Kategorie: Nachrichten
Neue Pläne für Anti-Spiegel-TV
Das erste Urteil des UN-Gerichts zum Gaza-Streifen

Die erste Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs der Vereinten Nationen zur Klage von Südafrika gegen Israel wegen des Völkermordes in Gaza wurde mit Spannung erwartet. Es ist zwar noch keine endgültige Entscheidung in der Sache, aber es zeigt, wie der Gerichtshof generell über die Frage denkt. Die russische Nachrichtenagentur TASS hat das Urteil und die ersten […]
Kiew wartet auf Geld und stellt Zahlungen an Flüchtlinge ein: Die Ereignisse des 26. Januar
Anklage gegen Michael Ballweg doch noch zugelassen

Von MANFRED ROUHS | Michael Ballweg, der Gründer von „Querdenken 711“, muss sich doch noch mit dem Vorwurf eines versuchten Betrugs unter durchaus nicht ganz alltäglichen Umständen vor Gericht auseinandersetzen. So hat es das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart entschieden und damit eine anderslautende Entscheidung des Landgerichts aufgehoben. Der Vorwurf des Geldwäsche ist allerdings endgültig vom Tisch. […]
Tacheles #126 heute wieder live um 20.00 Uhr

Auch dieses Mal müssen wir Tacheles wieder live senden, weil wir es nicht geschafft haben, die Sendung vorher aufzuzeichnen. Die Aufzeichnungen von Tacheles haben wir normalerweise Donnerstags gemacht, aber weil ich wegen Anti-Spiegel-TV fast jeden Donnerstag in Moskau bin, klappt das in letzter Zeit oft nicht mehr. Daher haben wir entschieden, dass Tacheles heute zum […]
Ken Jebsen im AUF1-Interview: „In Europa wird ein Krieg vorbereitet!“

„Es wird richtig brutal“, sagt Kayvan Soufi-Siavash, bekannt als Ken Jebsen von KenFM, im Gespräch mit AUF1-Chefredakteur Stefan Magnet. Alles laufe auf ein großes Finale hinaus. Was WEF, NATO und Co. planen würden, sei kein Spiel. „Wenn wir jetzt nicht aktiv werden, wird es Krieg geben.“ Für Jebsen steht fest: „Wir leben in einer Vorkriegszeit. […]
Wels: Nehammer-ÖVP schlägt in Angst und Panik vor Kickl-FPÖ wild um sich
Die Österreichische Volkspartei macht sich einmal mehr zum Kasperltheater der Nation. Bei der Auftaktveranstaltung zum Vorwahlkampf inszeniert sich Noch-Kanzler Karl Nehammer nahezu als Oppositionspolitiker und erklärt, was er alles für Österreich tun könne. Dummerweise regiert er das Land aber seit 2021 als devoter Koalitionspartner der Grünen. Die FPÖ reagierte mit einer präzisen Presseaussendung zu dem merkwürdigen Spektakel in Wels.
Auf Basis einer APA-OTS des freiheitlichen Parlamentsklubs
Als „großes Bürgertäuschungsmanöver eines notorischen Krisen-Leugners, der als Bundeskanzler keine Zukunft mehr hat“, bezeichnete heute FPÖ-Generalsekretär NAbg. Christian Hafenecker, MA die Präsentation des sogenannten „Österreichplans“ von ÖVP-Kanzler Nehammer. „Die Veranstaltung hat ohne einen einzigen Bürger, allein vor dem zwangsvergatterten ÖVP-Establishment stattgefunden, das sich offenbar vor der FPÖ und einem Volkskanzler Herbert Kickl derartig fürchtet, dass er der heimliche Stargast auf diesem kuriosen ÖVP-Abgesangstreffen war. Nehammer und seine Vorredner wirkten regelrecht gebeutelt von dieser Angst vor dem bevorstehenden Machtverlust.“
„Optimisten hatten sich ja erwartet, dass Nehammer endlich sagt, was er tun würde, wenn er Bundeskanzler wäre, aber nicht einmal das war der Fall“, so Hafenecker, der Nehammers Rede als enttäuschenden Schlusspunkt einer durch und durch skurrilen Inszenierung bezeichnete.
Besonders dramatisch sei die Realitätsverweigerung gewesen, die die Grundlage für die bestenfalls bemühten Ansagen Nehammers bildete: „Rekordinflation, Masseneinwanderung, Neutralitätsverrat – all das hat für die ÖVP offenbar nie stattgefunden. Sogar die Verzehnfachung der illegalen Einwanderer unter Innenminister Karner gegenüber der Amtszeit von Herbert Kickl wurde als Erfolg verkauft. Nehammer und Co. sind offensichtlich völlig in einer Parallelwelt abgetaucht. Immerhin wurde heute offen angesprochen, dass das V in ÖVP für Verschwörung steht“, so Hafenecker.
Immerhin sei den ÖVP-Strategen bewusst gewesen, dass man diese Rede nur medial verkaufen kann, bevor sie gehalten wird, zeigte Hafenecker im Nachhinein Verständnis für die häppchenweise Verteilung im Stil der türkisen „Message Control“. „Und immerhin ist der ÖVP auch bewusst, dass Volkskanzler Herbert Kickl Antworten auf die Probleme gibt, die von der Bevölkerung akzeptiert werden. Gleichzeitig auf Kickl zu schimpfen und zugleich die freiheitliche Politik zu klauen und in ein paar plakative Überschriften zu pressen, geht sich aber bestimmt nicht mehr aus“, sagte der FPÖ-Generalsekretär.
„Einen richtigen Satz habe ich allerdings vernommen: Das Bessere ist der Feind des Guten. Aber wo ist in diesem Sprichwort der Platz der ÖVP?“, fragte Hafenecker angesichts des Regierungs-Totalversagens der letzten vier Jahre.
