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Meningitis-Impfstoffe werden unter Verwendung von Toxinen und Formaldehyd hergestellt
Von Jon Fleetwood
Die FDA führt eine Liste von Symptomen nach der Impfung auf, die den klinischen Symptomen einer Meningitis entsprechen.
Die in den Vereinigten Staaten routinemäßig an Jugendliche verabreichten Meningitis-Impfstoffe – Menactra, Menveo und MenQuadfi – werden laut den Verschreibungsunterlagen der FDA unter Verwendung bakterieller Systeme hergestellt, die Toxine produzieren, mit aus Toxinen gewonnenen Trägerproteinen kombiniert und mit Formaldehyd behandelt.
Gleichzeitig listen dieselben FDA-Beipackzettel Nebenwirkungen nach der Impfung auf, die dem klinischen Bild einer Meningitis entsprechen, darunter Fieber, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Erbrechen, Reizbarkeit und neurologische Symptome.
Diese Enthüllungen kommen zu einer Zeit, in der Tausende junger Menschen als Reaktion auf einen gemeldeten Ausbruch in Kent, England, geimpft werden.
Bei der Herstellung kommen in mehreren Phasen Toxine zum Einsatz
Alle drei Impfstoffe – Menactra, Menveo und MenQuadfi – sind Meningokokken-Konjugatimpfstoffe, was bedeutet, dass sie aus folgenden Bestandteilen hergestellt werden:
- Bakterielle Bestandteile von Neisseria meningitidis
- Trägerproteine, die aus bakteriellen Toxinen gewonnen werden
- Chemische Verarbeitungsschritte unter Verwendung von Formaldehyd
1. Endotoxinexposition während der Produktion
Der Herstellungsprozess erfordert die Kultivierung von Neisseria meningitidis-Bakterien.
Diese Bakterien produzieren von Natur aus das Lipooligosaccharid (LOS)-Endotoxin, ein starkes Entzündungstoxin.
Das bedeutet:
- Während der Produktion sind toxinhaltige Bakterienkulturen vorhanden
- Eine nachgelagerte Reinigung ist erforderlich, um die Endotoxinkonzentrationen zu senken
Toxine sind während der Herstellung beabsichtigt vorhanden.
Darüber hinaus können hohe LOS-Konzentrationen im Blutkreislauf eine Endotoxämie verursachen, die zu schweren Entzündungen, Fieber, Zytokinstürmen, septischem Schock, Multiorganversagen und möglicherweise zum Tod führen kann, wie es bei der Meningokokken-Erkrankung zu beobachten ist.
2. Von Toxinen abgeleitete Trägerproteine werden absichtlich verwendet
Alle drei gängigen Meningitis-Impfstoffe verwenden Proteine, die von bakteriellen Toxinen abgeleitet sind, als Teil ihrer endgültigen Formulierung:
- Menactra → Diphtherietoxoid
- Menveo → CRM197 (genetisch modifiziertes Diphtherietoxin)
- MenQuadfi → Tetanustoxoid
Aus der Packungsbeilage von Menactra:
„Meningokokken-Polysaccharid-Diphtherietoxoid-Konjugat-Impfstoff“
Aus der Menveo-Packungsbeilage:
„Oligosaccharid-Diphtherie-CRM197-Konjugatimpfstoff“
Aus der Packungsbeilage von MenQuadfi (Abschnitt „Warnhinweise“ mit Angaben zur Zusammensetzung):
„…jeder andere Impfstoff, der Tetanustoxoid enthält“
Jede Dosis enthält Stoffe, die aus bakteriellen Toxinen stammen, auch wenn diese modifiziert wurden.
3. Formaldehyd wird bei der Herstellung verwendet
Formaldehyd wird bei der Impfstoffherstellung verwendet, angeblich um:
- bakterielle Toxine (z. B. Diphtherie- oder Tetanustoxine) zu entgiften
- biologische Stoffe zu stabilisieren
Im Endprodukt können Rückstände verbleiben.
Formaldehyd ist eine gefährliche Chemikalie, von der bekannt ist, dass sie Kopfschmerzen, Reizungen, Übelkeit und neurologische Symptome verursacht – genau die gleichen Symptomkategorien, die in den Beipackzetteln der Meningitis-Impfstoffe aufgeführt sind.
Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC; Teil der Weltgesundheitsorganisation), das US-amerikanische Nationale Toxikologieprogramm (NTP) und die EPA bestätigen alle die Karzinogenität von Formaldehyd.



Beipackzettel der FDA: Symptome nach der Impfung ähneln denen einer Meningitis
Das klinische Bild einer Meningitis umfasst typischerweise:
- Fieber
- Kopfschmerzen
- Erbrechen
- Müdigkeit / Unwohlsein
- Reizbarkeit
- Veränderter Bewusstseinszustand
Vergleichen Sie dies nun mit den Angaben der Hersteller.
MenQuadfi (FDA-Beipackzettel)
Zu den häufigsten Reaktionen gehören:
- Fieber
- Erbrechen
- Unwohlsein
- Kopfschmerzen
- Reizbarkeit
- Schläfrigkeit
Aus dem Beipackzettel:
„Reizbarkeit … Schläfrigkeit … Appetitlosigkeit … Fieber … Erbrechen“
„Muskelkater … Kopfschmerzen … Unwohlsein“
Menveo (FDA-Beipackzettel)
Zu den gemeldeten Nebenwirkungen gehören:
- Kopfschmerzen
- Unwohlsein
- Erbrechen
- Reizbarkeit
- Schläfrigkeit
Aus dem Beipackzettel:
„Kopfschmerzen … Muskelschmerzen … Unwohlsein … Übelkeit“
Menactra (FDA-Beipackzettel)
Zu den gemeldeten Nebenwirkungen gehören:
- Fieber
- Erbrechen
- Schläfrigkeit
- Reizbarkeit
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
Aus dem Beipackzettel:
„Reizbarkeit … Schläfrigkeit … Appetitlosigkeit, Erbrechen und Fieber“
„Kopfschmerzen, Müdigkeit, Unwohlsein“
Was das bedeutet
- Dieselben Symptomkategorien, die zur Erkennung von Meningitis herangezogen werden (Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen, neurologische Veränderungen)
- werden ausdrücklich als zu erwartende Reaktionen nach der Impfung aufgeführt
Die klinische Überschneidung wird in den Daten der Hersteller selbst anerkannt.
Symptome einer Formaldehyd-Exposition im Vergleich zu gemeldeten Impfstoffreaktionen
Eine Formaldehyd-Exposition ist verbunden mit:
- Kopfschmerzen
- Reizbarkeit
- Übelkeit
- Neurologische Beschwerden
- Müdigkeit
Nun vergleichen Sie:
- Kopfschmerzen → bei allen drei Impfstoffen aufgeführt
- Übelkeit / Erbrechen → aufgeführt
- Müdigkeit / Unwohlsein → aufgeführt
- Reizbarkeit / neurologische Beschwerden → aufgeführt
Das mit einer Formaldehyd-Exposition verbundene Symptomprofil stimmt mit dem in den Beipackzetteln der Impfstoffe beschriebenen Profil der unerwünschten Ereignisse überein.
Fazit
Alle drei gängigen Meningitis-Impfstoffe werden unter Verwendung von toxinproduzierenden Bakterien hergestellt.
Alle drei enthalten Proteine, die aus bakteriellen Toxinen gewonnen werden.
Bei allen drei wird bei der Herstellung Formaldehyd verwendet.
Bei allen drei werden Symptome nach der Impfung aufgeführt, die sich mit denen der Meningitis selbst überschneiden.
