Kategorie: Nachrichten
Wie der Westen das Thema Klimawandel zum Erhalt seiner Vorherrschaft benutzt
Der Amazonas-Regenwald ist eine Wolken-Maschine!
Cap Allon
Der Amazonas-Regenwald erweist sich als weitaus einflussreicher für das Klima auf unserem Planeten als bisher angenommen.
Jüngste, in Nature veröffentlicht Forschungsergebnisse haben lang gehegte Annahmen über die Rolle von Isopren – einem Kohlenwasserstoff, der von Pflanzen weltweit in großen Mengen freigesetzt wird – ins Wanken gebracht. Wissenschaftler hatten Isopren lange Zeit als irrelevant für die Wolkenbildung in der oberen Atmosphäre abgetan. Da es hochreaktiv ist und unter Sonnenlicht innerhalb von Stunden zerfällt, ging man davon aus, dass es niemals die Höhen erreicht, in denen sich Wolken bilden, und daher wurde es in den Klimamodellen getrost ignoriert – ein (weiteres) katastrophales Versäumnis.
Jedes Jahr setzen Pflanzen 500-600 Millionen Tonnen Isopren frei, wobei allein der Amazonas für ein Viertel dieser Emissionen verantwortlich ist. Tagsüber reagieren Hydroxylradikale in Bodennähe mit Isopren und bauen es ab. Doch nachts wirken die Gewitter über dem Regenwald wie industrielle Staubsauger und saugen das Isopren in die obere Troposphäre, bis zu 15 Kilometer über dem Boden. Hier, in der kalten Luft mit Temperaturen regelmäßig unter -30 °C macht das Isopren eine Umwandlung durch. Durch die Reaktion mit blitzbedingten Stickoxiden entstehen Aerosolpartikel, d. h. Wolkenkeime, die schließlich groß genug werden, um die Bildung von Regenwolken zu katalysieren.
Darstellung des Isoprentransports, der chemischen Reaktionen und der Prozesse der Wolkenbildung in der oberen Atmosphäre [Nature]
Jahrzehnte lang haben Klimamodelle simuliert, dass es diesen Prozess nicht gibt. Forscher am CLOUD-Experiment des CERN haben ihn nun im Detail jedoch bestätigt.
Wenn das Sonnenlicht zurückkehrt, reagiert das eingefangene Isopren mit Hydroxylradikalen, aber in der kalten oberen Troposphäre unterscheidet sich die Chemie grundlegend von dem, was in Oberflächennähe geschieht. Es entstehen hochgradig kondensierbare Verbindungen wie Schwefelsäure und Jodsäure, die sich zu Nanopartikeln zusammenballen. Selbst Spuren von Schwefelsäure und Jodoxosäuren, die in der Atmosphäre natürlich vorkommen, beschleunigen die Partikelbildung um den Faktor 100. Es hat sich gezeigt, dass diese Aerosole schnell zu einer Größe anwachsen, welche die Wolkenbildung begünstigt, was unser Verständnis der Strahlungsbilanz des Planeten grundlegend verändert – das Zusammenspiel von absorbiertem Sonnenlicht und in den Weltraum zurückgeworfener Wärme.
Die Auswirkungen können nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Hohe Konzentrationen von Aerosolen über dem Amazonas geben Wissenschaftlern seit Jahrzehnten Rätsel auf. Die neuen Forschungsergebnisse zeigen, dass diese aus Isopren bestehenden Partikel durch Höhenwinde Tausende von Kilometern transportiert werden. Sie beeinflussen die Wolkendecke weit über den Regenwald hinaus und wirken sich sogar auf maritime Wolkensysteme aus.
Je nach Art und Höhe der Wolken reflektieren sie entweder das Sonnenlicht und kühlen die Erde ab oder speichern die Wärme und erwärmen sie. Die Erkenntnis, dass riesige Mengen wolkenbildender Aerosole in den Klimamodellen nicht berücksichtigt wurden, entkräftet wichtige und lange gültige Annahmen über die Klima-Sensitivität der Erde. Seit Jahren, ja sogar Jahrzehnten, wurden die Klimamodelle mit Datenmüll gefüttert. Sie haben die Aerosolproduktion in der vorindustriellen Atmosphäre unterschätzt und die Rolle der Wälder bei der Wolkenbildung nicht berücksichtigt.
Der CERN-Forscher Jasper Kirkby bringt es auf den Punkt: „Isopren stellt eine riesige Quelle biogener Partikel sowohl in der heutigen als auch in der vorindustriellen Atmosphäre dar, die derzeit in der Atmosphärenchemie und in Klimamodellen fehlt.“
Wälder wie der Amazonas sind für die Wolkenbildung von entscheidender Bedeutung, doch diese Rolle wird in den unzureichenden Modellen ignoriert. Die Entwaldung, ein „Aushängeschild“ für den Klimawandel, mag tatsächlich zur Erwärmung beigetragen haben – aber nicht in der behaupteten Weise. Die Schuld wird blindlings auf CO₂ geschoben, was ein falsches Narrativ verstärkt, während eine kritische Rückkopplungsschleife übersehen wird: Mehr CO₂ fördert das Wachstum der Wälder, wodurch mehr Wolken entstehen, die den Planeten möglicherweise abkühlen oder zumindest einer gewissen Erwärmung entgegenwirken.
Wieder einmal stellt sich CO₂ als zweitrangiger Akteur heraus, aber kaum als der „Klimakontrollknopf“.
Die neuen Forschungsergebnisse machen das Ausmaß dieser Fehleinschätzung deutlich. Indem sie die Gefrierbedingungen der oberen Troposphäre in einer kontrollierten Kammer reproduzierten, haben sie die genauen Reaktionen ermittelt, die für das schnelle Aerosolwachstum verantwortlich sind. Ihre Ergebnisse bestätigen, dass selbst chemische Spuren in der Atmosphäre, die lange Zeit übersehen worden waren, eine entscheidende Rolle bei der Wolkenbildung spielen.
