Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

meldestelle-respect: „In Deutschland ist der Blockwart zurück“

meldestelle-respect: „In Deutschland ist der Blockwart zurück“

meldestelle-respect: „In Deutschland ist der Blockwart zurück“(David Berger) Das linksgrüne Regime macht einen weiteren Schritt bei der Umwandlung Deutschlands in eine Diktatur durch Überwachung des Denkens und “Säuberung” des Internets: Dank der “meldestelle-respect” kann Regierungskritik jetzt als „Hassrede“ denunziert und dann gelöscht werden.

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Posse: Elektrofähren unter sich – „Missunde III“ grüsst “Welt Ahoi!“

Posse: Elektrofähren unter sich – „Missunde III“ grüsst “Welt Ahoi!“

Posse: Elektrofähren unter sich – „Missunde III“ grüsst “Welt Ahoi!“

Ein Unglück kommt selten allein. Und so können wir heute schon unserer Solarfährenposse ein neues Kapitel hinzufügen. Es spielt etwa zwei Stunden entfernt von Missunde, nahe Travemünde.

von Manfred Haferburg

Ei, wer hätte das gedacht. Im Abspann des Achse-Artikels „Solarfähre von Missunde – kein Glück und dann noch Pech” schrieb ich auf der Achse: „Vielleicht können wir ja irgendwann einen sechsten Akt zu dieser Posse hinzufügen“. Oh, göttliche Fügung, genau einen Tag später flattert der sechste Akt direkt auf meine Laptoptastatur. Unsere Missunde-Misere ist nicht mehr einsam. Sie hat eine Leidensgenossin gefunden. Geteiltes Leid ist halbes Leid? Nö, geteiltes Leid sind doppelte Kosten für den Steuerzahler.

Die Priwallfähre gehört zu den ältesten Schiffsverbindungen in Norddeutschland und besteht seit dem 13. Jahrhundert. Zu dieser Zeit wurden ein Kahn zum Übersetzen eingesetzt, der Waren, Vieh und Menschen aus Mecklenburg nach Travemünde und Holstein und retour transportierte. In moderneren Zeiten verrichteten dieselgetriebene Fähren brav ihren Dienst und setzten drei Millionen Passagiere und eine Million Autos über. Wenn etwas schon ein paar hundert Jahre funktioniert, dann kommen ganz plötzlich und ungefragt diverse profilierungssüchtige Gesellschaftsklempner daher und schicken sich an, es zu verbessern.

Eine Hybrid-Fähre für fünf Millionen muss her!

Am 11. Juni 2020 beschloss der Aufsichtsrat der Stadtwerke Lübeck die Anschaffung einer dritten Autofähre mit Hybridantrieb, also mit diesel-elektrischem Antrieb.

Denn der Lübecker Bürgermeister Jan Lindenau hatte die neue Fähre als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einem emissionsfreien Fährverkehr zwischen Travemünde und dem Priwall gewürdigt: „Mit der Möglichkeit, künftig auch vollelektrisch zu fahren sei sie zudem ein weiteres Element, um Lübecks Ziele für den Klimaschutz im wichtigen Bereich der Mobilität zu erreichen“, sagte Lindenau, „Klima, Tourismus, Anlieger:innen – alle profitieren von dem jetzt auch seemännisch gesehen klimafreundlichen Kurs, den die Stadtwerke Lübeck Mobil mit diesem Neubau eingeschlagen haben.“ Andreas Ortz, Geschäftsführer Stadtwerke Lübeck Mobil, verkündete: „Jetzt fahren nicht nur E-Busse auf Lübecks Straßen – auch der Einstieg in einen emissionsfreien Schiffsbetrieb ist geschafft. Dies unterstreicht unseren Anspruch, auf allen Feldern Klimaschutz in der Mobilität zu gestalten und voranzutreiben“.

Den Zuschlag zum Bau erhielt die Stralsunder Werft Ostseestaal, die bereits über Erfahrungen im Bau von Elektroschiffen verfügte. Geschätzte Investitionskosten waren 4,2 Millionen Euro, später wurde laut Stadtwerke ein Festpreis von fünf Millionen Euro vereinbart.  Anfang November 2022 erfolgte die feierliche Kiellegung in der Werft. Im November 2023 war die neue Fähre mit einiger Verspätung fertig.

Weltoffen, modern und zukunftsorientiert wollte sich der Fährbetrieb geben. Daher wurde die neue Hybridfähre am 14. Mai 2024 auf den Namen „Welt Ahoi!“ getauft. Mit Ausrufungszeichen, darunter machen sie es nicht an der Küste. Für die 70 geladenen Gäste bei der Taufe gab es Häppchen und Sekt. Ein paar Wochen später sollte die „Welt ahoi!“ ihren Regelbetrieb aufnehmen, so war der Plan. Doch wie sagte Bertolt Brecht dereinst so weise? „Ja, mach nur einen Plan! Sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch ’nen zweiten Plan. Geh’n tun sie beide nicht“.

Die neue Fähre liegt still wie die Missunde III

Seit ihrer Ankunft in Travemünde am 27. November 2023 liegt die „Welt ahoi!“ meist fest vertäut. Von Anfang an gab es Probleme. Zuerst wurde festgestellt, dass die Ladeklappen der Fähre nicht zu den Anlegern passten. Sie wurden von der Werft umgebaut. Später wurde bemängelt, dass Fußgänger und Radfahrer nur eine Seite nutzen können. Bei den beiden älteren Fähren „Travemünde“ und „Pötenitz“ ist für sie Platz auf beiden Seiten vorgesehen. Bei Probefahrten soll sich ein „komplexes Fehlerbild bei der Steuerung“ gezeigt haben. Zudem sollen die Batterie-Packs defekt sein. Alles Ursachen dafür, dass die „Welt ahoi!“ bisher nicht ihren Dienst aufnehmen konnte.

Bild berichtet: „Werft und Auftraggeber streiten sich jetzt über Ursache und Zusatz- und Reparaturkosten“. Die Umweltbewegten haben sich nämlich zu früh gefreut und zu früh geblecht. Die „Welt Ahoi!“ ist bereits vom Auftraggeber, den Stadtwerken Lübeck, abgenommen und bezahlt worden. Nun wird’s schwierig mit einer Reklamation, ein langer Rechtsstreit steht ins Haus. Immerhin hat das gute Stück ja fünf Millionen Euro gekostet.

Es tuckern die Diesel über die Trave

Der Bürgermeister und der Geschäftsführer haben sich derweil diskret in die Büsche geschlagen. Jetzt muss der Stadtwerke-Sprecher Lars Hertrampf ran: „Wir bedauern sehr, dass die Welt ahoi! als Aushängeschild eines modernen, emissionsarmen Fährverkehrs aktuell nicht in Betrieb gehen kann. Alle Beteiligten sind sich aber darüber einig, dass es zielführender ist, bis auf Weiteres auf jegliche Fahrten zu verzichten, um jetzt von Grund auf die Behebung aller Fehler anzugehen“. Natürlich wird mit Hochdruck an der Fehlerbeseitigung gearbeitet.

Wenigstens haben die Lübecker ihre alten Dieselfähren nicht an die Dänen verkauft. Die tuckern daher jetzt zuverlässig weiter.

Noch ein Hinweis für die Öko-Fähren-Betreiber. Liebe Schleswig-Holsteiner, da geht noch was, falls mal die Sonne nicht scheint. Nehmt Euch mal ein Beispiel an Scandlines, die bauen ein Riesenrohr, einen Flettner-Rotor, auf Ihr Deck und nennen das Ungetüm „Rotorsegel“. Das soll vier bis fünf Prozent des Dieseltreibstoffes einsparen, oh la la. Vergesst aber nicht, die Durchfahrtshöhe von Brücken zu messen, durch die ihr eventuell auf eurer Reise in eine bessere Zukunft fahrt.

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier

 

Der Beitrag Posse: Elektrofähren unter sich – „Missunde III“ grüsst “Welt Ahoi!“ erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Die in Russland über den Beginn der heißen Phase des US-Wahlkampfes berichtet wird

Wie jede Woche war der Bericht des USA-Korrespondenten interessant, den das russische Fernsehen am Sonntag in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick gezeigt hat. Da man darin viel erfährt, worüber deutsche Medien nicht so gerne berichten, habe ich den Korrespondentenbericht auch diese Woche wieder übersetzt. Beginn der Übersetzung: US-Wahl: Trump macht einen aufsehenerregenden Schritt, die Demokraten fahren schwere […]
Der SPIEGEL macht aus Versehen blaue Werbung

Der SPIEGEL macht aus Versehen blaue Werbung

Der SPIEGEL macht aus Versehen blaue Werbung

Kaum jemand hätte bemerkt, dass man bei Nike AfD-Schuhe bestellen kann. Der SPIEGEL hat es in einem Hetzartikel breitgetreten. Nun brummt das Geschäft – natürlich nur solange bis es verboten wird. Aber wenn Nike unter dem Druck der Meldestellen die Produktion einstellt, findet sich bestimmt ein Chinese. Wenn man in China Schuhe bestellt, am besten […]

Das Elektroauto-Desaster – Gebrauchtwagen fast unverkäuflich

Das Elektroauto-Desaster – Gebrauchtwagen fast unverkäuflich

Das Elektroauto-Desaster – Gebrauchtwagen fast unverkäuflich

Geht es nach der EU-Kommission sollen ab 2035 nur mehr E-Autos neu zugelassen werden. Sie kommen aber bei den Kunden nicht gut an, denn fehlende Lademöglichkeit hält Wohnungsmieter vom Kauf ab und die Preise für Gebrauchte sind im Keller. Und das alles trotz heftiger Subvention durch die Steuerzahler. E-Autos unterscheiden sich in einigen wesentlichen Punkten […]

Der Beitrag Das Elektroauto-Desaster – Gebrauchtwagen fast unverkäuflich erschien zuerst unter tkp.at.