Pepe Escobar: Eine neue Welt entsteht, während die alte im Sterben liegt
Von Pepe Escobar
Der 15-Punkte-Plan, den das Trump-Team dem Iran vorgelegt hat, ist bereits von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Es handelt sich um eine aufgezwungene Kapitulation: ein Kapitulationsdokument, das als „Verhandlung“ getarnt ist.
Der Nicht-Plan – der Forderungen stellt und gleichzeitig um einen einmonatigen Waffenstillstand bettelt – beinhaltet: null Urananreicherung auf iranischem Boden; vollständigen Abbau der Anlagen in Natanz, Isfahan und Fordow; Ausfuhr des gesamten angereicherten Urans aus dem Iran; extreme Einschränkungen des Raketenprogramms; keine Finanzierung für Hisbollah, Ansarallah und irakische Milizen; vollständige Öffnung der Straße von Hormus.
All das im Austausch für eine vage „Aufhebung der Drohung mit erneuten Sanktionen“.
Die einzig realistische iranische Antwort auf dieses angehäufte Wunschdenken könnte sein, dass Herr Khorramshahr-4 seine Visitenkarte über ausgewählte Ziele verstreut – im Einklang mit der Nutzung wirtschaftlicher und militärischer Abschreckung, um die tatsächlichen Bedingungen zu diktieren.
Und die tatsächlichen Bedingungen sind hart:
Schließung ALLER US-Militärstützpunkte am Golf; Garantie, dass es keine weiteren Kriege mehr geben wird; Beendigung des Krieges gegen die Hisbollah; Aufhebung ALLER Sanktionen; Reparationszahlungen für Kriegsschäden; eine neue Ordnung in der Straße von Hormus (bereits in Kraft: Erhebung von Gebühren, genau wie Ägypten im Suezkanal); Raketenprogramm bleibt unangetastet.
Fazit: Die teuflische Eskalationsmaschine läuft weiter.
Ein Mitgliederclub mit einer Aufnahmegebühr in Petroyuan
Unterdessen sind die Öl- und Gaspreise in einem Wirrwarr aus Schwankungen gefangen, was sich auf Währungen, Aktien, Rohstoffe, Lieferketten und Inflationsängste auswirkt. Dies ist bereits ein außer Kontrolle geratener globaler Wirtschaftsschock mit verheerenden Folgen, der sich gerade vollzieht.
Vor dem Krieg produzierte der Iran knapp 1,1 Millionen Barrel Öl pro Tag, die zu 65 Dollar pro Barrel mit einem Rabatt von 18 Dollar verkauft wurden: in der Praxis also nur 47 Dollar. Jetzt hat der Iran die Produktion auf 1,5 Millionen Barrel pro Tag gesteigert und verkauft sie zu 110 Dollar (Tendenz steigend), hauptsächlich an China, mit einem Rabatt von maximal 4 Dollar.
Und dabei sind die Verkäufe von Petrochemikalien noch nicht einmal mitgerechnet: Diese steigen stetig an und gehen an eine Vielzahl zusätzlicher Kunden. Um das Ganze abzurunden, erfolgen alle Zahlungen über alternative Mechanismen. Was uns zu einer verblüffenden Tatsache bringt: Praktisch gesehen handelt es sich hierbei um eine faktische Aufhebung der Sanktionen.
Nun zum Heiligen Gral in diesem Krieg: die Straße von Hormus. Sie ist de facto offen, jedoch mit einer Mautstelle, die vom IRGC kontrolliert wird. Eine Mautstelle mit einer Besonderheit: Vetorecht über die Gästeliste. Als würde man einen exklusiven Privatclub betreten.
Um die IRGC-Freigabe zu erhalten, muss ein Tanker die Maut zahlen: 2 Millionen Dollar pro Schiff. So funktioniert es: Man kontaktiert einen mit der IRGC verbundenen Makler. Der Makler leitet die wesentlichen Informationen an die IRGC weiter: Schiffseigentümer, Nationalflagge, Ladungsverzeichnis, Zielort, Besatzungsliste und AIS-Transponderdaten.
Die IRGC führt Hintergrundüberprüfungen durch. Wenn Sie keine Verbindungen zu den USA haben, keine Fracht mit Bezug zu Israel transportieren und Ihre Flagge nicht zu den „Aggressorstaaten“ gehört, sind Sie dabei. Japan und Südkorea beispielsweise haben noch keine Freigabe erhalten.
Dann zahlen Sie die Maut. In bar – in welcher Währung auch immer Sie haben –, aber vorzugsweise in Yuan. Oder in Kryptowährung.
Es ist ein komplexer Mechanismus. Die IRGC nutzt mehrere Adressen, kettenübergreifende Brücken zu anderen Netzwerken, Over-the-Counter-Desks in Rechtsgebieten weit außerhalb der Reichweite der USA sowie die Integration mit allen möglichen Yuan-Abrechnungskanälen.
Nach Entrichtung der Gebühr erteilt die IRGC eine VHF-Funkfreigabe – einschließlich eines bestimmten Zeitfensters, das an einen schmalen, 5 Seemeilen breiten Korridor durch iranische Hoheitsgewässer zwischen Qeshm und der kleinen Insel Larak gebunden ist, wo die Marine der IRGC Ihr Schiff visuell identifizieren kann. Sie können losfahren. Ein Begleitschiff ist nicht erforderlich.
All dies gilt vorerst für Tanker aus China, Indien, Pakistan, der Türkei, Malaysia, dem Irak, Bangladesch und Russland. Einige müssen nicht die volle Gebühr entrichten. Andere erhalten Ausnahmegenehmigungen – auf zwischenstaatlicher Ebene (wie im Falle von Sri Lanka und Thailand, die beide als „befreundete Nationen“ bezeichnet werden). Und wieder andere zahlen gar nichts.
Willkommen also in einem Mitgliederclub, dessen Eintrittsgebühr größtenteils in Petroyuan gezahlt wird. Es bedurfte eines einzigen Schrittes seitens des Iran, um das zu erreichen, was endlose globale Gipfeltreffen nicht vermochten: die Einrichtung eines alternativen Zahlungssystems – unter Beschuss, unter extremem Druck getestet und obendrein am folgenreichsten Engpass der Welt angewendet.
Jede in Petroyuan gezahlte Maut umgeht den Petrodollar, SWIFT und US-Sanktionen – alles auf einen Schlag. Das iranische Parlament wird ein Gesetz verabschieden, das die Mautstelle als „Sicherheitsentschädigung“ institutionalisiert. Niemand hat das kommen sehen – und so schnell: die legalisierte Monetarisierung des Engpasses. Ohne einen Schuss abzufeuern. Darum geht es beim Handel im Rahmen der Entdollarisierung wirklich.
Das Problem ist das, was nicht durch die Straße von Hormus transportiert wird: Düngemittel. Über 49 % des für den Export bestimmten Harnstoffs stammt aus dem Persischen Golf. Für die Herstellung von Ammoniak wird Erdgas benötigt; Katar erklärte jedoch nach dem Angriff des Epstein-Syndikats auf South Pars und den iranischen Vergeltungsschlägen höhere Gewalt. Die IRGC konzentriert sich auf Öl, da Öl die Staatskasse finanziert und langfristig das Herzstück des post-dollarbasierten Energieabrechnungssystems bildet, das von der strategischen Partnerschaft zwischen Russland und China voll unterstützt wird.
Kein Wunder also, dass das Imperium des Chaos und der Plünderung völlig durchgedreht ist. Im Handumdrehen, innerhalb von drei Wochen, hat der Petroyuan die Herrschaft über den – de facto privatisierten – wichtigsten maritimen Verkehrskorridor der Welt übernommen. Das CENTCOM wird also mit aller Macht à la „Terminator“ vorgehen, um diese Mautstelle zu zerstören, und dabei alles versuchen – von der Bombardierung von IRGC-Einrichtungen entlang der Küste über die Einrichtung von Marineeskorten für verbündete Tanker bis hin zu einer Flut von Sanktionen gegen die Mautstellenvermittler.
