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Der Vater aller Verschwörungstheorien
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Der Vater aller Verschwörungstheorien
Der Deutsche Jan van Helsing war der erste Autor im Nachkriegsdeutschland, der mit Recherchen über Geheimgesellschaften und okkultes Wissen hunderttausende Bücher verkaufte. Doch dann holten jüdische Tugendwächter zum großen Gegenschlag aus: Zensur, Verkaufsverbot, Anklage wegen Volksverhetzung. Jetzt ist sein legendäres Werk «Geheimgesellschaften und ihre Macht im 21. Jahrhundert» wieder erhältlich und bricht erneut alle Verkaufsrekorde. Wer ist der unbeugsame Mann hinter diesem Erfolg?
von Niki Vogt
Der Verleger Klaus-Dieter Ewert staunte nicht schlecht, als er im Sommer 1993 einen Briefumschlag ohne Absender öffnete. Er enthielt ein Manuskript mit einem Anschreiben. Der junge Autor wollte kein Geld, er bat nur, dass sein Buch veröffentlicht werden sollte. Aufgrund der Brisanz der Enthüllungen müsse er allerdings auf einem Pseudonym bestehen: Jan van Helsing. Wer den Dracula-Roman von Bram Stoker gelesen hat, wird sich erinnern: Abraham van Helsing ist dort die Hauptfigur, der Vampirjäger.
Ein echter Pionier
Der junge Autor, mit bürgerlichem Namen Jan Udo Holey, war ursprünglich ein wissbegieriger Punk aus der linken Szene gewesen, hatte sich aber im Laufe der Jahre mit neuen und sehr brisanten Themen beschäftigt. Im Anschreiben an den Verlag lüftete er zwar sein Pseudonym nicht, gab aber doch ein wenig über sich preis:
«Ich bin jetzt 26 Jahre alt, habe bisher fünf Kontinente bereist, und in fast jedem Land die beschriebenen Freie-Energie-Maschinen wie auch Avatare vorgefunden. Allein in Neuseeland traf ich mehrere Menschen, die deshalb dorthin ausgewandert waren, da sie durch die Entwicklung von Geräten zur kostenlosen Energieerzeugung oder von Antigravitationsflugscheiben in Europa durch die Atom-, Öl- und Elektrolobbys ernste Schwierigkeiten bekommen hatten.»
Und weiter: «Dass es sich bei dieser Thematik nicht um eine Spielerei handelt, wurde mir spätestens dann klar, als ein Bekannter von mir, ein Ranger im Norden der Südinsel Neuseelands, ein Testgelände für fliegende Untertassen der U.S. Air Force entdeckte und (…) am Fuße einer Klippe ermordet aufgefunden worden war. Und ich traf CIA-, Naval Intelligence- und BND-Angehörige, die in solche Projekte verwickelt waren oder noch sind. (…) Solche und andere Informationen „geheimer“ Natur, über die ich im Laufe meiner Recherchen „gestolpert“ bin, habe ich in diesem Buch zusammengefasst. All dies ist vernetzt mit Geheimgesellschaften, Religion, Hochfinanz und Politik.»
Van Helsing jagt die Vampire
Verleger Ewert entschloss sich, das Buch tatsächlich zu veröffentlichen. Es kam 1994 unter dem Titel «Geheimgesellschaften und ihre Macht im 20. Jahrhundert» heraus und wurde ein absoluter Bestseller. Der Folgeband «Geheimgesellschaften 2» erschien ein Jahr später. Holey alias Jan van Helsing beschrieb in seinen Erstlingswerken die Aktivitäten und Hintergründe der hohen Freimaurerlogen, der Illuminaten und der elitären Geheimbünde wie Skull & Bones.
Außerdem durchleuchtete er den Ku-Klux-Klan und die Finanzgebaren der Familien Rothschild, Warburg, Rockefeller und Morgan. Der Autor erfuhr und berichtete nie Gehörtes über die Hintergründe der Schlacht von Waterloo und wie dieser Sieg über Napoleon den Reichtum des Hauses Rothschild begründete, und er schrieb über den Opiumhandel der englischen Königsfamilie im 18. Jahrhundert, für den das aufmüpfige China in die Knie gezwungen und zur Herausgabe seiner Silberschätze gezwungen wurde.
Seine Thesen zu einer «geheimen Weltregierung» illustrierte er mit Beispielen wie der City of London, des von Großbritannien unabhängigen Finanzzentrums an der Themse, und mit Hintergrundinformationen über die Drahtzieher der bolschewistischen Revolution und des Aufstiegs von Adolf Hitler. Von den Rittern Jerusalems über die dunklen Geheimnisse des Vatikans bis zum Kennedy-Mord, von der Gründung Israels bis hin zur angeblichen Anwesenheit von Außerirdischen wurde nichts ausgelassen.
Man darf sagen: Der Autor langte mit diesem Buch beherzt zu. So etwas hatte es vorher noch nie gegeben, den Lesern blieb schlicht die Spucke weg. Jan van Helsing war in diesen Zeiten ein Top-Seller: Beide «Geheimgesellschaften»-Bände verkauften sich innerhalb zweier Jahre um die 160.000 Mal.
Die Untoten schlagen zurück
Wären das alles nur Hirngespinste gewesen, hätte es des einsetzenden Vernichtungsfeldzuges gegen den Verfasser nicht bedurft. Was nach der Veröffentlichung und dem durchschlagenden Erfolg dieser beiden Bücher über ihn hereinbrach, erinnert stark an den Film «Fletchers Visionen mit Mel Gibson.
Der New Yorker Taxifahrer Fletcher gibt ein kleines Heftchen heraus, in dem er seine Theorien veröffentlicht, die mit einer großen Verschwörung zu tun haben. Das Blättchen hat kaum Leser, doch eines Tages druckt er wohl etwas, was zu nahe an die Wirklichkeit herankommt, und gerät in eine Verfolgungsjagd und einen Kampf auf Leben und Tod – weil der sogenannte Psycho eben doch richtig gelegen hatte und zum Schweigen gebracht werden musste.
Auch Jan van Helsing muss mit dem Inhalt der beiden Bücher einen höchst empfindlichen Nerv getroffen haben, denn sowohl in der Schweiz wie auch in Deutschland wurde er wegen Volksverhetzung angezeigt. Das führte zur größten Buchbeschlagnahmungsaktion in Deutschland seit 1945. Jan van Helsing wurde ab 1996 mit Verfahren und Anzeigen überzogen, beide Bücher wurden bundesweit konfisziert – es kam zu über 50 Hausdurchsuchungen!
