Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

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Migration nach Europa: Die Völkerwanderung geht weiter! | Ein Kommentar von Gerald Grosz

Migration nach Europa: Die Völkerwanderung geht weiter! | Ein Kommentar von Gerald Grosz

Während alle Blicke auf die Ukraine gerichtet sind, bleibt die gewollte Masseneinwanderung nach Europa unbeachtet – Abertausende Glücksritter passieren aktuell unbemerkt die deutsche Grenze. Ein Kommentar des DeutschlandKURIER??-Kolumnisten Gerald Grosz.

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Biermangel droht: Trockenheit in Mexiko trifft Bierproduzenten hart

Biermangel droht: Trockenheit in Mexiko trifft Bierproduzenten hart

Wird bald das beliebte mexikanische Bier “Corona Extra” nicht mehr in den Regalen und Bars zu finden sein? Die aktuelle Dürre im Norden Mexikos trifft auch die Brauereien vor Ort. Angesichts dessen, dass das Land der weltweit größte Bier-Exporteur ist, könnte es bald einen Biermangel geben.

Nicht nur große Teile der Vereinigten Staaten von Amerika oder Großbritannien, auch das nördliche Mexiko ist von der aktuellen Dürreperiode stark getroffen. Dies sorgt für eine Wasserkrise, die nicht nur die Privathaushalte und die Landwirte trifft, sondern zunehmend auch die Brauereien des Landes. Unter ihnen befindet sich beispielsweise der größte Bierproduzent der Welt, die Heineken NV, aber auch Constellation, welches das weltweit bekannte und beliebte Bier “Corona Extra” (ebenso wie Corona Light) herstellt.

Monterrey Mexico is having a water crisis. Protestors blocked traffic. Looks like America will need more warehouses. International supply chains are not predictable. pic.twitter.com/olKErrFRpP

— Daniel Spenrath (@Daniel_Spenrath) June 24, 2022

In der Stadt Monterrey, wo beispielsweise Heineken eine große Brauerei betreibt, ist der Wassermangel mittlerweile existenzbedrohend. Einige Gegenden haben inzwischen bereits seit rund drei Monaten kein Wasser mehr und die Brauerei selbst kämpft mit der Produktionsmenge, da die Wasserversorgung nicht mehr gewährleistet ist. Für den weltweit größten Bierexporteur der Welt ist dies jedoch zunehmend ein Problem.

Germany as the number one country for ??

Not as far as exports are concerned, as this @StatistaCharts animation shows.

Ar least since 1995 other countries have topped the list. And now the world’s largest beer exporter, by far, is #Mexico ??pic.twitter.com/XLiA6FvGYZ

— Thomas Sparrow (@Thomas_Sparrow) August 11, 2022

Dies führt bereits dazu, dass der Präsident des Landes, Andres Manuel Lopez Obrador, die Bierproduzenten dazu aufruft, ihre Produktionsstätten in den Süden oder Südosten des Landes zu verlagern, wo die Wasserversorgung noch deutlich besser funktioniert, wie “Bloomberg” berichtet. Dies würde die Transportwege in die Vereinigten Staaten zwar etwas verlängern, doch zumindest wäre eine Versorgungssicherheit gegeben.

Mexico, the world’s largest beer exporter, should stop making it in the region facing severe water shortages, the country’s president says https://t.co/QNk9rJ7ZZC

— Bloomberg Green (@climate) August 8, 2022

Die Wasserkrise in Monterrey ist so schwerwiegend, dass Heineken der von der Dürre geplagten Stadt 20 Prozent seiner Wasserrechte angeboten und sogar angeboten hat, einen Brunnen zur Unterstützung der Gemeinde zu spenden. Lopez Obrador rief die Bierhersteller dazu auf, Städte mit Wasserknappheit zu unterstützen.

Bisher gibt es zwar noch keine nennenswerten Berichte über Unterbrechungen der Bierproduktion, doch das könnte sich bald schon ändern. Für Bierliebhaber gerade in den Vereinigten Staaten könnte dies jedoch zu einem Problem avancieren, da Mexiko rund drei Viertel allen Bieres liefert, welches in das nördliche Nachbarland importiert wird. Ein umfangreicher dürrebedingter Produktionsausfall in Mexiko hätte dann auch einen Angebotsmangel in den Vereinigten Staaten – und wohl auch in vielen anderen Ländern der Welt – zur Folge.

Ukraine: Lebensmittel-Hilfen aus Ausland angefordert – ukrainisches Sonnenblumenöl erhalten

Ukraine: Lebensmittel-Hilfen aus Ausland angefordert – ukrainisches Sonnenblumenöl erhalten

Die ukrainische Regierung hat aufgrund des Kriegs beim UN-“World Food Programme” (WFP) Unterstützung in Form von Lebensmittellieferungen aus dem Ausland angefordert. Das WFP ließ sich nicht lange bitten und startete eine Notfalloperation, um die Versorgung im Land zu gewährleisten. Ein virales Video in den sozialen Netzen zeigt eines der gelieferten Produkte: Sonnenblumenöl. Pikant dabei: Dieses wurde in der Ukraine hergestellt, exportiert, landete in einem Trading Center in Dubai – und wurde nun zurück an die Ukraine gesandt.

Das fragliche Video sehen Sie beispielsweise hier:

SINN FÜR HUMOR: Die Ukraine ist wegen dem Krieg angeblich von humanitären Leistungen aus dem Ausland abhängig. Die Vereinten Nationen haben dem Land nun Sonnenblumenöl aus den Vereinten Arabischen Emiraten geliefert.
Hergestellt wurde das Sonnenblumenöl in der Ukraine. pic.twitter.com/m8BUI3cYKD

— FRAU MAYER (@GerdaGartner) August 10, 2022

Der Mann im Video hält fest, das Sonnenblumenöl über das WFP erhalten zu haben. Der Blick aufs Etikett zeigt: Über Umwege liefert man den Ukrainern hier ihr eigenes Produkt quer über den Globus als “humanitäre Hilfe” zurück. Vom Etikett nachvollziehbar ist nur der Weg “Ukraine – Vereinigte Arabische Emirate – Ukraine” – wie viele Zwischenstationen das Produkt zurücklegte, nur um schlussendlich wieder an seinem Ausgangspunkt anzugelangen, bleibt offen.

Für die Ukraine könnte es freilich ein gutes Geschäft sein, die eigenen exportierten Produkte, die dann im Land angeblich fehlen, gewissermaßen als Spende zurückzubekommen – doch wie dieses System sich rechtfertigen lässt, wo die Klima- und CO2-Fußabdruckfanatiker schon Schnappatmung bekommen, wenn der Bürger mit dem Benziner zur Arbeit fährt, darf hinterfragt werden.

Selbstmord-Sanktionen: Wer sie kritisiert, ist für Kogler ein “Putin-Versteher”

Selbstmord-Sanktionen: Wer sie kritisiert, ist für Kogler ein “Putin-Versteher”

Nicht nur der Kanzler, sondern die gesamte Regierung ist angezählt. Seit Monaten befindet sich das grüne Beiwagerl im Umfragetief, das ist auch Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) nicht verborgen geblieben. Mit brachialen Worten prescht er nun vor und sucht sein Heil in der Beschimpfung von Volk und Opposition. Seine Kernerzählung: Wer nicht für die Selbstmord-Sanktionen ist, habe in der Politik nichts verloren. Friedliche Systemkritiker beflegelte er einmal mehr mit abfälligen Worten. Auch mehr digitale Zensur kann er sich vorstellen.

Wer Sanktionen kritisiert, ist Putin-Versteher…?

Kogler, dem böse Zungen nachsagen, auch dann noch zu wissen, wo man ordentlich “tanken” kann, wenn es keinen Sprit mehr gibt, begab sich ins Sommergespräch bei einem Inseratenkaiser-Blatt. Darin gab er offen zu: Es könnte weltweit zu Hungersnöten für “viele, viele Millionen Menschen” kommen. Auch die Gas-Situation muss er als prekär darstellen: Es könnte beim aktuellen Speicherstand im ausgehenden Winter und im Hinblick auf das Folgejahr knapp werden. Und, selbst dass die EZB-Gelddruckorgien und die Corona-Politik für die Teuerung mitverantwortlich sind, muss er einräumen.

Weiter geht die Erkenntnis nicht: Dass die Selbstmord-Sanktionen nicht wirken, hält Kogler hingegen für eine “Lüge”. Wer die Explosion des Gaspreises damit in Verbindung bringe, gehe “der Erzählung der russischen Kriegstreiber auf den Leim”. Darunter subsummiert er seine Feindbilder: “Ob’s die Corona-Maßnahmen Leugner sind oder die Klimawandel-Leugner oder die Putin-Versteher.” Darunter versteht er Andersdenkende aller Art: Der FPÖ unterstellt er ohne Grundlage, vom Kreml finanziert zu sein – unfassbar! Salvini wiederum habe – so seine Verschwörungstheorie – “in Absprache mit Moskau” die Regierung um WEF-Jünger Draghi gesprengt.

Kogler biedert sich an NATO an

Zwar glaubt er daran, dass man auch nach Moskau die Gesprächskanäle offen halten müsste – aber teilt dabei natürlich wieder in “Motive” ein. Wenn es seine politischen Gegner fordern, hält er das hingegen für “widerwärtig”. Das unterstrich er mit Kriegsrechtsverletzungen in der Ukraine, die auch Amnesty International erwähnt hätte. Dabei konzentrierte er sich einseitig auf Vergehen von russischer Seite und verschwieg den Umstand, dass auch unfassbare Gräueltaten seitens der Ukraine dokumentiert wurden – Wochenblick berichtete.

Im Umgang mit Russland erkennt er zwar den “neutralen Status” Österreichs an – aber er will sich dem Nordatlantik-Pakt anbiedern, der seiner Ansicht nach die Gespräche führen soll: “Das sage ich da ganz offen.” Dass man auch Missetaten auf ukrainischer Seite auf gleiche Ebene stellt und kritisiert wie jene auf russischer Seite, dagegen müsse man jedenfalls “zu Felde ziehen”. Dass er dem Ex-EZB-Chef Draghi an der Spitze des Nachbarlandes nachtrauert, wiederholte er an diesem Punkt ein weiteres Mal.

Harte Strafen gegen Kritiker gefordert…

Dass sein Parteifreund Alexander van der Bellen bei Veranstaltungen ausgebuht wurde, dafür hat er kein Verständnis: “Was soll man dazu sagen? Es sind genau die Coronaleugner, Staatsverweigerer und Rechtsradikale, die des Öfteren schon im Winter diese Demonstrationen geprägt haben. Was dort abgeht, ist natürlich auch nicht hinnehmbar, wenn solche Leute es nicht möglich machen, dass der Bundespräsident die Salzburger Festspiele eröffnen kann.” Er will offenbar harte Strafen im digitalen und analogen Raum: “Auch dagegen wird vorzugehen sein.”

Er macht keinen Hehl daraus, den tragischen Suizid einer Ärztin in Oberösterreich für härteres Vorgehen gegen Dissidenten instrumentalisieren zu wollen. Denn: “Wir müssen uns gegen solche Umtriebe wehren. Es kann auch nicht bleiben, dass auf Telegram – Lieblingsfeld des Herrn Kickl im Übrigen – gehetzt wird […] ohne, dass da hingegriffen wird. Das wird jetzt passieren.” Er kündigt an, dass die Republik den Messenger-Dienst verklagen will: “Das kann so nicht bleiben.”

Mit seinen Zensur-Bestrebungen dürfte er beim Koalitionspartner auf offene Ohren stoßen:

…um dann teilweise zurückzurudern

Als die Moderatorin Lunte gerochen hat und fragt, ob man aufhören solle, die Spaltung gegenüber “solchen Menschen, die Hassnachrichten schreiben, weil sie Impfgegner sind” zu beenden, kratzt Kogler dann doch noch die Kurve. Plötzlich billigt er den Menschen, die er bereits im Winter als “Staatsverweigerer, Demokratiefeinde, Neonazis und Neofaschisten” bezeichnete, zu, dass sie natürlich gegen eine Impfung und eine Impfpflicht sein dürften. Er will nun immer differenziert haben und will auf Dialog setzen…

Hat er etwa Angst, dass sich weitere Teile der Parteibasis angewidert abwenden? Denn, als seine Partei für den staatlichen Stichzwang einsetzte, liefen bestürzte Grüne dagegen Sturm. Sogar die frühere Parteichefin Madeleine Petrovic stellte sich öffentlich gegen die Linie der Parteispitze, verfasste eine ellenlange Stellungnahme zum schikanösen Ex-Gesetz. Diese Brücken will er offenkundig nicht verbrennen. Wer hingegen “das Unversöhnliche” zum Prinzip erkläre, gegen den soll hart vorgegangen werden. Sprich: Ernsthafte und dauerhafte Systemkritiker will er offenbar ausmerzen.

