Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Eidgenössische Wahlen 2023: Opposition gegen die rosa-grüne Linke, die die Schweiz zerlegt!

Auf den Tag genau ein Jahr vor den eidgenössischen Wahlen trafen sich die Delegierten der SVP in Luzern in einer sehr schönen Atmosphäre und mit voller Motivation. „Ja zu einer sicheren und freien Zukunft – Nein zu kalten Duschen und sozialen Unruhen“, lautete der Slogan. Es gehe 2023 darum, einen weiteren Linksrutsch zu verhindern, betonte der Parteivorsitzende Marco Chiesa. Andernfalls sei es mit unserem Wohlstand, unserer Freiheit und unserer Unabhängigkeit vorbei: „Die rosa-grüne Politik ist eine selbstmörderische Politik: Sie reißt alles nieder, was die Schweiz so erfolgreich macht. Die Zeit reicht nicht aus, um eine vollständige Bilanz dieser „katastrophalen rosa-grünen Politik“ zu ziehen. Die rosa-grüne Politik bedeutet weniger Energie und Strom, weniger Wohlstand, Verarmung, erdrückende Steuerlasten, Bevormundung der Bürger und Verbote, Asyl für alle und eine Schweiz mit 10 Millionen Einwohnern. Nicht zu vergessen der Unsinn wie die Gender-Theorie, die Diktatur der politischen Korrektheit und der Wahnsinn mit den nicht-genderisierten Toiletten. „Unser freies Land geht vor die Hunde, wenn es uns nicht gelingt, den Vormarsch der Linken und der Grünen zu stoppen“, warnte Marco Chiesa.

Schweiz in finanziellen Nöten – auch wegen Massenzuwanderung

Der Höhepunkt der Delegiertenversammlung war die Rede des scheidenden Bundesrats Ueli Maurer, der seinem Ruf als unerschütterlicher Hüter der Nation in Sachen Staatsfinanzen treu blieb und von den Delegierten mit tosendem Applaus bedacht wurde. Die Lage sei angespannt, warnte Ueli Maurer. Die unkontrollierte Zuwanderung lasse zwar das Bruttoinlandsprodukt steigen, aber nicht pro Kopf. Bei der Abstimmung über die Energiestrategie 2050 war der Bundesrat davon ausgegangen, dass die Schweiz im Jahr 2050 neun Millionen Einwohner haben würde. “ Wir werden diese Zahl bereits Ende 2022 erreichen, also 28 Jahre früher!“ Auch die finanzielle Lage ist düster: „Wir haben mittlerweile über 20 Milliarden Franken Schulden angehäuft, die unsere Kinder eines Tages bezahlen müssen“, sagte Ueli Maurer. Doch das interessiert die Medien und diejenigen, die sich ständig empören, nicht. Vielmehr ziehen es bestimmte Kreise vor, wochenlang über seine Aussage zu polemisieren, dass es ihm egal sei, ob ein Mann oder eine Frau seine Nachfolge antreten werde, solange es nur einer von beiden sei. „Das entlarvt die Dekadenz dieser Gesellschaft“.

Auch die politische Lage ist angespannt: Nationalrat und Kampagnenleiter Marcel Dettling machte den Delegierten bewusst, dass es sich um eine „Richtungswahl“ handelt. „Wenn die rosa-grüne Linke 2023 wieder die Wahlen gewinnt, dann gute Nacht Schweiz!“. Seiner Meinung nach dürfe die SVP ihr Ziel nie aus den Augen verlieren: „Wir wollen 100’000 zusätzliche Stimmen bei den Wahlen 2023. Holen wir uns unsere Schweiz zurück!“

Nein zur Verschwendung von Strom

Fokus Energiepolitik: Nationalrat Michael Graber und Nationalrat Pierre-André Page betonten die Wichtigkeit des Referendums gegen das „Gesetz gegen Stromverschwendung“ (indirekter Gegenvorschlag zur „Gletscher-Initiative“). Dieses Gesetz würde Heizöl, Benzin, Gas und Diesel verbieten. Heizen und Autofahren dürften nur noch mit Strom möglich sein. Und das, obwohl wir schon heute zu wenig Strom haben. Darüber hinaus würde der Bundesrat undemokratische Befugnisse erhalten. Die SVP wendet sich entschieden gegen jede Tendenz zu einer staatlichen Ökodiktatur.

„Alle Prognosen und Versprechungen des Mitte-Links-Lagers haben sich völlig in Luft aufgelöst. Die Bevölkerung wurde belogen und abgezockt“, sagte Nationalrat Christian Imark zum Scheitern der Energiestrategie 2050. Die schlimmsten Befürchtungen wurden übertroffen. „Die sozialistische Energieministerin soll Gas- und Ölkraftwerke ans Netz bringen, während sie gleichzeitig durch die Welt reist, die Dekarbonisierung predigt und dem Volk Autos und Heizungen verbieten will!“

Masseneinwanderung stoppen, Kaufkraft erhalten

Ein weiteres zentrales Thema für die SVP ist die Masseneinwanderung und der damit verbundene Missbrauch. Nationalrat Thomas Matter warnte die Delegierten, indem er feststellte, dass die übermässige Zuwanderung stetig an unserem Wohlstand knabbert. „Wenn wir unsere Kaufkraft und unsere Lebensqualität retten und wenn möglich auch unseren Kindern etwas hinterlassen wollen, müssen wir die Bevölkerungsexplosion stoppen. Tatsächlich hat das Schweizer Volk das 2014 so gewollt und es ist seitdem in der Verfassung verankert.“

Nationalrat Mike Egger warnte, dass die ungesteuerte Zuwanderung die Stromkrise nur verschärfe. Allein die Nettozuwanderung von 2001 bis 2019 führte zu einem Mehrbedarf von 7,3 Terawattstunden (TWh), was in etwa der Produktion des Kernkraftwerks Gösgen entspricht. „Ohne diese massive Nettozuwanderung würden wir in diesem Winter nicht mit einer Stromknappheit konfrontiert werden“. Darüber hinaus bringt die maßlose Einwanderung die Umwelt und die Infrastruktur an ihre Grenzen. „Die rosa-grüne Linke verschließt die Augen vor dieser Realität, was ihre angeblich ‚grüne‘ Politik heuchlerisch macht“.

Stärkung der Kaufkraft und Senkung der Steuern

Die Stärkung der Kaufkraft ist auch ein Anliegen der SVP. „Die SVP ist der einzige Garant für eine Politik, die allen Menschen in der Schweiz zugute kommt“, betonten Nationalrätin Céline Amaudruz und Nationalrat Alfred Heer. Um die Kaufkraft zu stärken, fordert die SVP: einen vollen Abzug der Krankenkassenprämien von der Einkommenssteuer, eine Senkung der Gesundheitskosten und der Abgaben und Steuern auf Energie, Steuersenkungen für Privatpersonen und Unternehmen, den Abbau des Verwaltungsapparates, einen Stopp der teuren und illegalen Einwanderung, eine Reduktion der milliardenschweren Auslandshilfe sowie Entlastungen für Bund, Kantone und Gemeinden.

Ja zu einer wohlhabenden, sicheren und freien Schweiz

Die Folgen der Bevormundung der Menschen durch die rosa-grüne Linke zeigen sich auch drastisch in der Verkehrspolitik. „Ein absurder extremistischer Kreuzzug ist von rosa-grüner Seite im Gange, teilweise mit wohlwollender Unterstützung von Le Centre und der FDP“, sagte Nationalrat Walter Wobmann. „Temporeduktion, Abschaffung von Parkplätzen, Abschaffung von Fahrspuren, Verbot von Verbrennungsmotoren, unverschämte Überwachung und Bußgelder in Hülle und Fülle – das ganze Programm der rosa-grünen Linken“.

Fazit: Wenn es uns nicht gelingt, die rosa-grüne Politik zu stoppen, zerschlagen wir die Grundlagen einer prosperierenden Schweiz. Wir demolieren unseren Wohlstand, unsere Freiheit, unsere Sicherheit und unsere Unabhängigkeit. Die eidgenössischen Wahlen 2023 werden daher entscheidend sein. Die SVP geht das Wahljahr mit Energie und Kampfgeist an.

311 Delegierte und 65 Gäste nahmen an der Versammlung in Luzern teil.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei LES OBSERVATEURS, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


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Heiligabend 2022 in Stuttgart-Stammheim

Unter dem Motto „Niemand ist an Weihnachten allein“ zeigten am 24. 12.2022 ca. 100 Demonstranten vor dem Gefängnis Stuttgart-Stammheim in einer Mahnwache ihre Unterstützung für den Querdenken-Initiator Michael Ballweg, der seit einem halben Jahr dort unschuldig – so die feste Überzeugung seiner Verteidiger 1 – in Untersuchungshaft sitzt. Nachfolgend drucken wir die Rede des Arztes Dr. Thomas Külken ab, die er bei dieser Weihnachtsmahnwache für Michael Ballweg vor der JVA Stuttgart-Stammheim gehalten hat. 2

Unter anderem wurde auch eine Postkarte von Michael Ballweg an eine Teilnehmerin verlesen, in der seine tiefe christliche Überzeugung und seine seelische Verfassung zum Ausdruck kommt (hl):

Rede von Dr. Thomas Külken:

Liebe Mitmenschen, liebe Mit-Wächter auf dieser Mahnwache für Michael Ballweg – und für alle Opfer der gegenwärtig herrschenden Willkür – und Gesinnungs-Justiz!

Äußerer und innerer Winter

Der Winter mit seiner feindlichen Kälte und Dunkelheit – er taugt als Bild

Nir Shaviv – Die Sonne macht den Klimawandel

Wie die Erdsonne unser Klima steuert, erklären Nir Shaviv und Henrik Svensmark, die fast zeitgleich unabhängig voneinander den Svensmark-Shaviv-Folgeeffekt entdeckten, wie wir ihn bei EIKE bezeichnen: Die kosmische Hintergrundstrahlung, Überbleibsel von Supernovae, trifft auf die obere Atmosphäre des Planeten und erzeugt so über einen komplizierten Prozeß Wolkenkeime.

