Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Finnische Studie: Anti-Russland-Embargo kontraproduktiv

158 Milliarden Einnahmen – 100 Milliarden Ausgaben

Trotz gegenteiliger Westpropaganda zur Notwendigkeit des Anti-Russland-Gas-Embargos beweist eine finnische Studie, vom unabhängigen „Zentrum für Energieforschung und saubere Luft“ (Crea), das Gegenteil: So erhält Russland weiterhin Milliarden durch den Öl‑, Gas- und Kohle-Export.

Allein aufgrund des starken Preisanstiegs erzielte Russland in den ersten sechs Kriegsmonaten, Einnahmen in Höhe von 158 Milliarden Euro aus dem Verkauf fossiler Brennstoffe – so Crea weiter. Dies übersteigt bei Weitem die Kriegsausgaben von schätzungsweise 100 Milliarden Euro. Allein der Export fossiler Brennstoffe könnte 43 Milliarden Euro zum russischen Haushalt und zur Finanzierung des Ukrainekrieges beitragen.

EU bezahlt 85 Milliarden EUR

Und selbst die EU bezahlt – trotz erheblicher Importreduktion – immer noch um etwa 85 Milliarden Dollar für russische Energie. Den Bärenanteil beim Einkauf von russischen Energieträgern berappt übrigens nach wie vor Deutschland mit 19 Milliarden Euro.

Weltweit liegt allerdings China im fraglichen Zeitraum mit 34,9 Milliarden Euro an erster Stelle. Was auch beweist, dass die Umstrukturierung der russischen Exporte nach Fernost erfolgreich ist. Interessant auch: Die liberale Niederlande sind mit 11,1 Milliarden Euro der drittgrößte Abnehmer.

Studienzeitraum: 6 Monate seit Kriegsbeginn

Die Studie deckt den Zeitraum vom 24. Februar 2022, dem Kriegsbeginn, bis zum 24. August 2022 ab. Das Forschungszentrum erstellte seinen Bericht auf der Grundlage von Daten aus dem Festnetz- und Seehandel mit Energieträgern. (MIT, vadhajtasok)

Detaillierte Erdgas-Pipelinekarte beweist

So entfielen im Jahr 2021 nach wie vor 80 % der EU-Gasimporte-Importe auf Pipelines – und nur 20 % auf Flüssiggas. Bei den Gas-Einfuhren von außerhalb der EU war Russland mit 39,2% der wichtigste Partner, gefolgt von Norwegen (25,1%) und Algerien (8,2%). Diese drei Länder lieferten auch Flüssiggas (LNG) nach Europa. Erst an vierter Stelle folgten die USA mit 7,3 %. Die USA liefert Gas ausschließlich in Form von LNG. Dieses ist aber in der Herstellung (1/3 der Energie verschlingt die Verflüssigung) sowie durch den Transport auf Tankern sowohl sehr teuer als auch ökologisch schädlich.

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517qVZDEfdL._SY264_BO1204203200_QL40_ML2Unser Ungarn-Korrespondent Elmar Forster, seit 1992 Auslandsösterreicher in Ungarn, hat ein Buch geschrieben, welches Ungarn gegen die westliche Verleumdungskampagne verteidigt. Der amazon-Bestseller  ist für UM-Leser zum Preis von 17,80.- (inklusive Postzustellung und persönlicher Widmung) beim Autor bestellbar unter <ungarn_buch@yahoo.com>


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Schon in seinem Kinderbuch stellte Robert Habeck fest: Stromausfälle sind etwas Tolles!

Schon in seinem Kinderbuch stellte Robert Habeck fest: Stromausfälle sind etwas Tolles!

Dass Robert Habeck besser Kinderbuchautor geblieben wäre, das dämmert mittlerweile auch vormals linientreuen Bürgern zunehmend – insbesondere, seit er im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sein fragwürdiges Verständnis von Insolvenzen unter Beweis stellte. Dabei hätte ein Blick in Habecks “Werke” bereits Aufschluss über dessen Weltsicht geliefert. In seiner Geschichte “Als es still und dunkel wurde” von 2021 geht es beispielsweise um einen Stromausfall. Und der ist in Wahrheit etwas ganz Tolles, so die Message!

Wir berichteten bereits darüber, dass Wirtschaftsminister Habeck nicht zuletzt mit Verweigerung einer Laufzeitverlängerung für Deutschlands verbliebene AKW den Blackout im Winter nicht nur möglich, sondern zunehmend unausweilich macht.

Da mutet es schon interessant an, dass Robert Habeck im 2021 erschienenen Kinderbuch “Kleine Helden, große Abenteuer (Band 2)” davon zu erzählen wusste, dass ein Stromausfall eigentlich ein ganz großer Spaß ist.

„und Emily erfährt aus erster Hand, wie aufregend ein nächtlicher Stromausfall sein kann.“

Abenteuer à la #Habeck.https://t.co/0nN2U3R9cA pic.twitter.com/JYT3cURegk

— Joana (@joanadiskurs) September 7, 2022

Eine Rezension beschreibt die Geschichte “Als es still und dunkel wurde”:

In „Als es still und dunkel wurde“ bringt ein Stromausfall den allabendlichen Ablauf einer fünfköpfigen Familie gehörig durcheinander… kein Licht, kein Telefon, kein Internet… eine Katastrophe!! Oder?!? Denn schnell können eigentlich alle dem Abenteuer ganz viel abgewinnen…

Anscheinend hat Habeck hier in Zusammenarbeit mit seiner Frau bereits die perfekte Geschichte vorgelegt, die Eltern ihren verschreckten Kindern vorlesen können, wenn sie unter den Folgen seiner Energiepolitik leiden – sofern sie denn so vorbereitet sind, dass sie abends auch ohne Strom über Lichtquellen verfügen. Leider scheint Deutschlands Wirtschaftsminister nicht einmal zu wissen, dass bei Stromausfall auch der Wasserkocher nicht mehr funktioniert – so liest man nämlich in einer anderen Rezension:

„Als es still und dunkel wurde“ beschreibt einen Stromsaufall in der Stadt. Irgendwie rücken alle ein wenig zusammen und Emilys Familie lädt sogar die alte Petersen zu sich ein, die ein wenig von ihren Erlebnissen im Krieg erzählt. Als Mama ihr eine Tasse Tee reicht, weiß ich, dass da einer nicht richtig aufgepasst hat. Soweit ich weiß, braucht man für Tee heißes Wasser. Aber es gefällt mir, wie die Nachbarschaft sich um den Feuerkorb trifft und sogar gemeinsam singt. Ebenso die Beschreibung, wie sich die Kinder in der Dunkelheit verstecken und mit dem Hintergrund eins werden.

Ob die frierenden deutschen Bürger sich im kommenden Winter um Feuerkörbe treffen und freudig singen werden, muss wohl stark bezweifelt werden.

Kämpfer für Europa: Serbisch-orthodoxe Ehrung für Viktor Orban

Kämpfer für Europa: Serbisch-orthodoxe Ehrung für Viktor Orban

Ungarns Premier Viktor Orban wurde nun mit dem Goldenen St. Sava Orden geehrt, der höchsten Auszeichnung der Serbisch-Orthodoxen Kirche. Patriarch Porfirije sagte anlässlich der Überreichung, Orban sei ein einzigartiger Staatsmann in Europa, der „für die Seele Europas kämpft“ und dessen Worte andere, einschließlich der Serben, Beachtung schenken. Die Ehrung Orbans erfolgte in Anerkennung seiner Bemühungen um die Verteidigung des Christentum in ganz Europa, die Förderung christlicher Werte und seines persönlichen Beitrags zur Freundschaft zwischen den ungarischen und serbischen Nationen. 

…Krieg um die Seele Europas

Orban erklärte, er sei stolz auf die Auszeichnung. „Wir sind friedliche Menschen, wir wollen Frieden, aber es findet wirklich ein Krieg um die Seele Europas statt – und ohne die Einheit der Christen, einschließlich der Orthodoxie, können wir diesen Kampf nicht gewinnen“, sagte er anlässlich seiner Ehrung. Der Heilige Sava (1174-1236) ist Gründer der selbständigen Serbisch-Orthodoxen Kirche. Der nach ihm benannte Verdienstorden geht an weltliche und kirchliche Personen für besondere Verdienste. Diese Ehrung erhielten u.a. der serbische Tennisstar Novak Djokovic, der wegen seiner Ablehnung der Covid-19-Genspritze von der internationalen Sportwelt geächtet wurde. Der vormalige russische Präsident und Premier, Dmitri Medwedew, heute Vize- Vorsitzender des Russischen Sicherheitsrats. Ebenso der Schauspieler Karl Malden, der serbische Wurzeln hat und über die US-TV-Serie „Die Straßen von San Francisco“ bekannt wurde.

Massenmigration größte Bedrohung

Orban setzt sich seit langem für Christen ein, einschließlich der jährlichen Ausrichtung der Konferenz über Christenverfolgung in Budapest und seit 2017 mit einem Direkthilfsprogramm für verfolgte Christen in der ganzen Welt. Er betrachtet Ungarn als Bollwerk gegen Christenverfolgung. Auch wenn sich viele Menschen in Europa vom Christentum abkehren…„die Ungarn sind überzeugt, christliche Werte führen zu Frieden und Glück und deshalb heißt es in unserer Verfassung, der Schutz des Christentums ist die Pflicht des ungarischen Staates“, sagte Orban anlässlich einer Konferenz. Er bezeichnete seit 2015 wiederholt die Massenmigration in Europa als Hauptbedrohung für das Christentum. 

EU ignoriert Christenverfolgung 

Er wies darauf hin, dass Christen die am stärksten verfolgte religiöse Gruppe der Welt seien. „Eine mysteriöse Kraft verschließe aber den Mund europäischer Politiker und lähme ihre Arme. Christen dürfen nie allein genannt werden, sondern nur zusammen mit anderen Gruppen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden.“ Das beklagte auch Ungarns Außenminister Peter Sziijárto wiederholt. Selbst auf höchster EU-Ebene gebe es eine Voreingenommenheit gegenüber Christen. Jedes Mal, wenn er das Thema „Christenverfolgung“ bei EU-Ministertreffen anzusprechen versuchte, habe man ihn dafür gerügt – er solle doch besser von „religiösen Minderheiten“ sprechen.

