Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Illegale Massenmigration: Schlepperboot gekentert – Hunderte Tote in der Ägäis vermutet

Wieder einmal kenterte ein Schlepperboot im Mittelmeer; genaugenommen in der Ägäis nahe der griechischen Halbinsel Peloponnes. Mindestens 78 Tote wurden bereits geborgen, insgesamt könnten Hunderte umgekommen sein. 

104 Personen konnte die Küstenwache lebend retten. Neun Überlebende wurden laut dem „Spiegel“ festgenommen. Sie sollen als Schlepper fungiert haben und den aus Ägypten stammenden Männern wird unter anderem auch die Bildung einer kriminellen Organisation vorgeworfen. 

Von Ägypten über Libyen Richtung Italien

Der Fischkutter war in Ägypten gestartet und hatte dann Kurs auf das libysche Tobruk genommen, um weitere Migranten aufzunehmen. Danach steuerten die Schleuser Italien an. Schließlich änderten sie ihren Kurs und peilten den Peloponnes an. Laut der griechischen Küstenwache handelt es sich bei den Überlebenden vorwiegend um Syrer, Afghanen und Pakistani. 

Organisierter Menschenhandel

Wie gut das Schlepperwesen organisiert und wie intensiv die Kommunikation zwischen Migranten auf dem Weg nach Europa und solchen, die bereits dort leben ist, zeigt die Tatsache, dass bereits kurz nach Bekanntwerden des Unglücks Verwandte der Vermissten aus verschiedenen Staaten Europas zum Hafen der griechischen Stadt Kalamata gekommen sind. Sie wollen Auskunft über den Verbleib ihrer Familienangehörigen. 

Vermögenslose sind chancenlos

Wer in Afrika sowie im Nahen und Mittleren Osten etwas Vermögen besitzt, um die illegale Überfahrt nach Europa bezahlen zu können, wendet sich an Schlepper. Mit deren Hilfe werden sie mit Booten übers Mittelmeer in die EU gebracht. Damit begeben sie sich bewusst in große Gefahr. Dieses Risiko gehen viele ein, um in Europa arbeiten oder mit dauerhafter staatlicher Unterstützung rechnen zu können. 

Selbst gewähltes Risiko

Insofern irren die linken Demonstranten in Athen, die angesichts des Bootsunglück skandierten: „Die EU bringt Menschen um!“ Es ist nämlich die selbstgewählte gefährliche Route übers Meer, die Migranten auf sich nehmen, um in Europa besser leben zu können. Demnach ist es kaum Flucht vor Verfolgung oder Krieg, wenn man die Herkunftsländer betrachtet, sondern in der Regel kühl kalkuliertes Risiko.

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Lauterbachs „Hitzeschutzplan”: Die Corona-Hysterie wird nun aufs Klima übertragen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will noch in diesem Jahr einen bundesweiten Schutzplan gegen Hitzewellen einführen. Als Hintergrund dient auch hier das Klima-Mantra von der Erderwärmung. Der Plan soll in Kraft treten, wenn die Temperaturen auf 35 Grad und die Luftfeuchtigkeit auf mehr als 70 Prozent steigen. Was im Sommer schon immer eine völlige Banalität war, knackige Hitze, soll künftig also Notstandscharakter erhalten.

Je nach Schwere der Hitzewelle sollen dann landesweite Schutzmaßnahmen ausgelöst werden. Neben Warnanrufen an ältere Menschen mit der Aufforderung, regelmäßig Wasser zu trinken, sollen unter anderem auch Kälteräume bereitgestellt und sogar das öffentliche Leben eingeschränkt werden, unter anderem auch mit einer neuen eigenen App.

Warnung vor „Klimakatastrophe“

Was hier geplant ist, sind totalitäre Eingriffe in Freiheit und Selbstbestimmung aller Menschen. Der Staat verfällt abermals in die Rolle des vermeintlichen obersten Lebensschützers und will private Gewohnheiten reglementieren. Ganz so, wie ein Allerweltsvirus drei Jahre lang für eine „Pandemie“ herhalten musste, die keine war, soll ab sofort das Wetter für eine „Klimakatastrophe“ herhalten. Die eigentliche Katastrophe sind dabei allein die staatlichen Maßnahmen, die in willkürlicher Anmaßung ergriffen werden.

Lauterbachs lächerliche Agenda

Dass ausgerechnet Lauterbach, der Hauptagitator der Corona-Panikmache, jetzt die Klima-Panikmache verwalten soll, kann nichts Gutes bedeuten. Und wie von ihm nicht anders zu erwarten, phantasiert er sogleich von den nächsten Freiheitseinschränkungen – diesmal nicht nach Inzidenzwerten, sondern nach Tagestemperaturen: Man müsse darüber nachdenken, ob etwa Sportturniere bei bestimmten Temperaturen noch stattfinden könnten, erklärte Lauterbach. Außerdem will er die Menschen zum Aufsuchen von „Schutzräumen“ bei Hitze auffordern.

Zickzack-Kurs der Ampel-Regierung

Zur Vorbereitung seines Plans will er sich nächste Woche mit Vertretern der Ärzteschaft, der Pflege und des Gesundheitswesens treffen. Noch im letzten Jahr hatte die Ampel-Regierung es ausdrücklich abgelehnt, einen gesamtdeutschen Hitzeplan zu erarbeiten, und auf die Zuständigkeit der Kommunen verwiesen. Nun meint Lauterbach plötzlich, Deutschland sei gegen den Hitzetod nicht gut aufgestellt.

Irrationales Klabauterbach-Geschwurbel

Es sei nicht akzeptabel, dass jedes Jahr zwischen 5.000 und 20.000 hitzebedingte Todesfälle beklagt werden müssten, verfiel er wieder in seine berüchtigten Todesstatistiken. Konkret belegen konnte er diese Zahlen nicht. Zu der abnormen Übersterblichkeit seit Beginn der Impfungen hingegen schweigt der Gesundheitsminister beharrlich. Lauterbach beklagt ernsthaft, dass schönes Wetter in Deutschland positiv besetzt sei, während dies in Frankreich oder den USA zur Ausrufung von Warnstufen führt. Dass Frankreich als Land mit einem subtropischen mediterranen Süden und die USA mit ihrem verschiedenen extremen Klimazonen überhaupt kein Vergleich sind, unterschlägt er – und fordert stattdessen nun einen Plan nach französischem Vorbild.

Alte Allianzen gegen das Volk

Unterstützung dafür erhält er – wie schon bei seiner Corona-Politik – vom medizinischen Establishment und nun auch von der Klimalobby in Gestalt der üblichen NGO: Der Mediziner Martin Herrmann, der auch Vorsitzender der Deutschen Allianz für Klimawandel und Gesundheit ist, forderte etwa, die Menschen müssten für wirksameren Schutz vor extremen Hitzewellen und den damit verbundenen Toten das persönliche Verhalten ändern, mehr für den Klimaschutz tun und auch Einschränkungen in Kauf nehmen.

In Extremsituationen mit Spitzentemperaturen sei es angemessen, wenn gegebenenfalls Veranstaltungen im Freien untersagt oder öffentliche Einrichtungen geschlossen würden“, sagte er gegenüber der „Welt“. Auch regierungsnahe Vertreter der Ärzte, der Pflegeberufe und der Krankenhäuser hatten auf einen deutschen Hitzeplan gedrungen.

Erste Maßnahmen der Klima-Fanatiker

Die Klima-Psychose hat bereits länger ihre Schatten vorausgeworfen: In Berlin und Brandenburg sind schon erste sogenannte „Hitzeschilde“ eingerichtet worden. Jana Luntz vom Deutschen Pflegerat warnte, wenn man so weitermache wie bisher, werde man die die Klimakatastrophe in vollem Ausmaß erleben und parallel dazu auch eine Gesundheitskatastrophe. Nicht mehr die personelle Krise im Pflegewesen also, sondern das Klima ist alles, was den deutschen Gesundheitsminister und seine Funktionäre interessiert.

Der plötzliche Enthusiasmus für den Hitzeplan steht ebenso im Dienst der Klimapanik wie inzwischen die gesamte deutsche Politik. Dazu passt auch Lauterbachs Begeisterung darüber, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO künftig auch Klimanotstände als Gesundheitsbedrohung einstufen kann.

