Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

Jetzt kostenlosen Gesprächstermin buchen

Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Auftrag von Leyen an Gesundheitskommissar: illegitime Zentralisierung der Gesundheitspolitik

Auftrag von Leyen an Gesundheitskommissar: illegitime Zentralisierung der Gesundheitspolitik

Auftrag von Leyen an Gesundheitskommissar: illegitime Zentralisierung der Gesundheitspolitik

Die Zusammensetzung der neuen EU-Kommission steht fest und die Kommissionspräsidentin sagt den Kommissaren, was sie die nächsten 5 Jahre zu tun haben. Beim Ressort “Gesunheit” ist für Leyen offenbar zentral die „Vollendung der EU-Gesundheitsunion und die weitere Diversifizierung von Lieferketten“. Primär geht es also um den Ausbau der illegitimen Zentralmacht und die Unterstützung von Big […]

Der Beitrag Auftrag von Leyen an Gesundheitskommissar: illegitime Zentralisierung der Gesundheitspolitik erschien zuerst unter tkp.at.

Solarindustrie am Abgrund: Millionenforderungen stürzen deutschen Branchenriesen in die Insolvenz

Solarindustrie am Abgrund: Millionenforderungen stürzen deutschen Branchenriesen in die Insolvenz

Solarindustrie am Abgrund: Millionenforderungen stürzen deutschen Branchenriesen in die Insolvenz

Einer der größten Solarentwickler des Landes, die Fellensiek Projektmanagement GmbH & Co. KG aus Jever, musste Insolvenz anmelden. Dieser Zusammenbruch offenbart die fragile Natur der vielgepriesenen „grünen Revolution“ und wirft ein Schlaglicht auf die verborgenen Risiken hinter der Fassade des vermeintlich unaufhaltsamen Aufstiegs erneuerbarer Energien.

Die Insolvenz, die am 3. September vom Amtsgericht Wilhelmshaven bestätigt wurde, ist das Ergebnis einer verhängnisvollen Verkettung von Ereignissen, die ihren Ursprung in Bauverzögerungen bei einem ambitionierten Großprojekt haben. Das Vorhaben, bekannt als „7 C Solarparken“, sollte eine gigantische Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 20 MW auf dem Dach eines Unternehmens realisieren – ein Prestigeprojekt, das nun zum Sargnagel für Fellensiek wurde.

Die Verzögerungen bei diesem Mammutprojekt führten zu Millionenforderungen eines Investors, der auf die erwarteten Stromerträge spekuliert hatte. Seit Juli fordert dieser eine Entschädigung, die das Unternehmen in den finanziellen Abgrund stürzte. Diese Entwicklung entlarvt die oft unterschätzte Volatilität und die enormen finanziellen Risiken, die mit Großprojekten im Bereich erneuerbarer Energien einhergehen.

Geschäftsführer Torsten Fellensiek bezeichnete die Lage euphemistisch als „schwierig“ – eine Untertreibung angesichts der Tatsache, dass das Unternehmen nun am Rande des Abgrunds steht. Die Hoffnung auf eine Rettung in letzter Minute durch potenzielle Investoren erscheint angesichts der Komplexität der Situation als verzweifelter Versuch, das Unvermeidliche hinauszuzögern.

Die Auswirkungen dieser Insolvenz reichen weit über die Grenzen des Unternehmens hinaus. Nicht nur das 7 C Solarparken-Projekt steht auf der Kippe, sondern auch ein geplanter 50-MW-Solarpark in Spanien – ein weiteres Beispiel für die überzogenen Ambitionen, die nun wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen.

Diese Entwicklung wirft ein grelles Licht auf die Schattenseiten der vielgepriesenen Energiewende. Während Politiker und Lobbyisten unermüdlich die Vorzüge erneuerbarer Energien preisen, offenbart die Realität ein anderes Bild: ein Sektor, der auf wackeligen finanziellen Beinen steht und anfällig für Marktschwankungen und unvorhergesehene Verzögerungen ist.

Die Insolvenz von Fellensiek Projektmanagement ist möglicherweise nur die Spitze des Eisbergs. Sie könnte der Vorbote einer größeren Krise in der Solarindustrie sein, die bisher durch großzügige staatliche Subventionen und eine günstige öffentliche Meinung gestützt wurde. Die Frage, die sich nun stellt, ist, wie viele weitere Unternehmen in ähnlich prekären Situationen stecken und nur darauf warten, dass ihr finanzielles Kartenhaus zusammenbricht.

Für die deutsche Energiepolitik ist dies ein Weckruf. Die blinde Fixierung auf erneuerbare Energien ohne Berücksichtigung der wirtschaftlichen Realitäten und Risiken könnte sich als fataler Fehler erweisen. Es ist an der Zeit, die rosarote Brille abzusetzen und einen nüchternen Blick auf die tatsächlichen Herausforderungen und Grenzen der Energiewende zu werfen.

Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob Fellensiek Projektmanagement gerettet werden kann oder ob dies der Anfang vom Ende einer Ära überzogener Erwartungen und finanzieller Luftschlösser in der deutschen Solarindustrie ist. Eines ist jedoch sicher: Die Träume von einer reibungslosen und risikofreien Energiewende sind geplatzt, und die harte Realität des Marktes hat die Solarbranche eingeholt.

USA: diesjährige Hitzerekorde nicht vergleichbar mit denjenigen vor 90 Jahren in der „Dust Bowl“-Ära

USA: diesjährige Hitzerekorde nicht vergleichbar mit denjenigen vor 90 Jahren in der „Dust Bowl“-Ära

Larry Hamlin

Im Jahr 2024 werden die maximalen Sommertemperaturen in den USA trotz des rekordverdächtigen Wahljahr-Hypes der Klima-Alarmisten nicht die Werte erreichen, die vor 90 Jahren in der Dust-Bowl-Ära erreicht worden waren.

Die NOAA hat ihre Höchsttemperaturen für den Sommer 2024 (Juni bis August) für die USA zwischen Kanada und Mexiko veröffentlicht (siehe unten), aus denen eindeutig hervorgeht, dass die höchsten in den USA gemessenen Sommertemperaturen nach wie vor in der Dust-Bowl-Ära der 1930er Jahre herrschten:

USA: diesjährige Hitzerekorde nicht vergleichbar mit denjenigen vor 90 Jahren in der „Dust Bowl“-Ära

Dieses Ergebnis ist trotz mehr als vier Jahrzehnten gescheiterter Klima-Alarmismus-Propaganda-Behauptungen zustande gekommen, mit denen falsche, politisch motivierte Pläne propagiert wurden, die Billionen von Dollar vergeudeten, weil sie fälschlicherweise behaupteten, wir stündenvor einem (wie wir jetzt sehen können) eindeutig nicht existierenden „Klima-Notstand“.

Die Daten der NOAA zu den maximalen Sommertemperaturen in den USA (siehe unten) zeigen deutlich, dass das Jahrzehnt der 1930er Jahre die höchsten gemessenen Sommertemperaturen aufweist, wobei diese Ergebnisse durch das natürliche Klimaverhalten bedingt sind:

Darüber hinaus hat die NOAA ihre Daten zu den maximalen Temperaturanomalien bis August 2024 veröffentlicht (siehe unten), aus denen eindeutig hervorgeht, dass diese Messungen für den Zeitraum von 2005 bis August 2024 keinen konsistenten Aufwärtstrend erkennen lassen. Diese Daten stützen nicht die falschen politischen Behauptungen der Alarmisten über einen „Klima-Notstand“.

