Kategorie: Nachrichten
Die Klima-„Krise“ ist nicht mehr das, was sie einmal war
Judith Curry, Climate Etc.
Wachsende Erkenntnis des Klima-Establishments, dass sich die Gefahr einer zukünftigen Erwärmung in den letzten 5 Jahren halbiert hat.
Zusammenfassung: Die „Klimakatastrophe“ erscheint nicht mehr als das, was sie einmal war. Um 2013, mit der Veröffentlichung des IPCC AR5-Berichts, wurde RCP8.5 als das Business-as-usual-Emissionsszenario angesehen, mit einer erwarteten Erwärmung von 4 bis 5°C bis 2100. Inzwischen wird zunehmend anerkannt, dass das RCP8.5 unplausibel ist und das RCP4.5 wohl das derzeitige Business-as-usual-Emissionsszenario ist. Noch vor wenigen Jahren wurde ein Emissionspfad, der dem RCP4.5 mit einer Erwärmung von 2 bis 3 °C folgte, als klimapolitischer Erfolg angesehen. Da eine Begrenzung der Erwärmung auf 2°C in Reichweite zu sein scheint (die nun als „Katastrophenschwelle“ gilt), [i] wurde das Ziel im Jahr 2018 auf 1,5°C gesenkt. Die Rhetorik der Klimakatastrophe scheint nun mit extremen Wetterereignissen verknüpft zu sein, bei denen es in den meisten Fällen schwierig ist, eine Rolle des vom Menschen verursachten Klimawandels bei der Zunahme ihrer Intensität oder Häufigkeit zu erkennen.
Die Mainstream-Medien werden derzeit von Artikeln prominenter Journalisten überschwemmt, in denen es darum geht, dass die globale Erwärmung weniger bedrohlich ist, als wir dachten. Hier sind einige prominente Artikel:
● NYTimes David Wallace-Wells: Jenseits der Katastrophe: Eine neue Klimarealität kommt ins Blickfeld (hier).
● WSJ: Gute Nachrichten zum Klimawandel sind druckreif. Langsam sickert in die Köpfe der Journalisten ein, dass die jüngsten Forschungsergebnisse optimistisch stimmen (hier).
● NYT Bret Stephens: Ja, Grönland schmilzt, aber…
David Wallace-Wells ist einer der interessantesten Journalisten, die im Bereich des Klimas schreiben. 2017 schrieb er im New York Magazine einen Artikel mit dem Titel „The Uninhabitable Earth“ (Die unbewohnbare Erde), der den Untertitel trägt [übersetzt]: „Hungersnot, wirtschaftlicher Zusammenbruch, eine Sonne, die uns kocht: Was der Klimawandel anrichten könnte – früher als Sie denken.“ Nicht lange nach der Veröffentlichung seines Buches „Die unbewohnbare Erde“ im Jahre 2019 gab David Wallace-Wells diese Erklärung ab: „Jeder, mich eingeschlossen, der sein Verständnis darüber, welches Ausmaß an Erwärmung in diesem Jahrhundert wahrscheinlich ist, auf das RCP8.5-Szenario aufgebaut hat, sollte dieses Verständnis wahrscheinlich in eine weniger alarmistische Richtung revidieren.“ DWW erhält von mir eine RIESIGE Anzahl von Punkten dafür, dass er seine Vorannahmen schnell an die wachsende Menge an Beweisen anpasst, dass RCP8.5 unplausibel ist.
Nun, die „Botschaft“ des jüngsten DWW-Artikels lautet, dass wir mit der Reduzierung der Emissionen erfolgreich sind (nein, sind wir nicht). Die zweite Botschaft lautet, dass die Erwärmung geringer ausfallen wird, als wir dachten, aber dass die Auswirkungen der Erwärmung schlimmer sein werden, als wir dachten (nein). Die dritte Botschaft lautet, dass die Fortschritte in der Wissenschaft uns an diesen (relativ) glücklichen Ort gebracht haben (nein).
Der Kern dieser guten Nachricht ist der Verzicht auf das RCP8.5 in der UNFCCC-Politik. Der Held der Wissenschaft, der hinter dieser Abkehr steht, ist Justin Ritchie, ein frisch promovierter Wissenschaftler (dessen Arbeit in früheren RCP8.5-Beiträgen bei Climate Etc zitiert wurde).
COP26 und nun auch COP27 haben RCP8.5 (und SSP5-8.5) stillschweigend aus ihren Überlegungen gestrichen und sich auf den Bereich zwischen RCP4.5 und RCP2.6 konzentriert. Die Ober-Kopfeten des IPCC haben dies offenbar nicht kommen sehen (oder es vorgezogen, weiter Alarm zu schlagen), da sie die Klimamodellierer für CMIP6 angewiesen haben, sich weiterhin auf SSP5-8.5 zu konzentrieren, und die Klimaforscher konzentrieren sich in ihren Veröffentlichungen zu den Auswirkungen nach wie vor auf dieses Szenario. Der IPCC AR6 hat SSP5-8.5 in den Vordergrund gestellt, obwohl die WGI diese lauwarme Erklärung abgegeben hat:
„In der Szenario-Literatur wird die Plausibilität der hohen Emissionswerte, der Szenarien wie RCP8.5 oder SSP5-8.5 zugrunde liegen, im Lichte der jüngsten Entwicklungen im Energiesektor debattiert“.
Der zweite so genannte wissenschaftliche Fortschritt sind niedrigere Werte für die Klimasensitivität. Dieser so genannte Fortschritt steht im Zusammenhang mit der Entscheidung des IPCC AR6, keine aus Klimamodellen abgeleiteten Werte zu verwenden (die in früheren IPCC-Berichten dominierten). Damit wird implizit eingeräumt, dass die Klimamodelle zu heiß laufen und dass man aus einem Klimamodell so ziemlich jeden beliebigen Wert für die Klimasensitivität erhalten kann (dies ist mir und vielen anderen seit über einem Jahrzehnt klar). Der IPCC AR6 senkte die obere wahrscheinliche Grenze der ECS auf 4,0°C (von zuvor 4,5°C); dadurch wird das Ausmaß der prognostizierten Erwärmung weiter reduziert. Der IPCC AR6 hat auch die untere wahrscheinliche Grenze der ECS auf 2,5°C angehoben (von 1,5°C). Die Anhebung der unteren Grenze der ECS steht auf sehr wackligen Füßen, wie die jüngste Veröffentlichung von Nic Lewis zeigt.
COP27 geht von einer erwarteten Erwärmung von 2,5°C bis 2100 aus. Dieser Wert ist aus mehreren Gründen wohl immer noch zu hoch. Die IPCC-Sachverständigen haben Werte für die Klimasensitivität verworfen, die am unteren Ende liegen (und die laut der Studie von Nic Lewis nicht hätten verworfen werden dürfen). Außerdem tragen die IPCC-Projektionen den Szenarien für die künftige natürliche Klimavariabilität nicht angemessen Rechnung. Siehe diese jüngsten Beiträge:
● https://judithcurry.com/2022/01/23/crossing-or-not-the-1-5-and-2-0oc-thresholds/
● https://judithcurry.com/2021/11/21/solar-variations-controversy/
Zusätzlich zu einer unzureichenden Anzahl von Sonnen- und Vulkanszenarien ignorieren die Klimamodelle die meisten indirekten Sonneneffekte, und die Klimamodelle behandeln die multidekadische und längere interne Variabilität im Zusammenhang mit den Ozeanzirkulationen nur unzureichend. Obwohl diese Faktoren im Prinzip in beide Richtungen gehen könnten, was die Erwärmung oder Abkühlung angeht, gibt es mehrere Gründe, die dafür sprechen, dass diese natürlichen Faktoren für den Rest des 21. Jahrhunderts eine Abkühlung bewirken werden:
● Die vulkanische Aktivität ist seit 1850 ungewöhnlich niedrig.
● Die meisten Sonnenforscher erwarten für Mitte bis Ende des 21. Jahrhunderts eine Art solares Minimum.
● Die indirekten Auswirkungen der Sonne werden in den Klimamodellen nur unzureichend berücksichtigt, was die solare Abkühlung verstärken würde.
● Für das nächste Jahrzehnt wird ein Wechsel zur kalten Phase der Atlantischen Multidekadischen Oszillation erwartet, die nicht nur die globalen Temperaturen, sondern auch die grönländische Massenbilanz und das arktische Meereis beeinflusst.
Wenn man alternative Szenarien der natürlichen Variabilität einbezieht, könnte die Temperaturänderung bis 2100 leicht unter 2°C und sogar 1,5°C liegen. Es sei daran erinnert, dass sich diese Erwärmung auf eine Ausgangsbasis von 1850-1900 bezieht; eine Erwärmung von 1,1°C ist bereits eingetreten.
Auswirkungen
David Wallace-Wells macht den Klimaalarmisten mit diesem Satz etwas „Hoffnung“:
„Es ist inzwischen leider offensichtlich, dass die Wissenschaftler die Auswirkungen der Erwärmung unterschätzt, nicht überschätzt haben.“
Ich weiß einfach nicht, was ich hier noch sagen soll. Der IPCC AR6 liefert sehr dürftiges Futter, um DWWs Aussage zu untermauern. Abgesehen vom Anstieg des Meeresspiegels, der eindeutig mit der globalen Erwärmung zusammenhängt, gibt es keinen prima facie Grund dafür, dass extreme Wetterereignisse in einem sich erwärmenden Klima zunehmen würden. Beobachtungen, die mindestens bis ins Jahr 1900 zurückreichen, zeigen, dass fast alle schweren Wetter- und Klimakatastrophen der jüngeren Vergangenheit Vorläufer im 20. Jahrhundert hatten und daher die „Zuordnung“ sehr schwierig Die Klimamodelle sind nicht geeignet, um extreme Wetterereignisse zu simulieren, geschweige denn, um sie auf die vom Menschen verursachte Erwärmung zurückzuführen. Wir müssen uns dann auf einfache thermodynamische Berechnungen verlassen, um auf eine Verschlimmerung der extremen Wetterereignisse zu schließen, wobei die überwältigende Rolle der atmosphärischen und ozeanischen Zirkulationen außer Acht gelassen wird.
Man überlege einmal, was es bedeutet, wenn man annimmt, dass extreme Wetterereignisse und schreckliche Auswirkungen sehr empfindlich auf eine Temperaturänderung von 0,5 °C reagieren. Falls dies der Fall ist, führt dies zu der Schlussfolgerung, dass der dominierende Klimafaktor die natürliche Klimavariabilität ist, mit jährlichen Schwankungen von mehreren Zehntel Grad durch El Nino und La Nina, einen größeren Vulkanausbruch und/oder multidekadische Ozean-Oszillationen. Die Begründung für das Ignorieren der natürlichen Klimavariabilität beruht auf der Annahme, dass die große, durch fossile Brennstoffe verursachte Erwärmung aus den Klima-Modellsimulationen, die durch RCP8.5 und hohe ECS-Werte verstärkt werden, die natürliche Klimavariabilität überdecken wird. Halbiert man die Erwärmung (oder reduziert sie sogar noch weiter), so verliert man die Begründung für das Ignorieren der natürlichen Klimavariabilität.
