Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

WM-Spiel USA gegen Iran – USA töten iranischen General

WM-Spiel USA gegen Iran – USA töten iranischen General

Nord-Stream-Sprenger mit Doppelwumms gegen Iran?

Tagesschau: „WM-Duell Iran gegen USA. Die Zeit der Blumen ist vorbei„:

„1998 schenkte Irans Nationalelf den US-Spielern vor dem Anpfiff Blumen – ein Friedenszeichen, aus dem nichts wurde. Heute treffen beide Teams in Katar erneut aufeinander. Zeichen des guten Willens sind nicht zu erwarten.“

Tagesschau (Youtube): „Raketenangriff in Bagdad: USA töten iranischen General„:

„Bei einem US-Raketenangriff nahe dem Flughafen von Bagdad ist einer der hochrangigsten iranischen Generäle getötet worden. Das US-Verteidigungsministerium bestätigte den Tod von Ghassem Soleimani, dem Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden.“

Hans-Georg Maaßen (CDU): „‚Grüne‘ und Rote wollen das Land rücksichtslos umbauen“

„Wir möchten keine Grünen Khmer, die uns zurückschicken in die Urwälder“: Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen nimmt im Gespräch mit DK-Kolumnist Gerald Grosz das erste Ampel-Jahr als „Jahr des Desasters“ auseinander und warnt: Diese Leute sind hoch ideologisiert, sie wollen die Transformation in den ökosozialistischen Staat!

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Heidelberger Ärzte klären Missstand auf

Überall hagelt es zur Zeit Krankmeldungen. Als Begründung wird nicht selten eine Schwächung des Immunsystems angegeben, bedingt durch das dauerhafte Maske-Tragen während der Corona-Pandemie. Wie aber passt es zusammen, dass gleichzeitig Ärzte strafrechtlich verfolgt werden, die ihre Patienten genau vor diesen Folgen schützen wollten? Von solcherlei Missständen distanziert sich die “Heidelberger Ärzteerklärung” und zieht die Regierung zur Verantwortung …

Brüssel: Zehntausende Polizisten auf Demo gegen Gewalt-Exzesse

Mehrere zehntausend Polizisten marschierten am Montag in der belgischen Hauptstadt Brüssel, um auf Gewalt gegen die Strafverfolgungsbehörden aufmerksam zu machen: Erst  kürzlich war ein junger Polizist getötet und ein Mitarbeiter bei einem Messerangriff verletzt worden – wie „RTL Info“ berichtete.

Die Demonstration wurde von nationalen Polizeigewerkschaften organisiert, die von der belgischen Regierung konkrete Antworten auf ihre Bedenken erwarten. Schließlich trafen sich Interessenvertretungen der Polizei und der belgische Premierminister Alexander De Croo  am Nachmittag. Die Gewerkschaften verließen die Gespräche allerdings enttäuscht. Sie forderten von der Regierung mehr Personal, mehr Sicherheitsausrüstung und ein berechenbareres Karrieremodell.

„Wir haben mehrere Stunden geredet, aber wir haben uns nicht wirklich verstanden.“ – wie

Carlo Medo, Präsident der nationalen Gewerkschaft der Strafverfolgungsbehörden, sagte.

Die Polizeigewerkschaften zeigten sich auch wütend, weil die Regierung ihre früheren Versprechen, Gewalt gegen Beamte strenger zu verfolgen, nicht eingehalten hat. Sie kündigten weitere Demonstrationen an.

Dieser Artikel erschien zuerst auf MANDINER, unserem Medienkooperationspartner.

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517qVZDEfdL._SY264_BO1204203200_QL40_ML2Unser Ungarn-Korrespondent Elmar Forster, seit 1992 Auslandsösterreicher in Ungarn, hat ein Buch geschrieben, welches Ungarn gegen die westliche Verleumdungskampgane verteidigt. Der amazon-Bestseller  ist für UM-Leser zum Preis von 17,80.- (inklusive Postzustellung und persönlicher Widmung) beim Autor bestellbar unter <ungarn_buch@yahoo.com>


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Medien verschweigen Wahrheit über Marokkaner-Aufruhr in Brüssel

Medien verschweigen Wahrheit über Marokkaner-Aufruhr in Brüssel

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Von MANFRED W. BLACK | Nach dem WM-Spiel zwischen Belgien und Marokko haben viele Hundert marokkanische-stämmige Jugendliche in etlichen belgischen und niederländischen Städten ganze Straßenzüge verwüstet (PI-NEWS berichtete). Deutsche Medien verzichteten darauf, die ethnische Identität der Gewalttäter zu benennen. Die FAZ hatte sogar die Chuzpe, in einem Nachrichtenartikel zu behaupten: „Zur Identität der Randalierer gab […]

Statt Brüssel-Willkür & Asylchaos: FPÖ will Grundrechte für Österreicher sichern

Statt Brüssel-Willkür & Asylchaos: FPÖ will Grundrechte für Österreicher sichern

Der Asyl-Ansturm auf unser Land nimmt kein Ende. Bereits mehr als 100.000 Anträge wurden in diesem Jahr gestellt – mehr als im bisherigen Rekord-Jahr 2015. Täglich kommt es zu Aufgriffen illegaler Zuwanderer an der burgenländisch-ungarischen Grenze, die Beamten vor Ort fühlen sich von der Regierung alleine gelassen. Entsprechend hielten FPÖ-Chef Herbert Kickl und die FPÖ-Landeschefs Udo Landbauer (NÖ) und Alexander Petschnig (Burgenland) ihre Pressekonferenz, in der sie einen FPÖ-Maßnahmenkatalog gegen das Asyl-Chaos vorstellten, just an diesem Ort ab, wo die Fehlentwicklungen so deutlich sichtbar sind. Das heißt: Ein Grundrechte-Katalog zum Schutz der Bürger statt der Asyl-Forderer aus aller Herren Länder.

Löchrige Grenze, neue Völkerwanderung

Bei einem Lokalaugenschein am Grenzübergang Nickelsdorf konnten sich die freiheitlichen Spitzenpolitiker ein eigenes Bild von der Situation machen – und sie ist so schlimm wie befürchtet. Leidgeplagte Polizeibeamte, die vom schwarzen Innenministerium im Regen stehen gelassen, Einheimische die unter dem Ansturm Land ächzen. Für Kickl ist klar: Die angeblichen “Maßnahmen” der schwarz-grünen Regierung im Grenzschutz sind nur ein Blendwerk. Denn in Wahrheit ist die Grenze weiterhin “löchrig wie Schweizerkäse”, wie FPÖNO-Chef Udo Landbauer seinerseits betonte.

Dieser Missstand, so Kickl, geht auf die Kappe einer Regierung, die mit der Bewältigung der Asylproblematik “heillos überfordert” ist. Für seine Partei hingegen stehe der Schutz der Bevölkerung an erster Stelle. Auch als Staatsbürger und Familienvater habe er dieses Interesse: “Mir geht es auch um die Sicherheit derer, die nach uns in diesem Land leben werden. Und wenn man vor einer Völkerwanderung kapituliert, schaut es mit dieser Sicherheit nicht gut aus.” Wenn er die Asyl-Rekordzahlen besieht, fällt ihm auf: Die Top-Herkunftsregionen wie Indien, Syrien, Afghanistan oder Nordafrika sein alle weit entfernt.

Sehen Sie hier die gesamte Pressekonferenz (beginnt bei ca. 8 Minuten):

ÖVP-Asylkurs nur Schall und Rauch

Doch obwohl jede Menge sicherer Drittstaaten zwischen diesen Ländern und Österreich liegen, hat unser Land die höchste Pro-Kopf-Asylquote der gesamten EU. Für Kickl ist klar: Österreich ist für diese Menschen nicht zuständig. Daher seien diese Entwicklungen abzuwehren, doch: “Was die Bundesregierung gegenwärtig unter dem Namen ‘Grenzmanagement betreibt, ist sozusagen die Verwaltungsbürokratie, mit der man die Völkerwanderung administriert, begleitet und dokumentiert. Aber das ist nichts, was zum Schutz der eigenen Bevölkerung beiträgt.”

