Kategorie: Nachrichten
Rumänien: 4 Millionen tote Wähler bei Präsidentschaftswahl
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Rumänien: 4 Millionen tote Wähler bei Präsidentschaftswahl
In Rumänien herrscht Gewissheit: Der Oppositionskandidat George Simion hat die Präsidentschaftswahl knapp gegen den Pro-EU-Kandidaten Nicusor Dan verloren. Unklar ist bisher, ob es Wahlbetrug gab. Seit dem Ausschluss von Călin Georgescu und der Annullierung des ersten Wahldurchgangs im Dezember beklagen Beobachter jedoch massive Unregelmäßigkeiten.
von Manfred Ulex
Nach fast 90 % der ausgezählten Stimmbezirke liegt Nicusar Dan mit etwa 54 % rund 500.000 Stimmen vor George Simion – ein Vorsprung, der nicht mehr einzuholen sein wird. Die Präsidentschaftswahl in Rumänien galt als Richtungsentscheidung: Wird sich das Land noch näher an EU und NATO binden? Oder auf Ausgleich setzen, wofür insbesondere Simion stand? Die Wähler scheinen ihre Entscheidung getroffen zu haben.
Simion beklagte 4 Millionen tote Wähler in Runde 1
Allerdings: Ob tatsächlich alle Stimmen, die in Rumänien abgegeben wurden, von Lebenden stammen, ist unklar. George Simion erklärte im Vorfeld der Stichwahl, Hinweise zu haben, wonach in Runde 1 bis zu vier Millionen Tote abgestimmt hätten. Ihre Stimmen wären auch in Runde 2 wahlentscheidend.
Dass die gesellschaftlichen Spannungen in Rumänien durch den Wahlerfolg von Nicusor Dan beigelegt werden, ist indes nicht zu erwarten: Die Menschen sind zerrissen wie selten zuvor, insbesondere die autoritären Methoden gegen die politische Opposition haben das Vertrauen in die Demokratie nachhaltig erschüttert. Ob die unterlegene Seite das Wahlergebnis anerkennen wird, ist daher noch gänzlich unklar.
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Unfassbare Zustände in Moskau: Ich bin erschüttert!
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Unfassbare Zustände in Moskau: Ich bin erschüttert!
Unser Autor dachte, ihn könne in Moskau nichts mehr schockieren. Am Mittwoch wurde er eines Besseren belehrt: Seitdem schwankt er zwischen Sprachlosigkeit und nicht aufzuhaltender Redseligkeit. Vorsicht! Der Text ist nichts für schwache Nerven der von Baustellen geplagten Deutschen.
Ich dachte, mich kann in Russland nichts mehr erschüttern. Nicht nach 160 Kilometern in nur 10 Jahren neu gebauter und eröffneter Metrolinien in Moskau. Die Metro feiert in diesen Tagen übrigens ihren 90. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!
Wie gesagt, schockieren kann mich kaum etwas. Wir sind es inzwischen gewohnt, dass in Russland das Bauen Ruck-Zuck geht, kein Vergleich mit Jahrzehnten Planung und nochmals Jahren Verzögerungen und Kostenwucher bei jedem noch so kleinen Projekt in Deutschland. Aber am gestrigen Tag spülte der Informationsbot des Moskauer Nahverkehrs eine Nachricht ins Postfach, die mir den Atem stocken ließ.
Hier der Sachverhalt: Am 12. September 2024 veröffentlichte die Moskauer Stadtverwaltung Pläne für den Bau einer neuen Straßenbahnlinie mitten im Herzen der Stadt – von den Drei Bahnhöfen (Russ. Tri Woksala) zu den Sauberen Teichen (Russ. Tschistye Prudy). Als ich das letzte Mal im Februar des laufenden Jahres in der Gegend war, es gibt übrigens nur einen Teich dort, war von Bauarbeiten noch nichts zu sehen. Und gestern… Gestern kam die Meldung, dass die Bestandsstrecke zu den Sauberen Teichen – viele Jahrzehnte der einzige Rest des einst dichten Netzes innerhalb des Gartenrings – für einige Wochen unterbrochen wird, um die Neubaustrecke an sie anzuschließen.
Ungläubig stürmte ich in das Fachforum für die russischen Metros und den sonstigen Nahverkehr und tatsächlich, wo im Februar noch nicht einmal eine Baustelle war, im gesamten Verlauf der 2,5 Kilometer langen Neubaustrecke, liegen bereits Gleise. Baubeginn war, wie sich herausstellte, im März.
Neuverlegte Straßenbahngleise mit Blick auf den Platz der Drei Bahnhöfe. Links im Hintergrund Türme des Leningrader und des Jaroslawler Bahnhofs, der Kasaner Bahnhof ist rechts kaum sichtbar. Im Vordergrund fährt ein S-Bahnzug über dem Platz, darunter eine Tram auf der Bestandsstrecke.Besonders ist dies auch deshalb, weil die Straßenbahn viele Jahrzehnte lang das Stiefkind der Moskauer Stadtväter war. Seit den 1930er-Jahren wurde sie von immer mehr Straßenzügen zugunsten von Individualverkehr und “modernen Verkehrsmitteln” wie Bus und Trolleybus zurückgezogen. Die Lücke zwischen den Drei Bahnhöfen (am Platz liegen tatsächlich drei Bahnhöfe) und den Sauberen Teichen klaffte seit Eröffnung der ersten Metrolinie vor genau 90 Jahren, die hier die Straßenbahn ersetzte. So ging es weiter, nicht immer im Zusammenhang mit dem Metrobau, bis im historischen Zentrum nur die eine Linie vom Pawelezer Bahnhof über den Boulevardring zu den Teichen übrig geblieben war.
Jetzt, nach 90 Jahren, wird die Lücke wieder geschlossen, allerdings nicht auf historischer Trasse. In den 1980er-Jahren wurde durch die Bebauung parallel zur alten Fleischerstraße (Russ. Mjasnizkaja Uliza) eine breite Autoschneise zwischen den besagten Drei Bahnhöfen und dem Boulevardring geschlagen, die heute teils Sacharow-Prospekt, teils Maria-Porywajewa-Straße heißt. Auf diesem Straßenzug steht das weltbekannte Bauwerk von Le Corbusier.
Nach der ursprünglichen Planung sollte die Schneise weiter stadteinwärts geschlagen werden, bis zum Lubjanka-Platz mit der KGB-Zentrale. Das wurde jedoch nicht mehr umgesetzt, der Prospekt endet bis heute am Boulevardring. Zwei der acht Fahrspuren treten die Autos nun an das umweltfreundlichste aller Verkehrsmittel ab – eine vollständige Umkehrung des bisherigen Trends. Noch unter dem Amtsvorgänger von Sergei Sobjanin, dem inzwischen verstorbenen Juri Luschkow, verschwand die Tram von vielen Ausfallstraßen, um zusätzlichen Fahrspuren Platz zu machen.
Technische Zeichnung des Verlaufs der Neubaustrecke am stadtseitigen Ende des Sacharow-Prospekts. Laut Unterschriften unten rechts waren die Pläne am 9. Juli 2024 fertig, der Öffentlichkeit wurden sie im September bekannt.Und auch unter Sobjanin trat man beim Thema Tram-Renaissance lange Zeit auf der Stelle und begnügte sich mit kurzen Neubaustrecken – wir hatten berichtet. Nun scheint aber tatsächlich eine neue Ära für Moskaus Tram angebrochen zu sein.
Als Maß aller Dinge im Straßenbahnbau und Musterknabe der Reaktivierung des einst voreilig verbannten Verkehrsmittels galt bislang Frankreich. Dort nimmt der Bau moderner Straßenbahnstrecken zwischen Planungsbeginn und feierlicher Einweihung gewöhnlich so ziemlich genau eine Wahlperiode der örtlichen Stadträte – fünf Jahre – in Anspruch. Deutschland kann von solchen Fristen nur träumen: Berlin, wie steht es eigentlich um die Straßenbahn zum Hermannplatz? Zum Ostkreuz? Ist in Köln der zweite Nord-Süd-Tunnel endlich fertig?
Wenn in Moskau das jetzt eingeschlagene Tempo beibehalten wird, wird der bahnbrechende Lückenschluss im Spätsommer oder Frühherbst 2025 (und damit knapp ein Jahr nach Vorlage der Entwürfe und offenbar keine zwei Jahre nach Beginn der Planungen) in Betrieb gehen. Ohne dass dieses Jahr Wahlen anstehen, übrigens. Kann man es mir da verübeln, dass ich schockiert und erschüttert bin?
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Kommentar: Zählen wir endlich die Tage bis zum Frieden – nicht die Toten
Es ist ein wiederkehrendes Muster: Sobald Namen wie Putin, Trump oder Erdoğan in Verbindung mit möglichen Friedensgesprächen fallen, dominiert reflexartig Skepsis. Misstrauen. Ablehnung. Die Liste der Vergehen, der autoritären Maßnahmen und der kriegerischen Eskalationen dieser Akteure ist lang – und dennoch stellt sich eine grundsätzliche Frage: Führt uns diese starre Haltung tatsächlich näher an den Frieden? Oder hält sie uns gefangen in einem Kreislauf des Misstrauens, der selbst kleinste Chancen erstickt?
