Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Slowakei: Neuer Atomreaktor mit US-Technologie in Planung

Slowakei: Neuer Atomreaktor mit US-Technologie in Planung

Slowakei: Neuer Atomreaktor mit US-Technologie in Planung

Am slowakischen Standort Jaslovské Bohunice soll beim dortigen Atomkraftwerk ein neuer Reaktorblock gebaut werden. Dieses Mal mit US-amerikanischer Technik von Westinghouse. Und Deutschland? Nun, da setzt man weiterhin auf Wind und Sonne.

Es gibt Länder, wie die Slowakei, die setzen auf wirtschaftliche Vernunft im Hinblick auf die Stromversorgung, und dann gibt es Deutschland. Dort setzt man lieber auf Flatterstrom durch Wind und Sonne. Denn die slowakische Regierung hat in Washington D.C. ein Abkommen zum Ausbau der Atomkraft im Land unterzeichnet, während die deutsche Bundesregierung die Ruinen der eigenen Kernkraftwerke beseitigen lässt.

Den Berichten zufolge wird der geplante Reaktorblock am bestehenden AKW-Standort Jaslovské Bohunice gebaut. Demnach soll der Reaktorblock selbst vollständig im Staatsbesitz bleiben, Westinghouse selbst soll als Industriepartner an Bord sein. Damit will man seitens Bratislava die russische Technik bei den Atomkraftwerken schrittweise ersetzen, zumal langfristige Liefer- und Wartungsabhängigkeiten geopolitisch als Risiko gelten.

US-Energieminister Chris Wright sprach bei der Unterzeichnung von einer Stärkung der europäischen Energiesicherheit “für die kommenden Jahrzehnte”. Premierminister Robert Fico erklärte, dass dies ein gemeinsames Zukunftsprojekt sei. “Sicherheit, Nachhaltigkeit und technologische Ausgereiftheit” seien Maßstäbe, an denen man sich orientiere.

Für Bratislava ist die Verbesserung der Energiesicherheit des Landes unabdingbar. Immerhin ist die Slowakei auch Standort wichtiger Industriebetriebe und muss eine stabile und günstige Stromversorgung sicherstellen. Mit dem neuen Reaktor könnten dann bereits deutlich mehr als zwei Drittel des erzeugten Stroms des Landes aus Atomkraftwerken stammen.

Die Slowakei setzt damit auf eine stabile, steuerbare und sichere Stromerzeugung, um die Bedürfnisse der Wirtschaft und der Bevölkerung zu decken. Ganz ohne Flatterstrom-Wahn wie in Deutschland.

Orbán: „Ich bin ein freier Mann, der dem ungarischen Volk dient“

Orbán: „Ich bin ein freier Mann, der dem ungarischen Volk dient“

Orbán: „Ich bin ein freier Mann, der dem ungarischen Volk dient“(David Berger) Wenn Viktor Orbán spricht, bekommen deutsche Mainstreammedien Schnappatmung und das Gehirn setzt aus. Kaum fällt ein Satz, kaum ein Tweet, wird nur noch gepoltert: „Putin-Versteher“, „Blockierer“, „Rechtsnationalist“. Analyse wird ersetzt durch Empörung, Einordnung durch Moralisierung der Unmoralischen. Die jüngsten Äußerungen des ungarischen Ministerpräsidenten zur Ukraine und zur EU zeigen einen bewundernswert ehrlichen, sein […]

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»Arbeiten zu wenig!« – Kanzler MERZ stellt sein EIGENES Volk vor der ganzen Welt an den Pranger!

