Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Showdown um die Zensurpolizei der EU

Showdown um die Zensurpolizei der EU

Showdown um die Zensurpolizei der EU

Die bürgerliche Grundfreiheit der freien Meinungsäußerung kommt in der EU immer weiter unter Druck. Ein Instrument, um zu zensieren gibt es bereits, doch der Widerstand nimmt ebenfalls zu.  Der Digital Service Act ist für die meisten Europäer überhaupt kein Begriff. Wer den Begriff schon einmal gehört hat, ist bereits bestens informiert. Gelesen haben ihn nur […]

Der Beitrag Showdown um die Zensurpolizei der EU erschien zuerst unter tkp.at.

England kehrt zurück zum Status der EWG

Von Peter Haisenko 

Fünf Jahre ist der Brexit nun her und damals ist das alles andere als vernünftig gelaufen. Brüssel wollte kein Beispiel zulassen, dass ein EU-Austritt positive Effekte haben könnte. Das hat beiden Seiten geschadet. Jetzt will sich London wieder annähern, dabei aber vermeiden, wieder unter Brüssels politische Kontrolle zu geraten.

Das Vereinigte Königreich ist in einem jämmerlichen Zustand. Wirtschaftlich und politisch. Die Anzahl von Zuwanderern aus ehemaligen Kolonien, vor allem Muslimen, hat ein Niveau erreicht, das von der ursprünglichen britischen Kultur kaum noch etwas übrig lässt. Hohe politische Ämter sind in großer Anzahl von ebendiesen Zuwanderern erobert worden. Die britische Industrie ist seit Jahrzehnten auf dem absteigenden Ast und gäbe es die Einnahmen aus dem Finanzsektor nicht, wäre England schon lange pleite. Der Brexit hat sich da weder positiv noch negativ auswirken können. Er hat es England aber erlaubt, weitere irreguläre Zuwanderung einzuschränken und das war notwendig, wenn noch ein Rest von dem übrig bleiben soll, wie die weißen Briten leben wollen. England ist heillos überfremdet.

Pfizergate: Wie das EU-Parlament Transparenz verweigert, trotz Gerichtsurteil – und die Bürger die Zeche zahlen

Pfizergate: Wie das EU-Parlament Transparenz verweigert, trotz Gerichtsurteil – und die Bürger die Zeche zahlen

Milliardendeal zwischen Ursula von der Leyen und Pfizer – das EU-Gericht verlangt Einsicht, doch das Parlament blockiert jede Debatte. Ein Lehrstück über Macht, Intransparenz und Verachtung gegenüber dem Souverän.

Während ganz Europa unter den sozialen, wirtschaftlichen und psychologischen Folgen der Corona-Jahre ächzt, blockiert das Europäische Parlament eine zentrale Aufklärungsdebatte zu einem der umstrittensten Deals der Pandemie: dem milliardenschweren Impfstoffvertrag zwischen der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Pfizer-CEO Albert Bourla.
Eine Reihe von Textnachrichten – persönlich zwischen von der Leyen und Bourla ausgetauscht – bleibt bis heute unter Verschluss. Und das, obwohl der Europäische Gerichtshof der Kommission erst vergangene Woche die Missachtung des Informationsrechts attestierte.

Ein „historisches Urteil“ – das folgenlos bleibt

Transparency International sprach von einem „historischen Sieg für die Transparenz in der EU“. Die New York Times, die die Klage gegen die EU-Kommission angestrengt hatte, wurde vom Gericht gestützt: Die Kommission habe „nicht nachgewiesen, dass die Nachrichten nicht existieren“ – eine diplomatische Umschreibung für: Man vertuscht.

Und was macht das Europäische Parlament? Es blockiert jede Debatte darüber. Ein Antrag der Fraktion „Patrioten für Europa“, den Fall endlich öffentlich zu erörtern, scheiterte am Widerstand der großen Fraktionen: Renew Europe und die Europäische Volkspartei (EVP). Letztere beherbergt nicht nur CDU/CSU, sondern auch die niederländischen Parteien BBB und NSC – beide stimmten gegen Aufklärung.

Pfizergate-Vertuschung? Die EVP und die Linke stimmen gegen eine Debatte über Von der Leyens geheime Botschaften. Was verbergen sie? Genau deshalb hat Patriots den TRAC-Untersuchungsausschuss ins Leben gerufen – um Antworten zu fordern und die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Pfizergate: Wie das EU-Parlament Transparenz verweigert, trotz Gerichtsurteil – und die Bürger die Zeche zahlen | Pfizergate cover-up? The EPP & The Left vote against debating Von der Leyen’s secret messages. What are they hiding? This is exactly why the #Patriots initiated the TRAC inquiry committee — to demand answers and expose the truth. pic.twitter.com/HVaXbLMmf7

— Patriots for Europe (@PatriotsEP) May 21, 2025

Was verbergen sie?

