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Und täglich grüßt der „Ampel“-Pleitegeier: Traditions-Küchenhersteller meldet Insolvenz an
Der deutschlandweit bekannte, auf Maßeinbauten spezialisierte Nürnberger Küchenhersteller „Küchenquelle“ ist insolvent. Die 1978 gegründete Firma hat in dieser Woche beim Amtsgericht Nürnberg Insolvenz angemeldet, wie das Portal „inFranken.de“ berichtet. Rund 300 Arbeitsplätze sind betroffen.
Mindestens 300 Jobs gehen auch beim schwer angeschlagenen Möbelhersteller „Hülsta“ aus Stadtlohn (Münsterland) verloren. Laut WDR will sich das Unternehmen von der Hälfte seiner 600 Mitarbeiter trennen. 180 Arbeiter aus der Produktion und 120 Angestellte aus der Verwaltung sollen eingespart werden, hieß es aus dem Betriebsrat unter Verweis vor allem auf die hohen Energiekosten.
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Interview: Wieso ruft der Chef des US-Generalstabs Mark Milley jetzt zu Verhandlungen mit Russland auf?

Eine Stimme der Vernunft (Verhandlungen mit Russland anstreben) kommt jetzt ausgerechnet aus dem Pentagon, von Joe Bidens oberstem Militärberater, General Mark Milley. Letzterer machte der Administration den obigen Vorschlag und holte sich wohl eine Abfuhr – dann brach er das Schweigegebot und ging, über die New York Times, an die Öffentlichkeit. Obwohl er damit seine Karriere riskiert, wollte er doch nicht den Dingen ihren Lauf lassen bis hin zu dem Punkt, an dem die NATO nur die Wahl hätte, eine Kröte zu schlucken oder nuklear zu eskalieren. Mehr als die Russen fürchtet er offenbar die Inkompetenz und Hybris der Bidens, Blinkens, Nulands, Selenskis und Baerbocks dieser Welt. Der ehemalige Pentagon-Berater Colonel Doug McGregor versucht im Interview mit dem US-amerikanischen Journalisten Aaron Maté, unsere Sinne für die militärische Realität zu schärfen. Von Redaktion
Aaron Maté (AM): Willkommen bei Pushback, ich bin Aaron Maté. Zugeschaltet ist Doug Mcgregor, pensionierter Oberst der US-Army und ehemaliger Berater des Pentagon. Doug, danke, dass Sie wieder bei uns auf Sendung sind.
Doug Mcgregor (DMG): Gerne!
Aaron Maté (AM): Was ist Ihre Reaktion auf die neue Entwicklung von Ende letzter Woche. Wie aus dem Nichts erscheint plötzlich der oberste Offizier des US Militärs, General Mark Milley, Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff (JCS), und spricht sich für Verhandlungen mit Russland aus. Das geschieht nur ein paar Wochen, nachdem progressive Kongressabgeordnete gezwungen wurden, ihren Aufruf für die gleiche Sache, nämlich mit Russland über die Beendigung dieses Krieges zu sprechen, zurückzuziehen. Und jetzt ruft der höchste Offizier des Landes, General Milley, in offensichtlichem Dissens mit Vertretern der Biden-Regierung, zu Gesprächen mit Russland auf. Wie beurteilen Sie die Bedeutung dieses Vorgangs, und warum ist es von allen Menschen ausgerechnet General Milley, der sich für Gespräche mit Russland stark macht?
Doug Mcgregor (DMG): Nun, zunächst einmal ist Milley dafür bekannt, dass er nur Sachen unternimmt, deren Ergebnis er abgeschätzt und als für sich günstig bewertet hat. Er verriet Dinge aus Gesprächen mit Trump, die ihm Nutzen bringen sollten. Wir hatten keine Ahnung ob sie wahr waren oder nicht. Jetzt macht er dasselbe mit der New York Times (NYT).
Im Wesentlichen sagte er, glaube ich, die Ukrainer hätten alles getan was man sinnvollerweise erwarten kann und es sei jetzt Zeit zum Verhandeln. Ziemlich genau das hat er gesagt und höchstwahrscheinlich auch an die Adresse von Präsident Biden gerichtet. Natürlich wollten Biden, Sullivan, Blinken und die anderen nichts davon wissen. So gibt es zwei sehr interessante Aspekte, der zweite betrifft das „aus der Schule plaudern“.
General Milley ist der wichtigste militärische Berater des Präsidenten. Ehrlich gesagt, alles was er sagt ist vertraulich und sollte mit Schweigen behandelt werden. Er kann denken und glauben was er will, aber sobald er etwas davon mit dem Präsidenten teilt – ganz offen gesagt, Aaron, dort hört es auf. Während des Zweiten Weltkrieges war Admiral Leahy im Weißen Haus etwa das, was heute der Vorsitzende der JCS ist, außerdem gab es Ernest King von den National Forces und George Marshall von den Bodentruppen und der Air Force. Sie gingen nicht an die Öffentlichkeit und ließen nichts von dem durchsickern, was sie jemals mit dem Präsidenten besprochen hatten, selbst dann nicht als dieser gestorben war. Okay, das haben wir also ziemlich strikt eingehalten. Es gibt ein paar Ausnahmen wo jemand aus der Schule geplaudert hat, und wenn das einem hohen General passiert, dann wird er normalerweise entfernt. Denn das ist nicht sein Job, er soll beraten, er ist kein Meinungsmacher, kein politischer Stratege. Dann also drittens, was hat Milley vor?
Nun, ich kann euch versichern, dass Milley Angst hat, und das aus gutem Grund. Er hat zwar keine eigene Gefechtserfahrung, aber er kennt die einfachen, harten Tatsachen: Wir haben nicht genügend Munition, genügend Treibstoff, genügend Ersatzteile, genügend Soldaten bereit, um uns auf eine Konfrontation mit Russland einzulassen. Aber er weiß auch, dass es unter bestimmten Umständen auf eine Konfrontation mit Russland hinausläuft. Nun, vor ein paar Wochen war General Petraeus hier, der viel mit Milleys selbständiger Art gemeinsam hat, und er platzte mit der Idee einer multinationalen Task Force heraus, einer „Koalition der Willigen“, überwiegend zusammengesetzt aus Kräften der USA, Polens und Rumäniens, im Ganzen 90.000 Mann stark, die irgendwann in der Westukraine auftauchen sollte, und das werde zu einem friedlichen Ergebnis führen. Nun, Milley ist nicht dumm, er weiß dass das nicht friedlich ausgehen würde. Die Russen haben ganz klar gesagt, dass Sie jede Einmischung in ihre Operation als feindlichen Akt behandeln werden. Außerdem ist ihm klar, dass wir nicht in der Lage sind, uns lange selbst zu versorgen.
Die Ukrainer haben bis jetzt etwa 7.000 Artilleriegranaten am Tag verschossen. Bei den Russen sind es 20.000. Gerade haben wir mit den Koreanern die Lieferung von 100.000 Granaten vom Kaliber 155 Millimeter vereinbart. Wir haben sie für die Ukrainer gekauft. Nun, das Problem ist, das reicht gerade mal 14 Tage lang aus, um die Artillerie zu versorgen. Bei den Russen würde es für fünf Tage reichen. Was ich sagen will: wir können sie nicht konfrontieren, weil uns in der Tiefe der Nachschub fehlt. Und Milley weiß noch mehr: Er weiß was kommen wird. Er hat gesehen, wie die Russen ihre Vorgehensweise völlig geändert haben. Als sie in die Ukraine einmarschierten, war es, als hätten sie eine Hand auf dem Rücken festgebunden. Sie nutzten nie mehr als 20 Prozent ihrer Bodentruppen, bei anfänglich 110.000 Soldaten in der Ukraine. Und im August verlegten sie sich ganz auf die Defensive. Und dabei ist es geblieben: die Stellung konsolidieren, die Hörner einziehen, denn die Generäle hatten Putin gesagt, dass der einzige Weg, dies zu beenden, der militärische ist.
Wenn wir das militärisch beenden wollen, bedeutet das: massive Offensiven, mehr Soldaten, mehr Material. Das braucht seine Zeit, und deshalb sagten die Russen: Schön, wir tauschen Landgewinn gegen Zeit, konsolidieren unsere Stellungen, minimieren unsere Verluste und lassen die Ukrainer sich verausgaben.
Die schlimmsten Kriegstreiber sind Zivilisten
Milley weiß alles über diese Dinge und ist beunruhigt, weil er mit Leuten redet die keinen Bezug zur Realität zu haben scheinen. Und darin liegt die Gefahr. Er möchte nicht eines Tages zum Präsidenten gehen und sagen müssen: Herr Präsident, unsere konventionellen Streitkräfte stehen kurz vor der Vernichtung, weil wir dort hineingetaumelt oder irgendwie hineingezogen worden sind, und jetzt können wir nur noch entweder die Russen um freien Abzug bitten, oder nuklear antworten, aber das möchte er nicht erleben.
Niemand in Washington, der bei Sinnen ist, möchte das erleben. Das Thema stand auch im Zentrum der Gespräche zwischen China und Washington, oder zwischen Xi und Biden, und es wurde klar gesagt, dass keine Atomwaffen irgendwo eingesetzt werden sollten, unter keinen Umständen. Ich glaube, dass General Milley sich Sorgen macht, große Sorgen wegen seiner Ansprechpartner und deren Ahnungslosigkeit in Bezug auf die Realität der Kriegsführung.
AM: Nur um Sie richtig zu verstehen: Milley kommt anderen Kollegen im Weißen Haus zuvor, die Ihrer Meinung nach eine volle amerikanische Kriegsbeteiligung wünschen?
