Kategorie: Spezial
Vergewaltigungsbanden in Großbritannien: Der Bericht wurde gerade veröffentlicht und erschüttert die Nation.
Ein unabhängiger Untersuchungsbericht behauptet, dass über 250.000 Mädchen Opfer organisierter sexueller Gewalt wurden – und der Staat jahrzehntelang wegsah. Kritiker werfen dem Bericht politische Instrumentalisierung vor.
London – Es sind Geschichten, die unter die Haut gehen: Ein elfjähriges Mädchen wird von Taxifahrern mit Alkohol und Drogen gefüttert, dann von Gruppen erwachsener Männer vergewaltigt. Eine 13-Jährige wird mit mehreren Geschlechtskrankheiten diagnostiziert – die Klinik schweigt, die Polizei tut nichts. Ein Mädchen wird vor den Augen seiner Mutter in ein Auto gezerrt und tagelang gefoltert.
Diese und Dutzende weitere erschütternde Zeugnisse hat die sogenannte „Rape Gang Inquiry“ gesammelt – eine unabhängige Untersuchung unter der Leitung des Abgeordneten Rupert Lowe (Reform UK). Ihr Fazit: Großbritannien erlebte über Jahrzehnte hinweg einen der größten Kinderschutzskandale seiner Geschichte – und die Behörden versagten auf ganzer Linie.
The Rape Gang Inquiry Report.https://t.co/EuKgGWBRhS pic.twitter.com/SD5G9HPVtV
— Rupert Lowe MP (@RupertLowe10) June 16, 2026
Die Anklage: Systematisches Versagen über Generationen
Der am Mittwoch veröffentlichte Abschlussbericht zeichnet ein düsteres Bild: Seit den 1950er Jahren, so die Untersuchung, hätten organisierte Banden überwiegend pakistanisch-stämmiger Muslime gezielt junge weiße Mädchen aus armen Verhältnissen missbraucht. Mindestens 250.000 Opfer – eine Zahl, die der Bericht als „konservative Schätzung“ bezeichnet.
Die Methodik der Täter folgte einem erschreckend einheitlichen Muster:
- Anwerbung durch Geschenke, Alkohol und Drogen
- Emotionale Manipulation und Isolation von Familie und Freunden
- Wiederholte Gruppenvergewaltigungen in Häusern, Hotels und Taxis
- Aufnahmen zur Erpressung und Weitergabe der Opfer an andere Täter
Besonders perfide: Die Täter nutzten Schwangerschaften als Kontrollinstrument. Mädchen wurden gezwungen, ihre Kinder auszutragen oder mussten sich illegalen Abtreibungen unterziehen – oft unter lebensgefährlichen Bedingungen.
„Alle Institutionen versagten“
Der Bericht macht vor allem eines deutlich: Die Täter konnten jahrzehntelang unbehelligt agieren, weil Polizei, Sozialdienste, Gesundheitswesen, Schulen und Kommunen wegsahen oder aktiv vertuschten.
Die Polizei ignorierte wiederholte Anzeigen, kriminalisierte die Opfer statt die Täter und vernichtete Beweise. Mädchen, die nach tagelangen Misshandlungen in Krankenhäusern behandelt wurden, wurden noch am selben Abend zu ihren Peinigern zurückgeschickt.
Sozialarbeiter untergruben die Autorität schützender Eltern und platzierten Kinder in Heimen, die sich als Drehkreuze für Menschenhandel entpuppten. Whistleblower, die auf Missstände hinwiesen, wurden suspendiert, diffamiert und in den Ruin getrieben.
Der Gesundheitsdienst NHS diagnostizierte bei 13-Jährigen mehrfach Geschlechtskrankheiten, registrierte Schwangerschaften nach Vergewaltigungen und dokumentierte Selbstmordversuche – doch Schutzmaßnahmen blieben aus.
Schulen sahen, wie erwachsene Männer Mädchen von den Schultoren abholten, und verwiesen die Opfer vom Unterricht, statt sie zu schützen.
Die politische Dimension: Wer wusste was?
Besonders brisant ist der Vorwurf, dass die Politik den Skandal bewusst verschleiert habe. Die Labour Party, die in den betroffenen Städten wie Rotherham, Rochdale und Oldham jahrzehntelang die Macht innehatte, wird im Bericht scharf kritisiert:
„Labour-Abgeordnete und -Räte wussten seit den frühen 2000er Jahren Bescheid“, heißt es in dem Dokument. „Sie taten nichts – aus Angst, als rassistisch zu gelten und Stimmen in muslimischen Gemeinden zu verlieren.“
Selbst nachdem der Jay-Report 2014 in Rotherham 1.400 Missbrauchsfälle dokumentierte, habe die Regierung unter Keir Starmer eine nationale Untersuchung blockiert. Erst nach massivem öffentlichen Druck sei im Juni 2025 eine Untersuchung eingesetzt worden – deren Befugnisse der Bericht jedoch als „völlig unzureichend“ kritisiert.
Die Konservative Partei, die von 2010 bis 2024 die Regierung stellte, wird für ihre Untätigkeit ebenfalls gerügt. Der frühere Minister Rory Stewart habe das Problem öffentlich als „auf den Norden Englands begrenzt“ verharmlost.
Der Islam: Religion oder Rechtfertigung?
Der umstrittenste Teil des Berichts betrifft die Rolle des Islam. Die Autoren argumentieren, dass bestimmte theologische Lehren eine Rechtfertigung für die Taten lieferten:
- Die Vorstellung der „muslimischen Überlegenheit“ (Sure 3:110)
- Das Prinzip der „Loyalität gegenüber Muslimen und Verleugnung von Nicht-Muslimen“
- Die Unterordnung der Frau unter den Mann (Sure 4:34)
- Das Fehlen eines festen Heiratsalters im islamischen Recht
Kritiker werfen dem Bericht vor, hier eine pauschale Verbindung zwischen Religion und Kriminalität herzustellen, ohne die Vielfalt muslimischer Gemeinschaften zu berücksichtigen. Tatsächlich sind in Großbritannien auch hunderte Fälle von Missbrauch durch nicht-muslimische Täter dokumentiert – darunter durch Lehrer, Geistliche und Pfadfinderführer.
Der Imam Taj Hargey, der im Bericht zitiert wird, schätzt den muslimischen Anteil der Täter auf 95 %. Diese Zahl basiert jedoch auf einer Analyse von 264 Verurteilungen aus den Jahren 2005 bis 2017 – eine Stichprobe, die von Wissenschaftlern als nicht repräsentativ kritisiert wird.
Was jetzt? Die Forderungen des Berichts
Die Untersuchung fordert weitreichende Reformen:
- Lebenslange Haft für Bandenführer, Mindeststrafen von 25 Jahren für Teilnehmer
- Sofortige Abschiebung aller ausländischen Täter, Aberkennung der Staatsbürgerschaft bei Doppelstaatlern
- Visastopp für Länder mit überproportionaler Täterbeteiligung (insbesondere Pakistan)
- Verbot von Scharia-Ehen und verpflichtende Erfassung der Religion von Tätern und Opfern
- „Sammy’s Law“: Streichung von Vorstrafen für minderjährige Opfer, die unter Zwang Straftaten begangen haben
- Entzug der Elternrechte für verurteilte Vergewaltiger
Besonders weit geht die Forderung, im Rahmen eines Referendums über die Wiedereinführung der Todesstrafe für besonders schwere Fälle abzustimmen.
Reaktionen: Empörung und Skepsis
Die Veröffentlichung des Berichts hat in Großbritannien für heftige Debatten gesorgt.
Sammy Woodhouse, die den Bericht als Überlebende mitverfasste, sagte: „Ich habe mein Leben lang geschwiegen. Jetzt spreche ich für diejenigen, die keine Stimme mehr haben. Die Wahrheit muss ans Licht.“
Kritiker aus Politik und Wissenschaft warnen jedoch vor vorschnellen Schlüssen. Der Soziologe Dr. Michael Kimmel von der Universität London sagte: „Dass es einen Skandal gab, ist unbestreitbar. Aber der Bericht vermischt berechtigte Kritik am Staat mit einer pauschalen Verurteilung des Islam. Das ist nicht nur unfair, sondern auch kontraproduktiv für den Kinderschutz.“
Auch die Labour-Partei wies die Vorwürfe zurück. Eine Sprecherin erklärte: „Wir haben 2025 eine umfassende Untersuchung eingesetzt. Die Behauptung, wir hätten den Skandal vertuscht, ist unhaltbar.“
Ein Skandal mit offenen Fragen
Der Bericht der „Rape Gang Inquiry“ ist zweifellos ein wichtiges Dokument. Er bringt jahrelanges Leid ans Licht und belegt ein institutionelles Versagen, das seinesgleichen sucht.
Dennoch bleiben Fragen offen:
- Wie valide ist die Zahl von 250.000 Opfern?
- Warum werden nicht-muslimische Täter und Missbrauchskontexte systematisch ausgeblendet?
- Dient der Bericht dem Kinderschutz – oder einer politischen Agenda gegen Einwanderung und Islam?
Sicher ist: Der Skandal um die Vergewaltigungsbanden wird Großbritannien noch lange beschäftigen. Die wahre Herausforderung wird darin bestehen, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen – ohne dabei in neue Vorurteile zu verfallen.
Hintergrund: Die „Rape Gang Inquiry“ ist keine staatliche, sondern eine unabhängige Untersuchung, die durch Spenden von über 20.000 Bürgern finanziert wurde. Sie verfügt über keine rechtlichen Befugnisse, sondern versteht sich als „Plattform für die Wahrheit“. Der Bericht soll nun dem Parlament vorgelegt werden und könnte zu zivil- und strafrechtlichen Verfahren führen.
Der komplette Bericht von Deepl übersetzt:
Warum sich die mächtige Tech-Welt im August hinter verschlossenen Türen trifft
Während Regierungen Transparenz predigen und Bürgern erklären, sie müssten Desinformation bekämpfen, ihre Emissionen reduzieren und dem Gemeinwohl dienen, treffen sich einige der mächtigsten Menschen der Welt fernab der Öffentlichkeit zu exklusiven Gesprächsrunden hinter verschlossenen Türen.
Die Teilnehmerliste liest sich wie ein Who’s who der politischen, finanziellen und technologischen Elite: Peter Thiel, Elon Musk, Tulsi Gabbard, Jared Kushner, Reid Hoffman, Jonathan Greenblatt, Larry Summers, Cory Booker und Sam Harris sollen zu den Gästen einer geheimen, nur auf Einladung zugänglichen Veranstaltung namens „Dialog“ gehören. Die diesjährige Zusammenkunft ist Berichten zufolge für den 12. bis 16. August in der Nähe von Dublin geplant.
Erst durch ein Datenleck wurde bekannt, worüber dort gesprochen werden soll. Die Themen wirken wie aus einem dystopischen Roman: „Navigating WWIII“ – die Navigation durch einen Dritten Weltkrieg. „Battlefield Technologies“ – Technologien des Schlachtfelds. Und besonders bemerkenswert: „Build-a-Cult“ – der Aufbau eines eigenen Kults.
Natürlich kann man argumentieren, dass mächtige Menschen das Recht haben, sich privat auszutauschen. Unternehmer, Politiker und Investoren treffen sich seit jeher auf exklusiven Konferenzen. Doch die Frage lautet: Warum geschieht dies im Verborgenen? Und warum gerade mit Personen, die gleichzeitig erheblichen Einfluss auf Meinungsbildung, Technologie, Militär, Finanzmärkte und Regierungsentscheidungen ausüben?
Peter Thiel ist dabei keine gewöhnliche Figur. Der Mitgründer von PayPal und Palantir hat über Jahre hinweg Netzwerke aufgebaut, die tief in den Sicherheitsapparat westlicher Staaten hineinreichen. Palantir liefert Datenanalyseplattformen für Militär, Geheimdienste und Polizeibehörden. Elon Musk kontrolliert mit X, Starlink und SpaceX zentrale Kommunikations- und Infrastrukturkanäle. Jared Kushner war Berater im Weißen Haus und verwaltet heute milliardenschwere Fonds. Larry Summers prägte die amerikanische Wirtschaftspolitik. Tulsi Gabbard bewegt sich zwischen Geheimdienstkritik und Regierungsnähe.