Ungarische Direkthilfe an verfolgte Christen

Auf Initiative Orbans wurde 2017 auch das Programm „Ungarn hilft“ gegründet, mit dem Ziel, christlichen Gemeinden zu helfen, die unterdrückt werden. Ungarn gewährt dabei Direkthilfe und geht dabei nicht über NGOs oder die UNO. Bisher wurden aus dem Programm knapp 24 Millionen Euro an Christen in der ganzen Welt bereitgestellt – darunter fünf Länder im Mittleren Osten und zwei aus der Sub-Sahara-Region, wo Christen oft massiv unter Druck stehen. Ex-US-Präsident Donald Trump schickte Orban damals eine Grußbotschaft, in der er die Bemühungen des ungarischen Premiers im Sinne der Religionsfreiheit lobte.

Militärexperte ehemaliger Geheimdienstler und UN-Waffeninspekteurüber die ukrainische „Todesliste“

Das abscheuliche Erbe von Stepan Bandera ist der Grund für die Unterdrückung derjenigen, die es wagen, die von der ukrainischen Regierung, ihren westlichen Verbündeten und den willfährigen Mainstream-Medien verbreitete Darstellung des russisch-ukrainischen Konflikts in Frage zu stellen.

Im Mai 1986 erhielt ich den Befehl, einen Kurs zur Terrorismusbekämpfung an der John F. Kennedy Special Warfare School in Fort Bragg, North Carolina, zu besuchen. In den folgenden zwei Wochen lernte ich die verschiedenen terroristischen Bedrohungen kennen, mit denen das US-Militär konfrontiert war, und erlernte verschiedene Fertigkeiten zu deren Bewältigung, wie z. B. Ausweichmanöver bei hoher Geschwindigkeit, Methoden der Gegenüberwachung und reaktive Schießtechniken.

Nach meiner Rückkehr nach Twenty-Nine Palms, wo ich als Nachrichtenoffizier des Marine Corps stationiert war, wurde mir die Aufgabe übertragen, meine neu erworbenen Fähigkeiten bei einer Terrorismusbekämpfungsübung auf dem gesamten Stützpunkt anzuwenden. Ich lieh mir ein Scharfschützenteam des Infanteriebataillons auf dem Stützpunkt aus und richtete es in einer Wohnung außerhalb des Stützpunkts ein, wo ich es in eine Terrorzelle verwandelte, die den Auftrag hatte, Informationen über die leitenden Offiziere zu sammeln, die auf dem Stützpunkt lebten und arbeiteten. Die einzige Regel lautete, dass die Terroristen sich nicht mit Zivilisten anlegen durften – keine Familien durften von der Übung betroffen sein.

Im Laufe der nächsten 30 Tage gelang es meinem Terroristenteam, jeden Bataillonskommandeur, den Regimentskommandeur und den Kommandeur des Stützpunkts mit Hilfe von improvisierten Sprengsätzen und Scharfschützenfeuer zu „ermorden“ – und sie hatten die Fotos, um dies zu beweisen.

Die Erkenntnis aus dieser Übung war, dass man wahrscheinlich sterben würde, wenn jemand deinen Tod wollte.

Wachsamkeit war dein einziger wirklicher Schutz – du musst auf alles Verdächtige achten. Kurz gesagt, man sollte ein Leben führen, das von Paranoia bestimmt wird. Wenn Sie im Zeitalter des Terrorismus das Gefühl haben, dass jemand Ihnen Schaden zufügen will, dann ist es wahrscheinlich so, dass jemand Ihnen Schaden zufügen will.

Diese Fertigkeiten anwenden

Im Laufe meines Berufslebens hatte ich mehrfach Gelegenheit, die in Fort Bragg erlernten Fähigkeiten anzuwenden – während meiner Arbeit als UN-Waffeninspektor im Irak wurde ein Attentat auf mich verübt, und ich wurde darüber informiert, dass die russische Mafia einen Anschlag auf mich verübt hatte, weil ich bei der Zerschlagung eines Schmuggelrings für illegale Raketenteile mitgewirkt hatte.

Bevor ich in mein Fahrzeug einstieg, führte ich eine 360-Grad-Inspektion durch, um nach Anzeichen von Manipulationen zu suchen. Und ich führte während der Fahrt Gegenüberwachungsübungen durch, indem ich in ungeraden Abständen beschleunigte, um zu sehen, ob jemand Schritt hielt, oder eine Autobahn schnell verließ, um zu sehen, ob jemand folgte.

Heute bin ich ein 61-jähriger Schriftsteller, der in einem Vorort von Albany, New York, lebt. Es ist eine ruhige Nachbarschaft, in der jeder jeden kennt. Und doch ertappe ich mich aus aktuellem Anlass wieder einmal dabei, dass ich mein Fahrzeug inspiziere, bevor ich einsteige, dass ich ein wachsames Auge auf fremde Fahrzeuge habe, die meine Straße entlangfahren, und dass ich während der Fahrt Gegenüberwachungsmanöver durchführe.

Warum diese Paranoia? Ganz einfach: Mein Name steht auf einer ukrainischen „Abschussliste“. Glauben Sie, dass ich mich zu sehr aufrege? Fragen Sie die Familie von Daria Dugina, der 29-jährigen Tochter des russischen Philosophen Alexander Dugin. Sowohl sie als auch ihr Vater standen auf der gleichen Liste. Beide wurden von einem Attentäter im Auftrag der ukrainischen Sicherheitsdienste ermordet. Nur eine Planänderung in letzter Sekunde, die Alexander Dugin hinter das Steuer eines anderen Wagens brachte, verhinderte, dass er bei der Explosion, die seine Tochter das Leben kostete, getötet wurde.

Ich schreibe schon seit einiger Zeit über das ukrainische Zentrum für die Bekämpfung von Desinformation und die Veröffentlichung einer „schwarzen Liste“ mit den Namen von 72 Intellektuellen, Journalisten, Aktivisten und Politikern aus mehreren Ländern, die von der ukrainischen Regierung als „russische Propagandisten“ bezeichnet wurden, weil sie es gewagt hatten, sich kritisch, aber sachlich über den aktuellen russisch-ukrainischen Konflikt zu äußern.

Ich habe mich aus mehreren Gründen über diese Liste empört, vor allem darüber, dass die Gehälter der Ukrainer, die diese Liste zusammengestellt haben, offenbar vom amerikanischen Steuerzahler aus Mitteln bezahlt werden, die der Kongress für diesen Zweck bereitgestellt hat. Der Gedanke, dass der Kongress ein Gesetz verabschiedet, das die ukrainische Regierung ermächtigt, etwas zu tun – die im Ersten Verfassungszusatz garantierte Rede- und Pressefreiheit zu unterdrücken -, was dem Kongress verfassungsrechtlich verboten ist, hat mich verärgert.

Ebenso wie die Tatsache, dass das «Center for Countering Disinformation» die Existenz dieser „schwarzen Liste“ auf einer Veranstaltung bekannt gab, die von einer US-finanzierten NRO organisiert wurde und an der Beamte des Außenministeriums teilnahmen, die stumm zusahen, wie ihre ukrainischen Kollegen die Personen auf dieser Liste als „Informationsterroristen“ bezeichneten, die es verdienten, verhaftet und als „Kriegsverbrecher“ verfolgt zu werden.

Damals warnte ich davor, dass die Verwendung einer derart aufrührerischen Sprache bedeutet, dass die „Schwarze Liste“ in eine „Tötungsliste“ umgewandelt werden könnte, wenn ein Fanatiker beschließt, die Gerechtigkeit in die eigenen Hände zu nehmen. In Anbetracht der Tatsache, dass die US-Regierung die Erstellung dieser Liste finanzierte, das Treffen organisierte, auf dem sie der Welt vorgestellt wurde, und durch die Anwesenheit von US-Regierungsvertretern die Liste und die dazugehörige Kennzeichnung implizit billigte, müssen diese Fanatiker nicht aus dem Ausland stammen. Auch in den USA gibt es viele Menschen, die der gleichen hasserfüllten Ideologie anhängen, die heute in der Ukraine herrscht und aus der die „Schwarze Liste“ hervorging.

Einige von ihnen sind meine Nachbarn.

Im Juni fuhr ich nach Bethel, New York (dem Ort des ursprünglichen Woodstock-Musikfestivals), um an einem Spartan-Hindernislauf teilzunehmen. Um dorthin zu gelangen, musste ich an Ellenville vorbeifahren, einer verschlafenen Kleinstadt, in der sich ein Lager der «Ukrainian American Youth Association» befindet, die jeden Sommer in Zusammenarbeit mit der Organisation zur Verteidigung der vier Freiheiten der Ukraine ein „Heldenfest“ zu Ehren von Veteranen der ukrainischen Volksarmee und der Organisation Ukrainischer Nationalisten veranstaltet.

I just realized the principal CYM-A camp is in Ellenville, NY, the same Ulster county I live in. CYM-A [aka SUMA]’s Ellenville camp (“Oselia”) pictured below: the year it opened (1955), on the 25th anniversary of the UPA leader’s death (1975), and its “Heroes Monument” today. pic.twitter.com/1AHa9sDKL1

— Bandera Lobby Blog (@mossrobeson__) May 17, 2019

Das Lager verfügt über ein „Heldendenkmal“, das aus einem 42 Fuß hohen Bauwerk mit einem ukrainischen Dreizack an der Spitze besteht, flankiert von den Büsten von Jewhen Konowaletz, Symon Petljura, Roman Schuchewytsch und Stepan Bandera – vier führenden Persönlichkeiten in der Geschichte des ukrainischen Nationalismus, die allesamt an der Ermordung von Hunderttausenden Juden, Polen und Russen beteiligt waren.

Bandera ist in der Ukraine zum Nationalhelden erhoben worden, und sein Geburtstag gilt als nationaler Feiertag.

Dass in den Vereinigten Staaten ein Denkmal für Männer errichtet werden kann, die für völkermörderische Massenmorde verantwortlich sind und im Falle von zwei von ihnen (Schuchewytsch und Bandera) offen mit Nazi-Deutschland kollaboriert haben, ist beunruhigend.

