Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Europa steht vor dem Winter und vor einer Klippe

Europa steht vor dem Winter und vor einer Klippe

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Brenda Shaffer via Cornwall Alliance.

Angesichts der schlimmsten Energiekrise seit dem Zweiten Weltkrieg und des Beginns der Heizperiode zaudert Europa weiter. Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen hat eine Reihe neuer energiepolitischer Maßnahmen der Europäischen Union vorgestellt, darunter geplante Preisobergrenzen, zusätzliche Steuern für Energieerzeuger, die Einrichtung einer neuen europäischen Wasserstoffbank und neue Unterstützung für Elektrofahrzeuge. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union verstaatlichen unterdessen Energieversorger, legen Strompreise fest und subventionieren die Verbraucher. Diese EU-Politik stellt keine wesentliche Abkehr von der Politik dar, die den Kontinent überhaupt erst in das Energie-Chaos geführt hat.

Das grundsätzliche Problem ist, dass sich Europa immer noch nicht mit den Ursachen seiner Energiesicherheitskrise auseinandersetzt, sondern es vorzieht, äußere Kräfte für seine derzeitige missliche Lage verantwortlich zu machen. Von der Leyen und andere europäische Politiker machen Russland und seinen Krieg gegen die Ukraine für Europas Energiesorgen verantwortlich. Dass der russische Präsident Wladimir Putin die Gashähne zugedreht hat, hat die Lage zweifellos verschlimmert, aber dies wird bereits der dritte Winter sein, in dem Europa eine Energiekrise erlebt. Bereits in den Wintern 2020-2021 und 2021-2022 kam es in Europa zu erheblichen Preissteigerungen bei Strom und Erdgas sowie zu einer Gasverknappung, die zu einem verstärkten Einsatz von Kohle und Heizöl führte. Die europäischen Politiker haben dies entweder nicht zur Kenntnis genommen oder es vorgezogen, den Kurs nicht zu ändern.

Solange so viele Menschen in Europa und anderswo glauben, dass die energiepolitische Misere des Kontinents nur auf Putin zurückzuführen ist, ist es hilfreich, sich über die Politik, die Europa in diese Krise geführt hat, im Klaren zu sein. Zu wissen, was das Problem verursacht hat, ist der erste Schritt zur Lösung des Problems.

Die Krise in Europa hat sich über zwei Jahrzehnte entwickelt. Mit dem Ziel, einen schnellen Übergang von fossilen Brennstoffen und Kernenergie zu erneuerbaren Energiequellen zu schaffen, erzwangen die europäischen Politiker tiefgreifende Veränderungen in der Energieversorgung. Gleichzeitig ignorierten sie die Prognosen für die anhaltende Nachfrage nach Erdöl und Erdgas sowie den Bedarf an einer zuverlässigen Grundlast-Brennstoffquelle zur Unterstützung der intermittierenden Sonnen- und Windenergie. Viele EU-Mitgliedstaaten fuhren die heimische Produktion fossiler Brennstoffe zurück und schränkten die Importe ein, mit der bemerkenswerten Ausnahme von Gas aus Russland. Deutschland, das selbst über beträchtliche Gasvorkommen verfügt, verbot das Fracking, ebenso wie Frankreich und andere Länder. In den letzten zehn Jahren hat sich die einheimische Erdgasproduktion in Europa halbiert, und heute machen Importe 83 Prozent des europäischen Gasverbrauchs aus.

Unter dem Druck von Aktivisten und grünen Parteien haben sich Deutschland und mehrere andere Länder ebenfalls für den Ausstieg aus der Kohlenstoff-freien Kernenergie entschieden, obwohl die Sicherheitsbilanz tadellos ist. Die heute von Europa vorgeschlagenen Obergrenzen für Gas- und Strompreise sowie neue Abgaben für Energieerzeuger werden die Versorgung weiter einschränken und gleichzeitig die Verbraucher vor hohen Preisen schützen, die sie dazu veranlassen könnten, den Thermostat zu senken und das Licht auszuschalten.

Die europäische Politik der Blockierung von Gaslieferungen hat zu Engpässen geführt, die vor zwei Wintern erste Preisspitzen verursachten. In dem Glauben, bald ohne Gas auskommen zu können, hat Europa auch langfristige Verträge für Importe blockiert, mit dem Ergebnis, dass Europa an Gasmangel leidet, obwohl es von einigen der größten Gasreserven der Welt umgeben ist – nicht nur in Russland, sondern auch in Nordafrika, Zentralasien und anderen Regionen. Die EU hätte sich leicht den Zugang zu zuverlässigen Gaslieferungen zu erschwinglichen Preisen sichern können, ist aber nun stattdessen vom teuren Spotmarkt abhängig. Selbst heute, da europäische Beamte weltweit nach neuen Gasmengen suchen, weigern sie sich, langfristige Verträge mit den umworbenen Produzenten zu unterzeichnen. Die letzte Woche war ein typisches Beispiel dafür: Zwei Jahre nach Europas Energiekrise und sieben Monate nach Russlands Krieg in der Ukraine kehrte der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz von einer Reise nach Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate mit einer Vereinbarung über nur eine einzige Tankerladung Flüssiggas zurück, statt der langfristigen Lieferungen, die das Land dringend benötigt, um seine Bürger warm und die Fabriken am Laufen zu halten.

Europa hat sich noch immer nicht mit den Folgen seiner vor zehn Jahren getroffenen Entscheidung für den Ausstieg aus dem Erdgas auseinandergesetzt. In den 1990er und 2000er Jahren war [der Verbrauch von] Erdgas der am schnellsten wachsende Brennstoff in Europa und weltweit. Gas war aufgrund seiner relativ geringen Emissionen und seines bis vor kurzem wettbewerbsfähigen Preises sehr gefragt. Die Umstellung von Kohle auf Erdgas war auch der schnellste und billigste Weg zur Senkung der Kohlenstoff-Emissionen: Infolge der Schiefergas-Revolution konnten die Vereinigten Staaten ihre Kohlenstoff-Emissionen ohne staatliche Eingriffe rasch senken. Vor etwa einem Jahrzehnt jedoch verstärkten die Gegner fossiler Brennstoffe ihre Kampagnen gegen Erdgas. Das Ergebnis war: Europa stieg aus langfristigen Gasverträgen aus.

In der europäischen Energiepolitik übertrumpft die Ideologie die mathematischen Grundlagen. Wenn man aus der Kernenergie und der Kohle aussteigt und das Erdgas ausbremst, aber weniger Energie aus erneuerbaren Energieträgern hinzufügt, als man abzieht, kommt es zu einer Verknappung. Hinzu kommt, dass bei allen Versuchen, einen schnelleren Übergang zu Wind- und Solarenergie zu erzwingen, wichtige Ressourcen- und Technologiebeschränkungen ignoriert werden: Diese Energiequellen erfordern einen enormen Flächenverbrauch, kritische Materialien und Hardware (auch aus China) sowie entweder Reservestrom oder nicht vorhandene Speicher. Und schließlich ignorieren die politischen Entscheidungsträger bei ihrer erzwungenen Umstellung die Prognosen über die anhaltende Nachfrage nach fossilen Brennstoffen, u. a. für den Verkehr, die Industrie, das Heizen und die Reservestromversorgung für unvorhersagbare Wind- und Sonnenenergie.

Trotz der Berechnungen, der Daten und einer zwei Jahre alten Energiekrise, die sich seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar drastisch verschärft hat, folgen die europäischen Politiker einander weiterhin wie Schafe. Als ob die Energiekrise nicht schon da wäre, kündigten die Niederlande diese Woche an, dass sie die Gasproduktion im riesigen Groningen-Feld weiter reduzieren werden. Deutschland hält an seinem Fracking-Verbot und dem Ausstieg aus der Kernenergie fest, während Belgien letzte Woche ein Kernkraftwerk abgeschaltet hat, das einen erheblichen Teil des Strombedarfs des Landes deckt – und das, obwohl die Belgier auf der Straße gegen die explodierenden Energiepreise protestieren. Diese Länder könnten sich stattdessen ein Beispiel an Liz Truss, der neuen britischen Premierministerin, nehmen: Eine ihrer ersten Ankündigungen nach ihrem Amtsantritt war eine neue Energiepolitik, die eine Wiederaufnahme der Offshore-Öl- und Gasexploration und eine Aufhebung des Fracking-Verbots in ihrem Land vorsieht.

Anstatt den Kurs zu ändern, haben die europäischen Politiker ihre Investitionen in Solar- und Windenergie sowie in Elektrofahrzeuge verdoppelt. „Die erneuerbaren Energien sind billig, sie sind einheimisch, sie machen uns unabhängig“, sagte von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union Anfang des Monats. Dies ist ein klarer Widerspruch zu den Tatsachen: Europa muss erst noch dafür sorgen, dass erneuerbare Energien ohne Subventionen und fossile Reservestromquellen funktionieren, sie erfordern Ressourcen-intensive globale Lieferketten und sie bringen ihre eigenen geopolitischen Herausforderungen und Abhängigkeiten mit sich, genau wie fossile Treibstoffe.

[Hervorhebungen vom Übersetzer]

Die europäischen Staats- und Regierungschefs sind sich bewusst, dass ihre Energiemarktkonzepte nicht funktionieren. Die nationalen Regierungen retten kollabierende Versorgungsunternehmen oder verstaatlichen sie ganz. Die meisten legen jetzt die Strom- und Gaspreise für die Kunden fest. Darüber hinaus haben die hohen Kohlenstoffkosten in Europa die Versorgungsunternehmen nicht davon abgehalten, stillgelegte Kohlekraftwerke wieder zu befeuern und die Strom- und Wärmeversorgung von Gas auf Heizöl umzustellen. Von der Leyen wies in ihrer Rede zu Recht darauf hin, dass sich die europäischen Gaspreise heute an den hohen Kosten für LNG und nicht an den niedrigen Kosten für Pipeline-Gas orientieren und dass das Benchmark-System reformiert werden muss. Europa muss sich noch mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Umstellung des Marktes auf höhere LNG-Preise befassen.

Anstatt sich mit Dringlichkeit und Laserschärfe auf diese Fragen zu konzentrieren – und Fehlentscheidungen wie den Ausstieg verschiedener Länder aus der Kernenergie rückgängig zu machen -, treiben die europäischen Staats- und Regierungschefs weiterhin neue Projekte voran, die nicht erprobt und weit davon entfernt sind, wirtschaftlich tragfähig zu sein. Ihre derzeitige Lieblingstechnologie ist Wasserstoff: Von der Leyen kündigte kürzlich weitere EU-Fördermittel und die Einrichtung einer Europäischen Wasserstoffbank an. Wasserstoff ist jedoch noch nicht kommerziell nutzbar, es bestehen ernsthafte Sicherheitsbedenken hinsichtlich seiner Verwendung und seines Transports, und seine Produktion und die unvermeidlichen Leckagen könnten erhebliche Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt haben.

Wären die europäischen Politiker ehrlicher, wenn es um die hausgemachten Ursachen ihrer Energiekrise ginge, wäre die richtige Politik klar. Erstens muss die EU ihren Energieabnehmern erlauben und sie sogar dazu ermutigen, langfristige Gasimportverträge zu unterzeichnen, die in der Regel mehr als ein Jahrzehnt laufen. Dies würde es den Erzeugern ermöglichen, in die Produktion und den Transport von speziellen Gasmengen für Europa zu investieren. Der Ausstieg aus der Kernenergie sollte, wo immer möglich, rückgängig gemacht werden. Als nächstes sollte Europa bei der Entwicklung erneuerbarer und kohlenstoffarmer Energiequellen technologieneutral vorgehen, anstatt umfangreiche Subventionen für bestimmte, von Politikern und Bürokraten ausgewählte Technologien bereitzustellen.

Darüber hinaus sollten Brüssel und die europäischen Regierungen dem Erdgas einen neuen Stellenwert einräumen, einschließlich einheimischer Quellen, wie es Großbritannien jetzt tut. Moderne Erdgasprojekte setzen kein Methan frei wie frühere Generationen, und die Umstellung von Kohle auf Gas ist immer noch der schnellste und effizienteste Weg, um sowohl die Umweltverschmutzung als auch die Kohlenstoff-Emissionen zu senken. Darüber hinaus braucht die europäische Politik einen langfristigen Plan für Grundlast-Treibstoffe zur Stromerzeugung in Verbindung mit Sonnen- und Windenergie. Da sie keine konstante und vorhersehbare Strommenge erzeugen, können Solar- und Windenergie niemals grundlastfähige Energieträger wie Kernkraft und Erdgas ersetzen. Diese Quellen müssen Hand in Hand gehen.

Europa braucht einen völlig neuen Ansatz für das Energiemarktdesign. Vor allem muss es dringend die Ideologie durch die Praxis ersetzen. Andernfalls werden die Europäer noch viele weitere Krisenwinter erleben – egal, was Putin tut.

This piece originally appeared at ForeignPolicy.com and has been republished here with permission.

Brenda Shaffer is a faculty member at the U.S. Naval Postgraduate School, a senior advisor for energy at the Foundation for Defense of Democracies, and a senior fellow at the Atlantic Council’s Global Energy Center.