Wenn solche Akteure über Kriegsszenarien, Überleben und gesellschaftliche Dynamiken diskutieren, dann geht es längst nicht mehr um harmlose Gedankenspiele unter Freunden.
Besonders irritierend ist die Diskrepanz zwischen öffentlicher Botschaft und privatem Handeln. Während der Bevölkerung vermittelt wird, die bestehenden Institutionen seien stabil und Krisen beherrschbar, beschäftigen sich dieselben Eliten offenbar intensiv mit Szenarien des Zusammenbruchs. Sie diskutieren nicht darüber, wie Gesellschaften widerstandsfähiger werden können, sondern wie man einen globalen Konflikt navigiert, welche Technologien auf zukünftigen Schlachtfeldern dominieren und wie sich soziale Loyalität organisieren lässt.
Man muss daraus keine Verschwörung konstruieren. Aber man sollte Fragen stellen.
Warum erfahren die Bürger erst durch Leaks von solchen Treffen? Weshalb wird Transparenz von unten eingefordert, während sich die einflussreichsten Netzwerke jeder öffentlichen Kontrolle entziehen? Und warum scheint die Vorbereitung auf Krisen zunehmend zu einem Privileg der Eliten zu werden, während der Durchschnittsbürger lediglich aufgefordert wird, Vertrauen zu haben?
Das eigentliche Problem ist nicht, dass mächtige Menschen miteinander reden. Das Problem entsteht, wenn die Menschen, die unsere Kommunikationsplattformen kontrollieren, die Kriege technologisch ermöglichen, Regierungen beraten und Kapitalströme lenken, ihre Zukunftspläne hinter verschlossenen Türen entwickeln – ohne demokratische Kontrolle, ohne öffentliche Rechenschaft und ohne ernsthafte Debatte.
Die Geschichte zeigt, dass Macht selten freiwillig transparent wird. Oft braucht es Leaks, Whistleblower und investigative Journalisten, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.
Die Enthüllungen über die „Dialog“-Gesellschaft erinnern daran, dass die wichtigsten Entscheidungen unserer Zeit möglicherweise nicht in Parlamenten oder vor Fernsehkameras vorbereitet werden – sondern in exklusiven Rückzugsorten, zu denen die Öffentlichkeit keinen Zutritt hat.
Und vielleicht ist genau das die beunruhigendste Erkenntnis von allen.
Washington entscheidet, wer die mächtigsten KI-Systeme nutzen darf – und wie sich das auf unser aller Leben auswirken wird
Die neue digitale Mauer: Wer keine „vertrauenswürdige Nation“ ist, bleibt draußen
Die Debatte über künstliche Intelligenz hat eine neue Phase erreicht. Es geht nicht mehr darum, ob KI reguliert werden soll. Es geht darum, wer Zugang zu ihr bekommt – und wer nicht.
Wie die Financial Times berichtet, diskutieren die USA gemeinsam mit europäischen Partnern ein System, bei dem nur ausgewählte „vertrauenswürdige Staaten“ Zugang zu den leistungsfähigsten KI-Modellen erhalten sollen. Was technokratisch und vernünftig klingt, könnte sich als einer der folgenreichsten Schritte der digitalen Ära erweisen.
Denn hinter dem Begriff „Trusted Partner“ verbirgt sich eine unbequeme Realität:
Die mächtigste Technologie des 21. Jahrhunderts soll künftig nicht allen offenstehen, sondern geopolitisch kontrolliert werden.
Die Geburt einer KI-NATO
Die Vereinigten Staaten behandeln moderne KI-Systeme zunehmend wie strategische Waffen oder Hochtechnologie-Chips. Wer als Verbündeter gilt, erhält Zugang. Wer nicht dazugehört, bleibt außen vor.
Das bedeutet:
- Die USA entscheiden, welche Länder die leistungsfähigsten KI-Modelle nutzen dürfen.
- Europa bemüht sich, in diesem exklusiven Club zu bleiben.
- Staaten außerhalb dieses Kreises werden auf schwächere Systeme angewiesen sein.
- Der freie Zugang zu Wissen wird durch politische Loyalität ersetzt.
Aus dem offenen Internet entsteht eine digitale Blockordnung.
Was bedeutet das für normale Bürger?
Viele werden sagen: „Was interessiert mich das? Ich nutze doch nur ChatGPT.“ Doch genau das könnte sich ändern.
1. KI wird zum Luxusgut
Heute haben Millionen Menschen Zugang zu leistungsfähigen Sprachmodellen. Morgen könnte es heißen:
Dieses Modell ist in Ihrer Region nicht verfügbar. Die besten Systeme könnten nur noch in bestimmten Ländern zugänglich sein – oder nur für bestimmte Unternehmen und Institutionen.
2. Digitale Ungleichheit wächst
Wer Zugang zur besten KI hat, wird:
- schneller lernen,
- effizienter arbeiten,
- bessere medizinische Diagnosen erhalten,
- innovativere Unternehmen aufbauen,
- wirtschaftliche Vorteile erzielen.
Wer ausgeschlossen wird, verliert Wettbewerbsfähigkeit. Es entsteht eine neue Form sozialer Ungleichheit: Nicht mehr nur Geld entscheidet über Chancen – sondern der digitale Pass.
3. Wissen wird geopolitisch kontrolliert
Bisher galt Wissen als universell. Doch wenn die leistungsfähigsten Modelle exportkontrolliert werden, entscheidet nicht mehr der Nutzer, was er lernen oder entwickeln kann, sondern politische Behörden.
Die Frage lautet dann nicht: „Was möchtest du wissen?“
Sondern:
„Darfst du überhaupt darauf zugreifen?“
Die Macht der unsichtbaren Schranke
Besonders brisant ist, dass diese Kontrolle kaum sichtbar wäre. Niemand muss Bücher verbrennen. Niemand muss Webseiten sperren. Es genügt, den Zugang zu den leistungsfähigsten Werkzeugen zu beschränken.
Wer keinen Zugang erhält, entwickelt langsamer Medikamente, forscht langsamer, gründet schwächere Unternehmen und verliert technologisch den Anschluss.
Die neue Zensur besteht nicht darin, Informationen zu löschen – sondern darin, bestimmte Menschen vom Zugang zu den besten Werkzeugen auszuschließen.
Europa zwischen Souveränität und Abhängigkeit
Die Diskussion zeigt zugleich Europas Dilemma.
Einerseits fordert Brüssel seit Jahren „digitale Souveränität“. Andererseits stammen die leistungsfähigsten KI-Systeme fast ausschließlich aus den USA. Europa steht damit vor einer unbequemen Entscheidung:
- Eigene KI-Infrastruktur aufbauen,
- oder dauerhaft darauf hoffen, als „vertrauenswürdiger Partner“ akzeptiert zu werden.
Mit anderen Worten:
Aus digitaler Souveränität könnte digitale Vasallentreue werden.
Die gefährliche Logik
Natürlich haben Staaten legitime Sicherheitsinteressen. Niemand möchte, dass hochentwickelte KI-Systeme zur Entwicklung biologischer Waffen oder für Cyberangriffe missbraucht werden.
Doch jede Kontrolle schafft neue Machtstrukturen.
Heute geht es um nationale Sicherheit. Morgen vielleicht um politische Zuverlässigkeit.
Wer garantiert, dass künftig nicht auch Staaten mit abweichenden außenpolitischen Positionen, kritischen Regierungen oder missliebigen Unternehmen ausgeschlossen werden?
Und wer entscheidet überhaupt, wer „vertrauenswürdig“ ist?
Die eigentliche Revolution
Während die Öffentlichkeit noch darüber diskutiert, ob KI Hausaufgaben schreibt oder Arbeitsplätze ersetzt, wird im Hintergrund die viel größere Frage verhandelt:
Wer besitzt die Schlüssel zur Intelligenzmaschine der Zukunft? Die industrielle Revolution kontrollierte die Fabriken. Die Ölmächte kontrollierten die Energie. Die Atommächte kontrollierten die Abschreckung.
Die nächste Epoche könnte von denen bestimmt werden, die kontrollieren, wer Zugang zu künstlicher Intelligenz erhält – und wer nicht.
Und genau deshalb ist die aktuelle Debatte weit mehr als eine technische Exportfrage.
Sie ist ein Kampf um Macht, Wissen und Freiheit im digitalen Zeitalter.
Der Impfstoff-Industriekomplex hat offiziell den Verstand verloren
Von The Vigilant Fox
Von KI entwickelte DNA-Injektionen. Injektionspistolen. Versuche am Menschen. Was könnte da schon schiefgehen?
Dieser Artikel erschien ursprünglich auf Focal Points und wurde mit Genehmigung erneut veröffentlicht.
Gastbeitrag von Peter A. McCullough, MD, MPH
Kürzlich war ich zu Gast bei Natalie und Clayton Morris in der Sendung „Redacted“, um einen Artikel von Munro et al. zu besprechen, in dem eine Phase-I-Studie mit Plasmid-DNA beschrieben wird, die für die gemeinsame konservierte Region des Spike-Proteins des Coronavirus kodiert. Das Produkt wurde in hohen Dosen getestet, wobei der Impfstoff mit einer externen Spritzpistole in den Arm injiziert wurde.
Sie fragen sich vielleicht: Was könnte da schon schiefgehen?
The Vaccine Industrial Complex Has Officially Lost Its Mind by Peter A. McCullough, MD, MPH
AI-Designed DNA, High-Pressure Injection Guns, and Zero Genotoxicity Testing — Welcome to the Next Chapter of the Genetic Vaccine Empire
KI-entwickelter DNA-Impfstoff: Dr. McCullough über die pEVAC-PS-Studie von Munro et al.
Dr. Peter McCullough sprach mit Natalie und Clayton Morris über die Phase-I-Studie von Munro et al. zu pEVAC-PS – einem computergestützt entwickelten, nadelfreien DNA-Plasmid-Impfstoff, der gegen alle Sarbecoviren gerichtet ist. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand dabei, was in der Veröffentlichung nicht erwähnt wird.
Die Technologie
Der Impfstoff nutzt zirkuläre DNA-Plasmide, die eine 200 Aminosäuren lange konservierte Region der Rezeptorbindungsdomäne des Spike-Proteins kodieren, die von einer KI (DIOSynVax-Plattform) aufgrund ihrer Reaktivität gegenüber verschiedenen Sarbecoviren ausgewählt wurde. Die Verabreichung erfolgt völlig ohne Nadeln – das PharmaJet-Tropis-Gerät spritzt Flüssigkeit unter hohem Druck intradermal ein. McCullough merkte an, dass es sich hierbei nicht um eine Nadel, sondern um eine Pistole handele, und warf damit das Schreckgespenst einer heimlichen Impfung auf: „Wenn ich mich von hinten an Sie heranschleichen und Sie nur streifen würde, könnte ich das Gerät betätigen, und schon wären Sie mit DNA-Plasmiden geimpft.“

Die fehlenden präklinischen Daten
McCulloughs zentraler Kritikpunkt: Vor der Verabreichung an Menschen wurden keine Studien zur Genotoxizität, Teratogenität oder Onkogenität durchgeführt. In der Veröffentlichung heißt es, das Integrationsrisiko sei „extrem gering“, da Plasmide keine Integrase-Enzyme enthalten; im gleichen Atemzug wird jedoch eingeräumt, dass menschliche Zellen über endogene Mechanismen verfügen, um fremde DNA in das Genom zu integrieren. McCullough: „Sie behaupten, dass kein Integrase-Enzym vorhanden ist. Man muss also keine Integrase bereitstellen. Menschliche Zellen verfügen über Mechanismen, um DNA aufzunehmen und in das Genom einzubauen.“
Die Autoren behaupten, das Risiko sei vernachlässigbar. McCulloughs Antwort: „Aber das haben sie nicht getestet. Das ist nicht aufgeführt. Sollen wir ihnen das also einfach glauben?“
Das „Hütchenspiel“ um unerwünschte Ereignisse
Die Studie berichtet von keinen schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen, doch wie die Morrises hervorhoben, gibt es keine tabellarische Auflistung der unerwünschten Ereignisse – lediglich eine zusammenfassende Aussage. McCullough bezeichnete dies als inakzeptabel für eine Phase-I-Studie, deren einziger Zweck die Sicherheitsbewertung ist. Die Studie berichtet von 121 spontan gemeldeten unerwünschten Ereignissen, von denen 23 als impfstoffbedingt eingestuft wurden, sowie von 12 klinisch signifikanten Laborwertabweichungen – alle als Grad 1–2 und „selbstlimitierend“ abgetan.
