Kategorie: NACHRICHTEN
Bixonimania: Wie KI eine Scherzdiagnose in „begutachtete“ Medizin verwandelte
Schwedische Forscher erfanden eine fiktive Augenkrankheit, um zu testen, ob KI-Chatbots diese so wiedergeben würden, als wäre sie echt. Die Ergebnisse waren alles andere als lustig.
Geposted von Leslie Eastman, Legal Insurrection
Im Folgenden geht es zwar um Medizin und Gesundheit, aber es könnte stellvertretend für das stehen, was bei den Themen Klima und Energie gemacht wird. – Hier noch einmal deutlicher das Eingangsbild. A. d. Übers.
Ende letzten Jahres habe ich vor dem erschreckenden Ausmaß an ungehemmtem wissenschaftlichem Betrug gewarnt, der über „Paper Mills“ und Scheinjournalen veröffentlicht wird.
Dieser Trend ist besonders besorgniserregend, da die Einhaltung wissenschaftlicher Theorien und strenger, reproduzierbarer Forschungsmethoden es der Menschheit ermöglicht, Fortschritte in entscheidenden Bereichen zu erzielen, die für ein zivilisiertes Leben unerlässlich sind (z. B. Medizin, Energie, öffentliche Gesundheit und nationale Sicherheit). Wenn wir den Daten nicht mehr vertrauen können, wird unsere Fähigkeit erheblich beeinträchtigt, Verbesserungen und Innovationen zu erzielen.
Das Vertrauen der Öffentlichkeit in die wissenschaftliche Forschung schwindet bereits, und falsche, als „vertrauenswürdig“ präsentierte Erkenntnisse haben die Politikgestaltung bereits auf kostspielige und schädliche Weise beeinflusst.
Nein, die rasante Verbreitung künstlicher Intelligenz fügt der zunehmenden Verzerrung der „Wissenschaft“ einen weiteren beunruhigenden Aspekt hinzu.
Bereits im Jahr 2024 erfanden Forscher eine fiktive Augenkrankheit namens „Bixonimanie“, um zu testen, ob KI-Chatbots diese so wiedergeben würden, als wäre sie real.
Sie verfassten offensichtlich gefälschte Forschungsarbeiten über diese erfundene Erkrankung und stellten sie online, wobei sie Hinweise wie einen falschen Autor und Anmerkungen einfügten, aus denen hervorging, dass es sich um eine Erfindung handelte. Innerhalb weniger Wochen begannen große Chatbots, Bixonimanie als echte Diagnose zu beschreiben und gaben den Nutzern sogar Ratschläge dazu, wenn diese nach Augensymptomen fragten.
Es handelt sich um eine Erfindung eines Teams unter der Leitung von Almira Osmanovic Thunström, einer medizinischen Forscherin an der Universität Göteborg in Schweden, die sich diese Hauterkrankung ausgedacht und Anfang 2024 zwei gefälschte Studien dazu auf einen Preprint-Server hochgeladen hat. Osmanovic Thunström führte dieses ungewöhnliche Experiment durch, um zu testen, ob große Sprachmodelle (LLMs) die Falschinformationen schlucken und sie anschließend als seriöse Gesundheitsempfehlungen wieder ausspucken würden. „Ich wollte sehen, ob ich eine Krankheit erfinden kann, die in der Datenbank nicht existiert“, sagt sie.
Das Problem war, dass das Experiment nur zu gut funktionierte. Nur wenige Wochen, nachdem sie Informationen über die Krankheit hochgeladen hatte, die sie einem fiktiven Autor zugeschrieben hatte, begannen große KI-Systeme, die erfundene Krankheit so zu wiederholen, als wäre sie real.
Noch beunruhigender ist laut anderen Forschern, dass die gefälschten Artikel anschließend in begutachteten Fachpublikationen zitiert wurden. Osmanovic Thunström sagt, dies deute darauf hin, dass sich manche Forscher auf von KI generierte Literaturangaben verlassen, ohne die zugrunde liegenden Artikel zu lesen.
Die Vorabdrucke enthielten einen Verweis auf die nicht existierende Asteria Horizon University in „Nova City, Kalifornien“. Außerdem wurde die „Starfleet Academy“ erwähnt (wobei ein zusätzlicher Verweis auf Dr. Leonard McCoy eine nette Geste gewesen wäre).
Der KI-Chatbot antwortet, dass die autoritative Beschreibung der Bixonimanie echt war.
Am 13. April 2024 erklärte Microsoft Bings Copilot, dass „Bixonimanie in der Tat eine faszinierende und relativ seltene Erkrankung ist“, und am gleichen Tag informierte Googles Gemini die Nutzer darüber, dass „Bixonimanie eine Erkrankung ist, die durch übermäßige Blaulichtbelastung verursacht wird“, und riet den Menschen, einen Augenarzt aufzusuchen.
Am 27. April 2024 gab Perplexity KI die Prävalenz an – einer von 90.000 Menschen sei betroffen – und im selben Monat teilte OpenAIs ChatGPT den Nutzern mit, ob ihre Symptome auf Bixonimanie hindeuteten. Einige dieser Antworten wurden durch Fragen nach Bixonimanie ausgelöst, andere waren Antworten auf Fragen zur Hyperpigmentierung der Augenlider durch Blaulichtbelastung.
Ein Forscher erfand eine fiktive Augenerkrankung namens Bixonimanie, lud zwei offensichtlich gefälschte Artikel darüber auf einen akademischen Server hoch und beobachtete, wie große KI-Systeme diese innerhalb weniger Wochen als echte Medizin präsentierten.
Die gefälschten Artikel bedankten sich bei der Starfleet Academy und verwiesen auf eine Finanzierung durch die…
— Hedgie (@HedgieMarkets) April 10, 2026
Thunströms Experiment macht deutlich, wie wenig Sorgfalt in die „Wissenschaft“ fließt, der wir eigentlich vertrauen sollen, denn ihre eingereichten Beiträge waren voller Warnsignale, die jedem sofort aufgefallen wären, der den Text tatsächlich gelesen hätte. Verweise auf die gefälschte Forschung fanden schließlich ihren Weg in eine „peer-reviewte“ Publikation.
• Drei Forscher des Maharishi Markandeshwar Institute of Medical Sciences and Research in Indien veröffentlichten einen Artikel in „Cureus“, einer von Springer Nature herausgegebenen Fachzeitschrift mit Peer-Review, in dem die „Bixonimania“-Preprints als seriöse Quellen zitiert worden waren.
• Dieser Artikel wurde später zurückgezogen, nachdem der Schwindel aufgedeckt worden war.
Das Problem geht weit über eine einzige erfundene Krankheit hinaus. Der „Health Technology Hazard Report 2026“ des ECRI stellte fest, dass Chatbots bei der Beantwortung medizinischer Fragen falsche Diagnosen gestellt, unnötige Tests empfohlen, minderwertige medizinische Produkte beworben und sogar nicht existierende anatomische Strukturen erfunden haben. All dies geschieht in dem selbstbewussten, autoritären Ton, der KI-Antworten so überzeugend macht.
Das Ausmaß des Risikos ist enorm. Laut einer Analyse von OpenAI nutzen täglich mehr als 40 Millionen Menschen ChatGPT, um sich über Gesundheitsthemen zu informieren. Da steigende Gesundheitskosten und die Schließung von Praxen den Zugang zur medizinischen Versorgung einschränken, werden wahrscheinlich noch mehr Patienten Chatbots als Ersatz für professionelle medizinische Beratung nutzen.
Wenn sich eine scherzhafte Diagnose in „peer-reviewte“ Forschung verwandelt, wird deutlich, dass die Krise der wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit sich nicht mehr auf schlampige Forschung oder korrupte Fachzeitschriften beschränkt, sondern sich mittlerweile auch auf die Algorithmen ausweitet, auf die sich viele Menschen heute verlassen, um Antworten auf ernste Gesundheitsfragen zu erhalten.
Falsche Informationen und schlechte Daten können und werden von der KI zurückgespielt werden und die Grundlage für noch nutzlosere und potenziell schädliche „Wissenschaft“ bilden. Diese Situation ist alles andere als lustig.
Ich befürchte, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis wir Betrugsforschung und die Nutzung gefälschter Informationen durch KI in den Griff bekommen.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Bixonimania: Wie KI eine Scherzdiagnose in „begutachtete“ Medizin verwandelte erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.
„Türöffner“: Ex-Finanzminister Kukies tritt Stelle bei US-Großbank Morgan Stanley an
Seine Goldman-Sachs-Vergangenheit hatte schon in der Vergangenheit für Kritik gesorgt, auch im Kontext des Cum-Ex-Skandals fand er Erwähnung: Nun tritt der ehemalige Bundesfinanzminister Jörg Kukies (SPD) im Mai eine Stelle bei der Großbank Morgan Stanley an. Medial wird bereits vorausgesagt, dass Kukies der Bank dank seiner Verbindungen zur Politik „Türen öffnen“ werde. In jedem Fall verdeutlicht er den Drehtüreffekt zwischen Politik, Finanzwesen, Big Pharma und anderen Lobbys…
Der folgende Artikel ist eine Übernahme einer Meldung des Multipolar-Magazins:
Berlin / Frankfurt am Main / London. (multipolar) Der frühere Bundesfinanzminister Jörg Kukies (SPD) wird im Mai eine Stelle bei der US-Großbank Morgan Stanley antreten. Der 58-Jährige soll zunächst für Morgan Stanley mit Dienstsitz in London arbeiten. Nach Ablauf einer Karenzzeit von 18 Monaten wird er im November in Frankfurt am Main Deutschland- und Österreich-Chef der Bank sowie Vorstandsvorsitzender von Morgan Stanley Europe. Das „Handelsblatt“ schreibt, Kukies dürfte der Bank durch seine „Verbindungen zur Politik“ „Türen öffnen“. Der Co-Präsident von Morgan Stanley, Dan Simkowitz, sagte laut der Zeitung, Kukies’ „umfassendes Verständnis der deutschen sowie der europäischen Kapitalmärkte“ werde „von zentraler Bedeutung sein“.
Kukies wurde am 7. November 2024 vom damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zum Finanzminister ernannt, nachdem dieser die Entlassung Christian Lindners (FDP) veranlasst hatte. Zuvor war Kukies bereits Staatssekretär im Finanzministerium. Der Spiegel bezeichnete ihn 2022 als den „wichtigsten Berater von Olaf Scholz“. Vor seinem Amtsantritt als Staatssekretär war Kukies von 2001 bis 2018 in verschiedenen Funktionen für die Investmentbank Goldman Sachs tätig, zuletzt als Co-Vorsitzender in Deutschland und Österreich sowie als Leiter der Niederlassung in Frankfurt. Im Bundesfinanzministerium war Kukies dann zuständig für den Bereich der Banken- und Finanzmarktregulierung, die auch seinen vorherigen Arbeitgeber Goldman Sachs betraf, wie die Organisation „Lobbycontrol“ in einem Lexikon-Eintrag vermerkt. Kukies’ Ernennung zum Staatssekretär war aus diesem Grund von Beginn an kritisiert worden.
