Kategorie: Nachrichten
Kältereport Nr. 44 / 2024
Christian Freuer
Vorbemerkung: Dieser Kältereport ist wieder recht kurz – Cap Allon hat in seinen täglichen Bulletins mehr zur aktuellen Lage geschrieben (COP, Dunkelflaute usw.) Vieles davon ist separat übersetzt.
Dennoch, einige Meldungen gibt es immer, und langsam kommt auch der Winter auf der Nordhemisphäre in Fahrt.
Meldungen vom 11. November 2024:
Schneefallmengen in den USA
Der historische, mehrtägige Schneesturm in Colorado mag nun vorüber sein, aber er hat in den November-Rekordbüchern eine unauslöschliche Spur hinterlassen, denn einige Gebiete sind immer noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt, nachdem sich mehr als ein Meter Schnee angesammelt hat.
Das System zog letzte Woche über den Bundesstaat und brachte laut NWS-Daten bis zum Ende der Woche mehr als 50 cm Schnee in Denver. Aber es war der Südosten, der die Hauptlast zu tragen hatte. In San Isabel fiel in nur 72 Stunden 140 cm Schnee.
Der Schnee führte zu weit verbreiteten Stromausfällen und zum Einsturz von Dächern unter der schweren Last.
Viele Anwohner waren am Sonntag immer noch damit beschäftigt, ihre Häuser auszugraben, da die Straßen nach wie vor vereist und schneebedeckt waren und Glatteisstellen die Fahrt besonders tückisch machten. Die Einsatzkräfte arbeiteten rund um die Uhr, um die Wege zu räumen, und der Himmel begann sich aufzuhellen, was hilfreich war.
Die Temperaturen stiegen am Sonntag leicht etwas, blieben aber weit unter dem Durchschnitt.
Der Schnee hat im ganzen Bundesstaat neue November-Maßstäbe gesetzt und deutet an, dass eine kalte und schneereiche Saison bevorstehen könnte.
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Andere Teile des Landes waren ebenfalls betroffen – zum Beispiel das benachbarte New Mexico.
Aber auch weiter entfernt, vom Mittleren Westen bis zum Nordosten, wurden in letzter Zeit beträchtliche Schneemengen gemeldet. In Minnesota und Wisconsin wurden Schneemengen gemessen, welche den Reiseverkehr behinderten und zu einer Reihe von Schulschließungen führten.
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Schnee in Kaschmir
In den höheren Lagen des indischen Kaschmirtals hat es am Montagmorgen geschneit, berichten die Behörden.
In den nördlichen und zentralen Gebieten sowie im Pir Panjal-Gebirge und in den höheren Lagen von Bandipora und Ganderbal wird weiterer Schneefall erwartet.
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Frost und Schnee in Europa erwartet
Der November dürfte in Europa ein kalter und schneereicher Monat werden, denn der erste echte Kaltluftvorstoß aus der Arktis droht heranzuziehen.
Siehe hierzu die Aktualisierung am Ende dieses Reports!
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Meldungen vom 12. November 2024:
Indien friert
Aufgrund zyklonaler Aktivitäten und westlicher Strömungen (WD) hält der Trend zu kälterem Wetter in Indien an.
In den nördlichen Regionen herrschen kühle Nächte, während ein neues, von Westen heran ziehendes Wettersystem in der westlichen Himalaya-Region ungewöhnliche Schneefälle und spürbaren Temperaturrückgang bringen wird.
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Nach Angaben des indischen Wetterdienstes wird es in Teilen Nord- und Zentralkaschmirs vom 15. auf den 16. November aufgrund eines schwachen Sturmtiefs noch mehr schneien, während die Temperaturen im Kaschmirtal ab dem 17. November weiter sinken dürften.
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Starker Schneefall im Westen der USA erwartet
Eine Reihe intensiver Novemberstürme wird die hoch gelegenen Regionen im Westen der USA mit starkem Schneefall überziehen und Wintersturmwarnungen vom pazifischen Nordwesten bis zu den Rocky Mountains auslösen.
Angetrieben von einer starken Westströmung werden diese aufeinander folgenden Stürme im Laufe der Woche erhebliche Schneefälle bringen.
Der erste Sturm wird zu Beginn der Woche den pazifischen Nordwesten und Nordkalifornien treffen und für heftigen Regen an der Küste und einen halben Meter Schnee in den Kaskaden sorgen. Bis Dienstag wird es in den nördlichen Rocky Mountains und im Great Basin noch stärker schneien.
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Diese Stürme folgen auf rekordverdächtige Schneefälle in der vergangenen Woche, bei denen in Teilen von Colorado und New Mexico mehr als 120 cm Schnee fielen.
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Eine Meldung vom 13. November 2024:
USA: Schnee im Westen mit noch mehr zu erwarten
Ein heftiger Schneesturm Anfang November überzog den Westen der USA und sorgte für Rekordschneemengen, Reisestrapazen und weit verbreitete Stromausfälle, aber auch für eine Linderung der Dürre und einen Segen für die Skigebiete zu Beginn der Saison.
Der mehrtägige Sturm, eines der ersten größeren Schneeereignisse der Saison, bedeckte Teile von Colorado und New Mexico mit bis zu einem Meter Schnee – wie bereits berichtet.
In Denver fiel mit 50 cm der drittstärkste Novemberschneesturm seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Sturm brachte das tägliche Leben durcheinander, verursachte über 75.000 Stromausfälle in Colorado und sperrte tagelang wichtige Straßen.
Meteorologen registrierten das ungewöhnliche Ausmaß des Schnees in den Ebenen, wo die Schneemengen im Vergleich zu den Bergen oft geringer sind. In den höheren Lagen veranlasste der angesammelte Schnee die Skigebiete in den Rocky Mountains, früher zu öffnen, was den Skigebieten einen unerwarteten Aufschwung bescherte.
Der Schneesturm verlagerte sich nach seiner anfänglichen Wirkung in Richtung Osten, aber eine weitere Welle von Winterwetter steht nun bevor.
