Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

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Venezuela: Der aufsteigende Pfad der Revolte

Venezuela: Der aufsteigende Pfad der Revolte

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Während die Regierungspartei die Existenz eines Wirtschaftswunders suggeriert, macht die Mehrheit der Bevölkerung harte Zeiten durch. Wie schrieb doch einst Walter Benjamin? „Aber nie darf einer seinen Frieden mit Armut schließen, wenn sie wie ein riesiger Schatten über sein Volk und sein Haus fällt. Dann soll er seine Sinne wachhalten für jede Demütigung, die ihnen zuteil wird, und so lange sie in Zucht nehmen, bis sein Leiden nicht mehr die abschüssige Straße des Grams, sondern den aufsteigenden Pfad der Revolte gebahnt hat.“ Von Reinaldo Iturriza

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

  1. Mitte der 1920er Jahre, aus der unmittelbaren Erfahrung der Hyperinflation, die die Weimarer Republik zwischen 1921 und 1923 schwer getroffen hatte, schrieb Walter Benjamin über die Vorstellung von einer “bevorstehenden Katastrophe”, die innerhalb der deutschen Bourgeoisie vorherrschte. Diese fand sich wieder in “dem Schatze jener Redewendungen, mit welchen die aus Dummheit und Feigheit zusammengeschweißte Lebensart des deutschen Bürgers sich alltäglich verrät: ‘Es kann nicht mehr so weitergehen’ (…)”.

    Benjamin hebt hervor, dass die Wahrnehmung einer grundlegenden “Instabilität” der Tatsache geschuldet war, dass sie direkte Auswirkungen auf die Klasseninteressen des Bourgeois hatte, anders als es in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg der Fall war: “Da die relative Stabilisierung der Vorkriegsjahre ihn begünstigte, glaubt er, jeden Zustand, der ihn depossediert, für unstabil ansehen zu müssen.”

    Im Mittelpunkt von Benjamins Überlegungen steht jedoch, dass wirtschaftliche “Stabilisierung” oft einen großen Teil der Menschheit zur Verelendung verurteilt: “Aber stabile Verhältnisse brauchen nie und nimmer angenehme Verhältnisse zu sein und schon vor dem Krieg gab es Schichten, für welche die stabilisierten Verhältnisse das stabilisierte Elend waren.”

    Es ist wichtig, sich daran zu erinnern: Die “Laune” der Bourgeoisie stimmt äußerst selten mit der der popularen Klassen überein.

  2. Was wissen wir über den Ursprung der Redewendung “Venezuela ist repariert” (Venezuela se arregló), die zurzeit so häufig verwendet wird, und was bedeutet der Gebrauch dieser Phrase eigentlich?

    Wer ihren Ursprung recherchiert, stößt auf zwei Überraschungen: Erstens stammt sie nicht aus dem Land selbst, sondern aus dem Ausland. Zweitens wurde sie ursprünglich verwendet, um eine kritische Distanz zur Instrumentalisierung der Venezuela-Frage durch Medien des Establishments in Ländern wie Spanien, Kolumbien, Argentinien und Chile herzustellen, zumeist im Vorfeld einer Wahl zur Unterstützung von konservativen politischen Kräften.

    Dies ist das Ergebnis einer Überprüfung von Twitter-Inhalten, die hier als eine Annäherung dient, aber sehr anschaulich ist. In dem Dreijahreszeitraum 2016–2018 wurde die Redewendung rund fünfzig Mal in den Sozialen Netzwerken verwendet. In fast der Hälfte der Fälle wird sie als ironische Anspielung darauf benutzt, dass Venezuela nach den Wahlen plötzlich nicht mehr in den Nachrichten auftauchte, ganz im Gegensatz zur überzogenen Berichterstattung während des Wahlkampfes.

    Im Jahre 2019 änderte sich das, als die Redewendung auch in Venezuela-basierten Benutzerkonten verwendet wird. Vor allem spiegelt ihr Gebrauch eine zynische Haltung wider, anstatt das hegemoniale Narrativ der venezolanischen Wirklichkeit kritisch zu reflektieren; in den meisten Fällen wird “Venezuela se arregló” sarkastisch verwendet, im Wissen, dass es nicht stimmt oder, genauer gesagt, dass es sich dabei um eine Lüge handelt.

    Diese zynische Wendung fällt mit einem Phänomen von großer sozialer Bedeutung zusammen – oder ist vielmehr eine Antwort darauf; das umfasst die De-facto-Dollarisierung der venezolanischen Wirtschaft, die Freigabe der Preise sowie die massive Abschaffung der Einfuhrzölle. Für einen Teil der Bevölkerung bedeutet das eine gewisse Wahrnehmung von “Normalisierung”. Diese Normalisierung beruht auf der Tatsache, dass es seitdem möglich ist, mit einer starken Währung [dem US-Dollar] Handel zu treiben, die Regale in den Läden sind wieder gut gefüllt, der Markt wird mit importierten Waren geflutet und die Möglichkeiten von Luxuskonsum vervielfältigen sich, zumindest in der Theorie. All dies geschieht jedoch im Kontext einer Hyperinflation.

    Im Grunde würde die Formulierung “Venezuela se arregló” eine Leugnung von “Normalisierung” bedeuten. Manchmal lässt sich sogar die Absicht erkennen, die zutiefst rückschrittlichen Maßnahmen zur Kontrolle der Hyperinflation und zur “Stabilisierung” der Wirtschaft zu hinterfragen, das ist aber nicht oft der Fall. In der Regel entbehrt sie jeder kritischen Nuance und ist eher damit verbunden, sich nicht damit zu beschäftigen, was wirklich vor sich geht.