Laut Friedrich Merz arbeiten die Deutschen zu wenig. Diese Botschaft richtet der Kanzler nicht nur nach innen – sondern vor der versammelten globalen Politik- und Wirtschaftselite beim WEF in Davos. Volksschelte auf internationaler Bühne, während Rekordsteuern, Abgabenlast und Kaufkraftverlust verschwiegen werden. Die Frage drängt sich auf: Ist das noch der Kanzler der Deutschen? Laut Aussagen […]

Wie man die überraschenden Worte von Merz in Russland versteht

Ich habe bereits in einem Artikel erklärt, wie ich die unerwartet freundlichen Worte von Kanzler Merz über Russland einordne, die er vor einigen Tagen von sich gegeben hat, als er Russland als „europäisches Land“ und den „größten Nachbarn“ bezeichnete, mit dem man „in der längeren Perspektive mit Russland wieder einen Ausgleich“ finden sollte. Hier übersetze […]
Leichenschändung am Völkerrecht

Leichenschändung am Völkerrecht

Leichenschändung am Völkerrecht

Wenn Donald Trump versucht, sich als Kaiser über einen “Friedensrat” zu stellen, zu dem man 1 Milliarde Dollar Eintritt zahlen soll, ist das die reinste Leichenschändung des Völkerrechts, das bereits im Koma lag, und dem Trump den Stecker gezogen hat. Tatsächlich steht die Welt vor der dystopischsten Entwicklung seit dem Beginn des Siegeszuges des Faschismus […]

Der Beitrag Leichenschändung am Völkerrecht erschien zuerst unter tkp.at.

Der wahre „Bruch“ in Davos

Der wahre „Bruch“ in Davos

Der wahre „Bruch“ in Davos

Was auch immer die Barbaren vorhaben, Tatsache ist, dass China bereits tief in der nächsten Phase steckt, in der es voraussichtlich die Vereinigten Staaten als weltweit wichtigsten Verbrauchermarkt ablösen wird. Die alte Welt stirbt, und die neue Welt kämpft um ihre Geburt: Jetzt ist die Zeit der Monster. Antonio Gramsci Davos 2026 war ein wahnsinniges […]

Der Beitrag Der wahre „Bruch“ in Davos erschien zuerst unter tkp.at.

Woher kommt der Strom? Rückgang der Windstromerzeugung

Woher kommt der Strom? Rückgang der Windstromerzeugung

Woher kommt der Strom? Rückgang der Windstromerzeugung

2. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

In der zweiten Analysewoche des Jahres 2026 kommt es zum Rückgang der  Windstromerzeugung. Der Winter lässt eine nennenswerte PV-Stromerzeugung ebenfalls nicht zu. Lediglich zwei Windbuckel stechen hervor. Für zwei kurze Zeiträume werden die 40 GW regenerative Stromerzeugung insgesamt übertroffen. Am Montag und am Donnerstag steigt der Strompreis nach Wegfall der PV-Stromerzeugung über 200€/MWh. Ansonsten pendelt der Preis um die 110€/MWh. Abgesehen von den beiden Buckelspitzen wurde Strom importiert. Das sorgte für einen auskömmlichen Strompreis auch für die deutschen Stromproduzenten.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der zweiten Analysewoche 2026 gibt Agora-Energiewende. Diese NGO erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den möglichen Prognose-Höchstwert von 86 Prozent Ausbaurate. Lediglich am 9.1. und 10.1.2026 würde der Strombedarf Deutschlands an insgesamt wenigen Stunden rein regenerativ gedeckt werden. Der Strompreis fällt dann sicher wegen des herrschenden Stromüberangebots, das noch durch die aus Netzstabilisierungsgründen notwendige fossile Zusatzerzeugung verstärkt wird, zumindest zum Teil in den negativen Bereich. Geld muss zum geschenkten Strom mitgegeben werden. Sonst wird der Strom vom Ausland nicht abgenommen.

In diesem Zusammenhang mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die ´Freunde der Energiewende`: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung auf, bevor es zu spät ist. Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potential.  

Es herrscht Dunkelflaute. Die Strompreise.

Über Tag steigt die Windstromerzeugung an. Die Strompreise.

Der erste, kleinere Windbuckel der Woche. Die Strompreise.

Die regenerative Stromerzeugung sinkt wieder ab. Die Strompreise.

Der zweite Windbuckel  der Woche.  Die Strompreise.

Die regenerative Stromerzeugung sinkt wieder ab. Die Strompreise.

Fast schon wieder Dunkelflaute. Die Strompreise.

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.