Die Partikel – Strahlung der Erdsonne (verantwortlich u.a. für die Polarlichter) verdrängt nun einen Teil dieser kosmischen Partikel, was im Extremfall, nach einem coronaren Ausbruch, seit den 1950ern als Forbush-Effekt bekannt ist. Die Sonne bewirkt auf diese Weise – je nach momentaner eigener Strahlungsstärke – dass sich die Wolkenbedeckung durch Verminderung der Zahl der zu ihrer Bildung benötigten Keime vermindert.

Ergebnis, der genannte Folgeeffekt: Weniger Wolken reflektieren weniger Sonnenstrahlung zurück ins All, und so heizt sich die Atmosphäre auf.

Was man von Balzac über Journalismus lernen kann

Was man von Balzac über Journalismus lernen kann

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Wer sich für eine Geschichte über einen sozialen Aufsteiger und die inneren Mechanismen des Journalismus’ interessiert, dem empfiehlt unser Autor Udo Brandes den Roman „Verlorene Illusionen“ von Honoré de Balzac oder die in Kürze im Kino startende Verfilmung des Romans. Die Handlung spielt zwar vor etwas über 200 Jahren. Aber man kann aus diesem Roman durchaus etwas über die moderne Gesellschaft und den Journalismus lernen. Denn Balzac war ein genialer wie unbestechlicher Analytiker der Gesellschaft und der menschlichen Seele.

Wer war Honoré de Balzac?

Honoré de Balzac wurde am 20. Mai 1799 in Tours geboren und starb relativ jung im Alter von 51 Jahren. In diesen 51 Jahren Lebenszeit schuf er ein riesiges Werk von 91 Romanen und Erzählungen. Sein Lebensziel war es, die „Menschliche Komödie“ zu beschreiben. Anders ausgedrückt: Er wollte ein Sittengemälde der französischen Gesellschaft seiner Zeit erschaffen. Und das ist ihm mit Sicherheit auch gelungen. Balzac gilt nach wie vor als ein Schriftsteller, der Weltliteratur geschaffen hat. Sein früher Tod ist wahrscheinlich durch seinen Lebensstil bedingt. Er betrieb Raubbau an Körper und Seele. Obwohl einer der Bestverdiener seiner Branche, war er stets in Geldnot und hatte hohe Schulden, da er extrem verschwenderisch lebte und den Luxus liebte. So musste er sich bisweilen vor seinen Gläubigern verstecken. Er begann seine Arbeit nachts um ein Uhr, eingewickelt in eine Decke. Um wach zu bleiben konsumierte er täglich bis zu 50 Tassen Kaffee. Und wenn ihm mal einfach nichts einfallen wollte, dann soll er auch schon mal zum Opium gegriffen haben, um Einfälle zu bekommen. Neben seiner Schriftstellerei arbeitete Balzac auch als Journalist unter verschiedenen Pseudonymen und hatte keine Skrupel, seine eigenen Romane unter anderem Namen zu rezensieren.

Warum Zeitungen plötzlich Schriftsteller brauchten – die Erfindung des Feuilletons

Ungefähr nach dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts begann sich der Literaturmarkt zu verändern. Wurden Romane bis dato in speziellen Zeitschriften und auch in Form von Büchern gedruckt, bekam die Literatur um diese Zeit auch einen Absatzmarkt in der Tageszeitung. Dies hing mit einer Innovation zusammen, die von der Tageszeitung „La Presse“ angestoßen wurde. Deren Herausgeber Giradin senkte den Abonnementpreis um 50 Prozent und erfand gleichzeitig das kostenpflichtige Werbeinserat, was zukünftig dann zur Haupteinnahmequelle für Zeitungen und Zeitschriften wurde. Die Tageszeitungen konnten durch den verbilligten Abonnementpreis ihre Auflage enorm steigern. Der schon verstorbene Schriftsteller Wolfgang Pohrt schreibt dazu in seinem Band „Honoré de Balzac. Der Geheimagent der Unzufriedenheit“ Folgendes:

Weil der Erlös aus dem Anzeigengeschäft aber unmittelbar von der Auflagenhöhe abhing, brauchte die Tageszeitung eine von den Zufällen der Nachrichtenbörse unabhängige Publikumsattraktion, welche für hohen und regelmäßigen Absatz dergestalt sorgte, dass sie die Leser dauerhaft an ein bestimmtes Blatt zu binden verstand. Diese Publikumsattraktion, welche die Verkaufsauflage einer Tageszeitung unabhängig von den sensationellen oder langweiligen Nachrichten des Tages und damit kalkulierbar machte, war der Feuilletonroman. Auch wenn sich auf der Welt absolut nichts Berichtenswertes ereignen wollte, war man gezwungen, die Tageszeitung zu kaufen, um nicht die tägliche Fortsetzung zu verpassen“ (Pohrt, S. 14).

Ein schillernder Charakter und Schrecken der Schriftsetzer

Balzac war ein schillernder Charakter, der selbst in seinen Romanen hätte auftreten können. Als Journalist war er völlig prinzipienlos und schrieb für jeden, der gut zahlte. Wolfgang Pohrt beschreibt dies in seinem Band über Balzac so:

Mit seinem Ehrenkodex vereinbar war, gleichzeitig die Regierung und die Opposition mit gefälligen Artikeln zu beliefern oder, wurde der Druck der Gläubiger zu groß, sich von abenteuerlichen Spekulationsgeschäften, etwa von einer Annanaskultur nahe Paris oder der Ausbeutung sardischer Silberminen ein großes Vermögen zu erhoffen“ (Pohrt S. 27).

Aber wenn es um seine Romanmanuskripte ging, war dies anders. Und hier wird ein interessanter Widerspruch in Balzacs Charakter deutlich: Balzac war einerseits ein ehrgeiziger Aufsteiger, der sich nach Geld, Ruhm und Ansehen sehnte und verzehrte. Er war also alles andere als ein Feind des Establishments seiner Zeit. Ganz im Gegenteil: Er tat alles, um dort dazuzugehören. Dies aber hielt ihn nicht davon ab, die Gesellschaft seiner Zeit mit all ihren hässlichen Seiten gnadenlos präzise zu porträtieren durch die Charaktere und Handlungen seiner Romane. Obwohl für ihn die Schriftstellerei ein Geschäft war, mit dem er unbedingt viel Geld verdienen wollte, und obwohl er als Journalist völlig prinzipienlos war, war er doch unbestechlich, wenn es um die Qualität seiner literarischen Texte ging:

Wie später Proust, so musste Balzac damals, als es noch keine Schreibmaschinen gab, der Schrecken aller Schriftsetzer gewesen sein. Den ersten Fahnenabzug behandelte er als Rohmanuskript, und die Änderungen und Ergänzungen, die er darauf anbrachte, waren oft umfangreicher als der gedruckte Text. Mindestens vier und bis zu sieben Fahnenabzüge waren nötig, ehe Balzac seine Manuskripte für den Druck freigab“ (Wolfgang Pohrt S. 25-26).

Verlorene Illusionen“ – Balzacs Roman über einen sozialen Aufsteiger und die Journalistenbranche

Dieser Roman spielt zu Beginn in der Provinz, in der Ortschaft Angouleme im Jahr 1821. Die zentrale Figur ist der auffallend attraktive junge Mann Lucien Chardon. Er ist der Sohn eines kleinbürgerlichen Apothekers und einer Hebamme, die dem altehrwürdigen Geschlecht der de Rubempré entstammt. Sie hat den Apotheker geheiratet, weil er sie durch eine Falschaussage vor dem Schafott gerettet hat. Als der Apotheker stirbt, verarmt die Familie. Lucien geht schließlich nach Paris, um sein schriftstellerisches Talent für eine Karriere zu nutzen. Aber daraus wird erstmal nichts. Durch Kontakte gelingt ihm aber der Einstieg in den Journalismus; er wird Redakteur bei einer liberalen Zeitung. Er hat ein großes Talent und ist schnell sehr erfolgreich mit seinen Artikeln. Und er hat einen Lehrmeister namens Etienne Lousteau, der mit allen Wasser gewaschen ist. Ich kann an dieser Stelle die komplexe Geschichte des Romans nicht vollständig zusammenfassen. Wichtig ist hier nur so viel: Lucien wechselt schließlich journalistisch die Seiten, von seinem liberalen Blatt zu einem royalistischen Blatt und geht dabei einer Intrige auf den Leim. Er scheitert total und muss Paris verlassen.

Aber wir treiben doch mit unseren Phrasen Handel und leben von diesem Geschäft.“

Das Interessante an diesem Roman aus heutiger Sicht ist, dass Balzac hier den journalistischen Betrieb seiner Zeit mit dem Wissen eines Insiders schildert. Und man darf getrost davon ausgehen: Der Journalismus funktioniert heute auch nicht wesentlich anders. So wie Balzac den Journalismus schildert, geht es darin nie um die Wahrheit, sondern in allererster Linie um das Geldverdienen, um Macht und das Protegieren oder Bekämpfen bestimmter Interessen. Ich schrieb weiter oben: Balzac hatte als Journalist keinerlei Skrupel, wenn es um das Geldverdienen oder Protegieren seiner eigenen Werke ging. Aber als Schriftsteller, der die „Menschliche Komödie“ beschreiben wollte, war er unbestechlich. Er beschrieb die Korruptheit seiner Branche gnadenlos realitätsgetreu. Wolfgang Pohrt hat dies in seinem schon genannten Werk über Balzac wunderbar beschrieben. Lucien, der inzwischen wieder den Geburtsnamen seiner Mutter (de Rubempré) angenommen hat, um seine adelige Herkunft herauszustellen,

soll ein Buch verreißen, welches ihm besonders gut gefällt und außerdem unter allen Journalisten für hervorragend gilt. Ratlos wendet er sich an seinen Kollegen Lousteau, und Lousteau entwickelt aus dem Stegreif die für den Verriss notwendigen Argumente. Mühelos, nebenbei, gleichsam mit wegwerfender Handbewegung erfindet der ausgekochte Journalist zusammen mit den Begriffen Ideen-Literatur und Imaginationsliteratur ein stimmiges kategoriales System, um welches ihn jeder Universitätsprofessor beneiden würde, und welches für Lousteau selbst doch nicht mehr bedeutet als eine nützliche Waffe im journalistischen Dschungelkrieg, die vielleicht schon morgen stumpf sein wird, und auf die er dann lachend verzichtet. Am Ende von Lousteuas kleinem Vortrag ist de Rubempré, der sich nur ein paar taktische Ratschläge holen wollte, restlost überzeugt“ (Pohrt, S. 88).