Ist das alles also ein „Sieg“ für die Klimawissenschaft? Das glaube ich nicht. Aber ich habe es Ihnen ja gesagt…
Und schließlich enthält der Artikel von Bret Stephen die folgende wichtige Abbildung. Sollen wir daraus schließen, dass die Erwärmung zu weniger Todesfällen führt (ja, es gibt eine verblüffende Korrelation)? Nun, vielleicht, aber die eigentliche Ursache für diesen Rückgang ist zunehmender Wohlstand, zunehmende Warnungen und die Anpassung an Wetter- und Klimaextreme:
Extreme Wetter- und Klimaereignisse sind etwas, das unabhängig von der AGW-Problematik angegangen werden muss. Die Welt hat schon immer unter Wetter- und Klimaextremen gelitten und wird dies auch in Zukunft tun; dies wird sich weder durch eine weitere Erwärmung noch durch Emissionsreduzierungen ändern.
COP27
Die politischen Auswirkungen all dieser Überlegungen sind enorm. Leider habe ich den Verdacht, dass sich COP27 zu sehr auf Emissionsreduzierungen konzentrieren wird (die nicht funktionieren und sich ohnehin nicht auf das Klima auswirken werden) und nicht genug auf die Unterstützung der Entwicklung und Anpassung der Entwicklungsländer und vor allem auf die Unterstützung der Entwicklung in Afrika, indem man ihnen erlaubt, von ihren fossilen Brennstoffen zu profitieren (außer durch deren Verkauf an Europa). In Bezug auf Letzteres möchte ich Rose Mustisos jüngste Veröffentlichung in Nature hervorheben; Rose ist meine Lieblingsaktivistin und -denkerin in Afrika zu diesem Thema.
Link: https://wattsupwiththat.com/2022/11/03/the-climate-crisis-isnt-what-it-used-to-be/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Hedge-Fonds-Riese Elliott warnt vor einer drohender Hyperinflation, die zu einem »globalen gesellschaftlichen Zusammenbruch« führen könnte
Elliott ist überzeugt, dass die Märkte nicht weit genug gefallen sind und die Welt auf die schlimmste Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg zusteuert
Die Führungskräfte der führenden Hedge-Fonds-Firma Elliott Management Corp. warnen, dass die Welt auf die schlimmste Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg zusteuert.
In einem Schreiben an die Anleger, das die Financial Times einsehen konnte, teilte die in Florida ansässige Firma ihren Kunden mit, dass sie die Weltwirtschaft in einer „extrem schwierigen“ Situation sieht, die zu einer Hyperinflation führen könnte.
Elliott reagierte nicht auf die Bitte von MarketWatch um einen Kommentar.
Die Firma, die von den Milliardären Paul Singer und Jonathan Pollock geleitet wird, teilte ihren Kunden mit, dass „Investoren nicht davon ausgehen sollten, dass sie schon alles gesehen haben“, weil sie die Höhen und Tiefen des Crashs von 1987, des Dot-Com-Booms und -Busts, der globalen Finanzkrise von 2008 und früherer Bären- und Bullenmärkte miterlebt haben.
Er fügte hinzu, dass die „außergewöhnliche“ Zeit des billigen Geldes endet und „eine Reihe von Ergebnissen ermöglicht habe, die die Grenzen der gesamten Nachkriegszeit erreicht oder überschritten hätten“.
In dem Schreiben heißt es, die Welt befinde sich „auf dem Weg zu einer Hyperinflation“, die zu einem „globalen gesellschaftlichen Zusammenbruch und zivilen oder internationalen Unruhen“ führen könnte.
Elliott argumentierte, dass die Märkte noch nicht genug gefallen seien und dass ein Rückgang der Aktienmärkte um mehr als 50 % „normal“ sei, und fügte hinzu, dass er nicht vorhersagen könne, wann dies der Fall sein werde. Der S&P 500 SPX, +1,36% ist seit seinem Höchststand zu Beginn des Jahres um 19% gefallen.
Elliott-Führungskräfte warnten ihre Kunden, dass der Gedanke, „wir werden nicht in Panik geraten, weil wir das schon einmal erlebt haben“, nicht mit den aktuellen Fakten übereinstimmt.
Sie machten die Entscheidungsträger der Zentralbanken für die derzeitige globale Wirtschaftslage verantwortlich und sagten, sie seien „unehrlich“ gewesen, was die Gründe für die hohe Inflation angeht. Sie sagten, die Gesetzgeber hätten sich vor der Verantwortung gedrückt, indem sie die Unterbrechung der Versorgungskette durch die Pandemie dafür verantwortlich gemacht hätten, anstatt die lockere Geldpolitik anzuführen, die vor zwei Jahren während des COVID-19-Hochs eingeführt wurde.
Die FT berichtete, dass der Hedge-Fonds in diesem Jahr bisher eine Rendite von 6,4 % erzielt und in seiner 45-jährigen Geschichte nur in zwei Jahren Geld verloren hat.
AfD-Anfragen enthüllen: Immer mehr Ukrainer kampfunwillig! 163.000 wehrfähige Männer in Deutschland
BERLIN – 163.000 Ukrainische Männer im wehrfähigen Alter entziehen sich in Deutschland dem Krieg. Die AfD-Fraktion hatte über eine Serie von parlamentarische Anfragen herausfinden wollen, wie viele Ukrainer im wehrfähigen Alter, das sind laut ukrainischen Gesetzen Männer im Alter zwischen 18 und 60 Jahren, sich aktuell in Deutschland aufhalten. In der Antwort der Bundesregierung heißt es, Ende August seien die Daten von rund 162 000 ukrainischen Männer im Alter zwischen 18 und 60 Jahren im Ausländerzentralregister (AZR) gespeichert gewesen.
Der außenpolitischer Sprecher der AfD Petr Bystron erklärt im Compact-Interview den Hintergrund der Kampfunwilligkeit auf beiden Seiten dieses sinnlosen Konfliktes und verweist auf die Tatsache, dass noch wesentlich mehr Männer im wehrfähigen die Ukraine verlassen haben. Alleine in Polen halten sich mehrere Millionen (!) ukrainische Männer und Frauen auf.
Hier das Interview mit Petr Bystron bei COMPACT, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION:
Bundesinstitut bestätigt Zusammenhang von sinkenden Geburtenraten mit Covid-Massenimpfungen
Eine vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung publizierte Studie bestätigt, was kritische Beobachter längst wussten: Die Massenimpfungen führten zu einem massiven Einbruch der Geburtenraten. Neun Monate nach Beginn der Impfkampagnen stellte sich auch in Deutschland ein erheblicher Rückgang der Lebendgeburten ein. Während der zeitliche Zusammenhang nicht zu leugnen ist, ringt man nun sichtlich darum, Ursachen für diese Entwicklung zu (er)finden, die nichts mit einer fruchtbarkeitsschädigenden Wirkung der experimentellen Vakzine zu tun haben.
Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), eine deutsche Bundesanstalt im Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums, hat die Aufgabe, Ursachen und Folgen des demografischen Wandels zu untersuchen und Regierung und Ministerien entsprechend zu beraten. Die Studie “Fertility declines near the end of the COVID-19 pandemic: Evidence of the 2022 birth declines in Germany and Sweden” zeigt also: Der Geburteneinbruch nach den Impfkampagnen kommt in der deutschen Politik an.
Er wird dabei nicht nur durch deutsche, sondern auch durch schwedische Daten belegt. Pikant: In beiden Ländern zeigte die sogenannte Pandemie selbst keinerlei Einfluss auf die Geburten. Während in anderen Ländern bereits Ende 2020 ein leichter Rückgang einsetzte, verzeichneten Deutschland und Schweden Anfang 2021 sowie im Herbst 2021 sogar eine leichte Zunahme. Corona-Maßnahmen sowie wirtschaftliche Einflüsse wie steigende Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit entfalteten offenkundig keine Wirkung auf die Fruchtbarkeit.
Anders sieht das bei den Covid-Impfungen aus:
Im Gegensatz dazu besteht ein klarer Zusammenhang zwischen dem Beginn von Impfprogrammen und dem Rückgang der Fruchtbarkeit neun Monate später. Sowohl in Deutschland als auch in Schweden erreichten die Impfkampagnen mit Massenanmeldungen für eine Erstimpfung ihren Höhepunkt im April, Mai und Juni 2021, gefolgt von einer Welle von Zweitimpfungen mit ihrem Höhepunkt zwischen Mai und August desselben Jahres. (Zwei Impfungen wurden als vollständige Impfung angesehen.) Die Umsetzung dieser Programme in Deutschland und Schweden stimmt sehr gut mit einer deutlichen Veränderung der Fertilitätsniveaus genau neun Monate später überein. Die Geburtenziffern blieben während des gesamten ersten Halbjahres 2022 auf einem reduzierten Niveau.
Der Rückgang in Deutschland beträgt rund 15 Prozent, in Schweden sind es 10 Prozent. Erste Studien zeigten bereits, dass die Covid-Impfungen sehr wohl einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. Darauf aufbauend scheint die systematische Untersuchung dieses Effekts dringend geboten – doch das BiB sieht das anders: Anstatt auch nur in Erwägung zu ziehen, dass der Rückgang der Lebendgeburten auf medizinische Konsequenzen der Massenimpfungen zurückzuführen sein könnte, ergeht man sich in Gedankenspielen über mögliche behaviorale Aspekte. Sprich: Man behauptet, dass durch die zunehmende Lockerung von Maßnahmen (die in Schweden von Vornherein kaum existierten) und den Wechsel zu einem weniger häuslichen Leben die Menschen gewissermaßen jeden Kinderwunsch vergessen haben. Man geht sogar noch weiter und kritisiert regelrecht das RKI dafür, die Impfung für Schwangere erst im September empfohlen zu haben:
Das Fehlen anfänglicher Empfehlungen könnte einige werdende Mütter dazu veranlasst haben, die Schwangerschaft zu verschieben, bis sie selbst eine Impfung erhalten haben.
Wie naheliegend diese Erklärungsansätze sind, kann der Leser für sich selbst entscheiden. An einer Aufklärung der Ursachen für den massiven Rückgang der Geburtenraten, bei der wirklich alle Aspekte in Betracht gezogen werden, besteht in Deutschland jedenfalls kein Interesse.
dm-Magazin rät Leserinnen: „Öfter mal kalt duschen“