Kommen wieder Lockdowns?

Deutschland kann hier also mit seinem neuen Hitzeplan sofort einspringen und genau dort weitermachen, wo man bei Corona unfreiwillig unterbrochen worden war: Mit Schulschließungen, Klima-Lockdowns und Ausgehsperren – diesmal im Namen angeblich potenziell tödlicher Außentemperaturen. Der Alarmismus Lauterbachs ist übrigens auch in diesem Bereich nichts Neues: Bereits Anfang 2022 hatte er ein Buch mit dem Titel „Bevor es zu spät ist“ veröffentlicht. Darin entwarf er ein absurdes Katastrophenszenario, das drohe, wenn die Politik mit den angeblichen Erkenntnissen der Klimawissenschaft nicht Schritt halte. Sein Hitzeplan liefert ihm nun den willkommenen Vorwand, auf dieser Grundlage weitere Ausnahmezustände auszurufen.

Zum Autor: Daniel Matissek ist Journalist mit pfälzischen Wurzeln, arbeitet neben für AUF1 auch für diverse deutschsprachige freie Medien (unter anderem „Journalistenwatch.com“). Gründungsherausgeber des Blogs „Ansage.org“. Schwerpunktthemen: Migrationspolitik, politischer Extremismus, Demokratie und Medienlandschaft. Freund differenzierter Zwischentöne, aber gerne auch leidenschaftlicher Polemiker. Devise: „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos; es könnte aber auch umgekehrt sein.“

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Deutscher EU-Grüner Orban-Hasser empört über unzensierten Medienpluralismus

Der bundesdeutsche Orban-Hass-Grüne Daniel Freund, und Mitarbeiter in Soros-NGOs wie „Transparency International“ gibt sich normalerweis gerne als Brüsseler Kämpfer für Medienpluralismus. – Solange es nicht ihn selbst als Berufs-Gut-Mensch betrifft.

 

Umgehend empörte er sich auf Twitter darüber, dass ein ungarischer Journalist, Stefi Déri, es tatsächlich gewagt hätte ihm, dem Sakrosankt-Grünen, auf den Fluren des EU-Parlaments Fragen zu stellen. Als skandalös erachtete es Freund, dass Stefi Déri ihn nie um einen Termin ersucht und sich nie als Journalist zu erkennen gegeben hätte.

Ich werde in Straßburg nur mit einer Kamera im Gesicht herumgejagt. So arbeitet ein Pro-Orbán-TV-Moderator.

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517qVZDEfdL._SY264_BO1204203200_QL40_ML2Unser Ungarn-Korrespondent Elmar Forster, seit 1992 Auslandsösterreicher in Ungarn, hat auch ein Buch geschrieben, welches Ungarn gegen die westliche Verleumdungskampagne verteidigt. Der amazon-Bestseller  ist für UM-Leser zum Preis von 18,30.- (inklusive Postzustellung und persönlicher Widmung) beim Autor bestellbar unter <ungarn_buch@yahoo.com>


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27 Opfer + 27 Zeugen der Blutsekte

Gibt es Menschenopfer noch heute? 27 Opfer und 27 Zeugen quer durch die ganze Welt bejahen dies und sagen Erschreckendes aus über eine „grausame Blutsekte“. Ihre Aussagen decken sich mit 100en von weiteren Opfern und Zeugenaussagen, die alle unabhängig voneinander dasselbe bezeugen. Schnallen Sie sich an und konfrontieren Sie sich mit diesen Aussagen. Verbreiten Sie diese Sendung, denn die Mainstreammedien tun dies nicht.

Skandal um SRF und Robin Rehmann – Satanic Panic

Satanisch ritueller Missbrauch sei reine Verschwörungstheorie, behauptet das SRF in der 6-teiligen Serie „Satanic Panic“. Doch wie glaubwürdig ist diese Serie, wenn der verantwortliche Journalist Robin Rehmann sich als Teufel schminkt, öffentlich Satanssymbole zeigt, in seiner Musik Gewalt verherrlicht und auf Facebook mit einem satanischen Hohepriester befreundet ist? Und warum hat dieser SRF-Mann die Macht, die Ausstrahlung eines Interviews über ein Missbrauchsopfer in einem öffentlichen Mediensender in Norddeutschland zu verhindern?
Grünes Schrumpfen – die große Endzeitbeschleunigung

Grünes Schrumpfen – die große Endzeitbeschleunigung

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Eine kurze Geschichte

Das „grüne Schrumpfen“ und Rationierung sei nötig, um den Klimakollaps noch zu verhindern – diese Ideologie findet in Deutschland eifrige Fürsprecher. Ihre historischen Wurzeln reichen allerdings weit vor das Klimathema zurück. Die Überschriften der Apokalypse lauteten damals anders. Die Rettungsvorschläge blieben gleich – genauso wie die Figur des „guten Hirten“.

Von Alexander Wendt

Im Juli 2021 erschien in der taz ein Streitgespräch zwischen zwei Kontrahenten, die heute beide deutlich mehr Bekanntheit genießen als damals.Es handelte sich, wie bei den meisten formatierten Diskussionen in Deutschland, nicht um ein Gespräch unter Antipoden, sondern ziemlich Gleichgesinnten, die damals nur über den Weg zu einer, wie sie beide sagten, klimagerechten Gesellschaft konferierten. Auf der einen Seite argumentierte die taz-Wirtschaftsredakteurin Ulrike Herrmann, heute eine der bekanntesten Predigerinnen der autoritären Schrumpfungslehre. Auf der anderen Patrick Graichen, damals noch Chef der „Agora Energiewende“. Die innergrüne Debatte fand damals gewissermaßen hinter einem Vorhang statt, gedacht nur für das eigene Milieu. Ihre öffentliche Resonanz hielt sich damals in Grenzen. Deshalb sollte sie noch einmal aus dem Archiv ins Licht.

In dem Gespräch erledigt Herrmann eine Beruhigungsformel der Transformationsingenieure nach der anderen. Gleich am Anfang widerspricht sie der Behauptung, gerade der Verzicht auf fossile und nukleare Energieerzeugung, die Umstellung von Verkehr und Heizung auf Strom und der Industrie auf Wasserstoff setze neues Wachstum frei. „Grünes Wachstum“, so Herrmanns Befund, „ist nicht möglich“.

Sie rechnet auch vor, dass eine ausschließliche Energieerzeugung aus Wind, Sonne und Pflanzengas nicht zu der Industriegesellschaft passt, die in Deutschland noch existiert: „Wenn wir bis 2045 oder gar 2035 klimaneutral sein wollen, bleibt sehr wenig Zeit. Heute liegt der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Energieverbrauch bei etwa 17 Prozent. Es ist völlig unklar, wie das in 30 Jahren auf 100 Prozent steigen soll.“

Graichen hält dagegen, das ginge durch „die Halbierung des Gesamtenergieverbrauchs“ sehr wohl. Was wiederum überhaupt nicht zu den Plänen der Gesamtelektrifizierung passt, an denen er später als Staatssekretär unter Robert Habeck arbeitete. Laut Habeck soll die deutsche Stromerzeugung von derzeit etwa 550 Terawattstunden bis 2030 auf etwa 750 Terawattstunden steigen. Das müsste sie auch, um den Strom für all die Wärmepumpen, Elektroautos und vor allem Wasserstofferzeugungsanlagen herzustellen. In seiner Argumentation widerspricht der Agora-Vertreter anderen Denkfiguren, die aus der gleichen ideologischen Produktion kommen. Und das nicht nur einmal. In einem Fall weist er sogar selbst auf eine erhebliche Lücke zwischen Plan und Wirklichkeit hin. „Die eigentliche Herausforderung“, meint er, „ist der Gebäudesektor, denn da muss der Energiebedarf wirklich halbiert werden. Und bisher ist noch nicht geklärt, wo all die Handwerker dafür herkommen sollen.“

Eine plausible Antwort bietet er nicht. Nach seinem vorübergehenden Wechsel in die Bundesregierung stellte er bekanntlich auch die Frage nicht mehr.

