Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Sylt-Gesang „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ war nicht strafbar

Sylt-Gesang „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ war nicht strafbar

Von MANFRED ROUHS | Zu Pfingsten 2024 erschütterte ein verwackeltes Handy-Video aus Sylt die deutsche veröffentlichte Meinung. Vier angeheiterte junge Menschen sangen „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ zur Melodie von „L’amour toujours“ von Gigi D’Agostino. Der Bundespräsident zeigte sich erschüttert. Der Ort der Untat, das Club-Restaurant „Pony“, geriet in den Fokus bundesweiter medialer Aufmerksamkeit.

Tausende Nachahmer der spektakulär aufgebauschten Sylter Ereignisse sorgten für zahllose Nachbeben des Emotionsausbruchs auf Deutschlands bekanntester Ferieninsel. Mehrere Hauptdarsteller des Sylt-Videos verloren ihren Arbeitsplatz. Der polizeiliche Staatsschutz rotierte bundesweit und ermittelte gegen jeden, der den Sylter Lied-Text angestimmt hatte.

Selbstverständlich ermittelte die zuständige Staatsanwaltschaft in Flensburg auch gegen die vier Hobby-Sänger von Sylt, und zwar wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Die aber lag nicht vor, und das Verfahren ist jetzt mit folgender Begründung eingestellt worden:

„Weder der Inhalt der Parolen noch die Gesamtumstände lassen nach Abschluss der Ermittlungen den zweifelsfreien Rückschluss zu, dass gegen die betroffene Personengruppe nicht nur Vorbehalte und Ablehnung, sondern eine aggressive Missachtung und Feindschaft in der Bevölkerung erzeugt oder gesteigert werden sollten.“

Das berichtet die „Welt“.

Dringend zu empfehlen ist es, aus einer solchen Einstellungsverfügung nicht die falschen Schlüsse zu ziehen! Die Strafjustiz entscheidet immer den Einzelfall, und der kann mal so und mal anders liegen. Wäre beispielsweise bei dem Gesang ein Mensch fremder Nationalität zugegen gewesen, hätte der sich beleidigt fühlen können, und dann wären deshalb wahrscheinlich Strafbefehle erlassen worden.

Der junge Mann im Sylt-Video, der den rechten Arm verfänglich in die Höhe gehoben und mit seinen Fingern ein Hitler-Bärtchen nachgeahmt hat, wurde wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen per Strafbefehl zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 2.500 Euro herangezogen. Wenn er schlau ist, widerspricht er dem Strafbefehl nicht. Die Strafe ist aus weniger als 90 Tagessätzen gebildet worden und wird deshalb nicht ins polizeiliche Führungszeugnis eingetragen.


Sylt-Gesang „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ war nicht strafbarPI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt, vierteljährlich die Zeitschrift SIGNAL herausgibt und täglich im Internet publiziert. Bitte folgen Sie ihm hier bei X! Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig.

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Für viele überraschend: Bier ist ein russisches Nationalgetränk

Es mag viele überraschen, aber Bier erfreut sich in Russland großer Beliebtheit und Russland ist beim Pro-Kopf-Verbrauch von Bier eines der weltweit führenden Länder, auch wenn es natürlich nicht an die klassischen „Bierländer“ wie Deutschland oder Tschechien herankommt. Und russische Biere sind auch wirklich gut. Auch deutsche Besucher stehen bei ihrem ersten Besuch in einem […]
Sie zeigte ein Lauterbach-Bild: Strafbefehl über 3.500 Euro wegen “Hitlergruß”

Sie zeigte ein Lauterbach-Bild: Strafbefehl über 3.500 Euro wegen “Hitlergruß”

Sie zeigte ein Lauterbach-Bild: Strafbefehl über 3.500 Euro wegen “Hitlergruß”

Im Juni 2022 gab Karl Lauterbach ungeimpften Pflegekräften auf einer Verdi-Veranstaltung zu verstehen, dass ihre Arbeit keinen Wert hätte. Während seiner Rede hob er mal den linken, mal den rechten Arm. Ein Screenshot der Aufnahme von Lauterbach mit erhobenem rechten Arm brachte einer Frau nun einen Strafbefehl über 3.500 Euro ein: Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt wirft ihr vor, damit einen Hitlergruß verbreitet zu haben.

Das Medium “Apollo News” berichtet aktuell über den Fall: Demnach hat das Amtsgericht Schweinfurt einen Strafbefehl gegen eine Frau aus Coburg erlassen, weil sie öffentlich ein Bild von Karl Lauterbach zeigte, wo er den rechten Arm in die Höhe gereckt hat. Das Bild dürften viele Menschen sofort erkennen: Es stammt aus den Aufnahmen von einer Verdi-Veranstaltung im Jahr 2022, als Karl Lauterbach ungeimpften Pflegekräften, die vor Ort demonstrierten, absprach, dass sie mit ihrer Arbeit einen Beitrag geleistet hätten (Report24 berichtete). Natürlich zeigte Lauterbach aber keinen Hitlergruß. Es wurde ihm lediglich unterstellt, so wie es heutzutage wohl jedem unterstellt wird, der das Pech hat, mit erhobenem Arm abgelichtet zu werden. Ein jüngeres Beispiel war Elon Musks “my heart goes out to you”-Geste.

Auf einem Plakat wurde ein Standbild des Lauterbach-Videos im Rahmen einer Ausstellungsreihe mit dem Titel “Zitate der Schande” mit einem anderen Bild gegenübergestellt: Das weist auf die Verfolgung des suspendierten Polizisten Michael F. hin, dem das Zeigen eines Hitlergrußes bei einer Querdenken-Demo im Oktober 2020 vorgeworfen wurde. Während F. betont, es habe sich um eine Winkgeste gehandelt, beurteilte der Richter das als “Quatsch”. Inzwischen muss F. sich auch in dem umstrittenen Reichsbürger-Prozess verantworten.

Auf dem fraglichen Plakat war F.s Geschichte um den (angeblichen) Hitlergruß mit den Worten “Hitlergruß? Justizwillkür?” untertitelt. Nebenstehend war das Lauterbach-Bild mit dem Untertitel “Lauterbachgruß” zu sehen. Darunter war zu lesen: “Auf alle Fälle: zweierlei Maß”. Das Plakat geht auf die Bürgerinitiative “Dialog für unsere Zukunft” zurück.

Die Frau aus Coburg hatte im März 2024 den Stand angemeldet, auf dem u.a. das Plakat gezeigt wurde. Daher wurde gegen sie der Strafbefehl ausgestellt. Ein Passant hatte damals noch vor Ort Anzeige erstattet und die Polizei hatte den Stand untersucht. Die Initiative hatte daraufhin in einer Pressemitteilung angegeben, dass weder ein Hitlergruß gezeigt werden sollte, noch dass man vermitteln wollte, dass Lauterbach einen Hitlergruß gezeigt hätte.

Das Amtsgericht Schweinfurt erließ dennoch Strafbefehl über 70 Tagessätze à 3.500 Euro. Da die Beschuldigte ablehnte, soll am 12. Mai die Hauptverhandlung stattfinden. Das Urteil wird zeigen, ob die kritisierte Ungleichheit beim juristischen Umgang mit Gesten, die an den verbotenen Hitlergruß erinnern könnten, sich bestätigen lässt.

Die multipolare Achse: Russland und Iran bekräftigen strategische Allianz nach dem Vorbild der Partnerschaft zwischen Moskau und Peking

Das neue Abkommen bringt den Prozess der Schaffung eines formellen multipolaren Systems voran.

Am 16. April hat der russische Föderationsrat den Vertrag über eine umfassende strategische Partnerschaft mit der Islamischen Republik Iran ratifiziert, der von großer geopolitischer Bedeutung ist. Der Vertrag, der zunächst für 20 Jahre mit der Möglichkeit der Verlängerung gilt, besiegelt formell, was sich hinter den Kulissen bereits konsolidiert hat: eine solide, multidimensionale und zutiefst strategische Allianz zwischen Moskau und Teheran.