Darüber hinaus zeigen die regionalen US-Höchsttemperaturdaten der NOAA für alle 9 Regionen, dass diese Regionen im Sommer 2024 keinen Temperaturrekord aufstellten:

Klimaalarmisten haben behauptet, dass die diesjährige Hurrikansaison eine der stärksten sein wird, die es je gegeben hat. Diese Behauptung wird durch die neuesten Hurrikanergebnisse (siehe unten) des Datenzentrums für tropische Stürme der Colorado State University nicht bestätigt:

Die Daten zeigen, dass der gesamte globale ACE-Wert für die gesamte nördliche Hemisphäre nur etwa 2/3 des gemessenen 30-jährigen Durchschnitts beträgt. Auch hier ist der politische Hype der Klimaalarmisten im Wahljahr unbegründet.

Wie üblich ist der Medienhype der Klimaalarmisten falsch und wird nicht durch Messdaten gestützt.

In der Tat werden solche hochrelevanten Daten verheimlicht, ignoriert und völlig falsch dargestellt, um rein politischen Zwecken der Klimaalarmisten zu dienen – mit erhöhter Täuschung in diesem Wahljahr.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/09/11/year-2024-contiguous-u-s-maximum-summer-temperatures-fail-to-reach-levels-achieved-90-years-ago-in-the-dust-bowl-era-despite-climate-alarmists-record-high-election-year-hype/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag USA: diesjährige Hitzerekorde nicht vergleichbar mit denjenigen vor 90 Jahren in der „Dust Bowl“-Ära erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Endspurt in Brandenburg: INSA sieht die AfD drei Prozentpunkte vor der SPD – BSW fällt zurück

Endspurt in Brandenburg: INSA sieht die AfD drei Prozentpunkte vor der SPD – BSW fällt zurück

Endspurt in Brandenburg: INSA sieht die AfD drei Prozentpunkte vor der SPD – BSW fällt zurück

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Brandenburg (22. September) sieht eine neue Umfrage (INSA) die AfD mit drei Prozentpunkten Vorsprung noch immer relativ deutlich vor der SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke, auch wenn die Sozialdemokraten zuletzt aufgeholt haben. Demnach würden AfD 28 Prozent, SPD 25 Prozent, CDU 16 Prozent und Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) 14 Prozent erreichen. BVB/Freie Wähler, „Grüne“ kämen auf jeweils vier Prozent. Die Schlusslaterne halten Linke (3%) sowie FDP (2%).

Die Online-Befragung wurde im Auftrag mehrerer Regionalzeitungen zwischen dem 09.September und dem 16. September durchgeführt. Im Vergleich zur vorherigen Wahlumfrage vom 06.August gewinnen die SPD fünf sowie die AfD vier Prozentpunkte hinzu, während „Grüne“ einen, Die Linke zwei sowie CDU und BSW jeweils drei Prozentpunkt(e) verlieren.

Auf Basis dieser Ergebnisse nach Zweitstimmen wäre im Potsdamer Landtag (88 Sitze) gegen die AfD nur ein Kartell von SPD, CDU und BSW mehrheitsfähig. Eine Koalition aus SPD und CDU würde die Mehrheit knapp verfehlen.

The post Endspurt in Brandenburg: INSA sieht die AfD drei Prozentpunkte vor der SPD – BSW fällt zurück appeared first on Deutschland-Kurier.

Berndt: „Strafrechtliche Corona-Aufarbeitung muss sein“

Berndt: „Strafrechtliche Corona-Aufarbeitung muss sein“

Berndt: „Strafrechtliche Corona-Aufarbeitung muss sein“

Kurz vor der Landtagswahl in Brandenburg stellt sich der AfD-Fraktionschef Dr. Hans-Christoph Berndt den Fragen des Arztes und Publizisten Dr. Paul Brandenburg nach seinen Zielen und seiner Motivation. Berndt verlangt zum Beispiel die strafrechtliche Aufarbeitung staatlicher Corona-Verbrechen, in Sachen Migration und Wirtschaft werde seine Partei im Falle eines Wahlsieges schon jetzt „einiges in Bewegung setzen“, […]

Israel vor Offensive gegen Hisbollah im Libanon

Israel vor Offensive gegen Hisbollah im Libanon

Israel vor Offensive gegen Hisbollah im Libanon

Der Nahostkonflikt geht in eine weitere Runde. So hat Israels Premierminister Benjamin Netanyahu grünes Licht für eine umfassende Militäroffensive gegen die Hisbollah im Libanon gegeben. Dieser gefährliche Schritt droht, die gesamte Region in einen verheerenden Flächenbrand zu stürzen.

Während die Weltöffentlichkeit abgelenkt ist, bereitet das israelische Militär offenbar bereits konkrete Angriffspläne vor. Verteidigungsminister Gallant erklärte, man befinde sich in einer „neuen Phase des Krieges“ und verlagere Ressourcen an die Nordgrenze. Es soll sich dabei um bis zu 20.000 zusätzliche Soldaten, inklusive Spezialeinheiten, handeln. Die radikalislamische Schiitenmiliz Hisbollah, unterstützt vom Iran, stellt für Israel eine existenzielle Bedrohung dar. Netanyahu scheint entschlossen, diese Gefahr ein für alle Mal zu beseitigen – koste es, was es wolle.

Für diese Bodenoffensive scheinen die Explosionen von Pagern und Funkgeräten im Libanon eine Vorbereitung gewesen zu sein. Offenbar hat der israelische Geheimdienst Mossad diese Geräte in einer geheimdienstlichen Meisterleistung mit Plastiksprengstoff präpariert, um gezielt Hisbollah-Mitglieder außer Gefecht zu setzen, bzw. zu eliminieren. Diese verdeckten Operationen zeigen, dass Israel bereits jetzt versucht, die Infrastruktur und Kommunikationskanäle der Hisbollah zu zerstören. Dies erleichtert auch einen Einmarsch in das Nachbarland.

Eine israelische Bodenoffensive im Libanon hätte allerdings katastrophale Folgen. Sie würde nicht nur unzählige zivile Opfer fordern, sondern auch den gesamten Nahen Osten weiter destabilisieren. Der Iran und seine Stellvertreter in der Region würden nicht tatenlos zusehen, wie einer der wichtigsten Verbündeten der Mullahs angegriffen wird. Die Gefahr einer direkten Konfrontation zwischen Israel und dem Iran wäre real.

Die USA und ihre westlichen Verbündeten tragen eine große Mitverantwortung für diese gefährliche Entwicklung. Durch ihre bedingungslose Unterstützung Israels haben sie Netanyahu in seinem aggressiven Kurs bestärkt. Nun droht die Situation völlig außer Kontrolle zu geraten. Denn so sehr Israel das Recht auf Selbstverteidigung hat, stellt sich auch die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Eine weitere Bodenoffensive mit zusätzlichen zivilen Todesopfern und von den islamistischen Extremisten – wie schon im Gazastreifen – propagandistisch zur Schau gestellten Kinderleichen kann auch nicht im israelischen Interesse sein.

