Kategorie: Nachrichten
HallMack: Viele WDR-Mitarbeiter sind Impfverweigerer

„Hallo liebe Zuschauer und herzlich Willkommen zu den Kurznachrichten 26/06. Tichys Einblick berichtet: WDR wundert sich, dass sich kaum Mitarbeiter impfen lassen wollen. Tichys Einblick liegt ein Schreiben vor, demnach hätten rund 6500 feste und freie Mitarbeiter eine Einladung zur Impfung in Bocklemünd erhalten. Aber nur 400, also gerade mal jeder 16te, habe das Angebot […]
Impfwahn erreicht einen neuen Höhepunkt! Frankreich will die „Reaktivimpfung“ einführen
Auszug zum nachfolgenden Artikel:
…..die sogenannte reaktive Impfstrategie, die darin besteht, das gesamte Umfeld der Fälle zu impfen (d. h. alle Personen im Haushalt des entdeckten Falles, Personen am Arbeitsplatz und/oder in der Schule/Universität).
Französische Nationale Behörde für Gesundheit (HAS) gab am 22. Juni eine Stellungnahme ab, in der sie sich für eine reaktive Impfung ausspricht. Mit anderen Worten: Wenn bei einer Person ein Fall der Variante festgestellt wird, wird das gesamte Umfeld geimpft.
Lecourrier-du-soir.com schlägt Ihnen vor, die Pressemitteilung in der Originalfassung zu lesen.
Ausgezeichnete Lektüre!
„Die Impfkampagne geht weiter und heute ist die Covid-19-Epidemie rückläufig. Die Zirkulation des Virus ist jedoch nach wie vor aktiv, und vor dem Hintergrund der Aufhebung der restriktiven Maßnahmen ist es mehr denn je das Ziel, die Ausbreitung des Virus einzuschränken, insbesondere die der ansteckenden Varianten wie der Delta-Variante. Als Reaktion auf eine Empfehlung der französischen Generaldirektion für Gesundheit empfiehlt die französische Gesundheitsbehörde (HAS) eine reaktive Impfstrategie, wie sie in den letzten Wochen im Feld getestet wurde, um die verstärkte „Test – Alert – Protect“-Strategie zu ergänzen und so die Auswirkungen und die Verbreitung neu auftretender Varianten zu begrenzen.
Während die Covid-19-Epidemie rückläufig ist, sind die neuen Varianten des SARS-CoV-2-Virus Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit und werfen mehrere Fragen auf: die Übertragbarkeit des Virus, die Schwere der Infektionsfälle und die Immunflucht der verschiedenen verfügbaren Impfstoffe. Angesichts dieses Risikos hat die französische nationale Gesundheitsbehörde (HAS) die französische nationale Gesundheitsbehörde (HAS) gebeten, die Angemessenheit, die Indikationen und die möglichen Methoden der Impfung in Fällen von Covid-19 mit einer Variante von Besorgnis (VOC) oder einer Variante von Interesse (VOI) zu untersuchen.
Impfen in der Umgebung von infizierten Personen, um die Ausbreitung einer Variante zu begrenzen,…
Für seine Stellungnahme berücksichtigte der HAS die epidemiologische Situation, die bereits ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus und der Varianten sowie die Daten zur Wirksamkeit der Impfstoffe in Bezug auf die Varianten. Das HAS stützte sich auch auf Modellierungsarbeiten, die vom Pierre Louis Institute of Epidemiology and Public Health und der School of Advanced Studies in Public Health (EHESP) durchgeführt wurden.
Die Wirksamkeit verschiedener Impfstrategien zur Verlangsamung des Risikos der Ausbreitung neu auftretender Varianten wurde bewertet, insbesondere
- die Ringimpfungsstrategie, die darin besteht, um einen bestätigten Fall herum die direkten Kontaktfälle (erste Generation) und die Kontaktfälle des letzteren (zweite Generation) zu impfen;
- die sogenannte reaktive Impfstrategie, die darin besteht, das gesamte Umfeld der Fälle zu impfen (d. h. alle Personen im Haushalt des entdeckten Falles, Personen am Arbeitsplatz und/oder in der Schule/Universität).
Die Ringimpfungsstrategie scheint aufgrund der kurzen Inkubationszeit für Covid-19 (durchschnittlich 5 Tage) und der Tatsache, dass der Impfschutz etwa 12 Tage nach der Injektion des Impfstoffs beginnt, nicht sehr relevant zu sein.
Andererseits empfiehlt der HAS eine reaktive Impfstrategie zusätzlich zur Verstärkung der „Test – Alert – Protect“-Strategie, die im Rahmen einer Strategie zur Verlangsamung der Ausbreitung neu auftretender Varianten nach wie vor am effektivsten ist. Eine solche Strategie könnte im Falle des Auftretens von Infektionsfällen mit bestimmten besorgniserregenden Varianten und Varianten von Interesse von SARS-CoV-2 in Betracht gezogen werden, die im Zielgebiet noch nicht sehr präsent sind, und nach einer Untersuchung durch die regionale Gesundheitsagentur (ARS) und die regionale Einheit von Santé publique France, um die Kontaminationskette zurückzuverfolgen.
