Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Grünes Luftschloss im Sturzflug – Ørsted bläst Aktionären den letzten Wind aus den Segeln

Grünes Luftschloss im Sturzflug – Ørsted bläst Aktionären den letzten Wind aus den Segeln

Grünes Luftschloss im Sturzflug – Ørsted bläst Aktionären den letzten Wind aus den Segeln

Der Offshore-Gigant Ørsted taumelt und muss von dem dänischen Steuerzahler gerettet werden. Ein weiteres Beispiel dafür, wie die von vielen Regierungen vorangetriebene “Energiewende” lediglich subventionsabhängige Zombieunternehmen geschaffen hat. Wie viele werden noch folgen?

Wenn ein Konzern, der sich als Speerspitze der “Energiewende” inszenierte, plötzlich Milliardenloch und Kapitalnot verkünden muss, dann ist das kein Betriebsunfall. Ørsted, dänischer Vorzeige-Windradbauer und grüner Darling der Börse, ist in der wirtschaftlichen Realität gelandet. Die Aktie stürzte um fast 30 Prozent ab. Das ist der schlimmste Einbruch seit Bestehen des Unternehmens. Der Kurs rauschte unter den Ausgabepreis von 2016 ab. Der Grund: eine gigantische Kapitalerhöhung über 60 Milliarden Kronen, die nicht aus Wachstumshunger, sondern aus purem Überlebensinstinkt geboren wurde. Das Bild vom stolzen Offshore-Pionier ist damit endgültig zerrissen – übrig bleibt ein Unternehmen, das in einer Mischung aus politischem Gegenwind, Fehlkalkulation und grün-globalistischem Größenwahn gestrandet ist.

Die größten Probleme kommen derzeit allerdings nicht etwa aus der rauen Nordsee (die Europäer subventionieren nämlich fleißig weiter), sondern aus der politischen Wetterlage in den USA. Donald Trump hat die grünen Subventionsblasen zum Platzen gebracht. Das Prestigeprojekt Sunrise Wind vor New York sollte eigentlich über den Teilverkauf eines Anteils frisches Geld in die Kasse spülen. Doch der Deal platzte, weil Investoren angesichts sinkender Renditen und steigender Baukosten kalte Füße bekamen. Damit explodierte die Finanzierungslücke.

Natürlich versucht das Management, den Vorgang als “strategische Maßnahme” zu verkaufen. CEO Rasmus Errboe spricht von einer “außergewöhnlichen Situation”, was wohl die höfliche Umschreibung für “Wir haben uns derbe verzockt” ist. Doch das Unternehmen steht nicht allein da: Die gesamte Offshore-Branche steckt in der Klemme. Baukosten und Zinsen schießen in die Höhe, Lieferketten klemmen, und die politischen Fördermodelle bröckeln. Wer sein Geschäftsmodell auf ewige Subventionsströme und ideologische Klimaziele baut, sollte nicht überrascht sein, wenn der erste politische Kurswechsel das Fundament wegspült.

Der dänische Staat muss nun einspringen, schließlich hält er die Mehrheit an Ørsted. Das ist einerseits ein Rettungsanker, andererseits der Offenbarungseid für eine Branche, die offensichtlich einfach nicht auf dem freien Markt überleben kann. Die Banken sehen das nüchtern: Die Kapitalmaßnahme ist heftig, aber notwendig, um die Bilanz zu stabilisieren. Danach könnte das Unternehmen zwar wieder “solide” dastehen – allerdings auf Kosten jener Anleger, die gerade einen großen Teil ihres Kapitals in den Wind geschrieben haben. Ob damit wirklich ein neuer Aufbruch gelingt, oder nur das Durchhalten bis zum nächsten Subventionsregen, bleibt offen.

Ørsted ist das Paradebeispiel einer Energiepolitik, die auf politischem Rückenwind statt wirtschaftlicher Tragfähigkeit segelt. Wenn dieser Rückenwind in Gegenwind umschlägt, ist Schluss mit lustig. Die Kapitalerhöhung ist kein Befreiungsschlag, sondern der letzte Versuch, ein angeschlagenes Schiff über Wasser zu halten. Und während die Klimawahnpolitiker weiter vom “grünen Zeitalter” schwadronieren, macht Ørsted schmerzhaft klar, welche Zombieunternehmen da auf Kosten von Steuerzahlern und Stromkonsumenten mit Milliardensubventionen hochgezüchtet wurden.

Russisches Verteidigungsministerium: Kiew plant Provokation vor Trump-Putin Treffen in Alaska

Russisches Verteidigungsministerium: Kiew plant Provokation vor Trump-Putin Treffen in Alaska

Russisches Verteidigungsministerium: Kiew plant Provokation vor Trump-Putin Treffen in Alaska

Das russische Verteidigungsministerium hat mit Blick auf den Alaska-Gipfel in dieser Woche vor einer „Provokation“ ukrainischer Geheimdienste gewarnt. Die Aktion habe das Ziel, die Gespräche der beiden Präsidenten Donald Trump (USA) und Wladimir Putin (Russland) am kommenden Freitag in Anchorage, der Hauptstadt des US-Bundesstaates, zu konterkarieren. Demnach soll ein als russisch getarnter Angriff auf eine Stadt in der Ukraine mit vielen zivilen Opfern das Treffen überschatten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Die ukrainische Seite hat sich dazu zunächst nicht geäußert.

