Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Trumps Regierung steht Berichten zufolge kurz davor, einen Eckpfeiler der Klimaagenda zu streichen.

Trumps Regierung steht Berichten zufolge kurz davor, einen Eckpfeiler der Klimaagenda zu streichen.

Trumps Regierung steht Berichten zufolge kurz davor, einen Eckpfeiler der Klimaagenda zu streichen.

Audrey Streb, DCNF-Energiereporterin, 10. Februar 2026

Laut dem Wall Street Journal plant die Trump-Regierung, diese Woche eine unter Obama erlassene und grundlegende Klimaschutzverordnung aufzuheben.

Die Gefährdungsfeststellung von 2009 ermöglicht es der US-Umweltschutzbehörde (EPA), Treibhausgase – einschließlich Kohlendioxid – gemäß dem  Clean Air Act zu regulieren . Beamte der Trump-Regierung teilten  dem Wall Street Journal unter der Bedingung der Anonymität mit, dass die endgültige Regelung diese Woche veröffentlicht werden soll und sich auf die Aufhebung der Emissionsnormen für Kraftfahrzeuge konzentrieren wird.

Die endgültige Regelung würde laut WSJ auch damit verbundene Compliance-Programme aufheben und den Weg für die Abschaffung von Emissionsnormen für Kraftwerke ebnen, obwohl sie diese nicht direkt betrifft. Die Gefährdungsfeststellung wurde von den Demokraten jahrelang genutzt, um strenge Klimaauflagen durchzusetzen. Ihre Aufhebung wäre ein Gewinn für die Wahlfreiheit der Verbraucher und die Bezahlbarkeit von Energie, erklärten Energieexperten gegenüber der Daily Caller News Foundation.

„Präsident Trump wurde gewählt, um Familien in den Mittelpunkt zu stellen, und indem er diese verheerende Regelung beendet, die die Preise in die Höhe treibt und amerikanische Verbraucher bestraft, löst er dieses Versprechen ein – das ist wahrlich ein Wendepunkt für Generationen“, sagte Daniel Turner, Gründer und Geschäftsführer von Power The Future. „Über ein Jahrzehnt lang nutzte die extreme Öko-Linke die Gefährdungsfeststellung als Waffe in ihrem unaufhörlichen Krieg gegen die amerikanische Energieversorgung; heute ist ein großer Sieg für die Vernünftigen. In den kommenden Jahren wird Amerika mehr Energie benötigen, um das Wachstum anzukurbeln, die Produktion wiederaufzubauen und den Kampf um die künstliche Intelligenz zu gewinnen. Die mutige Entscheidung der Trump-Regierung ebnet den Weg für die Kraftwerke und die Energieproduktion, die unser Land braucht, um im 21. Jahrhundert wettbewerbsfähig zu sein und zu gewinnen.“

Präsident Donald Trump wies die EPA an seinem ersten Tag nach seiner Rückkehr ins Oval Office an, die Gefährdungsfeststellung zu überdenken, und die Behörde kündigte ihren Vorschlag an, die Regelung im Juli 2025 zurückzunehmen. EPA-Administrator Lee Zeldin  bezeichnete die Aufhebung der Gefährdungsfeststellung zuvor als „die größte Deregulierungsmaßnahme in der Geschichte Amerikas“.

David Blackmon, ein Experte der Öl- und Gasindustrie, schrieb auf X, dass die Vorbereitungen der Regierung zur Aufhebung des „berüchtigten“ Befundes ein Segen für die Verbraucher und die Energiekosten seien.

„Diese Erkenntnis hat uns von zuverlässigen, bezahlbaren fossilen Brennstoffen hin zu unzuverlässigen erneuerbaren Energien getrieben, die Energiekosten in die Höhe getrieben und Stromausfälle für den amerikanischen Alltag riskiert“, schrieb Blackmon. „Sie aufzuheben? Das wäre Befreiung für unsere Wirtschaft und würde marktorientierte Innovationen ohne bürokratische Fesseln freisetzen.“

Laut dem Wall Street Journal plant die Trump-Regierung diese Woche weitere Ankündigungen mit dem Ziel, die hohen Energiekosten zu senken. Energieminister Chris Wright wird voraussichtlich eine Anordnung verkünden, die das Verteidigungsministerium anweist, Strom von Kohlekraftwerken zu beziehen. Eine weitere bevorstehende Ankündigung betrifft die Vergabe von Fördermitteln für Kohlekraftwerke im ganzen Land, so das Wall Street Journal.

Die EPA argumentierte, dass die Gefährdungsfeststellung genutzt wurde, um Regulierungen im Wert von über einer Billion Dollar zu rechtfertigen, darunter die faktische Elektrofahrzeugpflicht (EV) aus der Biden-Ära , die die Trump-Regierung nach Verabschiedung zweier Resolutionen durch den Kongress beendete.

Michael Chamberlain, Direktor der Regierungsüberwachungsorganisation Protect the Public’s Trust, sagte gegenüber dem DCNF: „Die von der Obama-Regierung getroffene Gefährdungsfeststellung wird wahrscheinlich als Paradebeispiel für staatliche Übergriffe in die Geschichte eingehen.“

„Für eine so weitreichende Maßnahme, die der Bundesregierung beispiellose Macht zur Einmischung in das Leben ihrer Bürger einräumte, zeigen die uns vorliegenden Beweise, dass die verantwortlichen Beamten mit einem vorgefassten Motiv handelten, noch bevor alle Daten berücksichtigt worden waren. … Macht und Politik wurden eindeutig über die Wissenschaft gestellt, was die Ergebnisse sowohl rechtlich fragwürdig als auch wissenschaftlich problematisch macht.“

Alle Inhalte der Daily Caller News Foundation, einem unabhängigen und überparteilichen Nachrichtendienst, stehen seriösen Medienunternehmen mit großer Reichweite kostenlos zur Verfügung. Alle wiederveröffentlichten Artikel müssen unser Logo, den Namen der jeweiligen Reporterin und deren Zugehörigkeit zur DCNF enthalten. Bei Fragen zu unseren Richtlinien oder einer möglichen Partnerschaft kontaktieren Sie uns bitte unter licensing@dailycallernewsfoundation.org.

https://dailycaller.com/2026/02/10/trump-admin-endangerment-finding-repeal-epa-greenhouse-gas-regulation/

 

Der Beitrag Trumps Regierung steht Berichten zufolge kurz davor, einen Eckpfeiler der Klimaagenda zu streichen. erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Eingesperrt, zusammengetrieben, weggesperrt – der Aufstieg der neuen Konzentrationslager in den USA

Von John und Nisha Whitehead

Zweifellos waren Konzentrationslager ein Mittel, eine Drohung, um die Ordnung aufrechtzuerhalten.“ – Albert Speer, Nürnberger Prozesse

Im Jahr 2021, inmitten einer globalen Pandemie, wurden Warnungen, dass die Bundesregierung Lagerhäuser auf amerikanischem Boden zu Haftanstalten umfunktionieren könnte, als spekulativ, alarmistisch oder sogar verschwörerisch abgetan.

Fünf Jahre später ist das, was einst Spekulation war, nun ein Plan, um jeden einzusperren, den die Regierung ins Visier nimmt.

Untersuchungsberichten zufolge kaufen das Heimatschutzministerium und die Einwanderungs- und Zollbehörde aktiv Lagerhäuser, Fabriken und Industriegebäude im ganzen Land, um sie als Haftanstalten zu nutzen – oft ohne große öffentliche Bekanntmachung, mit minimaler Aufsicht und praktisch ohne Rechenschaftspflicht.

Dies ist keine Warnung mehr.

Es ist ein Fünf-Alarm-Feuer.

Da die Trump-Regierung ihre Pläne vorantreibt, rasch Lagerhäuser für ein möglicherweise landesweites Massenhaftungsnetzwerk zu erwerben, ist es nicht mehr die Frage, ob die Regierung die Massenhaftung ausweiten wird, um Amerikaner wegen Missachtung ihrer Anordnungen einzusperren, sondern wann.

So fängt es an.

Die Regierung verfügt bereits über die Mittel, die Macht und die Motivation. Sie hat Jahrzehnte damit verbracht, ein riesiges Archipel aus Gefängnissen, Haftanstalten und Notfallanlagen aufzubauen, in denen eine große Anzahl von Menschen inhaftiert werden kann.

Derzeit werden fast 70.000 Menschen von der ICE festgehalten. Mit einem Budget von 45 Milliarden Dollar gibt das Heimatschutzministerium viel Geld für seine Konzentrationslager aus, um mehr Menschen für längere Zeiträume und mit weniger Einschränkungen festhalten zu können.

Während die Trump-Regierung darauf besteht, dass sie nur die „Schlimmsten der Schlimmsten” ins Visier nimmt – Mörder, Vergewaltiger, Gangmitglieder, Pädophile und Terroristen –, haben die meisten der Festgenommenen keine Vorstrafen. Illegale Einwanderung ist eine zivilrechtliche Verletzung, kein Verbrechen.

Hier müssen wir vorsichtig vorgehen, denn autoritäre Regime lieben es, Orwellsche Wortspiele zu spielen, und die derzeitige Regierung bildet da keine Ausnahme.

Ein typisches Beispiel: Die Ministerin für Innere Sicherheit, Kristi Noem, behauptet, dass jede einzelne Person, die verhaftet oder inhaftiert wurde, ein Verbrechen begangen hat, aber wegen eines Verbrechens angeklagt oder sogar verdächtigt zu werden, ist etwas ganz anderes als wegen eines Verbrechens verurteilt zu werden.

Wenn die Ministerin für Innere Sicherheit eine Verhaftung mit einem Verbrechen gleichsetzt, spielt sie nicht nur Wortspiele – sie hebt damit faktisch die in der fünften und vierzehnten Verfassungsänderung garantierten Rechte auf ein ordentliches Verfahren und die Unschuldsvermutung auf.

Wenn die Hürde für eine Verhaftung lediglich die Begehung eines Verbrechens wäre, würden wir alle eingesperrt sein.

Es könnte irgendwann so weit kommen.

Angesichts der übermäßigen Kriminalisierung des amerikanischen Rechtssystems, das über 5.000 Bundesstrafgesetze und Hunderttausende von Vorschriften umfasst – was bedeutet, dass jeder einzelne Amerikaner unwissentlich mindestens drei Straftaten pro Tag begeht –, kann jeder Amerikaner nach Belieben der Regierung zum „Kriminellen” gemacht werden.

Wenn eine Regierung damit beschäftigt ist, Menschen zusammenzutreiben, um Lagerhäuser zu füllen und sich als hart gegen Kriminalität zu profilieren, werden nicht nur undokumentierte Einwanderer zusammengetrieben.

In „The Origins of Totalitarianism“ warnte die Politikwissenschaftlerin Hannah Arendt, dass Konzentrationslager nicht in erster Linie für Kriminelle gebaut wurden. Sie wurden gebaut, um Unschuldige zu inhaftieren – Menschen, die vom Staat allein aufgrund ihrer Identität oder ihrer Überzeugungen zu „Kriminellen“ gemacht wurden.

Diese Lager fungierten als Laboratorien für totale Herrschaft, in denen Schuld irrelevant war und Unschuld keinen Schutz bot. Den Menschen wurden ihre Rechte genommen, sie wurden in Kategorien eingeteilt und zu entbehrlichen Wesen gemacht.