…sehr schnell, sobald der erste Fall erkannt wird
Das HAS unterstreicht, dass die reaktive Impfstrategie sehr schnell umgesetzt werden muss – sobald der erste Fall der Variante entdeckt wird -, um das Risiko der Ausbreitung solcher neu auftretenden Varianten zu verlangsamen und die Rate der Sekundärinfektionen deutlich zu reduzieren. Eine optimale Akzeptanz der Impfung durch die betroffene Bevölkerung ist ebenfalls eine der Voraussetzungen für den Erfolg dieser Impfstrategie.
Die Umsetzung dieser Strategie erfordert auch die schnelle Mobilisierung aller Akteure für die Verabreichung des Impfstoffs an Orten, die von der Entourage der Fälle frequentiert werden, z. B. durch ein mobiles Team oder ephemere Impfzentren, aber auch aller medizinischen Fachkräfte in der Stadt und in der Arbeitsmedizin.
Im Hinblick auf die Akzeptanz dieser Strategie empfiehlt das HAS, eine entsprechende Kommunikation auf der Ebene der betroffenen Bevölkerung durchzuführen, damit die Menschen die Vorteile einer solchen Strategie verstehen. In dieser Hinsicht könnten Rückmeldungen aus den gezielten Impfaktionen, die derzeit in Bordeaux, Brest und Straßburg durchgeführt werden, dabei helfen, betriebliche Zwänge zu identifizieren. In jedem Fall sollte diese Strategie aber systematisch evaluiert werden, um ihre Wirksamkeit zu überprüfen und Bereiche mit Verbesserungsbedarf zu identifizieren.
Schließlich besteht der HAS auf der Bedeutung der Einhaltung von Sperrmaßnahmen, insbesondere in diesem speziellen Kontext des Auftretens von SARS-CoV-2-Varianten und der schrittweisen Aufhebung der restriktiven Maßnahmen.
Welcher Impfstoff sollte im Rahmen einer reaktiven Impfstrategie verwendet werden?
In seiner Stellungnahme gibt der HAS Empfehlungen zur Wahl des Impfstoffs, der im Rahmen einer reaktiven Strategie verabreicht werden soll. Das HAS gibt an, dass es von der entdeckten Variante und von der Kenntnis der Wirksamkeit der verschiedenen Impfstoffe gegen diese Variante abhängt. Die Wirksamkeit von mRNA-Impfstoffen scheint global gegen die Beta- (B.1.351), Gamma- (P.1) und Delta-Varianten (B.1.617.2) erhalten zu sein. Die Verwendung des Impfstoffs Vaxzevria® wird nicht empfohlen, wenn die Beta-Variante (B.1.351) im Umlauf ist.
Darüber hinaus deuten die verfügbaren Daten darauf hin, dass mRNA-Impfstoffe eine bessere Wirksamkeit nach einer Dosis und einen früher einsetzenden Schutz als Vaxzevria® bieten, auch wenn die in Beobachtungsstudien beobachteten Unterschiede geringer sind als die zuvor in Studien beobachteten.
Zusammenfassend ist der HAS der Ansicht, dass in der gegenwärtigen Situation daher die Verwendung von mRNA-Impfstoffen im Rahmen eines solchen Eingriffs bevorzugt werden sollte.
Schließlich legt der HAS fest, dass die reaktive Impfstrategie für alle Personen gilt, die für eine Impfung infrage kommen (über 18 Jahre bzw. über 12 Jahre für den Comirnaty®-Impfstoff), noch nicht geimpft oder unvollständig geimpft sind und bei denen eine vollständige Impfung (zwei Dosen bzw. eine Dosis für Personen mit einer Vorgeschichte von Covid-19) erforderlich ist. In diesem Zusammenhang sollte die Impfung vorrangig mit mRNA-Impfstoffen erfolgen (unabhängig von dem zuvor erhaltenen Impfstoff) und dem empfohlenen Impfschema folgen. Die HAS betont, dass es wichtig ist, einen Abstand von 3 bis 4 Wochen zwischen den beiden Dosen des mRNA-Impfstoffs einzuhalten.“
Der Beitrag Impfwahn erreicht einen neuen Höhepunkt! Frankreich will die „Reaktivimpfung“ einführen erschien zuerst auf uncut-news.ch.
Vettel als Grünen-Fan: So konsequent wie der Papst im Swingerclub
Jede Partei hat die prominenten Werbe-Testimonials, die sie verdient. Für die Super-Heuchler der Grünen kommt da das Bekenntnis von Sebastian Vettel, er werde der Umwelt zuliebe bei den Bundestagswahlen im September grün wählen, gerade recht: Er passt so ganz ins Wählerprofil dieser ökoaffigen Edelsozialisten. Links reden, rechts leben – und Engagement für Umwelt und Klima als eine Art persönlicher Ablasshandel betreiben. Deshalb redet er wohl auch, trotz Wahlgeheimnis, über seine parteipolitischen Präferenzen – anscheinend will er Boden gut machen.
