Kategorie: Nachrichten
Das Paradoxon der Demokratie

Von MARTIN E. RENNER | Anfang der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts skandierten die Ökosozialisten von gestern, vor allem die damalige Friedensbewegung, den Spruch „Stell Dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin“. Heute, gut 40 Jahre später, stellt Links-Grün nicht nur die Regierung, sondern dominiert offensichtlich sämtliche politischen, gesellschaftlichen und auch wirtschaftlichen Schlüsselpositionen […]
Minka und die Viererbande
Annette van Gessels Kinderbuch „Minka und die Viererbande“ zeigt aus der Perspektive einer Katze, wie leicht menschliches Zusammenleben in einer Gemeinschaft sein könnte.
Annette van Gessel, Apothekerin, Fachjournalistin und Leiterin des Rubikon-Korrektoratsteams, lässt in ihrem Buch mit dem Titel „Minka und die Viererbande: Das ultimative Katzenbuch“ ihre Katze Minka erzählen, wie sie das Leben in einem kleinen Dorf erlebt. Dort achten alle aufeinander und sorgen füreinander, wenn jemand Hilfe braucht. Auch die Katzen bilden eine solche Gemeinschaft. Wie anders sich das Leben in einem Dorf, abseits der Anonymität und Massengesellschaft, gestaltet, kennt die Autorin aus eigenem Erleben: Sie hat vor mehr als 35 Jahren der Großstadt den Rücken gekehrt und diesen Schritt nie bereut. Eine Rezension.
Wie uns die Leitmedien betrügen – Insider packen aus
Eltern fordern Bluttransfusionen von Ungeimpften für Operation an Kind: Behörden prüfen nun Kindesabnahme!
Im sozialistisch regierten Neuseeland erleben derzeit die Eltern eines schwer kranken Kindes die volle Härte der dort vorherrschenden Corona-Diktatur. Da sie von den behandelnden Ärzten und dem Krankenhaus forderten, für die Bluttransfusionen an ihrem Baby ausschließlich Blut von Ungeimpften zu verwenden, was diese verweigerten, werden sie nun auch noch von der Gesundheitsbehörde angeklagt.
Kindesabnahme wegen Forderung nach mRNA-freiem Blut?
Dem vier Monate alten Baby steht eine Herzoperation bevor. Die Eltern, beide gegen das Coronavirus ungeimpft, verweigerten jedoch von Beginn an eine Blutspende von Menschen, die sich der mRNA-Gentherapie unterzogen. Man vertraue den Nebenwirkungen nicht und fürchte Konsequenzen im bisher unerforschten Bereich der Bluttransfusionen.
Die Eltern hatten zudem dutzende Bekannte und Freunde, die „ungeimpftes Blut“ für ihr Kind bereitgestellt hätten. Doch die behandelnden Ärzte sowie die Krankenhausleitung winkten ab und verweigerten, vermutlich auf politischen Druck, eine „Sonderbehandlung“.
Dem nicht genug, leitete die neuseeländische Gesundheitsbehörde „Health New Zealand“ eine Klage gegen die Eltern wegen Kindesgefährdung ein. Man wolle nun eine Kindesabnahme prüfen.
Blutbanken für „Ungeimpfte“ boomen
Die Problematik ist nicht nur in Neuseeland derzeit hoch aktuell. Weltweit organisieren sich impffreie Menschen für den Fall, dass sie irgendwann eine Blutspende benötigen würden. Natural News berichtete kürzlich über ein Schweizer Pionierprojekt in diesem Bereich, nämlich Blutbanken für gegen Corona „Ungeimpfte“.
Der Schweizer Naturheilkundler George Della Pietra hat einen neuen „SafeBlood Donation“-Service ins Leben gerufen, um sauberes, ungeimpftes Blut für Patienten bereitzustellen, die Transfusionen benötigen.
Da die allgemeine Blutversorgung heute durch „voll geimpftes“, mit Spike-Proteinen belastetes chemisches Blut verdorben ist, steigt die Nachfrage nach „reinem Blut“ rapide an. Pietra sah darin offenbar eine große Chance, dieses Blut zu liefern, das jetzt gefragter denn je ist.
Pietra, der die Impfungen gegen das Wuhan-Coronavirus (Covid-19) als „Verbrechen des Jahrhunderts“ bezeichnet, ist der Ansicht, dass die Covid-Spritzen mit Boten-RNA (mRNA) das Blut „kontaminieren“ und das Immunsystem zerstören.
Wenn eine nicht geimpfte Person eine Bluttransfusion erhält, die mRNA, Spike-Proteine und was auch immer sonst noch in diesen Fläschchen enthalten ist, könnte auch sie kontaminiert werden, weshalb er den SafeBlood Donation Service entwickelt hat.
Die von den Konzernen kontrollierten Medien machen sich über Pietra lustig und werfen ihm Pseudowissenschaft vor, aber Tatsache ist, dass „reines Blut“ immer gefragter wird, weil niemand das verunreinigte Zeug haben will.
„Ich bekomme Hunderte von E‑Mails, in denen ich gefragt werde, ob ich Blut zur Verfügung habe, weil ich in drei Wochen operiert werden muss“, wird Pietra zitiert.
„Wir wollen eine Plattform für Menschen sein, die die freie Wahl des Blutspenders haben wollen. Ganz gleich, ob sie glauben, dass eine echte Verschwörungstheorie im Gange ist, dass die Neue Weltordnung [im Gange ist], oder ob sie einfach sagen: ‚Ich will es einfach nicht‘, aus welchem Grund auch immer.“
Mediziner lehnen Anfragen zu „ungeimpften Blut“ ab
Zurzeit hat SafeBlood Donation Mitglieder in mindestens 16 Ländern, deren Ziel es ist, Blutbanken einzurichten, die ungeimpftes Plasma für ihre Mitglieder bereitstellen. Außerdem sollen mehr Krankenhäuser und Gesundheitsbehörden dazu gebracht werden, „gezielte Spenden“ von speziell ungeimpftem Blut in herkömmlichen Blutspendezentren zuzulassen.
Die Gesundheitsbehörden erlauben gezielte Spenden nur in bestimmten Situationen, in denen es medizinisch notwendig ist, z. B. um eine seltene Blutgruppe zu beschaffen, lehnen aber die zunehmenden Anfragen nach ungeimpftem“ Blut aus ethischen und medizinischen Gründen ab“, so ein Medienbericht.
Der Grund, warum SafeBlood Donation damit auf einige Schwierigkeiten stößt, ist, dass die „offiziellen“ Quellen, einschließlich der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA), alle darauf bestehen, dass es keinen Unterschied zwischen geimpftem und ungeimpftem Blut gibt.
Es ist zu erwarten, dass das derzeitige System nicht mit dem übereinstimmt, was SafeBlood Donation und seine Mitglieder zu tun versuchen, so dass die unvermeidliche Folge davon die Schaffung einer völlig neuen Blutspendeinfrastruktur sein wird, in der nur „sauberes Blut“ zugelassen ist.
„So ein Blut habe ich noch nie gesehen“, sagt Pietra über die Anomalien, die er bei der Untersuchung von Blut vollständig gegen Corona geimpfter Personen beobachtet hat und die ihn veranlassten, SafeBlood Donation ins Leben zu rufen.
„Das war, um ehrlich zu sein, der Hauptgrund, warum ich mit der ganzen Sache angefangen habe, denn als ich das sah, war ich entsetzt.“
Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte.
Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „CORONA-DIKTATUR? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.
Enthüllung: Twitter war während US-Präsidentenwahl Instrument für Biden-Wahlmanipulation

Auf Zuruf des Teams um Joe Biden zensierte Twitter im Zuge der US-Präsidentenwahl 2020 die Geschichte um Hunter Bidens Laptop. Mit der Veröffentlichung von internen Nachrichten ist das nun eindeutig bestätigt. Elon Musk hatte es schon länger angekündigt, in der Nacht auf Samstag kam es zur ersten Enthüllung: Die „Twitter-Files“ schlagen in den USA gerade […]
Der Beitrag Enthüllung: Twitter war während US-Präsidentenwahl Instrument für Biden-Wahlmanipulation erschien zuerst unter tkp.at.