Dass 1998 das Strafverfahren wegen Volksverhetzung eingestellt und 2001 auch der Beschlagnahmebeschluss aufgehoben wurde, nützte dem Autor nichts: Seine Bücher blieben in Deutschland und der Schweiz auf dem Index, erst 2006 gaben die Staatsanwälte die bei den Razzien eingezogenen Bücher zurück. Danach war das brisante Werk viele Jahre nur noch zu horrenden Preisen unter dem Ladentisch erhältlich – bis jetzt! Denn nun ist eine aktualisierte Neuauflage des Klassikers unter dem Titel «Geheimgesellschaften und ihre Macht im 21. Jahrhundert» erschienen. Und wieder gibt es einen wahren Ansturm auf das zeitweise verbotene Buch.
Der Autor blieb stabil
Van Helsings juristische Erfolge fanden nach der jahrelangen, breit angelegten Medienhetze gegen den angeblichen «Rechtsextremen» und «Antisemiten» dann seltsamerweise – besser: typischerweise! – keinen Niederschlag mehr in den Medien. All diese Verfolgungen, das Verbotsverfahren, die Anklageschrift wegen Volksverhetzung und die Identität und Motivation der Anzeigeerstatter verarbeitete der Autor in seinem Buch «Die Akte Jan van Helsing». Man muss kein Hellseher sein, um zu erraten, dass auch dieses Buch wegen drohender Gerichtsverfahren vom Markt genommen werden musste.
Die Unsicherheit, die psychische Belastung und die soziale Ausgrenzung als angeblich antisemitischen Paria haben ihre Spuren hinterlassen. Nicht nur bei Jan Udo Holey, mit dem ich die Ehre hatte, einige Jahre beim alternativen Sender Secret-TV zusammenarbeiten zu dürfen. Auch für sein privates Umfeld war die jahrelange Drangsaliererei eine Belastung. Sein Vater Johannes sagte einmal bei einem Interview:
«Natürlich (…) war unser Elternherz zutiefst betroffen. (…) Ärgern tut mich dabei nur die billige Mainstreampresse, die Jan weiterhin dieser Szene zuordnet, obwohl der Staat damals das Verfahren gegen ihn stillschweigend und auf Staatskosten eingestellt hat. Jan wurde also nie verurteilt, was den Presseheinis einfach nicht passt, oder, soweit sie innerlich mit ihm sympathisieren, nicht passen darf.»
Unsere Buchempfehlung: „Geheimgesellschaften“ von Jan van Helsing
Semper aliquid haeret (es bleibt immer etwas hängen) – das ist die Devise der Medienmeute, und sie ist effektiv. Die Treibjagd und die nachweislich grundlosen, jahrelangen Verfahren von damals zeigen heute immer noch Wirkung. Sie zeigt sich in falschen und diffamierenden Einträgen über Jan Udo Holey / Jan van Helsing, die immer noch in den einschlägigen Denunziationsseiten wie Esowatch, Psiram oder bei Wikipedia zu finden sind.
In diesem Faktum offenbart sich auch die Strategie des Heiligen Krieges gegen die Meinungsfreiheit. Es geht nicht um Thesen, um Gedankenspiele, Meinungen, Argumente, Gegenrede, Falschdarstellungen und Korrektur. Schon gar nicht geht es um Fakten oder die Wahrheit. Vielmehr ist bei bestimmten Themen bereits die bloße Beschäftigung unter die Strafe der Existenzvernichtung gestellt. Tabus haben in der Ersatzreligion der politischen Korrektheit Moral und Gewissen ersetzt, die mediale Hinrichtung das Peloton.
Jahrelang verboten – jetzt endlich wieder legal! Der auf 440 Seiten erweiterte und aktualisierte Klassiker «Geheimgesellschaften und ihre Macht im 21. Jahrhundert» ist endlich wieder erhältlich. Schlagen Sie schnell zu, denn die Zensoren wetzen schon wieder die Messer! Hier bestellen.
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Droht Friedrich Merz nun die Exkommunikation aus der katholischen Kirche?
(David Berger) Friedrich Merz ist nicht nur Katholik. Bei einer CDU-Mitgliederbefragung 2023 haben auch rund 93,5 % den Lebensschutz als wichtig bzw. besonders wichtig in der CDU eingestuft. Mit dem gestrigen Bekenntnis zu Brosius-Gersdorf hat er beides verraten. Kurz vorab, was Merz vor der Wahl zu seiner katholischen Einstellung wissen ließ: Verfällt ein Politiker, der […]
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Captain America und das Imperium der Lügen
US-Filme sind ein wichtiger Zweig der Soft Power. Wie funktioniert die Selbstdarstellung „Uncle Sams“ in seiner global projizierten Traumfabrik? Um dem auf den Grund zu gehen, besuchen wir die Filme seines Cousins – des Superhelden Captain America.
Von Elem Chintsky
Das erste, was im Krieg stirbt, ist die Wahrheit. So lautet die oft wiederholte Maxime in Zeiten des eskalierenden Konfliktes. Ironischerweise wird sie oft von denen bedient, die der Lüge am meisten Viralität verleihen. Die politische Lüge ist oft das Verschweigen von Tatsachen, deren verkürzte Darstellung, und erst im äußersten Fall die offen verzerrte oder vollkommen umgekehrte Interpretation derselben. Eine forensisch schwer nachzuweisende Lüge ist die, die parallel zur Realität ausgerollt wird. Denn bei anklagender Nachfrage kann man immer behaupten, man habe ein Märchen auf wahren oder teils wahren Begebenheiten kreiert – ohne Anspruch auf Realitätsnähe oder Faktentreue.
Der österreichische Filmregisseur Michael Haneke sagte einmal „ein Film ist 24 Lügen pro Sekunde, aber vielleicht im Dienste der Wahrheit.“ Hier sollte die Betonung schwer auf „vielleicht“ liegen, womit Haneke weitaus aufrichtiger oder zumindest weniger naiv ist, als sein Schweizer Fachkollege von dem er das Zitat übernommen und modifiziert hat (Jean-Luc Godard: „Film ist 24 Mal Wahrheit pro Sekunde.“). Diese Aussage ist eigentlich gar nicht so abgeklärt, wie sie anfangs wirkt. Sie besagt lediglich, dass das Medium Film eine Parallelwelt darstellt – eine, in der ähnliche oder andere Regeln und vereinfachte Gesetzmäßigkeiten bedient werden. Sofern es immer noch die Kunst ist, die die Wirklichkeit nachahmt, und nicht andersherum. Denn moderne Technologie und ihre unmittelbare Nähe zu den Köpfen von uns als empfangenden Menschenmassen hat durchaus eine Umkehrung des Prinzips erzwungen: Die künstlich gebauten Narrative in den reproduzierbaren, digitalen Medien bestimmen, was der Konsument glaubt über die wahre Welt zu wissen. Die Wirklichkeit ahmt die Filmkunst nach, da hunderte Millionen Zuschauer die Art, wie sie auf die Welt blicken, davon abhängig machen, was sie auf dem Bildschirm zu entdecken glauben.
