Kategorie: Nachrichten
Cancel Culture jetzt auch in Europa: Lissabon und Genua im Fadenkreuz
Von Emanuele Mastrangelo
Der offenbar ansteckende Wahnsinn der Cancel Culture ist in Europa gelandet und beginnt hier Schaden anzurichten. Bei allem Respekt vor den Leugnern und dem „Es ist alles in Ordnung, Frau Marchioness“, die nur Einzelfälle und nicht eine steigende Flut sehen, ist es nun Portugal, das ins Rampenlicht gerät, mit dem gleichen symptomatischen Muster: ein Vertreter der liberalen Linken, der das Niederreißen von Denkmälern fordert, weil diese „faschistisch“ und „kolonialistisch“ seien und nicht mehr im Einklang mit den Bedürfnissen einer Gesellschaft, die „inklusiv“ sein will.
Die Axt der Cancel Culture soll für den kolossalen Platz des Imperiums und das Denkmal der Entdeckungen (Padrão dos Descobrimentos) herangezogen werden, beides Werke, die während des Regimes des Estado Novo von Salazar in den vierziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts gebaut wurden. Diesen x‑ten Kampf um die Cancel Culture führt der sozialistische Abgeordnete Ascenso Simões an, der diese Stätten als eine „vom Estado Novo fabrizierte Wahl der Privatgeschichte“ definierte und die deshalb „in der heutigen Zeit keine Bedeutung“ hätten. Zunächst aus ästhetischen Gründen (nach Simões‘ persönlichem Geschmack, der zu einem universellen Kriterium erhoben wird) und dann, weil sie in „einer Stadt, die innovativ und offen für alle Gesellschaften und Herkünfte sein will“, aus dem Rahmen fallen würden. Die Schlussfolgerung aus diesem Delirium ist, dass „ein respektables Land“ diese Werke zerstören solle. So wie die Statuen von Salazar und seine Namen von den Brücken und Plätzen Lissabons entfernt wurden, sollte nach Ansicht des sozialistischen Abgeordneten auch das Denkmal der Entdeckungen entfernt oder sogar zerstört werden.
Im Moment scheint Simões sogar innerhalb seiner eigenen Partei isoliert zu sein: Der ehemalige Bürgermeister von Lissabon, João Soares, erklärte, dass „es mich traurig macht, wenn ich sehe, dass die Sozialisten den Padrão dos Descobrimentos abreißen wollen, und zwar weil ich ein eingefleischter Sozialist bin. Die hier kursierende Perfidie und Dummheit ist maßlos“. Doch der Weg der Cancel Culture geht trotz alledem weiter, oder vielleicht sogar dank der Tatsache, dass ihre Befürworter wie isolierte Irre erscheinen, die den Mond anheulen. Sie öffnen Overton Windows, die langsam und unmerklich zur Verwirklichung der Agenda führen, der sie gehorchen. Und so wird das Denkmal, das die Dutzenden von heldenhaften portugiesischen Seefahrern und Entdeckern – darunter Magellan, Da Gama, Diaz und Cabral – ehrt, wahrscheinlich bald mit einer ziemlich vorhersehbaren Strategie angegriffen werden: Es wird mit Studentendemonstrationen und Sit-ins beginnen. Dann einige kleine Akte von Vandalismus. Dann werden sie versuchen, es zu „rekontextualisieren“ oder zu „re-signifizieren“, in dem Versuch, eine Übereinkunft mit denen zu finden, die es gerne dem Erdboden gleichmachen würden, und mit jenen Aktivisten (Krieger der sozialen Gerechtigkeit, „neue Portugiesen“ usw.), die sich durch dieses Denkmal „beleidigt“ fühlen. Das wird die Cancel-Culture-Fanatiker aber keineswegs beruhigen, sondern ihnen nur ein weiteres Argument liefern: „Habt ihr das gesehen? Wenn das Denkmal rekontextualisiert werden muss, dann ist es so, wie wir gesagt haben: Es ist ein faschistisches und kolonialistisches Denkmal“. Es folgte eine neue Welle des Vandalismus, verbunden mit einer permanenten Mobilisierung gegen das Denkmal. Am Ende wird unaufhaltsam der Bulldozer kommen.
