Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Trump im Jahr 2025

Paul Craig Roberts

Während die Amtseinführung von Präsident Trump näher rückt, sind Trump-Anhänger glücklich in ihren Gedanken, dass Trump den Zustrom von Einwanderern stoppen, die zu Unrecht inhaftierten Teilnehmer des 6. Januar begnadigen, Amerikas Beteiligung an Kriegen, die nur Israel zugutekommen, stoppen und Schurken wie FBI-Direktor Wray, Generalstaatsanwalt Garland und eine große Anzahl von FBI-, DOJ- und CIA-Mitarbeitern, die Hochverrat begangen haben, indem sie den Präsidenten der Vereinigten Staaten in ein Komplott verwickelt haben, zur Rechenschaft ziehen wird.

Es ist unwahrscheinlich, dass das herrschende Establishment diese Ziele akzeptiert und seine Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat durch seine Wahlkampfspenden nutzen kann, um diese Initiativen zu verwässern, wenn nicht gar zu blockieren.

Es ist an der Zeit, dass MAGA-Amerika über spezifische Tagesordnungspunkte hinaus denkt. Die Wiederherstellung Amerikas erfordert die Wiederherstellung von Wahrheit, Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit und Respekt für die Verfassung.

Die Wiederherstellung der Wahrheit erfordert die Zerschlagung der sechs Megakonzerne, die 90 % der amerikanischen Medien besitzen. Die Print- und TV-Medien müssen in eine Kombination aus privaten und kleineren Unternehmen zurückgeführt werden.

Die Wiederherstellung der Gerechtigkeit erfordert die Abschaffung von „plea bargains“. Wenn Schuld durch Geschworene und nicht durch Selbstbezichtigung festgestellt werden musste, erforderte das Budget eines Staatsanwalts, dass er sich auf die schwersten Verbrechen mit dem wahrscheinlichsten Verurteilungserfolg konzentriert. Im Rahmen von Plädoyers kann jeder wegen einer beliebigen Straftat angeklagt und zu einem sich selbst belastenden Plädoyer gezwungen werden. Folglich werden die Beweise gegen die Person nie vor Gericht geprüft.

Die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit erfordert eine ernsthafte Bestrafung von Staatsanwälten, die das Recht zu einer Waffe in den Händen des Staates und nicht zu einem Schutzschild des Volkes machen.

Die Wiederherstellung der Achtung vor der Verfassung erfordert die vollständige Streichung der Bundesmittel für jede Universität, deren juristische Fakultät die Verfassung missachtet. Die Vereinigten Staaten sind die Verfassung. Respektlosigkeit gegenüber der Verfassung ist Respektlosigkeit gegenüber den Vereinigten Staaten. Universitäten und juristische Fakultäten, die die US-Verfassung nicht respektieren, arbeiten aktiv gegen die Vereinigten Staaten. Sie sind Agenten einer feindlichen ideologischen Agenda, die darauf abzielt, die Vereinigten Staaten zu stürzen und sie durch etwas anderes zu ersetzen.

Das bedeutet nicht, dass Reformen nicht möglich sind. Es hat im Laufe unserer Geschichte viele Reformen gegeben, von denen viele schlecht durchdacht und schädlich waren. Für einige Reformen gab es keine verfassungsmäßige Grundlage, und sie wurden von progressiven Richtern des Obersten Gerichtshofs erfunden, um ideologische Agenden zu bedienen. Schlechte Urteile hin oder her, die Verfassung verhindert Reformen nicht.

Die von mir vorgeschlagene Agenda hat größere Erfolgschancen. Sie greift nicht direkt die unmittelbaren wirtschaftlichen oder finanziellen Interessen von Lobbygruppen an, die billige Arbeitskräfte oder Kriege, die Rüstungsprofite bringen, bevorzugen.

Es ist schwierig, sich gegen Verurteilungen auf der Grundlage von Beweisen statt Selbstbezichtigungen zu stellen.
Es ist schwierig, sich gegen Treue und Respekt gegenüber der US-Verfassung auszusprechen. Hohe Amtsträger schwören weiterhin ihren Eid darauf.
Es ist schwierig, Propaganda über Wahrheit zu stellen.
Es ist schwierig, doppelte Standards im Recht und in der Bestrafung zu verteidigen.

Meine Befürchtung ist, dass Trump, der eine Regierung von Zionisten zusammengestellt hat, nichts anderes erreichen wird, als einen Krieg gegen den Iran im Interesse Israels zu führen.

Halbe: Polizei schändet mehrere Tausend Kriegsgräber

Halbe: Polizei schändet mehrere Tausend Kriegsgräber

anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert

Halbe: Polizei schändet mehrere Tausend Kriegsgräber

Halbe: Polizei schändet mehrere Tausend Kriegsgräber

Den toten Vorfahren gedenken? Nicht in Brandenburg. Im Landkreis Dahme-Spreewald sorgte jüngst ein Polizeieinsatz für große Empörung. Am 27. Dezember rückten Polizisten auf den Waldfriedhof in Halbe aus und entsorgten Grabkerzen sowie Blumen, die auf Gräbern deutscher Soldaten abgelegt worden waren. Die Beamten begründen ihren Einsatz mit einem Verstoß gegen das Versammlungsrecht – und einer angeblichen rechtsextremen Mobilisierung.

von Manfred Ulex

Dabei stellten die Veranstalter die Grabkerzen in Halbe, wo 25.000 Opfer der Kesselschlacht von Halbe beigesetzt sind, die sich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zutrug, am 22. Dezember sowie in den Folgetagen auf. Nach Angaben des Organisators, der Facebook-Seite „Deutschlands Kriege und seine Soldaten 1813-1945“, wurden dafür 5.500 Kerzen mit LED-Lichtern genutzt. Sie sollten zum Ende des Jahres wieder eingesammelt und für weitere Gedenkaktionen genutzt werden. Die Organisatoren gedenken dabei regelmäßig gefallenen deutschen Soldaten aus dem 19. und 20. Jahrhundert auf Friedhöfen im ganzen Land. Der Erinnerungsaktion in Halbe, der größten deutschen Kriegsgräberstätte, kommt jedes Jahr im Dezember eine besondere Bedeutung zu.

Begründung der Polizei wirkt konstruiert

In diesem Jahr aber fand sie ein jähes Ende. Am 27. Dezember sammelten rund zehn Polizisten die Kerzen in Halbe ein und entsorgten sie in einem Container. Zuerst hatte die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) über den Vorgang berichtet.

Auf Anfrage von Anonymous News teilte ein Sprecher der Polizeidirektion Brandenburg Süd mit: „Es gab Hinweise auf eine überregionale Mobilisierung der rechtsextremen Szene“ – und den „Anfangsverdacht einer Versammlung“. So soll unter anderem die extrem rechte Partei „Die Heimat“, also die frühere NPD, auf Telegram dazu aufgerufen haben, der deutschen Soldaten zu gedenken. Ein solches politisiertes Gedenken sei aber, so die Polizei, auf Grabstätten verboten. Dass der Friedhof in Spremberg illuminiert wurde, wertete die Polizei als „Hinweis für Versammlungscharakter“ und eine „politische Aktion“, ebenso die Veröffentlichung von Bildern auf sozialen Medien. Um welche Beiträge auf Telegram es sich genau handelte, wollte die Polizei nicht mitteilen. Ein Straftatbestand, aufgrund dessen die Polizei ausgerückt wäre, habe nicht vorgelegen. 

Die Begründung der Polizei wirkt gleich mehrfach konstruiert: So hat es nach Informationen von Anonymous News weder „Die Heimat“ noch ihre Jugendorganisation „Jungen Nationalisten“ (JN) auf Telegram zu solchem Gedenken aufgerufen. Zwar stimmt es, dass in Vergangenheit auch extrem rechte Gruppen immer wieder gefallenen deutschen Soldaten gedenken wollten, doch die ersten Bilder der Aktion, bei der Tausende Kerzen in der Dunkelheit erstrahlten, wurden neben der Facebook-Gruppe „Deutschlands Kriege und seine Soldaten 1813-1945“ in der Telegram-Gruppe „Waldfriedhof Halbe“ verbreitet; und erst von dort aus weitergeleitet. In Kanälen von Heimat, JN und weiteren Gruppierungen, die der Partei nahestehen, finden sich Beiträge zu Halbe – allerdings erst nach der Räumungsaktion der Polizei.

Auch ein Verstoß gegen die Friedhofsordnung lag nach Angaben der Polizei nicht vor. Bemerkenswert ist auch, dass in den Vorjahren das Gedenken problemlos durchgeführt wurde – und es keinen Einsatz gegeben hat. Der brandenburgische AfD-Vorsitzende René Springer schrieb auf X: „Der Vorfall auf dem Waldfriedhof Halbe ist ein bedrückender Tiefpunkt. Wenn die Polizei ohne Vorliegen einer Straftat zum Einsatz ausrückt, um sämtliche Grablichter zu entfernen, dann bewegt sich dies am Rande des behördlich veranlassten Kulturbruchs.“ Der brandenburgische AfD-Spitzenkandidat H.C. Berndt teilte mit, die Verachtung der Toten in Halbe sei „Folge einer jahrzehntelangen der Verachtung des Eigenen“.

In Kommentarspalten auf sozialen Medien äußerten auch viele Bewohner Brandenburgs Unverständnis, die im Vorgehen eine Pietätlosigkeit und Störung der Totenruhe sahen, aber auch Verwunderung darüber äußerten, ob die Polizei denn nicht Besseres zu tun habe, als Grabkerzen abzuräumen.