Der Nahe Osten ist immer im Krieg, weil der Westen ihn immer wieder in diese Richtung drängt.

Der einzige Grund, warum sich der Rest der Welt nach den Weltkriegen etwas abkühlen konnte, während der Nahe Osten in Gewalt und Chaos versank, war, dass der Westen diesen fremden Splitter des Siedlerkolonialismus in die Region einführte und dabei ständig vorsätzlich Krieg und Unruhen schürte.

Caitlin Johnstone

Ich hasse es, wenn Leute sagen: „Bah, der Nahe Osten war schon immer im Krieg, so sind sie eben.“ Nein, du Arschloch, es ist im Krieg wegen des westlichen Interventionismus und Israel gewesen. Sicherlich gab es schon vor Israel Krieg, aber das galt auch für ganz Europa während seiner gesamten Geschichte. Der einzige Grund, warum sich der Rest der Welt nach den Weltkriegen etwas abkühlte, während der Nahe Osten in Gewalt und Chaos versank, war, dass der Westen diesen fremden Splitter des Siedlerkolonialismus in die Region einführte und dabei ständig absichtlich Krieg und Unruhe schürte.

Der Nahe Osten oder der Islam haben nichts Ungewöhnliches an sich, das die Menschen dort gewalttätig macht. Es ist nur so, dass sich dort viel Öl befindet, also stupst der Westen die Region immer wieder an, um sicherzustellen, dass sie immer gegen sich selbst gespalten ist und von westfreundlichen Diktatoren beherrscht wird. Das ist alles, was wir uns dort angeschaut haben.

Mein Lieblingssatz der Israel-Apologeten ist: „Was haben sie denn geglaubt, was passieren würde, als sie Israel angegriffen haben?“ Als ob „Ja, natürlich wird Israel einen Haufen Zivilisten abschlachten, wenn ihr versucht, euch zu wehren“ eine vollständige Verteidigung der Kriminalität Israels wäre.

Es ist wie, ja, Israel verübt schreckliche Massaker an Bevölkerungen, die sich ihm widersetzen, wann immer es einen Vorwand dafür findet. Das ist das Problem, auf das die Leute zu zeigen versuchen. Zu sagen „Natürlich hat Israel Tausende Kinder getötet, es ist Israel!“ unterstützt MEINE Position, nicht Ihre.

Es ist schon komisch, wie sehr westliche Narrativ-Manager diese „Hisbollah ist eine terroristische Organisation“-Doktrin vorantreiben, wenn man bedenkt, dass das Imperium gerade Jahre damit verbracht hat, Al-Kaida-Mitglieder in Syrien als „gemäßigte Rebellen“ zu bezeichnen, und derzeit Nazi-Milizen in der Ukraine aufrüstet.

Stellen Sie sich vor, Sie wären so ein kriecherischer, stiefelleckender Arschloch, dass Sie eine Organisation als „terroristische“ Gruppe bezeichnen würden, nur weil Ihre Regierung Ihnen gesagt hat, dass Sie sie so nennen sollen.

OMG, niemand auf der Welt kann sich vorstellen, wie das sein muss!

OMG nobody in the world can imagine what that must be like! https://t.co/V3qkXTT3au

— Caitlin Johnstone (@caitoz) October 1, 2024

Amerikaner: Hurrikan-Hilfe bitte

Washington: Entschuldigung, haben Sie gesagt, wir sollen Tausende Soldat in den Nahen Osten schicken, um die israelische Kriegstreiberei zu unterstützen?

Amerikaner: Nein, Hurrikan-Hilfe

Washington: Okay, Sie verhandeln hart, aber diese Truppen sind gerade auf dem Weg in den Nahen Osten.

Wenn man an all die bösen Taten denkt, die der nächste US-Präsident in den kommenden Monaten unterschreiben muss, und dann darüber nachdenkt, was für ein krankes Arschloch so etwas tun würde, dann versteht man sofort, warum beide Kandidaten so kolossale Scheißkerle sind.

Am Dienstag hielt Julian Assange seine erste öffentliche Rede seit seiner Entlassung aus dem Gefängnis im vergangenen Juni, und sie war so hervorragend, wie man es sich nur wünschen konnte. Ich kann nur empfehlen, sie sich anzusehen.

Und noch erfreulicher als das, was Assange zu sagen hatte, war die Tatsache, dass er immer noch so scharf wie ein Nagel ist. Eine meiner vielen Befürchtungen während der Inhaftierung von Assange war, dass sie seinen starken analytischen Verstand brechen würden. Das haben sie nicht. Er ist ganz da. Er hat diese Flamme am Brennen gehalten. Ich weiß nicht, wie er es geschafft hat, aber er hat es geschafft.

Wenn vier Jahre Trump Ihnen nicht bewiesen haben, dass die „MAGA-Bewegung“ vollkommen wertlos ist, wenn es darum geht, sich der Kriegstreiberei der USA zu widersetzen, dann sollte es das vergangene Jahr gewesen sein. Die MAGA-Bewegung ist nicht gegen den Krieg, sie stellt nur ohnmächtig die wenigen Kriege infrage, die ihrer Meinung nach zur Demokratischen Partei gehören. Bei der Zerstörung des Gazastreifens und dem Angriff auf den Libanon, den US-Luftangriffen auf den Jemen und dem sich anbahnenden Krieg mit dem Iran waren sie voll dabei.

Anscheinend gab es neulich eine Kundgebung, die sich selbst als Antikriegsveranstaltung und gegen den militärisch-industriellen Komplex bezeichnete, aber soweit ich weiß, war es größtenteils nur eine MAGA-Kundgebung mit Pro-Israel- und Pro-Trump-Rednern wie RFK Jr. und Tulsi Gabbard, die nichts über die Massengrausamkeiten sagten, die sich im Nahen Osten abspielen. Ich sah jemanden sagen, dass Israels Kriegstreiberei ein einziges Mal kritisiert wurde, und das war sechs Stunden nach der Veranstaltung, gesprochen von Jimmy Dore. Alle anderen waren auf den Völkermord-Zug aufgesprungen.

Die Rechten tun gerne so, als habe Trump eine dramatische Umstrukturierung der US-Politik eingeleitet, bei der die Republikanische Partei nun die Partei ist, die sich gegen den Krieg und für den kleinen Mann einsetzt, aber in der Praxis ist sie immer noch sehr stark die Republikanische Partei von George W. Bush. Trump hat vier Jahre damit verbracht, mit einem Kabinett, das mit einigen der schlimmsten Kriegsschlampen Washingtons besetzt ist, eine kriegstreiberische Agenda aufzustellen, und seine Unterstützer haben ihn vier Jahre lang in meinem Kommentarbereich gegen meine Kritik daran verteidigt. Sie haben auch das letzte Jahr damit verbracht, Israels Gräueltaten entweder zu ignorieren oder zu verteidigen.

Auf der amerikanischen Rechten gibt es eine kleine Fraktion von Libertären, die alle Kriege ablehnen und beide Parteien ebenso verachten wie ich, aber abgesehen davon ist der rechte Flügel in den USA so gut wie immer für Krieg und Militarismus, genauso wie die Demokraten. Genau wie die Demokraten geben sie mit ihren Worten vor, Frieden zu wollen, unterstützen aber mit ihren Taten den Krieg. Der bedeutendste Widerstand gegen die US-Kriegsmaschinerie kam im vergangenen Jahr vom äußersten linken Ende des Spektrums.

Meiner Erfahrung nach ist es sehr üblich, dass amerikanische Rechte, die sich selbst als „Anti-Interventionisten“ sehen, sagen, dass es ihnen egal ist, was Israel tut, weil sie sich nur darum kümmern, was ihr eigenes Land tut. Das ist eine unsinnige Position, wenn das eigene Land die Gräueltaten Israels erst möglich macht. Diese Kriege sind genauso Washingtons Kriege wie die Israels, aber dieselben Leute, die Ihnen sagen werden, dass die MAGA-Bewegung die Kriege beenden wird, sind bei diesem Thema nirgends zu finden.

Sie sind Kriegstreiber, genau wie die Demokraten. Sie sind Demokraten mit roten Hüten.

John J. Mearsheimer: Wer hat den Ukraine-Krieg verursacht?

Die Hauptursache des Ukraine-Krieges ist der NATO-Beitritt der Ukraine, der vom Westen angestrebt wurde. Den „russischen Imperialismus“ gibt es nicht wirklich, sondern dieser wurde erfunden, um Russland die Schuld geben zu können. Das begründet der bekannte US-Politikwissenschaftler John J. Mearsheimer von der University of Chicago. Er entkräftet dabei auch die üblichen Gegenargumente. Die klaren und nüchternen Schilderungen von Mearsheimer sind eine gesundende Wohltat inmitten gefährlicher Kriegstreiberei. Dieser kann durch klare Gedanken Kraft genommen werden.

von John J. Mearsheimer

Die Frage, wer für den Krieg in der Ukraine verantwortlich ist, ist seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 ein sehr umstrittenes Thema.

Die Antwort auf diese Frage ist von enormer Bedeutung, denn der Krieg war aus verschiedenen Gründen eine Katastrophe, von denen die wichtigste darin besteht, dass die Ukraine praktisch zerstört wurde. Sie hat einen beträchtlichen Teil ihres Territoriums verloren und wird wahrscheinlich noch mehr verlieren, ihre Wirtschaft liegt in Trümmern, eine riesige Zahl von Ukrainern wurde intern vertrieben oder ist aus dem Land geflohen, und sie hat Hunderttausende von Opfern zu beklagen. Natürlich hat auch Russland einen hohen Blutzoll gezahlt. Auf strategischer Ebene sind die Beziehungen zwischen Russland und Europa, ganz zu schweigen von Russland und der Ukraine, auf absehbare Zeit vergiftet, was bedeutet, dass die Gefahr eines größeren Krieges in Europa auch dann noch bestehen wird, wenn der Krieg in der Ukraine zu einem eingefrorenen Konflikt wird. Wer die Verantwortung für diese Katastrophe trägt, ist eine Frage, die nicht so schnell verschwinden wird, sondern eher noch an Bedeutung gewinnen dürfte, je mehr Menschen das Ausmaß der Katastrophe bewusst wird.