    Jedenfalls ist diese zynische Herangehensweise größtenteils den verwirrenden Zeiten geschuldet, in denen es immer schwieriger ist, die Vorstellung aufrechtzuerhalten, dass die beiden antagonistischen Projekte noch immer im Streit liegen. Programmatische Grenzen verschwimmen. In der Dämmerung der Bolivarischen Revolution ist alles grau in grau.

    Die Regierung fährt mittlerweile eine Wirtschaftspolitik, die von der chavistischen Basis und einem Großteil der aktuellen Führung eindeutig als neoliberal angeprangert werden würde, wenn eine anti-chavistische Regierung sie anwenden würde. Derweil streitet die zersplitterte und politisch wie auch militärisch geschlagene anti-chavistische Führung darüber, ob man nun die generelle Ausrichtung der Wirtschaftspolitik feiern oder ablehnen sollte, der sie im Grunde zustimmt. In der Regel herrscht Desorientierung.

    Daraus resultiert die Ambivalenz der Redewendung, die auf einen Diskurs zurückgeht, der den Anti-Chavismus ausmacht (“Venezuela kann nicht repariert werden”). Gleichzeitig könnte dies aber auch einem potenziell subversiven praktischen Ansatz Vorschub leisten (“Wenn es nur für eine Minderheit repariert ist, dann ist Venezuela gar nicht repariert”).

    Diese Ambivalenz verstärkte sich im Jahr 2021, als die Formulierung in sozialen Netzwerken viral ging. Im April 2021 gab es nur sechs Erwähnungen, im Mai waren es bereits hundert. Der Wind drehte sich. Von da an wuchsen sie exponentiell: mehr als 500 im August, mehr als 1.500 im September und mehr als 2.000 im Dezember.

    Wie lässt sich das erklären? Was ist im Jahr 2021 geschehen? Meiner Meinung nach zwei Dinge: die “Normalisierung”, die 2019 angestoßen wurde, setzte sich fest. Dies führt zur Annahme, dass das zuvor genannte Phänomen ‒ Dollarisierung, Warenverfügbarkeit, importierte Güter überall, Vervielfachung der sogenannten “bodegones” [Geschäfte für hochwertige Importprodukte], Wiedereröffnung von Bingo-Geschäften und Casinos ‒ von Dauer ist. Außerdem trugen die politischen Maßnahmen im Kampf gegen die Hyperinflation langsam Früchte: Die Inflationsrate ist in zwölf aufeinanderfolgenden Monaten auf unter 50 Prozent und seit September 2021 bis auf einen Monat unter zehn Prozent geblieben.

    Beide Umstände ‒ die stetige Verbesserung der wirtschaftlichen Lage hin zu einer “Normalisierung” und die erfolgreiche Bekämpfung der Hyperinflation ‒ lassen uns nicht nur den überschwänglichen Optimismus der Regierungspartei verstehen, sondern auch die Tatsache, dass sie die Bedeutung von “Venezuela se arregló” mit zahlreichen Verweisen auf den “wirtschaftlichen Aufschwung” und Ähnliches erörtert.

    Meine Annahme ist, dass die Entscheidung der Regierungspartei, die Bedeutung des Ausdrucks zu diskutieren, zusammen mit der Resonanz, die dies bei einem zynischen Publikum und in geringerem Maße bei einem zu kritischeren Positionen neigenden Segment hervorruft, den Fortbestand des Ausdrucks erklärt.

  3. Abgesehen von den “Schlagwörtern” der Bourgeoisie, die Walter Benjamin kommentierte, geht es hier darum, dass die “Stabilisierung”, die der Bourgeoisie als Klasse zugute kommt, im Allgemeinen der Arbeiterklasse schadet. Nochmal: Eine Wirtschaft, die “stabilisiert” wird, kann durchaus “stabilisiertes Elend” für die Mehrheit bedeuten.

    Man kann darüber streiten, ob der Ausdruck “stabilisiertes Elend” die derzeitige Lage Venezuelas treffend beschreibt. Unbestreitbar ist, dass Armut, Elend und Ungleichheit seit 2014 signifikant zugenommen haben. Außerdem, und dies ist meiner Meinung nach der wichtigste Faktor, kann man nicht behaupten, dass die Wirtschaftspolitik der Regierung darauf abzielt, die Lage umzukehren. Tatsächlich könnte man sogar sagen, dass das Gegenteil der Fall ist.

    Eine stärker werdende populare Mobilisierung von Gewerkschaften, Lehrern, Rentnern, staatlichen Verwaltungsangestellten usw. im Jahr 2022 scheint zu zeigen, dass noch unerträglicher als materielle und geistige Entbehrungen eine offizielle Darstellung ist, die, gestützt von Regierungsfunktionären, die Existenz eines Wirtschaftswunders suggeriert. Als Beweis wird das Wirtschaftswachstum über vier hintereinander folgende Quartale seit dem dritten Quartal 2021 angeführt, mit einem Durchschnitt von mehr als 17 Prozent.

    Aber wenn diese Zahlen im offiziellen Diskurs als “Wunder” gedeutet werden können, wie soll man dann die Tatsache benennen, dass zwischen dem 15. März und dem 20. September 2022, einem Halbjahreszeitraum, der monatliche Mindestlohn in seinem Wert von 39,95 auf 21,77 US-Dollar gefallen ist? Und wie soll man die regressive Änderung der Lohnskala oder die willkürliche Festnahme von Arbeitern verstehen, die schwere Fälle von Korruption zur Anzeige gebracht haben?