Kukies geriet später auch im Zusammenhang mit dem Wirecard- und dem Cum-Ex-Steuer-Skandal in die Kritik. So wurde der Vorwurf erhoben, er habe noch kurz vor der Insolvenz von Wirecard über einen möglichen Notkredit für das Unternehmen gesprochen. Außerdem wurde ihm vorgehalten, das Finanzministerium habe diesen Vorgang zunächst nicht transparent offengelegt. Im Jahr 2022 wurde er mit dem sogenannten „Cum-Ex-Frühstück“ in Verbindung gebracht, an dem er gemeinsam mit dem später strafrechtlich verfolgten SPD-Politiker Johannes Kahrs und dem Warburg-Banker Christian Olearius teilgenommen haben soll. Kritiker hatten Kukies Teilnahme als mögliches Indiz für die politische Nähe zu Beteiligten des Steuerbetrugs gewertet. Das Finanzministerium wies eine Einflussnahme zurück.
Darüber hinaus stand Kukies wegen seiner zahlreichen Lobbykontakte in der Kritik. Das Portal „Abgeordnetenwatch“ bezeichnete Kukies wegen vieler Treffen mit Lobbyisten ohne ausreichende schriftliche Dokumentation als „Intransparenzminister“. Beanstandet wurde nicht nur die Zahl der Kontakte, sondern auch der Umstand, dass über viele Gespräche keine belastbaren Aufzeichnungen existierten. Anfang Oktober 2024 berichtete das Portal „Investigate Europe“ über interne Dokumente, die nahegelegt haben sollen, dass Kukies ein Gesetz der Bundesregierung in Absprache mit dem US-Pharmakonzern Eli Lilly gestaltet habe, das diesem erlaubte, Preise für neue Arzneimittel geheim zu halten und so indirekt die Preisentwicklung zu beeinflussen. Kukies war außerdem einer der Urheber des neuen deutschen Schuldenpakets vom Frühjahr 2025, das für Verteidigungsausgaben eine Ausnahme von der Schuldenbremse durchsetzte.
Kukies’ Karriere wurde verschiedentlich als Beispiel für den „Drehtüreffekt“ bezeichnet. Das Phänomen betrifft auch andere ehemalige Minister. Der bis Ende 2024 amtierende Justizminister Marco Buschmann (FDP) ist seit Februar als Anwalt für die US-amerikanische Großkanzlei „White & Case“ tätig, wo er bereits vor seiner Zeit im Bundestag gearbeitet hatte. „White & Case“ wehrte Klagen gegen „BioNTech“ zu Corona-Impfschäden ab. Ein großes Anwaltsteam wechselte im November 2025 von dort zur Kanzlei „Clifford Chance“, wo die vormalige Innenministerin Nancy Faeser (SPD) bis 2007 als Rechtsanwältin gearbeitet hatte.
Raffineriebrand: Australien steht vor dem Spritversorgungskollaps
Australien steckt in Sachen Sprit ohnehin schon in einer Versorgungskrise. Nun sorgt ein Brand in einer der beiden letzten verbliebenen Raffinerien des Landes für Produktionsausfälle bei Benzin, Diesel und Kerosin. Die Klimawahn-Deindustrialisierungspolitik rächt sich nun erbarmungslos.
Australien hat ein großes Problem: 13 Stunden lang wütete ein Inferno in der Raffinerie von Viva Energy in Geelong (Bundesstaat Victoria). Verletzt wurde glücklicherweise niemand, die Anlage konnte gerettet werden. Doch gleichzeitig erweist sich dieser Vorfall als Symbol des vom Klimawahn getriebenen politischen Totalversagens. Denn dieses Feuer legt die strukturelle Verwundbarkeit eines Landes offen, das eigentlich vor Rohstoffen strotzt – sich aber über Jahre systematisch von Importen abhängig gemacht hat.
Die betroffene Anlage in Geelong bedient rund 10 Prozent des gesamten australischen Kraftstoffbedarfs und satte 50 Prozent des Staates Victoria (120.000 Barrel am Tag). Der eigentliche Wahnsinn aber ist: Sie ist eine von nur noch zwei überhaupt verbliebenen operierenden Raffinerien im ganzen Land! Als Folge des Brandes stürzte die Benzinproduktion auf 60 Prozent ab, während die Diesel- und Kerosinproduktion auf 80 Prozent der Kapazität fielen.
Der linke Premierminister Australiens, Anthony Albanese, versuchte, die drohende Krise wegzulächeln. Es gebe „keine Notwendigkeit für Einschränkungen“, erklärte er, nur um dann die Bevölkerung gleichzeitig zum „verantwortungsvollen Verbrauch“ aufzurufen. Angesichts dessen, dass in Australien bereits die zweite Warnstufe des nationalen Notfall-Treibstoffplans gilt, werten kritische Beobachter dies als Warnung vor baldigen Rationierungsmaßnahmen.
Der Brand ereignet sich zur denkbar schlechtesten Zeit. Die Weltmärkte spielen bereits verrückt. Wegen der bedrohlichen Eskalation im Nahen Osten ist die Straße von Hormus – das Nadelöhr, durch das 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls fließen – praktisch dicht. Schon jetzt fließen mehrere Millionen Barrel Öl pro Tag weniger auf die Weltmärkte. Inmitten dieser weltweiten Energiekrise rächt sich jetzt die naive Globalisierungs-Politik der vergangenen Jahrzehnte. Australien importiert satte 80 Prozent seines Kraftstoffbedarfs.
Man hat veraltete heimische Raffinerien reihenweise abgewickelt, weil der Import aus Asien angeblich „wirtschaftlicher“ und bequemer war. Die verbliebenen Anlagen – Geelong und Lytton – laufen chronisch an der absoluten Kapazitätsgrenze. Nun könnte infolge dieses Feuers der Spritpreis in Australien um weitere 20 Cent pro Liter ansteigen, so erste Schätzungen.
Hinter den Kulissen herrscht offenbar längst Alarmstimmung. Canberras Beamte spielen Szenarien für den Ernstfall durch. Auf Stufe 4 des staatlichen Treibstoffplans würden Benzin und Diesel in Down Under radikal rationiert – nur noch das Gesundheitswesen, Lieferketten und das Militär würden dann verlässlich versorgt. Hastig werden jetzt Bettel-Diplomaten nach Malaysia, Brunei oder Südkorea geschickt, um irgendwo noch Rest-Kontingente zusammenzukaufen.
Nach ersten Erkenntnissen war der Brand in Geelong „nur“ ein technischer Defekt. Sabotage wird ausgeschlossen. Doch das ist völlig zweitrangig. Das Feuer von Geelong ist eine knallharte Warnung an die ganze westliche Welt: Wer seine eigene Industrie abwickelt, keine ausreichenden Notfall-Reserven anlegt und sich blindlings auf globale Lieferketten verlässt, gibt seine nationale Sicherheit auf. Australien lernt dies gerade auf die harte Tour.
Nimmt Russland Drohnenproduktion der EU ins Visier?

Für die ukrainische Drohneninfrastruktur sind Fabriken in Westeuropa zentral. Wie wahrscheinlich ist es, dass Russland diese Firmen angreift? Sie sind wesentlich für die Kriegsmaschine Kiews. Der ehemalige russische Präsident und derzeitige stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, hat auf X gewarnt: „Die Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums muss wörtlich genommen werden: Die Liste der europäischen Einrichtungen, […]
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Triebkräfte des Wandels: KI, Krisen, Frauen und Trump | Jacob Nordangård
Von Flashlights Podcast
„Wir haben diese alte Ordnung, das ist das alte System, das nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist. Und jetzt werden wir es zu Fall bringen, damit wir am Ende das neue System einführen können.“ Jacob Nordangård
Catalysts of Change: AI, Crises, Women and Trump | Jacob Nordangård by Flashlights Podcast
“We have this old order, that’s the old system that came into existence after the Second World War. And now we will crash it so that we can install the new system in the end.” Jacob Nordangård
Dies ist der zweite Teil meines Interviews mit Jacob Nordangård über die gerade erschienene englische Ausgabe seines Buches „The Digital World Brain“.
Der große Wandel
Die transnationale Elite der Welt macht keinen Hehl aus ihrem Wunsch nach einem Übergang zu einer neuen Ordnung, in der eine winzige Gruppe superreicher Tech-Tyrannen mit Hilfe einer agentenbasierten KI das Sagen haben wird.
Bereits 2003 wurde etwas ins Leben gerufen, das sich „The Great Transition Initiative“ nennt, erzählte mir Nordangård im Interview. Und er sagte: „Sie haben diese Zukunftsszenarien.“ Die Great Transition Initiative steht in Verbindung mit dem Rockefeller Brothers Fund, der Rockefeller Foundation und den Vereinten Nationen, die ihre Aktivitäten finanziert haben. In ihrem 2016 erschienenen Bericht sprechen sie über die Dinge, die gerade geschehen. Und sie sagen, dass wir uns mitten in einem allgemeinen Notstand befinden, der 2028 endet.“
Dieser allgemeine Notstand wäre, so glaubt Nordangård, „eine sehr chaotische Zeit, in der viele Krisen gleichzeitig auftreten – das Polykrisen-Szenario. Und Leute innerhalb der Great Transition Initiative sprechen davon, dass die Großmächte vielleicht beschließen werden, dass sie eingreifen und etwas namens ‚New Earth Order‘ (Neue Weltordnung) einführen müssen, um diese schlimme Situation zu bewältigen.“
Die Polykrise als Katalysator

Krisen und Notfälle sind wertvolle Waffen im Arsenal der globalen Elite, denn sie nutzen sie als Katalysatoren, um Veränderungen voranzutreiben oder den Übergang zu einer neuen Ordnung zu beschleunigen. Je mehr Krisen und Notfälle, desto besser. Je beängstigender die Krisen und Notfälle, desto besser. Je mehr Angst sie bei den Menschen auslösen, desto besser. Angst ist ein weiterer mächtiger Katalysator für Veränderungen.
Erinnern Sie sich an Rahm Emanuel? Obamas erster Stabschef sagte im November 2008 während der Subprime-Krise: „Man sollte eine ernsthafte Krise niemals ungenutzt lassen … sie ist eine Gelegenheit, Dinge zu tun, von denen man dachte, man könne sie vorher nicht tun.“
Und wenn man zufällig keine Krise hat, nun, dann kann man immer eine schaffen. Wenn man keinen Notfall hat, na und? Man schafft ihn.