Als nächstes räumt Herrmann in dem Gespräch die Dauerwerbebehauptung beiseite, Wind- und Solarenergie wären im Vergleich zu allen anderen Erzeugungsarten unschlagbar günstig. „Man würde“, meint die taz-Mitarbeiterin zu Graichens Vorstellung von einer fantastischen Effizienzsteigerung, „dann damit nur die jetzige Produktion energieeffizienter angehen, das ist noch kein grünes Wachstum. Erneuerbare Energien sind außerdem teurer als die jetzige fossile Energie. Und der Kapitalismus braucht dringend billige Energie für sein Wirtschaftswachstum.“ Und weiter: „Aus meiner Sicht ist Energie alles. Ohne billige Energie hätte es den Kapitalismus nicht gegeben. Und Wachstum ohne billige Energie ist nicht möglich. […] Das Problem ist die Speicherung der Ökoenergie. Die Industriegesellschaft kann nicht stillstehen, sobald kein Wind weht und die Sonne nicht scheint. Mindestens zweimal im Jahr produzieren Wind- und Solarenergie mindestens zwei Tage lang fast gar nichts.“

Ressourcen sind im Westen und inzwischen fast weltweit nicht wirklich billig. Aber Herrmann trifft mit ihrer Feststellung den wesentlichen Punkt, dass die Höhe des Energiepreises darüber entscheidet, ob ein Land seinen Wohlstand halten kann. Und für andere Regionen, ob sie es schaffen, der Armut zu entkommen.

Herrmanns bemerkenswerter Schluss – und zwar der, der sich von der Argumentationsoberfläche grüner Regierungspolitik am deutlichsten unterscheidet – läuft darauf hinaus, dass eine westliche Bevölkerung unter den Bedingungen von Wahlen und freien Entscheidungen ein schrumpfungs- und Verarmungsprogramm nicht freiwillig mitmachen würde. „Niemand“, so ihre Argumentation, „sitzt in der Uckermark, wenn er nach Mallorca kann. Wenn man aber kein Energiegeld zahlt, können ärmere Leute nicht mehr fliegen – während es sich Reiche mühelos leisten können. Diese Ungerechtigkeit wäre in einer Demokratie nicht durchzuhalten: Wer nicht mehr fliegen darf, ist morgen bei der AfD. Bleibt also nur die Rationierung. Jeder bekommt einen Flug zugeteilt. Auch andere knappe Güter wird man rationieren müssen. So wird sich die Frage stellen, wer noch Auto fahren darf.“ Es wären ganz nebenbei noch ein paar andere Möglichkeiten nötig, etwa eine Art proklimatischer Schutzwall, der verhindert, dass Bürger und damit Steuerzahler massenhaft dorthin auswandern, wo eine Regierung sie nicht unter Totalkontrolle stellt. Graichens Handwerkerproblem würde sich damit erheblich verschärfen.

Natürlich wäre Herrmanns Gesellschaft eine Diktatur, noch nicht einmal eine weiche, sondern eine Ordnung, die sogar noch tiefer in das Privatleben jedes Einzelnen eingreift als die untergegangene Herrschaftsform im Ostblock. Anders als dort stünde auch kein gehaltloses Wohlstandsversprechen am Anfang, sondern gleich die Ankündigung von Enteignung, Überwachung und Strafe. Die in Deutschland und anderswo seit Generationen auftretende Figur des „guten Hirten“ (Karl Heinz Bohrer) mäße in Zukunft also den in Heloten verwandelten Bürgern jedes einzelne Gebrauchsgut zu. In dieser Welt müssten Helfer des Hirten natürlich mit dem CO2-Argument auch jeden Schwarzmarkt verfolgen, jede Schwarzheizung und jedes illegale Huhn auf dem Balkon. Aber bei aller Menschenfeindlichkeit lässt sich nicht abstreiten, dass Herrmann ein wirklich stringentes Modell entwirft, anders als Graichen, der den Staat zwar zum gleichen Endzweck umbauen möchte wie sie, bei Weg und Mitteln dorthin aber vage und widersprüchlich bleibt.

In ihrem Buch „Das Ende des Kapitalismus“ geht Herrmann ins Detail, beispielsweise, indem sie einen Einheitsspeiseplan entwirft, der „500 Gramm Obst und Gemüse, 232 Gramm Vollkorngetreide oder Reis, 13 Gramm Eier und 7 Gramm Schwein“ vorsieht. „Auf den ersten Blick“, schreibt sie, „mag dieser Speisezettel etwas mager wirken, aber die Deutschen wären viel gesünder, wenn sie ihre Essgewohnheiten umstellten. Rationierung klingt unschön. Aber vielleicht wäre das Leben sogar angenehmer als heute, denn Gerechtigkeit macht glücklich.“

Für Selbstgerechtigkeit trifft das auf jeden Fall zu, wie jedes Porträtfoto der taz-Autorin beweist.

In den siebziger und achtziger Jahren begründeten die westdeutschen Linken ihren Kampf gegen die Atomenergie mit dem Argument, die Kernkraftwerke mit Endlagern und dem nötigen Sicherheitsapparat führten zwangsläufig in den ‚Atomstaat‘ und damit zum Ende der Demokratie. Bekanntlich transformierte die Nukleartechnik weder Deutschland, Frankreich, Finnland noch andere Staaten in eine technokratische Diktatur. Die historische Pointe liegt darin, dass gerade ein Staat ohne Kernkraft, fossile Kraftwerke, Kraftstoffe und deshalb ohne ausreichend Energie sehr viel wahrscheinlicher auf genau diese Rutschbahn gerät, die im rationierten Glück durch Armut endet.

Auffälligerweise stehen die Kapitalismusverächter und Ressourcenzuteiler untereinander im harten Wettbewerb um Auflagen und Talkshowpräsenz. Neben Herrmann wirbt die Schrumpfpredigerin Maja Göpel für eine neue Ordnung durch Umverteilung; auf dem evangelischen Kirchentag ruft Heinrich Bedford-Strohm zur „schöpfungsgerechten Fortbewegung“ auf, wobei er vermutlich nicht seinen früheren Dienstwagen meint, einen BMW Plug-in Hybrid 745Le Drive, Listenpreis 106400 Euro. Jedenfalls nicht für alle. Entsprechende Verzichtsermahnungen gibt es bekanntlich auch in einer Art Dauerschleife von den öffentlich-rechtlichen Anstalten, die, ganz nebenbei, ab 2025 einen deutlich höheren Rundfunkbeitrag fordern.

Wenn eine Bewegung zwar bis jetzt noch keine Breite in der Bevölkerung gewinnt, aber sehr deutlich an Macht, dann rückt nach der Zustandsbeschreibung die Frage in den Mittelpunkt, wo die Wurzeln ihrer Ideologie liegen. So viel vorab: Sie reichen weit hinter die Klimadebatte zurück, sogar weit hinter den Club of Rome. In einer Hinsicht arbeiten Herrmann, Göpel und andere wirklich ressourcenschonend. Denn buchstäblich nicht ein Komma von dem, was sie vortragen, ist neu. Sie hantieren ausschließlich mit wiederaufbereiteter, bestenfalls neu abgemischter Importware, die nach 1945 entstand, und zwar fast ausschließlich in den Vereinigten Staaten.

Warum markiert gerade die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg den Beginn einer Denkschule, die Pascal Bruckner viele Jahrzehnte später – in kritischer Absicht wohlgemerkt – mit „sauver la terre, punir l’homme“ zusammenfasste, ‚die Erde retten, den Menschen bestrafen‘?