Die zentrale Frage lautet: Was stand in diesen Nachrichten? Und warum weigert sich von der Leyen seit Jahren, sie offenzulegen?
Der Impfstoffdeal, über 35 Milliarden Euro schwer, wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt – ohne Ausschreibung, ohne Kontrolle. Selbst andere Kommissionsmitglieder erfuhren von den Details aus der Presse.

Ging es um Mengen, Preise, Haftung? Ging es um politische Deals? Oder um persönliche Nähe?

Fakt ist: Die Bürger zahlten – und zahlen noch heute. Milliarden flossen aus Steuergeldern an ein US-Pharmaunternehmen. Und während Menschen durch Lockdowns, Nebenwirkungen und Spaltung in Familien litten, verhandelte die oberste EU-Beamtin direkt per SMS mit dem Pfizer-Chef – ohne jede demokratische Kontrolle.

Demokratie als Farce

Was das EU-Parlament nun demonstriert, ist keine lebendige Demokratie – sondern deren Aushöhlung.
Wenn eine Mehrheit der Abgeordneten, die angeblich den Bürger vertreten sollen, bewusst die Debatte verweigert, nachdem ein Gericht Transparenz verlangt hat, dann geht es nicht mehr um Bürgerinteressen, sondern um Selbstschutz und Machtpolitik.

Fazit: Ein Skandal mit Ansage

Das Schweigen zu den Pfizer-Nachrichten ist keine Nebensache – es ist ein Symbol. Ein Symbol dafür, wie weit sich die EU-Eliten vom Volk entfernt haben. Ein Symbol dafür, dass selbst milliardenschwere Entscheidungen – mit Folgen für die Gesundheit und das Leben von Millionen – hinter verschlossenen Türen verhandelt werden dürfen.

Und wenn die Presse fragt, wenn Bürger fragen, wenn Gerichte fragen?

Dann wird einfach nicht geantwortet.

Das ist keine Demokratie – das ist eine Sauerei.

Leben kann nicht aus Totem entstehen – Die Unfähigkeit der Wissenschaft, das Leben zu erklären

Die gesamte Pflanzen-, Tier und Menschenwelt ist von Leben durchzogen und wäre ohne dieses nicht vorstellbar. Das Leben ergreift verändernd die Materie, ist aber selbst physisch nicht wahrnehmbar. Daher sucht die materialistische Wissenschaft, die nur physisch Wahrnehmbares als Wirklichkeit anerkennt, das Leben in den Prozessen der Materie zu finden. So heißt es in Wikipedia: „Leben ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl materieller Erscheinungen (Systeme) in der Natur, die sich in einem ständigen, geregelten Austausch von Energie, Materie und Informationen befinden.“ Womit nur von außen Vorgänge beschrieben sind, aber nichts erklärt wird. Es ist von ungeheurer Bedeutung, dem Leben in seinem Wesen selbst auf die Spur zu kommen.

Die Ärztin Dr. Daphné von Boch hat es in einem längeren Artikel 1  auf phänomenologische und streng logisch geführte Weise unternommen, das Leben als sinnlich unsichtbare, aber real wirksame Kraft herauszuarbeiten und von der Materie abzugrenzen.

Sie weist anfangs darauf hin, wenn die heutige Naturwissenschaft die

Pepe Escobar: Vom Kaspischen Meer bis zum Persischen Golf – Auf den Spuren des Nord-Süd-Korridors des Iran

Pepe Escobar: Vom Kaspischen Meer bis zum Persischen Golf – Auf den Spuren des Nord-Süd-Korridors des Iran

Von Pepe Escobar

© AP Photo / Vahid Salemi

Unterwegs im Iran – Der Internationale Nord-Süd-Transportkorridor (INSTC) ist eines der wichtigsten geoökonomischen/infrastrukturellen Projekte des 21. Jahrhunderts. Er verbindet in seinem Kern drei wichtige BRICS-Staaten – Russland, Iran und Indien – und verzweigt sich in den Kaukasus und nach Zentralasien.

Wenn der INSTC vollständig in Betrieb ist, wird er einen sanktionsfreien, kostengünstigeren und schnelleren Handels- und Verkehrskorridor für einen Großteil Eurasiens bieten als der Suezkanal. Die geoökonomischen Folgen werden enorm sein.

In diesen Zeiten geopolitischer Unruhen, unerbittlichen „maximalen Drucks“, roter Linien bei der Urananreicherung und Bombardierungsdrohungen könnte ein erneuter Besuch im Iran nicht dringender – und aufschlussreicher – sein.

Totale Konnektivität: Autobahn, Moschee, Basar

Durch eine glückliche Fügung wurde die altmodische Reportage/Recherche tatsächlich zum Handlungsstrang eines Dokumentarfilms, der im Iran von einem hervorragenden Team gedreht wurde und in mehreren Teilen Eurasiens, darunter auch in Russland, ausgestrahlt werden soll. Hier geben wir einen Überblick über unsere Reise ins Herz des INSTC.