Unvergessene Entgleisung des grünen Vizekanzlers im Parlament:

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„Kranker Mann Europas“: Warum Merkel Ehrenvorsitzende der „Grünen“ werden sollte…

Der britische „Daily Telegraph“ erklärt Deutschland bereits zum „kranken Mann Europas“. Die „Grünen“ setzen fort bzw. verschärfen, was Angela Merkel (CDU) vor 11 Jahren mit ihrer aberwitzigen Energiewende-Politik begann. Man sollte der Ex-Kanzlerin den Ehrenvorsitz bei den Ökosozialisten antragen.

Heute liegt die deutsche Wirtschaft weitgehend am Boden und die Energiekrise weitet sich aus. Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis auch die Arbeitslosenzahlen in die Höhe schnellen. Der österreichische Online-TV-Sender „Auf 1“ rechnet mit dem unseligen Merkel-Erbe ab. In 16 Jahren Amtszeit destabilisierte die frühere FDJ-Funktionärin zudem ganz Europa mit dem von ihr ausgelösten Migrations-Chaos. „Sozialistischer Auftrag erfüllt!“, könnte man als Zyniker meinen.

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Armstrong: Die Destabilisierung Amerikas hat diese Woche einen Gang höher geschaltet!

„Martin Armstrong warnt vor Trumps Razzia als „Todesstoß für die Demokratie“: „Völlig beispiellos

Letzten Monat sagte der legendäre Finanz- und Geopolitik-Analyst Martin Armstrong, dass es jetzt an der Zeit ist, sich auf das Chaos vorzubereiten, das 2023 kommen wird.

Die Destabilisierung Amerikas hat mit der FBI-Razzia im Haus von Präsident Trump in Florida in dieser Woche bereits einen hohen Gang eingelegt. Armstrong erklärt,

Das ist wirklich beispiellos…

In den Vereinigten Staaten sollten wir eine zivilisierte Machtübergabe haben. Das geht jetzt zu Ende. Ich bin hier nicht dramatisch. Aus rechtlicher Sicht ist dies ein absolutes Novum. Die Gefahr besteht darin, dass die Republikaner, sollten sie jemals wieder an die Macht kommen, am Ende dasselbe mit den Demokraten machen werden…

Das ist ein echter Todesstoß für die Idee der Demokratie an sich. Wir sind nicht, zumindest waren wir es bis heute nicht, ein Land wie Guatemala, wo man die Opposition ins Gefängnis wirft, sie tötet oder was auch immer man tut. Das ist es, was hier vor sich geht. Sie haben so viel Angst davor, dass Trump 2024 kandidiert, dass das einfach zu viel ist. Wenn sie das einmal gemacht haben, gibt es kein Ende mehr.

Armstrong sagt, die Demokraten befänden sich in einer „Zwangslage“ bei den Wahlen – und sie wüssten das. Armstrong hält die Razzia des FBI gegen Trump für eine Verzweiflungstat, die „nach hinten losgehen wird“, aber das ist nicht der einzige Schachzug der Demokraten bei den Zwischenwahlen im November. Armstrong sagt,

Ich bin gewarnt worden, dass die Demokraten manipuliert haben, und der Grund, warum sie all den illegalen Ausländern erlauben, hierher zu kommen, ist, dass sie ihnen erlauben wollen, zu wählen. Das Justizministerium ist bereits gegen einen Bundesstaat vorgegangen, in dem man nachweisen musste, dass man Amerikaner ist, um wählen zu dürfen, und hat ihn verklagt, weil er seine Bürgerrechte verletzt hat. In diesem Stadium des Spiels, hey, ganz Europa, Australien, jeder sollte einfach eine Stimme abgeben.

Armstrong sagt, man solle vergessen, was die Mainstream-Umfragen über die Wählerunterstützung für die Demokraten und Joe Biden sagen, denn die wirklichen Zahlen seien viel niedriger, als der Öffentlichkeit erzählt werde. Armstrongs „Sokrates“-Computerprogramm zeigt, dass Joe Biden nur 12% der Wähler in Amerika hinter sich hat. Vielleicht ist das der Grund, warum die Demokraten verzweifelt sind und erkennen, dass sie betrügen und das Gesetz brechen müssen, um an der Macht zu bleiben. Es wird nicht besser werden, und die ganze Welt sitzt im selben sinkenden Boot. sagt Armstrong,

Im Grunde genommen sitzen wir hier mitten im Zusammenbruch der westlichen Zivilisation. Es ist der Sozialismus, der zusammenbricht, weil diese Leute nichts anderes getan haben, als sich Geld zu leihen, um sie zu bestechen, damit sie für sie stimmen…

Es gibt keine Möglichkeit, es zurückzuzahlen, und sie hatten auch nicht die Absicht, es zurückzuzahlen…

Europa können Sie vergessen. Schwellenländer auf der ganzen Welt brechen zusammen, weil sie ihre Schulden in Dollar umtauschen mussten, um sie zu verkaufen. Sri Lanka, der Libanon, Pakistan und Argentinien brechen auf globaler Ebene zusammen.

Armstrong ist der Meinung, dass der Dollar vorerst stark bleiben wird und dass ein Zusammenbruch in den USA in nächster Zeit nicht zu erwarten ist, da Amerika der letzte Mann sein wird, der noch steht.

Dennoch sieht Armstrong die Möglichkeit eines „Börsenkollapses im September“.

Armstrong ist auch „besorgt über einen Bürgerkrieg oder extreme Unruhen im Jahr 2023 in Amerika“.

Armstrong sieht einen „Weltkrieg im Jahr 2024 oder danach“.

Armstrong sagte auch: „Mein Computer warnt, dass es 2024 vielleicht nicht einmal eine Wahl in Amerika geben wird. Es erreicht diese kritische Phase. Dieser Überfall auf Trump ist also wie ein Fehdehandschuh. Alles ist weg.“

Ohne jeglichen Grund neue Feinde schaffen

Als ein guter Freund von mir von dem bevorstehenden Besuch der Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan erfuhr, erinnerte er sich an Homers Beschreibung der Helena von Troja: „Das Gesicht, das tausend Schiffe zu Wasser ließ und die Türme von Ilium verbrannte“. Nun, Nancy ist keine Helena von Troja, aber sie könnte aufgrund ihrer bizarren Interpretation ihrer außenpolitischen Vorrechte als Parlamentspräsidentin dennoch Kriegsschiffe zu Wasser lassen und Städte niederbrennen.

Es ist, als würde man einem sich in Zeitlupe entwickelnden Zugwrack zusehen. Angesichts des höchst gefährlichen Verhaltens der Biden-Administration und ihrer Gefolgsleute wie Pelosi muss man sich fragen, ob das Weiße Haus und der Kongress jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen, dass China zum ausländischen Feind Nummer eins aufsteigt? Wenn man sich in den letzten fünfundzwanzig Jahren in Washington aufgehalten hat, war es in der Tat schwer zu übersehen, dass China mit seiner wachsenden Wirtschaft, seiner erfolgreichen Geopolitik und seiner riesigen, fleißigen Bevölkerung Amerikas wichtigster Gegner oder sogar Feind ist, der über dem Horizont steht. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie schockiert ich war, als ich hörte, wie der demokratische Senator Jim Webb, ein ehrenwerter und hochintelligenter Kritiker des Irak-Krieges, 2015 auf einer konservativen Veranstaltung erklärte, dass die wahre künftige Bedrohung für die Vereinigten Staaten von China ausgehen würde.

Die Angst vor China, das manchmal in rassistischer Sprache als „Gelbe Gefahr“ bezeichnet wird, hat in den Vereinigten Staaten und in Europa eine lange Tradition. Im aktuellen Kontext ist die US-Regierung sicherlich besorgt über die Entwicklung der zunehmenden Annäherung zwischen China und Russland, die von Außenminister Tony Blinken wie folgt zusammengefasst wurde: „Die sich vertiefende strategische Partnerschaft zwischen der Volksrepublik China und der Russischen Föderation und ihre sich gegenseitig verstärkenden Versuche, die auf Regeln basierende internationale Ordnung zu untergraben, laufen unseren Werten und Interessen zuwider.“ Ironischerweise ist diese Entwicklung auf die unfähige US-Diplomatie zurückzuführen, für die Blinkens Tunnelblick beispielhaft ist, der es erst kürzlich zuließ, dass sich eine verhandelbare Krise zu einem ausgewachsenen Krieg um die Ukraine ausweitete.

Eine weitaus bedeutendere Entwicklung ist jedoch der Erfolg der Chinesen in einem Spiel, das man als globales Geostrategiespiel bezeichnen könnte. Das chinesische Seidenstraßenprojekt droht, eine neue wirtschaftliche Realität für Eurasien zu schaffen, indem es die USA verdrängt und einzigartige Netzwerke für Marketing, Transport und die vertragliche Ausbeutung der natürlichen Ressourcen der Dritten Welt schafft. Ironischerweise waren die USA einst Meister im Aufbau solcher Netze, die der amerikanischen Wirtschaft und den Arbeitnehmern zugute kamen, aber die unüberschaubare Verschuldung und die Inflation in Verbindung mit Outsourcing und dem Fehlen jeglicher Industriepolitik bedeuten, dass dieser Vorteil weitgehend verschwunden ist. Um es ganz offen zu sagen: China hat die Vereinigten Staaten überflügelt, und ob dies eine Bedrohung darstellt, hängt davon ab, auf welcher Seite des Zauns man steht.

Auch der Generalsekretär der NATO, Jens Stoltenberg, beteiligt sich an den Spielchen und beobachtet, wie „China seine militärischen Streitkräfte, einschließlich Atomwaffen, erheblich aufrüstet, seine Nachbarn schikaniert, Taiwan bedroht … seine eigenen Bürger mit Hilfe fortschrittlicher Technologie überwacht und kontrolliert und russische Lügen und Desinformationen verbreitet.“ Auf Stoltenbergs und Blinkens Anklage gegen China folgte ein von der NATO herausgegebenes „strategisches Konzept“-Dokument, in dem zum ersten Mal erklärt wurde, dass China eine „systemische Herausforderung“ für das Bündnis darstellt, sowie Erklärungen der Chefs der CIA und des MI6, dass China die „größte langfristige Bedrohung für unsere wirtschaftliche und nationale Sicherheit“ darstellt.

Man würde nicht erwarten, dass China angesichts der Drohungen des Westens schweigt, und in der Tat hat Peking deutlich gemacht, dass Washington „mit dem Feuer spielt“ und dass es „Konsequenzen“ geben würde. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, stellte fest, dass die „so genannte regelbasierte internationale Ordnung in Wirklichkeit eine Familienregel ist, die von einer Handvoll Länder aufgestellt wurde, um den Eigeninteressen der USA zu dienen“, und fügte hinzu, dass „[Washington] internationale Regeln nur dann befolgt, wenn es dies für richtig hält.“

Es wäre richtig, die Beziehungen zwischen den USA und China als auf einem aktuellen Tiefpunkt zu bezeichnen. Das Ergebnis ist, dass eine internationale Krise entstanden ist, wo es ursprünglich keine gab, und sie geht weiter. In den letzten zwei Wochen gab es zwei weitere interessante Entwicklungen in der Saga USA gegen China. Zunächst gab es einen per Videoübertragung übertragenen zweistündigen und siebzehnminütigen „Gipfel“ zwischen US-Präsident Joe Biden und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Bidens erklärtes Ziel war es, die Probleme anzusprechen, die einer besseren Beziehung zwischen den beiden Ländern im Wege stehen, zumindest wurde dies so beschrieben.

