Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

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Statkraft auf Crashkurs: Wenn Windenergie zum Milliardengrab wird

Statkraft auf Crashkurs: Wenn Windenergie zum Milliardengrab wird

Statkraft auf Crashkurs: Wenn Windenergie zum Milliardengrab wird

Statt satter Gewinne hagelt es für den norwegischen Energiekonzern Statkraft ordentliche Verluste. Mit ein Grund dafür ist unter anderem auch das defizitäre Geschäft mit der Windenergie. Nun wird restrukturiert und sich neu aufgestellt. Grüne Energiemärchen werden eben nicht oft Wirklichkeit.

Es war einmal ein norwegischer Energieriese, der glaubte, mit Windrädern lasse sich die Welt retten und dabei auch noch Geld verdienen. Doch wie so oft in der grünen Märchenwelt endet die Geschichte nicht mit einem Happy End, sondern mit einem gewaltigen Aufschlag in der Realität. Statkraft, einst Stolz des skandinavischen Energiesektors, meldet für das zweite Quartal 2025 einen Verlust von satten 6,5 Milliarden norwegischen Kronen (rund 550 Millionen Euro). Der Grund? Die angeblich so saubere und profitable Windkraft entpuppt sich als fauler Zauber mit dramatischen Nebenwirkungen – allen voran gewaltige Abschreibungen in Höhe von 300 Millionen US-Dollar auf Windkraftanlagen in Norwegen und Schweden. Die grüne Rendite, so scheint es, ist im nordischen Nieselregen endgültig abgesoffen.

Dass ausgerechnet Windkraft zum Sargnagel eines traditionsreichen Energiekonzerns wird, ist kein Betriebsunfall, sondern das logische Resultat einer ideologiegetriebenen Energiepolitik, die Physik, Marktlogik und gesunden Menschenverstand durch CO2-Neurosen ersetzt hat. Der rasante Preisverfall am skandinavischen Strommarkt traf vor allem das Onshore-Windgeschäft mit voller Wucht. Obwohl Statkraft mehr Strom produzierte denn je – 15,2 Terawattstunden, davon 2,0 aus Wind –, brach das EBITDA regelrecht ein: von 6,5 auf nur noch 4,5 Milliarden Kronen. Das grüne Füllhorn war also keines, sondern ein Fass ohne Boden.

Die Reaktion des Konzerns spricht Bände. Statt sich weiter in immer absurdere Expansionsphantasien zu verrennen, zieht man nun die Reißleine. Entwicklungsaktivitäten in Kroatien? Eingestampft. Beteiligungen in Kolumbien, den Niederlanden, Kanada? Werden abgestoßen. Selbst der grün-globalistische Hoffnungsträger Wasserstoff – der angeblich magische Energieträger der Zukunft – verschwindet stillschweigend aus den Projektplänen. Vom einst omnipräsenten Offshore-Wind bleibt nur ein kümmerlicher Rest: das North Irish Sea Array. Der Rest landet auf dem grünen Abstellgleis.

Realismus statt grüner Utopie

Statt weiter den Global Player zu mimen, besinnt sich Statkraft auf sein Kerngeschäft – endlich, möchte man sagen. Große Wasserkraftwerke in Norwegen und ausgewählte Windprojekte mit kurzen Amortisationszeiten dürfen bleiben. Alles andere fliegt raus. Die neue Parole lautet: Kapitalbindung runter, Risiko runter, Profitabilität rauf. Das klingt vernünftig – und ist doch ein Armutszeugnis für eine Branche, die sich jahrelang als Speerspitze der “nachhaltigen” Transformation feiern ließ. Die Realität: Man kann mit rotierenden Subventionsfressern auf Stahlmasten keine Investoren glücklich machen.

Besonders interessant ist die sprachliche Verpackung der Misere. Man spricht von einer “strategischen Neuausrichtung” – ein Euphemismus, der in Wahrheit eine abrupte Kehrtwende beschreibt. Jahrzehntelang hat sich Statkraft mit ideologisch aufgeblasenen Projekten in aller Welt verzettelt, stets getragen vom grün-globalistischen Märchen, wonach sich Wind und Sonne zu Gold spinnen ließen. Nun zeigt sich: Ohne stabile Preise, garantierte Einspeisevergütungen (auf Konsumentenkosten) und teure Subventionen zulasten der Steuerzahler ist der feuchte Öko-Traum nicht mehr als heiße Luft.

Die Ursachen sind strukturell. Der Strompreis in Skandinavien ist im Keller – dank wetterabhängiger Überproduktion, mangelnder Speicher und fehlender Netzkapazitäten. Die Folge: Volle Turbinen, leere Kassen. Neue Windparks in Spanien und Brasilien konnten das Desaster nicht ausgleichen. Das globale Abenteuer wird zum strategischen Totalschaden.

Dass ausgerechnet ein staatlich kontrollierter Energiekonzern wie Statkraft, der sich dem grünen Dogma verschrieben hatte, nun so krachend auf dem Boden der ökonomischen Tatsachen aufschlägt, ist eine Warnung an alle, die glauben, man könne mit Klimaideologie dauerhaft wirtschaften. Der Markt hat gesprochen – und er sagt unmissverständlich: Windkraft ist kein Selbstläufer, sondern ein hochriskantes, kapitalintensives Geschäft mit miserabler Rendite, sobald der regulatorische (und für Konsumenten bzw. Steuerzahler teure) Schutzschild wegbricht. Ohne politisch garantierte Cashflows fällt das ganze grüne Kartenhaus schneller in sich zusammen, als ein Rotorblatt bei einer einsetzenden Flaute stehen bleibt.

Statkrafts Rückzug ist kein Einzelfall, sondern Vorbote einer breiteren Implosion. Die gigantischen Investitionen in Wind- und Solarprojekte weltweit stehen auf zunehmend wackeligen Beinen. Wer sich auf künstlich geschaffene Märkte verlässt, darf sich nicht wundern, wenn diese eines Tages kollabieren – sei es durch sinkende Nachfrage, technische Probleme, volatile Wetterbedingungen oder schlicht durch den Wegfall staatlicher Subventionen. Und während sich Konzerne wie Statkraft nun eilig aus der Verantwortung stehlen, bleiben die politischen Planer sprachlos zurück – mitsamt ihren unsinnigen Klimazielen und milliardenschweren Förderprogrammen.

FPÖ-Hafenecker: ORF-Berichterstattung über Persmanhof „völlig übertrieben“

FPÖ-Hafenecker: ORF-Berichterstattung über Persmanhof „völlig übertrieben“

FPÖ-Hafenecker: ORF-Berichterstattung über Persmanhof „völlig übertrieben“

In einem Gespräch mit Report24-Chefredakteur Florian Machl kritisierte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker die aus seiner Sicht einseitige und übersteigerte Medienberichterstattung rund um den viel diskutierten Polizeieinsatz beim Antifa-Camp am Persmanhof. Der ORF habe das Thema tagelang in den Schlagzeilen gehalten, während andere sicherheitspolitisch relevante Vorfälle kaum Beachtung fanden. Antifa-Gewalt wird hingegen stets ausgeblendet.

Hafenecker zeigte sich irritiert darüber, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk und andere Medien das Geschehen überproportional aufgegriffen hätten. Der Polizeieinsatz sei erfolgt, weil konkrete strafbare Handlungen vermutet wurden. Dabei habe es auch Konfrontationen mit Beamten gegeben. Dennoch sei der mediale Fokus in keinem Verhältnis gestanden. Im Gegensatz dazu seien etwa seine Pressekonferenz zu einem „Sadomaso-Botschafter“ im Außenministerium oder Übergriffe der Antifa auf patriotische Kundgebungen weitgehend ignoriert worden.

Kritik an politischer Schlagseite

Laut Hafenecker offenbare der Fall eine Tendenz, linksextreme Akteure zu schonen, während konservative Gruppen bei ähnlichen Vorfällen deutlich härter behandelt würden. Es könne nicht sein, dass Teilnehmer eines Antifa-Camps von der Rechtsordnung ausgenommen würden. Er verwies zudem auf problematische Spruchbänder an der Gedenkstätte, wie „Heimat im Herzen – Scheiße im Hirn“, diev pietätlos und verletzend seien.

Es kam zur Sprache, dass die NS-Gedenkstätte Persmanhof von einem privaten Verein betrieben werde, der nach den Recherchen von Report24 Verbindungen zu radikalen linken Gruppierungen habe. Vereine mit öffentlicher Finanzierung müssten einen Querschnitt der Bevölkerung repräsentieren und dürften nicht für politische Agitation missbraucht werden, ergänzte Hafenecker.

Gefahr eines „rechtsfreien Raums“ für Linksextreme

Hafenecker warnte vor einer Instrumentalisierung des Gedenkens für politische Zwecke. Linke Vereine seien national und international vernetzt und würden häufig über NGO-Strukturen öffentliche Gelder für parteipolitische Aktivitäten einsetzen. Dies gefährde die Glaubwürdigkeit des Erinnerns und könne langfristig zu einem rechtsfreien Raum für linksextreme Akteure führen.

Er sieht zudem die Gefahr, dass die mediale Dauerpräsenz des Themas Behörden unter Druck setzen solle, künftig zurückhaltender gegen Linksextreme vorzugehen. Dies könne Teil einer Einschüchterungsstrategie sein. Hafenecker lobte in diesem Zusammenhang den Einsatz der Kärntner Polizei und betonte, dass Gesetze in allen politischen Lagern gleich anzuwenden seien.

Welche Ergebnisse das Treffen von Trump und Putin haben könnte

Dass die Reise von Trumps Sondergesandten Witkoff nach Moskau am Mittwoch möglicherweise entscheidend werden könnte, war absehbar. US-Präsident Trump hatte sich mit seinem verkürzten Ultimatum an Russland, das am heutigen Freitag ausläuft, in eine Sackgasse manövriert, denn nicht nur Russland, sondern auch wichtige Staaten wie Indien oder Brasilien (und China sowieso) zeigten sich von Trumps […]

Roger Waters komponiert eine zeitlose Hymne an Widerstand und Beharrlichkeit

Pepe Escobar

Roger Waters hat einen brandneuen Song. Er heißt Sumud. Eine Ballade, aber nicht irgendeine Ballade: vielmehr eine zeitlose Hymne an den Widerstand.

Roger Waters hat einen brandneuen Song. Er heißt „Sumud”. Eine Ballade, aber nicht nur eine weitere Ballade: eigentlich eine zeitlose Hymne an den Widerstand. Von nun an sollten diese Klänge und ihr Schlachtruf idealerweise das globale Spektrum von Mali bis Java überspannen und eine bereits im Entstehen begriffene globale Widerstandsallianz schmieden.

Sanft, fast flüsternd, in einer Leonard Cohen-artigen Stimmung, beginnt Roger mit der Einführung von „Sumud” auf Arabisch: „unerschütterliche Beharrlichkeit”. Wie im gewaltfreien alltäglichen Widerstand, auf jeder Ebene, gegen die Besetzung, Ausbeutung und brutale, erzwungene Kolonialisierung Palästinas. Aber es geht um noch mehr, um etwas Größeres als das Leben selbst, wenn er davon spricht, wie „Stimmen sich harmonisch vereinen“ bis hin zum positiven, kathartischen Refrain. Widerstand gegen Ungerechtigkeit sollte konzeptionell das tiefe Engagement von uns allen bedeuten.

Roger erinnert an Märtyrerinnen wie Rachel Corrie und Marielle Franco – „oh meine Schwestern / helft mir, ihre Augen zu öffnen“ – und überbrückt dabei „die große Kluft“ bis hin zu einem Zustand des Bewusstseins, in dem „die Vernunft erwachsen wird“.

Das beharrliche, hypnotische Thema von „Sumud“ ist der Kampf, dieses Stadium des kollektiven Bewusstseins zu erreichen, „in dem sich Stimmen in Harmonie vereinen“.

Wenn wir „unserem moralischen Kompass folgen“, werden die Stimmen unweigerlich an einen Punkt gelangen, an dem sie „Schulter an Schulter stehen“. Und „vom Fluss bis zum Meer“ sind und werden „gewöhnliche Menschen, die einfach nur ihre Position verteidigen“ ihre Spuren hinterlassen können.

Die langen dunklen Wolken, die immer wieder aufziehen, schüchtern Rogers Intuition nicht ein. Er beschließt, „Sumud“ auf die vielversprechendste Weise zu beenden und stellt dabei Parallelen zum Buddhismus her: „Gemeinsam werden diese gewöhnlichen Menschen das Schiff wenden“.

