Kategorie: Nachrichten
Stanford-Professor: «Abriegelungen waren der grösste Fehler in der Geschichte des öffentlichen Gesundheitswesens»
Die Lockdowns und harten Massnahmen gegen Corona haben mehr Menschen getötet als gerettet. Davon ist Dr. Jay Bhattacharya überzeugt. Er ist Epidemiologe und Experte für öffentliche Gesundheit und Professor an der Stanford University Medical School. «Ich sage, dass die Abriegelungen der grösste Fehler in der Geschichte des öffentlichen Gesundheitswesens waren. Daran glaube ich immer noch», sagte Bhattacharya diese Woche in einem Interview mit der Medienplattform Unherd, über das LifesiteNews berichtete.
Er verstehe nicht, wie jemand über die Lockdowns sagen könne, dass diese erfolgreich gewesen seien. Seit Beginn der Pandemie, betont Bhattacharya, habe er sich dafür eingesetzt, die am meisten gefährdeten Personen vor einer Infektion zu schützen und den Rest der Gesellschaft ein normales Leben weiterführen zu lassen.
Eine Idee, die Bhattacharya und weitere Mediziner in der Great Barrington Declaration schilderten. Zu diesem Ansatz sagte Bhattacharya in Interview:
«Die Idee war, den Menschen Mittel an die Hand zu geben, mit denen sie sich so schützen können, wie sie es für richtig halten. Damit sie in ihrem Leben Kompromisse eingehen können, je nachdem, was ihnen wichtig ist.»
Und er fügte hinzu: «Man muss sich überlegen, was das Ziel ist.» Beim Ziel, gezielt einen Teil der Bevölkerung zu schützen, müssten schliesslich andere Massnahmen umgesetzt werden, als wenn das Ziel die komplette Überwachung der Bevölkerung mittels Tests, Rückverfolgung, Identifizierung und Quarantäne sei.
Bhattacharya vertritt die Meinung, dass viele in der medizinischen und öffentlichen Gesundheitsbranche fälschlicherweise davon ausgehen würden, dass die Herdenimmunität einst das Ziel für die Lösung der Covid-Pandemie sei. Dazu Bhattacharya: «Herdenimmunität ist kein Synonym für Null-Covid. Es bedeutet nicht, dass die Krankheit verschwunden ist. Was es bedeutet, ist, dass die Krankheit endemisch geworden ist.»
Mit einer Politik der harten Massnahmen und Angst, so der Gesundheitsexperte, dauere es viel länger, bis man das Virus in den Griff bekomme. Bhattacharya bezeichnet die durch die Abriegelungen verursachten Schäden als «extrem vielschichtig» und traumatisch, insbesondere für Arme, Kinder und Menschen am Rande der Gesellschaft. «Es ist nicht möglich, dies auf eine einzige Zahl zu reduzieren», sagte er. «Ein Kind, das ein Jahr der Schule überspringt, hat ein Leben lang an den Folgen zu leiden.»
Bhattacharya zufolge sind ein dramatischer Anstieg von Armut, Ernährungsunsicherheit, regelrechtes Verhungern, Depressionen, Angstzustände, Selbstmord und Tod nichts weiter als die logische Konsequenz der Massnahmen. Gefragt, ob Lockdowns mehr Menschen getötet als gerettet hätten, antwortete er: «Ja, ich glaube, das ist tatsächlich wahr.»
Bhattacharya schloss sein Interview mit dem Gedanken, dass wir zwei Zukunftsmöglichkeiten vor uns haben: eine dystopische mit immer wiederkehrenden Abriegelungen, in der die Menschheit verarme. Oder: Eine Zukunft, in der wir erkennen, dass die Krankheit etwas ist, das bleibt, und wir lernen müssen, künftig damit umzugehen. Unterm Strich, so hofft Bhattacharya, dass sich die Menschen darauf besinnen werden, was wichtig sei. Denn wir könnten «die Krankheit nicht ausrotten».
Rückkehr in die Klassenzimmer: Tageszeitung «El País» beweihräuchert Spaniens Pandemiemanagement und hohe Impfquote
Auch in Spanien neigen sich die Sommerferien dem Ende zu, das neue Schuljahr steht vor der Tür. Diesen Umstand nahm die Tageszeitung El País zum Anlass, um das Pandemiemanagement der links-sozialistischen Regierung ausgiebig zu beweihräuchern.