Link: https://cornwallalliance.org/2022/10/with-winter-coming-europe-is-walking-off-a-cliff/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Erzählte Realität

Es ist schwer, im Ukrainekonflikt die „ganze Wahrheit herauszufinden“ — durch Hinterfragen der allzu billigen offiziellen Narrative kommen wir ihr aber näher.

von Peter Frey

Was wir für die Wahrheit halten, wurde meist durch Herrschaftsinteressen kreiert oder vorselektiert. Was den Ukrainekonflikt — und nicht nur diesen — betrifft, gibt es zwei Kategorien von Wahrnehmung. Die eine lässt sich als narrativer Erzählraum bezeichnen und umfasst alles, was Menschen innerhalb dieses Raumes an Informationen wahrnehmen, vor allem glauben sollen. Der andere Raum ist schlicht die Realität. Aber von welcher Realität reden wir? Auch die russische Version der Wahrheit ist vermutlich interessengelenkt und nicht endgültig. In einer Gesellschaft mit einer funktionierenden Medienlandschaft würde man aber versuchen, diese fair zu prüfen. Vielleicht würden dann auch die Menschen im Westen feststellen, dass die grundlegenden russischen Thesen zum Ukrainekonflikt einige Plausibilität besitzen.

Stellen wir vorn an: Was Menschen, die man zu manipulieren sucht, als Informationen wahrnehmen sollen, müssen keine wahren Informationen sein. Da Informationen aus solcherart Narrativen vorrangig Menschen in bestimmte Denk- und Handlungsmuster zu bringen beabsichtigen, enthalten diese in hohem Maße emotionale Botschaften.

Grundsätzlich stellen Narrative Geschichten dar. Sie entstehen somit in den Köpfen der Geschichtenerzähler. Narrative sind einerseits unerlässlich, um Realität abbilden zu können. So sie diesem Anspruch ernsthaft genügen wollen, sind solcherart Narrative offen und stellen sich mit neuen Erkenntnissen über die Realität verändert oder neu auf. Diese Narrative suchen nach Wahrheit.

Man kann Narrative freilich auch missbrauchen. Machtmenschen bevorzugen Narrative zum Zweck der Herbeiführung einer Realität. Damit ist der Erzählraum eine Geschichte, welche die Zukunft vorwegnehmen möchte, und zwar eine im Sinne des Erzählers gewünschte Zukunft.

Vergleichen wir also Worte und Taten — zuerst einmal jene der russischen Führung.

Das russische Narrativ für die Intervention in der Ukraine

Als russische Truppen im Februar 2022 in der Ukraine intervenierten, wurde ihr Einsatz mit drei Zielen, resultierend aus drei Bedrohungen (Narrativen), begründet:

  1. Schutz der russischen Ethnie in den zuvor gegründeten, von der Ukraine abgespaltenen Republiken Lugansk und Donezk
  2. Zerschlagung der Angriffspotenziale der ukrainischen Armee, einschließlich ihrer Stellvertreterrolle als der einer NATO-Armee in Washingtons Auftrag, Verhinderung einer atomaren Bewaffnung der Ukraine
  3. Zerschlagung des faschistischen Apparates der Ukraine in Politik und Militär

Waren Russen in den ostukrainischen Gebieten — und nicht nur dort — bedroht? Das waren sie ohne Wenn und Aber. Sie waren in ihrer Identität, ihrer Kultur, ja sogar ihrer physischen Existenz bedroht. Tausende Zivilisten waren durch die Armee jenes Landes, dessen Staatsbürger sie gewesen waren, zu Tode gekommen.

War die ukrainische Armee zu einer Armee mit NATO-Strukturen, NATO-Beratern und Angriffspotenzial entwickelt worden? Hatte die ukrainische Führung den Anspruch auf eigene Atomwaffen ins Spiel gebracht? Keine Frage, das alles ist geschehen. Zudem standen Zehntausende Angehörige dieser Armee, einschließlich radikaler nationalistischer Bataillone angriffsbereit vor den Republiken Donezk und Lugansk, weitere Zehntausende in Stoßrichtung zur Krim.

Grassiert in der Ukraine der Faschismus? Das tut er unübersehbar. Der Faschismus ist längst in den Strukturen des ukrainischen Regierungsapparates und den militärischen Strukturen der Armee verankert. Das sind also alles Erzählungen (Narrative, Behauptungen, Geschichten), die sich in der Realität immerfort bestätigt sehen.

Russland gab damit für sein beabsichtigtes Handeln starke, belegte und schlüssige Argumente vor. Diese Argumente könnten natürlich durchaus auch als Vorwand dienen, um andere Ziele (mit) zu erreichen. Zumal Russland nachvollziehbarerweise das taktische Vorgehen zur Erreichung seiner Ziele vorab nicht verkündete, vielleicht auch gar nicht verkünden konnte.

Eben um den Erfolg dieses operativen Handelns nicht zu gefährden. Dass es tatsächlich das oben skizzierte Bedrohungsszenario war, welches die russische Führung veranlasste, in der Ukraine zu intervenieren, musste also die Zukunft zeigen. Frei nach Lenin: „Die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit.“

Der Autor greift vor, wenn er sagt, dass die erfahrene Realität die Ernsthaftigkeit dieser Ziele bestätigt. Weil sich seit acht Monaten in beeindruckender Weise das Vorgehen der russischen Seite im Ukrainekonflikt in die obigen Ansprüche einordnet.

Ehrlicher, der Wahrheit verpflichteter Journalismus würde genau das tun: Er würde unvoreingenommen die Erzählung auf ihre Festigkeit überprüfen, in dem er sie mit der Realität vergleicht. In westlichen Redaktionsstuben — die russischen interessieren hier nicht, weil wir nicht in Russland leben — praktiziert man allerdings etwas ganz anderes. Dazu später mehr.

Das westliche Narrativ vom Krieg der Ukraine gegen Russland

Was Russland erklärtermaßen nicht anstrebt, stellte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am 17. März des Jahres ausdrücklich heraus:

„Ich möchte noch mal betonen, was weder westliche Medien noch das westliche Establishment sehen wollen — die Sonderoperation ist nicht gegen die friedliche Bevölkerung der Ukraine gerichtet, verfolgt nicht das Ziel, das Territorium des Landes zu übernehmen, ihre Staatlichkeit zu zerstören, den amtierenden Präsidenten zu stürzen“ (1).

Im narrativen Raum, nunmehr jenem in dem man versucht, die westlichen Konsumenten praktisch geistig zu verwahren, werden freilich andere Bedrohungen und damit begründete Ziele postuliert. Gemeint sind nun — bezogen auf den UkrainekKonflikt — die Ziele der, nun ja, „westlichen Wertegemeinschaft“, was seinerseits bereits wieder ein Narrativ darstellt, das etwas vorgibt, dessen Wahrhaftigkeit zu beweisen wäre.

Jedenfalls gibt der „Wertewesten“ als grundsätzliche Erzählung vor, dass sich die nach innen wie außen friedliebende, demokratische Ukraine einzig und allein im heroischen Abwehrkampf gegen ein autokratisches wie aggressives System zu verteidigen suchte und er, der „Wertewesten“, moralisch in der Pflicht sei, seine Werte, die auch jene der „guten“ Ukraine wären, mit dieser gemeinsam zu verteidigen.

Die Erzählung ist moralisch aufgeladen und sie ist irrational, ein starkes Zeichen dafür, dass das Narrativ wahrheitsfern aufgestellt ist. Eines welches sich nicht an die Realität zu halten gedenkt, aber Menschen als Richtschnur, als vermeintliche Wahrheit dienen soll.

Hat die Ukraine bewiesen, dass sie friedliebend ist, nach innen friedliebend? Sie hat es nicht (2, 3, 4). Die gegenwärtigen Machtstrukturen sind das Produkt eines gewalttätigen Putsches gegen eine demokratisch legitimierte Regierung. Ethnien, die nicht zur ukrainischen gezählt werden, unterliegen Repressalien. Ja, es wurde und wird Krieg gegen sie geführt (5). Bewies die Ukraine ihre Friedfertigkeit nach außen? Auch dem ist nicht so, wofür ein Beispiel an dieser Stelle genügen möge:

Die frühere ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko ließ im März 2014 in Richtung des russischen Präsidenten Wladimir Putin verlauten, sie wäre bereit:

„eine Maschinenpistole in die Hand zu nehmen und diesem Drecksack in die Stirn zu schießen“ (6)

und weiter:

„Ich würde all meine Beziehungen geltend machen und die ganze Welt erheben lassen, damit von Russland nur ausgebrannter Boden übrig bleibt“ (6i).

Handelt der Staat Ukraine nach den Vorgaben eines demokratischen Rechtsstaates? Auch das ist nicht der Fall. War die Ukraine ein friedliebender, abgerüsteter Staat, der, faktisch wehrlos, vom Nachbarn überfallen wurde? Wieder spricht die Realität dagegen. Das Land war hochgerüstet, militarisiert und radikalisiert (7).

Wir sehen, dass das Ukrainenarrativ des „Wertewestens“ den Realitäten nicht standhalt. Das ist typisch für den „Wertewesten“. Auch seine Narrative zum internationalen Terrorismus und „Krieg gegen das Virus“ werden durch die Realität zerlegt. Wirken aber trotzdem, weil massiv Manipulationstechniken eingesetzt werden. Narrativ und Propaganda vermischen sich zu einer Wolke von aus Glauben und Selbstüberhebung gespeisten Überzeugungen.

Moralische Motive der Selbstgerechten

Moral, die mit zweierlei Maß argumentiert, ist Doppelmoral, verlogene Moral.

Entweder lehne ich Angriffskriege aus ethischen Gründen ab oder ich toleriere, akzeptierte und unterstütze diese. Wer im Falle des „russischen Angriffskrieges“ moralisch argumentiert, muss das auch im Falle der unzähligen „US-Angriffskriege“. Alles andere ist pure Heuchelei.

Was lässt sich daraus schlussfolgern? Das Narrativ vom Verteidigungskrieg der Ukraine, den man aus moralischen Gründen unterstützen müsste, ist eine Lüge. Stände man wahrhaftig hinter dieser Ethik, wäre der Bezug von LNG-Gas als Beifang aus Fracking, geliefert aus DEM Aggressorstaat dieser Jahrzehnte einfach undenkbar. Man ist aber nicht wahrhaftig.

Wenn man aus moralischen Gründen weitreichende Sanktionen gegen den „Aggressor Russland“ verhängt, dann muss man es auch gegen den „Aggressor USA“ tun. Das Narrativ des „Wertewestens“ stinkt zum Himmel, und das bereits ohne die Untersuchung des russischen Narrativs!

Aber die Realität lässt sich mit diesen Erzählungen nicht wegwischen, sie ist existent und sie wirkt.

Die „westliche Wertegemeinschaft“ redet sich und ihren Bevölkerungen permanent die Realität weg und ersetzt diese durch Fiktionen. Fiktionen, in denen emotionales, angstgetriebenes, paranoides, irrationales Denken, Sagen und Handeln den Ton angeben. Aus diesen heraus fordert man absurderweise, dass „Putin seine Aggression“ beenden müsse. Das ist realitätsfern. Wie geht man mit solch einer Psychose um?

Das Erste ist, dass man sich der Psychose und denen mittels dieser ausgedrückten Narrativen nicht unterwirft, sich nicht in diesen verstrickt, sich nicht emotional vereinnahmen lässt, kühlen Kopf bewahrt. Man muss sich im Klaren sein, mit wem man es zu tun hat. Und das jene, die den größten psychischen Druck auf ihre potenziellen Opfer aufbauen möchten, zwar als Vertreter des „Wertewestens“ wahrgenommen werden möchten, dies jedoch gar nicht sind. Es fügt sich außerdem in deren Psyche ein, dass sie sich Dinge, Positionen, Handlungen anmaßen, die sie anderen prinzipiell niemals verzeihen werden. Man nennt so etwas Projektion.

Zum Zweiten ist festzuhalten, dass es also „den Wertewesten“ als solches gar nicht gibt. Weder vertritt er einzigartige Werte, noch fühlt sich das gesamte politische Establishment des Westens den derzeitig dominierenden, „wertewestlichen“ Eliten verpflichtet. Der „Wertewesten“ ist ein eigenes Narrativ, ein Erzählraum, der auch gern nach Bedarf für die eigenen Zwecke ausgenutzt wird, wenn es sich gerade gut in die selbst verfolgte Interessenlage einfügt.

Der „Wertewesten“ ist also seinerseits eine Fiktion und wird benutzt, um eine weitere Fiktion zu beleben. Fiktionen sind es, die den Erzählraum, der in Machtwahn und Paranoia Verfallenen befüllen. Machtwahn sucht die Masse hinter, besser gesagt unter sich zum Werkzeug seinerselbst zu machen. Begriffe wie „Wertewesten“ oder „freie Welt“ oder auch „Weltgemeinschaft“ oder „demokratische Welt“ werden hierfür inflationär genutzt. Gleichzeitig werden Andersdenkende als Mitglieder aus diesen Erzählräumen ausgeschlossen — moralisch ausgeschlossen. Aber die Moral ist ja verlogen, wie wir wissen.

Vom Narrativ der Einigkeit

Die hier beschriebenen Narrative des „Wertewestens“ sind also reich an emotionalen, angstmachenden Kicks und inhärenten Widersprüchen. Sie sind voller logischer Brüche und zeugen von der inneren Spaltung der Protagonisten. Aber wie gesagt steht diese Gruppe für eine sogar eher kleine Gruppe von Machteliten, die allerdings derzeit recht großen Einfluss auf die globale Politik nehmen oder dies versuchen.

Von dieser Gruppe und denen von diesen kontrollierten Politikern und Medien wird ein weiteres realitätsfernes Narrativ befeuert: dass die „Weltgemeinschaft“ geeint gegen „Putins Aggression“ stehen würde. Wir erinnern uns an „die Welt im Kampf gegen das Virus“? Oder „die demokratische Welt im Kampf gegen den internationalen Terrorismus“? Die Realität sah und sieht anders aus.