Dass sich jedes Jahr ukrainisch-amerikanische Anhänger der abscheulichen Ideologie von Stepan Bandera versammeln, um sein Vermächtnis in einem „Kinderlager“ zu feiern, in dem die Jugendlichen in braune Uniformen gekleidet sind, die sie wie das aussehen lassen, was sie in Wirklichkeit sind – ideologische Sturmtruppen für eine hasserfüllte Neonazi-Ideologie, die die rassische Überlegenheit des ukrainischen Volkes propagiert, ist eine nationale Abscheulichkeit.

Here is another, newer CYM-A camp (“Beskyd”) which can be found in Baraboo, Wisconsin, featuring its fascist “Heroes Monument,” including a bust of the wanna-be Hitler of Ukraine, Stepan Bandera. pic.twitter.com/RYTqcTQTaD

— Bandera Lobby Blog (@mossrobeson__) May 17, 2019

Von Ellenville bis Bethel sah ich den Beweis für diese hasserfüllte Realität in jeder blau-gelben ukrainischen Flagge, die im Wind flatterte – und in jedem rot-schwarzen Banner der Bandera verehrenden ukrainischen Neonazi-Fanatiker, das daneben flatterte.

Das Vermächtnis von Stepan Bandera

Das Vermächtnis von Stepan Bandera ist das Herzstück dessen, was heute als ukrainischer Nationalismus gilt. Er beherrscht die politische Arena in der Ukraine, wo alle konkurrierenden politischen Ideologien und Zugehörigkeiten von Präsident Wolodymyr Zelenski verboten wurden.

Sie steht hinter der Unterdrückung aller abweichenden Stimmen – aus dem Ausland und aus dem Inland -, die es wagen, das von der ukrainischen Regierung, ihren westlichen Verbündeten und den willfährigen Mainstream-Medien verbreitete narrativ über den russisch-ukrainischen Konflikt in Frage zu stellen.

Nachdem Consortium News meinen Brief an meine New Yorker Kongressdelegation (Sens. Chuck Schumer und Kirsten Gillibrand und Rep. Paul Tonko) veröffentlicht hatte, in dem ich sie aufforderte, für das Gesetz 117-128 zu stimmen, dass 40 Milliarden Dollar an US-Steuergeldern zur Unterstützung der ukrainischen Regierung und des ukrainischen Militärs vorsieht, gab es eine konzertierte Aktion von anderen, die von der ukrainischen „schwarzen Liste“ betroffen sind, die durch das Gesetz finanziert wurde.  Angeführt wurde sie von Diane Sare, der Kandidatin der LaRouche-Partei, die Schumer um seinen Senatssitz herausfordert.

Die Öffentlichkeit, über die vom Kongress finanzierte Unterdrückung der freien Meinungsäußerung schien zu viel für diejenigen zu sein, die an einem Frontalangriff auf die US-Verfassung beteiligt sind. Die „Schwarze Liste“ des Center for Countering Disinformation wurde aus dem Internet entfernt.

Der Sieg war jedoch nur von kurzer Dauer. Wenige Tage nach der Entfernung der „schwarzen Liste“ des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation wurden in einer vom ukrainischen „Myrotvorets“-Zentrum (Zentrum der Friedensstifter) veröffentlichten Liste Namen aufgeführt, die auf der „schwarzen Liste“ des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation gestanden hatten.

Mantel eines Myrotvorets-Mitarbeiters mit einer Feldversion seines Emblems auf dem Ärmel. (Shao, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons)

Die Myrotvorets-Liste existiert seit 2014 und wurde von den Machern der Liste als „quasi eine Todesliste für Politiker, Journalisten, Unternehmer und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die ‚zum Abschuss freigegeben‘ wurden“ beschrieben.

Daria Dugina’s Name stand auf dieser Liste.

Und jetzt steht auch meiner auf der Liste, zusammen mit mehreren anderen westlichen Persönlichkeiten, wie der kanadischen Journalistin Eva Bartlett und dem britischen Rockmusiker Roger Waters.

Scott Ritter auf der Todesliste.

Die Regierung Biden schweigt zu dieser Abscheulichkeit.

Ebenso der Kongress.

Gemäß 6 USCS § 101 ist der Begriff Terrorismus

„jede Aktivität, die eine Handlung beinhaltet, die eine Gefahr für das menschliche Leben oder eine potenzielle Zerstörung kritischer Infrastrukturen oder wichtiger Ressourcen darstellt, die gegen die Strafgesetze der Vereinigten Staaten oder eines Bundesstaates oder einer anderen Untergliederung der Vereinigten Staaten verstößt und die offenbar darauf abzielt, eine Zivilbevölkerung einzuschüchtern oder zu zwingen, die Politik einer Regierung durch Einschüchterung oder Zwang zu beeinflussen oder das Verhalten einer Regierung durch Massenvernichtung, Ermordung oder Entführung zu beeinflussen.“

Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass der Mord an Daria Dugina ein terroristischer Akt war, der im Auftrag der ukrainischen Regierung verübt wurde. (Auf ihrem Foto auf der Liste steht jetzt diagonal n roter Schrift das Wort „liquidiert“).

Während die Ukrainer derartige Anschuldigungen bestreiten, haben die russischen Behörden überzeugende Fakten zusammengetragen, die das Gegenteil beweisen.

Die Existenz der „Todesliste“ von Myrotvorets ist ein Instrument des Terrors und sollte auf Drängen der US-Regierung entfernt werden.

Das Versäumnis der ukrainischen Regierung, das Myrotvorets-Zentrum zu schließen und seine Aktivitäten zu verurteilen, würde eine materielle Unterstützung des Terrorismus darstellen.

Die USA sollten auch alle Organisationen, die sich die Ideologie von Stepan Bandera zu eigen machen, als terroristische Organisationen anerkennen – einschließlich derjenigen, die dafür verantwortlich sind, eine neue Generation von Neonazis in braunen Hemden im Herzen Amerikas heranzuziehen.

Das „Heldendenkmal“ in Ellenville muss geschlossen und die Statuen von Bandera und den anderen drei ukrainischen Nationalisten aus der Öffentlichkeit entfernt werden.

Es ist eine nationale Schande, dass US-Bürger von einem ehemaligen Verbündeten der Vereinigten Staaten mit dem Tode bedroht werden, nur weil sie ihr verfassungsmäßiges Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen haben. Die Anhänger der Ideologie von Stepan Bandera müssen in der Ukraine und in den Vereinigten Staaten als Terroristen behandelt und mit der gleichen Intensität und Zielstrebigkeit verfolgt werden wie die Anhänger von Al-Qaida und dem Islamischen Staat.

Solange dies nicht geschieht, habe ich keine andere Wahl, als die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen, um sicherzustellen, dass weder meiner Familie noch mir das Schicksal von Daria Dugina widerfährt.

Ukraine und Russland – eine Mathematikaufgabe

von Larry Johnson, 06.09.2022

Wenn der FC Wallersdorf gegen den FC Bayern München spielen würde, wer würde das Spiel gewinnen? Natürlich der FC Bayern. Warum sollte ein Mensch bei Verstand glauben, dass die Ukraine in einem militärischen Wettbewerb Russland besiegen könnte? Seht euch die Zahlen zu Beginn des Krieges im Februar an:

Nicht enthalten in diesem Bild ist ein Vergleich der Größe der See- und Luftstreitkräfte. Zu Beginn des Krieges im Februar verfügte die Ukraine über 112 Kampfflugzeuge. Russland hingegen verfügte über 1.558. Mit anderen Worten, 14 Mal so groß wie die ukrainische Luftwaffe. Das Gleiche gilt für Transportflugzeuge und Hubschrauber. Bei den Hubschraubern verfügte die Ukraine über 15 MI-8, während die russische Hubschrauberflotte 1.397 Maschinen zählte. Russland ist also um das 93-fache im Vorteil.

Was ist mit der Marine?

Im Jahr 2022 verfügte die ukrainische Marine über 15.000 Mann, darunter 6.000 Marineinfanteristen. . und vier Überwasserschiffe. Quelle

Russland hat drei große Flotten – die Schwarzmeerflotte, die Ostseeflotte und die Nordflotte.

Allein im Schwarzen Meer übertrifft Russland die nominelle Präsenz der Ukraine bei weitem:

  • Fregatte der Admiral Grigorowitsch-Klasse (3)
  • Fregatte der Burevestnik (Krivak)-Klasse (2)
  • Mehrzweck-Korvette der Stereguschtschiy-Klasse (1 auf Probefahrt in der Ostsee)Korvette der Buyan-M-Klasse (4)
  • Korvette der Karakurt-Klasse (1 in der Erprobung auf See)
  • Korvette/Offshore-Patrouillenschiff der Bykow-Klasse (4)
  • Korvette der Tarantul-Klasse (4)
  • Korvette der Bora-Klasse (2)
  • Korvette der Grisha-Klasse (6)
  • U-Boot der Kilo-Klasse (1)
  • Verbessertes U-Boot der Kilo-Klasse (6)

Warum diese Frage aufwerfen? Auf welcher Grundlage hat sich irgendjemand in der Ukraine, in den Vereinigten Staaten oder in der NATO der Fantasie hingegeben, dass die Ukraine auch nur den Hauch einer Chance hätte, mit Russland mitzuhalten?

Bis zum heutigen Tag hat Russland nach eigenen Angaben die folgenden von der Ukraine seit dem 24. Februar eingesetzten Ausrüstungen zerstört:

  • 290 Flugzeuge
  • 152 Hubschrauber
  • 1.889 Drohnen
  • 373 Flugabwehrraketensysteme
  • 4.845 Panzer
  • 825 Mehrfach-Raketenwerfer
  • 3.369 Feldartillerie und Mörser
  • 5.343 spezielle militärische Kfz-Ausrüstung

Dies bedeutet, dass Russland nicht nur die zu Beginn des Krieges vorhandenen Bestände der Ukraine vernichtet hat, sondern auch Flugzeuge, Panzer und MRLS-Systeme, die von der NATO und den Vereinigten Staaten nachträglich bereitgestellt wurden.