Was das CENTCOM nicht bombardieren kann, ist der Präzedenzfall des in Kraft getretenen Petroyuan. Der gesamte Globale Süden schaut zu und rechnet nach. Der ganze wahnsinnige Krieg trägt tatsächlich dazu bei, dass eine neue Zahlungsinfrastruktur ans Licht kommt. Die finanzielle Dimension des Krieges ist sogar noch entscheidender als Durchbrüche bei den Raketen.
Was den GCC erwartet
Katar warnte Trump 2.0 immer wieder, dass ein Angriff auf die iranische Energieinfrastruktur auch die eigene Energieinfrastruktur in Doha zerstören würde. Genau das ist passiert. Katars Energieminister al-Kaabi gab bekannt, dass er den US-Energieminister Chris Wright sowie Führungskräfte bei ExxonMobil und ConocoPhillips Tag für Tag gewarnt habe.
Vergeblich. Katar verlor letztendlich 17 % seiner LNG-Kapazität: 20 Milliarden Dollar an entgangenen Einnahmen und bis zu fünf Jahre, um den Schaden zu beheben. Al-Kaabi: Der Ölpreis könnte auf 150 Dollar pro Barrel steigen, und dieser Krieg könnte „die Volkswirtschaften der Welt zu Fall bringen“.
Wir bewegen uns im Bereich des Absurden, wenn klar ist, dass ein Angriff auf das iranische South-Pars-Feld weniger als null strategischen Vorteil gebracht hat. Im Gegenteil: Der Gegenschlag traf den Energiesektor am Persischen Golf. Doch die Perversität regiert tatsächlich. Wer profitierte letztendlich? Amerikanische Gasunternehmen.
Der Iran setzt darauf – und das ist äußerst ambitioniert –, dass die Golfmonarchien irgendwann nachrechnen werden. Es ist, als würde Teheran ganz klar sagen: Wenn ihr lernt, mit uns Geschäfte zu machen, lassen wir euch weiterhin eure eigenen Geschäfte machen.
Die neuen Regeln reichen von der Umgehung des Petrodollars durch den Golf-Kooperationsrat bis hin zur Abschaffung von US-Rechenzentren. Und wenn der Golf-Kooperationsrat eine neue Sicherheitsvereinbarung anstrebt, sollte er sich besser an China wenden. Gleichzeitig muss der Golf-Kooperationsrat lernen, mit diesem Ölschock umzugehen, der die Risikoprämie für seine Energieversorgung dauerhaft neu bewertet. Der Begriff „struktureller Neustart“ reicht nicht einmal ansatzweise aus, um dies zu beschreiben.
Derzeit steht nur eines fest: Der Golf-Kooperationsrat (GCC) wird maßgeblich zum Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems beitragen, da er sich darauf vorbereitet, mindestens 5 Billionen Dollar aus dem US-Markt abzuziehen, um sein eigenes Überleben zu sichern.
Der lange und kurvenreiche Weg von Petro-Gold
Zusammenfassend lässt sich sagen: Nach dem Angriff auf das South-Pars-Gasfeld – das größte der Welt – und die „Mautstelle“ in der Straße von Hormus sind es die Yuan-Gold-Abrechnungen auf breiter Front, die der strategischen Partnerschaft zwischen Russland und China einen Vorsprung verschaffen, der noch vor wenigen Wochen undenkbar gewesen wäre.
Die strategische Partnerschaft zementiert nichts Geringeres als einen neuen, aufstrebenden globalen Abrechnungsmechanismus, bei dem Petroyuan-Geschäfte direkt in physisches Gold fließen.
Während Russland riesige Mengen an Öl und Gas verkauft, die vom Krieg gegen seinen Verbündeten Iran unberührt bleiben, kauft China als führender Raffineriebetreiber russische Energie und versucht gleichzeitig, seine südostasiatischen Partner außerhalb des US-Dollars zu unterstützen.
Russland wandelt Yuan-Zahlungen an der Shanghai Stock Exchange in physisches Gold um. Der Iran sammelt Yuan-Zahlungen in Hormuz an – und fördert damit Yuan-Ölkontrakte, die in Gold umwandelbar sind. Und China baut Goldtresore und -korridore im Ausland auf. Das neue Primakov-Dreieck, RIC (Russland-Iran-China), hat die Kontrolle über reale physische Energie und Gold.
Das ist also die wichtigste Erkenntnis aus dem Krieg des Epstein-Syndikats gegen den Iran. Russland und China erreichen den Heiligen Gral: Energiedominanz und eine goldgedeckte Yuan-Abrechnung, die den Petrodollar bis in alle Ewigkeit umgeht.
Praktisch gesehen weist die seit den 1990er Jahren von der „unverzichtbaren Nation“ geschaffene Architektur mittlerweile für alle sichtbare strukturelle Risse auf, während die globalen Märkte jede nur denkbare Modellvariante in Echtzeit aktualisieren.
Es ist, als hätten die Perser Sun Tzu, Clausewitz und Kutusow (den Bezwinger Napoleons) zu einer völlig neuen Mischform neu interpretiert. Und als Bonus haben sie in nur drei Wochen erreicht, was jahrelange Gipfeltreffen nicht vermochten.
Der Petrodollar hat ausgedient. Alternative Zahlungssysteme sind bereits in Betrieb. Und der Globale Süden beobachtet in Echtzeit, wie das Imperium der endlosen Bombardements durch einen dezentralisierten Zermürbungskrieg zum Stillstand gebracht werden kann, der von einer souveränen Nation mit einem Fünfzigstel des imperialen Verteidigungsbudgets inszeniert wird.
Multipolarität wird nicht von Anzugträgern entstehen, die in Chefzimmern Papiere lesen. Multipolarität wird auf dem Schlachtfeld entstehen, unter Beschuss, gegen alle Widrigkeiten.
Der Übergangsrealismus trifft auf Barclays [der Bank für Privatkunden]
![Der Übergangsrealismus trifft auf Barclays [der Bank für Privatkunden] Der Übergangsrealismus trifft auf Barclays [der Bank für Privatkunden]](https://eike-klima-energie.eu/wp-content/uploads/2026/03/Barclay.jpg)
WUWT, Gastautor, From American Thinker, Bill Ponton, 25.03.2026
Stellen Sie sich vor, Sie wären Ihr ganzes Leben lang mit Klimawandel-Unsinn abgespeist worden, aber jetzt hat die Realität Einzug in die Industrie gehalten. Was tun Sie?
Stellen Sie sich vor, Sie wären Ihr ganzes Leben lang mit Klima-Unsinn gefüttert worden. Ihre Lehrer waren hohle, naive Dummchen, die die Klima-Agenda komplett übernommen hatten und keinerlei Widerspruch von ihren Schülern duldeten. Als Sie dann aufs College kamen, waren Sie sich sicher, dass Sie einen Beruf mit „nachhaltig“ oder „Nachhaltigkeit“ im Titel wolltest. Während des Studiums entdeckten Sie dann, dass Sie mit einem Abschluss in „nachhaltiger Finanzwirtschaft“ nicht nur den Planeten retten, sondern auch gutes Geld verdienen kannst.
Sie strengen sich an, Ihre Professoren, die ebenfalls überzeugte Anhänger sind, zufriedenzustellen, und mit etwas Glück beeindrucken Sie einen Personalchef im Bereich nachhaltige Finanzen der Barclays Bank und ergattern den Traumjob. Barclays lässt Sie sofort Berichte verfassen, die behaupten, die wirtschaftlichen Aussichten für die Energiewende seien so rosig, dass sie rasant vonstattengehen werde. So rasant, dass die großen Ölkonzerne auf Billionen von Dollar an wertlosen Vermögenswerten sitzen bleiben.