Landeszentrale für politische Bildung sieht in Kriegsgrabstätten „Wallfahrtsorte“ von Extremisten

Auf Anfrage von Anonymous News teilte der Organisator mit, dass man das Kerzenstellen im privaten Rahmen veranstaltet habe. Außerdem heißt es: „Alle Teilnehmer der Aktion (…) distanzieren sich von jeglicher politischer Motivation, unsere Motive waren von Anfang an klar gesteckt. Von anderen Ländern übernommen, wollten wir ebenso unserer Vorfahren gedenken.“ Weiterhin wird betont, dass Kränze, Kerzen oder Spruchbänder mit politischen Symbolen nicht von den Organisatoren stammen. Ohnehin erscheint es zweifelhaft, warum die Polizei glaubte, fünf Tage nach der Niederlegung von Kerzen gegen eine Versammlung vorgehen zu können. Ein Sprecher teilte gegenüber der Redaktion mit, man habe „keine Personen mehr auf den Friedhöfen antreffen können“. Bilder von Fahnen, Flaggen, Parteilogos oder Reden, die in der Nähe der Gräber durchgeführt worden waren, lagen der Polizei nicht vor.

Der Vorgang wirft die grundsätzliche Frage auf, wie Gedenken an Vorfahren in einem Land aussehen soll, wenn die Vorfahren im Sinne einer antifaschistischen Erinnerungskultur als Verbrecher gelten, aber für ihr Land gefallen sind und heute Nachfahren haben – und mit welcher Begründung die Polizei ein Gedenken an sie untersagen will. In Halbe liegen zudem nicht nur deutsche Soldaten, sondern auch sowjetische Zwangsarbeiter und im Internierungslager Ketschendorf getötete Menschen. Auch deutsche Zivilisten und Jugendliche sind in Halbe gefallen. Die Gedenkstätte Halbe ist also zweifelsfrei eine Kriegsgrabstätte deutscher Soldaten, aber streng genommen ein Gedenkort verschiedenster Opfergruppen.

Bemerkenswert ist der Vorgang auch deshalb, weil die Landeszentrale für politische Bildung Brandenburgs ein ganzes Dossier dem Waldfriedhof Halbe und das Gedenken durch Rechtsextreme gewidmet hat. Demnach sei der Friedhof ein „Wallfahrtsort“ für Rechtsextremisten der Bundesrepublik geworden. Dort heißt es: „Auf jeden Fall wird man rechtlich nicht verhindern können, dass die Rechtsextremisten den Soldatenfriedhof in Halbe weiterhin für ihre propagandistischen Zwecke missbrauchen“. Dem müsse man durch Aufklärung der Öffentlichkeit über die

Neben dem Waldfriedhof Halbe gab es in den vergangenen Tagen auch Aktionen an anderen Kriegsgräberstätten – darunter in Spremberg, Greifenhain und Demmin. Auch in Spremberg kam es zu einem Polizeieinsatz, bei dem die Grabkerzen entfernt wurden. Wie die Polizei gegenüber Anonymous News mitteilte, wurden dort einige Hundert Kerzen entfernt.

Polizei will nun Kerzen zurückgeben – und Gedenkkonzept erarbeiten

Im Laufe des Montags erfolgte dann überraschenderweise, womöglich auf Grund der Einsicht, falsch gehandelt zu haben, die Kehrtwende: So soll sich die Polizei bei den Organisatoren des Gedenkens entschuldigt haben. Wie es in der Telegram-Gruppe des Waldfriedhofs und bei den Organisatoren der Gedenkveranstaltung heißt, hätten Sicherheitsbehörden den Kontakt zu den Organisatoren aufgenommen. Sie „möchten sich bei uns entschuldigen und gerne die Kerzen zurückgeben.“ Zugleich solle an einem Gedenkkonzept für die Zukunft gearbeitet werden.

Immerhin dürfte die Aktion kein juristisches Nachspiel haben. Ein Ermittlungsverfahren nach §168 StGB, also der Störung der Totenruhe, ist bei der Staatsanwaltschaft Cottbus nicht anhängig. Hintergründe der „Kesselschlacht von Halbe“ und sonstige Maßnahmen entgegengewirkt werden.

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Silvester: Junge Migranten bereiten Schlacht mit Polizei vor

Silvester: Junge Migranten bereiten Schlacht mit Polizei vor

Von MANFRED ROUHS | In Aachen haben am Samstagsabend migrantische Jugendliche ihre Kräfte mit der Polizei gemessen, die zeitweise die Kontrolle über die Situation verloren hat. Ein Polizeifahrzeug geriet dabei in Brand. Die Beamten wichen vor Böllerwürfen zurück und überließen den Angreifern das Feld.

In Berlin bereiten sich 4000 Polizisten auf die Silvesternacht vor. Sie sollen vor allem in  Krisengebieten wie Kreuzberg, Neukölln und dem Wedding das Schlimmste verhüten. Auch in den Krankenhäusern laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Hier wird mit vielen Verletzten gerechnet.

Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Polizeigewerkschaft, äußerte im Interview mit „watson“ seinen Unmut über das offensichtliche Versagen der Politik im Vorfeld dieser Silvesternacht:

„Für Polizei und Feuerwehr ist die Lage an Silvester auch ohne Pyrotechnik eine Ausnahmesituation. Überall brennt es, weil Leute Mülltonnen und Fahrzeuge in Brand setzen, sie verletzen sich selbst versehentlich, bei Feierlichkeiten hast du oft auch körperliche Auseinandersetzungen. Das ist allen klar. Unsere Kollegen kotzen wirklich ab, weil sich das ganze Jahr über nichts getan hat – und jetzt wieder gefragt wird: Was müssten wir tun, um Beamte besser zu schützen? Aber was ist denn passiert seit den Krawallen in der Berliner Silvesternacht 2022/23? Es gab es keine Waffenrechts-Verschärfung für Schreckschusspistolen, keine bessere Funktechnik, kein hartes Vorgehen gegen Silvester-Täter.“

Immerhin kann sich diesmal niemand mehr überrascht geben. Und auch die politischen Ursachen des Problems sind seit Jahren bekannt. „Die Gewalt hat einen Migrationshintergrund“, schlagzeilte bereits am 3. Januar 2023 Hans-Georg Maaßens‘ „Westfernsehen“, die „Neue Züricher Zeitung“.

In wenigen Tagen werden wir uns im Fernsehen dann wieder pseudobetroffene Politikergesichter ansehen können, die die üblichen Sprechblasen absondern. Und in 12 Monaten geht das ganze Debakel wieder von vorne los, garantiert!


Silvester: Junge Migranten bereiten Schlacht mit Polizei vorPI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt, vierteljährlich die Zeitschrift SIGNAL herausgibt und im Internet ein Nachrichtenportal betreibt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen per Streaming und stellt politische Aufkleber und andere Werbemittel zur Massenverteilung zur Verfügung. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig.

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Israel wird über Syriens Schicksal entscheiden, nicht die „Befreier“ von Damaskus

Syriens Zukunft unter dem Al-Qaeda-Ableger HTS wird nur zwei Varianten haben. Entweder es unterwirft sich und kollaboriert wie das Westjordanland oder es endet wie Gaza

Jonathan Cook

Nach dem hastigen Abzug von Bashar al-Assad aus Syrien und der Übernahme eines Großteils des Landes durch die neu aufgestellten lokalen Kräfte von Al-Qaeda gab es eine Flut von Artikeln mit der Frage „Wie geht es weiter mit Syrien?“.

Westliche Regierungen und Medien haben den Erfolg von Hayat Tahrir al-Sham (HTS) schnell gefeiert, obwohl die Gruppe in den Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien und weiten Teilen Europas als Terrororganisation gilt.

Im Jahr 2013 setzten die USA sogar ein Kopfgeld von 10 Millionen Pfund auf ihren Anführer Abu Muhammad al-Julani aus, weil er mit al-Qaida und dem Islamischen Staat (ISIS) in Verbindung stand und eine Reihe brutaler Angriffe auf Zivilisten verübt hatte.

Früher hätte er vielleicht erwartet, in einem orangefarbenen Overall in der berüchtigten, von der Außenwelt isolierten Gefangenen- und Foltereinrichtung der Amerikaner in Guantanamo Bay zu landen. Jetzt positioniert er sich als Syriens designierter Nachfolger, anscheinend mit Washingtons Segen.

Überraschenderweise beeilt sich der Westen, HTS oder al-Julani zu rehabilitieren, bevor sie in ihren neuen Rollen als Herrscher über Syrien getestet werden können. Sowohl die USA als auch Großbritannien versuchen, den Status von HTS als verbotene Organisation aufzuheben.

Um die außerordentliche Geschwindigkeit dieser Absolution ins rechte Licht zu rücken, muss man sich daran erinnern, dass Nelson Mandela, der international für seine Hilfe bei der Befreiung Südafrikas von der Apartheid gefeiert wurde, erst 2008 – 18 Jahre nach seiner Haftentlassung – von Washingtons Terroristenliste gestrichen wurde.

Ebenso helfen die westlichen Medien al-Julani dabei, sich als angehender Staatsmann neu zu positionieren, indem sie seine vergangenen Gräueltaten beschönigen, indem sie von seinem Nom de guerre zu seinem Geburtsnamen Ahmed al-Sharaa wechseln.