Auch in Italien schreitet derweil der ikonoklastische Fanatismus sprunghaft voran. In Anlehnung an die „Heldentaten“ der Sympathisanten von Black Lives Matter in England gehen die Italiener ebenfalls von der „kolonialen Vergangenheit“ aus. Jene Vergangenheit, die – nach Jahrzehnten der kapillaren und gefälschten Propaganda über den italienischen „Wischmopp-Kolonialismus“ – nur wenige bereit sind zu verteidigen. So forderten in Genua das Studentenkollektiv „Edera“ und andere liberale, kulturmarxistische, feministische und einwanderungsfreundliche Vereinigungen, deren Namen es wert sind, aufgeschrieben zu werden (ARCI Genova, Comunità San Benedetto al Porto, La Comune, Non una di meno, Ora in silenzio per la pace, Rete studenti medi, Associazione 3 febbraio, Better Together und Be Woke) die Entfernung der Statue des Reeders und Patrioten Raffaele Rubattino.
Rubattino (1810–1881) war der Mann, der die Schiffe zuerst für das unglückliche Unternehmen von Pisacane und dann für die Expedition der Tausend von Garibaldi zur Verfügung gestellt hatte und der die Bucht von Assab am Roten Meer kaufte, die erste Keimzelle der zukünftigen Kolonie Eritrea. Er war also ein „Kolonialist“. Und selbst wenn er sein „koloniales Unternehmen“ darauf beschränkte, als Frontmann für eine Regierungsaktion zu fungieren und es nicht als persönliche Initiative betrachtete, so reicht das den Demonstranten der Cancel Culture al pesto, um den Abriss seines Denkmals zu fordern. Hier sind wir also bereits in Phase 2. Das Overton-Fenster in Genua ist noch weiter geöffnet. Erwarten Sie in den kommenden Monaten Vandalismus gegen dieses Denkmal. Auf sein mittelfristiges Überleben ist nicht eine Lira zu wetten.
Es sei denn, wir haben den Mut, endlich eine revolutionäre Reaktion zu setzem, die der Cancel Culture endgültig ihre Krallen zieht.
Emanuele Mastrangelo ist seit 2006 Chefredakteur von „Storia in Rete“. Er ist militärhistorischer Kartograph, Autor mehrerer Bücher (u.a. Wikipedia. L’eniclopedia libera e l’egemonia dell’informazione, mit Enrico Petrucci) und hat Herausgeber von Eroi. 22 storie dalla Grande Guerra und Terra benedetta. Storie d’Italia e di italiani.
Dieser Beitrrag erschien zuerst bei CENTRO MACHIAVELLI, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.
60 Jahre Feuernacht: Auspizien des Südtiroler Freiheitskampfs

Von REYNKE DE VOS | Ein Reisebus verlässt Innsbruck. Die Insassen begeben sich auf „Exkursion“ nach Verona. „Pro arte et musica“ heißt ihr Programm, auf das sie Günther Andergassen, Hochschullehrer am Salzburger Mozarteum, mitnimmt. Doch sie sind keine gewöhnlichen Ausflügler, ihre Fahrt am 10. Juni 1961 dient der Tarnung. Auch Herlinde Molling, die an diesem […]
Noch mehr Böhmermann: Jetzt brutzelt der Systemclown auch noch in seiner Giftküche

Der Zwangsbetragszahler wird nun mit einer weiteren Jan-Böhmermann-Show beglückt: Die öffentlich-rechtliche Systemtrompete kocht demnächst mit „prominenten Gästen“. Wer´s braucht: „Böhmi brutzelt“ läuft auf ZDFneo.
Vorerst sechs Ausgaben wird das ZDF unter dem Titel „Böhmi brutzelt“ produzieren lassen und stehen dann ab dem 23. Juli wöchentlich ab 10 Uhr in der ZDF-Mediathek bereit. Damit aber noch nicht genug. Der Zwangsbeitragszahler kann sich ab dem 24. Juli die Folgen dann noch einmal am Samstag ab 19:45 Uhr bei ZDFneo zu Gemüte führen.