Das ist die Gefahr, der wir jetzt gegenüberstehen: Rechtlosigkeit in einem Zeitalter der Rechte.

Wenn Haftquoten an die Stelle eines ordentlichen Verfahrens treten, wenn Menschen nicht wegen ihrer Taten, sondern aufgrund dessen, was die Regierung über sie entscheidet, eingesperrt werden, ist die Maschinerie des Autoritarismus bereits in Gang gesetzt.

Berichte darüber, dass die ICE Autoscheiben einschlägt, Menschen auf der Straße festnimmt und amerikanische Staatsbürger trotz nachweislicher Legalität inhaftiert, geben einen Vorgeschmack auf das, was uns bevorsteht.

Wir sollten nicht in einer Gesellschaft leben, in der man „Ihre Papiere, bitte“ sagt, doch unter Trumps Führung entwickelt sich Amerika rasch zu einer solchen.

Die Geschichte hat einen Namen dafür, was passiert, wenn Regierungen rechtsstaatliche Verfahren aufgeben und Menschen wegen ihrer Identität statt wegen ihrer Taten einsperren.

Der nächste Schritt ist immer logistischer Natur. Sobald die Entscheidung getroffen ist, Menschen massenhaft zu inhaftieren, muss der Staat Orte finden, an denen sie festgehalten werden können – außer Sichtweite, außer Reichweite und außerhalb des Gesetzes.

Hier kommen die Lagerhäuser ins Spiel.

Machen Sie keinen Fehler: Das sind Konzentrationslager in ihrer frühesten Form, umbenannt und für ein neues Zeitalter wiederbelebt.

„Wir müssen besser darin werden, dies wie ein Geschäft zu behandeln“, sagte ICE-Direktor Todd M. Lyons über Abschiebungen. „Wie [Amazon] Prime, nur mit Menschen.“

Diese Sprache wurde schon einmal verwendet.

Konzentrationslager waren ursprünglich nicht als Vernichtungslager konzipiert. Sie wurden gebaut, um diejenigen einzuschüchtern, zu isolieren und unschädlich zu machen, die als unerwünscht galten – politische Dissidenten, religiöse Minderheiten, soziale Ausgestoßene und alle, die als Bedrohung für das Regime angesehen wurden.

Wie das US-Holocaust-Memorial-Museum erklärt, „bezieht sich der Begriff Konzentrationslager auf ein Lager, in dem Menschen inhaftiert oder festgehalten werden, in der Regel unter harten Bedingungen und ohne Rücksicht auf die in einer konstitutionellen Demokratie akzeptierten Rechtsnormen für Verhaftung und Inhaftierung.“

Das ist der springende Punkt.

Hier geht es nicht um Einwanderung.

Es geht darum, was passiert, wenn eine Regierung für sich das Recht beansprucht, zu entscheiden, wer dazugehört, wer eine Bedrohung darstellt und wer im Interesse der Ordnung verschwinden darf.

Der rechtliche Rahmen dafür ist bereits vorhanden.

Gemäß dem National Defense Authorization Act (NDAA) sind der Präsident und das Militär befugt, Personen – einschließlich US-Bürger – ohne Zugang zu Familie, Rechtsbeistand oder Gerichten festzuhalten, wenn die Regierung sie als Terroristen einstuft.

Diese Bezeichnung kann nun so austauschbar mit den Begriffen „regierungsfeindlich“ und „extremistisch“ verwendet werden, dass es nicht mehr viel braucht, um als Terrorist zu gelten.

Das Heimatschutzministerium definiert Extremisten beispielsweise allgemein als Personen und Gruppen, die „hauptsächlich regierungsfeindlich“ sind, die Bundesbehörden ablehnen oder die Legitimität der Regierungsgewalt in Frage stellen. Militärveteranen wurden allein deshalb als potenzielle extremistische Bedrohung eingestuft, weil sie unzufrieden oder desillusioniert sind. Normale Amerikaner, die ihre verfassungsmäßigen Rechte ausüben – frei sprechen, protestieren, die Regierung kritisieren, Schusswaffen besitzen oder Haftbefehle verlangen –, können sich auf einer Beobachtungsliste der Regierung wiederfinden.

Wie die New York Times einmal in einem Leitartikel warnte, kann man als regierungsfeindlicher Extremist (alias inländischer Terrorist) angesehen werden, wenn man befürchtet, dass die Regierung plant, die eigenen Schusswaffen zu beschlagnahmen, glaubt, dass die Wirtschaft kurz vor dem Zusammenbruch steht, vermutet, dass die Regierung bald das Kriegsrecht verhängen wird, oder zu viele politische Autoaufkleber auf seinem Auto anbringt.

Laut FBI kann auch das Vertreten von Verschwörungstheorien oder Ansichten, die denen der Regierung widersprechen, jemanden als potenziellen inländischen Terroristen einstufen.

Das passiert, wenn man die Macht, zu entscheiden, wer eine potenzielle Gefahr darstellt, in die Hände von Regierungsbehörden, Gerichten und der Polizei legt, diesen Behörden aber auch weitreichende Befugnisse einräumt, Personen ohne ordentliches Verfahren wegen vermeintlicher Vergehen festzunehmen und einzusperren.

Es ist ein System, das geradezu dazu einlädt, missbraucht zu werden. Und das ist hier schon einmal passiert.

In den 1940er Jahren wurden japanischstämmige Amerikaner allein aufgrund ihrer Abstammung zusammengetrieben und in Konzentrationslagern inhaftiert. Der Oberste Gerichtshof bestätigte diese Politik in der Rechtssache Korematsu gegen Vereinigte Staaten (1944) und kam zu dem Schluss, dass die nationale Sicherheit Vorrang vor der individuellen Freiheit habe.

Gerichte haben die Angewohnheit, Ungerechtigkeiten erst im Nachhinein anzuerkennen, und die Regierung neigt dazu, die Rechtsstaatlichkeit zu umgehen, wenn es ihren Zwecken dient. Wie Richter Scalia einmal warnte: „In Kriegszeiten schweigen die Gesetze.“

Die Grundlagen sind geschaffen.

Die Infrastruktur für Konzentrationslager im Inland existiert seit Jahrzehnten.

Die FEMA – die Federal Emergency Management Agency – ist seit langem mit der Notfallplanung beauftragt, die auch groß angelegte Inhaftierungskapazitäten umfasst.

Die FEMA wurde in den 1970er Jahren per Dekret gegründet und ihr Mandat wurde stillschweigend erweitert. In den 1980er Jahren war sie an geheimen militärischen Übungen beteiligt, die in Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium durchgeführt wurden. Unter dem Codenamen Rex-84 wurden Bundesbehörden, darunter die CIA und der Secret Service, darin geschult, wie sie auf innere Unruhen reagieren und Massenverhaftungen durchführen sollten.

Die Rolle der FEMA bei der Planung von Inlandsinternierungen und Masseninhaftierungen ist gut dokumentiert.

Wenn man nun Internierungslager auf amerikanischem Boden einrichten will, muss jemand diese bauen – oder bestehende Strukturen für diesen Zweck umfunktionieren –, sie mit Personal ausstatten und schließlich füllen.

Im Jahr 2006 vergab die Regierung einen Auftrag im Wert von 385 Millionen Dollar an eine Tochtergesellschaft von Halliburton, um amerikanische Haftanstalten zu bauen, die in „Notfällen” wie Massenimmigration oder „Naturkatastrophen” genutzt werden können oder um die schnelle Entwicklung neuer Programme im Falle anderer Notfälle zu unterstützen.

Diese Begründung wurde nun für eine neue Ära aktualisiert.

Heute kaufen das DHS und die ICE Lagerhäuser, Fabriken und Industrieflächen im ganzen Land auf und bauen sie zu Haftanstalten um. Diese Gebäude – die für Lagerung und Logistik und nicht für Menschen konzipiert sind – werden mit Zäunen, Überwachungssystemen, Wartebereichen und provisorischen Schlafräumen ausgestattet. Viele von ihnen arbeiten außerhalb der Standards, die für traditionelle Justizvollzugsanstalten gelten, mit weniger Kontrollen, begrenzter Aufsicht und geringer öffentlicher Sichtbarkeit.

Die Regierung beharrt darauf, dass diese Lagerhaus-Haftanstalten notwendig sind, um den Überhang an Gefangenen zu bewältigen, auf Notfälle zu reagieren und Flexibilität zu gewährleisten.

Die Geschichte erzählt eine andere Geschichte.

Was als vorübergehend beginnt, wird dauerhaft. Was als Ausnahme gerechtfertigt wird, wird zur Routine. Und was mit Nichtstaatsbürgern gemacht wird, hat eine unheimliche Tendenz, sich auszuweiten – insbesondere wenn Dissens, Protest oder Nichtbefolgung als Bedrohung der nationalen Sicherheit umgedeutet werden.

Wieder einmal wird die Sprache des Notstands benutzt, um außergewöhnliche Machtmissbräuche zu normalisieren.

Nun benötigen Internierungslager nicht nur Gebäude, sondern auch Listen potenzieller Häftlinge, und auch hier ist die Regierung vorbereitet.

Seit Jahrzehnten sammelt und pflegt die Regierung ohne Durchsuchungsbefehl oder Gerichtsbeschluss Datenbanken mit Personen, die als Bedrohung für die nationale Sicherheit gelten. Eine dieser Datenbanken – angeblich bekannt als „Main Core“ – enthält Millionen von Namen und soll in nationalen Notfällen dazu dienen, vermeintliche Staatsfeinde aufzuspüren und festzunehmen.

Wie Salon berichtet, soll diese Datenbank, die angeblich den Namen „Main Core“ trägt, von der Armee und der FEMA in Zeiten nationaler Notfälle oder unter Kriegsrecht genutzt werden, um Amerikaner aufzuspüren und festzunehmen, die als Bedrohung für die nationale Sicherheit angesehen werden.

Im Jahr 2026 wurden die statischen Listen der Vergangenheit durch „lebende“ Datenbanken ersetzt.

Angetrieben durch agentenbasierte KI und Massendaten-Scraping ist die Überwachungsarchitektur der Regierung nicht mehr auf manuelle Aktualisierungen angewiesen. Diese KI-Systeme durchsuchen autonom soziale Medien, Finanzdaten und Geolokalisierungsdaten in Echtzeit und erstellen hochpräzise „Bedrohungsprofile“, denen man praktisch nicht entkommen kann.

Sobald Sie von einem Algorithmus markiert werden, der ohne menschliche Aufsicht arbeitet, sind Sie nicht mehr nur ein Name auf einer Liste – Sie sind ein permanenter Knotenpunkt in einem digitalen Fangnetz, das Ihnen von Ihrer Tastatur bis zur Lagertür folgt.

Dieses KI-gesteuerte Fangnetz jagt anhand einer spezifischen, seit langem etablierten ideologischen Karte. Die Technologie hat lediglich den jahrzehntelangen Wunsch der Regierung aufgegriffen, abweichende Meinungen als Bedrohung der nationalen Sicherheit einzustufen.

Erinnern Sie sich daran, dass das Department of Homeland Security (DHS) im Jahr 2009 zwei Berichte veröffentlichte, einen über „Rechtsextremismus“, in dem Rechtsextremisten allgemein als Personen und Gruppen definiert werden, „die hauptsächlich gegen die Regierung sind, die Bundesbehörden zugunsten staatlicher oder lokaler Behörden ablehnen oder die Regierungsbehörden insgesamt ablehnen“, und einen über „Linksextremismus“, in dem Umwelt- und Tierrechtsaktivistengruppen als Extremisten bezeichnet wurden.