Den Druck erhöhen

Geschichten über Gefangene, die aus Assads Kerkern befreit werden, und über Familien, die zum Feiern auf die Straße strömen, haben dazu beigetragen, eine optimistische Nachrichtenagenda voranzutreiben und eine wahrscheinlich düsterere Zukunft für das neu „befreite“ Syrien zu verschleiern – während die USA, Großbritannien, Israel, die Türkei und die Golfstaaten um ein Stück vom Kuchen kämpfen.

Syriens Status als dauerhaft gescheiterter Staat scheint besiegelt.

Israels Bombenangriffe – die Hunderte kritischer Infrastruktureinrichtungen in ganz Syrien zerstören – dienen genau diesem Zweck.

Innerhalb weniger Tage prahlte das israelische Militär damit, 80 Prozent der syrischen Militäreinrichtungen zerstört zu haben. Seitdem sind weitere zerstört worden.

Am Montag startete Israel 16 Angriffe auf Tartus, einen strategisch wichtigen Hafen, in dem Russland eine Marineflotte hat. Die Explosionen waren so stark, dass sie 3,5 auf der Richterskala erreichten.

Während Assads Herrschaft begründete Israel seine Angriffe auf Syrien vor allem damit, dass es notwendig sei, den Waffenfluss über Land aus dem Iran zu seinem libanesischen Verbündeten Hisbollah zu verhindern – und koordinierte sie mit russischen Streitkräften, die Damaskus unterstützen.

Aber das ist derzeit nicht das Ziel. Die sunnitischen Kämpfer der HTS haben geschworen, den Iran und die Hisbollah – die schiitische „Achse des Widerstands“ gegen Israel – von syrischem Territorium fernzuhalten.

Israel hat sich stattdessen vorrangig auf Syriens bereits bedrängtes Militär konzentriert – seine Flugzeuge, Kriegsschiffe, Radaranlagen, Flugabwehrbatterien und Raketenbestände –, um dem Land jede Angriffs- oder Verteidigungsfähigkeit zu nehmen. Jede Hoffnung, dass Syrien auch nur den Anschein von Souveränität bewahren kann, zerfällt vor unseren Augen.

Diese jüngsten Angriffe kommen zu den jahrelangen Bemühungen des Westens hinzu, Syriens Integrität und Wirtschaft zu untergraben. Das US-Militär kontrolliert Syriens Öl- und Weizenanbaugebiete und plündert diese wichtigen Ressourcen mit Hilfe einer kurdischen Minderheit. Allgemeiner gesagt hat der Westen Sanktionen gegen Syriens Wirtschaft verhängt.

Genau dieser Druck hat Assads Regierung ausgehöhlt und zu ihrem Zusammenbruch geführt. Jetzt erhöht Israel den Druck noch mehr, um sicherzustellen, dass jeder Neuankömmling vor einer noch schwierigeren Aufgabe steht.

Die Karten des Syriens nach Assad zeigen, wie auch jene während der zweiten Hälfte seiner bedrängten Präsidentschaft, einen Flickenteppich aus verschiedenen Farben: Die Türkei und ihre lokalen Verbündeten erobern Gebiete im Norden, die Kurden klammern sich an den Osten, die US-Streitkräfte sind im Süden und das israelische Militär dringt von Westen her vor.

Dies ist der richtige Kontext für die Beantwortung der Frage, was als nächstes kommt.

Zwei mögliche Schicksale

Syrien ist jetzt das Spielzeug eines Komplexes vage ausgerichteter staatlicher Interessen. Keiner von ihnen hat Syriens Interesse als starker, geeinter Staat ganz oben auf seiner Liste.

Unter solchen Umständen wird Israels Priorität darin bestehen, konfessionelle Spaltungen zu fördern und die Entstehung einer zentralen Autorität zu verhindern, die Assad ersetzt.

Dies ist seit Jahrzehnten Israels Plan und hat das Denken der dominierenden außenpolitischen Elite in Washington seit dem Aufstieg der sogenannten Neokonservativen unter Präsident George W. Bush in den frühen 2000er Jahren geprägt. Das Ziel bestand darin, jeden Staat im Nahen Osten zu balkanisieren, der sich der Hegemonie Israels und der USA nicht unterwerfen will.

Israel kümmert sich nur darum, dass Syrien von internen Fehden und Machtspielen zerrissen wird. Laut einem Artikel des Magazins Foreign Policy aus dem Jahr 2018 führte Israel seit 2013 ein geheimes Programm zur Bewaffnung und Finanzierung von mindestens 12 verschiedenen Rebellenfraktionen durch.

In dieser Hinsicht wird Syriens Schicksal dem der Palästinenser nachempfunden.

Es mag eine Wahl geben, aber sie wird höchstens in zwei Varianten kommen. Syrien kann das Westjordanland werden oder es kann Gaza werden.

Bisher deutet alles darauf hin, dass Israel die Gaza-Option anstrebt. Washington und Europa scheinen den Weg über das Westjordanland zu bevorzugen, weshalb sie sich auf die Sanierung von HTS konzentriert haben.

Im Gaza-Szenario bombardiert Israel Syrien weiter und entzieht der umbenannten Al-Qaida-Fraktion oder einer anderen Gruppe die Möglichkeit, die Angelegenheiten des Landes zu regeln. Instabilität und Chaos herrschen.

Nachdem Assads Erbe der säkularen Herrschaft zerstört ist, dominieren erbitterte konfessionelle Rivalitäten, die Syrien in getrennte Regionen zementieren. Verfeindete Warlords, Milizen und Verbrecherfamilien kämpfen um die lokale Vorherrschaft.

Ihre Aufmerksamkeit ist nach innen gerichtet, auf die Stärkung ihrer Herrschaft gegenüber Rivalen, nicht nach außen auf Israel.

„Zurück in die Steinzeit“

In der Weltsicht, die Israel und die Neocons teilen, wäre dieser Ausgang für Syrien nichts Neues. Er stützt sich auf Lektionen, die Israel glaubt, sowohl in Gaza als auch im Libanon gelernt zu haben.

Israelische Generäle sprachen davon, Gaza „in die Steinzeit“ zurückzuversetzen, lange bevor sie in der Lage waren, dieses Ziel mit dem gegenwärtigen Völkermord dort zu verwirklichen. Dieselben Generäle testeten ihre Ideen zuerst in begrenzterem Maßstab im Libanon, wo sie die Infrastruktur des Landes im Rahmen der sogenannten „Dahiya“-Doktrin zerstörten.

Israel glaubte, dass solche wahllosen Zerstörungstouren einen doppelten Nutzen brachten. Die überwältigende Zerstörung zwang die lokale Bevölkerung, sich auf das bloße Überleben zu konzentrieren, anstatt Widerstand zu organisieren. Und auf lange Sicht würde die betroffene Bevölkerung verstehen, dass angesichts der Schwere der Strafe jeglicher zukünftiger Widerstand gegen Israel um jeden Preis vermieden werden sollte.

Bereits 2007, vier Jahre vor dem Aufstand in Syrien, hatte Caroline Glick, eine führende Vertreterin der neokonservativen Agenda und Kolumnistin der Jerusalem Post, Syriens bevorstehendes Schicksal dargelegt.

Sie erklärte, dass jede zentrale Autorität in Damaskus zerstört werden müsse. Die Begründung: „Zentralisierte Regierungen in der gesamten arabischen Welt sind die Hauptverursacher des arabischen Hasses auf Israel.“

Sie fügte hinzu: „Wie gut könnte Syrien mit der IDF [dem israelischen Militär] fertig werden, wenn es gleichzeitig versuchen würde, einen Volksaufstand niederzuschlagen?“

Oder, noch besser, Syrien könnte in einen weiteren gescheiterten Staat verwandelt werden, wie Libyen nach der Vertreibung und Ermordung Muammar Gaddafis im Jahr 2011 mit Hilfe der NATO. Libyen wird seitdem von Warlords regiert.

Bemerkenswerterweise standen sowohl Syrien als auch Libyen – zusammen mit dem Irak, Somalia, dem Sudan, dem Libanon und dem Iran – auf einer Todesliste, die in Washington unmittelbar nach dem 11. September von israelischen Vertretern in den USA erstellt wurde.

Alle außer dem Iran sind jetzt gescheiterte oder scheiternde Staaten.

Sicherheitsdienstleister

Das andere mögliche Ergebnis ist, dass Syrien zu einer größeren Version des Westjordanlands wird.

In diesem Szenario können HTS und al-Julani die USA und Europa davon überzeugen, dass sie so fügsam sind und so bereit, alles zu tun, was man ihnen sagt, dass Israel nichts von ihnen zu befürchten hat.

Ihre Herrschaft würde der von Mahmoud Abbas nachempfunden sein, dem Führer der viel geschmähten Palästinensischen Autonomiebehörde im Westjordanland. Seine Macht ist kaum größer als die eines Gemeinderatsvorsitzenden, der die Schulen beaufsichtigt und den Müll einsammelt.

Seine Sicherheitskräfte sind leicht bewaffnet – praktisch eine Polizeitruppe –, werden zur internen Repression eingesetzt und sind nicht in der Lage, Israels illegale Besatzung herauszufordern. Abbas hat seinen Dienst für Israel, die Palästinenser daran zu hindern, sich ihrer jahrzehntelangen Unterdrückung zu widersetzen, als „heilig“ bezeichnet.