Eines Tages betritt Ihr Chef Ihr Büro und bittet Sie, die Energiewende aus einer realistischen Perspektive zu betrachten. Zuerst denken Sie, er macht einen Witz, doch dann wird Ihnen klar, dass er den Auftrag von oben erhalten hat. Ihr ganzes Leben lang haben Sie abstruse Ideen rationalisiert, um Ihren Lehrern, Professoren und Arbeitgebern zu gefallen, aber diese Bitte ist anders und beunruhigt Sie. Sie werden aufgefordert, Ihre Überzeugungen zu verleugnen. Es ist ein Angriff auf Ihre Identität.
Einen Moment lang denken Sie ans Kündigen, doch dann wird Ihnen bewusst, dass Sie neben den Hypothekenzahlungen für Ihre Eigentumswohnung in der Stadt und Ihr Ferienhaus am Meer auch noch die Schulgebühren für Ihre Kinder an dieser progressiven Privatschule bezahlen müssen. Also überwinden Sie Ihren Stolz und nehmen Ihre Aufgabe an.
Hätten Sie meine Artikel zu diesem Thema gelesen, wäre es Ihnen leichtgefallen, aber Sie weigern sich, die Arbeiten von Klimaskeptikern zu lesen. Stattdessen umgehen Sie die Wahrheit, indem Sie einige Zugeständnisse machen, von denen Sie glauben, dass sie Sie vernünftig erscheinen lassen, und Ihrem Bericht den ernüchternden Titel „ Transformationsrealismus: Finanzierung funktionierender Energiesysteme“ geben .
Doch Sätze wie „Das Ergebnis ist, dass die Welt feststellt, dass billige Module [für erneuerbare Energien] nicht automatisch zu billigem Strom führen“ lassen einen nicht klug wirken. Man wirkt eher wie jemand, der als Letzter merkt, dass seine Frau ihn betrügt. Erstens ist die Gewinnung von Strom aus „erneuerbaren Energien“ alles andere als billig. Zweitens sind sie aus systemischer Sicht [also integriert in ein vorher zuverlässiges Stromnetz] – und das ist die einzig sinnvolle Perspektive – extrem teuer.
Da Ihnen schon früh die Fähigkeit zum kritischen Denken geraubt wurde, greifen Sie auf das Mantra zurück: „Die wahren Engpässe liegen jetzt in den Stromnetzen – Genehmigungen, Finanzierung und Systemintegration – nicht in den Kosten der Erzeugungsanlagen.“ Sie übersehen dabei den Grund für die Vorsicht der Netzbetreiber. Diese ist berechtigt, denn der Ausbau erneuerbarer Energien hat die Stromnetze anfälliger für katastrophale Zusammenbrüche gemacht, wie wir letztes Jahr in Spanien erlebt haben. (Für ein besseres Verständnis lesen Sie Kathryn Porters hervorragende Erklärung in Net Zero Watch.)
Selbst wenn man das Land flächendeckend mit Stromleitungen auslegen würde, gäbe es keine Garantie dafür, dass erneuerbare Energien Abnehmer fänden. Die zeitweise Entlastung des Stromnetzes ändert nichts an der Tatsache, dass bei starkem Wind und hellem Sonnenschein möglicherweise keine Nachfrage besteht – und umgekehrt.
Es stellt sich auch die Frage, wie Sie Ihren aktuellen Realismus mit Ihren früheren euphorischen Berichten vereinbaren, wonach die Energiewende reibungslos voranschreite. Ihre Trinkkumpanen aus der Finanzbranche, deren Provisionen seit Trumps Abschaffung der Steuergutschriften im Keller sind, werden nicht erfreut sein. Sie erklären ihnen, dass Sie Ihren Glauben nicht verloren haben. Sie glauben weiterhin an die Energiewende, nur eben gemäßigter. Sie fühlen sich sogar gut dabei, den gordischen Knoten durchtrennt zu haben. Ihr Chef ist zufrieden, weil Barclays sich mit minimalem Reputationsverlust neu positionieren konnte, und Sie sind zufrieden, weil Sie nicht als Klimaleugner dastehen. Ihre Frau ist froh, dass Sie nicht überstürzt gehandelt und Ihren Job gekündigt haben, und Ihre Kinder können weiterhin ihre politisch korrekte Schule besuchen und so eine weitere Generation von hohlen Dummköpfen heranziehen.
https://wattsupwiththat.com/2026/03/26/transition-realism-hits-barclays/
Der Beitrag Der Übergangsrealismus trifft auf Barclays [der Bank für Privatkunden] erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.
VERTUSCHT & VERSCHWIEGEN! »Hungermassenmorde« gegen deutsche Zivilisten im 1. Weltkrieg! (3)
Von der Panik zur Therapie: Der Kreislauf der vorgetäuschten Klima-Angst

Vijay Jayaraj
Vor nicht allzu langer Zeit zeichnete ein Artikel der New York Times im Rahmen einer Artikelserie über Maßnahmen gegen den Klimawandel in allen fünfzig Bundesstaaten ein scheinbar harmloses Bild von Teenagern, die sich am Rande eines sechs Hektar großen, bewaldeten und hügeligen Geländes in Minnesota versammelt hatten. Diese jungen Menschen, angeleitet von einer Umweltgruppe namens „Green Crew“, jäteten Unkraut und kümmerten sich um die dortigen Pflanzen.
Der Artikel stellte dieses kollektive Handeln als therapeutisches Mittel für eine Generation dar, die unter tiefgreifender Klima-Angst leidet. Ein darin zitierter Wissenschaftler vertritt die Ansicht, dass die Teilnahme an Gruppenaktivitäten die Depressionen und negativen Emotionen lindert, die aus der Besessenheit von sich verändernden Wetterverhältnissen entstehen.
Dieses Muster lässt sich überall beobachten. Zunächst wird den Kindern erzählt, dass ihnen ihre Zukunft geraubt wurde, dass der Planet am Rande des Zusammenbruchs steht, dass jeder Sturm oder jede Hitzewelle ein Zeichen dafür ist, dass die Zeit abläuft. Wenn dann die natürliche Folge solcher Botschaften eintritt – Verwirrung, Schlaflosigkeit, Verzweiflung –, eilt das Klima-Establishment mit Programmen und Clubs herbei, die versprechen, diese Ängste durch „kollektives Handeln“ zu „kanalisieren“.
Was wie Mitgefühl aussieht, ist in Wirklichkeit ein geschlossener Kreislauf aus Angst und gesteuertem Aktivismus. Es ist nichts anderes als die subtile Kunst, eine erfundene Krise aufzubauschen, oft getarnt als herzerwärmende Geschichte.
Falls man Kindern ständig sagt, dass eine Katastrophe unvermeidlich ist, ist es kein Wunder, dass manche unter der Last dieser Worte zusammenbrechen. Anstatt zu hinterfragen, ob die Darstellung an sich zutreffend ist, glauben die jungen Freiwilligen, dass ihre „praktische Naturschutzarbeit“ eine „sinnvolle Antwort“ auf die Klimasorgen ist.
Doch genau jene Wärme, die heute als Bedrohung dargestellt wird, hat entscheidend dazu beigetragen, unseren Planeten grüner und lebenswerter zu machen. Diese Phase moderater Erwärmung (1850 bis heute) folgt auf die Kleine Eiszeit, eine Zeit, in der niedrige Temperaturen das Pflanzenwachstum hemmten und die Ernten dezimierten. Hungersnöte plagten die Menschheit. Die Kälte kostete Millionen Menschen das Leben.