Von Lothar Renz
Gerade jetzt wäre es an der Zeit, sich von dieser Eindimensionalität zu lösen. In der Türkei erleben wir wirtschaftliche und gesellschaftliche Öffnungen, die auch dem Westen zugutekommen könnten. Dennoch begegnen viele Medien und Politiker dieser Entwicklung mit Argwohn. Dabei ist es richtig, genau hinzuschauen, Fragen zu stellen, Mechanismen zu hinterfragen. Aber wer immer nur die Risiken betont und die Chancen ignoriert, beraubt sich selbst der Möglichkeit, die Dynamiken des Wandels mitzugestalten.
Zugleich sollte auch die Rolle des Westens – allen voran der NATO – kritisch hinterfragt werden. Zu oft hat sich die NATO als Verteidigungsbündnis inszeniert, während sie sich in vielen Konflikten als treibende Kraft hinter Eskalationen zeigte. Die einseitige Darstellung des Westens als moralische Instanz führt dazu, dass alternative Stimmen diskreditiert und diplomatische Brücken frühzeitig abgebrochen werden, bevor sie überhaupt betreten wurden. Friedensprozesse dürfen jedoch keine exklusiven Bühnen westlicher Ideale sein, sondern müssen auch jene Akteure einschließen, die wir bisher mit Skepsis betrachten.
Frieden beginnt fast nie mit perfekten Akteuren. Es sind oft genau die umstrittenen, widersprüchlichen Figuren, die – ob aus Kalkül oder Einsicht – zu Initiatoren von Friedensgesprächen werden. Wer Dialoge ablehnt, nur weil die Gesprächspartner unbequem sind, blockiert jede Form von Bewegung und Entwicklung. Es ist höchste Zeit, zu akzeptieren, dass Friedensprozesse mit Kompromissen beginnen, nicht mit Idealen.
Der Blick auf Kriege muss sich endlich verändern. Ja, es ist wichtig, die Realität der Fronten zu dokumentieren, die Opfer zu zählen, die Brutalität der Auseinandersetzungen zu benennen. Aber wir dürfen uns nicht darauf beschränken. Wo bleibt die gleiche Energie, wenn es um erste Gesprächsfäden geht, um lokale Waffenruhen, um diplomatische Öffnungen? Warum zählen wir die Tage des Krieges akribisch, aber nicht die Tage, an denen sich Fenster zum Frieden auftun?
Eine neue Haltung wäre überfällig: weder naive Verklärung autoritärer Machthaber, noch die fortwährende Selbstinszenierung des Westens als Hüter von Demokratie und Freiheit. Stattdessen ein nüchterner, offener Blick auf Chancen, Dialoge und auf jenen schmalen Grat zwischen Pragmatismus und Vision.
Es wird Zeit, den Fokus zu verschieben. Weg von der Angst vor dem Scheitern, hin zur Hoffnung auf Erfolg. Wer den Frieden will, muss ihn denken können – auch mit jenen, die uns unbequem sind. Zählen wir also ab heute nicht nur die Toten – sondern auch die Tage bis zum Frieden.
Ein genauerer Blick auf ARIA: Großbritanniens geheimnisvoller, 800 Millionen Pfund teurer Sonnenschutz-Ärger

Tilak Doshi, THE DAILY SCEPTIC
Die britische Advanced Research and Invention Agency (ARIA), die 2023 mit 800 Millionen Pfund aus Steuergeldern gegründet wurde, sorgte letzte Woche für Aufsehen, als bekannt wurde, dass die Agentur plant, „die Sonne zu dimmen“, um die globale Erwärmung zu bekämpfen. Die Agentur bewilligte 56,8 Millionen Pfund, die für Projekte zur „Klimakühlung“ ausgegeben werden sollen. Dazu gehört die Untersuchung der Logistik für den Bau eines „Sonnenschirms“ im Weltraum und das Einspritzen von Salzwasser in den Himmel, um das Sonnenlicht von der Erde weg zu reflektieren.
ARIA ist die Idee von Dominic Cummings, einem prominenten britischen Politstrategen, der von 2019 bis 2020 als Chefberater des britischen Premierministers Boris Johnson tätig war. Cummings schlug eine schlanke, „kühne“ Agentur vor, die hochrangige Forschung in den Bereichen KI, Quantencomputing und synthetische Biologie finanzieren und die „zaghafte Bürokratie“ von UK Research and Innovation (UKRI) umgehen sollte. In einem 2018 auf seiner Website veröffentlichten Forschungsbeitrag mit dem Titel „On the ARPA/PARC ‚Dream Machine‘, science funding, high performance and UK national strategy“ (Über die ARPA/PARC-„Traummaschine“, Wissenschaftsfinanzierung, Hochleistung und die nationale Strategie von UK) schlug Cummings eine leistungsstarke, öffentlich finanzierte britische Forschungsagentur nach dem Vorbild der US-amerikanischen Defence Advanced Research Projects Agency (DARPA) und des Palo Alto Research Centre (PARC) von Xerox vor.
Die beiden letztgenannten Einrichtungen haben risikoreiche und lohnende Forschung mit minimaler Bürokratie betrieben und waren ein Beispiel für leistungsstarke Teams, flexible Arbeitsabläufe und visionäre Führung. Sie brachten viele Innovationen wie GPS, das Internet, den Laserdruck, die grafische Benutzeroberfläche und die Computermaus hervor, die sich für die Gesellschaft und die Wirtschaft auszahlten.
Über die Auswahl von Gewinnern durch die Regierungen
ARIA beschreibt sich selbst als eine Agentur, die „Wissenschaftlern und Ingenieuren, von unseren Programmdirektoren bis hin zu den von uns finanzierten Teams, die Mittel und die Freiheit gibt, Durchbrüche an der Grenze des Möglichen zu erzielen… Durch ein Parlamentsgesetz geschaffen und vom Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Technologie gefördert, finanziert ARIA bahnbrechende F&E in noch nicht erforschten Bereichen, um neue Wege zum Wohlstand für UK und die Welt zu eröffnen“.
Aber ARIA ist eine wackelige Angelegenheit für das nationale Wohlergehen Großbritanniens. Die historische Bilanz der Regierungen bei der Auswahl von Gewinnern ist schlecht. Die Vorzeigekinder der DARPA – das Internet und das GPS – verdanken ihre weltweite Vorherrschaft der Privatwirtschaft. Das ARPANET, die Erfindung der DARPA, brauchte Jahrzehnte der unternehmerischen Kraft, um das Internet zu werden, das wir kennen. GPS florierte durch marktgesteuerte Vergrößerung, nicht durch Pentagon-Edikte.
Der 3,4-Milliarden-Dollar-Haushalt der DARPA, gestützt durch den 190-Milliarden-Dollar-Beschaffungsmoloch des Verteidigungsministeriums, stellt die 800 Millionen Pfund von ARIA in den Schatten. ARIA fehlt auch ein klarer „Kunde“ für die Umsetzung von Ideen in die Realität. Während die DARPA vom US-Verteidigungsministerium finanziert wird und auf dessen Bedürfnisse ausgerichtet ist, war das Xerox PARC-Forschungslabor ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das den finanziellen Bedürfnissen der Aktionäre des Unternehmens diente. ARIA hingegen widmet sich den umfassenderen, amorpheren Zielen von Wirtschaftswachstum und Wohlstand.
Margaret Thatcher – Großbritanniens kühnste Premierministerin der Nachkriegszeit – war eine Hayekianerin, die davon überzeugt war, dass die grundlegende Aufgabe der Regierung darin besteht, private Unternehmer zu unterstützen, damit sie ihre „animal spirits“ in ihren Geschäftsbereichen entfalten können. Sie hätte sich über Vorschläge lustig gemacht, Steuergelder in Quangos – quasi autonome Nichtregierungsorganisationen, die von der Regierung finanziert werden – wie ARIA zu „investieren“.
Sie hätte es für angemessener gehalten, wenn die Regierung dem privaten Sektor Steuergutschriften gewährt hätte, damit dieser seine eigenen Innovations- und Erfindungslinien verfolgen kann. Für Thatcher, die viel dazu beigetragen hat, dass „privates Unternehmertum kein Schimpfwort mehr ist“, wie es der Economist formulierte, sind Unternehmer, die etwas auf dem Kasten haben – und nicht von der Regierung ernannte Mandarine – eher in der Lage, Großbritannien vor dem wirtschaftlichen Niedergang zu retten.
Die Quango, welche die Sonne verdunkeln möchte
ARIA, eine quasi-autonome Nichtregierungsorganisation [QUANGO], die dem Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Technologie untersteht, ist ein Paradebeispiel für staatliche Überregulierung. Im Gegensatz zu privaten Unternehmen, die durch die Kräfte des Marktes innovieren oder sterben, leben Quangos von politischer Gemütlichkeit und Selbsterhaltung. Die im ARIA-Gesetz von 2022 verankerte Befreiung der ARIA von Anfragen im Rahmen des Informationsfreiheits-Gesetzes (Freedom of Information, FOI) hüllt ihr 800 Millionen Pfund schweres Budget in Undurchsichtigkeit. Mit wenig öffentlicher Kontrolle könnte ARIA Millionen für Lieblingsprojekte vergeuden und so das Vertrauen in einer Nation untergraben, die noch immer unter den Beschaffungsskandalen während der Covid-Sperren leidet.