Unglaublicherweise wurden in beiden Berichten die Begriffe „Terrorist“ und „Extremist“ synonym verwendet.

Im selben Jahr startete das DHS die Operation Vigilant Eagle, die die Überwachung von Militärveteranen fordert, die aus dem Irak, Afghanistan und anderen weit entfernten Orten zurückkehren, und sie als Extremisten und potenzielle inländische Terroristen einstuft, weil sie „verärgert, desillusioniert oder unter den psychologischen Auswirkungen des Krieges leiden“ könnten.

Diese Berichte deuteten darauf hin, dass für die Regierung der sogenannte Extremismus keine parteipolitische Angelegenheit ist.

Jeder, der als Gegner der Regierung angesehen wird – egal ob links, rechts oder irgendwo dazwischen – ist ein Ziel.

Das führt uns zu der unvermeidlichen Schlussfolgerung: Wenn die Regierung sich das Recht herausnimmt, weit gefasst zu definieren, wer eine Bedrohung darstellt, Steuergelder verwendet, um ein Netzwerk von Konzentrationslagern im ganzen Land zu errichten, und methodisch Datenbanken aufbaut, in denen jeder, der als Gegner der Regierung angesehen wird, als Extremist identifiziert wird, dann ist die Frage nicht, ob diese Macht missbraucht wird, sondern wann und wie oft.

Wenn der Preis für die Bekämpfung der illegalen Einwanderung die vollständige Aufgabe unserer konstitutionellen Republik ist, dann ist dieser Preis zu hoch.

Der Zweck heiligt nicht die Mittel.

Die Lösungen des Polizeistaats für unsere sogenannten Probleme stellen die größte Bedrohung für unsere Freiheiten dar.

Amoklauf in den Rocky Mountains: Trans-Killer tötet mindestens acht Menschen

Amoklauf in den Rocky Mountains: Trans-Killer tötet mindestens acht Menschen

Amoklauf in den Rocky Mountains: Trans-Killer tötet mindestens acht Menschen

Mindestens acht Tote und ein Trans-Killer, der sich selbst erschoss – das ist die vorläufige Bilanz des Amoklaufs einer laut Polizei „psychisch gestörten“ Person in der kleinen Gemeinde Tumbler Ridge in der westkanadischen Provinz British Columbia. Weitere 27 Menschen wurden bei dem Massaker in den Rocky Mountains teils schwer verletzt, einige schwebten zuletzt noch in Lebensgefahr.

Die 18-jährige Tatverdächtige Jesse Van Rootselaar war  mal ein Mann, ließ sich dann zur Frau erklären und galt seither als hochgradig verhaltensauffällig und labil. Offenbar handelte es sich um eine tickende Zeitbombe, die gestern Mittag (Ortszeit 11. Februar) hochging.

Über den Trans-Hintergrund schwiegen sich die öffentlich-rechtlichen Medien – allen voran die woke ARD-„Tagesschau” –  wie üblich aus. Beatrix von Storch (AfD) fragte am Abend auf Telegram: „Warum verschweigt Ihr das in der 20 Uhr-Ausgabe heute?” Zur Erinnerung: Auch Audrey Hale, der Trans-Killer des tödlichen Nashville-Shootings von 2023, identifizierte sich als „Mann“ und nannte sich „Aiden“.

Van Rootselaar, der kanadische Trans-Killer, tötete erst seine Mutter und den 11-jährigen Stiefbruder. Dann machte er (sie) sich, bewaffnet mit einem Gewehr und einer Pistole, auf den Weg zur Tumbler Ridge Secondary School, wo der Trans-Killer sechs weitere Personen (fünf Schüler im Alter von 12 bis 13 Jahren sowie eine 39-jährige Lehrerin) erschossen haben soll. Später korrigierte die Polizei die Zahl der Opfer um eines nach unten.

Tumbler Ridge ist eine abgelegene Bergbaustadt mit nur etwa 2.400 Einwohnern und liegt gut 1.000 Kilometer nördlich von Vancouver.

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EU-Indien-Deal: Neue Migrationswelle nach Europa dank gefälschter Diplome?

EU-Indien-Deal: Neue Migrationswelle nach Europa dank gefälschter Diplome?

EU-Indien-Deal: Neue Migrationswelle nach Europa dank gefälschter Diplome?

Der oberste Sowjet der EuSSR hat im Januar 2026 ein Freihandelsabkommen mit Indien abgeschlossen und damit nicht nur Handelsbarrieren abgebaut, sondern auch die Tore für eine vereinfachte Migration indischer „Fachkräfte“ weit aufgestoßen. Was uns als wirtschaftlicher Gewinn verkauft wird, entpuppt sich bereits jetzt als riskantes Unterfangen: In Indien boomt die Produktion gefälschter Universitätsabschlüsse. Die Naivität der Brüsseler Eliten kennt offenbar keine Grenzen.

Ein Kommentar von Chris Veber

Das neue EU-Indien-Freihandelsabkommen (FTA), dessen Verhandlung nur flockige zwanzig Jahre brauchte, sieht unter anderem ein „assured regime“ für den temporären Aufenthalt indischer „Fachkräfte“ vor. Konkret bedeutet das erleichterte Visaerteilung und schnellere Verfahren für indische IT-Spezialisten, Ingenieure, Mediziner und Pflegekräfte, um in der EU zu arbeiten. Die Eurokraten feiern dies als „historischen Durchbruch“.

Indien sichert sich damit den Zugang zu einem der (noch) reichsten Märkte der Welt und exportiert gleichzeitig einen Teil seiner überschüssigen Arbeitskräfte. Wenn es denn wirklich Arbeitskräfte sind. Denn die Geschehnisse in Indien lässt daran leise Zweifel aufkommen. Dort ist die Fälschermafia für die Produktion von „Experten“ hochaktiv. Eine Polizei-Razzia im Februar 2026 deckte ein besonders dreistes Netzwerk auf. Elf Personen wurden festgenommen, die über 100.000 gefälschte Universitätsabschlüsse in Medizin, Pflege und Ingenieurwesen ausgestellt hatten. Stapelweise Diplome und Zertifikate lagen bereit, offensichtlich für den Export gedacht.

Das Video der Razzia zeigt Polizisten, die Kartons mit falschen Dokumenten präsentieren. Solche Razzien sind in Indien kein Einzelfall, immer wieder werden ähnliche Banden hochgenommen, die gezielt Abschlüsse für den Auslandsmarkt produzieren. Die Logik ist ernüchternd einfach. Das neue FTA senkt die Hürden für indische Bewerber. Wo früher aufwendige Anerkennungsverfahren und strenge Prüfungen notwendig waren, reicht nun ein nur scheinbar valider Abschluss.

Die Fälscher passen ihr Angebot prompt an die Nachfrage an. Und die Nachfrage ist groß. Nicht bei jenen, die tatsächlich qualifiziert sind, sondern bei denen, die es mit legalen Mitteln nicht schaffen würden. Die EU, die sich selbst als Hort von Rechtsstaatlichkeit und Qualitätsstandards versteht, schafft hier bewusst oder unbewusst Schlupflöcher, die von organisierten Betrügern ausgenutzt werden.

Die EuSSR leidet trotz des Importes von Abermillionen „Fachkräften“ aus der islamischen Dritten Welt seit Jahren unter Fachkräftemangel. Statt die eigenen Ausbildungskapazitäten auszubauen oder attraktivere Bedingungen für einheimische Arbeitskräfte (Stichwort Steuersenkung!) zu schaffen, setzt Brüssel weiter auf den Import. Der große Bevölkerungsaustausch (wie nur böse, rechte Kritiker es nennen) erhält jetzt neuen Schub. Indien, mit seiner Bevölkerung von über 1,4 Milliarden, dient als unerschöpfliche, neue Quelle. Dass dabei natürlich auch Angehörige der drittgrößten muslimischen Gemeinschaft der Welt einwandern, rund 200 Millionen Menschen, wird in den offiziellen Verlautbarungen tunlichst ausgeblendet.

Die Konsequenzen dürften desaströs sein. Gefälschte Mediziner und Pflegekräfte in europäischen Krankenhäusern. Ingenieure mit Phantom-Diplomen in kritischen Infrastrukturprojekten. Die Risiken für Patientensicherheit, Bausubstanz und letztlich die Gesellschaft sind immens. Und während die Führung der EuSSR von „Win-Win“ spricht, freuen sich in Indien die Fälschermafia und all jene, die sich auf den Weg machen wollen. Mit oder ohne echte Qualifikation.

Das neue Abkommen mit Indien ist ein Meisterwerk der Weltfremdheit der herrschenden Brüsseler Eliten. Ein echtes Einwanderungsland zu sein, würde die Stärkung der Einwanderungskontrollen bedeuten, nicht deren Abbau. Ein Staatengebilde, das jeden und jede, vorzugsweise unqualifizierte Männer aus islamisch dominierten Kulturen, ins Land lässt, ist kein Einwanderungsland, sondern ein bald erobertes Land. Warum der oberste Sowjet der EuSSR so handelt, das kann er nur selbst beantworten. Zur Wahl stehen Naivität, Dummheit, ideologische Verblendung oder blanke Bösartigkeit. Oder eine bunte, woke und inklusive Mischung aus allem.

Wie Macron die Rolle des Verhandlungsführers der EU im Ukraine-Konflikt an sich reißen will

Ich habe bereits gestern über das große Interview berichtet, zu dem der französische Präsident Macron vor einigen Tagen führende europäische Zeitungen gebeten hat. In meinem Artikel habe ich ein Thema ausgelassen, weil es einen gesonderten Artikel wert ist: Die Ukraine-Verhandlungen und die Beziehungen der EU zu Russland. Bekanntlich herrscht in der EU derzeit Verwirrung darüber, […]
Amoklauf in Kanada: „Queerideologen haben ein riesiges Problem geschaffen“

Amoklauf in Kanada: „Queerideologen haben ein riesiges Problem geschaffen“

Amoklauf in Kanada: „Queerideologen haben ein riesiges Problem geschaffen“Der Amoklauf von Tumbler Ridge erschütterte Kanada zutiefst und wirft Fragen nach den Hintergründen und möglichen Einflussfaktoren der Tat auf. Man wird nicht umhin können, dieses Drama auch ideologiekritisch einzuordnen. Eine grundsätzliche, zensurfreie Debatte über die Gender- und Queerideologie ist dringend nötig! Am 10. Februar 2026 kam es in der abgelegenen Kleinstadt Tumbler Ridge (British […]

Der Beitrag Amoklauf in Kanada: „Queerideologen haben ein riesiges Problem geschaffen“ erschien zuerst auf Philosophia Perennis.