Wie man das Schiff wendet

Die Vorstellung, dass ein Kollektiv gewöhnlicher Menschen das derzeitige Schiff der (gefährlichen) Narren wenden kann, könnte nicht weiter entfernt sein von der vollständig von Oligarchen orchestrierten Demenz des liberalen Totalitarismus in Verbindung mit Techno-Feudalismus, der völlig außer Kontrolle geraten ist und darauf aus ist, sogar Völkermord und erzwungene Hungersnöte zu normalisieren. Dieses Paradigma zielt darauf ab, genau diese „gewöhnlichen Menschen“ einzuschüchtern, zu schikanieren, zu demoralisieren und zu zerstören.

Roger zeigt mit einer einfachen Ballade, dass es möglich sein könnte, das Blatt zu wenden. Diese Erkenntnis kommt mit dem Alter, der Erfahrung und der Beherrschung seines Handwerks. Schließlich ist Roger seit den 1960er Jahren einer der besten Verkörperungen von Shelleys Intuition, dass Dichter „die unbekannten Gesetzgeber der Menschheit“ sind.

Viele von uns verbrachten ihre Jugend fasziniert von der unaufhörlichen Erforschung und experimentellen Überschwänglichkeit, die in „Relics“, „Ummagumma“ oder „Meddle“ enthalten ist – noch bevor die Weltraumexpedition zur dunklen Seite des Mondes stattfand.

Auf mehreren Ebenen kann „Sumud“ als zeitgenössisches Echo der epischen transzendentalen Erfahrung „Echoes“ verstanden werden, deren Texte ebenso wichtig sind wie die musikalische Reise: „Fremde, die sich auf der Straße begegnen / Zufällig treffen sich zwei Blicke / Und ich bin du und was ich sehe, bin ich / Und nehme ich dich bei der Hand / Und führe dich durch das Land / Und hilfst du mir, so gut ich kann, zu verstehen?“

Das London der späten 1960er Jahre trifft auf den globalen Widerstand Mitte der 2020er Jahre: Es geht um die Verbindung zwischen den Menschen. Und wenn das einmal geschehen ist, gibt es nichts Edleres, als nach einem höheren Ziel zu streben.

Es ist derselbe Geist, der bereits in „Us and Them“ vorhanden ist: „Mit, ohne / und wer würde leugnen / dass es genau darum geht, worum es in diesem Kampf geht.“

Der entscheidende Kampf unserer Zeit besteht darin, das Schiff aus einem Todeskult herauszulenken, der ungestraft ein mörderisches Potenzial entfesseln kann, das 12 Atombomben in Hiroshima entspricht, auf eine Bevölkerung, die unaufhörlich Serienmorden, Hungersnöten und kalkulierter Ausrottung ausgesetzt ist – live, auf jedem Smartphone weltweit, und all das mit dem vollen Segen des kollektiven Westens.

Ist es möglich, den Kampf allein durch das Schwingen – und Singen – einer Ballade anzuführen? Vielleicht nicht. Aber das ist ein mächtiger Anfang. Widerstehen. Durchhalten. Wie die Houthis im Jemen – von der Global Majority als ethische Helden mit einem klaren moralischen Ziel gefeiert. Rogers ermutigende Botschaft lautet, dass dieses morsche Schiff eines Tages sinken wird.

Wie sich die Welt vom US-Finanzkolonialismus befreien kann: Der Ökonom Michael Hudson erklärt

Wie sich die Welt vom US-Finanzkolonialismus befreien kann: Der Ökonom Michael Hudson erklärt

Von Ben Norton

Michael Hudson beschreibt, wie die westlichen Mächte das internationale System zum Vorteil nordamerikanischer Unternehmen und zum Nachteil des Globalen Südens gestaltet haben und wie dieser sich gegen den Neokolonialismus der USA wehren kann.

Der Ökonom Michael Hudson beschreibt, wie die westlichen Mächte das internationale Finanz-, Rechts- und politische System so gestaltet haben, dass nordamerikanische Unternehmen auf Kosten der Länder des Globalen Südens profitieren.

Hudson schlägt in diesem Interview mit Moderator Ben Norton auch Wege vor, wie die Globale Mehrheit dem Neokolonialismus der USA Widerstand leisten kann.

Video

Transkript

(Einleitung)

BEN NORTON: Wir alle leben in einer Zeit großer Veränderungen. In der Welt finden derzeit massive geopolitische Umwälzungen statt, und wir erleben den Aufstieg neuer Organisationen wie der BRIC-Staaten, die mittlerweile mehr als 50 % der Weltbevölkerung repräsentieren.

Die 20 Länder der erweiterten BRICS+ machen nun auch mehr als 40 % des weltweiten BIP aus, gemessen an der Kaufkraftparität (KKP).

Diese neuen, vom Globalen Süden geführten Organisationen wie die BRICS repräsentieren die globale Mehrheit. Aber es gibt immer noch ein Problem, nämlich dass die mächtigsten internationalen Organisationen heute weitgehend von den Vereinigten Staaten und den westlichen Mächten dominiert werden.

Dazu gehören Institutionen wie der Internationale Währungsfonds (IWF) oder die Weltbank. Dies sind Organisationen, in denen die USA das einzige Land der Welt sind, das über ein Vetorecht verfügt.

Selbst im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sehen wir, dass die Macht im Sicherheitsrat konzentriert ist und die USA ihr Vetorecht missbrauchen, um andere Länder daran zu hindern, Maßnahmen in der UNO zu ergreifen, die den USA nicht gefallen, selbst wenn diese Maßnahmen von der überwiegenden Mehrheit der Weltbevölkerung unterstützt werden.

Gleichzeitig erleben wir die Rückkehr von Donald Trump als US-Präsident, der allen Ländern der Welt mit Zöllen gedroht hat. Er nutzt Zölle als politische Waffe, um Länder anzugreifen, deren Politik ihm nicht gefällt – wie beispielsweise den linksgerichteten Präsidenten Brasiliens, Lula da Silva. Trump versucht, ihn und die brasilianische Regierung mit Zöllen in Höhe von 50 % zu bestrafen.

Dennoch hat Trump diese Politik der Instrumentalisierung des Dollars nicht begonnen. Diese reicht Jahrzehnte zurück. Viele US-Präsidenten, sowohl Republikaner als auch Demokraten – darunter Barack Obama, Joe Biden und George W. Bush – haben den US-Dollar und das von den USA dominierte sogenannte „internationale“ Finanzsystem, das nicht wirklich international ist, wenn es von den USA kontrolliert wird, ebenfalls instrumentalisiert.

Alle diese US-Präsidenten verhängten einseitige Sanktionen, die gegen das Völkerrecht verstoßen, um Länder zu bestrafen, deren Politik ihnen nicht gefiel, und um andere Länder daran zu hindern, Zugang zum von den USA dominierten sogenannten „internationalen“ Finanzsystem zu erhalten – Länder wie Venezuela, Kuba, Iran und sogar Russland.

Wir sind heute an einem Punkt angelangt, an dem so viele Länder von den USA sanktioniert wurden. Ein Drittel aller Länder der Erde und 60 % der Länder mit niedrigem Einkommen wurden sanktioniert, was sie gezwungen hat, nach neuen wirtschaftlichen und finanziellen Alternativen zu suchen.

Jetzt, da Trump allen Ländern der Welt mit Zöllen droht, suchen immer mehr Nationen nach Alternativen zum Handel mit den USA. Sie wollen nicht länger vom Handel mit den Vereinigten Staaten abhängig sein.

Die gesamte internationale Ordnung – die Wirtschaftsordnung, die Finanzordnung, die geopolitische Ordnung – befindet sich also im Umbruch, und wir erleben die Entstehung von Alternativen.

Aus diesem Grund habe ich heute die Ehre, ein Interview mit dem renommierten Ökonomen Michael Hudson zu führen, der zahlreiche Bücher verfasst hat, darunter „Super Imperialism: The Economic Strategy of American Empire“.

Michael hat einen sehr wichtigen Artikel mit dem Titel „Wie sich die globale Mehrheit vom US-Finanzkolonialismus befreien kann“ veröffentlicht.

Was genau ist die globale Mehrheit? Nun, die westlichen Mächte repräsentieren nur eine kleine Minderheit der Weltbevölkerung, obwohl sie die überwiegende Mehrheit der Länder auf der Erde kolonialisiert haben.

Der Westen macht nur etwa 13 bis 14 % der Weltbevölkerung aus. Dazu gehören die USA, Kanada, Europa, Australien und Neuseeland. Dies sind die Länder des kollektiven Westens. Der Rest der Welt, also die anderen 86 bis 87 % der Weltbevölkerung, bilden die globale Mehrheit.

In diesem Artikel, den Michael geschrieben hat, und in unserem heutigen Interview erklärt er, wie die Länder der Globalen Mehrheit weiterhin Alternativen zu dem entwickeln können, was er als „US-zentrierten Finanzkolonialismus“ bezeichnet, wie China es geschafft hat, eigene Alternativen zu schaffen, und wie China ein Vorbild für andere Länder auf der ganzen Welt sein kann.

Bevor ich zum Interview komme, werde ich hier einige Highlights abspielen, die einige der wichtigsten Punkte von Michael zusammenfassen.

MICHAEL HUDSON: Das internationale Rechtssystem, das die Vereinigten Staaten und Europa eingerichtet haben, hindert andere Länder daran, ihre nationale Souveränität über ihr eigenes Steuersystem auszuüben. Es hindert sie daran, den Wert ihrer Öl- und Mineralvorkommen zu realisieren; es hindert sie daran, das Monopol auf die Nutzung der Eisenbahnen, Flughäfen, Häfen und anderer öffentlicher Versorgungsunternehmen zurückzugewinnen, die zu Monopolen geworden sind, weil ihre Volkswirtschaften thatcherisiert wurden.

Die Länder des Globalen Südens leiden unter dem Thatcherismus und der Reaganomics, genauso wie England und die Vereinigten Staaten vom Neoliberalismus zerstört wurden.

Was also die globale Mehrheit und den Globalen Süden erwartet, ist nicht nur die Befreiung von ihrem Äquivalent zum ererbten Feudalismus. Sie haben nicht den Feudalismus geerbt, wie Europa eine einheimische Landbesitzerklasse geerbt hat, sondern etwas noch Schlimmeres: Die Landbesitzer und Investoren in den Ländern des Globalen Südens sind Ausländer, keine Einheimischen.

Bis zu einem gewissen Grad sind natürlich auch ihre klientelistischen Oligarchien Teil dieses Ganzen, um das gesamte System der Rentenextraktion aufrechtzuerhalten. Aber im Grunde genommen haben die Regierungen nicht die Macht, ihre eigene Wirtschaft zu steuern, und das ist keine Souveränität.

(Interview)

BEN NORTON: Michael, es ist immer eine große Freude, Sie hier zu haben. Vielen Dank, dass Sie heute bei uns sind.

Lassen Sie uns über diese Idee des US-zentrierten Finanzkolonialismus sprechen, die Sie in diesem Artikel dargelegt haben. Was verstehen Sie unter Finanzkolonialismus? Können Sie beschreiben, wie dieses System funktioniert, und einen kurzen Überblick über seine Entwicklung und die Umstände geben, die uns an den heutigen Punkt gebracht haben?

MICHAEL HUDSON: Der europäische Kolonialismus war weitgehend militärisch geprägt. Die Kolonialmächte eroberten Länder, übernahmen die Regierung und konnten sich deren natürliche Ressourcen und öffentliche Versorgungsbetriebe aneignen.

Finanzkolonialismus benötigte keine militärische Zwangsgewalt. Wenn man sich die Zeit um 1820 ansieht, gab es Länder wie Haiti in der Karibik, Mexiko, Brasilien, die Länder des Osmanischen Reiches, Griechenland im Jahr 1825 und später Ägypten und Tunesien, die im Wesentlichen ihre Unabhängigkeit erklärten. Oftmals war dafür eine Revolution notwendig.

Sie warfen die Kolonialherren ab, standen dann aber vor dem Problem: Wie bauen wir die Wirtschaft auf? Denn wir haben überhaupt kein Geld mehr. Die ehemaligen Kolonialmächte, die uns beherrscht hatten, nahmen uns unser ganzes Geld und hinterließen uns keine industrielle Basis. Sie hinterließen uns keine Infrastruktur. Und sie nahmen uns das ganze Geld.

Was sie tun mussten, war, Kredite aufzunehmen. In den 1820er Jahren gab es ein Land nach dem anderen, Haiti, Griechenland, die alle von britischen und französischen Bankiers mit Anleihen versorgt wurden. Die Brüder von [David] Ricardo leiteten die Firma, die Griechenland das Geld lieh.