Das dm-Magazin „alverde“, für seine politische Erziehung schon länger bekannt, gibt in der aktuellen November-Ausgabe den Leserinnen Tipps, wie sie als brave Konsumentinnen Energie sparen können, um das Versagen der Ampel-Regierung nicht so deutlich werden zu lassen. Das geht, weil „Klimaschutz“ drüber steht. Dabei ist die politische PR im Sinne der Regierung in Stuttgart und […]
Was gelingt uns eigentlich?
Das war ja klar, dass der ORF den Protestmarsch der besorgten Bürger von St. Georgen im Attergau auf eine Aktion der Rechtsradikalen herabzuwürdigen versucht, damit das Versagen von Innenminster Gerhard Karner und der Regierung in Sachen Flüchtlingsfragen nicht so deutlich wird.
Das Problem aber verschwindet durch dieses mediale Ablenkungsmanöver nicht und die ohnehin bekannten Maßnahmen, mit denen man den Flüchtlingsstrom und die damit verbundenen Unterbringungsfragen stoppen könnte, werden leider nicht umgesetzt. Wieso, so fragen sich viele Österreicher, gelingt es anderen Staaten schon seit Jahrzehnten, ihre Zuwanderung gezielt zu regeln, während wir nehmen (müssen?) was ins Land kommt?
Einwanderung ins Sozialsystem
Die „Bereicherer“, die unsere Republik – angeblich – so dringend benötigt, waren bislang jedenfalls nicht dabei. Auf den derzeitigen Flüchtlingsrouten werden diese auch nicht kommen, weil auf denen überwiegend keine echten Asylbedürftigen marschieren, sondern nur Einwanderer in unser Sozialsystem, die auf die Grundversorgung scharf sind. Lieber Hängematte als Arbeit, scheint deren Devise zu sein. Warum schicken wir die illegal Eingereisten aus den sicheren Drittstaaten nicht umgehend dorthin zurück, woher sie gekommen sind? Vermutlich müssten wir dafür erst unsere Regierungspolitiker verjagen.
Krankmeldungen auf Höchststand: Gleichschaltung und Propagandadruck macht Journalisten krank
(David Berger) Zahlreiche Journalisten, die bei den großen Mainstreammedien arbeiten, erkranken derzeit: Resigniert und mutlos seien ihre deutlich verlagsamten Bewegungen. Wenn sie sprechen, zeige sich selbst bei einfachsten Themen ein Durcheinander und fatale Unzuverlässigkeit. Eine Folge der fast kompletten Gleichschaltung der Medien und der Instrumentalisierung der Journalisten für perfide Propaganda?
Der Beitrag Krankmeldungen auf Höchststand: Gleichschaltung und Propagandadruck macht Journalisten krank erschien zuerst auf Philosophia Perennis.
Zentralbanken kaufen in aller Stille Gold und das in einem Ausmaß wie seit 55 Jahren nicht mehr
Die Zentralbanken haben weltweit Goldreserven in einem rasanten Tempo angehäuft, wie es zuletzt vor 55 Jahren der Fall war, als der US-Dollar noch durch Gold gedeckt war. Nach Angaben des World Gold Council (WGC) haben die Zentralbanken im dritten Quartal 2022 eine Rekordmenge von 399 Tonnen Gold im Wert von rund 20 Mrd. USD gekauft, wobei die weltweite Nachfrage nach dem Edelmetall wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht hat.

