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Die Stromversorgung im Zweifrontenkrieg

Die europäischen Stromnetze werden durch die Einspeisung von immer mehr wetterabhängiger Sonnen- und Windenergie immer störanfälliger. Wie schnell inzwischen ein Blackout ausgelöst werden kann, sah man jüngst in Spanien. Und dazu kommen nun noch Angriffe durchgeknallter Saboteure.
von Manfred Haferburg
Blackout heißt kein Strom und damit Zusammenbruch des gesellschaftlichen Lebens mit allen furchtbaren Folgen. Die Stromversorgung gehört zu den wichtigsten Leistungen, die ein Staat sicherstellen muss. Seit Jahren führen Politiker einen Kampf gegen die Stromversorgung, den sie Energiewende nennen. Zur Sicherheit werden die Kraftwerke nicht nur abgeschaltet, sondern möglichst effektiv gesprengt oder zersägt.
Es ist beängstigend – die europäischen Stromnetze, die ohnehin einen Krieg gegen die Energiewender schon fast verloren haben, werden nun von durchgeknallten Saboteuren angegriffen, die das Schweinesystem abschaffen wollen.
Es fing mit der Brandlegung an einem Strommast in Grünheide durch eine linksextreme „Vulkangruppe“ an, durch die das Tesla-Werk tagelang stillgelegt werden musste. Zehntausende Haushalte waren ohne Strom. „Wir haben heute Tesla sabotiert.“ Die Gruppe wirft Tesla in einer Mail „extreme Ausbeutungsbedingungen“ vor und fordert eine „komplette Zerstörung der Gigafactory“. Mir ist nicht bekannt, dass die Täter gefasst wurden.
Am letzten Wochenende kam es in Frankreich zu mehreren Sabotageakten gegen das Stromnetz, ebenfalls durch eine linksextreme Gruppe namens „Coupez!“, jedenfalls haben sie ein entsprechendes Bekennerschreiben veröffentlicht.
Blackout der iberischen Halbinsel
Am 28. April 2025 kam es um 11:33 Uhr in Spanien und Portugal zu einem großflächigen Blackout, der nahezu die gesamte iberische Halbinsel lahmlegte. Der Stromausfall begann mit plötzlichen Ausfällen in Umspannwerken in Granada, Badajoz und Sevilla, die innerhalb von Sekunden zu einem Erzeugungsverlust von 2,2 Gigawatt führten. Dies löste eine Kettenreaktion ähnlich dem Umfallen von Dominosteinen aus, die das gesamte Stromnetz zum Zusammenbruch brachte. Spanien und Portugal waren nahezu schwarz und das öffentliche Leben brach für einen Tag zusammen. Medienberichten zufolge kam es zu drei oder vier Todesopfern.
Die genaue Ursache des Blackouts wird weiterhin untersucht. Es kann Monate dauern, bis die Ergebnisse der Untersuchung der Netzbetreiber vorliegen. Die spanische Regierung schließt einen Cyberangriff auf das Hauptnetz aus. Zudem wird geprüft, ob Netzschwankungen in Europa vor dem Vorfall eine Rolle gespielt haben.
Der Vorfall hat die Diskussion über die Stabilität des spanischen Stromnetzes und die Abhängigkeit von erneuerbaren Energien neu entfacht. Während einige Stimmen ein Überangebot an Solarstrom als mögliche Ursache sehen, gab es dafür bislang keine offiziellen Belege. Es wurde in den Medien sehr still um den Blackout.
Über ganz Spanien lacht die Sonne
Allerdings gibt es schon allerhand Stellungnahmen von Fachleuten über die möglichen Ursachen. Die sind aber für Nichtfachleute schwer zu verstehen und stoßen daher auf wenig Interesse. Von Bekannten wurde ich auf einen Bericht von INESC TEC’s Substack aufmerksam gemacht, in dem fünf Experten das Ereignis analysieren.
Ich habe mir vorgenommen, das, was bisher bekannt ist, in eine dem Nichtfachmann verständliche Sprache zu übersetzen. Was also ist geschehen?
Am Morgen des 28. April produzierte Spanien 33 Gigawatt (GW) Strom – etwa so viel wie 30 große Kraftwerke erzeugen. Spanien ist ein sonniges Land und setzt auf erneuerbare Energie. Aus Solar kamen an diesem Vormittag 23 GW und aus Wind 3 GW, in Summe also 26 GW. Die großen Turbinen der Kraftwerke erzeugten zu dieser Zeit nur 3,5 GW aus Kernkraft und der Rest aus Biomasse und Solarthermie – man hatte also die Kraftwerke zugunsten des Solarstroms weitestgehend heruntergefahren.
Das Stromnetz – die größte und komplizierteste Maschine, die je gebaut wurde
Ein Stromnetz ist eine trickreiche Maschine. Stellen Sie sich das Stromnetz wie eine starre Welle aus Stahl von Flensburg bis München vor. Auf diese Welle übertragen die Erzeugerturbinen ihre Leistung mittels großer Treibriemen, und die Verbraucher nehmen sie von dieser Welle mittels vieler kleiner Treibriemen ab. Es funktioniert aber nur, wenn zu jeder Zeit (Sekunde) genau die Leistung produziert wird, die auch verbraucht wird. Dann drehen sich unsere Stromnetzwelle und alle mit ihr verbundenen Erzeugermaschinen mit genau 3.000 Umdrehungen pro Minute. Wird jetzt plötzlich mehr gebraucht, muss die Stromerzeugung erhöht werden, oder das Stromnetz sinkt in der Drehzahl – ähnlich einem Auto, dessen Motor an einer Steigung an Drehzahl verliert. Wird plötzlich mehr Strom erzeugt, als gebraucht wird, dann steigt eben die Drehzahl.
So war es in der guten alten Zeit. Die Verbraucher machten, was sie wollten, und die Erzeuger passten sich an. Das war auch möglich, weil die großen Erzeugungsmaschinen sich mit 3.000 Umdrehungen pro Minute – das sind die berühmten 50 Hertz – drehten und damit eine riesige Schwungmasse wenigstens für ein paar Sekunden die Drehzahl auch bei großen Verbrauchssprüngen – wie z.B. die Halbzeitpause eines Weltmeisterschaftsspiels, wo plötzlich Millionen Fans den Kaffeekessel anwerfen – einfach durch ihre mechanisch gespeicherte Trägheitsenergie Schwankungen ausglich, um den Ingenieuren auf den Netzleitstellen Zeit zu verschaffen, die Leistung durch Hochfahren von Erzeugern oder Abschaltung von Großverbrauchern wieder anzupassen.
Alle machen, was sie wollen
In der schönen neuen Stromwelt werden aber durch die Energiewende mehr und mehr große Kraftwerkserzeugermaschinen verschrottet und durch kleine Windradgeneratoren oder gar Solarpaneele ersetzt. Und zu allem Übel machen jetzt nicht nur die Verbraucher, was sie wollen, nein, auch diese Erzeuger machen, was das Wetter so will. Zusätzlich erschwerend kommt hinzu, dass es immer weniger schwere, sich mit 3.000 Umdrehungen drehende Maschinen gibt, deren Masseträgheit eine Sekundenreserve darstellt, so dass das Netz immer empfindlicher auf Lastsprünge reagiert und die Ingenieure in den Netzleitstellen immer weniger Zeit zum Reagieren haben. Merken Sie etwas, lieber Leser? Das System wird immer sensibler, je weniger Dämpfung aus Masseträgheit einbezogen wird.
Das war an diesem Morgen in Spanien genau der Fall. Da Biogasanlagen und Solarthermie auch nur kleine Generatoren ohne viel Masseträgheit haben, waren eigentlich nur noch ein paar große Turbinen der Kernkraftwerke an unsere Welle angeschlossen, die zur Dämpfung zur Verfügung standen. Und keiner weiß bis heute, wie viel solche Massen mindestens für die Gewährleistung der Netzsicherheit und der konstanten 50 Hz benötigt werden. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das gerade ausgetestet wird.
Millionen kleiner schwarzer Kästchen
Dazu kommt noch eine weitere Krux. Selbst jedes Solarbalkonkraftwerk hat natürlich seinen eigenen kleinen Konverter. Das ist eine kleine Blackbox – meist aus China – die es ermöglicht, den in den Paneelen erzeugten Gleichstrom ins Netz zu speisen, indem es ihn in Wechselstrom umwandelt. Da sich aber hier nichts dreht, müssen diese 50 Hz irgendwie elektronisch erzeugt und geregelt werden. Außerdem muss auch die Spannung von dem kleinen schwarzen Kästchen geregelt werden. Und natürlich soll das Kästchen auch möglichst wenig kosten. Deshalb folgen die Frequenz- und Spannungsregler in dem Kästchen auch dem Vorgabewert, den sie gerade dem Netz entnehmen. Fällt oder steigt die Frequenz, machen sie einfach mit und verstärken so den bösen Effekt. Sie haben höchstens einen Schutzmechanismus eingebaut, der das Paneel abschaltet, wenn die Spannung zu hoch steigt, damit es nicht durch Überspannung zerstört wird. Das Gefährliche ist, dass es diese Kästchen jetzt in Millionenzahl gibt und die Netzbetreiber meist keinen Zugriff auf deren Steuerung haben. Nur große Solaranlagen haben teure Regelsysteme, die das Netz unterstützen, die 50 Hz und die Spannung zu halten.