Obwohl die Vorschriften im Vergleich zum letzten Jahr flexibler geworden seien, würden sie selbst in einem relativ günstigen epidemiologischen Szenario (wie im Mai mit einer geringen Inzidenz) weiterhin strenger sein als in den wichtigsten europäischen Ländern, liess das Blatt wissen.
Die im vergangenen Jahr ergriffenen Massnahmen hätten es Spanien ermöglicht, die Schulen offen zu halten, während fast alle Industrieländer (einschliesslich Deutschland, Italien, Niederlande, Frankreich, Grossbritannien) gezwungen gewesen seien, ihre Bildungssysteme ganz oder teilweise zu schliessen.
Das gemeinsame europäische Ziel in diesem Jahr sei es, die Schulen offen zu halten und eine volle Beteiligung anzustreben. Die Ungewissheit, die herrsche, sei auf die Auswirkungen zurückzuführen, die die «ansteckungsfähigere Delta-Variante auf die Klassenzimmer» haben könnte.
Keines der oben genannten europäischen Länder übertreffe die spanischen Impfquoten, begeisterte sich El País. Diese liegen nach Angaben der Gazette in der Allgemeinbevölkerung bei 67,3 Prozent (mit vollständiger Impfung) oder bei Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren bei 63,4 Prozent (mit mindestens einer Dosis).
Aus den verfügbaren Daten — es gebe keine einheitlichen amtlichen Daten — gehe zudem hervor, dass kein anderes europäisches Land derzeit die spanische Impfquote des Schulpersonals übertreffe. Die spanischen Autonomieregionen würden die Impfung von Lehrern und anderem Schulpersonal als abgeschlossen betrachten, versicherte El País.
Zwar würden nur Katalonien (92 Prozent), Aragonien (94 Prozent) und Extremadura (95 Prozent) angeben, wie viele Lehrer und Schulangestellte tatsächlich geimpft sind, aber diese Werte würden einen «allgemeinen Eindruck» vermitteln.
Von Kniescheibensalaten und nordkoreanischen Traumdestinationen
Kniescheibensalate des gemeinen Lavahamsters
Die Zahlen dieser Nichtpandemie steigen erneut, die bösen EM-Fussballfans und die noch böseren Ferienrückkehrer machen es zusammen mit den diagnostisch erneut erhöhten CT-Werten möglich, wieder neue Ängste zu verbreiten. Ein Treiber scheinen auch ungewaschene Kniescheibensalate des gemeinen Lavahamsters auf Lanzarote zu sein, die über schon immer gefürchtete balearische Trockentiermärkte einen so gigantischen Spreading-Effekt auslösen, dass die mittlerweile gänzlich hirnamputierten Deutschen (also deren Regierung und entsprechende «Berater») Spanien erneut als Hochrisikoland einstufen. Weitere «Hirnamputationen» werden folgen, zum Beispiel in Österreich.
Nordkoreanische Traumdestinationen
Neuseeland und Australien waren einst Traumdestinationen, für Urlaub oder gar zum Auswandern. Viel Weite, wenig Dichtestress, tolle Naturschauspiele, eine wunderbare Flora und Fauna. Mittlerweile hat sogar Radio SRF festgestellt, dass es in Australien (bald?) schlimmer sei als in Nordkorea. In der Tat plant die Regierung Zwangs-Impfungen für Schüler (ohne Eltern) in Stadien. Wegen ein paar wenigen positiven, untauglichen PCR-Tests wird das Land praktisch dauernd in irgendeiner Form des Lockdowns gehalten. Eine hohe Mitarbeiterin gibt sogar die Weisung, mit niemandem ausserhalb der Familie zu sprechen, nicht mit Nachbarn, nicht beim Einkaufen des Allernötigsten. Spazieren an der frischen Luft, geht zurzeit nicht mehr.
