Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

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CO2 :  Eine Schneise für den Zweifel

CO2 : Eine Schneise für den Zweifel

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Dirk Beckerhoff

„Klima, Klima-Wandel, Klima-Krise, Klima-Katastrophe“, durchziehen weltweit und wie ein aus eigener Kraft anschwellendes Feuer wesentliche Teile der Gesellschaften.

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(1)  Erderwärmung

Entfacht wurde dieses Feuer am Ende des vorigen Jahrhunderts unter dem Dach der Vereinten Nationen von einem weltweit vernetzten, politisch dominierten und organisatorisch wie materiell mächtigen „Weltklimarat“ bzw. „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC) mit Hauptsitz in Genf.

Im Bewusstsein auf der Seite des Richtigen und damit der Guten zu stehen, zündete und zündelt diese Regierungs-Organisation machtbewusst und erfolgreich. Sie stützt sich, neben den auf dieser Erde stets irgendwo anzutreffenden außergewöhnlichen Wetterlagen, auf eine große Gruppe internationaler Wissenschaftler. Im zunächst freien Wissenschaftsprozess erarbeiten diese eine Menge an Daten, Analysen, Szenarien, Vorhersagen und Prognosen. Anschließend werden die Arbeiten allerdings in einem politisch kontrollierten IPCC-Redaktions-Prozess zu umfangreichen Berichten samt der die öffentliche Debatte bestimmenden „Summaries for Policy-Makers“ zusammengefasst. Was der Grundlinie des IPCC nicht entspricht, bleibt außen vor. Ausschlusskriterium ist der drohende Weltuntergang wegen zu starker, Menschen-verursachter Erderwärmung.

„Wir sind auf dem Highway zur Klimahölle mit dem Fuß auf dem Gaspedal“ …

…  lautet die diese Ausrichtung repräsentierende Parole des UN-Generalsekretär António Guterres.(oekonews.at 2022).

Allzuoft lässt die öffentliche „Klimadebatte“ anerkannte Definitionen und Sachzusammenhänge unberücksichtigt. Beispielsweise ist „Klima“ wissenschaftlich definiert als der mindestens 30-jährige Durchschnitt von Wetter. Sämtliche Wetterbeobachtungen, die nicht über mindestens dreißigjährige Zeitreihen beschrieben werden können, gehören zu „Wetter“. Unterhalb der Zeitschwelle von mindestens 30 Jahren mit „Klima“ zu argumentieren, liegt außerhalb wissenschaftlicher Argumentation.

Auch kann „Klima“ nicht als geographisch isoliert stehender Begriff verwendet werden. Zu „Klima“ gehört zwingend eine geographische Zone, von der die Rede sein soll: Tropisches Klima, Subtropisches Klima, Gemäßigtes Klima, Subpolares Klima oder Polares Klima.

Weltweit betrachtet lässt sich sinnvoll allenfalls von Temperatur, Wärme oder Erwärmung sprechen. Dazu muss man bereit sein, neben den Schwierigkeiten von Datenerfassung und Datenabgleich (Satelliten, Bodenstationen, Messbojen) auch den geographischen Durchschnitts-bildungen „über die gesamte Erde“ zuzustimmen. Nur so ist die berühmt-berüchtigte „Globale Mitteltemperatur“ zu berechnen. Wird sie anschließend möglichst dramatisierend fortgeschrieben, ist das um sich greifende Ziel deutlicher Warnung vor einer weiteren weltweiten Erwärmung erreicht.

Vor 1979 wurden die Temperatur-Daten zunächst über Eisbohrkerne und Baumscheiben näherungsweise ermittelt, später wurden sie über Messstationen zu Lande und – spärlich – Bojen zu Wasser gemessen. Erst seit 1979 werden die Messungen wesentlich von Satellitenmessungen gestützt (Infrarotmessungen).

Ein Blick auf die seit Beginn der Infrarotmessungen 1979 weltweit erfassten, adjustierten, kalibrierten und gemittelten Temperaturdurchschnitte zeigt einen ansteigenden Trend. Er ist unbestritten und beträgt pro Jahrzehnt zwischen 0,13 und 0,15 Grad Celsius; also lediglich zwischen 1,3 Grad Celsius und 1,5 Grad Celsius pro Jahrhundert. Allerdings bietet dieser Anstieg dann eine eindrucksvolle Grundlage für dramatisierende Vorhersagen, wenn ihm für die Zukunft eine gehörige Beschleunigung prognostiziert wird. Ohne solche „verbösernde Prognosebeigabe“ ist es eher gerechtfertigt, global von einer „ziemlich überschaubaren“ Erderwärmung zu sprechen.

Dennoch ist es dem IPCC gelungen

– weite Bereiche der Öffentlichkeit weitgehend widerspruchsfrei mit „Katastrophik“ zu durchdringen, und

– eine unübersehbare, in weiterem Aufwuchs befindliche und weltweit vernetzte Geld-Umverteilungs-Organisation aufzubauen.

Derart bezeugt der IPCC sein fundamentales Dogma:

„Die weltweite Erderwärmung ist vom Menschen verursacht und sie führt in die Katastrophe. Der Mensch erwärmt die Erde mithilfe des von ihm verursachten und in die Atmosphäre entsendeten Kohlenstoff-Dioxid (CO2).“

Der IPCC selber stuft dieses Dogma ein als sicher und „gesettled“. Nach IPCC-Urteil hat das menschenverursachte, das anthropogene CO2die maßgebliche Rolle übernommen, die Erde zunehmend zu erwärmen und über diese Erwärmung in die fundamentale Katastrophe zu führen. Außerhalb des IPCC scheint dazu weit verbreitete Übereinstimmung zu existieren.

Bei genauerem Hinsehen jedoch zeigt dieser „Klimaglauben“ erstaunlich deutliche Risse dann, wenn er im tatsächlichen Leben praktisch auf die Probe gestellt wird. Ein Blick auf die heutige Situation in dem vor etwa zwei Jahren massiv überfluteten Ahrtal mag als Beispiel ausreichen:

Der Wiederaufbau schreitet voran, vielerorts erstaunlich schnell und solide, andernorts träge und schleppend. Nirgends jedoch weicht der Wiederaufbau beispielsweise in Standorten, Bauweisen, Dämmen, Schleusen, Aufforstungen, Mündungsmulden oder Rückhaltebecken überzeugend von der vorflutlichen Situation ab. Ein sich auch nur ansatzweise in konsequentem Vorsorge-Handeln konkret und kostenträchtig ausdrückender „Glaube“ an die tatsächliche Gefahr bevorstehender weiterer Überflutungen ist nicht erkennbar [1].

Wohl nicht nur im Ahrtal begegnet der Einzelne den Vorhersagen zu künftigem Unheil, zur ohnehin in ungewisser Zukunft liegenden Katastrophe ziemlich unbesorgt. Oft blendet er die katastrophalen Prognosen mangels eigener Betroffenheit, aus generellem Desinteresse, angesichts persönlicher Vorteile, aus materiellen oder politischen Nöten oder aus sonstigen Gründen völlig aus. In der Praxis kommt es dann z. B. dazu, dass der eben noch die Welt rettende „Klimakleber“ mit dem Flugzeug nach Mallorca in die Ferien fliegt, dass das zur CO2-Minderung vorgeblich so überaus drängende Gebäude-Energie-Gesetz quasi über Nacht in zentralen Inhalten um mehrere verschoben wird, oder dass in Deutschland CO2-neutrale Kernkraftwerke abgestellt werden, da man offensichtlich und entgegen aller Klima-Katastrophen-Vorhersagen einem Reaktorunfall für Deutschland größere Zerstörung beimisst als dem Klima-Untergang der gesamten Erde.

Ganz bestimmt sind es hier und in folgendem keine fundierten physikalischen Erkenntnisse, die diese „praktische Klimaskepsis“ begründen. Allein die gewaltige Komplexität seriöser „Klimawissenschaft“ ginge über die vom Einzelnen zu leistende „Erkenntnis-Arbeit“ weit hinaus.

Entsprechend ist es ebenfalls „nur“ als Beitrag zum Zweifel zu verstehen. wenn wir nachfolgend einige, überwiegend physikalische Überlegungen zum Zusammenhang zwischen Erderwärmung und anthropogenem CO2 wiedergeben.

Sie gelten den folgenden zwei Aspekten:

– Begrenzung der CO2-Rückstrahlung wegen „begrenzter“ Strahlungsbanden

– unbekanntes Temperatursaldo für die auf dem Wasser auftreffende atmosphärische CO2-Rückstrahlung

(2) Anthropogenes CO2

Das Herzstück der gesamten Klimawissenschaft besteht in der Frage :

Auf welche Weise und in welchem Maße beeinflusst das anthropogene COdie Wärme der Erde ?

Die Antworten stützen sich auf sogenannte Energiebilanzmodelle, in denen die globale Energie der Erde bilanziert wird. Die eingehende Sonneneinstrahlung und die von Erdoberfläche und Atmosphäre abgehende Wärmestrahlung werden verglichen. Derart wird versucht, die mittlere Temperatur auf der Erde zu berechnen und zu prognostizieren. Dies erscheint auf den ersten Blick ziemlich einfach.

In Wirklichkeit jedoch handelt es sich bei der Erstellung einer Energiebilanz für die gesamte Erde um eine inhaltlich überaus komplexe sowie mathematisch kaum lösbare Aufgabe mit einem immensen Volumen an – vielfach ungesicherten – Eingangsdaten und Rechenoperationen. Die Schwierigkeiten sind insgesamt nahezu unüberschaubar.

Die scheinbar exakten Darstellungen der Ergebnisse zu Energie pro Quadratmeter oder in Zehntel Grad Celsius vorhergesagten weltweiten Durchschnittstemperaturen dürfen keinesfalls den Blick für diese Schwierigkeiten und Probleme verstellen. Die Ergebnisse und Prognosen können aus sachlichen bzw. wissenschaftlichen Gründen keinesfalls als zuverlässig eintreffend verstanden werden.

Die Modellberechnungen erfolgen nur zu einem Bruchteil unter Einsatz tatsächlich gemessener Eingangsdaten. Hinzu kommen spezifische Modellannahmen (Erde als Punkt im Weltraum, als Kugel mit räumlichen Unterschieden oder z. B. als geschichtetes System), eine wahre Flut von z. T. sehr vagen Schätzwerten sowohl zu den absoluten Basiswerten wie zu den Funktionen und Parametern der höchst komplexen, primär nicht-linearen und simultanen Beziehungen zwischen den Basiswerten, sowie entsprechend leistungsstarke Großrechner.

Die derart erzielten Ergebnisse sind also höchstens grobe und kaum überprüfbare Näherungen an die Realität.

Ein von SPIEGEL im März 2019 im Ressort Wissenschaft veröffentlichter Übersichtsartikel sagt dazu [2] :

„Noch immer sind die Vorhersagen zur globalen Erwärmung erstaunlich ungenau … An diesem Ergebnis hat sich bis heute, rund 40 Jahre später, nichts geändert. Und genau darin liegt das Problem. Die Rechenleistung der Computer ist auf das Vielmillionenfache gestiegen, aber die Vorhersage der globalen Erwärmung ist so unpräzise wie eh und je. »Es ist zutiefst frustrierend«, sagt Björn Stevens vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie.