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Meldungen vom 15. November 2024:
Grönlands überdurchschnittlicher Saisonbeginn
Das grönländische Inlandeis zeigt ein robustes Wachstum zu Beginn der Saison, wobei die Oberflächenmassenbilanz (SMB) über der Norm liegt.
Die neuesten Daten des Dänischen Meteorologischen Instituts (über Polar Portal) zeigen, dass die grönländische SMB für 2024-2025 derzeit über dem Durchschnitt von 1981-2010 liegt, was eine Fortsetzung des Trends der letzten Jahre zu einer verstärkten saisonalen Akkumulation reflektiert.
Die kumulative SMB für diese Saison liegt derzeit etwas über dem Durchschnitt und signalisiert, zumindest bisher, ein weiteres Jahr mit starkem Wachstum.
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Nachtrag zur Meldung vom 11. November: Bei Redaktionsschluss deutete sich an, dass der erwähnte Ausbruch in der zweiten Hälfte der kommenden Woche tatsächlich stattfinden wird – aber voraussichtlich nur wenige Tage dauert, bevor es schon wieder milder wird.
Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 45 / 2024
Redaktionsschluss für diesen Report: 15. November 2024
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Kältereport Nr. 44 / 2024 erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.
Entscheiden eingebürgerte Ausländer die nächste Bundestagswahl?

Von WOLF M. SCHNEIDER | Seit der letzten Bundestagswahl sind in Deutschland mehr als eine halbe Million Menschen „eingebürgert“ worden, die meisten von ihnen Syrer. Dabei sind die Zahlen von 2024 noch nicht einmal eingerechnet. Das heißt: Diese vormaligen Ausländer haben (auch) die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Sie dürfen jetzt ebenfalls wählen, zum Beispiel bei der […]
„…Plötzlich Staatsfeind“ – Der Trailer zum neuen Spielfilm von Imad Karim
(David Berger) Brandaktueller könnte eine Thematik nach der gnadenlosen Verfolgung von Regierungskritikern in England und dem aktuellen Habeck-Schwachkopf-Skandal überhaupt nicht sein: Imad Karims neuer Spielfilm handelt anhand eines berührenden Beispiels von den neuen “Staatsfeinden”, die nichts anderes getan haben, als sich für Demokratie und Rechtsstaat einzusetzen.
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Trump wird Präsident, oder wie viel Deutschland für die Besetzung der USA bezahlt

Dieses Mal sprechen Dominik Reichert und ich bei Anti-Spiegel-TV darüber, welche Politik die Welt insgesamt und Deutschland im Speziellen von Donald Trump als US-Präsident erwarten können. Dabei kommen wir auch zwangsläufig auf die Frage zu sprechen, wie viel Deutschland den USA eigentlich für die Besetzung des eigenen Landes bezahlt. Und natürlich geht es auch um […]
Es wird immer enger für Scholz: Erster SPD-Bundestagsabgeordneter spricht sich öffentlich für Pistorius aus!

Erstmals hat sich ein SPD-Bundestagsabgeordneter öffentlich für Verteidigungsminister Boris Pistorius an Stelle von Olaf Scholz als SPD-Kanzlerkandidaten für die Neuwahl am 23. Februar ausgesprochen. Damit nimmt die SPD-interne Debatte um eine erneute Kanzlerkandidatur von Scholz jetzt richtig an Fahrt auf.
Der rheinland-pfälzische Abgeordnete Joe Weingarten, der dem eher konservativen Seeheimer Kreis der SPD-Bundestagsfraktion angehört, sagte der „Süddeutschen Zeitung“: „Es ist meine klare Meinung, dass wir mit Boris Pistorius in den Wahlkampf ziehen sollten.“ Dieser habe „die Tatkraft, die Nähe zu den Menschen und die Fähigkeit, auch in klarem Deutsch zu sagen, was zu tun ist. Und das braucht unser Land jetzt.“
Laut einem Bericht des „Spiegel“ hatten Weingarten und weitere Abgeordnete zuvor intern für einen Wechsel geworben. Demnach habe Weingarten bei einem Treffen des Seeheimer Kreises in der vergangenen Woche gesagt, Scholz sei bei den Menschen im Land „unten durch“.
Fraktionschef Rolf Mützenich hatte mit Blick auf eine abermalige Kandidatur von Scholz ein „Grummeln“ unter den Genossen im Bundestag eingeräumt.
Bisher hatten sich lediglich Kommunal- und Landespolitiker der Sozialdemokraten offen für Pistorius ausgesprochen.
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Michael Limburg: „PI-NEWS ist politisch so inkorrekt, wie man es sich nur wünschen kann“

PI-NEWS ist am 11. November 20 Jahre alt geworden! Seit zwei Jahrzehnten dokumentiert dieser Blog durch seine Autoren und unzählige wertvolle Kommentare das Zeitgeschehen. Auch wenn die meisten Nachrichten keine positiven waren, ist dieser Geburtstag ein Grund zum Feiern. Wir haben trotz aller Widerstände durchgehalten und werden es mit Ihrer Hilfe auch weiterhin schaffen. Viele gute Wünsche, […]
Klimaklagen am Wendepunkt – Gerichtsurteil entlastet Shell und stellt Klima-Aktivisten vor neue Herausforderungen

Ein Urteil des Zivilgerichts in Den Haag entbindet Shell von der Verpflichtung, seine CO₂-Emissionen drastisch zu senken – ein herber Rückschlag für Klimaschützer und ein Wendepunkt im Kampf um Klimaklagen gegen Unternehmen. Während Umweltorganisationen immer aggressiver gegen Konzerne vorgehen, wächst der Widerstand gegen den Einfluss finanzstarker NGOs, die mit Klimaklagen zunehmend politische Ziele verfolgen.