Die gängige Meinung im Westen ist, dass Wladimir Putin für den Krieg in der Ukraine verantwortlich sei. Die Invasion zielte darauf ab, die gesamte Ukraine zu erobern und sie zu einem Teil eines größeren Russlands zu machen, so die Argumentation. Sobald dieses Ziel erreicht sei, würden die Russen ein Imperium in Osteuropa errichten, ähnlich wie es die Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg getan habe. Daher stellt Putin letztlich eine Bedrohung für den Westen dar, der man mit aller Macht begegnen muss. Kurz gesagt, Putin ist ein Imperialist mit einem Masterplan, der sich nahtlos in die reiche russische Tradition einfügt.

Das alternative Argument, mit dem ich mich identifiziere und das im Westen eindeutig in der Minderheit ist, lautet, dass die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten den Krieg provoziert haben. Damit soll natürlich nicht geleugnet werden, dass Russland in die Ukraine einmarschiert ist und den Krieg begonnen hat. Die Hauptursache des Konflikts ist jedoch der NATO-Beschluss, die Ukraine in das Bündnis aufzunehmen, was praktisch alle russischen Führer als existenzielle Bedrohung ansehen, die beseitigt werden muss. Die NATO-Erweiterung ist jedoch Teil einer umfassenderen Strategie, die darauf abzielt, die Ukraine zu einem westlichen Bollwerk an Russlands Grenze zu machen. Ein Beitritt Kiews zur Europäischen Union (EU) und die Förderung einer farbigen Revolution in der Ukraine – die Umwandlung des Landes in eine prowestliche liberale Demokratie – sind die beiden anderen Säulen dieser Politik. Die russische Führung fürchtet alle drei Bereiche, aber am meisten fürchtet sie die NATO-Erweiterung. Um dieser Bedrohung zu begegnen, hat Russland am 24. Februar 2022 einen Präventivkrieg begonnen.

Die Debatte darüber, wer den Ukraine-Krieg verursacht hat, ist kürzlich aufgeflammt, als zwei prominente westliche Politiker – der ehemalige US-Präsident Donald Trump und der prominente britische Abgeordnete Nigel Farage – das Argument vorbrachten, dass die NATO-Erweiterung die treibende Kraft hinter dem Konflikt sei. Es überrascht nicht, dass ihre Äußerungen von den Verfechtern der konventionellen Meinung mit einem heftigen Gegenangriff beantwortet wurden. Es ist auch erwähnenswert, dass der scheidende NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg im vergangenen Jahr zweimal sagte, dass „Präsident Putin diesen Krieg begonnen hat, weil er die Tür der NATO schließen und der Ukraine das Recht verweigern wollte, ihren eigenen Weg zu wählen“. Kaum jemand im Westen hat dieses bemerkenswerte Eingeständnis des NATO-Chefs in Frage gestellt, und er hat es auch nicht zurückgezogen.

Mein Ziel ist es, einen Überblick über die wichtigsten Punkte zu geben, die die Ansicht stützen, dass Putin nicht in die Ukraine einmarschiert ist, weil er ein Imperialist ist, der die Ukraine zu einem Teil eines größeren Russlands machen will, sondern vor allem wegen der NATO-Erweiterung und der Bemühungen des Westens, die Ukraine zu einer westlichen Hochburg an der Grenze Russlands zu machen.

***

Lassen Sie mich mit den SIEBEN WICHTIGSTEN GRÜNDEN für die Ablehnung der herkömmlichen Meinung beginnen.

ERSTENS gibt es schlicht und ergreifend keine Beweise aus der Zeit vor dem 24. Februar 2022, dass Putin die Ukraine erobern und in Russland eingliedern wollte. Vertreter der gängigen Meinung können keine Schriftstücke oder Aussagen von Putin nennen, die darauf hindeuten, dass er die Ukraine erobern wollte.

Wenn man sie zu diesem Punkt befragt, liefern die Verfechter der konventionellen Meinung Hinweise, die wenig oder gar nichts mit Putins Motiven für die Invasion der Ukraine zu tun haben. Einige betonen zum Beispiel, dass er sagte, die Ukraine sei ein „künstlicher Staat“ oder kein „echter Staat“. Solche undurchsichtigen Äußerungen sagen jedoch nichts über die Gründe für seinen Kriegseintritt aus. Dasselbe gilt für Putins Aussage, er betrachte Russen und Ukrainer als „ein Volk“ mit einer gemeinsamen Geschichte. Andere weisen darauf hin, dass er den Zusammenbruch der Sowjetunion als „die größte geopolitische Katastrophe des Jahrhunderts“ bezeichnete. Aber Putin sagte auch: „Wer die Sowjetunion nicht vermisst, hat kein Herz. Wer sie zurückhaben will, hat kein Hirn.“ Andere wiederum verweisen auf eine Rede, in der er erklärte: „Die moderne Ukraine wurde vollständig von Russland geschaffen, genauer gesagt, vom bolschewistischen, kommunistischen Russland.“ Aber das ist kaum ein Beweis dafür, dass er an der Eroberung der Ukraine interessiert war. Außerdem sagte er in der gleichen Rede: „Natürlich können wir die Ereignisse der Vergangenheit nicht ändern, aber wir müssen sie zumindest offen und ehrlich zugeben.“

Um zu beweisen, dass Putin die gesamte Ukraine erobern und Russland einverleiben wollte, muss man nachweisen, dass er 1) dieses Ziel für erstrebenswert hielt, 2) es für machbar hielt und 3) die Absicht hatte, dieses Ziel zu verfolgen. Es gibt in den öffentlichen Aufzeichnungen keine Beweise dafür, dass Putin erwog, geschweige denn beabsichtigte, die Ukraine als unabhängigen Staat zu beenden und sie zu einem Teil Großrusslands zu machen, als er am 24. Februar 2022 seine Truppen in die Ukraine schickte.

Tatsächlich gibt es erhebliche Beweise dafür, dass Putin die Ukraine als unabhängiges Land anerkannte. In seinem bekannten Artikel vom 12. Juli 2021 über die russisch-ukrainischen Beziehungen, der von Befürwortern der konventionellen Meinung oft als Beweis für seine imperialen Ambitionen angeführt wird, sagt er dem ukrainischen Volk: „Ihr wollt einen eigenen Staat gründen: Ihr seid willkommen!“ Zur Frage, wie Russland die Ukraine behandeln sollte, schreibt er: „Es gibt nur eine Antwort: mit Respekt.“ Er schließt seinen langen Artikel mit den folgenden Worten ab: „Und wie die Ukraine aussehen wird – das müssen ihre Bürger entscheiden.“ Diese Aussagen stehen im direkten Widerspruch zu der Behauptung, Putin wolle die Ukraine in ein größeres Russland eingliedern.

In demselben Artikel vom 12. Juli 2021 und erneut in einer wichtigen Rede am 21. Februar 2022 betonte Putin, dass Russland „die neue geopolitische Realität, die nach der Auflösung der UdSSR entstanden ist“, akzeptiere. Diesen Punkt wiederholte er ein drittes Mal am 24. Februar 2022, als er ankündigte, Russland werde in die Ukraine einmarschieren. Insbesondere erklärte er: „Wir haben nicht vor, ukrainisches Territorium zu besetzen“, und machte deutlich, dass er die ukrainische Souveränität respektiere, allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt: „Russland kann sich nicht sicher fühlen, sich nicht entwickeln und nicht existieren, wenn es sich einer ständigen Bedrohung durch das Territorium der heutigen Ukraine ausgesetzt sieht.“ Das heißt, Putin war nicht daran interessiert, die Ukraine zu einem Teil Russlands zu machen, sondern er wollte sicherstellen, dass sie nicht zu einem „Sprungbrett“ für westliche Aggressionen gegen Russland wird.

ZWEITENS gibt es keinerlei Hinweise dafür, dass Putin eine Marionettenregierung für die Ukraine vorbereitete, in Kiew prorussische Führungspersönlichkeiten aufbaute oder irgendwelche politischen Maßnahmen verfolgte, die eine Besetzung des gesamten Landes und dessen letztendliche Eingliederung in Russland ermöglichen würden.

Diese Fakten widersprechen der Behauptung, Putin sei daran interessiert gewesen, die Ukraine von der Landkarte zu tilgen.

DRITTENS: Putin hatte nicht annähernd genug Truppen, um die Ukraine zu erobern.

Beginnen wir mit den Gesamtzahlen. Ich schätze seit langem, dass die Russen mit höchstens 190.000 Soldaten in die Ukraine einmarschiert sind. General Oleksandr Syrskyi, der derzeitige Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, sagte kürzlich in einem Interview mit The Guardian, dass die russische Invasionstruppe nur 100.000 Mann stark war. The Guardian hatte diese Zahl bereits vor Beginn des Krieges genannt. Es ist unmöglich, dass eine Truppe von 100.000 oder 190.000 Mann die gesamte Ukraine erobern, besetzen und in ein Großrussland eingliedern könnte.