Wir begannen mit einer Reihe von Interviews in Teheran mit Zentralasien-Analysten und vor allem mit Mostafa Agham, dem führenden Experten von Behineh Tarabar Azhour, einem auf eurasische Eisenbahnkorridore spezialisierten Transport- und Logistikunternehmen. Diese Analysen lieferten gegensätzliche Sichtweisen darüber, wie es mit dem INSTC weitergehen sollte und wo seine größten Herausforderungen liegen.

Eine Reise entlang der Hauptverkehrsader des Iran von Teheran nach Bandar Abbas war ein Muss, da sie der nord-südlichen Autobahnachse des Korridors entspricht. Dies war natürlich auch eine kulturelle und spirituelle Pilgerreise, die in unserem Fall von vielen vielversprechenden Vorzeichen begleitet war.

Wir kamen nach Sonnenuntergang im sagenumwobenen Isfahan an, sodass wir die Masjed-e Shah – oder „Königliche“ – Moschee fast ungestört besichtigen konnten. Die Königliche Moschee – eines der Highlights islamischer Architektur – befindet sich auf der Südseite des Naghsh-e-Platzes in Isfahan, einem der außergewöhnlichsten öffentlichen Plätze in der Geschichte der Kunst und Architektur, der mit dem Markusplatz in Venedig konkurriert und ihn wohl sogar übertrifft.

Ein Besuch des Basars von Isfahan ist ebenfalls ein Muss. Ich war auf der Suche nach einem alten Freund, der Nomadenteppiche verkaufte – wegen schlechter Geschäfte war er schließlich nach Portugal gezogen –, nur um seinen Nachfolger zu finden, einen jungen, energiegeladenen Mann, der mir nicht nur einen spektakulären, seltenen Stammesteppich aus dem Nordosten des Iran nahe der afghanischen Grenze zeigte, sondern mir auch einen Crashkurs über die Auswirkungen der Sanktionen und die fortwährende Dämonisierung des Iran im Westen gab („Die Türkei hat 40 Millionen Touristen, wir haben zwei oder drei“). Der gepflegte und äußerst gut organisierte Basar von Isfahan bietet hochwertige Handwerkskunst, die mit Istanbul konkurrieren kann, aber es gibt im Wesentlichen nur Inlandstourismus, gespickt mit ein paar Ausländern, die hauptsächlich aus Zentral- und Südasien und einigen aus China kommen.

Auf dem Rückweg nach Teheran erfuhren wir, dass der verehrte Haram von Fatima Masumeh, der Tochter des 7. Imams Musa, in Qom, da es Dienstag war, die ganze Nacht geöffnet war. Nichts bereitet einen Pilger auf die Ankunft um fast zwei Uhr morgens in einer Apotheose aus Gold und Kristallen im Herzen von Qom, der zweitheiligsten Stadt des Iran nach Mashhad. Nur wenige Pilger erwiesen ihre Ehrerbietung, einige schlenderten mit ihren Familien um den Schrein oder lasen im Koran. Ein Moment stiller Erleuchtung.

Danach war es Zeit, zum Kaspischen Meer und zum Hafen von Bandar Anzali zu fahren, der sprichwörtlichen „internationalen Brücke“, wo theoretisch Frachtschiffe aus Astrachan am russischen Kaspischen Meer sowie aus anderen Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres über den INSTC massenhaft eintreffen werden. In Bandar Anzali importiert der Iran hauptsächlich Petrochemikalien, Baumaterialien, Mineralien und Eisenprodukte und exportiert Getreide (Sojabohnen, Mais, Gerste, Weizen) und Rohöl.

In Teheran hatte der Konnektivitätsexperte Mostafa Agham ausführlich erklärt, dass die multimodale Initiative des INSTC über das Kaspische Meer möglicherweise nicht die beste Idee sei. Die Russen bevorzugen den Bau einer Eisenbahnlinie entlang der westlichen Küste des Kaspischen Meeres. Eine weitere Möglichkeit wäre die Nutzung eines bereits bestehenden Eisenbahnnetzes von Süd-Zentralrussland über Kasachstan bis nach Aktau am Kaspischen Meer und von dort über Turkmenistan nach Teheran.

Erst bei einer Nahaufnahme von Bandar Anzali wird die russische Logik verständlich. Einer unserer Kameramänner prägte in seinem entzückenden gebrochenen Englisch einen sofortigen Hit: „Port no exist“ (Hafen existiert nicht). Übersetzung: Die Infrastruktur wurde seit Jahrzehnten nicht mehr modernisiert, was uns zu den verheerenden Auswirkungen der Sanktionen bringt, die an mehreren Knotenpunkten im Iran sichtbar sind. China wird im Rahmen seiner 20-jährigen strategischen Partnerschaft, in der Energie für Infrastruktur eine zentrale Rolle spielt, viel zu tun haben.

Durchbruch zur Grenze!

