Horst D. Deckert

Wladimir Solowjow: Der Weltkrieg II ist noch nicht zu Ende!

Wladimir Solowjow: Der Weltkrieg II ist noch nicht zu Ende!

Teil I

Scott Ritter: «Dieser Krieg ist erst dann zu Ende, wenn das Böse und wie es sich manifestiert, vernichtet ist!»

Scott Ritter (re) & Wladimir Solowjow (re) – Das Interview als Video in Englisch: Hier

Scott Ritter: Wir könnten keinen besseren Gast haben, als den wir heute begrüßen: Wladimir Solowjow. Er ist natürlich eine überaus bekannte russische Persönlichkeit der Medien. Seine Stimme ist die stärkste, die es in der russischen Medienlandschaft gibt. Und ich muss zugeben, dass es diese Sendung ohne Wladimir und die Arbeit der Leute von Solowjow-Live nicht geben würde.

Wladimir, Du und ich haben etwas gemeinsam: Wir sind beide [aus Sozialen-Internet-Plattformen] rausgeschmissen worden.

Wladimir Solowjow: Ganz genau. Wir haben also eine Menge Dinge gemeinsam. Wir ziehen es beide vor, die Wahrheit zu sagen, koste es, was es wolle. Es ist uns egal, ob es gefällt oder nicht. Wir müssen nur die Wahrheit zu den Menschen bringen.

Scott Ritter: Das ist es: Das ist absolut wichtig. Ich erwähne gegenüber den Leuten, dass sie uns Propagandisten nennen und nehme es hin. Aber ich meine, dass ich kein Propagandist, aber ein Advokat bin. Ich glaube, dass auch Sie kein Propagandist sind. Ich glaube, Sie sind ein Advokat: Sie sind ein Fürsprecher für Russland. Ich bin ein Verfechter der Wahrheit. Doch, in diesem Fall schließt sich das gegenseitig nicht aus, denn wenn wir heute über schwierige Themen sprechen, die Russland betreffen, bin ich in den meisten Fällen der Meinung, dass Russland auf der richtigen Seite der Geschichte steht. Und Geschichte basiert auf Fakten und die Wahrheit leitet sich aus Fakten ab.

Wenn Sie und ich also über Themen sprechen und wir emotional werden, dann denke ich, dass Sie sich, genauso wie ich schuldig machen, manchmal das Herz auf der Zunge zu tragen und dabei emotional werden. Aber die Emotionen sollten nicht von der Tatsache ablenken, dass wir das sagen, was auf Tatsachen beruht.

Mit der Wahrheit ist es eine schwierige Sache und ich denke, wir beide sind uns einig, dass Menschen dieselben Ereignisse sehen, doch unterschiedlich bewerten können. Sie können Dinge unterschiedlich wahrnehmen. Die Wahrheit ist also manchmal ebenso sehr eine Frage der Wahrnehmung wie eine der Fakten.

Deshalb sind diese Art von Diskussionen so wichtig, damit wir Menschen, die Dinge unterschiedlich wahrnehmen, zusammenbringen und darüber sprechen lassen, damit die Fakten für sich selbst sprechen.

Ich möchte Ihnen also nochmals für Ihr Kommen danken. Ich möchte Ihnen für alles danken, was Sie tun. Und nun möchte ich das Wort an Sie weitergeben. Sie sind, wie ich bereits sagte, eine der einflussreichsten Medienfiguren im heutigen Russland. Man kann Sie lieben oder hassen, das ist die Realität. Und Ihre Stimme hier in Amerika ist existent. Doch, die Menschen kennen sie nicht. Die Sie kennen, wissen nur das, was Leute, die Sie ablehnen, möchten, dass man über sie weiß. Könnten Sie sich bitte dem amerikanischen und westlichen Publikum vorstellen?

Wladimir Solowjow: Nun, zunächst einmal bin ich seit 1990 Ehrenbürger des großen Staates Alabama. Das ist eine Tatsache. Ich habe eine Zeit lang in den Vereinigten Staaten von Amerika gelebt und als Gastprofessor an der Universität von Alabama in Huntsville gearbeitet. Das war vor längerer Zeit, als die Menschen Russland liebten und eine Person aus Russland – Sie wissen schon – so ähnlich empfunden wurde: „Oh, der ist aber nett. Oh, da haben wir ja unseren eigenen russischen Mann. Oh, komm, laden wir ihn zum Essen ein. Oh, diese Russen – die sind so sexy“. Das war in den späten 80ern und Anfang der 90er Jahre der Fall.

Danach machte ich meine eigenen Geschäfte. Zuvor sollte ich noch sagen, dass ich aus der Universität geflogen bin, weil man mich für viel zu klug hielt. Trotz solcher Schwierigkeiten ging ich nach Washington und sprach mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten. Die örtlichen Behörden waren wirklich überrascht, wie man es wagen konnte, nach Washington zu gehen. Das war die Zeit, in der man zu betätigen hatte in Huntsville wohnhaft zu sein und nicht in einer 30- Meilen-Zone herum, ohne eine Genehmigung des State Departments eingeholt zu haben. Das war also eine ganz andere Zeit. Freiheit war zu dieser Zeit in den Vereinigten Staaten nicht gerade das Wort, das man bevorzugte, wenn immer es um Russen ging.

