Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Aktuell Wintersturm Fern: Erinnern Sie sich an Uri (zentral geplante Stromversorgung in Texas)

Aktuell Wintersturm Fern: Erinnern Sie sich an Uri (zentral geplante Stromversorgung in Texas)

Aktuell Wintersturm Fern: Erinnern Sie sich an Uri (zentral geplante Stromversorgung in Texas)

Der Wintersturm Fern hat das Land im Griff, verwandelt Straßen in eisige Gefahrenzonen und Landschaften in gefrorene Welten. Von frischem Frost in Georgia über schwere Schneefälle in Texas bis hin zu gefrorenen Springbrunnen in New York hat der Sturm landesweit seine Spuren hinterlassen.

https://weather.com/news/weather/video/winter-storm-fern-sights-sounds-impacts
Master Resource, Von Robert Bradley Jr., 26.01.2026
Anmerkung der Redaktion: Die aktuelle Kältewelle („Wo bleibt die globale Erwärmung, wenn man sie braucht?“) bietet Anlass für einen Rückblick auf das texanische Stromdebakel vom Februar 2021. Dieser Beitrag von Robert Bradley mit dem Titel „ Wind, Solar und der große texanische Stromausfall: Schuldig im Sinne der Anklage “ wurde ursprünglich vom Institute for Energy Research veröffentlicht. Stand gestern 17 Uhr deckten Erdgas und Kohle etwa 75 Prozent des texanischen Strombedarfs (ERCOT-Übersicht) und Wind-/Solarenergie 17 Prozent (gegenüber 50 Prozent der Nennkapazität).

„Die zentrale Planung für eine erzwungene Energiewende führte vor zwei Jahren in Texas zu dem Fiasko aller Fiaskos. Es ist Zeit für eine neue Ära der US-amerikanischen Strompolitik, die auf marktwirtschaftlichen Prinzipien beruht.“

Elektrizitätsexperten der University of Texas in Austin haben kürzlich den großen Stromausfall in Texas im Februar 2021 erneut untersucht. Der Meinungsbeitrag mit dem Titel „ Zwei Jahre nach dem historischen Kälteeinbruch ist Texas zunehmend anfällig für Kälteeinbrüche – und es gibt mehr Lösungen als nur den Bau von Kraftwerken “ ( The Conversation ) verteilt die Schuld und empfiehlt mehr staatliche Planung, nicht weniger.

Die Autoren wollen das Wind- und Solarenergie den Markt weiterhin dominieren und den Verbrauch in Haushalten und Unternehmen (über „smart meters“ Stromzähler) regulieren, um das Stromnetz zu entlasten. Doch das führt unweigerlich zu Eingriffen in die Privatsphäre, Unannehmlichkeiten, Ärger und Konflikten. Dabei wird die logische Alternative der Privatisierung des staatlichen Stromnetzes außer Acht gelassen, um die richtigen Anreize für eine zuverlässige und bezahlbare Stromversorgung zu schaffen.

Derzeit wird das Stromnetz, das 90 Prozent des Bundesstaates abdeckt, vom staatlichen Electric Reliability Council of Texas (ERCOT) verwaltet. Die Stromzufuhr und -abfuhr werden durch 1.500 Seiten an Regeln und Vorschriften geregelt [Zugang nur nach Anmeldung]– und weitere werden folgen, wenn es nach den „Experten“ und „Planern“ geht.

Politisch korrekte Fehlinterpretation

„Als Energieforscher mit Sitz in Texas haben wir die letzten zwei Jahre größtenteils damit verbracht, zu analysieren, warum der Staat so unvorbereitet auf dieses Ereignis war und wie er es besser machen kann“, beginnt die Studie. Michael Webber et al. fahren fort :

Eine häufige, reflexartige Reaktion auf Katastrophen, die großflächige Stromausfälle verursachen, ist die Forderung nach dem Bau von mehr „sicheren“ Kraftwerken – solchen, die Brennstoffe wie Kohle oder Erdgas nutzen und so ausgelegt sind, dass sie rund um die Uhr Strom liefern können. Doch Kohle- und Gaskraftwerke und ihre Brennstoffversorgung können spektakulär ausfallen.

Daher:

Wir halten es für wichtig, über den bloßen Bau weiterer Kraftwerke hinauszudenken. Unsere Ergebnisse zeigen andere Lösungen auf, die sauberer, kostengünstiger und schneller umzusetzen sind.

Die Strategie „sauberer, billiger und schneller“ ist extrem restriktiv und beinhaltet interne Nachfragesteuerungsprogramme (deren genaue Ausgestaltung noch aussteht). In dieser Welt der Technik, in der Menschen – wie Adam Smith schon vor Jahrhunderten warnte – nur „verschiedene Figuren auf einem Schachbrett“ sind, läuft etwas schief.

Die Autoren behaupten, die zu nutzenden politischen Energien – die verwässert, intermittierend und somit nicht wettbewerbsfähig sind – seien irgendwie günstiger: „Das rasante Wachstum der Wind- und Solarenergieerzeugung in Texas hat den Verbrauchern des Bundesstaates Milliarden von Dollar gespart und gleichzeitig ländlichen Grundbesitzern und Kommunen hohe Gewinne beschert.“ Doch die US-Steuerzahler tragen einen großen Teil der Kosten für Wind- und Solarenergie, und alle Einwohner des Bundesstaates zahlen eine monatliche Gebühr, um die Kosten des 7 Milliarden Dollar teuren CREZ-Übertragungsnetzes für erneuerbare Energien zu decken. Hinzu kommen noch lokale und staatliche Steuervergünstigungen .

Es ist eine Rückkehr zum sanften Energiepfad von Amory Lovins aus den 1970er Jahren zurück. Zuverlässige, vom Verbraucher gewählte und steuerneutrale Elektrizität wird durch wetterabhängige Energiequellen ersetzt. Die Nutzung wird eingeschränkt, um Lücken und Unzuverlässigkeiten auf der Angebotsseite zu kaschieren.

Erneuerbare Energien waren der Übeltäter

Die politisch korrekte Interpretation weicht den unbequemen Fragen aus und vermeidet die notwendige Analyse, um die tieferliegenden Ursachen des schwersten Stromausfalls der Geschichte zu ergründen. Der zentrale Fehler liegt darin, sich auf die Daten zu konzentrieren, ohne das „Warum“ zu verstehen. Was im Februar 2021 geschah, war ein lange vorhergesagter „perfekter Wintersturm“. Es gab Präzedenzfälle in den Wintern 1989 und 2011, und er hätte vorhergesehen und bewältigt werden müssen.

Die Aussage „Kohle- und Gaskraftwerke und ihre Brennstoffversorgung können spektakulär scheitern“ ignoriert Anreize und Opportunitätskosten, Wirtschaftswissenschaften 101.

Hier ist der Grund und die Antwort, mit ganz anderen politischen Implikationen: Die unzuverlässigen Energiequellen verursachten die gewollte Minderleistung der zuverlässigen. Wie ich vor fast zwei Jahren in „ Erneuerbare Energien: Marktversagen bei Erdgas in Texas “ erläuterte:

Erneuerbare Energien, die teilweise mehr als ein Viertel der texanischen Stromerzeugung lieferten, waren zum Höhepunkt der Krise nahezu verschwunden . Doch es gibt einen weiteren, sehr wichtigen Aspekt: Die Steuervergünstigungen und Vorrang Einspeisung der Windenergie beeinträchtigte die Wirtschaftlichkeit bestehender und neuer Gas- und Kohlekraftwerke erheblich.