Auch die Nachfrage des Einzelhandels durch Juweliere und Käufer von Goldbarren und -münzen war stark, so der WGC in seinem jüngsten Quartalsbericht. Laut WGC belief sich die weltweite Goldnachfrage im Septemberquartal auf 1.181 Tonnen, was einem Wachstum von 28 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zu den größten Käufern zählten laut WGC die Zentralbanken der Türkei, Usbekistans, Katars und Indiens, aber auch andere Zentralbanken kauften eine beträchtliche Menge Gold, gaben ihre Käufe jedoch nicht öffentlich bekannt. Die türkische Zentralbank bleibt der größte gemeldete Goldkäufer in diesem Jahr. Sie legte im dritten Quartal 31 Tonnen zu und erhöhte damit ihre Goldreserven auf insgesamt 489 Tonnen. Die Zentralbank von Usbekistan kaufte weitere 26 Tonnen; die Zentralbank von Katar erwarb 15 Tonnen; die Reserve Bank of India legte im dritten Quartal 17 Tonnen zu und erhöhte damit ihre Goldreserven auf 785 Tonnen.

Auch in der Türkei stiegen die Einzelhandelskäufe von Goldbarren und -münzen im Quartal auf 46,8 Tonnen, was einem Anstieg von mehr als 300 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Diese Entwicklungen sind kaum überraschend, wenn man bedenkt, dass Gold trotz des Aufkommens von Kryptowährungen wie Bitcoin in Zeiten der Unsicherheit oder des Aufruhrs immer noch als der wichtigste sichere Vermögenswert gilt. Gold gilt auch als wirksamer Inflationsschutz, obwohl Experten sagen, dass dies nur über längere Zeiträume, gemessen in Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten, zutrifft.
Leider haben die steigenden Zinssätze den Goldbullen die Party verdorben, da börsengehandelte Fonds (ETFs), die Goldbarren für Anleger lagern, zu Nettoverkäufern wurden. Der Abverkauf von Goldbarren durch die börsengehandelten Fonds und die Käufe durch die Zentralbanken ließen den Goldpreis im dritten Quartal um 8 % fallen. Gold ist ein unverzinslicher Vermögenswert, und in Zeiten steigender Zinsen neigen die Anleger dazu, ihr Geld in höher rentierliche Instrumente umzuschichten. Ein übermäßig starker Dollar hat den Goldpreisen (und den Rohstoffpreisen) ebenfalls nicht geholfen. Der Goldpreis ist im Jahresvergleich um 9,3 % gesunken und liegt fast 20 % unter seinem Höchststand vom März bei $ 2.050 pro Unze.
Zum Glück für die Goldbullen scheinen die langfristigen Aussichten für Gold nach oben zu tendieren. Die Märkte sind derzeit auf die vierte Zinserhöhung um 75 Basispunkte in Folge vorbereitet, und es wird erwartet, dass die US-Notenbank danach signalisieren wird, dass sie die Zahl ihrer Zinserhöhungen bereits im Dezember reduzieren könnte.
„Wir glauben, dass sie die Zinsen nur erhöhen, um den Endpunkt zu erreichen. Wir glauben, dass sie die Zinsen um 75 erhöhen. Wir glauben, dass sie die Tür für eine schrittweise Reduzierung der Zinserhöhungen ab Dezember öffnen werden. Bei der Novembersitzung geht es nicht wirklich um den November. Es geht um Dezember“, sagte Michael Gapen, Chefvolkswirt der Bank of America, gegenüber CNBC. Gapen erwartet, dass die Fed die Zinssätze im Dezember um einen halben Prozentpunkt anheben wird.
Während die Inflation in den USA hartnäckig hoch bleibt, mehren sich die Anzeichen, dass die hohen Zinssätze die Wirtschaft zu bremsen beginnen, da der Immobilienmarkt einbricht und sich einige Hypothekenzinsen fast verdoppeln. Dies spricht dafür, dass die Fed ihre aggressiven Zinserhöhungen zurückfahren sollte.
Die Goldhändler scheinen sich einig zu sein, dass der langfristige Trend bei Gold nach oben zeigt.
Einer Umfrage in der Goldbranche zufolge werden die Goldpreise im nächsten Jahr trotz höherer Zinsen wieder ansteigen. Händler gehen davon aus, dass die Preise im nächsten Jahr um diese Zeit auf $ 1.830,50 pro Unze steigen werden, was fast 11 % über dem derzeitigen Niveau liegt.
„Ich neige zu der Ansicht, dass die Falschheit der US-Notenbank jetzt weitgehend ‚im Preis‘ enthalten ist. Dennoch ist der Spielraum für eine kurzfristige Erholung des Goldpreises sehr begrenzt, solange die Zinsen steigen und der US-Dollar stark bleibt“, so Philip Klapwijk, Geschäftsführer des in Hongkong ansässigen Beratungsunternehmens Precious Metals Insights Ltd, in einer E-Mail.
Am Ende wird ein schwächerer Dollar die Aussichten für Gold wahrscheinlich verbessern. Der Dollar könnte nach einer langen Periode relativer Stärke gegenüber anderen wichtigen Währungen endlich seinen Glanz verlieren. Der Dollar-Index – eine Kennzahl, die den US-Dollar mit sechs führenden Währungen vergleicht – ist kürzlich auf ein Mehrmonatstief gefallen. Laut Wells Fargo wird sich der Anstieg des Dollars in diesem Jahr wahrscheinlich fortsetzen, da die Zinssätze weiter steigen, aber die Zinssenkungen der Fed im Jahr 2023 dürften den Dollar in einen „zyklischen Rückgang“ stürzen. Mit anderen Worten: Der Dollar wird im Jahr 2023 fallen, wenn die USA in eine Rezession eintreten und die Fed die Zinsen senkt.
„Ampel“ weicht das Asylrecht weiter auf: Künftig keine Regelüberprüfung mehr!
Eigentlich handelt die „Ampel“ nur konsequent: Wenn praktisch ohnehin jeder bleiben darf, muss man auch nicht mehr lange prüfen. Denn darauf läuft es hinaus: Die Bundesregierung will nach eigenen Angaben das Asylverfahren mit einer Abschaffung der Regelüberprüfung „beschleunigen“. Die Asylverfahrensberatung wird an „zivilgesellschaftliche Akteure“ (sagt eigentlich schon alles) ausgelagert.
Von der breiten Öffentlichkeit bisher kaum registriert, hat das Bundeskabinett in der vergangenen Woche einen Gesetzesentwurf gebilligt, der in seiner Tragweite das deutsche Asylrecht vollends ad absurdum führt. Die sogenannte Regelüberprüfung, die bislang nach spätestens drei Jahren erfolgen sollte, wird abschafft. Die Vorlage aus dem Bundesinnenministerium von Nancy Faeser (SPD) bedeutet im Ergebnis eine weitere Entkernung restriktiver Asylrechtsbestimmungen.
► Bisher galt: Mit der Regelüberprüfung tritt nach einer bestimmten Frist eine automatische Untersuchung dergestalt ein, ob es zwischenzeitlich Gründe für einen Widerruf oder die Rücknahme der Asylberechtigung bzw. des Flüchtlingsstatus gibt. Diese Überprüfung wurde bislang durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) durchgeführt.
► Künftig soll eine solche Prüfung nur noch „anlassbezogen“ erfolgen. Außerdem sollen Asylbewerber eine behördenunabhängige Beratung in Anspruch nehmen können. Die Asylverfahrensberatung soll an „zivilgesellschaftliche Akteure“ (z.B. NGOs) ausgelagert werden können, die vom Bund (sprich: Steuerzahler) entschädigt werden.
Für das Jahr 2023 sind dafür 20 Millionen Euro veranschlagt. Für das Folgejahr geht die Bundesregierung von 80 Millionen Euro aus. Die einschlägige Asylindustrie dürfte sich angesichts dieses Konjunkturprogramms schon jetzt die Hände reiben. „Um den Ausländer bestmöglich auf die Anhörung vorzubereiten, soll die behördenunabhängige Asylverfahrensberatung, wenn möglich, bereits vor der Anhörung ansetzen“, sieht die „Formulierungshilfe“ aus dem Bundesinnenministerium vor.
Die Abschaffung der Regelüberprüfung reiht sich nahezu perfekt ein in das Gesetz zum „Chancen- und Aufenthaltsrecht“, das sogenannten gut integrierten Ausländern ohne gesicherten Status ein Aufenthaltsrecht zubilligt.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bringt es auf den Punkt: „Mit ihrem aktuellen Gesetzentwurf, die Regelüberprüfung abzuschaffen, ob anerkannte Asylbewerber weiter asylberechtigt sind, sendet die Bundesregierung nach weiteren Aufnahmeprogrammen oder dem Bleiberecht für Geduldete erneut das Signal einer grenzenlosen Aufnahmebereitschaft in alle Welt.“
Im Klartext: Das deutsche Asylrecht ist ab sofort das Papier nicht mehr wert, auf dem es steht. Hereinspaziert, hereinspaziert…
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“Keine Geisel der NGOs mehr”: Meloni-Regierung macht Ernst im Kampf gegen illegale Migration
Die neue italienische Regierung steht hierzulande bereits kurz nach ihrem Amtsantritt am Pranger: Da diese die illegale Migration aus Afrika unterbinden will, sollen genau die Länder, unter deren Flagge die privaten Seenotrettungsschiffe fahren, die transportierten Migranten aufnehmen. Bisher durfte nur ein Schiff in Italien anlegen, wobei nur ein Teil der Migranten an Land gehen durfte; drei weitere Schiffe warten noch auf die Zuweisung eines Hafens.
Vor Italien warten über 1.000 Bootsmigranten auf vier Rettungsschiffen auf die Erlaubnis, an Land gehen zu dürfen. Am Donnerstag hatten Deutschland und Frankreich Italien aufgefordert, den Migranten einen sicheren Hafen zu gewähren und sich bereit erklärt, einen Teil von ihnen aufzunehmen. Das Schiff der deutschen Hilfsorganisation “SOS Humanity” durfte nun in einen Hafen in Sizilien einlaufen, allerdings unter der Bedingung, dass nur Minderjährige und Menschen mit gesundheitlichen Problemen an Land gehen dürfen. Von den 179 aus dem Mittelmeer gefischten Migranten verließen 144 das Schiff in Catania, während 35 männliche Erwachsene an Bord bleiben mussten. Wie viele derer, die an Land gehen durften, tatsächlich minderjährig oder krank waren, bleibt leider offen.