In seine neuen Show lädt sich Böhmermann laut DWDL.de einen prominenten Gast aus Popkultur, Wissenschaft oder Journalismus an den Herd, um mit ihnen zu kochen und mutmaßlich systemkonforme Weisheiten zum Besten zu geben. Kleine Auswahl aus dem links-grünen Suppentopf: Als Gäste angekündigt sind die Anti-Rassismus-Moderatorin Aminata Belli, Tänzerin Motsi Mabuse, die hochgehypte Wissenschaftsjournalistin und ZDF-Moderatorin Mai Thi Nguyen-Kim, der Klavier spielende Staatskünstler Igor Levit, der für sein krudes Demokratieverständnis bekannt ist und AfD-Mitglieder als „Menschen, die ihr Menschsein verwirkt“ hätten, bezeichnete.
Ach ja! Böhmermann fungiert in der Show übrigens auch als Produzent. Na dann! Guten Appetit, das nächste Klo ist gleich um die Ecke.(SB)
Transkarpatien (Karpato-Ukraine): zuhause in der Minderheit
Gastbeitrag von einen ungarischen Studenten in der (heutigen) Ukraine
Der im Titel enthaltene Gedanke geht mir oft durch den Kopf: Bin ich in Transkarpatien, in meiner Heimat, eigentlich zuhause?! Zählen meine Rechte genauso viel wie die der zur Mehrheitsnation gehörenden Bürger? – Bisher fühlt es sich nämlich nicht so an.
Über mich muss man wissen, dass ich ein durchschnittlicher junger Ungar aus Transkarpatien bin. Nachdem ich die Schule beendet hatte, stand ich vor der gleichen Entscheidung wie jeder andere Schulabgänger auch – wie und vor allem wo geht es weiter? Das ist für uns eine schwierige Frage. Wir müssen entscheiden, ob wir “zuhause” bleiben wollen oder unser Leben im Ausland fortsetzen. Ich möchte zuhause, in Transkarpatien etwas aus mir machen, hier möchte ich weiterlernen und später eine gut bezahlte Arbeit finden. Da, wo ich mir das erlangte Wissen zunutze machen kann,
wo ich meine Erfahrungen an die nachfolgende Generation weitergeben kann, sie ermutigen kann, auch den schwereren Weg zu wählen – in der Heimat zu bleiben.
Das von unseren Lehrern oft erwähnte “echte Leben” ist nicht so einfach, wie wir es uns beim Verlassen unserer Alma Mater voller Begeisterung, aber verantwortungslos vorstellen. Im Alter von 17 Jahren sollen wir verantwortungsbewusste Entscheidungen über unser Schicksal treffen, in Fragen, bei denen sich später herausstellen kann, dass die Entscheidung falsch war. Ich bin in meiner Heimat geblieben und versuchte, mich als Student des hiesigen Hochschulsystems zu bewähren – aber wie lange und wofür reicht das aus?! In der Ukraine gilt die Wehrpflicht für alle jungen Männer unter 27. Eine Befreiung davon bekommen nur jene, die ein attestiertes gesundheitliches Problem haben oder in Vollzeit studieren oder an einer Berufsausbildung teilnehmen. Für die meisten jungen Leute bedeutet das ein Jahrzehnt voller Sorge. Nicht jeder kann es sich finanziell leisten, zehn Jahre lang zu studieren, um der Wehrpflicht irgendwie zu entgehen. So ist es auch bei mir.
Meine Eltern haben mich allerdings nicht großgezogen,
damit ich an irgendeiner ostukrainischen Front mein Leben für ein Land hergebe, das mich nicht in meiner Muttersprache studieren lässt und mir Sanktionen erteilt, wenn ich mich auf Ungarisch äußere. Kann man sich überhaupt vorstellen, was in einem jungen ungarischen Mann aus Transkarpatien vorgeht, wenn er nach Hause kommt und ein Einberufungsbescheid auf ihn wartet?
Selbst wenn sich mit einem sechsjährigen Bachelor- und Masterstudium Zeit gewinnen lässt – 3–4 Jahre verbringt man dennoch in Beklommenheit und Angst. Das ist der hauptsächliche Grund dafür, dass ein großer Teil der ungarischen Jugend Transkarpatiens in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft ins Ausland emigriert.