Ich zitierte einen Artikel der Houston Chronicle mit dem Titel „ Hohes Risiko, geringe Rendite treiben den Wandel weg von der Stromerzeugung “ (14. März 2021). Darin wurde die Frage gestellt: „Wie konnte es so weit kommen, dass mehr als die Hälfte der Stromerzeugung in Texas ausfiel?“ Was die Branchenkenner wussten (aber externe „Experten“ scheinbar nicht wissen wollen), wurde in diesem einen einfachen Artikel enthüllt:

Das Versagen so vieler Kraftwerke während des brutalen Winterwetters, das letzten Monat durch Texas fegte, war vielleicht das Ergebnis jahrelanger Vorbereitung und ist das Resultat einer unabhängigen Energiewirtschaft, die darum kämpft, Gewinne zu erzielen, die Wall Street zufriedenzustellen und das Vertrauen von Kreditgebern und Investoren zu erhalten.

Und warum wurden die zuverlässigen Anlagen unzuverlässig?

Kreditgeber und Investoren haben sich geeinigt. Laut dem Electric Reliability Council of Texas (ERC), dem Netzbetreiber des Bundesstaates Texas, wurde in Texas seit 2017 kein größeres neues Kraftwerk mehr gebaut – Wind- und Solaranlagen ausgenommen. Damals stellte das in Chicago ansässige Unternehmen Exelon zwei Gaskraftwerke mit einer Leistung von je 1.100 Megawatt fertig. Ein Grund dafür: Die Finanzierung von Projekten, die Hunderte von Millionen Dollar kosten können, ist zunehmend schwieriger geworden.

Fortsetzung:

„Es herrscht große Unsicherheit darüber, wie viel Gewinn Gaskraftwerke jährlich erwirtschaften können“, sagte Travis Miller, Aktienstratege für Energie und Versorgung bei Morningstar Securities Research. „Investoren finanzieren Projekte in der Regel nicht, wenn sie nicht davon überzeugt sind, dass diese stabile Cashflows generieren können.“

Das Gesamtergebnis:

Die Unternehmen haben unterdessen ihre Investitionen in die Stromerzeugung nicht nur verlangsamt oder eingestellt. Sie haben Kraftwerke verkauft und stillgelegt, um sich auf margenstärkere Geschäftsbereiche wie den Stromvertrieb zu konzentrieren.

Phantomkapazitäten – also frühzeitig stillgelegte Gas- und Kohlekraftwerke sowie geplante Neubauten – wurden zu einem entscheidenden Zeitpunkt übersehen. Mangelhaft gewartete Anlagen waren eine weitere Folge der gesunkenen Gewinnmargen wegen staatlich geförderter, angeblich kostengünstiger Wind- und Solarenergie. Es gab noch weitere Gründe ( hier und hier ), die eher auf staatliches Handeln als auf freie Märkte hindeuten.

Fazit

Unzuverlässige Kapazitäten, die niemals hätten gebaut werden dürfen, verdrängten die zuverlässigen – ganz im Sinne der „ magischen Denkweise “ der politischen Entscheidungsträger. Sturm Uri war nicht der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, sondern der Moment, der offenbarte, wie schwerwiegend die Lage bereits war.

Der eingeschlagene Weg ist das Gegenteil dessen, was die Autoren der UT Austin empfehlen. Windkraft, Solarenergie und Batteriespeicher sollten nicht länger staatlich gefördert werden. Das derzeit von ERCOT betriebene Stromnetz sollte privatisiert und die obligatorischen Übertragungsvorschriften aufgehoben werden. Drittens sollten der Franchiseschutz und andere Regulierungen für „öffentliche Versorgungsunternehmen“ für das privatisierte Netz aufgehoben werden; ein entsprechendes Programm wird an anderer Stelle beschrieben .

Die zentrale Planwirtschaft für eine erzwungene Energiewende führte vor zwei Jahren in Texas zu einem Fiasko. Es ist Zeit für eine neue Ära der US-amerikanischen Strompolitik, die auf marktwirtschaftlichen Prinzipien beruht.

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Anhang: Weitere MR-Artikel zum Stromausfall in Texas

https://wattsupwiththat.com/2026/01/26/storm-ferm-remember-uri-centrally-planned-electricity-transition-in-texas/

Ergänzung

Smart Meter

Das sind digitale Stromzähler, die sukzessive die alten Analog Zähler ablösen. Diese können – sofern ein „Gateway“ vorhanden ist, mit dem Internet verbunden werden. Damit kann der Netzbetreiber die Zähler fern-ablesen. Sind weitere Zusatzgeräte eingebaut (bei größeren Anlagen), kann der Netzbetreiber die Stromzufuhr ferngesteuert schalten, z.b. einspeisende Solaranlagen bei Bedarf abschalten. Aber bei Strommangel können auch Verbraucher gezielt abgeschaltet werden, Beispiel Wärmeöfen oder Kühlhäuser – natürlich nur für eine vorher festgelegte Dauer.  Das Ganze ist vielleicht interessant für Kunden mit eigener Solaranlage und Batteriespeicher.

https://www.enpal.de/strom/smart-meter

Smart Meter in Deutschland

Der Bundestag plant einen Monopol-Eingriff bei Smart Metern, was laut einem Gutachten gegen EU- und Verfassungsrecht verstößt. Energiekonzerne blicken besorgt auf die Auswirkungen.

Bis 2032 soll in allen Haushalten ein intelligenter Stromzähler (Smart Meter) installiert sein. Zuständig für diesen sogenannten Smart-Meter-Rollout sind die ortsabhängigen Verteilernetzbetreiber. Haushalte können hierfür jedoch auch andere Messstellenbetreiber beauftragen. Noch. Denn der Zehn-Punkte-Plan von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sieht vor, dass künftig nur noch die Verteilnetzbetreiber für den verpflichtenden Rollout zuständig sind.

Dieser Passus würde allerdings gegen das EU- und Verfassungsrecht verstoßen, wie ein aktuelles Gutachten der Kanzlei Raue zeigt, über das „Table.Briefings“ berichtet. Das Gutachten wurde von mehreren Energieunternehmen wie Enpal, Lichtblick, Octopus Energy und Techem beauftragt. Diese Konzerne sind selbst als sogenannte wettbewerbliche Messstellenbetreiber am Markt tätig.

https://www.t-online.de/heim-garten/aktuelles/id_101102084/smart-meter-monopol-rechtswidrig-gutachter-warnt.html

Der Beitrag Aktuell Wintersturm Fern: Erinnern Sie sich an Uri (zentral geplante Stromversorgung in Texas) erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Die EU angesichts der Vereinigten Staaten unter Donald Trump, von Thierry Meyssan

Die Europäische Union, die angesichts der Vereinigten Staaten unter Donald Trump gerade erst aufgewacht ist, weiß nicht, wie sie auf den Bruch der transatlantischen Beziehungen reagieren soll. Sie kann dies nur tun, wie sie es in jeder politischen Krise immer schon getan hat, nämlich indem sie ihren Föderalismus und ihre Abhängigkeit von Washington verstärkt. Diese misslungene Anpassung führt die EU unweigerlich zum Scheitern.