Das Selenskyj-Regime in Kiew soll aber nach Moskauer Darstellung eine „Provokation“ vorbereiten, um die für den 15. August geplanten amerikanisch-russischen Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges zu torpedieren. Das gehe laut russischen Medienberichten aus einer Warnmeldung des Verteidigungsministeriums in Moskau hervor. Tatsächlich wurde diese Darstellung vom russischen Außenministerium am Dienstag (12. August) in den sozialen Medien verbreitet. Entsprechende „übereinstimmende Informationen“ hätten Moskau angeblich „über mehrere Kanäle“ erreicht.

Westliche Journalisten angeblich schon „vor Ort“

Zu diesem Zweck soll der Meldung zufolge am 11. August eine Gruppe von Journalisten ausländischer Medien mit Fahrzeugen des ukrainischen Geheimdienstes SBU in die Stadt Tschugujew im Gebiet Charkow gebracht worden sein. Dies angeblich unter dem Vorwand, der Presse Reportagen über die Bewohner der an der Frontzone gelegenen Stadt zu ermöglichen.

In Wirklichkeit aber stecke laut russischer Darstellung etwas ganz anderes dahinter: Unmittelbar vor dem Gipfeltreffen am Freitag plane die ukrainische Armee einen provokativen Angriff mit Drohnen und Raketen auf eines der dicht besiedelten Wohnviertel oder ein Krankenhaus mit einer großen Zahl von Opfern unter der Zivilbevölkerung. Dieser solle dann den Russen in die Schuhe geschoben werden. Entsprechende Bilder könnten von den herangekarrten westlichen Journalisten sofort live „festgehalten“ werden. Soweit jedenfalls das russische Verteidigungsministerium, das wörtlich warnt:

„Infolge der Provokation des Kiewer Regimes wird die gesamte Verantwortung für den Angriff und die Opfer unter der Zivilbevölkerung den Streitkräften der Russischen Föderation zugeschrieben, um ein negatives Medienbild und Bedingungen für die Störung der russisch-US-amerikanischen Zusammenarbeit bei der Beilegung des Konflikts in der Ukraine zu schaffen.“ Störaktionen seien demnach auch in anderen von der Ukraine kontrollierten Ortschaften möglich.

Fakt ist: Russische Stellen haben in der Vergangenheit mehrfach solche Warnungen aufgrund eigener nachrichtendienstlicher Erkenntnisse ausgesprochen. Zuletzt ging es um mutmaßliche aus Moskauer Sicht „Provokationen“ Kiews in der Ostsee, angeblich um über ein entsprechendes westliches Medienecho Ängste vor Russland zu schüren und Trumps diplomatisches Zugehen auf Russland zu konterkarieren.

Bis heute behauptet die russische Seite auch, das Massaker an der Zivilbevölkerung im Kiewer Vorort Butscha Ende März 2022 sei von der Ukraine selbst begangen worden. Die Gräueltaten hätten seinerzeit, so Moskau, als Vorwand für den Abbruch der Istanbuler Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine gedient.

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Pepe Escobar: Der Bär und der Adler treffen in Alaska aufeinander

Alle Augen sind auf Alaska gerichtet. Das Duell zwischen Bär und Adler ist Teil einer erstaunlichen Beschleunigung der Geschichte im Sommer 2025.

Zwei Wochen nach Alaska findet das jährliche Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Tianjin, China, statt. Indiens Narendra Modi und Irans Masoud Pezeshkian werden unter anderem mit Xi Jinping und Wladimir Putin an einem Tisch sitzen. Ein BRICS/SCO-Tisch.

Am 3. September wird in Peking der 80. Jahrestag des Sieges des „Widerstandskrieges des chinesischen Volkes gegen die japanische Aggression und des antifaschistischen Weltkrieges“ begangen, wie es offiziell heißt. Putin ist der Ehrengast. Die Generalprobe mit 22.000 Teilnehmern fand am vergangenen Wochenende auf dem Tian’anmen-Platz statt.

Am selben Tag beginnt im russischen Wladiwostok das Östliche Wirtschaftsforum, bei dem alles über Russlands Bestreben, die Arktis und Ostsibirien zu erschließen, diskutiert wird – das Äquivalent zur chinesischen „Go West“-Kampagne, die in den späten 1990er Jahren begann. Die wichtigsten eurasischen Akteure werden anwesend sein. Putin spricht auf der Plenarsitzung am 5. September.

Die führenden Vertreter der BRICS-Staaten China, Russland, Brasilien und Indien sind unterdessen aktiv an einer Reihe von Telefongesprächen beteiligt, um eine gemeinsame Antwort auf die Zollkriege zu koordinieren, die Teil des hybriden Krieges des Imperiums des Chaos gegen die BRICS-Staaten und den Globalen Süden sind.