Hat die Ukraine einige russische Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und gepanzerte Fahrzeuge zerstört? Ja. Aber das macht nichts. Die russischen Verluste machen nur einen winzigen Bruchteil ihrer Gesamtstärke aus, und im Gegensatz zur Ukraine verfügt Russland über Fabriken, die weiterhin Ausrüstung und Waffen herstellen, die im Laufe dieses Konflikts verloren gegangen sind oder verbraucht wurden.

Mit diesen Zahlen im Hinterkopf sollte man sich also genau überlegen, was mit den ukrainischen Streitkräften in der aktuellen Offensive geschieht. Sie werden dezimiert. Die Einnahme von ein oder zwei Dörfern auf dem Land oder das Zurückdrängen der Donezker oder Luhansker Milizen um ein paar Kilometer ist taktisch ohne Bedeutung.

In Wahrheit verlässt sich Russland darauf, dass die Milizen im Donbass den Großteil der Kämpfe an der vordersten Front führen, denn für diese Milizen ist der Donbass die Heimat. Die Behauptung, das russische Militär habe große Verluste erlitten, ist illusorisch, denn die russischen Streitkräfte befinden sich im Hinterland und leisten den Donbass-Milizen Feuerunterstützung – am Boden und aus der Luft. Ja, an einigen Stellen sind russische Truppen an der Front, aber die kalte, harte Tatsache ist, dass Russland keinen nennenswerten Teil seiner gesamten Streitkräfte in den Kampf geschickt hat. Jedenfalls noch nicht.

Die Realität, die die Vereinigten Staaten und die NATO nicht akzeptieren wollen, ist, dass Russlands Sieg gegen das ukrainische Militär unvermeidlich ist, selbst wenn die Vereinigten Staaten oder die NATO die selbstmörderische Entscheidung treffen würden, ihre eigenen Streitkräfte in den Kampf zu schicken.

Wenn man eine gute Zusammenfassung der militärischen Situation in der Ukraine sucht, sollte man sich die Zeit nehmen, das jüngste ausführliche Interview mit Oberst Jacques Baud von der Schweizer Armee zu lesen. Hier ist ein Auszug, um euren Appetit anzuregen:

„Das Ziel dieses Buches ist es zu zeigen, wie die von unseren Medien verbreiteten Fehlinformationen dazu beigetragen haben, die Ukraine in die falsche Richtung zu drängen. Ich habe es unter dem Motto geschrieben: „Von der Art, wie wir Krisen verstehen, leitet sich die Art ab, wie wir sie lösen.“

Indem sie viele Aspekte des Konflikts ausblenden, haben die westlichen Medien uns ein karikaturhaftes und künstliches Bild der Situation vermittelt, was zu einer Polarisierung der Gemüter geführt hat. Dies hat zu einer weitverbreiteten Mentalität geführt, die jeden Verhandlungsversuch praktisch unmöglich macht.“

Die einseitige und voreingenommene Darstellung durch die Mainstream-Medien soll uns nicht bei der Lösung des Problems helfen, sondern den Hass auf Russland fördern. So zielt der Ausschluss von behinderten Sportlern, Katzen und sogar russischen Bäumen von Wettbewerben, die Entlassung von Dirigenten, der Ausschluss russischer Künstler wie Dostojewski oder gar die Umbenennung von Gemälden auf die Ausgrenzung der russischen Bevölkerung aus der Gesellschaft ab! In Frankreich wurden sogar Bankkonten von Personen mit russisch klingenden Namen gesperrt. Die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter haben die Offenlegung ukrainischer Verbrechen unter dem Vorwand der „Hassrede“ systematisch blockiert, erlauben aber den Aufruf zur Gewalt gegen Russen.

Keine dieser Maßnahmen hatte eine Auswirkung auf den Konflikt, außer dass sie Hass und Gewalt gegen die Russen in unseren Ländern schürten. Diese Manipulation ist so schlimm, dass wir lieber Ukrainer sterben sehen, als eine diplomatische Lösung zu suchen. Wie der republikanische Senator Lindsey Graham kürzlich sagte, geht es darum, die Ukrainer bis zum letzten Mann kämpfen zu lassen.

Bystron (AfD): Knallharte Abrechnung mit Kriegstreiberin und Wählerverachterin Baerbock

Mit deutlichen Worten attackierte der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Petr Bystron, während der Haushaltsdebatte des Parlaments Außenministerin Annalena Baerbock („Grüne“). Der AfD-Politiker nicht nur die Folgen der Kriegstreiberei für Deutschland und die ukrainische Bevölkerung auf. Bystron belegte zudem mit fundierten Zahlen die ablehnende Haltung der deutschen Bevölkerung gegen den westlichen Sanktions-Irrsinn, der vor allem den Interessen der USA zu nützen scheint.

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EU-Politik: Gaspreis-Bremse soll große Schuld vertuschen

EU-Politik: Gaspreis-Bremse soll große Schuld vertuschen

Es ist kaum zu fassen, für wie dumm die Politik das Volk verkauft. Nachdem diese Woche bekannt wurde, dass angesichts der Selbstmord-Sanktionen kein Gas mehr aus Russland geliefert wird, solange diese bestehen, hat sich die EU eine Strategie zur Rechtfertigung überlegt. Durch eine Pseudo-Gaspreis-Bremse soll nun Russland dafür verantwortlich sein, dass die Europäer im Winter frieren. Dabei war diese Folge der Sanktions-Politik von Anfang an für jeden denkenden Menschen abschätzbar.

So zu tun, als könnte man Russland den Wirtschaftskrieg erklären, ohne dass das Land irgendwann durch einen Gas-Lieferstopp reagieren würde, war von Anfang vollkommen absurd. Ebenso absurd wie die Annahme, man könne die Mega-Pipelines, die in den letzten Jahrzehnten erbaut wurden und Europas Versorgung sicherstellen, von heute auf morgen durch Tank-Schiffe aus Übersee ersetzen. Doch Europas Politik ist sich für kein Manöver zu Schade, wenn es um die Irreführung der Bürger geht. Sei es nun Habecks Buckeln vorm Scheich in Katar, bei dem alle Parteien von Anfang an gewusst haben müssen, dass es abseits des Show-Effekts nichts bringen wird. Oder nun die “Gaspreis-Bremse” für russisches Gas von Von der Leyen.

Lieferstopp war provoziert

Dass wir ohnehin kein Gas mehr bekommen werden, scheint längst fest zu stehen. Täglich erklärt der “Werte-Westen”, Russland und Putin vernichten zu wollen. Zwar lacht man in Russland herzlich über die Selbstmord-Sanktionen, die die Europäer im Winter frieren und vermutlich auch hungern lassen. Denn für das eigene Land ist der Schaden eher gering: Gazprom vermeldete einen Rekordgewinn und nicht-westliche Staaten wie etwa Indien erfreuen sich ihres neuen, günstigen Gaslieferanten Russland. Trotzdem betonte dieser stets, weiter Gas nach Europa liefern zu wollen. Allerdings scheint Nord Stream 1 desolat und die Öffnung von Nord Stream 2 wird seitens des Westens selbst blockiert. Dieser zahlt für die bestehenden Verträge übrigens sowieso.

Sie rechnen mit dem “Wut-Winter”

Im “Werte-Westen” überhöht man sich derweil in manchen Kreisen in Enthaltsamkeitserklärungen. Man wolle nicht mehr so oft duschen und in kalten Wohnungen hausen und laut einer Kampagne der “Ersten Bank” sollen wir eben mehr im “Dunklen schmusen”. Es sind vor allem überbezahlte Politiker, die uns meist völlig realitätsfern erklären, wie wir Energie einsparen können. Andere diskutieren bereits den Verzicht auf Weihnachtsbeleuchtung. Und dennoch scheint der Politik klar zu sein, dass es mit all dem nicht getan sein wird. Offen fürchtet man den “Wut-Winter” und bereitet das Militär darauf vor.

Wird Gewessler mitspielen?

Dass ihnen die Bürger das in großen Schritten nahende Elend übel nehmen werden scheint ihnen klar. Und ebenso klar erscheint dem kritischen Beobachter, dass die “Gaspreis-Bremse” gegen Russland ein schäbiges Manöver ist, das die westlichen Eliten aus der Verantwortung ziehen soll. Morgen werden wir von Gewessler erfahren, ob Österreich bei dem Manöver mitmacht. Erwartungsgemäß wird sie das. Doch was bedeutet die “Gaspreis-Bremse”? Nachdem bereits laut wurde, dass solange die “Selbstmord-Sanktionen” bestehen und Nord Stream 2 vom Westen blockiert wird, ohnehin kein Gas mehr geliefert wird, faktisch gar nichts.

Kriegerisches Narrativ

Es geht also um die Schaffung eines Narrativs. Die europäische Politik weiß, dass sie die Wut der Bürger dringend auf ein anderes Ziel lenken muss. Und das soll freilich Russland sein. Das Narrativ wird lauten, dass Putin uns das billigere Gas verweigert habe und europäische Firmen deswegen insolvent gehen werden (selbst wenn Habeck vorgibt, dass er nicht weiß, was das überhaupt bedeutet). Und dass Putin uns frieren lasse. Von der Leyen und Co. sollen fein raus sein. Und so auch aus den bestehenden Verträgen: Die neuen Sanktionen würden diese unmittelbar außer Kraft setzen. Wird der Bürger so dumm sein und dieser Finte erliegen? Betrachtet man Corona als einen “Idioten-Test”, der ermitteln sollte, wie viele Menschen sich tatsächlich selbst und kritisch informieren, so ist wohl vor allem für die Herrschenden davon auszugehen, dass die Europäer dumm genug sind, um dieser Darstellung zu erliegen. Denn sie glaubten ja auch, dass ein Virus mit einer Überlebenschance von über 98% ein Killervirus sei. Von der Leyen und Co. dürften auf dieser Basis jeglichen Respekt vor ihren “Untertanen” verloren haben.

Insolvenzen: „Ampel“ plant neue Fristen-Trickserei

Die sprunghaft gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten werden für immer mehr Unternehmen zur Überlebensfrage. Nun will die „Ampel“-Regierung das Insolvenzrecht ändern – wie schon die Vorgängerregierung während der Corona-Hysterie.