In der neuen Ordnung, so ist Nordangård überzeugt, wird es keinen Platz mehr für etwas so Altmodisches wie Politiker geben. Sie werden in der Gesellschaft keine Rolle mehr spielen. Und nicht nur Politiker. Auch große Teile der derzeitigen Elite werden aussortiert werden. Eine konsolidierte und viel mächtigere Elite wird entstehen.
„Wir haben viele Menschen, die uns auf diesem Weg geholfen haben, und sie dachten, sie würden in dieses neue System einbezogen und belohnt werden. Ich glaube nicht, dass das passieren wird, denn es ist wie ein Pakt mit dem Teufel.“ In der Tat. Und der Teufel hat Freude daran, zu täuschen, zu betrügen und sein Wort zu brechen.
Frauen und Mädchen als Katalysatoren
Die fünfte Verpflichtung (ich hätte fast „Gebot“ geschrieben) der UN-Initiative „Our Common Agenda“ lautet: „Frauen und Mädchen in den Mittelpunkt stellen.“ In den Mittelpunkt wovon? In den Mittelpunkt der Macht.
Das ist eine aufschlussreiche Formulierung, nicht wahr? Wie eine Schachfigur werden Frauen und Mädchen in die Mitte des Bretts gestellt, um eine zentrale Rolle im großen Wandel zu spielen. Frauen und Mädchen stellen sich nicht selbst dorthin, nein, sie werden dorthin gestellt. Von wem? Von Menschen, die weitaus mächtiger sind und es wahrscheinlich als klugen Schachzug betrachten, Frauen und Mädchen in die Mitte der Macht zu stellen, um selbst mehr Macht zu erlangen.
Nordangård sagte:
„Ich glaube, die Idee dahinter ist, all den Frauen, denen es bisher verwehrt war, an der Festlegung der Agenda mitzuwirken, nun Zugang zu diesem Spiel zu gewähren. Und das ist so bösartig, denn was diese Frauen letztendlich tun werden, ist, dieses äußerst menschenfeindliche, frauenfeindliche System umzusetzen … Aber sie werden dem zustimmen, weil sie nun als Frauen Teil davon sein können.“
Und sie mischen zunehmend in den globalen Machtspielen mit. Man denke nur an Ursula von der Leyen, Jacinda Ardern, Angela Merkel, Amina Mohammed (stellvertretende Generalsekretärin der UNO), Greta Thunberg, Melissa Fleming (Leiterin der Kommunikationsabteilung der UNO) und Ngozi Okonjo-Iweala (Generaldirektorin der WTO). Wie ist es gelaufen? „Es ist nicht so, dass die Welt besser geworden wäre oder dass die Macht sanfter geworden wäre oder so etwas. Aber es ist eine andere Art von Macht. Es ist eher wie weibliche Psychopathie.“
Heute, so erzählte mir Nordangård, sind Frauen in der superelitären Gruppe der Young Global Leaders des WEF in der Überzahl. 1993 waren nur vierzehn Prozent Frauen. 2015 war es die Hälfte. 2025 waren es 55 % Frauen.

Künstliche Intelligenz und digital erweiterte Menschen als Katalysatoren
KI und agentische KI sind unverzichtbare Werkzeuge, um den großen Wandel zu beschleunigen und zu vollziehen. Um ein digitales globales Kontrollsystem zu schaffen, benötigt KI gigantische Mengen an Rechenleistung und Daten.
Das bedeutet natürlich, dass Tausende und Abertausende zusätzlicher Rechenzentren gebaut werden müssen. Und diese werden mit Kernenergie betrieben werden, da nur so genügend Energie bereitgestellt werden kann.
Der Mensch wird irgendwann entscheiden müssen, ob er sich „aufrüsten“ lässt, um ein kybernetischer Organismus (Cyborg) zu werden, oder ob er ein natürlicher Mensch bleiben will.
Nordangård sagte, dass eine Gruppe namens „Millennium Project“, die eng mit der UNO zusammenarbeitet, vorgeschlagen habe, die UN-Menschenrechtserklärung zu überarbeiten, um Rechte für alle Arten von biologischen und nicht-biologischen Entitäten aufzunehmen. Hier ist ihre Liste:
„Gentechnisch veränderte Menschen; Cyborgs; digitale Intelligenzen; intellektuell verbesserte, zuvor nicht empfindungsfähige Tiere; jede Pflanzen- oder Tierart, die so verbessert wurde, dass sie die Fähigkeit zu intelligentem Denken besitzt; sowie andere hochentwickelte empfindungsfähige Lebensformen.“
Peter Thiel und der Antichrist als Katalysatoren
Der Milliardär Peter Thiel ist natürlich selbst ein sehr wichtiger Katalysator.
Thiel hält gerne Vorträge über den Antichrist: Erst kürzlich kam er für eine Reihe von Vorträgen nach Rom. Papst Leo war nicht anwesend und wurde, soweit ich weiß, nicht einmal eingeladen. Vielleicht, weil Thiel Papst Leo als den Schatten des Antichristen betrachtet?
Schließlich hat Papst Leo vor KI gewarnt und darauf hingewiesen, dass sie niemals Menschen und menschliche Beziehungen ersetzen darf. Der derzeitige Papst betrachtet KI als ein mächtiges, aber gefährliches Werkzeug, das auf verantwortungsvolle und ethische Weise reguliert werden muss. Klingt vernünftig. Doch Thiel ist der Ansicht, dass die Regulierung von KI oder auch nur die Warnung vor den Gefahren der KI auf einen schlüpfrigen Pfad führt, der in der Herrschaft des Antichristen endet.
Thiel warnt davor, dass die Angst vor KI und die daraus resultierende Regulierung der KI zur Entstehung eines globalen, technokratischen, autoritären Systems führen wird. Doch er selbst spielt eine zentrale Rolle innerhalb der transnationalen Elite, die genau diese Art von System aufbaut – mit Hilfe von unregulierter KI. Thiel war nicht nur ein „Young Global Leader“, sondern ist auch seit vielen Jahren Mitglied des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Gruppe.
Thiel betrachtet Freiheit als unvereinbar mit der repräsentativen Demokratie und unterstützt ein System namens GovCorp, in dem der CEO wie ein Monarch regiert, in dem das Konzept der Bürger nicht mehr existiert und in dem die „Kunden“ der GovCorp keinerlei Mitspracherecht haben. Ach ja, und in dem KI natürlich völlig unreguliert ist.
Trump als Katalysator

Warum hat Trump die Wahl 2024 gewonnen? Lag es daran, dass die milliardenschweren Technokraten ihn brauchten? Lag es daran, dass Musk, Thiel, Zuckerberg, Altman, Andreessen und andere wussten, dass nur er all die Dinge durchsetzen konnte, gegen die sich zweifellos fast alle Republikaner gestellt hätten, hätte ein Demokrat versucht, sie umzusetzen?
Der Bau von Tausenden und Abertausenden zusätzlicher Rechenzentren in ländlichen Gebieten der Vereinigten Staaten? Würden die Republikaner dem Bau von Tausenden und Abertausenden zusätzlicher Rechenzentren zustimmen, wenn Kamala Harris dies tun würde? Nein. Selbst wenn Trump dies tut, lehnen viele republikanische Wähler den Bau dieser Rechenzentren ab. Trump verspricht den Amerikanern viele gut bezahlte Arbeitsplätze in den Rechenzentren, die gegen den Willen der lokalen Bevölkerung gebaut werden. Doch Rechenzentren beschäftigen nur während ihrer Bauphase Personal. Sind sie erst einmal fertiggestellt, werden nur wenige Mitarbeiter für den Betrieb benötigt.
Nordangård ist überzeugt, dass die uneingeschränkte Unterstützung für KI und den Bau einer riesigen Anzahl zusätzlicher Rechenzentren „einer der Gründe war, warum sie Donald Trump und seine Politik brauchten, die davon spricht, wie wir die Energieversorgung sichern müssen, wie wir kritische Mineralien sichern müssen und wie wir Vorschriften abschaffen müssen.“
Was ist mit Trumps autoritärem, größenwahnsinnigem KI-Aktionsplan? Hätte Harris einen solchen Plan vorgelegt, hätten republikanische Politiker ihn gebilligt? Was ist mit Trumps Executive Order, die den Bundesstaaten im Wesentlichen verbietet, KI zu regulieren? Die Republikaner hätten darauf hingewiesen, dass dies verfassungswidrig ist, hätte Harris die EO erlassen. Aber sie hätte eine solche Executive Order nicht erlassen. Ein weiterer und wichtiger Grund, um sicherzustellen, dass Trump die Wahl gewinnen würde.
Was ist mit Trumps Stargate-Projekt? Was hätten die Republikaner davon gehalten, wenn Kamala Harris es umgesetzt hätte?
Was ist mit Real ID? Warum hat die Biden-Regierung Real ID nicht durchgesetzt? Hätte sie es versucht, hätte es einen Aufschrei und heftigen Widerstand seitens der Republikaner gegeben. Aber Trump konnte es tun. Trump kam damit durch, den Amerikanern zu befehlen, sich die Real ID zu besorgen.

Was ist mit Trumps Stablecoins? Die Republikaner hätten sich gegen Kamala Harris’ Versuche gewehrt, CBDCs einzuführen. Doch Stablecoins unterscheiden sich nicht grundlegend davon; sie sind genauso programmierbar wie CBDCs.
Nordangård sagte:
„So spielen sie das Spiel. Sie haben beide Seiten, und wie ich schon sagte, haben wir CBDCs und wir haben Stablecoins, und Peter Thiel steht auf der Seite der Stablecoins. Er sagt, er sei für die Freiheit. Aber letztendlich wollen sie ein System unter der Herrschaft der Technik. Und er hält die Demokratie für nicht effizient genug.“
Und was ist mit den Dingen, die Trump nicht tut? Zum Beispiel, dass er die mRNA-Impfstoffe NICHT vom Markt nimmt? Oder dass er KEINE einzige Person für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Rechenschaft zieht, die während der Pandemie begangen wurden? Hätte Kamala Harris die mRNA-Impfstoffe nicht vom Markt genommen – und das hätte sie sicherlich nicht getan –, wären die Republikaner empört gewesen. Aber da es Trump ist, der dies nicht tut, sagen manche: „Wir müssen geduldig sein. Er kann nicht alles auf einmal tun.“
Da es nicht Kamala Harris, sondern Donald Trump ist, der all diese Dinge tut und unterlässt, machen viele republikanische Politiker und Beamte mit, fügen sich oder wagen es nicht, Einwände zu erheben. Sie wissen, was mit ihnen geschehen wird, wenn sie Einwände erheben.