Cummings‘ Vision von 2018 für ARIA als eine die Bürokratie abbauende Kraft ist edel, aber naiv. Quangos verwandeln sich naturgemäß in eigennützige Bestien, wie Friedrich Hayek in The Fatal Conceit warnte. Seine „merkwürdige Aufgabe“ der Wirtschaftswissenschaften – zu zeigen, wie wenig die Planer über das wissen, was sie entwerfen – trifft auf die grandiosen Ziele von ARIA zu. Die Versuche der Behörde mit Geo-Engineering, wie z. B. die Aufhellung von Wolken, um den Planeten zu kühlen, haben den Beigeschmack von Hybris. Sarah Knapton vom Telegraph nennt ARIA ein „zwielichtiges Niemandsland“ mit „sprudelnden“ öffentlichen Geldern, aber kaum Rechenschaftspflicht – ein Gefühl, das an Hayeks Skepsis gegenüber staatlicher Übervorteilung erinnert.
Es ist nicht klar, wie das Dimmen der Sonne dem Streben Großbritanniens nach Wohlstand – dem ausdrücklichen Auftrag von ARIA – helfen wird. Ist es das Argument, dass sich das gemäßigte Großbritannien „überhitzt“ und daher nicht in der Lage ist, das Wirtschaftswachstum zu fördern? Dies widerspricht den historischen Aufzeichnungen, die zeigen, dass der Nordatlantik während der mittelalterlichen Warmzeit (900 bis 1300)eine landwirtschaftliche Revolution, umfangreichere menschliche Siedlungen und eine höhere Lebenserwartung aufwies, als die Temperaturen mindestens genauso hoch, wenn nicht höher waren als zum Ende des 20. Jahrhunderts.
Der Mediziner Dr. John Campbell äußert dringende Bedenken gegen die geplanten Sonnenverdunkelungs-Experimente und warnt davor, dass diese die landwirtschaftlichen Erträge sabotieren, eine Hungersnot „biblischen Ausmaßes“ auslösen und die Wettersysteme destabilisieren könnten – und das alles ohne die Zustimmung der Öffentlichkeit. James Melville, ein Medienkommentator mit über einer halben Million Anhängern auf X, stellt „eine Energiestrategie in Frage, bei der Solarpaneele auf Ackerland angebracht werden, während die Regierung gleichzeitig 50 Millionen Pfund für Experimente zur Verdunkelung der Sonne ausgibt“.
Thaddeus G. McCotter, der von 2003 bis 2012 als republikanischer Abgeordneter im 11. Kongressbezirk von Michigan tätig war, äußerte sich wie folgt zu den von ARIA vorgeschlagenen Experimenten:
Mit ausgestreckten Händen, um 50 Millionen Pfund aus der öffentlichen Zitze zu ziehen, behaupten britische Wissenschaftler, dass die Sonne, die Sie in Ihren Liedern feiern, zum „unkontrollierten Klimawandel“ beiträgt. Und diese in weiße Gewänder gehüllten Hohepriester des perfiden Albion-Klimakults haben eine neuartige Idee, um das Wetter zu kontrollieren und die drohende Apokalypse zu verhindern: das Dimmen der Sonne.
Bei diesen Experimenten ist ARIA nicht von der grünen Bande zu unterscheiden, die den Willen des Klima-Eiferers Ed Miliband erfüllt, indem sie „CO₂ direkt aus dem Ozean absaugt“ und 22 Milliarden Pfund für unbewiesene Projekte zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) einsetzt.
Märkte, nicht Mandarine, für Großbritanniens Zukunft
Privates Unternehmertum, nicht Quangos, ist Großbritanniens beste Voraussetzung für Innovationen und Erfindungen, die den sozialen Wohlstand steigern. Die britische landwirtschaftliche und industrielle Revolution fand im 18. und 19. Jahrhundert statt, ohne dass die Wissenschaft staatlich gefördert wurde, wie die Arbeit von Terence Kealey zeigt. ARIAs Top-Down-Wetten, getrieben von Quango-Funktionären, die sich in Ed Milibands Besessenheit vom globalen Klimawandel einkaufen, laufen Gefahr, die dringenden Herausforderungen Großbritanniens zur Wiederbelebung des Wirtschaftswachstums zu verfehlen.
Staatliche Mittel verdrängen oft private Investitionen und verzerren die Prioritäten. Die 800 Millionen Pfund für ARIA könnten stattdessen verwendet werden, um die Steuern für Start-ups zu senken oder die Vorschriften für Technologiezentren zu straffen und so die Marktdynamik zu entfesseln. Der Erfolg des Silicon Valley beruht auf solchen Freiheiten, nicht auf staatlichen Almosen. Die Mandarine von ARIA, abgeschirmt von der Kontrolle, könnte sich an scheiternde Projekte klammern und so Gelder verschwenden, die der Markt schnell wieder umleiten würde. Alles in allem ist ARIA ein falscher Umgang mit dem Geld der Steuerzahler. Die Privatwirtschaft mit ihrer rücksichtslosen Effizienz und ihrer marktorientierten Ausrichtung übertrumpft die Quangos, wenn es darum geht, Innovationen hervorzubringen, die Großbritanniens Wirtschaft und Wohlstand fördern können. Großbritannien hat etwas Besseres verdient – eine marktorientierte Renaissance, nicht die Hirngespinste einer Quango.
King Canute* befahl apokryph den ankommenden Wellen, aufzuhören und weder seine Füße noch seinen Mantel zu benetzen. Als die Wellen ihn unweigerlich durchnässten, sagte er: „Alle Menschen sollen wissen, wie leer und wertlos die Macht der Könige ist, denn es gibt keinen, der dieses Namens würdig ist, außer dem, dem Himmel, Erde und Meer durch ewige Gesetze gehorchen.“ Die Bescheidenheit und Weisheit von Canute und sein Respekt vor den ewigen Gesetzen sind der Advanced Research and Invention Agency (ARIA) und ihren selbstherrlichen Managern offensichtlich entgangen.
[*Wer dieser ‚King Canute‘ war, steht u. A. hier. A. d. Übers.]
Dr Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO2 Coalition and a former contributor to Forbes. Follow him on Substack and X.
Presse stoppen: Der CEO von ARIA, Ilan Gur, hat auf Substack seine Quango verteidigt. Lesen Sie es hier.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Ein genauerer Blick auf ARIA: Großbritanniens geheimnisvoller, 800 Millionen Pfund teurer Sonnenschutz-Ärger erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.
Es geschieht am helllichten Tag

Die massenhafte Zwangsprostitution von minderjährigen weißen Mädchen durch muslimische Vergewaltigungsringe – mit mindestens zehntausenden von Opfern allein in England – sie hat wohl auch Deutschland erreicht. Das Schema wurde auch dadurch möglich, dass die Medien konsequent schweigen- keiner will berichten von überwiegend pakistanischen Tätern und geschändeten zwölfjährigen Mädchen. Niemand hat die Kinder geschützt – angeblich […]
Der Beitrag Es geschieht am helllichten Tag erschien zuerst unter tkp.at.
Das steuerfinanzierte Doxxing-Netzwerk des Jan Böhmermann
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Das steuerfinanzierte Doxxing-Netzwerk des Jan Böhmermann
Ein Netzwerk aus Medien, Stiftungen und Behörden arbeitet Hand in Hand – mit fragwürdigen Mitteln gegen unliebsame Stimmen. Böhmermanns Angriff auf Clownswelt zeigt, wie steuerfinanzierte Organisationen politische Gegner verfolgen und auszuschalten versuchen.
von Collin McMahon
Am vergangenen Freitag doxxte der ZDF-Aktivist Jan Böhmermann zusammen mit „Zeit“-Journalist Christian Fuchs den YouTuber Clownswelt, den Sie als „rechtsextrem“ diffamierten. Die aufwändige und geheimdienstmäßig organisierte Kampagne erinnerte an die Correctiv-Kampagne zum angeblichen „Deportationsgipfel“, die aus dem selben Umfeld lanciert wurde. Die neue Merz-Regierung muss endlich Schluss machen mit dem steuerfinanzierten und geheimdienstnahen Netzwerk aus „Nicht“-Regierungsorganisationen, das – mutmaßlich illegalerweise – zur Oppositionsbekämpfung verwendet wird.
Der US-Senator und Vorsitzender des Geheimdienstausschusses Tom Cotton hat am 7.5. die US-Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard aufgefordert, die Zusammenarbeit zwischen US- und deutschen Diensten auszusetzen, solange die Bundesregierung die Geheimdienste gegen die Opposition einsetzt. Cotton fordert von Gabbard ebenfalls Aufschluss darüber, welche Zusammenarbeit es bei der Oppositionsbekämpfung unter der Biden-Regierung zwischen US- und deutschen Diensten gab. Laut Cottons Sprecher hat Gabbard noch nicht dazu geantwortet. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden.
Bereits 2016 hat die Deutsche Botschaft in Washington sich mit den Drahtziehern der Obama-Geheimdienstkampagne gegen den Kandidaten Donald Trump getroffen, eine Zusammenarbeit, die ab 2017 in ein breites Netzwerk aus regierungstreuen „Nicht“-Regierungsorganisationen ausgelagert wurde, die konservative Inhalte zensierten und Webseiten boykottieren ließen. Ich habe dieses Netzwerk in Bezug auf Deutschland in „Der Zensurkomplex“ beschrieben. Böhmermann-Redakteur Jean Peters war bereits an der Ibiza-Affäre um „Detektiv“ Julian Hessenthaler und der „Correctiv“-Recherche zum „Geheimtreff von Potsdam“ beteiligt.