Die Landeshauptleute – allesamt rot oder schwarz – würden darauf mit Hilflosigkeit, Mutlosigkeit und Ablenkungsmanövern reagieren, sowie mit der Abschiebung ihrer Verantwortung und leeren Versprechen. Er verwies auch auf ein schwarz-rotes Papier aus dem Jahr 2016, das eine Reduktion des Asylstroms in Aussicht stellte. Doch dieses hatte wohl hauptsächlich die Absicht, den Aufstieg der FPÖ einzubremsen. Denn die Ankündigung von Maßnahmen, etwa zum Außengrenzschutz oder zur Einbremsung der Asylwerber-Anzahl in Österreich samt fixierten Obergrenzen blieben nur hehre Absichten…

Dringende Maßnahmen unabdingbar

Die Abschiebung der Verantwortung auf Brüssel seitens der Regierung müsse man zudem, so Kickl, auch vor dem Hintergrund betrachten, dass die EU immer dann, wenn sie von Außengrenzschutz und der Abweisung Illegaler spricht, zugleich alle Hebel in Bewegung setzt, um dieselben Leute auf legalem Wege nach Europa zu holen: “Das heißt in Wahrheit: Die Fluchtbewegung wird umetikettiert.” Man weise die Leute als Asylwerber zurück, um sie als billige Arbeitskräfte wieder herein zu holen. Und selbst ein gemeinsamer EU-Außengrenzschutz bedeute in der Regel die Zwangsverteilung von Asylanten gegen das Interesse der jeweiligen Bürger.

Die FPÖ fordert anstelle dieses Wirrwarrs diverse Maßnahmen. Darunter findet sich etwa die Schaffung von Ausreise-Zentren statt Aufnahme-Zentren. Oder aber die Umstellung von Geld- auf Sachleistungen für Asylwerber. Es brauche auch eine klare Trennung von Asyl als Schutz auf Zeit und Zuwanderung. Falsche Anreize seien abzustellen. Unser Land müsse als Zielland unattraktiv werden. Setze man die FPÖ-Forderungen um, würden die Anträge sinken, da Schlepper den Weg des geringsten Widerstands gehen. Das sei weitaus zielführender als steuergeldfinanzierte Facebook-Kampagnen.

Abschiebungen scheitern unter Schwarz-Grün an den absurdesten Hürden…:

Österreichischer Grundrechtekatalog…

Kritik übte Kickl auch an der Auslegung der europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) durch “offenbar völlig weltfremde und von einer falschen Toleranz getriebene Richter”. Dies führe dazu, dass ein Instrument, das ursprünglich die Bürger in Europa vor staatlicher Willkür schützen sollte, nun in eine Art Asyl-Gesetzgebung verdreht werde. Stattdessen brauche es vielmehr einen österreichischen Grundrechte-Katalog, der per Volksabstimmung in der Verfassung zu verankern sei. Damit entziehe man sich der Willkür-Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR).

…statt Willkür aus Brüssel

Einen solchen Katalog könnte man sogar ergänzen. Etwa durch ein Verbot von Zwangsimpfungen oder ein Recht auf Heimat für die einheimische Bevölkerung. Auch beim zweiten Konflikt, nämlich mit der EU-Gesetzgebung und dem europäischen Gerichtshof, möge Österreich gerade im Asylbereich eher auf eine Art “Notwehr”-Recht pochen. Das heißt: Bei der Einschränkung des Asylrechts und der Leistungen für Asylanten lieber auf die normative Kraft des Faktischen zu setzen und im Zweifel auch ein EU-Vertragsverletzungsverfahren zu riskieren – und als Vorbild für andere Länder einen Paradigmenwechsel zu bezwecken.

ÖVP-NÖ für Asylchaos verantwortlich

Auch FPÖ-Niederösterreich-Chef Udo Landbauer äußerte sich ähnlich wie Kickl. Er fügte hinzu, dass man auch die Landeshauptleute stärker in die Pflicht nehmen muss. So sei der Burgenländische SPÖ-Landesvater Hans-Peter Doskozil nur ein Hund, der zwar belle, aber nicht beiße. Die Hauptschuld für das Versagen in der Asylpolitik ortet er indes bei der niederösterreichischen ÖVP, aus deren Schoß zahlreiche Innenminister, einschließlich das aktuellen und seines zum Kanzler beförderten Vorgängers, stammen. In Nickelsdorf sehe man die “Trümmer aus den zwei Welten” der schwarz-grünen Koalition.

Das Asylchaos sei “schleunigst” zu beenden, dafür brauche es eine andere Politik als die “zukunftsvergessene Politik der Regierenden”. Innenminister Karner habe schon als 2. Landtagspräsident in Niederösterreich gezeigt, dass er “nach außen hin Hardliner, und dann im Amt Warmduscher” sei. Die ÖVP sei ein “Polit-Chamäleon: Mal schwarz, mal türkis, in der Rhetorik blau, in der Umsetzung grün, aber im Amt dann jedenfalls farblos.” Die Bevölkerung liefere diese Regierung dem Asylchaos schutzlos aus.

Bereits in der Vorwoche sprach Landbauer zur Verantwortung der Kanzlerpartei Klartext:

Volk als Leidtragender der Asylwelle

Man dürfe, so Landbauer, zudem nicht vergessen, dass zu den geschätzt 120.000 Asylanten bis Jahresende noch einmal über 60.000 Ukrainer dazu kämen. Das wäre die Bevölkerungszahl von St. Pölten und seines ganzen, bis an die Wiener Stadtgrenze reichenden Landbezirks zusammen. Von der Unterbringung über die verursachten Kosten und sozialen Verwerfungen: Die Folgen solcher Migrationswellen seien nicht außer Acht zu lassen. Er stellt sich die Frage, wie für diese Sparte hunderte Millionen Euro vorhanden sein können, während die Bürger gleichzeitig nicht mehr wüssten, wie sie ihre Rechnungen bezahlen und für deren Entlastung zu wenig getan wird.

Die Lösungsansätze der FPÖ seien umsetzbar – man brauche aber den Mut, den Willen und die Entschlossenheit dazu, so Landbauer. FPÖ-Burgenland-Chef Petschnig rundete die Pressekonferenz noch einmal mit einem Hinweis auf die dauernde Belastung der Bevölkerung ab: “Das Burgenland ist unmittelbar Leidtragender der Untätigkeit der Bundesregierung.” Auch er kritisierte Doskozil: Dieser mime den “Hardliner” nur, führe diese Funktion aber nicht wirklich aus. Anders als heute oft dargestellt, sei Doskozil – wie auch Mikl-Leitner – im Jahr 2015 ein “Willkommensklatscher der ersten Stunde” gewesen.

Wohin Österreichs Steuergeld noch fließt: Ausbildung senegalesischer Kampfschwimmer

Wohin Österreichs Steuergeld noch fließt: Ausbildung senegalesischer Kampfschwimmer

Während sich viele Menschen in Österreich das Leben nicht mehr leisten können, verschleudert die ÖVP-Grüne Bundesregierung weiterhin mit großer Freude Steuergelder in die ganze Welt. Dekadent inspizierte ÖVP-Verteidigungsministerin Tanner selbst die Fortschritte – und finanzierte auch zahlreichen “unabhängigen” Pressevertretern die teure Urlaubsreise.

Ein Kommentar von Willi Huber

Was kostet die Welt? Für ÖVP und Grüne kann das Steuergeld der Menschen, die man um mindestens 70% ihres Einkommens bringt, gar nicht großzügig genug verteilt werden. Der neueste Schildbürgerstreich ist die Ausbildung senegalesischer Soldaten durch Kampfschwimmer des Jagdkommandos. Dabei soll die Qualifikation der österreichischen Elitesoldaten nicht in Abrede gestellt werden – doch dass man ausgerechnet ein winziges Binnenland für die Ausbildung von “Marines” in Betracht zieht, mutet merkwürdig an.

Seit 2018 läuft die Ausbildungsmission. Ministerin Tanner erklärt der Kronenzeitung, dass das österreichische Engagement in dem westafrikanischen Land auf Bruno Kreisky zurückginge. „Wir leisten unseren Beitrag in der Region.“ erklärte Tanner völlig inhaltslos den Medienleuten.

Österreich versuche Knowhow im Bereich der Müllentsorgung nach Senegal zu exportieren. Böse Zungen könnten nun fragen, ob damit Politiker gemeint sind – aber so weit wollen wir natürlich nicht gehen. Außerdem möchte man Solartechnologie verkaufen. Aus Senegal will man hingegen Erdöl importieren, die Förderung vor der Küste des Landes wäre bislang aber unrentabel gewesen. Ein wenig Science-Fiction darf sein: Weil Österreich so fleißig senegalesische Kampfschwimmer ausbildet, könnten diese dann die (noch nicht gebauten) Bohrinseln besser beschützen.