Interessant ist, dass diese Anleihen fast sofort ausfielen. Und es gab eine Reihe von Zahlungsausfällen, Refinanzierungen, Refinanzierungen, Refinanzierungen. Und jedes Mal wurden die aufgelaufenen Zinsen zu den Schulden dieser Länder hinzugerechnet, die zwar politisch vom Kolonialismus befreit waren, keine Kolonien mehr, aber finanziell nicht frei, weil sie so viel Geld geliehen hatten, dass Ende des 18. Jahrhunderts die Regierungen der Gläubigerstaaten – Großbritannien, Frankreich, Deutschland und andere – entweder Zentralbanken oder nationale Währungskommissionen einrichteten.

Ägypten ist das beste Beispiel dafür. Aber genau das Gleiche geschah auch in Haiti, Tunesien und anderen Ländern.

Die nationale Kommission sagte dann: „Ihr seid zahlungsunfähig, ihr schuldet uns das Geld, das wir euch für den Bau des Suezkanals und die Entwicklung eurer Wirtschaft geliehen haben. Ihr müsst uns die Kontrolle übergeben.“ Das war noch bevor es den Internationalen Währungsfonds gab.

Im Wesentlichen installierten sie also, oft mit militärischer Gewalt, eine Besatzungsbürokratie, die die Kontrolle über die Finanzpolitik der Länder übernahm. Nun, wenn man es genau betrachtet, ist eine Regierung im Grunde genommen nichts anderes als Finanzpolitik, denn es geht um die Finanzpolitik – wen besteuert man, wer muss Steuern zahlen und auf welche Einkünfte? Und wofür gibt man das Geld aus? Fließt es in Sonderinteressen? Fließt es in das nationale Wachstum?

Finanzpolitik ist das, was Regierungen ausmacht. Und die nationalen Währungskommissionen und ihre Entsprechungen, die Zentralbanken, die die Geschäftsbanken, hauptsächlich die ausländischen Banken, vertraten, waren letztendlich für die nationale Entwicklung verantwortlich und lenkten die Entwicklung dieser nominell freien, postkolonialen Nationen in Richtung finanzieller Abhängigkeit.

Man kann sich das Modell ansehen, das Großbritannien im 18. Jahrhundert vor der Revolution mit seinen amerikanischen Kolonien verfolgt hat. Großbritannien hinderte die Kolonien daran, ihr eigenes Geld zu schaffen; es wollte, dass die Kolonien in Amerika von britischen Kreditgebern abhängig waren. Die einzige Geldquelle bestand darin, Geld von britischen Gläubigern zu leihen.

Nun, die Kolonien – Massachusetts, Pennsylvania und andere – versuchten, ihre eigene Währung zu schaffen. Und diese ähnelte sehr den Greenbacks, die die amerikanische Regierung während des Bürgerkriegs druckte. Sie druckten ihre eigene Währung als ihr eigenes Geld. Die Briten versuchten, dies zu verhindern. Sie kämpften darum.

Dies war einer der größten Konflikte, die zum Unabhängigkeitskrieg in den Vereinigten Staaten führten.

Andere Länder außerhalb der amerikanischen Kolonien, außerhalb der Vereinigten Staaten, hatten diesen Kampf nicht. Es gab rudimentäre Entwicklungen nationaler Währungen in Brasilien, Ägypten und anderen Ländern. Aber die Währung, die im 19. Jahrhundert noch verwendet wurde, war im Wesentlichen Edelmetall, Goldbarren und in Asien Silberbarren.

Auf der Grundlage dieses Kredits entstand eine Überstruktur aus Papiergeld der Handelsbanken. Diese Papiergeld-Überstruktur war in erster Linie auf die industriellen Kapitalismusnationen beschränkt.

Großbritannien, Frankreich, Deutschland und die Vereinigten Staaten hatten ihr eigenes Geldsystem. Andere Länder mussten britisches Geld, Sterling, oder französische Francs oder einfach Gold und Silber verwenden und hatten keine Kontrolle über ihre Geldmenge, um Geld in die Wirtschaft zu pumpen, das sie durch die Annahme als Steuern mit Wert versehen und für den Aufbau ihrer eigenen Infrastruktur verwenden konnten.

Das führte zu dieser dualen Wirtschaft. Und da diese Länder dazu gebracht wurden, nicht mit den Industrieprodukten Westeuropas oder den Industrienationen zu konkurrieren, sondern Rohstoffe zu produzieren – Baumwolle in Ägypten, nicht ihre eigene Industrie, die einige ihrer frühen Führer aufzubauen versuchten –, kam es zu einer Spaltung zwischen den Rohstoffproduzenten auf der einen Seite und den Industrienationen auf der anderen.

Die Industrienationen erzielten Überschüsse, die es ihnen ermöglichten, Gläubigerländer zu werden. Und die Rohstoffproduzenten wurden zu Schuldnerländern. Als sie zu Schuldnerländern wurden, verloren sie ihre nationale Souveränität, ihre Fähigkeit, das Steuersystem und die Verwendung ihrer Steuern zu nutzen, um ihre eigene Wirtschaft zu entwickeln, so wie es Westeuropa und die Vereinigten Staaten getan hatten.

Dadurch entstanden zwei verschiedene Arten der internationalen Wirtschaft, die seit zwei Jahrhunderten bestehen.

Die Länder des Globalen Südens und viele andere Länder der Globalen Mehrheit stehen vor folgendem Problem: Was können sie heute tun, um ihre Wirtschaft zu entwickeln?

Angenommen, sie verlassen sich gegenseitig auf ihre Währungen statt auf den US-Dollar. Wie können sie durch eine Abkehr vom Dollar nicht nur ihre monetäre Freiheit erlangen? Eine Abkehr vom Dollar bedeutet nämlich einen Bruch mit dem gesamten westlichen System der Steuerphilosophie, des Handels und der Entwicklung, das von den Vereinigten Staaten am Ende des Zweiten Weltkriegs, 1944 und 1945, mit der Gründung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank geschaffen und durchgesetzt wurde.

Wie werden diese Länder das Geld für ihre eigene Entwicklung nutzen können?

Nun, Diese Frage ist unter Donald Trump und seiner Zollpolitik, die meiner Meinung nach Zölle von bis zu 60 % für Länder wie Laos und andere asiatische Länder und 50 % für Brasilien vorsieht, dringlich geworden.

Die von Donald Trump verhängten Zölle machen es den Ländern unmöglich, genügend Waren in die Vereinigten Staaten oder ihre europäischen Satellitenstaaten zu exportieren, um die Dollars für die Tilgung ihrer Auslandsschulden zu beschaffen. Damit haben die Vereinigten Staaten diese Länder daran gehindert, ihre Auslandsschulden zu bezahlen.

Nun, Der IWF ist zu Ländern gegangen – wie zum Beispiel ganz bekannt zu Argentinien – und hat gesagt: Wir leihen euch das Geld, um die Auslandsschulden zu bezahlen, aber ihr müsst Dollar beschaffen, indem ihr alles verkauft, was von euren öffentlichen Versorgungsbetrieben noch übrig ist; alles, was von euren Bodenschätzen, euren Ölvorkommen, eurem Bergbau, euren Wäldern, eurem Land noch übrig ist; alle öffentlichen Vermögenswerte, die ihr habt, müsst ihr verkaufen.

Nun, damit bleibt diesen Ländern im Grunde genommen kaum noch ein Nettovermögen. Und die Vereinigten Staaten haben ein System zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Investoren und Staaten (ISDS) eingeführt.

Mit anderen Worten: Wenn eine Regierung sagt: „Lasst uns die Steuern erhöhen und die Monopolrenten besteuern, die die Öl- und Bergbauunternehmen erhalten. Wir wollen die gleiche Art von Steuern, die Adam Smith, John Stuart Mill und alle Ökonomen der klassischen Schule im 19. Jahrhundert befürwortet haben“, dann wird das Gericht für die Beilegung von Streitigkeiten zwischen Investoren und Staaten sagen: „Ihr müsst Reparationszahlungen leisten. Ihr dürft keine Gesetze ändern, die für amerikanische oder satellitengestützte Unternehmen nachteilig sind.“

Nun, das [Investor-Staat-Streitbeilegungsgericht] wird sagen: Sie müssen Reparationszahlungen leisten; Sie dürfen keine Gesetze ändern, die für ein amerikanisches oder ein mit den USA verbundenes Unternehmen nachteilig sind. Ihnen sind die Hände gebunden.

Das von den Vereinigten Staaten und Europa geschaffene internationale Rechtssystem hindert andere Länder daran, ihre nationale Souveränität über ihr eigenes Steuersystem auszuüben. Es hindert sie daran, den Wert ihrer Öl- und Mineralvorkommen zurückzugewinnen; es hindert sie daran, die Monopolgewinne aus den Eisenbahnen, Flughäfen, Häfen und anderen öffentlichen Versorgungsunternehmen zurückzugewinnen, die zu Monopolen geworden sind, weil ihre Volkswirtschaften thatcherisiert wurden.

Die Länder des Globalen Südens leiden unter dem Thatcherismus und der Reaganomics, genauso wie England und die Vereinigten Staaten vom Neoliberalismus verwüstet wurden.

Ronald Reagan und Margaret Thatcher, die Paten des Neoliberalismus

Was also die globale Mehrheit und den globalen Süden konfrontiert, ist nicht nur die Befreiung von ihrem Äquivalent zum ererbten Feudalismus. Sie haben den Feudalismus nicht wie Europa eine einheimische Landbesitzerklasse geerbt, sondern etwas noch Schlimmeres: Die Landbesitzer und Investoren in den Ländern des globalen Südens sind Ausländer, keine Einheimischen.

Bis zu einem gewissen Grad sind natürlich auch ihre klientelistischen Oligarchien Teil dieses Ganzen, um das gesamte System der Rentenextraktion zu stützen. Aber im Grunde genommen haben die Regierungen nicht die Macht, ihre eigene Wirtschaft zu steuern, und das ist keine Souveränität.

Wenn wir also internationales Recht als die Gewährung der Souveränität von Nationen definieren, wie können dann die Länder des Globalen Südens und die Globale Mehrheit souveräne Länder sein, wenn sie von einer Position aus starten müssen, in der sie ausländische Schulden abbezahlen müssen?

Sie befinden sich in derselben Lage wie Haiti, Griechenland, Ägypten und Tunesien während des gesamten 19. Jahrhunderts, als sie sich immer tiefer verschuldeten und immer mehr von ihrem nationalen Erbe, ihren Ressourcen, an Ausländer verkaufen mussten.

Länder wie Haiti, das zu den schlimmsten Opfern gehört, erklärten sich bereit, Frankreich Reparationen zu zahlen, indem sie ihm den Wert der befreiten Sklaven erstatteten. Und als Haiti die Sklaven befreite, sagte es: Jetzt sind wir ein freies Land. Und es war insofern frei, als die Sklaverei verboten war.

Aber um sich entwickeln zu können, nahm es Auslandsschulden auf, und die französischen Bankiers führten im Wesentlichen ein so bankorientiertes, gläubigerorientiertes System ein, dass sich die Arbeitsbedingungen in Haiti gegenüber der Sklaverei nicht wirklich verbesserten.

Das Gleiche geschah in vielen lateinamerikanischen Ländern. Das Gleiche geschah in Ägypten und anderen Ländern, die nominell politische Freiheit hatten. Aber aufgrund ihrer Auslandsschulden hatten sie keine Kontrolle über ihre eigene Politik. Und sie wurden an der Industrialisierung gehindert.

Was im 19. Jahrhundert geschah, ist heute die Norm für Lateinamerika, Afrika und die postkolonialen Länder der Welt, die zu Schuldnerländern geworden sind.

Es gibt also keine Möglichkeit, diese Schulden zurückzuzahlen. Und insofern, als sie vom Internationalen Währungsfonds übernommen und überwacht wurden, indem man sagte: Nun, was wir an allen unseren Universitäten lehren, wofür Menschen den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhalten, ist, dass es effizient ist, Geld für die Entwicklung zu leihen und seine Schulden durch Senkung der Arbeitskosten zurückzuzahlen. Alles, was man braucht, ist ein Klassenkampf; wenn man seine Arbeitskräfte ausreichend verarmen kann, ist man wettbewerbsfähiger.

Nun, das ist natürlich Unsinn. Und im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde insbesondere in den Vereinigten Staaten erkannt, dass hochbezahlte Arbeitskräfte produktiver waren als arme Arbeitskräfte. So lautete die Devise: arme Arbeitskräfte gegen hochbezahlte Arbeitskräfte.

Und die amerikanische Wirtschaftswissenschaftler-Schule wies darauf hin, dass gut ausgebildete, gut ernährte und gut untergebrachte Arbeitskräfte viel produktiver waren als arme Arbeitskräfte. Aber all das erforderte soziale Reformen, und die Vereinigten Staaten verhinderten soziale Reformen in anderen Ländern, insbesondere verhinderten sie Landreformen in anderen Ländern.