Bedenken Sie, dass die Wehrmacht beim deutschen Überfall auf die westliche Hälfte Polens im September 1939 etwa 1,5 Millionen Mann zählte. Die Ukraine ist geografisch mehr als dreimal so groß wie die westliche Hälfte Polens im Jahr 1939, und in der Ukraine leben im Jahr 2022 fast doppelt so viele Menschen wie in Polen zum Zeitpunkt des deutschen Überfalls. Wenn wir die Schätzung von General Syrskyi akzeptieren, dass 100.000 russische Truppen im Jahr 2022 in die Ukraine einmarschierten, bedeutet dies, dass Russland über eine Invasionsstreitmacht verfügte, die 1/15 der Größe der deutschen Streitkräfte war, die in Polen einmarschierten. Und diese kleine russische Armee marschierte in ein Land ein, das sowohl territorial als auch von der Bevölkerungszahl her viel größer war als Polen.

Abgesehen von den Zahlen stellt sich die Frage nach der Qualität der russischen Armee. Zunächst einmal handelte es sich um eine militärische Streitkraft, die in erster Linie dazu bestimmt war, Russland vor einer Invasion zu schützen. Es handelte sich nicht um eine Armee, die für eine Großoffensive zur Eroberung der gesamten Ukraine, geschweige denn zur Bedrohung des übrigen Europas, gerüstet war. Außerdem ließ die Qualität der Kampftruppen zu wünschen übrig, da die Russen nicht mit einem Krieg rechneten, als sich die Krise im Frühjahr 2021 zuzuspitzen begann. Daher hatten sie kaum Gelegenheit, eine qualifizierte Invasionstruppe auszubilden. Sowohl qualitativ als auch quantitativ war die russische Invasionstruppe nicht annähernd mit der deutschen Wehrmacht der späten 1930er und frühen 1940er Jahre vergleichbar.

Man könnte argumentieren, dass die russische Führung dachte, das ukrainische Militär sei so klein und so unterlegen, dass ihre Armee die ukrainischen Streitkräfte leicht besiegen und das ganze Land erobern könnte. Tatsächlich wussten Putin und seine Leutnants sehr wohl, dass die Vereinigten Staaten und ihre europäischen Verbündeten das ukrainische Militär seit Ausbruch der Krise am 22. Februar 2014 bewaffnet und ausgebildet hatten. Die große Befürchtung Moskaus war, dass die Ukraine de facto Mitglied der NATO werden würde. Außerdem beobachteten die russischen Führer, wie die ukrainische Armee, die größer war als ihre Invasionstruppen, zwischen 2014 und 2022 im Donbass erfolgreich kämpfte. Ihnen war sicherlich klar, dass das ukrainische Militär kein Papiertiger war, der schnell und entschlossen besiegt werden konnte, zumal es über eine starke Rückendeckung durch den Westen verfügte.

Schließlich waren die Russen im Laufe des Jahres 2022 gezwungen, ihre Armee aus der Oblast Charkiw und aus dem westlichen Teil der Oblast Cherson abzuziehen. Damit gab Moskau Gebiete auf, die seine Armee in den ersten Tagen des Krieges erobert hatte. Es steht außer Frage, dass der Druck der ukrainischen Armee eine Rolle dabei spielte, den russischen Rückzug zu erzwingen. Vor allem aber erkannten Putin und seine Generäle, dass sie nicht über genügend Kräfte verfügten, um das gesamte Gebiet, das ihre Armee in Charkiw und Cherson erobert hatte, zu halten. Also zogen sie sich zurück und schufen besser kontrollierbare Verteidigungspositionen. Dies ist kaum das Verhalten, das man von einer Armee erwarten würde, die aufgebaut und ausgebildet wurde, um die gesamte Ukraine zu erobern und zu besetzen. Tatsächlich war sie für diesen Zweck nicht konzipiert und konnte daher diese Herkulesaufgabe nicht bewältigen.

VIERTENS: In den Monaten vor Kriegsbeginn versuchte Putin, eine diplomatische Lösung für die sich anbahnende Krise zu finden.

Am 17. Dezember 2021 sandte Putin ein Schreiben an Präsident Joe Biden und NATO-Chef Stoltenberg, in dem er eine Lösung der Krise auf der Grundlage einer schriftlichen Garantie vorschlug, dass: 1) die Ukraine der NATO nicht beitreten würde, 2) keine Angriffswaffen in der Nähe der russischen Grenzen stationiert würden und 3) die seit 1997 nach Osteuropa verlegten NATO-Truppen und -Ausrüstung nach Westeuropa zurückverlegt würden. Was auch immer man von der Machbarkeit einer Einigung auf der Grundlage von Putins Eröffnungsforderungen halten mag, über die die Vereinigten Staaten keine Verhandlungen führen wollten, es zeigt, dass er versuchte, einen Krieg zu vermeiden.

FÜNFTENS: Unmittelbar nach Beginn des Krieges hat Russland der Ukraine die Hand gereicht, um Verhandlungen zur Beendigung des Krieges und zur Ausarbeitung eines Modus Vivendi zwischen den beiden Ländern aufzunehmen.

Die Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau begannen in Weißrussland nur vier Tage nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine. Diese weißrussische Schiene wurde schließlich durch eine israelische und eine Istanbuler Schiene ersetzt. Alle verfügbaren Beweise deuten darauf hin, dass Russland ernsthaft verhandelte und nicht an der Übernahme ukrainischen Territoriums interessiert war, mit Ausnahme der Krim, die es 2014 annektiert hatte, und möglicherweise des Donbass. Die Verhandlungen endeten, als die Ukrainer auf Drängen Großbritanniens und der Vereinigten Staaten die Verhandlungen abbrachen, die zum Zeitpunkt ihrer Beendigung gute Fortschritte gemacht hatten.

Darüber hinaus berichtet Putin, dass er, als die Verhandlungen stattfanden und Fortschritte machten, gebeten wurde, als Geste des guten Willens die russischen Truppen aus dem Gebiet um Kiew abzuziehen, was er am 29. März 2022 tat. Keine westliche Regierung und kein ehemaliger Politiker hat diese Behauptung Putins angefochten, die in direktem Widerspruch zu seiner Behauptung steht, er wolle die gesamte Ukraine erobern.

SECHSTENS: Abgesehen von der Ukraine gibt es nicht den geringsten Hinweis darauf, dass Putin die Eroberung anderer osteuropäischer Länder ins Auge gefasst hat.

Außerdem ist die russische Armee nicht einmal groß genug, um die gesamte Ukraine zu überrennen, ganz zu schweigen von dem Versuch, die baltischen Staaten, Polen und Rumänien zu erobern. Außerdem sind alle diese Länder NATO-Mitglieder, was mit ziemlicher Sicherheit einen Krieg mit den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten bedeuten würde.

SIEBTENS: Kaum jemand im Westen behauptete, Putin habe imperiale Ambitionen, seit er im Jahr 2000 die Macht übernahm, bis zum Beginn der Ukraine-Krise am 22. Februar 2014. Zu diesem Zeitpunkt wurde er plötzlich zum imperialen Aggressor. Warum? Weil die westlichen Staats- und Regierungschefs einen Grund brauchten, ihm die Schuld für die Krise zu geben.

Der wohl beste Beweis dafür, dass Putin in den ersten vierzehn Jahren seiner Amtszeit nicht als ernsthafte Bedrohung angesehen wurde, ist die Tatsache, dass er auf dem NATO-Gipfel im April 2008 in Bukarest ein geladener Gast war, auf dem das Bündnis bekannt gab, dass die Ukraine und Georgien schließlich Mitglieder werden würden. Putin war natürlich erzürnd über diese Entscheidung und machte seinem Unmut Luft. Sein Widerstand gegen diese Ankündigung hatte jedoch kaum Auswirkungen auf Washington, da das russische Militär als zu schwach eingeschätzt wurde, um eine weitere NATO-Erweiterung zu verhindern, so wie es auch bei den Erweiterungswellen von 1999 und 2004 zu schwach gewesen war, um sie aufzuhalten. Der Westen glaubte, er könne Russland die NATO-Erweiterung noch einmal aufzwingen.

Außerdem war die NATO-Erweiterung vor dem 22. Februar 2014 nicht darauf ausgerichtet, Russland einzudämmen. Angesichts des traurigen Zustands der russischen Militärmacht war Moskau nicht in der Lage, die Ukraine zu erobern, geschweige denn eine revanchistische Politik in Osteuropa zu verfolgen. Der ehemalige US-Botschafter in Moskau, Michael McFaul, der ein entschiedener Verfechter der Ukraine und scharfer Kritiker Putins ist, stellt bezeichnenderweise fest, dass die Einnahme der Krim durch Russland im Jahr 2014 vor Ausbruch der Krise nicht geplant war; es war eine impulsive Reaktion auf den Putsch, der den prorussischen Führer der Ukraine stürzte. Kurz gesagt, die NATO-Erweiterung war nicht dazu gedacht, eine russische Bedrohung einzudämmen, weil der Westen nicht glaubte, dass es eine solche gab.

Erst als im Februar 2014 die Ukraine-Krise ausbrach, begannen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten plötzlich, Putin als gefährlichen Führer mit imperialen Ambitionen und Russland als ernsthafte militärische Bedrohung zu beschreiben, die die NATO eindämmen müsse. Dieser abrupte Wechsel der Rhetorik sollte einem wesentlichen Zweck dienen: dem Westen die Möglichkeit zu geben, Putin für die Krise verantwortlich zu machen und den Westen von der Verantwortung freizusprechen. Es überrascht nicht, dass diese Darstellung Putins nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 deutlich an Zugkraft gewann.