Dann ging ich meinen eigenen Geschäften nach. Ich hatte meine Fabriken auf den Philippinen, Russland und damals haben viele Unternehmen Geld gemacht. Deshalb war es mir später, als es um die Medien ging, völlig egal, wie viel sie mir zu zahlen bereit waren, wie auch immer der Kanal heißen mochte. Das war kein Thema.

Die Frage war, Freude zu haben und ich wollte einfach immer das Gefühl haben, die Zeit zu erleben. Und ich liebe [die Vereinigten] Staaten. Ich kenne die Staaten ziemlich gut. Ich liebe die Staaten in der Tat, aber vermutlich sind meine Staaten vor ein paar Jahren gestorben – die Staaten, die ich geliebt hatte.

Es gab mal die 80er und 90er Jahre oder vielleicht um Anfang 2000 – Alabama ist ein großartiger Staat und wie wir in Alabama zu sagen pflegten, in dem Männer noch Autos fahren und Frauen Vehikel lenken. Sie wissen schon, wo das Gras grün und der Himmel hoch ist. Und es gab viele Männer und wir haben nie von dem ganzen Haufen verschiedener Geschlechter gehört, von wem auch immer. Und wir dachten, wenn man ein guter Christ ist, sei das ein gutes Zeichen, woran auch immer man glaubte. Heutzutage ist das alles anders. Ich hätte nie erwartet, den Moment zu erleben, an dem ich nicht mehr nach New York fahren mochte. Ich liebe New York – ich liebe den Broadway. Wissen Sie, es gibt viele Orte, die ich gut kenne.

Die Vereinigten Staaten sind der Ort, in dem meine Tochter im Jahr 1991 geboren wurde. Es gibt also eine Menge für mich in den Vereinigten Staaten. Aber jetzt bin ich in Russland. Und wie Sie schon sagten, werde ich vom westlichen Publikum, das keine Ahnung hat, wovon ich spreche, ziemlich gehasst. Aber das ist in Ordnung. Irgendwen müssen sie ja hassen. Also nehme ich es ganz locker. Und vor allem können sie nicht mit mir streiten. Sie können mich hassen, denn wie Sie schon sagten – es beruht alles auf Fakten.

Es ist absolut richtig, was Sie über Fakten und Emotionen sagten, indem unsere Emotionen aus unserer Vergangenheit herrühren. Und, wie Sie wissen, sind Russen ein Volk, mit dem es sich auf dem historischen Feld nicht spielen lässt, weil es Blut gibt, das sofort zu sprechen beginnt: Dieses Land ist einfach mit dem Blut unserer Großväter und Väter getränkt. Deshalb hatte ich, als es um die Ukraine und den jüngsten Konflikt ging, schon 2014 als Barack Obama Präsident der Vereinigten Staaten war, versucht zu erklären, dass dies so wäre, als ob in Washington eines Tages Ku-Klux-Klan-Typen aufmarschierten. Welche Gefühle würde das bei Ihnen auslösen?

Wenn ich Bandera-Fahnen sehe und höre, dass Bandera ein Held sei, dann [sehe ich auch] den Teil meiner Familie welcher, weil sie Juden waren, von den Bandera-Nazis während des Zweiten Weltkriegs lebendig begraben worden waren.

So – für mich gibt es nicht nur eine Geschichte aus Büchern:

Für mich ist das, was jetzt gerade passiert, immer noch der Zweite Weltkrieg und wie wir ihn nennen: Der Große Vaterländische Krieg.

Sie wissen: In den USA hatten die Leute aus den Südstaaten immer gesagt, dass der Krieg noch nicht vorbei wäre. Und sie meinten den Bürgerkrieg vor über hundert Jahren – jetzt ist das 160 Jahre her.

In unserem Fall, ist es einfach nichts. Es ist wie mit den Großeltern, was uns betrifft: Wir kämpfen also immer noch denselben Krieg. Wir kämpfen immer noch gegen die Nazis. Deshalb bin ich an der Front, und ich verbringe jedes Wochenende dort mit den Jungs. Ich gehe dorthin, weil ich sehen will, was dort wirklich passiert. Ich will die Jungs hören. Ich will fühlen, was sie fühlen. Und sie sagen, gegen wen sie kämpfen: «Wir kämpfen nicht gegen Ukrainer – nein, nein – wir kämpfen gegen Deutsche,» oder Nemetskiy, wie wir sie auf Russisch nennen. Und deshalb wird der Krieg erst vorüber sein, wenn wir ihn endlich zu Ende gebracht haben werden.

Es geht nicht um die Frage, ob wir aufhören: Das ist im Moment nicht die Frage. Es geht nur darum zu verstehen, dass wir das Böse der Welt bekämpfen. Und es spielt keine Rolle, was dazu benötig wird. Wir müssen den Krieg nur gewinnen.

