Kategorie: Nachrichten
39. Ausgabe: Stoppt die Migration – 2015 darf sich nicht wiederholen!
Im Info-DIREKT Printmagazin, Ausgabe 39, beschäftigen wir uns schwerpunktmäßig mit dem Thema Migration. Migration wird vom Establishment meist als etwas äußerst Positives dargestellt. In Wirklichkeit sind große Migrationsbewegungen jedoch mit zahlreichen Problemen in den Abwanderungs- und Zielländern verbunden. (Am Ende des Beitrags können Sie das aktuelle Magazin online kostenlos durchblättern.)
Im Leitartikel zu dieser 39. Ausgabe zeigen unsere Autoren auf, wie etablierte Medien, Politiker und NGOs versuchen uns emotional zur Aufnahme von Migranten zu nötigen. Belogen werden jedoch nicht nur Einheimische. Häufig werden Migranten mit falschen Versprechungen nach Europa gelockt und unter fragwürdigen Bedingungen als eine Art „Handelsware“ zur Gewinnmaximierung missbraucht, analysiert Asylinsider Florian Machl. Nicht gerade ehrlich sind auch jene Erzählungen von Innenminister und Märchenonkel Karl Nehammer (ÖVP) über angeblich geschlossene Grenzen, wie FPÖ-Chef Herbert Kickl in seinem Gastkommentar aufzeigt. Kein Wunder also, dass Ex-Grünen und Ex-ÖVP-Politiker Efgani Dönmez in seinem Gastkommentar die Frage stellt: „Weshalb lassen wir uns das alles gefallen?“
Theorie
Etwas theoretischer als diese Beiträge sind die Texte von Maximilian Krah (Abgeordneter der AfD im EU-Parlament) „Volk braucht Bewusstsein“ und Martin Sellners Beitrag über die ethische Wahl „Sharia demokratisch legitimiert“. In diesem Zusammenhang sind auch die Kooperationsbeiträge der „Gegenuni“ zu den Themen „Menschenrechte als totalitäre Zivilreligion“ und „Migrationskritik von links“ lesenswert.
Praxis
Praktische Handlungsanleitungen finden sich hingegen in Beiträgen wie „10-Punkte-Plan“ zur Abwehr von Gewalttaten durch Asylanten“, im Gastbeitrag von AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier über „deutsche Entwicklungshilfe als Migrationsverstärker“, im Interview mit FPÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl und in den kurzen Texten über die vorbildliche „No Way“-Politik von Dänemark und Ungarn.
Wahlen im Herbst
Da am 26. September Wahlen in Deutschland, Oberösterreich und Graz stattfinden, haben wir auch hierzu einige Beiträge im Magazin. Hervorzuheben dabei ist sicher das persönliche Portrait über AfD-Spitzenkandidaten Tino Chrupalla mit dem Titel „Spitzenpolitiker und Malermeister“.
Patriotische Zivilgesellschaft
Nachdem die patriotische Zivilgesellschaft in den sozialen Medien immer stärker zensiert und von den etablierten Medien immer stärker diffamiert wird, finden Sie auch dazu einige Texte in unserer 39. Ausgabe (bspw. die IB-Demo in Wien und das Hausprojekt in Steyregg). Erstmals kommt dabei auch eine Aktion der JVP, der Jugendorganisation der ÖVP vor.
Nachrufe
Leider mussten wir im vorliegenden Magazin auch spontan für zwei Nachrufe Platz schaffen. Den Nachruf auf Zuerst-Chefredakteur, Kriegsberichterstatter und immer humorvollen Kameraden Manuel Ochsenreiter hat Michael Scharfmüller verfasst. Den sehr persönlichen Nachruf auf das freiheitliche Urgestein Lutz Weinzinger stammt aus der Feder von Künstler Odin Wiesinger.
Ringen um Deutungshoheit
Mit dieser Ausgabe setzen wir einen bewussten Gegenpunkt zu der Berichterstattung der etablierten Medien. Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen wollen, dann abonnieren Sie noch heute das Magazin Info-DIREKT, oder kaufen Sie es österreichweit im Zeitschriftenhandel. Bitte denken Sie auch daran Ihre Freunde auf das Magazin Info-DIREKT aufmerksam zu machen – leiten Sie dazu diesen Heftvorstellung an sie weiter.
