Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Studie warnt: Häufige Nutzung von ChatGPT könnte kreative Fähigkeiten langfristig verändern

Studie warnt: Häufige Nutzung von ChatGPT könnte kreative Fähigkeiten langfristig verändern

Wer in den vergangenen Monaten regelmäßig ChatGPT zum Schreiben, Brainstorming oder für kreative Aufgaben genutzt hat, könnte seine eigene Kreativität stärker beeinflusst haben als bislang angenommen. Darauf deutet eine neue experimentelle Untersuchung hin, die die Auswirkungen von KI-Unterstützung auf kreative Prozesse über mehrere Wochen hinweg analysierte.

In der Studie wurden 61 Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe nutzte ChatGPT gezielt für kreative Aufgaben, während die andere ohne KI arbeitete. Insgesamt wurden 3.302 Ideen über einen Zeitraum von 30 Tagen ausgewertet. In den ersten Tagen zeigte sich ein klarer Effekt: Die KI-Gruppe lieferte mehr Ideen, erzielte höhere Bewertungen und produzierte insgesamt bessere Ergebnisse. Kurzfristig schien der Einsatz von KI also die Kreativität zu steigern.

Doch als die Forscher ChatGPT nach einigen Tagen wieder entfernten, änderte sich das Bild abrupt. Die zuvor gemessenen Leistungssteigerungen verschwanden praktisch über Nacht. Die Ergebnisse der KI-Gruppe fielen wieder auf das Ausgangsniveau zurück. Ein nachhaltiger Trainingseffekt ließ sich nicht feststellen.

Noch bemerkenswerter war jedoch ein zweiter Befund: Die Ideen der ChatGPT-Nutzer wurden im Verlauf des Experiments zunehmend ähnlicher. Inhalte, Struktur und Formulierungen begannen sich zu wiederholen. Die Forscher beschrieben diesen Effekt als „Homogenisierung“ – unterschiedliche Personen produzierten zunehmend ähnliche Konzepte, nur leicht variiert.

Selbst nachdem ChatGPT nicht mehr genutzt wurde, blieb dieser Effekt bestehen. Auch 30 Tage später zeigte sich, dass die kreative Bandbreite der Teilnehmer eingeschränkt blieb.

Ein weiterer Test mit 120 Studierenden bestätigte den Trend. In einer unangekündigten Prüfung nach 45 Tagen erzielten Teilnehmer, die regelmäßig mit ChatGPT gearbeitet hatten, durchschnittlich 57,5 Prozent der möglichen Punkte. Studenten, die ohne KI gelernt hatten, kamen hingegen auf 68,5 Prozent.

Die Forscher führen das unter anderem auf einen geringeren kognitiven Aufwand zurück. Wenn KI einen Teil der Denkarbeit übernimmt, investieren Nutzer selbst weniger geistige Energie. Dadurch werden Informationen schwächer verarbeitet und weniger tief im Gedächtnis verankert – was langfristig auch die kreative Grundlage beeinträchtigen kann.

Die zentrale These der Untersuchung lautet daher: KI-Tools liefern kurzfristige Produktivitätsgewinne, könnten jedoch langfristig die Originalität und Vielfalt menschlicher Ideen beeinflussen.

Krise, Energieknappheit, Digitalisierung: Entfaltet sich aktuell der „Great Reset“ vor unseren Augen?

Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten zeigen, wie schnell geopolitische Konflikte wirtschaftliche Schockwellen auslösen können. Mit der faktischen Blockade der Straße von Hormus und den iranischen Drohungen gegen wirtschaftliche Ziele geraten nicht nur Energiemärkte unter Druck. Auch Lieferketten, Transportkosten und langfristig sogar Lebensmittelpreise könnten weltweit steigen. Für viele Staaten beginnt damit eine Phase erhöhter Unsicherheit – wirtschaftlich wie politisch.

Solche Krisen haben historisch oft weitreichende Folgen. Wenn Energie knapp wird, reagieren Regierungen mit Eingriffen: Preisdeckel, Rationierungen, staatliche Verteilungssysteme oder Maßnahmen zur Steuerung des Verbrauchs. Gleichzeitig verändert sich die Art, wie Staaten ihre Bevölkerung organisieren und versorgen. Digitale Verwaltungssysteme, elektronische Identitäten und staatliche Plattformen für Leistungen oder Hilfsprogramme breiten sich weltweit aus. Viele Regierungen investieren derzeit massiv in genau solche Strukturen.

In diesem Kontext taucht immer wieder eine Frage auf, die vor wenigen Jahren vor allem in wirtschaftspolitischen Debatten gestellt wurde: Erleben wir gerade eine schrittweise Transformation des globalen Systems – das, was manche als „Great Reset“ bezeichnen? Der Begriff wurde ursprünglich im Umfeld des Weltwirtschaftsforums geprägt und beschreibt die Idee, Wirtschaft und Gesellschaft nach großen Krisen neu auszurichten. Artikel auf der Webseite des WEF gelöscht. Hier gesichert. Für Befürworter geht es um nachhaltigere Wirtschaft, digitale Modernisierung und neue Formen globaler Zusammenarbeit. Kritiker hingegen sehen darin den Versuch, politische und wirtschaftliche Macht stärker zu zentralisieren.