In den letzten sieben Jahren hat die wechselnde Regierung der Ukraine versucht, unsere Muttersprache durch ein Sprachgesetz zu unterdrücken, sie hat die nationale Identität unserer Kinder mit einem Bildungsgesetz besiegelt, unsere nationalen Symbole wurden von Barbaren abgerissen, unsere Alltagsruhe wird durch Drohbotschaften gestört.
Doch vergebens: Diese grausamen Taten stärken uns umso mehr, sie spornen uns an, nicht aufzugeben, was seit tausend Jahren uns gehört und was unsere Vorfahren mit ihrem Leben für uns verteidigt haben; sie gaben ihr Blut, damit wir den größten Schatz – unsere Muttersprache und nationale Kultur – bewahren und stolz an die Generation nach uns weitergeben können.
Lieber Leser! Es ist nicht leicht, als Ungar in der heutigen, von Kämpfen geplagten Ukraine zu leben, doch schon immer waren es die Schwierigkeiten, die den Ungarn wie eine Sprungfeder Kraft gaben, sie aufrecht hielten und vorwärts brachten. Unsere Vorfahren fürchteten sich nicht, dabei hatte man auch sie zu unterjochen versucht. Ich als junger Transkarpatier sehe und erlebe die Schwierigkeiten und Probleme, mit denen wir schon seit langem zu kämpfen haben. Doch Angst und Unterwürfigkeit sind mit dem Charakter der Ungarn nicht vereinbar. Wir sind es unserer ruhmreichen Vergangenheit schuldig, alles zu tun, was in diesem Chaos getan werden kann und muss: für unser Ungarntum einzustehen.
Wir wurden hier geboren, dies ist unsere Heimat, von hier kann uns niemand vertreiben oder uns assimilieren, denn wir sind hier zuhause. Hier in Transkarpatien. Ungar zu sein
und auch als Minderheit zu bestehen ist kein alltägliches Gefühl, sondern ein wahres Wunder, und wir sind es unseren Vorfahren und Nachkommen schuldig.
“Das Ungarntum ist kein Hutschmuck, sondern wird von den Ungarn in der Tiefe ihres Herzens getragen, wie die Auster ihre Perle trägt. Das Gefühl unseres Ungarntums brennt tief in uns, sodass wir fast schon selbst nichts davon wissen, wie Vulkane, die kalte Steinberge sind, bis sie einmal zu grollen beginnen.” (Géza Gárdonyi)
Géza Gárdonyis tief schürfende Gedanken bestärken mich darin, dass wir, egal wo auf der Welt wir leben, unsere Muttersprache und Kultur nicht aufgeben dürfen, denn das ist es, was uns auch in der Diaspora und in den Gebieten außerhalb der Landesgrenzen zu einer starken Nation macht.
Wodurch bleibt ein Mensch ein echter Ungar, wenn man von allen Seiten versucht, seine Rechte zu mindern, ihm seine alten Schätze zu entreißen, sich in seinen Alltag einzumischen?! Durch das Erbe seiner Vorfahren. Die nachfolgende Generation wird später von uns Rechenschaft darüber fordern, was wir getan haben, um diesen erkämpften und über Jahrhunderte hinweg bewahrten Schatz weiter zu vererben.
Die Burg von Huszt · Bildquelle: Sumida Magazin
Wir werden stolz sagen können: wir haben unsere Schulen, unsere Kirchen, unsere Muttersprache und unseren Glauben erhalten.
Das ist natürlich nur möglich und nur dann können wir dies mit Stolz verkünden, wenn wir uns nicht der Willkür einiger Politiker unterwerfen, denn Zeiten ändern sich und werden schließlich uns Recht geben. Wir werden später unseren Kindern und Enkeln in die Augen sehen müssen, und das werden wir nur dann ohne Scham tun können, wenn auch sie in der Schule in ihrer Muttersprache lernen können, wenn sie in der Kirche Predigten in ihrer Muttersprache hören können.
Es hängt von uns ab – von unserer Ausdauer und unserem Rückgrat – ob es so sein wird.
Der Autor ist Student, der seinen Namen wegen der politischen Lage in der Ukrainen nicht öffentlich bekanntgeben möchte.
Dieser Beitrag erschien zuerst in deutscher Übersetzung von Sophia Matteikat bei UNGARNREAL, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.
