399 Tonnen an Goldkäufen der Zentralbanken im dritten Quartal entspricht.

Während regelmäßige Leser die Details bereits kennen (die wir hier dargelegt haben), hier noch einmal das größere Bild: Laut dem Novemberbericht des World Gold Council kauften die Zentralbanken im Zeitraum Juli bis September netto 399,3 Tonnen Gold, was mehr als einer Vervierfachung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die jüngste Menge stellt einen steilen Sprung von 186 Tonnen im vorangegangenen Quartal und 87,7 Tonnen im ersten Quartal dar, während die Gesamtsumme für das laufende Jahr allein die eines ganzen Jahres seit 1967 übertrifft.
Käufer wie die Zentralbanken der Türkei, Usbekistans und Indiens meldeten Käufe von 31,2 Tonnen, 26,1 Tonnen und 17,5 Tonnen. Das Problem ist, wie wir Anfang November errechnet haben, dass sich diese Mengen nur auf etwa 90 Tonnen summieren – „was bedeutet, dass unklar ist, wer die restlichen etwa 300 Tonnen netto gekauft hat.“
Und während wir einen Namen als den wahrscheinlichsten Verdächtigen hinter den Restkäufen hatten, tauchte dieser Name erst zwei Wochen später in einem Bericht der japanischen Zeitung Nikkei auf.
Laut der Nikkei, die wörtlich das wiedergab, was wir zuvor gesagt hatten, sind angesichts der Tatsache, dass die Zentralbanken in diesem Jahr Gold aufkauften, und der Ungewissheit, welche Zentralbanken hinter diesem Kaufrausch steckten, „Spekulationen aufgekommen, dass China ein großer Akteur ist“. Und unter Berufung auf Analysten meint die Nikkei weiter, dass angesichts der Tatsache, dass Russland von den Währungssanktionen des Westens betroffen ist, „China und einige andere Länder sich beeilen müssen, ihre Abhängigkeit vom Dollar zu verringern.“
„Angesichts der Tatsache, dass Russlands Auslandsguthaben nach der Invasion in der Ukraine eingefroren wurden, sind antiwestliche Länder bestrebt, Goldbestände anzuhäufen“, so Emin Yurumazu, ein in Japan ansässiger Wirtschaftswissenschaftler aus der Türkei.
Diejenigen, die mit Chinas Goldkaufverhalten vertraut sind, wissen nur zu gut, dass Peking in der Vergangenheit ähnliche Schritte unternommen hat. Nachdem es seit 2009 Funkstille gehalten hatte, schockierte Peking den Markt 2015, als es bekannt gab, dass es seine Goldbestände um etwa 600 Tonnen aufgestockt hatte. Seit September 2019 hat es keine Aktivitäten mehr gemeldet.
„China hat wahrscheinlich eine beträchtliche Menge Gold von Russland gekauft“, fügte Marktanalyst Itsuo Toshima hinzu. Laut Toshima hat die People’s Bank of China wahrscheinlich einen Teil der Goldbestände der Zentralbank der Russischen Föderation von über 2.000 Tonnen gekauft.
*
Heute wissen wir zwar immer noch nicht, ob Russland einen Teil seines Goldes an China verkauft hat, aber wir wissen, dass Russland in den vergangenen Monaten Gold verkauft hat, nachdem seine Bestände im Jahr 2020 einen Rekordwert erreicht hatten…

… was wir mit Sicherheit wissen, ist, dass China sich tatsächlich mit Gold eingedeckt hat.
Wir wissen dies, weil die PBOC über Nacht zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren offiziell einen Anstieg ihrer Goldreserven meldete und damit bestätigte, dass das bevölkerungsreichste Land der Welt tatsächlich der geheimnisvolle Käufer auf dem Goldmarkt war.
Im Einklang mit der altbewährten Praxis, ihre Käufe jahrelang zu verschleiern (die „ruhende“ Periode zwischen 2009 und 2015, in der China keine Käufe bekannt gab und dann plötzlich einen Anstieg der Reserven um 57 % meldete, ist die berühmteste) und dann nur allmählich mitzuteilen, wie viel sie gekauft hatte, erhöhte die chinesische Zentralbank am Mittwoch ihre Bestände im November um 32 Tonnen gegenüber dem Vormonat und tatsächlich gegenüber der letzten offiziellen Aktualisierung im September 2019, wie aus den Daten auf ihrer Website hervorgeht.

