Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Es gibt Gründe dafür, dass die Bürger in den Straßen west- und zentralafrikanischer Staaten die Flagge Russlands tragen. Die Ausbeutung in Teilen Afrikas findet ein Ende.

Martin Sonneborn

In Frankreich gibt es keine einzige aktive Goldmine. Dennoch besitzt dieser (ehemals) verbrecherische Kolonialstaat mit 2.436 Tonnen die viertgrößten Goldreserven der Welt.

Die (ehemals) französische Kolonie Mali besitzt genau 0,0 Tonnen Gold, obwohl es mehrere Dutzend Minen (darunter 14 offizielle) im Land hat, in denen pro Jahr ganze 70 Tonnen davon abgebaut werden. Von den Einnahmen aus knapp 60 Tonnen Gold, die von (schätzungsweise) 600.000 Kindern in der (ehemals) französischen Kolonie Burkina Faso geschürft werden, gehen nur 10% an das Land, aber 90% an multinationale Goldgräberkonzerne.

Die letzte seiner 210 Uranminen hat Frankreich im Jahr 2001 geschlossen. Seither werden alle mit dem umwelt- und gesundheitsschädlichen Uranabbau verbundenen Probleme, einschließlich der Gefahren radioaktiver Verstrahlung, vorsorglich nach woanders exportiert. Aus dem westafrikanischen Niger stammen etwa ein Viertel der europäischen und ein Drittel der Uranimporte Frankreichs, das mit 56 Kernkraftwerken einen (ausbaufähigen) Spitzenplatz unter den Atomstromexporteuren der Welt belegt. Beschafft wird deren betriebsnotwendiger Brennstoff vom staatlichen Nukleargiganten Orano (ehemals Areva), der den höchsten und (passenderweise auch) schwärzesten Granitbau unter den Wolkenkratzern des Pariser Kapitaldistrikts La Défense besitzt, in geheimen Geheimverträgen z.B. aus Niger, wo der Konzern sich drei gewaltige Uranminen sowie die Mehrheitsbeteiligung an Nigers Staatsunternehmen für Uranaufbereitung (Somaïr) unter den Nagel gerissen hat.

Die (ehemals) französische Kolonie Niger verfügt über die hochwertigsten Uranerze Afrikas und ist der siebtgrößte Uranproduzent der Welt, aber der Weltbank zufolge sind 81,4% seiner Bürger noch nicht einmal ans Stromnetz angeschlossen. 40% leben unterhalb der Armutsgrenze, ein Drittel der Kinder ist untergewichtig, die Analphabetenquote liegt bei 63 Prozent. Nur die Hälfte der Einwohner hat Zugang zu sauberem Trinkwasser, nur 16 Prozent sind an eine angemessene Sanitärversorgung angeschlossen.

Das gesamte Staatsbudget Nigers, eines Landes mit der dreifachen Fläche der Bundesrepublik, ist mit rund 4,5 Mrd. Euro nicht größer als der jährliche Umsatz des französischen Atomkonzerns. Trotz seiner Uran- und Goldvorkommen lag der Niger im Entwicklungs-Index zuletzt auf Platz 189 von 191 erfassten Staaten.

Frankreich hat im Zuge der „Dekolonisierung“ der 1960er-Jahre seine vormaligen Kolonien zwar in die formale Unabhängigkeit entlassen, hinterließ ihnen allerdings Staats- und Rechtsordnungen, die – wie in der Kolonialzeit – darauf ausgelegt waren, die Bevölkerung einerseits mit möglichst geringem Aufwand zu kontrollieren und andererseits so viele Rohstoffe zu exportieren als irgend möglich.

Nicht genug, dass Frankreich sich über den sogenannten Kolonialpakt in Françafrique weiterhin das Vorkaufsrecht auf alle natürlichen Ressourcen und den privilegierten Zugriff auf Staatsaufträge gesichert hat, es zwingt den Staaten seither ebenso seine irrwitzige Kolonialwährung CFA-Franc auf, die jede autonome Geld-, Wirtschafts- oder Sozialpolitik der (formal souveränen) Staaten nachhaltig verunmöglicht. Die vierzehn CFA-Staaten sind nicht nur durch einen festen Wechselkurs, der allein von den Nachfahren französischer Kolonialmessieurs bestimmt wird, an den Euro gekettet, (was ihnen 1994 eine 50%ige Abwertung einbrachte,) sondern haben auch jeden Zugriff auf 85% ihrer Währungsreserven verloren, die sie gezwungenermaßen bei der Agence France Trésor hinterlegen müssen.

Alle CFA-Staaten sind in hohem Maße rohstoffreich und nicht weniger hoch verschuldet. Burkina Faso, Mali und Niger gehören trotz ihrer immensen Bodenschätze zu den weltweit ärmsten Ländern. „Meine Generation versteht das nicht“, sagt der 35-jährige Staatschef Burkina Fasos, Ibrahim Traoré. „Wie kann Afrika, das über so viel Reichtum verfügt, zum ärmsten Kontinent der Welt geworden sein?“

Ganz einfach, sagt der US-amerikanische Politikwissenschaftler Michael Parenti. Arme Länder sind nicht „unterentwickelt“, sondern „überausgebeutet“ („not underdeveloped but overexploited“).

Es gibt (also) Gründe dafür, dass in Niamey, der Hauptstadt Nigers, die französische Botschaft brennt.

Um die „Stimmung“ in Afrika zu ihren Gunsten zu drehen, versucht die EU, den Kontinent mit dem zu überziehen, was sie sich unter einem „Informationskrieg“ vorstellt, was beim weltbekannten Einfallsreichtum der Brüsseler Bürokraten auf eine Dauerschleife der 135 schärfsten Wertereden vonderLeyens einschließlich wechselnder ästhetischer Verbrechen aus dem Bereich Damenoberbekleidung hinauslaufen dürfte. Und auf ein paar neue Strophen der verwirrten Dschungel- und Garten-Lyrik von Sepp Borrell (184).

Es gibt allerdings Gründe dafür, dass die Bürger in den Strassen west- und zentralafrikanischer Staaten nicht die französische Trikolore oder das kobaltblaue Europabanner, sondern die Flagge Russlands bei sich tragen.

Und ob es uns oder der EU nun gefällt oder nicht, sieht ein wachsender Teil der (v.a. jüngeren) afrikanischen Bevölkerung in Putin keineswegs einen Bösewicht, sondern den Vorkämpfer einer globalen Freiheitsbewegung, die gegen die – unter dem Deckmantel der „Demokratie“ – von Akteuren des geopolitischen Westens aufrechterhaltene Ausbeutungs- und Unterwerfungsordnung in ihren Landstrichen gerichtet ist.

All dies wird sich nicht mit guten (oder gut geheuchelten) Worten in Luft auflösen lassen, nicht durch die Streichung „verletzenden“ Kinderromanvokabulars, nicht durch tolpatschige EU-„Informationskrieger“ und noch weniger durch konzertiertes Bombengewitter, sondern nur dadurch, dass sich nach Jahrhunderten nun endlich einmal die realen Beziehungsverhältnisse des Westens zum Globalen Süden ändern. Und Unterdrückung, Bevormundung, Ausplünderung, Rohstoffraub und Übervorteilung durch (mafiös) ungleiche Handelsverträge ihr überfälliges Ende nehmen.

Die USA sind – in dieser und manch anderer Hinsicht – bekanntlich ein hoffnungsloser Fall, die EU vielleicht noch nicht. Je länger sie sich dem von ihr zu vollziehenden Paradigmenwechsel zu entziehen versucht (oder ihm gar mit Gewalt begegnet), desto schlimmer wird es für sie ausgehen.

Vielleicht wäre es ein Anfang, wenn die EU beim nächsten Gipfel mit Afrika (oder Lateinamerika) die angereisten Staatsoberhäupter einmal durch dasselbe Hauptportal ins Konferenzgebäude schreiten ließe, das sie selbst benutzt, anstatt ihre fremdkontinentalen Gäste immerfort durch den schmucklosen Seiteneingang zu schleusen.

P.S.: Einen Ersteindruck ihrer intellektuellen Satisfaktionsfähigkeit gibt die nigrische Militärregierung übrigens selbst. Auf die Ankündigung der USA, jegliche Hilfsgeldzahlung an den Niger einzustellen, habe das Regime – afrikanischen Quellen zufolge – ausrichten lassen, der demokratische Weltmarktführer möchte seine Hilfe behalten und sie für die Millionen Obdachloser in den Vereinigten Staaten verwenden: „Nächstenliebe beginnt zu Hause.“

P.P.S.: Ibrahim Traoré (Bild) ist nicht nur Staatschef von Burkina Faso, sondern als Absolvent der Universität Ougadougou und der örtlichen Militärakademie auch Geologe und Offizier. Als jüngstes und smartestes Staatsoberhaupt der Welt droht der 35-jährige daher völlig zu Recht zum Hoffnungsträger der (west)afrikanischen Erhebung gegen Neokolonialismus und westliche Dominanz zu werden. Auch Traoré hat die französischen Truppen vor die Tür gesetzt und den Export von Gold und Uran nach Frankreich und in die USA untersagt, während er eine regionale Allianz mit Niger, Guinea, Mali und Algerien schmiedet.

P.P.P.S.: Frankreich und die USA drohen – selbst und über ihre Mittelsleute von ECOWAS – mit einem gewaltsamen Eingriff zur Wiederherstellung der „demokratischen“ Ausbeutungsordnung. Sieht aus, als hätten unsere kriegsbegeisterten Honks demnächst die Wahl, ob sie die westliche Welt lieber in der Ukraine (Team Blackrock) oder in Westafrika (Team Atomstrom) verteidigen wollen. Das ist das Schöne am Kapitalismus. Er sorgt stets für reichhaltige Auswahl.

In Frankreich gibt es keine einzige aktive Goldmine. Dennoch besitzt dieser (ehemals) verbrecherische Kolonialstaat mit 2.436 Tonnen die viertgrößten Goldreserven der Welt.

Die (ehemals) französische Kolonie Mali besitzt genau 0,0 Tonnen Gold, obwohl es mehrere Dutzend Minen… pic.twitter.com/0CQgzvGazg

— Martin Sonneborn (@MartinSonneborn) August 2, 2023

Eine militärische Intervention der Achse USA-Frankreich-Grobbritannien-ECOWAS in Niger, so erklärten es Burkina Faso und Mali soeben, würden sie als „Kriegserklärung“ gegen sich selbst auffassen. Eine deutliche Ansage, die der malische Regierungssprecher Abdoulaye Maïga für die traditionell etwas begriffsstutzigen Demokraten aus Nord-Nordwest ein weiteres Mal und (um der Deutlichkeit willen) noch ein drittes Mal wortgleich wiederholt. Guinea sieht das ähnlich, und auch Algerien, das ein militärisches Kooperationsabkommen mit Niger unterhält, wird „im Falle einer ausländischen Intervention nicht untätig bleiben“.

Das Letzte, was Westafrika benötigt, ist zufälligerweise auch das Letzte, was wir und Sie, ist zufälligerweise auch das Letzte, was der ganze Rest der Welt braucht: einen weiteren Krieg.

Amerikas grausame Kriegspolitik in der Ukraine

Ted Snider

In den ersten Tagen war der Krieg in der Ukraine noch nicht zu dem gefährlichen NATO-Russland-Albtraum eskaliert, der er heute ist.