Die aktive Kollusion der Palästinensischen Autonomiebehörde wurde am Wochenende erneut deutlich, als ihre Sicherheitskräfte einen von Israel gesuchten Widerstandsführer in Dschenin töteten.

Al-Julani könnte auf ähnliche Weise als Sicherheitsdienstleister aufgebaut werden. Vor allem dank Israel hat Syrien heute weder Armee noch Marine noch Luftwaffe. Es gibt nur leicht bewaffnete Gruppierungen wie HTS, andere Rebellenmilizen wie die fälschlicherweise Syrische Nationalarmee genannte und kurdische Gruppen.

Unter der Führung der CIA und der Türkei könnte HTS gestärkt werden, aber nur so weit, dass es in Syrien gegen Dissidenten vorgehen kann.

HTS hätte zwar Macht, aber nur mit Lizenz. Sein Überleben würde davon abhängen, die Lage für Israel ruhig zu halten, sowohl durch eine Einschüchterungspolitik gegenüber anderen syrischen Gruppen, einschließlich der palästinensischen Flüchtlingsbevölkerung, die mit einem Kampf gegen Israel drohen, als auch durch die Abwehr anderer regionaler Akteure, die sich Israel widersetzen, wie Iran und Hisbollah.

Und wie bei Abbas wäre Al-Julanis Herrschaft in Syrien territorial begrenzt.

Der palästinensische Führer muss sich damit abfinden, dass weite Teile des Westjordanlands unter israelischer Herrschaft zu jüdischen Siedlungen erklärt wurden und dass er keinen Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen wie Grundwasserleitern, landwirtschaftlichen Flächen und Steinbrüchen hat.

Für HTS gesperrt wären wahrscheinlich die von der Türkei und den USA überwachten kurdischen Gebiete, in denen ein Großteil des Öls des Landes liegt, sowie ein Landstrich im Südwesten Syriens, den Israel in den letzten zwei Wochen besetzt hat.

Es wird allgemein angenommen, dass Israel diese syrischen Gebiete annektieren wird, um seine illegale Besetzung des Golan auszuweiten, den es 1967 von Syrien erobert hat.

„Liebe“ zu Israel

Al-Julani versteht die Optionen, die vor ihm liegen, nur zu gut. Es überrascht vielleicht nicht, dass er viel eher ein syrischer Abbas werden möchte als ein syrischer Yahya Sinwar, der im Oktober von Israel getötete Hamas-Führer.

Angesichts seiner sauberen militärischen Umgestaltung könnte sich al-Julani vorstellen, sich irgendwann zum syrischen Äquivalent des von den USA unterstützten Führers der Ukraine, Wolodmyr Selenskyj, aufschwingen zu können.

Selenskyjs Rolle besteht jedoch darin, im Namen der NATO einen Stellvertreterkrieg gegen Russland zu führen. Israel würde es niemals dulden, dass der Führer eines Landes an seiner Grenze mit dieser Art von militärischer Macht ausgestattet wird.

Al-Julanis Kommandeure haben keine Zeit verloren, zu erklären, dass sie keinen Streit mit Israel haben und keine Feindseligkeiten mit dem Land provozieren wollen.

Die aufregenden ersten Tage der Herrschaft von HTS waren davon geprägt, dass seine Führer Israel dafür dankten, dass es ihnen geholfen hatte, Syrien einzunehmen, indem es Iran und die Hisbollah im Libanon neutralisierte. Es gab sogar „Liebesbekundungen“ für Israel.

Diese Gefühle wurden nicht dadurch beeinträchtigt, dass die israelische Armee in die große entmilitarisierte Zone in Syrien neben den Golanhöhen einmarschierte und damit das Waffenstillstandsabkommen von 1974 verletzte.

Ebenso wenig wurden sie durch Israels unerbittliche Bombardierung der syrischen Infrastruktur beschädigt – eine Verletzung der Souveränität, die das Nürnberger Tribunal am Ende des Zweiten Weltkriegs als schwerstes internationales Verbrechen anprangerte.

Diese Woche deutete al-Julani kleinlaut an, dass Israel seine Interessen in Syrien durch Luftangriffe und Invasion gesichert habe und das Land nun in Frieden lassen könne.

„Wir wollen keinen Konflikt, weder mit Israel noch mit irgendjemand anderem, und wir werden nicht zulassen, dass Syrien als Startrampe für Angriffe [gegen Israel] genutzt wird“, sagte er der London Times. 

Ein Reporter von Channel 4, der letzte Woche versuchte, einen HTS-Sprecher dazu zu drängen, sich zu Israels Angriffen auf Syrien zu äußern, war von der Antwort überrascht.

Obeida Arnaout klang, als folge er einem sorgfältig einstudierten Drehbuch und versicherte Washington und israelischen Beamten, dass HTS keine größeren Ambitionen habe, als die Mülleimer regelmäßig zu leeren.

Auf die Frage, wie HTS die Angriffe Israels auf seine Souveränität sehe, antwortete Arnaout nur: „Unsere Priorität ist die Wiederherstellung von Sicherheit und Dienstleistungen, die Wiederbelebung des zivilen Lebens und der Institutionen und die Versorgung der neu befreiten Städte. Es gibt viele dringende Aspekte des alltäglichen Lebens, die wiederhergestellt werden müssen: Bäckereien, Strom, Wasser, Kommunikation, also ist es unsere Priorität, den Menschen diese Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen.“

Es scheint, dass HTS nicht einmal bereit ist, rhetorisch Widerstand gegen israelische Kriegsverbrechen auf syrischem Boden zu leisten.

Größere Ambitionen

All dies verschafft Israel eine starke Position, um seine Gewinne zu festigen und seine regionalen Ambitionen auszuweiten.

Israel hat Pläne angekündigt, die Zahl der jüdischen Siedler, die illegal auf dem besetzten syrischen Gebiet im Golan leben, zu verdoppeln.

Unterdessen haben syrische Gemeinden, die seit kurzem unter israelischer Militärherrschaft stehen – in Gebieten, die Israel seit Assads Sturz besetzt hat –, ihre nominelle Regierung in Damaskus und andere arabische Staaten aufgefordert, Israel zum Rückzug zu bewegen. Aus gutem Grund fürchten sie eine dauerhafte Besetzung.

Wie vorherzusehen war, haben dieselben westlichen Eliten, die über Russlands Verletzungen der territorialen Integrität der Ukraine so erzürnt sind, dass sie drei Jahre damit verbracht haben, Kiew in einem Stellvertreterkrieg gegen Moskau aufzurüsten – und damit eine mögliche nukleare Konfrontation riskieren –, keinen Mucks der Besorgnis über Israels immer stärkere Verletzungen der territorialen Integrität Syriens geäußert.

Wieder einmal gilt für Israel eine andere Regel als für jeden, den Washington als Feind betrachtet.

Da Syriens Luftabwehr nun außer Gefecht ist, kann Israel nun ungehindert nach Iran vordringen – entweder allein oder mit US-Unterstützung – um das letzte Ziel auf der Abschussliste der Neokonservativen aus dem Jahr 2001 anzugreifen.

Die israelischen Medien haben aufgeregt über die Vorbereitungen für einen Angriff berichtet, während das Übergangsteam des künftigen US-Präsidenten Donald Trump angeblich ernsthaft erwägt, sich an einer solchen Operation zu beteiligen.

Und zu allem Überfluss scheint Israel endlich in Sichtweite zu sein, „normale“ Beziehungen mit Washingtons anderem großen Klientelstaat in der Region, Saudi-Arabien, aufzunehmen – ein Vorstoß, der nach Israels Völkermord im Gazastreifen auf Eis gelegt werden musste.

Eine Erneuerung der Beziehungen zwischen Israel und Riad ist vor allem deshalb wieder möglich, weil die Berichterstattung über Syrien den Völkermord im Gazastreifen weiter von der westlichen Nachrichtenagenda verschwinden ließ, obwohl die Palästinenser dort – die 14 Monate lang von Israel ausgehungert und bombardiert wurden – wahrscheinlich in größerer Zahl sterben als je zuvor.

Die Erzählung von Syriens „Befreiung“ dominiert derzeit die westliche Berichterstattung. Doch bislang scheint die Machtübernahme von Damaskus durch HTS lediglich Israel befreit zu haben. Dieses Land hat nun mehr Spielraum, seine Nachbarn durch Einschüchterung und Terror zur Unterwerfung zu zwingen.

Israel verliert seine Menschlichkeit in Gaza

Die weit verbreitete Ablehnung der Israelis gegenüber dem Vorwurf, Israel begehe Kriegsverbrechen, ethnische Säuberungen oder Völkermord, ist zu einem großen Teil auf die Brutalität zurückzuführen, die die Hamas bei ihrem Massaker am 7. Oktober 2023 gezeigt hat.

Viele Israelis haben Schwierigkeiten, dieses brutale Massaker mit der Behauptung in Einklang zu bringen, dass auch Israel im Gazastreifen in einer Weise agiert, die jeglicher menschlichen Moral widerspricht.

Dennoch zeichnet der Untersuchungsbericht, den Haaretz letzte Woche veröffentlichte, ein schockierendes Bild von der ungezügelten Gesetzlosigkeit einiger Soldaten, die im Herzen des Gazastreifens, insbesondere nördlich des Netzarim-Korridors, kämpfen.