Ein zeitgenössisches Beispiel, das diesbezüglich der näheren Betrachtung wert ist, ist der Superheld „Captain America“ – mit bürgerlichem Namen: Steve Rogers. Die literarische Figur ist als Filmheld seit dem Entstehen des Marvel Cinematic Universe (MCU) in den Jahren 2008–2011 einem breiteren, globalen Kino-Publikum zugänglich geworden. Davor war Captain Americas Bekanntheitsgrad eher gebunden an die Comicheft-Serien des US-Verlags Marvel und seiner Vorgänger, in denen seine Abenteuer ursprünglich publiziert wurden.
Rogers war ein kleinwüchsiger, kränklicher junger Mann, der ein großes, mutiges Herz hatte. Um am Zweiten Weltkrieg teilzunehmen, erklärte er sich bereit, ein hoch experimentelles Serum zu empfangen, das ihn in einen Supersoldaten verwandelte. Bei seiner letzten Mission stürzte er in der Arktis ab, galt seither als verstorben, lag jedoch nur in einem Kälteschlaf, der nahezu 70 Jahre später – in unserer Gegenwart – mit der Entdeckung seines Wracks endete. Ohne auch nur einen Tag gealtert zu sein, setzt er sein Superheldendasein fort, wird Mitglied der militärischen US-Sicherheitsbehörde S.H.I.E.L.D und später der Superhelden-Gruppe Avengers (zu Deutsch: die Rächer). Obwohl Rogers (gespielt von Chris Evans) bisher in insgesamt zehn MCU-Filmen auftaucht, umspannt diese Analyse grob die ersten beiden Filmtitel, Captain America: The First Avenger (2011), und ganz besonders Captain America: The Winter Soldier (2014).
Seit seinem ersten Erscheinen während des Zweiten Weltkriegs (1940) hat die Figur alle hegemonialen Phasen des amerikanischen Imperiums miterlebt – sogar die soziologische Antikriegsphase rund um den Vietnamkrieg (1965–1973). Denn während der Comicheld den US-Nichtinterventionismus im Zweiten Weltkrieg noch effektiv auflockern konnte, waren die Marvel-Autoren während des Vietnamkriegs ratlos, wie ausgerechnet die patriotisch aufgeladene Figur des Captain America erneut für Abhilfe sorgen könnte. Zwar blieb er seinen Grundwerten Selbstlosigkeit, Pflichtbewusstsein und Mut treu, aber seine Persona begann sich im Kontrast zur machtpolitischen Außenwelt zu verändern – hin zu einer Anti-Establishment-Figur, die zu ihrem persönlichen Ungehorsam, aufgrund des tief im Herzen gehegten moralischen Imperativs, kompromisslos steht – selbst wenn dies heißt, die ganze Welt (oder eben den US-Staatsapparat) gegen sich zu haben. Wobei aber gleichzeitig die Symbole des amerikanischen Patriotismus, der Nationalflagge, nie den Körper des Helden verlassen. Genau diese Entwicklung von Steve Rogers‘ Weltanschauung ist relevant, denn nicht sie entwickelt sich, sondern die Welt um ihn herum. Sie bietet einen eindrucksvollen Einblick in die amerikanische Soft-Power-Strategie und deren globale Projektion. Sie wurde ebenfalls zu einem impliziten, womöglich unbewussten Eingeständnis, dass irgendjemand dort hinter dem großen Teich durchaus den Unterschied versteht zwischen dem, was das amerikanische Imperium sein sollte und was es eigentlich ist. Und dass beides sehr weit voneinander entfernt liegt. Ein fiktiver Held wird mit größter Mühe projiziert, während ebendieser Held in der wahren Welt geächtet und verfolgt würde.
Die leise Vermutung, dass wahrer Patriotismus durch kompromisslose Befehlsverweigerung zustande kommt, wird im zweiten Teil, Captain America: The Winter Soldier (2014), zum Leitmotiv – nach dem Prinzip „verborgen in aller Öffentlichkeit“. Zwar ist der offizielle Bösewicht der „Winter Soldier“, der einerseits Steve Rogers‘ bester Freund aus seiner Jugend ist, andererseits ein US-Soldat, der von einem fiktiven sowjetischen Geheimdienst zu einer willenlosen Superwaffe ohne Gedächtnis und somit ohne Vergangenheit gemacht wurde.
Wer ist aber der eigentliche Antagonist Captain Americas? Es ist der präventive US-Überwachungsstaat, der nicht nur ein Gewaltmonopol hat, sondern auch eine erhabene und schier absolute Vorherrschaft bei der technischen Anwendung dieser Gewalt entwickelt hat. Ein Staat samt seinen Dienern, der die mahnenden Worte von einem seiner Gründungsväter (Thomas Jefferson: „We need a revolution every 20 years just to keep government honest“, zu Deutsch: „Alle 20 Jahre brauchen wir eine Revolution, nur um die Aufrichtigkeit der Regierung zu wahren“) alles andere als berücksichtigt hat. In der Filmhandlung ist der US-Staat zumindest an der technokratischen Schwelle, die, wenn überschritten, nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Captain Americas Befehlshaber, Nick Fury, präsentiert ihm das nahezu fertige „Project Insight“ (zu Deutsch, „Projekt Einsicht“), welches ein voll militarisiertes Überwachungsprogramm ist, das Zugang zum gesamten Internet hat, wodurch jeder Mensch auf der Erde komplett und in Echtzeit erfasst wird und bei Bedarf umgebracht werden kann. Der Zweck der absoluten Sicherheit heiligt die technischen Mittel der Freiheitsberaubung. Der Protagonist (und das personifizierte Gewissen der längst vergangenen amerikanischen Republik), Captain America, erwidert darauf „I thought the punishment came after the crime?“ (zu Deutsch, „Ich dachte, die Strafe kommt nach dem Verbrechen?“). Steve Rogers bekräftigt erneut sein Missfallen und, dass dies nichts mit Freiheit, sondern mit Furcht zu tun hat. Mit diesem Dialog positioniert sich Captain America in der soziopolitischen Dichotomie zwischen Freiheit und Sicherheit klar beim Ersteren – und wir mit ihm.
Sein Vorgesetzter Fury argumentiert, dass der US-Staat die Welt so nimmt, wie sie ist, nicht so, wie er sie gerne hätte. Diese scheinbar realpolitische Aussage ist auf einer Ebene der Metaanalyse durchaus ironisch, besonders, wenn man die weiter oben von mir aufgestellte Gegenthese noch einmal verinnerlicht: Nämlich was in der realen Welt den Unterschied ausmacht zwischen dem, was das amerikanische Imperium sein sollte und was es eigentlich ist. Was behauptet dieses Imperium von sich und wovon sprechen seine Taten? Dass es diesbezüglich nicht nur Verwirrung gibt, sondern diese gestiftete Verwirrung auch System hat.
