Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Kriegstüchtige Kasernen

Die Bundesregierung setzt in Vorbereitung auf einen Krieg gegen Russland ihre Politik der stetig steigenden Investitionen in Bundeswehrliegenschaften fort. Ziel: Kriegstüchtigkeit bis 2029.

Im Rahmen der Um- und Aufrüstung der Bundeswehr für einen Krieg gegen Russland intensiviert die Bundesregierung die Baumaßnahmen an Bundeswehrkasernen. Das Bundesministerium der Verteidigung gibt an, im vergangenen Jahr rund 1,6 Milliarden Euro in Bundeswehrliegenschaften investiert zu haben. Das ist eine deutliche Steigerung innerhalb eines Jahrzehnts: 2013 waren es noch 0,6 Milliarden Euro gewesen, 2023 dann schon mit 1,3 Milliarden Euro mehr als doppelt so viel; die Steigerung von 2023 bis 2024 betrug erneut mehr als 20 Prozent. In den Kasernen lässt Berlin unter anderem neue Unterkünfte, Ausbildungsstätten und Spezialgebäude für neue Waffensystem errichten. Bürokratische Hürden für militärische Bauvorhaben hat die Bundesregierung bereits deutlich reduziert und plant für die nächsten Monate weitere Deregulierungsschritte. Das soll nicht zuletzt ein standardisiertes Bauen durch Generalunternehmen ermöglichen. Mit dem Aufbau einer autonomen

Neues und Interessantes vom 𝕏-Kanal!

Neues und Interessantes vom 𝕏-Kanal!

Trotz Zensur und Shadowbanning haben wir uns bewusst für diesen Schritt entschieden – um unsere Reichweite auszubauen und euch weiterhin mit relevanten Informationen zu versorgen.

Da unser Telegram-Kanal momentan zensiert wird und auch übersichtlich bleiben soll, posten wir Videos, Artikel etc. auch auf 𝕏.

Wer nichts verpassen will, folgt uns also am besten auch dort!

Hier findet ihr eine Teil-Übersicht der wichtigsten Nachrichten der letzten Tage, die wir auf 𝕏 gepostet haben:

Neues und Interessantes vom 𝕏-Kanal! UN-Agenda 2030 entlarvt?
„Dies ist im Grunde ein Blankoscheck für die totalitäre globale Kontrolle.“

Was als noble Vision für eine bessere Welt verkauft wird, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als etwas ganz anderes:
🌍 Kontrolle über *alles* – Land, Wasser, Rohstoffe,… pic.twitter.com/PVBcWdwTOD

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

Iranisches Parlament befürwortet Schließung der Straße von Hormuz – Ölmarkt bereitet sich auf Unruhen vorDie Marine der IRGC bestätigt dies.

Die Straße von Hormus wird möglicherweise noch vor Sonnenuntergang geschlossen.

Der Iran verfügt über alle Voraussetzungen, um die Volkswirtschaften des Westens und das internationale Finanzsystem zu zerstören. Via Pepe Escobar

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

„ Putin hat nach den US-Angriffen auf den Iran keine Pläne, mit Trump zu sprechen“ – Kreml-Sprecher Peskow

„Aber bei Bedarf könnte schnell ein Anruf vereinbart werden.“ Via https://t.co/8PUjGSNFz3 pic.twitter.com/NcxOuYe9Kr

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

📢 Douglas Macgregor: “Israel steht mit dem Rücken zur Wand!”

🔻 Der ehemalige US-Oberst Douglas Macgregor analysiert die Folgen der iranischen Vergeltungsschläge – und findet klare Worte:

🗣 „Etwa ein Drittel von Tel Aviv wurde beschädigt oder zerstört. Die Israelis haben die… pic.twitter.com/pzHMeDl8JI

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

Während die westlichen Medien noch immer die Mär von „Hunderttausenden entführten ukrainischen Kindern“ verbreiten, entlarven neue Fakten das Narrativ als groß angelegte Desinformationskampagne.

Laut Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa übergab die Ukraine bei den… pic.twitter.com/Q2UwTHmhh8

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

Iranisches Parlament befürwortet Schließung der Straße von Hormuz – Ölmarkt bereitet sich auf Unruhen vorDmitri Medwedew via Telegram:

„Was haben die Amerikaner mit ihrem nächtlichen Angriff auf drei Ziele im Iran erreicht?”

📍Die kritische Infrastruktur des iranischen Nuklearprogramms wurde dabei offenbar nicht oder nur geringfügig beschädigt.

📍Die Anreicherung nuklearer… pic.twitter.com/dbYNsGjU3X

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

Der iranische Außenminister Seyed Abbas Araghchi

Letzte Woche befanden wir uns in Verhandlungen mit den USA, als Israel beschloss, diese Diplomatie zu zerstören.

Diese Woche führten wir Gespräche mit den E3/EU, doch dann beschlossen die USA, auch diese Diplomatie zu zerstören.… pic.twitter.com/cHsDiZbXKv

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

⚡AktuellIranisches Parlament befürwortet Schließung der Straße von Hormuz – Ölmarkt bereitet sich auf Unruhen vorIsrael versucht, die Welt an sein Narrativ zu binden und verschweigt gleichzeitig Fakten über die iranischen Raketenziele.

Laut der israelischen Tageszeitung Haaretz trennte die Notfalleinheit der Tel Aviver Polizei am Ort des Raketenangriffs ausländische von… pic.twitter.com/c0ZzVDFCMr

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

Iranisches Parlament befürwortet Schließung der Straße von Hormuz – Ölmarkt bereitet sich auf Unruhen vorEine selektive Blockade der Straße von Hormus steht möglicherweise unmittelbar bevor.

Die endgültige Entscheidung wird das iranische Parlament treffen.

Vergessen Sie Öltanker, die nach Europa fahren.

Jedes Land, das der zionistischen Achse hilft, wird nun als legitimes Ziel… pic.twitter.com/cAwqBpzIbb

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

🚨Die Vereinigten Staaten, ein ständiges Mitglied des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, haben mit ihrem Angriff auf die friedlichen Nuklearanlagen Irans einen schwerwiegenden Verstoß gegen die UN-Charta, das Völkerrecht und den Atomwaffensperrvertrag (NPT) begangen.

Die… pic.twitter.com/SJfmqp829u

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

📢 DARPA + Moderna + Pandemie-Simulation – der neue Zündfunke?

Fleetwood ließ diese Woche eine ⚠ Bombe platzen, die kaum Beachtung findet – aber nicht ignoriert werden darf:

1⃣ DARPA hat eine offizielle Anfrage (RFI) veröffentlicht, um Simulationen für künftige Pandemien mit… pic.twitter.com/uRWRFqhTFY

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

🇺🇸🇮🇱❌🇮🇷 NBC berichtete unter Berufung auf zwei Sicherheitsbeamte und einen hochrangigen Beamten des Weißen Hauses:

– Die Trump-Regierung bereitet sich auf mögliche Vergeltungsschläge des Iran vor, und die nächsten 48 Stunden werden besonders besorgniserregend sein. pic.twitter.com/h9SvJtmhLF

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

🇺🇸✖🇮🇷 Einheimische und Abgeordnete widerlegen die Behauptungen der USA zur Zerstörung der Atomanlage Fordow.

▪Ein Tasnim-Korrespondent, der die Gegend um Fordow besuchte, berichtete, dass die Nacht ruhig verlaufen sei. Die Anwohner hörten wie in den Nächten zuvor die Geräusche… pic.twitter.com/CvjBVj2Wjt

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

🚨 Zusammenfassung der Nachrichten der letzten Stunden inkl. US/Israel/Iran-Krieg

1. 🇮🇷 Der Iran prüft nach Trumps Bombenanschlag „alle Optionen“ – so das iranische Außenministerium.

2. 🇩🇪 „Verdacht, dass Deutschland seine EIGENEN Waffen als ukrainische ausgeben will“ –… pic.twitter.com/EUckwuMpWS

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

Scott Ritter: Ein Akt des Theaters.

Trumps große Klappe hatte ihn in die Enge getrieben.

Doch der Iran spielte sein Spiel nicht mit.

Also musste er den Iran bombardieren – um sein Gesicht zu wahren.

Er bombardierte zwei leere Anlagen, die zuvor bereits von Israel getroffen… pic.twitter.com/ynFAbkUjFR

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

🇺🇸✖🇮🇷 Heftigster US-Angriff auf den Iran: Fordow blieb standhaft – Iran zeigte keine Angst

Laut *Fox News*, *CNN* und der *New York Times* griffen die USA in der Nacht zum 21. Juni iranische Atomanlagen mit einem extrem mächtigen Waffenarsenal an:

➖ Auf die unterirdische… pic.twitter.com/03su7sQeRd

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

Tulsi Gabbard und Robert F. Kennedy Jr. werden als zwei der effektivsten, schamlosesten und hinterlistigsten politischen Propagandisten aller Zeiten in die Geschichte eingehen.

Mit dieser Schlagzeile geht das Video, das aus dem Jahr 2024 stammt aktuell viral. pic.twitter.com/Ay4GulryFY

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

Er warnte den Iran („den Tyrannen des Nahen Ostens“), dass es viele andere Ziele gebe, wenn kein Frieden geschlossen werde:

„Es wird entweder Frieden geben oder eine Tragödie für den Iran, die schlimmer sein wird als alles, was wir in den letzten acht Tagen erlebt haben.“„Wenn… pic.twitter.com/J75v1YAWyl

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

🇺🇸🇨🇳 Westliche Medien stellen offen einen Zusammenhang zwischen dem US-Stellvertreterkrieg gegen den Iran und China her

US-Politiker – einschließlich der Trump-Regierung – haben deutlich gemacht, dass es bei diesem Krieg um die Aufrechterhaltung der US-Vorherrschaft in der Welt… pic.twitter.com/qkb8GfYmVB

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

🚨 Zusammenfassung der Nachrichten der letzten Stunden zum USA/Israel gegen den Iran-Krieg

1. 🇮🇷 Die *New York Times* berichtete unter Berufung auf drei mit den Einzelheiten vertraute iranische Quellen, dass der oberste Führer des Iran, Ali Khamenei, sich in seinem… pic.twitter.com/1l4UE47Ohk

— Don (@Donuncutschweiz) June 22, 2025

🇩🇪🇮🇱„Wir sind bereit, die Sicherheit Israels unter Einsatz unseres Lebens zu verteidigen“, sagt Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter pic.twitter.com/KMcylRELXH

— Don (@Donuncutschweiz) June 21, 2025

⚡🇮🇷 Aktivität in der Straße von Hormus am vergangenen Freitag. Der Iran droht, den Verkehr zu sperren.

Die Daten umfassen nur den Tankerverkehr.

Dies würde den weltweiten Ölmarkt ins Chaos stürzen und die Energie-Preise würden explodieren. pic.twitter.com/OZlCF7k6iZ

— Don (@Donuncutschweiz) June 21, 2025

🇮🇷⚔🇮🇱 WICHTIGE ENTWICKLUNGEN IM IRAN-ISRAEL-KONFLIKT – Stand 21. Juni

Der Iran-Israel-Konflikt geht in die zweite Woche. Hier sind die neuesten Entwicklungen:

🟠 Israelische Luftangriffe: Das israelische Militär hat laut IDF eine neue Angriffswelle auf den Iran gestartet. Ziel… pic.twitter.com/tkNblkInxC

— Don (@Donuncutschweiz) June 21, 2025

🇺🇸🔄 Regimewechsel-Starterpaket? USA und Europa planen Irans nächsten Führer – und sprechen gleichzeitig von „Diplomatie“

US-amerikanische und europäische Diplomaten – die natürlich nur „unschuldige Zuschauer“ im Israel-Iran-Konflikt seien – haben gegenüber CBS News bestätigt,… pic.twitter.com/PfopwVZzJ3

— Don (@Donuncutschweiz) June 21, 2025

🇺🇸🇮🇷 US-Präsident Trump spuckt uns allen ins Gesicht, sagt es offen – und trotzdem behaupten manche noch: „Es regnet!“

Was wir gerade erleben, ist eine dreiste, schamlose Wiederholung der Irak-Massenvernichtungswaffen-Lüge – nur noch offensichtlicher: Der US-Präsident macht sich… pic.twitter.com/vHAmmBI3Fj

— Don (@Donuncutschweiz) June 21, 2025

🚨 Zusammenfassung der Nachrichten der letzten Stunden

1. 🇷🇺 Putin warnt vor Drittem Weltkrieg:
„Ich sage das ohne Ironie: Es macht mir Sorgen“, erklärte der Präsident angesichts wachsender globaler Spannungen – insbesondere mit Blick auf Ukraine, Nahost und Irans… pic.twitter.com/dk43Xwg2Y4

— Don (@Donuncutschweiz) June 21, 2025

Jeffrey Sachs: “Alles, was wir tun, bringt uns dem Ende der Welt einen Schritt näher” pic.twitter.com/xQzWAr71et

— Don (@Donuncutschweiz) June 20, 2025

🧠⚠ Plastik im Gehirn? Ziploc-Beutel mit Demenz in Verbindung gebracht!

Laut Dr. Clint Steele wurden in den Gehirnen von Alzheimer-Patienten bis zu 750 mg Plastik gefunden – das entspricht einem Plastiklöffel!

➡ „Die Frage ist: Woher kommt all dieses Plastik?“

Dr. Steele… pic.twitter.com/bjihj8NgsK

— Don (@Donuncutschweiz) June 20, 2025

🚨🇷🇺🇮🇩 Der indonesische Präsident Prabowo erklärt, warum er sich entschieden hat, am SPIEF (Internationales Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg) teilzunehmen – und nicht am G7-Gipfel. pic.twitter.com/wNXAckXyAm

— Don (@Donuncutschweiz) June 20, 2025

EU droht israelischen Staatsbürgern mit der Streichung der visumfreien Einreise. Quelle (https://t.co/i9m6hR4ZB0) pic.twitter.com/3sWqdJiAJf

— Don (@Donuncutschweiz) June 20, 2025

🧠💨 „Sie sprühen Aluminium in die Luft – und es gelangt direkt in Ihr Gehirn“, warnt der pensionierte Neurochirurg Dr. Russell Blaylock.