Zu den Themen, die Biden und Xi besprachen, gehörten unter anderem, keine Schritte zu unternehmen, die den Status quo in Bezug auf Taiwan in Frage stellen würden, sowie chinesische Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer, die nach Ansicht der USA die „Freiheit der Meere“ für ausländische Schiffe, die das Gebiet durchqueren, beeinträchtigt hätten. China entgegnete, dass es lediglich seine Souveränität ausübe und betonte, dass seine internationale Präsenz größtenteils auf seine völlig legalen Handels- und Geschäftsaktivitäten zurückzuführen sei. Weitere Gesprächsthemen waren der Umgang mit dem Klimawandel und die Entwicklung der Lage in der Ukraine. Die Möglichkeit, einige von Donald Trump verhängte Zölle zurückzunehmen, wurde offenbar nicht erörtert.

Weitaus provokanter als das Telefonat mit Biden, das zumindest vordergründig der Versöhnung dienen sollte, ist die Entscheidung von Nancy Pelosi, im August eine Reise nach Taiwan zu unternehmen, die inzwischen abgeschlossen ist. Es handelte sich um den ersten Besuch eines amerikanischen Politikers auf dieser Ebene seit 1997, mit dem die USA ihr uneingeschränktes Engagement für die Verteidigung Taiwans bekräftigen wollten, falls China versuchen sollte, die Insel vollständig zu kontrollieren. Der geplante Besuch stand im Zusammenhang mit den Maßnahmen von Verteidigungsminister Lloyd Austin, der die militärischen Ressourcen der USA im Fernen Osten verlegte, um Pelosis Reise in einem Flugzeug der US-Luftwaffe möglicherweise zu schützen, falls die Chinesen versuchen sollten, sie durch die Ausrufung einer Flugverbotszone über der Insel zu blockieren. Austin wies den Befehlshaber der US-Streitkräfte im indopazifischen Raum (auch bekannt als INDOPACCOM) an, die Ronald Reagan Carrier Strike Group ins Südchinesische Meer zu entsenden, um „Stärke zu zeigen“, was als bewusste Demonstration gegenüber den Chinesen verstanden wurde, dass sie keine tatsächliche Souveränität über Taiwan haben.

China reagierte auf den Pelosi-Besuch mit einer militärischen Übung im Luftraum und in den Gewässern um Taiwan, und was auch immer als Nächstes geschieht, die Taiwanesen werden damit fertig werden müssen. Berichten zufolge bereitet das Pentagon „Optionen“ für den Fall vor, dass sich China tatsächlich für eine Invasion entscheidet. Dennoch war der Besuch, der den US-Steuerzahler 90 Millionen Dollar gekostet hat, eindeutig dazu gedacht, bestimmte Signale an Peking zu senden, und diese Signale waren nicht nur nicht freundlich, sondern sogar bedrohlich. Pelosi versicherte Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen, dass die USA sie trotz der Drohungen Chinas unterstützen würden, und sagte: „Die Welt steht heute vor der Wahl zwischen Demokratie und Autokratie. Amerikas Entschlossenheit, die Demokratie hier in Taiwan und auf der ganzen Welt zu bewahren, bleibt unumstößlich“. Klingt vertraut, nicht wahr? Es ist auch eine Sprache, die vor allem das heimische Publikum in den USA ansprechen soll, wo im November Zwischenwahlen anstehen. Es ist immer beliebt, Russland, den Iran oder China aufs Korn zu nehmen.

Interessanterweise hat sich Präsident Joe Biden, der offenbar privat von Austin unterstützt wird, gegen die Reise der Sprecherin ausgesprochen, da sie Berichten zufolge seine Absicht, Xi irgendwann in der Zukunft persönlich zu treffen, durchkreuzen könnte. Pelosi, die abgesehen von der Verabschiedung des Haushalts keine verfassungsmäßige Rolle in der Außenpolitik spielt, hat denjenigen in der chinesischen Führung Munition geliefert, die der Meinung sind, dass man den Vereinigten Staaten nicht zutrauen kann, dass sie ein mit einer ausländischen Regierung geschlossenes Abkommen einhalten. Die Sprecherin hätte offensichtlich nichts von der „Ein-China-Politik“ und der „strategischen Zweideutigkeit“ gehört oder verstanden, die das Verhältnis zwischen China und den USA in Bezug auf Taiwan bestimmt, um eine militärische Eskalation in dieser Frage zu vermeiden. Joe Biden hat zugegebenermaßen ebenfalls für Verwirrung gesorgt, als er dreimal erklärte, dass die USA Taiwan möglicherweise mit Gewalt verteidigen müssten, falls es angegriffen würde, wie es in der Ukraine der Fall war, obwohl er und seine Berater später betonten, dass er seine Politik nicht ändern würde. Die USA räumen ihrerseits ein, dass die Insel zu China gehört, obwohl Peking aufgrund der „strategischen Zweideutigkeit“ noch nicht versucht hat, direkte politische Kontrolle über die Insel auszuüben. Angesichts dieses Status und der Drohgebärden Austins zum Schutz von Pelosis Reise könnte man sich vorstellen, wie die USA reagieren würden, wenn China offen Pläne schmiedete, seine Kampfjets in den US-Luftraum einzufliegen, um einen hochrangigen chinesischen Politikers ohne Einladung des Außenministeriums zur Landung zu zwingen.

Wie immer gab es auch andere mögliche Entwicklungen, darunter Berichte, dass die von den USA finanzierte National Endowment for Democracy (NED) im derzeit instabilen Myanmar (Birma) aktiv ist und Unruhe stiftet, um China in seinem eigenen Hinterhof abzulenken. NED ist berüchtigt für ihre Rolle bei Regimewechsel-Operationen, für die früher die CIA zuständig war, darunter der Maidan-Aufstand in der Ukraine 2014. China ist sich der amerikanischen Beteiligung an regionalen Einmischungen sicherlich bewusst. Aus der anderen Richtung droht Nordkorea mit dem Einsatz von Atomwaffen, falls es von den USA und Südkorea angegriffen wird, was unweigerlich China einbeziehen würde. Pjöngjang reagierte damit auf Berichte, wonach Seoul und Washington Kriegsspiele planen, zu denen auch eine „Enthauptungsübung“ gehört, bei der die Ermordung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un simuliert wird.

Alles in allem haben die Vereinigten Staaten wenig zu gewinnen und viel zu verlieren, wenn sie den Druck auf China und seine Führung erhöhen, um den von den Neokonservativen und den Hardlinern in der Regierung so sehr gewünschten „Pearl-Harbor-Moment“ herbeizuführen. Im Gegenteil, Nancy Pelosi hätte zu Hause bleiben sollen, und das Weiße Haus sollte sich noch stärker darum bemühen, die Chancen für eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu erkennen und zu verfolgen. Es ist nicht der richtige Weg, China weiterhin parteiübergreifend als Feind der Vereinigten Staaten und der NATO darzustellen, da dies die Chinesen buchstäblich dazu zwingen wird, in gleicher Weise zu reagieren. Wenn man bedenkt, was im Hinblick auf die Störung des internationalen Handels mit Russland geschieht, kann man sich vorstellen, was passieren würde, wenn die größte Volkswirtschaft der Welt, China, eine eigene Runde von Sanktionen und die selektive Zurückhaltung von Industriegütern einleiten würde. Und dann gibt es noch das Risiko, einen weiteren unnötigen Krieg zu entfachen, der auch Atomwaffen als letztes Mittel beinhaltet, wenn eine der beiden Seiten merkt, dass sie „verliert“. Das ist es einfach nicht wert, oder? Aber das ist es ja auch nie.

Leserbriefe zu „Gendern: Darf der öffentlich-rechtliche Rundfunk zu einer Kunstsprache ‚erziehen‘?“

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In diesem Beitrag kommentiert Tobias Riegel einen Appell zahlreicher Sprachwissenschaftler zur Gendersprache und es wird gefragt, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk berechtigt sei, die Bürger zur Nutzung einer Kunstsprache zu „erziehen“. Das Gendern sei eine umstrittene Thematik, die einerseits als „Veränderung evolutionärer Natur“ bezeichnet werde, andererseits als Zwang wahrgenommen werde, der „einer unwilligen Bevölkerung aktiv übergestülpt“ werde. Wir danken für die interessanten Leserbriefe, die Ala Goldbrunner für Sie zusammengestellt hat.

Vorbemerkung von Tobias Riegel: Einige Leser haben kritisiert, dass in diesem Text auch mit einer durch Umfragen definierten „Mehrheitsmeinung“ argumentiert wird. Diese Kritik ist berechtigt: Wie unter vielen anderen das Beispiel Todesstrafe zeigt, ist die (angebliche) Mehrheitsmeinung keineswegs immer eine gültige politisch-moralische Richtschnur. Nicht nur das Beispiel Corona-Politik zeigt zusätzlich, dass angebliche Mehrheiten auch auf verzerrenden Medienkampagnen beruhen können. Dazu kommt, dass die angeblichen Mehrheiten oft durch Umfragen festgestellt werden, deren Methodik und Ergebnisse stets kritisch zu hinterfragen sind. Ich habe zu dem Komplex in dem Artikel „Corona: Ist die „Zustimmung der Mehrheit“ ein gutes Argument?“ einige Gedanken dazu aufgeschrieben. Im Text zur Gendersprache fehlt dagegen ein reflektierender Absatz zur Frage der Relevanz von durch Umfragen definierten „Mehrheitsmeinungen“.


1. Leserbrief

Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,

die Frage, ob der öffentlich – rechtliche Rundfunk zu einer Kunstsprache erziehen darf, ist mehr als berechtigt. Unter Erziehen versteht man allgemein zu einem bestimmten Verhalten gezielt anzuleiten . Das geht allerdings nur mit Zustimmung, in diesem Fall mit Zustimmung der Hörer oder Zuschauer. Dagegen hatte neulich eine Modarorin des Deutschlandfunks verstoßen, als sie über einen Aufruf von Wissenschaftler, die die ÖRR im Zusammenhang mit Gendern kritisieren, berichtete. Fast trotzig betonte die Moderatorin in ihrer belehrenden Eloquenz, dass sie weiter Anhängerin der Gendersprache sei (wo bleibt die Neutralität?). Ich beobachte insgesamt eine zunehmende Verstümmelung unserer Sprache. Nicht nur durch das Gendern sondern auch durch die vielen Angliszismen. Von daher gibt es durchaus Parallelen. Viele Anglizismen können wie beim Gendern peinlich sein, wie beispielsweise “shooting star” , was eigentlich eine Sternschnuppe ist oder Airbag, was Luftsack bedeutet. Nachdem jahrelangen transatlantischen Kauderwelsch werden wir vermehrt mit einer weiteren Neusprache aus bestimmten nichtbinären Sprachlabors konfrontiert. Angeblich um mehr Geschlechterneutralität erreichen zu wollen. Im Grunde ist die Gendersprache eine “lächerliche Verumständlichung”, so der Journalist Wolf Schneider, weil eine gute Kommunikation durch die künstlich eingesetzten linguistische Stolpersteine kaum möglich ist. Es ist ein Sprachgestrüpp ,in dem man sich nicht zurechtfindet: Gendersternchen* da (Asterix), nichtbinäre Genderunterstriche_ dort. Also eine Sprache mit vielen Wort-und Zeichenkonstrukten , die mit den geltenden Schreibregeln unvereinbar ist. Die geschlechterneutrale Sprache ist auch im alltäglichen Umgang und für Schauspieler auf der Bühne eine Zumutung. Peinlich kann es werden, wenn Kinder mit den Worten “Liebe Kinderinnen und liebe Kinder” begrüßt werden. Unterschwellig entsteht der Eindruck entmündigt zu sein , weil, wie es das Beispiel Rundfunk zeigt, die Gendersprache als verpflichtend empfunden wird. Dies fördert nicht die Geschlechtsneutralität sondern behindert vielmehr die Gleichberechtigung insgesamt und führt zur Spaltung. Eine Sprache darf nicht trennen, sondern sie muss verbinden. Nur so ist mehr Gerechtigkeit, Akzeprtanz und Verständnis zu erreichen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Edelmann


2. Leserbrief

Lieber Herr Riegel, liebes Nachdenkseitenteam,

danke für den Beitrag. Meine Meinung dazu ist, dass mit einem solchen Überstülpen von Meinungen einer kleinen Minderheit über die Vorstellungen der Mehrheit eine Entwicklung in den Gang gesetzt wurde, die der Demokratie höchst abträglich ist. Zumal in der Frage des Genderns auch noch ein Stilproblem auftritt. Denn es hört sich nach meinem Sprachempfinden grauselig an, wenn man versucht, diese Genderform zu sprechen. „Künstler … innen“ und andere dieser Formen führen bei mir immer zu der Assoziation: Und wo sind die „Künstler … außen“? Es mag sein, dass ich da etwas hartnäckig die alte Form verteidige, aber erstens kommt dem Genderproblem diese Art der Bezeichnung gar nicht gerecht, denn wo bleiben die zig anderen Geschlechter, die „nichtbinären“? Es sind ja nur männlich und weiblich damit ausgedrückt.