Von Holger Douglas
Der britische Energiekonzern Shell muss die CO₂-Emissionen doch nicht wie zuvor gefordert drastisch senken. Diese Entscheidung traf ein Zivilgericht in Den Haag und hob damit am Dienstag das ursprüngliche „Klima“-Urteil der ersten Instanz auf.
Das Urteil der Vorinstanz, das vor drei Jahren weltweit Beachtung fand, hatte Shell verpflichtet, seine CO₂-Emissionen bis 2030 um netto 45 Prozent im Vergleich zu 2019 zu reduzieren. Erstmals wurde damit nicht nur Staaten, sondern auch einem Unternehmen auferlegt, sich an spezifische Klimaziele zu halten – ein Präzedenzfall, der „Klimaklagen“ als strategisches Instrument für NGOs etablieren könnte. Die Klage wurde von sieben Umweltorganisationen und rund 17.000 niederländischen Bürgern eingereicht, die argumentierten, Shell trage aufgrund seiner Förderung und Vermarktung fossiler Brennstoffe erhebliche Verantwortung für die negativen Folgen des Klimawandels.
Zu den Klägern zählte neben der niederländischen Organisation Milieudefensie auch Greenpeace. Diese Organisation war bereits 1995 durch die „Brent Spar“-Affäre in die Schlagzeilen geraten, als sie behauptete, Shell plane, eine ausgediente Ölplattform mit 11.000 Tonnen Öl in der Nordsee zu entsorgen, was erhebliche Umweltschäden zur Folge hätte. Die medienwirksame Besetzung der Plattform führte zwar zu hoher öffentlicher Aufmerksamkeit und steigenden Spenden, endete jedoch in einem erheblichen Reputationsverlust, als sich herausstellte, dass die Umweltrisiken massiv übertrieben waren. Greenpeace sah sich gezwungen, eine öffentliche Entschuldigung auszusprechen.
Das Urteil gegen Shell war das erste seiner Art, das ein Unternehmen auch für indirekte Emissionen – das heißt für den CO₂-Ausstoß von Zulieferern und Kunden – verantwortlich machte. Dieser Präzedenzfall wurde von Klimaschutzorganisationen als bedeutender Erfolg gefeiert. Die Klage wurde in den Niederlanden eingereicht, da Shell zu diesem Zeitpunkt seinen rechtlichen Sitz in Den Haag hatte.
Shell hatte gegen das Urteil Berufung eingelegt und begrüßte die nun erfolgte Entscheidung des Gerichts. „Aus unserer Sicht ist dies ein positives Signal für die globale Energiewende, für die Niederlande und für unser Unternehmen“, erklärte Shell-CEO Wael Sawan. Das Unternehmen halte jedoch weiterhin an dem Ziel fest, den eigenen Treibhausgasausstoß bis 2030 zu halbieren, ergänzte Sawan.
Das Urteil stellt das Konzept des CO₂-verursachten Klimawandels nicht grundlegend infrage. Die Richter gaben den Klägern in zentralen Punkten recht und hoben hervor, dass der Schutz vor den negativen Folgen des Klimawandels ein Menschenrecht darstelle. Sie betonten zudem, dass auch Unternehmen wie Shell in der Pflicht stünden, dieses Recht zu wahren.
Darüber hinaus erklärten die Richter, dass Großkonzerne wie Shell erheblich zum Klimawandel beigetragen hätten und daher eine Verantwortung im internationalen Klimaschutz tragen. Eine konkrete Verpflichtung zur Emissionsreduzierung formulierten sie jedoch nicht. Es wird erwartet, dass die Hauptklägerin, die Umweltorganisation Milieudefensie, in Revision geht. Milieudefensie, der niederländische Zweig von Friends of the Earth, positioniert sich öffentlich stark für „Klimagerechtigkeit“ und bezieht einen Großteil ihrer Mittel aus Spenden.
Die Zahl der Klimaklagen gegen Unternehmen steigt weltweit, auch in Deutschland laufen derzeit Verfahren gegen Unternehmen wie BMW und Mercedes.
Der Prozess in Den Haag verdeutlicht die erheblichen finanziellen Ressourcen vieler Umwelt-NGOs, die durch private Erben und Stiftungen unterstützt werden. Die European Climate Foundation mit Sitz in Den Haag stellte beispielsweise im Jahr 2019 mehr als 36 Millionen Euro für Umweltprojekte bereit. Zu ihren Geldgebern zählen unter anderem die Ikea-Stiftung, die Hewlett-Stiftung und die deutsche Mercator-Stiftung.
Die zunehmende Durchsetzungskraft dieser Organisationen zeigt sich immer deutlicher. Durch entsprechende Umweltgesetzgebung wurde über die letzten Jahre ein Fundament geschaffen, das Anwaltskollektive systematisch dazu ermutigt, gegen Unternehmen vorzugehen – häufig zum Nachteil der Verbraucher.
Eine Kehrtwende in dieser Entwicklung ist wohl nur zu erwarten, wenn die Annahmen des CO₂-verursachten Klimawandels sachlich überprüft und gegebenenfalls relativiert werden.
In den Vereinigten Staaten könnten bereits erste Schritte in diese Richtung eingeleitet worden sein.
Der Beitrag der erschien zuerst bei TE hier
Anmerkung der Redaktion
Wie sehr die juristische Zunft aus den Klimaklagen Nektar schürfen will, zeigt diese Schrift von Helmut Satzger und Nicolai von Maltitz (Hrsg.)
Klimastrafrecht
Die Rolle von Verbots- und Sanktionsnormen im Klimaschutz
Erschienen bei der LMU München hier
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Warum Trumps Friedensplan für die Ukraine scheitern dürfte
Putins Uran-Poker: Moskau dreht Amerika den Atom-Hahn zu
Die Vereinigten Staaten sind immer noch auf Lieferungen von angereichertem Uran aus Russland abhängig. Nun schränkt Moskau die Exporte an die Amerikaner ein. Der Kreml zeigt, wie wichtig die russischen Energielieferungen für die Welt sind. Und mehr noch wird deutlich, dass nicht nur der Westen wirtschaftlichen Druck ausüben kann. Das geht auch umgekehrt.