DMG: Ich halte das für möglich – drücken wir’s so aus: Ich glaube, dass der Vorschlag von Petraeus den Zivilisten sehr attraktiv erscheint. Denn was haben wir in den letzten 30 Jahren erlebt? Eine Reihe von Interventionskriegen, immer auf Wunsch der jeweiligen Außenminister. Frau Albright war immer vorne mit dabei. Denken Sie an ihr berühmtes Gespräch mit General Powell:
Nun, Herr General, sie sprechen immer über diese tolle Armee. Warum sollten wir sie nicht einsetzen? Powell antwortete natürlich: Das Militär sollte nicht wahllos eingesetzt werden. Sondern nur, wenn es die letzte Möglichkeit ist, wenn man dazu gezwungen ist. Aber das Fazit, das alle Neocons und Globalisten von der Operation Desert Storm ziehen, ist dieses: „Sieh dir die schönen Spielsachen an. Wir können sie überallhin mitnehmen. Wir können jeden, den wir wollen, zum Gehorsam zwingen.“
Nun, es gibt da ein kleines Problem. Russland kann man nicht zum Gehorsam zwingen, ebensowenig China. Wenn wir es trotzdem versuchen, verlieren wir in Osteuropa. Milley hat das ausgerechnet, versteht es und macht sich Sorgen, dass Blinken, Sullivan und Biden es nicht verstehen, weil sie von Kool-Aid [1] besoffen sind. Was meine ich mit Kool-Aid? Seit dem 24sten Februar haben du und ich und alle Leute der ukrainischen Siegesrede gelauscht: „Die Ukrainer gewinnen, sieh doch, sie gewinnen…“
Nun, sieh dir die Landkarte an. Sie gewinnen mitnichten. Und sie haben schon mehr als 100.000 Tote und noch mehr Verletzte. Und eine große Menge an Ausrüstung ging verloren – zerstört oder gestohlen. Sie pfeifen momentan auf dem letzten Loch. Sie haben nichts mehr aufzubieten – sie warten nur noch bis der Hammer erscheint, der sie zermalmen wird, und deshalb sagt Milley: „Sie haben ungefähr alles getan was man erwarten kann, ich finde, sie sollten jetzt verhandeln“ und welche Antwort bekommt er? „Auf keinen Fall. Wir müssen die Russen kleinkriegen, sie besiegen, sie müssen begreifen, wir müssen ihnen diese Lektion erteilen“. Es ist verrückt.
AM: Hier ist eine Meldung von CNN, die zu Ihrer These passt, dass die Bürokraten, die Zivilisten im Außenministerium viel aggressivere Falken sind als die Leute im Pentagon. CNN sagt „ein Beamter erklärte, dass das Außenministerium genau die Gegenposition von General Milley vertritt. Diese Dynamik führte zu der einzigartigen Situation, in der die Militärs in stärkerem Maße als die US-Diplomaten zur Diplomatie drängen.“
Überschätzung der US-Streitkräfte
DMG: Natürlich. Nun, du weißt, dass wir seit mindestens 20, eher 30 Jahren das amerikanische Volk belügen – wieso belügen – wir haben immer gesagt: „wir sind die größte Militärmacht der Welt, niemand kann sich mit uns messen.“ Aaron, das stimmte schon damals nicht! Und seit 1991 haben wir den größten Teil unserer Fähigkeiten abgebaut. Was wir heute haben, ist ein Schatten von dem was vor 30 Jahren existierte. Und heute haben wir kein Monopol mehr auf die Technologien die uns so erfolgreich machten. Vieles davon ist Mikroelektronik, die die Waffen präziser macht.
Tatsache ist, die Generäle haben sich alle zwei Wochen mit neu geschaffenen Medaillen für Weihnachten geschmückt und allen erzählt, sie seien Helden, und wir könnten alles erreichen, aber das stimmt nicht und sie sahen, dass der Bluff nicht funktionierte, und dann ging, denke ich, Milley ins Weiße Haus und sagte: Seht her, ihr wisst, dass das sehr gefährlich ist, wir wollen das nicht fortsetzen, wir müssen das beenden bevor es unkontrollierbar wird. Nebenbei, als wir vor diesem Interview am Diskutieren waren, hörten wir von zwei irregeleiteten Raketen die kurz hinter der polnischen Grenze eingeschlagen sind, wobei zwei Polen getötet wurden. Deshalb tagt jetzt der polnische nationale Verteidigungsrat.
Nun, ich weiß nicht, was dabei herauskommen wird, ich nehme an, die Russen werden sagen wie leid es ihnen tut [8], und versprechen dafür zu sorgen, dass es nicht wieder passiert. Ob dann die Polen damit zufrieden sein werden ist schwer zu sagen, aber auf Seiten der NATO sehe ich kein Bedürfnis, die Allianz zum Kampf gegen Russland zu motivieren, ich sehe einfach nichts dergleichen. Vielleicht wollen die Polen kämpfen, oder einige der Rumänen, aber das hängt alles von uns ab, wir sind das Rückgrat. Wir haben angefangen, die Führung liegt bei uns.
AM: Lassen Sie uns über den Zustand der ukrainischen Streitkräfte sprechen. Wie Sie schon sagten, ist das übliche Bild das man uns vermittelt, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt, und zum Beweis führt man die Siege in Cherson und Charkow an.
Die russische Strategie
Aber mittlerweile wird auch still und leise zugegeben, wie hier in der NYT, dass das russische Militär trotz dieser Schlappen auf dem Schlachtfeld immer noch eine effektive Kampagne mit Raketen und Drohnen gegen die ukrainische Infrastruktur betreibt, was nach Ansicht von US-Beamten und militärischen Analysten auf Lücken in dem schwer belasteten ukrainischen Luftverteidigungssystem schließen lässt. Und vielleicht aus diesem Grund sagte jüngst ein US-Beamter in dem Magazin *Politico*:
„Warum nicht über Friedensverhandlungen reden, bevor wir weitere 100.000 Soldaten ins Verderben schicken“
Ist es nicht bezeichnend, dass es nun Kommentare dieser Art aus offiziellen Quellen gibt, was es meines Wissens bisher in diesem Krieg noch nicht gab?
DMG: Nun, die russische Entscheidung, sich nach anfänglichen Gebietsgewinnen in den russisch sprechenden Regionen passiv und defensiv zu verhalten, hat sich in Wirklichkeit bezahlt gemacht, und die Ukrainer verloren -zigtausende Soldaten in der endlosen Reihe ihrer Gegenangriffe. Nun verweisen viele Leute auf Charkow und sagen das war doch ein schöner Erfolg dort oben – nun, dort standen aber nur 2.000 Russen. Nichts in dem flachen Gelände konnte die Russen aufhalten, bis sie den Fluss erreichten der kurz vor der russischen Grenze verläuft. Die Russen sagten: wir brauchen diese 2.000 Mann und werden sie nicht opfern, also holt sie dort raus und lasst die Ukrainer das Gebiet besetzen.
Und, nebenbei, während sie dort drin sind, wollen wir mit einem Gegenangriff so viele von ihnen töten wie wir können – und genau das taten sie, und die Ukrainer verloren 30 bis 40 Prozent dieser Soldaten, von ursprünglich 30.000, ein herber Verlust. Und ähnliche Situationen gab es entlang dieser ganzen östlichen Front, erst in Cherson war es dann anders. In Cherson hatten wir 30.000 russische Soldaten in der Stadt, und flussaufwärts am Dnepr gab es einen Staudamm. Wenn dieser zerstört würde, würde die ganze Stadt überschwemmt werden. Die Russen entschieden sich gegen dieses Szenario. Sie wussten, dass sie die Stellung halten konnten, darum ging es nicht, sie hatten enorme Verteidigungsanlagen gebaut.
Doch der oberste Kommandeur sagte zu Putin: Herr Präsident, ich will die Truppen da rausholen, wir brauchen dieses Gebiet jetzt nicht, wir können es jederzeit aufs Neue in Besitz nehmen. Holen wir die Soldaten raus, lassen sie sich ausruhen und regenerieren, dann können wir sie in den Großoffensiven dieses Winters einsetzen.
Die Russen haben Territorien immer als etwas betrachtet, das nur gut ist, wenn es der eigenen Seite Vorteile bringt. Sie haben eine lange Geschichte, Gebiete links und rechts aufzugeben wenn es strategisch sinnvoll war. So haben sie die Mongolen bekämpft, so haben sie die Hunnen bekämpft, und auch die Türken, die Tartaren, jeden Gegner. Und sie bekämpften mit dieser Methode auch Napoleon und die Franzosen, und später im Zweiten Weltkrieg die Deutschen. Gelände an und für sich hat nicht viel Wert, außer wenn es dem Besitzer Vorteile bringt. Wenn du einen Vorteil hast, halt ihn fest, und das haben sie entlang der ganzen Ostfront beherzigt. Sie haben den Frontverlauf so gewählt, dass sich ihr Gelände leicht verteidigen lässt, denn du willst dich mit dem geringsten Aufwand verteidigen und dabei zugleich möglichst viele Angreifer töten.
Darauf verstehen sich die Russen, sie haben das erfolgreich praktiziert. Die jetzige Situation kann nicht lange so bleiben, weil es der Ukraine an Soldaten fehlt. Sie haben nicht einmal mehr Treibstoff für ihre gepanzerten Fahrzeuge. Deshalb mussten sie viele davon, die meisten, zurückziehen. So kommen sie keinen Schritt weiter. Sie können auch ihre Verwundeten nicht mehr vom Schlachtfeld in Sicherheit bringen. So sterben viele Ukrainer unnötig an ihren Verletzungen. Wir schicken ihnen 100 M113 Mannschaftstransporter in unterschiedlichem Zustand, und die meisten müssen dann als Krankenwagen herhalten. Auf schwer umkämpften Schlachtfeldern kannst du nicht mit Helikoptern landen um Menschen zu evakuieren.