Wiener Sozialist will „Grüß-Gott“-Verbot: Föderal-Rassismus, anti-christlicher Kulturhass, politisch-korrekte Sprach-zensur
„Grüß Gott“-Verbot durch Sozi-Berufs-Aufsteiger
Während eines parlamentarischen Untersuchungs-Ausschusses ist es zwischen einem österreichischen Sozi und der post-konservativen ÖVP zu einem denkwürdigen Kultur-Kampf gekommen: Erstere störten sich an der Grußformel “Grüß Gott“.
SPÖ-Fraktionsführer (und Studienabbrecher) Kai Jan Krainer fühlte sich durch die (in weiten Teilen Österreichs gebräuchliche Grußformel), ausgesprochen durch Bernhard Ebner, Landesgeschäftsführer der niederösterreichischen Volkspartei brüskiert: Auf dessen herzliches „Grüß Gott“ soll Krainer ihm entgegengeworfen haben soll: „In Wien heißt das nicht ‚Grüß Gott‘, sondern ‚Guten Tag!‘ “
Föderal-Rassismus, anti-christlicher Kulturhass, politisch-korrekte Sprach-Zensur
Womit wieder einmal bewiesen wäre: Österreich ist in Wirklichkeit gar keine Nation, sondern ein Föderal-Ausgrenzungs-Politgebilde…
ÖVP entrüstet
Die ÖVP-Abgeordnete Corinna Scharzenberger reagierte mit einer Presseaussendung durchaus entrüstet:
„Wer ‚Grüß Gott‘ sagt, wird von der SPÖ verbal angegriffen. Dass SPÖ-Fraktionsführer Kai Jan Krainer nun offenbar allen Menschen in Wien die Grußformel ‚Grüß Gott‘ verbieten will, ist eine massive Grenzüberschreitung und zeigt, wie abgehoben die SPÖ agiert. Krainer hat kein Gespür für dieses Land und seine Menschen.“ (oe24)
Außerdem ortete Scharzenberger in Krainers Aussage eine „Bevormundung“, die „vollumfänglich abzulehnen“ sei. Nun erwartet sie, dass „sich die noch verbliebenen vernünftigen Kräfte in der SPÖ von ihrem Parteifreund distanzieren“.
Who the fuck is Kai?
![]()
Kai Jan Krainer verfügt über eine nicht nur bei Sozialisten postmodern gewordene Under-Low-Karriere: Studienabbrecher der Wirtschaftsinformatik, Zivildiener beim linken Arbeiter-Samariter-Bund. Dann Polit-Ersatz-Handlungen in der „Sozialistischen Jugend Österreichs“, bei der „Aktion Kritischer Schüler“. Bezirkssekretär, Bezirksrat und Radverkehrsbeauftratger…
Mit so einer Bilderbuch-Berufs-Politiker-Karriere musste es dann aber doch endlich klappen: Seit 2002 ist Kai Jan Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat geworden, wobei er klassisch Gutmenschen-Bereiche politisch abdeckte: Integrations- und Umweltsprecher der SPÖ… (wikipedia)
Vorschlag: Politisch-korrekter Sprach-Verbots-Sprecher
Wie wäre es denn, wenn die SPÖ eine dringend gebotene neue Politfunktion mit Jan Kai besetzen würde…?
________________________________________________________________________
Unser Ungarn-Korrespondent Elmar Forster, seit 1992 Auslandsösterreicher in Ungarn, hat ein Buch geschrieben, welches Ungarn gegen die westliche Verleumdungskampagne verteidigt. Der amazon-Bestseller ist für UM-Leser zum Preis von 17,80.- (inklusive Postzustellung und persönlicher Widmung) beim Autor bestellbar unter <ungarn_buch@yahoo.com>
Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte.
Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „CORONA-DIKTATUR? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.
Freiheitskämpfer Tom Stahl: Zensur zu Corona-Zeiten hat Menschenleben gekostet
Die EU-Kommission hält nichts von Elon Musks Bestrebungen, auf Twitter wieder Rede- und Meinungsfreiheit herrschen zu lassen: Sie droht mit einer Sperre des sozialen Netzwerks in der EU. Doch haben die vergangenen Jahre nicht eindrücklich gezeigt, welche verheerenden Konsequenzen die Zensur unliebsamer Informationen hat? Die strikte Unterdrückung von kritischen Fakten zu den Covid-Vakzinen hat Menschenleben gekostet, mahnt Blogger und Freiheitskämpfer Tom Stahl und erinnert eindringlich an Artikel 5 des Grundgesetzes.
Grundgesetz Artikel 5.1: „Zensur findet nicht statt“
Artikel 5, Abs. 1: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“
Auszug aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
Als ich ein Teenager war, in den späten 70ern, gab es noch kein Schengen, kein Europa, wie wir es heute kennen, es gab in Europa Grenzen und man war noch irgendwie „Ein Land“ unter vielen. Das Böse war der Kommunismus im Osten, der seine Einwohner politisch verfolgte, wenn sie nicht auf Linie waren, der Menschenrechte unterdrückte und eine damals schon absehbare zum Scheitern verurteilte Planwirtschaft betrieb.
Damals gab es etwas, das sich Schüleraustausch nannte, und wer Glück hatte, der landete damit in Frankreich, in der Stadt der Liebe „Paris“. Als ich diese Stadt das erste Mal betrat, bekam ich eine Vorstellung, wie wunderschön und positiv aufregend diese Welt ist, es war irgendwie alles fremd von der grandiosen alten Architektur über das Essen bis zu den Gepflogenheiten der Menschen, und es war traumhaft, das als junger Mensch zu sehen und zu erleben. Damals träumten wir Schüler davon, in dieser Stadt zu leben, einfach weil man es darf, in einem „fremden“ Land leben. Heute, dank der EU und einem vereinigten Europa ohne Grenzen, kann das, was damals noch ein Traum war, jeder. Und das ist gut so! Eines vorneweg: Ich bin das, was man einen überzeugten Europäer nennt, grenzenloses Reisen und Niederlassungsfreiheit ist etwas, das ich sehr schätze, eines der wenigen Dinge, welche wirklich gut geworden sind in unserem Haus Europa.
EU fordert Ende der Meinungsfreiheit auf Twitter
So als Erinnerung: Wir wollten als Europa mal antreten, um die Werte der freiheitlichen Demokratie und der Menschenrechte hoch zu halten, wir wollten die wahrhaft Guten sein, der Leuchtturm unseres Planeten.
Heute muss ich in der Presse lesen, dass genau diese „EU“ dem amerikanischen Unternehmer Elon Musk, welcher in den letzten Wochen zur Freude und zur Erleichterung der Menschen die Meinungsfreiheit auf Twitter wieder eingeführt hat, droht: Wenn er diese Meinungsfreiheit nicht sofort wieder „beendet“, will man seine Social Media Plattform in der EU sperren.
Im Klartext: Die EU möchte ein paar Hundert Millionen Menschen zensieren… Unfassbar!
Impfnebenwirkungen: Zensur hat Menschenleben gekostet!
Natürlich gibt es Dinge wie Aufruf zur Gewalt oder extreme Beleidigungen, welche ich auch nicht tolerieren mag, so etwas sollte man natürlich entfernen, da es nichts mit „Freier Meinung“ zu tun hat. Ganz anders sieht es aber aus beim Thema „Desinformation“, um die es der heutigen EU im Kern geht. Hier durften meiner Ansicht nach alle „Gespritzten“, also 80 % der Bevölkerung, die schmerzliche Erfahrung machen, dass vieles, was man noch vor 1 Jahr als Desinformation zu diesem Thema “verkaufte”, also die teils katastrophalen Nebenwirkungen sowie die nicht vorhandene Wirkung vor Ansteckung und Übertragung der Spritze, heute die Realität und Wahrheit ist. Diejenigen, die damals davor warnten, dass dieses Genexperiment verheerende Folgen haben könnte, wurden gnadenlos zensiert und aufgrund dieser Zensur und der Konsequenz daraus, dass sich diese Menschen über die Gefahren dieser “Genbehandlung” nicht ausgewogen und vorurteilsfrei informieren konnten, leiden heute viele Menschen unter gesundheitlichen Problemen und viele sind auch leider verstorben.
Hier hat zensierte “Information” Leben gekostet!