In der Wirtschaftsgeschichte gelten die Jahre zwischen 1914 und 1945 als Phase der großen globalen Unterbrechung. Nach dem steilen Produktivitätsanstieg ab 1880 flachte sich die Wachstumskurve bei Konsum, Ressourcenverbrauch und vielen anderen Kennzahlen in den Industrieländern in dieser Zeit von zwei Weltkriegen, Spanischer Grippe und Depression deutlich ab. Die Rüstungsindustrien stießen zwar bis dahin unvorstellbare Gütermengen aus, allerdings bestimmt zur möglichst schnellen wechselseitigen Vernichtung. Als nach 1945 die aufgebauten Industriekapazitäten für das zivile Leben produzierten, schoss das globale Sozialprodukt, der Konsum, der Energie- Wasser und Düngerverbrauch und das Bevölkerungswachstum steil in die Höhe. Das vor allem in den Industriestaaten, aber auch, wenn auch in sehr viel bescheidenerem Maß, in früher abhängigen Großregionen wie Indien. In dem Phänomen, das Umwelthistoriker später „The Great Acceleration“ nennen sollten, die ‚Große Beschleunigung‘, sah eine ganze Reihe von Theoretikern eine katastrophale Fehlentwicklung. Die Wohlstandszunahme in ihren westlichen Ländern machte ihnen Sorge, noch mehr aber die Aussicht, dass sich auch für ehemals unterworfene Länder die Chance öffnete, der Armut zu entkommen.

Als einer der ersten aus dieser Intellektuellenriege verfasste der amerikanische Umwelttheoretiker William Vogt 1948 das Manifest „Road to Survival“ („Der Weg des Überlebens“), in dem er den Untergang der Zivilisation vorhersagte, sollte es nicht gelingen, Bevölkerungs- und Wohlstandswachstum durch entschiedene Eingriffe zu bremsen. Und das nicht überall, sondern zunächst erst einmal dort, wo sich erste zarte Spuren des Armutsrückgangs zeigten. Vogt warf dem britischen Kolonialregime vor, die Lebensbedingungen auf dem indischen Subkontinent in unverantwortlicher Weise verbessert zu haben. „Vor der Pax Britannica“, schrieb er, „zählte Indien eine Bevölkerungszahl von weniger als 100 Millionen Menschen. Die Bevölkerungszahl wurde in Balance gehalten durch Krankheit, Hungersnot, Gewaltsame Auseinandersetzungen. In bemerkenswert kurzer Zeit gelang es den Briten, den gewaltsamen Auseinandersetzungen ein Ende zu setzen, Hungersnöte erheblich zu reduzieren, indem Bewässerungssysteme gebaut, Vorratsspeicher angelegt und Nahrungsmittel in schwerer Zeit importiert wurden. Während wirtschaftliche Konditionen und Hygieneverhältnisse verbessert wurden, blieben die Inder bei ihren Gewohnheiten und vermehrten sich mit der Verantwortungslosigkeit des Kabeljaus.“

In seinem enorm einflussreichen und vielfach übersetzten Buch stellte Vogt also nicht die zivilisatorischen Errungenschaften in den USA und anderswo im Westen in Frage. Er fand nur, dass außerhalb dieser Zone radikal schlechtere Bedingungen herrschen sollten. Anders sei es nicht möglich, das natürliche Gleichgewicht zu erhalten. Es ging nicht darum, um Pascal Bruckners Wort zu bemühen, alle Menschen zu bestrafen, sondern nur bestimmte, denen Vogt und kurze Zeit später andere Vordenker einen geringeren Wert zumaßen als ihnen selbst. Bei Willam Vogt handelte es sich um einen Pionier dieser Denkschule. Zum intellektuellen Star stieg etwas später der Biologe Paul Ehrlich mit seinem Buch „The Population Bomb“ („Die Bevölkerungsbombe“) auf, 1968 herausgegeben und mit einem starken Echo versehen durch den einflussreichen Sierra Club unter seinem damaligen Präsidenten David Brower. In dem Doomsday-Stil, der Jahrzehnte später auch die Klimadebatte bestimmen sollte, stellte Ehrlich fest, „die Schlacht, die gesamte Menschheit zu ernähren“, sei schon verloren. Es könnte nur noch um Notprogramme gehen, um das Allerschlimmste zu verhindern. Sein Rettungsvorschlag sah eine strikte Kontrolle des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachswachstums durch Aufsicht, Verteilung und Rationierung vor. In seinem Buch und seinen späteren Äußerungen nahm er nicht nur die Entwicklungsländer in den Blick, sondern auch den Westen selbst.

Der Sierra Club, 1892 von John Muir als Naturschutzorganisation gegründet, wandelte sich vor allem unter Brower zu einer Organisation, die sich mehr und mehr der Gesellschaftspolitik widmete. Sie wand sich in seiner Amtszeit grundsätzlich gegen Kernkraft (später auch gegen größere Wasserkraftanlagen, gegen Fracking, gegen Kohleverstromung sowieso). Heute handelt es sich bei dem Sierra Club um ein politisch-wirtschaftliches Konglomerat; er vertreibt Solaranlagen, unterhält eine eigene Geldsammelorganisation zugunsten von Bewerbern der demokratischen Partei und konzentriert sich auf Wachstumskritik. Umweltschutz spielt eher aus Traditionsgründen noch eine kleinere Rolle. In seiner Entwicklung steht er idealtypisch für ein Muster, das sich so ähnlich fast überall in der westlichen Degrowth-Ideologie zeigt: Angehörige der (weißen) Ober- und Mittelschicht machen sich Gedanken darüber, wie sich Ärmere unter Berufung auf die Natur am besten vom Wohlstand fernhalten lassen.

Paul Ehrlich und ein anderer von David Brower unterstützter Theoretiker, der Autor und Physiker Amory Lovins kamen schon in den siebziger Jahren zu dem Schluss, den Ulrike Herrmann Jahrzehnte später nur wiederholte: dass Energie die Schlüsselrolle für eine Politik der Wachstumsbremsung spielt. Lovins entwickelte das Konzept des „soft path“, des „weichen Wegs“, für den er nur Solar- und Windenergie als zulässig erachtete – was faktisch, da er nie darlegte, wie die nötigen Energiemengen bei wetterabhängiger Erzeugung gespeichert werden sollten, auf die Vorstellung eine Niedrigenergiegesellschaft hinauslief. Den engen Zusammenhang zwischen einem knappen und nicht zu günstigen Energieangebot und einer Wohlstandsbegrenzung stellten beide selbst ausdrücklich her. „Es wäre fast schon desaströs“, so Lovins, „wenn wir eine billige, saubere, ausgiebige Energiequelle fänden, wenn man sich nur vorstellt, was wir damit anstellen würden.“ In “An Ecologist‘s Perspective on Nuclear Power“ schrieb Ehrlich 1975: „Die Menschen mit billigem Strom im Überfluss zu versorgen wäre tatsächlich so, als drückte man einem dummen Kind ein Maschinengewehr in die Hand.“ Nirgendwo außerhalb der USA erfuhr Lovins eine größere Anerkennung als in Deutschland, wo er 2016 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse erhielt, und zwar mit der ausdrücklichen Würdigung, er habe das intellektuelle Fundament für die deutsche Energiewende gelegt. Das trifft auch zu. Kein anderes Industrieland der Welt folgte bisher seiner Empfehlung, eine Volkswirtschaft nur auf Solar- und Windenergie umzustellen.

Ganz allmählich verschob sich die Begründung dafür, warum Wohlstand im Interesse höherer Ziele so dringend begrenzt werden mussten. Als Ehrlichs „Bevölkerungsbombe“ 1968 erschien, bremste Chinas Führung schon nach und nach das Bevölkerungswachstum mit ihrer Zweikind-Politik. In den westlichen Ländern ging die Geburtenraten nach Einführung der Pille zurück. Die eben noch als unausweichlich beschriebene Überbevölkerungskatastrophe rückte also allmählich aus dem Zentrum des apokalyptischen Denkens, um Platz für eine mit ganz ähnlicher Rhetorik beschworenen neue Endzeitvorstellung zu schaffen, dem bevorstehenden Ende fast aller natürlicher Ressourcen. Diese Idee hob der „Club of Rome“ ab 1972 auf die internationale Debattenbühne. Nach den damaligen Berechnungen, durchgeführt vom MIT (Massachusetts Institute of Technology), würden die Goldvorräte höchstens bis 1981 reichen, Quecksilber bis 1985, 1992 das letzte Fass Erdöl gefördert, 1994 unweigerlich der letzte Kubikmeter Gas, 1993 das letzte Kilo Kupfererz.