Die aktuelle Situation liefert zumindest den Hintergrund für solche Debatten. Energieknappheit könnte Staaten dazu zwingen, Verbrauch stärker zu regulieren. Steigende Preise und unterbrochene Lieferketten könnten zu neuen Formen staatlicher Unterstützung führen. Digitale Systeme wiederum machen es technisch einfacher, Hilfen, Subventionen oder im Extremfall auch rationierte Güter zu organisieren. Was früher Papierkarten oder lokale Verwaltungsstellen waren, könnte heute über Apps, digitale Identitäten oder zentrale Plattformen abgewickelt werden.

Auch Arbeitsstrukturen verändern sich bereits. In mehreren Ländern wird in Krisenzeiten wieder verstärkt über Homeoffice oder flexible Arbeitsmodelle gesprochen, um Transportwege zu reduzieren und Energie zu sparen. Was während der Pandemie als temporäre Maßnahme begann, könnte sich in manchen Bereichen dauerhaft etablieren.

Ob all diese Entwicklungen tatsächlich Teil eines umfassenden Umbaus der Weltwirtschaft sind oder lediglich parallele Reaktionen auf Krisen, bleibt offen. Sicher ist jedoch: Große geopolitische Konflikte und wirtschaftliche Schocks haben in der Geschichte immer wieder tiefgreifende Veränderungen ausgelöst. Der Wiederaufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg, die Ölkrisen der 1970er Jahre oder die Finanzkrise von 2008 führten jeweils zu neuen politischen und wirtschaftlichen Strukturen.

Die Frage, die sich heute stellt, lautet daher weniger, ob sich das System verändert – das tut es bereits –, sondern in welche Richtung. Werden Krisen genutzt, um resilientere und nachhaltigere Strukturen aufzubauen? Oder führen sie zu stärkerer Zentralisierung und mehr staatlicher Kontrolle über Wirtschaft und Gesellschaft?

Während sich der Konflikt im Nahen Osten weiter zuspitzt und die Weltmärkte nervös reagieren, wird genau diese Debatte vermutlich lauter werden. Denn wenn Energie, Lieferketten und Lebensmittelpreise gleichzeitig unter Druck geraten, beginnt eine Phase, in der wirtschaftliche und politische Systeme oft neu geordnet werden. Manche sehen darin lediglich Anpassung an neue Realitäten. Andere sprechen bereits von einem langsamen Reset der globalen Ordnung.

EU-Parlament: eindringliche Warnung vor digitaler Identität – „Sie bringen sie durch die Hintertür“

Kritiker schlagen Alarm: Die digitale Identität sei keineswegs gestoppt, sondern werde in Europa und Großbritannien schrittweise und unauffällig aufgebaut.

Montgomery Toms im Europäischen Parlament erklärte, der Öffentlichkeit werde erzählt, die verpflichtende digitale ID sei gescheitert. In Wirklichkeit werde sie jedoch über neue Systeme und Gesetze indirekt eingeführt.

Als Beispiel nannte er das britische System „One Login“. Wer in Großbritannien ein Unternehmen führen wolle, müsse sich dort registrieren. Ohne dieses zentrale Login werde es künftig schwer oder unmöglich, wirtschaftlich tätig zu sein.

Auch im Bildungsbereich zeichne sich eine ähnliche Entwicklung ab. Neue Gesetzespläne könnten dazu führen, dass Kinder automatisch digitale Identifikationsnummern fürs Leben erhalten, etwa über bestehende NHS-Nummern.

Der Kritiker warnte, dass solche Systeme dem Staat eine bisher unbekannte Kontrolle ermöglichen könnten – besonders wenn sie mit bestehenden Überwachungsstrukturen und Datensammlungen kombiniert werden.

Die Erfahrungen aus der Pandemie hätten bereits gezeigt, wie schnell digitale Kontrollinstrumente wie Impf- oder Gesundheitspässe eingeführt werden können.

Sein Fazit: Die digitale Identität komme nicht offen und direkt – sondern schrittweise und über Umwege.

„Wenn eine Million Menschen dir sagt, du sollst Ja sagen, kannst du trotzdem Nein sagen“, sagte er und rief dazu auf, sich kritisch mit solchen Entwicklungen auseinanderzusetzen.

14. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 07:30 Uhr)

14. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 07:30 Uhr)

14. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 07:30 Uhr)

Der koloniale Krieg gegen das Land dauert nun schon in unterschiedlicher Intensität 120 Jahre, wie Alex Krainer erklärte, könnte sich nun aber langsam dem Ende zuneigen. Hier die Ereignisse des 14. Tages des erneuten Angriffs Israels und der USA gegen das Land. Seit gestern Abend um 22:00 Uhr deutscher Zeit hat sich der anhaltende Krieg […]

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Störungen in Hormuz: Das ist noch lange nicht alles!