Bandar Abbas im persischen (kursiv von mir) Golf ist eine ganz andere Geschichte. Es ist der wichtigste Hafen des Iran und ein wichtiger Knotenpunkt des INSTC, der mit Mumbai verbunden werden soll und bereits an die großen Häfen im Osten Chinas angebunden ist. Wir hatten alle schwer zu beschaffenden Genehmigungen, um die Sonderwirtschaftszone Shahid Rajae-i zu erkunden, die mit Containern von Reedereien wie West Asia Express überfüllt war und Dutzende chinesischer Containerschiffe entlud. Die strategisch äußerst wichtige Straße von Hormuz liegt nur 39 km südlich. Wenige Tage nach unserem Besuch kam der iranische Präsident Masoud Pezeshkian direkt auf den Punkt und verwies auf die sprichwörtlichen Drohungen Trumps: „Blockiert unser Öl, und wir blockieren die Energieversorgung der Welt.“ Der Iran kann das tun – und zwar im Handumdrehen. Sollte dies geschehen, wäre der Zusammenbruch der Weltwirtschaft garantiert.

Darüber hinaus erklärten die Hafenbehörden, dass die jüngste Explosion auf Shahid Rajae-i – die auf „Fahrlässigkeit“ zurückgeführt wird, noch untersucht wird und etwas umstritten ist – nicht im Hafen selbst, sondern in einem 10 km entfernten Lagerbereich stattfand.

Vom Persischen Golf fliegen wir zum Arabischen Meer – und wieder gibt es Infrastrukturprobleme: Es gibt nur zwei Flüge pro Woche. Wir kommen auf einem winzigen Militärflughafen außerhalb des zukünftigen Superstars des INSTC an: dem Hafen von Chabahar in der Provinz Sistan-Belutschistan. Die Belutschen sind äußerst gelassen, Verwandte derjenigen auf der anderen Seite der Grenze in Pakistan. Im geschäftigen Chabahar sind die Züge einer Boomtown deutlich zu erkennen.

Ein langer Spaziergang im Hafen an der Seite von Alireza Jahan, einem Logistikexperten, und ein anschließendes Gespräch mit Mohammad Saeid Arbabi, dem Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführer der Freihandelszone Chabahar, könnten nicht aufschlussreicher sein.

Jahan erklärt, warum Chabahar für die Ostachse des Iran so wichtig ist, da es nicht nur die über 20 Millionen Menschen im riesigen Sistan-Belutschistan versorgt, sondern auch drei weitere Provinzen in Khorasan und darüber hinaus bis nach Kerman. Chabahar ist also der Hafen für ein riesiges Hinterland, während sein Konkurrent Gwadar am Arabischen Meer in Pakistan, nur etwa 80 km entfernt, praktisch isoliert ist.

Jahan erläutert auch die indischen Investitionen. Teheran investiert massiv in die Infrastruktur und den Ausbau des Hafens von Chabahar, während Indien in Ausrüstung investiert: Die italienischen Kräne rund um den Hafen stammen aus Indien. Arbabi, in der Freihandelszone, erläutert das internationale Profil von Chabahar, das nicht nur für das Binnenland Afghanistan, sondern auch für die zentralasiatischen „Stans“ ein absolut wichtiger Knotenpunkt sein wird.

Und damit kommen wir zur lokalen Autobahn-Saga: Chabahar nach Zahedan an der afghanischen Grenze, 632 km, bereits eine „akzeptable Straße“, und mit einer Begleitbahn, die innerhalb der nächsten drei Jahre gebaut werden soll, alles zu 100 % finanziert von der iranischen Regierung.

Die Arbeiten am Hafen schreiten stetig voran – langsam, aber sicher. Derzeit werden in Chabahar monatlich drei Schiffe aus Indien, zwei aus China und drei aus dem Persischen Golf abgefertigt. Die Entfernung nach Mumbai beträgt nur vier Tage, nach Shanghai 15 Tage. Das Expansionspotenzial ist grenzenlos.

Von Chabahar aus führt die Straße entlang der spektakulären, strategisch günstig gelegenen, ölreichen Halbwüstenküste von Makran, die an das unberührte Meer von Oman grenzt und bis zum Arabischen Meer reicht. Die Geschichte ist hier allgegenwärtig: Hier verlor Alexander der Große bis zu 75 % seiner Armee durch Durst und Hunger, als er sich nach seiner zweijährigen Invasion Indiens durch die Wüste nach Mazedonien zurückzog.

Aus einer Vielzahl wirtschaftlicher und ökologischer Gründe gibt es schon seit längerem Pläne, die Hauptstadt Teheran an die Makran-Küste zu verlegen. Chabahar wäre in diesem Fall der ideale Kandidat: Freihafen, INSTC-Anbindung zwischen Zentralasien und dem Indischen Ozean. Indien, das seine geoökonomischen Aktivitäten verstärken muss, hat dies erkannt. Und China natürlich auch: Chinesische Unternehmen werden mit Sicherheit massiv in Chabahar investieren – dem de facto wichtigsten Knotenpunkt für die Integration Südeurasien.