Die Bundesregierung trifft laut Medienberichten Vorkehrungen, um eine immer wahrscheinlicher werdende Insolvenzwelle im Zuge des Energiepreis-Horrors abzufedern. „Dazu soll eine zeitlich begrenzte Erleichterung bei der Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags wegen Überschuldung eingeführt werden“, bestätigte ein Sprecher des Bundesjustizministeriums dem „Handelsblatt“ (Düsseldorf). Für bereits zahlungsunfähige Betriebe gelte die geplante Fristverlängerung allerdings nicht.

Von der Änderung im Insolvenzrecht sollen demnach Unternehmen profitieren, die „im Kern gesund“ und auch langfristig unter den geänderten Rahmenbedingungen „überlebensfähig“ sind. Sie sollen so Zeit gewinnen, um ihre Geschäftsmodelle anpassen zu können.

Hintergrund sind die sprunghaft gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten. Laut einer aktuellen Studie des Industrieverbandes BDI werden die hohen Preise für immer mehr mittelständische Unternehmen zu einer Existenzfrage.

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Mainstream: Mehr Twitter-Hatespeech durch Klimawandel – gesellschaftlicher Zusammenhalt in Gefahr

Mainstream: Mehr Twitter-Hatespeech durch Klimawandel – gesellschaftlicher Zusammenhalt in Gefahr

Dem Mainstream ist bekanntlich nichts zu blöd: Hauptsache, es dient der Agenda. Die angeblich gerade stattfindende Klimakatastrophe ist nicht nur für typische Impfnebenwirkungen und Übergewicht verantwortlich, nein, auch Gewalt löst sie aus: Zum Beispiel in deutschen Freibädern, wo jährlich Massen von Migranten wüten und friedliche Bürger samt ihres Nachwuchses längst verdrängt wurden. Doch damit nicht genug: Eine Studie will nun gezeigt haben, dass der Klimawandel zu einem rapiden Anstieg von “Hassrede” im Netz führen wird. Der gesellschaftliche Zusammenhalt sei dadurch in Gefahr, ist im Mainstream zu lesen.

Hitze ist für viele Menschen unangenehm – und kann entsprechend durchaus zu einem erhöhten Aggressionspotenzial führen. Diese Erkenntnis ist aber keinesfalls neu; Studien zeigten das schon in den 70er Jahren. Neu ist allerdings die Implikation, dass die Menschheit wegen eines “rapide” voranschreitenden “menschengemachten” Klimawandels quasi kurz vor der ultimativen sozialen Kernschmelze stehe:

Im Kontext des rapiden anthropogenen Klimawandels ist die Frage nach dem Einfluss des Klimas auf die menschliche Aggression, die bis in die Antike zurückreicht, aktueller denn je.

Quelle

Weil “Hatespeech” im Internet ja so schrecklich ist und die wohl bedeutendste Form von menschlicher Aggression darstellt, wollten die Autoren einer neuen Studie wissen, wie “Extremtemperaturen”, die dem Narrativ zufolge fortan zur Normalität werden sollen, sich in Twitter-Nachrichten niederschlagen: Man analysierte also die Herkunftsorte von sogenannten Hasstweets entsprechend der dort zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden Außentemperatur. Die kann sich dank Klimaanlage oder Heizung für den Twitterer zwar völlig anders angefühlt haben, aber sei’s drum.

Die Autoren wollen mit einer Künstlichen Intelligenz aus vier Milliarden Tweets zwischen 2014 und 2020 ganze 75 Millionen englische Hass-Tweets identifiziert haben. Als Definition für “Hassrede” beruft man sich auf die UN: „Jede Art von Kommunikation in Sprache, Schrift oder Verhalten, die eine Person oder eine Gruppe angreift oder abwertet oder diskriminiert, und zwar auf der Grundlage dessen, wer sie sind, mit anderen Worten, auf der Grundlage ihrer Religion, ethnischen Zugehörigkeit, Nationalität, Rasse , Hautfarbe, Abstammung, Geschlecht oder andere Identitätsmerkmale.“

Dumm nur, dass eine KI gemeinhin nicht in der Lage ist, sicher zu unterscheiden, ob ein potenziell abwertender Terminus in einem bestimmten Kontext tatsächlich diskriminierend gemeint war. Die Autoren geben keine vertrauenswürdigen Belege dafür, dass die vermeintlichen Hasstweets tatsächlich auch aus Sicht eines (normalen) Menschen als solche gewertet werden würden. Stattdessen gibt man im Appendix ernsthaft “Trigger-Warnungen”, wenn man etwa eine Liste von (Schimpf-)Wörtern wiedergibt, die Tweets automatisch zu Hasstweets werden lassen. Darunter findet sich neben diversen rassistisch konnotierten Begriffen beispielsweise das Wort “bitch”. Demnach dürfte es sich also auch bei einschlägigen Zitaten aus der beliebten Fernsehserie “Breaking Bad” um Hatespeech handeln.

Yeah! Science bitch pic.twitter.com/s8pKoPdsVA

— Mitch ⛷ (@mitch_lebronfan) September 1, 2022

Die Autoren halten fest: Ab Temperaturen von mehr als 30 Grad sollen Hasstweets auffällig zugenommen haben. Auch bei extrem kalten Temperaturen wurde ein Anstieg errechnet. Eine Kausalität ist zwar nicht belegbar und das Datenmaterial ohnehin fragwürdig, doch dennoch schließen die Forscher:

Mit dem Fortschreiten des raschen anthropogenen Klimawandels werden Wetterextreme wie Hitzewellen und Kälteperioden häufiger. In den USA wird die bevölkerungsgewichtete Hitzeexposition in Metropolregionen bis Ende des 20 Jahrhunderts unter einem Szenario mit hohen Emissionen um das 12- bis 30-Fache steigen verglichen mit der bevölkerungsgewichteten Hitzeexposition zu Beginn des Jahrhunderts. Die bevölkerungsgewichtete Kälteexposition wird voraussichtlich 1,3- bis 2,2-mal größer sein als zu Beginn des Jahrhunderts. Unter der Annahme einer geringen Anpassung und ähnlicher Kommunikationsmuster würde dies bedeuten, dass der online geäußerte Hass bei der zukünftigen globalen Erwärmung zunehmen könnte.

Quelle

Der Mainstream greift diese Studie erwartungsgemäß mit Begeisterung auf und berichtet:

Wenn sich die Durchschnittstemperaturen in den kommenden Jahren wegen des Klimawandels erhöhen, könnte das dem gesellschaftlichen Zusammenhalt schaden, befürchtet das Forscherteam. Der Schutz unseres Klimas sei auch für unsere psychische Gesundheit entscheidend.

Quelle

Dass es der Klimawandel ist, der dem gesellschaftlichen Zusammenhalt zunehmend Schaden zufügt, darf freilich bezweifelt werden. Die Argumentation der Studienautoren erinnert an jene von regierungshörigen Linken, die beispielsweise die Konsequenzen von fehlender Integration negieren und Massenschlägereien in Freibädern auf Hitze und “Klima” zurückführen wollen – entgegen der Realität. Lösungen für tatsächliche Probleme schafft man so nicht. Auf Basis eines hypothetischen Zusammenhangs von angeblicher Hassrede bei Twitter mit den Außentemperaturen im jeweiligen Ort von schwindendem Zusammenhalt der Gesellschaft und Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit aufgrund des Klimawandels zu fabulieren, ist – freundlich ausgedrückt – gewagt. Vor allem zeigt es, wie weit man sich in der sogenannten Wissenschaft vielfach bereits von der Wirklichkeit entfernt hat.

Wagenknecht rechnet mit Ampel ab: “Wir haben die dümmste Regierung Europas!”

Wagenknecht rechnet mit Ampel ab: “Wir haben die dümmste Regierung Europas!”

Gute Reden sind im deutschen Bundestag eine Seltenheit geworden – zu wichtig ist es, artig dem Narrativ des ultimativ bösen Wladimir Putin zu folgen und die verzweifelten Bürger aufzufordern, immer mehr Opfer zu bringen. Klare Kante zeigt (neben Vertretern der vom Mainstream gefürchteten AfD) vor allem Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht: Diese rechnete am heutigen Donnerstag mit der Regierung ab. “Wie bescheuert ist das denn?”, fragte sie im Hinblick auf den “Make America Great Again”-Kurs der deutschen Politik, der allen, nur nicht der eigenen Bevölkerung hilft, und konstatierte: “Wir haben die dümmste Regierung Europas!”

Wagenknechts Rede hören Sie hier:

Zum Abschluss darf übrigens herzlich über den Kommentator gelacht werden, der diese allzu deutlichen Worte nicht einfach so stehen lassen kann (oder darf) und darauf hinweist, dass die Sanktionen ja einen Hintergrund hätten. Nur wirksam sind sie eben nicht – es sei denn, ihre Wirksamkeit errechnet sich am Ausmaß, mit dem sie der deutschen Bevölkerung schaden.

Ebenso hörenswert war übrigens die Rede von AfD-Bundestagsfraktionsvorsitzender Alice Weidel am Vortag – diese finden Sie beispielsweise hier auf YouTube.

Vom Insulin zur mRNA-Therapie: 100 Jahre Fortschritt und Rückschritt in der medizinischen Wissenschaft

Im Zeitraum 2021-22 jährt sich die Entdeckung des Insulins an der Universität von Toronto zum 100. Mal. Im Oktober 2021 veröffentlichte die University of Toronto Press eine überarbeitete Jubiläumsausgabe des 1982 erstmals erschienenen Buches des Historikers Michael Bliss zu diesem Thema, „Die Entdeckung des Insulins“[1]. Der Jahrestag fällt mit der Covid-19-Krise zusammen, in deren Verlauf eine Diskussion darüber geführt wurde, wie die Privatisierung der Connaught Laboratories in Toronto dazu führte, dass preiswertes Insulin vom Weltmarkt verschwand und Kanada nicht mehr in der Lage war, Impfstoffe herzustellen.