Außerdem würde man mit alter, unsachgemäß gelagerter Munition helfen. Wie man sie sachgemäß lagert und wann man sie besser sprengt. Dazu präsentiert die Krone ähnlich sinnfrei wie Tanners vorherige Aussage ein Bild von der Ammoniumnitrat-Explosion im 3.200 km entfernten Beirut. Das hat mit Afrika und Munition zwar nichts zu tun, ist vermutlich aber egal, der typische Krone Leser wird es nicht hinterfragen. Das dürfte die Einschätzung der Medienberater der Regierung sein.

Gut, dass es Frau Tanner gibt. Und die ÖVP. Und 78,5 Millionen Regierungsinserate in der Krone in nur vier Jahren – Presseförderung und Corona-Sonderförderung nicht mit eingerechnet. Wie viel Klima durch den Flug von Tanner mit ihrem Stab sowie dem Krone-Team konkret gerettet wurde, bleibt unklar. Übrigens findet auch der linke Standard die Senegal-Mission ganz toll, auch hier durften Journalisten mitreisen. Wer die Artikel in Krone und Standard vergleicht, erkennt sicher sofort den Mehrwert in den stellenweise wortgleichen Texten. Da hätte es gewiss nicht ausgereicht, eine Presseaussendung des Verteidigungsministeriums zu bringen. Die Kosten der Mission als auch der Reise wurde von den seriösen, unabhängigen Redakteuren nicht hinterfragt. Der Standard bringt als Mehrwert noch ein, dass man im Senegal die Kompetenz der Österreicher im Gebirgskampf schätzt. Der höchste “Berg” im flachen Wüstenland Senegal hat 581 Meter – laut topographischer Karte dürfte es auch der einzige sein.

Durchaus unterhaltsam ist die Ankündigung des Bundesheeres aus dem Dezember 2017, die hier auf Facebook noch nachzulesen ist. Darin befindet sich die Aussage, dass man im Senegal verhindern möchte, dass Menschen ihr Glück in der Auswanderung suchen oder in religiösen Extremismus verfallen. Im Senegal gab es noch nie einen Putsch, er gilt als eines der stabilsten Länder Afrikas. Aus dem Senegal suchten 2021 insgesamt 10 Personen in Österreich um Asyl an. Wäre man nicht wohlmeinend, würde man den damaligen Text als Polit-Bullshit einordnen. Übrigens regierten damals Sebastian Kurz und HC Strache vor sich hin. Es ist allerdings davon auszugehen, dass der Senegal-Deal schon früher eingefädelt wurde. Gestoppt hat ihn FPÖ-Verteidigungsminister Kunasek damals nicht.

Winter 2022/23 – der Scharfrichter unserer Energieprobleme?

Winter 2022/23 – der Scharfrichter unserer Energieprobleme?

Viele Unklarheiten – aber zumindest im Frühwinter zeitweise Kälte

Stefan Kämpfe

Angesichts der momentanen Energiekrise ist das Wissen über den Charakter des kommenden Winters diesmal von besonderem Interesse. Die nachfolgende Zusammenstellung ist aber keine sichere Prognose, denn seriöse Langfristprognosen gibt es nicht! Doch wie in den letzten Jahren, soll ein vorsichtiger Ausblick auf den kommenden Winter gewagt werden. Dabei werden die wesentlichen, bekannten Ursachen für den Charakter der Winterwitterung beleuchtet, wobei sich die Dominanz natürlicher Prozesse zeigt; anthropogene (menschliche) Einflüsse spielen höchstens eine Nebenrolle. Die überwiegende Mehrzahl der Prognosesignale ist äußerst widersprüchlich mit nur noch leichter Tendenz zu mildem Gesamtwinter; es bleibt also spannend. Alle „Prognosen“ beziehen sich auf den meteorologischen Winter (Dez. bis Feb.) und werden im März 2023 kritisch auf ihr Zutreffen geprüft.

Eine wichtige Klarstellung vorab

Wie schon im Einführungstext erwähnt, gibt es trotz aller wissenschaftlich-technischer Fortschritte keine wirklich seriösen Langfristprognosen in Sachen Witterung und Klima, auch wenn in unseren „Qualitätsmedien“ und von der Politik oft Gegenteiliges behauptet wird. So ist auch die Ankündigung des Deutschen Wetterdienstes (DWD), dieser Winter 2022/23 könnte einer der mildesten seit Aufzeichnungsbeginn werden, rein spekulativ. Es existieren bestenfalls zwei Verfahren, welche eine Grobabschätzungen der Witterung mit hohen Unsicherheiten und bestenfalls befriedigenden Prognoseleistungen erlauben: Erstens die Abschätzung anhand statistischer Zusammenhänge im weitesten Sinne; dabei wird beispielsweise anhand von Ähnlichkeiten in der Vorwitterung auf künftige Ereignisse geschlossen; dieses Verfahren liegt auch vielen Bauernregeln zugrunde. Zweitens Modellrechnungen, welche aber nur ganz grob mehr oder weniger denjenigen ähneln, wie sie auch für die kurzfristige Wettervorhersage genutzt werden. Hierbei sind sowohl kleine Fehler in den Startbedingungen als auch Unkenntnisse aller wahren Zusammenhänge sowie notwendige Vereinfachungen problematisch. All das führt zu Prognosefehlern, welche mit zunehmendem zeitlichem Prognosehorizont anwachsen. Insgesamt erbringen auch Modelle daher bestenfalls zufriedenstellende Prognoseleistungen. Immerhin konnten mit einer Synthese beider Verfahren die vergangenen Winter im Rahmen dieser Zusammenstellung ganz grob richtig eingeschätzt werden – ob das auch diesmal so bleibt, wird die Auswertung im März 2023 zeigen. „Milde Modelle versus einige kalte Vorzeichen“ – so lautet diesmal der spannende Wettstreit vor der meteorologisch interessantesten Jahreszeit, dem Winter.

Ein wenig beachteter Vulkanausbruch und seine möglichen Folgen

Der Ausbruch des sehr abgelegenen Südsee-Vulkans Hunga Tonga am 15.Januar 2022 soll die stärkste Asche-Eruption seit dem Krakatau-Ausbruch (1883) gewesen sein. Danach war ein verbreitet kalter Südwinter (Juni-August) zu beobachten; siehe unter anderem die Kältereports hier bei EIKE. Vulkane beeinflussen das Klima, indem sie Staub- und Schwefelsäuretröpfchen sowie große Mengen Wasserdampf emittieren, welche unter anderem die Wolkenbildung beeinflussen, die Troposphäre eher abkühlen und die Stratosphäre erwärmen. In dieser Hinsicht sind aber bei weitem nicht alle Zusammenhänge erforscht, doch sei daran erinnert, dass nach dem Ausbruch der Laki-Spalte (Island) 1783 einem heißen Sommer ein sehr kalter Winter 1783/84 in Europa folgte. Ob Gleiches nun erneut passiert, ist spekulativ, doch wird die Asche auch die Nordhalbkugel erreichen und die Zirkulationsverhältnisse hier beeinflussen.

Die Bauernregeln

Bauern-Regeln werden oft als Aberglaube abgetan; doch oft haben sie zumindest einen wahren Kern und können daher grobe Hinweise auf den Witterungscharakter des kommenden Winters liefern. „Wenn Michael (29.09.) durch Pfützen geht, milder Winter vor uns steht.“ In vielen Teilen Deutschlands gab es am und um den Michaelistag leichte Schauer, was zumindest als grober Hinweis auf einen insgesamt eher milden Winter gelten kann. „Ist Oktober mild und fein, folgt ein strenger Winter drein.“ Der extrem milde 2022er Oktober schaffte es nicht unter die 50 trockensten seit 1881, und die Sonnenscheindauer war nur moderat übernormal. In jüngster Vergangenheit folgten ähnlichen Oktobern eher milde Winter. „Sitzt der Herbst zu lang im Laub, wird der Winter hart, das glaub‘.“ Der späte Blattfall 2022 ist eine Folge der zu schwachen oder fehlenden Kältereize; doch war 2006 Ähnliches zu beobachten, und jener Folgewinter verlief extrem mild. „Friert im November schon das Wasser, wird’s dann im Januar umso nasser.“ Am 19./20. November traten in Teilen Deutschlands die bislang stärksten Fröste dieses Datums seit Aufzeichnungsbeginn auf, was auf weitere winterliche Kälteeinbrüche hindeutet, aber nichts über die Januar-Witterung aussagt. „Elisabeth (19.11., diesmal zu kalt, in der Landesmitte sonnig, sonst gebietsweise Schneefälle) sagt an, was der Winter für ein Mann“. „Wie’s Wetter an Kathrein (25.11., diesmal relativ mild, oft trüb, gebietsweise Regen) so wird es auch im Januar sein.“ Solche Regeln haben nur einen sehr groben Wahrheitswert. Wegen der Kalenderreform von 1583 (Wechsel vom Julianischen zum Gregorianischen Kalender) haben sich viele Lostage und Betrachtungszeiträume um etwa 10 Tage nach hinten verschoben, was oft in den Regeln nicht berücksichtigt wurde. Insgesamt lassen die Bauernregeln und die Vorzeichen in der Natur also überwiegend milde, aber auch ein paar kalte Phasen erwarten.