Die italienische Regierung erklärte, dass sie bei ihren humanitären Verpflichtungen keinen “Rückzieher” machen werde. Aber diejenigen, die nicht “qualifiziert” seien, müssen “unsere Hoheitsgewässer verlassen und von dem Staat versorgt werden, unter dessen Flagge sie fahren”, sagte Innenminister Matteo Piantedosi am Samstag.
Der Kapitän des Schiffs ist der Aufforderung, den Hafen mit den verbliebenen Migranten wieder zu verlassen, bisher nicht nachgekommen. Seine Begründung laut “SOS Humanity“: „Es ist meine Pflicht, die Rettung der Menschen aus Seenot mit der Ausschiffung aller Überlebenden im Hafen von Catania als sicherem Ort abzuschließen. Ich kann den Hafen nicht verlassen, bevor nicht alle Überlebenden, die aus Seenot gerettet wurden, von Bord gegangen sind.“
Oppositionspolitiker wütet, doch Bürger befürworten Meloni-Kurs
Der Oppositionsabgeordnete Aboubakar Soumahoro, der das Rettungsschiff im Hafen von Catania in Empfang nahm, kritisierte die “Selektion von schiffbrüchigen Migranten”, die gegen internationales Recht verstoße. Die italienische Regierung behandele die erschöpften Schiffbrüchigen “wie Objekte”. Wenn die auf dem Schiff verbliebenen Migranten abgewiesen würden, “werden wir diese Entscheidung in allen geeigneten Institutionen anfechten”, schrieb Soumahoro auf Twitter. Die User sehen das jedoch vielfach anders und fordern in den Kommentaren, dass die Migranten nach Libyen oder Tunesien gebracht oder in ihre Ursprungsländer zurücktransportiert werden.
In questo momento al porto di Catania è in corso uno sbarco selettivo. Corpi consumati di naufraghi già sfiniti da freddo, stanchezza, traumi e torture sono considerati, per volontà del governo di @GiorgiaMeloni, degli oggetti. UNA VERGOGNA! pic.twitter.com/si0q2y01aB
— Aboubakar Soumahoro (@aboubakar_soum) November 5, 2022
Private Hilfsorganisationen, sogenannte NGOs, patrouillieren im Mittelmeer, um Migranten einzusammeln, die bei dem Versuch von Nordafrika aus in die EU zu kommen, in “Seenot” geraten. Da sie dabei oft seeuntaugliche Boote benutzen, könnte man freilich auch sagen, dass sie sich bewusst in Seenot bringen und darauf setzen, von den sogenannten Rettungsschiffen aufgelesen und direkt nach Italien gebracht zu werden. Die NGOs berufen sich dabei auf das Seerecht, das besagt, dass jedes Schiff zur Seenotrettung verpflichtet ist. Die Geretteten dürfen dann nur in einen “sicheren Hafen” gebracht werden, doch in diesem Bereich ist die rechtliche Lage nicht eindeutig. Die Seenotretter steuern dann beispielsweise Libyen oder auch Tunesien – ein beliebtes Urlaubsland – nicht an, mit der Begründung, in diesen Ländern würden Menschenrechtsverletzungen begangen. So werden die Migranten schnurstracks in die EU gebracht und landen dann vielfach im “gelobten Land” Deutschland, wo es sich mit Sozialleistungen, also auf Kosten der Steuerzahler, gut leben lässt.
Italiens neue konservative Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte nach ihrem Amtsantritt angekündigt, die Einwanderung aus Afrika unterbinden zu wollen. Daher sollen die Länder, unter deren Flagge die privaten Rettungsschiffe fahren, auch die Migranten aufnehmen müssen. Diese neue Richtlinie ist auch ganz im Sinne von Infrastrukturminister Matteo Salvini, der für seine migrationskritische Haltung bekannt ist: „Wir wollen nicht länger Geisel dieser ausländischen und privaten NGOs sein, die die Routen, den Verkehr, den Transport und die Migrationspolitik organisieren“, sagte Salvini in einem Facebook-Video. Auch würden Schleuser durch die Anwesenheit der Schiffe ermutigt. Zurzeit warten noch drei Schiffe mit weiteren rund 900 Bootsmigranten vor Italien auf die Zuweisung eines Hafens.
Bestrebungen, die illegale Migration übers Mittelmeer zu blockieren, existieren in Deutschland derweil nicht. Daher werden die sogenannten Seenotretter wohl auch weiterhin alle Einwanderungswilligen in die EU, vorzugsweise nach Deutschland, holen… Frei nach dem Motto: Immer hereinspaziert – Freibier für alle.
Durchgesickerte Dokumente: Britische Spione bauen geheime Terrorarmee in der Ukraine auf
Dokumente, die The Grayzone vorliegen, enthüllen Pläne einer Zelle des britischen Militärgeheimdienstes, eine verdeckte ukrainische „Partisanen“-Armee zu organisieren und auszubilden, die ausdrücklich den Auftrag hat, russische Ziele auf der Krim anzugreifen.
Am 28. Oktober beschädigte ein ukrainischer Drohnenangriff das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte im Krimhafen Sewastopol. Moskau beschuldigte Großbritannien sofort, den Angriff unterstützt und orchestriert sowie die Nord-Stream-Pipelines in die Luft gesprengt zu haben – die schlimmsten Fälle von Industriesabotage der jüngeren Vergangenheit.
Das britische Verteidigungsministerium wies die Vorwürfe energisch zurück und bezeichnete sie als falsche Behauptungen epischen Ausmaßes“. Wer auch immer hinter diesen konkreten Angriffen steckt, der Verdacht, dass die Briten bei der Zerstörung ihre Hand im Spiel hatten, ist nicht unbegründet. The Grayzone hat durchgesickerte Dokumente erhalten, die zeigen, wie britische Militärs eine Vereinbarung mit dem Sicherheitsdienst der Ukraine in Odessa unterzeichneten, um eine geheime ukrainische Partisanen-Terrorarmee aufzubauen und auszubilden.
Die Pläne sahen vor, dass die Geheimarmee im Auftrag des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SSU) Sabotage- und Aufklärungsaktionen auf der Krim durchführen sollte – genau die Art von Angriffen, die in den vergangenen Wochen zu beobachten waren.
Wie The Grazyone bereits berichtete, war dieselbe Gruppe von Militärgeheimdienstlern für die Ausarbeitung von Plänen zur Sprengung der Kertsch-Brücke auf der Krim verantwortlich. Dieses Ziel wurde am 8. Oktober in Form eines Selbstmordattentats mit einer LKW-Bombe verwirklicht, wodurch die einzige Verbindung zwischen dem russischen Festland und der Krim vorübergehend außer Betrieb gesetzt und eine erhebliche Eskalation der Moskauer Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur eingeleitet wurde.
Diese Pläne wurden von einem Militärveteranen namens Hugh Ward auf Ersuchen von Chris Donnelly erstellt, einem britischen Militärgeheimdienstler, der vor allem für die Ausarbeitung des verdeckten, vom Auswärtigen Amt finanzierten Informationskriegsführungsprogramms Integrity Initiative bekannt ist.
Die Pläne wurden in Donnellys privatem transnationalen Netzwerk von Militärs, Gesetzgebern und Geheimdienstmitarbeitern verbreitet. Solche hochrangigen Verbindungen unterstreichen, dass er in diesem Konflikt alles andere als ein passiver Beobachter ist. Er hat seine Position und seine Kontakte genutzt, um die notwendigen Ressourcen für die Ausbildung des geheimen Saboteur-Bataillons zu sichern, das russische Ziele auf der Krim angreifen soll. Diese zerstörerische Strategie wird den Krieg mit Sicherheit eskalieren lassen und jegliche Verhandlungsdynamik untergraben.
Der geplante Angriff auf die Krim, der als „Unterstützung für Seeüberfalloperationen“ bezeichnet wird, zielt darauf ab, Russlands Fähigkeit zur Blockade Kiews zu „schwächen“, Moskaus „Kriegsführungsfähigkeit“ zu „untergraben“ und die russischen Land- und Seestreitkräfte auf der Krim zu isolieren, indem „Nachschub auf dem See- und Landweg über Kertsch verhindert wird“.
Aus den von The Grayzone erhaltenen Dokumenten geht hervor, dass diese Pläne in enger Abstimmung mit der Odessa-SSU durchgeführt werden, während ein politisch einflussreicher ukrainischer Oligarch zur Finanzierung des bösartigen Unterfangens herangezogen wurde.
Seit einem vom Westen unterstützten Putsch zum Sturz der gewählten ukrainischen Regierung im Jahr 2014 hat Donnelly unermüdlich daran gearbeitet, einen Stellvertreterkrieg gegen Russland in der Ukraine zu schüren. Private Memos, die Donnelly verfasst hat und die The Grayzone im Oktober dieses Jahres erhalten hat, zeigen, dass seine Lust an der Eskalation seit dem Einmarsch des russischen Militärs in die Ukraine im Februar nur noch größer geworden ist.
In einem Schreiben vom 21. September an seinen engsten Kreis beklagte Donnelly, dass die Biden-Administration nicht voll und ganz auf einen totalen Krieg mit Russland ausgerichtet sei. Unter Berufung auf öffentliche Erklärungen von Beamten in Washington, die auf eine Verhandlungslösung zwischen der Ukraine und Russland hoffen, erklärte Donnelly (siehe unten): „Diese US-Position muss sofort und entschieden in Frage gestellt werden.“
In einem separaten Kommuniqué bezeichnete Donnelly Biden als „so unklug, dass man es kaum glauben kann“, weil er davor gewarnt hatte, der Ukraine-Konflikt könne zu einem „Armageddon“ führen.