Satellitendaten der NASA zeigen eine deutliche Begrünung der Erdoberfläche in den letzten Jahrzehnten, wobei in vielen Regionen ein verstärktes Pflanzenwachstum zu beobachten ist. Selbst auf einer längeren geologischen Zeitskala betrachtet war die derzeitige 12.000 Jahre andauernde warme Zwischeneiszeit ein goldenes Zeitalter für das menschliche Leben – weitaus besser als die Extreme der Eiszeiten, die sie einrahmen.
Worauf genau „reagieren“ diese Schüler also? Nicht auf einen messbaren Anstieg klimabedingter Todesfälle, nicht auf einen globalen Zusammenbruch der Nahrungsmittelproduktion, nicht auf einen Planeten, der braun und unfruchtbar wird. Sie reagieren auf einem Märchen. Sie reagieren auf eine Atmosphäre der Angst, die von gut finanzierten Aktivisten sorgfältig inszeniert, von Politikern verstärkt und von Medien wie der Times pflichtbewusst weiterverbreitet wurde.
Wenn wohlhabende Gesellschaften hypothetische zukünftige Gefahren über die sehr realen gegenwärtigen Bedürfnisse der Armen stellen, erziehen sie ihre Jugend dazu, menschliches Gedeihen als verdächtig anzusehen. Junge Menschen wachsen in der Annahme auf, dass jeder Vorteil, den sie genießen – von Benzin über Heizung bis hin zu globalen Lieferketten – moralisch befleckt ist.
Den Teenagern aus Minnesota, so wird uns berichtet, kommt es vor, als lebten sie unter der „Bedrohung durch den Klimawandel“. Dabei genießen sie einige der sichersten und komfortabelsten Lebensbedingungen in der Geschichte der Menschheit: reichlich Nahrung aus allen Teilen der Welt, moderne Heiz- und Kühlsysteme, sauberes Wasser aus dem Wasserhahn und fortschrittliche Medizin, die frühere Generationen in Staunen versetzt hätte. Sie leben in einem Bundesstaat, in dem die Winterkälte zwar immer noch Schwächere töten kann, wo aber zuverlässige Energieversorgung jeden Tag Leben schützt. Dies als „Aufwachsen unter Bedrohung“ zu bezeichnen, bedeutet, Dankbarkeit auf den Kopf zu stellen.
Langfristige Aufzeichnungen zeigen weder eine weltweite Zunahme von Hurrikanen noch einen eindeutigen weltweiten Anstieg von Dürren oder Überschwemmungen, der auf menschliche Emissionen zurückgeführt werden könnte, und es gibt keine Belege für die Behauptung, dass extremes Wetter außer Kontrolle gerät. Stattdessen haben steigender Wohlstand, bessere Infrastruktur und ein verbesserter Zugang zu Energie dazu geführt, dass die Menschen widerstandsfähiger gegenüber jeder Art von Wetter geworden sind.
Die Teenager aus Minnesota reißen mit ihren guten Absichten invasive Sträucher aus und renaturieren Lebensräume. Aber hat man ihnen jemals gesagt, dass die Solar– und Windparks – die als Retter des Planeten angepriesen werden – Adler, Falken und andere geschützte Vögel in großer Zahl töten und Lebensräume in großem Umfang zerstückeln?
Die ökologischen Realitäten sind komplex. Doch die Geschichte, die vielen jungen Menschen vermittelt wird, ist simpel und moralisierend: fossile Brennstoffe sind schlecht, „erneuerbare Energien“ sind gut; der Klimawandel ist der ultimative Bösewicht; Aktivismus ist der einzige Weg, tugendhaft zu sein.
Nicht gewählte internationale Tyrannen bei den Vereinten Nationen fordern Billionen von Dollar, um ein imaginäres Problem zu lösen. Sie halten die Gedanken unserer Jugend in einem engen, von der Gedankenpolizei kontrollierten Käfig gefangen, in dem nur krisenfreundliche Ideologien überleben. Wer diese Erzählung in Frage stellt, wird sofort ausgegrenzt.
[Hervorhebung vom Übersetzer]
Gut finanzierte akademische Propagandisten treiben die Krisenerzählung voran, um sich lukrative Forschungsgelder zu sichern. Voreingenommene Politiker schüren die Panik, um ihre Kontrolle über Ihr Leben und Ihre Energieentscheidungen auszuweiten, doch sie glauben nicht an ihre eigenen Vorhersagen. Ehemalige Präsidenten und wohlhabende Klimabotschafter kaufen regelmäßig weitläufige, millionenschwere Villen direkt am Meer. Wenn sie wirklich glauben würden, dass die Ozeane bald die Küsten verschlingen würden, würden sie dann ihr Vermögen auf Meereshöhe investieren?
Die Jugendlichen aus Minnesota sind nicht der Feind. Sie sind schließlich die Kinder eurer Nachbarn, die in einer verwirrenden Welt Gutes tun wollen. Wenn euch diese jungen Menschen am Herzen liegen, schließt euch nicht dem Chor an, der ihnen Angst einjagt und ihnen dann anbietet, die selbst geschürte Angst zu lindern. Durchbrechen Sie diesen Kreislauf. Sie verdienen die Würde der Wahrheit: dass die Welt, obwohl unvollkommen, reichhaltig ist; dass das Klima, obwohl es sich verändert, nicht in einer Krise steckt. Dann werden Sie sehen, wie Angst der Dankbarkeit weicht und theatralische Panikmache echtem, freudigem Handeln Platz macht.
Vijay Jayaraj is Research Associate for Developing Countries with the Cornwall Alliance for the Stewardship of Creation and a Science and Research Associate at the CO2 Coalition. He holds a M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia, a postgraduate degree in Energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a B.S. in engineering from Anna University, India. He served as a research assistant at University of British Columbia’s Changing Oceans Research Unit in Canada.
This piece originally appeared at TownHall.com and has been republished here with permission.
Link: https://cornwallalliance.org/from-panic-to-therapy-cycle-of-faux-climate-fear/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Von der Panik zur Therapie: Der Kreislauf der vorgetäuschten Klima-Angst erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.
Ungestrafte Covid-Verbrechen: Wie die Medizin zur Täuschung wurde – Interview mit Dr. Mark Trozzi
Ein hochspannender Bericht, den Sie nicht verpassen sollten!
Wenn billig teuer kommt

Der höhere Preis von Bio-Produkten im Supermarkt schreckt weiterhin viele Kunden ab. „Bio“ gilt oft als elitär, als Hobby der Wohlhabenden. Unter den Tisch fällt, dass die konventionelle Landwirtschaft mit versteckten Kosten für die Allgemeinheit einhergeht, deren Ausmaß erheblich ist. Wo liegen Lösungen?
Machtwechsel im Vatikan: Rothschild-Banker übernimmt Kontrolle
Mit François Pauly, ehemaliger Direktor der Edmond-de-Rothschild-Gruppe, rückt ein erfahrener Finanzmanager an die Spitze des Aufsichtsrats der Vatikanbank (IOR). Die offizielle Ernennung soll am 28. April in Rom erfolgen – ein Schritt, der als weiterer Versuch gewertet wird, das angeschlagene Image der traditionsreichen, aber oft umstrittenen Institution zu stabilisieren.
Noch amtierender Präsident bleibt bis dahin Jean-Baptiste Douville de Franssu, der seit 2014 die Geschicke der Bank lenkt. Unter seiner Führung wurde das IOR nach Jahren von Skandalen und Managementproblemen restrukturiert und stärker reguliert. Kirchenintern wird seine Amtszeit als Phase der „Erneuerung“ gewürdigt.