Seit mehr als 20 Jahren forscht er nun schon auf dem Feld der Klimamodellierung. Er hat miterlebt, wie die Modell-Erde, auf der die Wissenschaftler das Klima simulieren, immer komplizierter und realistischer wurde. Die Forscher setzten Meeresströme in den Ozeanen in Bewegung, und sie ließen Wälder auf den Kontinenten wachsen. Stevens hat selbst viel beigetragen zum Fortschritt. Und doch musste er sich immer wieder aufs Neue eingestehen, dass seine Zunft, was die Vorhersage des Klimawandels betrifft, auf der Stelle tritt.“ 

Weiter heißt es in diesem Artikel :

Unsere Computer sagen nicht einmal mit Sicherheit voraus, ob die Gletscher in den Alpen zu- oder abnehmen werden«, erklärt Stevens … Die Schwierigkeiten, denen sich er und seine Forscherkollegen gegenübersehen, lassen sich in ein Wort fassen: Wolken.

Die träge über den Himmel ziehenden Gebirge aus Wasserdampf sind der Fluch aller Klimaforscher. Zunächst ist es die enorme Vielfalt ihrer Erscheinungsformen, die Wolken so unberechenbar macht. Mal bilden sie zarte Streifen, mal treiben sie in Herden bauschiger Gebilde dahin, oder sie türmen sich zu kilometerhohen Unwetterfronten auf. Einige wabern hoch oben als lichtdurchlässige Schleier am Himmel, andere schließen sich zu einer dichten, tief hängenden Decke zusammen. Und auch in ihrer Zusammensetzung unterscheiden sie sich: Die einen bestehen aus winzigen Wassertröpfchen, andere enthalten viele kleine Körnchen aus Eis. Jeder dieser Wolkentypen wirkt anders auf das Klima ein. Und vor allem: Sie wirken kräftig“ [2].

Begrenzte Kapazität der CO2-Strahlungsbanden

Einige der damit aufgeworfenen Prognosezweifel werden bei genauerer physikalischer Betrachtung des Spurengases Kohlenstoff-Dioxid (CO2) deutlicher.

COist „Infrarot-aktiv“ und kann darum am folgenden Strahlungsprozess teilhaben :

Die Erde empfängt von der Sonne kurzwellige Lichtstrahlung und strahlt diese nach Umwandlung in langwellige Wärmestrahlung teilweise zurück in Richtung Weltraum. Auf diesem „Rückweg“ können die langwelligen Wärmestrahlen auf das in der Atmosphäre befindliche COtreffen, das dann diese Wärmestrahlung aufnimmt (absorbiert), um sie sofort wieder und in alle Richtungen abzugeben (zu reemittieren).

Diese physikalische Eigenschaft von COist unbestritten. Sie bildet die Basis für den sog. „Treibhauseffekt“.

Unter der Hypothese, dass das wiederholt zitierte Gesetz von der „Sättigung der Strahlungsbanden“ (Lambert-Beer`sches Gesetz) nur für den Zentralbereich, jedoch noch nicht für die Randbereiche der Strahlungsbanden vollständig Bedeutung gewonnen hat, kann der CO2-Treibhauseffekt theoretisch bei den Randbereichen der Strahlungsbanden von 4,3 Mikrometern und von 14,7 Mikrometer stattfinden.

Allerdings ist die Bande bei 4,3 Mikrometern irrelevant. In diesem Wellenlängenbereich wird von der Erde keine Wärme-Strahlung emittiert bzw. remittiert. Es verbleibt die Bande bei 14,7 Mikrometern. Sie ist nach Sättigung des Zentralbereichs getrennt nach Flanken zu betrachten.

Die rechte, also die etwas langwelligere Flanke hat für die theoretisch gegebene Absorptionsfähigkeit des COpraktisch keine Bedeutung. Hier ist der in der Atmosphäre stets und reichlich vorhandene Wasserdampf (physikalisch exakt: Wassergas) als das weitaus bedeutendstes Treibhausgas quasi unüberwindbar aktiv. Er absorbiert sämtliche Wärmestrahlung dieser Frequenz bereits, bevor sie überhaupt auf COtreffen kann.

Somit verbleibt einzig der schmale Frequenzbereich der linken, der kurzwelligeren Flanke der 14,7 Mikrometer-Bande, und es kann tatsächlich Wärmestrahlung mit Wellenlängen geben, die bei weiter erhöhtem CO2-Gehalt der Atmosphäre zusätzlich absorbiert und sofort in sog. translatorische Energie der Atmosphärengase, also in Wärme umgewandelt wird.

Dieser physikalisch einzig überhaupt noch erklärbare zusätzliche CO2-Treibhauseffekt beträgt weniger als 0,1 Prozent des theoretischen Gesamteffektes.

Bereits am Ende des vorigen Jahrhunderts haben Wissenschaftler versucht, die für sie bereits damals vollkommen unstrittige „Sättigung der Strahlungsbanden“ bildlich zu erklären, also unseren Vorstellungen vom praktischen Geschehen näher zu bringen. P.J.Crutzen und  T.E.Graedel schrieben dazu 1993 [3]:  „Es gibt bereits so viel CO2 in der Atmosphäre, daß in vielen Spektralbereichen die Aufnahme durch CO2 fast vollständig ist, und zusätzliches CO2 spielt keine große Rolle mehr“.

Und im Bericht der Enquete-Kommission „Schutz der Erdatmosphäre“, aus 1988 heißt es [4]:

„Eine Sättigung der Absorptionsbanden eines bestimmten Gases tritt ein, wenn die Wahrscheinlichkeit, daß ein zusätzliches Molekül in diesem Spektralbereich noch Strahlung absorbieren kann, wegen der Größe der atmosphärischen Konzentration eher gering zu veranschlagen ist. Es befindet sich sozusagen im Schatten anderer Moleküle des gleichen Gases.“

Sollte der bei heutiger Sättigung überhaupt physikalisch noch mögliche CO2-Treibhauseffekt dennoch, und das ist die alles dominierende Frage, dienen können zur Begründung einer bevorstehenden weltweiten Wärmekrise, die sich dann auch noch zur Klimakrise, gar zur Klimakatastrophe bis hin zum Weltuntergang wandelt und ausweitet ?

Eine genauere Antwort auf diese grundsätzliche Frage ist mangels gesicherter Strahlungsdaten unmöglich. Begibt man sich auf die Suche nach solchen Daten, erreicht man ein Gebiet voller Annahmen und Spekulationen. Bereits zur Antwort darauf, wie hoch die auf die Erdoberfläche insgesamt auftreffende Strahlung ist, sind nur grobe Schätzungen möglich. Zwar findet man dazu z. B. auf Wikipedia einen erstaunlich exakten Mittelwert für Deutschland von 133,67 Watt/Quadratmeter. Aber diese Scheingenauigkeit verschleiert eher als dass sie erklärt. Auf dem Weg durch die Atmosphäre unterliegt die am obere Atmosphärenrand zum Weltraum noch ziemlich genau messbare Einstrahlung der Sonne, immerhin unserer einzigen Energiequelle, zahlreichen Reflexionen, Streuungen und Rückstrahlungen, beispielsweise verursacht von Ozon, Wolken, Staub- und Schmutzpartikeln, Eis, Nebel oder Luftsauerstoff. Daher müssen wir uns zur Quantifizierung der auf der Erdoberfläche schließlich ankommenden Strahlung mit groben Schätzungen und deren ziemlichen Unsicherheiten begnügen.

Das gilt erst recht für die Antwort auf die hier zentrale Frage :

Wieviel Energie (Wärme), die ursprünglich von der Erde kommend vom COzurück zur Erde gestrahlt wird (sog. Treibhauseffekt), verbleibt tatsächlich als die uns angeblich „vernichtende“ zusätzliche „Erdwärme“ in der definitionsgemäß betrachteten unteren Luftschicht ?

Diese zusätzliche Energie hängt natürlich davon ab, wie viel COsich in der Atmosphäre befindet. Dies sind zur Zeit etwa 0,042 Prozent und damit etwa 0,014 Prozent mehr als in der Zeit etwa zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts.

Die von COund anderen Treibhausgasen ausgehende Erderwärmung wird in der Regel anhand eines „Strahlungsantriebs“ quantifiziert. Er wird als Differenz zwischen den Schätzungen des Strahlungsfeldes der Erde aufgrund der vorindustriellen und der heutigen Konzentrationen dieser Gase berechnet. Aber neben solchen Strahlungstransfer-Modellen gibt es nur wenige direkte Beobachtungen und Messungen der Strahlungsauswirkungen des zunehmenden atmosphärischen CO2. Eine Ausnahme bildet die Arbeit von D. R. Feldmann und anderen [5].

In der Arbeit werden auf Interferenz-Messungen basierende Werte für den CO2-Strahlungsantrieb – bei klarem Himmel und zwischen 2000 und 2010 – dargestellt, zurückgeführt auf den Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Für eine CO2-Zunahme von 22 ppm (parts pro million), entsprechend 0,0022 Prozent zeigen die Messungen der Jahre 2000 bis 2010 für die unterste Schicht der Atmosphäre, die sog. Troposhäre einen statistischen Trends von 0,2 Watt pro Quadratmeter und pro Jahrzehnt [9].

Weitgehend entsprechend nennt Wikipedia für die dem zusätzlichen CO2-Gehalt seit der Mitte des 19. Jahrhunderts insgesamt über rd. 100 Jahre zugerechnete zusätzlich auf der Erde ankommende Wärmerückstrahlung einen Gesamtwert von zwei Watt pro Quadratmeter [6].

Diesen Wert nennt auch S. Rahmstorf und ergänzt, dass die zusätzliche Wärmestrahlung genug sei, „um bis heute die globale Temperatur um rund 1 °C anzuheben.“ Dieses Erwärmungsmaß gewinnt er durch Umrechnung mithilfe der im Schrifttum mit etlichen, mehr oder weniger gut begründeten Werten belegte sogenannte „Klima-Gleichgewichts-Sensitivität (ESC)“. Sie gibt an, um wieviel Grad Celsius sich die erdnahe Luft letztlich im künftig neu gewonnenen Gleichgewicht erwärmt haben wird, wenn sich der CO2-Gehalt der Atmosphäre zuvor verdoppelte. Für Rahmstorf beträgt der Wert der ESC drei Grad Celsius [7].

Naturgemäß sind die vorgenannten Messungen samt der aus ihnen gezogenen Schlussfolgerungen zu hinterfragen. Die Fragen betreffen vor allem

– Zeit der Messungen? Hat es zwischen 2000 bis 2010 und heute Änderungen in der CO2-Rückstrahlungseigenschaft gegeben ? (z. B. weitere Sättigung der Strahlungsbanden)

– Einfluss von Wolken: Wie hätten Wolken – je nach Art der Wolken – die bei Wolkenlosigkeit gemessenen Ergebnisse beeinflusst ?