Und es gibt meines Erachtens noch einen weiteren ungewollten Effekt – die unterschiedlichen kleinen Toleranzen der Regelung dieser Solarpaneele. Die sind ja nicht genormt. Und selbst wenn, so hat doch jeder Hersteller zwar im Großen und Ganzen den Sollwert auf 50 Hz eingestellt, aber schon allein die Mess- und die Regelgenauigkeit können von Gerät zu Gerät geringfügig abweichen. Von Spannungshaltung und Phasenwinkel gar nicht zu reden. Eigentlich nicht schlimm. Aber was, wenn Millionen dieser Geräte mit der einen Welle verbunden sind? Da können sich die unterschiedlichsten Graubereiche der Werte überlagern und zu Fehlreaktionen aufschwingen, bis hin zur Notabschaltung ganzer Solarfelder wegen unzulässigen Spannungsanstiegs durch Schwingungen.
Netz-Schwingungen und eine Störung als Anlass
Und tatsächlich, ab 10:19 Uhr wurden am 28. April 2025 im spanischen Netz solche Schwingungen von zwei Spezialmessgeräten erfasst und aufgezeichnet. Die Frequenz und Spannung schwangen sich im Minutentakt zu mehr oder minder großen Ausschlägen auf. Die Ausschläge waren nicht sehr groß, aber das System hatte aufgehört, stabil zu sein. Sie können sich davon ein Bild machen, wenn Sie das nächste Mal im Stau stehen und im Stop and Go die völlig unbegründeten Schwingungen des Staus erleiden, die dadurch entstehen, dass sich die minimal unterschiedlichen Verhaltensweisen von hunderten Fahrern zu einer Ziehharmonika-ähnlichen Bewegung aufschaukeln. Die von den zwei Messgerät aufgezeichneten Schwingungen deuteten darauf hin, dass im iberischen Netz nicht mehr genügend Dämpfung vorhanden war. Nun brauchte das schwingende Netz nur noch einen Anlass fürs Kollabieren. Der kam um 12:33:16 Uhr, als ein Kraftwerk in Südspanien ausfiel, dem zwei Sekunden (sic) später ein zweites Kraftwerk folgte. Jetzt waren plötzlich zwei Gigawatt Leistung verloren.
Was dann kam, übersteigt die Vorstellungskraft eines bescheidenen Ingenieurs. Es muss zu einer großen Spannungsschwankung im spanischen Netz geführt haben, denn fünf Sekunden (sic) später trennten sich 15 Gigawatt-Solarleistung – also Großsolaranlagen – durch ihren Spannungsschutz vom Netz – etwa die Hälfte der gesamten Erzeugung. Das System hatte das Gleichgewicht verloren.
Die Netzfrequenz fiel schlagartig um dramatische 1,5 Hz ab. Daraufhin schalteten sich alle Stromerzeuger in Spanien und Portugal automatisch ab. Die Schutzsysteme des Netzes funktionierten und eines davon unterbrach die Grenzkuppelstellen der Hochspannungsleitungen zu Frankreich und Deutschland – was wohl Europa vor dem ganz großen Blackout rettete. Man kann es auch so beschreiben: Die vielen großen rotierenden Massen der französischen Kernkraftwerke verhinderten durch ihre dämpfende Trägheit das Durchbrechen des spanischen Frequenzabfalls auf den Rest von Europa.
Die gute und die schlechte Nachricht
Erst mal die gute Nachricht: So unangenehm wie der iberische Blackout auch war – die Wiederherstellung der Stromversorgung innerhalb eines Tages ist einfach eine großartige Leistung der spanischen und portugiesischen Netzbetreiber. Sie haben das Schlimmste verhindert. Und auch den Spaniern und Portugiesen steht ein Kompliment zu. Sie haben sich weitestgehend als hochzivilisierte Bürger erwiesen und Disziplin gehalten.
Dann noch die schlechte Nachricht: Es gab in den letzten Tagen zwei Terroranschläge auf das französische Stromnetz in Südfrankreich. In der Ortschaft Tanneron in der Nähe von Cannes wurde am Samstag an einer Umspannstation ein Feuer gelegt und drei der vier Stützen eines Hochspannungsmastes durchgesägt. Dadurch fiel der Strom für etwa 160.000 Haushalte in Südfrankreich kurzfristig aus.
In Nizza fiel der Strom in der Nacht zum Sonntag für 45.000 Haushalte aus, weil jemand einen Stromtransformator in Brand gesteckt hatte.
Die französischen Behörden gehen von Sabotage aus. Es ist auf Indymedia, einer linken Plattform, ein Bekennerschreiben aufgetaucht. In dem Schreiben heißt es, die Aktion habe nicht nur das Filmfestival stören, sondern auch Forschungseinrichtungen, Rüstungsfirmen, Start-ups, den Flughafen und weitere Einrichtungen in der Region lahmlegen sollen. In dem Text wird mehrfach der Ausdruck „Coupez!“ verwendet – ein Begriff aus der Filmsprache, der das Ende einer Szene markiert. Zudem enthält das Schreiben scharfe Kritik an der französischen Rüstungsindustrie und an einem „System“, das als lebensfeindlich beschrieben wird.
Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier
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„Misslungene Migrations- und Asylpolitik – Ein Insider packt aus“ von Jaroslaw Poljak

Die Asylkrise sowie die Rolle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge stehen seit dem Jahr 2015 im Zentrum zahlreicher öffentlicher Debatten – und nicht selten auch im Fokus verschiedener Skandale. In seinem Buch leistet der Autor einen wichtigen Beitrag dazu, die zugrunde liegenden Mechanismen verständlicher zu machen. Ziel seiner Analyse ist es, insbesondere die Verantwortung des Bundesamtes in diesem komplexen Kontext kritisch zu beleuchten und für die Leserinnen und Leser nachvollziehbar darzustellen.
Jaroslaw Poljak war Asylentscheider im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Projektmitarbeiter bei der Bundesagentur für Arbeit, Fachjurist in mehreren Rechtsanwaltskanzleien, Gastdozent im Zivilrecht und internationalen Privatrecht, Autor von mehreren Fachartikeln des internationalen Rechts. Studium: Er verfügt über gleich fünf juristische Universitätsabschlüsse, die er an verschiedenen Universitäten in drei europäischen Ländern erworben habe. Zu seinen Fachgebieten zählen das Internationale Privatrecht, das Völkerrecht sowie das Zivilrecht.
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Love Priest Tim Kellner: Die Meinungsfreiheit ist tot – töter geht nicht!

Es war einmal… ein wunderbares Geschenk unserer Verfassung: Es hieß Meinungsfreiheit. Und wenn sie nicht gestorben wäre, lebte sie heute noch!
Sieben Monate Haft auf Bewährung für ein Satire-Meme: Das „Urteil wie aus einer Diktatur“ des Amtsgerichts Bamberg gegen DK-Chef David Bendels sorgt weiter für Gesprächsstoff – so zuletzt in dieser Woche bei Markus Lanz im ZDF. Love-Priest Tim Kellner rechnet knallhart mit Nancy Faeser (SPD) und linksgrüner Doppelmoral ab.
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Bekommt Donald Trump die Pilzbehandlung gegen Russland?
Larry C. Johnson
Pilze werden angeblich im Dunkeln gezüchtet und mit Dung bedeckt. Die Frage, ob Trump wie ein Pilz behandelt wird, ist also eine umgangssprachliche Art und Weise, um anzudeuten, dass er absichtlich unwissend gehalten, irregeführt oder mit falschen Informationen über den Krieg in der Ukraine versorgt wird. Sein Ausbruch am Sonntag, als er Putin als verrückt bezeichnete und ihn beschuldigte, grundlos Drohnen und Raketen auf die Ukraine abzufeuern, war bizarr und beunruhigend. Seine Äußerungen zeigten, dass er keine Ahnung hatte, warum Russland diesen Angriff startete, und auf die Frage eines Reporters nach dem Attentat auf Wladimir Putin gab Trump zu, dass er nichts davon wusste.
Das kann nur zweierlei bedeuten: Entweder wusste Trump wirklich nichts über die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe in Russland oder er hat gelogen. Ich denke, er wusste wirklich nichts… ihm wurde nur gesagt, dass Putin die Ukraine bombardiert und viele Zivilisten ungerechtfertigt getötet hat.
Trump verdoppelte seine begriffsstutzige Bemerkung vom Sonntag mit dieser Perle vom Montag:
„Putin versteht nicht, dass Russland ohne mich schon viel Schlimmes passiert wäre, und ich meine WIRKLICH Schlimmes. Er spielt mit dem Feuer“
Die Kombination aus Narzissmus, Selbstüberschätzung und Ignoranz von Trump ist wirklich atemberaubend. Ich glaube, er glaubt das wirklich. Er lebt in einer Fantasiewelt und glaubt wirklich, dass er Russland zwingen kann, seinem Diktat zu gehorchen. Er begreift nicht, dass er einen Dritten Weltkrieg riskiert, wenn er die Militäroperationen gegen Russland fortsetzt.