Der ehemalige Rothschild-Direktor François Pauly zum Leiter der Vatikanbank ernannt — Virgule
NEW – Former Rothschild director François Pauly, appointed head of the Vatican bank — Virgule pic.twitter.com/WngrZ9VtaT
— Disclose.tv (@disclosetv) March 26, 2026
Das Institut für religiöse Werke verwaltet rund 12.000 Konten weltweit – darunter die finanziellen Interessen des Vatikans, kirchlicher Einrichtungen und des Papstes selbst. Kardinal Giuseppe Petrocchi, Vorsitzender des Aufsichtsgremiums, lobte Douville de Franssu ausdrücklich und signalisierte Vertrauen in den künftigen Kurs unter Pauly.
Doch die Geschichte der Vatikanbank bleibt belastet. Historiker und Autoren verweisen seit Jahren auf ihre mutmaßliche Rolle bei den sogenannten „Rattenlinien“ – Fluchtnetzwerken, über die NS-Funktionäre nach dem Zweiten Weltkrieg Europa verlassen konnten. Archivdokumente aus den USA und Deutschland legen nahe, dass Teile des Nazi-Goldes über das IOR in die Schweiz transferiert wurden, wo es später zur Finanzierung von Fluchten diente.
Der Führungswechsel steht damit nicht nur für eine personelle Neuausrichtung, sondern auch für den fortwährenden Versuch, eine Institution zwischen religiösem Auftrag, globaler Finanzmacht und historischer Hypothek neu zu positionieren.
Interessant wäre welche Schätze im keller des Vatikan lagern.
Redefreiheit für mich, aber nicht für dich
von Andrew P. Napolitano
Letzte Woche drohte der Vorsitzende der Federal Communications Commission, die Sendelizenzen von Medienunternehmen zu widerrufen, die Ereignisse im Iran oder in der Ukraine nicht so darstellen, wie es die Trump-Regierung wünscht. Er griff auch das Wall Street Journal und die New York Times aus denselben Gründen an. Einen Tag später folgte ein verbaler Angriff auf CNN durch den Verteidigungsminister, der seine große Unzufriedenheit mit der Berichterstattung von CNN über den Iran-Krieg zum Ausdruck brachte.
Doch CNN wird nicht von der FCC reguliert, die nur Rundfunkmedien reguliert – nicht Kabel oder Streaming; und Zeitungen sind, Gott sei Dank, völlig unreguliert.
Also, was geht hier vor sich?
Was hier vor sich geht, ist beunruhigend. „Chilling“ bezeichnet staatliches Verhalten gegenüber Meinungsäußerung, das darauf abzielt, beim Sprecher Zögern oder Angst auszulösen, sodass er es sich zweimal überlegt, ob er etwas sagt. Solches „Chilling“ ist durch den Ersten Verfassungszusatz verboten und vom Obersten Gerichtshof zurückgewiesen worden.
Hier ist der Hintergrund.
Die Meinungs- und Pressefreiheit sind ausdrücklich durch den Ersten Verfassungszusatz geschützt und werden seit Mitte der 1960er-Jahre von den Gerichten umfassend gestärkt. Die ursprüngliche Verfassung enthielt keinen ausdrücklichen Schutz für öffentliche Rede und gedruckte Worte. Doch die Föderalisten, die die treibende politische Kraft bei der Ratifizierung der Verfassung durch die Bundesstaaten waren, befürchteten, dass einige Staaten die Union verlassen könnten, wenn dem neuen Bundesstaat nicht durch Verfassungszusätze Beschränkungen auferlegt würden.
Die entscheidende historische Figur hier ist James Madison, der zunächst Föderalist bei der Gründung der Republik war, aber bald darauf zum Anti-Föderalisten wurde. Madison war abgestoßen davon, dass die Bundesregierung die Kontrolle über das Bankensystem übernahm, indem sie eine vollständig staatseigene Bank schuf – etwas, für das es seiner Ansicht nach keine Grundlage in der Verfassung gab.
Als Vorsitzender des Ausschusses im Repräsentantenhaus zur Ausarbeitung eines Katalogs von Beschränkungen griff Madison auf Formulierungen aus den Anti-Federalist Papers zurück, einer Reihe von Schriften gegen die Ratifizierung der Verfassung. Madison – der die Verfassung verfasste und etwa ein Drittel der Federalist Papers schrieb, die für ihre Ratifizierung argumentierten – erkannte die ausgreifende Tendenz staatlicher Macht, und das genügte, um teilweise die Argumente gegen seine eigene Verfassung zu übernehmen.
Ein Teil von Madisons Genialität bestand darin, den Katalog von Beschränkungen „Bill of Rights“ zu nennen und große Teile davon im Naturrecht zu verankern. Das Naturrecht lehrt, dass alle erwachsenen Menschen mit intakten geistigen Fähigkeiten in der Lage sind, richtig von falsch, gut von böse und wahr von unwahr zu unterscheiden – allein durch menschliche Vernunft und ohne staatliche Einmischung.
Anders gesagt: Die Bill of Rights schafft keine Rechte; sie setzt deren Existenz voraus und verhindert staatliche Eingriffe. Der Erste Verfassungszusatz sagt daher nicht, dass der Kongress die Meinungs- oder Pressefreiheit gewähren soll; er sagt, dass der Kongress kein Gesetz erlassen darf, das diese Freiheiten einschränkt.
Madison bestand darauf, dass das Wort „the“ vor „freedom“ steht, um zu betonen, dass diese Freiheit bereits vor der Entstehung der Regierung existierte. Woher stammen also Meinungs- und Pressefreiheit? Sie stammen aus unserer Menschlichkeit.
Daher kann jeder Mensch denken, was er will, sagen, was er denkt, und veröffentlichen, was er sagt – nicht wegen des Ersten Verfassungszusatzes, sondern weil diese Rechte – Denken, Sprechen, Publizieren – Teil unserer menschlichen Natur sind. Natürlich sind sie auch grundlegend für die liberale Demokratie in der Form unserer Republik.
Als die Bundesregierung begann, die Funkfrequenzen in der Blütezeit des Radios zu regulieren, noch bevor das Fernsehen aufkam, führte sie die sogenannte Gleichzeitregel ein. Diese Regel gewann insbesondere während des Wachstums des Fernsehens in den 1960er- und 1970er-Jahren an Bedeutung. Dann kam unter der Reagan-Regierung eine libertärere Haltung auf, und die Gleichzeitregel wurde 1987 formell abgeschafft.
Dies war eine Regel, die von der FCC erlassen wurde – kein vom Kongress verabschiedetes Gesetz. Genau darin liegt der abschreckende Effekt der Drohungen des FCC-Vorsitzenden. Er weiß – und die Rundfunknetzwerke und ihre lokalen Fernsehsender wissen es auch –, dass eine einfache Abstimmung von drei FCC-Kommissaren ausreichen könnte, um die Gleichzeitregel wieder einzuführen und damit den schweren Arm des Staates zurück in die Bewertung von Meinungsinhalten zu bringen. Allerdings würde dies nur für neue Lizenzen gelten, nicht für bestehende, von denen die meisten 2028 auslaufen.
Doch der Schaden ist bereits entstanden. Die Regierung droht, die Regeln zu ändern und sogar große Rundfunkunternehmen aus dem Geschäft zu drängen, weil sie den Krieg im Iran möglicherweise in einem ungünstigen Licht darstellen.
Zurück zum Ersten Verfassungszusatz. Sein gesamter Zweck besteht darin, den Staat aus der Meinungsäußerung herauszuhalten. Der Vorsitzende der FCC hat die gleichen natürlichen Rechte auf freie Meinungsäußerung wie wir alle, aber die Regierung – eine künstliche Einrichtung, die auf einem Gewaltmonopol über ein bestimmtes Gebiet beruht – hat keine eigenen Rechte auf freie Rede.