Störungen in Hormuz: Das ist noch lange nicht alles!

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Gestern hatte ich das Vergnügen, gemeinsam mit dem Journalisten Mario Nawfal ein Interview zu führen, in dem es um die möglichen Störungen ging, die sich aus dem regionalen Krieg im Nahen Osten ergeben und die mit dem Angriff von Donald Trump und Benjamin Netanjahu auf den Iran am 28. Februar 2026 erheblich eskaliert sind. Das […]

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»HÖLLENTRIPS« – Meine gefährlichsten Einsätze als Undercover-Journalist

Seit über dreißig Jahren recherchiere ich als investigativer Journalist – oft undercover, im Verborgenen, mit versteckter Kamera. Ich schlüpfe in Rollen, die mich mitten hineinführen in die abartigsten und gefährlichsten Szenen weltweit. Dorthin, wo kaum jemand hinsieht. Dorthin, wo die Fassaden bröckeln – und der Schmutz sichtbar wird. Ich habe ihn gesehen. Und gespürt. Den […]
310 begutachtete Studien, welche das „Mkonsens“-Narrativ in Frage stellen

310 begutachtete Studien, welche das „Mkonsens“-Narrativ in Frage stellen

310 begutachtete Studien, welche das „Mkonsens“-Narrativ in Frage stellen

Cap Allon

Der unabhängige Forscher David Siegel hat eine Datenbank mit 310 begutachteten wissenschaftlichen Artikeln zusammengestellt (Tendenz steigend), die zentrale Elemente der vorherrschenden Klimadiskussion in Frage stellen – insbesondere die Behauptung, dass die jüngsten Temperaturveränderungen eindeutig auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen sind.

Die Sammlung umfasst mehrere Bereiche der Klimawissenschaft, darunter Temperaturzuordnung, Sonnenvariabilität, Physik der Treibhausgase, Chemie der Ozeane und Veränderungen des Meeresspiegels.

Zu den vorgestellten Artikeln gehört eine 2024 in Nature veröffentlichte Studie, in der untersucht wird, ob der jüngste Anstieg der globalen Temperaturen eine Beschleunigung der Erwärmung darstellt [Ein jüngster Anstieg der globalen Erwärmung ist noch nicht feststellbar].

Die Autoren kommen zu folgendem Schluss:

„Unsere Ergebnisse zeigen nur begrenzte Hinweise auf einen Erwärmungsschub; in den meisten Temperatur-Zeitreihen ist keine Veränderung der Erwärmungsrate über die 1970er Jahre hinaus festzustellen … Über alle Datensätze hinweg ist ein Anstieg von mindestens 55 % erforderlich, damit ein Erwärmungsschub zum gegenwärtigen Zeitpunkt erkennbar ist.“

Ein weiterer hervorgehobener Artikel, veröffentlicht im Journal of Sustainable Development [Simpson (2024)] argumentiert, dass umfassende Netto-Null-Maßnahmen ohne fundierte wissenschaftliche Debatte über die zugrunde liegenden Annahmen der Treibhausgas-Hypothese verfolgt wurden.

Siegel verweist auch auf die Arbeit der Physiker William Happer und William van Wijngaarden, deren Analysen des Strahlungstransfers in der Atmosphäre zu dem Schluss kommen, dass zusätzliches CO aufgrund der Sättigung der Infrarotabsorptionsbänder zu abnehmenden Erwärmungseffekten führt.

Andere zitierte Forschungsarbeiten untersuchen die Sonnenvariabilität als Treiber von Klimaschwankungen, darunter frühere Arbeiten der Physikerin Joanna Haigh vom Imperial College, während Judith Currys Auswertung von Meeresspiegeldaten große Unsicherheiten bei Langzeitprognosen aufzeigt.

Siegels Datenbank verlinkt derzeit auf 310 Klimastudien, was verdeutlicht, dass die wissenschaftliche Literatur zur Klimazuschreibung weitaus umfangreicher – und weitaus umstrittener – ist als die oft wiederholten Behauptungen einer „gesicherten Wissenschaft”.

Die vollständige Liste der Artikel ist hier verfügbar.

Link: https://electroverse.substack.com/p/antarctica-below-60c-as-sea-ice-stabilizes?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag 310 begutachtete Studien, welche das „Mkonsens“-Narrativ in Frage stellen erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Russiagate 2.0 in Ungarn

Russiagate 2.0 in Ungarn

Russiagate 2.0 in Ungarn

Knapp ein Monat bis zur Wahl in Ungarn. Die EU will Viktor Orbán unbedingt loswerden. Nun versucht man es mit einem alten Gespenst: Russland soll sich massiv in den Wahlkampf einmischen – natürlich zugunsten von Viktor Orbán. Die Vorwürfe kommen ausgerechnet von der Warschauer Nichtregierungsorganisation VSquare. Diese behauptet, Putin habe über den stellvertretenden Kreml-Chef Sergej […]