Die Reaktion der Russen auf Trump zeigt mir, dass sie verstehen, dass sie es mit einem narzisstischen Menschen zu tun haben, dem es an Neugierde mangelt und der von Emotionen getrieben wird. Anstatt sich gegen seine unverschämten, fadenscheinigen Behauptungen zu wehren, haben sich Putin und sein Team für den Königsweg entschieden und Weltklasse-Diplomatie bewiesen.
Juri Uschakow, Putins außenpolitischer Berater, äußerte sich wie folgt zu Trumps Äußerungen:
„Trump ist über den Krieg falsch informiert, er kennt nur die russischen Vergeltungsschläge … nicht die ukrainischen Angriffe. Trump kennt nur die Vergeltungsmaßnahmen, die wir ergreifen, und er versteht nicht ganz, dass wir ausschließlich die militärische Infrastruktur oder den militärisch-industriellen Komplex angreifen.“
Uschakows Äußerungen wurden von Putins Sprecher Peschkow aufgegriffen. Die Russen könnten berechtigten Grund zu der Annahme haben, dass Trumps Untergebene – zumindest einige von ihnen – ihm falsche Informationen geben und kein vollständiges Bild von den Ereignissen vermitteln, die zu den russischen Vergeltungsmaßnahmen am vergangenen Samstag und Sonntag führten. Ich habe vor kurzem ein Interview mit Colonel Doug MacGregor auf meinem Kanal Counter Currents geführt, in dem er beschrieb, wie Beamte des Verteidigungsministeriums Trumps Befehl, den Abzug aus Afghanistan einzuleiten, ignorierten. Und anstatt zum Pentagon zu gehen und Maßnahmen zu fordern, lehnte sich Trump zurück und tat nichts.
Es ist also nicht ausgeschlossen, dass Trumps nationales Sicherheitsteam und die CIA wichtige Informationen darüber zurückhalten, warum Putin die Ukraine am Wochenende angegriffen hat, und dass sie diese Karte ausspielen, um Trump dazu zu bewegen, die Ukraine weiterhin zu finanzieren.
In der Zwischenzeit tun die Russen so, als sei nichts geschehen, und halten sich an das diplomatische Protokoll. So hat Außenminister Lawrow heute mit Rubio und dem türkischen Außenminister gesprochen, um sich deren Unterstützung für den russischen Vorschlag zu sichern, am 2. Juni in Istanbul Gespräche mit der Ukraine zu führen.
Lavrov informierte den Leiter des US-Außenministeriums über die Vorbereitung konkreter Vorschläge Moskaus für die nächste Runde der direkten Verhandlungen mit der Ukraine in Istanbul.
In einem Gespräch mit dem Leiter des Außenministeriums betonte der Außenminister, dass Trump auf eine rasche Beendigung des Ukraine-Konflikts Wert lege.
Lavrov und der Leiter des türkischen Außenministeriums erörterten zudem telefonisch die Situation rund um die Ukraine-Krise, teilte das Außenministerium mit.
Ich denke, dass Putin und sein Team genau wissen, wie sie mit Donald Trump umgehen müssen… sie werden ihm schmeicheln und seinen Narzissmus befriedigen. Ich denke, meine Vermutung darüber, wie Putin bei ihrem nächsten Gespräch mit Trump vorgehen wird, ist zutreffend – d.h. Putin wird Trump die Ereignisse erklären, die zu seiner Entscheidung geführt haben, als Reaktion auf einen massiven ukrainischen Angriff Drohnen und Raketen abzuschießen, und er wird darauf hinweisen, dass er, wie Trump, einem Attentatsversuch ausgesetzt war. Was Putin nicht tun wird, ist, Trump und die CIA für den gescheiterten Versuch, ihn zu töten, verantwortlich zu machen. Er wird die Botschaft vermitteln, ohne Trump in die Enge zu treiben.
Wenn Sie Oliver Stones Interview mit Wladimir Putin aus dem Jahr 2016 noch nicht gesehen haben – es ist auf YouTube in vier Teilen zu sehen -, empfehle ich Ihnen dringend, dies zu tun. Sie werden einen guten Einblick erhalten, wie Putin auf Bedrohungen und Krisen reagiert. Ich wünschte, er wäre Präsident der Vereinigten Staaten.
Pepe Escobar: Trumps brisanter Schachzug gegen Putin inmitten Russlands und Chinas entschlossenem Handeln
Am 27. Mai 2025 begrüßt Nema den renommierten Journalisten und Geopolitik-Experten Pepe Escobar zu einem spannenden Interview. In dieser Diskussion analysiert Escobar die jüngsten Entwicklungen in der internationalen Politik, darunter das Telefonat zwischen Donald Trump und Wladimir Putin, die eskalierenden Spannungen in der Ukraine und die strategischen Bewegungen auf dem eurasischen Kontinent. Mit seinem tiefen Einblick in globale Machtkonstellationen beleuchtet er die komplexen Zusammenhänge zwischen Russland, den USA, Europa und aufstrebenden Bündnissen wie den BRICS, ASEAN und dem GCC. Dieses Gespräch verspricht, die treibenden Kräfte hinter den aktuellen geopolitischen Dynamiken zu entschlüsseln.
Nema: Hallo zusammen, heute ist Dienstag, der 27. Mai 2025, und unser Freund Pepe Escobar ist wieder bei uns. Willkommen zurück, Pepe!
Pepe Escobar: Es ist mir eine Freude, bei dir und allen Zuhörern zu sein, Nema. Übrigens, sehr wichtig: Das Gipfeltreffen, das gerade bei meinen Nachbarn im Süden stattfindet – China, GCC und ASEAN – ist heute ein sehr bedeutender Tag.
Nema: Bevor wir darauf eingehen, Pepe, was ist deine Meinung zu dem Telefonat zwischen Donald Trump und Wladimir Putin? Trump sagte nach dem Gespräch, dass die Ukraine und Russland miteinander sprechen und eine Lösung finden werden. Doch gestern erklärte er, dass Russland nicht nur Soldaten, sondern auch Zivilisten tötet und dass Putin ganz die Ukraine wolle, nicht nur den Osten, und dass dies der Untergang Russlands sei. Was geht im Kopf der Trump-Administration und von Trump selbst vor, deiner Meinung nach?
Pepe Escobar: Nema, das ist ein wiederkehrendes Thema in all unseren Diskussionen seit Monaten: Wie unzuverlässig, sprunghaft und manchmal geradezu wahnsinnig die Anhäufung von Trumps Erzählungen sein kann. Da er ein Meister darin ist, Narrative zu kontrollieren, zu ändern und zu verdrehen, wissen wir nie, was als Nächstes kommt, was in diesem Fall besonders besorgniserregend ist. Wie wir vor Beginn unseres Gesprächs heute diskutiert haben, gibt es drei Möglichkeiten, und alle sind, gelinde gesagt, erschreckend:
Erstens, er hat das aus seinem eigenen narzisstischen Kopf heraus erfunden, was an sich schon ein riesiges Problem ist, da es typisch für ihn ist, zwei oder drei Beobachtungen zu machen, die völlig losgelöst von der Realität sind und Anschuldigungen aus heiterem Himmel zu erheben.
Zweitens, er wurde von seinem engsten Kreis manipuliert, den wenigen Personen, auf die er tatsächlich hört, wenn auch nur für 10 Sekunden. Die meisten davon sind, wie wir wissen, extreme Russophobe, wie etwa diese Relikte aus dem Kalten Krieg, wie Kellogg. Vielleicht glaubt er tatsächlich, was sie ihm gesagt haben, weil er sich nicht einmal die Mühe gemacht hat, es in einen Kontext zu setzen. Was Russland in den letzten zwei oder drei Tagen getan hat, ist eine Reaktion auf Schwärme von Drohnenangriffen gegen verschiedene Teile der Russischen Föderation, einschließlich Moskau selbst und Putins Hubschrauber, als er nach Kursk flog. Die Antwort musste also absolut vernichtend sein, und sie ist noch nicht vorbei.
Drittens, es könnte Druck vom Deep State und den Silos innerhalb des Deep State geben, kontrolliert von den üblichen Verdächtigen – ihr, unser Publikum, wisst, von wem wir sprechen. Sie zwingen Trump, solche Aussagen zu machen, als eine Art Good Cop/Bad Cop-Spiel, das er allein spielt, um etwas aus Russland herauszupressen. Jeder, der die SMO (Spezielle Militäroperation) in den letzten drei Jahren verfolgt hat, weiß, dass nichts die Russen von ihrer ursprünglichen Mission abbringen wird. Die Nicht-Antwort von Medwedew auf Twitter/X war ziemlich lustig, aber auch sehr realistisch: Wenn es so weitergeht, wird die sogenannte Pufferzone in der Ukraine 98 % der Ukraine umfassen, was durchaus realistisch ist und innerhalb des nächsten Jahres oder anderthalb Jahren passieren könnte. Nicht zu erwähnen, dass alle Nachbarn – Ungarn, Polen, Rumänien – nach einem Stück des post-neonazistischen Ukraine greifen werden.