Wladimir Putin hat nun seine nächste Karte ausgespielt – und diesmal ist sie radioaktiv. Mit der überraschenden Drosselung der Uranexporte in die USA zielt der Kreml-Stratege präzise auf die Achillesferse der amerikanischen Energieversorgung. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Fast 20 Prozent des amerikanischen Stroms stammen aus Kernkraftwerken, die zu einem erheblichen Teil von russischem Uran abhängig sind. Im vergangenen Jahr lieferte Russland mehr als ein Viertel des in den USA benötigten angereicherten Urans. Eine pikante Situation, wenn man bedenkt, dass Washington gleichzeitig versucht, Moskau wegen des Ukraine-Kriegs zu isolieren.
Chris Gadomski von BloombergNEF bringt es unverblümt auf den Punkt: „Wir haben hier nicht genug angereichertes Uran.“ Eine bemerkenswert offene Aussage für einen Analysten. Die Amerikaner hätten Vorräte anlegen sollen, statt auf die kontinuierliche Versorgung aus Russland zu vertrauen. Besonders brisant: Die russische Ankündigung erfolgte ausgerechnet per Telegram. Keine Details, kein Zeitplan – nur die knappe Mitteilung, dass man die Lieferungen „vorübergehend“ einschränke. Mehr noch hieß es später aus dem Kreml, man werde sich darauf konzentrieren, „freundliche Länder“ – wie z.B. Indien und China – mit dem angereicherten Uran zu beliefern.
Die Biden-Administration hat zwar eine Initiative zur Wiederbelebung der heimischen Urananreicherung gestartet, aber das gleicht dem Pflanzen eines Baumes, wenn man bereits Schatten braucht. Bis 2025 könnte es für einige Reaktorbetreiber eng werden, sollten sie keine alternativen Lieferanten finden. Bemerkenswert ist auch der Zeitpunkt: Im Mai unterzeichnete Biden ein Gesetz zum Verbot russischen Urans – allerdings mit großzügigen Ausnahmeregelungen bis 2028. Jetzt kommt die russische Retourkutsche, gewürzt mit einer Prise geopolitischer Ironie.
Die einzige kommerzielle Urananreicherungsanlage in den USA, betrieben von Urenco Ltd., plant zwar eine Kapazitätserweiterung um 15 Prozent bis 2027. Doch angesichts der Dimension des Problems gleicht dies dem Versuch, einen Waldbrand mit einer Gießkanne zu löschen. Die jahrzehntelange Abhängigkeit von russischen Energielieferungen rächt sich nun auf allen Ebenen. Erst Gas, jetzt Uran – die Liste der energiepolitischen Druckmittel Moskaus wird immer länger.
Allerdings hat der Westen sich diese Entwicklungen auch selbst zuzuschreiben. Erst sanktioniert man sukzessive die russischen Energiekonzerne (zumindest dort, wo man Ersatzlieferungen auftreiben konnte), doch wenn Moskau von sich aus Lieferungen einschränkt, reagiert man geradezu wehleidig und fordert eine „koordinierte westliche Antwort“ darauf.
Volkstrauer- oder Volksfreundschaftstag?

Von MEINRAD MÜLLER | Die Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland nach den Millionen von Toten und Verwundeten der beiden Weltkriege schien eine nahezu unlösbare Aufgabe. Doch Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Außenminister Robert Schuman schafften es nach langen Verhandlungen, im Jahr 1950 eine Initiative zur Versöhnung ins Leben zu rufen: den sogenannten Schuman-Plan. Nach […]
Hardcore-Zionismus in Washington: Trumps jüdisches Gruselkabinett
anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert

Hardcore-Zionismus in Washington: Trumps jüdisches Gruselkabinett
Die alternativen Medien in Deutschland feiern den neuen amerikanischen Präsidenten und dessen Regierung. Ein genauer Blick in die Biografien seiner Kabinettsmitglieder offenbart jedoch: Mit Donald Trump regiert in Washington keine US-amerikanische Regierung, sondern eine israelische. Alle wichtigen Posten wurden an rechtsradikale Juden oder Zionisten vergeben, die den Dritten Weltkrieg am liebsten sofort lostreten möchten.
von Mario Rönsch
Der designierte US-Präsident Donald Trump hat in dieser Woche damit begonnen, sein Kabinett zusammenzustellen. Er hat Personen nominiert, die eng mit der jüdischen und israelfreundlichen Gemeinschaft verbunden sind, darunter Mike Huckabee, Steve Witkoff und Marco Rubio.
Die ersten Personen, die er für die nationale Sicherheit ausgewählt hat, sind eingefleischte Anhänger Israels, von denen einige die Existenz des palästinensischen Volkes leugnen und die Annexion des besetzten Westjordanlandes unterstützen. Diese Loyalisten werden in einer zweiten Amtszeit seine „America First“-Agenda und seine populistische Hardliner-Agenda vorantreiben. Sie könnten einige Veränderungen in der langjährigen US-Politik signalisieren, insbesondere im Hinblick auf einen möglichen Krieg mit dem Iran und die Lösung der von Israel geführte Kriege im Nahen Osten.
Marco Rubio, Außenminister
Warum Trump Rubio ausgewählt hat: Rubio, stellvertretender Vorsitzender des Geheimdienstausschusses des Senats und Mitglied des Ausschusses für auswärtige Beziehungen des Senats, verfügt über umfangreiche Erfahrungen im Bereich der nationalen Sicherheit und starke Verbindungen, die eine rasche Bestätigung durch den Senat ermöglichen.
Was er über Israel gesagt hat: Rubio, 53, hat Trumps Doktrin „Frieden durch Stärke“ aufgegriffen und dazu aufgerufen, Israel zu erlauben, das Nötige zu tun, um die Hamas zu besiegen. In einem viralen Video Anfang dieses Jahres sagte Rubio, er erwarte, dass Israel „jedes Element der Hamas zerstört“. Rubio verglich die israelische Bodenoperation in Rafah, die von der Regierung Biden abgelehnt wurde, mit der Verfolgung Adolf Hitlers durch die Alliierten während des Holocausts.