Dieser kurze Rückblick und die Diskussion über die Entdeckung des Insulins mögen auf den ersten Blick wenig Relevanz für das Studium der Propaganda im heutigen Zeitalter haben, in dem die medizinische Wissenschaft unter den biologisch-militärisch-industriellen Komplex subsumiert wurde.[2] Dieses Kapitel der Geschichte zeigt vielleicht nur, wie eine der größten medizinischen Entdeckungen außerhalb des Systems stattfand, das sich damals herausbildete – das System, das heute zu einem System massiver Regulierungsinstitutionen, wohltätiger Stiftungen und der mit den Vorrechten des globalen Kapitalismus verschmolzenen Wissenschaft geworden ist.

Die Rockefeller Foundation wurde 1913 gegründet, zufällig in dem Jahr, in dem der Federal Reserve Act verabschiedet wurde und die Vereinigten Staaten ihre Souveränität an internationale Bankkonzerne verloren.[3] Danach begann die Rockefeller Foundation, ihren massiven Einfluss auf die medizinische Ausbildung und die Regulierung des öffentlichen Gesundheitswesens auszuüben. Andere Stiftungen wie Carnegie, Ford, Hewlett, Kellogg und Charles Stewart Mott folgten dem Beispiel von Rockefeller. In den letzten Jahrzehnten sind weitere hinzugekommen: Soros, Clinton und, am berüchtigtsten, Bill Gates, der wie Rockefeller, wie Kees van der Pijl es beschreibt, seine Stiftung in einer Weise nutzte, die „seinen Reichtum in soziale und politische Macht außerhalb der Reichweite des Fiskus verwandelte“[4].

In dem Artikel „Foundation Networks and American Hegemony“ fasst Inderjeet Parmar die Rolle der Stiftungen in der heutigen Welt zusammen:

… zunehmend international und global ausgerichtete Gruppen, die in einer liberalen amerikanischen Vision einer nahtlosen nationalen und globalen Ordnung verwurzelt sind, [konstruieren] aktiv die US-Hegemonie und verwischen dabei die so genannte staatlich-private Kluft … Die Macht der Netzwerke hält das amerikanische Hegemonieprojekt zusammen und hat auch die institutionelle Beweglichkeit ermöglicht, die zur Bewältigung von Krisen erforderlich ist. Die staatlich-privaten Netzwerkoperationen … haben sich als anpassungsfähige, erfolgreiche Organisationen erwiesen, die für die Entwicklung und Ausübung der amerikanischen Hegemonie unerlässlich sind.[5]

In den Jahren vor der Entdeckung des Insulins war die Rockefeller-Stiftung ein bedeutender Geldgeber für den „American Plan“, ein Programm zur Verhaftung von Frauen, die im falschen Stadtteil spazieren gingen und im Verdacht standen, mit sexuell übertragbaren Krankheiten infiziert zu sein. Sie wurden in „Frauengefängnissen“ festgehalten, wenn Tests (die sich später als fehlerhaft herausstellten) den Verdacht der verhaftenden Beamten bestätigten. Zusätzlich zu den fehlerhaften Tests wurden den Frauen auch fehlerhafte und giftige Behandlungen aufgezwungen. Syphilis und Tripper waren schon seit Jahrhunderten endemisch, aber wenn etwas als nationale Sicherheitsbedrohung wahrgenommen wurde (Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg), beschwerte sich niemand – quer durch das politische Spektrum – über diese massive Verletzung der bürgerlichen Freiheiten[6].

Der amerikanische Plan sollte die Kampfkraft des Militärs erhalten. Die Zahl der Soldaten war nach dem Kriegseintritt der USA im April 1917 von 286.000 auf sechs Millionen gestiegen, und ihre vermeintliche Anfälligkeit für promiskuitive Frauen wurde plötzlich als dringende Bedrohung angesehen, der mit praktischen Mitteln begegnet werden musste. Wie sich später herausstellte, waren sexuell übertragbare Krankheiten weit weniger tödlich als andere Infektionen, Kriegsmüdigkeit (Granatenschock), chemische Waffen, Unterernährung, schlechte hygienische Verhältnisse und die „Spanische Grippe“ – und es schien keine Rolle zu spielen, ob der Plan jemals seine erklärten Ziele erreichte. Letztendlich handelte es sich um eine Schikanetechnik, ähnlich wie die „stop and frisk“-Techniken, die in jüngster Zeit im „Krieg gegen Drogen“ eingesetzt werden.

Zu dieser Zeit waren Viren noch nicht entdeckt worden, und es gab keine Antibiotika zur Behandlung von Lungenentzündungen. Die berühmte Pandemie von 1918-19 war ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Ursachen, die bei Millionen von Menschen zu einer geschwächten Immunität führten – Faktoren wie bakterielle Infektionen, Virusinfektionen, Unterernährung, Kriegstraumata (bei Soldaten und Zivilisten), Alkoholismus und höchstwahrscheinlich auch der von Rockefeller finanzierte experimentelle Meningitis-Impfstoff, der den Truppen Anfang 1918 verabreicht wurde.[7]

Ein weiterer Faktor im historischen Kontext war der Beginn der Alkoholprohibition, die von 1920 bis 1933 in den Vereinigten Staaten galt. Der Erste Weltkrieg führte auch zur Entstehung des nationalen Sicherheitsstaates, da der US-Kongress 1917 den „Espionage Act“ verabschiedete.

Ich erwähne all diese Punkte, um den allgemeinen historischen Kontext der Entdeckung des Insulins darzustellen. Das übergreifende Thema dieser Zeit war das Aufkommen einer Politik der Zwangskontrolle zur Mobilisierung für den Krieg, zur Kontrolle des Sexualverhaltens und zur Bekämpfung von Krankheiten, Alkoholmissbrauch und politischer Opposition. Der Anstoß zu dieser Politik kam von Netzwerken aus religiösen Organisationen, philanthropischen Stiftungen und Unternehmen. Das Bemerkenswerte an der Entdeckung des Insulins ist, dass diese bedeutsame Entdeckung am Rande stattfand, ohne jegliche Unterstützung durch die großen Stiftungen. Koch, Pasteur, Rockefeller, Ford … sie alle waren Institutionen, die von Keimen und Kontrollprogrammen besessen waren; so verpassten sie alle die Gelegenheit, die einfachen und kostengünstigen Experimente an Hundepankreas durchzuführen, die in Toronto von einem jungen Chirurgen, Frederick Banting, durchgeführt wurden, der keine Erfahrung in der medizinischen Forschung hatte.

Die Geschichte des Insulins zeigt, dass diese wichtige Entdeckung zu einer Zeit gemacht wurde, als es in der pharmazeutischen Industrie weniger strukturelle Anreize gab, Monopole und maximale kurzfristige Gewinne zu erzielen. Die Entdeckung wurde gemacht, lange bevor das „Geiz ist geil“-Ethos der 1980er Jahre aufkam und bevor es überhaupt ein Regulierungssystem gab, das es zu erobern galt. Die Verantwortlichen der aufstrebenden Pharmariesen, in diesem Fall Eli-Lilly, waren sich bewusst, dass sie als gute Unternehmensbürger angesehen werden mussten und nicht als monopolistische Monster – Ausbeuter der Menschen (reich und arm gleichermaßen), die an einer tödlichen Krankheit litten. Ob es nun an ihrer eigenen Moral lag oder am Druck der Gesellschaft, sie hielten sich an ihre Vereinbarungen mit den Entdeckern und verlangten nur eine angemessene Rendite für ihre Investitionen in den Herstellungsprozess. Indem sie die Wünsche der Entdecker erfüllten, ermöglichten die Führungskräfte von Eli-Lilly die kostenlose Lizenzierung ihres Herstellungsverfahrens an Pharmaunternehmen in aller Welt.

Die etablierten Forscher jener Zeit mit ihren überlegenen Kenntnissen in Chirurgie und Biochemie hätten das Insulin wahrscheinlich schneller und effizienter entdecken können als die eigentlichen Entdecker (d. h. mit weniger geopferten Hunden), wenn sie nur die richtigen Fragen gestellt und die Sache mit der verbissenen Entschlossenheit von Dr. Banting verfolgt hätten – einem ausgemusterten Armeechirurgen, der damals am Rande des Bankrotts stand.

Die Entdeckung des Insulins erinnert uns auch daran, dass die medizinische Wissenschaft oft durch „Tappen im Dunkeln“, durch Hybris, Leichtsinn sowie „Versuch und Irrtum“ Fortschritte gemacht hat. Aus der Perspektive eines Jahrhunderts können wir leicht erkennen, dass Rockefellers Impfstoffspezialisten wenig Ahnung vom Immunsystem hatten, als sie ein „Pferdeserum“ entwickelten, um Millionen von Soldaten gegen Meningitis zu immunisieren. Die Wirksamkeit der Kuhpockenimpfung war bekannt, so dass die Befürworter des Serums im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert dasselbe Prinzip einfach auf andere Krankheiten anwandten, ohne die damit verbundenen Mechanismen genau zu verstehen – oft mit katastrophalen Folgen, für die sie nie zur Rechenschaft gezogen wurden. Landwirte beklagten sich häufig über katastrophale Impfungen ihres Viehs [8], und während des Ersten Weltkriegs führte Rockefeller ein groß angelegtes Experiment am Menschen durch, bei dem die Sicherheit ebenso wenig beachtet wurde.

In ähnlicher Weise wussten die Entdecker des Insulins nicht wirklich, womit sie es zu tun hatten. Sie wussten, dass sie etwas aus der Bauchspeicheldrüse extrahierten, das funktionierte, aber sie wussten nicht, was es war. Es gab keine Massenspektrometriegeräte, die ihnen sagen konnten, welches Molekül sie gefunden hatten, und sie wussten auch nicht viel darüber, wie es bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels funktionierte. Sie ligierten die Bauchspeicheldrüsen von Hunden, um sie zu Diabetikern zu machen, und nutzten ihren Bauchspeicheldrüsenextrakt, um ein Serum zu destillieren, das diesen Hunden injiziert werden konnte, um ihren Blutzucker künstlich zu kontrollieren. Viele Hunde wurden bei diesem Unterfangen geopfert, aber Dr. Banting fand einen ständigen Nachschub bei den Welpenverkäufern, die damals an den Straßenecken arbeiteten (siehe „The Great Gatsby“, der 1922 spielt, wo ein Welpenverkäufer fiktiv auftritt). Die Zubereitung des Extrakts war auch eine Übung in Sachen Versuch und Irrtum. Sie mussten zahlreiche Variablen im Prozess anpassen, Allergene entfernen und die nicht tödliche Dosis bestimmen. Nach der ersten erfolgreichen Verabreichung an einen menschlichen Patienten geriet der Biochemiker im Team leise in Panik, weil er vergessen hatte, alle Variablen aufzuschreiben, die zu dem erfolgreichen Extrakt führten.