The Grayzone kann zwar nicht bestätigen, dass die ukrainischen Angriffe auf die Krim direkt auf Donnellys Team zurückzuführen sind, doch die jüngsten Ereignisse spiegeln die Strategien und Taktiken wider, die in den Dokumenten beschrieben werden, die The Grayzone erhalten hat. Darüber hinaus haben die Angriffe dazu beigetragen, die von Donnelly und der britischen Regierung verfolgten Eskalationsziele zu erreichen, die die Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau im April dieses Jahres erfolgreich zunichte gemacht haben.
Ukrainische „Partisanen“ trainieren „schießen, bewegen, kommunizieren, überleben“
Den von The Grayzone eingesehenen Dokumenten zufolge wurde eine private britische Militärfirma namens Prevail Partners mit der Rekrutierung und Ausbildung der geheimen ukrainischen Partisanenkämpfer beauftragt. Prevail wurde von Veteranen der Spezialeinheiten gegründet, darunter der ehemalige Brigadegeneral der Royal Marine und Kommandeur des Special Boat Service, Justin Hedges.

Das Unternehmen hat seinen Sitz nicht weit von RM Hamworthy, einem britischen militärischen Elite-Trainingszentrum, das über ein straßenähnliches Gelände und eine „Improvised Explosive Device Lane“ zur Erprobung von Kampfszenarien verfügt.
Die Entstehung des Programms war das Ergebnis einer verdeckten Lobbyarbeit, die Donnelly, ein MI6-Veteran namens Guy Spindler und Audrius Butkevičius, ein ehemaliger litauischer Verteidigungsminister mit langjährigen Verbindungen zum ukrainischen Sicherheits-, Militär- und Geheimdienstapparat, über mehrere Monate hinweg betrieben haben.

Als das Prevail-Team seine Bemühungen zur Bildung der Geheimarmee aufnahm, traten mehrere Hindernisse auf. Erstens zögerten ukrainische Beamte, die von Donnellys Team geforderten beträchtlichen Summen aufzubringen, vor allem, während westliche Staaten Milliarden in die Kriegsanstrengungen pumpten. Britische Beamte waren auch zögerlich, wenn es darum ging, Ausbildungsdienste an private Auftragnehmer zu vergeben, vielleicht aus Angst, auf frischer Tat ertappt oder sogar wegen solch provokativer Aktivitäten strafrechtlich verfolgt zu werden.

Auch innerhalb von Donnellys Clique wurden Bedenken gegen den ursprünglichen Vorschlag von Prevail geäußert. Alex Finnen, Mitglied der Spionagezelle Specialist Group Military Intelligence der britischen Armee und der geheimen Russland-Einheit des Außenministeriums, kommentierte Ende März in einer E-Mail, das Angebot von Prevail sei „sehr teuer für das, was es ist“, mit prognostizierten Kosten von 600.000 Dollar pro Partisanenkämpfer und Jahr – ein Hinweis darauf, dass sich das Unternehmen „in einem Verkäufermarkt“ befinde.
„Ich vermute, dass sie die erste Zahl, an die sie gedacht haben, genommen und sie dann verdoppelt haben. Es muss also mehr darüber diskutiert werden, wie und was diese Leute tun werden“, mahnte Finnen. „Partisanen leben in und unter den Menschen. Das bedeutet, dass man Menschen aus der ganzen Ukraine benötigt, die sich in kleinen Teams beteiligen, wie Prevail vorschlägt, ‚oblast by oblast‘. Wie wollen sie das erreichen?“

Nach einigem Hin und Her wurde am 18. April eine vorläufige Vereinbarung zwischen Prevail und seinem Durchführungspartner, einer selbsternannten „Londoner Krisenmanagementfirma“ namens Thomas in Winslow, getroffen. Dem Vertrag zufolge würde Prevail kostenlos eine „Kapazitätsbewertung“ der Operationen der SSU in Odessa, „dann anderer wichtiger regionaler SSUs und schließlich der Sicherheitsdienste der gesamten Ukraine“ durchführen.