Er macht diese Praxis mitverantwortlich für den dramatischen Anstieg neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer. Laut Blaylock könne… pic.twitter.com/opGv82rwx0

— Don (@Donuncutschweiz) June 20, 2025

🇭🇺 ORBÁN SCHLÄGT ALARM: „UKRAINE IN DER EU? WAHNSINN.“ 🚨

Viktor Orbán warnt: Europa tappt in eine selbst gestellte Falle.

🗣 „Die Ukraine war schon lange vor dem Krieg instabil.“
🗣 „Ein EU-Beitritt würde Europas Wirtschaft ruinieren.“
🗣 „Eine NATO-Mitgliedschaft würde den… pic.twitter.com/uqpLq43LNQ

— Don (@Donuncutschweiz) June 20, 2025

🚨 Kanada: Pizzeria in Toronto führt „Kohlenstoffgebühr“ ein

Eine Pizzeria in Toronto hat begonnen, ihren Kunden eine „Kohlenstoffgebühr“ von 2 % auf ihre Rechnungen zu berechnen, um ihren „Kohlenstoff-Fußabdruck“ auszugleichen.

„Was wir essen, trägt zum Klimawandel bei. Wenn… pic.twitter.com/B2eCaYpIiJ

— Don (@Donuncutschweiz) June 20, 2025

🇷🇺🇨🇳 „Die Volksrepublik Donezk (DVR), Teil des Donbass, wird morgen früh in St. Petersburg zehn Abkommen mit China unterzeichnen. Dies markiert den Beginn chinesischer Direktinvestitionen im Donbass. Das ist gewaltig – absolut enorm!“ – Pepe Escobar pic.twitter.com/YVztr2xVFI

— Don (@Donuncutschweiz) June 20, 2025

📨 FOIA-Anfrage zu 15-Minuten-Städten abgelehnt – wegen zu vieler Dokumente!

Der Antrag von Brackpool auf Informationsfreigabe wurde vom britischen Verkehrsministerium nicht wegen Sicherheitsgründen, sondern wegen zu großer Datenmenge abgelehnt – die Unterlagen übersteigen die… pic.twitter.com/oz9nWMstT8

— Don (@Donuncutschweiz) June 20, 2025

📺 Regierungspropaganda in TV-Drehbüchern – jetzt bestätigt!

Der investigative Journalist Lewis Brackpool hat enthüllt, was viele lange ahnten – nun ist es belegt:

📩 Durch FOI-Anfragen kam heraus, dass BBC & Channel 4 während der COVID-Pandemie von der Regierung genehmigte… pic.twitter.com/wWzJTPZQeo

— Don (@Donuncutschweiz) June 20, 2025

🚨 Zusammenfassung der Nachrichten der letzten Stunden

1. 🇷🇺 Russland beabsichtigt, aus dem russisch-deutschen Abkommen über militärisch-technische Zusammenarbeit auszusteigen – Russisches Außenministerium.

2. 🇷🇺 Zakharova (beim SPIEF): Das Vertrauen in westliche Medien sinkt,… pic.twitter.com/tmKHYhzutD

— Don (@Donuncutschweiz) June 20, 2025

Senator Rand Paul hat gerade versprochen, dass er niemals aufgeben wird, Dr. Fauci wegen Covid-19 strafrechtlich zu verfolgen

“Es ist nicht so, dass wir es nicht versucht hätten. Ich habe unter Biden zwei offizielle Briefe an das Justizministerium geschickt.” “Ich habe sie… pic.twitter.com/dMyXph6h6F

— Don (@Donuncutschweiz) June 19, 2025

Iran-Krieg: All das wurde bereits in seiner ersten Amtszeit geplant.

Putin bestätigt es:

„Der Iran hat all seine Verpflichtungen aus dem Atomabkommen erfüllt. Es gibt keinerlei berechtigte Vorwürfe gegen den Iran. Dennoch haben sich die USA im Jahr 2018 einseitig aus dem… pic.twitter.com/GNWhFu1GGA

— Don (@Donuncutschweiz) June 19, 2025

NETANYAHU ANGEKLAGT WEGEN KORRUPTION: Israels Premierminister steht erstmals im Kreuzverhör

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu steht aktuell vor Gericht – wegen Bestechung, Betrug und Vertrauensbruch in gleich drei verschiedenen Korruptionsfällen. Acht Jahre nach Beginn… pic.twitter.com/KtdDdceKkB

— Don (@Donuncutschweiz) June 19, 2025

💥 Immer mehr Bürger stellen Fragen. Die Propaganda bröckelt. Die Panik wächst – in Brüssel.

Christine Anderson (AfD), Mitglied des EU-Parlaments, schlägt Alarm:

„Die EU hat Angst, weil immer mehr Menschen erkennen, dass der menschengemachte Klimawandel ein gigantischer… pic.twitter.com/yC1I5hBVlS

— Don (@Donuncutschweiz) June 19, 2025

🚨 Cholesterin und seine Rolle im Körper 🚨

„Cholesterin ist einer der wichtigsten Abwehrmechanismen unseres Körpers.“

„Der ideale Cholesterinwert liegt bei 222 … Wenn der Wert auf etwa 120 sinkt, können Sie ziemlich sicher sein, dass bei 100 % dieser Bevölkerung irgendwo… pic.twitter.com/8DRGN5ULqc

— Don (@Donuncutschweiz) June 19, 2025

🇷🇺Putin: Taurus würde nichts ändern – nur unsere Beziehung zu Deutschland völlig zerstören pic.twitter.com/dSc3UxKkPw

— Don (@Donuncutschweiz) June 19, 2025

📉 Industrie schrumpft – Staat wächst: 100.000 Jobs getauscht

🇩🇪 Laut WELT hat die deutsche Industrie innerhalb eines Jahres 100.000 Stellen abgebaut – gleichzeitig sind im öffentlichen Dienst fast genauso viele neue Jobs entstanden.

🧩 Zufall? Wohl kaum.
Immer mehr Menschen… pic.twitter.com/utRC9TNqkJ

— Don (@Donuncutschweiz) June 19, 2025

📢 Tucker Carlson konfrontiert Ted Cruz: Mossad, Spionage & AIPAC – das Interview, das Wellen schlägt

In einem aufsehenerregenden Interview bringt Tucker Carlson den US-Senator Ted Cruz ins Schwitzen:

🕵️‍♂️ Carlson: „Teilt der Mossad alle Geheimdienste mit uns?“
Cruz:… pic.twitter.com/XlrbAyrSsI

— Don (@Donuncutschweiz) June 19, 2025

Interessant

Der Iran hat angeblich ein Lithiumvorkommen von 8,5 Millionen Tonnen entdeckt.

Die neue Entdeckung ist die zweitgrößte weltweit und entspricht fast einem Zehntel der globalen Lithiumvorkommen.

Mohammad Hadi Ahmadi, ein Beamter des iranischen Ministeriums für… pic.twitter.com/pcLb6NpYeY

— Don (@Donuncutschweiz) June 19, 2025

🔴 UK: Abtreibung bis zur Geburt straffrei möglich

Das britische Parlament hat für die Entkriminalisierung der Abtreibung gestimmt – ein Gesetz aus viktorianischer Zeit soll gestrichen werden.

Doch die konservative Abgeordnete Rebecca Paul warnt eindringlich:
🗣 „Wenn das… pic.twitter.com/V4aC3Psrp2

— Don (@Donuncutschweiz) June 19, 2025

📢 BREAKING – Hat Ted Cruz versehentlich den US-Kriegseintritt gegen den Iran bestätigt?

In einem explosiven Live-Moment, der bereits über 26 Millionen Mal angesehen wurde, ließ US-Senator Ted Cruz in einem Interview mit Tucker Carlson die Bombe platzen:

🗣 „Wir führen heute… pic.twitter.com/wDPfH7BtFR

— Don (@Donuncutschweiz) June 19, 2025

🚨 Zusammenfassung der Nachrichten der letzten Stunden

1. 🇮🇱🇺🇸 Trump startet Säuberung im Pentagon:
Colonel Nathan McCormack wurde entlassen, nachdem er Israel als „Todeskult“ und Netanjahu als Vertreter „jüdischer Vorherrschaft“ bezeichnet hatte. Er war zuständig für den… pic.twitter.com/ssE4vA6hug

— Don (@Donuncutschweiz) June 19, 2025

Teil 2Iranisches Parlament befürwortet Schließung der Straße von Hormuz – Ölmarkt bereitet sich auf Unruhen vor30 Jahre (1995-2025) Zusammenstellung der Behauptung des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, der Iran sei „kurz davor, Atomwaffen zu besitzen“. pic.twitter.com/WN4ZR1vFmL

— Don (@Donuncutschweiz) June 19, 2025

🔥🇮🇱 Israelische Panzer feuerten auf eine Menschenmenge, die versuchte, Hilfsgüter von Lastwagen in Gaza zu holen, und töteten dabei mindestens 59 Menschen – Reuters pic.twitter.com/JP7J0zblj0

— Don (@Donuncutschweiz) June 18, 2025

Michael Lüders was an dem Krieg gegen den Iran Brandgefährlich ist. Komplettes Video hier… (https://t.co/9QOBBWqBlB) pic.twitter.com/ylHPX3dujr

— Don (@Donuncutschweiz) June 18, 2025

Der Angriff Israels auf Iran bedroht alle Menschen weltweit pic.twitter.com/POO2eaKkPI

— Don (@Donuncutschweiz) June 18, 2025

🇷🇺🇺🇸 Russland warnt die Vereinigten Staaten davor, sich dem Krieg Israels gegen den Iran anzuschließen. pic.twitter.com/ecfgnO7ZDO

— Don (@Donuncutschweiz) June 18, 2025

30 Jahre (1995-2025) Zusammenstellung der Behauptung des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, der Iran sei „kurz davor, Atomwaffen zu besitzen“. pic.twitter.com/wxge7dEXKc

— Don (@Donuncutschweiz) June 18, 2025

🚨 Ehemaliger CIA-Analyst warnt vor möglicher US-Operation unter falscher Flagge gegen den Iran

Die USA könnten ihren eigenen Flugzeugträger USS Nimitz in der Nähe des Iran versenken – und Teheran die Schuld geben, um einen Krieg zu rechtfertigen, sagte Ray McGovern auf X. pic.twitter.com/kZ11mrVyXq

— Don (@Donuncutschweiz) June 18, 2025

Iranisches Parlament befürwortet Schließung der Straße von Hormuz – Ölmarkt bereitet sich auf Unruhen vor🇮🇷 Iran kritisiert Kaja Kallas scharf:
Sie verhalte sich wie eine „Verteidigerin des Aggressors“, da sie Israels Atomarsenal ignoriere, während sie Irans „friedliches Programm“ infrage stelle.

Außenamtssprecher Baqaei:
„Wie kann man von ‘Deeskalation’ sprechen, ohne Israel zum… pic.twitter.com/7b0OQQ3zOB

— Don (@Donuncutschweiz) June 18, 2025

Die dringend notwendige Abschaffung des Bundeskanzlers und seines Hofstaats

Die Forderung ist ernst gemeint. Wir haben gerade wieder eine Wahl der Abgeordneten zum Bundestag hinter uns, von denen sich nach einem beispiellosen Machtkampf von Lügen und Täuschungen ein Parteienvertreter zum neuen Bundeskanzler hat wählen lassen. Sicher, die Vorgänge sind vielfach scharf kritisiert worden, aber Existenz und Herrschaftskompetenz eines Kanzlers und seiner Minister als solche werden von kaum jemandem infrage gestellt. Eine solche Regierung ist eine so tief gewohnte, selbstverständliche Einrichtung auch eines demokratisch genannten Staates, dass man sich das gar nicht anders vorstellen kann. – Doch wie unterscheidet sie sich von der Herrschaft eines Monarchen mit seinem Hofstaat? 

Natürlich war es eine demokratische Errungenschaft, als der absolute Monarch in seiner unbeschränkten Macht durch eine Verfassung beschränkt wurde und seine Macht mit einem Parlament teilen musste. Aber es war noch keine Demokratie. Dieser konstitutionelle Monarch herrschte ja weiter – wenn auch an Verfassung und die Gesetze des

Richard Wolff & Michael Hudson – Ende des Kolonialismus: Warum die USA gegen Iran die Geschichte herausfordern

Die USA graben ihr eigenes Grab im Konflikt mit Iran: Eine Analyse von Richard Wolff und Michael Hudson

In einer kürzlich ausgestrahlten Folge des Programms vom 19. Juni 2025 diskutieren die renommierten Ökonomen Richard Wolff und Michael Hudson die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten, insbesondere die jüngsten Angriffe der USA und Israels auf Iran. Beide Experten sehen diese Ereignisse als Teil eines größeren historischen Prozesses: des Endes des westlichen Kolonialismus und des verzweifelten Versuchs der USA, ihre globale Vorherrschaft zu bewahren. Dieser Artikel basiert auf dem Transkript der Sendung und analysiert die Hintergründe, die strategischen Motive der USA und die potenziellen globalen Folgen.

Der historische Kontext: Das Ende des Kolonialismus

Richard Wolff rahmt die aktuellen Ereignisse im Nahen Osten als Teil der „letzten Phase des Jahrhunderts der Antikolonialbewegung“. Er argumentiert, dass die europäische Kolonialexpansion, die über Jahrhunderte hinweg die Welt beherrschte, seit Beginn des 20. Jahrhunderts durch den Widerstand der kolonisierten Völker in Asien, Afrika und Lateinamerika zurückgedrängt wird. „Wir leben in den letzten Stadien der Antikolonialbewegung“, sagt Wolff. „Die USA versuchen, diesen Prozess aufzuhalten – sei es in der Ukraine, in China oder im Nahen Osten –, aber sie kämpfen gegen die Geschichte, und die Geschichte zeigt, dass man dabei verliert.“

Wolff sieht die US-Politik gegenüber Iran als Teil eines verzweifelten Versuchs, die letzte Bastion des Kolonialismus zu verteidigen. Israel spielt dabei die Rolle eines „Siedlerkolonialismus“, der jedoch anachronistisch ist, da solche Projekte in der modernen Welt nicht mehr durchführbar sind. „Israel ist eine Anomalie“, erklärt Wolff. „Die einzigen erfolgreichen Siedlerkolonialismen waren jene, die die lokale Bevölkerung auslöschten, wie bei den Maori, den Aborigines oder den indigenen Völkern Amerikas. Das ist heute nicht mehr möglich.“ Iran hingegen sei Teil einer breiteren antikolonialen Bewegung, die mit der Revolution von 1979 gegen die von den USA installierte Schah-Diktatur begann.