    Trotz Erpressung und Druck vonseiten der Regierung ist die anhaltende Mobilisierung der Arbeiterklasse weitergegangen und damit einhergehend der offensichtliche Versuch einiger anti-chavistischer Akteure, im Trüben zu fischen. Beide wurden auf Distanz gehalten. Der vielleicht wichtigste Aspekt dieser Mobilisierung ist, dass dadurch neue Zeiten angekündigt werden, in denen der Zynismus, der letztlich funktional für die Aufrechterhaltung des gegenwärtigen Zustands ist, an Boden verliert gegenüber kritischeren und kämpferischen Positionen.

    Um es mit Walters Benjamins Worten zu sagen: Anstatt seinen Frieden mit der Armut zu schließen, geht es darum, die Sinne zu schärfen, die von jahrelanger Demütigung und Entbehrung taub geworden sind, und den Pfad der Revolte wieder einzuschlagen. Ironischerweise könnte es sein, dass das übertrieben optimistische Regierungsnarrativ, während die Mehrheit der Bevölkerung harte Zeiten durchmacht, zu einem Wiederaufleben popularer Würde beigetragen hat. Es ist allgemein bekannt, dass Gott nicht nur “Wunder” tut, sondern auch auf wundersame Weise wirkt.

Übersetzung: Constanze Gräsche und Vilma Guzmán, Amerika21

Titelbild: shutterstock / Tuangtong Soraprasert

Diskussion zum Zustand und zur Erneuerung von Österreichs Neutralität

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Quo vadis Neutralität? Kann sich die Neutralität Österreichs im Angesicht des Krieges in der Ukraine erneuern? Und wenn ja, wie? Das diskutierte ein Podium zum Nationalfeiertag. Organisiert wurde die Veranstaltung vom “Sozialen Bündnis für Frieden und Neutralität”, das am 26. November eine Demonstration veranstaltet.  Am Nationalfeiertag veranstaltete das „Soziale Bündnis für Frieden und Neutralität“ eine […]

Der Beitrag Diskussion zum Zustand und zur Erneuerung von Österreichs Neutralität erschien zuerst unter tkp.at.

Legendärer Motorrad-Champion stirbt mit 35 Jahren plötzlich und unerwartet

Legendärer Motorrad-Champion stirbt mit 35 Jahren plötzlich und unerwartet

Das Sterben geht weiter. Der Mainstream verweigert es, die wichtigen Fragen zu stellen. Dabei müsste es schön langsam einmal auffallen, wie viele junge Menschen, häufig Spitzensportler, mit schweren Gesundheitsschäden zu kämpfen haben oder tot umfallen. Keith Farmer verstarb mit nur 35 Jahren – nach vier begehrten britischen Motorrad-Titeln – das ist ungeheuerlich. Es gibt keine öffentlichen Informationen zu den Hintergründen seines Ablebens.

In einem Kommentar auf clarkcountytoday.com führen zwei bekannte Ärzte ihre Sorge hinsichtlich der immer häufiger auftretenden Todesfälle unter relativ jungen Athleten aus:

Es gab keinen Bericht darüber, dass der 35-jährige Keith Farmer, ein viermaliger britischer Meister, und der 45-jährige Adrian Dingle, der fünf Spielzeiten bei den San Diego Chargers verbrachte, den COVID-Impfstoff genommen hätten.

Unter Berufung auf die verfügbaren wissenschaftlichen Beweise glauben jedoch prominente Kardiologen – darunter Dr. Peter McCullough und Dr. Aseem Malhotra –, dass die beste Erklärung für die „plötzlichen und unerwarteten“ Todesfälle und kardialen Ereignisse bei ansonsten gesunden Menschen die COVID-19-Impfstoffe sind.

Farmer starb am Donnerstag, dem 10. November. Die BBC schilderte seine sportlichen Erfolge: “Farmer gewann 2011 den National Superstock 600-Titel und 2012 und 2018 folgten National Superstock 1000cc-Erfolge, während er 2017 auch den britischen Supersport-Titel gewann. Während seiner Karriere trat der nordirische Fahrer für einige der prominentesten Teams in der BSB an Paddock, darunter das Team Paul Bird Motorsport, Buildbase Suzuki und TAS Racing. Farmer nahm nicht nur an den BSB-Support-Meisterschaften teil, sondern nahm auch regelmäßig an Rennen in der britischen Superbike-Serie teil.”

Besonders auffällig ist, dass kein Systemmedium auch nur im Entferntesten die Todesursache hinterfragt. Man überbietet sich nur gegenseitig mit Kondulenzen. Somit bleibt alles offen – auch der Raum für Spekulationen.

Awful news to wake up to about the sudden and untimely passing of Keith Farmer. Thinking of his family, friends, and loved ones – may he Rest In Peace. pic.twitter.com/RVlch66asi

— Stuart Higgs (@stuarthiggs) November 10, 2022

Neben den Todesfällen von Keith Farmer (35), und Adrian Dingle (45) wird auf clarkcountytoday auch der aktuelle Fall von Sam Westmoreland (18) diskutiert. Er spielte Football in der Staatsliga von Mississippi.