Balzac beschreibt dann Lucien de Rubemprés Reaktion:

Verblüfft hörte Lucien Loussteau zu; bei den Worten des Journalisten fiel es ihm wie Schuppen von den Augen, und er entdeckte Erkenntnisse über die Literatur, von denen er sich nie hatte träumen lassen. ‚Aber was du sagst‘, rief er, ist überaus vernünftig und zutreffend’“ (Honoré de Balzac; Verlorene Illusionen, S. 445).

Aber die Pointe kommt erst jetzt. Später ändert sich die Geschäftspolitik des Verlegers. Jetzt soll Lucien de Rubempré dasselbe Buch, das er verrissen hat, überschwenglich loben. Er gesteht den Kollegen seine Ratlosigkeit. Sie werden ihm helfen, aber vorher machen sie sich über ihn lustig. Der Journalist Vernou sagt spöttisch zu Lucien: (Ich zitiere jetzt die Übersetzung, die Wolfgang Pohrt verwendet hat, weil sie sprachlich eingängiger ist):

Du denkst also, wie du geschrieben hast? Aber wir treiben doch mit unseren Phrasen Handel und leben von diesem Geschäft.“ (Pohrt, S. 89).

Pohrts Kommentar dazu:

So würde heute kein verantwortungsbewusster Redakteur mehr scherzen mögen, aus dem einfachen Grund, dass der Scherz die volle, reine, ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit wäre“ (Pohrt, S. 89).

Das muss man dann wohl Dialektik nennen. Denn der Essay von Wolfgang Pohrt, dem dieses Zitat entnommen ist, wurde 1981 im SFB (Sender Freies Berlin) unter dem Titel „Halbwelt und Journalismus“ gesendet. Offensichtlich war die Branche in der damaligen Zeit, was Pluralismus und Meinungsfreiheit angeht, tatsächlich noch weltoffen, was heute im pseudolinksliberalen Medienmilieu gerne als Haltung in Anspruch genommen wird, aber tatsächlich nicht praktiziert wird. Wer andere Meinungen als das „linksliberale“ Medienmilieu vertritt, vertritt heutzutage keine andere Meinung mehr, sondern ist moralisch minderwertig. Man spricht dann allerdings nicht von „bösen“ Menschen, sondern von Verschwörungstheoretikern, Schwurblern, Rassisten, Nazis usw. Gemeint ist aber „böse“ oder „moralisch inakzeptabel“.

Journalismus findet nicht im luftleeren Raum statt

Was mir sowohl bei Balzac wie bei Pohrt so gut gefällt, ist, dass sie beide die Gesellschaft und die journalistische Branche sehen und darstellen, wie sie ist. Wie der Titel schon sagt: „Verlorene Illusionen“. Journalismus ist ein Geschäft. Bei den großen Konzernmedien geht es nicht um Wahrheit und objektive Erkenntnis, sondern zum einen darum, Storys zu verkaufen, (was letztlich auch für die öffentlich-rechtlichen Konzernmedien gilt. Nicht ohne Grund orientieren diese ihr Programm an Quotenerfolgen).

Und zum anderen findet Journalismus nicht im luftleeren Raum statt. Jedes Medium steht für bestimmte Interessen und Weltanschauungen. Das an sich ist gar nicht das Problem. Auch die NachDenkSeiten betrachten die Welt aus einer bestimmten Perspektive. Würde ich auf die Idee kommen, den NachDenkSeiten eine Laudatio auf Friedrich Merz anzubieten, würde mich die Redaktion wahrscheinlich fragen, was ich denn zum Frühstück für ein fürchterliches Kraut geraucht habe. Mit anderen Worten: Dass Journalisten die Welt aus einer bestimmten Perspektive beschreiben, ist für eine Demokratie noch kein Problem. Sondern die fehlende Transparenz. Wenn Medien also behaupten, neutral und objektiv zu sein, was sie natürlich nicht sind. Oder haben Sie mal einen Zeitungsbericht gelesen, in dem die jahrelange Ausbeutung der Zusteller beklagt wurde? Oder dass große Medienkonzerne höhere Unternehmenssteuern fordern? Wohl kaum. Weil damit die wirtschaftlichen Interessen der Eigentümer berührt wären. Deshalb sind Journalisten bei großen Konzernmedien auch nicht so frei, wie sie vorgeben oder auch selber glauben, weil sie sich Illusionen machen.

Noch schlimmer wird das Ganze dadurch, dass es innerhalb der Konzernmedienlandschaft nur noch einen kleinen Meinungskorridor gibt, der penibel überwacht wird, wie früher die deutsch-deutsche Grenze. Wer sich die Freiheit „anmaßt“, eine andere Meinung zu haben, wird schnell diffamiert und ausgegrenzt. Wie zum Beispiel die Bürger, die gegen die Corona-Politik der Regierung demonstrierten. Als chinesische Bürger das Gleiche taten, wurden diese allerdings von den großen Konzernmedien nicht als „Querdenker“ oder „Schwurbler“ diffamiert, sondern als demokratische Freiheitshelden gefeiert. Mit anderen Worten: Viele Journalisten sind ausgesprochen flexibel bei ihren Maßstäben, mit denen sie ein Ereignis oder einen Sachverhalt beurteilen. Ein und dasselbe ist einmal gut, und einmal böse. Je nach Opportunität. Was sagte der Journalist Vernou in Balzacs Roman doch gleich zu Lucien de Rubempré?

Du denkst also, wie du geschrieben hast? Aber wir treiben doch mit unseren Phrasen Handel und leben von diesem Geschäft.“

Wer die anspruchsvolle schöne Literatur liebt und politisch interessiert ist, dem empfehle ich die Lektüre von Balzacs Roman Verlorene Illusionen. Allerdings muss ich auf eines hinweisen: Der Roman ist mit Anmerkungen 960 Seiten lang und keine ganz einfache Lektüre. Man braucht schon eine gewisse Energie als Leser. Aber es gibt in Kürze eine schöne Alternative: Am 22. Dezember startet eine neue Verfilmung des Romans unter dem selben Titel („Verlorene Illusionen“). Hier der Link zum Trailer auf youtube.

Honoré de Balzac: Verlorene Illusionen, dtv-Taschenbuch 2017, 960 Seiten, 18,90 Euro.

Wolfgang Pohrt: Honoré de Balzac. Der Geheimagent der Unzufriedenheit, Edition Tiamat 2018, 18,00 Euro.

2023: Die Deutschen erwarten nicht viel Gutes vom neuen Jahr!

Die Deutschen blicken mit wenig Hoffnung und Zuversicht auf 2023! Eine Mehrheit rechnet nach übereinstimmenden Meinungsumfragen mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Die wenigsten erwarten ein Ende der Horror-Inflation.

Rückblickend sagen knapp acht von zehn Deutschen (78 Prozent), dass das Jahr 2022 ein schlechtes Jahr für Deutschland war, wie das Markt- und Meinungsforschungsinstitut „Ipsos“ ermittelte. Nur jeder zweite Bundesbürger (52 Prozent) glaubt demnach, dass das Jahr 2023 für ihn persönlich besser wird als 2022. Damit blicken die Deutschen im internationalen Vergleich insgesamt eher pessimistisch auf die kommenden zwölf Monate.

„Absturz der Zuversicht“

An ein „glückliches neues Jahr“ jedenfalls glauben nach Angaben des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski aktuell nur wenige Menschen in Deutschland. „Ipsos“ zufolge bejahten lediglich 35 Prozent der repräsentativ Befragten die Aussage: „Dem kommenden Jahr gehe ich mit großer Zuversicht und Optimismus entgegen. Ich erwarte bessere Zeiten.“ Opaschowski spricht von einem „Absturz der Zuversicht“.

Nicht nur die Weltwirtschaftsentwicklung wird mehrheitlich negativ eingeschätzt. Vor allem für das eigene Land erwarten die Deutschen ein schwieriges Wirtschaftsjahr 2023, wie aus mehreren Umfragen übereinstimmend hervorgeht. 

So halten es sieben von zehn Bundesbürgern für wahrscheinlich, dass die Arbeitslosenquote im kommenden Jahr steigen wird. 

Mehr als drei Viertel der Deutschen rechnen zudem im Jahr 2023 mit höheren Inflationswerten als im laufenden Jahr. 

Eine überwältigende Mehrheit von 83 Prozent hält es für wahrscheinlich, dass die Preise 2023 schneller steigen werden als die Einkommen hierzulande. 

Ende 2023 werde Deutschland wirtschaftlich sogar noch schlechter dastehen, glauben 81 Prozent.

Besonders alarmierend: Eine Mehrheit der Befragten glaubt auch für die überschaubare Zukunft an keine durchgreifende Besserung bei den Energiepreisen und der allgemeinen Preisentwicklung. 

Mit Blick auf die nächsten drei Jahre erwartet die Mehrheit der Befragten eine weiter steigende (35 Prozent) oder gleichbleibend hohe (24 Prozent) Inflation.

Vertrauen in die Altparteien schwindet

Gleichzeitig schwindet das Vertrauen in Regierende und Parlamente – trotz aller Durchhalte-Appelle des System-Notars, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier („gemeinsam kommen WIR durch diese Zeit“). Wobei man sich wieder einmal fragt, wer ist eigentlich „Wir“? Sei’s drum:

86 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass die Politiker 2023 erneut an Zustimmung verlieren werden. 

Auch Deutschlands Unternehmer blicken laut einer Umfrage des Warenkreditversicherers Atradius besorgt auf 2023. 

48 Prozent der befragten Firmen rechnen mit einer wirtschaftlichen Stagnation im kommenden Jahr. 44 Prozent stellten sich auf eine Rezession ein, hier insbesondere in den Branchen Bau, Chemie, Metall und Landwirtschaft.