Finanzielle und militärische Kontrolle: Die Rolle der USA

Michael Hudson ergänzt Wolffs Analyse, indem er auf die finanzielle Dimension des US-Imperialismus hinweist. „Was wir sehen, ist der letzte Kampf des Westens gegen die globale Mehrheit, die sich der westlichen Kontrolle entziehen will“, sagt Hudson. Er verweist auf die Nachkriegszeit nach dem Ersten Weltkrieg, als Großbritannien und Frankreich den Nahen Osten neu aufteilten und die Kontrolle über das Öl sicherten. Diese Kontrolle wurde später von den USA übernommen, die durch finanzielle und militärische Mittel ihre Vorherrschaft festigten.

Hudson hebt hervor, dass die USA bereits in den 1950er-Jahren die demokratisch gewählte Regierung Irans stürzten, um den Schah als Marionette einzusetzen. „Die USA haben den Schah eingesetzt, um sicherzustellen, dass Iran nicht im eigenen Interesse handelt“, erklärt Hudson. Seitdem verfolgen die USA eine Strategie der Destabilisierung, um den Nahen Osten zu kontrollieren, insbesondere durch die Kontrolle über Öl und die Investitionen der Golfstaaten in US-Anleihen und Aktien. Diese Länder, wie Saudi-Arabien, seien „Geiseln“ der USA, da ihre Vermögen in New York und London eingefroren werden könnten, ähnlich wie es mit russischen Vermögenswerten geschah.

Die aktuelle Eskalation: Ein Akt der Verzweiflung

Die jüngsten Ereignisse – ein israelischer Angriff auf Iran am 13. Juni 2025, gefolgt von US-Gesprächen mit Iran am darauffolgenden Sonntag – werden von Wolff und Hudson als Teil einer langfristigen US-Strategie interpretiert, die auf einen Regimewechsel abzielt. Hudson verweist auf Pläne aus den 1970er-Jahren, Iran entlang ethnischer Linien zu zersplittern, um es zu schwächen. „Die USA haben bereits 1974 Strategien entwickelt, um Iran in ethnische Teile zu zerlegen“, sagt er. „Das Ziel ist es, ein klientelistisches Regime zu installieren, das die Interessen der USA vertritt.“

Beide Experten sind sich einig, dass die Angriffe auf Iran nicht nur Israel, sondern vor allem den strategischen Interessen der USA dienen. Wolff betont: „Israel ist ein Juniorpartner der USA. Ohne die Unterstützung der USA könnte Israel weder gegen Palästina noch gegen andere bestehen.“ Die USA nutzen Israel als Fassade, um die Aufmerksamkeit von ihrer eigenen Rolle als Haupttreiber des Konflikts abzulenken. „Die arabische Welt fokussiert sich auf Israel, was die USA davor schützt, direkter im Fokus der Kritik zu stehen“, sagt Wolff.

Die Atomwaffenlüge und die Förderung der Proliferation

Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die Behauptung, dass Iran ein Atomwaffenprogramm verfolge. Wolff widerlegt dies mit Verweis auf Geheimdienstberichte: „Die Geheimdienstgemeinschaft, einschließlich Tulsi Gabbard, sagt, dass Iran mehrere Jahre von einer Atomwaffe entfernt ist. Das hören wir seit 25 Jahren.“ Dennoch werden diese Behauptungen genutzt, um Angriffe zu rechtfertigen. Ironischerweise, so Wolff, fördern die Angriffe auf Iran die Wahrscheinlichkeit, dass das Land tatsächlich Atomwaffen entwickelt: „Iran wird durch diese Angriffe gesagt: ‚Besorg dir Atomwaffen, oder du bist das nächste Ziel.‘“

Hudson fügt hinzu, dass die Angriffe Teil eines größeren Plans sind, die globale Mehrheit daran zu hindern, sich aus der US-dominierten Finanzordnung zu lösen. „Das Ziel ist nicht nur die Kontrolle über Öl, sondern auch die Verhinderung der Entdollarisierung“, sagt er. Iran spielt dabei eine Schlüsselrolle, da es Teil der chinesischen Belt-and-Road-Initiative ist, die eine Alternative zur westlichen Handelsordnung schaffen könnte.

Die globalen Konsequenzen: Ein destabilisierter Naher Osten

Die Experten warnen vor den weitreichenden Folgen einer Eskalation. Wolff betont die Gefahr einer Schließung der Straße von Hormuz durch Iran, durch die ein Viertel des weltweiten Öltransports fließt. „Das würde Europa, das bereits mit hohen Energiekosten kämpft, in eine Krise stürzen“, sagt er. Hudson ergänzt, dass auch China und Indien, große Abnehmer iranischen Öls, betroffen wären. „Die USA sind bereit, Chaos in Europa und Asien zu erzeugen, um ihre Kontrolle zu sichern“, sagt Hudson.

Darüber hinaus sehen beide die Angriffe als Teil eines selbstzerstörerischen US-Plans. „Die USA graben ihr eigenes Grab“, sagt Wolff. „Sie verlieren Kriege gegen Länder wie Vietnam, Irak und Afghanistan, die weit ärmer sind, und dennoch setzen sie auf dieselbe fehlende Strategie.“ Hudson betont die finanziellen Kosten: „Der US-Militärhaushalt wird massiv erhöht, während soziale Programme gekürzt werden. Das Geld fließt in den militärisch-industriellen Komplex und in ausländische Militärhilfe, die direkt an US-Waffenhersteller geht.“

Ein Verfassungsbruch und die Rolle Israels

Hudson weist auf die verfassungsrechtlichen Probleme hin: „Ein Präsident darf keinen Krieg ohne Zustimmung des Kongresses erklären. Trump ignoriert das, was eine Verfassungskrise auslöst.“ Zudem verstoßen die Angriffe gegen Artikel 51 der UN-Charta, der Angriffe auf ein Land ohne direkte Bedrohung verbietet. „Die USA verletzen sowohl ihr eigenes als auch internationales Recht“, sagt Hudson.

Israel wird dabei als Vorwand genutzt, um die US-Interessen zu verschleiern. „Die USA benutzen Israel als Ausrede, um die internationale Empörung von sich abzulenken“, erklärt Hudson. Die ineffektiven Raketenabwehrsysteme Israels, wie der Iron Dome, zeigen die Schwächen der US-Strategie, die dennoch Milliarden in den militärisch-industriellen Komplex pumpt.

Fazit: Ein gefährlicher Wendepunkt

Wolff und Hudson sind sich einig, dass die USA mit ihrer Iran-Politik auf dem falschen Pfad sind. „Die USA kämpfen gegen die Geschichte, und die Geschichte gewinnt“, sagt Wolff. Die Angriffe auf Iran könnten nicht nur die nukleare Proliferation fördern, sondern auch die globale Ordnung destabilisieren, indem sie Länder wie China, Indien und Europa in wirtschaftliche Krisen stürzen. Hudson warnt: „Die USA versuchen, ihre finanzielle und militärische Vorherrschaft zu bewahren, aber sie beschleunigen damit den Bruch der globalen Mehrheit mit dem Westen.“

Die Diskussion endet mit einem Aufruf, die historischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge zu verstehen. „Wir leben in einem gesetzlosen Land, sowohl innenpolitisch als auch international“, sagt Wolff. „Das ist selbstzerstörerisch, und die USA riskieren, ihre eigene Position weiter zu schwächen.“

Straße von Hormus: Wen trifft Sperrung mehr, USA oder China?

Straße von Hormus: Wen trifft Sperrung mehr, USA oder China?

Die Straße von Hormus ist potenziell ein globaler Energie-Engpass. Wären aber die USA im Fall einer iranischen Blockade der Meerenge wirklich die Hauptgeschädigten, die dann in den Krieg eintreten? Oder wäre ein anderer Hegemon sogar viel eher betroffen? Wer profitiert?

Von Elem Chintsky

Im Nebel des Krieges sind alle Seiten damit beschäftigt, die Wahrnehmung der Massen und Deutung der Geschehnisse zu monopolisieren. So wird über YouTube deutschsprachige Werbung geschaltet, die vom israelischen Außenministerium produziert wurde, um einen Vorsprung in diesem Propaganda-Wettlauf zu etablieren. Sei es die Verschleierung der israelischen Täterschaft am Genozid in Gaza, indem behauptet wird, dass die Israelis zurzeit die Palästinenser vor dem Hungertod retten. Oder die vermeintlich immanente Bedrohung der „freien Welt“, wie Europa, durch einen „nuklearen Iran“ mit Langstreckenraketen an die Existenzgrenze getrieben zu werden. Alle Register werden gezogen, um die großen politischen Lager und ihre Unterstützer beschäftigt zu halten. Aber jenseits der kosmetischen Unterschiede im betäubenden Kampf der Propaganda bleibt die Frage, wie legitim das angebliche Zögern der USA beim Unterstützen Israels in seinem lang ersehnten Krieg mit Iran wirklich ist? Verbirgt sich hinter diesem Projekt noch ein weiteres, größeres Ziel?

Bis zum Jahr 2020 konnte Iran die westlichen Sanktionen gegen seine Öllieferungen mit dem geopolitischen Hebel der Einschränkung – beziehungsweise Androhung der Einschränkung – des Handels durch die Straße von Hormus regulieren und dämpfen. Viele der Massenmedien besprechen zurzeit die Wichtigkeit dieser Meerenge, die als Handelsroute je nach Schätzung 20 bis 30 Prozent (manchen Quellen zufolge sogar mehr) des globalen Erdölhandels bedient, welche von Iran aufgrund der Eskalation im Konflikt mit Israel jederzeit eingeschränkt werden könnte. In solchen analytischen Berichten wird ein wichtiger Aspekt kaum angesprochen. Dazu gleich mehr.  

Eine etwa zwei Jahre alte Analyse der Wirtschaftsdenkfabrik ECONOVIS hat mit Daten der OPEC, Eurostat, der US-amerikanischen Energy Information Administration (EIA), UN Comtrade, der chinesischen Zollbehörde (General Administration of Customs of the People’s Republic of China – GACC) und der Welthandelsorganisation (WTO) interessantes kleingedrucktes herausarbeiten können.

Erst sei an das Grundwissen zu erinnern. Demnach ist der Persische Golf ein wichtiges Energiezentrum der Welt. Er verfügt über 55 Prozent der weltweiten Erdölreserven und 39 Prozent der Erdgasreserven. Die Länder der Region decken 42 Prozent der weltweiten Ölexporte und 17 Prozent der Gasproduktion ab.

Vor diesem Hintergrund ist die Straße von Hormus eine strategisch essenzielle Route für den globalen Erdölhandel – 90 Prozent dieser Exporte aus dem Persischen Golf passieren sie. Alle Medienstimmen sind sich auch heute einig: Eine Eskalation des Iran-Israel-Konflikts bedroht die Energieversorgungssicherheit und schon eine längere Blockade der Straße von Hormus von einem Monat würde laut der britischen Financial Times (Oktober 2024) „die Weltwirtschaft ruinieren“.

Wer sind die Empfänger dieser Energie – und wer ist am stärksten auf sie angewiesen? In den vergangenen 25 Jahren hat sich die Volksrepublik China zum wichtigsten Energiepartner dieser Region entwickelt und verbraucht 55 Prozent des von dort exportierten Erdöls. Gleichzeitig gingen die Lieferungen in die USA um 72 Prozent und in die EU um 37 Prozent zurück.

Mehr noch, die USA haben sich als nun voll etablierter Energielieferant seit ungefähr dem Jahr 2020 von den Energieimporten aus dem Nahen und Mittleren Osten erheblich emanzipiert. Selbst die EU, die sich immer entschiedener versucht, von russischem Erdgas abzuwenden, nahm stetig weniger Energielieferungen aus der Region des Persischen Golfes entgegen. Der Trend bleibt bestehen, obwohl der ehemalige Energieminister Robert Habeck im Jahr 2022 sein Gaslieferabkommen mit Katar abschloss – ab 2026 sollen die ersten Lieferungen in die BRD beginnen. Mit einer langfristig destabilisierten Straße von Hormus wären diese LNG-Lieferungen stark eingeschränkt. Mit einem nahenden, kompletten Wegfall russischer Energie im Portfolio der EU, sowie einer trotz neuer Verträge stark eingeschränkten Energie-Zufuhr aus dem Persischen Golf, wird die schier absolute Energieabhängigkeit der EU von den USA abgeschlossen sein. Und wenn das nicht schon genug wäre, hat Katar im Jahr 2024 der EU bereits angedroht, Energielieferungen zu stoppen, sofern das EU-Lieferkettengesetz und ähnliche Nachhaltigkeitsdiktate internationalen EU-Handelspartnern aufgezwungen werden. So sind Deutschland und die EU noch aus ganz anderen, selbst verschuldeten Gründen durch Energienot bedroht – Blockade von Hormus, hin oder her.

In Kombination mit der US-Forderung, dass die EU sich um ihre eigene Verteidigung auf dem alten Kontinent (und selbstständige Kriegsführung gegen Russland mithilfe der Ukraine) kümmern solle, ist das Schicksal des europäischen Staatenbundes in jedem der möglichen Szenarien alles andere als beneidenswert.

Das Wichtigste ist der Fakt, dass China der unbestrittene, primäre Nutznießer der Energie aus dem Nahen und Mittleren Osten geworden ist – nicht die USA, nicht die EU. Wenn Iran den Hebel an der Straße von Hormus betätigt, würde am meisten China Schaden nehmen – der engste Handelspartner Irans. Trotzdem behaupten unabhängige Experten zurzeit, dass Iran präzedenzlose Fakten schaffen müsse, um das geopolitisch nahezu tollwütige Israel zur erneuten Ruhe zu zwingen – eines der Manöver, die sie vorschlagen, sei eben eine Energiehandelsblockade bei der Straße von Hormus.