Mit Allgemeinplätzen gegen neue Pandemien

Mit Allgemeinplätzen gegen neue Pandemien

Mit Allgemeinplätzen gegen neue Pandemien

Nach mehrjährigen Verhandlungen hat die WHO nun den sogenannten Pandemievertrag beschlossen. Vieles bleibt unverbindlich, zugleich werden vorhandene Trends einer Zentralisierung und Militarisierung von Gesundheitspolitik verfestigt – und erhebliche Geldsummen in diese Richtung gelenkt. Welche Relevanz hat das Dokument?

Trump entlarvt südafrikanischen Präsidenten – Genozid an weißen Farmern kein Tabuthema mehr

Trump entlarvt südafrikanischen Präsidenten – Genozid an weißen Farmern kein Tabuthema mehr

Trump entlarvt südafrikanischen Präsidenten – Genozid an weißen Farmern kein Tabuthema mehrUS-Präsident Donald Trump hat erneut Mut bewiesen – und ausgesprochen, was sich westliche Politiker und Medien seit Jahren nicht trauen: Den schleichenden Genozid an weißen Farmern in Südafrika klar beim Namen zu nennen. Bei einem Staatsbesuch des südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa in Washington kam es zu einer Szene, die die globalistische Elite zittern ließ. Während […]

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Sieg für die Meinungsfreiheit: Tommy Robinson kommt frei

Sieg für die Meinungsfreiheit: Tommy Robinson kommt frei

Sieg für die Meinungsfreiheit: Tommy Robinson kommt freiNach massiven öffentlichem Druck musste die britische Justiz ihr Skandalurteil revidiert: Der Journalist Tommy Robinson wird rund zwei Monate früher aus der Haft entlassen. Seine Inhaftierung stieß international auf Kritik. Der AfD-Außenpolitiker Petr Bystron setzte sich für seine Freilassung ein, Elon Musk übernahm die Anwaltshonorare. Erfolgsdoku über Asylkriminalität.  Tommy Robinson soll bereits in den nächsten […]

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Begräbnis für ein Narrativ

Begräbnis für ein Narrativ

Begräbnis für ein Narrativ

Jeff Reynolds

Die Klimasektierer singen „Goodbye Yellow Brick Road“, während die Argumente für die globale Erwärmung in dieser Woche immer mehr ins Wanken geraten.

Die Geschichten dieser Woche schlagen einen klagenden Ton an, wie ein Bänkelsänger, der auf der Bühne seine Seele ausschüttet, während er eine traurige Melodie auf dem Klavier spielt. Die Klagen reihen sich an die tragischen Geschichten von Verlust und Herzschmerz, die von den Alarmisten zu hören sind.

Und wir, die wir uns als Rationalisten verstehen und Hysterie ablehnen, haben das schon lange kommen sehen. Alles an diesem Gebäude wurde geboren, um zu wachsen und zu sterben, in der Tat. Nichts davon konnte jemals mit rationalen Erklärungen oder gar mit der Wissenschaft zusammengehalten werden, was die Notwendigkeit erklärt, Propaganda zu betreiben und Vorschriften zu erlassen. Wir hatten eindeutig nie die Absicht, für dieses Zeug zu stimmen.

Und das aus gutem Grund. Die Geschichten dieser Woche drehen sich um das Thema Wahrheiten, die für den Klimakult unbequem sind. Wir haben auch einige Geschichten, die geradezu seltsam sind, und eine neue wissenschaftliche Studie, welche die Argumente für die Theorie der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung weiter aushöhlt.

In unseren guten Nachrichten gibt es weitere EV-Implosionen, und die NOAA gibt ihr „Milliarden-Dollar-Desaster“ auf.

Kommen wir zur Sache:

Tod eines Narrativs: Ausgabe antarktisches Meereis

Das Narrativ besagt eindeutig, dass die vom Menschen verursachte globale Erwärmung den Klimawandel verursacht hat, der zu mehr Wetterextremen führt, was wiederum mehr katastrophale Stürme, Überschwemmungen, Brände, den Anstieg des Meeresspiegels und das Schmelzen der Polkappen und Gletscher zur Folge hat. Deshalb müssen wir den kapitalistischen Ländern Billionen von Dollar entziehen und den globalen Kommunismus einführen.

Die Grundannahmen des Narrativs sterben, während die Hunde der Gesellschaft heulen. Nehmen wir zum Beispiel die Antarktis. Das Meereis weigert sich weiterhin, dort zu schrumpfen. Vier „wichtige Gletscherbecken“ in der Ostantarktis weisen einer neuen Studie zufolge von 2021 bis 2023 einen Eiszuwachs auf.

Tod eines Narrativs: Ausgabe Vulkane

Der plötzliche Anstieg der globalen Temperaturen im Jahr 2023 war anscheinend nur ein Strohfeuer.