Trump kneift gegenüber dem Iran durch Verhandlungen

Moon of Alabama

Das Wochenende ist ohne einen US-Angriff auf den Iran vergangen.

Trump hätte wahrscheinlich gerne zugeschlagen, wenn es eine realistische Chance auf einen kurzen, erfolgreichen Krieg gegeben hätte. Doch die gab es nicht und gibt es nicht. Der Iran würde auf jeden Angriff scharf reagieren und die gesamte Region in Brand setzen.

Ein früher, harter Schlag wäre Trumps beste Erfolgschance gewesen. Je länger er von einem Angriff abgehalten wird, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass es überhaupt noch zu einem Angriff kommt.

Trump muss nun einen Weg finden, aus seinen großspurigen Drohungen gegenüber dem Iran zurückzurudern. Er hat Fühler für Verhandlungen ausgestreckt:

Die Trump-Regierung hat dem Iran über mehrere Kanäle mitgeteilt, dass sie zu einem Treffen bereit ist, um über ein Abkommen zu verhandeln, wie ein ranghoher US-Beamter Axios mitteilte.

Die Türkei, Ägypten und Katar arbeiten daran, noch in dieser Woche ein Treffen zwischen dem Gesandten des Weißen Hauses, Steve Witkoff, und hochrangigen iranischen Vertretern in Ankara zu organisieren, sagten zwei regionale Quellen gegenüber Axios.

Yves Smith kommt zu dem Schluss:

Trump wird TACO machen, mit der Absicht, später zuzuschlagen

Der wahrscheinlichste Verlauf ist eine Art Scheinverhandlungen, die es den USA ermöglichen, sich vorerst zurückzuziehen, während Trump allein die Tatsache von Gesprächen als Sieg und als Beweis für die US-Dominanz darstellt. Doch man sollte nicht erwarten, dass die USA wirklich nachgeben. Wie Greg Stoker betonte, war der israelische Verteidigungsminister letzte Woche in Washington, um die Angriffspläne zu übergeben. Israel hat Projekt Iran nicht aufgegeben. Die Falken ganz sicher auch nicht.

Von Israel ist zu erwarten, dass es das Offensichtliche tun wird, nämlich weiterhin das betreiben, was höflich als asymmetrische Kriegsführung bezeichnet wird oder genauer gesagt als Terrorismus, um sowohl den Iran zu destabilisieren als auch die Glaubwürdigkeit gegenüber den Kriegstreibern im Beltway zu bewahren. Wie weit das in den kommenden Monaten geht, wird ein Indikator dafür sein, wie sehr es dem Iran gelungen ist, Mossad-Netzwerke im Land nach den Enthauptungsschlägen des 12-Tage-Krieges und den jüngsten Protesteskalationen aufzuspüren und zu zerstören.

Trump wird zugegebenermaßen von Tag zu Tag erratischer. Er könnte am Ende zu dem Schluss kommen, dass zu viel Männlichkeit auf dem Spiel steht, um jetzt oder in naher Zukunft gegenüber dem Iran zurückzuweichen. Doch wie man sieht, hat er sehr viele Gründe, einen Weg zum Rückzug zu finden – selbst wenn er sich einredet, dieser sei nur vorübergehend.

Unmittelbar nachdem Yves ihren Beitrag veröffentlicht hatte, erfuhren wir, dass der Iran Verhandlungen zugestimmt hat:

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat den Beginn von Atomgesprächen mit den Vereinigten Staaten angeordnet, berichteten lokale Medien am Montag, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, er sei hoffnungsvoll, ein Abkommen zu erzielen, um militärische Maßnahmen gegen die Islamische Republik abzuwenden.

„Präsident Peseschkian hat die Aufnahme von Gesprächen mit den Vereinigten Staaten angeordnet“, berichtete die Nachrichtenagentur Fars am Montag unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Regierungsquelle.

„Der Iran und die Vereinigten Staaten werden Gespräche über das Atomdossier führen“, erklärte Fars, ohne ein Datum zu nennen. Der Bericht wurde auch von der Regierungszeitung Iran und der reformistischen Tageszeitung Shargh übernommen.

Die Gespräche werden wahrscheinlich in der Türkei stattfinden:

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi war vergangene Woche in der Türkei und führte weitere Telefonate mit seinen ägyptischen, saudischen und türkischen Amtskollegen, wie er auf Telegram mitteilte.

„Präsident Trump sagt: keine Atomwaffen – und wir stimmen dem voll und ganz zu. Dem stimmen wir vollkommen zu. Das könnte ein sehr gutes Abkommen sein“, sagte Araghtschi am Sonntag gegenüber CNN.

„Natürlich erwarten wir im Gegenzug die Aufhebung der Sanktionen. Dieses Abkommen ist also möglich. Lassen Sie uns nicht über unmögliche Dinge sprechen.“

Das wahrscheinliche Ergebnis: Trump wird einige Sanktionen aufheben müssen und erhält im Gegenzug ein begrenztes Nuklearabkommen mit dem Iran. Ich gehe davon aus, dass es für den Iran weicher ausfallen wird als das JCPOA-Abkommen, das unter Obama unterzeichnet und später von Trump selbst zerschlagen wurde.

Die anderen Forderungen an den Iran, die die Israelis über Trump gestellt hatten – keine Anreicherung, Begrenzung der Anzahl und Reichweite ballistischer Raketen, Ende der Unterstützung von Milizen in der Region – werden nicht Teil der Verhandlungen sein.

Diese Punkte interessieren Trump nicht. Er will und braucht ein Abkommen – irgendein Abkommen –, das er der Öffentlichkeit als seinen persönlichen Erfolg verkaufen kann. Die Details sind für ihn weniger wichtig als die Tatsache, dass ein Abkommen zustande gekommen ist.

Israel wird das nicht gefallen. Es will den Iran als potenziellen regionalen Führer zerstört sehen. Israel selbst ist zu schwach, um den Iran zu besiegen. Es könnte sehr wohl zu False-Flag-Angriffen oder Terrorismus greifen, um die USA letztlich doch noch dazu zu bringen, das zu tun, was Israel will.

Doch die USA sind nicht mehr die allmächtige Kraft in der arabischen Region, die sie vor 30 Jahren waren. Ihnen fehlen die Mittel, ihre Schiffe und Stützpunkte gegen Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen zu verteidigen. Der Iran hingegen hat solche Waffen und Kräfte systematisch aufgebaut.

Der Iran hat zudem Verbündete gewonnen. Russische und chinesische Hilfe hat es ihm ermöglicht, das Starlink-Netzwerk außer Gefecht zu setzen, das zur Steuerung der jüngsten Unruhen auf seinen Straßen genutzt wurde.

China veröffentlicht offen hochauflösende Satellitenbilder von US-Streitkräften in der Region des Iran:

Ein neuer Satz ausländischer Satellitenbilder, die Global Times von MizarVision erhalten hat, zeigt, dass sich die Zahl der auf dem Vorfeld der Luftwaffenbasis Al Udeid geparkten KC-135-Luftbetankungsflugzeuge bis zum 25. Januar deutlich erhöht hat.