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Mediziner vor einem Jahrhundert den Aderlass der mittelalterlichen Barbier-Chirurgen als barbarisch und unwissenschaftlich ansahen, aber wir können in derselben Weise auch auf das frühe 20. Jahrhundert blicken. Die Lektion, die wir aus der Vergangenheit ziehen müssen, ist, dass das, was jetzt im Rahmen des globalen mRNA-Experiments getan wird, auch in der Zukunft als ebenso erbärmlich wie barbarisch angesehen werden könnte. Eine Messenger-RNA-Therapie für ein sich schnell entwickelndes RNA-Virus, die nach einem dreimonatigen Versuch, der von denjenigen geplant und kontrolliert wurde, die davon profitierten, überstürzt an eine Milliarde Menschen verteilt wurde? Was haben sie sich dabei gedacht? Die gängige Propaganda wird sich mit solchen Fragen einfach nicht befassen. Mit diesen Überlegungen im Hinterkopf lohnt sich jedoch ein Blick auf die folgende Geschichte.

Die Geschichte der Entdeckung

Viele unbesungene Helden waren an der Entdeckung des Insulins und an der Arbeit beteiligt, die später zur Massenproduktion des Insulins führte, aber im Wesentlichen sind vier Personen als die Hauptakteure in die Geschichte eingegangen: Frederick Banting, ein praktizierender Arzt in London, Ontario, der den Professor der Universität Toronto, J.J.R. Macleod, überredete, einen Forschungsraum, Versuchshunde und einen Assistenten, Charles Best, zur Verfügung zu stellen. Der vierte im Bunde war J.B. Collip, ein Gastprofessor für Biochemie, der sich zu den dreien gesellte, als sein Fachwissen gebraucht wurde.

Es gibt eine mythische Geschichte über Bantings Team, das sich durch eine Station mit sterbenden diabetischen Kindern bewegte, ihnen nacheinander Insulin spritzte und sie alle gleichzeitig mit dem neu entdeckten lebensrettenden Elixier wiederbelebte. Michael Bliss wertet diese Geschichte als mythische Übertreibung ab[9]: So war es nicht, und so konnte es auch nicht sein, denn die Entdecker waren sich der Lieferengpässe und der Probleme, die bei der Reinigung noch gelöst werden mussten, sehr wohl bewusst. Bei den ersten Patienten, die ihr Produkt erhielten, traten allergische Reaktionen auf, was ein weiterer Grund war, vorsichtig von Patient zu Patient vorzugehen. Sie befanden sich in der schrecklichen Lage, eine sehr wirksame Behandlung (keine Heilung) zu haben, aber nicht genug davon für alle Menschen auf der Welt, die es brauchten. Die Diabetiker konnten zwar in den Zeitungen von der Entdeckung lesen, aber sie konnten kein Insulin bekommen. Aus diesem Grund war das Forschungsteam darauf bedacht, weder zu viel Aufmerksamkeit zu erregen noch eine große Gruppe von Patienten zu haben, die keine kontinuierliche Behandlung erhalten konnten.

Im Laufe des Jahres 1922 wurde Insulin nur einigen wenigen Patienten verabreicht, von denen zwei Kinder von wohlhabenden oder politisch engagierten Amerikanern waren, die eindringliche Briefe an das Team in Toronto schrieben. Der eine war der Sohn des Vizepräsidenten von Eastman Kodak. Bei dem anderen handelte es sich um die Tochter des damaligen US-Außenministers und späteren Obersten Richters am Obersten Gerichtshof, Charles Evans Hughes.[10] Bei meinen Recherchen für diesen Artikel habe ich keine kritischen Kommentare zu dieser Vorzugsbehandlung oder Fragen dazu gefunden, warum diese Patienten für die Behandlung ausgewählt wurden.

Der vielleicht berühmteste Aspekt dieser Geschichte ist die Tatsache, dass Banting, Best und Collip das Patent für ihre Entdeckung anmeldeten und es dann für jeweils einen Dollar an die Universität von Toronto verkauften. Sie mussten ein Patent anmelden, um die Qualität des Insulins zu gewährleisten, das die Pharmaunternehmen herstellen würden, und sie mussten sicherstellen, dass kein Pharmaunternehmen ihnen das Patent streitig machen und ein Monopol erlangen würde. Nachdem sie sich das Patent gesichert hatten, sagten sie, dass das Insulin der ganzen Welt gehöre und sie nicht davon profitieren wollten. Eine in meiner Familie überlieferte Legende besagt, dass Dr. Banting eines Tages im Jahr 1922 in die Anwaltskanzlei meines Urgroßvaters in Toronto kam und um Hilfe bei der Anmeldung dieses Patents bat, von dem er nicht profitieren wollte. Mein Urgroßvater war von Bantings Sinn für Altruismus beeindruckt und erklärte sich bereit, die Arbeit unentgeltlich zu übernehmen. Für diese Tat wird mein Urgroßvater der Nachwelt auf den Seiten 174-176 von „Die Entdeckung des Insulins“ vorgestellt. Die Connaught Laboratories, die der Universität von Toronto angegliedert waren, leiteten die Massenproduktion für Kanada, und das Pharmaunternehmen Eli-Lilly aus Chicago erhielt eine einjährige Exklusivlizenz, um ein Verfahren zur Massenproduktion von sicherem und reinem Insulin zu entwickeln und seine Entwicklungskosten zu decken. Danach hatten andere Hersteller das Recht, Insulin zu produzieren.

Die Unternehmensethik von Eli-Lilly in den 1920er Jahren sagt uns viel über den Niedergang der Unternehmensethik in den letzten Jahrzehnten. Ein Leitartikel im Toronto Star beschrieb die Privatisierung von Connaught Laboratories und die Habgier und Profitgier, die auftraten, als Pharmaunternehmen – einschließlich Eli-Lilly – synthetisches Insulin patentierten und preiswertes Insulin tierischen Ursprungs vom Markt verdrängten:

Doch ab den 1980er Jahren umgingen die multinationalen Pharmakonzerne Eli Lilly, Novo Nordisk und später Sanofi Patentbeschränkungen, indem sie eine gentechnisch veränderte Form von Insulin herstellten. Das neue Insulin erwies sich als sehr viel teurer und barg für einige Anwender ernsthafte Risiken – bis hin zum Tod … Dennoch stellten die drei Unternehmen das alte Insulin auf Tierbasis, das sie seit langem gemäß den Connaught-Richtlinien hergestellt hatten, bald ein. Sie verdrängten auch kleine Hersteller des alten Insulins aus dem Geschäft und übernahmen mit dem neuen Insulin 95 Prozent des Weltmarktes. Connaught hätte die Kanadier vor diesen katastrophalen Veränderungen geschützt – wenn nicht [in den 1980er Jahren] die Mulroney-Regierung Connaught privatisiert und damit seine zentrale Rolle auf dem kanadischen und weltweiten Insulinmarkt beendet hätte. Heute bedeutet der hohe Preis von Insulin, dass etwa die Hälfte der Menschen in der Welt, die es brauchen, es nicht bekommen können – eine viel geringere Zugangsrate als zu der Zeit, als Connaught die Weltpreise niedrig hielt.[11]

Der Nobelpreis für Medizin 1923 wurde nach den Regeln des Nobelpreises nur an zwei Personen vergeben. Er ging an Banting und Macleod, Best und Collip blieben außen vor. Innerhalb weniger Tage kündigte Banting an, dass er sein Preisgeld mit Best teilen würde, und Macleod kündigte an, dass er es mit Collip teilen würde. Das Nobelkomitee befand, dass Banting die Initiative ergriffen und die Forschung geleitet hatte, während Macleod als einziges Fakultätsmitglied im Team maßgeblich an der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse und der Nutzung der Ressourcen der Universität beteiligt war. In einem Artikel, der sein Buch zusammenfasst, schrieb Michael Bliss 1984:

Die Entdeckung des Insulins an der Universität von Toronto in den Jahren 1921-22 war ein sensationelles Ereignis in der Geschichte der Medizin, denn dieses Hormon erwies sich sofort als dramatisch wirksame Therapie für Diabetes. In der Tat war es eines der ersten „Wundermittel“, das die moderne medizinische Forschung entdeckte. Die Entdeckung selbst war aber auch ein höchst umstrittenes Ereignis, das jahrzehntelang in einem Nebel von Mythen und Spekulationen darüber verhüllt war, was bei den Forschungen in Toronto wirklich geschah, in welchem Verhältnis die Arbeit von Toronto zu der anderer Forscher stand und welche verschiedenen Ursachen eine so bedeutsame Entdeckung an einer Universität und in einem Land ermöglichten, das in der Welt der medizinischen Forschung noch wenig Ansehen genoss[12].

Bliss verweist hier auf die Tatsache, dass Forscher in anderen Ländern wichtige Beiträge geleistet hatten, die dem Durchbruch in Toronto vorausgingen. Es war bekannt, dass in der Bauchspeicheldrüse ein Hormon ausgeschüttet wird, das den Blutzucker reguliert. Das Hindernis bestand in der Extraktion und Reinigung, und da dies der entscheidende Faktor war, war es möglicherweise der Biochemiker Collip, der die entscheidende Rolle spielte. Über diese Kontroverse wurde jedoch nicht berichtet, auch weil, wie Bliss betont, Ernest Hemingway, der mit der Geschichte beauftragte Journalist, nicht interessiert war und Toronto hasste. Er wollte unbedingt weg und den Weg einschlagen, der ihn schließlich zu seinem eigenen Nobelpreis führen sollte.