»Die Adrenochrom-Verschwörung!«: Fake News und Fakten (1)
Dr. Curio deckt Kuckuckseier im neuen Staatsbürgerschaftsgesetz auf – Anhörung im Innenausschuß
Heimlich, still und leise soll die Erlangung der deutschen Staatsbürgerschaft weiter vereinfacht werden. Damit dies am besten ohne Debatte über die Bühne geht, wurden die Erleichterungen ganz nebenbei in ein Gesetz eingebettet, welches an sich dafür diente, den Nachkommen von NS-Verfolgten eine Wiedergutmachung zuteilwerden zu lassen. Der Gesetzesschreiber hatte sich wohl erhofft, daß bei diesem diffizilen Thema – der Aufarbeitung des NS-Unrechts – nicht so genau hingeschaut würde, was en passant auch noch mitbeschlossen werden soll. So wird etwas das Sprachniveau, welches Einbürgerungswillige vorweisen müssen, niedriger oder die Fristen zur Einbürgerung bei ‚zivilgesellschaftlichem Engangement‘ herabgesetzt. Dazu befragte Dr. Curio den Sachverständigen in der Anhörung im Innenausschuß am 07.06.2021.
(Quelle)
Jenseits von Eden
Die Menschlichkeit verschwindet in atemberaubendem Tempo. Es gibt keine Mitmenschen mehr, sondern nur „die Guten“ und „die Bösen“ – und Böse ist mittlerweile jede Form der Kritik. Kritiker vertreten eine Irrlehre. Existenzvernichtung liegt nahe oder erfolgt teilweise bereits. Von Annette Heinisch
Der Beitrag Jenseits von Eden erschien zuerst auf reitschuster.de.
Eckart von Hirschhausen: Lustiger TV-Doktor als Impfexperte und Wissenschaftsjournalist
Es gibt fast nichts, was der studierte Mediziner und Wissenschaftsjournalist Eckart von Hirschhausen nicht ist. Nun ist er Aushängeschild für eine Initiative, die sich für einen evidenzbasierten Journalismus über Wissenschaft stark macht. Eine kritische Würdigung von Christian Euler
Der Beitrag Eckart von Hirschhausen: Lustiger TV-Doktor als Impfexperte und Wissenschaftsjournalist erschien zuerst auf reitschuster.de.
mRNA-«Impfstoffe» könnten das Immunsystem nachhaltig reprogrammieren
Bisher war kaum etwas über die Langzeitwirkungen der mRNA-«Impfstoffe» bekannt. Doch nun zeigen mehrere Forscher deutscher und niederländischer Universitäten in einer Studie erstmals auf, was die mRNA-Injektionen längerfristig bewirken könnten. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die mRNA-«Impfstoffe» von Pfizer/BioNTech das Immunsystem nachhaltig reprogrammieren könnten.
Wie diese Reprogrammierung konkret aussieht, erklärte der österreichische Biologe Clemens Arvay in einem Video. Die Forscher hätten herausgefunden, dass nach der Pfizer/BioNTech-«Impfung» sich die Reaktion unseres Immunsystems auf sogenannte «Toll-like-Rezeptoren» (TLR) verändere. Dazu gelte es zu wissen: TLR spielten im angeborenen Immunsystem der Menschen eine zentrale Rolle, also der Immunität, die Menschen von Natur aus haben.
«TLR reagieren auf Strukturen von Krankheitserregern. Sie erkennen die Strukturen von Krankheitserregern», sagt Arvay (ab Minute 4:40). Doch genau diese würden mit der «Impfung» nun geschwächt. Dazu Arvay:
«Die Immunreaktion auf diese Rezeptoren zeigte sich nach dem Impfstoff reduziert. Und zwar auf bestimmte dieser Rezeptoren. Nämlich solche, die auf virale sowie auch auf bakterielle Erreger ansprechen.»
Und Arvay weiter:
«Man kann also sagen: Einerseits reduziert dieser Impfstoff die angeborene Immunreaktion auf virale und bakterielle Erreger. Aber auf der anderen Seite – und das ist auch sehr interessant – wird die Zytokinreaktion verstärkt bei pilzlichen Erregern. Also wenn der Erreger ein Pilz ist, dann kommt es zu einer erhöhten Zytokinreaktion.»