Auch in Neuseeland herrscht ein «Sprechverbot»
Jacinda Ardern, die Premierministerin von Neuseeland, hat einen erneuten harten Lockdown mit Schulschliessungen und den üblichen Fisimatenten wegen eines einzigen positiven PCR-Tests für «ihr» Land bekannt gegeben. Siehe auch unseren kürzlichen Blogbeitrag. Natürlich ebenfalls begleitet von einem Sprechverbot. Böse Zungen behaupten ja, dass sie Crack konsumieren soll. Was Wikipedia über Massnahmen von ihr in Neuseeland schreibt:
«Die grösste Budgeterhöhung erfolgte im Bereich psychische Gesundheit. In diesem Gebiet sollen über vier Jahre hinweg 1,9 Mrd. NZ$ eingesetzt werden. Auch in Massnahmen zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt wurde die Rekordsumme von 320 Mio. NZ$ investiert.»
Und wie nennt sie wohl die Isolation und das dauernde Einsperren von Menschen? Gut, bei Lockdowns nimmt die häusliche Gewalt bekanntermassen ab … Die Dame war übrigens 2019 aktive Teilnehmerin des WEF in Davos … Ich weiss, die Davoser können nichts dafür (ausser, dass sie viel zu lange mit dem Teufel persönlich paktiert haben), aber wenn ich den Namen dieser Ortschaft mittlerweile nur schon höre …
Hat man(n)/frau/divers (!!) da noch Worte? Und wie lange soll das noch dauern? Justin Trudeau, der kanadische Premier, nicht die hellste Kerze auf der Torte, hat Impfstoffe bis 2024 bestellt. Was weiss der, was wir nicht wissen?
Erfreuliches aus Deutschland und Frankreich
Es gibt auch Erfreuliches: In Deutschland sind gemäss der Welt 23‘000 (!) niedergelassene Ärzte aus dem «Impfprogramm» aus ethischen respektive Sicherheitsgründen ausgestiegen! In Frankreich sind die Menschen zu Hunderttausenden auf den Strassen, um gegen dieses unsägliche Covid-Zertifikat zu demonstrieren. Wir sind noch nicht so weit, in Deutschland ist längst der altbekannte vorauseilende Gehorsam wieder eingekehrt. Passt schon.
Impfpartys mit Bratwurst
Apropos «Impfungen»: Mittlerweile ist, aus den USA kommend, der Begriff «Vaccine Remords» entstanden. Man könnte ihn am ehesten mit «schlechtem Gewissen wegen der Impfungen» übersetzen. Menschen merken, weil es vielen, insbesondere nach dem zweiten «Shot», gesundheitlich nicht gut geht, dass sie vielleicht übereilig zu einer Bratwurst- oder sonstigen Impfparty gegangen sind … Auch wir bekommen bereits solche Anfragen, ob es ein Mittel oder eine Massnahme gäbe, um die Impfungen rückgängig zu machen? Nein, gibt es nicht.
Über Prophylaxe und Therapie im Fall der Fälle von Covid-19 gibt unser Video «Grenzüberschreitungen» Auskunft: Was die Impfung zum Beispiel mit dem Herzmuskel kurz- und mittelfristig macht und was in den Impfstoffen «Tolles» drin ist, sogar päpstlich abgesegnet. Dazu auch der untenstehende Artikel von Rüdiger Lenz «Verbrechen an der Menschlichkeit». Nichts für schwache Nerven, Inhalt durch Faktenchecker des BR bestätigt, Quellen untenstehend. Ergänzendes in besagtem Video. Aufwachen!!
Die dritte und vierte «Impfung»
Irgendwie sind es aber nicht die Nichtgeimpften, also die «Unsolidarischen», denn meist sind es eben Geimpfte, die positiv testen. Auch okay, so kann man (wie geschehen!), erzählen, dass eben die Antikörper bereits wieder zurückgehen, insbesondere bei den Älteren. Dies nennt man Immunseneszenz (Abschwächung der Immunantwort, Anm. d. Red.). Die Alten also wieder einsperren? NEIN!
Da hat die Pharmamafia ganz anderes im Sinn (das auch viel mehr Geld einbringt und viel ethischer ist): Die dritte Impfung! Die Pfizer-Camorra hat in den USA bereits Antrag für die dritte Impfung im August 2021 gestellt – juhui-passt doch perfekt! Und aus einem geleakten internen Protokoll dieser Ethikfirma geht hervor, dass bereits die vierte Impfung zumindest in die Nähe der Pipelines gebracht wird.