Friedrich Merz – Mr. Zickzack vor der Schicksalsfrage

Friedrich Merz – Mr. Zickzack vor der Schicksalsfrage

anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert

Friedrich Merz – Mr. Zickzack vor der Schicksalsfrage

Friedrich Merz – Mr. Zickzack vor der Schicksalsfrage

Nur eine große Überraschung kann Merz die Kanzlerschaft noch nehmen. Er ist ein Produkt von Zufällen und Zwängen, Profiteur und Opfer der Brandmauer gleichzeitig. Seine Unberechenbarkeit ist geradezu seine Machtbasis geworden – doch wo landet die Roulette-Kugel, wenn das Rad zu Ende gedreht hat?

von Marie Rahenbrock

Friedrich Merz hat eine bemerkenswerte Karriere in der Politik hingelegt – es ist eine ewige Zickzack-Linie, politisch und persönlich. Vom gewissermaßen ewigen Zweiten wurde er jetzt zum Kanzlerkandidaten seiner Partei, durch eine merkwürdige Kette aus Zufällen und Zwängen. Seine Karriere verlief so: Von 1994 bis 2009 war er Mitglied im Bundestag. Von 2000 bis 2002 war er Vorsitzender der CDU-Bundestagsfraktion. Jedoch konnte er sich gegen seine damalige Konkurrentin Angela Merkel nicht durchsetzen. 2002 hatte Merkel den CDU-Parteivorsitz inne und beanspruchte den Posten der Vorsitzenden der Bundestagsfraktion für sich. Dafür hatte sie mit dem CSU-Politiker Stoiber eine Abmachung getroffen: Er wird Kanzlerkandidat, sie wird Fraktionsvorsitzende, unabhängig davon, wie die Wahl ausgeht.

Das fasste Merz als Verrat von Merkel auf, da eigentlich gemeinsam mit Stoiber nach der Bundestagswahl hätte entschieden werden sollen, wie es weitergeht. Merz wurde zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt, was einer Degradierung gleichkam. Zwei Jahre später legte Merz das Amt des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden nieder. 2009 schied er aus dem Bundestag aus.

Danach folgten mehrere Jahre der Arbeit in der Wirtschaft. Von 2016 bis 2020 war er Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock in Deutschland. 2020 legte er seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender nieder, um sich politisch mehr zu betätigen.

Bereits 2018 hatte Merz Ansprüche auf den CDU-Parteivorsitz erhoben. Im zweiten Wahlgang erhielt er 48 Prozent der Stimmen und verlor gegen Annegret Kramp-Karrenbauer. Damit wurde Kramp-Karrenbauer nach achtzehn Jahren Merkel die nächste CDU-Vorsitzende. Schon 2018 wurde immer wieder der Vorwurf gegen ihn lanciert, er sei aus der Zeit gefallen. So schrieb der Spiegel damals: “Es wirkt bisweilen, als wäre Friedrich Merz von einer Zeitmaschine im Spätherbst 2002 in der deutschen Politik eingesammelt und im Spätherbst 2018 wieder dort ausgesetzt worden.”

Ausgerechnet Kramp-Karrenbauer sollte das Neue verkörpern, ohne freilich, dass es ein Bruch mit der Merkel-Ära war. Nachdem Annegret Kramp-Karrenbauer den Parteivorsitz 2020 abgab, wurde beim nächsten Bundesparteitag Armin Laschet gewählt. Auch 2021 präsentierte sich Merz als Verkörperung von Aufbruch und stilisierte Laschet als ein “Weiter so” in der CDU-Programmatik. Doch er unterlag. Nachdem die Union bei der Bundestagswahl 2021 nur 24 Prozent der Stimmen erhielt und damit das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte einfuhr, gab Laschet den Parteivorsitz ab. Merz kündigte zum dritten Mal an, für den Parteivorsitz zu kandidieren. Er wurde gewählt, weil er der letzte war, der übrig blieb – eher als eine Art Übergangskandidat in der Krise. Man sagte, er sei zu alt, um Kanzlerkandidat zu werden; er wäre dann 70 Jahre alt. Dieses Mal jedoch wurde er mit 94 Prozent der Stimmen gewählt. Das galt als Signal des Aufbruchs. Die CDU soll unter ihm wieder konservativer werden. Die CDU sollte unter ihm ihre Oppositionsrolle annehmen, so forderte er.

Im Mai dieses Jahres wurde Merz mit 89 Prozent zum Parteivorsitzenden wiedergewählt. Nun ist er Kanzlerkandidat der Union – weil Wüst und Söder sich gegenseitig neutralisierten und alle mit dem Zickzack-Kurs von Merz ihren Frieden gemacht haben. Es ist kein Weiter-So, aber auch keine klare Abkehr von der Merkel-CDU, vielmehr eine Wundertüte, unter der sich alle sammeln können: und jeder Flügel hofft, dass es nach einem Wahlsieg in seinem Sinne weitergeht.

Merz‘ Prinzip passt hier insofern perfekt: Er fordert etwas, es gibt Kritik, er rudert zurück. Immer wenn man denkt, er macht gerade vieles richtig, enttäuscht er den konservativen Wähler – immer wenn der konservative Wähler die CDU verloren gibt, trumpft Merz mit einer starken Position auf.

Alles läuft auf die Grünen hinaus – und alles spricht dagegen

Beispielhaft dafür steht sein Umgang mit der Migrationspolitik und der AfD. Nach dem Anschlag von Solingen sagte er am 27. August, dass er in Bezug auf das Asylrecht auch für eine Änderung des Grundgesetzes offen sei und forderte einen Aufnahmestopp von syrischen und afghanischen Flüchtlingen. Nach Kritik nahm er die Aussage über eine mögliche Änderung des Grundgesetzes zurück und sprach davon, dass es ihm nur um einen „faktischen Aufnahmestopp“ ginge.

In Bezug auf die AfD änderte er seine Meinung zur Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene. So sagte er im ZDF Sommerinterview 2023, dass er eine Zusammenarbeit mit der AfD auf Länder- und Bundesebene ausschließe. Würde jedoch ein Bürgermeister oder Landrat der AfD gewählt werden, müsse man vor Ort schauen, wie man weiterarbeiten kann, damit es nicht zu einem Stillstand komme. Dafür erhielt er heftige Kritik, auch aus der Union. So lehnte CSU-Chef Markus Söder eine Zusammenarbeit mit der AfD auch auf kommunaler Ebene ab, ebenso wie NRWs Innenminister Herbert Reul (CDU).

Einen Tag später distanzierte sich Merz bei Twitter von sich selbst: Es werde auch auf kommunaler Ebene keine Zusammenarbeit mit der AfD geben. Jüngst sagte Merz, dass das Wort “Brandmauer” der CDU/CSU in der Diskussion um die AfD gegen ihren Willen aufoktroyiert worden sei, dabei hatte er im Dezember 2021 nach seiner Wahl zum Bundesvorsitzenden der CDU gesagt: „Mit mir wird es eine Brandmauer zur AfD geben. Die Landesverbände, vor allem im Osten, bekommen von uns eine glasklare Ansage: Wenn irgendjemand von uns die Hand hebt, um mit der AfD zusammenzuarbeiten, dann steht am nächsten Tag ein Parteiausschlussverfahren an.“

Überhaupt wird die “Brandmauer” wahrscheinlich die Schicksalsfrage der politischen Karriere von Friedrich Merz. Bleiben die Umfrage-Werte in etwa wie sie sind, und passiert nichts Unvorhergesehenes, so wird die CDU/CSU stärkste Kraft mit über dreißig Prozent, die AfD zweitstärkste Kraft. Die FDP würde aus dem Bundestag fliegen, das BSW einziehen. An einem Bundeskanzler Merz führt dann kein Weg vorbei – er hätte dann die Wahl zwischen einer Koalition mit den Grünen oder mit der SPD, die Brandmauer zwingt ihn dazu. Auch das BSW bezeichnete Merz im Juni als links- und rechtsextrem zugleich und lehnte daher eine Zusammenarbeit ab. Gleichzeitig wird man im Osten höchstwahrscheinlich koalieren. Die SPD ist eine Zeitbombe, intern zerfressen und radikalisiert, nur die Kanzlerschaft hält den Deckel drauf. Alles läuft auf die Grünen hinaus, was angesichts von Wahlkampf und Basis allerdings eine gravierende Täuschung wäre. Merz, der schwarz-grüne Kanzler, kann das wirklich passieren?