Ein gewaltiger Unterwasservulkan im Südpazifik, Hunga-Tonga, brach 2022 aus. Er spuckte gewaltige Mengen Wasserdampf, Kohlendioxid und andere Treibhausgasen in die Atmosphäre. Viele Klima-„Skeptiker“ – oder besser gesagt Realisten – haben den Anstieg der globalen Temperaturen auf dieses Ereignis zurückgeführt. Die Temperatur-Aufzeichnungen via Satelliten scheinen diese Ansicht zu bestätigen. Dies ist wichtig, weil die meisten Klima-Zeloten jegliche natürliche Ursache für den Anstieg des Kohlendioxids in der Atmosphäre von vornherein ausschließen. Es scheint, als hätten sie nicht genug darüber nachgedacht – oder sie haben alle unbequemen Faktoren beiseite geschoben, die ihre Behauptungen entkräften,.

Tod eines Narrativs: Ausgabe Bienen

Umweltschützer versuchen schon seit Jahrzehnten, Panik vor dem Rückgang der Bienenpopulationen zu schüren, mit der katastrophalen Behauptung, dass ohne Bestäuber keine Nahrung mehr vorhanden sei, was zu einer Massen-Hungersnot führen würde. Vielen Dank, Klimawandel! Wenn sich dann herausstellt, dass das nicht stimmt, ist „sorry“ wohl das härteste Wort.

Jemand hat beschlossen, die Bienenvölker weltweit zu zählen. Es stellte sich heraus, dass sie seit 1990 erheblich zugenommen haben. Sie brauchen sich also keine Sorgen mehr zu machen, dass die globale Erwärmung zu einer Hungersnot führen wird.

Widerstand gegen Offshore Wind wird international

Nicht nur New Jersey und New York wehren sich gegen die Offshore-Windkraftbewegung. In Japan haben sich die Einwohner von Hokkaido gegen Windturbinen gewehrt, die eine ernsthafte Gefahr für die bedrohten Seeadler darstellen.

Neue Studie belegt die Auswirkungen des Städtischen Wärmeinsel-Effektes

Die Anhänger der globalen Erwärmung lehnen die Behauptung rundheraus ab, wonach es einen „städtischen Wärmeinseleffekt“ gibt oder dass dieser die globalen Temperaturaufzeichnungen verfälscht. Eine neue wissenschaftliche Studie widerlegt diese Behauptungen und zeigt eine starke Korrelation zwischen Bevölkerungswachstum und Erwärmungstrends an einzelnen Wetterstationen. Die Autoren stellen eindeutig fest, dass etwa 22 Prozent der beobachteten Erwärmung durch den städtischen Wärmeinseleffekt und nicht durch irgendein globales Phänomen erklärt werden können. Dies ist eine weitere Variable, welche die Klimawissenschaftler bei ihren Unheils-Prophezeiungen nicht berücksichtigt haben.

Diese Woche: Seltsame Nachrichten bzgl. Fähren in Norwegen

Hoffentlich wird das nicht zu einer wöchentlichen Folge dieser Kolumne. Offenbar macht Norwegen im Namen des Klimas seltsame Dinge mit seinem Fährsystem.

Die Passagierfähren-Reederei Norled hat für 2023 das weltweit erste mit Flüssigwasserstoff betriebene Passagierschif angekündigt, die MF Hydra. Wasserstoff ist trotz seines großen Potenzials als Kraftstoff für den Verkehr bekanntermaßen schwierig zu nutzen. Die Herkunft des Flüssiggases hat in der europäischen Umweltpresse einige Kontroversen ausgelöst, die mehr Fragen als Antworten aufwarfen. Ein deutsches Chemiewerk transportiert das Wasserstoffgas per LKW nach Norwegen, aber sein Wasserstoffwerk ist nicht die Quelle. Journalisten vermuten, dass es aus einer Produktionsquelle für fossile Brennstoffe stammt. Ein langer Bericht enthält viele Hintergrundinformationen über die Bestrebungen zur Herstellung von Wasserstoff-Treibstoff in Europa, wobei viele Fragen noch unbeantwortet sind.

Die zweite norwegische Fährengeschichte betrifft die Elektrofähre Medstraum – die erste ihrer Art weltweit. Offenbar hatte sie so viele mechanische Probleme und eine unzureichende Batterielebensdauer, dass sie für den normalen Betrieb wieder auf Diesel umgebaut werden musste.

US-Energie wird nicht-fossil, aber es gibt es großes ABER

„Zum ersten Mal lieferten fossile Brennstoffe in einem Monat (März 2025) weniger als die Hälfte der Stromerzeugung in den USA“. So lautet die Schlagzeile, die einen scheinbar gewaltigen Meilenstein ankündigt, der beweist, dass die grüne Energie in Amerika Fuß gefasst hat.