Wie Trump auf einen PR-Sieg abzielt

Sehen wir uns an, wie Alaska die Weichen für etwas viel Größeres stellt.

Das Gipfeltreffen wurde angekündigt, nachdem der Putin-Berater Juri Uschakow es kurz und bündig als „einen Vorschlag der amerikanischen Seite, den wir für durchaus akzeptabel halten“ bezeichnet hatte.

Dieser Satz war das Äußerste, was der Kreml zu sagen hatte – im Gegensatz zu den ununterbrochenen verbalen Angriffen aus Washington. Dass der Kreml das amerikanische Angebot überhaupt in Erwägung zog, bedeutet eine implizite Anerkennung dessen, was Russland auf dem Schlachtfeld und im geoökonomischen Bereich erreicht.

Der Zeitpunkt. Warum gerade jetzt? Vor allem, nachdem Trump den Käufern von russischem Öl mit Zöllen gedroht hatte? Im Wesentlichen, weil der militärische Geheimdienst in ausgewählten Silos des tiefen Staates die Rechnung gemacht und schließlich zugegeben hat, dass der lange Stellvertreterkrieg in der Ukraine verloren ist.

Außerdem will Trump persönlich darüber hinwegkommen, um sich auf die nächsten Kapitel der Ewigen Kriege zu konzentrieren – einschließlich desjenigen, das wirklich wichtig ist: gegen die „existenzielle Bedrohung“ China.

Aus Moskaus Sicht, die durch die erfolgreichen Ergebnisse seines kalibrierten Zermürbungskrieges bedingt ist, sprechen die Fakten auf dem Schlachtfeld für eine spezielle Militäroperation, die weiterläuft – und keinen Waffenstillstand; bestenfalls eine „humanitäre“ Pause von einigen Tagen. Die Amerikaner wollen einen Waffenstillstand von mindestens ein paar Wochen.

Die Optik beider Seiten unter einen Hut zu bringen, wird eine Sisyphusarbeit sein. Doch Alaska ist erst der Anfang: Das nächste Treffen ist laut Uschakow bereits in Vorbereitung und soll in der Russischen Föderation stattfinden.

Trumps Motive sind leicht zu erkennen: den Eindruck erwecken, dass sich die USA aus dem Schlamassel herausziehen, eine Art Waffenstillstand schließen und wieder mit Russland Geschäfte machen – insbesondere in der Arktis.

Gleichzeitig wird der tiefe Staat die neuen russischen Regionen, selbst Donezk und Lugansk, niemals anerkennen und versuchen, die Ukraine erneut zu bewaffnen, indem er sie „von hinten“ anführt, um einen Krieg unter Führung der NATO zu wiederholen.

Die Abgründe zwischen den USA und Russland spiegeln sich also in den inneramerikanischen Abgründen wider – und vor allem in den Abgründen zwischen Trump, der NATO und der EU. Das zahnlose europäische Chihuahua-Rudel, das versucht, seinen bemitleidenswerten Kiew-Darsteller zu retten, schlägt Purzelbäume – mitsamt möglicher schwarzer Schwäne -, um den Gipfel zum Scheitern zu bringen, noch bevor er stattfindet.

Trump kann dem wütenden NATO-/EU-Rudel auf keinen Fall irgendeine Art von Einigung verkaufen. Aber nichts würde ihm mehr Freude bereiten, als ihnen den Krieg – in vollem Umfang – zu übertragen. Mit dem Vorteil, dass sich der tiefe Staat in diesem Fall nicht beschweren wird – denn er wird massive Euro-Profite aus dem Waffenverkaufsgeschäft einfahren. Endergebnis: ein klassischer PR-Gewinn für Trump.

Raus aus der Ukraine, rein in die Arktis

Die Ukraine wird jedoch nicht das Hauptthema in Alaska sein. Der stets scharfsinnige stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow brachte es auf den Punkt: Was wirklich zählt, ist, dass „die ersten Anzeichen von gesundem Menschenverstand in den Beziehungen zwischen Russland und den USA auftauchen, die es zuvor mehrere Jahre lang nicht gab.“

Rjabkow wies auch auf die Gefahren hin: Das Risiko eines Nuklearkonflikts in der Welt „nimmt nicht ab“; und Russland sieht das Risiko, dass „nach dem Auslaufen des New START-Vertrags die nukleare Rüstungskontrolle völlig fehlen wird“.

Wieder einmal: Alaska ist nur der Anfang von etwas viel Größerem – einschließlich, endlich, einer ernsthaften Diskussion über die „Unteilbarkeit der Sicherheit“ (was Moskau bereits im Dezember 2021 wollte, was von der autopen Administration abgelehnt wurde).

Und damit kommen wir zur Arktis – und zu einem ernsten Thema, das auf dem bevorstehenden Forum in Wladiwostok sicherlich eingehend erörtert werden wird.