Dazu muss man wissen: Zytokine steuern und regulieren Entzündungsreaktionen. Arvay zitiert die Autoren der Studie abschliessend: «Die mRNA-Impfung von BioNTech verursacht eine komplexe Umprogrammierung/Reprogrammierung der angeborenen Immunantwort. Das sollte in der Entwicklung und Anwendung dieser neuen Klasse von Impfstoffen bedacht werden.»
Empfehlungen, denen sich auch der Biologe anschliesst. Arvay vertritt die Ansicht, dass insbesondere für die Nicht-Risikogruppen die mRNA-Injektionen ausgesetzt werden sollten, solange die offenen Fragen nicht geklärt sind. Kein Verständnis zeigt der Biologe für die Kinder-Impfkampagne. «Denn deren Immunsystem ist ja noch in Entwicklung und wir wissen ja überhaupt nicht, was eine solche Reprogrammierung/Umprogrammierung des angeborenen Immunsystems lebenslang für die Kinder bedeuten könnte, wenn das Immunsystem noch in Entwicklung ist.»
Die Studie gebe einen Hinweis auf mögliche hochkomplexe immunbiologische Langzweitwirkungen, über die nach wie vor vieles unklar sei. Denn: «Wir wissen auch nicht, ob es nachhaltige, anhaltende Effekte sind, oder ob sie wieder vorübergehen», sagt Arvay. Vor diesem Hintergrund – und auch weil man inzwischen von den Thrombosen wisse – fordert Arvay, dass diese offenen Fragen zuerst geklärt werden sollten, bevor weiter Milliarden von Menschen geimpft werden.
Der Biologe machte zwar darauf aufmerksam, dass es sich bei der Studie um eine Vorveröffentlichung handle. Er zeigte sich jedoch überrascht, dass seitens der grossen Medien bisher nicht über die Studie berichtetet wurde. Dazu Arvay: «Medien greifen diese Vorveröffentlichungen gerne auf, wenn sie positiv klingen für die Impfstoffe. Aber offensichtlich nicht so gern, wenn sie negativ klingen.»
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Zu Beginn dieses Jahres veröffentlichte Clemens Arvay sein Buch «Rettung oder Risiko?», das zu Skepsis und Vorsicht gegenüber den Verheissungen der Biotech-Avantgarde mahnt (Corona-Transition berichtete).
EU gibt grünes Licht für Covid-Pass
Das Plenum des Europäischen Parlaments hat endgültig grünes Licht für das digitale Covid-Zertifikat der EU gegeben, das nun auf die Zustimmung des Rates der Europäischen Union wartet, bevor es am 1. Juli für einen Zeitraum von zwölf Monaten in Kraft tritt.
Das Votum sei von der Europäischen Kommission enthusiastisch begrüsst worden, schrieb das Nachrichtenportal LifeSiteNews am 9. Juni. Ein entsprechender Tweet der Kommission wurde in den Artikel eingefügt:
«Wir begrüssen die Abstimmung [des Europäischen Parlaments] über die Annahme des digitalen Covid-Zertifikats der EU! Dies ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung bis zum 1. Juli, um die Freizügigkeit in der EU so sicher wie möglich wiederherzustellen. Es wird auch den Bürgern Klarheit geben, um ihre Reisen zu planen.»
Das neue Covid-Zertifikat werde als «Pass der Freiheit verkleidet» liess LifeSiteNews wissen. Es werde in allen Mitgliedsstaaten nationale Versionen haben und müsse in den anderen EU-Mitgliedsstaaten als gültig anerkannt werden. Mit dem neuen digitalen Dokument sollen alle mit Covid-19 verbundenen Beschränkungen, wie Einreiseverbote, Quarantäneverpflichtungen und Tests, für diejenigen, die den Pass nutzen, hinfällig werden.
Unerfüllter Kinderwunsch? Künstliche Befruchtung lässt sich jetzt versichern
Übersetzung und Zusammenfassung eines Artikels von bonpourlatete.com.
Eine zunehmende Zahl von Paaren ist unfruchtbar und sehnt sich nach einem Kind. Auch viele alleinstehende Frauen wünschen sich irgendwann eine Mutterschaft.