Die Spione ohne Grenzen

Ich sage es immer wieder: Ich habe die besten Leser der Welt. Vor einigen Tagen habe ich an die Schwarmintelligenz der Leser appelliert, um mehr über die Finanzierung der Ärzte ohne Grenzen herauszufinden, denn bei den Ärzten ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières, kurz MSF) gibt es zwei Besonderheiten. Und einige Leser haben mir einige sehr […]
Kältereport Nr. 4 / 2024
Christian Freuer
Vorbemerkung: Wie schon im vorigen Kältereport angedeutet hat sich winterlich kalte Witterung inzwischen tatsächlich sowohl in den USA als auch in Mitteleuropa verabschiedet. Zumindest die ersten Meldungen sind also sozusagen eine Nachlese darauf. Aber natürlich gibt es unabhängig davon weltweit neue Kaltereignisse, die hier dokumentiert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei wieder Asien, hauptsächlich Ost- und Südostasien bis in die tropische Klimazone, sowie die Antarktis.
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Meldungen vom 19. Januar 2024:
USA: Ein weiterer Einbruch arktischer Luftmassen – Rekord-Schneebedeckung mit 58,9%
Eine Kleinigkeit für das Wochenende, Amerika – eine zweite Runde brutaler Kälte.
Historisch niedrige Temperaturen und eine Reihe schwerer Winterstürme haben bereits in vielen US-Bundesstaaten Verwüstungen angerichtet, bei denen mindestens 50 Menschen ums Leben kamen, Eigentum zerstört wurde und Hunderttausende ohne Strom waren.
In Kansas City zum Beispiel begann am 11. Januar eine rekordverdächtige Serie von Minusgraden. Die Rekorde begannen am 14. Januar zu fallen, als sowohl der Tiefstwert als auch der Höchstwert von -24°C bzw. -19°C die alte Marke von -23°C und -18°C aus dem Jahr 1979 brachen.
Der 15. Januar brachte dann einen Tiefstwert von -27°C und einen Tageshöchstwert von -17°C, womit die -23°C von 1979 und die -14°C von 1972 übertroffen wurden.
Kansas City verzeichnete in vier aufeinanderfolgenden Nächten (13.-16. Januar) Tiefstwerte unter -23°C. Dies war die zweitlängste Serie in den Annalen seit 1888, nur übertroffen von den fünf Tagen des Jahres 1983.
Laut NWS-Daten war der Tiefstwert von -19°C am 14. Januar der 11-niedrigste Tageshöchstwert in der Region Kansas City seit 1888. Der Tiefstwert von -27°C in den frühen Morgenstunden des 15. Januar war die 16-niedrigste Temperatur in der Region, ebenfalls seit 1888.
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Ganze 58,9 % der USA zwischen Kanada und Mexiko sind derzeit mit Schnee bedeckt. Letztes Jahr um diese Zeit, als der Westen eine Rekordsaison erlebte, lag diese Zahl bei 35,5 %.
Darüber hinaus ist die derzeitige Schneedecke von 58,9 % der höchste Januarwert, der in den Büchern bis ins Jahr 2004 zurückreicht. Der heutige Wert wird nur von der außergewöhnlichen Periode vom 15. bis 19. Februar 2021 übertroffen, als die Schneebedeckung bei 73,2 % lag.
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Der Frost in Russland bis –57°C breitet sich nach China aus
Am 19. Januar wurden in Russland, insbesondere in der Republik Sacha, in Orten wie Delyankir und Jurty weiterhin Werte unter -56°C gemessen.
Hier folgt jetzt ein Ausblick auf eine erhebliche Ausbreitung der Kälte nach China.
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Die Kälte in der Antarktis
Am 18. Januar erreichte Concordia um 17:36 UTC -42,5°C (Daten: climantartide.it).
Damit setzt sich das „Jahr ohne Sommer“ am unteren Ende der Welt (unter -40°C) fort – wie gut dokumentiert. Der Sommer wird bald allmählich wieder in den Winter übergehen.
Das war’s, Antarktis, die „wärmste“ Zeit des Jahres ist vorbei.
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Eine Meldung kommt am 20. Januar 2024 von wetteronline.de über starke Schneefälle in Spanien. Weiter geht es mit
Meldungen vom 22. Januar 2023:
Türkei: Schneehöhe erreicht stellenweise 5 Meter
Die Türkei erlebt derzeit die schwersten Schneefälle des Jahrhunderts – wahrscheinlich noch viel länger -, da die polare Kältewelle aus Europa nach Süden zieht. Die am stärksten betroffenen Gebiete liegen in der südöstlichen Provinz Hakkari, wo die Schneehöhe in einigen Teilen über 5 m liegt.
Im Bezirk Şemdinli in Hakkari ragen die Schneewände über die Räumfahrzeuge hinaus. Die Einsatzkräfte arbeiten ununterbrochen, um abgeschnittene Städte und Dörfer im gesamten Bezirk zu erreichen und lebenswichtige Güter zu liefern.
Die Teams verstärken ihre Bemühungen, um die Durchgänge zu erweitern, berichtet aa.com.tr.
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USA: Mindestens 100 Todesopfer durch die brutale arktische Kälte
Große Teile der USA wurden am Sonntag weiterhin von tödlicher arktischer Kälte heimgesucht – mit Minusgraden, die bis in den Süden von Texas und Florida reichten. Kälte tötet weit mehr als Hitze, und mehr als 100 Amerikaner starben allein letzte Woche.
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Das wird näher ausgeführt, gefolgt von dem Ausblick auf eine weitere Kältewelle.
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Und noch einmal in die Antarktis:
In der Antarktis geht ein ungewöhnlich kalter Sommer zu Ende
Der Sommer geht in der Antarktis zu Ende, wie die sinkenden Temperaturen zeigen. In einer bemerkenswert kalten Jahreszeit, in der auf dem gesamten Kontinent regelmäßig Werte unter -40 °C gemessen wurden, hat die Rückkehr zum Winter begonnen.
Der Tiefstwert von -43,4 °C am 19. Januar in Concordia übertraf das bisherige saisonale Minimum des Kontinents (-42,8 °C am 12. Januar 2007).
Am 21. Januar sanken die Thermometer erneut, um ein neues saisonales Tief zu erreichen: -44,4°C in Concordia (und ebenfalls -43,1C in Vostok).
Die Antarktis hat einen anomal kalten Sommer erlebt, wahrscheinlich einen der kältesten seit Beginn der Aufzeichnungen (eine Zusammenfassung folgt in Kürze). Dies ist auch kein einmaliges Phänomen – der Kontinent verzeichnete in den letzten drei Jahren (mindestens) durchweg überdurchschnittlich kalte Monate.