Das Hauptproblem mit Trumps Ausbruch, wieder einmal ein Wutanfall eines kindischen Anführers, ist das völlige Fehlen von Kontextualisierung. Es gibt bereits ein neues Meme, das jetzt von den üblichen Verdächtigen rund um die Uhr verbreitet wird: „Putin ist verrückt.“ Von nun an wird die gesamte Erzählung lauten: „Putin ist verrückt“, und alles, was Kiew, die EU und sogar die Trump-Administration tun, wird mit diesem Narrativ gerechtfertigt. Trump könnte das Ende der SMO für die absehbare Zukunft ausgelöst haben. Wir wissen nicht, was morgen kommt – vielleicht sagt er: „Ich rufe Putin wieder an.“ Alles ist möglich, und das ist ein enormes Risiko, dass der gesamte Prozess jetzt völlig entgleist.
Es gibt Gerüchte aus unbestätigten, fragwürdigen Quellen – also mit Vorsicht zu genießen –, dass es neue Sanktionen gegen Russland geben könnte, möglicherweise ohne russische Banken. Das ist reine Spekulation. Vielleicht wird es ein weiteres Telefonat geben, oder er sagt wieder: „Ich hab genug, ich bin raus.“ Alle diese Möglichkeiten sind denkbar. Es bleibt die Frage: Wie kann man einen diplomatischen Prozess mit einer so narzisstischen, unzuverlässigen Persönlichkeit führen, die Wutanfälle wie ein Vierjähriger wirft? Das ist unmöglich.
Die immense Geduld von Präsident Putin und Peskow kommt ins Spiel. Peskow sagte gestern und heute Morgen, der Prozess sei sehr kompliziert, es gehe hin und her, man müsse geduldig sein. Aber irgendwann wird auch Putin die Geduld verlieren, besonders unter dem Druck der Kritik. Ich bin in zwei Tagen wieder in Moskau und werde in den nächsten Wochen mit gut positionierten Leuten sprechen, um herauszufinden, wie groß die Unzufriedenheit in den russischen Führungskreisen mit diesem unsinnigen Waffenstillstandsprozess ist. Alle wissen, dass es keinen Waffenstillstand geben wird, den Russland akzeptieren würde, angesichts der bekannten russischen Forderungen und der Tatsache, dass Kiew täglich mit Drohnenschwärmen – manchmal Dutzende, manchmal über hundert – gegen Russland vorgeht. Die russische Antwort wird also noch verheerender sein.
Die Möglichkeit eines Waffenstillstands ist gleich null. Die Möglichkeit, dass Witkow und eine russische Delegation zu einem Konsens kommen, ist genauso gering. Ein weiteres Treffen in Istanbul? Die Russen sagen, sie hätten die Richtlinien für ein Abkommen fast fertig, aber die Ukrainer arbeiten, soweit wir wissen, nicht einmal daran, weil ihre einzige Strategie darin besteht, den Krieg endlos zu verlängern, in der Annahme, dass die Europäer die Lücke füllen, die die Amerikaner hinterlassen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Im Vergleich zur letzten Woche ist der Prozess jetzt noch komplizierter und steuert auf eine Sackgasse zu.
Nema: Das Problem ist, Pepe, wir wissen, dass die USA der Ukraine Geheimdienstinformationen über die Ziele liefern, die du erwähnt hast – die Drohnenangriffe. Ein Aufklärungsflugzeug der US-Marine operiert in der Region, bereitet alles vor, sammelt Daten. Es ist wieder am Schwarzen Meer. Hast du das gesehen?
Pepe Escobar: Ja, genau. Putin könnte logisch darauf reagieren, ohne etwas erfinden zu müssen. Er hat Beweise, die er Trump vorlegen kann: „Was macht ihr da? Ihr helft den Ukrainern, uns anzugreifen, während ihr vorgebt, mit uns verhandeln zu wollen.“ Das russische Verteidigungsministerium oder das Außenministerium könnte leicht Fakten, Zahlen, Angriffe liefern. Die Amerikaner schicken weiterhin Waffen in die Ukraine – nicht neue, aber die bisherigen Lieferungen laufen weiter. Es gibt Einschüchterungen im Schwarzen Meer und in der Ostsee, konzertierte NATO-Provokationen. Die Russen haben bereits gesagt: „Ihr wollt uns aus der Ostsee drängen? Viel Glück dabei.“ Russische Frachtschiffe und Tanker werden jetzt von russischem Militär, Geheimdiensten, See- und Luftdrohnen geschützt. Es wird also keine estnische „Chihuahua-Marine“ geben, die Russland in der Ostsee provoziert. Wenn sie es versuchen, wird die Antwort sein: „Köpfe ab, wie in Alice im Wunderland.“
Die Fakten sind alle da, aber wir haben es mit einer Administration zu tun, die Fakten nicht respektiert. Es geht nur um Narrative, die im Kopf des Zirkusdirektors konstruiert werden. Es war vorhersehbar, dass es in eine Sackgasse gerät. Es lief ein paar Wochen zu glatt mit all dem Gerede über einen Waffenstillstand. Medwedew sagte in Istanbul zur ukrainischen Delegation: „Seid ihr bereit, fünf Jahre weiterzukämpfen? Wir sind es. Wir können fünf, acht, zehn Jahre kämpfen, es ist uns egal. Es hat 21 Jahre gedauert, die Schweden zu besiegen, kein Problem.“
Nema: Erinnerst du dich, Pepe, an den Artikel in der Financial Times, wenn ich mich nicht irre? Großbritannien, Frankreich und Deutschland haben geschworen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um eine ukrainische Einigung zu verhindern und Gespräche zwischen den USA und Russland zu blockieren. Gestern kündigte der deutsche Kanzler Merz an, dass Großbritannien, Frankreich, Deutschland und die USA die Beschränkungen für die Reichweite der militärischen Lieferungen an die Ukraine aufgehoben haben. Sie bekommen alles, was sie wollten. Es scheint, als würden sie Trump in Bezug auf die Ukraine ausspielen. Weiß Trump überhaupt, was los ist?
Pepe Escobar: Nein, er weiß es nicht. Und wenn er es herausfindet – falls er es herausfindet –, wie er von den europäischen „Chihuahuas“ ausgetrickst wird, erwarten wir eine weitere Serie verrückter Narrative. Im Moment denkt er, dass er das Spiel beherrscht und die Europäer sich vor ihm verbeugen. Aber die Europäer haben ihre eigene Strategie – wenn man es so nennen kann –, einen Plan für einen ewigen Krieg gegen Russland. Das war das Thema meiner letzten Kolumne: die europäische Kakistokratie, die Herrschaft der Schlimmsten, ist völlig in die Logik eines ewigen Krieges gegen Russland vertieft, egal was passiert – selbst wenn die NATO implodiert oder Trump die Verhandlungen abbricht. Es gibt keinen Ausweg, keine Rampe, nichts.
Das Kremlin und das russische Verteidigungsministerium wissen das sehr gut und planen entsprechend. Es gibt Gerüchte über eine große Offensive im Sommer, die vielleicht stattfindet oder auch nicht. Es könnten auch kleinere Offensiven sein, nicht unbedingt entlang der gesamten Front, aber sie werden weiter vorrücken, Territorium erobern und die Frontlinie erweitern. Putin hat offiziell von einer Pufferzone gesprochen, aber es geht darum, das neonazistische Regime in Kiew so weit wie möglich von den Grenzen Noworossijas fernzuhalten, das sich weiter ausdehnt. Was Medwedew in Istanbul sagte, war immens wichtig: „Ihr wollt die vier Regionen, die jetzt zur Russischen Föderation gehören, nicht akzeptieren? Beim nächsten Mal werden es nicht vier, sondern acht Regionen sein.“ Dnipropetrowsk, Odessa – alles. Die Russen haben das den Ukrainern klargemacht, und die Europäer haben die Botschaft offenbar verstanden, denn sie verdoppeln jetzt ihre kriegerische Rhetorik.
Nema: Pepe, wenn wir über Entnazifizierung sprechen, hängt dieser Prozess meiner Meinung nach stark davon ab, was nach einer ukrainischen Einigung in der Ukraine passiert – wer an die Macht kommt, wer die Ukraine, insbesondere den Westen des Landes, regiert. Glaubst du, dass die Russen die Entnazifizierung rein als militärische Operation sehen oder berücksichtigen sie auch politische Parteien und Bewegungen im Westen der Ukraine nach einer Einigung?
Pepe Escobar: Es gibt ein paar Prioritäten. Erstens: Was auch immer politisch in Kiew nach einer Art Einigung passiert, es darf niemals so sein wie jetzt – ein System der Plünderung, extrem korrupt bis ins Mark und von Neonazis kontrolliert, die hinter einer Marionette stehen. Das ist Priorität Nummer eins. Priorität Nummer zwei ist eine vollständige Demilitarisierung, sodass keine militärische Bedrohung für die Russische Föderation ausgeht. Wenn sie in die EU wollen, ist das nicht Russlands Problem, solange es nicht nach NATO-Art militarisiert ist und die Waffen nicht gegen Russland gerichtet sind. Das sind die Prioritäten.
