Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.
So hat alles angefangen:
Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.
Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.
Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.
Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.
Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.
Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.
Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.
Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.
Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg wurde ein amerikanischer Luftwaffenstützpunkt im Kriegsfall außer Gefecht gesetzt. Und das nicht irgendwo im Nahen Osten, sondern mitten im Herzen der USA.
Mitten in der heißen Phase der “Operation Epic Fury” gegen den Iran wurde die Barksdale Air Force Base in Louisiana – das Nervenzentrum der amerikanischen Nuklear-Bomber-Flotte und Kommandozentrale des Global Strike Command – tagelang von hochmodernen Drohnenschwärmen belagert. Die mächtigen B-52-Bomber mussten ihre Starts abbrechen, das Militärpersonal flüchtete in die Bunker.
Das Erschreckende an diesem Vorfall: Die Supermacht stand den Angreifern völlig hilflos gegenüber. Barksdale hat keine eigene Luftabwehr. Es gibt dort keine Kampfjets, die die Eindringlinge vom Himmel holen könnten. Und die elektronischen Störsender, die GPS und Datenverbindungen kappen sollten? Ein kompletter Totalausfall. Die Drohnen machten sich regelrecht über die US-Abwehr lustig: In Wellen von 12 bis 15 Geräten kreisten sie jeden Tag bis zu vier Stunden über der Basis – und das mit eingeschalteter Beleuchtung! Sie wollten gesehen werden. Sie trotzten sämtlichen Störversuchen, agierten autonom und wichen Abwehrmaßnahmen intelligent aus.
Sicherheitsexperten sind alarmiert: Diese Fluggeräte sind weitaus fortschrittlicher als alles, was wir aus dem Ukraine-Krieg kennen, und übersteigen die Fähigkeiten des Iran bei Weitem. Alles deutet auf China hin. Die Technologie übertrifft fast alles, was die USA selbst in ihrem Arsenal haben. Ist das Pekings Rache für den abgeschossenen Spionage-Ballon von 2023? Die Vermutung liegt nahe: China versorgt den Iran nicht nur mit Waffen, sondern liefert den Mullahs jetzt auch noch in Echtzeit die intimsten Geheimnisse der US-Kriegsführung.
Die Konsequenzen dieses Angriffs sind erheblich. Die B-52-Bomber aus Barksdale sollten eigentlich gewaltige “Bunker Buster”-Bomben (GBU-57) auf iranische Atomanlagen wie Taleghan-2 abwerfen, wo das Mullah-Regime an nuklearen Zündern bastelt. Durch die erzwungenen Startverzögerungen in den USA bekam der Iran wertvolle Zeit geschenkt, um kritische Ressourcen in Sicherheit zu bringen. Schlimmer noch: Es ist völlig unklar, ob die Drohnen nicht sogar geheime Kriegspläne und Kommunikationsdaten der Amerikaner abgefangen haben.
Doch Barksdale ist nur die Spitze des Eisbergs. Eine beispiellose Serie von Drohnen-Invasionen erschüttert derzeit die sensibelsten Einrichtungen der USA:
Flucht der F-22-Jets: Über der Langley Air Force Base in Virginia tauchten wochenlang Drohnen-Schwärme auf. Einige der Geräte waren über sechs Meter lang und rasten mit 160 km/h über die Basis. Die Bedrohung war so massiv, dass die USA ihre teuersten F-22-Tarnkappenjets evakuieren mussten!
Spionage bei den “Skunk Works”: Über der legendären Waffenschmiede in Palmdale (Kalifornien), wo Lockheed Martin und Boeing an streng geheimen Projekten arbeiten, kreisten ebenfalls unidentifizierte Drohnen.
Zielscheibe US-Regierung: Der absolute Gipfel der Dreistigkeit ereignete sich im März 2026 in Washington, D.C. Drohnen überflogen Fort McNair – genau den Stützpunkt, auf dem Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth leben. Eine unmissverständliche Drohung der Feinde Amerikas direkt an die Adresse der US-Führung!
Die USA haben derzeit keine funktionierende heimische Drohnenabwehr. Zwar wird an neuen Mikrowellen-Waffen gebastelt, doch diese riesigen Systeme müssen erst noch in die Luftraumverteidigung integriert werden. Bis Amerika seinen eigenen Luftraum wieder wirklich schützen kann, werden noch Jahre vergehen. Da stellt sich jedoch auch die Frage, wie lange es wohl dauern mag, bis iranische Schläferzellen diese Schwäche für massive Anschläge auf US-amerikanische Militärstützpunkte direkt auf US-Boden ausnutzen werden.
Der US-israelische Krieg gegen den Iran hat die Verwundbarkeit kritischer Wasserinfrastruktur in einer Region offengelegt, die zu den wasserärmsten der Welt gehört.
In der vergangenen Woche beschuldigte Irans Außenminister die USA, eine Entsalzungsanlage auf der Insel Qeschm vor der Küste Irans in der Straße von Hormus angegriffen zu haben.