Dieses Abkommen ist mehr als nur eine Formalisierung freundschaftlicher Absichten. Es stellt eine institutionelle Konsolidierung einer Achse dar, die neben der bereits bestehenden umfassenden Partnerschaft zwischen Russland und China einen multipolaren Block bildet, der sich der zerfallenden westlichen Hegemonie widersetzt. Die Triade Moskau – Peking – Teheran ist nicht mehr nur eine informelle Vereinbarung, sondern eine politische, militärische und wirtschaftliche Architektur mit soliden Grundlagen, gemeinsamen Prinzipien und einer gemeinsamen strategischen Vision.

Ein Pakt, der über die symbolische Diplomatie hinausgeht

Der Vertrag, der im Januar dieses Jahres von Wladimir Putin und dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian persönlich vereinbart wurde, geht weit über zeremonielle Protokolle hinaus. Er legt konkrete Mechanismen für die Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit, Verkehr, Energie, Wissenschaft, Kultur und internationale Beziehungen fest. Einer der strategisch wichtigsten Punkte ist die Klausel, die es beiden Parteien untersagt, die jeweils andere Partei in irgendeiner Form bei einer militärischen Aggression zu unterstützen, wodurch eine solide Plattform für die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich geschaffen wird.

Die Betonung der gemeinsamen Entwicklung des internationalen Nord-Süd-Verkehrskorridors, der Russland über iranisches Territorium mit dem Persischen Golf verbindet, stellt ebenfalls einen bedeutenden Schlag gegen die logistische und kommerzielle Hegemonie des Nordatlantiks dar. Dieses Infrastrukturprojekt in Verbindung mit Chinas Gürtel- und Straßeninitiative verschiebt die Gravitationszentren des Welthandels in Richtung der eurasischen Achse.

Ähnlichkeiten mit der Partnerschaft zwischen Moskau und Peking

Das Abkommen mit dem Iran spiegelt direkt die Grundlagen der umfassenden Partnerschaft zwischen Russland und China wider, die in den letzten Jahren als koordinierte Antwort auf die NATO-Erweiterung, die militärische Einkreisung der USA im Indopazifik und die wirtschaftliche Militarisierung durch Sanktionen geschaffen wurde. Genau wie mit Peking vereinbaren Moskau und Teheran nun eine „langfristige, gleichberechtigte und für beide Seiten vorteilhafte“ Zusammenarbeit.

Diese Symmetrie zwischen den Abkommen ist nicht zufällig. Sie spiegelt eine gemeinsame strategische Planung wider, die auf der Stärkung des Multilateralismus, der Ablehnung äußerer Einmischung und dem Aufbau einer multipolaren Weltordnung beruht – in der die Machtzentren nicht mehr in Washington, London oder Brüssel konzentriert sind.

Ende der Abhängigkeit vom Westen

Bei der Unterzeichnung des Vertrages machte Pezeshkian deutlich, dass Moskau und Teheran in der Lage sind, ihre eigene Sicherheit zu gewährleisten und die Zusammenarbeit auszubauen, ohne sich auf Dritte zu verlassen. Die Botschaft ist unmissverständlich: Die großen Zivilisationen des Ostens werden es nicht länger hinnehmen, als bloße Spielfiguren des Westens behandelt zu werden. Russland, China und der Iran haben verstanden, dass die Stärkung ihrer bilateralen und trilateralen Partnerschaften ein natürliches Gegenmittel zu wirtschaftlicher Erpressung, hybrider Kriegsführung und direkter oder indirekter Aggression durch die derzeitigen Machtzentren darstellt.

Eine neue Ordnung im Entstehen

Die Ratifizierung des Vertrages ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Konsolidierung einer neuen internationalen Ordnung. Sie wird nicht mehr durch das einseitige Diktat einer erschöpften Macht bestimmt, sondern ist in Blöcken gemeinsamen Interesses, gegenseitiger Achtung zwischen souveränen Nationen und aktiver Ablehnung des finanziellen und militärischen Neokolonialismus verankert.

Es ist noch zu früh, um alle Folgen dieses Vertrags vorherzusagen, aber eines ist sicher: Die Welt, die aus diesem neuen Bündnis hervorgeht, wird sich radikal von der unterscheiden, die von den Architekten Washingtons nach 1991 gestaltet wurde. Das 21. Jahrhundert gehört nicht mehr dem Westen – es wird still und fest von einem Bündnis gestaltet, das nicht um Erlaubnis bittet, zu existieren.

Trump will mit Zolleinnahmen die Einkommenssteuer senken oder gar abschaffen

Trump will mit Zolleinnahmen die Einkommenssteuer senken oder gar abschaffen

Trump will mit Zolleinnahmen die Einkommenssteuer senken oder gar abschaffen

US-Präsident Donald Trump weiß, dass die Zollerhöhungen für die Bürger mitunter schmerzhafte Preiserhöhungen bedeuten. Als Ausgleich stellt er nun eine deutliche Senkung bis hin zu einem möglichen Wegfall der Einkommenssteuer für Menschen mit weniger als 200.000 Dollar Jahreseinkommen in Aussicht.

Donald Trumps Handelspolitik mit massiven Zollerhöhungen ist umstritten. Auch wenn er damit vielleicht einige Unternehmen dazu bringen kann, wieder in den Vereinigten Staaten zu produzieren, lohnt sich dies bei vielen im Ausland hergestellten Produkten nicht. Dafür müssen die US-Konsumenten höhere Preise berappen, was die Inflation in die Höhe treibt und die Kaufkraft der Menschen beeinträchtigt.

Nun kündigte Trump an, im Gegenzug die Einkommenssteuer senken zu wollen – insbesondere für jene Menschen, die weniger als 200.000 Dollar im Jahr verdienen. Er stellt sogar einen möglichen Wegfall der Steuer in Aussicht. Der US-Präsident hofft wohl auch darauf, dass dies schlussendlich für den Staatshaushalt zumindest aufkommensneutral ist.

Andererseits scheint der Republikaner auch eine Steuererhöhung für die Reichen des Landes zu befürworten. Er selbst würde sich nicht daran stören, mehr Steuern zu bezahlen, erklärte Trump. Damit wolle er die Mittelschicht stärker unterstützen. Allerdings stößt er mit dieser Idee bei seiner eigenen Partei auf wenig Gegenliebe.

Doch wer weiß, vielleicht sorgen Donald Trumps Initiativen für einen schrittweisen Umbau des US-amerikanischen Steuersystems. Wenn man bedenkt, dass die Vereinigten Staaten in den ersten Jahrzehnten nach ihrer Gründung ihren Staatshaushalt hauptsächlich durch Zölle und Verbrauchssteuern deckten, wird deutlich, welchen Weg Trump eigentlich gehen will. Denn erst seit dem Jahr 1913 (Verabschiedung des 16. Verfassungszusatzes) wurde die Einkommenssteuer permanent eingeführt. Zuvor gab es diese nur temporär, als sie im Jahr 1861 zur Finanzierung des Bürgerkriegs eingeführt wurde.