In einer Studie aus dem Vereinigten Königreich werden 100 Todesfälle durch Myokarditis in zeitlicher Nähe bzw. direkter Verbindung zu den Impfungen diskutiert. In diesem Zusammenhang ist die Arbeit von Dr. Aseem Malhotra unschätzbar wichtig. Er zählte zu den stärksten Impfbefürwortern in Großbritannien. Nun spricht er offen über seine Fehleinschätzung – auch er hat eine Studie zu “plötzlich und unerwartet” auftretenden Todesfällen nach Covid-19 Impfungen herausgegeben. (Lesen Sie auch: Kehrtwende: Kardiologe und Impfluencer gesteht Irrtum ein und fordert weltweiten Impfstopp). Es gibt immer mehr Menschen, die mit einer so gigantischen Schuld auch um alles Geld der Welt nicht leben können und wollen – sie beteiligen sich nun an der Aufklärung.

Der VIII. Parteitag der SED von 1971 – soziale Fortschritte für Familien, Frauen und Kinder

Der VIII. Parteitag der SED von 1971 – soziale Fortschritte für Familien, Frauen und Kinder

Die Delegierten des Parteitags tagten vom 15. bis 19. Juni 1971. Am 3.5.1971 war Walter Ulbricht als 1. Sekretär der SED von Erich Honecker abgelöst worden.


VIII. Parteitag der SED 1971[ © Bundesarchiv, Bild 183-K0615-0001-131 / Gahlbeck, Friedrich / CC BY-SA.3.0 ]

Beschlossen wurden Verbesserungen für Frauen und Familien. Eine Verbesserung der Leistungen für Rentner, Mütter, junge Ehen sowie auf dem Wohnungsmarkt. Babyjahr, Ehe-Kredit oder Anspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz sollte die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern. Einigermaßen gut verwertbare Originalbeschlüsse waren nicht zu finden. Eine einigermaßen sachliche Darstellung des Geschehens und der Beschlüsse brachte der MDR am 18. Februar 2020: Recht auf Urlaub, Kita, Wohnung: So sozial war die DDR | MDR.DE. Auch hier wird vom Parteitag berichtet. Dass solche Berichte nicht ohne den Hauch von Siegersprache auskommen, ist bemerkenswert.

In Folge der Beschlüsse des VIII. Parteitags gab es dann am 28. April 1972 einen weiteren Beschluss. Wir zitieren:

Gemeinsamer Beschluß des Zentralkomitees der SED, des Bundesvorstandes des FDGB und des Ministerrates der DDR über sozialpolitische Maßnahmen in Durchführung der auf dem VIII. Parteitag der SED beschlossenen Hauptaufgabe des Fünfjahrplanes

Das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, der Bundesvorstand des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik beschließen:

  • für 3,4 Millionen Bürger die Renten und die Sozialfürsorge zu erhöhen;
  • Maßnahmen zur Förderung berufstätiger Mütter, junger Ehen und der Geburtenentwicklung durchzuführen;
  • die Wohnverhältnisse für Arbeiter und Angestellte günstiger zu gestalten und die Mieten für Neubauwohnungen in ein besseres Verhältnis zum Einkommen zu bringen.

Mit diesen Beschlüssen wird der Weg konsequent weitergegangen, der durch die Hauptaufgabe des Fünfjahrplanes 1971 bis 1975 vorgezeichnet ist. Er besteht in der weiteren Erhöhung des materiellen und kulturellen Lebensniveaus des Volkes auf der Grundlage eines hohen Entwicklungstempos der sozialistischen Produktion, der Erhöhung der Effektivität, des wissenschaftlich-technischen Fortschritts und des Wachstums der Arbeitsproduktivität.

Die erfolgreiche Verwirklichung der Beschlüsse des VIII. Parteitages, die Fortschritte bei der kontinuierlichen und stabilen Entwicklung unserer Volkswirtschaft, die Minderung vorhandener Disproportionen, der energische Kampfe um die Planerfüllung geben uns die Gewissheit, daß sich die gute Entwicklung unserer sozialistischen Wirtschaft fortsetzt und es daher jetzt möglich ist, einen umfassenden Teil des sozialpolitischen Programms des VIII. Parteitages durchzuführen. Die Werktätigen der DDR sehen daran, daß sich Einsatz und fleißige Arbeit lohnen.

Die jetzt beschlossenen Maßnahmen erfordern einen großen Aufwand finanzieller und materieller Mittel, die ständig neu erarbeitet werden müssen. Zweifellos werden diese Maßnahmen von der Arbeiterklasse, den Genossenschaftsbauern, den Angehörigen der Intelligenz und allen anderen Werktätigen als ein Ansporn empfunden, durch gute Arbeit und schöpferische Initiative die ökonomische Kraft unseres Landes weiter zu vermehren und mit hohen Leistungen im sozialistischen Wettbewerb, bei der sozialistischen Rationalisierung und der Steigerung der Arbeitsproduktivität zur allseitigen Stärkung der DDR beizutragen. Die Werktätigen verwirklichen selbst den Grundsatz: Was der VIII. Parteitag beschlossen hat, wird sein!

Diese bedeutsamen Maßnahmen zeigen, wie die vom VIII. Parteitag beschlossene Hauptaufgabe des Fünfjahrplanes verwirklicht wird, wie alles getan wird für das Wohl der Menschen, für das Glück des Volkes, für die Interessen der Arbeiterklasse und aller Werktätigen.