Der Angriff soll die Wasserversorgung von 30 Dörfern unterbrochen haben. Nur 24 Stunden später erklärte Bahrain, eine iranische Drohne habe materielle Schäden an einer seiner Entsalzungsanlagen nahe Muharraq verursacht.
Die sechs Golfstaaten – Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate – gehören zu den wasserärmsten Ländern der Welt und sind stark auf Entsalzung angewiesen, um den Bedarf ihrer zusammen mehr als 62 Millionen Einwohner zu decken.
In dieser visuellen Analyse zeigt Al Jazeera, wie abhängig die Region von Entsalzung ist, wie viel Wasser jährlich produziert wird und wie verschiedene Entsalzungsverfahren funktionieren.
Der Golf hat keine dauerhaften Flüsse
Die Golfstaaten sind Wüsten ohne dauerhafte Flüsse. Zwar fehlen ihnen Flüsse, doch es gibt saisonale Wasserläufe, sogenannte Wadis, die bei seltenen Regenfällen Wasser führen.
Diese Länder sind hauptsächlich auf Grundwasser und Entsalzung angewiesen, um ihre schnell wachsenden Städte, Industriegebiete und landwirtschaftlichen Flächen mit Wasser zu versorgen.
Die untenstehende Karte zeigt die wichtigsten Flüsse und Wasserwege in den Gebieten rund um den Golf.
(Al Jazeera)
7,2 Billionen Liter aus Entsalzung
Die Golfstaaten produzieren etwa 40 Prozent des weltweit entsalzten Wassers und betreiben mehr als 400 Entsalzungsanlagen entlang ihrer Küsten.
Die von den Vereinten Nationen festgelegte Schwelle für absolute Wasserknappheit liegt bei 500 Kubikmetern pro Kopf und Jahr.
Mit einem durchschnittlichen Anteil an natürlichem Süßwasser von nur 120 Kubikmetern pro Kopf und Jahr sind die Golfstaaten daher stark auf Entsalzung angewiesen, um die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen.
Laut einem Bericht des GCC Statistical Center aus dem Jahr 2023 produzierten die sechs Golfstaaten 7,2 Milliarden Kubikmeter beziehungsweise rund 7 200 Milliarden Liter Süßwasser durch Entsalzung. Dieses Volumen entspricht etwa 122 Kubikmetern pro Kopf und Jahr oder rund 334 Litern pro Tag. Ihre gesamte installierte Kapazität ist jedoch deutlich höher und wird auf 26,4 Milliarden Kubikmeter jährlich geschätzt.
Eine Milliarde Kubikmeter entspricht 1 000 Milliarden Litern.
Das größte und bevölkerungsreichste Land ist Saudi-Arabien mit 37 Millionen Einwohnern. Es produzierte im Jahr 2023 drei Milliarden Kubikmeter entsalztes Wasser, gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten mit 1,9 Milliarden Kubikmetern, Kuwait mit 0,8 Milliarden Kubikmetern, Katar mit 0,7 Milliarden Kubikmetern, Oman mit 0,5 Milliarden Kubikmetern und Bahrain mit 0,3 Milliarden Kubikmetern.
Das größte und bevölkerungsreichste Land ist Saudi-Arabien mit 37 Millionen Einwohnern. Es produzierte im Jahr 2023 drei Milliarden Kubikmeter entsalztes Wasser, gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten mit 1,9 Milliarden Kubikmetern, Kuwait mit 0,8 Milliarden Kubikmetern, Katar mit 0,7 Milliarden Kubikmetern, Oman mit 0,5 Milliarden Kubikmetern und Bahrain mit 0,3 Milliarden Kubikmetern.
(Al Jazeera)
Abhängigkeit der Golfstaaten von Entsalzung
Geringe Niederschläge, das Fehlen dauerhafter Flüsse und die Erschöpfung der Grundwasserreserven haben dazu geführt, dass natürliche Süßwasserressourcen für die schnell wachsenden Bevölkerungen der Golfstaaten nicht ausreichen.
Ohne Entsalzung wäre die Versorgung mit Trinkwasser sowie Wasser für Industrie und Landwirtschaft nicht aufrechtzuerhalten. Laut Daten des GCC Statistical Centre zur Wasserproduktion und -nutzung ergibt sich folgende Abhängigkeit von Entsalzung für die Gesamtwasserversorgung in den einzelnen Ländern:
Katar
Mit 61 Prozent ist Katar das am stärksten von Entsalzung abhängige Land der Golfstaaten. Etwa 22 Prozent seiner gesamten jährlichen Wasserversorgung von 1,1 Milliarden Kubikmetern stammen aus Grundwasser und 18 Prozent aus Regenwasser. Beim Trinkwasser ist Katar jedoch nahezu vollständig auf Entsalzung angewiesen, die mehr als 99 Prozent der Versorgung für seine 3,2 Millionen Einwohner ausmacht.