Scott Ritter: Wissen Sie, ich möchte Ihnen zunächst einmal für das danken, was Sie gerade gesagt haben. Und ich kann mich dem nur anschließen. Sie haben familiäre Bindungen zu den Schrecken, die stattfanden. Auch ich habe familiäre Bindungen zum Zweiten Weltkrieg. Mein Onkel hat den Strand in der Normandie überquert – nicht am D‑Day. Ein paar Tage danach ging er hinüber. Er war kein Infanterist an der Front. Er war kein Held. Er fuhr Lastwagen. Er war ein Logistiker. Ich denke, Sie respektieren das. Ich denke, Sie können anerkennen, dass Logistik in der Kriegsführung ziemlich wichtig ist. Wenn die Jungs an der Front keine Munition und so weiter bekommen, können sie nicht kämpfen. Die LKW-Fahrer sind also ziemlich cool. Sie machen einen guten Job.

Aber er hatte am Anfang keinen harten Krieg. Er war in Pattons dritter Armee. Und als sie durch Frankreich fuhren, war die größte Herausforderung für ihn, einfach nur Lastwagen zu lenken. Aber irgendwann im November erreichten sie Belgien und kamen in die Nähe der Ardennen, nachdem die Deutschen entschieden hatten, Widerstand zu leisten und zu kämpfen. Und es gab einen Tag, an dem sein Konvoi und die Jungs, die seine Kameraden waren und mit denen er ausgebildet wurde und mit denen er seit über einem Jahr zusammen war, von einem deutschen Acht-Achter Geschütz schwer getroffen wurden und 250 der Kameraden blitzschnell ausgelöscht waren.

Sie wissen, Russen waren genauso wie Amerikaner – vor allem die Kriegsveteranen aus dieser Zeit. Sie sind nicht nach Hause gekommen und haben darüber gesprochen. Sie nahmen es hin, wie es passiert ist. Und sie machten mit ihrem Leben weiter. Ich habe in Deutschland gelebt. Mein Vater war dort in den 1970er und 80er Jahren stationiert, und mein Onkel kam zu Besuch. Er hatte nur eine Bitte und sagte: „Könntet Ihr mir helfen, von der Normandie aus nach Deutschland zu Eurem Haus zu kommen? Ich möchte nur eine Tour machen, um die Orte zu sehen.“

Der erste Teil der Tour war ziemlich cool, weil mein Onkel glücklich war. Er erzählte von diesem Dorf, in dem ihn ein französisches Mädchen geküsst und ihn in Verlegenheit gebracht hatte, weil er damals noch ein junger Mann in seinen 20ern war. Und ein französisches Mädchen küsste ihn – mein Gott! Er erzählte von dem Spaß, den sie in Paris hatten. Aber als wir in Belgien ankamen und an der Abzweigung standen, die immer noch da ist, stieg er aus dem Auto und brach in Tränen aus. Das war sehr schwierig für mich: Ich war damals noch ein Teenager, und es war sehr schwer, einen erwachsenen Mann, der einfach völlig zusammenbricht, so weinen zu sehen.

Und er hat uns die Geschichte erzählt, was passiert war. Und dann haben wir ihn auf den Friedhof gebracht. Es gibt einen großen Friedhof in Luxemburg-Stadt, wo seine Freunde begraben liegen. Wir besuchten die Gräber, und plötzlich sahen wir diese Kreuze: Ich war schon einmal da gewesen, aber jetzt wurde es persönlich: Sie nahmen die Gestalt von Männern an, von Männern mit Familien oder von Männern, die nie eine Familie gründen sollten. Der Friedhof ist voll von ihnen. Amerikaner, die im Kampf gegen Nazideutschland gestorben sind. Ein Kampf, den Ihr Land nur zu gut kennt: 27 Millionen [Russen] starben.

Doch Leute fragen mich manchmal: «Warum nimmst du das so persönlich, Scott? Ich meine, es ist Russland. Du bist kein Russe.» Bin ich auch nicht. «Das ist die Ukraine. Was hat die Ukraine Dir je angetan?» In Wirklichkeit gar nichts, bis sie die abscheuliche Ideologie Nazideutschlands zurückbrachten, die sich in der Person von Stepan Bandera und seinen Banderas manifestierte. Und sie haben das, wogegen mein Onkel gekämpft hat, zum Mainstream gemacht. Zweihundertfünfzig seiner Freunde starben. Hunderttausende von Amerikanern starben. Millionen von Russen starben. Wir haben hier eine gemeinsame Sache, denn diese Ideologie sollte eigentlich besiegt worden sein – sie sollte unter die Erde gebracht worden sein, aber das wurde sie nicht. Und nun steht sie heute in Europa wieder auf.

Und das ist eine große Bedrohung, nicht nur für Russland, nicht nur für die Ukrainer, nicht nur für Europa, sondern für die ganze Welt. Und hier denke ich, dass das, was Sie gesagt haben, richtig ist.