Seit 1945 hat die Weltbank alle Kredite an Länder blockiert, die eine Landreform vorsahen. Die guatemaltekische Regierung wurde 1953 [in einem von der CIA unterstützten Putsch] deshalb gestürzt.

US-amerikanische und europäische Investoren gewährten Kredite für den Aufbau von Plantagenwirtschaft und den Export tropischer Nutzpflanzen, aber nicht für den Anbau von Getreide zur Selbstversorgung, um nicht in Konkurrenz zur US-Landwirtschaft und später zur ebenso protektionistischen gemeinsamen Agrarpolitik Europas zu geraten.

Die Industrienationen der Vereinigten Staaten und Westeuropas haben eine große Stärke im internationalen Handel mit Lebensmittelexporten und Agrarexporten, weil sie ihre Landwirtschaft industrialisiert und zu Agrarindustrie ausgebaut haben.

Andere Länder wurden jedoch durch eine Kombination aus Weltbank, IWF, amerikanischer Außenpolitik und insbesondere durch die CIA sowie Dutzende politischer Attentate [und Staatsstreiche] daran gehindert, ihre eigenen Nahrungsmittel anzubauen und sich von den Vereinigten Staaten unabhängig zu machen, damit die Vereinigten Staaten das tun konnten, was sie in den 1950er Jahren nach Maos Revolution mit China versucht hatten.

Sie wollten sagen können: „Wir werden alle Länder, die Lebensmittel in euer Land exportieren, von der Versorgung abschneiden und mit Sanktionen belegen; wir werden euch aushungern, wenn ihr euch nicht dem US-System unterwerft.“

Nun, in den 1950er Jahren war es tatsächlich Kanada, das die amerikanischen Sanktionen brach und Lebensmittel nach China schickte und ihm so half zu überleben. Infolgedessen beschloss China, dass es in Bezug auf Lebensmittel nicht von anderen Ländern abhängig sein würde. Man muss in der Lage sein, sich selbst mit Lebensmitteln zu versorgen, um seine politische und wirtschaftliche Souveränität zu schützen.

Andere Länder wurden daran gehindert, im Wesentlichen durch die neoliberale Handels- und Investitionspolitik, die von den Vereinigten Staaten subventioniert und mit Gewalt durchgesetzt wird.

Es handelt sich nicht mehr um eine militärische Besetzung – außer in Syrien, Irak, Libyen, Chile, Argentinien und etwa 20 oder 30 anderen Ländern; natürlich ist es militärisch. Aber es ist keine Landinvasion, es ist keine Besetzung im Sinne des Kolonialismus. Es ist eine Kombination aus Wahlbeeinflussung, gezielten Attentaten und all den anderen Techniken, die der Rentierkapitalismus einsetzt und die er als „freien Markt“ und „Demokratie“ bezeichnet, wobei die Ideale der beiden Länder, die im Grunde als „Demokratien“ gegenübergestellt werden, die Ukraine und Israel sind.

Die „Autokratien“ sind Länder, die von einer Regierung entwickelt wurden, die stark genug ist, um die Entstehung einer heimischen Oligarchie zu verhindern und die Kontrolle über ihre eigenen natürlichen Ressourcen, die Nahrungsmittelproduktion, insbesondere das Finanzsystem und die grundlegenden öffentlichen Versorgungsleistungen – das Gesundheits- und das Bildungssystem – zu übernehmen. So hat sich die Welt im Wesentlichen entwickelt.

Die Herausforderung für die Länder des Globalen Südens und der Globalen Mehrheit ähnelt sehr der Herausforderung, vor der Europa vor 200 Jahren stand: Wie können wir dem Feudalismus und der Herrschaft der erblichen Landbesitzerklasse entkommen, um eine Industrieklasse zu schaffen, die auf Selbstversorgung abzielt, die Produktionskosten senkt und verhindert, dass Menschen im Schlaf ihr Einkommen verdienen? Wie können wir uns entwickeln?

Nun, das ist das ganze [Problem]. Wie entwickeln sie sich, wenn sie nicht nur mit einer inneren Oligarchie konfrontiert sind, sondern mit der gesamten internationalen Macht, die nicht nur durch physische Gewalt, sondern auch durch die mentale Kraft der Ideologie gestützt wird? Es gibt keine Ideologie mehr, dass sich das, was sich im 19. Jahrhundert unter dem industriellen Kapitalismus entwickelt hat, zum Sozialismus weiterentwickelt.

Ende des 19. Jahrhunderts sprachen alle auf die eine oder andere Weise vom Sozialismus. Es gab christliche Sozialisten, kommunitaristische Sozialisten, marxistische Sozialisten und libertäre Sozialisten nach Henry George (Georgisten), die gegen einen starken Staat, aber für eine Besteuerung des Grundbesitzes waren.

Es gab alle möglichen Arten von Sozialisten. Und alle erkannten, dass der gemeinsame Nenner der Industrieländer darin bestand, dass der Staat eine immer wichtigere Rolle bei der Bereitstellung grundlegender Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheitsversorgung, Verkehr, Post und Kommunikation übernehmen musste, damit die von den Industriellen beschäftigten Arbeitnehmer nicht aus ihrem eigenen Lohn für ihre Bildung oder Gesundheitsversorgung aufkommen mussten, sondern der Staat all diese externen Kosten übernahm, um die Arbeitskosten der industriellen Arbeitgeber zu minimieren.

Die Arbeitskosten wurden nicht durch eine Senkung des Lebensstandards minimiert, sondern gingen Hand in Hand mit einem steigenden Lebensstandard. Dieser steigende Lebensstandard wurde jedoch zunehmend durch öffentliche Investitionen und Sozialinvestitionen in soziale Reformen, Verbraucherschutz und Krankenversicherung finanziert.

Diese Philosophie wurde durch den „freien Markt”, eine Veränderung der Bedeutung des freien Marktes, im späten 20. Jahrhundert vollständig umgestürzt.

BEN NORTON: Nun, Michael, Sie haben so viele interessante Ideen erwähnt und so viele faszinierende Punkte angesprochen.

Ich hätte so viele Fragen, aber ich möchte noch einmal auf diesen Gedanken des US-zentrierten Finanzkolonialismus zurückkommen. Sie haben dessen Entwicklung beschrieben und einige wichtige Organisationen wie den IWF und die Weltbank erwähnt.

Nun, etwas, das Sie immer betont haben, Michael, ist, dass die Vereinigten Staaten sich stets geweigert haben, Teil einer Organisation zu werden, wenn sie kein Vetorecht haben.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erkannten die USA, dass sie diese Chance hatten. Die imperialen Strategen in den USA sahen, dass die europäischen Imperien zusammenbrachen, weil ihre Militärs im Zweiten Weltkrieg zerstört worden waren und sie nicht mehr in der Lage waren, ihre Imperien aufrechtzuerhalten. Es zeichnete sich eine Welle der Entkolonialisierung ab. Und diese imperialen Strategen der USA erkannten, dass dies der richtige Moment war, um ein US-Imperium zu schaffen.

Aber wie Sie bereits erwähnt haben, unterschied sich dies vom klassischen Kolonialismus der europäischen Imperien, die andere Länder physisch kontrollierten. Die USA hatten ein eher indirektes Imperium.

Und die USA halfen bei der Schaffung von Organisationen, die sie als multilateral bezeichneten, die aber in Wirklichkeit nicht multilateral waren, sondern von den USA dominiert wurden.

So sahen wir in den Vereinten Nationen, dass die Macht im Sicherheitsrat konzentriert war und die USA und ihre Verbündeten ein Vetorecht erhielten. Dazu gehörten natürlich die USA, Frankreich, Großbritannien und sogar die ehemalige Sowjetunion und China. Damals, vor der sozialistischen Revolution in China 1949, wurde China jedoch von der Guomindang, den Nationalisten, regiert, die mit den USA verbündet waren. Und sogar die Sowjetunion war technisch gesehen mit den USA verbündet, obwohl wir schon vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs sahen, dass die USA den Kalten Krieg gegen die Sowjetunion begannen.

Aber vergessen wir nicht, dass die USA, als sie dieses System entwarfen, das Vetorecht ihren Verbündeten in China einräumten und die Volksrepublik China erst 1971 von den Vereinten Nationen anerkannt wurde.

Die USA dominieren also die UNO. Und auch heute noch missbrauchen die USA ihr Vetorecht im Sicherheitsrat. Wir sehen das in Gaza, wo die USA unter Joe Biden und Donald Trump jede Resolution ablehnen, um diese brutale ethnische Säuberung in Gaza fortzusetzen. Das sind also die Vereinten Nationen.

Dann gab es die Bretton-Woods-Konferenz, die in den USA, in New England, stattfand, bei der den USA ein Vetorecht im IWF und in der Weltbank eingeräumt wurde.

Sogar die Welthandelsorganisation (WTO) wurde von den USA lahmgelegt, indem sie die Berufungsinstanz daran hinderte, die neuen Beamten, die neuen Richter zu ernennen, die für die tatsächliche Entscheidung dieser Fälle erforderlich waren.

Damit haben die USA die WTO zerstört. Wir sehen, dass der IWF und die Weltbank in den Ländern des Globalen Südens einen völlig ramponierten Ruf haben.

Die ultimative Ironie dabei ist, dass die Länder des Globalen Südens aus den Erfahrungen der 80er und 90er Jahre gelernt haben. Sie haben diese neokoloniale Übernahme dieser Volkswirtschaften auf dem Höhepunkt der neoliberalen Ära beschrieben, als der IWF und die Weltbank Strukturanpassungsprogramme und all das durchgesetzt haben.

Die Ironie dabei ist, dass viele Länder es heute vorziehen, Staatsanleihen auf den Kapitalmärkten zu verkaufen, vor allem an der Wall Street und in US-Dollar, weil sie dann zwar 10 bis 20 % Rendite auf diese Anleihen zahlen, aber zumindest keine „Strukturanpassungsmaßnahmen” durchsetzen müssen, die von der Weltbank verlangt werden, wenn sie Kredite von der Weltbank aufnehmen.

Wir sehen also, dass dieses System, das die USA am Ende des Zweiten Weltkriegs entworfen haben, in seinen letzten Zügen liegt. Es stirbt eindeutig.

Und in Ihrem Artikel haben Sie darauf hingewiesen, dass Marco Rubio – der derzeitige US-Außenminister und nationale Sicherheitsberater, der damit nach Henry Kissinger, dem berüchtigten Kriegsverbrecher, der zweite US-Beamte ist, der gleichzeitig als Außenminister und nationaler Sicherheitsberater fungiert – während seiner Anhörung vor dem Senat klar gesagt hat, dass „die globale Nachkriegsordnung nicht nur überholt ist, sondern mittlerweile eine Waffe darstellt“. Und er behauptete absurd, dass sie eine Waffe sei, die gegen die USA eingesetzt werde, was nicht der Fall ist.

MARCO RUBIO: Die globale Nachkriegsordnung ist nicht nur überholt, sie ist jetzt eine Waffe, die gegen uns eingesetzt wird. All dies hat zu einem Moment geführt, in dem wir uns nun dem größten Risiko geopolitischer Instabilität und einer globalen Krise auseinandersetzen müssen, das jemals jemand in seinem Leben und in diesem Raum heute erlebt hat.

BEN NORTON: Aber was eindeutig geschieht, ist, dass das US-Imperium nun das System zerstört, das es nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen hat, um seinen eigenen Interessen zu dienen.

Und wir sehen, wie Trump sich nun sogar von der Farce, der Illusion, dass die USA den freien Handel unterstützen, entfernt. Wie Sie bereits erwähnt haben, gibt es immer viele verschiedene Beispiele für Heuchelei und Doppelmoral – Sie wissen schon, US-Subventionen für den Agrarsektor und die fossile Industrie, die Liste lässt sich endlos fortsetzen.

Aber Trump zerstört jetzt dieses System. Wie könnte das neue System in dieser multipolaren Welt aussehen? Und insbesondere, wie kann die globale Mehrheit diesen Moment nutzen, in dem die USA das von ihnen geschaffene System zerstören?

Und wie kann die globale Mehrheit ein System schaffen, das den Interessen der Mehrheit dient und nicht denen einer kleinen Minderheit von Kolonialmächten?

MICHAEL HUDSON: Nun, Sie haben das Problem auf den Punkt gebracht, Ben.

Als die Vereinigten Staaten auf ihrem Vetorecht bestanden, sagten sie, wir seien eine souveräne Nation; die Definition einer souveränen Nation ist, dass kein anderes Land die Macht hat, ihr die Politik vorzuschreiben. Um unabhängig und souverän zu sein, muss ein Land immun gegen Einmischung von außen sein.

Und die Vereinigten Staaten sagen: Wir wollen ein Vetorecht, damit kein anderes Land sich einmischen und uns vorschreiben kann, was wir zu tun haben. Wir können bombardieren, wen wir wollen. Wir können uns einmischen, wann immer wir wollen, weil wir souverän sind.