In dem Bericht werden zahlreiche Vorfälle geschildert, die man nur als Kriegsverbrechen bezeichnen kann, und einige deuten auf einen Verlust der Menschlichkeit der Soldaten hin.

Dem Bericht zufolge haben die Truppen eine imaginäre Linie in dem Gebiet gezogen, die auf keiner Karte verzeichnet und in keinem offiziellen Befehl vermerkt ist. Sie nennen sie „die Linie der Leichen“.

Der Kommandeur der 252. Division erklärte, woher dieser Name stammt. „Nach Schießereien werden die Leichen nicht eingesammelt, was Hundemeuten anlockt, die sie fressen wollen“, sagte er. „In Gaza wissen die Menschen, dass man sich nicht dorthin begeben sollte, wo man diese Hunde sieht.“

In dem Bericht werden immer mehr Alptraumszenarien beschrieben. Sie fügen sich zu einem Horrorfilm zusammen, der sich auf erschütternde Weise in der Realität abspielt.

Zum Beispiel wurden Dutzende von Kugeln auf jemanden abgefeuert, der sich als „nur ein Junge, vielleicht 16“ herausstellte; einige der Soldaten „schossen und lachten“. Später lobte der Bataillonskommandeur die Tötung und sagte, er „hoffe, dass wir morgen noch zehn weitere töten werden“.

Auch ist das wahllose Töten nicht das einzige Problem. Es gibt auch Demütigungen, die einen völligen Verlust an Disziplin offenbaren.

Nachdem es einem Bewohner des Gazastreifens gelungen war, den massiven Beschuss seiner Gruppe zu überleben – drei seiner Freunde wurden getötet -, „steckten ihn die Soldaten in einen Käfig, der in der Nähe unserer Position aufgestellt war, zogen ihm die Kleider aus… Vorbeigehende Soldaten spuckten ihn an.“

Später kam ein militärischer Vernehmungsbeamter und „befragte ihn kurz, während er ihm eine Waffe an den Kopf hielt“.

Gazaner, die erschossen wurden, nachdem sie diese imaginäre Linie in der Region Netzarim überschritten hatten, wurden von den israelischen Verteidigungskräften als „Terroristen“ bezeichnet, obwohl es dafür keine Beweise gab.

Es handelte sich um eine willkürliche Entscheidung, die ernsthafte Zweifel an den Berichten der Armee über die Zahl der getöteten Terroristen aufkommen lässt.

Ein Offizier der 252. Division beschrieb einen Vorfall, bei dem von 200 Leichen, deren Identität später überprüft wurde, „nur zehn als bekannte Hamas-Aktivisten bestätigt wurden“.

Je mehr Beweise aus dem Gazastreifen auftauchen, desto klarer wird das ekelerregende Bild unseres Verlustes an Menschlichkeit. Die Tatsache, dass viele Israelis versuchen, die Aussagen über das, was dort geschieht, zu leugnen, hilft Israel nicht nur nicht auf der internationalen Bühne, sondern legitimiert auch weiterhin Verbrechen und Ungerechtigkeiten, die den moralischen und menschlichen Charakter des gesamten Landes beflecken.

Big Brother in der Luft, ein Trend, der sich ausbreitet

Der Einsatz von Drohnen zur Verbrechensbekämpfung hat weltweit an Bedeutung gewonnen. Länder wie die USA, Deutschland, die Türkei und Nigeria setzen Drohnentechnologie in verschiedenen Kontexten ein, von der Überwachung städtischer Gebiete bis hin zur Bekämpfung von Terrorismus. Städte wie New York, Los Angeles und Houston nutzen Drohnen zunehmend für öffentliche Sicherheit und operative Effizienz, während in Deutschland innovative Maßnahmen zur Drohnenabwehr entwickelt werden. Trotz der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten gibt es weltweit erhebliche Bedenken hinsichtlich der Transparenz, der Einhaltung rechtlicher Standards und des Schutzes der Privatsphäre, die oft hinter den technologischen Fortschritten zurückbleiben.

Die zunehmende Nutzung von Drohnen durch die New Yorker Polizei (NYPD) wirft erhebliche Fragen zur Privatsphäre und staatlicher Überwachung auf. Während die Einsatzmöglichkeiten der Drohnen nahezu unbegrenzt erscheinen, bleiben die Grenzen der Privatsphäre für Bürgerinnen und Bürger beunruhigend unklar.

Wenn Sie dachten, die Zukunft der Polizeiarbeit würde wie ein Science-Fiction-Thriller aussehen, dann lagen Sie damit nicht falsch. Das Drohnenprogramm des New York Police Department (NYPD), das als nächste Stufe der öffentlichen Sicherheit gepriesen wird, steht unter Kritik. Es wirkt weniger wie ein transparenter Hüter des öffentlichen Vertrauens und mehr wie ein luftiges Rätsel. Ein neuer Bericht des New York City Department of Investigation (DOI) wirft Licht auf die undurchsichtigen operativen Richtlinien des Programms und zeigt eine Mischung aus fortschrittlichen Fähigkeiten und Risiken, die das Department offenbar ungern offenlegt.

Seit 2018 setzt die NYPD Drohnen ein und bewirbt sie als vielseitige Werkzeuge, die von Such- und Rettungsaktionen bis zur Dokumentation von Verkehrsunfällen reichen. Allein im vergangenen Jahr wurden diese fliegenden Werkzeuge der modernen Polizeiarbeit über 4.000 Mal gestartet. Doch je mehr ihre Flugrouten erweitert werden, desto größer werden die Fragen – und die Antworten bleiben vage.

Ein am Mittwoch veröffentlichter DOI-Bericht nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, die schwammigen Richtlinien der Unmanned Aircraft Systems (UAS) des NYPD zu kritisieren. Den Ergebnissen zufolge geben die sogenannten Impact and Use Policies (IUP) kein „vollständiges und genaues Bild“ der tatsächlichen Fähigkeiten und Einsatzzwecke dieser Drohnen. Zu den nicht öffentlich erwähnten Funktionen gehören autonome Flugmodi, fortschrittliche Kartierungssysteme, Zwei-Wege-Kommunikation und sogar Spezialwerkzeuge wie Glasbrecheraufsätze.

Wir haben eine Kopie des Berichts für Sie hier.

Die Privatsphäre in New York City war schon immer ein Witz – ein ironisches Konzept in einer Stadt, in der Nachbarn durch hauchdünne Wände Ihre Streitereien belauschen können und Kameras jeden Ihrer Schritte vom U-Bahn-Drehkreuz bis zur Feinkosttheke verfolgen. Doch selbst nach den Maßstäben dieser Stadt markiert das immer weiter ausgedehnte Drohnenprogramm der NYPD einen neuen Tiefpunkt. Dank eines vernichtenden Berichts des DOI ist nun klar, dass diese Spione aus der Luft die Grenzen der Privatsphäre weiter verschieben als je zuvor.

Drohnen gelten oft als futuristische Gadgets, die für harmlose Zwecke genutzt werden – um Pakete auszuliefern, beeindruckende Luftaufnahmen zu machen oder gestrandete Wanderer zu retten. Doch in den Händen von Strafverfolgungsbehörden nehmen sie eine weitaus düstere Form an. Die NYPD setzt Drohnen nicht nur bei Katastrophen oder Verkehrsunfällen ein, sondern auch zur Überwachung, zur Beobachtung von Menschenmengen und zur sogenannten „Situationserkennung“. Das sind genau die Art von zweideutigen Schlagwörtern, die Datenschutzbefürworter aufhorchen lassen – und das aus gutem Grund.

Der Bericht des DOI zeichnet ein beunruhigendes Bild. Die NYPD hat ihre Abhängigkeit von Drohnen kontinuierlich erhöht und im vergangenen Jahr mehr als 4.000 Flüge durchgeführt, darunter Einsätze als Reaktion auf 2.300 Anrufe mit hoher Priorität. Während das Department sein neues „Drone as First Responder“-Programm enthusiastisch bewirbt, verweigert es grundlegende Auskünfte darüber, wie diese fliegenden Kameras funktionieren oder welche Fähigkeiten sie besitzen. Spoiler-Alarm: Die Liste umfasst Zwei-Wege-Kommunikation, autonomen Flug und sogar Werkzeuge zum Zerbrechen von Glas. Mit anderen Worten: Das sind nicht die Spielzeug-Quadcopter Ihres Neffen.

Der Abgrund der Privatsphäre

Kritiker warnen seit langem davor, dass das Drohnenprogramm der NYPD den Weg zu einem vollwertigen Überwachungsstaat ebnet, und der Bericht des Department of Investigation (DOI) bestätigt diese Befürchtungen. Die Richtlinien der NYPD versäumen es laut Bericht, wesentliche Sicherheitsvorkehrungen zu definieren oder die vollständigen Fähigkeiten der Drohnen offenzulegen. Drängende Fragen bleiben unbeantwortet: Wer sieht sich das Filmmaterial an? Wie lange wird es gespeichert? Welche Schutzmaßnahmen verhindern Missbrauch?

Ohne diese grundlegenden Vorkehrungen ist das Potenzial für Missbrauch enorm. Man muss sich nur vorstellen, wie Drohnen für die Überwachung von Protesten, das Heranzoomen auf Privatgrundstücke oder die unbemerkte Verfolgung von Personen genutzt werden könnten. Das ist keine paranoide Spekulation – es ist die logische Konsequenz, wenn eine mächtige Institution wie die NYPD ohne effektive Aufsicht arbeitet.