Sofern jedoch Peking dabei eine viel stärkere wirtschaftspolitische Erschütterung erleidet als Washington, D.C. oder Brüssel, drängt sich eine klassische Cui-bono-Frage auf: Ist dieser Ausgang womöglich das, worauf die US-Amerikaner insgeheim hoffen? Immerhin ist China – erst danach Iran und Russland – für die USA die „größte Bedrohung“ und der eigentliche ebenbürtige Widersacher auf der Welt. Ist der hochaktive Israel-Iran-Konflikt eine taktische Kette, die am Ende China ausbluten lassen soll? Ja, die Erdöl-Preise würden abrupt steigen – manchen Schätzungen zufolge sei mit Preisen von 130 bis 300 US-Dollar pro Barrel zu rechnen. Der heutige Preis liegt bei 74 bis 75 US-Dollar.

Während Sputnik Globe gestern Dr. Tilak Doshi vom King Abdullah Petroleum Studies and Research Center (KAPSARC) zitierte, der behauptet, dass „solch hohe Preise von der US-Regierung nicht erwünscht sind, und sie versuchen wird, so schnell wie möglich eine Lösung für den Krieg zu finden“, stellt sich die Frage: Warum wären solch hohe Preise von dem eigenständigen Erdöl- und Erdgas-Nettoexporteur USA unerwünscht? Die USA würden nur profitieren. Sputnik Globe verpasste es, China in seiner Analyse zu erwähnen. 

Was sagte dagegen im Jahr 2023 Kenny Stein (Politikdirektor beim Institute for Energy Research) vor dem ständigen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses für Energiefragen?

„Erst in den letzten fünf Jahren haben wir die Energiesicherheit, die so schwer zu erreichen war, fast erreicht. Die USA sind Nettoexporteur von Erdöl, Erdgas, Kohle und raffinierten Produkten, und das Öl, das wir noch importieren, stammt größtenteils aus Kanada und Mexiko. Wir sind so sicher, dass wir die Ölindustrie zweier großer Produzenten (Iran und Venezuela) aggressiv sanktionieren könnten, ohne uns um die Auswirkungen auf die heimische Energieversorgung sorgen zu müssen. Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine konnte US-Erdgas die russischen Lieferungen an unsere Freunde und Verbündeten in Europa ersetzen. Die Energiepolitik der Vereinigten Staaten wird von der Welt beneidet.“

Auch Al Jazeera schrieb vor drei Tagen darüber, dass „die Schließung von Hormus jedoch die Amerikaner in ihrer Geldbörse treffen würde und eine militärische Reaktion von Trump auslösen könnte“, erwähnte aber Chinas existenziell-fragile Abhängigkeit dort ebenfalls mit keiner Silbe und fuhr lediglich dieselbe These, dass dieser geopolitische Hebel Irans für Trumps Administration besonders einschüchternd oder sogar provozierend wirke. Aber wie die Wirtschaftsdaten der letzten Jahre bereits illustrieren, ist die Effektivität dieses Hebels in diesem Sinne mittlerweile ein Relikt der Vergangenheit. Chinas diplomatische Stimme zeigt zwar Interesse für Frieden vor Ort und äußert sich öffentlich kritisch gegenüber der kriegerischen Eskalation seitens Israels. Allerdings geschieht dies auf eine Weise, die nicht vermuten lassen würde, dass Chinas Volkswirtschaft direkt und empfindlich mit dem Schicksal der Straße von Hormus verdrahtet ist.

Solche Aussagen, wie die obigen von Dr. Tilak Doshi ignorieren bedauerlicherweise auch die zionistische (offiziell: „neokonservative“) Lobby in den USA, die eindeutig eine überwältigende Entscheidungskraft nach dem Motto „Israel First“ besitzt und zweifelsohne eine totale Eskalation gegen Teheran mit voller US-Beteiligung forciert. Da ist der Hauptbeweggrund womöglich nicht an erster Stelle die Schwächung Chinas, sondern ein religiös-politischer Fanatismus der chassidischen Endzeit-Sekte „Chabad-Lubawitsch“ von Rabbi Schneerson (welcher auf den ideologisch-politischen Werdegang Benjamin Netanjahus einen enormen Einfluss ausübte), der primär um ein „Greater Israel“ wetteifert – ein territorial im Nahen Osten stark expandierendes Israel, das in der Region keinen Iran mehr als Widersacher dulden muss. Es gibt also kein wirkliches Entweder-oder in diesem Bereich der US-Außenpolitik: Beide Prämissen, sowohl die Expansion Israels und seine regionale Dominanz, als auch die extreme Schwächung Chinas, sind durch eine weitere Eskalation mit Iran gedeckt. Letzteres in jedem Fall – wobei Ersteres durchaus mit dem Risiko behaftet ist, dass Israel nach einem solchen Krieg aufhören könnte zu existieren.

Straße von Hormus: Wen trifft Sperrung mehr, USA oder China?

China an Israel und Iran: „Gewalt kann keinen dauerhaften Frieden bringen“

Für alle Aufmerksamen hat sich in dem Dreieck zwischen Iran, Israel und den USA eine „Good Cop, Bad Cop“-Routine entblößt. Eine Routine, in der der Verhörte Teheran ist, während Netanjahu als „böser Bulle“ und Trump als „guter Bulle“ ein Theaterstück geben, in dem sich der US-Präsident als zögernder, an Frieden interessierter Staatsmann inszeniert – und Netanjahu als ungeduldiger, von Hysterie Getriebener auftritt, der „sein Recht auf Verteidigung“ einlöst. Das zionistische Duo ist an der Hüfte und Stirn verwachsen, was seit Jahren ein öffentlich zugänglicher Fakt sein müsste. Dennoch waren die Iraner noch bis vor kurzem willig, sich auf eine Verhandlung und Verhandlungsvermittlung seitens Trumps einzulassen. Kurz darauf wurde der iranische Chefverhandler Ali Shamkhani von Israel ermordet. Auch der durch westliche Semantik als humanistischer und vom „jüdisch-christlichen Erbe inspirierter“ Präventivschlag getarnte, aber faktisch völkerrechtswidrige kriegerische Erstschlag Israels gegen Iran und seine nuklearen Anlagen, trug dazu bei, dass eine nahezu unüberbrückbare und unumkehrbare Kriegskaskade im Nahen Osten entfacht wurde.

Die Frage verbleibt, ob Iran selbst im Eifer des Gefechts mit Israel es tatsächlich zum eigenen Vorteil erachtet, die Straße von Hormus zu schließen? Selbst wenn solche Erwägungen hinter den Kulissen auch nur ansatzweise getätigt werden, würden diese nicht ohne einen engen chinesischen Dialog stattfinden. In Anbetracht der Faktenlage erscheint es wenig wahrscheinlich, dass Iran eine solche Blockade als sinnvoll erachtet. Anhand derselben Faktenlage erscheint sogar eher eine israelisch-US-amerikanische Operation unter falscher Flagge wahrscheinlich, die zu einer Blockade der Meerenge führt, welche man dann öffentlichkeitswirksam als eine Tat Teherans verbuchen lassen könnte.

Das Narrativ, dass Trump an einem Frieden interessiert sei, wenn doch Iran nur von seinen Nuklearambitionen ablassen würde, und nur sehr widerwillig einen Kriegseintritt der USA hinnehmen würde, ist künstlich konstruiert und soll von dem Fakt ablenken, dass die US-Amerikaner mit den Israelis den Krieg mit Iran von sehr langer Hand her und in geduldiger Vorsätzlichkeit geplant haben.

Zum einen war Iran ein Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags – ein Schritt, den Israel als illegale Atommacht nie machte und wofür es vom Westen nie zur Rechenschaft gezogen wurde. Ganz zu schweigen von Israels aggressiver Nuklearwaffen-Doktrin namens „Samson Option“, welche spätestens seit Seymour Hershs gleichnamigen Sachbuch von 1991 bekannt ist. Diese besagt: Multiple atomare Schläge gegen jegliche Akteure zu fliegen, die aus Israels Sicht bereits seine Existenz stark beeinträchtigt haben – sogar die Vernichtung großer Teile der zivilisierten Welt – wird in Kauf genommen. Mehr dazu in meinem RT-DE-Artikel „Der nukleare Elefant im nahöstlichen Raum: Israels ‚Samson-Option‘„.

Zum anderen soll nun das iranische Parlament ein Gesetz vorbereiten, das den Weg zum Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag bereiten könnte. Dennoch ist die Stabilität in der Region für die USA – trotz all des öffentlichen Pathos um das Sorgenkind Israel herum – mittlerweile weniger wichtig. Für China hingegen ist der ungehinderte Handel – besonders die Energielieferungen – von höchster strategischer Bedeutung. Das macht den israelisch-iranischen Konflikt im Nahen Osten zu einem in keinster Weise zufällig angewandten US-Druckmittel gegen China. Die Deutschen haben stumm grinsend zugeschaut, wie die USA die russisch-deutsche Energie-Arterie Nord Stream I und II in der Ostsee weggebombt haben und blockieren heute sogar jede Wiederaufnahme der durchaus möglichen Energielieferungen. Wird China dagegen aus seiner bisher stoischen, gleichmütigen und diplomatischen Routine der Lippenbekenntnisse und verbalen Verurteilungen herausbrechen und Taten folgen lassen, seine sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Interessen verteidigen? Oder wird Peking zuschauen, wie ihr der hegemoniale Konkurrent einen der größten Energie-Hähne zudreht?

Elem Chintsky ist ein deutsch-polnischer Journalist, der zu geopolitischen, historischen, finanziellen und kulturellen Themen schreibt. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit RT DE besteht seit 2017. Seit Anfang 2020 lebt und arbeitet der freischaffende Autor im russischen Sankt Petersburg. Der ursprünglich als Filmregisseur und Drehbuchautor ausgebildete Chintsky betreibt außerdem einen eigenen Kanal auf Telegram, auf dem man noch mehr von ihm lesen kann.

Pepe Escobar: Iran schießt zurück: „Wir werden nicht zurückweichen“ – Die roten Linien sind gezogen!

Iran schlägt zurück: „Wir werden nicht nachgeben“ – Rote Linien sind gezogen

In einer aktuellen Ausgabe vom 21. Juni 2025 spricht der renommierte Journalist Pepe Escobar mit dem Moderator Nema über die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten, insbesondere die Angriffe Israels und die drohende Beteiligung der USA gegen Iran. Escobar, der gerade vom St. Petersburger Wirtschaftsforum zurückgekehrt ist, analysiert die geopolitische Lage und betont die Entschlossenheit Irans, sich gegen westliche Aggressionen zu behaupten. Dieser Artikel basiert auf dem Transkript des Videos und beleuchtet die strategischen Entwicklungen, die Rolle der globalen Mächte und die möglichen Folgen einer weiteren Eskalation.

St. Petersburg: Ein Zeichen der globalen Verschiebung

Escobar beginnt mit einem Bericht über das St. Petersburger Wirtschaftsforum, das er als zentrales Ereignis für den Globalen Süden beschreibt. „Über 80 Milliarden Dollar an Geschäften wurden in St. Petersburg abgeschlossen“, sagt er. „Das sind Deals des Globalen Südens – Afrika, Indien, Pakistan, die Golfstaaten, Südostasien, Zentralasien, Russland und China.“ Im Gegensatz zum westlich dominierten Davos-Forum steht hier pragmatisches Geschäftemachen im Vordergrund, fernab der Kontrolle westlicher Finanzinstitute wie BlackRock.

Das Forum zeigte die wachsende Bedeutung der BRICS-Staaten und die Bestrebungen, eine alternative internationale Finanzordnung zu schaffen. Escobar hebt ein Panel hervor, in dem Paulo Batista, Mitgründer der Neuen Entwicklungsbank (NDB), für eine umfassende Reform des globalen Finanzsystems plädierte. „Paulo sagt: Wir müssen jetzt handeln, das Zeitfenster ist klein“, berichtet Escobar. Diese Diskussionen verdeutlichen die Ambitionen des Globalen Südens, sich von der westlichen Hegemonie zu emanzipieren.

Ein weiteres Thema war die Kontrolle von Informationen und die Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI). Escobar erwähnt die Gründung des Global Factchecking Network (GFCN), das Fake News bekämpfen soll, die zunehmend von Big Tech produziert werden. „Palantir ist jetzt im US-Bundesregierung eingebettet“, warnt er. „Diese KI-Modelle werden bereits genutzt, um Palästinenser zu töten.“ Das Forum unterstreicht somit nicht nur wirtschaftliche, sondern auch technologische und mediale Gegenbewegungen zur westlichen Dominanz.

Die Eskalation im Nahen Osten: Irans Standhaftigkeit

Die Hauptdiskussion dreht sich um die jüngsten Angriffe Israels auf Iran, die am 13. Juni 2025 begannen, gefolgt von gescheiterten Verhandlungen in Oman. Escobar sieht darin einen gezielten Versuch der USA und Israels, einen Regimewechsel in Iran herbeizuführen. „Die USA bewegen Kampfflugzeuge und Bomber näher an Iran heran“, sagt er. „Sie bereiten einen Angriff vor, während die Mainstream-Medien im Westen behaupten, Iran sei besiegt. Das ist eine Fake-News-Maschine.“

Escobar verweist auf einen Artikel von Seymour Hersh, der die Pläne des US-Militärisch-Industriellen Komplexes und zionistischer Kreise in Washington offenlegt. „Hersh zeigt, wie diese Leute seit 1998, manche seit 1979, einen Krieg gegen Iran wollen“, erklärt er. „Sie streben die Zerstörung des iranischen Atomprogramms, der ballistischen Raketen und letztlich einen Regimewechsel an.“ Doch er kritisiert die Ignoranz dieser Kreise: „Sie verstehen weder die Geografie noch die Geschichte Irans. Ihre Dummheit ist erschreckend, aber sie haben Zugang zu Entscheidungsträgern.“

Iran hingegen zeigt strategische Geduld und Kalkül. Escobar betont, dass Iran mit einer „Tausend-Schnitte-Strategie“ agiert, um die israelische Wirtschaft zu lähmen. „In nur einer Woche haben sie die Hälfte der israelischen Wirtschaft paralysiert“, sagt er. „Die Häfen von Haifa und Eilat sind fast funktionslos, die Ölraffinerie in Haifa ist lahmgelegt.“ Iran setzt dabei ältere Raketen ein, um Israels Abfangsysteme zu erschöpfen, und spart modernere Waffen wie die Hajj Qassem- oder Fattah-Raketen für eine mögliche zweite Phase auf.