Ausgerechnet Vettel als Grünen-Anhänger – der Mann also, der den ökologischen Fußabdruck einer Kleinstadt hat und eine CO2-Bilanz wie ein Waldbrand, sorgt sich um die Zukunft des Planeten? Das ist in etwa so konsequent, als würden Frank Hanebuth, Hermann Pascha oder Manfred Wollersheim die Bibel-Partei wählen. Der Formel-1-Pilot besitzt privat zwei Elektroautos – und verheizt von Berufs wegen mit Verbrennungsmotoren zu Unterhaltungszwecken Unmassen an fossilen Energien. Konsequent wäre es da, wenn er seinen Job als Rennpilot an den Nagel hängen würde.
Folgender Tweet stammt zwar trotz behaupteter Namensgleichheit nicht von Vettels Rennsportkollege Ralf Schumacher, er bringt jedoch die berechtigte Kritik an dessen Doppelmoral mehr als prägnant auf den Punkt:
(Screenshot:Twitter)
Tatschlich kann es daher nur als Imagepolitur und Greenwashing bezeichnet werden, was Vettel hier mit seinen neuerwachten politischen Bekenntnissen beabsichtigt. Und Blogger Najib Karim schrieb über Vettel auf Facebook: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass er der Umwelt noch mehr helfen würde, wenn er statt ein, das Gewissen beruhigende, Wahlkreuz zu machen, einfach damit aufhören würde, täglich nur aus Spaß unnötige Runden um Runden mit Verbrennungsmotoren zu drehen und stattdessen seinen Job als Formel-1-Rennfahrer an den Nagel hängen würde… Sebastian Vettel passt perfekt zu den Grünen. Aus dem Luxus der eigenen materiellen Privilegien und aus egoistischer Perspektive heraus fordert er moralisch die Solidarität aller Unterprivilegierten mit sich ein.“
Besonderer Gag dabei als Fußnote: Vettel wählt mit den Grünen eine Partei, die für Umverteilung, noch höhere Staatsquote, weitere Ausbeutung von Leistungsträgern durch Zweckentfremdung und Übernutzung der Sozialsysteme steht – und enthält diesem gefräßigen Staat selbst die Steuern vor, die dafür von anderen umso mehr aufgebracht werden müssen. Denn Vettel hat seinen Hauptwohnsitz in der Schweiz und spart dort seit Jahren die Steuern auf sein Millioneneinkommen – sehr zum Missfallen der etablierten Parteien und vielen seiner Fans. Auch dieser fiskalische Doublestandard ist von grünen Groß- und Besserverdienern her wohlbekannt. (DM)
Das Leben in Ungarn ist viel billiger als in den meisten EU-Ländern
Ungarn ist eines der Länder mit den niedrigsten Preisen:
Alle Waren und Dienstleistungen sind billiger sind als die Durchschnittspreise in der Europäischen Union
– Das zeigen die Daten von Eurostat zum Vergleich der Mitgliedstaaten für das letzte Jahr. Nach Angaben des statistischen Amtes der EU zahlen die Menschen in Irland, Luxemburg und Dänemark am meisten, mit Preisen, die 60–80% über dem EU-Durchschnitt liegen. Im Gegensatz dazu liegen die Preise in Bulgarien, Polen und Rumänien bei nur 37–42 % des EU-Durchschnitts.
Preisniveau in Ungarn im Vergleich zum EU-Durchschnitt im Jahr 2020 (EU = 100%)
Lebensmittel 80,2%
Kleidung 76,6%
Wohnkosten (Miete) 47,5%
Möbel 75,7%
Private Verkehrsmittel 81,7%
Öffentliche Verkehrsmittel 65,7%
Telekommunikation (Telefon, Internet, Post) 88,8%
Freizeit, Kultur 61,3%
Hotels, Restaurants 56,2%
Alkohol, Tabak 69,4%
So hat Ungarn mit 47,5 Prozent des EU-Durchschnitts im Jahr 2020 die sechstniedrigsten Wohnkosten unter den 27 Ländern.
Ungarn hat im Vergleich zu anderen Ländern die niedrigsten Kosten für Unterhaltung und kulturelle Dienstleistungen.
Erholung ist 39,7 % billiger als im EU-Durchschnitt.
Viele Waren und Dienstleistungen sind auf dem zweit- oder drittniedrigsten Preisniveau in der EU erhältlich.
Dazu gehören Kleidung, persönlicher Transport, Restaurant- und Hoteldienstleistungen, Alkohol und Tabak. Auch die Kosten für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen sind mit 43,8 % deutlich niedriger.
Obwohl unsere Ausgaben deutlich unter denen der 27 Mitgliedsstaaten liegen, ist das niedrige Preisniveau in vielen Bereichen nahe am EU-Durchschnitt. Für Telekommunikationsdienste, d.h. Telefon, Internet und Post, liegt der Durchschnittspreis bei 88,8 % des EU-Durchschnitts. Obwohl unser Land das viertniedrigste Preisniveau für Lebensmittel hat, beträgt es mehr als achtzig Prozent des EU-Durchschnitts. Allerdings sind nur in Bulgarien und Rumänien die meisten Waren und Dienstleistungen auf einem niedrigeren Preisniveau als in der EU erhältlich.