Dieser Krieg ist erst dann zu Ende, wenn das Böse und wie es sich manifestiert, vernichtet ist! Wir wissen, dass es sich heute in der ukrainischen Regierung manifestiert. Aber in Wirklichkeit manifestiert es sich überall dort, wo es Stimmen gibt, die die Bandera-Ideologie unterstützen.

Leider gibt es diese Stimmen auch hier in Amerika, nicht nur in der Regierung. Sechzig Meilen von meinem Wohnort entfernt, in der Stadt Ellenville, gibt es einen Park. Sie nennen ihn Heroes Park. Er wird von ukrainischen Amerikanern betrieben. Sie haben dort die Statue von Stepan Bandera und von anderen ukrainischen sogenannten Nationalisten, Anhängern von Adolf Hitler, errichtet. Und jeden Sommer paradieren ukrainische Amerikaner dort in den Uniformen der Banderas, die den Nazi-Uniformen sehr ähnlich sind, halten sein Bildnis hoch und preisen seinen Namen. Das Böse wohnt in Amerika. Dies ist ein Krieg, der über das hinausgeht, was heute in der Ukraine geschieht. Und deshalb sage ich, dass alle freiheitsliebenden Menschen Russland in diesem Konflikt unterstützen sollten, denn Russland steht auf der richtigen Seite der Geschichte und wir standen früher auf der richtigen Seite.

Wladimir Solowjow: Ich weiß es nicht. Das ist eine sehr schwierige Frage, denn wissen Sie: Auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen, bedeutet nicht automatisch von der Menschheit geliebt zu werden.

Schauen Sie, was mit Noah passiert ist. Er baute diese hässliche, riesige Arche und alle seine Nachbarn sagten: «Komm schon, Mann, Du musst verrückt sein». Zu dieser Zeit gab es noch kein Meer. Es war kein Meer in der Nähe: «Was zum Teufel machst Du 120 Jahre lang? Du baust ein riesiges, hässliches Ding. Sie nehmen alles Holz, das sie kriegen können. Und als Zimmermann bist du im Grunde genommen einfach nur Shit, denn es sieht wirklich shitty aus.»

Und am Ende des Tages war er der Einzige. Er war der Einzige, der zufällig Recht behielt. Bei den Russen gibt es eine Sache, die Amerika, wie ich glaube, nicht bereit ist zu realisieren oder anzunehmen: Dass, der Krieg nicht am 24. Februar 2022 begonnen hat. Nun, und ich spreche nicht davon, dass wir eine Woche zuvor schweren Beschuss auf die Region Donezk hatten, schwerer als heute und dass die Ukrainer zum Angriff bereitstanden. Und falls sie angegriffen hätten, hätte es nach ein paar Stunden kein Donezk mehr geben und die Zahl der Opfer würde in die Hunderttausende gegangen sein.

Aber natürlich können wir mit 2014 beginnen: Mit dem Putsch. Sie wissen, wenn Sie jetzt nach Afrika schauen und plötzlich Blinken und die anderen lustigen Typen sagen hören: «Ach, kommen Sie, das können Sie nicht machen: Holt den Präsidenten von Niger zurück. Holt ihn sofort zurück!».

Wenn Janukowitsch das hörte, würde er meinen: «Wau, Mamma Mia, was ist denn da passiert? Kommt schon, Leute: Zehn Jahre – acht Jahren zuvor habt Ihr gesagt: Nein, nein, nein – komm nicht zurück!» Was war passiert? Sie wissen es schon: Heuchelei ist in amerikanischen politischen Kreisen nichts Neues.

Aber da gibt es noch eine Sache, die ich extrem ärgerlich finde, wenn es um die amerikanische Art geht, diesen Krieg darzustellen: Wenn sie über Völkermord an den Ukrainern sprechen: Dass die Russen versucht hätten, ukrainische Kinder zu entführen – dass die Russen dabei wären die ukrainische Geschichte und ukrainische Kultur auszulöschen.

Doch, sehen wir uns die Zahlen an: 3,5 Millionen Ukrainer sind aus der Ukraine nach Russland geflüchtet. Das sind mehr Ukrainer, als nach Polen, Deutschland oder in das Vereinigte Königreich oder die Vereinigten Staaten geflohen sind. 3,5 Millionen Ukrainer haben also zumindest nicht das Gefühl, dass sie unter schrecklichen Bedingungen zu leben und keine Rechte hätten, dass sie ihre Sprache nicht sprechen dürften. Nichts dergleichen: 3,5 Millionen Ukrainer leben in Russland und erfreuen sich an jedem einzelnen Tag. Denn es gibt keinerlei negative Strömungen: Es gibt nicht einmal einen Schatten einer Reserviertheit gegenüber den Ukrainern, ob sie die falsche Sprache oder die falsche Kultur hätten. Aber was? Die dritthöchste Person in der russischen Staatsstruktur, Walentina Matwijenko ist Ukrainerin. Eine ganze Reihe von Sekretären sind Ukrainer – die Hälfte unseres Militärs sind Ukrainer: Wenn sie gerne ukrainisch sprechen, ukrainische Lieder singen – fein: Es gibt keine negative Einstellungen gegenüber Ukrainern. Fast zehn Millionen Ukrainer leben in den neuen russischen Gebieten und sind nicht bereit, die Gegend zu verlassen. Und sie sprechen die Sprache, welche sie mögen.