Russland und China: Diskrete Unterstützung für Iran

Escobar hebt die Rolle Russlands und Chinas als strategische Partner Irans hervor. Auf dem Forum in St. Petersburg betonte Präsident Putin, dass Iran ein unveräußerliches Recht auf ein ziviles Atomprogramm habe. „Putin sagte, er habe von Trump und Netanyahu Zusicherungen erhalten, die Bushehr-Anlage nicht anzugreifen, wo 200 russische Techniker arbeiten“, berichtet Escobar. Zudem wies Putin Kritiker, die Russland vorwerfen, Iran nicht genug zu helfen, als „Provokateure“ zurück.

Obwohl konkrete Details über russische oder chinesische Unterstützung für Iran nicht öffentlich sind, betont Escobar die Existenz geheimer Kanäle. „Russland und China helfen Iran diskret“, sagt er. „Das ist eine Frage der nationalen Sicherheit, besonders für China, das einen 20-jährigen, über 400 Milliarden Dollar schweren Energie- und Infrastrukturdeal mit Iran hat.“ Diese Partnerschaft sei Teil eines größeren Ziels: der Integration Eurasiens, die durch die Angriffe auf Iran gestört werden soll.

Die westliche Rhetorik und ihre Folgen

Die westlichen Medien und Politiker, so Escobar, sind in ihrer eigenen Rhetorik gefangen. „Sie glauben, sie können Iran wie Irak oder Afghanistan besiegen“, sagt er. „Aber Iran ist anders – ein geeintes Land, das seit Jahrzehnten auf diesen Krieg vorbereitet ist.“ Er zitiert Dmitri Medwedew, Russlands stellvertretenden Sicherheitsratschef: „Wenn der Westen nukleare Abrüstung will, soll er mit Israel anfangen. Iran wird nicht nachgeben, egal wie groß die Drohungen sind.“

Escobar warnt, dass ein US-Angriff auf Iran katastrophale Folgen hätte. „Die Arabischen Staaten, die die USA unterstützen, wie Saudi-Arabien, wären legitime Ziele für Iran“, sagt er. „Das wäre das Ende der saudischen Monarchie.“ Zudem würde ein solcher Angriff die Einheit in Iran weiter stärken. „Die Attacken haben die iranische Gesellschaft vereint, wie seit dem Krieg gegen Saddam Hussein nicht mehr“, betont er.

Die Rolle der USA und Trumps Dilemma

Escobar sieht Trump als Marionette mächtiger Interessen. „Trump trifft keine Entscheidungen“, sagt er. „Die üblichen Verdächtigen – der Militärisch-Industrielle Komplex und die Zionisten – zwingen ihn, grünes Licht zu geben.“ Trump sei in einer „unhaltbaren Position“ gefangen, da er sowohl seine Basis, die zunehmend kriegsfeindlich ist, als auch die Kriegsbefürworter im eigenen Lager enttäuscht. „Er hat bereits die Hälfte seiner Basis verloren“, sagt Escobar. „Nach den Midterms wird er ein lahmer Präsident sein.“

Die westliche Ignoranz gegenüber Irans Fähigkeiten wird durch die Rhetorik von Figuren wie dem „islamophoben“ General im Pentagon verstärkt, der laut Escobar die Angriffe vorantreibt. „Es gibt niemanden, der Trump erklärt, wie absurd dieser Plan ist“, sagt er. Selbst einfache militärische Realitäten, wie die Schwierigkeit, präzise Ziele unter Rauch und Trümmern zu treffen, werden ignoriert.

Ein globaler Wendepunkt

Escobar sieht die Angriffe auf Iran als Teil eines größeren Plans, die eurasische Integration zu verhindern. „Das Ziel ist, die natürlichen Ressourcen Russlands und Irans zu plündern und die Integration Eurasiens mit China zu stoppen“, sagt er. Dieser „ewige Krieg“ wird in verschiedenen Schauplätzen geführt – von der Ukraine bis zum Nahen Osten – und folgt einer klaren Progression: „Die Ukraine war Level drei, Iran ist Level vier, China wird Level fünf sein.“

Die Verzweiflung des Westens resultiert aus dem Scheitern früherer Kriege. „Die USA wurden von den Houthis besiegt“, sagt Escobar. „Jetzt wollen sie es mit der IRGC aufnehmen – ein fataler Fehler.“ Er prophezeit, dass ein Krieg gegen Iran nicht nur für die USA, sondern auch für Israel und die unterstützenden Arabischen Staaten verheerend wäre. „Israel hat seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit verloren“, sagt er. „Langfristig werden viele Israelis nach Osteuropa zurückkehren.“

Fazit: Iran bleibt standhaft

Escobar schließt mit einer historischen Perspektive: „Die Geschichte ist nicht umsonst. Jede Nation zahlt einen Preis.“ Iran, wie Russland nach den 1990er-Jahren, könnte aus diesem Konflikt gestärkt hervorgehen. „Wenn die zionistische Maschine zerstört wird, könnte dies die Auferstehung Palästinas einleiten“, sagt er. Für die USA hingegen droht eine historische Niederlage. „Die USA werden lernen, dass sie Iran nicht besiegen können“, warnt er. „Es wird etwas Großes sein, etwas, das die USA noch nie erlebt haben.“

Die Entschlossenheit Irans, unterstützt von Russland und China, und die wachsende Einheit der iranischen Gesellschaft machen einen Regimewechsel unwahrscheinlich. Escobar ruft dazu auf, die Propaganda der westlichen Medien zu durchschauen und die Realität eines sich wandelnden globalen Machtgefüges zu erkennen, wie es im St. Petersburger Forum sichtbar wurde.

Sir Trevor Chinn: Der Tycoon, der die britische Demokratie für Israel gekapert hat

Sir Trevor Chinn: Der Tycoon, der die britische Demokratie für Israel gekapert hat

Von Alan Macleod

Er hält sich gerne im Hintergrund. Aber Sir Trevor Chinn ist einer der mächtigsten Männer in der britischen Politik.

Der pensionierte Geschäftsmann hat Millionen an Politiker gespendet, den Aufstieg von Premierminister Keir Starmer unterstützt, zur Zerschlagung der Bewegung um Jeremy Corbyn beigetragen und vor allem dafür gesorgt, dass beide großen Parteien Israel und dessen Expansionsprojekt im Nahen Osten unterstützen.

MintPress News porträtiert den vielleicht einflussreichsten Mann in der pro-israelischen Lobby und lüftet den Schleier der Anonymität, hinter dem er sich versteckt.

Israels Mann

Im November verlieh Präsident Isaac Herzog Chinn persönlich die israelische Ehrenmedaille für seine „Verdienste um den Staat [Israel] und das jüdische Volk“. Das vergangene Jahr, so Herzog in seiner Laudatio, sei „das schwierigste seit der Gründung des Staates“ gewesen. Sein Land habe jedoch das große Glück, „großartige Freunde und Unterstützer in der Welt zu haben, die an unserer Seite gegen Antisemitismus kämpfen, Israels Namen in den Medien verteidigen und seit langem für Israels Platz unter den Nationen kämpfen“.

Chinn setzt sich seit Jahrzehnten für die Interessen Israels im Vereinigten Königreich und darüber hinaus ein. Im Jahr 2005 leitete er als Co-Vorsitzender des Israel-Britain Business Council eine Delegation nach Israel, um an der Konferenz für Export und internationale Zusammenarbeit von Premierminister Ariel Sharon teilzunehmen. Die Konferenz war ein Versuch, nach drei Jahren der Stagnation infolge der zweiten palästinensischen Intifada das Wirtschaftswachstum in Israel wieder anzukurbeln.

Im Jahr 2018 war er Mitveranstalter einer hochkarätigen Feier zu Ehren des ehemaligen israelischen Präsidenten Chaim Herzog, an der einige der mächtigsten Persönlichkeiten der britischen Politik teilnahmen, darunter der ehemalige Premierminister Tony Blair. Die Veranstaltung fand im exklusiven Spencer House in London statt und würdigte den in Großbritannien geborenen Präsidenten als „Krieger und Staatsmann“. Herzog war Offizier der israelischen Armee während der Nakba, der ethnischen Säuberung von rund 750.000 Palästinensern zur Gründung des Staates Israel.

Als langjähriger Präsident der United Jewish Israel Appeal, einer Organisation, die sich für die Stärkung der Beziehungen zwischen britischen Juden und Israel einsetzt, hat Chinn Millionenbeträge für kostenlose Reisen nach Israel im Stil des „Birthright“-Programms gesammelt. Allein bei einer Veranstaltung im Londoner Kensington Palace im Jahr 2023 kam 1 Million Pfund (1,36 Millionen US-Dollar) zusammen. An der Veranstaltung nahm auch der ehemalige Premierminister Naftali Bennett teil, der seine Arbeit überschwänglich lobte.

Chinns Verbindungen zu Israel gehen weit über Wirtschaft und Kultur hinaus. Im vergangenen Oktober, auf dem Höhepunkt der israelischen Angriffe auf Gaza, traf sich der 89-jährige Tycoon heimlich mit Vertretern des britischen Außenministeriums, um sie zu Waffenlieferungen an Israel zu beraten. Offiziell gab die britische Regierung an, es habe sich lediglich um „geopolitische Gespräche mit einem Geschäftsmann“ gehandelt. Dokumente, die dem investigativen Journalisten John McEvoy vorliegen, enthüllen jedoch, dass der wahre Zweck des Treffens weit weniger harmlos war.

Finanzierung des britischen Kabinetts

Chinn, so McEvoy gegenüber MintPress, spiele „eine wichtige, aber oft übersehene Rolle in der britischen Politik“. Seit den 1980er Jahren habe Chinn sowohl die Labour Friends of Israel (LFI) als auch die Conservative Friends of Israel (CFI) finanziert, zwei einflussreiche Interessengruppen innerhalb der beiden größten politischen Parteien Großbritanniens. Er war auch Mitglied des Exekutivkomitees des Britain Israel Communications and Research Centre (BICOM), der einflussreichsten pro-israelischen Lobbyorganisation im Vereinigten Königreich.

„Quantitative Analysen der Aktivitäten dieser Gruppen sind aufschlussreich”, sagte McEvoy und fügte hinzu:

„Achtzig Prozent der konservativen Abgeordneten sind Mitglieder der CFI, und zwischen 2012 und 2022 finanzierte die Organisation mehr Auslandsreisen für gewählte Abgeordnete als jeder andere Spender. Im vergangenen Jahr zählte LFI etwa 75 Abgeordnete als Unterstützer, während 32 amtierende Labour-Abgeordnete Finanzmittel von der Gruppe angenommen hatten. BICOM seinerseits hat seit der Jahrtausendwende Dutzende von Journalisten nach Tel Aviv geflogen.“

Damit steht Chinn an der Spitze einer massiven Einflussnahme, die darauf abzielt, dass Großbritannien weiterhin die Interessen Israels unterstützt. Der Umfang dieser Operation ist erschütternd: Pro-israelische Lobbygruppen haben den Großteil des britischen Kabinetts finanziert. Insgesamt haben laut McEvoys Untersuchung 13 von 25 amtierenden Kabinettsmitgliedern direkt Geld von Chinn oder pro-israelischen Gruppen angenommen.

Darunter befinden sich viele äußerst einflussreiche Persönlichkeiten wie Außenminister David Lammy, Innenministerin Yvette Cooper und Gesundheitsminister Wes Streeting. Chinn selbst hat diesen Personen Hunderttausende Pfund gespendet.

Der wichtigste Empfänger seiner Großzügigkeit ist jedoch zweifellos Premierminister Keir Starmer selbst. Im Jahr 2020 spendete Chinn 50.000 Pfund (etwa 68.000 Dollar) an Starmer und finanzierte damit dessen Wahlkampf zum Vorsitzenden der Labour-Partei. Die Spende wurde erst fünf Tage nach der Wahl registriert.

Etwa zu dieser Zeit begann Starmer sehr öffentlich, seine Position zu Israel zu ändern. Bis 2019 war er Mitglied der Labour Friends of Palestine and the Middle East gewesen und hatte versprochen, „die Menschenrechte in den Mittelpunkt der Außenpolitik zu stellen“. Doch nur wenige Wochen, nachdem er Chinns Geld erhalten hatte, erklärte er öffentlich: „Ich unterstütze den Zionismus ohne Einschränkungen.“

Seine Regierung hat Israel lautstark unterstützt, Waffen in das Land geliefert und weitere militärische Hilfe von britischen Militärstützpunkten auf Zypern aus geleistet. Außerdem ging sie hart gegen pro-palästinensische Proteste im eigenen Land vor und verteidigte Israel in internationalen Gremien wie den Vereinten Nationen. Im Jahr 2021 ging Starmer sogar so weit, Assaf Kaplan, einen ehemaligen israelischen Spion, zu engagieren, um innerhalb der Partei ein sogenanntes „Social Listening“ durchzuführen.

Lowkey, Rapper, Aktivist und Moderator von „The Watchdog“ auf MintPress, hat Chinns Aktivitäten genau verfolgt und erklärt:

„Trevor Chinn ist ein wichtiger Funktionär der zionistischen Bewegung in diesem Land. Er ist ein Instrument, mit dem die Israel-Lobby wichtige Politiker wie Keir Starmer und David Lammy finanzieren und so den Einfluss Israels auf die britische Politik ausweiten kann.“

Die Gestaltung der Labour-Partei

Tony Blair war die treibende Kraft hinter der Abkehr der Labour-Partei von der Sozialdemokratie und ihrer Hinwendung zur Großindustrie, und Chinns Geld half dabei, dies zu ermöglichen. Laut einem Bericht der Zeitung „The Independent“ aus dem Jahr 1996 war Chinn einer von mehreren Großspendern der Labour-Partei, die jeweils rund 500.000 Pfund zur Finanzierung des Blairismus und zur Sicherung seines Erfolgs beitrugen.