„Was wäre, wenn“ in „Wie viele“ verwandeln: Die rhetorische Alchemie der Klima-Modellierung

„Was wäre, wenn“ in „Wie viele“ verwandeln: Die rhetorische Alchemie der Klima-Modellierung

Charles Rotter

Ein jüngst in Nature veröffentlichter Artikel mit dem Titel „Projected impacts of climate change on malaria in Africa” (Prognostizierte Auswirkungen des Klimawandels auf Malaria in Afrika) liefert ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie mehrschichtige Modellunsicherheiten durch sorgfältige Formulierung in quantifizierte Vorhersagen umgewandelt werden können, die weitaus aussagekräftiger erscheinen, als es die zugrunde liegenden Beweise rechtfertigen. Die Schlagzeilen sind erschreckend: Bis Mitte des Jahrhunderts wird es aufgrund des Klimawandels zu 123 Millionen zusätzlichen Malariafällen und mehr als 500.000 zusätzlichen Todesfällen kommen. Diese Zahlen werden bereits so verbreitet, als würden sie ein messbares zukünftiges Risiko beschreiben. Eine genaue Lektüre des Artikels selbst ergibt jedoch ein ganz anderes Bild.

„Was wäre, wenn“ in „Wie viele“ verwandeln: Die rhetorische Alchemie der Klima-Modellierung

Abstract

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ausrottung der Malaria in diesem Jahrhundert sind nach wie vor kaum geklärt [1,2]. Viele Studien konzentrieren sich isoliert auf die Ökologie von Parasiten und Vektoren und vernachlässigen dabei die Wechselwirkungen zwischen Klima, Malariabekämpfung und sozioökonomischem Umfeld, einschließlich der Störungen durch extreme Wetterereignisse [3,4]. Hier integrieren wir 25 Jahre afrikanischer Daten zu Klima, Malariabelastung und -bekämpfung, sozioökonomischen Faktoren und extremen Wetterereignissen. Mit Hilfe eines geotemporalen Modells, das mit einer Reihe von Klimaprognosen unter dem Szenario „Shared Socioeconomic Pathway 2-4.5” (SSP 2-4.5) [5] verknüpft ist, schätzen wir die zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels auf die Malariabelastung in Afrika, einschließlich ökologischer und disruptiver Effekte. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Klimawandel zwischen 2024 und 2050 bei den derzeitigen Bekämpfungsmaßnahmen zu 123 Millionen (Prognosebereich 49,5 Millionen bis 203 Millionen) zusätzlichen Malariafällen und 532.000 (195.000–912.000) zusätzlichen Todesfällen in Afrika führen könnte. Entgegen der vorherrschenden Fokussierung auf ökologische Mechanismen erweisen sich extreme Wetterereignisse als Hauptursache für das erhöhte Risiko und sind für 79 % (50–94 %) der zusätzlichen Fälle und 93 % (70–100 %) der zusätzlichen Todesfälle verantwortlich. Der Anstieg ist größtenteils auf eine Intensivierung in bestehenden Endemiegebieten und weniger auf eine Ausbreitung zurückzuführen, wobei die Auswirkungen regional sehr unterschiedlich sind. Diese Ergebnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit klimaresistenter Strategien zur Malariabekämpfung und robuster Notfallmaßnahmen, um die Fortschritte bei der Ausrottung der Malaria zu sichern. https://www.nature.com/articles/s41586-025-10015-z

Dies ist keine Studie, die neue empirische Erkenntnisse über die Übertragung von Malaria liefert. Es handelt sich vielmehr um eine Übung zur Szenarioerstellung. Die Ergebnisse basieren auf einer langen Kette von Annahmen, Modellen und Parameterauswahlen, die jeweils für sich genommen zwar vertretbar sind, in ihrer Gesamtheit jedoch einen Eindruck von Präzision vermitteln, den die Vorbehalte der Autoren selbst nicht stützen.

Die Studie beginnt damit, dass sie sich als Korrektiv zu früheren Arbeiten positioniert und argumentiert, dass sich frühere Studien zu sehr auf ökologische Mechanismen konzentriert und soziale und infrastrukturelle Störungen vernachlässigt hätten. Diese Einordnung bereitet den Boden für das, was folgt: eine Abkehr von der Biologie hin zu modellierter institutioneller Fragilität.

„Fast alle bestehenden Prognosen haben eine zentrale Einschränkung: Obwohl sie die Auswirkungen des Klimas isoliert untersuchen, berücksichtigen sie nicht ausreichend die nicht klimabedingten Determinanten der Malariaentwicklung.“

Das klingt vernünftig, aber was diese „Einschränkung“ ersetzt, ist keine Beobachtung. Es handelt sich um einen erweiterten Modellierungsrahmen, der noch mehr unsichere Komponenten einbezieht.

Die Grundlage der Analyse ist das zukünftige Klima. Die Autoren stützen sich auf heruntergerechnete Ergebnisse des globalen Klimamodells CMIP6 unter dem SSP 2-4.5-Szenario, das als „mittlerer Weg“ beschrieben wird. Es ist bekannt, dass diese Modelle bei den Prognosen zu regionalen Niederschlägen und Extremwetterereignissen in Afrika erheblich voneinander abweichen. Der Artikel versucht, diesem Problem durch die Verwendung von Ensembles zu begegnen, aber die Zusammenführung von unterschiedlichen Ergebnissen beseitigt die Unsicherheit nicht – sie mittelt sie lediglich.

„Die Unsicherheit und Variabilität zwischen den GCMs wurde unter Verwendung eines Ensembles von CMIP6-Mitgliedern berücksichtigt …“

Dieser Satz hat eine große rhetorische Wirkung. „Berücksichtigt“ klingt beruhigend, aber ein Ensemble-Mittelwert ist keine Validierung. Es handelt sich um einen Kompromiss zwischen widersprüchlichen Modellstrukturen, die alle gemeinsame Annahmen und Verzerrungen aufweisen.

Diese Klimaprognosen werden dann auf ein 5×5-km-Raster heruntergerechnet und in mechanistische Modelle eingespeist, die Temperatur, Niederschlag und Luftfeuchtigkeit in Indizes für die Eignung von Mücken und Parasiten umwandeln. Diese Modelle sind in hohem Maße nichtlinear und empfindlich gegenüber Schwellenwerten. Kleine Fehler in den Klimadaten führen zu großen Schwankungen in der Übertragungsgeeignetheit. Dies ist eine Eigenschaft der Modelle – wird jedoch bei der Zusammenfassung der Ergebnisse selten hervorgehoben.

Die Eignungsindizes werden dann als Prädiktoren in einem mehrschichtigen statistischen Rahmen verwendet, der lineare Modelle, verallgemeinerte additive Modelle, Boosted Regression Trees und einen bayesschen geostatistischen Glätter kombiniert. Der Mechanismus ist kompliziert, aber auch undurchsichtig. Selbst die Autoren räumen ein, dass das Unsicherheitsverhalten solcher Systeme kaum verstanden wird.

„Derzeit gibt es nur wenige Präzedenzfälle für die vollständige Charakterisierung der Unsicherheit in mehrschichtigen Modellen, insbesondere bei der Anwendung auf räumlich korrelierte Daten.“

Diese Feststellung sollte die Interpretation der Ergebnisse grundlegend einschränken. Stattdessen ist sie in der Diskussion versteckt, weit entfernt von den Schlagzeilen.

Bis zu diesem Punkt sind die Ergebnisse relativ bescheiden. Betrachtet man allein die ökologischen Auswirkungen, so stellen die Autoren fest, dass die klimabedingten Veränderungen bei der Malariaübertragung gering und uneinheitlich sind – in einigen Regionen nehmen sie zu, in anderen ab, und der kontinentweite Durchschnittseffekt liegt nahe Null.

„Wir gehen davon aus, dass die ökologisch bedingten Auswirkungen des Klimawandels auf die Malariaübertragung für sich genommen bis 2050 zu minimalen Gesamtveränderungen in Afrika führen würden …“

Dieses Ergebnis wird selten hervorgehoben, da es nicht die Dringlichkeit unterstreicht, die der Titel des Artikels impliziert.

Die dramatischen Zahlen kommen erst zum Vorschein, wenn die Autoren eine zweite Ebene einführen: Störungen durch extreme Wetterereignisse. Überschwemmungen und Wirbelstürme werden modelliert, um Schäden an Wohngebäuden zu verursachen, die Vektorkontrolle zu stören und den Zugang zu Behandlungen zu erschweren. Laut dem Artikel dominieren diese störenden Auswirkungen das Ergebnis.

„Extreme Wetterereignisse sind der Hauptgrund für das erhöhte Risiko und machen 79 % der zusätzlichen Fälle und 93 % der zusätzlichen Todesfälle aus.“

Dies ist der entscheidende Schritt. In der Studie geht es nicht mehr in erster Linie um Klima und Malaria-Ökologie. Es geht um die vermutete Störung von Institutionen und Infrastruktur, die für die nächsten Jahrzehnte prognostiziert wird.

Hier wird die Evidenzbasis besonders dünn. Das Ausmaß und die Dauer der Störungen werden nicht aus großen Datensätzen oder kontrollierten Studien abgeleitet. Sie werden aus einer Literaturrecherche zu heterogenen Fallstudien und 34 Experteninterviews zusammengestellt und dann in Parameter übersetzt, die beschreiben, wie viele Häuser beschädigt werden, wie viele Kliniken schließen und wie lange die Wiederherstellung dauert.

„Die Datenknappheit erforderte einen eher heuristischen Ansatz zur Quantifizierung der wahrscheinlichen Auswirkungen.“

„Heuristisch“ spielt hier eine große Rolle. Diese Parameter werden nicht gemessen. Sie werden als plausibel eingeschätzt. Da die Daten spärlich sind, wenden die Autoren Unsicherheitsspannen von 50 % bis 150 % ihrer zentralen Werte an.

„Ein breiter Unsicherheitsbereich wurde als angemessen erachtet, da die Knappheit der Beobachtungsdaten eine formellere Quantifizierung ausschloss …“

Diese heuristischen Störparameter werden dann kontinentweit, Monat für Monat, unter simulierten zukünftigen Überschwemmungen und Wirbelstürmen angewendet, die durch klimabedingte Sturm-Modelle erzeugt werden. An diesem Punkt ist das Modell mehrere Ebenen von allem entfernt, was man vernünftigerweise als Beobachtung bezeichnen könnte.

Dennoch werden die Endergebnisse als kumulative Gesamtzahlen von Fällen und Todesfällen mit konkreten Zahlen und Bereichen dargestellt.

a: Prognostizierte kumulative Auswirkungen auf Fälle pro Jahr auf dem gesamten Kontinent, wobei die Aufschlüsselung die unterschiedlichen Beiträge der verschiedenen ökologischen und disruptiven Treiber der Auswirkungen des Klimawandels zeigt. Graue Balken kennzeichnen den Prognosebereich, der als 10. und 90. Perzentil des Modellensembles über alle GCMs und Störparameterbereiche berechnet wird. b: Kartografierte kumulative Auswirkungen auf Fälle mit einer Farbskala, die den Grad der Übereinstimmung des GCM-Ensembles widerspiegelt. Große Gewässer, Nationalparks mit extrem geringer oder keiner Bevölkerung und Länder außerhalb des Untersuchungsbereichs sind dunkelgrau maskiert. Alle kumulativen Auswirkungen beziehen sich auf die Fallzahlen für 2022, abgestimmt auf die nationalen Gesamtzahlen, die im Weltmalariabericht 2023 [50] angegeben sind. Die Verwaltungsgrenzen wurden aus dem Malaria Atlas Project (https://data.malariaatlas.org), under a CC BY 3.0 licence entnommen. Quelle: https://www.nature.com/articles/s41586-025-10015-z/figures/3

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Klimawandel zwischen 2024 und 2050 zu 123 Millionen zusätzlichen Malariafällen und 532.000 zusätzlichen Todesfällen in Afrika führen könnte …“

Was selten betont wird ist, dass diese Zahlen entscheidend von Annahmen abhängen, die fast alle nicht klimatischen Fortschritte außer Acht lassen. Die Malariabekämpfung, die Wohnqualität, die Gesundheitsinfrastruktur und die sozioökonomische Entwicklung werden auf dem aktuellen Niveau konstant gehalten – außer wenn sie durch Klimaereignisse beeinträchtigt werden.