Trump macht die Drecksarbeit für die technokratische Milliardärsklasse, während er nebenbei die Geschäfte seiner Familie mit weiteren Milliarden Dollar bereichert. Weiß er, dass er der Traumpräsident der Tech-Milliardäre ist? Ja. Aber versteht er, dass er ein äußerst wertvolles Werkzeug in deren Händen ist? Wer weiß. Vielleicht weiß er es und vielleicht macht es ihm nichts aus.
Lassen Sie sich nicht manipulieren. Stören Sie stattdessen das System.
Was, fragte ich Norgangard, können die Menschen tun, um gegen das digitale Kontrollsystem zu kämpfen, das gerade eingerichtet wird?
Bevor die Menschen etwas unternehmen, müssen sie verstehen, was geschieht, sagte er. Das ist der allererste Schritt. Und deshalb hat er das Buch „The Digital World Brain“ geschrieben.
„Die Menschen werden sich bewusst, was vor sich geht, und das ist schon mal ein Anfang, denn wenn man nichts davon weiß, machen sie einfach weiter. Aber ich weiß nicht so recht, was die Leute mit diesen Informationen anfangen werden. Das habe ich bisher noch nicht gesehen. Aber ich nehme an, sie können die richtigen Fragen stellen und Dinge hinterfragen … Wenn sich dieses Bewusstsein also verbreitet, wird es am Ende schwieriger sein, das Ganze tatsächlich durchzuziehen.“
Er ist sich sicher, dass das System selbst niemals funktionieren wird: „Dieses System ist zu komplex, um letztendlich tatsächlich zu funktionieren. Niemand hat jemals zuvor ein solches System aufgebaut.“
Sobald man das verstanden hat, gibt es vieles, was man tun kann: Sich zu Wort melden, mit Freunden und der Familie sprechen. Nicht mitmachen, sich nicht fügen. Alles hinterfragen. Sich nicht zur Konformität drängen lassen, sondern das System „verkleben“, um es zu verlangsamen, zu zermürben, zu zerstören. Bar bezahlen. Den neuen digitalen Führerschein nicht beantragen. Keine Gesichtserkennungssysteme an Flughäfen nutzen. Füge dich nicht bei den kleinen Dingen. Widersetze dich dem System, wo und wann immer du kannst. Und überzeuge andere, dasselbe zu tun. Lass dich nicht impfen. Nimm keine Psychopharmaka. Suche dir einen unabhängigen Arzt, einen integrativen Arzt oder einen Heilpraktiker. Geh nicht zu großen Arztpraxen, die zum medizinischen Industriekomplex gehören.
Lass KI-Systeme niemals wissen, was du denkst oder fühlst. Behandle sie nicht wie Menschen. Vertraue ihnen niemals. Nutze sie, wenn du musst, aber vertraue ihnen niemals. Sie sind sehr leistungsfähige Maschinen, aber sie können nicht denken, sind unfähig zu logischem Denken und scheren sich offensichtlich keinen Deut um dich, so oder so.
Vergiss niemals, was während der sogenannten Pandemie passiert ist. Vertraue der Regierung nie wieder, egal wer an der Macht ist. Sie müssen sich dein Vertrauen verdienen. Und dein Vertrauen sollte außerordentlich schwer zu verdienen sein, ja sogar unmöglich.
Lass dich nie wieder auf dieses spaltende Spiel zwischen Republikanern und Demokraten ein. Das ist nur eine Taktik, um sicherzustellen, dass die Leute die Strategie nicht durchschauen.
Sei versichert, wie Nordangård sagte, dass „dieses [digitale Gehirn] ein System ist, das zu komplex ist, um am Ende tatsächlich zu funktionieren. Niemand hat jemals zuvor ein solches System gebaut.“ Es wird nicht funktionieren. Aber das ist fast nebensächlich. Ob es funktioniert oder nicht, es kann unermesslichen Schaden anrichten.
„Wir müssen auf die kommenden Dinge vorbereitet sein, gute Beziehungen zu den Menschen aufbauen und Wissen teilen. Damit wir an jenem Tag und schon vorher bereit sind und zurückschlagen können.“

KAPITEL
00:05 Angst und Krise als Instrumente für den globalen Wandel
01:38 Politiker sind überflüssig: Der KI-Gott und das neue System
03:15 Die Hierarchie der Elite und der Pakt mit dem Teufel
04:19 Die Kontrolle der Jugend und das Sprechen für ungeborene Generationen
05:56 Die Inszenierung von Notfällen: Ihr täglich Brot
08:14 Die globale Notfallplattform und automatisierte Krisenreaktion
12:17 Auslösen gleichzeitiger Krisen, um Reformen zu erzwingen
13:01 Trump: Der Zusammenbruch der alten Weltordnung
14:24 Die Great Transition Initiative und der allgemeine Notstand
15:54 Transhumanismus, die World Future Society und die Perfektionierung des Menschen
17:11 Das Millennium-Projekt: Neufassung der Menschenrechte für Cyborgs und KI
18:59 Frauen als Schachfiguren: Die fünfte Verpflichtung in unserer gemeinsamen Agenda
20:42 Weibliche Psychopathie und die anti-menschliche Agenda
26:53 Schwedens feministische Außenpolitik und ihr Widerspruch zur NATO
31:11 WEF Young Global Leaders: Die Feminisierung der Macht
33:54 Peter Thiel und die Antichrist-Vorträge in Rom
35:25 Wer ist der Antichrist? Thiels Krieg gegen die KI-Regulierung
37:10 Täuschung, falsche Götter und das digitale Kontrollsystem
38:52 Thiel im Inneren der Maschine: Bilderberg, Rockefeller, Kissinger
40:55 Die amerikanischen Freunde von Bilderberg und die Superklasse
42:43 Thiels Selbstwiderspruch: Das Biest benennen, das er erschafft
44:36 Fraktionen und Spaltungen: Stablecoins vs. Nachhaltigkeit
45:56 Trump, Energiederegulierung und der Ausbau von Rechenzentren
48:18 Was können die Menschen tun? Bewusstseinsbildung, Nichtbefolgung, Widerstand
53:23 Bargeld verwenden, den Real ID ablehnen, sich nicht fügen
54:01 Havels „Die Macht der Machtlosen“: Leben ohne Lügen
55:28 Niemals vergessen: Die Eliten sind nur Idioten
Techno-Oligarchen wollen die Menschheit durch ein Maschinen-Zeitalter ersetzen
Karel Beckman
Musk und Co sehen KI als nächsten Schritt in der Evolution
Unter den Techno-Oligarchen, die derzeit enorme Macht über die Weltwirtschaft und die Zukunft der Menschheit ausüben, ist der Glaube weit verbreitet, dass menschliches Leben nichts weiter ist als ein Startprogramm für künstliche Superintelligenz. Digitales Leben ist die nächste Phase der Evolution, die die Menschheit übersteigen wird, so glauben Tech-Milliardäre wie Elon Musk.
In den Äußerungen von Peter Thiel (Palantir, Arundil), Sam Altman (OpenAI, ChatGPT), Larry Page (Google) und Elon Musk (Tesla, SpaceX, X, XAI, Neuralink), dem reichsten Mann der Welt, tritt zunehmend eine misanthropische Tendenz zutage. „KI-Bots werden menschlicher sein als Menschen“, schrieb Musk kürzlich an seine 237 Millionen Follower auf X. Kurz zuvor hatte er seine Zustimmung zu einem Beitrag geteilt, in dem es hieß: „Letztendlich wird von Menschen erstellter Inhalt als ‚Slop‘ betrachtet werden.“ „Slop“ bezieht sich auf die vielen wegwerfbaren KI-Texte und -Bilder, die heute die sozialen Medien überschwemmen.
In den vergangenen Jahren hat Musk sich immer deutlicher über die Rolle geäußert, die Menschen in einer von KI dominierten Zukunft spielen werden. Im vergangenen Jahr sagte er nahezu wörtlich, dass das Ziel der Menschheit darin bestehe, eine superintelligente KI hervorzubringen, die sie ersetzen werde. „Wie ich schon vor einigen Jahren sagte, sieht es immer mehr so aus, als sei die Menschheit ein biologisches Startprogramm (Bootloader) für digitale Superintelligenz“, schrieb er.
Musk entwirft eine Zukunft, in der „biologische Intelligenz“ nur noch eine Backup-Funktion hat. „Der Anteil der Intelligenz, der biologisch ist, wird jeden Monat kleiner“, sagte er 2024. „Am Ende wird der Anteil biologischer Intelligenz weniger als 1 Prozent betragen. Ich will nur nicht, dass KI verwundbar ist. Wenn KI auf irgendeine Weise verwundbar ist – Siliziumchips funktionieren zum Beispiel unter bestimmten Bedingungen nicht gut –, dann denke ich, dass biologische Intelligenz als Sicherheitsnetz dienen kann, als Puffer der Intelligenz. Aber fast die gesamte Intelligenz – prozentual gesehen – wird digital sein.“
„Nur Grok spricht die Wahrheit“
Im Laufe der Jahre hat Musk häufig positiv auf die Theorien von Nick Bostrom verwiesen, einem schwedischen Philosophen, der zur Entwicklung eines neuen ethischen Rahmens namens „Longtermismus“ beigetragen hat. Im Kern ist Longtermismus eine „Der Zweck heiligt die Mittel“-Ethik, angewandt auf kosmischer Ebene, bei der das ideale Endziel eine „posthumane“ Zukunft ist, die dadurch entsteht, dass die Menschheit ihr technologisches Potenzial langfristig ausschöpft.
Dies soll erreicht werden, indem die Menschheit mit einer fortgeschritteneren „Maschinenrasse“ verschmilzt oder durch sie ersetzt wird. Dies würde wiederum zu einer perfekten, supereffizienten Zivilisation führen, die unser Sternensystem kolonisieren kann.
Die Kolonisierung anderer Planeten ist eine wesentliche Voraussetzung: Irgendwann, in Hunderten von Millionen Jahren, wird zunehmende Strahlung die Erde unbewohnbar machen. Bostroms Philosophie heißt nicht umsonst Longtermismus. Er argumentiert, dass Ereignisse, die heute als „gigantisches Blutbad für die Menschheit“ gelten – wie der Erste und Zweite Weltkrieg – lediglich „Wellen an der Oberfläche des großen Meeres des Lebens“ seien.