Darüber hinaus zeigt ein weiteres Satellitenbild vom 25. Januar neue Ausrüstungsstationierungen rund um die Luftwaffenbasis Al Udeid. Nach Analyse durch technisches Personal des Unternehmens MizarVision wurde eingeschätzt, dass es sich bei dem Standort wahrscheinlich um ein neu installiertes Patriot-Luftabwehrsystem auf der Basis handelt.

Man kann vernünftigerweise davon ausgehen, dass der Iran vollen Zugang zu solchen chinesischen und russischen Satellitenbildern sowie zu den daraus gewonnenen Geheimdienstanalysen hat.

Auch neue Seemanöver sind geplant:

Der Kommandeur der regulären iranischen Marine (Nedaja), Konteradmiral Schahram Irani, hat angekündigt, dass der Iran im Rahmen der Übung Maritime Security Belt 2026, die Ende Februar im nördlichen Indischen Ozean stattfinden soll, erneut chinesische und russische Kriegsschiffe beherbergen wird. Bestätigende Ankündigungen aus China und Russland stehen zwar noch aus, doch der Iran wird sehr daran interessiert sein, ihre erneute Teilnahme an dieser jährlichen Übung zu sichern, da er in einer Phase hoher Spannungen die Rückversicherung durch Verbündete an seiner Seite benötigt.

Die chinesischen Teilnehmer werden voraussichtlich aus der in Dschibuti stationierten 48. Flottille der Volksbefreiungsarmee-Marine (PLAN) stammen, bestehend aus dem Lenkwaffenzerstörer Typ 052DL Tangshan (D122), der Lenkwaffenfregatte Typ 054A Daqing (F576) und dem Versorgungsschiff Typ 903A Taihu (K889).

Das russische Kontingent dürfte aus der Fregatte der Udaloy-Klasse RFS Marshal Schaposchnikow (F543) bestehen, die sich weiterhin in der Region aufhält, nachdem sie an der Verteidigungsmesse DIMDEX 2026 teilgenommen hat, die am 19. und 20. Januar in Port Hamad, Katar, stattfand.

Weder Russland noch China werden einen Krieg für den Iran führen. Doch sie werden ihr Bestes tun, um ihn mit allem zu versorgen, was er benötigt, während er weiterhin US-Streitkräfte im Nahen Osten bindet.

Während die Wahrscheinlichkeit eines Krieges gegen den Iran nun gesunken ist, ist sie keineswegs verschwunden. US-Streitkräfte befinden sich weiterhin im Nahen Osten und sind bereit, kurzfristig zuzuschlagen.

In den USA steht Trump unter Druck. Seine Zustimmungswerte sinken. Die brutale Durchsetzung der Einwanderungsgesetze untergräbt weiter seine Unterstützung. Am Wochenende verloren die Republikaner einen Sitz im Staatssenat an die Demokraten in einem ehemals tiefroten Wahlkreis:

Während Republikaner, darunter der Vizegouverneur von Texas Dan Patrick, in den vergangenen Wochen Alarm geschlagen hatten, dass das Rennen in Nordtexas unangenehm knapp werde, kam der Linksruck von 31 Prozentpunkten für viele überraschend. Die Niederlage sei ein „Weckruf für die Republikaner in ganz Texas“, schrieb Patrick nach der Niederlage in den sozialen Medien. „Unsere Wähler dürfen nichts als selbstverständlich ansehen.“

Es ist ein schlechtes Zeichen für die Republikaner, die hoffen, ihre Mehrheit im Senat und die ohnehin knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus zu halten, sagte Jason Villalba, ein ehemaliger republikanischer Abgeordneter im texanischen Parlament, der heute die Texas Hispanic Policy Foundation leitet.

„Welche Fortschritte die GOP zuletzt bei den Latinos in Texas gemacht hat, beginnen sich nun deutlich wieder umzukehren“, sagte er und verwies auf die Verschiebungen am Samstag in texanischen Wahlbezirken mit großen hispanischen Bevölkerungsanteilen. „Das wird Auswirkungen auf Texas und auf das ganze Land haben.“

Trump braucht einen Sieg. Ein Krieg gegen den Iran wird ihm vermutlich keinen bringen. Ein neues Abkommen, das angeblich Irans nicht existierende Atomwaffen eindämmt, kann hingegen als solcher verkauft werden. Vorerst scheint Trump sich entschieden zu haben, diesen Weg zu gehen.


Zahl der Asylklagen explodiert – Richterbund übt deutliche Kritik an Justizministerin

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Zahl der Asylklagen explodiert – Richterbund übt deutliche Kritik an JustizministerinAngesichts der immer weiter steigenden Zahl an Asylklagen, fordert der Richterbund von der Bundesregierung eine deutliche Personalaufstockung zur Entlastung der Verwaltungsgerichte. Die geplanten Reformen von Justizministerin Stefanie Hubig seien nicht geeignet, das Problem zu beheben. Alice Weidel kommentiert. Wer heute in Deutschland gegen einen falschen Bußgeldbescheid oder eine abgelehnte Baugenehmigung juristisch vorgehen möchte, muss mit […]

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Epstein-Files: „Pädophilie gilt als Spezialität derjenigen, die sich „links” nennen“

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Epstein-Files: „Pädophilie gilt als Spezialität derjenigen, die sich „links” nennen“Während einige linke und antisemitische Accounts derzeit in den sozialen Netzwerken den Epstein-Skandal mit gefakten KI-Bildern und aus dem Kontext gerissenen Zitaten für ihren Hass auf Trump und alles Nichtlinksextreme zu instrumentalisieren suchen, ignorieren die meisten ihrer Genossen die schockierenden Enthüllungen, obwohl sie sich sonst lautstark zu politischen Themen äußern. Unser Tweet des Tages dazu […]

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Langjähriger Verbleib von Impf-Spikes im Körper fördert viele Krankheiten inklusive Krebs – Studie

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Vor allem mehrfache Covid-modRNA-Spritzen verursachen lange anhaltenden Verbleib von Impfspikes im Körper. Folge sind schwere gesundheitliche Schäden. Das wurde nun neuerlich in einer über dreieinhalb Jahre laufenden Fallstudie nachgewiesen. TKP hatte bereits im Oktober 2022 über eine japanische Studie berichtet, die nachwies, dass die Impfung die Ribosomen im Inneren von Zellen stört oder zerstört und […]

Der Beitrag Langjähriger Verbleib von Impf-Spikes im Körper fördert viele Krankheiten inklusive Krebs – Studie erschien zuerst unter tkp.at.

Londons Linke marschiert für das iranische Regime – und gegen das Volk

Londons Linke marschiert für das iranische Regime – und gegen das Volk

Londons Linke marschiert für das iranische Regime – und gegen das Volk

Seit dem 28. Dezember 2025 gehen im Iran landesweit Millionen Menschen gegen die Herrschaft des islamischen Terrorregimes auf die Straße. Die Antwort der Mullahs ist brutal, Sicherheitskräfte schießen mit Kriegswaffen in die Menschenmengen, verhaften Tausende, foltern Gefangene, vergewaltigen Frauen und verhängen einen nahezu flächendeckenden Internet-Blackout, um die Gräueltaten vor der Welt zu verschleiern. Im Westen wird für die Mörder demonstriert.