Das Ausmaß an Tod und Zerstörung war noch nicht absehbar. Obwohl „in den Nachrichten immer wieder behauptet wird, dass Putin Zivilisten ins Visier nimmt“, so ein leitender Analyst der Defense Intelligence Agency im März 2022, „gibt es keine Beweise dafür, dass Russland dies absichtlich tut.“ Der Analyst sagte, dass „fast alle Langstreckenangriffe auf militärische Ziele gerichtet waren“. Ein pensionierter Luftwaffenoffizier, der bei einem „großen militärischen Auftragnehmer, der das Pentagon berät“, arbeitet, fügte hinzu, dass „das russische Militär bei seinen Langstreckenangriffen tatsächlich Zurückhaltung übt“. Diese Quellen sagten Newsweek, dass Russland nicht wahllos bombardiere und dass die USA am ersten Tag im Irak 2003 mehr Raketen abgeworfen hätten als Russland in den ersten 24 Tagen in der Ukraine. Bei der Beobachtung der US-Bombardierung des Irak, einschließlich des Einsatzes von abgereichertem Uran und weißem Phosphor, „waren britische Offiziere entsetzt über die mangelnde Rücksichtnahme auf zivile Opfer“. Stattdessen „findet die überwiegende Mehrheit der [russischen] Luftangriffe über dem Schlachtfeld statt, wobei russische Flugzeuge die Bodentruppen aus der Nähe unterstützen“. Der Rest – nach Angaben von US-Experten weniger als 20 Prozent – richtet sich gegen Militärflugplätze, Kasernen und Versorgungsdepots“. Der DIA-Analyst kam zu dem Schluss, dass „das die Fakten zeigen. Dies legt zumindest für mich nahe, dass Putin nicht absichtlich Zivilisten angreift.“

Noch in diesem Stadium hätte der Krieg gestoppt werden können. Am 27. Februar, nur drei Tage nach Beginn des Krieges, erklärten sich Russland und die Ukraine zu Gesprächen in Belarus bereit. Bei diesen und den folgenden Gesprächen in den nächsten Wochen, einschließlich der vielversprechendsten Gespräche in Istanbul, waren die Ukraine und Russland bereit, den Krieg zu Bedingungen zu beenden, die ihren beiden Zielen entsprachen.

Doch die USA verhinderten die Beendigung des Krieges, bevor die Verwüstungen begannen, weil die Gespräche ihre Ziele nicht erfüllten. Man solle „nicht mit Putin verhandeln“, sagten die USA und das Vereinigte Königreich dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenski, und selbst wenn die Ukraine bereit sei, einige Abkommen mit Russland zu unterzeichnen, „der Westen war es nicht“. Die USA „blockierten“ das ausgehandelte Ende des Krieges, weil sie „wollen, dass der Krieg weitergeht“, da die Erfüllung der Ziele der Ukraine nicht ausreiche. „Dies ist ein Krieg“, erklärte das US-Außenministerium, „der in vielerlei Hinsicht größer ist als Russland, er ist größer als die Ukraine.“

Aus dem Drei-Tage-Krieg wurde ein anderthalb Jahre dauernder Krieg, der zu dem gefährlichen und verheerenden Krieg eskalierte, der er heute ist, weil die USA der Ukraine verboten, ihn zu Bedingungen zu beenden, die sie zufriedenstellten, und sie unter Druck setzten, weiter gegen Russland zu kämpfen, um amerikanische Ziele zu verfolgen. Von diesem Zeitpunkt an trugen die USA die Mitverantwortung für die wahrscheinlich hunderttausenden ukrainischen Toten, die Zerstörung der Infrastruktur und den Verlust von Land.

Aber weder die amerikanischen noch die ukrainischen Ziele sind erreicht worden. Der Krieg läuft für die Ukraine sehr schlecht, und keine noch so große US-Hilfe scheint das Schlachtfeld zu verändern. Wenn sich das Blatt nicht noch wendet, kämpft die Ukraine weiter, nur um zu einem unvermeidlichen Verhandlungsergebnis zu gelangen, das tragischerweise schlechter sein wird als das, das sie in Belarus und Istanbul ausgehandelt hat.

Diese Wendung des Schicksals hängt von der bisher selbstmörderischen Gegenoffensive ab. Seit dem 5. Juni wirft die Ukraine ihre von der NATO ausgebildeten Truppen und ihre von der NATO gelieferten Panzer gegen die russischen Verteidigungslinien. Nach Angaben des russischen Präsidenten Wladimir Putin hat die Ukraine in diesen fast zwei Monaten mehr als 26.000 Tote zu beklagen. Außerdem hat die Ukraine in den ersten Wochen der Gegenoffensive mindestens 20 % ihrer von der NATO gelieferten Panzer und gepanzerten Fahrzeuge verloren, was „erschreckend“ ist.

Noch schlimmer ist, dass die USA die Ukraine ermutigt haben, die Gegenoffensive zu starten und öffentlich ihre „sehr guten Erfolgsaussichten“ verkündeten, obwohl sie insgeheim wussten, dass die Ukraine schlecht vorbereitet war. Das Wall Street Journal berichtet: „Als die Ukraine in diesem Frühjahr ihre große Gegenoffensive startete, wussten westliche Militärs, dass Kiew weder über die nötige Ausbildung noch über die Waffen – von Granaten bis hin zu Kampfflugzeugen – verfügte, um die russischen Streitkräfte zu vertreiben.“ Unglaublicherweise waren die Militärs bereit, auf „ukrainischen Mut und Einfallsreichtum“ zu zählen.

Aber all der „Mut und Einfallsreichtum“ wird immer noch durch den Mangel an Ausbildung, Waffen und Truppen aufgewogen. Die New York Times berichtete am 26. Juli, dass die Ukraine mit dem „Hauptstoß“ ihrer Gegenoffensive begonnen hat und Tausende von Verstärkungen in den Kampf schickt, „von denen viele vom Westen ausgebildet und ausgerüstet wurden“.

Obwohl es schwierig ist, den Überblick darüber zu behalten, um welchen Angriff es sich handelt, gab es in den letzten Tagen Berichte über massive ukrainische Verluste. Die Times verortet den „Hauptstoß“ südlich von Orikhiv und weiter südlich bei Robotyne. Ein versuchter ukrainischer Vorstoß von Nowosanyliwka nach Süden in Richtung Robotyne und Tokmak wurde zu dem, was ein Analyst als „möglicherweise das schlimmste Unglück für die Ukraine seit Beginn der Offensive“ bezeichnete. In einem anderen Bericht, der sich auf einen Angriffsversuch in Richtung Rabotino-Orekhov bezieht, an dem Leopard-Panzer und Bradley-Panzer beteiligt waren, heißt es, dass die russischen Streitkräfte den Versuch mit „schrecklichen“ Verlusten für die ukrainischen Streitkräfte „zurückgeschlagen“ haben. Es wird berichtet, dass mehrere Leopards und Bradleys zerstört wurden. Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko erklärte, dass an einem Tag fünfzehn deutsche Leopard-Panzer und zwanzig gepanzerte US-Bradley-Fahrzeuge zerstört wurden. Er sagte auch, dass mehr als 200 weitere ukrainische Soldaten „verloren“ worden seien.

Am 27. Juli, als der „Hauptstoß“ fortgesetzt wurde, behauptete Putin, dass die Ukraine in den letzten 24 Stunden „eine große Menge an schwerem Gerät eingesetzt hat, etwa 50 Stück. Etwa 39 davon, nämlich 26 Panzer und 13 gepanzerte Fahrzeuge, wurden zerstört“.

Die USA drängten die Ukraine, bevor der Krieg zu der Verwüstung eskalierte, die er jetzt darstellt, weiter für die Ziele der USA zu kämpfen, obwohl die ukrainischen Ziele erfüllt waren und der Krieg hätte beendet werden können. Das hat zum Verlust von Menschenleben, zum Verlust von Land und zur Zerstörung der Infrastruktur geführt. Die USA ermutigten dann eine ukrainische Gegenoffensive, obwohl sie wussten, dass die ukrainischen Streitkräfte „nicht über die Ausbildung oder die Waffen . . die sie brauchten, um die russischen Streitkräfte zu vertreiben“. Das hat zu schrecklichen Verlusten an zusätzlichen Menschenleben geführt. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben in Verfolgung ihrer eigenen Ziele eine eigennützige Politik verfolgt, die gegenüber dem ukrainischen Volk gefühllos und grausam war.

Genmanipulation: 33% DNA in Covid-„Impfstoffen“ von Dr. Chris Shoemaker im Exklusiv-Interview entlarvt (Video)

Das Vorhandensein von DNA in den Covid-„Impfstoffen“ gibt Anlass zu ernsten Bedenken hinsichtlich möglicher langfristiger gesundheitlicher Auswirkungen, da sie den Zellkern über Jahre hinweg beeinflussen und unseren Körper in eine mRNA- und Spike-Protein-Fabrik verwandeln kann.

Dr. Chris Shoemaker aus Toronto, eine führende Stimme, die vor den potenziellen Gefahren der COVID-19-Injektionen zur Gentherapie warnt, setzte sich mit der RAIR Foundation USA zusammen, um frühere Behauptungen über diese Impfstoffe zu widerlegen. Dr. Shoemaker betonte, dass die Injektionen nicht nur mRNA, sondern auch eine beträchtliche Menge an DNA enthalten – eine Enthüllung, die früheren Beteuerungen widerspricht.

„Ursprünglich glaubten wir, dass diese Impfungen etwas enthalten, das RNA genannt wird, eine Form von genetischem Material“, sagte Dr. Shoemaker. „RNA ist jedoch keine DNA. Es handelt sich um verschiedene Teile eines Prozesses. Die DNA ist der Bauplan des Lebens und befindet sich im Zellkern, während die RNA, insbesondere die mRNA, die Anweisungen der DNA weiterleitet und an der Proteinsynthese im Zytoplasma der Zelle beteiligt ist.“

Laut Dr. Shoemaker ist RAIRs Metapher von der Zelle als Ei, in dem der Kern (Eigelb) die DNA mit den gesamten Anweisungen für alle Prozesse und Reparaturen beherbergt, während das Zytoplasma (Eiweiß) der Ort der Proteinsynthese durch die RNA ist, die ihre Anweisungen von der DNA erhält, ziemlich genau. Dieser natürliche Prozess kann jedoch durch die Einführung von externem genetischen Material wie DNA oder RNA gestört werden.

Ursprünglich versicherten die Impfstoffentwickler der Öffentlichkeit, dass das Material im Impfstoff nicht in den Zellkern eindringen würde. Dies war ein wichtiges Verkaufsargument, da es Befürchtungen über mögliche genetische Veränderungen als Folge der Covid-Impfung zerstreute. Eine kürzlich von Kevin McKernan, einem angesehenen Wissenschaftler, durchgeführte unabhängige Analyse ergab jedoch, dass die Impfstoffe etwa ein Drittel DNA enthalten.

Dr. Shoemaker erklärt: „Diese DNA stammt aus der ursprünglichen Forschung in Wuhan, von wo aus die DNA-Genome nach Amerika geschickt wurden. Das Vorhandensein dieser DNA in den Impfstoffen deutet auf einen möglichen Fehler im Reinigungsprozess während der Herstellung hin. Das Verhältnis von DNA zu RNA könnte aber auch beabsichtigt sein. Die Auswirkungen dieser von Menschen hergestellten und wissenschaftlich erzeugten DNA auf unsere Gesundheit sind weitreichend und besorgniserregend.“

Dr. Shoemaker erklärt weiter, dass sich die DNA in einem Plasmid befindet, ein anderer Transportmechanismus als die Lipid-Nanopartikel, die für die mRNA verwendet werden. Dieser Vorgang deutet eher auf eine bewusste Absicht als auf einen schlampigen Herstellungsprozess hin.

„Was die Anwesenheit von DNA noch beunruhigender macht, ist die Tatsache, dass sie den gesamten Prozess in die Länge zieht“, warnt Dr. Shoemaker. „Während die Auswirkungen der mRNA auf acht bis zwölf Monate begrenzt sein könnten, kann die DNA den Zellkern über Jahre hinweg beeinflussen und unseren Körper effektiv in eine Fabrik für mRNA und damit für Spike-Proteine verwandeln. Dies könnte erklären, warum wir nach einer Impfung eine Zunahme von chronischen Entzündungen, Anfällen, neurologischen Folgen und anderen Gesundheitsproblemen beobachten“.

Die spezifischen Auswirkungen der DNA auf den Zellkern sind noch weitgehend unbekannt. Es ist jedoch klar, dass die Anwesenheit von DNA zu langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen führen kann. Die Liste der Gesundheitsprobleme wird immer länger, darunter auch die Zunahme von Typ-1-Diabetes bei geimpften Kindern. Dies nährt die Besorgnis über die Schädigung von Organen mit ACE2-Rezeptoren, wie der Bauchspeicheldrüse, durch Spike-Proteine.