So funktionierte es in Vietnam und Korea: Ein MASH-Helikopter [2] taucht auf, sammelt die Verletzten ein, fliegt sie aus und ihr Leben wird gerettet. Hier funktioniert das nicht! Die Russen haben ein integriertes Luftverteidigungssystem. Deshalb ist auch die ukrainische Luftwaffe nicht sehr effektiv. Wenn wir mit unserer Air Force dort reingingen, würden wir in kürzester Zeit viele Maschinen verlieren. Und kürzlich wurde bekanntgegeben, dass auch der Bereitschaftsgrad unserer Air Force zu wünschen übriglässt.
Befreiungsversuche
Daher glaube ich, unsere Generäle haben endlich reinen Tisch gemacht und sich gegen die Regierungslinie positioniert. Wie weit sie unter vier Augen gegangen sind, weiß ich nicht, aber ich glaube Milley befürchtet, man werde sie zu Fehlentscheidungen zwingen, also hat er seine Stimme hören lassen, und nachdem er mit der Antwort sehr unzufrieden war, beschloss er, es durchsickern zu lassen. Vielleicht kriegen wir in den kommenden Tagen ein klareres Bild, wie schlimm es auf unserer Seite wirklich aussieht, das wäre hilfreich. Das amerikanische Volk sollte wissen, dass, während wir nicht allzu starke Kräfte haben, und diese nicht in optimalem Zustand sind, wir auf die Truppenstärke bezogen mehr Generäle und Admiräle haben, als während unserer ganzen Geschichte. Es ist als fielen sie von den Bäumen. Wir hatten so viele Hauptquartiere mit so vielen Admirälen und Generälen, dass einem das Lachen darüber vergeht. Es ist eine Schande.
AM: Erst diese Woche hat sich CIA-Chef Bill Burns mit seinem russischen Amtskollegen zusammengesetzt. Das Weiße Haus bestand darauf, dass es nicht um die Beendigung des Krieges gegangen sei, oder eine Übereinkunft, sondern nur um Deeskalation und die Vermeidung eines Atomkrieges. Glauben Sie das?
DMG: Ja da weiß ich nicht mehr als du. Es kann gut sein, dass Bill Burns, angesichts seines Hintergrundes, strikte Order hat auf keinen Fall einen Waffenstillstand zu erörtern. Denn die erste Voraussetzung für Friedensgespräche ist ein Waffenstillstand, und gegen den hat sich jeder gestellt, denn es heißt ja, die Ukraine gewinnt, und dann will man keinen Waffenstillstand.
Also kann es gut sein, dass sie die Wahrheit sagen, außerdem, wenn Du jetzt zu den Russen gingest, glaube ich nicht, dass du einen Waffenstillstand herausholen könntest. Verhandeln könntest du, aber was würdest du erreichen? Ich meine, ihre ursprünglichen Ziele, um das mal so zu sagen, waren ganz einfach. Nummer 1: Die Ukraine soll nicht in die NATO. kein NATO-Land darf in der Ukraine Truppen stationieren. Nummer 2: Die beiden abgespaltenen Ostgebiete erhalten Autonomie. Die Einwohner sind schließlich Russen. Nummer 3. Die Krim sollte als legitimer Teil Russlands anerkannt werden. Das war sie seit 1700. Die Episode mit Chruschtschow, der in betrunkenem Zustand Kiew mit der Krim beschenkte, ist Unsinn. Und schließlich, zurück zu den Ministergerichten, gib den in der Ukraine lebenden Russen die gleichen Rechte wie anderen Bürgern. Und das ist alles.
Und wenn du jetzt plötzlich auftauchtest, was glaubst du, dass du von den Russen bekämest? Ich glaube nicht, dass du viel herausholen würdest. Sie würden dich anhören aber ich glaube nicht du würdest viel erreichen.
Zivile versus militärische Ziele
AM: Nach dem Angriff auf die Kerch-Brücke, die Russland mit der Krim verbindet, antwortete Russland mit den bis heute schlimmsten Angriffen auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine, und kürzlich wurden sie fortgesetzt. Ich frage mich, wenn kein Waffenstillstand kommt, sondern eine große russische Offensive mit den neu ausgehobenen Hunderttausenden von Soldaten, was glaubst du, wie das aussehen wird?
DMG: Zuallererst muss ich zurück zu einem Punkt um dich dort zu korrigieren. Wir reden immer von ziviler Infrastruktur. Aber wenn du im Krieg bist und das Stromnetz versorgt deine [3]) Armee, und du zerstörst das Stromnetz, dann nicht, weil du der Bevölkerung schaden willst. Sondern du versuchst, das Militär vom Zugang zu Energie abzuschneiden. Also sollten wir eines verstehen: die Russen haben nicht absichtlich Zivilisten als Ziel ausgewählt – umgekehrt jedoch gibt es eine Menge Beweise, dass der amerikanische HIMARS Raketenwerfer von den Ukrainern wissentlich zum Angriff auf Zivilisten in Donezk, Luhansk, der Krim und anderen Orten eingesetzt wurde. [4]
Darüber redet keiner, weil ja die Ukraine immer makellos, demokratisch und perfekt ist, und Russland böse, autoritär und fürchterlich. Aber in Wahrheit bietet die ukrainische Seite keinen schönen Anblick. Bei den Russen hat man sich bisher recht genau an Ziele von militärischem Wert gehalten. Wie es aber in Zukunft sein wird weiß ich nicht.
Im Kosovokrieg, während der Luftangriffe auf Serbien, war ich Direktor des Joint Operation Center. Und wir hatten schon nach eineinhalb Wochen alle im engsten Sinne militärischen Ziele zerstört: alle Flugplätze, Kasernen und solche Dinge. Es war nicht mehr viel übrig – Jugoslawien war fast noch ein dritte-Welt Land, es war nicht sehr weit entwickelt.
Dann hatten wir eine Sitzung um das weitere Vorgehen zu besprechen. Sollen wir die Yugo-Fabrik angreifen? [5] Nun, dort werden tatsächlich auch Fahrzeuge für die jugoslawische Armee gebaut. OK, wir greifen sie an. Was ist mit den Donaubrücken? Nun, von diesen wurden nur zwei vom Militär benutzt. Aber es gab 23 Brücken – könnte die jugoslawische Armee auch die anderen benutzen? Ja – also griffen wir alle dreiundzwanzig an.
Was ich sagen will ist, wenn du in den Krieg ziehst, dann rückt das, was anfänglich rein zivil war, mit dem Fortschreiten des Krieges und des Mobilisierungsgrades immer mehr in die Kategorie des „warte mal, das hat auch mögliche militärische Anwendungen“.
Ich finde wir haben es damals im Kosovokrieg übertrieben. Ich glaube nicht dass die Russen diesen Punkt schon erreicht haben. Aber ich glaube, wenn die großen Offensiven beginnen, werden sie alles vernichten was Widerstand leisten könnte. Sie werden es nicht darauf ankommen lassen.
(…)
Die Optionen der Russen
Aber soweit ich das bisher aus der Ferne sehen konnte, sind die Russen bisher viel vorsichtiger und sorgfältiger bei der Auswahl ihrer Ziele gewesen als die NATO in Serbien.
Wenn sie jetzt auch die Wasserversorgung angreifen – und es sieht danach aus – das heißt: Angriff auf Wasserwerke, auf Kraftwerke, auf Treibstoffdepots für Diesel, Benzin, auf jede Art von Raffinierungskapazität und Produktionskapazität, nicht nur militärisch – all das muss sein wenn du das Niveau der gegen dich gerichteten Fähigkeiten senken willst, und ich glaube wir werden erleben, dass die Russen nun jeden Tag und jede Nacht bis zur Großoffensive dazu nutzen werden, auch die restlichen Fähigkeiten des Gegners zu dezimieren.
Es ist nun im russischen Interesse, die Ukrainer frieren zu lassen. Es ist im russischen Interesse, die Europäer frieren zu lassen. Ganz besonders die Deutschen. Wir haben dafür gesorgt und es herbeigeführt [6]. Nicht die Russen waren es, sondern wir. Und das wissen die Russen. Es gehört nicht zu den Sachen die sie zu Beginn ihrer Operation, dieser SMO, geplant hatten.
Diese SMO begann sehr begrenzt, sehr gezielt und sollte ein bestimmtes Ergebnis liefern. Doch dazu kam es nicht. Die zugrundeliegenden Annahmen waren fehlerhaft. Die Russen konnten nicht ahnen, dass wir militärische Ausrüstung im Wert von so vielen Milliarden Dollar liefern würden. Ich glaube auch nicht, dass sie damit rechneten, dass wir Angestellte britischer oder US-amerikanischer Firmen, ehemalige oder sogar aktive Soldaten in ziviler Kleidung, an die Front schicken würden um komplexe Systeme wie den HIMARS Raketenwerfer zu bedienen. Wir kennen nicht einmal das volle Ausmaß dieser Aktivitäten. Ich glaube auch nicht, dass sie damit rechneten, dass auf Kommandeursebene NATO-Personal zur Unterstützung des ukrainischen Personals eingesetzt werden würde. Und sie ahnten nicht, dass NATO-Hauptquartiere die ukrainische Kriegsführung aus der Ferne lenken würden.
So haben die Russen den Gegner falsch eingeschätzt, diese Einschätzung müssen sie nun korrigieren und unbarmherzig werden, um diesen Krieg zu einem Ende zu bringen. Und ich glaube, General Milley weiß über diese Dinge Bescheid. Und Milley kann nicht der einzige sein, und deshalb glaube ich, er ging ins Weiße Haus, sagte dort die Wahrheit und war nicht zufrieden mit der Antwort die man ihm gab.