Neben ihrer wirtschaftlichen Ausrichtung änderte die Labour-Partei auch ihre traditionellen außenpolitischen Positionen. Der ehemalige Vorsitzende der LFI, Baron Mendelsohn, bemerkte damals zustimmend:

„Blair hat den Anti-Israelismus angegriffen, der in der Labour-Partei existierte. Die alte Labour-Partei betrieb eine Politik der Cowboys und Indianer, indem sie sich für Außenseiter einsetzte, aber das Umfeld hat sich verändert. Der Zionismus ist in der New Labour allgegenwärtig. Es ist selbstverständlich, dass Blair zu den Treffen der Labour Friends of Israel kommt.“

Bis heute unterhält Blair enge Beziehungen zu Israel. Er ist Schirmherr des Jüdischen Nationalfonds, dem größten Bauträger illegaler Siedlungen im Westjordanland. Seine Frau Cherie arbeitete unterdessen als Beraterin für die NSO Group, das umstrittene israelische Softwareunternehmen hinter der Spionagesoftware Pegasus.

Sir Trevor Chinn: Der Tycoon, der die britische Demokratie für Israel gekapert hatChinn (links) blickt während einer Sitzung des Jewish Leadership Council am 16. Januar 2012 in der Downing Street Nr. 10 auf den britischen Premierminister David Cameron. Kirsty Wigglesworth | AP

Seit Blair hat Chinn weiterhin hochrangige Labour-Politiker finanziell unterstützt. Die einzige nennenswerte Ausnahme war die Amtszeit von Jeremy Corbyn von 2015 bis 2020. Corbyn, ein lebenslanger Sozialist, Antiimperialist und Verfechter eines palästinensischen Staates, wurde überraschend mit überwältigender Mehrheit zum Parteivorsitzenden gewählt.

Fast sofort begannen hochrangige Mitglieder des Labour-Establishments, sich gegen ihn zu organisieren. Dabei wurden sie durch Chinns Geld und seine Verbindungen unterstützt.

Chinn stellte die finanziellen Mittel für Labour Together bereit, einen Think Tank aus rechten Persönlichkeiten, dessen erklärtes Ziel es war, „den Corbynismus zu besiegen“ und „die Labour-Partei von der Linken zurückzugewinnen“. Außerdem finanzierte er die politischen Ambitionen von Corbyn-Gegnern wie Owen Smith, Ruth Smeeth und dem stellvertretenden Parteivorsitzenden Tom Watson. Corbyn wurde von allen Seiten unerbittlich angegriffen und ständig des Antisemitismus bezichtigt, um die öffentliche Unterstützung für sein Projekt zu untergraben.

Ebenfalls im Visier von Labour Together standen Corbyn-freundliche Medien wie The Canary. The Canary, eine linke alternative Medienseite, erweiterte ihre Reichweite rasch auf 8,5 Millionen monatliche Besucher. Labour Together entwickelte einen Plan, um, wie sie es selbst formulierten, „The Canary zu töten”. Zu diesem Zweck starteten sie eine Scheinaktion unter dem Motto „Stoppt die Finanzierung von Fake News” und behaupteten, das Medium verbreite antisemitische Inhalte. Sie setzten Werbekunden unter Druck, ihre Anzeigen von der Website zu nehmen. Wie die Kampagne gegen Corbyn waren auch die Antisemitismusvorwürfe falsch, aber wirksam, und die Finanzen und Reichweite von The Canary wurden schwer getroffen.

Chancengleichheit Oligarch

Chinn ist jedoch keineswegs ein streng parteiischer Spender. Der betagte Wirtschaftsmagnat hat auch die Conservative Friends of Israel finanziert, das Pendant der Labour Friends of Israel innerhalb der Konservativen Partei. Die CFI ist sogar noch einflussreicher als ihre Labour-Gegenstück. Öffentlich zugängliche Daten zeigen, dass die Organisation mindestens 118 konservative Abgeordnete bei 160 Reisen nach Israel finanziell unterstützt hat, wobei über 330.000 Pfund (450.000 US-Dollar) für die Besuche bereitgestellt wurden. Rund 80 % der konservativen Abgeordneten sind Mitglieder der CFI.

Die CFI übt innerhalb der Machtzentren erheblichen Einfluss aus, der sogar ausreichte, um Premierminister Boris Johnson zu zwingen, seine Pläne zur Ernennung von Alan Duncan zum Nahost-Minister aufzugeben. In seinen Memoiren schrieb Duncan, dass ihre Ablehnung „keinen anderen Grund hatte, als dass ich an die Rechte der Palästinenser glaube“. Johnson soll empört gewesen sein. „Sie [die Israelis] sollten sich nicht so verhalten“, sagte er. „Die CFI und die Israelis glauben, sie kontrollieren das Außenministerium. Und das tun sie auch!“, sagte Duncan und fügte hinzu, dass die Durchdringung der britischen Politik durch Israel seiner Meinung nach einer „fest verankerten Spionage“ und einer Bedrohung der nationalen Sicherheit gleichkomme.

Noch weiter zurück liegend, setzte sich Chinn wiederholt bei der Regierung von John Major (1990-1997) für deren Nahostpolitik ein. „Er kann ein ziemlich hartnäckiger Verfechter der israelischen Sache sein und ist keineswegs ein Taubenmann … Mein persönlicher Eindruck ist, dass er nicht sehr subtil auf die israelische Politik abgestimmt ist“, schrieb ein Beamter des Außenministeriums 1991 über Chinn.

Das übergeordnete Ziel seiner Aktivitäten – politische Spenden, private Treffen, finanzierte Reisen und Medienarbeit – sei es, „Politiker und Journalisten davon zu überzeugen, dass die Unterstützung Israels in ihrem Interesse liegt“, erklärte McEvoy gegenüber MintPress. Chinn und die breitere pro-israelische Lobby verfolgen eine „Zuckerbrot-und-Peitsche-Strategie“, bei der gutes Verhalten mit kostenlosen Reisen, positiver Berichterstattung in den Medien und politischen Spenden belohnt und schlechtes Verhalten mit dem Entzug von Finanzmitteln, politischer Kritik und Druckkampagnen bestraft wird. McEvoy kommt daher zu dem Schluss:

„Während viele britische Gesetzgeber bereits bekennende Zionisten sind und kaum Überzeugungsarbeit benötigen, kann die Zuckerbrot-und-Peitsche-Taktik eine wichtige disziplinierende Wirkung auf Politiker haben, die entweder unentschlossen sind oder sich leicht zum Schweigen bringen lassen, was angesichts des Ausmaßes an Karrierismus und Feigheit in Westminster einen erheblichen Anteil ausmacht.“

Man kann die Blumen abschneiden, aber man kann den Frühling nicht aufhalten

Sir Trevor Chinn ist alles andere als ein Selfmademan. Er erbte sein beträchtliches Vermögen und seine Macht von seinem Vater Rosser, dem Eigentümer des Automobilriesen Lex Services, der heute Royal Automobile Club (RAC) heißt. Neben seinen geschäftlichen Interessen war Rosser auch Präsident des Jewish National Fund, der Israel dabei half, Palästinenser ihres Landes zu enteignen.

Trevor war Geschäftsführer des RAC und später Vorsitzender der wichtigsten Konkurrenten, der Automobile Association (AA) und Kwik Fit. Seit 1973 ist er Präsident der United Jewish Israel Appeal und hat eine Reihe weiterer einflussreicher Positionen inne oder innehatte diese. Dazu gehören die Tätigkeit als Gouverneur der Universität Tel Aviv und seine Positionen in den Exekutivkomitees des Jewish Leadership Council und BICOM.

Im Jahr 2023 beteiligte sich BICOM an einem Versuch, die Musik von MintPress‘ Lowkey aus dem Streaming-Dienst Spotify zu entfernen. Ihr Plan scheiterte dank massiver öffentlicher Gegenreaktionen und weit verbreitetem Widerstand von namhaften Persönlichkeiten aus der Unterhaltungsindustrie.

„Ich wurde damals als Hauptziel identifiziert. Aber wir haben sie besiegt, dank MintPress, The Electronic Intifada und all den großartigen Menschen, die mich unterstützt haben“, sagte Lowkey. „Das zeigt wirklich, dass diese Lobbygruppen nur dann mächtig sind, wenn sie nicht konfrontiert werden.“

Eine erfolgreiche Absageaktion, an der Chinn jedoch beteiligt war, war die Kampagne gegen einen Kunstveranstaltungsort im Norden Londons im Jahr 2014. Nachdem bekannt wurde, dass die Veranstaltung von der israelischen Botschaft gesponsert wurde, weigerte sich das Tricycle Theater, das britische Filmfestival für jüdische Filme auszurichten.

Israel hatte zu diesem Zeitpunkt gerade die Operation Protective Edge gestartet, eine Bombardierung des Gazastreifens, bei der über 2.000 Menschen getötet wurden. Chinn schritt zur Tat und drohte, dem Theater seine finanzielle Unterstützung zu entziehen, sollte es seine Entscheidung nicht rückgängig machen. „Wir als Gemeinschaft stehen unter dem Druck der Boykottbewegung. Wir können Boykotte nicht akzeptieren, und wann immer einer kommt, müssen wir ihn bekämpfen“, sagte er.

Das Tricycle musste schließlich nachgeben, nachdem Kulturminister Sajid Javid – selbst Mitglied der Conservative Friends of Israel – „ganz klar gemacht hatte, was mit den Fördermitteln passieren könnte, wenn sie oder irgendjemand anderes so etwas noch einmal versuchen würde“.

Trotz all seiner Bemühungen konnte Chinn die Welle der pro-palästinensischen Stimmung in Großbritannien und darüber hinaus nicht aufhalten. Im November 2023 nahmen schätzungsweise eine Million Menschen an einer Demonstration in London teil, bei der ein Waffenstillstand gefordert wurde.

Seitdem zeigen Umfragen, dass die öffentliche Meinung gegenüber Israel nur noch härter geworden ist.

Eine aktuelle YouGov-Umfrage ergab, dass mehr als doppelt so viele Briten Palästina (32 %) unterstützen als Israel (14 %). Nur 17 % der Bevölkerung haben eine positive Meinung von Israel (davon 4 % eine sehr positive), gegenüber 63 % mit einer negativen Meinung (davon 39 % mit einer sehr negativen). Und die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung unterstützt ein Waffenembargo, nur 13 % lehnen ein Ende der Waffenverkäufe an Tel Aviv ab. Noch schlimmer für Israel ist, dass dies zu den besten Zahlen in Europa für ihre Sache gehören.

Als Reaktion darauf sind sowohl die konservative als auch die Labour-Regierung hart gegen die öffentliche Unterstützung für Palästina vorgegangen, indem sie Demonstrationen unterdrückten, Demonstranten verhafteten und pro-palästinensische Journalisten schikanierten und einschüchterten.

Inwieweit Chinn Einfluss auf diese Reaktionen hatte, ist umstritten. Unbestreitbar ist jedoch, dass er und sein Netzwerk pro-israelischer Organisationen keine allmächtige Kraft sind. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie und ihre Aktivitäten einer breiteren Öffentlichkeit bekannt werden.

Iranisches Parlament befürwortet Schließung der Straße von Hormuz – Ölmarkt bereitet sich auf Unruhen vor

Iranisches Parlament befürwortet Schließung der Straße von Hormuz – Ölmarkt bereitet sich auf Unruhen vor

Der staatliche iranische Sender Press TV hat einen neuen Bericht veröffentlicht, in dem Generalmajor Kowsari, ein hochrangiges Mitglied der Nationalen Sicherheitskommission des iranischen Parlaments, zitiert wird:

„Das Parlament ist zu dem Schluss gekommen, dass die Straße von Hormuz geschlossen werden sollte, aber die endgültige Entscheidung in dieser Hinsicht liegt beim Obersten Nationalen Sicherheitsrat.“

Iranisches Parlament befürwortet Schließung der Straße von Hormuz – Ölmarkt bereitet sich auf Unruhen vor Major General Kowsari, member of the National Security Commission of the Parliament: The Parliament has reached the conclusion that the Strait of Hormuz should be closed, but the final decision in this regard lies with the Supreme National Security Council. pic.twitter.com/sWd0rsOBsA

— Press TV Breaking (@PTVBreaking1) June 22, 2025

Sollte Ayatollah Ali Khamenei die vorgeschlagene Schließung des kritischen maritimen Engpasses genehmigen – durch den etwa 30 % des weltweit auf dem Seeweg transportierten Erdöls und 20 % des verflüssigten Erdgases verlaufen – dürften die Preise für Brent-Rohöl und Erdgas-Futures bereits heute Abend stark ansteigen.

Reuters hatte zuvor bereits den Abgeordneten und Kommandeur der Revolutionsgarden, Esmail Kosari, zitiert, der dem Young Journalist Club erklärte, dass die Schließung der Straße „auf der Tagesordnung“ stehe und „wann immer nötig durchgeführt werde“.

‘We can close the strait of Hormuz and shut their mouths. This will ruin their economy’

Young Iranians dismiss Trump attacks, sharing thoughts on bombings to Fars News

‘We should hit Dimona 10 times harder’ pic.twitter.com/fZRyaVm1wG

— RT (@RT_com) June 22, 2025

Auf dem kryptobasierten Prognosemarkt Polymarket sind die Wahrscheinlichkeiten für eine „Schließung der Straße von Hormuz bis Juli“ bereits heute früh von etwa 15 % auf 60 % gestiegen – ausgelöst durch die US-B-2-Angriffe auf die iranischen Nuklearanlagen Fordow, Natanz und Isfahan. Dies signalisiert eine massive Neubewertung des geopolitischen Risikos.

In einem kürzlich veröffentlichten Worst-Case-Szenario warnte Natasha Kaneva, Chef-Rohstoffstrategin bei JPMorgan, dass eine Eskalation die Ölpreise in den Bereich von 120–130 Dollar pro Barrel treiben könnte.

Eine Reihe zentraler Fragen stehen im Raum:

Könnte der Iran die Straße von Hormuz wirklich blockieren?
Rechtlich wäre der Iran nicht befugt, sie zu sperren – er müsste also mit Gewalt oder der Drohung von Gewalt agieren. Ein Versuch, die Meerenge durch die Marine zu blockieren, würde wahrscheinlich auf massive Gegenwehr der US-Fünften Flotte und anderer westlicher Marinen treffen.

Aber: Auch ohne ein Kriegsschiff auslaufen zu lassen, könnte der Iran massiv stören – etwa durch schnelle Patrouillenboote, Drohnen oder Küstenraketen. Das Risiko für Handelsschiffe könnte so steigen, dass sie die Passage meiden.