Damit beläuft sich der Gesamtbestand auf 1.980 Tonnen ( 63,67 Mio. Feinunzen) und ist damit der sechstgrößte Goldbestand der Zentralbank weltweit. Ähnlich wie bei früheren Veröffentlichungen ist es jedoch wahrscheinlich, dass China in den vergangenen drei Jahren weitaus mehr gekauft hat, aber erst in den kommenden Monaten bekannt geben wird, wie viel. China hat jedoch noch einen weiten Weg vor sich, um mit seinen Goldbeständen zu den USA aufzuschließen (die das Gold, das sie repräsentieren, möglicherweise gar nicht besitzen), und selbst wenn man die Bestände Russlands hinzuzählen würde, wären die beiden Länder immer noch nicht die weltweit größten Goldbesitzer.

Warum gerade jetzt? Nun, wie Bloomberg berichtet und Nikkei zitiert, „war die Notwendigkeit für China, eine Alternative zum Dollar zu finden, der seine Reserven dominiert, selten größer“. Die Spannungen mit den USA sind seit den Maßnahmen gegen ihre Halbleiterfirmen hoch, während Russlands Einmarsch in der Ukraine die Bereitschaft Washingtons gezeigt hat, Zentralbankreserven zu sanktionieren. Mit anderen Worten: Jetzt, da die USA gezeigt haben, dass sie bereit sind, den Dollar zu einer Waffe zu machen, könnten und werden alle USD-Reserven, die von der Fed, westlichen Banken oder einer anderen Gegenpartei gehalten werden, umgehend konfisziert werden, wenn China etwas Unangenehmes tut, wie eine Invasion in Taiwan. Deswegen sucht China verzweifelt nach Geld ohne Gegenparteirisiko. Hier hat es nur zwei Möglichkeiten: Kryptowährungen oder Gold. Gegenwärtig hat es sich für Letzteres entschieden.
Andere haben diese Entdollarisierungsthese, die wir seit Jahren vertreten, aufgegriffen: Dem UBS-Analysten Giovanni Staunovo zufolge könnten die Käufe der PBOC Teil eines Plans zur Diversifizierung ihrer Reserven weg vom Dollar sein: „Der Anteil der Goldbestände in China an den Gesamtreserven ist immer noch sehr gering, sodass es wahrscheinlich noch Raum für weitere Käufe gibt.“
Wie regelmäßigen Lesern bekannt ist, hat China in der Vergangenheit lange Zeit keine Veränderungen seiner Goldbestände bekannt gegeben. Als die Zentralbank Mitte 2015 einen Anstieg der Reserven um 57 % auf 53,3 Millionen Unzen bekannt gab, war dies die erste Aktualisierung seit sechs Jahren. Ab Ende Oktober 2016 legte sie eine weitere Atempause ein, bevor sie im Dezember 2018 die Meldung der Käufe wieder aufnahm.
Die Käufe der Zentralbanken sind zwar selten die Ursache für nachhaltige Goldrallyes, können aber eine wichtige Stütze sein, wenn die Preise fallen. Das Edelmetall stand in diesem Jahr aufgrund der aggressiven geldpolitischen Straffung der US-Notenbank unter Druck, obwohl es sich relativ gut gegen die Entwicklung des Dollars und der Renditen von Staatsanleihen behaupten konnte.
„Da sich die Deglobalisierung beschleunigt, wird erwartet, dass die Nicht-G-10-Länder sich rekommodifizieren und ihre Goldbestände erhöhen“, sagte Nicky Shiels, Leiter der Strategieabteilung bei MKS PAMP SA.
Wie Zoltan Pozsar gestern in einer sehr lesenswerten Notiz schrieb, könnte sich die Rolle des Goldes ändern, da zuerst Russland und dann andere Länder (China) versuchen, den Petrodollar zu verdrängen und durch Petrogold zu ersetzen, was schließlich zu einem erheblichen Preisanstieg des gelben Metalls führen würde, das in den letzten zwei Jahren nirgendwo hingekommen ist.
Der Goldpreis stieg bis 12:30 Uhr ET auf $ 1.782 je Unze. Der Goldpreis stieg am Freitag kurzzeitig wieder über $ 1.800 und liegt in diesem Jahr etwa 3 % im Minus.
Forschungs-Team findet schwerwiegende Protokollabweichungen bei den 170 Patienten, auf denen die Notfallgenehmigung für den Covid-Impfstoff basiert
95 % Impfstoff-Wirksamkeit
Mit dem Beginn der Operation Warp Speed im Jahr 2020 erhielten die Verantwortlichen von Pfizer grünes Licht, um die erforderlichen Daten zu erhalten, die die Genehmigung, Zulassung und schließlich die Einführung eines Impfstoffs für COVID-19 rechtfertigen würden. Ein Forscherteam hat damit begonnen, aufzudecken, wie weit Pfizer gegangen ist, um die angestrebten Daten zu erreichen, sodass das Unternehmen schnell mit einer Wirksamkeitsrate von 95 % prahlen konnte.