Eine Abweichung von der gängigen Meinung ist erwähnenswert. Einige argumentieren, dass die Entscheidung Moskaus, in die Ukraine einzumarschieren, wenig mit Putin selbst zu tun hat und stattdessen Teil einer expansionistischen Tradition ist, die lange vor Putin bestand und tief in der russischen Gesellschaft verwurzelt ist. Dieser Hang zur Aggression, der angeblich von inneren Kräften und nicht von Russlands äußerem Bedrohungsumfeld angetrieben wird, hat im Laufe der Zeit praktisch alle russischen Führer dazu gebracht, sich ihren Nachbarn gegenüber gewalttätig zu verhalten. Es lässt sich nicht leugnen, dass Putin in dieser Geschichte das Sagen hat oder dass er Russland in den Krieg geführt hat, aber es heißt, dass er wenig Einfluss hat. Fast jeder andere russische Führer hätte genauso gehandelt.

Es gibt zwei Probleme mit diesem Argument. Erstens ist es nicht widerlegbar, da der langjährige Charakterzug in der russischen Gesellschaft, der diesen aggressiven Impuls hervorrufe, nie identifiziert wurde. Es heißt, die Russen seien schon immer aggressiv gewesen – egal, wer an der Macht ist – und würden es auch immer sein. Es ist fast so, als ob es in ihrer DNA läge. Die gleiche Behauptung wurde einst über die Deutschen aufgestellt, die im zwanzigsten Jahrhundert oft als angeborene Aggressoren dargestellt wurden. Derartige Argumente werden in der akademischen Welt aus gutem Grund nicht ernst genommen.

Außerdem bezeichnete zwischen 1991 und 2014, als die Ukraine-Krise ausbrach, kaum jemand in den Vereinigten Staaten oder Westeuropa Russland als von Natur aus aggressiv. Außerhalb Polens und der baltischen Staaten wurde die Angst vor russischer Aggression in diesen 24 Jahren nicht häufig geäußert, was man erwarten würde, wenn die Russen zu Aggressionen veranlagt wären. Es scheint klar, dass das plötzliche Auftauchen dieser Argumentation eine bequeme Ausrede war, um Russland die Schuld für den Ukrainekrieg zu geben.

***

Lassen Sie mich einen anderen Gang einlegen und die DREI HAUPTGRÜNDE darlegen, die dafür sprechen, dass die NATO-Erweiterung die Hauptursache für den Ukraine-Krieg war.

ERSTENS sagten russische Führer aller Art vor Kriegsbeginn wiederholt, dass sie die NATO-Erweiterung in die Ukraine als eine existenzielle Bedrohung betrachten, die beseitigt werden muss.

Putin hat diese Argumentation bereits vor dem 24. Februar 2022 mehrfach öffentlich dargelegt. In einer Rede vor dem Vorstand des Verteidigungsministeriums am 21. Dezember 2021 erklärte er: „Was sie in der Ukraine tun oder versuchen oder planen, findet nicht Tausende von Kilometern entfernt von unserer Landesgrenze statt. Es geschieht direkt vor unserer Haustür. Sie müssen verstehen, dass wir uns einfach nirgendwo mehr hin zurückziehen können. Glauben sie wirklich, dass wir diese Bedrohungen nicht wahrnehmen? Oder glauben sie, dass wir tatenlos zusehen werden, wie Bedrohungen für Russland entstehen?“ Zwei Monate später, auf einer Pressekonferenz am 22. Februar 2022, nur wenige Tage vor Kriegsbeginn, sagte Putin: „Wir sind kategorisch gegen einen NATO-Beitritt der Ukraine, weil dies eine Bedrohung für uns darstellt, und wir haben Argumente, die dies unterstützen. Ich habe in diesem Saal wiederholt darüber gesprochen.“ Dann machte er deutlich, dass er begreift, dass die Ukraine ein Defacto-Mitglied der NATO werde. Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten, sagte er, „pumpen die derzeitigen Kiewer Machthaber weiterhin mit modernen Waffentypen voll“. Er fuhr fort, dass Moskau, wenn dies nicht gestoppt werde, „mit einem bis an die Zähne bewaffneten ‚Antirussland‘ dastehen würde. Das ist völlig inakzeptabel.“

Auch andere führende russische Politiker – darunter der Verteidigungsminister, der Außenminister, der stellvertretende Außenminister und der russische Botschafter in Washington – betonten die zentrale Bedeutung der NATO-Erweiterung als Auslöser der Ukraine-Krise. Außenminister Sergej Lawrow brachte es auf einer Pressekonferenz am 14. Januar 2022 auf den Punkt: „Der Schlüssel zu allem ist die Garantie, dass die NATO nicht nach Osten expandieren wird.“

Man hört oft das Argument, die russischen Befürchtungen seien unbegründet, weil es keine Chance gebe, dass die Ukraine dem Bündnis in absehbarer Zukunft beitreten würde, wenn überhaupt. Tatsächlich wird behauptet, die Vereinigten Staaten und ihre europäischen Verbündeten hätten der Aufnahme der Ukraine in die NATO vor dem Krieg wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Aber selbst wenn die Ukraine dem Bündnis beitreten würde, wäre dies keine existenzielle Bedrohung für Russland, da die NATO ein Verteidigungsbündnis ist. Daher kann die NATO-Erweiterung weder eine Ursache der ursprünglichen Krise gewesen sein, die im Februar 2014 ausbrach, noch des Krieges, der im Februar 2022 begann.

Diese Argumentation ist falsch. Tatsächlich bestand die westliche Reaktion auf die Ereignisse von 2014 darin, die bestehende Strategie zu verdoppeln und die Ukraine noch näher an die NATO heranzuführen. Das Bündnis begann 2014 mit der Ausbildung des ukrainischen Militärs und bildete in den folgenden acht Jahren durchschnittlich 10.000 Soldaten pro Jahr aus. Im Dezember 2017 beschloss die Trump-Regierung, Kiew mit „Verteidigungswaffen“ zu versorgen. Andere NATO-Länder zogen bald nach und lieferten noch mehr Waffen an die Ukraine. Darüber hinaus begannen die ukrainische Armee, Marine und Luftwaffe, an gemeinsamen Militärübungen mit NATO-Streitkräften teilzunehmen. Die Bemühungen des Westens, das ukrainische Militär zu bewaffnen und auszubilden, erklären zu einem großen Teil, warum es im ersten Kriegsjahr so ​​gut gegen die russische Armee abschnitt. Eine Schlagzeile im Wall Street Journal vom April 2022 lautete: „Das Geheimnis des militärischen Erfolgs der Ukraine: Jahrelange NATO-Ausbildung.“

Abgesehen von den laufenden Bemühungen des Bündnisses, das ukrainische Militär zu einer schlagkräftigeren Kampftruppe zu machen, die an der Seite der NATO-Truppen operieren kann, gab es im Westen im Laufe des Jahres 2021 eine neue Begeisterung für die Aufnahme der Ukraine in die NATO. Gleichzeitig vollzog Präsident Zelensky, der nie viel Enthusiasmus für eine Aufnahme der Ukraine in das Bündnis gezeigt hatte und im März 2019 auf der Grundlage einer Plattform gewählt wurde, die zur Zusammenarbeit mit Russland bei der Beilegung der anhaltenden Krise aufrief, Anfang 2021 einen Kurswechsel und befürwortete nicht nur die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine, sondern vertrat auch eine harte Linie gegenüber Moskau.

Präsident Biden, der im Januar 2021 ins Weiße Haus einzog, hatte sich seit langem für die Aufnahme der Ukraine in die NATO eingesetzt und war ein Superfalke gegenüber Russland. Es überrascht nicht, dass die NATO am 14. Juni 2021 auf ihrem jährlichen Gipfel in Brüssel ein Kommuniqué herausgab, in dem es hieß: „Wir bekräftigen den auf dem Gipfel von Bukarest 2008 gefassten Beschluss, dass die Ukraine Mitglied des Bündnisses wird.“ Am 1. September 2021 besuchte Zelensky das Weiße Haus, wo Biden klarstellte, dass die Vereinigten Staaten „fest entschlossen“ seien, „die euro-atlantischen Bestrebungen der Ukraine zu unterstützen“. Am 10. November 2021 unterzeichneten Außenminister Antony Blinken und sein ukrainischer Amtskollege Dmytro Kuleba ein wichtiges Dokument – die „Charta der strategischen Partnerschaft zwischen den USA und der Ukraine“. Das Ziel beider Parteien, so heißt es in dem Dokument, ist es, „das Engagement für die Durchführung tiefgreifender und umfassender Reformen in der Ukraine zu unterstreichen, die für eine vollständige Integration in die europäischen und euro-atlantischen Institutionen erforderlich sind.“ Es bekräftigt auch ausdrücklich das Engagement der USA für die „Bukarester Gipfelerklärung von 2008“.

Es scheint kaum Zweifel daran zu geben, dass die Ukraine auf dem besten Weg war, bis Ende 2021 Mitglied der NATO zu werden. Dennoch argumentieren einige Befürworter dieser Politik, dass sich Moskau keine Sorgen über dieses Ergebnis hätte machen müssen, denn „die NATO ist ein Verteidigungsbündnis und stellt keine Bedrohung für Russland dar“. Aber das ist nicht die Meinung Putins und anderer russischer Politiker über die NATO, und es kommt darauf an, was sie denken. Kurz gesagt, es steht außer Frage, dass Moskau den Beitritt der Ukraine zur NATO als eine existenzielle Bedrohung ansah, die nicht hingenommen werden durfte.

ZWEITENS erkannte eine beträchtliche Anzahl einflussreicher und hoch angesehener Persönlichkeiten im Westen vor dem Krieg, dass die Expansion der NATO – insbesondere in die Ukraine – von der russischen Führung als tödliche Bedrohung angesehen werden und schließlich zur Katastrophe führen würde.