Die Rezepte dagegen glichen grundsätzlich denen gegen die Bevölkerungsbombe, nämlich Kontrolle, Wohlstandsbegrenzung, außerdem, und das noch ausgeprägter als bei Ehrlich, Rationierung und Verteilung durch eine Elite, die am besten wusste, wem weltweit wieviel Rohstoffe zustanden. Als sich sämtliche Voraussagen vom schnellen Ende der Rohstoffe als falsch herausstellten, stieg ab den neunziger Jahren die dritte große Endzeiterzählung im „Zeitalter der Beschleunigung“ auf: die Lehre vom unmittelbar bevorstehenden Klimakollaps durch Kohlendioxidemissionen. Die Maßnahmen lauteten auch hier: möglichst strenge Gesellschaftslenkung, Wachstums- und Wohlstandsrestriktionen. Je weiter sich das Denkgebäude entwickelte, desto lauter erhob sich die generelle Forderung, den Kapitalismus als Kern des Übels abzuschaffen, wenigstens aber den Schwellenländern nicht den gleichen Zugang zum Wohlstand zu erlauben. Hier führt ein sehr direkter Weg vom Brundtland-Report der Vereinten Nationen von 1987, der die Kernkraft für Entwicklungsländer als riskant und problematisch beschrieb, bis zu dem Auftritt von Luisa Neubauer, die am Rand der Klimakonferenz in Ägypten 2022 auf den EU-Kommissar Frans Timmermans einredete, um ihn davon zu überzeugen, Gasförderungsprojekte in Afrika zu verhindern.

Erst mit dem Rückblick auf den Ausgangspunkt der „Großen Beschleunigung“ – also die Zeit um 1945 bis 1950 – zeigt sich ein spätestens seit den Endsechzigern Denkmuster, bei denen die Überschriften wechseln, der Text darunter aber weitgehend konstant bleibt. Immer stellen westliche Technokraten und Intellektuelle aus der Mittel- und Oberschicht die Diagnose, immer steht die globale Katastrophe unmittelbar bevor und die Uhr deshalb fünf Sekunden vor zwölf. Immer lässt die Beweisführung keinen Platz für den geringsten Zweifel, jedes Mal konnte es sich bei denjenigen, die sich dem Ratschluss nicht bedingungslos unterwerfen, nur um Ignoranten und Böswillige handeln. Und spätestens seit den Siebzigern lautet der alternativlose Rat Lenkung, Planung, Rationierung, Zuteilung von Lebenschancen. Die darunterliegende Grundüberzeugung lässt sich am besten als Misstrauen gegen das selbständige Individuum beschreiben. Menschen sind demnach nicht zur Freiheit begabt; bekommen sie zu viel davon – und dieser Punkt ist schnell erreicht – dann richten sie damit nur Schaden an. Zu ihrem eigenen Besten bedürfen sie deshalb der Aufsicht durch die guten Hirten, die über bessere Einsichten verfügen als der Rest.

Zu der Begriffsprägung „Große Beschleunigung“ kam es übrigens ziemlich spät und retrospektiv auf der öffentlich nur wenig wahrgenommenen Dahlem-Konferenz zur „History of Human-Environmental Relationship“ 2005. Der Umwelthistoriker Will Steffen, einer der prägenden Figuren dieser Konferenz, schrieb später, die Wortschöpfung sei ein bewusster Rückgriff auf das Werk „The Great Transformation“ des Ökonomen Karl Polanyi von 1944 gewesen (auch diese Formel erfuhr also durch Klaus Schwab mindestens ihre Drittverwertung). Polanyi stellt darin dem Kapitalismus eine ungünstige Prognose, da er die Ungleichheit verstärke und schließlich in seinen Konflikten untergehen würde. Als Alternative empfahl er Wirtschaftslenkung jenseits des Marktes.

Zu keiner Zeit unternahmen diejenigen, die unter wechselnder Themenherrschaft eine Rettung der Welt vor den Menschen predigten – genauer: vor einer bestimmten Sorte Menschen – den Versuch einer gewissermaßen innerhumanen moralischen Begründung, warum bestimmten Ländern, Regionen und Personen weniger Lebenschancen zustehen sollten als anderen. Hier von einem blinden Fleck zu sprechen wäre untertrieben. Es handelt sich um ein blindes Zentrum im Inneren dieses Überzeugungssystems. Genauso wenig bemühen sich seine derzeitigen Verfechter, den Widerspruch zwischen einer Rationierungsgesellschaft nach dem Muster von Herrmann und den migrationspolitischen Vorstellungen aufzulösen, die in diesem politischen Milieu gleich in der Nachbarschaft siedeln. Denn die Präambel der Herrmannschen Zuteilungsgesellschaft kann nur lauten: Es gibt schon für diejenigen, die jetzt hier leben, nur sehr, sehr wenig Platz und Güter. Das Thema des Bevölkerungszuwachses in Afrika spricht auch keine Luisa Neubauer an, denn erst hier und nicht schon bei der Agitation gegen Gasförderung in Senegal zieht ihr das antirassistische Dogma die rote Linie. Nichts spaltete übrigens schon vor Jahrzehnten die Mitglieder des Sierra Clubs so sehr wie die Frage der Einwanderung in die USA.

Bei der Vorstellung, die Gesellschaft müsste zur Rettung der Natur von wissenden Hirten geleitet werden, handelt es sich um eine radikale Ungleichheitslehre und das seit ihren Ursprüngen nach dem Zweiten Weltkrieg. Die große Rechtfertigung von der Weltrettung durch Wohlstandsverzicht ganzer Weltregionen spiegelt sich im Kleinen der westlichen Gesellschaften maßstabgetreu wider. Ob nun Luisa Neubauer, die in ihrem Leben mehr Flugmeilen zurücklegte als fünf Arbeiterfamilien zusammen, ob die Fernsehfigur Joko Winterscheidt, bisher vor allem mit PS-starken Autos, Hubschraubern und ähnlich CO2-intensivem Gerät auf Sendung, die jetzt gerade eine Klimarettungsserie produziert – selbstredend wieder mit reichlich Flugverkehr – ob Robert Habeck, wöchentlich unterwegs mit Dienstlimousine und Helikopter zur Einweihung eines Windparks und zwischendurch mit dem Kleinflugzeug nach Davos, um dort neue „Freiräume durch Nachdenklichkeit“ (Jürgen Kaube) zu eröffnen – fast jeder gute Hirt zeichnet sich durch einen ums vielfache größeren Kohlendioxidfußabdruck aus als diejenigen, die sie zur strengen Diät auffordern. In die Kategorie gehört auch der FAZ-Feuilletonautor, der am 10. Mai 2023 in einem Text über eben jene „Große Beschleunigung“ schrieb:

„Die universalisierte Figur des Spießers, der sich mit seinem kleinen Glück begnügt, und dem gewiss nichts ferner liegt, als die Welt zu verändern, könnte sich als die gefährlichste Spezies erweisen, welche die Erde in ihrer viereinhalb Milliarden Jahre langen Geschichte beheimaten sollte.“

Interessant daran wirkt vor allem, dass der Autor den von ihm verachteten Spießer, der für sich nur ein kleines Stück Wohlstand und Sicherheit wünscht, als eigene Spezies innerhalb der Menschheit anspricht. Aber das folgt nur konsequent aus der Haltung, anderen per Definition nicht die gleichen Glücks- und Artikulationschancen einzuräumen, die der FAZ-Redakteur selbst beansprucht. Er dürfte auch ahnen, dass sein Lebensstil mit Fernreisen und einem gehaltsangemessenen Konsum vermutlich mehr Ressourcen verbraucht und CO2 emittiert als der Spießer mit seinem Holzkohlegrill auf dem solarkraftwerkslosen Balkon. Wenn es einerseits so etwas wie ein blindes Zentrum in diesem Denken gibt, dann auch ein unausgesprochene, aber immer innerlich mitgesummtes Credo: Ich rechtfertige meinen Wohlstand, indem ich den von Ärmeren bekämpfe. Und das natürlich nicht aus kultureller Verachtung, sondern zur Rettung von Mutter Gaia.

Ulrike Herrmann fällt nicht nur durch ihre brutale Ehrlichkeit beim Entwurf des Rationierungsparadieses etwas aus dem Raster, sondern auch dadurch, dass sie sich tatsächlich nicht viel aus materiellen Dingen zu machen scheint. Ihr Speiseplan deutet auf ein entschieden antihedonistisches Naturell hin, gegen das es nichts einzuwenden gibt, solange sie es jemand anderem nicht aufzudrängen versucht.