Auf der Krim gibt es drei Regierungssprachen: Eine davon ist Ukrainisch, die andere ist Russisch und die dritte ist Krimtatarisch. Wir haben also nie daran gedacht, die ukrainische Kultur zu zerstören – oder gar an eine Form von Völkermord.

Wenn wir jetzt über Butscha sprechen: Ich habe mir jede Einzelheit angesehen. Es gibt eine Menge toter Menschen. Nennen Sie mir Namen, Orte, welche Art von Waffen verwendet wurden und wann der Tod eingetreten ist. Vermitteln Sie mir ein richtiges Bild des Tathergangs.

Es gab Polizisten aus Frankreich und Experten aus dem Vereinigten Königreich, die planten die Wahrheit ans Licht zu bringen. Wo sind sie geblieben? Sie haben null ermittelt. Denn, leider ist die Wahrheit furchtbar: Die Menschen, die getötet wurden, waren Unterstützer Russlands aus zivilen Kreisen. Deshalb trugen sie auch weiße Armbinden. Denn das russische Militär hatte weiße Binden. Und sie trugen weiße Binden, um zu zeigen, dass sie aus diesem Dorf kommen und Russland unterstützen.

Nun, Russland verließ das Gebiet zwei Tage später. Der Bürgermeister dieses kleinen Ortes, Butscha fand keine Opfer. Doch, einen Tag später: Die örtliche Bande und die Schläger kamen herein. Es gibt dieses Video mit der Frage: «Wen sollen wir töten? – Tötet jeden, der nicht diese gelben Streifen trägt.» Am nächsten Tag gab es einen ganze Menge an Leichen. Welche Art von Waffe wurde benutzt? Antwort: Null. Aus welchen Familien [stammen die Opfer]? Antwort: Null.

Nun, wir leben in einer Welt der Smartphones, jeder Einzelne, sogar kleine Katzen und Hunde, haben schon ihre eigenen Smartphones. Wenn immer etwas passiert, gibt es sofort einen ganzen Haufen an Videos. Doch hier, wieder einmal nur: Null.

Null Familienmitglieder sagten aus, dass nahe Verwandte von hässlichen russischen Soldaten getötet worden wären: Nichts! Nur inszenierte Fotos von armen Menschen, die getötet wurden, jedoch von ukrainischen Nazis . Und die Welt sagt einfach: „Oh, nein, nein, nein, die Russen haben sie getötet“.

Ich habe mit Italienern über eine direkte Fernsehleitung dazu gesprochen. Und als ich anfing, diese Dinge zu erläutern, hatten sie nichts zu sagen: Sie hatten nichts zu sagen. Ich verfüge über keine Kristallkugel, aber zumindest können wir unseren Verstand benutzen, um zu analysieren, was passiert war. Doch, sie wollen ihren Verstand nicht benutzen. Nur wenn es um Russen geht, werden wir zu extrem analytische Leuten.

Aber auch wir sind sehr emotional: Wir werden den Deutschen niemals, niemals, niemals verzeihen. Sie existieren nicht, als Menschen, denen wir jemals verzeihen können. Diese Leute, die sich an 27 Millionen russischen Menschen und russischen -, ukrainischen – und weißrussischen Juden schuldig machten.

Und an der Spitze mit einem Typ, wie Herrn Scholtz, der es im Kreml geschafft hat, seinen fu***ing [Invektive] Mund aufzumachen – nein, das war irgendwo anders, nicht im Kreml, doch er hat gesagt – na ja – Völkermord an Russen im Donbass, das sei lächerlich.

[Anmerkung der Redaktion: Das Word „Völkermord“ wäre in Bezug auf die Ereignisse im Donbass „falsch“, sagte der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz am 15. Februar 2022, in einer Aussendung des Fernsehsenders Die Welt. Dazu wörtlich: „Das ist ein heftiges Wort, allerdings eines, das ja, wenn man die russische Presse verfolgt, jetzt nicht neu ist im Hinblick auf die Diskussion dort. Es ist aber falsch. Das glaube ich, sollte man ganz klar sagen…“.

Scholz bezeichnet auf der MSC 2022 den Völkermord im Donbass als «lächerlich»
Quelle: Screenshot YouTube

Doch Scholz vermeinte auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) atlantischer Führer am 19.2.2022 noch nachlegen zu müssen und machte die Aussage, auf die Solowjow an dieser Stelle Bezug nimmt. Scholz erklärte seiner Zuhörerschaft und der ganzen Welt: «… Sein [Putins] Argument ist dann, dass im Donbass ein Völkermord stattfände, was lächerlich ist, um das ganz deutlich zu sagen…»]

Von wegen lächerlich, Motherfu***r [Invektive] – entschuldigen Sie, mein Freund. Wie kann man in einem Satz lächerlich mit Völkermord und Russen zusammenfassen. Und das wird von einem Deutschen ausgesprochen. Niemand, niemand wird ihnen jemals verzeihen. Und jetzt, wo wir Nazi-Panzer mit den gleichen [Balken]-Kreuzen sehen.