Was wäre, wenn andere Länder sagen würden: Wir wollen dieselbe Definition von Souveränität, die die Vereinigten Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg durchgesetzt haben? Dann müssten wir uns von der Unterwerfung unter ausländische Vorgaben befreien.

Schauen wir uns nun den IWF und die Weltbank an. Auf dem letzten BRICS-Treffen wurde dieselbe Forderung gestellt, die schon seit einigen Jahren gestellt wird: Wir wollen, dass die Länder des Globalen Südens mehr Vertretung im IWF, in der Weltbank und im Sicherheitsrat erhalten.

Ich halte das für eine schreckliche, schreckliche Idee. Das Problem besteht nicht darin, mehr Vertretung in einem IWF zu bekommen, dessen Leitphilosophie darin besteht, Klassenkampf in Form von wirtschaftlicher Austerität zu führen, Löhne zu senken, Gewerkschaften zu verbieten, um die Arbeitskosten niedrig zu halten, unter dem Vorwand, dass dies die Länder wettbewerbsfähiger und zahlungsfähiger macht.

Es spielt keine Rolle, wie viele Stimmen man in einem Unternehmen hat, das im Grunde genommen bis auf den Kern verfault ist. Das Gleiche gilt für die Weltbank.

Es spielt keine Rolle, ob die Mitglieder des Globalen Südens ihr Stimmrecht in einer Organisation erhöhen, deren Entwicklungsphilosophie eine Philosophie der Rückständigkeit und nicht der Entwicklung ist, die die Länder des Globalen Südens herablassend als „Entwicklungsländer” bezeichnet, als würden sie sich auf die gleiche Weise entwickeln wie Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Amerika, obwohl sie in Wirklichkeit eine Karikatur des industriell-kapitalistischen freien Marktes sind, der sich im 19. Jahrhundert entwickelt hat.

Was wir brauchen, ist eine Reihe alternativer internationaler Organisationen zum Internationalen Währungsfonds und zur Weltbank, ja sogar zu den Vereinten Nationen.

Die Vereinten Nationen haben versagt. Das sieht man in Israel. Das sieht man in der Ukraine. Das hat man in den letzten Kriegen gesehen, die die Amerikaner im Nahen Osten geführt haben.

Die Vereinten Nationen sind nicht in der Lage, die Regeln der Vereinbarungen und die internationale Philosophie, die ihren Gründungsdokumenten zugrunde liegen, durchzusetzen. Und diese Lähmung ihrer Durchsetzungskraft, die Fähigkeit der Vereinigten Staaten, anti-globale Mehrheitsführer wie [Generalsekretär António] Guterres an die Spitze der Vereinten Nationen zu bringen; die Bereitschaft Amerikas, Spitzenvertreter der Vereinten Nationen zu ermorden, wie sie es vor 50 Jahren im Fall [Patrice] Lumumba getan haben.

Es muss eine neue internationale Organisation geben, der weder die Vereinigten Staaten noch ihre Satellitenstaaten wie Deutschland und andere europäische Länder angehören, die sich weit nach rechts bewegen und das vertreten, was früher als Faschismus bezeichnet wurde und was die Deutschen selbst als Neonazismus bezeichnen.

Der Politiker [Friedrich] Merz sagt, wir werden die Wehrmacht wieder aufbauen, so wie sie früher war, und dieses Mal werden wir gewinnen. Es ist, als wolle Deutschland den Zweiten Weltkrieg neu beginnen.

Nun, die Vereinten Nationen wurden aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs gegründet, um zu verhindern, dass so etwas noch einmal passiert. Sie konnten es nicht verhindern.

Wir brauchen ganz neue internationale Organisationen, die die echte globale Mehrheit vertreten, nicht die 15 % des „Gartens” Europas gegen die 85 % des „Dschungels” der Mehrheit.

Wir brauchen eine Organisation des wirtschaftlichen „Dschungels”, die ihn in den Garten verwandelt, den der industrielle Kapitalismus im 19. Jahrhundert versprochen hatte.

BEN NORTON: Ja, und ich denke, wir sehen bereits die ersten Keime dieser neuen Organisationen. Auch wenn diese Organisationen selbst nicht das Endziel sind, können sie doch der Anfang sein, eine Alternative, die sich beispielsweise in Organisationen wie den BRICS entwickelt.

Die BRICS haben die Neue Entwicklungsbank (NDB), früher bekannt als BRICS-Bank, die als Alternative zur Weltbank gegründet wurde.

Und sie haben auch die schlecht benannte Contingent Reserve Arrangement (CRA), die als Alternative zum IWF geschaffen wurde. Die CRA befindet sich noch in einem sehr frühen Stadium. Es gibt noch viel zu tun.

Aber auf den letzten beiden BRICS-Gipfeln, 2024 in Kazan, Russland, und dann dieses Jahr, 2025, in Rio de Janeiro, Brasilien, wurde in beiden gemeinsamen Erklärungen der BRICS-Staaten die Bedeutung der Stärkung dieser Organisationen betont.

Und es gibt viele andere kleinere Organisationen, darunter Offshore- oder Rohstoffbörsen, die genutzt werden können – beispielsweise eine Goldbörse –, um Handelsungleichgewichte zwischen den BRICS-Ländern auszugleichen.

Dann gibt es noch andere Organisationen. Wir haben die Shanghai Cooperation Organization.

Aber ich denke, auch hier ist das noch nicht das Ende. Das ist nicht die ausgereifte Alternative, die die Welt braucht. Ich denke, das ist nur ein Beispiel für die Richtung, in die sich die Welt bewegt.

Und das bringt mich zu der Frage, die ich Ihnen stellen wollte, Michael: Sie haben über die Bedeutung der Entwicklung von Alternativen gesprochen. In Ihrem Artikel erwähnen Sie auch andere mögliche Strategien, darunter die Möglichkeit, dass die Länder der Globalen Mehrheit im Globalen Süden, die größtenteils in Dollar-Schulden gefangen sind, die sie nicht zurückzahlen können, weil es ihnen unmöglich ist, diese Schulden zu begleichen, einfach nicht zahlen.

Sie sollten also einfach nicht zahlen. Und sie sollten sich zusammenschließen und gemeinsam beschließen, dass sie nicht zahlen werden, dass sie zahlungsunfähig werden, und die Eigentümer ihrer Staatsanleihen, darunter viele Finanzunternehmen an der Wall Street, und Sie wissen ja, diese Finanzunternehmen, die als Geierfonds bekannt sind und von Leuten wie dem Milliardär Paul Singer von Elliott Management angeführt werden,

Sie sollten massive Verluste hinnehmen oder einfach ihre gesamten Investitionen verlieren. Sie wussten, dass sie in sehr riskante Anleihen investierten. Sie sollten einfach nicht bezahlt werden.

Das ist also eine Idee, die Sie vorgeschlagen haben. Können Sie zum Abschluss noch einmal konkrete Ideen für Maßnahmen nennen, die die globale Mehrheit ergreifen kann, um eine greifbare Alternative zu entwickeln?

MICHAEL HUDSON: Nun, was den BRICS-Staaten bisher fehlt, ist eine klare Wirtschaftsphilosophie. Sie haben darüber gesprochen, wie wir unsere Position innerhalb der bestehenden neoliberalen Wirtschaftsphilosophie und sogar innerhalb des IWF und der Weltbank verbessern können.

Der IWF war sehr clever. Er hat die reaktionärsten Vertreter des Globalen Südens für seinen Vorstand gefunden. Und weil sie Uncle South sind – haha, ich wollte eigentlich Uncle Toms sagen –, weil sie die Länder des Globalen Südens vertreten.

Es gibt die Illusion, dass man, wenn man einen rechtsgerichteten, neoliberalen, rentenorientierten, kreditfreundlichen Kandidaten ernennt, dieser dann irgendwie das Land repräsentiert, aus dem er stammt, das aus der heimischen Kreditgeberoligarchie hervorgegangen ist, die Teil dieses Systems ist.

Das ist eine Farce. Eine Strategie der Taktik innerhalb des IWF, der Weltbank und der UNO reicht nicht aus. Man braucht eine Leitphilosophie.

Sie haben zu Recht den Fokus darauf gelegt, was man gegen die Auslandsverschuldung tun kann. Die Unterscheidung wurde bereits vor einem Jahrhundert getroffen, mit dem Konzept der odious debt, der verabscheuungswürdigen Schulden. Eine odious debt ist definiert als eine Schuld, die dem kreditnehmenden Land ohne Nutzen auferlegt wird.

Nehmen wir an, die Länder des Globalen Südens würden das folgende Gesetz erlassen: Ein Gläubiger ist verpflichtet, die Kreditwürdigkeit des Landes, dem er Kredite gewährt, zu beurteilen. Und wenn der IWF einem Land wie Argentinien einen Kredit gewährt, der lediglich dazu dient, die mörderische neofaschistische Oligarchie, die terroristische Oligarchie, die die Amerikaner installiert haben, zu stützen und jede Art von sozialistischer Reform zu bekämpfen; wenn Kredite an Länder vergeben werden, die keine sichtbaren Zahlungsmittel haben; wenn Kredite an die Ukraine vergeben werden, die sich mitten in einem Krieg befindet, entgegen allen Regeln des IWF, die Kredite an Länder im Krieg verbieten, entgegen allen Regeln des IWF, die Kredite an Länder ohne sichtbare Rückzahlungsmittel verbieten; dann handelt es sich um eine verabscheuungswürdige Schuld, die nach dem Gesetz illegal ist.

Tatsache ist, dass mittlerweile die gesamte Verschuldung des Globalen Südens verabscheuungswürdig ist, weil sie ohne jegliche Verantwortung der Anleihegläubiger und der Regierungen und IWF-Institutionen, die sich als Gläubiger beteiligt haben, gewährt wurde, um sicherzustellen, dass die Kredite diesen Ländern die Mittel zur Rückzahlung ermöglichen.

Wenn einem Land ein Kredit gewährt wird, ohne dass eine Vorstellung davon besteht, wie es ihn zurückzahlen kann, handelt es sich per Definition um eine odious debt. Es ist ein fauler Kredit. Und diese faulen Kredite sollten nach internationalem Recht getilgt werden.

Wenn man eine neue Alternative zu den Vereinten Nationen schafft, die tatsächlich der Welt, den vereinten 85 % der Nationen der Welt, dienen soll, dann sollte dies unbedingt im Mittelpunkt des Rechts stehen: die Unterscheidung zwischen produktiven und unproduktiven Krediten.

Das Gleiche sollte auf den Unterschied zwischen produktiven und unproduktiven Investitionen ausgeweitet werden. Einem Land einen Kredit zu gewähren, ein öffentliches Versorgungsunternehmen zu kaufen und dann einfach die Preise für öffentliche Dienstleistungen zu erhöhen, ist keine produktive Investition, sondern eine rentenabschöpfende Investition. Rentenabschöpfende Investitionen sind nicht im Interesse des Landes, dessen Einkommen abgeschöpft wird. Es handelt sich wiederum um eine odious Investition.

Die gesamte klassische Unterscheidung zwischen produktiven und unproduktiven Krediten, produktiver und unproduktiver Arbeit, produktiven und unproduktiven Investitionen – all diese Diskussionen, die im 19. Jahrhundert für die Blüte der klassischen politischen Ökonomie von zentraler Bedeutung waren, müssen wiederbelebt werden und als zentrale Leitdefinition dafür dienen, was es bedeutet, eine souveräne Nation zu sein, die für ihre eigene Entwicklung verantwortlich ist und die Aufgabe hat, die Interessen ihrer eigenen wirtschaftlichen Entwicklung, ihre eigene Arbeit, ihr eigenes Land vor denen ausländischer Gläubiger, vor denen der Anleihegläubiger, vor denen der Rentiers zu stellen.

Darum ging es in der gesamten Revolution des 19. Jahrhunderts. Darum ging es in der industriellen kapitalistischen Werttheorie und in der Rententheorie. Das muss der Kern der Reformen in der gesamten globalen Selbstverwaltung sein.

Das Problem ist, dass viele dieser Länder des Globalen Südens von Oligarchien regiert werden, die durch politische Einmischung der Vereinigten Staaten installiert wurden, insbesondere in Lateinamerika seit den 1950er Jahren, durch all die Diktatoren, die sie eingesetzt haben, durch die Regierungen, die sie im Auftrag der United Fruit Company gestürzt haben, den Angriff auf Chile, als ein sozialdemokratischer Führer [Salvador Allende] gewählt und von Pinochet, Kissinger und Nixon gestürzt wurde, die dann eine ganze Terrororganisation in ganz Lateinamerika aufbauten [Operation Condor], die sich bis nach Argentinien erstreckte und in weiten Teilen Lateinamerikas ähnliche faschistische Diktaturen errichtete.