Das islamische Regime des Iran hat bis jetzt laut oppositionellen Berichten aus dem Land über 80.000 Demonstranten getötet. Teils mit schweren Maschinengewehren auf Pickups, teils mit Schrotflinten, teils in “Handarbeit” mit Bauchaufschlitzen und Brüste abschneiden. Keine Bestialität, keine Perversion ist den islamischen Schergen fremd. So wie schon die Hamas beim Überfall auf Israel begehen sie die größten Grausamkeiten im Namen ihres Glaubens, denn die Opfer (damals Juden, heute die Perser) sind Gegner des islamischen Regimes, damit Gegner des Islam, damit ihrer Ansicht nach niedriger als Tiere und alle zu vernichten. Frauen werden vor ihrer Hinrichtung oder Ermordung gezielt vergewaltigt, damit sie den religiösen Überzeugungen nach nicht in den Himmel kommen. Das wird im Iran seit der islamischen Revolution so praktiziert.

https://twitter.com/EYakoby/status/2013034346052039001

Während die persischen Bürger (die Menschen dort sehen sich als nicht-muslimische Perser) für ihre Freiheit sterben, marschieren am 31. Januar 2026 in London woke Linke mit Hamas-Unterstützern durch die Innenstadt und feiern offen das Regime, das gerade Zehntausende seiner eigenen Landsleute abschlachtet. Bei der großen „Pro-Palestine“-Demonstration wehen nicht nur die „palästinensischen“ Fahnen, sondern auch die offiziellen Flaggen der Islamischen Republik Iran mit dem „Allah“-Emblem sowie gelbe Hisbollah-Fahnen. Die Teilnehmer skandieren „Say it clear, say it loud – Khamenei makes us proud“ (Sag es klar, sag es laut, Khamenei macht uns stolz) und bekunden damit ihre Loyalität zum obersten Führer und Schlächter des Iran.

https://twitter.com/realMaalouf/status/2017609861157015731

Diese Bilder aus London sind weder Einzelfall noch Zufall. Seit Oktober 2023 haben „propalästinensische“ Kundgebungen in britischen Städten wiederholt die Symbole iranisch gesteuerter Milizen wie der Hisbollah gezeigt. Doch seit 2026 erreicht die offene Regime-Sympathie einen neuen Höhepunkt. Linke „Aktivisten“ und Islamisten stehen Seite an Seite, während sie die Hintermänner von Hamas und Hisbollah feiern, exakt jenes islamischen Regimes, das zu Hause die Protestierenden massakriert.

Das ist die wahre Bedeutung des Slogans „Globalize the Intifada“. Er bedeutet nichts anderes als die weltweite Verbreitung und Unterstützung terroristischer Gewalt im Namen der islamischen Herrschaft. Die Allianz zwischen westlichen Linken und islamischen, vom Iran unterstützten Religionsterroristen ist keine „Solidarität“ mit „Palästina“, sie ist eine ideologische Bankrotterklärung der woken Linken. Im Namen des „Antiimperialismus“ unterstützen sie eine theokratische Diktatur, die ihre eigene Bevölkerung abschlachtet, nur weil sie gegen Israel und gegen die westliche Gesellschaft steht.

Aber nicht nur in London gehen die Freunde von Hamas und Ayatollahs offen auf die Straße, um ihre Unterstützung für die Herrschaft des Islam und das Töten Ungläubiger zu bekunden. In allen Straßen Westeuropas wehen die Fahnen der vom iranischen Regime unterstützten Hamas. Die Islamofaschisten sind unter uns, sie haben keine Angst, sich zu zeigen. Sie warten auf ihren Moment. Was sie machen werden, wenn sie sich stark genug fühlen, haben sie in Israel am 7. Oktober 2023 gezeigt. Und sie zeigen es gerade im Iran. Der Islamofaschismus kennt keinen Kompromiss, er kennt keine Gnade.

Das EnBW-Debakel als Spiegelbild der scheiternden Energiewende

Das EnBW-Debakel als Spiegelbild der scheiternden Energiewende

Das EnBW-Debakel als Spiegelbild der scheiternden Energiewende

Millardenverlust und Offshore-Ausstieg. Wie in Baden-Württemberg Landkreise, Sparkassen und sogar die evangelische Landeskirche für ein politisches Energieabenteuer bluten müssen – und welche Rolle der grüne Finanzminister Danyal Bayaz dabei spielt.

von Holger Douglas

Die Nachricht schlug im baden-württembergischen Energiekonzern EnBW und im politischen Stuttgart ein wie eine Bombe: Der Energieversorger aus Karlsruhe musste rund 1,2 Milliarden Euro abschreiben, nachdem er sich aus zwei geplanten Offshore-Windpark-Megaprojekten vor der Küste Großbritanniens zurückgezogen hatte. Die Projekte „Mona“ und „Morgan“, gemeinsam mit BP geplant, galten als Prestigevorhaben und sollten den Beweis dafür liefern, dass die Energiewende auch ohne Kernkraft und Kohle funktionieren könne.

Doch dann blieb die staatliche Förderung aus. Nach mehreren Auktionen ohne Zuschlag zog EnBW die Reißleine. In der nüchternen Konzernmitteilung heißt es, steigende Kosten in der Lieferkette, gesunkene Großhandelspreise, höhere Zinsen und Projektumsetzungsrisiken hätten die Wirtschaftlichkeit zerstört. Im Klartext: ohne Subventionen keine Windräder. Offshore-Wind rechnet sich nicht – jedenfalls nicht ohne Steuergeld.

Die 1,2 Milliarden sind nun weg. Genau das macht den Vorgang hoch brisant. Denn EnBW hatte sich zuvor unter dem wohlklingenden Label „Netzausbau“ frisches Geld besorgt, nicht bei privaten Investoren, sondern bei Landkreisen, Kreissparkassen und sogar bei der evangelischen Landeskirche. Sie alle sind über das sogenannte Südwest-Konsortium mit 24,95 Prozent an TransnetBW beteiligt, dem Übertragungsnetzbetreiber der EnBW. Und sie tragen nun das Risiko mit.

Erstaunlich ruhig und gelassen fiel die politische Reaktion aus. Motto: Nun sind sie halt weg, die 1,2 Milliarden. Ein Sprecher des grünen Finanzministers Danyal Bayaz lobte den Rückzug als „verantwortungsvolle Entscheidung zur Begrenzung weiterer Risiken“. Das verwundert. Bayaz sitzt selbst im Aufsichtsrat der EnBW. Und mehr noch: Ohne seine Strategie wäre dieses Risiko nie so breit gestreut worden.

Denn der frühere Unternehmensberater Bayaz nutzte einen juristischen Hebel, den kaum jemand auf dem Schirm hatte. Seit 2001 sind Anstaltslast und Gewährträgerhaftung für Sparkassen offiziell abgeschafft, nachdem die EU sie als Wettbewerbsverzerrung untersagt hatte. Doch es gibt eine Ausnahme: Geschäfte der öffentlichen Daseinsvorsorge. Energieversorgung fällt darunter – und inzwischen auch der Klimaschutz. Das gilt heute als gängige Rechtsauffassung.