– Bedeutung der geographischen Lokalisation? Wären weiter nördlich oder weiter südlich andere Werte gemessen worden ?

– Bedeutung der Messhöhe? Die mittlere Höhe der Troposphäre beträgt 16 km über dem Meeresspiegel. Dort wurde am oberen Rand gemessen. Was geschieht mit der Wäremerückstrahlung auf dem Weg zur Erdoberfläche, wo in nur zwei Metern Höhe die Erd-Temperatur gemessen wird ?

– Umrechnung von Rückstrahlungsenergie (Watt pro Quadratmeter) in Erdwärme (Temperatur der bodennahen Luft) ?

Die damit angedeuteten Zweifel werden noch größer, wenn man das Auftreffen der vom COzur Erde zurück gestrahlten Wärmeenergie auf die Erdoberfläche betrachtet. Bekanntlich ist die Erde zu etwa 71 Prozent von Wasser bedeckt, und es ist eine physikalische Tatsache, dass die Weltmeere im Unterschied zur auf sie treffenden kurzwelligen Sonnenstrahlung  undurchlässig sind für Energie mit der von CO2 zurückgestrahlten IR-Wellenlänge.

Diese Energie wird in den ersten 0,15 mm der Ozeanhaut fast vollständig absorbiert. Diese 0,15 mm liegen deutlich in der insgesamt etwa 1,0 mm dicken Verdunstungsschicht des Ozeans. Verdunstung bedeutet molekular-physikalisch etwa, dass ein Photon von einem Wassermolekül absorbiert wird. Dadurch erhöht sich die Geschwindigkeit dieses Moleküls, das Molekül wird erwärmt. Dieser Geschwindigkeitsanstieg führt i. d. R. dazu, dass das Molekül die Oberflächenspannung des Wasserkörpers durchbricht, also verdunstet. Dabei gehen sowohl die über das Photon eingebrachte als auch die ursprüngliche Energie des Moleküls verloren. Das Wasser kühlt verdunstungsbedingt ab.

Mit anderen Worten: Die vom CO2 aus der Atmosphäre zurück gestrahlte langwellige Energie im Banden-Bereich von knapp 15 Mikrometern, die  sog. Treibhausenergie, ist zu einem großen Teil Verdunstungsenergie. Trifft sie auf die Wasseroberfläche der Erde, wirkt sie dort – zunächst –  infolge der Verdunstungs-Abkühlung eher kühlend als erwärmend. Die Rückstrahlungsenergie wird zum großen Teil und umgehend als latente Verdunstungswärme zunächst in die Atmosphäre und von dort dann, zumindest nach Irvine, ziemlich schnell wieder in den Weltraum abgegeben. Zum Gesamteffekt sagt Irvine [8]: „Wenn zum Beispiel eine Änderung von einem W/m² bei den Treibhausgasen nur ein Viertel des Effekts auf die Oberflächentemperatur insgesamt und über die Zeit hätte, wie etwa eine Änderung von einem W/m² beim solaren Antrieb, dann wäre es möglich, ein Modell zu erstellen, das die vergangenen Temperaturen mit überraschender Genauigkeit wiedergibt.“

Diese Genauigkeit wird von den allermeisten IPCC-Modellen bisher nicht erreicht. Sie schichten die Wasser-Erdoberfläche deutlich zu grob, um den hier geschilderten Energie-Verlust infolge der Verdunstung an CO2-Rückstrahlungsenergie zu berücksichtigten. Das mag ein wesentlicher Grund dafür sein, dass die bis heute nachprüfbaren IPCC-Modellergebnisse eine offenbar systematische Tendenz zur Überschätzung der Erderwärmung zeigen [8]:„Die Gleichgewichts-Temperatur des IPCC ist seit 1945 im Durchschnitt um 0,26 °C/Dekade gestiegen, während die HadCrut-Temperaturreihe seit 1945 im Durchschnitt um 0,11 °C/Dekade gestiegen ist. Wichtig ist, dass diese Diskrepanz immer größer zu werden scheint, was darauf hindeutet, dass der menschliche Einfluss auf den Klimawandel nicht die ganze Geschichte ist.“

IPCC-Übertreibungen (3,86 C p. a.) versus Beobachtungen (1,37 C p. a.) [10] :

Hat also die CO2-Rückstrahlung über sofortige Verdunstung an der Oberfläche von Wasser eine eher kühlende als eine erwärmende Wirkung, gilt dies für die direkt auf die Wasseroberfläche einfallende kurzwellige Sonnenenstrahlung (Energie) dagegen nicht. Sie bewirkt keine unmittelbare Verdunstung an der Oberfläche. Aufgrund ihrer wesentlich kürzeren Wellenlänge unterhalb von Infrarot dringt sie bis zu einer Tiefe von etwa 100 Metern erwärmend in klares Wasser ein und kann als Wärme im Wasser Jahrhunderte verbleiben.

Die geschilderte Abkühlung durch Verdunstung, ausgelöst von der hier im Zentrum stehenden CO2-Rückstrahlung, muss nicht das Ende des gesamten Prozesses sein. Zwar sagt der bereits zitierte Bob Irvine [8]: „Dass die von den Treibhausgasen abgestrahlte und auf den Ozean treffende Energie größtenteils sofort als latente Verdunstungswärme in die Atmosphäre zurückgeführt wird. Sie wird dann relativ schnell wieder in den Weltraum abgegeben.

Aber der Weg für den Verdunstungs-Wasserdampf-Transport von der Oberfläche der Ozeane bis in den Weltraum, der Weg also durch die gesamte Atmosphäre ist sehr weit. Er bietet der ursprünglichen Verdunstungswärme z. B. über Kondensation, Kristallisation, Niederschläge oder Diffusion etliche Möglichkeiten, letztlich erwärmend oder abkühlend zu wirken. Statt uns in diesem komplexen Energie- und Wasserkreislauf völlig zu verlieren, möchten wir abschließend nur unsere These bestätigen :

Zur Qualität und erst recht zur Quantität des Einflusses des Menschen auf die Temperatur der Erde ist das „letzte Wort“ noch lange nicht gesprochen.

Erst recht bietet die „Übersetzung“ von Erderwärmung in regionalen Klimawandel noch weitaus häufiger gravierende Fragen als gesicherte Antworten.

Q u e l l e n  :

[1] C. von Eichhorn, G. Niewel, Nichts verstanden, nichts dazugelernt, SZ 30. 06. 2023; Anke Petermann, Wiederaufbau im Ahrtal, Die alten Fehler wiederholen sich, DLF 06.01.2023

[2] DER SPIEGEL, Nr. 13 / 23.03.2019

[3] Chemie der Atmosphäre, Spektrum Akad.Vlg,, Berlin, 1993

[4] Deutscher Bundestag – 11. Wahlperiode „Zur Sache“ 5/1988

[5] D.R.Feldmann und andere, Observational determination of surface radiative forcing by CO2 from 2000 to 2010

[6] klimafaktencheck.de/2020/01/27/,wikipedia.org/wiki/

[7] S. Rahmstorf, Der globale CO2-Anstieg, Scilogs, 29. 07. 2017

[8] B. Irvine, Ist der Treibhausgas-Antrieb wesentlich weniger wirksam als ein ähnlich großer solarer Antrieb, https://eike-klima-energie.eu/2023/06/12

[9] Nature volume 519, pages 339–343 (2015).

[10] C. Monckton of Brenchley, Der Neue Stillstand verharrt bei 8 Jahren und 10 Monaten, https://eike-klima-energie.eu/2023/07/10

 

 

 

Erdogans Sieg und Selenskys Scheitern

Der NATO-Gipfel hat gezeigt, dass die Ukraine keine Chance auf einen NATO-Beitritt hat. Selensky wurde die kalte Schulter gezeigt und in vielen westlichen Ländern hat er plötzlich negative Presse bekommen. Erdogan hingegen ist der große Gewinner des Gipfels, denn er hat sich sein Versprechen, Schwedens NATO-Beitritt zu erlauben, teuer bezahlen lassen. Die russische Nachrichtenagentur TASS […]
Heute kein Anti-Spiegel-TV, dafür aber um 19.00 Uhr eine Tacheles-Sondersendung

Heute kein Anti-Spiegel-TV, dafür aber um 19.00 Uhr eine Tacheles-Sondersendung

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Leider war meine Idee, den Kollegen in Moskau meine Aufnahmen aus dem Donbass zu schicken, damit die daraus eine Anti-Spiegel-TV-Sendung zusammenschneiden, zu ambitioniert. Am Freitagabend mussten wir feststellen, dass das so „auf Zuruf“ leider nicht funktioniert hat. Daher gibt es an diesem und wahrscheinlich auch am nächsten Sonntag kein Anti-Spiegel-TV, sondern erst wieder in drei […]

„Grüne an die Ostfront“: Hunderte wütende Bürger empfangen Baerbock in Chemnitz! (Video)

„Grüne an die Ostfront“: Hunderte wütende Bürger empfangen Baerbock in Chemnitz! (Video)

+++ 16.07.2023 +++

CHEMNITZ – „Grüne an die Ostfront“ – Hunderte wütende Bürger empfangen Baerbock

„Grüne an die Ostfront“: Hunderte wütende Bürger empfangen Baerbock in Chemnitz!

Die Außenministerin der Berliner Regierung ist in der Stadt.

Und das Volk auf den Beinen. Viele hundert Bürger ziehen in einer großen Protestdemonstration zum Veranstaltungszentrum „Kraftverkehr“, pic.twitter.com/E4xbv8VnTK

— GeorgeOrwell3 (@george_orwell3) July 16, 2023

‼Baerbock hau ab‼

Bericht vom „Deutschlandkurier“#Baerbock dürfte verstanden haben, dass sie in #Chemnitz nicht Willkommen ist – hier wird grüner Politik die rote Karte gezeigt. #Gruenen pic.twitter.com/p6TX9mr8H6

— Lexa ?? (@rebew_lexa) July 16, 2023

***

16.07.2023 – 15:04 Uhr

HAMBURG – Großalarm bei der Polizei: Bei einer Routine-Kontrolle wurde am Hauptbahnhof ein Deutsch-Afghane mit einem Waffenkoffer erwischt. Wenig später stürmten schwer bewaffnete Polizisten seine Wohnung. Das Landeskriminalamt ermittelt. Quelle: bild.de

Eine Twitter-Debatte um die Kritik von Clintel am AR6 des IPCC

Eine Twitter-Debatte um die Kritik von Clintel am AR6 des IPCC

Andy May

Im Mai 2023 veröffentlichte Clintel ein Buch (siehe Abbildung 1 oben), in dem er den AR6 (IPCC, 2021) kritisierte, eine Veröffentlichung, die die bisherige Klimaforschung zusammenfassen sollte. Wir stellten fest, dass der AR6 in seiner Berichterstattung über die jüngsten Entwicklungen in der Klimawissenschaft voreingenommen war und veröffentlichte Forschungsergebnisse ignorierte, die ihrer Darstellung widersprachen, wonach der Mensch die gesamte Erwärmung seit der Kleinen Eiszeit (der so genannten „vorindustriellen Zeit“) verursacht hat und dass die jüngste Erwärmung irgendwie gefährlich ist. Kommentare und Rezensionen des Clintel-Bandes sind hier und auf der Website von Judith Curry hier zu finden [siehe auch die zahlreichen übersetzungen auf dieser Website zu diesem Thema].