ABER:

Diese Information stammt von einer linken Denkfabrik namens Ember, die auch die Kernenergie in ihre Berechnungen einbezogen hat. Außerdem, so oilprice.com, „ist dies eine Schätzung der Gesamterzeugung, einschließlich kleiner Systeme, die nicht an das Netz angeschlossen sind“.

Ja, wenn man ganz genau hinschaut und die Sonnenkollektoren und Windmühlen aller netzunabhängigen Gehöfte mit einbezieht, kommt man zu einem Ergebnis, das wie ein Trend aussieht.

Zufälligerweise berichtete der Energieexperte David Blackmon diese Woche über eine Studie, aus der hervorgeht, dass große Wind- und Solarfarmen bei der Anbindung an das Stromnetz mit stark verlängerten Fristen zu kämpfen haben. Das sieht nicht wirklich nach einem Fortschritt für grüne Energie aus.

Und nun zu den guten Nachrichten dieser Woche:

Samstagabend ist gut für den Kampf gegen EVs

Die Zahlen liegen vor, und die Trump-Agenda ist in vollem Gange. Im April ging der Absatz von Elektrofahrzeugen um fünf Prozent zurück. Dies steht im Gegensatz zum gesamten Automarkt, der einen robusten Verkaufsanstieg verzeichnete. Der April markiert den dritten monatlichen Rückgang der EV-Verkäufe seit 2021. Und das lag nicht nur an Tesla, sondern an der Gegenreaktion gegen Elon Musk – der gesamte Sektor der Elektrofahrzeuge war rückläufig. Sowohl die Hersteller, aufgrund des Auslaufens der staatlichen Subventionen, als auch die Verbraucher, die empfindlich auf teure Optionen reagieren, haben einen breiten Rückgang in der Branche signalisiert, der auch in Zukunft anhalten könnte. Die Verkäufe mit Benzin betriebener Fahrzeuge stiegen im gleichen Monat um 10 Prozent.

NOAA stellt Milliarden-Dollar-Katastrophen-Schwindel ein

Roger Pielke, Jr., ein Senior Fellow am American Enterprise Institute und ehemaliger Klimaprofessor, hat einen Substack mit dem Titel The Honest Broker. Dort schreibt Pielke über die Absurditäten der Klimahysterie-Bewegung. Er veröffentlichte 2024 eine von Experten begutachtete Studie, die den Mangel an wissenschaftlicher Integrität in der „Billion Dollar Disaster“-Datenbank der NOAA aufzeigt. Diese Datenbank folgt einer Erfindung der Klimahysteriker über die Zunahme von Naturkatastrophen, die mehr als eine Milliarde Dollar an Schäden verursacht haben. Aus der Zusammenfassung von Pielkes Arbeit:

Seit mehr als zwei Jahrzehnten veröffentlicht die U.S. National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) eine Zählung der wetterbedingten Katastrophen in den Vereinigten Staaten, die nach ihren Schätzungen seit 1980 in jedem Kalenderjahr eine Milliarde Dollar (inflationsbereinigt) überschritten haben. Der Datensatz wird häufig zitiert, in der Forschung und Bewertung verwendet und zur Rechtfertigung politischer Maßnahmen in Bundesbehörden, im Kongress und vom US-Präsidenten herangezogen. In diesem Dokument wird eine Bewertung des Datensatzes anhand von Verfahrens- und Inhaltskriterien vorgenommen, die in den Richtlinien der NOAA zur Informationsqualität und wissenschaftlichen Integrität festgelegt sind. Die Bewertung kommt zu dem Ergebnis, dass der Datensatz zur „Milliarden-Dollar-Katastrophe“ diese Kriterien nicht erfüllt. Daher sind die öffentlichen Behauptungen, die von der NOAA im Zusammenhang mit dem Datensatz und seiner Bedeutung aufgestellt werden, fehlerhaft und manchmal irreführend. Insbesondere behauptet die NOAA fälschlicherweise, dass der Datensatz für einige Arten von extremen Wetterereignissen die Erkennung und Zuordnung von Veränderungen auf klimatischen Zeitskalen demonstriert. Ähnlich fehlerhaft sind die Behauptungen der NOAA, dass die zunehmende Zahl der jährlichen Milliardenkatastrophen zum Teil eine Folge des vom Menschen verursachten Klimawandels ist. Die Behauptungen der NOAA, sie habe eine Erkennung und Zuordnung erreicht, werden durch keine von ihr durchgeführte wissenschaftliche Analyse gestützt. Angesichts der Bedeutung und des Einflusses des Datensatzes in Wissenschaft und Politik sollte die NOAA schnell handeln, um diesen Mangel an wissenschaftlicher Integrität zu beheben.

Diese Woche berichtet Pielke bei The Honest Broker: „Die NOAA kündigte an, dass die BDD-Tabellen von der Behörde nicht mehr aktualisiert würden, und erklärte, dass sie ‚in den Ruhestand versetzt worden seien.“

Gut, dass wir die schlechten Hypothesen los sind.