FAZIT: Das alte Jahr geht – die Sorgen bleiben!

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Newsguard: Dieses junge Mädchen unterdrückt im Auftrag der US-Geheimdienste die Wahrheit

Newsguard: Dieses junge Mädchen unterdrückt im Auftrag der US-Geheimdienste die Wahrheit

Alle Systemmedien zitieren den Bericht von Newsguard, einer dubiosen US-Geheimdienst-nahen Seite mit fragwürdiger Finanzierung. Mit viel Humor kann man darüber lachen, denn die seriöseste Seite im deutschsprachigen Netz wäre ausgerechnet der CIA-nahe Relotius-Spiegel. Freie Medien werden hingegen herabgewürdigt, Report24 landete auf der “Liste der Bösen” auf dem respektablen Platz 4. Neben der guten Werbung für unser Medium ist vielen klar: Man muss die Listen der “Guten” und der “Bösen” nur vertauschen, dann weiß man, was man lesen sollte.

Ein Kommentar von Florian Machl

Es ist an der Zeit, die Zensoren vor den Vorhang zu holen, die selbstgerecht glauben, für den Rest der Menschheit über Wahrheit und “Fake News” bestimmen zu dürfen. Wer sind die Gesichter, die für das betreute Denken zuständig sind? Im Fall von Report24.news ist es ein junges Mädchen namens Roberta Schmid. Wie so viele Zensoren aus der linksliberalen Meinungsblase, die das betreute Denken überwachen, denkt sie, tun und lassen zu können was sie möchte – ungeachtet dessen, was Menschenrechte, Grundrechte und Verfassungen zum Thema Presse- und Meinungsfreiheit vorsehen. Diese Menschen wähnen sich in einem heiligen Kampf und glauben eine einzige und alleinige Wahrheit für sich gepachtet zu haben.

Studiert man ihre Spuren im Netz, findet man ein unbedarftes und ersichtlich linksalternatives Mädchen, das vor relativ kurzer Zeit aus der “Ausbildung” gepurzelt ist. Der journalistische Ansatz nach Schulabschluss im Jahr 2014 war:

We are two young girls who want to travel the world and show our experiences. We finished school in 2014 and now we want to find ourselves. It is about lifestyle, travelling, fashion and more.

Wir sind zwei junge Mädchen, die die Welt bereisen und unsere Erfahrungen zeigen wollen. Wir haben 2014 die Schule abgeschlossen und wollen uns nun selbst finden. Es geht um Lifestyle, Reisen, Mode und mehr.

WordPress, peopleareforpeace

Der Hintergrund der Dame, die sich für klüger hält als internationale, lebenslang erfahrene Experten: Politikwissenschaften, Soziologie und Kommunikationswissenschaften – also keinerlei Plan von Medizin, Naturwissenschaft oder generell irgendeiner Wissenschaft der harten Fakten.

Doch auf Basis ihrer “Arbeit” wurden soeben alle deutschsprachigen Medien bewertet. Die Folge ist auch, dass den “unwerten Medien” die Werbeverträge gekappt und die Existenz der Mitarbeiter so gut wie möglich vernichtet wird. Hier die bezeichnenden Listen der “Guten und Bösen” nach Sicht von Roberta, somit Newsguard und somit der US-Geheimdienste und der NATO:

Hier sind die “Bösen”

1. EpochTimes.de

2. DE.RT.com

3. Achgut.com

4. Report24.news

5. Journalistenwatch.com

6. Unzensuriert.at

7. Wochenblick.at

8. Contra24.online

9. Rubikon.news

10. PI-News.net

Das sind die “Guten”

1. Spiegel.de

2. Faz.net

3. Web.de

4. Kreiszeitung.de

5. RP-Online.de

6. BR.de

7. Sueddeutsche.de

8. Tz.de

9. Merkur.de

10. GMX.net

Man suhlt sich bei Newsguard derart in Selbstgerechtigkeit, dass man in der Begründung für die Reihung von Report24 auf Platz 4 der angeblich unzuverlässigsten Medien im deutschsprachigen Raum wörtlich anführt:

In einer E-Mail an NewsGuard vom Dezember 2022 kritisierte Florian Machl, der Chefredakteur der Webseite, NewsGuard dafür, “die Menschen der Welt davon abzuhalten, die Wahrheit” über die Gefahren der COVID-19-Impfstoffe zu erfahren.

Die kleine Roberta bemüht sich freilich schon seit dem Entstehen von Report24 um eine Brieffreundschaft mit mir. Welche Qualifikation sie aufweist, um über medizinische Themen endgültig zu urteilen, wollte sie nie verraten. Ebensowenig, wer ihr Denunziations-Netzwerk namens Newsguard eigentlich finanziert.

Die Hintergründe und die Finanzierung haben sich echte Journalisten bei Heise schon früh, im Jahr 2019 angesehen. Der Titel spricht bereits Bände: NewsGuard: Dubiose US-Firma spielt Medienwächter.

Mit der Transparenz, die NewsGuard von Nachrichtenseiten einfordert, nimmt es das Start-up selbst nicht so genau: Finanzielle Unterstützung gewähren neben Microsoft weitere nicht genannte Stiftungen und Investoren. Zahlen sollen künftig vor allem Werbefirmen, die ihre Online-Reklame nicht neben fragwürdigen oder gar terroristischen Inhalten wiederfinden möchten. Für die bewerteten Webseiten birgt das im Umkehrschluss die Gefahr, Werbeeinnahmen zu verlieren, sollten sie von NewsGuard kein grünes Häkchen bekommen.

Die politische Ausrichtung von NewsGuard spiegelt sich in dessen Advisory Board wider. Hier finden sich illustre Leute wie der ehemalige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen, der frühere CIA-Direktor und einstige NSA-Chef General Michael Hayden, George W. Bushs Homeland-Security-Minister Tom Ridge sowie Elise Jordan, ehemalige Redenschreiberin von Condoleezza Rice – Personen, die bislang nicht als journalistische Tugendwächter aufgefallen sind, sondern als Spezialisten für militärische Aufgaben und die nationale Sicherheit der USA.

Heise.de in ihrer Analyse von Newsguard

Mit der Analyse von Heise wird auch klar, dass es sich bei Newsguard um ein Tarnprojekt amerikanischer Geheimdienste und der NATO handelt. Damit soll Zensur ausgeübt werden, Medien die nicht mitspielen und gehorchen wird über die Hintertür der Geldhahn abgedreht. Dazu schickt man Mädchen wie Roberta Schmid vor, die mit freundlichem Gesichtchen das tun, was zu Zeiten der schlimmsten Diktaturen schon immer üblich war: Unterdrücken, Ausgrenzen letztendlich auch vernichten.

In Folge möchten wir Ihnen unseren Antwortbrief auf die anmaßende Anfrage im Befehlston durch Roberta Schmid nahebringen.

Ach liebe Roberta,

ich kann mich gar nicht erinnern, dass Sie mir, wie vor zwei Jahren besprochen, ausführliche Unterlagen über Eigentümer und Finanzverhältnisse Ihrer Plattform geliefert haben.

Das ist mir wahrscheinlich entgangen.

Schlafen Sie gut und betrachten Sie sich täglich im Spiegel, um festzustellen, welch guter Mensch Sie sind. Und wenn rund um Sie Menschen plötzlich und unerwartet an Herzinfarkten und Hirnschlägen tot umfallen, Lähmungen erleiden, an Krebs erkranken oder vergleichsweise “harmlose” Ausbrüche von Herpes und anderen Viren erleben – denken Sie daran: Sie tun ganz besonders Gutes, indem Sie Ihren Teil dazu beitragen, die Menschen der Welt davon abzuhalten, die Wahrheit zu erfahren. Auf gar keinen Fall sind Sie Beitragstäter. Nehmen Sie das Geld der “Philantropen” für Ihre “Arbeit”, genießen Sie es, Sie haben es sich redlich verdient. Und falls Sie dereinst die Gerechtigkeit ereilt, wie im Fall der 97-jährigen Irmgard F. – zumindest bis dahin haben Sie gut geschlafen.

Nachdenkliche Grüße
Florian Machl

Spannend ist im Übrigen stets auch die Vernetzung dieser Leute – und auch da stößt man auf viele Bekannte. So durfte sich Roberta bereits im Glanz globaler Spieler sonnen – auf einer Großveranstaltung von Microsoft, Bill Gates lässt grüßen. Neben ihr am Podium saßen diese Spießgesellen – man könnte sagen, die üblichen Verdächtigen, wenn es von linksliberaler Seite aus gegen Meinungsfreiheit geht. Es drängt sich der Verdacht auf, dass so manche Marionette der US-Globalisten noch gar nicht verstanden hat, was er da eigentlich macht – während man ihm einredet, zu den “Guten” zu gehören:

Panel I – Wehrhafte Demokratie? Desinformation und wie wir uns dagegen verteidigen.
Impuls aus Sicht der Medienaufsicht:

Dr. Marco Holtz | Stv. Direktor, Medienanstalt Berlin Brandenburg

Ann Cathrin Riedel | Vorsitzende LOAD e.V.

Sarah Thust | Faktencheckerin, CORRECTIV – Recherchen für die Gesellschaft gGmbH

Roberta Schmid | Managing Editor & Vice President Partnerships, Germany | NewsGuard Technologies GmbH

Renate Künast, MdB | Mitglied im Rechtsausschuss und im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft

Microsoft ist ganz eng mit Newsguard verzahnt, der von nicht vielen Usern geliebte Browser “Edge” nutzt die Bewertungen standardmäßig. Es ist nur ein kleiner Schritt, um dort ganz abgedreht zu werden, wenn man Menschen wie Roberta Schmid nicht zu Gesicht steht. Nachdem auch mit Google eng kooperiert wird, kann man bereits die Minuten zählen, bis die totale Online-Zensur real wird.