William Burns, der heute die CIA leitet, aber zum Zeitpunkt des NATO-Gipfels in Bukarest im April 2008 US-Botschafter in Moskau war, verfasste ein Memo an die damalige Außenministerin Condoleezza Rice, in dem er die russischen Überlegungen zur Aufnahme der Ukraine in die Allianz prägnant beschreibt. „Der Beitritt der Ukraine zur NATO“, so schrieb er, „ist für die russische Elite (nicht nur für Putin) die klarste aller roten Linien. In den mehr als zweieinhalb Jahren, in denen ich Gespräche mit den wichtigsten russischen Akteuren geführt habe, von Scharfmachern in den dunklen Nischen des Kremls bis hin zu Putins schärfsten liberalen Kritikern, habe ich noch niemanden gefunden, der die Aufnahme der Ukraine in die NATO als etwas anderes betrachtet als eine direkte Herausforderung für die russischen Interessen.“ Die NATO, so sagte er, „würde als ein strategischer Fehdehandschuh angesehen werden. Das heutige Russland wird darauf reagieren. Die russisch-ukrainischen Beziehungen würden auf Eis gelegt … Das würde einen fruchtbaren Boden für russische Einmischungen auf der Krim und in der Ostukraine schaffen.“

Burns war 2008 nicht der einzige westliche Entscheidungsträger, der erkannte, dass die Aufnahme der Ukraine in die NATO mit Gefahren verbunden war. Auf dem Bukarester Gipfel sprachen sich sowohl die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch der französische Präsident Nicolas Sarkozy gegen eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine aus, weil sie wussten, dass dies Russland alarmieren und verärgern würde. Merkel erklärte kürzlich ihre Ablehnung: „Ich war mir sehr sicher, … dass Putin das nicht einfach zulassen wird. Aus seiner Sicht wäre das eine Kriegserklärung“.

Um noch einen Schritt weiter zu gehen: Zahlreiche amerikanische Politiker und Strategen sprachen sich in den 1990er Jahren gegen die Entscheidung von Präsident Clinton aus, die NATO zu erweitern, als diese Entscheidung noch zur Debatte stand. Diesen Gegnern war von Anfang an klar, dass die russische Führung darin eine Bedrohung ihrer lebenswichtigen Interessen sehen würde und dass diese Politik letztlich in eine Katastrophe münden würde. Die Liste der Gegner umfasst prominente Persönlichkeiten des Establishments wie George Kennan, sowohl Präsident Clintons Verteidigungsminister William Perry als auch seinen Vorsitzenden des Vereinigten Generalstabs, General John Shalikashvili, Paul Nitze, Robert Gates, Robert McNamara, Richard Pipes und Jack Matlock, um nur einige zu nennen.

Die Logik von Putins Position sollte für Amerikaner, die seit langem der Monroe-Doktrin verpflichtet sind, vollkommen verständlich sein. Diese besagt, dass keine entfernte Großmacht ein Bündnis mit einem Land in der westlichen Hemisphäre eingehen und ihre militärischen Streitkräfte dort stationieren darf. Die Vereinigten Staaten würden einen solchen Schritt als existenzielle Bedrohung auffassen und alles tun, um diese Gefahr zu beseitigen. Dies geschah natürlich auch während der Kubakrise 1962, als Präsident Kennedy den Sowjets klar machte, dass ihre Atomraketen aus Kuba abgezogen werden müssten. Putin ist zutiefst von derselben Logik beeinflusst. Schließlich wollen Großmächte nicht, dass sich entfernte Großmächte in ihrem Hinterhof ansiedeln.

DRITTENS: Die zentrale Bedeutung der tiefen Angst Russlands vor einem NATO-Beitritt der Ukraine wird durch zwei Entwicklungen seit Kriegsbeginn verdeutlicht.

Während der Istanbuler Verhandlungen, die unmittelbar nach Beginn der Invasion stattfanden, machten die Russen deutlich, dass die Ukraine eine „dauerhafte Neutralität“ akzeptieren müsse und der NATO nicht beitreten könne. Die Ukrainer akzeptierten die Forderung Russlands ohne ernsthaften Widerstand, sicherlich weil sie wussten, dass es sonst unmöglich wäre, den Krieg zu beenden. In jüngerer Zeit, am 14. Juni 2024, stellte Putin zwei Forderungen, die die Ukraine erfüllen müsse, bevor er einem Waffenstillstand und der Aufnahme von Verhandlungen zur Beendigung des Krieges zustimmen würde. Eine dieser Forderungen war, dass Kiew „offiziell“ erklärt, „dass es seine Pläne, der NATO beizutreten, aufgibt“.

Das alles ist nicht überraschend, denn Russland hat die Ukraine in der NATO immer als existenzielle Bedrohung gesehen, die um jeden Preis verhindert werden muss. Diese Logik ist die treibende Kraft hinter dem Ukraine-Krieg.

Schließlich ist aus der Verhandlungsposition Russlands in Istanbul sowie aus Putins Äußerungen zur Beendigung des Krieges in seiner Ansprache vom 14. Juni 2024 klar ersichtlich, dass er nicht daran interessiert ist, die gesamte Ukraine zu erobern und sie zu einem Teil eines größeren Russlands zu machen.

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John Joseph Mearsheimer (* 14. Dezember 1947 in Brooklyn, New York City) ist ein US-amerikanischer Politikwissenschaftler an der University of Chicago. Sein Schwerpunkt ist die Analyse internationaler Beziehungen aus der Perspektive des offensiven Neorealismus, den er erstmals 2001 in seiner Monografie The Tragedy of Great Power Politics darstellte.

Dieser Text von John J. Mearsheimer erschien am 5.8.2024 auf https://substack.com/@mearsheimer/p-147357385. Vielen Dank für die Genehmigung des Autors zum Abdruck der deutschen Übersetzung. Die Übersetzung wurde von Thomas Mayer erstellt.

Neben der NATO-Osterweiterung gibt es weitere Faktoren die zum Ukraine-Krieg führten, zum Beispiel der Nationalismus in der Ukraine und die Unterdrückung der ethnisch-russischen Bevölkerung.

Ausführlich sind die vielschichtigen Hintergründe des Ukraine-Krieges geschildert in dem Buch von Thomas Mayer: Wahrheitssuche im Ukraine-Krieg – Um was es wirklich geht, 600 Seiten, ISBN 978-3-89060-863-1, Infos zum Buch: https://kurzelinks.de/h10a

Wichtig, um uns nicht zu verlieren: besorgniserregende Zunahme der globalen Zensur: die totale Kontrolle über das Internet

Es haben noch nie die Guten zensiert.

Diese Aussage soll darauf hinweisen, dass historische und aktuelle Beispiele von Zensur meist von autoritären oder repressiven Regimen ausgehen und dass diejenigen, die Zensur ausüben, nicht im Sinne von Freiheit und Gerechtigkeit handeln.

Weltweit nimmt die Zensur dramatisch zu, während immer mehr westliche Politiker bestätigen, dass härtere Maßnahmen gegen sogenannte „Fake-News“ und „Desinformationen“ notwendig seien. In diesem Zuge werden kritische Websites zunehmend aus den Suchergebnissen großer Plattformen, wie Google, die vom Pentagon kontrolliert wird, entfernt. Tausende YouTube-Kanäle, die alternative Ansichten vertreten, sind bereits gelöscht worden.

Auch Facebook, das laut Berichten von der CIA überwacht wird, löscht systematisch Inhalte, die nicht dem vorherrschenden Narrativ entsprechen. Organisationen wie die WHO, das WEF und die UNO, die nicht von den Bürgern gewählt wurden, fordern lautstark mehr Zensur. In einigen Ländern werden sogar „Wahrheitsministerien“ eingerichtet, um die totale Kontrolle über das Internet zu gewährleisten.

Die Forderungen nach einer umfassenden Überwachung des Webs nehmen zu, während die Meinungsfreiheit in Gefahr ist, unter dem Vorwand des Schutzes vor Desinformation geopfert zu werden. Eine beunruhigende Entwicklung, die die Freiheit im digitalen Zeitalter bedroht.

Um sicherzustellen, dass Sie weiterhin Zugang zu wichtigen Informationen haben, abonnieren Sie unbedingt unseren Newsletter. Da Telegram-Posts, die auf unserer Webseite eingebettet sind, seit mehr als einer Woche nicht mehr sichtbar sind, folgen Sie uns auch direkt auf Telegram, um keine kritischen Updates und Neuigkeiten zu verpassen!

Die Studie bestätigt die Wahrheit über Masken und Kinder.

Wir schreiben das Jahr 2024, und das Thema Maske ist nach wie vor umstritten. Jahrelange Fehlinformationen von vermeintlichen „Experten“ wie Anthony Fauci und Deborah Birx und Organisationen wie der CDC haben Millionen von sehr klugen Menschen davon überzeugt, dass Masken ein wirksames Mittel zur Verringerung der Übertragung von Atemwegsviren sind. Dies gilt auch für die Grippe, obwohl dieselben Experten und Organisationen es versäumt haben, Masken für die Jahrzehnte der Grippesaison vor 2020 zu empfehlen.

Jemanden zu zwingen, sich zu maskieren, war angesichts der umfangreichen und soliden Beweislage, die eindeutig zeigt, dass Masken nicht funktionieren, eine unvertretbare politische Entscheidung. Aber Kinder gezielt zur Maskierung zu zwingen, war entschieden viel, viel schlimmer.

Und das nicht nur, weil es ein sinnloses Pandemie-Theater war, bei dem es keinerlei Beweise für die Wirksamkeit gab.

Sondern weil sie auch aktiv Schaden anrichtete, wie eine neue Studie zeigt.

Neue Studie bestätigt Schäden durch Maskierung von Kindern

Eine neue Studie, die von Tracy Beth Høeg mitverfasst wurde, befasst sich mit den Nebenwirkungen der Maskierung, einem Thema, das von Experten und Politikern, die verzweifelt versuchen, das individuelle Verhalten zu kontrollieren, völlig ignoriert wird.