Dann aber ist es so, dass sogar Begriffe, die nicht mal männlich sind, von solchen Fanatikern gegendert werden. Mitglied … in ist völlig idiotisch, da es ja „das Mitglied“ ist, somit überhaupt keinem Geschlecht zuzuordnen ist. Zugegeben, das macht zum Glück nicht jede … r. Denken wir weiter, werden spätestens in ein paar Jahren Anreden länger als Reden. Denn wenn ich alle möglichen Anredeformen, Mann, Frau, Divers … berücksichtigen wollte, wäre das ein Rattenschwanz von Möglichkeiten und garantiert wird dann irgendwer (heißt das dann richtig irgendwie, oder irgendwerin, oder irgendwer … in?) sich auf den Schlips getreten gefühlt, weil er/sie/es nicht berücksichtigt wurde?

Man merkt, wenn man (frau, sach, …??) das in letzter Konsequenz weiter verfolgt, wird es zu einem Sprachwirrwar und nicht mehr sprechbarer Sprache führen. Und was ist gewonnen? Hat sich je irgendein Mann darüber aufgeregt, dass in der Mehrzahl der weibliche Artikel „die“ verwendet wird, oder das weibliche Fürwort „sie“? Nein, weil das sich so entwickelt hat und es eben für den Plural keinen männlichen und weiblichen Artikel, kein männliches oder weibliches Fürwort gibt, sondern einfach das jeweils weibliche benutzt wurde. Vielleicht könnte ja sein, dass es dabei um einen gewissen Ausgleich zur ausschließlichen männlichen Verwendung des Singulars gab? Das müssten Linguisten beantworten. Also ich habe mich nie darüber aufgeregt. Und wenn ich nicht binär wäre, würde es mich auch in keiner Weise stören, wenn ich keine Berücksichtigung in der Sprache fände. Aber das ist das Problem von Nichtbinären. Was ich im Übrigen eigentlich schon wieder herabsetzend finde. Denn welcher Mensch ist binär? Nur weil es zwei Geschlechter in der Natur gibt, wenigstens bei den meisten höher entwickelten Lebewesen, ist man doch nicht automatisch deswegen gleich binär. So ein Quatsch. Man ist, wie man sich fühlt. Mann, Frau, divers, das ist die persönliche Entscheidung und sollte verdammt noch mal dort bleiben. Wenn eine persönliche Entscheidung gesellschaftlich verpflichten wird, kommt nie etwas Gutes heraus.

Und ich stimme dem Autor vollends zu: Der öffentlich rechtliche Rundfunk hat sich aus dieser Debatte komplett rauszuhalten und nicht irgendwas vorzuschreiben, wie es angeblich einzig richtig ist.

Mit solidarischen Grüßen
Gunther Troost


3. Leserbrief

Sehr geehrte Redaktion!

Leben wir in einem Irrenhaus? Demnächst wird noch das Frauenwahlrecht in Frage gestellt.

Zu dieser Diskussion kann ich als Frau und Leserin nur sagen:

“Die Frau ist nicht der Rede wert”
(Buchtitel von Luise F. Pusch) von 1999!!!

“Das Maskulinum ist nicht mehr das, was es einmal war. Aber Herrenkultur und Herrensprache sind keineswegs überwunden. Deshalb nervt frau zügig weiter.” (Text auf der Buchrückseite).

Dieses Buch ist aus den 90ern. Damals habe ich Germanistik studiert und mich mit dem Thema Frauen-, Männersprache im Studium befasst. Anfangs konnte ich die Diskussion nicht nachvollziehen, überall ein” in” anzuhängen. Ja, weil wir es nicht gewohnt sind. Aber in der Sprache zeigt sich das patriarchalische Herrschaftssystem und die Sprache ist NICHT, wie jetzt die Tatsachen verschleiernd behauptet wird, eine neutrale Sprache. 

Wenn es so egal ist, ob Frauen erkennbar (!) Eingang in die Sprache finden, plädiere ich sehr dafür, für die nächsten 2000 Jahre nur die weibliche Form zu benutzen. Die männliche Empörung dürfte wohl enorm sein.

Als eine Frauenbeauftragte ein innerbehördliches Schreiben “nur” an Frauen richtete, meldeten sich sofort empört Männer bei ihr, sie würden in dem Text nicht angesprochen. Nun muss man jedoch erwähnen, dass sich der Text an Schwangere richtete.

KEIN MANN LÄSST SICH DISKRIMINIEREN.

Nur Frauen sind so devot. 

Zur Frau gehört der weibliche Artikel “die” und dann bin ich “die Frau”, “die Lehrerin” und “die Ärztin” und ich bin eben nicht Lehrer und Arzt und ich möchte nicht in Texten und Büchern, wie ich es häufig lese, in einer Fußnote abgefertigt werden und natürlich wären wir ja immer mitgemeint und würden nur wegen der besseren Lesbarkeit nicht explizit benannt.

So eine Farce, was haben wir für komplizierte Wörter, behördliche gruselige Wortneuschöpfungen (Restmüllbeseitigungsbehälterentleerung) oder Anglizismen (cancel culture), aber ein “-in” ab und zu anzuhängen sei zu kompliziert und gefährde den Sprachfluss.

Ja, ich fühle mich in Texten der Herrschaftssprache als Frau nicht angesprochen und es werden die Erfolge von Frauen unsichtbar gemacht, wenn sich hundert Ärzte auf einem Kongress treffen, von denen aber 51 Ärztinnen waren. Nein, vor meinem geistigen Auge sehe ich dann eben nicht beiderlei Geschlecht vor mir, wie behauptet wird.

Und es ist sprachlich und inhaltlich falsch, wenn der Hausarzt seinen Patienten heiratet, denn es ist kein homosexuelles Paar, sondern der Hausarzt ist eine Frau. 

Also heiratet die Ärztin ihren Patienten und der Satz ist korrekt. 

Hier zwei Beispiele zur Erläuterung des Themas aus dem oben zitierten Buch von Luise Pusch, “Die Frau ist nicht der Rede wert” :

Wenn ein Mann Hebamme oder Krankenschwester wird, bekommt er sofort seine passende Berufsbezeichnung Geburts- oder Krankenpfleger, während Frau als Arbeitsgruppenleiter bezeichnet wird (S. 10).

Rita Süssmuth verkündete im Bundestag, sie könne Formulierungen wie ” wenn der Arzt im Praktikum schwanger wird” nicht unterschreiben (S. 17).

Aus meiner persönlichen Erfahrung wurden und werden mit einer SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT von (fast allen) Dozent*nnen an den Universitäten und leitenden Ärzten und allen anderen Mitarbeitern in Krankenhäusern Frauen mit angesprochen. Das ist eine Sache des guten Stils und der Höflichkeit! 

Herzliche Grüße
von ihrer Leserin
Monika Ertl


4. Leserbrief

Lieber Herr Riegel,

Uff! Jetzt beschäftigen sich also schon “linguistische Schwergewichte” mit dem Quatsch. Wobei mit Ihrem Schlusswort eigentlich alles gesagt ist:

“Das Theater geht also weiter.”

Trotzdem vielen Dank für den seriösen Bericht zum unseriösen Thema.

Was vielleicht noch erwähnenswert wäre, “Gendern” ist Amerikanisch und wurde doch nicht zum Spaß in den USA erfunden und über den Atlantik gebracht. Politisch und militärisch sind Deutschland und die EU schon lange eine US-Kolonie. Seit geraumer Zeit laufen Kampagnen, um sie auch wirtschaftlich zu schwächen. Nun muss man die Menschen nur noch gehirntot machen. Bei den Eliten, Politik und Presse, wurde das bereits erfolgreich vollzogen. Jetzt ist der Normalbürger dran.

Ach ja, wo leben wir bloß? Im Irrenhaus! Osteuropa macht den Quatsch nicht mit. Die können was! Und Russland hat sogar die Sommerzeitumstellung vor Jahren abgeschafft. Nur der Russische Präsident tut mir leid, der gendert und kann nichts dafür. Oder sollte er sich vielleicht in “Put” umbenennen?

Wobei mir “put put put!” (Jochen Busse) einfällt, was dann völlig daneben wäre. Allerdings ist das Schlusswort von Busses Sketch aus den 80er Jahren derzeit wieder hochaktuell:

Was wäre die Erde ohne menschliche Intelligenz? – Bewohnbar!

Herzlichen Gruß,
Rolf Henze


5. Leserbrief

Lieber Herr Riegel,

vielen Dank für den tollen Artikel. Vielleicht können Sie mit diesem Link was anfangen: Gendern oder nicht – das wird an manchen Unis den Studenten nicht freigestellt. An der Uni Kassel z. B. gibt es ohne Gendern Punktabzug. Von wegen Toleranz! Bestätigt sehen sich die Genderfreunde durch ein Gutachten eines Kölner Juristen. Mehr dazu hier und in einem verlinkten Artikel in der FAZ.
 
Beste Grüße,

Hartmut Steiger
Düsseldorf


6. Leserbrief

Liebes NDS-Team,

Ach nööö, nicht schon wieder! Haben wir angesichts diverser existentieller Bedrohungen nicht genug andere Aufreger? Aber da die Vorherrschaft patriarchaler Sprache für so manche ein offenbar ebenso existentielles Anliegen ist (was schon erhellend genug wäre), soll das nicht unwidersprochen bleiben.

Von “Spaltung der Gesellschaft” ist die Rede, von “Kunstsprache”. Wer spaltet hier denn? Ist es Spaltung, wenn Sprache sich verändernden Realitäten und veränderndem Bewusstsein anpasst? Ist dann „Kunstsprache“ nicht einfach nur eine einseitige subjektive Festlegung, was sein darf und was nicht? Und was soll das denn eigentlich sein – “künstlich” im Gegensatz zu “natürlich”??? Niemand wird gezwungen zu gendern. Wer es nicht will, tut es einfach nicht, fertig. Gendern, nicht gendern, halbgendern, viertelgendern – alles ist möglich. Warum auch nicht? Denjenigen, die gendern, wird vorgeworfen, dies würde „eine Erziehung oder gar ein Zwang für unwillige Bürger sein, die künstliche Gendersprache zu gebrauchen”. Wird nicht umgekehrt ein Schuh draus? Wer überall im öffentlichen Leben per ordre de Mufti die patriarchale Sprache verewigen will und einen Bannstrahl fürs Gendern fordert, übt nicht gerade der oder die tatsächlich Sprachgewalt aus? Beim besten Willen: Was ist denn an patriarchaler Sprache „neutral“ und „objektiv“, weshalb beim Gendern der Rundfunkrat auf den Plan gerufen werden müsste? Im ÖRR wird teilweise gegendert, mehrheitlich nicht. “Objektivität”, “Unparteilichkeit”, “Meinungsvielfalt” und “Ideologiefreiheit” sollen nur durch ein generelles Verbot des Gendern gewahrt werden können, also durch eine Gleichschaltung von oben? Welch absurder Gedanke, ebenso wie ausgerechnet hier mit der Beitragsfinanzierung der ÖRR und mit gesellschaftlichem Frieden zu argumentieren. Sozialer Frieden durch ein Machtwort von oben gegen Abweichung … zum Glück folgen die NDS bei anderen Themen nicht diesem Prinzip. Im Gegensatz zu den Corona-Regeln gibt es fürs Gendern keine Bundes- oder Landesgesetze. Wer nicht gendert, hat weder Bußgelder noch sonstige Einschränkungen zu befürchten. Der Vergleich ist also so schräg, wie er schräger nicht sein könnte.