In der Arktis befinden sich mindestens 13 % der weltweit unentdeckten Ölreserven und 30 % des unentdeckten Erdgases. Russland kontrolliert mindestens die Hälfte all dieser Reserven. Das Imperium des Chaos möchte unbedingt an der Aktion teilhaben.

Eine Möglichkeit sind jedoch massive Investitionen der USA in gemeinsame arktische Projekte mit Russland. Etwas ganz anderes ist der Beitritt der USA zur Nördlichen Seeroute (NSR), die die Chinesen als arktische Seidenstraße bezeichnen. Die NSR verkürzt die Transportzeit zwischen Asien und Europa um bis zu 50 %.

Die russisch-chinesische Begründung für die NSR – einschließlich des Ausbaus von Russlands einzigartiger nuklearer Eisbrecherflotte – ist genau die Umgehung des Suezkanals und der von den USA kontrollierten Verbindungskanäle. Die Schlüsselfrage ist also, was nötig wäre, um Moskau dazu zu bewegen, ein Trump-Putin-Abkommen in der Arktis zu akzeptieren.

Was die Ukraine betrifft, so hat Russland im Prinzip alle Trümpfe in der Hand – solange die militärische Sonderoperation weiterläuft, die jetzt auf Hochtouren läuft. In Bezug auf den hybriden Krieg, das Kapitel Zölle, haben die herrschenden Klassen in den USA endlich erkannt, dass sie keine Karten mehr haben – denn ein Rückschlag durch Sekundärsanktionen wird die USA schwer schädigen. Was bleibt, ist ein Handelsabkommen: die Arktis.

Es ist ziemlich faszinierend, dass selbst das JPMorgan Center for Geopolitics zugab, dass die beste Lösung für das Ukraine-Schlamassel ein Georgien-Szenario ist: Das würde die Optik einer totalen Kapitulation des Westens etwas ausgleichen. Nur die Ukraine würde kapitulieren: keine NATO, keine EU, kein Geld, keine Sicherheitsgarantien.

Der unschätzbare Prof. Michael Hudson hat zusammengefasst, wie Alaska unter zwei Gesichtspunkten verlaufen wird: „Teil I ist die Frage, ob die USA anerkennen werden, dass der Verlauf der gegenwärtigen Kämpfe auf einen totalen russischen Sieg hinausläuft, und zwar zu den Bedingungen, die Putin seit zwei Jahren erklärt hat: keine NATO-Mitgliedschaft, keine ausländischen Waffenlieferungen, Nürnberger Prozesse gegen die banderitischen Führer und vielleicht Reparationen durch die Ukraine und die NATO für den Wiederaufbau des ehemals ‚ukrainischen‘ Russlands.“

Angenommen, Trump akzeptiert das Abkommen, und das ist ein großes „wenn“, dann kommt der eigentliche Knackpunkt (erinnern Sie sich an Rjabkow), „beginnend mit der Frage, ob ein neues Atomraketen- und Waffenabkommen in Kraft treten wird“.

Russlands Version des Friedens, schreibt Prof. Hudson, wird in diese Richtung gehen: „Wir wollen keinen Atomkrieg mit den Vereinigten Staaten. Lassen Sie uns vereinbaren, dass, wenn eine deutsche oder eine andere EU/NATO-Rakete Russland trifft, unser Vergeltungsschlag sich nur gegen Großbritannien, Deutschland und Frankreich richten wird, nicht gegen Nordamerika.“

Prof. Hudson ist der festen Überzeugung, dass „Amerika anderen Ländern nur eines zu bieten hat: das (vorübergehende) Versprechen, ihnen NICHT zu schaden. Angesichts seiner Deindustrialisierung und der Entdollarisierung der Welt gibt es nichts Positives zu bieten.

So wie es aussieht, und auch in Anbetracht der vielfältigen Verzweigungen des hybriden Krieges gegen die BRICS-Staaten, könnte Alaska Washington einen Ausweg aus den Trümmern einer massiven strategischen Niederlage bieten.

Jeder Analyst, der versucht hat, die spezielle Militäroperation von Anfang an im Detail zu verstehen, konnte erkennen, dass es bei Russlands Krieg um etwas viel Größeres als die Ukraine ging. Es ging immer um die Beerdigung der „regelbasierten internationalen Ordnung“, ja der gesamten alten Ordnungsarchitektur. Das geschieht in diesem Moment auf dem schwarzen Boden von Noworossija. Strategische Geduld zahlt sich am Ende aus.