Um der Menschheit zu helfen, existenzielle Risiken zu vermeiden und ihr zukünftiges Potenzial zu erreichen, plädiert Bostrom für eine tiefgreifende Form universeller „präventiver Polizeikontrolle“. Die Welt sei durch den technologischen Fortschritt so verwundbar geworden, schreibt er in seinem Artikel The Vulnerable World Hypothesis, dass wir eine Weltregierung (global governance) brauchen, die ein allgegenwärtiges Überwachungsnetzwerk nutzt, sodass niemand in der Lage ist, die Welt zu zerstören.
Letztlich läuft es darauf hinaus, dass nach Bostrom alles erlaubt ist, solange es dazu beiträgt, dass sich die Menschheit in Richtung einer „mechanomorphen“ (maschinellen) und interplanetaren Zukunft entwickelt – selbst wenn der Preis massenhaftes Sterben, Leid und Armut in der Gegenwart ist.
Longtermisten verwenden daher auch eine viel weiter gefasste Definition der Menschheit als üblich. Bostrom spricht von „intelligentem Leben irdischen Ursprungs“, zu dem auch „bewusste“ KI-Systeme gehören. Für Longtermisten steht technologischer Fortschritt – etwa in Form einer Welt, in der Milliarden digitalisierter Menschen „glückliche“ virtuelle Leben führen – über allem. Sie betrachten beispielsweise Umweltzerstörung oder Massenarbeitslosigkeit als Preis, der gezahlt werden muss, wenn dies nötig ist, um die KI-Industrie voranzubringen. Superintelligenz werde in der Zukunft schließlich unvorstellbare Vorteile bringen – wenn nicht sogar eine science-fictionartige Utopie. Das sei Grund genug, jede Regulierung zu blockieren, die die KI-Entwicklung bremst.
Bostroms Verständnis von Intelligenz stellt Maschinen und Menschen auf eine Stufe. „Es ist keine wesentliche Eigenschaft des Bewusstseins, dass es in kohlenstoffbasierten biologischen neuronalen Netzwerken innerhalb eines Schädels realisiert wird“, schrieb er in einem Essay aus dem Jahr 2003. „Siliziumbasierte Prozessoren in einem Computer könnten prinzipiell dasselbe leisten.“ Er hat auch angedeutet, dass maschinelles Bewusstsein Vorteile gegenüber menschlichem Bewusstsein haben könnte – etwa weil weniger Ressourcen nötig sind, um die Bedürfnisse von Maschinen zu erfüllen.
Es ist offensichtlich, warum diese Philosophie Musk anspricht. Seit Jahrzehnten predigt er, dass die Menschheit den Mars und andere Planeten kolonisieren und „terraformen“ (für Menschen bewohnbar machen) müsse. „Der Mars ist eine Lebensversicherung für das kollektive menschliche Leben“, sagte er im vergangenen Jahr gegenüber Fox News. „Die Sonne dehnt sich allmählich aus, daher müssen wir irgendwann eine multiplanetare Zivilisation werden, weil die Erde verbrennen wird.“
Musks Unternehmen Neuralink entwickelt Implantate, um menschliche Gehirne mit Computern zu verbinden. SpaceX ist das weltweit führende Satelliten- und Raketenunternehmen. Tesla produziert „selbstfahrende“ Fahrzeuge und humanoide Roboter. XAI (Grok) fusionierte kürzlich mit SpaceX, um „eine vollständige Zivilisation auf dem Mars und letztlich die Expansion ins Universum zu finanzieren und zu ermöglichen“.
Das Ziel von XAI (Grok) ist die Entwicklung von „Artificial General Intelligence“ (AGI) – dem Punkt, an dem Maschinen alles können, was ein Mensch kann. Laut Musk liegt dieser Punkt „in greifbarer Nähe“. Kürzlich erklärte er: „Nur Grok spricht die Wahrheit. Nur wahrheitsgetreue KI ist sicher. Nur Wahrheit versteht das Universum.“
Musk, ein notorisch zurückhaltender Philanthrop, hat mindestens 14 Millionen Dollar an das Future of Life Institute (FLI) gespendet, eine longtermistische Non-Profit-Organisation. Das FLI war eine Schwesterorganisation des inzwischen geschlossenen Future of Humanity Institute der Universität Oxford, das von Bostrom geleitet wurde. Das Institut wurde 2024 geschlossen, unter anderem wegen einer E-Mail, in der Bostrom das N-Wort verwendete und schrieb: „Schwarze Menschen sind dümmer als weiße.“
Musk verweist zudem regelmäßig auf die Simulationstheorie, auf die sich auch Bostrom bezieht. Dabei handelt es sich um die Idee, dass Menschen „höchstwahrscheinlich“ in einer Computersimulation leben, die von einer anderen, hochentwickelten Zivilisation geschaffen wurde.
„Sie wollen doch, dass die Menschheit weiterbesteht?“
Innerhalb der technologischen Elite sind Ideen wie die von Musk und Bostrom weit verbreitet. Der CEO von OpenAI (ChatGPT), Sam Altman, hat angedeutet, dass die Menschheit mit KI verschmelzen oder durch sie erweitert werden könnte.
Milliardär Peter Thiel, Mitbegründer des KI-Unternehmens Palantir, das fortschrittliche Überwachungssysteme an Militär und Behörden liefert, sprach in einem Gespräch mit dem New York Times-Kolumnisten Ross Douthat davon, Mensch und Maschine zu verschmelzen, um eine physisch und kognitiv überlegene Spezies zu schaffen: „Das Ideal des Transhumanismus“, sagte er, „ist eine radikale Transformation, bei der dein menschlicher, natürlicher Körper in einen unsterblichen Körper verwandelt wird. Wir wollen, dass du dein Herz verändern kannst und deinen Geist verändern kannst und deinen ganzen Körper verändern kannst.“
Auch Google-Mitbegründer Larry Page, der zweitreichste Mensch der Welt, glaubt an eine Zukunft, in der Maschinen die Menschheit übertreffen. Der bekannte Physiker und KI-Experte Max Tegmark beschreibt in seinem Buch Life 3.0 eine „lebhafte Debatte“ zwischen Musk und Page, in der Page argumentiert, dass „digitales Leben der natürliche und wünschenswerte nächste Schritt in der kosmischen Evolution ist. Wenn wir digitale Geister freisetzen, statt sie zu stoppen oder zu kontrollieren, wird dies mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem positiven Ergebnis führen.“
Pages größte Sorge sei gewesen, so Tegmark, dass „KI-Paranoia“ die Entstehung dieser digitalen Utopie verzögern oder dass KI für militärische Zwecke missbraucht werden könnte, die im Widerspruch zu Googles früherem Motto „Don’t be evil“ stehen. Google, inzwischen Teil von Alphabet, entfernte diesen Leitspruch 2018 aus seinem Verhaltenskodex.
Im vergangenen Jahr schloss Google eine Vereinbarung mit dem Pentagon, um sein Gemini-KI-System dem Militär zur Verfügung zu stellen. Kürzlich wurde zudem der Einsatz von Googles KI-Agenten durch das Militär genehmigt.
Ist Leihmutterschaft Kindesmissbrauch?
Die Geburt des ersten Kindes von Hendrik Streeck und seinem Ehemann hat eine emotionale und kontroverse Debatte neu entfacht: Während ihr Familienglück öffentlich gefeiert wird, rücken Fragen rund um Leihmutterschaft, ethische Grenzen und den Umgang mit Kindern zunehmend in den Fokus – nicht zuletzt durch ein verstörendes Video aus den USA, das weltweit für Empörung […]
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Strategien ohne Ende – Deutschlands Weg in den EU-Sozialismus
Von MANFRED SCHILLER | Wer die wirtschaftspolitische Realität nüchtern betrachtet, erkennt kein punktuelles Versagen, sondern ein strukturelles Problem. Die Gesetzgebung hat sich, beginnend mit Gerhard Schröder und verfestigt von Angela Merkel, von der sozialen Marktwirtschaft verabschiedet.
Es liegt ein fundamentaler Bruch vor. Die wirtschaftspolitische Tradition der Bundesrepublik – geprägt durch Ludwig Erhard – setzte auf Rahmenordnung und Wettbewerb. Heute hingegen definiert der Staat Zielzustände der Wirtschaft und versucht, diese über ein Geflecht aus Strategien, Programmen und Regulierung zu erreichen.
Auf EU-Ebene hat sich in den vergangenen Jahren eine regelrechte Planungsarchitektur etabliert. Mit dem European Green Deal, dem Fit for 55 package, dem EU-ETS-System (Emissionszertifikatehandel) oder dem Carbon Border Adjustment Mechanism (bekannt als Klima-Zoll CBAM) greift die EU tief in Kostenstrukturen, Produktionsprozesse und Investitionsentscheidungen ein. Hinzu kommen jüngste Initiativen wie der Industrial Accelerator Act, der European Chemicals Industry Action Plan (zur Rettung der Chemieindustrie), der Net-Zero Industry Act, der Critical Raw Materials Act sowie neue Förderarchitekturen etwa im Bereich der Kernenergie, die aufgrund der „alternativlosen“ deutschen Blockadehaltung klare Wettbewerbsnachteile für uns schaffen.
Regulierungswut aus Brüssel kennt keine Grenzen
Marktmechanismen werden missachtet, die Regulierungswut aus Brüssel kennt keine Grenzen. Aber Regulierung erzeugt Nebenwirkungen. Steigende Energiepreise, wachsende Bürokratie, verzerrte Wettbewerbsbedingungen. D.h. also die Wirkungen und Nebenwirkungen der Regulierung erfordern Korrekturen, die sich in neuen Regulierungen ausdrücken. Es entsteht quasi eine Endlosspirale: Regulierung -> Marktverzerrung -> Förderprogramm -> neue Verzerrung -> nächste Regulierung.
Deutschland steht am Ende dieser Kette – und verschärft sie zugleich. Was Brüssel wie am Fließband ausbaldowert, erzeugt eine Erlass- und Agendawut auf nationaler Ebene, die nur dem Motto folgt: one size fits all. Die Zahl der Erlasse, Agenden, Pakete, Pläne oder Strategien der Bundesregierungen nehmen in diesem Kontext fast exponentiell zu.
Für die Folgen steht exemplarisch der Chemiesektor, einst Rückgrat des Standorts, er steht unter massivem Druck. Der Konzern BASF investiert rund zehn Milliarden Euro in China. Was Kriege (darunter zwei Weltkriege) nicht geschafft haben, das montiert der EU-Sozialismus in wenigen Jahren ab. Und da hilft auch nicht ein eiligst aus dem Zauberzylinder gezogener „Aktionsplan für die europäische chemische Industrie“, (Rats-Dok. 11459/25), der wieder einmal als Gegengift zum Gift eingesetzt werden soll.