Die beteiligten Forscher geben sich optimistisch, dass ihre Arbeit „die Klimamodelle verbessern“ wird, aber es ist ehrlicher zuzugeben, dass die Modelle in den meisten Punkten – nicht nur bei den Wolken – katastrophal falsch lagen und auch weiterhin liegen werden, weil sie von außen gesteuert werden. Die Wolkenbildung vorantreibende Prozesse – entscheidend für das Verständnis der globalen Temperatur – wurden einfach nicht berücksichtigt. Das ist kein kleines Versehen, sondern ein systemisches Versagen.
Anstatt davon auszugehen, dass die Wälder dort wachsen, wo der Regen fällt, müsste es eher heißen, dass der Regen dort fällt, wo die Wälder wachsen.
Link: https://electroverse.substack.com/p/mumbais-lowest-temp-in-a-decade-northern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Der Amazonas-Regenwald ist eine Wolken-Maschine! erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.
Jo Conrad von Bewusst.TV: Empfehlungen eines langjährigen Aufklärers
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Wenn der Spiegel über eine „russische Gasblockade“ gegen Moldawien fabuliert
Syrische Panzer sollen die Ukraine retten
Von MANFRED ROUHS | Die Biden-Regierung macht weiter so Weltpolitik, als hätte nicht Donald Trump, sondern Kamala Harris die US-Präsidentschaftswahl gewonnen. Das ist wohl ein wesentlicher Grund für die aktuelle militärische Eskalation in der Ukraine und in Syrien. Offenbar wollen die alten politischen Kräfte in den USA Trump ein vergiftetes Erbe hinterlassen und die halbe Welt in Brand stecken, bevor sie abtreten müssen.
Der eine Krieg hängt mit dem anderen zusammen. So hatten kleine Gruppen ukrainischer Spezialeinheiten die islamistischen Kämpfer gegen Assad mit Drohnen-Einsätzen unterstützt und dadurch der Militärführung des Assad-Regimes empfindliche Schläge versetzt. Jetzt bereist Bidens Außenminister Anthony Blinken den Nahen Osten, um zu ernten, was die US-Außenpolitik der letzten Monate gesät hat.
Dabei geht es um Panzer und anderes Kriegsgerät. Syrische Waffen der geschlagenen Assad-Armee. Hierbei handelt es sich um „schätzungsweise über eine Million 152-mm- und 122-mm-Artilleriegeschosse, fast 4000 Kampfpanzer der Typen T-54/55, T-62, T-72 und T-90 sowie über 2000 gepanzerte Mannschaftstransportwagen“ sowie moderne Flugabwehr-Systeme, die keine der regionalen Bürgerkriegshorden brauchen kann, weil sie an diesen Waffen nicht ausgebildet sind. Sie ziehen es vor, sich mit Handfeuerwaffen, Messern und Drohnen nach dem Leben zu trachten.
Das Zitat über die Waffen-Mengen stammt von der „Kreiszeitung“.
Zwischen Syrien und der Ukraine liegen allerdings die Türkei, Bulgarien und Rumänien. Während Blinken mit den Regierungen dieser Länder fleißig über die Durchreise der syrischen Waffen verhandelt, ist ein wichtiges Detail noch ungeklärt: Wer soll tausende Panzer und Granaten in Syrien einsammeln? Und wie schnell ist das möglich?
Torschluss für den Transportplan ist der 20. Januar 2025, der Tag der Amtseinführung von Donald Trump.
PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt, vierteljährlich die Zeitschrift SIGNAL herausgibt und im Internet ein Nachrichtenportal betreibt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen per Streaming und stellt politische Aufkleber und andere Werbemittel zur Massenverteilung zur Verfügung. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig.
Jeffrey Sachs: Die ungeschminkte Wahrheit
Manchmal wollen die Menschen die Wahrheit nicht hören, weil sie nicht wollen, dass ihre Illusionen zerstört werden.
Das wichtigste Interview unserer Zeit
Jeffrey Sachs: Biden hat die Ukraine ZERSTÖRT, mehr Geld wäre WAHNSINN
The Naked Truth
Sometimes People Don’t Want To Hear The Truth Because They Don’t Want Their Illusions Destroyed
MUST WATCH: The most important interview of our time
Russia-Ukraine War The Best Explaned
Jeffrey Sachs: Biden Has DESTROYED Ukraine, More Funding Would Be… pic.twitter.com/6D7urOLmUO
— Ignorance, the root and stem of all evil (@ivan_8848) April 3, 2024
Teil-Übersetzung:
Interviewer: Nun, zunächst einmal, wie bewerten Sie die aktuellen Entwicklungen?
Professor: Es ist ganz einfach eine Geldverschwendung. Wenn sie weitere 61 Milliarden Dollar für diesen Konflikt bereitstellen wollen, ist das alles andere als eine Kleinigkeit. Aber selbst wenn sie es tun, würde es für die Ukraine nichts bedeuten – außer noch mehr Zerstörung.
Wenn die Menschen aufhören würden, den Unsinn der Mainstream-Medien zu glauben, und stattdessen Sendungen wie diese verfolgen würden, wüssten sie, dass dieser Krieg die Ukraine bereits zerstört hat. Je länger er andauert, desto weniger wird von der Ukraine übrig bleiben.
Die Fakten sind eindeutig: Wenn dieser Krieg weitergeht, wird Russland weiteres Territorium erobern. Und wenn es lange genug dauert, werden sie Odessa und Kiew einnehmen. Dieses Desaster, das Biden vor zehn Jahren ins Leben gerufen hat, hat die Ukraine in den Abgrund geführt. Es ist absurd, so zu tun, als stünden wir auf der Seite der Ukraine. In Wirklichkeit haben wir dafür gesorgt, dass Hunderttausende Ukrainer an die Front geschickt wurden, nur um zu sterben und immer mehr Territorium zu verlieren.
Interviewer: Wie kam es Ihrer Meinung nach zu diesem Konflikt?
Professor: Der Kern dieses Krieges liegt im Jahr 2014, als die USA in der Ukraine eine Regierung stürzten, die Neutralität bewahren wollte. Der Versuch, die NATO zu erweitern, war rücksichtslos, dumm und von Anfang an zum Scheitern verurteilt – und jetzt zahlen wir den Preis dafür. Biden versucht lediglich, dieses Scheitern zu vertuschen, doch es ist jeden Tag auf dem Schlachtfeld sichtbar.