Quelle: „Gemeinsamer Beschluß des Zentralkomitees der SED, des Bundesvorstandes des FDGB und des Ministerrates der DDR über sozialpolitische Maßnahmen in Durchführung der auf dem VIII. Parteitag der SED beschlossenen Hauptaufgabe des Fünfjahrplanes“, 28. April 1972; abgedruckt in Günter Benser, Hg., Dokumente zur Geschichte der SED, Bd. 3: 1971-1986. Berlin, 1986, S. 73-74.

„Achtung, Reichelt!“: Der Kreuz-Skandal von Münster!

„Achtung, Reichelt!“: Der Kreuz-Skandal von Münster!

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Fürstin Gloria von Thurn und Taxis lebt zwar in einem Schloss, aber hat die einzigartige Fähigkeit, das auszusprechen, was Millionen Menschen denken. Sie kennt die Welt und versteht dieses Land. Die Fürstin zu Gast bei „Achtung, Reichelt!“ Hauptgesprächsstoff in dieser Folge: Der Kreuz-Skandal von Münster! Beim Gipfeltreffen der G7-Außenminister hatte das Außenministerium von Annalena Baerbock […]

Rotkreuz-Blutstudie: Hatten Millionen Amerikaner Covid-19 schon Ende 2019?

Rotkreuz-Blutstudie: Hatten Millionen Amerikaner Covid-19 schon Ende 2019?

Immer wieder wird behauptet, Covid-19 wäre schon deutlich früher als offiziell angegeben zirkuliert. Unterstützt wird diese Theorie unter anderem von einer nachträglichen Untersuchung von Blutspenden vom Dezember 2019 für das US-amerikanische Rote Kreuz.

Stellen Sie sich dies vor: Was wäre, wenn das SARS-CoV-2-Virus schon ab Dezember 2019 und vielleicht sogar schon ab September 2019 frei zirkulierte, ohne dass es irgendjemandem aufgefallen ist? Klingt das abwegig? Weshalb? Weil es keine überfüllten Krankenhäuser und Intensivstationen deshalb gab und auch die Mortalität weltweit nicht über den üblichen Werten lag? Immerhin, so haben es uns die Regierungen, Gesundheitsbehörden und Mainstreammedien die ganze Zeit eingetrichtert, handelt es sich dabei um ein sehr gefährliches Virus. Oder etwa nicht?

Nun, es gibt Indizienbeweise, die absolut dafür sprechen, dass das Virus, welches für die Krankheit Covid-19 verantwortlich gemacht wird, bereits Monate vor den ersten Zwangsmaßnahmen der Regierungen frei zirkulierte – und von niemandem bemerkt wurde. Darunter befindet sich die “Rotes Kreuz-Blutstudie“. Dabei handelt es sich um eine Untersuchung von Blutproben von US-amerikanischen Blutspendern vom Dezember 2019, die auf Antikörper für SARS-CoV-2 untersucht wurden. Das war Wochen bevor offiziell die ersten Fälle gemeldet wurden (und das war am 19. Januar 2020).

Das Ergebnis mag viele Menschen überraschen: Von 1.912 untersuchten Blutproben aus Kalifornien wurden 39 positiv auf IgG und/oder IgM-Antikörper getestet. Das entspricht rund zwei Prozent aller Proben und würde auf die gesamten Vereinigten Staaten umgelegt bedeuten, dass rund 8 Millionen Menschen dort bereits im Dezember 2019 dem Virus ausgesetzt waren. Nimmt man noch 5.477 Blutproben des Roten Kreuzes aus Massachusetts, Michigan, Rhode Island, Connecticut, Wisconsin und Iowa (vom 30. Dezember 2019 bis zum 17. Januar 2020) hinzu, von denen 106 positiv gestetet wurden, ergibt sich insgesamt ein Prozentsatz von 1,43 Prozent – oder rund 4,7 Millionen US-Amerikaner. Hierbei sollte man vielleicht auch berücksichtigen, dass gerade Kalifornien viele China-Towns hat und viele Flüge aus Ostasien zuerst dort landen, bevor es für die Passagiere dann weitergeht.

Also, wir sprechen hier von etwa fünf bis acht Millionen US-Amerikanern, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion hatten, bevor es offiziell die ersten Fälle in den Vereinigten Staaten gab. Das Virus konnte sich also ungehindert verbreiten und infizierte dennoch nur relativ wenige Menschen (im Vergleich dazu, was dann spätere “Wellen” mit sich brachten). Und nicht nur das: es gab deshalb auch weder überfüllte Krankenhäuser oder Intensivstationen, noch eine erhöhte Übersterblichkeit. Nichts. Nada. Im Gegenteil: die Probleme fingen erst an, als man Covid-19-Patienten zwangsweise an Beatmungsmaschinen anschloss, die wohl für den Tod vieler Menschen verantwortlich waren. Davon geht beispielsweise eine Studie aus. Im Grunde genommen müsste man sagen, es handelt sich hierbei um Opfer der Panikmache und der Fehlbehandlung.

Vor allem wird damit klar, dass die ganzen Zwangsmaßnahmen von Lockdowns über Gesichtsmasken und “Social Distancing” bis hin zu den experimentellen Genspritzen völlig überzogen waren. Hätte man der Sache einfach freien Lauf gelassen, wäre es wohl schlussendlich wie bei einer Grippewelle verlaufen. Selbst Moderna-CEO Bancel hat kürzlich zugegeben, dass Covid-19 mit der saisonalen Grippe vergleichbar sei. Und das nach mehr als zweieinhalb Jahren Panikmache und den Milliardengewinnen aus dem Verkauf der Gensuppe seit letztem Jahr.