Männer – eines meiner Lieblingsbilder ist mein Großvater: Solomon Lvovich Shapiro als Jude, wie man es im Mai 1945 nur sein kann – vor dem Brandenburger Tor in Berlin.

Ich möchte das gleiche Bild machen. Ich möchte eine andere Aufnahme von diesem Bild machen: Ich möchte dort sein!

Ich will nicht, dass sie tot sind. Nein, nein, nein: Ich will nicht, dass die deutsche Nation verschwindet. Wir erinnern uns alle an diesen großartigen Satz von Stalin, dass die Hitlers vergehen werden, aber die deutsche Nation nicht. Aber ich möchte, dass sie begreifen, dass wir ihnen niemals verzeihen und ihnen niemals vertrauen werden.

Und was soll ich jetzt tun? Mercedes, Audi, Volkswagen – all diese großartigen deutschen Hersteller großartiger Autos sagen: „Oh, nein, wir werden keine russischen Kunden mehr bedienen. Nein, nein, kein Update für die Software. Ihr könnt keine separaten Schlüssel herstellen. Das könnt ihr nicht machen“.

Na toll: Wenn es also darum geht, unser Geld zu nehmen, ist das in Ordnung. Wenn es aber darum geht, Verpflichtungen zu erfüllen: „Nein, nein, nein: Null Verpflichtungen“.

Aber sie sind so glücklich, uns kleine mobile Öfen senden zu lassen: Wie nennt man diese? Krematorien für die Ukraine? Um die Leichen der ukrainischen Soldaten zu verbrennen.

Deutsche bleiben immer Deutsche. Sie lernen nie etwas. Sie lernen nie historische Lektionen. Man hat ihnen 2000 Mal gesagt, sie sollen nie gegen Russen kämpfen. Und jetzt denken sie, dass sie nicht gegen uns kämpften: „Nein, nein, nein, nein – warum nicht? Wir nehmen nicht an diesem Krieg teil? Nein, nein, nein – keine Art von Teilnahme“. F*** [Invektive], Mann, Du nimmst teil.

Es ist nicht wichtig, was Ihr [die Deutschen] denkt. Es kommt darauf an, was wir denken. Und wir sind der Meinung, dass Euer deutscher Staat an diesem Krieg beteiligt ist. Und das bedeutet, dass dieser dafür zu zahlen hat. Ihr werdet dafür zu zahlen haben. Das Gleiche gilt für das Vereinigte Königreich und andere. Entschuldige, dass ich so emotional werde.

Scott Ritter: Es gilt auch für die Vereinigten Staaten. Das heißt, wir sind ein Teilnehmer an diesem Konflikt. Wir können nicht so tun, als ob wir Opfer wären.

Wladimir Solowjow: Sie haben Biden. Wissen Sie, was noch? Wissen Sie, was noch Schlimmeres mit einem großen Land passieren könnte? Sie haben Biden. Er weiß nicht einmal, wo er ist, in welchem Land er ist. Er ist immer auf Urlaub. Eine Katastrophe folgt der anderen. Und er macht Urlaub. Die Frage ist also, wer führt die Vereinigten Staaten im Moment? Wer trifft die Entscheidungen? Blinken, Sullivan? Nein.

Scott Ritter: Ich glaube, wir haben ein Establishment.

Wladimir Solowjow: Ganz genau: Den «Tiefen Staat»!

Scott Ritter:  Wenn es um Russland geht, hat sich das amerikanische Volk mit Russophobie infiziert. Es ist eines der frustrierendsten Dinge, die ich erfahre. Wie Sie wissen, habe ich kürzlich 26 Tage in Russland verbracht, 26 wunderbare Tage, um das Land zu bereisen, über mein Buch und Abrüstung zu sprechen, aber was noch wichtiger war, um russische Menschen zu treffen, mit russischen Menschen zu sprechen, Russland zu sehen und zu versuchen, ein besseres Verständnis für die Realität Russlands zu bekommen. Ich denke, man kann davon ausgehen, dass 26 Tage nicht ausreichen, aber es war ein Anfang. Wissen Sie, Russland ist ein sehr komplexes Land mit einer langen Geschichte. Es gibt so viele verschiedene Völker. Es wäre eine Beleidigung für Russland, wenn ich sagen wollte, dass ich das russische Problem in meinem Kopf in 26 Tagen lösen könnte. Ich glaube nicht, dass ich es in 26 Jahren lösen könnte.

Wladimir Solowjow: Ja, richtig. Aber Sie sollten ehrlich zu sich sein: Sie sprechen Russisch, und Sie haben viele, viele Jahre russische Militärgeschichte studiert. Jahrzehntelang und Sie sind ein großer Experte auf diesem Gebiet. Also kommen Sie, seien Sie nicht so bescheiden!

Scott Ritter: Ich weiß, das zu schätzen.