Bahrain
Bahrain ist mit 59 Prozent das zweitabhängigste Land von entsalztem Wasser. Von seiner gesamten jährlichen Wasserversorgung von 0,5 Milliarden Kubikmetern stammen 59 Prozent aus Entsalzung. Beim Trinkwasser steigt dieser Anteil auf mehr als 90 Prozent. Zusätzlich stammen 32 Prozent aus Grundwasser und 11 Prozent aus Regenwasser für die 1,6 Millionen EinwohnerKuwait
Kuwait folgt mit 47 Prozent seiner jährlich genutzten 1,7 Milliarden Kubikmeter Wasser aus Entsalzung, während 51 Prozent aus Grundwasser stammen und der Rest aus Regenwasser.
Die Vereinigten Arabischen Emirate
Die VAE haben eine relativ ausgewogene Mischung: 41 Prozent ihres Wassers stammen aus Entsalzung und 46 Prozent aus Grundwasser, während der Rest aus Regenwasser und aufbereitetem Abwasser kommt. Insgesamt ergibt dies 4,8 Milliarden Kubikmeter jährlich für 11,5 Millionen Einwohner.
Oman
Oman produziert 23 Prozent seiner gesamten jährlichen Wassermenge von 2,2 Milliarden Kubikmetern durch Entsalzung für seine 4,7 Millionen Einwohner. 69 Prozent stammen aus Grundwasser, der Rest aus Regenwasser und aufbereitetem Abwasser.
Saudi-Arabien
Saudi-Arabien produziert mehr entsalztes Wasser als jedes andere Land, ist jedoch mit 18 Prozent seines Gesamtverbrauchs am wenigsten von Entsalzung abhängig. Stattdessen deckt es 79 Prozent seines Wasserbedarfs durch Grundwasser, während der Rest der insgesamt 17,3 Milliarden Kubikmeter jährlich aus Regenwasser stammt.
Wie Entsalzung funktioniert
Entsalzung ist der Prozess, bei dem Salz und Mineralien aus Meerwasser entfernt werden, um es für den menschlichen Gebrauch und die Bewässerung geeignet zu machen. Dies geschieht hauptsächlich durch thermische Destillation oder Umkehrosmose.
(Al Jazeera)
Historisch bestand die einzige Möglichkeit zur Entsalzung darin, Wasser zu kochen und den Dampf zu kondensieren, um Süßwasser zu gewinnen – genau so funktioniert die thermische Destillation.
Meerwasser wird in Entsalzungsanlagen gepumpt. Dort entfernen Filter zunächst Sand, Algen und Partikel, bevor das Wasser erhitzt wird, bis es zu Dampf wird, wobei Salz und Mineralien zurückbleiben. Der Dampf wird anschließend abgekühlt und kondensiert zu reinem destilliertem Wasser. Danach werden Mineralien hinzugefügt und das Wasser desinfiziert, um es trinkbar zu machen. Schließlich wird es in kommunale Leitungen gepumpt oder für Haushalte, Unternehmen und Industrie abgefüllt.
Die Umkehrosmose hingegen nutzt Hochdruckpumpen, um Meerwasser durch eine halbdurchlässige Membran zu pressen, die Salz und Mineralien zurückhält, während Wassermoleküle hindurchgelangen.
Diese Methode hat sich als die populärere Form der Entsalzung etabliert, da sie deutlich kostengünstiger ist, weniger Energie verbraucht und keine thermische Verschmutzung durch das Einleiten von heißem Wasser ins Meer verursacht.
Der Iran-Krieg hat die Fragilität eines Großteils des globalen Energiesystems offengelegt. Jahrelanges politisches Theater, getarnt als Klimapolitik – die Verteufelung fossiler Brennstoffe und die Verherrlichung unzuverlässiger Wind- und Solarenergie – hat eine verlässliche Energieinfrastruktur zerstört.
Europa ist ein warnendes Beispiel für die Illusion des „Grünen“. EU-Politiker ignorierten die physikalische Realität, dass ein Stahlwerk an einem bewölkten, windstillen Tag nicht laufen kann, und veröffentlichten stattdessen eine Pressemitteilung zum Thema „Netto-Null“. Sie unterschätzten das Risiko, Volkswirtschaften von wenigen externen Lieferanten abhängig zu machen, und verschärften es noch, indem sie ihre eigenen Kohlebergwerke, Gasfelder und Atomkraftwerke stilllegten.
Deutschland schaltete zuverlässige Kernkraftwerke ab und beschleunigte die Stilllegung von Kohlekraftwerken. Außerdem ließ es die straflose Zerstörung der wichtigen Erdgaspipeline aus Russland zu, kaufte dafür LNG Gas aus USA zum vier- bis sechsfachen Preis – und verstärkte es seine Abhängigkeit von der schwankenden Wind- und Solarenergie.