Die Wirksamkeits-Nebelkerze
Obwohl es sich um eine Sicherheitsstudie handelt, stützt sich die Veröffentlichung stark auf Antikörperdaten. McCullough merkte an, dass sich ein Teilnehmer während der Studie mit COVID infiziert hatte und aus der Analyse ausgeschlossen wurde. Die bescheidenen Bindungsantikörperreaktionen – statistisch signifikant nur in der Gruppe mit der höchsten Dosis und nur gegen das Impfstoffkonstrukt selbst – sprechen nicht für einen nennenswerten Schutz. In der Veröffentlichung wird eingeräumt, dass die Immunogenität „bescheiden“ war und „mit höheren Dosen nicht vorhersehbar zunahm“.
Die Hypothese vom Impfstoff-Laboraustritt
McCullough stellte eine direkte Verbindung zu Peter Daszak und dem Wuhan-Institut für Virologie her: „Dies scheint ein Impfstoff zu sein, der weitere Laborunfälle und -ausbrüche abdecken soll.“ Das breit angelegte Konzept, das auf „potenzielle zoonotische Übertragungen“ abzielt, ist seiner Ansicht nach als Vorbereitung auf das zu verstehen, was als Nächstes aus dem Labor entweichen könnte – und nicht als natürliche Entstehung.
Was schiefgehen könnte: Eine Entwicklungs-Checkliste
- Systemische Verteilung – Das PharmaJet-Gerät zielt auf die Dermis ab, aber nichts garantiert, dass die Plasmid-DNA lokal bleibt. McCullough warnte, dass sie in den Blutkreislauf gelangen und genetischen Code an lebenswichtige Organe verteilen könnte.
- Unvollständiger enzymatischer Abbau – Menschliche DNasen könnten Plasmide fragmentieren, anstatt sie vollständig zu zerstören. Teilsequenzen könnten funktionsfähig bleiben.
- Zelluläre Spike-Protein-Produktion – Transfizierte Zellen werden zu Spike-Protein-Fabriken. Die im Artikel selbst vorgestellten Peptid-Microarray-Daten zeigen Antikörper, die gegen das S309-Epitop gerichtet sind – eine konservierte Region, bei der Bedenken hinsichtlich der Homologie bestehen (McCullough verwies auf den australischen Impfstoff von 2021, bei dem Probanden aufgrund der Homologie zwischen Spike-Protein und HIV HIV-positiv wurden).
- Genomische Integration – Menschliche Zellen verfügen über den LINE-1-Retrotransposon-Mechanismus und nicht-homologe Endverknüpfungswege, die in der Lage sind, fremde DNA in Chromosomen einzufügen. Ohne Integrationsstudien ist dieses Risiko unbekannt, nicht gering.
- Transgenerationale Übertragung – Wenn Keimzellen Plasmide aufnehmen, könnten integrierte Sequenzen an die Nachkommen weitergegeben werden. Es wurden keine reproduktionstoxikologischen Untersuchungen durchgeführt.
- Onkogene Transformation – Zufällige genomische Integration kann Tumorsuppressorgene stören oder Onkogene aktivieren. Es liegen keinerlei Daten zur Karzinogenität vor.
- Immundysregulation – Die chronische Expression des Spike-Proteins aus integrierter DNA könnte Autoimmunität oder eine antikörperabhängige Verstärkung bei Exposition gegenüber dem Wildtyp-Virus auslösen.
- Risiken der nadelfreien Verabreichung – Eine Hochdruckinjektion könnte den Impfstoff aerosolisieren, zu einer unvorhersehbaren Gewebeverteilung führen und eine Verabreichung ohne Einwilligung ermöglichen.
Für viele von Ihnen ist die Impfung mit genetischer Plasmid-DNA ein absolutes „No-Go“. Leider hat die Welt der Impfstoffentwicklung offenbar ihren Kompass verloren und stürmt ohne jegliche Rücksicht auf die Sicherheit voran.
Zweifel am Abkommen wachsen: Libanesische und iranische Vertreter fordern die USA auf, Israel zu bremsen, um den Frieden in der Region zu sichern und weitere Updates
Von Tyler Durden
Zusammenfassung:
- Iran: Friedensabkommen erfordert Rückzug Israels aus dem Libanon
- Befürchtungen um die Straße von Hormus lassen nach, nachdem Trump und Ghalibaf das Abkommen zwischen den USA und dem Iran virtuell unterzeichnet haben – doch bis zur Normalisierung der Energielieferungen vergehen noch Monate
***
Der libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri und sein iranischer Amtskollege Mohammad Bagher Qalibaf führten laut der staatlichen türkischen Anadolu-Agentur zuvor ein Telefongespräch, in dem sie die USA dazu aufforderten, Israel dazu zu zwingen, seinen blutigen Krieg gegen den Libanon zu beenden, die Zerstörung von Häusern einzustellen und sich aus den besetzten libanesischen Gebieten zurückzuziehen.
Iranische Regierungsvertreter hatten zuvor erklärt, dass jedes auf Frieden abzielende Abkommen mit den USA den Rückzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon voraussetze.
AA berichtete weiter:
Der Aufruf erfolgte während eines Telefongesprächs zwischen Berri und Qalibaf, in dem sie die jüngsten regionalen Entwicklungen im Anschluss an eine Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung ihres Krieges an allen Fronten, einschließlich des Libanon, erörterten, wie die libanesische staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete.
Die beiden Politiker besprachen zudem „die militärischen und politischen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran, insbesondere die Klausel zur Beendigung des israelischen Krieges gegen den Libanon“, so die Agentur.
Sie betonten „die Notwendigkeit, dass die Vereinigten Staaten, die Garanten der Absichtserklärung und die internationale Gemeinschaft ihre Verantwortung wahrnehmen, indem sie Israel dazu zwingen, seinen Krieg zu beenden, die Zerstörung von Dörfern einzustellen, die Souveränität des Libanon zu respektieren und sich unverzüglich aus den von ihm besetzten Gebieten zurückzuziehen“.
Unterdessen schrieb der hebräische Reporter von I24NEWS, Guy Azriel, auf X: „Ich kann nun bestätigen, dass Israel offiziell Zugang zum iranischen MoU beantragt hat und dieser verweigert wurde. Eine bemerkenswerte und höchst ungewöhnliche Entwicklung zwischen engen Verbündeten bei einem Thema von solch entscheidender Bedeutung für die nationale Sicherheit.“
I can now confirm that Israel formally requested access to the Iran MoU and was denied. A remarkable and highly unusual development between close allies on an issue of such critical national security importance.
— גיא עזריאל Guy Azriel (@GuyAz) June 16, 2026
Übersetzung von „X“: Ich kann nun bestätigen, dass Israel offiziell den Zugang zum Iran-MoU angefordert und eine Ablehnung erhalten hat. Eine bemerkenswerte und höchst ungewöhnliche Entwicklung zwischen engen Verbündeten in einer Frage von solch kritischer nationaler Sicherheitsbedeutung.
Präsident Trump hat Israels Vorgehen bei den Kampfhandlungen gegen die Hisbollah als zu blutig kritisiert.
Befürchtungen um die Straße von Hormus lassen nach, da Trump und Ghalibaf das Abkommen zwischen den USA und dem Iran virtuell unterzeichnen – doch bis zur Normalisierung der Energielieferungen vergehen noch Monate
Präsident Trump, Vizepräsident JD Vance und der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf haben virtuell ein Friedensabkommen unterzeichnet, um die US-Seeblockade der Straße von Hormuz, der iranischen Häfen und der gesamten Golfregion zu beenden und 60-tägige Atomverhandlungen aufzunehmen, wie CNN unter Berufung auf hochrangige US-Quellen berichtet.
Der Wortlaut des sogenannten „Memorandum of Understanding“ – ein 14-Punkte-Dokument, das zu einer zweimonatigen Verlängerung des Waffenstillstands und zum Beginn von Verhandlungen über das iranische Atomprogramm führen soll – wurde bislang noch nicht veröffentlicht.
Trump erklärte jedoch in der Nacht, dass die Vertragsbedingungen „ziemlich bald“ bekannt gegeben würden, wahrscheinlich nach der offiziellen Unterzeichnungszeremonie am Freitag in Genf. Trump, der am G7-Gipfel in Frankreich teilnimmt, deutete an, dass er nicht an der Unterzeichnungszeremonie Ende der Woche teilnehmen werde.
Vizepräsident Vance wird voraussichtlich am Freitag die US-Delegation in der Schweiz leiten, um ein vorläufiges Friedensabkommen mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf offiziell zu unterzeichnen.
Trump wies Berichte der Mainstream-Medien zurück, wonach seine Regierung im Rahmen eines Abkommens zur Beendigung des Krieges einen 300-Milliarden-Dollar-Fonds für den Iran in Erwägung ziehe.
„Der Iran hat zugestimmt, niemals eine Atomwaffe zu besitzen! Auch die Geschichte, dass die USA dem Iran 300 Millionen Dollar zahlen, ist Fake News, verbreitet von den ‚Dumocrats‘!!!“, schrieb Trump in einem Beitrag auf Truth Social.
Trumps Kommentare auf Truth Social folgten kurz darauf, als Vizepräsident Vance erklärte, die Iraner könnten „Zugang“ zu einem Wiederaufbaufonds in Höhe von 300 Milliarden Dollar erhalten.
„Das ist die Art von Unterstützung, zu der sie Zugang haben könnten – finanziert von der Golfküsten-Koalition –, solange sie ihren Teil der Verpflichtungen einhalten“, erklärte Vance in einem Interview mit CBS News.
Das vorläufige Friedensabkommen signalisiert einen bedeutenden diplomatischen Durchbruch, auch wenn Israel weiterhin dagegen ist. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, er und Trump seien „nicht immer einer Meinung“. Der Konflikt zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah dauerte am Montag im Südlibanon an.
Da die Straße von Hormus am Freitag geöffnet werden soll, könnten Blockaden und die verstopfte Seestraße bald der Vergangenheit angehören, doch die Auswirkungen auf die physischen Märkte könnten Monate, wenn nicht sogar länger anhalten.
Amarpreet Singh, Rohstoff- und Energieanalyst bei Barclays, hielt an seiner Prognose von 100 $/b für Brent in diesem Jahr fest.
Singh erklärte:
- Sollte die vorläufige Vereinbarung zur Lockerung der doppelten Blockade der Straße von Hormus umgesetzt werden, könnte der Zeitpunkt der Wiederherstellung der freien Schifffahrt durch die Straße von Hormus weitgehend mit unserer Basisprognose für Ende Juni übereinstimmen. Wir halten an unserer Einschätzung fest, dass der Brent-Preis in diesem Szenario im Jahr 2026 durchschnittlich bei 100 $/b liegen dürfte.
- Dies ist die 16. Woche des Iran-Kriegs, und die ersten elf Wochen führten zu einem Rückgang der weltweiten Gesamtölvorräte um mehr als 350 mb. Letzte Woche lagen die gesamten kommerziellen Ölvorräte der USA bereits unter dem Tiefstand von Anfang 2022 und gingen rasch zurück.
- In unserem Basisszenario prognostizieren wir für das 3. Quartal 26 ein geringes Defizit, da der zyklische Nachfragemotor so stark ist wie seit 2022 nicht mehr. Wir empfehlen, den Kalender-Spread „Dez. 26 minus Dez. 27“ bei Brent-Futures zu kaufen, der zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei 4,67 $/b liegt.
Die Normalisierung der physischen Energiemärkte könnte viele Monate dauern.
Er fuhr fort:
Die USA und der Iran haben eine Einigung zur Lockerung der Beschränkungen für Handelsströme durch den Golf im Nahen Osten erzielt; die formelle Unterzeichnung wird bis Freitag erwartet. Zwar deuten erste Anzeichen darauf hin, dass die Freiheit der Schifffahrt durch die Straße von Hormus bis zum Monatsende wiederhergestellt werden könnte, doch bedeutet dies keine sofortige Normalisierung der physischen Ölversorgungsketten. Dennoch sind die Ölpreise stark gesunken: Die Spot-Kontrakte für Brent und WTI haben im Tagesverlauf rund 5 % verloren, und der aus den Terminkontrakten abgeleitete durchschnittliche Brent-Preis für 2026 ist auf 86 $/b gefallen und liegt damit deutlich unter unserer Prognose von 100 $/b. Wir halten an unserer Einschätzung fest. Die Lagerbestände sind bereits extrem knapp und gehen weiter zurück, und unsere Bilanzen deuten auf ein moderates Defizit im dritten Quartal 2026 hin – Bedingungen, die mit dem Ausmaß des aktuellen Preisrückgangs nicht vereinbar sind.