Europäer müssen ihre Stimme erheben
Insofern muss man alleine schon anhand dieser realen Lebenserfahrung nicht nur die Frage stellen, wie man „Desinformation“ eigentlich von Information unterscheiden mag, sondern wie man denn in einer freiheitlichen Demokratie sich das Recht herausnehmen kann, zu entscheiden was richtige oder falsche Information ist.
In meiner gefühlten Wahrnehmung als einfacher Mensch unterscheidet sich der „Regierende Wasserkopf“ der EU-Bürokraten in Brüssel von denen im totalitären China nur noch um eine Nuance und das, was einmal so hoffnungsvoll als „Europa“ begann, wird mehr und mehr zum freiheitlichen Alptraum, welcher volle Fahrt Kurs in eine ideologische Dystopie nimmt.
Wir als Europäer sollten hier klar unsere Stimme erheben und laut sagen: Nein!
Eine Zensur von Meinung, auch wenn es wissenschaftliche Standpunkte anbelangt, darf es in einer Demokratie nie geben und wenn einer auf Twitter schreiben mag, dass unsere wunderschöne Erde eine Scheibe ist, dann darf man gerne darüber den Kopf schütteln, aber zensieren darf man seine Meinung nicht, egal wie irre oder wirr sie auch sein mag.
Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.
Rosa Luxemburg
[Quelle: Tom Stahl]
Benny Peiser – Net-zero-Dogmatismus und die britische Energiewende
Die Videos mit den Einzelvorträgen der 15. EIKE-Konferenz werden nun nach und nach veröffentlicht – die englischsprachigen später mit Untertiteln.
„Netto null“-Dogma? Benny Peiser von der Global Warming Policy Formation berichtete über das „Netto-null“-Ziel der britischen Regierung, also das Bestreben, unter dem Strich kein CO2 mehr zu emittieren – auch der „Brexit“-Premier Boris Johnson hatte in seiner Amtszeit stets Klima-Panikpolitik gemacht. Er betont, daß die letzten dreißig Jahre der versuchten CO2-Reduktion frappierend erfolglos waren – die Emissionen steigen zumindest weltweit durchgehend an, während die Wirtschaft West-Europas stagniert.
Die späte Erkenntnis der Presstituierten

Von WOLFGANG HÜBNER | Als ich heute Morgen den FAZ-Leitartikel, der eine geradezu vernichtende Bilanz des kurzen, aber nachhaltig negativen deutschen Gastspiels bei der Fußball-WM in Katar zog, dachte ich halb amüsiert, halb verachtungsvoll: Jetzt haben selbst die gehobenen Presstituierten kapiert, was vielen vernünftigen Zeitgenossen in den sozialen Medien schon seit dem Abflug der DFB-Truppe […]
Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde – 03.12.2022
Im Internetradio mitgehört und mitgeschrieben von Wilhelm Tell
Albanien – Aus Ärger über den kosovarischen Ministerpräsidenten Albin Kurti bleibt der serbische Präsident Aleksandar Vucic einem geplanten Gipfeltreffen der Europäischen Union mit sechs Westbalkan-Staaten fern. SRF.ch
Algerien – Wenn Marokko auf Frankreich und Israel zählen kann, hat sich Algerien an seinen langjährigen Verbündeten Russland gewandt, um sein Arsenal zu stärken. Nach den jüngsten Bränden im Osten Algeriens kaufte Algier umgehend das russische Beriev-Modul für alle seine Militärflugzeuge und verwandelte sie in leistungsstarke Canadairs für knapp 20 % der Kosten eines Wasserbombers. Im Bereich der Cyber-Abwehr setzt Algerien seit Jahren auf russische Technologie. Und seit dem israelischen Pegasus-Skandal hat dieser Aspekt der Sicherheitskooperation an Bedeutung gewonnen. „Da Russland Algeriens erster Militärpartner ist, wäre eine Zusammenarbeit mit diesem Land notwendig, um die Entwicklung dieser Art von Technologien, einschliesslich der elektronischen Verschlüsselung, zu starten, bevor algerische Ingenieure beginnen, ihre eigenen Werkzeuge zu entwickeln, indem sie Universitäten mit ihnen verbinden“, sagt Dr. Mohamed Salah Djemal, Sicherheitsspezialist für Afrika am European Centre for Counterterrorism Studies (ECCI). Was Drohnen und fortschrittliche Technologien angeht, hat Algerien wie Marokko kürzlich Abkommen mit der Türkei und den USA geschlossen, die es vorziehen, im Konflikt zwischen den Nachbarn am Rande zu bleiben. Aber mit der Markteinführung von Hyperschallwaffen ist Russland einen Schritt voraus. Ein Vorteil bei Querschlägern für Algerien, das durchaus der erste afrikanische Verbündete Moskaus werden könnte, der diese Waffen erhält.
● Die tunesische Premierministerin Najla Bouden (64) begrüsste am 28.11. in Algier die Unterstützung Algeriens in dieser „sensiblen Situation“. RA.dz
Argentinien – Es ist der Albtraum eines jeden Seefahrers: In einem Sturm wird ein Kreuzfahrtschiff von einer Riesenwelle getroffen. Dabei gehen mehrere Scheiben zu Bruch. Für einen Mann endet der Zwischenfall tödlich. SRF.ch
China – Nach 6 Stunden haben drei Taikonauten (太空) die Raumstation Tiangong „天宮“ betreten.
● Ehemaliger chinesischer Präsident Jiang Zemin ist tot. Er wurde 96 Jahre alt.
● Die zweite Nacht in Folge gab es in der Wirtschaftsmetropole Schanghai Proteste. Nachdem gestern Hunderte lautstark die Aufhebung der Null-Covid-Massnahmen, und den Rücktritt des Präsidenten forderten, waren heute in Schanghai Tausende unterwegs. SRF.ch
● Die chinesischen Riesenstädte Guangzhou und Chongqing kündigten am 30.11. eine Lockerung der COVID-Massnahmen an, einen Tag nachdem Demonstranten im Süden von Guangzhou bei einer Reihe von Protesten gegen die weltweit härtesten Coronavirus-Beschränkungen mit der Polizei zusammenstiessen. NPO.nl
Deutschland – Die Verbraucherpreise lagen im Durchschnitt um 10 % höher als vor einem Jahr. Beschleunigt hat sich allerdings der Preisanstieg bei Lebensmitteln. Sie waren im November um 21 % teurer als im Vorjahresmonat.
● Im September war erstmals seit Beginn des Angriffs auf die Ukraine wieder russisches Uran an eine Brennelementefabrik in Lingen im Emsland geliefert worden, die dem französischen Staatskonzern Framatome gehört. RBB.de
● Lebenslange Haft für Polizistenmörder von Kusel. Bei dem Verbrechen waren eine Polizeianwärterin und ein Polizeikommissar mit Kopfschüssen getötet worden. Kusel liegt am Kuselbach im Südwesten von Rheinland-Pfalz im Nordpfälzer Bergland, mit 5500 Einwohnern.