Der Beitrag Friedrich Merz – Mr. Zickzack vor der Schicksalsfrage ist zuerst erschienen auf anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert und wurde geschrieben von Redaktion.

Hat Big Tobacco die verarbeitete Lebensmittelindustrie geschaffen?

Analyse von Dr. Joseph Mercola

Die Geschichte auf einen Blick

  • Große Tabakunternehmen wie Philip Morris und R.J. Reynolds erwarben in den 1980er Jahren strategisch wichtige Lebensmittelunternehmen, dominierten über 20 Jahre lang das US-amerikanische Lebensmittelsystem und prägten die Rezepturen für verarbeitete Lebensmittel
  • Lebensmittel aus dem Besitz von Tabakunternehmen waren eher „hyper-schmackhaft“, hergestellt mit spezifischen Kombinationen von Fett, Zucker, Salz und Kohlenhydraten, die die Belohnungszentren im Gehirn übermäßig aktivieren, was zu einem suchtähnlichen Essverhalten führt
  • Obwohl die verarbeitete Lebensmittelindustrie älter ist als die Beteiligung von Big Tobacco, haben Tabakunternehmen ihr Fachwissen in den Bereichen Geschmacksverstärkung und Marketingstrategien auf Lebensmittelprodukte angewendet und so die gesamte Branche beeinflusst
  • Tabakunternehmen prägten auch den Markt für zuckerhaltige Getränke, indem sie beliebte Kindergetränke wie Hawaiian Punch, Kool-Aid und Capri Sun entwickelten und vermarkteten und dabei Taktiken wie die Zigarettenwerbung anwandten
  • Der Einfluss der Tabakindustrie auf die Lebensmittelformulierung und -vermarktung hält bis heute an, wobei Forscher argumentieren, dass die aktuelle Lebensmittelumgebung der unregulierten Tabaklandschaft der 1950er-Jahre ähnelt

Stellen Sie sich vor, Sie gehen durch den Gang im Supermarkt und greifen nach Ihrem Lieblingssnack oder Fertiggericht. Stellen Sie sich nun dieselbe Szene vor, aber mit einer unerwarteten Wendung: Die Drahtzieher hinter diesen verlockenden, perfekt entwickelten Aromen sind keine Lebensmittelwissenschaftler, sondern Führungskräfte aus der Tabakindustrie. Das klingt wie die Handlung einer weit hergeholten Verschwörungstheorie, nicht wahr?

Eine Studie der University of Kansas legt jedoch nahe, dass diese Szene nicht nur plausibel ist – sie ist wirklich passiert. Seit Jahrzehnten wissen wir um die heimtückischen Taktiken der Tabakindustrie, um Raucher süchtig zu machen. Aber was wäre, wenn dieselben Strategien auf die Lebensmittel auf Ihrem Teller angewendet würden? Die Forschung deckt eine verblüffende Verbindung zwischen Tabakgiganten und der verarbeitenden Lebensmittelindustrie auf, die die amerikanischen Essgewohnheiten über zwei Jahrzehnte lang dominierte.

Von den späten 1980er- bis in die frühen 2000er-Jahre verkauften Tabakunternehmen wie Philip Morris und R.J. Reynolds nicht nur Zigaretten – sie formten im Stillen die Landschaft des US-amerikanischen Lebensmittelsystems. Bereiten Sie sich beim Lesen darauf vor, dass sich Ihre Sichtweise auf verarbeitete Lebensmittel für immer verändern wird. Die Geschichte, die sich entfaltet, handelt von Unternehmensstrategien, wissenschaftlicher Manipulation und dem kalkulierten Versuch, bestimmte Lebensmittel unwiderstehlich zu machen – sogar süchtig.

Es ist eine Geschichte, die unser Verständnis der Kräfte hinter unseren täglichen Lebensmittelentscheidungen in Frage stellt und dringende Fragen nach der Notwendigkeit einer Regulierung in unserer modernen Lebensmittelumgebung aufwirft. Sind Sie bereit, die tabakgespickte Wahrheit hinter vielen Ihrer Vorratsschrank-Grundnahrungsmittel aufzudecken?

Die schockierende Verbindung zwischen Tabak und Lebensmitteln, die sich in Ihrer Speisekammer verbirgt

Man könnte meinen, dass Big Tobacco und Big Food zwei getrennte Branchen sind, aber die Studie der University of Kansas, die in der Zeitschrift Addiction veröffentlicht wurde, zeigt, wie tief sie über Jahrzehnte miteinander verflochten waren. Die Forscher fanden heraus, dass die Tabakgiganten Philip Morris und R.J. Reynolds in den 1980er Jahren strategisch wichtige Lebensmittelunternehmen aufkauften und über 20 Jahre lang das US-amerikanische Lebensmittelsystem dominierten.

In dieser Zeit entwickelten und bewarben sie bewusst „hyper-schmackhafte“ verarbeitete Lebensmittel, die den Konsum und die Gewinne maximieren sollten – ähnlich wie bei Zigaretten. Die Studie untersuchte Lebensmittelprodukte von 1988 bis 2001, als Tabakunternehmen die Lebensmittelindustrie anführten.

Lebensmittel, die sich im Besitz von Tabakunternehmen befanden, wurden mit einer um 29 % höheren Wahrscheinlichkeit als „fett- und natriumhaltig, sehr schmackhaft“ und mit einer um 80 % höheren Wahrscheinlichkeit als „kohlenhydrat- und natriumhaltig, sehr schmackhaft“ eingestuft als Lebensmittel, die sich nicht im Besitz von Tabakunternehmen befanden.

Erkennen Sie, dass der Hauptgrund dafür, dass dies so zerstörerisch für Ihre Biologie war, darin bestand, dass sie die falschen Fette verwendeten. Hätten sie gesättigte Fette verwendet, die damals verunglimpft wurden, anstelle der gepriesenen, aber schädlichen Mitochondriengifte, der mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wären wir aus gesundheitlicher Sicht in guter Verfassung.

Aber diese extrem schmackhaften Lebensmittel wurden mit spezifischen Kombinationen schädlicher Omega-6-Fette und Zusatzstoffen, die in der Natur nicht vorkommen, hergestellt. Sie aktivieren übermäßig die Belohnungszentren im Gehirn, was zu übermäßigem Verzehr und einem esssuchtähnlichen Essverhalten führt.