Auch die politische und diplomatische Realität im „Wertewesten“ stellt sich anders dar, als es uns die derzeit verbreiteten Narrative weismachen möchten. Eben weil es den „geeinten Wertewesten“ lediglich als Narrativ, nicht aber in der Realität gibt.

Narrativ oder Realität?

Es ist Zeit für ein weiteres Zitat (Hervorhebungen durch Autor):

„ … (die NATO müsse) die Möglichkeit eines Atomwaffeneinsatzes durch Russland ausschließen. Wichtig ist aber — ich wende mich wie vor dem 24. Februar deshalb an die Weltgemeinschaft — dass es Präventivschläge sind, damit sie wissen, was ihnen blüht, wenn sie sie anwenden.“ Er betonte: „Nicht umgekehrt: Auf Schläge von Russland warten, um dann zu sagen: ‚Ach, du kommst mir so, dann bekommst du jetzt von uns.‘ (…) Einen Atomschlag gegen die Ukraine werde Putin nicht überleben“ (8).

Liebe Leser, es wird jetzt anstrengend. Bevor wir das Obige untersuchen, stellen Sie sich eine Frage: Bewegen Sie sich bei Verarbeitung des obigen Zitats innerhalb oder außerhalb des Erzählraums, aus dem diese Nachricht gekommen ist?

N-TV gehört zum Medium des Erzählraumes. N-TV tritt nicht mit dem Anspruch an, von den Realitäten dieser Welt mehr oder weniger annähernd wahrheitsgemäß zu berichten. Nein, seine Aufgabe besteht darin, vorgegebene Narrative auszugestalten, zu füttern, am Leben zu erhalten. Eine Nachricht bei N-TV bezweckt etwas im Sinne der Narrativgeber. N-TV ist kein Verfechter der Wahrheit, sondern ein Meinungsmacher — und projiziert das sogar auf die im Selbstverständnis ähnlich tickenden Kollegen aus Australien (Hervorhebung durch Autor):

„Selenskyj sei bei seinem Videoauftritt vor australischen Meinungsmachern am Donnerstag falsch verstanden worden“ (8i).

Haben Sie schon einmal einen grünen Elefanten gesehen? Es gibt keine grünen Elefanten. Warum sehen Sie ihn jetzt trotzdem, den grünen Elefanten? Weil ich in meinem Erzählraum die Fiktion eingewebt habe und Sie nun, ob Sie es wollen oder nicht, damit beschäftigt werden, den grünen Elefanten als vermeintlich real ansehen sollen.

Warum sage ich das? Lesen wir noch einmal aus dem Zitat des ukrainischen Präsidenten:

„ …(die NATO müsse) die Möglichkeit eines Atomwaffeneinsatzes durch Russland ausschließen. (…) Einen Atomschlag gegen die Ukraine werde Putin nicht überleben“ (8ii).

Wenn Sie jetzt emotionalisiert sind, dann könnte es sein, dass Sie die gewünschte Erzählung in Ihre subjektive Realität aufgenommen haben, eine die in der objektiven Realität nicht auffindbar ist. Man hat nämlich einen grünen Elefanten in den Erzählraum geschoben. Und dieser lebt von Emotionalität und Irrationalität, mittels derer konkretes praktisches Handeln angeschoben werden soll, um erwünschte Realitäten in der Zukunft zu gestalten.

Es gehört zum Standardprozedere, nachträglich die Aussagen von Politikern zu relativieren, glatt zu streichen, politisch weichzuspülen. Das hat man auch nach Selenskyjs Verlautbarungen gemacht (9). Doch ist die Korrektur keine im Inhalt, sie ist eine Emotionale, Besänftigende. Sie schiebt den Elefanten nicht wieder aus dem Raum, sondern tätschelt ihn, macht ihn etwas hübsch, sozusagen salonfähig. So werden samtweich Narrative in den Köpfen der Menschen eingebrannt.

Was treibt Selenskyj zu dieser Forderung? Sollen wir glauben, dass er diese Forderung selbst entwickelt hat? Jene, die uns im Erzählraum festnageln möchten, bedürfen Angsttrigger, Eskalationen, immer im emotionalen Bereich. Um diese Trigger in den öffentlichen Erzählraum zu transportieren, benutzt man Strohpuppen. Solche wie Selenskyj (10). Aber warum gerade der?

Nun, weil er hervorragend in das Skript, in den Erzählraum passt, geradezu dafür geschaffen wurde:

„Der steht doch mit dem Rücken zur Wand, kämpft um die schiere Existenz seiner geliebten Ukraine, da kann man schon mal über die Stränge schlagen. Schließlich ist Selenskyj auch impulsiv und daher schwer kontrollierbar.“

Tatsächlich? Ganz und gar nicht, Selenskyj, von Haus aus Schauspieler, tut genau das, was er tun soll. Tatsächlich steht er mit dem Rücken zur Wand, aber beileibe nicht gegen Russland. Seine Bedrohungen sind ihm ganz nah. Er ist emotional verstrickt und wir wissen, dass wir von unserer Emotionalität vereinnahmt werden. Man spielt mit Selenskyj, der so naiv war, zu glauben, er taugte zum höchsten ukrainischen Staatsamt, ein perfides Spiel, und lenkt ihn geschickt, um den Erzählraum für eine zu sedierende Masse im Westen zu gestalten.

Aber erinnern wir uns an die russischen Narrative in Bezug auf den Ukrainekonflikt. Welchen Sinn sollten bei der Umsetzung der propagierten russischen Ziele Atomwaffen haben? Richtig, gar keine, sie sind völlig sinnlos. Sie würden der russischen Sache in der Ukraine sogar immens schaden. Russische Atomwaffen zielen woanders hin.

Reisen wir acht Monate zurück: Wer hatte eigentlich dem ukrainischen Präsidenten eingeflüstert, am 19. Februar 2022 auf der Münchner Sicherheitskonferenz — wieder eine Fiktion im Namen — den Austritt aus dem Budapester Moratorium und damit die Aufgabe des Verzichts der Erlangung von Atomwaffen anzukündigen (11)? Nun, es dürften dieselben Akteure sein, die ihn zur Forderung nach einem „Präventivschlag gegen Russland“ getrieben haben.

Das bedeutet aber auch, dass „der Westen“ kein geeinter, homogener Machtblock ist, der mit einer Stimme spricht. Einerseits können uns Narrative etwas vorspielen, was nicht der Realität entspricht. Auf der anderen Seite: Was wir nicht sehen und hören, kann trotzdem sehr wohl real sein. Ja, das ist sogar der Normalfall. Wir sehen immer nur durch ein Fenster der Realität und wie groß es für uns ist, hängt von verschiedenen Aspekten ab. Aspekten, die durchaus auch durch uns selbst beeinflussbar sind.

Selenskyj hat also wunschgemäß den Erzählraum mit emotionalen Botschaften beliefert, die benötigt werden, um die „öffentliche Meinung“, bis hin zu Medien und Politikern, mit Fiktionen zu füttern. Solche, die jenen gleichzeitig als Handlungsanleitung gereichen sollen. Aber er hat nichts über die Realität berichtet.

Außerdem spricht Selenskyj für eine Machtgruppe, eine die auch selbst in ihren Narrativen gefangen und damit der Realität entrückt ist, im wahrsten Sinne des Wortes Verrückte. Doch es gibt nicht nur diese eine Elitenschicht, es gibt nicht nur diese, sagen wir besonders Verrückten, auch nicht in der westlichen Hemisphäre, auch nicht in den USA. Das können wir zum Beispiel am folgenden Beispiel gut erkennen. Während einer Pressekonferenz stellte ein Journalist dem US-Außenamtssprecher Vedant Patel am 6. Oktober dieses Jahres die folgende Frage:

„Der polnische Präsident Andrzej Duda hat kürzlich in einem Interview angedeutet, dass es laufende Gespräche mit den USA über die Einbeziehung Polens in das Programm zur nuklearen Teilhabe gibt. Können Sie das bestätigen oder näher erläutern?“ (12).

Das ist interessant. Polen führt mit der US-Regierung Gespräche zur Stationierung von Atomwaffen im eigenen Land, mit wem genau? Das schon vorweg: Wir werden es nicht erfahren. Es wird als Gerücht verbreitet, von einem Staatspräsidenten. Einem der ein Problem damit hat, dass sein Land nicht über Atomwaffen verfügt:

„Das Problem ist zunächst einmal, dass wir keine Atomwaffen haben. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass wir in naher Zukunft in den Besitz solcher Waffen kommen werden. (…) Es bestehe aber immer die Möglichkeit, an der nuklearen Teilhabe teilzunehmen. (…) Wir haben mit führenden amerikanischen Politikern darüber gesprochen, ob die Vereinigten Staaten eine solche Möglichkeit in Betracht ziehen. Das Thema ist offen“ (13).

Gut, wir lesen von „führenden amerikanischen Politikern“, ein beliebig dehnbarer Begriff, passend zu Leuten, die aus dem Tiefen Staat (der USA) heraus Politik betreiben. Doch dürften es eher keine offiziellen Amtsinhaber in der US-Regierung sein. Auf jeden Fall sind es den polnischen Präsidenten (vor)führende Politiker. Jene Machtgruppen, die den narrativen Raum füttern, sprechen in der Regel mit fremder Zunge. Während alle auf Duda schauen, um dessen ungeheuerliche Meinung zu verstehen, bleiben sie selbst im Hintergrund. Auf diese Art und Weise werden emotionale Botschaften in den öffentlichen Erzählraum transportiert. Immer wieder wird auf den grünen Elefanten gezeigt. Damit es ihn irgendwann tatsächlich geben möge.

Patels Antwort auf des Journalisten Frage lautete folgendermaßen:

„Was Ihre Frage zu Polen betrifft, so möchte ich zunächst einen Schritt zurücktreten und feststellen, dass Polen ein wichtiger NATO-Verbündeter in der Region ist. Aber was diese spezifische Anfrage betrifft, so ist uns nicht bekannt, dass dieser Punkt angesprochen wurde. Und ich kann sagen, dass die Vereinigten Staaten keine Pläne haben, eine Atomwaffe auf dem Gebiet eines NATO-Mitglieds einzusetzen, das der NATO nach 1997 beigetreten ist“ (12i).

Und wie wir alle wissen, wurde Polen erst im Jahre 1999 Mitglied der NATO.

Patel richtete seine unaufgeregt formulierte Antwort natürlich nicht nur an Duda und Selenskyj, deren Forderungen nach dem Einsatz und Besitz von Atomwaffen interessanterweise fast gleichzeitig gestellt und in den Erzählraum des zu veröffentlichenden Narrativs lanciert wurden. Das Signal ging natürlich auch an Moskau, als eines von Berechenbarkeit, eines das vermitteln wollte: „Hey, wir mögen euch zwar nicht und möchten euch auch gern weiter schaden. Trotzdem sitzen hier nicht nur Verrückte“.

Damit drückte Patel indirekt aus, dass „die führenden amerikanischen Politiker“, von denen Polens Präsident redete, abzugrenzen sind von jener Gruppe, für die Patel selbst sprach. Andernfalls wäre seine Antwort anders ausgefallen. In Washington gibt es sicher nicht nur Extremisten, denen die Eskalation in der Ukraine gar nicht weit genug gehen kann, sondern auch eine ganze Reihe von Entscheidungsträgern, die nach Wegen suchen, ohne öffentliche Kapitulation aus diesem Konflikt herauszukommen. Das dürfte auch für einen großen Teil der führenden Militärs im Pentagon gelten.

Indem Patel explizit auf Andrzej Duda reagierte, signalisierte er auch der hinter der Sprechpuppe stehenden Machtgruppe, dass das Spiel verstanden wurde. Damit hat Patel in die zu veröffentlichende Meinung eingegriffen, was man im Februar 2022, als Selenskyj seine atomaren Ambitionen äußerte, in Washington noch nicht getan hatte.

Kapitulation undenkbar

Undenkbar ist eine Kapitulation im Ukrainekonflikt für die USA, wenn es darum geht, diese im zu veröffentlichenden, meinungsbildenden Erzählraum zu offenbaren. Doch gibt es sehr wohl Bestrebungen in Washington, Mittel und Wege zu sondieren, mittels derer man ohne Gesichtsverlust aus der Ukrainemisere herauskommen könnte. Es geht dabei um die öffentliche Meinung im Westen, keinesfalls um russische Befindlichkeiten.

Das ist eine Aufgabe, vor dem auch die gegenwärtigen wie zukünftigen Eliten Westeuropas stehen. Solange der Erzählraum, aus dem von dort Politik betrieben wird, unterwürfig gegenüber dem US-Lehnsherrn, sowie irrational und damit der Realität entrückt, befüllt wird, kann man zwar mit Verständnis aus Moskau rechnen, nicht (mehr) jedoch mit Toleranz und Nachgiebigkeit. Russlands führende Politiker sind diesbezüglich kaum misszuverstehen:

„Es ist nutzlos und unnötig, an die Besonnenheit unserer Feinde im Westen zu appellieren, die Feinde müssen gezwungen werden, in der verlorenen Wirtschaftsschlacht um Gnade zu bitten und sie mit ihrer vollständigen und bedingungslosen Kapitulation zu beenden“ (14).

Man beachte, dass der russische Ministerpräsident Dimitri Medwedew nicht vom Westen als Feind, sondern von den Feinden im Westen spricht. Er setzt nicht den Westen mit dem Feind gleich, sondern zeigt auf bestimmte dort Regie führende Protagonisten, die sich als solche deutlich erkenntlich gemacht haben.