Und in ihrer Diskussion wird sofort klar, warum ihre Untersuchungen und Schlussfolgerungen von den Mainstream-Medien völlig ignoriert werden.

„Es gibt keine stichhaltigen Beweise für einen Nutzen der Maskierung von Kindern zur Verringerung der Übertragung von SARS-CoV-2 oder anderen Atemwegsviren“, erklären sie. Ich hätte es selbst nicht besser sagen können.

Die hochwertigsten verfügbaren Belege für die Maskierung von Kindern bei COVID-19 oder anderen viralen Atemwegsinfektionen haben keine positiven Auswirkungen auf die Übertragung gezeigt. Mechanistische Studien, die eine verringerte Virusübertragung durch die Verwendung von Gesichtsmasken und Atemschutzmasken belegen, haben sich nicht in der Praxis bewährt. Zu den festgestellten Schäden des Maskierens gehören negative Auswirkungen auf die Kommunikation und die Komponenten von Sprache und Sprechen, die Fähigkeit zu lernen und zu verstehen, die Entwicklung von Gefühlen und Vertrauen, körperliche Beschwerden und die Verringerung der Zeit und Intensität von Übungen.

Es ist ein Meisterwerk. Keine Anmerkungen.

Wie die Überprüfung der Cochrane Library erklärt, wie die Daten zeigen, wie Jahrzehnte der gesammelten Beweise bestätigen: Masken wirken nicht. Für jeden, aber besonders für Kinder, die Masken nicht richtig tragen oder benutzen konnten, selbst wenn sie nachweislich funktionierten. Was sie nicht taten.

Experten verlangten und Politiker ordneten an, dass sie sie trotzdem tragen sollten, basierend auf Spekulationen, Hoffnungen und mechanistischen Studien, die eindeutig widerlegt wurden. Und die Schäden waren bemerkenswert.

„Negative Auswirkungen auf die Kommunikation und Komponenten von Sprache und Sprechen.“ „Lern- und Auffassungsfähigkeit“. „Emotionale und vertrauensvolle Entwicklung, körperliches Unbehagen und Verringerung der Zeit und Intensität der Bewegung“.

Sie wissen schon, die grundlegenden Bausteine der menschlichen Entwicklung, die Kinder brauchen, um sich zu ausgeglichenen, körperlich und geistig gesunden Jugendlichen und Erwachsenen zu entwickeln.

Wie Høeg und die anderen Autoren erklären, bedeutet dies zwangsläufig, dass der Zwang zur Maskierung von Kindern jeden objektiven Maßstab für Schaden und Nutzen verfehlt.

Die Wirksamkeit der Maskierung von Kindern wurde nicht nachgewiesen, während die dokumentierten Schäden der Maskierung bei Kindern vielfältig und nicht zu vernachlässigen sind und Anlass zu sorgfältigem Nachdenken geben sollten. Die Empfehlungen zur Maskierung von Kindern entbehren einer grundlegenden Nutzen-Schaden-Analyse.

Der nächste Abschnitt ist eine vollständige Demontage der CDC und der US-Gesundheitsbürokratie, wie sie mit Covid umgegangen sind und welch schlechtes Beispiel dies für künftige Pandemien darstellt.

An vielen Orten in Nordamerika mussten Kinder im Alter von zwei Jahren in Schulen und Kindertagesstätten täglich mehrere Stunden lang drinnen und draußen Gesichtsmasken tragen [1], [2]. Dies stand in krassem Gegensatz zu den europäischen Ländern, in denen das Tragen von Masken für Kinder unter sechs Jahren nie empfohlen wurde und in vielen Ländern auch nicht für Kinder unter zwölf Jahren [3]. Die Empfehlungen der US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zur Maskierung von Kindern wichen erheblich von den internationalen Richtlinien ab [3], [4], [5]. Die CDC empfiehlt in bestimmten Situationen weiterhin Masken für Kinder bis zum Alter von zwei Jahren [1], [6], und das, obwohl es keine Strategien gibt, diese Beschränkungen aufzuheben. Im Falle einer künftigen Bedrohung der öffentlichen Gesundheit könnte eine klare und konsequente Kommunikation der Gesundheitsbehörden über die Kriterien, nach denen vorübergehende Gesundheitsempfehlungen zurückgezogen werden, während Daten gesammelt werden, dazu dienen, die Ängste der Öffentlichkeit zu lindern, das Misstrauen zu verringern und die Rückkehr zu einem normaleren Leben zu erleichtern, in dem unwirksame Empfehlungen umgehend verworfen werden.

Es ist ein ruhiger, gründlicher Abriss der Inkompetenz und des Autoritarismus des US-Gesundheitswesens.

Sie wiederholen, dass es keine Beweise für die Maskierung von Kindern gibt, und erklären, dass es in der Praxis keine Beweise für die Wirksamkeit von Kindermasken gibt. Es wurden keine randomisierten kontrollierten Studien durchgeführt, um festzustellen, ob die Maskierung von Kindern die Verbreitung von Covid verhindern würde. Es ist unentschuldbar, eine Maßnahme vorzuschreiben, für die es keine Beweise gibt, aber noch schlimmer ist es, wenn man die nachweisbaren Schäden bedenkt.

„Sprache, Sprechen und Lernen: Der Mensch verlässt sich auf die visuellen Informationen, die das Gesicht eines Sprechers liefert, um Sprache zu entschlüsseln. Mundbewegungen und Gesichtsgesten zu sehen, beschleunigt das Erkennen von Wörtern und verbessert das Sprachverständnis [12], [19], [20], [21]. Die Integration von Audio- und Gesichtsinformationen ist entscheidend für die Sprachwahrnehmung und -entwicklung. Sehbehinderte Kinder haben oft Verzögerungen in der Sprachentwicklung [22], was zumindest teilweise auf eine verminderte Wahrnehmungsfähigkeit zurückzuführen sein könnte“, schreiben sie.

Masken hindern Kinder am Lernen, vom Sehen der Mundbewegungen bis zur Mimik. Sie beeinträchtigen grundsätzlich die Fähigkeit eines Kindes, Sprache zu entwickeln. Neben vielen anderen Problemen, die in der vollständigen Studie behandelt werden.

Diese Schäden waren schon vor Covid bekannt. Dies sind keine neuen Informationen, und es ist ein offensichtlich gesunder Menschenverstand. Warum haben also die Gesundheitsbehörden sie ignoriert und stattdessen evidenzfreie Politiken und Mandate gefördert?

Es gibt nur wenige vernünftige Erklärungen: Panik, Angst oder Inkompetenz. Wahrscheinlich eine Kombination aus allen dreien.

Erwachsenen ihren absurden, fatalistischen, übersteigerten, Sicherheitsglauben aufzuzwingen, war und ist eine Sache. Ihn Kindern aufzudrängen, ist eine andere. Und ihre Weigerung, zuzugeben, dass sie sich geirrt haben, bedeutete, dass das Wachstum und die Entwicklung von Kindern mit Sicherheit jahrelang geschädigt und behindert wurden, während gleichzeitig sichergestellt wurde, dass es verängstigte, falsch informierte Eltern gibt, die ihre Kinder weiterhin zwingen würden, auf unbestimmte Zeit Masken zu tragen.

Wenn man diese Konsequenzen bedenkt, verblasst die Rationalität, und die beunruhigende Wahrscheinlichkeit einer böswilligen Absicht wird viel realistischer.

*

Ian Miller ist der Autor von „Unmasked: The Global Failure of COVID Mask Mandates“ Seine Arbeit wurde in nationalen Fernsehsendungen, nationalen und internationalen Nachrichtenpublikationen vorgestellt und in mehreren Bestsellern über die Pandemie erwähnt. Er schreibt einen Substack-Newsletter, der ebenfalls den Titel „Unmasked“ trägt.

Norwegen lehnt bargeldlose Agenda ab.

Geschäfte sind nun gesetzlich verpflichtet, Bargeld als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

Peter Imanuelsen

Gute Nachrichten gibt es aus Norwegen.

Das Land hat sich von der bargeldlosen Agenda verabschiedet. Seit dem 1. Oktober sind alle Geschäfte gesetzlich verpflichtet, Bargeld als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

Solange Zahlungen unter 20.000 NOK (1871 $) liegen, dürfen die Geschäfte Barzahlungen nicht ablehnen. Wer dies dennoch tut, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Die norwegische Katastrophenschutzbehörde empfiehlt sogar, immer eine gewisse Menge Bargeld dabei zu haben, falls die digitalen Zahlungsmittel nicht mehr funktionieren.

Dies war erst kürzlich der Fall, als ein Software-Update weltweit Computer zum Absturz brachte und Banken, Flughäfen, Supermärkte und vieles mehr betroffen waren.

Nicht weniger als 600.000 Norweger sind nicht digitalisiert, vorwiegend viele ältere Menschen.

Während das Weltwirtschaftsforum eine bargeldlose Agenda vorantreibt, geht Norwegen den entgegengesetzten Weg.

Bargeld ist wichtig. Denn in einer bargeldlosen Gesellschaft wäre es für eine tyrannische Regierung sehr einfach zu kontrollieren, wer kaufen und verkaufen darf und jede Transaktion zu überwachen.

Es gibt bereits Banken, die die Einkäufe der Menschen überwachen, um ihre C02-Emissionen zu berechnen. Wie lange wird es dauern, bis dies als eine Art sozialer Kreditscore verwendet wird?

In der Tat habe ich an einem fiktiven Buch über eine dystopische Zukunft gearbeitet. Hier ist ein kleiner Ausschnitt daraus!