● Es ging im letzten WM-Gruppenspiel um Alles oder Nichts. Deutschland verlässt Katar da Japan die Spanier besiegte. SRF.ch
● Bundesregierung verursachte 308 Tonnen Kohlenstoffdioxid bei Flügen zu Weltklimakonferenz in Ägypten. DW.de
● Leugnen, lügen, vertuschen: MDR-Bericht offenbart deutsche Praxis im Umgang mit Impfschäden. MDR.de
Donezk – Auch am Donnerstag wurde das Zentrum von Donezk beschossen. Die Geschosse aus einem Mehrfachraketenwerfer trafen ein Wohnviertel, wo unter anderem das Ramada-Hotel beschädigt wurde. RT.ru
EU – Fast 30 % der Pestizitzulassungen in der EU sind nach Foodwatch-Recherchen im vergangenen Jahrzehnt ohne erneute Risikoüberprüfung verlängert worden. ORF.at
● „Die europäischen Spotgaspreise haben 2500 Dollar (pro 1000 Kubikmeter) erreicht“, so Gazprom. „Nach vorsichtigen Schätzungen werden die Preise in diesem Winter 4.000 Dollar pro 1000 Kubikmeter überschreiten, wenn diese Tendenz anhält.“ Die Ukraine hat eine der Gazprom-Routen für Lieferungen nach Europa geschlossen. VESTI.ru
● Niederländer und Schweden bezahlen am meisten fürs Gas. Die Kosten für Erdgas sind in Deutschland nicht am höchsten. In der zweiten Hälfte des Jahres 2021 zahlten Haushalte in Schweden im EU-Vergleich mit Abstand die höchsten Preise: Pro Kilowattstunde (kWh) waren es inklusive Steuern 0,185 Euro für die Konsumenten. Dänemark lag mit 0,124 Euro im Schnitt auf Platz zwei der EU-Länder, gefolgt von den Niederlanden und Spanien mit jeweils etwas über 0,10 Euro pro kwh Erdgas. Deutschland lag damals mit 0,069 Euro je Kilowattstunde Gas deutlich im Mittelfeld – hinter Italien, Frankreich, Irland und Portugal. NPO.nl
● Die EU will Russland gemeinsam mit internationalen Partnern dazu zwingen, Erdöl künftig unter Marktpreis an Abnehmer in anderen Staaten zu verkaufen. Eine heute von Regierungsvertretern erzielte Absprache sieht vor, zunächst eine Preisobergrenze von 60 US-Dollar pro Barrel festzulegen. Der Preis von umgerechnet etwa 57 Euro pro 159 Liter würde dann um bis zu neun Euro unter dem jüngsten Marktpreis für russisches Rohöl der Sorte Urals liegen. Er wird den Plänen zufolge von Montag an gelten. Aus Moskau kam umgehend Kritik. ORF.at
Finnland – Das US-Verteidigungsministerium hat den geplanten Verkauf von Raketen im Wert von 323 Millionen Dollar angekündigt. Der Verkauf werde die finnischen „Luft-Luft- und Luft-Boden-Waffenfähigkeiten verbessern und sich positiv auf die US-Beziehungen zu den Ländern der nordischen Region auswirken“, erklärte das Pentagon gestern. ORF.at
Frankreich – Das Europäische Parlament in Strassburg will die Wiederherstellung der beiden Nord Stream-Pipelines verhindern. RT.ru
Griechenland – „Das Heiligtum des Poseidon von Samikon wurde entdeckt!“ heisst es in der Ankündigung des Österreichischen Archäologischen Instituts in Athen. Die Ausgrabung im Bereich des antiken Samikon ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Ephorat für Altertümer von Elis unter der Leitung von Dr. Erofili Kolia und der Zweigstelle Athen des Österreichischen Archäologischen Instituts Akademie der Wissenschaften, geleitet von Dr. Birgitta Eder. Ende September entdeckte die Ausgrabung das Fundament eines grossen Gebäudes, fast zehn Meter breit, mit dicken Mauern von etwa 8–10 Meter. Die Archäologen glauben, dass das Gebäude mindestens 28 Meter lang gewesen war, mit zwei Innenräumen, einem Vestibül namens Pronaos und einer innersten Kammer. „Das längliche grosse Gebäude kann nichts anderes als ein archaischer Tempel gewesen sein, der sich an der Stelle des Heiligtums von Poseidon befindet“, heisst es in der Erklärung, „vielleicht sogar dem Gott selbst gewidmet.“ Der Poseidon-Tempel wurde in der Geographie von Strabon bezeugt, der zwischen 64 v. Chr. lebte. und 24 nach Chr. Die Geographie war eine enzyklopädische Beschreibung von Europa und dem Mittelmeerraum um die Regierungszeit von Kaiser Augustus. Obwohl es für das Werk keine genaue Datierung gibt, enthält es einen Hinweis auf den Tod des mauretanischen Königs Juba II. im Jahr 23, kurz vor Strabos (63v.-23n.) eigenem Tod. Obwohl Poseidon heute im Volksmund als Gott des Meeres gilt, hatte er viele Eigenschaften in der klassischen hellenischen Religion, darunter Erdbeben und Pferde. ORF.at
Grossbritannien – Wegen überfüllter Gefängnisse hat die britische Regierung die Polizei bei der Unterbringung von Häftlingen um Hilfe gebeten. Es gehe um bis zu 400 Zellen.
● Die Royal Mint enthüllt anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Band eine Münze der Rolling Stones. Die neue 5‑Pfund-Münze (5.8 €) zeigt ein Silhouettenbild der auftretenden Kultband – Frontmann Mick Jagger, die Gitarristen Keith Richards und Ronnie Wood und den verstorbenen Schlagzeuger Charlie Watts – sowie den Namen der Band. Die Münze sagte, es sei eine der letzten Münzen, die mit dem Bild von Königin Elizabeth II. herausgegeben wurde, die im September im Alter von 96 Jahren starb. BBC.uk
Hawaii – Auf der Hauptinsel ist am Sonntag der höchste aktive Vulkan der Welt seit 40 Jahren ausgebrochen. der Mauna Loa (4’200 m). RT.ru
Iran – Erstmals hat ein iranischer General im Zusammenhang mit den Protesten im Land von 300 Todesopfern gesprochen. SRF.ch
Israel – Israel hat mit den USA eine Reihe von militärischen Flugübungen begonnen. Kampfjets und Tankflugzeuge beider Länder werden dazu mehrere Tage Szenarien angesichts regionaler Bedrohungen simulieren“. ORF.at
Italien – 100 € Strafe für Impfmuffel, 150 € Strafe für Maskenmuffel im ÖV. ORF.at
Kanada – In den nächsten fünf Jahren wird Kanada gemäss der neuen Strategie fast 2,3 Milliarden CAD (1,7 Milliarden €) in verschiedene Initiativen investieren, um seine wirtschaftliche und strategische Rolle in der Region zu stärken. 720 Millionen CAD (535,8 Millionen €) werden in die Stärkung der Marinepräsenz und die Erhöhung der Beteiligung der kanadischen Streitkräfte an Militärübungen in der Indopazifik-Region investiert. Die kanadische Regierung sagte, sie werde weiterhin mit Partnern zusammenarbeiten, „um gegen alle einseitigen Massnahmen vorzugehen, die den Status quo in der Taiwanstrasse sowie im Ost- und Südchinesischen Meer bedrohen“. RFA.us
Katar – Das Gastgeberland unterliegt im letzten Gruppenspiel gegen die Niederlande mit 0:2 und scheidet damit an der Heim-WM punktlos aus.
● Der Energieriese Qatar Energy hat laut Katars Energieminister Saad Scharida al-Kaabi Abkommen über Flüssiggaslieferungen nach Deutschland geschlossen. Die Lieferung soll 2026 beginnen und mindestens 15 Jahre laufen. Jährlich sollen bis zu 2 Millionen Tonnen geliefert werden. Das Gas wird an das US-Unternehmen Conoco Phillips verkauft, das es weiter ins deutsche Brunsbüttel liefere. Der Produzent Qatar Energy will über 27 Jahre insgesamt 108 Millionen Tonnen Flüssiggas (LNG) an den chinesischen Konzern Sinopec liefern. Es handele sich um den längsten Gasliefervertrag in der Geschichte der Flüssiggasindustrie, SRF.ch ● Die Stadien sind halb leer, weil die Kataris, die Tickets haben, nicht hingehen, weil sie mit der Leistung ihres Teams nicht zufrieden sind. Sie können die Karten nicht zurückgeben, dass sie wieder verkauft werden können. So gibt es viele Touristen, die hin wollen und keine Karten haben. Es gibt auch keinen Schwarzmarkt. NPO.nl
● Katar erlaubt Regenbogen.
● Katar trägt auch Schönheitswettbewerb für Kamele aus. ORF.at
Lettland – Der lettische Verteidigungsminister Artis Pabriks (56) hat am Freitag die Ausweisung des derzeit in Riga residierenden TV-Senders Doschd (До///дь) der russischen Opposition aus dem Land gefordert. LR.lv
Niederlande – Lautstärke in Lokalen muss runter von 103 auf maximal 100 Dezibel. 3 db bedeutet eine Verdopplung der Lautstärke. Das Bel (B) ist eine Masseinheit zur Kennzeichnung des dekadischen Logarithmus des Verhältnisses zweier Grössen der gleichen Art bei Pegeln und Massen. Diese werden in der Elektrotechnik und der Akustik angewendet.