Das kann Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern. Das Kremlin sieht das große, langfristige Bild. Sie blicken auf das, was viele von uns als das neue „Great Game“ beschreiben – eines der zentralen Kapitel. Sie schauen auf 2030, 2035, 2040. Das ist der tiefere Sinn von Putins Aussage, die Wurzeln des Konflikts anzugehen: NATO-Erweiterung, die Unterwerfung Kiews, der Putsch von 2014, die Neonazis, die alles kontrollieren, und die, die sie finanzieren. All das muss verschwinden, damit Russland sagen kann: „Okay, das war’s, wir haben eine Einigung.“ Solange diese Elemente bestehen, gibt es keine Einigung.
Nema: Was ist das Ziel Europas in der Ukraine? Ich sehe keinen objektiven Plan außer der Fortsetzung des Konflikts. Selbst wenn sie Trump in diesen Konflikt hineinziehen könnten, was würde das für die Europäer bringen?
Pepe Escobar: Zunächst einmal werden sie Trump nicht hineinziehen. Er will aussteigen, weil es für ihn als Geschäftsmann nicht kosteneffizient ist. Trump wird diesen Zustand nur fortsetzen, wenn die Europäer weiterhin amerikanische Waffen kaufen und 5 % ihres BIP dafür ausgeben. Dann könnte er sagen: „Okay, das ist euer Krieg, macht weiter, wir sind raus – aber ihr müsst alles von uns kaufen.“ Es ist ein Geschäft, ein reiner Geschäftsvorgang.
Europa hat von Anfang an weder Taktik noch Gesamtstrategie. Ihr Plan A war, alles gegen Russland zu werfen, die Wirtschaft zu zerstören, wie europäische Funktionäre 2022 sagten, und dann auf einen Regimewechsel, Putins Sturz und die Zersplitterung Russlands zu hoffen, um alles an sich zu reißen. Es gab nie einen Plan B. Selbst als der Rückschlag kam, gab es keine europäischen Thinktanks, die eine Strategie entwickelt hätten. Ihre einzige Strategie war, Russland von innen und außen zu unterminieren – mit Sanktionen, SWIFT-Ausschluss usw. Sie können mit dem Rückschlag nicht umgehen, weil sie ihn nicht verstehen und nicht die Ursachen studieren, da ihre Arroganz und Dummheit das verhindern.
Die 50-Milliarden-Dollar-Darlehen an Kiew, aufgeteilt zwischen EU und G7, sind ein gutes Beispiel. Die EU soll es zurückzahlen, hat aber kein Geld. Der Plan ist, es mit eingefrorenen – eigentlich gestohlenen – russischen Geldern in Europa, hauptsächlich über Euroclear in Brüssel, zu finanzieren. Das würde den Euro zerstören, da kein Land im globalen Süden oder Norden mehr Vertrauen in die Währung hätte. Dennoch ist das der Plan, und er ist für 45 Jahre festgelegt – praktisch eine Kriegserklärung der EU gegen Russland für die nächsten 45 Jahre. Das erklärt, warum sie nicht zurückkönnen: Folge dem Geld.
Nema: Angenommen, Trump will Russland zu einer Einigung zwingen, wie viel Druck kann er auf Länder wie China und Indien ausüben, die russische Energie kaufen?
Pepe Escobar: China ist schwer zu drängen, aber Indien ist ein großes Problem. Nach ihrer desaströsen militärischen Aktion gegen Pakistan ist Indien noch verwirrter. Die Verbindung zwischen Hindutva und Zionismus entfremdet die islamische Welt und muslimische Bevölkerungen weltweit. Innerhalb der BRICS wird Indien zunehmend als Belastung gesehen. Die indischen Eliten haben sich nicht entschieden, ob sie eine eurasische Macht oder eine westliche Kolonie sein wollen. Sie sind anfällig für Druck, keine Frage. Aber Trump beginnt vielleicht zu sehen, dass sein Deal nicht zustande kommt, es sei denn, er geht auf Russlands Forderungen ein, die Wurzeln des Konflikts anzugehen. Das würde eine Neubewertung der Rolle der USA gegenüber Russland bedeuten – etwas, wozu Trump nicht bereit ist, auch weil der Deep State es nicht zulassen würde. Sein Spielraum ist praktisch null, was seinen Ausbruch erklären könnte: „Putin ist verrückt.“ Es ist Frustration, typisch für seine narzisstische Persönlichkeit.
Nema: Wir hatten einen neuen Zug von China nach Iran. Das ist irgendwie erstaunlich!
Pepe Escobar: Das ist bahnbrechend! Der Zug startete in Xinjiang, ging über Kasachstan (Khorgos, ein riesiger Knotenpunkt), Usbekistan, Kirgisistan, Turkmenistan und schließlich nach Teheran. Es ist eine neue Variante des sogenannten Mittelkorridors der Chinesen. Es dauerte etwa 20 Tage – nichts im Vergleich zur historischen Seidenstraße. Bald werden wir Schwärme von Zügen sehen, die diesen Korridor zwischen China und Persien nutzen. Das ist die Zukunft Eurasiens: Konnektivität in atemberaubendem Tempo.
Nema: Du hast ASEAN erwähnt. Wie wird die Kommunikation innerhalb dieser Gruppen – ASEAN, GCC, China – den Konflikt im Nahen Osten und mit Russland beeinflussen?
Pepe Escobar: Immens wichtig! Ich warte auf die Abschlusserklärung morgen. Auf diesem Gipfel sitzen Westasien, Südostasien und China am selben Tisch – 60-70 % des relevanten Eurasiens. Russland und Zentralasien fehlen, aber die GCC (vor allem Saudi-Arabien, Emirate, Katar), ASEAN und China sind enorm einflussreich. Die Entscheidungen in Kuala Lumpur werden die BRICS in Rio Anfang Juli beeinflussen. Viele dieser Länder werden dort vertreten sein. Malaysia spielt eine Schlüsselrolle, besonders durch Mahathir, der eine klare Vision für ASEAN-Einheit und die Integration mit China und dem GCC hat. China ist der wichtigste Handelspartner der ASEAN-Staaten, und die Arabs investieren massiv in Südostasien. Indonesien und China handeln jetzt nur noch in ihren eigenen Währungen – ein riesiger Schritt. Das wird die BRICS beeinflussen und ist ein Vorgeschmack auf die Zukunft.
Nema: Gibt es etwas Besonderes an ASEAN, das die BRICS inspirieren könnte, um Lösungen für ihre Probleme zu finden?
Pepe Escobar: ASEAN privilegiert Konsens. Es ist eine sehr höfliche Organisation, wo alle respektvoll miteinander umgehen und nichts aufzwingen. Probleme wie die im Südchinesischen Meer werden offen diskutiert, auch mit China. Das könnte die BRICS lernen, besonders bei internen Spannungen wie zwischen Iran, Saudi-Arabien und den Emiraten oder der Rolle Indiens. China und Russland wissen, dass dies der Weg ist, den China mit ASEAN und GCC geht. Die heutigen und morgigen Entscheidungen in Malaysia werden auf andere multilaterale Organisationen, insbesondere die BRICS, überschwappen. Es ist ein sehr vielversprechendes Zeichen.
Nema: Wie wichtig sind die BRICS für Konflikte in der Ukraine, im Nahen Osten und in Taiwan? Werden sie eine neue politische Rolle übernehmen?
Pepe Escobar: Nicht dieses Jahr, Nema. Die brasilianische Präsidentschaft ist der Aufgabe nicht gewachsen, um es vorsichtig auszudrücken. Ich warte auf das BRICS-Treffen in Rio, um die Brasilianer mit den Russen vom letzten Jahr zu vergleichen. Der Konflikt mit der Trump-Administration, besonders die Zollkriege, ist ein hybrider Krieg gegen die BRICS. Die höchsten Zölle richten sich gegen südostasiatische Nationen. Es wird keinen Durchbruch in Rio geben, aber das Großartige an den BRICS ist das „BRICS-Labor“, wo Modelle wie der Handel in eigenen Währungen getestet werden. Das schreitet ständig voran.
Die größte Herausforderung ist die Schuldenfrage. Michael Hudson betont, dass die BRICS sich nicht entwickeln können, solange das Schuldenproblem nicht gelöst ist. Das sollte das Hauptthema im BRICS-Geschäftsrat sein. Es könnte in zwei bis drei Jahren zu einem geopolitischen und geoökonomischen Erdbeben kommen, wenn die BRICS diese Schulden als unbezahlbar erklären. Die Sanktionen gegen Russland, China und Iran sowie die Zölle müssen ebenfalls diskutiert werden. Brasilien ist ein Problem wegen seiner internen Klassenkonflikte und einer Regierung, die nicht immer die hellsten Köpfe hat. Lula könnte etwas Bahnbrechendes liefern, wenn er seine alten Reflexe nutzt, aber wenn nicht, ist Brasilien führungslos. Die Spannungen vor dem BRICS-Gipfel sind enorm wichtig und alle miteinander verbunden.
Nema: Genau, wir werden darüber sprechen!
Pepe Escobar: [Lachen] Cheers!