Der Kampf der Europäer gegen einen Frieden in der Ukraine

Es ist wirklich beeindruckend, mit welcher Energie die führenden europäischen Politiker derzeit versuchen, eine friedliche Regelung für die Ukraine zu verhindern. Man würde sich wünschen, dass sie mit der gleichen Energie an die Lösung der wirtschaftlichen und sozialen Probleme in ihren Ländern und der EU insgesamt gehen, aber sie haben eben andere Prioritäten. Am Sonntag […]
Wir brauchen keine Massen, um ein antidemokratisches System zu stürzen

Wir brauchen keine Massen, um ein antidemokratisches System zu stürzen

Wir brauchen keine Massen, um ein antidemokratisches System zu stürzen(David Berger) Eine Rede zur gegenwärtigen politischen Misere auf dem Mittelstreifen der stark befahrenen Schlossstraße in Berlin Steglitz, zwischen „Menschen mit Schildern stehen auf“ auf der einen und den krakeelenden „Omas gegen rechts“ auf der anderen Seite zu halten, war für mich eine gewisse Herausforderung. Aber sehen und hören Sie selbst: Hier zunächst das Manuskript […]

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Plant Kiew Provokation vor dem Alaska-Gipfel? Russland erhebt schwere Vorwürfe

Plant Kiew Provokation vor dem Alaska-Gipfel? Russland erhebt schwere Vorwürfe

Plant Kiew Provokation vor dem Alaska-Gipfel? Russland erhebt schwere Vorwürfe

Das russische Verteidigungsministerium hat am Dienstag schwere Anschuldigungen gegen die ukrainische Regierung erhoben. Laut einer Warnmeldung bereitet Kiew eine gezielte Provokation in der Stadt Tschugujew im Gebiet Charkow vor, um das für den 15. August geplante Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Wladimir Putin in Alaska zu sabotieren. Ziel sei es, russische Streitkräfte der Tötung von Zivilisten zu bezichtigen und die internationale Gemeinschaft gegen Russland aufzubringen.

Nach Angaben des Ministeriums soll bereits am 11. August eine Gruppe westlicher Journalisten vom ukrainischen Geheimdienst SBU nach Tschugujew gebracht worden sein. Der nur vorgeschobene Grund wäre, Reportagen über die Bewohner der frontnahen Stadt zu erstellen. Unmittelbar vor dem Alaska-Gipfel plane die ukrainische Armee einen Drohnen- oder Raketenangriff auf ein dicht besiedeltes Wohnviertel oder ein Krankenhaus, der zahlreiche zivile Opfer fordern und von den Journalisten dokumentiert werden soll.

„Die gesamte Verantwortung für den inszenierten Angriff soll Russland zugeschrieben werden, um die russisch-amerikanische Zusammenarbeit zu stören“, erklärte die russische Behörde sinngemäß. Konkrete Beweise für die erhobenen Vorwürfe liegen derzeit nicht vor, die ukrainische Seite hat die Meldung noch nicht kommentiert.

Parallelen zu Butscha

Die Erwähnung einer Provokation, die an Butscha erinnert, ist brisant. Die Ereignisse im Kiewer Vorort im März 2022, bei denen zahlreiche Zivilisten getötet wurden, sorgten weltweit für Entsetzen. Während westliche Medien und die Ukraine Russland für die Gräueltaten verantwortlich machen, bestreitet Moskau jegliche Beteiligung und spricht von einer ukrainischen Inszenierung.

Report24 berichtete vielfach über Ungereimtheiten am Butscha-Narrativ:

Kritik an westlicher Berichterstattung

Die Anschuldigungen aus Moskau illustrieren die problematische Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt auf. Während westliche Medien oft einseitig die ukrainische Perspektive wiedergeben, bleiben russische Darstellungen in der Regel häufig unbeachtet. Werden sie doch im Mainstream behandelt, ist zumeist die Rede von Propaganda. Im Krieg wird die Wahrheit oft als Erstes geopfert. Ohne unabhängige Untersuchungen bleibt die Realität schwer greifbar – auf beiden Seiten.

Eskalation, Ablenkung oder ukrainische Inszenierung?

Die Vorwürfe des russischen Verteidigungsministeriums könnten Teil einer Strategie sein. Ebenso denkbar ist, dass die Ukraine eine Provokation inszeniert, um die Verhandlungen am 15. August in Alaska zu torpedieren und sich weitere westliche Unterstützung zu sichern. In dem blutigen Krieg, der seit dem Frühjahr 2022 tobt, kam es schon einige Male zu solchen Ereignissen – mit dem Ergebnis, dass Friedensverhandlungen scheiterten. Ebenso wurden gegenseitige Angriffe, vor allem mit Drohnen, jeweils vor Verhandlungen intensiviert.

Russische Quellen berichten von gewaltigen Gebietsgewinnen in den letzten 24 Stunden, die ukrainische Frontlinie würde zunehmend bröckeln. Westliche Medien sprechen von anhaltenden Kämpfen ohne klare ukrainische Niederlagen. Sollten die Berichte über den aktuellen Kriegsverlauf korrekt sein, würde es Kiew zusätzlich helfen, durch eine inszenierte Krise die Aufmerksamkeit von militärischen Niederlagen abzulenken.

NiUS-LIVE: Der große Wirtschaftsschwindel von Friedrich Merz

NiUS-LIVE: Der große Wirtschaftsschwindel von Friedrich Merz

NiUS-LIVE: Der große Wirtschaftsschwindel von Friedrich Merz

Jeden Morgen von 7 bis 9 Uhr beleuchtet NiUS-LIVE die Themen, die Millionen Menschen bewegen und über die Deutschland spricht. Am Mittwoch begrüßt Moderator Alexander Kissler bei NiUS-LIVE Chefreporterin Pauline Voss und Politikchef Ralf Schuler.