Auch Großbritannien legte Kohlekraftwerke still und reduzierte die bedarfsgerechte Gaskapazität, indem es auf importiertes Flüssigerdgas (LNG) und Windkraftanlagen setzte, die zwar wetterabhängig, aber nicht bedarfsorientiert sind.
Die europäischen Gasspeicher lagen Anfang 2026 deutlich unter dem 10-Jahres-Durchschnitt. Die EU-Lagerbestände lagen im Januar bei unter 50 % ihrer Kapazität und sanken mit dem Ende des Winters auf etwa 21 %. Dies bietet kaum Spielraum für einen anhaltenden LNG-Ausfall. Die europäischen Erdgaspreise haben sich im Vergleich zu Ende Februar nahezu verdoppelt. Die Folge: Auch die Strompreise steigen sprunghaft an, die Industrie drosselt ihre Produktion, und die Haushalte müssen höhere Heiz- und Stromkosten tragen – was alle Produkte des täglichen Bedarfs ebenfalls verteuert – und das in Volkswirtschaften, die bereits unter der Inflation leiden.
Die Ironie besteht darin, dass die Europäische Kommission nun selbst zugibt, was Kritiker seit Jahren behaupten. In Paris bezeichnete Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Entscheidung, die Kernenergie zu marginalisieren, als „strategischen Fehler“.
Asien steht vor ähnlichen Dilemmata, wo Klimaneutralitätsziele mit rasant steigender Nachfrage kollidiert. Indien und China, bevölkerungsreiche und ambitionierte Länder, haben Unsummen für Solaranlagen und Windkraftanlagen verschwendet, die ohne Sonne und Wind ungenutzt bleiben. Man stelle sich vor, diese Gelder wären in den Aufbau von Reserven an fossilen Brennstoffen oder den Ausbau der Kernkraftwerke investiert worden.
Thailand, die Philippinen und Vietnam haben sich dem Ziel der Klimaneutralität verschrieben. Ihre Regierungen ignorierten dabei die eklatanten Energielücken, die durch die anhaltende Krise offengelegt wurden. Viele südostasiatische Länder haben inzwischen Maßnahmen zur Eindämmung des Öl- und Gasverbrauchs ergriffen, darunter ein Exportstopp für Erdölprodukte und die Anordnung von Homeoffice für ihre Bürger.
Berichten zufolge bemüht sich Thailands staatlicher Öl- und Gaskonzern fieberhaft um die Sicherung von Lieferungen, während Bangladesch gezwungen ist, Notlieferungen zu Preisen zu kaufen, die mehr als doppelt so hoch sind wie die im Januar gezahlten. Indische und vietnamesische Abnehmer haben Ausschreibungen für schnelle Lieferungen veröffentlicht, die jedoch unberücksichtigt blieben.
In ganz Indien kommt es zu Engpässen bei Flüssiggasflaschen. Hotels und Restaurants kämpfen ums Überleben, da der Flaschenmangel den Gastgewerbesektor lahmlegt. Kaum beachtet wird dabei, dass Energieknappheit in Asien, Afrika und Lateinamerika seit Langem katastrophale Folgen für Milliarden von Menschen hat.
Wenn Flüssiggasflaschen knapp und teuer werden, greifen arme Haushalte wieder auf Holz und Dung zum Heizen und Kochen zurück, was zu verrauchter Raumluft führt. Wenn Fabriken keine zuverlässige Stromversorgung gewährleisten können, gehen Arbeitsplätze verloren und die Armut verschärft sich.
Ausnahme in den USA: Standhaftigkeit inmitten des Chaos
Die einzige große Volkswirtschaft, die mit einem Puffer in diese Krise geht, sind die Vereinigten Staaten. Die USA verfügen über eine massive inländische Öl- und Gasproduktion, ein direktes Erbe eines zehnjährigen Rekordwachstums der heimischen Förderung, das sich während der ersten Amtszeit Trumps dramatisch beschleunigte.
Die US-Energieinformationsbehörde (EIA) prognostiziert in ihrem jüngsten Kurzfrist-Energieausblick für 2026 eine durchschnittliche US-Rohölproduktion von rund 13,5 Millionen Barrel pro Tag. Dies läge nur geringfügig unter dem Niveau von 2025, nach mehreren Jahren des Wachstums und Rekordproduktion. Für Erdgas erwartet die EIA einen Anstieg der Produktion von etwa 107–108 Milliarden Kubikfuß pro Tag (bcfd) im Jahr 2025 auf 109–110 bcfd im Jahr 2026, was einen neuen Rekord bedeuten würde .
Durch die Befürwortung von Fracking, Horizontalbohrungen und vernünftigen Regulierungsmaßnahmen erschlossen die USA das Potenzial des Perm-Beckens und anderer Schiefergasvorkommen. Sie stellten eine vernünftige Energiewirtschaft über apokalyptische Klimawarnungen.
Dieser eklatante Gegensatz zwischen der amerikanischen Widerstandsfähigkeit und dem europäischen Zusammenbruch ist eine wichtige Lehre für die Entwicklungsländer. Die nationale Sicherheit darf nicht von Launen des Wetters oder der Zustimmung von Klimaaktivisten in europäischen Hauptstädten abhängen.