Der Beitrag Woher kommt der Strom? Rückgang der Windstromerzeugung erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Sexualität von Jugendlichen verändert sich durch Migration

Sexualität von Jugendlichen verändert sich durch Migration

anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert

Sexualität von Jugendlichen verändert sich durch Migration

Sexualität von Jugendlichen verändert sich durch Migration

Wenn man die Befragungen zur Jugendsexualität betrachtet, fand sie 2025 in einem anderen Land statt als 2009. Die Unterschiede erklären sich vor allem durch eine Information, die die Studie von 2026 unterschlägt – gesonderte Daten zu Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

con Manfred Ulex

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, früher einmal als Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bekannt, hat die 10. Befragung seiner Studie zur Jugendsexualität veröffentlicht. Dabei scheinen einige der Werte ein Rätsel – außer, man greift auf ältere Wellen dieser Befragung zurück, die bereits seit 1980 stattfindet.

Zwischen Februar und Juli vergangenen Jahres wurden bundesweit 3.514 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren sowie 2.341 junge Erwachsene von 18 bis 25 Jahren zu ihrer Sexualität befragt. Davon bezeichneten sich 3.556 Teilnehmer als weiblich, 2.256 als männlich und 43 als divers. 5.314 Befragte erklärten, sie seien heterosexuell, 418 Befragte homosexuell oder bisexuell, und 124 sagten etwas anderes oder nichts. Die Befragung dauerte jeweils etwa 35 Minuten; die Stichprobe ist bezüglich Alter, Geschlecht und Migrationshintergrund nicht proportional, was einige der Ergebnisse vermutlich verzerrt.

Das beginnt mit der Meldung, die die Schlagzeilen beherrscht: “Jugendliche haben immer später Sex”, titelt beispielsweise die Bild. Nur noch 23 Prozent der 16-jährigen hätten bereits Geschlechtsverkehr gehabt; in der Umfrage des Jahres 2019 waren es noch 34 Prozent. In der Befragung 2010 waren es noch 50 Prozent der Mädchen und 34 Prozent der Jungen gewesen, die in diesem Alter bereits sexuelle Erfahrungen hatten. Die aktuellen Werte entsprechen eher jenen, die vor fünfzig Jahren üblich waren.

Der Grund dafür lässt sich noch in der Studie des Jahres 2010 entschlüsseln – dort wurde zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund unterschieden. Bei den Mädchen mit Migrationshintergrund lag damals das Alter beim “ersten Mal” deutlich höher; während 66 Prozent der unter 17-jährigen Deutschen schon sexuell aktiv waren, waren es bei den Mädchen mit Migrationshintergrund nur 53 Prozent. Im Jahr 2005 war die Differenz noch höher: 73 Prozent bei den Deutschen, aber nur 55 bei den Mädchen mit Migrationshintergrund. Die Angleichung dürfte mit rechtlichen Veränderungen bei der Staatsangehörigkeit und weniger mit Veränderungen im Verhalten zu tun haben. Eine echte Angleichung findet sich eher beim Verhütungsverhalten; 2010 verhüteten Jugendliche mit Migrationshintergrund deutlich weniger.

Interessant ist, dass damals bei den Deutschen die Mädchen früher sexuelle Erfahrungen machten als die Jungen, während bei den Jungen mit Migrationshintergrund 72 Prozent der unter 17-Jährigen bereits aktiv waren.

Dass inzwischen nur noch 40 Prozent der 17-jährigen das “erste Mal” bereits erlebt haben, dürfte also weniger mit einem geänderten Verhalten der deutschen Jugendlichen, sondern weitaus mehr mit einem massiv gestiegenen Anteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu tun haben. Auch die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen haben sich vermutlich genau dadurch aufgehoben.

Den selben Ursprung dürften auch einige auf den ersten Blick verwunderliche Angaben von 14- bis 17-Jährigen auf die Frage haben, warum sie noch keinen sexuellen Kontakt hatten. Neben den Angaben, es fehle noch der/die Richtige (47 % w, 55 % m) oder “zu jung” (49 % w, 34 % m) findet sich auch “unmoralisch” (10 % w, 6 % m) oder “vor der Ehe nicht richtig” (17 % w, 7 % m). Antworten, die sich im Grunde nur über die Migrationsgesellschaft erklären.