Genau hier setzte Bayaz an. Private Investoren wollten das Risiko des Netzausbaus nicht tragen. Also wurden öffentliche Institute mobilisiert: Sparkassen, Versicherungen, kirchliche Einrichtungen. Alles Akteure mit politischem Auftrag, langfristigem Anlagehorizont und mit staatlicher Rückendeckung inklusive. Formal haftet niemand unbegrenzt. Materiell aber wird das Risiko kollektiviert.

Über 30 Kreissparkassen sind am Südwest-Konsortium beteiligt. Jede von ihnen steht in enger Verbindung zu ihren Trägerkommunen. Damit wurde die Haftung horizontal ausgeweitet: Nicht mehr nur die an der EnBW beteiligten Landkreise, sondern zahllose Kommunen im ganzen Land hängen nun mit drin. Viele dürften gar nicht wissen, wie tief.

Noch im Mai 2023 feierte man das Geschäft. Der Präsident des Sparkassenverbands sprach von „historischer Bedeutung“. Die Sparkasse Zollernalb erklärte stolz, man leiste einen „wertvollen Beitrag zur Energiewende“. Heute zeigt sich: Das war kein Beitrag, sondern ein Risikotransfer.

Im Landtag wächst nun der Unmut. Die FDP verlangt Aufklärung, ob der Milliardenverlust absehbar war, als EnBW frisches Kapital einwarb. Die AfD kündigt einen Untersuchungsausschuss an. Von „politisch gedecktem Zockertum“ ist die Rede.

Das alles fällt nun auch der CDU auf die Füße. Sie ist über kommunale Beteiligungen tief in die EnBW-Struktur eingebunden, hat die politisierte Unternehmensführung mitgetragen und kritische Fragen vermieden. Manuel Hagel, Spitzenkandidat und neuer Hoffnungsträger der CDU im Südwesten, war zuvor Sparkassen-Filialleiter in Ehingen bei Ulm; höchst unwahrscheinlich, dass er von den windigen Geldflüssen oberschwäbischer Sparkassen und Banken nichts wusste. Jetzt ruft er dazu auf: „Wir werden mehr arbeiten müssen. Wir werden länger arbeiten müssen!“ Klar, 1,2 Milliarden sind noch eine Menge Geld, dafür muss schon mehr gearbeitet werden.

Die Grünen wiederum haben die Energiewende nie als technischen Umbau verstanden, sondern als moralisches Projekt. Gesicherte Leistung galt als politisches Übel. Die FDP schließlich lieferte das ökonomische Feigenblatt.

Der EnBW-Milliardenverlust ist damit kein Betriebsunfall. Er ist der erste Belastungstest eines Systems, das Risiken verschleiert, Verantwortung streut und Verluste sozialisiert. Noch liegt der Schaden bilanziell bei der EnBW. Doch die Logik dahinter ist längst weitergezogen – bis in die kommunalen Haushalte und kirchlichen Vermögensverwaltungen hinein.

Kein Wunder also, dass mittlerweile Panik bei den Aktionären herrscht. Denn das Abenteuer Energiewende zeigt jetzt sein wahres Gesicht: teuer, riskant – und am Ende zahlen andere. Sozialismus eben.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

Der Beitrag Das EnBW-Debakel als Spiegelbild der scheiternden Energiewende erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Der Zusammenbruch des Vegan-Booms

Will Jones

Da der Absatz pflanzenbasierter Lebensmittel innerhalb eines Jahres um 4,5 % gefallen ist und vegane Restaurantketten zusammenbrechen, scheint der kurzlebige Vegan-Boom – der unter anderem durch Klimasorgen angetrieben wurde – vorbei zu sein. The Telegraph berichtet ausführlicher.

Anzeichen für den Rückgang des Veganismus zeigten sich in einem aktuellen Bericht des Good Food Institute Europe, der feststellte, dass der Verkauf pflanzenbasierter Lebensmittel in Großbritannien im Jahr bis Januar 2025 um 4,5 % auf 898 Millionen Pfund zurückging.

Separate Daten von NIQ zeigen, dass der Anteil der Haushalte, die mindestens einmal im Jahr pflanzenbasierte Fleischalternativen kaufen, seit 2022 gesunken ist. Die Organisation hebt dabei eine Rückkehr „flexitarischer Käufer zu tierischen Proteinen“ hervor. …

Die heutige Lage steht in starkem Kontrast zu der Situation vor fünf Jahren, als man sich als Kunde kaum vor veganen Werbekampagnen retten konnte.

Tesco, Marks & Spencer, Asda und Aldi brachten alle eigene pflanzenbasierte Produktreihen auf den Markt, während KFC, Krispy Kreme und Magnum ähnliche Versuche unternahmen, vom veganen Hype zu profitieren.

Doch viele beginnen zu erkennen, dass der Appetit der Verbraucher schlicht nicht vorhanden ist. Im vergangenen Jahr strich Wagamama eine Reihe veganer Favoriten von der Speisekarte, darunter das „Vegatsu“-Curry und die „veganen K-Dogs“. Andy Hornby, Vorstandsvorsitzender des Eigentümers The Restaurant Group, argumentierte, das Interesse der Gäste sei nicht hoch genug gewesen, um die Gerichte weiter anzubieten.

Das Marketing für die jüngsten Menüerweiterungen der Kette macht auffällig weniger Aufhebens um deren vegane Eigenschaften.

„Die Leute erkennen, dass die Mengen, die bei vollständig veganen Produkten umgesetzt werden, sehr gering sind“, sagt Futter.

„Für Hersteller gilt: Wenn die Volumina so klein sind und man keine langfristige Zukunft sieht, kommt irgendwann der Punkt, an dem man beschließt, etwas anderes zu machen.“

Auch für Unternehmen, die den veganen Markt dominieren wollten, war das vergangene Jahr eine Abrechnung.

Im April schloss Neat Burger, die von Leonardo DiCaprio und Lewis Hamilton unterstützte vegane Burgerkette, nach erheblichen Verlusten alle ihre britischen Restaurants.

Doch Großbritannien ist nicht allein – vegane Spezialitäten sind auch auf Speisekarten in ganz Europa verschwunden.

Der pflanzenbasierte Burger von McDonald’s wurde im Juli stillschweigend aus österreichischen Filialen entfernt, während Domino’s sein veganes Angebot im Rahmen eines Relaunchs im November verkleinerte.

Fleischfreie Menüs sind für Restaurants nur dann eine Kostenersparnis, wenn sich vegane Gerichte auch verkaufen, sagt Grace Withers vom Agriculture and Horticulture Development Board (AHDB) – doch der Appetit der Verbraucher sei überschätzt worden.

„Selbst als der Veganismus auf dem Höhepunkt seiner Popularität war, sahen wir deutlich mehr Menschen, die behaupteten, vegan zu sein, als solche, die es tatsächlich durchhielten“, sagt Withers.