Die Geschichte von Bliss zeigt auch, dass die kanadische Geschichte nicht nur eine langweilige von freundlichen, höflichen und altruistischen Helden ist. Am Ende legten die vier Männer, die das Insulin entdeckten, ihre gegenseitigen Feindseligkeiten beiseite und gaben der Öffentlichkeit und der Geschichtsschreibung ein gutes Bild ab. Sie teilten ihr Nobelpreisgeld und verschenkten das Patent, aber hinter den Kulissen gab es viele Ressentiments. Einmal bat Banting Collip, ihm die Reinigung des Pankreasextrakts beizubringen, und als Collip sich weigerte, kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, die von Best beendet werden musste. Banting und Best waren jünger als Macleod und hatten keine akademischen Berufe, während Collip etwa gleich alt, aber in seiner Laufbahn bereits etablierter war, da er ein erfahrener Forscher und Fakultätsmitglied der Universität von Alberta war (er hatte in jenem Jahr ein Sabbatjahr in Toronto verbracht). Collip verfügte über die notwendigen technischen Fähigkeiten, während Macleod ein erfahrener Kommunikator unter Wissenschaftlern war. Außerdem hatte er die Macht, an der Universität etwas zu bewirken. Banting und Best waren von ihnen abhängig und fürchteten, ins Abseits gestellt zu werden. Sie brauchten sich jedoch keine Sorgen zu machen, denn sie wurden beide zu Nationalhelden und erhielten Professuren an der Universität von Toronto. Banting wurde von der Provinz Ontario eine großzügige Rente zugesprochen.

Es gab genug Ruhm für alle, aber die vier Männer wurden im Laufe der Jahre immer feindseliger gegeneinander. Banting verachtete Macleod, der es schließlich leid war, mit Banting an der Universität von Toronto zu arbeiten, und nach Schottland zurückkehrte, wo er 1935 starb. Banting war auch Best überdrüssig, dem die Hälfte des Nobelpreises nicht genügte, um seine Abneigung zu mindern. Banting starb 1941 bei einem Flugzeugabsturz, woraufhin Best immer wieder von seiner Rolle als Entdecker sprach, während er die Bedeutung von Collips wesentlichem Beitrag herunterspielte. Collip schwieg zu diesem Thema und begnügte sich vielleicht mit der Anerkennung, die ihm die Tatsache einbrachte, dass sein Name auf dem Patent stand.

Für Spannungen sorgte auch die Tatsache, dass es Forscher in anderen Ländern gab, die auf dem Weg dorthin wichtige Entdeckungen gemacht hatten. Der Altruismus der Patentanmeldung hatte den zusätzlichen Vorteil, dass konkurrierende Ansprüche gestoppt wurden. Wer würde es wagen, die Nobel-Entscheidung und die Patentinhaber anzufechten, die ihr Recht verwirkt hatten, von einer lebensrettenden Behandlung von so großer Tragweite zu profitieren?

Bliss erwähnt am Ende seines Artikels von 1984, dass die Entdeckung des Insulins ihre Kritiker hatte:

Bei jedem Schritt zur Anerkennung der Arbeit brachten die organisierten Antivivisektionisten ihre Einwände gegen diese grausame Forschung vor und bezweifelten, dass das Insulin jemals etwas bewirken würde. Sie wurden zu Recht ignoriert, unter anderem wegen all der lebenden, atmenden Menschen, die von Anfang an der lebende Beweis dafür waren, warum die Hunde geopfert worden waren.[13]

Dies sagt uns etwas über einen Aspekt der medizinischen Entdeckungen, der sich im letzten Jahrhundert kaum verändert hat. Die interessante Frage ist, wer in der Zeit der Covid-19-Angst mit den Dummköpfen gleichzusetzen wäre, die den Wert einer Entdeckung, die Millionen von Leben rettete, nicht anerkennen konnten. Setzt man sie mit den Menschen gleich, die Vorbehalte gegen die mRNA-Biotechnologie oder die zweifelhafte Weisheit von Impfpässen und medizinischer Zwangsbehandlung haben?[14] Oder sind sie wie diejenigen, die die Ärzte verleumden und unterdrücken, die preiswerte, nicht patentgeschützte Behandlungsmethoden für Covid-19 entdeckt haben?[15]

Bedenken Sie, was das Team von Dr. Banting in Toronto getan hat. Sie trafen ihre Methoden- und Behandlungsentscheidungen allein, frei von jeglicher Einmischung durch nicht existierende Ethik-Prüfungsausschüsse oder staatliche Aufsichtsbehörden. Würde man die Entdeckung des Insulins heute mit der Begründung abtun, es handele sich nur um eine „Beobachtungsstudie“ ohne große, randomisierte klinische Studien? Kritiker könnten versuchen, die Behandlung mit unsauberen Tieren in Verbindung zu bringen. Es könnte zu koordinierten Medienangriffen auf den „Kuhpankreassaft“ kommen, der für das so genannte „Wunder der Auferstehung“ in Toronto verantwortlich ist. Vielleicht waren die Kinder, die aus dem diabetischen Koma erwachten, ja auch nur einem Placebo-Effekt ausgesetzt. Vielleicht hatte Dr. Banting nur die gesündesten Patienten ausgewählt, oder er hatte darauf geachtet, dass sie ihre kohlenhydratarme Diät strikt einhielten. Es gibt immer Möglichkeiten, methodische Fehler zu finden, Verzögerungen und weitere Studien zu fordern und sicherzustellen, dass neue Studien eine Methodik haben, die zu den gewünschten Ergebnissen führt. Wie lange würde es dauern, bis Insulin die Zulassung erhält? Ohne Aussicht auf riesige Gewinnspannen und ein Monopol würden Bill Gates und Anthony Fauci in der gleichen Situation heute die Behandlung mit Pankreasextrakten ablehnen und der Welt sagen, dass wir auf einen Impfstoff gegen Diabetes warten müssen – vielleicht eine mRNA-Therapie, die das Problem der Insulinproduktion bei defekten Bauchspeicheldrüsen behebt.[16] Man kann sich leicht die abfälligen Schlagzeilen vorstellen: „Banting und das Beste? Banting und das Schlimmste: Kuhsaft-Behandlungsbefürworter quälen die Verzweifelten mit falscher Hoffnung“ oder „Oklahoma-Diabetiker überschwemmen Intensivstationen nach Injektion von selbstgemachter Schweinepankreas-Paste“[17].

Aber natürlich müsste es ein Motiv für eine solche Verleumdungskampagne geben, d. h. sie würde nur dann eingesetzt werden, wenn Pharmaunternehmen konkurrierende patentierbare Behandlungen hätten, die sie bald auf den Markt bringen wollten. Dieses Motiv gab es 1922 nicht, wohl aber in späteren Jahrzehnten, als Pharmaunternehmen ihre synthetischen Versionen von Insulin patentierten. Sie konnten zwar keine Verleumdungskampagne führen, weil die Wirksamkeit von Insulin außer Zweifel stand, aber ihre Maßnahmen beseitigten langsam den Zugang zu erschwinglichem Insulin. Ein Jahrhundert, nachdem die Gesellschaft einen Weg gefunden hat, Insulin billig und im Überfluss zu produzieren, sterben Diabetiker in der reichsten Nation der Welt, weil die Behandlung zu teuer ist. Rachel Delle Palme schrieb 2018 für Banting House und beschrieb die Katastrophe:

Nach Angaben der American Diabetes Association hat sich der Preis für Insulin in den USA zwischen 2003 und 2012 verdreifacht. Dies hat dazu geführt, dass dieses lebensrettende Medikament für Menschen mit Typ-1-Diabetes schwierig und manchmal sogar unerschwinglich geworden ist, ganz zu schweigen von den Kosten für andere Ausrüstung und Geräte zur Überwachung des Blutzuckerspiegels und zur Verabreichung von Insulin. Selbst in Kanada deckt die Versicherung nicht immer die gesamten Kosten für Insulin ab, so dass viele Menschen aus eigener Tasche zahlen müssen. Dies hat große Auswirkungen auf Menschen mit Diabetes, die über ein geringes Einkommen verfügen. In einer Forschungsstudie von Diabetes Canada aus dem Jahr 2002 heißt es: „57 % der kanadischen Diabetiker geben an, dass sie die ihnen verordnete Therapie nicht einhalten, weil sie sich ihre Medikamente, Geräte und Verbrauchsmaterialien nicht leisten können, was ihr Diabetesmanagement möglicherweise beeinträchtigt.“ Ich denke, dass der Rückblick auf die Geschichte und Bantings Ansicht, dass Insulin der Welt und nicht einem Einzelnen gehört, die Diskussion über diese Fragen anregen sollte.[18]

Welche Lehren können wir aus der Entdeckung des Insulins in der Zeit vom Covid-19 ziehen? Nachdem ich dies alles geschrieben habe, bin ich mir immer noch nicht sicher, welche das sind. Für einige Leser mag es keine offensichtliche Relevanz geben, aber wenn es eine gibt, dann liegt sie in dem krassen Gegensatz zum allgemeinen Trend der medizinischen Wissenschaft im letzten Jahrhundert und ihrer Verschmelzung mit wirtschaftlicher und politischer Macht und staatlicher Sicherheit. Im Jahr 1921 suchte keine der großen Stiftungen und niemand unter den medizinischen Spitzenforschern nach Insulin, obwohl die Kenntnisse über die Bauchspeicheldrüse so weit entwickelt waren, dass die Isolierung und Reinigung von Insulin für jeden, der bereit war, danach zu suchen, möglich war. Die Entdeckung wurde von einem Team von Unbekannten gemacht, das praktisch ohne finanzielle Mittel arbeitete. Manche mögen sagen, dass es eine Schande ist, die wahre Geschichte hinter dem nationalen Heldenmythos zu erzählen, der für Banting und Best aufgebaut wurde. Im Gegenteil: Es ist besser, die ungesäuberte Version der Geschichte zu erfahren und daran erinnert zu werden, dass die größten Entdeckungen oft auf chaotische Weise und an Orten gemacht werden, wo niemand sie erwartet hat. Die charakterlichen Schwächen der Entdecker werden von ihrem Altruismus und der Tatsache überschattet, dass eine der wichtigsten medizinischen Entdeckungen des Jahrhunderts von Normalsterblichen gemacht wurde, ohne und trotz der milliardenschweren Philanthropen und ihrer totalisierenden Träume von Zwangskontrolle.