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Stoppt die Migration – Info-DIREKT Ausgabe 39
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Die Covid-getriebene globale Übernahme entlarvt die wahre Bedrohung durch die erfundene „Klimawandel“-Agenda – Gary D. Barnett
Quelle: The Covid-Driven Global Takeover Exposes the Real Threat of the Contrived ‘Climate Change’ Agenda…
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Stärke oder Untertanengeist: Veränderung beginnt bei echter Selbstliebe
Liebe ist alles. Klingt kitschig? Mag sein, aber es ist eine psychologische Tatsache. Wie oft haben Sie in Ihrem Leben den Spruch gehört: „Nur wer sich selbst liebt, kann auch von anderen geliebt werden.“ Nun, diese Worte treffen nicht nur in Sachen Liebesbeziehung zu, sondern können auch auf viel größere Ebenen angewandt werden. Zum Beispiel auf die Menschen, von denen man regiert wird.
Ein Kommentar von Elsa Mittmannsgruber
Der Grund dafür liegt auf der Hand. Menschen, die sich selbst nicht lieben, suchen Liebe, Wertschätzung, Anerkennung und Bestätigung im Außen, weil sie sich diese nicht selbst geben können. Das ist über kurz oder lang immer zum Scheitern verurteilt, weil dadurch eine negative Abhängigkeitsspirale mit anderen entsteht, die sich ebenso nicht lieben. Solche Beziehungen sind bestimmt von Freiheitsberaubung, Ängstlichkeit, Kontrollwahn, Bevormundung, Intoleranz und Energieraub.
Kommt Ihnen das bekannt vor? Genau in solch einer Situation befinden wir uns gerade gesamtgesellschaftlich. Denn auch da herrscht dieses einfache Gesetz. Die meisten Menschen lieben sich nicht selbst – die Selbstliebe wurde uns auch durch das Aufbürden immer größerer Schuld aberzogen. Deshalb sind sie empfänglich für derzeitige Umgangs- und Regierungsweisen, sie leben gewohnte Muster.
Nach Anerkennung heischend, wird alles mitgemacht
Die Anerkennung und Liebe, die solche Menschen im Außen suchen, suchen sie ja nicht nur beim Partner, sondern überall. Sie lechzen förmlich danach. Als ein Teil dieses Corona-Regimes, der brav mitmacht, Maske trägt, sich einsperren, testen und impfen lässt, andere denunziert, verurteilt und sie zwingen will, ist ihnen die Anerkennung von Machthabern, Medien und der Masse gewiss.
Oft habe ich schon beobachtet, wenn Restaurantbesucher stolz ihren Impfausweis zücken. Unlängst eine Frau, die dabei wie ein kleines Schulmädchen wirkte, das ihr gutes Zeugnis ihren Eltern präsentiert. Wie würde es aber im Umkehrschluss aussehen, wenn sich alle selbst lieben würden? Nämlich die echte Liebe, die frei lässt, bedingungslos und ohne Druck oder Zwang ist. Niemand würde ein Tyrannen-Regime akzeptieren.
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Den ersten Teil der Reportage lesen Sie hier.
Eine Reportage von Guido Grandt
Mein Kameramann und ich treffen uns mit einem Informanten der Beznesser-Szene. Asante spricht mit gebrochenem Englisch diesbezüglich von einem »Geschäft« und ahnt nicht, dass wir verdeckt mitdrehen. »Du weißt, Geschäft ist überall, ist international.«
Abzocke im „großen Stil“
Von einer jungen Prostituierten, die hier ebenfalls auf »Touristenfang« ist, erfahren wir, dass die meisten kenianische Männer Kondome verabscheuen und später die einheimischen Mütter mit ihren Kindern sitzen lassen, anstatt sie zu heiraten. Denn das Brautgeld ist teuer, deshalb machen sie sich lieber an die lukrativen Touristinnen ran. Viele der dermaßen im Stich gelassenen jungen Frauen, die täglich ums Überleben kämpfen müssen, sind gezwungen, sich selbst zu prostituieren. Traurige Wirklichkeit inmitten des tropischen Traums.
Als wir einen Tag später ohne Betty in die Disco Shakatak gehen, entdecken wir Ago, der unserer Kollegin zuvor angelogen hat, heute zu müde fürs Ausgehen zu sein. Wir sehen, wie er mit gewohnter Masche eine zirka sechzigjährige Österreicherin anbaggert. Er scheint wahrlich »flexibel« zu sein.