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Erste öffentliche Rede des neuen Staatschefs des Iran an die Nation

Erste öffentliche Rede des neuen Staatschefs des Iran an die Nation

Erste öffentliche Rede des neuen Staatschefs des Iran an die Nation

Da in westlichen Medien in erster Linie Interpretationen von Aussagen angeblicher Feinde veröffentlicht werden, und Übersetzungen nicht selten eher Interpretationen zur Unterstützung des eigenen Narrativs sind, könnte es für Leser nützlich sein, eine Rede des neuen religiösen und weltlichen Führers des Irans im Wortlaut zu lesen. Alleine aus dokumentarischen Gründen, ohne sich deshalb mit dem […]

Der Beitrag Erste öffentliche Rede des neuen Staatschefs des Iran an die Nation erschien zuerst unter tkp.at.

Scott Ritter: Trump ruft Putin an, um einen Ausweg aus dem Iran-Krieg zu finden

Das Videot mit Scott Ritter (ehemaliger UN-Waffeninspektor, US-Marine-Intelligence-Offizier und Autor) und Glenn Diesen analysiert den Telefonanruf von US-Präsident Donald Trump bei Russlands Präsident Wladimir Putin am 9. März 2026.

Der Anruf – der erste seit Dezember 2025 – fand inmitten des eskalierenden US-israelischen Kriegs gegen Iran statt (seit Ende Februar 2026).

Ritter sieht darin einen verzweifelten Versuch Trumps, einen Ausweg („Off-Ramp“) aus dem Konflikt zu finden, während Putin strategisch die Oberhand behält.

Der folgende ausführliche Artikel fasst Ritters Kernargumente zusammen, ergänzt um den aktuellen Kontext (Stand 12. März 2026) und baut auf den offiziellen Statements (Kreml: „frank and businesslike“, Trump: „very good call“) auf.

Trump ruft Putin an – verzweifelter Griff nach einem Ausweg im Iran-Krieg

Der Konflikt im Nahen Osten hat sich dramatisch zugespitzt:

Seit dem US-israelischen „Dekapitierungsangriff“ Ende Februar 2026 auf iranische Führung und Militär (einschließlich der Tötung des Obersten Führers Ali Khamenei) hat Iran mit massiven Raketenangriffen, Drohnen-Schwärmen und der effektiven Schließung der Straße von Hormus geantwortet.

Der Schiffsverkehr durch diese kritische Öl-Chokepoint (ca. 20 % des globalen Ölhandels) ist fast zum Erliegen gekommen – von täglich 60 Tankern auf fast null.

Ölpreise explodieren, die globale Wirtschaft gerät in Panik, und US-Truppen erleiden Verluste (140 Verwundete gemeldet, oft Bagatellen).

Trump behauptet öffentlich, die USA hätten „gewonnen“ und bombardierten „5.500 Ziele“, doch die Realität zeigt: Iran bricht nicht zusammen, Regimewechsel scheitert, und der Krieg zieht sich hin.

In dieser Lage initiierte Trump den Anruf bei Putin – ein Zeichen von Schwäche, wie Ritter betont.

Der Kreml beschreibt das Gespräch als „frank and businesslike“ (offen und sachlich), dauerte etwa eine Stunde und drehte sich um Vorschläge Putins für eine schnelle diplomatische Beendigung des Iran-Kriegs (nach Kontakten mit Golfstaaten und Irans Präsident Masoud Pezeshkian).

Trump selbst sprach von einem „very good call“ und betonte, Putin wolle „helpful“ sein – drehte den Spieß aber um und forderte Putin auf, erst den Ukraine-Krieg zu beenden.

Russlands strategische Meisterschaft: Diplomatie statt Eskalation

Ritter erklärt, warum Russland die diplomatische Tür trotz Provokationen (z. B. mutmaßliche CIA-Drohnenangriffe auf Putin im Dezember 2025, britische Storm-Shadow-Angriffe auf russische Ziele via Ukraine) offen hält:

Es ist pure Strategie.

Direkte Vergeltung (z. B. Angriffe auf britische Storm-Shadow-Fabriken) würde nur politische Gegner wie Keir Starmer (UK) oder Friedrich Merz (Deutschland) stärken und sie zu „Kriegsführern“ machen.

Stattdessen lässt Russland Europa kollabieren: Britische Politik im Chaos, deutsche Wirtschaft am Boden durch Energiekrise – Russland gewinnt, ohne Finger krumm zu machen.

Der Iran-Krieg verstärkt das: Die Schließung der Straße von Hormus hebt Öl-Sanktionen gegen Russland de facto auf – russisches Öl wird nun zu Marktpreisen (80+ Dollar/Barrel statt 23 Dollar Rabatt) verkauft, was den russischen Haushalt massiv entlastet.

Putin muss nichts tun – Trump ruft an und braucht Russland als Vermittler zu Iran.

Ritter: Russland sitzt am längeren Hebel.

Es kann Druck auf Teheran ausüben (z. B. Mäßigung), aber nur gegen US-Konzessionen in der Ukraine (z. B. modifiziertes Minsk/„Alaska“-Deal mit zusätzlichen Territorien, Pufferzonen).