La Nina oder El Nino – was bedeutet das?

Bislang herrschen im gesamten Jahr sowie auch im Herbst 2022 im tropischen Südost-Pazifik einschließlich der Südamerikanischen Küste deutlich zu niedrige Meeresoberflächentemperaturen; deutliche Merkmale für „La Nina“. Die Aussichten Richtung Winter deuten eher auf den Fortbestand der La-Nina-Bedingungen. Seit mehr als dreißig Monaten herrschen nun schon negative ENSO-Indexwerte, ein Umstand, welcher in der bis 1979 zurückreichenden Reihe des NOAA so noch nie eingetreten ist. Direkte Auswirkungen auf die Winterwitterung in Deutschland lassen sich aus El Nino- oder La Nina-Ereignissen aber kaum ableiten. Zwar korreliert der so genannte Multivariate ENSO-Index schwach positiv mit den Deutschen Wintertemperaturen, auch fast ein halbes Jahr im Voraus, was bei negativen ENSO-Werten (La Nina) auf tendenziell etwas kältere Winter hindeutet, besonders für den Dezember, aber alle Korrelationskoeffizienten liegen weit unter der Signifikanzschwelle, so dass keine Prognosen möglich sind; deshalb sind auch alle Meldungen, es werde „wegen La Nina einen sehr kalten Winter in Deutschland geben“, unseriös! Und auch der Winter 2021/22 war ein La-Nina-Winter – aber eben viel zu mild. Am ehesten lässt sich also aus dem Dauer-La Nina ein kälterer Dezember ableiten – aber nur mit Unsicherheiten. Bedeutsamer scheint La Nina für die nordamerikanischen Winter zu sein – dort könnte der Winter also wahrscheinlicher zu kalt ausfallen.

Beeinflusst die Sonnenaktivität die Wintertemperaturen?

Direkte Sonnen- und Infrarotstrahlung schwanken nur wenig, umso mehr aber das solare Magnetfeld, die Teilchenstrahlung („Solarwind“, verantwortlich u.a. für Polarlichter), die Radiostrahlung und die von der oberen Erdatmosphäre weitgehend absorbierte kurzwellige Strahlung (Röntgen, kurzwelliges UV). Sie beeinflussen Wetter und Klima wesentlich; allerdings besteht noch Forschungsbedarf. Die Sonnenfleckenanzahl bildet die Sonnenaktivität nur grob ab; je mehr Sonnenflecken, desto höher tendenziell die Sonnenaktivität. Die Sonnenaktivität wirkt auf verschiedenen Zeitskalen und mitunter gegensätzlich; hierzu wird intensiv geforscht. Im Jahr 2022 war die Fleckenzahl nach dem Minimum (2020) merklich zunehmend.

Dem noch intensiven 23. folgte der schwache 24. SCHWABE- Zyklus; und aktuell begann 2020 der vielleicht schon wieder etwas stärkere 25. SCHWABE-Zyklus; insgesamt scheint der grob einhundertjährige FEYNMAN-Zyklus, welcher etwa um 1910 und um 2010 sein Minimum hatte, mit dem 26. SCHWABE-Zyklus, der so um 2030 beginnen dürfte, wieder im Steigen begriffen. Aktuell traten 2022 stets etwas mehr Sonnenflecken auf, als vorhergesagt.

Das Minimum zwischen den Zyklen 24 und 25 trat also zwischen Herbst 2019 und Frühherbst 2020 ein und zog sich sehr lange hin. Das solare Verhalten ähnelt damit eher dem des FEYNMAN-Minimums im frühen 20. Jahrhundert; damit scheinen die Befürchtungen, es werde bald ein neues DALTON- oder gar MAUNNDER-Minimum mit harscher Abkühlung geben, wohl überholt zu sein. Der Winter 2022/23 ist der neunte nach dem letzten Maximum des SCHWABE-Zyklus. Die 12 Vergleichswinter seit 1881/82 liegen mit etwa +0,7°C über dem Wintermittel des gesamten Zeitraumes 1881/82 bis 2021/22, das etwa +0,3°C beträgt. Von diesen 12 Vergleichswintern waren nur die von 1955/56 und 2009/10 zu kalt und der von 1891/92 etwas zu kalt, etwa normal fielen 1901/02, 1913/14, 1945/46 und 1976/77 aus; zu mild bis sehr mild waren 1925/26, 1936/37, 1966/67, 1987/88 und 1997/98. Betrachtet man alle Winter nach ihrem Rang im SCHWABE-Zyklus, so verliefen der sechste und der neunte nach dem Zyklus-Maximum im DWD-Deutschlandmittel am mildesten, der zweite, dritte und fünfte am kältesten; freilich ist der „Vorhersagewert“ wegen des geringen Stichprobenumfangs mit größter Vorsicht zu genießen.

Dreizehn der zwanzig kältesten Winter nach 1945 in Deutschland traten in der Nähe des SCHWABE-Sonnenminimums auf, nur sieben in der Nähe des Maximums. Hier zeigt sich schon eine gewisse Verzögerung, mit der die Wintertemperaturen der solaren Aktivität folgen.

Sollte die Sonnenaktivität in den kommenden Jahrzehnten wieder steigen, weil sich der etwa tausendjährige Eddy-Zyklus seinem Maximum nähert, so wäre in naher Zukunft eher mit einem Fortbestand des aktuellen Warmklimas zu rechnen; kalte Winter wären zwar nicht ausgeschlossen, aber selten zu erwarten.

Insgesamt lässt die Sonnenaktivität 2022 einen normalen bis zu milden Winter erwarten.

Die Zirkulationsverhältnisse: Zumindest anfangs Winter?

Westliche Luftströmungen (Zonale Großwetterlagen) bringen milde Atlantikluft nach Deutschland, nördliche und vor allem östliche Kaltluft. Bei Süd- und Zentralhochlagen muss ein starker Wind die bodennah aus Ost einsickernde oder vor Ort immer wieder neu entstehende Kaltluftschicht vertreiben, ansonsten können auch sie im Tiefland bitterkalt sein, während es auf den Berggipfeln sehr mild ist. Der Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Luftströmungen mit Westanteil (Großwettertypen W, SW und NW) sowie den Wintertemperaturen in Deutschland ist sehr eng (folgende Grafik); mehr als 47% der Temperaturvariabilität werden von der Häufigkeit dieser westlichen Lagen bestimmt:

Für längerfristige Vorhersagen muss man die Zirkulationsverhältnisse vorhersehen können, was kaum möglich ist. Im Herbst 2022 war die Zonalzirkulation im September überwiegend sehr schwach, im Oktober und November etwas kräftiger, aber ebenfalls teils deutlich gestört – eine Folge der oft negativen NAO-Werte. Ob die seit der Jahrtausendwende zu beobachtende leichte Abnahme der Westlagenhäufigkeit in diesem Jahr eine Rolle spielt, ist fraglich. Die seit 2018 gehäuften Zirkulationsstörungen, welche auch 2022 die Westdrift oft lange schwächten oder gar blockierten, machen gewisse Hoffnungen auf zeitweise winterliches Wetter. Westwetterlagen sind jedenfalls bis weit in den Dezember hinein erst einmal unwahrscheinlich. Wegen der aktuellen Westwind-Phase der QBO (Erklärung siehe Punkt 7), muss eine später eher mildere Winterwitterung aber in Betracht gezogen werden.

Die mittelfristigen Modelle: Gemäßigte bis sehr kalte erste Dezemberhälfte?