Sprache ändert sich ständig und da machen mir andere Entwicklungen wirklich Sorgen. Z.B. wenn „Opfer“ zum Schimpfwort wird, „Gutmenschen“ schlecht sind und die Bezeichnung „Querdenker“ von dubiosen Antidemokrat*innen geklaut wird, oder der Klassiker: Eine Müllkippe zum „Entsorgungspark“ wird. Öffentliche Sprache wird immer stromlinienförmiger, bornierter und sinnentleerter und spiegelt damit bedenkliche gesellschaftliche Tendenzen wider. DAS sollte uns Sorgen machen. Finden je breite gesellschaftliche Debatten über Sprachgebrauch statt bevor er stattfindet? Warum soll ausgerechnet die Erlaubnis, gendern zu dürfen unter dem Vorbehalt einer Mehrheitsentscheidung stehen?

Ich habe mich noch nie mit gemeint gefühlt bei der Verwendung männlicher Formen, denn wir Frauen sind es ja auch nur am Rande. Sprache spiegelt Wahrnehmung wider und formt sie gleichzeitig. Unzählige Male haben Frauen die Erfahrung gemacht, dass z.B. ihr Vorschlag in einer Runde ignoriert wird, derselbe Vorschlag aber plötzlich eine tolle Idee ist, wenn er 5 Minuten später von einem Mann gemacht wird. Frauen sind eben oft nicht wirklich mit gemeint, sondern in der unterschwelligen Wahrnehmung Anhängsel von Männerbünden.

Wenn in einer Versammlung 99 Frauen anwesend sind und ein Mann hinzu kommt, dann werden aus 99 Teilnehmerinnen 100 Teilnehmer. Dem Mann ist ja schließlich nicht zuzumuten, sich mit gemeint fühlen zu müssen.

Auch wenn mäßig witzige Verballhornungen Anderes suggerieren wollen: Es geht um Begriffe, bei denen die weibliche Form längst existiert, bei gemischten Gruppen aber nicht angewandt wird. Also vorwiegend um Begriffe mit männlichem Artikel und Endung auf -er, -or oder -nt bzw. weiblichem Artikel und Endung auf -in. Und weil nicht alle Menschen sich diesem binären System unterordnen lassen, könnten sie vielleicht mit * oder einer winzigen Pause mit berücksichtigt werden. Das sind Versuche, mit Sprache in einer sich verändernden Gesellschaft zu experimentieren und niemand ist verpflichtet, mit zu machen. Was soll schlecht daran sein? Manche Versuche werden sich als sinnvoll erweisen und Akzeptanz im täglichen Leben finden, andere verschwinden wieder in der Versenkung. Da könnte mensch doch eigentlich gelassen zuschauen. Warum diese Empörungsschleife mit oft aberwitzigen Konstrukten, die patriarchale Sprache zementieren will? Welche Ängste lassen da das Adrenalin so überkochen?

Alternativ könnten wir aber auch Folgendes machen: Für 10 Jahre wird ausschließlich und immer nur die weibliche Form genutzt. Und nach 10 Jahren fragen wir die Männer, ob sie sich immer und uneingeschränkt mit gemeint gefühlt haben und ob die ausschließliche Verwendung der weiblichen Bezeichnungen keine Veränderungen in der Wahrnehmung Anderer und durch Andere bewirkt haben. Vielleicht haben sie es dann kapiert. Sorry an alle, die sich nicht diesem binären System unterordnen: Vielleicht müssen so manche erst mal sprachliche Ausgrenzung am eigenen Leib erfahren, bevor wir ihnen auch noch zumuten können, die Bedeutung von Minderheitenrechten zu begreifen.

C.B.


7. Leserbrief

Lieber Tobias Riegel,

ich gendere in den unterschiedlichen Formen schon seit mehr als 20 Jahren und bin froh darüber. So bin ich zum Beispiel froh, dass die “Amtmännin” (heute Amtfrau) aus dem Sprachgebrauch verschwunden ist und ich mich auch nicht mehr als “Ingenieuse” beschimpfen lassen muss. By the way, ich bin promovierte Ingenieurin. Als Arbeiter*innenkind habe ich mein ganzes Leben schwere Diskriminierungen vor allem von Menschen aus den bürgerlichen Mittelschichten erfahren.

Worum geht es bei Sprache: um Macht. Alles, was nicht benannt oder absichtsvoll entnannt wird, wird marginalisiert.

Daher wäre ich für eine Sprache ohne jeden Bezug auf Geschlechter oder andere Kriterien zur Abgrenzung und Abwertung. Es ist doch komisch, wir zwingen ja auch niemand ständig seine Hautfarbe anzugeben (hier funktioniert das diskriminieren noch leise). Daher wäre auch ein Verzicht auf Fotos in Bewerbungen hilfreich (dann hätten auch weniger schöne Menschen – z. B. wenn man schielt – mehr Chancen). Noch besser wäre eine komplette Anonymisierung.

Wenn man sich schon auf “Neutralität” bezieht, dann bitte nicht als verkappte Position einer sich hinter dem Gewohnten versteckenden “Männerherrschaft” – so ganz lange ist das Züchtigungsrecht des Ehemannes in Deutschland auch noch nicht abgeschafft. Anders gesprochen, es gibt bei Machtfragen gar keine Neutralität.

Herzliche Grüße, Irina Vellay


8. Leserbrief

Lieber Herr Riegel

danke, dass Sie auf die Initiative der Sprachwissenschaftler hinweisen. Sie hat auf jeden Fall Unterstützung verdient. Es ist gut, wenn darin geschieht, was schon lange angezeigt war und man nicht oft genug tun kann: klarzumachen, dass der Gendersprache ein Missverständnis der Sprache zugrunde liegt: dass Genus und Sexus verschiedene Kategorien und extensional inkongruent sind, dass der proliferierende Gebrauch von Partizipialformen außerhalb des angezeigten Kontextes von Tätigkeiten sie ihres Sinnes entkleidet, dass die Dekoration von Texten mit sinnlosen Marken, die Unterbrechung des Redeflusses durch »Schluckauf*innen« — immer, wenn ich so etwas höre wie »Antisemit*innen«, frage ich mich, wo denn der »Antisemit*außen« bleibt — vor allem die Verständlichkeit der Sprache erschwert. Ja, Gendersprache ist sinnlos, hässlich, sie zeugt von einem Unverständnis der Sprache und kann ihre deklarierten Ziele nicht erreichen. Die gesellschaftliche Praxis prägt die Sprache, doch die Gesellschaft durch Sprache verändern zu wollen, muss scheitern.

Allerdings, und das kann man nicht deutlich genug sagen, ist der Angriff auf die Sprache auch ein Angriff auf die Gehirne, letztlich auf die psychische und physische Integrität der Menschen. Durchsetzen kann man Gendersprache nur durch Gehirnwäsche, durch die Zerstörung der neuronalen Strukturen, in denen Sprache verankert ist. Sprache ist auch Heimat und wer sie zerstört, macht uns zu Heimatvertriebenen. Im autoritären Linksliberalismus, der dieses Programm ohne Rücksicht auf das Widerstreben des Publikums vorantreibt, lauert tatsächlich die totalitäre Gefahr der Gegenwart. Ich habe darauf schon vor Jahren hingewiesen. Dass er auch die Exzesse der sogenannten Pandemie-Politik so liebt, ist kein Zufall. Die Invariante besteht in moralischer Überheblichkeit und der Verachtung der Menschen, in Missachtung von Logik und sauberer Methodik.

Rainer Fischbach


9. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

eine gefühlte Mehrheit der Deutschen wünscht sich (natürlich für die anderen) die Todesstrafe.

Der öffentlich finanzierte Rundfunk setzt sich darüber hinweg – und überlässt es den einzelnen, sich zu äußern.

Eine Mehrheit der Deutschen ist gegen Auslandseinsätze der Bundes-wehr.

Der öffentlich finanzierte Rundfunk setzt sich darüber hinweg – und überlässt es den einzelnen, sich zu positionieren.

Eine Mehrheit der Deutschen wünscht sich existenzsichernde Altersversorgung.

Pluralismus heißt Meinungsvielfalt.

Sprache ist nicht festgelegt durch Gesetze und Vorgaben. Deutsche Journalist*innen gehen mit großem Verantworungsbewußtsein mit ihrer Wortwahl um, die Vielfalt ist nicht bedrohlich, eine obrigkeitliche Reglementierung erscheint mir wenig hilfreich.

Die erhoffte Einheitlichkeit ist vorgetäuscht.

Sie spiegelt nicht die Realität im Wandel wider und übt uns nicht in Toleranz gegenüber anderen Sichtweisen.

Mit freundlichen Grüßen
A. Wimmer


10. Leserbrief

Ich finde Ihre Argumentation nicht schlüssig. Warum sollte der Verzicht auf Gendersprache “neutral” sein? Er spricht sich gegen die Gendersprache aus, genauso wie Sie sich auch in Ihrem Artikel gegen Gendersprache aussprechen. Das hat doch nichts mit Neutralität zu tun, Sie nehmen eine Gegenposition auf und berufen sich dabei auf Althergebrachtes.

Ich finde bei 65 % der Bürger*innen, die keine Gendersprache wollen und damit vermutlich 35 % diese befürworten oder offen sind, irreführend von einer Minderheit zu sprechen. 35 % sind doch relativ viel, unsere Regierungsparteien kommen selten darüber hinaus und nutzen diese “Minderheit” um ihren Regierungsanspruch zu vertreten. Ich erinnere an die Corona-Maßnahmen, wo die kritischen Stimmen eine viel geringere Minderheit ausmachen – und trotzdem hat die Minderheit ein Recht darauf angehört zu werden und Forderungen zu stellen, die ihre Position auch vertreten.

Absurd dieses Argument, dass das generische Maskulinum Frauen (und nichtbinäre Identitäten) nicht ausschließen würde, der zitierte Text ist ein Widerspruch ist sich. Alles nur ein großes grammatikales Missverständnis? Es ist ja hinlänglich bekannt, dass die “großen Häupter” unserer derzeitigen Gesellschaft und früheren Gesellschaften allen Geschlechtern und Menschen gleichermaßen gerecht werden wollten und keine Unterschiede gemacht wurden zwischen Mann und Frau. Niemals. Nie. Die Sprache war immer neutral und spiegelt keine Werte ihrer Gesellschaft. Wer mag sowas nur denken! Alles nur ein Missverständnis! Ich bitte Sie, das können Sie nicht ernst meinen?!

Aber auch wenn man das so nehmen möchte, muss man zu dem Ergebnis kommen, dass die Erfinder des generischen Maskulinums wohl gründlich versagt in ihrem Job, wenn sich so viele Menschen dadurch eben doch ausgeschlossen fühlen. Man muss doch die heutige Realität betrachten, bei der sich ein Drittel der Menschen nicht genügend gesehen fühlen in der Sprache. Ihre Ansichten oder Wünsche einfach zu ignorieren und sich auf das Althergebrachte zu beziehen, kann ja wohl kaum eine Lösung sein, die allen gerecht wird. Wenn es die Gendersprache nicht ist, dann muss nach anderen Lösungen gesucht werden.

Aber nichts zu ändern und das als “Neutralität” zu verkaufen und von anderen diese “Neutralität” einzufordern, verdreht die Tatsachen doch erheblich, vermutlich in Ermangelung wirklicher Argumente. Ist es lästig, bei Veröffentlichungen alle mitzudenken? Ja, für viele sicherlich. Aber sollte es nicht ein Bedürfnis sein, Lösungen zu finden, die allen gerecht werden? Genauso wie man auch auf andere diskriminierende Ausdrücke verzichtet. Und nach Ihrer eigenen Argumentation hat die deutsche Sprache auch ohne Gendersprache Möglichkeiten, alle miteinzubeziehen. Dann gehen Sie doch mit guten Beispiel voran und zeigen dies auf! So, dass sich auch die 35 % angesprochen fühlen. Es wäre mir eine Freude und eine Wohltat, dies zu lesen.