Denn Filme dieser Art zeigen nicht, wie die Welt ist, sondern wie die Verantwortlichen und Macher wollen, dass die Zuschauer sie sehen und empfinden: Ein hyper-moralisches Amerika, das in seinen Institutionen und tiefsten Machtstrukturen grundlegend unkorrumpierbar bleibt und nah an den Prinzipien seiner Verfassung ist. Später suggeriert die Filmhandlung, dass jegliche Ungereimtheiten oder Machtmissbrauch stets als subversiver – ultimativ: fremder – Einfluss daherkommen und nicht aus dem ursprünglichen Wertekatalog der USA entnommen wurden.
Der Zuschauer wird mehrere Male daran erinnert, dass Captain Americas Gewissenskonflikt sich sichtlich verstärkt. Seit er zurückdenken könne, wolle er „einfach nur das Richtige tun.“ Die Gespräche, die er hierzu führt, deuten darauf hin, dass die heutige Welt in moralischer Ambivalenz gefangen sei – viel mehr als in der übersichtlichen Schwarzweiß-Epoche des Zweiten Weltkrieges. Captain America ist ein idealisiertes Relikt längst vergangener Zeiten, verweigert sich aber der modernen Reform, die besagt, alles sei relativ und zum eigenen Vorteil auszuschlachten.
Was Captain America: The Winter Soldier letztendlich zu einem Märchen macht (abgesehen vom offensichtlichen Superhelden-Genre), ist, dass all die Vorarbeit, die geleistet wird, Captain America glaubhaft gegen einen feindlich gewordenen US-Staat antreten zu lassen, wie durch Zauberhand all seiner Ernsthaftigkeit beraubt wird. In einer plötzlichen Kehrtwende stellt sich heraus, dass der US-Staat (beziehungsweise seine militärische Geheimbehörde S.H.I.E.L.D) von einem Nazi-Geheimbund namens HYDRA infiltriert wurde. Es wird erklärt, dass dies letztendlich der einzige Grund für den gesamten Wertekonflikt gewesen sei, obwohl der Streit um den moralischen Imperativ zwischen Captain America und seinem Vorgesetzten Fury im ersten Film-Akt nicht wirklich gelöst wird. Selbst mit der neutralisierten Gefahr des „inneren Feindes“ (die Nazis von HYDRA) bleibt die ethische Gabelung zwischen Freiheit und Sicherheit bestehen und ist aktuell. Captain America sei der Massenmedien-Beweis, dass das Gewissen der amerikanischen Republik als „unabdingbare Nation“ weiterhin intakt ist – beziehungsweise vorgibt, intakt zu sein. Dieses ethisch invertierte Lichtbild wird in unsere Wirklichkeit hineinprojiziert, um den Kampf um die Deutungshoheit und Wahrnehmung der Massen täglich für sich zu gewinnen.
Aber die US-Medienstrategie hat in anderen Bereichen auch bewusst andere Ansätze, wie in der Bourne-Filmreihe gezeigt wird. Die Helden dort sind kompromittierter als Captain America, da sie die moralische Schwelle, Unschuldige professionell für den US-Staat zu morden, überschritten haben und erst danach auf ihren Pfad des moralischen Ungehorsams und der Befehlsverweigerung treten. Darin liegt auch die bisherige Überlegenheit des US-Kinos insgesamt: Die Fähigkeit zu diversifizieren zwischen Filmprodukten, die offen die Gewalt des Imperiums verherrlichen und romantisieren („American Sniper“), teilweise Selbstkritik zulassen („Captain America“) oder sogar ungewöhnlich offen sind mit den soziopathischen Zügen der politischen und geheimdienstlichen US-Eliten (die „Bourne“-Filmreihe oder die TV-Serie „House of Cards“). Die Dosis macht das Gift und seine Wirkung.
Eine der wichtigsten Regeln des visuellen Geschichtenerzählens lautet eigentlich: „Zeigen, nicht erzählen“ (zu Englisch, „Show, don’t tell“). Das US-Imperium hat in dem Sinne einen genialen Schachzug vollbracht, indem es diese beiden Bereiche voneinander etwas trennte: Das viel wirkungsvollere „Zeigen“ wurde an die fähigsten Geschichtenerzähler der Filmindustrie ausgelagert – die die Freiheit haben, den amerikanischen Mythos zu erweitern. Dadurch entsteht immer mehr die vorher erwähnte Verwirrung zwischen dem „Erzählten“ oder „Behaupteten“ sowie dem „Gezeigten“ oder „wahrhaftig Scheinenden oder Stattfindenden“. Das erklärende, stiefväterliche „Erzählen“ ist das, was oft im Neusprech der New York Times, der Newsweek, der Pressekonferenz des US-Präsidenten oder des US-Gesandten im UN-Sicherheitsrat, als „Fakten“ zu irgendeinem Thema festgelegt werden. So wie US-Außenminister Colin Powell 2003 von irakischen Massenvernichtungswaffen „erzählte“, die sich als erlogen erwiesen haben.
Deswegen, als wir dank Julian Assange und Wikileaks 2010 „gezeigt bekommen haben“, was US-Streitkräfte in Irak und Afghanistan für Verbrechen begangen haben, begann die sich bis dahin erprobte globale US-Medien-Strategie in eine erste Erschütterung zu begeben. Normalerweise haben uns einst nahezu exklusiv die Systemmedien „davon erzählt“, wie die USA selbstlos die liberale Demokratie exportieren. Falls dabei doch „vermeintliche Zivilisten“ starben, wurde journalistisch dafür gesorgt, dass auch das im richtigen Framing landet. Den Rest „zeigte“ Hollywood mit fürsorglicher Unterstützung des Pentagons. Dissidenten gab es immer, auch zu analogeren Zeiten. Aber die Einsätze heute beim digitalen Informationskrieg sind sehr viel höher – die Effekte von staatlich nicht genehmigten und nicht genehmen Fakten potenziell viel schädlicher für den Status quo.
In der wahren Welt hat sich der US-Staat weder für sein globales Überwachungsprogramm PRISM entschuldigt, noch sich völkerrechtlich bindend dazu verpflichtet, dieses aufzugeben oder zurückzufahren. Stattdessen rief der ehemalige CIA-Direktor und US-Außenminister Mike Pompeo dazu auf, Edward Snowden in die USA zurückverfrachten zu lassen, um ihn dort für Landesverrat hinzurichten. Das fiktive „Projekt Insight“ aus dem zweiten Teil der Captain America-Filmreihe ist eine Metapher für das reale PRISM-Programm. Die Rolle, die Captain America dort verkörpert, ähnelt der, die Edward Snowden in der realen Welt übernahm – nur dass der fiktive Superheld noch im selben Film rehabilitiert wird und der Held aus der echten Welt im Exil lebt und um sein Leben bangt.