Die aktuelle Krise beweist etwas Einfaches: Energiesicherheit beruht auf der Fähigkeit, physische Rohstoffe – Öl, Gas, Kohle und Uran – in Zeiten geopolitischer Krisen zu sichern. Europa und weite Teile Asiens haben ihre Zukunft stattdessen auf Parolen gestützt.
Ursprünglich veröffentlicht in The Daily Signal am 15. März 2026 .
Vijay Jayaraj ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der CO2 Coalition in Fairfax, Virginia. Er besitzt einen Master-Abschluss in Umweltwissenschaften von der University of East Anglia und einen Postgraduierten-Abschluss in Energiemanagement von der Robert Gordon University, beide in Großbritannien, sowie einen Bachelor-Abschluss in Ingenieurwesen von der Anna University in Indien. Zuvor war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Changing Oceans Research Unit der University of British Columbia in Kanada tätig.
Von WOLFGANG HÜBNER | Bei der Oberbürgermeisterwahl im München am Sonntag wurde das nüchterne Urteil des von mir geschätzten Hans-Jürgen Geese (anderweltonline.de) nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg eindrucksvoll bestätigt, wonach wieder einmal bewiesen wurde, „dass das deutsche Volk momentan nicht überlebensfähig“ sei. Wie anders soll man ein Geschehen bewerten, in dem mitten in Deutschlands Abstieg und unter dunkelsten weltpolitischen Wolken in der drittgrößten deutschen Stadt ein 35-jähriger Grüner, der sich als bekennender Schwuler auch gern „Bürgaymeister“ nennen lässt, die Wahl mit deutlichem Abstand vorm ausgelaugten SPD-Amtsinhaber gewinnt?
Um letzteren ist es übrigens keineswegs schade. Denn in der Zeit von Dieter Reiter war München, einst die Hauptstadt der NS-Bewegung, noch vor Berlin und Hamburg zur Zentrale des ‚antifaschistischen‘ Luxuswiderstands geworden. Hundertausende wohlstandsverwahrloste Einwohner ließen sich immer wieder zu Märschen und Kundgebungen mobilisieren, wenn Reiter, die Grünen und Linken ihre großstädtische Voralpenidylle in Gefahr vor hysterisch eingebildeten rechten Tendenzen in Deutschland wähnten.
Bei solchen Gelegenheiten war übrigens der CSU-Großsprecher Markus Söder regelmäßig untergetaucht oder ließ seine notorisch erfolglose örtliche Parteifiliale sogar fröhlich mitmarschieren. Mit solchen Weicheiern, die bürgerlich zu nennen der Anstand verbietet, war selbstverständlich kein Kandidat aufzutreiben, der dem „Bürgaymeister“ Paroli hätte bieten wollen oder können. Es ist die Feigheit, Dummheit und Kläglichkeit derer, die sich bürgerlich oder gar konservativ nennen, die solche Karrieren wie der des mit einem jungen Mann verlobten Grünen möglich macht.
„München leuchtet“ hat einst Thomas Mann ironisch seine Beziehung zu der Stadt, in der er lange lebte, in einer Novelle beschrieben. Als nur noch das Hakenkreuz leuchtete, musste er flüchten. Mit dem neuen „Bürgaymeister“ soll die Millionenstadt nun grellgrün mitten im schwarzen CSU-Meer mit immer mehr blauen AfD-Flecken leuchten. Die Mehrheit der Wähler, die ihre Stimme abgaben, findet das bestimmt unheimlich geil. Und wie innig doch der Gewählte am Wahlabend auf offener Bühne seinen Verlobten küsst: Das zeigt der ganzen Welt, wie seltsam toll dieses Deutschland ist!
Wolfgang Hübner.
PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ legte 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Hübner ist über seine Facebook-Seite und seinen Telegram-Kanal erreichbar. Seine politische Biographie „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“ ist im Engelsdorfer-Verlag, 226 Seiten, ISBN 978-3-69095-029-9, 24,80 Euro, erschienen.