Mit Blick auf die möglichen Folgen dieser Ergebnisse kommt Dr. Shoemaker zu dem Schluss: „Wir wurden einer psychologischen und genetischen Operation unterzogen, die vielleicht die gefährlichste ist, die der Menschheit je angetan wurde. Das Vorhandensein von DNA in diesen Impfstoffen, die möglicherweise jahrelang in die genetische Maschinerie unseres Körpers eingreift, ist äußerst beunruhigend. Es unterstreicht die dringende Notwendigkeit weiterer Forschung und Transparenz in Bezug auf die Inhaltsstoffe von Impfstoffen und ihre langfristigen Auswirkungen.

Diese jüngste Entdeckung über die Natur der gentherapeutischen Impfstoffe, die so vielen Menschen verabreicht wurden, bedeutet, dass sowohl die Regulierungsbehörden, die neue Medikamente genehmigen und vorschreiben, als auch die gesamte genetische Plattform für Impfstoffe und Medikamente insgesamt auf den Prüfstand gestellt werden müssen, da sie sich auf spektakuläre Weise als weder sicher noch wirksam erwiesen haben.

Lustig, wie die UFO-Geschichte mit dem Wettrüsten im Weltraum zusammenfällt.

Caitlin Johnstone

Diese Geschichten über den Wettlauf um die Militarisierung des Weltraums erhalten nicht die gleiche Aufmerksamkeit wie die viel unterhaltsameren UFO-Geschichten, aber es scheint wahrscheinlich, dass diejenigen, die die Kriegsmaschinerie in Gang halten, den ersteren viel mehr Aufmerksamkeit schenken als den letzteren.

Hätte die Anhörung des UFO-Unterausschusses des Repräsentantenhauses am Mittwoch vor zehn Jahren statt heute stattgefunden, hätte sie die Welt erschüttert. Stellen Sie sich jemanden aus dem Jahr 2013 vor, der im Kongress Aussagen über „routinemäßige“ Begegnungen von Militärpiloten mit riesigen fliegenden Tic-Tacs, schwebenden Kugeln, 300 Fuß (ca. 91 m) großen roten Quadraten und Würfeln in durchsichtigen Kugeln hört, die auf eine Weise herumschwirren, die alle bekannte irdische Technologie sprengt, oder über den geheimen Besitz der Regierung von außerirdischen Flugzeugen, die sie nachzubauen versuchen, und über die Leichen ihrer nichtmenschlichen Piloten oder über die Möglichkeit, dass diese Kreaturen nicht nur außerirdisch, sondern extra-dimensional sind. Da wäre ihnen die Kinnlade heruntergefallen.

Jetzt, im Jahr 2023, werden wir seit sechs Jahren stetig mit Bruchstücken dieser Geschichten gefüttert, sodass die Szene auf dem Capitol Hill am Mittwoch nicht die Wirkung hatte, die sie 2013 gehabt hätte. Sie hat Schlagzeilen gemacht und Aufmerksamkeit erregt, aber nicht so viel wie der Tod von Sinead O’Connor oder die Gedanken der Menschen über Barbie und Oppenheimer. Die Reaktion der Öffentlichkeit könnte man als nervöses Lachen und Achselzucken beschreiben.

Die Leute überfliegen das Material von der Anhörung in den sozialen Medien, sagen: „Wow, das ist seltsam“, und gehen ihrem Leben nach. Die Informationen werden weitergegeben, aber nur am Rande des Mainstream-Bewusstseins. Vielleicht zeigen sie uns nächstes Jahr etwas, das für jemanden im Jahr 2013 noch schockierender gewesen wäre als die Anhörung am Mittwoch, und die Menschen im Jahr 2024 werden es mit dem gleichen nervösen Lachen und Achselzucken quittieren.

Natürlich ist die Reaktion in den Kreisen, mit denen ich zu tun habe, etwas anders. Menschen, die der amerikanischen Kriegsmaschinerie sehr skeptisch gegenüberstehen, sind in der Regel auch äußerst skeptisch gegenüber dieser UFO-Geschichte, die wir seit 2017 erleben.

„Ablenkung“ ist ein Wort, das man oft hört. „Das ist nur eine Ablenkung von „, wobei die heiße Story ist, die sie persönlich gerade fasziniert. Ich glaube diese Erklärung nicht; die neue UFO-Geschichte wurde nicht in letzter Minute erfunden, um von den aktuellen Schlagzeilen abzulenken, sondern sie entwickelt sich seit sechs Jahren und die Leute schenken ihr nicht einmal so viel Aufmerksamkeit. Das Imperium neigt ohnehin nicht dazu, spektakuläre Ereignisse als „Ablenkungsmanöver“ zu inszenieren; die Anpassung der öffentlichen Aufmerksamkeit nimmt eher die viel banalere Form des Agenda-Settings in den Medien an, bei dem einige Geschichten mehr Aufmerksamkeit erhalten als andere, je nachdem, was den Oligarchen, denen die Presse gehört, genehm ist.

Ich sehe auch Leute, die theoretisieren, dass das alles nur ein Trick ist, um das US-Militärbudget zu erhöhen. Da mag etwas dran sein, aber wie zuvor besprochen, diese Geschichte zieht sich jetzt schon sechs Jahre hin, und bisher ist der Militärhaushalt nur in den üblichen jährlichen Schritten gestiegen, wie immer.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin genauso skeptisch wie alle anderen. Zum einen waren die Ursprünge des Mainstream-UFO-Narrativs, das 2017 begann, durchdrungen von weitreichenden Verzerrungen, Unehrlichkeit und journalistischem Fehlverhalten und wurden von zwielichtigen Geheimdienstmitarbeitern wie Lue Elizondo weitergeführt. David Grusch, der bei der Kongressanhörung am Mittwoch mit seinen Geschichten über tote Außerirdische und nachgebaute UFOs die mit Abstand sensationellsten Behauptungen aufstellte, ist selbst ein Insider des US-Geheimdienstkartells.

Was mich an der ganzen UFO-Geschichte aber wirklich stört, ist der Zeitpunkt. Wir befinden uns in der Anfangsphase eines neuen Kalten Krieges, in dem es um die Militarisierung des Weltraums geht, und wir hören im Kongress Aussagen über mysteriöse Fahrzeuge, die eine Bedrohung für den US-Luftraum darstellen und die Fähigkeit haben, sehr schnell zwischen Erde und Weltraum hin und her zu fliegen. Das riecht komisch.

Ich meine, ist es wirklich ein Zufall, dass wir all diese Nachrichten über UFOs und Außerirdische zur gleichen Zeit sehen, in der wir Nachrichten über einen Wettlauf zwischen den USA und China und Russland um die militärische Vorherrschaft im Weltraum sehen? Ein Artikel in Foreign Policy aus dem letzten Jahr trägt die Überschrift „China and Russia Are Catching Up to U.S. in Space Capabilities, Pentagon Warns“ mit dem Untertitel „The militarization of space is picking up pace“. Diese Warnungen finden sich auch in Artikeln von Defense One und Time. Ein Artikel auf der Website der Vereinten Nationen aus dem letzten Jahr trägt den Titel „‚We Have Not Passed the Point of No Return‘, Disarmament Committee Told, Weighing Chance Outer Space Could Become Next Battlefield (Abrüstungsausschuss: „Wir haben den Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt, noch nicht überschritten“ und wägt ab, ob der Weltraum zum nächsten Schlachtfeld werden könnte)“. Ein Bericht des von der Kriegsmaschinerie finanzierten Center for Strategic and International Studies aus dem Jahr 2021 mit dem Titel „Defense Against the Dark Arts in Space: Protecting Space Systems from Counterspace Weapons“ warnt vor der dringenden Notwendigkeit, mehr Weltraumwaffen zu bauen, um die Feinde der USA abzuwehren. Ein Artikel in der Global Times aus dem letzten Jahr trägt den Titel „Chinesische Experten drängen darauf, die Bewaffnung des Weltraums zu vermeiden, während die Ukraine kommerzielle Weltraumkapazitäten nutzt“.

Diese Geschichten über den Wettlauf um die Militarisierung des Weltraums erhalten nicht die gleiche Aufmerksamkeit wie die weitaus unterhaltsameren UFO-Geschichten, aber es scheint wahrscheinlich, dass diejenigen, die für die Bewegung der Kriegsmaschinerie verantwortlich sind, den ersteren weitaus mehr Aufmerksamkeit schenken als den letzteren. Die US Space Force hat 2017, im selben Jahr, in dem diese Mainstream-UFO-Geschichten aufkamen, ihre ersten Schritte unternommen, mit dem ausdrücklichen Ziel, Russland und China zu bekämpfen.

Und es kommt mir sehr verdächtig vor, wie wir langsam in dieses UFO-Narrativ (oder UAP-Narrativ für diejenigen, die mit dem aktuellen Jargon vertraut sind) hineingezogen werden, gerade jetzt, wo es einen wahnsinnigen Ansturm gibt, Waffen in den Weltraum zu bringen. Ich kann mir keine andere Zeit in der Geschichte vorstellen, in der der Zeitpunkt dafür verdächtiger gewesen wäre.

Für mich waren die beunruhigendsten Teile der UFO-Anhörung die Teile, die die Militarisierung des Weltraums vorantreiben könnten, z.B. als dieses Phänomen als „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ dargestellt wurde oder als erwähnt wurde, dass sie rasant von der Erde in den Weltraum wechseln könnten.

Auf die Frage des Kongressabgeordneten Glenn Grothman „Glauben Sie, dass UAVs eine Bedrohung für unsere nationale Sicherheit darstellen?“ antwortete der ehemalige Navy Commander David Fravor mit einem klaren „Ja“. Wenige Minuten später beschrieb Fravor, dass diese UFO’s in der Lage seien, „aus dem Weltraum herabzusteigen, drei Stunden zu bleiben und wieder aufzusteigen“.

Auf die Frage des Kongressabgeordneten Andy Ogles, ob UFOs „Aufklärungsinformationen“ über das US-Militär sammeln könnten, antworteten alle drei Zeugen – Grusch, Fravor und der ehemalige Navy-Pilot Ryan Graves – mit „Ja“. Auf die Frage von Ogles, ob UFOs „unsere Fähigkeiten ausloten“ könnten, antworteten alle drei ebenfalls mit „Ja“. Auf die Frage, ob UFOs „Schwachstellen“ in den militärischen Fähigkeiten der USA aufdecken könnten, antworteten alle drei ebenfalls mit „Ja“. Auf die Frage, ob UFOs eine existenzielle Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellen, antworteten alle drei, dass dies der Fall sein könnte. Die Frage, ob es Anzeichen dafür gebe, dass UFOs an amerikanischer Nukleartechnologie interessiert seien, bejahten alle drei.

Ogles schloss sein Interview mit den Worten: „Es gibt eindeutig eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten von Amerika. Als Mitglieder des Kongresses haben wir die Verantwortung, diese Aktivitäten zu überwachen und zu verfolgen, damit wir, wenn nötig, Maßnahmen ergreifen können“.

Auf die Frage des Kongressabgeordneten Eric Burlison, ob es „Aktivitäten von außerirdischen oder nichtmenschlichen Technologien und/oder Wesen gegeben habe, die den Menschen Schaden zugefügt haben“, sagte Grusch, er könne in einem öffentlichen Rahmen nicht ins Detail gehen (ein Thema, das sich durch die gesamte Anhörung zog), aber er sagte, „was ich, meine Frau und ich, erlebt haben, war sehr beunruhigend“.

Grusch verkomplizierte diese kryptische Aussage ein paar Minuten später, indem er sagte, er habe noch nie ein UFO gesehen. Wie diese Aussage nicht im Widerspruch zu seiner vorherigen Aussage steht, er sei Zeuge von schädlichem Verhalten durch Technologie und/oder nichtmenschliche Wesen geworden, wurde nicht klar.