Jeanene L. Barrett, die Generalinspektorin der Stadt, betonte die Schwere der Lage: „Der zunehmende Einsatz von Drohnen durch die NYPD in den vergangenen Jahren hat Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes im Zusammenhang mit dem Einsatz von Drohnen zur polizeilichen Überwachung und Kontrolle aufgeworfen.“ Mit anderen Worten: Was hält diese Drohnen davon ab, das allsehende Auge von Big Brother zu werden? Die Antwort: Im Moment so gut wie nichts.

Überwachung im Namen der Sicherheit

Die Befürworter des Drohnenprogramms der NYPD stützen sich auf ein altbekanntes Argument: Sicherheit. Drohnen, so heißt es, seien unverzichtbar für die Reaktion auf Notfälle, die Dokumentation von Tatorten und die Rettung von Menschenleben. Bürgermeister Eric Adams bezeichnete die Initiative sogar als einen „Sprung in die Zukunft“ und erklärte sie für essenziell in der modernen Strafverfolgung. Doch diese Sicherheitsrhetorik blendet die erheblichen Risiken für die Privatsphäre geschickt aus.

Die Geschichte liefert zahlreiche Beispiele für Technologien, die unter dem Deckmantel der Sicherheit eingeführt wurden, um schließlich für Massenüberwachung missbraucht zu werden. In New York City ist das Vertrauen in die Polizei angesichts ihres umstrittenen Einsatzes von Gesichtserkennung, vorausschauenden Polizeialgorithmen und Stingray-Geräten (zur Handy-Ortung) ohnehin bereits erschüttert.

Drohnen jedoch heben das Überwachungspotenzial auf eine neue Stufe. Mit ihrer Fähigkeit, lautlos zu schweben, zu beobachten und aufzuzeichnen, sind sie das ultimative Werkzeug zur Überwachung – schwer zu entdecken und noch schwerer zu entkommen. Sie könnten leicht von einem Sicherheitsinstrument zu einem Instrument für flächendeckende Kontrolle werden. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Gefahr einer solchen Zweckentfremdung real ist.

Wer überwacht das?

Die mangelnde Bereitschaft der NYPD, klare, umfassende Richtlinien vorzulegen, wirft eine unangenehme Frage auf: Wer hält sie zur Rechenschaft? Der DOI-Bericht fordert eine sofortige Aktualisierung der Drohnenpolitik des Departments und verlangt mehr Transparenz sowie eine strengere Aufsicht. Ohne Durchsetzung könnten diese Empfehlungen jedoch leicht als bürokratische Augenwischerei enden.

Der POST Act, ein Gesetz aus dem Jahr 2020, das die Transparenz der polizeilichen Überwachungstechnologie fördern soll, sollte genau dieses Problem lösen. Doch nun, drei Jahre später, erfahren wir, dass die NYPD wichtige Details über die Fähigkeiten ihrer Drohnen einfach weggelassen hat. Wenn das POST-Gesetz ignoriert oder untergraben wird, welche Hoffnung haben wir dann noch, diese Technologien in Schach zu halten?

Im Gegensatz zu Hubschraubern oder Bodeneinheiten sind Drohnen klein, leise und schwieriger zu entdecken. Durch ihre Fähigkeit, unauffällig zu beobachten, eignen sie sich besonders gut für verdeckte Operationen, stellen aber auch eine besondere Bedrohung für die Privatsphäre dar.

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie nehmen an einer friedlichen Demonstration teil. Sie nehmen Ihre Rechte nach dem ersten Verfassungszusatz wahr, aber über der Menge schwebt eine Drohne, die jede Ihrer Bewegungen aufzeichnet. Wer kontrolliert sie? Was wird aufgezeichnet? Wo wird das Material gespeichert? Und wie lange wird es gespeichert? Das sind keine theoretischen Fragen – sie sind real, und nach der derzeitigen Politik der NYPD gibt es nur wenige klare Antworten.

Die Gefahr liegt in der Normalisierung. Was als außergewöhnliche Maßnahme für „Vorfälle von hoher Priorität“ beginnt, entwickelt sich schleichend zur Routineüberwachung. Heute wird sie für den Katastrophenschutz eingesetzt, morgen könnte sie für die alltägliche Polizeiarbeit, die Verfolgung von Personen oder die Sammlung von Daten ohne richterliche Anordnung verwendet werden. Die Technologie mag sich modern anfühlen, aber die Bedrohung ist ausgesprochen altmodisch: die unkontrollierte Macht der Strafverfolgungsbehörden zur Überwachung und Kontrolle.

Die Auswirkungen einer weit verbreiteten Drohnenüberwachung reichen weit über unmittelbare Sorgen bei Protesten oder öffentlichen Versammlungen hinaus. In einer dicht besiedelten Stadt wie New York, wo die Grenze zwischen öffentlichem und privatem Raum ohnehin oft verschwimmt, wird die Problematik noch verstärkt. Einer Drohne ist es egal, ob sie in einem öffentlichen Park oder durch Ihr Wohnungsfenster filmt – sie nimmt wahllos auf und wirft damit kritische Fragen darüber auf, wo die Grenzen der Überwachung gezogen werden sollten.

Doch es geht nicht nur darum, was aufgenommen wird, sondern auch darum, wie diese Informationen verwendet werden. Fortschritte in der künstlichen Intelligenz, Gesichtserkennungstechnologie und prädiktiven Analytik könnten Drohnenaufnahmen in leistungsstarke Werkzeuge zur Erstellung von Profilen und zur Verfolgung von Personen verwandeln. Die NYPD mag zwar argumentieren, dass solche Technologien derzeit nicht in ihre Drohnen integriert sind, doch die Geschichte zeigt, dass Überwachungsprogramme oft im Stillen und ohne öffentliche Debatte ausgeweitet werden.

Hinzu kommt die Frage der Datenspeicherung. Die Überwachung endet nicht, wenn die Drohne landet – sie beginnt erst. Wohin gehen all diese Aufnahmen? Wer hat Zugang dazu? Und wie lange werden sie gespeichert? Diese wichtigen Fragen bleiben in der derzeitigen Politik der NYPD unbeantwortet.

Die Risiken sind offensichtlich. Ohne strenge Richtlinien könnten die Daten auf unbestimmte Zeit gespeichert, zu anderen Zwecken analysiert oder sogar weitergegeben werden. In den falschen Händen könnten solche Informationen zu Werkzeugen für Schikane, Erpressung oder ungerechtfertigte Profilerstellung werden.

Denken Sie zum Beispiel an Aufnahmen von einer Demonstration. Selbst wenn die Veranstaltung rechtmäßig ist, könnten sich die Teilnehmer in einer Datenbank wiederfinden, die anderen Behörden oder sogar privaten Unternehmen zugänglich gemacht wird, die mit der Datenanalyse beauftragt sind. In einer Zeit, in der digitale Fußabdrücke bereits ausgenutzt werden, erscheint zusätzliche Überwachung aus der Luft nicht als Sicherheitsmaßnahme, sondern eher als ein weiterer Schritt zur Übervorteilung, die nur darauf wartet, Realität zu werden.

Eine Blaupause für unkontrollierte Überwachung

Was in New York geschieht, könnte schnell zu einem Modell – oder einem abschreckenden Beispiel – dafür werden, wie Drohnen landesweit in die Strafverfolgung integriert werden. Polizeibehörden in Städten wie Los Angeles, Chicago und Houston haben ihre Drohnenprogramme ausgeweitet und führen öffentliche Sicherheit und operative Effizienz als Hauptziele an. Doch wie in New York bleiben Transparenz und Rechenschaftspflicht oft auf der Strecke.

Da es keine bundesweiten Vorschriften gibt, die den Einsatz von Drohnen durch Strafverfolgungsbehörden regeln, bleibt jede Stadt und jeder Staat auf sich allein gestellt. Dieser fragmentierte Ansatz führt zu uneinheitlichen Richtlinien und Praktiken und schafft einen „wilden Westen“ der Überwachung, in dem der Schutz der Privatsphäre je nach Postleitzahl stark variieren kann.

Überlegen Sie: Was hindert eine Gerichtsbarkeit daran, Drohnen zur Verfolgung von Personen aufgrund politischer Aktivitäten einzusetzen oder eine Überwachung ohne richterlichen Beschluss durchzuführen? Ohne einen einheitlichen Rahmen bleiben diese Fragen unbeantwortet – und die bürgerlichen Freiheiten geraten in Gefahr.

Der Einsatz von Drohnen durch das NYPD zeigt deutlich, dass die Strafverfolgung landesweit auf dünnem Eis operiert. Wenn eine prominente Behörde wie die NYPD Transparenzanforderungen ignoriert oder kritische Fähigkeiten verschweigt, schafft sie einen Präzedenzfall, dem andere folgen könnten. Kleinere Behörden, die oft weniger Ressourcen für öffentliche Kontrolle haben, könnten das Verhalten der NYPD als grünes Licht für die Ausweitung eigener Programme ohne öffentliche Beteiligung sehen.

Dieser Trend ist bereits erkennbar. Städte im ganzen Land beginnen, Drohnen für Aufgaben einzusetzen, die weit über ihren ursprünglichen Zweck hinausgehen – von der Überwachung öffentlicher Versammlungen bis hin zur routinemäßigen Kontrolle von Gebieten mit hoher Kriminalität. Mit jedem neuen Einsatz wird es schwieriger, die Grenze zwischen legitimen öffentlichen Sicherheitsmaßnahmen und aufdringlicher Überwachung zu ziehen.