Da stellt sich auch die Frage, ob SARS-CoV-2 nicht schon viel früher – nämlich vielleicht schon ab September 2019 langsam aber sicher ausbreitete. Und das, ohne dass es wirklich jemandem aufgefallen wäre. Höchstens den Chinesen, die sich schon früh auf einen Ausbruch einer Pandemie vorbereiteten. In den Vereinigten Staaten und in Europa jedoch breitete sich das Virus bereits monatelang ungehindert aus, bevor die Politik überhaupt erst mit den Zwangsmaßnehmen startete.

Woher kommt der Strom? Brandmail an Olaf Scholz

Woher kommt der Strom? Brandmail an Olaf Scholz

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43. Analysewoche

Es ist noch nicht wie früher. Das Strompreisniveau nähert sich allerdings mit einem mittleren Preis in der 43. Woche von 108€/MWh alten Verhältnissen an. Seit dem ´Machtwort` des Kanzlers in Sachen Weiterbetrieb Kernkraftwerke am 17.10.2022 liegt der Durchschnittsstrompreis bis zum 4.11.2022 bei 124€/MWh. Vom 1.1.2022 bis zum 16.10.2022, dem Tag bevor Olaf Scholz´ Machtwort öffentlich wurde, lag der mittlere Strompreis mit mehr als 245€/MWh doppelt so hoch. Im Sommer, in der Zeit vom 1.6.2022 bis zum 16.6.2022 lag der Strompreis im Durchschnitt sogar bei satten 318€/MWh.

Der psychologische Effekt des Machtworts von Olaf Scholz ist für das Strom-Börsengeschehen offensichtlich sehr hoch. Die Aussicht auf wegfallende Stromverknappung zeigt erhebliche Wirkung.

Aber: Sollten nicht kurzfristig die Vorkehrungen getroffen werden, die für einen Weiterbetrieb der drei noch laufenden Kernkraftwerke über den 15.4.2023 hinaus nötig sind, wird die Wiederinbetriebnahme der Ende 2021 abgeschalteten Kernkraftwerke nicht eingeleitet, wird die alte Preisdynamik am Strommarkt zurückkehren. In noch höherem Maß als bis zum 16.10.2022. Ob Olaf Scholz das bewusst ist, wage ich zu bezweifeln. Deshalb habe ich am 5.11.2022 einen Vorabdruck dieses Abschnitts an ihn persönlich und das Kanzleramt per Mail versandt.

Die Deadline für den Weiterbetrieb der KKW über den 15.4.2023 hinaus

Spätestens bis Ende dieses Jahres müssen die entsprechen Maßnahmen, insbesondere die Bestellung des Brennstoffes für die Kernkraftwerke, eingeleitet werden. Ein Machtwort zwei sollte der Kanzler kurzfristig vorbereiten und seinen Koalitionspartnern zur Kenntnis bringen. Tut er das nicht, wird der Point of No Return erreicht, werden die Kernkraftwerke am 15.4.2023 tatsächlich und endgültig vom Netz genommen, wird das Preiskarussell den Strompreis mit Schwung wieder in ungeahnte Höhen treiben. Die aktuelle Niedrigpreisphase ist ein unübersehbarer Hinweis auf das, was kommen wird, wenn Olaf Scholz nicht handelt.

Der beste Zeitpunkt für ein Machtwort 2 wäre die Debatte im Bundestag am 9. November 2022, dem Tag der Deutschen. Der Mann könnte damit seine Kanzlerschaft für die Geschichtsbücher retten. Warum? Weil er die Stromversorgung in Deutschland – weg von den unsicher-volatilen „Erneuerbaren“ – sicherer, nachhaltiger und eben wieder bezahlbar macht.  Er leitete damit faktisch den Ausstieg aus dem Atomausstieg ein, der so unsinnig-vorschnell von Angela Merkel 2011 ´ beschlossen` wurde.  Das wäre mal eine vernünftige Zeitenwende. Der 9. November 2022 könnte ein guter Tag für die Deutschen werden.

Die 43. Analysewoche [Zeitraumanalyse seit 2016Daten-PDF] gestaltete sich regenerativ höchst volatil. Die Konventionellen wollten oder konnten den Strom zur Deckung des Bedarfs über weite Teile der Woche nicht zusteuern. Entsprechend hoch war der Stromimport. Dennoch hielten sich die Preise in Grenzen. Zwar stieg der Preis beim Import von Strom an. Doch nur sechs Mal wurde die 150€/MWh-Marke überschritten.  200€/MWh oder mehr wurden gar nicht erreicht. Ursache: Siehe oben. Ernüchternd  dürften die Prognosen des Zukunfts-Agorameters für die Jahre 2030 (68% Ausbaugrad) und 2040 (86% Ausbaugrad) sein. Allein eine ´Sicht-Analyse`, eine genaue Betrachtung der Charts belegt, dass der Ausbaugrad nur rein rechnerisch stimmt. Praktisch erreicht die regenerative Erzeugung den errechneten Wert häufig nicht. Weil – Achtung: Binse – bei wenig Wind auch viele, viele und noch mehr Windräder nur wenig Strom liefern. Gleiches gilt für den PV-Strom und die Solarkraft. Offensichtlich liefern Solarpaneele – egal, wie viele installiert sind – nachts keinen Strom. Wenn aber sehr viel Wind weht, wenn die Sonne im Sommer um die Mittagszeit sehr stark scheint, ist – je mehr Anlagen installiert sind –  eine massive Strom-Übererzeugung (Beispiel Prognose Wind 2040; Beispiel Prognose PV 2040) mit der sicheren Folge fallender Strompreise bis hinein in den Negativbereich (Beispiel Wind bereits aktuell) garantiert. Die Beispiele zeigen, wie dominant die Windstromerzeugung konzeptuell ist. Fehlt Windstrom, wird auch im Hochsommer die Stromversorgung niemals ausreichend sein. Über Tag springt die PV-Erzeugung weit über Bedarf. Der PV-Strom muss verschenkt werden.