Die verbesserte Kurzfrist- Vorhersagegüte (etwa 1 bis 4 Tage im Voraus) resultierte aus der Entwicklung und Verfeinerung numerischer Modelle, basierend auf Gleichungen der Thermodynamik, in Verbindung mit immer schnelleren Computern sowie mehr und besseren Mess- oder Beobachtungsdaten per Satelliten und Automaten. Für längerfristige Vorhersagen dienen sogenannte Ensemble-Modelle, bei denen man die Ergebnisse mehrerer Modell-Läufe (gerechnet mit leicht variierten Anfangsparametern) mittelt. Sie liefern keine detaillierten Vorhersagen, doch gute Abschätzungen der Luftdruckverhältnisse für etwa eine Woche im Voraus und vage für bis zu 15 Tagen. Die Ensemble- Vorhersagekarte des NOAA (USA-Wetterdienst) vom 27.11. für den 10.12.2022 (noch sehr unsicher) zeigt eine Tiefdruckzone vom mittleren Nordatlantik bis zum westlichen Mittelmeer und eine Hochdruckzone von Grönland bis Kleinasien mit östlichem Bodenwind über Deutschland, was tendenziell eher normales bis zu kaltes Winterwetter bedeutet (Quelle: NOAA):

Allerdings zeigen die einzelnen Modell-Läufe des GFS, es gibt deren je mehr als 30 für jeden Startzeitpunkt, naturgemäß mit wachsender zeitlicher Entfernung noch merkliche Unterschiede – aber milde West- bis Südwestlagen sehen nur noch ganz wenige vorher. Häufiger sind für den 11. Dezember jetzt diverse Ostwetterlagen, Hochs über Mittel- und Osteuropa, Vorstöße hochreichender Kaltluft (mA oder xA) aus Norden, Tiefs und Tröge über Mitteleuropa oder Hochdruckgebiete über den Britischen Inseln „im Angebot“ – hier drei Beispiele (Quellen)

Die obere Karte ähnelt einer Hochdruckwetterlage über Skandinavien/Nordmeer mit Kälte in Mitteleuropa; Schnee wäre möglich, besonders in Süddeutschland. Die Mittlere Karte deutet einen hochreichenden Kaltluftvorstoß aus der inneren Arktis nach Mittel- und Westeuropa an – sie erinnert an „Aprilwetter“. Die untere Karte zeigt ein Hochdruckgebiet über den Britischen Inseln (HB) – eine nicht immer und überall winterkalte Lage. Die Mittelfrist-Modell-Läufe deuten also eine normale bis sehr kalte erste Dezemberhälfte an; ob aber nach der Monatsmitte das unbeliebte Weihnachtstauwetter kommt, ist unklar; für Januar und Februar 2023 sind diese Modelle nicht verfügbar. Und viele aktuellste Modell-Läufe lassen den troposphärischen Kältepol ab etwa Mitte Dezember nach Nordostkanada wandern – was den Frühwinter in Europa beenden und stattdessen, wie so oft, Nordamerika Eiseskälte bringen würde.

Die aktuelle Tendenz der Wintertemperaturen in Deutschland

Trends erlauben nie Rückschlüsse auf den Einzelfall und keine Extrapolation in die Zukunft. Die Wintertemperaturen entwickelten sich in den letzten gut 30 Jahren in Deutschland und in Zentralengland (Midlands) folgendermaßen:

Trotz der sehr milden Winter 2013/14, 2015/16, 2018/19, 2019/20 und 2021/22 sowie stark steigender CO2-Konzentration (grüne Linie) stieg das Wintermittel seit 35 Jahren im Gegensatz zum Sommer nur wenig und in Zentralengland fast nicht, weil offenbar in unseren nördlichen Breiten die winterlichen Erwärmungsmöglichkeiten ausgereizt sind. Und die Daten sind nicht wärmeinselbereinigt. Einen sogar etwas fallenden (nicht signifikanten) Trend zeigt die wärmeinselarme Station Amtsberg/Erzgebirge:

Mit einer Wärmeinselbereinigung, welche aber schwierig ist, hätten sich die Winter in West-und Mitteleuropa seit den späten 1980er Jahren also sogar wieder geringfügig abgekühlt.

Die Nordatlantische Oszillation (NAO), die PDO, die AMO, die QBO und der Polarwirbel – noch vage Hoffnungen auf Winterwetter?

Der NAO-Index ist ein Maß für die Intensität der Westströmung über dem Ostatlantik im Vergleich zum Langjährigen Mittel. Positive NAO-Werte bedeuten häufigere und intensivere, im Winter eher milde Westwetterlagen. Bei negativen NAO-Werten schwächt sich die Intensität der Zonalströmung ab, bei stark negativen Werten kann sie gar in eine Ostströmung umschlagen oder meridional verlaufen. Nur im August sowie von Ende Oktober bis Mitte November gab es durchgehend positive, ansonsten durchschnittliche oder negative NAO-Indexwerte; diese Tendenz scheint sich auch Anfang Dezember fortzusetzen (Quelle).

Sollten auch im weiteren Verlauf negative NAO-Werte überwiegen, so dürfte das die Westdrift schwächen und Kälte begünstigen. Mitunter verändert sich die NAO aber sprunghaft (schwere Vorhersagbarkeit). Die pazifische dekadische Oszillation (PDO) könnte ebenfalls unsere Winterwitterung beeinflussen; negative PDO-Werte im September, wie wir sie 2022 hatten, deuten, aber weit unter Signifikanzniveau, nur auf einen kälteren Dezember hin. Auch wenn, wie in diesem Jahr, die PDO-Werte zwischen Mai und September negativ waren, so deutet das vage auf einen eher kalten Dezember in Deutschland hin; für den Hochwinter fehlt jeglicher Zusammenhang. Global-klimatisch bemerkenswert ist die nun schon fast dreijährig durchgängig negative Serie der PDO. Die AMO (ein Maß für die Wassertemperaturschwankungen im zentralen Nordatlantik) beendet vermutlich bald ihre Warmphase. Ein kompletter AMO-Zyklus dauerte seit Beginn regelmäßiger Messungen meist etwa 50 bis 80 Jahre, somit ist in naher Zukunft ein Wechsel in die Kaltphase möglich. AMO-Warmphasen erhöhen die Wahrscheinlichkeit für einen kalten Winter aber nur leicht, weil diese Konstellation kalte, nordöstliche Strömungen („Wintermonsun“) begünstigen könnte. Und die sogenannte QBO (Windverhältnisse in der Stratosphäre der Tropen, die etwa alle 2,2 Jahre zwischen West und Ost pendeln), wechselte 2022 fast in allen Schichten zur Westwind-Phase, was eher für eine Stärkung der milden Westlagen spricht.

In diesem Zusammenhang lohnt aber noch ein Blick auf die mögliche Entwicklung des Polarwirbels. Ein ungestörter, sehr kalter Polarwirbel im 10-hPa-Niveau (gut 25 Km Höhe, Stratosphäre) ist kreisrund und in der Arktis extrem kalt, was Westwetterlagen begünstigt, welche in Deutschland mild sind. Etwa ab Mitte September 2022 bildete sich ein Polarwirbel, welcher im Oktober/November recht kräftig und wenig gestört war. Für den 11. Dezember wird ein nur leicht gestörter, kräftiger Polarwirbel vorhergesagt; in seinem Zentrum über Nordskandinavien/innere Arktis sollen nur knapp unter minus 80°C herrschen (Quelle: Französischer Wetterdienst):

Polarwirbel, NAO, PDO, QBO und AMO lassen uns zumindest vage Hoffnung auf Kälte.

Verursacht das angeblich verschwindende Arktische Meereis kältere Winter? Für die relativ kalten Winter 2009/10 und 2012/13 wurde das schwindende arktische Meereis, speziell im September, verantwortlich gemacht. Mit etwa 4,87 Millionen Km² gab es im Septembermittel 2022 eine deutlich größere Eisfläche, als zum bisherigen Negativ-Rekordmittel von 3,57 Millionen Km² (Sept. 2012) und in den Jahren von 2015 bis 2020 (Daten: NSIDC, National Snow and Ice Data Center der USA). Die leichte Erholung der Meereisbedeckung setzte sich also fort. Bei AMO- und PDO-Warmphasen wird mehr Wärme in die Arktis eingetragen. Die minimale Eisausdehnung und die geringere Westlagenhäufigkeit der 2000er Jahre „passen“ gut zum AMO-Maximum. Genaueres Zahlenmaterial zur Eisausdehnung liegt leider erst seit 1979 vor (Einführung der flächendeckenden, satellitengestützten Überwachung). Zumindest in diesem relativ kurzen Zeitraum von gut 40 Jahren bestand ein signifikanter Zusammenhang zwischen der AMO und der Fläche des winterlichen Arktis-Meereises:

Ähnlich wie in den 1930er Jahren, als während der damaligen AMO-Warmphase ebenfalls ein Meereisrückgang sowie vor allem ein starkes Abschmelzen der Grönland-Gletscher herrschte. Näheres dazu hier. Die These „weniger Arktiseis – mehr Winterkälte in Deutschland“ ist unhaltbar; tatsächlich gibt es nur einen geringen, zwar negativen, aber bei weitem nicht signifikanten Zusammenhang:

Auch bei Betrachtung anderer Bezugszeiträume besteht keine signifikante Korrelation. Die aktuelle Meereisbedeckung im Vergleich zu den Vorjahren auf der Nordhalbkugel kann man hier abrufen. Laut einer Fehlprognose von Al Gore sollte der Nordpol schon im Spätsommer 2013 eisfrei sein. Im Herbst 2022 setzte das Eiswachstum ab dem 19.September ein, es gab mehr Eis, als im Herbst 2012; die relativ starke Eiszunahme im Spätherbst könnte den Temperaturgegensatz zwischen niederen und hohen Breiten aber verstärken und milde Westlagen im Frühwinter begünstigen. Insgesamt hat das komplizierte, wenig erforschte Zusammenspiel zwischen Meeresströmungen, AMO, Meereis und Großwetterlagen wahrscheinlich großen Einfluss auf die Witterungsverhältnisse. Die Ausdehnung der Schneebedeckung im Spätherbst (Okt/Nov) in Eurasien hat keine eindeutigen Auswirkungen auf die deutsche Winterwitterung. So bedeckte der Schnee in den Spätherbsten 1968, 70, 72, 76, 93, 2002, 09, 11 bis 21 auf der größten zusammenhängenden Landmasse der Erde eine überdurchschnittliche Fläche, doch nur die 3 Winter 1968/69, 2002/03 und 2009/10 waren danach zu kalt, während die anderen 18 mehr oder weniger zu mild ausfielen; letztmalig der von 2021/22. Eine große Überraschung bot dieser Analyseteil trotzdem. Im Herbst und Winter wächst nämlich die mit Schnee bedeckte Fläche Eurasiens; nur im Frühling und Sommer nimmt sie ab. Sollte es Dank des „Klimawandels“ nicht immer weniger Schneeflächen in allen Jahreszeiten geben?? Und die wahre Ursache für die Abnahme im Frühjahr/Sommer ist nicht das CO2, sondern vermutlich mehr Sonnenschein (siehe folgende Abbildung):

9. Analogfälle (ähnliche Witterung wie 2022)

Bei dieser Methode werden die dem Winter vorangehenden Monate hinsichtlich ihres Witterungsverlaufs untersucht. Dem sehr sonnigen März von 1953 (grob ähnlich wie 2022) folgte der Kaltwinter 1953/54. Betrachtet man alle mehr oder weniger zu kalten Winter der vergangenen 5 Jahrzehnte inklusive solcher, die bei milder Gesamtwitterung mindestens eine mehrwöchige Kälteperiode aufwiesen, so gingen diesen Wintern bis auf die Ausnahme von 2011 Herbste voraus, die schon mindestens einen auffälligen Kälteeinbruch hatten. Diese sehr wichtige Voraussetzung ist schon mit den markanten Kälteeinbrüchen des Septembers und Novembers 2022 erfüllt. Auch die zu niedrige Lage der 500-hPa-Fläche über Deutschland im September deutet, freilich unter Signifikanzniveau, eine gewisse Wahrscheinlichkeit winterlicher Kälteeinbrüche an. Dabei war nur selten der Herbst insgesamt zu kalt, aber er wies dann mindestens einen zu kalten Monat oder wenigstens eine markante Kaltphase auf (November 1978, 1980, 1981, 1984, 1985, September 1986, September 1990, November 1993, November 1995, September 1996, September/Oktober 2002, November 2005, September 2008, Oktober 2009, November 2010, Oktober 2012, 2015, Oktober/November 2016, September 2017). Vor den meisten fast durchgängig milden Wintern (1973/74,1974/75,1987/88,1988/89,1989/90, 2006/07, 2007/08, 2013/14, 2014/15, 2019/20, 2021/22) waren die Herbste entweder rau, gemäßigt oder extrem mild; markante Kälteeinbrüche fehlten jedoch oder waren nur undeutlich und kurz (November 1988 und 1989). Das Witterungsverhalten im September/Oktober 2022 (Sept. zu nass und etwas zu kühl, Oktober extrem mild und etwas zu trocken) deutet eher auf einen Wechsel sehr milder und kälterer Phasen im Winter hin und lässt noch alle Witterungsmöglichkeiten offen.

Sehr warmen Sommern folgen meist zu milde Winter (positiver Zusammenhang). Im Anhang sind nochmals die 25 wärmsten Sommer im Deutschland-Flächenmittel seit 1881 (ohne 2022) und die Temperaturen ihrer Folge-Winter aufgelistet. Für seriöse Vorhersagen ist diese Beziehung allein freilich trotzdem etwas zu schwach. Zwischen den Herbst- und Wintertemperaturen findet sich sogar ein etwas deutlicherer positiver Zusammenhang; der insgesamt sehr milde Herbst 2022 deutet also ebenfalls eher auf einen milden Winter hin. Bei Betrachtung des Deutschland-Temperaturmittels aus den meteorologischen Jahreszeiten Sommer und Herbst zusammen ergibt sich ein bemerkenswerter Zusammenhang; besonders, wenn man nur diejenigen Fälle betrachtet, in denen das zu hohe Temperaturmittel von Sommer und Herbst (Juni bis November) die einfache Standardabweichung von 1881 bis 2021 erreicht oder überschreitet:

Von den 21 Fällen mit deutlich zu hohem Sommer- und Herbstmittel folgten also nur zwei etwas zu kalte Winter; die übrigen 19 waren allesamt mehr oder weniger deutlich zu mild. Berücksichtigt man von diesen 21 Fällen nur die 10, bei denen auch der Sommer und der Herbst jeweils für sich ihre einfache Temperatur-Standardabweichung erreichten oder überschritten (pink markiert), so waren sogar alle ihnen folgenden Winter zu mild, darunter die extrem milden 2006/07 und 2019/20 sowie 2021/22. In diesem Jahr haben wieder alle drei Mittelwerte ihre Standardabweichung überschritten, was eher für einen Mildwinter spricht. Allerdings könnte die zeitweilige Kälte im September und November 2022 diesen Zusammenhang abschwächen. War der Oktober in Deutschland um mind. 1K, bezogen auf den Mittelwert seit 1881, zu warm und waren Oktober und November zu trocken, so folgte meist ein mehr oder weniger zu kalter Januar. 2022 verlief der Oktober zwar extrem mild, aber nur etwas zu trocken, grob Ähnliches gilt für den November; trotzdem könnte die Regel noch eine gewisse Bedeutung haben.

Lohnender ist ein Blick auf die mittlere Höhenlage der 500-hPa-Fläche über Deutschland. Lag diese im Jahresmittel, so wie auch 2022 zu erwarten, höher als im Langjährigen Mittel, so deutet das mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auf einen Mildwinter hin, besonders dann, wenn diese zu hohe Lage im Mittel von Januar bis September auftrat, was, trotz geringerer Höhenlage im April und September, auch 2022 zutraf. In den Fällen, bei denen das Höhenlage-Mittel für 500hPa von Januar bis September die einfache Standardabweichung des Zeitraumes von 1948 bis 2021 überschritt, das war erstmals 1989 und insgesamt zwölfmal zu verzeichnen, waren 11 der Folgewinter, vor allem der Januar, mehr oder weniger deutlich zu mild, nur der von 2002/03 zu kalt. Auch 2022 lag das Geopotential dieses Zeitraumes mit etwa 5652 gpdm deutlich über der einfachen Standard-Abweichung. Das Luftdruckverhalten am Boden liefert widersprüchliche, aber unter Signifikanzniveau liegende Signale: Der zu hohe Luftdruck im Mai 2022 deutet eher auf einen milden; der zu hohe im Juli eher auf einen kalten Folgewinter hin.

Insgesamt liefert die Mehrzahl der Analogfälle wegen hoher Widersprüchlichkeit der Signale keine eindeutigen Hinweise; am wahrscheinlichsten ist ein Wechsel milder und kalter Phasen.