Und wieder möchte ich darauf hinweisen, dass die Realität vom Narrativ zu unterscheiden ist. Wie man diese Kapitulation einer westlichen Clique, selbst herbeigeführt durch den losgetretenen Wirtschaftskrieg gegen Russland am Ende für sein Publikum im narrativen Erzählraum kommuniziert, ist eine andere Geschichte. Aber man wird nicht in der Rolle spielen, welche die Bedingungen für das Ende dieses realen Krieges aufstellt.

Medwedews Differenzierung ist zu beachten und gilt auch bei dieser Erklärung der russischen Außenamtssprecherin Maria Sacharowa:

„Sie sprechen mit Leichtigkeit über dieses Thema [Atomwaffen]. Sie entwickeln es, sie benutzen manipulative Techniken, um uns in diese Agenda hineinzuziehen. Sie nutzen alle Arten von Manipulation und Inszenierung ohne jegliche Einschränkung. Sie sind wirklich mit der totalen Zerstörung beschäftigt“ (15).

„Sie“ meint pointiert genau jene destruktiven Narrativgestalter, welche Fiktionen in den Erzählraum einbringen, um daraus zukünftig in verantwortungsloser Art und Weise Realitäten zu entwickeln. „Sie“ meint die Durchschauten, mit denen man zukünftig — und damit vollkommen angemessen — wie mit Verrückten reden wird, mit klaren Ansagen. „Sie“ sagt aber auch indirekt, dass es Zeit für die Gesellschaften im Westen wird, den „Verrückten“ und ihren verstrahlten Sockenpuppen endlich das Zepter aus der Hand zu nehmen. „Sie“ signalisiert, dass man anderen Verhandlungspartnern auch anders begegnen kann und wird.

Kubakrise 2.0?

Ältere und Geschichtsinteressierte können sich vielleicht noch an die sogenannte Kubakrise erinnern.

Als Washington immer unmissverständlicher den Sturz der Castro-Regierung forcierte und außerdem Atomwaffen in der Türkei stationierte, woraufhin die Sowjetunion Atomraketen auf Kuba stationierte, eskalierten die Spannungen zwischen den USA und der Sowjetunion.

Das beschreibt die Realität jener Monate im Jahre 1962.

Aber der Erzählraum für die manipulierten Gesellschaften im US-geführten „Wertewesten“ verkündete etwas anderes:

Als (im Narrativ verschwunden) die Sowjetunion Atomraketen auf Kuba stationierte, eskalierten die Spannungen zwischen den USA und der Sowjetunion.

Und dieser Erzählraum beschreibt dann halt seine eigene, in der Öffentlichkeit verbreitete Geschichte, wie die Krise gelöst wurde:

Auf Druck der Weltgemeinschaft und mit der Zusicherung der USA, Kuba nicht (mehr) anzugreifen, zog die Sowjetunion ihre Atomraketen wieder ab.

Was aber die Erzählung überhöhte, wird nun bereinigt und was sie verschwieg, sei dieser nun hinzugefügt:

Mit der Zusicherung der USA, Kuba nicht (mehr) anzugreifen UND die zuvor in der Türkei stationierten und gegen die Sowjetunion gerichteten Atomwaffen wieder abzuziehen, zog auch die UdSSR ihre Raketen wieder aus Kuba ab.

Die Erzählung der Herrscher über die öffentliche Meinung blendet also aus, dass die USA selbst eine Niederlage im Muskelspiel mit Moskau hatten einstecken müssen. Politisch und diplomatisch war das Ergebnis freilich ein Sieg für alle Beteiligten. Es war ein Sieg der Vernunft aber keiner für die Verrückten, die darauf aus waren, in der Auseinandersetzung der Atommächte vabanque zu spielen. Und jene fürchteten nun, vor ihrem eigenen Publikum als Verlierer, als verletzbar dazustehen. Also wurde die Niederlage in einen Sieg (auf der Machtebene) umgeschrieben.

Sind wir nun bei Kuba 2.0 angelangt, in dem vor einer Reihe von Entscheidungsträgern in Washington die Aufgabe steht, gesichtswahrend aus einem Konflikt auszusteigen, weil die Gegenseite angesichts der direkten Bedrohung der Souveränität und staatlichen Integrität kompromisslos Härte zeigt?

Mit den Stellungnahmen von Medwedew und Sacharow im Kopf (siehe weiter oben) sei die folgende These in den Raum gestellt (Hervorhebungen durch Autor):

„Diesmal muss der amerikanische Rückzug ein öffentlicher Rückzug sein, oder aber die amerikanische Seite nimmt Verhandlungen auf der Grundlage einer völlig neuen Plattform auf, und ihr Rückzug kann der amerikanischen Öffentlichkeit im Laufe der Zeit offenbart werden. Die Gegenseite kann es jetzt glauben oder abwarten, bis es nicht mehr zu leugnen ist, wobei sich dann die Verhandlungsposition der Gegenseite verschlechtert haben wird“ (a1).

Man kann es auch so ausdrücken: Die russischen Angebote gibt es, doch sind sie tagesaktuell. So günstig wie heute kommen sie nie wieder. Das Angebot an den Westen vom März 2022 — was hinter dem Angebot an die ukrainische Führung in jenen Wochen steckte — gilt längst nicht mehr. Das Fenster der Möglichkeiten für die US-ukrainische Seite hat sich nunmehr deutlich verschoben.

Doch zitieren wir weiter:

„Das lässt den Weg für Kompromisse und Verhandlungen offen, aber nicht auf der Grundlage falscher amerikanischer Annahmen. Medwedew fordert nicht die bedingungslose Kapitulation, er nennt die Bedingung, unter der die bedingungslose Kapitulation die einzige Option der USA wäre, um eine Katastrophe zu vermeiden“ (a1i).

Das Kriterium der Wahrheit

Haben sich die russischen Narrative der Realität gegenüber robust gezeigt? Gibt es eine Übereinstimmung von Motiven, Zielen und taktischem wie operativem Vorgehen bei Russlands Militäroperationen in der Ukraine?

Die Operationen wurden mit beschränktem Personal- und Technikeinsatz durchgeführt. Am Boden fokussierten sie auf die Eroberung jener Gebiete, die mehrheitlich von der russischen Ethnie bewohnt wird. Angriffe aus der Luft zielten auf die Zerstörung der Angriffspotenziale der ukrainischen Armee. Gezielt wurden und werden die nationalistischen Bataillone wie Asow und Kraken bekämpft.

Einen Krieg gegen das ukrainische Volk an sich hat es nicht gegeben. In all den Monaten floss russisches Erdgas in die Ukraine, für West- und Mitteleuropa, aber auch für die Ukraine. Verkehrs- und Energieinfrastruktur der Ukraine blieben über Monate unbehelligt. Weder hat man Russland Flächenbombardements noch Terror gegen Zivilisten nachweisen können. Russlands Vorgehen ist schlüssig. Ob wir das nun im Allgemeinen wie im Konkreten befürworten oder nicht, tut nichts zur Sache.

Der Erzählraum, den die angeblichen Vorsteher des „kollektiven Westens“ aufspannen, enthält seine eigenen, konstruierten, projizierten Geschichten. Man kann halt viel erzählen, wenn die Rezipienten zu bequem sind, nach den Beweisen zu fragen. Es ist auch nicht die Aufgabe Russlands, sich um das sedierte, unkritische Publikum im EU-Europa zu kümmern. Dafür sind jene dort selbst verantwortlich. Die Lügen zu Butscha, Saporoschje, Mariupol und Kramatorsk aufzudecken, ist keine große Herausforderung. Schließlich liegt die Beweislast bei den Erzählern und Beweise haben sie nun einmal keine.

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.


Redaktionelle Anmerkung: Dieser Beitrag erschien zuerst am 15. Oktober 2022 unter dem Titel „Narrative versus Realitäten“ bei Peds Ansichten.


Quellen und Anmerkungen:

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung — Nicht kommerziell — Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er — einschließlich der Primärquelle — gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(a1, a1i) Zitiert von meiner vertrauten Quelle George; ein weiteres Mal vielen Dank für dessen Anregungen.

(1) 3. März 2022; Russisches Außenministerium; Pressekonferenz von Außenamtssprecherin Maria Sacharowa; https://www.mid.ru/de/foreign_policy/news/1804778/
(2) 6. Oktober 2021; RT Deutsch; Verschwiegene Wahrheit: Über 80 Prozent der Zivilisten im Donbass sterben durch ukrainische Armee; https://de.rt.com/europa/125237-verschwiegene-wahrheit-80-prozent-zivilisten-donbass-sterben-durch-ukrainische-armee/
(3) 2. Mai 2020; RT Deutsch; Jochen Mitschka; 2. Mai 2014: Das ungesühnte Massaker von Odessa; https://de.rt.com/opinion/ulrich-heyden/102040-2-mai-2014-das-massaker-von-odessa/
(4) 3. Mai 2021; World Socialist Web Site; Jason Melanovski; Ukraine: Präsident Selenskyj vertieft Bündnis mit Rechtsextremen; https://www.wsws.org/de/articles/2021/05/03/ukra-m03.html
(5) 21. Februar 2022; Sant’Egidio; Marco Impagliazzo in Nuova Sardegna; Der versteckte Krieg im Donbass; https://www.santegidio.org/pageID/30284/langID/de/itemID/46681/Der-versteckte-Krieg-im-Donbass-Artikel-von-Marco-Impagliazzo-in-Nuova-Sardegna.html
(6, 6i) 25. März 2014; Pfalz-Express; Timoschenko über Putin: „Dem Drecksack in die Stirn schießen“; https://www.pfalz-express.de/timoschenko-uber-putin-dem-drecksack-die-stirn-schiesen/
(7) 18. Juni 2020; Ulrich Heyden; Rechte Freiwilligenbataillone, westliche Sicherheitsfirmen und Geheimdienste in der Ukraine; https://ulrich-heyden.de/article/rechte-freiwilligenbataillone-westliche-sicherheitsfirmen-und-geheimdienste-der-ukraine
(8 bis 8ii) 7. Oktober 2022; n-tv; Selenskyj irritiert mit Aussage über NATO-„Präventivschlag“; https://www.n-tv.de/politik/Selenskyj-irritiert-mit-Aussage-ueber-NATO-Praeventivschlag-article23634816.html
(9) 7. Oktober 2022; ARD-Tagesschau; Selenskyj relativiert „Präventivschlag“-Aussage; https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-freitag-185.html#Praeventivschlag
(10) 6. Oktober 2022; E-Prime Feed; Peskov called the United States and the United Kingdom responsible for Zelensky’s statement; https://eprimefeed.com/economy/peskov-called-the-united-states-and-the-united-kingdom-responsible-for-zelenskys-statement/197561/
(11) 19. Februar 2022; Münchner Sicherheitskonferenz 2022; Wolodymir Selenskyj; Europe’s Permacrisis: Ukraine and European Security; https://securityconference.org/msc-2022/agenda/europes-permacrisis-ukraine-and-european-security/
(12) 6. Oktober 2022; US-Außenministerium; Department Press Briefing — October 6, 2022, Vedant Patel, Principal Deputy Spokesperson; https://www.state.gov/briefings/department-press-briefing-october-6-2022/
(13) 6. Oktober 2022; Euractiv; Bartosz Sieniawski; Polen will NATO-Atomwaffen im eigenen Land; https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/polen-will-nato-atomwaffen-im-eigenen-land/
(14) 7. Oktober 2022; Amerikaner sollten besser aufwachen und erkennen, dass die Russen wirklich sauer sind; https://gesetze-ganz-einfach.de/usa-bleiben-dem-atomwaffensperrvertrag-treu/; Originalartikel in englisch: https://sonar21.com/americans-better-wake-up-and-realize-the-russians-are-genuinely-pissed-off/
(15) 28. September 2022; ВЗГЛЯД; Александра Юдина; Захарова обвинила США в манипуляциях по втягиванию России в ядерную повестку; https://vz.ru/news/2022/9/28/1179730.html

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Cash Cow: Pfizer will Covid-Impfstoff künftig mit 10.000 Prozent Aufschlag verkaufen

Cash Cow: Pfizer will Covid-Impfstoff künftig mit 10.000 Prozent Aufschlag verkaufen

Bislang zahlte die US-Regierung 20 bis 30 Dollar pro mRNA-Injektion. Ab nächstem Jahr sollen die Krankenversicherungen die Bezahlung übernehmen – und 130 Dollar pro Impfdosis bezahlen. Die Europäer werden wohl auch nicht billiger davonkommen. Doch eine Dosis kostet keine 1,20 Dollar in der Produktion.

Wissen Sie, wie viel die Produktion des Impfstoffes für eine Injektion mit dem experimentellen Covid-Vakzin von Pfizer, Comirnaty, kostet? Etwa 1,18 Dollar. Die US-Regierung (und wohl auch die EU) zahlte bislang 19,50 und später dann rund 30 Dollar pro bestellter Impfdosis an den Big Pharma-Konzern. Doch mit dem kommenden Jahr sollen zumindest in den Vereinigten Staaten die Krankenversicherungen für die umstrittenen mRNA-Impfstoffe aufkommen – und dann ganze 110 bis 130 Dollar pro Schuss bezahlen. Das ist faktisch ein Aufschlag von etwa 10.000 Prozent – oder etwa das Hundertfache der Produktionskosten.