Ihr Motto seit dem ganzen Corona-Hoax: «Und ewig werden die willigen Schweinchen zu ihrem Impfmetzger laufen.» Oder sie verbünden sich und jagen ihre Metzger endlich zum Teufel!
Dies ist der leicht gekürzte 142. Newsletter des Basler Männerarztes und Corona-Aktivisten Dr. med. Marco L.R. Caimi.
https://www.youtube.com/channel/UCkdzEoq1f5bFbV-pkRwhYRw
Webseite: www.marcocaimi.ch
Vertraue nie einem Wissenschaftler
Im Jahr 2002 machte ein Harvard-Professor namens Marc Hauser eine aufregende Entdeckung über Affen. Baumwolltamarine, um genau zu sein. Die Affen waren genau wie menschliche Kleinkinder in der Lage, Regeln, die sie über verschiedene Muster hinweg gelernt hatten, zu verallgemeinern. Das war eine grosse Sache: Wenn Affen diese Fähigkeit besässen, würde dies wichtige Erkenntnisse darüber liefern, wie sich die menschliche Sprache entwickelt hat.
Doch es war alles nur vorgetäuscht: In dem Experiment, das darauf beruhte, dass die Affen in bestimmte Richtungen blickten, wenn ihnen bestimmte Muster gezeigt wurden, hatte Hauser einfach vorgetäuscht, dass sie in die Richtung blickten, die für seine Theorie der Sprachentwicklung relevant war. Das taten sie aber nicht.
Als ein Forschungsassistent die Frage stellte, warum Hauser selbst immer wieder zu den gewünschten Ergebnissen kam, während niemand anderes, der sich die Daten ansah, dies tun konnte, wurde er zu einem einschüchternden Rüpel: «Ich werde da ein bisschen sauer», schrieb er in einer E-Mail. «Es gab keine Ungereimtheiten!»
Es ist nur ein kleines bisschen ironisch, dass Hauser auch ein Buch über Moral geschrieben hat. «Moral Minds: The Nature of Right and Wrong» erschien vor 15 Jahren und beschrieb Hausers Theorie, dass wir ein eingebautes, entwickeltes Moralmodul in unseren Gehirnen haben. Womöglich ist in seinem etwas schiefgelaufen: Nicht nur, dass er die Daten in der Arbeit über das Lernen von Affen gefälscht hatte, es gab auch Behauptungen, dass er viele der Ideen seines Buches – insbesondere die Idee, dass Moral eine «universelle Grammatik» hat, wie Sprache – von einem anderen Wissenschaftler, John Mikhail, übernommen hatte, ohne ihn überhaupt zu nennen.
Von einem Universitätsprofessor der Ivy League hätte man mehr erwarten können. Aber der Fall Hauser war eine klassische Erinnerung daran, dass wir selbst den hochrangigsten Intellektuellen der erhabensten Institutionen niemals unser uneingeschränktes Vertrauen schenken sollten.
Leider gibt es jetzt eine weitere Geschichte, die diese Lektion unterstreicht. Etwas Ähnliches könnte wieder geschehen sein. Ein weiterer Psychologieprofessor der Ivy League, ein weiteres populärwissenschaftliches Buch, eine weitere Reihe von Ergebnissen, die nicht der Realität entsprechen und von Anfang an nicht real waren, eine weitere Reihe von glaubwürdigen (wenn auch, wie ich hinzufügen möchte, derzeit unbewiesenen) Behauptungen über wissenschaftlichen Betrug. Und eine weitere Ironie, denn die potenziell unehrlichen Ergebnisse stammen aus einer Studie über Ehrlichkeit.
Dan Ariely von der Duke University hat mehrere Bücher geschrieben, die in der Welt der Populärpsychologie und der «Verhaltensökonomie» grosses Aufsehen erregt haben. Seine Kombination aus Humor und scheinbar tiefgreifenden psychologischen Erkenntnissen sorgte dafür, dass die Bücher reissenden Absatz fanden. Im Jahr 2008 lieferte «Predictably Irrational» ein scheinbar «revolutionäres» Argument dafür, warum die Ökonomen zu Unrecht von der Rationalität des Durchschnittsverbrauchers ausgingen.