Es scheint demnach fast zu symbolisch und genehm, als dass es ein Zufall sein könnte, dass „Captain America – The Winter Soldier“ im März 2014 herauskam – nur neun Monate nach der NSA-Affäre im Juni 2013, die, wie Wikipedia es nennt, „eine kulturelle Diskussion über nationale Sicherheit und individuelle Privatsphäre“ auslöste. Was sagte US-Präsidentschaftskandidat Obama nur wenige Jahre zuvor (2008) öffentlich über Whistleblower, die nach ihrem guten Gewissen handelten?
„Whistleblower in der Regierung sind Teil einer gesunden Demokratie und müssen vor Repressalien geschützt werden.“
Mit Obama als US-Präsident jedoch folgte die bis dahin schwerste Epoche für Whistleblower in den Vereinigten Staaten. Eines der vielen Beispiele von einem projizierten Ideal, das sich später auf unbarmherzige Weise als Umkehrung entblößt.
In den Filmen Captain Americas gibt es eine Auflösung, eine Demontage der Systemübergriffigkeit und eine Rückbesinnung auf die staatlich und verfassungsrechtlich gewährleistete Tugend der bürgerlichen Freiheit – etwas, dass immer bedeutungsschwanger mit vorausgesetzt wird, wenn man in liberalen westlichen Demokratien von der „freien Welt“ fabuliert. In der echten Welt gibt es diese Rückbesinnung faktisch nicht – weder beim Hegemon selbst, noch bei anderen. Deshalb entpuppt sich dieses öffentliche Behaupten in den Pressekonferenzen der EU oder der USA – einem religiösen Mantra gleich – als Schall und Rauch. Es ist dasselbe „Davon-erzählen“, ohne es wirklich mehr zu zeigen, geschweige dass der aufmerksame Bürger fähig ist, es um sich herum zu erkennen. Wenn das gewünschte Narrativ aber oft genug in unserem digitalen Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit als „rasche Kunst“ modifiziert und abgeändert gezeigt wird, bleibt diese Spaltung vorerst lebendig.
„Gottes gerechter Mann“ – diesen spöttisch gemeinten Kommentar richtete die abtrünnige Superschurken-KI namens Ultron im Marvel-Ensemblefilm „Avengers – Age of Ultron“ (2015) an Steve Rogers. Es gibt also Ähnlichkeiten mit den biblischen Propheten Elia oder Enoch – sogar mit Jesus Christus. Was sagt Platon in der Politeia im Dialog mit Sokrates? (Buch II, 361e–362a)
„Denke nicht, Sokrates, ich spreche so, sondern diejenigen, die das Unrecht über das Recht preisen. Sie werden sagen: Der Gerechte müsse bei dieser Gesinnung Peitsche, Folter, Ketten und das Brandeisen in den Augen ertragen und werde schließlich, nach allen Leiden, gekreuzigt werden. So werde er lernen, dass wir nicht danach streben sollen, gerecht zu sein, sondern gerecht zu scheinen.“
Verfasst wurde diese Schrift von Platon ganze 375 Jahre vor Christus. Auch der russische Schriftsteller Dostojewski spekulierte im 19. Jhr., wie genau eine Rückkehr Jesu in unsere heutige Welt aussehen würde („Die Brüder Karamasow“; „Der Großinquisitor“). Hier wird ebenfalls der Freiheitsbegriff stark umkämpft: der römisch-katholische Großinquisitor erklärt dem zurückgekehrten Jesus, dass er umsonst zurückgekehrt sei. Die absolute Kontrolle der Kirche über ihre Subjekte sei mittlerweile selbstausreichend – die (hier geistige) „Sicherheit“ sei vollends gewährleistet, es gebe keinen Bedarf für „Freiheit“. Jesus wird sogar der Vorwurf gemacht, er habe den Menschen eine Art Freiheit gegeben, mit der sie ohnehin nichts anzufangen wüssten. Demnach ist das zu lösende Zerwürfnis zwischen „Freiheit“ und „Sicherheit“ ultimativ gebunden an ein höheres, ewiges Gut – eine Rechtschaffenheit als anzustrebendes Ideal –, statt an eine durch Macht oder Gewalt forcierte und über Massenmedien propagierte Norm. Aber genau dieses „höhere Gut“ wird in der Hauptfigur des Captain America vom Imperium der Lügen und seiner Massenmedien gerissen behauptet und dreist für sich vereinnahmt. Mit Hilfe von Platon und Sokrates könnte die US-Medienstrategie in aller Kürze zusammengefasst werden als ein Gefäß, ein Verteiler oder eine industrialisierte und kommerzialisierte Camera obscura für die „Noble Lüge“ – den US-Mythos nämlich, verkörpert von Figuren wie Captain America.
Eine Frage wäre, ob ein in unsere Welt versetzter Captain America enthusiastisch, Seite an Seite mit den israelischen IDF-Soldaten in Gaza morden und die Routen für die Hilfsgüter nach Gaza blockieren würde? Oder würde er an Norman Finkelsteins, Julian Assanges, Hans Zimmers (seinen den Genozid in Gaza verurteilenden X-Post hat er „auf besonderen Druck hin“ wieder gelöscht), Edward Snowdens, Ilan Pappes Seite stehen – sowie an der vieler anderer einfacher Menschen weltweit – und die offensichtliche Ungerechtigkeit und die Kriegsverbrechen Israels verurteilen? Würde er gerecht sein oder nur gerecht scheinen wollen? Manch andere würden vielleicht fragen, wo ein solcher wahrhaft rechtschaffener Mann den Startpunkt für den Ukrainekonflikt setzen würde? Etwa pünktlich am 24. Februar 2022? Wohl kaum.
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Elem Chintsky ist ein deutsch-polnischer Journalist, der zu geopolitischen, historischen, finanziellen und kulturellen Themen schreibt. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit „RT DE“ besteht seit 2017. Seit Anfang 2020 lebt und arbeitet der freischaffende Autor im russischen Sankt Petersburg. Der ursprünglich als Filmregisseur und Drehbuchautor ausgebildete Chintsky betreibt außerdem einen eigenen Kanal auf Telegram, auf dem man noch mehr von ihm lesen kann.
Künstliche Intelligenz liest Gedanken: Wie weit geht die Kontrolle?
Eine neue Künstliche Intelligenz namens Centaur sorgt für Aufsehen: Sie kann menschliches Verhalten mit einer bislang unerreichten Präzision vorhersagen. Wie gefährlich ist diese Technologie? Immerhin besteht ein großes Missbrauchspotenzial in Richtung des “gläsernen Menschen”.