Michael Ballweg seit sechs Monaten in Untersuchungshaft

Michael Ballweg seit sechs Monaten in Untersuchungshaft

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Von DR. ALEXANDER CHRIST* (Rechtsanwalt von Michael Ballweg) | Am […] 29. Dezember befindet sich Michael Ballweg nunmehr seit sechs Monate in Untersuchungshaft. Aus Sicht der Verteidigung nach wie vor zu Unrecht. Sämtlicher bisheriger Vortrag des Verteidigerteams hat bisher dazu geführt, daß wesentliche Teile des Vorwurfskonstruktes der Staatsanwaltschaft Stuttgart in sich zusammengefallen sind. Während der […]

Rechtsanwältin Holzeisen: Totalausfall der Justiz bei Corona-Impfungen unverzeihlich

Rechtsanwältin Holzeisen: Totalausfall der Justiz bei Corona-Impfungen unverzeihlich

Die bekannte Südtiroler Widerstandskämpferin, Rechtsanwältin DDr. Renate Holzeisen stellt in einem offenen Brief auf Telegram klar: Die Justiz hat sich zu Exekutoren einer menschenverachtenden Maßnahme degradieren lassen. Das Funktionieren der Rechtsstaaten ist in Frage gestellt.

Offener Brief von Renate Holzeisen, erschienen auf Telegram

Exakt seit zwei Jahren ist das größte Verbrechen gegen die Menschlichkeit nach dem Zweiten Weltkrieg vor den Augen – rectius mit Hilfe der „Justiz“ – im Gange. Was für ein schrecklicher Jahrestag!

Exakt vor zwei Jahren, am 27. Dezember 2020, hat mit den ersten Injektionen der sog. COVID-19-„Impfungen“, das größte Verbrechen gegen die Menschlichkeit seit dem Zweiten Weltkrieg begonnen.
Und zwei Jahre danach geht dieses Verbrechen weiter, weil die Verantwortlichen der Justiz, – äußerst wenige ausgenommen – NICHTS, aber auch gar Nichts gemacht haben, um dieses Verbrechen zu stoppen.

Zahlreiche Menschen starben

Im Gegenteil, sie haben sich zu miserablen Exekutoren einer menschenverachtenden Maßnahme gemacht
(der experimentellen auf Gentechnik beruhenden Injektion, die unkontrollierbar und für einen unbestimmten Zeitraum im gesamten Körper die Produktion eines höchst gefährlichen Toxins, des Spike-Proteins hervorruft, und damit schwerste, auch erst nach vielen Monaten bemerkbar werdende Verletzungen und Tod verursacht), die seit Ende Dezember 2020 (die ersten Opfer waren die Bewohner der Altenheime, die in manchen Heimen, nach der Injektion, in Gruppen verstarben!)
einer enormen ständig wachsenden Anzahl von Bürgern (darunter Jugendliche und Kinder) die Gesundheit und das Leben gekostet hat und, leider, weiterhin kosten wird.

Dieser Totalausfall der „Justiz“ ist unverzeihlich!

Als Mitglied der „Justiz“, das ich als Rechtsanwältin bin, kann ich zunehmend nur mehr tiefste Verachtung für jene empfinden, die nicht nur die Möglichkeit, sondern vor allem die klare institutionelle und persönliche, ihnen vom Gesetzgeber (allen voran vom Verfassungsgesetzgeber) auferlegte Pflicht hatten (und nach wie vor haben) zu intervenieren!

Die systematische und nachhaltige Verletzung der eigenen institutionellen, und für das Funktionieren eines die Menschenrechte garantierenden Rechtsstaates unabdingbaren Pflichten, ist besonders gravierend und unverzeihlich!

Leider werden die Vertreter der „Justiz“, so wie die „Ärzte“, einmal mehr als aktive und/oder passive Kollaborateure eines menschenverachtenden autoritären Regimes, das des Massenmordes schuldig ist, in die Geschichte eingehen.

Bozen/Italien 27.12 2022
RA DDr. Renate Holzeisen

Neue schockierende Studie: So zerstört die Covid-Impfung das Immunsystem

Neue schockierende Studie: So zerstört die Covid-Impfung das Immunsystem

Eine neue Studie zur Immunreaktion verdeutlicht, dass frühere Beobachtungen zur Schwächung des Immunsystems durch die experimentellen Covid-Impfstoffe richtig liegen. Denn alles deutet auf massive negative Auswirkungen hin. Diese Vakzine zerstören die antiviralen Antikörper!

Das ständige Mantra von “die Impfstoffe sind gut, sicher und wirken” erhält immer mehr Kratzer. Nun auch durch eine weitere Studie, die sich auf die Auswirkungen dieser experimentellen Vakzine auf das menschliche Immunsystem konzentriert. Das auf dem Fachportal “Science” publizierte Papier bestätigt die Befürchtungen vieler Ärzte und Wissenschaftler, dass diese Impfstoffe mehr Schaden als Nutzen haben. Auch bestätigt diese Studie frühere Studien zu den negativen Auswirkungen der Genspritzen auf das menschliche Immunsystem.

So zeigen die Daten dieser Studie, dass diese Vakzine offensichtlich die Produktion eines bestimmten Typs von Immunglobulin-Antikörpern (IgG) anregt – und zwar des Subtyps IgG4. Dieser Subtyp macht normalerweise weniger als 5 Prozent der IgG-Antikörper im Körper aus. Allerdings vervierfachte sich dieser Wert nach der dritten Impfdosis bereits auf 20 Prozent. Bei einer Reinfektion explodierte der Anteil dieses Subtyps dann sogar auf die Hälfte aller Antikörper. Das heißt: es gab eine Verzehnfachung.

Was sich auf den ersten Blick wie eine gute Nachricht anhört, stellt sich auf dem zweiten Blick etwas anders dar. Denn IgG4 ist nicht zur Bekämpfung von Viren und Bakterien da. Vielmehr spielt dieser Subtyp in Bezug auf Allergene eine große Rolle. Diese Antikörper helfen beispielsweise dabei, Allergien zu vermeiden. Im Grunde genommen sorgen sie für eine größere Toleranz. Im Falle der IgG4-Explosion nach den umstrittenen Covid-Impfungen würde dies theoretisch heißen, dass das menschliche Immunsystem dadurch das Coronavirus nicht mehr als Bedrohung empfindet (also eine Toleranz entwickelt), was die Wahrscheinlichkeit von Infektionen (es reicht schon eine geringe Virenlast aus) und auch Erkrankungen infolge dessen erhöht.

Doch das ist nicht die einzige Entdeckung dieser Studie. So sinkt das Niveau des Subtyps IgG3, welches die wichtigste Rolle bei der Bekämpfung von viralen Infektionen spielt, durch diese Impfungen deutlich ab. Nach der dritten Injektion wird es diesbezüglich besonders schlimm: 180 Tage (also gut ein halbes Jahr) nach der dritten Injektion verschwinden die IgG3-Antikörper komplett. Das heißt aber auch: das menschliche Immunsystem verliert generell wichtige Abwehrfunktionen in Bezug auf virale und bakterielle Infektionen. Etwas, auf das beispielsweise Florian Schilling bereits vor Monaten hinwies. Und es ist (noch) nicht klar, wie lange es dauert, bis sich das menschliche Immunsystem davon wieder erholt.

Auf jeden Fall zeigen die aktuelle Studienergebnisse, dass es unbedingt umfangreichere Untersuchungen dazu geben muss. Denn eine solche Schwächung des menschlichen Immunsystems gegen virale und bakterielle Infektionen stellen eine große Gefahr für die Bevölkerung dar. Die Menschen werden immer anfälliger für Infektionen, die ansonsten eigentlich völlig harmlos sind. Die aktuellen Wellen bei den RSV-Erkrankungen und die erhöhte Übersterblichkeit zeigen, wie schlecht es mittlerweile um die Immunsysteme der Menschen steht.

Klaus Schwab spricht darüber, wie er die Bildung „revolutionieren“ wird, Musk antwortet

Es ist ein Video aufgetaucht, in dem Klaus Schwab über die globale Bildungsinitiative des Weltwirtschaftsforums spricht. An diesem Projekt sind Cisco und „fast alle großen Namen“ beteiligt, sagte Schwab auf einer Tagung der Foreign Policy Association am 17. April 2008.

„Wir versuchen, das Bildungssystem in Jordanien, Ägypten und Burundi zu revolutionieren, indem wir mit den lokalen Behörden zusammenarbeiten“, fuhr er fort. „Wir arbeiten auch mit der UNESCO zusammen, nicht nur um die Schulen auszustatten, sondern auch um die Lehrer umzuschulen und einen neuen Lehrplan anzubieten.“

Klaus Schwab :

“our education initiative… we have Cisco… and practically all the big names… we will revolutionize education…we will retrain the teachers… we will put a new curriculum in place”

… so that we can indoctrinate the children with our ideology at an early age… pic.twitter.com/PPSMIA1d5m

— Wall Street Silver (@WallStreetSilv) December 28, 2022

Wir begleiten diese Unternehmen, betonte Schwab. „Wir sind von Anfang bis Ende an der Initiative beteiligt“.

Auf diese Weise können die Kinder von klein auf mit der Ideologie des WEF indoktriniert werden. Schwab dringt also nicht nur in die Kabinette, sondern auch in die Schulen ein.

Das Video erregte die Aufmerksamkeit von Twitter-Chef Elon Musk. Der antwortete: „Ähh…“ Jemand anderes sagte: „Also sind große Technologieunternehmen und das WEF jetzt für die Bildung/Lehrpläne zuständig? Kein Wunder, dass unsere junge Generation verrückt geworden ist. Gebt uns unsere Lehrer zurück und lasst die Kinder in Ruhe!“

Der US-Kongressabgeordnete Troy Nehls schrieb: „Sie verstecken es nicht einmal“.

SEHR DRINGEND: Beeinträchtigen Covid-mRNA-Impfstoffe unsere Fähigkeit, das Coronavirus nach einer Auffrischungsimpfung zu bekämpfen?

Alex Berenson

Ein beunruhigendes neues Papier liefert Beweise dafür – und könnte helfen, die nicht enden wollenden Omikron-Fällen in den mRNA-Ländern zu erklären.

Eine neue, von Experten begutachtete Arbeit enthält beunruhigende Nachrichten für alle, die mehrere mRNA-Impfungen erhalten haben. Sie legt nahe, dass das Immunsystem paradoxerweise einen entscheidenden Teil seiner Covid-Reaktion nach der dritten Impfung abschwächt.