Was er über den Iran gesagt hat: Rubio hat sich für die Wiedereinführung strenger Wirtschaftssanktionen gegen den Iran ausgesprochen, um dessen Terrornetzwerke zu schwächen und das Land am Erwerb von Atomwaffen zu hindern.
Beziehung zu Juden: Norman Braman, ein Autohausmagnat und ehemaliger Präsident der Greater Miami Jewish Federation, war Rubios politischer Förderer. Rubio überraschte Pro-Israel-Unterstützer mit seinem Votum im April gegen eine Soforthilfe für Israel, weil es an Maßnahmen zur Grenzsicherung fehlte. Rubio entschuldigte Trump, nachdem dieser amerikanische Juden wiederholt der Illoyalität gegenüber Israel bezichtigt und ihnen unterstellt hatte, sie müssten ihre Religion hassen, wenn sie für die Demokraten stimmen. Außerdem verärgerte er orthodoxe Führer im Jahr 2022, als er einen Gesetzentwurf einbrachte, der die Sommerzeit im ganzen Land dauerhaft einführen sollte, was es ihrer Meinung nach für die Menschen schwieriger gemacht hätte, an den Morgengebeten teilzunehmen und pünktlich zur Arbeit zu kommen.
Pete Hegseth, Minister für Verteidigung
Was er über Israel gesagt hat: Der 44-jährige Hegseth, Moderator bei Fox News, berichtete positiv über Israel und sagte, seine Zeit in der US-Armee habe ihn zu einem Unterstützer des jüdischen Staates gemacht. Im März interviewte er den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und sagte: „Israel braucht unsere Unterstützung“. Er führte auch eine dreiteilige Serie auf Fox Nation mit dem Titel „Battle in the Holy Land: Israel at War“ (Schlacht im Heiligen Land: Israel im Krieg) durch, die sich auf den Krieg in Gaza und den anhaltenden israelisch-palästinensischen Konflikt konzentrierte. „Es besteht kein Zweifel, dass Israel diesen Kampf zu Ende führen muss“, sagte Hegseth und wiederholte damit Trumps Aufruf an Israel, die Arbeit zu beenden und die Hamas zu eliminieren.
Ein Hardliner in Sachen Iran: Hegseth forderte bereits im Jahr 2020 ein militärisches Vorgehen der USA gegen den Iran. „Ich will keine Stiefel auf dem Boden, ich will keine Besatzung, ich will keinen endlosen Krieg“, sagte er auf Fox News. „Aber der Iran befindet sich seit 40 Jahren in einem endlosen Krieg mit uns. Entweder wir halten jetzt die Klappe und beenden ihn, oder wir warten ab, gehen zurück an den Tisch und lassen sie zaudern, während sie versuchen, weiterhin die Fähigkeiten zu entwickeln, um genau das zu tun, was sie gesagt haben, dass sie tun wollen.“
Mike Waltz, Berater für nationale Sicherheit
Warum das wichtig ist: Die Wahl des Repräsentanten Mike Waltz aus Florida, eines ehemaligen Green Berets mit einer dezidiert israelfreundlichen Vergangenheit, zum Leiter des Nationalen Sicherheitsrats signalisiert Trumps Absicht, seine starke Unterstützung für Israel auch in einer zweiten Amtszeit beizubehalten und einen härteren Ansatz gegenüber dem Iran zu verfolgen.
Was er über Israel gesagt hat: Waltz, 53, hat die Außenpolitik der Biden-Administration immer wieder kritisiert und sie als eine Politik der „Zugeständnisse und des Chaos“ bezeichnet. Er unterstützt Israels Krieg in Gaza nachdrücklich und lobte Israels gezielte Angriffe auf Hisbollah-Aktivisten und die Ausschaltung der Führungsspitze der Terrorgruppe. Schon vor dem Krieg in Gaza sagte Waltz, die USA sollten Israel erlauben, das iranische Atomprogramm anzugreifen. Letzten Monat empfahl Waltz, dass Israel die Insel Kharg, ein wichtiges Drehkreuz für iranische Ölexporte, und die Atomanlagen in Natanz angreifen sollte.
Eine seiner Hauptaufgaben: Waltz, ein überzeugter Befürworter der Ausweitung des Abraham-Abkommens, wird eine zentrale Rolle in den Gesprächen mit Saudi-Arabien spielen, um Trumps Ziel eines regionalen Friedens und einer Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts voranzubringen.
Elise Stefanik, US-Botschafterin bei der UNO
Was sie für Israel bedeutet: Die 40-jährige Stefanik bringt ihre Erfahrung im Bereich der nationalen Sicherheit und ihren kämpferischen, unverblümten Stil zu einem für Israel und den Nahen Osten kritischen Zeitpunkt in die Vereinten Nationen ein. Angesichts der zu erwartenden zunehmenden Spannungen im Zusammenhang mit den nuklearen Ambitionen des Irans und des zunehmenden weltweiten Drucks auf eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts könnte sich Stefanik als hervorragende Verbündete für Israel positionieren. Kürzlich forderte Stefanik, dem Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina, dem Hauptlieferanten humanitärer Hilfe für die Palästinenser in Gaza, die Mittel zu streichen.
Ihre Beliebtheit bei konservativen Juden: Stefanik erlangte Popularität in der jüdischen und israelfreundlichen Gemeinschaft, nachdem sie die Präsidenten von Harvard, MIT und der University of Pennsylvania herausgefordert hatte, ob Aufrufe zum Völkermord an den Juden gegen den Verhaltenskodex ihrer Universitäten verstoßen.