2012 nutzte «The (Honest) Truth About Dishonesty» – Die (ehrliche) Wahrheit über Unehrlichkeit – einige von Arielys eigenen Forschungen, um zu erklären, was Menschen dazu bringt, die Regeln zu brechen. Arielys gewiefte, charismatische TED-Vorträge wurden millionenfach angesehen. Einer davon, mit dem Titel «Our Buggy Moral Code» (Unser fehlerhafter Moralkodex), erklärt, «warum wir es in Ordnung finden, zu betrügen oder zu stehlen».
Leider scheint jemand, der an Arielys Forschung beteiligt war, zu glauben, dass es in Ordnung ist, zu betrügen. Letzte Woche hat eine eingehende statistische Analyse gezeigt, dass ein Datensatz aus einer seiner Arbeiten aus dem Jahr 2012 im Wesentlichen zweifelsfrei gefälscht war. Die Studie hatte anscheinend ergeben, dass die Menschen ehrlicher waren, was den Kilometerstand ihres Autos anging, wenn sie vor der Angabe des Kilometerstands eine Erklärung unterschreiben mussten, in der sie versprachen, dass diese Angaben der Wahrheit entsprechen, und nicht erst am Ende der Seite. Aber das hat die Studie nicht gezeigt. Es scheint sogar, dass eine solche Studie nie durchgeführt wurde und die Daten lediglich mit einem Zufallsgenerator erstellt wurden.
Ariely reagierte auf die Behauptungen: Er sagte, er habe die Daten von einer Autoversicherungsgesellschaft erheben lassen, also müsse dort jemand die Daten gefälscht haben (beeindruckenderweise brachte der Fälscher die Ergebnisse der Studie perfekt mit Arielys Theorie in Einklang). Mit anderen Worten: Es handle sich eher um Schlamperei als um Betrug, da er die Daten nicht doppelt geprüft habe.
Er will nicht sagen, welche Versicherungsgesellschaft es war – seine Antworten wurden von der Enthüllungsjournalistin Stephanie Lee von BuzzFeed News als «vage und widersprüchlich» bezeichnet – und die Duke University will ebenfalls keine Details der Untersuchung preisgeben, die sie angeblich in dieser Angelegenheit durchgeführt hat. Die Studie mit den mutmasslich gefälschten Daten – die von anderen Wissenschaftlern über 400 Mal zitiert wurde – soll zurückgezogen werden.
Wie Hausers Arbeit über Affen – die mehr als 175 Mal zitiert wurde –, hat auch diese offensichtlich gefälschte Arbeit über Ehrlichkeit der wissenschaftlichen Literatur bereits Schaden zugefügt: Jedes dieser 400 Zitate diente mehr oder weniger dazu, ein wissenschaftliches Argument zu untermauern, das sie vorbrachten. In jedem Fall scheinen sie in die Irre geführt worden zu sein. Dies ist ein Teil der Tragödie des Betrugs in einem kumulativen Unterfangen wie der Wissenschaft. Das Mindeste, was Ariely jetzt tun könnte, wäre, alle möglichen Details über die Herkunft des gefälschten Datensatzes zu nennen, damit die wissenschaftliche Gemeinschaft der Sache auf den Grund gehen kann.
Doch im Fall von Ariely ist die Verschwiegenheit so etwas wie ein Muster. Im Jahr 2010 erzählte er einem Interviewer eine «Tatsache» über das Ausmass, in dem sich Zahnärzte darüber einig sind, ob ein Zahn eine Karies hat – er sagte, es seien nur 50% der Fälle. Seine angebliche Quelle, die Delta Dental Versicherung, bestritt dies. Ariely behauptete, jemand bei Delta Dental habe ihm die Informationen gegeben – doch er wollte nichts über sie preisgeben, ausser der Tatsache, dass sie auf keinen Fall mit jemand anderem darüber sprechen wollten.
Und erst vor ein paar Monaten wurde eine andere seiner Arbeiten aus dem Jahr 2004 mit einem besonderen redaktionellen «Ausdruck der Besorgnis» versehen, weil mehr als ein Dutzend statistische Unmöglichkeiten in den angegebenen Zahlen enthalten waren. Diese konnten nicht überprüft werden, so Ariely, weil er die Originaldaten verloren hatte.