Sanitas nutzt dieses Bedürfnis, um ein ein gut verpacktes Ergänzungsprodukt auf den Markt zu bringen: die neue Zusatzversicherung «Kinderwunsch». Kommerziell clever, aber ethisch bedenklich: Auf heimtückische Weise werden Frauen ermutigt, die Illusion einer verlängerten Fruchtbarkeit aufrechtzuerhalten.
Auf Facebook wird wie folgt geworben: Für diejenigen, die morgen ein Kind wollen … Sie wollen eine Familie, aber noch nicht heute … Sie haben noch nicht den passenden Partner … Ihre Zeit ist noch nicht reif …
Was ist also zu tun? Wie löst man das grausame Dilemma des «richtigen Zeitpunkts», das Tausende, weltweit gar Millionen von Frauen in Angst und Schrecken versetzt? Ganz einfach: mit der neuen Zusatzversicherung «Kinderwunsch» kann die moderne Frau ihren Familienwunsch absichern. Ist das nicht grossartig?
Aus der Angst Kapital schlagen
Man muss das kommerzielle Gespür der Produktdesigner loben. Das Durchschnittsalter der Frauen bei der Geburt des ersten Kindes steigt stetig an (in der Schweiz derzeit 32 Jahre), während sich bei den Männern gleichzeitig die Spermienqualität verschlechtert. Mit anderen Worten: Paare, die sich ein Kind wünschen, stellen einen kolossalen Zukunftsmarkt dar. Aber es musste ein Weg gefunden werden, wie aus diesen Ängsten Kapital geschlagen werden kann.
Mission erfüllt: Die verbale Verpackung der Kinderwunschversicherung ist clever. Konkret bezahlt diese Police jedoch nur 75% der Kosten von maximal drei Versuchen der künstlichen Befruchtung. Aber in der Werbung wird den Frauen weisgemacht, dass sie sich bis zum 44. Lebensjahr sozusagen jederzeit den Kinderwunsch mittels moderner Technik erfüllen können.
Subtext der Werbung: Ihre Dreissiger schreiten in vollem Galopp voran? Haben Sie Angst, den richtigen Zeitpunkt zu verpassen? Möchten Sie Ihre biologische Uhr austricksen? Bloss keine Sorgen, die Reproduktionsmedizin ist für Sie da!
Auf der Website der Versicherung ist das Versprechen jedoch realistischer formuliert: Angeboten wird, die Erfolgschancen zu erhöhen, schwanger zu werden.
Doch es gibt eine Realität in der Reproduktionsmedizin, welche die Betroffenen gerne überspielen. Grob gesagt: für die zugestandenen 3 Versuche besteht im Alter von 25 Jahren eine 66% Möglichkeit der Schwangerschaft, mit 35 Jahren noch 33%, und im Alter von 40 Jahren noch 10%. Die Sanitas versichert Frauen bis zum Alter von 44 Jahren, natürlich mit entsprechend gestaffelten Prämien. Aber in der Produktbeschreibung wird die geringe Erfolgswahrscheinlichkeit für Personen über 35 Jahre nicht erwähnt.
Auch das zweite deprimierende Detail wird nicht angesprochen: Die angegebenen Erfolgsraten beziehen sich auf Schwangerschaften, nicht auf Geburten. Und das Risiko wird mit den Jahren immer größer: Im Alter von 20 Jahren liegt das Risiko einer Fehlgeburt bei 10 %. Ab 40 sind es 80 %. Das bedeutet, dass Frauen in diesem Alter nicht nur die maximale Prämie zahlen, sondern mit den maximal drei gestatteten Versuchen faktisch chancenlos sind, sich den Kinderwunsch zu erfüllen.
Die biologische Realität lässt sich nicht auf magische Weise aushebeln. Alles im Kalender unseres Lebens neigt dazu, sich zu verlängern: die Teenagerjahre, die Dauer der Ausbildung, die körperliche Fitness, das Sexualleben. Alles, bis auf eine Sache: die biologische Uhr der Frau. Im dritten Jahrtausend ist ihr Fortpflanzungskalender völlig aus dem Gleichgewicht geraten. Das Fruchtbarkeitsmaximum liegt bei 25 Jahren. Und dann beginnt der Niedergang, der sich ab dem Alter von 30 Jahren beschleunigt …
Die Illusion der unbegrenzten Fruchtbarkeit
Diese Diskrepanz zwischen der Biologie und der Evolution der Moral ist schmerzhaft und erzeugt existenzielle Tragödien. Manchmal schafft es die Medizin, sie zu korrigieren, aber sie ist weit davon entfernt, allmächtig zu sein. Ist es ethisch vertretbar, die Illusion unbegrenzter Fruchtbarkeit aufrecht zu erhalten? Wäre es nicht dringend notwendig, junge Menschen besser über die harte Realität der biologischen Uhr zu informieren?