Deutsche und amerikanische Wissenschaftler haben ein KI-System namens Centaur geschaffen. Dieses Programm ist Berichten zufolge in der Lage, menschliche Entscheidungen in psychologischen Experimenten besser vorherzusagen als alle bisher bekannten Modelle. Möglich wurde dies durch die Fütterung der Künstlichen Intelligenz mit Daten von über 60.000 Menschen und mehr als 10 Millionen Entscheidungen, die diese trafen.
Anhand dieser Fülle an Daten kann Centaur, welches auf dem Sprachmodell Llama 3.1 von Meta basiert, Muster erkennen. Das heißt, sie kann “sehen”, wie wir denken, lernen und wählen. Und das nicht nur in ihr bekannten, sondern auch in komplett neuen Situationen, wie die Wissenschaftler es in ihrer Arbeit bei “Nature” veröffentlicht haben. Dabei hat das KI-System nicht nur gelernt, Risikospiele zu analysieren, sondern auch moralische Dilemmata und logisches Denken. Sogar bei einer Veränderung der Aufgabenstellung konnte die Künstliche Intelligenz treffsicher vorhersagen, wie sich die Menschen entscheiden würden.
Allerdings ist dies noch lange nicht alles. So entdeckten die Wissenschaftler, dass sich die internen Abläufe der KI zusehends jener der Aktivitäten des menschlichen Gehirns ähnelten. Ohne explizite Vorgaben entwickelte Centaur neuronale Muster, die mit Hirnscans von Menschen übereinstimmen. Man könnte also sagen, dass die KI nicht nur gelernt hat, wie sich Menschen entscheiden, sondern sich sogar entsprechend selbst angepasst.
Die Gefahr des Machtmissbrauchs
Die Möglichkeiten, die sich aus dieser Entwicklung ergeben, sind enorm. Marketing, Bildung, Medizin – überall könnten solche Systeme eingesetzt werden, um menschliches Verhalten zu analysieren und zu beeinflussen. Doch genau hier liegt die Gefahr: Wer Zugriff auf solche Werkzeuge hat, kann Menschen gezielt steuern, manipulieren und überwachen.
Zwar betonen die Wissenschaftler ihre ethische Verantwortung und die Offenheit ihrer Arbeit, allerdings zeigt die Geschichte, dass viele technologische Errungenschaften nicht nur guten Zwecken dienen. Regierungen und Konzerne könnten Centaur und ähnliche Systeme missbrauchen, um Bürger zu überwachen, Konsumverhalten zu steuern oder politische Meinungen zu beeinflussen.
Die Forscher sehen darin eine Chance, die Grundlagen des Denkens besser zu verstehen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen. Doch die Risiken sind offensichtlich: Je besser Maschinen uns verstehen, desto leichter werden wir berechenbar – und damit auch manipulierbar. Ist das eine Welt, in der wir leben möchten?
SPD: Mitgehangen, mitgefangen
Von WOLFGANG HÜBNER | Die SPD ist nicht nur die älteste, sondern seit längerer Zeit auch die dümmste Partei Deutschlands. Nachdem ihre Scholz-Kanzlerschaft daran gescheitert ist, dass die SPD als Kriegs- und Militarisierungspartei in Koalition mit grünen Schreckgestalten wie Baerbock und Habeck niemand braucht, der noch einigermaßen klar bei Verstand ist, hat sie sich in die Regierung des Lügenkanzlers Friedrich Merz gerettet. Sie ist mit Ministerposten und Pfründen weiterhin reichlich versorgt. Und tut sich groß als „soziales“ Feigenblatt einer Regierung, die nur noch mit massiver Schuldenmacherei über die nächsten vier Jahre zu kommen sucht.
Dafür hat sich die SPD einem Kanzler verschrieben, der am liebsten „Taurus“-Totmacher täglich in russischen Großstädten einschlagen sehen, als „BlackRocker“ den lästigen Sozialstaat zerstören und gemeinsam mit der Uschi in Brüssel als Imperator von EU-Europa residieren möchte. Was Superhirne wie Lars Klingbeil oder der Obergefreite Boris Pistorius offenbar nicht bedacht haben: Wer sich mit einem wie Merz einlässt, in dessen Agenda das Wohl des deutschen Volkes ganz hinten steht, dann hat das Folgen. Die 13 Prozent für die SPD in den neuesten Umfragen bringen die Partei dem Sturz unter die Zehn-Prozent-Marke gefährlich nahe.
Bald reicht es gerade noch für die Juniorpartnerschaft mit der Linkspartei, wenn überhaupt. In dieser Situation müsste irgendjemand in dieser verdämmernden Traditionstruppe mal sehr laut „Alarm“ schreien. Doch nichts dergleichen: Das Einzige, was in der SPD ertönt, ist der Ruf nach dem Verbot der AfD, also die finale inhaltliche Bankrotterklärung der Partei von Kurt Schumacher, Willy Brandt und Helmut Schmidt. Und dieser klägliche Verein soll nach der gestrigen Ankündigung von Merz, demnächst einschneidende „Sozialreformen“ zu realisieren (also Aufrüstung statt Pflegegelder), dieses Ansinnen vereiteln? Lachhaft!
Wolfgang Hübner.
PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite und seinen Telegram-Kanal erreichbar.
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Die Ukraine meldet 107.000 Deserteure seit Jahresbeginn
Die „Klimakrise“ gegen die ECHTE Krise, mit der die Amerikaner konfrontiert sind: Journalistisches Fehlverhalten in den Nachrichtenmedien

Russell Cook via Cornwall Alliance
[Natürlich sind nicht nur die Amerikaner damit konfrontiert! A. d. Übers.]
Bei all den Nachrichten über „wütende Waldbrände“ / „schmelzende Gletscher“ / „zunehmend extreme Wetterverhältnisse“ / „heißester jemals aufgezeichneter Monat“ ist es nicht verwunderlich, dass sich dies in Nachrichten über „Klimaangst“ verwandelt, die Jugendliche von Kindern bis hin zu jungen College-Studenten betreffen. Vermeintlich wohlmeinende Journalisten nehmen dann Artikel über die „Bewältigung der Klimakrise“ in ihr Repertoire auf. Darüber hinaus wird die christliche Gemeinschaft beschworen, dem „religiös-moralischen Imperativ zur Rettung des Planeten“ vor einer bösen, profitgierigen und den Planeten zerstörenden Industrie für fossile Brennstoffe zu folgen.