Polens Präsident warnt vor Annullierung der Wahlen durch Regierung Tusk

Polens Präsident warnt vor Annullierung der Wahlen durch Regierung Tusk

Polens Präsident warnt vor Annullierung der Wahlen durch Regierung Tusk

In einer Rede am Wochenende warnte Duda, dass die derzeitige Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk möglicherweise plane, die Wahlen für ungültig zu erklären, sollte ihr Kandidat die Wahlen im Mai und Juni verlieren. Der polnische Präsident Andrzej Duda hat viele überrascht mit seinem Auftritt bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Stadt Łódz für den Kandidaten der […]

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Wenn Soldaten standhaft bleiben, ist Haft die Folge: StandHaft, der Dokumentarfilm zur Impfpflicht deutscher Soldaten

Wenn Soldaten standhaft bleiben, ist Haft die Folge: StandHaft, der Dokumentarfilm zur Impfpflicht deutscher Soldaten

Wenn Soldaten standhaft bleiben, ist Haft die Folge: StandHaft, der Dokumentarfilm zur Impfpflicht deutscher Soldaten

In Deutschland wurde die Impfpflicht für Soldaten per Befehl durchgesetzt – mit Folgen. Nicht wenige, die sich impfen ließen, wurden krank, diejenigen, die sich dem Befehl widersetzten, landeten im Knast. Der Film StandHaft berichtet darüber. In der Kurzbeschreibung zu dieser filmischen Dokumentation heißt es: Bürger in Uniform oder Uniform ohne Bürger? Die existenzielle Bedrohung von […]

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Kurzbeiträge zu neuen Forschungs-Ergebnissen – Ausgabe 13 / 2025

Kurzbeiträge zu neuen Forschungs-Ergebnissen – Ausgabe 13 / 2025

Drei Meldungen vom 22. April 2025:

Abkühlung des Pazifiks

In den letzten Wochen sind die Meerestemperaturen (SST) im östlichen tropischen Pazifik bis zu 10 °C gesunken. Die extremste Abkühlung wurde entlang des Äquators beobachtet, insbesondere vor den Küsten Perus und Ecuadors.

Diese rasche Veränderung ist ein Zeichen dafür, dass sich der El Niño an der Küste, der in dieser Region vorherrschte, rasch zurückzieht.

Kurzbeiträge zu neuen Forschungs-Ergebnissen – Ausgabe 13 / 2025

Innerhalb von nur drei Wochen wurden die warmen äquatorialen Gewässer – die eng mit den El-Niño-Bedingungen verbunden sind – von deutlich kühleren Anomalien abgelöst, was ein Zeichen dafür ist, dass das El-Niño-Ereignis möglicherweise schnell zusammenbricht. Das würde ich allerdings noch nicht sagen – die dünne oberflächennahe Wasserschicht ist sehr anfällig für windbedingte Veränderungen.

Wenn diese abrupte SST-Abkühlung jedoch anhält, wird dies wahrscheinlich weitreichende Folgen haben. Der Ostpazifik spielt eine entscheidende Rolle bei den globalen Wettermustern, einschließlich der Hurrikanaktivität, der Niederschlagsverteilung und sogar der Ernährungssicherheit aufgrund seiner Auswirkungen auf maritime Ökosysteme und Fischerei.

Wie oben angedeutet, könnte das Verschwinden des warmen Pools vor Südamerika auf den Beginn eines Übergangs zu neutralen oder sogar La-Niña-Bedingungen in den kommenden Monaten hindeuten – gerade als die Wissenschaftler von NOAA et al. angekündigt hatten, dass El Niño bevorstehe.

Ich werde genau beobachten, ob dieser überraschende Abkühlungstrend anhält. Bildet sich diese La Niña neu?

Anfang 2023 stieg die SST des Nordatlantiks stark an und versetzte Klimaaktivisten in einen Rausch der Weltuntergangs-Ergüsse. Doch Anfang 2025 sind die Wassertemperaturen wieder in ihren durchschnittlichen Bereich zurückgekehrt – keine Apokalypse, keine Katastrophe, nur eine weitere fehlgeschlagene Prophezeiung der ewig glühenden Klimaalarmisten.

Sie haben sich weiterentwickelt…

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Kanadische Politik verzichtet auf Klimahype auf der Suche nach Wählerstimmen

Der Klimawandel ist dieses Mal kein Wahlkampfthema in Kanada. Den Wählern wird gesagt, dass sie sich stattdessen auf die wirklichen Themen konzentrieren sollen: Inflation, Energie, Wohnen. Die „Umwelt- und Klimakrise“ ist von der Tagesordnung verschwunden, zumindest im Moment.

Beide Spitzenkandidaten unterstützen jetzt fossile Brennstoffe. Der liberale Premierminister Mark Carney – immer noch ein Globalisierungsfanatiker, aber ein verzweifelter Wahlkämpfer – hat als ersten Schritt die Kohlenstoffsteuer eingeführt. Die Konservativen unter Pierre Poilievre wollen die Kohlenstoffsteuer für die Industrie abschaffen und die Öl- und Gasförderung ausweiten.

Im Jahr 2021 setzten sich beide Parteien für eine grüne Politik und Netto-Null-Gesetze ein. Dieser Konsens ist vorbei. Die Menschen sind es leid, im Namen vager Klimaziele mehr für Wärme und Kraftstoff zu zahlen.

Umfragen zeigen, dass die Kanadier mehr Wert auf Erschwinglichkeit und Energiesicherheit legen als auf Emissionen. Die Geopolitik hat eines ganz deutlich gemacht: Die Kontrolle über das eigene Öl und Gas ist wichtiger als die Versorgung von einer lauten, von marxistischen Idealen besessenen Minderheit bestimmen zu lassen.

Die Aktivisten bei der BBC und anderen sind sehr verärgert, aber die Öffentlichkeit hat sich weiterentwickelt.

Die grünen Versprechen werden durch eine Energiepolitik ersetzt, die tatsächlich funktioniert. Die Emissionsziele des Landes sind aus dem Ruder gelaufen, aber das überrascht niemanden, und nur eine laute Minderheit scheint sich dafür zu interessieren.

Die Klimapanik verblasst. Fossile Brennstoffe kommen zurück in den Westen – hoffentlich…

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Big Oil ist nicht mehr der Westen

Walmart und Amazon mögen die Liste der Fortune Global 500 im Jahr 2024 anführen, aber ein Blick ein paar Sprossen tiefer zeigt ein klareres Bild der Welt: China, Saudi-Arabien und Russland sind jetzt die wahren Energieriesen.

State Grid (China) steht an dritter Stelle. Saudi Aramco ist Vierter, die Sinopec-Gruppe fünfter. Und China National Petroleum liegt direkt dahinter auf Platz sechs. Kein einziger amerikanischer oder europäischer Ölkonzern in der Nähe.

Die Energiedominanz ist nicht mehr westlich. Die physische Grundlage der geopolitischen Macht – Öl und Energie – wird jetzt von einer multipolaren Achse gehalten: hauptsächlich China, Russland und Saudi-Arabien.

Energie ist Macht – und der Westen war in den letzten Jahrzehnten aufgrund politischer Einmischung wild entschlossen, diese Macht aufzugeben, indem er seine Nutzung fossiler Brennstoffe reduzierte, kriminalisierte und schließlich ganz aufgab.

Billige und zuverlässige Energie ist das Rückgrat des menschlichen Wohlstands.

[Hervorhebung im Original]

Globalistische Finanziers bekämpfen nationale Energieindustrien, weil Energie die profitabelste und folgenreichste Ressource auf der Erde ist – eine, die sie kontrollieren oder unterdrücken müssen, um ihre Macht zu erhalten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/icelands-potato-harvest-hit-by-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 23. April 2025:

Das NEEM-Projekt

Zwischen 2008 und 2012 bohrte das NEEM (North Eemian Greenland Ice Core Drilling Project) in das grönländische Eis, um die letzte Zwischeneiszeit vor etwa 125 000 Jahren zu untersuchen. Was sie fanden, relativiert die heutige Klimapanik.

Damals war es in Grönland bemerkenswerte 8 °C wärmer als heute. Der Meeresspiegel lag 4 bis 8 Meter höher. Der Planet ist nicht kollabiert. Grönland schmolz nicht zu einem Nichts – nach den Ergebnissen des NEEM-Projekts sank selbst die am stärksten betroffene Oberfläche um 130 Meter (oder 25 %).