Die beiden Doomsday-Varianten Bevölkerungsbombe und Rohstoffversiegen erschöpften sich als Thema, siehe oben, nach einiger Zeit. Sie verflüchtigten sich nicht völlig, bildeten aber nicht mehr die Überschrift für die Weltlenkungsphantasie, nachdem sie ihren Fünf-Sekunden-vor-Zwölf-Ruhm hatten. Auch dem Klimaendzeitglauben steht diese thematische Erschöpfung bevor. Nicht gleich morgen, aber was seine Parolen und Gesten angeht, befindet er sich etwa im letzten Viertel seiner Laufzeit. Ein neues Großproblem drängt schon langsam herauf, das der alternden Gesellschaften. Es betrifft nicht nur alle westlichen Länder ab spätestens 2030, sondern bald auch China. Selbstverständlich handelt es sich um ein schweres und ernsthaftes Problem. Das galt ja auch für die rapide Bevölkerungszunahme nach 1950, für den Umgang mit Rohstoffen. Und auch Klimaveränderungen können Länder und Regionen schwer und negativ treffen. Nur findet sich eben historisch kein einziges Beispiel, dass jemals eine technokratische Priesterkaste mit zentraler Lenkung, mit Rationierung, Technik- und Marktfeindlichkeit und verordneter Armut für andere etwas zum Besseren gewendet hätte.

Trotzdem stehen die Chancen gut, dass auch in der kommenden Demographiekrise der gleiche Typus des Hirten wieder auf die Podien klettern und verkünden wird, dass die Welt sich nur mit ihrem Großlenkungsplan und seinen immergleichen Instrumenten retten lässt.

Ihr Überzeugungssystem funktioniert deshalb so robust, weil es sich von vornherein nicht auf Erkenntnis, sondern auf Macht und Rechtfertigung richtet. Vor allem das Rechtfertigungsbedürfnis sollte niemand unterschätzen. Denn die Retter vor der Endzeitkatastrophe erleiden Zyklus für Zyklus gleich zwei narzisstische Kränkung. Einmal dadurch, dass ihre Prognosen immer wieder an der Wirklichkeit abprallen und ein anderes mal deshalb, weil eine Mehrheit der Bürger es zu allen Zeiten ablehnte, sich den guten Führern freiwillig zu unterwerfen.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

 

WEF räumt ein, dass die digitale ID ausgrenzend wirkt und die Demokratie und die Zivilgesellschaft schwächen kann“: Bericht

WEF räumt ein, dass die digitale ID ausgrenzend wirkt und die Demokratie und die Zivilgesellschaft schwächen kann“: Bericht

Die Architekten des großen Resets werden in ihrem Streben nach einem digitalen Massenausweis für alle vor nichts Halt machen: Perspektive

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) stellt die digitale Identität neu vor und gibt in einem neuen Bericht zu, dass die digitale Identität von Natur aus ausgrenzend ist und „Demokratie und Zivilgesellschaft schwächen kann“.

Der WEF-Bericht „Reimagining Digital ID“ für Juni 2023 bestätigt, wovor wir bei The Sociable und zahllose andere schon seit Jahren warnen – dass die digitale ID von Natur aus ausgrenzend ist, dass die digitale ID als Überwachungsinstrument eingesetzt werden kann, um Menschen zu zwingen, ihr Verhalten zu ändern, dass die digitale ID eine Voraussetzung für die Ausgabe von digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) ist und vieles mehr.

„Digitale ID kann Demokratie und Zivilgesellschaft schwächen“

Reimagining Digital ID, WEF, 2023

Dem Bericht zufolge sind „die größten Risiken, die sich aus der digitalen ID ergeben, Ausgrenzung, Marginalisierung und Unterdrückung“, und dass „die Forderung nach jeder Form von ID die Gefahr birgt, grundlegende soziale, politische und wirtschaftliche Herausforderungen zu verschärfen, da Zugangskontrollen jeglicher Art immer die Möglichkeit von Diskriminierung und Ausgrenzung schaffen„.

Diskriminierung und Ausgrenzung gab es während der COVID-19-Pandemie zuhauf, als Impfpässe eingeführt und von den Architekten der großen Reset-Agenda befürwortet wurden.

Diese Impfpässe, die, wie das WEF zugab, „als eine Form der digitalen Identität dienen„, schlossen Bürger auf der ganzen Welt von der Teilhabe an vielen Aspekten der Gesellschaft aus, obwohl nie nachgewiesen wurde, dass die „Impfstoffe“ selbst die Übertragung verhindern, und dass sie nicht einmal auf ihre Übertragbarkeit getestet wurden, wie letztes Jahr im EU-Parlament bekannt wurde.

? BREAKING:

In COVID hearing, #Pfizer director admits: #vaccine was never tested on preventing transmission.

“Get vaccinated for others” was always a lie.

The only purpose of the #COVID passport: forcing people to get vaccinated.

The world needs to know. Share this video! ⤵ pic.twitter.com/su1WqgB4dO

— Rob Roos MEP ?? (@Rob_Roos) October 11, 2022

„Diese [Impf]pässe dienen von Natur aus als eine Form der digitalen Identität“

Advancing Digital Agency: Die Macht der Datenvermittler, WEF, 2022

Trotz des Risikos der Ausgrenzung und der potenziellen Schwächung der Demokratie und der Zivilgesellschaft glauben die nicht gewählten Globalisten immer noch, dass die digitale ID ein öffentliches Gut ist, und mit diesem neuen Bericht heben sie die dezentralisierte digitale ID als den Weg nach vorn hervor.

In dem Bericht heißt es: „Dezentrale ID ist eine Form der digitalen ID, die es dem Einzelnen ermöglicht, die Weitergabe seiner Daten zu kontrollieren und gleichzeitig mehreren Stellen die Ausstellung von Berechtigungsnachweisen zu gestatten.“

Die dezentrale digitale ID verhindert jedoch keine Ausgrenzung.

Sicher, man kann sagen, dass man die Kontrolle über die Weitergabe seiner Daten hat, aber wenn man diese Daten nicht weitergeben will, wird einem der Zugang zu bestimmten Waren und Dienstleistungen verwehrt.

Das ist so, als wenn Sie bei den Nutzungsbedingungen einer App auf „Akzeptieren“ klicken. Wenn Sie nicht zustimmen, können Sie die App nicht nutzen.

Das gleiche Konzept gilt für die digitale Identität und die Teilnahme an vielen Aspekten der Gesellschaft.

„Durch die Verdinglichung der Zugangskontrolle ist die ID von Natur aus ausgrenzend“

Reimagining Digital ID, WEF, 2023

Quelle: Weltwirtschaftsforum

Wenn es darum geht, Ausgrenzung zu bekämpfen, schlägt der WEF-Bericht vor, dass „Bemühungen, die darauf abzielen, Ausgrenzung zu bekämpfen, sorgfältig das Potenzial für erzwungene Zustimmung berücksichtigen sollten, insbesondere bei gefährdeten Bevölkerungsgruppen„.

Dies war jedoch nicht der Fall, als die ungewählten Globalisten die Einführung von Impfpässen vorantrieben, die zur Erzwingung der Zustimmung verwendet wurden, indem sie den Menschen mit dem Verlust ihres Lebensunterhalts drohten, wenn sie es wagten, die Impfung zu verweigern.

Der WEF-Bericht „Reimagining Digital ID“ erkennt diese Art der Ausgrenzung und Unterdrückung indirekt an, indem er feststellt: „In Fällen, in denen sensible Daten gesammelt werden, besteht auch die Gefahr der Ausgrenzung und Unterdrückung, wobei die Identifizierung zur Erleichterung der Identifizierung, Überwachung und Verfolgung von Einzelpersonen oder Gruppen eingesetzt wird.“

Ging es bei den Impfpässen nicht genau darum – um Identifizierung, Überwachung und Verfolgung?

Es ging sicher nicht um die Förderung der öffentlichen Gesundheit.