Diese Taktik nutzten auch die Houthi-Milizen im Jemen, um die Meerenge von Bab el-Mandeb zu blockieren, wobei sie vor allem Schiffe mit Verbindungen zu den USA, Großbritannien oder Israel mit Drohnen und Raketen beschossen.

Obwohl eine US-geführte Schutzmission aktiv ist, sank die Durchfahrt durch das Rote Meer und den Golf von Aden im Juni laut Clarkson Research Services um etwa 70 % gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2022 und 2023. Reedereien weichen vermehrt über die Südspitze Afrikas aus – ein teurer Umweg für Transporte zwischen Europa und Asien.

Welche Folgen hätte eine Blockade für den Iran?
Eine Schließung würde auch die iranische Wirtschaft massiv treffen, da sie den Export von Öl verhindern würde. Zudem könnte es China, den größten Abnehmer iranischen Öls, verärgern – einen entscheidenden Partner und Vetomacht im UN-Sicherheitsrat.

Historie iranischer Störungen des Schiffsverkehrs
Der Iran hat bereits mehrfach Schiffe im Golf beschlagnahmt:

  • April 2024: Kurz vor einem Angriff auf Israel beschlagnahmt die iranische Revolutionsgarde ein mit Israel verbundenes Containerschiff bei der Straße von Hormuz. Die Crew wurde im Folgemonat freigelassen.
  • April 2023: Ein US-gebundener Tanker wurde beschlagnahmt – als mutmaßliche Vergeltung für die Festsetzung eines iranischen Öltankers durch die USA vor Malaysia.
  • Mai 2022: Zwei griechische Tanker wurden für sechs Monate festgehalten – wohl als Reaktion auf eine gemeinsame Beschlagnahmung iranischen Öls durch Griechenland und die USA.

Hat der Iran die Straße von Hormuz jemals vollständig geschlossen?
Nein. Zwar wurde während des Irak-Iran-Kriegs (1980–1988) ein sogenannter Tankerkrieg geführt, bei dem 451 Schiffe angegriffen wurden – aber eine komplette Blockade blieb aus.

2011 drohte Teheran zwar infolge westlicher Sanktionen mit einer Sperrung, machte jedoch einen Rückzieher.

Commodore Alireza Tangsiri, Chef der iranischen Revolutionsmarine, erklärte noch im Frühjahr 2024, der Iran könne den Verkehr unterbrechen, entscheide sich aber dagegen.

Wie reagierten die USA und ihre Verbündeten in der Vergangenheit?
Während des Tankerkriegs eskortierte die US-Marine Handelsschiffe. 2019 entsandten die USA einen Flugzeugträger und B-52-Bomber. Die Operation Sentinel wurde ins Leben gerufen, später unterstützt von zehn Ländern, darunter Großbritannien, Saudi-Arabien, VAE und Bahrain.

Seit Ende 2023 konzentriert sich der Schutz der Seerouten jedoch stärker auf das südliche Rote Meer und die Straße von Bab el-Mandeb, da die vom Iran unterstützten Houthis den dortigen Verkehr gezielt angreifen.

Aktuell:
Nach Bekanntwerden der Angriffe auf iranische Atomanlagen hat der unter britischer Flagge fahrende Tanker Kohzan Maru in der Straße von Hormuz kurzfristig den Kurs geändert.

At least one tanker in the Strait of Hormuz appears to have paused its transit after the US struck Iran overnight.

Seen here, the UK-flagged tanker Kohzan Maru reversed course after the strikes became public and is now racing south at top speed. pic.twitter.com/xugD83AoEZ

— OSINTtechnical (@Osinttechnical) June 22, 2025

US-Außenminister Marco Rubio warnte den Iran auf Fox News: „Wenn der Iran die Straße von Hormuz sperrt, wäre das ein weiterer schrecklicher Fehler. Es ist wirtschaftlicher Selbstmord für sie, wenn sie das tun, und wir behalten uns Optionen vor, um damit umzugehen.“

Rubio:

“If Iran closes the Strait of Hormuz, it will be another terrible mistake. It’s economic suicide for them if they do it and we retain options to deal with that” pic.twitter.com/6mXeYXJ6Te

— Visegrád 24 (@visegrad24) June 22, 2025

Nun wartet der Westen auf den Vergeltungsschlag des Iran.

The Corbett Report: Die EU und die Produktion von Fehlinformationen: Ein Angriff auf die Meinungsfreiheit

In einer aufschlussreichen Analyse deckt Dr. Norman Lewis in seinem Bericht Manufacturing Misinformation: The EU-funded Propaganda War Against Free Speech, veröffentlicht vom Think Tank MCC Brussels, die verdeckten Mechanismen der Europäischen Union auf, mit denen sie die Meinungsfreiheit einschränkt. Im Gespräch mit James Corbett vom Corbett Report am 17. Juni 2025 beleuchtet Lewis, wie die EU unter dem Deckmantel der Bekämpfung von Hassrede und Desinformation eine Sprachkontrolle und Zensur betreibt, die die Grenzen der legitimen öffentlichen Debatte neu definiert. Der Bericht zeigt, wie die Europäische Kommission mit fast 650 Millionen Euro 349 Projekte finanziert, die nicht auf Wahrheitssuche, sondern auf die Legitimierung vorgegebener Narrative abzielen.

Ein Orwellsches Neusprech der EU

Lewis beschreibt die Strategie der EU als eine Form von „NEU-Sprach“, inspiriert von Orwells Neusprech, bei der Begriffe bewusst verdreht werden, um Kontrolle auszuüben. „Dies ist kein Angriff auf Desinformation. Dies ist ein Angriff auf abweichende Meinungen. Es ist kein Angriff auf Hassreden. Es ist ein Angriff auf die Redefreiheit“, betont er. Begriffe wie „Desinformation“ oder „Hassrede“ bleiben bewusst vage, um jede unliebsame politische Äußerung zu delegitimieren. Besonders populistische oder EU-kritische Stimmen werden als „Ökosysteme der Desinformation“ abgestempelt, wodurch legitime demokratische Debatten unterdrückt werden.

Ein Beispiel für diese Sprachmanipulation ist der Digital Services Act (DSA). „Das ‚S‘ im DSA sollte für ‚Speech‘ oder ‚Surveillance‘ stehen, nicht für ‚Services‘“, kritisiert Lewis. Der Begriff „Service“ suggeriert, dass Sprache eine kontrollierbare Ware sei, keine unveräußerliche Freiheit. Diese bewusste Irreführung tarnt Zensur als „Content-Moderation“ und Überwachung als „Sicherheit“. Lewis fügt hinzu: „Sie diktieren, was gesagt werden darf, wer es sagen darf, wer legitim ist und wer nicht.“

Ein Netzwerk der Propaganda

Die EU finanziert ein Netzwerk aus NGOs, Universitäten und anderen Organisationen, die Projekte durchführen, die weniger Forschung als Propaganda sind. Lewis stellt fest: „Es geht nicht darum, die Wahrheit zu finden, sondern Antworten auf bereits angenommene Fragen zu geben.“ Diese Projekte, oft mit Millionen Euro gefördert, enden stets mit der Forderung nach mehr Forschung, da „Hassrede“ und „Desinformation“ als subjektive Kategorien schwer zu definieren sind. Dies schafft eine sich selbst verstärkende Rückkopplungsschleife, die die Narrative der EU stützt und Gesetze wie den DSA legitimiert.

Bemerkenswert ist, dass die EU für diese Projekte etwa 30 % mehr ausgibt als für die Krebsforschung. „Die Kommission hält die Meinungsfreiheit offensichtlich für eine größere Bedrohung als Krebs, der jährlich bis zu zwei Millionen Menschen in Europa tötet“, kritisiert Lewis. Diese Prioritätensetzung unterstreicht die Absicht, den öffentlichen Diskurs zu kontrollieren.

KI als Werkzeug der Zensur

Ein weiterer alarmierender Aspekt ist der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) zur Überwachung und Kontrolle von Sprache. Projekte wie Vera.ai oder Titan nutzen KI-Algorithmen, um Inhalte automatisiert als „Hassrede“ oder „Desinformation“ zu klassifizieren, ohne Kontext oder Nuancen zu berücksichtigen. „Es handelt sich um prädiktive Algorithmen, die auf Datenbanken basieren, ohne Verständnis für Sprache“, erklärt Lewis. Dennoch fordert die EU Plattformen wie Facebook oder X auf, solche Technologien einzusetzen, um Inhalte zu entfernen oder deren Verbreitung zu verhindern.

Lewis verweist auf die Transparenzdatenbank des DSA, die zeigt, dass wöchentlich Tausende Inhalte als „Hassrede“ gelöscht werden, ohne dass deren genauer Inhalt offengelegt wird. „Es könnte um Migration, Geschlechtsidentität oder andere legitime Themen gehen“, vermutet er. Diese automatisierte Zensur schränkt die öffentliche Debatte ein, ohne dass Betroffene realistische Möglichkeiten haben, dagegen vorzugehen.

Infantilisation der Öffentlichkeit

Die EU betrachtet die Bürger als „dumm und leichtgläubig“, unfähig, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Lewis kritisiert diese Haltung: „Sie behandeln die Öffentlichkeit wie Kinder, die man mit zuckrigen Akronymen wie FASTLISA – ein Programm zur Umerziehung junger Menschen gegen Hassrede – beruhigen muss.“ Solche Begriffe, die eher an Marketing als an Überwachung erinnern, verschleiern die wahren Absichten. „Sie wollen, dass wir uns sicher fühlen, wie Kinder, die zugedeckt und mit einer Gutenachtgeschichte versorgt werden“, sagt Lewis.

Die Wurzeln dieser Politik liegen in Ereignissen wie dem Brexit 2016 und der Wahl Trumps, die von der EU als Ergebnis von „Lügen“ und „Desinformation“ abgetan wurden. „Die Idee, dass die EU selbst antidemokratisch sein könnte, wird ignoriert. Stattdessen wird die Schuld den Bürgern gegeben, die angeblich nicht auf die ‚richtigen‘ Stimmen hören“, erklärt Lewis.

Ein Aufruf zur Gegenwehr

Trotz der düsteren Analyse sieht Lewis Möglichkeiten zum Widerstand. „Je mehr Menschen diese Praktiken hinterfragen, desto besser“, betont er. Eine Überprüfung des DSA im November 2025 bietet eine Chance, Druck auszuüben. Lewis schlägt vor, den DSA in den Mitgliedsstaaten abzulehnen oder nationale Gesetze zu verabschieden, die seine Umsetzung verhindern. Er verweist auf Kroatien, wo solche Initiativen bereits geplant sind.

„Wir müssen die Meinungsfreiheit zu einem politischen Thema in Europa machen“, fordert Lewis. Er plädiert für eine Rückbesinnung auf aufklärerische Werte, wie sie Spinoza formulierte: „Jeder Mensch sollte das Recht haben, zu denken, was er will, und zu sagen, was er denkt.“ Die Lösung liege nicht in Zensur, sondern in mehr Redefreiheit und offener Debatte.

Fazit

Der Bericht Manufacturing Misinformation ist ein Weckruf, der die Öffentlichkeit dazu auffordert, die subtilen, aber weitreichenden Versuche der EU zu erkennen, die Meinungsfreiheit zu untergraben. Durch Sprachkontrolle, finanzierte Propaganda und KI-gestützte Zensur schafft die EU ein System, das demokratische Werte bedroht. Lewis und Corbett mahnen: Nur durch Bewusstsein und aktiven Widerstand kann die freie Debatte bewahrt werden. Der Bericht ist auf der Website von MCC Brussels verfügbar, wo weitere Analysen die „Propagandamaschine aus Brüssel“ entlarven.

Atomkrieg im Ala-Modus? Trump und Netanjahu wollen den Iran zerstören

Von Philip Giraldi

Einer der auffälligsten Aspekte des eskalierenden Krieges zwischen Israel und dem Iran ist die auffällige Vermeidung jeder Diskussion durch die Medien und Experten darüber, dass Premierminister Benjamin Netanjahu möglicherweise bald auf Israels geheimes Atomwaffenarsenal zurückgreifen wird, um eine totale Zerstörung iranischer Schlüsselziele zu ermöglichen. Dazu zählen insbesondere das Atomprogramm des Iran, das laut internationalen Beobachtern rein zivil ist und tief unterirdisch in Natanz und anderen Orten liegt. Auch die verbliebene militärische und zivile Führung des Iran hat sich vermutlich nach dem tödlichen Erstschlag Israels, bei dem zahlreiche Generäle und Spitzenbeamte getötet wurden, gut geschützt in unterirdischen Bunkern verschanzt.

Netanjahus Strategie: Die Führung des Iran ausschalten, um das Land wehrlos zu machen – unfähig, sich zu verteidigen oder als souveräne Nation weiterzubestehen.

Während das tägliche Raketen- und Drohnenfeuer andauert, fantasieren israelische Politiker bereits offen darüber, die iranische Hauptstadt Teheran – mit über 18 Millionen Einwohnern – vollständig zu vernichten. Solche Auslöschungspläne wären mit konventionellen Waffen nicht realisierbar – was auf einen möglichen Einsatz von Atomwaffen hinweist. Wer glaubt, Netanjahu sei nicht bereit, als erster seit 1945 Nuklearwaffen einzusetzen, sollte sich seine Bilanz ansehen: ein Staatschef, der in Sachen Rücksichtslosigkeit kaum seinesgleichen kennt. Ein Atomkrieg könnte schnell außer Kontrolle geraten, insbesondere wenn andere Nuklearmächte wie Pakistan sich auf die Seite des Iran schlagen.

Und dann ist da noch Trump.
Der US-Präsident, bekannt für impulsive Entscheidungen, hat widersprüchliche Aussagen gemacht, ob er von Israels Angriff wusste oder nicht. Aktuell sagt er, er wolle „nicht über den Iran reden“, wiederholt aber gleichzeitig die israelische Forderung nach einer Evakuierung Teherans. Wenn der Iran sich den US-Forderungen – etwa der vollständigen Aufgabe der Urananreicherung – nicht beuge, werde „etwas sehr Schlimmes“ passieren. Dies, obwohl die iranische Urananreicherung medizinischen und wissenschaftlichen Zwecken dient und unter voller internationaler Aufsicht steht.