Das Konzept der Energiewende ist in sich nicht schlüssig. Es kann nicht funktionieren. Das Motto „Viele regenerative Stromerzeugungsanlagen helfen viel“ führt sich im Bereich Wind- und Solarenergie selbst ad absurdum. Entscheidend sind Energievolumina der Energieträger Wind und Solar, die auf die Stromerzeugungsanlagen treffen. Der Energiegehalt schwankt erheblich. Manchmal innerhalb weniger Stunden. Weil auch bei rechnerisch hohen Ausbaugraden größere Zeiträume mit wenig Wind- und Solarenergie (Dunkelflaute) auftreten, muss ein konventioneller Backup-Gas-Kraftwerkspark mit einer installierten Leistung von mindestens 80 GW (aktuelle installierte Leistung Gas 31 GW) bevorratet werden. Das kostet den Stromkunden, den Steuerzahler – zusätzlich sehr viel Geld: Für die Kraftwerks-Neubauten, für die Unterhaltung der Anlagen. Dass diese dann H2-ready sein sollen, ist lediglich die Beschönigung einer gewaltigen Geldverschwendung. Am besten wäre es nach meiner Meinung weitere Energiewendeinvestitionen sofort und komplett auszusetzen und voll auf den Weiter-, den Wiederbetrieb und die Planung von Kernkraftwerken zu setzen. Wer Windräder, wer Windkraftanlagen oder wer ganze Windparks bauen will: Gerne. Aber ohne jegliche Subventionierung und auf eigenes Risiko. Für PV-Anlagen gilt das Gleiche.

 

Detailanalysen

Bei der Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und dem daraus generierten Chart handelt es sich um Werte der Nettostromerzeugung, den „Strom, der aus der Steckdose kommt“, wie auf der Website der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Nutzen Sie den höchst empfehlenswerten virtuellen Energiewende-Rechner. (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.) Ebenso den bewährten Energierechner.

Schauen Sie sich an, wie sich eine angenommene Verdopplung (Original-Excel-Tabelle) beziehungsweise Verdreifachung (Original-Excel-Tabelle) des Wind- und Photovoltaik (PV)-Stroms auswirken würde. Beachten Sie bitte, dass der Strom bei entsprechender Kennzeichnung im Chart (= 1) oft eben nur im Tagesdurchschnitt ausreicht.

Man erkennt, dass zum Beispiel gut 40 Prozent regenerative Stromerzeugung im Jahr 2021 nur ein Durchschnittswert sind und dass die knapp 50 Prozent im Jahr 2020 trotz Zubaus weiterer regenerativer Stromerzeugungsanlagen durchaus nicht sicher erreicht werden (1. Januar bis 30. Oktober 2022 = 47,2 Prozent). Der Wind, der Wind, das himmlische Kind, der Wind macht halt, was er will. Wobei noch das oben bereits belegte physikalisch-technische Problem hinzukommt: Weht der Wind schwach, wird wenig Strom produziert. Weht er richtig stark, wird sehr viel Strom produziert. Dann müssen die Windkraftanlagen unter Umständen aus dem Wind genommen, abgeregelt werden.

Der Chart mit den Import- und Exportzahlen bis zum 30. Oktober 2022 sowie der Vortrag von Professor Georg Brasseur von der TU Graz sind sehr erhellend. Professor Brasseur folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft.

Die WiSo-Dokumentation zum Blackout ist dank Professor Harald Schwarz von der BTU Cottbus und diversen Energiewendeprotagonisten (Mindset-GraichenKemfertPaech) in jeder Hinsicht – realistische Einschätzungen/spinnerte Träumereien – informativ. Dass die Energiewende faktisch gescheitert ist, veranschaulicht Professor Fritz Vahrenholt in seinem Vortrag beim „Berliner Kreis in der Union“.

Am 24. Oktober 2022 erschien Energiekrise & Lösungen der Bundesregierung

Ich möchte wieder und besonders auf einen Artikel hinweisen, der auf der Achse erschienen ist und mögliche Folgen einer intensiven Stromerzeugung per Windkraft thematisiert: Wenig Wind durch Windkraft heißt Dürre und Starkregen!

Sehr zu empfehlen, aber leider hinter der Bezahlschranke ist der FAZ-Artikel vom 8. Oktober 2022: ZU BESUCH BEI TRANSNETBW – Stromversorger kämpft gegen Blackout-Gefahr.

Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche, möglich bis 2016, in der jeweiligen Tagesanalyse unten. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vor allem auch die Im- und Exportwerte. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Das Analysewerkzeug stromdaten.info ist ein sehr mächtiges Instrument, welches mit dem Tool Fakten zur Energiewende nochmals erweitert wurde. Falls Sie die Agora-Handelstage vermissen: bitte die in den Tagesanalysen verlinkte Agora-Chartmatrix aufrufen.