A. Huber


11. Leserbrief

Hallo Herr Riegel,
liebes NDS-Team,

ist es nicht mit nahezu allen politischen Themen so, daß eine Minderheit der Mehrheit ihre Vorstellungen oktroyiert, wie das Leben zu gestalten ist? Wie ich letztens zu meinem Arbeitskollegen sagte: Wenn 1,1 Milliarden Chinesen geschlossen gegen ihre Regierung vorgingen, dann hätte sie keine Chance, sich weiterhin zu behaupten. Die Kunst der Menschenführung für politische Lenker (oder die sich dafür halten) liegt in der Manipulation der Massen. Das “Gendern” ist ein solches Manipulations-Werkzeug, wie Sie richtig erkannt haben. Wer sich mit Stürmen im Wasserglas beschäftigt, der verliert das Wesentliche aus den Augen.

Das Gendern hat übrigens einen Vorläufer, in Bezug auf sprachliche Verhunzung. Er hört auf den Namen “Neue deutsche Rechtschreibung”. Auch hier sahen viele Menschen keinerlei Sinn darin, Änderungen zur Verseuchung und sprachkultureller Entwurzelung zu akzeptieren. Leider gibt es in diesem Fall sogar sprachliche Vorschriften, gegen diese aufzubegehren den Aufwand kaum lohnte. Das neue Modell beleidigt alles, was mich meine gute Deutsch-Lehrerin unter großem Aufwand in der Schule gelehrt hat. Auch kann ich mein Sprachgefühl nicht ignorieren. Das betrifft ganz besonders das “Gendern”.

Was den ÖRR betrifft:
Solange dieser Kriegspropaganda und mentale Weißwaschung gefährlicher Gen-Spritzen betreibt, ist es meiner Meinung nach naiv zu glauben, daß dieser sich seiner Gesellschaft als leuchtendes Vorbild verpflichtet fühlt. Selbiges trifft übrigens auch auf sämtliche großen Tageszeitungen wie auch Wochenzeitschriften, egal ob online oder offline, zu, die sich üblicherweise dem Pressekodex verschreiben, ohne ihn in der Praxis auch einzuhalten. Diese Medien WOLLEN spalten; ich unterstelle ihnen Vorsatz.

Uneinigkeit beim “Gendern” und dessen Ausführungen schafft zusätzlichsoziales Sprengpotential. Die Vorwürfe in Bezug auf “Gendern” gab es alle schon bei “Corona”. Fehlt nur noch, daß man Menschen, die “Gendern” ablehnen, als “Nazi, Nazi, rechts, rechts” bezeichnet und vom Verfassungs”schutz” überwachen läßt oder sie gar als Staatsfeinde betrachtet (Faeser).

nachdenkseiten.de/?p=84632

Wer nicht gendert, der kommt in den Knast!

Lächerlich? Absurd? Mitnichten. Wenn Richtern die Bude durchsucht wird, nur weil sie Kinder schützen wollten und Menschen nach dreimaligem Schwarzfahren als Verbrecher eingestuft werden, dann halte ich jeden noch so irrationalen Gedanken nicht mehr für realitätsfern. Wer vom Arbeitgeber zum Gendern angewiesen wird und dem nicht nachkommt, der riskiert, seine Lebensgrundlage zu verlieren, siehe den Quatsch, den Audi da veranstaltet. Das ist bereits richterlich entschieden worden:

achgut.com/artikel/die_gender_broschuere_des_grauens

Was ist denn überhaupt “gendergerecht”? Wenn man den Ausführungen von seriösen Biologen folgt, dann gibt es nur zwei Geschlechter. Hier verweise ich auf den Vortrag der Biologin Marie-Luise Vollbrecht:

achgut.com/artikel/polizeischutz_fuer_die_zwei_geschlechter

Was mich an der ganzen Debatte auch noch stört, das ist das Zusammenwerfen von Menschen, die sich ausschließlich Kraft ihrer Gedanken für ein anderes Geschlecht oder gar irgendwelche Dinge halten, mit Menschen, deren Gehirne tatsächlich während der Schwangerschaft anders “verdrahtet” wurden.

Das Eine ist eine erlernte und vom Bewußtsein steuerbare Verhaltensweise (pathologische Hintergründe können nicht ausgeschlossen werden). Das Andere ist eine biologische Tatsache, die nicht negiert werden kann. Das schließt eine Einstufung als “Krankheit” ebenfalls aus. Äußere Einflüsse auf Schwangere können tatsächlich darüber entscheiden, ob jemand hetero- oder homosexuell wird, wußte schon 1979 das ehemalige Nachrichtenmagazin “DER SPIEGEL” zu berichten:

spiegel.de/wissenschaft/macht-mutters-stress-homosexuell-a-fd741cab-0002-0001-0000-000039867662

In dem Buch “Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken” wird die Geschlechtsbildung aus wissenschaftlicher Sicht thematisiert. Hier findet sich ab Seite 79 für Jeden nachlesbar der relevante Teil:

epdf.tips/warum-manner-nicht-zuhoren-und-frauen-schlecht-einparken.html

Im Buch, 30. Ausgabe 2005, findet sich der Text ab Seite 98. Der anschließende Test ist außerordentlich aufschlußreich.

Ich kann jedem nur wärmestens empfehlen, sich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen, bevor man in eine “Gender”-Debatte mit vollem Elan einsteigt.

Wie auch bei vielen anderen Debatten wird kaum differenziert sowie andere Meinungen ausgegrenzt. Das ist eine Schande, besonders für Institutionen, die sich dem Schutz der Sprache verschrieben haben. Wenn sich eine “Deutsche Gesellschaft für Sprachwissenschaft” eine “geschlechtergerechte Satzung” gibt, die den Gender-Quatsch einschließt, dann führt sie sich selbst ad absurdum. Wofür kriegen die noch gleich Geld? Wann soll ich vorbeikommen und in dem Laden das Licht ausmachen?

Wenn wir schon bei sprachlicher Willkür sind, dann schlage ich vor, daß das komplett überflüssige Wort “eigentlich” gestrichen sowie das schwammige Wort “möchte” gegen “will” ersetzt wird. Das sollen jetzt alle umsetzen, weil das zu mehr Selbstbewußtsein und Selbstbestimmung führt. Wer das nicht mitmacht, ist intolerant, männerfeindlich und reaktionär. So, ich habe fertig.

Wer die sprachliche Basis mutwillig zerstört, der hat ein Interesse daran, die menschliche Kommunikation erheblich zu stören. Das führt zu Mißverständnissen, Unmut und fördert Spaltungstendenzen. Divide et impera. Daher: Den Mist nicht mitmachen. That’s it, Thema durch.

Gegenseitiger Respekt drückt sich nicht in schwachsinnigen Wortverbiegungen aus. In meinen jungen Jahren kam ich auch oft vom Hunderstel ins Tausendstel (auch sprachlich), bis ich gemerkt habe, daß dies an der Realität des Lebens vorbei führt und mich auszehrt. Schließlich bin ich kein Chiphersteller, Brückenbauer oder Experte für Kernreaktoren, wo eine solche Genauigkeit sinnvoll ist. Die Gesellschaft sollte ihr gesundes Augenmaß wiederfinden.

Zum Abschied noch ein Lesetipp, passend zum Thema:

Andreas Hock

“Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?”

Wenn der Herr Sale einen Kaffee aus Togo dabei hat…

Viele Grüße & ein schönes Wochenende wünscht

Michael Schauberger
der die Wichtigkeit der hier dargestellten Elemente für so groß hält,
daß er sich eine Veröffentlichung wünscht


12. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sprache ist Identität. Das Herumgendern an der Sprache zerstört diese Identität. Das ist das Ziel. Dazu benutzt man den durch Zwangsgebühren finanzierten öffentlichen Rundfunk Eine Perversion besonderer Art. Eine Gesellschaft muß sich zerstören und dies noch selbst zwangweise finanzieren. In der Tat – Deutschland schafft sich ab.

Mit freundlichen Grüßen
P. Ehrental


13. Leserbrief

Ach ja, wieder: warum haben wir sie nur nicht als drollige Sprechsekte behandelt – von Anfang an ???

Ihre Grundidee klang am Anfang gut:
Es ist ein Kreislauf: Denken ® beeinflusst Sprache ® beeinflusst Denken ® beeinflusst Sprache …… Die Köpfe können wir nicht aufschrauben, aber an der Sprache schrauben = und irgendwann denken alle schöner ….

Schöne Idee. Aber: Die Zeiten, wo einige Menschen wussten, wie der “gute, richtige Mensch” aussieht, und diesen schaffen wollten – wurden oft die dunkelsten in der Geschichte. Und:

  1. wenn das “bessere Sprache ® besseres Denken” Experiment fehlschlägt, haben wir die gleichen schlechten Menschen, nur zusätzlich eine Schicht Sprachschminke und Heuchelei obendrauf
  2. jeder Psychologiestudent lernt im ersten Semester: was du nicht klar ansprechen kannst/darfst – kannst du auch nicht heilen
  3. statt dafür zu kämpfen, dass Supermarktkassierer endlich ordentlich bezahlt werden, sollen wir dafür kämpfen, dass sie (m/w/d) sein dürfen? juhuuu!!
  4. und Hesse … die Sprache, in der Hermann Hesse schrieb – niemand sollte ihr etwas antun dürfen! (Hesse: in Sand geschrieben)

Und – ist die deutsche Sprache ungerecht? ist sie nicht sogar salomonisch gerecht?
Die Mehrzahl ist hinten immer männlich – aber vorne immer weiblich:

der LehrER, DIE Lehrerin ® DIE LehrER
guter LehrER, gutE Lehrerin ® gutE LehrER

Und das hat System: es heißt “SIE gehen” im Plural, und die Höflichkeitsform ist “SIE”.

Stampft jeder Mann mit dem Fuß auf: Bei “Wir begrüßen SIE recht herzlich!” fühle ich mich gar nicht gesehen!

Zurück zum Thema ÖRR: Wer weiß, vielleicht erziehen diese Gendererzieher ja bald keinen mehr? Schauen junge Leute überhaupt noch fern? Wäre das nicht mal ein äußerst interessantes Forschungsthema für die NDS? Zur Meinungsmache war das 20. Jahrhundert das Zeitalter der großen Lautsprecher (Zentralsender für viele Empfänger: Kino, Wochenschau, Radio, TV) = und so auch das Zeitalter der großen Zentralideologien (Faschismus, Kommunismus, Neoliberalismus…). Im 19. Jh. gab’s das noch nicht, da gab es kleine Theater, Stadtzeitungen, Salons … Und im 21. Jh. gibt’s das Internet – Vielstimmigkeit statt Zentralsender. Wie wird wohl dann die Meinungsmache aussehen, wenn man gar nicht mehr mit der Tagesschau-Gießkanne die Meinung über alle gießen kann?

Martin


14. Leserbrief

Liebe Mannschaft der Nachdenkseiten,

Den Verfechtern der Gendersprache geht es offensichtlich nicht um einen „Kampf gegen Diskriminierung,“ sondern darum, „Diskriminierungen“ zu erfinden, um auf diese Weise Feindbilder zu schüren und Macht über Menschen auszuüben sowie die persönliche Geltungssucht und den persönlichen Standesdünkel zu befriedigen sowie Karriere zu machen. Zwei Beispiele sind die verbalen Angriffe gegen Wolfgang Thierse, als er im Februar 2021 die Gendersprache – sehr diplomatisch – kritisierte. Und die verbalen Angriffe zweier Feministinnen sogar gegen Gregor Gysi vor laufender Kamera beim Parteitag am 25. Juni 2022, es sei „eine unfaßbare Frechheit,“ daß Gysi die Gendersprache – übrigens noch diplomatischer als Thierse – kritisiert hat.

Übrigens ist die Formulierung „gendergerechte“ bzw. „geschlechtergerechte“ Sprache bereits Propaganda, weil sie suggeriert, daß die normale Sprache angeblich „nicht gerecht“ sei. Deshalb sollten Kritiker dieser gekünstelten Gendersprache den Verfechtern dieser Sprache, die sich mitunter wie religiöse Fanatiker benehmen, die alle zum rechten Glauben bekehren wollen, auch bei diesem Punkt gar nicht erst auf den Leim gehen und eben nicht von „gendergerechter,“ sondern von „Gendersprache“ (oder „genderneutraler“ Sprache) reden.