Tatsächlich stellte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im August 2021 ausdrücklich fest, dass die COVID-Impfpässe „das Risiko der Krankheitsausbreitung erhöhen können„, da „das Ausmaß, in dem jeder Impfstoff die Übertragung von SARS-CoV-2 auf empfängliche Personen verhindert, noch zu bewerten ist.“

Im völligen Widerspruch zu dieser Aussage hat die WHO letzte Woche das „globale Netzwerk für digitale Gesundheitszertifizierung“ ins Leben gerufen, das „auf den Erfahrungen der regionalen Netzwerke für COVID-19-Zertifikate aufbaut und die Infrastruktur und Erfahrungen mit dem digitalen COVID-Zertifikatssystem der Europäischen Union (EU DCC) aufgreift.“

„Ein Gesundheitspass, der nur auf dem individuellen Impfstatus basiert, kann das Risiko der Krankheitsausbreitung erhöhen“

Digitale Dokumentation der COVID-19-Bescheinigungen: Vaccination Status [DDCC:VS]: Technische Spezifikationen und Umsetzungsleitfaden, Weltgesundheitsorganisation, 2021

#GreatReset | “The WHO Is Proud Today to Launch the Global Digital Health Certification Network. Soon After We Will Expand This Infrastructure By Incorporating Other Use Such As a Digitized International Certificate of Vaccination.”

– Tedros Adhanom Ghebreyesus is the… pic.twitter.com/A2cJ2lEZkp

— Clay “ReAwakening America” Clark (@TheClayClark) June 7, 2023

Das von der WHO betriebene globale Impfpass-System wurde auf dem B20-Gipfel 2022 in Bali, Indonesien, vorgeschlagen.

Dort erklärte der indonesische Gesundheitsminister und ehemalige Banker Budi Sadikin, dass die G20 bei der nächsten Weltgesundheitsversammlung WHO-standardisierte Impfpässe einführen sollten.

„Wir brauchen ein digitales Gesundheitszertifikat, das von der WHO anerkannt wird – wenn man richtig geimpft oder getestet wurde, kann man sich frei bewegen“

Budi Gunadi Sadikin, indonesischer Gesundheitsminister, B20-Gipfel 2022

‘If you have been vaccinated or tested properly, you can move around..
‘We will sub [this digital certificate using WHO standard] into the next World Health Assembly.. as the revision to intl health regulation’: Indonesia MoH Budi Sadikin, ex-banker #B20Summit #B20 #DigitalID pic.twitter.com/mt2XugRhiC

— Tim Hinchliffe (@TimHinchliffe) November 14, 2022

Während die WHO letzte Woche ankündigte, ihr Impfpass-/Digital-ID-System auszuweiten, veröffentlichten die Architekten des großen Umbruchs ihren Bericht „Reimagining Digital ID“, in dem es heißt, dass eine solche Ausweitung zu Zwang ohne sinnvolle informierte Zustimmung führen könnte.

In dem Bericht heißt es:

„Wenn sich ein Ausweissystem ausweitet, können die Folgen einer Nichtteilnahme so schwerwiegend sein, dass eine Registrierung praktisch unvermeidbar wird.

„Wenn der Zugang zu einer Ware oder Dienstleistung vom Besitz eines Ausweises abhängig gemacht wird und dieser Ausweis weit verbreitet ist, können Einzelpersonen faktisch dazu gezwungen werden, sich diesen Ausweis zu besorgen, selbst wenn es keine rechtliche Grundlage für die Anforderung gibt.

„Ebenso kann es für Bevölkerungsgruppen, denen es an digitaler Kompetenz mangelt, unmöglich sein, eine sinnvolle informierte Zustimmung zu erhalten.“

Nach jahrelanger öffentlicher Ablehnung von digitalen ID-Systemen sind sich der WEF und seine Partner bewusst, wie unpopulär ihre Ideen sind.

Aus diesem Grund möchten sie die Öffentlichkeit darüber aufklären, warum sie eine digitale ID braucht.

Ohne Aufklärung der Öffentlichkeit, klaren Nutzen und Anreize können dezentrale ID-Ansätze möglicherweise nicht die breite Zustimmung der Interessengruppen und die Nachfrage der Nutzer finden, die für eine massenhafte Einführung erforderlich sind„, heißt es im Bericht „Reimagining Digital ID„.

Die nicht gewählten Globalisten machen Verschwörungstheorien als einen Grund für die mangelnde öffentliche Akzeptanz des digitalen Personalausweises verantwortlich.

Es gibt eine besonders hohe Kommunikationsbarriere, die durch die unzähligen Verschwörungstheorien, die den digitalen Ausweis mit unwahren und bösartigen Spekulationen in Verbindung bringen, noch verschlimmert wird„, heißt es in dem Bericht.

„Einige Länder beginnen, die digitale ID als Voraussetzung für die Entwicklung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) und anderer Zahlungsinnovationen zu verstehen.“

Die digitale ID neu denken, WEF, 2023

Gleichzeitig bestätigt der Bericht Befürchtungen, die in der nicht allzu fernen Vergangenheit als „Verschwörungstheorien“ galten, wie z. B., dass die digitale ID die Zivilgesellschaft schwächen könnte und eine Voraussetzung für CBDCs ist.

In dem Bericht heißt es: „Der digitale Personalausweis kann die Demokratie und die Zivilgesellschaft schwächen. Zum Beispiel können digitale IDs, die von Social-Media-Unternehmen ausgestellt werden, zur politischen Polarisierung beitragen, indem sie Gruppenidentitäten verstärken.

Die dezentrale ID bietet dem Einzelnen zwar eine Möglichkeit, mehr Kontrolle über seine persönlichen Daten auszuüben, könnte aber je nach Nutzungskontext auch zur Polarisierung beitragen.

Der Bericht fügt hinzu, dass die CBDCs untrennbar mit der digitalen ID verbunden sind:

Einige Länder beginnen, die digitale ID als Voraussetzung für die Entwicklung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) und anderer Zahlungsinnovationen zu verstehen.

„Die größten Risiken, die sich aus der digitalen ID ergeben, sind Ausgrenzung, Marginalisierung und Unterdrückung“

Reimagining Digital ID, WEF, 2023

Die Architekten der großen Umstellung werden in ihrem Streben nach einer massenhaften digitalen Identität für alle vor nichts Halt machen.

Zu diesen digitalen ID-Einstiegspunkten gehören unter anderem folgende:

  • Digitale ID für das Klima: Zur Verfolgung des individuellen Kohlenstoff-Fußabdrucks und zum Nachweis des Status als Klimaflüchtling
  • Digitale ID für COVID: Einführung von Impfpässen, die zu einer massenhaften Einhaltung der Vorschriften führen und gleichzeitig den digitalen Rahmen bieten
  • Digitale ID für CBDC: Einführung identitätsgeprüfter Lösungen, um die Anonymität zu beseitigen und jede Transaktion aufzuzeichnen
  • Digitale ID für Cybersecurity: Nutzung von Cyberangriffen als Mittel, um nationale Identitätssysteme in Gang zu bringen und einen Pass für das Metaverse zu schaffen
  • Digitale ID für Bequemlichkeit: Schaffung eines allumfassenden, interoperablen Rahmens, um alle Lebenssituationen zu ermöglichen

Der Aufwand, den öffentliche und private Einrichtungen betreiben, um die Einführung digitaler Identitäten zu rechtfertigen, ist scheinbar unendlich.

Ungewählte Globalisten und Regierungen behaupten gleichermaßen, dass digitale Identitätssysteme notwendig sind, um die Auswirkungen von COVID, Klimawandel und Cyberangriffen abzumildern, während sie gleichzeitig für die Abschaffung anonymer Transaktionen zugunsten eines vollständig rückverfolgbaren, vollständig interoperablen und vollständig programmierbaren CBDC eintreten.

Letztlich können digitale Identitätssysteme Regierungen und Unternehmen die Macht geben, menschliches Verhalten zu manipulieren, zu erzwingen oder Anreize zu schaffen, während die individuelle Handlungsfähigkeit, Autonomie und Anonymität im Rahmen eines Systems der sozialen Anerkennung aufgehoben wird.