AM: Mit Bezug auf das, was Sie gerade ausgeführt haben, wie dieser Krieg für Russland zu einem Imperativ wird, die Ukrainer und Europäer frieren zu lassen: Wenn Sie in Washington kraft Ihres Amtes diesen Krieg beenden könnten, würden Sie doch diese Option ergreifen, außer wenn Ihnen ukrainische und europäische Menschenleben egal wären?
DMG: Nun, Aaron, ich habe nicht viele Hinweise auf großes Mitgefühl in dieser Abteilung entdecken können. Wenn es dieses Mitgefühl gäbe, hätten wir den Krieg niemals so weit kommen lassen. Und, wie ich dir und deinen Kollegen schon gesagt habe, hätte ich auch nicht geglaubt, dass uns mal ein US-Präsident in Osteuropa in einen Krieg mit Russland verwickeln würde.
Unser einziges wirkliches Interesse an dieser Region liegt in der Beendigung des Krieges und der Implementierung einer Lösung, was immer dazu nötig ist. Ende Februar schrieb ich einen Gastartikel und schlug vor, eine Armee aus neutralen Staaten zusammenzustellen, aus Finnland, Indien, Österreich, Malaysia und anderen, die zwischen den Armeen der Russen und Ukrainer für eine Waffenstillstandszone sorgen sollte. Und dann Gespräche führen, bis eine Lösung gefunden ist. Aber niemand interessierte sich dafür. Doch jetzt gibt es auf einmal wenigstens *eine* Stimme der Vernunft, und bestimmt gibt es noch mehr Menschen in Uniform die auch sagen: es ist Zeit aufzuhören – aber ich glaube nicht, dass wir das schaffen.
Die UNO ist keine Hilfe
AM: Glauben Sie, dass Russland ausreichende Anstrengungen unternommen hat in dieser Richtung – einmal sprach ja Putin von Friedenstruppen für den Donbass? Aber aus meiner Perspektive, und vielleicht täusche ich mich ja, konnte ich nicht erkennen, dass sie viel Aufhebens davon machten. Ich habe sie nicht im UN-Sicherheitsrat gesehen, um dort zu sagen, wir brauchen internationale Friedenstruppen um die Bewohner des Donbass zu schützen und einen Krieg zu vermeiden, oder wir werden selbst einmarschieren müssen, weil es kein anderer tut, und die USA sind zurück in der Ukraine, die diese ethnischen Russen im Donbass mit Artilleriefeuer belegt. Deshalb brauchen wir internationale Friedenstruppen. Hat Ihrer Meinung nach Russland sich ausreichend engagiert um die Gewalt zu vermeiden?
DMG: Nun, ich weiß, dass viele Russen in den Städten und Dörfern des Donbass leben, die laut eigener Aussage kurz davorstanden, von Mitgliedern des Asow-Regiments liquidiert zu werden, als im letzten Moment russische Truppen und Panzer auftauchten und verhinderten, dass sie erschossen und ihr Dorf niedergebrannt wurde. Also war das eine reale Gefahr.
Ich glaube nicht, dass Putin viel Vertrauen in die UNO hatte und vermute, dass er wahrscheinlich damit richtig lag, wenn man an die letzte Abstimmung denkt. Ich meine, die meisten Delegierten der UNO, wenn wir sagen, ihr sollt auf eine bestimmte Weise abstimmen, werden sie es tun, weil wir über Mittel verfügen, ihr Leben zu beeinflussen, indem wir die dollarbasierte Wirtschaft und Finanzen zusammen mit den Finanzinstitutionen kontrollieren. Wir kontrollieren den IWF und die Weltbank, und folglich, wenn du in Zentralafrika, Lateinamerika oder Südwestasien bist, wirst du dich dann widersetzen und sagen es tut uns leid, wir sind nicht eurer Meinung, die Russen haben ein stichhaltiges Argument? Viel eher werden wir sagen: seht, wir mögen zwar diesmal mit den Russen sympathisieren, aber es ist nicht in unserem Interesse uns damit zu exponieren, deshalb werden wir mit den USA stimmen.
So hatte er [Putin] wahrscheinlich recht mit der Schlussfolgerung, dass er von dort nicht viel Hilfe zu erwarten hatte. Ich glaube, sein größtes Problem war, nicht zu verstehen was uns derzeit in Washington regiert, diese Bande die *entschlossen ist*, auf Teufel komm raus, Russland zu ruinieren, das Land und seine Regierung zu zerschlagen, und zweitens glaube ich, er unterschätzte, in welchem Ausmaß wir tatsächlich in Kiew das Sagen hatten.
Selenski als Spielball des Westens
AM: Und wie weit reicht diese Kontrolle, zum Beispiel…
DMG: Absolut. Sie ist absolut. Wenn der US-Präsident Verhandlungen zu einer Friedenslösung wollte, würde er Selenski anweisen, die Klappe zu halten. Nun gibt es die Theorie, dass Selenski von Ultranationalisten umgeben ist, die ihn töten wollen, wenn er so etwas tut. Ich weiß nicht … dazu kann ich nichts sagen. Aber wenn ihm die Ukraine am Herzen liegt, sollte er vielleicht dieses Risiko eingehen, um Menschenleben zu retten. Bis jetzt konnte ich jedoch keine Ansätze in dieser Richtung erkennen, oder hast du welche gesehen?
AM: Nein. Ich meine, wir wissen von Fiona Hill [7], dass nach offiziellen Angaben Ende April ein Entwurf für ein Friedensabkommen existierte. Sie erklärte nicht, was diesen Plan vereitelt hat, aber Putin behauptet, und die ukrainischen Medien berichten gestützt auf Selenski-nahe Quellen, dass der damalige britische Premierminister Boris Johnson nach Kiew kam und Selenski wissen ließ, dass der Westen seine Unterstützung für die Ukraine beenden würde falls er ein Friedensabkommen mit Russland schließen sollte. Er befahl ihm also de facto, weiterzukämpfen, und Selenski gehorchte.
DMG: Wir dürfen nicht vergessen, dass London und Washington in dieser Angelegenheit am selben Strang ziehen. Dass Boris Johnson in Kiew diese Dinge sagen konnte, wäre niemals denkbar gewesen ohne vorherige Abstimmung mit Washington. Man kann also sicher sein, dass sie sich einig waren. Und London, das außer uns der schärfste Befürworter des Krieges mit Russland ist, wie du am Einsatz ihrer Spezialkräfte als Trainer und Assistenten an allen möglichen Stellen in der Ukraine sehen kannst, bildet auf britischem Boden tausende ukrainischer Soldaten aus, schon seit einiger Zeit. Deshalb sollten wir nicht so sehr Boris Johnson als Akteur sehen, sondern London als Teil jener Achse mit Washington, das im Sinne von Washington agiert.
(…)
Übersetzung: Max Stadler
[«1] Kool-Aid ist ein in den 1920-er Jahren in Nebraska hergestelltes Getränkekonzentrat. „Drinking the Kool-Aid“ ist eine Metapher für die Übernahme einer Ideologie unter Gruppenzwang.
[«2] Das Akronym M*A*S*H steht für den Hubschrauber Bell 47. Die Buchstaben bedeuten: Mobile Army Surgical Hospital.
[«3] Mcgregor meint hier wohl eher: die feindliche Armee.
[«4] Über derartige Angriffe wird in RT auf täglicher Basis sowie in Dokumentationen berichtet, während westliche Medien das Thema konsequent verschweigen.
[«5] Gemeint ist die heutige serbische Firma Zastava, die damals den Yugo, einen Kleinstwagen, baute.
[«6] Die Amerikaner sagen immer „wir“ wenn sie von den USA reden, und bleiben diesem „wir“ treu egal in wie unvorteilhaften Licht die USA erscheinen. Der Satz bezieht sich ansonsten auf die Gasknappheit angesichts des kommenden Winters, ausgelöst durch die Sanktionspolitik und die Sabotageakte an den Nordstream Pipelines. Was Mcgregor hier sagen will, ist wahrscheinlich: Es wäre im russischen Interesse, wenn auch die Deutschen endlich begriffen, wer ihnen die Energieprobleme eingebrockt hat, nämlich nicht Putin, sondern sie selbst und die USA.
[«7] Fiona Hill arbeitete als Expertin für russische und europäische Beziehungen unter den Präsidenten Bush, Obama und Trump.
[«8] Man „stellte fest“, bald danach, dass die fehlgeleitete Rakete von einer ukrainischen S-300 Luftverteidigungsbatterie stammte, und verkündete dies von höchster Stelle aus (Biden). Es ist schon ungewöhnlich, dass man diesmal nicht den Russen die Schuld gab, und es zeigt den dringenden Wunsch, eine direkte Kriegsbeteiligung nach NATO-Artikel 5 zu vermeiden.
Titelbild: Von U.S. Secretary of Defense – SECDEF USSOCOM Change of Command, CC BY 2.0, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=122488581
Wolfgang Ischinger fordert „Kriegswirtschaft“ für Deutschland
„Keynes ist der Gewinner des Tages, nicht Milton Friedman“: Ein Interview von Claudio Grass mit dem ehemaligen tschechischen Staatspräsidenten Prof. Dr. Vaclav Klaus

Der Interviewer, Claudio Grass, ist Mises-Botschafter (hier), Gründer von www.claudiograss.ch und ein anerkannter Experte für Geldgeschichte, Wirtschaft und Edelmetalle. Er ist Referent und Publizist für Finanz- und Wirtschaftsfragen und schreibt über globale Märkte, internationale Finanzen, Geopolitik, Geschichte und Wirtschaft. Claudio ist ein leidenschaftlicher Verfechter der freien Marktwirtschaft und der libertären Philosophie. Er folgt den Lehren der Österreichischen Schule der Nationalökonomie und ist davon überzeugt, dass solides Geld und menschliche Freiheit untrennbar miteinander verbunden sind.