Auch wenn diese Runde auf Kosten des Hauses ging, sollte die Bewertung letztlich dazu dienen, eine größere Investition in das Partisanenprogramm zu rechtfertigen.
Dieses Ziel wurde in einer Prevail-Bewertung eines Bataillons der 24. Brigade der ukrainischen Armee, „das für den Einsatz an der Front mobilisiert wird“, deutlich hervorgehoben. Das Memo wurde von Justin Hedges verfasst, nachdem er Ende Mai einen militärischen Ausbildungsstützpunkt in der westlichen Stadt Jaworiw, nahe der polnischen Grenze, besucht hatte. Hedges wurde von Darren Liddle, einem Veteranen des britischen Militärgeheimdienstes, und zwei ukrainischen Spezialkräften zum Stützpunkt begleitet.

Die Einladung zur Teilnahme kam „nicht“ vom ukrainischen Generalstab, sondern „auf regionaler Ebene“ – eine Anspielung auf die Odessa-SSU. Im Laufe von 36 Stunden auf dem Stützpunkt in Jaworiw beobachteten Hedges und seine Begleiter einen Teil einer, wie er es nannte, „unzureichenden“ 12-tägigen Ausbildung für Wehrpflichtige im Alter von 20 bis 58 Jahren, von denen keiner über militärische Erfahrung verfügte und die schließlich nach Popasna geschickt werden sollten, „wo die Russen derzeit die [ukrainischen] Linien durchbrechen“.
Hedges stellte fest, dass die Zahl der Ausbilder sehr gering war, dass es keinen festen Lehrplan und keine feste Doktrin gab, dass keine Erfahrung in der Einheit vorhanden war und dass es kein Planungstraining gab, und dass „unsolide Taktiken von unerfahrenen ausländischen Ausbildern gelehrt wurden“, so dass das Bataillon „nicht auf das vorbereitet war, was ihnen bevorstand“.
Er schätzt, dass viele der Anwesenden „wissen, dass es bei einem Einsatz an der Front zu einem Blutbad kommen wird“, zumal das vorherige Bataillon, das dieselbe 12-tägige Ausbildung erhielt, „innerhalb der ersten drei Tage 60 Tote zu beklagen hatte“.
„[Dies führt] zu einer wohl nicht tragbaren Verlustquote. Meiner Ansicht nach sind sie aus der Perspektive des Humankapitals und damit der Politik auf lange Sicht untragbar“, beklagte Hedges. „Dieses Problem darf nicht länger unbehandelt bleiben; die Ausbildungslücke muss jetzt geschlossen werden, sonst könnten unhaltbare Opferzahlen aufgrund unzureichender Ausbildung politisch entscheidend werden, indem Zelensky gezwungen wird, gegenüber Putin nachzugeben.“
Im Gegensatz dazu beschrieb er die Prevail-Ausbilder als „alle qualifiziert und erfahren“ mit „Kampferfahrung“ und bezeichnete Jaworiw als „geeignet und sicher mit angemessener Disziplin und Handwerk“. Mit anderen Worten: Wir können helfen, und Sie brauchen uns dringend.
Wie aus einer E-Mail von Spindler an Donnelly Anfang Mai hervorging, gab es bereits Pläne, den Stützpunkt zu nutzen, um sechs Monate lang alle vier Wochen 40-köpfige Gruppen von Partisanen darin zu schulen, wie man „schießt, sich bewegt, kommuniziert und überlebt“, sowie im Wald lebt und „überlebt“. Auszubildende, die „geeignet“ waren, sollten identifiziert und in „Spezialmodulen“ unterrichtet werden.

Im Laufe der Entwicklung des Plans wurde das Trainingsgelände in Jaworiw an ungenannte Orte in Griechenland und Polen verlegt.
Bis jetzt wurde das geheime britische Partisanenprogramm in den Mainstream-Medien noch nie erwähnt. Und wie dieser Bericht deutlich macht, wurden von allen beteiligten Akteuren erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Initiative vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

Hedges, der Veteran der Spezialeinheiten, hält eine staatliche Finanzierung für „unerlässlich, um dieses Programm auf eine solide Grundlage zu stellen“. Er stellte sich vor, dass Sponsoren aus Großbritannien, den USA, der Ukraine „oder sogar aus den baltischen/nordischen Ländern“ kommen könnten. Wenn eine „Trennung der staatlichen Finanzierung von der Aktivität“ notwendig sei, könne die Finanzierung „durch ‚Spenden‘ über die von Prevail gegründete Nichtregierungsorganisation Rhizome Insights Ltd. erfolgen“, eine Fassade, die dem Unternehmen als „derzeitiger Weg zur Finanzierung von Ausrüstung und Ausbildung“ diene und es daher ermögliche, vor der Öffentlichkeit verborgen zu bleiben.
„Auf diese Weise erhält Prevail Spenden von Nichtregierungsorganisationen/Privatpersonen zur Finanzierung von Ausrüstung und geringer sonstiger Unterstützung“, erklärte Hedges und wies darauf hin, dass Prevail auch mit dem Büro des Bürgermeisters von Lemberg, Andriy Sadovyi, einem der reichsten Oligarchen der Ukraine und Eigentümer des ukrainischen Nachrichtensenders Channel 24, über die Finanzierung gesprochen habe.
Donnelly nimmt Biden wegen seiner Warnung vor einem nuklearen „Armageddon“ ins Visier
Chris Donnellys Bemühungen um eine Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts sind von britischen Beamten nicht unbemerkt geblieben. Erst am 8. Oktober dieses Jahres wurde er von Brigadegeneral Julian Buczacki von der Elitebrigade 1 der britischen Armee (Intelligence, Surveillance and Reconnaissance Brigade) begeistert eingeladen, als wichtiger Berater des Londoner Chefs des Verteidigungsstabs, General Nick Carter, und David Williams, Londons wichtigstem zivilen Ratgeber in Verteidigungsfragen, zu fungieren.
In einer E-Mail am selben Nachmittag, nur wenige Stunden nach dem Bombenanschlag auf der Kertsch-Brücke, erklärte Buczacki, er sei kürzlich „tief in den Strudel der Krisenarbeit“ geraten – und „in diesem Zusammenhang“ habe er Carter und Williams empfohlen, Donnelly als „Rat der Weisen“ einzusetzen, weil sie von einem Experten für „Abschreckung/Eskalation und all das“ profitieren würden.
„Es wäre ziemlich bald, angesichts des Kontextes… Ich werde in Kürze zum ACDS [Assistant Chief of Defence Staff Military Strategy] aufsteigen (noch nicht öffentlich)“, schloss Buczacki.

Donnelly antwortete umgehend, er sei „hocherfreut“, eine solch zentrale Rolle bei der Verfolgung des Stellvertreterkriegs durch Großbritannien zu übernehmen. „Kurzfristig“ sei „kein Problem“, schrieb er und fügte seine offizielle Sicherheitsfreigabe der britischen Regierung sowie zwei aktuelle Kommentare zum Konflikt in der Ukraine bei, die er an sein Netzwerk weitergeleitet hatte.
Der Inhalt seiner Kommentare macht deutlich, dass Donnelly die ungezählten Milliarden an Waffenlieferungen, die durch Bidens Dekret in die Ukraine fließen, für unzureichend hält, und dass er befürchtet, dass Biden Putin bald beschwichtigen könnte, indem er Verhandlungen zulässt.
Präsident Joseph Biden sorgte für internationale Schlagzeilen, als er während einer Benefizveranstaltung im Haus von James Murdoch, dem Sohn des rechtsgerichteten Medienmoguls Rupert Murdoch, erklärte, Putin scherze nicht, wenn er über den möglichen Einsatz taktischer Atomwaffen spreche, und es bestehe die sehr reale Aussicht, dass der Konflikt in der Ukraine „mit einem Armageddon enden könnte“.
In seinem E-Mail-Austausch mit Brigadier Julian Buczacki vom 8. Oktober beklagte Donnelly, dass die „unbedachten Äußerungen“ des US-Präsidenten „so unklug sind, dass man sie kaum glauben kann“.
„Ich bin mir nicht sicher, was das Gegenteil von ‚Abschreckung‘ ist, aber Biden tut das leider aktiv“, beklagte Donnelly. Er argumentierte, dass Putins Drohungen mit einem Atomkrieg als Bluff zu betrachten seien, der den Willen des Westens zur Eskalation bis zum totalen Sieg schwächen solle.
Aus seiner Sicht musste offensichtlich etwas unternommen werden, um Washington daran zu hindern, eine Verhandlungslösung zuzulassen, die irgendeine der Bedingungen Russlands erfüllen würde.