Klima-Panikmache: Daten-Schindluder und Propaganda

Klima-Panikmache: Daten-Schindluder und Propaganda

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Wir unterbrechen die aktuelle Berichterstattung aufgrund “viral” gehender Mitteilungen in den sozialen Medien, die vorgeblich “beispiellose” Katastrophen verkünden. Während die Covid-Jünger “Klima-Lockdowns” in immer schrilleren Tönen fordern, zeigt ein eingehender Blick auf die vorliegenden Daten vor allem – methodische Probleme und interpretatorische Kurzschlüsse. Vom britischen Permierminister Winston Churchill stammt der wunderbare Spruch, dass “eine Lüge […]

Der Beitrag Klima-Panikmache: Daten-Schindluder und Propaganda erschien zuerst unter tkp.at.

Tucker Carlson über den „Möchtegern Diktator“ Biden

Tucker Carlson über den „Möchtegern Diktator“ Biden

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Ist Joe Biden eine Möchtegern Diktator? 13 Minuten mit Tucker Carlson klären auf, dass keines der notwendigen Merkmale für einen Diktator auf Joe Biden zutrifft.  In Nacht auf Freitag hat Tucker Carlson seine vierte Twitter-Episode veröffentlicht. Titel: „Wannabe Dictator“, „Möchtegern Diktator“. „Fox News“ hatte in einem Livebanner für etwa 25 Sekunden Biden als „Möchtegern Diktator“ […]

Der Beitrag Tucker Carlson über den „Möchtegern Diktator“ Biden erschien zuerst unter tkp.at.

Dank Ihrer Zwangsabgabe: Das sind die 10 Topverdiener des Staatsfunks

Von DAVID BERGER | „Das sind die Topverdiener der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten“ hat die Wirtschaftswoche nun die Gehälter der zehn am besten verdienenden Staatsfunker veröffentlicht.

 

Viel oder wenig? Die Antwort wird sich danach richten, wie viel Schweigegeld angesichts dessen, was sich bereits die Merkel-Regierungen und nun deren würdige Nachfolgeregierung geleistet haben, angemessen scheint:

Hier die Top-10

  1. Martin Grasmück (SR) mit 245.000 Euro/jährlich
  2. Florian Hafer (HR) mit 255.000 Euro/jährlich
  3. Yvette Gerner (Radio Bremen) mit 281.000 Euro/jährlich
  4. Kathrin Vernau (RBB) mit 295.000 Euro/jährlich
  5. Karola Wille (MDR) mit 295.000 Euro/jährlich
  6. Katja Wildermuth (BR) 340.000 Euro/jährlich
  7. Joachim Knuth (NDR) 346.000 Euro/jährlich
  8. Kai Kniffke (SWR) mit 361.000 Euro/jährlich
  9. Thomas Bellut (ZDF) mit 366.000 Euro/jährlich
  10. Tom Buhrow (WDR) mit 413.000 Euro/jährlich

Da diese Zahlen so schwindelerregend hoch sind, da sie alle Dimensionen des Zwangsbeitragszahlers sprengen, hier umgerechnet das Monatsgehalt von Buhrow: satte 34.416 Euro. Damit verdienen Bellut und Buhrow auch mehr als Bundeskanzler Scholz.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf PHILOSOPHIA PERENNIS, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPPERATION


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Regierung klammert sich nicht nur an ihre Posten, sondern auch an den ORF

„Kriegst eh alles, was Du willst.“ Dieses legendäre Zugeständnis, mit dem einst Bundeskanzler Sebastian Kurz seinem Intimus Thomas Schmid im Finanzministerium per SMS schmeichelte, darf nun der ORF für sich in Anspruch nehmen. Denn im Ministerrat wurde das von der Regierung vorgelegte neue ORF-Gesetz unverändert beschlossen.

Wie naiv ist das denn? „Ist der Regierung die Medienvielfalt wirklich so egal?“ wunderte sich die österreichische Tageszeitung „Kurier“ in ihrer Donnerstagausgabe vom 15. Juni angesichts der Tatsache, dass der Ministerrat am Tag zuvor die seit Monaten kritisierte ORF-Novelle anstandslos abgesegnet hat. Na klar ist ihr das egal!

Gegen Meinungsvielfalt

Daher wird auch durchgepeitscht, was die Mehrzahl der Österreicher nicht will – und Meinungsvielfalt war und sind von Karl Nehammer & Co. und seinem Koalitionspartner, den Grüninnen, sowieso nicht erwünscht. Das Einzige, was sich diese schlechteste Regierung der Zweiten Republik von den Medien wünscht, ist positive Berichterstattung über deren Wirken, und dafür hat sie in der Vergangenheit auch schon jede Menge Steuergeld an die Medien verteilt. 

Politische Hure ORF

Doch ihr liebster Image-Polierer ist noch immer der allen Regierungen willfährige ORF. Dieser dient gern allen Herren, die gerade am Ruder sind, damit er als geschützte Medienwerkstätte weiter existieren kann und sich nicht im freien Wettbewerb behaupten muss. So scheren ihn unfaire Wettbewerbsbedingungen gegenüber medialen Mitbewerbern wenig. Und auch die Tatsache, dass künftig sogar jene Österreicher für ihn zahlen müssen, die sein Programm gar nicht konsumieren wollen, ist dem Staatssender und erst recht den Regierungspolitikern egal.

Diese Regierung braucht jedoch ein Medium wie den ORF, weil sie nur damit Menschen, die sich um Politik noch nie wirklich gekümmert haben, flächendeckend auch für den Great Reset zu indoktrinieren vermag.

Seichte Berichte sollen einlullen

Das erfolgt einerseits durch die Berichterstattung des ORF, andererseits durch sein zugekauftes, seichtes, serielles Unterhaltungsprogramm, bei dem sich nicht nur bildungsferne Schichten „zu Tode amüsieren“ können, wie es einst schon der US-Medienkritiker Neil Postman prophezeite.

Mit zu Tode amüsieren meinte Postman das Ertränken der Menschen in belanglosen Informationen, während ihnen gleichzeitig wichtige Nachrichten vorenthalten werden. Dafür ist der ORF allemal gut, und das weiß auch diese schwache Regierung, die die Ablenkung des Volkes dringend braucht, weil sie mit Problemlösungen nicht aufzuwarten vermag. 

Kritik am Gesetz ignoriert

Daher preisen Medienministerin Susanne Raab (ÖVP) und auch Grüninnen-Klubobfrau Sigrid Maurer diese Novelle als „einen großen Wurf.“ Sämtliche 5.128 Stellungnahmen, die zum neuen ORF-Gesetz eingebracht wurden, blieben unberücksichtigt, weshalb die „Oberösterreichischen Nachrichten“ in ihrer Ausgabe vom 15. Juni im Kurz-Jargon hämisch schrieben: „Der ORF kriegt eh alles, was er will.“

Zum Autor: Kurt Guggenbichler war Mitbegründer und Chefredakteur des „Wochenblick“. Sein journalistisches Handwerk hat er bei der „Goslarschen Zeitung“ in Norddeutschland erlernt, wo er acht Jahre lang als Redakteur, Reporter und Kolumnist tätig war. Wieder zurück in seiner Heimat, arbeitete Guggenbichler in der Funktion eines Ressortleiters dann 25 Jahre lang für die „Oberösterreichischen Nachrichten“. Zum „Wochenblick“ wechselte er einige Zeit nach seiner Tätigkeit als Chefredakteur der Tageszeitung „Oberösterreichs Neue“ und für AUF1-Info ist Guggenbichler nun als Nachrichten-Redakteur, Kommentator und Reporter im Einsatz.

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Nord Stream und die deutsche Psyche

Nord Stream und die deutsche Psyche

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Die Terroranschläge auf die Nord Stream-Pipelines sind die erste größere Zerstörung deutscher Infrastruktur seit den britisch-amerikanischen Bombardements deutscher Städte im Zweiten Weltkrieg. Der folgende Beitrag argumentiert, dass die damalige traumatisierende Prägung des (west-)deutschen Verhältnisses zu den USA nie überwunden wurde und dass diese Prägung erklärt, warum die Bundesregierung kaum Interesse an einer Aufklärung des Angriffs auf die eigene Energieversorgung zeigt.