In Ungarn sind Erholung, Essen, Wohnen, Möbel und Kleidung erschwinglicher als in den Nachbarländern.
Öffentliche Verkehrsmittel und Kommunikationsdienste sind im regionalen Vergleich teurer.
Die größten Unterschiede im Preisniveau zwischen den EU-Ländern gibt es bei den wohnungsbezogenen Kosten.
Während wir weniger als die Hälfte des EU-Durchschnitts für diese Kosten ausgeben, sind sie in den nordischen Ländern siebzig bis achtzig Prozent höher als im EU-Durchschnitt.
Quelle: Magyar Nemzet
Terroranschlag in Würzburg: Merkels Regierungssprecher will von islamistischem Tatmotiv nichts wissen

Welch eine elende Realitätsverweigerung und Leugnung des Offensichtlichen aus der Wagenburg des Kanzleramtes, dort, wo das ganze Unheil seinen Ausgang genommen hat: Nach der Würzburger Attacke ignoriert Merkels „inner circle“ hartnäckig alle Hinweise und erdrückende Indizien auf einen islamistischen Hintergrund des vorgestrigen Würzburger Terrorangriffs. Stattdessen spielt Merkels Regierungssprecher das Verbrechen als „Amoklauf“ herunter.
Selbst dass im Hausmüll des Würzburger Obdachlosenheims eindeutiges IS-Propagandamaterial gefunden wurde, dass der Täter „Allahu Akbar“ brüllte, während er gezielt auf Frauen einstach, und dass er bei seiner Festnahme von einem persönlichen „Dschihad“ sprach, den er habe verwirklichen wollen, vermag die Scheuklappen des Kanzlerinnenumfelds nicht zu öffnen. Hier will man nicht wahrhaben, dass es sich hier um die nächste Gräueltat eins der Mordsubjekte handelte, die in unbekannter Zahl durch eine verantwortungslose und verbrecherisch fahrlässige Politik dieser Bundesregierung nach Deutschland gelangen konnten.
Die gestrige ausführliche Pressekonferenz der bayerischen Landespolizei unter Vorsitz des bayerischen CSU-Innenministers Joachim Herrmann hatte am islamistischen Tatvorsatz eigentlich keinen Zweifel gelassen – und die vorangegangene psychiatrische Unterbringung des Täters eben nicht als kausale Vorbedingung des Anschlags nahegelegt.
Verharmlosen und gesundbeten als Gebot der Stunde
Doch trotz aller eindeutigen Hinweise schwafelte Regierungssprecher Steffen Seibert laut „Bild“ auf Twitter von einem „Amokläufer„, dessen „entsetzliche Tat“ sich gegen „jede Menschlichkeit und jede Religion“ gerichtet habe. Es folgen die üblichen Floskeln: In Gedanken und Gebeten sei man bei den Schwerverletzten und Familien der Opfer. Eine widerliche Heuchelei – so wie schon bei den Opfern des Breitscheidplatzterrors durch Anis Amir, einen weiteren Merkelgast.
Der Hinweis „jede Religion“ war Seibert in diesem Zusammenhang offenkundig besonders wichtig. Wer allerdings angesichts solch offensichtlicher Motive islamistische Motive leugnet und sogar noch den Eindruck zu erwecken versucht, hier sei sogar der Islam das Opfer gewesen, der sollte sich selbst dringend psychisch untersuchen lassen. Nach derselben Logik könnte man dann auch die NSU-Morde als „gegen jede politische Richtung gerichtete“ Tat gesundbeten und behaupten, selbst Rechtsradikale seien ein Opfer dieser Gewalt. Doch so schizoid wird eben nur im Fall von muslimischen Tätern argumentiert.
„Unterricht zu Hause ist keine Belastung, sondern war die beste Entscheidung“
Margot Holzer ist gelernte Krankenschwester und Mutter von vier Kindern. Ihre drei mittlerweile erwachsenen Kinder im Alter von 18 bis 26 Jahren besuchten die Regelschule. Den häuslichen Unterricht mit ihrem Kleinsten (7) wählte sie aus einer Not heraus. Die Corona-Maßnahmen zwangen sie zu diesem Schritt. Das Ergebnis: Mama und Sohn sind mit der Entscheidung überglücklich.
Ein Interview geführt von Birgit Pühringer
Wie kam es nun bei Ihnen zur Entscheidung für den häuslichen Unterricht?
Ausschlaggebend war die Zeit letztes Jahr im ersten Lockdown. Als Krankenschwester in einer Ordination für Allgemeinmedizin musste ich auch während des Lockdowns ganz normal zur Arbeit. Bei uns waren zwar keine Patienten, aber das Telefon stand aufgrund ängstlicher Patienten nicht mehr still. Ich konnte mir nicht freinehmen. Da ich alleinerziehend bin, musste mein Sohn die ganze Zeit über in den Kindergarten gehen. Mit einem Schlag war er aber das einzige Kind im Kindergarten. Ich möchte diese Unsicherheit und das Gefühl, alleine zu sein, nie wieder für mein Kind. So traf ich die Entscheidung zum häuslichen Unterricht.