In der Studie von 2010 waren für Mädchen noch Jugendzeitschriften die Hauptquelle für sexuelle Aufklärung; für 36 Prozent der deutschen Mädchen und für 39 Prozent der Mädchen mit Migrationshintergrund. Bei den Jungen war es damals schon mit 36 (d) und 46 Prozent (mi) das Internet. Heutzutage liegen die Jugendzeitschriften mit 31 Prozent weit unter dem Schulunterricht mit 78 Prozent. Im Internet sind es vor allem die Suchmaschinen, die für Sexualaufklärung genutzt werden. Allerdings – obwohl Beratungsseiten als glaubwürdigste Informationsquelle im Internet gelten (86 % w, 84 % m), halten 17 Prozent der männlichen Jugendlichen Pornos für glaubwürdige Aufklärung (neun Prozent der Mädchen).

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Grönland-Deal und Aktienkurse?

Grönland-Deal und Aktienkurse?

Grönland-Deal und Aktienkurse?

Medien waren voller Lobeshymnen, wie geschickt Trump einen Deal wegen Grönland geschlossen hätte, er dürfe die Insel komplett wirtschaftlich ausnutzen, ohne die Souveränität zu übernehmen, hörte man. Was steckt dahinter? Eine Überraschung? Die Ereignisse, auf die sich die meisten Medien beziehen, war ein Treffen zwischen Donald Trump und NATO-Generalsekretär Mark Rutte am 21. Januar 2026 […]

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Tacheles #189 ist online

Tacheles #189 ist online

Tacheles #189 ist online

Diese Woche war ausgesprochen verrückt und die Ereignisse werden sicher noch sehr viele Artikel füllen. Während wir die aktuelle Tacheles-Sendung am Donnerstag aufgezeichnet haben, konnten wir noch nicht ahnen, was die nächsten Stunden bringen würden, trotzdem hat sich vieles, was wir in der Sendung gesagt haben, bereits bestätigt. Aber wir hatten natürlich auch noch viele […]

Kiew: Ukrainische Hauptstadt unbewohnbar

Kiew: Ukrainische Hauptstadt unbewohnbar

anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert

Kiew: Ukrainische Hauptstadt unbewohnbar

Kiew: Ukrainische Hauptstadt unbewohnbar

600.000 Flüchtlinge in drei Wochen, die Gefahr von Epidemien und die Schließung von McDonald’s – so sieht es heute in Kiew aus. Vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs der Wasser- und Energieversorgung räumt Bürgermeister Vitali Klitschko ein: “Die Hauptstadt steht am Rande einer humanitären Katastrophe.”

von Anastassija Kulikowa

Kiew stehe kurz vor einer humanitären Katastrophe. Dies teilte der Bürgermeister von Kiew, Witali Klitschko, in einem Interview mit The Times mit. Seinen Angaben zufolge haben im Januar 600.000 Menschen die ukrainische Hauptstadt verlassen. Diese Zahl entspricht der Einwohnerzahl von Wladiwostok (laut Stand 2025 594.000 Menschen) oder Irkutsk (605.000 Menschen). Klitschko sagte:

“Die Situation bei den Grundversorgungsleistungen – Heizung, Wasserversorgung, Strom – ist kritisch. Derzeit werden 5.600 Mehrfamilienhäuser nicht beheizt.”

Der Beamte gab seine Erklärungen, wie in dem Artikel erwähnt, im Rathausgebäude ab, in dem die Mitarbeiter aufgrund fehlender Wasserversorgung keine Toiletten benutzen können.

In einigen Wohnhäusern ist das Wasser in den Leitungen und in der Kanalisation sogar gefroren. In diesem Zusammenhang warnen die Kommentatoren der Times, dass Kiew von einer Epidemie infektiöser Krankheiten bedroht ist. Ein solches Szenario sei unvermeidlich, wenn die Wasserversorgung nicht so schnell wie möglich wiederhergestellt werde.