Selbst das, was wir als „extreme Erwärmung“ bezeichnen würden (über 8°C über den heutigen Werten), führte zu keinen unkontrollierbaren Kipp-Punkten und keinem Massenaussterben. Die heutigen Klimaaktivisten schreien gerne, dass ein paar Grad Erwärmung (seit der Kleinen Eiszeit!) eine globale Katastrophe bedeuten, aber die Daten sagen etwas anderes. Die Erde war schon einmal viel wärmer und es ging ihr gut – sie blühte sogar auf.

Die NEEM-Ergebnisse sind ein Realitätscheck. Sie zeigen, dass selbst eine Erwärmung von 8°C nicht beispiellos ist. Das hat es schon früher gegeben, natürlich. Die Vorstellung, dass eine vom Menschen verursachte Erwärmung um 2 °C das Ende des Lebens auf dem Planeten, wie wir es kennen, bedeuten würde, ist angstgetriebene Fiktion, keine Wissenschaft.

Link: https://electroverse.substack.com/p/bumper-snowpack-for-new-england-late?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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2 Meldungen vom 25. April 2025:

CO₂ und Klima: Ein 600-Millionen-Jahre-Realitätscheck

Während der letzten 600 Millionen Jahre haben der CO₂-Gehalt und die Temperaturen auf der Erde stark geschwankt:

CO₂ lag einst bei über 5.000 ppm. Die Temperaturen waren viel höher. Das Leben brach nicht zusammen – im Gegenteil, es blühte auf. Die kambrische Explosion, die Entstehung der Dinosaurier und das Auftauchen der Säugetiere fanden statt, als die CO₂- und Temperaturwerte weit über den heutigen Werten lagen.

Mit etwa 420 ppm liegen die heutigen Werte am unteren Ende der historischen Skala. Und der Planet hatte nur während eines kleinen Teils seiner Existenz polare Eiskappen, so wie er sie heute hat. Behauptungen über einen bevorstehenden Weltuntergang ignorieren lange Zeiträume und reale Daten.

Die Korrelation zwischen CO₂ und Temperatur? Sie ist widersprüchlich. Es gibt lange Abschnitte, in denen CO₂ sinkt und die Temperaturen steigen oder umgekehrt.

Klima ist komplex. Panik ist simplistisch.

[Hervorhebung im Original]

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Der Kult zerbricht

Wie Sie wahrscheinlich schon gehört haben, gibt Facebook seine parteiischen „Faktenprüfer“ auf und wechselt zu „Community Notes“ – einem Crowdsourcing-System, das normalen Nutzern eine Stimme gibt. Die Kaste der Aktivisten-Wissenschaftler ist darüber nicht erfreut.

Andrew Dessler, ein Klimaschützer von der Texas A&M, ist wütend über den Verlust der Kontrolle. Sein Vorwurf? Wissenschaft und Fakten werden von der Öffentlichkeit „debattiert“. „Sie stehen nicht zur Debatte“, wetterte Dessler. „Nicht jeder hat die gleiche Meinung dazu.“

Übersetzung: Setz dich hin, halt den Mund und lass die Experten entscheiden, was du denken darfst.

Aktivisten wie Dessler – und es gibt viele von ihnen – suchen nach einem zentralen Narrativ, das er und seine Kollegen durchsetzen können. Es sind die gleichen Leute, die behaupten, für die Wissenschaft zu sein, aber in einer Weise handeln, die ihr zuwiderläuft. Ihr gesamtes Weltbild bricht in sich zusammen, wenn man normale Bürger zu Wort kommen lässt. Wenn der Klimanotstand real und offensichtlich wäre, bräuchte es keine Zensur und keine ständige Verstärkung durch die Medien, um zu überleben. Die Menschen wären in der Lage, eine Klimakrise von selbst zu erkennen. Es gäbe keine Debatte.

Die Klimaille weiß, dass ihr Klimanarrativ brüchig ist, weshalb die freie Meinungsäußerung als Feind betrachtet wird. Bei dieser ganzen „Klimakrisen“-Scharade ging es nie um Wissenschaft – es ging um Macht. Und jetzt ist diese Macht ins Wanken geraten. Die Wutausbrüche sind vorprogrammiert.

Link: https://electroverse.substack.com/p/bezymianny-volcano-erupts-CO₂-and?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Kurzbeiträge zu neuen Forschungs-Ergebnissen – Ausgabe 13 / 2025 erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

„Economist“-Beitrag: Mutiger Reporter bringt Regierungssprecher ins Schwitzen!

„Economist“-Beitrag: Mutiger Reporter bringt Regierungssprecher ins Schwitzen!

„Economist“-Beitrag: Mutiger Reporter bringt Regierungssprecher ins Schwitzen!

Das britische Magazin „The Economist“ und die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ schlagen Alarm: Die Meinungsfreiheit in Deutschland ist in Gefahr!

Der Journalist Florian Warweg („Nachdenkseiten“) bringt den Sprecher der Bundesregierung ins Schwitzen.

 

[Quelle: Nachdenkseiten]

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Zusätzliche Milliardeneinnahmen: Wie Norwegen vom Ukraine-Krieg profitiert

Norwegen hat seine finanzielle Unterstützung für die Ukraine im Jahr 2025 auf sieben Milliarden Euro erhöht. Gemessen am norwegischen Bruttoinlandsprodukt ist dies aber vergleichsweise wenig. Dabei profitiert Oslo wirtschaftlich vom Ukraine-Konflikt enorm.

Alex Männer

Die finanzielle und militärtechnische Unterstützung des kollektiven Westens für die Ukraine im Kampf gegen Russland scheint auch im vierten Kriegsjahr kein Ende zu nehmen. Was aber wie eine offenherzige Hilfe vonseiten der sogenannten „Partner“ und „Unterstützer“ Kiews aussehen mag, dient in Wirklichkeit dazu, eigene Interessen in diesem Konflikt zu verfolgen.

Neben geopolitischen sind dabei insbesondere die wirtschaftlichen Interessen zu nennen. Dafür spielen ‒ wie bereits angemerkt ‒ die Waffenlieferungen sowie die Bereitstellung von militärtechnischer Unterstützung für die Ukraine eine zentrale Rolle. Dadurch verdienen die Lieferanten nämlich selbst hervorragend an dem Krieg

Der Berliner Koalitionsvertrag – eine verstörende Offenbarung

Von Wolfgang Bittner

Ein Bedrohungsszenarium und die Rolle Deutschlands

Seit Jahren schon befindet sich Deutschland auf einer abschüssigen Bahn in den Totalitarismus. Ein weiterer Schritt auf diesem Weg ist der Koalitionsvertrag der CDU/CSU mit der SPD vom 9. April 2025. Darin heißt es gleich zu Anfang: „Klarheit über den richtigen Weg der nächsten Jahre erfordert zunächst Klarheit in der Standortbestimmung: Im Äußeren greifen die Gegner unserer liberalen Demokratie unsere Freiheit an. Autoritäre Mächte erstarken. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine bedroht auch unsere Sicherheit. Wir erleben hybride Angriffe auf unser Land mit dem Ziel, den Zusammenhalt in Deutschland zu zerstören, unsere Demokratie zu untergraben und unsere Sicherheit zu gefährden. Aber auch in unserem Land wird die Demokratie von ihren Gegnern täglich angegriffen.[1]

Allein schon diese „Standortbestimmung“ verdeutlich, wes Geistes diese Politiker sind, in deren Hände die deutsche Bevölkerung nach der Koalitionsbildung gefallen ist. Denn weder greifen äußere „Gegner unserer liberalen Demokratie unsere Freiheit an“, noch bedroht der „russische Angriffskrieg gegen die Ukraine“ unsere Sicherheit. Vielmehr bedroht der Kollektive Westen unter Führung der USA seit Jahren Russland, und der Ukraine-Krieg ist eine Folge existenzbedrohender Provokationen gegenüber Russland.