● Friesisch wird nicht mehr automatisch von Vater/Mutter auf Sohn/Tochter übertragen. Es läuft Gefahr, einen langsamen Tod zu sterben. Friesisch ist eine der drei in der Europäischen Charta anerkannten Minderheitensprachen in den Niederlanden (neben Limburgisch und Niedersächsisch). In der niederländischen Provinz Friesland sprachen 2004 etwa 440’000 Menschen Friesisch, von denen etwa 350’000, etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung, als Muttersprache. Friesisch wird auch im Groninger Westerkwartier, der deutschen Gemeinde Saterland im niedersächsischen Landkreis Cloppenburg und in Schleswig-Holstein an der Grenze zu Dänemark gesprochen.
● Da kaum ein Flüchtling ukrainisch spricht, gibt es jetzt Ukrainischkurse für Russischsprachige.
● Geplant: Zigarettenrauchen ab 21, die Packung ab 10 €
● Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) in Amsterdam warnt vor Medikamenten zur Behandlung von trockenem Husten, die den Wirkstoff Pholcodin enthalten. NPO.nl
Österreich – Wien ist bei einer Umfrage unter Expats erneut zur unfreundlichsten Stadt der Welt gekürt worden. Zwar zählt die Stadt beim „Expat City Ranking 2022“ zu jenen mit der höchsten Lebensqualität – bei der Freundlichkeit landete sie am Ende. Zudem wird Wien als nicht besonders teuer wahrgenommen und belegte den neunten Platz im Index zu den persönlichen Finanzen. Punkten konnte Wien aber in den Kategorien „Reisen & Transportwesen“ (Platz eins) sowie „Gesundheit & allgemeines Wohlbefinden“ (Platz zwei). Der Index zur Eingewöhnung (letzter Platz) ist dagegen ein grosser Minuspunkt. Auch in der Kategorie „Freundlichkeit“ landete Wien ganz hinten. 54 % fanden es laut der Umfrage schwer, sich mit den Wienern anzufreunden (weltweit: 37 %). Weitere 32 % fühlten sich nicht willkommen.
● Christiane Hörbiger ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Sie war eine der beliebtesten Fernsehschauspielerinnen des Landes und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, etwa 2018 die Goldene Kamera für ihr Lebenswerk. Ihre Karriere umfasst rund 130 Film- und TV-Produktionen. Dabei hatte es die Schauspielerin, die vor mehr als 60 Jahren ihr Bühnendebüt gab, als Tochter des legendären Schauspielerehepaares Paula Wessely und Attila Hörbiger zunächst nicht leicht.
● Die älteste Tageszeitung der Welt – von der Regierung herausgegeben – wird bald nur mehr im Internet erscheinen und nur einmal im Monat. Grund sind Regelungen der EU, die offizielle Veröffentlichungen neu regeln. Obwohl es private Interessenten gibt, soll die neue Internetzeitung mit Journalistenausbildung gekoppelt werden und in Staatsbesitz bleiben. Der prominente Journalist Hugo Portisch (1927–2021) hatte Weltkulturerbestatus gefordert. Die Wiener Zeitung wurde 1703 als Wiennerisches Diarium gegründet. Die erste Ausgabe erschien am 8. August 1703. Damit handelt es sich um die älteste noch stets erscheinende Tageszeitung der Welt. Die Zeitung ist zu 100 % im Besitz der Republik Österreich. Mit Bezug zur EU-Richtlinie 2019/1151 erwägt die österreichische Bundesregierung, die Verpflichtung zur bezahlten Veröffentlichung von Jahresabschlüssen und anderen Kundmachungen für Firmen aufzuheben, was bisher die Zeitung finanzierte. SRF.ch
● Telekom Austria streikt am Donnerstag. ORF.at
Pakistan – Die Taliban haben die Waffenruhe mit der pakistanischen Regierung aufgekündigt. Sie riefen ihre Kämpfer gleichzeitig dazu auf, im ganzen Land Vergeltungsanschläge zu begehen. Die Waffenruhe war seit Juni 2022 in Kraft. Sie war nach rund 20 Jahren bewaffneten Konflikts eingeführt worden. Als Grund für das Aufheben des Waffenstillstands geben die pakistanischen Taliban an, Taliban-Kämpfer würden durch das Militär der nordwestlichen Region Khyber Pakhtunkhwa und anderen Teilen des Landes verfolgt. SRF.ch
Panama – Es bedarf einer neutralen Ukraine, damit Russland keine Bedrohung für die Sicherheit Europas darstellen kann. Das sei das Wichtigste, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán, Vizepräsident der Christlich-Demokratischen Internationale (CDI), am Samstag auf der Vorstandssitzung der UNO in Panama City. KR.hu
Polen – OSZE-Sicherheitstreffen überschattet von Russlands Krieg, Aussenminister Lawrow (72) wurde ausgeschlossen. Russlands ständiger Vertreter bei der Organisation, Alexander Lukaschewitsch, leitete die russische Delegation nach Łódź [‚wut͡ɕ]. Lukaschewitsch verurteilte die westlichen Länder. OSZE-Minister können sich nicht auf Erklärung einigen. PR.pl
Ruanda – Die Schweiz auf Seiten der Völkermörder von Ruanda? Félicien Kabuga war einer der meistgesuchten Verbrecher der Welt. Er gilt als Financier des Völkermords in Ruanda. 26 Jahre war Kabuga auf der Flucht. Ein Grund dafür ist die Schweiz. Sie hätte ihn 1994 festnehmen können. Warum liess man den mutmasslichen Völkermörder damals laufen? «Als ich merkte, dass ich mich im gleichen Asylzentrum in Genf befinde wie Félicien Kabuga, erfasste mich die Panik. Das war wie plötzlich vor Hitler zu stehen», erinnert sich die Ruanderin Aline, die ihren richtigen Namen nicht nennen will. Aline ist Tutsi und hat damals 1994 Schutz gesucht in der Schweiz, um nicht wie rund 800’000 ihrer Landsleute von Hutu-Extremisten wie Félicien Kabuga abgemetzelt zu werden. Doch anstatt den mutmasslichen Völkermörder zu verhaften, zieht Bern es vor ihn auszuweisen und scheut dafür keine Kosten. Was genau ist damals im Sommer 1994 passiert? Warum kann Kabuga in die Schweiz ein- und ausreisen, obwohl schon damals bekannt ist, welch tragende Rolle er beim Planen und Ausführen des Völkermordes wohl spielte? Es ist eine Geschichte über undurchsichtige Nähe zwischen einem Bundesbeamten in Bern und der Familie Kabuga, Pannen, Nicht-Kommunikation und Wegschauen in der Schweiz. Und es ist eine Geschichte über das Erbe des Genozids, das die heutige Generation in Ruanda mit sich trägt. «International» SRF.ch
Rumänien – Die NATO werde ihre Präsenz vom Schwarzen Meer bis zur Ostsee verstärken, sagte US-Aussenminister Blinken (60) in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. RT.ru Nach dem NATO Treffen in Bukarest: Ukraine enttäuscht. Die Ukraine erhält weitere Defensivwaffen sowie Störsender zur Drohnenabwehr. Und das, was auf dem Nato-Aussenministertreffen als Winterhilfspaket zur Überlebenshilfe bezeichnet wurde: medizinisches Material, Winterausrüstung, aber auch Stromgeneratoren, Transformatoren sowie Geld, Material und Knowhow, um die ramponierte Strom- und Gasversorgung notdürftig zu reparieren. Kiew hätte sich mehr erhofft. SRF.ch
● Der lettische Aussenminister Edgar Rinkevics (49) sagt, der Ukraine sollte erlaubt werden, Militäranlagen innerhalb Russlands anzugreifen, da sie Angriffe auf ihre kritische Infrastruktur abwehrt. „Wir sollten den Ukrainern erlauben, Waffen einzusetzen, um Raketenstandorte oder Flugplätze anzugreifen, von denen aus diese Operationen gestartet werden“, sagte Rinkevics am 29.11. in einem Interview, als er am Treffen der NATO-Aussenminister in Bukarest teilnahm. NATO-Verbündete, einschliesslich der Vereinigten Staaten, haben sich zurückgehalten, Angriffswaffen zu schicken. RFE.cz
Russland – Russlands Rüstungsbeschaffungsplan für 2023 wird um 50 % wachsen, um sicherzustellen, dass die russischen Truppen zu 97 % mit Waffen und militärischer Ausrüstung versorgt sind, sagte Armeegeneral Sergej Schoigu (67), Verteidigungsminister, auf der Vorstandssitzung des Ministeriums am Mittwoch.