Begründet wird diese massive Verteuerung unter anderem mit höheren Logistik- und Vertriebskosten, da nicht mehr die Regierungen mit Großbestellungen kommen, sondern auch kleinere Mengen gekauft würden. Doch vielmehr, so scheint es, liegt dies auch darin begründet, dass die Bereitschaft zur Annahme von “bivalenten Boostern” (CDC-Direktorin Rochelle Walensky bekam so einen und erkrankte binnen eines Monats dennoch an Covid-19) weiterhin schwach ist. Doch der Rubel soll ja gefälligst weiter rollen, also erhöht man die Preise.

Wenn man bedenkt, dass eine übliche Dosis von Comirnaty 30 Mikrogramm der mRNA-Genpampe enthält und der Verkaufspreis bis zu 130 Dollar pro Dosis beträgt, ergibt das einen stattlichen Preis: 4,33 Millionen Dollar pro Gramm – oder 4,33 Milliarden Dollar pro Kilogramm Genpampe. Zum Vergleich: Ein Kilogramm Gold kostet derzeit etwa 53.300 Dollar. Man müsste also 81 Tonnen Gold für ein Kilo mRNA-Genpampe hinlegen. Und das bei einem Produktionskosten-Preis von knapp 40 Millionen Dollar. Sehr lukrativ, das Geschäft, nicht?

Midterm-Wahlen: US-Demokraten befürchten Desaster – Machtübernahme der Republikaner möglich

Midterm-Wahlen: US-Demokraten befürchten Desaster – Machtübernahme der Republikaner möglich

Auch wenn viele Mainstreammedien die wichtigen US-Midterm-Wahlen für die Demokraten noch nicht abschreiben wollen, sieht es ganz nach einer Machtübernahme der Republikaner aus. Diese könnten sowohl im Senat als auch im Abgeordnetenhaus die Mehrheit bekommen.

Die nächsten beiden Jahre der Biden-Administration könnten äußerst schwierig werden. Ohne eine Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses sinkt der politische Handlungsspielraum des Weißen Hauses nämlich deutlich. Derzeit besteht im Senat ein Patt (50 Republikaner, sowie 48 Demokraten und 2 Unabhängige, die mit den Demokraten sitzen), während im Abgeordnetenhaus die Demokraten mit 220 der 435 Sitze eine knappe Mehrheit besitzen.

Doch bei den im November anstehenden Wahlen, wo das gesamte Abgeordnetenhaus und die Hälfte der Senatoren neu gewählt wird, droht den Demokraten offensichtlich eine herbe Niederlage. Der frühere Sprecher des Abgeordnetenhauses, der Republikaner Newt Gingrich, erwartet einen Zugewinn von drei bis sieben Senatoren für die Republikaner, während die “Grand old Party”, wie die Partei auch genannt wird, im Abgeordnetenhaus sogar zwischen 20 und 50 Sitze hinzugewinnen könnte. Dies erklärte er gegenüber der “Epoch Times“.

Aber auch das Weiße Haus selbst ist laut Reuters mittlerweile weniger optimistisch, was den Ausgang der Kongresswahlen betrifft. Denn einige Rennen, bei denen die Umfragen früher eine starke Führung der demokratischen Senatskandidaten sahen, wurden mittlerweile zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen, während einige der vorherigen Kopf-an-Kopf-Rennen mittlerweile eine Führung der republikanischen Kandidaten zeigen. Auch im Abgeordnetenhaus gab es in den letzten Wochen einige massive Verschiebungen hin zugunsten der republikanischen Kandidaten.

Allerdings ist auch klar, dass ein republikanisch dominierter Kongress nicht nur einige Steine in das Getriebe der Biden-Administration werfen wird, sondern zudem die Siegeschancen eines republikanischen Präsidentschaftskandidaten bei den Wahlen 2024 erhöht. Selbst wenn dieser wieder Donald Trump heißt.

Robert Farle fordert Austritt aus der NATO und Frieden mit Russland

Robert Farle fordert Austritt aus der NATO und Frieden mit Russland

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In Aue im Erzgebirge versammelten sich am Montagabend etwa 500 Menschen zu einer Kundgebung der „Freien Sachsen“ auf dem Altmarkt. Für viele der Teilnehmer waren die explodierenden Energie- und Lebensmittelpreise das drängendste Problem. Andere kamen aus der Gruppe der Coronamaßnahmen-Kritiker. Als Gastredner war der fraktionslose Bundestagsabgeordnete Robert Farle (AfD) geladen. Das ist insofern bemerkenswert, als […]

Corona-Hysterie: Italiens Regierungschefin Meloni fordert neuen Umgang mit dem Virus

Die neue italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni setzt im Umgang mit dem Corona-Virus auf weniger Bevormundung und lehnt ein Zwangsregime wie im bisherigen Stil ab. Italien mit rund 60 Millionen Einwohnern habe die strengsten Maßnahmen im ganzen Westen gehabt und habe eine der höchsten Sterbe- und Ansteckungsraten verzeichnet, erklärte die Parteichefin der national-konservativen „Fratelli d’Italia“ (Brüder Italiens) in ihrer ersten programmatischen Rede vor der Abgeordnetenkammer des Parlaments in Rom. 

„Etwas hat da eindeutig nicht funktioniert, und deshalb will ich sagen, dass wir dieses Modell in keinem Fall nachahmen werden“, sagte die 45-Jährige weiter. Ärzten zuzuhören sei wertvoller als die schriftliche Richtlinie irgendeines Bürokraten, und korrekte Informationen sowie Prävention seien effektiver als Zwang, betonte die neue Ministerpräsidentin. Sie räumte ein: Eine neue Corona-Welle könne nicht ausgeschlossen werden, aber man könne aus der Vergangenheit lernen.

Nach ihrer ersten programmatischen Ansprache als Regierungschefin nahm Meloni am Dienstagabend (25. Oktober) eine wichtige Hürde: Sie gewann souverän die Vertrauensabstimmung in der Abgeordnetenkammer mit 235 Stimmen. 154 Parlamentarier stimmten gegen sie, fünf enthielten sich. 

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“Blind gegenüber russischem Terror”? Keine Waffen für Ukraine: Selenskyj attackiert Israel

“Blind gegenüber russischem Terror”? Keine Waffen für Ukraine: Selenskyj attackiert Israel

Weil Jerusalem keine Waffen an die Ukraine liefern will, attackiert Präsident Selenskyj nun die israelische Regierung. Diese würde “die Augen vor dem russischen Terror verschließen”. Er sprach auch die iranischen Drohnen an, die Russland in der Ukraine einsetzen würde.

Wolodomyr Selenskyj liebt theatralische und moralinsaure Auftritte, bei denen er stets Waffen und/oder Geld einfordert. Wer sich dem verweigert, wird immer wieder verbal attackiert. So neuerdings auch Israel, welches erklärte, es werde der Ukraine keine Waffen liefern. Dies, nachdem Moskau warnte, dass jegliche Lieferung von Kriegswaffen an Kiew die Beziehungen zwischen den beiden Ländern extrem belasten würde.

Ukraine fordert israelisches Luftverteidigungssystem

Es ist kein Geheimnis, dass der ukrainische Staatschef liebend gerne das israelische Luftverteidigungssystem “Iron Dome” erhalten würde. Dieses hat sich in den letzten Jahren äußerst effektiv gegenüber Angriffen mit Raketen und Drohnen erwiesen, mit denen der jüdische Staat infolge von Angriffen palästinensischer Milizen immer wieder konfrontiert ist. Selenskyj forderte Jerusalem deshalb kontinuierlich dazu auf, den Ukrainern dabei zu helfen, “den Himmel zu schließen”. So auch erneut bei einer virtuellen Rede zu einer Konferenz, die von der israelischen Zeitung “Haaretz” organisiert wurde.

⚡⚡There would be no alliance between Russia and Iran if Israel helped close the sky | Zelensky pic.twitter.com/o7x4EzjLO5

— War Monitor (@WarMonitors) October 24, 2022

“Ist es nicht an der Zeit, dass auch Ihr Staat sich aussucht, mit wem er zusammenarbeitet?”, fragte er. In diesem Zusammenhang warf er Israel vor, mit seiner Weigerung, Waffen zu liefern, “die Augen vor dem russischen Terror zu schließen”. Wobei er den jahrelangen Terror gegenüber die Zivilbevölkerung im Donbass geflissentlich verschwieg, der bereits in den letzten Jahren zum Tod tausender Menschen dort führte. “Ist es mit der demokratischen Welt, die Seite an Seite gegen die existenzielle Bedrohung ihrer Existenz kämpft? Oder mit denen, die vor dem russischen Terror die Augen verschließen, selbst wenn der Preis für fortgesetzten Terror die vollständige Zerstörung der globalen Sicherheit ist?”, fragte Selenskyj weiter.

“Dies ist die Entscheidung Ihrer Regierungen […]. Die Entscheidung, den Kreml nicht zu verärgern, die schon vor langer Zeit getroffen wurde”, sagte Selenskyj. “Hätten wir angesichts der Bedrohung durch Raketen und Drohnen sofort unseren Luftraum gesichert, hätte Russland jetzt nicht einmal ein Motiv, in den Iran zu gehen und ihm etwas im Austausch für die Unterstützung beim Terror anzubieten.” Damit sprach er die wirtschaftliche und militärische Kooperation der beiden Länder an, wobei der Iran als Erzfeind Israels gilt. Teheran soll unbestätigten Berichten zufolge Kamikaze-Drohnen an Moskau geliefert haben, die auch in der Ukraine eingesetzt worden sein sollen.

US-Demokraten fordern Verhandlungen mit Russland …und knicken wieder ein

US-Demokraten fordern Verhandlungen mit Russland …und knicken wieder ein

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Kurz war der Eindruck entstanden, dass sogar einige US-Demokraten beim Ukrainekrieg mehr auf Diplomatie setzen wollen als die deutsche Regierung: In einem Brief an den US-Präsidenten hatten sie zu direkten Verhandlungen zwischen USA und Russland aufgefordert. Doch dann kam die Angst vor dem Eindruck einer „Querfront“ und ließ das wichtige Engagement der Gruppe zusammenbrechen. Ein Trauerspiel. Von Tobias Riegel.

30 Abgeordnete aus der demokratischen Partei der USA haben einen Brief wieder zurückgezogen, in dem sie direkte Verhandlungen der USA mit Russland für ein rascheres Ende des Ukrainekriegs anregten, wie Medien berichten. Das Schreiben sei nicht aktuell und es sei ohne Freigabe verschickt worden, erklärte die Abgeordnete Pramila Jayapal, die auch unterzeichnet hatte. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung sei ungünstig, da erst kürzlich die Republikaner im Repräsentantenhaus signalisiert hätten, im Falle ihres Wahlsiegs im November die Ukrainehilfen zurückfahren zu wollen, so Jayapal. Das sei nicht die Position der Demokraten – das Schreiben habe aber danach ausgesehen. Deshalb habe man es zurückgezogen. Zitate aus dem zum Teil auch kritikwürdigen Brief finden Sie weiter unten im Text.

Laut den Berichten hat Jayapal jetzt wieder einen ganz anderen Ton angeschlagen: „Jeder Krieg endet mit Diplomatie – und so auch dieser, nach einem ukrainischen Sieg“, schrieb sie in einem Statement. Unter den Unterzeichnern des Briefs fanden sich laut Medien einige bekannte Abgeordnete der US-Demokraten wie Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar und Jamie Raskin. Es war demnach das erste Mal, dass eine größere Gruppe demokratischer Kongressmitglieder Änderungen an der Ukrainepolitik anregte.

„Wagenknecht in Washington“

Einen Krieg mit Verhandlungen zu verkürzen – wer sich könnte gegen diese Position der Humanität und der Vernunft stellen und mit welchen Argumenten? Unter anderem das sogenannte „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ holt indirekte Parallelen zur „Querfront“ aus der Mottenkiste. Das Medium schreibt unter dem Titel “Ein Hauch von Wagenknecht in Washington“:

„Die Gruppe der 30 verweist auf die durch die Ukraine-Krise auch in den USA gestiegenen Preise für Energie und Lebensmittel. In diesem Punkt bekommen Bidens linke Kritiker auch Beifall von rechts – ähnlich wie die deutsche Linke Sahra Wagenknecht mit ihrer Kritik an der Regierung in Berlin.“

Diese Taktik in der politischen Argumentation ist lange bekannt und leider sehr erfolgreich. Aber selbstverständlich ist sie unseriös: Argumente werden nicht inhaltlich falsch, weil politische Gegner dazu applaudieren. Umso schwächer erscheint darum der Rückzug der Gruppe der US-Demokraten – auch wegen ihres Verweises auf die (nur scheinbaren) Übereinstimmungen mit Positionen der Republikaner als Begründung für das Einknicken. Günter Grass hat zu solchen Mechanismen gesagt:

„Wer sich von der Furcht vor Beifall von der falschen Seite abhängig macht, der beginnt in wichtigen Augenblicken zu schweigen und dann auch zu lügen.”