Es gibt auch nicht die hybriden Angriffe, von denen die Rede ist, vielmehr wird eine uns gefährdende Aggression und Hetze gegen Russland geschürt. Und von wem wird die Demokratie in unserem Land täglich angegriffen, wenn nicht von Politikern, die dabei sind, sie abzuschaffen, wie der Koalitionsvertrag in vielen Passagen beweist.

Weiter heißt es: „Im Inneren ist unsere Wirtschaft in einer anhaltenden Wachstumsschwäche. Das Leben in Deutschland ist komplizierter, teurer und anstrengender geworden.“ Warum das so ist, wird nicht gefragt und erst recht nicht beantwortet. Kein Wort über die gesprengten Ostsee-Pipelines und die dadurch verursachten ruinösen Energiepreise, die viele Unternehmen in die Insolvenz oder ins Ausland treiben.

Gleich darauf wird versprochen, die Regierung unter Friedrich Merz werde „Wohlstand für alle“ schaffen, die Verteidigungs- und Abschreckungsfähigkeit stärken und „an der Seite der Ukraine stehen, die auch unsere Freiheit und die Prinzipien der regelbasierten Ordnung verteidigt“. Das alles liest sich wie die Werbung eines Waschmittelkonzerns. Wohlstand für viele hatten wir beinahe schon, und Verteidigung oder Abschreckung waren sekundär, weil es keine potenziellen Angreifer gab. Das Bedrohungsszenarium ist erst im Zuge einer zerstörerischen Politik des Westens konstruiert worden.

Was aber verteidigt die Ukraine, die nach dem Putsch von 2014 unter das Regime von Nationalisten und Faschisten geraten ist und – angestachelt aus Washington – einen Krieg mit Russland provoziert hat? Und was ist das für eine „regelbasierte Ordnung“, deren Prinzipien angeblich von der Ukraine verteidigt werden? Wer stellt die Regeln für eine derartige Ordnung auf? Ist denn die Charta der Vereinten Nationen, die das Völkerrecht im Sinne von Humanität und einem friedlichen Zusammenleben regelt, außer Kraft gesetzt? Und falls dem so ist: von wem?

Kritiklos wird in dem Koalitionsvertrages mehrfach die Bindung zur NATO und zur USA beschworen, auch zu Großbritannien und Frankreich; dagegen soll – in Anbiederung an Washington – die „destruktive Rolle“ des „iranischen Regimes“ in der Nahost-Region zurückgedrängt werden. Und Deutschland soll „wegen seiner geografischen Lage in Europa“, als „zentrale Drehscheibe der NATO weiter ausgebaut“ werden, die Ausgaben für Verteidigung sollen „deutlich und stringent“ steigen und für „eine Wehrerfassung und Wehrüberwachung die Voraussetzungen geschaffen werden“.

Auf vielen Seiten des Papiers geht es ums Militär, um Aufrüstung, die Gegnerschaft zu Russland und die Unterstützung der Ukraine bis zum angestrebten Sieg gegen den Erzfeind, der in der Person Wladimir Putins personalisiert wird.

Feindbild Russland

Die Hetze gegen Russland nimmt kein Ende. Während Wladimir Putin alles daran setzt, einen Krieg mit der NATO zu vermeiden, gehen die Provokationen der um die USA reduzierten westlichen Allianz weiter. Die Koalitionspartner sind der Ansicht: „Unsere Sicherheit ist heute so stark bedroht wie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr.“ Das ist richtig, nicht aber die Schlussfolgerung: „Die größte und direkteste Bedrohung geht dabei von Russland aus, das im vierten Jahr einen brutalen und völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt und weiter massiv aufrüstet. Das Machtstreben von Wladimir Putin richtet sich gegen die regelbasierte internationale Ordnung.“

De facto geht die größte und direkteste Bedrohung vom Westen aus, der seit Jahren einen Regime Change in Moskau anstrebt. Wladimir Putin hat seit seiner denkwürdigen Rede 2001 im Deutschen Bundestag immer aufs Neue Kooperation angeboten und die Hand ausgestreckt. Er wurde zurückgewiesen, belogen (Minsker Verträge) und von den USA unter Barack Obama und Joseph Biden in einen Abnutzungskrieg mit der Ukraine getrieben.

Michail Gorbatschow hat 1990 wesentlich zur Vereinigung der DDR mit der BRD beigetragen, aber das wird heute ignoriert. Seinerzeit wurde der Zwei-plus-Vier-Vertrag abgeschlossen, der am 15. März 1991 in Kraft trat. Darin wurde erklärt, „dass von deutschem Boden nur Frieden ausgehen wird. Nach der Verfassung des vereinten Deutschland sind Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, verfassungswidrig und strafbar“. Auch wurde der Verzicht auf atomare Waffen bekräftigt. Sollte das alles Makulatur sein?

Jetzt versprechen die Koalitionspartner: „Die Ukraine werden wir umfassend unterstützen, so dass sie sich gegen den russischen Aggressor effektiv verteidigen und sich in Verhandlungen behaupten kann.“ Und der Verteidigungsminister sagt, Deutschland müsse bis 2029 „kriegstüchtig“ sein. Das ist nicht anders zu nennen, als ein Verbrechen gegenüber der eigenen Bevölkerung und als existenzbedrohender Irrweg.

Die Berliner Politiker haben in ihrer Mehrheit immer noch nicht realisiert, dass Donald Trump und Wladimir Putin miteinander sprechen und verhandeln, und dass die USA und Russland Frieden wollen, zumindest keinen Krieg mehr. Anstatt diese Situation zugunsten Deutschlands zu nutzen, zieht Friedrich Merz das eigene Land immer tiefer in die Auseinandersetzung mit Russland hinein.

Anlässlich eines Besuchs in Kiew im Dezember 2024 sagte er: „Wenn unsere Unterstützung für die Ukraine schwächer wird, dann wird dieser Krieg länger dauern. Wenn unsere Unterstützung für die Ukraine konsequent ist, dann wird dieser Krieg schneller enden.“[2] Er sprach sich dafür aus, Taurus-Marschflugkörper in die Ukraine zu liefern: „Unsere Position ist klar: Wir wollen ihre Armee in die Lage versetzen, Militärbasen in Russland zu erreichen…“ Selenskyj erwiderte: Wir zählen auf stärkere, entschlossenere Taten Deutschlands, von Ihnen persönlich. Wir verlassen uns sehr darauf.“

Mit Merz ist also eine Verlängerung des Ukraine-Krieges auf unabsehbare Zeit zu erwarten. Seine Bereitschaft, die ukrainische Armee mit Taurus zu beliefern, wiederholte er am 13. April 2025 in einem Interview bei Caren Miosga, in dem er auch auf seine Einstellung gegenüber dem russischen Präsidenten einging: Putin begehe „schwerste Kriegsverbrechen“, er interpretiere „unsere Bereitschaft, mit ihm zu verhandeln, nicht als ernsthaftes Angebot, Frieden zu ermöglichen, sondern als Schwäche“. Jetzt müsse die ukrainische Armee „aus der Defensive herauskommen“, sie müsse zum Beispiel in die Lage versetzt werden, die Krim-Brücke zu zerstören.[3]

Der Brüsseler Russland-Experte und Historiker Gilbert Doctorow warnte, Friedrich Merz mit seiner „kriegerischen Rhetorik“ sei „der gefährlichste deutsche Führer seit Adolf Hitler“. Er wolle Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine liefern und habe signalisiert, „dass die Ukraine die Taurus zur Zerstörung der Kertsch-Brücke (Krim) und anderer Ziele auf der russischen Krim einsetzen dürfe.“ Die Russen hätten diese Aussagen sofort zur Kenntnis genommen, und sie seien „bereit, Deutschland einen vernichtenden Gegenschlag zu versetzen, wenn Merz seine Politik fortsetzt, die den schlimmsten deutschen Revanchismus widerspiegelt.“ Merz sei mit „seinen erklärten Plänen, Russland zu bestrafen, völlig außer Rand und Band geraten“.[4]