Als Chris zum nächsten Supermarkt ging, überlegte er, was er essen wollte. Ihm lief das Wasser im Mund zusammen, als er an das saftige Steak dachte, das er sich für einen Regentag wie diesen aufgehoben hatte. Die neue Weltregierung, die die Macht übernommen hatte, hielt Fleisch für eine Bedrohung der Umwelt und hatte deshalb allen Bürgern eine Fleischration auferlegt. Chris war glücklich, denn er wollte seine monatliche Fleischration nutzen. Es war fast das letzte Mal, dass er richtiges Fleisch gegessen hatte.

Als er am automatischen Supermarkt ankam, scannte er seinen QR-Code, um sich anzumelden, bevor er durch die Schranken gelassen wurde. Als er zum Fleischregal ging, blinkten mehrere Bildschirme auf, die ihn warnten, dass Fleisch den Planeten zerstört und nur aus Scham gegessen werden sollte. Diese Botschaften waren von der Regierung vorgeschrieben und wurden in allen Supermärkten gezeigt, die Fleisch verkaufen durften. Unbeirrt ging Chris weiter und kaufte ein schönes rotes Steak, bevor er zur Kasse ging.

Um seine Einkäufe zu bezahlen, scannte Chris seinen QR-Code, der mit seiner digitalen ID verknüpft war. Aber etwas ging schief. Er starrte entsetzt auf den rot blinkenden Kassenbildschirm, der ihm mitteilte, dass sein Klimapass anzeigte, dass er seinen C02-Grenzwert für diesen Monat überschritten hatte. Chris erkannte seinen Fehler. Weil er beschlossen hatte, mit dem Auto zum Laden zu fahren, war er ein paar Kilometer zu weit gefahren und hatte damit seinen Klimapass ausgelöst. Seine Fleischration war für diesen Monat gestrichen worden. Und er wusste, was das bedeutete. Dies würde sich auf seine soziale Kreditwürdigkeit auswirken, was für alle Bürger der Vereinigten Globalen Föderation ein erschreckender Gedanke war.

Sein Fleischkauf wurde von der Regierung wegen Überschreitung des C02-Grenzwerts verweigert.

Lassen Sie mich wissen, was Sie denken und ob Sie Lust haben, den Rest meines Buches zu lesen? Es ist bisher nicht fertig, aber wenn es Ihnen gefällt, wird es mich noch mehr motivieren, es für Sie fertigzustellen!

Jedenfalls ist es gut zu sehen, dass die bargeldlose Agenda abgelehnt wird.

Natürlich haben die meisten von Ihnen wahrscheinlich noch nichts davon gehört, da die meisten Medien nicht über diese Änderung berichtet haben.

Die westlichen Medien haben diese Schrecken im Nahen Osten mitverursacht

Das gesamte Personal der Massenmedien, das für Israel lügt und manipuliert, hat den Weg dorthin geebnet.

Caitlin Johnstone

Die USA und der Iran stehen am Rande eines Krieges. Israel und die Vereinigten Staaten planen einen Großangriff auf den Iran, der nach Aussage von Biden selbst auch Angriffe auf iranische Ölanlagen beinhalten könnte. Der Iran sagt jetzt, dass seine Tage der „individuellen Selbstbeschränkung“ vorbei sind und er bereit ist, alles zu tun, wenn die USA und Israel die Eskalation weiter vorantreiben.

Die IDF setzt das Abschlachten von Zivilisten im Libanon mit von den USA unterstützten Luftangriffen fort, während Nachrichten auftauchen, dass Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah einem 21-tägigen Waffenstillstand mit Israel zugestimmt hatte, kurz bevor Israel ihn ermordete. Berichten zufolge wussten die USA von dieser Vereinbarung.

Und natürlich tötet Israel immer noch Tag für Tag Dutzende von Zivilisten bei seinen täglichen Massakern in Gaza. Neunundneunzig amerikanische Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die als Freiwillige in der Enklave arbeiteten, haben einen offenen Brief an ihren Präsidenten veröffentlicht, in dem sie die Schrecken schildern, die sie miterlebt haben, und die Zahl der Todesopfer dieses Angriffs auf über 118.908 schätzen.

“Gaza was the first time I held a baby’s brains in my hand. The first of many.” https://t.co/wsE4WmFqZV

— Dave DeCamp (@DecampDave) October 4, 2024

Und an diesem Punkt der Geschichte sollten wir der westlichen Presse die Anerkennung zollen, die sie verdient, weil sie dazu beigetragen hat, uns hierher zu bringen, indem sie das politische Umfeld geschaffen hat, in dem solche vom Westen unterstützten Gräueltaten möglich sind.

All die Mitarbeiter der Massenmedien, die für Israel gelogen und manipuliert haben, haben den Weg dafür geebnet.

All die Experten und Reporter, die den israelischen Toten vom 7. Oktober weit mehr Bedeutung beimaßen als den viel größeren arabischen Opfern davor und danach.

All die Redakteure, die Schlagzeilen wie „Kind aus Gaza in Kugel gelaufen“ in passiver Sprache verbreiteten, um die Verantwortung Israels für die Tötungen zu verschleiern.

Alle, die unkritisch gefälschte Gräuelpropaganda über geköpfte Babys und Massenvergewaltigungen als echte Nachrichten verbreitet haben.

Alle, die unkritisch jede Behauptung der IDF und der israelischen Regierung nachplappern, weigern sich aber, über palästinensische Aussagen zu berichten, solange Israel sie nicht bestätigt.

NYT does it again. A barely-english sentence about Israel bombing another country that doesn’t mention Israel. pic.twitter.com/afn7nOjCDI

— Assal Rad (@AssalRad) October 2, 2024

Alle auf den Pressetribünen in Washington, die es versäumen, US-Beamte nach den Lügen und Verdrehungen zu befragen, die sie über Palästina, Libanon und Iran verbreiten.

Jeder, der Pressemitteilungen des Weißen Hauses veröffentlicht, die als Nachrichten getarnt sind und darstellen, wie wütend und aufgebracht Präsident Biden über israelische Kriegsverbrechen ist, während gleichzeitig nichts unternommen wird, trägt wissentlich dazu bei, das Nicht-Handeln zu verschleiern.

Jeder, der über Hunger und Krankheit im Gazastreifen berichtet, als sei dies eine Art Naturkatastrophe und nicht die unvermeidliche Folge eines vorsätzlichen Belagerungskrieges durch Israel.

Alle iranischen Raketen, die auf israelische Militäreinrichtungen zielen, ohne jemanden zu töten, als schrecklicher und bedeutender ansehen als Israels tägliche Massaker an Zivilisten.

Jeder, der unkritisch die Phrase vom „Hamas-geführten Gesundheitsministerium“ nachplappert.

Jeder, der die Hisbollah unkritisch als „terroristische Organisation“ bezeichnet.

All die hochkarätigen Kolumnisten, die Israels Verbrechen pausenlos entschuldigen und den Westen ermutigen, noch mehr Aggressivität zu unterstützen.

Löschen Sie Ihr Abonnement der New York Times.

Ich kann das nicht genug betonen. pic.twitter.com/Ckrz3GZGCM

— Alan MacLeod (@AlanRMacLeod) October 2, 2024

Journalisten, die die Hisbollah, die Huthis und die schiitischen Milizen im Irak und in Syrien als „vom Iran unterstützt“ bezeichnen, die israelische Armee aber nie als „von den USA unterstützt“.

Jeder, der dazu beiträgt, die Biden-Administration als passiven und widerwilligen Zeugen von Israels Gräueltaten darzustellen, anstatt als willigen und aktiven Teilnehmer.

Jeder, der Israels Einmarsch in den Libanon als „begrenzte Bodenoperation“ bezeichnet, nachdem er Russland dafür verspottet hat, dass es seinen Einmarsch in die Ukraine als „besondere Militäroperation“ bezeichnet hat.

Alle, die die Pager-Bombenanschläge und die Attentate im Libanon als heroische Leistungen außergewöhnlich hoch entwickelter Geheimdienste dargestellt haben, obwohl sie sich die Lunge aus dem Hals schreien würden, wenn eine Nation wie der Iran oder Russland etwas Ähnliches getan hätte.

Jeder, der dazu beiträgt, dass die falsche Darstellung, die Opposition gegen die israelische Mordlust sei ein Anzeichen für eine Epidemie des „Antisemitismus“ in unserer Gesellschaft, geglaubt wird.

Habe kurz CNN eingeschaltet. Dana Bashs Stimme zittert. Jim Scuitto bemerkte, dass sich das Hauptquartier des Mossad in einem dicht besiedelten Zivilgebiet befindet. Emotionen und Kontext werden die Libanesen und Palästinenser vom US-Team des Senders wohl weit weniger verstehen.

Turned on CNN for a bit. Dana Bash’s voice is quivering. Jim Scuitto noted that Mossad’s HQ is in a densely packed civilian area.

Emotion and context the Lebanese and Palestinians are far less likely to get from the network’s U.S. team.

— Arif Rafiq (@ArifCRafiq) October 1, 2024

All die Mitarbeiter der Massenmedien, die dazu beigetragen haben, die öffentliche Zustimmung zu den Schrecken, die wir im Nahen Osten beobachten, herzustellen, sind für das, was dort geschieht, genauso verantwortlich wie die Menschen, die die Gewalt physisch ausüben.

Sie könnten genauso gut selbst die Bomben abgeworfen und die Raketen abgeschossen haben.

Sie könnten genauso gut die Abzüge der Scharfschützengewehre betätigen, mit denen all die palästinensischen Kinder in den Kopf geschossen wurden.

Genauso gut könnten sie persönlich die Eisenstangen in die Eingeweide der palästinensischen Gefangenen einführen.

Die Propagandisten der westlichen Presse sind für die Aufrechterhaltung der vom Westen unterstützten Gräueltaten Israels ebenso wichtig wie das israelische Militär selbst.

Egal wie sehr man diese psychopathischen Manipulatoren verachtet, es ist weniger, als sie verdienen.