Nema: Danke, Pepe! Bis bald!
Schleichende Einführung des digitalen Euros – Ernst Wolf erklärt, wie die Bevölkerung manipuliert werden soll.
Im aktuellen Video erklärt Ernst Wolf, ein führender Experte für das internationale Finanzsystem und Autor mehrerer Bestseller, die brisante Entwicklung rund um den digitalen Euro und die Risiken, die damit für die individuelle Freiheit verbunden sind. Wolf liefert kritische Einblicke in die Zukunft unseres Geldsystems und die verdeckte Agenda, die hinter der Einführung des digitalen Euro steckt.
Die Einführung des digitalen Euro: Ein globaler Trend
Im Oktober 2023 hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Einführung des digitalen Euro angekündigt. Dieser digitale Zentralbankgeld (CBDC) wird als eine Antwort auf die tiefgreifenden Probleme des bestehenden Geldsystems betrachtet, das laut Wolf auf Dauer nicht funktionsfähig sein könne. Der digitale Euro soll weltweit eingeführt werden, und 134 Zentralbanken arbeiten derzeit an der Umsetzung eines globalen digitalen Finanzsystems.
Wolf erklärt, dass das langfristige Ziel dieses digitalen Geldsystems darin besteht, dass jeder Bürger nur noch ein einziges Konto bei der Zentralbank besitzt. Die traditionellen Geschäftsbanken würden in diesem neuen System keine Rolle mehr bei der Kreditvergabe spielen, was einen massiven Umbau des bestehenden Finanzsystems bedeutet. Kleinere Banken würden verschwinden, während größere Banken sich hauptsächlich auf das Wertpapiergeschäft und Derivate konzentrieren würden.
Das Problem der Akzeptanz: Widerstand gegen das neue Geld
Ein zentrales Problem, das bei der Einführung des digitalen Euro und anderen CBDCs aufgetreten ist, sind die Widerstände der Bevölkerung. In verschiedenen Versuchen, wie in der Ostkaribischen Union, Jamaika, den Bahamas und sogar in Nigeria, wurde versucht, digitales Zentralbankgeld einzuführen, jedoch scheiterten diese Versuche immer wieder. Der Grund: Die Menschen lehnten das neue Geld ab, weil es ihnen die volle finanzielle Überwachung und Kontrolle durch die Zentralbanken ermöglichen würde.
Wolf hebt hervor, dass dieses neue System programmierbar ist – es könnte Ablaufdaten für Geld beinhalten, individuelle Zins- und Steuersätze durch die Zentralbank festgelegt werden und Menschen könnten von allen Finanzflüssen abgeschnitten werden. Das bedeutet, dass der Staat jederzeit auf die finanziellen Ressourcen der Bürger zugreifen könnte, was viele als massive Bedrohung für ihre Freiheit ansehen.
Der digitale Euro als Zweiklassensystem
Besonders kritisch sieht Wolf das Konzept des Zweiklassengeldsystems, das mit dem digitalen Euro eingeführt werden könnte. Es gibt eine Wholesale CBDC für Großbanken, Hedgefonds und Versicherungen und eine Retail CBDC für normale Bürger und kleine Unternehmer. Diese klare Ungleichbehandlung zwischen Großunternehmen und der breiten Bevölkerung könnte für viele abschreckend wirken, und Wolf stellt fest, dass dieses System dazu führen würde, dass wirtschaftliche Ungleichheiten noch weiter vertieft werden.
Die Testphase und die bevorstehende Einführung
Am 5. Mai 2025 gab die EZB eine Pressemitteilung heraus, in der sie eine Innovationsplattform für den digitalen Euro ankündigte, an der 70 Unternehmen beteiligt sind, darunter auch große Banken wie die Bärenbergbank aus Deutschland und die Bank von Zypern. Wolf kritisiert jedoch, dass es keine direkte Beteiligung der Deutschen Bank an diesem Projekt gibt, was eine interessante Beobachtung ist. Er vermutet, dass die Deutsche Bank über ihre Beratungsfirmen wie KPMG und Accenture indirekt involviert ist.
Wolf geht weiter und stellt fest, dass KPMG und Accenture strategische Partner des World Economic Forums (WEF) sind. Diese beiden Unternehmen, die weltweit über millionenfachen Einfluss verfügen, beraten auch die größten Unternehmen der Welt, darunter Microsoft, Apple, Amazon, Alibaba und die Citibank. Wolf sieht hier einen klaren Zusammenhang: Diese globalen Beratungsunternehmen könnten eine massive Einflussnahme auf die Einführung des digitalen Euros haben, um den Übergang schleichend und ohne großen Widerstand durchzuführen. Vergünstigungen für Unternehmen und Bürger, die den digitalen Euro nutzen, könnten dabei eine wichtige Rolle spielen.
Der Plan der EZB: Ein schleichender Übergang
Wolf warnt, dass der digitale Euro schneller kommen könnte, als viele erwarten. Während die EZB offiziell eine Testphase bis Oktober 2025 angekündigt hat, geht Wolf davon aus, dass der digitale Euro bereits im Herbst 2025 eingeführt wird – und zwar nicht durch eine sofortige Zwangseinführung, sondern durch einen schleichenden Prozess, der den Menschen das neue Geld als Wohltat präsentiert.
Er befürchtet, dass die Einführung des digitalen Euros auf Umwegen und durch Anreize erfolgen wird, um die breite Bevölkerung zu gewinnen, die ansonsten vielleicht Widerstand leisten würde. Wenn große Unternehmen beginnen, Rabatte und Vorteile für die Nutzung des digitalen Euros anzubieten, könnte sich der Übergang nahezu unbemerkt vollziehen.
Fazit: Ein neues Finanzsystem mit totaler Kontrolle
Zusammenfassend erklärt Wolf, dass der digitale Euro die totale Kontrolle über unser Geld ermöglichen würde. Die EZB und andere Institutionen des Finanzsystems arbeiten mit einer strategischen Gruppe von Unternehmen zusammen, um die Einführung des digitalen Euros voranzutreiben und eine neue Finanzweltordnung zu etablieren, die den Einfluss der Zentralbanken massiv stärkt. Wolf betont, dass dieses System mit einer völligen Überwachung und Manipulation der individuellen Finanzen einhergeht.
Die einzige Möglichkeit, sich vor diesem digitalen System zu schützen, so Wolf, sei der Kapitalschutz durch physisches Gold und Silber, die vor einer solchen Kontrolle sicher sind.
Schutzmaßnahmen gegen den digitalen Euro
Als Lösung schlägt Wolf vor, dass jeder, der sich gegen die finanzielle Überwachung und die Einführung des digitalen Euros absichern möchte, auf Kapitalschutzpakete zurückgreifen sollte, die Gold und Silber umfassen. Diese physischen Werte seien nicht nur eine Absicherung gegen Inflation und Währungsrisiken, sondern auch gegen die digitale Geldkontrolle, die mit der Einführung des digitalen Euros einhergeht.
Wolf warnt, dass 2025 ein entscheidendes Jahr für die Einführung des digitalen Euros sein wird und dass sich jeder auf diese finanziellen Umwälzungen vorbereiten sollte, um nicht von dieser finanziellen Lawine überrollt zu werden.
Trumps KATASTROPHEN-Krieg mit Russland, China und dem Iran endet in einem DISASTER mit Brian Berletic
Im Video „Trump’s Catastrophic War with Russia, China & Iran Ends in Disaster“ analysieren der Militäranalyst Brian Berletic und der Journalist Danny Haiphong die zunehmend aggressive US-Außenpolitik unter Trump und Biden. Sie zeichnen das Bild einer Weltmacht im Abstieg, die mit Eskalation, Stellvertreterkriegen und atomarer Drohkulisse versucht, ihre globale Dominanz zu retten – koste es, was es wolle.
USA im Kriegsmodus: Wie Washington die Welt an den Rand eines atomaren Abgrunds treibt – Analyse mit Brian Berletic
Die USA verlieren ihre globalen Machtspiele – und könnten aus Verzweiflung alles aufs Spiel setzen. In einem brisanten Video-Interview analysieren Brian Berletic und Danny Haiphong die imperialen Strategien Washingtons gegenüber China, Russland und Iran. Ihr Fazit: Die USA steuern auf ein geopolitisches Desaster zu – mit verheerenden Konsequenzen für die ganze Welt.
Kriegsspiele gegen China: Pentagon scheitert regelmäßig
Pete Hegseth räumt es offen ein: Die USA verlieren jedes Kriegsspiel gegen China. In militärischer Hinsicht sei eine direkte Konfrontation aussichtslos – vor allem, da China über nukleare Abschreckung verfügt und sich nicht angreifen lassen wird. Die Belt and Road Initiative macht zudem deutlich, wie China alternative Handelsrouten schafft – unabhängig vom westlichen Einfluss.
Trotz militärischer Übungen mit Japan und Südkorea zögert selbst deren Wirtschaft, sich vollständig von China zu entkoppeln. Der Grund: China ist für viele asiatische Länder der wichtigste Handelspartner. Ein erzwungenes „Ukraine-Szenario“ in Ostasien – mit einer künstlich provozierten Eskalation – scheint das Ziel Washingtons zu sein.