Während Pfizer davon ausging, dass ihre Protokolle und Daten für den größten Teil unserer Lebenszeit unter ihrer strengen Kontrolle bleiben würden, entschied ein Richter anders. Als die Pfizer-Dokumente Anfang dieses Jahres auf richterliche Anordnung hin freigegeben wurden, begannen Dr. Naomi Wolf und Steve Bannon mit einem riesigen Unternehmen, um professionelle Freiwillige zu finden, die die von der FDA freigegebenen Daten analysieren sollten. Innerhalb weniger Wochen wurde das War Room/DailyClout Pfizer Documents Analysis Team unter der Leitung von Amy Kelly gegründet.
Im vergangenen Jahr hat DailyClout Dutzende von Berichten über ungeheuerliche Beispiele veröffentlicht, in denen Pfizer im Besitz von dokumentierten Daten war, die der Öffentlichkeit hätten zugänglich gemacht werden müssen, aber aktiv vertuscht oder ignoriert wurden.
Jeyanthi Kunadhasan, MD, FANZCA; Ed Clark, MSE; und Chris Flowers, MD von Team 3 haben Monate damit verbracht, die Details der Studienteilnehmer zu durchforsten, um zu verstehen, wie Pfizer zu der Schlussfolgerung kam, dass der COVID-19 mRNA-Impfstoff eine 95%ige Wirksamkeit aufweist.
Die Zeitleiste
Der Zeitplan für die klinische Studie sieht wie folgt aus:
27. Juli – 14. November 2020: An der von Pfizer durchgeführten klinischen Studie zur Ermittlung der Wirksamkeit nahmen etwa 44 000 Teilnehmer teil.
20. November: Pfizer hat seine Daten zusammen mit einem Antrag auf eine Notfallzulassung (EUA) für seinen COVID-Impfstoff eingereicht.
10. Dezember 2020: Die FDA hält eine Sitzung ab, um den EUA-Antrag von Pfizer zu erörtern
11. Dezember 2020: EUA (Notfallgenehmigung) wurde ZUGELASSEN
14. Dezember 2020: Die erste Dosis wird der Öffentlichkeit verabreicht
DailyClout geht den Daten auf den Grund
Am 10. Dezember 2020, einen Tag vor der Zulassung der EUA, wurde im New England Journal of Medicine (NEJM) ein Artikel mit dem Titel „Safety and Efficacy of the BNT162b2 mRNA Covid-19 Vaccine“ veröffentlicht. Es handelt sich um eine detaillierte Darstellung des Ablaufs der klinischen Studie, die von zwölf Wissenschaftlern für die „C4591001 Clinical Trial Group“ verfasst und „von BioNTech und Pfizer unterstützt“ wurde. In dem Artikel erläutern die Autoren die Aufschlüsselung ihrer Schlussfolgerung, dass der Impfstoff eine Wirksamkeitsrate von 95 % aufweist.
Bei den Teilnehmern, die BNT162b2 erhielten, traten 8 Fälle von Covid-19 auf, die mindestens 7 Tage nach der zweiten Dosis auftraten, während es bei den Teilnehmern, die Placebo erhielten, 162 Fälle waren; BNT162b2 war zu 95 % wirksam bei der Vorbeugung vonVon den Zehntausenden von Studienteilnehmern wurde die Wirksamkeitsrate von nur 170 Teilnehmern ermittelt, die sich in dem nach der zweiten Dosis festgelegten Zeitrahmen mit COVID-19 infizierten, WENN sie für die Studie infrage kamen und daran teilnahmen.
Ein Endpunkt ist das Hauptergebnis, das in einer klinischen Studie gemessen wird. Im Fall der Pfizer-Studie war der Endpunkt die Wirksamkeit. Sobald das DailyClout-Forschungsteam die Zahl von 170 Teilnehmern für den Endpunkt Wirksamkeit und die gerichtlich angeordnete Freigabe der Pfizer-Dokumente hatte, konnte das Team die Zusammenfassungen, Notizen und Codenummern der rund 44.000 Teilnehmer durchforsten und die 170 Teilnehmer finden, die die Welt verändert haben.
Protokollabweichungen
Es überrascht nicht, dass das DailyClout-Team eine Reihe schwerwiegender Probleme feststellte, bei denen die Patientenpopulation aufgrund der Art und Weise, wie die Studie durchgeführt wurde, zu 95 % wirksam war:
- Fünf der 170 erhielten Dosis 2 nicht im ursprünglich geplanten Zeitrahmen, der 19 bis 23 Tage nach Dosis 1 betrug.