Die Antarktis, die 90 % des Eises der Erde beherbergt, kühlt sich ab, das zeigen die Daten eindeutig.
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Meldungen vom 23. Januar 2023:
In Hakkâri, Türkei, liegt der Schnee jetzt 7 Meter hoch
Zu den gestrigen Schneehöhen sind zwei Meter hinzugekommen, während Teile von Hakkâri in der Türkei weiterhin unter einer rekordverdächtigen Schneedecke begraben sind.
Die Räumungsmannschaften der Bezirksverwaltung für Sonderaufgaben arbeiten mit Hochdruck daran, die von den Schneemauern eingeschlossenen Städte und Dörfer zu erreichen, aber aufgrund des unerbittlichen Wetters und der ständig anhaltenden Schneefälle kommen sie nur langsam voran.
Besonders schlimm sind die Bedingungen im Bezirk Yüksekova in Hakkâri, wo das tägliche Leben zum Stillstand gekommen ist. In der Region Dağlıca hat sich der Schnee an einigen Stellen bis zu 7 Meter hoch aufgetürmt, berichtet bianet.org.
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Osteuropa gefriert
Sehr niedrige Temperaturen, harter Frost und starker Schneefall haben in dieser Woche nicht nur die Türkei, sondern ganz Osteuropa heimgesucht.
Der strenge und lang anhaltende Frost hat sich nun von Westeuropa nach Osten verlagert und Montenegro, Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Mazedonien erfasst – mit Temperaturwerten bis -27°C in Kosanica, Montenegro, am Montag.
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Arktische Luft dringt nach Ostasien vor und bringt Rekordschnee nach China – Japan jetzt in der Schusslinie
Ostasien wird von einem weiteren Einbruch arktischer Luftmassen heimgesucht, der ungewöhnlich weit südlich für seltene Schneestürme und Tiefsttemperaturen sorgt.
In den südostchinesischen Provinzen Zhejiang und Fujian zum Beispiel gab es die stärksten Schneefälle seit Dezember 2002. Sogar im Becken des Jangtse-Flusses hat es in weiten Teilen geschneit.
Seit Montag haben mindestens 6 Orte in ganz China neue Schneehöhenrekorde für Januar aufgestellt, und viele weitere harren noch der Bestätigung.
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In Butuo, Sichuan, kamen beispielsweise innerhalb von 24 Stunden 35 cm zusammen, ein neuer Rekord. Auch in den Provinzen Jiangxi und Hunan wurden Rekorde gebrochen, darunter die 29 cm in Xinhua, Hunan, die ebenfalls einen neuen Rekord für Januar darstellten.
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Mit dem Schnee sind natürlich auch die Temperaturen gefallen.
In weiten Teilen des Landes sind die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt geblieben, selbst im äußersten Süden.
Zu den bemerkenswerten Tiefstwerten hier unten gehören 2,1 °C in Guangzhou, 2,3 °C in Fuzhou, 3,2 °C in Nanning, 4,4 °C in Shenzhen und 5,4 °C in Xiamen. HKO verzeichnete am Morgen des 23. Januar mit 6,3°C die niedrigste Temperatur seit 2016.
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Was die Kälte in anderen asiatischen Ländern betrifft: -35,1°C in Samjiyon, Nordkorea; -20,2°C in Taegwallyong, Südkorea; -10,1°C auf dem Yushan Peak, Taiwan; -2,4°C in Tai Mo Shan, Hongkong; und 4,8°C in Taipa Grande, Macau.
Sehr bemerkenswert: Hong Kong und Macao liegen in der tropischen Klimazone, wo es normalerweise (bisher jedenfalls) überhaupt keinen Winter gibt!
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Schulen in Bangladesh wegen Kälte geschlossen
Im Westen schließlich, in Bangladesch, erlebt das südasiatische Land derzeit seine eigene „signifikante Kältewelle“.
Mit Tiefstwerten von 6,6 °C in den Bezirken Chuadanga und Sirajganj ist das tägliche Leben gestört.
Die Regierung hat angeordnet, dass alle Grund- und weiterführenden Schulen geschlossen werden müssen, wenn die Temperaturen unter 10°C fallen. Im ganzen Land wurde diese Anweisung befolgt.
Das Meteorologische Observatorium in Chuadanga meldete in dieser Woche einen erheblichen Temperaturrückgang, wobei der historische Tiefstwert des Bezirks (3,9°C am 9. Januar 2013) in Reichweite ist.
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Meldungen vom 24. Januar 2024:
China gefriert, weitere Schneefälle in Japan
Der große Frost in China hat sich bis Mittwoch ausgedehnt. Die Kälte ist weiter nach Süden vorgedrungen, und zwar in weiten Teilen von Fujian und Guangdong, wo die Temperaturen unter 0 °C sanken.
Die monatlichen Tiefsttemperaturrekorde fallen im ganzen Land. Zu den gestrigen Tiefsttemperaturen kamen weitere 5 (mindestens) in den Städten Chaoyang und Huidong hinzu.
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Die Schneefälle in China waren ebenso beeindruckend, vielleicht sogar noch beeindruckender.
In den Provinzen Hunan, Jiangxi und Zhejiang gab es die stärksten Schneefälle der letzten 20 Jahre, und viele Stationen (mehr als 15) haben im Januar Rekorde bzgl. der Schneehöhe aufgestellt.
Außergewöhnliche Tiefstwerte und starker Schneefall hielten auch im Norden und an der Grenze zu Russland an (-57°C in Delyankir heute Morgen).
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Wenn es im Osten um die schiere Schneehöhe geht, ist Japan der Paradefall. Das Land wird von einem „Mega-Schneesturm“ heimgesucht, berichtet RT India auf X, mit Schneefällen von „10 cm pro Stunde“. Im Norden und an der Küste des Japanischen Meeres wurden an einem Tag bereits mehr als ein Meter Schnee gemessen.
Die Aufräumarbeiten haben begonnen, aber die Prognose sagt weiteren Schnee bis zum Wochenende voraus.
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Es folgt noch einmal ein grundlegender Abschnitt, wie das Establishment mit der Kälte umgeht. Das wird separat übersetzt. Dieser Meldungsblock schließt dann noch mit einem kurzen Absatz zur Sonnenaktivität.