Russland diktiert Bedingungen – Trump braucht einen „Deal“, um als Friedensstifter (Nobelpreis?) dazustehen.

Kein militärischer Ausweg für USA – Iran diktiert das Tempo

Ritter zerlegt Trumps Drohungen („20-mal härter zuschlagen“, wenn Hormus blockiert bleibt) und westliche Fantasien (Frankreichs „defensive Mission“).

Brutale Öffnung der Straße erfordert Landung (z. B. Kharg- oder Qeschm-Inseln, 80.000 Marines an der Küste) – unmöglich ohne Monate Vorbereitung, enorme Verluste durch iranische Ballistik/Drohnen und logistische Katastrophe.

USA haben weder Truppen noch Munition (Präzisionswaffen knapp nach Gaza-Unterstützung).

Iran hat Schiffe evakuiert – US-Bomben treffen leere Hallen.

Es bleibt bei „War Porn“: Bomben auf Zivilziele (Krankenhäuser, Schulen), was völkerrechtswidrig ist und Iran nur stärkt.

Potenzielle Verbündete ziehen zurück:

Kurden und Aserbaidschan (humanitäre Hilfe statt Angriff), Saudi-Arabien ignoriert Lindsey Grahams Drohungen (eigene Infrastruktur vulnerabel).

Iran hat bewiesen: Es kann zurückschlagen, ohne zusammenzubrechen.

Globale Konsequenzen: Ende der US-Hegemonie?

Ritter sieht eine massive strategische Niederlage der USA.

Ballistische Abwehr enttarnt (nicht gegen Iran, erst recht nicht gegen China), Asien-Verbündete (Südkorea, Japan, Taiwan) zweifeln an US-Schutz – China gewinnt in Südchinesischem Meer/Taiwan.

Ukraine: Russland diktiert Frieden.

Mittlerer Osten: USA vertrieben, Iran regionaler Hegemon.

Israel bleibt (Putin sieht es als „russische Extension“), doch Druck auf Atomprogramm wächst – möglicher Deal: Iran gibt hochangereichertes Uran ab, Israel öffnet Programm.

Russland agiert legal: Neues strategisches Abkommen mit Iran legitimiert harte Haltung gegen Golfstaaten (Lavrov kritisiert sie scharf).

Putin spielt Trump aus – bietet Mediation, aber nur zu russischen Bedingungen.

Fazit: Trump blufft, Putin gewinnt

Der Anruf zeigt: Der Iran-Krieg ist für USA verloren – Iran kontrolliert Eskalation, Russland profitiert.

Trump sucht verzweifelt einen „Deal“, um Gesicht zu wahren („Friedenspräsident“), doch Putin diktiert.

Der Westen kollabiert wirtschaftlich, der globale Süden (BRICS+) stärkt sich.

Ritter: „Russland spielt Trump wie ein Instrument – und gewinnt auf allen Fronten.“

Der Krieg endet, wenn Iran will – nicht früher.

Pepe Escobar: Irans tödlicher Raketenangriff SCHOCKIERT Israel, Trump VERLIERT den Krieg

Das Video mit Pepe Escobar und Danny Haiphong analysiert die aktuelle Eskalation im Krieg zwischen den USA/Israel und Iran (Stand März 2026).

Escobar, ein erfahrener geopolitischer Analyst, beschreibt eine dramatische Wende zugunsten Irans: massive Raketenangriffe, Kontrolle über die Straße von Hormus und wirtschaftliche Druckmittel, die den Westen in die Defensive drängen.

Trump und Netanyahu wirken zunehmend isoliert und panisch, während Iran mit strategischer Präzision und Unterstützung von Russland und China vorgeht.

Der folgende ausführliche Artikel fasst die Kernpunkte zusammen, ergänzt um Kontext und baut auf Escobars Einschätzungen auf.

Irans verheerender Raketenangriff schockiert Israel – Trump verliert den Krieg

Der Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran hat eine neue, dramatische Phase erreicht.

Iran hat in den letzten 24–48 Stunden (Stand März 2026) seine bisher massivste und effektivste Raketenoffensive gegen Israel gestartet. Schwere ballistische Raketen mit über einer Tonne Sprengstoff (z. B. Kheibar Shekan und Khorramshahr) durchschlagen zunehmend die israelischen Abwehrsysteme.

Bilder von Einschlägen in Tel Aviv und Umgebung zeigen erhebliche Zerstörungen – trotz extremer Zensur in Israel, wo Medien live den Himmel meiden, sobald Sirenen ertönen.

Escobar betont: Iran hat seine Strategie grundlegend angepasst. Frühere Angriffe nutzten ältere Modelle (aus 2012–2015), nun kommen ausschließlich moderne, tonnenschwere Sprengköpfe zum Einsatz – „Zerstörung absolut garantiert“.