Vielleicht lohnt es sich, einen Blick auf Arielys eigene Theorie über Betrug und Unehrlichkeit zu werfen. In seinem TED-Vortrag beschrieb er ein Experiment, bei dem die Teilnehmer eher bereit waren, bei einem «einen Dollar pro korrekte Antwort»-Mathe-Test zu schummeln, wenn sie die Anzahl der richtigen Antworten nur selbst angeben mussten, nachdem sie den Antwortbogen zerschreddert hatten. Das bedeutet, wenn niemand die Details überprüfen konnte, setzte die Unehrlichkeit ein. (Jemand sollte allerdings überprüfen, ob die Daten in dieser Studie echt sind).
In der Wissenschaft soll es um nullius in verba gehen, also darum, niemanden beim Wort zu nehmen. Alles, bis hin zum kleinsten Detail, sollte leicht überprüfbar sein. Selbst wenn ein Wissenschaftler alles richtig gemacht hat, sollte er sich nicht auf Ausreden wie «der Hund hat meine Hausaufgaben gefressen» oder «ich habe zwar eine Freundin, aber sie geht auf eine andere Schule, so dass du sie nicht kennen würdest» verlassen müssen.
Der Sinn einer wissenschaftlichen Aufzeichnung besteht darin, Dinge aufzuzeichnen. Literatur, die nicht nur voller Betrug, sondern auch voller unüberprüfbarer Behauptungen ist, ist ein seltsamer Widerspruch in sich.
Selbst wenn dies das Ende der Ariely-Affäre ist und keine weiteren Probleme mit seiner Forschung gefunden werden, ist dies immer noch ein perfektes Beispiel für so viele Probleme mit unserem wissenschaftlichen System. Eine lückenhafte Literatur mit unklarem Wahrheitsgehalt.
Forscher verlieren den Überblick über ihre Daten, wodurch sich Fehler und manchmal auch Betrug einschleichen können. Wissenschaftler, die ihre lukrativen Karrieren auf der Grundlage fragwürdiger Forschung aufbauen, während die Leute, die den Schlamassel aufräumen – die Betrugsbekämpfer und Datenaufspürer –, weitgehend unbeachtet bleiben. Populäre Bestseller, die unwahre und nicht nachprüfbare Behauptungen an Tausende von Lesern weitergeben.
Man muss sich nur frühere, sehr erfolgreiche Bücher zu den Themen menschliche Voreingenommenheit und die Bedeutung des Schlafs ansehen, um zu erkennen, wie minderwertige Forschung und schlampige wissenschaftliche Argumente ein riesiges Publikum erreichen können. Im besten Fall hat dies zur Folge, dass bei Tischgesprächen noch weniger solide Fakten als sonst zur Sprache kommen werden. Im schlimmsten Fall werden Patienten (oder ihre Ärzte) Entscheidungen über ihre Gesundheit auf der Grundlage von unbewiesenen und vage wiedergegebenen Fakten treffen, die sie in einem populären Buch eines berühmten Professors gelesen haben.
Es ist leicht, sich von der Ironie dieser Fälle ablenken zu lassen: der unmoralische Moralexperte; der Unehrlichkeitsexperte, der (bestenfalls) durch Unehrlichkeit getäuscht wurde. So amüsant die Geschichten auch sind, sie haben auch ziemlich düstere Konsequenzen. Ganz gleich, um welches Fachgebiet es sich handelt, und ganz gleich, wie beeindruckend die Referenzen sind, unser Vertrauen in die Experten wird immer wieder enttäuscht.
Und in gewisser Weise ist das auch gut so. Skandale wie dieser erinnern uns daran, nichts für bare Münze zu nehmen. Nullius in verba, schliesslich. Als Reaktion auf die neuen Betrugsenthüllungen schrieb Ariely, dass er die Daten nicht auf Unregelmässigkeiten geprüft habe, «was ich nach dieser schmerzhaften Lektion regelmässig tun werde». Unabhängig davon, ob Sie Arielys Forschung oder seinen Büchern noch vertrauen, ist dies ein guter Rat.