Wie ging es Ihrem kleinen Sohn während des Lockdowns im Kindergarten?
Plötzlich waren da all diese Maßnahmen wie ständiges Händedesinfizieren, andauerndes Händewaschen, dann kam auch noch dazu, dass eine Kindergärtnerin Maske trug. Mein Kind konnte das überhaupt nicht einordnen. Ich versuchte ihm natürlich bestmöglich die Angst zu nehmen. Ständig fragte er mich, weshalb alle anderen zuhause seien und er nicht. Ich erklärte ihm, dass mich die Patienten brauchen und ich einen wirklich wichtigen Beruf habe. Dennoch wurde es für ihn nicht leichter. Das war etwa sechs Wochen so. Bis dann endlich auch wieder die ersten Kinder in den Kindergarten kamen. Meinem Sohn hat diese Zeit so zugesetzt, dass er einen unerklärlichen Husten bekam, der sich über Wochen hielt. Es ging ihm seelisch einfach nicht mehr gut. Ab da wusste ich, dass ich mein Kind nie wieder solchen Situationen aussetzen werde.
Wie sind Sie dann vorgegangen?
Im letzten Jahr, in den Sommerferien etwa zwei Wochen vor Schulbeginn, nahm ich mit der Direktorin unserer Volksschule Kontakt auf und bat um einen Termin. In einem persönlichen Gespräch erklärte ich ihr mein Anliegen und übergab ihr auch meine Formulare zur Weiterleitung an die Bildungsdirektion Oberösterreich. Ich habe wirklich ein gutes Einvernehmen mit der Direktorin unserer Sprengelschule. Sie hat sich auch unterm Jahr mehrmals bei uns gemeldet und sich erkundigt, ob Thomas und ich im häuslichen Unterricht gut zurechtkommen.
Lässt sich der häusliche Unterricht gut mit Ihrer Arbeit vereinbaren?
Ich entschloss mich, meine Arbeitsstelle mit Herbst 2020 zu wechseln. Ich habe zuerst in einem Altenheim begonnen und dann nach einigen Monaten in ein Krankenhaus in der Nähe gewechselt. Diese Dienste lassen sich gut mit dem häuslichen Unterricht vereinbaren. Aber auch mit anderen Berufen kann man mit seinem Kind diese Form des Unterrichts gut praktizieren.
Ist es eine Belastung, dass Sie Ihr Kind im häuslichen Unterricht haben?
Belastung ist es für mich keinesfalls, im Gegenteil. Es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Ich bin sehr glücklich darüber. Mein Sohn und ich haben so viel positive Zeit miteinander, es tut uns beiden sehr gut. Das Schönste ist, dass ich diejenige bin, die meinem Kind alles beibringt und nicht eine Lehrperson. Es stärkt die Bindung ungemein. Auch die sozialen Kontakte kommen nicht zu kurz.
Wie zeitintensiv ist der Unterricht?
Bei uns hat sich sehr schnell ein guter Rhythmus eingespielt. Grundsätzlich lernen wir nach dem Frühstück. Ausnahmen sind Tage, an denen ich Dienst habe. Da lernen wir nachmittags, wenn ich wieder zu Hause bin. Mein Sohn und ich arbeiten gut eine Stunde pro Tag. Mit Basteln, Zeichnen und Projekten im Garten schöpfen wir dann einen Zeitrahmen von etwa eineinhalb bis zwei Stunden aus. Kinder sind von sich aus so wissbegierig, sie wollen lernen. Es ist auch für mich eine große Bereicherung.
Wie unterrichten Sie Ihr Kind?
Ich wende alternativen Lernmethode wie zum Beispiel Montessori, Leppe und Mildenberger an. Dadurch ist das Lernen sehr effektiv und zeitsparend. In Deutsch arbeitete ich mit dem Silbentraining und in Mathe nach Montessori. Wichtig ist es, den Zahlenraum zu begreifen. Anfangs wird mit Plättchen gewürfelt, um die Menge zu sehen und angreifen zu können. Verdoppeln lernte ich meinem Kind mit Spiegel, das ist so einfach und wirkungsvoll.
Wann hat Ihr Kind die erste Externistenprüfung?
Die hatte er bereits vor gut einer Woche. Das war etwas ganz Besonderes für ihn, er ist sehr stolz. Rechnen, Lesen, Buchstaben erkennen, Begleiter zu den Tieren finden und ein Lied singen waren Teil der Prüfung. Auch die Mappe mit seinen Zeichnungen und Basteleien konnte er präsentieren. Die Prüfung ist wirklich gut verlaufen und er freut sich nun auf sein Zeugnis, das er bald bekommen wird.