Die Themen heute:

  • Kein Grund zum Feiern: 100 Tage Merz – die ernüchternde Bilanz.
  • Kein Grund zur Freude: Der große Wirtschafts-Investitions-Schwindel des Bundeskanzlers
  • Kein Grund für Zurückhaltung: Trump greift in Washington DC durch – und schickt die Nationalgarde.

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Maria Sacharowa über die Gefahr, dass die KI ein Instrument des Neokolonialismus wird

Es gibt immer wieder Meldungen über internationale Konferenzen zur Künstlichen Intelligenz, um sie international zu regulieren. Das wird allerdings kaum Erfolg haben, weil die KI als potenzielles Machtinstrument zu verlockend ist, als dass die auf dem Gebiet führenden Staaten und Konzerne sich mit Vorschriften einschränken lassen. Über das Thema hat Maria Sacharowa, die Sprecherin des […]
Leyen über Freiheit in der EU während Verhaftung eines Zwischenrufers

Leyen über Freiheit in der EU während Verhaftung eines Zwischenrufers

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Die EU-Führer entfernen sich immer mehr von der Realität und den Willen der EU-Bürger und können sich nur mehr mit Zensur, Wahlfälschungen und Polizeigewalt durchsetzen. Eine Reihe europäischer Politiker wie Marine Le Pen in Frankreich, Milorad Doidk in Bosnien, die Gouverneurin der Region Gagausien in Moldau, Evgeniya Gutul, Kalin Georgescu und Diana Sosoaka in Rumänien, […]

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Weltwoche Daily: Trump lobt Putin – Großartig, dass er in die USA kommt

„Weltwoche Daily Deutschland“ – Roger Köppels täglicher Meinungs-Espresso gegen den Mainstream-Tsunami. Von Montag bis Freitag ab 6:30 Uhr mit der Daily-Show von Köppel und pointierten Kommentaren von Top-Journalisten. Die Themen in dieser Ausgabe:

  • Trump lobt Putin: Großartig, dass er in die USA kommt.
  • USA streben wieder gute Beziehungen mit Russland an.
  • Windräder: Weg damit.
  • Mailänder Oper: Keine Flipflops mehr.
  • Großer Zulauf für AfD und Linke.
  • Was Merz von Genscher lernen könnte.

„Weltwoche Daily Schweiz“:

  • Danke, Trump: Gongschlag für Schweizer Patrioten.
  • Trump-Putin-Gipfel: EU stellt sich immer noch quer.
  • Zölle: Keller-Sutter und Cassis loben sich.
  • Rot-grüne Verkehrsexperimente in Zürich.

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»Weniger Meinungsfreiheit & Zensur!« – US-Regierung sagt das, was Deutsche nicht mal denken dürfen!

Deutliche Worte aus den USA, die man in Deutschland so wohl kaum von Regierungsseite hören würde. Ganz im Gegenteil, wer diese auch nur über die Lippen bringt gilt hierzulande schon als „Verschwörungstheoretiker“ oder „Rechtsextrem!“ In einem am Dienstag vorgestellten Jahresbericht des US-Außenministeriums unter Präsident Donald Trump kritisiert Außenminister Marco Rubio  doch tatsächlich die Menschenrechtslage in […]
Vom Verschwinden einer märchenhaften Heimat

Vom Verschwinden einer märchenhaften Heimat

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Vom Verschwinden einer märchenhaften Heimat

Vom Verschwinden einer märchenhaften Heimat

Hessen war einmal Romantik pur: Hier entstanden die Märchen der Gebrüder Grimm, hier klapperte die Mühle am rauschenden Bach und führte ein Brücklein über den Main. Heute weht der Geist dieser mythischen alten Tage nur noch in wenigen naturbelassenen Wäldern.

von Jan Nolte

Typisch Hessen, was ist das? Da fällt den Leuten zuerst oft Äppelwoi aus dem Bembel, Handkäs mit Musik oder die berühmte grüne Sauce ein. Ohne Frage schöne Dinge, aber unser Bundesland hat weitaus mehr zu bieten. Es ist nicht nur geographisch das Herz Deutschlands, sondern hat auch mit seiner langen und altehrwürdigen Kulturgeschichte einen zentralen Platz unter den zahlreichen prägenden Regionen unseres Vaterlandes verdient. Mit dem 1749 in Frankfurt geborenen Johann Wolfgang von Goethe gehört etwa der sicherlich berühmteste Dichter Deutschlands zu Hessen, wie auch Georg Büchner, Hans Jakob von Grimmelshausen sowie natürlich die Gebrüder Grimm.