Wie Big Tobacco Ihre Lebensmittelregale prägte

Wenn Sie heute durch die Gänge eines Supermarktes gehen, sehen Sie die langfristigen Folgen des Vorstoßes der Tabakindustrie in die Lebensmittelbranche. Die Studie ergab, dass im Jahr 2018 über 75 % der Markenlebensmittel als hyper-schmackhaft eingestuft wurden, unabhängig davon, ob sie zuvor im Besitz von Tabakunternehmen waren oder nicht. Lebensmittel, die früher im Besitz von Tabakunternehmen waren, wurden jedoch immer noch etwas häufiger als Omega-6-LA-reiches Fett und als hyper-schmackhaft aufgrund künstlicher Inhaltsstoffe eingestuft.

Dies deutet darauf hin, dass die Strategien der Tabakunternehmen zur Formulierung von hyper-schmackhaften Lebensmitteln die gesamte Lebensmittelindustrie beeinflusst haben. Andere Lebensmittelunternehmen haben wahrscheinlich den Markterfolg der Marken aus Tabakbesitz beobachtet und mit der Produktion ähnlicher hyper-schmackhafter Produkte begonnen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Dies ist eine deutliche Erinnerung daran, wie Unternehmensstrategien in einer Branche über unerwartete Kanäle weitreichende Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit haben. Die Tabakunternehmen konzentrierten sich insbesondere auf die Erhöhung des Gehalts an Fett und künstlichen Inhaltsstoffen sowie an Kohlenhydraten und Natrium. Interessanterweise schienen sie es zu vermeiden, Lebensmittel mit hohem Fett- und Zuckergehalt zu bewerben.

Die Forscher spekulieren, dass dies geschah, um einer genauen Prüfung zu entgehen, da in den 1990er Jahren die Besorgnis über die Rolle von Zucker bei der Fettleibigkeit zunahm. Indem sie sich stattdessen auf Natrium konzentrierten, konnten die Lebensmittelunternehmen im Besitz von Tabakkonzernen die Schmackhaftigkeit verbessern und gleichzeitig unter dem Radar der meisten Ernährungsratschläge zu dieser Zeit bleiben.

Die Zeitachse: Verarbeitete Lebensmittel vor Big Tobacco

Es wird oft behauptet, dass die verarbeitende Lebensmittelindustrie in den 1990er Jahren von der Zigarettenindustrie ins Leben gerufen wurde, aber die verarbeitende Lebensmittelindustrie hat eine komplexe Geschichte, die bis zur industriellen Revolution zurückreicht. Die Ursprünge der industriellen Lebensmittelverarbeitung lassen sich bis ins späte 18. und frühe 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Erfindung der Konservendose durch Nicolas Appert im Jahr 1810 markierte einen bedeutenden Meilenstein, da sie es ermöglichte, Lebensmittel über lange Zeiträume hinweg zu konservieren.

Das Konservierungsverfahren ist nicht das Problem. Wenn es mit Gläsern durchgeführt wird, funktioniert es gut, um Lebensmittel zu konservieren. Aber wenn echte Dosen verwendet werden, müssen sie eine Auskleidung haben, damit die Lebensmittel nicht mit dem Metall in Berührung kommen. Diese Auskleidung besteht aus Kunststoff, der mit endokrin wirksamen Chemikalien beladen ist, die Ihre Östrogenrezeptoren aktivieren, was dazu beiträgt, Ihre Mitochondrien zu zerstören und Sie vorzeitig zu töten.

In den folgenden Jahrzehnten kam es zu rasanten Fortschritten in der Lebensmitteltechnologie, darunter die Entwicklung von Kühlverfahren, Pasteurisierung und industrieller Vermahlung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Unternehmen wie Kellogg’s, Nabisco und Heinz bereits gut etabliert und produzierten eine Vielzahl von verarbeiteten Lebensmitteln. In der Nachkriegszeit erlebte die Fertignahrung einen Boom, und Fertiggerichte, Instantkaffee und Kuchenbackmischungen wurden zu Grundnahrungsmitteln in den Haushalten.

Diese Geschichte zeigt, dass die verarbeitende Lebensmittelindustrie bereits ausgereift und erfolgreich war, lange bevor die Tabakunternehmen in den 1980er und 1990er Jahren begannen, ihr Portfolio zu diversifizieren. Aber auch wenn die Tabakunternehmen die verarbeitende Lebensmittelindustrie nicht geschaffen haben, so haben sie doch im späten 20. Jahrhundert erhebliche Investitionen in sie getätigt.

Big Tobacco’s Vorstoß in die Welt der verarbeiteten Lebensmittel

1985 erwarb R.J. Reynolds Nabisco für 4,9 Milliarden US-Dollar und gründete damit R.J.R. Nabisco. Dieser Schritt war Teil eines größeren Trends, bei dem Tabakunternehmen angesichts sinkender Zigarettenverkäufe und zunehmender Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit ihre Beteiligungen diversifizierten – ein langfristiger strategischer Ansatz zur Minderung potenzieller Risiken für ihr Kerngeschäft.

Tabakunternehmen begannen bereits in den 1950er Jahren mit der Diversifizierung, nachdem erste wissenschaftliche Berichte einen Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs herstellten. Philip Morris, ein weiterer großer Akteur in der Tabakindustrie, kaufte 1985 General Foods für 5,6 Milliarden US-Dollar und 1988 Kraft für 12,9 Milliarden US-Dollar. Durch diese Übernahmen erlangten Tabakunternehmen die Kontrolle über einige der größten Lebensmittelhersteller in den USA.

Das Interesse der Tabakindustrie an Lebensmittelunternehmen war strategischer Natur: Sie sah eine Möglichkeit, ihr Marketing-Know-how und ihre Vertriebsnetze in einem neuen Sektor wirksam einzusetzen. Darüber hinaus könnte der stabile Cashflow aus dem Lebensmittelbereich dazu beitragen, potenzielle Verluste auf dem Tabakmarkt auszugleichen. Es ist erwähnenswert, dass diese Übernahmen zwar von großer Bedeutung waren, aber eher eine Verschiebung der Eigentumsverhältnisse als die Schaffung einer neuen Branche darstellten.

Der bemerkenswerte Einfluss von Big Tobacco auf die Lebensmittelvermarktung und Produktentwicklung

Die Beteiligung der Tabakindustrie am Lebensmittelsektor hatte bemerkenswerte Auswirkungen, insbesondere in den Bereichen Marketing und Produktentwicklung. Tabakunternehmen brachten ausgefeilte Marketingtechniken mit, die sie in jahrzehntelanger Erfahrung im Zigarettenverkauf verfeinert hatten. Dazu gehörten gezielte Werbung, Markentreueprogramme und der Einsatz von Psychologie bei der Produktverpackung und -platzierung.

So wandte beispielsweise Philip Morris sein Know-how in der Geschmacksverstärkung, das für Zigaretten entwickelt wurde, auf Lebensmittelprodukte an. Der Tabakgigant führte Untersuchungen zur Geschmacksattraktivität durch und stellte fest, dass die Teilnehmer mehr Begeisterung und Neugier für Tabakprodukte mit charakteristischen Geschmacksrichtungen zeigten. Dieser Fokus auf Geschmacksattraktivität hätte leicht auf ihre Strategie für Lebensmittelprodukte übertragen werden können, was zur Entwicklung von Snacks und Fertiggerichten mit intensiverem Geschmack geführt hätte.

Schließlich investierten Tabakunternehmen viel in das Verständnis, wie Aromen „funktionieren“ und wie sie das Benutzererlebnis verbessern können. Die Tabakindustrie nutzte auch das Konzept der „Markendehnung“, bei dem ein beliebter Markenname verwendet wird, um eine breite Palette von Produkten zu verkaufen.