Den politischen Entscheidungsträgern der USA wird also gesagt, dass es mit außerirdischer Technologie ausgestattete Raumfahrzeuge gibt, die routinemäßig den Luftraum der USA verletzen und eine existenzielle Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellen, dass diese Raumfahrzeuge nach Belieben von der Erde in den Weltraum und wieder zurück fliegen können und dass sie dazu beitragen müssen, dass ihre Nation dieser Bedrohung begegnen kann.

Zu welchen Schlussfolgerungen kommen Sie, wenn Sie mit solchen Informationen konfrontiert werden? Wenn man als Gesetzgeber dafür verantwortlich ist, das Funktionieren eines hoch militarisierten Imperiums zu ermöglichen, wird man wahrscheinlich nicht zu dem Schluss kommen, dass es an der Zeit ist, sich an den Händen zu fassen und Kumbaya zu singen. Wahrscheinlich wird man anfangen, in militärtechnischen Kategorien zu denken.

Eine der wichtigsten unbeantworteten Fragen in diesem ganzen UFO-Tohuwabohu ist: Warum jetzt? Warum erleben wir diese ganze „Enthüllungs“-Bewegung, nachdem es seit Generationen keine Bewegung gegeben hat? Wenn es diese Dinge wirklich gibt und die Regierung sie geheim gehalten hat, warum sollte die unnachgiebige Politik der Entlassungen und verschlossenen Türen plötzlich umgekehrt werden, sodass „Whistleblower“ vor den Kongress treten und aussagen können? Wenn sie ein Motiv hatten, es ununterbrochen geheim zu halten, warum sollte es dieses Motiv nicht mehr geben?

Wenn man die Online-UFO-Gemeinde fragt, werden viele die ganze Sache für bare Münze nehmen und behaupten, dass die mächtigste Kriegsmaschinerie, die je geschaffen wurde, ihre Politik der totalen Geheimhaltung aufgrund des „Drucks“ der Enthüllungsaktivisten geändert hat. Das kann nicht stimmen; das historisch mächtigste Imperium ändert seine langjährige Politik der totalen Geheimhaltung nicht aufgrund von Internetforen und FOIA-Anfragen.

Warum also jetzt? Warum der drastische und plötzliche Wandel von UFOs und Außerirdischen vom lächerlichen Aluhut-Unsinn zum Gegenstand ernsthafter Untersuchungen des Kongresses und einer breiten Berichterstattung in den Mainstream-Medien?

Nun, der Zeitpunkt des Wettlaufs um die Militarisierung des Weltraums könnte eine Antwort auf die Frage „Warum gerade jetzt? Ist es ein Zufall, dass dieses neue UFO-Narrativ 2017 auftaucht, ungefähr zur gleichen Zeit wie die Einführung der Space Force? Werden wir massenhaft mit Außerirdischen und UFOs manipuliert, um die Räder der Kriegsmaschinerie im Weltraum zu schmieren? Wie wahrscheinlich ist es, dass diese außerplanetarische Erzählung zufällig genau zu dem Zeitpunkt auftaucht, an dem das US-Imperium einen letzten Versuch unternimmt, die unipolare Vorherrschaft über den Planeten zu erlangen?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass, wenn ich Wahrscheinlichkeiten zuteile, „Außerirdische oder extradimensionale Wesen sind hier und haben ein besonderes Interesse an uns und stürzen manchmal mit ihren Fahrzeugen ab, und unsere Regierung hat sie geborgen, aber geheim gehalten, aber plötzlich beschlossen, nicht mehr so geheimnisvoll damit umzugehen“ deutlich schlechter abschneidet als „Unsere Herrscher lügen und manipulieren, um wieder ihre eigenen Interessen durchzusetzen“.

Ich bin 100% offen für die Möglichkeit, dass Außerirdische und außerirdische Raumschiffe in unserer Atmosphäre herumschwirren. Wofür ich nicht offen bin, ist die Behauptung, dass die verkommensten Institutionen der Welt plötzlich bereit sind, uns die Wahrheit über diese Dinge zu sagen, entweder aus Gutmütigkeit oder weil sie von UFO-Enthüllungsaktivisten „unter Druck gesetzt“ wurden.

Ich weiß nicht, was zum Teufel mit dieser UFO-Sache los ist, aber ich weiß, dass die Führer des US-Imperiums eine lange Geschichte der Manipulation und Täuschung im großen Stil haben, um ihre imperialen Pläne voranzutreiben. Und ich weiß, dass an diesem entscheidenden Punkt der Geschichte, an dem das Imperium sich mit den Fingernägeln an die planetarische Vorherrschaft klammert, eine Menge imperialer Pläne im Gange sind.

Der Augenöffner! Die finstere Geschichte von Pfizer jetzt in deutscher Sprache.

Pfizer ist ein weltweit bekanntes Pharmaunternehmen, das viele wichtige Medikamente entwickelt hat. Doch hinter den Erfolgen verbirgt sich eine düstere Seite. In der Vergangenheit hatte Pfizer mit Prozessen zu kämpfen, die auf fragwürdige Geschäftspraktiken und Korruption hindeuten.

2009 zahlte Pfizer eine Strafe von 2,3 Milliarden US-Dollar wegen der Bestechung von Ärzten, um ihre Medikamente zu verschreiben und den Umsatz zu steigern. 2016 folgte eine Geldstrafe von 784,6 Millionen US-Dollar für die Vermarktung von Arzneimitteln für nicht zugelassene Zwecke.

Doch das ist längst nicht alles. Sehen Sie das Video in Deutsch, das die Geschichte vom Konzern Pfizer aufzeigt, das so sicherlich nicht im TV gezeigt wird.

Die Geschichte von Pfizer Inc – Dr Sam Bailey / Health Freedom Defense Fund in Deutscher Sprache

Klima-Papst Schellnhuber beim Fliegen erwischt – glaubt er wirklich an den Klimakollaps?

von AR Göhring

Hans Joachim „John“ Schellnhuber, Commander des hervorragendsten Ordens des britischen Weltreichs (CBE), wurde kürzlich von einem Leser des RND am Flughafen Berlin gesichtet – der „renommierteste“ Klimaforscher flog nach München. Grund:

Ich mußte aus familiären Gründen innerhalb eines halben Tags von Potsdam nach Fürstenfeldbruck und zurück. In der Nähe von München war ich mit Vortrag und Podiumsdiskussion beim „Zukunftsforum“ des bayerischen Schreinerhandwerks engagiert. Ich sprach hauptsächlich darüber, wie das Baugewerbe CO₂ reduzieren und sogar CO₂ wieder aus der Atmosphäre holen kann – mit mehr Holzbau statt Stahlbeton.

Die „Familie“ hatte auch schon Cem Özdemir vorgeschützt, als er gefragt wurde, wieso er privat nach Peru fliege – Standardausrede. Ähnlich Karl Lauterbach, als ihn ein Bild-Leser beim Telefonieren am Steuer auf der Autobahn filmte („mit Mutti telefoniert“).

Pikant: 2019 forderte Schelmhuber das Verbot von Inlandsflügen. Damit konfrontiert, beteuert er, daß er sonst ICE fahre. Aber da die Bahn im Land der Merkel- und Ampel-Kabinette laufend zu spät kommt, weicht er „manchmal“ auf Flüge aus, wenn er es eilig habe.

Man kann nicht immer das klimafreundlichste Verkehrsmittel wählen – das wäre sowieso das Zuhausebleiben.

Ja, richtig, Herr Professor! Warum tun Sie es dann nicht? Die Coronapolitik der Regierungen hat gezeigt, wie Internetkonferenzen über Zoom und ähnliches funktionieren. Egal – nach einer Studie sind es ausgerechnet Klimaforscher, die am häufigsten auf Dienstreise sind – warum wohl? Weil man nur durch ununterbrochenes Konferieren die Welt retten kann? Und das, obwohl es unter den Granden gar keine Einigkeit zur Klimatheorie gibt?

Der neue IPCC-Chef Skea hält zum Beispiel nichts von Untergangsszenarien im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Auch Jochem Marotzke kann Stefan Rahmstorfs Golfstrom-AMOC-Alarmismus nichts abgewinnen.

Ein ungenannter Physiker, der möglicherweise an einem renommierten Klimainstitut beschäftigt war, sagte uns vor langer Zeit, an die CO2-Geschichte glaube er nicht (und auch sonst keiner) – er bekäme aber ein schönes Gehalt und könne als gelernter DDR-Bürger endlich die Welt bereisen – und das auch noch auf Spesen.

Daher darf man wohl davon ausgehen, daß Schellnhubers Vorschlag zum Inlandsflug nicht ganz wörtlich gemeint war. Vielleicht schwebte ihm eher eine erhebliche Verteuerung vor; oder die Einführung einer Art von Passierschein, die es „wichtigen“ Leuten ermöglicht, zu „dienstlichen“ Zwecken Kurzstrecke zu fliegen.

Man merkt schon – es geht, wie Axel Bojanowski und weiland George Orwell analysierten, in Wirklichkeit um den Kampf der alten Eliten gegen den Massenwohlstand, der die gesellschaftliche Hierarchie vor 1900 eindampfte.

Seltsam: Was Schellnhuber nicht erwähnt, ist, daß er CO2-Kompensation zahlte. Aber:

Weil ich beruflich viel reise, ist mein CO₂-Fußabdruck über die Jahrzehnte ohnehin größer als der von vielen anderen. Dafür nutze ich privat Ökostrom, fahre ein Elektroauto und investiere alles verfügbare Geld in die energetische Sanierung eines alten Anwesens. Trotzdem bin ich kein Klimaheiliger.

Er klingt fast wie Leo Di Caprio, der gerade in den USA zum vertrauenswürdigsten Klimaaktivisten gewählt wurde, und kurz danach mit 170Mio.-Yacht im Mittelmeer kreuzte. „Viel reisen“, „Altes Anwesen“, „Commander des hervorragendsten Ordens des britischen Weltreichs“ – der Klimaaktivismus von John Schellnhuber hat sich gelohnt. Und die Narrativ-bedingten lästigen Beschränkungen lassen sich im Interview mit dem RND leicht weg-reden. Man saniert halt (gefördert) sein Anwesen und fährt (gefördert) E-Limousine. Ansonsten ist das Leben einfach schön!

Henryk Broder kommentiert die Heuchelei des Klima-Schelms wie üblich gekonnt:

Propaganda zur Förderung der Akzeptanz von implantierter Chips: „Immer mehr Menschen werden tragbare Geräte nutzen, um ihre Gesundheit zu überwachen“

Laut der Xinhua-Agentur wird die menschliche Lebenserwartung dank neuer Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI) und den Lehren aus der COVID-19-Pandemie in wenigen Jahrzehnten voraussichtlich auf 120 Jahre steigen, berichtete das schwedische Fernsehen (SVT) am Sonntag Agerpres.

„Unsere Prognose ist, dass die Lebenserwartung in etwa 50 Jahren zwischen 100 und 120 Jahren liegen wird, zumindest in den Industrieländern“, sagte Ignat Kulkov, Forscher an der Malardalen Universität (MDU) in Schweden, gegenüber SVT.

Es wird auch erwartet, dass ältere Menschen genauso gesund sein werden wie Menschen in ihren Vierzigern, was größtenteils auf den raschen technologischen Fortschritt zurückzuführen ist, sagte Kulkov und verwies auf die Ergebnisse einer Studie, die er mit Kollegen von Universitäten in Finnland, Frankreich und den USA durchgeführt hat und die in der Fachzeitschrift Futures veröffentlicht wurde.

„Immer mehr Menschen werden tragbare Geräte benutzen, um ihre Gesundheit zu überwachen. Diese Geräte werden mit Ärzten und Krankenhäusern verbunden sein“, sagt Kulkov und fügt hinzu, dass einige dieser Sensoren die Form von Implantaten haben werden.

Solche Geräte würden es Ärzten ermöglichen, frühzeitig Empfehlungen für Änderungen des Lebensstils zu geben, was zu einer besseren Gesundheit und einem längeren Leben führen würde.

Auch Fortschritte in anderen Bereichen würden zu einer längeren Lebenserwartung beitragen, so die Wissenschaftler.