„Viele wurden rückfällig, wenn sie hungrig waren und etwas Leckeres wollten. Das haben wir auch während des Veganuary gesehen.“

Nach Angaben des AHDB, einer öffentlichen Einrichtung zur Unterstützung von Landwirten und Erzeugern, schafften es nur 1 % derjenigen, die sich für Veganuary anmeldeten, den Monat durchzuhalten und die Ernährungsweise konsequent einzuhalten.

Auch die Kosten spielten eine Rolle, da pflanzenbasierte Ersatzprodukte wie Quorn und Tofu in den vergangenen Jahren stärker im Preis gestiegen sind als günstigere Fleischsorten.

„Die Verbraucher sind aufgrund der Lebenshaltungskostenkrise sehr preissensibel“, sagt Withers. „Fleischfreie Produkte sind teurer als Schweinefleisch und Hähnchen und können preislich nicht konkurrieren.

Die Billionen-Dollar-Kriegsmaschine

Eine verstörende Einführung in den militärisch-industriellen Komplex

William Astore

Nachdruck aus Bracing Views mit Genehmigung des Autors.

Wow. Einfach wow. Das war meine Reaktion nach der Lektüre von „The Trillion Dollar War Machine“ von Bill Hartung und Ben Freeman. Der Untertitel des Buches bringt dieses „Wow“ treffend auf den Punkt: „Wie außer Kontrolle geratene Militärausgaben Amerika in Auslandskriege treiben und uns zu Hause bankrott machen.“ Und nun will Präsident Trump natürlich noch mehr Geld für diese außer Kontrolle geratene Kriegsmaschine: fast unvorstellbare zusätzliche 500 Milliarden Dollar für das Haushaltsjahr 2027. Um Himmels willen! Wie konnten Amerikas sogenannte Eliten Krieg und Waffen so vorbehaltlos, so leidenschaftlich, so gierig umarmen?

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Viele Antworten auf diese Frage liefern Hartung und Freeman. Sie zitieren und analysieren die berühmte Warnung von Präsident Dwight D. Eisenhower aus dem Jahr 1961 vor dem aufkommenden militärisch-industriellen Komplex. Sie erklären, wie der Kongress sich mitschuldig macht an der wachsenden Macht (und den Gefahren) dieses MIC, indem er endlose Kriege im Ausland sowie explodierende Ausgaben für (oft überteuerte und weitgehend ineffektive) Waffensysteme wie den F-35-Kampfjet und das Littoral Combat Ship (umgangssprachlich als „kleine beschissene Schiffe“ bekannt) finanziert. Korruption, so zeigen sie, ist fest in das System eingebaut: die Korruption der Drehtür, die sich mühelos zwischen Militär, Thinktanks, Regierung und Waffenherstellern wie Boeing und Lockheed Martin dreht. Das alles ist ebenso schockierend wie deprimierend.

Hartung und Freeman, beide erfahrene Forscher, kennen den MIC gut. Sie wissen auch, dass es mehr ist als nur der MIC: Es ist eher der MICIMATTSHG – der militärisch-industriell-kongressional-nachrichtendienstlich-medial-akademisch-thinktank-sport-Hollywood-Gaming-Komplex –, so vollständig hat die Profiterzielung durch Militarismus und Krieg die amerikanische Kultur und Gesellschaft durchdrungen. Militär- und Waffenfinanzierung ist so gigantisch, dass sie scheinbar überall ist, während sie unaufhaltsam zur US-Verschuldung beiträgt und militärische Abenteuer fördert, die diese Schulden weiter vertiefen. Kein Wunder also, dass unsere nationale Schuldenuhr sich rasch der Marke von 39 Billionen Dollar nähert. Es ist eine goldene Kuppel aus Schulden!

Die Lektüre dieses Buches ließ mich an einen weiteren klassischen Bericht über den MIC und seine vielen Torheiten denken: James Fallows’ „National Defense“. Dieses Buch erschien 1981, genau zu Beginn des „Verteidigungs“-Aufrüstungsprogramms unter Präsident Ronald Reagan. So zeitgemäß dieses Buch auch war, das Pentagon und seine zahlreichen Gefolgsleute wurden damals wie heute nur selten zum Rückzug gezwungen, wenn sie mit vernünftigen und logischen Analysen konfrontiert wurden. Ich fürchte, dass auch dieser neueste, so dringend notwendige Versuch von Hartung und Freeman ähnlich ignoriert werden wird – von einem kurzsichtigen Pentagon, das stets nach Macht strebt, ungeachtet der Kosten.

Das wäre wirklich schade, nicht nur für die Amerikaner insgesamt, sondern auch für das Pentagon selbst. Hartung und Freeman sind nicht antimilitärisch: Sie sind für Verteidigung, wenn Verteidigung klug, effektiv, sparsam und auf die Wahrung der US-Verfassung ausgerichtet ist. Jeder in Uniform – ja, jeder ohne Uniform – sollte dieses Buch lesen. Sie sollten wirklich wissen, wohin so viele Ihrer Steuergelder fließen – und wie viel davon durch ein System verschwendet wird, das nicht nur Ihr Geld verbrennt, sondern Amerika als Demokratie schwächt. (Wenn es um Geld geht, ist das Pentagon vielleicht die ultimative Brandgrube.)

Kaufen Sie es, studieren Sie es, nehmen Sie es in sich auf. Wie Sun Tzu sagte: Es ist klug, seinen Gegner zu kennen. Allzu oft ist der militärisch-industrielle Komplex genau das.

*

William J. Astore ist ein pensionierter Oberstleutnant (USAF), Geschichtsprofessor und Senior Fellow beim Eisenhower Media Network (EMN), einer Organisation kritischer Veteranen aus Militär- und nationalen Sicherheitskreisen. Sein persönlicher Substack heißt Bracing Views.

Epidemiologe: „Mehr als 70 Prozent der Menschheit haben eine chemische Lobotomie hinter sich, getarnt als Impfung.“

Epidemiologe: „Mehr als 70 Prozent der Menschheit haben eine chemische Lobotomie hinter sich, getarnt als Impfung.“

Auf der Plattform X hat der Epidemiologe Nicolas Hulscher scharfe Aussagen zu den möglichen Folgen der COVID-19-mRNA-Impfung gemacht. Nach seiner Darstellung hätten „mehr als 70 Prozent der Menschheit eine chemische Lobotomie hinter sich, die als Impfung getarnt ist“. Zur Begründung verweist Hulscher auf zwei kürzlich veröffentlichte, von Fachkollegen begutachtete Studien, die mRNA-Impfstoffe mit schwerwiegenden neurologischen und psychiatrischen Nebenwirkungen in Verbindung bringen.

Over 70% of humanity underwent a chemical lobotomy masquerading as “vaccination.”

Two of our peer-reviewed studies identified 146 serious brain, spinal cord, and psychiatric adverse events linked to mRNA — some of which include:

Epidemiologe: „Mehr als 70 Prozent der Menschheit haben eine chemische Lobotomie hinter sich, getarnt als Impfung.“ Prion disease — 847× more likely vs. flu shot… pic.twitter.com/zsd15rm6ha

— Nicolas Hulscher, MPH (@NicHulscher) January 26, 2026

Analyse von Meldungen in VAERS

Beide Studien, auf die sich Hulscher bezieht, basieren auf Daten aus VAERS, dem amerikanischen Vaccine Adverse Event Reporting System der CDC und FDA.