Das könnte Sie auch interessieren:
- Tests und Maske: Die Schule wird immer mehr zum Ort der Qual
- Nicht in der Schule, aber trotzdem für das Leben lernen
- Homeschooling in Österreich: Unterricht geht auch ohne Schule
- Lockdowns an Schulen: Eine Katastrophe für die Bildung
- Schülerin psychisch stark belastet – lernt deswegen im Homeschooling
Weiterlesen: „Unterricht zu Hause ist keine Belastung, sondern war die beste Entscheidung“
Öffentlich-rechtliche ARD und ZDF bereiten gemeinsame Mediathek vor
Die beiden öffentlich-rechtlichen deutschen Sendeanstalten ARD und ZDF kündigten am Montag an, künftig noch enger kooperieren zu wollen. Als erstes sollen die Mediatheken der beiden Rundfunkanstalten schrittweise zusammengelegt werden. ARD und ZDF reagieren damit auf den zunehmenden Erfolg anderer Streaminganbieter wie Netflix und Amazon Prime.
- Fernziel: Fusion beider Mediatheken
- Erster Schritt: Verzahnung der Inhalte, Angebote schrankenlos präsentiert
- Reaktion auf Kostendruck und mangelnde Attraktivität
- Intendanten lehnen Fusion der Sender ab
- Lineares Fernsehen verliert Zuschauer
- Rundfunkrebell Georg Thiel: ein PR-Desaster für ARD und ZDF
Von Achim Baumann
Der Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR) und aktuelle ARD-Vorsitzende, Tom Buhrow, hatte es im März schon angekündigt. Er sehe im Jahr 2030 nur eine einzige gemeinsame Mediathek von ARD und ZDF. Nun werden die ersten Schritte eingeleitet. Noch soll die Eigenständigkeit beider Mediatheken zwar gewahrt bleiben. Man werde die Inhalte beider Angebote aber „weitgehend schrankenlos“ verfügbar machen, heißt es. Wie man es von Streaminganbietern kennt, werden ähnliche Inhalte als Fernseh-Tipp angezeigt, nun allerdings aus beiden Mediatheken zusammengestellt. Die Integration der jeweils anderen Inhalte in den Mediatheken soll ab sofort starten.
Dennoch keine Fusion geplant
Die Intendanten von ARD und ZDF, Buhrow und Thomas Bellut, betonten darüber hinaus jedoch, dass diese Kooperation nicht als Signal für eine Fusion beider Sendeanstalten gewertet werden dürfe. Genau das wird von Kritikern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aber seit längerem gefordert. Die Alternative für Deutschland (AfD) beispielsweise tritt bereits seit geraumer Zeit für eine starke Reduzierung der Aktivitäten von ARD und ZDF ein. „Der Abbau von Doppelstrukturen ist zu begrüßen, kann aber nur ein erster Schritt in Richtung einer echten Strukturreform sein. Die AfD setzt sich daher für ein Grundfunkmodell und die Abschaffung der Rundfunkbeiträge ein. Es reicht völlig aus, eine einzige Sendeanstalt mit allenfalls regionalen Untersendern zu betreiben“, bewertet der medienpolitische Sprecher des AfD-Parteivorstands Joachim Paul gegenüber dem Wochenblick die geplante Fusion der Mediatheken als nicht ansatzweise zufriedenstellend.
Pensionskasse mit angeschlossenem Sendebetrieb?
Im Jahr 2019 lagen die Einnahmen aus den Rundfunkgebühren bei mehr als acht Milliarden Euro, das ZDF erhielt daraus etwas mehr als zwei Milliarden Euro. Die ARD ist im Ranking der größten deutschen Medienkonzerne auf Platz zwei, das ZDF rangiert auf dem siebten Platz. Dabei lagen die durchschnittlichen Zuschauer-Marktanteile im Jahr 2020 bei lediglich 13,6 Prozent (ZDF) und 11,3 Prozent (ARD). Was die Marktanteile nicht verraten: Nur noch 54 Prozent des Fernsehpublikums sieht klassisches Fernsehen – und der Trend zum Streaming nimmt weiter zu. Über ein Drittel der Sehzeit verbringen Deutsche mittlerweile mit Netflix und Co. Kritisiert wird aber nicht nur der weltweit höchste Rundfunkbeitrag von monatlich 17,50 Euro, sondern die staatsnahe inhaltliche Ausrichtung der zahlreichen Sender und die sehr hohen Gehälter. Diese führen dazu, dass etwa 40 bis 50 Prozent der Rundfunkgebühren für Pensionsleistungen aufgewandt werden müssen.
PR-Desaster Georg Thiel
Warum gerade jetzt die beiden Intendanten an die Presse herantraten und die aus Sicht ihrer Kritiker eher magere Entscheidung der Verzahnung der Mediatheken verkünden, mag auch mit dem Fall Georg Thiel und der zunehmenden Solidarität mit diesem zu tun haben. Der Zahlungsverweigerer des Rundfunkbeitrages sitzt in Erzwingungshaft, weil er der Auffassung ist, für nichts zahlen zu müssen, was er – mangels TV und Radiogerät – nicht nutzt (Wochenblick berichtete). Der WDR möchte nicht einlenken, könnte die Erzwingungshaft aufheben lassen. Wegen 651 Euro sitzt der 54-Jährige seit rund vier Monaten im Gefängnis. Das Schicksal des Rundfunk-Rebells, so die zahlreichen Kommentare in den bekannten Foren und auf Zeitungsseiten, geht zahlreichen Bürgern nahe. Der Fall Georg Thiel gerät langsam zum PR-Desaster für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk – schlechte Zeiten für Tom Buhrow und Thomas Bellut.