Im Land der Sagen

Letzteren ist es zu verdanken, dass Hessen bis heute als Märchen- und Sagenland gilt: Die beiden Brüder entfalteten in ihrer heimatlichen Verbundenheit eine enorme erzählerische Schaffenskraft, die sich aus alten Legenden und der malerischen Natur speiste. Von ihrem Geburtsort in Hanau wussten die beiden in fast schon epischer Verklärung zu berichten: «Nicht minder lebhaft steht mir noch in Gedanken, wie wir beide, Jacob und ich, Hand in Hand über den Markt der Neustadt (…) gingen (…) und in kindischer Freude stehen blieben, um dem goldenen Hahn auf der Spitze des Turmes zuzusehen, der sich im Winde hin und her drehte.»

Das Dornröschenschloss Sababurg oder der Frau-Holle-Teich auf dem Meißner inspirierten die Gebrüder Grimm.

Heute erinnern in der malerischen Fachwerkstadt noch Gedenktafeln an ihr Wirken, darunter das 1896 eingeweihte Nationaldenkmal, das heute den Ausgangspunkt der deutschen Märchenstraße bildet. Das Studium führte die Grimms schließlich nach Marburg, von dessen «Schloss auf dem Berge, (…) in der Abendsonne vergoldet» die beiden schwärmten. Später führte sie ihr Fleiß nach Kassel, wo sie zwischen 1798 und 1841 deutsche Sagen sammelten, die heute als «Kinder- und Hausmärchen» zum Unesco-Weltdokumentenerbe gehören.

Es dürfte heute kaum einen Menschen auf der Welt geben, der nicht die Märchen von Dornröschen, Schneewittchen oder Hänsel und Gretel kennt. Und wer sehenden Auges Hessen bereist und sich an dessen Geschichte, Kultur und Natur erfreut, der kann immer noch ein wenig nachvollziehen, woher die Inspiration der Grimms rührte. Die Brüder verbrachten viel Zeit damit, ihre Heimat zu erkunden und in den urwüchsigen Wäldern nach den Ursprungsorten alter Überlieferungen zu forschen.

So gibt es Schilderungen in Grimms Märchen, die an hessische Landschaft und Landmarken erinnern, wie zum Beispiel das «Dornröschenschloss» Sababurg oder der «Frau-Holle-Teich» auf dem Meißner. Dabei spielt es keine große Rolle, ob alle diese Märchen wirklich authentisch sind oder auch nur einen wahren Kern beinhalten. Es ist der Forschung nicht unbekannt, dass gerade Wilhelm Grimm mündlich tradiertes Kernmaterial romantisch ausschmückte und den eigenen Vorstellungen anpasste, doch tut dies dem Genie der Brüder oder dem kulturellen Wert ihrer Arbeit keinen Abbruch. Die moralischen Vorstellungen und Tugenden, die ihre Werke vermitteln, sind tief in unsere Volksseele eingelassen.

Windmonster im Märchenwald

Um die damals noch so intakte Natur Hessens ist es indessen heute schlecht bestellt. Bizarrerweise ist es die schwarz-grüne Landesregierung, die plant, unsere Wälder mit Windparks zu verschandeln. Dafür sollen in Teilen sogar Naturschutzgebiete weichen und auf dem Altar einer falschen Energiewende geopfert werden.

Riesige Waldflächen sollen für Windparks geopfert werden.

Insgesamt zwei Prozent Wald sollen für diese fragwürdige Politik verschwinden. Das klingt zunächst nach wenig, schließt aber in Wahrheit riesige Gebiete ein – und das vor allem in geschützten Forsten! Es grenzt an Satire, dass mit den Grünen gerade jene Partei, die in den 1980er Jahren das angebliche Waldsterben zur größten Naturkatastrophe aufgebauscht hatte, heute bereitwillig uralte Baumbestände abholzen lassen will. Dies wirft auch ein bezeichnendes Licht auf die Doppelmoral der einstigen Ökopaxe: Im Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen wollen sie – zusammen mit Militanten – Rodungen verhindern, die Flächen für den Braunkohletagebau schaffen sollen. Wenn der Kahlschlag hingegen für den Ausbau der Windenergie erfolgt, wie bei uns in Hessen, sind sie es selbst, die die Abholzungsfirmen beauftragen… Viele Waldbesitzer sind empört. Unterstützt werden sie nur von der AfD, die die Kulturlandschaft bewahren will – und vor Belastungen der Menschen in der unmittelbaren Nachbarschaft der Windparks warnt. «Durch die derzeitige Klimahysterie wird der Schutz von der Bevölkerung völlig ausgeblendet», konstatiert Landtagskandidatin Claudia Papst-Dippel aus Waldeck-Frankenberg in Nordhessen. «Neueste medizinische Studien zum Infraschall belegen eine Wirkung auf unser zentrales Nervensystem und unsere Psyche», mahnt sie.