Wie ein Kiewer, der aus verständlichen Gründen anonym bleiben möchte, der Zeitung Wsgljad berichtete, gab es in seiner Wohnung am Dienstag von 6 Uhr morgens bis zum Abend kein Wasser. Er bemerkte:

“Der Strom wurde kurz nach Mitternacht abgeschaltet und gegen 19 Uhr wieder eingeschaltet.”

Der Gesprächspartner erzählte:

“Der Boiler rettet uns. Gut, dass ich ihn noch vor 2014 installiert habe! Er schafft es, sich in der kurzen Zeit, in der Strom fließt, aufzuheizen, und dann bleibt das Wasser lange heiß. Man kann sich waschen und Geschirr spülen.”

Der Kiewer fügte hinzu:

“Wenn Strom geliefert wird, ist die Spannung instabil. Auch die Gasversorgung ist unregelmäßig. Die Heizung wird nach einem unverständlichen Zeitplan eingeschaltet. Und ja: Im Vergleich zu anderen Stadtteilen und Mikrobezirken bin ich noch sehr gut dran.”

Unterdessen behauptete der wichtigste Stromversorger, das ukrainische Energieunternehmen DTEK, am Mittwochabend, dass es nicht zu den geplanten Abschaltungen zurückkehren könne, da dafür einfach nicht genügend Ressourcen zur Verfügung stünden. Infolgedessen wurde die Stadt auf einen Notfallmodus mit rollierenden Stromabschaltungen umgestellt. Es wird auch berichtet, dass in den meisten Stadtteilen der Strom nach einem 14- bis 15-stündigen vollständigen Stromausfall erst nach drei bis vier Stunden wieder da ist.

Einige sehen jedoch ein viel größeres Problem in der Schließung der McDonald’s-Restaurants in der Hauptstadt. In den sozialen Netzwerken wird darüber gescherzt: Wenn es bei McDonald’s wieder Strom gibt, wird es sofort zum “Wkusno i totschka” (“Lecker – und Punkt”). Übrigens waren die Restaurants dieser Kette in der Ukraine bereits zu Beginn der militärischen Sonderoperation geschlossen worden, aber dann nahmen sie ihren Betrieb wieder auf.

Im September 2023 besuchten der damalige ukrainische Außenminister Dmitri Kuleba und US-Außenminister Antony Blinken eines dieser Restaurants. Nun wird Kuleba offenbar nicht mehr auf einen “Doppel-Cheeseburger mit Cola” vorbeischauen können, um “seinen Kater loszuwerden” – vor allem, wenn er dem Rat der europäischen Außenministerin Kaja Kallas folgt und mit dem Trinken anfängt.

Andererseits erhielten die Ukrainer auch eine persönliche Empfehlung – an sich selbst zu glauben, wie ein Löwe. Die Autorin dieser Empfehlung ist die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa. Sie sagte:

“Stehen Sie morgens auf und brüllen Sie. Selbstvertrauen ist wichtig. Und ich sage Ihnen aus eigener Erfahrung, aus bulgarischer Erfahrung, dass das nicht leicht sein wird.”

Die ersten “Mutigen” haben diesen Rat bereits ausprobiert. Der Abgeordnete der Werchowna Rada von der Regierungspartei “Diener des Volkes”, Daniil Getmanzew, berichtete, dass es im Parlamentsgebäude zwar Wasser, aber keine Heizung gebe. Er beklagte sich:

“Ich habe versucht, wie ein Löwe zu brüllen. Das hat nicht wirklich geholfen.”

Während jedoch einige Kiewer versuchen, die Situation mit Humor zu nehmen, beschreiben andere die Aussichten für das Leben in der Stadt in düsteren Farben. So beklagte sich eine Einwohnerin der Hauptstadt, dass ihr kleiner Sohn sich weigert, seine Oberbekleidung auszuziehen, wenn er von der Straße hereinkommt – weil “es zu Hause fast genauso kalt ist”. In den sozialen Netzwerken gibt es häufig Beschwerden darüber, dass man die Toilette nicht benutzen kann, weil das Wasser in den Toilettenschüsseln einfach gefroren ist. Solche Situationen sind nicht überall zu beobachten, aber ihre Zahl nimmt rapide zu.