● Iranische Automobilhersteller versuchen, sich auf dem russischen Markt zu etablieren. Laut einer am Montag von Moskau und Teheran unterzeichneten Absichtserklärtung sollen iranische Autos im Wert von 300 Millionen US-Dollar nach Russland exportiert werden. RT.ru
● Ukraine griff Kraftwerk in Kursk an. Es liegt am Zusammenfluss der Flüsse Tuskar und Sejm, etwa 100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Westlich der Stadt befindet sich ein Meteoritenkrater mit einem Durchmesser von 5,5 Kilometern. ORF.at
● Edward Snowden (39) erhält russischen Pass. Im Juni 2013 stellte Snowden Journalisten der Washington Post und des Guardian geheime Dokumente über geheime NSA-Spionageaktivitäten zur Verfügung. Er erklärte, wie die NSA mit dem Computerprogramm PRISM weltweit die Online-Kommunikation überwacht. Später tauchten Dokumente über das XKeyscore-Programm und eine Reihe anderer NSA-Spionageaktivitäten auf, darunter das Bullrun-Programm, das sichere Internetkommunikation entschlüsselt. Das FBI ordnete 2013 seine Verhaftung wegen Spionage an. Er ist in Russland gestrandet, weil ihm sein Pass entzogen wurde und ihm dort später politisches Asyl gewährt wurde. Er erhielten die russische Staatsbürgerschaft. NPO.nl
● Putin habe versucht, noch vor Beginn der militärischen Sonderoperation Verhandlungen mit den USA, der NATO und der OSZE aufzunehmen. Die Initiative stiess aber nicht auf Gegenseitigkeit. SP.ru
● Lawrow nennt Kriegsziel der NATO: „Russland draussen, Deutschland unten“ VESTI.ru
Saint Helena ‑Jonathan, eine Seychellen- Riesenschildkröte, feiert am Wochenende den 190. Geburtstag auf der Insel im Südatlantik, wo der französische Kaiser Napoleon 1821 im Exil gestorben war. BBC.uk.
Schweden – International Idea, eine weltweit tätige internationale Organisation, der auch die Schweiz seit 2005 als Mitglied angehört, kommt zum Schluss: Noch nie seit 1990 gab es so wenige und schwache Demokratien wie heute in der Welt. Erstes Opfer ist dabei in vielen Teilen der Welt die Meinungsfreiheit. Von den über 170 untersuchten Staaten weltweit stuft International Idea derzeit über ein Drittel als Autokratien ein. Aber es gibt auch einige wenige Lichtblicke: So haben so unterschiedliche Länder wie Gambia, Sri Lanka und Moldau erfreuliche Schritte in Richtung mehr Demokratie getan. In Kenia und Brasilien haben sich die Wahlbehörden bewährt. SRF.ch
● Der vor der Verstaatlichung stehende Energiekonzern Uniper will vom russischen Gazprom-Konzern wegen ausbleibender Gaslieferungen Schadenersatz in Milliardenhöhe erstreiten. Uniper habe ein Schiedsgerichtsverfahren eingeleitet, sagte Vorstandschef Maubach in Düsseldorf. Die höheren Kosten für die Ersatzbeschaffung bezifferte er auf bisher 11,6 Milliarden Euro. Das Verfahren werde vor einem internationalen Schiedsgericht in Stockholm stattfinden.. ORF.at
Schweiz – Die Schuhfirma Vögele ist am Ende. Betroffen sind 131 Mitarbeiter.
● Nationalrat sorgt sich wegen düsterer Finanzaussichten. Die Bundesfinanzen geben viel zu reden. Die Rechte und die Linke sind sich uneinig, ob und wo sparen angebracht ist.
● Das sich eintrübende internationale Umfeld wirkt bremsend auf die Schweizer Industrie.
● Bundesratswahlen. Anhörung hinter verschlossener Tür: Wer taugt zur Bundesrätin? Beim politischen Speeddating stellen sich die Kandidierenden den Parteien. Trotz geheimen Hearings sickern Fakten durch.
● Neues System im Kanton Luzern. Wer Angehörige pflegt, soll eine Entschädigung vom Staat erhalten.
● Die Covid-Impfung kann in seltenen Fällen zu schweren Nebenwirkungen führen. Betroffene fordern mehr Unterstützung.
● Kinder befragen SVP-Kandidaten. «Darf man als Bundesrat lügen, Herr Rösti?
● Vor ein paar Tagen machten diverse IT-Portale auf einen riesigen Whatsapp-Leak aufmerksam. Offenbar werden aktuell mehr als 1.5 Millionen Schweizer Handynummern im Darknet zum Verkauf angeboten. Das berichtet die Westschweizer Zeitung «Le Temps». Insgesamt gehe es um 500 Millionen Nummern aus einer WhatsApp-Datenbank, die ein Hacker zum Verkauf anbietet.
● Die 6 Aufklärungsdrohnen, die die Armee um 300 Mio. Franken in Israel kauft, können nicht vor 2024 geliefert werden. Sie sollen die Grenzen überwachen. SRF.ch
Slowakei – Im Rahmen eines mit Deutschland vereinbarten Ringtauschs hat die Slowakei der Ukraine 30 Schützenpanzer des sowjetischen Typs BMP‑1 übergeben. Das teilte Verteidigungsminister Jaroslav Nad heute mit. SRF.ch
Spanien – Ein Umschlag mit einer Bombe traf heute zu Mittag bei der ukrainischen Botschaft in Madrid ein, wobei ein Mitarbeiter leicht verletzt wurde. Lokale Medien berichten darüber. Demnach sei noch nicht bekannt, wer den Brief oder die Art des Sprengstoffs verschickt habe. Als Reaktion auf den Vorfall kündigte Kiew an, die Sicherheit in all seinen Botschaften zu verstärken. RP.cz
● Eine unbekannte Täterschaft verschickt Briefbomben an führende Politiker und Botschaften in Spanien. SRF.ch
Südkorea – Südkorea gibt Warnschüsse ab. Nach Angaben des südkoreanischen Militärs drangen am frühen Morgen wiederholt chinesische H‑6-Bomber in die Luftverteidigungszone ein. Einige Stunden später seien sie dann von russischen Jets begleitet worden, darunter TU-95-Bombern und SU-35-Kampfjets. Die Flugzeuggruppe habe die Zone nach 18 Minuten wieder verlassen. Die russischen und chinesischen Flugzeuge hätten sich an das Völkerrecht gehalten und keine ausländischen Lufträume verletzt. Die Luftüberwachungszone ist eine Art Pufferzone, vor dem Luftraum. SRF.ch
Ukraine – Die EU-Kommission hat am Mittwoch aus einer Rede der Kommissionschefin Ursula von der Leyen Angaben zu der Anzahl ukrainischer Gefallener entfernen lassen. Die Politikerin hatte in einer Ansprache von über 100.000 ukrainischer Militärs gesprochen, die seit Februar gefallen seien. RT.ru
● Mitarbeiter einer von ukrainischen Behörden eingerichteten Hotline für russische Soldaten, die sich lieber ergeben als gegen die Ukraine zu kämpfen, bearbeiten täglich bis zu 100 Anfragen. Die Ukrainer haben im September ein Projekt mit dem Titel „Ich will leben“ gestartet, seitdem haben sie 3’500 Kontakte von Soldaten der russischen Armee oder ihren Angehörigen verzeichnet. Durch den Anruf einer Hotline oder die Eingabe von Daten über Apps könnten russische Soldaten den besten Weg aushandeln, sich zu ergeben. BBC.uk
● Der Gesetzgeber in der ukrainischen Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer hat beschlossen, das Denkmal der russischen Kaiserin Katharina der Grossen (1729–1796), die Gründerin von Odessa zu entfernen. RFE.cz Ukraine verbietet russische Kirchen. NPO.nl
● Nach einer Briefbombe in Spanien haben andere diplomatische Vertretungen der Ukraine Angaben aus Kiew zufolge Päckchen mit blutigem Inhalt bekommen. In den Botschaften in Ungarn, den Niederlanden, Polen, Kroatien, Italien und drei Konsulaten in Italien, Polen und Tschechien seien Päckchen mit Tieraugen eingegangen, teilte das ukrainische Aussenministerium heute mit.