„Wir halten das aktuelle Niveau der Verkehrs- und Gesundheitsinfrastruktur, der Wohnqualität und der Malariabekämpfung bewusst konstant …“

Dies ist keine neutrale Annahme. Historisch gesehen ist die Malariabelastung vor allem aufgrund von Verbesserungen bei Medikamenten, Vektorkontrolle, Infrastruktur und wirtschaftlicher Entwicklung zurückgegangen. Indem diese Trends unterdrückt werden und sich gleichzeitig Störungen häufen, verzerrt das Modell die Ergebnisse strukturell in Richtung einer Verschlechterung.

Die Autoren räumen auch ein, dass ihre Prognosen keine Vorhersagen sind.

Unsere Prognosen ermöglichen die Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels, sind jedoch nicht als Vorhersagen für zukünftige Bedingungen gedacht.“

Sie gehen sogar noch weiter und erklären ausdrücklich, dass die Unsicherheitsspannen nicht statistischer Natur sind.

„Die Prognosespannen sind keine formalen statistischen Intervalle, sondern liefern eher indikative Maße für die Unsicherheit als probabilistische Aussagen.“

Dies sind keine unbedeutenden Fußnoten. Sie stehen in direktem Widerspruch zu der Art und Weise, wie die Ergebnisse wahrscheinlich von politischen Entscheidungsträgern, Journalisten und Interessenverbänden interpretiert werden.

Hier wird die rhetorische Fingerfertigkeit deutlich.

Tief im Text wird Unsicherheit betont, Einschränkungen werden anerkannt und Prognosen werden als explorativ dargestellt. In der Zusammenfassung, den Abbildungen und Schlussfolgerungen werden dieselben explorativen Ergebnisse in quantifizierte Auswirkungen umgewandelt, denen eine unverkennbare Dringlichkeit anhaftet.

[Hervorhebung im Original]

Das Problem ist struktureller Natur. Wenn mehrschichtige Szenario-Modelle präzise Zahlen liefern, entwickeln diese Zahlen ein Eigenleben. Vorbehalte treten in den Hintergrund. Annahmen verhärten sich zu Fakten. Was als „Was wäre, wenn“ begann, wird stillschweigend zu „Das wird passieren“.

Die Studie belegt nicht, dass der Klimawandel zu Hunderten Millionen zusätzlichen Malariafällen führen wird. Sie zeigt vielmehr, wie leicht solche Zahlen zustande kommen können, wenn unsichere Klimaprognosen, sensible ökologische Modelle, heuristische Störparameter, festgelegte sozioökonomische Basiswerte und lange Zeithorizonte in einem einzigen Rahmen kombiniert werden.

Diese Studie sollte nicht als Vorhersage gelesen werden, sondern als Gedankenexperiment – eines, das sehr empfindlich auf seine Annahmen reagiert und seine Grenzen klar aufzeigt, wenn man es aufmerksam genug liest. Das Problem ist nicht, was die Autoren im Kleingedruckten sagen. Das Problem ist, wie weit dieses Kleingedruckte von den Zahlen entfernt ist, die im Gedächtnis bleiben werden.

Letztendlich sagt uns diese Arbeit weniger über die Zukunft der Malaria als über den aktuellen Stand der klimabezogenen Modellierung. Sie zeigt, wie Unsicherheit vervielfacht, geglättet und in scheinbare Präzision übersetzt werden kann. Sie zeigt, wie Szenarien mit Prognosen verwechselt werden können. Und sie zeigt, wie Zahlen, sobald sie in einer Zeitschrift wie Nature veröffentlicht sind, als Beweise behandelt werden – selbst wenn die Autoren selbst sagen, dass sie es nicht sind.

Das ist der Trick, auf den man achten sollte.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/02/04/turning-what-if-into-how-many-the-rhetorical-alchemy-of-climate-modeling/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag „Was wäre, wenn“ in „Wie viele“ verwandeln: Die rhetorische Alchemie der Klima-Modellierung erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

KI ist die nächste Disruption auf Covid-Niveau – nur ohne Rückweg

Die KI-Flutwelle rollt auf uns zu.

Jordan Schachtel

Wir nähern uns rasch dem Punkt, an dem die KI-Flutwelle das Ufer erreicht – und die Welt für immer verändern wird.

Was vor wenigen Jahren als primitive Chatbots begann, ist inzwischen zum mächtigsten und weltveränderndsten technologischen Durchbruch unseres Lebens geworden.

KI hat ihren „Zero-to-One“-Moment erreicht, und diejenigen an der technologischen Front beginnen, die Auswirkungen auf die Menschheit zu kartieren.

Ein nachdenklicher Tech-Manager namens Matt Shumer veröffentlichte kürzlich auf X einen Beitrag mit dem Titel „Something Big Is Happening“, in dem er den aktuellen Moment mit jener kurzen Phase verglich, in der nur eine kleine Anzahl von Menschen wahrnahm, was später zur weltverändernden Covid-Hysterie werden sollte. Der Vergleich ist treffend – mit einem entscheidenden Unterschied: Anders als die Pandemie-Manie wird dieser Wandel keinen Reset-Knopf haben. Es gibt keine „Rückkehr zur Normalität“. Die Welt auf der anderen Seite dieser Welle wird kaum noch Ähnlichkeit mit der heutigen haben.

Im Wesentlichen haben die großen KI-Unternehmen (Anthropic, OpenAI, Google usw.) eine Reihe unglaublicher Durchbrüche erzielt, die es großen Sprachmodellen ermöglichen, entweder auf das gesamte Internet oder auf hochgradig individualisierte Datensätze zuzugreifen, die rund um die Uhr in ihrem virtuellen „Gehirn“ gespeichert sind. Das sind keine Spielereien oder glorifizierten Autovervollständigungen mehr. Sie verfügen über eine bemerkenswerte Fähigkeit zum Schlussfolgern und Planen. Mit der richtigen Anleitung können sie mehrstufige Aufgaben mit minimaler Aufsicht ausführen. Insider berichten vertraulich, dass selbst sie vom Tempo der Skalierung überrascht sind.

Hinzu kommt die jüngste Explosion von Open-Source-KI-Tools wie OpenClaw – ein autonomer KI-Agent, der sich mit Modellen wie Anthropics Claude verbinden lässt. Diese Fähigkeiten stehen nun jedem mit einem leistungsfähigen Computer zur Verfügung. Wer ambitioniert ist, kann sich innerhalb eines Wochenendes seine eigene KI-Armee aufbauen.

OpenClaw (früher Clawdbot und Moltbot), erst seit wenigen Wochen verfügbar, stellt einen Durchbruch im Bereich agentischer KI dar. Entwickelt vom österreichischen Softwareentwickler Peter Steinberger, ist es der Schritt von passiven Chatbots hin zu nahezu autonomen, handlungsfähigen KI-Assistenten. Das Tool läuft lokal auf eigener Hardware, integriert sich in verschlüsselte Messaging-Dienste wie WhatsApp und Signal und lässt sich mit führenden Sprachmodellen von Anthropic oder OpenAI verbinden.

Wir befinden uns in den allerersten Zügen eines massiven geopolitischen Wettbewerbs um autonome KI-Systeme – und der Großteil der Öffentlichkeit ahnt nichts davon.

Sowohl auf institutioneller als auch auf Open-Source-Ebene sind KI-Systeme inzwischen in der Lage, bei entsprechender Anleitung nahezu jede mit einem Computer verbundene Technologie rasch zu verbessern. Shumer wies darauf hin, dass OpenAIs neuestes Modell GPT-5.3 Codex „maßgeblich an seiner eigenen Entstehung beteiligt“ war. Lesen Sie diesen Satz noch einmal: Maschinen helfen nun dabei, Maschinen zu bauen. Es entsteht eine Selbstverbesserungsschleife mit immer weniger direkter menschlicher Beteiligung.

2026 entwickelt sich zum disruptivsten Technologiejahr unseres Lebens. Diese Disruption wird sich in massiver Innovation und gleichzeitiger Zerstörung ganzer Branchen zeigen – und zwar schneller, als Politik und Management in Washington, an der Wall Street oder in der Unternehmenswelt darauf vorbereitet sind.

Diese Fortschritte bergen enormes Potenzial. Eine neue Ära wissenschaftlicher Durchbrüche. Effizientere Energiesysteme. Optimierung landwirtschaftlicher Ressourcen. Medikamentenentwicklung in Monaten statt Jahrzehnten. Materialwissenschaftliche Innovationen, die die Produktion neu definieren. Anders als die leeren Versprechen der Covid-Ära oder der „Build Back Better“-Rhetorik werden KI-Systeme, die auf ersten Prinzipien beruhen, echte und wahrnehmbare Innovationen liefern.

Doch diese Technologie wird zwangsläufig ganze Berufsfelder und Industrien in rascher Folge zerstören. Und sie liefert autoritären Regimen wie China, Iran oder Nordkorea Werkzeuge, um noch repressiver zu werden.

Im Arbeitsmarkt werden Verwaltungsstellen durch KI-Agenten ersetzt. Einfache Produktionsprozesse werden Robotern mit integrierter KI überlassen. Softwareunternehmen werden bis auf ihre lizenzierten Schutzrechte verschwinden. Programmierung, Entwicklung und Software-Engineering werden weitgehend von einer kleinen Gruppe Menschen begleitet, die autonome Systeme trainieren und beaufsichtigen.

All diese Bereiche stehen vor radikalen Umbrüchen – ob sie es wissen oder nicht.

Während staatliche Ebenen noch über „KI-Sicherheitsrahmen“ diskutieren, rast die Technologie mit Warp-Geschwindigkeit davon. Bis der Kongress die nächste Anhörung abhält, könnten bereits ganze Industrien umgestaltet sein.

Auch die etablierten Medien wirken orientierungslos. KI bedroht ihre Jobs ebenso. Dadurch entsteht eine erhebliche Informationslücke zwischen dem tatsächlichen Stand der Technik und dem, was die breite Öffentlichkeit darüber glaubt.

Die unbequeme Frage lautet: Was geschieht mit Millionen Arbeitskräften, deren Jobs automatisiert werden? Technologische Optimisten verweisen darauf, dass neue Jobs entstehen werden – historisch stimmt das. Doch die Geschwindigkeit dieses Wandels ist beispiellos. Es geht nicht um Jahrzehnte, sondern um Jahre oder Monate. KI wird unsere wirtschaftlichen Grundüberzeugungen auf die Probe stellen und den Arbeitsmarkt zeitweise in einen Wilden Westen verwandeln.

Wer in dieser neuen Ära bestehen will, muss früh und intensiv mit der Technologie arbeiten. Nicht an einem einzelnen Modell festhalten, sondern das Feld als Ganzes verstehen und täglich damit interagieren.