Auch der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates der Russischen Föderation und ehemalige Präsident Dmitri Medwedew nannte Friedrich Merz einen Nazi,[5] und Kreml-Sprecher Peskow beklagte einen fehlenden Willen der westeuropäischen Regierungen, „sich um Wege zu Friedensgesprächen zu kümmern“. Sie seien „eher geneigt, die Fortsetzung des Krieges weiter zu provozieren“.[6]

Der persönliche Einsatz des Friedrich Merz für die Ukraine

Friedrich Merz gibt den Kiewer Machthabern mit seiner Unterstützung Auftrieb. Der ehemalige ukrainische Botschafter Andrij Melnyk, der den Faschisten Bandera[7] verehrt und sich mit Beleidigungen und Dreistigkeiten hervorgetan hat, ist öffentlich mit einem geradezu irren Forderungskatalog an ihn herangetreten: Die Koalition möge einen Beschluss fassen „über die Finanzierung der Waffenlieferungen für die Ukraine in Höhe von mindestens 0,5 Prozent des BIP (21,5 Milliarden Euro pro Jahr) oder 86 Milliarden Euro bis 2029… Die gleiche 0,5-Prozent-Regelung initiieren und durchführen auf EU-Ebene (372 Milliarden Euro bis 2029)“ sowie „die sofortige Lieferung von 150 Taurus-Marschflugkörpern“ und „30 Prozent der verfügbaren deutschen Kampfjets und Hubschrauber…“[8]

Es ist davon auszugehen, dass solche Forderungen nicht ohne Absprache mit Selenskyj gestellt werden. Deutlicher lässt sich der Wahnsinn, der von der Kiewer Kriegsregierung ausgeht, nicht darstellen. Entlarvend ist die Belobigung, die Merz von Melnyk erfährt: „Sie wissen, wie sehr ich – als langjähriger Botschafter – den vertraulichen Austausch mit Ihnen als CDU-Vorsitzender und CDU/CSU-Fraktionschef im Bundestag immer geschätzt habe. Es wäre keine Übertreibung zu sagen, dass es uns im April 2022 dank Ihres persönlichen Einsatzes und dem massiven Druck seitens der Opposition im Parlament gelungen ist, Kanzler Scholz und die Ampel dazu zu bewegen, nach langem Zögern schwere Waffen an die Ukraine zu liefern. Auch Ihr mutiger Besuch in Kiew Anfang Mai 2022 – als erster deutscher Staatsmann – war ein starkes Zeichen, um die damalige Bundesregierung anzuspornen, der Ukraine viel stärker militärisch unter die Arme zu greifen.[9]

Dem entspricht der folgende Passus im Koalitionsvertrag: Die Ukraine als starker, demokratischer und souveräner Staat, der eigenständig und mit euro-atlantischer Perspektive über seine Zukunft bestimmt, ist von zentraler Bedeutung für unsere eigene Sicherheit. Wir werden deshalb unsere militärische, zivile und politische Unterstützung der Ukraine gemeinsam mit Partnern substanziell stärken und zuverlässig fortsetzen. Wir werden uns im engen Schulterschluss mit unseren Partnern für eine gemeinsame Strategie hin zu einem echten und nachhaltigen Frieden einsetzen, in dem die Ukraine aus einer Position der Stärke und auf Augenhöhe agiert. Dazu gehören auch materielle und politische Sicherheitsgarantien für eine souveräne Ukraine. Deutschland wird sich an dem Wiederaufbau der Ukraine beteiligen.“

Merz und seinen Koalitionspartnern scheint völlig entgangen zu sein, oder sie wollen es einfach nicht wissen, dass die Ukraine ein ruinierter Staat (failed state) ist, dessen Machthaber ihre zum Teil zwangsrekrutierten Soldaten unter der Regie westlicher Bellizisten bis zur letzten Patrone gegen Russland kämpfen lassen wollen. Dass die Atommacht Russland nicht besiegt werden kann, ist den Anstiftern fremd, und sie planen bereits ihre Geschäfte beim Wiederaufbau der zerstörten Gebiete.

Wenn es in dem Koalitionsvertrag heißt, „das Ziel unserer Außen- und Sicherheitspolitik ist die Bewahrung eines Friedens in Freiheit und Sicherheit“, sind das – wie aus den weiteren Absichtserklärungen hervorgeht – nichts als hohle Worte. Das gilt auch für das Bekenntnis zur NATO, das besonders hervorgehoben wird, ebenso wie zu den USA und zu Großbritannien: „Das transatlantische Bündnis und die enge Zusammenarbeit mit den USA bleiben für uns von zentraler Bedeutung. Wir stärken die Handlungsfähigkeit Europas, vertiefen bestehende strategische Partnerschaften, bauen insbesondere mit Ländern des Globalen Südens neue auf und unterstützen multilaterale Formate mit ganzer Kraft… Das Vereinigte Königreich ist einer der engsten Partner der EU und Deutschlands – bilateral und im Rahmen der NATO.“

Fraglich, ob die Länder des Globalen Südens an strategischen Partnerschaften mit Kriegshetzern interessiert sind. Und transatlantisches Bündnis und enge Partnerschaft mit den USA? Offensichtlich haben Merz und seine Partner noch nicht begriffen, dass es sich damit seit der Präsidentschaft von Donald Trump um eine Schimäre handelt, und dass sich Deutschland immer noch im Status einer bedingungslosen Kapitulation befindet und nach der UN-Charta ein Feindstaat gegenüber den Gegnern des Zweiten Weltkriegs ist,[10] also auch gegenüber Russland.

Hinzu kommt in vielen Aussagen eine unglaubliche Impertinenz und Schamlosigkeit. Da heißt es beispielsweise: „Wir suchen in Abstimmung mit unseren Partnern nach Möglichkeiten, das eingefrorene russische Staatsvermögen zur finanziellen und militärischen Unterstützung der Ukraine wirtschaftlich zu nutzen.“ Was bedeutet das anderes, als Diebstahl, und zwar mit schwerwiegenden Folgen für die Sicherheit des globalen Finanzsystems. Damit wird das ohnehin schon rückläufige Vertrauen in die westlichen Pseudodemokratien endgültig verspielt.

Bedrohliche Vorstellungen zur Innenpolitik

Auch zur Innenpolitik enthält der Koalitionsvertrag in dem Kapitel „Bürokratierückbau, Staatsmodernisierung und moderne Justiz“ äußerst brisante Ankündigungen. Es beginnt mit einer Floskel: „Die Modernisierung braucht neue Impulse. Die Koalition will in den kommenden vier Jahren zeigen, dass Deutschland zurück ist. Dafür müssen wir in vielen Bereichen besser werden und staatliche Entscheidungen, Prozesse und Strukturen modernisieren. Wir wollen als Bundesregierung zeigen, dass es geht, und vorangehen.“

Dann aber heißt es: „Deutschland braucht eine echte Staatsreform.“ Und weiter: „Wir setzen auf konsequente Digitalisierung und ‚Digital-Only‘: Verwaltungsleistungen sollen unkompliziert digital über eine zentrale Plattform („One-Stop-Shop“) ermöglicht werden, das heißt ohne Behördengang oder Schriftform. Jeder Bürger und jede Bürgerin erhält verpflichtend ein Bürgerkonto und eine digitale Identität. Wir werden die EUDI-Wallet für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen bereitstellen, mit der Identifikation, Authentifizierung und Zahlungen ermöglicht werden. Wer den digitalen Weg nicht gehen will oder kann, erhält Hilfe vor Ort.“