● USA planen, Waffen aus dem Nahen Osten in die Ukraine zu verlagern, u.a. das Luftabwehrsystem NASAMS. das aus Norwegen stammt. Hierzu sind sechs Raketen auf einem Startgerät montiert, das entweder auf einem LKW oder als Anhänger mitgeführt wird. SRF.ch
Ungarn – Ein typischer ungarischer Haushalt verfügte 2021 über ein Bruttoeinkommen pro Kopf von gut 2,4 Mio. Forint (6’000 €), Singlehaushalte brachten es auf mehr als 2,9 Mio. Forint (7’000 €). Ungefähr ein Fünftel der Bevölkerung war dem Risiko von Armut und sozialer Ausgrenzung ausgesetzt.
● „Ungarn fühlt als tausendjähriger christlicher Staat eine besondere Verantwortung für die verfolgten Christen der Welt“, erklärte Aussenminister Péter Szijjártó am Montag auf einer Fachkonferenz in London. „Es ist traurig, dass im 21. Jahrhundert noch immer extremistische Ideologien Verbreitung finden, die Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft oder Religion der Verfolgung aussetzen, häufig gepaart mit sexueller Gewalt“, sagte der Aussenminister. Deshalb habe Ungarn vor fünf Jahren das Programm „Hungary Helps“ aufgelegt. Seither flossen rund 80 Mio. USD in den Wiederaufbau von Wohnhäusern und Einrichtungen, Schulen und Krankenhäusern sowie an wirtschaftlichen Beihilfen, um das Leben der Menschen in ihrer angestammten Heimat in 54 Ländern attraktiver zu gestalten. Besondere Unterstützung erhielten die Katholische Kirche Nigerias und die Chalädisch-Katholische Kirche im Irak bei der Rehabilitation von Mädchen und Frauen, die Opfer islamistischer Terroristen wurden. Szijjártó versicherte auf der Konferenz, Ungarn werde die Hilfsprogramme allen wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Herausforderungen zum Trotz weiterführen. KR.hu
● EU-Gericht in Luxemburg wies Österreichs Klage gegen AKW Paks II, 180 km von Österreich ab. Finanziert wird der Ausbau um die zwei Reaktoren mit einer Leistung von je 1’200 Megawatt hauptsächlich durch einen Kredit in der Höhe von umgerechnet zehn Milliarden Euro von Russland. ORF.at
● EU-Kommission empfiehlt, 7.5 Milliarden Euro einzufrieren. SRF.ch
USA – Die USA werfen Iran aus Fussball-WM.
● Mexiko hält an Importverbot für US-Genmais fest.
● San Francisco erlaubt Polizei Roboter zum Töten. ORF.at
● In den USA kamen vor einem Monat die Zwillinge Timothy und Lydia zur Welt. Das Besondere: die beiden wurden vor 30 Jahren gezeugt und als Embryonen eingefroren. Noch nie kamen Babys auf die Welt, die so lange eingefroren waren.
● Die US-Demokraten haben einen Generationenwechsel vollzogen und Hakeem Jeffries (52) zu Nancy Pelosis (82) als Fraktionschef Nachfolger gewählt. SRF.ch
● USA sollen Unterseekabel und Pipelines in der Nord- und Ostsee am Boden des Meeres verteidigen.
● Harrison Ford (80) bekam die verjüngende Benjamin-Button-Behandlung für den fünften „Indiana Jones“ Film, in dem er einen jungen Mann spielt. NPO.nl
Öko-Energie : „So transparent wie eine schmutzige Pfütze“
![]()
Dagmar Jestrzemski*
================================
Riesige Windparks auf der Insel Neufundland sollen „grünen“ Wasserstoff für Deutschland produzieren.
Doch in der Bevölkerung der kanadischen Region erhebt sich beträchtlicher Widerstand
================================
Bei dem Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) mit einer Delegation von Wirtschaftsvertretern vom 21. bis 23. August in Kanada stand die Energie- und Klimapolitik im Fokus. Kanada verfolgt das Ziel, einer der größten Erzeuger und Exporteure von Wasserstoff und dessen Derivaten mit Hilfe von „sauberen“ Technologien zu werden. Wenn der Energieträger Wasserstoff durch Elektrolyse mit Hilfe von Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, gilt er als nahezu CO₂-freier, „grüner“ Wasserstoff.
In die Entwicklung und Infrastruktur für Windparks und sogenannte Power-to-Gas-Anlagen investiert Kanada ab sofort Milliarden und sucht dafür ausländische „Wasserstoff-Partner“. Die Deutschen ließen sich nicht lange bitten, zumal das große Potential für die Onshore- und Offshore-Windenergie entlang der windreichen kanadischen Atlantikküste als ideale Voraussetzung für die Erzeugung von „grünem“ Strom gilt.
Nach Montreal und Toronto war das 6600-Einwohner-Städtchen Stephenville im Südwesten Neufundlands das letzte Ziel der deutschen Gäste. Der ehemalige Militärstützpunkt mit seiner günstigen Lage in der Baye St. George im Golf von St. Lorenz ist als erster Knotenpunkt (Wasserstoff-Hub) für Kanadas zukünftige Wasserstoff-Wirtschaft vorgesehen. Im Beisein von Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau unterzeichnete der Bundeskanzler eine Absichtserklärung zwischen beiden Ländern über eine Wasserstoffallianz im Umfang von zwölf Milliarden Euro.
Ab 2025 soll geliefert werden
Am Tiefwasserhafen von Stephenville soll laut Plan die erste Anlage des Landes zur Gewinnung von Wasserstoff mithilfe von regenerativ erzeugtem Strom für den Export nach Deutschland, Europa und Asien errichtet werden. Für den Transport in Tankschiffen muss der Wasserstoff entweder verflüssigt oder in ein Trägermedium wie Ammoniak umgewandelt werden. Deutschland will heimische Firmen unterstützen, damit diese den Wasserstoff importieren können. Die ersten Schiffe sollen laut Plan 2025 ablegen. Trudeau äußerte sich zufrieden über das Abkommen. Es werde in der Region Arbeitsplätze schaffen, die lokale Wirtschaft fördern und zur Produktion von sauberer Energie in Kanada beitragen.
Bislang werden in dem Land noch 95 Prozent des Wasserstoffs aus der Dampfreduzierung von Erdgas gewonnen. So entsteht der sogenannte blaue Wasserstoff. Die Medien der Provinz Neufundland und Labrador (N.L.) meldeten, dass sich das Interesse der Deutschen ausschließlich auf den teureren, grünen Wasserstoff richte, weil dabei praktisch keine Emissionen anfielen. Der Energieträger wäre dann im Sinne der nationalen Klimaziele klimaneutral.
Baubeginn schon 2023
Bei der Produktions- und Verbindungsinfrastruktur für den grünen Wasserstoff ist der Bau von drei großen Windparks an der windreichen, dünn besiedelten atlantischen Westküste Neufundlands von elementarer Bedeutung, um, so die „taz“, mit der dort erzeugten sauberen Energie „kostengünstig“ grünen Wasserstoff in einer 0,5-Gigawatt-Wasserstoffanlage zu produzieren. Die Standorte für ein Gigawatt Windstrom-Kapazität befinden sich unweit von Stephenville.
Kanadische Experten wiesen demgegenüber darauf hin, dass der kanadische grüne Wasserstoff nur ein kleiner und teurer Teil der Lösung für die europäische Energiekrise sein könne – zu teuer für den Export möglicherweise. Im April war für Neufundland und Labrador ein 15-jähriges Windkraft-Moratorium ausgelaufen. Nach offiziellen Angaben legte das Konsortium World Energy GH2 dem Umwelt- und Klimaministerium von N.L. nach Ablauf des Moratoriums seine Pläne vor, wonach an drei Standorten in der Baye St. Georges sowie in der Blow-Me-Up- und Lewis-Hills-Bergkette am Golf von St. Lorenz Windstrom für den Wasserstoff-Hub in Stephenville produziert werden soll. Baubeginn ist für Sommer 2023 vorgesehen. Die liberale Regierung der Provinz unter Premierminister Andrew Furey signalisierte freie Fahrt.