Die Drohnentechnologie existiert nicht in einem Vakuum. Sie ist Teil eines wachsenden Arsenals von Überwachungsinstrumenten, die von den Strafverfolgungsbehörden eingesetzt werden, darunter Gesichtserkennungssoftware, prädiktive Algorithmen für die Polizeiarbeit und Echtzeit-Datenanalyse. Zusammen bilden diese Technologien ein leistungsfähiges Netzwerk, das in der Lage ist, menschliches Verhalten in einem noch nie dagewesenen Umfang zu verfolgen, zu identifizieren und vorherzusagen.

In Kombination mit Drohnen steigt das Missbrauchspotenzial in die Höhe. Eine mit Gesichtserkennung ausgestattete Drohne könnte Personen in einer Menschenmenge identifizieren, während Algorithmen des maschinellen Lernens ihre Bewegungen in Echtzeit analysieren, um den „Bedrohungsgrad“ zu bewerten. Solche Fähigkeiten sind nicht nur theoretisch, sondern werden bereits in Pilotprogrammen im ganzen Land getestet.

Was als Experiment in New York oder Los Angeles beginnt, könnte schnell zur landesweiten Standardpraxis werden, ohne dass die Öffentlichkeit davon Notiz nimmt oder darüber diskutiert.

Schwerer Dämpfer für georgischen Maidan

Schwerer Dämpfer für georgischen Maidan

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Ein prowestlicher Putsch in Georgien dürfte nun vorerst gescheitert sein. “Brüssels Frau” im Präsidentenpalast von Tiflis hat diesen am Sonntag nun doch freiwillig geräumt. Manche Beobachter sprechen davon, dass der EU-Putsch in Georgien nun „endgültig“ gescheitert sei. Wer weiß, was in den nächsten Jahren passiert, doch die Pro-EU-Bewegung hat einen schweren Schlag erlitten. Am Sonntag […]

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Dunkelflaute – Deutschlands Energiewende stolpert immer tiefer in die Gefahrenzone

Dunkelflaute – Deutschlands Energiewende stolpert immer tiefer in die Gefahrenzone

Winterlicher Hochdruckeinfluss zeigt die Schwachstellen der Energiewende gnadenlos auf: Windräder stehen still, Solaranlagen liefern kaum Strom, und ohne teure Stromimporte wäre es finster geblieben. Die Abhängigkeit von wetterabhängigem Strom fordert ihren Preis und stellt die Energiepolitik infrage.

Von Holger Douglas

Die Dunkelflaute geht weiter. Winterlicher Hochdruckeinfluss bringt graues, trübes Wetter und kaum Wind. Das ist schlecht für Deutschland, denn das Land leidet unter der Energiewende. Einige glauben, man könne ein Industrieland mit Strom aus Wind und Sonne versorgen und sehen sich hierbei aus komplett unerfindlichen Gründen in einer absoluten Vorreiterrolle. Die ganze Welt würde auf sie schauen und es dann nachmachen. Übersehen wird dabei aber gerne vollkommen, dass die Welt längst lauthals über die tonangebenden Köpfe im alten Germanien lacht. Dummerweise haben diese wenigen Personen an den politischen Schalthebeln des Landes durchsetzen können, sämtliche Kraftwerke abzuschalten und zu zerstören, um sie für das zukünftige Wiederhochfahren nach einem möglichen Politikwechsel gleich komplett unbrauchbar zu machen.

Das alles führt zu der spannenden Frage, wie lange so etwas gut gehen kann. Gerade Herbst / Winter mit ihren jahreszeitlichen langen Hochdruckphasen bieten einen interessanten Test. Gut für die politischen Akteuere, dass jetzt während der Feiertage der Bedarf nicht allzu hoch ist, da geht der Strommangel gnädig mit Deutschland um. Die Daten zeigen: lediglich um die Mittagszeit kam in den vergangenen Tagen ein wenig Strom von den 3,7 Millionen Photovoltaikanlagen im Land, die gelben Hütchen in der Grafik. Knapp 15 GW elektrische Leistung am Freitagmittag und am Samstagmittag jeweils um 12:00 Uhr. Die Windräder drehten kaum, entsprechend wenig Leistung kam von ihnen: 1 GW am Freitag um 12:00 Uhr und 1,4 am Samstag um 12:00 Uhr, zeigen die blauen Hügel an. Die Masse des Stromes stammt aus den bösen fossilen Kraftwerken in Grau. Die rote Linie ist der Verbraucht; die Differenz wird durch Import geschlossen. Und der ist teuer.

Dunkelflaute – Deutschlands Energiewende stolpert immer tiefer in die Gefahrenzone

Agora-Energiewende

Ohne erhebliche Stromimporte aus dem Ausland wäre es dunkel geworden. 8,58 GW/h wurden am Freitagabend importiert zu einem Preis von 151,8 € pro Megawattstunde. Am Samstagnachmittag gar 9,14 GW/h am zu einem Preis von 143,25 € pro Megawattstunde.

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Agora-Energiewende

Die Börsen-Strompreise kletterten wieder auf 158,40 € pro Megawattstunde am 27. Dezember um 18:00 Uhr. Die orange Linie zeigt den Preis des Stroms von kommenden Tag; die rote Linie der Preis des Vortags.  Die grüne Fläche ist die Menge des grünen Stroms; die graue Fläche die konventionell erzeugte Strommenge. Fazit: Ohne Kohle nix los. Jedes weitere abgeschaltete Kohlekraftwerk führt das System in die Gefahrenzone.

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Die folgende Grafik der Electricity maps zeigt den geringen Anteil der sogenannten „Erneuerbaren“ an der Stromproduktion. Die grauen Flächen stellen die jeweilige installierte Leistung dar und sind gleichzeitig die Antwort an die Energiewende-Geistesgröße Claudia Kemfert, warum auch 100.000 Windräder das Problem nicht lösen: Ohne Wind helfen auch stillstehende Windräder nicht.

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Abhilfe ist in Sicht: Für die Nacht zum Donnerstag deutet sich ein Sturmtief über dem Norden an. Es gibt also wieder Wind – leider wohl nur in der Nacht. Tagsüber legt sich der Wind wieder.

Also: Nachts die Waschmaschinen und Backöfen anwerfen, wenn Strom vorhanden ist. Das nennt man angebotsabhängig, so Sylvia Kotting-Uhl, die ehemalige Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im April 2021. „Die Zukunft wird flexibler sein“, schleuderte die Unglückselige der AfD im Bundestag entgegen, „spannender, ja, auch anspruchsvoller: nicht mehr nachfrage-, sondern angebotsorientiert…“. Die ist nach 16 Jahren im Bundestag längst draußen und wird nicht von Altersarmut ereilt werden.

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Die meistgelesenen TKP-Stories des Jahres

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Was hat die TKP-Leser in diesem Jahr am meisten bewegt?  Zum Jahresabschluss ein Blick zurück: Das sind die zehn TKP-Artikel mit den höchsten Aufrufzahlen. Die kleine Zusammenfassung zeigt, was die Leser dieses (und kommendes) Jahr bewegt. Platz 10: „Studie: Heimgarten ist Gefahr fürs Klima“ „Klimawissenschaft“ und die dazugehörigen politischen Konsequenzen rutschen immer weiter in eine […]

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Polen übernimmt EU-Präsidentschaft: Ukraine und Erleichterungen für Konzerne im Zentrum

Polen übernimmt EU-Präsidentschaft: Ukraine und Erleichterungen für Konzerne im Zentrum

Polen übernimmt EU-Präsidentschaft: Ukraine und Erleichterungen für Konzerne im Zentrum

In Brüssel  und den meisten Hauptstädten macht sich Erleichterung breit, da die ungarische Ratspräsidentschaft morgen endet. Zu oft war von Frieden, Innovation sowie Interesse der Nationen und Bürger die Rede. Mit Polen, mit seinem in Brüssel  groß gewordenen Ministerpräsidenten Tusk, werden wieder die klassischen EU-Politiken im Zentrum stehen. Die polnische Präsidentschaft der EU im Jahr […]

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Syrien – Keine Wahlen in den nächsten Jahren

Syrien – Keine Wahlen in den nächsten Jahren

Syrien – Keine Wahlen in den nächsten Jahren

Die Dschihadisten in Syrien wollen drei Jahre lang an einer neuen Verfassung arbeiten und dann erst über Wahlen nachdenken. In der Zwischenzeit soll die Islamisten-Macht in dem vom jahrelangen Bürgerkrieg zerstörten Land einzementiert werden. All das wird vom Wertewesten auch noch abgesegnet.

Die westlichen Medien überschlagen sich förmlich mit Lobeshymnen auf den “neuen” Syrien-Machthaber Ahmed al-Sharaa, besser bekannt als Abu Mohammad al-Jolani. Dabei vergessen sie geflissentlich, dass dieser Mann noch vor kurzem auf jeder Terrorfahndungsliste zu finden war. Nun soll ausgerechnet er das Land in eine demokratische Zukunft führen?