Mike Huckabee, US-Botschafter in Israel
Warum er den Job bekommen hat: Huckabee, 69, genießt das Vertrauen sowohl von Trump als auch vom israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu. Huckabee, ein Baptistenprediger, reist seit 1973 nach Israel und hat nach eigenen Angaben mehr als 100 Reisen dorthin unternommen. Als MAGA-Loyalist ist Huckabee ein erfahrener Verfechter israelischer Interessen. Sein Einfluss könnte Netanjahus Reichweite bei den US-Evangelikalen verstärken, einer Gemeinschaft, die Netanjahu in den letzten Jahren zunehmend gegenüber amerikanischen Juden bevorzugt hat.
Was er über Israel gesagt hat: Letztes Jahr leitete er nach den Anschlägen vom 7. Oktober eine Mission evangelikaler Führer nach Israel. „Ich bin hierher gekommen, um laut und deutlich zu sagen, dass die Evangelikalen an der Seite Israels stehen“, sagte Huckabee. Im Jahr 2008 sagte Huckabee: „So etwas wie einen Palästinenser gibt es wirklich nicht“. Während der republikanischen Vorwahlen 2016 sagte Huckabee, er betrachte das besetzte Westjordanland als „integralen Bestandteil“ Israels. Im Jahr 2017 sagte er: „So etwas wie ein Westjordanland gibt es nicht. Es ist Judäa und Samaria. So etwas wie eine Siedlung gibt es nicht.“
Ein Befürworter der Annexion: In einem Radiointerview nach der Bekanntgabe seiner neuen Rolle sagte Huckabee, es bestehe die Möglichkeit, dass Israel in einer zweiten Amtszeit Trumps grünes Licht für die Annexion des besetzten Westjordanlandes erhalten werde.
Unkonventionelle Wahl: Die Position, die traditionell eine politische Ernennung ist, wird normalerweise an jüdische Spender, vertraute jüdische Beamte oder Karrierediplomaten vergeben. Huckabee wäre der erste nichtjüdische Botschafter seit 2011 und die erste nichtjüdische Ernennung ohne diplomatische Erfahrung seit mehr als vier Jahrzehnten.
Steven Witkoff, Sondergesandter für den Nahen Osten
Warum er ausgewählt wurde: Witkoff, 67, hat keine diplomatische Erfahrung. Er hat jedoch eine langjährige vertrauensvolle Beziehung zu Trump und seinem Schwiegersohn Jared Kushner, der während der ersten Trump-Administration maßgeblich an der Ausarbeitung des Trump-Friedensplans und der Vermittlung des Abraham-Abkommens beteiligt war. Wie Kushner bringt auch Witkoff einen von Trump geschätzten Verhandlungsansatz im Immobilienbereich mit. Witkoff diente der Trump-Kampagne als Rückkanal zur jüdischen Geschäftswelt, insbesondere nachdem Präsident Joe Biden die Lieferung von 2.000-Pfund-Waffen an Israel gestoppt hatte.
Beziehungen zu Israel: Witkoff nahm im Juli an der Rede des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu vor dem Kongress teil und fand sie sehr bewegend, insbesondere als Netanjahu über die Geiseln im Gazastreifen sprach – von denen einige an diesem Tag im Kapitol waren. „Es war ein spirituelles Gefühl“, sagte Witkoff am nächsten Tag im Sender Fox Business, “und doch ist das nicht die Reaktion, die man bei vielen dieser Demokraten spürt.“
John Ratcliffe, CIA-Direktor
Was das für Israel bedeutet: Ratcliffe, 59, ehemaliger Kongressabgeordneter aus Texas und ehemaliger Direktor des Nationalen Geheimdienstes, beschuldigte die Regierung Biden, wichtige Mittel des US-Geheimdienstes von der Überwachung terroristischer Gruppen wie der Hamas abgezogen zu haben. Während des Präsidentschaftswahlkampfs kritisierte er die Vizepräsidentin Kamala Harris für die Förderung eines „falschen Narrativs“, das Israel als Zielscheibe für unschuldige Palästinenser in Gaza darstellte. Ratcliffe unterstützte auch das Einreiseverbot von 2017, das die Einwanderung aus sieben überwiegend muslimischen Ländern beschränkte.
Was er zum Iran gesagt hat: In einem Interview mit Fox News in diesem Jahr lobte Ratcliffe die israelischen Angriffe auf den Iran und bezeichnete sie als ein Beispiel für die „Trump-Doktrin“ des maximalen Drucks. Er schlug vor, dass die USA Israel bei solchen Militäraktionen unterstützen sollten.
Stephen Miller, stellvertretender Stabschef und Berater für Innere Sicherheit
Jude mit stark nationalistischen Ansichten: Miller, 39, erklärte letzten Monat bei Trumps Kundgebung im Madison Square Garden: „Amerika ist für Amerikaner und nur für Amerikaner.“ Er war während Trumps erster Amtszeit maßgeblich an der Ausarbeitung einer strengen Einwanderungspolitik beteiligt und war der Architekt hinter der Politik der Trennung von Kleinkindern von ihren Eltern ohne Papiere. Miller war federführend bei der Umsetzung des sogenannten Einreiseverbots für Muslime im Jahr 2017 und hoffte Berichten zufolge auch darauf, die Aufnahme von Flüchtlingen in die USA zu unterbinden und damit eine nach dem Holocaust eingeführte Politik abzuschaffen.