Die Republikaner, die mit Biden mitspielen, sollten sich schämen. Sie stehen auf der falschen Seite der Geschichte. Die Wahrheit ist: Biden und seine Politik haben die Ukraine seit einem Jahrzehnt in den Ruin getrieben. Das Leid zeigt sich in den Gräbern Hunderttausender Ukrainer und in den verlorenen Gebieten.
Dieser Krieg hätte nie stattfinden dürfen. Russland hat von Anfang an gesagt: „Keine NATO an unseren Grenzen.“ Und selbst US-Beamte wie der damalige Botschafter in Russland, Bill Burns, warnten bereits 2008 vor den Konsequenzen. Doch Biden, Obama, Hillary Clinton, Victoria Nuland und andere ignorierten diese Warnungen.
Interviewer: Aber Russland hat schließlich mit einer Invasion geantwortet. Was sagen Sie zu denen, die meinen, die USA hätten richtig gehandelt, indem sie die Ukraine unterstützt haben?
Professor: Der Krieg begann nicht 2022, sondern 2014 mit der Einmischung der USA. Victoria Nuland hat sich aktiv am Sturz der ukrainischen Regierung beteiligt – ein katastrophaler Fehler, wenn man bedenkt, dass die Ukraine eine 2.000 Kilometer lange Grenze zu Russland hat.
Im Dezember 2021 warnte Putin: „Hört auf mit der NATO-Erweiterung.“ Doch die USA ignorierten ihn, setzten auf Sanktionen und wirtschaftliche Isolation. Die Realität ist, dass Putin den Krieg nicht begonnen, sondern eskaliert hat – eine Eskalation, die hätte vermieden werden können, wenn die USA bereit gewesen wären, zu verhandeln.
Interviewer: Warum wurde dann nicht verhandelt?
Professor: Weil die USA kein Interesse daran hatten. Die Türken hatten bereits 2022 erste Verhandlungen vermittelt, aber die USA drängten die Ukraine, weiterzukämpfen. Der Grund ist einfach: Für die USA sterben Ukrainer, nicht Amerikaner.
Es ist absurd, zu behaupten, dass dies eine Reaktion auf Putins Invasion sei. Dieser Krieg begann vor zehn Jahren, und bis heute lehnen wir jede Lösung ab.
Interviewer: Was ist mit der aktuellen Finanzlage?
Professor: Jetzt wollen sie Russlands eingefrorenes Vermögen konfiszieren und verwenden. Das wird das Vertrauen in das internationale Finanzsystem zerstören. Die Leute, die diese Entscheidungen treffen, denken nicht langfristig. Sie reagieren nur von Tag zu Tag und bemerken gar nicht, wie sich diese Politik negativ auf die Stellung des US-Dollars und der USA als Weltmacht auswirkt.
Interviewer: Wie können die USA aus diesem Konflikt herauskommen?
Professor: Die Antwort ist simpel: Verhandlungen. Es gibt einen Grund für diesen Krieg, und dieser Grund ist die NATO-Erweiterung. Selbst NATO-Generalsekretär Stoltenberg und ukrainische Vertreter wie Davyd Arachamija haben das zugegeben.
Biden müsste einfach zum Telefon greifen und Putin anrufen. Stattdessen verschwendet man weitere Milliarden, zerstört ein Land und ignoriert die Realität. Wenn Biden wirklich ein Präsident wäre, der Verantwortung übernimmt, würde er handeln.
Interviewer: Was sagen Sie zu denjenigen, die Ihre Warnungen vor einem Jahr ignoriert haben?
Professor: Ich habe von Anfang an gesagt, dass dieser Krieg eine Katastrophe sein wird. Die Ukraine ist bereits wie Afghanistan – ein weiteres Debakel der Neokonservativen, das hätte vermieden werden können. Doch niemand wollte es hören. Sie wollten nur Geschichten über Siege und Ruhm hören. Jetzt ist es zu spät, und die Menschen zahlen den Preis für diese Ignoranz.
Dunkelflaute: Strom ist so teuer wie noch nie!

Die Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien geht aktuell gegen null. Erste Betriebe haben die Produktion eingestellt. An der Strombörse explodieren die Preise – Strom ist so teuer wie noch nie! Und schmutzig ist er auch noch.
Kein Wind, dicke Wolken: Seit einer Woche herrscht in Deutschland „Dunkelflaute“. Die Folgen sind explodierende Preise und immer mehr Kohlekraftwerke müssen „ran“, um den großen Blackout zu verhindern.
An der Strombörse geht der Preis wegen akuter Knappheit durch die Decke und betrug zuletzt in der Spitze rund 1.000 Euro pro Megawattstunde – Rekord! Normal sind Preise um die 100 Euro.
Grund ist die sogenannte Dunkelflaute – kaum Wind, dicke Wolken, Nebel und zu wenig Erzeugungskapazität, die nicht vom Wetter abhängig ist. Energie-Experten sagen, die Lage sei noch kritischer als Anfang November (der Deutschland-Kurier berichtete).
Hintergrund: Im Frühjahr 2024 hatte die Bundesregierung mehr als vier Gigawatt Braun- und Steinkohlekraftwerke stilllegen lassen, 2022 die letzten Atomkraftwerke. Dadurch wurde das Angebot politisch verknappt. Wenn dann auch noch der sogenannte Ökostrom ausbleibt, wird es richtig eng und teuer. Es droht ein Strom-Infarkt!
Folge: Stadtwerke, Stromhändler und Industriebetriebe, die jetzt am Spotmarkt der Energiebörse kurzfristig Megawattstunden bestellen müssen, zahlen Schock-Preise.
Firmen-Chef: „Solche Tage sind für uns finanziell blutrot!“
Erste Betriebe müssen jetzt die Produktion drosseln – das Elektrostahlwerk der sächsischen Firma Feralpi in Riesa stoppte seine Produktion sogar ganz, berichtet die „Bild“-Zeitung.