Die IRGC (Islamische Revolutionsgarde) operiert dezentral: 31 Kommandeure in den Provinzen haben volle Autonomie, ohne Rücksprache mit Teheran. Angriffe erfolgen nun rund um die Uhr in Wellen von Drohnen und Raketen – ein „Mosaik“ aus dezentraler, reaktiver Kriegsführung.

Gerüchte über getötete hochrangige Israelis (z. B. Netanyahus Bruder Ido oder Mossad-Chef) bleiben unbestätigt, doch die Narrative-Kontrolle entgleitet Israel und den USA massiv.

Israelische Medien zensieren Himmelaufnahmen, während Iran live Zerstörungen zeigt. Die Bevölkerung in Iran reagiert nicht mit Panik, sondern mit Massenveranstaltungen – trotz Bombardements auf Zivilisten, Krankenhäuser und Infrastruktur durch die „Achse des Bösen“ (USA/Israel).

Straße von Hormus: Irans wirtschaftliche Atombombe

Der entscheidende Hebel ist die Straße von Hormus.

Iran hat sie de facto geschlossen – offiziell „offen für befreundete Nationen“ (China, Russland, Bangladesch etc.), geschlossen für „feindliche“ (USA, Israel, NATO-nahe Länder wie Japan).

Schiffe ohne klare Kooperation werden angegriffen; bereits drei Tanker wurden beschädigt.

Iran warnt: Bereitet euch auf 200 US-Dollar pro Barrel Öl vor – bald sogar 500 Dollar, wenn der Korridor zwei Wochen blockiert bleibt.

Aktuell (März 2026) liegt Öl bereits deutlich über 100 Dollar, mit extremen Schwankungen durch widersprüchliche Berichte über Tankerverkehr.

Die globale Wirtschaft kollabiert in Echtzeit: Keine Evakuierung US-Basen, Hotels in UAE getroffen, Chaos an Flughäfen in Dubai und Tel Aviv.

Trump versucht verzweifelt Deeskalation: Er hat mit Oman, Türkei, Katar und Putin telefoniert – vergeblich.

Putin bot Mediation an, betonte aber: Die USA müssen Iran ernsthaft Zugeständnisse machen.

Russland profitiert enorm – höhere Ölpreise füllen den Haushalt, ohne Finger krumm zu machen.

Russland und China: Irans unsichtbare Verbündete

Escobar enthüllt massive Unterstützung.

Eine Woche vor dem US-Angriff (28. Februar 2026) übergab Russland der IRGC den detaillierten US-Kriegsplan – Launch-Plattformen, Waffen etc.

Russische Frachtflugzeuge pendeln nonstop („Astrakhan-Teheran-Shuttle“). Upgraded Shahid-Drohnen (russische Geran-6) mit Jamming-Technik sind im Einsatz.

China teilt Echtzeit-Intel via Satelliten und Forschungsschiff Liao Wang 1 im Golf von Oman.

Iran exportiert Rekordmengen Öl nach China – bilaterale Deals sichern Priorität.

China ist energieautark genug (84–86 % Selbstversorgung, Reserven für Monate, Pipelines aus Russland/Kasachstan/Myanmar), um lange durchzuhalten.

BRICS leidet: Indien hat Russland und Iran verraten (Öl-Stopp, Koordinaten preisgegeben?), doch Iran bleibt diplomatisch.

BRICS ist „im Koma“, muss neu gestartet werden – von Russland und China.

Trump und die Achse der Verlierer

Trump lügt und wirft Berater (Kushner, Witoff etc.) unter den Bus.

Er behauptet: „Nichts mehr zu bombardieren – Krieg endet bald.“

Realität: Suizid für die US-Wirtschaft.

Kein Regimewechsel in Sicht – Iran hat vier Ebenen Nachfolgeplanung.

Der neue Oberste Führer Mojtaba Khamenei (Sohn des getöteten Ali Khamenei) ist verletzt, tritt nicht öffentlich auf – doch Millionen huldigen der „Idee“ der Kontinuität und Rache.

Massenrallys trotz Bombardements zeigen: Iran ist unzerbrechlich.

US-Kongress-Briefings (z. B. Chris Murphy): „Völlig inkohärent – keine Ziele erreichbar.“

Keine Bodeninvasion möglich ohne Katastrophe.

Iran erbeutet US-Waffen (z. B. Precision Strike Missile) – Daten gehen an Russland/China.

Fazit: Das Ende der Hegemonie?

Iran diktiert die Regeln: Kein Halten mehr.

Die „Achse des Chaos“ (USA/Israel) erhielt die Räumungsklage – existentieller Krieg.

Iran kämpft nicht nur defensiv, sondern um die Beendigung westlicher Aggressionen.

Der globale Süden sieht in Khamenei/Mojtaba einen Märtyrer-Symbol wie Che oder Sankara.

Trump blufft – doch jede Eskalation kostet ihn mehr.

Der Krieg zeigt: Der „Empire of Chaos“ verliert nicht nur militärisch, sondern strategisch und wirtschaftlich.

Iran, Russland und China formen die neue Ordnung – während der Westen in Panik versinkt.