Die Flutwelle ist da – und sie wartet nicht darauf, ob Sie bereit sind. Warten Sie nicht auf staatliche Hilfe. Warten Sie nicht auf Umschulungen Ihres Arbeitgebers. Warten Sie nicht auf Erklärungen der Medien. Wenn diese Institutionen aufholen, hat sich der Boden bereits verschoben.

Es ist Zeit, sich mit KI ernsthaft auseinanderzusetzen.

Pssst … Ihre Stadt hört mit: Tausende Gemeinden setzen unbemerkt KI-Audiosensoren von Flock ein, die Gespräche erfassen und auswerten.

Von Leo Hohmann

„Der Wandel stellt eine neue Phase in der Normalisierung der Massenüberwachung dar.“

Was vor fast einem Jahrzehnt als Programm zur Verfolgung von Kfz-Kennzeichen begann, hat sich zu einer Massenüberwachung aller menschlichen Bewegungen und sogar unserer Gespräche in weiten Teilen Amerikas entwickelt.

Flock Safety, ein privates Überwachungsunternehmen mit Sitz in Atlanta, setzt seine automatischen Kennzeichenlesegeräte im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft in mehr als 6.000 Gemeinden im ganzen Land ein. Da in den Mainstream-Medien kaum oder gar nicht darüber berichtet wurde, wurden die Kameras von Flock im Oktober 2025 mit KI-gestützten Raven-Akustiksensoren „aufgerüstet”, die menschliche Stimmen erfassen können.

Das System wurde zunächst für die Erkennung von Schüssen vermarktet, aber dann wurden die Lautsprecher so empfindlich, dass sie menschliche Gespräche erfassen konnten, natürlich unter dem Vorwand, der Polizei zu helfen, auf Menschen „in Not” zu reagieren. Ja, es geht immer darum, uns zu schützen, und wir sollen ihnen einfach vertrauen, wie unsere Daten verwendet werden.

Wie alle technokratischen Maßnahmen entwickelt sich auch diese, die zunächst vernünftig klingt, nach und nach zu einer invasiven Anwendung, die die Privatsphäre verletzt und den Überwachungsstaat vorantreibt. Sie sind Meister des Inkrementalismus.

Die hochempfindlichen Mikrofone von Flock können nicht nur Schüsse und laute Schreie hören, sondern auch viele Sprachgespräche, was Datenschutzbedenken und hoffentlich eine Reihe von Klagen nach sich zieht. Das hat Flock jedoch nicht davon abgehalten, sie in Städten jeder Größe einzusetzen. Wenn dem kein Einhalt geboten wird, wird es nicht lange dauern, bis auch ländliche Gebiete mit dieser Orwellschen Technologie ausgestattet werden.

Das Unternehmen schreibt auf seiner Website:

„IntelliSee verwandelt passive Videoüberwachung in aktive Bedrohungserkennung, ohne dass eine einzige Kamera ausgetauscht werden muss. Unsere KI-gestützte Plattform zur Risikominderung hilft Ihnen dabei, Bedrohungen wie gezückte Waffen, Stürze, Fahrzeuge, Eindringlinge und vieles mehr zu erkennen, sodass Ihr Team handeln kann, bevor es zu spät ist. Unsere KI erkennt Bedrohungen nicht nur, sondern priorisiert und kontextualisiert sie in Echtzeit mit der IntelliSee-Risikomatrix.“

Neu auf den Markt gebrachte Stresserkennungssensoren alarmieren automatisch die Polizei. Mit diesen leistungsstarken Mikrofonen über den Straßen der Stadt bleibt fast nichts ungehört. Audio erfasst alles, nicht nur die Worte, die Sie sagen, sondern auch die Emotionen, die Ihre Stimme vermittelt. Es kann sogar Ihre Gesundheit analysieren und dazu verwendet werden, ein Dossier über Sie anzulegen, einschließlich aller Orte, an denen Sie sich aufhalten, und aller Personen, mit denen Sie zusammen sind.

Dies stellt ein Problem für Menschen dar, die erwarten, dass ihre Gespräche privat bleiben.

Das Free Thought Project stellte in einem Artikel vom 2. Dezember 2025 fest:

„Diese Veränderung stellt eine neue Stufe in der Normalisierung der Massenüberwachung dar. Was als Programm zur Verfolgung von Fahrzeugen begann, hat sich zur Überwachung der Meinungsäußerung ausgeweitet. Was als Experiment eines Unternehmens begann, wird nun als öffentliche Infrastruktur betrieben. Diese Systeme werden in Städten und Kleinstädten fast ohne jegliche Kontrolle installiert, gerechtfertigt mit den Begriffen „öffentliche Sicherheit“ und „Schutz der Gemeinschaft“. Ihre Funktion und Absicht gehen jedoch weit darüber hinaus.“

Eine Untersuchung der Electronic Frontier Foundation (EFF) ergab, dass das System von Flock von der Polizei nicht nur zur Reaktion auf potenzielle Notfälle eingesetzt wurde, sondern auch zur Überwachung von Protestkundgebungen und anderen Veranstaltungen, die in keinem Zusammenhang mit Straftaten standen.

Was in diesen Gemeinden, in denen Video-/Audiosysteme von Flock AI installiert sind, eingerichtet wird, ist eine Abteilung für Präventivkriminalität. Aber die sogenannten Straftaten sind oft nur normale Situationen, die von der Technologie falsch interpretiert wurden (man stelle sich vor: KI ist nicht perfekt).

In einem Fall, der im folgenden Video beschrieben wird, wurde ein Kind von Polizisten erschossen, die auf einen Fehlalarm reagierten. Die Polizei erschien in der Annahme, dass sie auf einen Notfall reagierte, und plötzlich wurde eine normale Situation gefährlich, sogar tödlich.

Die Electronic Frontier Foundation berichtet:

„Im Oktober 2025 kündigte Flock Pläne an, seine Mikrofone zur Erkennung von Schüssen zu erweitern, um auch „menschliche Notrufe“ wie Schreie zu erkennen. Diese gefährliche Erweiterung verwandelt Audiosensoren in leistungsstarke Überwachungsinstrumente, die menschliche Stimmen auf den Straßen der Stadt überwachen. Hochleistungsmikrofone über dicht besiedelten Gebieten werfen ernsthafte Fragen hinsichtlich Abhörgesetzen, Fehlalarmen und potenziell gefährlichen Polizeieinsätzen in Nicht-Notfällen auf. Nachdem die EFF diese Funktion aufgedeckt hatte, änderte Flock stillschweigend seine Marketingmaterialien, um explizite Verweise auf „Schreie“ zu entfernen – und ersetzte sie durch vagere Formulierungen zur Erkennung von „Notlagen“ –, während das Unternehmen die Technologie weiterentwickelte und einsetzte.“

In den meisten Staaten gibt es Gesetze gegen Abhören oder Abhören, die vorschreiben, dass alle Parteien ihre Zustimmung geben müssen, damit ihre Gespräche aufgezeichnet werden dürfen. Im Fall der Technologie von Flock ist die Regierung nicht Teil Ihrer Unterhaltung, aber sie zeichnet Sie trotzdem auf. Jemand muss Flock vor Gericht bringen und sein Recht anfechten, Gespräche in öffentlichen Räumen zu belauschen, in denen Menschen eine angemessene Erwartung an Privatsphäre in ihrer Kommunikation haben. Wenn nicht, wird ein Unternehmen wie dieses immer weiter gehen. Wie lange wird es dauern, bis sie Ihre Gespräche und Ihr Verhalten auf Ihrer Veranda oder sogar in Ihrem Haus aufzeichnen?

Moment mal, ein Unternehmen macht das bereits! Es heißt Ring Doorbell und gehört zu Amazon.

Im folgenden Video spricht James Li über diese hinterhältige neue Technologie, mit der Ring in einer Super-Bowl-Werbung geprahlt hat.

Die Amerikaner und die Welt müssen anfangen, diesen Unternehmen die Stirn zu bieten. Hören Sie auf, sie auf Ihr Grundstück und in Ihre Häuser einzuladen. Kaufen Sie keine Autos mehr, die Sie mit mehreren Kameras ausspionieren. Babyphone, die Stimmen in Ihren Häusern aufzeichnen. Smart-TVs, die Sie ausspionieren. Und Telefone, die Sie verfolgen. All das ist Teil einer Matrix, die darauf ausgelegt ist, alle Menschen zu verfolgen und zu kontrollieren und sie wie Vieh in KI-Algorithmen zu treiben, die ihr Leben bestimmen.

Und wenn Ihre Stadt mit Flock zusammenarbeitet, ist es vielleicht an der Zeit, ihnen mitzuteilen, dass Sie damit nicht einverstanden sind.

Entweder das, oder Sie beugen sich dem abschreckenden Effekt, den diese Technologie auf die Meinungs- und Bewegungsfreiheit hat.

Die Electronic Frontier Foundation kam zu folgendem Schluss:

„Im Juni erklärte die EFF, warum die angekündigten Funktionsupdates von Flock Safety ALPRs nicht sicher machen können. Das Unternehmen versprach als Reaktion auf den öffentlichen Druck datenschutzverbessernde Funktionen wie Geofencing und Aufbewahrungsfristen. Aber diese Optimierungen lösen nicht das Kernproblem: Das Geschäftsmodell von Flock basiert auf dem Aufbau eines landesweiten, vernetzten Überwachungsnetzwerks, das Risiken schafft, die durch kein Software-Update beseitigt werden können. Unsere Untersuchungen aus dem Jahr 2025 haben gezeigt, dass Missbräuche auf die Architektur selbst zurückzuführen sind und nicht nur darauf, wie einzelne Behörden die Technologie einsetzen.“

Man sollte auch bedenken, dass Flock nicht das einzige private Unternehmen ist, das von dem unstillbaren Hunger der Regierungen nach mehr personenbezogenen Daten ihrer Bürger profitiert.

Weitere wichtige Akteure in Nordamerika sind unter anderem Motorola Solutions, Amazon, Genetec, Rekor (OpenALPR), Verkada, Palantir, Axon und Digital Ally.

Tokenisierung steht im Mittelpunkt des Weltwirtschaftsforums, während Zentralbanken und Regierungen den Übergang zur „neuen Physik des Geldes“ vorbereiten

Von The WinePress

„Am Ende werden die meisten Dinge in digitaler Form vorliegen, einschließlich realer Vermögenswerte. Und ich habe keinen Zweifel daran, dass letztendlich alle Dinge in digitaler, digitalisierter Form vorliegen werden.“

Der folgende Bericht wird in der neuesten Ausgabe von Revive The Table

2026 wird ein entscheidendes Jahr für die Tokenisierung werden. Nachdem jahrelang kaum darüber gesprochen wurde und die meisten Aktivitäten im Verborgenen stattfanden, wurden der Prozess der Tokenisierung und moderne Zahlungsmethoden auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos, Schweiz, diskutiert, wo Zentral- und Großbanker, private Investoren, Krypto-Verwahrer und andere über die sich rasant entwickelnde Finanzwelt diskutierten.

Obwohl bei den diesjährigen Gesprächen unterschiedliche Meinungen zum Ausdruck kamen, war eines klar: Die Tokenisierung wird weltweit viel schneller Einzug in die Öffentlichkeit halten, als den Menschen bewusst ist.