Darüber hinaus beeinflusste ihre Erfahrung im Umgang mit gesundheitsbezogenen Vorschriften und öffentlicher Kontrolle die Herangehensweise von Lebensmittelunternehmen an ähnliche Herausforderungen. Diese Strategien führten zwar nicht unmittelbar zur Entstehung der verarbeiteten Lebensmittelindustrie, trugen jedoch zu ihrer Entwicklung und der Art und Weise bei, wie verarbeitete Lebensmittel heute vermarktet und entwickelt werden.

Die Naschkatze Big Tobacco: Wie Zigarettenhersteller den Markt für zuckerhaltige Getränke prägten

Erinnern Sie sich noch an die bunten, süßen Getränke aus Ihrer Kindheit – die mit den Comicfiguren auf der Verpackung und den lustigen, fruchtigen Geschmacksrichtungen? Es stellt sich heraus, dass diese Getränke eine dunklere Geschichte haben, als man erwarten könnte. Eine im BMJ veröffentlichte Studie zeigt, dass die Tabakriesen R.J. Reynolds und Philip Morris eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung und Vermarktung vieler beliebter zuckerhaltiger Kindergetränke spielten.

Marken wie Hawaiian Punch, Kool-Aid, Capri Sun und Tang gehörten einst diesen Tabakkonzernen und wurden von ihnen hergestellt. In den 1960er Jahren erwarben und entwickelten diese Unternehmen im Rahmen ihrer Bemühungen, sich über Zigaretten hinaus zu diversifizieren, Getränkemarken, die sich speziell an Kinder richteten.

Sie nutzten ihr umfangreiches Wissen über Aromen, Farben und jugendorientierte Marketingstrategien – ursprünglich für den Verkauf von Zigaretten entwickelt – um zuckerhaltige Getränke zu entwickeln und zu bewerben, die junge Verbraucher ansprechen sollten.

Vom Tabak zum Tang: Marketingstrategien, die Kinder ansprechen

Das Vorgehen der Tabakindustrie beim Verkauf von zuckerhaltigen Getränken an Kinder ähnelte in bemerkenswerter Weise ihren Marketingtaktiken für Zigaretten. Sie führten umfangreiche Marktforschungen durch und testeten verschiedene Geschmacksrichtungen, Farben und Verpackungsdesigns an Kindern, um herauszufinden, was am ansprechendsten wäre. Cartoon-Maskottchen wie der lächelnde Krug von Kool-Aid und Punchy von Hawaiian Punch wurden zu zentralen Figuren in Werbekampagnen.

Diese Unternehmen führten Verpackungen in Kindergröße ein, wie z. B. die 8-Unzen-Dosen von Hawaiian Punch von R.J. Reynolds, die als „perfekt für Kinder“ und „leicht zu halten, leicht zu öffnen“ vermarktet wurden. Sie entwickelten auch innovative Produktformen wie Brausetabletten, Pulver und „magische“ farbwechselnde Getränke, um die Fantasie der Kinder zu beflügeln.

Philip Morris passte sogar sein Treueprogrammkonzept „Marlboro Country Store“ für Kool-Aid an und schuf das „Wacky Warehouse“, in dem Kinder ihre Einkäufe gegen Spielzeug eintauschen und an Gewinnspielen teilnehmen konnten. Diese integrierten Marketingstrategien umgaben Kinder mit konsistenten Produktbotschaften über mehrere Plattformen hinweg – von Fernsehwerbung und Comics bis hin zu Schulmaterial und Sponsoring von Freizeitparks.

Waren R.J. Reynolds und Philip Morris einst die beiden größten Lebensmittelunternehmen?

Diese Tabakunternehmen tätigten zwar große Akquisitionen in der Lebensmittelindustrie, waren aber selbst keine Lebensmittelunternehmen. Sie diversifizierten ihre Beteiligungen, indem sie in den Lebensmittelsektor eintraten. Es ist jedoch erwähnenswert, dass diese Akquisitionen Philip Morris und R.J. Reynolds zu bedeutenden Akteuren in der Lebensmittelindustrie machten. Wie in der Suchtstudie festgestellt wurde:

“In den frühen 1980er Jahren kaufte PM [Philip Morris] große US-amerikanische Lebensmittelunternehmen wie Kraft und General Foods. 1989 war PM mit Kraft-General Foods das größte Lebensmittelunternehmen der Welt.

R.J.R [R.J. Reynolds] stieg langsamer in die Lebensmittelindustrie ein und kaufte sich in den 1960er Jahren in den US-Getränkemarkt ein und erwarb in den 1970er Jahren eine begrenzte Anzahl von Marken für Fertiggerichte (z. B. Pudding und Ahornsirup).

1985 kaufte R.J.R. jedoch die große Keks- und Kräckermarke Nabisco, wodurch sich die Lebensmittelgewinne des Unternehmens in einem einzigen Jahr verdoppelten und der Status als Marktführer in der US-Lebensmittelindustrie gefestigt wurde.

Insgesamt dominierten die Unternehmen von PM und R.J.R. zwischen Ende der 1980er und Anfang der 2000er Jahre das US-amerikanische Lebensmittelsystem. Unternehmen, die sich auf die Herstellung süchtigmachender Tabakprodukte spezialisiert hatten, führten somit über 20 Jahre lang die Entwicklung des US-amerikanischen Lebensmittelsystems an.”

Die großen Tabakkonzerne fusionierten mit den großen Lebensmittelkonzernen und nutzten dabei die Barreserven aus dem Zigarettenverkauf

Die Tabakunternehmen konnten diese großen Übernahmen tätigen, weil sie durch die Produktion und den Verkauf von Zigaretten über hohe Barreserven verfügten. Diese Strategie ermöglichte es ihnen, in die Lebensmittelindustrie einzusteigen und die Kontrolle über große Lebensmittelmarken und -unternehmen zu erlangen. Bis in die 2000er Jahre hatten die meisten Tabakunternehmen ihre Lebensmittel-Tochtergesellschaften ausgegliedert oder verkauft.

So gliederte beispielsweise Altria – ehemals Philip Morris – 2007 Kraft Foods aus und trennte damit das Tabak- und das Lebensmittelgeschäft. Der Einfluss der Tabakindustrie auf die Produktentwicklung und die Marketingstrategien in der Lebensmittelindustrie blieb jedoch bestehen.

Viele der von Tabakunternehmen entwickelten Marketingtechniken werden auch heute noch eingesetzt. Trotz freiwilliger Branchenvereinbarungen, keine ungesunden Produkte bei Kindern zu bewerben, setzen Unternehmen weiterhin Zeichentrickfiguren, Markenspielzeug und kinderfreundliche Verpackungen ein, um für Junkfood und -getränke zu werben.

Als Verbraucher sollten Sie sich dieser Marketingtaktiken und ihrer Auswirkungen auf die individuelle und öffentliche Gesundheit bewusst sein. Wenn Sie die Geschichte hinter diesen ultra-verarbeiteten Lebensmitteln verstehen, können Sie fundiertere Entscheidungen darüber treffen, was Sie in Ihr Zuhause bringen, und sich und Ihre Familie vor den langfristigen Folgen des Verzehrs ultra-verarbeiteter Lebensmittel schützen.