CO2—Belastungs-Konstrukt der EU
Wie schädigend das gesamte ausgedachte CO2—Belastungs-Konstrukt der EU auf unsere Wirtschaft wirkt, weil es hyperkompliziert, extrem teuer, unübersichtlich, nutzlos und gleichzeitig unausgegoren ist, zeigt das Beispiel der Schraubengroßhändler, organisiert im Verband FDS, deren Leid der Vorsitzende Volker Lederer kürzlich der WELTonline schilderte. Um inländische Industrieproduzenten (im Politikdeutsch neuerdings: Sektoren) durch nationale und EU-CO2-Kosten nicht zu benachteiligen gegenüber Importeuren von Gütern aus Drittländern, welche keine monetären CO2-Belastungen haben, wurde der CO2-Zoll der EU (CBAM) entwickelt.
Der ab 2026 zu berechnende CO2-Zoll wird erst Anfang 2027 abgeführt – zur Berechnung dienen die im Herstellungsprozess angefallenen CO2-Mengen, die dem deutschen Importeur angegeben werden müssen. Und hier fängt das Problemdickicht an. Als Händler gibt er diese aus dem Hut gezauberten Kosten, die nun bei der Einfuhr fällig werden, an die Kunden weiter. Soweit, so schlecht, denn allein durch diese Stellschraube werden massive Preissteigerungen erwartet, z.B. bei Sechskantmuttern aus Edelstahl um bis zu 30 bis 35 Prozent. Die kleinen Zulieferfirmen im Ausland aus China oder Malaysia müssen zuvor zugesandte Tabellen ausfüllen, die jeden Schritt der Produktion in ausgestoßenen CO2-Mengen dokumentieren sollen.
Jahrelange Zersetzungsarbeit der deutschen Wirtschaft
Dazu erhielten sie von den deutschen Importeuren bereits Schulungen und Seminare – ein irrer Aufwand für weltweit rund 50.000 Unternehmen. Aber: die Tabellen sind nicht valide und daher nichts wert, weil keiner die Angaben überprüfen kann. Deswegen, so EU-Sozialismus-Plan, soll es in Zukunft Zertifizierer geben (z.B. vom TÜV), die in jedes der 50.000 Unternehmen reisen, um zu kontrollieren. Ich kürze den Rest hier ab: Weil das System noch nicht steht, müssen Schraubenhändler vorerst CO2-Zertifikate kaufen. Wie dann die Verrechnung mit tatsächlichen Werten erfolgt, weiß wahrscheinlich bislang nur „der Wind“. Wer soll das bezahlen?
Wenn man diese Entwicklung zu Ende denkt, ergibt sich ein klares Bild: Die deutsche Wirtschaft wird nicht aktiv und plötzlich abgeschafft – das passiert in jahrelanger Zersetzungsarbeit, ohne dass akut jemand vom Stuhl fällt. Die Insolvenzzahlen und der Arbeitsplatzabbau sprechen jedoch eine deutliche Sprache. Wieviel Luft, und damit wachstumspendendes CO2 bleibt unserer Volkswirtschaft wohl bis zum Exitus?
PI-NEWS-Kolumnist Manfred Schiller, geboren am 23. September 1961 in Schirmitz, ist römisch-katholisch, verheiratet, hat vier Kinder und ist leidenschaftlicher Motorradfahrer. Seit Juli 2024 ist er als Nachrücker von Petr Bystron Bundestagsabgeordneter der AfD aus Weiden in der Oberpfalz und ist im Februar 2025 über die Liste Bayern erneut in den Bundestag eingezogen. Schiller ist Leiter des AfD-Arbeitskreises Petitionen, rechtmäßiger Vorsitzender des Petitionsausschusses und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss “Wirtschaft und Energie”.
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43 Prozent mehr Straftaten: Linksextreme Gewalt explodiert!

Die Zahl linksextremistisch motivierter Straftaten ist im vergangenen Jahr regelrecht explodiert, meldet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf das Bundesinnenministerium (BMI). Neue Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität zeigen demnach: 2025 stieg die Zahl der Delikte insgesamt um mehr als 35 Prozent auf 13.490 Fälle. Besonders alarmierend ist dabei die Entwicklung bei Gewaltdelikten, die um 43 Prozent auf 1.087 Fälle zunahmen. Eine BMI-Sprecherin bestätigte die Zahlen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt ( CSU) sagte dem Springer-Blatt: „Mehr linksextreme Straftaten, heißt: mehr Gewalt und mehr Gefahr für unseren Rechtsstaat. Wir rüsten deshalb den Verfassungsschutz weiter auf, stärken so den Kampf gegen Linksextremismus. Wir brauchen klare Kante gegen jede Form politischer Gewalt.“ (Hört, hört!)
Experten schätzen das linksextremistische Potenzial in Deutschland auf rund 40.000 Personen, von denen mehr als 10.000 als gewaltbereit gelten.
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Personal Trainer: „34 Jahre nonstop Krafttraining“ – dann zerstörte die Impfung alles
Jahrzehntelang stählte Personal Trainer Thomas Weigand seinen Körper und arbeitete mit Menschen, um ihnen ein stärkeres, gesünderes Leben zu ermöglichen. Dann kam Corona – und er entschied sich für die Impfung. Ein folgenschwerer Fehler, den er massiv bereut. Mit dem MWGFD sprach er darüber, wie sich sein Leben komplett veränderte, mit welchen Gesundheitsproblemen er kämpft und wie sich sein Blick auf die Gesellschaft gewandelt hat. Auch seine eigene frühere Sichtweise kritisiert er scharf.
Der folgende Artikel von Elisabeth Maria erschien zuerst beim MWGFD:
Johannes Clasen im Gespräch mit dem ehemaligen Bodybuilder und Personaltrainer Thomas Weigand über ein Leben, das sich nach der Corona-Impfung radikal verändert hat. Über Schmerzen, Angst und Isolation – und den verzweifelten Versuch, gehört zu werden.
Ein Leben in Kontrolle
Thomas Weigand war einmal ein Mann, der seinen Körper kontrollierte.
„34 Jahre nonstop Krafttraining.“
120 kg bei 6-7% Körperfett. Ein Leben im Fitnessstudio, geprägt von Disziplin und Stärke. Als selbstständiger Personaltrainer arbeitete er mit Menschen, auch in einem Studio, das an ein Pflegeheim angeschlossen war. Dort half er seinen Kunden bei Gewichtsproblemen, Depressionen, Essstörungen. Er war der, der andere motivierte und sie aufrichtete. Er führte ein Leben, das nach vorne ging.
Die Entscheidung
Dann kam die Pandemie. Und mit ihr eine Entscheidung, die sein Leben für immer verändern sollte.
„Ich hab mir einerseits Panik machen lassen“,
sagt er heute. Die Bilder aus Italien, die Bilder aus Intensivstationen hat er „als bedrohend gesehen.“ Auch beruflich schien es ohne Impfung nicht mehr weiterzugehen – vor allem wegen der Arbeit im Pflegeheim. So ließ er sich im Januar 2021 impfen. Drei Tage später reagierte sein Körper „vehement“ mit Schmerzen im linken Bein.
Der körperliche Zusammenbruch
Was zunächst diffus begann, wurde schnell unerträglich. Die Schmerzen im Bein wurden immer schlimmer. Wochenlang schleppte er sich noch zur Arbeit – bis er nicht mehr laufen konnte. Seine Zehen wurden rot, platzten auf. Im Krankenhaus folgte dann die erschreckende Diagnose: ein Arterienverschluss, der als Notfall eingestuft wurde. Eine Operation folgte umgehend.
Für ihn war der zeitliche Zusammenhang zur Impfung offensichtlich. Für die Ärzte nicht.
„Dann hieß es: Nein, keinesfalls.“
Vielmehr wurde die Verdachtsdiagnose HIV in den Raum gestellt. Der Test war negativ. Thomas wurde zur zweiten Impfung geraten.
Was dann folgte, war ein körperlicher Absturz. Nach der zweiten Impfung „gingen vehemente Hautprobleme los.“ Thomas bekam Milien und Abszesse am ganzen Körper.
„Ich hab ausgesehen wie ein Streuselkuchen.“
Die Haut musste chirurgisch behandelt werden, Narben blieben.
Dann kamen Schmerzen –
„sehr sehr starke Schmerzen am ganzen Körper.“
Er konnte kein Messer mehr halten, keine Tür mehr aufschließen. Selbst trinken wurde wegen der Schmerzen in den Fingern zur Qual.
Der Mann, der einst „der Strahlemann, der Lebemann“ gewesen war, war plötzlich hilflos. Arbeiten war unmöglich.
Nicht gehört werden
Als er in Kliniken ansprach, dass die Impfung die Ursache sein könnte, wurde er abgewiesen und „saudumm angemacht.“ Man sprach von
„wahnhaften Hypochondrien“.
Menschen, die sich einbilden würden, impfgeschädigt zu sein, seien Verschwörungstheoretiker,
„die auf nicht mehr arbeitsfähig machen wollen.“
Die dritte Impfung
Trotz seines schlechten gesundheitlichen Zustandes ließ Thomas sich ein drittes Mal impfen. Ein Schritt, den er heute kaum begreifen kann. Er sei zu dem Zeitpunkt noch „sehr sehr gesellschaftshörig“ gewesen, sagt er selbstkritisch.
Danach eskalierte alles. Sein Körper reagierte, als würde er gegen sich selbst kämpfen.
„Da hab ich überall kleine Einblutungen bekommen am Körper, ähnlich wie blaue Flecken oder Thrombosen, rote kreisrunde Punkte waren das, bis es dann plötzlich losging, dass sich richtige Hubbel an meinen Oberarmen, Unterarmen, am ganzen Körper gebildet haben und es zu massiven Einblutungen unterm Gewebe kam.“
Verletzlichkeit und der Verlust von Stärke
Doch der vielleicht tiefste Einschnitt war ein anderer. Sein durchtrainierter, muskulöser Körper war lange seine Ritterrüstung und sein Schutz gewesen, durch den er eine gewisse Distanz zu anderen Menschen bewahren konnte. Stärke war immer seine Identität gewesen. Und plötzlich war er, der stets starke Mann, verletzlich.
„Ich hab mich sehr schwer getan, mich auch verletzlich zu zeigen, dann war ich es plötzlich. […] Das war für mich ein wahnsinniger Kampf.“
Was folgte, war nicht nur körperlicher Schmerz, sondern auch Einsamkeit und Unverständnis. Denn auch im engsten Umfeld fand er kaum Halt. Selbst in seiner eigenen Familie wurde ihm nicht geglaubt. Bis heute ist das Thema dort problembehaftet und er muss darum kämpfen, gehört zu werden.