„Abschließend fordern wir Sie auf, (…) direkte Gespräche mit Russland zu führen“

Der Brief der US-Demokraten an Präsident Joe Biden (hier kann man ihn im Wortlaut lesen) stellt sich zu weiten Teilen hinter die destruktive Ukrainepolitik der USA – eine kriegstreiberische Politik, die von den Unterzeichnern *nun auch weiterhin mitgetragen wird. Insofern kann man dieses Dokument nicht thematisieren, ohne es auch zu kritisieren. Aber in diesem Brief werden eben auch direkte Verhandlungen ins Spiel gebracht – darauf kommt es momentan an. Der unterwürfige Tonfall gegenüber Teilen der fatalen Ukrainepolitik der USA ist möglicherweise auch aus taktischen Gründen gewählt worden, um das Hauptanliegen nicht zu gefährden. Hier folgen einige übersetzte Auszüge:

„Angesichts der Zerstörungen, die dieser Krieg für die Ukraine und die Welt mit sich bringt, sowie der Gefahr einer katastrophalen Eskalation liegt es unserer Meinung nach im Interesse der Ukraine, der Vereinigten Staaten und der Welt, einen langwierigen Konflikt zu vermeiden. Aus diesem Grund fordern wir Sie dringend auf, die militärische und wirtschaftliche Unterstützung der Vereinigten Staaten für die Ukraine mit einem proaktiven diplomatischen Vorstoß zu verbinden und die Bemühungen zu verstärken, um einen realistischen Rahmen für einen Waffenstillstand zu finden. Dies steht im Einklang mit Ihrer Anerkennung, dass “hier eine Verhandlungslösung gefunden werden muss”, und Ihre Sorge, dass Wladimir Putin “im Moment keinen Ausweg hat, und ich versuche herauszufinden, was wir dagegen tun können.“ (…)

Wenn es jedoch einen Weg gibt, den Krieg zu beenden und gleichzeitig eine freie und unabhängige Ukraine zu bewahren, ist es Amerikas Verantwortung, jeden diplomatischen Weg zu beschreiten, um eine solche Lösung zu unterstützen, die für das ukrainische Volk akzeptabel ist. Ein solcher Rahmen würde vermutlich Anreize zur Beendigung der Feindseligkeiten, einschließlich einer Form der Sanktionserleichterung, enthalten und die internationale Gemeinschaft zusammenbringen, um Sicherheitsgarantien für eine freie und unabhängige Ukraine zu schaffen, die für alle Parteien, insbesondere die Ukrainer, akzeptabel sind. Die Alternative zur Diplomatie ist ein langwieriger Krieg, der mit katastrophalen und unkalkulierbaren Risiken verbunden ist.“ (…)

Der Konflikt bedroht weltweit weitere Millionen von Menschen, da die Preise für Weizen,, Düngemittel und Treibstoff eine akute Krise des Hungers und der Armut auslösen. Ein Krieg, der sich über Jahre hinzieht – und möglicherweise in seiner Intensität und geografischen Ausdehnung eskaliert – droht, noch viel mehr Menschen in der Ukraine zu vertreiben, zu töten und zu verelenden und Hunger, Armut und Tod auf der ganzen Welt zu verursachen. Der Konflikt hat auch zu einem Anstieg der Gas- und Lebensmittelpreise zu Hause beigetragen und die Inflation und die hohen Ölpreise für die Amerikaner in den letzten Monaten angeheizt. Wirtschaftswissenschaftler glauben dass, wenn sich die Lage in der Ukraine stabilisiert, einige der Spekulationen, die zu höheren die zu höheren Treibstoffkosten geführt haben, nachlassen und wahrscheinlich zu einem Rückgang der Weltölpreise führen werden.“ (…)

Aber als Gesetzgeber, der für die Ausgabe von Dutzenden von Milliarden Dollar an US-Steuergeldern für die militärische Unterstützung des Konflikts verantwortlich sind, glauben wir, dass eine solche Beteiligung an diesem Krieg auch eine Verantwortung für die Vereinigten Staaten mit sich bringt, ernsthaft alle möglichen Wege zu prüfen, einschließlich eines direkten Engagements mit Russland, um den Schaden zu verringern und die Ukraine dabei zu unterstützen, eine friedliche Lösung zu finden.“ (…)

Abschließend fordern wir Sie auf, energische diplomatische Bemühungen zur Unterstützung einer Verhandlungslösung und eines Waffenstillstands zu unterstützen und direkte Gespräche mit Russland zu führen. (…)“

*An dieser Stelle wurde ursprünglich auch gesagt, die Unterzeichner hätten die Ukrainepolitik bisher aktiv unterstützt – das ist so pauschal nicht zutreffend.

Wohlstandsvernichtung: Schon mehr als jeder zweite Deutsche muss sich einschränken!

Energiewende-Irrsinn, galoppierende Inflation, Strom- und Gaskrise sowie in Verbindung damit der vor allem von EU und „Grünen“ angeheizte Sanktionseifer zwingen immer mehr Deutsche zum Verzicht im Alltag. Das geht aus dem aktuellen Vermögensbarometer des Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) hervor. Demnach haben in den vergangenen 12 Monaten 57 Prozent der Verbraucher ihren Konsum bereits eingeschränkt. Das sei ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozentpunkte und der niedrigste Wert seit 16 Jahren!

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Wie die konventionelle Medizin tötet und was man dagegen tun kann

Die Krankenhäuser treiben die Preise in die Höhe, aber es wird ein völlig neues Gesundheitssystem aufgebaut, das das Beste aus der allopathischen und der natürlichen Medizin vereint.

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GESCHICHTE AUF EINEN BLICK

  • In „Dying to be Free: How America’s Ruling Class Is Killing and Bankrupting Americans, and What to Do About It“ (Sterben, um frei zu sein: Wie Amerikas herrschende Klasse die Amerikaner tötet und in den Bankrott treibt und was man dagegen tun kann) teilt Dr. Leland Stillman seine Ansichten über konventionelle und alternative Gesundheitssysteme und darüber, wie ein völlig neues Gesundheitssystem aufgebaut werden kann und wird, das sich auf die Erhaltung der Gesundheit und nicht auf die Behandlung von Krankheiten konzentriert
  • Die Notfallmedizin kann Sie in kürzester Zeit wieder gesund machen, aber 99 % der Menschen in der Notaufnahme und in der Notfallversorgung wären nicht dort, wenn sie ein gesundes Umfeld, einen gesunden Lebensstil und eine gesunde Ernährung hätten.
  • GoldCares Health & Wellness entwickelt eine solide Ausbildung für Kliniker, die das Beste aus der allopathischen und natürlichen Medizin vereint
  • Sie können viel Geld sparen, wenn Sie Mitglied in einem Health Care Sharing Ministry wie Medi-Share, Liberty HealthShare oder Zion HealthShare werden. Die Mitglieder teilen sich die Kosten und die Preise werden mit den Krankenhäusern ausgehandelt, um die Kosten für jede Rechnung zu minimieren
  • Viele hängen in der Krankenversicherungsschleife fest, weil sie befürchten, dass sie im Falle einer Erkrankung nicht in der Lage wären, für bestimmte Medikamente zu bezahlen. Wenn Ihr Arzt Ihnen jedoch helfen kann, gesund zu bleiben, brauchen Sie keine Medikamente und somit auch keine Versicherung.

In diesem Interview spricht Dr. Leland Stillman über sein neues Buch „Dying to be Free: How America’s Ruling Class Is Killing and Bankrupting Americans, and What to Do About It„. Er teilt seine Ansichten über das konventionelle und das alternative Gesundheitssystem und darüber, wie ein völlig neues Gesundheitssystem aufgebaut werden kann und wird, das sich auf die Erhaltung der Gesundheit und nicht auf die Behandlung von Krankheiten konzentriert.

Stillman’s Hintergrund

„Ich bin in einer sehr konventionellen Familie aufgewachsen“, sagt Stillman. Seine Mutter erinnert sich, dass er bis zu seiner ersten Impfung ein gesundes, glückliches Baby war. Danach wurde er wählerisch und litt unter häufigen Erkältungen und Ohrenentzündungen. Auch seine Schwester litt unter den negativen Auswirkungen der Impfungen in ihrer Kindheit, was seine Mutter dazu veranlasste, nach alternativen medizinischen Lösungen zu suchen.

„In meiner Kindheit und Jugend ging ich zu Homöopathen, Wünschelrutengängern, CranioSacral-Therapeuten; ich meine, zu allen und jedem. Wir haben geschröpft, das ist eine südostasiatische Heilmethode. Wir haben viele Dinge ausprobiert. Wir versuchten es mit Nahrungsergänzungsmitteln und Kräutern und allen möglichen seltsamen Dingen. Ich fand das faszinierend.

Mein Vater hielt das für totalen Hokuspokus … Wie auch immer, ich war fasziniert von Gesundheit … Ich fühlte mich zu einem Naturheilkundler hingezogen, der ein Autodidakt der alten Schule war, der nie eine offizielle Schule besucht hatte, der nie ein Diplom von einer richtigen, vierjährigen Institution hatte … Er machte Muskeltests, Energieheilung und all diese Dinge. Ich sah einen echten Wert in dem, was er tat.

Im Nachhinein frage ich mich immer, wie viel davon Placebo und wie viel echt war, aber das kann ich nicht wissen, und bis zu einem gewissen Grad ist es mir auch egal. Was ich gelernt habe, ist, dass die Naturheilkunde sehr wertvoll ist und dass es in der konventionellen Welt eine Menge Korruption gibt …

Was mich letztendlich zu dem gemacht hat, was ich bin, ist, dass ich all diese konkurrierenden Standpunkte in meinem Leben hatte. Mein Vater wollte, dass wir die Schulmedizin anwenden – er bekommt immer noch die Grippeimpfung und hat mindestens vier [COVID-]Impfungen bekommen.

Meine Mutter ist sehr alternativ und integrativ, aber sie ist sehr gespalten. Sie ließ sich einschüchtern, zwei Dosen Moderna zu bekommen, bis sie das Licht sah und erkannte, dass dies ein totaler Betrug war. Ich bin also in beiden Welten aufgewachsen, und das zwang mich zum Nachdenken …

Was funktioniert wirklich, was ist wichtig, und was sollten wir tun? … Es ist schmerzhaft zu beobachten, wie die Menschen den allmählichen Verfall des amerikanischen Gesundheitswesens ignorieren, worum es in meinem Buch geht und warum ich es geschrieben habe.“

Ärzte sind im und durch das System gefangen

Stillman zufolge werden sich immer mehr junge Ärzte des Problems bewusst, das dem allopathischen Medizinsystem innewohnt. Das Problem ist, dass viele von ihnen keinen Ausweg sehen. „Sie haben es absichtlich unglaublich schwer gemacht, eine eigene Praxis zu eröffnen“, sagt Stillman. „Sie wollen wirklich alle Ärzte in Schach halten“.

Ein wichtiger Teil dieses „Gefängnisses“ sind die Schulden. Wenn Sie Ihre medizinische Ausbildung abgeschlossen haben, können Ihre Schulden leicht zwischen 250.000 und 500.000 Dollar liegen. Ein eigenes Unternehmen zu gründen bedeutet, dass man scheitern kann, daher entscheiden sich die meisten für ein sichereres Einkommen, d. h. für die Arbeit in einem Krankenhaus.

„Ich denke, das ist auch ein Grund dafür, warum die organische Reichweite in den sozialen Medien wirklich ruiniert wurde“, sagt Stillman. „Es ist jetzt extrem schwierig, einfach Inhalte auf Instagram, Facebook oder YouTube zu posten. Als sie anfingen, waren diese Plattformen sehr offen, und es war einfach für die Leute, 100.000, 200.000, 300.000 Leute zu erreichen, die ihnen folgen.

Wenn Ihnen so viele Menschen folgen, ist es sehr einfach, ein Unternehmen zu gründen und an sie zu vermarkten, denn selbst wenn nur ein winziger Teil von ihnen kommt, können Sie Ihre Rechnungen bezahlen, sich selbst versorgen, Miete und Hypotheken bezahlen usw.

Vor allem für Ärzte, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben, ist es schwierig, ein Einkommen zu erzielen. Sie verdienten 50.000 bis 55.000 Dollar im Jahr, arbeiteten 12 von 15 Tagen … und arbeiteten 80- bis 100-Stunden-Wochen; 60 waren leicht …

Die Ärzte kommen heraus und sagen: „Jetzt kann ich mir schöne Dinge leisten. Ich kann mir endlich diesen BMW kaufen, und ich kann mir endlich ein schönes Haus leisten, und so leben sie von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck, ohne einen Plan, wie sie ihre Schulden bis 2050, 2060, 2070 zurückzahlen können, und sie können ein schönes Leben führen. Aber wenn sie eine Einkommensperiode auslassen, sind alle ihre Schulden im Rückstand …

So haben sie also die Ärzte in dieses [System] hineingezogen, und es gibt noch viel mehr Ärzte im Krankenhaus, die sich wünschen, sie hätten den COVID-Impfstoff nicht bekommen, die ihre Papiere fälschen, ohne Zweifel, oder die sich ein paar Mal haben impfen lassen und es jetzt fälschen werden, und sie sind wirklich verärgert. Sie sind wirklich unglücklich.

Aber es ist schwierig, dafür Zahlen zu bekommen, richtig? Wie würden Sie Zahlen dazu bekommen? Alle lügen, und wenn sie nicht lügen und die Wahrheit sagen, dann haben wir wohl wirklich große Probleme.