Dies ist die 16. Woche seit Beginn des Iran-Kriegs. Wir verfügen über Bestandsdaten für 14 dieser Wochen, wobei die jüngste Erhebung die Woche bis zum 5. Juni umfasst (Abbildung 1). Unter Berücksichtigung von Transportverzögerungen – typischerweise zwei bis drei Wochen für Lieferungen aus dem Golfraum des Nahen Ostens, basierend auf den Handelsmustern des Vorjahres – und unter Zugrundelegung der Saisonalität vor der Pandemie (Durchschnitt 2017–19) führten die ersten 11 Wochen des Konflikts zu einem kumulativen Rückgang der weltweiten Gesamtölvorräte um 352 mb, basierend auf unserem wöchentlichen Indikator für die weltweiten Gesamtölvorräte (Abbildung 2).

Rechnet man den in diesem Zeitraum beobachteten kumulativen Lagerabbau von ~4,6 mb/d unter Verwendung des historischen Betas zwischen Bestandsveränderungen und Marktungleichgewicht um, ergibt sich ein saisonbereinigtes Defizit von rund 7,3 mb/d. Demgegenüber steht unser nicht saisonbereinigtes geschätztes Defizit von 6,6 mb/d für das 2. Quartal 26. Da im 2. Quartal in der Regel ein geringer Überschuss zu verzeichnen ist, stimmen die bisherigen Ergebnisse im Großen und Ganzen mit unseren Bilanzschätzungen überein.
Ein häufig vorgebrachtes Gegenargument zu unserer Einschätzung lautet, dass ein erheblicher Teil der jüngsten Lagerabgänge auf Entnahmen aus strategischen Reserven zurückzuführen sei, was die Auswirkungen auf die Preise begrenzen würde (Abbildung 3). Wir entgegnen dem, dass die gesamten kommerziellen Ölvorräte der USA – bereinigt um langfristige saisonale Schwankungen – am 5. Juni 7 mb unter dem Tiefstand von Anfang 2022 lagen und in den letzten vier Wochen mit einer wöchentlichen Rate von 11 mb zurückgegangen sind (Abbildung 4). Selbst wenn sich die Lage in der Meerenge bis zum Monatsende normalisiert, erwarten wir, dass dieser Trend zur Verknappung mindestens bis Juli anhält. Darüber hinaus sind die aktuellen Freigaben aus den strategischen Ölreserven der USA – anders als im Jahr 2022 – als Darlehen und nicht als direkte Angebotserweiterungen strukturiert.

Dies wirft eine zentrale Frage auf: Warum sollten die Preise nicht deutlich höher liegen, wenn die Lagerbestände der Wirtschaft zu Beginn der Nachfragespitze auf einem historisch niedrigen Niveau liegen und der konjunkturelle Nachfrageimpuls so stark ist wie seit 2022 nicht mehr? Rund 60 % der Ölnachfrage hängt mit der Produktion und dem Transport von Gütern zusammen. Zwar erscheint eine allmähliche Annäherung an 80 US-Dollar pro Barrel Brent bis Ende 2027 plausibel, doch sehen wir die kurzfristigen Preisrisiken eher auf der Aufwärtsseite.
Wichtige Entwicklungen der letzten Nacht (mit freundlicher Genehmigung von Bloomberg):
Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran
- Die USA und der Iran bereiten sich darauf vor, am Freitag in der Schweiz ihr vorläufiges Friedensabkommen offiziell zu unterzeichnen. Dabei handelt es sich um eine 14-Punkte-Vereinbarung, die zu einer zweimonatigen Verlängerung des Waffenstillstands und zum Beginn von Verhandlungen über das iranische Atomprogramm führen soll.
- Der Wortlaut der Absichtserklärung wurde noch nicht veröffentlicht, doch ein hochrangiger US-Beamter erklärte, dies könne in den nächsten zwei Tagen geschehen
- Der Iran behauptet, die Aufhebung der US-Seeblockade habe begonnen und sei in die Umsetzungsphase eingetreten, so der stellvertretende Außenminister Majid Takht-Ravanchi
- Der Iran wird im Rahmen des Abkommens 60 Tage lang den freien Transit durch die Straße von Hormus zulassen
Erklärungen der Trump-Regierung
- Präsident Trump sagte, die USA hätten es im Iran nun mit „rationalen“ Menschen zu tun, und beschrieb die derzeitige iranische Führung als „angenehm“ im Umgang
- Trump erklärte, der Iran werde darunter leiden, wenn er versuche, eine Atomwaffe zu erwerben, und dass der Iran keine Atomwaffe entwickeln oder kaufen werde
- Trump sagte, das Abkommen mit dem Iran könne Bestand haben, selbst wenn Israel den Libanon angreife, obwohl er „nicht glücklich darüber ist, wie Israel im Umgang mit dem Libanon und der Hisbollah vorgegangen ist“
Spannungen zwischen Israel und dem Libanon
- Der iranische Außenminister Abbas Araghchi sagte, das Abkommen zur Beendigung des Konflikts mit den USA würde erfordern, dass sich Israel aus dem Libanon zurückzieht
- Der iranische Außenminister erklärte, jegliche im Südlibanon verbleibenden israelischen Streitkräfte oder jegliche Angriffe auf das Land würden einen Verstoß gegen das Abkommen zwischen den USA und dem Iran darstellen
- Israelische Regierungsvertreter erklärten am Montag, die Truppen würden im Libanon bleiben, da „Trumps Abkommen für uns nicht bindend ist“
Politische Auswirkungen auf Netanjahu
- Benjamin Netanjahu hat seine politische Zukunft auf seine Beziehung zu Donald Trump gesetzt, doch dies ist nun zu einer Belastung geworden, da der US-Präsident ein Abkommen mit dem Iran geschlossen hat, das ein Großteil Israels ablehnt •
- Netanjahu bereitet sich auf eine Wahl im Herbst vor und muss sich mit einem Abkommen auseinandersetzen, das die Islamische Republik unversehrt lässt – eine für Israelis aller Couleur unerträgliche Aussicht
Wiederöffnung der Straße von Hormus
- Zwei mit dem Iran in Verbindung stehende Tanker fahren in östlicher Richtung durch die Straße von Hormus, noch bevor die USA und der Iran am Freitag ein vorläufiges Friedensabkommen unterzeichnen, das die Wiederöffnung der Wasserstraße vorsieht
- Katar plant, die LNG-Produktion rasch hochzufahren, sobald die Straße von Hormus wieder geöffnet ist, mit dem Ziel, den Großteil seiner Exportkapazität innerhalb von zwei Monaten wiederherzustellen
- QatarEnergy teilte den Abnehmern mit, dass das Unternehmen davon ausgeht, die Produktion einen Monat nach der Wiederherstellung der sicheren Durchfahrt durch die Meerenge auf etwa 50 % der Kapazität und innerhalb von zwei Monaten auf rund 80 % zu steigern
***
Wie Iran Trump ausmanövrierte: Pepe Escobars Blick hinter die Kulissen des geheimen MOU-Deals
Während Washington den Eindruck eines diplomatischen Erfolgs vermittelt, zeichnet der Journalist Pepe Escobar ein völlig anderes Bild: Nicht die USA hätten dem Iran Bedingungen diktiert – vielmehr habe Teheran Trump mit Geduld, strategischer Disziplin und regionalen Allianzen zu einem Abkommen zu seinen eigenen Bedingungen gedrängt.
In einem ausführlichen Gespräch mit Judge Andrew Napolitano bei Judging Freedom zeichnet der geopolitische Analyst Pepe Escobar das Bild einer bemerkenswerten Machtverschiebung. Seine zentrale These: Die Vereinigten Staaten seien aus dem Konflikt mit dem Iran ohne ihre ursprünglichen Ziele hervorgegangen, während Teheran seine roten Linien verteidigt und Washington zu Zugeständnissen gezwungen habe.
Escobars Darstellung basiert nach eigenen Angaben auf iranischen, pakistanischen und amerikanischen Quellen, die mit den Verhandlungen vertraut gewesen seien. Viele seiner Aussagen lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Sie zeichnen jedoch ein Narrativ, das sich deutlich von der offiziellen westlichen Darstellung unterscheidet.
Das MOU: Alte iranische Forderungen in neuem Gewand
Laut Escobar kursieren mehrere Versionen des Memorandum of Understanding (MOU) – auf Persisch, Arabisch und Englisch. In ihrem Kern seien sie jedoch nahezu identisch.
Die entscheidende Erkenntnis: Die Punkte, die jetzt auf dem Tisch liegen, seien im Wesentlichen dieselben Forderungen, die Iran bereits Monate zuvor unterbreitet habe.
„Trump hatte mehr oder weniger denselben Deal sechsmal vor sich liegen. Das Einzige, was fehlte, war seine Unterschrift.“
Während Washington öffentlich von „bedingungsloser Kapitulation“ sprach, habe sich hinter den Kulissen zunehmend gezeigt, dass die USA ihre ursprünglichen Maximalforderungen nicht durchsetzen konnten.
Der Libanon als Wendepunkt
Besonders brisant ist Escobars Schilderung der Ereignisse am Sonntagabend vor dem geplanten Abschluss des Abkommens.
Demnach habe ein israelischer Angriff auf den südlichen Vorort Dahiyeh in Beirut die Lage dramatisch zugespitzt. Iran habe über pakistanische Vermittler eine direkte Botschaft an Washington übermittelt:
Wenn die Angriffe auf den Libanon fortgesetzt würden, werde Iran unmittelbar reagieren und Israel angreifen.
Erst diese Drohung habe Trump dazu gebracht, dem elektronischen Abschluss des MOU zuzustimmen.
Sollte diese Darstellung zutreffen, wäre das bemerkenswert: Nicht amerikanischer Druck hätte den Iran zum Einlenken bewegt, sondern iranischer Druck hätte Washington zum Handeln gezwungen.
Pakistan und China als stille Vermittler
Ein weiterer Aspekt, der laut Escobar im Westen kaum bekannt sei, betrifft die Rolle Pakistans und Chinas.
Pakistan habe während der gesamten Verhandlungen als zentraler Kommunikationskanal fungiert. Gleichzeitig seien sämtliche Feinheiten des Abkommens mit der chinesischen Führung abgestimmt worden.
Escobar beschreibt eine enge strategische Abstimmung zwischen:
- Iran,
- Pakistan,
- China.
Der chinesische Außenminister Wang Yi habe die diplomatischen Prozesse eng begleitet. China habe ein Abkommen unterstützt – allerdings nur unter einer Bedingung:
Die iranische Souveränität dürfe nicht beeinträchtigt werden.
Damit entsteht das Bild einer geopolitischen Gegenachse, die ihre Interessen zunehmend koordiniert.
Keine Kapitulation, keine Uran-Auslieferung
Trump hatte ursprünglich weitreichende Forderungen erhoben:
- vollständige Aufgabe des iranischen Atomprogramms,
- Herausgabe hochangereicherten Materials,
- faktische Unterwerfung Teherans.
Nach Escobars Darstellung blieb davon wenig übrig.
Die iranische Position sei unmissverständlich gewesen:
„Alles bleibt im Iran.“
Das angereicherte Material werde nicht außer Landes gebracht. Erst nach anderen Vereinbarungen könne überhaupt über das Atomdossier gesprochen werden.
Die Reihenfolge der iranischen Prioritäten
Laut Escobar legte Teheran eine klare Verhandlungsstruktur fest:
Erstens:
Beendigung aller militärischen Auseinandersetzungen – insbesondere auch im Libanon.
Zweitens:
Stabilisierung der Schifffahrtswege, einschließlich der Straße von Hormus.
Drittens:
Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte.
Escobar spricht von zunächst zwölf Milliarden Dollar innerhalb von 30 Tagen und weiteren zwölf Milliarden Dollar im Verlauf der Gespräche.
Viertens:
Erst danach könne über eine neue nukleare Vereinbarung gesprochen werden.