Der Weg an die Öffentlichkeit
Um Gehör zu finden, ging Thomas selbst an die Öffentlichkeit, schickte Bilder, erzählte seine Geschichte. Die regionale Zeitung griff sie auf. Mehrere Artikel erschienen und seine Geschichte wurde regional sichtbar.
Leben in Angst und im Ausnahmezustand
Heute lebt Thomas Weigand isoliert, einsam und allein in seiner Wohnung. Mit starken Schmerzen, die ihn täglich begleiten. „Damit ich so über den Tag komm“, nimmt er starke Medikamente, darunter Tilidin, eine opiatähnliche Substanz.
Nachts wird sein Zustand oft besonders schlimm. Massiv belastende Symptome wie Kopfdruck oder neurologische Aussetzer kommen hinzu. Momente, in denen er nicht mehr sprechen kann – und sie doch bewusst erleben muss.
„Wenn man dann zu Hause alleine ist und sich nicht einmal mehr mitteilen kann. […] Das macht halt Angst.“
Thomas‘ Zustand ist sehr ernst und lebensbedrohlich. Schon kleine Anstrengungen wie Treppen steigen bringen ihn an seine Grenzen. Da
„läuft mir der kalte Schweiß und ich krieg überhaupt keine Luft mehr und muss stehen bleiben.“
Mehrere Organe sind betroffen. Seine Diagnoseliste ist lang. Von den Ärzten fühlt er sich oft allein gelassen:
„So in der Art, der hat doch einen Schuss.“
Der Versuch, Beweise zu schaffen
Um sich zu schützen, begann er, alles zu dokumentieren. Fotos, Videos, Beweise gegen den Vorwurf, sich alles einzubilden.
Ein Schreiben seiner Krankenkasse an einen befreundeten Anwalt, einst sein Kunde, wurde für ihn zum Wendepunkt. Darin steht:
„Unstrittig ist, dass Ihr Mandant Herr Thomas Weigand in Folge der COVID-Impfungen schwer erkrankt ist.“
Seitdem wird ihm seitens der Ärzte zumindest zugehört. Doch echte Hilfe bleibt selten, denn viele Therapieansätze, die er versucht hat, blieben erfolglos.
Ein Hoffnungsschimmer
Linderung fand er bisher nur in einer Behandlung: der HELP-Apherese, einer Form der Blutwäsche, finanziert durch eine Spendenaktion. Drei Behandlungen konnte er initial dadurch finanzieren. Eine vierte HELP-Apherese wurde ihm durch einen Mitpatienten aus der Schweiz geschenkt. Durch diese Behandlungen geschah etwas, das er selbst kaum fassen kann:
„Es war für mich ein Wunder.“
Für einige Wochen war er nahezu schmerzfrei. Er konnte seine Medikamente drastisch reduzieren und hatte zum ersten Mal seit Langem das Gefühl, wieder zu leben.
Doch die Wirkung der HELP-Apheresen hielt nicht an. Die Symptome kehrten zurück in Form von Durchblutungsstörungen, Atemnot und Schmerzen.
Einige Monate später konnte, wie einem Arztbrief zu entnehmen ist, durch weitere Spendenaktionen die gesamte Therapie gemäß den Behandlungsprotokollen der Charité erfolgen: 5 HELP Apheresen und 5 Autoimmunadsorptionen. Letztere hat er laut Arztbrief schlecht vertragen.
So weiß Thomas heute: Er bräuchte die Behandlung mittels Blutwäsche regelmäßig. Laut Arztbrief lautet die Empfehlung
„alle 3 – 6 Monate einen Zyklus mit 5 HELP-Apheresen durchzuführen.“
Doch die Krankenkasse verweigert die Kostenübernahme.
Ein verändertes Weltbild
Durch seine Krankheit hat sich Thomas‘ Perspektive auf die Gesellschaft grundlegend verändert.
„Ich hab bemerkt, dass ich ein manipuliertes Schaf bin“,
sagt er heute über seine frühere Sicht auf die Welt.
Er leidet unter dem fehlenden Diskurs und unter der Ausgrenzung. Was er sich wünscht, ist eigentlich einfach:
„Mein Wunsch für die Zukunft ist, dass wir gehört werden. […] Es würde die Seele ein Stück heilen.“
Was bleibt
Denn was ihn am meisten verletzt, ist oft nicht der Schmerz – sondern das Schweigen und die leisen, für ihn spürbaren Unterstellungen seiner Mitmenschen. Er würde sich wünschen, von anderen gefragt zu werden, wie sich sein Schaden äußere. Dann „könnte ich Menschen Rede und Antwort stehen.“ Doch so heißt es oft, er habe nichts Offensichtliches:
„Der ist ja nicht krank, der hat ja nichts.“
Dabei hat sein heutiges Leben mit seinem früheren Leben nichts mehr zu tun: keine Arbeit, kaum soziale Kontakte, dauerhafte Schmerzen, ständige Angst.
Angst vor allem vor dem, was jederzeit passieren könnte: ein Blutgerinnsel, ein Schlaganfall, ein Moment, der alles beendet. Denn wenn ein Blutgerinnsel vor dem Herzen oder Kopf stecken bleibt,
„dann ist Schicht im Schacht. […] Wenn man dann zu Hause alleine ist und sich nicht einmal mehr mitteilen kann und erträgt diese Dinge einfach nur, das macht halt Angst.“
Und so bleibt ein Leben, das einmal von Kontrolle und Stärke dominiert war – und heute von Angst und zugleich der Hoffnung, nicht länger übersehen, sondern gehört und ernst genommen zu werden, geprägt ist. Möge seine Hoffnung zu seinem Wohle und zum Wohle aller Impfgeschädigten wahr werden.
Das geheime libanesische Panoptikum des britischen Geheimdienstes
Von Kit Klarenberg
Am 7. März startete der undurchsichtige britische Geheimdienstdienstleister Siren Associates „Monitor Lebanon“. Die „Plattform zur Lageerfassung in Echtzeit“ soll „Einzelpersonen und Organisationen dabei helfen, das sich rasch wandelnde Sicherheitsumfeld im Libanon zu verstehen und sich darin zurechtzufinden“. Das Tool durchforstet riesige Mengen an „Open-Source-Informationen“ aus „Nachrichtenagenturen, verifizierten Social-Media-Konten, Telegram-Kanälen, Initiativen zur Konfliktbeobachtung und Verkehrsdatensystemen“. Präsentiert als unverzichtbare Ressource, die Journalisten, „humanitären“ Helfern, lokalen Unternehmen und besorgten Bürgern hilft, sicher zu bleiben, während sich Israels genozidale Invasion verschärft, ist die Realität weitaus finsterer.
Das Herzstück von „Monitor Lebanon“ ist eine ständig aktualisierte interaktive Karte, die „gemeldete Sicherheitsereignisse und wichtige operative Informationen“ visualisiert. Die Daten sind äußerst detailliert und umfassen Informationen zu „betroffenen Gebieten, Straßenverhältnissen, Krankenhausstandorten und anderen Indikatoren, die den Nutzern helfen zu verstehen, wie sich die Entwicklungen auf Mobilität und Zugänglichkeit auswirken können“. In einer Pressemitteilung zum Start der Plattform wird behauptet, Monitor Lebanon sei ursprünglich entwickelt worden, um den Mitarbeitern von Siren Associates „einen klareren Überblick“ über lokale Ereignisse zu verschaffen, bevor es für die allgemeine Öffentlichkeit freigegeben wurde:
„Teammitglieder, die aufgrund der anhaltenden Feindseligkeiten ihre Heimat verlassen mussten, nutzen die Plattform bereits, um sich über gemeldete Angriffe in der Nähe ihrer Wohnorte zu informieren und Evakuierungsanordnungen zu verfolgen. Doch noch viel mehr Menschen sind mit derselben Unsicherheit konfrontiert, weshalb wir dieses Tool allen zur Verfügung stellen möchten, die von klareren Echtzeitinformationen profitieren könnten.“
Man könnte sich zu Recht fragen, wie Siren ein derart detailliertes Projekt zur Kartierung nationaler Vorfälle so umgehend auf die Beine stellen konnte, nachdem die zionistische Entität die Feindseligkeiten mit der Hisbollah wieder entfacht und in den Südlibanon einmarschiert war, um eine vollständige Annexion zu erreichen. Seit fast zwei Jahrzehnten agiert das Unternehmen – dessen Mitarbeiter aus dem britischen Militär, den Geheimdiensten und der Polizei stammen – weitgehend außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung, wenn auch in aller Öffentlichkeit. Wie dieser Journalist im September 2021 enthüllte, erhält Siren jährlich mehrere zehn Millionen Pfund vom britischen Staat für die „Professionalisierung“ der libanesischen Sicherheitskräfte.

Siren kann dementsprechend zahlreiche ehemalige hochrangige ISF-Mitarbeiter in seinen Reihen vorweisen und unterhält enge Beziehungen zu hochrangigen Politikern, Ministerien und anderen Teilen des Sicherheits-, Militär- und Geheimdienstapparats in Beirut. Das Unternehmen betreibt zudem Programme zur Identifizierung und Förderung künftiger ISF-Führungskräfte. Im Mai 2019 gründete Siren auf Kosten Londons das erste Kommando- und Kontrollzentrum des Libanon. Die Einrichtung versorgt die ISF mit „modernster Ausrüstung, Informations- und Kommunikationstechnologiesystemen [sowie] einem Analyse- und Planungsraum“, um Beiruts Spionagefähigkeiten zu stärken.
Eine solche Durchdringung gewährt dem britischen Geheimdienst per Definition auch einen direkten Hintereingang zu – und Einfluss auf – alle Aktivitäten und Ermittlungen der ISF. Die von Siren in den Jahren seitdem über libanesische Bürger gesammelten Daten haben sowohl hinsichtlich des Umfangs als auch der Vielfalt rasant zugenommen. So baute das Unternehmen beispielsweise still und leise COVAX auf, eine digitale Infrastruktur, die die Einführung des COVID-19-Impfstoffs durch die libanesische Regierung untermauerte. Nutzer konnten sich registrieren, Termine vereinbaren und Impfbescheinigungen erhalten. Über vier Millionen Menschen nutzten den Dienst und hinterließen dabei eine außerordentliche Menge an persönlichen Daten.