Wenn du willst, kann ich dir auch noch eine Version machen, die perfekt für Telegram / X formatiert ist (bessere Lesbarkeit, kürzere Absätze).

Irres Propaganda-Video: NATO bewirbt High-Tech-Krieg wie ein Videospiel

Irres Propaganda-Video: NATO bewirbt High-Tech-Krieg wie ein Videospiel

Irres Propaganda-Video: NATO bewirbt High-Tech-Krieg wie ein Videospiel

Krieg wie in Call of Duty: So “bewirbt” die NATO den nahenden High-Tech-Krieg, auf den man sich wie ein Tom-Cruise-Charakter vorbereiten müsse. Dieser pseudo-hippe Stil mit futuristischen Erzählungen und jeder Menge bunten KI-Bildchen zieht sich durch: Das NATO Defense College publiziert sogar Comics. Nimmt das “Verteidigungsbündnis” seinen Auftrag noch ernst?

Ein Kommentar von Vanessa Renner

“From Foresight to Warfight” ist der Titel eines Propaganda-Videos der NATO, veröffentlicht im Oktober 2025. Das einstige Verteidigungsbündnis sinniert darin offen über die Kriegstüchtigkeit der Zukunft. Ein bedeutender Faktor wäre demnach der Klimawandel, der Handelsrouten, Nahrungsmittelversorgung und Infrastruktur beeinflusse zu neuen Konflikten führe, sowie die moderne Technologie, die die Art der Kriegsführung stark verändere und erweitere.

Man beschreibt nicht nur Drohnenschwärme mit Roboter-“Mutterschiffen” und autonome und KI-gesteuerte Waffensysteme, sondern auch Krieg im Cyberraum und sogar im Weltall. Von feindlichen Angriffen über Psychopharmaka, Attacken auf das Ökosystem und Biowaffen (Bakterien) ist die Rede. Die NATO hoffe zwar auf “kurze Kriege”, doch die Wirklichkeit habe das letzte Wort, so die Mahnung.

Das Video ist im Stil eines Videospiel-Werbespots gehalten und wirkt, als wolle man den modernen High-Tech-Krieg wie den neuesten Call-of-Duty-Teil anpreisen. Es endet mit den Worten: “Your challenge, should you choose to accept it, is to take this foresight to warfight.” Diese Formulierung kennt man zufälligerweise aus den populären “Mission: Impossible”-Filmen mit Tom Cruise. Wie viele Ethan Hunts hätte die NATO denn gern als Kanonenfutter für die Front ab 2030?

In der Kommentarspalte melden sich jedenfalls keine Freiwilligen. “We don´t need an imaginiation of the future of war but an imagination of the future in peace!”, so der oberste Kommentar – wir brauchen eine Vorstellung von einer friedlichen Zukunft.

Die Verantwortlichen sind laut Beschreibung:

Script: Florence Gaub. Creative Oversight: Florence Gaub and Heiko Bauer. Picture Motion and Sound: Ponywurst Production, Andreas O. Loff

Dass die Welt sich ändert und die NATO mit der Zeit gehen muss, steht außer Frage. Der Sinn dieses Clips erschließt sich jedoch nicht. Das Video mutet so überzogen an, dass man es für KI-Müll eines drittklassigen YouTubers halten könnte. Es erschien aber auf dem offiziellen YouTube-Kanal des NATO Defense Colleges und verweist auf die NATO Allied Command Transformation (ACT). Und die ist echt.

Das Drängen der NATO auf Zukunftsfähigkeit wird auf der ACT-Website deutlich. Dort wird eine “Warfare Development Agenda” beschrieben, im Zuge derer ein “NATO Warfighting Capstone Concept” implementiert werden soll. Das vollständige Konzept ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich; die publizierte Version auf der Website ist abermals im Call-of-Duty-Stil gehalten. In den Beschreibungen macht man keinen Hehl daraus, dass man seine Rolle als Verteidigungsbündnis für modernisierungsbedürftig hält:

Das sich wandelnde und weiterentwickelnde Sicherheitsumfeld gefährdet den anhaltenden Erfolg des Bündnisses. Die NATO bleibt zwar ein Verteidigungsbündnis, doch das operative Umfeld erfordert neue Denk-, Organisations- und Handlungsweisen. Russland und terroristische Gruppen und Organisationen werden das Bündnis weiterhin bedrohen, während insbesondere die Rolle und der Einfluss Chinas zunehmen werden. Weitergehende Sicherheitsherausforderungen, darunter solche im Zusammenhang mit Demografie, Klima, Ressourcen und Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit wie COVID-19, werden bestehen bleiben.