Hier sein Interview mit dem ehemaligen tschechischen Staatspräsidenten Prof. Dr. Vaclav Klaus.
Vielen von uns, egal wie gut sie sich in der Geschichte, in politischen Angelegenheiten oder in sozioökonomischen Fragen auskennen, können die gegenwärtigen Bedingungen im Westen und insbesondere in Europa manchmal wie die Handlung eines schlechten Films erscheinen. Es wird oft gesagt, dass sich die Geschichte nicht wiederholt, aber sie reimt sich, und das, was wir heute erleben, ist ein gutes Beispiel dafür. Dennoch hätte man erwartet, dass zumindest einige derjenigen, die für die „großen Entscheidungen“ verantwortlich sind, etwas aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hätten – wenn nicht aus den Fehlern ihrer Vorgänger, dann zumindest aus ihren eigenen.
Die derzeitige politische Entwicklung, die lediglich eine Beschleunigung des Trends der letzten Jahrzehnte hin zu einer weiteren Zentralisierung und Konzentration der Macht in den Händen einiger weniger „Gesalbter“ darstellt, ist nun offensichtlich in eine besonders gefährliche Phase eingetreten. Die gezielte Entmachtung des Einzelnen, die Infantilisierung der Politik, die Unterdrückung freier Debatten und die Dämonisierung Andersdenkender haben unsere Gesellschaften und unsere Volkswirtschaften an den Rand ihrer Belastbarkeit gebracht.
In der Ukraine tobt ein echter Krieg mit zahllosen direkten und indirekten Opfern, eine Wirtschaftskrise, wie es sie seit langem nicht mehr gegeben hat, macht den arbeitenden Haushalten zu schaffen. Der „unsichtbare Dieb“, die Inflation, vernichtet alles, was von der Mittelschicht übriggeblieben ist, und zwingt die einstigen Nutznießer der „Foodbaks“, zu deren Nutznießern zu werden. Dabei scheint niemand die Schuld dort zu suchen, wo sie hingehört.
Über solche Überlegungen und Fragen sprachen wir kürzlich mit dem ehemaligen Präsidenten der Tschechischen Republik, Prof. Ing. Václav Klaus. In dem folgenden Interview gibt er viele Denkanstöße und schöpft dabei aus seiner eigenen umfangreichen Erfahrung in der Politik in den schwierigsten Zeiten der jüngeren Erinnerung und aus seinem tiefen Verständnis von Geopolitik, Wirtschaft und der menschlichen Natur.
CG: Obwohl man argumentieren kann, dass sich Europa seit mindestens einem Jahrzehnt in einer Krise befindet, kann man sagen, dass es dieses Mal anders ist. Es herrscht ein echter Krieg vor der Haustür, und jeder zahlt in der einen oder anderen Form den Preis dafür, nicht nur die direkten Kontrahenten. Russlands Vormarsch ist im Wesentlichen zum Stillstand gekommen, während die Risse in der europäischen Wirtschaft und im sozialen Gefüge von Tag zu Tag größer werden. Wie lange kann das Ihrer Meinung nach noch so weitergehen, und was sind Ihre größten Befürchtungen hinsichtlich der Fortsetzung dieses Konflikts?
VK: Ich stimme zu, dass es jetzt anders ist. Die derzeitige Krise ist viel tiefer als die Situationen, die wir (oder die Politiker) in der Vergangenheit unverantwortlicherweise als „Krisen“ bezeichnet haben. Sie ist das Ergebnis einer einzigartigen Kombination von Faktoren und Ursachen. Einige von ihnen sind direkt sichtbar und sorgen für Schlagzeilen, andere sind unsichtbar und werden daher nicht ausreichend offengelegt oder diskutiert. Die erste Gruppe von Faktoren besteht aus Einzelereignissen, während die zweite Gruppe aus langsamen, schrittweisen Veränderungen des politischen, sozialen und wirtschaftlichen Systems besteht. Sie sind statistisch nicht messbar. Niemand kann sie sehen, weil sie in kleinen Schritten ablaufen. Dennoch ist gerade diese zweite Gruppe von Entwicklungen besorgniserregender. Kriege, die Energiekrise und die Massenmigration machen Schlagzeilen, aber systemische Veränderungen nicht. Ich befürchte, dass wir nicht darauf achten, wie weit wir uns bereits von freien Märkten und politischer Demokratie entfernt haben.
CG: Wie wir es bei jedem Konflikt erleben, laufen die Propagandamaschinen auf Hochtouren, und Angstkampagnen verbreiten Panik und Spaltung in der Bevölkerung. Wenige Wochen nach Beginn dieses Krieges und seitdem in zunehmendem Maße wird ein pauschaler Hass auf „den gesamten Westen“ oder „alle Russen“ propagiert. Wie beurteilen Sie solche kollektivistischen Sichtweisen?
VK: Manchmal unterschätze ich fälschlicherweise die Rolle der Propaganda, weil ich glaube, dass ich gegen sie immun bin, weil ich kein Fernsehen schaue oder von den sozialen Netzwerken abgeschottet bin. Ich gebe zu, dass das eine falsche Perspektive ist. Direkte Propaganda ist eine Sache, aber die allgemeine Einseitigkeit und Voreingenommenheit der Medien ist viel schlimmer. Was wir jetzt erleben, ähnelt dem, was wir das letzte Mal in den 1950er und 1960er Jahren erlebt haben. Ich bewundere George Orwell, ich halte ihn für ein Genie und sein Buch „1984″ für eine historische Leistung. Aber ich war immer gegen die hyperbolische und überdramatische Verwendung von Orwellschen Aphorismen zur Beschreibung der realen Welt. Ich hatte Angst, die Situation oder meine Feinde und Gegner zu trivialisieren. Das ist jetzt anders. Orwell ist unmittelbar konkret geworden.
CG: In Europa wird der Ruf nach einem „Marshallplan“ für die Ukraine immer lauter, am lautesten von Bundeskanzler Olaf Scholz und der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen. Der Wiederaufbau der Ukraine wird nach Schätzungen der Weltbank rund 350 Milliarden Dollar kosten. Glauben Sie angesichts der Ergebnisse des ursprünglichen Marshallplans, dass es eine gute Idee wäre, ihn jetzt zu wiederholen?
VK: Als Wirtschaftswissenschaftler glaube ich weder an Marshall-Pläne im Allgemeinen noch an den Marshall-Plan nach dem Zweiten Weltkrieg im Besonderen. Die Bedeutung des ursprünglichen Plans wurde propagandistisch überbewertet. Ich kenne Studien, die seine marginale Rolle belegen. Der Wiederaufbau Europas nach dem Krieg war das Werk von Ludwig Erhard, nicht von George Marshall. Die Rolle der Auslandshilfe ist von Peter Bauer, Deepak Lal und anderen kanonisch dargelegt worden. Ausländische Hilfe gefällt den Gebern mehr als den Empfängern. Ich sehe es jetzt in den Augen der tschechischen Politiker. Es ist nicht ihr eigenes Geld, das sie verschenken.
CG: Während der Krieg die Aufmerksamkeit der Medien und die politischen Reden monopolisiert hat, gibt es noch viele andere Probleme und Bedrohungen, mit denen die Europäer konfrontiert sind, und die meisten davon gab es schon vorher, aber niemand hat sie wirklich beachtet. Die Inflation ist das gravierendste dieser Probleme und zwingt unzählige Haushalte zu unmöglichen Entscheidungen. Westliche Politiker schieben alles auf „Putins Krieg“, aber sind Sie der Meinung, dass insbesondere die Geld- und Finanzpolitiker in der Eurozone selbst Verantwortung übernehmen müssen?
VK: Ich halte die Inflation für das wichtigste Problem dieser Tage. Es geht nicht nur um Putin, sondern auch um den Green Deal und vor allem um die inflationäre Geld- und Steuerpolitik, die nach der Rezession 2008-2009 „normal“ geworden ist. Quantitative Lockerung und Null- (oder Negativ-) Zinssätze in der Geldpolitik der Zentralbanken und Defizitfinanzierung in der Finanzpolitik der Regierungen haben ein makroökonomisches Ungleichgewicht geschaffen. Wir leben in einer inflationären Atmosphäre und können diese ohne grundlegende Änderungen in der Geld- und Finanzpolitik nicht loswerden. Zu meinem großen Bedauern ist Keynes der Gewinner des Tages, nicht Milton Friedman. Das habe ich nicht erwartet, aber das ist die neue Realität. Friedman, nicht Keynes, war mein Held in den dunklen Tagen des Kommunismus, und es ist frustrierend, dass in den hellen Tagen der „schönen neuen Welt“ der EU und der „liberalen Demokratien“ Keynes wieder auf dem Podest steht.
CG: In der EU wurden viele fehlgeleitete politische Maßnahmen ergriffen, die die Öffentlichkeit spalteten und schließlich der Wirtschaft und der Gesellschaft insgesamt großen Schaden zufügten, von der Einwanderung bis zur „grünen Agenda“. Im Laufe der Jahre gab es zahlreiche Proteste, aber es hat sich, wenn überhaupt, nur wenig geändert. Erwarten Sie jedoch, dass der öffentliche Zorn dieses Mal heftiger und effektiver sein wird, da immer mehr Menschen darum kämpfen, Essen auf den Tisch zu bringen?