Der Böhmermann-Angriff auf „rechte“ YouTuber vom Freitag, 9.5., scheint ebenfalls diesem steuerfinanzierten Netzwerk aus „Nicht“-Regierungsorganisationen zu entstammen, wie der Bericht von Christian Fuchs in der „Zeit“ offen zugibt.
Fuchs zitiert Wyn Brodersen vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena, einem Ableger der Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS) der ehemaligen Stasi-IM Anetta Kahane, die schon zu DDR-Zeiten Juden in der DDR denunzierte. Brodersen wird vom Familienministerium für ein „Netzwerk gegen Hass im Netz und Desinformation“ finanziert.
Die Amadeu-Antonio-Stiftung erhielt seit 2008 mindestens 12 Mio. € von der Bundesregierung und arbeitet seit mindestens 2009 mit der „Zeit“ zusammen, als sie „Netz gegen Nazis“ gründeten, woraus 2017 die Webseite „Belltower News“ entstand. Die Amadeu Antonio Stiftung erhielt außerdem 563.587 $ von den Open Society Foundations 2019-2021 und 250.000 € von der EU 2020.
Zuvor war Brodersen bei Das NETTZ tätig, einem weiteren Knotenpunkt des deutschen Zensurnetzwerks, das Verbindungen zu allen wichtigen Zensur-NGOs wie HateAid, AAS, Institute for Strategic Dialogue und CLAIM unterhält.
Das NETTZ vergab 2019 einen Preis an Jan Böhmermann für seine Aktion „Reconquista Internet“, bei der ebenfalls „rechte“ YouTuber gedoxxt wurden. Im Rahmen von „Reconquista Internet“ wurde die Mutter der ermordeten Susanna Feldmann gemobbt und terrorisiert, weil sie die Schweigeminute der AfD im Bundestag für ihre ermordete Tochter geteilt hatte.
Die Methoden, die Fuchs und Böhmermann angewendet haben, um die Identität des YouTubers „Clownswelt“ herauszufinden, lassen wie beim „Deportationsgipfel“ von Correctiv auf eine Beteiligung der Geheimdienste schließen, so ein Kenner. So zitiert Christian Fuchs in seinem Zeit-Artikel eine Sprecherin des Verfassungsschutzes Niedersachsen, der „die Szene beobachtet“.
Auf Anfrage von NIUS bestritt der Verfassungsschutz Niedersachsen jedoch, „Clownswelt“ zu beobachten: „‚Clownswelt‘ ist derzeit kein Beobachtungsobjekt des Niedersächsischen Verfassungsschutzes. Nach einer aktuellen Einschätzung des zuständigen Fachbereiches handelt es sich dabei um eine rechtspopulistische Plattform, die Ansätze neurechten Denkens aufweist.“
Der ehemalige Stiftungsrat der Amadeu-Antonio-Stiftung Stephan J. Kramer leitet seit Dezember 2015 das Amt für Verfassungsschutz Thüringen, das er nach Darstellung von Apollo News mit rabiaten Mitteln auch gegen den Widerstand seiner Mitarbeiter gegen die Opposition instrumentalisierte.
Der Darstellung von Jan Böhmermann, nach der die Redaktion von „ZDF Royale“ den YouTuber Clownswelt anhand von Bildern „aller deutschen Metalbands“ auf der Suche nach einer gewissen Halskette identifiziert habe, schenkt „Clownie“ keinen Glauben. Der Leak stamme vielmehr aus seinem privaten Umfeld, erklärte er in seinem Antwortvideo vom 11.5.
„Ich habe vor einigen Wochen einen Anruf unter unterdrückter Nummer bekommen, bei dem sich jemand mir gegenüber als ‚Influencer-Agentur‘ ausgab, die durch einen sogenannten ‚Freund‘ meine Privatnummer bekommen haben möchte. Wenige Tage später bekomme ich dann einen Anruf unter meiner Privatnummer, erneut samt Nennung meines Klarnamens, von einem gewissen Christian Fuchs. Man sagte, man recherchiere gerade zu erfolgreichen YouTubern und wollte mich gern für ein Interview zu meinem Kanal anfragen. Gerne würde man, bot man mir entgegenkommend an, auch zu einem persönlichen Gespräch bei mir zu Hause vorbeischauen“, so „Clownie“.
Dies habe der YouTuber als „unmittelbaren Einschüchterungsversuch“ wahrgenommen, da er seine Person bisher geheim gehalten habe, „weil man in dieser Republik mit abweichender Meinung gerne von linker Seite sein Auto angezündet oder seinen Schädel mit einem Hammer eingeschlagen bekommt“.
Es folgten „mehrere weitere penetrante Kontaktversuche auf verschiedenen Wegen, auch in Form von mehreren Anrufen, auch durch die Redaktionsleitung des ZDF-Magazins Royal Nora Nagel“, so Clownie: „In letzter Konsequenz haben diese Menschen bei meiner Familie geklingelt, bei meinen Eltern, um den Spalt auch tief in meine Familie zu schlagen … Daraufhin folgte eine Zusendung zweier Fragenkataloge, die sich gelesen haben wie Stasi-Akten.“
Clownie sei sich sicher, dass ihn „Leute aus meinem privaten Umfeld verraten haben, weil man mit diesen Leuten durchaus detaillierte Gespräche über Gespräche geführt hat, an die ich mich selber und damit auch an die Personen erinnern kann. Ich weiß also so ungefähr, wer es gewesen ist und es war definitiv nicht eine KI, die sämtliche Bilder durchsucht hat, lieber Böhmi“.
Der YouTube-Kanal „Clownswelt“ hatte vergangenen Freitag 227.000 Abonnenten. Seit der Böhmermann-Sendung sind es inzwischen 444.000 Abonnenten. „Die haben die komplette ‚Das Leben der Anderen‘-Behandlung bei mir durchgeführt, haben versucht, mich an verschiedenen Stellen zu denunzieren …Der (Böhmermann) merkt gar nicht, wie das rüberkommt. Das kommt so rüber, als wärt ihr gebührenfinanzierte Politkommissare, die im privaten Umfeld von Leuten rumschnüffeln, die euch politisch nicht gefallen“, so Clownie.
Der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Arne Schönbohm, der von Böhmermann ohne Beweise der Zusammenarbeit mit Russland beschuldigt wurde (reitschuster.de berichtete), hat im Dezember seinen Prozess gegen Böhmermann und das ZDF gewonnen, allerdings ohne den geforderten Schadensersatz. Dagegen geht Prof. Schönbohm vor dem Oberlandesgericht München in Berufung. Das Verfahren geht voraussichtlich im Juni weiter.
Im Januar wurde Schönbohms Schadensersatz-Klage gegen Nancy Faeser vor dem Verwaltungsgericht Köln abgewiesen, da laut Gericht Böhmermann und das ZDF die Schuld treffe, nicht Faeser.
Daraus ergebe sich ein neuer Sachstand für die Berufung gegen das ZDF und Böhmermann, so Prof. Schönbohm zu reitschuster.de. Ein empfindlicher Schadensersatz sei wichtig, da nur so „das Geschäftsmodell des Jan Böhmermann zerstört werden kann. Lügen für die Quote darf sich nicht lohnen“.
In Deutschland herrscht Meinungsfreiheit. Angeblich. »Eine Zensur findet nicht statt«, heißt es in Artikel 5 des Grundgesetzes. Doch seit der Wahl Donald Trumps 2016 und dem Brexit haben sich Geheimdienste, Denkfabriken, Nichtregierungsorganisationen, Internetgiganten und Mainstream-Medien verschworen, um durch die Hintertür ein flächendeckendes System der Zensur und Meinungsüberwachung einzuführen, finanziert von den Steuerzahlern, im Namen der Bekämpfung von »Hass und Hetze« sowie »Desinformation«.
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Anstehende Veränderungen bei Anti-Spiegel-TV und ein Rückblick auf die letzten 2 Jahre

In dieser Folge von Anti-Spiegel-TV erzählen Dominik Reichert und Thomas Röper, was sich bei Anti-Spiegel-TV verändern wird und bei dieser Gelegenheit blicken wir Folge auf die Highlights aus zwei Jahren Anti-Spiegel-TV zurück. Da am Freitag berichtet wurde, dass Thomas Röper auf die neue EU-Sanktionsliste kommen soll, sei zur Vermeidung von Gerüchten darauf hingewiesen, dass wir […]
Kältereport Nr. 19 / 2025
Meldungen vom 12. Mai 2025:
Schnee und Kälte in Europa
Seit dem 3. Mai herrscht in Europa eine Kältewelle, die sich voraussichtlich bis zum Ende des Monats fortsetzen wird, vor allem in den mittel- und osteuropäischen Ländern.
In den rumänischen Karpaten ist Schnee bis unter 1000 Meter gefallen – eine Seltenheit für den Mai.