Darüber hinaus gibt es trotz zunehmender wissenschaftlicher Belege für die süchtig machenden Eigenschaften von hyper-schmackhaften Lebensmitteln derzeit keine bundesstaatlichen Vorschriften, die deren Verfügbarkeit regeln. Die Suchtforscher argumentieren, dass der aktuelle Zustand der Lebensmittelumgebung in den USA der Tabaklandschaft der 1950er Jahre unheimlich ähnelt, bevor die Regierung eingriff, um Zigaretten zu regulieren.

Fast alle Regale in Lebensmittelgeschäften sind mit Produkten gefüllt, die so konzipiert sind, dass sie die natürlichen Sättigungssignale Ihres Körpers außer Kraft setzen und Sie immer wieder nach mehr verlangen. Genau wie beim Tabak ist die öffentliche Gesundheit durch Unternehmensstrategien gefährdet, die darauf abzielen, Gewinne über das Wohlbefinden zu stellen.

Die Verbindungen der Tabakindustrie zur verarbeiteten Lebensmittelindustrie sind ein Weckruf für die vernetzte Natur kommerzieller Einflüsse auf die Gesundheit. Sie zeigen, wie die Taktiken einer Branche tiefgreifende und dauerhafte Auswirkungen auf scheinbar nicht verwandte Bereiche haben. Wenn Sie sich in der modernen Lebensmittelwelt zurechtfinden, hilft es Ihnen, sich dieser historischen Zusammenhänge bewusst zu sein, um fundiertere Entscheidungen zu treffen und sich für ein gesünderes Lebensmittelsystem einzusetzen.

Artikel als PDF

Quellen:

UN-Experten warnen vor zunehmender Gesetzlosigkeit – Staaten ignorieren völkerrechtliche Pflichten

UN-Experten warnen vor zunehmender Gesetzlosigkeit – Staaten ignorieren völkerrechtliche Pflichten

UN-Experten warnen vor zunehmender Gesetzlosigkeit – Staaten ignorieren völkerrechtliche Pflichten

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden eine Reihe von völkerrechtlich bindenden Konventionen beschlossen, zu deren Einhaltung sich die Staaten verpflichtet haben. Dazu gehören die Genozid-Konvention, Vereinbarungen über Rassendiskriminierung, Apartheid oder Selbstbestimmungsrecht der Völker. Weiter wurde der Internationalen Gerichtshof in Den Haag eingerichtet, dessen Auslegungen des Völkerrechts bindend für die Staaten sind und der entsprechende Aufträge für […]

Der Beitrag UN-Experten warnen vor zunehmender Gesetzlosigkeit – Staaten ignorieren völkerrechtliche Pflichten erschien zuerst unter tkp.at.

Corona-Impfstoffe: Alles ordentlich geprüft?

Corona-Impfstoffe: Alles ordentlich geprüft?

Corona-Impfstoffe: Alles ordentlich geprüft?

Ist beim „teleskopierten“ Zulassungsverfahren der modRNA-Präparate nur die Zeit auf der Strecke geblieben? Ein Sprichwort sagt, wer dumm fragt, bekommt dumme Antworten. Aber umgekehrt stimmts auch: Um herauszufinden, ob Behörden ordentlich gearbeitet haben, muss man gescheite Fragen stellen. Das hat Frau Dr. Sabine Stebel, Expertin in Protein-Engineering mit entsprechendem Knowhow in der Gentechnik und der […]

Der Beitrag Corona-Impfstoffe: Alles ordentlich geprüft? erschien zuerst unter tkp.at.

Salzkonsum wirkt lebensverlängernd – Studie

Salzkonsum wirkt lebensverlängernd – Studie

Salzkonsum wirkt lebensverlängernd – Studie

In Ernährungsberatungen wird gerne vor zu hohen Salzkonsum gewarnt. Natrium erhöhe den Blutdruck und sei verantwortlich für Herz-Kreislauf Erkrankungen. Lauterbach geht sogar so weit, ganz auf Salz zu verzichten. Einer Studie zufolge wirkt sich der Verzicht auf Salz jedoch mit einer Verkürzung der Lebenszeit aus. Tatsächlich leben wir auf einem Salzplaneten. Und das tierische Leben […]

Der Beitrag Salzkonsum wirkt lebensverlängernd – Studie erschien zuerst unter tkp.at.

Kim Jong Un hat die Hinrichtung von 30 Beamten angeordnet? Eine weitere Fake News über Nordkorea.

Die Propaganda der Feinde Nordkoreas verbreitet weiterhin ihre Lügen. Die Hunde bellen, aber die Karawane zieht weiter, schreibt Eduardo Vasco.

Erinnern Sie sich an den schrecklichen Tod von Kim Jong Un’s Ex-Freundin?

Im Jahr 2013 berichtete die internationale Presse über die Geschichte von Hyon Song Wol, dem Sänger der Band Pochonbo, der angeblich zehn Jahre zuvor Kim kennengelernt hatte und trotz Ehe und Baby eine geheime Beziehung führte. Eines Tages wurden Hyon und 11 weitere Darsteller verhaftet und beschuldigt, untereinander pornografische Videos aufgenommen und verkauft zu haben. Trotz dieser Sünde trugen einige von ihnen Bibeln bei sich, was in der “nordkoreanischen Diktatur” natürlich eine noch größere Sünde ist. Drei Tage später wurden sie alle durch ein Erschießungskommando hingerichtet. Zu allem Überfluss wurden ihre engsten Verwandten gezwungen, den Hinrichtungen beizuwohnen, ebenso wie Mitglieder anderer prominenter Gruppen. Außerdem hielt das “Regime” diejenigen, die den Hinrichtungen beiwohnten, für schuldig, weil sie sich mit den Sündern verbündet hatten, und schickte sie in Konzentrationslager! Was für eine monströse Diktatur!

Die tragische und verrückte Geschichte nahm im folgenden Jahr eine Wendung, als Hyon im nordkoreanischen Fernsehen interviewt wurde – und siehe da, sie war am Leben! Die britische Zeitung The Independent bezeichnete Hyons Auftauchen als “wundersam” (vielleicht hing die Wiederauferstehung der Sängerin mit der Bibel zusammen, die inmitten der Bacchanalien gefunden wurde!)

Die Erklärung für die wundersame Wiederauferstehung der Sängerin ist jedoch nicht übernatürlich. Als Erstes berichtete die südkoreanische Zeitung Chosun Ilbo über die tragische Geschichte der Künstler. Die Quellen, die in dem Bericht der Zeitung zitiert wurden, waren alle anonym. Auch der südkoreanische Desinformationsdienst hatte seine Hand im Spiel: Kurz nachdem die Lüge verbreitet wurde, behauptete der Leiter des südkoreanischen Geheimdienstes, Nam Jae Joon, er habe ebenfalls von der Hinrichtung gewusst.