Damit sei das Atomprogramm von einer Vorbedingung zu einem späteren Verhandlungspunkt geworden.
Iranische Entscheidungsprozesse
Bemerkenswert ist auch Escobars Schilderung der innenpolitischen Dynamik in Teheran.
Demnach sei die Entscheidung über eine Zustimmung zum MOU nicht automatisch gefallen. Vielmehr habe der Oberste Nationale Sicherheitsrat mit seinen 13 Mitgliedern intensiv darüber debattiert.
Viele Mitglieder seien Veteranen des Iran-Irak-Krieges und ehemalige Kommandeure der Revolutionsgarden.
Erst wenn eine deutliche Mehrheit zustimme, könne das Abkommen endgültig ratifiziert werden. Zum Zeitpunkt des Interviews sei die iranische Unterschrift noch ausstehend gewesen.
Netanyahu als Verlierer?
Besonders kritisch äußert sich Escobar über Israels Premierminister Benjamin Netanyahu.
Er habe bis zuletzt versucht, durch weitere militärische Eskalationen die Dynamik zu verändern und Washington zum Rückzug vom Abkommen zu bewegen.
Doch genau diese Strategie habe sich gegen ihn gewendet.
Iran habe immer wieder dieselbe Botschaft übermittelt:
„Wenn die Angriffe auf den Libanon weitergehen, wird es kein MOU geben.“
Die Ereignisse vom Sonntag hätten diese rote Linie endgültig sichtbar gemacht.
Hat sich das Kräfteverhältnis verändert?
Für Escobar lautet die eigentliche Schlussfolgerung:
Das Paradigma hat sich verschoben.
Die USA könnten ihre Vorstellungen nicht mehr einseitig durchsetzen. Staaten wie Iran verfügten inzwischen über genügend politische, militärische und diplomatische Hebel, um selbst gegenüber Washington Bedingungen zu stellen.
Ob diese Einschätzung der Realität entspricht oder die Sichtweise seiner Quellen widerspiegelt, bleibt offen.
Fest steht jedoch: Das Bild einer amerikanischen Supermacht, die ihre Forderungen diktieren kann, wird durch Escobars Darstellung grundlegend infrage gestellt.
Fazit
Wenn Pepe Escobars Quellen recht behalten, dann endete dieser Konflikt nicht mit einer iranischen Niederlage, sondern mit einem bemerkenswerten diplomatischen Ergebnis für Teheran: keine Kapitulation, keine Auslieferung des Uranbestands, die Einbindung des Libanon in die Vereinbarung und die Aussicht auf die Freigabe milliardenschwerer Vermögenswerte.
Die offizielle Geschichte lautet, Washington habe einen Krieg beendet und einen Deal ermöglicht.
Escobars Version ist eine andere: Iran habe Geduld bewiesen, seine roten Linien verteidigt und Trump am Ende zu einem Abkommen bewegt, das in wesentlichen Punkten bereits Monate zuvor auf dem Tisch lag.
Hinweis: Die in diesem Artikel wiedergegebenen Aussagen stammen aus dem Interview von Pepe Escobar bei „Judging Freedom“ und beruhen teilweise auf anonymen Quellen. Eine unabhängige Bestätigung aller genannten Details liegt derzeit nicht vor.
Britische Piraterie im Ärmelkanal

Großbritannien, das große Leuchtfeuer der westlichen liberalen Demokratie, der Menschenrechte und all dieser guten Dinge, scheint seine alles beherrschende Russophobie einfach nicht loswerden zu können. In den frühen Morgenstunden des Sonntags, dem 14. Juni 2026, enterten britische Kommandos den Öltanker MT Smyrtos, als dieser den Ärmelkanal durchfuhr. Aus irgendeinem Grund war ein Kamerateam ihnen einen […]
Der Beitrag Britische Piraterie im Ärmelkanal erschien zuerst unter tkp.at.
Wem gehört die digitale Gesundheitsbiografie?

Mit dem Ausbau des Forschungsdatenzentrums Gesundheit entsteht eine der größten Gesundheitsdateninfrastrukturen Deutschlands. Während Forschungseinrichtungen auf umfangreiche Gesundheitsdatenbestände zugreifen können, haben die Betroffenen selbst bislang keinen vergleichbaren Zugang zu ihren eigenen digitalen Gesundheitsbiografien. Die Entwicklung wirft eine entscheidende Frage auf: Welche Rechte sollten Bürger an den Daten besitzen, die aus ihrer eigenen Gesundheitsgeschichte entstanden sind? Wer […]
Der Beitrag Wem gehört die digitale Gesundheitsbiografie? erschien zuerst unter tkp.at.
Gibt es massive Insideraktivitäten im politischen System?

Insbesondere durch die diversen “Siege” der USA, und “die Straße von Hormus ist offen”-Aussagen von Trump, welche jeweils zu heftigen Ausschlägen von “Märkten” führte, ist die Diskussion über politischen Insiderhandel in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt. Wir haben uns eine der Analysen, welche Insiderhandel bestätigen sollen, genauer angeschaut und dann einen Vergleich der Regeln […]
Der Beitrag Gibt es massive Insideraktivitäten im politischen System? erschien zuerst unter tkp.at.
Catherine Austin Fitts: „Der Kampf in Washington wird nicht zwischen links und rechts ausgetragen, sondern darum, wer das (Ungeheuer-)System verwalten und davon profitieren darf.“
Von Leo Hohmann
Fitts liefert stets eine nüchterne Dosis Realität: Was für unsere Kinder und Enkelkinder auf dem Spiel steht und worauf wir unsere Anstrengungen im Kampf um die Freiheit konzentrieren sollten.
Donald Trump ist „nicht unser Freund“, warnt die renommierte Finanzanalystin und Verfechterin der Freiheit Catherine Austin Fitts.
Das sollte mittlerweile jedem klar sein, doch es erstaunt mich, wie viele Konservative, insbesondere konservative Christen, sich weiterhin in einer Illusion über den wahren Zustand unseres Landes und die Menschen befinden, die es in den Abgrund treiben – sei es wirtschaftlich durch rücksichtsloses Ausgabeverhalten, technologisch durch KI-Überwachung und den Verlust der Freiheit oder militärisch durch endlose Kriege im Ausland.
Doch die Kraft der Worte von jemandem wie Fitts, deren Lebenslauf Stationen im Inneren der Bundesregierung umfasst, lässt sich nicht so einfach abtun. Sie war unter der ersten Bush-Regierung als Staatssekretärin im US-Ministerium für Wohnungsbau und Stadtentwicklung tätig und arbeitete nach ihrem Ausscheiden aus der Regierung als Investmentbankerin. Heute leitet sie das Solari-Netzwerk und ist Gründerin des Solari Report.
Fitts ist im Internet allgegenwärtig, tritt in vielen Podcasts auf, und doch findet ihre Botschaft bei den Amerikanern der Rechten, die sich als Patrioten betrachten, weitgehend kein Gehör.
Laut Fitts wird der eigentliche Konflikt in Washington nicht zwischen Links und Rechts oder darum ausgetragen, wer die Kontrolle über die Regierung erhält, sondern darum, wer das sich rasch entwickelnde digitale Überwachungssystem verwalten und davon profitieren darf. Die Infrastruktur für dieses System wird gerade in Form von Tausenden neuer KI-Rechenzentren aufgebaut.
In einem kürzlich geführten Interview mit Andy Schectman, Gründer und CEO von Miles Franklin Precious Metals, das Sie sich unten ansehen können, ging sie näher auf das entstehende techno-faschistische System ein.
Trump wurde beim ersten Mal ins Amt gebracht, um die Konservativen dazu zu bringen, die völlig neuen und sehr gefährlichen mRNA-Impfungen zu akzeptieren. Er normalisierte Lockdowns. Er baute das digitale 5G-Netz aus. In seiner ersten Amtszeit forderte er offen ein „ordentliches biometrisches Überwachungssystem“ für alle Menschen, die in die Vereinigten Staaten ein- und ausreisen, und er löste dieses Versprechen im Sommer 2025 mit der Verabschiedung seines „One Big Beautiful Bill“ ein. Er hat sich nie entschuldigt oder von einem der technokratischen Systeme distanziert, die er aufgebaut und normalisiert hat.
Aber warum wurde Trump für eine zweite Amtszeit ausgewählt und erhielt die finanzielle Unterstützung von globalistischen Milliardären wie Peter Thiel, Howard Lutnick, Paul Singer, John Paulson und Miriam Adelson sowie so vielen anderen aus der tief verwurzelten Epstein-Klasse?
Catherine Austin Fitts sagt, er sei für eine zweite Amtszeit ins Weiße Haus gehoben worden, um die Konservativen dazu zu bringen, das sich schnell nähernde KI-Kontrollnetzwerk zu akzeptieren, das mit einer beispiellosen Zentralisierung der Macht einhergeht.
Ich möchte hinzufügen, dass die meisten Konservativen dies nicht nur akzeptieren, sondern sogar begrüßen.
Das gesamte Ethos der Technokratie, wie sie in Romanen wie 1984 von George Orwell und Schöne neue Welt von Aldous Huxley beschrieben wird, bestand darin, davor zu warnen, dass die Menschheit so konditioniert würde, bis die meisten Menschen ihre Sklaverei lieben und ihre Sklavenhalter preisen würden.
Trump hilft ihnen dabei, dieses Ziel bei den vielleicht letzten Verweigerern in Amerika zu erreichen – den konservativen, größtenteils christlichen Angehörigen der Mittelschicht, die in der Regel über 50 Jahre alt sind.
Wenn es den globalistischen Oligarchen gelingt, uns dazu zu bringen, unsere eigene Sklaverei zu lieben, unter dem Vorwand, dass sie uns tatsächlich vor all unseren schlimmsten Ängsten und Phobien retten – Angst vor dem Kommunismus, Angst vor Einwanderern, Angst vor dem Islam und vor sexuellen Abweichlern –, dann erleichtert das den Tyrannen ihre Arbeit erheblich, und sie können nachts besser schlafen, da sie wissen, dass sie uns nur das geben, was die Mehrheit wirklich will.
Konservative sagen, sie seien für einen schlankeren Staat und dezentrale Systeme, was bedeutet, dass mehr Macht auf die Bundesstaaten und Kommunen übergeht und der Bundesregierung entzogen wird. Doch unter Trump haben sie genau das Gegenteil getan. Dieselben Konservativen argumentieren nun für mehr Bundesautorität. Sie scheinen unfähig zu sein, ihre irrationale Liebe zu allem, was mit Trump zu tun hat – dessen Personenkult sie in seinen Bann zieht, indem er ihre Ängste schürt – von ihrer ideologischen Präferenz für einen schlankeren Staat zu trennen.
Ob Trump nun die Macht des Bundes nutzt, um ahnungslosen Gemeinden Rechenzentren aufzuzwingen, oder schwer bewaffnete Bundestruppen auf die Straßen schickt, um Ängste vor steigender Kriminalität zu beschwichtigen, oder gesetzestreue Amerikaner allein aufgrund ihrer politischen Ansichten auf Bundesbeobachtungslisten setzt – alles ist in Ordnung, solange Trump es tut.
Und die Tatsache, dass der Anstieg der Bundesmacht in einer Zeit rascher technologischer Fortschritte stattfindet, deren Gefahren den meisten Amerikanern nach wie vor nicht bewusst sind, macht die Sache umso besorgniserregender.
Es ist keineswegs übertrieben zu sagen, dass die Amerikaner – und die meisten Westler im Allgemeinen – in die Technologie verliebt sind, die sie versklavt. Ob es nun Smart-TVs, Tablets, Smartphones, die Smart-Home-Systeme von Google oder Alexa sind oder die Autos, die mit allen möglichen internetverbundenen Kameras und Ortungsgeräten ausgestattet sind – die Menschen sind hoffnungslos und sorglos in all das verliebt. Sie bezahlen, indem sie QR-Codes mit ihren Smartphones scannen und digitales Geld über Apple Pay oder andere Apps überweisen, die den traditionellen Umtausch von Bargeld umgehen.
Wovor sie Angst haben sollten, macht ihnen keine Angst. Die Tatsache, dass wir uns mit großen Schritten auf eine Algokratie, also eine Regierung durch Algorithmen, zubewegen, ist für sie noch immer kein Thema.
Was versuchen die globalistischen Oligarchen und Technokraten der Epstein-Klasse durch die Einführung eines digitalen Kontrollnetzes zu erreichen?