Die Immunverschiebung führt dazu, dass der Körper verhältnismäßig mehr von einer weniger wirksamen Art von Antikörpern gegen Covid herstellt und damit Antikörper verdrängt, die das Virus aggressiver angreifen. Diese Veränderung könnte das Risiko einer Covid-Infektion erhöhen und dazu führen, dass infizierte Personen länger und schwerer erkranken.

Möglicherweise erhöht sie auch das Risiko bestimmter Autoimmunerkrankungen, obwohl dieser Zusammenhang eher spekulativ ist.

Schlimmer noch: Die Forscher fanden Hinweise darauf, dass eine Infektion mit SARS-Cov-2 nach einer Auffrischungsimpfung die Veränderung eher verschlimmert, als umkehrt.

Die Autoren fanden keine ähnliche Immunveränderung bei Personen, die andere Covid-Impfstoffe erhielten, sondern nur die mRNAs.

Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, Fallberichte über Autoimmunkrankheiten wie Lupus nach der mRNA-Impfung mit den nicht enden wollenden Covid-Wellen in Ländern mit hoher mRNA-Impfquote in Verbindung zu bringen. In Japan zum Beispiel – wo fast jeder Erwachsene geimpft und geboostet ist – wurde gestern ein neuer Sieben-Tage-Rekord an Covid-Todesfällen aufgestellt.

Das Papier „liefert eine sehr vernünftige immunologische Erklärung dafür, warum die mRNA-Impfstoff-Auffrischungsschemata versagen“, schrieb mir ein Arzt, der es gelesen hatte. „Eine großartige Arbeit, die viele Fragen aufwirft, die gestellt werden sollten. Vor allem, wenn man empirische populationsweite Daten hat, dass etwas nicht richtig funktioniert.“

Der Bericht wurde am vergangenen Donnerstag in Science Immunology unter dem wohltuenden Titel „Class switch towards non-inflammatory, spike-specific IgG4 antibodies after repeated SARS-CoV-2 mRNA vaccination“ veröffentlicht.

Einer der Autoren der Studie räumte auf Twitter ein, dass die Ergebnisse „sehr ungewöhnlich“ seien, aber die Studie spielt ihre mögliche Bedeutung weitgehend herunter.

Dennoch haben die Ergebnisse selbst bei Impfstoffbefürwortern Besorgnis ausgelöst. „Pfizer und Moderna sollten das besser klären“, twitterte Dr. Farid Jalali in Bezug auf einen Beitrag über die Studie. Dr. Jalali, ein Arzt aus Kalifornien, unterzeichnete kürzlich einen Brief an die Food and Drug Administration, in dem er einen „dringenden Impfstoffzugang“ forderte. (Er hat seinen Twitter-Account inzwischen privat gemacht.)

Eine Gruppe deutscher Wissenschaftler veröffentlichte die Forschungsergebnisse im Juli als Vorabdruck, aber sie fanden kaum Beachtung, bis Science Immunology sie am 22. Dezember offiziell veröffentlichte. Es ist nicht klar, ob das neue Interesse darauf zurückzuführen ist, dass die Arbeit die Peer Review bestanden hat, oder darauf, dass der anhaltende Anstieg von Covid die Forscher beunruhigt.

Wie viele andere Wissenschaftler haben auch die deutschen Forscher die Antikörper gegen das Spike-Protein gemessen, die Menschen nach einer Covid-Impfung produzieren. Sowohl mRNA- als auch DNA-Impfungen veranlassen die Körperzellen, Spike-Proteine zu produzieren, wie sie auf der Oberfläche des Coronavirus zu finden sind.

Diese Proteine veranlassen dann das Immunsystem, Antikörper zu bilden – Y-förmige Proteine, die sich an Teile der Spikes heften. Bei einer echten Infektion mit dem Coronavirus heften sich die durch den Impfstoff erzeugten Antikörper an die Oberflächen-Spikes des Coronavirus und verhindern, dass es sich an unseren Zellen festsetzt.

Die deutschen Forscher bestätigten Hunderte ähnlicher Studien und stellten fest, dass die Konzentration eines wichtigen Antikörpers namens Immunglobulin G (IgG) nach der zweiten und dritten mRNA-Dosis drastisch anstieg. Diese erhöhten Antikörper sind der Triumph der mRNA-Impfstoffe.

Dann unternahmen die deutschen Wissenschaftler einen Schritt, den andere Forscher nicht getan hatten.

Sie untersuchten den spezifischen Subtyp der IgG-Antikörper, den die Menschen im Laufe der Zeit gebildet hatten. IgG-Antikörper werden in vier Unterkategorien eingeteilt, die als IgG1 bis IgG4 bezeichnet werden. IgG1 ist die häufigste, während IgG4 die am wenigsten verbreitete ist und unter normalen Umständen weniger als 5 Prozent aller IgG-Antikörper ausmacht. In einem Bericht aus dem Jahr 2009 werden sie als „seltsame Antikörper“ bezeichnet.

Vor allem trägt IgG4 im Gegensatz zu den anderen drei Antikörpern seiner Klasse kaum dazu bei, dass andere Zellen des Immunsystems virale oder bakterielle Eindringlinge direkt angreifen. Im Vergleich zu den anderen IgGs fördert es nur selten die „Phagozytose“, den Prozess, bei dem andere Immunzellen das Virus oder die Bakterien „fressen“, an die sich der Antikörper geheftet hat. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2017 ergab, dass es „eine begrenzte Rolle im Immunprozess spielt“.

Da es eine schwächere Immunreaktion hervorruft, hat sich gezeigt, dass IgG4 bei Menschen, die chronisch Allergenen ausgesetzt sind, häufiger vorkommt. Imker sind dafür bekannt, dass sie mit der Zeit mehr IgG4-Antikörper gegen Bienengift entwickeln.

Als die deutschen Forscher untersuchten, wie sich die IgG-Antikörperklassen im Laufe der Zeit veränderten, sahen sie etwas, das sie nicht erwartet hatten. Kurz nach einer zweiten mRNA-Dosis hatten die Geimpften fast keine IgG4-Spike-Protein-Antikörper mehr. Nur 0,04 Prozent aller IgG-Antikörper waren zu diesem Zeitpunkt IgG4.

Doch dann begann der Anteil der IgG4-Antikörper zu steigen. Nach der dritten Impfung stieg er sprunghaft an und erreichte etwa sechs Monate nach der Impfung 19 Prozent. Mit anderen Worten, sie stiegen von 1 von 2.500 kurz nach der zweiten Impfung auf etwa 1 von 5 einige Monate nach der dritten Impfung.

Bei Personen, die sich nach der dritten Impfung infiziert hatten, stieg der Anteil der IgG4-Antikörper sogar noch weiter an und erreichte in einigen Fällen mehr als die Hälfte aller Anti-Spike-IgG-Antikörper, so die Forscher.

Die Forscher überprüften dann, ob der Anstieg der IgG4-Antikörper nach der dritten Dosis irgendeine nennenswerte Auswirkung auf die allgemeine Fähigkeit der Menschen hatte, das Virus zu zerstören. Sie stellten fest, dass dies der Fall war:

Seren, die nach der dritten Impfung entnommen und auf die Menge der Anti-Spike-Antikörper normiert wurden, ergaben signifikant niedrigere phagozytische Werte als Seren von denselben Spendern nach zwei Impfungen.

Für Menschen, die Bienengift oder anderen Allegenen ausgesetzt sind, kann der Anstieg von IgG4 ein Segen sein, denn er verhindert, dass ihr Immunsystem bei wiederholter Stimulation überreagiert. Aber das Coronavirus ist kein Allergen. Bis unser Körper es beseitigt hat, wird es versuchen, unsere Zellen anzugreifen und sich zu vermehren.

Wie die Autoren vorsichtig andeuten: Ein Anstieg der IgG4-Unterklassen könnte im Falle einer Infektion zu einer längeren viralen Persistenz führen.

(Das Papier:)

Der Anstieg der IgG4-Antikörper bedeutet jedoch nicht, dass die Menschen vor dem Coronavirus ungeschützt sind. Die Forscher fanden heraus, dass IgG4-Antikörper die Viruspartikel immer noch „neutralisieren“ können, d. h. sie daran hindern, in die Zellen einzudringen, auch wenn sie nicht mit der Zerstörung der Partikel beginnen.

Ferner werden alle IgG-Antikörper im Laufe der Zeit besser in der Lage, sich an das Coronavirus zu heften – sie haben eine erhöhte „Avidität“, wie Immunologen es nennen. Die Forscher stellten auch keine vollständige Verdrängung der anderen IgG durch IgG4 fest (obwohl bei einigen Personen eine solche Tendenz zu bestehen schien).

Weiterhin entwickeln infizierte Menschen in der Regel einen völlig anderen zweiten Satz von Antikörpern, die sogenannten Anti-Nukleokapsid-Antikörper. Diese verhindern zwar nicht, dass das Virus in die Zellen eindringt (da sie sich an einen Teil des Virus anlagern, der erst freiliegt, nachdem es seine RNA-Nutzlast in die Zellen eingebracht hat), aber sie können dazu beitragen, den Schweregrad der Infektion zu verringern, indem sie T-Zellen rekrutieren, einen weiteren Teil der Immunantwort.

Wir haben also andere Abwehrmechanismen.

Aber wenn die mRNAs wirklich eine breite „Immuntoleranz“ gegenüber einem Virus erzeugen, das seine Spikes weiter mutiert und alle unsere Antikörper gegen Spike-Proteine schwächt (wie es bei Omikron der Fall war), sind die langfristigen Folgen möglicherweise erschreckend.

Zumindest liefert diese Arbeit weitere Beweise dafür, dass mRNA-Booster-Kampagnen sofort eingeschränkt werden müssen. Und die Wissenschaftler müssen untersuchen, ob Menschen mit hohen IgG4-Antikörperspiegeln nach der Impfung kränker werden als Menschen mit niedrigeren Spiegeln. Sollte dies der Fall sein, müssen wir sofort nach Mitteln suchen, die die Umstellung auf IgG4 auf zellulärer Ebene rückgängig machen oder verlangsamen.