Die bittere Ironie:
Israel wird medial wie üblich als Opfer dargestellt – dabei besitzt es ein geheimes Atomwaffenarsenal mit rund 200 Sprengköpfen und verweigert die Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrags (NPT). Der Iran hingegen ist NPT-Mitglied, akzeptiert internationale Inspektionen – und weder US- noch israelische Geheimdienste sehen ein aktives Atomwaffenprogramm in Teheran. Dennoch wird der Iran, der niemanden angegriffen hat, zum Ziel militärischer Angriffe, während Israel sich als Verteidiger inszeniert.

Trump unterstützt diese Aggression, obwohl die eigene Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard bestätigt hat, dass der Iran kein Atomwaffenprogramm betreibt. Doch Trump sagt dazu: „Es ist mir egal, was sie sagt – Netanjahu weiß es besser.“ Damit gibt Trump dem israelischen Premier faktisch freie Hand – inklusive Unterstützung bei einem möglichen Atomkrieg.

Jüngste Eskalation:
Trump hat laut eigener Aussage Ayatollah Khamenei mit „Eliminierung“ gedroht, falls der Iran sich nicht bedingungslos unterwirft. Er behauptet sogar, den „geheimen Aufenthaltsort“ des Obersten Führers zu kennen, fügt aber hinzu: „Wir töten dich noch nicht.“ Paul Craig Roberts kommentiert: „Das ist das Verhalten eines Verrückten. Trump ist ein Präsidentenversager. Er erlaubt einem völkermörderischen Monster, die US-Außenpolitik zu diktieren.“

Der Kongress der Vereinigten Staaten – gewöhnlich im Tiefschlaf – scheint langsam zu begreifen, wie gefährlich die Lage ist. Senator Tim Kaine will ein Gesetz einbringen, das es Trump verbietet, die USA ohne Zustimmung des Kongresses in einen Israel-Iran-Krieg zu führen – inklusive Waffenlieferungen oder politischer Rückendeckung für israelische Kriegsverbrechen. Kaine: „Die Eskalation zwischen Israel und dem Iran droht die USA in einen neuen endlosen Krieg zu ziehen.“ Doch der Widerstand gegen das Gesetz ist groß: MAGA-Anhänger, Neocons, Nationalkonservative, die pro-israelischen Medien und Trump selbst lehnen jede Einschränkung ab – bedingungslose Israel-Unterstützung ist für sie quasi Glaubensbekenntnis.

Der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, hat aus Angst vor Kritik eine geplante Rede vor der Knesset verschoben – wahrscheinlich, um nicht öffentlich Netanjahus Hinterteil küssen zu müssen, wie Paul Craig Roberts es drastisch formuliert. Roberts: „Israels Kontrolle über die US-Regierung verhindert, dass Washington überhaupt noch amerikanische Interessen vertreten kann. Im gesamten Kongress gibt es nur EIN Mitglied, das nicht in Israels Tasche steckt: Thomas Massie aus Kentucky.“ Die Israel-Lobby hat bereits angekündigt, ihn mit allen Mitteln aus dem Amt zu drängen.

Trump verlässt G-7 vorzeitig
Trump war so begeistert von der Aussicht, den Iran zu zerstören, dass er das G-7-Treffen vorzeitig verließ – dabei hätte er dort tatsächlich einmal amerikanische Interessen vertreten können. Doch offenbar ist ein Krieg – selbst ein Atomkrieg – einfacher, als sich mit komplexen Handelsfragen auseinanderzusetzen. Wenn Israel es will, muss Trump nur „Ja“ sagen.


Philip M. Giraldi, Ph.D., ist Exekutivdirektor des Council for the National Interest, einer steuerbegünstigten Bildungseinrichtung, die sich für eine interessenbasierte US-Außenpolitik im Nahen Osten einsetzt.
Web: councilforthenationalinterest.org
Kontakt: inform@cnionline.org / P.O. Box 2157, Purcellville VA 20134

Pakistan stellt sich im Krieg mit Israel hinter den Iran

Pakistan hat offenbart, dass israelische Drohnenbetreiber während der indisch-pakistanischen Krise im Mai versucht haben, pakistanische Atomanlagen zu sabotieren – ein entscheidender Grund, weshalb sich Islamabad nun klar an die Seite Teherans stellt.

Zwar bestreitet Pakistan offiziell jede militärische Unterstützung des Iran, doch aktuelle Entwicklungen deuten auf eine tiefgreifende strategische Neuausrichtung hin. Pakistan und China arbeiten heute eng mit dem Iran zusammen, während Israel seine Angriffe verschärft.

Am 14. Juni führten der iranische Außenminister Abbas Araghchi und sein chinesischer Amtskollege Wang Yi dringende Gespräche. Parallel dazu telefonierte Irans Präsident Pezeshkian mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif, der „entschlossene Solidarität“ mit dem Iran zusicherte. Islamabad stehe „in dieser kritischen Stunde fest an der Seite des iranischen Volkes“.

Chinas und Pakistans neue Rolle

Berichte über die Ankunft pakistanischer Militärdelegationen in Teheran wurden zwar dementiert, doch Zeitpunkt und Kontext sprechen für sich. Zeitgleich hat China eine Vereinbarung zur Übergabe seines Navigationssystems BeiDou an den Iran unterzeichnet – ein Upgrade, das die Präzision iranischer Raketen signifikant erhöht.

Obwohl Pakistan offizielle Dementis zu Raketenlieferungen ausspricht, lobte Pezeshkian jüngst Pakistans Haltung. Im iranischen Parlament riefen Abgeordnete: „Danke, danke Pakistan!“ Damit zeichnet sich eine strategische Neupositionierung ab – weg von Blockfreiheit, hin zu einem festen antiwestlichen Bündnis.

Noch Anfang 2024 hatte Iran pakistanisches Gebiet (Balochistan) mit Raketen beschossen. Pakistan reagierte prompt mit einem Vergeltungsschlag. Dennoch haben sich beide Staaten seither offensichtlich arrangiert. Ihre heutige „entschlossene Solidarität“ wäre damals undenkbar gewesen.

Strategisches Dreieck: Iran – Pakistan – China

Chinas Interessen im Iran und Pakistan gründen auf der Belt-and-Road-Initiative (BRI). Die Häfen Gwadar (Pakistan) und Chahbahar (Iran) sind entscheidend für Pekings westliche Handelsrouten. Zusätzlich liefert China modernste Militärtechnologie – wie J-10-Kampfflugzeuge und HQ-9-Luftabwehrsysteme – an Pakistan.

„Der Feind meines Freundes ist mein Feind“ – diese neue geopolitische Logik verbindet nun Teheran, Islamabad und Peking gegen Israel und den Westen.

Koloniale Ambitionen und nukleare Eskalationsgefahr

Israels Angriffe auf iranische Militär- und Nuklearanlagen markieren eine neue Phase westlicher Strategie gegen unabhängige muslimische Staaten. Irak, Syrien, Libyen – sie alle wurden unter ähnlichen Vorwänden zerstört. Der nächste Schritt der „Eindämmungspolitik“ zielt nun auf den Iran – und danach auf Pakistan.

Benjamin Netanjahu sprach 2011 ganz offen über diese Agenda: Iran und Pakistan seien zentrale Ziele. Das jüngste Eingeständnis eines pakistanischen Sicherheitsexperten bestätigt: Während des letzten Indien-Konflikts versuchten israelische Drohnenoperatoren, Pakistans Atomanlagen zu attackieren – erfolglos, da die Abwehr rechtzeitig reagierte.

Defensive Haltung – oder neue Achse?

Eine Quelle aus dem pakistanischen Außenministerium erklärte gegenüber The Cradle, dass man Washington bereits vor einer möglichen nuklearen Eskalation gewarnt habe, sollte Israel Atomwaffen gegen den Iran einsetzen. Diese Eskalation würde „weit über den Iran hinausgehen“ und die gesamte Region destabilisieren.

Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Asif provozierte zusätzlich mit einem derb formulierten X-Post gegen den exilierten iranischen Kronprinzen Reza Pahlavi, den er als „parasitäre, imperiale Hure“ beschimpfte – ein Zeichen, wie emotional aufgeladen die Haltung gegenüber Teherans Gegnern mittlerweile ist.

US-Druck auf Islamabad wächst

Bilal Khan, Analyst bei Quwa Defence News & Analysis Group, sieht Pakistan unter massivem Druck der USA, Indiens und Israels. Es herrscht der Eindruck, Washington wolle das pakistanische Atomprogramm schwächen – obwohl Indien die nukleare Aufrüstung in Südasien begann. Pakistan bereitet sich mit neuen Luftverteidigungssystemen und der Anschaffung chinesischer J-35-Tarnkappenjets auf mögliche israelische Aktionen vor.

Vom Leugnen zum Schulterschluss

Zwar hat Islamabad bisher keine offizielle Militärhilfe für den Iran zugesichert, doch diplomatisch stellt man sich klar hinter Teheran. Pakistan unterstützte Irans Antrag auf eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates und bekräftigte öffentlich dessen Recht auf Selbstverteidigung. Zusammen mit Russland, China und Algerien bildet Pakistan eine neue diplomatische Front – ein Signal für eine vertiefte eurasische Zusammenarbeit.

Der pakistanische Armeechef Asim Munir wurde kürzlich zu einem vertraulichen Treffen ins Hauptquartier des US-Zentralkommandos (CENTCOM) nach Florida einbestellt. Seine Abwesenheit bei einer Militärparade in Islamabad sorgt für Spekulationen. Insider erwarten „unangenehme Gespräche“ in Washington.

Ob Munirs Besuch zu einem Kurswechsel oder zu einer weiteren Annäherung an Teheran und Peking führt, bleibt offen. Doch eines steht fest: Pakistan steht nicht länger abseits.

Amerika zuletzt?

James Carden

In einem wegweisenden Artikel, der diese Woche im New York Magazine erschienen ist, stellt die Journalistin Suzy Hansen fest, dass

die Demokraten sich von Netanjahu und seinen virulent rassistischen Kabinettsmitgliedern wie [Finanzminister Bezalel] Smotrich und Itamar Ben-Gvir in die Gesetzlosigkeit hineinziehen ließen. Selbst während die USA über das Alter von [Präsident] Biden nachdenken, haben nur wenige gefragt, wie sich seine Senilität auf seine Ausrichtung der US-Politik in Gaza ausgewirkt hat. Stattdessen wiederholen Veteranen der Regierung immer wieder, dass Biden sich weiterhin in der Außenpolitik engagiert habe, als ob diese Politik tatsächlich gut und nicht fehlerhaft, katastrophal oder potenziell kriminell wäre.

Biden und sein Außenminister Antony Blinken haben eine Massakeraktion bedingungslos unterstützt, die seit dem 7. Oktober 2023 über 56.000 Menschen das Leben gekostet und weitere 127.000 verletzt hat. Diese konservativen Schätzungen stammen jedoch vom Gesundheitsministerium in Gaza. Die medizinische Fachzeitschrift The Lancet schätzt, dass die Zahl der Todesopfer bis zu 186.000 betragen könnte.

Man beachte, dass dies weit hinter dem von Smotrich gesetzten Ziel zurückbleibt, 2 Millionen Palästinenser zu Tode zu hungern.

Das Schweigen, mit dem demokratische Gesetzgeber auf den Völkermord reagiert haben, ist ohrenbetäubend. (Auf der rechten Seite beschränkt sich der Widerstand gegen die israelische Aggression hauptsächlich auf unabhängige Medienpersönlichkeiten wie Tucker Carlson und die Verfechter der libertären Antikriegsbewegung – National Review, The Dispatch, The Bulwark und der Rest der Neocon-Bande scheinen sich nicht genug an Blut weiden zu können, während die sogenannten „nationalen Konservativen“ oder Nat-Cons genauso schlimm sind.

Nun kommt noch Israels illegaler und ungerechtfertigter Überraschungsangriff auf den Iran hinzu.

Die offizielle Version, die von der Trump-Regierung verbreitet wird, ist unsinnig. Einerseits sollen wir glauben, dass die USA, wie der doppelt fungierende Marco Rubio es ausdrückte, „nicht beteiligt” waren an Israels „einseitigen” Angriffen auf den Iran. Andererseits sagte der Präsident gegenüber ABC News: „Wir haben ihnen eine Chance gegeben, und sie haben sie nicht genutzt.”

Was stimmt nun – waren wir beteiligt oder nicht?

Offen gesagt glaubt niemand, dass Israel ohne die Unterstützung der USA in Form von militärischer Betankung, Zielerfassung, Aufklärung, Überwachung und Aufklärung in der Lage wäre, solche Angriffe durchzuführen. Die Angriffe beweisen, wenn nichts anderes, dass der Einfluss der Neokonservativen innerhalb der Regierung trotz Berichten, dass der Nationale Sicherheitsrat von Iran-Falken und offensichtlichen israelischen Agenten gesäubert wurde, nach wie vor groß ist.

Es ist wahr, dass der Präsident von allen Seiten von einer mächtigen Gruppe pro-israelischer Stimmen bedrängt wird, zu denen sein Schwiegersohn, Medientyrannen wie Mark Levin und Rupert Murdoch, Spender wie Miriam Adelson (die 100 Millionen Dollar für Trumps Wahlkampf 2024 gespendet hat) und virulente pro-israelische Agenten in sensiblen Positionen innerhalb des Außenministeriums (insbesondere einer im Stab für Politikplanung) gehören. Indem er zulässt, dass sie vernünftigere Stimmen übertönen, riskiert der Präsident, denselben Fehler zu wiederholen, den alle seine Vorgänger seit 1992 begangen haben: die Forderungen der israelischen extremen Rechten (und ihrer wunderbar finanzierten Lobby hier in Washington) mit den amerikanischen Interessen gleichzusetzen.

Doch genau diesen Fehler scheint er gerade zu begehen. Bei einem Treffen der G7 in Calgary am Montag weigerte sich Trump demonstrativ, eine Erklärung der Staats- und Regierungschefs zu unterzeichnen, in der Israel zur Deeskalation aufgefordert wurde. Netanjahu fordert unterdessen die Beseitigung des iranischen Obersten Führers, während der Iran dringend eine Rückkehr zu den Verhandlungen anstrebt.

Welche Seite erscheint vernünftiger?

Wenn „America First“ etwas bedeuten soll, muss Trump Washington und vor allem Netanjahu aus dem Abgrund eines weiteren Krieges im Nahen Osten zurückholen.