In diesem Beitrag geht es um eine Twitter-Debatte über mögliche Fehler im Clintel-Band, insbesondere um das Kapitel 6 (verfasst von Nicola Scafetta und Fritz Vahrenholt), in dem die Beweise dafür erörtert werden, dass Veränderungen der Sonne das Klima der Erde beeinflussen. Wir argumentieren, dass die jüngsten Beweise für eine Rolle der Sonne beim modernen Klimawandel sprechen, während der IPCC argumentiert, dass die Sonne nicht zur jüngsten Erwärmung (seit 1750, siehe AR6, Seite 959, Abbildung 7.6) oder zum jüngsten Klimawandel beigetragen hat.

Wir werden sehen, dass Theodosios Chatzstergos, der ebenfalls argumentiert, dass die Sonne keinen Beitrag leistet, Meinungen mit Fakten zu verwechseln scheint und andere Meinungen als seine eigenen als „Fehler“ betrachtet. Dies ist ein häufiges Problem bei jüngeren Wissenschaftlern und zweifellos ein Produkt der schlechten wissenschaftlichen Ausbildung an den heutigen Universitäten. Meinungen, unabhängig davon, wer sie vertritt, sind keine Fakten. Unterschiedliche Meinungen, die sich auf denselben Fundus an Beweisen stützen, sind keine Fehler, sondern einfach nur unterschiedliche Meinungen. Es ist leicht zu erkennen, wie sich die „Klimawissenschaft“ in „Klimapolitik“ verwandelt hat.

Dr. Judith Curry lobte den Clintel-Band auf Twitter, was zu Kritik von Dr. Theodosios Chatzstergos führte. Chatzstergos behauptet, dass das Kapitel 6 von Scafetta und Vahrenholt mehrere Fehler enthält, die ich im Folgenden ausführlich erörtere.

Chatzstergos Punkt 1:

Chatzstergos weist darauf hin, dass die meisten TSI-Zusammensetzungen (Gesamt-Sonneneinstrahlung) mit der vom IPCC bevorzugten PMOD-Zusammensetzung übereinstimmen und dass alle TSI-Zusammensetzungen seit Mitte der 1990er Jahre einen rückläufigen Trend aufweisen. Diese Punkte sind größtenteils zutreffend, aber ich würde behaupten, dass RMIB (manchmal auch IRMB abgekürzt) und die NOAA-Komposite dem ACRIM sehr ähnlich sind, siehe unten und hier für weitere Einzelheiten zum Vergleich der drei Komposite. Sie können selbst entscheiden. Alle Composites sind sehr ähnlich, die Unterschiede sind recht gering und liegen unterhalb der Unsicherheit in den Daten, siehe Abbildungen 5 und 6 hier sowie Abbildung 2 unten:

Abbildung 2. Ein Vergleich der RMIB-, PMOD- und ACRIM-TSI-Komposita, wobei die Unsicherheit als graue Schattierung dargestellt ist. Man beachte die starke Verringerung der Unsicherheit nach 1996. Die Unsicherheit umfasst alle Messungen vor 1996, so dass die Möglichkeit besteht, dass eines der Komposita den längerfristigen säkularen Trend darstellt. Nach (Coddington, et al., 2019).

Chatzstergos Punkt ist, dass der längerfristige Trend in der Sonnenaktivität nur während der Minima des Sonnenzyklus erkannt werden kann, weil die Maxima des Sonnenzyklus sehr variabel sind, aber die Unsicherheit in der TSI nicht genug abnimmt, um einen möglichen Trend bis nach 1996 zu erkennen, alle Aufzeichnungen stimmen nach diesem Zeitpunkt mehr oder weniger überein. Es gibt nur zwei vollständig aufgelöste Minima des Sonnenzyklus nach 1996, darunter das jüngste. Zwei sind nicht genug, um einen Trend mit Sicherheit zu erkennen. Außerdem liegt der entscheidende Unterschied in den längerfristigen Trends zwischen 1985 und 1996, als die Daten sehr unsicher sind.

In jedem Fall hat der Konsens, d. h. die Mehrheit der TSI-Rekonstruktionen, wenig mit Wissenschaft zu tun, und wenn mehr Komposita dem PMOD als dem ACRIM ähneln, bedeutet dies lediglich, dass es mehr Meinungen gibt, die das PMOD bevorzugen. Das bedeutet nicht, dass die von Scafetta und Vahrenholt in Kapitel 6 des Clintel-Bandes vertretenen Meinungen falsch sind. Auch entkräften diese Meinungen nicht Connolly et al. 2021 oder Soon, Connoly und Connolly 2015. Die Wahrheit ist, dass die Daten, die wir über die TSI haben, vor 1996 so dürftig sind, dass jede der verschiedenen TSI-Rekonstruktionen korrekt sein könnte, wie Chatzstergos selbst in seiner unten zitierten Studie von 2023 zugibt:

Messungen der totalen solaren Bestrahlungsstärke (TSI) gibt es seit 1978, aber das ist zu kurz im Vergleich zu klimarelevanten Zeitskalen. Da diese Messungen von verschiedenen Instrumenten stammen, ist eine Kreuzkalibrierung erforderlich, was nicht einfach ist, so dass mehrere zusammengesetzte Datensätze erstellt wurden. Alle deuten auf einen geringfügig abnehmenden Trend seit 1996 hin. Die meisten Komposita zeigen auch einen schwachen Rückgang über den gesamten Beobachtungszeitraum, der auch bei den Beobachtungen des magnetischen Feldes auf der Sonnenoberfläche zu beobachten ist und durch die Ca-II-K-Daten weiter unterstützt wird. Einige Ungereimtheiten bleiben jedoch bestehen, und insgesamt bleiben das Ausmaß und sogar das Vorhandensein des langfristigen Trends ungewiss. Hervorhebung hinzugefügt. (Chatzistergos, Krivova, & Yeo, 2023)

Chatzstergos Punkt 2:

Chatzstergos behauptet, dass die von Nicola Scafetta durchgeführte Analyse der NRLTSI2- (Coddington O. , Lean, Pilewskie, Snow, & Lindholm, 2016) und SATIRE-Daten (Krivova, Solanki, & Unruh, 2011) falsch ist. Meine Besprechung von Scafettas Arbeit steht hier. Seit 1996 stimmen die Trends in allen TSI-Konstruktionen überein, die Unterschiede liegen in der Zeit von 1978 bis 1996, wo die Datenlage recht schlecht ist. Extrapolationen der TSI in die Vergangenheit beruhen auf Sonnenmodellen (wie SATIRE). Wie Scafetta und viele andere hervorgehoben haben, beruhen diese Modelle auf vielen spekulativen Annahmen, die nicht mit den Satellitendaten übereinstimmen, insbesondere während der kritischen ACRIM-Datenlücke (siehe Abbildung 3). Chatzstergos bietet keinen Beweis dafür, dass Scafettas Analyse falsch ist, sondern nur seine Meinung, die durch das obige Zitat aus Chatzstergos‘ eigener Studie von 2023 widerlegt wird.

Abbildung 3. Die kritische ACRIM-Lücke ist in rot eingezeichnet. Diagramm (a) verwendet die ursprüngliche, von den Satellitenteams berechnete TSI, und die TSI steigt während der Lücke an. Der PMOD-Datensatz ist in Diagramm (b) dargestellt, wie er mit dem Sonnenmodell modifiziert wurde, und er ist flach bis rückläufig. Quelle: (Scafetta, Willson, Lee & Wu, 2019).

Abbildung 3 hebt den kritischen Teil des frühen TSI-Datensatzes sowohl für die Rekonstruktion von Dudok de Wit (Dudok de Wit, Kopp, Fröhlich, & Schöll, 2017) (a) als auch für die PMOD-Rekonstruktion (b) hervor. Die Unterschiede sind winzig und liegen innerhalb der Fehlermarge, aber wenn man sie auf das Maunder Solar Grand Minimum der Kleinen Eiszeit zurückrechnet, machen sie einen großen Unterschied im Niveau der Sonnenaktivität damals und heute. Derzeit gibt es keine Daten, mit denen sich feststellen ließe, ob Chatzstergos oder Scafetta mit dem langfristigen Trend der Sonnenaktivität richtig liegen oder wie gut diese mit den Klimaveränderungen in der Vergangenheit korreliert.

Chatzstergos Punkt 3:

Chatzstergos behauptet, dass der folgende Satz in unserem Buch falsch ist:

„Der Hauptunterschied zwischen dem ACRIM- und dem PMOD-TSI-Satellitenkomposit besteht darin, dass Ersteres die ursprünglichen rohen TSI-Satellitenaufzeichnungen verwendet, während Letzteres auf TSI-Satellitenaufzeichnungen basiert, die mit einem Modell modifiziert worden sind.“ – (Crok & May, 2023, Kap. 6)

ACRIM verwendet die Satellitendaten, wie sie von den jeweiligen Satellitenteams interpretiert werden, um die TSI zu berechnen. Anschließend fügt das ACRIM-Team die Daten zusammen, wie hier beschrieben und ähnlich wie bei den in den Abbildungen 2 und 3 dargestellten Rekonstruktionen von RMIB und Dudok de Wit. Man könnte, wie Chatzstergos es tut, pingelig sein und behaupten, dass Dudok de Wit, das ACRIM-Team und das RMIB-Team ein einfaches Modell verwendet haben, um die Satellitendaten zusammenzufügen. Wenn man jedoch bedenkt, dass das PMOD-Team die Satellitendaten ändert, um sie an ein Sonnenmodell anzupassen, wirkt seine Erbsenzählerei schwach. Die schwache Rechtfertigung für die vom PMOD-Team vorgenommenen Datenänderungen wird von Douglas Hoyt, dem Leiter des Nimbus-7-Satellitenteams, erläutert:

„[Das Nimbus7/ERB-Team der NASA] kam zu dem Schluss, dass es in den [Nimbus7/ERB-]Aufzeichnungen keine internen Beweise gibt, die die vom [PMOD] vorgeschlagene Korrektur rechtfertigen. Da das Ergebnis nichtig war, wurde eine Veröffentlichung nicht für notwendig erachtet. Somit ist Fröhlichs PMOD-TSI-Kompositum nicht mit den internen Daten oder der Physik des [Nimbus7/ERB]-Hohlraumradiometers vereinbar.“ (Scafetta und Willson 2014, Appendix A)

Man kann über die Formulierung der umstrittenen Aussage in unserem Buch streiten, aber unterm Strich kann man sagen, dass die ACRIM-Anpassungen durch solide technische Daten der Satellitenteams gerechtfertigt werden können, während die PMOD-Anpassungen nach Aussage der Satellitenteams nicht mit den Rohdaten der Satelliten übereinstimmen. Unser Satz ist zwar möglicherweise unglücklich formuliert, aber korrekt.