All das muss beseitigt werden, so wie der Feudalismus in Europa beseitigt werden musste. Das ist die Herausforderung.

Und es ist keine taktische Herausforderung, sondern eine strategische Idee der Entwicklung. Wie kann man wirklich eine Vereinten Nationen gestalten, die dieses Mal funktionieren würde? Anstatt sich von den Vereinigten Staaten und der Einrichtung internationaler Gerichte wie dem Investor-Staaten-Gerichtshof kapern zu lassen, der andere Länder an einer souveränen Finanzpolitik hindert.

BEN NORTON: Michael, Sie bringen immer wieder so viele faszinierende Punkte zur Sprache und liefern so viele wichtige historische Hintergründe.

Möchten Sie noch etwas hinzufügen, bevor wir zum Schluss kommen? Denn was Sie gerade gesagt haben, war eigentlich eine sehr gute Überleitung zum zweiten Teil dieser Diskussion.

Im ersten Teil haben wir also darüber gesprochen, was Sie als ein System des US-zentrierten Finanzkolonialismus bezeichnen, wie es entstanden ist, wie es aussieht, welche Institutionen dieses System ausmachen und wie die Länder der Globalen Mehrheit Alternativen entwickeln können.

Sie haben argumentiert, dass China eine konkrete Alternative entwickelt hat, die ein gutes Modell für andere Länder ist.

Im zweiten Teil werden wir uns eingehender mit dem Wachstum dieser Art neo-feudaler Landadelaristokratie befassen und damit, wie Rente, also die Abschöpfung von Renten, zur dominierenden Form der Wirtschaftstätigkeit in den finanzialisierten neoliberalen Volkswirtschaften des Westens geworden ist, im Gegensatz zur Produktion, die im Zentrum des industriellen Kapitalismus stand.

Das wird also Teil zwei unserer Diskussion hier sein. Haben Sie zum Abschluss des ersten Teils noch einige abschließende Gedanken?

MICHAEL HUDSON: Nein, das klingt wunderbar. Sie haben es sehr gut zusammengefasst, Ben.

BEN NORTON: Vielen Dank für Ihre Teilnahme. Wir sprachen mit Michael Hudson, dem renommierten Ökonomen und Autor zahlreicher Bücher.

Sein Artikel, über den wir heute gesprochen haben, trägt den Titel „Wie sich die globale Mehrheit vom US-Finanzkolonialismus befreien kann”.

Wie gesagt, das war der erste Teil unserer Diskussion. Schauen Sie sich auf jeden Fall auch den zweiten Teil an.

Nochmals vielen Dank, Michael, dass Sie bei uns waren. Es ist immer eine große Freude.

MICHAEL HUDSON: Vielen Dank für die Einladung, Ben.

Diebe! In Berliner Supermärkten muss jetzt schon der Kaffee weggeschlossen werden

Diebe! In Berliner Supermärkten muss jetzt schon der Kaffee weggeschlossen werden

Diebe! In Berliner Supermärkten muss jetzt schon der Kaffee weggeschlossen werden

In deutschen Supermärkten wird geklaut wie noch nie. Aufgrund steigender Preise ist inzwischen auch ein beliebtes Getränk zu einem begehrten Diebesgut geworden – Kaffee. Berliner Supermärkte reagieren darauf mit drastischen Maßnahmen: Sie räumen Kaffee vollständig aus den Verkaufsregalen, schließen ihn in Vitrinen weg oder geben ihn nur noch auf Anfrage aus.

Laut Statistischem Bundesamt ist der Kaffeepreis in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 Prozent gestiegen. Daher ist Kaffee für Diebe zu einer lukrativen Beute geworden. Die Packungen lassen sich leicht mitnehmen – und noch leichter weiterverkaufen. Die Supermärkte sind daher gezwungen, konsequent einzugreifen.

In Märkten von Edeka, Rewe, Lidl und Aldi wird Kaffee zunehmend aus dem normalen Regal verbannt. So hängen in einem Supermarkt in Steglitz nur noch Produktfotos von Kaffeepackungen in den Regalen. Wer Kaffee will, muss an der Kasse fragen – wie beim Parfüm im Drogeriemarkt. Bei einem Discounter liegen pro Sorte nur noch maximal zwei Pakete im Regal, um Verluste zu minimieren. In Wedding ist der Kaffee hinter Glas gesichert, ein Mitarbeiter muss ihn für die Kunden holen. In einem Edeka in Wannsee wird Kaffee, wie Zigaretten und teure Spirituosen, nur noch direkt an der Kasse ausgegeben.

Die Märkte haben längst aufgerüstet. Schrankenanlagen, moderne Kameratechnik, verschlossene Regale und speziell markierte Ware gehören mittlerweile zum Standard. In einigen Hightech-Filialen schlagen Regale sogar Alarm, wenn plötzlich ungewöhnlich viele Artikel auf einmal entnommen werden – eine Reaktion auf Fälle, in denen Diebe ganze Paletten Kaffee auf einen Schlag mitgehen lassen.

Die neueste Entwicklung: Künstliche Intelligenz im Überwachungssystem. Moderne Kameras sind inzwischen so programmiert, dass sie auffälliges Verhalten automatisch erkennen und in Echtzeit melden – noch bevor es zum eigentlichen Diebstahl kommt.

Trotzdem bleibt der wirtschaftliche Schaden enorm. Allein in Berlin wird er auf jährlich rund 200 Millionen Euro geschätzt. Im Jahr 2023 gab es fast 40.000 Ladendiebstähle in der Hauptstadt.

Deutschlandweites Problem: Clans und viele migrantische Täter

Wer sind wohl die Täter? Hinter den Diebstählen stecken zunehmend organisierte Banden und Clans. Laut dem Handelsverband Deutschland (HDE) wurden im Jahr 2024 Waren im Wert von fast drei Milliarden Euro gestohlen. Ein Drittel der Schäden wird dabei durch organisierte Kriminalität verursacht. Einzeltäter würden zudem stetig aggressiver. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands berichtete jüngst, wie machtlos die Händler dabei sind: „Händler erstatten Anzeige, und die Staatsanwaltschaften stellen anschließend aus Effizienzgründen ein. In der Konsequenz melden viele Händler frustriert viele Ladendiebstähle nicht mehr bei der Polizei.“ Stattdessen bleiben Regale eben leer.

Kürzlich machte auch eine Kaufland-Filiale in Thüringen Negativschlagzeilen, weil dort der Alkohol aus den Regalen verbannt werden musste. Der Grund? Diebe “schleppen das Zeug rucksäckeweise raus”. Eine Angestellte gab an, dass unter den Erwischten auffällig viele Menschen mit Migrationshintergrund seien…

Einige Gedanken zum Report des Energie-Ministeriums bzgl. der Auswirkungen von CO₂ auf das Klima in den USA

Einige Gedanken zum Report des Energie-Ministeriums bzgl. der Auswirkungen von CO₂ auf das Klima in den USA

Einige Gedanken zum Report des Energie-Ministeriums bzgl. der Auswirkungen von CO₂ auf das Klima in den USA

Dr. Roy Spencer

[Eine kurze Beschreibung dieses Reports von Anthony Watts gibt es in deutscher Übersetzung hier. – Alle Hervorhebungen im Original. A. d. Übers.]

VORWORT: Das Folgende sind meine eigenen Meinungen, die von meinen vier Mitautoren des gerade veröffentlichten Berichts des Energieministeriums mit dem Titel „A Critical Review of Impacts of Greenhouse Gas Emissions on the U.S. Climate” (Eine kritische Überprüfung der Auswirkungen von Treibhausgasemissionen auf das Klima der Vereinigten Staaten) nicht geteilt werden. Ab morgen kann jeder im Kommentarbereich des Energieministeriums Kommentare zum Inhalt dieses Berichts veröffentlichen. Wir Autoren werden alle Kommentare lesen und auf diejenigen, die fundiert und ernsthaft sind, ernsthaft antworten. Wenn wir in dem Bericht Fehler gemacht haben, werden wir diese korrigieren. Das ist das formelle Verfahren zur Beurteilung dieser Fragen. Was das informelle Verfahren angeht, so werden wir uns morgen voraussichtlich darauf einigen, wie wir mit Medienanfragen umgehen, die auf Einwände einiger weniger „Klimapessimisten” unter den Wissenschaftlern reagieren, an die sich Journalisten normalerweise für solche Kommentare wenden. Diesen Journalisten möchte ich sagen: Lesen Sie unseren Bericht, wie es Journalisten früher getan haben; Sie werden vielleicht überrascht sein, dass viele der veröffentlichten wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht das bestätigen, was die Öffentlichkeit (von Ihnen) glauben gemacht wurde.

Ja, steigende CO₂-Konzentrationen führen zu einer Erwärmungstendenz im Klimasystem… na und?

Meiner Erfahrung nach hat sich ein Großteil der Öffentlichkeit in Bezug auf den Klimawandel in zwei Lager gespalten: Entweder glauben wir, dass der Anstieg des CO₂-Ausstoßes (hauptsächlich durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe) keine Auswirkungen hat, oder wir glauben, dass er eine existenzielle Krise verursacht. Es gibt eine kleinere Anzahl von Personen, die sich irgendwo in der Mitte befinden (Klimaneutrale?).

Aber zwischen diesen beiden Extremen gibt es viel Raum für die Wahrheit. Unser Bericht präsentiert unter anderem Belege für die Ansicht, dass (1) die langfristige Erwärmung schwächer ausgefallen ist als erwartet; (2) nicht einmal bekannt ist, wie viel dieser Erwärmung auf menschliche Treibhausgasemissionen zurückzuführen ist; (3) es gute Gründe für die Annahme gibt, dass die Auswirkungen der Erwärmung und des steigenden CO₂-Gehalts auf die Landwirtschaft für die Menschheit bislang eher vorteilhaft als schädlich waren; (4) es keine langfristigen Veränderungen bei extremen Wetterereignissen gegeben hat, die mit den Treibhausgasemissionen des Menschen in Verbindung gebracht werden können; und (5) die wenigen Dutzend Klimamodelle, die derzeit zur Information der politischen Entscheidungsträger in Bezug auf die Energiepolitik verwendet werden, für diesen Zweck nicht geeignet sind.

Selbst nach jahrzehntelanger Verbesserung weisen diese Modelle immer noch eine Diskrepanz bis zu einem Faktor 3 zwischen denen mit der geringsten Erwärmung und denen mit der stärksten Erwärmung auf (und ALLE sagen für den äußerst wichtigen US-amerikanischen Corn Belt eine stärkere Erwärmung im Sommer voraus als beobachtet worden ist) Wie können Modelle, die angeblich auf „grundlegenden physikalischen Prinzipien” basieren, so unterschiedliche Reaktionen auf steigende CO₂-Werte zeigen?

Und es gibt noch viel mehr als diese fünf Elemente, die in unserem Bericht enthalten sind; das sind nur meine Favoriten, während ich hier um 4:30 Uhr morgens sitze und nachdenke.

Eines der Themen, mit denen wir uns nicht näher befasst haben, war das Kosten-Nutzen-Verhältnis von energiepolitischen Maßnahmen. Es ist klar, dass die politisch populäre Umstellung auf Energiequellen, die ausschließlich aus Wind und Sonne stammen, mit großen Kompromissen verbunden ist. Wäre dies nicht der Fall, würde bereits ein rascher Übergang von fossilen Brennstoffen zu Wind- und Sonnenenergie stattfinden. Ja, diese „erneuerbaren“ Energiequellen nehmen zu und werden immer kostengünstiger. Dennoch wächst der weltweite Energiebedarf rasant. Es gibt jedoch praktische Probleme, die Ideen wie „Netto-Null-Emissionen” im Grunde genommen unmöglich machen. Vielleicht wird sich das in ferner Zukunft ändern, wer weiß? Mir persönlich ist es egal, woher unsere Energie kommt, solange sie reichlich vorhanden ist, dort verfügbar ist, wo sie gebraucht wird, und kostengünstig ist. Aber ich werde kein Elektroauto kaufen, solange es mich im Winter nicht in 14 Stunden 1400 km weit befördern kann.

Aber ich schweife ab. Ja, die jüngste Erwärmung ist wahrscheinlich hauptsächlich auf den Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre zurückzuführen. Aber selbst wenn das so ist, wäre das unter dem Strich unbedingt eine schlechte Sache? Kaltes Wetter tötet weit mehr Menschen als heißes Wetter. Der Anstieg des CO₂-Gehalts führt zu einer globalen Begrünung und trägt zu höheren Ernteerträgen in der Landwirtschaft bei. Das sind Dinge, die Teil der nationalen Debatte sein müssen und mit denen sich unser Bericht zu befassen beginnt.