Die Ukraine-Strategie als Blaupause für Asien
Wie in Europa, so nun in Asien: Die USA versuchen, durch politische Destabilisierung und militärische Konfrontation die multipolare Entwicklung zu stoppen. In Thailand etwa sind US-finanzierte Parteien weiter aktiv, in Universitäten wird US-konforme Ideologie verbreitet. Der „weiche Putsch“ läuft – unter dem Vorwand von Demokratie und Menschenrechten.
Doch ein „Decoupling“ Asiens von China wäre wirtschaftlich katastrophal. Die Region ist das industrielle Rückgrat der Welt. Anders als bei Russland würden Sanktionen gegen China globale Lieferketten zerstören und die USA selbst in eine Rezession stürzen – was bereits die Zolldrohungen unter Trump andeuteten.
Atomkrieg als letzter Ausweg?
Berletic warnt: Die US-Eliten seien nicht blind – sondern fanatisch. Sollte Washington scheitern, wirtschaftlich oder militärisch, bleibe als letzter Hebel die nukleare Eskalation. Bereits im Korea-, Vietnam- und Afghanistankrieg wurde der Einsatz von Atomwaffen diskutiert. Das „First Strike“-Denken ist fest in der US-Militärdoktrin verankert.
Während die Lebenshaltungskosten in den USA explodieren und die Gesellschaft zerfällt, setzt die politische Klasse auf Konfrontation statt Reform. Die Strategie sei nicht Kooperation, sondern Zerstörung – in der Hoffnung, aus den Trümmern als dominierende Macht wieder aufzuerstehen.
Iran im Fadenkreuz: Der nächste Krieg
Laut Berletic ist Iran das nächste Ziel. Das berüchtigte Strategiepapier „Which Path to Persia?“ der Brookings Institution offenbart den US-Fahrplan: Erst Syrien und Hisbollah ausschalten, dann Iran isolieren – um am Ende einen Regimewechsel zu erzwingen. Angebliche Friedensverhandlungen seien nur Teil der Täuschung.
Trump hat mit Michael Anton einen notorischen Neokonservativen mit BlackRock-Vergangenheit für die Iran-Gespräche nominiert. Israel führt Angriffe aus, die USA sichern sie ab – verdeckt, aber systematisch. Das Ziel: Iran zu einem Gegenschlag provozieren, um einen offenen Krieg zu rechtfertigen.
Multipolarität als Bedrohung für das Imperium
Iran, China und Russland bilden die Achse des multipolaren Widerstands. Das westliche Imperium, so Berletic, fürchte deren Modell von Stabilität, wirtschaftlicher Unabhängigkeit und regionaler Kooperation. Deshalb müsse Iran beseitigt werden – als Symbol einer unabhängigen Ordnung.
Ein Krieg gegen Iran wäre verheerend: Ein Land mit 90 Millionen Menschen, einer starken Armee und hoher Widerstandsfähigkeit. Selbst ohne Atomwaffen könnte Iran die Region ins Chaos stürzen und die USA in ein Vietnam-ähnliches Debakel zwingen.
Fazit: Krieg aus Kalkül – die Uhr tickt
Was Berletic offenlegt, ist keine Verschwörungstheorie, sondern dokumentierte US-Außenpolitik. Die Zielrichtung ist klar: Dominanz um jeden Preis – selbst wenn sie in den nuklearen Abgrund führt. Die multipolare Welt muss wachsam bleiben. Wer nur den offiziellen Verlautbarungen traut und die Strategie-Dokumente ignoriert, wird zum Komplizen einer Eskalation, die kaum noch zu stoppen ist.
Tut mir leid, wenn dies antisemitisch ist, aber ich denke, es ist falsch, Kinder bei lebendigem Leib zu verbrennen
Israel verbrennt Kinder bei lebendigem Leib in Gaza. Und nennen Sie mich einen antisemitischen Judenhasser und Nazi-Terroristenliebhaber, wenn Sie wollen, aber ich glaube, dass das falsch ist.
Caitlin Johnstone
Israel verbrennt in Gaza Kinder bei lebendigem Leib. Und nennen Sie mich einen antisemitischen, judenhassenden Nazi-Terroristenliebhaber, wenn Sie müssen, aber ich glaube, dass das falsch ist.
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Jetzt, da deutlich geworden ist, dass Israels Ziel in Gaza die vollständige ethnische Säuberung aller Palästinenser ist, sind Israels Apologeten dazu übergegangen, nicht mehr über Geiseln und die Hamas zu meckern, sondern zu argumentieren, dass ethnische Säuberung eigentlich gut und richtig ist. Das ergibt Sinn, denn das ist wirklich das einzige Argument, das sie im Moment vorbringen können.
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Vergessen Sie nie, dass der US-Kongress Netanjahu dutzende stehende Ovationen während einer einzigen Rede gab, während er gerade dabei war, den ersten live gestreamten Völkermord der Geschichte zu begehen. Das ist es, was sie sind. Das werden sie immer sein.
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Israel hat in den letzten anderthalb Jahren mehr zur Förderung des Hasses gegen Juden beigetragen als Stormfront in seiner gesamten Existenz. Keine Propaganda der weißen Rassisten wird jemals so effektiv sein, um Hass gegen Juden zu verbreiten, wie der offene Massenmord an Kindern unter einer Davidstern-Flagge.
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Früher war die Unterstützung Israels die überwältigend vorherrschende Meinung in der westlichen Welt. Glücklicherweise ändert sich das, aber die Tatsache, dass dies der Fall war, bis Israel sich selbst entlarvt hat, zeigt, dass man sich nicht einfach der Mehrheitsmeinung zu jedem Thema anschließen kann. Man muss selbstständig denken.
Ignorieren Sie, was die Menge sagt. Ignorieren Sie Leute, die Sie anschreien, weil Sie nicht mit ihrer Position übereinstimmen. Betrachten Sie die nackten Tatsachen so frei von Ihren eigenen kognitiven Voreingenommenheiten, wie es Ihnen möglich ist, und haben Sie den Mut, wenn nötig für sich selbst einzustehen.
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Gaza ist ein so einfach zu lösendes moralisches Problem, dass es unmöglich ist, dass jemand, der es falsch versteht, nicht auch in anderen Bereichen seines Lebens eine beschissene Person ist. Mir tut jeder leid, der zwischenmenschliche Beziehungen zu Israel-Befürwortern hat, denn mit denen kann man nicht zusammen sein.
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Die Direktorin des Welternährungsprogramms Cindy McCain sagt, sie habe keine Beweise dafür gesehen, dass die Hamas Hilfsgüter nach Gaza gestohlen habe. Israels einziges Argument, die Hilfe für Gaza weiterhin zu blockieren, wird von einem Mitglied einer der israelfreundlichsten Familien in der US-Politik öffentlich entkräftet.
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Die USA haben Berichten zufolge seit Oktober 2023 rund 90.000 Tonnen Waffen an Israel geliefert.
In diesen Tagen konzentriere ich mich hauptsächlich auf den Völkermord in Gaza, aber manchmal lassen mich Zahlen wie diese ein paar Klicks weiter weg zoomen und darüber nachdenken, wie verdammt verrückt unsere Zivilisation insgesamt ist. Denken Sie nur daran, wie viel Gutes wir in der Welt tun könnten, wenn wir unsere Ressourcen nicht für so einen Scheiß verschwenden würden.
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Die Murdoch-Publikation The Australian war neulich hinter mir her, weil ich getwittert hatte: „Zwei israelische Botschaftsmitarbeiter, die in Washington DC erschossen werden, sind weniger berichtenswert als Zehntausende von Palästinensern, die bei Israels völkermörderischem Landraub getötet werden. Es ist weniger wichtig. Sie verdient weniger Aufmerksamkeit. Es ist nicht die Hauptstory. Israels Völkermord in Gaza ist die Hauptstory;
Sie nannten mich einen „Journalisten“ in Anführungszeichen, was wohl eine Beleidigung sein soll, aber wenn es von der Murdoch-Presse kommt, kann es nur als Kompliment verstanden werden.
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Nach dem offiziellen westlichen Narrativ ist die Radikalisierung der Amerikaner durch einen von den USA unterstützten Völkermord ein größeres Problem als der von den USA unterstützte Völkermord.
Dem offiziellen Narrativ zufolge sind Universitätsproteste gegen eine transparente ethnische Säuberungsaktion ein größeres Problem als die transparente ethnische Säuberungsaktion.
Nach der offiziellen Darstellung sind westliche zionistische Juden, die sich über den Widerstand gegen einen modernen Holocaust aufregen, ein dringenderes Problem als ein moderner Holocaust.
Alle unsere Institutionen sind rückständig und böse. Unsere Medien. Unsere Politik. Unser Bildungssystem. Unsere Hersteller von Mainstream-Kultur. Das sollte inzwischen jedem klar sein.
Jedes historische Übel, von dem uns beigebracht wurde, es niemals zu wiederholen, wird von unseren eigenen Herrschern wiederholt.
Alles, was wir über die Länder, die das westliche Imperium hasst, zu fürchten gelernt haben, trifft auf das westliche Imperium zu.