Das russische Fernsehen hat in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick einen Kommentar gezeigt, den ich ohne weitere Vorrede übersetzt habe, damit darüber jeder selbst nachdenken kann. Beginn der Übersetzung: Morde an Staatsführern werden zur Routine Wahrscheinlich haben Sie bemerkt, wie die USA und Israel mit den Staatsführern von Ländern umgehen, die ihnen nicht gefallen. Präsident Nicolas Maduro […]
Nun, da wir in die vierte Kriegswoche eintreten, wie geht es weiter? Erstens: Obwohl der Iran intensiven Bombardements ausgesetzt war, ist die militärische Wirksamkeit dieser Angriffe alles andere als offensichtlich. Die Fähigkeit des Irans, US-amerikanische und israelische Interessen in den Golfstaaten zu treffen, nimmt weiter zu; seine Führung agiert effektiv in ihrem bewusst gewählten undurchsichtigen […]
Selbst wenn der Krieg schnell zu Ende gehen würde, würde die globale Wirtschaft in eine tiefe Krise stürzen. Zu diesem Schluss kommt der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis in seiner Analyse. Der Ökonom Yanis Varoufakis hat sich in den letzten Jahren zu einem der prominentesten Kritiker Israels entwickelt. In einem aktuellen Interview mit dem Pulitzer-Preisträger […]
In Großbritannien wird eine Panikmache-Kampagne wegen des Anstiegs der Meningitis-Fälle betrieben. Wie durch ein Wunder steht der Impfstoff schon bereit, um uns alle zu retten. Was derzeit in Großbritannien mit der Meningitis geschieht, wird in der Presse im gleichen Ton dargestellt, den wir während Covvid gesehen haben. Man schürt neuerlich Angst um als Verkaufsargument für […]
Reale Vergewaltigungen durch Migranten sind im besten Deutschland inzwischen an der Tagesordnung. Politisch und medial kräht danach kein Hahn. Doch wenn eine sogenannte Prominente ihren langjährigen Ehemann der “virtuellen Vergewaltigung” beschuldigt, steht der deutsche Blätterwald plötzlich in Flammen: Allgegenwärtig sind die Forderungen nach „härteren Gesetzen”. Dient der Fall von Collien Fernandes und Christian Ulmen dazu, die Überwachung in den sozialen Netzen voranzutreiben?
Der nachfolgende Artikel von Janine Beicht erschien zuerst bei Haintz.Media:
Es ist ein bemerkenswert präziser Moment, in dem sich Empörung, Moral und Gesetzgebung plötzlich ineinander verzahnen und eine Dynamik entsteht, die weniger mit Aufklärung als mit politischer Verwertbarkeit zu tun hat. Es gibt Geschichten, die entstehen aus Zufall. Und es gibt Geschichten, die erscheinen in einem Moment, der so präzise gewählt wirkt, dass der Zufall sich verabschiedet und Platz macht für strategische Verwertbarkeit. Der Fall um Collien Fernandes bedient genau diese zweite Kategorie. Nicht, weil das geschilderte Leid automatisch unglaubwürdig wäre, sondern weil Zeitpunkt, mediale Verbreitung und politische Anschlussfähigkeit in einer Weise ineinandergreifen, die sich kaum noch als bloße Koinzidenz erklären lassen.
Fernandes selbst berichtet, dass sie bereits seit Jahren mit den Vorwürfen konfrontiert ist, dass sie spätestens Ende 2024 Anzeige erstattet hat und dass die Vorgänge ihr Leben über einen langen Zeitraum bestimmt haben. Die Faktenlage zeigt also klar, dass es sich nicht um eine plötzlich entdeckte Eskalation handelt, sondern um einen Fall mit Vorgeschichte, mit Zeit zur Aufarbeitung, mit Gelegenheit zur stillen juristischen Klärung. Und dennoch erfolgt der massive Gang in die Öffentlichkeit genau jetzt, flankiert von großen Medienformaten, begleitet von politischer Sofortreaktion und eingebettet in eine Debatte, die längst vorbereitet wirkt.
Wenn ein Skandal zu gut passt
Der Fall selbst ist erschütternd genug. Collien Fernandes berichtet »gegenüber dem SPIEGEL«, wie ihr Ex-Mann Christian Ulmen über Jahre Fake-Profile unter ihrem Namen angelegt haben soll. Er kontaktierte Hunderte Männer, verschickte erotische Bilder und Videos von Frauen, die ihr täuschend ähnlich sahen, und führte Onlineaffären sowie Telefonsex. Fernandes erfuhr davon erst am ersten Weihnachtsfeiertag 2024, als Ulmen ihr angeblich gestand: »Ich war das, ich habe das getan.« Sie beschreibt Panikattacken, posttraumatische Belastungsstörung und das Gefühl, ihr Körper sei über Jahre jedem zugänglich gemacht worden:
„Mir wurde über Jahre mein Körper geklaut.“
Die Schauspielerin erstattete Ende 2025 in Spanien Anzeige wegen Anmaßung des Personenstands, Beleidigung, Offenlegung von Geheimnissen, wiederholter Körperverletzung und schwerer Bedrohung. Spanische Behörden leiteten Vorermittlungen ein. Ulmen selbst äußerte sich nicht öffentlich, sein Anwalt verwies lediglich auf die Unschuldsvermutung.