This article originally appeared at Restoration News

Link: https://www.cfact.org/2025/05/17/funeral-for-a-narrative/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Man kann nur wiederholen, was schon früher gesagt worden war: Solange die Medien weiter den Klima-Alarmismus verbreiten, ist gar nichts zu Ende – und seien die entsprechenden Argumente noch so gut.

 

Der Beitrag Begräbnis für ein Narrativ erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Unperfekt, ungesund, unbesiegbar – die 90er: Das letzte gute Jahrzehnt?

Unperfekt, ungesund, unbesiegbar – die 90er: Das letzte gute Jahrzehnt?

Unperfekt, ungesund, unbesiegbar – die 90er: Das letzte gute Jahrzehnt?

Drama und Katastrophen bestimmen das Leben der jüngeren Generationen: Alles ist ungerecht, toxisch, inkorrekt, muss seziert und gecancelt werden. Und sowieso: Alles steht in Flammen, ist kurz vor dem Untergang. Drama hatten wir in den 90ern zwar auch, aber das Lebensgefühl war ein gänzlich anderes. Unser Gastautor denkt an diese Zeiten zurück und vergleicht sie mit dem Heute.

Ein Gastkommentar von Lothar Renz

Es gab eine Zeit, da war Popkultur roh. Kratzig. Mit kaputten Vans, zerfetzten Jeans und Soundtracks, die mehr Wut als Weisheit transportierten.

Die 90er waren keine Ära, sie waren ein kollektives Schulterzucken in Richtung Zukunft. Nicht perfekt. Nicht nachhaltig. Aber genau deshalb so verdammt lebendig.

Die Musik? Ein Drei-Akkorde-Mittelfinger. Punk, Grunge, Skate-Rock – Lärm, der keine Antworten liefern wollte, sondern einfach raus musste. Laut, ungehobelt, echt. Kein Algorithmus bestimmte, was „gut“ war. Wir mixten unsere eigenen Tapes, voller Songs, die uns genau dann abholten, wenn alles scheiße war – und uns zeigten, dass Scheiße auch einfach mal scheiße sein darf.

Die Filme? Absurde, dreckige Satiren, Teeniekomödien ohne Weichzeichner, Mutanten, Roboter, Highschool-Dramen mit Pickeln und echter Peinlichkeit. Keine 20-Stufen-Diskussion über Repräsentation, keine 10.000 Tweets, ob das alles noch moralisch okay ist.

Man lachte, weinte, lebte – ohne Fußnoten. Und genau da liegt der Unterschied zu heute.

2025. Eine Generation, die ständig alles hinterfragt, alles zerpflückt, alles hasst – weil sie gelernt hat, dass die Welt ungerecht ist, toxisch, kurz vorm Kollaps. Sie haben gelernt, kritisch zu sein, immer alles zu entlarven, zu dekonstruieren, zu canceln, zu korrigieren. Und sie haben vielleicht auf ihre Weise Recht. Aber sie vergessen dabei oft, dass man auch einfach mal feiern kann.

Nicht alles muss dekodiert, diskutiert, desinfiziert werden. Manchmal ist es okay, einfach zu genießen, ohne Disclaimer. Denn wenn alles immer falsch ist, bleibt kein Platz mehr für das Unperfekte.

Für das Lärmen, das Rumspinnen, das Draufscheißen. Für die Fehler, die einen nicht brechen, sondern wachsen lassen. Für das Leben, das weh tut und trotzdem schön ist.

Unsere Generation war nicht klüger. Aber wir hatten diesen instinktiven Reflex, Spaß zu haben, selbst wenn die Welt brannte – und ja, auch das ist ein Überlebensmodus. Vielleicht ein naiver. Aber einer, der half, Luft zu holen.

Wir hatten keine Selfcare-Apps, sondern kaputte Skateboards. Keine Detox-Kuren, sondern Abstürze mit Freunden, bei denen man sich danach eine Pizza reingezogen hat. Keine Achtsamkeitsseminare, sondern Nächte, die endeten, ohne dass jemand wusste, wie.

Unperfekt. Ungesund. Unbesiegbar. Und genau deswegen – vielleicht das letzte Jahrzehnt, das sich selbst noch genießen konnte, ohne schlechtes Gewissen. Und ja, vielleicht war das dümmer – aber wenigstens hatten wir Spaß, während wir draufgegangen sind.

Warum die Europäer zu recht befürchten, Trump könnte sie mit der Ukraine alleine lassen

US-Präsident Trump scheint sich endgültig von der Ukraine und den sie unterstützenden Europäern abzuwenden, wobei man bei Trump natürlich nie wirklich sicher sein kann, ob er blufft, um Druck auszuüben, um bessere Bedingungen zu erreichen, oder ob er seine Aussagen wirklich ernst meint. Ein russischer Artikel hat die für die Europäer frustrierenden und beängstigenden Entwicklungen […]