In Ungarn wurde in Nyírtass eine Temperatur von -4,4 °C gemessen, was die niedrigste Mai-Temperatur in Ungarn seit dem 4. Mai ist (gleichauf mit dem Wert von Szentgotthárd aus dem Jahr 1978).
In der Ukraine sind die Bedingungen in der Mitte des Frühlings noch härter.
Die Temperaturen sanken bis weit unter den Gefrierpunkt, und in Czernowitz und Iwano-Frankiwsk wurden winterliche Szenen gemeldet. Auch in Dzembronya hat starker Schneefall die Landschaft in ein Bild verwandelt, das eher an Januar erinnert.
Auf dem Berg Pip Ivan haben Nebel und Eis die Sicht auf nahezu Null reduziert. Der staatliche Notdienst meldete -7°C, dichten Nebel und böige Winde aus Nordosten. Die Rettungskräfte warnen Touristen, sich wegen der gefährlichen Bedingungen vom Hochland fernzuhalten.
Die üblichen Hitzewellen im Frühjahr werden nun frühestens im Juni auftreten, wobei sie wahrscheinlich von Westen her kommen und zuerst West- und Mitteleuropa treffen werden. Osteuropa bleibt jedoch fest in der Kälte gefangen, auch wenn man die längerfristigen Modelle betrachtet.
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UK: Kein Mai-Trend
UK schwankte in den letzten Wochen zwischen Wärme und Kälte, aber im Laufe dieser Woche wird eine Rückkehr zu milderer Witterung erwartet.
Das Wetteramt übertreibt es allerdings – wie erwartet: „Die Höchsttemperaturen werden in der nächsten Woche oft 3 bis 9 Grad über dem Durchschnitt liegen, mit Tageshöchsttemperaturen von teilweise Mitte 20 Grad Celsius.“
In Wirklichkeit zeigen die langjährigen Aufzeichnungen für Mittelengland jedoch, dass Mai-Temperaturen von Mitte 20 Grad nichts Ungewöhnliches sind. Der Geologe und Klimaforscher John Dodders weist sogar darauf hin, dass es bei den Tageshöchsttemperaturen im Mai keinen Trend gibt, wenn man die Daten bis ins Jahr 1900 zurückverfolgt:
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Antarktis: Unverändert extreme Kälte
Die Antarktis wird erneut von extremer Kälte heimgesucht. Am 11. Mai sank die Temperatur an der Station Vostok auf -73,5°C, während an der französisch-italienischen Station Concordia -74,9°C registriert worden sind.
Diese Messwerte markieren einige der bisher kältesten Bedingungen auf der Erde im Jahr 2025 und erinnern an die brutale Klimarealität der Antarktis – eine Realität, die oft der vereinfachenden Darstellung eines sich gleichmäßig „erwärmenden“ Planeten widerspricht.
Trotz der anhaltenden anomalen Kälte der Antarktis und der beeindruckenden Eisschildzuwächse in letzter Zeit bleibt die Mainstream-Klimaberichterstattung hierzu seltsam still. Aber die Daten lügen nicht: Die Antarktis ist kalt, bleibt kalt und wird vielerorts sogar noch kälter.
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Vor 42 Jahren, am 10. Mai 1983, warnte The Morning Call, dass die „polare Erwärmung“ bald ein Drittel Floridas überfluten würde.
J. Murray Mitchell von der NOAA gab dem CO₂ die Schuld und sagte eine starke Erwärmung und ein Klima-Chaos bis zum Jahr 2000 voraus:
Unnötig zu erwähnen, dass nichts dergleichen geschah.
Stattdessen: Die Antarktis kühlt sich ab, und der Eisschild nimmt an Masse zu statt zu schmelzen.
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Meldungen vom 13. Mai 2025:
Japan: Historischen winterlichen Schneemassen folgt nun eine Kältewelle
Japan wird von einem ungewöhnlich starken Kälteeinbruch in der Mitte des Frühlings heimgesucht.
Am 11. Mai sanken die Tiefsttemperaturen im ganzen Land, wobei Amami und Okinawa besonders stark betroffen waren. Auf dem gesamten Archipel fielen die Temperaturen auf Werte, die normalerweise Mitte März erreicht werden, und stellten neue Rekorde für Anfang Mai auf.
Naha (Okinawa) eispielsweise erreichte mit 17,2 °C den tiefsten Wert in der ersten Maihälfte seit dem 14. Mai 2011 mit 16,3 °C.
Die Japanische Meteorologische Agentur (JMA) registrierte Dutzende von Stationen, die die Mai-Tiefsttemperatur-Rekorde bedrohten, insbesondere in den nördlichen Regionen und im Landesinneren.
Diese Kälte folgt auf einen Winter mit rekordverdächtigen Schneefällen. Im Norden Japans gab es einige der stärksten Schneefälle seit Jahrzehnten, wobei die Gesamtmenge bis März weit über dem Durchschnitt lag.
Der Zustrom kälterer Luftmassen bis in den Mai hinein wird wahrscheinlich durch die anhaltenden spätwinterlichen Schneefälle begünstigt, die den Winter 2024-25 dominierten.
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Neufundland, Kanada: Rekord-Maischnee an der Goose Bay
Am 11. Mai wurden in Goose Bay in Neufundland und Labrador 39,4 cm Schnee registriert – die höchste Schneedecke, die seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1942 an einem einzigen Tag im Monat Mai gemessen wurde.
Damit wurde der bisherige Mai-Rekord von 33,8 cm vom 16. Mai 1957 übertroffen.
Für eine Region, die an Schnee gewöhnt ist, ist selbst diese späte Niederschlagsmenge bemerkenswert. Und es war nicht nur ein Meilenstein im Mai, sondern auch der schneereichste Tag in Goose Bay seit über vier Jahren, nämlich seit dem 24. November 2020.
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Antarktis: Weitere Abkühlung
Am 12. Mai wurde in Concordia in der Antarktis ein Wert von -76,7 °C gemessen – der erste Wert des Jahres unter -75 °C auf dem Kontinent.
Concordia auf dem antarktischen Plateau behält sich solche extremen Temperaturen normalerweise für die Mitte des Winters vor, also im Juni oder Juli. Die Tiefstwerte Mitte Mai liegen normalerweise zwischen -60°C und -70°C. Der Wert vom 12. Mai ist ein echter Ausreißer.
Der Messwert deutet auf einen ungewöhnlich frühen Abstieg in den Tiefkühlbereich für den antarktischen Winter 2025 hin – und wirft Fragen über die allgemeine atmosphärische Dynamik auf, die den anhaltenden Abkühlungstrend auf dem Kontinent verursacht. Es ist nicht das CO₂. So viel wissen wir.
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Meldungen vom 14. Mai 2025:
Rumänien: Relkord-Maikälte
Bâlea Lac in Rumänien verzeichnete in den frühen Morgenstunden des 12. Mai einen Tiefstwert von -6,3 °C – die kälteste Mai-Nacht, die an der hochgelegenen Station je gemessen wurde, und übertraf damit den bisherigen Mai-Tiefstwert von -5,5 °C aus dem Jahr 1979.
Die Tageshöchstwerte kämpften sich auf -1,8 °C herunter und stellten damit einen Rekord für den kältesten 12. Mai auf, der die Marke von 2001 (-1,4 °C) übertraf.
Am Dienstag wurde im Făgăraș-Gebirge, das nur mit einer Seilbahn erreichbar ist, eine Neuschneedecke von 6 cm gemessen.
In weiten Teilen Europas war es in diesem Monat anomal kalt, und das wird wohl vorerst so bleiben.
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Antarktis: Concordia mit – 77,3°C
Am 13. Mai wurde an der Concordia-Station in der Antarktis eine Temperatur von -77,3 °C gemessen.
Das ist eine der niedrigsten Mai-Temperaturen, die jemals an diesem Ort gemessen wurden, und zeigt, wie weit unter dem Normalwert die Bedingungen in diesem Jahr liegen.
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Meldungen vom 15. Mai 2025:
Und nochmals Antarktis: Immer weitere Abkühlung
Am 14. Mai verzeichnete die Concordia-Station eine extreme Temperatur von -79,1 °C – ein Wert, der weit unter dem Durchschnitt für diese Jahreszeit liegt. Temperaturen unter -75°C sind normalerweise den tiefen antarktischen Wintermonaten Juni und Juli vorbehalten.
Das durchschnittliche saisonale Minimum für Concordia im Mai liegt bei etwa -65°C.
Ein Tiefstwert von -79,1 °C ist höchst ungewöhnlich. Historische Daten zeigen, dass solche Tiefstwerte nur selten so früh in der Saison erreicht werden, so dass der Messwert vom Mittwoch einer der tiefsten Mitte Mai ist, der jemals an der Station gemessen worden ist.
Die Antarktis kühlt sich ab; ihre Eismasse nimmt zu.
[Hervorhebung im Original]
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USA: Ski-Rekordsaison widerspricht alarmistischen Vorhersagen
Die Skisaison 2024-25 hat Medienberichten getrotzt, die den Niedergang der US-Skiindustrie aufgrund der globalen Erwärmung vorhersagten.
Entgegen den Vorhersagen über geringere Schneefälle und verkürzte Saisons haben die Skigebiete im ganzen Land robuste Schneefälle und hohe Besucherzahlen gemeldet.
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Die Wintersaison 2022-23 war die schneereichste, die je in mehreren Regionen der USA, insbesondere in den westlichen Bundesstaaten, verzeichnet worden ist.