Chatzstergos Punkt 4:

Chatzstergos beschwert sich über den Hinweis in unserem Buch, dass der IPCC seine Schätzung des Einflusses der Sonne immer weiter nach unten korrigiert hat, und gibt dann zu, dass wir Recht haben, fügt aber hinzu, dass der IPCC nichts falsch gemacht hat. Das ist seine Meinung, unsere ist eine andere. Er behauptet erneut, dass „wir“ die Sonne heute besser verstehen als in den 1980er Jahren und nun „wissen“, dass die Sonne nur einen geringen Einfluss auf den Klimawandel hat – fast das Gegenteil von dem, was er in seinem eigenen, oben zitierten Papier von 2023 sagt. Die Wahrheit ist, dass es eine beträchtliche Menge an Beweisen dafür gibt, dass die Sonne eine Rolle bei den jüngsten Klimaveränderungen spielt, aber wie die Sonne dies erreicht, ist immer noch umstritten und schlecht verstanden. Für eine umfassende Diskussion siehe hier und hier* oder das Buch von Javier Vinós (Vinós, 2022).

[*In deutscher Übersetzung hier und hier]

Chatzstergos Punkt 5&6:

Chatzstergos behauptet, dass die folgende Aussage aus Kapitel 6 unseres Buches falsch ist:

[Der IPCC] TSI-Datensatz ist eine Kombination aus zwei TSI-Datensätzen (NRLTSI2 und SATIRE), die eine sehr geringe säkulare Variabilität aufweisen, während viele andere TSI-Rekonstruktionen eine viel größere, bis zu zehnmal größere säkulare Variabilität und auch leicht unterschiedliche Muster aufweisen.“ – (Crok & May, 2023, Kap. 6)

Dann schreibt er verwirrenderweise: „Es gibt tatsächlich viele Modelle, die die TSI auf unterschiedliche Weise rekonstruieren…“ Er erklärt nie, inwiefern die Aussage in unserem Buch falsch ist, sondern es scheint nur seine Meinung zu sein. Oberflächlich betrachtet ist die obige Aussage eindeutig korrekt und gut geschrieben.

Chatzstergos Punkt 7:

Hier behauptet er, dass wir die Beweise dafür aufgeführt haben, dass die Sonne die Anzahl der auf die Erde treffenden kosmischen Strahlen beeinflusst, was sich auf die Wolkenbedeckung und somit auf das Klima auswirkt, dass wir aber die Beweise gegen diese Hypothese ignoriert haben. Er hat nicht sehr genau gelesen. Das Folgende ist ebenfalls aus unserem Buch:

Während des Zeitraums 1983-2002 entwickelte sich die globale Wolkenbedeckung synchron mit dem elfjährigen Sonnenzyklus (siehe Abbildung 3). Danach brach die Beziehung jedoch ab, was zu Kritik von Svensmarks wissenschaftlichen Gegnern führte.“ – (Crok & May, 2023, Kap. 6, S. 87)

Der Beweis gegen die Hypothese ist der Zusammenbruch der Korrelation zwischen Wolken und kosmischer Strahlung in den 1990er Jahren, wie in unserem Buch beschrieben, nichts wurde ignoriert.

Chatzstergos Punkt 8:

Er ist der Meinung, dass Abbildung 2 in Kapitel 6 unseres Buches eine Rosinenpickerei ist und dass die in der Abbildung gezeigten Serien irgendwie minderwertig sind. Wir sind anderer Meinung, und er legt keine Beweise vor, um seine Meinung zu untermauern. Die Korrelation zwischen den langfristigen (hundertjährigen oder mehr) Trends der Sonnenaktivität und den langfristigen Trends des Klimas ist eindeutig und wird von Paläoklimatologen seit Jahrhunderten anerkannt, siehe hier und hier. Eine angemessene Erklärung oder ein Modell für die Prozesse des solaren Einflusses auf das Klima gibt es jedoch nicht.

Chatzstergos Punkt 9:

Sein Punkt ist, dass wir „mit dem großen Sonnenmaximum des 20. Jahrhunderts in die Irre führen, indem wir bequemerweise nicht erwähnen, dass die Sonnenaktivität in den späten 50er Jahren ihren Höhepunkt erreichte…“ Hier geht Chatzstergos von der impliziten Annahme aus, dass solare Veränderungen das Klima auf eine lineare und unmittelbare Weise beeinflussen. Wenn das wahr wäre, hätte man den Zusammenhang schon längst entdeckt. Das moderne Sonnenmaximum dauerte von etwa 1935 bis 2005, es war das längste Sonnenmaximum seit mindestens 600 Jahren, wie hier beschrieben. Abbildung 4 zeigt das Moderne Sonnenmaximum:

Abbildung 4. Das moderne Sonnenmaximum, das längste Sonnenmaximum seit 600 Jahren. Quelle: (Vinós, 2022) und hier.

Chatzstergos Punkt 10:

Chatzstergos‘ 10. Punkt ist, dass wir in die Irre führen, wenn wir behaupten, dass „der Anstieg der Sonnenaktivität gut mit der aktuellen globalen Erwärmung korreliert“ und sich dabei auf Connolly et al 2021 beziehen. Er behauptet, dies sei falsch, obwohl mehr als 50 Paläoklimatologen geschrieben haben, dass die solare Modulation des Klimas in den Daten offensichtlich ist und dass sich die Forschung darauf konzentrieren sollte herauszufinden, wie sie zustande kommt, wie Vinós und ich hier berichten.

Schlussfolgerungen

Chatzstergos Unfähigkeit, den Unterschied zwischen gegenteiligen Meinungen und tatsächlichen Fehlern zu erkennen, ist angesichts des erschreckenden Niveaus der heutigen wissenschaftlichen Ausbildung und der Politisierung der Klimawissenschaft nicht überraschend. Deshalb habe ich mir die Zeit genommen, diesen Beitrag zur Verteidigung unseres Buches zu schreiben.

Seine Tweets verwechseln Fakten mit Meinungen. Dies ist auch bei angeblichen „Faktenchecks“ von Climate Feedback und anderen Organisationen dieser Art üblich, wie wir hier diskutieren. Offensichtlich bilden unsere Universitäten unsere jungen Wissenschaftler nicht sehr gut aus. Das ist ein echtes Problem, das angegangen werden sollte.

Download the bibliography here.

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2023/07/04/a-twitter-debate-on-clintels-ipcc-ar6-critique/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Nur mehr irre: Für Baerbock ist jetzt Kenia Vorbild!

JULIAN REICHELT | Fürstin Gloria von Thurn und Taxis lebt zwar in einem Schloss, aber hat die einzigartige Fähigkeit, das auszusprechen, was Millionen Menschen denken. Sie kennt die Welt und versteht dieses Land.

 

Die Fürstin zu Gast bei „Achtung, Reichelt!“

Hauptthema in dieser Woche: Annalena Baerbock und ihr Faible für Kenia! Ein großes Vorbild für Deutschland, sagt die Außenministerin. Naja. Fürstin Gloria lebt einen Teil des Jahres in Kenia und kann das nicht so wirklich unterschreiben. Außerdem in der Sendung: Was ist bitte in unseren Freibädern los?!


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Zum Verständnis der Rolle der Sonne beim Klimawandel

Zum Verständnis der Rolle der Sonne beim Klimawandel

Nicola Scafetta

Obwohl die Sonne fast die gesamte für die Erwärmung des Planeten benötigte Energie liefert, wird ihr Beitrag zum Klimawandel nach wie vor weitgehend in Frage gestellt. In vielen empirischen Studien wird behauptet, dass sie einen erheblichen Einfluss auf das Klima hat, während andere (oft auf der Grundlage globaler Klimasimulationen am Computer) behaupten, dass sie nur einen geringen Einfluss hat.

Der IPCC unterstützt die letztgenannte Ansicht und schätzt, dass fast 100 % der beobachteten Erwärmung der Erdoberfläche von 1850-1900 bis 2020 durch vom Menschen verursachte Emissionen verursacht wurde (AR6 WG1, Seiten 63, 425 und 962). Dies ist als Theorie der anthropogenen globalen Erwärmung (AGW) bekannt.

Mit diesem wichtigen Paradoxon habe ich mich in einer neuen, in Geoscience Frontiers veröffentlichten Studie befasst. Das Rätsel scheint sich aus zwei Gruppen von Unsicherheiten zu ergeben: (i) die historischen Jahrzehnte und langfristigen Schwankungen der Sonnenaktivität sind nicht bekannt; (ii) die Sonne kann das Klima der Erde durch verschiedene physikalische Prozesse beeinflussen, von denen viele nicht vollständig verstanden werden und nicht in die globalen Klimamodelle (GCMs) einbezogen sind.

Es ist wichtig zu wissen, dass die AGW ausschließlich auf globalen Klima-Modellsimulationen basiert, die Aufzeichnungen der Gesamt-Sonneneinstrahlung (TSI) mit sehr geringen multidekadischen und langfristigen Schwankungen verwenden. Die Modelle gehen auch davon aus, dass die Sonne das Klimasystem nur durch Strahlungsantrieb beeinflusst, obwohl es Beweise dafür gibt, dass andere solare Prozesse, die mit der magnetischen Aktivität der Sonne zusammenhängen (Sonnenwind, kosmische Strahlung, interplanetarer Staub usw.), das Klima ebenfalls beeinflussen.

Die Aufzeichnungen der Gesamt-Sonneneinstrahlung (TSI)

Dekadische und längerfristige Veränderungen der historischen Sonnenaktivität sind unbekannt, da die Gesamt-Sonneneinstrahlung (TSI), welche die Erde erreicht, nur von Satelliten genau gemessen werden kann und diese Aufzeichnungen erst seit 1978 verfügbar sind. Diese Daten sind jedoch nach wie vor umstritten, da sich je nach Kombination und Verarbeitung der von verschiedenen Versuchsteams gelieferten Daten unterschiedliche Trends ergeben.

Veränderungen der Sonnenaktivität über längere Zeiträume werden mit Hilfe einer Reihe von Proxies (z. B. Sonnenfleckenaufzeichnungen, Fakulae-Aufzeichnungen, kosmogene ¹⁴C- und ¹⁰Be-Aufzeichnungen usw.) modelliert. Proxy-Modelle sind per Definition unsicher, und das Ergebnis ist, dass die wissenschaftliche Literatur eine Vielzahl von TSI-Rekonstruktionen geliefert hat, die sich sowohl in ihren säkularen Trends als auch in ihrer multidekadischen Variabilität stark voneinander unterscheiden.

Ich habe mehrere TSI-Proxy-Modelle kombiniert und ihre effektiven solaren Strahlungsantriebsfunktionen bewertet, die für Klimastudien verwendet werden können. In Abbildung 1 werden sie miteinander und mit den effektiven modellierten Vulkan- und anthropogenen Strahlungsantrieben verglichen. Die in Abb. 1B dargestellten effektiven solaren Strahlungsantriebsfunktionen unterscheiden sich in mehrfacher Hinsicht.