Was diesen Fall von vielen anderen unterscheidet, ist also nicht nur die Prominenz der Beteiligten, sondern die Geschwindigkeit, mit der aus einer individuellen Geschichte eine allgemeine politische Forderung abgeleitet wird. Der Fall passt perfekt ins Narrativ. Mitten in die Maßnahmen, mit denen die deutsche Politik seit Monaten an einem neuen Digital-Gesetzepaket feilt, das Identitätskontrollen, Altersverifikation und die EUDI-Wallet ab 2027 verpflichtend machen soll, platzt ein Fall, der wie bestellt wirkt. Eine prominente Schauspielerin schildert jahrelangen Identitätsdiebstahl durch ihren Ex-Mann. Binnen Stunden fordern Medien härtere Strafen, Klarnamenspflicht und das Ende der Anonymität im Netz und »Justizministerin Stefanie Hubig« präsentiert nahezu zeitgleich einen Gesetzentwurf, der neue Straftatbestände rund um digitale Gewalt, Deepfakes und Überwachung vorsieht. Hubig argumentiert:
„Digitale Gewalt ist brutal. Sie kann Menschen so stark verletzen wie körperliche Gewalt. Deshalb mache ich keinen Unterschied zwischen analoger und digitaler Gewalt: Jeder Übergriff ist einer zu viel.“
Der Zeitpunkt könnte kaum passender sein. Genau jetzt, wo das Misstrauen gegenüber staatlicher Internet-Überwachung riesig ist, wird ein emotionaler Super-GAU präsentiert, der Beschützerinstinkte wecken soll. Plötzlich ist Anonymität gleichbedeutend mit Gefahr, Klarnamenspflicht mit Schutz für Frauen. Wer widerspricht, steht quasi auf der Seite der digitalen Vergewaltiger. Doch während zehntausende Frauen seit 2015 real vergewaltigt wurden, ohne dass Medien oder Politiker jemals eine vergleichbare Kampagne starteten, wird nun ein Promi-Fall zum Turbo für die digitale Entrechtung aller.
Die Betroffene als politische Stimme
Der entscheidende Punkt liegt jedoch nicht allein in der politischen Reaktion, sondern in der Rolle, die Fernandes selbst innerhalb dieser Dynamik einnimmt, denn sie tritt nicht ausschließlich als Betroffene auf, sondern zugleich als aktive Stimme innerhalb einer Debatte, die konkrete gesetzliche Konsequenzen fordert und damit eine klare politische Stoßrichtung vorgibt. In der Sendung Kölner Treff formuliert sie eine Aussage, die diese Verbindung zwischen persönlicher Erfahrung und politischer Forderung unmissverständlich herstellt und gleichzeitig den Verdacht nahelegt, dass hier mehr geschieht als bloße Verarbeitung eines persönlichen Schicksals.
„Also es ist schon echt alles ganz schön krass und deswegen bin ich auch für eine Identifikationspflicht im Netz, es wäre dann ja gar nicht passiert.“
Damit wird aus der individuellen Geschichte unmittelbar ein politisches Argument für die Abschaffung digitaler Anonymität, ohne Umweg über eine unabhängige Bewertung oder eine differenzierte gesellschaftliche Abwägung. Genau hier drängt sich eine unbequeme Frage auf, die sich nicht einfach beiseiteschieben lässt, nämlich ob diese Forderung tatsächlich allein aus persönlicher Betroffenheit heraus entsteht oder ob sie bewusst so formuliert wird, um eine bereits bestehende politische Agenda zu stützen und ihr die notwendige emotionale Legitimation zu liefern. Der Übergang erfolgt nicht indirekt, nicht über Analysten oder Politiker, sondern direkt durch die Betroffene selbst, wodurch sich die Wahrnehmung verschiebt und die Geschichte nicht mehr nur als persönliches Schicksal erscheint, sondern als funktionales Element innerhalb einer größeren politischen Argumentationskette.
Zwischen Realität und Narrativ
Unbestritten ist, dass digitale Gewalt existiert und für Betroffene schwerwiegende Folgen haben kann. Studien zeigen, dass viele Fälle nicht angezeigt werden und rechtliche Lücken bestehen. Auch »Fernandes schildert« eigene Erfahrungen mit eingestellten Verfahren und fehlender Unterstützung durch Behörden. Sie selbst kämpfe seit Jahren gegen Deepfakes und gefälschte Profile. Sie drehte eine ZDF-Dokumentation dazu, unterstützte Petitionen wie »My face my choice« und sprach öffentlich über die Scham, die solche Bilder auslösen. Gegenüber »den tagesthemen« äußert sie:
„Deutschland ist ein absolutes Täterparadies“.
Aus einer individuellen Diagnose wird nun eine weitreichende politische Programmatik abgeleitet. Der Ruf nach konsequenter Strafverfolgung bleibt dabei nicht isoliert, sondern wird mit strukturellen Eingriffen in digitale Freiheitsräume verknüpft. Anonymität, bislang ein konstitutives Element offener Kommunikation, steht plötzlich unter einem pauschalen Verdacht. Während Fernandes in Talkshows und Sondersendungen auftritt und schärfere Gesetze fordert, fällt die öffentliche und politische Reaktion in anderen Fällen deutlich verhaltener aus. Abertausende Opfer illegaler Migranten-Täter und schwerer Gewaltverbrechen erfahren weder vergleichbare mediale Präsenz noch führen ihre Schicksale zu unmittelbaren Gesetzesverschärfungen oder strukturellen Forderungen von ähnlicher Tragweite.