Fitts beantwortet diese Frage unmissverständlich: Räumliche Kontrolle. Totale Kontrolle über Bewegungen, einschließlich der Bewegung von Menschen, von Gütern und insbesondere von Geld.
In einem weiteren Interview mit Greg Hunter erinnert uns Fitts daran, dass die Operation Warp Speed unter der ersten Trump-Regierung eine militärische Operation war, die von einem Experten für Gehirn-Maschine-Schnittstellen geleitet wurde.
„Sie wussten, dass sie Menschen töteten“, sagte sie. „Aber bei den Impfungen geht es um mehr als das. Es gibt einen Grund, warum sie versuchen, dir all diesen Mist in den Körper zu jagen. Denk daran, dass ‚Operation Warp Speed‘ ein Militärprogramm war … Und sie haben einen Mann damit beauftragt, der bei einem der großen Pharmaunternehmen gearbeitet hatte. Und worin lag seine Fachkompetenz? In Gehirn-Maschine-Schnittstellen.“
In einem weiteren Interview spricht Fitts über die Gefahr von Abschnitt 224, der, wie ich kürzlich berichtet habe, von einer parteiübergreifenden Gruppe von Kongressabgeordneten stillschweigend in das Gesetz zur Verteidigungsermächtigung (NDAA) für 2027 eingefügt wurde. Er sieht die Zusammenlegung des US-amerikanischen und des israelischen Militärs zum Zwecke der Forschung und Entwicklung sowie in allen Bereichen der KI und Technologie vor.
Fitts sagte zu Hunter:
„Abschnitt 224 [des NDAA] überträgt im Wesentlichen weitreichende Befugnisse innerhalb des Militärs an das israelische Militär. Wenn Sie wollen, dass diejenigen, die in Gaza gehandelt haben, hierzulande dasselbe mit Robotern, Drohnen und Überwachungssystemen tun, dann lassen Sie das zu. Ich bin der Meinung, dass Amerikaner das amerikanische Militär leiten sollten und nicht Ausländer.“
Fitts fügte hinzu, dass der ehemalige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der unter dem ehemaligen Präsidenten George W. Bush gedient hatte, sich darüber beklagte, dass er das Pentagon nicht leitete. „Die Israelis, die im Gebäude herumliefen, leiteten es“, sagte Fitts.
Seit dieser Zeit haben die Israelis innerhalb des Pentagons nur noch mehr Macht gewonnen, und Abschnitt 224 ist ein Beweis für ihren Aufstieg. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gab kürzlich zu, dass die Aufnahme von Abschnitt 224 in das NDAA-Finanzierungsgesetz eine brillante Idee war, für die er sich selbst lobte.
Man kann den Israelis keinen Vorwurf machen. Wenn unsere gewählten Vertreter ihnen innerhalb der höchsten Ebenen des Entscheidungsapparats der US-Regierung mehr Macht einräumen wollen, wären sie Narren, die Einladung nicht anzunehmen und den Vorteil nicht voll auszuschöpfen. Unsere gewählten Führer sind diejenigen, die sich des Verrats schuldig machen.
Zum Thema des kürzlichen Verlusts des Kongresssitzes von Abgeordneten Thomas Massie in Kentucky an den Trump-hörigen Speichellecker Ed Gallrein erklärte Fitts:
„Ich bin schockiert, dass er (Massie) nicht gewonnen hat.“
„Die Frage ist: War es eine faire Wahl? Und die Antwort lautet: Ich bezweifle es.“
„Dies ermöglicht es uns, uns von dem Paradigma zu lösen, dass wir uns durch Wahlen aus diesem Problem herauswählen können, hin zu einem Paradigma, in dem wir auf breiter Front Maßnahmen ergreifen müssen, einschließlich der Umverteilung von Geldern.“
Sie sagte, es sei im Grunde genommen ein Kampf zwischen einer Handvoll Milliardären und den Menschen in Kentucky gewesen. Und die Milliardäre haben gewonnen. Das gleiche Ergebnis sahen wir in South Carolina bei den Vorwahlen der Republikaner in dieser Woche, die dem globalistischen Kriegstreiber und stolzen „Israel-first“-Senator Lindsey Graham den Sieg bescherten.
Und die Frage lautet: „Könnten die Menschen in Kentucky (oder South Carolina) dazu gezwungen werden, entweder die Wahl zu manipulieren oder … für denjenigen zu stimmen, der die schmutzigsten Wahlwerbespots schaltet?“ Wenn man sich die Werbespots ansieht, waren sie so irreführend, so schmutzig, dass es außergewöhnlich war. Aber wissen Sie, was ich sagen werde: Diese Gruppe der über 65-Jährigen [die für Gallrein gegen Massie gestimmt hat], diese Gruppe der über 65-Jährigen wurde im Grunde genommen, insbesondere im Süden, darauf trainiert, so zu wählen, wie es die AIPAC von ihnen erwartet. Und das ist sehr bedauerlich.“
In der Tat sehr bedauerlich.
Hormuz: Der Crash in Zeitlupe
Von Richard Lyon
Die vielleicht größte Überraschung bei der Entscheidung, den Iran zu bombardieren, war das Übersehen einer einfachen Tatsache: Ein Fünftel des Öls, das die moderne Wirtschaft antreibt, fließt durch eine etwa 20 Meilen breite Meerenge an der iranischen Küste. Durch diese Meerenge – den Hormuz – werden täglich etwa 20 Millionen Barrel transportiert. Am 4. März sperrte der Iran sie. Zieht man das ab, was über Pipelines umgeleitet oder durch Reservekapazitäten abgedeckt werden kann, beträgt der Nettoverlust immer noch 10–14 Millionen Barrel pro Tag: doppelt so viel wie beim Ölschock der 1970er Jahre und genug, um Großbritannien und die Welt in eine Depression zu stürzen.
All dies birgt eine verlockende Lehre, und es ist die falsche. Wenn eine einzige Wasserstraße am anderen Ende der Welt uns das antun kann, dann liegt die Antwort doch sicherlich darin, weniger auf ihr Öl angewiesen zu sein: schneller zu elektrifizieren, mehr Wind- und Solarkraft zu bauen und die Verbindung zu einer volatilen und feindseligen Region ein für alle Mal zu kappen. Das ist die Schlussfolgerung, zu der jeder Befürworter unzuverlässiger Energie bereits gelangt ist – und die Rechtfertigung, die er für alles anführt, was uns bisher aufgezwungen wurde. Es ist genau das Gegenteil. Netto-Null ist die Ursache dieser Katastrophe, nicht die Lösung.
In meinem demnächst erscheinenden Buch erkläre ich, warum der verfrühte Verzicht auf fossile Brennstoffe eine Falle ist – eine Politik, die zu funktionieren scheint, bis sie es nicht mehr tut, und dann ist es zu spät, um ihr zu entkommen. Was als „Übergang“ zu Wind und Sonne verkauft wird, ist in Wahrheit ein Rückgang: der erste Schritt in der Geschichte auf der Energiequalitätsleiter nach unten, nicht nach oben. Im Namen von „Net Zero“ haben wir Reservekapazitäten, strategische Reserven, Redundanzen, alternative Kraftstoffsorten und alternative Routen abgeschafft. Die Straße von Hormus ist der Beweis dafür, dass die Falle bereits zugeschlagen hat.
Es brauchte nicht viel, um die Falle zuschnappen zu lassen. Am 28. Februar, während der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm, starteten Israel und die USA einen Überraschungsangriff. Wenn ihr Ziel darin bestand, die Ayatollahs zu stürzen, ist sie gescheitert: Der Iran behielt sein Regime, seine ballistischen Raketen und seine Drohnen. Im Gegenzug sperrte er die Meerenge und versprach, auf jedes Schiff zu schießen, das versuchen sollte, sie zu passieren. Der Verkehr kam zum Erliegen. Während ich dies schreibe, ist sie praktisch immer noch gesperrt.
Die Sperrung löste weltweit wirtschaftliche Schockwellen aus. Hier im Vereinigten Königreich liegt der Dieselpreis wieder über 150 Pence pro Liter, und der Benzinpreis steigt. Ofgem hat die Preisobergrenze für Juli um etwa 13,5 % angehoben – auf den höchsten Stand seit Anfang 2024 –, wobei allein die Gaspreise um fast ein Viertel gestiegen sind. Die OECD hat ihre Prognose für die britische Inflation in diesem Jahr von 2,5 % auf 4 % angehoben, das Vereinigte Königreich als die am stärksten betroffene Volkswirtschaft der G20 bezeichnet und unsere Wachstumsprognose stärker gesenkt als die jedes anderen Mitglieds. Die kurzfristigen Kreditkosten sind dreimal so schnell gestiegen wie bei unseren Nachbarn, der Gouverneur der Bank of England ist „handlungsbereit“, und laut ECIU werden die Lebensmittelpreise im Vereinigten Königreich bis November voraussichtlich um 50 % höher liegen als zu Beginn der Lebenshaltungskostenkrise Mitte 2021.
Das Seltsamste an dieser Krise ist jedoch, wie wenig sie sich wie eine Krise anfühlt. Der Brent-Preis liegt derzeit bei etwa 96 US-Dollar pro Barrel, nach einem Anstieg auf fast 140 US-Dollar Anfang April. Der Terminkontrakt für Juni 2027 liegt bei 80 $, wobei der Ausblick wieder in Richtung des Preises von 2025 tendiert. Ja – Benzinpreise, Rechnungen, Inflation, Wachstum und Verschuldung sind alle schlechter. Aber alles liegt immer noch unter dem Höchststand von 2021 nach Covid und Nord Stream: Es fühlt sich eher nach „mehr vom Gleichen“ an. Und die politische Botschaft, die darauf ausgerichtet ist, die Märkte zu beruhigen, lautet, dass alles bald vorbei sein wird.
Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.
Beginnen wir mit diesem beruhigenden 80-Dollar-Future. Es handelt sich nicht um eine Vorhersage. Im Grunde ist es ein Waffenstillstand zwischen Optimisten, die erwarten, dass sich die Krise entspannt, und dementsprechend verkaufen, und Realisten, die erwarten, dass sie sich verschärft, und kaufen. Die Realisten geben niemals preis, was Öl ihrer Meinung nach tatsächlich kosten wird – das würde bedeuten, mehr zu zahlen, als sie müssen. Sie einigen sich einfach auf den niedrigsten Preis, der die Optimisten aus dem Markt drängt. In einer sich verschlechternden Versorgungslage scheidet in jeder Runde der Optimistischste aus, und der Preis kriecht nach oben. Dann wird die Knappheit real, und das ist der Stachel im Schwanz des Skorpions: Der Preis kann monatelang harmlos aussehen und dann, innerhalb weniger Handelstage, auf den Knappheitswert hochschnellen. Der Knappheitswert liegt nicht bei 80 Dollar. Seriöse Prognostiker schätzen ihn auf 150 Dollar oder mehr, und zwar schon in diesem Sommer.
Kann das Defizit ausgeglichen werden? Zum Teil. Pipelines, die die Meerenge umgehen, könnten 3,5 bis 5,5 Millionen Barrel pro Tag transportieren. Die Reservekapazitäten der OPEC+ sind umstritten – und ein Großteil davon liegt hinter derselben Blockade. Norwegen hat seinen Höchststand erreicht, Russland kann in diesem Zeitrahmen keine Kapazitäten hinzufügen, da seine Exportterminals unter Drohnenangriffen stehen, und der US-Schieferölsektor – der sich selbst mit billigen Post-Covid-Krediten nie rentiert hat – kippt in den Niedergang. Alles in allem könnte das Defizit bei einem gewissen Nachfragerückgang auf 10 bis 14 Millionen Barrel pro Tag reduziert werden. Das ist immer noch doppelt so viel wie bei den arabischen und iranischen Schocks der 1970er Jahre, die den Ölpreis um das Zwei- bis Vierfache in die Höhe trieben. Dies ist nicht mehr vom Gleichen. Es ist der größte Ölschock der Geschichte – und er hat gerade erst begonnen.