Die COVID-19-Pandemie habe zu einem besseren Verständnis darüber geführt, wie eine effizientere Überwachung von Viren erreicht werden könne, während KI bereits eingesetzt werde, um Krankheiten schneller zu diagnostizieren und neue Behandlungen zu entwickeln, sagte Kulkov.

Auch die personalisierte Medizin mit individuell angepassten Medikamenten werde zur Verbesserung der Gesundheit beitragen.

Es gebe aber auch neue Herausforderungen, so Kulkov. „Der Klimawandel wird den größten Einfluss auf unsere Gesundheitssysteme und unser Leben haben, nicht nur in der Zukunft, sondern schon jetzt“, sagte er.

Impfschaden in Familie: Grüner Landtagsabgeordneter will Debatte

Impfschaden in Familie: Grüner Landtagsabgeordneter will Debatte

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Ein schwerer Impfschaden seiner Tochter bringt den grünen Politiker an die Öffentlichkeit. Es verlangt einen offenen Zugang zur Frage um die Impfschäden. Seit 2019 sitzt Thomas Löser für die Grünen im sächsischen Landtag. Am Montag ging er an die Öffentlichkeit. Seine 14-jährige Tochter leidet seit zwei Jahren unter einem Impfschaden, anerkannt ist der nicht. Erst […]

Der Beitrag Impfschaden in Familie: Grüner Landtagsabgeordneter will Debatte erschien zuerst unter tkp.at.

Temperatur-„Rekord“ auf Sardinien mitten im Gestrüpp und wenige Meter von der Straße entfernt

Temperatur-„Rekord“ auf Sardinien mitten im Gestrüpp und wenige Meter von der Straße entfernt

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

Im besten Fall kann er nur in die Klasse 4 (von insgesamt 5 Klassen) eingestuft werden; das bedeutet, dass die Temperaturen aufgrund schlechter Standortbedingungen künstlich bis zu 2°C erhöht werden könnten.

Vielleicht erinnert sich Mancher, wie die Medien diese Woche freudig einen neuen Temperaturrekord für Europa im Juli verkündeten, obwohl dieser noch nicht einmal von der WMO bestätigt worden war.

Wie der italienische Experte Robin Monotti sofort feststellte, war die Wetterstation in Jerzu keine offiziell anerkannte Klimastation.

Dank der hervorragenden Detektivarbeit von Tim Daw konnte der tatsächliche Standort der Station in Jerzu ermittelt werden, und wie ich bereits vermutet hatte, ist sie schlecht platziert und wird schlecht gewartet.

Es gibt drei Wetterstationen in und um Jerzu, aber die fragliche ist Jerzu RU, die unten angegeben ist – man beachte die 48,2°C am 23:

Google Maps verortet es hier:

Vergrößerung:

Wie man sieht, stehen die Geräte nur wenige Meter von der Straße entfernt. Schlimmer noch, das gesamte Gelände ist mit Buschwerk überwuchert.

Folgendes sagt die WMO über den Standort von Thermometern:

Jerzu erfüllt die Anforderungen der Klasse 3 in zweierlei Hinsicht nicht:

1)Seine Nähe zur Straße

2)Vegetation >25cm.

Im besten Fall kann es nur als Klasse 4 (von insgesamt 5 Klassen) eingestuft werden; das bedeutet, dass die Temperaturen aufgrund des schlechten Standorts künstlich bis zu 2°C erhöht sein könnten.

Dies schließt natürlich jede Möglichkeit aus, dass der „Rekord“ von Jerzu offiziell anerkannt wird, oder zumindest würde dies eine seriöse wissenschaftliche Organisation nicht tun, was die WMO ganz sicher nicht ist.

Aber natürlich ist die Behauptung des gefälschten Rekords bereits um die Welt gegangen, was schon immer das Ziel unserer korrupten Medien gewesen ist.

Es sei darauf hingewiesen, dass die italienische Agentur noch drei weitere Stationen aufgelistet hat. Die Höchsttemperaturen dieser Stationen lagen bei 42,10°C, 46,57°C und 47,21°C. (Wenn man auf den Link und dann auf das farbige Logo klickt, wird die Tagestabelle angezeigt. Alle diese Werte liegen deutlich unter den 48,2C von Jerzu RU, obwohl sie nur wenige Kilometer voneinander entfernt sind:

Es gibt viele Hunderte solcher Wetterstationen in Ländern wie Italien – schlecht platziert, schlecht gewartet und ohne offizielle Langzeitdaten. Jerzu ist ein klassisches Beispiel – gab es dort ein Thermometer, bevor dieses automatische installiert wurde? Das ist höchst unwahrscheinlich, denn wer hätte sich in der Hitze jeden Tag auf den Weg gemacht, um es abzulesen?

Und bei dieser Vielzahl von Stationen gibt es bestimmt einige an besonders heißen Orten, die nur darauf warten, dass ein Rekord aufgestellt wird.

Damit ein klimatologischer Temperaturrekord bestätigt werden kann, sollte der Standort nicht nur richtig gewählt und gewartet werden, sondern es sollten auch mindestens 100 Jahre an Daten vorhanden sein, um sicherzustellen, dass wir Gleiches mit Gleichem vergleichen können.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/07/29/sardinia-temperature-record-set-in-middle-of-undergrowth-and-yards-from-road/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Digitale ID, CBDC und Tokenisierung*“ können das Vertrauen in Geldströme erleichtern: BIZ

*Tokenisierung bezeichnet in der Computerlinguistik die Segmentierung eines Textes in Einheiten der Wortebene (manchmal auch Sätze, Absätze o. Ä.).

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) veröffentlicht einen Bericht, in dem vorgeschlagen wird, dass die digitale Identität, die digitale Zentralbankwährung (CBDC) und die Tokenisierung das Vertrauen in Geldströme erleichtern können.

Das BIZ-Arbeitspapier „Trust Bridges and Money Flows“ (Vertrauensbrücken und Geldströme) stellt sich eine Zukunft vor, in der CBDCs und tokenisiertes Geld mit digitaler Identität verknüpft und in einem [einheitlichen] elektronischen Hauptbuch gespeichert werden.

„Im Bereich des kreditbasierten Geldes spielt Vertrauen eine Schlüsselrolle“, heißt es in dem Bericht, und weiter: „Das Vertrauen in den Inhaber des Geldes kann durch nationale (digitale) Identitätssysteme, Sanktionslisten und […] Infrastruktur erleichtert werden.“

Die Autoren argumentieren auch, dass tokenisiertes Geld zu größerem Vertrauen in grenzüberschreitende Zahlungen führen würde.

„Die Tokenisierung von Geld verändert die Vertrauensbeziehungen und ermöglicht eine potenziell effizientere Marktstruktur für den Geldaustausch“

Vertrauensbrücken und Geldströme, BIZ, Juli 2023

„Tokenisiertes Geld ist jedoch nicht mit Anonymität verbunden“, heißt es in dem Bericht, und weiter: „Die Identität der Token-Besitzer und die Art der Transaktionen können immer noch von den zuständigen Stellen überwacht werden.“

Genau hier kommt die digitale Identität ins Spiel. Transaktionen werden nicht anonym sein wie bei physischem Bargeld.

„Eine neue Art von Finanzmarktinfrastruktur – ein einheitliches Hauptbuch – könnte die Vorteile der Tokenisierung voll ausschöpfen, indem sie Zentralbankgeld, Token-Einlagen und Token-Vermögenswerte auf einer programmierbaren Plattform kombiniert.“

Blueprint for the Future Monetary System, BIZ, Juni 2023

„Der Hauptbestandteil von tokenisiertem Geld ist das elektronische Hauptbuch, nicht die vollständige Dezentralisierung wie bei Distributed-Ledger-Technologien“.

Vertrauensbrücken und Geldströme, BIZ, Juli 2023

Quelle: BIZ

Letzten Monat veröffentlichte die BIZ einen Bericht mit dem Titel „Blueprint for the future monetary system: improving the old, enabling the new„, in dem näher erläutert wird, wie Token tatsächlich funktionieren.

Grundsätzlich enthält ein Token sowohl die „Regeln“ dafür, was der Vermögenswert tun kann und was nicht (Programmierbarkeit), als auch die „Hintergrundinformationen“ darüber, was der Vermögenswert ist, wem er gehört und woher er kommt.

Wenn Banker und Ökonomen von Programmierbarkeit bei Token-basierten CBDCs sprechen, meinen sie damit, dass Regeln dafür gelten, wann, wo und wie Sie Ihr Geld ausgeben können.

„Man könnte eine potenziell […] dunklere Welt haben, in der die Regierung beschließt, dass Einheiten des Zentralbankgeldes verwendet werden können, um einige Dinge zu kaufen, aber nicht andere Dinge, die sie als weniger wünschenswert erachtet, wie z.B. Munition oder Drogen oder Pornografie oder etwas in der Art.“

Eswar Prasad, WEF-Jahrestagung der New Champions, Juni 2023

“You could have a potentially […] darker world where the government decides that [CBDC] can be used to purchase some things, but not other things that it deems less desirable like say ammunition, or drugs, or pornography, or something of the sort”: Eswar Prasad, WEF #AMNC23 pic.twitter.com/KkWgaEWAR5

— Tim Hinchliffe (@TimHinchliffe) June 28, 2023

Wie Eswar Prasad, Professor an der Cornell University, letzten Monat auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) erklärte:

„Wenn man über die Vorteile des digitalen Geldes nachdenkt, gibt es ein enormes Gewinnpotenzial. Es geht nicht nur um digitale Formen von digitalem Geld, sondern auch um Programmierbarkeit – Einheiten von Zentralbankgeld mit Verfallsdatum.

„Man könnte […] eine potenziell bessere – oder manche würden sagen, eine dunklere Welt – haben, in der die Regierung entscheidet, dass Einheiten des Zentralbankgeldes verwendet werden können, um einige Dinge zu kaufen, aber nicht andere Dinge, die sie als weniger wünschenswert erachtet, wie z.B. Munition oder Drogen oder Pornografie oder so etwas, und das ist sehr mächtig in Bezug auf die Verwendung eines CBDC, und ich denke auch extrem gefährlich für die Zentralbanken.“

Während Prasad betonte, dass die Programmierung von CBDC für wirtschafts- oder sozialpolitische Zwecke die Integrität der Zentralbanken beeinträchtigen könnte, erklärte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, kürzlich, dass die Programmierbarkeit den Geschäftsbanken überlassen würde.

„Für uns [Zentralbanken] wäre die Ausgabe einer digitalen Währung, die Zentralbankgeld wäre, nicht programmierbar […] Diejenigen, die die Verwendung einer digitalen Währung mit der Programmierbarkeit in Verbindung bringen können, wären die Intermediäre – also die Geschäftsbanken“

Christine Lagarde, BIZ-Innovationsgipfel, März 2023

‘The issuance of a digital currency that would be central bank money would not be programmable […] Those who can associate the use of digital currency with programmability would be the commercial banks’: Christine Lagarde, @BIS_org Innovation Summit, March 2023 #CBDC pic.twitter.com/x7xByPJmuR

— Tim Hinchliffe (@TimHinchliffe) April 11, 2023

Im März sagte Lagarde, dass eine Zentralbank nicht für die Programmierung einer digitalen Währung zuständig sein würde.

„Für uns [Zentralbanken] wäre die Ausgabe einer digitalen Währung, die Zentralbankgeld wäre, nicht programmierbar – sie wäre nicht mit einer bestimmten Einschränkung verbunden, sei es zeitlich oder in Bezug auf die Art der Verwendung – das wäre für mich ein Gutschein. Es wäre keine digitale Währung“, sagte Lagarde.

„Diejenigen, die die Verwendung digitaler Währungen mit der Programmierbarkeit in Verbindung bringen können, wären die Intermediäre – die Geschäftsbanken.

„Und das ist ihr Geschäft. Sie wissen, wie man das macht, aber wenn wir sagen, dass ein Dollar ein Dollar ist, egal ob bar oder digital, oder ein Euro ein Euro ist, egal ob bar oder digital, dann kann es für uns [Zentralbank] nicht programmierbar sein.

„Es kann mit Konditionalität verbunden sein, was etwas anderes ist, aber nicht programmierbar“, fügte sie hinzu.