Eine „menschliche Bombe“ schlägt auf der Kertsch-Brücke ein
Am 25. Mai teilte Guy Spindler in einer E-Mail an Donnelly mit, dass er „ein paar Mal“ mit Butkevičius, dem ehemaligen litauischen Verteidigungsminister, gesprochen habe. Er kommentierte, Butkevičius habe „hervorragende Arbeit geleistet, um das ukrainische Zögern bei der Ausbildungsunterstützung zu entkräften, und hat nun dafür gesorgt, dass der Name von Prevail der britischen Regierung und ihrer Botschaft in Kiew – und damit dem Außenministerium und dem MI6 – „als potenzieller Lieferant zugetragen wurde“.
Spindler bewertete Hedges als „positiv“, da die britischen Verteidigungsminister „angeblich nicht mehr grundsätzlich gegen privatwirtschaftliche Ausbildungslösungen sind.“ Das Einzige, was noch zu tun war, war, die offizielle Genehmigung für eine Art von Guerilla-Operationen zu sichern und „sicherzustellen, dass unsere Beiträge“ – einschließlich der von Butkevičius – „angemessen vergütet werden“.

Der MI6-Geselle fügte hinzu, dass er „nur teilweise“ Einblick in die „verschiedenen Pläne“ von Hugh Ward habe – eine Anspielung auf die „Unterstützung von Raubzügen auf See“, die Donnelly dazu einlud, „mich nach Belieben einzubinden“. Es scheint, dass die verschiedenen Sabotagepläne des Plans so geheim und sensibel sind, dass selbst hochrangige britische Geheimdienstmitarbeiter, die mit der Überwachung der Operationen betraut sind, nicht in alle Details eingeweiht sind.
The Grayzone hat bereits Wards Plan für einen Angriff auf die Brücke von Kertsch, die die Krim mit dem russischen Festland verbindet, enthüllt. Diesen Plänen zufolge sollten Marschflugkörper, speziell ausgebildete Taucherteams oder Unterwasserdrohnen die Betonpfeiler der Brücke zerstören, da Ward sie als den „schwächsten Teil“ der Konstruktion ansah.
Obwohl sich der ukrainische Sicherheitsdienst SBU letztlich für einen Lkw-Bombenanschlag entschied, zeigte eine von Kiew nur wenige Stunden nach dem Anschlag herausgegebene Gedenkbriefmarke zwei Explosionen an genau den von Ward vorgeschlagenen Stellen. Die Schnelligkeit, mit der die Briefmarke verfügbar wurde, deutet darauf hin, dass sie lange vor dem Anschlag vorbereitet wurde.
Prevail hat auch Pläne für alternative Strategien ausgearbeitet. In einer von der Firma erstellten Präsentation mit dem Titel „Kerch Bridge information pack“ wurde vorgeschlagen, ein mit Ammoniumnitrat beladenes Schiff unter einem Teil der Brücke zu sprengen, der über einer Fahrrinne liegt.
Als Vorbild für diesen Anschlag diente Prevail die Explosion in Beirut im August 2020, bei der eine gewaltige und auf mysteriöse Weise ausgelöste Explosion den Hafen der libanesischen Hauptstadt zerstörte und in den umliegenden Stadtvierteln erheblichen Schaden anrichtete. Das private Militärunternehmen stellte anerkennend fest, dass die 552 Tonnen Ammoniumnitrat, die in Beirut explodierten, „einen 140 m breiten Krater und ein Erdbeben der Stärke 3,3 auf der Richterskala verursachten“, eine Menge, die „viel geringer ist als die 2.754 Tonnen“, die angeblich 2013 auf einem von Russland geleasten Frachtschiff auf der Krim ankamen.

Es ist unklar, warum letztlich das Szenario eines Lkw-Bombenanschlags gewählt wurde – vielleicht, weil es den Hintermännern des Anschlags ein gewisses Maß an plausibler Bestreitbarkeit verschaffte. Nachdem ukrainische Beamte den Vorfall zunächst gefeiert hatten, behaupten sie nun, es habe sich um eine russische Operation unter falscher Flagge gehandelt.
Darüber hinaus hat Russland Ende August die Schutzmaßnahmen auf und um die Krim verstärkt und beispielsweise ein S-300-Raketenabwehrsystem auf die Halbinsel verlegt, was eine andere Vorgehensweise als die ursprünglich gewählte erforderlich gemacht haben könnte.
Bei dem Bombenanschlag auf die Kertsch-Brücke wurde ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug von Odessa (Ukraine) über Bulgarien, Georgien und Armenien auf die Krim transportiert, wobei verschiedene Fahrer auf verschiedenen Etappen der Reise eingesetzt wurden. Der letzte Fahrer wusste angeblich nichts von dem Selbstmordkommando.
Sollten britische Agenten den Anschlag auf die Kertsch-Brücke tatsächlich inszeniert haben, so stützten sie sich wahrscheinlich auf frühere Operationen, die unheimliche Ähnlichkeiten aufwiesen. Im Jahr 2006 veröffentlichte die Nichtregierungsorganisation British Irish Rights Watch Aussagen anonymer ehemaliger britischer Geheimdienstinformanten, aus denen hervorging, dass der MI6 in Nordirland eine Terrorstrategie unter falscher Flagge, die so genannte „menschliche Bombe“, angeführt hatte.
Zivilisten wurden in mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge geschnallt und dann gezwungen, in militärische Kontrollpunkte zu fahren und Brandanschläge auf Ziele zu verüben, bei denen Soldaten und Zivilisten gleichermaßen getötet wurden. Die Welle von Bombenangriffen verschärfte die lokalen Spannungen und lieferte eine Rechtfertigung für die drakonischen staatlichen Repressionen gegen die katholische Bevölkerung der Provinz.
„Es ist bekannt, dass mindestens zwei Agenten der Sicherheitskräfte an diesen Bombenanschlägen beteiligt waren, und es wurden Behauptungen aufgestellt, dass die Strategie der menschlichen Bomben vom britischen Geheimdienst entwickelt wurde [Hervorhebung hinzugefügt]“, so die britische Irish Rights Watch in einem Begleitbericht.
Angesichts des Inhalts des durchgesickerten Materials, das von The Grayzone eingesehen wurde, ist es bemerkenswert, dass der Sprengstoff, der für den Anschlag auf die Kertsch-Brücke verwendet wurde, aus Odessa stammt. In dieser Stadt, die sich auf der anderen Seite des Schwarzen Meeres gegenüber der Krim befindet, befand sich die SSU-Einheit, die als Basis für Donnellys und Prevails geheime Terrorarmee diente.
Russische Beamte haben lange erklärt, dass sie die Krim als russisches Territorium betrachten und dass jeder Angriff auf die Krim eine klare rote Linie überschreiten und eine eskalierende Reaktion auslösen würde. Als Donnelly und sein Team Pläne zum Aufbau einer geheimen ukrainischen „Partisanen“-Armee vorstellten, war dies offenbar genau das, was sie vorhatten.
Eine Grafik, die trifft, was viele umtreibt …
… die mit dem Auftreten der Grünen verbundene Hoffnung, symbolisiert in der Sonnenblume, und der anschließende Niedergang bis hin zur Kriegsbereitschaft und Kriegstreiberei: Grüner Herbst. Die Grafik verdanken wir einem Leser aus Worpswede. Hier sein Leserbrief, verbunden mit der Anregung, diese Grafik weiterzuverbreiten, sie auszudrucken und ans Fenster und an die Rückscheibe Ihres Autos zu heften, oder als Postkarte weiterzuschicken.
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Herzliche Grüße sendet aus dem Teufelsmoor
Ihr
N.N.

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