Sie sehen, ich kann auch kurze Artikel schreiben.
Nutzen Sie für Ihre Arbeit, was Sie verwenden können.

Mit freundlichen Grüßen
Jörg Fauser
Stadtroda

Anhang [PDF]


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

Inflation: Gier-Staat kassiert allein in drei Monaten fast 20 Milliarden mehr!

Die rasende Inflation beschert dem Gier-Staat schon jetzt hohe zweistellige Milliardenbeträge an Steuermehreinnahmen. Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres nahmen Bund und Länder nach vorläufigen Experten-Berechnungen 73,6 Milliarden Euro aus der Mehrwertsteuer ein – das sind 18,8 Milliarden Euro oder 34,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum!

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) schämt sich deshalb vorgeblich ein bisschen und will die Bürger angeblich von der „kalten Progression“ entlasten. Es dürfte ihm aber leidtun, wenn es am Ende doch nicht so kommt. Den „Schwarzen Peter“ wird der FDP-Chef dann absehbar „Grünen“ und SPD zuschieben, die sich weiter an der Inflation bereichern. Konkret wollen beide Parteien, dass der Staat Steuermehreinnahmen, die auf rein inflationsbedingte Einkommenssteigerungen zurückgehen, weitgehend einbehält.

Von „kalter Progression“ spricht man, wenn Löhne und Gehälter und damit auch der Steuersatz steigen, zugleich aber immer höhere Teile des Einkommens durch Steuersprünge in die nächst höhere Tarifzone und durch die Inflation aufgezehrt werden. Im Ergebnis hat dann der Staat mehr von einer Gehaltserhöhung als der Steuerpflichtige selbst.

Wenn sich aber die Lohn-Preis-Spirale immer schneller dreht (s. aktuelle Tarifabschlüsse), ohne dass dabei die Kaufkraft steigt, geraten auch immer mehr „Normalverdiener“ in Steuerstufen, die ursprünglich nur für sogenannte Spitzenverdiener vorgesehen waren und haben wegen der hohen Inflation unterm Strich oft weniger als vor der Lohnerhöhung. Geradezu absurd: Wenn Sie als Single mehr als 3.700 Euro netto im Monat verdienen, zählen Sie nach Berechnungen des Instituts der Wirtschaft Köln (IW) bereits zu den oberen zehn Prozent der „Topverdiener“ in Deutschland.

Statt also endlich die Masse der Durchschnittsverdiener und auch den unter den Energiepreisen ächzenden Mittelstand nachhaltig zu entlasten, haben „Grüne“ und SPD vorrangig die Empfänger staatlicher Transferleistungen im Blick und wollen sogar arbeitsunwillige Stütze-Empfänger von Sanktionen zu befreien. 

Die „Ampel“-Sozialisten würden am liebsten eine „Übergewinnsteuer“ für Unternehmen einführen. Sie sollten mal bei sich selber anfangen und die aus der Inflation zusammengerafften Milliarden an ALLE Bürger zurückgeben! Das wäre auch eine Art „Übergewinnsteuer“ – allerdings im Wege der Auszahlung!

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Zahnfleisch-Entzündung & Aphthen: Geimpfte klagen über HIV-Symptome

Zahnfleisch-Entzündung & Aphthen: Geimpfte klagen über HIV-Symptome

Menschen, die nie ein Problem mit Verletzungen im Mund haben, klagen plötzlich über Aphthen und Zahnfleischbluten. Sie haben eines gemeinsam: Entweder nahmen sie am Impf-Experiment teil oder sie steckten sich mit Corona an. Alarmierend: Gerade weil diese Krankheitsbilder viele Ursachen haben können, droht die Verbindung als mögliche Nebenwirkung der experimentellen Spritzen unterzugehen. Das könnte schreckliche Folge haben: Denn die Kombination der Beschwerden kann ein Warnanzeichen für eine HIV-Infektion sein!

Entzündung im Mund: Verkanntes HIV-Symptom

Wer an Aphthen oder Zahnfleischbluten leidet, denkt zuerst einmal an einen Vitaminmangel, Zahnstein oder Verletzungen im Mund. Eine mögliche HIV-Infektion hat hingegen fast niemand auf dem Schirm. Und das, obwohl das HIV-Virus, das sich in einem späteren Stadium zu AIDS auswächst, sich in 80 Prozent der Fälle auch in Form von Infektionen in der Mundhöhle bemerkbar macht.

Bereits zu Beginn der sogenannten “Pandemie” entdeckte ein Forscher, dass das Spike-Protein des SARS-CoV2-Virus an vier Stellen Bausteine aufweist, die der HIV-Erbgutsequenz entsprechen. Obwohl die These eines “SARS-HIV-Mischvirus” bereits 2020 von System-Wissenschaftlern verworfen wurde, forschte man zeitweise an der Verwendung von HIV-Medikamenten gegen Corona. War also doch etwas an der These dran?

Auffälliges Detail: In Australien häuften sich unmittelbar nach Beginn der Impf-Kampagne die positiven HIV-Tests…

Impf-Immunschwäche gleicht HIV-Infektion im Verlauf

Es war nicht das letzte Mal, dass das Wort “AIDS” in Verbindung mit den experimentellen Corona-Spritzen fiel. Denn rasch häuften sich die Fälle von Personen, die nach einer Corona-Spritze plötzlich ein geschwächtes Immunsystem hatten. Kritische Mediziner fanden ein Krankheitsbild bei Impflingen, das im Verlauf einer HIV-Infektion so stark glich, dass sie es als V-AIDS, also Impf-Aids bezeichneten.

Der US-Pathologe Dr. Ryan Cole führte aus, dass zwei Arten von Zellen für eine angemessene Funktion des Immunsystems erforderlich sind: Helfer-T-Zellen und Killer-T-Zellen. Ähnlich wie HIV durch die Unterdrückung der Helferzellen eine Störung des Immunsystems verursacht, geschieht das Gleiche, wenn die Killerzellen unterdrückt werden. Er bezeichnete das Krankheitsbild ebenfalls als “umgekehrtes AIDS”.

In der AUF1-Doku “Zeugen der Wahrheit” thematisierte auch Dr. Stephan Becker das Phänomen “Impf-AIDS”:

Impfung fördert Entzündungen in ganzem Körper

Wie Wochenblick berichtete, veranlasst eine Bindung des Spike-Proteins an den ACE2-Rezeptor, dass Signale gesendet werden, die letztlich sogar die Mitochondrien in der Zelle zerstören und die ganze Zelle abtöten. Es folgt eine gewebebeschädigende Entzündung, da der ACE2-Rezeptor Signale an andere Zellen schickt, welche die Menge an entzündungsfördernden Stoffen im Blut erhöhen. Detail am Rande: Auch bei einer impfinduzierten Thrombozytopenie, die zu lebensgefährlichen Blutgerinnseln führt, kann Zahnfleischbluten als Symptom auftreten.

Das Problem ist jedenfalls längst nicht mehr hinweg zu leugnen. In Neuseeland bereitet man sich bereits auf eine “Impf-AIDS”-Epidemie vor. Und in Großbritannien wurde eine öffentliche HIV-Test-Kampagne gefahren, die sogar Vertreter des Königshauses unterstützten. Gibt es eine direkte Verbindung, oder sollte einfach das AIDS-ähnliche, impf-induzierte Krankheitsbild vertuscht werden?

Journalistin berichtet über Entzündung

Ob “echtes” HIV oder “Impf-AIDS”: die Zunahme an unentdeckten Immunschädigungen ist immens. Eine mehrfach geimpfte Journalistin beklagte auf Twitter bereits im Februar, dass sie sich krank fühlte und ihr Immunsystem “im Keller” sei – ihr Corona-Test war aber negativ. Nicht einmal zwei Monate später bekam sie Covid und klagte trotz Impfung über einen Verlauf mit hohem Fieber, den sie an einem geschwächten Immunsystem festmachte. Nun spricht sie übereine Zahnfleischentzündung, die sie mit ihrer Corona-Infektion in Verbindung bringt.

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Auf den Hinweis der Nutzer, es könnte sich um eine Impf-Folge handeln, bekundete sie, dass sie dies offenbar sogar in Betracht zog! So oder so, eine Verbindung mit der Schadwirkung des Spike-Proteins scheint greifbar. Genesene hätten also mutmaßlich hauptsächlich aufgrund ihrer besseren und dauerhafteren Immunantwort ein geringeres Risiko, während das “Impf-Abo” die Situation mit jedem Stich verschlimmert…

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Impfung kann gefährliche Viren “aufwecken”

Die Schädigung im Immunsystem kann diverse Folgen mit sich bringen. So können Viren, die bereits im Körper schlummern, sich reaktivieren. Darunter fallen etwa auch das Epstein-Barr-Virus (EBV), das im Ernstfall das Pfeiffer-Drüsenfieber auslöst. Auch das Varicella-Zoster-Virus, das die meisten Menschen in der Kindheit als Windpocken durchmachen, kann im Erwachsenenalter bei Stress oder nachlassendem Immunsystem als Gürtelrose (Herpes zoster) zurückkommen. In Verbindung mit den Corona-Stichen wurde eine Häufung von Gürtelrose-Fällen beobachtet.

Wochenblick berichtete über den Fall einer Frau, die seit ihrer “Impfung” anfällig für jede Art von Infekt ist:

Stern: Grunewald brennt wegen Klimawandel

Stern: Grunewald brennt wegen Klimawandel

Es ist genauso traurig wie erwartbar: Eine der Berliner Landesregierung unterstehende Behörde zündet den Grunewald an und der Stern meint, der Klimawandel sei an dem Brand schuld. Wald anzünden kann sich für Politiker und Behörden also durchaus lohnen, wenn man für eine bestimmte Klimawandel-Agenda werben möchte. Beispielsweise für die der privaten Multimilliardärs- und Konzernvereinigung „Weltwirtschaftsforum“ und der angeschlossenen Regierungen.

Tatsächlich entstand der Grunewald-Waldbrand folgendermaßen, wie der Berliner Tagesspiegel rückblickend korrekt schreibt:

Die Polizei lagert auf dem Sprenggelände alte Granaten, Weltkriegsbomben, Munition und beschlagnahmte Feuerwerkskörper. Dort war vor einer Woche ein Brand ausgebrochen. Die Ursache ist noch nicht bekannt. Zahlreiche Explosionen waren zu hören. Auch in den Tagen darauf gingen vereinzelt Sprengkörper hoch.“

In der Presse zeigten sich die Regierenden kostenlos als edle Helfer und „Besorgte“ wie einst Schröder bei den Deichen. Dabei sind sie doch die obersten Chefs der Polizei und damit natürlich letztlich für das Anzünden des Waldes durch die Polizei und ihren Sprengplatz beziehungsweise ihr Munitionslager verantwortlich. Man stelle sich mal vor, eine normale Firma würde so etwas machen und dann kommt der Chef, übernimmt keine Verantwortung, zeigt keinerlei schlechtes Gewissen, lässt sich als „Ober-Feuerwehrmann“ feiern und erwartet gesteigerte Beliebtheit. Dem würde man wohl „den Vogel“ zeigen. Wahrscheinlich würde man ihn auch gleich einsperren.

In dem Stern-Artikel „Wir können den Klimawandel kaum mehr aufhalten. Zeit für einen Strategiewechsel“ heißt es (Rechtschreibfehler aus Originalartikel nicht korrigiert) zum Berliner Grunewald-Waldbrand:

„Demnach wurden rund 71 Prozent der untersuchten Wetterereignisse durch den vom Menschen verursachten Klimawandel wahrscheinlicher oder sogar verschlimmert. Deutlich wird das an den Hitzewellen. 93 Prozent hängen mit dem Klimawandel zuammen, bei Dürren sind es 68 und bei Überschwemmungen 56 Prozent. Die Folgen: Laut Studienautoren hat der Klimawandel in den letzten drei Jahrzehnten ein Drittel der Hitzetoten verursacht.

Bereits 2014 prognostizierte die Direktorin des Forschungszentrums für die Epidemiologie von Katatstrophen, Debby Guha Sapir: ‚Es gibt einen klaren Trend der Zunahme von wetter- und klimabedingten Katastrophen.‘ Das liegt nach Experteneinschätzungen daran, dass immer mehr Menschen in gefährdeten Gebieten leben, insbesondere in Küsten- oder Flussregionen, wie etwa das Beispiel Ahrtal zeigt. Aber auch im trockenen Binnenland, sind die Menschen nicht vor Katatstophen gefeit. Der brennende Grunewald spricht für sich.