Hier finden Sie den Originalartikel in englischer Sprache auf UnHerd.
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Die ökosozialistische Überfrachtung von Wirtschaft und Verbrauchern wird vor allem bei der CO2-Bepreisung deutlich, mit der politische Klima-Ideologen den Leistungsträgern und Wohlstandsgaranten dieser Nation einen massiven Klotz ans Bein binden – weil die öffentliche Abgabenlast ja noch nicht hoch genug ist. Doch den linksgrünen Dirigisten reicht dies noch bei weitem nicht: Sie wollen einen CO2-„Schattenpreis“, der für Investitionen der öffentlichen Hand eine kalkulatorische Richtschnur werden und die angeblichen Zukunftslasten der CO2-Emission abbilden soll.
Und mit dieser Zusatzbelastung werden dann wahrlich alle Dimensionen der Verkraftbarkeit gesprengt – fiskalisch, volkswirtschaftlich und wettbewerbsbezogen: Anstelle des derzeitigen CO2-Tonnenpreises von 55 Euro, der sich bereits als kaum zu schulterndes Handicap für die deutsche Wirtschaft erweist, fordern Grüne und Klimaaktivisten einen rechnerisch einzuplanenden „Preis“ von 195 Euro.
Zusätzlich zur eigentlichen Karbon-Monetarisierung, durch die das Treibhausgas zur frei handelbaren Ware und seine Emissionen zur Versteigerung an den Meistbietenden freigegeben wurden, und die zumindest 2020 den steuerungspolitischen Zweck der Einhaltung der Klimaziele erlaubte (der wahre Grund dürften jedoch die Corona-Lockdown gewesen sein!), existiert schon jetzt zusätzlich noch die rein deutsche Klimaabgabe auf Sprit, Gas und Heizöl. Sie presst Wirtschaft und Bürgern zwar alleine 2021 7,4 Milliarden Euro ab, macht aber damit die deutschen Strompreise teuer auf Rekordniveau.
Doch das genügt den Steinzeitökos nicht: Sie wollen Wirtschaft und Verbrauchern final den Rest geben. Wie die „Welt“ berichtet, fordern sie die Verwirklichung eines von der „einflussreichen Denkfabrik“ Agora Energiewende, einem Ableger des European Climate Institute, ausgetüftelte neue Wahnsinnsidee: Einen „Schattenpreis“, der – so die Zeitung – bei der Bestimmung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses öffentlicher Ausgaben fortan eingerechnet werden soll – und zwei bei „jeglichen Plänen, Gesetzen, öffentlichen Investitionen und Beschaffungen„. Ziel ist es es sicherstellen, dass der Staat „nichts baut oder kauft, das nicht mit dem Ziel der Klimaneutralität kompatibel ist.“
Steinzeit-Ökos legen mal wieder Axt an Deutschland
Eine Art eingebaute Strafgebühr also für nach klimareligiösem Verständnis unerwünschte Ausgaben – und darunter fallen dann, soviel ist sich, insbesondere auch Infrastrukturmaßnahmen wie Straßen, Brücken, Flugplätze, Bahnstrecken und natürlich auch Gewerbegebiete – nicht hingegen Windräder oder Solarparks. Was immer den „Aktivisten“ missfällt und den Rückfall Deutschlands in die Steinzeit aufhalten könnte, soll also so teuer gemacht werden, dass der Staat am besten gleich die Finger davon lässt.
Die Kosten für diesen verdeckten Kostenterror sind enorm: Mit 195 Euro pro Tonne, dem Vierfachen des jetzigen Preises, würde das „Schatten“-Modell der Klimanerds von Agora zu Buche schlagen. Beim Bundesumweltamt gehen staatsalimentierten Theoretikern und grünen Schreibttischtätern diese Berechnungen noch nicht weit genug: Sie möchten auch noch die „Schäden künftiger Generationen“ eingepreist haben – und empfehlen als Schattenpreis „…die Verwendung eines Kostensatzes von 680 Euro pro Tonne CO2„, wie sie in ihrer letzten „Methodenkonvention 3.1“ schreiben.