Bitte lesen Sie die vorherigen RTB-Artikel, falls Sie dies noch nicht getan haben, um sich mit dem Konzept besser vertraut zu machen:

Während der gesamten Woche – vom 19. bis zum 23. Januar – fanden mehrere Veranstaltungen zum Thema Tokenisierung und die (nicht ganz so) ferne Zukunft des Finanzwesens statt.

Larry Fink, CEO von BlackRock und Co-Vorsitzender des WEF, ist natürlich ein großer Befürworter der Tokenisierung, wie ich bereits mehrfach geschrieben habe. Natürlich betonte Fink die Notwendigkeit der Tokenisierung, wobei er Indien und Brasilien als weltweit führende Länder beim Übergang zur digitalen Finanzwirtschaft anführte und argumentierte, dass eine „gemeinsame Blockchain” erforderlich sei und dass diese „die Korruption verringern könnte”.

„Ich halte die Entwicklung hin zur Tokenisierung und Dezimalisierung für notwendig.

Es ist ironisch, dass zwei Schwellenländer bei der Tokenisierung und Digitalisierung ihrer Währungen weltweit führend sind. Das sind Brasilien und Indien. Ich denke, wir müssen sehr schnell handeln, um das zu erreichen.

Wir würden die Gebühren senken. Wir würden mehr Demokratisierung erreichen, indem wir mehr Gebühren senken würden, wenn wir alle Investitionen auf einer tokenisierten Plattform hätten, die von einem tokenisierten Geldmarktfonds zu Aktien und Anleihen und zurück wechseln könnte.

„Wir haben eine gemeinsame Blockchain. Wir könnten die Korruption reduzieren. Ich würde also argumentieren, dass wir zwar mehr Abhängigkeiten von vielleicht einer Blockchain haben, über die wir alle sprechen könnten. Aber dennoch werden die Aktivitäten wahrscheinlich besser verarbeitet und sind sicherer als je zuvor.“

Solche Äußerungen sind nichts Neues; Fink sagt dies schon seit Jahren, doch die meisten Menschen haben nicht darauf gehört.

Es gab zahlreiche weitere Vorträge zum Thema Tokenisierung. Eine Sitzung war ganz dem Thema Tokenisierung gewidmet – „Ist Tokenisierung die Zukunft?“

François Villeroy de Galhau, Gouverneur der französischen Zentralbank, bemerkte: „Ich möchte betonen, dass die Tokenisierung eine positive Entwicklung ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass sie Fortschritte in den Bereichen globale Finanzen, Lieferung gegen Zahlung, Senkung der Kosten für Finanztransaktionen usw. bringen wird.“

Bill Winters, Vorstandsvorsitzender der britischen Investmentbank Standard Chartered, sagte:

„Am Ende werden die meisten Dinge in digitaler Form vorliegen, darunter auch reale Vermögenswerte, aber natürlich nicht alles. Ich glaube jedoch, dass wir uns derzeit an einem wichtigen Wendepunkt befinden. […] Und ich habe keinen Zweifel und bin genauso überzeugt wie vor einem Jahr, dass letztendlich alle Dinge in digitaler Form vorliegen werden.“

Der Moderator erwähnte, dass Winters im November gesagt habe, dass viele, wenn nicht sogar die meisten Transaktionen bereits 2028 tokenisiert sein werden. „Wir glauben, und ich denke, dass die Führung Hongkongs diese Ansicht teilt, dass letztendlich so gut wie alle Transaktionen über Blockchains abgewickelt werden und dass alles Geld digital sein wird“, sagte er damals.

Brian Armstrong, CEO und Mitbegründer von Coinbase, der größten Kryptobörse der USA, merkte an, dass die Tokenisierung dazu beitragen wird, Menschen ohne Bankkonto zu erreichen, und dass Stablecoins eine der ersten Mainstream-Iterationen sind.

„Wissen Sie, viele Menschen haben schon von Menschen ohne Bankkonto gehört, aber es gibt auch einen Teil der Weltbevölkerung, der keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen hat. Es gibt etwa 4 Milliarden Erwachsene, die keinen Zugang zu hochwertigen Anlageprodukten wie dem US-Aktienmarkt, Immobilien oder ähnlichem haben und auch nicht in der Lage sind, in solche Produkte zu investieren.

Was die Tokenisierung also leisten kann, ist Folgendes: Man hat eine zugrunde liegende Einheit dieses Vermögenswerts und nun einen Token, der diesen eins zu eins repräsentiert. Die erste Version davon waren Stablecoins. Das ist eine weitere Version der Tokenisierung. Stablecoins haben also ein enormes Wachstum erlebt.

„Wir sehen das jetzt bei US-Aktien, Immobilien, und es wird auch bei Unternehmenspapieren und Rohstoffen passieren, dass alle möglichen Dinge in die Blockchain kommen. Und das wird es den Menschen auf der ganzen Welt ermöglichen, an diesem Motor der Vermögensbildung teilzuhaben, zu dem die meisten von ihnen keinen Zugang haben, wenn sie nur von ihrer Arbeitskraft abhängig sind, um ihr Einkommen zu bestreiten. Das wird also ein großer Segen für den Kapitalismus sein und mehr Nachfrage schaffen.“

Winters erklärte weiter, dass Token letztendlich als Tauschmittel verwendet werden, wobei einige Zinsen einbringen und andere keine Rendite erzielen.

„Ich denke, dass einige Token für zwei Dinge verwendet werden. Sie werden als Tauschmittel dienen. Als Tauschmittel müssen sie keine Zinsen tragen, da sie sofort übertragen werden und als Wertspeicher dienen. Wenn sie keine Rendite abwerfen, sind sie viel weniger interessant.

Es wird jedoch auch Token geben, die als Stablecoins bezeichnet werden. Es wird Token geben, die als tokenisierte Bankeinlagen bezeichnet werden und wahrscheinlich Renditen abwerfen werden. Und es wird Token geben, die als tokenisierte Geldmarktfonds bezeichnet werden und definitiv Renditen abwerfen werden. Das ist der springende Punkt.“

Darüber hinaus erklärte Winters mit dem Aufkommen von Stablecoins und Tokens als neues Tauschmittel: „Es gibt wahrscheinlich irgendwo einen Schwarzmarkt, auf dem die lokale Währung in US-Dollar umgetauscht wird. Manchmal ist das legal, manchmal nicht. Das war schon immer ein Problem.“

„Und als Bank sind wir eine Art Polizist“, fügte er hinzu. „Das ist unsere Aufgabe, das zu verhindern. Leider verhindern Banken die meisten Finanzverbrechen nicht.“

Nun, es ist immer „beruhigend“, wenn ein Banker sich selbst als „Polizist“ bezeichnet und ein Zahlungsmittel, das nicht auf der Blockchain basiert, als „Schwarzmarkt“ bezeichnet. Fühlen Sie sich nicht auch so sicher? Gibt Ihnen die Zukunft des Finanzwesens nicht ein warmes, wohliges Gefühl?

Die Moderatorin der Sitzung, Karen Tso, eine Nachrichtensprecherin der europäischen Abteilung von CNBC, stellte Fragen zum Thema Teileigentum – ein von Larry Fink beschriebenes Konzept, bei dem ein Gegenstand in mehrere Token aufgeteilt werden kann, die Teileigentum und vertragliche Rechte repräsentieren – und verwies darauf, dass die jüngste Verordnung von Präsident Trump, die großen institutionellen Anlegern den Kauf von Einfamilienhäusern untersagt, möglicherweise „ein Präventivschlag im Vorfeld einiger der bevorstehenden Veränderungen im Bereich der Tokenisierung“ sei. Ich persönlich habe mehrfach geschrieben, dass Trumps Verordnung die Immobilienkrise in den USA nicht lösen werde und dass letztendlich eine Tokenisierung eingeführt werden müsse, um so vielen Amerikanern den Zugang zu Wohnraum zu ermöglichen.

In einer weiteren Sitzung – „Banking Accelerated“ – erklärte Sheikh Bandar Al-Thani, Gouverneur der Zentralbank von Katar, dass Zentralbanken „die Rolle eines Wegbereiters spielen“ und dass einer dieser Wegbereiter die Sofortüberweisungs-Zahlungssysteme sind (die CBDCs und Stablecoins unterstützen können), mit denen Transaktionen in Sekundenschnelle abgeschlossen werden können.

Ihm zufolge „wird dies auch dazu beitragen, das Ziel einer bargeldlosen Wirtschaft zu erreichen. Und dies ist eine Art digitales Produkt. Auf diese Weise erfüllen die Zentralbanken ihre Rolle als Wegbereiter.“ Es ist klar, auch wenn es ohnehin schon offensichtlich war, dass Bargeld und Papiergeld bald verschwinden werden.

In der Zwischenzeit sagte Steven van Rijswijk, CEO der ING Group, einem niederländischen multinationalen Bank- und Finanzdienstleistungsunternehmen, während einer anderen Sitzung – „New Era for Finance“ – „wir haben noch einen langen Weg vor uns, um die Menschen dazu zu bringen, mehr und mehr auf Mobilgeräte umzusteigen und diese Geräte häufiger zu nutzen“, um eine digitale Wirtschaft zu ermöglichen.

Während der Sitzung gab der in Ungnade gefallene Binance-Gründer Changpeng Zhao (CZ) – der Anfang dieses Jahres von Präsident Trump begnadigt wurde, nachdem er wegen Geldwäsche in Milliardenhöhe verhaftet worden war, später jedoch mit der Trump-Familie und deren Token-Firma World Liberty Financial zusammenarbeitete, indem er deren Stablecoin USD1 im Binance-Netzwerk platzierte – bekannt, dass er „mit wahrscheinlich einem Dutzend Regierungen über die Tokenisierung einiger ihrer Vermögenswerte spricht“. Obwohl er nicht sagte, um welche es sich handelt, zeigt dies, dass eine Reihe von Regierungen vollständig bereit sind, den Übergang zur Tokenisierung zu vollziehen. Er behauptete auch, dass viele Banken aufgrund der privaten Finanzialisierung mit Tokenisierung an Bedeutung verlieren und verschwinden werden, da sie nicht mehr als Treuhänder benötigt werden, was mit anderen Worten den „nicht bankfähigen” Bürgern zugute kommt.

In der letzten bemerkenswerten Sitzung – „Where Are We on Stablecoins?” (Wo stehen wir in Bezug auf Stablecoins?) – stellte Moderator Gerard Baker, Editor-at-Large beim Wall Street Journal, fest, dass Stablecoins „eine erhebliche Herausforderung für bestehende Finanzinstitute darstellen, da sie Reibungsverluste (bargeldlos) im Inland und im Internet, insbesondere bei internationalen Transaktionen, reduzieren und das Potenzial haben, wie manche meinen, […] traditionelle Finanzinstitute in so vielen dieser Zahlungssysteme zu ersetzen”.

Während der Fragerunde stellte jemand aus dem Publikum eine wirklich gute Frage zum Geldangebot und zur Geldumlaufgeschwindigkeit, die Stablecoins zugrunde liegen, und fragte sich, ob das Wachstum des Geldangebots in Verbindung mit einer erhöhten Umlaufgeschwindigkeit (der Geschwindigkeit, mit der Währungen gehandelt werden) nicht zu einem Anstieg der Inflation führen würde. Eine gute Frage, insbesondere wenn man bedenkt, dass diese Stablecoins durch Fiat-Währungen und Staatsschulden gedeckt sind, die ohnehin schon sehr inflationär sind.