Der stellvertretende geschäftsführende Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) und ehemalige stellvertretende Gouverneur der People’s Bank of China (PBoC), Bo Li, sagte im Oktober 2022 bei einem hochrangigen Rundtischgespräch über CBDC in Washington, DC, zur Programmierbarkeit von CBDC

„Durch die Programmierung von CBDC kann dieses Geld genau darauf ausgerichtet werden, welche Art von Menschen es besitzen können und wofür es verwendet werden kann.“

Bo Li, IWF, Oktober 2022

Today: “CBDC can allow gov agencies & private sector players to program/allow targeted policy functions (i.e. consumption coupons) By programming #CBDC the money can be precisely targeted for what kind of people can own & what kind of use this money can be utilized” Bo Li, #IMF pic.twitter.com/kcROTxXZau

— Tim Hinchliffe (@TimHinchliffe) October 14, 2022

Bo Li, stellvertretender geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) und ehemaliger stellvertretender Gouverneur der People’s Bank of China (PBoC), sagte im Oktober 2022 bei einem hochrangigen Rundtischgespräch über CBDC in Washington, DC, über die Programmierbarkeit von CBDC:

„CBDC kann es Regierungsbehörden und Akteuren des privaten Sektors ermöglichen, zu programmieren – intelligente Verträge zu erstellen – um gezielte politische Funktionen zu ermöglichen. Zum Beispiel die Auszahlung von Sozialleistungen, Konsumgutscheine oder Lebensmittelmarken.“

„Durch die Programmierung von CBDC können diese Gelder genau darauf ausgerichtet werden, welche Art von Menschen sie besitzen können und wofür dieses Geld verwendet werden kann“, fügte er hinzu.

Während Lagarde also sagt, dass die Zentralbanken kein Interesse an der Programmierung von CBDCs haben, erforschen Zentralbanken auf der ganzen Welt tatsächlich die Programmierbarkeit, auch wenn die Zentralbanken selbst nicht diejenigen sind, die die eigentliche Programmierung vornehmen.

„Welche Art von CBDC-Designs könnte ohne Programmierbarkeit eingeführt werden, würde aber die Möglichkeit offen lassen, diese bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt einzuführen, ohne dass eine größere Umgestaltung erforderlich wäre?“

Digitale Zentralbankwährungen: aktuelle politische Perspektiven, BIZ, Mai 2023

Im Mai veröffentlichte die BIZ einen 10-seitigen Bericht mit dem Titel „Central bank digital currencies: ongoing policy perspectives„, in dem die Frage aufgeworfen wurde, ob die Programmierbarkeit durch die Hintertür nach der Einführung einer CBDC eingeführt werden könnte.

Während die BIZ anerkannte, dass Blockchain die Programmierbarkeit unterstützen könnte, überlegte die Zentralbank für Zentralbanken, ob Blockchain tatsächlich notwendig sei und ob die Programmierbarkeit zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt werden könnte.

In dem Bericht heißt es: „Die Verwendung der Blockchain-Technologie innerhalb von CBDC-Systemen bleibt eine Möglichkeit, obwohl sie für das Funktionieren eines potenziellen CBDC-Systems nicht als wesentlich angesehen wird.“

Es kann jedoch „zusätzliche Verwendungsmöglichkeiten für die Blockchain-Technologie und damit verbundene Konzepte innerhalb des Kryptoasset-Ökosystems geben, die die Funktionalität eines CBDC potenziell erweitern könnten (z. B. die Ermöglichung bestimmter Arten von Programmierbarkeit, Micropayments).“

„Beim IWF arbeiten wir intensiv am Konzept einer globalen CBDC-Plattform für den Handel und das Risikomanagement“

Kristalina Georgieva, IWF, Juni 2023

Auf einer Veranstaltung in Marokko im vergangenen Monat sagte die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, dass die CBDCs zwischen den Ländern interoperabel sein müssten und dass der IWF aus diesem Grund an dem Konzept einer globalen CBDC-Plattform arbeite.

“At the IMF we are working hard on the concept of a global CBDC platform”: IMF Managing Director Kristalina Georgieva https://t.co/Py7JLMovuc pic.twitter.com/N6txNHBaaE

— Tim Hinchliffe (@TimHinchliffe) June 19, 2023

„Wenn wir erfolgreich sein wollen, dürfen die CBDCs keine fragmentierten nationalen Angebote sein“, sagte Georgieva.

„Um die Transaktionen effizienter und fairer zu gestalten, brauchen wir Systeme, die die Länder miteinander verbinden.

„Mit anderen Worten: Wir brauchen Interoperabilität.

„Aus diesem Grund arbeiten wir beim IWF intensiv an dem Konzept einer globalen CBDC-Plattform für den Handel und das Risikomanagement“, fügte sie hinzu.

Auf der gleichen Konferenz in Marokko sagte Tobias Adrian vom IWF, der auch Mitverfasser des gestrigen BIZ-Berichts über „Vertrauensbrücken und Geldströme“ ist, dass die Tokenisierung von Vermögenswerten und Geld ein großes Potenzial habe und dass „tokenisierte Einlagen selbst hinterlegt und direkt ausgetauscht werden könnten.

Da ein Token eine digitale Darstellung von Geld, Gütern, Vermögenswerten und Rechten auf einer programmierbaren Plattform sein kann, besteht der nächste Schritt darin, so ziemlich alles in der Natur zu tokenisieren.

„Wir fangen an, über Preise für Wasser, Bäume und Biodiversität nachzudenken […] Wie fangen wir an, Token zu setzen?“

Michael Sheren, COP27, November 2022

‘Carbon is moving very quickly into a system where it’s going to be very close to a currency’ …
Next, ‘We start thinking about putting prices on water, on trees, on biodiversity … How do we start tokenizing?’: Michael Sheren, Former Bank of England Advisor #COP27 pic.twitter.com/r5Nw3b2aeo

— Tim Hinchliffe (@TimHinchliffe) November 9, 2022

In einer Rede auf der COP27 in Ägypten im vergangenen Jahr sagte der ehemalige Berater der Bank of England, Michael Sheren, dass Kohlenstoff „sehr schnell in ein System übergeht, in dem er einer Währung nahe kommt“, und dass als nächstes die Tokenisierung von Natur und Biodiversität auf der Tagesordnung steht, wobei Orte wie Indonesien, Brasilien und Afrika „absolut entscheidend“ sein werden.

Kohlenstoff haben wir bereits erkannt„, sagte er und fügte hinzu: „Kohlenstoff entwickelt sich sehr schnell zu einem System, das einer Währung sehr nahe kommt, da man eine Tonne absorbierten oder gebundenen Kohlenstoffs nehmen und eine Preiskurve für die Zukunft erstellen kann, mit einer Finanzdienstleistungsarchitektur und Dokumentation.“

„Der südliche Teil der Welt hat einen weitaus höheren Wert als große Teile des nördlichen Teils“, so Sheren.

„Und wenn wir darüber nachdenken, Wasser, Bäume und biologische Vielfalt mit Preisen zu versehen, werden wir feststellen, wo das liegt […]

„Wie fangen wir an, Token zu setzen?“, fügte er hinzu.

Erst geht es nach Moskau, dann nach Peking – von Pepe Escobar

Drei Interventionen in St. Petersburg fassen die panafrikanischen Bestrebungen zusammen, den ausbeuterischen Neokolonialismus endlich loszuwerden.

Der globalen Mehrheit stehen zwei Wege offen, um den tollwütigen, kognitiv dissonanten Strauss’schen Neokonservativen, die für die imperiale Außenpolitik verantwortlich sind, entgegenzutreten: sie unerbittlich lächerlich zu machen oder hart an dem langen und kurvenreichen Weg zu einer neuen multipolaren Realität zu arbeiten.

Die Realität hat auf dem Russland-Afrika-Gipfel in St. Petersburg mit ihrer erstaunlichen Breite und Tragweite, die sich in der offiziellen Erklärung und in wichtigen Fakten wie dem Erlass von nicht weniger als 23 Milliarden Dollar afrikanischer Schulden durch Russland und der Forderung von Präsident Putin nach einem Beitritt Afrikas zur G20 und zum UN-Sicherheitsrat (“Es ist an der Zeit, diese historische Ungerechtigkeit zu korrigieren”) widerspiegelt, tief getroffen.

Drei Interventionen in St. Petersburg fassen den panafrikanischen Drang zusammen, sich endlich vom ausbeuterischen Neokolonialismus zu befreien.

Der Präsident von Eritrea, Isaias Afwerki: “Sie drucken Geld. Sie stellen überhaupt nichts her, sie drucken Geld. Das ist eine ihrer globalen Waffen – das Geldsystem… Sanktionen hier, Sanktionen dort… Wir brauchen eine neue Finanzarchitektur auf globaler Ebene.”

Der Präsident von Burkina Faso, Ibrahim Traoré, ist das Gesicht des wiedererstarkenden Globalen Südens und der jüngste Staatschef der Welt: “Ein Sklave, der nicht rebelliert, verdient kein Mitleid. Die Afrikanische Union (AU) muss aufhören, Afrikaner zu verurteilen, die sich entscheiden, gegen ihre eigenen Marionettenregime des Westens zu kämpfen.”

Yoweri Museveni, Präsident von Uganda: “Eine Facette des Neokolonialismus und des Kolonialismus war, dass Afrika darauf beschränkt war, nur Rohstoffe, Feldfrüchte wie Kaffee und Mineralien zu produzieren (…) Dieses Problem ist der größte Faktor, warum die afrikanischen Volkswirtschaften verkümmern; sie wachsen nicht, weil der gesamte Wert von anderen Menschen genommen wird (…) Was ich Russland und China also vorschlagen möchte, ist, von der Einfuhr von Rohstoffen aus Afrika abzuraten und stattdessen mit den Afrikanern zusammenzuarbeiten, um den Wert an der Quelle zu steigern.”

Kurz gesagt: Panafrika sollte alles daran setzen, seine eigenen Marken und Mehrwertprodukte zu schaffen, ohne auf die “Genehmigung” des Westens zu warten.

Das südafrikanische Drama

Südafrika ist ein äußerst komplexer Fall. Unter dem extremen Druck der üblichen Verdächtigen hatte Pretoria bereits der kollektiven Hysterie des Westens in Bezug auf Putins Teilnahme am bevorstehenden BRICS-Gipfel nachgegeben und sich mit der physischen Anwesenheit von Außenminister Lawrow und Putin per Videokonferenz begnügt.

Bei einem persönlichen Treffen mit Putin in St. Petersburg beschloss Präsident Cyril Ramaphosa dann, im Namen aller afrikanischen Staats- und Regierungschefs zu sprechen und Russland für das Angebot von kostenlosem Getreide zu danken, aber zu betonen, dass sie nicht gekommen seien, um “Geschenke zu erhalten; Afrika schlägt die Rückgabe des Getreidegeschäfts vor”.

Übersetzung: Es geht nicht um kostenloses Getreide, das mehreren afrikanischen Nationen angeboten wurde; es geht darum, dass Pretoria von dem Deal profitieren will, der globalistische Oligarchen und ihren Vasallen in Kiew privilegiert.

Vergleichen Sie dies nun mit der russischen Position. Putin hat es noch einmal sehr deutlich gemacht: Erfüllen Sie unsere Forderungen, und wir kehren zu dem Getreideabkommen zurück. In der Zwischenzeit ist Russland nach wie vor führend in der Weizenproduktion, und während die Preise auf den Weltmärkten weiter steigen, wird Moskau die Einnahmen mit den ärmsten afrikanischen Ländern teilen.

Die Spannungen innerhalb der BRICS, wie sie in diesem Fall deutlich werden, sind schmerzlich real und gehen von den schwächsten Gliedern aus. Bei aller hinterhältigen Rhetorik ist es eine Tatsache, dass Indien und Brasilien es vorziehen, BRICS+ langsam voranzutreiben, wie Sherpas inoffiziell bestätigen.