Abbildung 1: (A) ist eine Darstellung des modellierten anthropogenen (blau, im Wesentlichen CO₂ und andere Treibhausgase) und vulkanischen Strahlungsantriebs (orange), der durch Aerosole aus Eruptionen verursacht wird. (B) vergleicht den effektiven solaren Strahlungsantrieb aus vier TSI-Aufzeichnungen. Die grüne Kurve ist die von CMIP6 (aus dem IPCC AR6-Bericht) bevorzugte solare Rekonstruktion, die anderen drei sind alternative TSI-Rekonstruktionen. Für Details siehe (Scafetta, 2023).

Die derzeit in den CMIP6-GCM-Simulationen verwendete solare Antriebsfunktion (grün) ist seit etwa 200 Jahren nahezu konstant geblieben und hat darüber hinaus von 1970 bis 2020 schrittweise abgenommen. Daher konnten die CMIP6-GCMs unter Verwendung dieses TSI-Datensatzes nur zu dem Schluss kommen, dass die Sonne die seit der vorindustriellen Periode (1850-1900) beobachtete Erwärmung und insbesondere die von 1980 bis 2020 beobachtete nicht erklären kann.

Im Gegenteil, die anderen drei TSI-Aufzeichnungen (rot, gelb und schwarz) zeigen eine multidekadische Oszillation sowie einen klaren, zunehmenden säkularen Trend, der eng mit den in den Aufzeichnungen der Gesamttemperaturen beobachteten Veränderungen korreliert ist.

Modellierung des Einflusses der gesamten Sonnenaktivität (TSA) auf das Klima

Der Gesamteffekt der Sonnenaktivität auf das Klima kann nicht nur anhand der TSI-Antriebsfunktionen bewertet werden, da beispielsweise behauptet wird, dass alternative, mit der Sonnenaktivität zusammenhängende Prozesse die Wolkenbedeckung direkt beeinflussen. Da die Physik solcher Prozesse jedoch nur unzureichend verstanden ist, können sie in den derzeitigen GCMs nicht berücksichtigt werden. Sollte sich jedoch herausstellen, dass ihr Einfluss groß ist, werden die derzeitigen GCMs für die Modellierung des Klimawandels ungeeignet sein.

Ich habe dieses Problem angegangen, indem ich davon ausging, dass die gegebenen TSI-Aufzeichnungen Stellvertreter für die gesamte Sonnenaktivität (TSA) sind, und ich habe eine empirische Methode zur Bewertung des TSA-Effekts angewandt, indem ich seinen optimalen Klima-Fingerabdruck zusammen mit den von den anthropogenen und vulkanischen, von den CMIP6-GCMs übernommenen Strahlungsantriebsfunktionen erzeugten Fingerabdrücken bewertet habe.

Das Modell reproduziert die Ergebnisse der CMIP6-GCMs, wenn ihre ursprünglichen Antriebsfunktionen unter ähnlichen physikalischen Bedingungen angewendet werden. In diesem Fall betrug die Gleichgewichts-Klimasensitivität (ECS) 1,4°C-2,8°C, was mit der CMIP6-GCM-Gruppe mit niedriger ECS kompatibel ist. Das bedeutet, dass etwa zwei Drittel der aktuellen GCMs (deren ECS zwischen 1,8°C und 5,7°C schwankt) die anthropogene Erwärmung überbewerten, wie andere aktuelle Studien bestätigt haben [in deutscher Übersetzung hier]. AR6 und AR5 räumen ein, dass die CMIP5- und CMIP6-Modelle die tropische Lufttemperatur und die Temperaturen der Ozeane überbewerten (AR6, Seite 443).

Wenn jedoch die vorgeschlagenen solaren Aufzeichnungen als TSA-Proxies verwendet werden und die klimatische Empfindlichkeit gegenüber diesen Aufzeichnungen sich von der klimatischen Empfindlichkeit gegenüber Strahlungsantrieben unterscheiden darf, wird ein viel größerer solarer Einfluss auf den Klimawandel festgestellt, zusammen mit einem deutlich geringeren Strahlungseffekt. In diesem Fall liegt der ECS bei 0,9°C-1,8°C, mit einem Mittelwert von etwa 1,3°C. Dies bedeutet, dass die vom Menschen verursachte Erwärmung stark überschätzt wird.

Abbildung 2. Ein Vergleich von HadCRUT5 mit dem Mittelwert des CMIP6-Klimamodells (A) und mit dem TSA-Modell, das eine natürliche Klimaschwingung einbezieht.

Abb. 2 vergleicht den HadCRUT5-Datensatz der globalen Temperatur mit (A) dem Mittelwert des CMIP6-GCM-Ensembles und (B) dem Energiebilanzmodell unter Verwendung eines vorgeschlagenen TSA-Modells, das nicht den TSI-Datensatz der GCMs mit geringer säkularer Variabilität verwendet. Die in Abb. 2A dargestellte GCM-Simulation erwärmt sich monoton (grüne Linie). Im Gegensatz dazu zeigt das in Abb. 2B dargestellte Modell ein oszillierendes Muster, das sich um einen Erwärmungstrend herum entwickelt und die klimatischen Aufzeichnungen viel genauer wiedergibt.

Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass etwa 80 % des solaren Einflusses auf das Klima nicht allein durch den TSI-Antrieb, sondern vielmehr durch andere Sonne-Klima-Prozesse (z. B. durch eine solare magnetische Modulation der kosmischen Strahlung und anderer Teilchenflüsse und/oder andere) verursacht werden. Diese alternativen Prozesse müssen gründlich untersucht und physikalisch verstanden werden, bevor vertrauenswürdige GCMs erstellt werden können, die den Klimawandel – ob anthropogen oder natürlich – korrekt interpretieren und zuverlässige Prognosen für den zukünftigen Klimawandel erstellen.

Prof. Dr. Nicola Scafetta works in the Department of Earth Sciences, Environment and Georesources, University of Naples Federico II, Naples, Italy.

This post originally appeared, in slightly different form, on Phys.Org.

Referenzen

IPCC. (2021). Climate Change 2021: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change. In V. Masson-Delmotte, P. Zhai, A. Pirani, S. L. Connors, C. Péan, S. Berger, . . . B. Zhou (Ed.)., WG1. Retrieved from https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/

Scafetta, N. (2023). Empirical assessment of the role of the Sun in climate change using balanced multi-proxy solar records. Geoscience Frontiers, 14(6), 101650. Retrieved from https://doi.org/10.1016/j.gsf.2023.101650

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2023/07/06/understanding-the-role-of-the-sun-in-climate-change/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Alfred de Zayas: NATO verdient die Bezeichnung «kriminelle Organisation»

Was ist eine kriminelle Organisation?

 

 Von ALFRED DE ZAYAS | Was ist eine kriminelle Organisation? Der Durchschnittsbürger denkt sofort an lokale und internationale Drogenkartelle, Menschenhändlerringe, Gesellschaften für Kinderpornographie, Spielhöllen oder die Mafia. Vielleicht aufgrund eines künstlich geschaffenen Bildes, unterfüttert von westlichen Medien, wird die NATO nicht ohne weiteres als „kriminelle Organisation“ erkannt.

Ursprünglich war NATO keine kriminelle Organisation. Im Vertrag zur Gründung der NATO vom 4. April 1949 heißt es unter Artikel 5:

„Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, dass ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle anzusehen ist, und sie kommen daher überein, dass im Falle eines solchen bewaffneten Angriffs jede von ihnen in Ausübung des in Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen anerkannten Rechts auf individuelle oder kollektive Selbstverteidigung der angegriffenen Vertragspartei oder den angegriffenen Vertragsparteien dadurch beisteht, dass sie unverzüglich einzeln und in Abstimmung mit den anderen Vertragsparteien die Maßnahmen ergreift, die sie für notwendig erachtet, einschließlich der Anwendung bewaffneter Gewalt, um die Sicherheit des nordatlantischen Raums wiederherzustellen und zu erhalten.“

Ursprünglich verfolgte die NATO ein legitimes Sicherheitsziel, das mit Kapitel VIII der UN-Charta (Art. 52–54) vereinbar war und regionale Vereinbarungen zulässt, sofern diese mit Ziel und Zweck der UN-Charta in Einklang stehen und dem UN-Sicherheitsrat untergeordnet sind. Gemäß Artikel 103 der Charta („Vorrangklausel“) hätte im Falle eines Konflikts zwischen irgendeinem Vertrags[bündnis] und dem der [NATO-]Charta die Charta den Vorzug.

Solange die Sowjetunion Westeuropa bedrohte und eine Expansion nach Westen plante, war es für die westlichen Staaten legitim, Maßnahmen der kollektiven Sicherheit zu ergreifen. Eine Folge des NATO-Vertrages war, dass die Sowjetunion als konkurrierendes Bündnis den Warschauer Pakt (1955–1991) organisierte, doch die Drohung der gegenseitig gesicherten Vernichtung durch Atomwaffen beide Lager davon abhielt, sich gegenseitig zu attackieren. Dies änderte sich 1989, als der friedliebende sowjetische Führer Michail Gorbatschow die sowjetischen Streitkräfte aus Mittel- und Osteuropa abzog und sich vom damaligen US-Präsidenten George H.W. Bush und Außenminister James Baker zusichern ließ, dass sich NATO „keinen Zentimeter“ nach Osten bewegen werde.

Für einen kurzen Moment schien die Möglichkeit des Weltfriedens samt gegenseitiger Abrüstung realistisch. Dieser Traum wurde von US-Präsident Bill Clinton zunichte gemacht, weil er den Ratschlägen der Neokonservativen [Neo-Cons] mit den imperialistischen Plänen des Politikwissenschaftlers Zbigniew Brzezinski folgte: Dieser hatte die Idee einer unipolaren Welt[ordnung] – unter dem Hegemon USA, der im Wesentlichen die UNO ersetzen sollte – ausgeheckt. Clintons Entscheid die NATO, entgegen den verbindlichen Zusagen, nach Osten zu erweitern, wurde schon von George F. Kennan’s Essay in der New York Times vom 5. Februar 1997 als „verhängnisvoller Fehler“ scharf angeprangert.

Nach 1997 verwandelte sich die NATO schleichend von einem „Verteidigungsbündnis“ in einen geopolitischen Koloss zur Unterjochung des Restes der Welt. Bereits in den 1990er Jahren beteiligten sich NATO-Staaten an der Zerstörung der territorialen Integrität Jugoslawiens und 1999 bombardierte die NATO ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrats Jugoslawien unter Verstoß gegen Artikel 2, Absatz 4 der Charta der Vereinten Nationen.

Der Angriffskrieg der NATO im Jahr 1999 war die Generalprobe für das, was folgen sollte. Das brachte auch schwere Kriegsverbrechen mit sich, darunter die wahllose Bombardierung ziviler Ziele unter Einsatz von Waffen ohne Unterschied, wie durch abgereichertes Uran und Streubomben. Jugoslawien war nur der Auftakt zu einer Reihe von Überfällen gegen Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien und andere Länder, in deren Folge Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit völlig ungestraft verübt worden sind. Der Internationale Strafgerichtshof, der im Wesentlichen im Dienste des „kollektiven Westens“ steht, hat es versäumt, diesen Verbrechen nachzugehen: Kein einziger westlicher Politiker oder Militärführer wurde jemals angeklagt.