Finanzielle und wirtschaftliche „Schäden künftiger Generationen“ spielen bei derartigen grotesken Gedankenspielen anscheinend überhaupt keine Rolle… Kein Zweifel: Die Klimaradikalen sind im öffentlichen Dienst angekommen – und machen gemeinsame Sache mit den Aktivisten auf der Straße, um diesem Deutschland endgültig den Rest zu geben. (DM)
Berlin: Trotz Polizeigewalt Tausende für Grundrechte auf den Straßen
(David Berger) Tausende Menschen sind heute in Berlin unter dem Motto “Frieden, Freiheit, keine Diktatur” gegen die Corona-Politik der Bundesregierung auf die Straßen gegangen. Selbst das erneut brutale und deutlich auf Eskalation setzende Agieren der Berliner Polizei, das v.a. in linksextremen Kreisen mit Applaus bedacht wurde, konnte nicht verhindern, dass die von den Ordnungsbehörden verbotenen Demonstrationen stattfanden.
Der Beitrag Berlin: Trotz Polizeigewalt Tausende für Grundrechte auf den Straßen erschien zuerst auf Philosophia Perennis.
Neuer Ärger für Olaf Scholz: Cum-Ex und hopp? Von wegen…
Ein weiterer Skandal ereilt diese Bundesregierung, die in früheren Zeiten – wie so viele Aufreger der Ära Merkel – problemlos ausgereicht hätte, das Kabinett zum Platzen und seine Köpfe allesamt zum Rücktritt zu zwingen: Vizekanzler Olaf Scholz wird von erneut von seiner schmutzigen Vergangenheit als Hamburger Bürgermeister und der Cum-Ex-Steueraffäre eingeholt. Doch angesichts dessen, was seine heutigen Bundesministerkollegen unbeschadet auf dem Kerbholz haben dürfen, droht dem SPD-Kanzlerkandidaten vermutlich kein Ungemach.
Dabei ist das, was der „Spiegel“ in neuen Recherchen über die damalige Cum-Ex-Gebaren des damaligen Hamburger Stadtchefs und seines damaligen Finanzsenators und heutigen Nachfolgers als Bürgermeister Peter Tschentscher zutage fördert, mehr als explosiv: Die Beteuerungen beider Politiker gegenüber der Öffentlichkeit und auch dem Hamburger Untersuchungsausschuss der Bürgerschaft lauteten bislang nämlich immer, beide hätten keinen Einfluss auf Entscheidungen des zuständigen Finanzamts genommen.
Nun aber deckt der „Spiegel“ – in einer seiner seltenen Rückbesinnungen auf die Art investigativen Journalismus, die ihn einst (in Vor-Relotius-Zeiten und lange bevor er Selbstdarstellern wie Sascha Lobo oder Antifa-Groupies wie Margarete Stokowski eine Bühne bot) berühmt und berüchtigt gemacht hat – neue Hinweise auf, die nahelegen, dass Tschentscher als Finanzsenator damals sehr wohl – wohl mit Scholz´ Segen – in die delikate Angelegenheit persönlich eingegriffen hat und – so wie es die hauptinvolvierte Warburg-Bank damals von ihm verlangte – den Behörden Dampf machte, die faktischen Cum-Ex-Steuergutschriften zu genehmigen.
(Screenshot:Twitter)
Faktisch handelte es sich dabei um Geschenke, die nach zwischenzeitlicher Feststellung des Bundesgerichtshofs glatte Straftaten darstellten. Zu diesen haben, so scheint es jetzt, entgegen ihrer Beteuerungen Scholz und Tschentscher mutmaßlich aktiv Beihilfe geleistet. Eigentlich – vor allem in Wahlkampfzeiten – ein sicheres Todesurteil für den SPD-Kandidaten, der gerade wie „Phoenix aus der Asche“ zum weißen Ritter der Umfragen aufgestiegen ist. Doch in Zeiten, in denen die unbehelligt an ihren Stühlen klebenden Spahn, AKK, Maas und Scheuer die Toleranzgrenzen für Politikversagen neu definiert bzw. Richtung Null verschoben haben, wird beiden kein Ungemach drohen. Im schlimmsten Fall machen sie es wie Merkel: Sie übernehmen die volle Verantwortung, ohne auch nur die geringste zu übernehmen – und bleiben weiter im Amt. (DM)