- GEZ brachte ihn in den Knast: Zahlungsverweigerer bleibt in Haft!
- Immer mehr Geld für Staatsmedien: Gagen kürzen statt Gebühren erhöhen?
- Nach linker Hetzkampagne: Stehen GEZ-Gebühren vor dem Aus?
- Freiheitliche sagen GIS-Gebühren den Kampf an
- Ende der Zwangsgebühren: Österreich will jetzt die ORF-Reform!
- Deutscher Staatsfunk in der Kritik: ARD und ZDF sorgten für „Corona-Tunnelblick“
Weiterlesen: Öffentlich-rechtliche ARD und ZDF bereiten gemeinsame Mediathek vor
Leere Versprechen*

Die Klimaziele sind heilig, unantastbar, kein Thema; ein Nein zum CO2-Gesetz kann ihnen nichts anhaben, Klimapolitiker, Aktivisten sowie auch der Klima-Professor Reto Knutti sagen es mit voller Härte: Die Schweiz habe am vergangenen Sonntag nicht darüber abgestimmt, ob es den Klimawandel gebe oder nicht oder ob wir das Ziel netto null Emissionen erfüllen wollten oder nicht. Beides ist quasi in Stein gemeisselt: Es gibt den Klimawandel und genauso das Netto-Null-Gebot, wie es in den Uno-Klimazielen festgehalten ist.
Rasch fordern jetzt Umweltpolitiker, Interessengruppen und Organisationen, die Politik müsse unbedingt andere Wege finden, um die Klimaziele dennoch zu erreichen. Selbst der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse formuliert zur Klimapolitik ein «klares Bekenntnis»: Die Wirtschaft senke ihre CO2-Emissionen bis 2050 auf netto null. Konzerne wie Roche und Swiss Re versprechen aus Firmensicht gleichfalls netto null bis 2050. In Politik und Wirtschaft wird ein «Race to zero» inszeniert, bei dem Imageberater viel verdienen. Der Bundesrat hat 2019 eigenmächtig entschieden, für die Schweiz im Rahmen des Pariser Klimaabkommens ebenfalls netto null bis 2050 zu versprechen.
Hundert Milliarden Dollar
Was ist dieses berühmte Pariser Abkommen? Für Umweltbewegungen und Klimajugend ist es ein Joker, ein Trumpf, den man ohne Nachdenken ausspielen kann – «Paris» schlägt alles. Das 2015 beschlossene Abkommen hat erstens zum Ziel, die Erderwärmung langfristig auf unter zwei Grad zu halten. Zweitens verpflichtet es die Mitgliedsstaaten, alle fünf Jahre eigene Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen zu nennen und erläutern. Die Zielerreichung selber ist jedoch nicht verbindlich und erzwingbar. Die Schweiz versprach in diesem Rahmen, bis 2030 die Emissionen gegenüber 1990 um mindestens 50 Prozent zu reduzieren und, wie gesagt, fügte 2019 das Versprechen an, bis 2050 den Ausstoss auf netto null zu drücken.
Drittens sollen die ärmeren Länder durch Umverteilung aus den Industrieländern beim Bewältigen der Klimaveränderung Unterstützung erhalten. Ab 2020 sollen in diesem Nord-Süd-Deal um die hundert Milliarden Dollar jährlich fliessen. Der Bundesrat hat den «fairen» Schweizer Anteil einmal auf 450 bis 600 Millionen Dollar geschätzt.
Jetzt fiebert die diplomatische Welt der nächsten Klimakonferenz in Glasgow im November entgegen, der COP26, die man 2020 wegen Corona um ein Jahr hatte verschieben müssen. Bundesrätin Simonetta Sommaruga legte kürzlich, vor ihrer CO2-Abstimmungsniederlage, dem Publikum dar, wie sie sich auf den Gipfel vorbereite und was ihre Anliegen seien. In den elektronischen Klimagipfel des amerikanischen Präsidenten Joe Biden habe sie sich zum Beispiel «eingebracht», sie habe das neue US-Klimaziel mit der Rückkehr zum Pariser Abkommen begrüsst. Des Weiteren habe sie am 12. Petersberger Klimadialog in Deutschland teilgenommen und zusammen mit Amtskollegen und -kolleginnen Regeln zur Umsetzung zentraler Punkte des Pariser Klimaübereinkommens besprochen. Dieses soll in Glasgow einen grossen Schritt weitergebracht werden.