Aber man kann die Gesundheit der Menschen nicht so unmittelbar nach einer Sache wie einer Impfung ruinieren, ohne dass die Leute aufwachen – und sie haben wirklich aufs Gaspedal getreten. Es war eine Sache, als es fünf oder sechs Impfstoffe gab. Kinder bekamen Asthma und Allergien. Es ist eine andere Sache, wenn junge Menschen tot umfallen …

Abgesehen von all den unerwünschten Ereignissen ist die Art und Weise, wie dieses Thema [COVID-Impfung] die Gesellschaft gespalten hat, unglaublich … Der Silberstreif am Horizont ist, dass es die Leute wirklich vom Zaun reißt, so dass wir wissen, wo die Leute stehen, und wir können das früher klären, anstatt den kalten Krieg zwischen den Heimschülern und den Privatschülern und der Impfstoffwahl auf der einen Seite und den öffentlichen Schulen und der öffentlichen Gesundheitseinrichtung auf der anderen Seite fortzusetzen.“

Das Beste aus beiden Welten herausholen

Stillman seinerseits hat sein Medizinstudium mit der Einstellung absolviert, zu erkennen, was funktioniert und was nicht. „Schon nach kurzer Zeit wurde ihm klar, dass wir mit Akut- und Notfallmedizin den Menschen wirklich helfen können, aber 99 % der Menschen in der Notaufnahme und in der Notfallmedizin wären nicht dort, wenn sie ein gesundes Umfeld, einen gesunden Lebensstil und eine gesunde Ernährung hätten“, sagt er. Er fährt fort:

„Das gilt nach wie vor für die Menschen in meiner Praxis, die die integrative Medizin und die Naturheilkunde und ihren Wert kennen und verstehen, die aber Schwierigkeiten hatten, diese Teile zusammenzufügen. In unserer modernen Welt gibt es so viele Dinge, die unsere Gesundheit beeinträchtigen können, also versuche ich, mich darauf zu konzentrieren, was funktioniert und was nicht.

Gleichzeitig gibt es in der integrativen Medizin, der Naturmedizin, vieles, was nicht funktioniert oder nicht wichtig ist. Die Leute kommen in die Praxis und nehmen 20 verschiedene Präparate ein. Das kostet 1.000 Dollar im Monat. Sie können Ihnen nicht sagen, wie viele Tausende oder Zehntausende von Dollar sie im Laufe der Jahre für X, Y, Z ausgegeben haben, ohne dass ihr Problem gelöst wurde.

Nicht alles, was die Naturheilkunde bietet, ist das, was die Menschen brauchen. Man braucht verschiedene Werkzeuge für verschiedene Fälle, und häufig ignorieren die Menschen die Grundlagen. Sie bekommen oft nicht den Ruhm, weil niemand seine Werbegelder für sie ausgibt.

Ich habe einfach versucht, mich auf das zu konzentrieren, was in beiden Bereichen funktioniert, und das dann zu integrieren. Mir wurde schnell klar, dass viele der Koryphäen auf beiden Seiten wirklich korrumpiert waren, nicht unbedingt aus Bosheit oder bösem Willen, aber ein Arzt wurde für X, Y oder Z berühmt.

Dann fand jemand ein Stipendium, das er ihnen zukommen lassen konnte, und schon bald gab es das Institut für pflanzliche Medizin an der Universität X, Y und Z, und sie liefen herum und erzählten allen, dass sie zu viel Protein essen … und dass Grillenmehl besser ist als Rindfleisch aus Gras, weil es reicher an Tryptophan und Arginin ist. Das ist es, was ich in der konventionellen Welt gesehen habe … die IFM [Institut für funktionelle Medizin] Leute.

Seit 2020 führe ich meine eigene [Concierge-]Praxis, in der ich das Beste von dem, was ich an all diesen verschiedenen Orten gelernt habe, und von all den verschiedenen Erfahrungen, die ich als reisender Arzt in verschiedenen Staaten gemacht habe, zusammengeführt habe. Auf dem Weg dorthin hatte ich verschiedene Teilzeitjobs an verschiedenen Orten und habe mit verschiedenen Leuten zusammengearbeitet und sie als Mentoren unterstützt, so dass ich eine wirklich vielseitige Erfahrung gemacht habe.“

Aufbau eines neuen Systems von Grund auf

Stillman arbeitet jetzt mit Dr. Simone Gold zusammen. Im Rahmen von GoldCares Health & Wellness, für das Stillman als Wellness-Direktorin tätig ist, entwickeln sie eine solide Ausbildung für Kliniker, die das Beste aus der allopathischen und natürlichen Medizin vereint.

Eine der größten Herausforderungen besteht derzeit darin, dass sie nicht über die gesamte Infrastruktur verfügen, auf die sie angewiesen sind. Als zum Beispiel America’s Frontline Doctors viral ging, wurde ihre Website innerhalb weniger Stunden gehackt und heruntergefahren, und sie mussten sie von Grund auf neu aufbauen.

Das Gleiche ist vor ein paar Wochen mit meiner eigenen Website passiert. Die Hacker haben nicht nur die Hauptseite und den Online-Shop zum Absturz gebracht, sondern auch unsere E-Mail-Server zerstört. Die Fähigkeit externer Akteure, Ihre Infrastruktur zu zerstören, ist eine Schwachstelle, die eine ständige Bedrohung für den Erfolg darstellt.

„Das Problem ist, dass sie es nicht einfach von Grund auf neu aufbauen können, indem sie die Software als Service nutzen, die alle anderen verwenden. Sie müssen es mit einem komplett maßgeschneiderten Backend machen“, sagt Stillman.

„Die Leute sind sich dessen nicht bewusst, aber wenn man eine maßgeschneiderte Software entwickelt, kann man nicht deplattiert werden, und das kann nicht gehackt werden. Die Krankenakte von GoldCare ist so sicher, dass es eigentlich ein Problem ist … alles dauert länger, weil alles so sicher ist.

Das ist wunderbar für unsere Patienten. Es ist wunderbar für unsere Ärzte. Es ist wunderbar, dass wir nicht von unserer eigenen elektronischen Patientenakte abgekoppelt werden können, aber es macht es auch schwierig, sie zu skalieren. Wenn man eine elektronische Patientenakte von der Stange mit einer Abrechnungssoftware von der Stange wie Stripe oder Square kauft, ist es einfach, das alles zusammenzustecken und es zum Laufen zu bringen. Bei kundenspezifischer Software ist der Zeitaufwand größer, und es gibt mehr Fehler, die behoben werden müssen …

Wir haben ein phantastisches Team, denn das hat dazu geführt, dass wunderbare Menschen aus der Versenkung aufgetaucht sind. Jeder, der seine Fähigkeiten zum kritischen Denken noch intakt hat, ist bereit, das alte Paradigma zu verlassen und etwas Neues zu schaffen.

Die Behörden werden erst dann wirklich aufmerksam werden, wenn Hunderttausende von Ärzten kündigen, denn es gibt bereits einen Mangel an Ärzten und Krankenschwestern. Die Krise in der medizinischen Versorgung ist unglaublich.

Konventionelle Medizin und die Praxis der Überteuerung

Viele sind sich nicht bewusst, dass ein anderer Weg der Gesundheitsversorgung überhaupt möglich ist. Wir sind so indoktriniert worden, dass wir zum Beispiel eine Krankenversicherung brauchen, weil wir uns sonst nicht einmal die grundlegendste Gesundheitsversorgung leisten können.

Es gibt aber auch einen anderen Weg. Gäbe es keine überhöhten Gebühren, könnten sich viele ihre Versorgung aus eigener Tasche leisten. Eine private Arztpraxis kann zum Beispiel Labortests, die im Einzelhandel 100 Dollar kosten, für 2 Dollar bekommen, und dieser 50-fache Preisunterschied kann es ihnen ermöglichen, die gleiche oder eine bessere Leistung zu einem niedrigeren Preis anzubieten.

„Mit dem Geld, das wir dem Patienten für die Laboruntersuchungen einsparen, kann ich meinen Assistenzarzt und meine Ärztin bezahlen“, sagt Stillman. „So können die Patienten eine Konsultation mit einem Anbieter und die Laboruntersuchungen zu einem niedrigeren Preis erhalten.

Schauen Sie sich an, wie viel Geld Sie sparen können, wenn Sie z. B. zu Health Care Sharing Ministries – Medi-Share, Liberty HealthShare, Zion HealthShare – gehen. Ziel ist es, die Kosten unter den Mitgliedern aufzuteilen und mit den Krankenhäusern bessere Preise auszuhandeln.

Es funktioniert anders als eine normale Versicherung, da Sie die meisten Kosten aus eigener Tasche bezahlen und dann eine Erstattung durch das Ministerium für die Teilung der Gesundheitsversorgung beantragen. Jeden Monat müssen Sie einen Mitgliedsbeitrag zahlen.

Mein Beitrag als gesunder 34-jähriger Mann beträgt etwa 140 bis 150 Dollar, was nichts ist im Vergleich zu dem, was ich als Einzelperson für eine Krankenversicherung mit hoher Selbstbeteiligung zahlen müsste, die Hunderte oder sogar Tausende von Dollar pro Monat kosten kann.“

Wie man aus der Versicherungsfalle herauskommt

Die Menschen hängen auch deshalb in der Krankenversicherungsschleife fest, weil sie befürchten, dass sie im Falle einer Erkrankung nicht in der Lage wären, für bestimmte Medikamente zu bezahlen. Ein Autoimmunmedikament zum Beispiel könnte Sie 200.000 Dollar pro Jahr kosten, wenn Sie nicht versichert sind. Wenn Ihr Arzt Ihnen jedoch helfen kann, gesund zu bleiben, brauchen Sie keine Medikamente und somit auch keine Versicherung.

„Sie brauchen keine Versicherung, weil sie die Medikamente nicht brauchen, und deshalb kann man ihnen keine Versicherung zu einem hohen Preis verkaufen. Das ist der Grund, warum die Krankenversicherungsministerien arbeiten.

Sie ziehen Menschen an, die bereits naturnah leben, sich gesund ernähren oder sich bewusst sind, dass die Regierung mehr daran interessiert ist, sie auszuplündern und zu versklaven, als sie zu erheben und sie zu freien und unabhängigen, kritisch denkenden Menschen zu machen.

Sie sind in der Regel Christen, und Teil ihrer Satzung ist es, dass sie die gesundheitlichen Auswirkungen oder Folgen eines unbiblischen Lebensstils, wie z. B. intravenöser Drogenmissbrauch, nicht abdecken werden. Sie sparen also eine Menge Kosten ein.

Als ich im Krankenhaus war, haben wir wahnsinnig viel Geld für IV-Drogenabhängige ausgegeben. Ich meine, diese Leute könnten kommen und eine Behandlung im Wert von 100.000, 200.000 oder 300.000 Dollar erhalten, und die Art und Weise, wie das Krankenhaus dafür bezahlt oder sich das leistet, ist, dass sie dem Staat den maximalen Betrag in Rechnung stellen, der von Medicaid abgedeckt wird, was Ihre Steuergelder sind.

Dann erhöhen sie die Preise für alle anderen, die zahlen können … Das ist der Grund, warum so viele in den Konkurs gehen. Was die Ministerien für die gemeinsame Nutzung des Gesundheitswesens getan haben, und das ist brillant, ist, dass sie im Grunde diese Rechnungen nehmen und sagen:

‚OK, hören Sie zu. Sie haben unserem Patienten 60.000 Dollar für diesen Nierenstein in Rechnung gestellt. Hier ist Ihr Einzelverbindungsnachweis. Wir wissen, was diese Dinge tatsächlich kosten. Sie können diese Rechnung über 1,40 $ für 400 mg Tylenol nehmen und sie auf 2,5 Cent reduzieren, und wir sind bereit, Ihnen insgesamt für die Rechnung zu zahlen. Es werden 5.000 Dollar sein. Wir wissen, dass damit alle Ihre Kosten gedeckt sind.‘

Das ist ihr Job, und die Krankenhäuser würden, offen gesagt, lieber bezahlt werden, als dass sie Inkasso betreiben und versuchen, die Leute vor Gericht zu bringen. Ich meine, sie müssen jetzt bezahlt werden, sonst verschulden sie sich, und das können sie sich wirklich nicht leisten, also arbeiten sie gerne mit den Krankenkassen zusammen, damit wenigstens ein bisschen Geld reinkommt, und das ist eine große Ersparnis für [die Krankenkassen].“

Viele kostspielige Eingriffe sind unnötig

GoldCare arbeitet mit Gesundheitsfürsorgediensten zusammen, so dass GoldCare-Mitglieder auch einen Anteil an Gesundheitsfürsorgediensten als Teil ihres Plans haben können. Letztendlich ist es das Ziel von GoldCare, Ihre Gesundheit zu erhalten, damit Sie keine Medikamente, Operationen oder andere teure Eingriffe benötigen.

„Ich meine, wie viele Menschen ich von ihren Bluthochdruckmedikamenten losbekomme, und zwar nicht, indem ich ihnen ein neues Nahrungsergänzungsmittel oder ein neues Kraut gebe, sondern einfach, indem ich ihnen beibringe, wie sie ihren Blutdruck messen können. Die meisten denken, dass sie ihren Blutdruck zu jeder Tageszeit messen können, nachdem sie irgendetwas getan haben.

Aber wenn Sie Ihren Blutdruck messen, nachdem Sie etwas gesehen oder sich mit etwas beschäftigt haben, das Sie erregt hat, z. B. ein Streit mit Ihrem Ehepartner, die Abendnachrichten, Instagram oder die sozialen Medien – dann kann Ihr Blutdruck künstlich erhöht sein, so dass er nicht wirklich Ihren tatsächlichen Blutdruck widerspiegelt.

Ich lasse die Leute ihren Blutdruck messen, nachdem sie sich fünf Minuten lang hingesetzt und entspannt haben, und siehe da, sie haben völlig normale Werte…

[Sie nehmen Medikamente], weil sie sich auf ein oder zwei Zahlen aus der Arztpraxis verlassen haben, wo sie nervös waren, weil sie den Arzt sehen; sie sind aufgeregt, weil sie gerade vom Parkplatz gekommen sind, weil sie fünf Minuten zu spät sind, also ist ihr Blutdruck natürlich hoch.