Verurteilt von Familie und Klassenkameraden: Miller, der nun für eine einflussreiche Rolle innerhalb der Verwaltung vorgesehen ist, wurde von seiner jüdischen Familie, Nachkommen von Einwanderern, die vor Pogromen geflohen sind, und von seinen ehemaligen Klassenkameraden verurteilt. Sein Onkel, Dr. David Glosser, ein Neuropsychologe im Ruhestand, nannte ihn einen „Einwanderungsheuchler“. Sein ehemaliger Rabbiner sagte, Trumps und Millers Äußerungen seien „ein Echo unheilvoller Versprechen, die Juden im Laufe der Geschichte gehört haben.“
Lee Zeldin, EPA-Verwalter
Ein jüdischer MAGA-Loyalist: Zeldin, 44, hat sich Trumps Vertrauen erworben, seit er als Kongressabgeordneter gegen die Bestätigung der Wahlergebnisse 2020 gestimmt hat. Während des Wahlkampfs war Zeldin ein lautstarker Trump-Surrogat und Kritiker der Anti-Israel-Stimmung in der Demokratischen Partei. Er entschuldigte Trumps Äußerungen, wonach Juden schuld seien, wenn der ehemalige Präsident die Wahl verliere, und er beschuldigte den Gouverneur von Pennsylvania, Josh Shapiro,sich„entjüdisieren“zu wollen, um Kamala Harris’ Vizepräsidentschaftskandidat zu werden.
Sein jüdischer Hintergrund: Zeldin, der mit einer Mormonin verheiratet ist, nutzte seinen jüdischen Hintergrund, um orthodoxe Wähler während seines Wahlkampfs für die New Yorker Gouverneurswahl 2022 zu mobilisieren. Sein Urgroßvater Moshe Efraim „Morris“ Zeldin, nach dem Zeldin benannt ist, war ein orthodoxer Rabbiner in Brooklyn und ein Pionier der zionistischen Bewegung. Zeldin wuchs in Suffolk County auf Long Island auf und verbrachte viel Zeit mit seinem Großvater Bernard Zeldin, der das Farmingdale Jewish Center gründete. Seine Mutter, Merrill Schwartz, war Lehrerin der vierten Klasse an einer Jeschiwa in Brooklyn.
Kristi Noem, Innere Sicherheit
Was das für Juden bedeutet: Das Ministerium für Innere Sicherheit stellt im Rahmen des Nonprofit Security Grant Program (Zuschussprogramm für gemeinnützige Organisationen) Ressourcen und Anleitungen für den Schutz von Gotteshäusern zur Verfügung. Eine enge Zusammenarbeit zwischen der Behörde und den Verantwortlichen der jüdischen Gemeinde ist von entscheidender Bedeutung, um den wachsenden Bedrohungen und Sicherheitsbedenken zu begegnen. Anfang dieses Jahres unterzeichnete die 52-jährige Noem als Gouverneurin von South Dakota ein Gesetz, das die Anwendung der umstrittenen Definition der International Holocaust Remembrance Alliance für Antisemitismus bei der Untersuchung von Diskriminierungsvorwürfen vorschreibt.
Am besten bekannt für: Noem erlangte Anfang des Jahres landesweite Aufmerksamkeit, nachdem eine Enthüllung in ihren Memoiren eine Gegenreaktion ausgelöst hatte, die ihre Bewerbung als Trumps Vizepräsidentschaftskandidatin zunichte machte. Sie enthüllte, dass sie ihren Jagdhund erschossen hatte, eine Aktion, die eine Kontroverse auslöste, da die gesellschaftlichen Ansichten gegen Tierquälerei bis in die Zeit des Talmuds zurückreichen.
Matt Gaetz, Justizminister und Generalstaatsanwalt
Wie bitte? Trump sorgte für Aufsehen, als er die Ernennung des 42-jährigen Gaetz zum Leiter des Justizministeriums bekannt gab. Was er getan und gesagt hat: Anfang dieses Jahres sah sich Gaetz mit Gegenreaktionen konfrontiert, weil er gegen einen parteiübergreifenden Gesetzesentwurf gestimmt hatte, mit dem der zunehmende Antisemitismus an Hochschulen und Universitäten bekämpft werden sollte, indem er sich auf die antisemitische Behauptung berief, Juden hätten Jesus getötet. Gaetz bezeichnete die Anti-Defamation League im Jahr 2021 als „rassistisch “, nachdem sie Fox News aufgefordert hatte, den Moderator Tucker Carlson zu entlassen, weil er die antisemitische Great Replacement-Theorie propagiert hatte. Im Jahr 2019 behauptete Gaetz, George Soros, der in Ungarn geborene jüdische Milliardär und häufige Zielscheibe antisemitischer Tropen, stecke hinter einer angeblichen Migrantenkarawane.
Verbindung zu weißen Nationalisten: In seiner ersten Amtszeit im Repräsentantenhaus verteidigte Gaetz die Vergabe eines Tickets für die Rede zur Lage der Nation an Chuck Johnson, einen rechtsgerichteten Troll, der einst den Holocaust leugnete. Außerdem stellte er einen Redenschreiber des Weißen Hauses ein, der gefeuert wurde, nachdem bekannt wurde, dass er an einer Konferenz mit einem weißen Nationalisten teilgenommen hatte.
Gaetz trat kurz nach Trumps Ankündigung aus dem Repräsentantenhaus zurück, zwei Tage bevor die Ethikkommission des Repräsentantenhauses über die Veröffentlichung eines Berichts über Gaetz’ angebliches sexuelles Fehlverhalten und andere Anschuldigungen abstimmen sollte. Sein Rücktritt könnte die Untersuchung der Ethikkommission beenden.
Robert F. Kennedy Jr., Gesundheitsministerium
Was das für Juden bedeutet: Der 70-jährige Politiker, ein Impfstoffskeptiker, der sich bei einer Anti-Impf-Kundgebung auf Anne Frank bezog , hat in den letzten Jahren einige bizarre und beunruhigende Kommentare abgegeben. Er verglich Impfstoff- und Maskenvorschriften mit dem Holocaust. Im Jahr 2015 traf er sich mit Louis Farrakhan von der Nation of Islam zum Thema Masernimpfstoffe. Während seiner Präsidentschaftskandidatur 2024 wurde RFK Jr. von großen jüdischen Gruppen verurteilt, weil er antisemitische Verschwörungstheorien über COVID-19 verbreitet hatte. Er verteidigte seine Äußerungen, dass es sich bei der Pandemie um eine „ethnisch gezielte“ Biowaffe handelte, die aschkenasische Juden verschonte, und behauptete, er habe „buchstäblich nie in meinem Leben ein antisemitisches Wort gesagt“.