Chosun Ilbo ist eine große ultrakonservative Zeitung, die während der Besetzung Koreas als Propagandist für das japanische Kaiserreich sowie für die Militärdiktatur fungierte, die das Land bis zum Ende des letzten Jahrhunderts regierte. Sie ist eindeutig gegen die DVRK eingestellt. Aber das ist noch nicht alles: Sie ist bekannt für die Verbreitung von Fake News über Pjöngjang. Im Jahr 2019 berichteten sowohl Chosun Ilbo als auch Chosun TV (im Besitz derselben Unternehmensgruppe), dass Kim Hyok Chol hingerichtet und Kim Yong Chol zu Zwangsarbeit verurteilt worden sei. Beide waren Nuklearunterhändler für die DVRK in den Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und wurden angeblich bestraft, weil der Annäherungsprozess zwischen der DVRK und den USA nicht erfolgreich gewesen sei. Die von den südkoreanischen Journalisten zitierten Quellen waren wiederum anonym. Einige Tage später erschien Kim Yong Chol jedoch an der Seite von Kim Jong Un bei einer vom Staatsfernsehen übertragenen Veranstaltung, was ein deutlicher Beweis für Yong Chols Prestige war. Der CNN-Korrespondent in Taipeh, Will Ripley, der etwa 20 Mal in die DVRK gereist war, berichtete ebenfalls, dass Kim Hyok Chol am Leben sei.

Trotz ihrer sensationslüsternen und falschen Nachrichten ist die Chosun-Gruppe nach wie vor eine vertrauenswürdige Quelle für große internationale Medienunternehmen. Anfang dieses Monats berichtete die Gruppe, dass zwischen 20 und 30 Regierungsbeamte hingerichtet worden seien, weil sie den Tod von 4.000 Menschen bei den Überschwemmungen im Norden des Landes im Sommer nicht verhindert hätten. Wie immer verbreitete die brasilianische und internationale Presse die Nachricht eifrig, und O Globo erklärte sogar, Chosun TV sei ein “lokaler Sender” aus der DVRK. Und wie immer war die Quelle der von Chosun verbreiteten Informationen anonym, wie The Independent feststellte – auch wenn sie die Falschmeldung mit Aussagen von “Experten” zu diesem Thema, allesamt Südkoreaner und Amerikaner, unterstützte.

Was tatsächlich geschah, unterschied sich deutlich von dem international inszenierten Schwindel. Anfang August übernahm Kim Jong Un in einer Rede vor den Überschwemmungsopfern in der Provinz Nord-Phyongan die Verantwortung, wie es jedem Staatsoberhaupt bewusst sein sollte, und kündigte Maßnahmen an, die die Regierung ergreifen würde.

Ich habe mich unwohl gefühlt, weil ich Ihnen nicht viel helfen konnte, obwohl ich den starken Wunsch hatte, etwas zu tun. Obwohl das ganze Land aufrichtig mobilisiert hat, um zu helfen, kann ich mich in diesem Moment nur ängstlich und ungeduldig fühlen, weil ich nicht in der Lage war, all die Unannehmlichkeiten zu beseitigen, die Sie in Zelten und schlecht ausgestatteten öffentlichen Einrichtungen erleben.

In derselben Rede kündigte der koreanische Staatschef an, dass bereits 130.000 junge Menschen und Soldaten der Volksarmee für den Wiederaufbau der Infrastruktur in Nord-Phyongan mobilisiert wurden. Außerdem sicherte er zu, dass alle Studenten und Kinder aus den Gebieten, die von den schweren Regenfällen in den Provinzen Nord-Phyongan, Jagang und Ryanggang betroffen waren, die zum Überlaufen des Amnok-Flusses führten, während des Wiederaufbaus nach Pjöngjang gebracht würden, um dort in Sicherheit zu sein und ihr Studium fortzusetzen, und zwar auf Kosten des Staates. Insgesamt kündigte er an, dass 15.400 Menschen vorübergehend in die Hauptstadt des Landes umgesiedelt werden sollen.

Pflege, Erziehung und Bildung von Schülern und anderen Kindern sind die wichtigsten staatlichen Aufgaben, die niemals aufgegeben werden dürfen, auch wenn der Himmel einstürzt. Daher wird der Staat während der Rehabilitationskampagne die volle Verantwortung für diese Arbeit übernehmen. Zudem werden in Pjöngjang alte und kranke Menschen, ehemalige Soldaten mit Ehrenabzeichen und stillende Mütter staatlich geförderte Pflegeleistungen erhalten, bevor in den überschwemmten Gebieten neue Häuser gebaut werden.

Kim Jong Un versicherte auch, dass diejenigen, die während des Wiederaufbaus ihrer Häuser in den betroffenen Städten verblieben, zusätzlich zu den Zelten, in denen sie bereits untergebracht waren, ihre Möbel und andere Habseligkeiten an sicheren Orten unterbringen könnten. Außerdem würden öffentliche Toiletten mit Duschkabinen und Abfallentsorgungssystemen zur Verfügung gestellt, um den Ausbruch ansteckender Krankheiten zu verhindern. Er betonte auch die Frage der kollektiven Freiwilligenarbeit, ein historisches Merkmal der koreanischen Revolution, als Mittel zur Lösung des Problems: “Die Hilfsarbeiten müssen strikt nach den Prinzipien der Freiwilligkeit durchgeführt werden, niemals in einer erzwungenen oder organisierten Weise.”

Und so geschah es. Als das Wasser zurückging, wurde die Paektusan Heroic Youth Shock Brigade – für die sich fast 300.000 Freiwillige gemeldet hatten – von der Arbeiterpartei entsandt, um die Menschen aus den gefährdeten Gebieten zu evakuieren und mit dem Wiederaufbau zu beginnen. Eine der ersten Maßnahmen war die Wiederherstellung der Wasser- und Stromversorgung. Die Metallurgie-, Stahl- und Bergbauindustrie erhöhte ihre Produktion, um den Bedarf der betroffenen nördlichen Regionen zu decken. Fabriken in allen Provinzen konzentrierten ihre Produktion auf Konsumgüter für die Betroffenen. Auf der Schiene wurde ein spezielles Transportsystem eingerichtet, um diese Regionen mit Verbrauchs- und Baumaterialien zu versorgen. Regionale Regimenter der WPK-Milizen wurden in die betroffenen Provinzen entsandt. Alle Bereiche der Gesellschaft wurden mobilisiert, um beim Wiederaufbau zu helfen. Neben Freiwilligen, die zusammen mit Arbeitern und Soldaten Gebäude, Straßen und Brücken reparierten und wiederaufbauten, wurden auch Fachleute aus verschiedenen Bereichen wie Ärzte, Wissenschaftler der Akademie der Wissenschaften und Künstlergruppen in die betroffenen Gebiete entsandt.

In Pjöngjang wurden Kindern und Erwachsenen, die vorübergehend aus den gefährdeten Gebieten im Norden umgesiedelt wurden, Besuche von Touristen- und Freizeiteinrichtungen wie Zirkussen, Theatern, Museen, Zoos, Wasserparks, dem Kinderpalast und -hügel Mangyongdae und dem Wissenschafts- und Technologiekomplex angeboten. Auch gemeinsame Geburtstagsfeiern werden für diese Menschen veranstaltet. Der gesamte Prozess wird von der koreanischen Presse aufmerksam verfolgt und täglich darüber berichtet.

Die Regierung der Demokratischen Volksrepublik Korea schätzte, dass der Wiederaufbau innerhalb von drei Monaten abgeschlossen sein würde. Angesichts der unglaublichen Mobilisierung von menschlichen und materiellen Ressourcen ist es sehr wahrscheinlich, dass diese kurze Frist tatsächlich eingehalten wird. In der Zwischenzeit verbreitet die abscheuliche Propaganda der Feinde der DVRK (und der ganzen Welt) weiterhin ihre niederträchtigen Lügen. Die Hunde bellen, aber die Karawane zieht weiter.