Diese selektive Wahrnehmung ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer Medienlogik, die Aufmerksamkeit nach Verwertbarkeit verteilt, nicht nach Relevanz.
Der Preis der moralischen Zuspitzung
Der Fall Fernandes ist in seiner persönlichen Dimension ernst zu nehmen und verlangt eine sorgfältige juristische Aufarbeitung, die sowohl die Perspektive der Betroffenen als auch rechtsstaatliche Prinzipien wahrt und nicht durch vorweggenommene öffentliche Urteile verzerrt wird. Doch genau an diesem Punkt beginnt der Widerspruch, denn die Art und Weise, wie Fernandes selbst ihren Fall öffentlich inszeniert, entzieht ihm ein Stück weit die eigene Ernsthaftigkeit und verlagert ihn aus dem Bereich der Aufklärung in den Bereich der politischen Propaganda. Wer den eigenen Fall nicht nur schildert, sondern ihn nahezu synchron mit politischen Forderungen nach Identitätskontrollen im Netz verknüpft, liefert nicht bloß ein Zeugnis von Leid, sondern zugleich das passende Argument für genau jene Eingriffe, die politisch ohnehin gewollt sind. Dadurch entsteht der Eindruck, dass hier nicht nur ein Opfer spricht, sondern eine Figur, die sich nahtlos in eine bereits vorbereitete Erzählung einfügt und dieser sogar aktiv zuarbeitet, bewusst oder nicht, indem sie exakt die Forderungen formuliert, die im politischen Raum längst bereitliegen.
Die Verbindung aus emotional aufgeladener Geschichte, maximaler medialer Verstärkung und unmittelbar anschließender politischer Umsetzung wirkt dadurch nicht mehr wie eine zufällige Entwicklung, sondern wie ein ineinandergreifender Mechanismus, in dem der Fall nicht nur berichtet, sondern funktional eingesetzt wird. Fernandes erscheint in diesem Gefüge nicht als Störfaktor, der Missstände sichtbar macht, sondern als passendes Puzzlestück, das die notwendige moralische Legitimation liefert, um weitreichende Maßnahmen durchzusetzen. Genau hier kippt die Wahrnehmung endgültig, denn wenn ein persönliches Schicksal so präzise mit politischen Zielsetzungen korrespondiert, verliert es seine Unschuld als reine Betroffenenerzählung und gewinnt den Beigeschmack einer Instrumentalisierung, die entweder bewusst betrieben oder zumindest billigend in Kauf genommen wird. In dieser Konstellation wird nicht nur über Gerechtigkeit gesprochen, sondern über Macht, über Deutungshoheit und über die gezielte Nutzung von Empörung, um Entscheidungen durchzusetzen, deren Konsequenzen weit über den Einzelfall hinausreichen.
Der sächsische AfD-Chef Jörg Urban stellt sich am kommenden Wochenende auf einem Landesparteitag in Löbau erneut zur Wahl. Einen Gegenkandidaten gibt es bislang nicht. „Natürlich kann jedes Mitglied für die Position des Landesvorsitzenden auf dem Parteitag kandidieren“, erklärte der stellvertretende Parteisprecher Alexander Wiesner. Es sei allerdings nicht absehbar, ob es dazu komme.
Urban sitzt seit 2014 für die AfD im Sächsischen Landtag, seit Oktober 2017 führt er die Fraktion. Seit 2018 ist er zudem Landeschef.
Nach Angaben von Wiesner hat der sächsische AfD-Landesverband derzeit 4.500 Mitglieder. Man rechne in naher Zukunft damit, das 5.000. Mitglied begrüßen zu können.
Bei der letzten Landtagswahl in Sachsen kam die AfD auf 30,6 Prozent der Stimmen und unterlag der CDU (31,9) nur knapp. Bei allen Bundestagswahlen seit 2017 konnte sie dagegen die Union deutlich hinter sich lassen.
(David Berger) Das ist bislang nicht vorgekommen: dass wir gleich zwei Tage hintereinander unseren Tweet des Tages von dem selben X-Account gezogen haben. Aber diese Situation ist zu gelungen, als dass wir sie unseren Lesern vorenthalten möchte. Ausgerechnet der gerne auf harten Krieger gegen Russland machende CDU-Politiker Roderich Kiesewetter bekommt beim Anblick von Paul Klemm […]
Den Iran-Krieg hat Trump sich sicher anders vorgestellt. Er wollte einen schnellen Sieg, doch der Krieg geht nun schon in die vierte Woche und seine Folgen dominieren die US-Politik. Von Trumps wichtigsten Wahlversprechen, mit denen er die MAGA-Bewegung hinter sich vereint hatte, nämlich Schluss zu machen mit den endlosen US-Kriegen in aller Welt und die […]