- In den 14 Änderungen des Protokolls wurde nie förmlich eine Ausweitung des Dosierungsintervalls angegeben. Stattdessen fand sich diese Änderung nur im statistischen Analyseplan, einem Dokument, das normalerweise nicht öffentlich zugänglich ist. Das formale Protokoll ließ durch die Verwendung der Worte „vordefiniertes Fenster“ für das Dosierungsintervall Mehrdeutigkeit zu.
- Bei einem der 170 Patienten wurde ein Fehler bei der Dosierung/Verabreichung des Prüfpräparats festgestellt.
- Ein weiterer der 170 Patienten wies eine erhebliche Protokollabweichung auf, da er innerhalb von 60 Tagen nach Aufnahme in die Studie bis zum Abschluss der Studie ein Blutprodukt erhalten hatte. 16 weitere Patienten wiesen diese Protokollabweichung auf.
- Zwei der 170 Patienten wurden vor Erteilung der EUA aus der Studie genommen. Einer von ihnen zog sich zurück, weil er/sie mit der medizinischen Leitung der Studie nicht einverstanden war.
- Etwa 2 305 Teilnehmer wurden nach Erhalt von Dosis 1 nicht auf Dosis 2 umgestellt.
- Die Teilnehmer wurden von Pfizer handverlesen und dann nach dem Zufallsprinzip im Verhältnis 1:1 in die Placebo- und die geimpfte Gruppe eingeteilt. Das Problem dabei ist, dass die Studienleiter überwiegend junge, gesunde Menschen als Teilnehmer ausgewählt haben, während die ursprüngliche Impfkampagne auf ältere und kranke Menschen ausgerichtet war.
Im Prüfplan war eindeutig festgelegt, dass eine schwerwiegende Abweichung vom Prüfplan zum Ausschluss des Patienten von der Endpunktanalyse führt, und zwar ab dem Datum, an dem die Abweichung auftritt, bis zur verbleibenden Nachbeobachtung des Teilnehmers. Um ein Medikament für wirksam zu erklären, muss die Studie an einer Population durchgeführt werden, die sich korrekt an das Protokoll gehalten hat.
Originalberichte und Videos
Das DailyClout-Team hat monatelang akribische Arbeit geleistet, um seine Bedenken detailliert darzulegen und zu belegen.
Der vollständige Bericht kann auf DailyClout eingesehen werden. Hier von Google übersetzt:
Ein kurzes Erklärungsvideo zu den 170 Punkten finden Sie hier.
Die Vereinigung bestimmter Machtgruppen, die zum Schlimmsten fähig sind, macht den Weltkrieg möglich
von Thierry Meyssan
Wenn wir auch mit Entsetzen auf das Wiederaufleben faschistischer, nationalsozialistischer oder japanischer imperialer Gruppen reagieren, sehen wir nicht, dass es nicht diese Ideologien waren, die den Weltkrieg provoziert haben, sondern ein Zusammenschluss von Machtgruppen, die zum Schlimmsten bereit waren. Die gleiche Konfiguration besteht jetzt mit anderen Gruppen. Wenn wir jetzt nicht reagieren, könnte in ein paar Monaten ein Dritter Weltkrieg möglich werden.
Der Zweite Weltkrieg kann uns eine Lehre sein. Er ist nicht aus heiterem Himmel ausgebrochen. Es handelte sich nicht um einen Kampf der Guten gegen die Bösen. Er wurde nur durch eine unerwartete Umgruppierung von Kräften ausgelöst, die fähig waren, alles zu zerstören.
Nach der Wirtschaftskrise von 1929 war die ganze Welt zu Recht davon überzeugt, dass der damalige Kapitalismus vorbei war. Die Sowjetunion allein schlug eine Alternative vor, den Bolschewismus. Bald dachten die Vereinigten Staaten an eine andere, die Strukturreform des New Deal, und dann brachte Italien eine dritte Lösung, den Faschismus. Die großen angelsächsischen Kapitalisten beschlossen, ein neues Regime zu unterstützen, den Nazismus, der dem Faschismus nahestand. Sie glaubten, dass Deutschland die UdSSR angreifen und so ihre Interessen wahren würde, die sowohl durch bolschewistische Kollektivierungen als auch durch US-Wirtschaftsreformen bedroht waren. Nichts jedoch funktionierte wie geplant, da Italien, Deutschland und Japan, mit ihrer eigenen Logik, die Achse bildeten