► Ein weiteres Beispiel ist die Essener Metallfirma Anke GmbH. Geschäftsführer Tobias Wesselow lässt die Öfen während der Preis-Spitzen abkühlen. Er sagt: „Die derzeitigen Strompreise sind unerträglich hoch und haben teilweise auf die Stunde hin gesehen den Faktor 10 im Vergleich zu normalen Preisen erreicht. Solche Tage sind für uns finanziell blutrot!“
Viele andere Unternehmen, die an der Börse ihren Strom beziehen, fahren ihre Fertigung ebenfalls runter. Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI): „Es ist zum Verzweifeln. Unsere Unternehmen und unser Land können sich keine Schönwetter-Produktion leisten. Wir brauchen dringend Kraftwerke, die sicher einspringen können!“
Preis-Schock auch für Privatkunden
Auch für Privatkunden mit flexiblen Tarifen (bis zu eine Million Haushalte) kann es jetzt extrem teuer werden. Der Strom-Anbieter Tibber warnt seine Kunden auf X vor Preissteigerungen um bis zu 400 Prozent!
Abhängigkeit vom Ausland
Energie-Ökonom Prof. Manuel Frondel (Ruhr-Universität Bochum) sagt: „Die aktuelle Lage ist ein Vorgeschmack darauf, was passiert, wenn wir weiterhin Energiequellen abschalten, aber keinen Ersatz schaffen.“
Denn so sieht das deutsche Energiewende-Luftschloss in der Realität aus: Insgesamt wurden im Inland zuletzt rund 60 Prozent des Strombedarfs aus fossilen Energieträgern (Kohle, Gas) produziert – fast ein Viertel musste durch Importe gedeckt werden. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck („Grüne“) schreibt Atomstrom-Bettelbriefe nach Frankreich. Weil im Nachbarland vielfach noch mit Elektro-Öfen geheizt wird, könnte der Strom aus Frankreich bei einem extrem kalten Winter womöglich ausbleiben. Bedeutet: Akute Blackout-Gefahr!
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“Moderate Dschihadisten” feiern öffentliche Hinrichtungen in Syrien
Der Westen feiert den Sturz von Präsident Assad und die Machtübernahme der HTS-Islamisten in Damaskus. Doch in der syrischen Hauptstadt zelebrieren diese ihren “moderaten Dschihad” mit öffentlichen Hinrichtungen – und mit der Implementierung der Scharia. Eine Diktatur löst die andere ab. Kommen die Syrer nun vom Regen in die Traufe?
Es klingt wie ein schlechter Scherz aus der Feder eines zynischen Satirikers: Die BBC preist den “moderaten Dschihad” in Syrien, während sich Tausende “aufgeregt” zu öffentlichen Hinrichtungen versammeln. Willkommen in der bizarren Realität des “neuen” Syriens unter Abu Mohammed al-Jolani.
Der einstige ISIS- und Al-Qaida-Verbündete, der sich heute im Business-Casual-Look präsentiert und von “Diversity” schwärmt wie ein Silicon-Valley-CEO, führt sein ganz eigenes Verständnis von Modernität vor. Sein “moderater Dschihad” entpuppt sich als Wolf im Schafspelz – oder besser gesagt: als Henker im Anzug.
Die westlichen Medien, allen voran die BBC, überschlagen sich förmlich darin, al-Jolani und seine HTS-Milizen als aufgeklärte Reformer darzustellen. Dass der Mann, der durch die Anschläge vom 11. September radikalisiert wurde und amerikanische Truppen im Irak mit Sprengfallen attackierte, nun zum Posterboy des “gemäßigten Islam” stilisiert wird, ist an Absurdität kaum zu überbieten.
BBC-Korrespondent Jeremy Bowen berichtete enthusiastisch von einer Massenveranstaltung der besonderen Art: Tausende Schaulustige drängten sich um den besten Platz bei der öffentlichen Erhängung eines mutmaßlichen Assad-Geheimdienstlers. Die Menge sei von “echter Vorfreude und Erwartung” erfüllt gewesen, so Bowen, als handle es sich um die Premiere eines Blockbusters und nicht um eine extralegale Hinrichtung.
Zu den weiteren Errungenschaften des “moderaten Dschihad” gehört die Schändung und Zerstörung des Familiengrabs von Hafez al-Assad. Die Grabstätte, in der auch seine Frau und sein ältester Sohn ruhten, wurde niedergebrannt – vermutlich ein Akt “moderater” Pietätlosigkeit.
In den sozialen Medien kursieren derweil zahllose Videos von Erschießungen und Folterungen (z.B. wurde jemand hinter einem Auto auf der Straße hergeschleift) vermeintlicher Assad-Anhänger durch die “moderaten” Rebellen. Man mag sich kaum ausmalen, wie ein “radikaler Dschihad” aussähe, wenn dies die moderate Variante sein soll.
Die westlichen Medien scheinen in ihrer verzweifelten Suche nach “gemäßigten” Kräften in Syrien bereit, selbst offensichtliche Gewaltexzesse als Ausdruck von Reformwillen zu verklären. Es ist eine gefährliche Realitätsverzerrung, die die Opfer dieser “moderaten” Gewalt verhöhnt.
“Drohnen” in New Jersey: Schüsse, versprühte Chemikalien und Warnung an Rettungsteams
Die Drohnenshow in New Jersey, USA, eskaliert weiter. Wie Report24 berichtete, gibt es in dem US-Bundesstaat seit Monaten Sichtungen unbekannter Flugobjekte, die als Drohnen von der Größe eines Fahrzeugs beschrieben werden. Aktuelle Videos zeigen, wie solche Drohnen möglicherweise Waffen abfeuern und unbekannte Substanzen freisetzen. Nun erging eine Warnung an Einsatzkräfte, sich aus gesundheitlichen Gründen von abgestürzten Drohnen fernzuhalten. Alles eine Fake Flag Show des Militärs?
Während manche behaupten, ein iranisches “Mutterschiff” vor der Ostküste gesichtet zu haben, von wo die großen Drohnen gestartet und gesteuert werden, sind andere davon überzeugt, dass es sich um Geheimoperationen des US-Militärs handelt, was man dort aber nicht bestätigen möchte.
Die Videos von den Fluggeräten werden unterdessen immer spektakulärer. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass in Zeiten von “künstlicher Intelligenz” in der Erstellung von Videos jede Art von Fälschung sehr leicht hergestellt und leichtgläubigen Menschen untergejubelt werden kann.