Wir treffen aber auch Samir, einen 30-jährigen Muslim. Seine Frau und die beiden kleinen Kinder leben im fernen Nairobi, während er selbst an der Diani Beach Safaris verkauft. Doch das Geld reicht nicht aus, deshalb zockt er ältere Europäerinnen ab. Und zwar im »großen Stil«, wie er betont. Später finden wir heraus, dass er zudem mit Drogen dealt. Einmal legt er vor uns einen großkalibrigen Revolver auf den Tisch. So schindet man Eindruck hierzulande. Auch das kriminelle Vorgehen von Samir unterscheidet sich nicht von jenem von Ago. »Die Touristinnen lerne ich in der Disco kennen, am Strand, auf Safari oder auf der Straße. Ich habe gleich drei, die ich nacheinander kommen lasse.« Auf meine Frage hin, ob die auch spendabel sind, antwortet er vor versteckter Kamera: »Ja, ja, die zahlen alles! Ich hab einmal selbst hier Urlaub in einem Privathaus gemacht mit einer Polin.«
Die zahlen immer
Diese Frau bezeichnet er gleich darauf als »Milchkuh.« Darauf angesprochen meint Samir lapidar: »Das ist kein gutes Wort, aber das sage ich zu den Frauen, die ich nicht liebe und von denen ich nur Geld saugen will. Die zahlen auch, wenn sie wieder zu Hause sind. Ich erzähle ihnen, ich bin krank oder mein Geschäft läuft nicht gut. Dann überweist jede von ihnen monatlich rund 200 Euro. Davon kann ich hier gut leben und habe mir sogar ein Haus gebaut.« Samir kennt noch andere, die dieses »Business« ebenfalls betreiben. »Es gibt Männer, die bekommen 1000 Euro im Monat. Wirklich, das schwöre ich dir!«
Nachdem wir etwas später Samirs Vertrauen gewonnen haben, zeigt er uns als Bestätigung Fotos seiner Opfer, Überweisungen und sogar sein neu gebautes Haus im Armenviertel von Ukunda. Es kostete für diese Verhältnisse astronomische 1 Million Kenia-Schillinge, was zum Zeitpunkt unserer Dreharbeiten etwa 10.000 Euro entspricht. Am anderen Morgen hat unsere Kollegin Betty ein Treffen mit Zahir, einem Kellner, der sich in unserem Hotelrestaurant an sie herangemacht hat. Er nimmt sie mit in sein Heimatdorf zu seiner Frau und seiner Tochter. Der Fünfjährigen sagt er, sie soll ihre (neue) »Mutter« begrüßen, denn er wünscht sich Betty als Zweitfrau und gleich auch noch ein »Schokoladenbaby.«
Ich nehme Pistole und baff!
Zahir verlangt natürlich Geld für den Trip hierher und für die glorreiche Aussicht auf eine Zukunft mit ihm und seiner Familie. Auf den Einwand, er wäre doch schon verheiratet, winkt er ab. »Das ist kein Problem.« Und als ihn Betty fragt, ob er denn eifersüchtig sei, antwortet er deutlich: »Wenn ich bin eifersüchtig, ich nehme Pistole und baff! Fertig!«
Im Zuge der Recherchen treffen wir verschiedene »Bezness-Opfer«. Eines davon ist die 55-jährige verwitwete Sonja, die im Laufe unserer Gespräche eine Art Helfersyndrom und einen Beschützerinstinkt offenbart und die Anmachen der einheimischen Männer sogar noch romantisch findet. Ein bisschen wie in Corinne Hofmanns Besteller »Die weiße Massai«.
Auch Sonja wird von ihren »Traummännern« per SMS gestalkt und fällt jedes Mal aufs Neue darauf herein. Viel Geld hat sie schon verloren, nicht aber die Hoffnung, die große Liebe in Afrika doch noch zu finden. Ebenso lernen wir Ingrid kennen. Nach einem Kenia-Urlaub heiratet die 52-jährige Schweizerin den 25 Jahre jüngeren Beachboy Kovu, der nach Zürich umsiedelt. Doch dann findet sie die Quittung einer Geldüberweisung an eine ihr unbekannte Frau. Wie es sich herausstellt, handelt es sich bei dieser um die »Erstfrau« ihres frischgebackenen Ehemannes, mit der er sogar zwei Kinder hat. Zahir versucht sich herauszureden. Aber nicht viel später entdeckt Ingrid E-Mails von einer anderen Schweizerin, mit der Kovu ebenfalls in Kontakt steht. Letztlich kommt es zur Scheidung.