Diese Wahrheit ist für viele Frauen so abstossend, dass sie gar nicht daran interessiert sind, sie zu hören. Vor ein paar Jahren startete ein italienischer Gesundheitsminister eine Informationskampagne zu diesem Thema. Er musste erkennen, wie schmerzhaft es für seine Landsfrauen war. Sie empfanden diese Kampagne als unerträglichen Eingriff in ihre Privatsphäre.
Die Diskrepanz zwischen der Biologie und der Evolution der Moral ist ein gesellschaftliches Drama, das uns ohnmächtig werden lässt. Es ist an der Zeit, das Thema als das zu thematisieren, was es ist: ein epochales Übel, nicht ein individuelles und medizinisches Problem. Ein wenig Zurückhaltung könnten wir auch von denen erwarten, die davon profitieren.
Dieser Text wurde uns von «bonpourlatete.com» zur Verfügung gestellt, dem führenden alternativen Medium der französischsprachigen Schweiz. Von Journalisten für wache Menschen.
Pfizer kündigt «Impfstoff»-Studien für Kleinkinder ab sechs Monaten an
Big Pharma macht Druck, um demnächst auch Kleinkinder «impfen» zu können. Wie das Nachrichtenportal Children’s Health Defense informierte, kündigte Pfizer am vergangenen Dienstag an, dass die klinischen Studien am Covid-19-«Impfstoff» an Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren in die Endphase gehen und man im frühen Herbst die Notfallzulassung (Emergency Use Authorization, EUA) beantragen werde.
Der «Impfstoff» von Pfizer wird bereits an Kinder ab zwölf Jahren verabreicht, die die gleiche 30-Mikrogramm-Dosis wie Erwachsene erhalten, für jüngere Kinder ist eine niedrigere Dosis geplant.
Der Pharmakonzern Moderna erwartet, dass sein «Impfstoff» für Kinder ab fünf Jahren schon im Frühherbst verfügbar sein wird. CEO Stéphane Bancel habe am Montag gegenüber CBS Boston mitgeteilt, er gehe davon aus, dass die Daten irgendwann im September verfügbar sein werden.
Schon Anfang des Monats hat Moderna bei der US Food and Drug Administration (FDA) die volle Zulassung des Covid-«Impfstoffs» für Erwachsene ab 18 Jahren beantragt, der jetzt im Rahmen einer Notfallzulassung verabreicht wird. Das Unternehmen werde zudem eine «erweiterte Notfallzulassung» für den «Impfstoff» für Kinder ab zwölf Jahren beantragen.
Pfizer geht sogar noch weiter: Der Konzern plant laut Children’s Health Defense Studien an Kindern ab sechs Monaten. An der Studie an Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren würden bis zu 4.500 Kinder an mehr als 90 klinischen Standorten in den USA, Finnland, Polen und Spanien teilnehmen, liess das Unternehmen wissen.
Basierend auf den Sicherheits-, Wirksamkeits- und Verträglichkeitsdaten der 144 Kinder, die an der Phase-1-Studie von Pfizer teilgenommen haben, will das Unternehmen in den Phase-2/3-Studien zehn Mikrogramm jeder Dosis für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren und drei Mikrogramm jeder Dosis für Kinder im Alter von fünf Jahren und jünger verwenden.
In den kommenden Wochen sollen Studien der späten Phase für Zwei- bis Vierjährige sowie für Kinder im Alter von sechs Monaten beginnen.
«Wir gehen bewusst und vorsichtig vor, um die Sicherheit und die Verträglichkeit des Impfstoffs bei jüngeren Kindern zu verstehen», erklärte Dr. Bill Gruber, Senior Vice President für klinische Forschung und Entwicklung bei Pfizer, in einer Stellungnahme.