Unter den mehr als 40 Ländern – und es werden immer mehr -, die unbedingt in den Club aufgenommen werden wollen, sind Indonesien und Saudi-Arabien sehr gut positioniert, um in die erste Reihe der BRICS+-Mitglieder aufgenommen zu werden, im Gegensatz zu Argentinien (das im Grunde einen IWF-Kredit bezahlt hat, damit es weiterhin IWF-Kredite bezahlen kann).

Die Realität diktiert ein langsames Vorgehen. Brasilia – das unter dem extremen Druck der “Biden-Kombo” steht – hat nur einen minimalen Handlungsspielraum. Und Neu-Delhi schlägt zunächst einen “Beobachter”-Status für potenzielle Mitglieder vor, bevor sie voll aufgenommen werden. Ganz ähnlich wie in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), deren jüngster Gipfel auf Beschluss Neu-Delhis online abgehalten werden soll. Aus einem ganz einfachen Grund: Indien wollte sich nicht mit China an einen Tisch setzen.

Besorgniserregend ist, dass der praktische, gigantische Arbeitsplan sowohl der BRICS als auch der SCO durch eine giftige Mischung aus internen Streitigkeiten und ausländischer Einmischung verlangsamt wird. Doch die strategische Partnerschaft zwischen Russland und China muss dies vorausgesehen haben – und es gibt entsprechende Vorkehrungen.

Im Wesentlichen werden die breiter angelegten Diskussionen beschleunigt, während die kleineren Partner die Kurve kriegen (oder auch nicht…). Klar ist, dass beispielsweise die mögliche Aufnahme von Indonesien, Iran und Saudi-Arabien in BRICS+ das interne Kräftegleichgewicht sofort verändern wird und die schwachen Glieder zwangsläufig aufholen müssen.

Die EAEU als Retterin

St. Petersburg hat auch etwas Entscheidendes in Bezug auf die sich entwickelnden multilateralen Organisationen gezeigt: die erneute Bedeutung der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAEU). Die EAEU expandiert rasch über Zentralasien hinaus in Richtung Südostasien (ein Freihandelsabkommen mit Indonesien steht kurz bevor), Afrika und vor allem die DVRK: Dies wurde bei der Begrüßung von Verteidigungsminister Schoigu in Pjöngjang eingehend erörtert.

All das ergibt einen Fahrplan wie diesen: die EAEU an der Spitze, parallel zu Chinas BRI (das entscheidende Forum findet im Oktober in Peking statt), bis die Blockade von BRICS+ und SCO gelöst ist.

Nur ein BRICS-Mitglied, ohne das eine eurasische Integration unmöglich ist, hat ernsthafte Probleme mit China: Indien (und damit auch die Rivalität um Einfluss in Afrika, Westasien und Zentralasien).

Gleichzeitig gibt es nur ein BRICS-Mitglied, das in der Lage ist, Indien zu beeinflussen: Russland.

Das ist eine Herausforderung für die Ewigkeit. Doch Moskau verfügt über das Potenzial – und die Kompetenz -, das gesamte neue, im Entstehen begriffene System der internationalen Beziehungen zu regeln. Der Zeitpunkt für die Umsetzung dieses neuen Weltsystems ist jetzt und unmittelbar danach: zwischen 2025 und 2030.

Daher werden die Beziehungen zwischen Russland und Indien wohl der Schlüssel zur vollständigen Entfaltung von BRICS+ sein. Zu den Themen gehören eine eiserne russische Ölstraße nach Indien über Rosneft, die Lösung des Afghanistan-Rätsels (wobei Moskau Peking und Neu-Delhi auf dem Laufenden halten muss), eine muskulösere Präsenz innerhalb der SOZ, engere Sicherheitsüberlegungen zwischen den drei Verteidigungsministerien, die Einbeziehung chinesischer und indischer Beobachter in den Russland-Afrika-Prozess und all das unter der Leitung von Putin selbst.

Wenn der Wettbewerb zwischen China und Indien schon jetzt ein großes Thema ist, dann sollten wir erwarten, dass er nach 2030 noch komplexer wird. Russland steht also vor einer weiteren historischen/kulturellen Aufgabe. Diese geht weit über den Himalaya hinaus. Sie umspannt den gesamten Bogen des Wettbewerbs zwischen China und Indien.

Und vergessen Sie nicht, das Stahlkätzchen anzurufen.

Es ist immer sehr aufschlussreich, die Analysen von Sergey Glazyev, dem Minister für Integration und Makroökonomie in der Wirtschaftskommission der EAEU, zum Thema BRICS zu verfolgen.

Glazyev hat in zwei wichtigen Interviews bestätigt, dass eine “sanktionssichere” digitale BRICS-Rechnungseinheit im Gespräch ist, die nicht nur auf den nationalen Währungen der BRICS-Staaten, sondern auch auf einem Korb von Rohstoffen basiert.

Er bestätigte auch, dass “wir” an der Einrichtung einer internen BRICS-Gruppe arbeiten, die das neue System entwerfen und einrichten soll (übrigens sind diese Diskussionen innerhalb der EAEU schon viel weiter fortgeschritten).

Laut Glazyev kann ein Zahlungssystem außerhalb von SWIFT durch ein Netzwerk staatlicher digitaler Währungen eingerichtet werden – nicht zu verwechseln mit Kryptowährungen, die nur von privaten Spekulanten unterstützt werden.

Glazyev verteidigt auch nachdrücklich die Einführung des digitalen Rubels. Er argumentiert, dass dies der Weg ist, um Blockchain-Transaktionen zu verfolgen und die nicht beabsichtigte Verwendung von Geldern zu verhindern – wie etwa die Abzweigung in spekulative Märkte.

Abgesehen von all den enormen Herausforderungen besteht der optimale Weg darin, dass EAEU und BRICS+ das internationale Recht einhalten und langsam aber sicher ein Zahlungssystem aufbauen, das in der Lage ist, die massiven imperialen Hemmnisse zu überwinden. Eine neue BRICS-Währung kann warten. Was zählt, ist die Entwicklung so vieler Verbindungen, während die Infrastruktur des neuen Systems aufgebaut wird.

Und das bringt uns wieder zu Nordkorea.

Der Shoigu-Besuch hat der DVRK de facto den Weg geebnet, sich im Rahmen des massiven eurasischen Integrations-/Entwicklungs-/Gegenseitigen Sicherheitsprozesses vollständig an die strategische Partnerschaft zwischen Russland und China anzupassen.

Oh, die Ironie der “Post-Everything”-Geschichte. Der Hegemon könnte tatsächlich in die Falle getappt sein und die NATO als glaubwürdige militärische Kraft zerstört haben, während Russland und China einen wichtigen Verbündeten in Nordostasien und im Fernen Osten wiederbelebt haben – mitsamt Atommacht, ballistischen Raketen und einem hyperproduktiven industriellen Militärkomplex.

Die straußischen Neokonservativen wollen also ihren nicht zu gewinnenden ewigen Krieg auf die tollwütige Hyäne Polen und die baltischen Chihuahuas ausweiten? Also erst Moskau, dann Peking? Seien Sie unser Gast. Aber vorher sollten Sie unbedingt das Machtzentrum des Globalen Südens, die DVRK, anrufen. Stahlkätzchen Kim Yo-jong, die jüngere Schwester von Kim Jong Un, wird sich freuen.

Der Schatten von Trinity: Die erste Atombombe mit dem Namen Trinity. Eine schreckliche Situation, die viele ignorieren wollen

Wenn sie ignoriert wird, können die kollektiven Übel der modernen Gesellschaften von selbst ausbrechen.

Ich sitze hier in der Stille der erwachenden Morgendämmerung und bin fassungslos über die Erkenntnis, dass ich existiere. Ich frage mich warum. Es ist mein Geburtstag. Die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne bluten karminrot über die östlichen Hügel, während ich mir meine Geburt vorstelle. Das Haus und meine Familie schlafen.

Eines Tages werde ich sterben, und ich frage mich, warum. Das ist das Geheimnis, über das ich nachdenke, seit ich jung bin. Das und die Tatsache, dass ich in einer Zeit des Krieges geboren wurde und dass, während meine Eltern und Schwestern meinen ersten Geburtstag feierten, die angesehenen zivilen und militärischen Führer meines Landes eine andere Geburt feierten: die Zündung der ersten Atombombe mit dem Codenamen Trinity.

Trinity hat mein Leben überschattet, während das andere Trinity meine Tage erhellt hat.

Kranke Köpfe spielen kranke Wortspiele, während sie Schmerz und Tod zufügen. Sie gaben dieser Todesbombe den Spitznamen „Gadget“, als wäre sie ein unschuldiges kleines Spielzeug. Sie nahmen das christliche Geheimnis der Dreifaltigkeit und lästerten es, als ob sie Gott verhöhnten, was sie auch taten. Sie dachten, sie seien Götter.

Jetzt sind sie alle tote Götter, ihre Schicksale sind in ihren Gräbern versiegelt.

Wo sind sie jetzt?

Wo sind all ihre Opfer, die unschuldigen Toten von Hiroshima und Nagasaki?

Wo sind die Gerechten und die Ungerechten?

Wo sind die Lebenden jetzt, schlafend oder wach, während die Vorläufer von Trinity in Washington, D.C. und im Pentagon ihre Weltuntergangsmaschinen für eine Wiederholung vorbereiten, den letzten Erstschlag, die letzte Runde in ihrem Rennen zur Vernichtung aller Lebenden? Werden sie beim Abschuss der Raketen singen: „So long, farewell, auf Wiedersehen, good night“?

Joseph Biden, der zweite römisch-katholische Präsident, verspottet zwar den Kern der Botschaft Jesu, treibt aber die Welt auf einen nuklearen Holocaust zu – im Gegensatz zu JFK, dem ersten katholischen Präsidenten, der von der CIA ermordet wurde, weil er sich für die Abschaffung der Atomwaffen und das Ende des Kalten Krieges einsetzte.

Das Rad dreht sich. Wir zählen die Jahre. Wir fragen uns, warum.

Vor Jahren begann ich mein akademisches Leben mit einer Dissertation mit dem Titel „Dealing With Death oder Death Dealing“. Es war eine Studie über den Wandel kultureller Symbolsysteme, den Tod und Atomwaffen. In den vergangenen hundert Jahren und mehr hat sich das traditionelle religiöse Symbolsystem – der heilige Baldachin -, das den Menschen einst Trost, Bedeutung und Hoffnung gab, verändert und aufgelöst. Wissenschaft, Technologie und Atomwaffen haben das alles verändert. Der Tod ist gesellschaftlich verlagert worden, und wir leben unter dem nuklearen Schutzschirm, einem unheimlichen „Schutz“, der ein kalter Trost ist. Die ultimative Macht des Todes über alles Leben ist von Gott auf die Menschen übertragen worden, die die Atomwaffen kontrollieren. Dieses Thema hat mich nie losgelassen. Ich nehme an, es hat mich verfolgt. Es ist kein lustiges Thema, aber ich glaube, es hat mich gewählt.

Wurde ich in einer normalen Zeit geboren? Ist die Kriegszeit unsere normale Zeit? Das ist sie. Ich wurde geboren.

Aber zu einer Zeit und an einem Ort geboren zu sein, an dem die Führer Ihres Landes ihre deutschen und japanischen Feinde als grausame Kriegsverbrecher anprangerten, während sie ihnen in abscheulicher Weise nacheiferten und sie dann übertrafen, ist noch einmal etwas anderes. Mit der Operation Paperclip nach dem Zweiten Weltkrieg holte die Regierung der Vereinigten Staaten heimlich mehr als 1.600 Nazi-Kriegsverbrecher in die USA, um die Militär-, Geheimdienst-, Weltraum-, chemischen und biologischen Kriegsführungsprogramme unserer Regierung zu leiten. Wir wurden zu Nazis. Lewis Mumford hat es in The Pentagon of Power so formuliert:

Durch die merkwürdige Dialektik der Geschichte schuf Hitlers Vergrößerung und die Erneuerung der Nazi-Megamaschine die Voraussetzungen für die Schaffung jener Gegeninstrumente, die sie erobern und vorübergehend zerstören würden. Kurz gesagt, im Akt des Sterbens übertrugen die Nazis ihre Krankheit auf ihre amerikanischen Gegner: nicht nur die Methoden der zwanghaften Organisation oder der physischen Zerstörung, sondern auch die moralische Verderbnis, die es möglich machte, diese Methoden anzuwenden, ohne Widerstand zu erregen.