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Meldungen vom 25. Januar 2024:
Schnee in Japan bricht Rekorde
Weite Teile Japans werden weiterhin von rekordverdächtigen Schneefällen heimgesucht.
In den Präfekturen Gifu und Shiga wurden Rekorde gebrochen. Innerhalb von sechs Stunden fielen am Mittwochnachmittag 49 cm Schnee in der Stadt Sekigahara in Gifu und 40 cm in Maibara City in Shiga – der stärkste Schneefall, der je in diesen Gebieten gemessen wurde.
Die Japan Meteorological Agency (JMA) spricht von einer „intensiven Kaltluftmasse“, die auch in den Regionen Tokai und Kinki Rekord-Schneemengen gebracht hat.
Laut der jüngsten Vorhersage der JMA werden die winterlichen Bedingungen bis Donnerstag anhalten, und es könnte sogar zu erheblichen Schneefällen im Flachland der Regionen Chugoku, Kinki und Tokai kommen, in denen normalerweise nur wenig oder gar kein Schnee fällt.
In den 24 Stunden bis Donnerstagabend dürfte die Schneehöhe stellenweise um einen weiteren Meter steigen und damit die am Mittwoch gemeldeten Werte der letzten 24 Stunden übertreffen.
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Diese jüngsten Schneefälle kommen zu den Allzeit-Rekorden der Schneemengen hinzu, die Anfang des Monats gefallen sind:
Quelle: Sayaka Mori auf X.
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Eckpunkte bzgl. niedriger Temperaturen in ganz Indien gebrochen
Ein großer Teil des asiatischen Kontinents hat in letzter Zeit gefroren, von Russland im Norden über Japan und China bis hin zur Türkei im Süden.
In Bangladesch und Indien wurden diese Woche rekordverdächtig niedrige Temperaturen gemessen. In der indischen Hauptstadt Delhi gab es im Januar bisher fünf „kalte Tage“ und fünf „Kältewellen-Tage“, so viele wie seit 13 Jahren nicht mehr, und laut offiziellen Vorhersagen ist mit weiteren Kälteeinbrüchen zu rechnen.
Auch im Bezirk Una wurden die niedrigsten Temperaturen seit 2013 gemessen, was sich auf das tägliche Leben auswirkt.
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„Gute Chancen“, dass ein weiterer arktischer Ausbruch die USA im Februar trifft
Unter dieser Überschrift bringt Cap Allon Aussagen über mögliche neue Kälte in den USA aufgrund von Vorgängen in der Stratosphäre. Darauf wird hier nicht näher eingegangen. Es wird beschrieben, dass sich Tauwetter in den USA durchgesetzt und sich die Kälte zum Pol zurückgezogen hat, und dass dies aber wohl nur vorübergehend ist. „…Kälte zum Pol zurückgezogen hat“ – dazu fügt Allon diese Bemerkung ein:
Hinweis an die Alarmisten: Die grimmige Kälte hat sich „zu den Polen zurückgezogen“, sie wurde nicht durch mythische CO2-Verstärkungen erwärmt“. Das beweist die extreme Temperatur von -56,6°C, die heute Morgen (25. Januar) im Summit Camp in Grönland* gemessen wurde, ein Wert, der 14°C unter der Norm liegt.
Die Station Summit Camp, in Deutsch auch „Eismitte“ genannt, liegt etwa in der Mitte von Grönland auf der höchsten Erhebung dort (3231 m ü. NN). In diesem Falle ist also tatsächlich die Abweichung von 14 K das bemerkenswerte Phänomen. Näheres zu dieser Station hier, Webcam-Bilder gibt es hier.
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Antarktis
Die Temperaturen am Boden der Welt gehen weiter zurück.
Nach einem historisch kalten „Sommer“ wurde in der Antarktis gerade ein neuer Tiefstwert gemessen. Am 24. Januar um 17:02 UTC wurde in Concordia ein Tiefstwert von -44,6°C gemessen, der den Tiefstwert vom 21. Januar von -44,4°C übertrifft, ebenfalls in Concordia.
Daten mit freundlicher Genehmigung von climantartide.it.
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Meldungen vom 26. Januar 2024:
Rekordverdächtige Schneefälle in ganz Alaska
Boote sind gesunken und Dächer eingestürzt, während die Hauptstadt Alaskas unter rekordverdächtigen Schneefällen leidet.
In Juneau sind in den letzten Wochen mehrere Lawinen abgegangen. Auf dem Wasser sind allein am Mittwoch vier Boote wegen des noch nie dagewesenen Schnees gesunken, sagte der Hafenmeister der Stadt Matt Creswell.
Juneau hat allein seit Sonntag mehr als 70 Zentimeter Schnee erhalten, wobei in den letzten 12 Tagen insgesamt 162,1 Zentimeter gefallen sind. Dies ist der schneereichste jemals in Juneau aufgezeichnete 2-Wochen-Zeitraum, und die Stadt erlebt den zweitschneereichsten Januar aller Zeiten – mit nur 15 cm, die noch fehlen, um den Spitzenplatz zu erreichen, und einer Woche oder so, die noch übrig ist, um dies zu tun.
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Nur eine Woche zuvor waren in Juneau innerhalb von drei Tagen mehr als 76 Zentimeter Schnee gefallen, wodurch mindestens drei Boote im Hafen versenkt wurden, Dächer und Veranden einstürzten und zwei große Lawinen in der Nähe der Stadt abgingen, von denen eine die Thane Road verschüttete.
Die Stadt hat eine Notfallwarnung herausgegeben, in der die Einwohner vor Lawinengefahr gewarnt werden, die von „sehr hoch“ bis fast „historisch“ reicht.
Der Rekordschnee in Alaska hat sich nicht nur auf Juneau beschränkt. Auch die Stadt Anchorage hat in den letzten Monaten immer wieder neue Rekorde aufgestellt. In beiden Städten sind seit Beginn der Saison fast doppelt so hohe Schneemengen gefallen als normal:
Außerdem war 2023 das schneereichste Jahr in Anchorage, das in den Büchern bis 1953 zurückreicht. Mit 150 Zentimetern, die bis zum 12. Dezember fielen, übertraf das vergangene Jahr den bisherigen Rekordhalter 1996 (Sonnenminimum des Zyklus 22).