Die Ärzte müssen auch auf einen Anstieg der IgG4-bedingten Erkrankungen achten, die sich im Allgemeinen als Autoimmunerkrankungen äußern und in der Regel recht gut auf Steroide ansprechen. (Mehr zu diesem Thema in einem zukünftigen Stack.)

Aber seit zwei Jahren sind die Regierungen und die Medien kaum bereit, schwierige Fragen zu den mRNAs zu stellen.

Auch dieses Thema wird wahrscheinlich ignoriert – es sei denn, eine künftige Covid-Welle wird so schwerwiegend sein, dass es nicht anders geht.

Lateinamerika und die größte aller Krisen

Lateinamerika und die größte aller Krisen

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Es ist die größte Gefahr, mit der die Menschheit konfrontiert ist und niemand kann ihr entfliehen, obwohl viele das nicht verstehen. Sie nimmt nach und nach zu und deshalb bleibt sie für die Mehrheiten, die sich verständlicherweise um dringende Probleme wie ihren Lohn oder ihre Sicherheit kümmern müssen, weitgehend unbemerkt. Und die Eliten gehen diese Gefahr nicht an, weil sie davon besessen sind, ihre Privilegien und ihre Macht zu verteidigen. Jedes Jahr verschlimmert sich die Situation, denn die Maßnahmen, die bis jetzt ergriffen wurden, sind nicht wirksam genug gewesen, um die Verschlimmerung aufzuhalten. Diese Gefahr betrifft alle, in jedem Winkel des Planeten, ohne dass irgend jemand vor ihr sicher wäre. Von Eduardo Gudynas

Die ökologische Krise ist derartig schwerwiegend, dass viele Experten der Auffassung sind, dass der Fortbestand der Menschheit – so wie wir sie kennen – in Gefahr ist. Die Umweltschäden haben unmittelbare Auswirkungen auf die Produktion und die Vermarktungsketten bei Lebensmitteln, auf den Zugang zu und die Versorgung mit Trinkwasser, auf die Gewinnung und Nutzung von Kohlenwasserstoffen und auf viele andere Bereiche.

Die andere Seite dieser ökologischen Dimension ist immer die ökonomische und deshalb umfasst sie alle Arten von Interessen und Machtspielen.

Alle lateinamerikanischen Länder sind in diese Situation verstrickt, seien es Giganten wie Mexiko oder Brasilien oder die kleinen mittelamerikanischen oder Karibiknationen. Jeder trägt Verantwortung, zu dieser Verschlimmerung beizutragen, seien es wenige Treibhausgase oder enorme Flächen abgeholzter Wälder. Gleichzeitig werden alle unter den Folgen leiden, denn ein ökologischer Zusammenbruch wird sie hart treffen.

Die Alltagspolitik, die Formen staatlicher Verwaltung und ein großer Teil der Diskussionen über den Kurs eines jeden Landes haben enorme Probleme, mit dieser Situation umzugehen. Der größte Teil der politischen Akteure begreift nicht, dass die Umweltprobleme die wirtschaftlichen Optionen der unmittelbaren Zukunft bestimmen werden. Oftmals glaubt man, dass das eigene Land anders sei und dass Katastrophen wie der Klimawandel ausschließlich eine Sache der Europäer und Nordamerikaner wären oder dass der Verlust der Biodiversität nur in den Amazonaswäldern vorkommt. Es gibt ein Gefühl, eine dumme Illusion von einer lateinamerikanischen Sonderstellung, die es erlauben würde, den weltweiten ökologische Veränderungen auszuweichen.

Aus all diesen Gründen wird eine Politik praktiziert, wie sie dem vergangenen Jahrhundert eigen war.

Die Realität ist ganz anders. Es gibt kein Entkommen vor der ökologischen Krise und ebenso wenig vor den globale Katastrophen. Hinzu kommen unsere eigenen kontinentalen und schließlich noch die nationalen Probleme. Wir haben es zu tun mit einer verflochtenen Krise, die sich auf verschiedenen Ebenen abspielt: global, kontinental und lokal. Gleichzeitig laufen miteinander verbundene Prozesse ab, in denen eine ökologische Katastrophe ernste Rückwirkungen und Auswirkungen in anderen Dimensionen hat, wobei die ökonomischen und politischen dabei die unmittelbarsten sind.

Die Grenzen des Planeten

Um uns die Situation, der wir gegenüberstehen, klar zu machen, ist es nützlich, auf das Bild der globalen Schwellen – bzw. Grenzwerte zurückzugreifen, unter denen unser Leben überhaupt möglich ist. Umgekehrt: werden diese Grenzwerte über- bzw. unterschritten, werden die negativen Auswirkungen ausgelöst; einige davon wird man ausgleichen können, aber wenn die Entwicklung weiter so voranschreitet, werden auch diese Optionen verloren gehen.

In den letzten Jahren ist an neun für das ökologische Funktionieren des Planeten wichtigen Dimensionen gearbeitet worden : Klimawandel, Verschlechterung der Ozonschicht, Ausstoß von Aerosolen in den Himmel, Artenverlust von Flora und Fauna,Veränderung in den biochemischen Zyklen und bei der Bodennutzung, die Verfügbarkeit von Süßwasser, Übersäuerung der Ozeane und die Vergiftung mit Chemikalien, Plastik und vielen anderen vom Menschen geschaffenen Stoffen.

Das bekannteste Thema ist wahrscheinlich der Klimawandel, hervorgerufen durch den Ausstoß der sogenannten Treibhausgase, die bei der Verbrennung von Erdöl oder Kohle entstehen. Die Folge dessen ist das schrittweise Ansteigen der Durchschnittstemperatur auf der Erde, und wenn der Grenzwert überschritten wird, kommt es zu allen möglichen Störungen wie übermäßige Regenfälle an einem Ort und Dürren anderenorts; Wellen extremer Hitze oder harten Kälteperioden.

Es ist nicht möglich, bei einem spezifischen Ereignis – sei es ein Wasserdefizit an einem Ort oder eine Überflutung an einem anderen – konkret auszumachen, ob es wirklich dem Klimawandel und nicht irgendwelchen anderen Umständen geschuldet ist .

Aber es ist durchaus möglich, der Argumentation zu folgen, dass unter den Bedingungen des Klimawandels sich die Wahrscheinlichkeit für derartige Störungen erhöht und diese sich öfter wiederholen; das ist genau das, was gegenwärtig in ganz Lateinamerika geschieht. Die Folgen sind unmittelbar und betreffen zum Beispiel die Landwirtschaft mit dem Rückgang der Produktivität, verlorenen Ernten und der Notwendigkeit finanzieller Hilfen; oder sie betreffen die Städte, wenn der Zugang zu Trinkwasser beeinträchtigt ist. All das hat wiederum wirtschaftliche und politische Auswirkungen.

Die wissenschaftliche Gemeinschaft hat ein ums andere Mal gewarnt, dass die durchschnittliche Temperatur auf der Erde nicht um mehr als 1,5 Grad ansteigen darf, um uns innerhalb des gewohnten klimatischen Rahmens zu halten. Auch sei das Erreichen des Ziels der Klimaneutralität (Null Netto-Emission) bis zum Jahr 2050 nicht gesichert. Hier liegt die Schwelle für diesen Bereich und um diesen Grenzwert nicht zu überschreiten, müssen die Länder ihre Emissionen von Treibhausgasen drastisch reduzieren, unter anderem durch Moratorien für die Erschließung neuer Kohle-oder Erdöllagerstätten oder den Stopp der Abholzung. Fast alle Regierungen haben verschiedene Verpflichtungen in diesem Sinne übernommen – einschließlich des Pariser Klimaabkommens, und alle nahmen am Weltklimagipfel in Ägypten (COP27) teil, um ihre Versprechen zu wiederholen.

Aber wie das Umweltprogramm der Vereinten Nationen gerade erst bekannt gegeben hat, sind sowohl diese Versprechungen als auch die tatsächlichen Reduzierungen jedes Landes unzureichend. Alles deutet darauf hin, dass es bis zum Jahr 2030 nicht zu einer Reduzierung der über Schornsteine und Abgasanlagen freigesetzten Gase kommt, sondern diese Mengen im Vergleich zu den Volumina aus der Zeit vor der Corona-Pandemie 2019 (als die 55 Millionen Tonnen CO2 weit überschritten wurden) ansteigen werden.

Wir werden sogar bei einem Temperaturanstieg um 2,8 Grad landen, was das Abschmelzen enormer Polarmassen und den Anstieg der Meeresspiegel um mehr als zehn Zentimeter bedeutet, etwa 1,7 Milliarden Menschen werden an extremen Hitzewellen, 61 Millionen an Dürren leiden und es kommt zu massiven Verlusten bei der Artenvielfalt. Viele Regionen werden zu Wüsten und die landwirtschaftlichen Nutzflächen und damit die weltweite Versorgung mit Nahrungsmitteln werden sich gravierend verändern.

Ein kranker Planet

Wenn man die anderen globalen Grenzwerte betrachtet, deutet alles darauf hin, dass schon sechs der neun Belastungsgrenzen der Erde verletzt worden sind. Tatsächlich kommen zum Klimawandel noch der Verlust an Vielfalt bei lebender Arten, die Störungen in den biochemischen Abläufen (mit Schwerpunkt auf dem, was mit Phosphor und Nitraten passiert), die Veränderungen beim Süßwasser (aus Niederschlägen, die den Boden durchfeuchten und dann wieder verdunsten), die Veränderungen bei der Nutzung der Landflächen (durch Maßnahmen zur Schaffung von Wohnraum, Infrastruktur und Anlagen) und eine Flut von synthetisierten, in der Natur nicht vorkommenden Substanzen hinzu. Der einzige Erfolg war bisher die Abwendung der Zerstörung der Ozonschicht.

Der Verlust an Biodiversität ist alarmierend. Etwa 77 Prozent der Erdoberfläche und 87 Prozent der Ozeane sind durch den Menschen verändert worden, was dazu führte, dass 83 Prozent der Biomasse bei Säugetieren und die Hälfte der ursprünglichen Vegetation verloren ging. Die Auswirkungen auf Flora und Fauna waren brutal. Man nimmt an, dass eine Million Arten vom Aussterben bedroht sind: ein Viertel der Säugetierarten und 41 Prozent der Amphibien. Wildnisgebiete wurden abgeholzt, umgewandelt für die Viehzucht oder Landwirtschaft oder durch Städte ersetzt.