Hierzu kann es sich Cap Allon nicht verkneifen, noch einmal das hier zu zeigen:
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Meldungen vom 16. Mai 2025:
Polen: Starker Mai-Schneefall
Am 15. Mai schneite es in Zakopane in Südpolen heftig, wobei innerhalb weniger Stunden zehn Zentimeter Schnee fielen.
Schnee wird hier Mitte Mai als selten angesehen bei Tagestemperaturen, die normalerweise zwischen 5°C und 15°C liegen. Die Tiefstwerte liegen hier im Mai bei durchschnittlich 4 °C, so dass die heute Morgen (16. Mai) gemessenen -4 °C eine ziemliche Anomalie darstellen.
Der Schnee störte den Verkehr und zwang einige Frühjahrsveranstaltungen zur Absage. Die Straßen wurden rutschig, und die Behörden rieten zur Vorsicht.
Mitte Mai hat es in Zakopane schon einmal geschneit, aber nicht oft so stark.
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Hitze in Zentralasien wird von Kälte in Europa und Ostasien flankiert
Während in Alarmistenkreisen eine Hitzewelle in Zentralasien besungen wird, werden die großen Kalt-Anomalien auf beiden Seiten davon ignoriert.
Sowohl in Osteuropa als auch in Ostasien herrschen deutlich unterdurchschnittliche Temperaturen:
Osteuropa hat mit einem starken Kälteeinbruch zu kämpfen. Länder wie Lettland, Litauen und Weißrussland haben in letzter Zeit unter eisigen Bedingungen gelitten, mit Tiefstwerten von -5°C, die weit unter den Normalwerten für Mai liegen.
Auch aus der Ukraine und Rumänien liegen Berichte über schädlichen Frost vor. Diese Kälte kann den aufkommenden Feldfrüchten erheblichen Schaden zufügen.
Außer in Polen – wie oben erwähnt – fiel auch in der Schweiz, der Tschechischen Republik, der Slowakei und der Türkei seltener Mai-Schnee.
Gleichzeitig ist Ostasien in einer Kältewelle steckengeblieben.
Für die Mongolei, Nordostchina, Südkorea und Teile Japans wird ein Rückgang bis zu 14 °C unter den jahreszeitlichen Durchschnitt vorhergesagt. Diese Bedingungen haben bis Mitte Mai angehalten und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sie sich umkehren – in der Mongolei und in Nordostchina wird es eher zu einer Verschärfung kommen.
Die Ursache dafür scheint ein „welliges“ Jetstream-Muster zu sein, das Wärme nach Zentralasien zieht und gleichzeitig kalte Luft in die umliegenden Regionen leitet. Es handelt sich dabei um eine übliche atmosphärische Konstellation, über die jedoch in der Mainstream-Berichterstattung nie in vollem Umfang berichtet wird: Über wärmere Gebiete „unterhalb“ des Jetstreams wird oft berichtet, während die kälteren Regionen, die sich darüber befinden, ignoriert werden.
Die Ursache ist ein wellenförmiges Muster des Jetstreams, der warme Luft nach Zentralasien drückt, während er kalte Luft in die Regionen auf beiden Seiten zieht. Diese atmosphärische Konstellation ist wohlbekannt, wird aber in der Mainstream-Berichterstattung selten vollständig erklärt. Gebiete auf der warmen Seite des Jetstreams erhalten die Aufmerksamkeit der Medien wegen der Wärme, während die kälteren Zonen routinemäßig ignoriert werden.
Dies führt natürlich zu einer verzerrten Sichtweise: Rotglühende Karten machen Schlagzeilen, während die tiefblauen Gebiete beiseite geschoben werden. Aber beide sind Teil des gleichen Musters. Was derzeit als allgegenwärtige Hitze dargestellt wird, ist in Wirklichkeit ein asymmetrisches System – heiß in der Mitte, kalt an den Flanken.
Die Kälte in Osteuropa und Ostasien ist bedeutsam. Das ist nicht nur ein Detail im Hintergrund, sondern ein zentrales Element des aktuellen Geschehens. Das Ignorieren dieser Anomalien lässt sie nicht verschwinden. Es macht den Alarmismus nur leichter zu verkaufen.
Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 20 / 2025
Redaktionsschluss für diesen Report: 16. Mai 2025
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Kältereport Nr. 19 / 2025 erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.
Bandenkrieg: Nächster Mordanschlag in BaWü
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Bandenkrieg: Nächster Mordanschlag in BaWü
Seit drei Jahren tobt im Großraum Stuttgart ein erbitterter Bandenkrieg, regelmäßig kommt es zu Anschlägen. Am Samstagabend wurde nun ein Mann in Göppingen niedergeschossen – in einem sogenannten „Drive-by-Shooting“ aus einem Auto heraus. Es herrschen mittlerweile Wild-West-Zustände.
von Max Hoppestedt
Noch sind erst wenige Details zum neuesten Anschlag bekannt, doch auch diese Tat scheint die Handschrift rivalisierender Banden zu tragen, die sich seit Sommer 2023 bekämpfen und dabei vor schwerster Gewalt nicht zurückschrecken. Aktuell findet beispielsweise der Prozess gegen einen 17-jährigen Syrer statt, der im Oktober 2024 eine Bar in Göppingen stürmte und einen Mann erschoss, der als Mitglied der feindlichen Gang eingestuft wurde. Später stellte sich heraus, dass es sich um eine Verwechslung gehandelt hat. Ein anderer Krimineller, der im Juni 2023 eine Handgranate auf die Teilnehmer einer Beerdigung geworfen hat, wurde inzwischen wegen versuchten Mordes zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Doch diese Gerichtsentscheidungen scheinen die Gewalt nicht zu stoppen.
500 Kämpfer stehen sich gegenüber
Die Dimension des Konfliktes erinnert fast an einen Bürgerkrieg: Nach Einschätzungen der Polizei stehen sich 500 Kämpfer zweier „multiethnischer Gruppen“ gegenüber, die sich mit schwersten Anschlägen bekämpfen. Eine Bande stammt aus dem Bereich Esslingen, Plochingen und Ludwigsburg, ihre Kontrahenten aus Göppingen und Stuttgart-Zuffenhausen. Trotz bisher 93 Festnahmen, über 300 Durchsuchungen, sowie der Beschlagnahme von 36 Schuss- und über 200 andere Waffen scheinen die Strukturen weiter zu bestehen und ganz unbeirrt weiter zu machen.
Deutschland ist unsicherer denn je, und das nicht nur für Frauen! Wir befinden uns in einem Zeitalter des fortschreitenden Zerfalls der inneren Sicherheit. Es tummeln sich so viele Kriminelle auf unseren Straßen wie nie zuvor. Und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Wenn der Staat seinen Aufgaben nicht mehr nachkommt und man Angriffe auf Leib und Leben befürchten muss, dann ist es an der Zeit, sich selbst zu schützen.Doch was darf überhaupt noch mitgeführt werden? Welche Gegenstände fallen nicht unter das Waffengesetz? Und welche legalen Tricks gibt es?
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460.000 Soldaten: Kiesewetter will größte Armee in Europa
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460.000 Soldaten: Kiesewetter will größte Armee in Europa
Völlig irre! Roderich Kiesewetter, Chef-Kriegstreiber und rechte Hand von Kanzler-Darsteller Friedrich Merz in Sicherheits- und Verteidigungsfragen, will die Anzahl der Bundeswehrsoldaten auf 460.000 steigern. Damit würde Deutschland über die zahlenmäßig größte Armee in Europa und mehr Soldaten als zur Zeit des Kalten Krieges verfügen.
von Günther Strauß
Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD ist noch keine zwei Wochen unterzeichnet, da scheint schon die darin enthaltene Freiwilligkeit beim Wehrdienst zu fallen. Erst hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius am Mittwoch im Bundestag erste Zweifel an der “zunächst” geplanten Freiwilligkeit geäußert:
“Ich sage ganz bewusst und ehrlich: Die Betonung liegt auf ‘zunächst’, falls wir nicht hinreichend Freiwillige gewinnen können.”
Der aktuelle Personalstand der Bundeswehr liegt bei etwa 180.000. In der Koalition besteht die Vorstellung, diesen binnen eines Jahres um mindestens 100.000 aufzustocken. Im Jahr 2024 gab es bei der Bundeswehr jedoch insgesamt nur 51.000 Bewerber, von denen in der Regel nicht alle tauglich sind.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte in seiner Regierungserklärung angekündigt, er wolle “die stärkste Armee Europas” aufbauen. Schon im April hatte Carsten Breuer, der Generalinspekteur der Bundeswehr, bei einer Podiumsdiskussion der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik erklärt, der “Bedarf für Deutschland liegt bei 460.000 Soldaten”. Nun legte der CDU-Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter nach:
“Wenn Deutschland die Minimum Capability Requirements der NATO erfüllen will, brauchen wir laut Auskunft des Generalinspekteurs inklusive Reserve circa 460.000 Soldaten. Wenn wir allerdings einen möglichen Abzug der Amerikaner mitberücksichtigen, würde ich die Zahl eher zuzüglich Reserve sehen.”