Die erste Studie untersuchte Meldungen über neuropsychiatrische Nebenwirkungen nach einer COVID-19-Impfung und verglich diese mit Meldungen nach Grippeimpfungen sowie nach anderen Impfungen. Analysiert wurden Daten über einen Zeitraum von 48 Monaten für COVID-19-Impfstoffe im Vergleich zu mehr als 35 Jahren für andere Impfstoffe.

Mithilfe sogenannter proportional reporting ratios (PRRs) stellten die Autoren fest, dass mehrere Schwellenwerte für Sicherheitssignale deutlich überschritten wurden. Demnach zeigten sich starke Signale bei Meldungen im Zusammenhang mit kognitiven Störungen, allgemeinen psychiatrischen Erkrankungen sowie Berichten über Suizid und Tötungsdelikte. Die Autoren bewerteten diese Signale als „alarmierend“ und sprachen sich für weitergehende Untersuchungen aus.

Zentrales Nervensystem im Fokus einer zweiten Studie

Die zweite Studie konzentrierte sich gezielt auf Erkrankungen des Zentralnervensystems. Auch hier wurden VAERS-Daten ausgewertet und Meldungen nach COVID-19-Impfungen mit Meldungen nach Grippeimpfungen sowie mit allen anderen Impfungen zusammen verglichen.

Die Analyse ergab erhöhte Odds Ratios unter anderem für Infektionen des Zentralnervensystems, Hirninfektionen und seltene neurologische Erkrankungen. Die Autoren stellten fest, dass in nahezu allen untersuchten Kategorien die definierten Sicherheitsgrenzwerte überschritten wurden. Im Unterschied zur ersten Studie ziehen sie eine klare politische Schlussfolgerung und plädieren für eine sofortige weltweite Einstellung des COVID-19-Impfprogramms.

Blut-Hirn-Schranke

Hulscher nutzt die Ergebnisse beider Studien, um die These aufzustellen, dass mRNA-Impfstoffe die Blut-Hirn-Schranke beeinträchtigen könnten. Dadurch würden mRNA, Spike-Proteine und Krankheitserreger Zugang zu Gehirn und Rückenmark erhalten. Dies führe zu Neuroinflammation, kognitivem Abbau und psychiatrischen Problemen und könne nach seiner Auffassung erklären, warum weltweit ein Anstieg kognitiver Beschwerden beobachtet werde.

Neu freigegebene Akten nennen prominente Namen – ohne Beweise, aber mit politischer Sprengkraft

Neu freigegebene Akten nennen prominente Namen – ohne Beweise, aber mit politischer Sprengkraft

Ein freigegebenes US-Justizdokument im Epstein-Komplex wirft brisante Fragen auf

Im Zuge der jüngsten Offenlegungen im Zusammenhang mit dem Epstein-Komplex hat das US Department of Justice tausende Seiten bislang interner Dokumente veröffentlicht. Darunter finden sich nicht nur Ermittlungsunterlagen, sondern auch Hinweise, Eingaben und Aussagen, die ausdrücklich nicht verifiziert sind.

Eines dieser Dokumente sorgt nun für besondere Aufmerksamkeit – weniger wegen belegter Fakten, sondern wegen der Schwere der darin erhobenen Vorwürfe und der Frage, warum ein solches Dokument überhaupt Teil einer offiziellen Behördenveröffentlichung ist.

Ein Dokument

Das betreffende Dokument enthält eine maschinell erfasste Ich-Schilderung einer Person, die angibt, seit ihrer Kindheit Opfer von Menschenhandel und sexualisierter Gewalt gewesen zu sein. Der Text ist mit dem Vermerk „Threat To Life: False“ versehen – ein Hinweis darauf, dass die Aussage behördlich registriert, aber nicht als akute Bedrohungslage eingestuft wurde.

Wichtig ist:
Das Dokument stellt keine behördliche Feststellung, keine Anklage und keinen Beweis dar. Es handelt sich um eine ungeprüfte Eingabe, wie sie in großen Ermittlungsverfahren häufig vorkommt.

Namentliche Nennungen mit politischer Sprengkraft

Brisant wird der Text dadurch, dass er namentlich prominente Persönlichkeiten erwähnt, darunter den ehemaligen NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sowie weitere norwegische Akteure aus Politik und Wirtschaft.

Die betroffene Person erhebt schwerste Vorwürfe, darunter systematischen Missbrauch, gezielte Schädigung und internationale Vernetzung. Für all das liefert das Dokument keinerlei Belege, keine Daten, keine Zeugenaussagen, keine Aktenverweise.

Diese Anschuldigungen sind nicht belegt, nicht überprüft und rechtlich nicht festgestellt.

Warum das Dokument trotzdem relevant ist

Die eigentliche Frage lautet daher nicht, ob die Vorwürfe zutreffen – sondern:

Warum tauchen derart extreme, ungeprüfte Anschuldigungen in einer offiziellen Veröffentlichung des US-Justizministeriums auf?

Große Ermittlungsakten – insbesondere im Umfeld von Epstein – enthalten zehntausende Hinweise, Meldungen und Aussagen unterschiedlichster Qualität. Dass diese nun im Rahmen von Transparenz- und Offenlegungspflichten veröffentlicht werden, ist rechtlich nachvollziehbar. Politisch und gesellschaftlich ist es jedoch hochsensibel.

Denn mit der Veröffentlichung solcher Dokumente entsteht ein Spannungsfeld:

  • zwischen Transparenz und Verantwortung,
  • zwischen Aufklärung und Rufschädigung,
  • zwischen berechtigter Skepsis und unbegründeter Eskalation.

Der Epstein-Kontext: reale Verbrechen, ungeprüfte Erweiterungen

Der Fall Epstein ist real. Seine Verbrechen sind belegt. Sein Netzwerk aus Geld, Macht und Einfluss wurde in Teilen nachgewiesen. Genau deshalb zieht dieser Komplex eine Vielzahl von weiteren Behauptungen an – von glaubwürdigen Hinweisen bis hin zu vollkommen unbelegten Erzählungen.

Das vorliegende Dokument fällt klar in die zweite Kategorie. Dennoch zeigt es, wie groß das Misstrauen gegenüber Eliten, Institutionen und Machtstrukturen geworden ist – und wie sehr reale Skandale den Raum für unbelegte, aber emotional aufgeladene Vorwürfe öffnen.

Keine Vorverurteilung – aber offene Fragen

Dieses Dokument ist kein Beweis, aber es ist auch kein belangloses Stück Papier. Es wirft Fragen auf:

  • Wie geht der Staat mit ungeprüften Aussagen in sensiblen Ermittlungen um?
  • Welche Verantwortung tragen Behörden bei der Veröffentlichung solcher Inhalte?
  • Wie lässt sich Transparenz schaffen, ohne unbeteiligte Personen an den digitalen Pranger zu stellen?

Solange diese Fragen unbeantwortet bleiben, bleibt auch das Dokument ein Symbol – nicht für Schuld, sondern für die Grauzonen moderner Aufarbeitung.

Nicht alles, was veröffentlicht wird, ist wahr.
Aber alles, was veröffentlicht wird, entfaltet Wirkun
g.