Bei den Nürnberger Prozessen 1945–46 hatte die amerikanische Delegation geplant, 14 Organisationen als kriminell anzuklagen, die später auf sechs reduziert wurden: Reichskabinett, Führungskorps der NSDAP, Gestapo, SA, SS/SD sowie den Generalstab bzw. das Oberkommando der deutschen Wehrmacht. Ziel war es, diese Organisationen rückwirkend für kriminell erklären zu lassen, um Teilnehmer schon wegen ihrer bloßen Mitgliedschaft verurteilen zu können. Natürlich verstößt dieses Konzept gegen die Rechtsstaatlichkeit, da es eine Kollektivbestrafung darstellt und den Grundsatz der Unschuldsvermutung untergräbt.

Während das Nürnberger Urteil drei Organisationen per se als kriminell einstufte, wurden SA, Reichskabinett bzw. Wehrmacht als nicht kriminell erkannt. Das Nürnberger Urteil schuf einen (schlechten) Präzedenzfall, der auf NATO-Länder und NATO-Streitkräfte angewendet werden könnte. Dies ist jedoch nicht erforderlich, da die Verstöße der NATO-Streitkräfte gegen die Haager – und Genfer Konvention so gut dokumentiert sind, dass jedes Gericht mit entsprechender Zuständigkeit die Mitglieder der NATO-Streitkräfte auf der Grundlage der bestehenden Konventionen verurteilen könnte, ohne sich auf das Konzept einer kriminellen Vereinigung stützen zu müssen.

Unter dem Strich haben die NATO-Streitkräfte seit den 90er Jahren zwar Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, doch wichtig wäre inzwischen, dass die Weltöffentlichkeit die NATO als eine Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit der Menschheit begreift. Ihre ständigen Provokationen stellen die größte Gefahr für unser Überleben als Spezies dar. Auch wenn die NATO die Bezeichnung „kriminelle Organisation“ verdient, geht es nicht darum, Kriegsverbrecherprozesse zu führen, sondern die Bedrohung zu neutralisieren.

Der Artikel erschien zuerst über Global Times

Zum Autor: Alfred de Zayas ist Professor für Recht an der Genfer Hochschule für Diplomatie und diente von 2012 – 2018 als unabhängiger UN-Experte für die internationale Ordnung. Er ist der Autor von zahlreichen Büchern, darunter seine letzte Neuerscheinung: „Building a Just World Order“ (Clarity Press, 2021).

Dazu passend auch der Artikel von Alfred de Zayas:

„NATO entwickelte sich zur kriminellen Organisation…“

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ARD-„Monitor“: Zwangsgebührenfinanzierte Verharmlosung der Klima-Terroristen

Die größte ARD-Sendeanstalt, der seit jeher als „Rotfunk“ geltende Westdeutsche Rundfunk (WDR), zeigte nach den kriminellen Flughafen-Blockaden von Hamburg und Düsseldorf unverhohlene Sympathien mit den Klima-Terroristen der „Letzten Generation“. Das von Georg Restle verantwortete linksradikale Magazin „Monitor“ verharmloste die Straftaten nach Kräften.

Am Donnerstag waren Mitglieder der von Milliardärsstiftungen finanzierten Klimasekte auf die Flughäfen in Hamburg und Düsseldorf vorgedrungen und hatten sich auf Rollfelder geklebt. Dutzende Flüge mussten umgeleitet werden, Tausenden Urlaubern wurde durch lange Wartezeiten der Ferienstart vermiest, die Flugsicherheit wurde extrem gefährdet, es entstand vielfacher Millionenschaden.

Fatales Signal an weltweite Terroristen

Ganz nebenbei wurde weltweiten Terrororganisationen auch gleich noch vorgeführt, wie desolat und erbarmungswürdig die Sicherheitsstandards an deutschen Flughäfen offenbar sind, wenn einige Warnwestenträger problemlos in die geschützten Abflugbereiche und aufs innere Flughafengelände gelangen können.

In jedem anderen Land würde der Umstand, dass ein paar jugendliche Wirrköpfe mit einem simplen Bolzenschneider problemlos in zwei Hochsicherheitszonen vordringen und den Flugverkehr lahmlegen können, einen medialen Skandal auslösen – und es würden vieljährige Haftstrafen verhängt.

Unverhohlene Sympathien

Mehr noch: Von Seiten der Medien würden Regierung und Flughafen-Verantwortliche unter massiven Erklärungsdruck gesetzt, Konsequenzen würden gefordert. Nicht so im linksgrünen Deutschland: Alles, was der von den Bürgern mit mittlerweile zehn Milliarden Euro zwangsfinanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk einfordert, besteht darin, für die Klimaextremisten noch mehr „Verständnis” aufzubringen.

Die Berichterstattung der ARD über diesen Skandal war von unverhohlener Sympathie geprägt. Der Sender gab sich wieder einmal als williges Propagandaorgan der „Letzten Generation“ her und verschaffte dieser eine Reichweite, die sie mit ihren eigenen Kanälen nicht ansatzweise erreichen würde.

„Monitor“-Restle und seine Kampagneros

Ganz vorne dabei war natürlich die WDR-Sendung „Monitor“ mit dem ultralinken Antifa-Veteranen Georg Restle, der jedem objektiven Journalismus schon vor Jahren ganz offiziell entsagt hat und seither nur noch durch Kampagnen und Hetze gegen Systemgegner im weitesten Sinne auffällt.

Auf der Instagram-Seite von „Monitor“ wurde die für die Passagiere schlimmstenfalls lebensgefährliche Flughafenblockade nicht etwa kritisiert, sondern grotesk verharmlost: „Aktivist:innen der ‘Letzten Generation’ blockieren für kurze Zeit die Flughäfen in Düsseldorf und Hamburg – und der Aufschrei ist groß“, so der Beitragstext zur zugehörigen Info-Kachel – als ob es sich um eine Lappalie handelte, über die sich nur spießige Kleingeister echauffieren könnten.

Nicht Klimaterror, sondern Flugverkehr wird kriminalisiert

Stattdessen nutzte die Redaktion die Gelegenheit, um auf die angeblich viel schlimmeren Auswirkungen von Flugreisen aufmerksam zu machen: „Flugverkehr ist extrem klimaschädlich. Und echte Lösungen, wie sich das ändern soll, sind nicht in Sicht“, hieß es.

Flugverkehr würde drei Prozent der CO2-Emissionen ausmachen und sei „in seiner schädlichen Klimawirkung besonders groß”, so weiter im üblichen infantilen Belehrungsduktus. Zudem wurde vor dem „nach Corona” gerade wieder ansteigenden Flugverkehr gewarnt. Zwar wolle die Flugbranche bis 2050 klimaneutral sein, dies sei aber unrealistisch, da es keine ernsthaften Alternativen zu den aktuellen Antrieben gebe.

Verhöhnung des Senderauftrags

Damit das auch jedem klar wird, wurde der Text auch noch einmal in einer eigenen Graphik aufbereitet. Diese enthielt zwei Spalten, die eine mit der Überschrift: „Worüber sich viele aufregen“ – frei quasi nach dem abgewandelten Bertolt-Brecht-Motto, was wohl das größere Verbrechen sei einen Flughafen zu bauen oder einen zu stürmen. 

Doch auch andere ARD-Formate beteiligten sich am Guerilla-Marketing für die Klima-Terroristen: So räumten die „Tagesthemen“ einer Sprecherin der Klimasekte noch am Abend der Flughafenblockade fast sieben Minuten Sendezeit (!) ein , um – unter der mehr als wohlwollenden und unkritischen Anleitung von Moderatorin Caren Miosga – ihre Propaganda abzusondern. Mehr könnte das „Erste“ seinen eigentlichen Senderauftrag gar nicht selbst verhöhnen.

Zum Autor: Daniel Matissek ist Journalist mit pfälzischen Wurzeln, arbeitet neben für AUF1 auch für diverse deutschsprachige freie Medien (unter anderem „Journalistenwatch.com“). Gründungsherausgeber des Blogs „Ansage.org“. Schwerpunktthemen: Migrationspolitik, politischer Extremismus, Demokratie und Medienlandschaft. Freund differenzierter Zwischentöne, aber gerne auch leidenschaftlicher Polemiker. Devise: „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos; es könnte aber auch umgekehrt sein.“

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The human rights industry and crypto-religious national – and transnational complex

Deutsche Version: Hier 

 

The one-world hegemon also wants to play «Lord of Church»

Some say it, many feel it: Our world is facing the turn of an era. The protagonists of the old, but vanishing concept of globalization, have openly admitted their failure by presenting their so-called „Great Re-Set“ as their recipe for breaking the deadlock. This may sound tempting to the crowds of the mass-elite society in the West, but it will be flatly rejected by the majority of the 6.6 billion peoples of the non-West. For the latter it was not only risky, but life-threatening as well, to leave the required reorganizations or „firefighting works“ once more only to old arsonists of the past.

The turn of an era currently experienced is about to replace the monopolar colonial rule of the last 500 years to be replaced by a new multipolar global order to overcome the old mass-elite system in addition. In the new millennium we see the age of the old maritime or colonial powers literally go under before our eyes.

What had happened?

The one-world hegemon together with its colonial masters and bought-up elites have faced a huge problem from the outset: To fight against the growing majority of masses to be subdued and overcome the ever-increasing opponents. This could only be done with the help of superior politics, superior organization and superior technology. However, this lead in knowledge, organization and technology has in the meanwhile been melting away like ice under the sun. The feudal system of long-established plutocracies is going to encounter increasing pressure by the day.

Baphomet: The patron and saint of one-world plutocrats & oligarchs | Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Baphomet; Mbzt, CC BY-SA 4.0 <creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0&gt;, via Wikimedia Commons

The old days of mowing-down defenceless populations and poorly armed people with machine gunfire at will have passed: The struggle to achieve the surrender of technically equal continental powers in the wake of the ‚Great War‘ (1914–1918) has been pointing in a different direction. In the meantime, it seems to be impossible to successfully overcome militarily the majority-world-population of the 85%, which exists today outside the group of the so-called West.

To overcome their weaknesses globalists have started early to apply methods for monopolizations as well as the whole spectrum of hybrid warfare against the growing forces of the opposing rest. These methods include, namely:

  • the installation of truncated democracies as protectorates overseen by a system of multiparty-oligarchies under transnational control with the supposed separation of of the executive -, legislative – and judicial branches of government cancelled due to collusion of the relevant front-actors through the back door.
  • Abolition of the separation of church and state by means of the total state self-empowered for ecclesiastic authority. Such total state not only takes care of legislative procedures, but also claims the metaphysical realm: It determines and shapes so-called „values“ in the temptation to „push“ ideology on peoples as dogmas, which do not need to be explained.