Aber Tatsache ist, dass es hier in den Vereinigten Staaten sehr schwierig ist, die Menschen über die Realität in Russland aufzuklären. Und der Hauptgrund dafür ist: Erstens der Grad an Unwissenheit – sie kennen Russland einfach nicht. Sie verstehen Russland nicht. Sie wissen nicht, wie sie Russland definieren sollen. Also müssen andere es für sie tun. Und in Amerika definieren wir Russland über nur einen Mann: Wladimir Putin. Aber wir wissen nichts über Putin. Aber Putin liefert Antworten auf alles. Warum ist das so? Antwort: Putin. Warum geschieht das? Antwort: Putin. Wer ist daran schuld? Antwort: Putin. Wer ist wer? Antwort: Putin, Putin, Putin…

Sie haben ihn kennengelernt. Kennen Sie den Mann?

Wladimir Solowjow: Ja, ja, viele Male – ja.

Scott Ritter: Könnten Sie – wissen Sie, ich will Sie hier nicht bedrängen, aber…

Wladimir Solowjow: … nein, das ist schon in Ordnung. Sicher ist das okay. Mir wird nachgesagt. Putin rufe mich während jeder einzelnen Sendung an, um mir mitzuteilen, was ich zu tun hätte und was nicht. Das ist nicht wahr. Aber es ist in Ordnung. Ich habe mich daran gewöhnt.

Scott Ritter: Aber Sie haben ihn getroffen. Kennen Sie ihn gut?

Wladimir Solowjow: Ja, ich habe ein paar Interviews mit dem Präsidenten gemacht: Ja

Scott Ritter: Okay, aber Sie verfügen über Einblicke: Ist er ein brutaler Diktator? Ist er ein Demokrat wie Jefferson? Wer ist Wladimir Putin?

Wladimir Solowjow: Nun, zunächst einmal: Putin ist extrem russisch. Er ist sehr russisch. Er ist also Teil der russischen Kultur, er ist Teil des russischen Volkes und deshalb lieben ihn die Leute.

Er hört den Menschen zu. Wenn man mit Putin spricht, ist er sehr interessiert an dem, was man zu sagen hat. Er belehrt Sie also nicht? Er ist sehr ehrlich zu Ihnen. Er ist sehr offen, und er hört Ihnen zu. Und er will wirklich verstehen, was sie zu sagen haben. Er will tief in Ihr Problem eindringen, sofern ein Problem exisitiert.

Er ist sehr professionell im Umgang mit Informationen. Er trifft seine Entscheidungen nie überstürzt. Er ist immer berechnend und weiß um die Verantwortung, die auf seinen Schultern lastet. Er ist definitiv nicht einmal in der Nähe der Definition, wie «grausam». Als, ob es nicht um ihn ginge. Er entspricht definitiv nicht einmal annähernd der Definition für einen Diktator. Es geht überhaupt nicht um ihn. Eigentlich ist es genau andersherum. Ich würde sagen, er ist einer der, Sie wissen schon… [überlegt]…

Es ist eine sehr gute Frage, wie man Putin beschreiben kann. Ich würde sagen, dass er viel demokratischer ist als Medwedew, Jelzin oder Gorbatschow. Er lässt andere Standpunkte zu und hört ihnen zu. Und wenn man sich mit Putin unterhält, ist es nicht so, wie: «Nun, hier ist meine Meinung und das war’s». Nein, nein, nein, nein, nein: Er möchte, dass Sie verstehen, wie er zu dieser Auffassung gekommen ist und warum er gezwungen war, diesen oder jenen Schritt zu setzen. Er denkt immer daran, was und wie es sich auf das Land und die Menschen [Russlands] auswirken würde.

Er ist nicht auf der Suche nach Liebe von seinen Feinden. Er sucht also nicht nach weltweiter Anerkennung: „Oh, was für ein toller Kerl aus dem Vereinigten Königreich oder aus den Vereinigten Staaten…“

Nein, nein, nein: Er ist nicht wie Gorby oder Jelzin, die leicht davon beeinflusst werden konnten. Heute ist es nur eine Sache, die ihn wirklich interessiert: Es geht nicht um seine persönliche Macht, seinen Reichtum oder was auch immer. Das spielt überhaupt keine Rolle. Nur Russland [zählt]! Und was mit Russland passieren wird, denn es stellt eine enorme Verantwortung dar. Und Putin nimmt sie an und trägt sie.

Deshalb studiert er auch eine Menge Geschichtsbücher. Er ist wirklich ein Fan von Geschichte. Er liest sehr viel. Und das ist keine Science-Fiction. Es ist ein ernsthaftes, sehr ernsthaftes Studium der Geschichte. Und er hat seine eigene Meinung. Er hat seine eigene Meinung, aber er respektiert auch die Meinung anderer Leute. Es macht wirklich Freude, mit ihm zu sprechen. Und ich glaube, dass jeder Einzelne, angefangen mit Fiona Hill [US Sicherheitsspezialistin] und anderen, dasselbe sagen. Er ist immer präsent. Er ist stets ganz bei der Sache.