Der Staat hat keine Grundlage, bestimmte Meinungen gegenüber anderen zu bevorzugen. Wäre das anders, hätten wir keine liberale Demokratie, die davon lebt, dass alle Menschen frei ihre Ansichten zu Fragen von öffentlichem Interesse äußern können, ohne Angst vor staatlicher Vergeltung. Argumente sollten sich im „Marktplatz der Ideen“ durchsetzen oder scheitern – aufgrund ihrer Überzeugungskraft, nicht durch staatlichen Zwang oder Zensur, die dem Wesen einer liberalen Demokratie widersprechen.
Dies ist ein tiefgreifendes verfassungsrechtliches Problem, kein politisches. Wenn die Regierung die Debatte über sich selbst bestimmen könnte, wäre es keine Debatte mehr. Und wenn eine von Donald Trump dominierte FCC Rundfunkanbieter für kritische Schlagzeilen bestrafen kann, könnte dann nicht auch eine von Gavin Newsom dominierte FCC Rundfunkanbieter für positive Berichterstattung über Waffenrechte bestrafen?
Warum hasst und fürchtet die Regierung die Rede ihrer Kritiker?
Larry Johnson: Die unpraktischen militärischen Ziele der US-Armee im Iran – Eine detaillierte Analyse
In einem aktuellen Interview mit dem ehemaligen CIA-Analysten und Host von sonar21.com Larry Johnson beleuchtet dieser die hochgradig unrealistischen und riskanten militärischen Pläne der USA im Konflikt mit dem Iran. Johnson, ein erfahrener Experte für Geheimdienst- und Militärfragen, kritisiert scharf die Diskrepanz zwischen offiziellen Verlautbarungen Washingtons und der harten militärischen sowie geopolitischen Realität. Basierend auf aktuellen Truppenbewegungen, öffentlichen Aussagen und historischen Mustern warnt er vor einem potenziellen Desaster, das nicht nur die US-Streitkräfte, sondern die gesamte Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen könnte.
Der Podcast mit Daniel Davis vom „Deep Dive“-Format dreht sich um die Frage, ob die USA wirklich einen Bodenkrieg gegen den Iran vorbereiten – oder ob es sich um eine Mischung aus Täuschung, innenpolitischem Kalkül und strategischer Fehleinschätzung handelt. Johnson zerlegt die Pläne Schritt für Schritt und zeigt auf, warum selbst begrenzte Operationen wie die Einnahme von Inseln im Persischen Golf militärisch impraktikabel sind.
Vertuschung von Verlusten und die Realität des Krieges
Johnson beginnt mit konkreten Hinweisen auf vertuschte US-Verluste. Er ist überzeugt, dass die offizielle Darstellung zum Absturz einer KC-135-Tankmaschine eine „bald-faced lie“ sei: Das Flugzeug sei nicht durch eine Kollision, sondern durch einen iranischen Raketentreffer abgeschossen worden. Ähnlich skeptisch äußert er sich zu Berichten über einen angeblich abgeschossenen F-18-Jäger der US-Marine durch die iranischen Revolutionsgarden (IRGC). Die US-Militärführung (CENTCOM) dementiert zwar, doch Johnson argumentiert, dass Lügen in Kriegszeiten üblich seien – insbesondere solange ein Pilot über iranischem Gebiet abgesprungen sei und eine Rettungsmission laufe.
Noch auffälliger sei der Fall des Flugzeugträgers USS Gerald R. Ford. Offiziell habe ein „Laundry Fire“ – ein Feuer in der Wäscherei – das Schiff für über ein Jahr außer Gefecht gesetzt. Johnson hält dies für absurd: Ein einfacher Wäschebrand könne kaum stundenlang Stahlkonstruktionen zerstören und ein 30-stündiges Inferno verursachen. Fotos zeigten äußere Beschädigungen, die eher auf einen Raketen- oder Drohnentreffer hindeuteten. Zum Vergleich zieht er den Vorfall auf der USS Forrestal 1967 heran, bei dem ein Unfall mit Munition 19 Stunden lang gewütet hatte – hier dauerte es angeblich 11 Stunden länger. Die Regierung wolle schlicht keine Kampfschäden zugeben, um die eigene Schwäche nicht einzugestehen.
Verhandlungen als Fassade – Iran diktiert die Bedingungen
Trotz aller öffentlichen Signale aus dem Weißen Haus – von einem „15-Punkte-Friedensplan“ bis zu einem angeblichen Fünf-Tage-Waffenstillstand – sieht Johnson keine echte Verhandlungsbereitschaft Irans. Teheran habe bereits zweimal Verhandlungen zugestimmt und sei danach angegriffen worden. Es fehle jegliches Vertrauen. Iran stelle nun eigene Forderungen und erwarte, dass die USA diese erfüllen, bevor Gespräche beginnen könnten. Aussagen iranischer Offizieller, darunter des IRGC-Sprechers, klängen keineswegs nach Kapitulation, sondern nach Selbstbewusstsein: „Die USA verhandeln mit sich selbst.“
Johnson enthüllt zudem eine manipulative Komponente: Trumps optimistische Ankündigungen am Montag hätten den Ölpreis gedrückt und Börsenkurse gestützt – offenbar ein Insider-Deal, bei dem Wall-Street-Händler im Voraus informiert waren. In Wahrheit habe man bereits am 12. März mit massiven Luftbrücken begonnen, um Spezialeinheiten zu verlegen. Das passe nicht zu echten Friedensbemühungen.
Massive Truppenverlegungen – Vorbereitung auf Insel-Eroberungen?
Johnson analysiert detailliert die seit dem 12. März beobachteten Bewegungen: Über 35 C-17-Transportflüge von US-Basen (Hunter Army Airfield, Joint Base Lewis-McChord, Fort Bragg, Oceana, Fort Campbell) zu Stützpunkten in Jordanien und Israel. Beteiligt seien Eliteeinheiten wie die 75th Ranger Regiment, Delta Force, SEAL Team 6, die 82nd Airborne und Teile des 160th Special Operations Aviation Regiment (Night Stalkers). Hinzu kämen zwei Marine Expeditionary Units (31st und 11th MEU), die Ende März eintreffen sollen.
Die wahrscheinlichen Ziele: Kharg Island (im Norden des Persischen Golfs, Haupt-Ölterminal Irans, das 90 % der Exporte abwickelt) und Qeshm Island (an der Enge der Straße von Hormus). Johnson warnt: Das sei kein „einfacher Insel-Hopping-Einsatz“. Kharg sei flach und exponiert, Qeshm bevölkert mit rund 150.000 Iranern. Eine Handvoll US-Marines oder Rangers (realistisch nur 800–1.000 echte Kampftruppen pro MEU) stünden einer überwältigenden Übermacht gegenüber. Iran habe die Region jahrelang befestigt – mit Minen, Drohnen, U-Booten, Schnellbooten und Küstenraketen.
Selbst General Keith Kellogg (ehemals Berater Trumps) und Lindsey Graham propagierten diese Idee mit dem Verweis auf „römische Legionen“ und amphibische Bereitschaftsgruppen. Johnson kontert trocken: Die Schiffe müssten sich bis auf wenige Meilen der iranischen Küste nähern – als „sitzende Enten“ für iranische Angriffe. Eine Besetzung würde nicht die Straße von Hormus öffnen, sondern sie komplett schließen: Iran droht bereits, den gesamten Golf zu verminen. Zudem seien die Einheiten nicht für langfristige Besetzung ausgelegt – Versorgungslinien wären nicht gesichert, und Zivilisten könnten zu einem PR-Desaster werden.