Role model Henry VIII (1491–1547) at the start of the colonial age: King and Supreme Governor of the Church of England in one person | Quelle: fr.wikipedia.org/wiki/Henri_VIII,  Hans Holbein the Younger, Public domain, via Wikimedia Commons

The self-empowered state as religious authority, has finally peaked by claiming the crypto-religion, called „Human Rights“: The religious dimension is able to furnish the one-world-hegemon with a special instrument to elegantly circumvent any unpleasant questions in the wake of the externally imposed march to his world domination. Crypto-religious dogmas have already served in the past, e.g. to deflect blatant violations of the U.S. Constitution, like: The „Manifest Destiny“ [divine mission statement coined exclusively for the U.S.] of the „City on the Hill“ [USA as the Jerusalem 2.0] is going to defeat any earthly criticism and/or imposition due to legislation by crypto-religious means!

Woodrow Wilson, master of the political-religious agenda

Although a fairy tale from Thousand and One Nights tells, that Mrs. Eleanor Roosevelt had been the inventor of the „Human Rights“, better Woodrow Wilson should go down in the Atlantic imperial history as a model pupil of Henry VIII. as well as the pioneer of modern sacral endeavours equal to a „Moses of the Human Rights“. At the end of World War I, his 14 „Commandments [Points]“ succeeded in persuading the German Imperial Navy and the Imperial Army to rebel against the German Emperor: This made it possible to disarm the II. German Empire blue-eyed under false pretences having it pulled over the table in order to put phase II [1933 – 1945] already on track in 1919 with the help of the peace-dictates of Versailles subsequently. In the meantime, the third and last phase [2015 – 2040] has been launched and has entered its implementation phase.

That historical example shows what crypto-religious initiatives can achieve in God-forsaken societies. It encouraged politico-sectarians of the West to move on to the next big step after World War I. For best optics, US-First Lady, Mrs. Eleanor Roosevelt had been advanced as innocent looking PR- & Production Assistant respectively patroness for the „Religious Works of Human Rights“  to be lifted to the supranational level with the UN in the aftermath of WW2. This actually had been implemented in the course of the adoption of the so-called „Universal Human Rights“ by the United Nations in 1948.

Great patience as characteristic of the perfect trap

The more perfectly a trap is set, the much later the cat jumps out of the bag. With regard to global governance, this may take two or three generations. Professional entrapment tends to be packed with extreme patience.

Regarding the change of objectives over time, the website of the United Nations explains to its readers by a „A Brief History of UN Human Rights“ full of pride:

„… The growth in size and activities of UN Human Rights has paralleled the increase in the human rights machinery since the adoption of the Universal Declaration of Human Rights in 1948. Drafted as „a common standard of achievement for all peoples and nations,“ the Declaration for the first time in human history set out basic civil, political, economic, social and cultural rights that all human beings, without distinction, should enjoy. Non-discrimination and equality have been increasingly reaffirmed as fundamental principles of international human rights law and essential elements of human dignity.

Eleanor Roosevelt with the declaration w/o „climate change & LGBTI“ to be seen | Source: UN

Today, the body of international human rights law continues to expand and new human rights standards are being built on the Universal Declaration to address emerging human rights issues. In the 21st century, UN Human Rights has helped achieve greater protection of the rights of neglected population groups such as indigenous peoples, older people, people with disabilities, and people belonging to the LGBTI community. The Office has also brought to the fore the link between human rights and climate change.…»

Note: Emphasis by Unser-Mitteleuropa

Source: www.ohchr.org/en/about-us/brief-history-un-human-rights

The said „brief history“ of human rights in the words of the United Nations describes, that „the body of international human rights law continues to expand and new human rights standards are being built “ Meanwhile, regarding „new“ issues that “the Office also brought to the fore“, we have meanwhile reached the „LGBTI community“ and „climate change“: There, at the latest, the first alarm bells should start ring. Who would have seen coming such magic tricks, some 75 years ago?

Criticism of Pope Benedict XVI (1927 – 2022)

The problem of „Universal Human Rights“ under the aegis of the United Nations Pope Benedict XVI. has brought to the point during a commemorative event staged at the Vatican on December 10, 2018 at the occasion of the 60th anniversary of the mentioned UN document:

„The foundation on which the Universal Declaration of Human Rights rests, will remain fragile if its ethical and divine origins are ignored,“ Pope Benedict said. Although much has been done in recent decades to promote and protect human rights throughout the world, „hundreds of millions of our brothers and sisters still see their rights to life, liberty and security threatened,“ the pope further explained.

It is clear that neither Catholic Church, nor Communities of the Islamic faith will ever ratify and sign such a profane religious manifesto. The Christian and Islamic religious communities – among themselves for their total of 4.1 billion followers worldwide – have been much better suited to do this on their own and outside of a secular institution, like the United Nations:

For example, Pope Francis and the Grand Imam of Al-Azhar, Ahmed el-Tayeb, signed the „Abu Dhabi Agreement“ or the „Document on the Brotherhood of All People for Peaceful Coexistence in the World“ in Abu Dhabi during a global conference on Feb. 4, 2019.

Source: Here



It would be much more meaningful, if the governments of the international community would concentrate fully on the creation and observance of their partly very fragile secular legal apparatuses and leave the spiritual area without exception to the world religions: These are in Asia the ‚Three Teachings‘, such as Buddhism, Daoism and Confucianism, in the Orient Islam and Judaism, and in the Occident Christianity. Those world religions have many thousand years of experience in answering questions about metaphysics and ethics and are best qualified not to be confused and/or notoriously seduced in their judgments by the fashion trends of the day, as it happens to our day-to-day-politicians on almost daily basis.

A mix-up of church – and state matters facilitates the temptation to have controversial or shoddy power politics of the day re-packaged into fake-dogmas for better acceptance from the outside and largely clueless populations. It turns even worse, if political forces take the bait to systematically abuse the basically positive idea of human rights institutionally, but have it converted into a „Human Rights Industry“ run by political hypocrites.

The book: „The Human Rights Industry“ by Alfred de Zayas

Former Independent Expert on International Order (2012 – 2018) at the UN and Fulbright scholar, Professor Alfred de Zayas has dedicated his latest book entitled „The Human Rights INDUSTRY“, published by Clarity Press in June 2023, to such misconduct.

Daniel Kovalik, Professor of International Human Rights at the University of Pittsburgh School of Law and himself author of „No More War: How the West Violates International Law by Using „Humanitarian“ Intervention to Advance Economic and Strategic Interests“ comments on the new book of Alfred de Zayas:

„This book is long-overdue critique of the human rights system by someone who truly values human rights and who has a unique and valuable perspective as a human rights practitioner for 50 years. As de Zayas so eloquently explains, the human rights system has sadly become a business, motivated by the drive for the approval of its rich and self-interested (Western) patrons. The result is a system infected by unfairness and double standards – the very opposite of what we want of a system which purports to protect the most basic rights of humanity. However, this is not a fatalistic or cynical critique like some. Rather, it is a hopeful work which offers constructive criticism and concrete suggestions for making the system one that works for everyone and upholds the very values it was created to promote. I highly recommend this book for experts, practitioners, and lay readers alike.“

 Jeffrey D. Sachs, professor at Columbia University notes on the same topic:

„Alfred de Zayas offers us an invaluable insider‚s account of how the global system created after World War II to protect human rights is brazenly manipulated by the United States Government and others for geopolitical ends. De Zayas is a human rights leader of remarkable insight, experience, wisdom, and integrity, whose account is both searing and hugely constructive. He makes vividly clear what we must, and how we can, truly champion peace and human rights.“

A proposal to the UN from a proponent of genuine separation of powers by the author of this treatise

In the spirit of the above-mentioned professors, a simple but highly effective recommendation could be derived from the current misuse by the „Human Rights Industry“ under the High Commission of the UN General Assembly:

„Each member state of the UN Human Rights is entitled only to publicly self-accuse itself about own human rights violations as well as laying out the prospect of appropriate self-remedial measures for that purpose. Member States are not entitled to lodge their complaints about alleged misconduct if other states.“

Such a self-disciplining of hegemonic states gone wild would serve to effectively put an overdue final stop to the abuse of the instrument of Human Rights for political purposes in the future.

Case study from the realm of the «Human Rights Industry» with a spell of the script thanks to the „GRETA effect

Western spin doctors prefer to delegate their crypto-religious indoctrinations supposed to be addressed to the distracted masses of an otherwise materialistic industrial society, to young female talking-dolls as their loudspeakers:

The selected candidates are either drawn from the pool of potential actresses or from the range of special „minorities“. The latter often include so-called „migrant women“ and even minors with or without hereditary cognitive defects:

Greta in Davos 2019 sees «red» and climate change only: «Our house is on fire!» | Quelle: fr.wikipedia.org/wiki/Greta_Thunberg; Screenshoot Video

For example, Greta, an autistic underage girl from Sweden who has since made it to world fame, at the tender age of 16, succeeded to especially delight high-ranking guests and CEO’s at the World Economic Forum in Davos in 2019 with her antics for an unconditional hysteria in the face of the supposed threat due to climate change.

Especially since the United States have openly classified China as their greatest strategic threat, the latter and its allies have already launched an information – and economic war against China, additionally supported by the Human Rights Industry in the run-up to a hot war.

In this crusade of the West, a so-called human rights activist from China must not be missing, of course: The young lady was quickly found, albeit in faraway Australia. It is Vicky Xu, who was born in Jiayuguan City, Gansu in China in 1994 and began her studies in Beijing in 2012, but switched to Australia in 2014 at the tender age of 20 to study political science at Melbourne University – including an exchange semester at the Harry S. Truman Research Institute – and graduated in 2018.

Even during those early days, Vicky Xu, the young talent was already working for Australian and US media and last but not least as a stand-up comedian, combining black humour with her fantasies from China or maybe just with the information she might have received from Western intelligence services. Xu left China while she was still a teenager and underage student. It raises the question what personal impressions of political nature she could have had received from China other than childhood memories and experiences from her school desks?

Multi-talented & quick-change artist Vicky Xu in her role as strawberry-connoisseur

After studying in Australia, Vicky Xu went through a miraculously blitz-career: She has worked for the Australian Broadcasting Corporation (ABC), The New York Times, and even the Australian think tank Australian Strategic Policy Institute (ASPI). In March 2020, Vicky Xu’s high-altitude career culminated in being named lead author of the report „Uyghurs for Sale,“ which agitates against China’s minority policies toward the Uyghurs.

The narrative covered by this report has actually been geared to make the West’s economic sanctions against China publicly more acceptable, packaged by the toolkit «Human Rights».

Human rights activist Vicky Xu in a different and here nun-like ascetic look: On ABC TV in Melbourne 2021 with Hamish Macdonald and Senator James Paterson | Quelle: es.wikipedia.org/wiki/Vicky_Xu; Jonoaldor, CC BY-SA 4.0 <creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0&gt;, via Wikimedia Commons

It raises the question how economic sanctions per se, which in plain language represent nothing else than a form of economic warfare, can contribute to the betterment of local or Chinese populations, but possibly had been designed from the very beginning to cause destruction in disguised form of warfare against China only?

It seems that Western country elites in their global war frenzy have unmasked themselves as the enemies of the remaining 85 percent of the world population!

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A contribution of UNSER-MITTELEUOPA Global Research


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