Praktisch jeder Mensch auf der Erde ist im Laufe des Jahres enormen Wetterveränderungen ausgesetzt, mit Temperaturschwankungen bis 70 K. Können wir uns wirklich nicht an 2 oder 3 Grad mehr im Jahresdurchschnitt anpassen?

Sicher, wenn wir das „Problem“ „beheben“ können, ohne uns zurück in die Steinzeit zu versetzen, dann sollten wir das tun. Aber die Öffentlichkeit wurde in Bezug auf die damit verbundenen menschlichen Leiden (Energie wird für buchstäblich alles benötigt, was wir tun) und das tatsächliche Ausmaß des Klimawandels grob getäuscht. Lesen Sie den Report.

Warum sollte die Klimawissenschaft zu einem bestimmten Ergebnis hin verzerrt werden?

Ich bin alt genug, um mich daran zu erinnern, dass Klimawandel früher die globale Abkühlung aufgrund von Partikelverschmutzung in der Atmosphäre bedeutete. Und noch bis in die 1970er Jahre gab es viel von dieser Verschmutzung. In den 1960er Jahren, während der Autofahrten meiner Familie zwischen Iowa und Pennsylvania, war jede Durchfahrt durch Gary in Indiana gefürchtet. Man konnte vielleicht ein oder zwei Blocks weit sehen, weil es so viel industrielle Verschmutzung gab. Ich konnte nicht verstehen, wie jemand unter solchen Bedingungen leben konnte.

Dann wurde 1970 die EPA gegründet. Die Verschmutzungen wurden beseitigt, an Land, in der Luft und in unseren Gewässern. Wir kamen zu der Überzeugung, dass jedes von uns verursachte Umweltproblem behoben werden könne.

Dann kam die Angst vor dem Ozonabbau. Mit dem 1987 unterzeichneten Montrealer Protokoll einigten sich die Länder der Welt darauf, die Produktion von chlorierten Verbindungen, die vermutlich zur Zerstörung der schützenden Ozonschicht in der Stratosphäre beitragen, schrittweise einzustellen.

Schließlich kam der größte Verursacher der vom Menschen verursachten Umweltverschmutzung: Kohlendioxid und die Angst vor der globalen Erwärmung. Ende der 1980er Jahre gründete die UNO den Weltklimarat (IPCC), um die Wissenschaft der Treibhausgase und deren Auswirkungen auf das Klimasystem zu bewerten. Große Summen an Bundesmitteln flossen in diesen neuen Bereich der Wissenschaft.

Anfang der 1990er Jahre besuchte ich Robert (Bob) Watson im Weißen Haus, Al Gores wissenschaftlichen Berater in Umweltfragen. Bob, ein Stratosphärenchemiker, war maßgeblich an der Verabschiedung des Montrealer Protokolls von 1987 beteiligt. Bei diesem Treffen äußerte sich Bob zur Gründung des IPCC sinngemäß wie folgt: „Wir regulieren jetzt ozonschädigende Chemikalien, und als Nächstes ist Kohlendioxid an der Reihe.“

Ich war erstaunt, dass das politische Ziel bereits festgelegt war und wir nun nur noch genügend wissenschaftliche Mittel zur Unterstützung dieses Ziels bereitstellen mussten. So habe ich seine Aussage interpretiert.

In den ersten Jahren war der IPCC in seinen Bewertungen relativ unvoreingenommen, und die Schlussfolgerungen waren vorläufig. Alle Wissenschaftler, ob Klimapessimisten oder Skeptiker, durften teilnehmen. Aber im Laufe der Jahre wurden diejenigen mit skeptischen Standpunkten (z. B. John Christy) nicht mehr als Hauptautoren von Kapiteln des IPCC-Berichts eingeladen.

Andere Wissenschaftler entschieden sich einfach dafür, ihre Teilnahme einzustellen, weil ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse falsch dargestellt wurden (z. B. Chris Landsea vom National Hurricane Center, der der Meinung war, dass die Hurrikandaten keinen menschlichen Einfluss belegten).

Heute ist die globale Erwärmung ein großes Geschäft. Laut Grok hat die US-Regierung seit 1990 zwischen 120 und 160 Milliarden Dollar für die Erforschung des Klimawandels ausgegeben. Als einer der leitenden Wissenschaftler der NASA für die „Mission to Planet Earth” war auch ich Begünstigter dieser Finanzierung, und der Großteil meiner Mittel stammte über die Jahre aus klimabezogenen Zuwendungen.

Warum also ist die Klimawissenschaft voreingenommen? Als wir beschlossen, dass im Wesentlichen 100 % der Forschungsmittel von der Regierung kommen sollten, haben wir Politiker (und damit politische Ziele) direkt oder indirekt für diese Finanzierung verantwortlich gemacht.

Zweitens finanziert der Kongress nur Probleme, die untersucht werden sollen – keine Nicht-Probleme. Wie Präsident Eisenhower uns in seiner Abschiedsrede 1961 warnte, könnten diese Kräfte zu einer Situation führen, in der „die öffentliche Politik selbst zur Gefangenen einer wissenschaftlich-technologischen Elite werden könnte”.

Das ist nun geschehen. Wir haben jetzt eine Armee von Wissenschaftlern (mich eingeschlossen), deren Karrieren von dieser Klimafinanzierung abhängen, und möglicherweise Billionen von Dollar an Investitionen in erneuerbare Energien im privaten Sektor, die von den Launen der staatlichen Regulierung und Vorschriften abhängig sind. Wenn die Bedrohung durch den Klimawandel verschwinden würde, würden auch die staatlichen Zuschüsse und Vorschriften sowie die privaten Investitionen verschwinden.

Wie man so schön sagt: Folge dem Geld.

Früher habe ich immer gesagt, dass es zwei Arten von Wissenschaftlern auf der Welt gibt: männliche und weibliche. (Heute dürfte ich das wahrscheinlich nicht mehr sagen.) Damit wollte ich sagen, dass Wissenschaftler ganz normale Menschen sind. Sie haben ihre eigenen Meinungen und Weltanschauungen. Ich habe mich für die Wissenschaft entschieden, weil ich dachte, dass die Wissenschaft Antworten hat. Wie naiv von mir. Ich hätte stattdessen Ingenieur werden sollen. In der Klimawissenschaft (und vielen anderen Wissenschaften) können zwei Forscher die gleichen Daten betrachten und zu völlig gegensätzlichen Schlussfolgerungen kommen. Ihre Daten können perfekt sein, aber was die Daten in Bezug auf Ursache und Wirkung bedeuten, ist oft nicht offensichtlich. In der Technik ist das anders: da funktioniert etwas entweder oder es funktioniert nicht.

Wir haben dieses Ursache-Wirkungs-Dilemma im Zusammenhang mit Klimarückkopplungen (positive Rückkopplungen verstärken die Klimaerwärmung, negative Rückkopplungen verringern sie) bereits 2011 in dieser Studie nachgewiesen. Wir haben gezeigt, dass natürliche Schwankungen der Wolkenbildung, wenn sie nicht berücksichtigt werden, das Klimasystem sehr empfindlich erscheinen lassen können (starke Erwärmung), obwohl es in Wirklichkeit unempfindlich ist (geringe Erwärmung).

An dem Morgen, an dem dieser (von Fachkollegen begutachtete) Artikel in der Fachzeitschrift Remote Sensing erschien, entschuldigte sich der Herausgeber der Zeitschrift öffentlich dafür, dass er die Veröffentlichung zugelassen hatte, und wurde (wie wir glauben) zum Rücktritt gezwungen. Wer hat ihn dazu gezwungen? Nun, aus den Climategate-E-Mails erhalten wir einen Hinweis: Wie einer der „Gatekeeper” von Klimapublikationen verriet, „werden [Name von mir redigiert] und ich sie irgendwie fernhalten – selbst wenn wir dafür die Definition von Peer-Review-Literatur neu definieren müssen!”

Am gleichen Morgen erhielt ich einen Anruf von einem Teilchenphysiker, der all diese Nachrichten gehört hatte und sinngemäß sagte: „Was ist los mit euch Klimaleuten? Wir haben Leute, die an die Stringtheorie glauben, und solche, die das nicht tun, aber wir arbeiten trotzdem zusammen”. Wir lachten beide über die spaltende Natur der Klimawissenschaft im Vergleich zu anderen Wissenschaften.

Das zeigt, dass es bei dieser Meinungsverschiedenheit um mehr als Wissenschaft – und sogar um mehr als Geld – geht. Alle Umweltwissenschaftler, die ich jemals getroffen habe glauben, dass die Natur zerbrechlich ist. Das ist keine wissenschaftliche Ansicht, aber es ist eine Ansicht, die ihre Interpretation von Daten beeinflusst und damit auch das, was sie Umweltjournalisten erzählen, die es dann an die Öffentlichkeit weitergeben.

Schließlich möchte doch jeder an etwas arbeiten, das die Welt verändern kann, oder? Und was könnte es Schöneres geben, als Save the Earth™?

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/08/01/some-thoughts-on-our-doe-report-regarding-CO₂-impacts-on-the-u-s-climate/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Einige Gedanken zum Report des Energie-Ministeriums bzgl. der Auswirkungen von CO₂ auf das Klima in den USA erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

mRNA-Industrie bläst zum Sturm auf Kennedy

mRNA-Industrie bläst zum Sturm auf Kennedy

mRNA-Industrie bläst zum Sturm auf Kennedy

Die Kündigung der milliardenschweren mRNA-Förderung in den USA ist ein dramatischer Wendepunkt in der Gesundheitspolitik und der erste Schritt zu einem generellen Verbot von mRNA. Big Pharma mobilisiert nun alle Kräfte zum Gegenangriff. Mit einer halben Milliarde Dollar haben die USA bisher die Entwicklung und Erforschung von mRNA-Impfstoffen gefördert. Nun wurden alle diese Verträge, die […]

Der Beitrag mRNA-Industrie bläst zum Sturm auf Kennedy erschien zuerst unter tkp.at.

Duisburg: Hotel wird komplett renoviert – „Ukrainer haben hier teilweise gehaust“

Duisburg: Hotel wird komplett renoviert – „Ukrainer haben hier teilweise gehaust“

Duisburg: Hotel wird komplett renoviert – „Ukrainer haben hier teilweise gehaust“

Um Geflüchtete vor allem aus der Ukraine unterzubringen, hatte die Stadt Duisburg monatelang 12 Hotels gemietet. Die Verträge wurden inzwischen gekündigt. Jetzt kann die Hinterlassenschaft der Ukrainer besichtigt werden. Zum Beispiel im Drei-Sterne-Superior-Hotel Am Sittardsberg im Süden der Ruhrgebiets-Stadt: Es muss jetzt komplett renoviert werden!

In dem Hotel waren bis zu 88 Ukrainer untergebracht. „Die haben hier teilweise gehaust“, beschreibt Hotelier Thomas Schenkel die Zustände. Zwar habe das Servicepersonal zwischendurch die Zimmer gereinigt, doch nicht alle wollten die Türen öffnen.

Erst jetzt nach dem Auszug der Ukrainer werden die Schäden sichtbar: Krakeleien und Schmierereien an den Wänden; schwarze Striemen auf dem Teppichboden; klebrige Kaugummi-Reste; verschrammte Bettkästen; dicke Macken im Mobilar.

Inhaber Schenkel bleibt nichts anderes übrig, als komplett zu renovieren. Handwerker geben sich die Klinke in die Hand: Neue Böden werden verlegt, die Wände neu tapeziert und Möbelstücke müssen ausgetauscht werden.

„Unsere Zimmer wurden schon in Corona-Zeiten von der Stadt genutzt, wenn jemand keine Möglichkeit hatte, in Quarantäne zu gehen. Wir haben gerne unterstützt“, betont Inhaber Thomas Schenkel. Doch so etwas wie jetzt habe er noch nicht erlebt, sagt der entsetzte Hotelier.

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Skandal-Urteil: Knast für deutschen Nationaltorhüter

Skandal-Urteil: Knast für deutschen Nationaltorhüter

anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert

Skandal-Urteil: Knast für deutschen Nationaltorhüter

Skandal-Urteil: Knast für deutschen Nationaltorhüter

Während Vergewaltiger und Messertäter über Bagatellstrafen grinsen, steckt das deutsche Unrechtsregime seine Helden in den Knast. Nun hat es Fußball-Legende Eike Immel getroffen. Der ehemalige Torwart der Nationalmannschaft muss für über zwei Jahre ins Gefängnis – wegen 34.000 Euro Schulden.

von Wilma Fricken

Das gestrige Urteil des Marburger Amtsgerichts gegen den ehemaligen deutschen Nationaltorwart Eike Immel bestätigt wieder einmal, dass die rechtlichen Maßstäbe in diesem Land auf groteske Weise verschoben sind: Wegen Betrugs in 107 Fällen wurde Immel zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt – und zwar ohne Bewährung, obwohl diese bis zu diesem Strafmaß durchaus möglich wäre und allgemein üblich ist – gerade und erst recht bei weitaus schlimmeren Delikten. Doch dazu hat Immel als alter weißer Biodeutscher wohl leider die falsche ethnische Zugehörigkeit, weshalb er weder Traumatisierung noch einen “kulturellen Bonus” für sich in Anspruch nehmen kann.