Beschmutzt und betrogen
Ingrid: »Ich musste ihm von meiner Pensionskasse 27.200 Franken bezahlen, obwohl ich seiner Familie 10.000 Franken schenkte und er damit in Kenia sein eigenes Haus baute.« Bitter resümiert sie: »Ich würde jeder weißen Frau, die nach Afrika reist, raten, sich umzuschauen, weil sie das Geld bringen, weil man sie abzocken kann, die weißen Milchkühe. Heute fühle ich mich benutzt, beschmutzt, betrogen, belogen und ausgenommen. Er ist die Hure und ich fühle mich schmutzig! Ich wünsche das niemandem!« Am traumhaften Diani Beach geht also alles ratzfatz. Anbaggern, romantische und intime Stunden, abzocken, vielleicht sogar heiraten und ab nach Europa. Ob Koch, Kellner, Geldwechsler, Beachboy – sie alle sind arm und wollen ins gelobte Paradies. Dabei erfahren wir auch, dass sie sich mitunter bei den Anmachmaschen organisieren und abwechseln, wenn einer von ihnen nicht zum Zuge kommt.
Die Gefühle der Touristinnen spielen für die Beznesser keine Rolle, sind dabei lediglich Mittel zum Zweck. Das haben unsere Vor-Ort-Recherchen im Urlaubsparadies Kenia eindeutig ergeben.
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Eine Reportage von Guido Grant
Kenia, Mombasa, Moi International Airport. Nach einem 10.000-Kilometer-Flug von Frankfurt aus sind wir nicht nur müde, sondern auch äußerst angespannt. Wir, das sind unser »Lockvogel« Betty, mein Kameramann Bernd und ich selbst. Denn unsere »Undercover-Recherchen« sind nicht ungefährlich. Wie gewöhnlich tarnen wir uns als Touristen, um nicht gleich bei der Einreise aufzufallen.
Als wir aus dem schlichten, mit alten Klimaanlagen heruntergekühlten Airport-Gebäude heraustreten, empfängt uns tropische Hitze sowie dieses einmalige Licht, das es nur in Afrika zu geben scheint. Es verleiht der Umgebung außergewöhnlich klare und scharfe Konturen. Ein mit allerlei Düften und Gewürzaromen durchsetzter Wind weht uns entgegen. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei nahezu neunzig Prozent, treibt uns den Schweiß aus sämtlichen Poren.
Dieser erste Eindruck ist entscheidend, suggeriert er doch – wie auch den späteren Bezness-Opfern, die hier ankommen – in einer ganz anderen Welt, weit weg von Kontinentaleuropa zu sein. In einer Welt, in der alles möglich ist. In der selbst ältere bis alte, übergewichtige oder gebrechliche Frauen nicht nur die weißen Strände und die Tropensonne genießen können, sondern auch große Gefühle: Leidenschaft und vielleicht sogar »echte« Liebe. So fallen bei vielen weiblichen Ankömmlingen bereits am Flughafen der gesunde Menschenverstand und die Vorsicht ab wie eine zweite Haut.
„Gefühlskriminalität“ – Bezness
Der Begriff »Bezness« ist zusammengesetzt aus dem deutschen Wort Beziehung und dem englischen Business. Damit gemeint ist das Geschäft mit der vorgespielten Liebe, die Abzocke europäischer Urlauberinnen in orientalisch-exotischen Ländern. Diese hat allerdings nichts mit dem herkömmlichen Sextourismus zu tun. Jährlich fallen cirka 5.000 Frauen auf die Betrüger herein. Die Dunkelziffer ist weitaus höher. Ein Millionengeschäft. Durch Bezness soll alleine dem deutschen Sozialsystem jährlich ein Schaden von rund 1,5 Milliarden entstehen: durch Geldabflüsse ins Ausland, für gesundheitliche Schäden und Sozialhilfe/Hartz IV für verschuldete Opfer oder der in Deutschland verheirateten Täter und für Sorgerechtsstreitigkeiten. Mitunter kommen Abschiebekosten hinzu.
Die Behörden stehen diesem »interkulturellen Betrug« durch »Gefühlskriminalität« zumeist völlig hilflos gegenüber. In verschiedenen Fällen weist Bezness mafiöse Strukturen auf, denn die Täter arbeiten zuweilen organisiert und systematisch. Schaffen sie es bis nach Europa, können ihre Maschen sogar in der Entführung ihrer dort geborenen Kinder in ihre Heimatländer (der Beznesser) gipfeln. Der »interkulturelle Betrug« wird mittlerweile in fast allen Urlaubsländern praktiziert, in denen Armut und Korruption vorherrschen. Die bekanntesten darunter sind Kenia, die Türkei, Ägypten, Tunesien und Marokko.
