Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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Die Moderna-Chefs glauben nicht an ihre Firma

Der US-Pharmahersteller Moderna stellt den Vektorimpfstoff (mRNA-1273) gegen Covid-19 her. Das Gen-Präparat wird in der ganzen Welt verkauft, ein Riesengeschäft.

Chefmediziner bei Moderna war bis Anfangs Juli der israelische Facharzt Tal Zaks, der als Post-Doktorand auch für die National Institutes of Health (NIH) tätig war. Direktor der NIH ist Impfpapst Anthony S. Fauci. Der Nachfolger von Zaks heisst Paul Burton, der 16 Jahre lang für den Pharmariesen Johnson & Johnson gearbeitet hat.

Das Wirtschaftsmagazin Bilanz schreibt:

«Warum Chefmediziner Zaks die Firma verlässt, und dies just in dem Moment, da die Impfstoffe des Unternehmens nach langem Dahindümpeln Milliardenumsätze bringen, sagt er nicht.»

Zaks scheine insgesamt wenig auf die Zukunft von Moderna zu setzen, denn er habe seine Aktien und Optionen seit 2020 gezielt verkauft. Dies kurz nach Beginn der Pandemie, wo sich Moderna mit einem möglichen «Impfstoff» gegen Covid-19 als «Hoffnungsträger» präsentierte. Aus Investmentsicht seien die Verkäufe von Zaks keine schlaue Sache:

«Damals war der Kurs bei 131 Dollar, heute steht er bei 411. Damit sind ihm rund 7 Millionen Dollar durch die Lappen gegangen»,

schreibt die Bilanz.

Noch weniger nachvollziehbar seien seine Verkäufe im Jahr 2020. 1,28 Millionen Moderna-Aktien im Wert von 90 Millionen Dollar habe Zaks verkauft – heute wären sie 527 Millionen wert. Das wäre ein Plus von sagenhaften 585 Prozent gewesen. Die Bilanz fragt:

«Wieso verkauft der Chefmediziner Aktien seiner Firma, wenn das Produkt alle Anzeichen dafür hat, durch die Decke zu schiessen?»

Zaks habe gemäss der US-amerikanischen Zeitung The Boston Globe seine Aktien wie ein Uhrwerk jeweils am Dienstag verkauft. Dies nach einem System vorbestimmter Verkäufe, welche die Securities and Exchange Commission (SEC) aufgestellt habe, um auch Insidern einer Firma Aktienverkäufe zu ermöglichen.

Solche «Programme» seien durchaus üblich, aber nicht in diesem Ausmass. Gemäss Experten sei die Häufigkeit, der Zeitpunkt und das Volumen der Insiderverkäufe von Zaks «einzigartig und alarmierend», vor allem angesichts seiner Schlüsselposition bei Moderna in der laufenden Impfstoffstudie.

Doch der Chefmediziner sei als eifriger Verkäufer von Moderna-Aktien nicht der einzige. Auch Stéphane Bancel, der CEO von Moderna, habe im vergangenen August 10’000 Aktien verkauft. Insgesamt mehr als 496’644 Aktien sei er im laufenden Jahr los geworden, am meisten im Januar (131’230 Aktien). Bisher habe Bancel seine Anteile an Moderna von rund 9 auf 5,6 Prozent reduziert.

Auf die Frage von Bilanz, wieso der CEO seine Anteile an der eigenen Firma verscherbelt, habe Moderna nicht antworten wollen.

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