Konkret tauchten in den letzten Tagen Bilder einer Drohne auf, die mit einer unbekannten Waffe auf irgendein unbekanntes Ziel geschossen hat. Leuchtspuren zogen über den Himmel. Eine andere Drohne soll eine Substanz in die Luft gesprüht haben, über die nichts bekannt ist.
Nun gaben FBI und New Jersey State Police ein Informationsblatt heraus, welches Ersthelfer berücksichtigen sollen, die zu Absturzstellen von Drohnen gerufen werden. Zu den wichtigsten Empfehlungen gehört es, physischen Kontakt mit der Drohne zu vermeiden und eine 100 Meter breite Isolations- und Evakuierungszone in alle Richtungen einzurichten, wobei die Anweisungen aus dem Emergency Response Guidebook zu beachten sind.
Die Ersthelfer werden angewiesen, bei der Sicherung des Umkreises eine vollständige persönliche Schutzausrüstung (PSA) mit umluftunabhängigem Atemschutzgerät (SCBA) zu tragen und werden gewarnt, die einmal eingerichtete Isolationszone nicht erneut zu betreten.
Darüber hinaus werden die Helfer angewiesen, die örtlichen Strafverfolgungsbehörden und das FBI zu benachrichtigen sowie Unterstützung von Gefahrenstoff-Einsatzteams und Bombenräumkommandos anzufordern, um die Situation einzuschätzen.
„Die Einsatzteams für Gefahrenstoffe sollten den Vorfall als unbekannt betrachten und die etablierten Verfahren zur Umweltüberwachung befolgen“, heißt es in dem Bulletin. Außerdem wird zum Einsatz von Strahlungsüberwachungsgeräten geraten und man sollte auf mögliche elektronische Störungen in der Umgebung achten. Die Vorfälle wären als Straftaten einzustufen und über etablierte Protokolle zur Abwehr von Gewalt und Terror gemeldet werden.
Diese Anweisungen sind allerdings durchaus verdächtig, denn wenn sich Ersthelfer von den Drohnen fernhalten sollen, kann das auch darauf zurückzuführen sein, dass man Fotografien und Filme vermeiden will, anhand derer festgestellt werden könnte, dass die Flugmaschinen von einer US-Behörde stammen.
Man fühlt sich auch an die Show erinnert, als US-Kampfflugzeuge verschiedene Wetterballons abschießen mussten, welche angeblich Spionagezwecken für die chinesische Regierung dienten. Die Vorfälle wurden nie abschließend aufgeklärt.
Scott Ritter: Israel löscht Syriens militärische Anlagen aus, Iran und Hisbollah in großer Gefahr
Der folgende Text ist ein Teil-Transkript eines Interviews mit Scott Ritter, in dem er die aktuelle geopolitische Situation im Nahen Osten analysiert. Er beleuchtet die Dynamik zwischen Israel, Palästina, Hezbollah und weiteren Akteuren sowie die strategischen Konsequenzen für die Region. Ritter spricht über Israels militärische Aktionen, die Rolle der USA und die Auswirkungen auf Palästina, Iran und andere Länder, während er mögliche Entwicklungen unter einer zweiten Trump-Regierung skizziert.
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Nun, da wir uns in dieser Zeit des völligen Chaos befinden, sehen wir die Hinrichtungen auf der Straße durch sogenannte Akteure. Wir beobachten, wie Israel mindestens 300 Angriffe durchführt, die praktisch jedes einzelne Gebäude der militärischen Infrastruktur in Syrien zerstören. Diese Angriffe erstrecken sich bis auf 20 bis 40 Kilometer vor die syrische Hauptstadt.
Interviewer: Ich bin neugierig, Scott, was machst du aus diesem militärischen Debakel? Wir haben in vielen Sendungen über Israels Schwierigkeiten gesprochen. Es scheint ein Segen für sie gewesen zu sein.
Scott Ritter: Ich glaube nicht, Danny, dass wir in unserer Analyse falsch lagen. Israel wurde von der Hamas am 7. Oktober gedemütigt. Sie wurden in den Gaza-Streifen gelockt, um einen Konflikt zu führen, den sie nicht gewinnen konnten. Gleichzeitig hat es Hamas geschafft, Israel als das zu entlarven, was es wirklich ist.
Was in Syrien passiert ist, ändert nichts an der Tatsache, dass Israel ein völkermordender Staat ist u2013 ein Apartheidstaat. Es ändert nichts daran, dass Israel als das entlarvt wurde, was es ist. Die Hisbollah hat dabei eine meisterhafte Arbeit im Eskalationsmanagement geleistet. Sie haben gerade genug Reibung an der nördlichen israelischen Front aufrechterhalten, um die Operationen der Hamas zu unterstützen. Aber das Ziel war nie, eine zweite Front zu schaffen. Wenn man an einen palästinensischen Staat glaubt, muss man verstehen, dass der Fokus der Welt auf Palästina liegen muss u2013 auf Gaza und auf der Lösung dieses Problems.
Interviewer: Möchtest du das noch einmal verdeutlichen?
Scott Ritter: Ja, die Welt hat sich nie wirklich für die Palästinenser eingesetzt. Aber Sinir hat ein geopolitisches Problem geschaffen, auf das sich die Welt konzentrieren musste. Dadurch wurde Israel als das entlarvt, was es ist: ein völkermordender Apartheidstaat.
Jetzt kommen Fragen der Moral auf. Die Lösung ist, einen palästinensischen Staat zu schaffen. Wir hatten eine weit verbreitete Zustimmung, dass dies die Lösung sei. Solange Israel strategisch besiegt ist, kann eine nachhaltige Lösung entstehen. Doch Israel erlitt strategische Niederlagen, insbesondere durch den Eskalationskrieg mit der Hisbollah.
Interviewer: Wie sieht es mit der Hisbollah aus?
Scott Ritter: Israel verlor gegen die Hisbollah, aber diese wurde ebenfalls schwer getroffen. Hassan Asala, ein hochrangiger Hisbollah-Führer, wurde getötet. Auch die libanesische Regierung steht unter Druck, da Israel libanesische Zivilisten tötete. Die libanesische Regierung forderte die Hisbollah auf, einem Waffenstillstand zuzustimmen, um das Vertrauen der libanesischen Bevölkerung nicht zu verlieren.