Ein gerissener Schachzug
Unter der Bezeichnung Nujio’Qonik GH2 ist in einer ersten Phase der Bau eines Windparks auf der kleinen Halbinsel Port-au-Port mit 164 Windkraftanlagen von jeweils 200 Metern Höhe vorgesehen. Die etwa 100 Kilometer lange und bis zu 45 Kilometer breite Halbinsel ist durch eine schmale Landenge mit Neufundland verbunden. Gelegen an der Südspitze der stark erodierten Kette der neufundländischen Appalachen an der Westküste der Insel ragt das dünn besiedelte Gebiet in den Golf von St. Lorenz hinein.
Laut World Energy GH2 bietet die Lokalität „exzellente Wind-Ressourcen“ mit Windgeschwindigkeiten, die einigen Offshore-Windfeldern weltweit nicht nachstünden. Ein in den regionalen Medien veröffentlichter Plan stellt dar, dass die Windräder aufgrund der geltenden Abstandsregeln von 1000 Metern zu Wohngebäuden über nahezu die gesamte Fläche der Halbinsel verteilt errichtet werden müssten.
Es war ein gerissener Schachzug der Planer, den einflussreichen Chef der Qalipu First Nation, Brendan Mitchell, bereits im März auf ihre Seite zu ziehen. Auf dessen Einverständnis deutet der Name Nujio’Qonik, was in der Mi‘kmaq-Sprache heißt „wo der Sand weht“. Ohne die Zustimmung der First Nations kann in Kanada kein größerer Eingriff in die Landschaft vorgenommen werden. Später beklagte sich ein Sprecher des Environmental Transparency Committee Port-au-Port bitter darüber, dass Chief Mitchell seinen Mitbürgern den brisanten Plan und seine Einwilligung monatelang verschwiegen habe. In einer zweiten Phase soll eine Windfarm nördlich von Stephenville entlang der Blow-Me-Up- und Lewis-Hills-Bergkette am Golf von St. Lorenz entstehen. Dort verläuft der kontinentübergreifende Wanderweg „International Appalachian Trail“ (IAT). Die Regierung von N.L. rief zu Interessenbekundungen für weitere Windparkflächen im Kronland (öffentliches Land) auf.
Bereits seit März fanden Treffen der Windkraft-Projektierer mit den Bürgermeistern einiger von dem Projekt betroffener Gemeinden statt, während die Einwohner von Port-au-Port erst am 6. Juli auf einer öffentlichen Informationsveranstaltung in der Landkreisgemeinde Cape St. George erfuhren, welche einschneidenden Veränderungen für ihre Heimatregion vorgesehen sind. Dementsprechend groß war die Aufregung der Anwesenden, desgleichen ihre Empörung über die von der Regierung angesetzte kurze Entscheidungsfrist der Bürger über das Projekt von nur 14 Tagen.
Seltene Arten werden gefährdet
Entsetzt war man auch über das gewaltige Ausmaß des Windparks mit den zahlreichen neu anzulegenden Wegeverbindungen. Unter anderem wurden Sorgen wegen einer Verschmutzung des Trinkwassers geäußert. Die Bürgermeisterin Stella Cornect forderte in einem Interview mit dem Sender CBC mehr Zeit für eine ausführliche Diskussion. Ungeachtet der von Umwelt- und Klimaminister Bernard Davis zugesicherten gründlichen Umweltverträglichkeitsprüfung rechnet der bekannte kanadische Naturschützer Michael Burzynski im Falle der Umsetzung des Vorhabens mit einer weitgehenden Vernichtung der seltenen Pflanzen, die unter anderem auf dem Kalkgestein vergesellschaftet sind.
Die Windräder und Strommasten wären zudem eine ständige Gefahr für zahlreiche Tierarten, speziell für die Kolonien der auf Port-au-Port brütenden Zugvögel wie Tölpel sowie für Eulen und Fledermäuse. Die Langzeitauswirkungen auf die Habitate seien nicht abzuschätzen. Burzynski sagte, er sei irritiert darüber, dass die Provinzregierung diese einzigartigen Wildnisareale des Kronlands einigen umtriebigen Großinvestoren preisgeben wolle, die Strom in dem schützenswerten Naturerbe zur privaten Gewinnmaximierung und noch nicht einmal für das Stromnetz von Neufundland erzeugen wollen.
Direktor des Konsortiums World Energy GH2 ist John Risley, Mitbegründer von „Clearwater Seafoods“ in der Provinz Nova Scotia, des größten Meeresfrüchte- und Muschelproduzenten Nordamerikas, und CEO der familiengeführten Investmentgesellschaft CFFI Ventures Inc., die unter anderem Beteiligungen in der Fischindustrie und der Finanzdienstleistung hält. Das von CFFI verwaltete Vermögen wird auf mehr als eine Milliarde US-Dollar geschätzt. Mit dabei ist das Schifffahrtsunternehmen Horizon Maritime in St. John’s, Neufundland, das als Versorger der Offshore-Industrie für Kunden wie Equinor (Norwegen) und Exxon Mobil (USA) tätig ist. Ein anderer Investor musste sich wegen Vorwürfen der Vetternwirtschaft aus dem Konsortium zurückziehen, nachdem seine Freundschaft mit N.L.-Premierminister Furey bekannt geworden war.
Empörung der Menschen wächst
Das ETC Port-au-Port gab auf seiner am 1. August abgehaltenen ersten öffentlichen Versammlung eine Erklärung bekannt, in der ein sofortiger Stopp des Projekts Nujio’Qonik GH2 gefordert wird. Das Genehmigungsverfahren für den Windpark sei „so transparent wie eine schmutzige Pfütze“. Auf der für YouTube gefilmten Veranstaltung warf ein Redner der Regierung und den Windpark-Projektierern Lügen und unfaires Verhalten vor. Seine Vorwürfe: Was sei „grün“ an einem der größten Windpark-Projekte der Welt ausgerechnet in unserer kostbaren, weitgehend unberührten Landschaft? Warum sollen gerade hier die vielen Wolkenkratzer mit nächtlicher Beleuchtung errichtet werden und warum so schnell? Deutschland will kein Öl mehr aus Russland importieren? Wir können helfen und euch das Öl liefern! ETC startete eine Petition gegen den Bau des Windparks.
84 Prozent lehnen das Projekt ab
Auch der Präsident der International Appalachian Trail Association, Paul Wylezol, äußerte scharfe Kritik an der Standortwahl für die Mega-Windparks. Seine Organisation bemühe sich seit fast zehn Jahren um den Status eines UNESCO Global Geoparks für die Port-au-Port- sowie die bewaldete Blow-Me-Up- und Lewis-Hills-Region, um die einzigartige Geologie und Ökologie dieser Landschaften zu würdigen. Die Gegend sei spektakulär. Man dürfe dieses Juwel in der Krone Neufundlands nicht dafür hergeben, dass andere den Profit machen.
An Deutschland gerichtet erklärte Wylezol: „Wir verstehen die Lage, in der Deutschland sich befindet: Deutschland will unabhängig von russischem Öl werden. Wir wollen helfen – aber nicht auf unsere Kosten.“ Daraufhin drohte John Risley, das Wasserstoffprojekt werde scheitern, sollte der Bau der Windparks verhindert werden.
Sofern sich die Provinzialregierung an ihr Versprechen hält, das Votum der Bürger zu respektieren, ist das deutsch-kanadische Wasserstoffabkommen wegen des Widerstands der Einwohner gegen die damit verbundenen Windparkprojekte zum Scheitern verurteilt. Am 28. Oktober veröffentlichte ETC Port-au-Port das Ergebnis einer Abstimmung in zehn Gemeinden über den geplanten Windpark auf der Port-au-Port-Halbinsel. 84 Prozent der Einwohner, die an der Abstimmung teilnahmen, lehnten das Projekt ab.
=================================================================
)* Anmerkung der EIKE-Redaktion :
Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung; 25. November 2022, S.12; EIKE dankt der PAZ-Redaktion sowie der Autorin Dagmar Jestrzemski für die Gestattung der ungekürzten Übernahme, wie schon bei früheren Artikeln : https://www.preussische-allgemeine.de/ ; Hervorhebungen im Text: EIKE-Redaktion.
=================================================================