In einem aufschlussreichen Interview mit Al-Arabiya offenbart Jolani seine wahren Absichten: Wahlen? Ja, aber erst in vier Jahren. Eine neue Verfassung? Gerne, das dauert dann drei Jahre. Man könnte meinen, hier spricht ein geschulter Technokrat – wären da nicht seine Personalentscheidungen, die jeden demokratischen Anschein Lügen strafen. Besonders interessant dabei: Als Chef des Geheimdienstes wurde ausgerechnet Anas Hassan Khattab installiert – ein Mann, den die UN seit 2014 als Terroristen führt. Das ist, als würde man einen Fuchs zum Aufpasser im Hühnerstall ernennen.

“Wir brauchen erst eine umfassende Volkszählung”, begründet Jolani die lange Wartezeit bis zu möglichen Wahlen. Eine erstaunlich bürokratische Ausrede für jemanden, der sich bisher eher durch radikale Effizienz hervortat. Die Realität vor Ort zeichnet ein düsteres Bild: Während Jolani vom “Zuhause für alle Syrer” schwärmt, berichten Alawiten, Christen und Drusen von Übergriffen auf ihre Heiligtümer. Die “Befreiung” trägt erschreckend vertraute Züge.

Besonders aufschlussreich ist Jolanis Äußerung über das “Idlib-Modell” – ein Euphemismus für strikte Scharia-Herrschaft: “Es ist nicht für ganz Syrien geeignet, aber ein Nucleus.” Ein Nucleus wofür? Die Frage bleibt unheimlich im Raum stehen. Seine Liebeserklärung an Saudi-Arabien – “Ich bin stolz auf alles, was Saudi-Arabien für Syrien getan hat” – erinnert fatal an die Jahre des Bürgerkriegs, als saudische und katarische Gelder, mit tatkräftiger CIA-Unterstützung, das Land in Schutt und Asche legten.

Was wir hier erleben, ist keine Revolution der Freiheit, sondern die geschickte Metamorphose einer radikalen Bewegung, die ihre Strategie, nicht aber ihre Ziele geändert hat. Der Wolf im Schafspelz trägt jetzt Krawatte – aber seine Zähne sind noch immer scharf. Die westliche Begeisterung für diesen “Reformer” erinnert fatal an vergangene Fehleinschätzungen. Während wir von Demokratie träumen, plant Jolani seine Version eines “islamischen Staates light” – nur diesmal mit internationalem Segen.

Frei zum Silvesterfest! Ronny durch gemeinsame Anstrengung aus Corona-Haft freigekauft!

Frei zum Silvesterfest! Ronny durch gemeinsame Anstrengung aus Corona-Haft freigekauft!

Frei zum Silvesterfest! Ronny durch gemeinsame Anstrengung aus Corona-Haft freigekauft!

Wer Report24 regelmäßig verfolgt, hat ab Freitag die dramatische Entwicklung um Ronny Sallegger mitverfolgt. Der unter Corona-Maßnahmengegnern weithin bekannte, stark beeinträchtigte Linzer war wegen Dutzenden nicht bezahlten Masken-Strafen und anderen Corona-Maßnahmenstrafen ausgerechnet während der Weihnachtsfeiertage in Haft genommen worden. Ein Spendenaufruf und die Hilfsbereitschaft unserer Gemeinschaft machten es möglich – noch am Sonntag konnte das “Lösegeld des Staates” bezahlt werden.

In diesem Video haben wir unsere Eindrücke vor und nach dem Freikauf geschildert – ihr seht und hört darin auch, was Ronny in den Minuten, nachdem er das Polizeianhaltezentrum verlassen durfte, zu sagen hat.

Die Spendenzusagen hatten knapp vor 16.00 Uhr die benötigte Grenze überschritten. Dies erklärte Report24 Chefredakteur Florian Machl in diesem Video, kündigte die Befreiung an und reagierte auf Kritik.

Kurz nochmals zusammengefasst. Ronny Sallegger hat eine bescheinigte Behinderung von 80 Prozent und ist körperlich und geistig eingeschränkt. Dies steht ohne Zweifel, wenn man mit ihm spricht. Ohne Zweifel ist aber auch, dass er ein sehr sanftmütiger Charakter ist, der niemandem etwas zuleide tut – und ein ausgeprägtes Verständnis für Freiheit und Gerechtigkeit hat. Er war in den vergangenen Jahren quer durch Österreich auf sehr vielen Friedensdemos und Maßnahmen-Kundgebungen anzutreffen.

Anlässlich dieser Kundgebungen erachteten es einige österreichische Polizeibeamte als angemessen, ihn mit Strafen zu überhäufen. Report24 berichtete bereits, besonders im Raum Linz gibt es einen Herren bei der Polizei, der hunderte Strafen ausgestellt hat – auch bei Kundgebungen, wo er selbst gar nicht anwesend war. Das dürfe er als Anzeigenführer, urteilten bereits Verwaltungsgerichte.

Sinnlose Maskenstrafen, um der ÖVP-Grünen Regierung zu gefallen

Ein übler Beigeschmack bleibt. Ebenso, weil der Herr nach wie vor aktiver Gemeindepolitiker der FPÖ ist – ohne dass sein hartherziges Handeln gegen die Bevölkerung in der Haimbuchner-Partei Konsequenzen hat. (Da geht man lieber auf Menschen los, die ein harmloses Rattengedicht verfasst haben und wirft sie nach einem Leben Parteitreue, ohne Möglichkeit sich zu verteidigen, hinaus. Schande!)

Doch zurück zu Ronny. Nach seinen Aussagen wurde er von seinem Erwachsenenvertreter nicht vollständig darüber informiert, welche Verfahren anhängig sind. Wir möchten hier keine Vorverurteilung vornehmen – wir müssen mit dem Erwachsenenvertreter erst darüber sprechen und dessen Meinung einholen. Ob Ronny klar war, wie viele Strafen sich da angesammelt haben und aus welchen Gründen ist fraglich. Ebenso ist fraglich, ob ihm zumutbar war, zu verstehen, wofür auf diesen Kundgebungen diese Strafen verhängt wurden. Er selbst sagt, dass er diese Strafen nicht bezahlen wollte – sich aber auch gar nicht sicher ist, ob sein Sachwalter das Geld dafür freigegeben hätte.

“Behinderte sperrt man nicht ein!”

Was uns vorliegt, ist ein Schreiben eines Arztes, der Ronny während der Corona-Zeit Atemprobleme bescheinigte, wenn er eine Maske trägt. Aufgrund seiner beschriebenen Zustände ist außerordentlich fraglich, ob eine Haftfähigkeit vorliegt. Eingesperrt wurde er dennoch – und das zur Zeit der Weihnachtsfeiertage. Denn zum Amtsarzt musste er alleine gehen – und dieser kannte keine Gnade. Als Report24 davon erfuhr, nahm Chefredakteur Florian Machl die Sache sehr persönlich. Auch wenn allen Beteiligten klar war, dass es sich um eine Art Schutzgelderpressung durch den Staat handelte, sagte Machl in mehreren Statements: “Behinderte sperrt man nicht ein. Nicht zu dieser Zeit und auch sonst nicht. Wir holen ihn da raus.” Abgesehen davon hat niemand etwas davon, dem Staat fallen nur zusätzliche Kosten an.

LAbg Joachim Aigner (MFG) bei der Übergabe des Geldes – Strafgebühren für dutzende Corona-Strafen, die sich angesammelt hatten. Ein großer Teil wurde von Report24-Lesern gespendet. Wir haben am Sonntag die Spendenannahme eingestellt und gehen davon aus, dass der Betrag mit dem heutigen Banktag vollständig auf unserem Konto eingeht. Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden.

Mit den Spenden der Report24-Leserschaft und persönlicher und finanzieller Unterstützung von MFG-Chef Joachim Aigner, Abgeordneter zum OÖ Landtag sowie Oliver Antunovic, Geschäftsführer von Standard in Gold, konnten wir Ronny am Sonntag gegen 16.00 aus der Haft freikaufen. Vor Ort stießen wir auf eine sehr zuvorkommende, freundliche Polizei-Mannschaft, die ersichtlich auch keine Freude mit der Entscheidung von Strafamt und Amtsarzt hatte. Wir erhielten noch den Tipp, doch nachzufragen, ob vielleicht noch einige Verfahren offen sind. Gemeinsam mit der Partei MFG wird Report24 auch klären, ob hinsichtlich der Erwachsenenvertretung Verbesserungsbedarf besteht.

Somit endet das alte Jahr mit einer gemeinsamen guten Tat. Denn diese Welt ist weder so schlecht, wie wir es uns manchmal einreden, noch so schlecht, wie es die Mainstream-Medien behaupten. Sie ist so gut, wie wir es gemeinsam zulassen und gestalten.

In Österreich besteht akuter Handlungsbedarf. Während in Italien eine Generalamnestie erlassen wurde und das Thema Corona-Strafen vollständig vom Tisch ist, haben österreichische Behörden große Freude damit, bis heute Strafbescheide zuzustellen und österreichische Verwaltungsgerichte große Freude damit, diese zu bestätigen – und oft Menschen vom Rand der Gesellschaft zur Ersatzhaft zu nötigen. Zeitgleich laufen Menschen, die Milliarden veruntreut haben, frei herum.

Abschließend noch eine kleine Bitte in eigener Sache – wenn es Ihnen möglich ist, Report24 im kommenden Jahr vielleicht mit einer regelmäßigen Spende zu unterstützen, es würde uns sehr helfen und sichert unser Fortbestehen. Auch hierzu: Vielen Dank!