Interviewer: Und Netanjahu?
Scott Ritter: Netanjahu ist ein politischer Überlebenskünstler. Trotz zahlreicher Skandale schafft er es immer wieder, an der Macht zu bleiben. Die aktuelle Krise gibt ihm erneut die Möglichkeit, sich als Retter Israels zu präsentieren, obwohl er das Chaos selbst mitverursacht hat.
Interviewer: Was bedeutet das geopolitisch?
Scott Ritter: Israel versucht, seine Position durch militärische Aktionen zu stärken. Sie haben die Golanhöhen besetzt und zerstören die Infrastruktur Syriens. Gleichzeitig steht der Iran unter Druck, besonders in Bezug auf sein Atomprogramm. Russland wird nicht für den Iran in den Krieg ziehen, was dessen Position weiter schwächt.
Israel hat jedoch immer noch die strategische Unterstützung der USA. Netanjahu nutzt diese Dynamik, um politische Vorteile zu ziehen. Obwohl viele seiner Gegner dachten, er würde stürzen, hat er seine Macht weiter konsolidiert. Israel wird voraussichtlich seine militärischen Operationen fortsetzen, um seine Ziele zu erreichen.
Interviewer: Aber jetzt kommt der 7. Oktober. Dieser Tag hätte ausgereicht, um ihn zu stürzen. Jeder moralisch bewusste Führer wäre in Schande zurückgetreten. Nicht jedoch Netanjahu. Er hat kein moralisches Gewissen. Stattdessen sagt er: „Ich bin der Retter Israels. Ich werde euch vor der Hamas retten.“
Scott Ritter: Genau das ist sein Narrativ. Doch als das scheiterte, sagte er: „Ich werde ein Problem mit der Hisbollah schaffen und euch vor diesem Problem retten.“ Auch das scheiterte. Dann schuf er ein Problem mit dem Iran und behauptete erneut, Israel zu retten. Als der Waffenstillstand kam, dachte ich, das wäre das Ende. Netanjahu wird das Jahr nicht überleben. Doch nun sehen wir eine Situation, in der Bashar al-Assad zusammengebrochen ist.
Die israelische Luftwaffe zerstört systematisch die Infrastruktur Syriens, sodass sie für immer eliminiert ist. Egal, wer künftig in Syrien die Macht übernimmt – eine syrische Bedrohung für Israel wird es nicht mehr geben. Israel hat die Golanhöhen vollständig besetzt und seine Kontrolle auf ein Gebiet innerhalb von 20 Kilometern um Damaskus ausgeweitet. Die Hisbollah ist isoliert, von ihren Versorgungswegen abgeschnitten und dadurch geschwächt. Sie wird eine Phase der Neuorganisation durchlaufen müssen, um sich sowohl als Widerstandsbewegung als auch als politische Organisation neu zu definieren.
Interviewer: Das verschafft Netanjahu einen erheblichen Vorteil?
Scott Ritter: Absolut. Über Nacht kann Netanjahu sagen: „Ich habe Israel gerettet.“ Er nimmt die Anerkennung für die Arbeit anderer entgegen und präsentiert sich als Retter Israels. Politisch betrachtet hat er sich dadurch rehabilitiert. Er darf sich die Lorbeeren zuschreiben, auch wenn es keine seiner direkten Leistungen waren. Gleichzeitig destabilisiert er Syrien weiter und behauptet, dies geschehe im Interesse Israels. Doch in Wahrheit wird Syrien keine Bedrohung für Jerusalem oder andere strategische Gebiete darstellen. Stattdessen konzentrieren sich ihre verbliebenen Kräfte auf Bagdad.
Interviewer: Wie steht das im Zusammenhang mit der US-Politik?
Scott Ritter: Ein israelischer Sieg unter einer Biden- oder Harris-Präsidentschaft wäre weiterhin problematisch gewesen. Israel bleibt ein völkermordender Staat, der schwere Kriegsverbrechen begangen hat. Es gibt ICC- und ICJ-Haftbefehle, die Israels Verbrechen verurteilen. Doch Trump hat gewonnen. Und Trump erschafft in Washington D.C. eine neue Version des Zionismus. Trump ist ein Geschäftsmann und mag starke Persönlichkeiten. Netanjahu war für ihn lange Zeit eine schwache Figur, die er dementsprechend schlecht behandelte. Aber jetzt, da Netanjahu gestärkt ist, wird er Trumps bester Verbündeter sein. Die Vereinigten Staaten werden Israel unter Trump uneingeschränkt unterstützen.
Interviewer: Was ist mit den arabischen Staaten?
Scott Ritter: Die arabischen Staaten haben Assad verraten. Sie haben ihre eigene Bevölkerung und die palästinensische Sache geopfert. Niemand wird sich jetzt für Palästina einsetzen. Die Türkei wird es nicht tun, und auch kein anderer Staat. Die palästinensische Sache hat eine schwere Verletzung erlitten – möglicherweise eine tödliche. Israel muss strategisch besiegt werden, damit Palästina existieren kann. Doch das ist nicht geschehen. Stattdessen hat Israel das Drehbuch umgeschrieben.
Interviewer: Was bedeutet das für die Palästinenser?
Scott Ritter: Sehen Sie, was als Nächstes passiert: Wenn Trump das Westjordanland säubert und Gaza entvölkert, wird niemand etwas dagegen unternehmen. Gaza wird entvölkert, und das Westjordanland wird unter vollständige israelische Kontrolle gebracht. Niemand wird das verhindern. Das ist das Ende Palästinas. Die palästinensischen Bestrebungen werden vollständig ausgelöscht.
Interviewer: Gibt es noch Hoffnung für einen Widerstand?
Scott Ritter: Israel hat es geschafft, sich eine strategische Position zu sichern, während die Welt zusieht. Die arabischen Staaten haben Palästina verraten. Die internationale Gemeinschaft wird nicht eingreifen. Gaza und das Westjordanland stehen vor der vollständigen Übernahme durch Israel. Das ist die düstere Realität, die wir heute erleben.