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Schwere Schneestürme im Norden von Iran
Während im Süden Wärme vorherrscht, hat der Nordiran mit klirrender Kälte und starkem, weit verbreitetem Schneefall zu kämpfen.
In der nordwestlichen Provinz Ost-Aserbaidschan herrschten am Mittwoch Tiefsttemperaturen von -15 °C, und in weiten Teilen der Region, darunter auch in der regionalen Hauptstadt Täbris, schneite es stark.
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Antarktis: Kältester Januar jemals seit Beginn von Aufzeichnungen
Der ungewöhnlich kalte Sommer setzt sich fort: An der Südpolstation ist das Thermometer die ganze Woche über nicht über -30°C gestiegen.
Der Durchschnittswert für den Januar wird mit ziemlicher Sicherheit zum zweiten Mal in Folge unter -30°C liegen, und das erst zum vierten Mal in den Aufzeichnungen, die bis 1958 zurückreichen – die anderen Fälle waren die Januar-Monate von 1960 (-30,4°C) und 1961 (-30,6°C).
Dies könnte der kälteste Januar in der Antarktis seit Beginn der Aufzeichnungen werden. Und auch in den letzten Jahren wäre dies keine große Anomalie. Der Kontinent erlebte 2021 den kältesten Winter aller Zeiten (April – September), dem ein anomal kalter Monat nach dem anderen folgte.
Zu den Höhepunkten des Jahres 2023 gehören der zweitkälteste Dezember seit Aufzeichnung, der kälteste November seit 40 Jahren und der kälteste August seit 2002.
Die Antarktis, die 90 % des Eises der Erde beherbergt, kühlt sich ab – das geht aus den Daten eindeutig hervor.
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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 5 / 2024
Redaktionsschluss für diesen Report: 26. Januar 2024
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Schröders Wochenrückblick: Deutschlands Lage: Freiheit oder linksgrüner Totalitarismus?
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Die Ampel unterdrückt alles, was ihrer ideologischen Politik widerspricht. Dabei schreien die Probleme in unseren Land laut zum Himmel! Massenmigration, Plünderung des Sozialstaates, Energiekrise und Altersarmut, nur um Einige zu nennen. Die Medien arbeiten dabei fleißig mit und veröffentlichen nur im vorgegebenen Narrativ.
Auf die Themen der Woche blickt die DeutschlandKURIER
-Kolumnistin Silke Schröder zurück.
The post Schröders Wochenrückblick: Deutschlands Lage: Freiheit oder linksgrüner Totalitarismus? appeared first on Deutschland-Kurier.
Der Krieg gegen den Journalismus in Belmarsh, der Krieg gegen den Journalismus in Gaza
Caitlin Johnstone
Der Kampf für die Freilassung von Julian Assange ist ein Kampf für den Schutz der Pressefreiheit auf der ganzen Welt, da die USA mit diesem Fall versuchen, einen juristischen Präzedenzfall für die Auslieferung und Inhaftierung von Journalisten oder Verlegern auf der ganzen Welt zu schaffen, die Informationen an die Öffentlichkeit bringen, die die USA nicht sehen wollen.
Ich habe in letzter Zeit nicht viel über Julian Assange geschrieben, weil ich so sehr mit den Ereignissen in Gaza beschäftigt war, aber wir sollten uns alle bewusst sein, dass der 20. und 21. Februar die letzte Chance für den WikiLeaks-Gründer sein könnte, einer Auslieferung an die USA zu entgehen, wo er für das Verbrechen des guten Journalismus verfolgt wird.
Während der zweitägigen Anhörung in London werden Assange und sein Anwaltsteam zwei Richtern des Obersten Gerichtshofs gegenübersitzen, die entscheiden werden, ob Großbritannien zulassen wird, dass der australische Journalist in Ketten zu einem betrügerischen Schauprozess in die USA geschleppt und in eines der drakonischsten Gefängnissysteme der Welt geworfen wird, weil er die Kriegsverbrechen der weltweit mächtigsten Regierung aufgedeckt hat.
Einige US-Gesetzgeber versuchen, die Auslieferung durch die House Resolution 934 zu blockieren, die besagt, dass „reguläre journalistische Aktivitäten durch den Ersten Verfassungszusatz geschützt sind und die Vereinigten Staaten alle Anklagen gegen Julian Assange und alle Versuche, ihn auszuliefern, fallen lassen sollten“. Das Fallenlassen der Anklagen würde nicht nur die Auslieferung verhindern, sondern auch die Freilassung Assanges aus dem Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh ermöglichen, wo er seit 2019 von der britischen Regierung festgehalten wird.
Rufen Sie noch heute Ihren Vertreter an und fordern Sie ihn auf, die Resolution 934 zu unterzeichnen: „Regelmäßige journalistische Aktivitäten sind durch den Ersten Verfassungszusatz geschützt, und die Vereinigten Staaten sollten alle Anklagen gegen und Versuche, Julian Assange auszuliefern, fallen lassen“
Call your representative today & urge them to sign Resolution 934: “Regular journalistic activities are protected under the First Amendment, and that the United States ought to drop all charges against and attempts to extradite Julian Assange” #FreeAssangehttps://t.co/WQHqkcdzip pic.twitter.com/87xK441wv9
— WikiLeaks (@wikileaks) January 24, 2024
Der Kampf für die Freilassung von Assange ist ein Kampf für den Schutz der Pressefreiheit auf der ganzen Welt, da die USA mit diesem Fall versuchen, einen juristischen Präzedenzfall für die Auslieferung und Inhaftierung von Journalisten oder Verlegern auf der ganzen Welt zu schaffen, die Informationen an die Öffentlichkeit bringen, die die USA nicht sehen wollen.
Und es ist erwähnenswert, dass dieser Kampf nicht wirklich getrennt ist von dem Kampf gegen die israelischen Bemühungen, den Journalismus aus dem Gazastreifen fernzuhalten, indem Reporter ermordet und die Presse daran gehindert wird, die Enklave zu betreten. Er ist auch nicht getrennt von dem allgemeinen Kampf der Menschheit, eine Zivilisation aufzubauen, die auf Wahrheit basiert, und letztlich auch nicht von unserem größeren Kampf, eine bewusste Spezies zu werden.