Aufhalten können wir den Klimawandel nicht mehr. Aber wir können uns, ähnlich wie beim Coronavirus, auf seine Folgen vorbereiten.“

Eine ähnliche Zurechnung einer von Politikern und hochrangigen Beamten hausgemachten Katastrophe findet sich bezüglich der Toten bei der Hochwasserkatastrophe an Erft und Ahr: Während die überlebenden Flutopfer in Mainz gegen die rheinland-pfälzische Landesregierung demonstrierten, veröffentlichte der deutsch-französische Quasi-Staatssender arte am gleichen Tag eine „Doku“ mit dem Titel „Die Nacht, als die Flut kam – Protokoll einer Klimakatastrophe„.

Die Behörden hatten 2021 trotz tagelanger Warnungen vor äußerst starken Regenfällen und Fluten über das dafür zuständige europäische Warnsystem „European Flood Awareness System“ Talsperren nicht leeren lassen, die Anwohner im Ahrtal und anderswo über die Flutgefahr im unklaren gelassen und so in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli eine Flutkatastrophe mit etlichen Todesopfern verursacht.

Angesichts der tagelangen Vorwarnzeit darf das bewusste Unterlassen von Anti-Flut-Maßnahmen als Absicht – wahrscheinlich der Landesregierung Rheinland-Pfalz und/oder der Bundesregierung – bezeichnet werden. Die Befürchtung, dass man die von der Regierung insbesondere durch Nicht-Informieren der Bevölkerung verursachte Flutkatastrophe (10 Meter hohe Flutwelle im Ahrtal, tagelange Warnungen davor durch das EU-Flutwarnsystem) zynisch oder schulterzuckend unter dem Motto „war halt der Klimawandel“ auch noch „gewinnbringend“ nutzt, hatte sich danach bald bestätigt.

Hat der Klimawandel etwa befohlen, die Anwohner nicht zu warnen und zu evakuieren? Hat der Klimawandel etwa befohlen, die Talsperren nicht zu leeren? Hat der Klimawandel etwa befohlen, das europäische Flutwarnsystem zu ignorieren? Hat der Klimawandel etwa befohlen, die tausende von Rettungskräften, die sofort angereist kamen, kalt zu stellen und am Einsatz zu hindern? Hat der Klimawandel etwa „Impfbus ist unterwegs“ als Sofortmaßnahme gegen die Katastrophe gepostet, während die Bund und Länder mit allen Mitteln versuchten, Retter vom Einsatz abzuhalten und eingeschlossene Opfer krepierten? Teilweise tagelang (!) kam keine Hilfe, trotz herbeigeeilter, bereitstehender und verzweifelter Rettungskräfte.

(via SWR Aktuell bei Facebook)

Einen guten Kommentar zu der Ahrtal-Katastrophe 2021, mitsamt den meisten Merkwürdigkeiten, hat damals Hermann Ploppa geschrieben. Hier ein Auszug daraus:

„Als die Flut kommt, weht eine Kette von entsetzten Schreien durch die Gassen. Dann buchstäblich Totenstille. Bis jetzt werden immer noch die Leichname von Flutopfern aus dem überall präsenten Schlamm geborgen. Freiwillige Helfer bergen aus einer Kirche die Körper von zwanzig Ertrunkenen. Die Zählmarke der unglückseligen Ertrunkenen hat die 200er Marke überschritten. Da noch tausende Personen vermisst werden, müssen wir uns darauf gefasst machen, dass noch viel mehr Todesopfer zu befürchten sind. Das Ahrtal ist zerstört wie nach einem Bombenangriff. (1).

Einige Merkwürdigkeiten

Was verwundert: die Augenzeugenberichte sind zu zahlreich, als dass es sich hier um zufällige Momentaufnahmen handeln könnte. Aus dem Mosaik der Augenzeugenberichte schält sich das Bild einer unterlassenen Hilfeleistung in monströsen Ausmaßen seitens der Behörden und Medien ab. Sicher, es sind vor Ort auch Einheiten des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehren gesichtet worden. Aber das ist eher die Ausnahme als die Regel. An vielen Orten ist offenbar über die Tage keine Hilfe angekommen. Aus anderen Bundesländern herbei geeilte Züge des THW und der Feuerwehr wurden wieder nach Hause geschickt. Die Hilfsdienste benötigen den Einsatzbefehl der örtlichen Verwaltung, um loslegen zu können.

Diese Genehmigung wurde aus unerfindlichen Gründen oft nicht erteilt. Vereinzelt gingen dann Feuerwehrleute in Eigeninitiative an die Unfallorte und halfen als Privatleute. Das Gros der Nothilfe ging von Landwirten und Bauunternehmern aus, die in großer Zahl in das Ahrtal geeilt sind mit ihrem optimal geeigneten Maschinenpark. Das alles geschieht auf eigene Initiative und auf eigenes Risiko. Doch auch diese hervorragend geeigneten Nothelfer wurden immer wieder in ihrer Arbeit durch Einheiten der Polizei gestört. Maskierte Polizisten in Bürgerkriegsmontur sperrten Rettungswege ab und verlangten von den Helfern die Einhaltung der Corona-Regeln. Die Vertreter der Obrigkeit stören die Rettungsabläufe nicht anders wie besoffene Dorftölpel. (…)

Denn jetzt ist die Hydrologin Hannah Cloke von der Universität Reading in Großbritannien an die Öffentlichkeit getreten. Sie wirft der Bundesregierung ‚monumentales Versagen‘ der Kommunikationswege vor (7). Frau Cloke weiß wovon sie spricht. Denn sie ist eine der Mitbegründerin des European Flood Awareness System, kurz Efas. Dieses Flutwarnungssystem ist an die Europäische Union angebunden und wertet die Erkenntnisse von Satellitensystemen wie Columbus aus, um in Modellrechnungen zu ermitteln, wann sich Flusswasser zu gefährlichen Fluten zusammenballen kann.

Hannah Cloke in einer Presseerklärung: ‚Die Menschen hätten Warnungen erhalten sollen, sie hätten die Warnungen verstehen sollen. Es hat keinen Sinn, mit gigantischen Computer-Modellen vorherzusagen, was geschehen wird, wenn die Leute nicht wissen, wie sie sich bei einer Überschwemmung verhalten müssen.‘

Das Copernicus-Netzwerk hat ausführlich dokumentiert, wie seit dem 10. Juli 2021 tagtäglich von ihrer Seite dringende Warnungen an die Regierungen der betroffenen Länder Deutschland, Schweiz, Belgien und der Niederlande ergangen sind (8). Auf Anfrage bei der Bundespressekonferenz konnten die Regierungssprecher mit dem Begriff ‚Efas-Warnsystem‘ gar nichts anfangen (9). Man bedenke, dass hier nicht irgendeine selbsternannte Institution irgendwelche Warnungen ausgegeben hat, sondern eine auch von deutschen Steuerzahlern zu ihrem Schutz europaweit installierte Einrichtung der Europäischen Union. Diese Warnungen besitzen sogar für die Merkel-Regierung eine gewisse Verbindlichkeit.“

Laut dem genannten Stern-Artikel geschah die tödliche Ahrtal-Katastrophe aber deswegen:

„Das liegt nach Experteneinschätzungen daran, dass immer mehr Menschen in gefährdeten Gebieten leben, insbesondere in Küsten- oder Flussregionen, wie etwa das Beispiel Ahrtal zeigt.“ 

Briten stehen jetzt auf: Initiative gegen Energieteuerungen

Briten stehen jetzt auf: Initiative gegen Energieteuerungen

Don’t Pay UK” heißt die Initiative, die mit ihrer Kampagne Haushalte in Großbritannien dazu auffordert, die Energierechnung nicht zu bezahlen. Denn diese bringen viele Briten schon zur Verzweiflung. So hat die Initiative auch regen Zulauf. Innerhalb weniger Tage traten ihr bereits fast 100.000 Menschen bei. Ziel ist es, Druck auf die Regierung und Energieunternehmen auszuüben, damit diese die Krise beenden.

Zahle nicht Großbritannien“, kann man den Namen der Kampagne übersetzen, die von den Teuerungen geplagte Briten zum Widerstand aufruft. Diese sollen ihre Energierechnungen nicht mehr bezahlen, wenn die Regierung nicht bis zum 1. Oktober wirksame Maßnahmen gegen die Teuerungen ergreift und dafür sorgt, dass die Energierechnungen auch für normale Bürger bezahlbar bleiben. Denn bisher lagen die Kosten für einen durchschnittlichen Haushalt – noch gilt ein Preisdeckel – bei rund 1.971 Pfund im Jahr (2.334 Euro). Im Oktober dürften die Kosten schon auf 3.582 Pfund (4.242 Euro) steigen. Und damit wäre das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Denn Aufgrund einer Analyse dürfte der von der Energieaufsichtsbehörde Ofgem dürften die Preise im Jänner auf 4.266 Pfund (5.052 Euro) weiter ansteigen und sich damit mehr als verdoppeln.

It’s a simple idea: We demand the govt scrap the energy price rises and deliver affordable energy for all. We will build a million pledges and by Oct 1st if the govt and energy companies fail to act we will cancel our direct debits. Read more here: https://t.co/NPF8VQXcHD pic.twitter.com/E4gPenIXiL

— Don’t Pay. (@dontpayuk) June 18, 2022

McDonalds als Wärmestuben

Kein Wunder als, dass das eher als ruhig geltende Inselvolk auf die Barrikaden geht bzw. In den Bezahlstreik für Energierechnungen zu treten droht, sollte die Regierung weiterhin untätig bleiben und nicht endlich wirksame Maßnahmen setzen. Denn vielen Briten steht das Wasser schon bis zum Hals. Kochen, Waschen oder Heizen werden zunehmend zum Luxus. Kein Wunder, dass sich etwa McDonalds-Lokale auf der Insel einer zunehmenden Beliebtheit erfreuen. Allerdings weniger wegen des Essens, sondern als Aufenthalts- und Zufluchtsorte. Immerhin ist es dort warm und auch Sanitäranlagen stehen zur Benutzung bereit. Auch öffentliche Badenanstalten wie Freibäder wurden für die Körperhygiene immer beliebter (Wochenblick berichete). Wie teuer das Leben bereits geworden ist, zeigt sich auch darin, dass auf Lebensmitteln wie Milch oder Käse bereits in Supermärkten elektronische Diebstahlsicherungen angebracht werden. Dies könnte vielleicht auch bald in Österreich blühen, immerhin kostete auch hierzulande Vollmilch im Jahresvergleich im Juni bereits um 30 Prozent mehr.

When there are security tags on cheese, butter & baby milk powder (I believe) in the supermarkets you have to ask yourself serious questions about the state of place ? #CostOfLivingCrisis pic.twitter.com/3Lv8g4o34f

— glenda davies (@glendadavies) July 6, 2022

Energieunternehmen in die Knie zwingen

Nun wollen die Initiatoren von “Don’t Pay UK” mit ihrem Protest auch die Energieunternehmen in Bedrängnis bringen. Denn wenn genug nicht mehr zahlen, könnte dies auch die Energieunternehmen in Bedrängnis bringen. Denn wenn die Leute nicht mehr zahlen, so hofft man, hat dies mehr Wirkung als Proteste auf der Straße. “Wir wollen sie an einen Tisch bringen und sie zwingen, diese Krise zu beenden“, so die Initiatoren auf der Internetseite. Die britische Regierung kritisierte die Protestaktion scharf. Die Regierung ist von der Aktion wenig begeistert und warnt vor den Konsequenzen, wenn man Rechnungen nicht zahlt. Nicht bezahlte Rechnungen könnten nicht nur zu Klagen und Pfändungen führen, sondern auch die Kreditwürdigkeit beeinträchtigen, hieß es. Außerdem könne man die globalen Energiepreise nicht steuern. Allerdings wurde eine Entlastung von 400 Pfund (474 Euro) pro Haushalt angekündigt, aber viele Experten sind sich einig, dass dies zu wenig ist, um die Menschen vor Armut zu bewahren.