Unterdessen schieben sich Witali Klitschko und Wladimir Selenskij weiterhin gegenseitig die Verantwortung für die Energiekrise in der Hauptstadt zu. Der Bürgermeister von Kiew ließ es sich nicht nehmen, den ukrainischen Machthaber in dem Interview mit der britischen Zeitung zu kritisieren, und warf ihm vor, “unvernünftig” einen innenpolitischen Konflikt zu schüren, obwohl das Land gerade jetzt Einheit benötige.

Zuvor hatte Selenskij erklärt, dass in Kiew die Energieversorgung am stärksten beeinträchtigt sei, und die lokalen Behörden für ihre mangelnde Vorbereitung kritisiert – wobei er hinzufügte, dass er auch jetzt keine aktiven Maßnahmen sehe. Klitschko beschwerte sich daraufhin in den sozialen Netzwerken über den “ununterbrochenen Hass” seitens der Bankowa .

Er merkte auch an, dass er dafür kritisiert wird, dass er die Kiewer aufgefordert habe, die Hauptstadt wegen der Energieprobleme vorübergehend zu verlassen. Klitschko schrieb:

“Ich bin zumindest ehrlich und warne die Menschen vor der äußerst schwierigen Lage. Und mir sind irgendwelche Umfragen und illusorischen Wahlen egal.”

In Fachkreisen wird Klitschkos Erklärung als Element der politischen Konfrontation gewertet, wobei man sich einig ist: Kiew wird nicht zum alten Leben zurückkehren, solange die derzeitigen Eliten an der Macht bleiben. Larissa Schesler, Vorsitzende der Union der politischen Emigranten und politischen Gefangenen der Ukraine (SPPU), betonte:

“Die Ukraine als Staat ist nicht in der Lage, die Energieinfrastruktur zu entwickeln und wiederaufzubauen.”

Als Beispiel führte sie eine Geschichte an, in der statt des Baus von Reserve-Stromleitungen enorme Mittel in den Kauf von Solarzellen investiert wurden, deren Speicher den Frost nicht aushalten. Schesler präzisierte:

“Eine Menge Geld wurde für ein gänzlich unbrauchbares System ausgegeben. Mit anderen Worten: Die Mittel fließen in erster Linie in Projekte, bei denen es Möglichkeiten zum Diebstahl gibt. Mit einem solchen Ansatz ist eine Wiederherstellung der Energieversorgung praktisch unmöglich.”

Eine ähnliche Ansicht vertritt der Politologe Wladimir Skatschko, Kolumnist des Nachrichtenportals Ukraina.ru. Seiner Einschätzung nach hängen die Aussichten für eine Rückkehr der Kiewer zum normalen Leben direkt vom Ausgang des Konflikts ab. Der Experte führte weiter aus:

“Wenn Frieden einkehrt und die Stadt im Einflussbereich Moskaus bleibt, sind die Aussichten für ihre Einwohner günstig. Kiew galt schon immer als dritte Hauptstadt Russlands . Es wiederaufzubauen und sogar zu verbessern, ist eine Frage der Ehre. Europa oder die USA hegen solche Gefühle nicht. Sie werden die Stadt nicht ohne direkten Gewinn wiederaufbauen. Wenn Kiew also die Hauptstadt der heutigen Ukraine bleibt, kann es so lange in einem Zustand bleiben, der einer humanitären Katastrophe nahekommt, wie es will.”