Für eine solche moralische Korruption gibt es immer Ausreden. Als die USA während des Zweiten Weltkriegs fast alle japanischen Städte sowie Dresden und Köln in Deutschland in Brand steckten und dann Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abwarfen, wobei Hunderttausende unschuldiger Zivilisten in grundlos grausamen Angriffen getötet wurden, wurden diese Angriffe gerechtfertigt und sogar als notwendig gefeiert, um böse Feinde zu besiegen.

Genauso wie die Nazi-Kriegsverbrecher in der US-Regierung unter der Ägide von Allen Dulles willkommen geheißen wurden, der der am längsten amtierende CIA-Direktor und der Schlüssel zu JFKs Ermordung und Vertuschung wurde, wurden die teuflischen Kriegsverbrechen der USA als Taten einer moralischen Nation, die einen guten Krieg führte, hinweggefegt. Was folgte, waren Jahrzehnte amerikanischer Kriegsverbrechen, von Korea über Vietnam und Irak usw. Eine sehr lange Liste.

Der englische Dramatiker Harold Pinter hat es in seiner Nobelpreisrede auf den Punkt gebracht:

Es ist nie passiert. Nichts ist jemals passiert. Selbst als es passierte, passierte es nicht. Es spielte keine Rolle. Es war nicht von Interesse. Die Verbrechen der Vereinigten Staaten waren systematisch, konstant, bösartig und unbarmherzig, aber nur sehr wenige Menschen haben darüber gesprochen. Das muss man den Amerikanern lassen.

Es hat weltweit eine ziemlich klinische Manipulation der Macht ausgeübt, während es sich als eine Kraft des universellen Guten ausgab. Es ist ein brillanter, sogar witziger, höchst erfolgreicher Akt der Hypnose.

Nichts könnte wahrer sein. Als die USA 2014 den Putsch in der Ukraine inszenierten (Putsche sind eine amerikanische Spezialität), verbündeten sie sich mit neonazistischen Kräften, um sich Russland entgegenzustellen.

Dieses Bündnis sollte niemanden schockieren; es ist der amerikanische Weg. Damals in den 1980er Jahren, als die USA Todesschwadronen in Mittelamerika unterstützten, sagte Ronald Reagan der Welt, dass

„Die Contras sind das moralische Äquivalent der Gründerväter“.

Jetzt wird der ukrainische Präsident Zelensky als großer Held gefeiert, und Biden sagte ihm bei einem Besuch im Oval Office, dass „es eine Ehre ist, an Ihrer Seite zu stehen“.

Solche Allianzen sind keine Anomalien, sondern die nackte Realität der US-Geschichte.

Aber lassen Sie mich auf „Trinity“ zurückkommen, die ultimative Massenvernichtungswaffe, da ich kürzlich einen Artikel darüber gelesen habe.

Kai Bird, der Koautor von American Prometheus: The Triumph and Tragedy of J. Robert Oppenheimer, dem Buch, das den neuen Film Oppenheimer über J. Robert Oppenheimer inspiriert hat, den Wissenschaftler, der als „Vater der Atombombe“ gilt und der der ersten Atombombe den Namen Trinity gab, hat in der New York Times einen Op-Ed-Artikel mit dem Titel „The Tragedy of J. Robert Oppenheimer“ geschrieben.

Dieser Artikel ist in gewisser Hinsicht zutreffend, aber er ist auch ein Beispiel dafür, wie die Geschichte hinterlistig dazu benutzt werden kann, die Gegenwart für politische Zwecke zu verzerren. In typischer NY Times-Manier erzählt Bird bestimmte Wahrheiten und verschweigt, verzerrt und verfälscht andere.

Ich halte Oppenheimer nicht für eine tragische Figur, wie Bird es tut. Kompliziert, ja; aber er war im Wesentlichen ein überheblicher Wissenschaftler, der seine Dienste für ein dämonisches Projekt zur Verfügung stellte und danach, nachdem er die Katze aus dem Sack gelassen hatte, indem er die Bombe schuf, die Regierung, die sie in massiven Kriegsverbrechen einsetzte, schuldbewusst aufforderte, sich in Zukunft zurückzuhalten. Die Forderung nach einer solchen Selbstregulierung ist genauso absurd wie die Forderung nach einer Selbstregulierung der Pharma- oder Big-Tech-Industrie.

Bird sagt zu Recht, dass Oppenheimer seine Arbeit an der Erfindung der Atombombe nicht bereut hat, und er weist zu Recht auf die Ungerechtigkeit hin, dass er 1954 in einer geheimen Anhörung von einem Sicherheitsgremium der Atomenergiekommission mit 2 zu 1 Stimmen verleumdet und seiner Sicherheitsgenehmigung beraubt wurde, weil er kommunistische Verbindungen hatte. „1945 als ‚Vater der Atombombe‚ gefeiert“, schreibt Bird, „wurde er neun Jahre später zum prominentesten Opfer des McCarthy’schen Mahlstroms.“ Ein „Opfer“, sollte ich hinzufügen, das Namen nannte, um seinen eigenen Ruf zu retten.

Aber in seinem Artikel sagt Bird uns auch:

„Schauen Sie sich nur an, was mit unseren Beamten des öffentlichen Gesundheitswesens während der letzten Pandemie passiert ist.“

Er meint damit, dass diese Beamten wie Anthony Fauci verleumdet wurden, als sie der Öffentlichkeit korrekte wissenschaftliche Informationen gaben. Das ist absurd. Fauci – „Angriffe auf mich sind offen gesagt Angriffe auf die Wissenschaft“ – und andere „Beamte“ der Regierung haben die Öffentlichkeit falsch informiert und immer wieder gelogen, aber Bird impliziert, dass auch sie tragische Figuren wie Oppenheimer waren.

Er schreibt:

Wir stehen an der Schwelle zu einer weiteren technologischen Revolution, in der künstliche Intelligenz unser Leben und unsere Arbeit verändern wird, und dennoch führen wir noch nicht die Art von sachkundigem zivilen Diskurs mit ihren Innovatoren, der uns helfen könnte, kluge politische Entscheidungen über ihre Regulierung zu treffen. Unsere Politiker müssen mehr auf Technologie-Innovatoren wie Sam Altman und Quantenphysiker wie Kip Thorne und Michio Kaku hören.

Auch hier fordert er „uns“ auf, auf die Verantwortlichen für die künstliche Intelligenz zu hören, so wie „wir“ auf Oppenheimer hätten hören sollen, als er uns die Atombombe brachte:

„Im Folgenden finden Sie die Abschrift eines Telefongesprächs vom 6. August 1945 (zwischen Generalleutnant Leslie Groves und Dr. Oppenheimer), das wenige Stunden nach dem Bombenangriff auf Hiroshima freigegeben wurde:

General G. Ich bin sehr stolz auf Sie und Ihre Leute [Atomwissenschaftler].

Dr. O. Ist es gut gelaufen?

Gen. G. Offenbar mit einem gewaltigen Knall.

klicken Sie auf den Link, um das vollständige Transkript aufzurufen)

„Kaum sechs Wochen nach den Bombenabwürfen auf Hiroshima und Nagsaki gab das US-Kriegsministerium [Pentagon] einen Plan heraus (15. September 1945), um „die Sowjetunion von der Landkarte zu tilgen“ (66 Städte mit 204 Atombomben), als die USA und die UdSSR noch Verbündete waren. Dieses berüchtigte Projekt wird durch freigegebene Dokumente bestätigt. (Für weitere Einzelheiten siehe Chossudovsky, 2017)

Unten sehen Sie eine Abbildung der 66 Städte der Sowjetunion, die das US-Kriegsministerium als Ziele ins Auge gefasst hatte.

Die 66 Städte. Zum Vergrößern hier klicken

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Implizit ist hier die Überzeugung enthalten, dass die Wissenschaft einfach immer weiter voranschreitet und nicht aufzuhalten ist, und dass wir, wenn gefährliche Technologien aus der Arbeit von Wissenschaftlern hervorgehen, darauf vertrauen sollten, dass sie sie kontrollieren. Nirgendwo deutet Bird an, dass Wissenschaftler eine moralische Verpflichtung haben, eine bestimmte Forschungsrichtung wegen ihrer schwerwiegenden möglichen Folgen nicht zu verfolgen. Vielleicht hat er nie Mary Shelleys Frankenstein gelesen, das erst vor über zweihundert Jahren geschrieben wurde.

Und schließlich, und das ist das Wichtigste, beginnt Bird seinen Schlussabsatz mit diesen Worten:

Wladimir Putins nicht ganz unverhohlene Drohungen, im Krieg in der Ukraine taktische Nuklearwaffen einzusetzen, erinnern uns heute eindringlich daran, dass wir niemals selbstzufrieden sein dürfen, wenn wir mit Atomwaffen leben.

Das ist einfach nur US-Propaganda. Die USA haben den Krieg in der Ukraine provoziert und angeheizt, alle Atomwaffenverträge gebrochen, Russland mit Militärbasen umgeben, Atomwaffen in Europa stationiert, mit ihrer Erstschlagspolitik und ihren Drohungen nukleare Erpressung betrieben usw. Putin hat daraufhin gesagt, dass er den Einsatz von Atomwaffen nur dann in Erwägung ziehen würde, wenn – und nur dann – die Existenz des russischen Staates und Landes vom Aussterben bedroht wäre.

Indem Bird einen Artikel über Oppenheimers „Tragödie“ schrieb und die Wissenschaft verteidigte, verteidigte er auf subtile Weise auch eine Dreifaltigkeit anderer Themen: die „Wissenschaft“ der Regierung über Covid, die transformative Kraft, die von der KI ausgeht, und die US-Propaganda über Russland und Atomwaffen. JFKs Aufruf zur Abschaffung von Atomwaffen wird mit keinem Wort erwähnt. So macht die „Zeitung der Akten“ ihre Arbeit.

Ich sitze jetzt hier am Ende des Tages. Die Schatten fallen und ich denke über solche Trinitäten nach. Ich bin fassungslos über die Tatsache, dass wir existieren, aber unter einem schrecklichen Schatten, den viele ignorieren wollen. Jung sah diese Schattenseite nicht nur als persönliche, sondern auch als soziale Seite, und wenn sie ignoriert wird, können die kollektiven Übel der modernen Gesellschaften von selbst ausbrechen.

Bird argumentiert, dass Atomwaffen das Ergebnis einer wissenschaftlichen Suche sind, die nicht aufzuhalten ist. Er schreibt, dass Oppenheimer

„dass man neugierige Menschen nicht davon abhalten kann, die physische Welt um sie herum zu entdecken [und dann Atombomben oder Designerbabys zu bauen].“

Dies ist die Ideologie des Fortschritts, die keinen Widerspruch duldet, da sie als unvermeidlich gilt.

Es ist eine Philosophie, die glaubt, dass es keine Grenzen für das menschliche Wissen geben sollte, was die Erkenntnis von Gut und Böse einschließen würde, die dann aber ignoriert werden kann, da sie und alle Gedanken und Überzeugungen a priori als relativ angesehen werden. Die moderne Prämisse, dass alles relativ ist, ist natürlich ein Widerspruch, da sie eine absolute Aussage ist. Viele teilen diese als Fortschritt getarnte Philosophie der Verzweiflung, die sich heute in alles eingeschlichen hat. Das ist tragisch, denn wenn die Menschen sie akzeptieren, sind wir dazu verdammt, einen faustischen Pakt mit dem Teufel einzugehen, und die Hölle wird folgen.

Ich denke an den Gesang von Bob Dylan:

Ich weiß nur nicht, warum es mich überhaupt interessieren sollte

Es ist noch nicht dunkel, aber es wird langsam dunkel

Aber es ist mir nicht egal, und ich frage mich, warum. Als die Nacht hereinbricht, sitze ich hier und frage mich.

*

Edward Curtin ist ein bekannter Autor, Forscher und Soziologe mit Sitz in Western Massachusetts. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Centre for Research on Globalization (CRG).