VK: Die EU-Politik ist absolut falsch und daher schädlich. Sie erwähnen mögliche Proteste – ich sehe keine. Europa und der gesamte Westen marschieren nach links, in Richtung Kollektivismus, in Richtung Staatsinterventionismus. Wenn es Proteste gibt, dann richten sie sich gegen den Markt. Es gibt praktisch keine nennenswerten Proteste gegen das europäische System des massiven Staatsinterventionismus, und die bestehenden Proteste können nichts ändern. Es gibt zwar eine Unzufriedenheit, aber keine wirklichen Proteste. Die Menschen glauben immer noch an die Möglichkeit, das Funktionieren des bestehenden Systems zu verbessern, sie nennen es immer noch Marktwirtschaft und parlamentarische Demokratie. Dies ist jedoch keine korrekte Interpretation der aktuellen Situation.
CG: Ich habe im Kommunismus gelebt und direkt erlebt, wie der Staat Angst einsetzt, um die Bevölkerung zu manipulieren und zu kontrollieren, um abweichende Meinungen und offene Debatten mundtot zu machen und um eine Politik durchzusetzen, die kein frei denkender, rationaler Mensch akzeptieren würde. Auch wenn unsere Politiker heute darauf bestehen, dass es in unseren westlichen Demokratien um Freiheit geht, wurden zentrale Werte wie die Redefreiheit oder die finanzielle Souveränität des Einzelnen im Laufe der Jahre zunehmend eingeschränkt. Glauben Sie, dass dies rückgängig gemacht werden kann, oder sind wir dazu bestimmt, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen, die Sie miterleben mussten?
VK: Es ist zweifellos umkehrbar, aber ich sehe niemanden, der bereit und in der Lage ist, dies zu tun. Was wir brauchen, sind nicht nur marginale Reformen. Das System muss grundlegend umgestaltet werden, und ich bin mir nicht sicher, ob die Wähler daran interessiert sind. Veränderungen werden kommen, aber nicht in absehbarer Zeit. Ich weiß, es klingt pessimistisch, aber ich denke, dass eine Veränderung nicht für mich oder meine Kinder, sondern erst für meine Enkelkinder zur Aufgabe wird.
Anmerkungen der EIKE-Redaktion
Wir danken dem ehemaligen Tschechischen Staatspräsidenten Dr. Vaclav Klaus ganz herzlich für die freundliche Genehmigung, sein Interview mit Claudio Grass in den EIKE-News abzudrucken (Übersetzung des Englischen Originals (hier) von Prof. Dr. H.-J. Lüdecke).
Bündnis- und Beistandspflichten in NATO und EU
Seit dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ist auch die Kriegsgefahr in Europa massiv gestiegen. Viele Menschen haben Angst, dass sich der Konflikt weiter ausweiten und sogar zu einem Dritten Weltkrieg führen könnte. Friedensinitiativen sind in der Politik derzeit auch kaum zu vernehmen, vielmehr sind viele Volksvertreter und Minister im Kriegstaumel, träumen von Siegfrieden und setzen auf Waffenlieferungen statt Verhandlungslösungen.
Es war eine Schrecksekunde, als am Dienstag Nachmittag am 15. November eine Rakete oder Raketenteile auf dem Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebs in Przewodow in Polen nahe der ukrainischen Grenze einschlugen. Zwei Menschen wurden getötet. Noch bevor überhaupt richtig klar war, was da wirklich passiert war, überstürzten sich die Meldungen. Für einige waren auch die Fakten sofort klar: Russische Raketen in Polen eingeschlagen! Auch dass Moskau dementierte und erklärte, nichts mit dem Vorfall zu tun zu haben, wurde teilweise als Schuldeingeständnis gewertet. Lettlands Verteidigungsminister Artis Pabriks erklärte sofort zu den Vorfällen auf Twitter: “Mein Beileid an unsere polnischen Waffenbrüder. Das kriminelle russische Regime hat Raketen abgefeuert, die nicht nur auf ukrainische Zivilisten abzielen, sondern auch auf Nato-Gebiet in Polen gelandet sind. Lettland steht voll und ganz an der Seite unserer polnischen Freunde und verurteilt dieses Verbrechen.” Zudem erklärte Pabriks, dass nun Artikel 4 der NATO-Verordnung in Kraft treten müsse. Also das Polen mit Berufung auf den Artikel eine Aussprache der 30 NATO-Verbündeten verlangen könne, da der Artikel besagt, dass die Nato-Staaten “Konsultationen” in allen Fällen zusichern, in denen ein Mitglied “seine territoriale Integrität, politische Unabhängigkeit oder Sicherheit” gefährdet sieht. Gemeinsame Schritte ergeben sich daraus jedoch nicht zwingend.
Alles steht Gewehr bei Fuß
Auch andernorts war man sofort über die Lage im Klaren. Aus dem estnischen Außenministerium hieß: “Estland ist bereit, jeden Zentimeter des Nato-Gebietes zu verteidigen. Wir sind in voller Solidarität mit unserem engen Verbündeten Polen.” Und Tschechiens Ministerpräsident Petr Fiala erklärte: “Wir stehen fest hinter unserem Verbündeten in EU und Nato.” Statt zu hinterfragen, zu deeskalieren und weitere Erkenntnisse und Untersuchungen abzuwarten, ignorierte man den alten Funkerleitsatz: “Denken, Drücken, Reden” geflissentlich. Selbst die polnische Regierung, die keineswegs für ihre Affinität zu Moskau bekannt, ist, erklärte zunächst, über keine gesicherten Erkenntnisse zu verfügen. Man werde diese jedoch zeitnah veröffentlichen. Zwar wurde der polnische Sicherheitsrat einberufen, aber es kam nicht zu Schnellschüssen und spontanen Schuldzuweisungen. Auch die tschechische Verteidigungsministerin Jana Cernochova erklärte, sie halte es zwar für “erwiesen”, dass es in Polen zu Raketeneinschlägen gekommen sei, hielt jedoch den Ball flach und verwies darauf, dass nun zunächst untersucht werden müsse, um welchen Typ von Rakete es sich handelt und ob eine gezielte Aktion, eine Provokation oder ein Irrtum dahinterstehe. In Zeiten der ungebremsten Kriegstreiberei ein erfrischend nüchterner Ansatz.
Bisher ein Nato-Bündnisfall
Artikel 4 des Nord-Atlantik-Paktes ist seit dessen Gründung 1949 bisher sieben Mal angerufen worden – davon allein fünf Mal von der Türkei. Zuletzt waren es allerdings Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, die Slowakei und die Tschechische Republik am 24. Februar 2022, als der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine eskalierte. In den meisten Fällen kam es dabei zu keinen Handlungen. Als auch die Türkei 2020 nach Angriffen auf ihre Soldaten in Syrien Unterstützung durch die NATO forderte, wurde diese abgelehnt. Der in Artikel 5 festgehaltene Bündnisfall sieht Beistandsverpflichtungen vor, „um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten“ – wenn auch nicht zwingend mit Waffengewalt. Der Artikel verpflichtet die Bündndisstaaten lediglich, Maßnahmen zu ergreifen, die diese für angemessen halten. Dieser Bündnisfall wurde bisher ein einziges Mal aktiviert. Und zwar nach dem 11. September 2001, als die USA ihren “Krieg gegen den Terror” begannen. Für Österreich, welches zumindest noch auf dem Papier als neutral gilt, auch wenn die Regierung den Ruf als neutrales Land inzwischen stark beschädigt hat, ist die EU-Beistandsklausel deutlich interessanter. Diese ist in Artikel 42 Absatz 7 des Vertrags über die Europäische Union (EUV) festgehalten. Darin heißt es: „Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedsstaats schulden die anderen Mitgliedsstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung, im Einklang mit Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen. Dies lässt den besonderen Charakter der Sicherheits- und Verteidigungspolitik bestimmter Mitgliedsstaaten unberührt. Die Verpflichtungen und die Zusammenarbeit in diesem Bereich bleiben im Einklang mit den im Rahmen der Nordatlantikvertrags-Organisation eingegangenen Verpflichtungen, die für die ihr angehörenden Staaten weiterhin das Fundament ihrer kollektiven Verteidigung und das Instrument für deren Verwirklichung ist.“ Aber auch hier ist es so, dass die Hilfe und Unterstützung nicht zwingend militärischer Art sein muss. Eingefordert wurde die Hilfe bereits. Nach den Anschlägen in Paris am 13. November 2015 forderte Frankreich nach der Beistandsklausel Unterstützung bei Operationen im Irak und in Syrien bzw. bei anderen Operationen, wie etwa beim EU-Einsatz in Mali, um dort Truppen freizubekommen.
Verantwortung der Ukraine
Wie sich im aktuellen Fall zeigte, waren die Schnellschüsse offenbar nicht gerechtfertigt und hätten sogar eine gefährliche Dynamik in Gang setzen können. Zwar handelte es sich bei der Rakete um ein sowjetisches Modell, die S-300-Luftabwehrraketen werden jedoch von vielen ehemaligen Sowjetrepubliken genutzt. Polen und auch die USA kamen nach ersten Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass besagte Rakete nicht aus Russland abgefeuert wurde, sondern von ukrainischen Einheiten. Für den ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenski, der zuerst mit der These “Die Russen sind schuld” in die Öffentlichkeit drängte, ein Anlass, der NATO und den USA zu misstrauen und die Forderung aufzustellen, ukrainische Experten zu den Untersuchungen hinzuzuziehen. “Ich habe keinen Zweifel daran, dass dies nicht unsere Rakete ist … Ich glaube, dass dies eine russische Rakete ist, basierend auf den Berichten unseres Militärs”, versucht der mäßig erfolgreiche Schauspieler seine Rolle weiter zu spielen. Obwohl die USA und auch Polens Präsident Duda bereits goldene Brücken bauten und von einem “unglücklichen Zwischenfall” sprachen.