Jede dunkle Zukunft, vor der wir in dystopischen Romanen gewarnt wurden, trifft auf die Dystopie zu, in der wir gegenwärtig leben.
Wir leben in einem Albtraum von einer Zivilisation, unter einem Imperium, das mit menschlichem Blut angeheizt wird. Je genauer man es betrachtet, desto hässlicher wird es.
Das darf nicht so weitergehen. Es darf nicht weitergehen.
Das Imperium muss fallen.
Wasserstoff-Debakel in der Eifel: Millionen verbrannt
Das Wasserstoff-Projekt SmartQuart in Kaisersesch ist nach fünf Jahren krachend gescheitert. Trotz fünf Millionen Euro Steuergeld bleibt nur die bittere Erkenntnis: Die grüne Energiewende-Propaganda scheitert an der Realität. Es ist ein technologisches Totalversagen auf Kosten der Allgemeinheit.
Das Herzstück von SmartQuart sollte ein Elektrolyseur werden, der aus Wind- und Solarstrom sogenannten “grünen Wasserstoff” erzeugt. Doch die französische Herstellerfirma brachte das Gerät über Jahre schlichtweg nicht zum Laufen. Fast zwei Jahre lang kämpfte E.On vergeblich mit den technischen Problemen, bevor im Sommer 2024 endlich die Reißleine gezogen wurde. Roland Hermes von E.On musste kleinlaut eingestehen, dass ein Elektrolyseur “kein Baumarktprodukt” sei und Alternativen auf dem Markt nicht verfügbar gewesen seien.
Diese Aussage entlarvt die ganze Verlogenheit der Wasserstoff-Euphorie. Während Politiker großspurig von der Zukunftstechnologie schwärmen, existieren die notwendigen Geräte schlicht nicht in funktionsfähiger Form. Das Debakel in Kaisersesch ist kein Einzelfall, sondern symptomatisch für die gesamte deutsche Wasserstoffstrategie. Laut einer Studie der Unternehmensberatung PwC hinkt Deutschland seinen eigenen Wasserstoffzielen dramatisch hinterher. Während bis 2030 Elektrolysekapazitäten von zehn Gigawatt geplant sind, befinden sich derzeit lächerliche 0,1 Gigawatt in Betrieb.
Unternehmen durchschauen den grünen Schwindel
Die wirtschaftlichen Realitäten haben die grünen Träume schnell eingeholt. Bürgermeister Albert Jung erinnerte sich wehmütig an die anfängliche Euphorie: “Als die Ukrainekrise kam, hatten wir echt eine Menge Unternehmen, die riesiges Interesse am Wasserstoff hatten.” Doch diese Zeiten sind vorbei. Erdgas ist wieder günstig verfügbar, während grüner Wasserstoff weiterhin unbezahlbar bleibt. Kein einziges Unternehmen aus der Region zeigt mehr Interesse an einer Beteiligung am Wasserstoff-Projekt.
Diese Entwicklung entlarvt die ganze Heuchelei der Energiewende-Propaganda. Während Politiker und Klimahysteriker von der grünen Zukunft fantasieren, orientieren sich Unternehmen an knallharten betriebswirtschaftlichen Realitäten. Die Agora Energiewende bestätigt ungewollt in ihrer aktuellen Analyse, dass trotz fallender Strompreise die Dynamik in den Nachfragesektoren mangelhaft bleibt. Verunsicherung bei Haushalten und Unternehmen führt zu allgemeiner Investitionszurückhaltung – ein deutliches Misstrauensvotum gegen die grüne Planwirtschaft.
Verzweifelte Notlösungen als Gesichtswahrung
Um wenigstens etwas vorweisen zu können und das komplette Versagen zu verschleiern, ließ E.On Wasserstoff per Lkw anliefern – ausgerechnet von BASF aus Ludwigshafen. Diese absurde Notlösung ermöglichte es, das Rohrleitungssystem zu testen und die Verwaltungsgebäude zu beheizen. Doch diese verzweifelten Maßnahmen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ursprüngliche Vision einer regionalen Wasserstoffwirtschaft komplett gescheitert ist. Die großspurig beworbene Wertschöpfungskette entpuppte sich als reines Wunschdenken.
Das Projekt zeigt exemplarisch die Realitätsverweigerung der deutschen Energiepolitik auf. Während China, Südkorea und Japan trotz der ganzen Energieverschwendung bei der Wasserstoffherstellung bereits doppelt so viel Produktionskapazität in Betrieb haben wie Europa, kämpft Deutschland mit grundlegenden technischen Herausforderungen. Die Wasserstoff-Wende erweist sich als “teuer, verspätet und kompliziert” – eine diplomatische Umschreibung für komplettes Versagen.
Steuergeld-Vernichtung ohne Konsequenzen
Ende 2025 läuft die Förderung für SmartQuart aus. Die teure Anlage wird wahrscheinlich abgebaut, ohne dass auch nur ansatzweise verwertbare Erkenntnisse gewonnen wurden. Bürgermeister Jung versucht das Desaster schönzureden: “Es gehört auch ein bisschen Mut dazu, bei so einer Entwicklung vorne dabei zu sein.” Mut? Hier geht es nicht um Mut, sondern um die verantwortungslose Verschwendung von Millionen an Steuergeldern für ideologische Hirngespinste.
Das Beispiel Kaisersesch reiht sich nahtlos ein in eine Serie gescheiterter Wasserstoff-Projekte. Bereits im März 2024 musste die einzige öffentliche Wasserstofftankstelle in Rheinland-Pfalz in Koblenz schließen, weil der Standort nicht rentabel war. Diese Entwicklungen beweisen unwiderlegbar, dass die Wasserstofftechnologie noch Lichtjahre von jeder Marktreife entfernt ist.
Markus Frohnmaier (AfD): Weitere Milliarden für die Ukraine sind unverantwortlich – Merz verrät deutsche Interessen

Der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, hat die angekündigte neue deutsche Militärhilfe für die Ukraine in Höhe von fünf Milliarden Euro scharf kritisiert. Kritik übte der Fraktions-Vize auch an der von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zugesagten Unterstützung bei der Produktion weitreichender Waffensysteme in der Ukraine selbst. In der endgültigen Aufgabe von Nord Stream 2 durch die Bundesregierung sieht Frohnmaier einen Verrat an deutschen Interessen.
Der AfD-Politiker verwies darauf, dass Deutschland seit Beginn des Ukraine-Krieges in den vergangenen drei Jahren bereits knapp 50 Milliarden Euro aufgewendet habe. Weitere Milliardenhilfen, verbunden mit der Unterstützung bei der Raketenproduktion, seien „nicht nur wirtschaftlich fragwürdig – sie bergen erhebliche sicherheitspolitische Risiken für unser Land“, betonte der AfD-Politiker und bekräftigte: „Die AfD-Fraktion lehnt Waffenlieferungen an die Ukraine weiterhin ab. Deutschland ist in diesem Krieg nicht Kriegspartei.“
Merz setzt nationale Sicherheit aufs Spiel
Mit ihrer Politik setzt die Merz-Regierung nach den Worten Frohnmaiers fortlaufend die nationale Sicherheit aufs Spiel. Die geplante Hilfe für weitreichende Waffen gefährde die außenpolitische Handlungsfähigkeit Deutschlands. Berlin riskiere damit eine direkte Eskalation mit Russland – „das ist verantwortungslos.“
Frohnmaier bilanzierte: „US-Präsident Trump versucht derzeit, eine diplomatische Lösung zu erreichen und erhöht dabei auch den Druck auf Putin. Er warnt beide Konfliktparteien und will weitere Eskalationen verhindern. Die Bundesregierung dagegen torpediert die Chancen auf einen Waffenstillstand.“
Verrat an Deutschland
Mit der Ankündigung von Kanzler Merz, „alles dafür zu tun“, dass Nord Stream 2 nicht wieder in Betrieb genommen werden kann, beugt sich die Bundesregierung laut Frohnmaier „dem Terrorakt, der mutmaßlich auf ukrainische Strukturen zurückgeht und bis heute nicht aufgeklärt wurde.“
Der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende betonte: „Eine solche Haltung ist massiv selbstschädigend. Wer Milliarden in ein fremdes Land pumpt, dessen Akteure unter Terrorverdacht stehen, verrät sich selbst und das Anrecht der Deutschen auf volle Aufklärung des Terrorakts und die Wiederherstellung der deutschen Energiesouveränität.“
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Merz und die Angriffe mit Langstreckenwaffen auf Russland
Feroz Khan: Angriff auf meinen Debattiertisch!
Eine komplette Kernschmelze der linken Zivilgesellschaft durfte Feroz Khan zuletzt in Bremen bestaunen, als er ihnr Fakten über Zuwanderer präsentiert hat: von Sprachlosigkeit über Angriffe auf meinen Stand bis hin zu goldenen NPC-Momenten war alles dabei – seht selbst: Sehr treffend ein Kommentar dazu: „Man muss sich das nur mal umgedreht vorstellen. Du würdest statt […]
Der Beitrag Feroz Khan: Angriff auf meinen Debattiertisch! erschien zuerst auf Philosophia Perennis.