Ich meine, das ist eine Epidemie. Ich denke, dass Bluthochdruck deswegen massiv überdiagnostiziert wird, und das ist nur eines von vielen Beispielen, die ich Ihnen geben kann, wie die gängigen Praktiken [zu unnötigen Behandlungen führen] …

Es gehört zu den ernüchterndsten Dingen, wenn man als Praktiker feststellt, dass so viele Menschen nicht wirklich in ihr Wohlbefinden investieren. Viele Menschen denken immer noch: „Wie klebe ich nur genug Klebeband auf den Kotflügel, damit er auf der Autobahn nicht schleift? Wie bringe ich das Auto dazu, noch 10.000 Meilen zu fahren?

Nicht „Wie kann ich optimale Vitalität haben? Wie kann ich an der Spitze meines Spiels sein? Wie bringe ich meinen Körper von dem Zustand, in dem er sich befindet, so weit weg von Krankheit, wie es physisch möglich ist? Darauf konzentriere ich mich jetzt bei meinen Patienten, denn alles andere wäre reine Zeitverschwendung.“

Wie und wo kann man die Wahrheit finden?

Es ist bedauerlich, aber Ärzte, die die Art von Gesundheitsdiensten anbieten wollen, auf die sich Stillman konzentriert, haben nur wenige Ausbildungsmöglichkeiten. Man muss sich wirklich selbständig machen und selbst lernen. Auf die Frage, was er Fachleuten im Gesundheitswesen raten kann, die nach Mentoren suchen, von denen sie lernen können, und auch Laien, die nach Orientierung suchen, antwortet er:

„Was ist der Schlüssel? Sie müssen sich darauf konzentrieren, sich auf die Leute einzustellen, die deplattiert wurden, die zensiert wurden … denn wenn Sie sich nicht auf die Leute einstellen, die zensiert, verboten und deplattiert werden, stellen Sie sich auf Leute ein, die sich nicht auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist. Sie könnten Sie auch in die Irre führen und in therapeutische Paradigmen, die nicht wirklich funktionieren.

Ich meine, Sie wissen, wie viel Zeit und Mühe Sie in das Material auf Ihrer Website gesteckt haben, und Menschen, die wirklich lernen wollen, wie man das praktiziert, müssen dorthin gehen. Wenn Menschen daran interessiert sind, mit mir darüber zu kommunizieren, können sie mich über meine Website kontaktieren. Ich kann ihnen einige Ressourcen und Trainingsprogramme und dergleichen schicken, aber so viele dieser [Informationen] sind jetzt da draußen“.

Sterben, um frei zu sein

„Dying To Be Free“ ist ein absolutes Muss für alle, die neu auf dem Gebiet der Naturheilkunde sind, denn Stillman gelingt es sehr gut, das Thema in eine historische Perspektive zu stellen. Er schrieb das Buch, weil er frustriert war über das, was er während der Pandemie sah, und weil er das Gefühl hatte, dass die Menschen nicht den vollen Kontext der Geschehnisse kannten.

Für viele war die Vorstellung, dass das medizinische System nicht alles tut, was es kann, um zu heilen und Leben zu retten, ein Schock, aber Tatsache ist, dass viele der Probleme, die jetzt offensichtlich geworden sind, schon seit Jahrzehnten bestehen. Viele verkennen auch das schiere Ausmaß des Problems. Wie Stillman feststellt:

„Es ist wirklich ein kolossaler Betrug, dass das Land 25 % jedes verdienten Dollars für die Gesundheitsversorgung ausgibt und die Lebenserwartung sinkt … Wir sollten uns überlegen, wie wir die Menschen dazu bringen können, länger zu leben, denn alle Krankheiten, an denen die Menschen früh sterben, sind vermeidbar.“

Dies ist ein wichtiger Punkt. Wenn die Lebenserwartung um ein Zehntel oder zwei Zehntel eines Jahres sinkt, ist das eine wirklich große Sache. Nun, in den Jahren 2020 und 2021 haben die Amerikaner fast drei Jahre an Lebenserwartung verloren, was einfach erstaunlich ist.

Meiner Meinung nach kann dieser beispiellose Rückgang nur das Ergebnis der COVID-Impfungen sein. Abgesehen davon weist Stillman darauf hin, dass die Verbreitung von Krankheiten, die auf toxische Belastungen und ungesunde Entscheidungen zurückzuführen sind, an und für sich ebenfalls unhaltbar ist.

„Ich denke, die Fruchtbarkeit wird von einer Klippe fallen … So kann es nicht weitergehen. Ich greife immer wieder auf die Studie von Pottenger über Katzen zurück, weil sie ein so lehrreiches Modell für das ist, was passiert. Francis Pottenger untersuchte das Überleben von Katzen über mehrere Generationen hinweg.

Wenn man sie unterernährt, können sie sich drei Generationen lang fortpflanzen, aber danach gibt es keine lebensfähigen Nachkommen mehr. Ich denke, wir sind hinter der zweiten bis dritten Generation von Menschen her, die es wirklich nicht schaffen, weil sie so ungesund sind, aber das ist sehr spekulativ.“

Zusammenfassung des Buches

Der erste Teil von „Dying To Be Free“ befasst sich mit dem Problem, dass die Medizin eine Farce und ein Betrug ist. Dann wird erklärt, wie es dazu kam. Stillman identifiziert drei „Parasiten“ in den USA: Big Tech, Big Food und Big Pharma. Wenn man sich ansieht, wie sie zusammenwirken, sieht man, dass Big Tech die Tarnung und die Werbung für Big Pharma und Big Food betreibt.

Big Food wiederum schafft die grundlegenden biochemischen Ungleichgewichte, die so viele Krankheiten verursachen. Außerdem verursachen sie eine massive Umweltverschmutzung. Big Tech untergräbt auch die Gesundheit – insbesondere die psychische Gesundheit -, indem sie dafür sorgt, dass ihre Produkte so süchtig wie möglich machen. Viele verbringen Stunden am Telefon, anstatt in der Natur spazieren zu gehen oder Sport zu treiben.

Sie arbeiten also alle zusammen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu untergraben und sich gegenseitig zu decken. So können sie zumindest kurzfristig ihre Gewinne maximieren und gleichzeitig die Schäden vertuschen, die sie anrichten.

„Wenn man das einmal verstanden hat, kann man all die sozialen Medien, die man sieht, in einen Kontext setzen, wie die Algorithmen aufgebaut sind, warum die Lebensmittel im Supermarkt so sind, wie sie sind, und warum es sich lohnt, zusätzliches Geld für wirklich gesunde, vollwertige Lebensmittel und eine medizinische Versorgung, die nicht im System enthalten ist, auszugeben.

Dann gehe ich auf das ein, was sich in meiner Praxis als besonders wirkungsvoll erwiesen hat. Der größte Kritikpunkt, den ich an der integrativen und natürlichen Medizin habe … ist, dass die Ausbildungsprogramme der meisten integrativen und naturmedizinischen Gruppen einen großen Teil dessen ignorieren, was Menschen krank macht.

Man sieht also Leute, die sich mit der Darmgesundheit befassen, und alles, was sie tun, ist, über Nahrungsergänzungsmittel und Diäten zu sprechen. Es geht nur darum, was in die innere Röhre kommt. Sie geben vielleicht ein paar Lippenbekenntnisse zu Sonnenexposition oder Bewegung oder was auch immer ab, aber sie wissen nicht wirklich alles darüber.

Oder es gibt Leute, die sich nur auf EMF konzentrieren, aber nie über Ernährung sprechen … so dass man diese Art von Stückwerk in Bezug auf Gesundheit und Wellness erhält. Ich versuche, sehr systematisch an die Dinge heranzugehen, deshalb unterteile ich in dem Buch alles entweder in Energie oder in Materie.

Denn wenn Sie auf all die verschiedenen Arten von Energie und Materie im modernen Leben achten, werden Sie zumindest auf körperlicher Ebene nichts übersehen, was Sie krank macht. Wenn man sich mit diesen Dingen befasst, ist es bemerkenswert zu sehen, wie gut es den Menschen gehen kann. Das ist auch der Grund, warum ich all dies in meiner Praxis umsetze, damit die Menschen die Ergebnisse erzielen, die sie sich wünschen, und dann müssen sie mich nicht mehr so oft anrufen, was ja das eigentliche Ziel ist.

Ich habe immer Leute, die mir widersprechen und sagen: „Nun, ich glaube nicht, dass es dies ist, und ich glaube nicht, dass es das ist. Ich will meine EMF-Werte nicht überprüfen. Ich bin nicht an dieser oder jener Diät interessiert. Das ist mir zu anstrengend.‘

Das sind diejenigen, die keine Ergebnisse erzielen und im Laufe der Jahre mehr für ihre medizinische Versorgung bezahlen müssen, weil sie nicht bereit sind, sich voll und ganz darauf einzulassen, was nötig ist, um das zu erreichen, was ich als optimale Vitalität bezeichne, was das eigentliche Ziel ist.“

Guter vs. schlechter Stress

Stillman geht in seinem Buch auch auf die Auswirkungen von Stress ein. Die meisten wissen, dass Stressabbau wichtig ist, aber viele erkennen nicht, dass das eigentliche Problem darin besteht, zu viel vom falschen Stress und zu wenig vom richtigen Stress zu haben.

Beispiele für nützliche Stressoren sind intermittierendes Fasten, Kalorienrestriktion, Saunatherapie und Sport. Sie alle belasten den Körper, aber es ist eine gute Art von Stress, die eine starke heilende Wirkung hat.

Zu negativem Stress, der den Körper kaputt macht, gehören Dinge wie zu langes Aufbleiben und mentaler Stress, der durch Arbeitstermine oder Pendeln verursacht wird. Wenn Sie lernen, mit negativem Stress umzugehen und mehr positiven Stress einzubauen, entwickeln Sie Widerstandsfähigkeit, sowohl geistig als auch körperlich.

Weitere Informationen

Einen Überblick über alles, was Stillman in den letzten zwei Jahrzehnten über Gesundheit und Gesundheitsfürsorge gelernt hat, finden Sie in „Dying to be Free: How America’s Ruling Class Is Killing and Bankrupting Americans, and What to Do About It„. Wie Stillman feststellt, „werden die Menschen vom medizinischen System wirklich ausgebeutet“, aber das müssen nicht Sie sein.

„Das [herkömmliche] Modell besteht darin, Sie zu einem wiederkehrenden Einkommensstrom zu machen, bei dem Sie Ihren Körper von Big Pharma mieten. Sie vermieten Ihre Fähigkeit zu denken. Sie vermieten Ihre Fähigkeit, wach zu bleiben. Sie vermieten Ihre Fähigkeit, eine normale Stimmung zu haben, basierend auf den Medikamenten, die Sie einnehmen.

Du mietest deine Fähigkeit, nicht manisch oder psychotisch zu werden. Du mietest deine Fähigkeit zu laufen, zu springen, zu wandern. Du mietest deinen Körper von diesen Leuten mit den Drogen, die dir nicht wirklich helfen, dein Problem zu lösen … Du solltest dich fragen, ob das die Zukunft ist, die du für deine Kinder willst.“

Wenn Sie mit Stillman und seinem Team von Ärzten zusammenarbeiten möchten, besuchen Sie StillmanMD.com. Um sich für eine Konsultation anzumelden, klicken Sie auf den Reiter in der rechten Ecke und wählen Sie „Für eine Konsultation anmelden“.

Artikel als PDF:

Quellen:

Hamburg: Zehn Prozent der Ukraine-Flüchtlinge keine Ukrainer

Hamburg: Zehn Prozent der Ukraine-Flüchtlinge keine Ukrainer

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Von MANFRED W. BLACK | Der Senat des Stadtstaates Hamburg hat offiziell – nach einer schriftlichen kleinen Anfrage der AfD in der Bürgerschaft (Drucksache 22/9612) – eingeräumt, dass von den bisher 28.301 offiziell registrierten „ukrainischen Flüchtlingen“ in der Hansestadt 2607 Personen gar keine ukrainische Staatsangehörigkeit besitzen. Das sind also nahezu zehn Prozent. Es handelt sich […]

Irrenhaus Deutschland: In Stuttgart wird Strom herbeigetanzt!

Die City-Initiative Stuttgart und ihre rund 240 Mitglieder wollen Besuchern der Landeshauptstadt während der „Langen Einkaufsnacht“ (5.November) nach eigenen Worten etwas ganz Besonderes bieten: Auf einem „Energy-Dancefloor“ vor dem Kunstmuseum soll Strom herbeigetanzt werden. Das berichten die „Stuttgarter Nachrichten“. Citymanager Sven Hahn sagt: „Im Zuge der Energiekrise und den damit verbundenen Sparmaßnahmen haben wir als City-Initiative Stuttgart beschlossen, ein Zeichen zu setzen.“

Rund 70 Quadratmeter „Energy-Dancefloor“ sollen vor dem Kunstmuseum am Schlossplatz ausgelegt werden. Der Strom kann zwar nicht ins Stromnetz eingespeist werden, soll aber der Selbstversorgung des Events dienen. Das funktioniert laut City-Initiative mittels eines Spezialbodens, der die Energie, die beim Tanzen entsteht, in Ökostrom umwandelt.

Da stellt sich mancher im Irrenhaus Deutschland bereits die Frage, ob demnächst „grüne“ Strom-Schamanen Elektrizität für den Industriestandort Deutschland herbeibeschwören?

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