Die US-Regierung unter Donald Trump vertritt die Ansicht, Europa müsse für seine Verteidigung selbst sorgen und hatte zuletzt auch einen Abzug der in Europa stationierten US-Truppen ins Spiel gebracht. Was deutsche Politiker wie Kiesewetter zum Anlass nehmen, um den Druck zur Aufrüstung weiter zu erhöhen:
“Angesichts der enormen Bedrohungslage in Europa und möglicher Szenarien, die von einem absehbaren Angriff Russlands auf NATO-Gebiet in den nächsten ein bis zwei Jahren ausgehen, brauchen wir eine sehr hohe Geschwindigkeit beim Personalaufbau. Leider ist damit die effektivste Möglichkeit, ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr zu schaffen, unrealistisch und es bleibt nur die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Anders wird ein solcher Personalaufbau nicht zu leisten sein.”
Der höchste historische Personalbestand der Bundeswehr lag bei 495.875, während des Kalten Krieges und mit allgemeiner Wehrpflicht, im Jahr 1983. Allerdings umfassten die betroffenen Jahrgänge damals noch bis zu 700.000 junge Männer, während es im Jahr 2025 nicht einmal 500.000 sind, wovon noch dazu mindestens ein Viertel keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, was die Zahl der möglichen Wehrpflichtigen weiter verringert. Weshalb Kiesewetter bereits ausspricht, wie weit sich die Entwicklung noch vom freiwilligen Wehrdienst des Koalitionsvertrags entfernen könnte:
“Jedes Modell mit verpflichtendem Anteil für Frauen und für Männer hätte im Zuge der Grundgesetzänderung zur Schuldenbremse mitverhandelt werden müssen, indem Art. 12a Grundgesetz zeitgemäß auch auf Frauen angepasst worden wäre.”
Artikel 12 a Grundgesetz, der mit Abschaffung der Wehrpflicht im Jahr 2011 nur ausgesetzt, aber nicht gestrichen wurde, lautet:
“Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder einem Zivilschutzverband verpflichtet werden.”
Allerdings wäre der Artikel 12a Grundgesetz nicht das einzige Hindernis vor einer derart umfassenden Wehrpflicht. Nach dem Jahr 2011 wurden zahlreiche Kasernengrundstücke, insbesondere in Städten oder stadtnahen Lagen, bebaut oder verkauft, schon der Grund zur Neuerrichtung müsste also erst erworben werden, dann bebaut. Große Teile der Bundeswehrstruktur wurden privatisiert, Küchen, Werkstätten et cetera, was sich bei einer schnellen Vervielfachung als problematisch erweisen könnte, da schon die Ausschreibungsverfahren zeitraubend sind. Eine rein freihändige Vergabe und Beschaffung erhöht aber das Risiko von Korruption deutlich.
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Wissenschaftler zur ORF-Behauptung: unsere Wälder sollen klimaschädlich sein?
In der ZIB-1-Sendung vom 12. Mai 2025 wurde berichtet, dass Wälder mittlerweile mehr CO₂ ausstoßen als sie binden. Die Wissenschaftler Dr. Steiner und Dr. Pauer untersuchen diese Aussage anhand wissenschaftlicher Daten, beleuchten die Problematik von Fichtenmonokulturen in Österreich und stellen mögliche politische Hintergründe im Zusammenhang mit dem EU-Regulativ zu Carbon Farming dar. Zu beachten sind vor allem forstwirtschaftliche Ursachen für CO₂-Emissionen und ihre Auswirkungen auf die Klimabilanz.
Dr. Erik Pauer, Dr. Martin J. F. Steiner
Die Chefredaktion von report24 hat mich auf die ZIB-1-Sendung des ORF vom 12.5.2025 aufmerksam (leider nur für kurze Zeit in der ORF Mediathek verfügbar) gemacht, in der u. a. vermittelt wurde, dass von unseren Wäldern mittlerweile mehr CO₂ ausgestoßen werden soll, als gebunden wird und die Wälder nunmehr kein „Klimastaubsauger“ mehr sein sollen.
Obwohl ich mir nicht im Geringsten vorstellen kann, was ein „Klimastaubsauger“ sein soll, war mein Interesse und jenes des Independent Climate Research (ICR) nun geweckt, und wir sind dieser Sache nachgegangen, um herauszufinden, was wirklich dahintersteckt.
Die Faktenlage
1.) Die Welt wird seit 1982 insgesamt grüner, trotz Raubbau an der Natur, Brandrodung und katastrophalem Abholzen von Wäldern im Namen des sogenannten „Klimaschutzes“ (Windkraft- und Photovoltaik-Ausbauwahn). Der Grund dafür liegt in der etwas gestiegenen CO₂-Konzentration unserer Atmosphäre (von 0,032 % im Jahr 1960 auf aktuell 0,042 %).
Bild: NASA-Daten des Blattgrüns von 1982 bis 2015
Quelle: https://www.nasa.gov/centers-and-facilities/goddard/carbon-dioxide-fertilization-greening-earth-study-finds/
CO₂ ist der wichtigste Dünger für das Pflanzenwachstum und die Nahrungsmittelproduktion, wie allgemein bekannt und in vielen Studien bestätigt.
2.) Extremwetterereignisse, Dürren oder andere Katastrophen, die dem „Klima“ zugeschrieben werden, haben sich in den letzten 25 Jahren nicht merklich verändert, wie von allen jederzeit überprüft werden kann, auch in Mainstream-Medien-tauglichen Datenquellen:
Somit erhebt sich die Frage: „Wie und weshalb kommt der ORF trotz klarer objektiver Faktenlage auf so etwas, dass der Wald nun ein Risiko für das Klima sein soll?“
Ich habe mich dazu mit Mag. Dr. Erik Pauer, seines Zeichens ICR-Mitglied, Biologe und Ökologe, beraten und dieses Interview dazu aufgezeichnet.
Nach kurzer Recherche war rasch ersichtlich, dass EU-weit diese gesamte Thematik von den Mainstream-Medien transportiert wird, und zwar mit beinahe gleichlautenden Texten und Überschriften:
Dies lässt den Verdacht aufkommen, dass der ORF die Thematik „Der Wald als Risiko für das Klima“ gar nicht selbst recherchiert hat, sondern „irgendwie und von irgendwem“ das Thema EU-weit aktuell platziert worden ist.
Was könnte hier der Grund dafür sein? Am 6.12.2024 ist das EU-Regulativ EU2924/2012 über CRCF in Kraft getreten. Könnte es damit zusammenhängen?
Dieses Regulativ beinhaltet die Themen “carbon farming” sowie “carbon removals” (CCUS = carbon capture, utilization and storage), wir wollen uns nun ansehen, was „carbon farming“ bedeutet:
Carbon farming ist eine EU-Initiative mit dem Ziel der Entfernung und langfristigen Speicherung von CO₂ mittels land- und forstwirtschaftlicher Methoden:
• “Carbon farming rewards farmers and foresters for implementing climate-friendly practices, complementing their income.”
Es geht hier zusammenfassend darum, große land- und forstwirtschaftliche Betriebe in den CO₂-Zertifikatehandel mit einzubinden und so den CO₂-Zertifikatemarkt weiter auszubauen und zu erweitern.
Für kleine und mittlere Betriebe dürfte dies wieder schwer umsetzbar bis unmöglich sein. Zudem werden hier mit dem „carbon farming“ wiederum seitens der EU planwirtschaftliche Fehlanreize und Fehlallokationen von Geldern und Mitteln gesetzt, die wiederum schlussendlich alle Produkte und Dienstleistungen in der EU verteuern werden, auf Kosten der Menschen in der EU, also von uns allen, die hier leben.
Abschließend wollen wir uns aber noch einige Fakten zum Wald in Österreich ansehen:
Dr. Pauer fasst zusammen:
- Fast 48 % der Staatsfläche sind mit Wald bedeckt.
- Die Fichte ist hierzulande mit einem Anteil von 57 % die mit Abstand häufigste Baumart. Zweithäufigster Baum ist mit 12 % die Buche.
- Natürliche Wälder sind auf nur 2,9 % der Waldfläche zu finden.
Quelle: https://www.wwf.at/artikel/8-fakten-zum-wald-in-oesterreich/
Das eigentliche Problem des österreichischen Waldes sind die vielen Fichtenmonokulturen, auch in Gebieten und Höhenlagen, wo sie natürlich nicht wachsen würden. Hier einige Fakten zur Fichten-Problematik in Österreich:
- Fichte: schnellwüchsig, gerader Stamm, hoher ökonomischer Wert
- Natürliches Vorkommen: kühle und feuchte Bergwälder, Alpen und höhere Lagen in Wald- und Mühlviertel
- Windgefährdet – weil Flachwurzler
- Hält Trockenheit und Hitze schlecht aus
- Geschwächte Fichten sind sehr anfällig für Borkenkäfer.
- Fichtenmonokulturen sind naturfern und extrem artenarm.
Diese untenstehende Grafik verdeutlicht noch die Problematik. Man kann ganz klar den massiven Anstieg der Schadholzmengen durch Borkenkäfer erkennen. Geschwächte Fichten und vor allem Fichtenmonokulturen, gepflanzt an nicht natürlichen Stellen (unter 800 m Höhe), sind sehr anfällig für Borkenkäfer-Befall! Seit 1990 steigert sich diese Problematik mittlerweile laufend.