Überall in der Menschheit gibt es das Streben nach Wahrheit und Wissen und das Streben nach Geheimhaltung und Dunkelheit. In der Presse sehen wir beides: authentische Journalisten wie Assange, die alles Verborgene transparent machen wollen, und die Propagandisten der Mainstream-Medien, die daran arbeiten, die Wahrheit zu verschleiern und zu verzerren. Diejenigen, die eine harmonische und auf Wahrheit basierende Gesellschaft anstreben, wollen so viel Einblick wie möglich in das, was wirklich passiert, während tyrannische Machtstrukturen wie das US-Imperium und Israel ständig daran arbeiten, das Licht zu verdunkeln.
Wo immer Sie Herrschaft und Missbrauch sehen, sehen Sie Bemühungen, die Wahrnehmung einzuschränken und den menschlichen Geist daran zu hindern, zu sehen und zu verstehen, was vor sich geht. Das gilt für Imperien, für Regierungen, für Sektenführer, für misshandelnde Ehepartner und für die unangenehmen Dynamiken in unserer eigenen Psyche, die wir lieber nicht sehen wollen. Je weniger wir sehen, desto mehr Missbrauch ist möglich; je mehr wir sehen, desto näher kommen wir der Freiheit.
Ich bin kein Prophet, aber ich vermute stark, dass unsere Zukunft als Spezies vom Ausgang dieses Kampfes abhängen wird. Wenn der Drang zur Wahrheit und zum Sehen siegt, werden wir wahrscheinlich auf eine Welt der Gesundheit und Harmonie zusteuern. Wenn der Impuls, alles verwirrend, verborgen und unbewusst zu halten, siegt, steuern wir wahrscheinlich auf eine Dystopie und Ausrottung zu.
In jedem Fall können wir nur dafür kämpfen, die Dinge sichtbar zu machen, damit Gesundheit und Harmonie möglich werden. Kämpfen wir dafür, dass wir uns der Dinge in uns selbst bewusst werden. Kämpfen, damit Journalismus im Schatten des Imperiums legal bleibt. Kämpfen wir dafür, dass Israels Gräueltaten in Gaza ans Licht kommen. Dafür kämpfen, dass das Unsichtbare sichtbar wird. Kämpfen Sie dafür, dass die Menschlichkeit ins Licht des Bewusstseins gerückt wird.
Wie die Asabiyya im Jemen die Geopolitik verändert
Pepe Escobar
Das arabische Wort Asabiyya oder „moralische Stärke“ ist im Westen nur ein Schlagwort, wird aber von den neuen Herausforderern China, Russland und Iran sehr ernst genommen. Es ist jedoch der Jemen, der diese Idee in den Vordergrund stellt, indem er alles für die kollektive Moral der Welt opfert, um den Völkermord in Gaza zu beenden.
Wenn sich die Bedingungen generell ändern, ist es, als hätte sich die ganze Schöpfung verändert und die ganze Welt verändert, als wäre sie neu und wiederholt erschaffen worden, eine Welt, die neu ins Leben gerufen wurde. Ibn Khaldun
Die jemenitischen Widerstandskräfte der Ansarallah haben von Anfang an sehr deutlich gemacht, dass sie die Blockade des Bab el-Mandeb und des südlichen Roten Meeres nur gegen Schiffe in israelischem Besitz oder mit israelischem Ziel errichtet haben. Ihr einziges Ziel war und ist es, den von der israelischen biblischen Psychopathie verübten Völkermord in Gaza zu stoppen.
Als Reaktion auf den moralisch begründeten Aufruf, den Völkermord an Menschen zu beenden, haben die Vereinigten Staaten, die Meister des globalen Krieges des Terrors (kursiv von mir), vorhersehbarerweise die jemenitischen Huthis erneut als „terroristische Organisation“ eingestuft, eine Serie von Bombenangriffen auf die unterirdischen Militäreinrichtungen der Ansarallah gestartet (in der Annahme, dass die US-Geheimdienste wissen, wo sie sich befinden) und eine Mini-Koalition der Willigen zusammengebastelt, der ihre britischen, kanadischen, australischen, niederländischen und bahrainischen Vasallen angehören.
Das jemenitische Parlament hat die Regierungen der USA und Großbritanniens kurzerhand zu „globalen Terrornetzwerken“ erklärt.
Nun zur Strategie.
Der jemenitische Widerstand hat sich mit einem Schlag einen strategischen Vorteil verschafft, indem er de facto einen wichtigen geoökonomischen Engpass kontrolliert: den Bab el-Mandeb. Dadurch können sie Sektoren der globalen Lieferketten, des Handels und des Finanzwesens in ernsthafte Schwierigkeiten bringen.
Und die Ansarallah hat das Potenzial, ihre Macht zu verdoppeln – wenn es sein muss. Händler am Persischen Golf haben inoffiziell bestätigt, dass der Jemen die Verhängung eines sogenannten Al-Aqsa-Dreiecks in Erwägung ziehen könnte – treffend benannt nach der palästinensischen Widerstandsoperation vom 7. Oktober, die darauf abzielte, die israelische Militärdivision im Gazastreifen zu zerstören und die Gefangenen als Druckmittel für einen umfassenden Gefangenenaustausch zu nutzen.
Ein solcher Schritt würde eine selektive Blockade nicht nur des Bab el-Mandeb und der Straße vom Roten Meer zum Suezkanal bedeuten, sondern auch der Straße von Hormus, wodurch Israel von Öl- und Gaslieferungen aus Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten abgeschnitten würde – obwohl die wichtigsten Öllieferanten Israels in Wirklichkeit Aserbaidschan und Kasachstan sind.
Diese Jemeniten fürchten nichts. Sollten sie in der Lage sein, das Dreieck – in diesem Fall nur mit direkter iranischer Beteiligung – durchzusetzen, wäre das der große Plan des von den USA ermordeten Quds-Force-Generals Qassem Soleimani auf kosmischen Steroiden. Dieser Plan hat das realistische Potenzial, die Pyramide aus Hunderten Billionen Dollar an Derivaten – und damit das gesamte westliche Finanzsystem – endgültig zum Einsturz zu bringen.