Eldorado Diani Beach
Von der Hafenstadt Mombasa aus fahren wir eineinhalb Stunden südlich zum Touristenmagnet Diani Beach, nahe der Ortschaft Ukunda im Kwale County. An einem 25 Kilometer langen, weißen Sandstrand am Indischen Ozean reihen sich Hotels, Restaurants, Bars und Diskotheken aneinander. Ein wahres Eldorado für Pauschaltouristen und für »Gefühlsgangster.«
Der Strand vor unserem Hotel wird von sogenannten »Beachboys« belagert. Sie leben zumeist in der Nähe der Anlagen, sind in Gangs organisiert, verkaufen Safari-Touren, Holzschnitzereien oder Tücher. Deshalb belagern und bedrängen sie Touristen geradezu. Unter ihnen finden sich auch Beznesser, die es nur auf eines abgesehen haben: auf »weiße« Frauen aus dem Westen, die hier »Mzungu« genannt werden.
Einer dieser »Gefühlsgangster« ist der 25-jährige Ago. Er ist groß, schlank, sympathisch und spricht geradezu perfekt Deutsch. Schwarze-Krieger-Romantik verhilft ihm, wie auch seinen Komplizen dabei, zuerst mit den ahnungslosen und gutgläubigen Opfern anzubändeln, um sie später abzuzocken.
Bei Bettys erstem Strandspaziergang heftet sich Ago sogleich wie ein zweiter Schatten an ihre Fersen, geht sprichwörtlich auf Tuchfühlung, während Bernd und ich alles heimlich mitfilmen. Beim Small Talk kommt er sofort zur Sache, murmelt nach einer halben Stunde schon die Zauberworte »Nakupenda sana – ich liebe dich!« Ungefragt gibt er der 50-Jährigen seine Handynummer und verlangt auch ihre. Am Abend verabreden sie sich in einer Beachbar.
Beim romantischen Rendezvous unter Palmen und sanftem Meeresrauschen horcht der nette Ago Betty zunächst mal aus: »Woher kommst du aus Deutschland? Was arbeitest du? Wie viel verdienst du? Was für ein Auto fährst du? Hast du Familie? Bist du Single?«
„True Love“ im Zeitraffer
Natürlich hält sich unsere Kollegin an das vorher abgesprochene »Drehbuch«, antwortet so, wie es der Gefühlsgangster hören will, der daraufhin begeistert ausruft: »Oh a free woman and free man, perfect.« Europäische und vor allem deutsche und österreichische Frauen wären die »allerbesten«, weil sie so großzügig und tolerant seien.
Ago selbst ist anscheinend nicht verheiratet, glaubt an die »true Love« sowie an die Traumhochzeit mit einer Europäerin. So lässt er auch nicht mehr locker, weiß er doch, dass er höchstens zwei Wochen bis zum Ende von Bettys Urlaub Zeit hat, ihr Herz, ihr Geld und eventuell die Fahrkarte nach Europa zu ergattern. Deshalb kommen die Liebesschwüre schnell und per SMS über die vorher ausgetauschte Mobilnummer. Das nächste Treffen findet in der Diskothek Shakatak statt, der größten Baggergrube am Diani Beach. Die direkt danebenliegende offene Tandorii-Bar wird zwei Wochen nach Ende unserer Dreharbeiten von einem Handgranatenanschlag der Terror-Miliz Al-Shabaab verwüstet.
Im Shakatak treffen sich Einheimische und Touristen zum Tanzen, Flirten und Trinken. Denn die Gefühlsgangster wissen, dass bei heißen Rhythmen und Körperkontakt schnell die Hemmungen fallen. So macht auch Ago Betty unmissverständlich klar, was er vorhat. Deutschland sei das »gelobte Land« und er will unbedingt eine »Mzungu« finden, die ihn mitnimmt und mit ihm dort ein tolles Leben führt. »Also dich, Betty!«
Lesen Sie hier den zweiten Teil!
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„Klima-pedia“: Stichwortsammlung der Klimaschau als Nachschlagewerk

(ARG)
Von ökokatastrophischen Erzählungen profitierende Wissenschaftler, Journalisten und Aktivisten behaupten gern immer wieder dieselben klimatischen Vorgänge, um aktuelle Ereignisse in die alarmistische Theorie einzuordnen – aktuell das Hochwasser und das kühle Jahr 2021.
Sebastian Lüning hat in den vielen Folgen seiner Klimaschau die Behauptungen im Lichte der wissenschaftlichen Publikationen untersucht und ein Glossar angelegt, mit dem man die Themen zielgenau mit Minutenlink in den Videos anwählen kann, zum Beispiel die Ozeanzyklen (AMO, El Niño), die Kältewellen, alternative Energien und CO2-Emissionen.
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