Das klingt nach Schafstall, in dem jedes Schaf eine Marke ins Ohr gestanzt bekommt, auf der sämtlich persönlichen Daten gespeichert sind. Der Wirtschaftsjournalist und Handelsblatt-Redakteur Norbert Häring schreibt dazu: „‘Digital only‘ bedeutet, dass die althergebrachten Möglichkeiten zum Erhalt staatlicher Leistungen und von Beförderungsleistungen, sowie zur Erfüllung der vom Staat auferlegten Pflichten systematisch beseitigt werden, um die Menschen zu zwingen, ihre Angelegenheiten auf digitalem, automatisiert abzuwickelndem Weg zu erledigen. Das gilt denknotwendig auch für das Bezahlen, wo das Bargeld zu den abzuschaffenden analogen Lösungen gehört. Das bedeutet nicht nur, dass die Bürger lückenlos überwachbar werden. Es bedeutet auch, dass sie sich komplett an das System anpassen müssen, das die Bürokraten zusammen mit den Technokraten erdacht und programmiert haben.“[11]

Häring befürchtet eine dystopische Entwicklung: „Das System bietet keine Menschen als Ansprechpartner mehr auf, die dafür sorgen können, dass es sich flexibel an die Bedürfnisse der Menschen anpasst, auch an Menschen mit speziellen Bedürfnissen, an die die Programmierer nicht gedacht haben, und an solche in speziellen Situationen. Mit anderen Worten: Die neue Regierung arbeitet intensiv an der Verwirklichung des Technokratentraums einer zentral gesteuerten Gesellschaft, aus der der Mensch als autonomer Entscheidungsträger eliminiert und stattdessen zu einem funktionierenden Rädchen in einer zentral gesteuerten sozialen Megamaschine gemacht wird.“

Die Ankündigung eines verpflichtenden Bürgerkontos und einer digitalen Identität ist in der Tat beängstigend. Denn damit könnten staatlichen Institutionen über alle Informationen sämtlicher Bürger verfügen. Wenn diese Informationen dann noch genutzt werden, „um auf mögliche Leistungsansprüche hinzuweisen und die Beantragung zu vereinfachen“, gibt es keine Privatsphäre mehr. In vorgetäuschter Fürsorge bieten die Koalitionspartner an: „Wir werden dabei zunehmend antragslos arbeiten. Etwa nach der Geburt eines Kindes sollen Eltern automatisch einen Kindergeldbescheid erhalten.“

Antragslos kann der Staat also Leistungen gewähren – folglich kann er sie aber auch aberkennen. Er kann den Bürgern helfen, er kann sie sogar vor „Desinformation“ oder „Hass und Hetze“ schützen, er kann sie aber auch von Informationen abschneiden, desinformieren, rügen, sanktionieren und bei Unbotmäßigkeiten bestrafen. Der Staat weiß alles, bedeutet das, und er kann damit nach Belieben umgehen. Das ist dann der Orwellsche Überwachungsstaat in Perfektion.

Dementsprechend wollen die Koalitionspartner einen „Kulturwandel und moderne Führung“ einleiten, offenbar mit einer Führungselite: „Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sind Stabilitätsanker des deutschen Staates. Wir werden eine moderne und wertschätzende Führungskultur etablieren und fördern.“ Nachdem in höchst unsicheren Zeiten inzwischen viele Menschen Sicherheit im öffentlichen Dienst suchen, werden diese privilegierten Bürger dann die Herden anführen, die mit den Politikern, die einen derartigen Koalitionsvertrag abschließen, auf die Straße gehen, um für Demokratie oder Pateiverbote zu demonstrieren. Die Teilung der Gesellschaft schreitet schon länger voran, staatlich gelenkt könnte es explosiv werden. Aber dagegen wird sich gewappnet.

Dazu passt die Ankündigung: „Was die Feinde der Demokratie angeht, gilt der Grundsatz ‚Null Toleranz‘. Es ist die gesamtstaatliche und gesellschaftliche Verantwortung, jedweder Destabilisierung unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung entgegenzuwirken und dabei auch unsere Sicherheitsbehörden nicht allein zu lassen… Die Sicherheitsbehörden sollen für bestimmte Zwecke eine Befugnis zur Vornahme einer automatisierten (KI-basierten) Datenanalyse erhalten. Unter bestimmten, eng definierten Voraussetzungen bei schweren Straftaten, wollen wir den Strafverfolgungsbehörden eine retrograde biometrische Fernidentifizierung zur Identifizierung von Täterinnen und Tätern ermöglichen.“

Die problematische „biometrische Fernidentifizierung“ wird demnach voraussichtlich Standard werden, die Verfolgung Andersdenkender unter dem Vorwand gesellschaftlicher Verantwortung zunehmen. Denn erfahrungsgemäß haben sich die Sicherheitsorgane weitgehend verselbständigt, Demokratiefeindschaft sowie „eng definierte Voraussetzungen“ sind auslegbar, und unter „Destabilisierung unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung“ können bereits systemkritische Äußerungen in Internetforen oder im geheimdienstlich kontrollierten privaten Mailverkehr fallen.

Die Kontrolle soll intensiviert werden: Wir verschärfen die Sanktionsmöglichkeiten gegenüber Plattformen, insbesondere bei systemischen Mängeln bei der Entfernung strafbarer Inhalte.“ Zu diesem Zweck soll die Medienaufsicht gesetzliche Vorgaben erhalten, anhand derer sie gegen „Fake News, Hass und Hetze“ verstärkt vorgehen kann. Was als Desinformation aufgefasst wird, sollen die Social-Media-Plattformen aktiv bekämpfen, andernfalls drohen Strafen oder Sperrung. Regierungskritik wird also noch riskanter werden, zumal Denunziation und Meinungsmache gegen Kritiker zum Programm gemacht werden: „Die Unterstützung von Projekten zur demokratischen Teilhabe durch das Bundesprogramm ‚Demokratie leben!‘ setzen wir fort.“

Deutschland soll eine „KI-Nation“ werden, und die Sicherheitsbehörden sollen „KI-basiert“ Daten analysieren dürfen, wobei offenbar auf Datenschutz verzichtet werden kann. Dafür braucht es dann wohl ein „offeneres und positiveres Datennutzungsverständnis“, das anempfohlen wird. Für diejenigen, die sich verweigern oder ausscheren, gilt dann: „Im Rahmen der Resilienzstärkung unserer Demokratie regeln wir den Entzug des passiven Wahlrechts bei mehrfacher Verurteilung wegen Volksverhetzung.“

Das Koalitionspapier wendet sich auch der Migration und Integration zu: „Deutschland als Einwanderungsland ist geprägt von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Wir wollen ein einwanderungsfreundliches Land bleiben und eine qualifizierte Einwanderung in unseren Arbeitsmarkt attraktiv machen.“ Zu diesem Zweck seien legale Zugangswege zu schaffen. Die Integration soll intensiv gefördert werden, dagegen müsse die irreguläre Migration „reduziert“ und Zurückweisung an den Staatsgrenzen auch bei Asylgesuchen ermöglicht werden.

Wieder viele hohle Worte und nur bescheidene Ansätze zur Lösung der wachsenden Probleme, die durch eine rechtswidrige „Einwanderungspolitik“ entstanden sind. Deutschland ist nicht, wie die USA, Kanada, Australien oder Neuseeland ein Einwanderungsland, es ist ein Zuwanderungsland und dieser Fehler der Merkelschen Migrationspolitik sollte endlich erkannt und behoben werden. Wenn jedes Land, in das Menschen aus anderen Bereichen der Welt einwandern wollen, ein Einwanderungsland wäre, dann würde zum Beispiel auch die Schweiz dazu gehören. Aber das würden die Schweizer sicherlich strikt ablehnen.