Interviewer: Die Vereinigten Staaten werden Israel weiterhin stützen und beobachten, was die arabischen Staaten tun. Sie verraten sich jedes Mal selbst. Saudi-Arabien wird die Beziehungen zu Israel normalisieren, obwohl es früher gesagt hat, dass es dies niemals tun würde, bevor ein freier palästinensischer Staat mit seiner Hauptstadt in Jerusalem existiert. Was bedeutet das für die Region?
Scott Ritter: Saudi-Arabien wird seine Beziehungen zu Israel normalisieren. Gleichzeitig wird es den indischen, nahöstlichen und europäischen Wirtschaftskorridor unterstützen, den ich zuvor für tot erklärt habe. Diese Entwicklungen verändern alles. Wir erleben jetzt die Entstehung eines größeren Israel. Es wird sich zwar nicht bis zum Euphrat ausdehnen, aber Israel hat sich vom Golan aus in Richtung Damaskus ausgebreitet. Sie werden Gaza übernehmen, das Westjordanland kontrollieren und möglicherweise Teile des südlichen Libanon einnehmen, um ihre Position zu sichern.
Interviewer: Glauben Sie, dass dies eine unumkehrbare Entwicklung ist?
Scott Ritter: Lassen Sie mich klarstellen: Ich wünsche mir keineswegs, dass dies geschieht. Ich war angenehm überrascht bei der Vorstellung, dass Israel am Lebenserhaltungssystem hängt und letztlich einem palästinensischen Staat Platz machen muss. Das wäre ein faires und gerechtes Ergebnis gewesen. Doch ich bin kein Idealist. Meine Aufgabe als Analyst ist es, die Realität darzustellen. Und die Realität ist, dass all das, was ich gerade beschrieben habe, passiert. Ob Sie es mögen oder nicht, das ist die Situation.
Interviewer: Welche Rolle spielt der Iran in diesem Szenario?
Scott Ritter: Der Iran ist nicht vollständig besiegt. Er existiert weiterhin, aber seine Position ist derzeit schwach. Wir müssen uns fragen: Was geschieht im Iran? Der iranische Präsident wurde auf einer Plattform gewählt, die eine Annäherung an den Westen vorsieht. Heute haben wir einen iranischen Präsidenten, der die Beziehungen zum Westen verbessern will. Er signalisiert, dass er mit den Vereinigten Staaten über das Atomprogramm verhandeln möchte. Das bedeutet, dass er das JCPOA (Joint Comprehensive Plan of Action) wiederbeleben will. Der Iran ist bereit, einige der Fortschritte in seinem Atomprogramm rückgängig zu machen.
Interviewer: Und wie sieht die Haltung der USA aus?
Scott Ritter: Trump wird am 20. Januar sein Amt antreten. Während seines Wahlkampfs hat er deutlich gemacht, dass er nicht den Untergang der Islamischen Republik Iran anstrebt. Stattdessen will er die Sanktionen aufheben, wenn der Iran bereit ist, mit ihm am Atomprogramm zu arbeiten. Das verändert die Dynamik erheblich. Gleichzeitig sehen wir, dass die arabischen Staaten weiterhin die Palästinenser verraten. Sie verraten sich selbst, indem sie Israel unterstützen.
Interviewer: Welche Auswirkungen hat das auf die geopolitische Landschaft?
Scott Ritter: Das ist eine äußerst komplexe Situation. Der Iran könnte sich plötzlich dem Westen annähern, zu einer Zeit, in der er eigentlich wirtschaftlichen Allianzen mit dem globalen Süden beitreten sollte. Diese Annäherung könnte erhebliche Auswirkungen auf globale Strukturen wie BRICS haben.
Die Realität ist, dass die Araber weiterhin nicht nur die Palästinenser, sondern auch ihre eigenen Interessen verraten. Sie unterstützen Israel, das seine Expansion ungehindert vorantreibt. Gaza wird entvölkert, das Westjordanland wird vollständig unter israelische Kontrolle gebracht, und niemand wird dagegen einschreiten. Das ist das Ende Palästinas, das Ende der palästinensischen Bestrebungen.
Interviewer: Gibt es in dieser düsteren Analyse überhaupt Hoffnung?
Scott Ritter: Hoffnung hängt davon ab, ob die internationale Gemeinschaft endlich erkennt, dass Palästina nur durch einen strategischen Sieg über Israel bestehen kann. Solange das nicht geschieht, bleibt die Situation für Palästina hoffnungslos. Und wie gesagt: Die Realität ist, dass die Araber, die Vereinigten Staaten und andere Staaten sich nicht gegen Israels aktuelle Strategie stellen werden.
Interviewer: Wie beurteilen Sie die Entwicklungen in Syrien und deren Auswirkungen auf die Region?
Scott Ritter: Ich höre oft, dass Assad und alles, was heute passiert, vorausgesagt wurde. Meine Antwort darauf ist klar: Ich werde nach Beweisen fragen. Und wenn keine vorliegen, dann werde ich solche Behauptungen schlicht als Lügen bezeichnen.
Die Situation der palästinensischen Sache sieht im Moment äußerst düster aus. Es gibt viel Unsicherheit, selbst über grundlegende Aspekte der Situation. Was jedoch sicher ist: Die syrische Regierung ist faktisch gefallen, und Israel hat daraus einen bedeutenden strategischen Sieg gezogen. Das Gleiche gilt für die Türkei. Ob dies jedoch ein ebenso großer Sieg für die Vereinigten Staaten ist, bleibt abzuwarten. Die USA müssen sich nun mit der Türkei um die Kontrolle in Syrien auseinandersetzen.
Interviewer: Welche Rolle spielen die Kurden in diesem Machtspiel?
Scott Ritter: Die Kurden haben, wie so oft, schlechte Karten. Amerika wird sie fallen lassen, genauso wie es in der Vergangenheit immer geschehen ist. Es wird keinen Zusammenstoß zwischen der Türkei und den USA geben. Trump mag starke Führer, und Erdoğan hat sich gerade als ein solcher erwiesen. Das ist keine Biden-Harris-Dynamik, das ist Trump, und das schafft eine ganz andere politische Landschaft.
Interviewer: Und Israel? Wird es internationale Kritik an ihren Handlungen geben?