Die Hurrikan-Aktivität (Nordatlantik) und Zyklonen- Aktivität (nördlicher Indik)

Mit gewissen Abstrichen (mangelnde Beobachtungsmöglichkeiten vor Einführung der Satellitentechnik) ist die jährliche Anzahl der Tropischen Wirbelstürme im Nordatlantik (Hurrikane) und der Zyklone (nördlicher Indischer Ozean) etwa bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt. Die verheerenden, meist wenige Tage bis selten länger als zwei Wochen existierenden Hurrikane gelangen nie nach Mitteleuropa. Aber sie beeinflussen unsere Witterung. Sie schwächen bei bestimmten Zugbahnen das Azorenhoch oder kommen bei Einbeziehung in die Westdrift als normale Tiefs nach Europa, wo sie im Spätsommer/Herbst mitunter einen markanten Witterungsumschwung einleiten. Auch die Anzahl der im nördlichen Indischen Ozean jährlich vorkommenden Wirbelstürme (Zyklone) könnte einen gewissen Einfluss auf unsere Winterwitterung haben; es gibt von 1890 bis 2020 eine leicht negative Korrelation (tendenziell kältere Winter, wenn dort viele Zyklone auftraten). Im Mittel von 1851 bis 2017 sind gut 5 Hurrikane pro Jahr (die Saison beginnt meist erst zwischen Mai und Juli, doch 2016 gab es schon im Januar einen Hurrikan, und endet spätestens Anfang Dezember) aufgetreten. Erreichte ihre Zahl mindestens 10 (1870, 1878, 1886, 1887, 1893, 1916, 1933, 1950, 1969, 1995, 1998, 2005, 2012, 2017 und 2020), so waren von den 15 Folgewintern 11 zu kalt oder normal, und nur 4 (1950/51, 1998/99, 2017/18, da aber kalter Februar, und 2020/21, da aber zeitweise Kälte im Januar/Februar) zu mild. Bei fast all diesen Fällen brachte allerdings schon der Spätherbst markante Kältewellen; selbst vor zwei der milden Wintern waren diese zu beobachten; besonders markant 1998, und 2017 war der September zu kalt. Bei deutlich übernormaler Hurrikan-Anzahl besteht eine erhöhte Neigung zur Bildung winterlicher Hochdruckgebiete zwischen Grönland und Skandinavien. In diesem Jahr gab es bislang 8 Hurrikane und damit zwar etwas zu viele, aber weniger als zehn, was keine eindeutigen Aussagen erlaubt. Bemerkenswert ist der späte Start der diesjährigen Hurrikan-Saison; erst Anfang September entwickelte sich der erste Hurrikan, was letztmalig 2013 so zu beobachten war, doch die damalige Saison verlief mit nur 2 Hurrikanen viel schwächer als 2022. Im Indischen Ozean war die Zyklonen- Aktivität 2022 etwas unterdurchschnittlich, was aber nur vage auf einen Mildwinter hindeutet. Ähnlich wie beim arktischen Meereis, wird auch die Hurrikan-Anzahl signifikant von der AMO beeinflusst. In AMO-Warmphasen (Gegenwart) treten mehr Hurrikane auf.

Die Wirbelsturm-Aktivität gibt auch diesmal keine eindeutigen Winter-Hinweise.

Die Langfrist- Vorhersagen einiger Institute, Wetterdienste und Privatpersonen:

UKMO-Metoffice (Großbritannien): Stand 11.11.2022 Winter (D, J, F) mit erhöhter Wahrscheinlichkeit in ganz Deutschland zu mild (folgende Karte):

Anmerkung: Hier wird nur die Metoffice-Karte mit der Wahrscheinlichkeit des Abweichens vom Median gezeigt. Es gibt zwei weitere. Diese Median-bezogene Wahrscheinlichkeitsaussage zeigt, wie die anderen Karten auch, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für über dem Median liegende Wintertemperaturen besonders über der südlichen Arktis, Teilen des Nordatlantiks sowie dem Nord- und Ostseeraum:

Die aktuellen Karten jederzeit hier.

Meteo Schweiz Stand Nov. 2022: Leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen zu milden Winter. Zusammen ergibt sich eine Wahrscheinlichkeit von etwa 70% für „normal“ bis „zu mild.“ Zu kalter Winter zu etwa 30% wahrscheinlich. Die „doppelten T“ sind die Fehlerbalken; die Prognose gilt nur für die Nordostschweiz, ist aber auch für Süddeutschland repräsentativ:

ZAMG (Wetterdienst Österreichs) Stand Mitte Nov. 2022: Dezember mit leicht erhöhter Wahrscheinlichkeit zu mild, immerhin noch etwa 25% Wahrscheinlichkeit für einen kalten Dezember. Im Januar 2023 ganz andere Verhältnisse; dieser soll mit etwa 45% Wahrscheinlichkeit zu kalt ausfallen; für Februar lag noch keine Prognose vor. Die Aussagen gelten bestenfalls auch für für das südliche Bayern und Baden-Württemberg (Prognose hier.

LARS THIEME (langfristwetter.com) Vorhersage von Anfang November 2022. Alle Wintermonate sollen, hier bezogen auf den Normalwert 1981 bis 2010, zu mild ausfallen, der Januar und Februar sogar sehr mild. Siehe folgende zwei Tabellen (Quelle):

IRI (folgende Abbildung), Vorhersage vom Nov. 2022: Besonders in Norddeutschland leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit für übernormale Wintertemperaturen:

DWD (Offenbach): In Deutschland etwa 0,5 bis 1°C zu mild, bezogen auf den Klimamittelwert der Jahre 1990 bis 2019, der ca. knappe 1,4°C beträgt (Stand 3. Nov. 2022):

NASA (US-Weltraumbehörde) Karten vom November 2022: Dezember in Nordostdeutschland etwas zu kühl, sonst normal, Januar besonders in Nord-, Februar besonders in Südostdeutschland deutlich zu mild:

CFSv2- Modell des NOAA (Wetterdienst der USA, folgende 3 Abbildungen, Eingabezeitraum 17. bis 26.11. 2022): Winter insgesamt etwa 1 bis 1,5 K zu mild. Dezember (oben) in Mittel-, Ost- und Südostdeutschland normal, sonst etwas zu mild, Januar (Mitte) und Februar (unten) überall 1 bis 2 K zu mild. Lange wurde auch überall ein zu milder Dezember von diesem Modell erwartet; erst nach dem 20.11. änderte sich das. Die vorhergesagten Temperaturabweichungen beziehen sich auf die Mittelwerte der Periode 1981 bis 2010. Diese experimentellen, fast täglich aktualisierten, aber unsicheren Prognosen hier (Europe T2m, ganz unten in der Menütabelle; E3 ist der aktuellste Eingabezeitraum):

Die Mehrzahl dieser experimentellen, nicht verlässlichen Langfristprognosen deutet also einen eher normalen bis deutlich zu milden Winter an.

Fazit: Äußerst widersprüchliche Signale deuten einen etwas weniger milden Winter 2022/23 an, der das sehr milde Niveau seines Vorgängers also wahrscheinlich verfehlen wird. Besonders der Dezember verläuft diesmal kälter. Die Vorhersagen der Wetterdienste und Institute tendieren aber, allerdings bei großer Unsicherheit, in Richtung eines mehr oder weniger milden Winters. Berechtigte Hoffnungen auf Kälte machen die seit 2018 besonders massiven Zirkulationsstörungen (häufige Blockierung der Westdrift) sowie einzelne, markante herbstliche Kälteeinbrüche und das Fehlen der Westwetterlagen zum Auftakt des meteorologischen Winters. Insgesamt fällt der Winter 2022/23 nach momentanem Stand also bei großer Unsicherheit kälter als sein Vorgänger aus und wird im Deutschland-Mittel auf minus 1,0 bis +3,0°C geschätzt (LJM 1991 bis 2020 +1,4°C). In den Kategorien „zu kalt“, „normal“ und „zu mild“ stellen sich die Wahrscheinlichkeiten des Winters 2022/23 seit 1881 folgendermaßen dar:

Geschätzte Dezember- Monatsmitteltemperatur für Erfurt-Bindersleben (Mittel 1991- 2020 +0,8°C) minus 2,5 bis +2,5°C (zu kalt bis mäßig mild). Die Schneesituation dürfte sich ab oder nach dem 1. Dezember deutlich verbessern – selbst im Tiefland ist Schnee dann zeit- und gebietsweise sehr wahrscheinlich; wie lange er bleibt, ist aber unklar. Für Jan/Feb. 2023 lässt sich noch kein Temperaturbereich schätzen; doch deuten momentan noch viele Signale auf einen milden Januar und einen sehr milden Februar hin. Zur Winterlänge fehlen bisher eindeutige Hinweise. Die Hochwinterwitterung (Jan/Feb.) kann erst anhand des Witterungstrends zum Jahreswechsel etwas genauer abgeschätzt werden; momentan ist ein eher milder Hochwinter noch am wahrscheinlichsten. Sollte der Dezember aber eher kühl ausfallen, so erhöht das die Wahrscheinlichkeit für einen kalten Hochwinter 2023, besonders im Januar, zumindest etwas.