Hier noch ein ganz typisches Bild (von Dr. Pauer) einer Fichtenmonokultur, die an einen natürlichen Mischwald angrenzt. Ein lokales Sturmereignis hat die unnatürliche Fichtenmonokultur wie Streichhölzer gefällt, während der natürliche Mischwald von diesem Ereignis überhaupt nicht betroffen worden ist.
Und ja, tote Bäume geben durch Verkompostierung sowohl Methan als auch CO₂ wieder ab, der Kohlenstoff kehrt in seinen natürlichen Kreislauf zurück. Ebenso wird durch Verbrennung das im Holz gebundene Kohlenstoff als CO₂ wieder frei. Und dadurch – durch Totholz in den Wäldern – kann es tatsächlich vorkommen, dass (rechnerisch) manche Wälder mehr CO₂ und CH₄ als O₂ abgeben.
Doch das wirkliche Problem ist durch uns Menschen bzw. durch die verfehlte Forstwirtschaft (im Besonderen das naturferne Setzen von Fichten-Monokulturen in Österreich) geschaffen worden und nicht durch die Natur oder unsere Wälder.
Fazit:
- Die Probleme der Fichtenmonokulturen sind seit Jahrzehnten bekannt: Wind, Käfer, Schaden am Boden, geringe Biodiversität
- Es sollten heimische, standortgerechte Bäume gepflanzt werden.
- In Höhenlagen unter 800 Meter sollten überhaupt keine Fichten mehr gepflanzt werden!
- Zusätzliche Freisetzung von CO₂ aus Wald ist eher ein Symptom, aber kein echtes Problem!
- Wald als „Risiko fürs Klima“: offenbar ein zentral gesteuertes neues EU-Narrativ
Souveränität oder EU-Provinz? Präsidentenwahlen in Rumänien und Polen: Richtungsentscheidungen für Europa

„Unsere Nationen erwachen, wir werden nicht zulassen, dass die neomarxistische Ideologie oder der Green Deal dominieren!“ Und: Gemeinsam wolle man verhindern, dass Polen und Rumänien zu „Provinzen der EU“ degradiert würden.
Der Mann, der einige Tage zuvor diese forsche Ansage vor einer jubelnden Menge und einem Meer polnischer Nationalflaggen im oberschlesischen Hindenburg (polnisch Zabrze) macht, ist Karol Nawrocki, der als parteiloser Kandidat für die nationalkonservative polnische Partei für Recht und Gerechtigkeit (PiS) an diesem Sonntag zur Präsidentenwahl in Polen antritt.
An seiner Seite stand bei dieser Wahlkampfkundgebung mitten im Kohlerevier Oberschlesiens der Rumäne George Simion, der an demselben Sonntag ebenfalls eine Schicksalswahl zu bestehen hat: Er geht als Favorit in die Stichwahl um die Neubesetzung des Präsidentenamts in Rumänien.
Die ungewöhnliche Allianz aussichtsreicher Kandidaten aus zwei EU-Ländern im Osten Europas, die in der Vergangenheit nur selten gemeinsame Ziele verfolgten, wirft ein Schlaglicht darauf, was bei dieser doppelten Präsidentenwahl auf dem Spiel steht.
Im Kern geht es darum, ob die EU-hörigen alten Eliten, die von Brüssel mit allen – auch unlauteren –Mitteln gestützt werden, weiterhin am Ruder bleiben und reibungslos mitspielen, oder ob sich neue Strömungen und Mehrheiten in den Nationen, die von der zentralistischen EU-Ideologie abweichende nationale Interessen verfolgen, auch in der Besetzung der höchsten Ämter im Staat niederschlagen können.
Kulturkampf in Polen
Nawrockis Opponent im Kampf um die Präsidentschaft in Polen, der Warschauer Stadtpräsident Rafał Trzaskowski, ist der Wunschkandidat der EU-Eliten. Er will im zweiten Anlauf die Nachfolge des Amtsinhabers von der PiS Andrzej Duda antreten, gegen den er 2020 noch verloren hatte und der nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten kann. Trzaskowski gehört der „Bürgerkoalition“ (KO) an, der Regierungspartei des liberalen Ministerpräsidenten Donald Tusk.
Trzaskowski soll im Fall eines Wahlsiegs die brachiale Säuberung vollenden, die Tusk mit rechtsstaatlich fragwürdigen Mitteln, aber mit dem Segen der EU, gegen Anhänger und politische Weichenstellungen der zuvor regierenden PiS durchführt. Den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Polen hat Tusk sofort nach seiner Machtübernahme faktisch gleichgeschaltet; die Rückgängigmachung der PiS-Justizreform, die den Einfluss der alten sozialistischen Eliten zurückgedrängt hatte, blockiert vorerst noch der amtierende Präsident Duda mit seinem Veto.
Trzaskowskis Programm ist, was man in Brüssel gerne hört: Liberalisierung des Abtreibungsrechts und Sonderrechte für sogenannte „sexuelle Minderheiten“. Als Warschauer Stadtoberhaupt ließ er die Kreuze in den Amtsstuben abhängen und marschierte bei LGBT-Paraden mit.
Um auch auf dem Land zu punkten, wo man ihn für einen liberalen Großstadtschnösel hält, äußert Trzaskowski sich verschiedentlich auch im Sinne einer restriktiveren Migrationspolitik und schließt sich den antideutschen Tönen an, mit denen die PiS erfolgreich Stimmung macht.
Für deren alternden Chef Kaczynski geht es um die Rückkehr an die Macht. Sein Überraschungskandidat Nawrocki, ein Historiker aus Danzig (polnisch Gdańsk) und ehemaliger Sportler, der mit einer Arbeit über den öffentlichen Widerstand gegen die kommunistische Herrschaft in der Woiwodschaft Elbing (polnisch Elbląg) promoviert wurde, soll rechte Wähler mobilisieren und hatte auch schon eine Audienz mit Fototermin bei US-Präsident Donald Trump.
Da voraussichtlich keiner der Bewerber im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichen wird, ist eine Stichwahl in zwei Wochen am 1. Juni wahrscheinlich.
Wahlthriller in Rumänien
In Rumänien steht die entscheidende Stichwahl bereits an diesem Sonntag an. Vorausgegangen war ein regelrechter Polit-Thriller, bei dem die Schurken-Rolle klar der Brüsseler EU-Nomenklatura und den von ihr gesteuerten rumänischen Eliten zufällt.
Nachdem im November 2024 Călin Georgescu mit einer professionellen Kampagne gegen die alten Eliten die erste Runde der Präsidentenwahl gewonnen hatte, war diese unter konstruierten Vorwänden annulliert worden. Der zentrale Vorwurf gegen den Überraschungssieger erwies sich schnell als haltlos: Die angeblich „von Russland“ illegal finanzierte TikTok-Kampagne, die Georgescu einen vermeintlich unredlichen Wahlerfolg gebracht haben sollte, war in Wahrheit von den herrschenden Eliten um den noch amtierenden Präsidenten Iohannis inszeniert worden.
Trotzdem wurde Georgescu wegen angeblicher weiterer Unregelmäßigkeiten auch von der neu angesetzten Wiederholungswahl ausgeschlossen worden. Als sein politischer Sachwalter trat der 38-jährige großrumänische Nationalist und Social-Media-Profi George Simion an, der den ersten Wahlgang souverän gewann und auch in den Umfragen für die Stichwahl mit großem Vorsprung führt.
Simion genießt, ebenso wie der polnische Anti-Establishment-Bewerber Karol Nawrocki, die Unterstützung der Trump-Regierung. Vizepräsident JD Vance hatte die von der EU veranlasste Annullierung des ersten Durchgangs der Präsidentenwahl 2024 durch das rumänische Verfassungsgericht in seiner aufsehenerregenden Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit scharfen Worten kritisiert.
Waterloo der EU-Eliten?
Zweiter Stichwahl-Kandidat ist Nicușor Dan, seit 2020 Bürgermeister der Hauptstadt Bukarest. Der promovierte Mathematiker, der sich als Denkmalschützer und Anti-Korruptions-Kämpfer einen Namen gemacht hat, gilt als konservativer Liberaler und ist Hoffnungsträger der Pro-EU-Kräfte, obwohl auch er eine Außenseiterposition vertritt. Die von ihm gegründete „Union rettet Rumänien“ (USR) hatte er verlassen, weil er sich mit seiner pragmatischen Einstellung zur gleichgeschlechtlichen Ehe nicht durchsetzen konnte.
Trotzdem unterstützt ihn die USR in der Präsidentenwahl; die etablierten alten Parteien waren schon im ersten Durchgang ausgeschieden. Für die EU-Eliten ist Dan das „kleinere Übel“; Georgescu und Simion, die sich gegen eine tiefere Verwicklung Rumäniens in den Ukraine-Krieg und gegen den massiven Ausbau der Nato-Präsenz in dem Land am Schwarzen Meer stellen, sind für sie das größere Problem.
Im ersten Wahlgang lag Dan allerdings zwanzig Prozentpunkte hinter Simion, der 41 Prozent holte. Sollte er die Wahl gewinnen, will Simion den handstreichartig aus dem Rennen genommenen Georgescu zum Ministerpräsidenten ernennen. Für die EU-Eliten könnte die rumänische Präsidentenwahl zum Waterloo werden.
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