Was allerdings losgewesen wäre, hätte es sich tatsächlich um eine russische Rakete gehandelt, wenn auch nur um eine verirrte, die versehentlich in Polen niedergegangen wäre, mag man sich nicht ausmalen. “Alles halb so wild, ein Missgeschick, proschtschjenije und druschba” hätte es wohl kaum gespielt. Auch das Statement von Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer war wenig dazu angetan, die betonte Besonnenheit oder auch Österreichs Neutralität zu fördern, denn deutlich wurde: Egal was passiert ist, die Schuld hat Russland.
Ein Sandsturm im Werte-Wasserglas
Ganz schrecklich finden die üblichen Empörten auf einmal die Fußball-WM in Katar. Grund dafür: Das arabische Land widersteht westlichem Werteimperialismus. Ein Mega-Aufschrei durchzieht die „woke“ Blase, weil das moslemische Land will, dass sich alles um das runde Leder dreht und der Idee, mit Regenbogenfahnen umwickelt besoffen durch Doha zu torkeln, nun einen Strich durch die Rechnung macht.
Wie können sie nur wollen, dass Fremde respektvoll mit regionalen Gepflogenheiten umgehen? Die zwischenzeitlich eingestreuten Bedenken über Arbeitsbedingungen in Katar waren den Empörten übrigens recht egal, als westliche Firmen am Stadionbau verdienten. Auch kein Problem hatte der Werte-Westen damit, bei den Scheichs im Frühjahr um Gas zu betteln, Gewessler & Habeck machten artig den Kotau. Trennlinie zwischen Gut & Böse ist, ob die eigenen Eliten daraus Profit schlagen. Geht es aber darum, dass sich ein Kulturkreis der Welt vorstellt, dann hat die Moralkeule Saison.
Kopftuch da und Kopftuch hier…
Gewiss missfallen mir manche Werte in der arabischen Welt und auch deshalb habe ich keinerlei Interesse daran, dass solche Weltbilder nach Europa importiert werden. Wie diese Menschen in ihrer eigenen Heimat leben wollen, ist wiederum gewiss nicht meine Baustelle. Das System sieht es übrigens andersrum: Dasselbe Kopftuch, das man in islamischen Ländern zum Zeichen der Unterdrückung stempelt, verklärt man bei Migranten in unserem Land zum Zeichen von „Toleranz & Emanzipation“. Das zeigt: Es geht ihnen nicht wirklich um Werte, sondern um eine globale Kultur-Erosion.
Korruptions-Virus ist gefährlicher als “Covid”
Alexander Van der Bellen sei Dank! Mit ihm hat unser Land einen Präsidenten, der sofort seine warnende Stimme erhebt, wenn er Sümpfe und saure Wiesen wittert, die trockengelegt werden müssen. Die Korruption, so sprach er hellsichtig schon vor Wochen, sei ein lähmendes Gift für unser Zusammenleben.
Diesem Gift sind wir alle aber permanent ausgesetzt und in letzter Zeit scheint sich das Korruptionsvirus besonders stark verbreitet und viele Winkel des gesellschaftlichen Lebens durchdrungen zu haben. Deshalb frage ich mich, wieso der Bundespräsident seinem Innenminister nicht schon längst die Leviten liest. Warum hat er ihn noch nicht beauftragt, die weitere Verbreitung dieses schleichenden und alles zersetzenden Gifts schleunigst zu stoppen?
Schnelle Ansteckung
Gegen diese Sisyphos-Arbeit mag uns die Ausrottung des “Corona-Virus” geradezu leicht erscheinen. Das Korruptionsvirus findet nämlich noch leichter einen Wirt, der ihm alle Möglichkeiten zur Entwicklung bietet, so dass es noch mehr Menschen anzustecken vermag. Dagegen hilft auch keine Maske. Immun dagegen sind nur jene, die über einen starken Charakter verfügen und willens sind, aufrecht durchs Leben gehen – also die normalen Bürger.
Beim Thema Migration vertrauen die Bürger der FPÖ
Bis Ende Oktober wurden 89.867 Asylanträge in Österreich gestellt. Mehr als im gesamten Jahr 2015. Allein im Oktober waren es 17.982, mehr als im gesamten Jahr 2020 0der auch 2019 oder 2018. Lösungen erhoffen sich die Bürger von der FPÖ.
Die ÖVP hat das Vertrauen der Österreicher völlig verspielt. Abdanken will die Partei von Alkohol- und Psychopharmaka-Kanzler Karl Nehammer aber dennoch nicht aus den Regierungsgeschäften. Vermutlich hält sich die Volkspartei trotz Korruptions-Skandalen und Umfrageverlusten dank obiger Substanzen noch immer für regierungsfähig. Doch selbst beim Thema Asyl, welches Sebastian Kurz erfolgreich von der FPÖ gekapert hatte, erkennen die Bürger, dass außer leeren Versprechungen und Ankündigungen nichts von der ÖVP zu erwarten ist.
ÖVP sogar hinter SPÖ
Auf die Frage des Meinungsforschers Peter Hajek „Welche Partei hat die besten Vorschläge beim Thema Zuwanderung?“, liegt die Kanzlerpartei abgeschlagen bei 10 Prozent. 34 Prozent der Bürger hingegen sehen die FPÖ als die Partei mit den größten Kompetenzen, um die Asylflut zu bewältigen. Auf Platz 2 landete die SPÖ, deren Chefin im Sommer, als die Zahlen schon massiv anstiegen, keine Asylkrise erkennen konnte. Aber auch der Präsident des Roten Kreuzes, Gerald Schöpfer, hält das Thema für “aufgebauscht”. Aber seine Organisation profitiert auch von der Migranten-Betreuung.
Kriegstreiberei bis zum bitteren Ende: Doch nur Washington profitiert
Seit neun Monaten läuft der Krieg in der Ukraine, die westlichen Erzählungen passen hinten und vorne nicht zusammen. Während sich Europa mit Selbstmord-Sanktionen in den Ruin stürzt, profitieren die USA von der eskalierenden Lage. Das hält manche Kriegstreiber nicht davon ab, sich eine Ausweitung des Konflikts zu wünschen. Im Ernstfall wären weite Teile des Volkes freilich ohne Schutz.
„Wir haben jetzt einen Krieg in Europa in einer Größenordnung, wie wir ihn nur aus der Geschichte kennen“: Mit diesen Worten preschte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Februar vor. Folgt man der offiziellen Erzählung, eilt die Ukraine seitdem von Sieg zu Sieg, trotzdem soll der Krieg noch Jahre dauern. Putin steht vor dem Sturz, aber zugleich gefühlt in zwei Stunden mitsamt ruchloser Soldateska in Berlin. Seither wirken auch die von den EU-Ländern als Importeure verhängten acht Sanktionspakete so phänomenal, dass man ein neuntes vorbereitet. Der Russ’ verdient sich eine goldene Nase an explodierenden Energiepreisen, aber ist angeblich wirtschaftlich am Ende. Dazwischen lässt Putin die eigene Pipeline in der Nordsee sprengen. Traditionsbetriebe müssen zusperren, sind aber laut Pannen-Minister Habeck „nicht insolvent“. Das „böse“ Gas aus Russland will man nicht mehr und bettelt stattdessen bei arabischen Autokraten. Die Österreicher können sich dank der höchsten Inflation seit 70 Jahren ihr Leben nicht mehr leisten. Aber das liegt natürlich nicht an der schwarz-grünen Regierung in Wien, die Menschen monatelang verhöhnt, ehe sie ihnen missmutig einen Teil ihres Steuergelds zurückgib und die Energiekonzern-Übergewinne lieber dem Finanzminister als dem ausgebeuteten Volk überlässt. Sondern, so eine ÖVP-Mandatarin unlängst im Parlament, an der „unguten Stimmung“ seitens der Opposition.
Milliarden für Selenski-Armee
Das klingt alles unlogisch? Ist es auch. Aber es geht auch nicht um Logik, sondern um das „richtige“ Narrativ. Es beginnt bei der Ausblendung des mutmaßlich mit US-Hilfe vollzogenen Maidan-Putsches, der lukrativen Energie-Deals des Biden-Clans sowie der NATO-Soldatenausbildung in der Ukraine. Die nötigen Fragen soll niemand stellen – dafür gefällt man sich in Kriegstreiberei. Alleine die USA sagten bis Mitte Oktober über 52 Mrd. Dollar zu, die man in die Ukraine pumpen will. Die EU stand damals bei „nur“ 29 Mrd. Euro, legt für kommendes Jahr aber noch einmal 18 Mrd. Euro drauf. Von den „Hilfsgeldern“ sind über 44 Prozent für militärische Zwecke gedacht. Versprochene Kriegs-Sachspenden machten schon im Vormonat 23,34 Mrd. Euro aus. Geliefert wurde bis 3. Oktober Kriegsgerät um neun Milliarden Euro: 646 gepanzerte Fahrzeuge, 252 Panzer, 197 Haubitzen und 38 Mehrfachraketenwerfer. Mit 756 von 1.133 Geräten kamen zwei Drittel von den USA; zweitgrößter Lieferant war Polen, das 240 Panzer zur Verfügung stellte. Das Selenski-Regime fordert etwa 2.000 weitere Geräte aus schweren Waffengattungen.