Doch selbst wenn der Jemen das Rote Meer und der Iran die Straße von Hormus kontrolliert, bleibt das Al-Aqsa-Dreieck nur eine Arbeitshypothese.
Willkommen zur Blockade des Hegemons
Mit einer einfachen und klaren Strategie haben die Huthis genau verstanden, dass sie, je tiefer sie die strategielosen Amerikaner in einer Art „unerklärten Krieg“ in den geopolitischen Sumpf Westasiens hineinziehen, der Weltwirtschaft schwere Schmerzen zufügen können, die der globale Süden dann dem Hegemon anlastet.
Heute ist der Schiffsverkehr im Roten Meer im Vergleich zum Sommer 2023 um die Hälfte zurückgegangen; die Lieferketten geraten ins Wanken; Schiffe, die Lebensmittel transportieren, sind gezwungen, Afrika zu umfahren (und riskieren, ihre Fracht nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums auszuliefern); die Inflation im riesigen Agrarsektor der EU (im Wert von 70 Milliarden Euro) steigt absehbar rapide an.
Dennoch sollte man ein in die Enge getriebenes Imperium nie unterschätzen.
Die im Westen ansässigen Versicherungskonzerne haben die Regeln der begrenzten Ansarallah-Blockade genau verstanden: So haben russische und chinesische Schiffe freie Fahrt im Roten Meer. Globale Versicherer haben sich nur geweigert, amerikanische, britische und israelische Schiffe zu versichern – genau das, was die Jemeniten wollten.
Deshalb haben die USA das Narrativ vorhersehbar in eine große, fette Lüge verwandelt: „Ansarallah greift die gesamte Weltwirtschaft an“.
Washington verschärfte die Sanktionen (keine große Sache, da der jemenitische Widerstand islamistisch finanziert wird), intensivierte die Bombardierungen und wandte sich im Namen der unantastbaren „Freiheit der Schifffahrt“ – die stets selektiv angewandt wird – an die „internationale Gemeinschaft“, einschließlich der Führer des globalen Südens, die um Gnade bettelten, damit die Schifffahrtsrouten offen blieben. Das Ziel dieser neuen amerikanischen Täuschung ist es, den Globalen Süden dazu zu bringen, seine Unterstützung für die Strategie von Ansarallah aufzugeben.
Achten Sie auf diesen entscheidenden US-Trick: Denn fortan ist es Washington, das in einer neuen perversen Variante der Operation Völkermord-Schutz das Rote Meer für die ganze Welt blockiert. Washington selbst wird davon allerdings verschont bleiben: Die US-Schifffahrt ist auf die pazifischen Handelsrouten angewiesen, nicht auf die westasiatischen. Die asiatischen Kunden und vor allem die europäische Wirtschaft, die bereits durch die russischen Energiesanktionen im Zusammenhang mit der Ukraine schwer getroffen wurde, werden noch mehr leiden.
Nach der Interpretation von Michael Hudson ist es sehr wahrscheinlich, dass die für die US-Außenpolitik verantwortlichen Neocons tatsächlich wollen (kursiv von mir), dass der Jemen und der Iran das Al-Aqsa-Dreieck umsetzen: „Es wird die Hauptenergieverbraucher in Asien treffen, China und andere Länder. Und das (…) wird den Vereinigten Staaten noch mehr Macht geben, die Ölversorgung der Welt zu kontrollieren, als Verhandlungsmasse bei dem Versuch, diese neue internationale Ordnung neu zu verhandeln“.
Das ist in der Tat der klassische Modus Operandi des Imperiums des Chaos.
Die Aufmerksamkeit auf „unser Volk in Gaza“ lenken
Es gibt keine stichhaltigen Beweise dafür, dass das Pentagon auch nur die geringste Ahnung hat, was seine Tomahawks im Jemen abschießen. Daran werden auch mehrere Hundert Raketen nichts ändern. Ansarallah, die bereits acht Jahre lang ununterbrochene Feuerkraft der USA, Großbritanniens, Saudi-Arabiens und der Emirate ertragen – und im Grunde gewonnen – hat, wird sich von ein paar Raketeneinschlägen nicht beirren lassen.
Sogar die sprichwörtlichen „anonymen Beamten“ teilten der New York Times mit, dass „die Lokalisierung der Ziele der Huthis sich als schwieriger als erwartet erwiesen hat“, vorwiegend wegen der schlechten US-Informationen über die jemenitische „Luftabwehr, Kommandozentralen, Munitionslager, Drohnen- und Raketenlager und -produktionsstätten“.
Aufschlussreich ist, wie der jemenitische Premierminister Abdulaziz bin Saleh Habtoor die Entscheidung der Ansarallah für die israelische Blockade als „auf humanitären, religiösen und moralischen Aspekten beruhend“ darstellt. Er bezieht sich dabei vorwiegend auf „unser Volk in Gaza“. Und die Gesamtvision, so erinnert er uns, „entspringt der Vision der Achse des Widerstands“.
Ein Hinweis, den kluge Beobachter als bleibendes Vermächtnis von General Soleimani erkennen werden.
Mit scharfem historischen Gespür – von der Gründung Israels über die Suezkrise bis zum Vietnamkrieg – erinnert der jemenitische Premierminister daran, wie „Alexander der Große die Küste von Aden und die Insel Sokotra erreichte, aber besiegt wurde (…) Invasoren versuchten, die Hauptstadt des historischen Staates Shebah zu besetzen und scheiterten (…) Wie viele Länder haben im Laufe der Geschichte versucht, die Westküste des Jemen zu besetzen und sind gescheitert? Einschließlich Großbritannien.
Es ist für den Westen und sogar für die Mehrheit der Weltbevölkerung absolut unmöglich, die jemenitische Mentalität zu verstehen, ohne vom Engel der Geschichte ein paar Fakten zu lernen.
Gehen wir also zurück zum Meister der Universalgeschichte des 14. Jahrhunderts, Ibn Khaldun, dem Autor der Muqaddimah.
Ibn Khaldun entschlüsselt den Ansarallah-Code
Ibn Khalduns Familie erlebte den Aufstieg des arabischen Reiches und zog im 7. Jahrhundert mit den ersten islamischen Heeren von der kargen Schönheit der Hadramawti-Täler im heutigen Südjemen an den Euphrat.