Gleichzeitig häufen sich immer mehr neue chemische und Plastik-Produkte an, die vom Menschen synthetisch hergestellt wurden und nicht in der Natur vorkommen. Jährlich werden 400 Millionen Tonnen Plastik produziert, werden 300 bis 400 Millionen Tonnen Schwermetalle, Lösungsmittel und andere Industrieabfälle in die Gewässer gekippt; die Düngemittelnebenprodukte verschmutzen Flüsse, Lagunen und Küsten. Die in winzige Partikel umgewandelten Kunststoffabfälle gelangen in die Luft, den Boden und das Wasser. Man schätzt, dass jeder Mensch täglich mehr als 100.000 von diesen Partikeln indirekt aufnimmt, und sie sind auch schon in unserem Blut gefunden worden. Dasselbe passiert mit anderen Substanzen wie dem sehr bekannten Pflanzengift Glyphosat, das als solches oder in seinen Derivaten in Lebensmitteln, Muttermilch, Bier oder auch Tampons gefunden wurde.

Man schätzt, dass alle Schwellenwerte bis 2030 verletzt werden. Alles deutet darauf hin, dass die Überschreitung des Grenzwertes für den Säuregehalt der Ozeane kurz bevorsteht, was eine Katastrophe für das maritime Leben auslösen würde, mit dem Verschwinden des größten Teils der Korallenriffe.

Man sollte sich sehr klar machen und verstehen, dass diese Umweltkatastrophe keinen Kollaps von einem Tag auf den anderen bedeutet, sondern dass unsere Kinder und Enkel einer anderen Welt gegenüberstehen werden, unter anderen Umweltbedingungen, die für den größten Teil der Menschheit Risiken und Einschränkungen in solch grundlegenden Dingen wie dem Zugang zu Lebensmitteln und Wasser mit sich bringen.

Verflechtungen

Die Grenzen zwischen den Ländern verschwimmen; das was in einer weit entfernten Region der Erde passiert, betrifft letztlich auch uns. Das ist augenscheinlich beim Klimawandel, denn die von China und den USA – den beiden Hauptverantwortlichen für den Treibhauseffekt – ausgestoßenen Gase führen zu Veränderungen, die andere Länder schwer treffen, von den kürzlichen verheerenden Überschwemmungen in Pakistan bis zur Dürre in Brasilien.

Die Dynamiken der Naturzerstörung zur Gewinnung von Rohstoffen sind auch global. China ist heute der größte Importeur von Rohstoffen aus ganz Lateinamerika. Die globale Nachfrage und die chinesische Vermittlung haben die Fördermenge im Bergbau und beim Erdöl sowie die Landwirtschaftsproduktion in Lateinamerika vervielfacht, um sie nach China und andere asiatische Länder zu exportieren. Während in den 1960er-Jahren ungefähr 156 Millionen Tonnen an Bodenschätzen nach Westeuropa und Nordamerika exportiert wurden, kauften China und seine Nachbarn im Jahr 2016 bereits 527 Millionen Tonnen, und 157 Millionen Tonnen wurden in den industrialisierten Norden verkauft. Es hat sich nicht nur die Förderung von Ressourcen an sich vervielfacht, sondern China steht auch für das Dreifache der Menge, die insgesamt nach Westeuropa und Nordamerika exportiert wird.

Wir befinden uns in einer ganz anderen Welt als der, die sich die alte Politik vorgestellt hat, jene, die die USA oder die europäischen Mächte kritisierte. Was in Brüssel oder Washington entschieden wird, ist weiterhin wichtig, aber noch wichtiger sind die Beschlüsse des jüngsten Parteitages der Kommunistischen Partei Chinas. Wir sehen uns ungleichen Beziehungen gegenüber – sowohl im Ökonomischen als auch im Ökologischen. Wir exportieren Rohstoffe – in einigen Ländern sind das Bodenschätze und in anderen Lebensmittel aus der Landwirtschaft – vergleichsweise billig, weil die Lateinamerikaner die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Kosten für die Verschlechterung tragen, die dies in jedem Land produziert. Das Beharren von Regierungen auf Freihandelsabkommen, insbesondere mit China und anderen asiatischen Ländern, werden diese ökonomischen und ökologischen Asymmetrien nicht umkehren sondern sie noch weiter verstärken.

Auf kontinentaler Ebene hat die Politik einer Regierung direkte Auswirkungen auf die Nachbarländer. Die Abholzung des Amazonaswaldes, die Jair Bolsonaro während seiner Präsidentschaft in Brasilien beförderte, zerstört nicht nur eines der wertvollsten Reservoirs an Artenvielfalt auf der Erde, sondern verändert auch die hydrologischen Abläufe und die Klimadynamik in Südamerika. Etwas Ähnliches geschieht auch durch die Unfähigkeit der Regierung in Bolivien, Brände oder Abholzungen in den dortigen Wäldern zu verhindern.

Das wirkt sich letztlich auf alle Länder im Einzugsgebiet des Rio de la Plata aus, möglicherweise durch die Veränderung der Niederschläge, und diese Auswirkungen dehnen sich noch weiter gen Süden aus. Zugleich leiten alle Länder in diesem riesigen Einzugsgebiet – dem zweitgrößten in Lateinamerika – verschiedenartigste Giftstoffe, von Agrochemikalien über Bergbauabfälle bis hin zu den Abwässern aus den Kloaken der großen Städte in ihre Flüsse ein und gefährden so die Mündungsgewässer des Río de la Plata.

Man kann der Geographie nicht entfliehen und die konventionelle Politik versteht das immer noch nicht. Wir sind mit einer Krise konfrontiert, in der die politischen Grenzen nicht existieren und diese Besonderheit weiterhin zu ignorieren, verschleiert nur das mangelnde Interesse an einer Lösung zur Bewältigung der Krise.

Zivilisatorischer Kollaps

Die ökologische Krise wird uns nach Auffassung der Vereinten Nationen in einen Kollaps der Zivilisation führen. Das ist kein übertriebener Alarmismus, denn diese Warnung wird aus anderen Bereichen und Perspektiven wiederholt. Es ist so, dass die Störungen in wesentlichen Prozessen und Abläufen wie der Versorgung mit Nahrungsmitteln oder Trinkwasser soziale Proteste entfesseln werden, Migrationswellen und möglicherweise Zusammenstöße zwischen Ländern. Das erklärt den harten Kampf, der in den Reihen der unternehmerischen politischen Eliten im Gang ist. Dabei stehen sich diejenigen, die die konventionellen kapitalistischen Strategien beibehalten wollen, und jene gegenüber, die versuchen, diese Strategien zu reformieren, um genau diesen Kollaps zu vermeiden.

Ein Beispiel sind die Aufrufe seitens des Wirtschaftsforums von Davos zu einem “Neubeginn” oder “reset” des Kapitalismus, die Eingriffe des Staates in die Märkte ebenso verteidigen wie den ernsthaften Kampf gegen den Klimawandel, die Streichung der Subventionen für die Kohlenstoffe oder die Auferlegung höherer Steuern für die Reichsten. Sie tun das nicht aus Solidarität: die Protagonisten begreifen, dass es mit den konventionellen Praktiken zu sozialen Verwerfungen kommen wird, die nicht nur ihre Geschäfte sondern auch ihr eigenes Überleben unmöglich machen werden.

Die Linken hingegen schaffen es noch nicht, substantielle Alternativen zu entwickeln, weshalb sie in den Debatten über verschiedene Varianten des Kapitalismus stecken bleiben.

Im Unterschied dazu werden besonders in Südamerika Möglichkeiten des Wandels postuliert und erprobt, zusammengefasst unter dem Begriff Buen Vivir (Gutes, würdiges Leben), die darauf abzielen, die Verbindung zur Natur wiederherzustellen und dabei die Lebensqualität für die Menschen zu sichern. Im globalen Norden gibt es nichts Vergleichbares. Die Aufgabe unserer lateinamerikanischen Politik besteht darin, diese Diskussionen aufzunehmen, den Blick mehr auf unseren Kontinent und auf unser angestammtes Gebiet zu richten

Unter dieser Sichtweise sammeln sich viele andere Alternativen, einige lokal und begrenzt, die es ermöglichen, unser ökologisches Erbe zu bewahren und gleichzeitig die Lebensqualität zu sichern. Einige werden seit langem praktiziert, sie sind kraftvoll und haben ein großes Potential. Das gilt etwa für die organische Landwirtschaft (Anbau und Viehzucht), denn sie hängt nicht von Agrochemikalien ab, hält die Plagen biologisch unter Kontrolle, regeneriert die Böden, erfordert mehr Arbeitskraft und liefert gesündere Lebensmittel.

Es sind Optionen, die ihrerseits wirtschaftlich tragfähig sind und in bestimmten Fällen erhebliche Exportströme ermöglichen. Diese und andere Beispiele zeigen, das es nicht an machbaren Alternativen mangelt, sondern dass wir im Gegenteil von diesen umringt sind. Aber in fast allen Fällen werden sie von der konventionellen “Entwicklungspolitik” (desarrollismo) negiert oder bekämpft.

Gleichzeitig ist klar, dass die notwendigen Veränderungen zur Heilung der Erde nicht nur über neue Technologien oder andere Ansätze in der Entwicklungspolitik führen, sondern über die Wiedererlangung anderer Sensibilitäten und Verantwortlichkeiten. In diesem Bestreben hat Lateinamerika ebenfalls Neuerungen zu bieten wie die Anerkennung der Rechte der Natur, die auf unterschiedliche Art und Weise schon in Ecuador und Kolumbien angenommen worden sind, und die Antworten geben auf Veränderungen in der Ethik und der Gefühlswelt: Es geht darum, zu verstehen, dass die Umwelt und das Leben nicht wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden können und dass es um Gerechtigkeit sowohl zwischen Menschen als auch mit der Natur geht.

Übersetzung: Camilla Seidelbach, Amerika21

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