Profiteur sitzt in Übersee
Es zeigt sich: Die USA investieren massiv in diesen Krieg – ohne wirkliches Risiko. Man ist kein Ziel für Vertriebene, die Sanktionen treffen Amerika kaum. Im Gegenteil: Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar. Bei einem Ende russischer Gas-Lieferungen nach Westeuropa hat man einen Fuß in der Tür. Schon seit Jahren will Washington Europa sein sündteures, umweltschädliches Fracking-Flüssiggas andrehen. Somit sind die USA Hauptprofiteur des Staatsterrors auf „Nordstream“, nachdem US-Präsident Joe Biden bereits im Februar ankündigte, dem Projekt „ein Ende bereiten“ zu wollen. Sogar der US-Ökonom Jeffrey Sachs ist sicher, dass die USA als Drahtzieher des Anschlags auf Europas Gasversorgung fungierten. Auch das eiserne Schweigen der deutschen Ampel-Regierung lässt schließen, dass nicht Russland, sondern ein westlicher „Verbündeter“ dahinterstecken könnte. Gut ins Bild passt ein geleaktes Dokument aus dem Jänner, dessen Urheberschaft die US-Denkfabrik „RAND Corporation“ abstreitet. Darin steht: „Der einzig gangbare Weg, Deutschlands Ablehnung russischer Energielieferungen zu garantieren, besteht darin, beide Seiten in den militärischen Konflikt in der Ukraine einzubeziehen.“ Die USA träumt seit den Nullerjahren von einer NATO-Mitgliedschaft der Ukraine, im September stellte Selenski einen Aufnahmeantrag.
Kriegstreiberei ohne Schutz
Regelmäßig fordert der polit-mediale Komplex ein NATO-Eingreifen. Zentrales Element ist dabei die „Bild“ aus dem Springer-Verlag, der sich offen zum transatlantischen Bündnis bekennt. Als unlängst zwei ukrainische Abwehrraketen in Polen einschlugen, urteilte man vorschnell, es wären russische Flugkörper. Man fantasierte vom NATO-Bündnisfall, der wohl rasch zum Dritten Weltkrieg würde. Sollte dieser „vom Zaun gebrochen werden“, wären die Länder im westlichen Europa schlecht vorbereitet. Nicht nur, weil man seine Militärbestände bei Selenski abliefert. Seit Monaten taucht immer wieder die Frage nach alten Bunkern auf, wovon es in Deutschland noch knapp 600 gibt. SPD-Innenministerin Nancy Faeser ordnete im Mai panisch einen Stopp des 2007 begonnenen Rückbaus an. Dennoch wäre das Volk einer Kriegslage schutzlos ausgeliefert. Bestehende Bunker könnten eine halbe Million – weniger als ein Prozent der Bevölkerung – aufnehmen. In vielen Wohngebäuden gibt es keine Schutzräume. Schon zu Hochzeiten, als es 2.000 „Zivilschutzbunker“ gab, hätten die Vorrichtungen nur einen kleinen Teil des Volkes beherbergen können.
Bunker für Politiker oder Volk?
Anders sah es mit den Politbonzen aus: Die ließen sich aus Steuergeldern zwischen 1960 und 1972 im Ahrtal einen 17 Kilometer langen Geheimbunker bauen. Doch selbst das ungenutzte Milliardengrab wurde mittlerweile bis auf einen ca. 200 Meter langen Museumsabschnitt abgerissen. Im Ernstfall findet dort wohl niemand Unterschlupf. Im Oktober kündigte das deutsche Bundesamt für Katastrophenschutz eine Erhebung der öffentlichen Schutzraum-Kapazitäten an. Wie viele Bundesbürger keinen Platz finden, weiß die Regierung frühestens zu Jahresende. Bunker-Neubauten nach aktuellen Sicherheitsstandards wären teuer und ihr Bau würde Jahre dauern. In Österreich weiß man zumindest statistisch mehr. Öffentliche Angebote würden 160.000 Leuten Unterschlupf bieten, durch Schutzräume in Privathäusern wären etwa 2 Mio. Österreicher „sicher“. Für mehr als drei Viertel der Bevölkerung bliebe trotzdem nur die Hoffnung, dass ihnen keine Bombe auf den Kopf fällt. Nachbessern will die Regierung nicht. Wichtiger ist es für sie, um 50 Mio. Euro einen Regierungs-Bunker in Wien unter dem Innenministerium zu bauen, um von dort aus in Krisen, die sie gerne per Verordnung erklären können will, das Volk steuern zu können…
Erzbischof Carlo Maria Viganò über den Krieg um die Welt

Die katholische und andere Religionsgemeinschaften haben meist aktiv die WHO, WEF und die diversen Oligarchenorganisationen beim Krieg gegen die Menschen mit den Pandemiemaßnahmen unterstützt. Es gibt aber auch durchaus gewichtige Kritiker wie Erzbischof Carlo Maria Viganò über dessen Aussagen TKP wiederholt berichtete. Hier einige Auszüge aus seinem Vortrag vor den Medical Doctors for COVID Ethics […]
Der Beitrag Erzbischof Carlo Maria Viganò über den Krieg um die Welt erschien zuerst unter tkp.at.
Die geimpften Ungeimpften zur Fälschung der Wirksamkeit der Impfstoffe

Seit der ersten Veröffentlichung von Zahlen zur angeblichen Wirksamkeit der neuen gentechnischen Impftechnologie im November 2020 wird mit Auslassungen von klar widersprechenden Daten gearbeitet. Der Trick ist relativ einfach. Man sucht sich eine Periode, wo bei Geimpften weniger Erkrankungen auftreten als bei Ungeimpften und lässt alle Perioden aus, bei denen es umgekehrt ist. In einer […]
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Schüsse auf Alte Synagoge in Essen: „Deutsch-Iraner“ dringend tatverdächtig!
Eine Woche nach den Schüssen auf die Alte Synagoge in Essen hat es eine Festnahme gegeben. Das teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtages mit. Laut NRW-Generalstaatsanwaltschaft ist ein 35-Jähriger, der über die deutsche und die iranische (!) Staatsbürgerschaft verfüge, dringend tatverdächtig. Der polizeibekannte „Deutsch-Iraner“ geriet ins Visier der Ermittler, weil er Mitte November versucht haben soll, einen Zeugen als Mittäter für einen Brandanschlag auf die Synagoge in Dortmund zu gewinnen. Der Zeuge habe jedoch die Polizei informiert.
Wie Innenminister Reul weiter berichtete, soll der „Deutsch-Iraner“ am späten Abend des 17. November auch einen Molotowcocktail auf die Hildegardis-Schule in Bochum geschleudert haben. Die Schule grenzt unmittelbar an den rückwärtigen Teil der Bochumer Synagoge. Die Ermittler vermuten, dass der Attentäter in der Dunkelheit die beiden Gebäude verwechselt haben könnte.
Damit verdichtet sich in Ermittlerkreisen der Verdacht, dass die Schüsse auf die Alte Synagoge in Essen Teil mehrerer antisemitischer Straftaten im Ruhrgebiet mutmaßlich mit Bezug zum Islam waren. Inzwischen gibt es Innenminister Reul zufolge nämlich drei Tatorte, zwischen denen „womöglich“ ein Zusammenhang bestehe.
Laut WDR sagte Reul im Innenausschuss des Landtages: „Wir reden nicht nur über die Alte Synagoge in Essen, an der sich in der Nacht vom 17. auf den 18. November etwas zugetragen hat. Insgesamt bearbeiten wir derzeit in den Ermittlungen Sachverhalte mit Bezug zu jüdischen Objekten an drei unterschiedlichen Örtlichkeiten im Ruhrgebiet.“
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Völlig Gaga: Greta Thunberg verklagt schwedischen Staat wegen „mangelndem Klimaschutz“
Auf der Welt-Klimakonferenz COP27 in Ägypten vereinbarten die politischen Eliten gerade Milliardenbeträge an Reparationszahlungen durch Industriestaaten an die Dritte Welt (trotz größter Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten), doch für die Klima-Aktivistin Greta Thunberg, um die es merklich still geworden ist, ist das freilich nicht genug. Sie verklagt nun in Eigenregie den schwedischen Staat.
Klage gegen schwedischen Staat
Neben Thunberg haben mehr als 600 junge Menschen eine Klage gegen den schwedischen Staat wegen mangelnder Klimaschutzmaßnahmen eingereicht. Die Klage wurde von der Organisation „Aurora“ initiiert und am Freitag einem Gericht in Stockholm digital übermittelt worden.
Seit zwei Jahren saß man an der Klagsschrift. Nun, da eine „rechtsgerichtete Regierung“ in Schweden an der Macht ist, sah man eine perfekte Gelegenheit, die Klimahysterie medienwirksam durch eine Klage samt Breitseite gegen die neue Regierung einzubringen.
„Wenn wir gewinnen, gibt es also ein Urteil, nachdem der Staat verpflichtet ist, seinen Anteil zu leisten im Rahmen der weltweiten Maßnahmen, die notwendig sind, um das 1,5‑Grad-Ziel zu halten“, so die Initiatoren, zu denen auch Thunberg gehört.
Thunberg neuerdings als Klima-Kommunistin
Die schwedische „Klima-Aktivistin“ verweigerte ja öffentlichkeitswirksam eine Teilnahme an der COP27 in Ägypten. Sie habe den Glauben daran verloren, dass das jetzige System – der Kapitalismus – die Krise lösen könnte. Daher plädiert sie für eine radikale Abkehr. Etwa zum „Klima-Kommunismus“, wie man zwischen den Zeilen ihres neuen, 500-Seiten starken „Klima-Buches“ lesen kann. Es stellt eine der „umfassendsten populärwissenschaftlichen Sammlungen an Klimafakten“ zusammen, was immer man darunter auch verstehen mag.
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