Die Berichterstatter der herkömmlichen Nachrichtenmedien stellen nichts davon in Frage, auch nicht die lautstarken Aufrufe von Umweltschützern, dass die Öffentlichkeit darüber aufgeklärt werden muss, dass die Nutzung fossiler Brennstoffe den Planeten gefährlich aufheizt. Dieser Aufruf findet sich in den Forderungen des jüngsten „ExxonKnew“-Prozesses, in dem Big Oil für die Hitzewelle verklagt wird, die angeblich zum Tod einer Frau führte. Die Tochter der Frau fordert nicht nur Schadensersatz, sondern auch „eine öffentliche Aufklärungskampagne, um die jahrzehntelange Fehlinformation der Beklagten zu korrigieren.“
Was die Notwendigkeit öffentlicher Bildung angeht, stimme ich voll und ganz zu … aber in die entgegengesetzte Richtung.
Ich möchte meinen Standpunkt anhand einer amüsanten Szene aus dem Science-Fiction-Film „Men in Black“ von 1997 erläutern, in welcher der aggressive MIB-Agent Explosivgeschosse auf einen fliehenden Außerirdischen abfeuert, weil er glaubt, dass diese Kreatur um jeden Preis aufgehalten werden muss. Sein Vorgesetzter ermahnt ihn:
„Es gibt immer einen arquillianischen Schlachtkreuzer oder einen corillianischen Todesstrahl oder eine intergalaktische Seuche, die alles Leben auf diesem elenden kleinen Planeten auslöschen wird, und die einzige Möglichkeit für diese Menschen, mit ihrem glücklichen Leben weiterzumachen, ist, dass sie nichts davon wissen!!!“
[Hervorhebung im Original]
Unwissenheit ist hier ein Segen. Zurück in der realen Welt könnte die Öffentlichkeit mit ihrem glücklichen Leben weitermachen, wenn sie über alle Fakten des Klimaproblems umfassend informiert wäre. Die Menschen leiden unter „Klimaangst“, weil sie die wissenschaftlich fundierten Einschätzungen skeptischer Klimaforscher nicht kennen!
[Hervorhebung im Original]
Die Nachrichtensendung PBS NewsHour hat skeptische Klimawissenschaftler vollständig aus ihrem Programm ausgeschlossen, um Einschätzungen des IPCC zu widerlegen. Der Direktor für Forschung und Bildung der Cornwall-Allianz, der promovierte Klimawissenschaftler Dr. David Legates, könnte den IPCC-, NASA- und NOAA-Wissenschaftlern, die in der NewsHour zu Gast sind, kompetent widersprechen und sie möglicherweise in Verlegenheit bringen. Das ist der Grund, warum Wissenschaftler wie er dort gemieden werden.
Eine besonders lächerliche Behauptung der Nachrichtenmedien, die ich seit Jahren höre ist, dass die Öffentlichkeit nicht stärker über die „Klimakrise“ beunruhigt sei, weil die Reporter sich an den Grundsatz der „Ausgewogenheit“ des Journalismus hielten und skeptischen Wissenschaftlern zu viel Gewicht beimaßen. Aber wann hat man das letzte Mal gesehen, dass skeptische Wissenschaftler oder andere Experten zu diesem Thema so behandelt wurden? Die PBS NewsHour verstößt seit über 25 Jahren gegen ihre eigenen Richtlinien für eine ausgewogene Berichterstattung.
Darin liegt die eigentliche Krise in der Klimafrage. Es ist nicht das aus dem Ruder laufende Klima selbst. Es ist das Fehlverhalten der etablierten Nachrichtenmedien, die nicht über alle Fakten berichten.
[Hervorhebung im Original]
Schüler und Studenten könnten landesweit befragt werden, wie viele von ihnen schon einmal von der globalen Abkühlung der 1970er Jahre gehört haben, und dann, wie viele noch nie etwas Genaueres darüber gehört haben, bevor sie die erste Frage gehört haben. Man könnte sie nach ihrer Reaktion auf einen Videoclip von Marc Morano von ClimateDepot.com aus dem Jahr 2016 auf Fox News fragen, der ein Gürteltier mitbrachte, um zu veranschaulichen, wie dieses Tier in den 70er Jahren vor der globalen Abkühlung nach Süden flüchtete.
Die entscheidende Frage, die sich jeder stellen sollte lautet, wie um alles in der Welt „Exxon“ schon in den 50er/60er/70er Jahren wissen konnte, dass seine Produkte eine katastrophale Erwärmung verursachen, und das angesichts all der Schlagzeilen, die von einer bevorstehenden Abkühlung sprachen.
Bei all den Nachrichtenberichten über eingereichte „ExxonKnew“-Klagen stellt kein Reporter jemals diese knallharte Frage. Es ist eine sichere Wette, dass die PBS NewsHour Marc Morano nie in ihre Sendung lassen würde, um zu enthüllen, dass Legionen von Berichten über die globale Abkühlungskrise aus der Zeit vor 1980 so weit verbreitet waren, dass sie sogar in einer Folge der Sitcom „Barney Miller“ aus dem Jahr 1977 vorkamen.
Das ist nur einer der Hauptfehler bei den „ExxonKnew“-Klagen. In diesen wird behauptet, dass die Industrie nicht nur von den schädlichen Auswirkungen der globalen Erwärmung durch die Verwendung von Erdöl „wusste“, sondern auch, dass sie der Öffentlichkeit durch irreführende PR-Kampagnen vorgaukelte, dass es keine Schäden gäbe, um den „wissenschaftlichen Konsens“ über die Gewissheit zu untergraben, dass fossile Brennstoffe die globale Erwärmung verursachen.
In meinem Blog GelbspanFiles gehe ich ausführlich darauf ein, dass die in den Klagen erhobenen zentralen Anschuldigungen völlig unbegründet sind; die beiden getrennten Gruppen von „durchgesickerten Industriememos“ betreffen Pläne, die nie umgesetzt wurden; der Wissenschaftler, der angeblich von Exxon mit mehr als einer Million Dollar bestochen wurde, hat nie eine solche Zahlung erhalten und wurde auch nicht angewiesen, wissenschaftliche Berichte zu verfassen, die die Zustimmung von Führungskräften fossiler Brennstoffunternehmen fanden; bestimmte Kopien von „Zeitungsanzeigen“, die als direkter Beweis für Täuschungskampagnen der Industrie angeführt werden, wurden nie veröffentlicht.
Die Journalisten haben das nicht getan.
Sie würden die selbsternannte „Expertin für Desinformationskampagnen der Industrie“ Naomi Oreskes nie fragen, welche Informationen sie dem verstorbenen Papst Franziskus übermittelt hat, die es ihr ermöglichten, die Einleitung zu seiner Enzyklika über den Klimawandel aus dem Jahr 2015 zu verfassen; der Absatz in der Biografie der Enzyklika unterstellt ihr geradezu, dass skeptische Klimawissenschaftler die Öffentlichkeit über das Thema belogen haben.