Auch ohne eine Verurteilung wäre Immel gestraft genug, denn hier malt sich das zwar gewiss nicht unverschuldete, aber doch tragische Schicksal eines einstigen sportlichen Nationalhelden in düsteren Farben: Der völlig mittellose Immel hatte sich immer wieder Geld von Menschen geliehen, es aber nie zurückgezahlt. Zudem hatte er in einem Fall Karten für ein Fußballspiel bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr verkauft, über die er jedoch gar nicht verfügte. Insgesamt kam eine Schadenssumme in Höhe von 34.340 Euro zusammen. „Wir haben alle Zeugen für überaus glaubhaft gehalten. Bei dieser Strafe stellt sich die Frage auf Bewährung nicht“, erklärte der Richter unnachgiebig nach der Urteilsverkündung.

Mehr als drakonisches Urteil

Immels Verteidiger teilte mit: „Herr Immel schämt sich sehr für das, was hier heute im Gerichtssaal verhandelt wird.“ Sein Mandant lebe „von der Hand in den Mund“, was auch seit Jahren in der Öffentlichkeit bekannt sei. Immel habe immer vorgehabt, das Geld zurückzuzahlen. Er sei “kein gewerbsmäßiger Betrüger, sondern ein gescheiterter ehemaliger Fußballer“. Das interessierte den Richter nicht: Getreu der Devise “wer am Boden liegt, auf den kann man eintreten” zeigte er keine Gnade

Sollte das im Vergleich zur heutigen judikativen Strafmaßzuerkennung mehr als drakonische Urteil Bestand haben, muss Immel also tatsächlich zwei Jahre in den Knast. Zur selben Zeit kommen fast täglich migrantische Vergewaltiger und andere Straftäter amüsiert mit Bewährungs- oder anderen Bagatellstrafen davon, selbst wenn bei ihnen rein gar nichts darauf hindeutet, dass sie ihr Fehlverhalten eingesehen haben; im Gegenteil: viele nehmen solche Witzurteile als Bestätigung für ihre Verachtung gegenüber diesen Staat und nicht selten als Ermunterung, gleich die nächsten Straftaten zu verüben. Immel, von dem – anders als bei Clan-Kriminellen und Messertätern – kein Drohpotential gegen Leib und Leben der Familien von Richtern und Staatsanwälten ausgeht und auch keine Gefahr für die Öffentlichkeit – verfügt offenbar einfach nicht über die Lobby für ein mildes Urteil. Deshalb lässt man ihn zwei Jahre einfahren – während man Schwerverbrecher weiterhin mit Glacéhandschuhen anfasst. Der Rechtspflege und dem Gerechtigkeitsempfinden des Volkes, in dessen Namen hier geurteilt wird, ist damit ein Bärendienst erwiesen.

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Gedanken zu den gar nicht freien Medien

Gedanken zu den gar nicht freien Medien

Von RAINER K. KÄMPF | Panta Rhei wußten schon die alten Griechen und Björn Höcke erinnerte uns daran, daß wir niemals zum zweiten mal in denselben Fluß steigen. Und doch scheint es manchmal auf dem Weg durch das Leben, wir waren schon mal da. Ein Déjà-vu will uns dann warnen, erinnern oder wahlweise anstupsen, einen begangenen Fehler nicht zu wiederholen.

Diese Erinnerungseinblendungen dürften derzeit ein Massenphänomen sein, vorrangig unter den schon etwas lebenserfahrenen Mitteldeutschen. Die Metapher der sich wiederholenden Geschichte trifft auf das Ossiphänomen nur bedingt zu. Schauen wir zurück.

DDR-Presse erkannte die Zeichen der Zeit

Als in der späten Phase des real existierenden Sozialismus auf deutschem Boden nicht mehr zu verleugnen war, daß sich eben doch, entgegen sämtlicher Widerstände, alles im Fluß befindet, kämpfte man nicht mehr mit aller Macht gegen Windmühlen. Es wurde zumindest versucht, auf den letzten paar Metern Kritiker, Oppositionelle und sich neu formierende politische Organisationen einzubinden. Zu spät, aber immerhin erkannte man die Zeichen der Zeit. Diese Zeichen erkannten auch die Medien in der DDR.

Zeitungen fanden reißenden Absatz, vor den Kiosken bildeten sich jeden Morgen Schlangen und die „Aktuelle Kamera“ hatte Einschaltquoten wie noch nie. Machen wir an dieser Stelle einen Cut und beamen uns in den real existierenden Wahnsinn des Jahres 2025, in die real existierende Bunte Republik, und was da am Rücken hochkraucht ist eine gefährliche Mischung aus Abscheu, Angst und Verzweiflung.

Journalisten im Denken der grün-roten Blase gefangen

Weder Staat, Gesellschaft noch die sich selbst stilisierende Persiflage einer „Elite“ lassen erkennen, ob nicht doch Fragmente erkenntnisbasierten Denkens vorhanden sind. Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, staatlich legalen oder grundgesetzverletzenden, wird die dringend notwendige Kraft am politischen Horizont bekämpft, drangsaliert und ignoriert. Gegen den Willen von Millionen Menschen, die eben diesen dringend reformbedürftigen Staat tragen und am Leben erhalten.

An vorderster Front im Kampf gegen den gesunden Menschenverstand haben sich die Medien verschanzt. Erkenntnisresistent und im Denken der grün-roten Blase gefangen, versuchen die rückwärtsgewandten wackeren Kämpfer gegen Rechts, einen sich anbahnenden gewaltigen Erdrutsch mit Schäufelchen aufzuhalten. Dafür treten sie Berufsehre, Objektivität und gesellschaftliche Verantwortung in die Tonne und verbünden sich mit dem Teufel. Genau der wird sie mitnehmen in die historische Hölle und unser Mitgefühl wird sich in Grenzen halten.

Machenschaften der „Aachener Zeitung“ nur Spitze des Eisbergs

Einst wird man diesen Leuten nicht vorwerfen können, daß sie zu spät kamen. Sie erschienen gar nicht auf der Bühne des gesellschaftlichen Wandels. Soviel zum Déjà-vu. Der Skandal um die Machenschaften der „Aachener Zeitung“ (PI-NEWS berichtete) ist nur die Spitze des Eisbergs. Das Blatt ist lediglich Symbol für das kollektive Versagen der sogenannten vierten Gewalt.

Die Protagonisten, Schreiber, Moderatoren und die Film- und Fernsehmacher des Landes sollten sich die Frage stellen, inwieweit sie uns und, in letzter Konsequenz, sich selbst zumuten wollen, das Elend noch zu ertragen:

  • Wollt Ihr Euren Berufsstand komplett entehren, vollkommen unglaubwürdig machen?
  • Nehmt Ihr die Verachtung gern in Kauf, die Euch mehr und mehr entgegengebracht wird?
  • Seid Ihr in letzter Konsequenz bereit, jede politische Kraft, jede Partei, die nicht Eurem woken Wahn zu 100 Prozent entspricht, zu verteufeln und zu bekämpfen? Wo soll das enden?
  • Ihr habt das Tor bereits aufgestoßen zu einer Odyssee, an deren Ende mit Euch an der Seite kein Happy End zu erwarten ist.
  • Wer hat gerade Euch ermächtigt, im herbeiphantasierten Kampf gegen RechtsGedanken zu den gar nicht freien Medien den Hüter Eurer sogenannten Demokratie zu spielen? Selbstermächtigung oder Selbstüberschätzung oder Größenwahn?
  • Wirkliche Demokratie braucht keine selbsternannten Verteidiger, keine Beschützer! Solche wie Euch schon gar nicht.

Eine tatsächliche Herrschaft des Volkes wird eben durch dieses Volk ermöglicht. Sie muß resistent und wehrhaft sein, aus sich selbst heraus und vom Volk getragen. Kann sie das nicht, ist sie krank. Dann muß sie geheilt werden, durch uns alle. Es ist an der Zeit…


PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.

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Gaza: 90% der Hilfslieferungen geplündert – Hamas profitiert, Zivilisten leiden

Gaza: 90% der Hilfslieferungen geplündert – Hamas profitiert, Zivilisten leiden

Gaza: 90% der Hilfslieferungen geplündert – Hamas profitiert, Zivilisten leiden

Internationale Medien melden, dass 90% der Hilfslieferungen in Gaza geplündert werden – oft von bewaffneten Banden, was auf die Hamas hindeutet. Während Israel die Schuld an der Versorgungskrise zugeschoben wird, zeigt die Lage vor Ort ein anderes Bild: Die Hamas nutzt die Not der Zivilisten, um sich zu bereichern und ihre Macht zu sichern. Die internationale Gemeinschaft muss die wahren Verantwortlichen ins Visier nehmen, statt Israel reflexartig zu verurteilen. Die Hilfsgüter dürfen nicht der Terrorförderung dienen.

Von Chris Veber

Die durch den Terroranschlag vom 7. Oktober 2023 selbst verursachten Zustände in Gaza sind ohne Frage desaströs. Doch während der woke Wertewesten Israel für die humanitäre Krise anklagt, zeichnen aktuelle Berichte ein ernüchterndes Bild: 90 Prozent und mehr der Hilfslastwagen werden geplündert, bevor sie die Menschen erreichen. Bewaffnete Banden – ein höfliches Wort für Hamas-Kämpfer und ihre Handlanger – machen sich über die Güter her, während die Bevölkerung hungert. Die Machthaber bestehlen die Bevölkerung.

Die Times of Israel berichtete am 29. Juli 2025, dass fast neun von zehn Lastwagen, die Gaza erreichen, ausgeraubt werden. Die UN-Zahlen sprechen Bände: Von 2.604 Lastwagen seit Mai 2025 wurden etwa 2.310 geplündert – das sind 88% im Schnitt, mit Spitzen von 90,7% im Juni und 94% im Juli. Diese Daten stammen vom UN Office for Project Services.

Hamas plündert und stiehlt von der eigenen Bevölkerung

Wer also steckt dahinter? In einem Gebiet, das die Hamas mit eiserner Faust regiert, ist die Antwort klar. Videos, wie sie Fox News zeigt, belegen die Plünderungen durch terroristische Hamas-Mitglieder. Sogar befreite Geiseln erzählten, UN-markierte Hilfsgüter in Hamas-Tunneln gesehen zu haben. Die Terrorgruppe versorgt ihre Leute und verkauft den Rest – ein perfides Geschäftsmodell auf dem Rücken der Leidenden. Natürlich kann es auch sein, dass manche Zivilisten aus Not zugreifen. Aber wer ist verantwortlich für Sicherheit in Gaza? Die Hamas. Sie kontrolliert das Gebiet, hat Waffen und Macht – und versagt kläglich. Oder absichtlich?

Dutzende Hilfs-Milliarden nur in Krieg und Terror investiert

Das Regime der Hamas ruht auf drei Säulen. Der Finanzierung durch unseren im „Wertewesten“ gern gesehenen Gaslieferanten Katar und durch den Iran. Dem Diebstahl der internationalen Hilfe, sei es Geld, seien es Hilfsgüter. Und der totalen islamistischen Indoktrination der Gazaner von frühester Kindheit an. Die Hamas hat im Gaza, der von Israel freiwillig übergeben und geräumt wurden, 2007 unter dem Beifall der Bevölkerung die Macht übernommen. Damals gab es um Gaza auch noch keine Mauer. Mit den dutzenden Milliarden an internationalen Hilfsgeldern hätte die Hamas aus dem Gebiet eine kleine Schweiz errichten können. Sie hat sich anders entschieden. Das Töten von Juden war ihr wichtiger als das Wohlergehen der eigenen Bevölkerung. Den Ausgang der Geschichte kennen wir.

Wer wirklich will, dass im Gaza Frieden einkehrt, muss aufhören, die Hamas zu unterstützen. Das gilt für Ursula von der Leyen ebenso wie für Friedrich Merz oder Österreichs Außenminister-Darstellerin Meinl-Reisinger. Wenn die Terroristen das Geld verlieren, verlieren sie die Macht. Dann können sie auch nicht mehr immer neue Generationen zum Hass auf Israel, Juden und den Rest von uns Ungläubigen erziehen. Dann besteht eine Chance auf Frieden.