Scott Ritter: Nein, Israel wird nicht international verurteilt. Egal, was es in Syrien tut, es gibt keine internationale Kritik. Die Palästinenser sind in einer verzweifelten Lage. Das Einzige, was ihnen Hoffnung gab, war ihre Präsenz im Westjordanland und im Gazastreifen. Aber wenn Israel diese Gebiete jetzt mit Gewalt übernimmt, wird niemand etwas dagegen tun.
Interviewer: Wie steht es um Europa? Könnte es eine Rolle spielen?
Scott Ritter: Europa ist in einem freien Fall. Die europäischen Staaten brauchen dringend die Unterstützung der USA, um ihre wirtschaftliche Stabilität zu sichern. In dieser Situation wird es von Europa keine bedeutende Hilfe für die Palästinenser geben. Europa ist zu sehr mit seinen eigenen Problemen beschäftigt.
Interviewer: Welche Dynamik erwarten Sie zwischen den USA, Israel und der Türkei?
Scott Ritter: Die Türkei hat ihre Position gestärkt, und Erdoğan hat bewiesen, dass er ein starker Führer ist. Trump, der starke Persönlichkeiten schätzt, wird nicht gegen Erdoğan vorgehen. Gleichzeitig wird Israel weiterhin ungehindert agieren. Es wird keine internationale Verurteilung ihrer Handlungen geben, und das erlaubt Israel, seine strategischen Ziele weiter zu verfolgen.
Interviewer: Was bedeutet das langfristig für die Palästinenser?
Scott Ritter: Die Palästinenser verlieren immer mehr Boden. Gaza wird entvölkert, das Westjordanland unter vollständige israelische Kontrolle gebracht. Niemand wird sich dem entgegenstellen. Die internationale Gemeinschaft wird nicht eingreifen. Das ist das Ende der palästinensischen Bestrebungen. Es bleibt nichts als eine düstere Realität.
Interviewer: Wie beurteilen Sie die geopolitischen Entwicklungen und insbesondere die Lage der Palästinenser im aktuellen Kontext?
Scott Ritter: Das ist das Ende für Palästina. Sehen Sie, wie schnell Europa einknicken wird. Lassen Sie uns eine Wette abschließen: Ich wette, dass Spanien bis zum Ende des Jahres seine Anerkennung eines palästinensischen Staates rückgängig machen wird. Warum? Weil Europa im freien Fall ist. Trump wird Druck ausüben und sagen: „Jedes Land, das den palästinensischen Staat unterstützt, bekommt 120% Zölle.“ Und Spanien wird dann sagen: „Was für ein palästinensischer Staat? Wir verstehen nicht, wovon Sie sprechen.“
Beobachten Sie, wie schnell die internationale Unterstützung für Palästina verschwindet. Das ist eine völlig neue Welt, wenn Trump zurückkehrt. Die einzige Chance, die Palästina jemals hatte, war ein strategisches Scheitern Israels. Israel war einmal am Lebenserhaltungssystem, aber das ist jetzt vorbei. Es ist eine schreckliche Situation. Es ist nicht gut, aber es ist real. Und man kann ein Problem nicht lösen, wenn man es nicht richtig definiert. Deshalb müssen wir die Realität anerkennen, bevor wir überhaupt über Lösungen sprechen.
Interviewer: Wie könnte der Iran auf diese Entwicklungen reagieren?
Scott Ritter: Der Iran steht vor enormen Herausforderungen. Es gibt klare Warnzeichen, dass Gruppen wie HTS in den Irak ziehen werden. Das ist ein großes Problem für den Iran. Meiner Meinung nach war der gesamte Plan von Anfang an darauf ausgerichtet, den Iran zu destabilisieren. Der Iran war immer das Ziel.
Interviewer: Was kann der Iran tun, um das zu verhindern?
Scott Ritter: Leider wird Russland nicht für den Iran in den Krieg ziehen. Russland wird dem Iran helfen, ja, aber es wird sich nicht direkt einmischen. Das bedeutet, dass der Iran praktisch keine andere Wahl hat, als in Bezug auf sein Atomprogramm vor den Vereinigten Staaten einzuknicken. Ich weiß, das wird viel Kritik hervorrufen, aber die Wahrheit ist, dass die USA derzeit der beste „Freund“ des Iran sein könnten.
Die einzige Chance, die der Iran hat, um zu überleben, besteht darin, ein Abkommen mit den USA zu erreichen. Der Iran muss sich in dieser Hinsicht „gut erzogen“ zeigen und bereit sein, seine Position zu verhandeln. Das ist die Realität, die wir sehen.
Interviewer: Wie passt das in das größere Bild der US-Politik?
Scott Ritter: Wir haben den strategischen Rückzug der USA aus dem Nahen Osten gesehen, aber jetzt sind sie zurück. Amerika wird das Sagen haben, weil die Dinge, die sie ersetzen sollten – wie die Achse des Widerstands –, zusammenbrechen. Russland hatte nie vor, durch seine Präsenz in Syrien Macht in der Region zu projizieren. Ihre Rolle bestand immer nur darin, Assad zu stabilisieren. Das war alles. Versuchen Sie nicht, etwas anderes daraus zu machen.
Die sogenannte Achse des Widerstands sollte Irans Eintritt in die geopolitische Relevanz ermöglichen. Aber im Moment bricht diese Achse zusammen. Sie ist noch nicht vollständig zerstört, aber sie zerfällt. Der Iran ist auf dem Rückzug. Und nun kommt ein Präsident wie Donald Trump ins Amt, bei dem alle nach Lösungen suchen.
Interviewer: Welche konkreten Schritte erwarten Sie von Trump?
Scott Ritter: Bis zum Sommer 2025 wird Trump wahrscheinlich zwei wichtige Dinge erreicht haben. Erstens wird er den Konflikt in der Ukraine mit Russland lösen. Der Krieg in der Ukraine wird enden. Zweitens wird er, wie er es bereits gesagt hat, einen „besseren Deal“ mit dem Iran abschließen. Erinnern Sie sich, als er sich aus dem JCPOA zurückzog? Er sagte damals, er wolle nur einen besseren Deal. Und genau das wird er tun.