Und aus diesem Grund, musste er am 24. Februar anfangen. Es bedeutete, dass er über keine anderen Option verfügt hatte und dazu gezwungen worden war.

Jahrelang hat er versucht, die Amerikaner zur Vernunft zu bringen. Schauen Sie: In den 90er Jahren haben wir die Vereinigten Staaten geliebt. Die Vereinigten Staaten von Amerika waren das meistgeliebte Land Russlands. Wir verehrten sie. Wissen Sie, wir dachten, dass die Amerikaner fast Göttern gleichkämen: Dass sie über das magische Geheimnis zum Leuchtturm der Freiheit verfügten. So liebten wir sie. Dann kam die Privatisierung: Ein ganzer Haufen von Gaunern kam aus den [Vereinigten] Staaten, und plötzlich sahen wir russische Oligarchen, die von den Amerikanern geliebt wurden, aber nicht vom russischen Volk.

Und wir sahen, wie Sie wissen, den Niedergang des russischen Imperiums, welches versuchte, ein Teil des Westens zu werden. Doch sie sagten: «Nein, nein, nein, nein, nein – wir werden die Tschetschenen unterstützen!» Doch dies waren nicht wirklich Tschetschenen, sondern internationale islamische Terroristen. «Wir werden sie unterstützen, nicht Russland» – ok.

Und dann kam 9/11: Wir waren die ersten, die gerufen wurden. Wir haben enorme Unterstützung in Afghanistan geleistet. Es gab kein anderes Land aus dem NATO-Block, das den Kampf in Afghanistan auch nur annähernd so unterstützt hätte, wie wir es taten. Die Reaktion war wirklich schmutzig. Jedes Mal, wenn die amerikanischen Behörden eine Chance erblickten, versuchten sie, etwas Schmutziges zu tun. Etwas wirklich Widerliches gemäß dem Motto: «Oh, diese Russen. Oh, das geht okay!»

Sie benahmen sich wie Gauner – wie kleine Straßengauner. Jedes Mal, wenn sie etwas versprochen hatten, haben sie es nicht gehalten. Sie haben nie auch nur ein einziges Versprechen eingelöst. Und was passierte? Dank dieser kleinen Kerle haben sie Russland verloren? Amerika hat das mächtigste Bündnis verloren, das es je hätte eingehen können. Denn Russland und die Vereinigten Staaten zusammen, das könnte eine ganz andere Welt sein: Wohlhabend und sicher!

Wir waren – wir waren bereit. Wir waren sogar bereit, Teil der NATO zu werden: «Nein, nein, nein, nein – nicht Ihr. Nicht ihr: Nein, nein, nein, nein: Ihr seid Indianer. Nur mit anderer Hautfarbe. Wisst Ihr, Ihr seid weiße Indianer, also ist es in Ordnung. Was möchtet ihr bekommen? Wir können Euch geben, was Ihr wollt. Whiskey? Fein! Decken? Toller Job! Sonst noch was? Nun, mal sehen. Wir haben Glasschmuck: 14 Eimer: Sehen Sie sich das an! Ist das nicht toll? Nimm es.»

Das funktioniert nicht mit uns! Das funktioniert nicht mit uns!

Zur Person von Scott Ritter: Er ist ehemaliger US-Offizier, der in seiner Rolle als Inspektor der Vereinten Nationen für die UNSCOM-Mission im Irak bekannt wurde. Scott Ritter trat 1984 in das US Marine Corps ein, wo er zwölf Jahre als Offizier in der Aufklärung diente. Während des Golfkriegs von 1991 war er als Berater für ballistische Raketen unter General Norman Schwarzkopf tätig.

Von 1991 bis 1998 war Scott Ritter als Inspektor für die UNSCOM-Mission im Irak tätig. Er wurde vor allem in der Ära unter US-Präsident George W. Bush einer breiten Öffentlichkeit durch seine scharfe Kritik an der Politik der Vereinigten Staaten bekannt. In der Frage, ob der Irak eine Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen darstelle, widersprach er schon weit vor Ausbruch des Irak-Krieges II den Positionen der US-Regierung, welche auf CIA-Berichten beruhten. Zusätzlich unternahm Scott Ritter persönlich sehr mutige Initiativen, um den Irak Krieg noch zu verhindern.

Die sogenannte „Iraq Survey Group“ bestätigte 2004 Ritters Einschätzung, dass der Irak niemals über die von den USA als Kriegsgrund angegebenen Massenvernichtungswaffen verfügt hatte.

Seit Ende 2021 veröffentlicht Scott Ritter Gegenstandpunkte zur Medienberichterstattung des westlichen Mainstreams im inzwischen wieder neu aufgeflammten West-Ost Konflikt. Aufgrund seiner aussergewöhnlichen Expertise auf militärischem Gebiet wie auch dem von Nachrichtendiensten zählt Scott Ritter heute zu den gefragtesten Analysten in Bezug auf die Konfrontation zwischen NATO und den Ländern der restlichen 85% der Weltbevölkerung.

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Erstellung des Transkripts und der englischen Übersetzung: UNSER MITTELEUROPA

 Teil II folgt am 27.8.2023


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