Johnson verweist auf eigene CIA-Ausbildung: Was auf dem Papier machbar wirke, scheitere in der Praxis an Gelände, Wetter, Logistik und menschlicher Belastbarkeit. 800 Marines gegen eine bewaffnete Bevölkerung von Zehntausenden? Das ende wie bei Custer – nur moderner mit Drohnen und Raketen.
Historischer Kontext: Die USA als Aggressor
Johnson widerlegt die Narrative von „iranischer Aggression seit 47 Jahren“. Tatsächlich habe die USA 1980 Saddam Hussein zum Angriff auf Iran ermutigt, Chemiewaffen geliefert und Geheimdienstinformationen weitergegeben – mit Hunderttausenden iranischen Toten. Später habe man die Terrorgruppe MEK (Mudschaheddin-e Khalq) bewaffnet und für Anschläge in Iran eingesetzt. Die wahren „Monster“ in der Region seien nicht Teheran, sondern Washington.
Wirtschaftliche und globale Konsequenzen
Die Operation würde katastrophale Folgen haben. Iran pumpt bereits mehr Öl (1,5 statt 1,1 Millionen Barrel/Tag) und verkauft es teurer (97 statt 47 Dollar). Eine Schließung der Straße von Hormus würde Öl auf 150–200 Dollar treiben, Benzin in den USA verdoppeln und eine globale Depression auslösen. Helium-, Schwefelsäure- und Düngemittel-Lieferketten brächen zusammen. Iran kündigt bereits an, die Schifffahrtsregeln neu zu schreiben und Transitgebühren in Yuan zu verlangen – ein Schlag gegen den Petrodollar.
Selbst britische Experten (ehemaliger MI6-Chef, Ex-Verteidigungsminister) sprechen inzwischen von einem „unwinbaren Krieg“. Johnson sieht Trump in der Falle: Er habe auf israelischen Rat gehört und könne nun nur noch eskalieren. Bei Misserfolg würden Sündenböcke wie Tulsi Gabbard gesucht.
Fazit: Militärische Kurzsichtigkeit und strategisches Scheitern
Larry Johnson zeichnet ein klares Bild: Die US-Pläne sind nicht nur impraktikabel, sie sind selbstmörderisch. Eliteeinheiten ohne ausreichende Absicherung, unzureichende Logistik, unterschätzte iranische Abwehr und eine ignorierte Lektion aus Ukraine und Nahost: Drohnen und asymmetrische Kriegsführung machen konventionelle Übermacht wertlos. Statt Regime-Change oder Ölkontrolle droht ein globales wirtschaftliches Desaster – und der Verlust letzter Glaubwürdigkeit der USA als Militärmacht.
Johnson schließt mit einer Warnung: Wer solche Operationen plant, ohne die menschlichen, logistischen und geopolitischen Realitäten zu verstehen, wiederholt die Fehler vergangener Kriege – nur diesmal mit höherem Einsatz für die gesamte Weltordnung. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Vernunft oder Hybris siegt.
Merz erteilt sich selbst eine Absage: „Ukraine braucht Taurus nicht mehr!“

Bis vor einem Jahr beherrschte der Streit über weitreichende deutsche Taurus-Marschflugkörper für die Ukraine die innenpolitische Debatte. Jetzt erteilte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sich selbst eine Absage.
Dabei ist es noch gar nicht allzu lange her, da wollte Merz, damals noch Unions-Fraktionschef, der Ukraine „lieber heute als morgen“ weitreichende deutsche Marschflugkörper vom Typ Taurus liefern. Davon will er jetzt – zum Glück – nichts mehr wissen.
Zuletzt bei einem Besuch in Kiew im Dezember 2024, wenige Wochen vor der Bundestagswahl im Februar 2025, hatte Merz dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj das Versprechen gegeben, unter einer Unions-geführten Regierung werde Berlin mit der Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern nicht zögern. In dieser Woche vollzog der Kanzler bei der Regierungsbefragung im Deutschen Bundestag eine 180 Grad-Wende: Die Ukraine sei heute „besser bewaffnet als je zuvor“ – sie brauche den Taurus nicht mehr.
In der Regierungsbefragung am Mittwoch (25. März) hatte der „Grünen“-Abgeordnete Robin Wagener den CDU-Chef mit dessen früheren penetranten Aussagen bezüglich deutscher Marschflugkörper für die Ukraine konfrontiert. Merz korrigierte sich jetzt selbst und begründete seinen Kurswechsel mit einer veränderten Sachlage: Er habe die Bestände der Bundeswehr damals falsch eingeschätzt. Zudem verfüge die Ukraine heute über eigene, teils wirkungsvollere Langstreckenwaffen.
Laut Merz besteht das Hauptproblem der Ukraine heute nicht darin, dass es Kiew an Waffen fehle. Vielmehr fehle es an Geld für die Finanzierung der ukrainischen „Eigenproduktion“. Was im Klartext wohl heißen sollte: Die Ukraine brauche endlich den ihr von der EU bewilligten 90 Milliarden-Kredit, den Ungarn blockiert. Da kann man nur hoffen, dass Viktor Orbán die Parlamentswahl am 12. April gewinnt und weiter hart bleibt.
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Gegen russische und ungarische Minderheiten: Kiew plant Verschärfung des Sprachgesetzes
In der Ukraine gelten seit 2019 strikte Bestimmungen hinsichtlich der Nutzung von Minderheitensprachen. Nun sollen die ohnehin schon minderheitenfeindlichen Regelungen noch weiter verschärft werden. In Ungarn regt sich Unmut.
Für die angestammten ethnischen Minderheiten in der Ukraine wird die Lage immer schwieriger. Schon die Einführung des sogenannten Sprachgesetzes im Jahr 2019 sorgte für Diskriminierungsvorwürfe, nun soll das Gesetz noch weiter verschärft werden. Demnach sollen die Bußgelder für Zuwiderhandlungen auf bis das Dreifache angehoben werden. Als Begründung wird der mangelnde Abschreckungseffekt der Strafzahlungen in Höhe von umgerechnet 40 bis 300 Euro angeführt.
Angekündigt wurde der Schritt von der ukrainischen Beauftragten für den Schutz der Staatssprache, Olena Iwanowska. Gegenüber dem ukrainischen Nachrichtenportal Unian sagte Iwanowska, dass das Gesetz ursprünglich zwar “nicht bestrafen, sondern eine erzieherische und ermutigende Mission erfüllen” sollte, die Daten zur Durchsetzung jedoch auf die “Notwendigkeit strengerer Maßnahmen” hindeuten würden. Alleine in den ersten beiden Monaten dieses Jahres gab es demnach bereits rund hundert Untersuchungen.
Betroffen von diesem Sprachgesetz sind neben der besonders stark drangsalierten russischen Minderheit unter anderem die ungarische Bevölkerung in Transkarpatien, die Rumänen und Moldauer in der Bukowina und in Transkarpatien, sowie Polen, Bulgaren, Slowaken und Griechen. Doch während die polnische und die slowakische Regierung eher auf den stillen, diplomatischen Weg setzen, um auf Kiew einzuwirken, stellt sich Budapest demonstrativ und lautstark vor die ungarische Minderheit in der Ukraine.
Mit den neuen geplanten Verschärfungen des Sprachgesetzes dürften sich jedoch auch die ohnehin schon bestehenden Spannungen zwischen Budapest und Kiew weiter erhöhen. Eine solche Ankündigung während der Debatten rund um die Druschba-Pipeline, die Gasversorgung der Ukraine aus Ungarn und das 90 Milliarden Euro schwere Darlehen der EU an das korrupte osteuropäische Land, dürfte die Position Kiews nicht sonderlich verbessern.