Jeremy Allaire, Mitbegründer, Vorsitzender und Chief Executive Officer von Circle, einem führenden Blockchain-Zahlungsunternehmen, antwortete darauf, dass Blockchain und das Konzept der Tokenisierung das, was er als „neue Physik des Geldes” bezeichnet, neu definieren und dass „die Physik des Geldes zur Physik des Internets wird”. Er sagte:

„Ich glaube eigentlich, dass es genau umgekehrt ist. Ich nenne das die neue Physik des Geldes.

Und so wie die Grenzkosten für die Speicherung und Übertragung von Daten praktisch bei Null liegen, können wir heute unbegrenzte Datenmengen mit der Geschwindigkeit des Internets zu Nullkosten übertragen. Oder die Grenzkosten für die Veröffentlichung von Software weltweit liegen bei Null. Und jetzt, da KI Software produziert, liegen die Grenzkosten für die tatsächliche Produktion von Software praktisch bei Null. Wir haben also diese zusammenbrechenden Grenzkosten. Und in diesen Netzwerken liegen die Grenzkosten für die Speicherung und den Transfer von Werten jeglicher Art, sei es ein digitaler Dollar oder eine tokenisierte Anleihe, praktisch bei Null.

„Nun mag es zwar Zwischenaufgaben geben, die Kosten verursachen, aber im Grunde genommen wird die Physik des Geldes zur Physik des Internets. Und das bedeutet, dass man tatsächlich eine kleinere Geldbasis benötigt, um eine dramatisch höhere Geldumlaufgeschwindigkeit zu erreichen.

„[…] Aber ich glaube tatsächlich, dass die Geldbasis geringer ist. Ich glaube jedoch, dass dies langfristig Auswirkungen auf die Festlegung der Zinspolitik haben wird. Zinssätze sind so konzipiert, dass sie den Geldmultiplikator beeinflussen, der wiederum die Geldumlaufgeschwindigkeit bestimmt.

„Ich glaube also tatsächlich, dass dies die Berechnungen der Zentralbanken bei der Festlegung des Zinsmechanismus verändern wird, aufgrund der Natur dieser neuen Physik des Geldes, wie ich sie verstehe.“

Er argumentierte weiter, dass „wir letztendlich eine geringere Geldbasis haben werden und dadurch keinen nennenswerten Inflationsdruck erleben werden“. Dies wird natürlich für verzweifelte Verbraucher, die eine Hyperinflation der Kaufkraft ihres Dollars und anderer Fiat-Währungen erlebt haben, sehr attraktiv sein. , sodass es vorteilhaft sein wird, einen Token zu verwenden, der sich als Geld tarnt und nicht (so stark oder gar nicht) inflationiert. Dies bedeutet auch, dass diese große Währungsneufestsetzung dazu führen wird, dass diese Token und Stablecoins wahrscheinlich an physische Vermögenswerte und ETFs gekoppelt werden (d. h. wahrscheinlich eine Kombination aus Gold, Öl, Getreide, Seltenen Erden, Staatsschulden und Fiat-Währungen sowie einigen Trusts).

Dies wurde am Ende der Sitzung bestätigt, als jemand anderes fragte, welche Rolle Tokenisierung und Stablecoins bei der Volatilität der sogenannten Währung spielen würden. Allaire antwortete darauf:

„Grundsätzlich findet eine Tokenisierung anderer Vermögenswerte statt, sei es Gold, Öl oder andere Rohstoffe. Aber man muss diese mit Stablecoins verbinden, um eine tatsächliche Barausgleichszahlung zu ermöglichen. Und man muss sie mit traditionellen Marktstrukturen verbinden, die Menschen zur Absicherung nutzen. Also Options- und Derivatemärkte und so weiter.

Was wir also beobachten, ist eine explosionsartige Zunahme von On-Chain-Märkten, die alle auf Stablecoins basieren, Märkte wie Hyperliquid, wo im Grunde genommen tokenisierte Instrumente entwickelt werden, um Derivate für jede einzelne Form von Rohstoffen und Vermögenswerten auf der Welt anzubieten. Und Stablecoins sind dabei die Sicherheiten, die relative Marge und die Liquidität.

„Ich glaube daher, dass die Marktinfrastruktur zur Unterstützung tokenisierter Rohstoffe sehr, sehr schnell reift. Und Stablecoins spielen dabei eine Schlüsselrolle.“

Und da haben Sie es, das ist es, was die Kumpanen beim WEF offen über die „neue Physik des Geldes“ diskutieren. Warum, glauben Sie, bemühen sich all diese Länder und Zentralbanken weltweit so sehr darum, ihre Dominanz über Rohstoffe, die Rückführung von Gold und anderen Edelmetallen, die Öl- und Gasförderung und vieles mehr zu sichern? Was glauben Sie, worum es in Venezuela ging? Es ging um ihr Öl und ihre Mineralreserven; und es gab einen ausgezeichneten Artikel auf Substack, der schnell gelöscht wurde und alle Flugprotokolle der Jets zeigte, die die Silberreserven des Landes nur wenige Stunden vor der Festnahme Maduros transportierten. Es war ein Insider-Job – alle Kriege sind Bankerkriege; und wie Salomo einmal als allgemeiner Grundsatz schrieb: „Geld ist die Antwort auf alles“ (Prediger 10:19).

Aber selbst diese Leute erkennen, dass ihr System genauso fehlerhaft sein und allen möglichen Problemen unterliegen wird (etwas, das ebenfalls in ihren Gesprächen diskutiert wurde); und die Tokenisierung, obwohl sie eindeutig das Finanzsystem der neuen Weltordnung ist, wird ebenfalls ein absolutes Chaos und eine Katastrophe an sich sein.

Deshalb werden wir daran erinnert,

Quellen:

  • 1 https://www.weforum.org/meetings/world-economic-forum-annual-meeting-2026/programme/
  • 2 https://youtu.be/-GqbDLviIFc
  • 3 https://www.weforum.org/meetings/world-economic-forum-annual-meeting-2026/sessions/is-tokenization-the-future/
  • 4 https://bitcoinethereumnews.com/blockchain/almost-all-global-transactions-will-eventually-use-blockchain-standard-chartered-ceo/
  • 5 https://thewinepress.substack.com/p/trumps-ban-on-large-institutional
  • 6 https://www.weforum.org/meetings/world-economic-forum-annual-meeting-2026/sessions/banking-accelerated/
  • 7 https://www.weforum.org/meetings/world-economic-forum-annual-meeting-2026/sessions/new-era-for-finance/
  • 8 https://www.weforum.org/meetings/world-economic-forum-annual-meeting-2026/sessions/where-are-we-on-stablecoins/
  • 9 https://ehadnameh.substack.com/65h-update-venezuela-goes-dark-silver

Ehemaliger FBI-Agent: Epstein-Akten deuten auf internationale Geheimdienstoperation hin

Die kürzlich freigegebenen Epstein-Akten enthalten nach Einschätzung eines ehemaligen FBI-Agenten Hinweise, die weit über einzelne Strafverfahren wegen sexuellen Missbrauchs hinausgehen. In einem Interview mit der Journalistin Catherine Herridge erklärte der frühere Ermittler, der Gesamtzusammenhang der Dokumente erinnere stark an eine groß angelegte Geheimdienst- und Einflussoperation.

Das Interview folgte auf die Veröffentlichung von mehr als drei Millionen Seiten Ermittlungsunterlagen durch das US-Justizministerium. Die Freigabe löste weltweit Entsetzen aus, warf jedoch zugleich die Frage auf, warum über Jahre hinweg so wenige strafrechtliche Schritte gegen Personen aus Epsteins Umfeld unternommen wurden.

„Mehr als ein gewöhnlicher Strafprozess“

Nach Ansicht des ehemaligen FBI-Agenten ist die öffentliche Empörung nachvollziehbar, greift jedoch zu kurz, wenn man den Fall ausschließlich strafrechtlich betrachtet. Eine umfassende Aufarbeitung von Epstein und seinem Netzwerk hätte eine „Büchse der Pandora“ öffnen können – mit weitreichenden Folgen für die nationale Sicherheit und die internationalen Beziehungen.

NEW ANALYSIS: A former FBI Special Agent who focused on organized crime says investigating the Epstein Files is like opening “Pandora’s Box” with global implications

“Going after him (Epstein) the way it would be for anybody else, could have opened a Pandora’s box and a national… https://t.co/Sktiq9b6uo pic.twitter.com/tbssaY0fXE

— Catherine Herridge (@C__Herridge) February 10, 2026

Epstein habe nicht nur vulnerable Mädchen missbraucht, sondern sich gezielt in Kreisen politischer Macht, technologischer Innovation und nationaler Sicherheit bewegt. „Es ging hier nicht nur um Sex und Drogen für die Elite“, so der Ex-Agent, „sondern um Zugang zu einflussreichen Personen und sensiblen Informationen.“

Ermordet und verscharrt

In den Epstein-Akten tauchten E-Mails auf, die die Echtheit des bekannten Fotos zu bestätigen scheinen, das Prince Andrew gemeinsam mit Virginia Giuffre zeigt. Obwohl dies erheblichen Reputationsschaden verursachen könne, erwartet der frühere Ermittler juristisch nur geringe Konsequenzen.

Viele der Vorwürfe unterliegen Verjährungsfristen, wodurch strafrechtliche Verfolgung nicht mehr möglich ist. Lediglich bei besonders schweren Delikten wie Mord greift keine Verjährung.

Besonders schwerwiegend sind laut dem ehemaligen FBI-Agenten Dokumente, in denen angedeutet wird, dass junge Mädchen auf einem von Epsteins Anwesen ermordet und begraben worden sein könnten. Solche Anschuldigungen könnten auch Jahrzehnte später noch untersucht werden, da Mord nicht verjährt. Sollten Zeugenaussagen oder konkrete Hinweise vorliegen, könnten Behörden selbst heute noch nach sterblichen Überresten suchen.

„Kein Zweifel“ am geheimdienstlichen Charakter

Eine der auffälligsten Aussagen des Interviews ist die Feststellung des Ex-Agenten, er habe „keinerlei Zweifel“, dass Epstein in eine Form der Geheimdiensttätigkeit eingebunden war. Epstein habe gezielt Personen ins Visier genommen, die Zugang zu nationaler Sicherheit, geopolitischen Entscheidungsprozessen und fortschrittlicher Technologie hatten. Eine solche Operation könne nicht nur Informationen sammeln, sondern auch direkten Einfluss auf politische Entscheidungsträger ausüben.

In den Akten finden sich Verweise auf zahlreiche bekannte Namen, darunter Harvey Weinstein, Ehud Barak, Mitglieder der Rothschild-Familie, Bill Gates, Hillary Clinton sowie Donald Trump. Der frühere FBI-Agent betont jedoch ausdrücklich, dass die Nennung eines Namens in FBI-Dokumenten kein Beweis für strafbares Verhalten ist. Viele der Einträge seien jedoch rohe Hinweise, die weitere Ermittlungen erfordern würden.

Die Epstein-Akten zeichnen insgesamt ein komplexes und fragmentiertes Bild eines Netzwerks, das eng mit Macht, Politik und internationaler Sicherheit verflochten war. Zwar könnten neue Technologien die Aufarbeitung unterstützen, doch befürchtet der ehemalige FBI-Agent, dass zahlreiche Straftaten durch den Zeitablauf dem Zugriff der Justiz entzogen sind.