Die Reserven, die genau für diesen Moment angelegt wurden, werden helfen, aber sie werden nicht ausreichen. Die größte koordinierte Freigabe in der Geschichte der Internationalen Energieagentur – 400 Millionen Barrel, vereinbart im März – deckt vier bis sechs Wochen des Defizits ab; wenn man alle staatlichen Reserven der Welt leert, gewinnt man drei oder vier Monate. Die einzige Großmacht, die ihre Tanks füllt, anstatt sie zu leeren, ist China, das derzeit über die größten Vorräte der Welt verfügt – was deutlich macht, was Peking, der weltweit größte Errichter von Wind- und Solaranlagen, wirklich erwartet. Reserven verschaffen Zeit. Sie produzieren kein Öl.
Und die Jagd nach den fehlenden Barrel verdeckt das tiefer liegende Problem: die Qualität. Nicht jedes Öl ist gleich. Golf-Rohöl ist mittelschwer und sauer – das schwere, schwefelhaltige Zeug, das Raffinerien zu Diesel, Kerosin und Heizöl verarbeiten. Die angebotenen Ersatzbarrel – amerikanisches Schieferöl, westafrikanisches Öl – sind leicht und süß: mehr Benzin, weniger Diesel. Selbst wenn man das verlorene Volumen Barrel für Barrel ersetzt, fehlt immer noch der Treibstoff, auf den es ankommt. Benzin ist ein Kraftstoff für Verbraucher. Diesel ist der Kraftstoff für die Produktion: Er erntet, verarbeitet, kühlt und transportiert unsere Lebensmittel, bewegt unsere Fracht und treibt die Maschinen an, auf denen die gesamte Wirtschaft basiert. Die Welt kann gleichzeitig in Öl schwimmen und nach Diesel hungern.
Wie schlimm dies wird, hängt vor allem davon ab, wie lange es dauert. Ein Schock von ein paar Wochen ist überlebbar. Ein Schock, der den Winter über und bis ins nächste Jahr andauert, ist eine Depression. Die wichtigste Frage ist also, wann die Meerenge wieder geöffnet wird – und das ist keine wirtschaftliche Frage. Es ist eine politische.
Es gibt im Großen und Ganzen vier Auswege, und keiner davon ist schnell.
Sie könnte mit Gewalt wieder geöffnet werden. Aber ein 20 Meilen langer Kanal lässt sich leicht verminen und ist langsam und gefährlich zu räumen; selbst eine unangefochtene Räumung würde Monate dauern, und der Iran würde sie bekämpfen.
Der Iran könnte kapitulieren, oder sein Regime könnte stürzen. Das war ein erklärtes Ziel des Angriffs im Februar, und es ist nicht eingetreten. Ein Regime, das das Schlimmste überstanden hat, was seine Feinde ihm antun konnten, und immer noch die eine Karte in der Hand hält, die die Welt will, hat wenig Grund, aufzugeben.
Die Welt könnte sich einfach anpassen – Umleitungen, Rationierungen, Verzicht – und sich mit einem dauerhaft höheren, instabileren Preis abfinden: ein langwieriger Kampf, der in einer Rezession endet, nicht in einer Lösung.
Oder es kommt zu einer Einigung: ein ausgehandeltes Ende des Krieges im Gegenzug für die Wiederöffnung der Meerenge. Das ist der einzige Weg zurück zu so etwas wie Normalität – und er führt über Jerusalem. Nach dem eigenen Eingeständnis des amerikanischen Außenministers begann der Krieg zu diesem Zeitpunkt, weil Israel mit oder ohne die Vereinigten Staaten handeln würde. Er dauert teilweise an, weil Israels Ziel nicht ein Abkommen mit dem Iran ist, sondern der Sturz seines Regimes. Solange sich dieses Ziel nicht ändert, ist keine Einigung möglich, die Meerenge bleibt geschlossen und der Rest von uns zahlt die Zeche.
Und wenn die Meerenge morgen geöffnet würde? Bohrlöcher sind stillgelegt, manche für immer; Tanker sind nicht in Position; die Raffinerie-Mischungen wurden umgestellt. Der Vorstandsvorsitzende von ADNOC sagt, es dauere vier Monate, um wieder 80 % der Kapazität zu erreichen, eine vollständige Normalisierung sei nicht vor Anfang 2027 zu erwarten. Dann müssen die strategischen Vorräte wieder aufgefüllt werden, was den Preis über Jahre hinweg stützen wird. Und der Iran hat gezeigt, dass er den Kanal nach Belieben sperren kann: Versicherungen und Frachtkosten werden dauerhaft neu bewertet, und der Engpass ist zu einer Mautstelle geworden, an der für die Durchfahrt außerhalb des Dollarsystems Gebühren erhoben werden.
Als ob das noch nicht genug wäre: Der Vergleich, auf den es wirklich ankommt, ist nicht die 1970er Jahre – es ist das Jahr 2008. Der Große Finanzcrash ist als Versagen der Banken in Erinnerung geblieben. In Wahrheit begann er als ein weiterer Energieschock: Konventionelles Rohöl hatte um 2006 seinen Höchststand erreicht, der Ölpreis stieg bis Juli 2008 auf 147 Dollar, und dieser Anstieg brach die Wirtschaft an ihrer schwächsten Stelle – den überlasteten amerikanischen Subprime-Kreditnehmern mit den höchsten Hypotheken und den längsten Arbeitswegen. Die Verschuldung war der Verstärker. Energie war der Auslöser.
Der Unterschied ist, dass wir 2008 noch zurückschlagen konnten; heute können wir das nicht mehr. Damals war die Staatsverschuldung niedrig – hier 35 % des BIP, in Amerika etwa 65 % –, es gab Spielraum für Zinssenkungen, und die Bilanzen der Zentralbanken waren sauber. Heute liegt die Verschuldung hier bei 95 % und in den USA bei 123 %; allein die Zinslast beträgt hier 110 Milliarden Pfund pro Jahr, dort 1 Billion Dollar, Tendenz steigend; die Zinsen sind bis zum Äußersten gesenkt; die Bilanzen sind seit 2008 und Covid immer noch aufgebläht. Schlimmer noch: Der Schock ist von ganz anderer Art. 2008 war ein Einbruch der Nachfrage – deflationär –, sodass Zinssenkungen und Gelddrucken zur Lösung beitrugen. Dies ist ein Einbruch des Angebots – inflationär: Die Preise steigen, während die Produktion sinkt, die Stagflation der 1970er Jahre. Um dem entgegenzuwirken, muss man die Zinsen anheben – was die Flaute vertieft und eine weitaus größere Schuldenbombe zur Explosion bringt. Die Rettungsmaßnahme, die uns das letzte Mal gerettet hat, würde die Lage jetzt verschlimmern.
Wie wird es ausgehen? Eine Prognose ist unklug, aber ein Szenario ist plausibel – und es verläuft wie ein Crash in Zeitlupe, Schritt für Schritt, wobei jeder Schritt sichtbar ist, bevor er eintritt.
Noch eine Weile lebt die Welt von ihren Vorräten, und der Preis bleibt ruhig. Das endet, wenn die Reserven zur Neige gehen: Die Optimisten werden aus dem Markt gedrängt, die Terminkontrakte steigen auf das Spotniveau, und Öl durchbricht die 150-Dollar-Marke pro Barrel. Großbritannien spürt es früh, denn wir importieren bereits fast die Hälfte unseres Diesels und kaufen ihn auf dem freien Markt zu dem Preis, den der Tag verlangt.
Diesel ist als Erstes betroffen. Er steigt schneller als Rohöl, denn die in Hormuz verlorenen Barrel sind von der sauren Sorte, aus der Diesel hergestellt wird. Der Großteil unseres Diesels kommt mittlerweile auf dem Seeweg über Rotterdam, sodass wir gegen alle anderen bieten, ohne Anspruch auf einen Kontinent, der seinen Diesel vielleicht für sich selbst behält – und seit der Schließung von Grangemouth haben wir weniger eigene Vorräte, auf die wir zurückgreifen können.
Als Nächstes kommt die Ernte, die bereits unter den Düngemittelkosten leidet. Der September ist der dieselintensivste Monat des Jahres, und wenn er kommt, sind die Tanks fast leer. Andere Regierungen öffnen ihre strategischen Reserven; eine vollständige Freigabe verschafft der Welt ein paar Wochen Zeit. Wir haben keine solche Reserve. Wir haben diese Aufgabe der Industrie überlassen, die über ein gesetzliches Minimum verfügt, das sie nicht unterschreiten darf – eine Untergrenze, kein Hahn, den ein Minister aufdrehen kann.
Im Oktober ist der Schaden allgegenwärtig. Die Herstellung und der Transport von allem werden teurer, während sich die Wirtschaft verlangsamt – Stagflation – und die Zentralbanken feststecken, unfähig, sich durch Gelddrucken aus der Knappheit zu befreien. Hier trifft es am härtesten: Unsere Verschuldung ist hoch, und die Bank muss die Zinsen möglicherweise in der Rezession anheben, anstatt sie zu senken.
Dann kommt der Winter, wenn derselbe Brennstoff, der die Lastwagen antreibt, die Häuser heizt, und Heizung, Strom und Fracht gleichzeitig darauf zugreifen. Wir sind ein kaltes Land, dessen Menschen an der Kälte sterben: Ein typischer britischer Winter bringt in England und Wales fast 26.000 zusätzliche Wintertote mit sich. Und „Net Zero“ hat Wärme bereits verteuert, um ein Ziel zu erreichen, das – perfekt umgesetzt – die globale Temperatur um weniger als ein Hundertstel Grad senken würde. Eine Insel, die zwei Fünftel ihrer Lebensmittel importiert, fast nichts auf Vorrat hat und mehr als eine Million Haushalte direkt aus dem Öltank beheizt, hat keinen Spielraum mehr, und es werden noch mehr Menschen sterben. Der Schock geht nicht vorüber; er pendelt sich auf einem neuen, höheren Niveau ein, wobei die Kosten für jahrelanges Nachfüllen noch zu begleichen sind. Wir haben fast alles weggeworfen, was uns da durchgebracht hätte.
Was hätten wir also tun können? Beachten Sie zunächst, was wir jetzt nicht tun werden: Windkraftanlagen und Solaranlagen bauen. Wenn Energie und Kapital knapp werden, gibt eine Wirtschaft zuerst ihre am wenigsten wertvolle Produktion auf – und kaum etwas rangiert tiefer als unzuverlässige Energieerzeugung. Wir hätten unsere Kohlefelder wieder in Betrieb nehmen und Longannet, einst eines der größten Kohlekraftwerke Europas, neu starten können. Aber wir haben es gesprengt. Wir hätten eine strategische Ölreserve anlegen können. Wir haben keine. Wir hätten Gasvorräte für einen Winter anlegen können. Wir haben kaum genug für zwei Wochen; Deutschland hat genug für drei Monate. Wir hätten die Nordsee auf Notbetrieb umstellen und ihr Rohöl nach Grangemouth für Diesel leiten können. Aber wir haben neue Explorationen mit Steuern aus dem Markt gedrängt, neue Lizenzen verboten und Grangemouth stillgelegt. Wir hätten unsere Kapazitäten zur Herstellung von Düngemitteln und Gase in Lebensmittelqualität erhalten können. Wir haben sie geschlossen, um unseren Anteil von 0,7 % an den globalen Emissionen zu senken. Wir hätten sogar mit Russland über Gas und die sauren Sorten verhandeln können, aus denen Diesel hergestellt wird. Wir haben uns geweigert – und einen Krieg unterstützt, der die Nord-Stream-Pipelines zerstört hat und Russlands Raffinerien und Exportterminals stetig ruiniert.
Nichts davon war Schicksal. Jedes einzelne Detail war eine Entscheidung. Das bedeutet Netto-Null in der Praxis: die stetige Beseitigung von Spielraum und Redundanz – von jedem Puffer, der es einem System ermöglicht, einen Schlag wegzustecken. Wir haben unser Vertrauen darauf gesetzt, das zu nutzen, was Wind und Sonne an einem Tag liefern, und uns eingeredet, die Verbindungsleitungen und der globale Markt würden uns immer auffangen. Aber der Wind lässt nach, die Sonne geht unter, und wenn die Kälte kommt, haben auch unsere Nachbarn zu wenig. Die Kabel und die Importterminals sind alle vorhanden. Es ist die Versorgung am anderen Ende, die weggefallen ist.
Ein ernsthaftes Land betrachtet Resilienz als einen Preis, den es sich zu zahlen lohnt – nicht aus Nostalgie für Kohle oder Feindseligkeit gegenüber sauberer Energie, sondern als die normale Vorsicht einer Nation, die lieber nicht auf einem Bein stehen möchte.