Aktualisierung voraussichtlich Ende Dezember.

Anhang: Die 25 wärmsten Sommer seit 1881 und ihre Folge-Winter (DWD-Daten, Deutsches Flächenmittel)

Zusammengestellt von Stefan Kämpfe, unabhängiger Klimaforscher, am 26.11. 2022

 

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„Holodomor“ – Gedenken und Mahnung – ein Plädoyer

Das 20. war das Jahrhundert der bestialischen Gesellschaftsexperimente. Sie sind undenkbar ohne die totalitäre Entartung unserer Kultur und Zivilisation. Der Völkermord wurde zum Mittel der Politik: während der NS-Zeit an den Juden, wenig vorher an den Armeniern, viel später unter Pol Pot in Kambodscha, unter Mao in China und eben auch während des Holodomor.

Das Wort bedeutet “Töten durch Hunger. Erinnert wird an die Hungersnot von 1932/33, bei der Millionen Menschen starben. In Kasachstan, in Weißrussland, an der Wolga, im Südural, aber vor allem in der Ukraine.

Die Bauern hatten das von den Kommunisten befohlene Ablieferungssoll nicht erfüllt. Und sie wehrten sich gegen die verordnete Kollektivierung.  So wurde von Stalin die ländliche Mittelklasse – russisch “Kulak” – zum Volksfeind erklärt, den es auszurotten gelte. Mit unfassbaren Methoden. 

Auf das Verstecken von Lebensmitteln, von Korn vor allem, stand die Todesstrafe. Während Millionen verhungerten, verkaufte Stalin das ihnen gestohlene Getreide in den Westen. Um dafür Maschinen zu erwerben. 

Schon allein die schiere Menge der Opfer – die Zählungen reichen von 3 bis 9 Millionen – erlauben es, von Genozid zu sprechen.

Völkermord als Begriff relativiert

Nach staatlich ukrainischem Geschichtsverständnis wird der Hungerterror als Aktion zur Auslöschung des ukrainischen Volkes betrachtet, als Völkermord.

Aber ist der Begriff geschichtlich korrekt? Waren es ethnische Motive, die Opfer zu Opfern und Täter zu Tätern machte?

Er suggeriert sofort einen Vergleich mit dem Holocaust. Der Holodomor traf aber nicht nur Ukrainer, sondern auch Menschen in anderen Landesteilen. Außerdem steckte hinter der Aktion nicht die Absicht, Menschen auszulöschen. Sie war vielmehr das Ergebnis der brutalen, unmenschlichen Politik Stalins, der für die Durchsetzung seiner Ziele über Leichen ging. Und: Balyzkyi und sein mordender Geheimdienst – waren Ukrainer – im Auftrage Stalins.

Erinnerung daran ist also überfällig und notwendig.

Eine Chance der Versöhnung

André Liebich, Professor für Geschichte und Völkerrecht in Harvard, Montreal und Genf sagt: „Es handelt sich um ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Aber nicht um ein Verbrechen gegen ein bestimmtes Volk. Wenn man es begreift als gegen Millionen von Menschen quer durch die damalige Sowjetunion, dann findet man eine Basis für eine gemeinsame Erinnerung, für eine Versöhnung zwischen Russen, Ukrainern und anderen Völkern. Wenn man Holodomor als rein ukrainische Tragödie sieht, dann schafft man damit Konflikte mit jenen, die ebenfalls Opfer waren.“ 

Wenn Kräfte heute versuchen, das damalige Geschehen in einen Kontext zu bringen, der die Russen zu Völkermördern und Putin zu einem Verbrecher in Stalins Geiste macht, ist das grobe Geschichtsfälschung. Und es zementiert eine Lesart, nach der auf dem Boden der Ukraine zwei Völker einen Kampf um ihre Hegemonie austragen – unerbittlich, vom Holodomor bis zur tausendfach freiwilligen Meldung zur Waffen-SS.

Totalitarismus beginnt ganz subtil

Was also lernen wir aus der Geschichte? An einem Tag wie heute?

Der ehemalige Staatschef Litauens, Landsbergis, gab vor einiger Zeit ein beachtliches Interview. Der Tenor: „Deutschland gleitet ein drittes Mal in den Sozialismus ab“. 

Dieser Satz macht nur Sinn, wenn man die beiden Diktaturen hierzulande als das begreift, was sie waren: zwei unterschiedlich gefärbte Spielarten der einer Ideologie, demokratiefeindlich und gewalttätig, zuerst gegen die eigenen Bürger. 

Erinnern wir uns, wie Kurt Schumacher von den „Kommunisten, die in Wirklichkeit nur rot lackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten sind“ sprach, wie Alexander Jakowlew von der größten Sünde der Sowjetunion schrieb, „den Faschismus erfunden zu haben“. 

Nazis wie Kommunisten fühlten sich als politische Avantgarde, mit selbst zugeschriebenen Sonderrechten, eine Formation von „Aktivisten“, die wie Lenin meinte, „neunzig Prozent des Volkes hinter sich versammeln und die verbleibenden zehn Prozent liquidieren“ müsse. 

Joachim Fest: „Beide Epochengegner, die sich so erbittert bekämpften, träumten den Traum vom „Neuen Menschen“, der mit ihnen erst die Möglichkeit erlange, sich auf Erden zu verwirklichen. Und beide hassten mehr als alles andere die bürgerliche Welt.“ 

Die Affinität zu Ideologien minimieren

Kommen wir zurück auf Landsbergis und seine Sorge: „Manche Leute glauben, im Namen des vermeintlich Guten könnten sie Menschen unterdrücken. Das ist schon in sich unmoralisch. Aber man muss sich auch fragen, was sie angeblich anstreben. (…) Man muss dem Marxismus und der Political Correctness den Kampf ansagen, die Dinge beim Namen nennen und den Verstand einschalten.“

Und weiter: „Der Mensch neigt dazu, sich selbst zu betrügen. Er liebt die Wahrheit nicht. Er liebt es, den Spiegel durch etwas anderes zu ersetzen – das ihm genau das Bild zeigt, das er sehen will. Dieser Wunschspiegel ist die politische Korrektheit.“ 

Wehret den Anfängen von Bevormundung und Ausgrenzung, von Zensur und Absprache von Menschlichkeit. Wehret der ideologischen Transformation unserer Tage, der Umdeutung von Wahrheiten und Kritik. Jede Einschränkung von Freiheit, auch der des Diskurses, ist totalitär in ihrem Wesen von eindimensionalem Herrschaftsanspruch. Friede und Versöhnung erst ermöglichen unser Gedenken. 

Das ist der Kern der Debatte.

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Wegen unlauterer Pharma-Werbung: AfD-Abgeordnete zeigen Lauterbach an!

Die AfD-Abgeordneten und Mitglieder des Arbeitskreises Recht der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Thomas Seitz, Stephan Brandner, Fabian Jacobi und Tobias Matthias Peterka haben bei der Staatsanwaltschaft Berlin Strafanzeige gegen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gestellt. Grund sind werbliche Äußerungen des Ministers über das Arzneimittel Paxlovid, das vom Bund zur Abgabe an Patienten beschafft worden ist.

Der rechtspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Thomas Seitz, teilte dazu mit: „Wir sehen darin einen Verstoß gegen Vorschriften des Heilmittelwerbegesetzes.“ Dieser kann nach Angaben des AfD-Politikers mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bestraft beziehungsweise mit Geldbußen bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Paxlovid kommt zum Einsatz, wenn sich jemand bereits mit dem Corona-Virus infiziert hat, also Symptome auftreten oder ein Corona-Test positiv war. Das Medikament muss innerhalb der ersten fünf Tage, nachdem die Infektion festgestellt wurde, eingenommen werden. Ansonsten wirkt es nicht mehr. Das antiviral wirkende Medikament soll die Vermehrung des Corona-Virus hemmen und schwere Krankheitsverläufe verhindern. Ärzte sind bei der Verschreibung zurückhaltend. Insbesondere ist wenig über Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt.

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Gute Demo, böse Demo: Der Medienhype um die Corona-Proteste in China

Es ist noch nicht lange her, da waren für deutsche Politiker und Medien alle Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen Teufelswerk. Westliche Medien und Politiker haben von „Verschwörungsideologen“, „Rechtsextremen“, „Volksfeinden„, „Impfgegnern“, „Corona-Leugnern“ und was weiß ich nicht noch alles fabuliert. Jeder, der gegen die Corona-Einschränkungen und gegen die Impfungen mit den experimentellen mRNA-Impfstoffen, die übrigens eine Gentherapie und […]