Ibn Khaldun war ein Vorläufer Kants mit der genialen Einsicht, dass „die Geografie die Grundlage der Geschichte ist“. Und er las den andalusischen Philosophen Averroes aus dem 12. Jahrhundert – wie auch andere Autoren, die mit Platons Werken in Berührung kamen und verstanden, wie dieser im Timaios 360 v. Chr. auf die moralische Stärke der „ersten Menschen“ hinwies.
Ja, es geht um „moralische Stärke“ – für den Westen eine bloße Worthülse, für den Osten eine grundlegende Philosophie. Ibn Khaldun erkannte, dass die Zivilisation von Menschen mit natürlicher Güte und Energie begann und sich ständig erneuerte; von Menschen, die die natürliche Welt verstanden und respektierten, die mit Leichtigkeit lebten, die durch ihr Blut oder durch eine gemeinsame revolutionäre Idee oder religiöse Überzeugung verbunden waren.
Ibn Khaldun definierte diese Kraft, die die Menschen zusammenhielt, als asabiyya.
Wie so viele Wörter in der arabischen Sprache hat asabiyya eine Reihe verschiedener, lose miteinander verbundener Bedeutungen. Die wohl wichtigste Bedeutung ist Korpsgeist, Teamgeist und Stammessolidarität – genau wie bei ansarallah.
Wie Ibn Khaldun zeigt, wird die Macht der asabiyya, wenn sie voll ausgeschöpft wird und weit über den Stamm hinausreicht, mächtiger als die Summe ihrer Teile und kann zu einem Katalysator werden, der die Geschichte umgestaltet, Reiche schafft oder zerstört, Zivilisationen fördert oder zum Zusammenbruch zwingt.
Wir leben zweifellos in einem Moment der Asabiyya, der durch die moralische Kraft des jemenitischen Widerstands herbeigeführt wurde.
Fest wie ein Fels
Die Ansarallah haben die Bedrohung durch den eschatologischen Zionismus – der zufällig ein Spiegelbild der christlichen Kreuzzüge vor einem Jahrtausend ist – von Grund auf verstanden. Und sie sind praktisch die Einzigen, die versuchen, ihn aufzuhalten.
Als zusätzlichen Bonus entlarven sie den plutokratischen Hegemon einmal mehr als Bombenleger im Jemen, dem ärmsten arabischen Nationalstaat, in dem mindestens die Hälfte der Bevölkerung noch immer von „Ernährungsunsicherheit“ betroffen ist.
Aber Ansarallah ist nicht frei von schweren Waffen wie die paschtunischen Mudschaheddin, die die NATO in Afghanistan gedemütigt haben.
Zu ihren Anti-Schiffs-Marschflugkörpern gehören die Sayyad und die Quds Z-O (mit einer Reichweite von bis zu 800 km) und die Al Mandab 2 (mit einer Reichweite von bis zu 300 km).
Zu den ballistischen Anti-Schiffsraketen gehören die Tankil (Reichweite bis zu 500 km), die Asef (Reichweite bis zu 450 km) und die Al-Bahr Al-Ahmar (Reichweite bis zu 200 km). Damit werden der südliche Teil des Roten Meeres und der Golf von Aden abgedeckt, nicht aber z.B. die Inseln des Sokotra-Archipels.
Die jemenitischen Huthis, die etwa ein Drittel der Bevölkerung des Landes ausmachen und das Rückgrat des Ansarallah-Widerstands bilden, haben ihre eigene interne Agenda: Sie wollen eine gerechte Vertretung in der Regierung erreichen (sie haben den Arabischen Frühling im Jemen initiiert), ihren zaydischen Glauben (weder schiitisch noch sunnitisch) schützen, für die Autonomie des Gouvernements Saada kämpfen und sich für die Wiederbelebung des zaydischen Imamats einsetzen, das vor der Revolution von 1962 existierte.
Heute prägen sie das große Ganze. Kein Wunder, dass die Ansarallah die arabischen Vasallen des Hegemons erbittert bekämpft – vorwiegend jene, die unter der Trump-Administration ein Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen mit Israel unterzeichnet haben.
Der saudisch-emiratische Krieg gegen den Jemen, den der Hegemon „von hinten“ führte, war ein Sumpf, der Riad sieben Jahre lang monatlich mindestens sechs Milliarden Dollar kostete. Er endete mit einem wackeligen Waffenstillstand im Jahr 2022 und einem De-facto-Sieg der Ansarallah. Ein Friedensabkommen wurde trotz saudischer Bemühungen von den USA abgelehnt.
Nun stellt Ansarallah die Geopolitik und die Geowirtschaft auf den Kopf, nicht nur mit ein paar Raketen und Drohnen, sondern mit einem Meer von List und strategischem Scharfsinn. Um ein chinesisches Sprichwort zu zitieren: Ein einziger Stein verändert den Lauf eines Baches, und dieser verändert den Lauf eines mächtigen Flusses.
Epigonen des Diogenes können immer wieder halb im Scherz anmerken, dass die strategische Partnerschaft zwischen Russland, China und dem Iran mit ihren eigenen, gut platzierten Steinen zu diesem Weg zu einer gerechteren Ordnung beigetragen haben könnte. Das ist das Schöne daran: Wir können diese Steine vielleicht nicht sehen, nur die Auswirkungen, die sie haben. Aber was wir sehen, ist der jemenitische Widerstand, fest wie ein Fels.
Die Aufzeichnungen zeigen, dass der Hegemon wieder einmal auf Autopilot geschaltet hat: Bombe, Bombe, Bombe. Und bombardieren heißt in diesem Fall, die Aufmerksamkeit von einem Völkermord abzulenken, der in Echtzeit von Israel, dem Flugzeugträger des Imperiums in Westasien, begangen wird.
Dennoch kann die Ansarallah jederzeit den Druck erhöhen, indem sie an ihrem Narrativ festhält und, angetrieben von der Macht der Asabiyya, dem Hegemon ein zweites Afghanistan liefert, gegen das der Irak und Syrien wie ein Wochenende in Disneyland aussehen werden.