Im Jahr 2020 sprach Kennedy auf einer von antisemitischen und neonazistischen Gruppen organisierten und besuchten Kundgebung. Und letztes Jahr nahm er nach Kritik sein Lob für den ehemaligen Pink-Floyd-Frontmann Roger Waters zurück, der wegen der Verwendung von Holocaust-Bildern in seinen Konzerten in die Kritik geraten war.
Was er gesagt hat: Kennedy behauptete, er habe „buchstäblich nie in meinem Leben ein antisemitisches Wort gesagt“ und prahlte damit, dass er „ein Leben lang den Holocaust studiert und viele Freunde hat, die den Holocaust überlebt haben.“
Andere Ernennungen
- Vivek Ramaswamy, 39, ein Biotech-Unternehmer, der noch nie ein öffentliches Amt bekleidet hat, wurde zusammen mit Tesla-CEO Elon Musk in eine externe Regierungsstelle, das sogenannte Department of Government Efficiency, berufen. Ramaswamy hat öffentlich die Notwendigkeit der Fortsetzung der US-Militärhilfe für Israel in Frage gestellt.
- Tulsi Gabbard, eine kriegsgegnerische ehemalige demokratische Kongressabgeordnete, die zu den Republikanern gewechselt ist, wurde für das Amt des Direktors der nationalen Nachrichtendienste nominiert, was in der Pro-Israel-Gemeinde Besorgnis auslöste.
- Will Scharf, ein ehemaliger Staatsanwalt und Trump-Anwalt, wurde zum Staatssekretär im Weißen Haus ernannt. Scharf, der Jude ist, verlor im August ein spannendes Vorwahlrennen der Republikaner um das Amt des Generalstaatsanwalts von Missouri.
- Boris Epshteyn, ein jüdischer Seniorberater von Trump seit 2016, könnte einen Posten erhalten. Er diente während des Schweigegeldprozesses in New York als Rechtsbeistand und gehört weiterhin zu Trumps innerem Kreis. Berichten zufolge hat Epshteyn Interesse daran bekundet, Sondergesandter für den Russland-Ukraine-Konflikt zu werden. Epshteyn, ein russischer Einwanderer, sagte Trump, er habe Familienangehörige auf beiden Seiten des aktuellen Konflikts.
- Rick Grenell, ehemaliger Botschafter in Deutschland, der gegen Ende von Trumps erster Amtszeit auch als stellvertretender Direktor des Inlandsgeheimdienstes fungierte, stand auf der Auswahlliste für das Amt des Außenministers. Grenell könnte noch eine wichtige Rolle im Kabinett erhalten. Er war eine Schlüsselfigur bei der Durchsetzung von Sanktionen gegen den Iran und der Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Grenell war auch maßgeblich daran beteiligt, dass Trump während des Präsidentschaftswahlkampfs arabisch-amerikanische und muslimische Wähler in Michigan ansprechen konnte.
- Sebastian Gorka, ein Berater des Weißen Hauses in Trumps erster Amtszeit, der einst einer ungarischen Neonazi-Gruppe die Treue schwor, wird Berichten zufolge als stellvertretender nationaler Sicherheitsberater in Betracht gezogen. Im Jahr 2022 bezeichnete Gorka die FBI-Razzia in Trumps Mar-a-Lago-Resort im Fall der geheimen Dokumente als „Gestapo-Stasi-Taktik“.
Kandidaten für das Amt des Finanzministers - Scott Bessen, ein Hedgefonds-Manager und einer der wichtigsten Geldbeschaffer Trumps, ist der führende Kandidat für das Finanzministerium. Das Ministerium ist für die Wirtschafts- und Handelssanktionen gegen den Iran und andere bösartige Akteure zuständig. Bessen wird als Protegé des jüdischen Milliardärs George Soros beschrieben, der zwei Jahrzehnte lang als Leiter der Vermögensverwaltung bei Soros Fund Management tätig war. Trump berief sich in seinen Spenden-E-Mails im vergangenen Jahr auf die antisemitische Verschwörung von Soros als Puppenspieler.
- Howard Lutnick, CEO von Cantor Fitzgerald und Co-Vorsitzender von Trumps Übergangsteam, ist ebenfalls im Rennen um den Posten.
Externe jüdische Berater und Personen mit Zugang
- Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn und ehemaliger Nahost-Berater, der Anfang des Jahres erklärte, er werde nicht ins Weiße Haus zurückkehren, ist hinter den Kulissen beteiligt und könnte eine Schlüsselrolle bei einem möglichen Normalisierungsabkommen zwischen Saudi-Arabien und Israel spielen.
- Massad Boulos, der libanesisch-amerikanische Schwiegervater von Tiffany Trump, der während der Wahl die Kontakte zu den arabisch-amerikanischen Gemeinschaften pflegte, wird wahrscheinlich der Ansprechpartner für den Libanon sein und Trumps Ohr für den Nahen Osten haben.
- David Friedman, Trumps erster Botschafter in Israel, ist daran interessiert, in eine nationale Sicherheitsposition zurückzukehren, um die Nahostpolitik zu beeinflussen und eine siedlungsfreundliche Agenda voranzutreiben.
Über den Autor
Mario Rönsch, Jahrgang 1983, studierte Bankbetriebswirtschaft und ist Chefredakteur von AnonymousNews. Er gründete 2011 das bundesweit bekannte Anonymous Kollektiv und war 2014 Initiator der neuen Montagsdemos. Er arbeite für den KOPP-Verlag und in leitender Position für das COMPACT-Magazin. Er gilt als ausgewiesener Osteuropa-Kenner: Als Autor und Publizist lebte er viele Jahre in Budapest, Prag und Karlsbad und spricht mehrere Sprachen. Seit 2024 berichtet er aus Russland.
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Geschützt: Neuwahl-Theater: Gelenkte Kartell-Demokratie
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