Das ist einer der heimtückischsten Aspekte des Klimaproblems – wie Umweltaktivisten versuchen, die Güte der Christen auszunutzen, indem sie das Klimaproblem als „moralischen Imperativ zur Rettung des Planeten vor den bösen großen Ölkonzernen und ihren “angestellten Lügnern“, den skeptischen Wissenschaftlern, darstellen. Die kritische Frage, die sich hier stellt, ist elementar:
Was ist die größere Sünde: das Versäumnis, etwas gegen die globale Erwärmung zu unternehmen, ein Thema, bei dem sich immer mehr herausstellt, dass es auf zweifelhaften wissenschaftlichen Aussagen beruht … … oder der Verstoß gegen das Gebot, kein falsches Zeugnis über bestimmte Personen abzulegen, die auf die Probleme mit diesen zweifelhaften Aussagen hinweisen?
Das Klimaproblem ist heute immer noch aktuell, weil sich die Mainstream-Nachrichtenmedien vor langer Zeit ihrer Verantwortung entzogen haben, die Öffentlichkeit über alle Fakten zu informieren. Das Thema kann den Tod der tausend Schnitte sterben, wenn die Öffentlichkeit begreift, dass sie die Möglichkeit hat, den Autoritäten, denen sie begegnet – Lehrern, Journalisten, politischen Entscheidungsträgern – schwierige Fragen zu stellen. Ich bin alt genug, um mich an die Zeit zu erinnern, als die Bösewichte vor Reportern flohen, die ihnen Fragen stellten, die sie nicht beantworten konnten. Die Öffentlichkeit muss das gleiche Bild gegen die etablierten Nachrichtenmedien verwenden.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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„Versprochen, gebrochen!“ – Curio zerlegt CDU-Migrationswende im Bundestag schonungslos!

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Gottfried Curio rechnet in seiner Rede schonungslos ab: Von der groß angekündigten „Migrationswende“ der Union bleibt nach der Wahl nichts übrig. Trotz tausender Asylanträge pro Monat werden kaum Menschen zurückgewiesen, die Rückführungen stocken, und Sozialkassen sowie Wohnungsmarkt geraten immer stärker unter Druck.
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„Time to go“: Viktor Orbán bricht mit Ursula von der Leyen (CDU)

Am heutigen Donnerstag (10.Juli) stimmt das Europäische Parlament über einen Misstrauensantrag gegen Ursula von der Leyen (CDU) ab. Die Initiative dazu geht von einem rumänischen EU-Abgeordneten aus, der schwere Vorwürfe gegen die EU-Kommissionspräsidentin erhebt – von Intransparenz bis hin zu Verfassungsverstößen. Viktor Orbán befeuert die Debatte mit einem deutlichen „Time to go“-Post.
Kurz vor dem Misstrauensvotum im Europäischen Parlament gegen EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen, dass aber absehbar an den europäischen Kartellfraktionen aus Sozialisten, „Grünen“ und Christdemokraten scheitern dürfte, meldete sich Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán mit einem klaren Signal zu Wort. Auf der Plattform X veröffentlichte er ein einem Magazin-Cover nachgeahmtes Motiv mit der Aufschrift „Time to go“, das von der Leyen zeigt, wie sie den Bildausschnitt verlässt – eine eindeutige Botschaft, die in den sozialen Medien viral ging.
Time to go. pic.twitter.com/utLYFKQz6b
— Orbán Viktor (@PM_ViktorOrban) July 9, 2025
Die Initiative zum Misstrauensvotum geht von dem rumänischen Abgeordneten Gheorghe Piperea aus, der 77 Unterstützer gewinnen konnte. Auch wenn der Antrag angesichts der Mehrheitsverhältnisse als chancenlos gilt, entfaltet er politische Sprengkraft. Denn die Liste der Vorwürfe ist lang: Intransparenz und Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit Corona-Impfstoffverträgen, umstrittene Rüstungsprojekte ohne parlamentarische Kontrolle und der Verdacht auf politische Einflussnahme bei den Wahlen in Rumänien.
Ein besonders heikler Punkt: Die EU-Kommission verweigert weiterhin die Herausgabe von SMS zwischen von der Leyen und dem Pfizer-Chef Albert Bourla. Der Europäische Gerichtshof hatte deren Offenlegung im Mai angeordnet. Bei den Chats soll es sich um die milliardenschwere Impfstoffbeschaffung während der Corona-Hysterie handeln.
Von der Leyen zog im Europaparlament das übliche Register. Sie warf den Initiatoren des Misstrauensvotums vor, sie spielten „nach dem ältesten Handbuch des Extremismus“. Sie sprach von „Putin-Apologeten“, „Verschwörungstheoretikern“ und „Impfskeptikern“, die gezielt das Vertrauen in die europäischen Institutionen untergraben wollten. Der Misstrauensantrag sei nicht nur ein Angriff auf ihre Person, sondern auf das Fundament europäischer Demokratie.
Für das Votum ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Eine Annahme gilt als unwahrscheinlich – doch die politische Botschaft ist spätestens mit dem Post von Viktor Orbán unüberhörbar: Der Widerstand gegen die selbstherrliche Regentschaft der EU-Autokratin nimmt zu!
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Vatikan News: Jüdische Siedler attackieren nun auch christliche Einwohner in der West Bank

Die drei Pfarrer der lateinischen, griechisch-orthodoxen und melkitischen Kirche verurteilen die wiederholte Gewalt gegen christliche Einwohner und deren Eigentum in der palästinensischen West Bank. Die Priester rufen die internationale und kirchliche Gemeinschaft dazu auf, Missionen vor Ort zu entsenden, um die Schäden und die sich verschlechternde Lage zu dokumentieren. Die Gewalt jüdischer Siedler in Palästina […]
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NYT: „Trump stellt Wissenschaftler ein, die den Konsens zum Klimawandel anzweifeln“

Die Regierung Trump hat dem Klimabetrug mit dem „menschengemachten CO2“ den Rücken gekehrt. Das zeigt sich auch in der Einstellung seriöser Wissenschaftler, die auf naturwissenschaftliche Methoden statt Konsens durch Abstimmung setzen. In den USA wird die Politik im Wesentlichen durch drei Think Tanks – Heritage Foundation, Brookings Institution und Rand Corporation – bestimmt und zwar […]
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Misstrauensantrag: Enthaltungen könnten EU-Kommissionschefin Leyen schwächen

Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, wird nach Angaben des Initiators des Misstrauensantrags geschwächt sein, da es nicht nur Gegenstimmen, sondern auch viele Enthaltungen bei bevorstehenden Vertrauensabstimmung geben werde. Der rumänische Europaabgeordnete Gheorghe Piperea nimmt an, sein Misstrauensantrag am 10. Juli werde zwar scheitern, von der Leyen jedoch mit einer „sehr schwachen Legitimität“ […]
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