NATO Defense College: Krieg, Klima, mRNA

Beim NATO Defense College zeigt man derweil mit einer fiktiven Zeitung vom 14. Februar 2031 ein globalistisches Bullshit-Bingo, das nicht nur die üblichen geopolitischen Konflikte von Russland bis zum Iran behandelt, sondern auch ganz hervorragende mRNA-Therapien gegen Krebs prognostiziert – oh, und selbstverständlich den wärmsten Februar bis August in München seit Aufzeichnungsbeginn. In Weißrussland sollen einem fiktiven Leak zufolge außerdem genmanipulierte Soldaten gezüchtet werden. Sogar ein Horoskop hat man abgedruckt. Wie ein ernst zu nehmender Gegner wirkt die NATO auf potenzielle Feinde so wohl nicht.

Eine andere aktuelle Veröffentlichung, die dafür den eigenen Bürgern Sorgen bereiten kann: Warnungen vor Information als Waffe – also sogenannter Desinformation, ganz besonders aus Russland. “Im Gegensatz zu autoritären Regimes sind demokratische Staaten und Bündnisse auf dem kognitiven Schlachtfeld mit erheblichen Nachteilen konfrontiert. Ihr Bekenntnis zu Informationsfreiheit, Meinungsvielfalt und minimaler Zensur schafft ein Umfeld, das die einfache Verbreitung von als Waffen eingesetzten Informationen durch ausländische Gegner ermöglicht”, bedauert man da. Wie praktisch scheint es da, dass man in Europa so hart dafür kämpft, Informationsfreiheit und Meinungsvielfalt zu beschränken.

Kognitiver Verfall bei der NATO?

Die kuriosesten Beiträge weisen – ebenso wie das eingangs gezeigte Video zur Kriegspropaganda – in vielen Fällen ein und denselben Namen als Verantwortliche auf: Florence Gaub. Sie arbeitete schon von 2009 bis 2013 am NATO Defense College, war bis 2018 einige Jahre am Institut der Europäischen Union für Sicherheitsstudien tätig und kehrte dann 2023 ans NATO Defense College zurück. Auch beim WEF war sie 2020 bis 2022 tätig (als Mitglied des Future Councils on Frontier Risks).

Sie gibt beim Defense College aktuell Zukunftsszenarien wie “What if…? Ten Dragon King scenarios für 2030” heraus, in dem Kriegs- und Krisen-Gedankenspiele mit kitschigen KI-generierten Drachenbildern präsentiert werden. 14-Jährige könnte das abholen – als erwachsener Mensch muss man sich dagegen wundern. Auch einen Comic hat Gaub mitverantwortet: “NATO 2099” heißt er.

Wussten Sie, dass es Aufgabe der NATO ist, Graphic Novels zu erstellen? Reicht’s bei den NATO-Personalien nicht mehr zur Lektüre von Texten und Analysen? Braucht man viele bunte Grafiken, um sich bei seiner drögen Arbeit nicht zu langweilen? Mag man womöglich lieber ein paar rote Knöpfe drücken, statt sich mit so Schnarchthemen wie “Frieden” zu befassen? Es ist nicht auszuschließen, dass Gaub und Kollegen den infantilen Stil auch verwenden, um dem allgemeinen Verfall von Aufmerksamkeitsspanne und Arbeitsmoral etwas entgegenzuwirken. Vertrauen schafft das allerdings nicht.

In einer Veröffentlichung aus Gaubs EUISS-Zeiten (“Conflicts to Come“) wird außerdem von zwei Autoren erörtert, dass Fiktion genutzt werden soll, um weiterzudenken – beispielsweise, um übliche militärische Schwächen zu analysieren. Man schwärmt von Waffen aus Mangas, Exoskeletten und bezieht sich auf Marvels Iron Man. Im Fokus stehen nicht die menschlichen Schicksale, die durch Krieg zerstört werden, sondern vielmehr die Möglichkeiten für noch effektivere Zerstörung, zu der Science Fiction inspirieren könnte.

Eine Zukunftsforscherin mit AfD-Phobie

Um Gaubs bunte Zukunftsszenarien auf Plausibilität einzuordnen, verweisen wir an dieser Stelle auf eine ältere Kreation von ihr: Im April 2024 veröffentlichte Gaub, auch damals unter anderem in Kooperation mit Andreas O. Loff und seiner Produktionsfirma “Ponywurst Production”, ein KI-Video, das auf den Potsdam-Märchen gegen die AfD beruhte und kurzerhand einen Exodus heraufbeschwor: Die “Blauen”, also die AfD, hätten eine Diktatur eingeführt und alle Menschen zum Auswandern nach Nordafrika gezwungen, so die absurde Geschichte, die aus Sicht einer Großmutter in Jahr 2060 erzählt wurde. Wir berichteten: “NATO-Wissenschaftlerin, Linksradikale und Z-Promis produzieren KI-Propagandafilm gegen Deutschland

Wer auf Basis von (inzwischen auch gerichtlich ausreichend) widerlegten Falschbehauptungen solche “Zukunftsvisionen” veröffentlicht, genießt als Prophetin möglicherweise nicht die größte Glaubwürdigkeit. Egal: Bei der NATO punktet man jetzt wohl vor allem mit bunten Bildchen und CoD-Allüren. Das kann zu denken geben – ebenso wie die Entwicklung des “Verteidigungsbündnisses” insgesamt.