Der Weg in eine ungewisse Zukunft

Klarheit über den richtigen Weg der nächsten Jahre soll der Koalitionsvertrag bringen. Stattdessen offenbart er beunruhigende, bedrohliche und zum Teil erschreckende Absichten einer politischen Gruppe, die sich anmaßt, die Bürger wie in einem Figurentheater zu lenken zu kujonieren, zu überwachen und womöglich in einen Krieg zu führen. Darauf, das in die Wege zu leiten, sind die Koalitionspartner stolz.

Friedrich Merz, bis 2020 Aufsichtsratsvorsitzender der BlackRock Asset Management Deutschland,[12] der die Ukraine mit Taurus Marschflugkörper beliefern will, sieht sich offenbar schon als oberster Kriegsherr im Kampf gegen Russland. Und der bisher eher farblose Ko-Vorsitzende der SPD, Lars Klingbeil, renommiert: „Wir sind das wichtigste Land und das stärkste Land in Europa, und von uns geht Stabilität aus, wenn wir es hinkriegen, hier eine stabile Regierung zu haben.“[13]

Aber kaum war der Koalitionsvertrag unterzeichnet, gab es zwischen den Partnern schon Streit um den Mindestlohn und die Senkung der Einkommensteuer für kleine und mittlere Einkommen.[14] Und Stabilität in einem Land, das sich gerade selbst ruiniert? Großmachtstreben in einem Land, das sich nach wie vor als potenzieller Feindstaat im Status einer bedingungslosen Kapitulation befindet?

Klingbeil und Merz wollen die Ukraine in ihrem Krieg weiter mit Waffen und Geld unterstützen, und es ist davon auszugehen, dass Klingbeil sich letztlich der Absicht von Merz in der Taurus-Frage anschließen wird, obwohl die überwiegende Meinung in der SPD dagegen ist. Seinen geistigen Standort verrät er, wenn er sagt: „Ich war dabei – was ein echt bewegender Moment war – als der erste ukrainische Soldat einen Schuss mit einem Leopard-2-Panzer abgegeben hat.“[15]

Der Sohn eines Bundeswehrsoldaten, der in der Garnisonsstadt Munster aufwuchs, hält sich offensichtlich für einen begnadeten Politiker, wenn er von seiner „verdammt hohen Verantwortung“ spricht und sinniert: „Ich glaube, wir sind gerade in einer historischen Phase, auf die man zurückguckt in zwanzig Jahren und sich fragt, hat man damals die richtigen Entscheidungen getroffen und die Weichen richtig gestellt.“ Er scheint, ebenso wenig wie sein Koalitionspartner, zu begreifen, wie sehr sie der Demokratie schaden und was sie „unserem Land“ von dem sie ständig sprechen, antun.

Wie es weitergeht, ist derzeit nicht vorhersehbar. Völlig überraschend kam den Koalitionspartnern der ehemalige Gesundheitsminister Jens Spahn, Mitglied des CDU-Präsidiums, in die Quere. Obwohl ein Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU gegenüber der AfD gilt, hat er am 11. April in einem Interview mit der Bild-Zeitung gefordert, mit der AfD im Parlament so umzugehen, „wie mit jeder anderen Oppositionspartei“. Die Kontroverse dauert an. Und dann steht das Ergebnis eines Votums der etwa 358.300 SPD-Mitglieder zum Koalitionsvertrag derzeit noch aus.

Der Schriftsteller und Publizist Dr. jur. Wolfgang Bittner ist Autor zahlreicher Bücher, u.a. „Die Eroberung Europas durch die USA“ und „Deutschland – Verraten und verkauft“. Kürzlich ist im Verlag zeitgeist sein Buch „Niemand soll hungern, ohne zu frieren. So wie es ist, kann und wird es nicht bleiben“ erschienen.

Quellen und Anmerkungen

1 www.spd.de/fileadmin/Dokumente/Koalitionsvertrag2025_bf.pdf

2 Zit. wie www.tagesschau.de/ausland/europa/merz-ukraine-108.html

3 Zit. wie www.ardmediathek.de/video/caren-miosga/geht-so-ihr-politikwechsel-herr-merz-mit-gebaerdensprache/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2NhcmVuLW1pb3NnYS8yMDI1LTA0LTEzXzIxLTQ1LU1FU1ovZ2ViYWVyZGVuc3ByYWNoZQ

4 Zit. wie https://gilbertdoctorow.com/2025/04/15/friedrich-merz-the-most-dangerous-german-leader-since-adolf-hitler/

5 Vgl. www.fr.de/politik/putin-vertrauter-reagiert-auf-merz-taurus-plan-denk-nochmal-nach-nazi-zr-93683831.html

6 Zit. wie www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-merz-taurus-russland-kreml-medwedew-100.html

7 Stepan Bandera (1909–1959), Kriegsverbrecher, Mörder und Nazikollaborateur, als Nationalheld verehrt

8 Zit. wie www.welt.de/debatte/kommentare/article255971068/Gastbeitrag-Die-Zukunft-der-Ukraine-haengt-jetzt-auch-von-Friedrich-Merz-ab.html?wtrid=socialmedia.socialflow….socialflow_twitter

9 Ebd.

10 Dazu Wolfgang Bittner, „Niemand soll hungern, ohne zu frieren. So wie es ist, kann und wird es nicht bleiben“, Verlag zeitgeist, Höhr-Grenzhausen 2024, S. 69-73

11 Siehe: https://norberthaering.de/news/koalitionsvertrag-digitalzwang/

12 BlackRock Inc., eine US-amerikanische Investmentgesellschaft, verwaltet weltweit ein Vermögen von über 10 Billionen US-Dollar.

13 Vgl. www.youtube.com/watch?v=7qvDCT96B6w (19.4.2025)

14 Vgl. www.fr.de/politik/senkung-der-einkommensteuer-spd-geht-auf-konfrontationskurs-93684719.html

15 Zit. wie https://rtde.agency/meinung/190373-lars-klingbeil-neuer-tiefpunkt-in/. Sowie: https://weltexpress.info/lars-klingbeil-ein-neuer-tiefpunkt-in-der-geschichte-der-spd/

Erstveröffentlichung: https://voicefromrussia.ch/wolfgang-bittner-der-berliner-koalitionsvertrag-eine-verstorende-offenbarung/

Die energischen Schlussplädoyers im politischen Prozess gegen Dr. Füllmich

Wie im vorigen Artikel schon kurz mitgeteilt, hat das Landgericht Göttingen am 24. April 2025 den Bürgerrechtler und Corona-Aufklärer Rechtsanwalt Dr. Reiner Füllmich wegen angeblicher Untreue zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt, wobei von den 18 Monaten Untersuchungshaft 5 Monate nicht angerechnet werden sollen. Das Urteil kam zu diesem Zeitpunkt überraschend, da die Hauptverteidigerin, Rechtsanwältin Katja Wörmer, gerade erst ihr Schlussplädoyer und Dr. Füllmich sein längeres „letztes Wort“ gesprochen hatten und zur Fortsetzung noch weitere Termine angesetzt waren. Wir übernehmen nachfolgend den Bericht des Internet-Magazins „Laufpass“ über die Plädoyers. (hl)

Das Schlussplädoyer – Reiner Fuellmich

Text / Fotos: Kerstin Heusinger

Im Prozess gegen den Bürgerrechtler Dr. Reiner Fuellmich hielt am 50. Verhandlungstag die Hauptanwältin Katja Wörmer das Schlussplädoyer und Dr. Reiner Fuellmich begann mit seinen „letzten Worten“.

Nach der kurzfristigen Absage des Gerichtstermins vom 14. April wurde der Prozess gegen Dr. Reiner Füllmich am Dienstag, den 15. April 2025, mit dem 50. Verhandlungstag fortgesetzt. An diesem Tag war die Verteidigerbank mit Katja Wörmer und Edgar Siemund besetzt. Christof Miseré fehlte