Was Klitschkos Angaben über die Abwanderung von 600.000 Menschen angeht, so ist es nach Meinung von Experten unmöglich, diese Zahlen zu überprüfen. Schesler vermutete, dass die tatsächliche Zahl der Abgewanderten höher sein könnte. Sie erklärte:

“Viele Kiewer ziehen in ihre Datschen, wo sie zumindest Wasser aus dem Brunnen holen und den Ofen anheizen können. Am schwierigsten ist die Lage für die Bewohner von Hochhäusern, in denen es weder Wasser noch Heizung gibt. Es ist praktisch unmöglich, Wasser in eine ungeheizte Wohnung zu bringen, deshalb verlassen viele tatsächlich die Stadt. Die Hauptstadt war nicht auf Krisen vorbereitet. Selbst proukrainische Medien schreiben, dass nach dem Zusammenbruch der UdSSR Bauvorhaben ohne Berücksichtigung der Vorschriften für die Wohnungs- und Kommunalwirtschaft ausgeführt wurden. Niemand hat darüber nachgedacht, wie die Energie- und Wasserversorgung in Hochhäusern gesichert werden kann. Deshalb leiden moderne Neubauten, die vollständig von Elektrizität abhängig sind, am meisten. Daran sind sowohl Selenskij als auch Klitschko schuld: Keiner von beiden ist in der Lage, das Problem zu lösen.”

Stattdessen schieben sie einander die Schuld für die Unvorbereitetheit auf einen Stromausfall zu. Skatschko glaubt, dass Klitschko nicht zufällig einem westlichen Magazin ein Interview gegeben hat:

“Er bereitet im Voraus sein Image als Opfer politischer Repressionen vor. Klitschko hofft auch, dass er zum Präsidenten ernannt werden könnte, wenn Selenskij abgesetzt und kein Ersatz gefunden wird. Aber das sind unrealistische Hoffnungen – der Einfluss Deutschlands, auf den er sich konzentriert, nimmt in der Ukraine ab.”

Darüber hinaus, fügte Schesler hinzu, versucht das Team von Selenskij, eine “Anti-Krisen”-Erzählung zu etablieren, indem es Fantasien verbreitet, dass “Millionen von Menschen in Russland ebenfalls ohne Strom leben”. Die Menschenrechtsaktivistin schlussfolgerte:

“Ja, es gibt Probleme in Belgorod, Brjansk und in der Volksrepublik Donezk, aber sie sind nicht mit dem zu vergleichen, was Kiew durchmacht.”

Ihrer Meinung nach ist auch das Lied der ukrainischen Sängerin Tina Karol von diesem Geist durchdrungen, das den Stromausfall fast wie eine spirituelle Praxis darstellt. Dieses Lied wird derzeit in den sozialen Netzwerken aktiv verspottet.

Tatsächlich sei der aktuelle Stromausfall, betonte die Menschenrechtsaktivistin, eine Folge der Weigerung der militärisch-politischen Führung der Ukraine, eine friedliche Lösung zu finden:

“Die Streitkräfte der Ukraine beschießen weiterhin Belgorod, Donezk und Energieanlagen in mehreren Regionen Russlands. Das heißt, sie lernen nichts dazu … wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.”

Aber selbst unter diesen Umständen, so sagte sie, habe man in Russland Mitgefühl mit den einfachen Kiewern – Kindern, alten Menschen, Frauen –, die durch das Vorgehen von Selenskijs Regierung an den Rand des Überlebens gedrängt worden seien. Sie seien jedoch nicht in der Lage, Widerstand zu leisten. Schesler schlussfolgerte:

“In der Ukraine gibt es keine politische Kraft, die in der Lage wäre, einen Aufstand zu organisieren, und Selenskij vernichtet mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln jede Opposition. Ohne eine organisierende Kraft kann die zersplitterte Masse der Bevölkerung nicht mit dem Erfolg von Protesten rechnen.”

Der Beitrag Kiew: Ukrainische Hauptstadt unbewohnbar ist zuerst erschienen auf anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert und wurde geschrieben von Redaktion.

Freiheitskanzlei ─ Markus Bönig im Kla.TV-Interview

“Kriegsdienstblocker, Beitragsstopper, Masern-Impfblocker …” Markus Bönig und sein Team von der Freiheitskanzlei werden nicht müde, immer neue Plattformen zu schaffen und versprechen rechtssichere Lösungen für viele Probleme. Wir haben Markus Bönig beim A-WEF getroffen, ihn gefragt, wie das Ganze funktioniert, was ihn antreibt, und wir nehmen Sie mit auf einen spannenden Blick hinter die Kulisse der Freiheitskanzlei.