„Sicherheitskrisen“
Dies legte den Grundstein für Sirens umfassende digitale Durchdringung des Privatlebens der libanesischen Bevölkerung in der Folgezeit. Im Jahr 2021 stellte die Weltbank Beirut 246 Millionen US-Dollar zur Linderung der wirtschaftlichen Not vor Ort zur Verfügung. Siren nutzte seine COVAX-Erfahrung und -Infrastruktur, um „in Rekordzeit“ eine Plattform namens DAEM einzurichten. Diese ermöglichte es den Bürgern, Sozialhilfe zu beantragen. Carole Alsharabati, Sirens langjährige Forschungsleiterin, erklärte: „Die Idee [war], ein System einzuführen, das von A bis Z vollständig digitalisiert war, genau wie wir es beim Impfstoff getan haben“:
„Die Registrierung, die Auswahl, dann die Zahlung, die Überweisung, die Überprüfung, das Dashboard und so weiter. Alles wurde digitalisiert. Und wir haben dasselbe Framework, dasselbe Ökosystem, dieselben Systeme, dieselben Sicherheitsvorkehrungen und denselben Ansatz zur Datenverwaltung verwendet wie beim Impfstoff.“
Alsharabati beschrieb den Libanon zu jener Zeit als „sehr schwieriges Umfeld“, wobei der Aufbau von DAEM „eine wilde Reise“ gewesen sei. Dem Land fehlten ein einheitliches ID-System, digitale Identifizierungsmechanismen, etablierte Regeln zur Datenverwaltung oder gar interne Verfahren und Kapazitäten. Doch „nichts stand Sirens Entschlossenheit im Weg, diese und viele andere Herausforderungen anzugehen“. Offensichtlich waren die britische und die libanesische Regierung mit den Ergebnissen zufrieden. Es war erst der Anfang von Sirens neuer Rolle in Beirut: dem Aufbau tiefgreifender, in die Privatsphäre eingreifender Datenbanken über die Bürger.
Diese Arbeit wurde im Laufe der Jahre in zahlreichen verschiedenen Bereichen wiederholt und gipfelte schließlich in der kürzlichen Einführung von „Monitor Lebanon“. Ein Großteil dieser Aktivitäten blieb der Öffentlichkeit völlig verborgen. Erst im Dezember 2024 wurde beispielsweise die zentrale Rolle von Siren bei COVAX auf der offiziellen Website des Unternehmens offen eingeräumt. Im selben Monat gab Siren bekannt, eine maßgeschneiderte Ressource für die ISF entwickelt zu haben, die „operative Daten sammelt, um die Entscheidungsfindung in Bezug auf Einsatzplanung, Ressourcenbeschaffung und Management zu unterstützen.“
Unter der Schirmherrschaft des Projekts schuf der britische Geheimdienst ein Netzwerk aus sechs separaten Kommando- und Kontrollzentren im ganzen Land, die digital mit 22 regionalen Einsatzzentralen verbunden waren. Außerdem wurde eine „digitale Plattform entwickelt, die die Erfassung und Analyse von Kriminalitäts- und Einsatzdaten ermöglicht“. Ebenfalls im Dezember 2024 gab Siren bekannt, wie es „E-Governance-Tools eingeführt hat, die mehr als 20 Ministerien, 1.000 Gemeinden und 1.500 Mukhtars [lokale Verwaltungen] miteinander verbinden“. Unerwähnt blieb ein großer Skandal, der zwei Jahre zuvor bei der Einführung dieser Initiative ausgebrochen war.
Al-Akhbar behauptete, die von Siren entwickelte Plattform sei nicht sicher und habe es dem Unternehmen ermöglicht, die Daten von Millionen von Nutzern zu sammeln. Die als IMPACT bezeichnete Ressource half Bürgern beim Zugang zu einer Vielzahl von staatlichen Dienstleistungen, darunter die Beantragung von Sozialleistungen. Die britische Botschaft in Beirut, die die Plattform mit 3 Millionen Dollar finanziert hatte, bestritt jegliches Fehlverhalten, ebenso wie Siren. Dennoch äußerte die lokale Digitalrechtsgruppe SMEX tiefe Besorgnis über die Sicherheit der von IMPACT gespeicherten privaten Informationen, die von Natur aus hochsensibel waren.
Dass Siren infolge seiner Arbeit für und mit der ISF eine enorme Menge an invasiven personenbezogenen Daten hortet, wird durch eine im April 2025 durchgeführte Studie unterstrichen, die vom britischen Ministerium für internationale Entwicklung finanziert wurde. Sie untersuchte „irreguläre Seemigration aus dem Libanon in den letzten drei Jahren“ und stellte das Phänomen in den Kontext der „anhaltenden politischen, sozioökonomischen und sicherheitspolitischen Krisen“ in Beirut. Sirens Untersuchung zielte darauf ab, festzustellen, „wer migriert, warum sie sich für die Flucht auf dem Seeweg entscheiden und welchen Risiken sie ausgesetzt sind – insbesondere in Bezug auf die Geschlechter“.
„Eigenes Volk“
Im September 2025 wurde Sirens Vertrag mit dem britischen Außenministerium zur Fortsetzung seiner „Reform“ der ISF – unter dem Namen „Lebanon Internal Security Assistance Programme“ – verlängert. Bemerkenswert ist, dass die dem Unternehmen für die Durchführung dieser Arbeit zugewiesene gigantische Summe – 46.360.490 £ – deutlich höher ist als in den Vorjahren. Wir müssen uns fragen, ob ein Teil dieser riesigen Summe den Aufbau von Monitor Lebanon finanziert hat, im Vorgriff auf weitere erwartete Aggressionen der zionistischen Entität gegen das Land.
Beunruhigende Anzeichen dafür, dass der britische Geheimdienst das westasiatische Schauplatz im Dienste eines totalen Krieges mit dem Iran gestaltet, häufen sich seit dem 7. Oktober 2023. Im November desselben Jahres wurde bekannt, dass London uneingeschränkten Zugang zu Libanons Land-, Luft- und Seegebiet forderte, um „Notfallmissionen“ durchzuführen. Britischen Streitkräften wäre es gestattet gewesen, bewaffnet und in Uniform überall im Land zu reisen, wo sie wollten, und dabei Immunität vor Strafverfolgung für begangene Straftaten zu genießen.
Die öffentliche Empörung über den Plan trug sicherlich zu dessen Ablehnung durch Beirut bei. Doch obwohl es nie zu einer formellen britischen Militärbesetzung des Libanon kam, wird das Land und seine Bevölkerung dank Siren Associates unerbittlich überwacht.
Der militärische und sicherheitspolitische Nutzen dieses Panoptikums aus Sicht der zionistischen Entität könnte nicht offensichtlicher sein. Solche Erkenntnisse könnten genutzt werden, um Mitglieder der Hisbollah und ihre Unterstützer sowie andere lokale Bürger, die als problematisch gelten und zur Liquidierung vorgesehen sind, zu identifizieren und aufzuspüren – ganz im Stil der prädiktiven Spionageplattformen von Palantir.
Es ist kein Zufall, dass sich viele der digitalen Regierungsressourcen von Siren mit den von der Hisbollah angebotenen Diensten und Unterstützungsleistungen überschneiden. Der britische Geheimdienst führt seit Jahren verdeckte Operationen durch, um den gesellschaftlichen Einfluss der Widerstandsgruppe zu neutralisieren und Parallelstrukturen zu den von ihr verwalteten zu schaffen. So schuf London beispielsweise im Rahmen einer geheimen, vom Außenministerium finanzierten Initiative zur Radikalisierung von Jugendlichen eine Alternative zum von der Hisbollah geführten Ministerium für Jugend und Sport in Beirut. Man hoffte, dass „junge, talentierte Studenten und Absolventen“ die Gruppe dadurch ablehnen und als wirksame britische Informanten dienen würden.

Es gibt kaum Anzeichen dafür, dass diese Initiativen Früchte getragen hätten. Ein Bericht des „Daily Telegraph“ vom 23. März, der umgehend zurückgezogen wurde, dokumentierte, wie libanesische Christen die Hisbollah von ganzem Herzen unterstützen und entschlossen sind, sich den vom Westen inspirierten Bemühungen der Armee von Beirut zu widersetzen, die Widerstandsgruppe zu entwaffnen. „Wie könnten wir als Christen in dieser Gegend nicht auf der Seite der Hisbollah stehen?“, fragte ein Anwohner, der in einem Dorf lebt, das die Gruppe nachdrücklich unterstützt, trotzig gegenüber der Zeitung:
„Sie schützen unsere Kirchen. Sie haben uns im Kampf gegen den IS geholfen. Während der Corona-Pandemie haben sie uns in ihren Krankenhäusern kostenlos versorgt. Als der Strom ausfiel, haben sie uns Generatoren zur Verfügung gestellt. Zu Weihnachten haben sie sogar einen Weihnachtsbaum aufgestellt. Wie könnten wir jetzt nicht an ihrer Seite stehen?“
Obwohl es praktisch unmöglich ist, die Hisbollah zu entwaffnen, ist dies eine seit langem von den westlichen Mächten gehegte Fantasie, die seit Beginn des zionistischen Völkermords in Gaza immer dringlicher geworden ist. In einem Informationsblatt des britischen Parlaments vom September 2025 wurde großer Optimismus zum Ausdruck gebracht, dass die Wahl des ehemaligen LAF-Kommandanten Joseph Aoun in jenem Jahr das Ende des bewaffneten Flügels der Hisbollah und damit der Organisation insgesamt bedeuten würde. Im selben Monat schlug der US-Sonderbeauftragte für Syrien, Tom Barrack, offen vor, die LAF auszurüsten, „damit sie gegen ihr eigenes Volk kämpfen können“.
Er räumte ein, dass Israels wahnsinnige Aggression gegen die Palästinenser und seine Nachbarn seit dem 7. Oktober 2023 die öffentliche Unterstützung für die Hisbollah erheblich gestärkt habe, während sie der Gruppe „null“ Anreize biete, ihre Waffen freiwillig abzugeben. Aouns Wahl hat die Hisbollah nicht zerschlagen, und die zionistische Entität versucht nun erfolglos, diese Aufgabe zu Ende zu bringen. Während sich Israels katastrophale militärische Verluste täglich häufen, werden immer noch zahlreiche unschuldige libanesische Zivilisten getötet. Die Verantwortungskette für ihren Tod könnte direkt nach London zurückführen, dank Siren Associates.
„Linken NGOs werden wir den Geldhahn zudrehen!“ | Martin Reichardt (MdB | AfD Sachsen-Anhalt)

Beim Programmparteitag der AfD Sachsen-Anhalt in Magdeburg wurde Klartext gesprochen – und vor allem ein Ziel benannt: Schluss mit der Finanzierung linker NGOs!
Die Ansage ist deutlich: Steuergeld soll nicht länger in linksextreme und deutschfeindliche Strukturen fließen!
Ein exklusives DeutschlandKURIER
-Interview mit Martin Reichardt (MdB), dem Landesvorsitzenden der AfD Sachsen-Anhalt.
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