Auferstehung einer Altstadt

Es gibt allerdings auch Positives zu berichten, wenn es um den Schutz hessischer Heimat und Kultur geht: In Frankfurt werden modernistische Nachkriegsbauten aus der Innenstadt zurückgedrängt, stattdessen historische Straßenzüge wiederaufgebaut. Bisher sind 15 Rekonstruktionen und 20 Neubauten entstanden, wobei letztere typische Stilelemente der mittelalterlichen Altstadt zwecks ästhetischer Kontinuität in ihrer Fassade integriert haben. Seit der Eröffnung des Komplexes am 9. Mai kann sich Frankfurt endlich in die Reihe jener Städte wie Dresden oder Potsdam einreihen, die bereits erfolgreich Teile ihres mittelalterlichen Stadtbildes wiederhergestellt haben.

Dabei darf man nicht nur an die touristische Attraktivität denken, die solche Projekte ohne Frage mit sich bringen. Das ist zwar für den Einzelhandel wie auch für die Gastronomie ein Gewinn, aber es geht um noch viel mehr: Die Bürger wollen nicht mehr als entwurzelte Konsumenten in einem leeren Raum ohne geschichtlichen Bezug leben. Es ist kein Wunder, dass gerade angesichts wachsender Unsicherheit und Heimatverlust die Sehnsucht nach Wiederfinden historischer Erinnerungen auch im unmittelbaren Wohnumfeld wächst. Eine behutsame Konstruktion wie in Frankfurt vermag dabei sowohl Altes wiederherzustellen als auch Neues in Form und Ästhetik in das architektonische Ensemble einzubetten.

Dass dies geschehen konnte, ist auch der Verdienst aufrechter Patrioten, die sich mit ihrem Ansinnen gegenüber den Blockaden der etablierten Politik durchsetzten. Seit die Initiative für einen Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt 2005 von Dr. Claus Michael Wolfschlag angeregt wurde, gab es Widerstand gegen das Begehren. Damals kam der unter anderem aus Richtung jener Altparteien, die sich heute selbst die Orden für das erfolgreich umgesetzte Projekt anheften wollen.

Geschichtsrevisionist Goethe

«Ein ähnlicher Streit {wie 2018 um die Restaurierung der Altstadt} hatte in Frankfurt schon in den frühen 1950er Jahren um die Rekonstruktion von Goethes im Krieg zerstörten Geburtshaus getobt. Auch damals gab es Stimmen (…), die fanden, dass die Frankfurter damit ”die Spuren des Nationalsozialismus und damit auch der eigenen Schuld löschen wollten”. Aber andere fanden den stilgetreuen Wiederaufbau richtig – und zu ihnen gehörten mit Hermann Hesse, Thornton Wilder und Albert Schweitzer nicht ganz dumpfe oder rechtslastige Leute.» (Deutschlandfunk, 23.4.2018)

Noch aggressiver war das Sperrfeuer modernistischer Architekten wie Stephan Trüby, der Mitte April in der FAZ unkte: «Die Rekonstruktionsarchitektur entwickelt sich in Deutschland derzeit zu einem Schlüsselmedium der autoritären, völkischen, geschichtsrevisionistischen Rechten.» Projekte wie in Frankfurt seien «unterkomplexes Heile-Welt-Gebaue», welches «den Holocaust herunterstuft». «Ist Fachwerk faschistisch?» war ein Artikel in der Tageszeitung Die Welt übertitelt. Die linke Architekturzeitschrift Arch+ hat per Petition einen «Rekonstruktions-Watch» gefordert, eine Art Wächterrat, um die angebliche völkische Unterwanderung von Wiederaufbauprojekten zu verhindern… Es ist nur logisch, dass Zeitgenossen, die gerne alles Alte abreißen und durch seelenlose Glas-Stahl-Kuben ersetzen wollen, die Wiederauferstehung historischer Viertel nicht gefällt. Das ist aber noch lange kein Grund, solche aus der Bevölkerung getragenen Projekte mit der Auschwitz-Keule niederzuknüppeln.

Gottlob funktioniert das auch nicht mehr, wie das Beispiel Frankfurt zeigt. Viele Bürger haben erkannt, dass unsere Geschichte – horribile dictu – weiter zurückreicht als 1933. Und hier liegen die meist dem linkskulturellen Milieu angehörigen Kritiker zumindest nicht ganz daneben, wenn sie behaupten, in der Sehnsucht nach Rekonstruktion kämen konservative Tendenzen zum Vorschein.

Denn auch das ist wahr: Anders als die Linke kennt das rechte politische Spektrum weder unumkehrbare Fortschrittsgläubigkeit noch Berührungsängste mit der deutschen Vergangenheit. Und nicht nur das: Die Rechte geht auch davon aus, dass aus dem Wiederfinden unserer Wurzeln Segensreiches entstehen kann – etwas, das den Menschen Halt gibt und sie einbettet in ein größeres Ganzes mit traditionellen Normen und Regeln.

Bei den nächsten Landtagswahl hat der hessische Bürger die Chance zu zeigen, was er von der schwarz-grünen Tabula rasa hält und wie viel Grimm’scher Geist in ihm steckt. Für meine Heimat hoffe ich das Beste, denn sie ist – mit ihrer ganzen Tradition und kulturellen Vielfalt – des Bewahrens wert.

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