Wichtige Info zu den Charts: In den Charts von Stromdateninfo ist Solarstrom gelb markiert und immer oben, oft auch über der Bedarfslinie. Das bedeutet aber nicht, dass dies der Strom ist, der exportiert wird. Im Gegenteil. Wegen des Einspeisevorrangs wird dieser Strom, genau wie anderer regenerativ erzeugter Strom, bevorzugt in das Netz eingespeist. Zum Export bleibt praktisch nur konventionell erzeugter Strom übrig, der immer allein aus Netzstabilisierungsgründen benötigt wird. Gleiches gilt für zusätzliche Stromsenken, umgangssprachlich Stromverbraucher genannt.

Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge zum Beispiel erhöhen den Bedarf erheblich, so sie denn im geplanten Umfang realisiert werden sollten. Der hierfür zusätzlich benötigte Strom wird aber durchaus nicht regenerativ gedeckt. Die Sonne scheint nicht mehr und länger, der Wind weht nicht stärker, nur weil zusätzlicher Strom benötigt wird. Deshalb wird der zusätzlich benötigte Strom aktuell immer zusätzlich konventionell erzeugt. Jedenfalls so lange, bis der „massive Ausbau“ der „Erneuerbaren“ plus Speicher realisiert wurde und 100 Prozent grüner Strom nicht nur im Durchschnitt, sondern auch tatsächlich zur Verfügung steht, wenn er benötigt wird.

Tagesanalysen

Montag, 24.10.2022Anteil Wind- und PV-Strom 54,51 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 66,01 Prozent, davon Windstrom 50,31 Prozent, PV-Strom 4,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,58 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Viel Windstrom, wenig PV-Strom, kein Stromimport [20302040]. Die Strompreise sind fast so niedrig wie in ´alten` Zeiten. Der mittlere Strompreis liegt heute bei gut 80€/MWh. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 24. Oktober ab 2016.

Dienstag, 25.10.2022Anteil Wind- und PV-Strom 39,31 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,01 Prozent, davon Windstrom 31,10 Prozent, PV-Strom 8,21 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,70 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Die Windstromerzeugung lässt nach, die PV-Stromerzeugung bleibt schwach. Stromimport [20302040] wird notwendig. Deshalb steigt der Strompreis, erreicht aber nicht die vor dem 17.10.2022 gewohnten Höhen bis zu 871 €. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 25. Oktober ab 2016.

Mittwoch, 26.10.2022: Anteil Wind- und PV-Strom 31,44 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 45,79 Prozent, davon Windstrom 22,67 Prozent, PV-Strom 8,78 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,35 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Die Windstromerzeugung [20302040] bleibt schwach. Erst ab Mittag steigt sie ein wenig. PV-Stromerzeugung legt etwas zu. Aber: Fast über den ganzen Tag wird Strom importiert. Der Durchschnittstrompreis liegt bei 121€/MWh. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 26. Oktober ab 2016.

Donnerstag, 27.10.2022Anteil Wind- und PV-Strom 39,63 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,50 Prozent, davon Windstrom 28,19 Prozent, PV-Strom 11,43 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,87 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Ein ähnliches Bild [20302040] wie gestern. Der Strompreis liegt im Schnitt bei knapp 125€/MWh. Trotz starker Stromimporte. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 27. Oktober ab 2016.

Freitag, 28.10.2022Anteil Wind- und PV-Strom 41,80 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 55,51 Prozent, davon Windstrom 32,80 Prozent, PV-Strom 9,00 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,71 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Der Freitag [20302040] wartet mit steigender Windstromerzeugung zum Abend auf. Trotz hoher Importe fällt der Strompreis. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 28. Oktober ab 2016.

Samstag, 29.10.2022Anteil Wind- und PV-Strom 27,95 Prozent. Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 45,69 Prozent, davon Windstrom 17,78 Prozent, PV-Strom 10,17 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 17,75 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-ChartsDie Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Der Beginn des Wochenendes [20302040]. Die Konventionellen denken überhaupt nicht daran, ihre Stromerzeugung hochzufahren. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für die Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 29. Oktober ab 2016.

Sonntag, 30.10.2022Anteil Wind- und PV-Strom 30,12 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 47,19 Prozent, davon Windstrom 16,55 Prozent, PV-Strom 13,57 Prozent Strom Biomasse/Wasserkraft 17,07 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Sonntag, wenig Bedarf [20302040]. Der Strompreis schwankt lange um die 100€/MWh-Marke, um zum Vorabend auf 170€/MWh zu steigen. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für die Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 30. Oktober ab 2016.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier.

Seit über sechs Jahren betreibt Rüdiger Stobbe den werbefreien Politikblog www.mediagnose.de.

„Medizin gegen Machtmissbrauch“

„Medizin gegen Machtmissbrauch“

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Die Bundesregierung bezahlt aus Steuergeldern Journalismus im Ausland – in der Ukraine und in Russland, in Belarus, in Afghanistan und möglicherweise bald auch im Iran. Das Programm heißt Hannah-Arendt-Initiative, ist im Auswärtigen Amt angesiedelt und fördert im Moment 360 Personen. Kosten allein in diesem Jahr: 3,5 Millionen Euro. Annalena Baerbock legitimiert diese Investition mit einer Rhetorik, die Deutschland als Hort der Medienfreiheit erscheinen lässt, und verschleiert so, worum es eigentlich geht – um einen neuen Trumpf im Kampf um Definitionsmacht genau dort, wo gegenwärtig die geopolitische Musik spielt.