Dieser Winter wird hart werden. Wir in Großbritannien werden ihn so überstehen, wie wir schon Schlimmeres überstanden haben: indem wir einen kühlen Kopf bewahren, indem wir aufeinander achten, indem wir bis zum Morgen durchhalten. Aber das Überstehen kann nicht das Ende der Sache sein. Es muss der Anfang sein.
Denn sobald es vorbei ist, muss sich dieses Land dem stellen, was uns das angetan hat. Nicht der Meerenge und nicht dem Krieg – diese haben lediglich den Abzug betätigt. Was die Waffe geladen hat, war eine Ideologie: der Glaube, dass eine moderne Nation ihr eigenes Energiesystem im Namen eines bedeutungslosen Ziels zu ruinösen Kosten abbauen kann, ohne dafür einen Preis zu zahlen.
Dieser Glaube wird nun öffentlich und auf unsere Kosten bis zur Zerstörung auf die Probe gestellt.
Also sollten wir damit Schluss machen – und mit der Maschinerie, die zu seinem Dienst aufgebaut wurde: dem Klimawandelausschuss, dem Ministerium für Energiesicherheit und Netto-Null, den Subventionsjägern, den Quangos, den Beratern, den Lobbyisten, dem ganzen Zirkus. Setzen Sie ernsthafte Menschen mit ernsthaften Ideen und der Fähigkeit, diese umzusetzen, an die Spitze des Aufbaus des Energiesystems, das Großbritannien tatsächlich braucht: eines, das die fossilen Kapazitäten beibehält, auf die wir noch nicht verzichten können – unsere eigenen souveränen Ressourcen, Produktion und Raffinerien –, während wir die einzige Energiequelle aufbauen, die ein modernes Land auf der Energiequalitätsleiter nach oben bringen kann, wenn die Kohlenwasserstoffe schließlich zur Neige gehen. Diese Quelle ist die Kernenergie. Sie ist die Antwort, und wir haben ein Jahrzehnt lang so getan, als bräuchten wir sie nicht.
Uns wurde gesagt, die Gefahr bestehe darin, zu langsam von fossilen Brennstoffen wegzukommen. Die Wahrheit, für die wir diesen Winter voll und ganz bezahlt haben und vielleicht noch Jahre lang bezahlen werden, ist, dass wir sie zu früh aufgegeben haben – bevor wir das aufgebaut hatten, was sie ersetzen könnte. Möge dies die letzte Rechnung dieser Art sein, deren Begleichung wir jemals zustimmen.
4 Dinge, die man über das „Social-Media-Verbot“ Großbritanniens NICHT sagen kann
Das „Social-Media-Verbot“ Großbritanniens ist offiziell – So sollten Sie darüber sprechen.
Kit Knightly
Es ist offiziell: Das Vereinigte Königreich bekommt sein eigenes, Australien-nachahmendes „Social-Media-Verbot“ für alle unter 16 Jahren.
Tatsächlich wird es laut Insidern ein „Australien-Plus“ werden, wobei eine Art „Ausgangssperre“ Teil der endgültigen Einführung sein soll.
Ja, Sir Keir Starmer sitzt schon seit geraumer Zeit auf diesem Topf und hat endlich beschlossen … nun, Sie wissen schon.
Die vollständige Liste der Plattformen, die das geplante Verbot betreffen wird, wurde noch nicht veröffentlicht, aber es ist bekannt, dass YouTube, X (Twitter), Meta (Facebook), Snapchat, TikTok und Instagram betroffen sein werden und dass einige andere – darunter BlueSky – nicht betroffen sein werden.
Trotz der Behauptung, befugt zu sein, „zügig“ vorzugehen, wird das Verbot voraussichtlich nicht vor dem nächsten Frühjahr in Kraft treten, was ein nettes kleines Zeitfenster bietet, in dem ein paar Dinge möglicherweise geschehen könnten.
Aber ich bin nicht hier, um das Verbot zu analysieren oder über Agenden oder nächste Schritte zu spekulieren.
Das Verbot ist angekündigt, es wird wahrscheinlich kommen, und es liegt an uns allen, es zu bekämpfen, und die erste Stufe des Widerstands ist das Erkennen des eigentlichen Problems.
Wie wir über diese Dinge sprechen und sie argumentieren, ist wichtig – sehr wichtig.
Denn Diskurse, die die wahre Natur des Problems nicht anerkennen oder verstehen, können unbeabsichtigt den Vorstoß in Richtung Autoritarismus unterstützen.
Bereits jetzt sehen wir, dass die öffentliche Diskussion über das Verbot, ob absichtlich oder nicht, in Richtungen gelenkt wird, die die Position der Regierung tatsächlich unterstützen.
Hier sind also vier Argumente, die Sie NICHT gegen das Social-Media-Verbot vorbringen sollten.
1. „Es wird nicht funktionieren“
Der erste Impuls vieler Menschen – und Mainstream-Medien – ist es, gegen das Verbot mit dem Argument zu argumentieren, dass es nicht funktionieren wird.
Das ist ein Fehler.
Erstens ist es aus Prinzip nie richtig, Pragmatismus zu argumentieren, wenn man mit einem moralischen Unrecht konfrontiert wird. Menschen haben ein Recht auf Privatsphäre; der Staat, der dieses Recht verletzt, ist moralisch falsch, unabhängig davon, ob es auf sein erklärtes Ziel hinarbeitet oder nicht.
Im Falle des Social-Media-Verbots ist das Argument der Unwirksamkeit doppelt falsch, weil die Regierung sich nicht dafür interessiert, ob es funktioniert oder nicht. Es hat keinen Sinn, über die Wirksamkeit zu diskutieren, denn das erklärte Ziel der Regierung ist eine Lüge. Sie wollen Kinder nicht schützen, ihnen ist der Schutz von Kindern egal, daher ist es Zeitverschwendung zu argumentieren, dass das Social-Media-Verbot Kinder nicht schützen wird. Dafür ist es nicht da.
Wenn überhaupt, ist es aus Sicht der Regierung umso besser, je weniger es funktioniert, denn es wird ihnen einen Vorwand geben, in Zukunft NOCH MEHR „durchzugreifen“.
2. „Lasst uns einen Kompromiss schließen!“
Ein weiteres verbreitetes Argument ist, dass ein Social-Media-Verbot nicht das beste Mittel zur Bekämpfung des angeblichen „Problems“ sei und dass wir stattdessen etwas anderes einsetzen sollten.
Übliche „etwas Anderes“ sind digitale Ausgangssperren, Smartphone-Verbote, Bildschirmzeitbegrenzungen. Das Problem bei allen diesen vorgeschlagenen Ideen ist, dass sie alle auf die gleiche Weise durchgesetzt werden – Altersverifizierung.
Wie ich vor ein paar Wochen schrieb …
Dies ist eine „Sie können jede beliebige Farbe haben, solange es Schwarz ist“-Situation.
Wählen Sie ein vollständiges Verbot – „Großartig, bitte reichen Sie Ihren Ausweis ein, um zu beweisen, dass Sie über 16 sind und von dem Social-Media-Verbot ausgenommen sind.“
Wählen Sie Bildschirmzeitbegrenzungen – „Großartig, bitte reichen Sie Ihren Ausweis ein, um zu beweisen, dass Sie über 16 sind und von den Bildschirmzeitbegrenzungen ausgenommen sind.“
Wählen Sie digitale Ausgangssperren – „Großartig, bitte reichen Sie Ihren Ausweis ein, um zu beweisen, dass Sie über 16 sind und von der digitalen Ausgangssperre ausgenommen sind.“
Jede vorgeschlagene „Kompromissmaßnahme“ oder „alternativer Plan“, die ebenfalls eine Altersverifizierung oder ID-Scanning beinhaltet, ist per Definition weder ein Kompromiss noch eine Alternative, denn die Altersverifizierung und das ID-Scanning sind der eigentliche Zweck des Programms.
3. „Warum ist [Plattform A] nicht eingeschlossen?“
Zu viele Menschen haben bereits damit begonnen zu argumentieren, dass das Verbot „ungerecht“ oder „heuchlerisch“ sei, weil einige Plattformen nicht eingeschlossen sind.
Das am häufigsten genannte Beispiel ist BlueSky, über das die Mitglieder des rechten Lagers den ganzen Tag herziehen und BlueSky oft als ein Zuhause für Groomer und Pädophile bezeichnen.
Hier schreit GBNews …
„Das linke soziale Netzwerk könnte von Keir Starmers Massen-Internet-Durchgreifen ausgenommen werden“
Das ist ein schreckliches Argument, wissen Sie warum?
„Die Regierung hat Ihre Bedenken gehört und beschlossen, sich dem öffentlichen Druck zu beugen und BlueSky in Zukunft in das Verbot einzubeziehen.“
So, und jetzt?
Sie haben die Position des Staates akzeptiert, dass es ein Problem gibt und dass etwas dagegen getan werden muss, und haben es ihm ermöglicht, sich als vernünftig darzustellen, indem es seine Pläne gemäß Ihren Einwänden ändert.
Herzlichen Glückwunsch, Sie haben sich selbst überlistet.
Wie bei allem anderen auf dieser Liste können Sie die Argumentation nicht gewinnen, indem Sie irgendeinen Teil der Position der Regierung akzeptieren.
4. „[Plattform B] sollte ausgeschlossen werden!“
Das gleiche wie bei Punkt drei, nur umgekehrt. Einige argumentieren, dass die Aufnahme von YouTube auf die Liste Schulkindern eine wichtige Bildungsressource vorenthält, besonders denen, die ihre GCSEs machen (Alter 15-16).
Wie oben: Wenn Sie dieses Argument vorbringen, muss die Regierung nur sagen …
„Sie haben recht, YouTube ist eine wichtige Ressource, auf die die Kinder unserer Nation Zugang haben sollten. Wir werden sie aus diesem Grund von dem Verbot ausnehmen.“
… und Sie sind erledigt.
Und seien wir ehrlich: Ein Teil des Grundes, warum die Einführung bis zum nächsten Frühjahr verzögert wird, ist genau die Ermöglichung solcher Diskussionen. Diese Hin- und Her-„Gespräche“ geben der Öffentlichkeit das Gefühl, einbezogen und konsultiert zu werden, und tragen zu der Illusion bei, dass das System funktioniert – und sich kümmert.
Währenddessen können wir im Hintergrund absolut sicher sein, dass wahnsinnig korrupte Deals hin- und hergehen, während Tech-CEOs Lobbyarbeit betreiben, um ihre Plattform auf Kosten von Rivalen ausgeschlossen zu bekommen oder besondere Vereinbarungen zu treffen, bei denen die Regierung ihnen Gebühren zahlt, um den Verlust von Werbeeinnahmen durch minderjährige Nutzer auszugleichen.
Fazit – Realität ist wichtig
Falls es Ihnen nicht aufgefallen ist: Es gibt einen gemeinsamen Nenner in allen vier schwachen Argumenten, die ich bespreche, und das ist die Akzeptanz der angegebenen Position der Regierung.
Argumentation und Rhetorik – wie jede Strategie – dreht sich darum, sein Terrain zu wählen.
Solange Sie mit Tyrannen zu deren eigenen Bedingungen argumentieren und die grundlegenden Lügen akzeptieren, auf denen ihre Positionen aufbauen, werden Sie die Argumentation immer verlieren.
Die Wahrheit ist das einzige Spielfeld mit gleichen Bedingungen; beginnen Sie immer von dort.
Und in diesem Fall ist die Wahrheit sehr einfach:
Bei dem Verbot geht es nicht um den Schutz von Kindern. Bei dem Verbot geht es um die Überwachung von Erwachsenen.
Wenn Sie das nicht akzeptieren und verstehen, werden Sie nie in der Lage sein, dagegen zu argumentieren.
In Zukunft werden wir – wie wir und andere es in der Vergangenheit getan haben – praktische Schritte ansprechen, um diese Art von privatheitsbrechendem Gesetz zu umgehen. Welche Tech-Firmen man nutzen soll, wo man ent-googelte Telefone kaufen kann. Tor, VPNs, unabhängige Social-Media-Plattformen. Sie alle haben einen Platz in der Diskussion.
Aber das Reden kommt zuerst. Wie wir über Dinge sprechen, ist wichtig. Ehrlichkeit ist wichtig. Realität ist wichtig.