Eigentlich hat es das Pariser Abkommen schon viel zu weit gebracht. Es ist Dreh- und Angelpunkt der Klimapolitiker auf der ganzen Welt, das Heiligtum der Umweltbewegungen, der Joker der Klimajugend. Dabei ist es eine hohle Konstruktion, auf Schein, Show, ja Täuschung ausgerichtet. Dass die Uno-Mitglieder 2015 so etwas erstellt und unterschrieben haben, hängt damit zusammen, dass frühere Versuche zu einem weltweit koordinierten Umgang mit dem Klimawandel gescheitert waren. Das Ganze hatte begonnen, als man am ersten Erdgipfel 1992 in Rio de Janeiro die Uno-Klimakonvention entwarf und 1994 in Kraft setzte. Neben der Emissionenreduktion ging es vor allem auch um einen Riesendeal zwischen den Industrieländern und den Entwicklungsländern, die für ökologisches Wohlverhalten möglichst gut bezahlt werden wollten.
Seit 1995 treffen sich die gut 190 Staaten der Klimakonvention praktisch jährlich, im November an der COP26 eben zum 26. Mal. 1997 beschlossen sie das Kioto-Protokoll, das 2005 in Kraft trat und die Industrieländer zur Reduktion von Treibhausgasen in der Periode 2008 bis 2012 verpflichtete. Das Abkommen deckte aber nur einen Viertel der weltweiten Emissionen ab, die Entwicklungs- und Schwellenländer blieben frei, entsprechend gering war die Wirkung. Dann wurde Kioto um eine zweite Phase (Doha Amendment, 2013–2020) ergänzt, die Wirkung war aber noch geringer, da nur 14 Prozent der weltweiten Emissionen erfasst wurden – darunter natürlich die der Schweiz.
Trittbrettfahrer prägen das Spiel
Dann gab man es auf, irgendwie einen weltweiten Rahmen zu zimmern, der die Länder koordiniert zum Senken ihrer Emissionen bringen sollte. Man schaltete um auf die antiautoritäre Methode. Nicht mehr eine Führung von oben, nein, jeder von unten her nach seinem Gusto. Resultat: das Pariser Abkommen von 2015, das den Treibhausgasausstoss ab 2020 weltweit regeln soll – das magische «Paris».
Magisch ist daran, dass jedes Land schöne Ziele nennen kann, sich dann aber nicht daran halten muss, weil Nichterfüllen straflos bleibt. Zudem versprechen Politiker von heute die Ziele von morgen. Am Schluss ist niemand verantwortlich für die Resultate. Nachdem nun die USA und China bei «Paris» mit von der Partie sind, werden fast 97 Prozent der weltweiten Emissionen erfasst. Unverbindlich. Jedes Land, das sich an die von ihm versprochenen Ziele hält und unter Mühsal und Verzicht Energieverbrauch und Wohlstand drückt, muss damit rechnen, dass die anderen es nicht so tun.
Wer sich anstrengt und zur CO2-Reduktion beiträgt, ist leicht der Dumme. Die anderen füllen gerne die Lücke im Energieverbrauch und freuen sich über die Schwächung der Konkurrenz: Trittbrettfahrer prägen das Spiel sowie Bluffer. Diplomaten ist es willkommen, wenn ihr Tun für alle schmerzlos ist. Und die Klimabewegungen sind zufrieden, wenn sie einfach den Netto-null-Trumpf ausspielen können, ohne argumentieren zu müssen. Wer sich an «Paris» hält, weicht der harten Auseinandersetzung mit Klimaproblemen aus.
Ökonomen, die sich für eine wirksame Klimapolitik einsetzen, halten den Pariser Vertrag für wertlos. Trittbrettfahrer machten «Paris» unbrauchbar, sagte William Nordhaus, Ökonomie-Nobelpreisträger und Klimaexperte. Nordhaus und zahlreiche andere Ökonomen, darunter der Deutsche Hans-Werner Sinn, sehen ein möglichst globales Emissionshandelssystem oder aber eine weltweit einheitliche CO2-Abgabe als notwendig an. Der optimale, verursachergerechte Preis könnte demnach bei fünfzig Dollar oder etwas darüber pro Tonne CO2 liegen.
Die Schweiz bezahlt, so gesehen, mit ihren CO2-Abgaben bereits heute ihren verursachergerechten Teil. Um Trittbrettfahren zu verhindern, müssten sich aber genügend Länder daran halten. Ein ausreichend grosser Klimaklub der Willigen müsste sich zusammentun. Wäre es den Grossen, USA und China, ernst mit der Treibhausgasreduktion, würden sie sich nicht mit der PR-Show «Pariser Abkommen» begnügen.
=================================================================
)* Anmerkung der EIKE-Redaktion :
Dieser Artikel ist zuerst erschienen in der WELTWOCHE Zürich : | Die Weltwoche, Nr. 24 (2021)| 17. Juni 2021 ;
EIKE dankt der Redaktion der WELTWOCHE und dem Autor Beat Gygi für die Gestattung der ungekürzten Übernahme des Beitrages, wie schon bei früheren Beiträgen : http://www.weltwoche.ch/ ; Hervorhebungen und Markierungen v.d. EIKE-Redaktion.
=================================================================



